Inſerate
Abonnementspreis
175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
den Annonen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg
iſt nunmehr amtlich durch kaiſerliche Ordre vom
22. Juni zum Gouverneur von Togo, und zwar mit
Wirkſamkeit vom 27. Juli d. Js. ab, ernannt worden.
Von dem deutſch=aſiatiſchen Geſchwader
ſind aus Tientſin drei Kanonenboote zum Schutze der
Deutſchen nach Kanton abgedampft.
Zum ruſſiſchen Botſchafter in Berlin iſt
Kammerherr, Wirklicher Staatsrat S. Swerbejew,
der jetzige Geſandte in Athen, ernannt.
Der belgiſche Kriegsminiſter Michel iſt von
ſeinem Amte zurückgetreten.
Die Bergarbeiter im Borinage beſchloſſen,
den Generalſtreik zu erklären.
Der Generalſtreik der Weber in Covilkao iſt
beendet.
zur Nominierung Tafts.
*⁎* Unter dem bei den Amerikanern üblichen, für
uns Deutſche freilich ganz unverſtändlichen, kindiſchen
Getöſe iſt Taft, wie wir ſchon meldeten, auf dem
Kon=
vent der republikaniſchen Partei zum
Präſidentſchafts=
kandidaten nominiert worden. Er mußte die abſolute
Mehrheit der auf dem Konvent anweſenden 1078
Dele=
gaten, alſo 540 Stimmen, auf ſich vereinigen, um
ge=
wählt zu werden. Da er 561 Stimmen, erhielt, ſo hat er
nur eine ſehr knappe Majorität aufzuweiſen, was um
ſo mehr in die Augen fällt, als Taft vor vier Jahren
bei einer geringeren Zahl von Delegierten mit 702
Stim=
men nominiert wurde. Noch ungünſtiger iſt das
Ver=
hältnis für den Vizepräſidenten Sherman, der als
ſol=
cher gleichfalls wieder kandidiert.
Wie wir ſchon wiederholt betont haben, iſt mit der
Nominierung Tafts die Präſidentenwahl, welche im
No=
vember ſtattfindet, keineswegs etwa entſchieden.
Zu=
nächſt werden nun die Demokraten in dieſer Woche in
Baltimore zuſammentreten und ihrerſeits einen
Präſi=
dentſchaftskandidaten aufſtellen. Auch hier wird es noch
Kämpfe geben, doch dürfte es leichter zu einer
Verſtän=
digung kommen als in Chicago. Die Ausſichten der
Demokraten zur Wiedererlangung der Herrſchaft im
Lande ſind bekanntlich in den letzten Jahren erheblich
geſtiegen, und deshalb iſt es um die Chancen des
Repu=
likaners Taft um ſo ſchlechter beſtellt, als ſein Partei=
Ffreund Rooſevelt ſich von ihm abgeſondert hat, um als
dritter Kandidat in den Wahlkampf einzutreten. Unter
dieſen Umſtänden wird ſchon jetzt die Wiederwahl Tafts
von Vielen für ganz unwahrſcheinlich gehalten, denn nur
mit vereinten Kräften würden die Republikaner der
demokratiſchen Flut zu begegnen vermögen.
Bis zur Wahl der Wahlmänner am 5. November
ſtehen den drei Präſidentſchaftskandidaten noch mehr als
vier Monate für die Agitation zur Verfügung. Die
größten Anſtrengungen wird Rooſevelt machen, um im
März n. Js. in das Weiße Haus zu Waſhington
ein=
ziehen zu können, und man darf ſich nicht verhehlen, daß
Ueberraſchungen durchaus nicht ausgeſchloſſen ſind.
Rooſevelt hat ſchon oft bewieſen, welche Macht er über
die amerikaniſche Volksſeele hat, ihm haben einſt die
Amerikaner, ganz gleich, ob Republikaner oder
Demo=
kraten, zugejubelt, er war der Mann, dem ſie vertrauten,
der Rauhereiter=Oberſt war ihr Freund. Wer weiß, ob
Rooſevelt im Laufe der nächſten vier Monate dieſe
Macht nicht wiedergewinnt, ob es ihm nicht gelingt, die
Herzen ſeiner Landsleute im Sturm zu erobern und die
Scharte ſeiner in Chicago erlittenen Niederlage
glän=
zend auszuwetzen! Wir glauben, trotz Chicago würde
Rooſevelt mit Taft im Wahlkampfe bald fertig werden,
ſeine wirklich gefährlichen Gegner bleiben nur die
Demo=
kraten, von denen Rooſevelt nach der Wahl im
Novem=
ber 1908 ſagen konnte: „Wir haben ſie zu Mus gehauen!“
Aber diesmal ziehen ſie doch mit berechtigten größeren
Hoffnungen in den Wahlkampf, und deshalb iſt es noch
völlig ungewiß, wie dieſer ausfallen wird.
Deutſches Reich.
Eine Reiſe des Reichskanzlers nach
Gaſtein, die in der Preſſe angekündigt wurde, iſt, wie
die Neue Politiſche Korreſpondenz ſchreibt, zwar noch
nicht endgültig beſchloſſen, ſcheint aber wahrſcheinlich
zu ſein. Der Kanzler weilt gern im Hochgebirge und
würde in Gaſtein auch Gelegenheit zum Kurgebrauch
haben. Was im Anſchluß an die Möglichkeit einer
Gaſteiner Reiſe über eine Zuſammenkunft des
Reichs=
kanzlers mit dem öſterreichiſch=ungariſchen Miniſter des
Auswärtigen Grafen Berchtold berichtet worden iſt,
be=
ruht einſtweilſen nur auf Kombincltionen. Beſtimmſte
Verabredungen ſind noch nicht getroffen.
— Von Differenzen in der Kongo=
Kom=
miſſion ſpricht ein Pariſer Telegramm. Der
Korre=
ſpondent des Temps meldet ſeinem Blatte aus Bern,
daß ſich bei den Verhandlungen der deutſch=franzöſiſchen
Kongo=Kamerun=Kommiſſion zwiſchen den deutſchen und
franzöſiſchen Mitgliedern gewiſſe
Meinungsverſchieden=
heiten ergeben haben. Die Deutſchen ſollen den
Ver=
ſuch machen, die Verhandlungen auf Punkte
auszudeh=
nen, in deren Beratung die Franzoſen erſt nach
Been=
digung der Berner Verhandlungen, wenn ſich die
Kom=
miſſion nach Afrika begeben hat, an Ort und Stelle
ein=
treten wollen.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Im Abgeordnetenhaus ſtellte der
Landes=
verteidigungsminiſter v. Georgi in Beantwortung der
Interpellation Breiter über die angebliche
Unbrauchbar=
keit des erſten Dreadnoughts „Viribus Unitis” feſt, daß
die Nachricht des Neuen Wiener Journal in dieſer
An=
gelegenheit den Tatſachen nicht entſpreche und ſich als
eine tendenziöſe Uebertreibung der Tatſache darſtelle, daß
nämlich bei den Turmanlagen die in den erlaubten
Grenzen liegende Gewichtsüberſchreitung konſtatiert ſei.
Sie habe aber gar keine nachteiligen Folgen weder für
den Tiefgang, noch für die Geſchwindigkeit und
Ma=
növrierfähigkeit ergeben. Die Mariueverwaltung hat
nicht den geringſten Grund, irgend etwas beſonderes
wegen der Turmanlagen oder der Geſchützausführung zu
veranlaſſen.
Italien.
Die Kammer genehmigte mit 161 gegen 43
Stim=
men die am 13. Oktober 1909 zu Bern unterzeichneten
internationalen Akte betr. den Rückkauf der
Gotthard=
bahn ſeitens der Schweiz.
Frankreich.
Die Bäckermeiſter in Toulouſe beſchloſſen,
je=
den Betrieb einzuſtellen und ihre Läden zu ſchließen.
Infolge der Erklärung der Bäcker von Tarbes, daß
ſie außerſtande ſeien, ſich das für die Broterzeugung
notwendige Mehl zu verſchaffen, gab der Präfekt des
Departements der Ober=Pyrenäen bekannt, daß der
Han=
delsminiſter die Bäcker mit den erforderlichen
Mehl=
vorräten verſorgen werde.
Der Miniſterrat befaßte ſich mit den Folgen
des Ausſtandes der Seeleute. Die Lage erſcheint, wie
offiziös erklärt wird, umſo ernſter, als es fraglich iſt.
ob der Marineminiſter den Poſtdampfern, die für die
unerläßliche Schiffsverbindung im Mittelmeer
erforder=
lichen Mannſchaften wird zur Verfügung ſtellen können.
In Parlamentskreiſen glaubt man, daß die Regierung
genötigt ſein werde, ſich zur Aufhebung des
Flaggen=
monopols zu entſchließen.
England.
Unterhaus. In der Diskuſſion über die
Reſo=
lutionen zum Budget erinnerte Lloyd George das Haus
daran, daß bei der Aufſtellung des Budgets zwei
Mög=
lichkeiten in Rechnung gezogen und deshalb der
Ueber=
ſchuß in Reſerve geſtellt wurde. Die erſte Möglichkeit
war die Wirkung des Kohlenarbeiterſtreiks auf die
Ein=
nahmen. Er freue ſich ſagen zu können, daß es die
Reg=
ſamkeit des Handels wäre, wenn er ſicher ſei, daß es
unnötig ſein würde, auch nur einen einzigen Pfennig
der großen Reſerve zu kürzen, um die durch den Streik
entſtandenen Schädigungen zu beſeitigen. Die zweite
Möglichkeit, die er bei der Aufſtellung des Budgets
er=
wähnte, ſei das mögliche Anwachſen der Forderungen
der Admiralität geweſen.
Bei der Einbringung der
Flottenvor=
lage ſagte Churchill ganz klar, daß ſich die Vorlage
gründe auf die Annahme, daß das deutſche Flottengeſetz
ungeändert bleibe. Damals war dem Reichstage eine
Vorlage zugegangen, die gegenüber dem alten deutſchen
Flottengeſetz eine erhebliche Vermehrung enthielt.
Seit=
her ſei dann die Vorlage Geſetz geworden. Es ſei nicht
mehr Möglichkeit, ſondern eine Tatſache der man ſich
gegenüber befinde. Dies neue Geſetz ſehe eine über
6 Jahre verteilte Vermehrung für das deutſche
Flotten=
programm vor, die ſich im Ganzen auf 10 Millionen
Pfund Sterling beziffere. Redner ſchloß: Schatzkanzler
Lloyd George wird demnächſt einen Nachtrags=
Flotten=
etat vorlegen. Ich will ſeiner Erklärung nicht vorgreifen
und mich auf den Etat nur ſo weit beziehen, als es
zur Darlegung meines Finanzexpoſés notwendig iſt.
In dieſem Jahre wird die Summe, die Churchill
nach=
träglich fordern wird, eine Million nicht überſchreiten.
Aber in den folgenden Jahren werden hohe Summen
erforherlich als Folge des Programms, deſſen
Aus=
arbeitung Churchill für notwendig halten wird. Lloyd
George führte weiter aus, daß 500000 Pfund Sterling
des Ueberſchuſſes dem Kolonialamt vorgeſtreckt würden
zur wirtſchaftlichen Entwickelung von Britiſch=Oſtafrika
und Uganda. Die übrigen 5 Millionen würden für die
Schuldentilgung verwandt. (Beifall auf allen Bänken.)
Zur Begründung der Aufwendung einer halben Mill.
Pfund Sterling für Britiſch=Oſtafrika und Uganda führte
Lloyd George aus: Die Produktion dieſer Gebiete
na=
mentlich von Weizen und Baumwolle befindet ſich in
einer außerordentlichen Entwickelung und hat ſich in
zwei Jahren mehr als verdoppelt. In dieſem Jahre
werde eine Ausfuhr von 105000 Zentnern Baumwolle
aus Uganda erwartet. Die Eiſenbahnen, Piers,
Dampf=
boote und die Straßen ſtänden gänzlich außer
Verhält=
nis zu dieſen neuen Produktionsmengen. Der
Eiſen=
bahnverkehr habe ſich gewaltig vergrößert und das
rol=
lende Material müſſe notwendig vermehrt werden. In
den Lagerhäuſern und in den Lagerrampen gingen große
Mengen der Produktion zu Grunde. Infolge des
Man=
gels an Straßen könnten die Eingeborenen ihre
Erzeug=
niſſe nicht an die See bringen und würden dadurch
ent=
mutigt. Aus dieſem Grunde beantragte Lloyd George,
dem Kolonialetat eine halbe Million Pfund Sterling
vorzuſtrecken. Er erwartet davon eine Verzinſung von
3½2 Prozent.
Die Erklärung des Schatzkanzlers über
die Verwendung des Budgetüberſchuſſes findet in der
Preſſe eine günſtige Aufnahme. Ueber die Verwendung
von 1 Million Sterling für die Flotte ſchreibt der
Daily Chronicle:
Es iſt der Gegenſtoß gegen die Extraausgabe, die
Deutſchland nach dem neuen Flottengeſetz auf ſich
genom=
men hat. Dieſe Ausgaben geben keine Veranlaſſung für
unangebrachte Beſorgniſſe, aber inſofern die Lage
da=
durch geändert wird, müſſe man Gegenmaßregeln
ergrei=
fen. Die Daily News beklagen die neuen Ausgaben
und erklären ſie als eine Folge der ſalſchen auswärtigen
Politik Englands, die in 12 Jahren das engliſche
Flotten=
budget von 13 auf faſt 50 Millionen Pfund Sterling
gebracht habe. Dieſe Entwickelung könne nur durch
eine Aenderung der Politik aufgehalten werden. Der
Daily Telegraph führt aus, daß die Zuwendung von
1 Million Pfund Sterling für die Admiralität zunächſt
keine Vermehrung des Flottenetats bedeute, da die
Ad=
miralität im vorigen Etatsjahre 1,6 Millionen Pfund
Sterling von der vom Parlament bewilligten Summe
nicht ausgegeben habe. Das Blatt beſorgt, daß die
Re=
gierung nicht mit der nötigen Energie in der
Flotten=
frage vorgehe. Die Times ſagt: Wenn von dem
Ueber=
ſchuß des letzten Budgets nur 1 Million Pfund Sterling
auf die Flotte entfiele ſo würde Churchill berechtigt ſein,
bei der Einführung des Nachtragsetats weitere
Sum=
men aus dem laufenden Budget zu fordern: man müſſe
erwarten, daß er das entweder tun oder überzeugende
Gründe vorbringen werde.
China.
Die chineſiſche Anleihe. Wie das Reuterſche
Bureau erfährt, nimmt das Abkommen über die
chine=
ſiſche Anleihe, das in Paris unterzeichnet worden iſt,
dank der Sorge, jedes politiſche Element fern zu
hal=
ten, keinen Bezug auf die ruſſiſchen und japaniſchen
Sonderintereſſen. Da man immer noch über das
Abkom=
men Schweigen bewahrt, iſt es ſchwer, genaue Angaben
zu erlangen. Während auf der einen Seite erklärt wird,
daß die Forderungen, die Rußland und Japan erhoben,
als ſie die Aufforderung zur Teilnahme an der Anleihe
annahmen, noch aufrecht erhalten werden, wird von
an=
derer Seite angedeutet, daß ſie von den anderen
Mäch=
ten nicht angenommen und in der Folge als Ergebnis
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Nummer 148,
eines Kompromiſſes zurückgezogen worden ſeien. Welche
Erklärung richtig ſein mag, kann man nicht ſagen, ſo viel
ſteht jedenfalls feſt, daß in dem Pariſer
Anleiheabkom=
men auf politiſche Sonderintereſſen irgend einer
betei=
ligten Macht kein Bezug genommen wird. Es wird
an=
genommen, daß Rußland einen Teil des von ihm für
die Anleihe aufzubringenden Geldes in Frankreich und
Belgien flüſſig machen wird. Japan wird, wie erklärt
wird, das Geld ſich auf ſeinem eigenen Markte
verſchaf=
en. Während das Abkommen im allgemeinen dahin
geht, China gegen 60 Millionen Pfund Sterling zu
leihen, unterliegt es der Wahl der Bankengruppen, zu
beſtimmen, wann und in welcher Weiſe dieſe Summen
vorgeſtreckt werden ſollen und die Gruppen ſind nicht
verpflichtet, dieſe Summen vorzuſtrecken, wenn nicht die
Lage Chinas nach Anſicht der Banken für einen ſolchen
Schritt die nötige Bürgſchaft bietet. Die bereits
gege=
benen Vorſchüſſe ſollen aus der Anleihe zurückgezahlt
werden. Die Anleihe wird ſich vorausſichtlich auf einen
Zeitraum von 5 Jahren verteilen.
* Ueber einen Herzensroman des
Kron=
prinzen Boris wird der Poſt aus Bukareſt
tele=
graphiert: Hieſige Blätter veröffentlichen unter der
Ueberſchrift: „Der Herzensroman des Kronprinzen
Boris” einen Artikel, worin erzählt wird Großfürſt
Boris von Bulgarien habe an dem Tage ſeiner
Groß=
jährigkeitserklärung ſeinem Vater erklärt, er ſei in die
rumäniſche Prinzeſſin Eliſabeth, die älteſte Tochter des
rumäniſchen Thronfolgerpaares, verliebt und wolle ſich
mit dieſer verloben oder überhaupt nicht heiraten. Er
habe ſie zwar niemals geſehen, ſich aber in das Bild
der Prinzeſſin verliebt. König Ferdinand ließ die
Stim=
mung in Bukareſt ſondieren. König Karol wünſchte
je=
doch die Heirat nicht. Darauf wandte ſich König
Fer=
dinand an Kaiſer Franz Joſef, um ſeine Intervention
herbeizuführen, worauf König Karol ſeinen Widerſtand
aufgegeben habe.
* Petersburg, 24. Juni. Der ruſſiſche Geſandte
in Athen Swerbejew wurde zum Botſchafter in
Berlin ernannt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. Juni.
* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog empfingen am Montag vormittag 10 Uhr in
Jagdſchloß Wolfsgarten den Forſtmeiſter Schäfer aus
Mönchbruch. Prinzeſſin Franz Joſeph von
Battenberg nahm am Montag an der Frühſtückstafel
in Jagdſchloß Wolfsgarten teil. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Pfarrer Richard Sittel zu Stadecken
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Udenheim, Dekanat
Oppenheim.
Das Großh. Regierungsblatt vom 25. Juni
hat folgenden Inhalt: 1. Ueberſicht der von Großh.
Miniſterium des Innern für das Kalender= bezw.
Rech=
nungsjahr 1912 zur Erhebung genehmigten Umlagen
zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der iſraelitiſchen
Religions=
gemeinden des Kreiſes Heppenheim. 2. Bekanntmachung,
die für das Rechnungsjahr 1912 zur Beſtreitung der
Kommunalbedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemeinde
Mainz zu erhebenden Umlagen betreffend. 3.
Bekannt=
machung, die Ergebniſſe aus der Rechnung der
Staats=
ſchuldenverwaltung für das Etatsjahr 1909 betreffend.
4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigung zur Annahme
und zum Tragen fremder Orden. 6. Zulaſſungen zur
Rechtsanwaltſchaft. 7. Dienſtnachrichten.
— Geheimerat Dr. Kittler feierte geſtern
ſeinen 60. Geburtstag. Prof. Kittler iſt ſeit 1893
kommiſſariſches Mitglied der Abteilung für Bauweſen
des Miniſteriums der Finanzen, ſeit 1899 Mitglied der
Erſten Kammer der Stände auf Lebenszeit. Seine
aka=
demiſche Laufbahn begann er 1881 als Privatdozent für
Phyſik an der Techniſchen Hochſchule in München. Am
1. November 1882 erhielt er die neugeſchaffene
Pro=
feſſur für Elektrotechnik in Darmſtadt
Das von Kittler hier geſchaffene elektrotechniſche Inſtitut
wurde vorbildlich für die meiſten übrigen Hochſchulen.
Einen zweimaligen Ruf als Direktor einer großen
Elektrotechniſchen Firma und einen Ruf an eine aus=
wärtige Hochſchule hat er abgelehnt. Sein Hauptwerk
iſt das „Handbuch der Elektrotechnik” Geheimerat
Kittler ſtammt aus Schwabach bei Nürnberg.
„Flugpoſt am Rhein uud Main”. Die
Flug=
poſt hat am Sonntag, den 23. Juni, nachts ihr Ende
er=
reicht. Die bis dahin eingeworfene Poſt wird weiter
befördert. Die Montag morgen Darmſtadt paſſierende
„Schwaben” hatte wieder Poſt an Bord. Die Auflöſung
des Zeppelinrätſels kann erſt bekannt gegeben
werden, wenn alle Löſungen auf dem Luftweg
ein=
getroffen ſind. Die Preiſe der Luftpoſtwertzeichen
werden ſchon jetzt in die Höhe getrieben. Die
Geſchäfts=
ſtelle hat ſich, dies vorausſehend, einen Vorrat von an
ſie ſelbſt adreſſierten, in der zweiten Woche durch die
Luft beförderter und abgeſtempelter Luftpoſtkarten jeder
Art geſichert. Auch iſt ein Teil der verkauften Auflage
grüner Marken zurückgekauft worden, da bereits 2 Mk.
für dieſe Marke verlangt werden. (Auch für die
gewöhn=
liche graue Karte wird bereits auswärts bis 3 Mk.
ge=
zahlt.) Alle Luftpoſtwertzeichen ſind zu den jetzt
feſt=
geſetzten Preiſen bis zum 15. Juli, ſoweit der Vorrat
und die Auflage reicht, unter „Flugpoſt Darmſtadt” zu
beziehen und außerdem in vollſtändiger Auswahl nur
in der Hof=Buchhandlung und Kunſthandlung Johs.
Waitz, Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 16, und in der
Briefmarkenhandlung von Daudt, Schulſtraße 11, zu
haben. Dort iſt auch eine kleine Ausſtellung der
vor=
handenen Luftvoſtwertzeichen.
— „Wilhelm Langenbach=Buche” Man ſchreibt uns:
Zu einer kleinen, aber recht ſinnigen Feier verſammelten
ſich die Vorſtandsmitglieder des Vereins
Walderho=
lungsſtätte und die näheren Anverwandten des
verſtorbenen Kommerzienrats Wilhelm Langenbach in
der Frauen=Walderholungsſtätte, um ein Denkmal
einzu=
weihen, wie es ſchöner wohl nicht gedacht werden kann
und wie es dem ſchlichten Sinne dieſes hervorragenden
Mannes entſprach. Nachdem ſich die Pfleglinge der
bei=
den Walderholungsſtätten um die noch beſonders
ge=
ſchmückte und in der Frauen=Walderholungsſtätte
ſtehende ſchlanke Buche gruppiert hatten, hielt Herr
Bür=
germeiſter Mueller eine zu Herzen gehende Anſprache,
in der er auf die Verdienſte des hier zu Ehrenden um das
Zuſtandekommen der Walderholungsſtätten hinwies.
Er pries die aufopferungsvolle Tätigkeit des
Verſtorbe=
nen, der ſich durch keinen Mißerfolg habe entmutigen
laſſen und ſtets energiſch für das einmal als gut Anerkannte
eingetreten ſei. Treffender konnte wohl die
Perſönlich=
keit Langenbachs nicht charakteriſiert werden, als dies
durch die Protektorin des Vereins Walderholungsſtätte,
die Fürſtin von Erbach=Schönberg, in einem Schreiben
geſchah, in dem ſie bedauernd mitteilte, daß ſie leider an
der Feier nicht teilnehmen könne und Wilhelm
Langen=
bachs energiſchen Idealismus rühmend hervorhob Nach
einem kurzen Rundgang durch die prächtigen
Erholungs=
ſtätten, die von den Pfleglingen einfach, aber deſto
ſchö=
ner mit Baumzweigen und Farnkräutern geſchmückt
wa=
ren, wurde Kaffee und Gebäck gereicht und fand die
ein=
fache Feier damit ihr Ende, durch die einem Manne ein
Denkmal geſetzt wurde, der auf dem Gebiete der
Wald=
erholungsſtätten eine ſegensreiche Tätigkeit entfaltete.
Poſtblatt. Anfang Juli erſcheint eine neue
Nummer des Poſtblatts, das eine Beilage zum
Reichsanzeiger bildet, aber auch für ſich bezogen werden
kann. Im Poſtblatt das im Reichs=Poſtamt
zu=
ſammengeſtellt wird, ſind die wichtigſten
Verſendungs=
bedingungen und Tarife für Poſtſendungen aller Art,
ſowie für Telegrammerenthalten. Auf die ſeit dem
Er=
ſcheinen der vorangegangenen Nummer (Anfang April)
eingetretenen Aenderungen wird in der neuen Nummer
durch beſonderen Druck (Schrägſchrift) hingewieſen. Das
Poſtblatt kann auch nehen anderen, umfangreicheren
Hilfsmitteln für den Verkehr mit der Poſt und
Telegraphie (Poſtbücher Poſt= und
Telegraphennach=
richten für das Publikum uſw.) mit Vorteil benutzt
werden, weil es dieſe bis auf die neueſte Zeit ergänzt.
Der Bezugspreis des Poſtblatts beträgt für das ganze
Jahr 40 Pfg., für die einzelne Nummer 10 Pfg.
Be=
ſtellungen werden von den Poſtanſtalten
entgegen=
genommen.
„Blutwein‟. Seit einigen Jahren bringen
ſpekulative Händler unter der Bezeichnung „Blutwein‟
ſüdländiſche Weine oder auch geſpritete, ſchwach
ange=
gorene Moſte, deren Gärung durch Alkoholzuſatz
unter=
brochen wurde, in den Handel und haben es verſtanden,
durch Anpreiſungen wie „Medizinalblutwein, blutbildend,
der beſte für Blutarme und Geneſende” den Anſchein zu
erwecken, als kämen dieſen Weinen beſondere blutbildende
oder blutverbeſſernde Eigenſchaften zu. Sie haben damit
einen ſchwunghaften und einträglichen Handel betrieber
zum Schaden des reellen Weinhandels und der Konſu
menten. Denn die Bezeichnung iſt irreführend und au
Täuſchung berechnet, da derartige Eigenſchaften der
Weinen nicht zukommen. Nachdem Intereſſenten au
dem Weinhandel und hervorragende Sachverſtändige ſic
gegen dieſen Mißbrauch erklärt haben, hat jetzt der Reichs
kanzler die Bundesregierungen zu gleichmäßigem
Vorgeher=
gegen die Bezeichnung Blutwein auf Grund des Geſetze
gegen den unlauteren Wettbewerb aufgefordert. Di=
Bezeichnung „Medizinalwein” iſt wiſſenſchaft
lich unbegründet. Mit Rückſicht auf jahrelang=
Gewohnheit kann ſie zugelaſſen werden für konzentrierte
reine Südweine, wenn ſie nach Herſtellung und
Be=
ſchaffenheit dem deutſchen Weingeſetz und den im Ur
ſprungsland geltenden geſetzlichen Vorſchriften ent
ſprechen. Keineswegs aber kommt dieſen Südweiner
für die Krankenbehandlung im allgemeinen eine höher
Bedeutung zu als den inländiſchen Gewächſen aus
guten Lagen.
* Verein der Hundefreunde Darmſtadt und Um
gegend, e. V. Auf der am 23. Juni abgehaltenen
Hundeausſtellung in Bad Kreuznach wurden die Hund
folgender Mitglieder prämiiert: Für Boxer Herr
Katzen=
bach zwei erſte und Ehrenpreis, Herr Karg einen
erſten, zweiten und Ehrenpreis. Für Dobermänne=
Herr Feldmann, Crumſtadt, zwei erſte, vier zweite und
Ehrenpreis. Für Rottweiler Herr Rieſterer zwei erſte
und Ehrenpreis.
* Liederzweig. Das Sommerfeſt des
Lieder=
zweigs findet am Sonntag, den 30. Juni, im
Saal=
bau ſtatt. Seit ſeiner Verlegung in den herrlicher
Saalbaugarten iſt dieſes Feſt ein beſonders beliebtes
Familienfeſt geworden, was der ſtets vollbeſetzte
Garten bewies. Für muſikaliſche Unterhaltung ſorgt
wieder die Kapelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115
und der Vereinschor. Näheres ſiehe Programme und
Anzeigen.
— Bayern=Tag in München. Ein ſeltenes Feſt
wird es ſein, das am 28. Juli in München ſtattfindet
denn nicht nur ſämtliche Bayern=Vereine Deutſchlands,
ſondern aus allen Teilen des Auslandes kommen die
Vereine nach der Hauptſtadt München, um ihrem greiſen
Regenten, Prinzregent Luitpold, eine Huldigung
darzu=
bringen. Der dortige Feſtausſchuß hat alles aufgeboten
um dieſe Feier zu einem Glanzpunkt Münchens zu
geſtalten. Schon allein der Name München würde
ge=
nügen (mit ſeinen Kunſt= und Sehenswürdigkeiten
Bayeriſche Gewerbeſchau uſw.), jedem einzelnen zu
ver=
ſichern, daß er auf ſeine Koſten kommt. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
* Im „Heſſiſchen Hof” konzertiert heute Mittwoch,
den 26. d., die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter=
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſter Hauske. Zur
Auf=
führung gelangen Solovorträge und Fanfaren=Märſche.
(Siehe Anzeige.)
Städtiſcher Saalbau. Im morgigen 5.
Don=
nerstags=Konzert der Kapelle des Leibgarde=
Regiments, welches bei großer Gartenillumination
ſtatt=
findet, werden u. a. zum Vortrag kommen; die Syme
phoniſche Dichtung „Moldau” von Fr. Smetana,
das Triſtan=Vorſpiel und Iſoldens Liebestod von
R. Wagner und Andante cantabile a. d. 5.
Sym=
phonie von Beethoven. (Siehe Anzeige.)
C. Obſtpreiſe. Der Durchſchnittspreis des
Doppel=
zentners der verſchiedenen Obſtarten ſtellte ſich im
Groß=
herzogtum Heſſen im Jahr 1911 folgendermaßen:
Apri=
koſen 38,14 Mk., Walnüſſe 34,85, Pfirſiche 26,65, Kirſchen
26,17, Tafeläpfel 21,95, Tafelbirnen 17,72, Wirtſchafts= 13,59, Zwetſchen und Pflaumen 10,79,
Wirtſchafts=
birnen 9,94. Bezeichnend iſt dabei der hohe Preis der=
Kirſchen, welcher den der Pfirſiche faſt erreicht hat.
Hin=
ſichtlich des Ertrags an Tafel= und Wirtſchaftsäpfeln
ſteht der Kreis Friedberg oben an, während
Wirtſchafts=
birnen hauptſächlich auf den Kreis Dieburg entfallen,
Zwetſchen und Pflaumen lieferte hauptſächlich der Kreis
Oppenheim, während im Kreiſe Bingen die Walnüſſe
an erſter Stelle rangieren. Von dem Geſamtertrag an
Aprikoſen lieferte der Kreis Mainz etwas über zwei
Drittel und von dem an Pfirſichen der gleiche Kreis
über die Hälfte. Im ganzen Lande wurden im Jahr
1911 458 722 Doppelzentner Obſt im Werte von
6 688 376 Mk. geerntet gegenüber 551 664 Doppelzentnern
im Werte von 5997075 Mk. im Jahre 1910.
— Bensheim, 25. Juni. Wir verweiſen nochmals
auf das am kommenden Sonntag in Knoden
ſtatt=
findende „Odenwälder Volks= und Trachten=
Neue Forſchungen über den jungen
Raffael.
Von Dr. Walter Bombe=Florenz.
Ww. Was große Meiſter alter Zeiten geſchaffen haben,
das gibt der übrigen Menſchheit Jahrhunderte lang zu
fragen und zu forſchen, aber je mehr der Forſcher in das
Verſtändnis jener Großen einzudringen glaubt, deſto
zahlreicher ſteigen neue Rätſel vor ihm auf, die der
Deu=
tung harren. So iſt es auch mit der Frage der
Entwick=
lung des jungen Raffael, einem der ſchwierigſten Probleme
der geſamten Kunſtwiſſenſchaft, einem Problem, das ſeit
den Zeiten Giovanni Morellis nicht aufgehört hat, die
Verehrer des Künſtlers zu beſchäftigen. Die urſprünglich
zwar vielfach bekämpften, heute aber wohl allgemein
an=
genommenen Forſchungsreſultate Morellis gipfelten in der
Entdeckung des Zuſammenhanges zwiſchen den früheſten
Werken Raffaels und dem Stile des in Bologna
ausge=
bildeten Urbinaten Timoteo Viti. Alle Unklarheit ſchien
beſeitigt, wenn man mit Morelli annahm, daß der junge
Künſtler durch Timoteo Viti in die bologneſiſch=ferrareſiſche
Tradition eingeführt wurde, deren Einflüſſe in ſeinen
früheſten Werken klar zutage treten. Dieſe Einflüſſe
weichen ſpäter denen Peruginos, in deſſen Werkſtätte
Raf=
fael erſt kurz vor 1500 trat, wahrſcheinlich nicht als
Lehr=
ling, ſondern als Gehülfe, der eine gediegene künſtleriſche
Ausbildung nach Perugia mitbrachte.
Vor 20 Jahren, als Morellis kunſtkritiſche Studien
über italieniſche Malerei erſchienen, durfte man faſt
glau=
ben, daß nun das letzte Wort über Raffaels
Jugendent=
wicklung geſprochen ſei; heute aber ſtehen wir ſchon in den
Anfängen einer neuen Raffael=Forſchung, die es verſucht,
auf analytiſchem und archivaliſchem Wege die inneren
Be=
ziehungen des jungen Künſtlers zu älteren Zeitgenoſſen
aufzudecken. So gab Gronau vor drei Jahren in ſeiner
Neubearbeitung des von der Deutſchen Verlagsanſtalt
herausgegebenen Raffael auf Grund eindringender
Forſch=
ungen eine vielfach neue chronologiſche Anordnung der
Werke des Urbinaten, und faſt gleichzeitig lieferten eine
Anzahl durch G. Magherini=Graziani entdeckte
Doku=
mente uns die erſten feſten Daten über Raffaels ſelsſtärdige
künſtleriſche Tätigkeit. Dieſen Urkunden zufolge hat ſich
der junge Raffael gemeinſam mit einem bis jetzt faſt
gänz=
lich unbekannten Maler Evangeliſta di Piandimeleto am
10. November 1500 verpflichtet, für die Kirche St.
Ago=
ſtino in Citta di Caſtello eine Krönung des heiligen
Ni=
kolaus von Tolentino zu malen, für welches Bild beide
Künſtler am 13. September 1501 die letzte Zahlung
emp=
fingen. Evangeliſta war Schüler Giovanni Santts, des
Vaters Raffaels, in deſſen Werkſtätte er bereits 1483 als
Famulus erwähnt wird: vielleicht hat er als der
lang=
jährige Mitarbeiter Santis die künſtleriſche Erziehung des
jungen Raffael übernommen. Aus einigen von Ercole
Scataſſa publizierten Urkunden geht hervor, daß
Evan=
geliſta und Timoteo Viti ſeit 1515 ſtets zuſammen
ge=
nannt werden, alſo wahrſcheinlich das Malerhandwerk
ge=
meinſam betrieben. Auf Grund dieſer Tatſachen hat
Gronau die bezwingend verführeriſche Hypotheſe
aufge=
ſtellt, daß eine Ateliergemeinſchaft zwiſchen Evangeliſta
und Timoteo Viti bereits ſeit dem Tode Giovanni
San=
tis beſtand, und daß demnach der elfjährige Raffael in der
mit Viti gemeinſam betriebenen Werkſtätte ſeine erſte
künſtleriſche Ausbildung erhalten habe. Demnach hätten
Timoteo Viti und Evangeliſta di Piandimeleto das
Ver=
dienſt, die erſten Lehrer Raffaels geweſen zu ſein. Leider
iſt die künſtleriſche Tätigkeit Evangeliſtas noch ſehr in
Dunkel gehüllt; ſolange es nicht gelingt, ein wirklich
ſiche=
res Werk des Meiſters aufzufinden, bleiben wir auf
Ver=
mutungen angewieſen.
Den hochintereſſanten Nachweis einiger Fragmente
jenes Jugendwerkes, der Krönung des heiligen Nikolaus
von Tolentino, der bis jetzt verſchollen und verloren
ge=
glaubten erſten Altarkompoſition, die Raffael gemeinſam
mit Evangeliſta zu malen ſich verpflichtete, verdanken wir
Oskar Fiſchel, einem tiefgründigen Kenner Raffaels,
der durch das Studium der Handzeichnungen neue ſichere
Grundlagen für die Kenntnis des großen Meiſters
ſchaffen hat. Schon vor Jahren, bei Gelegenheit der
Aus=
ſtellung altumbriſcher Kunſt in Perugia 1907, tauchte ein
angebliches Fragment des Werkes, die Figur eines
ſegnen=
den Gottvaters, auf. Das Stück trug zwar alle Kennzeichen
der Schule Raffaels, mußte aber der ſpäteren Epoche de
Meiſters, der Zeit der Loggienmalereien, zugewieſen wer=
den. Auch entſprach dieſes Fragment nicht der uns noch
erhaltenen Zeichnung im Muſée Wicar in Lille, die, zum
Uebertragen mit dem Quadratnetz bedeckt, als das letzte
Stadium der Kompoſition vor der Ausführung angeſehen
werden mußte, und die Modellſtudie Gottvaters darſtellt,
wie er eine Krone überreicht. Dieſe Figur des von einer
Glorie umgebenen Gottvater, der eine Krone vor ſich hält,
mit der er den zur Erhebung in den Himmel erwählten
Heiligen zu krönen ſich anſchickt, hat jetzt Fiſchel im
neue=
ſten Hefte des Jahrbuches der Preußiſchen
Kunſtſammlun=
gen mit Sicherheit in einem Fragment des Neapeler
Mu=
ſeums nachgewieſen. Eine Kette von Indizien und
Be=
weiſen gliedert das intereſſante Stück dem urſprünglichen
Zuſammenhange ein:
Im Jahre 1789 ſtürzte während eines verheerenden
Erdbebens die Kirche S. Agoſtino in Citta di Caſtello ein
und begrub unter ihren Trümmern das koſtbare Bild.
Um den Mönchen beim Wiederaufbau der Kirche zu
hel=
fen, willigten die Beſitzer des Altars in den Verkauf des
Bildes, unter der Bedingung, daß eine Kopie für den
wie=
derhergeſtellten Altar gemalt werde. Ein Käufer fand ſich
ſchließlich in der Perſon Papſt Pius VI., der den oberen,
ſchwer beſchädigten Teil in einzelne Stücke zerſchneiden
und die Figuren Gottvaters, der Maria und des heiligen
Auguſtin als Einzelbilder reſtaurieren und herrichten
ließ. Im Februar 1798 zog die franzöſiſche
Revolutions=
armee in Rom ein. Es folgte die Plünderung der
päpſt=
lichen Privatgemächer und der Bibliothek, wobei natürlich
die koſtbaren Stücke der Gier der fremden Eindringlinge
zum Opfer fielen. Einer der Revolutionsſoldaten brachte
das Fragment mit der Figur Gottvaters in die Kirche
S. Luigi dei Franceſi, vielleicht, wie Fiſchel annimmt, in
einer Wallung ſoldatiſchen Ehrgefühls. Von dort wurde
es bald darauf in die bourboniſche Galerie des Palazzo
Francavilla übertragen, wo es in einem Inventar von
1802 erwähnt wird, mit der Bemerkung: Dieſes Bild
wurde von den Franzoſen aus dem Zimmer Papſt
Pius VI. entfernt”.
Den unteren Teil des verſchwundenen Altarbildes
er=
ſetzt wenigſtens bis zu einem gewiſſen Grade die im Jahre
1791 vor dem Verkauf des Bildes angefertigte Kopie, die
ſich heute in der ſtädtiſchen Galerie zu Citta di Caſtello
Nummer 148,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Seite 3.
eſt” veranſtaltet vom Odenwaldklub, Sektion
Bens=
eim, über das wir bereits eingehend berichtet haben.
as Programm verſpricht einen genußreichen Tag und
rs idylliſche Knoden wird ohne Zweifel auch in dieſem
ahre wieder ſeine Anziehungskraft ausüben. Die
rachtenbeteiligung iſt groß und alt und jung wird ſich
i dem bunten Treiben gern ergötzen. Zutritt: Konzert
nd Tanzbeluſtigung im Freien koſtenlos.
* Erbach, 25. Juni. Einer Einladung des Grafen
eorg Albrecht zu Erbach=Erbach und von
Wartenburg=
oth folgend, veranſtaltete das Schubert=
Quar=
ett aus Darmſtadt ein Konzert auf dem Jagdſchloſſe des
rafen zu Eulbach. Das aufgeſtellte Programm von 10
ummern fand ungeteilten Beifall der hohen Herrſchaften
nd ernteten hauptſächlich die Soli des Herrn Emil
ulzmann, Bariton (Schüler der Joachimſchen
Geſang=
hule), und Karl Sulzmann (Tenor), ſowie Begleitung des
errn Dirigenten Guſt. Adam reiches Lob. Nach dem I.
eil des Programms wurden unter perſönlicher Führung
es Grafen die herrlichen Parkanlagen beſichtigt und
an=
hließend die Sänger zur Mittagstafel herangezogen,
selche, durch Rede und Gegenrede gewürzt, einen animierten
erlauf nahm. Es folgte dann der II. Teil des
Pro=
ramms, nach welchem ſich die verſammelten hohen
Herr=
haften im Kreiſe ihrer Sängergäſte photographieren
eßen. Eine Rundtour, welche in Erbach ſchloß, beendete
ie für das Schubert=Quartett und ihren wackeren
Diri=
enten ſo bedeutungsvolle ſchöne Sängerfahrt.
sd. Beerfelden, 25. Juni. In der Gemeinde
Ober=
inkenbach wurde durch Waldarbeiter das
Abbren=
en einer Waldfläche beſorgt. Dabei lief das
euer weiter und konnte nur mit großer Mühe gelöſcht
derden. Es vernichtete 7—8 Morgen jungen
annenwald, wodurch ein beträchtlicher Schaden
ntſtand.
Ober=Oſtern, 25. Juni. Bei den Erdarbeiten der
straße Weſchnitz=Unter=Oſtern werden fortgeſetzt
Alter=
ümer gefunden. Es wurden ſchon mehrere
Stein=
reuze zutage gefördert. Auch hat man ſchon mehrere
Joldatengräber aufgedeckt. Die Soldatengräber
ammen entweder aus der Zeit des 30jährigen Krieges,
o Tilly mit ſeinen Scharen die Gegend berührt hat,
der ſie ſind neueren Urſprungs, und zwar aus den
Frei=
eitskriegen.
Heſſelbach i. O., 24. Juni. Geſtern abend und die
verfloſſene Nacht tobten heftige Gewitter über
dem ſüdlichen Odenwald. Dabei ſchlug der Blitz in die
Hofreite eines hieſigen Landwirts ein und tötete zwei
Kühe.
Seligenſtadt, 24. Juni. Beim Baden
ertrun=
en iſt der 11jährige Otto Friedmann, Sohn des
Fabrikarbeiters Friedmann. Nach Schluß der Schule
egab ſich der Junge mit mehreren Kameraden an den
Main, um zu baden, zog die Kleider aus und ſprang in
den Main, kam aber nicht wieder zum Vorſchein. Als
die übrigen Kinder dies merkten, riefen ſie um Hilfe, und
die Stelle wurde alsbald abgeſucht. Allein es war zu
ſpät, und der Junge konnte nur noch als Leiche
gebor=
gen werden.
Koſtheim, 25. Juni. Auf der Fahrt mainaufwärts
verunglückte geſtern in der Nähe von Flörsheim der
Laſtkahn „Katharina von=Rotterdam” der eine Ladung
von 20000 Zentner aufzunehmen vermag. Das Schiff,
das in ſeinem vorderen und hinteren Teil voll geladen
und in der Mitte leer geblieben war, ſenkte ſich an den
beiden Stellen ob ſeiner Laſt und knickte in der
Mitte zuſammen. Es gelang, das Fahrzeug auf
flachen Grund auflaufen zu laſſen; der Verkehr auf dem
Main iſt ſomit nicht geſtört.
Friedberg, 25. Juni. Der Bergarbeiter Adam
Kiſſel aus Laubus=Eſchbach wurde in der Grube „
Ros=
bach” von abbröckelndem Geſtein in den 45 Meter tiefen
Schacht hinabgeriſſen und dabei ſo ſchwer
verletzt, daß er nach wenigen Minuten verſtarb.
Büdingen, 24. Juni. Wie zuverläſſig verlautet, kann
die Ausführung der Kleinbahn Hanau=
Bü=
dingen die ſeit längerer Zeit geplant iſt, als
ge=
ſichert gelten. Ueber die Streckenführung war man
ich längſt klar, und die beteiligten Gemeinden hatten
bereits ihre Zuſtimmung gegeben. Weniger leicht war
die Einigung über die Finanzierung des Unternehmens.
Aber auch in dieſer Beziehung iſt jetzt zwiſchen allen
Be=
teiligten vollkommene Uebereinſtimmung
erzielt worden. Die Geſamtbaukoſten ohne Grunderwerb
betragen 2571000 Mark. Das ganze Unternehmen iſt in
Form einer Aktiengeſellſchaft gedacht. Mit den
Vorar=
beiten für das Projekt iſt bereits vor einiger Zeit begon=
nen worden, ſo daß die Ausführung bald in Angriff
genommen werden kann.
(*) Hopfgarten, 24. Juni. Ein
Dynamitzünd=
hütchen entlud ſich, als ein 12jähriger Junge darauf
ſchlug. Der Junge wurde im Geſicht und an den Augen
ſo ſchwer verletzt, daß er in die Augenklinik nach Gießen
gebracht werden mußte.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 24. Juni. Der König
beſtätigte durch Erlaß vom 19. Juni die Wahl
Wer=
muths zum erſten Bürgermeiſter von Berlin unter
gleich=
zeitiger Verleihung des Titels Oberbürgermeiſter.
— Der Major a. D., Verwaltungsdirektor a. D. und Geh.
Reg.=Rat Julian Elsner von Gronow hat in ſeinem
Teſtament der Stadt Berlin 2000 Mark vermacht
mit der Beſtimmung, daß das Kapital zinsbar
anzu=
legen und geſondert zu verwalten iſt. Die Zinſen ſind
ſo lange zum Kapital zu ſchlagen, bis dieſes den
Be=
trag der ſtädtiſchen Schulden erreicht hat.
Von dieſem Zeitpunkt ab dürfen die jährlichen Zinſen bis
zur Hälfte verbraucht werden, während der Reſt weiter
zum Kapital zu ſchlagen iſt. Der Magiſtrat Berlin hat
be=
ſchloſſen, das famoſe Vermächtnis anzunehmen. Da die
Schulden der Stadt Berlin mehr als 600 Millionen Mark
betragen, werden wir leider den Zeitpunkt nicht erleben,
an dem dieſe Schulden und die zukünftigen mit dem
hoch=
herzigen Vermächtnis des Majors getilgt werden. — Zur
Spionageaffäre des ruſſiſchen Hauptmanns
Koſtevitſch wird noch eine Verhaftung
gemel=
det. Die Berliner Morgenpoſt ſchreibt: Die Verhaftung
des aktiven ruſſiſchen Artilleriehauptmanns Koſtevitſch
unter dem dringenden Verdacht der Spionage, hat, wie
wir hören, auf den Bericht der hieſigen ruſſiſchen Botſchaft
hin, zu einem Depeſchenwechſel zwiſchen der Regierung in
Petersburg und dem Berliner Auswärtigen Amt geführt.
Hauptmann Koſtevitſch befindet ſich noch in Moabit in
Unterſuchungshaft. Die Entſcheidung darüber, ob er nach
Leipzig gebracht und als Spion unter Anklage geſtellt
werden ſoll, dürfte heute ſchon fallen, falls die bei dem
Hauptmann beſchlagnahmten, in ruſſiſcher Sprache
geführ=
ten Tagebücher von dem Dolmetſcher überſetzt ſind.
Haupt=
mann Koſtevitſch hat gegen ſeine Verhaftung proteſtiert
und erklärt, er ſei offiziell von dem ruſſiſchen
Kriegsmini=
ſterium zu Studienzwecken nach Deutſchland geſandt
wor=
den. Er habe ſich auch hier offiziell bei den in Betracht
kommenden militäriſchen Behörden gemeldet und
keines=
wegs Spionage getrieben. Der Gattin des Hauptmanns
Koſtevitſch, deren ſich der ruſſiſche Militärattaché
angenom=
men hat, wurde geſtern zweimal geſtattet, ihren Gatten
im Unterſuchungsgefängnis in Moabit zu ſprechen. Wie
wir hören, iſt geſtern noch eine zweite Verhaftung weger
Spionageverdachts erfolgt. Der Verhaftete iſt ein junger
Ruſſe und war in einem Geſchäft in der Leipzigerſtraße
an=
geſtellt. Ob die Verhaftung mit der Spionageaffäre des
Hauptmanns Koſtevitſch zuſammenhängt, iſt ungewiß, da
von den beteiligten Behörden in der Affäre
begreiflicher=
weiſe ſtrengſtes Stillſchweigen beobachtet wird. — Unter
dem dringenden Verdacht des verſuchten
doppel=
ten Mordes iſt ein 16 Jahre altes
Dienſtmäd=
chen Marie Andrejewsky feſtgenommen worden.
Es handelt ſich um die furchtbarſte Rache einer
Gekündig=
ten, der beinahe zwei kleine Kinder zum Opfer gefallen
vären. Die Andrejewsky hatte in den zwei Jahren nach
ihrer Schulentlaſſung-ſchon eine Unmenge Stellungen.
Ueberall wurde ſie wegen ungebührlichen Betragens nach
kürzeſter Zeit wieder weggeſchickt. Am 1. Juni kam ſie von
einem Milchhändler in der Lietzenburgerſtraße zu einem
Organiſten in der Puttkamerſtraße. Am Samstag geriet
ſie mit ihrer Herrſchaft in Streit. In der Nacht gegen
3¼ Uhr hörte der Ehemann ſeine beiden Zwillingskinder,
Mädchen von elf Wochen, die im Nebenzimmer im Bettchen
ſchliefen, ſchreien. Er ſtand auf, ſah nach und fand im
Schlafzimmer der Kleinen den Hahn der Gasampel auf.
Da der Hahn vorher geſchloſſen war, lag die Vermutung
nahe, daß er von dem Mädchen mutwillig geöffnet wurde.
Die ganze Stube war bereits mit Gas angefüllt. Der
Mann öffnete raſch alle Fenſter und ſah zu ſeiner Freude,
daß die Kinder noch keinen Schaden genommen hatten.
Es fiel ihm ſofort auf, daß die Flurtüre des
Kinderſchlaf=
zimmers ſowohl wie des gegenüberliegenden
Mädchen=
zimmers handbreit aufſtand. Erſt nachdem er die Türen
verſchloſſen hatte, weckte er ſeine Frau und benachrichtigte
ſie von dem Vorfall. Der Mann ſorgte nun dafür, daß
das Mädchen nicht entweichen konnte und benachrichtigte die
Revierpolizei. Dieſe nahm die Verdächtige feſt und führte
ſie der Kriminalpolizei zu. Das Mädchen beſtreitet, den
Hahn geöffnet zu haben, und will von nichts wiſſen. Die
Beſchuldigte erſcheint aber ſo ſchwer belaſtet, daß ſie von
der Kriminalpolizei dem Unterſuchungsrichter vorgeführt
wird.
Wiesbaden, 25. Juni. Der engliſche Maler
Lau=
rence Almatadema, welcher hier ſeit einiger Zeit
zur Kur weilte und an einem Magenleiden erkrankt war,
das eine Operation notwendig gemacht hatte, iſt heute
nacht, im 76. Lebensjahre, verſtorben.
Köln, 24. Juni. Die erſten Mutmaßungen in der
Affäre des Diebſtahls der Kaiſerkette haben
jetzt ihre volle Beſtätigung gefunden. Der erwähnte
Uhr=
macher auf dem Eigelſtein konnte aus dem
Verbrecher=
album einen der Täter mit aller Beſtimmtheit feſtſtellen.
Infolgedeſſen iſt es gelungen auch die übrigen beiden
Komplizen herauszufinden. Man hofft, daß die
Ver=
haftung der Diebe unmittelbar bevorſteht.
Köln, 24. Juni. In dem Salpeterſchuppen
der Chemiſchen Fabrik Köln=Kalk entſtand geſtern abend
Feuer vermutlich durch Selbſtentzündung. Es gelang
der Feuerwehr, das Feuer auf ſeinen Herd zu
beſchrän=
ken. Ein plötzlich einſetzender wolkenbruchartiger Regen
begünſtigte die Rettungsarbeiten.
Hamburg, 24. Juni. In einem Hauſe in der
Gothen=
ſtraße wurden heute abend die Leichen des Arbeiters
Mickels und einer Frau Pagel mit ſchweren
Schußwun=
den aufgefunden. Es liegt Mord und Selbſtmord vor.
Das Motiv zur Tat iſt unbekannt.
Bremerhaven, 24. Juni. Auf der Reede iſt heute
nachmittag ein mit 7 Arbeitern beſetztes Ruderboot
gekentert. Vier ſind ertrunken, während die übrigen
drei von einem Fährdampfer der Oldenburger Lotſen=
Schoner gerettet wurden.
Dresden, 25. Juni. In der vergangenen Nacht hat
ſich hier auf dem Grundſtück Reichsſtraße Nr. 3 zwiſchen
dem 21 Jahre alten Stallſchweizer Meißner und
meh=
reren Kriminalſchutzleuten ein Kampf abgeſpielt. M.
hatte ſich, mit einem Revolver bewaffnet, abends in das
Grundſtück einſchließen laſſen und wurde gegen 10 Uhr
abends auf der Kellertreppe von einem Hausbewohner
angetroffen und zur Rede geſtellt. Als Antwort feuerte
Meißner auf den Mann drei Schüſſe ab, durch die
dieſer ſchwer verletzt wurde. Darauf flüchtete Meißner,
da die Schüſſe die übrigen Hausbewohner alarmiert
hat=
ten, in den Keller und verbarrikadierte ſich dort in einem
Winkel. Auf einige Männer, die ihn dort angreifen
woll=
ten, feuerte er gleichfalls mehrere Schüſſe ab, ohne ſie zu
treffen. Dieſe flüchteten und holten Polizei. Zwei
Poli=
ziſten gingen, mit dem Revolver in der Hand, gegen die
Barrikade vor, wurden aber von dem Menſchen
gleich=
falls mit ſcharfen Schüſſen empfangen. Noch mehrfach
feuerte er aus ſeinem Verſteck, ohne aber jemand zu
ver=
etzen. Nach längerer Pauſe fielen hintereinander noch
zwei Schüſſe. Darauf wurde es ſtill. Kurz darauf kroch
Meißner aus ſeinem Verſteck hervor, brach aber vor den
Augen der Schutzleute zuſammen. Er hatte ſich die beiden
letzten Kugeln in den Kopf gejagt und lebensgefährlich
verletzt. Er und ſein Opfer, der verletzte Hausbewohner,
wurden nach dem Krankenhaus gebracht.
Leipzig, 24. Juni. Das Reichsgericht
verur=
teilte den Ingenieur Kaufmann Wilhelm
Lichten=
berger aus Mannheim wegen verſuchten Verrats
militäriſcher Geheimniſſe zu 4 Jahren Zucht=, 10 Jahren Ehrverluſt und Stellung unter
Polizei=
aufſicht. Es iſt erwieſen, daß der Angeklagte verſuchte.
ſich von Soldaten ein Schrapnell neueſter Konſtruktion zu
verſchaffen, um ſie einer fremden Macht zu verraten.
Lötzen (Oſtpr.), 24. Juni. Bei einem im Umbau
befindlichen Hauſe in der Angerburgerſtraße ereignete
ſich ein Bauunfall indem eine Wand und ein
Fuß=
boden einſtürzten. Die Penſionsinhaberin Fremka, ihre
Tochter und drei Präparanden ſtürzten in die untere
Etage. Die Tochter wurde ſchwer verletzt. Der
Präpa=
rand Hübner erlitt einen Beckenbruch und Qnetſchungen.
Die drei übrigen ſind leicht verletzt.
Wien, 24. Juni. Der Kunſtmaler und Radierer von
Pontini hat ſich und ſeine Gattin aus unbekannten
Gründen erſchoſſen.
Paris, 24. Juni. Eine neue Apachenſchlacht
hat geſtern morgen 4 Uhr in der Gegend vom Pére
Lachaiſe ſtattgefunden. Dort war ein Haufen
unbekann=
ter Individuen in Streit geraten. Bevor die Polizei
hinzukam, artete der Lärm in einen Revolverkampf aus.
Dabei wurden zwei Frauensperſonen erſchoſſen. Beim
Nahen der Polizei ergriffen die Apachen die Flucht und
nahmen die Verwundeten mit ſich. Die Leichen der bei
den Frauensperſonen konnten noch nicht rekognosziert
werden.
befindet. Dieſe Kopie ſtellt innerhalb einer
Pilaſter=
architektur den heiligen Nikolaus von Tolentino im
ſchwar=
zen Ordensgewande der Auguſtiner dar, das Haupt leicht
nach links geneigt. In der Rechten hält der Heilige ein
Kruzifix, in der Linken ein geöffnetes Buch. Zu ſeinen
Füßen liegt ein gefeſſelter Dämon in Menſchengeſtalt, der
ſich mit den Händen an das Ordenskleid des Heiligen
klammert. Der Kopf des Dämons iſt zum Teil verdeckt
durch zwei Engel, die von rechts herzugetreten ſind und
Spruchbänder halten. Links ſteht ein dritter Engel, gleich=
Falls mit Spruchband. Leider gibt die Kopie nicht den
zoberen Teil des Bildes wieder, von dem uns nur da
von Fiſchel entdeckte Fragment des Gottvater und einige
Zeichnungen Raffaels in Orford und in Lille eine
Vor=
ſtellung vermitteln.
Das Studium der Kopie und der Zeichnungen führte
Fiſchel noch zu einer zweiten, nicht minder wichtigen
Ent=
deckung. In der Galerie Toſio zu Brescia fand er ein
unzweifelhaft aus größerem Zuſammenhange ſtammendes
ſtark reſtauriertes Bruſtbild eines Engels, deſſen Kopf
nebſt Zufälligkeiten der Kleidung und der Faltenzüge
ge=
nau mit der Kopie übereinſtimmt; doch ließ ſich über die
Herkunft des Bildchens noch nichts Sicheres ermitteln.
Während der Kopf des Engels ſtark an Timoteo erinnert
und bisher auch dieſem Meiſter zugeſchrieben war, kommt
in dem Gottvater des Neapeler Muſeums vor allem der
Stil Peruginos zur Erſcheinung. Hier finden wir
di=
gleiche Malweiſe und die gleiche Modellierung mittels
glaſiger Laſuren, wie in Peruginos Himmelfahrt Mariä
für Vallombroſa, an der Raffael wahrſcheinlich Anteil hat
und Raffaels eigene Krönung Mariä zeigt in den Köpfen
der Apoſtel und der Cherubim verwandte Züge, eine
Schul=
verwandtſchaft, auf die ſchon Vaſari mit Recht aufmerkſam
gemacht hat.
Vaſari gibt an, daß die Krönung des heiligen
Niko=
laus das erſte der in Cittâ di Caſtello ausgeführten Werke
Raffaels war. Ungefähr gleichzeitig mag jenes
Gon=
ifalonebild der Brüderſchaft S. Trinita entſtanden ſein, das
Gronau und mit ihm die meiſten der neueren
Raffael=
forſcher, geſtützt auf Stilkritik und alte Tradition, energiſch
für den Urbinaten in Anſpruch nehmen. Leider iſt das
Bild heute eine traurige Ruine, und ſeine Aufſtellung an
ehrenvollſter Stelle in dem von Eliſa Volpi fürſtlich
wie=
derhergeſtellten Palazzo Vitelli weckt höchſtens wehmütige
Erinnerungen an die glorreiche Zeit, da Citta di Caſtello
fünf Werke des Urbinaten beſaß, und Zorn gegen die
Ver=
ſtändnisloſen, die das Bild als wertloſes Gerümpel in eine
Dachkammer warfen, wo es verkommen mußte. Als
drit=
tes Bild Raffaels für die kleine Stadt im Tibertal folgte
ſodann die Kreuzigung, die laut Inſchrift 1503 für die
Kirche S. Domenico gemalt wurde und ſich jetzt in London
befindet, als viertes das weltberühmte Spoſalizio, einſt
in San Franzesko, jetzt in der Brera. Alle dieſe Werke
zeigen Raffael im Banne Peruginos, der mehrere Jahre
lang, ſicher aber von 1500 bis 1504, einen entſcheidenden
Einfluß auf ſein Schaffen ausgeübt hat. Raffael hat, wie
ſchon Morelli überzeugend darlegte und wie Gronau noch
wahrſcheinlicher machte, eine ganze Anzahl ſeiner Gemälde
aus der Zeit von 1500 bis 1504 unter den Augen und wohl
in der Werkſtätte Peruginos begonnen und in weiteſtem
Umfange Kompoſitionen und Entwürfe des Meiſters für
ſeine eigenen Arbeiten verwendet. Umgekehrt läßt ſich auch
an mehreren in der gleichen Zeit entſtandenen Werken
Peruginos eine Mitwirkung Raffaels nachweiſen. Es
ſcheint zwiſchen ihnen ein geiſtiger Austauſch ſtattgefunden
zu haben, der für den jungen, hochbegabten Künſtler von
größter Bedeutung wurde und zugleich den Meiſter zu
neuem Aufſchwunge mitriß. Die neuere Stilkritik beginnt
ſchon in den Werken Peruginos aus den letzten Jahren
des Quattrocento nach Spuren der Mithilfe Raffaels
auszuſchauen. Auch in dem Hauptwerk Peruginos, den
wahrſcheinlich im Jahre 1500 vollendeten Fresken des
Cambio, ſucht die neuere Stilkritik nach Spuren der
Mit=
wirkung Raffaels. Daß Perugino ein ſo großes Werk
nicht ohne Gehilfen ausgeführt, wäre ſelbſtverſtändlich,
auch wenn man nicht wüßte, in welchem Maße er ſich ſchon
damals der Arbeit ſeiner Schüler bediente, um ſich der
zahlreichen Aufträge zu entledigen. Hier aber gehen die
Meinungen der Gelehrten noch weit auseinander, und
Raffaels Anteil iſt nicht mehr mit Sicherheit feſtzuſtellen.
Mit ungleich größerer Sicherheit können wir jetzt Ein
flüſſe Peruginos und Pinturicchios auf eine Anzahl von
Arbeiten des jungen Urbinaten nachweiſen. So verrät die
Krönung Mariä, der erſte Anlauf des jungen Meiſters zu
einer ſtark bewegten, figurenreichen Kompoſition, in allen
Einzelheiten den Einfluß ſeines Lehrers, deſſen Typen
Raffaels Jugendwerk jedoch an edler Begeiſterung und
tiefer Innerlichkeit übertrifft. Aus Urkunden, die ich
dem=
nächſt in einer Geſchichte der Peruginer Malerei” zu
ver=
öffentlichen beabſichtige, erfahren wir, daß Perugino 1512
den Auftrag übernahm, nach dem Vorbilde dieſer Tafel
ein Altarwerk mit einer Darſtellung der Himmelfahrt
Mariä für die Pfarrkirche S. Maria zu Corciano bei
Pe=
rugia zu malen. Dem damals ſchon betagten Meiſter mag
es vielleicht wie eine grauſame Ironie des Schickſals
er=
ſchienen ſein, daß man ihm ein Werk ſeines genialen
Schü=
lers als Vorbild hinſtellte. Uebrigens entſpricht das noch
heute an Ort und Stelle vorhandene Gemälde keineswegs
dem Altarwerke Raffaels, ſondern gibt ſich vielmehr als
eine ſchematiſche Replik früherer, ähnlicher Darſtellungen
Peruginos zu erkennen.
Das Hauptwerk der Peruginer=Periode Raffaels, das
Spoſalizio in der Brera, iſt auf das Engſte mit Peruginos
Darſtellung des gleichen Gegenſtandes in Caen verknüpft.
Man darf auf Grund von Forſchungen des Peruginer
Ar=
chivars Roſſi, die ich zu Ende führen konnte, annehmen,
daß Raffaels Gemälde faſt gleichzeitig mit dem Spoſalizio
ſeines Meiſters und vielleicht in der Werkſtätte und unter
den Augen desſelben entſtanden iſt. Damit iſt eine der
wichtigſten Fragen, die das Verhältnis Raffaels zu ſeinem
Meiſter betreffen, aufgeklärt, aber ein Problem der
kunſt=
hiſtoriſchen Forſchung bleiben noch die jugendlich
zag=
haften Verſuche des kaum ſechzehnjährigen Anfängers, der
heilige Michael des Louvre, die drei Grazien in
Chan=
tilly und der Traum des Ritters in London. Hoffen wir,
daß es der immer weiter fortſchreitenden Erkenntnis ge
lingen wird, den Schleier zu heben, der über dieſen
frühe=
ſten Schöpfungen des Urbinaten ruht. Dann erſt wird
eine völlig ſichere Grundlage für das Verſtändnis der
künſtleriſchen Entwickelung des jungen Raffael gewonnen
ſein.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Nummer 148.
Paris, 25. Juni. Wie nunmehr in unzweifelhafter
Weiſe feſtgeſtellt iſt, wurde der Direktor der Pariſer
Be=
erdigungsanſtalt Bornion, deſſen Leiche auf dem
Bahndamm der Strecke Paris-Caen gefunden worden
war, nicht das Opfer eines Verbrechens, ſondern eines
Unfalles. Man hat übrigens die Uhr und die Börſe
Bornions, die ihm bei ſeinem Sturz aus dem Zugabteil
aus der Taſche gefallen waren, an der Bahnböſchung
wiedergefunden.
Dieppe, 25. Juni. Bei dem Automobilrennen
überſchlug ſich das Automobil des Fahrtteilnehmers
Coli=
net. Dieſer wurde getötet, ſein Chauffeur verletzt.
Rjaeſan, 24. Juni. Unweit der Stadt ſind 500
Häuſer des Dorfes Polany miedergebrannlt.
Das Dorf war ſchon einmal vor zwei Jahren durch eine
Feuersbrunſt faſt vollſtändig zerſtört worden.
Der Berndt=Schapiro=Prozeß.
Siebenter Verhandlungstag.
g. Als erſter Zeuge wurde geſtern Stadtverordneter
Uebel vernommen. Zeuge hat in jener
Stadtverord=
netenverſammlung, in welcher der Seniorenkonvent
Be=
richt über die Unterſuchung erſtattete, als einziger
Stadt=
verordneter gegen Frau Schapiro ſprechen wollen, war
aber nicht zum Wort gekommen. Er gibt nun heute an,
daß er lediglich Anſtände auf dem Gebiete der
Fürſorge=
tätigkeit der Frau Schapiro vorbringen wollte. Er ſei
auch viel in der Fürſorge tätig, und ihm wurden auf ſein
Erſuchen die Akten zugängig gemacht. Er könne deshalb
ſeine Beſchwerden lediglich auf den Akteninhalt ſtützen.
Im erſten Falle, bei dem er Beſchwerden vorbringen
wollte, handelte es ſich um ein 14jähriges Mädchen, das
auf Wunſch der Mutter in die Fürſorge der Frau
Scha=
piro kam, da es ihre jüngeren Geſchwiſter ſittlich gefährde.
Frau Schapiro habe das Kind, wie die Akten ergeben,
ärztlich unterſuchen laſſen und als es geſund befunden
wurde, in das Mainzer Mädchenheim gegeben. Hier ſei
es nur etwa 14 Tage geweſen; dann kam es als
Kinder=
mädchen nach Groß=Gerau, wo es jedoch ſchon nach
eini=
gen Tagen wieder entlaſſen wurde, da es ſich verſchiedene
Diebſtähle hatte zuſchulden kommen laſſen. Man hat dem
Mädchen 40 Pfg. in die Hand gegeben, damit es nach
Mainz fahren kkönne; es iſt jedoch nicht nach Hauſe
ge=
gangen, ſondern hat ſich drei Tage lang in ſchlechter
Ge=
ſellſchaft herumgetrieben. Zeuge hat hierbei zunächſt zu
beanſtanden, daß das 14jährige Kind einer Unterſuchung
unterzogen wurde, ferner ſei es die Pflicht der Frau Sch.
geweſen, ſich näher über die Stellung zu informieren; für
dieſes Mädchen ſei die Stellung durchaus ungeeignet
ge=
weſen. Auch hätte ſich Frau Schapiro noch ſpäter um
ihren Pflegling kümmern müſſen, dann wäre es auch nicht
möglich geweſen, daß das Kind einfach auf die Straße
geſetzt wurde. Im übrigen halte er es für überflüſſig,
daß in dieſem Falle Frau Schapiro das Kind in volle
Fürſorge genommen hat, da er nur den Eindruck hatte,
das Kind war zu Hauſe überflüſſig. — Frau Schapiro
erklärt zu dieſem Fall, daß ſie nach dem Erſuchen der
Mut=
ter ſich davon überzeugte, daß tatſächlich die jüngeren
Ge=
ſchwiſter gefährdet waren. Des weiteren ſei die Stellung
in Groß=Gerau vom Mädchenſchutzverein beſorgt worden
und deshalb konnte ſie wohl erwarten, daß der Verein
die Verhältniſſe dieſer Stellung genau kennt. — Zeuge
ſchildert dann einen zweiten Fall, wo ein noch nicht
geſun=
detes Mädchen von Frau Schapiro in das Cäcilienheim
nach Wiesbaden gebracht wurde und ihm hier Kleider
beſorgt wurden, deren Koſten dann ſpäter von dem
erhal=
tenen Lohn abgezogen wurden. Das Mädchen ſei dann
natürlich, da dort keine Aufſicht war, nach Diebſtählen
geflohen. In einem dritten Falle hatte er zu beanſtanden,
daß Frau Schapiro, nachdem auf ihr Erſuchen das
Amts=
gericht für ein verwahrloſtes Kind die Zwangserziehung
ausgeſprochen hatte, das Mädchen in ihrem Heim zwei
Monate lang unterbrachte. Die Zentrale für
Jugendfür=
ſſorge hatte den Auftrag erhalten, für die
Zwangserzieh=
ung die nötigen Schritte einzuleiten. Frau Sch. habe
nun über die Zentrale hinweg an das Kreisamt das
Er=
ſuchen gerichtet, die Zwangserziehung nicht auszuführen.
Nach Anſicht des Zeugen ſei das Heim der Frau Schapiro
kein Aufenthalt für ein junges Mädchen, da in dem Heim
ältere verwahrloſte Mädchen Unterkunft finden und für
eine Aufſicht nicht geſorgt ſei. In dieſem Falle ſei auch
ſpäter eine Aenderung erfolgt, indem verfügt wurde, daß
Frau Schapiro nicht wieder ſelbſtändig einen derartigen
Antrag ſtellen dürfe. — Frau Schapiro betont zum
letzten Falle, daß das Mädchen mit ihren Kindern
zuſam=
men erzogen wurde; es ſei auch niemals ohne Aufſicht
insbeſondere ſei es niemals unbeaufſichtigt mit jenen
älteren Mädchen zuſammen geweſen. — Auf Befragen
des Verteidigers Juſtizrat Bernſtein gibt der Zeuge an,
daß ein derartiges Wortabſchneiden in der
Stadtverord=
netenverſammlung noch nie vorgekommen ſei, und daß er
dieſe Behandlung unerhört gefunden habe. Es ſei ſogar
wahrſcheinlich, daß er ſeiner Entrüſtung mit dem Worte
„Komödie” Ausdruck verliehen habe, wie der Angeklagte
die Stadtverordnetenſitzung ſpäter in einem
inkriminier=
ten Artikel nannte; beſtimmt könne es Zeuge jedoch nicht
behaupten. Er habe dann viel ſpäter erſt erfahren, daß
ſich die Stadtverordneten geeinigt hatten, die Sache zu
erliedigen und der Frau Schapiro ein Vertrauensvotum
auszuſprechen; dies habe aber weder er noch die
Oeffent=
lichkeit erfahren.
Frau Schapiro ſoll mit dem Kriminalſchutzmann
Bel=
zer widerrechtlich in die Wohnung der Zeugin Pf.
einge=
drungen ſein und eine Durchſuchung vorgenommen haben.
Fräulein Pf. war in Wiesbaden in Stellung und wohnte
in Mainz, aber nicht bei ihren Eltern. Auf Beſchwerde
von Nachbarn bei der Polizei, daß das Frl. Pf. mit dem
verheirateten Kaufmann Landau im Konkubinat lebe,
nahm Frau Schapiro mit einem Schutzmann
Erkundun=
gen vor, und hierbei ſoll Frau Schapiro dem Zeugen
Landau gedroht haben, wenn er noch einmal in die
Woh=
nung komme, könnte er feſtgenommen werden. Es wird
jedoch feſtgeſtellt, daß bei der Durchſuchung niemand außer
der Vermieterin anweſend war. Landau hat dieſe Affäre
dem Angeklagten erzählt, jedoch verſchwiegen, daß er
ver=
heiratet iſt. — Zeuge Schutzmann Belzer bekundet, daß
ſich Nachbarn darüber beſchwert hätten, daß Landau ſich
immer in der Wohnung aufhalte und eines Morgens ſich
im tiefſten Negligee am offenen Fenſter dort gewaſchen
habe. Nach der Durchſuchung habe ſich Landau bei ihm
beſchwert, und da habe er ihm geſagt, wenn er ſich noch
einmal in die Wohnung begebe, würde er wegen
Konku=
binats feſtgenommen werden. — Juſtizrat Bernſtein
be=
ſtreitet die Berechtigung dieſer Drohung. Frau Schapiro
gibt auf ſeinen Vorhalt an, daß es vorgekommen ſein
kann, daß auf Anzeigen hin Recherchen angeſtellt wurden,
ohne daß etwas notiert worden iſt. — Polizeikommiſſar
Becker iſt etwa 6 Jahre ſittenpolizeilich tätig geweſen.
Aus dem, was er gehört hat, ſchloß er, daß die
Handhab=
ung der Sittenpolizei durch Frau Schapiro nicht ſo ſtreng
wäre, wie früher. Er gibt jedoch auf Befragen von J.=R.
Bernſtein an, daß ärztliche Unterſuchungen nur bei
drin=
gendem Verdacht vorgenommen wurden. Es ſeien faſt
ſtets erſt umfangreiche Nachforſchungen angeſtellt worden,
bevor ein Mädchen zur Vernehmung geladen wurde. Daß
ein Mädchen Offiziere anlache, daraus würde er noch
kei=
nen Grund hergeleitet haben, es zur Vernehmung zu
laden. Er habe ſſich immer gefreut, daß die Mädchen noch
lachen konnten, nachdem ſie tagsüber acht bis zehn
Stun=
den tätig waren. Zur Unterſuchung gezwungen wurden
die Mädchen äußerſt ſelten; oft wurde ihnen auch
frei=
geſtellt, ſich privatärztlich unterſuchen zu laſſen. Die
Un=
terſuchung geſchah immer fnur dann, wenn der Verdacht
der Gewerbsunzucht oder der Krankheit beſtand, niemals,
um einen Verkehr feſtzuſtellen. Die Ladung zur
Verneh=
mung geſchah offen oder in verſchloſſenem Kuvert;
erſte=
res geſchah nur, wenn Sicherheit beſtand, daß die Ladung
an die Betreffende ſelbſt abgegeben werden konnte. Auf
Befragen durch Juſtizrat Bernſtein gibt Zeuge Becker an,
daß er einmal mit Herrn Beigeordmeten Berndt über
Herrn Bruder geſprochen hat, wobei er verſchiedene
Kla=
gen über Herrn Bruder vorbrachte. Herr Berndt habe
ihm geantwortet, ja, ich muß doch auch Herrn Bruder
glauben; es ſei möglich, daß er da ärgerlich geworden
ſei und ſich zu anderen geäußert habe, er würde Herrn
Berndt nichts wieder von Herrn Bruder ſagen, denn er
glaube ja dem offenbar mehr wie ihm.
Zeuge Schutzmann Göttmann hat ſeinerzeit, im
Juli 1907, wegen des Einbruchsdiebſtahls bei dem Bſeig.
Berndt die Anzeige erſtattet. Es ſei eine Schublade
er=
brochen worden, geſtohlen wäre nichts, nur waren die
Briefſchaften durchſtöbert. Ueber den mutmaßlichen Täter
habe er nichts gehört. Eine Beeinfluſſung, das Vſerfahren
niederzuſchlagen und die Unterſuchung einzuſtellen, ſei
niemals erfolgt. — Wachtmeiſter Reeg hatte den
Diebſtahl unterſucht und erfahren, daß die Haushälterin
und das Fräulein K. ſpazieren gegangen waren, und als
ſie zurückkehrten, den Einbruch entdeckten. Er habe ſofort
den Eindruck gehabt, daß nur jemand den Einbruch
voll=
führt haben könnte, der mit den Verhältniſſen vertraut
war. Er habe ſeine Nachforſchungen aufgeben müſſen,
da Herr Berndt beurlaubt war und er nicht einmal
feſt=
ſtellen konnte, ob etwas und was geſtohlen’war. Er habe
deshalb die Akten ohne einen Federſtrich der
Staatsan=
waltſchaft weitergegeben. Die Staatsanwaltſchaft halle
ſpäter die Akten zurückgereicht mit dem Erſuchen,
feſtzu=
ſtellen, was geſtohlen war. Da Herr Berndt daraufhin
bemerkte, daß nichts geſtohlen war, wurde das Verfah=
ren eingeſtellt. Zeuge habe niemals mit Herrn Beigeord
neten Berndt über dieſe Sache geſprochen und trotzder
ſeien die unwahrſcheinlichſten Gerüchte in der Stadt kol
portiert worden. Es hieß, er habe das Fräulein K. ſoga
ſchon verhaftet gehabt und auf das Erſuchen des Beig
Berndt wieder freigelaſſen. — Die Haushälterin Fra
Schultheiß bekundet, daß ſie während des Spazier
ganges ſtets mit Fräulein K. zuſammen geweſen war
Als ſie zurückkehrten, bemerkten ſie, daß die Türe offe
war. Bei der Nachforſchung haben ſie dann die erbrochen
Schublade gefunden. Die Polizei habe ſofort Nachrich
erhalten und Nachforſchungen angeſtellt, ohne jedoc
einen Anhalt zu gewinnen. — Beigeordneter Bernd
ſagt zu dieſem Fall aus, daß er feſtſtellen konnte, da
nichts geſtohlen wurde. Der Angeklagte Hirſch habe in
der vorigen Verhandlung einen Beweisantrag dahin ein
gebracht, daß ihm von Frl. K. 800 Mk. geſtohlen wären. E
ſei ſpäter das Gerücht verbreitet worden, SchutzmannRee
ſei wegen dieſer Sache vom Beigeordneten zum
Wacht=
meiſter ernannt worden. Auch eine förmliche Anzeig
wiegen Amtsverbrechens ſei bei der Staatsanwaltſchaf
und eine Denunziation beim Miniſterium eingereicht wor
den, und zwar von entlaſſenen Schutzleuten. Die Ge
rüchte über dieſe angebliche Unterdrückung ſeien ohn
Zweifel vor dem Erſcheinen der inkriminierten Artike
in der Stadt verbreitet geweſen.
Eiſenbahnſchaffner Schmidt hat ſich über das Vor
gehen der Polizeiaſſiſtentin beſchwert, weil ſie in ſein
Wohnung ſeingedrungen und ihn in ſeiner Ehre gekränk
haben ſoll. Zeuge lebt von ſeiner Frau getrennt und ha
die ſechs Kinder in ſeiner Obhut. Außerdem hat er drei
Schlafmädchen und ein Dienſtmädchen mit einem Kind
in ſeiner Wohnung. Frau Schapiro ſei eines Tagesmint
Schutzleuten in ſeine Wohnung gekommen und haberſen
Dienſtmädchen gefragt, ob das Kind von ihm ſeiAn
Tage darauf habe ſie ſein 13jähriges Mädchen ausden
Schule hollen laſſen und das Kind nach Dingen gefragt
die ihn ſehr beleidigten. Das Vorgehen der Frau Scha
piro ſei damit begründet worden, daß ſich die Nachbam
beſchwert hätten, während Zeuge dies auf das Treiben
ſeiner Frau zurückführt. — Frau Schapiro erklärt, daß ſie
erſt nach eingehender Erkundigung vorgegangen ſei. Die
Verhältniſſe, in denen die ſechs Kinder des Angeklagten
leben mußten, hätten unbedingt ein Eingreifen nötiggen
macht. Die Schlafmädchen ſeien Kellnerinnen geweſen
mit denen die Kinder zuſammen ſchlafen mußten.
Frau Maurer hatte in ihrer Wohnung eine Kells
nerin F., und ſie fühlte ſich dadurch ſchwer beleidigt, daß
Frau Schapiro am frühen Morgen, als ſie und Frl. im Bett lagen, mit einem Schutzmann vorſprach, um
Erkundigungen über den Lebenswandel des Frl. F.
ein=
zuziehen. Sie habe ſich nach dem Vorfall ſofort auf der
Bürgermeiſterei beſchwert und noch am ſelben Tage den
Vorfall dem Angeklagten Hirſch erzählt. — Frau Scha
viro bemerkt zu dieſem Fall, daß ſie mitgegangen ſei, da
dem Schutzmann Belzer geſagt worden war, dort wohn
eine Animierkellnerin. Sie ſei nur mitgegangen. da=ſie
annahm, F. würde noch im Bett liegen. Die F. habe ſich
dann aber geweigert, ihren Namen zu nennen, weshalb
ſie ihr drohte, ſie feſtzunehmen. — Fräulein F. bekunde
daß ſie von Herrn Polizeikommiſſär=Aſpirant Bruder
einem Gläschen Wein eingeladen worden ſei. Da ſie j6
doch auf ſein Verlangen nicht einging, hätte er ſie ſtehen
laſſen. Sie führt nun ihre gleich darauf folgende
Vol=
ladung durch Frau Schapiro auf das Betreiben des Herm
Bruder zurück. — Frau Schapiro gibt an, ſie ſei auf
Ver=
anlaſſung der Mutter der Zeugin vorgegangen.sche
auch möglich, daß ſich Herr Bruder über dieſe Zeugin uns
günſtig geäußert habe. Sie habe jedoch niemals gewuſ
daß Herr Bruder in irgendwelche Beziehungen zu Mäh
chen trat, mit denen er amtlich zu tun hatte. — Zelg
Bruder beſtreitet, daß er jemals Mädchen, die ihm
nicht zu Willen waren, bei der Frau Sch. verdächtigt haben
daß ſie der Gewerbsunzucht nachgingen. Der von der Zeuging
F. angegebenen Einladung zum Glas Wein und der=
En=
zweiung könne er ſich nicht entſinnen. Insbeſondereſel
es ausgeſchloſſen, daß ihm von Offizieren das Anſinnen
geſtellt worden ſei, läſtig gewordene Mädchen unter
Kon=
trolle ſtellen zu laſſen. — Gegen 7 Uhr wird die
Verhand=
lung auf heute vertagt.
Kongreſſe und Verbandstage.
Der 22. Delegiertentag des Verbande
deutſcher Kunſtgewerbevereine
wurde am 24. Juni in München im Kunſtgewerbehauſe
durch den Vorſitzenden Geheimen Regierungsrat Dr.=Ing=
Mutheſius eröffnet mit der Begrüßung der
erſchiene=
nen Regierungsvertreter und der Delegierten. Der
Ver=
treter der königl. bayeriſchen Staatsregierung Miniſterial=
Vorträge.
g. Das deutſche Volk und ſeine Schule.
Auf Einladung des Darmſtädter
Lehrerver=
eins hielt am Montag abend im Kaiſerſaal Herr Lehrer
J. Tews Berlin, der Generalſekretär der
Gefell=
ſchaft für Verbreitung von Volksbildung, den erſten einer
Reihe von Vorträgen. Der Vorſitzende des Darmſtädter
Lehrervereins, Herr Hauptlehrer Löſch, hieß die
Er=
ſchienenen herzlich willkommen und gab der Freude
Aus=
druck, daß ſo zahlreich der Einladung Folge gegeben
worden ſei, umſomehr, als der Vortragende im
Volks=
bildungsweſen durch lanjährige Erfahrung und
eingehen=
des Studium ſich den Ruf erworben hat, heute der erſte
Schulpolitiker zu ſein und hinter deſſen Anſchauungen
und Forderungen Hunderttauſende ſtehen und ſie ſich zu
eigen gemacht haben. Er erteilte ſodann Herrn Tews
das Wort zu ſeinem Vortrage. Der Titel ſeines
Vor=
trages „Das deutſche Volk und ſeine Schule” führte
Redner aus, ſei eigentlich zu weitgehend, denn leider
ge=
höre dem deutſchen Volke heute noch nicht die Schule.
Es ſei dies ſehr bedauerlich. Aber dies finde wohl ſeine
Begründung darin, daß das Intereſſe der Allgemeinheit
für Schulfragen nicht in dem Maße vorhanden ſei, wie
dies zum Beiſpiel mit Verkehrs= und Steuerfragen der
Fall ſei. Und doch verdiene gerade die Schule das größte
Intereſſe, iſt ſie doch die größte ſtaatliche Organiſation,
die wir kennen. Schon aus den Zahlen gehe dies
her=
vor wenn man ſich vor Augen hält, daß in den deutſchen
Volksſchulen 10 Millionen Schüler und Schülerinnen
auf ihren Lebensberuf vorgebildet werden, außerdem in
den übrigen Schulen eine halbe Million und auf den
Univerſitäten etwas mehr als 60000, ſodaß tatſächlich
in Deutſchland jeder ſechſte Menſch ein Schüler iſt;
be=
trachte man weiter, daß etwa 180—200000 Lehrer und
Lehrerinnen täglich an der Heranbildung unſerer Jugend
arbeiten und daß weiter in Heſſen über eine
Viertel=
million, alſo ein Fünftel der Bevölkerung, die Schule
be=
ſuchen, dann könne man am beſten erkennen, ein
wie unendlich wichtiger Faktor unſere Schule ſei.
Redner unterſucht nun, weshalb denn in Deutſchland die
Schule nicht Allgemeingut, nicht Gegenſtand des
Allge=
meinintereſſes iſt. Er ſieht den Hauptgrund darin, daß
die Schule nicht Sache des Reiches iſt, ſondern den
Einzelſtaaten überlaſſen iſt, ja in einigen Gegenden
ſeien noch Träger der Schule Gutsbeſitzer und die
Rit=
terſchaft. Er tritt ferner für die nationale Einheitsſchule
ein, wie ſie die Vereinigten Staaten von Nordamerika
beſitzen, ſowie für Beſeitigung der vielen Vorſchulen. In
Heſſen ſei die Lage der Volksſchule wohl etwas günſtiger,
als es einen Unterſchied nach Religion im weſentlichen
nicht gebe, aber die höheren Schulen ſeien auch hier noch
ſehr vielgeſtaltig. Da es aber nach ſeiner Anſicht in
ab=
ſehbarer Zeit in Deutſchland nicht zu einer
Einheits=
ſchule kommen dürfte fordert er, um begabten
Volks=
ſchülern das Hochſchulſtudium zu ermöglichen, eine
Zwi=
ſchenſchule. Er erörterte zum Schluß die Bedeutung einer
guten Volksbildung für die auf hochwertige
Qualikäts=
arbeit angewieſene deutſche Induſtrie und
Landwirt=
ſchaft. — Reicher Beifall folgte den Ausführungen des
Vortragenden, dem vom Vorſitzenden des Lehrervereins
noch Worte des Dankes gewidmet wurden.
Feuilleton.
* Zur Pſychologie des Premieren=Publikums. Jeder
erfahrene Theatermann weiß, wie gerade bei Prewieren
kleine, belangloſe Zufälle von ganz untergeordneter
Be=
deutung einen ſicheren Erfolg in einen Mißerfolg und
einen Mißerfolg in einen Triumph verwandeln können.
Die Suggeſtivität der Maſſe iſt ungleich größer als die
des einzelnen Individuums. In der Raſſegna
Con=
temporana veröffentlicht Coſtetti einen intereſſanten
Bei=
trag zu der unberechenbaren Pſychologie des Premieren=
Publikums in Italien, das durch ſeine leicht entflammte
Leidenſchaftlichkeit ſo oft den kühleren Nordländer in
Erſtaunen ſetzt. Bei dem Fall, um den es ſich handelt,
galt es weniger der Ueberwindung literariſcher
Vor=
urteile, als dem Siege über eine plötzlich entſtandene
nationale Empörung. Es war im Jahre 1871 zur
Kar=
nevalszeit. Im Teatro del Corſo in Genua wurde die
Premiere des Luſtſpiels „Der Hochzeitsbeſuchtvon
dem jüngeren Dumas angekündigt. Ein unglückſeliger
Zufall aber wollte es, daß gerade wenige Tage vorher
in Paris General Trochu eine aufreizende Rede hielt,
in der er für die franzöſiſche Niederlage bei Sedandie
„italieniſche Korruption” des damaligen Frankreich un
des franzöſiſchen Kaiſertums verantwortlich machten
Dieſe Anwendung des Wortes „italieniſch” auf eine Uns
würdige Erſcheinung entflammte das Nationalgefühl
der Italiener, und im Publikum war man ſich vorder
Premiere einig, daß man die Aufführung des
franzö=
ſiſchen Stückes verhindern müſſe und daß man damit
„Frankreich auspfeifen” müſſe. Schon vor Aufgehen des
Vorhanges herrſchte im Publikum jene unruhige
Erre=
gung, die den nahen Ausbruch eines Sturmes verkündet.
Der Vorhang rollte in die Höhe, das Publikum brachte
zunächſt den beiden auf der Bühne ſtehenden italieniſchen
Schauſpielern eine ſtürmiſche Ovation, dann aber begann
ein Pfeifen und Johlen; jedes Spiel war unmöglich
Man war bereits entſchloſſen, den Vorhang wieder
ſin=
ken zu laſſen, die Schauſpieler zogen ſich mit einer=
Ab=
ſchiedsverbeugung in den Hintergrund der Bühne zurück,
als plötzlich ein ungewohntes Bild in einer der
Proſze=
niumslogen die Aufmerkſamkeit der demonſtrierenden
Maſſe ablenkte. Dort ſaß der Marcheſe Luigi Conti,
deſſen bei aller Menſchenfreundlichkeit bizarres Weſen in
Genua eine große Popularität genoß; der Marcheſe war
aufgeſtanden, beugte ſich weit über die Logenbrüſtung
und parlamentierte mit einem großen weißen
Taſchen=
tuch, das er demonſtrativ wie eine Fahne hin= und her
ſchwenkte. Im Saale entſtand unwillkürlich Schweigen
und dann klangen vereinzelte Stimmen, die den Marcheſt
aufforderten, zu ſprechen. Conti lächelte freundlich, nicke
und wandte ſich mit einem überredenden Achſelzucken zu
Menge. Er ſprach wie immer in populärem Dialekt und
ſagte nur: „Machts doch wie ich. Wir wollen zuhören
und wenn das Stück ſchlecht iſt, pfeifen wir es aus.
Dieſe lakoniſche in Dialekt vorgebrachte Anſprache en.
feſſelte im Zuſchauerraum einen Sturm gemütlicher Her
terkeit; ein paar Leute klatſchten der Rede Beifall: dam
Nummer 148,
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Seite 5.
irektor v. Meinel wünſchte den Verhandlungen reichen
rfolg. Von 45 dem Verbande angeſchloſſenen Vereinen
lit 72 Stimmen waren 39 mit 61 Stimmen vertreten.
ie Beitragseinheit mit 32 Mark wurde
beibe=
alten. Ein Antrag Plauen auf einen niedrigeren Satz
ir kleinere Vereine wurde dem Ausſchuſſe überwieſen
ſie Gebührenordnung wurde, den im Vorjahre
ge=
ußerten Wünſchen entſprechend, nach den vom Ausſchuſſe
orgelegten, von Prof. Dr. Lehnert vertretenen
Vor=
hlägen geändert, beſonders in der Richtung der
möglich=
en Ausſchaltung der Materialkoſten. Die Frage des
Bettbewerbsweſens wurde für das nächſte Jahr
zurückge=
ellt. Beim Bericht über Submiſſionsweſen wurde
om Referenten Baurat Prof. Dr. Haupt=Hannover auf
ie Verhandlungen im preußiſchen Abgeordnetenhauſe zu
ieſem Gegenſtande und auf den Entwurf eines Geſetzes,
as Submiſſionsweſen betreffend, den der Hanſabund
her=
ellte, hingewieſen. Mit den Grundzügen der Entwürfe
cklärte ſich der Delegiertentag im weſentlichen
einver=
anden, verlangte jedoch Beſeitigung einer Reihe von
ſebelſtänden im Submiſſionsweſen, die im Intereſſe des
Handwerks, ſeiner Erhaltung und Förderung gelegen iſt.
Zum Punkte: Hebung der Friedhofskunſt teilte
Jrof. Dr. Lehnert die Beſtrebungen mit, die aus einer
teihe von deutſchen Städten zu verzeichnen ſind. Man
inte ſich dahin, die Vereine aufzufordern, die wichtige
Auf=
abe der Förderung der Friedhofskunſt nicht zu
vernach=
iſſigen, Muſterausſtellungen zu veranſtalten, das
Zublikum aufzuklären, auf Kirchen= und ſtädtiſche
Be=
örden einzuwirken und auf geſchichtlich begründete
ört=
iche Gewohnheiten Rückſicht zu nehmen. Auch der
Schaff=
ung künſtleriſcher Beratungsſtellen wurde zugeſtimmt.
dofrat Peter Bruckmann=Heilbronn referierte „über
hrengeſchenke‟ Die Herren Bruckmann=Heilbronn und
Prof. Gſroß=Dresden werden Leitſätze hierzu aufſtellen.
Zzum Austauſch von Erfahrungen über die
Veltausſtellung Brüſſel 1910 teilte Dr.
Wolff=
halle mit, daß ſeine Anfragen bei den Ausſtellern gezeigt
aben, wie gering der materielle Erfolg für den Ausſteller
var, was Geheimrat Dr. Mutheſius teilweiſe darauf
urückführte, daß wir noch unter dem Vorurteil leiden,
ge=
chmackloſe Arbeit zu liefern. Das könne nur dadurch
be=
eitigt werden, daß wir das denkbar beſte und
geſchmack=
vollſte bieten. Bei dieſer Gelegenheit wurde auch
ge=
varnt, ſich ohne Garantien an amerikaniſchen Ausſtellungen
u beteiligen, da dort keinerlei Schutz geiſtigen Eigentums
vorhanden iſt. Ueber die Wiederbelebung und
Fortentwicklung deutſcher Eigenart in
Bau=
unſt und Baugewerbe ſprach Stadtbauinſpektor Labes=
Hörlitz. Als Verſammlungsort des Delegiertentages 1913
vurde die Stadt Breslau gewählt.
* Straßburg, 25. Juni. Der 9. deutſche
ge=
verbliche Genoſſenſchaftstag unter dem
Ehrenpräſidium des kaiſerlichen Statthalters trat heute
vormittag im großen Saale der Aubette zu ſeiner
Haupt=
verſammlung zuſammen. Unterſtaatsſekretär Exzellenz
Mandel überbrachte die Glückwünſche des Statthalters
ind der Regierung, die alle Beſtrebungen des Verbandes
unterſtützen werde, da der gewerbliche und ländliche
Mittelſtand die beſte Stütze für den Anſchluß des Landes
in das Reich ſei. Namens der preußiſchen
Staatsver=
waltung begrüßte Geheimer Oberregierungsrat Dr. Franke
aus dem Handelsminiſterium die Verſammlung und
über=
reichte dem Vorſitzenden, Landtagsabgeordneten Hammer=
Berlin in Anerkennung ſeiner Verdienſte um das
Genoſſen=
ſchaftsweſen, den Roten Adlerorden vierter Klaſſe.
Wei=
tere Begrüßungsworte ſprachen Bürgermeiſter Dr.
Schwander=Straßburg, Juſtizrat Dr. Alberti=Wiesbaden,
Vorſitzender der Schultze=Delitzſchen Vereine, ferner Graf
v. Andlau namens des Reichseiſenbahnverbandes und des
Reviſionsverbandes elſaß=lothringiſcher Genoſſenſchaften,
ſowie der Präſident der Straßburger Handwerkskammer,
Fabrikbeſitzer Schleißer. Im weiteren Verlaufe der
Tag=
ung referierte Bankdirektor Moſer=Bern, über das
Filial=
ſyſtem der Schweizeriſchen Volksbank, dann Reichstags=
und Landtagsabgeordneter Dr. Arendt=Berlin, über die
Beſchaffung zweiter Hypotheken und die Mitwirkung der
Genoſſenſchaften hierbei. (Korreferent)
Hauptverbands=
direktor Korthaus=Berlin und Verbandsdirektor Dr.
Biller=Berlin, über die Konſumvereine, im Verhältnis zu
den kleinen Handwerkern. (Korreferent,
Genoſſenſchafts=
leiter Eſſer=Euskirchen.) Der nächſte Genoſſenſchaftstag
wird in Leipzig ſtattfinden.
Von der erſten deutſchen Flugpoſt.
* Nach den nun beendeten Zahlenzuſammenſtellungen
ſind insgeſamt rund tauſend Kilogramm Flug=
Poſtkarten mit dem Poſtluftſchiff „Schwaben” beför
dert worden. Es darf dankbar anerkannt werden, daß
die „Delag” ihren bewährten Luftkreuzer „Schwaben”
für die Flugpoſt zur Verfügung ſtellte und damit den
Er=
folg der Poſtkartenwoche ſehr erheblich ſteigern half. Wie
wir erfahren, iſt der erſte Poſtflug der „Schwaben”
un=
entgeltlich geweſen; von da ab wurde aber die
Beförder=
ung von 20 Kilogramm Poſtkarten mit 50 Mark berechnet.
Dies entſpricht ungefähr dem Preis für die Paſſagiere.
Die zweite große Poſtfahrt war mit 1000 Mark in
Rech=
nung geſtellt. Man erſieht daraus, daß die
Luftbeförder=
ung doch nicht ſo billig iſt wie die Landbeförderung.
Luftfahrt.
— Eine Schwenkung im Deutſchen
Luft=
flotten=Verein. In Berlin fand unter dem Vorſitz
des Reichstagsabgeordneten Baſſermann eine
Aus=
ſchußſitzung des Deutſchen Luftflotten=Vereins ſtatt, in
der für die Zukunft des Vereins wichtige Beſchlüſſe
gefaßt wurden. Der ſchon auf der letzten
Mitglieder=
verſammlung angeregte Gedanke, den Verein zu einem
nationalen Verein auszugeſtalten, iſt im Ausſchuß
auf=
genommen worden und wird nunmehr einer
außer=
ordentlichen Mitgliederverſammlung, die Ende Oktober
in Mitteldeutſchland, wahrſcheinlich in Kaſſel, ſtattfindet,
vorgelegt werden. Damit tritt zu den beiden großen
Vereinen, die für die Stärkung unſerer Wehrmacht
ein=
treten, dem Flottenverein und dem Wehr=Verein, auch
der Luftflotten=Verein. Es iſt zu erwarten, daß ſeinen
ſchon vorhandenen 14000 Mitgliedern ſich jetzt noch
weitere Tauſende anſchließen werden.
— Luftflotten=Verein in Südweſt=Afrika. In
Keetmannshoop wurde kürzlich ein Luftflotten=Verein
ge=
gründet, der in nationalem Sinne für die Verwendung
der Luftſchiffahrt in unſerer Kolonie wirken will. An der
Spitze ſtehen Rechtsanwalt und Notar Forckel und
Ober=
leutnant Berlin. Der letzte Herr iſt ausgebildeter
Flug=
zeugführer; praktiſche Flüge in Südweſt ſtehen für die
nächſte Zeit in Ausſicht.
H. B. Berlin, 25. Juni. Leutnant Berger vom
Infanterie=Regiment 104, der geſtern von einem Fernflug
vom Flugplatz Lindenthal bei Leipzig nach Döberitz
auf=
geſtiegen war, iſt dort geſtern abend nach ſehr gefährlichem
und anſtrengendem Fluge mit ſeinem Paſſagier, Leutnant
Bernhard vom 103. Infanterie=Regiment auf dem
Flug=
platz Döberitz glatt gelandet.
*Heide, 24. Juni. Nordmarkenflug. Als
erſter iſt von Huſum kommend Hartmann um 12 Uhr
44 Min. heute mittag hier eingetroffen. Im Laufe des
Nachmittags trafen ferner Stöffler um 7 Uhr 12 Min.,
Horn 7 Uhr 25 Min., Krüger 7½ Uhr ein.
Von der Kieler Woche.
Der Kaiſer im Jachtklub.
* Kiel, 24. Juni. Der Kaiſer ließ, als er heute
nachmittag von der Wettfahrt an Bord des „Meteor”
zurückkehrte, den im Einlauf begriffenen „Moltke‟
ſtoppen und paſſierte mit dem „Meteor” das paradierende
Kriegsſchiff. Abends begab ſich der Kaiſer zu dem
kaiſerlichen Jachtklub und den Angehörigen des
Royal Tomes Jachtklub, welche an Bord des „Araguaya”
morgens eingetroffen waren und die Regatta nach Kiel
begleiteten. Sie überreichten hier dem Kaiſer einen
Erinnerungspokal in der Nachbildung des im
Jahre 1781 vom Herzog von Cumberland geſtifteten alten
Wettfahrtpokals. Sodann nahm der Kaiſer aus den
Händen der Herren des Felea=Syndikats den Felea=
Preis entgegen. Es folgte die Preisverteilung für die
Jubiläums=Kriegsboot=Wettfahrten durch den Kaiſer.
Dann begann das Feſteſſen beim Kaiſerlichen
Jachtklub. Hierbei ſaßen rechts vom Kaiſer der
Kronprinz, Prinz Adalberſ, der Bokſchafter Leisman,
Großadmiral Tirpitz, links Prinz Eitel Friedrich, Prinz
Joachim, Großadmiral Köſter und Admiral Graf v.
Bau=
diſſin; gegenüber dem Kaiſer ſaß Prinz Heinrich zwiſchen
Kommodore Theodore Pim rechts und Admiral Arnim
und Lord Braſſey links. Während des Mahles brachte
Prinz Heinrich
das Kaiſerhoch aus. Die Rede des Prinzen lautet:
Eure Majeſtät! Aus kleinen Anfängen hat ſich der
Kaiſerliche Jachtklub zu dem emporgearbeitet, was er
heute bedeutet. Das Werk, welches Eurer Majeſtät
Großvater und Eurer Majeſtät Vater begannen, das
haben Eure Majeſtät weiter geführt und ausgebaut.
Eurer Majeſtät fällt unbeſtreitbar der Verdienſt zu, das
deutſche Volk auf das Waſſer gezogen zu haben, ſei es
bezüglich der Kriegsmarine oder der Handelsmarine
oder des Sports, der uns hier heute abend in erſter Reihe
intereſſiert und beſchäftigt. Wenn es Eurer Majeſtät
nicht immer gelungen ſein ſollte, ſtets als Erſter durchs
Ziel zu kommen, ſo möchte ich darauf aufmerkſam machen,
daß Eure Majeſtät unſer Lehrmeiſter war und daß Eure
Majeſtät ſich ſeine Schüler zu eifrigen und erfolgreichen
Konkurrenten erzogen haben. Wir wollen daher
danker=
füllten Herzens am heutigen Jubiläum, am 25jährigen
Jubiläum des Kaiſerlichen Jachtklubs Eurer Majeſtät
unſere Verehrung und Dankbarkeit für alles
ausſpre=
chen, was Eure Majeſtät auf dem Gebiete des Sports
und für den von Eurer Majeſtät begründeten
Kaiſer=
lichen Jachtklub getan haben. Mir liegt es als
Vize=
kommodore ob Eurer Majeſtät unſeren tiefempfundenen
herzlichen Dank zu Füßen zu legen. Ich bitte die Herren,
dieſem Gefühle des Dankes Ausdruck zu geben, indem
Sie mit mir rufen: Seine Majeſtät der Deutſche Kaiſer
und König von Preußen, unſer allergnädigſter Kommodore
Hurra, Hurra, Hurra!
Darauf erwiderte
der Kaiſer
mit folgenden Worten: Euerer Königlichen Hoheit
möchte ich am heutigen Tage, der bedeutungsvoll für die
Geſchichte unſeres Klubs wie für die Geſchichte des
Re=
gattaklubs iſt, Glückwunſch und aufrichtigen Dank
aus=
ſprechen, Glückwunſch zum 25. Geburtstag und zu dem
großartigen Erfolg, den die Regattawoche dank der
Organiſation durch den Klub genommen hat. Zu glei
cher Zeit möchte ich auch meinen Dank dafür ausſprechen,
daß in hingebender Mitarbeit die Segler auf meine Ge
danken eingegangen ſind, und daß aus allen Reihen
unſeres deutſchen Volkes unſere Klubmitglieder ſich
zu=
ſammengefunden haben zu dieſem geſunden,
herzerfri=
ſchenden, ſtärkenden Sport. Wir kennen als Geſetz für
unſeren Klub nur das eine: der Mitglied werden will.
ſoll ein Gentleman ſein! Dies genügt. Dies Geſetz hat
eine Elite zuſammengeführt, die ſich heute mit Freuden
gegenſeitig die Hand drückt und die mit Freuden einan
der auf dem Waſſer bekämpft. Viele Jahre hindurch
habe ich das Anwachſen des Klubs beobachtet. Es ſind
Stiftungen von allen Seiten gemacht worden, Preiſe in
Hülle und Fülle gekommen. So möchte ich auch heute
dem Klub von neuem eine Stiftung mit ausmachen. Ich
habe folgende Kabinettsorder erlaſſen, die ich nachher
dem Vizekommodore überreichen werde. Die Order lautet:
Das 25jährige Jubiläum des Kaiſerlichen Jachtklubs
gibt mir willkommene Veranlaſſung, der Jachtmatroſen
zu gedenken, deren Tüchtigkeit wir den heutigen guten
Stand unſeres Segelſports nicht zum wenigſten mit zu
verdanken haben. Es iſt in den verfloſſenen Jahren
eine ſtattliche Zahl Jachtmatroſen herangebildet worden,
die ſich im Inlande und Auslande ſehr guten Rufes
er=
freut und aus deren Reihen auch ſchon viele tüchtige
Seeleute für unſere Kriegs= und Handelsflotte
hervor=
gegangen ſind. In Anerkennung der Leiſtungen und des
braven Verhaltens der deutſchen Jachtmannſchaften will.
ich der Kommodore=Stiftung zum Beſten invalider
Matro=
ſen und deren Hinterbliebenen einen weiteren Betrag
von 20000 Mark überreichen und hoffe, daß die Wohl
taten der Stiftung in noch ausgedehnterem Maße
al=
bisher den Mannſchaften der dem deutſchen
Seglerver=
bande angehörenden Jachten zugewendet werden können.
Der Geldbetrag wird Ihnen morgen von mekner Sch
tullenverwaltung zugehen. Meine Herren! Wir haben
von kleinen Anfängen uns hinauf gearbeitet, wir haber
dafür aber auch gewandte, tüchtige und erfahrene
Lehr=
meiſter gehabt. Wenn Eure Königliche Hoheit
erwähn=
ten, daß ich mir Konkurrenten herangezogen hätte, und
daß ich der Lehrmeiſter für einen Teil der Herren geweſen
ſei, ſo müßt ich auch meinerſeits auf meine Lehrmeiſter
hinweiſen. Wir verdanken den engliſchen Kapitänen, die
ich auf meinen Jachten gehabt, und den engliſchen Matroſen
viel, und dieſe Kapitäne ſtammen aus einem Volk, das
in bezug auf das Jachtweſen wohl an der Spitze aller
Jachtflotten ſteht. Den engliſchen Jachtleuten verdanken
wir ſchon einmal eine ſchöne Woche vor Jahren. Die
diesjährige Jubiläumswoche hat weſentlich dadurch
eine ſo ſchöne Entwicklung genommen, weil zu Haufen
Dampfer und Segeljachten aus England
herübergekom=
men ſind, um unſer Feſt mitzufeiern und im Sport ſich
mit uns zu meſſen. Da glaube ich, aus aller Herzen zu
ſprechen, wenn ich den Herren von ganzem Herzen
Will=
kommen und Dank entbiete. Der Kaiſerliche Jachtkluh
entſtand vor 25 Jahren bei einer Sitzung, die beſtand
aus Seiner Königlichen Hoheit Freiherrn von
Secken=
dorff und dem Admiral Freiherrn von Senden=Bibran
und mir und einer Flaſche Sekt. Jetzt greifen Sie zum
Glas Sekt und trinken Sie mit mir auf das Wohl der
Gäſte aller Nationen, die in dankenswerter Weiſe hier
her gekommen ſind, um unſere Woche mitzufeiern und auf
aber wurde es ruhig, und das Spiel konnte beginnen.
Da die Menge ſich nun aber entſchloſſen hatte, ruhig
zu=
zuhören, war der Sieg auch geſichert, das Luſtſpiel
er=
zielte einen ſtürmiſchen Erfolg. Der ungewohnte
Zwi=
ſchenfall und die wenigen Worte des Marcheſe hatten
die Empörung ausgelöſcht und die nationale Entrüſtung
war um ihr Opfer betrogen.
ck. Eine Voltaire=Büſte Houdons aufgefunden.
Hou=
don, der bedeutendſte Bildhauer unter den Porträtiſten
des 18. Jahrhunderts, deſſen kühn im Stein das
Gei=
ſtige betonende Art an den maleriſchen Stil unſeres
Graff erinnert, hat eine Reihe von Meiſterbüſten der
großen Männer ſeiner Zeit geſchaffen, die die
wunder=
vollſte Porträtgalerie dieſer ſtolzen Epoche bilden. Sein
beſonderer Liebling ſcheint Voltaire geweſen zu ſein
deſſen Züge er öfters feſtgehalten hat, ſo in der
bekann=
ten Statue des Theatre Francais in der Büſte mit der
Allongeperrücke, die heute die Berliner Akademie der
Wiſſenſchaften als Geſchenk Friedrichs des Großen
be=
ſitzt, und der Büſte in antiker Gewandung im Gothaer
Muſeum. Ein drittes Voltaire=Porträt, das wohl als
das charakteriſtiſchſte und naturgetreueſte betrachtet
wer=
den muß, iſt kürzlich wieder aufgefunden worden und
wird von Prof. Georg Biermann im Cicerone zum
erſten Male publiziert und beſprochen. Das Werk, das
bei der Verſteigerung des Nachlaſſes von Houdon von
dem ſpäteren Georg IV von England gekauft wurde,
dann in den Beſitz des Juweliers Bridge kam, längere
Zeit verſchollen war und nun wieder im Pariſer
Kunſt=
handel aufgetaucht iſt, hält die markanten Züge des
gro=
ßen Schriftſtellers im Jahre ſeines Todes mit einer
einzigartigen realiſtiſchen Wahrheit feſt. Durch keine
Allongeperrücke verdeckt, durch kein antikiſierendes
Ge=
wand verhüllt, bietet ſich der durch eine lebenslange
Gedankenarbeit mächtig geformte Kahlkopf dar, mit der
hohen freien Stirn, den ſpärlichen Haaren und dem
von Runzeln und Falten durchfurchten Geſicht, deſſen
Lippen in einem geiſtvoll ſcharfen, faſt gütigen Lächeln
geſchürzt ſind. Die Verklärung des Greiſentums eint
ſich mit einer geiſtigen Beſeelung ohnegleichen in dieſem
Werk, das man wohl zu den bedeutendſten Leiſtungen
des großen, heute wieder ſo außerordentlich geſchätzten
Bildhauers frechnen darf.
C. K. Die Ergebniſſe der italieniſchen
Ausgrabun=
gen in Aegypten. Die unter der Leitung von Prof.
Schiaparelli ſtehende italieniſche archäologiſche Miſſion
hat nun ihre diesjährige Ausgrabungskampagne bei Aſſiut
in Aegypten vollendet, und die reichen Ergebniſſe der
Arbeiten ſind bereits auf dem Wege nach Italien, wo
ſie eine wertvolle Bereicherung des Turiner Muſeums
bilden werden. Die Mühen der Forſcher wurden durch
die Auffindung einer faſt noch unberührten Nekropole
belohnt, in der man zahlreiche Gräber und Mumien
aus der Zeit von der 4. bis zur 12. Dynaſtie fand alſo
etwa aus der Zeit vom 35. bis zum 22. vorchriſtlichen
Jahrhundert. Mehr als 120 Skelette waren völlig intakt
und man fand bei ihnen noch eine Reihe intereſſanter
Geräte und bemerkenswerte Fragmente von Holzſtatuen.
Die Ausbeute füllt 88 große Kiſten, die bereits in
die=
ſen Tagen in Turin erwartet werden.
ml. Die Geheimſchreibmaſchine des Botſchafters von
Marſchall. Die Bureaus der deutſchen Botſchaft in
Lon=
don haben ſich nach der Ankunft des neuen Herrn um
ein neues Requiſit vermehrt. Es handelt ſich nach den
Mitteilungen des Matin um eine Schreibmaſchine, eine
Schreibmaſchine aber, die ihres Gleichen nicht haben
dürfte und deren Taſten einzig und allein die Finger
des Botſchafters in Bewegung ſetzen. Statt in den
gewohnten romaniſchen oder gothiſchen Buchſtaben
ſchreibt die genannte Maſchine in Lettern einer
Chiffre=
ſchrift, die allein der Botſchafter und ſeine
Korreſpon=
denten zu entziffern im Stande ſind. Die Maſchine wird
im Privatbureau des Botſchafters unter ſicherem
Ver=
ſchluß gehalten, der ſich ihrer nur bedient, wenn er
ir=
gend eine wichtige vertrauliche Mitteilung zu machen
hat. Aus der Botſchaft kennt niemand, nicht einmal
der Privatſekretär des Herrn Marſchall von Bieberſtein
den Sinn der Hieroglyphen, die die Maſchine ſchreibt,
ſodaß die diplomatiſchen Geheimniſſe die die
Korre=
ſpondenz des Botſchafters mit ſeiner Regierung enthält,
vor einer Indiskretion abſolut geſichert ſind.
* Vom Kartenſpiel in Frankreich. Der Urſprung
des Kartenſpiels verliert ſich im fernen Dunkel der
Un=
gewißheit, man nimmt im allgemeinen an, daß die
Spielkarten ein Geſchenk Spaniens an die Menſchheit
darſtellen, aber wohl in keinem Lande der Welt hat die
Regierung im Laufe der Jahrhunderte ſo oft und ſo
nachdrücklich gegen die Entartung des Spieltriebes im
Volke ankämpfen müſſen, als gerade in Frankreich. Als
in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts
eine allgemeine Beſteuerung der Spielkarten eingeführt
wurde, erhoffte man neben fiskaliſchen Vorteilen mit der
Steuer auch eine Einſchränkung der Spielmöglichkeiten
zu erringen. Im Journal gibt nun Max Dutray einen
inkereſſanten Ueberblick über das Steigen und Fallen
des franzöſiſchen Verbrauches an Kartenſpielen. Die
hohe Steuer hat zweifellos der Karteninduſtrie ein
ſtar=
kes Hindernis entgegengeſetzt und in den letzten 15 Jah
ren iſt der Verkauf von Spielkarten auffällig ſtark
zu=
rückgegangen. 1875 wurden genau 3 229491 Kartenſpiele
in Frankreich verſteuert, 1895 war die Zahl auf 3972 746
geſtiegen, alſo um faſt dreiviertel Millionen Spiele. Aber
mit dem Jahre 1896 gehen Verkauf und Nachfrage
zu=
rück, und dieſer Rückgang wird in der jüngſten Zeit
im=
mer ſtärker fühlbar. Schon 1905 iſt die Zahl der
ver=
ſteuerten Kartenſpiele auf 3034015 geſunken und 1911
ſind nur noch 2894 226 Spiele verſteuert worden. Das
bedeutet gegen das Jahr 1895 einen Rückgang um mehr
als eine Million Spiele. Aber trotzdem iſt die Annahme,
daß der Spieltrieb geringer geworden ſei, ein Irrtum.
Die 1896 erhöhte Beſteuerung der Spielkarten hat zwar
den Umſatz verringert, aber die Spieler helfen ſich
da=
mit, daß die Karten länger benutzt werden. Der kleine
Mann aber kauft „abgeſpielte Karten” zu einem
billi=
geren Preiſe.
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Nummer 148.
das Wohl des 25jährigen Jubilars. Die verfammelten
Segler Hurra, Hurra, Hurra!
Nach dem Mahle nahm der Kaiſer vor dem
Klub=
hauſe den Vorbeimarſch des Kreiskriegerverbandes in
Kiel entgegen, der mit mehreren Militärkapellen und
vielen Fahnen angerückt war. Hinter dem Kaiſer der
ununterbrochen ſalutierte, ſtanden die vier anweſenden
Söhne. Den Kriegern ſchloß ſich die Kieler
Jugend=
wehr an, Nach dem Vorbeimarſch ſprach der Kaiſer eine
Reihe von Veteranen an und hielt Cercle im Kreiſe der
Segler im Garten des Klubhauſes.
* Kiel, 25. Juni. Bei der Ueberreichung des
Cumberlandpokals hielt geſtern der Kommodore
Theodor Pim vom Royal Thames Jachtklub
an den Kaiſer folgende Anſprach e: Eure
Kaiſer=
liche Majeſtät! Ich habe die Ehre, Sie zu bitten, aus
unſeren Händen im Namen der Flaggoffiziere, des
Ko=
mitees und der Mitglieder des Royal Thames Jachtklub
dieſe Nachbildung eines Pokals anzunehmen, der
ſeiner=
zeit von dem erlauchten Herzog von Cumberland geſtiftet
wurde und der ausgeſegelt werden ſollte in dien
Wett=
fahrten der Jachten, welche die von ihm von 1775 bis 1781
jährlich geſtifteten Becher gewonnen hatten. Das
Origi=
nal dieſes Pokals, Majeſtät, befindet ſich jetzt im Beſitz
des Enkels des Gewinners, Thomas Taylor, dermaligen
Kommodore des Klubs. Auf der Verzierung des Deckels
erſcheinen die Namen der kämpfenden Jachten und das
Jahr des Sieges, das ſie zur Teilnahme an dem
Wett=
bewerb berechtigte, wie einer der Namen des Herzogs
von Cumberland als des Gründers dieſes Klubs, der
früher als Cumberland Salling Society bekannt war und
der jetzt mehr familiär Cumberland Fleet genannt wird.
Wir bitten Sie, Sire, dies anzunehmen, nicht allein als
eine Erinnerung an den Beſuch des Royal Thames
Jacht=
klub, der erſten in deutſchen Gewäſſern abgehaltenen
in=
ternationalen Regatta, an der teilgenommen zu haben
wir als einen Vorzug betrachten, ſondern auch als eine
Erinnerung an das Jubiläum des Kaiſerlichen Jacht=
Lubs und als ein perſönliches Zeichen der Ehrerbietung
und Bewunderung und Hochſchätzung, die wir alle zu
Kurer Majeſtät unabläſſigen Bemühungen für den
Segel=
ſrort im allgemeinen hegen. Dieſes Gefühl, Sire, wird
nicht allein von uns perſönlich geteilt, ſondern von allen
Gegelſportfreunden Großbritanniens und des ganzen
Sritiſchen Reiches überhaupt.
Der Kaiſer erwiderte auf die Anſprache des
Kom=
modore Theodor Pim: Herr Kommodore! Nehmen Sie
meinen aufrichtigen Dank an für den ſchönen Pokal mit
ſeiner ſo intereſſanten Geſchichte, den Sie mir im Auftrag
der Flaggoffiziere, des Vorſtandes und der Mitglieder
des Royal Thames Jachtklubs überreicht haben. Ich
nehme dieſen Becher an als ein Zeichen der warmen
Sym=
pathie zwiſchen den britiſchen und den deutſchen Seglern
und beſonders zwiſchen ihren Klubs, dem alten
Cumber=
land Fleet und dem Kaiſerlichen Jachtklub. Der Pokal,
jetzt mein perſönliches Eigentum, ſoll während der
Re=
gatta in den Räumen dieſes Klubs ſeinen Platz finden,
als ein Zeichen des freundlichen Intereſſes, das Sie an
unſerem Jubiläum nehmen. Ich hoffe, daß viele
eng=
liſche Segler, die als willkommene Gäſte unſeres Klubs
hier erſcheinen, um an den Wettfahrten teilzunehmen, ſich
an dem Becher erfreuen werden. Ich brauche nicht zu
ver=
ſichern, daß ſie alle ſehr willkommen ſind, aber ich möchte
Ihnen ausſprechen, wie ſehr wir erfreut ſind durch die
Legenwart einer ſo großen Zahl britiſcher Jachten und
ſo vieler ausgezeichneten Segler und Seglerfreunde mit
ihren Damen. Wir danken ihnen den Erfolg der erſten
Internationalen, unſerer Jubiläumswoche. Möge dieſer
Becher ein neues Glied in der Kette perſönlicher und
ſportlicher Freundſchaft zwiſchen unſeren beiden Klubs
und unſeren Ländern ſein. Möge der Cumberland Cup
hier ſtehen als ein ſichtbares Pfand dieſer für England
und Deutſchland ſo natürlichen und ehrenvollen
Freund=
ſchaft!
* Kiel, 25. Juni. Der Kaiſer machte heute
vor=
mittag einen Beſuch auf dem von der Hamburg=Amerika=
Linie angekauften däniſchen Motorſchiff „Fionia”
das zum Zwecke der Beſichtigung durch den Kaiſer auf
eine Stunde in See ging. Der Kaiſer beſichtigte
ein=
gehend die Maſchinenanlagen und ließ ſich verſchiedene
Maſchinenmanöver vorführen. Unterwegs wurden auch
die geſchmackvollen Räume der erſten Kajütte einer
ein=
gehenden Beſichtigung unterzogen. Er nahm im
Speiſe=
ſaal eine Erfriſchung zu ſich und begab ſich ſodann auf
die Kommandobrücke, von wo aus er das Einlaufen
Hanns Pellar
hat ſoeben ein Gemälde vollendet, das für einen
Muſik=
ſaal der Villa Herzberg in Eſſen beſtimmt iſt, und das
wir geſtern im Atelier des Künſtlers im Ernſt=
Ludwigs=
hauſe zu ſehen Gelegenheit hatten. Das Bild iſt in der
Hauptſache auf einen ſtimmungsvoll dekorativen=
muſika=
liſchen Ton geſtimmt, ohne allerdings intimſter Reize in
Farbe und Zeichnung zu entbehren. Seine Beſtimmung
kommt nicht profan etwa in der Darſtellung zum
Aus=
druck, das läßt Hanns Pellars phantaſiereiches
Kom=
poſitionstalent nicht zu. Sein ſenſibles Kunſtempfinden
bedient ſich der Ausdrucksmittel, wie ſie das Kolorit, wie
ſie der Farben warmtonige Sinfonien ſelbſt hieten.
Allerdings ſpielt auch der Vorwurf dabei eine bedeutende
Rolle. Aber es iſt mehr der darin zum Ausdruck
kom=
mende Rhythmus, als die Darſtellung ſelbſt. Der
Rhyth=
mus in der Bewegung der Figuren, deren er zur
Ver=
körperung des Muſikaliſchen ſich bedient, in der
Geſamt=
kompoſttion und im Kolorit.
Vor einem lichten, bläulich getonten grauen, leicht
flimmernden Hintergrund wölbt ſich ein Bogen grünen
Girlandengewindes, auf dem phantaſtiſch ſtiliſierte
Papa=
geien ſitzen, die ihr glänzendes Gefieder baden im
ſonnen=
durchfluteten Licht. Links und rechts begrenzen das
Bild ſäulenartig ſtiliſierte, faſt architektoniſch geformte
Hecken. Hinter der rechts (vom Beſchauer) lugt neckiſch
ein kleiner dunkelfarbener Pan flöteblaſend hervor und
auf der linken ſpreizt ein Phantaſievogel ſein in allen
Farben ſtrahlendes Gefieder. Und inmitten des ſo
be=
grenzten Platzes, das Ganze beherrſchend, ein tanzendes
Paar. Eine entzückende Frauengeſtalt in farbenfrohem,
ſtiliſtertem Rokokokoſtüm und ein dunkelhäutiger Faun
im Menuett, beide umſchlungen von wehender, lebhaft
kolorierter (blau herrſcht) Blumengirlande. Wunderbar
iſt die tanzende Bewegung des Paares — die Poſe
iſt=
wie das Augenblicksbild einer Momentphotographie
feſt=
gehalten — und meiſterhaft die zeichneriſche Durchführung
aller Einzelheiten, die ſich hinwiederum dem dekorativ
ſtimmungsvollen Charakter des faſt freskenartig
wirken=
den Gemäldes unterordnen. In der Umgebung ſeines
Beſtimmungsortes, im breiten, graufarbenen,
marmor=
nen Rahmen zwiſchen beſonders abgetönten Wandflächen
über dunkler Holzvertäfelung uſw. dürfte ſich die
ſtim=
mungsreiche Wirkung des Gemäldes noch bedeutend
M. St.
erhößck.
und die Ankermanöver des Schiffes beobachtete. Der
Kaiſer ließ ſich von den Herren der Hamburg=Amerika=
Linie und den däniſchen Herren die nötigen Erklärungen
geben und verlieh bei dieſer Gelegenheit dem Etatsrat
Anderſen und dem Admiral Richelieu ſeine
Photographie, dem Direktor Knudſe den Roten
Adler=
orden zweiter Klaſſe, ſowie dem Kapitän Hanſen
den Roten Adlerorden vierter Klaſſe. Später machte
der Kaiſer einen Beſuch auf dem Dampfer des
Nord=
deutſchen Lloyds „Bremen”. Zur Frühſtückstafel an
Bord der „Hohenzollern” waren bei dem Kaiſer
ge=
laden: Pierpont Morgan, Generaldirektor Ballin,
Lud=
wig Delbrück, A. v. Gwiner, Konteradmiral v Rebeur=
Paſchwitz, Kapitän z. S. Ritter von Mann vom großen
Kreuzer „Moltke” ferner Ingenieur Hirth, Leutnant
Schoeller, Mr. Edward Greenfild Mr. Francis Riggs.
Vor der Tafel empfing der Kaiſer die Flieger
Inge=
nieur Hirth und Leutnant Schöller und unterhielt ſich
längere Zeit mit Hirth. Er überreichte Hirth und
Schöller perſönlich den Kronenorden vierter Klaſſe.
Sport.
Fl. Schlittſchuhklub=Sportverein. Die erſten Lawn=
Tennis=Städtewettſpiele in dieſem Sommer fanden am
16. und 23. Juni ſtatt. Am erſteren Tage ſpielte die
Darmſtädter Mannſchaft, 4 Damen und 10 Herren,
ge=
gen Frankfurt auf den Plätzen im Palmengarten.
Es waren ſchon 16 Wettkämpfe ausgetragen, und zwar
mit dem erfreulichen Ergebniſſe von 11.5 Punkten für
Darmſtadt, als am Nachmittag die Ungunſt der
Wit=
terung den Spielen leider ein vorzeitiges Ende bereitete.
Zu den Spielen, die am vergangenen Sonntag gegen
Mannheim auf den dortigen ſchönen Plätzen zum
Austrag kamen, hatte aber der Himmel ein freundliches
Geſicht gemacht und Wärme und Sonnenſchein in faſt
überreichem Maße geſpendet, ſodaß die Veranſtaltung
abends kurz vor 8 Uhr in ſchönſter Weiſe zu Ende
ge=
führt werden konnte. Die Darmſtädter Mannſchaft,
be=
ſtehend aus den Damen: Frl. Flinſch, Frl. Dexheimer und
Frl. Goldſchmidt und den Herren: von Nariſchkin, H
Müller, Schüler, Leute, Daub, Weidenhammer,
Lichten=
ſtein, Kurz, Nauels, Flimm und Ernſt hatte einen ſehr
ſchweren Stand gegen die Mannheimer, die faſt
allſonn=
täglich an irgend einem Wettkampfe beteiligt ſind,
trotz=
dem konnte ſie aber nach manchem heißen Ringen den
Sieg auf ihre Seite bringen. Das Ergebnis war: 15
Punkte, 36 Sätze 336 Spiele für Darmſtadt und 12
Punkte, 30 Sätze 307 Spiele für Mannheim. Die
Darm=
ſtädter Damen ſpielten wieder vorzüglich und auch
un=
ſere jungen Spieler zeigten, wie ſehr ſie ihr Können
verbeſſert haben und neben unſeren altbewährten
Käm=
pen gut beſtehen können. Die Aufnahme bei den
Mann=
heimer Freunden war ſehr herzlich, und allen
Betei=
ligten wird der Tag in froher Erinnerung bleiben.
Unwetter und Gewitterſchäden.
(*) Gießen, 24. Juni. Schwere Gewitter,
verbunden mit heftigen Blitzſchlägen, gingen verfloſſene
Nacht über dem Lahntal nieder. In Aßlar ſchlug der
Blitz in eine Scheune, welche vollſtändig niederbrannte.
In manchen Gemarkungen ging ein Wolkenbruch mit
heftigem Sturm nieder. Die Getreideäcker liegen
ſtellen=
weiſe wie gewalzt am Boden.
— Stendal, 25. Juni. Ein verheerendes
Unwetter ging über Stendal nieder, durch das viele
Straßen und Keller überſchwemmt wurden. In den
Ge=
treidefeldern wurde großer Schaden angerichtet. Eine
Scheune wurde vom Blitz getroffen und eingeäſchert.
* Zürich, 24. Juni. Ungewöhnlich heftige
Ge=
witter die geſtern niedergingen, wirkten beſonders
verheerend in den Kantonen Appenzell, Aargau, Thurgau.
Im Kanton Zug wurden die ganze Kirſchenernte und
die Obſtkulturen vernichtet.
Streiks.
* Marſeille, 24. Juni. Die Hafenarbeiter
be=
ſchloſſen, die Ausführung ihres Entſchluſſes, Handelsſchiffe,
die mit vom Staat geſtellten Marinemannſchaften beſetzt
ſind, weder auszuladen noch zu beladen, 24 Stunden
hin=
auszuſchieben, um ihrer Organiſation die Möglichkeit zu
geben, gemeinſam mit der Vereinigung der eingeſchriebenen
Seeleute den Generalſtreik vorzubereiten, wenn die
Verhandlungen über eine ſchiedsgerichtliche Regelung
ergebnislos ſein ſollten.
London, 25. Juni. Zu der geſtrigen
Reſolu=
tion einer Verſammlung von Eiſenbahnern in Stratford
bei London erklärte der Generalſekretär des
Gewerkſchafts=
verbandes der Eiſenbahner, der Vorſtand des Verbandes
habe ſeine Zuſtimmung zu einem Streik nicht
gegeben, und wenn lokale Gewerkſchaften ſich zu einem
Streik entſchließen, ſo müßten ſie das auf ihr eigenes
Riſiko tun.
* Madrid, 24. Juni. Geſtern wurde ein ſtark
be=
ſuchter Kongreß der Eiſenbahnbedienſteten eröffnet.
Es wurde beſchloſſen, in den Generalſtreik zu
treten, falls eine Geſellſchaft die Angeſtellten wegen
der Beteiligung an dem Kongreß entlaſſe,
Landwirtſchaftliches.
* Zuſammenſchluß der Gemüſezüchter
Deutſchlands. Vom Deutſchen Pomologen=Verein
in Eiſenach iſt ein Zuſammenſchluß der deutſchen
Ge=
müſezüchter in die Hand genommen und am 20. Februar
d. Is während der landwirtſchaftlichen Woche in
Ber=
lin, von einer Verſammlung von Gemüſezüchtern aus
ganz Deutſchland die Gründung eines Verbandes
Deut=
ſcher Gemüſezüchter beſchloſſen worden. Die Frage, ob
ein Züſammenſchluß der deutſchen Gemüſebauer
not=
wendig iſt, muß entſchieden bejaht werden. Die
Re=
gierung der Bundesſtaaten und die geſetzgebenden
Kör=
perſchaften müſſen auf die volkswirtſchaftliche
Bedeu=
tung des Gemüſebaues aufmerkſam gemacht werden,
damit ſie den Schutz der inländiſchen Gemüſebauer in
die Hand nehmen. Der Notſtandtarif z. B. wird uns
eine Konkurrenz des klimatiſch günſtiger liegenden
Aus=
landes für dieſen Sommer in Frühkartoffeln zuziehen,
ohne dieſe den Käufern zu verbilligen, denn nur das
Ausland und der Zwiſchenhandel werden ſich den Zoll
in die Taſche ſtecken. In dieſem Winter ſind unſere
Zwiebeln ſchon ſchwer dadurch getroffen worden, daß es
den Händlern durch die billigen Frachten ermöglicht
wurde, ungeheure Mengen ungariſcher und ruſſiſcher
Zwiebeln in die Anbaugebiete hinzuwerfen und von
hier aus weiter zu handeln. Die deutſchen Zwiebeln
wurden vernachläſſigt, obgleich ſie an Güte den
auslän=
diſchen überlegen waren. Die Regierung an den
land=
wirtſchaftlichen Hochſchulen muß den Gemüſebau
wiſſen=
ſchaftlich mehr als bisher unterſtützen, vor allem
Anbau=
verſuche, die für den Einzelnen zu koſtſpielig und zeit=
raubend ſind, z. B. neue Sorten, Kulturmethoden
Düngung und Bekämpfung von Schädlingen und
Krank=
heiten des Gemüſes, in die Hand zu nehmen. Die
Ge=
müſezüchter müſſen aus ihrer abwartenden Stellung den
Händlern gegenüber aufgerüttelt werden, damit ſie nicht
auf die ihnen vom Händler bei Abſchlüſſen geſtellten
Be=
dingungen einzugehen gezwungen ſind, ſondern ſolche
ſelbſt ſtellen oder doch nur auf Bedingungen eingehen
die vom Verbande feſtgeſetzt ſind. Dabei ſind als
beſon=
ders warnende Beiſpiele die Abſchlüſſe der Liegnitzer
Weißkohlbauern zu erwähnen. Dieſe ſchließen ſeit eini
gen Jahren mit den Händlern die Lieferung von Weif
kohl ab und zwar eine beſtimmte Zentnerzahl. Die Miß
ernte des Vorjahres ermöglichte ihnen nicht die abge
ſchloſſene Menge zu liefern, aber die Händler beſtehen
auf ihren Schein. Neben dem Schaden, der ihnen durch
den billigen Abſchluß erwachſen iſt, haben ſie noch
zahl=
reiche Prozeſſe mit den Händlern zu führen, die der
Preisunterſchied für die nicht gelieferte Menge einklagen
Während die Gemüſezüchter glauben, ſie brauchten nicht
mehr als die ihnen zugewachſene Menge zu liefern.
Ent=
ſchieden iſt noch nichts. Auch eine Zeitung für den Ge
müſebau iſt notwendig, die alle neueſten beruflichen Er
fahrungen verbreitet, über den Stand des angebauten
und auf Lager gelegten Gemüſes ſtatiſtiſche Erhebungen
veröffentlicht, und die verſchiedenen Anbaugebiete
mit=
einander verbindet, um eine Ueberſicht der Preiſe zu
gewinnen. Berufsgenoſſen! Das Vorbild das andere
große Vereinigungen uns gegeben, die aus der Not der=
Zeit geboren, muß uns vorbildlich ſein, den deutſchen
Gemüſebau zuſammen zu faſſen in den Verband
deut=
ſcher Gemüſezüchter, der bei Gelegenheit der erſten
deut=
ſchen Gartenbauwoche in Bonn am 6. Juli tagen wird
Handel und Verkehr.
* Hamburg, 25. Juni. Von zuſtändiger
Seite=
wird mitgeteilt: In dem Anleihevertrage, der vor einigen
Monaten zwiſchen amerikaniſchen, deutſchen, engliſchen,
franzöſiſchen und holländiſchen Bankfirmen mit der
Re=
publik Liberia abgeſchloſſen worden iſt, iſt die
Beſtim=
mung vorgeſehen, daß die Durchführung des Vertrages
von einer angemeſſenen Einigung mit den bisherigen
Gläubigern abhängig gemacht wird. Wie wir erfahren,
iſt eine Einigung zwiſchen den deutſchen kaufmänniſchen
Gläubigern und der Republik Liberia nunmehr erfolgt.
Die Verhandlungen zwiſchen den Vertretern deutſcher=
Firmen und dem amerikaniſchen Generalkonſul Skinner,
dem die Vertretung der liberianiſchen Intereſſen
übertra=
gen iſt, wurden in Hamburg geführt. Nach langwierigen
Konferenzen iſt unter äußerſt energiſcher und
dankens=
werter Mitwirkung in der Unterſtützung der deutſchen=
Intereſſen ſeitens des Auswärtigen Amtes eine
Einig=
ung zuſtande gekommen, die als angemeſſen und beide
Teile befriedigend anerkannt werden muß. Die deutſchen
Gläubiger erhalten für ihre Forderungen ungefähr
den=
jenigen Prozentſatz, zu dem die Banken die neuen
fünf=
prozentigen Schuldverſchreibungen von der liberianiſchen
Regierung übernehmen. Dieſe Grundlage muß angeſichts
der außerordentlich zerrütteten finanziellen Verhältniſſe
in denen Liberia geblieben wäre, falls die
Reorganiſa=
tionsanleihe geſcheitert wäre, als ſehr befriedigend
an=
geſehen werden.
Vermiſchtes.
* Helm ab! Aus Frankfurt a. M. wird unsges
ſchrieben: Bei der Grundſteinlegung zur neuen Main=
Brücke fiel es allgemein auf, daß der kommandierende
General des Frankfurter Armeekorps während der
Ham=
merſchläge den Helm abnahm. Das Reglement und darauf
fußende Beſtimmungen (z. B. Zapfenſtreich vor dem
Kaiſer) kennen nur Helmabnehmen beim Gebet (auch
nu=
in Preußen, in Bayern wird auf das kurze „Zum Gehe
die Hand an den Helm gelegt). Früher ſah man denn auch
das Helmabnehmen außer dem Gebet niemals, und auch
jetzt nehmen bei anderen Anläſſen Herren, die ſich an das
Reglement halten, den Helm nicht ab, z. B. der Kronprinz,
bei der Grundſteinlegung des Hauſes des
Landwehroffi=
zierkorps in Berlin und des neuen Rathauſes in Barmen
vor einigen Jahren. Das ſcheint ſich nun
ändern, ſeitdem der Kaiſer in ſeiner bekannten
Vorliebe=
fürs Zeremonielle bei jeder Gelegenheit den Helm vom=
Kopfe holt: Bei allen Fürſtenempfängen,
Denkmalsein=
weihungen, beim Niederlegen von Kränzen, dem Hoch auf
Zeppelin 1909 und ſogar als er Rooſevelt den Generälen
vorſtellte. Es iſt klar, daß das kaiſerliche Beiſpiel Schule
macht, und es iſt intereſſant, auf den Bildern zu
beobach=
ten, wie die in der Nähe befindlichen Offiziere in ſichtlicher
Verlegenheit ſind, ob und wie weit ſie ihrem kaiſerlichen
Herrn folgen ſollen. Nun ſcheint auch eine
Fernwirkung=
ſich geltend machen zu wollen. Das wäre ſehr ſchade und
nicht einerlei. Es handelte ſich um das Aufgeben
eines=
wirklichen Fortſchritts. Bekanntlich nennt man ſtets als=
Grund dafür, daß die Uniformen ihre Kopfbedeckung ſo
beharrlich auf dem Haupte laſſen dürfen, während der arme=
Ziviliſt ſtets damit agieren muß: man „könne” den Helm
nicht abnehmen und wie ſähe das aus? Dieſe beiden
Gründe ſind durchaus ſtichhaltig. Der Helm iſt recht
un=
handlich, und eine ernſte kriegeriſche Kopfbedeckung
muß=
man anders auffaſſen, wie ein kokettes Hütchen. Von der
hygieniſchen Seite (die vielen Glatzen!) ganz zu ſchweigen.
Es wäre deshalb ſehr zu wünſchen, wenn ſich die Inhaber
verantwortlicher Stellen auch in dieſer Hinſicht einer
ge=
wiſſen Verantwortung bewußt wären und dem Fortſchritt
huldigten, ſo lange noch das Reglement hinter ihnen ſteht.
Wielange das ſein wird, iſt ebenfalls die Frage. Der
An=
fang zum Rückſchritt iſt gemacht. Der bekannte Hurräa=
Erlaß ſchreibt den Matroſen das Abnehmen der Mützen
vor, und für die Mannſchaften der „Hohenzollern” gibt es
ſchon das Kommando „Hüte ab!‟ Daß die Ziviluniformen
nicht zurückbleiben, iſt ſelbſtverſtändlich. Die preußiſche
Bahnverwaltung hat angeordnet, daß die Beamten künftig
vor hohen Reiſenden die Mützen abzunehmen haben, und
den Stationsvorſteher, womöglich ehemaligen Offizier, die
Bruſt voll „hoher Orden” kann man infolgedeſſen auf dem
Bahnſteig ſtehen ſehen, die rote Mütze an der Hoſennaht.
Früher brauchten das nur Offiziersburſchen und
Livree=
diener.
Literariſches.
Kleines Schmetterlingsbuch.
Becr=
beitet von Oberſtudienrat Prof. Dr. Kurt Lampert,
Vor=
ſtand der Kgl. Naturalienſammlung in Stuttgart. 212.
Seiten Text und 28 Farbendrucktafeln mit 429
Schmetter=
lings= und Raupen=Abbildungen. (Verlag von J. F.
Schreiber in Eßlingen a. N. und München.) Preis
ge=
bunden Mk. 4.50. Um es vorweg zu ſagen: Dieſes Buch
mit ſeinem beſcheidenen Titel iſt ein vollendetes kleines
Prachtwerk über Schmetterlinge, das jedem Naturfreund
hoch willkommen ſein wird, und zweifelsohne das beſte
Schmetterlingsbuch in niedriger Preislage. Es bringt
Lummer 148.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Inni 1912.
Seite 7.
pp, überſichtlich und klar eine genaue Beſchreibung des
metterlings in ſeinen verſchiedenen
Entwicklungs=
dien, geht auf ſeine Lebensweiſe, Lebensdauer, ſeinen
tzen und Schaden ein und gibt Auskunft auf alle
Fra=
i, die dem Sammler am Herzen liegen, Fang und
mmeltechnik, Raupenzucht, Tauſch und Handel mit
hmetterlingen. Den größten Raum nimmt natürlich
Beſchreibung der einzelnen Familien, Gattungen und
ten ein, und ein ausführliches Nachſchlageverzeichnis
nöglicht jedem ſchnelle Orientierung.
Angewandte Perſpektive nebſt Erläuterungen
r Schattenkonſtruktion und Spiegelbilder. Von Max
eiber, Maler und Profeſſor der Königl.
Kunſtgewerbe=
ile, Dozent der Königl. Akademie der bildenden Künſte
München. Fünfte, durchgeſehene Auflage. Mit 145 in
Text gedruckten und 7 Tafeln Abbildungen. In
Ori=
alleinenband 3 Mark. Verlag von J. J. Weber in
pzig. In dem vorliegenden Büchlein aus der
Samm=
g von „Webers Illuſtrierten Handbüchern” hat der
rfaſſer den Künſtlern, Architekten, Zeichnern,
Zeichen=
rern, Kunſtgewerblern und reiferen Schülern das
Not=
ndige und Weſentliche der Perſpektive in
allgemein=
ſtändlicher und gedrängter Form zur Darſtellung
ge=
icht. Der Text iſt bei aller Kürze klar und wohl für
en verſtändlich, der mit den Elementen der Geometrie
d Projektionslehre auch nur einigermaßen vertraut iſt.
Stimmen aus dem Publikum.
ür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
nerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Gegenwärtig werden im Darmſtädter Tagblatt
Räumungsfriſten für den Wohnungswechſel am
Juli bekannt gemacht. Allgemein iſt die Anſicht
ver=
ten, daß die in der Bekanntmachung erlaubte
Karenz=
t ſeitens der Mieter nicht zu zahlen ſei, was ſchon zu
incherlei unliebſamen Auseinanderſetzungen geführt hat.
äre es nicht möglich, zu der Bekanntmachung der Großh.
irgermeiſterei einen Zuſatz zu machen, welcher beſagt,
ß jeder Tag nach Ablauf der Mietzeit zu vergüten ſei?
würden ſich dadurch die Räumungen glatter
voll=
hen und manche Unannehmlichkeiten erſpart werden.
Schutzverein für entlaſſene Gefangene.
(2 In dem prächtigen Rathausſaal zu Bensheim
nd geſtern nachmittag 5 Uhr die
Hauptverſamm=
ſing des Heſſiſchen Schutzvereins für
ſtraf=
tlaſſene Gefangene ſtatt, die aus allen Teilen des
Heſ=
nlandes außerordentlich ſtark beſucht war. Als
Ehren=
ſte waren erſchienen die Fürſtin=Witwe Marie zu
Er=
ich=Schönberg, Provinzialdirektor Geheimerat Fey,
reisrat Dr. Eckſtein, zahlreiche Juſtizbeamte und
Bür=
rmeiſter des Kreiſes, die den Verhandlungen mit
gro=
m Intereſſe folgten. Der Vereinsvorſitzende
General=
ratsanwalt Dr. Beſt begrüßte in herzlichen Worten die
ts weiter Ferne erſchienenen Vertreter und betonte, daß
i Intereſſe der breiteren Oeffentlichkeit zum erſten Mal
e Verſammlung in Bensheim ſtattfinde. In nahezu
veiſtündigem Vortrag gab nunmehr der Vorſitzende ein
ſchintereſſantes Bild von der Tätigkeit des Vereins zum
ohl und Schutz der aus der Strafhaft entlaſſenen
Ge=
ingenen. In diskreter Weiſe und ohne beſondere
eklame entfalte der Verein ſeine Tätigkeit und könne ſeit
iner Gründung auf ein reiches und erfolgreiches
Ar=
itsgebiet zurückblicken. Dank dem Weitblick der
heſſi=
hen Regierung wurde der Verein im Jahre 1839
egründet und mit einem anſehnlichen Staatszuſchuß
otiert. Die Zahl der Mitglieder betrug im
Gründungs=
ihr 869, im Jahr 1863: 1458, im Jahr 1891/92: 3115 und
911: 7216. Die Ernennung des erſten Vorſitzenden liegt
i den Händen S. K. H. des Großherzogs. Für die
Un=
erbringung der männlichen Strafgefangenen in Heſſen
mmt die Zellenſtrafanſtalt Butzbach und das Zuchthaus
Narienſchloß in Betracht, während das
Geſäng=
is in Mainz für Frauen beſtimmt ſei. Die meiſten
Straftaten erfolgten unter dem Einfluß des Alkohols.
ſehr als 75 Prozent der Straftaten ſei auf ſeine
Rech=
ung zu ſetzen. Erfreulich ſei, daß die Jugend in ſehr
eringem Maße ſeit der wohltätigen Einrichtung des
be=
ingten Strafaufſchubs des Schutzvereins bedarf. Redner
erbreitete ſich dann ſehr eingehend über die vom
Ver=
in entfaltete Tätigkeit im Vereinsjahre und gedachte
da=
ei mit ganz beſonderer Anerkennung des Intereſſes
inſeres Landesfürſten für dieſe Ausgeſtoßenen der
Ge=
ellſchaft. Große Schwierigkeiten bereitet die
Unterbring=
ing von Kaufleuten und Beamten und Technikern uſw.,
ind viele müſſen, um ihre Familie zu erhalten, zu
ande=
en Berufen greifen. Dank einer weitverzweigten Zahl
von Helfern und Helferinnen hat der Verein zahlreiche
Exiſtenzen vor dem Untergange gerettet. Beſonders
her=
vorzuheben ſei die Tätigkeit des Zweigvereins zu
Offen=
dach, Mainz, Gießen und Darmſtadt, in denen ſich viele
Damen und Herren als Helfer zur Verfügung geſtellt
haben. Auch die Strafanſtalten ſelbſt geben ſich die größte
Mühe, die entlaſſenen Sträflinge in Arbeit
unterzubrin=
gen. Offenbach hat auch in dieſem Jahre den größten
Prozentſatz an Strafgefangenen. Erfreulich ſei ferner, daß
im Gewerbe und Handel die Scheu vor der Beſchäftigung
von entlaſſenen Strafgefangenen im Schwinden ſei. Neu
eingeführt für Heſſen ſei auch das Polla=Syſtem
(Strafkürzung mit Alkoholenthaltung als Bedingung), mit
dem ſehr gute Erfolge erzielt wurden. Redner gibt
hier=
zu noch eine Reihe hochintereſſanter Beiſpiele. Im
Ver=
einsjahre 1911 hat der Schutzverein 8232 Mark
Unterſtütz=
ungen verteilt, und zwar Starkenburg 4127 Mark,
Ober=
heſſen 1291 Mark und Rheinheſſen 2527 Mark. Von 168
Pfleglingen wurde noch um beſondere Geldunterſtützung
nachgeſucht, von denen 152 entſprochen wurde; acht waren
unterſtützungsunwürdig. Die Unterſtützungen bewegten
ſich in Höhe von 20—100 Mark und 111 Pfleglinge
erhiel=
ten 20 Mark, 60: 20—30 Mark, 29: 40—50 Mark, 7: 100
Mark. Bei der Arbeitsvermittelung konnten 59 Prozent
plaziert werden. Die Führung der Pfleglinge nach der
Strafhaft war vorzüglich; 80 Prozent hatten eine ſehr
gute Führung, während 20 Prozent rückfällig wurden
Damit wurde die Berichterſtattung geſchloſſen. Bei der
Vorſtandswahl wurde Herr Bürgermeiſter
Muel=
ler=Darmſtadt zum ſtellvertretenden Vorſitzenden und
die Herren Provinzialdirektor Dr. Breidert=Mainz,
Pro=
vinzialdirektor Geheimerat Fey=Darmſtadt, Geh.
Regie=
rungsrat Kaiſer=Worms, Oberbürgermeiſter Köhler=
Worms, Superintendent D. Peterſen=Darmſtadt, Dr.
Selbſt=Mainz, Oberamtsgerichtsrat Theobold und
Pro=
vinzialdirektor Uſinger, ſowie Herr Oberlandesgerichtsrat
Lang als Vorſtandsmitglieder einſtimmig gewählt. Der
Voranſchlag für 1913 wurde mit 11800 Mk. in Einnahme
und mit 10900 Mark in Ausgabe feſtgeſetzt und
geneh=
migt. — In der Diskuſſion regte Herr Pfarrer Schneider=
Bensheim eine erhöhte pekuniäre Unterſtützung der
Fa=
milien der Strafgefangenen an und empfahl dieſelben
auch einer beſonderen Fürſorgepflege. Nachdem noch
Provinzialdirektor Fey dem Vorſitzenden warme Worte
des Dankes und der Anerkennung für die guten Erfolge
ausgeſprochen hatte, wurde die Hauptverſammlung um
halb 7 Uhr geſchloſſen.
Taft und Rooſevelt.
* Baltimore 24. Juni. Bryan kündigt ſeine
Kandidatur als zeitweiliger Präſident des demokratiſchen
Konvents gegenüber Parker an. Wie verlautet, ſoll
Parkers Annahmeerklärung Bryan zur Genehmigung
vorgelegt werden. Wenn dieſer ſich ablehnend verhält,
wird Parker zurücktreten.
* Baltimore 24. Juni. Das demokratiſche
Na=
tionalkomitee wählte Parker zum zeitweiligen
Vor=
ſitzenden des demokratiſchen Konvents.
Darmſtadt, 26. Juni.
gs- Unfall. Geſtern nachmittag gegen 6 Uhr wurde
in der Mauerſtraße ein ſiebenjähriger Junge von einem
Radfahrer umgefahren und erlitt dadurch einen
Unter=
ſchenkelbruch. Der Junge wurde nach Anlegung
eines Notverbandes durch die Rettungswache mittelſt
Krankenkraftwagens ins Krankenhaus verbracht.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 25. Juni. Zum Gouverneur von
Sa=
moa wurde der ſeitherige Oberrichter und erſte Referent
bei dem Gouvernement Geh. Regierungsrat Dr. Schultz
ernannt. Der ſeitherige Gouverneur von Togo, Brückner,
tritt wieder in die Kolonial=Zentralverwaltung ein. Er
iſt zum Geh. Ober=Regierungsrat und Vortragenden Rat
im Reichskolonialamt ernannt worden.
* Lüderitzbucht, 24. Juni. Staatsſekretär Dr. Solf
verwandte die Tage von Freitag bis Sonntag zur
Beſich=
tigung der Einrichtungen in Colmannskop, der
kolonia=
len Bergbaugeſellſchaft und der Deutſchen
Diamanten=
geſellſchaft des Pomonagebietes. Heute wohnt der Dr.
(Solf einer Sitzung der Minenkammer bei.
* Köln, 25. Juni. Wie ein Berichterſtatter meldet,
hat einer der berüchtigten Spitzbuben der Kaiſerkette
die beiden anderen beteiligten Diebe
ver=
raten, weil ſie, wie es heißt, ſich mit der Kette ins
Aus=
land begaben, ohne ihn entſprechend abzufinden. Der
Verräter der berüchtigten Einbrecher, Beyer, ſoll mit
den beiden anderen vereinbart haben, die Kette zu
ſteh=
len, traf aber zu ſpät am Tatorte ein. Die Komplizen
hatten bereits ihre Beute in Sicherheit und wollten nun
Beyer keinen Teil des Raubes zuerkennen, den eer
bean=
ſpruchen zu können glaubte. Hierauf verriet er den
Aufenthalt der Spitzbuben. Bisher iſt eine Meldung aus
Belgien noch nicht eingegangen, daß es den Kölner
Kri=
minaliſten gelungen ſei, der Spitzbuben habhaft zu
werden.
* Weißwaſſert 25. Juni. Im Betrieb der Firma
Ulrich u. Müller wurde heute morgen der Platzmeiſter
Poeſch durch ausſtrömende Dämpfe eines geplatzten
Dampfrohres derart verbrüht, daß er im Laufe des
Vor=
mittags ſtarb. Ein weiterer Maſchiniſt wurde ſchwer
verletzt.
* Luebthenn, 25. Juni. Die Mecklenburgiſchen
Kali=
ſalzwerke Jeſſenitz teilen mit: Schacht und
Grubenbaue ſind nachts infolge plötzlicher ſtarker
Vermehr=
ung der Laugenzuflüſſe innerhalb weniger
Stun=
den erſoffen. Der Waſſerſpiegel des Schachts ſteht
bis zirka 49 Meter unter Tage. Die Tagesoberfläche in der
Nähe der Schachtanlage zeigt bisher keine weſentlichen
Senkungen.
* Wien, 25. Juni. Das Abgeordnetenhaus
nahm die erſten 40 Paragraphen der Wehrvorlage in
namentlicher Abſtimmung mit 322 gegen 113 Stimmen an.
Damit iſt. alſo verfaſſungsgemäß für die nächſten 12 Jahre
das erhöhte Rekrutenkontingent feſtgeſetzt. Das Haus nahm
ferner in namentlicher Abſtimmung mit 305 gegen 135
Stimmen die Beſtimmung an, durch welche die zweijährige
Dienſtzeit für die Infanterie, die dreijährige für die
be=
rittenen Truppen und die vierjährige für die
Kriegs=
marine feſtgeſetzt wird. Die Minderheitsanträge der
So=
zialdemokraten bezw. küſtenländiſchen Abgeordneten,
durch=
weg die zweijährige Dienſtzeit einzuführen, bezw. in der
Kriegsmarine die dreijährige zu ſtagnieren, wurden
abge=
lehnt. Die Beſtimmung der Wehrvorlage, daß ein Teil
der Mannſchaften bei der Infanterie zur Ergänzung des
Unteroffizierſtandes ein drittes Jahr zu dienen habe,
wurde gleichfalls angenommen.
* Rom, 25. Juni. Vor der Vertagungder Kammer
dankte Lacava dem Kammerpräſidenten und dem
Miniſter=
präſidenten Giolitti. Er habe zahlreiche wichtige Vorlagen,
darunter die Wahlreform zur Annahme gebracht. Er danke
auch dafür, daß er in der gegenwärtigen Zeit das Preſtige
und das Renommee Italiens ſo hoch gehalten habe.
(Lang anhaltender Beifall.) Schließlich dankte der Redner
den Kämpfern in Lybien und im Aegäiſchen Meere, mit
dem Wunſche, daß ihre Tapferkeit mit Sieg gekrönt werde.
(Anhaltender allgemeiner Beifall.) Giolitti erwiderte, mit
Stolz könnte er die Ruhe und die Feſtigkeit feſtſtellen, mit
der die Kammer in dieſen bewegten Zeiten eines der
er=
habenſten Probleme löſen konnte, die ein freies Volk
in=
tereſſieren. (Lebhafter Beifall.) Die Kammer zeigte ſich
als würdige Vertretung des ruhigen zielbewußten
Hero=
ismus des italieniſchen Volkes. (Die Mitglieder der Kam=
mer und des Miniſteriums erhoben ſich von ihren Plätzen.)
Der Präſident pries das große Werl Giolittis und ſeiner
Mitarbeiter. Es war ihm eine hohe Genugtuung, die
Kammer zu leiten, die während der ganzen gegenwärtigen
Legislaturperiode dem Parlament zur Ehre gereicht hätten
und die hauptſächlich in der letzten Zeit gezeigt habe;
welche hohe moraliſche Kraft dem Parlament innewohne.
Er wies darauf hin, welche Einmütigkeit des Willens ſich
beim König, der zum Heil Italiens dem Meuchelmörder
entgangen ſei, (Donnernder Beifall! Rufe: Es lebe der
König!) der Königin und der Königin=Mutter, wie bei
ſämtlichen Parteiführern gezeigt habe. Dem Heere und
der Marine zolle die Kammer Bewunderung, ebenſo dem
ganzen Volke, das erhaben über jeden Egoismus ſich zu
den größten Opfern bereit gefunden habe, in dem
Bewußr=
ſein, daß nur der moraliſche Kredit des Vaterlandes ſein
Geſchick ſichern könne. (Allgemeiner andauernder Beifall,
Rufe: Es lebe der König! Es lebe Italien!)
— Berlin, 25. Juni. Der neue Gouverneur von
Samoa, Dr. Schultz geboren am 8. März 1870,
be=
ſtand im Mai 1897 die große juriſtiſche Staatsprüfung.
Ende April 1898 wurde er in den Dienſt der
Kolonial=
verwaltung übernommen und nach erfolgter Vorbildung in
der vormaligen Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts
anfangs Januar 1899 dem Gouvernement Deutſch=
Oſt=
afrika als Bezirksrichter überwieſen. Infolge Erkrankung
war er gezwungen, bereits nach kurzer Zeit in die
Hei=
mat zurückzukehren, um ſich einer Operation zu
unter=
ziehen. Nach ſeiner Wiederherſtellung war er bis Ende
1899 bei der Staatsanwaltſchaft des Landgerichts I Berlin
beſchäftigt und dann wieder in die Kolonialabteilung des
Auswärtigen Amts einberufen worden. Anfang Auguſt
1901 erfolgte ſeine Entſendung als kommiſſariſcher Referent
und Bezirksrichter nach Samoa. Am 1. April 1903 wurde
er etatsmäßig angeſtellt, und zugleich zum Referenten
des Gouvernements Samoa ernannt. Unter dem 16.
De=
zember 1911 wurde ihm der Charakter als Geheimer
Re=
gierungsrat verliehen.
Berlin, 25 Juni. Die gemeldete Verhaftung
eines ruſſiſchen Kaufmanns, ſteht mit der
Spionageangelegenheit des Hauptmanns Koſtewitſch
in keinerlei Zuſammenhang. Sie erfolgte
wegen Unterſchlagung.
— Berlin, 25. Juni. In Moabit wurde eine
Ein=
brecher= und Diebesgeſellſchaft verhaftet, die
ſich zu einem ſcheinbar harmloſen Mundharmonika=Verein
„Lyra” zuſammengeſchloſſen hatte. 14 Mitglieder ſind
verhaftet worden.
—Dresden, 25. Juni. In Hermsdorf und in den
um=
liegenden Ortſchaften ſind nach dem Genuß von Fleiſch
und Wurſt, die bei einem Fleiſcher in Medingen gekauft
wurden, mehr als 30 Perſonen ſchwer erkrankt.
— Jena, 25. Juni. Etwa 40 amerikaniſche
Chirurgen trafen hier ein und beſichtigten die
Uni=
verſitätsklinik und das Zeiß=Werk. Heute nachmittaa
er=
folgte die Abreiſe nach Wien.
Bremerhaven, 25. Juni. Geſtern abend erſchoß
der 21jährige Sohn der Eheleute Manſen ſeine 19jährige
Schweſter mit einem Teſching. Er legte beim Reinigen
der Waffe im Scherz dieſe auf ſeine Schweſter an. Er
wurde verhaftet.
H. B. Wien, 25. Juni. Aus Schluderbach wird
ge=
meldet: Am Sonntag überſchritten etwa 20 italieniſche
Offiziere und bewaffnete italieniſche Soldaten die
Grenze beim öſterreichiſchen Schutzhauſe auf dem
Monte Piano um mehrere hundert Meter. An der
Hand von Karten orientierten ſich die Italiener über
die öſterreichiſchen Befeſtigungen und machten
photo=
graphiſche Aufnahmen. Die Italiener verließen erſt nach
einem erregten Wortwechſel mit proteſtierenden
öſter=
reichiſchen Touriſten und auf die Drohung hin, eine
öſterreichiſche Militärabteilung rücke heran, das
öſter=
reichiſche Gebiet.
Wie machſt du’s nur, daß dein Salat (13798M
Stets ſchmeckt ſo fein — ſo delikat?
— Schon mancher kam, um mich zu fragen,
Weil du’s biſt, will ich es dir ſagen:
Zwei ſchöne Köpfe nimm und putz ſie,
Befreie dann vom Waſſer gut ſie,
Mach drauf ein Sößchen dir zurecht:
2 Löffel Oel — es ſei nicht ſchlecht
1 Löffel Eſſig — Hengſtenbergs —
Ein wenig Senf — des gleichen Werks,
Ein Prieschen Pfeffer, Meſſerſpitz’ Salz,
Ein wenig Zwiebel — allenfalls
Liebſt du auch Schnittlauch, nimm ein Schübel,
Kartoffel zerdrückt — iſt auch nicht übel,
Des Sonntags aber — ein halbes Ei,
Recht fein gehackt, ſei noch dabei,
Dies Sößchen miſche mit dem Salat,
Dann ſchmeckt er — ſo fein — ſo delikat.
Rich. Hengſtenberg, Kgl. Hofl., Eßlingen a. Neckar.
Unentbehrlich Nahrhaft
Das edelste Maisprodukt für Sommerspeisen, Rote
Grütze, Puddings, Suppen usw.
Rezept-
büchlein kostenfrei durch die Corn
Products Co., Hamburg I.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
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Hell Export GunG
— feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.
2453a
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
gblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Darmſtädte
Nummer 148.
Ziventur=und
Saiſon=Ausverkäufe!!
Um dem Satz der aus obigen Anläſſen in unſerer
Ausgabe vom
Samstag, den 29. Inni er.,
erſcheinenden Anzeigen die gebührende Sorgfalt
widmen zu können, erbitten wir uns die Manuſkripte
hierfür bis ſpäteſtens
Donnerstag,
den 27. Inni er., abends.
Darmſtädter Tagblatt
Expedition.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 27. Juni.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Artillerie=Kaſerne (Regt. Nr. 61).
Verſteigerung von Waren eines Papiergeſchäfts um
2 Uhr (Zuſammenkunft auf dem Marktplatz).
Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher
Teilnahme bei dem uns so schwer
be-
troffenen Verluste, sagen wir Allen
unseren tiefgefühltesten Dank. (13778
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Rudolf Nees.
Nachruf
Am Samstag,
kurzem Leiden in
ehrter Chef
den 22. cr., verſchied nach
Lugano unſer hochver=
(13763
Herr Louis Lange.
In dem Dahingeſchiedenen betrauern wir
einen wohlwollenden und treuſorgenden
Be=
rater, welchem wir ſtets ein ehrendes
An=
denken bewahren werden.
Das Perſonal der Firma L. Lange
Hoflieferant, Elektr. Inſtitut,
Darmſtadt.
Dankſagung.
Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem
uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſagen wir
Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Vogel für
ſeine troſtreiche Grabrede, dem Vorſitzenden des
Kriegervereins, den Schweſtern der Stadtgemeinde
für die Pflege, ſowie Allen, die dem Entſchlafenen
die letzte Ehre erwieſen, unſeren innigſten Dank.
Fam. Schuchmann,
Adolf Spießſtraße 23.
Darmſtadt, den 25. Juni 1912.
(13858
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Der hohe Druck über Mitteleuropa hat ſich etwas
verſtärkt. Geſtern gingen vielfach Gewitterregen nied
(München 25 mm, Dresden 40 mm). Die
Morgen=
temperaturen liegen bei 17‟ Das Wetter in Deutſchland
iſt heiter bis wolkig; im Oſten werden auch Regenge
meldet. Heute ſind noch Gewitter zu erwarten. Morgen
wird uns das Hoch wieder beeinfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 26. Jum
Heiter, trocken, warm, ſpäter Gewitter.
Tagestalender.
Vortrag von J. Tews um 4¼ Uhr im Hörſaal 330 dei
Techniſchen Hochſchule (Volksbildungsverein).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher
Hof=
um 8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen, von 3½—11 Uhr.
Vorſtelllungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhn
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):Ens
hüllung des Denkmals für den Zaren Alexander III.in=
Moskau; Oberſt J. E. B. Seely, der neue engliſche
Kriegsminiſter; die Großherzogin von Luxemburg auf
der Fahrt zur Eidesleiſtung; die Eiſenbahnkataſtrophe
bei Malmslätt in Schweden.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerg=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſen
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadte
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungenſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche
werden=
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden ncht
zurückgeſandt.
Was der Riesling unter des Weineskraft,
60
ist „Kaiserbier im Gerstensaft.
Verlangen Sie ausdrücklich „Kaisers Flaschenbiere‟.
Beonhard Raiser S Dlergrosshandlung
Schutz-Marke.
Viktorisstrasse 58.
Telephon
129.
11179a
Kurſe vom 25. Jnni 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
do.
3
80,00
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 89,90
80,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,20
do.
3½
92,90
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,75
do.
3½
87,90
3
do.
78,80
4 Hamburger Staatsanl. 100,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,40
4 do. do. (unk. 1918) 99,75
3½
do.
88,20
3
do.
77,70
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,00
4 Württemberger v. 1907 100,30
3½
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,60
13½ Griechen v. 1887 . . 55,60
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 99,90
4 do. Goldrente, . . . 96,10
4 do. einheitl. Rente 87,80
3 Portug. unif. Serie I 63,70
3 do. unif. Ser. III 66,00
3 do. Spezial.
9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 . . 95,60
4 do. v. 1905
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,50
4 do. v. 1902 .
. 90,50
4½ do. v. 1905 .
..100,50
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,50
4 Ungar. Goldrente
90,40
4 do. Staatsrente . . . 88.70
Zf.
InProz.
5 Argentinier .
..101,00
4
do.
85,50
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,00
5 Chineſ. Staatsanleihe . 98,80
do.
93,40
4½ Japaner . . . . .
94,30
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
60,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 60,50
3 Buenos Aires Provinz 70,90
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
. . . . 140,60
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,25
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 111,80
8 Baltimore und Ohio . 106,50
6½ Schantungbahn . . . 130,25
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18½
6 Pennſylvania R. R. . 120,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
..505,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
.. 244,50
30 Farbwerke Höchſt . . 618,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 147,80
30 Chem. Werke Albert 451,80
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.. 308,00
4 Lahmeyer.
..124,00
Lete
In Pro
Divid.
12 Siemens & Halske . 235,50
5 Bergmann Electr. . . 141,001 4 Kronprinz Rudolfbahn
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,30
0 Gummi Peter . . . . 127,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 165,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 502,00
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 194,50
8 Steana Romana Petr. 136,75
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,75
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
.. 217,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,80
3 Südd. Immobilien 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 186,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 226,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. ..
10 Gelſenkirchener
.186,75
8 Harpener .
. . . 183,75
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 258,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,80
4 Laurahütte . . . . . . 174,00 6 Deutſche Vereinsbank . 123,75
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 194,00
7½ South Weſt Africa 143,10
Prioritäts=
Obligationen.
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,80
4 Eliſabethbahn, freie .
4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,40
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,20
do.
78,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,50
Zf.
71 Schuchert, Nürnberg 155,75 4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 78,00
do.
53,20
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Ruſſ. Südweſt. .
.88,10
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,50
do.
4 Wladichawchas
88,10
4 Rjäſan Koslow .
88,30
3 Portugieſ. Eiſenb.
75,20
do.
2‟ Livorneſer . . . . . 67,40
3 Salonique=Monaſtir . 63,00
4 Bagdadbahn ..
84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,30
4 Miſſouri=Pacific. . . . 72,00
4 Northern=Paciſic . . . 100,30
4 Southern=Pacific . . . 95,40
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,20
5 Tehuantepec . . . . . . 98,50
Bank=Aktien.
174,75 10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 194,90
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn.
.. 150,20
Berlin. Handelsgeſ. . 1649
6½ Darmſtädter Bank . 121,2
12½ Deutſche Bank . . . 253,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,30
10 Diskonto=Kommandit 184,10
8½ Dresdener Bank . . 153,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,80
6½ Mitteld. Kreditbank 118,20
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,00 7 Nationalb. für Deutſchl. 122,50
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 123,10 3½ Nauheim . . . . . .
Wiener Bankverein . 132,90
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . 98,50
8t. Pfandbriefe. InProz.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
.. . 89,30
4 Frankf. Hyp.=Krebitv.
S. 15—19, 21—26 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,25
8½
do.
88,25
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
8½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,90
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
99,95
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,50
S. 3—5 . . .
89,30
S. 9—11
89,40
3½
do.
89,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917)
97,80
8½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Süod. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
8½
do.
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
8½ do.
89,50
4 Frankfurt.
99,60
8½ do.
93,00
4 Gießen .
98,20
3½ do.
90,50
4 Heidelberg
98,00
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
90,10
4 Magdeburg
99,00
8½ do.
4 Mainz
99,00
8½ do.
90,00
4 Mannheim .
98,80
3½ do.
4 München .
100,00
4 Nürnberg . . . . . . . 100,00
3½ do.
89,70
4 Offenbach
In Proz.
Sf.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . 100,00
89,90
3½ do.
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 „
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 173,00
3½ Cöln=Mindner 100 134,70
3 Holl. Komm. . fl. 100 106,75
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 136,25
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,80
3 Oldenburger . . . . . . 125,50
4 Meininger Hyp.=Bank 99,20 2½ Raab=Grazer fl. 150 116,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl.
Braunſchweiger Tlr. 20 198,60
Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs.10
Meininger . . . . . fl. 7 34,10
Oeſterreicher d. 1864 fl. 100 525,00
do. v. 1858 fl. 100 451,00
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,18
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 81,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 8085
Reichsbank=Diskonto . . . 4½
Reichsbank=Lombard Zsf. 5½
Mädch., 19 J. alt (Lehrerstocht.),
elche Kindergärtnerin gelernt, ſucht
ſtelle bei Kindern, Mädch., welche
edient hab., nette Landmädch. ſuch.
i Darmſtadt Stellen. Frau Berta
keßling, gewerbsmäßige
Stellen=
ermittlerin, Ludwigſtr. 8. (*15374im
ſucht Stellung
Zeſſere Damk als
Empfangs=
ame in beſſerem Geſchäft. Offert.
nter U 10 Expedition. (*15499
Beſſ. Mädchen, w. koch., nähen
alle Hausarbeit kann, ſucht Stell.
i kleinem Haushalt zum 1. Juli.
ff. unter U 15 a. d. Exp. (*15506
Junge, ſaubere Lauffrau ſucht
—3 Stunden Laufdienſt. (*15477
Heinheimerſtr. 9, parterre.
Fleißiges, brav. u. kräft. junges
Nädch. ſucht paſſende Stellg. als
Mädchen oder Kindermädchen
15530) Eliſabethenſtr. 42, 2. St.
J. unabh. Frau ſucht Laufdienſt,
immt a. Lad. o. Büro z. reinigen an
Zallonplatz 9, Stb., r., II. (*15483
geht 1½—2 Stunden
ſlädchen nachmittags Spülen
zeinheimerſtraße 9, II. (*15441
timmt noch Kunden an
friſenſe Dieburgerſtr. 5, Hinter=
(13435a
au, 1. Stock links.
Perf. Bügierin nimmt n. Kund
n Rhönring 97, part. (*15486
Eine junge, ſaubere Frau nimmt
albe Tage waſchen u. putzen an
15450) Heinheimerſtr. 22, Seitb.
Männlieh
Jung, verheirateter Diener mit
uten Zeugniſſen ſucht Stellung
ls Bureaudiener, Kaſſier oder
onſtigen Vertrauenspoſten. Off.
nter T 63 an die Expedition
ieſes Blattes.
(*15320oim
45 Jahre, ſucht
Zuverl. Mann, f. nachmittags
3eſchäftigung, gleich welcher Art.
Iff. unt. I 81 a. d. Exp. (*15380imd
Jung. Mann, 26 Jahre, gedient
kavallerie, ſucht Stellung als
Herrſchaftskutſcher oder
Reit=
necht. Prima Zeugniſſe zu Dienſt.
Off. u. 197a. d. Exp. d. Bl. (*15448mdf
Erfahr. Gärtner ſucht
Garten=
erbeit od. anderw. ſol. Beſchäftig.
Off. unt. U 16 a. d. Exp. (*15516
Junger Mann, Ende 20er Jahre,
Stell. als Fahr= od. Hausburſche.
Zu erfr. Pallaswieſenſtr. 127. (*15471
Weiblich
Gewandte, jüngere Dame
ür kaufmänniſche Tätigkeit auf das
Büro einer Buchdruckerei geſucht.
Eintritt ſofort. Gefl. Angebote u.
U 6 an die Exp. d. Bl. (*15476
Mutz.
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u. Gehaltsanſprüchen erbitten
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(13254msm
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Eſchollbrückerſtraße
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Soderſtraße 84. (*15494mdf
NoSzU!
Erſte Zuarbeiterin für ein feines
Putzgeſchäft geſucht. Schriftl. Off.
m. Zeugnisabſchr. u. Gehaltsanſpr.
unter U 14 a. d. Exp. erb. (*15508ms
Eine zuverl. Kraukenpflegerin
ſofort geſucht. Offerten unt. T 99
an die Expedit. ds. Bl. (*15444md
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Legitimation zu melden (13860
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(13425a
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in kleinen Haushalt geſucht. Näh.
Frankfurterſtraße 48, vormittags
und abends.
(*15445ms
Hausmädchen aus gut. Familie,
das Nähen u. Bügeln gelernt hat,
für tagsüber geſucht. Frau Finger,
Riedeſelſtraße 23.
(13780ms
Beſſ. Mädch. für Küche u. Haus,
mit gut. Zeugn., per ſof. od. 1. Juli
geſucht Neckarſtraße 10, I. (*15459
in Offiziersfamilie nach
Köchin Lothringen geſucht.
Fahrt wird vergütet. Vorzuſtellen
Schulſtr. 5, 1. Stock. (*15490
Ordentlich. Mädchen wird für
mittags ein Kind auszufahren
ge=
ſucht Wendelſtadtſtr. 38, p. (*15502
Schulentlaſſenes Mädchen
mittags zu einem Kinde geſucht
(*15472md) Mühlſtraße 72.
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kann, in eine ſehr gute Stelle geſ.
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Stellenvermittlerin, Kiesstr. 35, I. (*15455
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bürger=
lich kochen kann. Gute Zeugniſſe
erforderlich. Offerten unter U 18
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Schulentl. Laufmädchen geſucht
Nied.=Ramſtädterſtr. 36, I. (*15513
Junges, kräftiges Mädchen tags
über geſucht Moſerſtr. 3, pt. (B13847
mit guten
Reinl. Mädchen Zeugniſ.
für 1. Juli geſ. Bleichſtr. 13. (*15527
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Schützenſtr. 10½ Tel. 531. (*15528
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Geſellſchafts= u. Rundtänze,
Fran=
gaiſe für nur 10 Mk. Philipp Scholl,
Tanzlehrer, Mühlſtr. 26, II.
Privat=
ſtund. zu jed. Tagesz. (*15522mfo
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Nummer 148.
Geschäfts-Veränderung
Wir machen die Mitglieder des Odenwald
klubs aufmerkſam auf die Geſellſchaftsfahrt des
Deutſchen Flottenvereins (Landesverband
das Großherzogtum Heſſen):
18.—25. Juli: Hamburg-Helsoland-Riel
25.—29. Jali: Dänemark-Sassnitz.
Nähere Auskunft erteilt der Heſſiſche Landes
Ausſchuß des Deutſchen Flottenvereins, Darm
ſtadt, Waldſtraße 1.
(13826
Darmſtadt, den 26. Juni 1912.
Der Centralausſchuß des Odenwaldklubs.
ierdurch beehre ich mich die ergebene Mitteilung zu machen, dass ich das seither
A in der Rheinstrasse 17 (Ecke Grafenstrasse) unter der Firma A. & L. Kling
geführte Spenglerei- und Installationsgeschäft nach Austritt des Herrn A. Kling ab 1. Juli
1. J. in denselben Geschäftslokalitäten unter der handelsgerichtl. eingetragenen Firma
Ludwig Kling & Co
Installationsgeschäft u. Bauspenglerei
weiterführen werde. Für das mir bisher entgegengebrachte Wohlwollen sage ich meinen
verbindlichsten Dank und bitte höflichst, dasselbe auch auf die neue Firma übertragen
zu wollen.
Hochachtungsvollst
(13810mdf
Großh. Hess. Hoflieferant —
Ludwig Kling Installationsgeschäft u. Bauspenglerei
Telephonruf 636. — Rheinstraße 17 — Ecke der Grafenstraße.
Nicht nur im ganzen deutschen Reiche, sondern in
allen Teilen des Auslandes rüsten sich die Bayern-
Vereine, um am kommenden (27. bis 30. Juli) grossen
vertreten zu sein. Zu diesem Zwecke ladet der hiesige
Bayern-Verein sämtliche hier und in der Umgegend
wohnhaften Bayern zu einer diesbezüglichen
Besprech-
ung auf Donnerstag, den 27. ds., abends 9 Uhr,
im Lokal zur Sonne, Luisenstrasse 6, ein und bittet
um recht zahlreiche Beteiligung.
(13801
Bayern-Verein
Xaver Schild, 1. Vorsitzender.
Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
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weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: Alfred Schmitz.
Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-München.
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730 915 1005 1137 11 350 505 etc.
Ab Mossel: 119 320 521 644 731 etc.
Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Rahnstation: Messel (20 Min.)
füglieh frieche jausbaeſtene fluchen, forien.
Kranz etc.
(10391a
Krorkka
Hessischer Hof.
Heute Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr,
Grosses Militär-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde=Regts.
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Im Programm:
Solo=Vorträge — Fanfaren=Märſche
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
(13783
Erfrischend reines Tafelwasser aus dem natürlichen
Mineralbrunnen zu Bad Kronthal im Taunus.
Tafelwasser Sr. Maj. des Kaisers.
Prämiiert mit 31 goldenen und anderen Medaillen.
— Aerztlich empfohlen.
Depöts in Darmstadt bei:
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Leonhard Kaiser’s Biergrosshandlung,
Viktoriastrasse 58. Telephon Nr. 129.
Carl Naumann, Karlstr. 45. Telephon Nr. 82.
(13764
am weissen Turm
Heute Vorführung des
Programms der
Elmar, Falk vom Habichtshof (nach Dreizehnlinden)
Aufführung: Jeden Sonntag vom 16. Juni bis 13. Oktober,
ferner am 19. Juni, 29. Juni (Peter und Paul), 9. Juli (
Groß=
herzogs Geburtstag), 15. Auguſt (Maria Himmelfahrt), 28. Auguſt
und 11. September, auf großer Naturbühne im Wald.
Zuſchauerraum mit 3500 Sitz= und 500 Stehplätzen, ganz gedeckt.
Anfang: 2½ Uhr, Ende: 6½ Uhr.
Preiſe der Plätze: Stehplatz 50 Pfg., Sitzplatz 1 Mk., 2 Mk. u 3 Mk.
nebſt einigen Logenplätzen zu 5 Mk. (12837a
Beſte Zugverbindung: für Hinfahrt ab Darmſtadt Eilzug 11 Uhr.
für Rückfahrt ab Oetigheim 70, 755 Uhr.
Vorverkauf: Oetigheim Theaterbureau, Telephon Nr. 61, Raſtatt.
Sahelan
Morgen und Freitag
Hemden
Kragen
Programm
vom 26.—28. Juni 1912
Schlager Schlager
Schicksalsfäden
gutgeſpielt. tief ergreifend.
Drama aus dem Leben
Vorführungsdauer ca. ¾/ Stunde
Die Ernte des Todes
ein Drama voll von pack.
tiefergreifend. Momenten
Zelle 365 15521
um eine Wette, ein Jahr
vereinſamt
Der Triumph d. Liebe
mit Max Linder
gut humoriſtiſch
Lehmannind. Schule
oirgineller Humor
Durchschwimmen
des Rheinstroms
durch ein Kavall.-Regiment
herrl. Naturaufnahme.
Bitte beachten!
Schon heute machen wir
auf unſer ab Sonntag
laufendes Programm, das
unſer letztgezeigtes, In
Trauer vereint, in
Zu=
ſammenſtellung und
her=
vorragendem Spiel noch
übertrifft. Zwei große
Schlager im Programm.
und das andere
Schlager- Programm!
eu!
das einzige Reſtaurant am
Platze, welches Bier „dirckt
vom Lagerfaß” verzapft;
hierdurch wird vollſtändige
Erhaltung der Kohlenſäure
erreicht, was den
prickeln=
den Geſchmack und die
er=
höhte Wohlbekömmlichkeit
:: zur kolge hat. ::
(V3407)
„oungasdtschland
Mundharmonika
zu Mk. —.80, 1.—, 1.50, 2.— u. höh.
K. Jäger, Musikwerke,
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Hoffmannſtr. 32, II. z. 9—1 Uhr.
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reizend gelegene
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, grosser Saaj.
Autogarage, Stallung, Fernspr. 31.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
26. Juni, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Artillerie=Korps.
1. The Picador, Marſch von
Souſa. 2. Jubel=Ouverture von
Bach. 3. „Valse Brune” v. Verves.
4. Fantasie Internationale von
Schmehling. 5. Polniſches Lied
von Kopinski. 6. „Die Muſikſpielt”,
Marſch von Middleton.
Woog, am 25. Juni 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,75 m.
Luftwärme 160 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 21½%C.
Woog=Polizei=Wache.
große Frucht,
Johannisbeeren, für dieſe
Woche billig abzugeben (*15394mf
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Karlſtraße 26. — Telephon 2037.
guter Gasherd ab=
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zugeben (*15497
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Waldreiche Gegend.
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nehmer Sommer-Aufenthalt.
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pfleg. Pensionspr. Mk. 3.50.
Ein gut erhaltener Glasſchrank,
eine Ladentheke, Lüſter, ſow.
verſchiedene Reale billigſt abzu=
(*15510mdf
geben.
Näheres Palkaswieſenſtr. 25.
een
e
Nummer 148.
Darmſtädter
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 blauledernes Handtäſchen mit Portemonnaie
d Taſchentuch. 2 Portemonnaies mit Inhalt. 1 Notizbuch. 1 grauer
lzhut. 1 Wagenſeil. 1 Damen=Regenſchirm. 1 ſilberne längliche
oſche mit rotem Stein, 1 vergoldete herzförmige mit Perlen beſetzt.
verſchiedene Schlüſſel. 1 Panama=Kinderhut. — Zugeflogen
(1378a
Kanarienvogel.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
der Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
den ſich: 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigen=
mern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Verſteige=
ng der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
(13800
rmittags um 10 Uhr, ſtatt.
Verſteigerungs=Anzeige.
vonnerstag, 27. Juni 1912, nachmittags 2 Uhr
mmen in Ober=Ramſtadt meiſtbietend gegen Barzahlung
dangsweiſe zur Verſteigerung:
ler gesamte Bestand eines Papiers
warengeschäfts
und zwar: Spielwaren, Pergamentpapier, Guirlanden,
Pa=
piermützen, Federn, Federhalter, Schreibpapier,
Zeichen=
bogen, Tafelſchwämme, Briefmappen, Bücher, Bilder,
Farb=
kaſten, Reißzeuge, Gummi, Spielkarten, Mundharmonikas,
Tinte, Aktendeckel, Notizbücher, Löſchkarton, Krepp=Papier
Packpapier, Portemonnaies, Briefordner, Anſichtspoſtkarten,
Griffel, Geſchäftsbücher, Brieftaſchen, Cigarren, Cigaretten,
Cigarrenetuis, Löſcher, Schreibzeuge, Poſtkartenalbum,
Schulhefte, Blei=und Buntſtifte, Pinſel, Briefwagen,
Bilder=
rahmen, Zeichenblöcke, Schultaſchen, Ranzen, Bilderleiſten,
Kopierbücher, Couverts, Schiefertafeln und verſchiedene
andere Gegenſtände.
Ferner 1 Motorrad, 1 Regulator, 1 Schreibſekretär,
5 Schaukäſten, 3 Regale und 2 Theken.
(13821
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Zuſammenkunft der Steigliebhaber auf dem Marktplatz.
Darmſtadt, den 24. Juni 1912.
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
in Darmſtadt, Kaſinoſtraße 24.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, 27. Juni 1912, nachmittags 4 Uhr,
erſteigere ich im Saale „Zur Ludwigshalle‟ (Obergaſſe) dahier
ffentlich meiſtbietend folgende Pfänder:
1 Diwan, verſchiedene Schränke, 1 Regulator, 1 Büfett,
1 Vertiko, 1 Tiſch, 1 Lüſter, 1 Reißzeug, 1 Ledermappe,
1 Rohrſeſſel, 1 Opernglas, 1 Ueberzieher, 2300 Cigarren,
2 Landauer u. a.
(13851
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.
Hengras-Verſteigerung
Mittwoch, den 3. Juli,
vird auf der Mönchbruchmühle von morgens 7 Uhr an das
Hras von
15,20 ha der großen Horſtwieſe,
1,29 der Markwaldwieſe,
8,35 „ der Zinswieſe,
8,32 „ der großen Lindenſeewieſe,
2,50 „ der kleinen Lindenſeewieſe,
odann von morgeus 10 Uhr an das Gras von 70,02 ha der
Mönchbruchwieſe verſteigert.
(13781
Jagdſchloß Mönchbruch, den 24. Juli 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Mönchbruch.
Schäfer.
Kohlen-Bergebung
Montag, den 1. Juli 1912, vormittags 11 Uhr
wird auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt die Lieferung von zirka
1000 Zentner Anthracit, zirka 500 Zentner Nuß I für die
Gemeinde Pfungſtadt pro Rj. 1912 auf dem Submiſſionswege
ver=
geben.
Bedingungen liegen vom 24. Juni 1912 an, auf hieſiger
Bür=
germeiſterei zur Einſicht offen.
(13779md
Pfungſtadt, den 21. Juni 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Mein Büro befindet ſich jetzt in
meinem Hauſe
50 Lauteſchlagerſtraße 30.ℳ
Bei Bedarf halte ich mich beſtens empfohlen. (13792a
Philipp Diehl, Kohlenhandlung.
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wohltönende Sprache) für Studenten, Kauf- und
Geschäftsleute.
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Menschen.
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Heugras=Verſteigerung.
Die am 21. ds. Mts.
ſtattge=
habte Verſteigerung der Heugras=
und Futternutzung von den
ſtädti=
ſchen Wieſen und den
Waldwieſen=
wegen im ſtädtiſchen Oberwald iſt
(13825
genehmigt.
Die Mähſcheine ſind bei der
Stadtkaſſe erhältlich und müſſen
bis zum 1. Juli abgeholt ſein.
Darmſtadt, den 22. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.
Kanalbauarbeit.
Die Herſtellung eines
Rohr=
kanals in der verlängerten
Soder=
ſtraße ſoll verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und
Be=
dingungen liegen bei dem
Tiefbau=
amt, Zimmer Nr. 7, zur Einſicht
offen. Auch werden dort die
An=
gebotſcheine abgegeben.
Angebote ſind bis
Samstag, den 29. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(13751im
reichen.
Darmſtadt, den 24. Juni 1912.
Städt. Tiefbauamt.
Glaſerarbeiten
bei Errichtung von
Gewächshäu=
ſern in der Knaben=Arbeits=Anſtalt
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 2. Juli 1912,
vormittags 10 Uhr,
(13742im
einzureichen.
Darmſtadt, am 24. Juni 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.
Pfennigſparkaſſe Darmſtadt.
Samstag, den 29. des gegen=
wärtigen Monats iſt der letzte
Ter=
min im laufenden Vierteljahr,
an welchem Einlagen in die
Pfen=
nigſparkaſſe gemacht werden
kön=
nen. Die Einleger werden daher
erſucht, ihre eingelegten Beträge
durch Zulage an dieſem Tage auf
volle Mark abzurunden, da
andern=
falls ihre Einlagen für jetzt nicht
in die Sparkaſſebücher der
ſtädti=
ſchen Sparkaſſe übertragen werden
können.
(13789
Darmſtadt, 25. Juni 1912.
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende:
Wagner.
Hüfett, 1 Ausziehtiſch u. 12 Stühle,
Klubſeſſel (Rindleder), 1 Diwan,
1 Chaiſelongue, Kleiderſchränke
(ein= u. zweitür.), Tiſche, Stühle,
Kommode, Ankleideſpiegel, zwei
Schreibtiſche m. Aufſ. u. 1
Sekre=
tär, Glasſchrank u. viereck. Tiſch
(mahagoni), Garderobe= u.
Vogel=
ſtänder, Büſte mit Ständer,
Tep=
piche, Chaiſelongue= und
Tiſch=
decken, alles in gutem Zuſtande,
zu Taxationspreiſen durch J.
Krumm=
eck, Auktionator und Taxato
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Wohnungsanzeiger
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ſtädter Tagblatt zu
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
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1 Tisch
2 Lederstühle
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Roman von O. Elſter.
(Nachdruck verdoten.)
28)
Frau Minna Schulze lachte höhniſch auf.
Du ſcheinſt ja in einer guten Schule geweſen zu fein,
ſtieß ſie hervor, während die Zornesröte ihr ſchon wieder
ins Geſicht ſtieg. Mit dir werden wir erſt ſpäter ſprechen.
Erſt haben wir mit deiner Mutter zu reden. Wo iſt ſie?
Mama hat einige Beſorgungen, wird aber wohl bald
zurückkommen.
Nun gut, ſo kannſt du inzwiſchen deine Sachen packen.
Wozu, Großmama?
Weil du noch heute mit uns nach Hauſe zurückkehren
wirſt.
Elfriede fuhr entrüſtet auf.
Das werde ich nicht tun, ſtieß ſie heftig hervor. Meine
Heimat iſt das Haus meiner Eltern, meiner Mutter
und dort bleibe ich.
Wir werden dich ſchon zwingen . .
Mit welchem Recht?
Mit dem Recht, das dein Vormund uns verliehen hat,
dich dem moraliſchen Sumpf zu entreißen, in den du
ge=
raten biſt.
Elfriede blickte ihre Großmutter an, ſalls habe ſie
Seren Wort nicht recht verſtanden. Dann lachte ſie plötzlich
t auf, was Frau Minna Schulze ſo in Wut verſetzte,
daß ſie auf Elfriede zuſtürzen wollte. Herr Friedrich
Wil=
helm Schulze hielt ſeine Gattin jedoch zurück.
Keine Szene, Minna, gebot er ihr ſtreng. Laß uns
ruhig bleiben. Ich ſehe aber auch, daß hier mit allem
Ernſt eingeſchritten werden muß.
Dann trat er dicht vor Elfriede, verſuchte ſein
gut=
mütiges Geſicht in ſtrenge Falten zu ziehen und ſeinen
kleinen Augen einen ſtrafenden Ausdruck zu verleihen und
ſagte würdevoll:
Wir wiſſen alles, Elfriede.
Ja, um des Himmels willen, was wißt Ihr denn?
rief dieſe. Daß ich in Papas Drama aufgetreten bin und
einen rühmlichen Erfolg davon getragen habe, hat Euch
Mama ja ſchon vor vierzehn Tagen geſchrieben. Ihr wart
zwar nicht ganz einverſtanden, gabt Euch aber ſchließlich
zufrieden — und jetzt dieſer Zorn? Ich verſtehe das
nicht.
Du wirſt uns verſtehen, wenn wir dir ſagen, daß wir
alles — alles wiſſen, wiederholte Friedrich Wilhelm
Schulze bedeutſam.
Elfriede zuckte ratlos die Schultern.
Da nahm die Großmutter wieder das Wort:
Mach doch mit dem Mädchen nicht ſo viel Federleſen,
Mann. Du ſiehſt ja, daß ſie ſchon ganz und gar
verdor=
ben iſt. Sag ihr doch gleich, daß wir wiſſen, daß ſie die
Geliebte des Grafen Ellerburg, des Hoftheaterintendanten,
iß . ..
Eiſiede ſchie auſt.
Was ſagſt du da, Großmutter?
Daß du die Geliebte des Graf Ellerburg biſt, daß
die=
ſes ſchändliche Verhältnis ſchon im Sommer auf Rügen
ſeinen Anfang genommen hat und daß du nur dieſer
Lieb=
ſchaft wegen hierher gekommen biſt.
Totenbleich, unfähig ein Wort zu erwidern, ſtarrte
El=
friede die Großeltern an, die in ihrer hochmütigen
Selbſt=
gerechtigkeit breitſpurig daſtanden.
Dann ſchlug ſie die Hände vor das Antlitz und ſank
aufſchluchzend in einen Seſſel.
Na, jetzt kannſt du weinen und ſchluchzen, fuhr die
alte Frau fort, wo dir die Maske von dem Geſicht geriſſen
iſt! Jetzt wagſt du es nicht, dich zu verantworten — die
Schuld ſteht dir ja auf der Stirn geſchrieben. Wie es hier
ſchon ausſieht, ſetzte ſie naſerümpfend, mit einem
verächt=
lichen Blick auf einige elegante Garderobeſtücke hinzu, wie
in dem Boudoir einer Theaterdame. Na ja, du willſt ja
auch ſo eine werden. Aber ſo lange wir Gewalt über dich
haben, wirſt du es nicht. Wir konnten uns mit dem
Ge=
danken ausſöhnen, ſolange du anſtändig bliebſt, aber
ſeit=
dem wir den wahren Grund deiner Begeiſterung für das
Theater erfahren haben, iſt es vorbei — vorbei, ſage
ich dir!
Da richtete ſich Elfriede mit einer energiſchen Beweg
ung in die Höhe.
Ich habe kein Recht, entgegnete ſie mit bebender
F 148s
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Seite 13.
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Sinme, Euch hinauszuweiſen. Das wire freiſch die
ein=
zige Antwort auf Eure ſchändliche Anklage. Ihr, die Ihr
mir die ſchönſten Jahre meiner Jugend geſtohlen — Ihr,
die Ihr mich niemals verſtanden — die Ihr jedes Opfer
von mir gefordert, ohne je ſelbſt ein ſolches bringen zu
wollen — die Ihr mich um kleinlicher Vorurteile willen in
eine unglückliche Ehe zwingen wolltet, wie Ihr es einſt
mit meiner Mutter getan — Ihr wollt jetzt noch Schmach
und Schande über mich häufen? Dieſe Stunde trennt uns
für immer! Hört Ihr — für immer! Bleibt, wenn Ihr
nach dieſen Worten noch bleiben könnt — ich gehe!
Damit ſchritt ſie auf das Nebenzimmer zu, in
welches ſie raſch eintrat und deſſen Tür ſie hinter ſich
ver=
ſchloß. Tiefaufatmend, die Hand auf das heftig pochende
Herz gepreßt, nach Luft ringend, blieb ſie einen Augenblick
ſtehen. Tauſend wirre Gedanken fluteten durch ihre Seele
— heiße Tränen brannten in ihren Augen — dann ſtieß
ſie einen leiſen, wimmernden Wehruf aus und ſank
bewußt=
los auf den Teppich nieder, wo ſie regungslos liegen blieb.
Herr und Frau Schulze ſahen ſich einigermaßen
ver=
legen an.
Was iſt aus dem Kinde geworden? flüſterte Herr
Schulze ängſtlich. Du hätteſt doch nicht ſo heftig werden
ſollen, Minna.
Aber Frau Schulze hatte ſich ſchon wieder gefaßt.
Dummes Zeug, zankte ſie. Das Mädchen hat ſchon
ganz die Manieren einer Theaterprinzeſſin! Die müſſen
ihr erſt wieder ausgetrieben werden. Da ſiehſt du ja, was
dabei herausgekommen iſt, daß wir ſie dieſem Doktor
Wendeborn überließen. Unſere Tochter hat er uns
ent=
fremdet und jetzt auch noch unſer Enkelkind. Der Menſch
iſt an allem ſchuld.
Das Wort erſtarb ihr jedoch auf den Lippen, denn
ſo=
eben trat ihre Tochter ein. Freudig überraſcht durch die
Anwiſenſei der Gien walte ſe auf diſe ueiten, oder
erſchreckt durch den eiſigen Ausdruck ihrer Mienen,
blieb ſie ſtehen.
Was iſt geſchehen, fragte ſie, nichts Gutes ahnend.
Weshalb habt Ihr Eure Ankunft nicht angezeigt?
Eine ſchlechte Nachricht kommt immer noch früh genug,
ſagte Frau Schulze düſter.
Jawohl, fügte Herr Schulze hinzu, wir wollten dich
nicht erſchrecken.
Und Elfriede nicht vorher warnen, ſetzte Frau Minna
triumphierend hinzu. Jetzt haben wir ſie überraſcht
und .
Wir wiſſen Alles — vollendete Herr Schulze
hoheits=
voll.
Martha ſchüttelte verwundert den Kopf.
Ich verſtehe kein Wort von alledem, ſagte ſie.
Herr Schulze holte eine umfangreiche Brieftaſche
her=
vor, entnahm derſelben einen Brief und reichte ihn ſeiner
Tochter.
Lies — dann wirſt du uns verſtehen.
Maxtha überflog den Brief und die Röte des Unmuts
ſtieg ihr in die Wangen. Dann warf ſie das Schreiben mit
einer verächtlichen Bewegung auf den Tiſch und
entgeg=
nete mit zornbebender Stimme: Ihr werdet doch dieſem
anonymen Schandbrief keinen Wert beimeſſen?
Erlaube einmal. Wo Rauch iſt, da iſt auch Feuer,
ver=
ſetzte Frau Schulze gereizt. Dieſer Brief ſtammt aus
Neuenburg und erzählt, es ſei öffentliches Geheimnis,
daß Elfriede die Geliebte des Grafen Ellerburg ſei ..
Und wenn ich, Elfriedens Mutter, Euch ſage, daß das
eine elende Verleumdung iſt?
Du kannſt dich täuſchen. Verliebte ſind ſchlau — und
Elfriede hatte da ſchon einmal eine Sache mit einem
Schau=
ſpieler. Sie neigt alſo zu ſolchen Geſchichten. Dem muß
ein ende genact wveiden. Mir haler die Beinnct es
Vormundes, Elfriede von hier fort und wieder in unſere
Obhut zu nehmen. Der Aufenthalt hier ſchädigt ihre
Moral!
Und das wagt Ihr mir, Elfriedens Mutter, zu ſagen,
die mit Ausnahme weniger Tage ſtets mit mir zuſammen
geweſen iſt? Ihr beſchuldigt mich wohl gar, dieſe
Ge=
ſchichte begünſtigt zu haben?
Mutterliebe iſt oftmals blind . . .
Martha bebte an allen Gliedern. Sie war im Begriff,
in heftigem Zorn aufzufahren, als ſich die Tür des
Neben=
zimmers öffnete und Elfriede, totenbleich, aber
hochauf=
gerichtet, eintrat und ſich neben ihre Mutter ſtellte, den
Arm um ſie legend.
Ereifere dich nicht, Mama, ſagte ſie, ſich gewaltſam
beherrſchend. Es genügt mir, daß du an mich glaubſt.
Die Großeltern wiſſen nicht, was ſie tun — ſie hören auf
den Klatſch der Leute, die ja ſtets geneigt ſind, einen
Stein auf ihre lieben Mitmenſchen zu werfen. Laß
uns dieſe häßliche Szene beenden und noch heute nach
Berlin zurückkehren.
Martha ſtrich zärtlich über das blonde Haar ihres
Kindes.
Ich glaube an dich, mein armes Kind.
Erlaube mal, ſagte Herr Schulze und wollte abermals
ſeine umfangreiche Brieftaſche hervorholen, um ihr die
vormundſchaftliche Vollmacht zu entnehmen, als ein leiſes
Klopfen an der Tür ertönte.
Gleich darauf trat der Oberkellner ein.
Gnädige Frau verzeihen — Ihre Exzellenz die Frau
Oberhofmeiſterin Ihrer Hoheit läßt fragen, ob gnädige
Frau zu ſprechen ſeien.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 126
Darmſavter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Jum 1912.
Nummer 148.
1o
von Adolf Hommel & Co., Hanau
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Handwerkskammer zu Darmſtadt.
XVII. Plenarſitzung.
St. Darmſtadt, 25. Juni.
Im Rathausſaal fand heute die XVII. Plenarſitzung
der Handwerkskammer Darmſtadt unter dem Vorſitz des
Herrn Gewerberat Falk ſtatt. Nach Feſtſtellung der
Präſenzliſte eröffnete der Vorſitzende die Verſammlung
mit herzlichſter Begrüßung, beſonders der behördlichen
Vertreter, Herren Miniſterialrat Hölzinger
Ober=
regierungsrat Graef, Regierungsrat Wagner und
Geh. Regierungsrat Noack. Redner verbreitete ſich dann
eingehender über die derzeit aktuellen das Handwerk
inter=
eſſierenden geſetzgeberiſchen Fragen und die Tätigkeit der
Handwerkskammer dazu. — Den
Bericht über die Tätigkeit des Vorſtandes
erſtattete Syndikus Engelbach. Sein Rückblick beginnt
mit dem Hinweis auf die Ehrung, die das geſamte
heſ=
ſiſche Handwerk während des Berichtsjahres erfahren hat
durch die Berufung unſeres Vorſitzenden, des Herrn
Ge=
werberat Falk, in die Erſte Kammer der
Land=
ſtände. In dieſer Berufung dürfen wir, die
Handwerks=
kammer, auch mit berechtigtem Stolz eine Anerkennung
des 12jährigen erſprießlichen Wirkens unſeres
Vorſitzen=
den im Dienſte des Handwerks erblicken. Das abgelaufene
Jahr weiſt erfreulicherweiſe wieder eine umfangreiche
und ſtetig wachſende Tätigkeit unſerer Kammer auf. Aus
dem Gebiete des Lehrlingsweſens möchte ich erwähnen,
daß die Einbeziehung der weiblichen
Hand=
werker unter die Beſtimmungen der Gewerbeordnung
nunmehr praktiſch geworden iſt. Selbſtverſtändlich
muß=
ten bei dem Umſtande, daß bisher keine Vorſchriften für
die weiblichen Handwerker auf dem Gebiete, insbeſondere
des Prüfungsweſens, beſtanden, erleichterte
Uebergangs=
beſtimmungen für dieſelben geſchaffen werden, die bis
zum 1. Oktober 1913 Geltung haben. Eine erfreuliche
Er=
ſcheinung bietet der Umſtand daß ſich wieder mehr
Lehr=
linge dem Handwerk zuwenden. Der Fürſorge für
die gewerbliche Jugend hatten wir unſere
be=
ſſondere Aufmerkſamkeit zugewendet. Durch Darlegung
der gegenwärtigen Verhältniſſe in den verſchiedenen
Be=
rufen bei der Schulabteilung des Miniſteriums, welche
ihrerſeits unſere Mitteilung in geeigneter Weiſe den
Eltern und den Schulen zur Kenntnis brachten, haben ſich
doch eine ganze Anzahl von Lehrlingen den
Handwerks=
berufen gewidmet, in denen ein Fortkommen gegenwärtig
ausſichtsvoll iſt. Daß Jahr für Jahr die
Geſellen=
prüfungen eine erhöhte Bedeutung erlangen, weiſt die
Steigerung der Ziffer der Prüflinge nach. Die Zahl der
Prüflinge hat ſich ſeit 1902 faſt verdoppelt; im letzten Jahr
haben insgeſamt 2441 die Geſellenprüſung beſtanden. Auch
die Meiſterprüfungen ſind in entſchiedenem
Auf=
ſchwung begriffen. Das letzte Jahr weiſt die Zahl von
266 Beſtandenen auf, während 15 Prüflinge infolge nicht
genügender Leiſtungen ihre Prüfung wiederholen müſſen
An insgeſamt 41 gelernte unſelbſtändige Handwerker, die
25 Jahre in ein und demſelben Betriebe tätig geweſen
ſind, waren wir in der Lage, nach Erfüllung der
ſatzungs=
gemäßen Vorausſetzungen für ihre treue Arbeit
Ehren=
urkunden verleihen zu können.
Die Durchführung des kleinen
Befähig=
ungsnachweiſes vollzieht ſich nach wie vor in voller
Ordnung. Im Berichtsjahre ſind uns immer noch über
500 Anträge auf Verleihung der Anleitungsbefugnis von
den Verwaltungsbehörden zur Begutachtung vorgelegt
worden. Unſere Beauftragten ſetzten ihre Reviſionen
fort. In einigen Fällen mußten wir auf Grund des § 35
Abſatz 5 G.=O. Anträge auf Unterſagung des
Gewerbe=
betriebes ſtellen, denen auch nach entſprechenden Verhand
lungen vor den Kreisausſchüſſen Rechnung getragen
wurde. Von unſerem Leitfaden zur
Vorbereit=
ung auf die Meiſterprüfung iſt während des
Berichtsjahres eine Neuauflage erſchienen, die das 29.
bis 34. Tauſend umfaßt. Der Leitfaden iſt auf den
neue=
ſten Stand der Geſetzgebung gebracht worden. Die Zahl
der gewerblichen Korporationen beträgt zur
Zeit 258 im Kammerbezirk, davon ſind 71 freie, 20
Zwangsinnungen, 124 Ortsgewerbevereine und 43
Fach=
vereinigungen. Während des Berichtsjahres haben ſich
insgeſamt 9 Innungen neu gebildet, 5 freie, 4
Zwangs=
innungen, und zwar von den freien Innungen die Glaſer
Innung Dieburg, die Metzger=Innung Erbach, Bäcker=
Innung Bad Nauheim, Metzger=Innung Viernheim und
Glaſer=Innung Michelſtadt; von Zwangsinnungen die
Bäcker=Innung Ober=Ingelheim, Schmiede=Innung
Gie=
ßen, Uhrmacher=Innung Darmſtadt und Photographen=
Innung Darmſtadt. Unſere gutachtliche Tätigkeit, ſowohl
für unſere heſſiſche Behörde, wie für den Handwerks= und
Gewerbekammertag nimmt auch in dieſem Jahre wieder
einen breiten Rahmen unſeres Arbeitsgebietes ein. Was
die Arbeitsloſigkeit anbelangt, ſo verwerfen wir
prinzipiell jede Arbeitsloſenverſicherung, die auf einer
anderen Baſis als der der Selbſthilfe beruht. Wir halten
insbeſondere die Verwendung gemeindlicher Mittel für
eine Ungerechtigkeit gegenüber den Ständen, welche, wie die
Handwerker und Kleingewerbetreibenden, vielfach noch
ſſchwerer um ihre Exiſtenz ringen als der gewerblich ge=
lernte Arbeiter. Den Schutz gegen Arbeitsloſigkeit und
Fürſorge für die Arbeitsloſen ſehen wir dagegen in
Maßnahmen, die einen vorbeugenden Charakter tragen
und das Uebel an der Wurzel faſſen. Hierher gehört in
erſter Linie eine ſorgfältige Pflege und ein ſyſtematiſcher
Ausbau des Arbeitsnachweiſes ſowie die
Bereit=
ſtellung öffentlicher Mittel zu Notſtandsarbeiten. Was
die Anordnung unſeres heſſiſchen Miniſteriums betrifft,
daß bei Hochbauten die einzelnen Arbeitszweige getrennt
vergeben und ſtaatliche Arbeiten möglichſt in
die geſchäftsſtille Zeit verlegt werden ſollen, ſo
können wir feſtſtellen, daß der Erfolg der getroffenen
Maßnahmen im allgemeinen befriedigend war, daß
ins=
beſondere die Verlegung der Arbeiten in die
geſchäfts=
ſtille Zeit eine wahrnehmbare Einwirkung auf die Lage
des Arbeitsmarktes ausgeübt hat.
Wiederholt haben wir uns gegen die
Monopol=
tondenzen der elektrotechniſchen Induſtrie
gewandt. Der Geſetzentwurf über die
Sonntags=
ruhe im Handelsgewerbe wurde einer
eingehen=
den Beratung durch den Vorſtand unterzogen. Nach
Würdigung der dem Entwurf beigegebenen Begründung
konnte das Urteil dahin zuſammengefaßt werden, daß die
Vorſchriften im allgemeinen die tatſächlichen
Verhält=
niſſe im Handelsgewerbe berückſichtigen und andernteils
auch den heutigen Forderungen einer Erweiterung der
Sonntagsruhe im allgemeinen Rechnung tragen.
Hin=
ſichtlich der Unterſagung des
Gewerbe=
betriebs hatten die Gerichte verſchiedene Auffaſſung, daß
die Unterſagung des Gewerbebetriebs auf Grund des
§ 35 Abſ. 5 G.=O. nur für den Bundesſtaat gelten ſolle,
deſſen Behörde das Verbot ausgeſprochen hat. Wir
haben mit Rückſicht hierauf an die Reichsregierung das
Erſuchen geſtellt, daß der § 35 G.=O. für das ganze
Reich Wirkung haben müſſe, dergeſtalt, wenn gegen
jemand in einem Bundesſtaat die Unterſagung des
Ge=
werbebetriebs ausgeſprochen worden iſt, dieſe auch für
die anderen Bundesſtaaten gelten muß. Einem Erſuchen
entſprechend, haben wir Erhebungen veranſtaltet,
inwie=
weit ſich Handwerksſekretariate und
Hand=
werksämter, ſoweit ſie errichtet ſind, bewährt haben.
Gelegentlich der letzten Ausſchußſitzung des Handwerks=
und Gewerbekammertages hat denn auch eine Ausſprache
hierüber ſtattgefunden, bei welcher ſich ergeben hat, daß
bis jetzt von ſolchen Einrichtungen Erfolge kaum zu
ver=
zeichnen waren. Dagegen werden die größten Bedenken
gegen derartige Inſtitute von den meiſten Kammern
vor=
gebracht.
Zur Errichtung einer
Innungskranken=
kaſſe hatten wir Stellung zu nehmen. Die
Aufſichts=
behörde glaubte die Genehmigung verſagen zu ſollen,
weil man die Gefährdung der Leiſtungsfähigkeit einer
anderen, faſt 9000 Mitglieder zählenden Krankenkaſſe
an=
nahm. Wir konnten uns dieſen Befürchtungen nicht
an=
ſchließen, umſomehr, als § 251 R.=V.=O. den Beſtand in
der Leiſtungsfähigkeit einer Kaſſe nicht als
gefähr=
det anſieht, wenn ſie mehr als 1000 Mitglieder behält.
Auch das Wahlrecht der Gewerbevereine
Handwerker= und Fachvereinigungen zur
Handwerkskammer war im Berichtsjahre wieder
einmal Gegenſtand eingehender Beratungen. Unſeren
früheren Standpunkt, der ſich übrigens mit dem des
deutſchen Handwerks= und Gewerbekammertages in dieſer
Frage deckt, konnten wir wieder einnehmen und als eine
ſelbſtverſtändliche Forderung aufſtellen, daß an den
Wahlen zur Handwerkskammer nur Handwerker
teilnehmen dürfen, und das Wahlrecht nur den
Ge=
werbevereinen zuerkannt wird, deren Mitgliederzahl zur
Hälfte aus Handwerkern beſteht.
Zu der Berichterſtattung über die
Lehrlings=
verhältniſſe in den
Handwerkskammer=
berichten haben wir angeregt, daß für die Folge
ein=
heitliche Schemata zur Anwendung kommen, weil es
erwünſcht iſt, daß die regelmäßigen Zuſammenſtellungen.
wie ſie von einer Anzahl ſtatiſtiſcher Aemter gebracht
werden, nach einheitlichen Geſichtspunkten erfolgen. Wir
haben gemeinſam mit zwei anderen Kammern ein Schema
ausgearbeitet, welches auch die Annahme des
Aus=
ſchuſſes geſunden hat. — Der Schwerpunkt der
allgemei=
nen Tätigkeit liegt heute auf dem Gebiete des
Verwalt=
ungsweſens, der Durchführung der
Handwerkergeſetz=
gebung, wie insbeſondere auch der Durchführung des
ge=
ſamten Prüfungsweſens im Handwerk und der
gutachten=
den Tätigkeit für Zentral= und Lokalbehörden des Landes
Zur allgemeinen Lage im Handwerk
möchte ich noch bemerken, daß die moderne Entwickelung
unſeres Erwerbs= und Wirtſchaftslebens dem
Hand=
werkerſtande nicht immer in dem gewünſchten Umfange
von Nutzen war. Teilweiſe haben ſogar die
Beſtrebun=
gen der Induſtrie, die Mehrzahl der für ihren Betrieb
in Betracht kommenden Handwerkerarbeiten von eigenen
Arbeitskräften ausführen zu laſſen, das Ausſchalten des
ſelbſtändigen Handwerks für dieſe Betriebe begünſtigt.
Die allgemeine Lage des Handwerks hat ſich jedoch in
mehrfacher Hinſicht gebeſſert. Die Kriſis im Baugewerbe
beginnt zu ſchwinden, an einzelnen Plätzen liegen
Auf=
träge im gewünſchten Maße vor, ſodaß in den Kreiſen
des Baugewerbes auch wieder eine zuverſichtlichere
Stim=
mung Platz, greift. Die Entwickelung der
Ueberland=
zentralen, der Ausbau größerer induſtrieller Unternehmen
der Städte, die Entwickelung unſerer
Verkehrsverhält=
niſſe, alle tragen ſie dazu bei, daß neue
Erwerbsmöglich=
keiten erſchloſſen werden, und ſo bietet ſich auch dem
Hand=
werkerſtande vermehrte Gelegenheit zu entſprechendem
Einkommen. Allerdings darf nicht überſehen werden, daß
der Konkurrenzkampf gegen früher ein weit ſchwierigerer
geworden iſt und daß unter dieſen Umſtänden der
weni=
ger bemittelte Handwerker beſonders zu leiden hat. An
Unterſtützung unſererſeits hat es nicht gefehlt. Die
ge=
werblichen Korporationen bieten ihm ſchon gewiſſen
Rück=
halt, aber durch Verbeſſerung des Verdingsungsweſens,
durch Förderung des genoſſenſchaftlichen
Zuſammen=
ſchluſſes, der Errichtung der Maſchinengenoſſenſchaft,
durch Unterſtützung bei ſtaatlichen und ſtädtiſchen Be=
hörden, durch die Fürſorge für die gewerbliche Juger
und andere Aufgaben glauben wir ein gut Teil an d
Verbeſſerung der Verhältniſſe mitgewirkt zu haben. Ei
immer wiederkehrende Klage iſt die über allzu lan
Inanſpruchnahme des Kredits durch die Kunden. Die
Unſitte nimmt dem Handwerker häufig die notwendig
flüſſigen Geldmittel. Die Bekämpfung dieſer Unſit
mitveranlaßt durch die Läſſigkeit in der Ausſtellung d
Rechnungen, betrachtet die Kammer als eine ihrer beſo
deren Aufgaben; ſie hofft, im Laufe des Geſchäftsjahr
durch Gründung einer Einziehungsgenoſſe
ſchaft einen tüchtigen SSchritt hierin weiter zu tun.
Berichtsjahre ſind die Preiſe für Rohmaterialien faſt a
gemein weiter geſtiegen, eine Folge immer mehr zune
mender Vertruſtung aller notwendigen Rohmaterialie
Neben den hohen Einkaufspreiſen gehen hohe
Arbeit=
löhne einher. Hier Stetigkeit zu ſchaffen, dürften geſund
Lohntarifverträge, namentlich im Baugewerbe, geeign
ſein. Sie bieten dem Meiſter Gelegenheit, ſich auch u
länger hinziehende Arbeiten zu bewerben, ohne B
fürchtung zu hegen, daß ſein Verdienſt durch unvorhe
geſehene Lohnſteigerung im Laufe der Arbeit
fragli=
wird. Was die geſetzlichen Verſuche zur Hebung de
Handwerkerſtandes betrifft, ſo hat zweifellos das=Hand
werkergeſetz mit ſeinen zum Teil einſchneidenden Beſtin
mungen bisher ſchon günſtig gewirkt. Das Stande
bewußtſein des Handwerkers iſt in erhöhtem Maße
weckt worden, mehr und mehr ſieht man heute den Hand
werker ſich als Kollegen mit den anderen fühlen, wäl
rend früher man ſich als Konkurrent befehdete. Nicht zu
letzt darf das Handwerkergeſetz als Urſache dieſer
Wand=
lung angeſehen werden. Aber auch der Handwerke
ſeinerſeits muß zu ſolcher Weiterentwickelung beitragen
die kleinliche Selbſtabſchließung muß aufhören, die ge
werblichen Korporationen müſſen alle umfaſſen, keit
Handwerker ſollte abſeits der Organiſation ſeiner Kolle
gen ſtehen. Wenn der Handwerkerſtand auf den jetzt be
tretenen Bahnen in ſeiner Entwickelung weiterhin folt
ſchreitet, wenn er ſeiner beruflichen Vervollkommnung
ſeiner Organiſation und ſeiner Allgemeinbildunge
höhte Aufmerkſamkeit und Pflege zuwendet, dann wir
auch der alte Spruch wieder wahr werden: „
Hand=
werk hat einen goldenen Boden”. (Lebhaften
Beifall.)
Ueber die Verkaufszeiten der Konditoren an Sonn=
und Feiertagen uſw. referierte Stadtv. K. Lautz it
Ergänzung des Berichtes. Zu Anträgen der Konditoren
und Bäcker, die bisher zugeſtandenen Ausnahmen in den
Verkaufszeiten an Sonntagen betr., entſpinnt ſich eine
längere Disluſſion. Die Handwerkskammer wird im
Sinne der Anträge tätig ſein.
Wahlen.
Ueber die nächſte Poſition, Ergänzung der=
Kammer nach § 5 des Statuts, referiert Stadtv.
Sames. Es werden nach ſeinem Vorſchlage die Herren
Rockel, Janſon und Schwarz wieder gewählt,
Ebenſo wird zum Vorſitzenden Herr Gewerberat
Falk unter Anerkennung ſeiner Tätigkeit wieder
gewählt. Er nimmt mit Dank an. Die ausſcheidenden
Vorſtandsmitglieder Falk, Rockel und Klingel
ſchmitt werden wieder gewählt. Ueber die
Neu=
wahl für ausgeſchiedene
Ausſchußmitglie=
der berichtet der Syndikus: Anſtelle ausgeſchiedener Mit
glieder werden zur Neu= bezw. Wiederwahl in
Vorſchlag=
gebracht: 1. Ausſchuß für das
Lehrlings=
weſen: als Mitglieder Buchbindermeiſter Leönhard
Färber=Mainz und Maurermeiſter Karl Schwarze=
Darmſtadt; als Erſatzmann Schloſſermeiſter arl
Knipp=Bad Nauheim. 2. Ausſchuß für das
Genoſſenſchaftsweſen: als Mitglieder Spengler
meiſter Karl Rockel=Darmſtadt und Bäckermeiſter Jean
Ickſtadt II.=Mainz; als Erſatzmann Schreinermeiſter
Ludwig Schöntag III.=Mainz. 3.
Berufungs=
ausſchuß: als Mitglieder Maler= und Tünchermeiſter
Georg Kilian Klingelſchmitt=Mainz und Schloſſer
Heinrich Diſtelhut=Mainz; als Erſatzmänner
Spenglermeiſter Hermann Brilmayer=Bingen und
Buchbindermeiſter Wilhelm Schmuck=Worms. Den
Vorſchlägen wird zugeſtimmt.
Rechnung und Voranſchlag.
Ueber Prüfung und Abnahme der
Jahres=
rechnung 1911 berichtet ſchriftlich Petri=Gießen.
Die Rechnung über Einnahmen und Ausgaben des
Etats=
jahres 1911 iſt durch einen Rechnungsverſtändigen bereits
kalkulatoriſch geprüft worden, wobei ſich keine Anſtände
ergeben haben. Der Vorſtand hat dieſelbe, entſprechend
dem § 45 der Satzung, ſachlich ſelbſt geprüft und auch
ſeinerſeits zu der Rechnung nichts zu bemerken. Der
Rechnungsabſchluß ergibt als Einnahmen 55 758,90 Mark
als Ausgaben 52 661,45 Mark, ſodaß ein Barvorrat von
3097,45 Mark verblieben iſt. Laut Kapitalnachweiſung
betrug der Stand des Beamtenpenſionsfonds uſw. Ende
1911 10 475,62 Mark, an Aktien bei der Heſſiſchen
Hand=
werker=Zentral=Genoſſenſchaft waren 3000 Mark
vor=
handen.
Ueber den Haushaltsplan für 1913 erſtattet der
Vor=
ſitzende Bericht und erläutert die Abweichungen gegen
das Vorjahr. Seinem Antrag, den Haushaltsplan zu
ge=
nehmigen, wird einſtimmig entſprochen. Der
Haushalts=
plan ſchließt ab in Einnahmen und Ausgaben mit 34350
Mark, wovon der Zuſchuß des Staates und der Kreiſe des
Landes zuſammen 22000 Mark beträgt.
Geſellenweſen.
Ueber Errichtung neuer
Geſellenprüf=
ungsausſchüſſe berichtet Klingelſchmitt=
Mainz. Die Bäcker=Innung Bad Nauheim, die
Flei=
ſcher=Innung Bad Nauheim und die Bäcker=Innung
Bürſtadt haben um Errichtung von
Geſellenprüfungs=
ausſchüſſen nachgeſucht. Die Anträge wurden von dem
Vorſtande geprüft und ordnungsgemäß veröffentlicht. Die
Zuſammenſetzung der Prüfungsausſchüſſe iſt bereits
er=
folgt. Die genanten Innungen entſprechen den
vorge=
ſchriebenen Vorbedingungen zur Errichtung ſolcher
Aus=
ſchüſſe. Der Berichterſtatter ſtellt daher den Antrag, die
eine neuartige Haushaltſeife
von
fabelhafter Waſchkraft.
Janz ohne Soda.
Stück 20 Pf.
(12289M
[ ← ][ ][ → ]kummer 148.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Seite 15.
ſammlung wolle die Reuerichtung von
Geſellen=
ungsausſchüſſen bei den genannten Korporationen
hmigen.
Ueber Geſellenprüfungen im
Kammer=
irk berichtet Sames=Darmſtadt. Im April d. J.
den in Heſſen von Seiten der Kammer 12
Verſamm=
pen einberufen, um die Erfahrungen auf dem Gebiete
Lehrlings= und Geſellenprüfungsweſens gegenſeitig
zutauſchen, und um an verſchiedenen Orten über neu
getretene Wünſche zu beraten. Die Verſammlungen
den ſtatt in Darmſtadt, Offenbach, Mainz, Bingen,
ey, Worms, Bensheim, Erbach, Friedberg, Nidda,
ßen und Lauterbach. Die Verſammlungen waren
rall recht zahlreich beſucht und wurde ein überaus
es Intereſſe an der Sache bekundet. Als beſondere
ikte ſeien hervorgehoben: Zuſtändigkeit der
Prüfungs=
ſchüſſe, Abgrenzung der Prüfungsbezirke, Zulaſſung
Prüfung, Prüſung von Lehrlingen aus
Fabrikbetrie=
gemeinſame Veröffentlichung der ſtattfindenden
Ge=
enprüfungen, gemeinſame Ueberreichung der
Geſellen=
efe und der damit verbundenen Feier und Ausſtellung
Geſellenſtücke und der dazu gehörenden Zeichnun=
,Forderung der Vorlage des Lehrzeugniſſes und des
frvertrags, unentgeltliche Abgabe der Formulare
ſei=
s der Kammer, Vorbereitungskurſe zur
Geſellenprüf=
z und Feſtlegung der Prüfungstermine. Im
allge=
men wurde betont, daß neben den fachlichen
Fertig=
en und Kenntniſſen auch ausreichende theoretiſche
rbildung der Lehrlinge gefordert werden müſſe und
z der Beſuch der Handwerkerſchulen und
Gewerbe=
d Fachſchulen immer mehr angeſtrebt werden müſſe.
wurde wieder erneut die Frage aufgeworfen, ob man
ht wieder, wie früher, dazu übergehen müſſe, die Noten
den Geſellenbriefen anzugeben, was jedoch in
Ueber=
ſtimmung mit dem Beſchluß des deutſchen Handwerks=
Gewerbekammertages abgelehnt werden müßte. Von
ſchiedenen Gewerben wurde eine Verlängerung der
hrzeit gefordert. Verhandlungen hierüber ſchweben
ch. Im allgemeinen darf geſagt werden, daß mit gro=
Luſt und Liebe ſeitens der Prüfungsausſchüſſe
ge=
beitet wird und Vorzügliches geleiſtet wurde.
Hierzu liegen folgende Anträge des
Bezirks=
rbandes Gießen vor: 1. Der Bezirksverband
antragt, die Anweiſungen für Abhaltung der
Geſellen=
üfungen dahin abzuändern, daß nicht mehr
Ab=
hriften der Akten der Geſellenprüfungen jedes Mal
die Handwerkskammer einzuſenden ſind, ſondern nach
tendigung der Prüfung die Geſamtakten im
Ori=
nal. Dieſelben werden von der Handwerkskammer
prüft, die unbedingt notwendigen Beſtandteile von
iſer zurückbehalten, die überflüſſigen Beſtandteile
ver=
chtet. 2. wird beantragt, die Geſellenprüfungsgebühr
n 3 Mark auf 5 Mark zu erhöhen. Die Anträge gehen
die Ausſchüſſe.
rrichtung einer
Einziehungsgenoſſen=
ſchaft im Großherzogtum Heſſen.
Syndikus Engelbach führt aus: Das in
Deutſch=
nd übliche lange Kreditgeben und =fordern in
Hand=
erkerkreiſen führt vielfach zu ſchwer einzuziehenden
ußenſtänden und dadurch zur Schädigung der
Hand=
erker. Infolge dieſer Tatſache haben ſich in einzelnen
andwerkskammerbezirken Einziehungsgenoſſenſchaften
bildet, welche ſich zur Aufgabe geſtellt, von den faulen
ahlern Rückſtände einzuziehen. Da die Einziehung der
orderungen nicht mit dem Anſtrich der Amtsgewalt,
ſon=
ern in beratender und zuredender Weiſe erfolgt, haben
h die erwähnten Genoſſenſchaften in kurzer Zeit
außer=
edentlich entwickelt und ihre Arbeiten waren von
Er=
lg begleitet. Nachdem nun auf dem Düſſeldorfer
Hand=
ſerks= und Gewerbekammertag die Angelegenheit ſchon
iner eingehenden Beratung unterzogen worden war,
obei die gemachten guten Erfahrungen beſonders
her=
orgehoben wurden, haben auch wir die Gründung einer.
inziehungsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen
is Auge gefaßt. Einſtweilen gedenken wir, um
ſtän=
igen, an uns herantretenden Anfragen und Wünſchen
u begegnen, im Sinne der künftigen organiſierten
Ge=
oſſenſchaft deren Tätigkeit durch unſer Bureau
wahr=
ehmen zu laſſen und ſofort nach Fertigſtellung
entſpre=
jender Druckſachen und der erforderlichen Vorarbeiten
u beginnen. Die Kammer ſtimmt den Vorſchlägen zu.
Ueber die Lehrſtellenvermittelung im
dammerbezirk referiert Stadtv. K. Lautz. Es
andelt ſich um die Bemühungen, die verſchiedenen
Or=
aniſationen dieſer Art zu zentraliſieren. Da die
Neu=
erganiſation des Arbeitsnachweiſes noch nicht
abge=
chloſſen, konnten Reſultate bisher nicht erzielt werden,
och hofft man, daß die Kammer demnächſt mit den
zu=
tändigen Stellen gemeinſam tätig ſein wird. Ein
Er=
uchen des Mitteldeutſchen Arbeitsnachweisverbandes um
Bewilligung einer Beihilfe ſoll bis nach Erledigung der
Lehrſtellenvermittelung zurückgeſtellt werden.
Sicherung der Bauforderungen und die
Unterſagung des Gewerbebetriebes.
Stadtv. Sames=Darmſtadt führt aus: Das
Reichs=
geſetz über die Sicherung der Bauforderungen iſt am
*Juni 1909 in Kraft getreten, jedoch nur mit dem erſten
Teil. Der zweite Teil, der gewiſſermaßen die Rute zum
erſten Teil darſtellen ſollte, kam nicht zur Einführung.
An Beſtrebungen aus Handwerks= und Gewerbekreiſen
hat es ſeither nicht gefehlt, die verlangten, daß auch der
zweite Teil zur Einführung gelangen möge. Die Ein=
führung des zweiten Teils iſt jedoch von keiner
Bundes=
regierung befürwortet worden, und nach meiner Anſicht
auch mit vollem Recht. Dieſer Abſchnitt ſollte nur dort
in Kraft geſetzt werden, wo ein erheblicher Bauſchwindel
Platz gegriffen hat, dem auf andere Weiſe nicht wirkſam
entgegengetreten werden kann. Durch die in dieſem Teil
getroffenen Maßnahmen wird das Bauen nicht
unweſent=
lich verteuert, verzögert und erſchwert, ſodaß es dem
kleinen Gewerbetreibenden nicht mehr möglich wird,
überhaupt Aufträge zu bekommen und die Herſtellung
von Bauten mehr in großrpitaliſtiſche Unternehmen
übergeht. Nach § 35 Abſ. 5 der Gewerbeordnung in der
Faſſung des Geſetzes vom 7. Januar 1907, ſowie dem
erſten Abſchnitt des Geſetzes über die Sicherung der
Bau=
forderungen kann der Bauſchwindel jetzt ſchon auf das
wirkſamſte bekämpft werden. Nach einem Erlaß des
Großh. Badiſchen Miniſteriums vom 23. März 1907 kann
die Unzuverläſſigkeit, welche die Unterſagung des
Ge=
werbebetriebes als Bauunternehmer und Bauleiter, ſowie
die Unterſagung der Betriebe einzelner Zweige des
Bau=
gewerbes bedingt, ſowohl auf dem Gebiete der
beruf=
lichen Sachkunde, als auf dem Gebiete der moraliſchen
und wirtſchaftlichen Sachkunde liegen. Als unzuverläſſig
im Sinne des § 35 Abſ. 5 der G.=O. wird auch ein
Bau=
gewerbetreibender anzuſehen ſein, der vorſätzlich
wieder=
holt fahrläſſig der Beſtimmung des § 1 des Geſetzes über
die Sicherung der Bauforderungen hinſichtlich der
Ver=
wendung des Baugeldes handelt, oder der in den §§ 2
und 3 ausgeſprochenen Verpflichtung zur Führung des
Baubuchs nicht in der vorgeſchriebenen Weiſe nachkommt.
Beſteht begründeter Verdacht, daß ein
Baugewerbe=
treibender das Baugeld unbefugt verwendet, oder das
Baubuch nicht oder nicht recht führt, ſo kann das
Verfahren wegen Unterſagung des Gewerbebetries gegen
ihn eingeleitet, in dem Verfahren die Vorlage des
Bau=
buchs verlangt und dieſe auf Grund der §§ 1 und 12 der
Verfahrungsordnung in Verbindung mit § 31 der Pol.=
Nr. G.=B. erzwungen werden. Mit dieſem Erlaß iſt eine
wirkſame Handhabung für den erſten Abſchnitt des
Ge=
ſetzes gegeben. Wenn jedoch die Führung des Baubuchs
und die Kontrolle über die Verwendung der Baugelder
eine wirklich wirkſame ſein ſoll, ſo muß eine weitere
Be=
ſtimmung gefordert werden, daß irgend einer zuſtändigen
Stelle die Kontrolle über die Baubücher übertragen und
die Unterlaſſung oder nicht richtige Führung unter
erheb=
liche Geldſtrafen geſtellt wird.
Miniſterialrat Hölzinger ſagt miniſterielle
Unter=
ſtützung der Beſtrebungen zu.
Ueber das Submiſſionsweſen
referiert ebenfalls Herr Sames. Im weſentlichen
er=
kennt er die ſehr gerechten Bedingungen des heſſiſchen
Staates und der Staatsverwaltungen an, in denen
aner=
kannt iſt, daß alle Arbeiten, die nicht im urſächlichen
Zu=
ſammenhang mit der Hauptleiſtung ſtehen, beſonders
ver=
anſchlagt und bezahlt werden, daß beſondere
Schutzvor=
kehrungen, die vom Geſetz auferlegt und erheblich ſind,
auch beſonders zu vergüten ſind. Keinerlei im
Zuſammen=
hang mit der Arbeitsausführung und für ganz andere
Zwecke herzuſtellende Arbeiten werden unentgeltlich
ver=
langt. Als beſonders unberechtigt wird empfunden, wenn
eine Privatbauleitung derartige Arbeitsleiſtungen von
einem Unternehmer als beſondere Zugabe unentgeltlich
verlangt, wenn an einer Bauausführung lediglich für
Zwecke der Bauleitung, die dieſe doch auch bezahlt
er=
hält, ein heizbares Bureau, womöglich mit allen
Ein=
richtungsgegenſtänden, unentgeltlich verlangt wird und
Vertrags= und Arbeitsbedingungen den Handwerkern
aufzuerlegen verſucht werden, die gegen die
Verkehrs=
ſitte verſtoßen. Die Handwerker werden beſonders
dar=
auf aufmerkſam gemacht, derartige Verträge nicht zu
unterſchreiben und endlich ganz energiſch gegen ein
der=
artiges Gebaren Front zu machen. Die kraſſeſten
Miß=
ſtände ſind erfahrungsgemäß bei ſolchen Architekten, die
zugleich noch Generalunternehmer ſind, die dann
einen müheloſen Gewinn auf Koſten der einzelnen
Hand=
werker durch derartige Vertragsbeſtimmungen zu
er=
langen ſuchen.
Mit einem Bericht des Direktors der Handwerker=
Zentral=Genoſſenſchaft, Paech, der die gute
Fortentwickelung und ſegensreiche Wirkung der Zentral=
Genoſſenſchaft betont, iſt die Tagesordnung erſchöpft.
Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wird
die Sitzung gegen ¾3 Uhr geſchloſſen.
Sport.
* Pferdeſport. Hamburger Derby. Vergleichs=
Rennen. 6000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Fürſt
Hohen=
lohe=Oehringens Brabant (F. Bullock), 2. Nicht doch
(Archibald), 3. Ottawa (J. Lane). Tot. 29:10. — Horner
Handicap. 10000 Mark, Diſtanz 2100 Meter: 1. Geſtüt
Gürzenichs Sarenna (J. Lane), 2. Hock (Blades), 3.
Sideslip (Schläfke). Tot. 149110. — Jenfelder Rennen.
4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Fürſt Hohenlohe=
Oehringens Charakter (Shaw), 2. Lerobi (Spear), 3. Cous
in Bob (Blades). Tot. 46110. — Renard=Rennen. 20000
Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Hrn. K. und A. Utzſchneiders
Cairo (Archibald), 2. Cambronne (Cleminſon), 3. Pinion
(Blades). Tot. 23:10. — Troſt=Handicap. 4000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. C. v. Großmanns Fox
(Archibald), 2. Götterſage (Hochmut), 3. Broadway (
Bla=
des). Tot. 39110. — Altes Hamburger Jagd=Rennen.
Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 5600 Meter: 1. Lt.
Praunes Taſchenſpieler (Beſ.), 2. Branpion Laß (Gr.
Pur=
gold), 3. Fairfax (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 30:10.
* Automobilſport. Die achttägige Dauerfahrt
durch die öſterreichiſchen Alpen hat mit einem
vollen Siege der deutſchen Induſtrie geendet.
22 Wagen haben die äußerſt ſchwierige Bergfahrt punktfrei
abſolviert, von dieſen geſchloſſen die drei Opepl=Wagen
Nr. 17 (Fahrer Fritz Opel), Nr. 18 (Fahrer Rob. Koch)
und Nr. 19 (Karl Jörns), die ſomit den Mannſchaftspreis
gewannen. Die letzte Etappe von Graz nach Wien über
325 Kilometer wurde noch von 74 Automobilen beſtritten.
Da ſich die Straßen zum größten Teil in äußerſt ſchlechtem
Zuſtande befanden und noch einige ſtarke Steigungen wie
die Stub=Alpe und Nieder=Alpl zu überqueren waren, ſo
blieben auch am Schlußtage Strafpunkte nicht aus. Als
erſter traf der 100 Ps. Mercedes=Wagen des Herrn v.
Guttmann am Ziel in Wien vor dem Hauſe des Oeſterreich.
Automobil=Klubs ein. Im ganzen beendeten von 95
ge=
ſtarteten Wagen 73 die weite Reiſe.
* Olympiſcher Sport. In Mannheim fanden vor
einer großen Zuſchauermenge die internationalen
olym=
piſchen Spiele des Vereins für Raſenſpiele ſtatt. Herr H.
Schröck vom F.=C. Olympia ſtartete im 1000 Meter=S.=
Laufen und errang hinter Larſen=Frankfurt den II.
Ehren=
preis. Dritter wurde Dinges=Straßburg, 30 Meter
zu=
rück. Im 800 Meter=Vorgabelaufen ſtartete H. Schröck mit
5 Meter Vorgabe gegen 25 Läufer, die bis zu 60 Meter
Vorgabe hatten und paſſierte als vierter das Ziel. In den
übrigen Stafettenläufen glänzte die Mannſchaft vom F.=C.
1880 Frankfurt, die vor Charlottenburg Dortmund und
München ſiegreich blieb.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
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Feldbergſtr. 66, ein S. Karl Jakob. Am 19.: dem
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mann Ernſt Otto Hecht, Am Breitwieſenberg 9, ein S.
Ernſt Otto. Dem Trödler Aron Hochmann, Kl.=
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gaſſe 16, eine T. Anna Tilde. Am 22.: dem Glasſchleifer
Johann Georg Heinrich Bärenz, Heinheimerſtr. 13, eine
T. Käthe Johanna. Am 18.: dem Kaufmann Franz
Ju=
lius Belz, Landgraf=Georg=Straße 64, eine T. Erna
Anna. Am 24.: dem Kunſtſchloſſer Edmund Andregs
Schulz, Nieder=Ramſtädterſtr. 51, ein S. Franz. Am
22.: dem Maſchiniſt Wilhelm Schmidt, Darmſtr. 11,
ein S. Wilhelm Heinrich.
Aufgebotene. Am 20. Juni: Kaufmann Peter
Grä=
der zu Frankfurt a. M., und Anna Elſa Schödel,
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ſtraße 6. Am 21.: Metzgermeiſter Iſidor Schoemann zu
Frankfurt a. M., und Betti Landauer zu Michelbach a.
d. Lücke. Regierungsbaumeiſter Ernſt Lincke, Herdweg
62, und Emilie Roſa Louiſe Emma Georgi zu
Fried=
berg. Student Laſar Machlin, Liebfrauenſtr. 103, und
Lehrerin Mera Chaimowna Jakobſohn, Liebfrauenſtr.
103. Eiſenbahn=Praktikant Ferdinand Richard
Emmer=
ling zu Frankfurt a. M., und Anna Katharina Lina
Haber zu Alsfeld. Am 22.: Fabrikarbeiter Johann
Michael Müller zu Frankfurt a. M., und Eliſe Glitſch,
Teichhausſtr. 50. Oberlehrer Karl FriedrichLink zu
Ro=
ſtock, und Adelheid Minna Berta Geller zu Gießen.
Eheſchließungen. Am 18. Juni: Finanzaſpirant
Edu=
ard Beyſel, hier mit Sidonie Fritzſching in
Michel=
ſtadt. Am 20.: Magiſtrats=Oberaſſiſtent Ferdinand
Rö=
diger zu Hanau, mit Magdalena Brenner, hier. Wagner
Wilhelm Eidenmüller zu Kirch=Brombach, mit
Marga=
rete Eiſenhauer zu Ober=Klingen. Am 22.:
Regierungs=
baumeiſter und Dipl.=Ing. Paul Lang zu Mainz, mit
Eliſabeth Weiler, hier. Schneider Otto Hohmanng
mit Katharina Günther, beide hier. Fahrburſche
Wil=
helm Schmidt, mit Roſine Kramer, beide hier.
Zim=
mermann Karl Kraus zu Groß=Gerau, mit Suſanne
Krug, hier. Inhaber des Wach= und Schließ=Inſtituts
Wilhelm Härtner zu Kolmar i. E., mit Eliſabetha
Bunk, hier. Fahrradhändler Karl Landzettel zu
Frankfurt a. M., mit Chriſtiana Kober, hier. Kaufmann
Hermann Ferkinghoff, mit Gertrude Erbach, geb.
Erdelmaier, beide in Worms.
Geſtorbene. Am 20. Juni: Charlotte Eichhorn,
geb. Bellhäuſer, Ehefrau des Maurers) 49 J., ev.,
Egels=
bach. Friederike Fehn, geb. Schwebel, Witwe des
Schneiders, 71 J., ev., Blumenthalſtr. 36. Am 21.:
Fried=
rich Rabe, S. des Fabrikarbeiters, 2 Mte., ev.,
Ar=
heilgen. Privatier Max Frank, 67 J., iſr., Alexanderſtr.
6. Am 20.: Charlotte Fulda, geb. Stern, Witwe des
Privatiers, 75 J., iſr., Alicenſtr. 12. Am 21.: Emma
Wil=
helmine Marie Eliſe Renn, geb. Jochheim, Witwe des
Kaufmanns, 54 J., ev., Karlſtr. 7. Georg Walter, S. des
Schreiners, 2 J., ev., Obergaſſe 44. Margarete
Rein=
hardt, geb. Häußer, Witwe des Gaſtwirts, 39 J., ep.,
Schuſtergaſſe 13. Magdalene Walter, ohne Beruf, 70 J.,
ev., Holzhof=Allee 2. Am 22.: Friſeur Joſeph Nikolaus
Voß, 32 J., ev., Schützenſtr. 10. Am 19.: Poſtbote
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dreas Schmidt, 32 J., ev., Liebigſtr. 45. Am 22.: Lüiſe
Wälde, geb. Wagner, Ehefrau des Schreiners, 77 J., ep.,
Forſtmeiſterplatz 5. Am 24.: Fabrikbeamter i. P. Georg
Friedrich Bauer, 69 J., ev., Wingertsbergſtr. 7.
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Roßdörferſtraße 43, part.
kann angefahren
Guter Grund werd. i.
Akazien=
garten. Näheres bei L. Enes,
Beſſungerſtraße 66. (B128
Sücht. Wirtsleute ſuchen alshal
oder per 1. Okt. großes, gutes
Lokal, in od. außer der Stadt, auch
mit Gartenwirtſchaft, auf Hekt.
übernehm. Off. T88 Exp. (*15396im
olonialwarengeſchäft z. ve
Kranichſteinerſtr. 59. 1