Darmstädter Tagblatt 1912


26. Juni 1912

[  ][ ]

Inſerate
Abonnementspreis
175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk., aus=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
turen
Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
den Annonen=Expeditionen. Bei
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
für Aufnahme von Anzeigen an vorge=
kommt
jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 20 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Herzog Adolf Friedrich zu Mecklenburg
iſt nunmehr amtlich durch kaiſerliche Ordre vom
22. Juni zum Gouverneur von Togo, und zwar mit
Wirkſamkeit vom 27. Juli d. Js. ab, ernannt worden.
Von dem deutſch=aſiatiſchen Geſchwader
ſind aus Tientſin drei Kanonenboote zum Schutze der
Deutſchen nach Kanton abgedampft.
Zum ruſſiſchen Botſchafter in Berlin iſt
Kammerherr, Wirklicher Staatsrat S. Swerbejew,
der jetzige Geſandte in Athen, ernannt.
Der belgiſche Kriegsminiſter Michel iſt von
ſeinem Amte zurückgetreten.
Die Bergarbeiter im Borinage beſchloſſen,
den Generalſtreik zu erklären.
Der Generalſtreik der Weber in Covilkao iſt
beendet.

zur Nominierung Tafts.

** Unter dem bei den Amerikanern üblichen, für
uns Deutſche freilich ganz unverſtändlichen, kindiſchen
Getöſe iſt Taft, wie wir ſchon meldeten, auf dem Kon=
vent
der republikaniſchen Partei zum Präſidentſchafts=
kandidaten
nominiert worden. Er mußte die abſolute
Mehrheit der auf dem Konvent anweſenden 1078 Dele=
gaten
, alſo 540 Stimmen, auf ſich vereinigen, um ge=
wählt
zu werden. Da er 561 Stimmen, erhielt, ſo hat er
nur eine ſehr knappe Majorität aufzuweiſen, was um
ſo mehr in die Augen fällt, als Taft vor vier Jahren
bei einer geringeren Zahl von Delegierten mit 702 Stim=
men
nominiert wurde. Noch ungünſtiger iſt das Ver=
hältnis
für den Vizepräſidenten Sherman, der als ſol=
cher
gleichfalls wieder kandidiert.
Wie wir ſchon wiederholt betont haben, iſt mit der
Nominierung Tafts die Präſidentenwahl, welche im No=
vember
ſtattfindet, keineswegs etwa entſchieden. Zu=
nächſt
werden nun die Demokraten in dieſer Woche in
Baltimore zuſammentreten und ihrerſeits einen Präſi=
dentſchaftskandidaten
aufſtellen. Auch hier wird es noch
Kämpfe geben, doch dürfte es leichter zu einer Verſtän=
digung
kommen als in Chicago. Die Ausſichten der
Demokraten zur Wiedererlangung der Herrſchaft im
Lande ſind bekanntlich in den letzten Jahren erheblich
geſtiegen, und deshalb iſt es um die Chancen des Repu=
likaners
Taft um ſo ſchlechter beſtellt, als ſein Partei=
Ffreund Rooſevelt ſich von ihm abgeſondert hat, um als
dritter Kandidat in den Wahlkampf einzutreten. Unter
dieſen Umſtänden wird ſchon jetzt die Wiederwahl Tafts
von Vielen für ganz unwahrſcheinlich gehalten, denn nur
mit vereinten Kräften würden die Republikaner der
demokratiſchen Flut zu begegnen vermögen.
Bis zur Wahl der Wahlmänner am 5. November
ſtehen den drei Präſidentſchaftskandidaten noch mehr als
vier Monate für die Agitation zur Verfügung. Die
größten Anſtrengungen wird Rooſevelt machen, um im
März n. Js. in das Weiße Haus zu Waſhington ein=
ziehen
zu können, und man darf ſich nicht verhehlen, daß
Ueberraſchungen durchaus nicht ausgeſchloſſen ſind.
Rooſevelt hat ſchon oft bewieſen, welche Macht er über
die amerikaniſche Volksſeele hat, ihm haben einſt die
Amerikaner, ganz gleich, ob Republikaner oder Demo=
kraten
, zugejubelt, er war der Mann, dem ſie vertrauten,
der Rauhereiter=Oberſt war ihr Freund. Wer weiß, ob
Rooſevelt im Laufe der nächſten vier Monate dieſe
Macht nicht wiedergewinnt, ob es ihm nicht gelingt, die
Herzen ſeiner Landsleute im Sturm zu erobern und die
Scharte ſeiner in Chicago erlittenen Niederlage glän=
zend
auszuwetzen! Wir glauben, trotz Chicago würde
Rooſevelt mit Taft im Wahlkampfe bald fertig werden,
ſeine wirklich gefährlichen Gegner bleiben nur die Demo=
kraten
, von denen Rooſevelt nach der Wahl im Novem=
ber
1908 ſagen konnte: Wir haben ſie zu Mus gehauen!
Aber diesmal ziehen ſie doch mit berechtigten größeren
Hoffnungen in den Wahlkampf, und deshalb iſt es noch
völlig ungewiß, wie dieſer ausfallen wird.

Deutſches Reich.

Eine Reiſe des Reichskanzlers nach
Gaſtein, die in der Preſſe angekündigt wurde, iſt, wie
die Neue Politiſche Korreſpondenz ſchreibt, zwar noch
nicht endgültig beſchloſſen, ſcheint aber wahrſcheinlich
zu ſein. Der Kanzler weilt gern im Hochgebirge und
würde in Gaſtein auch Gelegenheit zum Kurgebrauch
haben. Was im Anſchluß an die Möglichkeit einer
Gaſteiner Reiſe über eine Zuſammenkunft des Reichs=
kanzlers
mit dem öſterreichiſch=ungariſchen Miniſter des
Auswärtigen Grafen Berchtold berichtet worden iſt, be=
ruht
einſtweilſen nur auf Kombincltionen. Beſtimmſte
Verabredungen ſind noch nicht getroffen.
Von Differenzen in der Kongo= Kom=
miſſion
ſpricht ein Pariſer Telegramm. Der Korre=
ſpondent
des Temps meldet ſeinem Blatte aus Bern,
daß ſich bei den Verhandlungen der deutſch=franzöſiſchen
Kongo=Kamerun=Kommiſſion zwiſchen den deutſchen und
franzöſiſchen Mitgliedern gewiſſe Meinungsverſchieden=
heiten
ergeben haben. Die Deutſchen ſollen den Ver=
ſuch
machen, die Verhandlungen auf Punkte auszudeh=
nen
, in deren Beratung die Franzoſen erſt nach Been=
digung
der Berner Verhandlungen, wenn ſich die Kom=
miſſion
nach Afrika begeben hat, an Ort und Stelle ein=
treten
wollen.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Im Abgeordnetenhaus ſtellte der Landes=
verteidigungsminiſter
v. Georgi in Beantwortung der
Interpellation Breiter über die angebliche Unbrauchbar=
keit
des erſten Dreadnoughts Viribus Unitis feſt, daß
die Nachricht des Neuen Wiener Journal in dieſer An=
gelegenheit
den Tatſachen nicht entſpreche und ſich als
eine tendenziöſe Uebertreibung der Tatſache darſtelle, daß
nämlich bei den Turmanlagen die in den erlaubten
Grenzen liegende Gewichtsüberſchreitung konſtatiert ſei.
Sie habe aber gar keine nachteiligen Folgen weder für
den Tiefgang, noch für die Geſchwindigkeit und Ma=
növrierfähigkeit
ergeben. Die Mariueverwaltung hat
nicht den geringſten Grund, irgend etwas beſonderes
wegen der Turmanlagen oder der Geſchützausführung zu
veranlaſſen.
Italien.
Die Kammer genehmigte mit 161 gegen 43 Stim=
men
die am 13. Oktober 1909 zu Bern unterzeichneten
internationalen Akte betr. den Rückkauf der Gotthard=
bahn
ſeitens der Schweiz.
Frankreich.
Die Bäckermeiſter in Toulouſe beſchloſſen, je=
den
Betrieb einzuſtellen und ihre Läden zu ſchließen.
Infolge der Erklärung der Bäcker von Tarbes, daß
ſie außerſtande ſeien, ſich das für die Broterzeugung
notwendige Mehl zu verſchaffen, gab der Präfekt des
Departements der Ober=Pyrenäen bekannt, daß der Han=
delsminiſter
die Bäcker mit den erforderlichen Mehl=
vorräten
verſorgen werde.
Der Miniſterrat befaßte ſich mit den Folgen
des Ausſtandes der Seeleute. Die Lage erſcheint, wie
offiziös erklärt wird, umſo ernſter, als es fraglich iſt.
ob der Marineminiſter den Poſtdampfern, die für die
unerläßliche Schiffsverbindung im Mittelmeer erforder=
lichen
Mannſchaften wird zur Verfügung ſtellen können.
In Parlamentskreiſen glaubt man, daß die Regierung
genötigt ſein werde, ſich zur Aufhebung des Flaggen=
monopols
zu entſchließen.
England.
Unterhaus. In der Diskuſſion über die Reſo=
lutionen
zum Budget erinnerte Lloyd George das Haus
daran, daß bei der Aufſtellung des Budgets zwei Mög=
lichkeiten
in Rechnung gezogen und deshalb der Ueber=
ſchuß
in Reſerve geſtellt wurde. Die erſte Möglichkeit
war die Wirkung des Kohlenarbeiterſtreiks auf die Ein=
nahmen
. Er freue ſich ſagen zu können, daß es die Reg=
ſamkeit
des Handels wäre, wenn er ſicher ſei, daß es
unnötig ſein würde, auch nur einen einzigen Pfennig
der großen Reſerve zu kürzen, um die durch den Streik
entſtandenen Schädigungen zu beſeitigen. Die zweite
Möglichkeit, die er bei der Aufſtellung des Budgets er=
wähnte
, ſei das mögliche Anwachſen der Forderungen
der Admiralität geweſen.
Bei der Einbringung der Flottenvor=
lage
ſagte Churchill ganz klar, daß ſich die Vorlage

gründe auf die Annahme, daß das deutſche Flottengeſetz
ungeändert bleibe. Damals war dem Reichstage eine
Vorlage zugegangen, die gegenüber dem alten deutſchen
Flottengeſetz eine erhebliche Vermehrung enthielt. Seit=
her
ſei dann die Vorlage Geſetz geworden. Es ſei nicht
mehr Möglichkeit, ſondern eine Tatſache der man ſich
gegenüber befinde. Dies neue Geſetz ſehe eine über
6 Jahre verteilte Vermehrung für das deutſche Flotten=
programm
vor, die ſich im Ganzen auf 10 Millionen
Pfund Sterling beziffere. Redner ſchloß: Schatzkanzler
Lloyd George wird demnächſt einen Nachtrags= Flotten=
etat
vorlegen. Ich will ſeiner Erklärung nicht vorgreifen
und mich auf den Etat nur ſo weit beziehen, als es
zur Darlegung meines Finanzexpoſés notwendig iſt.
In dieſem Jahre wird die Summe, die Churchill nach=
träglich
fordern wird, eine Million nicht überſchreiten.
Aber in den folgenden Jahren werden hohe Summen
erforherlich als Folge des Programms, deſſen Aus=
arbeitung
Churchill für notwendig halten wird. Lloyd
George führte weiter aus, daß 500000 Pfund Sterling
des Ueberſchuſſes dem Kolonialamt vorgeſtreckt würden
zur wirtſchaftlichen Entwickelung von Britiſch=Oſtafrika
und Uganda. Die übrigen 5 Millionen würden für die
Schuldentilgung verwandt. (Beifall auf allen Bänken.)
Zur Begründung der Aufwendung einer halben Mill.
Pfund Sterling für Britiſch=Oſtafrika und Uganda führte
Lloyd George aus: Die Produktion dieſer Gebiete na=
mentlich
von Weizen und Baumwolle befindet ſich in
einer außerordentlichen Entwickelung und hat ſich in
zwei Jahren mehr als verdoppelt. In dieſem Jahre
werde eine Ausfuhr von 105000 Zentnern Baumwolle
aus Uganda erwartet. Die Eiſenbahnen, Piers, Dampf=
boote
und die Straßen ſtänden gänzlich außer Verhält=
nis
zu dieſen neuen Produktionsmengen. Der Eiſen=
bahnverkehr
habe ſich gewaltig vergrößert und das rol=
lende
Material müſſe notwendig vermehrt werden. In
den Lagerhäuſern und in den Lagerrampen gingen große
Mengen der Produktion zu Grunde. Infolge des Man=
gels
an Straßen könnten die Eingeborenen ihre Erzeug=
niſſe
nicht an die See bringen und würden dadurch ent=
mutigt
. Aus dieſem Grunde beantragte Lloyd George,
dem Kolonialetat eine halbe Million Pfund Sterling
vorzuſtrecken. Er erwartet davon eine Verzinſung von
3½2 Prozent.
Die Erklärung des Schatzkanzlers über
die Verwendung des Budgetüberſchuſſes findet in der
Preſſe eine günſtige Aufnahme. Ueber die Verwendung
von 1 Million Sterling für die Flotte ſchreibt der
Daily Chronicle:
Es iſt der Gegenſtoß gegen die Extraausgabe, die
Deutſchland nach dem neuen Flottengeſetz auf ſich genom=
men
hat. Dieſe Ausgaben geben keine Veranlaſſung für
unangebrachte Beſorgniſſe, aber inſofern die Lage da=
durch
geändert wird, müſſe man Gegenmaßregeln ergrei=
fen
. Die Daily News beklagen die neuen Ausgaben
und erklären ſie als eine Folge der ſalſchen auswärtigen
Politik Englands, die in 12 Jahren das engliſche Flotten=
budget
von 13 auf faſt 50 Millionen Pfund Sterling
gebracht habe. Dieſe Entwickelung könne nur durch
eine Aenderung der Politik aufgehalten werden. Der
Daily Telegraph führt aus, daß die Zuwendung von
1 Million Pfund Sterling für die Admiralität zunächſt
keine Vermehrung des Flottenetats bedeute, da die Ad=
miralität
im vorigen Etatsjahre 1,6 Millionen Pfund
Sterling von der vom Parlament bewilligten Summe
nicht ausgegeben habe. Das Blatt beſorgt, daß die Re=
gierung
nicht mit der nötigen Energie in der Flotten=
frage
vorgehe. Die Times ſagt: Wenn von dem Ueber=
ſchuß
des letzten Budgets nur 1 Million Pfund Sterling
auf die Flotte entfiele ſo würde Churchill berechtigt ſein,
bei der Einführung des Nachtragsetats weitere Sum=
men
aus dem laufenden Budget zu fordern: man müſſe
erwarten, daß er das entweder tun oder überzeugende
Gründe vorbringen werde.
China.
Die chineſiſche Anleihe. Wie das Reuterſche
Bureau erfährt, nimmt das Abkommen über die chine=
ſiſche
Anleihe, das in Paris unterzeichnet worden iſt,
dank der Sorge, jedes politiſche Element fern zu hal=
ten
, keinen Bezug auf die ruſſiſchen und japaniſchen
Sonderintereſſen. Da man immer noch über das Abkom=
men
Schweigen bewahrt, iſt es ſchwer, genaue Angaben
zu erlangen. Während auf der einen Seite erklärt wird,
daß die Forderungen, die Rußland und Japan erhoben,
als ſie die Aufforderung zur Teilnahme an der Anleihe
annahmen, noch aufrecht erhalten werden, wird von an=
derer
Seite angedeutet, daß ſie von den anderen Mäch=
ten
nicht angenommen und in der Folge als Ergebnis

[ ][  ][ ]

Seite 2.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148,

eines Kompromiſſes zurückgezogen worden ſeien. Welche
Erklärung richtig ſein mag, kann man nicht ſagen, ſo viel
ſteht jedenfalls feſt, daß in dem Pariſer Anleiheabkom=
men
auf politiſche Sonderintereſſen irgend einer betei=
ligten
Macht kein Bezug genommen wird. Es wird an=
genommen
, daß Rußland einen Teil des von ihm für
die Anleihe aufzubringenden Geldes in Frankreich und
Belgien flüſſig machen wird. Japan wird, wie erklärt
wird, das Geld ſich auf ſeinem eigenen Markte verſchaf=
en
. Während das Abkommen im allgemeinen dahin
geht, China gegen 60 Millionen Pfund Sterling zu
leihen, unterliegt es der Wahl der Bankengruppen, zu
beſtimmen, wann und in welcher Weiſe dieſe Summen
vorgeſtreckt werden ſollen und die Gruppen ſind nicht
verpflichtet, dieſe Summen vorzuſtrecken, wenn nicht die
Lage Chinas nach Anſicht der Banken für einen ſolchen
Schritt die nötige Bürgſchaft bietet. Die bereits gege=
benen
Vorſchüſſe ſollen aus der Anleihe zurückgezahlt
werden. Die Anleihe wird ſich vorausſichtlich auf einen
Zeitraum von 5 Jahren verteilen.

* Ueber einen Herzensroman des Kron=
prinzen
Boris wird der Poſt aus Bukareſt tele=
graphiert
: Hieſige Blätter veröffentlichen unter der
Ueberſchrift: Der Herzensroman des Kronprinzen
Boris einen Artikel, worin erzählt wird Großfürſt
Boris von Bulgarien habe an dem Tage ſeiner Groß=
jährigkeitserklärung
ſeinem Vater erklärt, er ſei in die
rumäniſche Prinzeſſin Eliſabeth, die älteſte Tochter des
rumäniſchen Thronfolgerpaares, verliebt und wolle ſich
mit dieſer verloben oder überhaupt nicht heiraten. Er
habe ſie zwar niemals geſehen, ſich aber in das Bild
der Prinzeſſin verliebt. König Ferdinand ließ die Stim=
mung
in Bukareſt ſondieren. König Karol wünſchte je=
doch
die Heirat nicht. Darauf wandte ſich König Fer=
dinand
an Kaiſer Franz Joſef, um ſeine Intervention
herbeizuführen, worauf König Karol ſeinen Widerſtand
aufgegeben habe.
* Petersburg, 24. Juni. Der ruſſiſche Geſandte
in Athen Swerbejew wurde zum Botſchafter in
Berlin ernannt.

Stadt und Land.
Darmſtadt, 26. Juni.

* Vom Hofe. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
empfingen am Montag vormittag 10 Uhr in
Jagdſchloß Wolfsgarten den Forſtmeiſter Schäfer aus
Mönchbruch. Prinzeſſin Franz Joſeph von
Battenberg nahm am Montag an der Frühſtückstafel
in Jagdſchloß Wolfsgarten teil. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Pfarrer Richard Sittel zu Stadecken
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Udenheim, Dekanat
Oppenheim.
Das Großh. Regierungsblatt vom 25. Juni
hat folgenden Inhalt: 1. Ueberſicht der von Großh.
Miniſterium des Innern für das Kalender= bezw. Rech=
nungsjahr
1912 zur Erhebung genehmigten Umlagen
zur Beſtreitung der Bedürfniſſe der iſraelitiſchen Religions=
gemeinden
des Kreiſes Heppenheim. 2. Bekanntmachung,
die für das Rechnungsjahr 1912 zur Beſtreitung der
Kommunalbedürfniſſe der iſraelitiſchen Religionsgemeinde
Mainz zu erhebenden Umlagen betreffend. 3. Bekannt=
machung
, die Ergebniſſe aus der Rechnung der Staats=
ſchuldenverwaltung
für das Etatsjahr 1909 betreffend.
4. Ordensverleihungen. 5. Ermächtigung zur Annahme
und zum Tragen fremder Orden. 6. Zulaſſungen zur
Rechtsanwaltſchaft. 7. Dienſtnachrichten.
Geheimerat Dr. Kittler feierte geſtern
ſeinen 60. Geburtstag. Prof. Kittler iſt ſeit 1893
kommiſſariſches Mitglied der Abteilung für Bauweſen
des Miniſteriums der Finanzen, ſeit 1899 Mitglied der
Erſten Kammer der Stände auf Lebenszeit. Seine aka=
demiſche
Laufbahn begann er 1881 als Privatdozent für
Phyſik an der Techniſchen Hochſchule in München. Am
1. November 1882 erhielt er die neugeſchaffene Pro=
feſſur
für Elektrotechnik in Darmſtadt
Das von Kittler hier geſchaffene elektrotechniſche Inſtitut
wurde vorbildlich für die meiſten übrigen Hochſchulen.
Einen zweimaligen Ruf als Direktor einer großen
Elektrotechniſchen Firma und einen Ruf an eine aus=

wärtige Hochſchule hat er abgelehnt. Sein Hauptwerk
iſt das Handbuch der Elektrotechnik Geheimerat
Kittler ſtammt aus Schwabach bei Nürnberg.
Flugpoſt am Rhein uud Main. Die Flug=
poſt
hat am Sonntag, den 23. Juni, nachts ihr Ende er=
reicht
. Die bis dahin eingeworfene Poſt wird weiter
befördert. Die Montag morgen Darmſtadt paſſierende
Schwaben hatte wieder Poſt an Bord. Die Auflöſung
des Zeppelinrätſels kann erſt bekannt gegeben
werden, wenn alle Löſungen auf dem Luftweg ein=
getroffen
ſind. Die Preiſe der Luftpoſtwertzeichen
werden ſchon jetzt in die Höhe getrieben. Die Geſchäfts=
ſtelle
hat ſich, dies vorausſehend, einen Vorrat von an
ſie ſelbſt adreſſierten, in der zweiten Woche durch die
Luft beförderter und abgeſtempelter Luftpoſtkarten jeder
Art geſichert. Auch iſt ein Teil der verkauften Auflage
grüner Marken zurückgekauft worden, da bereits 2 Mk.
für dieſe Marke verlangt werden. (Auch für die gewöhn=
liche
graue Karte wird bereits auswärts bis 3 Mk. ge=
zahlt
.) Alle Luftpoſtwertzeichen ſind zu den jetzt feſt=
geſetzten
Preiſen bis zum 15. Juli, ſoweit der Vorrat
und die Auflage reicht, unter Flugpoſt Darmſtadt zu
beziehen und außerdem in vollſtändiger Auswahl nur
in der Hof=Buchhandlung und Kunſthandlung Johs.
Waitz, Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 16, und in der
Briefmarkenhandlung von Daudt, Schulſtraße 11, zu
haben. Dort iſt auch eine kleine Ausſtellung der vor=
handenen
Luftvoſtwertzeichen.
Wilhelm Langenbach=Buche Man ſchreibt uns:
Zu einer kleinen, aber recht ſinnigen Feier verſammelten
ſich die Vorſtandsmitglieder des Vereins Walderho=
lungsſtätte
und die näheren Anverwandten des
verſtorbenen Kommerzienrats Wilhelm Langenbach in
der Frauen=Walderholungsſtätte, um ein Denkmal einzu=
weihen
, wie es ſchöner wohl nicht gedacht werden kann
und wie es dem ſchlichten Sinne dieſes hervorragenden
Mannes entſprach. Nachdem ſich die Pfleglinge der bei=
den
Walderholungsſtätten um die noch beſonders ge=
ſchmückte
und in der Frauen=Walderholungsſtätte
ſtehende ſchlanke Buche gruppiert hatten, hielt Herr Bür=
germeiſter
Mueller eine zu Herzen gehende Anſprache,
in der er auf die Verdienſte des hier zu Ehrenden um das
Zuſtandekommen der Walderholungsſtätten hinwies.
Er pries die aufopferungsvolle Tätigkeit des Verſtorbe=
nen
, der ſich durch keinen Mißerfolg habe entmutigen
laſſen und ſtets energiſch für das einmal als gut Anerkannte
eingetreten ſei. Treffender konnte wohl die Perſönlich=
keit
Langenbachs nicht charakteriſiert werden, als dies
durch die Protektorin des Vereins Walderholungsſtätte,
die Fürſtin von Erbach=Schönberg, in einem Schreiben
geſchah, in dem ſie bedauernd mitteilte, daß ſie leider an
der Feier nicht teilnehmen könne und Wilhelm Langen=
bachs
energiſchen Idealismus rühmend hervorhob Nach
einem kurzen Rundgang durch die prächtigen Erholungs=
ſtätten
, die von den Pfleglingen einfach, aber deſto ſchö=
ner
mit Baumzweigen und Farnkräutern geſchmückt wa=
ren
, wurde Kaffee und Gebäck gereicht und fand die ein=
fache
Feier damit ihr Ende, durch die einem Manne ein
Denkmal geſetzt wurde, der auf dem Gebiete der Wald=
erholungsſtätten
eine ſegensreiche Tätigkeit entfaltete.
Poſtblatt. Anfang Juli erſcheint eine neue
Nummer des Poſtblatts, das eine Beilage zum
Reichsanzeiger bildet, aber auch für ſich bezogen werden
kann. Im Poſtblatt das im Reichs=Poſtamt zu=
ſammengeſtellt
wird, ſind die wichtigſten Verſendungs=
bedingungen
und Tarife für Poſtſendungen aller Art,
ſowie für Telegrammerenthalten. Auf die ſeit dem Er=
ſcheinen
der vorangegangenen Nummer (Anfang April)
eingetretenen Aenderungen wird in der neuen Nummer
durch beſonderen Druck (Schrägſchrift) hingewieſen. Das
Poſtblatt kann auch nehen anderen, umfangreicheren
Hilfsmitteln für den Verkehr mit der Poſt und
Telegraphie (Poſtbücher Poſt= und Telegraphennach=
richten
für das Publikum uſw.) mit Vorteil benutzt
werden, weil es dieſe bis auf die neueſte Zeit ergänzt.
Der Bezugspreis des Poſtblatts beträgt für das ganze
Jahr 40 Pfg., für die einzelne Nummer 10 Pfg. Be=
ſtellungen
werden von den Poſtanſtalten entgegen=
genommen
.
Blutwein‟. Seit einigen Jahren bringen
ſpekulative Händler unter der Bezeichnung Blutwein‟
ſüdländiſche Weine oder auch geſpritete, ſchwach ange=
gorene
Moſte, deren Gärung durch Alkoholzuſatz unter=
brochen
wurde, in den Handel und haben es verſtanden,
durch Anpreiſungen wie Medizinalblutwein, blutbildend,
der beſte für Blutarme und Geneſende den Anſchein zu
erwecken, als kämen dieſen Weinen beſondere blutbildende
oder blutverbeſſernde Eigenſchaften zu. Sie haben damit

einen ſchwunghaften und einträglichen Handel betrieber
zum Schaden des reellen Weinhandels und der Konſu
menten. Denn die Bezeichnung iſt irreführend und au
Täuſchung berechnet, da derartige Eigenſchaften der
Weinen nicht zukommen. Nachdem Intereſſenten au
dem Weinhandel und hervorragende Sachverſtändige ſic
gegen dieſen Mißbrauch erklärt haben, hat jetzt der Reichs
kanzler die Bundesregierungen zu gleichmäßigem Vorgeher=
gegen
die Bezeichnung Blutwein auf Grund des Geſetze
gegen den unlauteren Wettbewerb aufgefordert. Di=
Bezeichnung Medizinalwein iſt wiſſenſchaft
lich unbegründet. Mit Rückſicht auf jahrelang=
Gewohnheit kann ſie zugelaſſen werden für konzentrierte
reine Südweine, wenn ſie nach Herſtellung und Be=
ſchaffenheit
dem deutſchen Weingeſetz und den im Ur
ſprungsland geltenden geſetzlichen Vorſchriften ent
ſprechen. Keineswegs aber kommt dieſen Südweiner
für die Krankenbehandlung im allgemeinen eine höher
Bedeutung zu als den inländiſchen Gewächſen aus
guten Lagen.
* Verein der Hundefreunde Darmſtadt und Um
gegend, e. V. Auf der am 23. Juni abgehaltenen
Hundeausſtellung in Bad Kreuznach wurden die Hund
folgender Mitglieder prämiiert: Für Boxer Herr Katzen=
bach
zwei erſte und Ehrenpreis, Herr Karg einen
erſten, zweiten und Ehrenpreis. Für Dobermänne=
Herr Feldmann, Crumſtadt, zwei erſte, vier zweite und
Ehrenpreis. Für Rottweiler Herr Rieſterer zwei erſte
und Ehrenpreis.
* Liederzweig. Das Sommerfeſt des Lieder=
zweigs
findet am Sonntag, den 30. Juni, im Saal=
bau
ſtatt. Seit ſeiner Verlegung in den herrlicher
Saalbaugarten iſt dieſes Feſt ein beſonders beliebtes
Familienfeſt geworden, was der ſtets vollbeſetzte
Garten bewies. Für muſikaliſche Unterhaltung ſorgt
wieder die Kapelle des Leibgarde=Regiments Nr. 115
und der Vereinschor. Näheres ſiehe Programme und
Anzeigen.
Bayern=Tag in München. Ein ſeltenes Feſt
wird es ſein, das am 28. Juli in München ſtattfindet
denn nicht nur ſämtliche Bayern=Vereine Deutſchlands,
ſondern aus allen Teilen des Auslandes kommen die
Vereine nach der Hauptſtadt München, um ihrem greiſen
Regenten, Prinzregent Luitpold, eine Huldigung darzu=
bringen
. Der dortige Feſtausſchuß hat alles aufgeboten
um dieſe Feier zu einem Glanzpunkt Münchens zu
geſtalten. Schon allein der Name München würde ge=
nügen
(mit ſeinen Kunſt= und Sehenswürdigkeiten
Bayeriſche Gewerbeſchau uſw.), jedem einzelnen zu ver=
ſichern
, daß er auf ſeine Koſten kommt. (Näheres ſiehe
Anzeige.)
* Im Heſſiſchen Hof konzertiert heute Mittwoch,
den 26. d., die Kapelle des Leibgarde=Regiments unter=
Leitung des Herrn Obermuſikmeiſter Hauske. Zur Auf=
führung
gelangen Solovorträge und Fanfaren=Märſche.
(Siehe Anzeige.)
Städtiſcher Saalbau. Im morgigen 5. Don=
nerstags
=Konzert der Kapelle des Leibgarde=
Regiments, welches bei großer Gartenillumination ſtatt=
findet
, werden u. a. zum Vortrag kommen; die Syme
phoniſche Dichtung Moldau von Fr. Smetana,
das Triſtan=Vorſpiel und Iſoldens Liebestod von
R. Wagner und Andante cantabile a. d. 5. Sym=
phonie
von Beethoven. (Siehe Anzeige.)
C. Obſtpreiſe. Der Durchſchnittspreis des Doppel=
zentners
der verſchiedenen Obſtarten ſtellte ſich im Groß=
herzogtum
Heſſen im Jahr 1911 folgendermaßen: Apri=
koſen
38,14 Mk., Walnüſſe 34,85, Pfirſiche 26,65, Kirſchen
26,17, Tafeläpfel 21,95, Tafelbirnen 17,72, Wirtſchafts= 13,59, Zwetſchen und Pflaumen 10,79, Wirtſchafts=
birnen
9,94. Bezeichnend iſt dabei der hohe Preis der=
Kirſchen, welcher den der Pfirſiche faſt erreicht hat. Hin=
ſichtlich
des Ertrags an Tafel= und Wirtſchaftsäpfeln
ſteht der Kreis Friedberg oben an, während Wirtſchafts=
birnen
hauptſächlich auf den Kreis Dieburg entfallen,
Zwetſchen und Pflaumen lieferte hauptſächlich der Kreis
Oppenheim, während im Kreiſe Bingen die Walnüſſe
an erſter Stelle rangieren. Von dem Geſamtertrag an
Aprikoſen lieferte der Kreis Mainz etwas über zwei
Drittel und von dem an Pfirſichen der gleiche Kreis
über die Hälfte. Im ganzen Lande wurden im Jahr
1911 458 722 Doppelzentner Obſt im Werte von
6 688 376 Mk. geerntet gegenüber 551 664 Doppelzentnern
im Werte von 5997075 Mk. im Jahre 1910.

Bensheim, 25. Juni. Wir verweiſen nochmals
auf das am kommenden Sonntag in Knoden ſtatt=
findende
Odenwälder Volks= und Trachten=

Neue Forſchungen über den jungen
Raffael.
Von Dr. Walter Bombe=Florenz.

Ww. Was große Meiſter alter Zeiten geſchaffen haben,
das gibt der übrigen Menſchheit Jahrhunderte lang zu
fragen und zu forſchen, aber je mehr der Forſcher in das
Verſtändnis jener Großen einzudringen glaubt, deſto
zahlreicher ſteigen neue Rätſel vor ihm auf, die der Deu=
tung
harren. So iſt es auch mit der Frage der Entwick=
lung
des jungen Raffael, einem der ſchwierigſten Probleme
der geſamten Kunſtwiſſenſchaft, einem Problem, das ſeit
den Zeiten Giovanni Morellis nicht aufgehört hat, die
Verehrer des Künſtlers zu beſchäftigen. Die urſprünglich
zwar vielfach bekämpften, heute aber wohl allgemein an=
genommenen
Forſchungsreſultate Morellis gipfelten in der
Entdeckung des Zuſammenhanges zwiſchen den früheſten
Werken Raffaels und dem Stile des in Bologna ausge=
bildeten
Urbinaten Timoteo Viti. Alle Unklarheit ſchien
beſeitigt, wenn man mit Morelli annahm, daß der junge
Künſtler durch Timoteo Viti in die bologneſiſch=ferrareſiſche
Tradition eingeführt wurde, deren Einflüſſe in ſeinen
früheſten Werken klar zutage treten. Dieſe Einflüſſe
weichen ſpäter denen Peruginos, in deſſen Werkſtätte Raf=
fael
erſt kurz vor 1500 trat, wahrſcheinlich nicht als Lehr=
ling
, ſondern als Gehülfe, der eine gediegene künſtleriſche
Ausbildung nach Perugia mitbrachte.
Vor 20 Jahren, als Morellis kunſtkritiſche Studien
über italieniſche Malerei erſchienen, durfte man faſt glau=
ben
, daß nun das letzte Wort über Raffaels Jugendent=
wicklung
geſprochen ſei; heute aber ſtehen wir ſchon in den
Anfängen einer neuen Raffael=Forſchung, die es verſucht,
auf analytiſchem und archivaliſchem Wege die inneren Be=
ziehungen
des jungen Künſtlers zu älteren Zeitgenoſſen
aufzudecken. So gab Gronau vor drei Jahren in ſeiner
Neubearbeitung des von der Deutſchen Verlagsanſtalt
herausgegebenen Raffael auf Grund eindringender Forſch=
ungen
eine vielfach neue chronologiſche Anordnung der
Werke des Urbinaten, und faſt gleichzeitig lieferten eine
Anzahl durch G. Magherini=Graziani entdeckte Doku=
mente
uns die erſten feſten Daten über Raffaels ſelsſtärdige

künſtleriſche Tätigkeit. Dieſen Urkunden zufolge hat ſich
der junge Raffael gemeinſam mit einem bis jetzt faſt gänz=
lich
unbekannten Maler Evangeliſta di Piandimeleto am
10. November 1500 verpflichtet, für die Kirche St. Ago=
ſtino
in Citta di Caſtello eine Krönung des heiligen Ni=
kolaus
von Tolentino zu malen, für welches Bild beide
Künſtler am 13. September 1501 die letzte Zahlung emp=
fingen
. Evangeliſta war Schüler Giovanni Santts, des
Vaters Raffaels, in deſſen Werkſtätte er bereits 1483 als
Famulus erwähnt wird: vielleicht hat er als der lang=
jährige
Mitarbeiter Santis die künſtleriſche Erziehung des
jungen Raffael übernommen. Aus einigen von Ercole
Scataſſa publizierten Urkunden geht hervor, daß Evan=
geliſta
und Timoteo Viti ſeit 1515 ſtets zuſammen ge=
nannt
werden, alſo wahrſcheinlich das Malerhandwerk ge=
meinſam
betrieben. Auf Grund dieſer Tatſachen hat
Gronau die bezwingend verführeriſche Hypotheſe aufge=
ſtellt
, daß eine Ateliergemeinſchaft zwiſchen Evangeliſta
und Timoteo Viti bereits ſeit dem Tode Giovanni San=
tis
beſtand, und daß demnach der elfjährige Raffael in der
mit Viti gemeinſam betriebenen Werkſtätte ſeine erſte
künſtleriſche Ausbildung erhalten habe. Demnach hätten
Timoteo Viti und Evangeliſta di Piandimeleto das Ver=
dienſt
, die erſten Lehrer Raffaels geweſen zu ſein. Leider
iſt die künſtleriſche Tätigkeit Evangeliſtas noch ſehr in
Dunkel gehüllt; ſolange es nicht gelingt, ein wirklich ſiche=
res
Werk des Meiſters aufzufinden, bleiben wir auf Ver=
mutungen
angewieſen.
Den hochintereſſanten Nachweis einiger Fragmente
jenes Jugendwerkes, der Krönung des heiligen Nikolaus
von Tolentino, der bis jetzt verſchollen und verloren ge=
glaubten
erſten Altarkompoſition, die Raffael gemeinſam
mit Evangeliſta zu malen ſich verpflichtete, verdanken wir
Oskar Fiſchel, einem tiefgründigen Kenner Raffaels,
der durch das Studium der Handzeichnungen neue ſichere
Grundlagen für die Kenntnis des großen Meiſters
ſchaffen hat. Schon vor Jahren, bei Gelegenheit der Aus=
ſtellung
altumbriſcher Kunſt in Perugia 1907, tauchte ein
angebliches Fragment des Werkes, die Figur eines ſegnen=
den
Gottvaters, auf. Das Stück trug zwar alle Kennzeichen
der Schule Raffaels, mußte aber der ſpäteren Epoche de
Meiſters, der Zeit der Loggienmalereien, zugewieſen wer=

den. Auch entſprach dieſes Fragment nicht der uns noch
erhaltenen Zeichnung im Muſée Wicar in Lille, die, zum
Uebertragen mit dem Quadratnetz bedeckt, als das letzte
Stadium der Kompoſition vor der Ausführung angeſehen
werden mußte, und die Modellſtudie Gottvaters darſtellt,
wie er eine Krone überreicht. Dieſe Figur des von einer
Glorie umgebenen Gottvater, der eine Krone vor ſich hält,
mit der er den zur Erhebung in den Himmel erwählten
Heiligen zu krönen ſich anſchickt, hat jetzt Fiſchel im neue=
ſten
Hefte des Jahrbuches der Preußiſchen Kunſtſammlun=
gen
mit Sicherheit in einem Fragment des Neapeler Mu=
ſeums
nachgewieſen. Eine Kette von Indizien und Be=
weiſen
gliedert das intereſſante Stück dem urſprünglichen
Zuſammenhange ein:
Im Jahre 1789 ſtürzte während eines verheerenden
Erdbebens die Kirche S. Agoſtino in Citta di Caſtello ein
und begrub unter ihren Trümmern das koſtbare Bild.
Um den Mönchen beim Wiederaufbau der Kirche zu hel=
fen
, willigten die Beſitzer des Altars in den Verkauf des
Bildes, unter der Bedingung, daß eine Kopie für den wie=
derhergeſtellten
Altar gemalt werde. Ein Käufer fand ſich
ſchließlich in der Perſon Papſt Pius VI., der den oberen,
ſchwer beſchädigten Teil in einzelne Stücke zerſchneiden
und die Figuren Gottvaters, der Maria und des heiligen
Auguſtin als Einzelbilder reſtaurieren und herrichten
ließ. Im Februar 1798 zog die franzöſiſche Revolutions=
armee
in Rom ein. Es folgte die Plünderung der päpſt=
lichen
Privatgemächer und der Bibliothek, wobei natürlich
die koſtbaren Stücke der Gier der fremden Eindringlinge
zum Opfer fielen. Einer der Revolutionsſoldaten brachte
das Fragment mit der Figur Gottvaters in die Kirche
S. Luigi dei Franceſi, vielleicht, wie Fiſchel annimmt, in
einer Wallung ſoldatiſchen Ehrgefühls. Von dort wurde
es bald darauf in die bourboniſche Galerie des Palazzo
Francavilla übertragen, wo es in einem Inventar von
1802 erwähnt wird, mit der Bemerkung: Dieſes Bild
wurde von den Franzoſen aus dem Zimmer Papſt
Pius VI. entfernt.
Den unteren Teil des verſchwundenen Altarbildes er=
ſetzt
wenigſtens bis zu einem gewiſſen Grade die im Jahre
1791 vor dem Verkauf des Bildes angefertigte Kopie, die
ſich heute in der ſtädtiſchen Galerie zu Citta di Caſtello

[ ][  ][ ]

Nummer 148,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Seite 3.

eſt veranſtaltet vom Odenwaldklub, Sektion Bens=
eim
, über das wir bereits eingehend berichtet haben.
as Programm verſpricht einen genußreichen Tag und
rs idylliſche Knoden wird ohne Zweifel auch in dieſem
ahre wieder ſeine Anziehungskraft ausüben. Die
rachtenbeteiligung iſt groß und alt und jung wird ſich
i dem bunten Treiben gern ergötzen. Zutritt: Konzert
nd Tanzbeluſtigung im Freien koſtenlos.
* Erbach, 25. Juni. Einer Einladung des Grafen
eorg Albrecht zu Erbach=Erbach und von Wartenburg=
oth
folgend, veranſtaltete das Schubert= Quar=
ett
aus Darmſtadt ein Konzert auf dem Jagdſchloſſe des
rafen zu Eulbach. Das aufgeſtellte Programm von 10
ummern fand ungeteilten Beifall der hohen Herrſchaften
nd ernteten hauptſächlich die Soli des Herrn Emil
ulzmann, Bariton (Schüler der Joachimſchen Geſang=
hule
), und Karl Sulzmann (Tenor), ſowie Begleitung des
errn Dirigenten Guſt. Adam reiches Lob. Nach dem I.
eil des Programms wurden unter perſönlicher Führung
es Grafen die herrlichen Parkanlagen beſichtigt und an=
hließend
die Sänger zur Mittagstafel herangezogen,
selche, durch Rede und Gegenrede gewürzt, einen animierten
erlauf nahm. Es folgte dann der II. Teil des Pro=
ramms
, nach welchem ſich die verſammelten hohen Herr=
haften
im Kreiſe ihrer Sängergäſte photographieren
eßen. Eine Rundtour, welche in Erbach ſchloß, beendete
ie für das Schubert=Quartett und ihren wackeren Diri=
enten
ſo bedeutungsvolle ſchöne Sängerfahrt.
sd. Beerfelden, 25. Juni. In der Gemeinde Ober=
inkenbach
wurde durch Waldarbeiter das Abbren=
en
einer Waldfläche beſorgt. Dabei lief das
euer weiter und konnte nur mit großer Mühe gelöſcht
derden. Es vernichtete 78 Morgen jungen
annenwald, wodurch ein beträchtlicher Schaden
ntſtand.
Ober=Oſtern, 25. Juni. Bei den Erdarbeiten der
straße Weſchnitz=Unter=Oſtern werden fortgeſetzt Alter=
ümer
gefunden. Es wurden ſchon mehrere Stein=
reuze
zutage gefördert. Auch hat man ſchon mehrere
Joldatengräber aufgedeckt. Die Soldatengräber
ammen entweder aus der Zeit des 30jährigen Krieges,
o Tilly mit ſeinen Scharen die Gegend berührt hat,
der ſie ſind neueren Urſprungs, und zwar aus den Frei=
eitskriegen
.
Heſſelbach i. O., 24. Juni. Geſtern abend und die
verfloſſene Nacht tobten heftige Gewitter über
dem ſüdlichen Odenwald. Dabei ſchlug der Blitz in die
Hofreite eines hieſigen Landwirts ein und tötete zwei
Kühe.
Seligenſtadt, 24. Juni. Beim Baden ertrun=
en
iſt der 11jährige Otto Friedmann, Sohn des
Fabrikarbeiters Friedmann. Nach Schluß der Schule
egab ſich der Junge mit mehreren Kameraden an den
Main, um zu baden, zog die Kleider aus und ſprang in
den Main, kam aber nicht wieder zum Vorſchein. Als
die übrigen Kinder dies merkten, riefen ſie um Hilfe, und
die Stelle wurde alsbald abgeſucht. Allein es war zu
ſpät, und der Junge konnte nur noch als Leiche gebor=
gen
werden.
Koſtheim, 25. Juni. Auf der Fahrt mainaufwärts
verunglückte geſtern in der Nähe von Flörsheim der
Laſtkahn Katharina von=Rotterdam der eine Ladung
von 20000 Zentner aufzunehmen vermag. Das Schiff,
das in ſeinem vorderen und hinteren Teil voll geladen
und in der Mitte leer geblieben war, ſenkte ſich an den
beiden Stellen ob ſeiner Laſt und knickte in der
Mitte zuſammen. Es gelang, das Fahrzeug auf
flachen Grund auflaufen zu laſſen; der Verkehr auf dem
Main iſt ſomit nicht geſtört.
Friedberg, 25. Juni. Der Bergarbeiter Adam
Kiſſel aus Laubus=Eſchbach wurde in der Grube Ros=
bach
von abbröckelndem Geſtein in den 45 Meter tiefen
Schacht hinabgeriſſen und dabei ſo ſchwer
verletzt, daß er nach wenigen Minuten verſtarb.
Büdingen, 24. Juni. Wie zuverläſſig verlautet, kann
die Ausführung der Kleinbahn Hanau= =
dingen
die ſeit längerer Zeit geplant iſt, als ge=
ſichert
gelten. Ueber die Streckenführung war man
ich längſt klar, und die beteiligten Gemeinden hatten
bereits ihre Zuſtimmung gegeben. Weniger leicht war
die Einigung über die Finanzierung des Unternehmens.
Aber auch in dieſer Beziehung iſt jetzt zwiſchen allen Be=
teiligten
vollkommene Uebereinſtimmung
erzielt worden. Die Geſamtbaukoſten ohne Grunderwerb
betragen 2571000 Mark. Das ganze Unternehmen iſt in
Form einer Aktiengeſellſchaft gedacht. Mit den Vorar=
beiten
für das Projekt iſt bereits vor einiger Zeit begon=

nen worden, ſo daß die Ausführung bald in Angriff
genommen werden kann.
(*) Hopfgarten, 24. Juni. Ein Dynamitzünd=
hütchen
entlud ſich, als ein 12jähriger Junge darauf
ſchlug. Der Junge wurde im Geſicht und an den Augen
ſo ſchwer verletzt, daß er in die Augenklinik nach Gießen
gebracht werden mußte.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 24. Juni. Der König
beſtätigte durch Erlaß vom 19. Juni die Wahl Wer=
muths
zum erſten Bürgermeiſter von Berlin unter gleich=
zeitiger
Verleihung des Titels Oberbürgermeiſter.
Der Major a. D., Verwaltungsdirektor a. D. und Geh.
Reg.=Rat Julian Elsner von Gronow hat in ſeinem
Teſtament der Stadt Berlin 2000 Mark vermacht
mit der Beſtimmung, daß das Kapital zinsbar anzu=
legen
und geſondert zu verwalten iſt. Die Zinſen ſind
ſo lange zum Kapital zu ſchlagen, bis dieſes den Be=
trag
der ſtädtiſchen Schulden erreicht hat.
Von dieſem Zeitpunkt ab dürfen die jährlichen Zinſen bis
zur Hälfte verbraucht werden, während der Reſt weiter
zum Kapital zu ſchlagen iſt. Der Magiſtrat Berlin hat be=
ſchloſſen
, das famoſe Vermächtnis anzunehmen. Da die
Schulden der Stadt Berlin mehr als 600 Millionen Mark
betragen, werden wir leider den Zeitpunkt nicht erleben,
an dem dieſe Schulden und die zukünftigen mit dem hoch=
herzigen
Vermächtnis des Majors getilgt werden. Zur
Spionageaffäre des ruſſiſchen Hauptmanns
Koſtevitſch wird noch eine Verhaftung gemel=
det
. Die Berliner Morgenpoſt ſchreibt: Die Verhaftung
des aktiven ruſſiſchen Artilleriehauptmanns Koſtevitſch
unter dem dringenden Verdacht der Spionage, hat, wie
wir hören, auf den Bericht der hieſigen ruſſiſchen Botſchaft
hin, zu einem Depeſchenwechſel zwiſchen der Regierung in
Petersburg und dem Berliner Auswärtigen Amt geführt.
Hauptmann Koſtevitſch befindet ſich noch in Moabit in
Unterſuchungshaft. Die Entſcheidung darüber, ob er nach
Leipzig gebracht und als Spion unter Anklage geſtellt
werden ſoll, dürfte heute ſchon fallen, falls die bei dem
Hauptmann beſchlagnahmten, in ruſſiſcher Sprache geführ=
ten
Tagebücher von dem Dolmetſcher überſetzt ſind. Haupt=
mann
Koſtevitſch hat gegen ſeine Verhaftung proteſtiert
und erklärt, er ſei offiziell von dem ruſſiſchen Kriegsmini=
ſterium
zu Studienzwecken nach Deutſchland geſandt wor=
den
. Er habe ſich auch hier offiziell bei den in Betracht
kommenden militäriſchen Behörden gemeldet und keines=
wegs
Spionage getrieben. Der Gattin des Hauptmanns
Koſtevitſch, deren ſich der ruſſiſche Militärattaché angenom=
men
hat, wurde geſtern zweimal geſtattet, ihren Gatten
im Unterſuchungsgefängnis in Moabit zu ſprechen. Wie
wir hören, iſt geſtern noch eine zweite Verhaftung weger
Spionageverdachts erfolgt. Der Verhaftete iſt ein junger
Ruſſe und war in einem Geſchäft in der Leipzigerſtraße an=
geſtellt
. Ob die Verhaftung mit der Spionageaffäre des
Hauptmanns Koſtevitſch zuſammenhängt, iſt ungewiß, da
von den beteiligten Behörden in der Affäre begreiflicher=
weiſe
ſtrengſtes Stillſchweigen beobachtet wird. Unter
dem dringenden Verdacht des verſuchten doppel=
ten
Mordes iſt ein 16 Jahre altes Dienſtmäd=
chen
Marie Andrejewsky feſtgenommen worden.
Es handelt ſich um die furchtbarſte Rache einer Gekündig=
ten
, der beinahe zwei kleine Kinder zum Opfer gefallen
vären. Die Andrejewsky hatte in den zwei Jahren nach
ihrer Schulentlaſſung-ſchon eine Unmenge Stellungen.
Ueberall wurde ſie wegen ungebührlichen Betragens nach
kürzeſter Zeit wieder weggeſchickt. Am 1. Juni kam ſie von
einem Milchhändler in der Lietzenburgerſtraße zu einem
Organiſten in der Puttkamerſtraße. Am Samstag geriet
ſie mit ihrer Herrſchaft in Streit. In der Nacht gegen
3¼ Uhr hörte der Ehemann ſeine beiden Zwillingskinder,
Mädchen von elf Wochen, die im Nebenzimmer im Bettchen
ſchliefen, ſchreien. Er ſtand auf, ſah nach und fand im
Schlafzimmer der Kleinen den Hahn der Gasampel auf.
Da der Hahn vorher geſchloſſen war, lag die Vermutung
nahe, daß er von dem Mädchen mutwillig geöffnet wurde.
Die ganze Stube war bereits mit Gas angefüllt. Der
Mann öffnete raſch alle Fenſter und ſah zu ſeiner Freude,
daß die Kinder noch keinen Schaden genommen hatten.
Es fiel ihm ſofort auf, daß die Flurtüre des Kinderſchlaf=
zimmers
ſowohl wie des gegenüberliegenden Mädchen=
zimmers
handbreit aufſtand. Erſt nachdem er die Türen
verſchloſſen hatte, weckte er ſeine Frau und benachrichtigte
ſie von dem Vorfall. Der Mann ſorgte nun dafür, daß
das Mädchen nicht entweichen konnte und benachrichtigte die
Revierpolizei. Dieſe nahm die Verdächtige feſt und führte
ſie der Kriminalpolizei zu. Das Mädchen beſtreitet, den

Hahn geöffnet zu haben, und will von nichts wiſſen. Die
Beſchuldigte erſcheint aber ſo ſchwer belaſtet, daß ſie von
der Kriminalpolizei dem Unterſuchungsrichter vorgeführt
wird.
Wiesbaden, 25. Juni. Der engliſche Maler Lau=
rence
Almatadema, welcher hier ſeit einiger Zeit
zur Kur weilte und an einem Magenleiden erkrankt war,
das eine Operation notwendig gemacht hatte, iſt heute
nacht, im 76. Lebensjahre, verſtorben.
Köln, 24. Juni. Die erſten Mutmaßungen in der
Affäre des Diebſtahls der Kaiſerkette haben
jetzt ihre volle Beſtätigung gefunden. Der erwähnte Uhr=
macher
auf dem Eigelſtein konnte aus dem Verbrecher=
album
einen der Täter mit aller Beſtimmtheit feſtſtellen.
Infolgedeſſen iſt es gelungen auch die übrigen beiden
Komplizen herauszufinden. Man hofft, daß die Ver=
haftung
der Diebe unmittelbar bevorſteht.
Köln, 24. Juni. In dem Salpeterſchuppen
der Chemiſchen Fabrik Köln=Kalk entſtand geſtern abend
Feuer vermutlich durch Selbſtentzündung. Es gelang
der Feuerwehr, das Feuer auf ſeinen Herd zu beſchrän=
ken
. Ein plötzlich einſetzender wolkenbruchartiger Regen
begünſtigte die Rettungsarbeiten.
Hamburg, 24. Juni. In einem Hauſe in der Gothen=
ſtraße
wurden heute abend die Leichen des Arbeiters
Mickels und einer Frau Pagel mit ſchweren Schußwun=
den
aufgefunden. Es liegt Mord und Selbſtmord vor.
Das Motiv zur Tat iſt unbekannt.
Bremerhaven, 24. Juni. Auf der Reede iſt heute
nachmittag ein mit 7 Arbeitern beſetztes Ruderboot
gekentert. Vier ſind ertrunken, während die übrigen
drei von einem Fährdampfer der Oldenburger Lotſen=
Schoner gerettet wurden.
Dresden, 25. Juni. In der vergangenen Nacht hat
ſich hier auf dem Grundſtück Reichsſtraße Nr. 3 zwiſchen
dem 21 Jahre alten Stallſchweizer Meißner und meh=
reren
Kriminalſchutzleuten ein Kampf abgeſpielt. M.
hatte ſich, mit einem Revolver bewaffnet, abends in das
Grundſtück einſchließen laſſen und wurde gegen 10 Uhr
abends auf der Kellertreppe von einem Hausbewohner
angetroffen und zur Rede geſtellt. Als Antwort feuerte
Meißner auf den Mann drei Schüſſe ab, durch die
dieſer ſchwer verletzt wurde. Darauf flüchtete Meißner,
da die Schüſſe die übrigen Hausbewohner alarmiert hat=
ten
, in den Keller und verbarrikadierte ſich dort in einem
Winkel. Auf einige Männer, die ihn dort angreifen woll=
ten
, feuerte er gleichfalls mehrere Schüſſe ab, ohne ſie zu
treffen. Dieſe flüchteten und holten Polizei. Zwei Poli=
ziſten
gingen, mit dem Revolver in der Hand, gegen die
Barrikade vor, wurden aber von dem Menſchen gleich=
falls
mit ſcharfen Schüſſen empfangen. Noch mehrfach
feuerte er aus ſeinem Verſteck, ohne aber jemand zu ver=
etzen
. Nach längerer Pauſe fielen hintereinander noch
zwei Schüſſe. Darauf wurde es ſtill. Kurz darauf kroch
Meißner aus ſeinem Verſteck hervor, brach aber vor den
Augen der Schutzleute zuſammen. Er hatte ſich die beiden
letzten Kugeln in den Kopf gejagt und lebensgefährlich
verletzt. Er und ſein Opfer, der verletzte Hausbewohner,
wurden nach dem Krankenhaus gebracht.
Leipzig, 24. Juni. Das Reichsgericht verur=
teilte
den Ingenieur Kaufmann Wilhelm Lichten=
berger
aus Mannheim wegen verſuchten Verrats
militäriſcher Geheimniſſe zu 4 Jahren Zucht=, 10 Jahren Ehrverluſt und Stellung unter Polizei=
aufſicht
. Es iſt erwieſen, daß der Angeklagte verſuchte.
ſich von Soldaten ein Schrapnell neueſter Konſtruktion zu
verſchaffen, um ſie einer fremden Macht zu verraten.
Lötzen (Oſtpr.), 24. Juni. Bei einem im Umbau
befindlichen Hauſe in der Angerburgerſtraße ereignete
ſich ein Bauunfall indem eine Wand und ein Fuß=
boden
einſtürzten. Die Penſionsinhaberin Fremka, ihre
Tochter und drei Präparanden ſtürzten in die untere
Etage. Die Tochter wurde ſchwer verletzt. Der Präpa=
rand
Hübner erlitt einen Beckenbruch und Qnetſchungen.
Die drei übrigen ſind leicht verletzt.
Wien, 24. Juni. Der Kunſtmaler und Radierer von
Pontini hat ſich und ſeine Gattin aus unbekannten
Gründen erſchoſſen.
Paris, 24. Juni. Eine neue Apachenſchlacht
hat geſtern morgen 4 Uhr in der Gegend vom Pére
Lachaiſe ſtattgefunden. Dort war ein Haufen unbekann=
ter
Individuen in Streit geraten. Bevor die Polizei
hinzukam, artete der Lärm in einen Revolverkampf aus.
Dabei wurden zwei Frauensperſonen erſchoſſen. Beim
Nahen der Polizei ergriffen die Apachen die Flucht und
nahmen die Verwundeten mit ſich. Die Leichen der bei
den Frauensperſonen konnten noch nicht rekognosziert
werden.

befindet. Dieſe Kopie ſtellt innerhalb einer Pilaſter=
architektur
den heiligen Nikolaus von Tolentino im ſchwar=
zen
Ordensgewande der Auguſtiner dar, das Haupt leicht
nach links geneigt. In der Rechten hält der Heilige ein
Kruzifix, in der Linken ein geöffnetes Buch. Zu ſeinen
Füßen liegt ein gefeſſelter Dämon in Menſchengeſtalt, der
ſich mit den Händen an das Ordenskleid des Heiligen
klammert. Der Kopf des Dämons iſt zum Teil verdeckt
durch zwei Engel, die von rechts herzugetreten ſind und
Spruchbänder halten. Links ſteht ein dritter Engel, gleich=
Falls mit Spruchband. Leider gibt die Kopie nicht den
zoberen Teil des Bildes wieder, von dem uns nur da
von Fiſchel entdeckte Fragment des Gottvater und einige
Zeichnungen Raffaels in Orford und in Lille eine Vor=
ſtellung
vermitteln.
Das Studium der Kopie und der Zeichnungen führte
Fiſchel noch zu einer zweiten, nicht minder wichtigen Ent=
deckung
. In der Galerie Toſio zu Brescia fand er ein
unzweifelhaft aus größerem Zuſammenhange ſtammendes
ſtark reſtauriertes Bruſtbild eines Engels, deſſen Kopf
nebſt Zufälligkeiten der Kleidung und der Faltenzüge ge=
nau
mit der Kopie übereinſtimmt; doch ließ ſich über die
Herkunft des Bildchens noch nichts Sicheres ermitteln.
Während der Kopf des Engels ſtark an Timoteo erinnert
und bisher auch dieſem Meiſter zugeſchrieben war, kommt
in dem Gottvater des Neapeler Muſeums vor allem der
Stil Peruginos zur Erſcheinung. Hier finden wir di=
gleiche
Malweiſe und die gleiche Modellierung mittels
glaſiger Laſuren, wie in Peruginos Himmelfahrt Mariä
für Vallombroſa, an der Raffael wahrſcheinlich Anteil hat
und Raffaels eigene Krönung Mariä zeigt in den Köpfen
der Apoſtel und der Cherubim verwandte Züge, eine Schul=
verwandtſchaft
, auf die ſchon Vaſari mit Recht aufmerkſam
gemacht hat.
Vaſari gibt an, daß die Krönung des heiligen Niko=
laus
das erſte der in Cittâ di Caſtello ausgeführten Werke
Raffaels war. Ungefähr gleichzeitig mag jenes Gon=
ifalonebild
der Brüderſchaft S. Trinita entſtanden ſein, das
Gronau und mit ihm die meiſten der neueren Raffael=
forſcher
, geſtützt auf Stilkritik und alte Tradition, energiſch
für den Urbinaten in Anſpruch nehmen. Leider iſt das

Bild heute eine traurige Ruine, und ſeine Aufſtellung an
ehrenvollſter Stelle in dem von Eliſa Volpi fürſtlich wie=
derhergeſtellten
Palazzo Vitelli weckt höchſtens wehmütige
Erinnerungen an die glorreiche Zeit, da Citta di Caſtello
fünf Werke des Urbinaten beſaß, und Zorn gegen die Ver=
ſtändnisloſen
, die das Bild als wertloſes Gerümpel in eine
Dachkammer warfen, wo es verkommen mußte. Als drit=
tes
Bild Raffaels für die kleine Stadt im Tibertal folgte
ſodann die Kreuzigung, die laut Inſchrift 1503 für die
Kirche S. Domenico gemalt wurde und ſich jetzt in London
befindet, als viertes das weltberühmte Spoſalizio, einſt
in San Franzesko, jetzt in der Brera. Alle dieſe Werke
zeigen Raffael im Banne Peruginos, der mehrere Jahre
lang, ſicher aber von 1500 bis 1504, einen entſcheidenden
Einfluß auf ſein Schaffen ausgeübt hat. Raffael hat, wie
ſchon Morelli überzeugend darlegte und wie Gronau noch
wahrſcheinlicher machte, eine ganze Anzahl ſeiner Gemälde
aus der Zeit von 1500 bis 1504 unter den Augen und wohl
in der Werkſtätte Peruginos begonnen und in weiteſtem
Umfange Kompoſitionen und Entwürfe des Meiſters für
ſeine eigenen Arbeiten verwendet. Umgekehrt läßt ſich auch
an mehreren in der gleichen Zeit entſtandenen Werken
Peruginos eine Mitwirkung Raffaels nachweiſen. Es
ſcheint zwiſchen ihnen ein geiſtiger Austauſch ſtattgefunden
zu haben, der für den jungen, hochbegabten Künſtler von
größter Bedeutung wurde und zugleich den Meiſter zu
neuem Aufſchwunge mitriß. Die neuere Stilkritik beginnt
ſchon in den Werken Peruginos aus den letzten Jahren
des Quattrocento nach Spuren der Mithilfe Raffaels
auszuſchauen. Auch in dem Hauptwerk Peruginos, den
wahrſcheinlich im Jahre 1500 vollendeten Fresken des
Cambio, ſucht die neuere Stilkritik nach Spuren der Mit=
wirkung
Raffaels. Daß Perugino ein ſo großes Werk
nicht ohne Gehilfen ausgeführt, wäre ſelbſtverſtändlich,
auch wenn man nicht wüßte, in welchem Maße er ſich ſchon
damals der Arbeit ſeiner Schüler bediente, um ſich der
zahlreichen Aufträge zu entledigen. Hier aber gehen die
Meinungen der Gelehrten noch weit auseinander, und
Raffaels Anteil iſt nicht mehr mit Sicherheit feſtzuſtellen.
Mit ungleich größerer Sicherheit können wir jetzt Ein
flüſſe Peruginos und Pinturicchios auf eine Anzahl von

Arbeiten des jungen Urbinaten nachweiſen. So verrät die
Krönung Mariä, der erſte Anlauf des jungen Meiſters zu
einer ſtark bewegten, figurenreichen Kompoſition, in allen
Einzelheiten den Einfluß ſeines Lehrers, deſſen Typen
Raffaels Jugendwerk jedoch an edler Begeiſterung und
tiefer Innerlichkeit übertrifft. Aus Urkunden, die ich dem=
nächſt
in einer Geſchichte der Peruginer Malerei zu ver=
öffentlichen
beabſichtige, erfahren wir, daß Perugino 1512
den Auftrag übernahm, nach dem Vorbilde dieſer Tafel
ein Altarwerk mit einer Darſtellung der Himmelfahrt
Mariä für die Pfarrkirche S. Maria zu Corciano bei Pe=
rugia
zu malen. Dem damals ſchon betagten Meiſter mag
es vielleicht wie eine grauſame Ironie des Schickſals er=
ſchienen
ſein, daß man ihm ein Werk ſeines genialen Schü=
lers
als Vorbild hinſtellte. Uebrigens entſpricht das noch
heute an Ort und Stelle vorhandene Gemälde keineswegs
dem Altarwerke Raffaels, ſondern gibt ſich vielmehr als
eine ſchematiſche Replik früherer, ähnlicher Darſtellungen
Peruginos zu erkennen.
Das Hauptwerk der Peruginer=Periode Raffaels, das
Spoſalizio in der Brera, iſt auf das Engſte mit Peruginos
Darſtellung des gleichen Gegenſtandes in Caen verknüpft.
Man darf auf Grund von Forſchungen des Peruginer Ar=
chivars
Roſſi, die ich zu Ende führen konnte, annehmen,
daß Raffaels Gemälde faſt gleichzeitig mit dem Spoſalizio
ſeines Meiſters und vielleicht in der Werkſtätte und unter
den Augen desſelben entſtanden iſt. Damit iſt eine der
wichtigſten Fragen, die das Verhältnis Raffaels zu ſeinem
Meiſter betreffen, aufgeklärt, aber ein Problem der kunſt=
hiſtoriſchen
Forſchung bleiben noch die jugendlich zag=
haften
Verſuche des kaum ſechzehnjährigen Anfängers, der
heilige Michael des Louvre, die drei Grazien in Chan=
tilly
und der Traum des Ritters in London. Hoffen wir,
daß es der immer weiter fortſchreitenden Erkenntnis ge
lingen wird, den Schleier zu heben, der über dieſen frühe=
ſten
Schöpfungen des Urbinaten ruht. Dann erſt wird
eine völlig ſichere Grundlage für das Verſtändnis der
künſtleriſchen Entwickelung des jungen Raffael gewonnen
ſein.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148.

Paris, 25. Juni. Wie nunmehr in unzweifelhafter
Weiſe feſtgeſtellt iſt, wurde der Direktor der Pariſer Be=
erdigungsanſtalt
Bornion, deſſen Leiche auf dem
Bahndamm der Strecke Paris-Caen gefunden worden
war, nicht das Opfer eines Verbrechens, ſondern eines
Unfalles. Man hat übrigens die Uhr und die Börſe
Bornions, die ihm bei ſeinem Sturz aus dem Zugabteil
aus der Taſche gefallen waren, an der Bahnböſchung
wiedergefunden.
Dieppe, 25. Juni. Bei dem Automobilrennen
überſchlug ſich das Automobil des Fahrtteilnehmers Coli=
net
. Dieſer wurde getötet, ſein Chauffeur verletzt.
Rjaeſan, 24. Juni. Unweit der Stadt ſind 500
Häuſer des Dorfes Polany miedergebrannlt.
Das Dorf war ſchon einmal vor zwei Jahren durch eine
Feuersbrunſt faſt vollſtändig zerſtört worden.

Der Berndt=Schapiro=Prozeß.

Siebenter Verhandlungstag.
g. Als erſter Zeuge wurde geſtern Stadtverordneter
Uebel vernommen. Zeuge hat in jener Stadtverord=
netenverſammlung
, in welcher der Seniorenkonvent Be=
richt
über die Unterſuchung erſtattete, als einziger Stadt=
verordneter
gegen Frau Schapiro ſprechen wollen, war
aber nicht zum Wort gekommen. Er gibt nun heute an,
daß er lediglich Anſtände auf dem Gebiete der Fürſorge=
tätigkeit
der Frau Schapiro vorbringen wollte. Er ſei
auch viel in der Fürſorge tätig, und ihm wurden auf ſein
Erſuchen die Akten zugängig gemacht. Er könne deshalb
ſeine Beſchwerden lediglich auf den Akteninhalt ſtützen.
Im erſten Falle, bei dem er Beſchwerden vorbringen
wollte, handelte es ſich um ein 14jähriges Mädchen, das
auf Wunſch der Mutter in die Fürſorge der Frau Scha=
piro
kam, da es ihre jüngeren Geſchwiſter ſittlich gefährde.
Frau Schapiro habe das Kind, wie die Akten ergeben,
ärztlich unterſuchen laſſen und als es geſund befunden
wurde, in das Mainzer Mädchenheim gegeben. Hier ſei
es nur etwa 14 Tage geweſen; dann kam es als Kinder=
mädchen
nach Groß=Gerau, wo es jedoch ſchon nach eini=
gen
Tagen wieder entlaſſen wurde, da es ſich verſchiedene
Diebſtähle hatte zuſchulden kommen laſſen. Man hat dem
Mädchen 40 Pfg. in die Hand gegeben, damit es nach
Mainz fahren kkönne; es iſt jedoch nicht nach Hauſe ge=
gangen
, ſondern hat ſich drei Tage lang in ſchlechter Ge=
ſellſchaft
herumgetrieben. Zeuge hat hierbei zunächſt zu
beanſtanden, daß das 14jährige Kind einer Unterſuchung
unterzogen wurde, ferner ſei es die Pflicht der Frau Sch.
geweſen, ſich näher über die Stellung zu informieren; für
dieſes Mädchen ſei die Stellung durchaus ungeeignet ge=
weſen
. Auch hätte ſich Frau Schapiro noch ſpäter um
ihren Pflegling kümmern müſſen, dann wäre es auch nicht
möglich geweſen, daß das Kind einfach auf die Straße
geſetzt wurde. Im übrigen halte er es für überflüſſig,
daß in dieſem Falle Frau Schapiro das Kind in volle
Fürſorge genommen hat, da er nur den Eindruck hatte,
das Kind war zu Hauſe überflüſſig. Frau Schapiro
erklärt zu dieſem Fall, daß ſie nach dem Erſuchen der Mut=
ter
ſich davon überzeugte, daß tatſächlich die jüngeren Ge=
ſchwiſter
gefährdet waren. Des weiteren ſei die Stellung
in Groß=Gerau vom Mädchenſchutzverein beſorgt worden
und deshalb konnte ſie wohl erwarten, daß der Verein
die Verhältniſſe dieſer Stellung genau kennt. Zeuge
ſchildert dann einen zweiten Fall, wo ein noch nicht geſun=
detes
Mädchen von Frau Schapiro in das Cäcilienheim
nach Wiesbaden gebracht wurde und ihm hier Kleider
beſorgt wurden, deren Koſten dann ſpäter von dem erhal=
tenen
Lohn abgezogen wurden. Das Mädchen ſei dann
natürlich, da dort keine Aufſicht war, nach Diebſtählen
geflohen. In einem dritten Falle hatte er zu beanſtanden,
daß Frau Schapiro, nachdem auf ihr Erſuchen das Amts=
gericht
für ein verwahrloſtes Kind die Zwangserziehung
ausgeſprochen hatte, das Mädchen in ihrem Heim zwei
Monate lang unterbrachte. Die Zentrale für Jugendfür=
ſſorge
hatte den Auftrag erhalten, für die Zwangserzieh=
ung
die nötigen Schritte einzuleiten. Frau Sch. habe
nun über die Zentrale hinweg an das Kreisamt das Er=
ſuchen
gerichtet, die Zwangserziehung nicht auszuführen.
Nach Anſicht des Zeugen ſei das Heim der Frau Schapiro
kein Aufenthalt für ein junges Mädchen, da in dem Heim
ältere verwahrloſte Mädchen Unterkunft finden und für
eine Aufſicht nicht geſorgt ſei. In dieſem Falle ſei auch
ſpäter eine Aenderung erfolgt, indem verfügt wurde, daß
Frau Schapiro nicht wieder ſelbſtändig einen derartigen
Antrag ſtellen dürfe. Frau Schapiro betont zum
letzten Falle, daß das Mädchen mit ihren Kindern zuſam=
men
erzogen wurde; es ſei auch niemals ohne Aufſicht
insbeſondere ſei es niemals unbeaufſichtigt mit jenen
älteren Mädchen zuſammen geweſen. Auf Befragen

des Verteidigers Juſtizrat Bernſtein gibt der Zeuge an,
daß ein derartiges Wortabſchneiden in der Stadtverord=
netenverſammlung
noch nie vorgekommen ſei, und daß er
dieſe Behandlung unerhört gefunden habe. Es ſei ſogar
wahrſcheinlich, daß er ſeiner Entrüſtung mit dem Worte
Komödie Ausdruck verliehen habe, wie der Angeklagte
die Stadtverordnetenſitzung ſpäter in einem inkriminier=
ten
Artikel nannte; beſtimmt könne es Zeuge jedoch nicht
behaupten. Er habe dann viel ſpäter erſt erfahren, daß
ſich die Stadtverordneten geeinigt hatten, die Sache zu
erliedigen und der Frau Schapiro ein Vertrauensvotum
auszuſprechen; dies habe aber weder er noch die Oeffent=
lichkeit
erfahren.
Frau Schapiro ſoll mit dem Kriminalſchutzmann Bel=
zer
widerrechtlich in die Wohnung der Zeugin Pf. einge=
drungen
ſein und eine Durchſuchung vorgenommen haben.
Fräulein Pf. war in Wiesbaden in Stellung und wohnte
in Mainz, aber nicht bei ihren Eltern. Auf Beſchwerde
von Nachbarn bei der Polizei, daß das Frl. Pf. mit dem
verheirateten Kaufmann Landau im Konkubinat lebe,
nahm Frau Schapiro mit einem Schutzmann Erkundun=
gen
vor, und hierbei ſoll Frau Schapiro dem Zeugen
Landau gedroht haben, wenn er noch einmal in die Woh=
nung
komme, könnte er feſtgenommen werden. Es wird
jedoch feſtgeſtellt, daß bei der Durchſuchung niemand außer
der Vermieterin anweſend war. Landau hat dieſe Affäre
dem Angeklagten erzählt, jedoch verſchwiegen, daß er ver=
heiratet
iſt. Zeuge Schutzmann Belzer bekundet, daß
ſich Nachbarn darüber beſchwert hätten, daß Landau ſich
immer in der Wohnung aufhalte und eines Morgens ſich
im tiefſten Negligee am offenen Fenſter dort gewaſchen
habe. Nach der Durchſuchung habe ſich Landau bei ihm
beſchwert, und da habe er ihm geſagt, wenn er ſich noch
einmal in die Wohnung begebe, würde er wegen Konku=
binats
feſtgenommen werden. Juſtizrat Bernſtein be=
ſtreitet
die Berechtigung dieſer Drohung. Frau Schapiro
gibt auf ſeinen Vorhalt an, daß es vorgekommen ſein
kann, daß auf Anzeigen hin Recherchen angeſtellt wurden,
ohne daß etwas notiert worden iſt. Polizeikommiſſar
Becker iſt etwa 6 Jahre ſittenpolizeilich tätig geweſen.
Aus dem, was er gehört hat, ſchloß er, daß die Handhab=
ung
der Sittenpolizei durch Frau Schapiro nicht ſo ſtreng
wäre, wie früher. Er gibt jedoch auf Befragen von J.=R.
Bernſtein an, daß ärztliche Unterſuchungen nur bei drin=
gendem
Verdacht vorgenommen wurden. Es ſeien faſt
ſtets erſt umfangreiche Nachforſchungen angeſtellt worden,
bevor ein Mädchen zur Vernehmung geladen wurde. Daß
ein Mädchen Offiziere anlache, daraus würde er noch kei=
nen
Grund hergeleitet haben, es zur Vernehmung zu
laden. Er habe ſſich immer gefreut, daß die Mädchen noch
lachen konnten, nachdem ſie tagsüber acht bis zehn Stun=
den
tätig waren. Zur Unterſuchung gezwungen wurden
die Mädchen äußerſt ſelten; oft wurde ihnen auch frei=
geſtellt
, ſich privatärztlich unterſuchen zu laſſen. Die Un=
terſuchung
geſchah immer fnur dann, wenn der Verdacht
der Gewerbsunzucht oder der Krankheit beſtand, niemals,
um einen Verkehr feſtzuſtellen. Die Ladung zur Verneh=
mung
geſchah offen oder in verſchloſſenem Kuvert; erſte=
res
geſchah nur, wenn Sicherheit beſtand, daß die Ladung
an die Betreffende ſelbſt abgegeben werden konnte. Auf
Befragen durch Juſtizrat Bernſtein gibt Zeuge Becker an,
daß er einmal mit Herrn Beigeordmeten Berndt über
Herrn Bruder geſprochen hat, wobei er verſchiedene Kla=
gen
über Herrn Bruder vorbrachte. Herr Berndt habe
ihm geantwortet, ja, ich muß doch auch Herrn Bruder
glauben; es ſei möglich, daß er da ärgerlich geworden
ſei und ſich zu anderen geäußert habe, er würde Herrn
Berndt nichts wieder von Herrn Bruder ſagen, denn er
glaube ja dem offenbar mehr wie ihm.
Zeuge Schutzmann Göttmann hat ſeinerzeit, im
Juli 1907, wegen des Einbruchsdiebſtahls bei dem Bſeig.
Berndt die Anzeige erſtattet. Es ſei eine Schublade er=
brochen
worden, geſtohlen wäre nichts, nur waren die
Briefſchaften durchſtöbert. Ueber den mutmaßlichen Täter
habe er nichts gehört. Eine Beeinfluſſung, das Vſerfahren
niederzuſchlagen und die Unterſuchung einzuſtellen, ſei
niemals erfolgt. Wachtmeiſter Reeg hatte den
Diebſtahl unterſucht und erfahren, daß die Haushälterin
und das Fräulein K. ſpazieren gegangen waren, und als
ſie zurückkehrten, den Einbruch entdeckten. Er habe ſofort
den Eindruck gehabt, daß nur jemand den Einbruch voll=
führt
haben könnte, der mit den Verhältniſſen vertraut
war. Er habe ſeine Nachforſchungen aufgeben müſſen,
da Herr Berndt beurlaubt war und er nicht einmal feſt=
ſtellen
konnte, ob etwas und was geſtohlen’war. Er habe
deshalb die Akten ohne einen Federſtrich der Staatsan=
waltſchaft
weitergegeben. Die Staatsanwaltſchaft halle
ſpäter die Akten zurückgereicht mit dem Erſuchen, feſtzu=
ſtellen
, was geſtohlen war. Da Herr Berndt daraufhin
bemerkte, daß nichts geſtohlen war, wurde das Verfah=

ren eingeſtellt. Zeuge habe niemals mit Herrn Beigeord
neten Berndt über dieſe Sache geſprochen und trotzder
ſeien die unwahrſcheinlichſten Gerüchte in der Stadt kol
portiert worden. Es hieß, er habe das Fräulein K. ſoga
ſchon verhaftet gehabt und auf das Erſuchen des Beig
Berndt wieder freigelaſſen. Die Haushälterin Fra
Schultheiß bekundet, daß ſie während des Spazier
ganges ſtets mit Fräulein K. zuſammen geweſen war
Als ſie zurückkehrten, bemerkten ſie, daß die Türe offe
war. Bei der Nachforſchung haben ſie dann die erbrochen
Schublade gefunden. Die Polizei habe ſofort Nachrich
erhalten und Nachforſchungen angeſtellt, ohne jedoc
einen Anhalt zu gewinnen. Beigeordneter Bernd
ſagt zu dieſem Fall aus, daß er feſtſtellen konnte, da
nichts geſtohlen wurde. Der Angeklagte Hirſch habe in
der vorigen Verhandlung einen Beweisantrag dahin ein
gebracht, daß ihm von Frl. K. 800 Mk. geſtohlen wären. E
ſei ſpäter das Gerücht verbreitet worden, SchutzmannRee
ſei wegen dieſer Sache vom Beigeordneten zum Wacht=
meiſter
ernannt worden. Auch eine förmliche Anzeig
wiegen Amtsverbrechens ſei bei der Staatsanwaltſchaf
und eine Denunziation beim Miniſterium eingereicht wor
den, und zwar von entlaſſenen Schutzleuten. Die Ge
rüchte über dieſe angebliche Unterdrückung ſeien ohn
Zweifel vor dem Erſcheinen der inkriminierten Artike
in der Stadt verbreitet geweſen.
Eiſenbahnſchaffner Schmidt hat ſich über das Vor
gehen der Polizeiaſſiſtentin beſchwert, weil ſie in ſein
Wohnung ſeingedrungen und ihn in ſeiner Ehre gekränk
haben ſoll. Zeuge lebt von ſeiner Frau getrennt und ha
die ſechs Kinder in ſeiner Obhut. Außerdem hat er drei
Schlafmädchen und ein Dienſtmädchen mit einem Kind
in ſeiner Wohnung. Frau Schapiro ſei eines Tagesmint
Schutzleuten in ſeine Wohnung gekommen und haberſen
Dienſtmädchen gefragt, ob das Kind von ihm ſeiAn
Tage darauf habe ſie ſein 13jähriges Mädchen ausden
Schule hollen laſſen und das Kind nach Dingen gefragt
die ihn ſehr beleidigten. Das Vorgehen der Frau Scha
piro ſei damit begründet worden, daß ſich die Nachbam
beſchwert hätten, während Zeuge dies auf das Treiben
ſeiner Frau zurückführt. Frau Schapiro erklärt, daß ſie
erſt nach eingehender Erkundigung vorgegangen ſei. Die
Verhältniſſe, in denen die ſechs Kinder des Angeklagten
leben mußten, hätten unbedingt ein Eingreifen nötiggen
macht. Die Schlafmädchen ſeien Kellnerinnen geweſen
mit denen die Kinder zuſammen ſchlafen mußten.
Frau Maurer hatte in ihrer Wohnung eine Kells
nerin F., und ſie fühlte ſich dadurch ſchwer beleidigt, daß
Frau Schapiro am frühen Morgen, als ſie und Frl. im Bett lagen, mit einem Schutzmann vorſprach, um
Erkundigungen über den Lebenswandel des Frl. F. ein=
zuziehen
. Sie habe ſich nach dem Vorfall ſofort auf der
Bürgermeiſterei beſchwert und noch am ſelben Tage den
Vorfall dem Angeklagten Hirſch erzählt. Frau Scha
viro bemerkt zu dieſem Fall, daß ſie mitgegangen ſei, da
dem Schutzmann Belzer geſagt worden war, dort wohn
eine Animierkellnerin. Sie ſei nur mitgegangen. da=ſie
annahm, F. würde noch im Bett liegen. Die F. habe ſich
dann aber geweigert, ihren Namen zu nennen, weshalb
ſie ihr drohte, ſie feſtzunehmen. Fräulein F. bekunde
daß ſie von Herrn Polizeikommiſſär=Aſpirant Bruder
einem Gläschen Wein eingeladen worden ſei. Da ſie j6
doch auf ſein Verlangen nicht einging, hätte er ſie ſtehen
laſſen. Sie führt nun ihre gleich darauf folgende Vol=
ladung
durch Frau Schapiro auf das Betreiben des Herm
Bruder zurück. Frau Schapiro gibt an, ſie ſei auf Ver=
anlaſſung
der Mutter der Zeugin vorgegangen.sche
auch möglich, daß ſich Herr Bruder über dieſe Zeugin uns
günſtig geäußert habe. Sie habe jedoch niemals gewuſ
daß Herr Bruder in irgendwelche Beziehungen zu Mäh
chen trat, mit denen er amtlich zu tun hatte. Zelg
Bruder beſtreitet, daß er jemals Mädchen, die ihm
nicht zu Willen waren, bei der Frau Sch. verdächtigt haben
daß ſie der Gewerbsunzucht nachgingen. Der von der Zeuging
F. angegebenen Einladung zum Glas Wein und der= En=
zweiung
könne er ſich nicht entſinnen. Insbeſondereſel
es ausgeſchloſſen, daß ihm von Offizieren das Anſinnen
geſtellt worden ſei, läſtig gewordene Mädchen unter Kon=
trolle
ſtellen zu laſſen. Gegen 7 Uhr wird die Verhand=
lung
auf heute vertagt.

Kongreſſe und Verbandstage.

Der 22. Delegiertentag des Verbande
deutſcher Kunſtgewerbevereine
wurde am 24. Juni in München im Kunſtgewerbehauſe
durch den Vorſitzenden Geheimen Regierungsrat Dr.=Ing=
Mutheſius eröffnet mit der Begrüßung der erſchiene=
nen
Regierungsvertreter und der Delegierten. Der Ver=
treter
der königl. bayeriſchen Staatsregierung Miniſterial=

Vorträge.

g. Das deutſche Volk und ſeine Schule.
Auf Einladung des Darmſtädter Lehrerver=
eins
hielt am Montag abend im Kaiſerſaal Herr Lehrer
J. Tews Berlin, der Generalſekretär der Gefell=
ſchaft
für Verbreitung von Volksbildung, den erſten einer
Reihe von Vorträgen. Der Vorſitzende des Darmſtädter
Lehrervereins, Herr Hauptlehrer Löſch, hieß die Er=
ſchienenen
herzlich willkommen und gab der Freude Aus=
druck
, daß ſo zahlreich der Einladung Folge gegeben
worden ſei, umſomehr, als der Vortragende im Volks=
bildungsweſen
durch lanjährige Erfahrung und eingehen=
des
Studium ſich den Ruf erworben hat, heute der erſte
Schulpolitiker zu ſein und hinter deſſen Anſchauungen
und Forderungen Hunderttauſende ſtehen und ſie ſich zu
eigen gemacht haben. Er erteilte ſodann Herrn Tews
das Wort zu ſeinem Vortrage. Der Titel ſeines Vor=
trages
Das deutſche Volk und ſeine Schule führte
Redner aus, ſei eigentlich zu weitgehend, denn leider ge=
höre
dem deutſchen Volke heute noch nicht die Schule.
Es ſei dies ſehr bedauerlich. Aber dies finde wohl ſeine
Begründung darin, daß das Intereſſe der Allgemeinheit
für Schulfragen nicht in dem Maße vorhanden ſei, wie
dies zum Beiſpiel mit Verkehrs= und Steuerfragen der
Fall ſei. Und doch verdiene gerade die Schule das größte
Intereſſe, iſt ſie doch die größte ſtaatliche Organiſation,
die wir kennen. Schon aus den Zahlen gehe dies her=
vor
wenn man ſich vor Augen hält, daß in den deutſchen
Volksſchulen 10 Millionen Schüler und Schülerinnen
auf ihren Lebensberuf vorgebildet werden, außerdem in
den übrigen Schulen eine halbe Million und auf den
Univerſitäten etwas mehr als 60000, ſodaß tatſächlich
in Deutſchland jeder ſechſte Menſch ein Schüler iſt; be=
trachte
man weiter, daß etwa 180200000 Lehrer und
Lehrerinnen täglich an der Heranbildung unſerer Jugend
arbeiten und daß weiter in Heſſen über eine Viertel=
million
, alſo ein Fünftel der Bevölkerung, die Schule be=
ſuchen
, dann könne man am beſten erkennen, ein
wie unendlich wichtiger Faktor unſere Schule ſei.
Redner unterſucht nun, weshalb denn in Deutſchland die

Schule nicht Allgemeingut, nicht Gegenſtand des Allge=
meinintereſſes
iſt. Er ſieht den Hauptgrund darin, daß
die Schule nicht Sache des Reiches iſt, ſondern den
Einzelſtaaten überlaſſen iſt, ja in einigen Gegenden
ſeien noch Träger der Schule Gutsbeſitzer und die Rit=
terſchaft
. Er tritt ferner für die nationale Einheitsſchule
ein, wie ſie die Vereinigten Staaten von Nordamerika
beſitzen, ſowie für Beſeitigung der vielen Vorſchulen. In
Heſſen ſei die Lage der Volksſchule wohl etwas günſtiger,
als es einen Unterſchied nach Religion im weſentlichen
nicht gebe, aber die höheren Schulen ſeien auch hier noch
ſehr vielgeſtaltig. Da es aber nach ſeiner Anſicht in ab=
ſehbarer
Zeit in Deutſchland nicht zu einer Einheits=
ſchule
kommen dürfte fordert er, um begabten Volks=
ſchülern
das Hochſchulſtudium zu ermöglichen, eine Zwi=
ſchenſchule
. Er erörterte zum Schluß die Bedeutung einer
guten Volksbildung für die auf hochwertige Qualikäts=
arbeit
angewieſene deutſche Induſtrie und Landwirt=
ſchaft
. Reicher Beifall folgte den Ausführungen des
Vortragenden, dem vom Vorſitzenden des Lehrervereins
noch Worte des Dankes gewidmet wurden.

Feuilleton.

* Zur Pſychologie des Premieren=Publikums. Jeder
erfahrene Theatermann weiß, wie gerade bei Prewieren
kleine, belangloſe Zufälle von ganz untergeordneter Be=
deutung
einen ſicheren Erfolg in einen Mißerfolg und
einen Mißerfolg in einen Triumph verwandeln können.
Die Suggeſtivität der Maſſe iſt ungleich größer als die
des einzelnen Individuums. In der Raſſegna Con=
temporana
veröffentlicht Coſtetti einen intereſſanten Bei=
trag
zu der unberechenbaren Pſychologie des Premieren=
Publikums in Italien, das durch ſeine leicht entflammte
Leidenſchaftlichkeit ſo oft den kühleren Nordländer in
Erſtaunen ſetzt. Bei dem Fall, um den es ſich handelt,
galt es weniger der Ueberwindung literariſcher Vor=
urteile
, als dem Siege über eine plötzlich entſtandene
nationale Empörung. Es war im Jahre 1871 zur Kar=
nevalszeit
. Im Teatro del Corſo in Genua wurde die

Premiere des Luſtſpiels Der Hochzeitsbeſuchtvon
dem jüngeren Dumas angekündigt. Ein unglückſeliger
Zufall aber wollte es, daß gerade wenige Tage vorher
in Paris General Trochu eine aufreizende Rede hielt,
in der er für die franzöſiſche Niederlage bei Sedandie
italieniſche Korruption des damaligen Frankreich un
des franzöſiſchen Kaiſertums verantwortlich machten
Dieſe Anwendung des Wortes italieniſch auf eine Uns
würdige Erſcheinung entflammte das Nationalgefühl
der Italiener, und im Publikum war man ſich vorder
Premiere einig, daß man die Aufführung des franzö=
ſiſchen
Stückes verhindern müſſe und daß man damit
Frankreich auspfeifen müſſe. Schon vor Aufgehen des
Vorhanges herrſchte im Publikum jene unruhige Erre=
gung
, die den nahen Ausbruch eines Sturmes verkündet.
Der Vorhang rollte in die Höhe, das Publikum brachte
zunächſt den beiden auf der Bühne ſtehenden italieniſchen
Schauſpielern eine ſtürmiſche Ovation, dann aber begann
ein Pfeifen und Johlen; jedes Spiel war unmöglich
Man war bereits entſchloſſen, den Vorhang wieder ſin=
ken
zu laſſen, die Schauſpieler zogen ſich mit einer= Ab=
ſchiedsverbeugung
in den Hintergrund der Bühne zurück,
als plötzlich ein ungewohntes Bild in einer der Proſze=
niumslogen
die Aufmerkſamkeit der demonſtrierenden
Maſſe ablenkte. Dort ſaß der Marcheſe Luigi Conti,
deſſen bei aller Menſchenfreundlichkeit bizarres Weſen in
Genua eine große Popularität genoß; der Marcheſe war
aufgeſtanden, beugte ſich weit über die Logenbrüſtung
und parlamentierte mit einem großen weißen Taſchen=
tuch
, das er demonſtrativ wie eine Fahne hin= und her
ſchwenkte. Im Saale entſtand unwillkürlich Schweigen
und dann klangen vereinzelte Stimmen, die den Marcheſt
aufforderten, zu ſprechen. Conti lächelte freundlich, nicke
und wandte ſich mit einem überredenden Achſelzucken zu
Menge. Er ſprach wie immer in populärem Dialekt und
ſagte nur: Machts doch wie ich. Wir wollen zuhören
und wenn das Stück ſchlecht iſt, pfeifen wir es aus.
Dieſe lakoniſche in Dialekt vorgebrachte Anſprache en.
feſſelte im Zuſchauerraum einen Sturm gemütlicher Her
terkeit; ein paar Leute klatſchten der Rede Beifall: dam

[ ][  ][ ]

Nummer 148,

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Seite 5.

irektor v. Meinel wünſchte den Verhandlungen reichen
rfolg. Von 45 dem Verbande angeſchloſſenen Vereinen
lit 72 Stimmen waren 39 mit 61 Stimmen vertreten.
ie Beitragseinheit mit 32 Mark wurde beibe=
alten
. Ein Antrag Plauen auf einen niedrigeren Satz
ir kleinere Vereine wurde dem Ausſchuſſe überwieſen
ſie Gebührenordnung wurde, den im Vorjahre ge=
ußerten
Wünſchen entſprechend, nach den vom Ausſchuſſe
orgelegten, von Prof. Dr. Lehnert vertretenen Vor=
hlägen
geändert, beſonders in der Richtung der möglich=
en
Ausſchaltung der Materialkoſten. Die Frage des
Bettbewerbsweſens wurde für das nächſte Jahr zurückge=
ellt
. Beim Bericht über Submiſſionsweſen wurde
om Referenten Baurat Prof. Dr. Haupt=Hannover auf
ie Verhandlungen im preußiſchen Abgeordnetenhauſe zu
ieſem Gegenſtande und auf den Entwurf eines Geſetzes,
as Submiſſionsweſen betreffend, den der Hanſabund her=
ellte
, hingewieſen. Mit den Grundzügen der Entwürfe
cklärte ſich der Delegiertentag im weſentlichen einver=
anden
, verlangte jedoch Beſeitigung einer Reihe von
ſebelſtänden im Submiſſionsweſen, die im Intereſſe des
Handwerks, ſeiner Erhaltung und Förderung gelegen iſt.
Zum Punkte: Hebung der Friedhofskunſt teilte
Jrof. Dr. Lehnert die Beſtrebungen mit, die aus einer
teihe von deutſchen Städten zu verzeichnen ſind. Man
inte ſich dahin, die Vereine aufzufordern, die wichtige Auf=
abe
der Förderung der Friedhofskunſt nicht zu vernach=
iſſigen
, Muſterausſtellungen zu veranſtalten, das
Zublikum aufzuklären, auf Kirchen= und ſtädtiſche Be=
örden
einzuwirken und auf geſchichtlich begründete ört=
iche
Gewohnheiten Rückſicht zu nehmen. Auch der Schaff=
ung
künſtleriſcher Beratungsſtellen wurde zugeſtimmt.
dofrat Peter Bruckmann=Heilbronn referierte über
hrengeſchenke‟ Die Herren Bruckmann=Heilbronn und
Prof. Gſroß=Dresden werden Leitſätze hierzu aufſtellen.
Zzum Austauſch von Erfahrungen über die
Veltausſtellung Brüſſel 1910 teilte Dr. Wolff=
halle
mit, daß ſeine Anfragen bei den Ausſtellern gezeigt
aben, wie gering der materielle Erfolg für den Ausſteller
var, was Geheimrat Dr. Mutheſius teilweiſe darauf
urückführte, daß wir noch unter dem Vorurteil leiden, ge=
chmackloſe
Arbeit zu liefern. Das könne nur dadurch be=
eitigt
werden, daß wir das denkbar beſte und geſchmack=
vollſte
bieten. Bei dieſer Gelegenheit wurde auch ge=
varnt
, ſich ohne Garantien an amerikaniſchen Ausſtellungen
u beteiligen, da dort keinerlei Schutz geiſtigen Eigentums
vorhanden iſt. Ueber die Wiederbelebung und
Fortentwicklung deutſcher Eigenart in Bau=
unſt
und Baugewerbe ſprach Stadtbauinſpektor Labes=
Hörlitz. Als Verſammlungsort des Delegiertentages 1913
vurde die Stadt Breslau gewählt.

* Straßburg, 25. Juni. Der 9. deutſche ge=
verbliche
Genoſſenſchaftstag unter dem
Ehrenpräſidium des kaiſerlichen Statthalters trat heute
vormittag im großen Saale der Aubette zu ſeiner Haupt=
verſammlung
zuſammen. Unterſtaatsſekretär Exzellenz
Mandel überbrachte die Glückwünſche des Statthalters
ind der Regierung, die alle Beſtrebungen des Verbandes
unterſtützen werde, da der gewerbliche und ländliche
Mittelſtand die beſte Stütze für den Anſchluß des Landes
in das Reich ſei. Namens der preußiſchen Staatsver=
waltung
begrüßte Geheimer Oberregierungsrat Dr. Franke
aus dem Handelsminiſterium die Verſammlung und über=
reichte
dem Vorſitzenden, Landtagsabgeordneten Hammer=
Berlin in Anerkennung ſeiner Verdienſte um das Genoſſen=
ſchaftsweſen
, den Roten Adlerorden vierter Klaſſe. Wei=
tere
Begrüßungsworte ſprachen Bürgermeiſter Dr.
Schwander=Straßburg, Juſtizrat Dr. Alberti=Wiesbaden,
Vorſitzender der Schultze=Delitzſchen Vereine, ferner Graf
v. Andlau namens des Reichseiſenbahnverbandes und des
Reviſionsverbandes elſaß=lothringiſcher Genoſſenſchaften,
ſowie der Präſident der Straßburger Handwerkskammer,
Fabrikbeſitzer Schleißer. Im weiteren Verlaufe der Tag=
ung
referierte Bankdirektor Moſer=Bern, über das Filial=
ſyſtem
der Schweizeriſchen Volksbank, dann Reichstags=
und Landtagsabgeordneter Dr. Arendt=Berlin, über die
Beſchaffung zweiter Hypotheken und die Mitwirkung der
Genoſſenſchaften hierbei. (Korreferent) Hauptverbands=
direktor
Korthaus=Berlin und Verbandsdirektor Dr.
Biller=Berlin, über die Konſumvereine, im Verhältnis zu
den kleinen Handwerkern. (Korreferent, Genoſſenſchafts=
leiter
Eſſer=Euskirchen.) Der nächſte Genoſſenſchaftstag
wird in Leipzig ſtattfinden.

Von der erſten deutſchen Flugpoſt.

* Nach den nun beendeten Zahlenzuſammenſtellungen
ſind insgeſamt rund tauſend Kilogramm Flug=
Poſtkarten mit dem Poſtluftſchiff Schwaben beför

dert worden. Es darf dankbar anerkannt werden, daß
die Delag ihren bewährten Luftkreuzer Schwaben
für die Flugpoſt zur Verfügung ſtellte und damit den Er=
folg
der Poſtkartenwoche ſehr erheblich ſteigern half. Wie
wir erfahren, iſt der erſte Poſtflug der Schwaben un=
entgeltlich
geweſen; von da ab wurde aber die Beförder=
ung
von 20 Kilogramm Poſtkarten mit 50 Mark berechnet.
Dies entſpricht ungefähr dem Preis für die Paſſagiere.
Die zweite große Poſtfahrt war mit 1000 Mark in Rech=
nung
geſtellt. Man erſieht daraus, daß die Luftbeförder=
ung
doch nicht ſo billig iſt wie die Landbeförderung.

Luftfahrt.

Eine Schwenkung im Deutſchen Luft=
flotten
=Verein. In Berlin fand unter dem Vorſitz
des Reichstagsabgeordneten Baſſermann eine Aus=
ſchußſitzung
des Deutſchen Luftflotten=Vereins ſtatt, in
der für die Zukunft des Vereins wichtige Beſchlüſſe
gefaßt wurden. Der ſchon auf der letzten Mitglieder=
verſammlung
angeregte Gedanke, den Verein zu einem
nationalen Verein auszugeſtalten, iſt im Ausſchuß auf=
genommen
worden und wird nunmehr einer außer=
ordentlichen
Mitgliederverſammlung, die Ende Oktober
in Mitteldeutſchland, wahrſcheinlich in Kaſſel, ſtattfindet,
vorgelegt werden. Damit tritt zu den beiden großen
Vereinen, die für die Stärkung unſerer Wehrmacht ein=
treten
, dem Flottenverein und dem Wehr=Verein, auch
der Luftflotten=Verein. Es iſt zu erwarten, daß ſeinen
ſchon vorhandenen 14000 Mitgliedern ſich jetzt noch
weitere Tauſende anſchließen werden.
Luftflotten=Verein in Südweſt=Afrika. In
Keetmannshoop wurde kürzlich ein Luftflotten=Verein ge=
gründet
, der in nationalem Sinne für die Verwendung
der Luftſchiffahrt in unſerer Kolonie wirken will. An der
Spitze ſtehen Rechtsanwalt und Notar Forckel und Ober=
leutnant
Berlin. Der letzte Herr iſt ausgebildeter Flug=
zeugführer
; praktiſche Flüge in Südweſt ſtehen für die
nächſte Zeit in Ausſicht.
H. B. Berlin, 25. Juni. Leutnant Berger vom
Infanterie=Regiment 104, der geſtern von einem Fernflug
vom Flugplatz Lindenthal bei Leipzig nach Döberitz auf=
geſtiegen
war, iſt dort geſtern abend nach ſehr gefährlichem
und anſtrengendem Fluge mit ſeinem Paſſagier, Leutnant
Bernhard vom 103. Infanterie=Regiment auf dem Flug=
platz
Döberitz glatt gelandet.
*Heide, 24. Juni. Nordmarkenflug. Als
erſter iſt von Huſum kommend Hartmann um 12 Uhr
44 Min. heute mittag hier eingetroffen. Im Laufe des
Nachmittags trafen ferner Stöffler um 7 Uhr 12 Min.,
Horn 7 Uhr 25 Min., Krüger 7½ Uhr ein.

Von der Kieler Woche.

Der Kaiſer im Jachtklub.
* Kiel, 24. Juni. Der Kaiſer ließ, als er heute
nachmittag von der Wettfahrt an Bord des Meteor
zurückkehrte, den im Einlauf begriffenen Moltke‟
ſtoppen und paſſierte mit dem Meteor das paradierende
Kriegsſchiff. Abends begab ſich der Kaiſer zu dem
kaiſerlichen Jachtklub und den Angehörigen des
Royal Tomes Jachtklub, welche an Bord des Araguaya
morgens eingetroffen waren und die Regatta nach Kiel
begleiteten. Sie überreichten hier dem Kaiſer einen
Erinnerungspokal in der Nachbildung des im
Jahre 1781 vom Herzog von Cumberland geſtifteten alten
Wettfahrtpokals. Sodann nahm der Kaiſer aus den
Händen der Herren des Felea=Syndikats den Felea=
Preis entgegen. Es folgte die Preisverteilung für die
Jubiläums=Kriegsboot=Wettfahrten durch den Kaiſer.
Dann begann das Feſteſſen beim Kaiſerlichen
Jachtklub. Hierbei ſaßen rechts vom Kaiſer der
Kronprinz, Prinz Adalberſ, der Bokſchafter Leisman,
Großadmiral Tirpitz, links Prinz Eitel Friedrich, Prinz
Joachim, Großadmiral Köſter und Admiral Graf v. Bau=
diſſin
; gegenüber dem Kaiſer ſaß Prinz Heinrich zwiſchen
Kommodore Theodore Pim rechts und Admiral Arnim
und Lord Braſſey links. Während des Mahles brachte
Prinz Heinrich
das Kaiſerhoch aus. Die Rede des Prinzen lautet:
Eure Majeſtät! Aus kleinen Anfängen hat ſich der
Kaiſerliche Jachtklub zu dem emporgearbeitet, was er
heute bedeutet. Das Werk, welches Eurer Majeſtät
Großvater und Eurer Majeſtät Vater begannen, das
haben Eure Majeſtät weiter geführt und ausgebaut.
Eurer Majeſtät fällt unbeſtreitbar der Verdienſt zu, das
deutſche Volk auf das Waſſer gezogen zu haben, ſei es
bezüglich der Kriegsmarine oder der Handelsmarine
oder des Sports, der uns hier heute abend in erſter Reihe

intereſſiert und beſchäftigt. Wenn es Eurer Majeſtät
nicht immer gelungen ſein ſollte, ſtets als Erſter durchs
Ziel zu kommen, ſo möchte ich darauf aufmerkſam machen,
daß Eure Majeſtät unſer Lehrmeiſter war und daß Eure
Majeſtät ſich ſeine Schüler zu eifrigen und erfolgreichen
Konkurrenten erzogen haben. Wir wollen daher danker=
füllten
Herzens am heutigen Jubiläum, am 25jährigen
Jubiläum des Kaiſerlichen Jachtklubs Eurer Majeſtät
unſere Verehrung und Dankbarkeit für alles ausſpre=
chen
, was Eure Majeſtät auf dem Gebiete des Sports
und für den von Eurer Majeſtät begründeten Kaiſer=
lichen
Jachtklub getan haben. Mir liegt es als Vize=
kommodore
ob Eurer Majeſtät unſeren tiefempfundenen
herzlichen Dank zu Füßen zu legen. Ich bitte die Herren,
dieſem Gefühle des Dankes Ausdruck zu geben, indem
Sie mit mir rufen: Seine Majeſtät der Deutſche Kaiſer
und König von Preußen, unſer allergnädigſter Kommodore
Hurra, Hurra, Hurra!
Darauf erwiderte
der Kaiſer
mit folgenden Worten: Euerer Königlichen Hoheit
möchte ich am heutigen Tage, der bedeutungsvoll für die
Geſchichte unſeres Klubs wie für die Geſchichte des Re=
gattaklubs
iſt, Glückwunſch und aufrichtigen Dank aus=
ſprechen
, Glückwunſch zum 25. Geburtstag und zu dem
großartigen Erfolg, den die Regattawoche dank der
Organiſation durch den Klub genommen hat. Zu glei
cher Zeit möchte ich auch meinen Dank dafür ausſprechen,
daß in hingebender Mitarbeit die Segler auf meine Ge
danken eingegangen ſind, und daß aus allen Reihen
unſeres deutſchen Volkes unſere Klubmitglieder ſich zu=
ſammengefunden
haben zu dieſem geſunden, herzerfri=
ſchenden
, ſtärkenden Sport. Wir kennen als Geſetz für
unſeren Klub nur das eine: der Mitglied werden will.
ſoll ein Gentleman ſein! Dies genügt. Dies Geſetz hat
eine Elite zuſammengeführt, die ſich heute mit Freuden
gegenſeitig die Hand drückt und die mit Freuden einan
der auf dem Waſſer bekämpft. Viele Jahre hindurch
habe ich das Anwachſen des Klubs beobachtet. Es ſind
Stiftungen von allen Seiten gemacht worden, Preiſe in
Hülle und Fülle gekommen. So möchte ich auch heute
dem Klub von neuem eine Stiftung mit ausmachen. Ich
habe folgende Kabinettsorder erlaſſen, die ich nachher
dem Vizekommodore überreichen werde. Die Order lautet:
Das 25jährige Jubiläum des Kaiſerlichen Jachtklubs
gibt mir willkommene Veranlaſſung, der Jachtmatroſen
zu gedenken, deren Tüchtigkeit wir den heutigen guten
Stand unſeres Segelſports nicht zum wenigſten mit zu
verdanken haben. Es iſt in den verfloſſenen Jahren
eine ſtattliche Zahl Jachtmatroſen herangebildet worden,
die ſich im Inlande und Auslande ſehr guten Rufes er=
freut
und aus deren Reihen auch ſchon viele tüchtige
Seeleute für unſere Kriegs= und Handelsflotte hervor=
gegangen
ſind. In Anerkennung der Leiſtungen und des
braven Verhaltens der deutſchen Jachtmannſchaften will.
ich der Kommodore=Stiftung zum Beſten invalider Matro=
ſen
und deren Hinterbliebenen einen weiteren Betrag
von 20000 Mark überreichen und hoffe, daß die Wohl
taten der Stiftung in noch ausgedehnterem Maße al=
bisher
den Mannſchaften der dem deutſchen Seglerver=
bande
angehörenden Jachten zugewendet werden können.
Der Geldbetrag wird Ihnen morgen von mekner Sch
tullenverwaltung zugehen. Meine Herren! Wir haben
von kleinen Anfängen uns hinauf gearbeitet, wir haber
dafür aber auch gewandte, tüchtige und erfahrene Lehr=
meiſter
gehabt. Wenn Eure Königliche Hoheit erwähn=
ten
, daß ich mir Konkurrenten herangezogen hätte, und
daß ich der Lehrmeiſter für einen Teil der Herren geweſen
ſei, ſo müßt ich auch meinerſeits auf meine Lehrmeiſter
hinweiſen. Wir verdanken den engliſchen Kapitänen, die
ich auf meinen Jachten gehabt, und den engliſchen Matroſen
viel, und dieſe Kapitäne ſtammen aus einem Volk, das
in bezug auf das Jachtweſen wohl an der Spitze aller
Jachtflotten ſteht. Den engliſchen Jachtleuten verdanken
wir ſchon einmal eine ſchöne Woche vor Jahren. Die
diesjährige Jubiläumswoche hat weſentlich dadurch
eine ſo ſchöne Entwicklung genommen, weil zu Haufen
Dampfer und Segeljachten aus England herübergekom=
men
ſind, um unſer Feſt mitzufeiern und im Sport ſich
mit uns zu meſſen. Da glaube ich, aus aller Herzen zu
ſprechen, wenn ich den Herren von ganzem Herzen Will=
kommen
und Dank entbiete. Der Kaiſerliche Jachtkluh
entſtand vor 25 Jahren bei einer Sitzung, die beſtand
aus Seiner Königlichen Hoheit Freiherrn von Secken=
dorff
und dem Admiral Freiherrn von Senden=Bibran
und mir und einer Flaſche Sekt. Jetzt greifen Sie zum
Glas Sekt und trinken Sie mit mir auf das Wohl der
Gäſte aller Nationen, die in dankenswerter Weiſe hier
her gekommen ſind, um unſere Woche mitzufeiern und auf

aber wurde es ruhig, und das Spiel konnte beginnen.
Da die Menge ſich nun aber entſchloſſen hatte, ruhig zu=
zuhören
, war der Sieg auch geſichert, das Luſtſpiel er=
zielte
einen ſtürmiſchen Erfolg. Der ungewohnte Zwi=
ſchenfall
und die wenigen Worte des Marcheſe hatten
die Empörung ausgelöſcht und die nationale Entrüſtung
war um ihr Opfer betrogen.
ck. Eine Voltaire=Büſte Houdons aufgefunden. Hou=
don
, der bedeutendſte Bildhauer unter den Porträtiſten
des 18. Jahrhunderts, deſſen kühn im Stein das Gei=
ſtige
betonende Art an den maleriſchen Stil unſeres
Graff erinnert, hat eine Reihe von Meiſterbüſten der
großen Männer ſeiner Zeit geſchaffen, die die wunder=
vollſte
Porträtgalerie dieſer ſtolzen Epoche bilden. Sein
beſonderer Liebling ſcheint Voltaire geweſen zu ſein
deſſen Züge er öfters feſtgehalten hat, ſo in der bekann=
ten
Statue des Theatre Francais in der Büſte mit der
Allongeperrücke, die heute die Berliner Akademie der
Wiſſenſchaften als Geſchenk Friedrichs des Großen be=
ſitzt
, und der Büſte in antiker Gewandung im Gothaer
Muſeum. Ein drittes Voltaire=Porträt, das wohl als
das charakteriſtiſchſte und naturgetreueſte betrachtet wer=
den
muß, iſt kürzlich wieder aufgefunden worden und
wird von Prof. Georg Biermann im Cicerone zum
erſten Male publiziert und beſprochen. Das Werk, das
bei der Verſteigerung des Nachlaſſes von Houdon von
dem ſpäteren Georg IV von England gekauft wurde,
dann in den Beſitz des Juweliers Bridge kam, längere
Zeit verſchollen war und nun wieder im Pariſer Kunſt=
handel
aufgetaucht iſt, hält die markanten Züge des gro=
ßen
Schriftſtellers im Jahre ſeines Todes mit einer
einzigartigen realiſtiſchen Wahrheit feſt. Durch keine
Allongeperrücke verdeckt, durch kein antikiſierendes Ge=
wand
verhüllt, bietet ſich der durch eine lebenslange
Gedankenarbeit mächtig geformte Kahlkopf dar, mit der
hohen freien Stirn, den ſpärlichen Haaren und dem
von Runzeln und Falten durchfurchten Geſicht, deſſen
Lippen in einem geiſtvoll ſcharfen, faſt gütigen Lächeln
geſchürzt ſind. Die Verklärung des Greiſentums eint

ſich mit einer geiſtigen Beſeelung ohnegleichen in dieſem
Werk, das man wohl zu den bedeutendſten Leiſtungen
des großen, heute wieder ſo außerordentlich geſchätzten
Bildhauers frechnen darf.
C. K. Die Ergebniſſe der italieniſchen Ausgrabun=
gen
in Aegypten. Die unter der Leitung von Prof.
Schiaparelli ſtehende italieniſche archäologiſche Miſſion
hat nun ihre diesjährige Ausgrabungskampagne bei Aſſiut
in Aegypten vollendet, und die reichen Ergebniſſe der
Arbeiten ſind bereits auf dem Wege nach Italien, wo
ſie eine wertvolle Bereicherung des Turiner Muſeums
bilden werden. Die Mühen der Forſcher wurden durch
die Auffindung einer faſt noch unberührten Nekropole
belohnt, in der man zahlreiche Gräber und Mumien
aus der Zeit von der 4. bis zur 12. Dynaſtie fand alſo
etwa aus der Zeit vom 35. bis zum 22. vorchriſtlichen
Jahrhundert. Mehr als 120 Skelette waren völlig intakt
und man fand bei ihnen noch eine Reihe intereſſanter
Geräte und bemerkenswerte Fragmente von Holzſtatuen.
Die Ausbeute füllt 88 große Kiſten, die bereits in die=
ſen
Tagen in Turin erwartet werden.
ml. Die Geheimſchreibmaſchine des Botſchafters von
Marſchall. Die Bureaus der deutſchen Botſchaft in Lon=
don
haben ſich nach der Ankunft des neuen Herrn um
ein neues Requiſit vermehrt. Es handelt ſich nach den
Mitteilungen des Matin um eine Schreibmaſchine, eine
Schreibmaſchine aber, die ihres Gleichen nicht haben
dürfte und deren Taſten einzig und allein die Finger
des Botſchafters in Bewegung ſetzen. Statt in den
gewohnten romaniſchen oder gothiſchen Buchſtaben
ſchreibt die genannte Maſchine in Lettern einer Chiffre=
ſchrift
, die allein der Botſchafter und ſeine Korreſpon=
denten
zu entziffern im Stande ſind. Die Maſchine wird
im Privatbureau des Botſchafters unter ſicherem Ver=
ſchluß
gehalten, der ſich ihrer nur bedient, wenn er ir=
gend
eine wichtige vertrauliche Mitteilung zu machen
hat. Aus der Botſchaft kennt niemand, nicht einmal
der Privatſekretär des Herrn Marſchall von Bieberſtein
den Sinn der Hieroglyphen, die die Maſchine ſchreibt,

ſodaß die diplomatiſchen Geheimniſſe die die Korre=
ſpondenz
des Botſchafters mit ſeiner Regierung enthält,
vor einer Indiskretion abſolut geſichert ſind.
* Vom Kartenſpiel in Frankreich. Der Urſprung
des Kartenſpiels verliert ſich im fernen Dunkel der Un=
gewißheit
, man nimmt im allgemeinen an, daß die
Spielkarten ein Geſchenk Spaniens an die Menſchheit
darſtellen, aber wohl in keinem Lande der Welt hat die
Regierung im Laufe der Jahrhunderte ſo oft und ſo
nachdrücklich gegen die Entartung des Spieltriebes im
Volke ankämpfen müſſen, als gerade in Frankreich. Als
in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts
eine allgemeine Beſteuerung der Spielkarten eingeführt
wurde, erhoffte man neben fiskaliſchen Vorteilen mit der
Steuer auch eine Einſchränkung der Spielmöglichkeiten
zu erringen. Im Journal gibt nun Max Dutray einen
inkereſſanten Ueberblick über das Steigen und Fallen
des franzöſiſchen Verbrauches an Kartenſpielen. Die
hohe Steuer hat zweifellos der Karteninduſtrie ein ſtar=
kes
Hindernis entgegengeſetzt und in den letzten 15 Jah
ren iſt der Verkauf von Spielkarten auffällig ſtark zu=
rückgegangen
. 1875 wurden genau 3 229491 Kartenſpiele
in Frankreich verſteuert, 1895 war die Zahl auf 3972 746
geſtiegen, alſo um faſt dreiviertel Millionen Spiele. Aber
mit dem Jahre 1896 gehen Verkauf und Nachfrage zu=
rück
, und dieſer Rückgang wird in der jüngſten Zeit im=
mer
ſtärker fühlbar. Schon 1905 iſt die Zahl der ver=
ſteuerten
Kartenſpiele auf 3034015 geſunken und 1911
ſind nur noch 2894 226 Spiele verſteuert worden. Das
bedeutet gegen das Jahr 1895 einen Rückgang um mehr
als eine Million Spiele. Aber trotzdem iſt die Annahme,
daß der Spieltrieb geringer geworden ſei, ein Irrtum.
Die 1896 erhöhte Beſteuerung der Spielkarten hat zwar
den Umſatz verringert, aber die Spieler helfen ſich da=
mit
, daß die Karten länger benutzt werden. Der kleine
Mann aber kauft abgeſpielte Karten zu einem billi=
geren
Preiſe.

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148.

das Wohl des 25jährigen Jubilars. Die verfammelten
Segler Hurra, Hurra, Hurra!
Nach dem Mahle nahm der Kaiſer vor dem Klub=
hauſe
den Vorbeimarſch des Kreiskriegerverbandes in
Kiel entgegen, der mit mehreren Militärkapellen und
vielen Fahnen angerückt war. Hinter dem Kaiſer der
ununterbrochen ſalutierte, ſtanden die vier anweſenden
Söhne. Den Kriegern ſchloß ſich die Kieler Jugend=
wehr
an, Nach dem Vorbeimarſch ſprach der Kaiſer eine
Reihe von Veteranen an und hielt Cercle im Kreiſe der
Segler im Garten des Klubhauſes.
* Kiel, 25. Juni. Bei der Ueberreichung des
Cumberlandpokals hielt geſtern der Kommodore
Theodor Pim vom Royal Thames Jachtklub
an den Kaiſer folgende Anſprach e: Eure Kaiſer=
liche
Majeſtät! Ich habe die Ehre, Sie zu bitten, aus
unſeren Händen im Namen der Flaggoffiziere, des Ko=
mitees
und der Mitglieder des Royal Thames Jachtklub
dieſe Nachbildung eines Pokals anzunehmen, der ſeiner=
zeit
von dem erlauchten Herzog von Cumberland geſtiftet
wurde und der ausgeſegelt werden ſollte in dien Wett=
fahrten
der Jachten, welche die von ihm von 1775 bis 1781
jährlich geſtifteten Becher gewonnen hatten. Das Origi=
nal
dieſes Pokals, Majeſtät, befindet ſich jetzt im Beſitz
des Enkels des Gewinners, Thomas Taylor, dermaligen
Kommodore des Klubs. Auf der Verzierung des Deckels
erſcheinen die Namen der kämpfenden Jachten und das
Jahr des Sieges, das ſie zur Teilnahme an dem Wett=
bewerb
berechtigte, wie einer der Namen des Herzogs
von Cumberland als des Gründers dieſes Klubs, der
früher als Cumberland Salling Society bekannt war und
der jetzt mehr familiär Cumberland Fleet genannt wird.
Wir bitten Sie, Sire, dies anzunehmen, nicht allein als
eine Erinnerung an den Beſuch des Royal Thames Jacht=
klub
, der erſten in deutſchen Gewäſſern abgehaltenen in=
ternationalen
Regatta, an der teilgenommen zu haben
wir als einen Vorzug betrachten, ſondern auch als eine
Erinnerung an das Jubiläum des Kaiſerlichen Jacht=
Lubs und als ein perſönliches Zeichen der Ehrerbietung
und Bewunderung und Hochſchätzung, die wir alle zu
Kurer Majeſtät unabläſſigen Bemühungen für den Segel=
ſrort
im allgemeinen hegen. Dieſes Gefühl, Sire, wird
nicht allein von uns perſönlich geteilt, ſondern von allen
Gegelſportfreunden Großbritanniens und des ganzen
Sritiſchen Reiches überhaupt.
Der Kaiſer erwiderte auf die Anſprache des Kom=
modore
Theodor Pim: Herr Kommodore! Nehmen Sie
meinen aufrichtigen Dank an für den ſchönen Pokal mit
ſeiner ſo intereſſanten Geſchichte, den Sie mir im Auftrag
der Flaggoffiziere, des Vorſtandes und der Mitglieder
des Royal Thames Jachtklubs überreicht haben. Ich
nehme dieſen Becher an als ein Zeichen der warmen Sym=
pathie
zwiſchen den britiſchen und den deutſchen Seglern
und beſonders zwiſchen ihren Klubs, dem alten Cumber=
land
Fleet und dem Kaiſerlichen Jachtklub. Der Pokal,
jetzt mein perſönliches Eigentum, ſoll während der Re=
gatta
in den Räumen dieſes Klubs ſeinen Platz finden,
als ein Zeichen des freundlichen Intereſſes, das Sie an
unſerem Jubiläum nehmen. Ich hoffe, daß viele eng=
liſche
Segler, die als willkommene Gäſte unſeres Klubs
hier erſcheinen, um an den Wettfahrten teilzunehmen, ſich
an dem Becher erfreuen werden. Ich brauche nicht zu ver=
ſichern
, daß ſie alle ſehr willkommen ſind, aber ich möchte
Ihnen ausſprechen, wie ſehr wir erfreut ſind durch die
Legenwart einer ſo großen Zahl britiſcher Jachten und
ſo vieler ausgezeichneten Segler und Seglerfreunde mit
ihren Damen. Wir danken ihnen den Erfolg der erſten
Internationalen, unſerer Jubiläumswoche. Möge dieſer
Becher ein neues Glied in der Kette perſönlicher und
ſportlicher Freundſchaft zwiſchen unſeren beiden Klubs
und unſeren Ländern ſein. Möge der Cumberland Cup
hier ſtehen als ein ſichtbares Pfand dieſer für England
und Deutſchland ſo natürlichen und ehrenvollen Freund=
ſchaft
!
* Kiel, 25. Juni. Der Kaiſer machte heute vor=
mittag
einen Beſuch auf dem von der Hamburg=Amerika=
Linie angekauften däniſchen Motorſchiff Fionia
das zum Zwecke der Beſichtigung durch den Kaiſer auf
eine Stunde in See ging. Der Kaiſer beſichtigte ein=
gehend
die Maſchinenanlagen und ließ ſich verſchiedene
Maſchinenmanöver vorführen. Unterwegs wurden auch
die geſchmackvollen Räume der erſten Kajütte einer ein=
gehenden
Beſichtigung unterzogen. Er nahm im Speiſe=
ſaal
eine Erfriſchung zu ſich und begab ſich ſodann auf
die Kommandobrücke, von wo aus er das Einlaufen

Hanns Pellar

hat ſoeben ein Gemälde vollendet, das für einen Muſik=
ſaal
der Villa Herzberg in Eſſen beſtimmt iſt, und das
wir geſtern im Atelier des Künſtlers im Ernſt= Ludwigs=
hauſe
zu ſehen Gelegenheit hatten. Das Bild iſt in der
Hauptſache auf einen ſtimmungsvoll dekorativen= muſika=
liſchen
Ton geſtimmt, ohne allerdings intimſter Reize in
Farbe und Zeichnung zu entbehren. Seine Beſtimmung
kommt nicht profan etwa in der Darſtellung zum Aus=
druck
, das läßt Hanns Pellars phantaſiereiches Kom=
poſitionstalent
nicht zu. Sein ſenſibles Kunſtempfinden
bedient ſich der Ausdrucksmittel, wie ſie das Kolorit, wie
ſie der Farben warmtonige Sinfonien ſelbſt hieten.
Allerdings ſpielt auch der Vorwurf dabei eine bedeutende
Rolle. Aber es iſt mehr der darin zum Ausdruck kom=
mende
Rhythmus, als die Darſtellung ſelbſt. Der Rhyth=
mus
in der Bewegung der Figuren, deren er zur Ver=
körperung
des Muſikaliſchen ſich bedient, in der Geſamt=
kompoſttion
und im Kolorit.
Vor einem lichten, bläulich getonten grauen, leicht
flimmernden Hintergrund wölbt ſich ein Bogen grünen
Girlandengewindes, auf dem phantaſtiſch ſtiliſierte Papa=
geien
ſitzen, die ihr glänzendes Gefieder baden im ſonnen=
durchfluteten
Licht. Links und rechts begrenzen das
Bild ſäulenartig ſtiliſierte, faſt architektoniſch geformte
Hecken. Hinter der rechts (vom Beſchauer) lugt neckiſch
ein kleiner dunkelfarbener Pan flöteblaſend hervor und
auf der linken ſpreizt ein Phantaſievogel ſein in allen
Farben ſtrahlendes Gefieder. Und inmitten des ſo be=
grenzten
Platzes, das Ganze beherrſchend, ein tanzendes
Paar. Eine entzückende Frauengeſtalt in farbenfrohem,
ſtiliſtertem Rokokokoſtüm und ein dunkelhäutiger Faun
im Menuett, beide umſchlungen von wehender, lebhaft
kolorierter (blau herrſcht) Blumengirlande. Wunderbar
iſt die tanzende Bewegung des Paares die Poſe iſt=
wie
das Augenblicksbild einer Momentphotographie feſt=
gehalten
und meiſterhaft die zeichneriſche Durchführung
aller Einzelheiten, die ſich hinwiederum dem dekorativ
ſtimmungsvollen Charakter des faſt freskenartig wirken=
den
Gemäldes unterordnen. In der Umgebung ſeines
Beſtimmungsortes, im breiten, graufarbenen, marmor=
nen
Rahmen zwiſchen beſonders abgetönten Wandflächen
über dunkler Holzvertäfelung uſw. dürfte ſich die ſtim=
mungsreiche
Wirkung des Gemäldes noch bedeutend
M. St.
erhößck.

und die Ankermanöver des Schiffes beobachtete. Der
Kaiſer ließ ſich von den Herren der Hamburg=Amerika=
Linie und den däniſchen Herren die nötigen Erklärungen
geben und verlieh bei dieſer Gelegenheit dem Etatsrat
Anderſen und dem Admiral Richelieu ſeine
Photographie, dem Direktor Knudſe den Roten Adler=
orden
zweiter Klaſſe, ſowie dem Kapitän Hanſen
den Roten Adlerorden vierter Klaſſe. Später machte
der Kaiſer einen Beſuch auf dem Dampfer des Nord=
deutſchen
Lloyds Bremen. Zur Frühſtückstafel an
Bord der Hohenzollern waren bei dem Kaiſer ge=
laden
: Pierpont Morgan, Generaldirektor Ballin, Lud=
wig
Delbrück, A. v. Gwiner, Konteradmiral v Rebeur=
Paſchwitz, Kapitän z. S. Ritter von Mann vom großen
Kreuzer Moltke ferner Ingenieur Hirth, Leutnant
Schoeller, Mr. Edward Greenfild Mr. Francis Riggs.
Vor der Tafel empfing der Kaiſer die Flieger Inge=
nieur
Hirth und Leutnant Schöller und unterhielt ſich
längere Zeit mit Hirth. Er überreichte Hirth und
Schöller perſönlich den Kronenorden vierter Klaſſe.

Sport.

Fl. Schlittſchuhklub=Sportverein. Die erſten Lawn=
Tennis=Städtewettſpiele in dieſem Sommer fanden am
16. und 23. Juni ſtatt. Am erſteren Tage ſpielte die
Darmſtädter Mannſchaft, 4 Damen und 10 Herren, ge=
gen
Frankfurt auf den Plätzen im Palmengarten.
Es waren ſchon 16 Wettkämpfe ausgetragen, und zwar
mit dem erfreulichen Ergebniſſe von 11.5 Punkten für
Darmſtadt, als am Nachmittag die Ungunſt der Wit=
terung
den Spielen leider ein vorzeitiges Ende bereitete.
Zu den Spielen, die am vergangenen Sonntag gegen
Mannheim auf den dortigen ſchönen Plätzen zum
Austrag kamen, hatte aber der Himmel ein freundliches
Geſicht gemacht und Wärme und Sonnenſchein in faſt
überreichem Maße geſpendet, ſodaß die Veranſtaltung
abends kurz vor 8 Uhr in ſchönſter Weiſe zu Ende ge=
führt
werden konnte. Die Darmſtädter Mannſchaft, be=
ſtehend
aus den Damen: Frl. Flinſch, Frl. Dexheimer und
Frl. Goldſchmidt und den Herren: von Nariſchkin, H
Müller, Schüler, Leute, Daub, Weidenhammer, Lichten=
ſtein
, Kurz, Nauels, Flimm und Ernſt hatte einen ſehr
ſchweren Stand gegen die Mannheimer, die faſt allſonn=
täglich
an irgend einem Wettkampfe beteiligt ſind, trotz=
dem
konnte ſie aber nach manchem heißen Ringen den
Sieg auf ihre Seite bringen. Das Ergebnis war: 15
Punkte, 36 Sätze 336 Spiele für Darmſtadt und 12
Punkte, 30 Sätze 307 Spiele für Mannheim. Die Darm=
ſtädter
Damen ſpielten wieder vorzüglich und auch un=
ſere
jungen Spieler zeigten, wie ſehr ſie ihr Können
verbeſſert haben und neben unſeren altbewährten Käm=
pen
gut beſtehen können. Die Aufnahme bei den Mann=
heimer
Freunden war ſehr herzlich, und allen Betei=
ligten
wird der Tag in froher Erinnerung bleiben.

Unwetter und Gewitterſchäden.

(*) Gießen, 24. Juni. Schwere Gewitter,
verbunden mit heftigen Blitzſchlägen, gingen verfloſſene
Nacht über dem Lahntal nieder. In Aßlar ſchlug der
Blitz in eine Scheune, welche vollſtändig niederbrannte.
In manchen Gemarkungen ging ein Wolkenbruch mit
heftigem Sturm nieder. Die Getreideäcker liegen ſtellen=
weiſe
wie gewalzt am Boden.
Stendal, 25. Juni. Ein verheerendes
Unwetter ging über Stendal nieder, durch das viele
Straßen und Keller überſchwemmt wurden. In den Ge=
treidefeldern
wurde großer Schaden angerichtet. Eine
Scheune wurde vom Blitz getroffen und eingeäſchert.
* Zürich, 24. Juni. Ungewöhnlich heftige Ge=
witter
die geſtern niedergingen, wirkten beſonders
verheerend in den Kantonen Appenzell, Aargau, Thurgau.
Im Kanton Zug wurden die ganze Kirſchenernte und
die Obſtkulturen vernichtet.

Streiks.

* Marſeille, 24. Juni. Die Hafenarbeiter be=
ſchloſſen
, die Ausführung ihres Entſchluſſes, Handelsſchiffe,
die mit vom Staat geſtellten Marinemannſchaften beſetzt
ſind, weder auszuladen noch zu beladen, 24 Stunden hin=
auszuſchieben
, um ihrer Organiſation die Möglichkeit zu
geben, gemeinſam mit der Vereinigung der eingeſchriebenen
Seeleute den Generalſtreik vorzubereiten, wenn die
Verhandlungen über eine ſchiedsgerichtliche Regelung
ergebnislos ſein ſollten.
London, 25. Juni. Zu der geſtrigen Reſolu=
tion
einer Verſammlung von Eiſenbahnern in Stratford
bei London erklärte der Generalſekretär des Gewerkſchafts=
verbandes
der Eiſenbahner, der Vorſtand des Verbandes
habe ſeine Zuſtimmung zu einem Streik nicht
gegeben, und wenn lokale Gewerkſchaften ſich zu einem
Streik entſchließen, ſo müßten ſie das auf ihr eigenes
Riſiko tun.
* Madrid, 24. Juni. Geſtern wurde ein ſtark be=
ſuchter
Kongreß der Eiſenbahnbedienſteten eröffnet.
Es wurde beſchloſſen, in den Generalſtreik zu
treten, falls eine Geſellſchaft die Angeſtellten wegen
der Beteiligung an dem Kongreß entlaſſe,

Landwirtſchaftliches.

* Zuſammenſchluß der Gemüſezüchter
Deutſchlands. Vom Deutſchen Pomologen=Verein
in Eiſenach iſt ein Zuſammenſchluß der deutſchen Ge=
müſezüchter
in die Hand genommen und am 20. Februar
d. Is während der landwirtſchaftlichen Woche in Ber=
lin
, von einer Verſammlung von Gemüſezüchtern aus
ganz Deutſchland die Gründung eines Verbandes Deut=
ſcher
Gemüſezüchter beſchloſſen worden. Die Frage, ob
ein Züſammenſchluß der deutſchen Gemüſebauer not=
wendig
iſt, muß entſchieden bejaht werden. Die Re=
gierung
der Bundesſtaaten und die geſetzgebenden Kör=
perſchaften
müſſen auf die volkswirtſchaftliche Bedeu=
tung
des Gemüſebaues aufmerkſam gemacht werden,
damit ſie den Schutz der inländiſchen Gemüſebauer in
die Hand nehmen. Der Notſtandtarif z. B. wird uns
eine Konkurrenz des klimatiſch günſtiger liegenden Aus=
landes
für dieſen Sommer in Frühkartoffeln zuziehen,
ohne dieſe den Käufern zu verbilligen, denn nur das
Ausland und der Zwiſchenhandel werden ſich den Zoll
in die Taſche ſtecken. In dieſem Winter ſind unſere
Zwiebeln ſchon ſchwer dadurch getroffen worden, daß es
den Händlern durch die billigen Frachten ermöglicht
wurde, ungeheure Mengen ungariſcher und ruſſiſcher
Zwiebeln in die Anbaugebiete hinzuwerfen und von
hier aus weiter zu handeln. Die deutſchen Zwiebeln
wurden vernachläſſigt, obgleich ſie an Güte den auslän=
diſchen
überlegen waren. Die Regierung an den land=
wirtſchaftlichen
Hochſchulen muß den Gemüſebau wiſſen=
ſchaftlich
mehr als bisher unterſtützen, vor allem Anbau=
verſuche
, die für den Einzelnen zu koſtſpielig und zeit=

raubend ſind, z. B. neue Sorten, Kulturmethoden
Düngung und Bekämpfung von Schädlingen und Krank=
heiten
des Gemüſes, in die Hand zu nehmen. Die Ge=
müſezüchter
müſſen aus ihrer abwartenden Stellung den
Händlern gegenüber aufgerüttelt werden, damit ſie nicht
auf die ihnen vom Händler bei Abſchlüſſen geſtellten Be=
dingungen
einzugehen gezwungen ſind, ſondern ſolche
ſelbſt ſtellen oder doch nur auf Bedingungen eingehen
die vom Verbande feſtgeſetzt ſind. Dabei ſind als beſon=
ders
warnende Beiſpiele die Abſchlüſſe der Liegnitzer
Weißkohlbauern zu erwähnen. Dieſe ſchließen ſeit eini
gen Jahren mit den Händlern die Lieferung von Weif
kohl ab und zwar eine beſtimmte Zentnerzahl. Die Miß
ernte des Vorjahres ermöglichte ihnen nicht die abge
ſchloſſene Menge zu liefern, aber die Händler beſtehen
auf ihren Schein. Neben dem Schaden, der ihnen durch
den billigen Abſchluß erwachſen iſt, haben ſie noch zahl=
reiche
Prozeſſe mit den Händlern zu führen, die der
Preisunterſchied für die nicht gelieferte Menge einklagen
Während die Gemüſezüchter glauben, ſie brauchten nicht
mehr als die ihnen zugewachſene Menge zu liefern. Ent=
ſchieden
iſt noch nichts. Auch eine Zeitung für den Ge
müſebau iſt notwendig, die alle neueſten beruflichen Er
fahrungen verbreitet, über den Stand des angebauten
und auf Lager gelegten Gemüſes ſtatiſtiſche Erhebungen
veröffentlicht, und die verſchiedenen Anbaugebiete mit=
einander
verbindet, um eine Ueberſicht der Preiſe zu
gewinnen. Berufsgenoſſen! Das Vorbild das andere
große Vereinigungen uns gegeben, die aus der Not der=
Zeit geboren, muß uns vorbildlich ſein, den deutſchen
Gemüſebau zuſammen zu faſſen in den Verband deut=
ſcher
Gemüſezüchter, der bei Gelegenheit der erſten deut=
ſchen
Gartenbauwoche in Bonn am 6. Juli tagen wird

Handel und Verkehr.

* Hamburg, 25. Juni. Von zuſtändiger Seite=
wird
mitgeteilt: In dem Anleihevertrage, der vor einigen
Monaten zwiſchen amerikaniſchen, deutſchen, engliſchen,
franzöſiſchen und holländiſchen Bankfirmen mit der Re=
publik
Liberia abgeſchloſſen worden iſt, iſt die Beſtim=
mung
vorgeſehen, daß die Durchführung des Vertrages
von einer angemeſſenen Einigung mit den bisherigen
Gläubigern abhängig gemacht wird. Wie wir erfahren,
iſt eine Einigung zwiſchen den deutſchen kaufmänniſchen
Gläubigern und der Republik Liberia nunmehr erfolgt.
Die Verhandlungen zwiſchen den Vertretern deutſcher=
Firmen und dem amerikaniſchen Generalkonſul Skinner,
dem die Vertretung der liberianiſchen Intereſſen übertra=
gen
iſt, wurden in Hamburg geführt. Nach langwierigen
Konferenzen iſt unter äußerſt energiſcher und dankens=
werter
Mitwirkung in der Unterſtützung der deutſchen=
Intereſſen ſeitens des Auswärtigen Amtes eine Einig=
ung
zuſtande gekommen, die als angemeſſen und beide
Teile befriedigend anerkannt werden muß. Die deutſchen
Gläubiger erhalten für ihre Forderungen ungefähr den=
jenigen
Prozentſatz, zu dem die Banken die neuen fünf=
prozentigen
Schuldverſchreibungen von der liberianiſchen
Regierung übernehmen. Dieſe Grundlage muß angeſichts
der außerordentlich zerrütteten finanziellen Verhältniſſe
in denen Liberia geblieben wäre, falls die Reorganiſa=
tionsanleihe
geſcheitert wäre, als ſehr befriedigend an=
geſehen
werden.

Vermiſchtes.

* Helm ab! Aus Frankfurt a. M. wird unsges
ſchrieben: Bei der Grundſteinlegung zur neuen Main=
Brücke fiel es allgemein auf, daß der kommandierende
General des Frankfurter Armeekorps während der Ham=
merſchläge
den Helm abnahm. Das Reglement und darauf
fußende Beſtimmungen (z. B. Zapfenſtreich vor dem
Kaiſer) kennen nur Helmabnehmen beim Gebet (auch nu=
in
Preußen, in Bayern wird auf das kurze Zum Gehe
die Hand an den Helm gelegt). Früher ſah man denn auch
das Helmabnehmen außer dem Gebet niemals, und auch
jetzt nehmen bei anderen Anläſſen Herren, die ſich an das
Reglement halten, den Helm nicht ab, z. B. der Kronprinz,
bei der Grundſteinlegung des Hauſes des Landwehroffi=
zierkorps
in Berlin und des neuen Rathauſes in Barmen
vor einigen Jahren. Das ſcheint ſich nun
ändern, ſeitdem der Kaiſer in ſeiner bekannten Vorliebe=
fürs
Zeremonielle bei jeder Gelegenheit den Helm vom=
Kopfe holt: Bei allen Fürſtenempfängen, Denkmalsein=
weihungen
, beim Niederlegen von Kränzen, dem Hoch auf
Zeppelin 1909 und ſogar als er Rooſevelt den Generälen
vorſtellte. Es iſt klar, daß das kaiſerliche Beiſpiel Schule
macht, und es iſt intereſſant, auf den Bildern zu beobach=
ten
, wie die in der Nähe befindlichen Offiziere in ſichtlicher
Verlegenheit ſind, ob und wie weit ſie ihrem kaiſerlichen
Herrn folgen ſollen. Nun ſcheint auch eine Fernwirkung=
ſich
geltend machen zu wollen. Das wäre ſehr ſchade und
nicht einerlei. Es handelte ſich um das Aufgeben eines=
wirklichen
Fortſchritts. Bekanntlich nennt man ſtets als=
Grund dafür, daß die Uniformen ihre Kopfbedeckung ſo
beharrlich auf dem Haupte laſſen dürfen, während der arme=
Ziviliſt ſtets damit agieren muß: man könne den Helm
nicht abnehmen und wie ſähe das aus? Dieſe beiden
Gründe ſind durchaus ſtichhaltig. Der Helm iſt recht un=
handlich
, und eine ernſte kriegeriſche Kopfbedeckung muß=
man
anders auffaſſen, wie ein kokettes Hütchen. Von der
hygieniſchen Seite (die vielen Glatzen!) ganz zu ſchweigen.
Es wäre deshalb ſehr zu wünſchen, wenn ſich die Inhaber
verantwortlicher Stellen auch in dieſer Hinſicht einer ge=
wiſſen
Verantwortung bewußt wären und dem Fortſchritt
huldigten, ſo lange noch das Reglement hinter ihnen ſteht.
Wielange das ſein wird, iſt ebenfalls die Frage. Der An=
fang
zum Rückſchritt iſt gemacht. Der bekannte Hurräa=
Erlaß ſchreibt den Matroſen das Abnehmen der Mützen
vor, und für die Mannſchaften der Hohenzollern gibt es
ſchon das Kommando Hüte ab! Daß die Ziviluniformen
nicht zurückbleiben, iſt ſelbſtverſtändlich. Die preußiſche
Bahnverwaltung hat angeordnet, daß die Beamten künftig
vor hohen Reiſenden die Mützen abzunehmen haben, und
den Stationsvorſteher, womöglich ehemaligen Offizier, die
Bruſt voll hoher Orden kann man infolgedeſſen auf dem
Bahnſteig ſtehen ſehen, die rote Mütze an der Hoſennaht.
Früher brauchten das nur Offiziersburſchen und Livree=
diener
.

Literariſches.

Kleines Schmetterlingsbuch. Becr=
beitet
von Oberſtudienrat Prof. Dr. Kurt Lampert, Vor=
ſtand
der Kgl. Naturalienſammlung in Stuttgart. 212.
Seiten Text und 28 Farbendrucktafeln mit 429 Schmetter=
lings
= und Raupen=Abbildungen. (Verlag von J. F.
Schreiber in Eßlingen a. N. und München.) Preis ge=
bunden
Mk. 4.50. Um es vorweg zu ſagen: Dieſes Buch
mit ſeinem beſcheidenen Titel iſt ein vollendetes kleines
Prachtwerk über Schmetterlinge, das jedem Naturfreund
hoch willkommen ſein wird, und zweifelsohne das beſte
Schmetterlingsbuch in niedriger Preislage. Es bringt

[ ][  ][ ]

Lummer 148.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Inni 1912.

Seite 7.

pp, überſichtlich und klar eine genaue Beſchreibung des
metterlings in ſeinen verſchiedenen Entwicklungs=
dien
, geht auf ſeine Lebensweiſe, Lebensdauer, ſeinen
tzen und Schaden ein und gibt Auskunft auf alle Fra=
i
, die dem Sammler am Herzen liegen, Fang und
mmeltechnik, Raupenzucht, Tauſch und Handel mit
hmetterlingen. Den größten Raum nimmt natürlich
Beſchreibung der einzelnen Familien, Gattungen und
ten ein, und ein ausführliches Nachſchlageverzeichnis
nöglicht jedem ſchnelle Orientierung.
Angewandte Perſpektive nebſt Erläuterungen
r Schattenkonſtruktion und Spiegelbilder. Von Max
eiber, Maler und Profeſſor der Königl. Kunſtgewerbe=
ile
, Dozent der Königl. Akademie der bildenden Künſte
München. Fünfte, durchgeſehene Auflage. Mit 145 in
Text gedruckten und 7 Tafeln Abbildungen. In Ori=
alleinenband
3 Mark. Verlag von J. J. Weber in
pzig. In dem vorliegenden Büchlein aus der Samm=
g
von Webers Illuſtrierten Handbüchern hat der
rfaſſer den Künſtlern, Architekten, Zeichnern, Zeichen=
rern
, Kunſtgewerblern und reiferen Schülern das Not=
ndige
und Weſentliche der Perſpektive in allgemein=
ſtändlicher
und gedrängter Form zur Darſtellung ge=
icht
. Der Text iſt bei aller Kürze klar und wohl für
en verſtändlich, der mit den Elementen der Geometrie
d Projektionslehre auch nur einigermaßen vertraut iſt.

Stimmen aus dem Publikum.
ür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
nerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Gegenwärtig werden im Darmſtädter Tagblatt
Räumungsfriſten für den Wohnungswechſel am
Juli bekannt gemacht. Allgemein iſt die Anſicht ver=
ten
, daß die in der Bekanntmachung erlaubte Karenz=
t
ſeitens der Mieter nicht zu zahlen ſei, was ſchon zu
incherlei unliebſamen Auseinanderſetzungen geführt hat.
äre es nicht möglich, zu der Bekanntmachung der Großh.
irgermeiſterei einen Zuſatz zu machen, welcher beſagt,
ß jeder Tag nach Ablauf der Mietzeit zu vergüten ſei?
würden ſich dadurch die Räumungen glatter voll=
hen
und manche Unannehmlichkeiten erſpart werden.

Schutzverein für entlaſſene Gefangene.

(2 In dem prächtigen Rathausſaal zu Bensheim
nd geſtern nachmittag 5 Uhr die Hauptverſamm=
ſing
des Heſſiſchen Schutzvereins für ſtraf=
tlaſſene
Gefangene ſtatt, die aus allen Teilen des Heſ=
nlandes
außerordentlich ſtark beſucht war. Als Ehren=
ſte
waren erſchienen die Fürſtin=Witwe Marie zu Er=
ich
=Schönberg, Provinzialdirektor Geheimerat Fey,
reisrat Dr. Eckſtein, zahlreiche Juſtizbeamte und Bür=
rmeiſter
des Kreiſes, die den Verhandlungen mit gro=
m
Intereſſe folgten. Der Vereinsvorſitzende General=
ratsanwalt
Dr. Beſt begrüßte in herzlichen Worten die
ts weiter Ferne erſchienenen Vertreter und betonte, daß
i Intereſſe der breiteren Oeffentlichkeit zum erſten Mal
e Verſammlung in Bensheim ſtattfinde. In nahezu
veiſtündigem Vortrag gab nunmehr der Vorſitzende ein
ſchintereſſantes Bild von der Tätigkeit des Vereins zum
ohl und Schutz der aus der Strafhaft entlaſſenen Ge=
ingenen
. In diskreter Weiſe und ohne beſondere
eklame entfalte der Verein ſeine Tätigkeit und könne ſeit
iner Gründung auf ein reiches und erfolgreiches Ar=
itsgebiet
zurückblicken. Dank dem Weitblick der heſſi=
hen
Regierung wurde der Verein im Jahre 1839
egründet und mit einem anſehnlichen Staatszuſchuß
otiert. Die Zahl der Mitglieder betrug im Gründungs=
ihr
869, im Jahr 1863: 1458, im Jahr 1891/92: 3115 und
911: 7216. Die Ernennung des erſten Vorſitzenden liegt
i den Händen S. K. H. des Großherzogs. Für die Un=
erbringung
der männlichen Strafgefangenen in Heſſen
mmt die Zellenſtrafanſtalt Butzbach und das Zuchthaus
Narienſchloß in Betracht, während das Geſäng=
is
in Mainz für Frauen beſtimmt ſei. Die meiſten
Straftaten erfolgten unter dem Einfluß des Alkohols.
ſehr als 75 Prozent der Straftaten ſei auf ſeine Rech=
ung
zu ſetzen. Erfreulich ſei, daß die Jugend in ſehr
eringem Maße ſeit der wohltätigen Einrichtung des be=
ingten
Strafaufſchubs des Schutzvereins bedarf. Redner
erbreitete ſich dann ſehr eingehend über die vom Ver=
in
entfaltete Tätigkeit im Vereinsjahre und gedachte da=
ei
mit ganz beſonderer Anerkennung des Intereſſes
inſeres Landesfürſten für dieſe Ausgeſtoßenen der Ge=
ellſchaft
. Große Schwierigkeiten bereitet die Unterbring=
ing
von Kaufleuten und Beamten und Technikern uſw.,
ind viele müſſen, um ihre Familie zu erhalten, zu ande=
en
Berufen greifen. Dank einer weitverzweigten Zahl
von Helfern und Helferinnen hat der Verein zahlreiche
Exiſtenzen vor dem Untergange gerettet. Beſonders her=
vorzuheben
ſei die Tätigkeit des Zweigvereins zu Offen=
dach
, Mainz, Gießen und Darmſtadt, in denen ſich viele
Damen und Herren als Helfer zur Verfügung geſtellt
haben. Auch die Strafanſtalten ſelbſt geben ſich die größte
Mühe, die entlaſſenen Sträflinge in Arbeit unterzubrin=
gen
. Offenbach hat auch in dieſem Jahre den größten
Prozentſatz an Strafgefangenen. Erfreulich ſei ferner, daß
im Gewerbe und Handel die Scheu vor der Beſchäftigung
von entlaſſenen Strafgefangenen im Schwinden ſei. Neu
eingeführt für Heſſen ſei auch das Polla=Syſtem
(Strafkürzung mit Alkoholenthaltung als Bedingung), mit
dem ſehr gute Erfolge erzielt wurden. Redner gibt hier=
zu
noch eine Reihe hochintereſſanter Beiſpiele. Im Ver=
einsjahre
1911 hat der Schutzverein 8232 Mark Unterſtütz=
ungen
verteilt, und zwar Starkenburg 4127 Mark, Ober=
heſſen
1291 Mark und Rheinheſſen 2527 Mark. Von 168
Pfleglingen wurde noch um beſondere Geldunterſtützung
nachgeſucht, von denen 152 entſprochen wurde; acht waren
unterſtützungsunwürdig. Die Unterſtützungen bewegten
ſich in Höhe von 20100 Mark und 111 Pfleglinge erhiel=
ten
20 Mark, 60: 2030 Mark, 29: 4050 Mark, 7: 100
Mark. Bei der Arbeitsvermittelung konnten 59 Prozent
plaziert werden. Die Führung der Pfleglinge nach der
Strafhaft war vorzüglich; 80 Prozent hatten eine ſehr
gute Führung, während 20 Prozent rückfällig wurden
Damit wurde die Berichterſtattung geſchloſſen. Bei der

Vorſtandswahl wurde Herr Bürgermeiſter Muel=
ler
=Darmſtadt zum ſtellvertretenden Vorſitzenden und
die Herren Provinzialdirektor Dr. Breidert=Mainz, Pro=
vinzialdirektor
Geheimerat Fey=Darmſtadt, Geh. Regie=
rungsrat
Kaiſer=Worms, Oberbürgermeiſter Köhler=
Worms, Superintendent D. Peterſen=Darmſtadt, Dr.
Selbſt=Mainz, Oberamtsgerichtsrat Theobold und Pro=
vinzialdirektor
Uſinger, ſowie Herr Oberlandesgerichtsrat
Lang als Vorſtandsmitglieder einſtimmig gewählt. Der
Voranſchlag für 1913 wurde mit 11800 Mk. in Einnahme
und mit 10900 Mark in Ausgabe feſtgeſetzt und geneh=
migt
. In der Diskuſſion regte Herr Pfarrer Schneider=
Bensheim eine erhöhte pekuniäre Unterſtützung der Fa=
milien
der Strafgefangenen an und empfahl dieſelben
auch einer beſonderen Fürſorgepflege. Nachdem noch
Provinzialdirektor Fey dem Vorſitzenden warme Worte
des Dankes und der Anerkennung für die guten Erfolge
ausgeſprochen hatte, wurde die Hauptverſammlung um
halb 7 Uhr geſchloſſen.

Taft und Rooſevelt.

* Baltimore 24. Juni. Bryan kündigt ſeine
Kandidatur als zeitweiliger Präſident des demokratiſchen
Konvents gegenüber Parker an. Wie verlautet, ſoll
Parkers Annahmeerklärung Bryan zur Genehmigung
vorgelegt werden. Wenn dieſer ſich ablehnend verhält,
wird Parker zurücktreten.
* Baltimore 24. Juni. Das demokratiſche Na=
tionalkomitee
wählte Parker zum zeitweiligen Vor=
ſitzenden
des demokratiſchen Konvents.
Darmſtadt, 26. Juni.
gs- Unfall. Geſtern nachmittag gegen 6 Uhr wurde
in der Mauerſtraße ein ſiebenjähriger Junge von einem
Radfahrer umgefahren und erlitt dadurch einen Unter=
ſchenkelbruch
. Der Junge wurde nach Anlegung
eines Notverbandes durch die Rettungswache mittelſt
Krankenkraftwagens ins Krankenhaus verbracht.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)

* Berlin, 25. Juni. Zum Gouverneur von Sa=
moa
wurde der ſeitherige Oberrichter und erſte Referent
bei dem Gouvernement Geh. Regierungsrat Dr. Schultz
ernannt. Der ſeitherige Gouverneur von Togo, Brückner,
tritt wieder in die Kolonial=Zentralverwaltung ein. Er
iſt zum Geh. Ober=Regierungsrat und Vortragenden Rat
im Reichskolonialamt ernannt worden.
* Lüderitzbucht, 24. Juni. Staatsſekretär Dr. Solf
verwandte die Tage von Freitag bis Sonntag zur Beſich=
tigung
der Einrichtungen in Colmannskop, der kolonia=
len
Bergbaugeſellſchaft und der Deutſchen Diamanten=
geſellſchaft
des Pomonagebietes. Heute wohnt der Dr.
(Solf einer Sitzung der Minenkammer bei.
* Köln, 25. Juni. Wie ein Berichterſtatter meldet,
hat einer der berüchtigten Spitzbuben der Kaiſerkette
die beiden anderen beteiligten Diebe ver=
raten
, weil ſie, wie es heißt, ſich mit der Kette ins Aus=
land
begaben, ohne ihn entſprechend abzufinden. Der
Verräter der berüchtigten Einbrecher, Beyer, ſoll mit
den beiden anderen vereinbart haben, die Kette zu ſteh=
len
, traf aber zu ſpät am Tatorte ein. Die Komplizen
hatten bereits ihre Beute in Sicherheit und wollten nun
Beyer keinen Teil des Raubes zuerkennen, den eer bean=
ſpruchen
zu können glaubte. Hierauf verriet er den
Aufenthalt der Spitzbuben. Bisher iſt eine Meldung aus
Belgien noch nicht eingegangen, daß es den Kölner Kri=
minaliſten
gelungen ſei, der Spitzbuben habhaft zu
werden.
* Weißwaſſert 25. Juni. Im Betrieb der Firma
Ulrich u. Müller wurde heute morgen der Platzmeiſter
Poeſch durch ausſtrömende Dämpfe eines geplatzten
Dampfrohres derart verbrüht, daß er im Laufe des Vor=
mittags
ſtarb. Ein weiterer Maſchiniſt wurde ſchwer
verletzt.
* Luebthenn, 25. Juni. Die Mecklenburgiſchen Kali=
ſalzwerke
Jeſſenitz teilen mit: Schacht und
Grubenbaue ſind nachts infolge plötzlicher ſtarker Vermehr=
ung
der Laugenzuflüſſe innerhalb weniger Stun=
den
erſoffen. Der Waſſerſpiegel des Schachts ſteht
bis zirka 49 Meter unter Tage. Die Tagesoberfläche in der
Nähe der Schachtanlage zeigt bisher keine weſentlichen
Senkungen.
* Wien, 25. Juni. Das Abgeordnetenhaus
nahm die erſten 40 Paragraphen der Wehrvorlage in
namentlicher Abſtimmung mit 322 gegen 113 Stimmen an.
Damit iſt. alſo verfaſſungsgemäß für die nächſten 12 Jahre
das erhöhte Rekrutenkontingent feſtgeſetzt. Das Haus nahm
ferner in namentlicher Abſtimmung mit 305 gegen 135
Stimmen die Beſtimmung an, durch welche die zweijährige
Dienſtzeit für die Infanterie, die dreijährige für die be=
rittenen
Truppen und die vierjährige für die Kriegs=
marine
feſtgeſetzt wird. Die Minderheitsanträge der So=
zialdemokraten
bezw. küſtenländiſchen Abgeordneten, durch=
weg
die zweijährige Dienſtzeit einzuführen, bezw. in der
Kriegsmarine die dreijährige zu ſtagnieren, wurden abge=
lehnt
. Die Beſtimmung der Wehrvorlage, daß ein Teil
der Mannſchaften bei der Infanterie zur Ergänzung des
Unteroffizierſtandes ein drittes Jahr zu dienen habe,
wurde gleichfalls angenommen.
* Rom, 25. Juni. Vor der Vertagungder Kammer
dankte Lacava dem Kammerpräſidenten und dem Miniſter=
präſidenten
Giolitti. Er habe zahlreiche wichtige Vorlagen,
darunter die Wahlreform zur Annahme gebracht. Er danke
auch dafür, daß er in der gegenwärtigen Zeit das Preſtige
und das Renommee Italiens ſo hoch gehalten habe.
(Lang anhaltender Beifall.) Schließlich dankte der Redner
den Kämpfern in Lybien und im Aegäiſchen Meere, mit
dem Wunſche, daß ihre Tapferkeit mit Sieg gekrönt werde.
(Anhaltender allgemeiner Beifall.) Giolitti erwiderte, mit
Stolz könnte er die Ruhe und die Feſtigkeit feſtſtellen, mit
der die Kammer in dieſen bewegten Zeiten eines der er=
habenſten
Probleme löſen konnte, die ein freies Volk in=
tereſſieren
. (Lebhafter Beifall.) Die Kammer zeigte ſich
als würdige Vertretung des ruhigen zielbewußten Hero=
ismus
des italieniſchen Volkes. (Die Mitglieder der Kam=

mer und des Miniſteriums erhoben ſich von ihren Plätzen.)
Der Präſident pries das große Werl Giolittis und ſeiner
Mitarbeiter. Es war ihm eine hohe Genugtuung, die
Kammer zu leiten, die während der ganzen gegenwärtigen
Legislaturperiode dem Parlament zur Ehre gereicht hätten
und die hauptſächlich in der letzten Zeit gezeigt habe;
welche hohe moraliſche Kraft dem Parlament innewohne.
Er wies darauf hin, welche Einmütigkeit des Willens ſich
beim König, der zum Heil Italiens dem Meuchelmörder
entgangen ſei, (Donnernder Beifall! Rufe: Es lebe der
König!) der Königin und der Königin=Mutter, wie bei
ſämtlichen Parteiführern gezeigt habe. Dem Heere und
der Marine zolle die Kammer Bewunderung, ebenſo dem
ganzen Volke, das erhaben über jeden Egoismus ſich zu
den größten Opfern bereit gefunden habe, in dem Bewußr=
ſein
, daß nur der moraliſche Kredit des Vaterlandes ſein
Geſchick ſichern könne. (Allgemeiner andauernder Beifall,
Rufe: Es lebe der König! Es lebe Italien!)

Berlin, 25. Juni. Der neue Gouverneur von
Samoa, Dr. Schultz geboren am 8. März 1870, be=
ſtand
im Mai 1897 die große juriſtiſche Staatsprüfung.
Ende April 1898 wurde er in den Dienſt der Kolonial=
verwaltung
übernommen und nach erfolgter Vorbildung in
der vormaligen Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts
anfangs Januar 1899 dem Gouvernement Deutſch= Oſt=
afrika
als Bezirksrichter überwieſen. Infolge Erkrankung
war er gezwungen, bereits nach kurzer Zeit in die Hei=
mat
zurückzukehren, um ſich einer Operation zu unter=
ziehen
. Nach ſeiner Wiederherſtellung war er bis Ende
1899 bei der Staatsanwaltſchaft des Landgerichts I Berlin
beſchäftigt und dann wieder in die Kolonialabteilung des
Auswärtigen Amts einberufen worden. Anfang Auguſt
1901 erfolgte ſeine Entſendung als kommiſſariſcher Referent
und Bezirksrichter nach Samoa. Am 1. April 1903 wurde
er etatsmäßig angeſtellt, und zugleich zum Referenten
des Gouvernements Samoa ernannt. Unter dem 16. De=
zember
1911 wurde ihm der Charakter als Geheimer Re=
gierungsrat
verliehen.
Berlin, 25 Juni. Die gemeldete Verhaftung
eines ruſſiſchen Kaufmanns, ſteht mit der
Spionageangelegenheit des Hauptmanns Koſtewitſch
in keinerlei Zuſammenhang. Sie erfolgte
wegen Unterſchlagung.
Berlin, 25. Juni. In Moabit wurde eine Ein=
brecher
= und Diebesgeſellſchaft verhaftet, die
ſich zu einem ſcheinbar harmloſen Mundharmonika=Verein
Lyra zuſammengeſchloſſen hatte. 14 Mitglieder ſind
verhaftet worden.
Dresden, 25. Juni. In Hermsdorf und in den um=
liegenden
Ortſchaften ſind nach dem Genuß von Fleiſch
und Wurſt, die bei einem Fleiſcher in Medingen gekauft
wurden, mehr als 30 Perſonen ſchwer erkrankt.
Jena, 25. Juni. Etwa 40 amerikaniſche
Chirurgen trafen hier ein und beſichtigten die Uni=
verſitätsklinik
und das Zeiß=Werk. Heute nachmittaa er=
folgte
die Abreiſe nach Wien.
Bremerhaven, 25. Juni. Geſtern abend erſchoß
der 21jährige Sohn der Eheleute Manſen ſeine 19jährige
Schweſter mit einem Teſching. Er legte beim Reinigen
der Waffe im Scherz dieſe auf ſeine Schweſter an. Er
wurde verhaftet.
H. B. Wien, 25. Juni. Aus Schluderbach wird ge=
meldet
: Am Sonntag überſchritten etwa 20 italieniſche
Offiziere und bewaffnete italieniſche Soldaten die
Grenze beim öſterreichiſchen Schutzhauſe auf dem
Monte Piano um mehrere hundert Meter. An der
Hand von Karten orientierten ſich die Italiener über
die öſterreichiſchen Befeſtigungen und machten photo=
graphiſche
Aufnahmen. Die Italiener verließen erſt nach
einem erregten Wortwechſel mit proteſtierenden öſter=
reichiſchen
Touriſten und auf die Drohung hin, eine
öſterreichiſche Militärabteilung rücke heran, das öſter=
reichiſche
Gebiet.

Wie machſt du’s nur, daß dein Salat (13798M
Stets ſchmeckt ſo fein ſo delikat?
Schon mancher kam, um mich zu fragen,
Weil du’s biſt, will ich es dir ſagen:
Zwei ſchöne Köpfe nimm und putz ſie,
Befreie dann vom Waſſer gut ſie,
Mach drauf ein Sößchen dir zurecht:
2 Löffel Oel es ſei nicht ſchlecht
1 Löffel Eſſig Hengſtenbergs
Ein wenig Senf des gleichen Werks,
Ein Prieschen Pfeffer, Meſſerſpitz’ Salz,
Ein wenig Zwiebel allenfalls
Liebſt du auch Schnittlauch, nimm ein Schübel,
Kartoffel zerdrückt iſt auch nicht übel,
Des Sonntags aber ein halbes Ei,
Recht fein gehackt, ſei noch dabei,
Dies Sößchen miſche mit dem Salat,
Dann ſchmeckt er ſo fein ſo delikat.
Rich. Hengſtenberg, Kgl. Hofl., Eßlingen a. Neckar.

Unentbehrlich Nahrhaft
Das edelste Maisprodukt für Sommerspeisen, Rote
Grütze, Puddings, Suppen usw. Rezept-
büchlein
kostenfrei durch die Corn
Products Co., Hamburg I.

Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
Tel. Nr. 1073.

Kanner

nach Pilsner Art C
nach Münchner Art
Hell Export GunG
feinste Tafelbiere
in Flaschen und Syphons.

2453a

[ ][  ][ ]

Seite 8.

gblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.
Darmſtädte

Nummer 148.

Ziventur=und
Saiſon=Ausverkäufe!!

Um dem Satz der aus obigen Anläſſen in unſerer
Ausgabe vom

Samstag, den 29. Inni er.,

erſcheinenden Anzeigen die gebührende Sorgfalt
widmen zu können, erbitten wir uns die Manuſkripte
hierfür bis ſpäteſtens

Donnerstag,
den 27. Inni er., abends.

Darmſtädter Tagblatt
Expedition.

Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 27. Juni.

Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 4 Uhr in der
Ludwigshalle‟
Pferde=Verſteigerung um 11 Uhr in der
Artillerie=Kaſerne (Regt. Nr. 61).
Verſteigerung von Waren eines Papiergeſchäfts um
2 Uhr (Zuſammenkunft auf dem Marktplatz).

Danksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher
Teilnahme bei dem uns so schwer be-
troffenen
Verluste, sagen wir Allen
unseren tiefgefühltesten Dank. (13778
Im Namen
der trauernden Hinterbliebenen:
Rudolf Nees.

Nachruf

Am Samstag,
kurzem Leiden in
ehrter Chef

den 22. cr., verſchied nach
Lugano unſer hochver=
(13763

Herr Louis Lange.

In dem Dahingeſchiedenen betrauern wir
einen wohlwollenden und treuſorgenden Be=
rater
, welchem wir ſtets ein ehrendes An=
denken
bewahren werden.

Das Perſonal der Firma L. Lange
Hoflieferant, Elektr. Inſtitut,
Darmſtadt.

Dankſagung.

Für die überaus herzliche Teilnahme bei dem
uns ſo ſchwer betroffenen Verluſte ſagen wir
Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer Vogel für
ſeine troſtreiche Grabrede, dem Vorſitzenden des
Kriegervereins, den Schweſtern der Stadtgemeinde
für die Pflege, ſowie Allen, die dem Entſchlafenen
die letzte Ehre erwieſen, unſeren innigſten Dank.

Fam. Schuchmann,

Adolf Spießſtraße 23.
Darmſtadt, den 25. Juni 1912.

(13858

Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.

Der hohe Druck über Mitteleuropa hat ſich etwas
verſtärkt. Geſtern gingen vielfach Gewitterregen nied
(München 25 mm, Dresden 40 mm). Die Morgen=
temperaturen
liegen bei 17 Das Wetter in Deutſchland
iſt heiter bis wolkig; im Oſten werden auch Regenge
meldet. Heute ſind noch Gewitter zu erwarten. Morgen
wird uns das Hoch wieder beeinfluſſen.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 26. Jum
Heiter, trocken, warm, ſpäter Gewitter.

Tagestalender.

Vortrag von J. Tews um 4¼ Uhr im Hörſaal 330 dei
Techniſchen Hochſchule (Volksbildungsverein).
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Heſſiſcher Hof=
um
8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen, von 3½11 Uhr.
Vorſtelllungen im Reſidenztheater von 411 Uhn
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23):Ens
hüllung des Denkmals für den Zaren Alexander III.in=
Moskau; Oberſt J. E. B. Seely, der neue engliſche
Kriegsminiſter; die Großherzogin von Luxemburg auf
der Fahrt zur Eidesleiſtung; die Eiſenbahnkataſtrophe
bei Malmslätt in Schweden.

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerg=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: i. V.: Max Streeſe; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſen
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus der Geſchäftswelt: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadte
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungenſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden=
nicht
berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden ncht
zurückgeſandt.

Was der Riesling unter des Weineskraft,
60
ist Kaiserbier im Gerstensaft.

Verlangen Sie ausdrücklich Kaisers Flaschenbiere‟.

Beonhard Raiser S Dlergrosshandlung

Schutz-Marke.

Viktorisstrasse 58.

Telephon

129.
11179a

Kurſe vom 25. Jnni 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.

InProz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
do.
3
80,00
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 89,90
80,00
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,20
do.
3½
92,90
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 99,75
do.
3½
87,90
3
do.
78,80
4 Hamburger Staatsanl. 100,30
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 99,40
4 do. do. (unk. 1918) 99,75
3½
do.
88,20
3
do.
77,70
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,00
4 Württemberger v. 1907 100,30
3½
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,60
13½ Griechen v. 1887 . . 55,60
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 99,90
4 do. Goldrente, . . . 96,10
4 do. einheitl. Rente 87,80
3 Portug. unif. Serie I 63,70
3 do. unif. Ser. III 66,00
3 do. Spezial.
9,90
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 . . 95,60
4 do. v. 1905
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,50
4 do. v. 1902 .
. 90,50
4½ do. v. 1905 .
..100,50
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895

4 Türk. Admin. v. 1903 82,00
4 Türk. unifiz. v. 1903 90,50
4 Ungar. Goldrente
90,40
4 do. Staatsrente . . . 88.70

Zf.
InProz.
5 Argentinier .
..101,00
4
do.
85,50
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,00
5 Chineſ. Staatsanleihe . 98,80
do.
93,40
4½ Japaner . . . . .
94,30
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
3
do.
60,50
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,00
5 Gold=Mexikaner . . . . 60,50
3 Buenos Aires Provinz 70,90
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika= Paket=
fahrt

. . . . 140,60
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 124,25
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 111,80
8 Baltimore und Ohio . 106,50
6½ Schantungbahn . . . 130,25
64 Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 18½
6 Pennſylvania R. R. . 120,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik
..505,50
14 Chem. Fabrik Gries=
heim

.. 244,50
30 Farbwerke Höchſt . . 618,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 350,00
10 Cement Heidelberg . . 147,80
30 Chem. Werke Albert 451,80
12½ Holzverkohlung Kon=
ſtanz

.. 308,00
4 Lahmeyer.
..124,00

Lete
In Pro
Divid.
12 Siemens & Halske . 235,50
5 Bergmann Electr. . . 141,001 4 Kronprinz Rudolfbahn
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 168,30
0 Gummi Peter . . . . 127,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 165,00
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . 502,00
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 194,50
8 Steana Romana Petr. 136,75
15 Zellſtoff Waldhof . . 230,75
12½ Bad. Zucker= Wag=
häuſel
.
.. 217,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 119,80
3 Südd. Immobilien 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 186,00
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt. . . . . . . 226,75
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. ..
10 Gelſenkirchener
.186,75
8 Harpener .
. . . 183,75
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 258,00
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 81,80
4 Laurahütte . . . . . . 174,00 6 Deutſche Vereinsbank . 123,75
10 Kaliwerke Aſchersleben
11
Weſteregeln 194,00
7½ South Weſt Africa 143,10
Prioritäts=
Obligationen.
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,80
4 Eliſabethbahn, freie .

4 Franz=Jofefs=Bahn .
3 Prag=Duxer . . . . . . 75,40
5 Oeſterr. Staatsbahn . 104,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,20
do.
78,00
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,50

Zf.

71 Schuchert, Nürnberg 155,75 4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 78,00
do.
53,20
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Ruſſ. Südweſt. .
.88,10
4½ Moskau=Kaſan . . . 96,50
do.
4 Wladichawchas
88,10
4 Rjäſan Koslow .
88,30
3 Portugieſ. Eiſenb.
75,20
do.
2 Livorneſer . . . . . 67,40
3 Salonique=Monaſtir . 63,00
4 Bagdadbahn ..
84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,30
4 Miſſouri=Pacific. . . . 72,00
4 Northern=Paciſic . . . 100,30
4 Southern=Pacific . . . 95,40
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,20
5 Tehuantepec . . . . . . 98,50
Bank=Aktien.
174,75 10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 194,90
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn.
.. 150,20
Berlin. Handelsgeſ. . 1649
6½ Darmſtädter Bank . 121,2
12½ Deutſche Bank . . . 253,25
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 117,30
10 Diskonto=Kommandit 184,10
8½ Dresdener Bank . . 153,10
9½ Frankf. Hypoth.=B. 216,80
6½ Mitteld. Kreditbank 118,20
½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 88,00 7 Nationalb. für Deutſchl. 122,50
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 135,00
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 123,10 3½ Nauheim . . . . . .
Wiener Bankverein . 132,90
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . 98,50

8t. Pfandbriefe. InProz.

3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
.. . 89,30
4 Frankf. Hyp.=Krebitv.
S. 1519, 2126 97,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,25
8½
do.
88,25
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,20
8½
do.
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,90
S. 14, 15, 17, 24/26
1823.
99,95
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 68 .
89,50
S. 35 . . .
89,30
S. 911
89,40
3½
do.
89,30
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917)
97,80
8½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Süod. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
8½
do.
89,40
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . . . .
8½ do.
89,50
4 Frankfurt.
99,60
8½ do.
93,00
4 Gießen .
98,20
3½ do.
90,50
4 Heidelberg
98,00
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
90,10
4 Magdeburg
99,00
8½ do.
4 Mainz
99,00
8½ do.
90,00
4 Mannheim .
98,80

3½ do.
4 München .
100,00
4 Nürnberg . . . . . . . 100,00
3½ do.
89,70
4 Offenbach

In Proz.
Sf.
3½ Offenbach .
4 Wiesbaden . . . . . 100,00
89,90
3½ do.
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 173,00
3½ Cöln=Mindner 100 134,70
3 Holl. Komm. . fl. 100 106,75
3 Madrider . . Fs. 100
4 Meininger Pr.= Pfand=
briefe
. . . . . . . 136,25
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 175,80
3 Oldenburger . . . . . . 125,50
4 Meininger Hyp.=Bank 99,20 2½ Raab=Grazer fl. 150 116,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl.
Braunſchweiger Tlr. 20 198,60
Freiburger . . . . Fs. 15
Mailänder . . . . Fs.45
do. . . . . Fs.10
Meininger . . . . . fl. 7 34,10
Oeſterreicher d. 1864 fl. 100 525,00
do. v. 1858 fl. 100 451,00
Ungar. Staats . . fl.100
Venediger . . . . Fs. 30
Türkiſche . . . . Fs. 400 169,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4,18
Engliſche Noten . . . . . 20,44
Franzöſiſche Noten. . . . 81,05
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 81,20
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,75
Ruſſiſche Noten . . . .
Schweizer Noten . . . . . 8085
Reichsbank=Diskonto . . . 4½
Reichsbank=Lombard Zsf. 5½

[ ][  ][ ]

Mädch., 19 J. alt (Lehrerstocht.),
elche Kindergärtnerin gelernt, ſucht
ſtelle bei Kindern, Mädch., welche
edient hab., nette Landmädch. ſuch.
i Darmſtadt Stellen. Frau Berta
keßling, gewerbsmäßige Stellen=
ermittlerin
, Ludwigſtr. 8. (*15374im

ſucht Stellung
Zeſſere Damk als Empfangs=
ame
in beſſerem Geſchäft. Offert.
nter U 10 Expedition. (*15499
Beſſ. Mädchen, w. koch., nähen
alle Hausarbeit kann, ſucht Stell.
i kleinem Haushalt zum 1. Juli.
ff. unter U 15 a. d. Exp. (*15506

Junge, ſaubere Lauffrau ſucht
3 Stunden Laufdienſt. (*15477
Heinheimerſtr. 9, parterre.

Fleißiges, brav. u. kräft. junges
Nädch. ſucht paſſende Stellg. als
Mädchen oder Kindermädchen
15530) Eliſabethenſtr. 42, 2. St.

J. unabh. Frau ſucht Laufdienſt,
immt a. Lad. o. Büro z. reinigen an
Zallonplatz 9, Stb., r., II. (*15483

geht 1½2 Stunden
ſlädchen nachmittags Spülen
zeinheimerſtraße 9, II. (*15441

timmt noch Kunden an
friſenſe Dieburgerſtr. 5, Hinter=
(13435a
au, 1. Stock links.

Perf. Bügierin nimmt n. Kund
n Rhönring 97, part. (*15486

Eine junge, ſaubere Frau nimmt
albe Tage waſchen u. putzen an
15450) Heinheimerſtr. 22, Seitb.

Männlieh

Jung, verheirateter Diener mit
uten Zeugniſſen ſucht Stellung
ls Bureaudiener, Kaſſier oder
onſtigen Vertrauenspoſten. Off.
nter T 63 an die Expedition
ieſes Blattes.
(*15320oim

45 Jahre, ſucht
Zuverl. Mann, f. nachmittags
3eſchäftigung, gleich welcher Art.
Iff. unt. I 81 a. d. Exp. (*15380imd

Jung. Mann, 26 Jahre, gedient
kavallerie, ſucht Stellung als
Herrſchaftskutſcher oder Reit=
necht
. Prima Zeugniſſe zu Dienſt.
Off. u. 197a. d. Exp. d. Bl. (*15448mdf

Erfahr. Gärtner ſucht Garten=
erbeit
od. anderw. ſol. Beſchäftig.
Off. unt. U 16 a. d. Exp. (*15516

Junger Mann, Ende 20er Jahre,
Stell. als Fahr= od. Hausburſche.
Zu erfr. Pallaswieſenſtr. 127. (*15471

Weiblich

Gewandte, jüngere Dame
ür kaufmänniſche Tätigkeit auf das
Büro einer Buchdruckerei geſucht.
Eintritt ſofort. Gefl. Angebote u.
U 6 an die Exp. d. Bl. (*15476

Mutz.

Eine tücht. Zuarbeiterin ſuchen
für Winterſaiſon
(13717imd
L. & M. Fuld.

Arbeiterinnen u. Lehrmädchen
(13588a
ſofort geſucht
Konfeſtion, Mühlſtr. 40, 1. St.

Für unſere

Kurzwaren=Abteilung

ſuchen

Verkäuferinnen
per 1. Auguſt evtl. 1. Sept.
Offert. mit Zeugnisabſchriften
u. Gehaltsanſprüchen erbitten
Gebr. Rothschild
Markt 2. (13846md

2 junge Mädchen
im Maſchinen= und Handnähen
bewandert, finden dauernde Be=
(13254msm
ſchäftigung.
Kürſchnerei Gottl. Lorz, Hofl.,
Eſchollbrückerſtraße

Tüchtige Arbeiterin ſofort ge=
ſucht
Konfektion E. Wißmann,
Soderſtraße 84. (*15494mdf

NoSzU!
Erſte Zuarbeiterin für ein feines
Putzgeſchäft geſucht. Schriftl. Off.
m. Zeugnisabſchr. u. Gehaltsanſpr.
unter U 14 a. d. Exp. erb. (*15508ms

Eine zuverl. Kraukenpflegerin
ſofort geſucht. Offerten unt. T 99
an die Expedit. ds. Bl. (*15444md

Damen und Herren:
zum Beſuch von Privatkundſchaft
gegen hohen Lohn geſucht. Mit
Legitimation zu melden (13860
Gaié Metropele, Alexanderſtr.

Hehrmädchen
aus guter Familie u. bess.
Schulbildung gesucht.
J. Ph. Leuthner
Hofpapierhandlung.
Meldungen Ernst- Ludwigs-
platz
2, 2. Stock rechts, er-
(13425a
beten.

Servierfräulein geſucht, Große
(*15397im
Kaplaneigaſſe 16.

Sauberes Mädchen ſof. geſucht
Frankfurterſtr. 46. 1 Tr. (*15399imd

Seillent brav. und

fürs Aus=
land
ein
fleißiges Mädchen für kleinere
deutſche Familie. Gute Behandlung
und guter Lohn geſichert. (13110a
Näh. Wendelſtadtſtr. 36, II., von
93 u. abends von ½89 Uhr.

welch. etw
Braves Mddchen, roch. kann,
in kleinen Haushalt geſucht. Näh.
Frankfurterſtraße 48, vormittags
und abends.
(*15445ms

Hausmädchen aus gut. Familie,
das Nähen u. Bügeln gelernt hat,
für tagsüber geſucht. Frau Finger,
Riedeſelſtraße 23.
(13780ms

Beſſ. Mädch. für Küche u. Haus,
mit gut. Zeugn., per ſof. od. 1. Juli
geſucht Neckarſtraße 10, I. (*15459
in Offiziersfamilie nach
Köchin Lothringen geſucht.
Fahrt wird vergütet. Vorzuſtellen
Schulſtr. 5, 1. Stock. (*15490

Ordentlich. Mädchen wird für
mittags ein Kind auszufahren ge=
ſucht
Wendelſtadtſtr. 38, p. (*15502

Schulentlaſſenes Mädchen
mittags zu einem Kinde geſucht
(*15472md) Mühlſtraße 72.

Mädchen, das bürgerlich kochen
kann, in eine ſehr gute Stelle geſ.
Frau Susanna Röse, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Kiesstr. 35, I. (*15455

Aeltere Dame ſucht bis Mitte
Aug. als Stütze u. Geſellſchafterin
ein Fräulein, welches gut bürger=
lich
kochen kann. Gute Zeugniſſe
erforderlich. Offerten unter U 18
an die Expedition d. Bl. (*15524

Schulentl. Laufmädchen geſucht
Nied.=Ramſtädterſtr. 36, I. (*15513

Junges, kräftiges Mädchen tags
über geſucht Moſerſtr. 3, pt. (B13847

mit guten
Reinl. Mädchen Zeugniſ.
für 1. Juli geſ. Bleichſtr. 13. (*15527

Köchinnen, Hausmädch, Allein
mädchen in Privat= u. Geſchäftsh.
geſucht. Minna Dingeldein, ge=
werbsmäßige
Stellenvermittlerin,
Schützenſtr. 10½ Tel. 531. (*15528

Männlich

Junger Mann
m. gut. Handſchr. f. Buchführungs=
arb
. z. Aush. für ca. 10 Tage geſucht.
Offerten mit Anſpr. unter U 19
an die Exp. erbeten.
(*15529

Sehr-lachfige
Schrmercnner

in dauernde Stellung sofort oder später gesucht.
Gute Bezahlung.
(13484M
Offerten unter L. F 3964 an Rudolf Mosse, Leipzig.

Ein hieſiges großes Spezial=Geſchäft in
Hamien=Kontektion
ſucht per
bald eine energ., reprasentapie Dame zum Emprang
Branchekenntnis nicht erforderlich. Be=
der
Kundschüll. treffende muß leichte Bürvarbeiten mit
übernehmen. Offerten unter T 30 an die Exped. d. Bl. (13411fom

Grosse Gedische Eintertabrin
ſucht ihre
Vertretung für Darmſtadt
und nähere Umgebung zum Vertrieb ihrer erſtklaſſigen Marken an
angeſehene Weingroßhandlung zu vergeben. Offerten unter
(13797bf
L. S. 4098 befördert Rudolf Mosse, Leipzig.
Jüngerer Gehilfe
Wir ſuchen einen tüchtigen,
auf Anwaltsbüro geſucht. Offert. zuverläſſigen, verheirateten
unt. T 98 an die Exp. (*15447md
Hausburſchen

Strebsamer Mann
zur Uebernahme einer Verſandſtelle
in jedem Bezirk für dauernd geſucht.
Beruf u. Wohnort gleich, oh. Kapital=
Bedarf, kein Riſiko, auch als Neben=
erwerb
geeignet. Einkommen 350
Mk. monatlich. Nur arbeitsfreud.,
ſtrebſame Leute werden angeſtellt.
Anfragen unter No. 361 an In-
validendank
, Köln. (313799

und andere junge
Reseroisten Leute, 1534 J.,
welche in fürſtl., gräfl. u. herrſchaft=
lichen
Häuſern Diener werden
wollen, geſucht. Proſpekt frei.
Kölner Dienerfachſchule, Köln,
Chriſtophſtraße 7.
13327)I

Waagenfabrik
in Mitteldeutſchland ſucht baldigſt

jüngeren

(13705im

Maschientechnikef
Gefl. Offert. unt. T 79 a. d. Exp.
Gutbezahlte Stelle
finden 2 ſtrebſame Leute, welche
Proſpekte für uns austragen und
Beſtellungen annehmen. Für
Muſter ſind Mk. 10. nötig
Offert. von nur ehrl. Leuten unter
F P. 4106 an Rudolf Mosse,
Pforzheim.
(13796M

Geübter Packer geſucht.

für ½, Tage
Off. u. T96 an die Exp. (*15449

Tüchtiger Schmelzer 2
ſofort geſucht (*15488mso
W. Gg. Otto, Metallgießerei.

Selbſtändiger Tapeziergehilfe
bei dauernder Stelle. (*15465md
G. Haag, Saalbauſtraße 22.

Güng. Schloſſer ſucht J. Heilig,
J Schloßgaſſe 12, daſelbſt kann
1Lehrling eintreten. (*15402im

Für dauernde
Stellg. wird ein Sattlergehilfe
geſucht, welcher auch andere Ar=
beiten
mit übernimmt,
(13795
Wolf Strauß, Sortieranſtalt,
Gräfenhäuſerweg 75.

in dauernde Stellung.
Hoffärberei Reich, Pallas=
wieſenſtr
. 146. (*15512mdf

Ein junger, ſauberer Haus=
bursche
ſofort geſucht
*15461) Kranichſteinerſtraße 15.

Geſucht
fleißiger Hausburſche
mit guten Zeugniſſen. (B13785
Ludwigshöhe.

Ein tüchtiger, zuverläſiger, ge=
wiſſenhafter

(13824
Fuhrmann
der im Transport von Möbeln
gewandt und in Pferdepflege er=
fahren
iſt, in gute dauernde Stel=
lung
geſucht. Nur beſtempfohlene
Leute finden Berückſichtigung.
Otto Kunkel, gr. chsengasse 21/23.

Schöner Foxterrier preiswert
zu verkaufen
(*15507
Soderſtraße 20, part.

Kurzh. deutſcher Pinſcher
11 Mon. alt, m. 1. Preis präm.,
ſehr ſcharf u. wachſam, abzugeben
Karlſtraße 29. Wolf. (*15489

8 Woch. alte Rottw. Rüden,
pr. Stammbaum, 1 rauhhaar.
Jagdhund (dreſſiert) zu verkaufen.
Hebermehl, Eberſtadt b. D.,
Oberſtraße 17.
(*15474

Gelber Boxer
mit Stammbaum, 1¾ Jahre alt,
zu verk. Alois Endres, Pfung
ſtadt, Bahnhofſtr. 64. (13754imd

2

1912 Zuchthähner
ſchöne, ſt. Tiere, liefert
Geflügelhof Weſtfa=
len
, Eiſerfeld=Sieg‟
Katalog grat. (10234E

rLeghühner, rebhuhnfarb.
1911 prima 3 Mon. alte Zuchth.,
Glucken m. jg. Pecking=Entchen abzg.
mſtr 33a, II., Glöckner. (*15525

70 Paar Brieſtauben
Verkauft zur Zucht (*15481mdf
Schloßgaſſe 24.

Wegen Umzug
zu verkaufen: 1 ausziehb. Seſſel,
eichen, mit dreiteil. Kiſſen, 1 kl.
Waſchtiſch m. Waſchgarnitur u.
Spiegel, alles vollſt. neu, ferner
1 zweiſitz. Sportwagen Rhön=
(*15500
ring 53, 1. Stock.

Bettſtelle m. Sprungr. 10 Mk.,
11 Sofa 10 Mk. zu verkaufen
*15480) Bleichſtr. 38, 2. St.

Eine gut erhaltene ſtarke
Bohrmaschine
für Fuß= und Motorbetrieb, zu
verk. Zu erfr. in der Exp. (13842a

Sehr billig zu verkaufen:
2 dreiflamm. Gaslüſter, 1 drei=
Hasherd. Anzuſehen
flamm.
zwiſchen 2 u. 3 Uhr nachmittags
Mathildenſtr. 50, part. (B13859

ebr. Bettſtelle mit Matratze
zu verkaufen Nieder= Ram=
ſtädterſtr
. 16, Vdh., III. I. (V13857

Die neue Heilmethode
von M. Platen (3 Bände), gut
erhalten, billig zu verkaufen
*15475) Lindenhofſtraße 13, II. r.

Eingr. maſſiv. 2tür. Kleiderſchrank
m. Weißzg.=Einr. bill. zu v. Nd.=
Ramſtſtr. 54, H. I. l. b. Daum. (*15468mdf

Lehrer
oder sonstige Institute,
welche Vorbereitungen zum Kunſt=
Examen ert., werd. geſucht. Off.
unt. T 74 an die Exp. (*15372imd

Sprach-Lehr-Institut
Herderstrasse 3.
Französisch
Neue Kurse für Anfäng. u. Vorgeschrittene.
Prospekte frei. Probelektion gratis.
Director J. Berryer
Délégué de Falliance francaise
de Paris. (B13843

Stenographie Gabelsberger
Sehreibmaschinen-Unterricht, Schön-
schreiben
, Rundschrift, Vervielfält-
Unterr. Soderstr. 12. (13455a

GDonſervatoriſch gebild. Dame
erteilt Anfängern und Vorge=
ſchritt
. gründl. Klavierunterricht u.
Theorie. Off. u. N 68 Exp. (B11828

Gründl. Klavierunt. b. mäh. Preis w.
Gert. Off. u. 8 80 a. d. Exp. (*14976msm

erteilt junger
Dame dramat.
Wel unterricht für
die Bühnenlauf=
bahn
? Offerten mit äußerſter
Preisangabe unter U 5 an die
Expedition ds. Bl. (*15466

lehrt jedermann
Tanzen gut und billig alle
Geſellſchafts= u. Rundtänze, Fran=
gaiſe
für nur 10 Mk. Philipp Scholl,
Tanzlehrer, Mühlſtr. 26, II. Privat=
ſtund
. zu jed. Tagesz. (*15522mfo

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148.

Geschäfts-Veränderung

Wir machen die Mitglieder des Odenwald
klubs aufmerkſam auf die Geſellſchaftsfahrt des
Deutſchen Flottenvereins (Landesverband
das Großherzogtum Heſſen):
18.25. Juli: Hamburg-Helsoland-Riel
25.29. Jali: Dänemark-Sassnitz.
Nähere Auskunft erteilt der Heſſiſche Landes
Ausſchuß des Deutſchen Flottenvereins, Darm
ſtadt, Waldſtraße 1.
(13826
Darmſtadt, den 26. Juni 1912.
Der Centralausſchuß des Odenwaldklubs.

ierdurch beehre ich mich die ergebene Mitteilung zu machen, dass ich das seither
A in der Rheinstrasse 17 (Ecke Grafenstrasse) unter der Firma A. & L. Kling
geführte Spenglerei- und Installationsgeschäft nach Austritt des Herrn A. Kling ab 1. Juli
1. J. in denselben Geschäftslokalitäten unter der handelsgerichtl. eingetragenen Firma

Ludwig Kling & Co

Installationsgeschäft u. Bauspenglerei
weiterführen werde. Für das mir bisher entgegengebrachte Wohlwollen sage ich meinen
verbindlichsten Dank und bitte höflichst, dasselbe auch auf die neue Firma übertragen
zu wollen.
Hochachtungsvollst
(13810mdf
Großh. Hess. Hoflieferant
Ludwig Kling Installationsgeschäft u. Bauspenglerei
Telephonruf 636. Rheinstraße 17 Ecke der Grafenstraße.

Nicht nur im ganzen deutschen Reiche, sondern in
allen Teilen des Auslandes rüsten sich die Bayern-
Vereine, um am kommenden (27. bis 30. Juli) grossen

vertreten zu sein. Zu diesem Zwecke ladet der hiesige
Bayern-Verein sämtliche hier und in der Umgegend
wohnhaften Bayern zu einer diesbezüglichen Besprech-
ung
auf Donnerstag, den 27. ds., abends 9 Uhr,
im Lokal zur Sonne, Luisenstrasse 6, ein und bittet
um recht zahlreiche Beteiligung.
(13801
Bayern-Verein
Xaver Schild, 1. Vorsitzender.

Hotel-Pension, Restaurant
am Wild-Park b. Darmstadt.
Mod. Neubau. Zimmer mit
vorzügl. Pens. v. Mk. 4.50 ab.
Telephon Nr. 44.
Familien-Arrangementsm
weitgeh. Entgegenkommen.
Restaur.: Alfred Schmitz.

Separate Gesellschafts-Säle.
Erstklassige Küche.
Diners und Soupers.
Binding-Bier und
Löwenbräu-München.
Passende Züge ab Darmstadt:
*102
730 915 1005 1137 11 350 505 etc.
Ab Mossel: 119 320 521 644 731 etc.

Fuhrwerk zu Diensten.
Nächste Rahnstation: Messel (20 Min.)

füglieh frieche jausbaeſtene fluchen, forien.
Kranz etc.
(10391a

Krorkka

Hessischer Hof.
Heute Mittwoch, den 26. Juni, abends 8 Uhr,
Grosses Militär-Konzert
ausgeführt von der Kapelle des Leibgarde=Regts.
Leitung: Obermuſikmeiſter H. Hauske.
Im Programm:
Solo=Vorträge Fanfaren=Märſche
Eintritt mit Programm 20 Pfg.
(13783

Erfrischend reines Tafelwasser aus dem natürlichen
Mineralbrunnen zu Bad Kronthal im Taunus.
Tafelwasser Sr. Maj. des Kaisers.
Prämiiert mit 31 goldenen und anderen Medaillen.
Aerztlich empfohlen.
Depöts in Darmstadt bei:
(B13819
Leonhard Kaiser’s Biergrosshandlung,
Viktoriastrasse 58. Telephon Nr. 129.
Carl Naumann, Karlstr. 45. Telephon Nr. 82.

(13764
am weissen Turm

Heute Vorführung des
Programms der

Elmar, Falk vom Habichtshof (nach Dreizehnlinden)
Aufführung: Jeden Sonntag vom 16. Juni bis 13. Oktober,
ferner am 19. Juni, 29. Juni (Peter und Paul), 9. Juli ( Groß=
herzogs
Geburtstag), 15. Auguſt (Maria Himmelfahrt), 28. Auguſt
und 11. September, auf großer Naturbühne im Wald.
Zuſchauerraum mit 3500 Sitz= und 500 Stehplätzen, ganz gedeckt.
Anfang: 2½ Uhr, Ende: 6½ Uhr.
Preiſe der Plätze: Stehplatz 50 Pfg., Sitzplatz 1 Mk., 2 Mk. u 3 Mk.
nebſt einigen Logenplätzen zu 5 Mk. (12837a
Beſte Zugverbindung: für Hinfahrt ab Darmſtadt Eilzug 11 Uhr.
für Rückfahrt ab Oetigheim 70, 755 Uhr.
Vorverkauf: Oetigheim Theaterbureau, Telephon Nr. 61, Raſtatt.

Sahelan

Morgen und Freitag

Hemden
Kragen

Programm
vom 26.28. Juni 1912
Schlager Schlager
Schicksalsfäden
gutgeſpielt. tief ergreifend.
Drama aus dem Leben
Vorführungsdauer ca. ¾/ Stunde
Die Ernte des Todes
ein Drama voll von pack.
tiefergreifend. Momenten
Zelle 365 15521
um eine Wette, ein Jahr
vereinſamt
Der Triumph d. Liebe
mit Max Linder
gut humoriſtiſch
Lehmannind. Schule
oirgineller Humor
Durchschwimmen
des Rheinstroms
durch ein Kavall.-Regiment
herrl. Naturaufnahme.
Bitte beachten!
Schon heute machen wir
auf unſer ab Sonntag
laufendes Programm, das
unſer letztgezeigtes, In
Trauer vereint, in Zu=
ſammenſtellung
und her=
vorragendem
Spiel noch
übertrifft. Zwei große
Schlager im Programm.

und das andere
Schlager- Programm!

eu!

das einzige Reſtaurant am
Platze, welches Bier dirckt
vom Lagerfaß verzapft;
hierdurch wird vollſtändige
Erhaltung der Kohlenſäure
erreicht, was den prickeln=
den
Geſchmack und die er=
höhte
Wohlbekömmlichkeit
:: zur kolge hat. ::

(V3407)

oungasdtschland
Mundharmonika
zu Mk. .80, 1., 1.50, 2. u. höh.
K. Jäger, Musikwerke,
Tel. 2579. (12334a) Georgenſtr. 11.

durch beſonderes Verfahren zur
Frühreife gebracht, empfehle in
Portionen à 1 Mark. (*15223som
Peter Walter, Arheilgerſtr. 130
Für Wiederverkäuf. Vorzugspreiſe.
Vorrat ca. 250 Zentner.

3 Kachelöfen
ſowie eine Anzahl
eiserne Oefen
alle gut erhalten wegen
Anlage einer Zentralheizung
preiswert abzugeben (13747im
Sandſtraße 16.

Imzugshalber abzugeben: ein
Bett, oval. Tiſch, zweitür.
Kleiderſchrank u. noch Verſchiedenes
Viktoriaſtr. 54, part. (*15487

(12998a

Anrichte,
Gebr. Büchergeſtell, Teller=
brett
, Nachtſchränk. z. verk. (B13828
Hoffmannſtr. 32, II. z. 91 Uhr.

Beliebt ist
ein Ausflug in das
reizend gelegene
Rheinhotel Nierstein.
Bekannt durch seine Küche und Weine.
Schattige Rheinterrassen, grosser Saaj.
Autogarage, Stallung, Fernspr. 31.

Programm
zu dem am Mittwoch, den
26. Juni, von 12 Uhr mittags ab
vor dem Neuen Palais ſtatt=
findenden
Konzert der Kapelle
des Großh. Artillerie=Korps.
1. The Picador, Marſch von
Souſa. 2. Jubel=Ouverture von
Bach. 3. Valse Brune v. Verves.
4. Fantasie Internationale von
Schmehling. 5. Polniſches Lied
von Kopinski. 6. Die Muſikſpielt,
Marſch von Middleton.
Woog, am 25. Juni 1912.
Waſſerhöhe am Pegel 3,75 m.
Luftwärme 160 C.
Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 21½%C.
Woog=Polizei=Wache.

große Frucht,
Johannisbeeren, für dieſe
Woche billig abzugeben (*15394mf
Hofmann
Karlſtraße 26. Telephon 2037.
guter Gasherd ab=
Sſlann.
zugeben (*15497
Wilhelminenplatz 15, II.

Waldreiche Gegend. Ange-
nehmer
Sommer-Aufenthalt.
Anerkannt vorzügliche Ver-
pfleg
. Pensionspr. Mk. 3.50.

Ein gut erhaltener Glasſchrank,
eine Ladentheke, Lüſter, ſow.
verſchiedene Reale billigſt abzu=
(*15510mdf
geben.
Näheres Palkaswieſenſtr. 25.

een
e

[ ][  ][ ]

Nummer 148.

Darmſtädter

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.

Gefunden: 1 blauledernes Handtäſchen mit Portemonnaie
d Taſchentuch. 2 Portemonnaies mit Inhalt. 1 Notizbuch. 1 grauer
lzhut. 1 Wagenſeil. 1 Damen=Regenſchirm. 1 ſilberne längliche
oſche mit rotem Stein, 1 vergoldete herzförmige mit Perlen beſetzt.
verſchiedene Schlüſſel. 1 Panama=Kinderhut. Zugeflogen
(1378a
Kanarienvogel.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In polizei=
der
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
den
ſich: 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von den Eigen=
mern
bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die Verſteige=
ng
der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werktag,
(13800
rmittags um 10 Uhr, ſtatt.

Verſteigerungs=Anzeige.

vonnerstag, 27. Juni 1912, nachmittags 2 Uhr
mmen in Ober=Ramſtadt meiſtbietend gegen Barzahlung
dangsweiſe zur Verſteigerung:
ler gesamte Bestand eines Papiers
warengeschäfts
und zwar: Spielwaren, Pergamentpapier, Guirlanden, Pa=
piermützen
, Federn, Federhalter, Schreibpapier, Zeichen=
bogen
, Tafelſchwämme, Briefmappen, Bücher, Bilder, Farb=
kaſten
, Reißzeuge, Gummi, Spielkarten, Mundharmonikas,
Tinte, Aktendeckel, Notizbücher, Löſchkarton, Krepp=Papier
Packpapier, Portemonnaies, Briefordner, Anſichtspoſtkarten,
Griffel, Geſchäftsbücher, Brieftaſchen, Cigarren, Cigaretten,
Cigarrenetuis, Löſcher, Schreibzeuge, Poſtkartenalbum,
Schulhefte, Blei=und Buntſtifte, Pinſel, Briefwagen, Bilder=
rahmen
, Zeichenblöcke, Schultaſchen, Ranzen, Bilderleiſten,
Kopierbücher, Couverts, Schiefertafeln und verſchiedene
andere Gegenſtände.
Ferner 1 Motorrad, 1 Regulator, 1 Schreibſekretär,
5 Schaukäſten, 3 Regale und 2 Theken.
(13821
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Zuſammenkunft der Steigliebhaber auf dem Marktplatz.
Darmſtadt, den 24. Juni 1912.
Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
in Darmſtadt, Kaſinoſtraße 24.

Verſteigerungs-Anzeige.

Donnerstag, 27. Juni 1912, nachmittags 4 Uhr,
erſteigere ich im Saale Zur Ludwigshalle‟ (Obergaſſe) dahier
ffentlich meiſtbietend folgende Pfänder:
1 Diwan, verſchiedene Schränke, 1 Regulator, 1 Büfett,
1 Vertiko, 1 Tiſch, 1 Lüſter, 1 Reißzeug, 1 Ledermappe,
1 Rohrſeſſel, 1 Opernglas, 1 Ueberzieher, 2300 Cigarren,
2 Landauer u. a.
(13851
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Darmſtadt, Bleichſtraße 28.

Hengras-Verſteigerung
Mittwoch, den 3. Juli,

vird auf der Mönchbruchmühle von morgens 7 Uhr an das
Hras von
15,20 ha der großen Horſtwieſe,
1,29 der Markwaldwieſe,
8,35 der Zinswieſe,
8,32 der großen Lindenſeewieſe,
2,50 der kleinen Lindenſeewieſe,
odann von morgeus 10 Uhr an das Gras von 70,02 ha der
Mönchbruchwieſe verſteigert.
(13781
Jagdſchloß Mönchbruch, den 24. Juli 1912.

Großherzogliche Oberförſterei Mönchbruch.
Schäfer.

Kohlen-Bergebung

Montag, den 1. Juli 1912, vormittags 11 Uhr
wird auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt die Lieferung von zirka
1000 Zentner Anthracit, zirka 500 Zentner Nuß I für die
Gemeinde Pfungſtadt pro Rj. 1912 auf dem Submiſſionswege ver=
geben
.
Bedingungen liegen vom 24. Juni 1912 an, auf hieſiger Bür=
germeiſterei
zur Einſicht offen.
(13779md
Pfungſtadt, den 21. Juni 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.

Mein Büro befindet ſich jetzt in
meinem Hauſe
50 Lauteſchlagerſtraße 30.
Bei Bedarf halte ich mich beſtens empfohlen. (13792a
Philipp Diehl, Kohlenhandlung.

Darmstädter
Sprach-u. Handelsschule
10 Luisenstrasse 10
Leiter: Emil Held u. Hieron. Schneider.
Gründl. Unterricht in kaufm. Fächern, fremden Sprachen,
Stenogr. u. Maschinenschreiben.
6775a
Kurse: Anf. jed. Viertelj. Einzelunt.: jederzeit.

alle
Sprachfehler
heilt
Hor
Drl. F. Daum,
Wilhelminenstrasse 35, Ecke Hügelstrasse.
Empfohlen durch die oberste Schulbehörde.
Kursus für Vorfrag und Redekunst (erhalten eine
wohltönende Sprache) für Studenten, Kauf- und
Geschäftsleute.
Angst sehwindet, freies Auftreten im Verkehr mit
Menschen.
(12355a

Heugras=Verſteigerung.

Die am 21. ds. Mts. ſtattge=
habte
Verſteigerung der Heugras=
und Futternutzung von den ſtädti=
ſchen
Wieſen und den Waldwieſen=
wegen
im ſtädtiſchen Oberwald iſt
(13825
genehmigt.
Die Mähſcheine ſind bei der
Stadtkaſſe erhältlich und müſſen
bis zum 1. Juli abgeholt ſein.
Darmſtadt, den 22. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Jaeger.

Kanalbauarbeit.

Die Herſtellung eines Rohr=
kanals
in der verlängerten Soder=
ſtraße
ſoll verdungen werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be=
dingungen
liegen bei dem Tiefbau=
amt
, Zimmer Nr. 7, zur Einſicht
offen. Auch werden dort die An=
gebotſcheine
abgegeben.
Angebote ſind bis
Samstag, den 29. Juni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
(13751im
reichen.
Darmſtadt, den 24. Juni 1912.
Städt. Tiefbauamt.

Glaſerarbeiten

bei Errichtung von Gewächshäu=
ſern
in der Knaben=Arbeits=Anſtalt
ſollen vergeben werden.
Bedingungen liegen bei dem
unterzeichneten Amte, Grafenſtraße
Nr. 30, Zimmer Nr. 9, offen.
Angebote ſind bis
Dienstag, den 2. Juli 1912,
vormittags 10 Uhr,
(13742im
einzureichen.
Darmſtadt, am 24. Juni 1912.
Stadtbauamt.
Buxbaum.

Pfennigſparkaſſe Darmſtadt.
Samstag, den 29. des gegen=

wärtigen Monats iſt der letzte Ter=
min
im laufenden Vierteljahr,
an welchem Einlagen in die Pfen=
nigſparkaſſe
gemacht werden kön=
nen
. Die Einleger werden daher
erſucht, ihre eingelegten Beträge
durch Zulage an dieſem Tage auf
volle Mark abzurunden, da andern=
falls
ihre Einlagen für jetzt nicht
in die Sparkaſſebücher der ſtädti=
ſchen
Sparkaſſe übertragen werden
können.
(13789

Darmſtadt, 25. Juni 1912.
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen
Sparkaſſe.
Der ſtellvertretende Vorſitzende:
Wagner.

Hüfett, 1 Ausziehtiſch u. 12 Stühle,
Klubſeſſel (Rindleder), 1 Diwan,
1 Chaiſelongue, Kleiderſchränke
(ein= u. zweitür.), Tiſche, Stühle,
Kommode, Ankleideſpiegel, zwei
Schreibtiſche m. Aufſ. u. 1 Sekre=
tär
, Glasſchrank u. viereck. Tiſch
(mahagoni), Garderobe= u. Vogel=
ſtänder
, Büſte mit Ständer, Tep=
piche
, Chaiſelongue= und Tiſch=
decken
, alles in gutem Zuſtande,
zu Taxationspreiſen durch J. Krumm=
eck
, Auktionator und Taxato
Wohnung: Grafenſtr. 4. Täglich
Verkauf u. Eingang von Möbeln
durch alle Rubriken.
(*15519

Der Militär-
Wohnungsanzeiger
Frühjahr 1912
iſt für 30 Pfg. in der
Expedition des Darm=
ſtädter
Tagblatt zu
haben.
(10510t

zehrock=, Frack=, Smoking= An=
züge
, Zylinder, zu verleihen
Rheinſtraße 5, 2. Stock. (12036a

für Maſchinenbetrieb, zu ver=
kaufen
. Näh. i. d. Exp. (13317t

Das Beste f. schwache
Augen und Glieder
(beſonders, wenn nach dem
Baden damit gewaſchen) iſt
das ſeit 1825 weltberühmte,
ärztlich empfohlene (11230a
Kölnische Wasser
von Joh. Chr. Fochtenberger in
Heilbronn, Liefer, fürſtl. Häuſ.
Feinſt. u. billigſt. Parfüm.
In Flaſchen à 45, 65 u. 1.10.
Alleinverkauf f. Darm-
Stadt: G. Hauptmann, Rheinſtr. 19

Welllche Von
und
alieler Dlabianzeiger
Rmtlicher Rnzeiger für
den Stadtkreis Caſſel.
30. Jahrgang
Verbreitetſtes und
meiſtgeleſenes Blatt
laut gerſchtlicher feſtſtellung!
Verbreitungsgebiet iſt:
Laſſel, Heſſen=Raſſau
(nördl. u. mittlerer Leil)
Waldeck, ſowie weitere
Umgebung.
Ruflage entſprechend
der Jahreszeit
20 bis 22000 Stuck
Bei weitem ſtärkſter Poſtoerſand!
nſertionsorgan erſten
Ranges.
Inſeratenzeile 25, Reklamezeile 60 Pf.
Bezugspreis 1.65 III. im Dierteljahr.

Ganstige Räufgelegel
zur Umzugzeit!
30 Prozent Rabatt
auf sämtl. Beleuchtungskörper
für Gas und Elektrisch.
(13813
E. Ekert’s Nchflg.
12 Ernst-Ludwigstrasse 12.
Den Bücher-Abſchluß
erlernen Sie ſofort
durch den Selbſt=Unterricht meiner Buchführungs=Methode ( ver=
einfachte
doppelte Selbſt=Kontroll=Buchführung), enthaltend einen
vollſtändigen einmonatlichen Geſchäftsgang mit Inventar=Anfangs=
Bilanz, ſowie mit Brutto= und Netto=Gewinn= und Verluſt= Berech=
nung
und mit wirklicher geheimer Haupt=Schluß=Bilanz.
Preis Mk. 20. (auch in 12 Teilen à Mk. 2. beziehbar.) (13580a

Mikolaus Bauer, Arheilgen, Darmstädterstraße 50
Geſchäftsbücher=Organiſations= u. Reviſions=Inſtitut.

Georg Bertele
beeidigter u. öffentlich angestellter Bücherrevisor,
Buch- und Rechnungssachverständiger,
wohnt jetzt
(13515a
8 Wilhelminenstrasse 8.

Wichtig für Frauen, Töchter u. Schneiderinnen

Zuschneide-Freikursus Darmstadt
im Saale Zur Eiſenbahn Neckarſtr. 20, Ecke Eliſabethenſtraße.
Um unſere neue Zuſchneidemethode ſchnell in Darmſtadt und Um=
gegend
einzuführen, haben wir uns entſchloſſen, einen Zuſchneide=
Freikurſus abzuhalten, für ſämtliche Damen= und Kinderkleider nach
neueſter Mode. Der Unterricht iſt koſtenlos, wird von Fachlehrerinnen
erteilt von 24 und von 46 Uhr. Jede Dame kann ſich die Stunden
ſelbſt wählen. Gegen geringe Vergütung wird ſämtliches Material
geſtellt. Anmeldungen: Montag, den 1. Juli, nachmittags von
25½ Uhr, in obengenanntem Lokal. Die Direktion. (13820a

Patente
Musterschutz
Warenzeichen
Entstaubungsanlagen
8701a)
Dipl. Ina. Hemens Herszberg u. C0.
Patent- und Ingenieur-Büro
Darmstadt
Telephon 1695 Rheinstr. 19, I.

[ ][  ][ ]

Seite 12.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148.

Auf die schon billigen Preise meiner

sowie

Reisekorrer

gewähre ich bis
auf Weiteres einen

Hachuss

Offenbacher Lederwaren-
Carl Sans, Schulstr. 1 Teleton 1991
und Koffer-Spezial-Haus

Spezialangebot von größter Preiswürdigkeit!
Wiennig tar Braufeate!

Gediegene Wohnungs-
Einrichtunge

für Mk. 1940
Speisezimmer
dunkel eichen
1 Büfett
1 Anrichtetisch
6 Rohrstühle
1 Ausziehtisch
1 Diwan in Mokette.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 Bücherschrank
1 Diplomatenschreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schiafzimmer
hell nußbaum mit Intarsien
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 zweitür, Spiegelschrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.

1 Küchenbüfett
1 Anrichte mit Aufsatz
1 Tisch
2 Stühle
1 Ablaufbrett.

Elegante Wohnungs-
Einrichtung

für Mk. 1725.
Speisezimmer
dunkel eichen
1 Büfett
1 Kredenzschrank
1 Ausziehtisch
6 Lederstühle
1 Diwan.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 Bücherschrank
1 Diplomatenschreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
hell nußbaum mit Intarsien
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 zweitür. Spiegelschrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.

Küche taubengrau lackiert 1 Küche carolinapine natur Küche carolinapine natur

1 Küchenbüfett
1 Anrichte mit Aufsatz
1 Tisch
2 Stühle
1 Ablaufbrett.

Hochfeine, vornehme
Wohnungs-
Einrichtung
für Mk. 2117-
Speisezimmer
dunkel eichen
1 dreiteiliges Büfett
1 Kredenzschrank
1 Ausziehtisch
6 Lederstühle
1 Diwan.
Herrenzimmer
dunkel eichen
1 dreitürige Bibliothek
1 grosser Dipl.-Schreibtisch
1 Schreibsessel mit Leder
1 runder Tisch
2 Lederstühle
1 Ottomane
1 Diwandecke.
Schlafzimmer
eichen oder hell nußbaum
2 Bettstellen
2 Nachtschränke
1 Waschtoilette
1 dreitüriger Schrank
2 Rohrstühle
1 Handtuchständer.

1 Küchenbüfett
1 Anrichte m. Schrank-Aufs.
1 Tisch
2 Stühle
(10900a
1 Ablaufbrett.

Ferner komplette Einrichtungen für Mk. 2400, 2600, 2800, 3000 u. S. f.
Gr. Ochsengasse
Setskannernur 21-23.
Telefon 287. Bitte genau auf meine Firma u. Haus-Nummer zu achten. Telefon 287.

die neue
Schokolade.

11
EUSchranke
in bekannter, solider Ausführung
Fabrikat J. Ploschnitznick, Aschaffenburg
empfiehlt in grosser Auswahl zu mässigen Preisen
C. J. Wenz

Elisabethenstrasse 8.

(12690a

Büglerin empf. ſich in u. außer Edomp l. Waſſerwagen zu vert
Hauſe Zimmerſtr. 11. (*14362mmm Langgaſſe 37. (*15214sms

Elegant!
Leichtlaufend!
Unverwüstlich!
Kaufen Sie kein Rad
ehe Sie unsere Adler-Räder gesehen und
probiert haben.
Ideal-Räder von Mk. 85. an,
Fahrunterricht gratis.
Gebrauchte Räder werden in Tausch
genommen.
Reparaturen und Zubehöre billigst.
Alleinverkauf:
12139a
Müller & Ober
Inhaber Adam Ober, Grossh. Hess. Hoflieferant
Telephon 651
Karlstrasse 30.

Kunſt und Welt.
Roman von O. Elſter.
(Nachdruck verdoten.)
28)

Frau Minna Schulze lachte höhniſch auf.
Du ſcheinſt ja in einer guten Schule geweſen zu fein,
ſtieß ſie hervor, während die Zornesröte ihr ſchon wieder
ins Geſicht ſtieg. Mit dir werden wir erſt ſpäter ſprechen.
Erſt haben wir mit deiner Mutter zu reden. Wo iſt ſie?
Mama hat einige Beſorgungen, wird aber wohl bald
zurückkommen.
Nun gut, ſo kannſt du inzwiſchen deine Sachen packen.
Wozu, Großmama?
Weil du noch heute mit uns nach Hauſe zurückkehren
wirſt.
Elfriede fuhr entrüſtet auf.
Das werde ich nicht tun, ſtieß ſie heftig hervor. Meine
Heimat iſt das Haus meiner Eltern, meiner Mutter
und dort bleibe ich.
Wir werden dich ſchon zwingen . .
Mit welchem Recht?
Mit dem Recht, das dein Vormund uns verliehen hat,
dich dem moraliſchen Sumpf zu entreißen, in den du ge=
raten
biſt.
Elfriede blickte ihre Großmutter an, ſalls habe ſie
Seren Wort nicht recht verſtanden. Dann lachte ſie plötzlich
t auf, was Frau Minna Schulze ſo in Wut verſetzte,

daß ſie auf Elfriede zuſtürzen wollte. Herr Friedrich Wil=
helm
Schulze hielt ſeine Gattin jedoch zurück.
Keine Szene, Minna, gebot er ihr ſtreng. Laß uns
ruhig bleiben. Ich ſehe aber auch, daß hier mit allem
Ernſt eingeſchritten werden muß.
Dann trat er dicht vor Elfriede, verſuchte ſein gut=
mütiges
Geſicht in ſtrenge Falten zu ziehen und ſeinen
kleinen Augen einen ſtrafenden Ausdruck zu verleihen und
ſagte würdevoll:
Wir wiſſen alles, Elfriede.
Ja, um des Himmels willen, was wißt Ihr denn?
rief dieſe. Daß ich in Papas Drama aufgetreten bin und
einen rühmlichen Erfolg davon getragen habe, hat Euch
Mama ja ſchon vor vierzehn Tagen geſchrieben. Ihr wart
zwar nicht ganz einverſtanden, gabt Euch aber ſchließlich
zufrieden und jetzt dieſer Zorn? Ich verſtehe das
nicht.
Du wirſt uns verſtehen, wenn wir dir ſagen, daß wir
alles alles wiſſen, wiederholte Friedrich Wilhelm
Schulze bedeutſam.
Elfriede zuckte ratlos die Schultern.
Da nahm die Großmutter wieder das Wort:
Mach doch mit dem Mädchen nicht ſo viel Federleſen,
Mann. Du ſiehſt ja, daß ſie ſchon ganz und gar verdor=
ben
iſt. Sag ihr doch gleich, daß wir wiſſen, daß ſie die
Geliebte des Grafen Ellerburg, des Hoftheaterintendanten,
. ..

Eiſiede ſchie auſt.
Was ſagſt du da, Großmutter?
Daß du die Geliebte des Graf Ellerburg biſt, daß die=
ſes
ſchändliche Verhältnis ſchon im Sommer auf Rügen
ſeinen Anfang genommen hat und daß du nur dieſer Lieb=
ſchaft
wegen hierher gekommen biſt.
Totenbleich, unfähig ein Wort zu erwidern, ſtarrte El=
friede
die Großeltern an, die in ihrer hochmütigen Selbſt=
gerechtigkeit
breitſpurig daſtanden.
Dann ſchlug ſie die Hände vor das Antlitz und ſank
aufſchluchzend in einen Seſſel.
Na, jetzt kannſt du weinen und ſchluchzen, fuhr die
alte Frau fort, wo dir die Maske von dem Geſicht geriſſen
iſt! Jetzt wagſt du es nicht, dich zu verantworten die
Schuld ſteht dir ja auf der Stirn geſchrieben. Wie es hier
ſchon ausſieht, ſetzte ſie naſerümpfend, mit einem verächt=
lichen
Blick auf einige elegante Garderobeſtücke hinzu, wie
in dem Boudoir einer Theaterdame. Na ja, du willſt ja
auch ſo eine werden. Aber ſo lange wir Gewalt über dich
haben, wirſt du es nicht. Wir konnten uns mit dem Ge=
danken
ausſöhnen, ſolange du anſtändig bliebſt, aber ſeit=
dem
wir den wahren Grund deiner Begeiſterung für das
Theater erfahren haben, iſt es vorbei vorbei, ſage
ich dir!
Da richtete ſich Elfriede mit einer energiſchen Beweg
ung in die Höhe.
Ich habe kein Recht, entgegnete ſie mit bebender

[ ][  ][ ]

F 148s

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Seite 13.

fungstädter Flaschenbiere in altbewährter Reinheit und Güte

Pfungstädter Pilsner‟
Pfungstädter Kaiserbräu‟
Pfungstädter Märzen‟
Pfungstädter Bock Ale‟

Brauerei-Füllung
direkt vom Lagerfass

Bestellungen erbittet man per Telefon, Amt Darmstadt Nr. 246
od. an die mit Plakaten gekennzeichneten Verkaufsstellen zu richten
Exportbrauerei J. Hildebrand, G. m. b. H.
Pfungstadt.
(3114a

Salamander

Wirklich schicke Neuheiten
Eden Sie bei uns zu mässigen
Preisen

schwarz Kalbleder mit niederen Absätzen
schwarz Chevreaux mit Lackkappen, mod. Absätze
schwarz Lackleder mit grauen und schwarzen
Wildleder-Einsätzen

amerikan. Form
schwarz Chevreaux mit Lackkappen
braun hell Kalbleder

Verlangen Sie Salamander-Katalog.

SALAMANDER
S
EAUL-AATEAS 2.Ce
Ludwigsstrasseih.

(11744a

Auslandspatente
Tieltere D. K. C.In. in den meisten Kultur-
staaten
angemeldet.
Wattor D.R.W.I.

ohne Watte

mzt Ndatte

Wattor-Ohrenreinigungsstab ist einfach im Gebrauch
Wattor-Ohrenreinigungsstab ist sehr hygienisch
Wattor-Ohrenreinigungsstab mit etwas Watte ist
jederzeit gebrauchsfertig
Wattor-Ohrenreinigungsstab kostet nur 35 Pfg.
Zu haben bei:
Carl Bley, Parfümerie, Wilhelminenstrasse 33,
Hoffriseur Hermes, Louisenstrasse,
(12956a
Friseur Fr. Tillmann, Elisabethenstrasse
Für Wiederverkäufer bei:
Gustav Rüger, Ober-Ramstadt.

Rerſch Plangen, rechbih. Kalite
von Mk. 1.50 an, Weinfäßchen
(*15292smf
für Mk. 3
Orongerie=Allee 6, 1. Stock

Schreibmaschine
Stöwer, wie neu, ſ. bill. (13306a
Müller & Ober, Korlſtr. 30.

Vervielfält.-Apparat
für Maſchinenſchrift, noch ganz
neu, ſtatt 550 Mk. für 400 Mk.
zu verk. Näh. Exped. (13451sm

Halblange u. kurze Rosen
in feinen Farben billig abzugeben.
Offerten unter T 94 an die
Expedition dieſes Blattes. (13753im

Ein größeres Suankun

Brennholz
z. Kleinmach. bill. zu verk. (13692imd
Fritz Hufeld, Müllerſtr. 39.

Elegant. Speiſezimmer,
Büfett 3 teilig, umſtändehalber
ſehr billig abzugeben Arheilger=
(*15424im
ſtraße 92, part.

Gie ne

e ee
Jeder
Galseile gewaſchene Stoff

ieden Gewebes, vorrätig in Paketen zu 45 und
(6922II
25 Pfg. bei Friedrich Schaefer.

Natura Toghurt-Labletten
auswirksamen Reinkulturen von Bacill. bulgar. Metschnikoff,
vorzügl. Darmdesinftzienz, regeln Darmstörungen, besei-
tigen
die Fäulnisbakterien und verhüten dadurch die tägl.
Selbstvergiftung, Blinddarm-Entzündung, Arterienverkal-
kung
und frühzeitiges Altern. Glas Mk. 2.50. (13790a
Natura Toghurt-Ferment
zur Selbstbereitung von Toghurt Mk. 2.50, ausführliche
Beschreibung kostenlos.
Reformgeschäft Arista‟
Gesundheitliche Nahrungs- und Genussmittel
Anton Braunwarth
Ernst-Ludwigstrasse 3.
Fernsprecher 971.

Für Braufe!
Weisswaren gibt auswärtiges
Geſchäft ſolv. Leuten auf Credit.
Off. u. S. 87 an die Exp. (*15007msm

her itech in eihre
Frisch. WWienelkuchen
Eg. Kaiser, *14951
2 Woogſtraße 2. mmm

Sinme, Euch hinauszuweiſen. Das wire freiſch die ein=
zige
Antwort auf Eure ſchändliche Anklage. Ihr, die Ihr
mir die ſchönſten Jahre meiner Jugend geſtohlen Ihr,
die Ihr mich niemals verſtanden die Ihr jedes Opfer
von mir gefordert, ohne je ſelbſt ein ſolches bringen zu
wollen die Ihr mich um kleinlicher Vorurteile willen in
eine unglückliche Ehe zwingen wolltet, wie Ihr es einſt
mit meiner Mutter getan Ihr wollt jetzt noch Schmach
und Schande über mich häufen? Dieſe Stunde trennt uns
für immer! Hört Ihr für immer! Bleibt, wenn Ihr
nach dieſen Worten noch bleiben könnt ich gehe!
Damit ſchritt ſie auf das Nebenzimmer zu, in
welches ſie raſch eintrat und deſſen Tür ſie hinter ſich ver=
ſchloß
. Tiefaufatmend, die Hand auf das heftig pochende
Herz gepreßt, nach Luft ringend, blieb ſie einen Augenblick
ſtehen. Tauſend wirre Gedanken fluteten durch ihre Seele
heiße Tränen brannten in ihren Augen dann ſtieß
ſie einen leiſen, wimmernden Wehruf aus und ſank bewußt=
los
auf den Teppich nieder, wo ſie regungslos liegen blieb.
Herr und Frau Schulze ſahen ſich einigermaßen ver=
legen
an.
Was iſt aus dem Kinde geworden? flüſterte Herr
Schulze ängſtlich. Du hätteſt doch nicht ſo heftig werden
ſollen, Minna.
Aber Frau Schulze hatte ſich ſchon wieder gefaßt.
Dummes Zeug, zankte ſie. Das Mädchen hat ſchon
ganz die Manieren einer Theaterprinzeſſin! Die müſſen
ihr erſt wieder ausgetrieben werden. Da ſiehſt du ja, was
dabei herausgekommen iſt, daß wir ſie dieſem Doktor
Wendeborn überließen. Unſere Tochter hat er uns ent=
fremdet
und jetzt auch noch unſer Enkelkind. Der Menſch
iſt an allem ſchuld.
Das Wort erſtarb ihr jedoch auf den Lippen, denn ſo=
eben
trat ihre Tochter ein. Freudig überraſcht durch die

Anwiſenſei der Gien walte ſe auf diſe ueiten, oder
erſchreckt durch den eiſigen Ausdruck ihrer Mienen,
blieb ſie ſtehen.
Was iſt geſchehen, fragte ſie, nichts Gutes ahnend.
Weshalb habt Ihr Eure Ankunft nicht angezeigt?
Eine ſchlechte Nachricht kommt immer noch früh genug,
ſagte Frau Schulze düſter.
Jawohl, fügte Herr Schulze hinzu, wir wollten dich
nicht erſchrecken.
Und Elfriede nicht vorher warnen, ſetzte Frau Minna
triumphierend hinzu. Jetzt haben wir ſie überraſcht
und .
Wir wiſſen Alles vollendete Herr Schulze hoheits=
voll
.
Martha ſchüttelte verwundert den Kopf.
Ich verſtehe kein Wort von alledem, ſagte ſie.
Herr Schulze holte eine umfangreiche Brieftaſche her=
vor
, entnahm derſelben einen Brief und reichte ihn ſeiner
Tochter.
Lies dann wirſt du uns verſtehen.
Maxtha überflog den Brief und die Röte des Unmuts
ſtieg ihr in die Wangen. Dann warf ſie das Schreiben mit
einer verächtlichen Bewegung auf den Tiſch und entgeg=
nete
mit zornbebender Stimme: Ihr werdet doch dieſem
anonymen Schandbrief keinen Wert beimeſſen?
Erlaube einmal. Wo Rauch iſt, da iſt auch Feuer, ver=
ſetzte
Frau Schulze gereizt. Dieſer Brief ſtammt aus
Neuenburg und erzählt, es ſei öffentliches Geheimnis,
daß Elfriede die Geliebte des Grafen Ellerburg ſei ..
Und wenn ich, Elfriedens Mutter, Euch ſage, daß das
eine elende Verleumdung iſt?
Du kannſt dich täuſchen. Verliebte ſind ſchlau und
Elfriede hatte da ſchon einmal eine Sache mit einem Schau=
ſpieler
. Sie neigt alſo zu ſolchen Geſchichten. Dem muß

ein ende genact wveiden. Mir haler die Beinnct es
Vormundes, Elfriede von hier fort und wieder in unſere
Obhut zu nehmen. Der Aufenthalt hier ſchädigt ihre
Moral!
Und das wagt Ihr mir, Elfriedens Mutter, zu ſagen,
die mit Ausnahme weniger Tage ſtets mit mir zuſammen
geweſen iſt? Ihr beſchuldigt mich wohl gar, dieſe Ge=
ſchichte
begünſtigt zu haben?
Mutterliebe iſt oftmals blind . . .
Martha bebte an allen Gliedern. Sie war im Begriff,
in heftigem Zorn aufzufahren, als ſich die Tür des Neben=
zimmers
öffnete und Elfriede, totenbleich, aber hochauf=
gerichtet
, eintrat und ſich neben ihre Mutter ſtellte, den
Arm um ſie legend.
Ereifere dich nicht, Mama, ſagte ſie, ſich gewaltſam
beherrſchend. Es genügt mir, daß du an mich glaubſt.
Die Großeltern wiſſen nicht, was ſie tun ſie hören auf
den Klatſch der Leute, die ja ſtets geneigt ſind, einen
Stein auf ihre lieben Mitmenſchen zu werfen. Laß
uns dieſe häßliche Szene beenden und noch heute nach
Berlin zurückkehren.
Martha ſtrich zärtlich über das blonde Haar ihres
Kindes.
Ich glaube an dich, mein armes Kind.
Erlaube mal, ſagte Herr Schulze und wollte abermals
ſeine umfangreiche Brieftaſche hervorholen, um ihr die
vormundſchaftliche Vollmacht zu entnehmen, als ein leiſes
Klopfen an der Tür ertönte.
Gleich darauf trat der Oberkellner ein.
Gnädige Frau verzeihen Ihre Exzellenz die Frau
Oberhofmeiſterin Ihrer Hoheit läßt fragen, ob gnädige
Frau zu ſprechen ſeien.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Seite 126

Darmſavter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Jum 1912.

Nummer 148.

1o

von Adolf Hommel & Co., Hanau
bestes blutbildendes, wohlschmeckendes Präparat.
Nur echt mit Schutzmarke H-Ring‟.

Handwerkskammer zu Darmſtadt.
XVII. Plenarſitzung.
St. Darmſtadt, 25. Juni.

Im Rathausſaal fand heute die XVII. Plenarſitzung
der Handwerkskammer Darmſtadt unter dem Vorſitz des
Herrn Gewerberat Falk ſtatt. Nach Feſtſtellung der
Präſenzliſte eröffnete der Vorſitzende die Verſammlung
mit herzlichſter Begrüßung, beſonders der behördlichen
Vertreter, Herren Miniſterialrat Hölzinger Ober=
regierungsrat
Graef, Regierungsrat Wagner und
Geh. Regierungsrat Noack. Redner verbreitete ſich dann
eingehender über die derzeit aktuellen das Handwerk inter=
eſſierenden
geſetzgeberiſchen Fragen und die Tätigkeit der
Handwerkskammer dazu. Den
Bericht über die Tätigkeit des Vorſtandes
erſtattete Syndikus Engelbach. Sein Rückblick beginnt
mit dem Hinweis auf die Ehrung, die das geſamte heſ=
ſiſche
Handwerk während des Berichtsjahres erfahren hat
durch die Berufung unſeres Vorſitzenden, des Herrn Ge=
werberat
Falk, in die Erſte Kammer der Land=
ſtände
. In dieſer Berufung dürfen wir, die Handwerks=
kammer
, auch mit berechtigtem Stolz eine Anerkennung
des 12jährigen erſprießlichen Wirkens unſeres Vorſitzen=
den
im Dienſte des Handwerks erblicken. Das abgelaufene
Jahr weiſt erfreulicherweiſe wieder eine umfangreiche
und ſtetig wachſende Tätigkeit unſerer Kammer auf. Aus
dem Gebiete des Lehrlingsweſens möchte ich erwähnen,
daß die Einbeziehung der weiblichen Hand=
werker
unter die Beſtimmungen der Gewerbeordnung
nunmehr praktiſch geworden iſt. Selbſtverſtändlich muß=
ten
bei dem Umſtande, daß bisher keine Vorſchriften für
die weiblichen Handwerker auf dem Gebiete, insbeſondere
des Prüfungsweſens, beſtanden, erleichterte Uebergangs=
beſtimmungen
für dieſelben geſchaffen werden, die bis
zum 1. Oktober 1913 Geltung haben. Eine erfreuliche Er=
ſcheinung
bietet der Umſtand daß ſich wieder mehr Lehr=
linge
dem Handwerk zuwenden. Der Fürſorge für
die gewerbliche Jugend hatten wir unſere be=
ſſondere
Aufmerkſamkeit zugewendet. Durch Darlegung
der gegenwärtigen Verhältniſſe in den verſchiedenen Be=
rufen
bei der Schulabteilung des Miniſteriums, welche
ihrerſeits unſere Mitteilung in geeigneter Weiſe den
Eltern und den Schulen zur Kenntnis brachten, haben ſich
doch eine ganze Anzahl von Lehrlingen den Handwerks=
berufen
gewidmet, in denen ein Fortkommen gegenwärtig
ausſichtsvoll iſt. Daß Jahr für Jahr die Geſellen=
prüfungen
eine erhöhte Bedeutung erlangen, weiſt die
Steigerung der Ziffer der Prüflinge nach. Die Zahl der
Prüflinge hat ſich ſeit 1902 faſt verdoppelt; im letzten Jahr
haben insgeſamt 2441 die Geſellenprüſung beſtanden. Auch
die Meiſterprüfungen ſind in entſchiedenem Auf=
ſchwung
begriffen. Das letzte Jahr weiſt die Zahl von
266 Beſtandenen auf, während 15 Prüflinge infolge nicht
genügender Leiſtungen ihre Prüfung wiederholen müſſen
An insgeſamt 41 gelernte unſelbſtändige Handwerker, die
25 Jahre in ein und demſelben Betriebe tätig geweſen
ſind, waren wir in der Lage, nach Erfüllung der ſatzungs=
gemäßen
Vorausſetzungen für ihre treue Arbeit Ehren=
urkunden
verleihen zu können.
Die Durchführung des kleinen Befähig=
ungsnachweiſes
vollzieht ſich nach wie vor in voller
Ordnung. Im Berichtsjahre ſind uns immer noch über
500 Anträge auf Verleihung der Anleitungsbefugnis von
den Verwaltungsbehörden zur Begutachtung vorgelegt
worden. Unſere Beauftragten ſetzten ihre Reviſionen
fort. In einigen Fällen mußten wir auf Grund des § 35
Abſatz 5 G.=O. Anträge auf Unterſagung des Gewerbe=
betriebes
ſtellen, denen auch nach entſprechenden Verhand
lungen vor den Kreisausſchüſſen Rechnung getragen
wurde. Von unſerem Leitfaden zur Vorbereit=
ung
auf die Meiſterprüfung iſt während des
Berichtsjahres eine Neuauflage erſchienen, die das 29.
bis 34. Tauſend umfaßt. Der Leitfaden iſt auf den neue=
ſten
Stand der Geſetzgebung gebracht worden. Die Zahl
der gewerblichen Korporationen beträgt zur
Zeit 258 im Kammerbezirk, davon ſind 71 freie, 20
Zwangsinnungen, 124 Ortsgewerbevereine und 43 Fach=
vereinigungen
. Während des Berichtsjahres haben ſich
insgeſamt 9 Innungen neu gebildet, 5 freie, 4 Zwangs=
innungen
, und zwar von den freien Innungen die Glaſer
Innung Dieburg, die Metzger=Innung Erbach, Bäcker=
Innung Bad Nauheim, Metzger=Innung Viernheim und
Glaſer=Innung Michelſtadt; von Zwangsinnungen die
Bäcker=Innung Ober=Ingelheim, Schmiede=Innung Gie=
ßen
, Uhrmacher=Innung Darmſtadt und Photographen=
Innung Darmſtadt. Unſere gutachtliche Tätigkeit, ſowohl
für unſere heſſiſche Behörde, wie für den Handwerks= und
Gewerbekammertag nimmt auch in dieſem Jahre wieder
einen breiten Rahmen unſeres Arbeitsgebietes ein. Was
die Arbeitsloſigkeit anbelangt, ſo verwerfen wir
prinzipiell jede Arbeitsloſenverſicherung, die auf einer
anderen Baſis als der der Selbſthilfe beruht. Wir halten
insbeſondere die Verwendung gemeindlicher Mittel für
eine Ungerechtigkeit gegenüber den Ständen, welche, wie die
Handwerker und Kleingewerbetreibenden, vielfach noch
ſſchwerer um ihre Exiſtenz ringen als der gewerblich ge=

lernte Arbeiter. Den Schutz gegen Arbeitsloſigkeit und
Fürſorge für die Arbeitsloſen ſehen wir dagegen in
Maßnahmen, die einen vorbeugenden Charakter tragen
und das Uebel an der Wurzel faſſen. Hierher gehört in
erſter Linie eine ſorgfältige Pflege und ein ſyſtematiſcher
Ausbau des Arbeitsnachweiſes ſowie die Bereit=
ſtellung
öffentlicher Mittel zu Notſtandsarbeiten. Was
die Anordnung unſeres heſſiſchen Miniſteriums betrifft,
daß bei Hochbauten die einzelnen Arbeitszweige getrennt
vergeben und ſtaatliche Arbeiten möglichſt in
die geſchäftsſtille Zeit verlegt werden ſollen, ſo
können wir feſtſtellen, daß der Erfolg der getroffenen
Maßnahmen im allgemeinen befriedigend war, daß ins=
beſondere
die Verlegung der Arbeiten in die geſchäfts=
ſtille
Zeit eine wahrnehmbare Einwirkung auf die Lage
des Arbeitsmarktes ausgeübt hat.
Wiederholt haben wir uns gegen die Monopol=
tondenzen
der elektrotechniſchen Induſtrie
gewandt. Der Geſetzentwurf über die Sonntags=
ruhe
im Handelsgewerbe wurde einer eingehen=
den
Beratung durch den Vorſtand unterzogen. Nach
Würdigung der dem Entwurf beigegebenen Begründung
konnte das Urteil dahin zuſammengefaßt werden, daß die
Vorſchriften im allgemeinen die tatſächlichen Verhält=
niſſe
im Handelsgewerbe berückſichtigen und andernteils
auch den heutigen Forderungen einer Erweiterung der
Sonntagsruhe im allgemeinen Rechnung tragen. Hin=
ſichtlich
der Unterſagung des Gewerbe=
betriebs
hatten die Gerichte verſchiedene Auffaſſung, daß
die Unterſagung des Gewerbebetriebs auf Grund des
§ 35 Abſ. 5 G.=O. nur für den Bundesſtaat gelten ſolle,
deſſen Behörde das Verbot ausgeſprochen hat. Wir
haben mit Rückſicht hierauf an die Reichsregierung das
Erſuchen geſtellt, daß der § 35 G.=O. für das ganze
Reich Wirkung haben müſſe, dergeſtalt, wenn gegen
jemand in einem Bundesſtaat die Unterſagung des Ge=
werbebetriebs
ausgeſprochen worden iſt, dieſe auch für
die anderen Bundesſtaaten gelten muß. Einem Erſuchen
entſprechend, haben wir Erhebungen veranſtaltet, inwie=
weit
ſich Handwerksſekretariate und Hand=
werksämter
, ſoweit ſie errichtet ſind, bewährt haben.
Gelegentlich der letzten Ausſchußſitzung des Handwerks=
und Gewerbekammertages hat denn auch eine Ausſprache
hierüber ſtattgefunden, bei welcher ſich ergeben hat, daß
bis jetzt von ſolchen Einrichtungen Erfolge kaum zu ver=
zeichnen
waren. Dagegen werden die größten Bedenken
gegen derartige Inſtitute von den meiſten Kammern vor=
gebracht
.
Zur Errichtung einer Innungskranken=
kaſſe
hatten wir Stellung zu nehmen. Die Aufſichts=
behörde
glaubte die Genehmigung verſagen zu ſollen,
weil man die Gefährdung der Leiſtungsfähigkeit einer
anderen, faſt 9000 Mitglieder zählenden Krankenkaſſe an=
nahm
. Wir konnten uns dieſen Befürchtungen nicht an=
ſchließen
, umſomehr, als § 251 R.=V.=O. den Beſtand in
der Leiſtungsfähigkeit einer Kaſſe nicht als gefähr=
det
anſieht, wenn ſie mehr als 1000 Mitglieder behält.
Auch das Wahlrecht der Gewerbevereine
Handwerker= und Fachvereinigungen zur
Handwerkskammer war im Berichtsjahre wieder
einmal Gegenſtand eingehender Beratungen. Unſeren
früheren Standpunkt, der ſich übrigens mit dem des
deutſchen Handwerks= und Gewerbekammertages in dieſer
Frage deckt, konnten wir wieder einnehmen und als eine
ſelbſtverſtändliche Forderung aufſtellen, daß an den
Wahlen zur Handwerkskammer nur Handwerker
teilnehmen dürfen, und das Wahlrecht nur den Ge=
werbevereinen
zuerkannt wird, deren Mitgliederzahl zur
Hälfte aus Handwerkern beſteht.
Zu der Berichterſtattung über die Lehrlings=
verhältniſſe
in den Handwerkskammer=
berichten
haben wir angeregt, daß für die Folge ein=
heitliche
Schemata zur Anwendung kommen, weil es
erwünſcht iſt, daß die regelmäßigen Zuſammenſtellungen.
wie ſie von einer Anzahl ſtatiſtiſcher Aemter gebracht
werden, nach einheitlichen Geſichtspunkten erfolgen. Wir
haben gemeinſam mit zwei anderen Kammern ein Schema
ausgearbeitet, welches auch die Annahme des Aus=
ſchuſſes
geſunden hat. Der Schwerpunkt der allgemei=
nen
Tätigkeit liegt heute auf dem Gebiete des Verwalt=
ungsweſens
, der Durchführung der Handwerkergeſetz=
gebung
, wie insbeſondere auch der Durchführung des ge=
ſamten
Prüfungsweſens im Handwerk und der gutachten=
den
Tätigkeit für Zentral= und Lokalbehörden des Landes
Zur allgemeinen Lage im Handwerk
möchte ich noch bemerken, daß die moderne Entwickelung
unſeres Erwerbs= und Wirtſchaftslebens dem Hand=
werkerſtande
nicht immer in dem gewünſchten Umfange
von Nutzen war. Teilweiſe haben ſogar die Beſtrebun=
gen
der Induſtrie, die Mehrzahl der für ihren Betrieb
in Betracht kommenden Handwerkerarbeiten von eigenen
Arbeitskräften ausführen zu laſſen, das Ausſchalten des
ſelbſtändigen Handwerks für dieſe Betriebe begünſtigt.
Die allgemeine Lage des Handwerks hat ſich jedoch in
mehrfacher Hinſicht gebeſſert. Die Kriſis im Baugewerbe
beginnt zu ſchwinden, an einzelnen Plätzen liegen Auf=
träge
im gewünſchten Maße vor, ſodaß in den Kreiſen
des Baugewerbes auch wieder eine zuverſichtlichere Stim=
mung
Platz, greift. Die Entwickelung der Ueberland=
zentralen
, der Ausbau größerer induſtrieller Unternehmen
der Städte, die Entwickelung unſerer Verkehrsverhält=
niſſe
, alle tragen ſie dazu bei, daß neue Erwerbsmöglich=
keiten
erſchloſſen werden, und ſo bietet ſich auch dem Hand=
werkerſtande
vermehrte Gelegenheit zu entſprechendem
Einkommen. Allerdings darf nicht überſehen werden, daß
der Konkurrenzkampf gegen früher ein weit ſchwierigerer
geworden iſt und daß unter dieſen Umſtänden der weni=
ger
bemittelte Handwerker beſonders zu leiden hat. An
Unterſtützung unſererſeits hat es nicht gefehlt. Die ge=
werblichen
Korporationen bieten ihm ſchon gewiſſen Rück=
halt
, aber durch Verbeſſerung des Verdingsungsweſens,
durch Förderung des genoſſenſchaftlichen Zuſammen=
ſchluſſes
, der Errichtung der Maſchinengenoſſenſchaft,
durch Unterſtützung bei ſtaatlichen und ſtädtiſchen Be=

hörden, durch die Fürſorge für die gewerbliche Juger
und andere Aufgaben glauben wir ein gut Teil an d
Verbeſſerung der Verhältniſſe mitgewirkt zu haben. Ei
immer wiederkehrende Klage iſt die über allzu lan
Inanſpruchnahme des Kredits durch die Kunden. Die
Unſitte nimmt dem Handwerker häufig die notwendig
flüſſigen Geldmittel. Die Bekämpfung dieſer Unſit
mitveranlaßt durch die Läſſigkeit in der Ausſtellung d
Rechnungen, betrachtet die Kammer als eine ihrer beſo
deren Aufgaben; ſie hofft, im Laufe des Geſchäftsjahr
durch Gründung einer Einziehungsgenoſſe
ſchaft einen tüchtigen SSchritt hierin weiter zu tun.
Berichtsjahre ſind die Preiſe für Rohmaterialien faſt a
gemein weiter geſtiegen, eine Folge immer mehr zune
mender Vertruſtung aller notwendigen Rohmaterialie
Neben den hohen Einkaufspreiſen gehen hohe Arbeit=
löhne
einher. Hier Stetigkeit zu ſchaffen, dürften geſund
Lohntarifverträge, namentlich im Baugewerbe, geeign
ſein. Sie bieten dem Meiſter Gelegenheit, ſich auch u
länger hinziehende Arbeiten zu bewerben, ohne B
fürchtung zu hegen, daß ſein Verdienſt durch unvorhe
geſehene Lohnſteigerung im Laufe der Arbeit fragli=
wird
. Was die geſetzlichen Verſuche zur Hebung de
Handwerkerſtandes betrifft, ſo hat zweifellos das=Hand
werkergeſetz mit ſeinen zum Teil einſchneidenden Beſtin
mungen bisher ſchon günſtig gewirkt. Das Stande
bewußtſein des Handwerkers iſt in erhöhtem Maße
weckt worden, mehr und mehr ſieht man heute den Hand
werker ſich als Kollegen mit den anderen fühlen, wäl
rend früher man ſich als Konkurrent befehdete. Nicht zu
letzt darf das Handwerkergeſetz als Urſache dieſer Wand=
lung
angeſehen werden. Aber auch der Handwerke
ſeinerſeits muß zu ſolcher Weiterentwickelung beitragen
die kleinliche Selbſtabſchließung muß aufhören, die ge
werblichen Korporationen müſſen alle umfaſſen, keit
Handwerker ſollte abſeits der Organiſation ſeiner Kolle
gen ſtehen. Wenn der Handwerkerſtand auf den jetzt be
tretenen Bahnen in ſeiner Entwickelung weiterhin folt
ſchreitet, wenn er ſeiner beruflichen Vervollkommnung
ſeiner Organiſation und ſeiner Allgemeinbildunge
höhte Aufmerkſamkeit und Pflege zuwendet, dann wir
auch der alte Spruch wieder wahr werden: Hand=
werk
hat einen goldenen Boden. (Lebhaften
Beifall.)
Ueber die Verkaufszeiten der Konditoren an Sonn=
und Feiertagen uſw. referierte Stadtv. K. Lautz it
Ergänzung des Berichtes. Zu Anträgen der Konditoren
und Bäcker, die bisher zugeſtandenen Ausnahmen in den
Verkaufszeiten an Sonntagen betr., entſpinnt ſich eine
längere Disluſſion. Die Handwerkskammer wird im
Sinne der Anträge tätig ſein.
Wahlen.
Ueber die nächſte Poſition, Ergänzung der=
Kammer nach § 5 des Statuts, referiert Stadtv.
Sames. Es werden nach ſeinem Vorſchlage die Herren
Rockel, Janſon und Schwarz wieder gewählt,
Ebenſo wird zum Vorſitzenden Herr Gewerberat
Falk unter Anerkennung ſeiner Tätigkeit wieder
gewählt. Er nimmt mit Dank an. Die ausſcheidenden
Vorſtandsmitglieder Falk, Rockel und Klingel
ſchmitt werden wieder gewählt. Ueber die Neu=
wahl
für ausgeſchiedene Ausſchußmitglie=
der
berichtet der Syndikus: Anſtelle ausgeſchiedener Mit
glieder werden zur Neu= bezw. Wiederwahl in Vorſchlag=
gebracht
: 1. Ausſchuß für das Lehrlings=
weſen
: als Mitglieder Buchbindermeiſter Leönhard
Färber=Mainz und Maurermeiſter Karl Schwarze=
Darmſtadt; als Erſatzmann Schloſſermeiſter arl
Knipp=Bad Nauheim. 2. Ausſchuß für das
Genoſſenſchaftsweſen: als Mitglieder Spengler
meiſter Karl Rockel=Darmſtadt und Bäckermeiſter Jean
Ickſtadt II.=Mainz; als Erſatzmann Schreinermeiſter
Ludwig Schöntag III.=Mainz. 3. Berufungs=
ausſchuß
: als Mitglieder Maler= und Tünchermeiſter
Georg Kilian Klingelſchmitt=Mainz und Schloſſer
Heinrich Diſtelhut=Mainz; als Erſatzmänner
Spenglermeiſter Hermann Brilmayer=Bingen und
Buchbindermeiſter Wilhelm Schmuck=Worms. Den
Vorſchlägen wird zugeſtimmt.
Rechnung und Voranſchlag.
Ueber Prüfung und Abnahme der Jahres=
rechnung
1911 berichtet ſchriftlich Petri=Gießen.
Die Rechnung über Einnahmen und Ausgaben des Etats=
jahres
1911 iſt durch einen Rechnungsverſtändigen bereits
kalkulatoriſch geprüft worden, wobei ſich keine Anſtände
ergeben haben. Der Vorſtand hat dieſelbe, entſprechend
dem § 45 der Satzung, ſachlich ſelbſt geprüft und auch
ſeinerſeits zu der Rechnung nichts zu bemerken. Der
Rechnungsabſchluß ergibt als Einnahmen 55 758,90 Mark
als Ausgaben 52 661,45 Mark, ſodaß ein Barvorrat von
3097,45 Mark verblieben iſt. Laut Kapitalnachweiſung
betrug der Stand des Beamtenpenſionsfonds uſw. Ende
1911 10 475,62 Mark, an Aktien bei der Heſſiſchen Hand=
werker
=Zentral=Genoſſenſchaft waren 3000 Mark vor=
handen
.
Ueber den Haushaltsplan für 1913 erſtattet der Vor=
ſitzende
Bericht und erläutert die Abweichungen gegen
das Vorjahr. Seinem Antrag, den Haushaltsplan zu ge=
nehmigen
, wird einſtimmig entſprochen. Der Haushalts=
plan
ſchließt ab in Einnahmen und Ausgaben mit 34350
Mark, wovon der Zuſchuß des Staates und der Kreiſe des
Landes zuſammen 22000 Mark beträgt.
Geſellenweſen.
Ueber Errichtung neuer Geſellenprüf=
ungsausſchüſſe
berichtet Klingelſchmitt=
Mainz. Die Bäcker=Innung Bad Nauheim, die Flei=
ſcher
=Innung Bad Nauheim und die Bäcker=Innung
Bürſtadt haben um Errichtung von Geſellenprüfungs=
ausſchüſſen
nachgeſucht. Die Anträge wurden von dem
Vorſtande geprüft und ordnungsgemäß veröffentlicht. Die
Zuſammenſetzung der Prüfungsausſchüſſe iſt bereits er=
folgt
. Die genanten Innungen entſprechen den vorge=
ſchriebenen
Vorbedingungen zur Errichtung ſolcher Aus=
ſchüſſe
. Der Berichterſtatter ſtellt daher den Antrag, die

eine neuartige Haushaltſeife

von

fabelhafter Waſchkraft.

Janz ohne Soda.

Stück 20 Pf.

(12289M

[ ][  ][ ]

kummer 148.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Seite 15.

ſammlung wolle die Reuerichtung von Geſellen=
ungsausſchüſſen
bei den genannten Korporationen
hmigen.
Ueber Geſellenprüfungen im Kammer=
irk
berichtet Sames=Darmſtadt. Im April d. J.
den in Heſſen von Seiten der Kammer 12 Verſamm=
pen
einberufen, um die Erfahrungen auf dem Gebiete
Lehrlings= und Geſellenprüfungsweſens gegenſeitig
zutauſchen, und um an verſchiedenen Orten über neu
getretene Wünſche zu beraten. Die Verſammlungen
den ſtatt in Darmſtadt, Offenbach, Mainz, Bingen,
ey, Worms, Bensheim, Erbach, Friedberg, Nidda,
ßen und Lauterbach. Die Verſammlungen waren
rall recht zahlreich beſucht und wurde ein überaus
es Intereſſe an der Sache bekundet. Als beſondere
ikte ſeien hervorgehoben: Zuſtändigkeit der Prüfungs=
ſchüſſe
, Abgrenzung der Prüfungsbezirke, Zulaſſung
Prüfung, Prüſung von Lehrlingen aus Fabrikbetrie=
gemeinſame
Veröffentlichung der ſtattfindenden Ge=
enprüfungen
, gemeinſame Ueberreichung der Geſellen=
efe
und der damit verbundenen Feier und Ausſtellung
Geſellenſtücke und der dazu gehörenden Zeichnun=
,Forderung der Vorlage des Lehrzeugniſſes und des
frvertrags, unentgeltliche Abgabe der Formulare ſei=
s
der Kammer, Vorbereitungskurſe zur Geſellenprüf=
z
und Feſtlegung der Prüfungstermine. Im allge=
men
wurde betont, daß neben den fachlichen Fertig=
en
und Kenntniſſen auch ausreichende theoretiſche
rbildung der Lehrlinge gefordert werden müſſe und
z der Beſuch der Handwerkerſchulen und Gewerbe=
d
Fachſchulen immer mehr angeſtrebt werden müſſe.
wurde wieder erneut die Frage aufgeworfen, ob man
ht wieder, wie früher, dazu übergehen müſſe, die Noten
den Geſellenbriefen anzugeben, was jedoch in Ueber=
ſtimmung
mit dem Beſchluß des deutſchen Handwerks=
Gewerbekammertages abgelehnt werden müßte. Von
ſchiedenen Gewerben wurde eine Verlängerung der
hrzeit gefordert. Verhandlungen hierüber ſchweben
ch. Im allgemeinen darf geſagt werden, daß mit gro=
Luſt und Liebe ſeitens der Prüfungsausſchüſſe ge=
beitet
wird und Vorzügliches geleiſtet wurde.
Hierzu liegen folgende Anträge des Bezirks=
rbandes
Gießen vor: 1. Der Bezirksverband
antragt, die Anweiſungen für Abhaltung der Geſellen=
üfungen
dahin abzuändern, daß nicht mehr Ab=
hriften
der Akten der Geſellenprüfungen jedes Mal
die Handwerkskammer einzuſenden ſind, ſondern nach
tendigung der Prüfung die Geſamtakten im Ori=
nal
. Dieſelben werden von der Handwerkskammer
prüft, die unbedingt notwendigen Beſtandteile von
iſer zurückbehalten, die überflüſſigen Beſtandteile ver=
chtet
. 2. wird beantragt, die Geſellenprüfungsgebühr
n 3 Mark auf 5 Mark zu erhöhen. Die Anträge gehen
die Ausſchüſſe.
rrichtung einer Einziehungsgenoſſen=
ſchaft
im Großherzogtum Heſſen.
Syndikus Engelbach führt aus: Das in Deutſch=
nd
übliche lange Kreditgeben und =fordern in Hand=
erkerkreiſen
führt vielfach zu ſchwer einzuziehenden
ußenſtänden und dadurch zur Schädigung der Hand=
erker
. Infolge dieſer Tatſache haben ſich in einzelnen
andwerkskammerbezirken Einziehungsgenoſſenſchaften
bildet, welche ſich zur Aufgabe geſtellt, von den faulen
ahlern Rückſtände einzuziehen. Da die Einziehung der
orderungen nicht mit dem Anſtrich der Amtsgewalt, ſon=
ern
in beratender und zuredender Weiſe erfolgt, haben
h die erwähnten Genoſſenſchaften in kurzer Zeit außer=
edentlich
entwickelt und ihre Arbeiten waren von Er=
lg
begleitet. Nachdem nun auf dem Düſſeldorfer Hand=
ſerks
= und Gewerbekammertag die Angelegenheit ſchon
iner eingehenden Beratung unterzogen worden war,
obei die gemachten guten Erfahrungen beſonders her=
orgehoben
wurden, haben auch wir die Gründung einer.
inziehungsgenoſſenſchaft für das Großherzogtum Heſſen
is Auge gefaßt. Einſtweilen gedenken wir, um ſtän=
igen
, an uns herantretenden Anfragen und Wünſchen
u begegnen, im Sinne der künftigen organiſierten Ge=
oſſenſchaft
deren Tätigkeit durch unſer Bureau wahr=
ehmen
zu laſſen und ſofort nach Fertigſtellung entſpre=
jender
Druckſachen und der erforderlichen Vorarbeiten
u beginnen. Die Kammer ſtimmt den Vorſchlägen zu.
Ueber die Lehrſtellenvermittelung im
dammerbezirk referiert Stadtv. K. Lautz. Es
andelt ſich um die Bemühungen, die verſchiedenen Or=
aniſationen
dieſer Art zu zentraliſieren. Da die Neu=
erganiſation
des Arbeitsnachweiſes noch nicht abge=
chloſſen
, konnten Reſultate bisher nicht erzielt werden,
och hofft man, daß die Kammer demnächſt mit den zu=
tändigen
Stellen gemeinſam tätig ſein wird. Ein Er=
uchen
des Mitteldeutſchen Arbeitsnachweisverbandes um
Bewilligung einer Beihilfe ſoll bis nach Erledigung der
Lehrſtellenvermittelung zurückgeſtellt werden.
Sicherung der Bauforderungen und die
Unterſagung des Gewerbebetriebes.
Stadtv. Sames=Darmſtadt führt aus: Das Reichs=
geſetz
über die Sicherung der Bauforderungen iſt am
*Juni 1909 in Kraft getreten, jedoch nur mit dem erſten
Teil. Der zweite Teil, der gewiſſermaßen die Rute zum
erſten Teil darſtellen ſollte, kam nicht zur Einführung.
An Beſtrebungen aus Handwerks= und Gewerbekreiſen
hat es ſeither nicht gefehlt, die verlangten, daß auch der
zweite Teil zur Einführung gelangen möge. Die Ein=

führung des zweiten Teils iſt jedoch von keiner Bundes=
regierung
befürwortet worden, und nach meiner Anſicht
auch mit vollem Recht. Dieſer Abſchnitt ſollte nur dort
in Kraft geſetzt werden, wo ein erheblicher Bauſchwindel
Platz gegriffen hat, dem auf andere Weiſe nicht wirkſam
entgegengetreten werden kann. Durch die in dieſem Teil
getroffenen Maßnahmen wird das Bauen nicht unweſent=
lich
verteuert, verzögert und erſchwert, ſodaß es dem
kleinen Gewerbetreibenden nicht mehr möglich wird,
überhaupt Aufträge zu bekommen und die Herſtellung
von Bauten mehr in großrpitaliſtiſche Unternehmen
übergeht. Nach § 35 Abſ. 5 der Gewerbeordnung in der
Faſſung des Geſetzes vom 7. Januar 1907, ſowie dem
erſten Abſchnitt des Geſetzes über die Sicherung der Bau=
forderungen
kann der Bauſchwindel jetzt ſchon auf das
wirkſamſte bekämpft werden. Nach einem Erlaß des
Großh. Badiſchen Miniſteriums vom 23. März 1907 kann
die Unzuverläſſigkeit, welche die Unterſagung des Ge=
werbebetriebes
als Bauunternehmer und Bauleiter, ſowie
die Unterſagung der Betriebe einzelner Zweige des Bau=
gewerbes
bedingt, ſowohl auf dem Gebiete der beruf=
lichen
Sachkunde, als auf dem Gebiete der moraliſchen
und wirtſchaftlichen Sachkunde liegen. Als unzuverläſſig
im Sinne des § 35 Abſ. 5 der G.=O. wird auch ein Bau=
gewerbetreibender
anzuſehen ſein, der vorſätzlich wieder=
holt
fahrläſſig der Beſtimmung des § 1 des Geſetzes über
die Sicherung der Bauforderungen hinſichtlich der Ver=
wendung
des Baugeldes handelt, oder der in den §§ 2
und 3 ausgeſprochenen Verpflichtung zur Führung des
Baubuchs nicht in der vorgeſchriebenen Weiſe nachkommt.
Beſteht begründeter Verdacht, daß ein Baugewerbe=
treibender
das Baugeld unbefugt verwendet, oder das
Baubuch nicht oder nicht recht führt, ſo kann das
Verfahren wegen Unterſagung des Gewerbebetries gegen
ihn eingeleitet, in dem Verfahren die Vorlage des Bau=
buchs
verlangt und dieſe auf Grund der §§ 1 und 12 der
Verfahrungsordnung in Verbindung mit § 31 der Pol.=
Nr. G.=B. erzwungen werden. Mit dieſem Erlaß iſt eine
wirkſame Handhabung für den erſten Abſchnitt des Ge=
ſetzes
gegeben. Wenn jedoch die Führung des Baubuchs
und die Kontrolle über die Verwendung der Baugelder
eine wirklich wirkſame ſein ſoll, ſo muß eine weitere Be=
ſtimmung
gefordert werden, daß irgend einer zuſtändigen
Stelle die Kontrolle über die Baubücher übertragen und
die Unterlaſſung oder nicht richtige Führung unter erheb=
liche
Geldſtrafen geſtellt wird.
Miniſterialrat Hölzinger ſagt miniſterielle Unter=
ſtützung
der Beſtrebungen zu.
Ueber das Submiſſionsweſen
referiert ebenfalls Herr Sames. Im weſentlichen er=
kennt
er die ſehr gerechten Bedingungen des heſſiſchen
Staates und der Staatsverwaltungen an, in denen aner=
kannt
iſt, daß alle Arbeiten, die nicht im urſächlichen Zu=
ſammenhang
mit der Hauptleiſtung ſtehen, beſonders ver=
anſchlagt
und bezahlt werden, daß beſondere Schutzvor=
kehrungen
, die vom Geſetz auferlegt und erheblich ſind,
auch beſonders zu vergüten ſind. Keinerlei im Zuſammen=
hang
mit der Arbeitsausführung und für ganz andere
Zwecke herzuſtellende Arbeiten werden unentgeltlich ver=
langt
. Als beſonders unberechtigt wird empfunden, wenn
eine Privatbauleitung derartige Arbeitsleiſtungen von
einem Unternehmer als beſondere Zugabe unentgeltlich
verlangt, wenn an einer Bauausführung lediglich für
Zwecke der Bauleitung, die dieſe doch auch bezahlt er=
hält
, ein heizbares Bureau, womöglich mit allen Ein=
richtungsgegenſtänden
, unentgeltlich verlangt wird und
Vertrags= und Arbeitsbedingungen den Handwerkern
aufzuerlegen verſucht werden, die gegen die Verkehrs=
ſitte
verſtoßen. Die Handwerker werden beſonders dar=
auf
aufmerkſam gemacht, derartige Verträge nicht zu
unterſchreiben und endlich ganz energiſch gegen ein der=
artiges
Gebaren Front zu machen. Die kraſſeſten Miß=
ſtände
ſind erfahrungsgemäß bei ſolchen Architekten, die
zugleich noch Generalunternehmer ſind, die dann
einen müheloſen Gewinn auf Koſten der einzelnen Hand=
werker
durch derartige Vertragsbeſtimmungen zu er=
langen
ſuchen.
Mit einem Bericht des Direktors der Handwerker=
Zentral=Genoſſenſchaft, Paech, der die gute
Fortentwickelung und ſegensreiche Wirkung der Zentral=
Genoſſenſchaft betont, iſt die Tagesordnung erſchöpft.
Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wird
die Sitzung gegen ¾3 Uhr geſchloſſen.

Sport.

* Pferdeſport. Hamburger Derby. Vergleichs=
Rennen. 6000 Mark, Diſtanz 1000 Meter: 1. Fürſt Hohen=
lohe
=Oehringens Brabant (F. Bullock), 2. Nicht doch
(Archibald), 3. Ottawa (J. Lane). Tot. 29:10. Horner
Handicap. 10000 Mark, Diſtanz 2100 Meter: 1. Geſtüt
Gürzenichs Sarenna (J. Lane), 2. Hock (Blades), 3.
Sideslip (Schläfke). Tot. 149110. Jenfelder Rennen.
4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Fürſt Hohenlohe=
Oehringens Charakter (Shaw), 2. Lerobi (Spear), 3. Cous
in Bob (Blades). Tot. 46110. Renard=Rennen. 20000
Mark, Diſtanz 2800 Meter: 1. Hrn. K. und A. Utzſchneiders
Cairo (Archibald), 2. Cambronne (Cleminſon), 3. Pinion
(Blades). Tot. 23:10. Troſt=Handicap. 4000 Mark,
Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. C. v. Großmanns Fox
(Archibald), 2. Götterſage (Hochmut), 3. Broadway ( Bla=
des
). Tot. 39110. Altes Hamburger Jagd=Rennen.
Ehrenpreis und 10000 Mark, Diſtanz 5600 Meter: 1. Lt.

Praunes Taſchenſpieler (Beſ.), 2. Branpion Laß (Gr. Pur=
gold
), 3. Fairfax (Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 30:10.
* Automobilſport. Die achttägige Dauerfahrt
durch die öſterreichiſchen Alpen hat mit einem
vollen Siege der deutſchen Induſtrie geendet.
22 Wagen haben die äußerſt ſchwierige Bergfahrt punktfrei
abſolviert, von dieſen geſchloſſen die drei Opepl=Wagen
Nr. 17 (Fahrer Fritz Opel), Nr. 18 (Fahrer Rob. Koch)
und Nr. 19 (Karl Jörns), die ſomit den Mannſchaftspreis
gewannen. Die letzte Etappe von Graz nach Wien über
325 Kilometer wurde noch von 74 Automobilen beſtritten.
Da ſich die Straßen zum größten Teil in äußerſt ſchlechtem
Zuſtande befanden und noch einige ſtarke Steigungen wie
die Stub=Alpe und Nieder=Alpl zu überqueren waren, ſo
blieben auch am Schlußtage Strafpunkte nicht aus. Als
erſter traf der 100 Ps. Mercedes=Wagen des Herrn v.
Guttmann am Ziel in Wien vor dem Hauſe des Oeſterreich.
Automobil=Klubs ein. Im ganzen beendeten von 95 ge=
ſtarteten
Wagen 73 die weite Reiſe.
* Olympiſcher Sport. In Mannheim fanden vor
einer großen Zuſchauermenge die internationalen olym=
piſchen
Spiele des Vereins für Raſenſpiele ſtatt. Herr H.
Schröck vom F.=C. Olympia ſtartete im 1000 Meter=S.=
Laufen und errang hinter Larſen=Frankfurt den II. Ehren=
preis
. Dritter wurde Dinges=Straßburg, 30 Meter zu=
rück
. Im 800 Meter=Vorgabelaufen ſtartete H. Schröck mit
5 Meter Vorgabe gegen 25 Läufer, die bis zu 60 Meter
Vorgabe hatten und paſſierte als vierter das Ziel. In den
übrigen Stafettenläufen glänzte die Mannſchaft vom F.=C.
1880 Frankfurt, die vor Charlottenburg Dortmund und
München ſiegreich blieb.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Juni: dem Wirt Ludwig Weber,
Feldbergſtr. 66, ein S. Karl Jakob. Am 19.: dem Kauf=
mann
Ernſt Otto Hecht, Am Breitwieſenberg 9, ein S.
Ernſt Otto. Dem Trödler Aron Hochmann, Kl.= Ochſen=
gaſſe
16, eine T. Anna Tilde. Am 22.: dem Glasſchleifer
Johann Georg Heinrich Bärenz, Heinheimerſtr. 13, eine
T. Käthe Johanna. Am 18.: dem Kaufmann Franz Ju=
lius
Belz, Landgraf=Georg=Straße 64, eine T. Erna
Anna. Am 24.: dem Kunſtſchloſſer Edmund Andregs
Schulz, Nieder=Ramſtädterſtr. 51, ein S. Franz. Am
22.: dem Maſchiniſt Wilhelm Schmidt, Darmſtr. 11,
ein S. Wilhelm Heinrich.
Aufgebotene. Am 20. Juni: Kaufmann Peter Grä=
der
zu Frankfurt a. M., und Anna Elſa Schödel, Moller=
ſtraße
6. Am 21.: Metzgermeiſter Iſidor Schoemann zu
Frankfurt a. M., und Betti Landauer zu Michelbach a.
d. Lücke. Regierungsbaumeiſter Ernſt Lincke, Herdweg
62, und Emilie Roſa Louiſe Emma Georgi zu Fried=
berg
. Student Laſar Machlin, Liebfrauenſtr. 103, und
Lehrerin Mera Chaimowna Jakobſohn, Liebfrauenſtr.
103. Eiſenbahn=Praktikant Ferdinand Richard Emmer=
ling
zu Frankfurt a. M., und Anna Katharina Lina
Haber zu Alsfeld. Am 22.: Fabrikarbeiter Johann
Michael Müller zu Frankfurt a. M., und Eliſe Glitſch,
Teichhausſtr. 50. Oberlehrer Karl FriedrichLink zu Ro=
ſtock
, und Adelheid Minna Berta Geller zu Gießen.
Eheſchließungen. Am 18. Juni: Finanzaſpirant Edu=
ard
Beyſel, hier mit Sidonie Fritzſching in Michel=
ſtadt
. Am 20.: Magiſtrats=Oberaſſiſtent Ferdinand =
diger
zu Hanau, mit Magdalena Brenner, hier. Wagner
Wilhelm Eidenmüller zu Kirch=Brombach, mit Marga=
rete
Eiſenhauer zu Ober=Klingen. Am 22.: Regierungs=
baumeiſter
und Dipl.=Ing. Paul Lang zu Mainz, mit
Eliſabeth Weiler, hier. Schneider Otto Hohmanng
mit Katharina Günther, beide hier. Fahrburſche Wil=
helm
Schmidt, mit Roſine Kramer, beide hier. Zim=
mermann
Karl Kraus zu Groß=Gerau, mit Suſanne
Krug, hier. Inhaber des Wach= und Schließ=Inſtituts
Wilhelm Härtner zu Kolmar i. E., mit Eliſabetha
Bunk, hier. Fahrradhändler Karl Landzettel zu
Frankfurt a. M., mit Chriſtiana Kober, hier. Kaufmann
Hermann Ferkinghoff, mit Gertrude Erbach, geb.
Erdelmaier, beide in Worms.
Geſtorbene. Am 20. Juni: Charlotte Eichhorn,
geb. Bellhäuſer, Ehefrau des Maurers) 49 J., ev., Egels=
bach
. Friederike Fehn, geb. Schwebel, Witwe des
Schneiders, 71 J., ev., Blumenthalſtr. 36. Am 21.: Fried=
rich
Rabe, S. des Fabrikarbeiters, 2 Mte., ev., Ar=
heilgen
. Privatier Max Frank, 67 J., iſr., Alexanderſtr.
6. Am 20.: Charlotte Fulda, geb. Stern, Witwe des
Privatiers, 75 J., iſr., Alicenſtr. 12. Am 21.: Emma Wil=
helmine
Marie Eliſe Renn, geb. Jochheim, Witwe des
Kaufmanns, 54 J., ev., Karlſtr. 7. Georg Walter, S. des
Schreiners, 2 J., ev., Obergaſſe 44. Margarete Rein=
hardt
, geb. Häußer, Witwe des Gaſtwirts, 39 J., ep.,
Schuſtergaſſe 13. Magdalene Walter, ohne Beruf, 70 J.,
ev., Holzhof=Allee 2. Am 22.: Friſeur Joſeph Nikolaus
Voß, 32 J., ev., Schützenſtr. 10. Am 19.: Poſtbote An=
dreas
Schmidt, 32 J., ev., Liebigſtr. 45. Am 22.: Lüiſe
Wälde, geb. Wagner, Ehefrau des Schreiners, 77 J., ep.,
Forſtmeiſterplatz 5. Am 24.: Fabrikbeamter i. P. Georg
Friedrich Bauer, 69 J., ev., Wingertsbergſtr. 7. Eliſa=
beth
Krick, ohne Beruf, 65 J., kath., Pallaswieſenſtx. 60.
Am 22.: Anna Sulzmann, geb. Wald, Witwe des Hei=
zers
, 59 J., ev,, Schloßgaſſe 29.


ihreichs Msktskaufsr
Alleiniger Fabrikant: Pharmakon G. m. b. H., Berlin SW. 29.

Seit Jahren laut Attest des Oberhofmarschallamtes in den Hofhaltungen
Sr. Majestät des Kaisers
zahlreichen anderen Hofhaltungen, militärischen Bekleidungskammern
und vielen Privat-Haushaltungen ständig verwendetes, zuverlässig
wirkendes Mottenschutzmittel. Zu beziehen durch alle besseren
Drogerien, Apotheken, Parfümerien in Flaschen à Mk. 1.25, 2., 3.50
und 6. Zerstäuber à Mk. 1.10 und 2.. Prospekte gratis und franko.
Man achte stets auf den Namen =Dr. Weinreiche. (VI13784

Moderne Frisuren
mit bester und haltbarster
Ondulation
alle vornehmen
Haar-Ersatzteile
erhält jede Dame zur Zufriedenheit bei
Hoffriseur Gelfius
Ernst-Ludwigstr. 21. (1158a

Lebr. Möbel u. Betten w. fortw. an= u.
verk. beil. Lich, Alexanderstr. 3, (651a

Flechten
Miteſſer, Hautunreinigkeiten,
Sommerſproſſen, Aerzte empf.
Dr. Kuhn’s Glyeerin=
§ Schwefelmilch=Seife
80 u. 50 v. Frz. Kuhn,
Kronen=Parfüm., Mürn-
berg
. Hier: F. B. Grodhaus,
Seifenf. a. weiß. Turm u. bei
Friſeuren.
(V2808

Schreibmaschinen-Arbeiten
Dissertationen, Gutachten, Zeugnis-Abschriften
Vervielfältigungen (13143a
Soderstrasse 12, part., am Kapellplatz.
2 gebrauchte Automobile
werden ſofort an=
billig
zu verkauf. Offert. u. 3 M 80 Umzuge
genommen und
Hauptpoſtl. Darmſtadt.
526a ausgeführt
(B12781
Gg. Hofmann, Sandbergſtr. 45.
Parkettboden 1in Kinderwagen zu verk. Näh.
werd. gerein. Dieburgerſtr. 4. (12138a
Rhönring 29, I. links. (*15389id

[ ][  ][ ]

Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Inni 1912.

Nummer 148

Klavierspieler
empfiehlt ſich für Vereine u. Ver=
bindungen
. Gefl. Anfragen unter
S 83 an die Exped. (*14981msm

noch einige Tage in
Regelbahn der Woche frei
Mühlſtr. 11, b. Hausmeister. (*15515md

ämmer

Die Wohnung
parterre und 1. Stock, im Hauſe
Heidelbergerſtr. 132, beſtehend
a. ca. 12 Zimmern ꝛc. nebſt Stallung
für 3 Pferde, iſt per 1. Okt. 1912
anderweit zu verm. Nähere Aus=
kunft
bei Harres & Barth, Saal=
bauſtr
. 79. Einſichtnahme v. 11 Uhr
vorm. bis 1 Uhr nachm. (13841a

Georgenſtr. 3, 2. St., 5 Zim=
mer
=Wohnung mit Balkon, Mäd=
chenzimmer
nebſt allem Zubehör
per 1. Oktober zu vermieten. Zu
(13856t
erfr. parterre.
Gräner Weg 35
ſch. Parterrewohn., 3 Zimmer m.
Zubeh., Gas, elekt. Licht, Veranda,
Gartenben. z. 1. Okt. z. vm. (*15523msms
zwei
Pallaswieſenſtr. 42, Treppen
hoch, ſchöne 3 Zimmer=Wohnung
auf 1. Oktober zu vermieten.
Näheres Liebigſtr. 42. (13855ms
Schöne 3 Zimmer=Wohnung
mit Garten in villenartigem Land=
haus
zu vermieten, evtl. auch das
ganze Haus. Langen (in Heſſen),
(*15518
Kaiſerſtraße 18.

Mierte Zimme

Dieburgerſtraße 2, 1. Stock,
gut möbliertes Wohn= u. Schlaf=
(*15520
zimmer zu verm.
Loniſenſtr. 32, II., b. Gg. Wedel
einf. möbl Z. n. d. Str. m. Penſ. (13849a

Ze
Stle

Für eime
amerikaniſche Forſtſchule
werden zu mieten geſucht:
1. ab1. Oktober (evtl. auch früher)
bis 1. April 1913 ein Vorleſungs=
raum
ungefähr 60 am groß, hell
und gut heizbar;
2. ſofort oder ſpäter und auf
längere Zeit ein zum Unterbringen
einer Bretterſammlung geeigneter,
heller, trockner Raum von unge=
fähr
150 qm Größe.
Angebote mit Preisangabe ꝛc.
unter T 64 an die Expedition
ds. Bl. erbeten.
(*15321ms

Frannien-vertenung
des
Kaburr Sur-verei

Darmstadt.

Die von dem Verein den Sammlern der
schwarz-weissen Rabattmarken
ausgesetzten 400 Prämien zu Mk. 5. Mk. 2000. fielen auf die
nachverzeichneten Nummern. Die Prämie von Mk. 5. kann von Mittwoch, den
26. ds. ab bei der Geschäftsstelle des Vereins, Verkehrsbüro, gegen Rückgabe des
entsprechenden Gutscheins in Empfang genommen werden.
Der Vorstand.

16 32 48 64 80 96 112
320 336 352 368 384 400
608 624 640 656 672 688

128 144 160 176 192 208 224 240 256 272 288 304
416 432 448 464 480 496 512 528 544 560 576 592
704 720 736 752 768 784 800 816 832 848 864 880

Geſucht

geräumige 5 Zimmerwohn. mit
Badez. Pr. 8900 Mk., mögl. ſüdöſtl.
Lage, part. ausgeſchl. Off. unter
T 72 an die Exp. (*15362im

Z-Zimmerwohnung
in gutem Hauſe, 1. oder 2. Stock,
im Südoſten von ſehr ruh. Mieter
per 1. Oktober geſucht.
Offerten an. B. L. Trier,
Riedeselstraße 17,Tel. 1189,
erbeten.
(13333dsm

Dame

ſucht eine 4 Zim.=Wohn. in ſchöner
Lage mit Dame zu teilen. Offert.
junt. U 3 an die Exp. (*15442
Luftige 34 Zimmerwohn. mit
Badez., Balk. von allſt. höh.
Beamt. per Okt. geſucht, in der
Nähe d. Neckarſtr. bevorzugt. Off.
u. U 8 a. d. Expedition. (*15492

2. Damen ſ. z. 1. Oktober in ruh.
* Hauſe 3 Zimmerwohnung m.
Zubehör. Gefl. Off. mit Preis u.
T 45 an die Exp. (*15234md

ſucht per 1. Nov.
Brautpaar evtl. 1. Ok. ſchöne
3 Zimmer=Wohnung. Gas Be=
dingung
. Offerten mit genaueſten
Preisangab. u. I92 Exp. (*15429imd
neuzeitlich
34=Zim.=Wohn. eingericht.,
in ruh. Hauſe zum 15. Auguſt
geſucht. Off. m. Preisang. unter
T 9 an die Exped. erb. (*15091sm

Aerw. Dame mit 1 Kinde ſucht
Wohn. von 3 Zim. in nur gut.
Hauſe f. Anf. Juli. Off. m. Preis=
angabe
an Fr. Wolff, Mainz,
Joſefſtr. 58, 1. St.
(*15457md

event. mit
Unmöbl. Zimmer, Penſion,
per ſofort geſucht. Offerten unter
U 4 an die Exp. d. Bl.
(*15462

Gut mobl. Wohn=
und Schlafzimmer
in ſchöner Lage, auf 8 Wochen
geſucht. Offerten mit Preisang.
unt. U 7 bef. die Exped. (*15473

Jg. Kaufmann
ſucht möbl. Zim. Off. u. P. H. 5711
hauptpestl. Frankfurt a. M. (*15501

6232.

(13844

wie neu, ſehr
Wanderer-Rad, billig
12024a)
Grafenſtraße 26.
Eine gut erhaltene Nähmaſchine
u. eine große Petroleumhänge=
lampe
wegen Umzug bill. zu verk.
Heinheimerſtr. 77, I. (*15384im
Geſichts=
ausſchlag
,
Pickel, Miteſſer, Flechten uſw. ver=
ſchwinden
meiſt ſehr ſchnell, wenn
man den Schaum von Zucker’s
Patent-Medizinal-Seife, à St.
50 Pf. (15% ig) u. 1.50 M. (35%ig,
ſtärkſte Form) abends eintrocknen
läßt. Schaum erſt morgens ab=
waſchen
u. mit Zuckooh-Creme
(à 75 Pf. und 2 Mk.) nachſtreichen.
Großartige Wirkung, v. Tauſenden
beſtätigt. BeiFr. Schaefer, A. Logel
Ch. Schwinn, Drogerien, u. Gg.
Frz. Frank, Parfümerie. (11050E

Dr. med. Babucke, Spez.-Arzt.
Weisbrod & Witwitzky, Spez. f.
Haut-u Geschlechtsleiden

Harnröhrenerkrankungen,
Ausflüsse, Syphilis.
Frankfurt a. M., Kaiserstr. 60
Schmerzloses rasches Heilver-
fahren
ahns Auseksiber.
Rasche Heilungen nach
Ehrlich-Hata 606.
Sprechstund.: 111 und 48
Uhr. Sonnt. u. Feiert. 10 1 Uhr.
(8151a)
M
immer
6-Zimmerhaus
mit Vor= und Hintergarten, wegen
Wegzug unter günſtigen Beding=
ungen
ſofort zu verkaufen. Gefl
Offerten unter U 17 an die Ex=
pedition
.
(B13854

Slausend Marh
für Geſchäfts=Erweiterungsbau
bis 78% Belaſtung ſofort geſucht.
Objekt u. Suchender prima. Anerb.
bef. d. Exped. unter U 11. (*15503

Täglich frisch:
Dickmilch (262sm
Erdbeeren in Milch
Reform-Restaurant
Alexanderstrasse 4, I.
Ztr. prima altes Heu in
50 jedem Quantum abzugeben,
daſelbſt 1 Schweizerziege und
1 junger reinraſſ. Bock zu verk.
*15517)
Feldbergſtraße 28.

Ich kaufe Schuhe. Zahle d.
höchſten Preiſe. Poſtk. gen. (13215a

liefert Glasfirmen-
Wer schilder mit Gold-
buchstaben
? Offerten unter
U 9 an die Exp.
(13845

Ingl. Rindleder=Kleiderkoffer
Ezu verkaufen, Größe 70/40
Moſerſtraße 3, pt. . (B13848

Sehr ſchöner, faſt neuer Sitz= Liege=
wagen
billig zu verkaufen
*15337om) Pallaswieſenſtr. 21, III.

wieneu,
Hessen-Rad ſehrbill.

Grafenſtraße 26.

(11832a

Reparaturen v. kupf. Waſchkeſſeln,
u. Waſſerſchiffen werd. b. billigſter
Berechnung ausgeführt (*15458ms
Ph. Roth, Kupferschmied,
Kiesſtraße 12.

Stühle, Kärbe, Rühle
werden billig und dauerhaft ge=
flochten
, Korbreparaturen prompt
ausgeführt (*15514
Korb= u. Stuhlflechterei
on Ludwig Schmidt, Rundeturmstr. 2.
Arbeit wird abgeholt. Poſtk. gen.

w. gew. und ge=
Vorhänge bügelt, d. Blatt
zu 45 Zu erfr. in der Exp. (*15526md

Tücht. büglerin empf. ſich in u.auß.
d. Hauſe. Walther, Mathilden=
platz
15, I., E. Bismarckſtr. (*15099dm

Kleider, Bluſen, Gardinen
Herrenwäſche wird wie neu ge=
bügelt
. Bügeln kann erl. werd.
10837a) Mauerſtraße 10, 1. St.

werden gut
Knaben-Kleiden und billigſt
angefert., ältere Sachen verarbeitet
Liebfrauenſtr. 79, part. (12096a

Srillengeſtell, gold. od. vergold.,
zu kaufen geſ. Off. m. Preis
unt. T 95 an die Exp. (*15454

getrag. Herren=
u
. Damenkleid.,
J. Schnitzer, Schloßgaſſe 11.

Wer dort ? (13347a
hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15
Ich komme ſof. u. zahle Ihnen für
getrag. Kleid., Schuhe, Wäſche, Zahn=
gebiſſe
, alte Federbett. ſtets die höchſt
Preiſe. Tel. Nr. 1924. Poſtk. genügt.
Kaufe alte Brennapparate für
Brandmalereien per St. 2,50 bis
6 Mk., ſowie alte Zahngebiſſe per
Zahn 45 Pf. G. Beſt, Ludwigs=
höhſtr
. 60, 1. St. Poſtk. gen. (12996a

Ich kaufe
getr. Herren= u. Damen=Kleider,
auch Stiefel, Bettfedern, Gold,
Silber ꝛc. Zahle Ihnen ſtets kon=
kurrenzl
. Preiſe. Der erſte Verkauf
überzeugt Sie. Poſtkarte genügt.
Max Schnitzer, Schloßgaſſe 29,
Telefon 2097.
(13584a

getragene Herren=
Iah kaufe und Damenkleider
u. Schuhe. Zahle
höchſte Preiſe. Poſtkarte genügt.
J. Blum, Große Bachgaſſe 19,
Laden.
(*15420imd

Getragene Kleider
u. Stiefel kauft an zu höchſten
Preiſen nur A. Herschkorn,
Kl. Bachg. 1. Poſtk. genügt. (13308a

Fel. Nr. 2989
Wer dort?
Hier
M. Obstfeld
7 Kleine Bachgaſſe 7.
Ich kaufe getrag. Kleider, Schuhe,
Möbel, alte Waffen, Zahngebiſſe,
Fahrräder, ſowie gebrauchte Brenn=
apparate
für Brandmalereien.
Poſtkarte genügt od. Tel.=Nr. 2085.
Komme auch auswärts. (13761a

Alte Flaschen

zu guten Preiſen werden gekauft
Döngesborn-
A. Kupfer,
gasse 7.
Poſtkarte genügt.
(*15451

Vornehn
wirkt ein zart., reines Geſicht,
ſiges, jugendfriſch. Ausſehen, wei
ſammetweiche Haut u. ein ſchöt
Teint. Alles dies erzeugt die alle
echte Steckenpferd=Lilienmile
Seife à St. 50 Pf., ferner macht d
Dada=Cream
rote u. riſſige Haut in einer Nac
weiß u. ſammetweich. Tube50 Pf.
F. B. Grodhaus, am weißen Tur
Chr. Schwinn, Obere Rheinſtraße
Georg Frank, Eliſabethenſtraße 8
Anton Logel. Eliſabethenſtraße 30
Karl Steinhäuser, Mühlſtraße 78,
Joh. Stenger, Viktoria=Drogerie,
Gebr. Vierheller, Schuſtergaſſe 17
A. Walchner Nachf., Ludwigsplatzt
Adolf Zachmann, Bleichſtraße
Phil. Köbler. Wenckſtraße. (V2

Ein moderner, gut erhalten
Gasbadeofen
zu kaufen geſucht. Off. mit Prei
unt. U 13 an die Exp. (13840ms

SSchaukelgerät zu verkaufe
Mathildenſtr. 17. (V13856s
Junger ſolder Mann in de
J 20er Jahren wünſcht mit ſolik
Mädchen zwecks ſpäterer
Heirat
bekannt zu werden.
Off. unter S. 55 hauptpostlagern
Darmstadt erwünſcht.
Fräul., 21 J.,5000M.b., Frl., 30
& 40 000 M. b., Frl., 24 J., 70 000m
bar, w. ſ. z. vh. Herren, w. a. o. Vm=
Frau Aug. Scott, Berlin S. W. 61. (13104s

Entlaufen
ein deutſcher Jagdhund
Brauntiger, auf den Namen Rine=
hörend
. Abzugeben gegen gütt
Belohnung Heidelbergerſtr. 14,
(*15403im
Darmſtadt.

Verloren
auf der Landſtraße von Auerbach=
üb
. Alsbach, Jugenheim, Darm=
ſtadt
, Groß=Gerau (13702im
2 Kartonsmit Herrenkleide
uſw. Abzugeben gegen gute Be= in Auerbach, Ernſt= Lud=
wigs
=Promenade 14.

Verloren
ſilb. Herrentaſchenuhr mit gold.
Kette und zwei Zipfeln auf dem
Wege von Landskronſtr. zur Lud=
wigshöhe
, a. d. Ludwigshöhe o
v. dort hinunter nach Böllenfall=
tor
. Der Finder wird dringender=
ſucht
, alles geg. Belohn. Saalbau=
ſtraße
36, 1. Etage, abzug. (*15463

Verloren
schwarze Handtasche, ent=
halt
. Portemonnaie mit zirka 3M.
und ein Los, 3 Schlüſſel, Taſchen=
tuch
, Roſenkranz ꝛc., gegen gute Be=
lohn
. abzug. Wilhelminenſtr. 2a, Ecke
Eliſabethenſtr., im Laden. (*15503
40
Verloren
am Samstag runde Broſche mit
Emailkopf. Geg. g. Bel. abzug.
Ludwigsplatz 1, part. (*15511

Schiffsbericht. Hamburg= Ame=
rika
=Linie. Mitgeteilt von dem
Vertreter Hrn. Adolf Rady, Darm=
tadt
, Zimmerſtraße 1. Dampfer
Amerika, 23. Juni 11 Uhr 30 Mi=
nuten
morgens in Hamburg.
Dampfer Hamburg, 22. Juni
2 Uhr nachmittags vom New=
York über Plymouth und Cher=
bourg
nach Hamburg. Dampfer
Kaiſerin Auguſte Viktoria‟,23. Juni
1 Uhr 45 Minuten morgens in
New=York. Vergnügungs=
dampfer
Meteor, erſte Nordland=
fahrt
, 22. Juni 7 Uhr morgens
in Naes.

Soeben eingetroffen
das erste neue

Somm.-Malta-Kartoffeln
la gelbfl. Ital. Kartoffeln
Neue Matjes Heringe
AReIchard
Ecke Bleich- und
Casinostrasse
Telephon 104.
353

[ ][  ][ ]

§9 145.

Mittwoch, 26. Juni.


e
Anzeic
Sokanat

rſcheint 2mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten. Für den
Cohnungs=Anzeiger beſtimmte Inſerate müſſen ſtets tagsvorher bis ſpäteſtens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen. Später uns zugehende Inſerate können
nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Heinrichstr. 160, I. St.
Heidelbergerſtr. 89, 2. St.
Heldelbergerstr. 88 15 elegante Zimmer mit allem Zu=
gr
. 6=Zimmerwohn. mit Badezim.,
behör für 1. Juli zu verm. Näh.

Wohnungs=
Veränderungen
unſerer verehrlichen Abonnenten, die am
1. Juli et. erfolgen, wollen uns bald=
tunlichſt
unter Benutzung nachſtehenden
Ausſchnittes bekanntgegeben werden,
damit eine Unterbrechung in der Zu=
ſtellung
unſeres Blattes vermieden bleibt.
Darmstädter Tagblatt.
Ausſchneiden und einſenden!
Name:
verzieht am:
von (Straße):
nach (Straße):

Westlehe naug
icke Ohlyſtraße u. Grüner Weg,
eu erbaut, 11 Zimmer mit reichl.
zubehör, herrſchaftl. eingerichtet,
er ſofort beziehbar, zu ver=
tieten
ev. zu verkaufen. Näheres
ihlyſtraße 69, parterre. (B3395ms

Rheinstrasse 43
wird der zweite Stock zum
1. Oktober I. J. anderweit ver=
mietbar
. Er enthält 8 Zimmer,
Badezimmer u. reichl. Zubehör,
Elektr. und Gasinſtallation,
Gartenbenutzung, Stall für
3 Pferde. Beſichtigung zwiſchen
111 und 57 Uhr geſtattet.
Näheres bei Juſtizrat Dr. Bender,
Caſinaſtraße 8.
(10658ms

Das Haus Rognetteweg 33
um. Alleinbewohnen zu vermiet.
2 Zimmer Bad, Gas, elekt. Licht.
ſtäheres Roqueteweg 22, oder
kaſinoſtraße 8, part. (B13043ms

Sehiernrete t t
beſtehend aus 7 ſchönen, geräum.
Zimmern, einem großen Badezim.,
Balkon, Gas, elektr. Licht, per
1. Oktober, evtl. frühet, oder ſpät.
(13019ms
zu vermieten.

Herrschaftswohnung
Elisabethenstrasse 70
2. Stock, hocheleg. mit elektr.
Lichtanlage, Kochgas, 7 Zim=
mer
, Badezimmer, geſchloſſ.
Veranda, Burſchenzimmer,
Manſardenräume p. Anfang
Ottober zu vermieten Näh.
zu erfr. im Büro im Seitenb.
zw. 1112 u. 25. (12146ms

Rhein u. Grafenſtr. Ecke
2 Etage, 7 große mit allem Kom=
fort
und Nebenräumen, Bade= u.
Ankleidez., Dampfheizung zu ver=
mieten

(12871ms

Martinſtraße 35, Herrſchaftsh.,
0 Zimmer, Bad, Gas, elektr. Licht,
Harten ꝛc., zu verm. oder zu verk.
Näheres: Laden Kiesſtraße 66. Ecke
(7972ms
Nieder=Ramſtädterſtraße.

Rhein=
Herrſchaftswohnung ſtr. 25
I. Etage, 10 Zimmer, 2 Badezim.,
nit reichl. Zubeh. u. groß. Veranda,
teu hergericht ſof. beziehbar. Näh.
Rheinſtr. 25, Kontor A. (7971ms

Mlleenr. 23
zwei Etagen, zuſ. 10 Zimmer, in
ruhigem Hauſe, mit Gartenanteil
ſofort reſp. 1. Okober zu verm.
Näh. parterre und durch B. Baer,
Landwehrſtraße 18.
(13373a

Rossdörfer-
strasse
60
ſchöne große 7 Zimmer=
Wohnung, 2 Trepp. hoch,
zum 1. Jult d. J. zu verm.
Einzuſehen von 111 Uhr.
Zu erfragen 1. St. (8569ms

Heerſchaftl. Wohnung
Wendelſtadtſtr. 5,
Zimmer, Badezimmer, Man=
fardenzimmer
, Mädchenzimmer,
Garten und ſonſtiges Zubehör,
per 1. Oktober zu vermieten.
Näheres Landwehrſtraße 61.
Sekeſon Nr. 450.
(12147ms

M
ſeilher von derrn Ritmeiſter
Fenner bewohnte 3. Etage,
7 Zimmer, großes Badezim,
Balkon, Gas, Elektr. ꝛc., per
ſofort zu vermieten. (12195ms
Näheres 1. Stock.

Grünerweg 40, Neubau
hocheleg. 7 Zimmerwohnung mit
Bad, 23 Fremdenzim., 3 Kamm.,
Zentralheizung, Vaeuumreinig. ꝛc.
ver ſofort.
(B12300ms
Rheinstrasse 21
iſt die neu hergericht. Wohn.
im 2. Obergeſchoß, beſt aus
7 Zimmern u. zugehör. Neben=
räumen
an eine ruh. Familie
zu vermieten und alsbald
beziehhar.
(*3467m

Fetete etet.
eleg. 6=Zimmerwohnung m. reichl.
Zubeh. ſof Näh. 2. St. (B8114ms

U

Herdweg 99, Hochpart.
iſt eine ſehr ſchöne neuhergerichtete
6=Zim.=Wohnung d. Neuzeit entſpr.,
reichl. Zubeh., 2 Veranden, Bad m.
Einrichtung. Mädchenzim., Waſch=
küche
, auf Wunſch 2 Zimmer im
Obergeſchoß, elektr. Licht, Gas uſw.
p. 1. Juli. Näh. daſ. 2. Etage. (B8115ms

Steinſtraße 5
6 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
per 1. Juli evtl. früher.
Näheres parterre.
(11191ms

Meinrichstr. 124
6 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
und Garten, per ſofort. (9159ms

Balkon, 2 gr. Manſardenzim., gr.
Trockenboden u. Bleichplatz, Heiz= u.
Leuchtgas. Alles neuzeitl. herger.,
(B8116ms
ſofort. Näh. part.

große 5 Zimmerwohn. m. Lino=
leumbelag
. Näh. Heinr. Funk,
Soderſtr. 76, Tel. 1031. (B8124ms

49, I.
Niederramſtädterſtr.
Pallaswieſenſtr. 39, part.
(8028ms
ſchöne 6=Z.=Wohn. p. ſof.
5 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
zu vermieten. Näh. 2. Stock oder
Irenestr. 14
Rheinſtr. 25, Kontor A. (7606ms
Ecke Viktoriastr.

iſt der 1. St., neuzeitl. eingerichtet,
6 gr. Zim., Badezim., Fremdenz.,
Balkon und andere Nebenräume,
ſofort zu verm. Näh. im Erdge=
ſchoß
, ſowie bei Architekt Münch,
Ludwigsplatz 8, Tel. 1693. (7980ms
Schulſtraße 10
1. Stock, 610 Zim., Bad,
Gas, Elekt., auf Wunſch mit
Gart., per 1. Ok. (3470imds

Viktoriastr. 30, II.
geräumige, eleg. 5=Zimmerw.,
Bad. elektr. Licht, Gas, Veranda
und ſonſt. Zubehör, per ſofort
ev. ſpäter, an ruhige Mieter.
Näh. Kontor daſelbſt. (8010ms

5 Zimmer=
Hochſtr. 30 Wohnung,
2. Stock, mit 2 Bodenkam., Heiz= u.
Leuchtgas ꝛc., per ſofort zu verm.
(B8138ms
Näheres 1. Stock.

Heinrichstr. 68, 2. St.
große 6=Zim.=Wohn. mit Fremden=
zimmer
, großer Veranda ꝛc., per
ſofort zu verm. Näh. Soderſtr. 70,
(3914ms
1. Stock.
Beckstrasse 64
Belletage, eleg. 6 Zimmerwohnung,
Erker, Loggia, Badez., Küche, zwei
Manſardenz., zwei Keller, Vor= u.
Hausgarten, Bleichplatz, p. 1. Juli
zu verm. Einzuſeh. von morgens
(13029ms
11 Uhr ab.
Martinstr. 54, part.
6 Zimmerwohnung mit reichl.
Zubehör, Gas, Bad, elektr.
Licht, ganz neuzeitl., Garten,
Balkon, per ſofort zu vermiet.
Näh. Heinr. Funk, Soder=
ſtraße
76, Tel. 1031. (12131ms
Wendelstadtstr. 32, I.
6 Zimmer mit Balkon und allem
Zubehör per 1. Oktober. Näheres
Seitenbau.
(12575ms
Bleichſtraße 40, 1. Stock,
ſchöne Sechs=Zimmerwohnung mit
reichlichem Zubehör zu vermieten.
Auch für Bureauzwecke ꝛe. ſehr
geignet.
(12129ms
Durch Umbau vergrößert

Stiftstrasse 21.
6 Zimmer=Etagen, Loggias, groß.
Verandas, elektr. Licht, per 1. Juli
zu vermieten.
(13413a
(Auch das ganze Haus).
Ecke Heidenreich= und Roß=
dörferſtr
. 86, III., 6=Zimmer=
Wohnung in freier Lage m. Balk.,
Veranda, Bad u. ſonſt. Zub., gleich
beziehbar, zu verm. (Elektr. Licht),
Preis 1000 Mk. Näh. Heidenreich=
ſtr
. 20 und 31, pt.
(12278ms
Eliſabelhen. et.
Ader Reckarſtr Wohnung mit
Balkon, Beletage, 6 Zim. m.
Zubehör u. Gart., n. Stall. f.
6 Pferde, Burſchenz., Heubod.
u. Remiſe, neuzeitl.hergericht.
per 1. Okt. z. verm. Näh. Eliſa=
bethenſtr
. 59 i. Compt. (13804ms

Mathildenſtr. 41, 2. St. (B8270ms

Hügelstr. 29, I.
5 Zimmer, Balkon, Gas u. elektr.
Licht, Badez. m. kompl. Einricht.,
Küche, Keller, Boden ꝛe. an ruhige
Mieter per ſof. zu verm. (9679ms

* 5 Zimmer=
Waldstr. 46, I. Wohnung
mit Bad, elektr. Licht und allem
Zubehör, ſowie im Mittelbau part.
3 große Näume, für Büro oder
Geſchäftsräume ſehr geeignet,
per 1. Okt. oder früher, zuſammen
oder getrennt zu verm. Näheres
zu erfragen bei Gebrüder Adler,
Waldſtr. 48, Kontor. (13180oms

Landwehrſtr. 1 6=Zim=Wohn.
ohne Gegenüber m. Gas u. Elektr.,
neu herger., per ſof. zu vm. (12632ms

Moosbergſtr. 94
Ecke Heidelbergerſtr., 5 Zimmer,
Bad, Manſ. und allem Zubehör
per ſafart zu verm. (B3707ms
em i .
Emilstr. 42 platz z. 1. Juli
oder früher
fehr große 5 2.-Wohnung
im 2. Stock mit all. Zubehör,
Balkon, Veranda, Garten,
kompl. Bade=Einrichtung uſw.
Näheres 1. Stock. (11500ms
Patlaswieſenſtraße 25, ſchane
5=Zimmerwohnung mit Zubehör
per ſofort zu vermieten. (13020ms
Wienersstr. 56
1. Stock, große helle, neu hergericht.
5 Zim.=Wohn. mit vollſt. Zubehör,
Licht= u. Brenn=Gas an ruh. Fam.
für ſof. anderw. zu verm. (13469ms
Schloßgartenſtraße 11, 1. St.,
(7663ms
5=Zimmerwohnung.
10664
Alicestr. 19, II. ms
frdl. 5=Zim.=Wohnung, 2 ſchöne
Manſard., 2 Keller, Trockenboden ꝛc.
p. 1. Juliod. ſpäter. Zu erfrag. part
eesssssssesssgegegeess%
Heinrichstr. 134, I.
elegante 5 Zimmerwohnung mit
Badeeinricht., Fremden= u. Mädch.=
Zim., Balkon u. Veranda, Gas u.
elektr. Licht u. Bleichplatz, Südſeite
ohne Gegenüber, auf 1. Juli ev.
früher wegzugshalber zu vermieten.
Näh. daſelbſt part.
(1972ms
Segsäästsetee
iede lheine . raltantr.
2. Etage, 5 ſehr große Zimmer
m. Bade u. Ankleidezimmer, hoch=
herrſchaftlich
, mit allem Komfort,
Dampfheizung, p. 1. Juli bezieh=
bar
. H. Lautz.
(9715ms
Hoffmannſtr 14, I., 5 Zim. a.
ruh. Familie. Näh. part. (7931ms
Stiftſtraße 67, Ecke Linden=
hofſtraße
, im 1. Stock, neuzeitl.
eingerichtete große 5 Zimmerw.
mit Linoleumbelag, großem Vor=
platz
, komplettem Bad Küche mit
Veranda, Gas u. Elektr. ꝛc. per
1. Juli. Näheres parterre bei
Philipp Spieß, jr.
V8193
Wienersstrasse 71
5=Zimmerwohnung (1. Etage od.
Parterre) mit allem Zubeh. (Gas)
per 1. Juli zu verm.
(8453ms
Heinrichstr. 141
Herrſchaftswohnung parterre, geräumige 5=Zimmer=
Martinſtr. 55, I., 6 Zimmer,wohnung mit Zubehör alsbald
(11622ms

Landwehrstr. 5, 3. St.
neuzeitl. 5 Zimmer, Veranda,
Magdk., Gas, Bad mit Gasofen, am
1. Zulſ. Einzuſ. v. 111 Uhr u.
16 Uhr. Näh. Mylius, 1. St. (12366ms
Mathildenſtr. 9,
1. Stock, 5=Zimmerwohnung
mit Balkon u. Veranda, nebſt
1 Zubehör, bis 1. Juli zu ver=
mieten
, auch früh. (B10232ms
Zu erfragen im ſelben Hauſe
ebener Erde.

Wittmannstr. 27, part.
5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
p. 1. Oktober zu vm. Einzuſ.

von 1012 u. 36 Uhr. (B8

Wienersstrasse 70, II.
große freundl. 5 Zimmerw. nebſt
allem Zubeh. in ruh. Hauſe mit
Garten zu vm. Näh. part. (12581ms
Schutzenstrasse 7
ſchöne 5=Zimmerwohnung ſofort
zu vermieten. Näheres daſelbſt,

. Stock.

(11887ms

Ongelſtraße 55, part.,
gegenüber dem Palaisgarten,
vollſt. modern hergerichtete
5 Zimmerwohn., Entreſol,
Badezimmer, Zubehör, als=
bald
zu verm. Einzuſehen von
911 u. 35 Uhr. (10660ms

Bad, 2 Veranden, 1 groß. Frem=
denzimmer
, Magd= und Boden=zu vermieten.
kammer ꝛc. per 1. Okt. zu verm.
Näheres parterre und Roquette=Alicestr. 3, Hochparterre
weg 3.
(B13788ms 5 Zimmer und allem Zubehör nebſt
Vorgarten per 1. Juli zu vermieten.
(
Näh. Mathildenpl. 9, 1. St. (8955ms
E
Kiesſtr. 80, I., ſchöne gexäumige Niederramſtädterſtr. 575, I.
5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
behör
zu verm.
(11973ms Schöne 5 Zimmer=Wohnung per
1. Juli zu vermieten. Näheres
Wienersſtraße 83, 1. Stock, ſparterre
8990ms
5=Zimmerwohnung.
(7664ms
Heinrichſtr. 93, Ecke Hochſtraße, Ecke Roßdörfer= u. Stiftſtr.
1. St., 5ſch. Zim., Bad, Gas, neu her=3. Stock, hübſche neuhergerichtete
gerichtet, Balk., ev. elektr. Licht. 7983ms 5 Zimmerwohnung mit allem Zu=
Karlſtraße 20 eine 5= Zimmer=behör ſofort oder ſpäter zu verm.
wohnung mit allem Zubehör ſof. Auskunft erteilt Herr Leißler,
zu verm. Preis 550=Mk. (3934ms1 Stiftſtraße 62.
(10910ms

iſt der 2. Stock, große 5= Zimmer=
wohnung
, 2 Manſardenzimmer
nebſt allem Zubehör, per 1. Juli
event. 1. Oktober zu vermieten.
Näheres parterre. (12145ms
Frankfurterſtr. 11, am Herrn=
garten
. 1. St., 5 Zimmer nebſt
Zubehör per 1. Okt. an eine ruh.
Familie zu verm.
(12368ms
Ecke Viktoria=
Landwehrſtr. 11, ſtraße, eine
Wohnung von fünf Zimmern mit
Manſarden, neu hergerichtet, mit
allen Bequemlichkeiten, per ſofort
zu verm. Näh. part. (12449ms
Eſchollbrückerſtr. Nr. 1
5=Zimmerwohnung mit Gas, elektr.
Licht und allem Zubehör wegen
Verſetzung ſofort event. 1. Oktober
zu vermieten.
(12636ms
Inselstrasse 23, part.
5 Zimmerwohnung mit Balkon,
Loggia, Badezim. mit Einricht.,
per 1. Oktober.
(12583ms
Dieburgerſtr. 56
Hochparterre, 5 Zimmer, Badez.,
Veranda, Gartenbenutzung, Bleich=
platz
ꝛc., in freier ſchöner Lage, vom
1. Okt. ab. Näh. 2. Stock. (12696ms
Allcestrasse 25
2 große 5=Zimmer=Wohnungen,
II. Stock Preis 900 Mk. u. III. Stock
600 Mk., mit reichl. Zubehör, in
ruhigem Hauſe, mit Gartenanteil,
per ſofort, zum 2. Stock ev. noch
ein Zimmer. Näh. part. u. durch
B. Baer, Landwehrſtr. 18. (128581

Frankfurterstr. 19, II
5 Zimmerwohnung mit Bad und
allem Zubehör per 1. Juli. Näheres
zu erfragen parterre. (8475ms

[ ][  ][ ]

Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Inni 1912.

Nummer 148.

Wilhelminenstrasse 19, I.

Darmstädter Hausbesitzerverein. Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:

Elegante 7=Zimmerwohnung
in beſter Lage, Bad, Gas, umfangr.
Nebengelaſſe, Glasveranda, peru
1. Okt. 1400 Mk. Näh. Fuchs=
ſtraße
18.
(13830ms

Karlſtr. 66, herſch. 7 Zimmer=
wohnung
, Bad, Gas, elektr. Licht,
reichlichem Zubehör, per 1. Juli.
Näheres 3. Stock.
(10985ms

Heidelbergerstr. 81110
2. Stock, herrſchaftliche 6=Zimmer=
Wohn., Bad, Veranda u. Zubehör
per 1. Oktober. Näh. Wittmann=
ſtraße
43.
(12428ms

Heidelbergerstrasse 9½
herrſchaftl. 6=Zimmerwohn., reichl.
Zubeh. Näh. 3. Stock. (8038ms

Klesstrasse 47
ſchöne 6= Zimmerwohnung im 2
Stock mit Gas, Veranda, 2 Man=
ſardenz
. und ſonſtigem Zubehör
per 1. Oktober.
(13269ms

Viktoriaſtr. 41, I., herrſchaftl.
6=Zimmerwohn., vornehm gehalt.,
getäfelt. Speiſeſaal glasbedeckte
Veranda, Warmwaſſerltg., Bad m.
kompl. Einricht., reichl. Zubehör,
y. ſofort od. ſpäter. (9227ms

Taunusſtraße 4, 1. Stock, 6= Z.=

Riedeſelſtr. 33, I. Etage, um=
gebaut
, herger., 6=Zimmerw., Bad,
uſw., elektr. Licht, Gas, Balkon,
Veranda. Näheres Martin=
ſtraße
14.
(13831ms

Heidelbergerstrasse 9½
elegante Bel=Etage, 6 große Zim=
mer
, Zubehör, per 1. Oktober.
Näheres part.
(11891ms

Martinſtr. 64, I., wegzugshalb.
5 Zimmer, 1 Fremdenz., Mädchenk.,
Bodenk., Küche, Speiſek., Badez.
mit vollſtändig. Badeeinrichtung,
Loggia mit prachtvoller Ausſicht,
Gartenanteil, per 1. Oktober, evtl.
früh., 1200 Mk. (Näh. Fuchsſtr. 16,
3. St. Telephon 247. (9225ms

Roßdörferſtraße 28
neuzeitliche 5 Zimmerwohn., Bad,
Veranda u. Zubehör per 1. Juli.
Näh. part. Preis 620 Mk. (8197ms

Bismarckstrasse 60
Wohnung v. 56 Zimmer, reichl
Zubeh., p. 1. Juli. Näh. 1. St. (9970ms

Heidelbergerſtr. 73, part., freie
Lage, ſchöne 5=Zimmerw. Vor=
garten
, Waſſer, Gas Bad und
reichl. Zubehör per 1. Okt. (13833ms

Wohn., Gas, neuhergerichtet (auf! Beckſtr. 83, 2. St. 5 Zimmerw! Schießhausſtraße 26 hübſche1. Stock, eine 3= u. 4 Zimmerw.,

5=Zimm.=
Viktoriastr. 96, I. wohn.,
Bad, Manſ. per 1. Juli. (8942ms

Waldſtr. 11, Ecke d. Grafen
lſtraße, 3. Stock, ſchöne 5 Zimmer=
Wohn. p. 1. Juli od. ſpät. (13520ms

Heidenreichstrasse
und Saalbauſtraße 784
5 Zimmerwohn., Fremdenz., Bad,
Gas, Balkon, Loggia, alles neuzeit=
lich
. Näh. Soderſtr. 102, I. (13528msq

Friedrichstrasse 40
vollſtändig neu hergerichtete 5 Zim.=
Wohn., ſofort beziehbar. Näheres
Kontor.
(12661ms

Frankenſteinſtraße 58 ſchöne
neuzeitlich einger. 5 Zimmerwohn.
ſper ſofort oder ſpäter. (11998ms
Z.=Wohn.,
Martinstr. 28 1. Etage, mitt.
Gartenanteil p. 1. Okt. ev. früher.
Beſichtig. v. 1012 u. 67 Uhr (13032ms

Heinheimerſtraße 57, parterre
oder 1. Stock. neuzeitliche ſchönet
geräumige 4 Zimmerwg., Veranda,e
Erkervorbau, in ruh. Hauſe p. 1. Okt. E
Einzuſehen v. 103 Uhr. (13838ms
Schulſtraße 14, II., ſchöne
§4= Zimmerwohnung. Näheres imſa
Laden.
(13829m
Wunſch Garten) per ſofort. Näh. mit Bad, Gas u. allem Zubehörl4=Zimmerwohnung mit allem Zu=Veranda, Bad, reichlichem ZubehörſEliſabethenſtr. 17, Magazin,
2. Stock b. Fr. Dr. Winecke. (13832msſper 1. Juli. Näh. part. (11427msbehör per 1. Oktober. (13270mslper 1. Okt. Näh. 1. St. (13836ms Kont. per ſofort.

Laden mit
(8045ms
Unentgeltlicher Wohnungsnachweis u. nähere Auskunft über Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstr. 19, 1. St., zu erfragen,

Aliceſtraße 17 (Gartenhs) 1. St.
Kloſett uſw., p. 1. Oktober. Näh.
Schwanenſtr. 39, III. Stock,
4=Zimmerwohn., Balkon, Zubeh.,
480 Mk., per 1. Juli. (8940ms
Beſſungerſtraße 41 freundliche
4 Zimmerwohn., 380 Mk. (11638ms
Bismarckſtr. 78, III., ſchöne
45=Zimmerwohnung, Gas, weg.
Verſetzung, per 1. Mai. Näheres=
parterre
.
(9223ms
Kirchſtr. 14, III., 3= Zim.=Wohn.,
Küche, Kammer, neu hergerichtet,2
(11428ms1. Stock.
ſper ſofort.
Eliſabethenſtraße 29, Hinterh.,
ſchöne 3 Zimmerwohnung. Näh.
zim Laden.
Wohnung, 3 Zimmer per 1. Juli
oder ſpäter.
(12803ms
Rheinſtraße 47 ſchöne 3= Zim=
eimerwohn
. im mittl. Querbau per
1. Juli zu vermieten für jährlich
260. Mk. Näh. Baub. Vorder=g
haus, part.
Aliceſtr. 30, 2. St. 3= Zimmer=
wohnung
, abgeſchl. Vorplatz und
allem Zubehör per ſof. (13835ms12 Perſonen. Näheres Laute
Riedlingerſtr. 41, part. und

Aliceſtr 26½, I., eine 3 ev. 4 Z.
Zimmerwohn., abgeſchl. Vorplatz, Wohn. Näh. 2. Stock. (13521ms
Ernſt Ludwigsſtr. 16, 3. St.,
Vorderhs. 2. Stock. (13834msneu hergerichtete 3=Zimmerwohn.,
.Küche u. Zubeh., Heiz= u. Leucht=
gas
, an ruhige Leute. Preis 400
Mark.
(13542ms
Liebigſtraße 43, 2. Stock, eine
ſſehr ſchöne 3 Zimmerwohnung
gutem Hauſe an, ruhige Familie
ſper 1. Oktober. Zu erfragen im
2. Stock.
(13837ms
Liebfrauenstrasse 68
3 event. 4 Zimmerwohn. Näheres
(10702ms
Malhlidenplatz 2
(7400ms Seitenbau, ſchöne 3 Zimmerwohn.
ſper 1. Juli, event. früher u. ſchöne
Steinackerſtr. 16 ſchöne Manſ.=2 Zimmerwohnung. Näheres im
Laden.
(12194ms
Ballonplatz5, Hinterh, neuhes
gerichtete 2=Zimmerwohn. an ruh.
Mieter. Näh. Kahlertſtr. 6. (13033ms
rt., 2 Z.=W., Küche,
(13268ms Sandstr. 42, eignet ſich auch für
Büro.
(8043ms
Kl. Manſardenwohnung für
ſchlägerſtraße 3, 1. Stock. (12429ms

Landgraf Georgſtraße 70, I.,
ſchöne freundl. Wohnung, 5 Zim.,
Wendelſtadtſtr. 26, 1. Et.,
große 5 Zimmerwohnung mit allem
nötigen Zubehör, neu hergerichtet,
Wendelſtadtſtr. 28 2. St. (7304ms neuzeitl., mit all. Zub. (*14940msms

2. Stock, ſchöne 5 Z.=Wohnung Elisabethenstr. 72,II.,
m. Badez. u. Zubehör per 1. Juli
zu vermieten. Heiz= u. Leuchtgas, 5=Zimmerwohnung m. kompl.
Kloſett im Vorpl. Einzuſehen von Badper 1. Oktober, evtl. früher.
morg. 11 Uhr ab. Näheres daſelbſt 1 Näh. Nr. 68, Kontor (13343ms
u. Mathildenſtr. 44, II. (B8922ms
Rheinſtraße
1. Juli. Näh. Rheinſtr. 33, I. (8907ms elektr. Licht ſof. zu verm (13462ms
Soderſtr. 90, Ecke Beckſtraße,
große 5 Zimmer=Wohnung mit
Gas, Bad u. allem Zubehör als=
hald
billig zu vermieten. Näheres
(Hriesheimerweg 19, Kontor. (11974t etage, 5 große helle Zimmer,
Arheilgerſtraße 10, I iſt eine Badez., kompl., mit all. Zub.,
geräumige Fünfzimmer=Wohnung evtl. ſchön. Gart. (13463ms
zu vermieten.
(13816ms
Wohnung, Badezimmer Gas, 5 Zimmer, Küche. Badezimmer,
Kossdörferstr. 85, I.
und Veranda, neuzeitl. mit allem
Zubeh., auch Gartenant., per 1. Okt. Hobrechtſtraße
evtl. auch früh. Näh. daſ. (13770ms
Fremdenzim., Bader., Veranda, Bad . mit reichlich. Zubeh,
neu herger., f. 1. Okt. z. verm. Näh. Veranda, für 1. Oktober, evtl.
2. St. bis 4 Uhr nachm. (B13787ids
Mällſtr52 am Poagoplat
ſchöne Fünf=Zimmerwohnung m. 1 ſtraße 4, Tel. 763. (B13503ms
Zubehör, Gas Veranda, Bade=
zimmer
uſw. Näh. part. (13805ms
Schloßgartenſtr. 55, 3. St.
geräum. Fünf=Zimmerwohnung Gutenbergſtr. 28, III., eine
mit Badezimmer u. Veranda, freie große 4 Zimmerwohn., pro Jahr
Lauteschlägerstr. 4, I.
nächſt der Hochſchule, 5 Zimmer=zu verm. Preis 480 Mk. (B8208ms
wohn. ſofort zu verm. Näheres
Alexanderſtr. 25, 1. St. (13815ms Landskronſtraße 67
Hölgesstr. 10, I. Stock 2. Stock, 4 Zimmer nebſt Zubehör,
ger. 5 Zimmerw., Badez., Mädchenz.,
Balkon, Gas, Waſchi, Bleichpl. u. Mauerſtr. 19, 1. St., neuzeitl.
all. Zubeh. wegen Wegzug. (9192ms ſchöne 4 Zimmerwohn. per 1. Juli.
Schöne 5 Zimmerwohnung mit Näh. im 3. St. bei H. Petri. (3155ms
1. Oktober evtl. auch früher zu vm. wohnung zu vermieten. (8434ms
Näh. Lagerhausſtr. 4, I. (13246ms
Viktoriastrasse 25 1. Stock, hübſche 4 Zim.=Wohn. per
Bad u. gr. Balk. p. 1. Juli. (12800a Caſtan, Kirchſtr. 5, Laden. (13266ms
Hölgesstrasse 16, 1. Stock, Beſſungerſtr. 113, am Süd=
Jeſtamentsvollſtr. Juſtizrat Dr. E. E. Schillerpla
Hoffmann, Hügelſtraße 45. (13238ms zu vermieten.

Mathildenstr. 50, part. Heidelbergerstr. 7
Küche u. alles Zubeh. ſof. (12854ms ſchöne Fünf=Zimmerwohnung per
11. Juli. Preis 1000 Mk. Näheres mit Küche per ſofort zu vermieten.
Beletage. ſofort zu vermieten. Alles Näh. 5 Zimmer, Bad, elektr. Licht, Gas, 13. St., ſchöne 4=Zimmerwohnung, Kasinostrasse 20, II.
Eingang Georgenſtraße, 1. Stock,fünf Zimmerwohnung nebſt Bade= ſtraße 76. Tel. 1031. (7423ms
5 Z.=Wohn., Gas, elekt. Licht per zimmer. Küche ꝛc. mit Gas und Taunusstrasse 1
Ecke Hohlerweg, ſchöne Bel= Hochſtraße 56 ſchöne 5 Zim.=! Roßdörferſtraße 77 1. Etage preiswert per 1. Juli. Näheres
elektr. Licht und alles Zubehör, große Veranda, Manſarde u. Zu=
per
1. Okt. zu verm. (*15470msm behör zum 1 Okt. ev. früher zu
verm. Näh. part.
(*15259sm ſchöne 5 Zim.=Wohnung, Badezim. Ecke Ohly= Bismarckstrasse 48
Villen=Neubgu, erſte Etage,
Mathildenſtr. 48, part., 5 Zim., 5 Zimmer, Fremdenzimmer, Näheres daſelbſt parterre. (7909ms
Gas, elektr. Licht reichl. Zubehör, Gas, elektr. Licht Balkon u. Kaupstrasse 32, 2. St.
etwas früher zu verm. Preis
1500 Mk. jährl. Ausk. erteilt
Arch. Gg. Kugel, Wittmann= Lage. Näheres 1. St. (13806ms 500 Mk. per ſofort. (B8136ms Wienersſtr. 79 ſchöne 4=Zim= ſchöne gr. 4=Z.=Wohn. nebſt Badez. per 1. Juli. Näh. daſ. (13468ms Gas und Zubehör im 1. Stock, per Riegerplatz 5, 1. St., 4 Zimmer=an ruh. Familie zu vm. Näheres Kahleristr. 32
ſchöne 5 Zimmerwohn. mit Gas, 1. Juli zu verm. Näh. Wilhelm per 1. Juli zu verm. (B11392ms Ecke der Steinſtr., iſt eine geräum. bahnhof, iſt wezugshalber eine gr. 1. Stock 4 Zimmer mit Bade=
5 Zimmerwohnung mit Zubehör, 14 Zimmerwohnung mit reichlichem kabinett nebſt Zubehör p. 1. Juli,
Veranda und ſchönem Garten, als= Zubeh. u. Gartenant. p. ſofort od. 3. Stock 4 Zimmer mit Bade=
hald
zu verm. Auskunft erteilt der 1. Juli zu vermieten. (B6721ms kabinett per ſofort zu vermieten. rSeitenbau part., 4 Zimmerwohn.
9622ms Näheres 1. Stock.
(13775ms Vikioriastrasse 52, I. AederAanuſiähterſtraße 37
evtl m. Bad, Bodenraum u. 2 Keller
per 1. Juli od. früher. Einzuſehen
nachmittags 26 Uhr. (B7118ms Sandbergstr. 43
Wohnung z. Alleinbewohnen
von 45 Zimmern, Veranda,
großer Hof, Werkſtätte mit
Lagerraum, ſof. bill. zu vm.
durch Heinrich Funk, Soder= Zimmerſtr. 11, Ecke Hügelſtr.,
gegenüber dem Neuen Palais=
Garten, freundliche 4= Zimmer=
wohnung
, parterre, mit Zubehör
per 1. Juli d. J. an nur ruhige
Leute. Näh. in der Buchbinderei,
einzuſ. v. 24 Uhr nachm. (8920ms Schwanenſtr. 79, Ecke Rhön=
ring
, ſehr ſchöne 4 Zimmer=
wohnung
mit allem Zubehör
daſelbſt oder Emilſtr. 42, I. (8185ms Lichtenbergſtraße 26, Nähe der
Dieburgerſtr., 1. St., 4 Zimmer uſw.
p. 1. Juli od. früher z. v. (8181ms 1 Manſarde, 4 Zimmer mit Zubeh.
per 1. Juli zu vermieten. Einzuf.
täglich von 1012 und 35 Uhr. 2
große 4 Zimmerwohn. m. Veranda,
Gas ꝛc., per 1. Juli d. J. zu verm.
Näh. bei M. Schad, 1. St. (8419ms Luiſenſtr. 36, II., 4 Zimmer per
1. Juli. Näh. im Laden. (8605ms Ireneſtraße 13, per 4. Juli
4=Zimmerwohnung nebſt Zubehör
im 3. Stock. Näh. Frankfurter=
ſtraße
70 und Wendelſtadtſtr. 46,
1. Stock.
(6875ms merwohn. mit Gar Manſardenz.
Bessungerstr. 66 per 1. Juli. Näh. Manſ. (11446ms Blumenthalstrasse 41
eine 4 Zimmerwohnung mit allem
Zubehör. Näh. im Laden. (8351ms e. 4 Zim.=
Müllerstr. 14 wohn. im
1. Stock zu verm.
(10365ms Schwanenstraßs 39
ſchöne 4 Zimmerwohn. bis 1. Juli
Schwanenſtr. 39, part. (10362ms Sandbergstr. 60, part.
ſchöne 45 Zim.=Wohn. mit Zub.

Blumenthalstr. 111
eine ſchöne 4=Zimmerwohnung, neu
hergerichtet, 2. Stock, ſofort zu ver=
mieten
. Näh. Max Guckenheimer,
Gr. Ochſengaſſe.
(11923ms

Heidelbergerſtr. 122
ſchöne 4=Zimmerwohnung, pt.,
mit Balkon, Gas, Speiſekam=
mer
, Bleichplatz, Manſarden=
zimmer
per 1. Juli zu ver=
mieten
. Näh. Riedeſelſtr 56,
(10721ms
parterre.

Moosbergstrasse 63, II.
große, ſchöne 4 Zimmerwohn. mit
Gas, Bad, Loggia u. reichl. Zub.
zu vermieten.
(B10922ms
Große 4 Zimmerwohnung mit
Erkervorbau, Veranda, Gas und
allem Zubehör zu vermieten.
Näheres Rhönring 81, parterre.
Einzuſehen v. 82 Uhr. (1.1664ms

Heinheimerſtraße 77 hübſche
4 Zimmerwohnung nebſt Zubehör
u. 2 ineinandergehende Manſarden=
zimmer
per 1. Jult billig zu ver=
mieten
. Näh. 1. Stock. (10907ms

Rhönring 25

nerwohn Zu erfragen Nieder=Ramſtädter=
(9189ms
ſtraße 28, Büro.
(10222ms

Karlſtraße 25
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör per ſofort oder
1. Juli zu verm. Preis 420. Mk.
Näh. im Laden. (11595ms

Gutenbergſtr. 11 große Vier=
zimmerwohn
. mit allen Bequem=
lichkeiten
und Gartenanteil per
1. Juli. Preis 620 Mk. Zu erfr.
Pankratiusſtr. 1 (Laden). (11222ms

Nieder=Ramſtädterſtraße 5½,
1. St. neuzeitl. 4 Zimmerwohnung
mit=Badezim. u. all. ſonſt. Zubeh.
an ruh. Miet. z. 1. Juli zu verm.
Pr. 700 M. Näh. daſ. 2. St. (11377ms

Landgraf Georgſtraße 62,
3. Stock, ſchöne 4 Z.=W., Mk. 450.
per 1. Juli zu verm. (11599ms

Lichtenbergstrasse 30
1. Stock, 2 neu hergericht. 4= Zim=
merwohnungen
mit Zubeh. ſofort
zu vermieten. Preis 500 Mk.
daſelbſt bei Bauführer Dauber,
3. Stock.
(12573ms

Mathildenpl. 7, iſt zu verm.
ohne Gegenüber 1. St., 4=Zimmer=
Wohnung mit Gas, Bad, Bleich=
platz
und ſonſt reichl. Zubehör per
15. Juli.
(12367ms

Schloßgartenſtr. 51, 3. Stock,
4 Zim. mit allem Zubehör zu ver=
mieten
u. per 1. Juli zu beziehen.
Näheres im 1. Stock. (12128ms

Kahlertſtr. 43, II., 4 Zimmer,
Veranda 1
(19426ms

45= Zimmerwohnung mit =
behör
, Preis 480550 Mk., zu verm.
Näh. Moosbergſtr. 94, pt. (B12150mss
Ludwigspl. 2, 3. St., ſchönen
4=Zimmerwohnung. Zu erfrag
im Laden.
(12369ms
Schöne 4 Zimmerwohnunge
mit oder ohne Laden im Zentrum
der Stadt, Nähe des Marktes, per
1. Sept. reſp. 1. Oktober zu verſ.
Näheres Expedition. (12823ms
Heidelbergerstr. 68
eine 4 Zimmerwohn. per 1. Juli
oder ſpäter zu verm. (B12590ms
öher Llcſtenentretics
in ruh. 4 Familienhaus bei der Taus=
nusſtr
., beſſ. Lage, iſt der hübſche=
1. Stock, 4 Z. u. Zubeh., zu 520 M.
zu vermieten. Alles neu gemacht=
Näh. bei 8ior, oberſter Stock. (12005a
Mühlſtraße 26, 2. St.,
mod. 4=Zimmerwohng. mit Balkon,
Badez. u. reichl. Zubeh. per 1. Juli
zu verm. Näheres part. (12630ms

In 10

an Waſſer und Wald, nahe bei
Mittelpunkt der Stadt und elektr.
Bahn, modern neu erbaute herr=
ſchaftliche
4 Zimmerwohnungenm.
all. Zubeh. p. 1. Juli zu vm. Näh.
Soderſtr. 110, Gebr. Weber, (5715ms

Dieburgerstrasse 62
ſchäne neu hergerichtete Beletage,
4 Zimmer, gedeckt. Balkon u. Zub,
Gasꝛc,, mit 1 Zim. 2. Stock. (12839ms
Gutenbergſtr. 5 eine ſchöne
4=Zimmerwohnung zu vermieten.
Näh. Gutenberſtr. 8, 1. St. (12963ms
Mühlſtr. 41 neuh., gr. 4 Z.=W.
ſof. z. verm. Einzuſ. b. 5 Uhr. (13288a

Gervinusstrasse 93
nächſt der Heinrichſtraße, ſchöne
4 Zimmerwohn., hochpart., Bad u.
Zubehör, für gleich oder ſpäter.
Preis 660 Mk. Näh. Kiesſtr. 93,
part., 9 bis 3 Uhr. (B12588ms

Elisabethenstr. 25
Hinterbau, 1. St., ger. 4 Zim=
merwohn
., Balkon, Zubeh. an
ruh. Fam. ſof. zu vm. (12836a

Reichardtstr. 1, I.
neu hergerichtete 4=Zimmer=Woh.,
per ſofort zu vermieten. Pro Jahr
440 Mk. Näh. daſ. nebenan. (13022ms

Karlſtr. 73, I., 4 Z., Badez,
Veranda, Gas, Bleichplatz, Trocken=
boden
uſw. p. 1. Okt. (B13287ms
Heidelbergerſtr. 83, 3. Stock,
4 Zimmerwohn. zu verm. (13244ms

Wetn. u m.
parterre, beſtehend aus 4 Zim=
mern
, 2 Bodenkam., m. reichl.
Zubeh., ſof. od. ſpät. z. verm.
Es kann auch noch 1 Zim. im
2. Stock, auch ſchöner Garten
mit vermietet werden. Näheres
daſelbſt od. bei Karl Schwarz,
Maurermſtr. Darmſtr. 27. (13426t

[ ][  ][ ]

Nummer 148.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Seite 19,

Ernst-Ludwigstr. 6
3. Etage, ſchöne große 4 Zim.=
Wohnung per 1. Oktober zu
vermieten. Näheres daſelbſt
(13245ms
im Laden.

Ecke Wenck= u. Heinheimerſtr.,
genüb. d. Martinsk., iſt d. Erdge=
) m. 4 Zim., Bad, Mädchenkam.
w. z. 1. Okt. z. verm. Näh. Müller-
rasse
24, Ferdinand Mahr. (13281ms

Taunusſtraße 39
Zimmerwohnung mit Balkon,
eranda und Zubehör per ſofort
1 verm. Näh. 1. St. l. (2362m

Kiesſtraße 129
Stock, 4 Zimmer, Badez., Küche
it Vorratsk., 2 Keller, Mädchenk.
veranda, zu vermieten. Näheres
tiesſtraße 127, part. (11229oms

1 Garten
Ioosbergstr. 90 ſchöne neu

inger. 4 Zimmerwohnung mit gr.
eranda, Gas uſw. nebſt Gärt=
zen
, ſofort an ruhige Familie zu
erm. Auch kann die Hausver=
haltung
übertragen werden. Näh.
m 1. Stock daſelbſt. (13375s

Liebigſtr. 67, II., ſchöne 4= Zim=
Vohnung per 1. Juli. (13172a
Soderstrasse 4, I.
am Kapellplatz, frdl. 4 Zim=
merw
. mit Bad: (13299ms
Neue Irenestr. 67, I.
mod. 4 Zimmerw. mit Bad;
Neue Irenestr. 59, pt.
freundl. 4 Zimmerwohnung
preiswert zu verm. Näh. im
Eiſengeſchäft, Kirchſtraße 21.

bere Taunusstr. 15
ſchöne große 4 Zimmerwohnung,
m 2. Stock, auf 1. Oktober an ruh.
Familie. Näh. 1. Stock. (13028ms
Eliſabethenſtr. 47, parterre,
4 Zimmerwohn. mit Gas u. elektr
Licht, per 1. Oktober, evtl. früher,
für 650 Mk. zu verm. (12822ms

Mollerſtraße 30, 2. St., ſchöne
4 Zimmerwohn. mit all. Zubehör
zum 1. Oktober zu vermieten. Ein=
zuſehen
von 114 Uhr. Näh. nur
. St. Reinhard Schmidt. (13464ms

Mollerſtraße 11, III., 4 Zim.=
Wohnung mit Gas, per 1. Oktob.
(13811ms
zu vermieten.
Dreibrunnenſtr. 3, I., neuzeitl.
einger. 4 Zimmerwohn. mit reichl.
Zubehör ſofort zu verm. (13794a

Wienersſtraße ſchöne 4 Zimmer=
wohnung
per 1. Juli. Näh. Nieder=
Ramſtädterſtr. 1, im Lad. (13771ms

Hoffmannſtr. 21, parterre, 4
große Zimmer mit Bad, Veranda
und Zubehör nebſt Gartenbenutz
per 1. Okt., evtl. früher. B13786ms

Ernst-Ludwigstr. 11
3. Stock, ſchöne 4 Zimmerwohn.
per ſofort oder ſpäter an ruh. Leute.
Näheres 1. Stock.
(13814ms

3 Zimmer

Wohnungen
mit 3, 4 u. 5 Zimmer u. reichlichem
Zubehör, per ſof. und ſpät. zu verm.
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring113. (7994ms

Waldſtr. 25, Vorderh., 3 Zim.=
Wohnung zu vermieten. (13777ms

Erbacherſtr. 17
2. Stock, ſchöne 3 Zimmerwohnung
zu vermieten.
(11305ms

Eine 3-Zim.-Wohnung
mit kompl. Badeeinricht., Balkon
u. ſonſtigem Zubehör der Neuzeit
bis 1. Juli zu verm., ev. auch früher.
Näb. Neue Niederſtr. 17. (B8196ms

Für Flaſchenbier= od.
Milchhandlung

3 Zimmerwohnung, großer
Keller, Trockenboden und
Stallung, Hof, in der Sand=
bergſtraße
, ſofort zu verm. d.
Heinrich Funk, Soderſtr. 76.
Telephon 1031.
(7422ms

Heinheimerſtraße 42, 1. St.,
=Zimmerwohnung.
(7655ms

Neue Ireneſtraße 57, 1. Stock,
=Zimmerwohnung.
(7656ms
Waldſtraße 7, I., 3 Zimmer,
Kabinett, nebſt Zubehör, p. 1. Juli.
Auskunft parterre.
(8607ms
Weinbergſtraße 45 3= Zim=
merwohnung
.
(7658m
Große Ochſengaſſe 30 dre=
Wohnräume, auch als Lagerraum,
zuſ. oder getr. Näh. bei Keilmann
Markt 6.
(12819m

ſehr groß mit Gas, Elektr. Licht,
Dampfheizung u. all. Zubeh z. verm.
Derramaune Eleg. Wohnung auf Wunſch. (8960ms
Ecke Rhein- u. Grafenstraße.

Arheilgerſtr. 4 eine 2=Zimmer
wohnung per 1. Juli. (13112ms
Kiesſtraße 80 2=Zimmerwoh
nung, monatlich 15 Mk., an kl.
(13116ms
reinl. Familie.

Kiesſtraße 93 2 kleine freund=
liche
Zimmer nur an eine anſtänd.
Perſon ſofort zu verm. (13280ms 2 ſchöne unmöblierte Zimmer
mit ſchöner freier Ausſicht und ſep.
Eingang per ſof. oder ſpät. zu vm.
Näh. Lagerhausſtr. 4, I. (13247ms Bismarckſtr. 76, Stb., 2 Zim.=
Woh. m. Küche p. 1. Juli. (13068ms Lauteſchlägerſtr. 5½, 2 kl. Zim.
i. Seitenb. (m. Kochofen) an Allein=
ſtehende
bill. zu vermieten. (*15233 Schwanenſtr. 10, 2 Wohnung.,
je 2 Zimmer nebſt Küche vom
1. Juli ab an ruhige Leute zu
(13466ms
vermieten. 55 ſchöne unmöblierte Zimmer
im 2. Stock per 1. Juli zu ver=
mieten
. Näheres Friedrichſtraße
(13460ms
24, parterre. Eine kleinere 2 Zimmerwohn.
mit Zubehör, geeignet für einzelne
Frau oder kinderloſes Ehepaar, per
ſofort zu verm. Näheres Pallas=
wieſenſtr
. 23, im Laden. (13516ms Wienersſtr. 52 ſchöne 2 Zim.=
Wohnung bis 1. Auguſt. (*15373im Neue Niederſtr. 11 neuzeitl.
2=Zimmerw., I. St., n. a. Zub. p.
1. Juli. Näh. Hths. part. (B12389 Lauteschlügerstr. 26, pf.,
ſchöne 2=Zimmerwohnung zu ver=
(13538ms
mieten. Heinheimerstr. 90
iſt in der Manſarde eine Wohnung,
enthaltend 2 Zimmer, Küche, Keller,
Mitgebrauch der Waſchküche und
des Bleichpl., zu verm. Preis 18 M.
Näh. bei Herrn Paul Messerschmitt,
Ludwigſtr. 18, und bei C. W. Braun,
(13767ms
Martinſtraße 74. Schwanenſtr. 65 2 Zim.=Wohn.
(Manſarde) billig zu verm. Näh.
Eckhardtſtr. 15, bei Roth. (13769ms Pankratiusſtraße 52, eine 2=
Zimmerw. an 2 ruh. Leute ſof. zu
(*15439
verm., monatl. 13 M. Bessungerstr. 88½
2 Zim.=Wohnungen zu mäß. Preiſ.
Näh. b. Hammer daſelbſt. (13822ms Kl. 2 Zimmerwohn. ſof. z. vm.
Näh. Hochſtraße 22. (13809ims Landwehrſtr. 45 Zweizimmer
wohnung zu verm.
(*15485 Blumenthalſtraße 69, ſchöne
2=Zimmerwohnung im 1. Stock zu
vermiet. Näh. parterre. (*15208sms Schloßgaſſe 12 1= und 2= Zim=
merwohnung
.
(7661ms Große Kaplaneigaſſe 60 Zim.
Kabinett u. Küche ſofort. (10955ms 1 Zimmer u. Küche ſofort zu
vermieten. Auskunft bei A. Elwert,
Holzſtraße 26, I. (12827ms Roßdörferſtraße 40, Manſ.=
Zimmer und Küche an einzelne
Perſon zu vermieten. (13081ms Teichhausſtraße 42, ein un=
möbl
. Zimmer zu verm. (*15059sm e Zimmer Karlſtr. 60, Manſ. z. v. (B8134ms Aliceſtr. 28, ſch. Manſarde p.
1. Auguſt zu verm. (12370ms Pallaswieſenſtr. 38, freundl.
Manſardenwohnung mit Zubehör
per 1. Juli zu verm. (13018ms Arheilgerſtr. 23½, kleine Woh=
nung
zu vermieten.
(13506ms in d. Altſtadt
KleineWohnm
ofort z. verm.
Näheres Roßdörferſtr. 47. (*15228sm Alexanderſtr. 25, Seitenbau
Zimmer mit kleiner Küche, alsbald
zu vermieten.
(12853oms Heinheimerſtr. 32 kleine Wohn.
zu 12 Mk. monatl. zu vm. (13823ms
Näh. Kranichſteinerſtr. 24, 1. St.
Ml Pfungſtadt, Eliſabethenſtr. 27,
3=Zimmerwohnung. (7668ms In Arheilgen

Einfamilienhaus, Rheinſtraße 4,I
5 Zimmer, Küche u. Zubehör, perl Bodenfläche per ſofort zu ver=
1. Juli zu verm. Näheres Darm=
ſtädterſtraße
145.
(10971ms

Villa

seeheim a. d. B., Neubau,
neben Hoflager, Künſtlerentwurf,
6 bezw. 9 Zimmer, Diele, Zentral=
heizung
, gr. Terraſſe, Loggia, gr.
Obſtgarten, herrl. Fernſicht, billigſt
zu verm. Näh. L. Meizlex, Eber=
ſtadt
b. D. u. Bauuntern. Bläsing.
Seeheim.
(12826ms

in Eberſtadt Mühltalſtr.
Oilla zu verm. 6 Zim., Zub., off.
u. geſchl. Veranda. Herrlich. Blick.
Großer Garten m. f. Obſt. Einige
Minuten von d. Halteſtelle. 700 Mk.
(13310a
Näheres Haus 39.

Eberstact. 2 ſch. 4 Zimmerw.
im Mühltal m. all. Zub., Gas u.
Waſſ., gr. Obſt= u. Gemüſegart., p.
1. od. 15. Auguſt evtl. früh. preisw.
zu verm. Näheres Darmſtadt,
Friedrichſtraße 14, I. (*15264sms

Eberſtadt.
Frdl. Wohn., daſelbſt ein möbl.
Zim. zu verm. Zu erfr. Darmſtadt,
Saalbauſtr. 36, part. (*15479ms

Bismarckſtr. 55, part., ſch. helle
Räume in Nähe d. Juſtizgebäudes
p. ſof. Näh. daſ. part. lks. (13026ms

Marktplatz 12, ein im erſten
Stock befindlicher Raum, für alle
Geſchäftszwecke geeignet, iſt bis
1. Juli zu vermieten Franz
(12376ms
Hippler.

Gartenhaus (1ſtöck. Seiten=
bau
) Heidelbergerſtraße 7
als Büro oder Lagerraum,
4 Zimmer mit Küche per ſo=
fort
zu vermieten. (12196ms
Näheres 1. Stock.

Martstr. 100
iſt im Seitenbau ein ſehr ſchönes,
nach dem Garten gelegenes Kontor
oder 3 Zimmerwohnung ab Juli
oder Auguſt preiswürdig zu ver=
mieten
. Ebenſo ein geräumiges,
mit Gas eingerichtetes Magazin,
welches ſich ſowohl für einen Land=
wirt
als auch für einen größeren
Geſchäftsmann eignet. (13233a
Schulſtraße 10
Büroräume zu vermieten.
Magazin, auch als Werkſtatt
verwendbar, Keller können
dazu gegeb. werd. (13345imds
Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke ſind
größ. Büro=Räume zu vermieten.
. Lautz.
(8289ms

Atelier
für Maler od. Bildhauer, mit Nord=
u
. Oberlicht, zu vermieten. Karls=
ſtraße
94.
(13341ms

(
Rheinstr. 14
Gr. Laden m. 2 Schaufenſtern,
2 Zim., 2 Lagerräumen u. Zub.,
p. 1. Juli zu verm. Näh. Grafen=
ſtraße
23, 2. Stock.
(8005ms

Laden
groß u. ſchön, in verkehrsreicher
Straße, mit reichlichen Neben=
räumen
ſofort zu verm. Anfr.
unt. U 81 an die Exp. (13776ms

Schulſtraße 3
ſchöner, hochmoderner Laden
mit 2 Schaufenſter und reichlichem
Zubehör, Nordſeite, feinſte Ge=
ſchäftslage
, per ſofort oder ſpäter
zu vermieten.
(9141ms

Kiesſtr. 65, Laden mit Zimmer
zu vermieten.
(9678ms

Schützenſtr. 7 Gr. Laden
mit 2 Schauf. mit od. ohne Wohn.
z. vm. N. b. Wolff, Schulſtr. 10. (8004ms

Karlſtraße 50 (unmittelbar an
der Heinrichſtraße) ſchöner Laden
mit Zimmer alsbald billig zu ver=
mieten
. Zu erfragen Hochſtr. 15,
parterre.
(12197ms

Nd.-Ramstädterstr. 65
Laden mit Wohnung u. ſonſt. Zu=
behör
auf 1. Juli zu vm. (11971ms
Näh. auf dem Baubüro daſelbſt.

Wihermienſter172
Laden mit kompl. hochfeiner
Einrichtung u. Zubehör, 3 groß.
Erkern, Zentralheizung, evtl. auch
geteilt in 2 Läd., mit zuſ. ca. 220dm
mieten. Näh. Wilhelminenſtr. 17
bei H. & F. Becker oder
Frankfurterſtr. 16½, parterre, bei
G. Hinkel, Dipl.=Ing. (13027ms
Ernſt=Ludwigſtr. 3, Laden
mit einem Schaufenſter, an=
ſtoßendem
Ladenzimmer, ev.
noch 3 Zimmer im 1. Stock,
p. 1. Juli anderweit zu verm.
Näh. 2. Stock.
(7634ms

[ ][  ]

Saite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 26. Juni 1912.

Nummer 148,

Für Friseur!
Weinbergſtr. 11, Laden
für Friſeur= u. Zigarrengeſchäft,
mit Wohnung 400 Mk. per Jahr
Näh. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(B9642ms

Grosser Laden
mit zwei Schaufenſtern
in verkehrsreicher Lage, an Um
ſteigeſtelle der elektr. Bahn, per
ſofort zu vermieten. (11592ms
S. Kahn Söhne, Lederhälg.
3 Karlſtraße 3.

Karlſtraße 20
moderner großer Laden mit zwei
Schaufenſter u. Ladenzimmer, in
dem ſeit 10 Jahr. ein gutgehendes
Uhren= und Goldwarengeſchäft be=
trieben
wurde, iſt für den Preis
von Mk. 800. pro Jahr ſofort
zu vermieten. Näheres Karl=
ſtraße
20, 1. Stock. (12364ms

Landwehrstr. 13
groß. 2=Fenſter=Laden m. Maga=
zin
oder Werkſtätte ſofort zu ver=
mieten
. Preis 500 Mk. Näheres
durch B. Baer, Tel. 1145. (12859a
Moderner Laden
für 500 Mk. pro Jahr mit
Ladenzimmer, Zentrum der
Stadt. In demſelben wurde
ein Putzgeſchäft mit Erfolg
betrieben. Näh. bei Deuster,
Marktſtraße.
(12828ms
nächſt der Hochſchule, für
aden Zigarren= Mützen= oder
Schuhgeſchäft geeignet, zu verm.
13728a)
Lauteſchlägerſtr. 30.

Marktplatz 10
am Rathaus iſt der von
Herrn Lederhändler Weiner be=
wohnte
Laden (früher Konditorei
Schürg) nebſt Wohnung u. groß.
Keller für den 1. Juli zu verm.
B4863m)
Th. Kalbfuß.

Im Zentrum der Stadt groß
Laden mit gr. Schaufenſter zu
vermiet. In demſ. wird ſeit 45 J.
Geſchäft betr. Näh. Schützenſtr. 4,
Laden.
(*15440msm

Laden mit 4 Zimmerwohnung
Nähe des Marktes, per 1. Sept.
reſp. 1. Oktober zu verm. Näheres
in der Exped. ds. Bl. (12824ms
Der von der Firma Zenner & Co.,
Eliſabethenſtr. 2, innehabende
geräum. Laden m. Ladenzim. iſt per
1. Oktober d. J. anderweit. zu vm.
Näh. Zimmerſtraße 1. (11316oms

Gross. Eckladen
am Markt mit 4 modernen
Schaufenſtern für jed. Stapel=
geſchäft
geeignet, per 1. Jan.
1913 umſtändehalber bill. zu
verm. Off. unt. H. W. 12
poſtlagernd.
(13465ms

Ahaſtr. 12 Werkſtätte. (7665ms
Kranichſteinerſtr. 6, Werkſtatt
mit Wohn. Näh. daſelbſt. (8000ms

Hügelſtr. 29, ein gr. hell. Raum,
ca. 43 qm mit 60 qm Boden, Keller
u. Kontor als Werkſtatt o. Geſchäfts=
lokal
geeignet, ſof. zu verm. (8002ms

Verkstätten-
Waldstr. 30 Lngerräume
evtl. mit Wohn., Gas u. Elektr. ꝛc.
per ſofort oder ſpäter. (8001ms

Stiftſtraße 89, kl. Werkſtätte
zu vermieten.
(9682ms

Schöne helle Werkſtätte
ev. auch als Lagerraum zu verm.
Zu erfr. Taunusſtr. 47, I. (13025ms

Weinbergſtr. 11 ſchöne helle
Werkſtätte ſofort billig zu vm.
Näh. bei Herrn Arnold daſelbſt
u. Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(13267ms

Helle Werkſtätte, 80 Om, ev. el.
Licht, ſof. Näh. Karlſtr. 30, I. (11192m

Grosse
Ochsengasse 12
3 ſtöckiges Lagerhaus
(auch als Werkſtätte ge=
eignet
), p. ſofort billig
zu verm. Näh. daſelbſt
bei Störger. (11596ms

Gartenſtraße 2
für 3 Pferde, geeig. für Flaſchen=
biergeſchäft
=Niederlage ꝛc., ſöf. oder
ſpäter zu vermieten
(9744ms
Näh. Kahlertſtr. 38, 1. St.

ein großer heller Raum, im Zen= Nieder=Ramſtädterſtraße 57,
trum der Stadt gel., per ſof. zu vm.
Näh. Mathildenplatz 4. (13237ms

Stallung zu verm. (12126ms

Heidelbergerstr. 59
für 45 Pferde, Re=
Stallung miſe, Burſchen.=Zim.
per ſofort zu vermieten. (13774ms

für vier Pferde, Sattelkammer,
Remiſe und Burſchenzimmer uſw.
per ſofort oder ſpäter zu verm.ſch. Schlafſtelle m. Kaffee. (13301a
Näheres durch Bauführer Albin
Hohmann, Rhönring 113. (9962ms
Frankfurterſtr. 24: Stallung
für 34 Pferde mit Zub. (8835ms Herrn zu vermieten. Näh. Hoch

Große Stallungen, Remiſe,
Heuboden, groß. Hof, eventl.
Schwenkhalle ꝛc., für Biernie=
derlage
, Kutſcher od. Fahrunter=
nehmer
, im nördlichen Stadt=
teil
ſofort zu vermieten durch
Heinrich Funk, Soderſtr. 76,
Telefon 1031.
(10361ms

Werkſtäten
Auto-Garagen, u. Stallung
per ſof. z. verm. H. Braun, Moosberg=
ſtr
. 97n. d. Heidelbergerſtr. (B8139ms

Stallung
Heuboden und Remiſe, ſofort zu
vermieten.
Näh. bei Paul Meſſerſchmitt,
Ludwigſtraße 18 u. C. W. Braun,
Martinsſtraße 74.

E

Hügelſtr. 85 2 ſchön möblierte
Zimmer billig zu verm. (10665ms

Heinrichſtraße 69 großes und
kl. freundl. möbl. Zimmer mit g.
Penſion zuſ. od. einz. z. v. (7847ms

Heinrichstr. 112, III.
gut möbl. Wohn= u. Schlafzimmer Inſelſtraße 12, II., ein elegant
mit Schreibt. u. ſep. Eing. (8398ms

Moſerſtraße 5 (Pension Weidig)
23 gut möblierte Zimmer ſofort
zu vermieten.
(B10925ms

Martinſtr. 2 ſchönes, gr. hell.
Wohn= u. Schlafzim. mit Gas,
Schreibt. u. geſchl. Glas=Veranda,
f. ſof. zu verm. Für Lehrer oder
Beamte paſſend. Der H. iſt Allein=
mieter
.
(B10921ms)
Neckarſtraße 16, Gartenbau,
4 gut möbl. Zimmer mit Klavier
und Schreibtiſch, auch einzeln, nur
an beſſ. Herrn zu verm. (11817ms

Landwehrſtr. 6, möbl. Zimmer
mit gut. Penſ. zu vm. (11821ms

Karlſtraße 31, I., groß. helles,
gut möbl. Zimmer per ſofort
zu vermieten.
(11899ms

Viktoriaſtr. 24, part., ein gr.
gut möbl. Zim. zu verm. (12375ms

Grüner Weg 25,II.
gut möbl. Zimmer in bevor=
zugter
Lage mit oder ohne Pen=
ſion
zu vermieten.
(B1199s

Kiesſtr. 3, part., möbl. Zim. zu
vermieten.
(12635t
Nieder=Ramſtädterſtr. 34
1. St., möbl. Zimmer mit
Penſion.
13016ms
Neckarſtr. 28, gut möbl. großes
Zimmer ſofort zu vermieten. Näh.
part. bei Lud. Stumpf. (13076ms

Schützenſtr. 20, pt., möbl. Zim.
per 1. Juli zu verm. (13279ms

Beſſungerſtraße 41 gut möbl.
Wohn= u. Schlafz. z. vm. (B13249ms

Sandſtraße32, II., am Marien=
platz
, gr. frdl. möbl. Wohn=u. Schlaf=
zim
. m. Schreibt. a. ſolid. H. (13243ms

Heinheimerſtraße 1, einfach
möbliertes Zimmer an Fräulein
zu vermieten.
(*15230sm
Pankratiusſtr. 1½, part. rechts
zwei gut möbl. Zim. mit Penſion
per 1. Juli zu verm. (*15147sms

Viktoriaſtraße 24, I., möbl.
Wohn= u. Schlafz.
(*15250sm

Wilhelmſtr. 2 II., 12 ſch. möbl.
Zim. für den 1. oder 15. Juli zu
vermieten. Einzuſ. zwiſchen 910
u. 34 Uhr.
(B13517ms

Waldſtr. 44 möbliert. Zimmer
zu verm. Näheres part. (13479ms

Schützenſtraße 14, part., Vdh.,
großes möbliertes Zimmer zu
vermieten.
(13102t
Landwehrſtr. 13, 2. St., ein
ſchön möbl. Zimmer m. od. o. Penſ.
per ſof. zu verm.
(12552t

Waldſtr. 32 möbliert. Zimmer
(13350t
zu vermieten. Lager= u. Kellerräume, Stallung Landwehrſtr. 31, Stb. I. links
möbl. Zimmer zu vermieten. (13346a Penſion Eliſabethenſtr. 4, II.,
Wohn= u. Schlafz. mit 2 Betten
(auch mit einem) u. ein Einzelz:
mit guter Penſion zu verm., auch
auf Tage und Wochen. (13546a Heidelbergerſtraße 15, 3. St.,
Als Aufo-Gärage 1möbl. Zim. zu verm. (*15348oim Metzgerei, möbl. Zim. (Schreibtiſch)
mit od. ohne Penſ. ſofort. (13570a Kranichſteinerſtraße 34 eine! Zeughausſtr. 7 möbl. Z. m. Penſ.
ſof. Zu erfr. Metzgerlad. (13756ms Waldſtraße 16, gut möbliertes
(13573oms
Zimmer. Waldstr. 23, I., Iinks,
möbl. Zimmer per 1. Juli zu
Hermannſtraße 4 Stallgebäude vermieten. Zu erf. part. (13539oms Kiesſtr. 21, Htb., bei Schmidt, 12 gut u. bequem möblierte
Zimmer (mit oder ohne Penſion)
in ruh. freier Lage an ſoliden geb
ſtraße 53, 2. Stock.
(B13519
1. St., gut
Alexanderſtr. 4, möbliert
Zimmer mit od. ohne Penſion
(113560ms
zu vermieten. Schloßgartenplatz 12a, 1. St.
ſchön möbl. groß. Zim., in ruhigem
Hauſe, an ſolid. Herrn. (*15283sm Kiesstr. 45, part.
ſchön möbl. Zimmer mit ſep. Ein=
gang
und Penſion. (13818ms Landwehrſtraße 1½, 2. Stock
Viktoriaſtraße 78, für 4 Pferde, nächſt dem Herrngarten, freundl.
möbl. Zimmer mit ſep. Eingang
an ſolid. Herrn zu verm. (13791a Bleichſtr. 45, I., ſchön möbl. Z.
(9000ms auch an 2 Herren, ſofort. (13716a Karlſtr.58, pt., gr. gut u. frdl. mbl.
Zim. (Gas u. Schreibt.) mit od. ohne
Penſ. a. Kaufm. od. Beamt. (*15434mds Aliceſtraße 8, I., freundl. möbl.
Zimmer mit Penſion. (*15469 Rheinſtraße 47, II., bei Schein=
pflug
, freundl. möbl. Zimmer mit
oder ohne Penſ. zu vm. (*15464md Ecke Schul= u. Kirchſtr. 27, II.,
möhl. Z. bis 1. Juli zu vm. (13766t möbl., groß. Zimmer mit Schreib=
tiſch
zu verm. Gasbeleuchtung vor
handen. Preis 25 Mk. (13765ms Aliceſtraße 26½, II., möbliert.
Wohn= u. Schlafz. ſof. z. v. (13773ms Mauerſtr. 32, II., möbl. Zim. f.
Kaufm. od. beſſ. Arb. ſof. (*15452md In rüh. beſſ. Fam. find. e. ſol. )

Fräul. ſchön. Zim. m. Penſ. Off
u. U 2 an die Exped. (*15443
Heinheimerſtr. 22, III., ſaub.
Schlafſtelle ſof. zu verm. (*15446ms Landwehrſtr. 6, III., freundlich
möbl. Zimmer z. verm. (13807ms Neue Ireneſtr. 15, I., möbl.
Zimmer zu verm. (*15484mdf Wilhelminenpl. 11, 2 Tr., möbl.
Zimmer, Woche 3 Mk. (*15498mdfs Hügelſtr. 77, Stb., I., ( Marien=
platz
), möbl. Z. ſof. zu vm. (*15478ms Neue Schwanenſtraße 72,
2. Stock, fein möbliertes Zimmer
an ſoliden Herrn. (*15505ms Fuhrmannſtr. 8, 2. St. lks.,
ſchön möbl. Zimmer mit ſep. Eing.
per ſofort zu verm. (*15504mso1 Georgenſtr. 9, III., möbl. Zim.
per 1. Juli.
(*15496ms Karlſtraße 46 möbl. Zimmer
zu vermieten.
(*15495 Wohn= u. Schlafzimmer, eleg.
möbl., freie Lag., bei alleinſt. Frau,c
an beſſ. Dame. Näh. Exv. (*15491 Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(12385a 70 Ztr. Kornſtroh, auch
50 in kl. Poſten abzugeben. 125000 Mk. pr. 2. Hyp. auszu=
*15453mf) Pankratiusſtraße 54. leih., auch in Teil. Off. mit all. Ang.

Ein ſeitlangen Jahrenbeſtehendes
Cigarrengeschäft
iſt umſtändehalber zu verkaufen.
Gefl. Off. u. T57 a. d. Exp. (*15284sm

Spezerei=Geschäft
gut renommiert, ſauber eingerichtet
evtl. ſofort zu verm. (*14657smsm
Offerten unter § 2 an die Exped

Wein hieſ. 4X4 Zim.=Haus, giſte
M Lage, Taxe 36000 M., rentabel
vermietet, tauſche gegen kleines
12 Familienhaus in Eberſtadt.
Ausf. Off. u. T 77 Exp. (13704imd

Kleines 2ſtöckiges
2 Zimmerhaus

(10373a
eil, zu verkaufen
Näheres Mühlſtraße 63, 1. St.

Weſchäftshaus in Darmſtadt m.
Toreinf., 4 Stockwerke, 2 Läd.
2 Dreiz.=W. u. 6 Z.=W., 2ſtöck. Seitb.,
Hinterbau mit verſch. Werkſtätten
mit Oberlicht, für kl. Fabrik ſehr
geeignet, bill. zu verk. oder geg. kl.
Landhaus zu vertauſchen. Off. unt

Daus zum Alleinbewohnen,
Orangerie=Allee 14 iſt zum
1. Juli 1912 zu vk. od. z. vm. Näh.
b. Mahr & Markwort, Architekten,
Darmſtadt, Kaſinoſtr. 8. (8367a

In feiner Lage herrſchaftliches
7 Zimmerhaus

Wohnhaus
zweiſtöckig (6 u. 5 Zimmer), mit
Manſarde, in beſter, ruhiger Lage
in Darmſtadt, Ecke der Stein= u.
Hölgesſtraße, mit ſchönem Garten,

Hckhaus in Pfungſtadt, günſtig
gelegen, in dem ein gutgehend.

Preiſe von 6500 Mark mit Einrich=

Eberstadt.

2 Bauplätze
in ſchönſter Lage, Mittel=
punkt
der Stadt, preiswert
vom Beſitzer zu verkaufen.
Offerten unter R 56 an
die Expedition.
(13051a

chöne Bauplätze an
der neu erſchloſſenen Straße

12000 Mk.

(13457a

Auf gutes Haus II. Hypothek
eſ. v. prima Leut. Offert. A R75
hauptpoſtl. Darmſtadt. (13525a

habe ich ſelbſt ſof. in
unt. T 26 an die Exped. (13401a

Angebot.
Gegen eine 1. od. g. 2. Hypo=
thek
verkaufe mein bei Darmſt.
geleg., freiſtehendes Landhaus.
Preis 9800 Mk. Dasſelbe kann
ab: 1. Juli ds. Js. bezogen
werden. Offert. unt. T 15 an
die Exp. ds. Bl.
(13377a

exhält man auf
Darlehen Wechſel, Schuld=
ſchein
, Mobiliar in jeder Höhe,
ſowie Hypotheken=Vermittelung ꝛc.
durch E. Mauthe, Vertr. R. Foege,
Riedeſelſtr. 48, 1. St. Sprechſtund.
von 912 und 26 Uhr, Sonn=
tags
von 91 Uhr. (13171a

Würnberger Spar- u. Darlehnsbank,
e. G. m. b. H. Nürnberg, gibt anſolv.
Leute jed. Standes
135660
Credit bis M. 100

Patente
Gebrauchsmuster, Warenzeicher
erwirkt verwertet schnell un
gut Conrad Köchling, Ing., Mit
glied der Kammer, beeidigte
Gerichts- und Handelskammer
Sachverständiger, Büro Main
Bahnhofstrasse 3, Telefon 27
Ausführliche, lesenswerte Bre
schüre kostenfrei. Erste Refe
renzen.
(13

Iaer!

Eine komplette kombiniert
Maſchinenanlage, ſowie einzeln
Maſchinen unter ſehr günſtige=
Bedingungen abzugeben.
Anfragen erbitte unter Of
T 27 a. d. Exp. d. Bl. (*15162fs
Wegen Wegzug jung verheirate
Leute billig zu verkauſe
eleg. Schlafzimmer mit Perlmu=
und Ebenholzeinl., eleg. Sofan
2 Seſſeln (Tapezierarbeit), 1 Bi
Uebergardinen.
(*15467n
Roßdörferſtraße 43, part.

kann angefahren
Guter Grund werd. i. Akazien=
garten
. Näheres bei L. Enes,
Beſſungerſtraße 66. (B128

Sücht. Wirtsleute ſuchen alshal
oder per 1. Okt. großes, gutes
Lokal, in od. außer der Stadt, auch
mit Gartenwirtſchaft, auf Hekt.
übernehm. Off. T88 Exp. (*15396im

olonialwarengeſchäft z. ve
Kranichſteinerſtr. 59. 1