Inſerate
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175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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ſowie von unſeren Agenturen und
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
inren Beſtell entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Saalezeitung teilt mit, daß die preußiſche
Re=
gierung dem Papſt erklärt habe, daß ein Verbot
oder eine Verdammung der chriſtlichen Gewerkſchaften
die ſofortige Aufhebung der Geſandtſchaft beim
Vati=
kan zur Folge haben würde.
Die öſterreichiſche Regierung verlangte in
einer Erklärung Beſchleunigung der Beratung der
Wehrreform im Ausſchuß und die Erledigung aller
Leſungen bis ſpäteſtens 25. Juni.
Der engliſche Kriegsminiſter Lord
Hal=
dane iſt zum Lordgroßkanzler und
Groß=
ſiegelbewahrer ernannt worden.
Der nationale Exekutivausſchuß der engliſchen
Transportarbeiter hat ſämtlichen
Zentral=
ſtellen des Landes telegraphiſch die Erklärung des
Generalſtreiks empfohlen.
Das ruſſiſche Kaiſerpaar iſt in Moskau
eingetroffen und feſtlich empfangen worden.
Die Retter des Kapitols.
* Unter dieſer Ueberſchrift wird der Köln. Ztg. aus
Berlin geſchrieben: Es wird immer wieder von gewiſſen
Seiten verſucht, durch Verbreitung alberner Erfindungen
Deutſchland bald bei dieſem, bald bei jenem Staate zu
verdächtigen. Dazu gehört auch die von der Nowoje
Wremja ausgeheckte Erfindung, Italien werde eine oder
mehrere der im Aegäiſchen Meere beſetzten Inſeln
dem=
nächſt dem Deutſchen Reiche abtreten, das dann ſeinen
durch den Bau der Bagdadbahn ſchon vorgezeichneten
Gelüſten auf Kleinaſien freien Lauf laſſen würde. Die
Erfindung iſt ſo unbeſchreiblich dumm, daß es uns
eigent=
lich widerſtrebt, uns mit ihr zu beſchäftigen. An
nichts=
nutzigen Unterſtellungen und Beſchuldigungen
Deutſch=
lands hat es niemals gefehlt, aber etwas ſo
Hirnver=
branntes iſt ſeit langer Zeit nicht vorgebracht worden.
Wir würden es deshalb nicht für der Mühe wert halten,
uns überhaupt mit dieſen Dingen zu beſchäftigen, wenn
ſich nicht abermals in ihrer Verbreitung ein offenbares
Syſtem zeigte, das allerdings in unerlaubter Weiſe auf
die Leichtgläubigkeit und Torheit der Leſer rechnet. Der
von der Nowoje Wremja aufgeworfene Ball wird mit
Begeiſterung vom Pariſer Figaro aufgenommen und
ebenſo von der Times, die in einem Petersburger
Tele=
gramm auf die ſchrecklichen Gefahren hinweiſt, die von
der Nowoje Wremja enthüllt werden. Nach dem Figaro
unterliegt es keinem Zweifel, daß die wichtigſten der von
Italien beſetzten türkiſchen Inſeln demnächſt in die
Hände von Deutſchland fallen werden, die dieſes bald in
kräftige Flottenſtationen umwandeln wird. Dieſe
ſoge=
nannte Idee erſcheint dem Petersburger Vertreter des
Figaro außerordentlich bemerkenswert, und dieſer
kun=
dige Thebaner gelangt an der Hand aller möglichen
Er=
wägungen zu dem Schluſſe, daß ſich die in neueſter Zeit.
veränderte Haltung der deutſchen Preſſe gegenüber
Italien — von der wir übrigens nichts wiſſen — nur
durch die jetzt eröffnete Ausſicht auf Abtretung türkiſcher
Inſeln erklären laſſe. Der Dreiverband, ſo wird weiter
gefolgert, müſſe alſo alle Aufmerkſamkeit darauf richten,
daß dieſe ehrgeizigen Abſichten des deutſchen Kaiſers
hintertrieben würden. Drei kapitoliniſche Gänſe, die
Nowoje Wremja, der Figaro und die Times, ſind alſo
aufgeboten worden, um einhellig von den abſcheulichen
Abſichten Deutſchlands auf türkiſche Inſeln zu ſchnattern
und die Türkei gegen Deutſchland ſcharf zu machen. Daß
das in den drei Ländern des Dreiverbandes gleichzeitig
geſchieht, überraſcht uns keinen Augenblick, aber wir
müſſen uns doch darüber wundern, daß die Verbreiter
ſolcher Nachrichten und die Drahtzieher, die dahinter
ſtehen, nicht auf einigermaßen annehmbarere und
glaub=
würdigere Verleumdungen verfallen ſind. Dieſe Herren
müſſen mit ihrem Latein doch ganz gründlich zu Ende
ſein, wenn ſie zu Verhetzungszwecken ihren Leſern nichts
anderes als ſolche in ihrer Abſicht ganz durchſichtige
dumme Räubergeſchichten aufbinden.
Das Ergebnis der Mittelmeerkonferenz
ſoll ein beſonderes Abkommen mit Frankreich,
wenn auch noch kein Bündnis mit der Republik, ſein.
Die Daily Mail bringt an erſter Stelle eine wichtige
Er=
klärung über die Lage im Mittelmeer, von der man
guten Grund hat, anzunehmen, daß ſie die Anſicht der
Regierung wiedergibt.
Herr Asquith und Herr Churchill kehren nach
London zurück. Man darf daher eine amtliche
Er=
klärung über das Ergebnis der Beratungen auf Malta
erhoffen. Die Zuſammenkunft hat gewiſſe Ergebniſſe
erzielt. Es wurde feſtgeſtellt, daß durch die
Notwendig=
keit der Flottenzuſammenziehung in der Nordſee eine
Veränderung der engliſchen Flotten=
und Heeres=Politik im Mittelmeer
erfor=
derlich geworden ſei, um die Stellung=Englands
in den Mittelmeergewäſſern zu
verbeſ=
ſern. Der Plan muß jedoch erſt noch dem Ausſchuß
für die Reichsverteidigung, deſſen Vorſitzender Herr
Asquith iſt, vorgelegt werden. Wir glauben annehmen
zu dürfen, daß der Plan in folgendem beſteht: Das
ſchwache Geſchwader von vier alten gepanzerten
Kreu=
zern, das zurzeit die engliſche Flotte im Mittelmeer
dar=
ſtellt, wird durch moderne Schlachtſchiffe verſtärkt werden.
Zwiſchen Frankreich und Großbritannien
wird eine Verſtändigung über die
gemein=
ſame Verteidigung der beiderſeitigen
Mittelmeer=
intereſſen ſtattfinden. Die genaue Weſensart und die
Grenzen dieſer geteilten Verantwortlichkeit müſſen jedoch
noch beſtimmt werden. Wir glauben aber, daß es ſich
um keine durchgreifende Umgeſtaltung des herzlichen
Einvernehmens handelt. Ein förmliches Bündnis wird
jedenfalls nicht beabſichtigt.
Es liegt auf der Hand, daß ein ſolcher Plan, wie
er auch im einzelnen gedacht ſei, viel Anfeindung
erfah=
ren wird. Nach Meinung vieler in Flotten= und
Meeres=
angelegenheiten erfahrener Leute wäre es weiſer geweſen,
durch Verwendung der 130 Millionen Mark Ueberſchuß
eine beſondere Flotte für das Mittelmeer
zu ſchaffen. Doch ſcheint das der Regierung nicht zu
paſſen, obwohl bereits feſtſteht, daß ein Teil dieſes
Ueber=
ſchuſſes für neue Schiffbauten verwendet werden wird.
Für die Einberufung der Konferenz, die die
engli=
ſchen Intereſſen im Mittelmeer feſtſtellte, iſt in erſter Linie
Lord Kitchener verantwortlich. Die Zuſammenziehung
der Flotte in der Nordſee hat den Garniſonen von Malta,
Aegypten und Gibraltar die für ſie notwendige
Unter=
ſtützung durch die Flotte entzogen. Demgegenüber
ſchei=
nen nur drei Löſungen denkbar: 1. Verſtärkung der
Gar=
niſonen von Malta und Gibraltar. 2. Gänzliche
Zurück=
ziehung der Beſatzungen. 3. Oder: Verſtärkung der
briti=
ſchen Mittelmeerflotte, von der dieſe Garniſonen
ab=
hängig ſind, um Sicherung der Verbindungen gegen
jeden Angriff.
Die Veränderung ihrer Politik iſt, ſo
meint das Blatt am Schluß, der britiſchen Regierung
durch zwei Tatſachen aufgenötigt worden: 1. den
italie=
niſch=türkiſchen Krieg, und 2. die zunehmende Stärke der
öſterreichiſchen und italieniſchen Flotte, die durch den
Dreibund mit Deutſchland zuſammenſtehen.
Deutſches Reich.
Zweikaiſer=Begegnung. Die Meldung
des Temps, daß Kaiſer Wilhelm und Zar Nikolaus in
der erſten Juliwoche eine Zuſammenkunft in den
finni=
ſchen Schären haben würden, wird von unterrichteter
Seite weder beſtätigt noch beſtritten. Da eine derartige
Monarchenbegegnung ſchon vor geraumer Zeit als
mög=
lich erörtert worden iſt, könnte es nicht überraſchen, wenn
die jetzt angekündigte Zuſammenkunft tatſächlich
ſtattfände.
— Die Wahl in Bingen=Alzey. Die
Kreisämter des Reichstagswahlkreiſes Bingen=Alzey
ſind eben mit den amtlichen Ermittelungen und der
Be=
weiserhebung über die Proteſte gegen den
Reichstags=
abgeordneten Dr. Becker beſchäftigt. Ein Teil
derjeni=
gen Proteſtfälle, die nach Anſicht der
Wahlprüfungskom=
miſſion des Reichstags den Verdacht von ſtrafbaren
Handlungen in ſich ſchließen, iſt vom heſſiſchen
Mini=
ſterium den zuſtändigen Amtsgerichten zur Aufklärung
und zu eventuellen eidlichen Zeugenvernehmungen
überwie=
ſen worden. Das Bureau des Reichstags hat,
Blätter=
meldungen zufolge, die heſſiſche Regierung um Beſchleu=
nigung des Ermittelungsverfahrens über die
angefoch=
tene Reichstagswahl in Bingen=Alzey gebeten, damit die
Entſcheidung über die Gültigkeit der Wahl ſofort nach
Wiederzuſammentritt des Reichstags (gegen Ende
No=
vember) getroffen werden kann. Eine Neuwahl kann
nach dem jetzigen Stande des Wahlprüfungsverfahrens
vor Ende Januar oder Anfang Februar 1913 nicht
ſtatt=
finden.
— Reichshandwerkerkonferenz. Die
zweite ſog. Handwerkerkonferenz im Reichsamt des
In=
nern, die im engſten Kreiſe ſtattfand — es waren nur je
vier Vertreter des Handwerks und der Induſtrie
gela=
den — hatte wie die erſte im vorigen Jahre nur den
Zweck eines Gedankenaustauſchs, Beſchlüſſe wurden nicht
gefaßt. Was die Löſung der Frage Fabrik oder
Hand=
werk angeht, ſo waren die Beteiligten übereinſtimmend
der Meinung, es müſſe eine Inſtanz geſchaffen werden,
der die Entſcheidung von Streitfällen obliege, damit man
eine Einheitlichkeit der Entſcheidungen erziele. Für eine
geſetzliche Abgrenzung der Begriffe Fabrik und
Hand=
werk war gar keine Stimmung mehr. Eingehend ſſprach
man ſich aus über die Heranziehung der Induſtrie zu
den Koſten der Lehrlingsausbildung im Handwerk,
ſo=
wie über die Prüfung von Fabriklehrlingen, ohne indes
ſchrr zu einer Uebereinſtimmung zu gelangen. Dagegen
herrſchte eine erfreuliche Einmütigkeit darin, daß, wie
wir es jüngſt empfohlen haben, Handwerk und Induſtrie
ſich mehr zu gemeinſamer Arbeit finden müßten, ſtatt
ihre grundſätzliche Verſchiedenheit ſtets zu betonen.
— Herabſetzung der Altersgrenze für
den Bezug der Altersrente. Auf der Mitte
vorigen Monats im Reichsamt des Innern mit
Sachver=
ſtändigen und Vertretern der Bundesregierungen, der
Landesverſicherungsanſtalten und der
Berufsgenoſſen=
ſchaften abgehaltenen Konferenz wurde eine Kommiſſion
aus fünf Mitgliedern eingeſetzt, deren Aufgabe es ſein
ſoll, die für die künftigen Entſchließungen der
geſetzgeben=
den Körperſchaften notwendigen ſtatiſtiſchen Unterlagen
zu beſchaffen. Die Kommiſſion wird ihre Arbeiten
zu=
nächſt in Dresden aufnehmen und dabei der dortigen
Landesverſicherungsanſtalt ein Verfahren feſtſtellen zur
Auszählung ſämtlicher Verſicherungskarten in den
Alters=
klaſſen vom 60. bis 65. Lebensjahr. Eine ſolche
Aus=
zählung werden dann ſämtliche
Landesverſicherungs=
anſtalten vorzunehmen haben. Hierdurch ſoll feſtgeſtellt
werden, wieviel Verſicherte in jeder Altersklaſſe
vorhan=
den ſind, die bei einer Herabſetzung von 65 auf 60 Jahre
Anſpruch auf den Bezug der Altersrente hätten. Auf
dieſe Weiſe wird es möglich ſein, feſtzuſtellen, ob die
bis=
herige Schätzung über die finanzielle Belaſtung, die mit 30
Millionen Mark angenommen war, von denen 10
Milli=
onen auf die Reichskaſſe entfallen, zutreffend iſt.
— Frhr. v. Erffa. Der erſte Vizepräſident des
preußiſchen Abgeordnetenhauſes Dr. Porſch widmet dem
verewigten Präſidenten von Erffa folgenden Nachruf:
Der Präſident des Hauſes der Abgeordneten, Hermann
Hartmann Frhr. v. Erffa, Majoratsherr auf Schloß
Wernburg (Thüringen), Kammerherr, Rittmeiſter der
Landwehr a. D. und Ehrendoktor der Univerſität Halle
iſt auf ſeiner Beſitzung Wernburg in Thüringen nach
kurzem, ſchweren Leiden entſchlafen. Der Heimgegangene
gehörte dem Hauſe ſeit 1885 als Vertreter der
thüringi=
ſchen Kreiſe Schleuſingen=Ziegenrück an und war ein
hervorragendes Mitglied der konſervativen Fraktion, in
der er in den letzten Jahren das Amt des Vorſitzenden
bekleidete. Den Vorſitz in der Budgetkommiſſion führte
er ſeit 1898 bis zu ſeiner im Januar ds. Is, erfolgten
Wahl zum Präſidenten des Hauſes. In den beiden
ar=
beitsreichen und verantwortungsvollen Aemtern legte der
Verewigte ſtets die größte Gewiſſenhaftigkeit und
Pflicht=
treue an den Tag. Das Andenken des verdienten und
verehrten Mannes wird dem Abgeordnetenhauſe allezeit
teuer ſein.
Zu der Tagung der chriſtlichen
Ge=
werkſchaften, an denen die Führer von 23
chriſt=
lichen Gewerkſchaften teilnehmen, wird mitgeteilt, daß
die Konferenz der Einberufung eines allgemeinen
Ge=
werkſchaftskongreſſes galt. Man kam überein, einſtweilen
ſich abwartend zu verhalten. Sollten aber aus Rom
keine beruhigenden und befriedigenden Erklärungen
erfol=
gen, ſo werde man zur Regelung der Unklarheit einen
Kongreß einberufen, der aber keineswegs als eine
Kund=
gebung gegen den Papſt zu betrachten wäre. Schon mit
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Inni 1912.
Nummer 136.
Rückſicht auf die evangeliſchen Mitglieder aber müßte
Klarheit geſchaffen werden und der Schein vermieden
werden, als ob hinter deren Rücken Geheimniſſe
ver=
handelt oder vereinbart würden.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Eine Erklärung der öſterreichiſchen
Regierung zur Wehrreform. Am Montag
nachmittag verſammelten ſich die Obmänner der Klubs
des öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſes ſowie der
Prä=
ſident des Abgeordnetenhauſes Dr. Sylveſter bei dem
Miniſter des Innern, der im vollen Einvernehmen mit
dem durch Krankheit am Erſcheinen verhinderten
Mini=
ſterpräſidenten namens der Geſamtregierung eine
Er=
klärung abgab, in der er betonte:
Das internationale Preſtige der Monarchie, unſere
Bündnisfähigkeit ſowie die Sicherung der von uns ſtets
feſtgehaltenen Politik eines ehrenvollen Friedens
erfor=
dern eine termingemäße Inkraftſetzung der
Wehr=
reform. Ebenſo verlangen dies die militäriſchen
In=
tereſſen, wie auch die Intereſſen der Bevölkerung ſelbſt,
die die in den Vorlagen enthaltene Erfüllung zahlreicher
dringender Wünſche erwartet. Die Aushebung muß
un=
ter allen Umſtänden bereits auf der Baſis des neuen
Wehrgeſetzes, das heißt unter dem Geſichtspunkte der
zweijährigen Dienſtzeit erfolgen. Die bisher im anderen
Staate der Wehrreform entgegenſtehenden
Schwierigkei=
ten erſcheinen wohl angeſichts der Annahme des Geſetzes
im ungariſchen Abgeordnetenhauſe behoben. Für alle
verantwortlichen Faktoren des Reiches erwächſt daher
die Pflicht, unter allen Umſtänden auch bei uns
Voraus=
ſetzungen für das Inkrafttreten der Vorlagen zu ſchaffen.
Die Verquickung der Angelegenheit mit irgend welchen
ſonſtigen Fragen würde dem Ernſt des Augenblicks nicht
entſprechen, ebenſo wie die Regierung die Bewilligung
der Vorlagen lediglich als eine unbedingte
Staatsnot=
wendigkeit, nicht etwa als einen konſtitutionellen
Ver=
trauensbeweis anſpricht. Die Regierung verlange daher
eine entſprechende Beſchleunigung der Beratungen im
Wehrausfchuß, den Beginn der zweiten Leſung der
Wehr=
vorlagen bis ſpäteſtens 17. Juni, ſowie die Erledigung
aller Leſungen bis ſpäteſtens 25. Juni, damit noch eine
terminmäßige Erledigung des Budgetproviſoriums
mög=
lich ſei. Am Schluß der Konferenz betonte der Miniſter
des Innern, daß die Regierung den zitierten § 14, der
doch nur ein Notbehelf ſei, gewiß nicht wolle. Wenn
das heutige Vorgehen der Regierung als ein
ungewöhn=
liches bezeichnet werde, ſo gebe dies der Miniſter auch
ohne weiteres zu, es ſei aber auch die Situation
unge=
wöhnlich.
Im ungariſchen Abgeordnetenhauſe
ſetzten am Montag einige Abgeordnete der polizeilichen
Ausweiſung langwierigen Widerſtand entgegen. Die
Abgeordneten Inſth, Polonyi und Fernbach ließen ſich
nach ihrer Entfernung aus dem Beratungsſaal auf einer
Bank in den Wandelgängen nieder und waren erſt nach
langem Parlamentieren zu bewegen, das
Parlaments=
gebäude zu verlaſſen. Andere Abgeordnete zogen ſich in
die Buffeträume zurück. Die Polizei entfernte ſie
Eröffnung der Sitzung erklärte Präſident Tisza, er müſſe
die Angelegenheit dem Immunitätsausſchuß
unterbrei=
ten, damit Vorkehrungen getroffen werden, um den
Miß=
brauch der Beratungszeit des Hauſes zu beenden. Hierauf
verhängte der Immunitätsausſchuß über eine Anzahl
von Abgeordneten die Ausſchließung von 15 Sitzungen,
andere wurden verurteilt, Abbitte zu leiſten. Das
Ab=
geordnetenhaus begann um 1 Uhr die Beratung über
die Gewährung von Zulagen an kinderreiche
Beamten=
familien. Nachmittags um 1 Uhr kamen drei
Batail=
lone Infanterie vor dem Parlament an und umzingelten
in hundert Schritt Entfernung jene Hälfte des Gebäudes,
in der ſich das Abgeordnetenhaus befindet. Um 3 Uhr
20 Min. langten die oppoſitionellen Abgeordneten vor
dem Militärkordon an. Man verwehrte ihnen den
Durch=
laß, worauf ſich ein heftiger Wortwechſel entſpann. Als
die Abgeordneten nicht weichen wollten, ertönte ein
Hornſignal und berittene Poliziſten ſprengten bis in die
unmittelbare Nähe der Abgeordneten vor, die ſich dann
allmählich zerſtreuten. 14 Mitglieder der Oppoſition,
die nicht ausgeſchloſſen worden waren, kamen in den
Sitzungsſaal, verließen ihn jedoch auf Wunſch
Appo=
nyis noch vor dem Beginn der Sitzung.
Frankreich.
Der Wahlreformausſchuß der Kammer
erklärte ſich nach einer Beſprechung mit dem
Miniſter=
präſidenten mit dem Regierungsentwurf einverſtanden,
der vorausſichtlich bereits in der nächſten Woche im
Ple=
num zur Beratung gelangen wird. Dem Echo de Paris
zufolge iſt die Regierung überzeugt, daß der Entwurf
eine große Mehrheit finden wird.
England.
Veränderungen im engliſchen
Kabi=
nett. Wie das Reuterſche Bureau erfährt, iſt der
Lord=
großkanzler und Großſiegelbewahrer Earl of Loreburn
zurückgetreten und Kriegsminiſter Haldane zu ſeinem
Nachfolger beſtimmt worden. Parlaments=Unterſekretär
im Kriegsamt Oberſt Seely wird der Nachfolger
Hal=
danes. Es heißt, Earl Loreburn ſei aus
Geſundheits=
rückſichten zurückgetreten.
Serbien.
Ablehnung der Kreditvorlage. Der
Fi=
nanzausſchuß der Skupſchtina lehnte die
Regierungsvor=
lage über einen außerordentlichen Kredit von 2500000
Dinars ab.
* London, 10. Juni. Grey gab heute im
Fo=
reign Offiee ein Diner zu Ehren des ſcheidenden
Bot=
ſchafters Grafen Wolff=Metternich. Es iſt das
erſtemal, daß einem ſcheidenden Botſchafter ein
Abſchieds=
diner im Foreign Office gegeben wird.
* Brüſſel, 11. Juni. Geſtern iſt allgemein in
allen Induſtriegegenden die Arbeit wieder
auf=
genommen worden. Als Beweis dafür, daß die
Ruhe wiedergekehrt iſt, mag dienen, daß die
Königs=
familie geſtern nach Oſtende übergeſiedelt iſt und der
Miniſtervräſident einen Erholungsurlaub von drei
Wo=
chen nach Frankreich angetreten hat.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 12. Juni.
* Vom Hofe. Prinz und Prinzeſſin Viktor zu
Erbach=Schönberg trafen am Sonntag, den 9. d. Mts.,
mittags gegen 1 Uhr im Jagdſchloß Wolfsgarten ein
und kehrten abends 10 Uhr 30 Min. nach Darmſtadt
zurück. Am Montag, den 10. d. Mts., nachmittags gegen
½4 Uhr, trafen Prinz und Prinzeſſin Viktor zu Erbach=
Schönberg in Wolfsgarten ein und nahmen daſelbſt
Wohnung. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen wurde dem Schulamtsäſpiranten
Adolf Schultheis aus Marburg a. d. Lahn eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Ulrichſtein, Kreis
Schotten.
* Das Großh. Regierungsblatt Nr. 23 vom
11. Juni hat folgenden Inhalt: 1. Nachtrag zu den
Statuten des Ludewigsordens. 2. Verordnung, die
Ausführung des Reichsgeſetzes vom 20. Dezember 1911
über die Aufhebung des Hilfskaſſengeſetzes betreffend.
3. Bekanntmachung, die dienſtliche Benennung der
Aſſiſtenten der Großh. Dampfkeſſelinſpektion betreffend.
4. Bekanntmachung, die Aufhebung der Großh.
Bezirks=
kaſſe Wöllſſtein betreffend.
g. Schwurgericht. Das Schwurgericht verhandelte
geſtern gegen den 22jährigen früheren Kreisamtsgehilfen
Heinrich Bergmann aus Bensheim wegen
Verbre=
chens im Amte. Vertreter der Anklage iſt Staatsanwalt
Dr. Krug, Verteidiger des Angeklagten Juſtizi
Hallwachs. Der Angeklagte gibt die ihm zur L
gelegten Straftaten zu, beſtreitet jedoch, Beamter i
Sinne des Geſetzes geweſen zu ſein. Er kam am 2. Ap
1907 als Schreibgehilfe ohne Vergütung an das Krei
amt Bensheim und wurde im November 1907 dur
Handſchlag an Eidesſtatt verpflichtet, die ihm obliege
den Arbeiten nach Ehre und Gewiſſen ordnungsgeme
auszuführen. Zuletzt bekam er eine monatliche Verg
tung von 75 Mark. Zu ſeinen Obliegenheiten gehör
die Ausfertigung beſtimmter ſtempelpflichtiger Urku
den, war jedoch nicht befugt, Gelder für Stempelmark
in Empfang zu nehmen. Doch wurde es ſpäter ſtillſchwe
gend geduldet, daß er in Abweſenheit des hierzu befu
ten Beamten beſtimmte Stempelurkunden ſelbſtä
dig erledigen und die Stempelbeträge hierfür en
gegennehmen konnte. So nahm er im allgeme
nen auch die Eingaben auf Genehmigung zu
Verkauf von Zuckerwaren oder Südfrüchten a
Sonntagen entgegen, die mit einer Stempelmarke ve
1,50 Mark verſehen ſein müſſen. Er hat nun in verſchie
denen Fällen bei mündlicher Entgegennahme dieſer Eit
gaben überhaupt kein ſchriftliches Protokoll angefertig
ſondern einfach den Stempelbetrag für ſich behalten. J
anderen Fällen hat er von alten Aktenſtücken bereits ver
wendete und entwertete Marken abgelöſt und dieſelbe
nochmals verwendet. Hier hat er etwa 25 bis 30 Mar
veruntreut. Später dehnte er dieſe Manipulationen au
andere Stempel aus. So unterſchlug er am 29. Mär=
1912 80 Mark für 8 Jahreskarten für Muſikinſtrument=
und Verkaufsautomaten. Die Stempel hierzu entnahn
er wiederum älteren Aktenſtücken und änderte das
Ent=
wertungsdatum entſprechend um. Im ganzen hat de
Angeklagte nach ſeiner Angabe in den Jahren 1910 bi
1912 die Kreiskaſſe um etwa 300 Mark geſchädigt. Zu
den Betrügereien will er durch ſeinen Verkehr mit Stu
denten und Franzoſen, die in Bensheim logierten, ver
führt worden ſein, da er in deren Geſellſchaft viel Gelk
verbrauchte. Er wohnte bei ſeinen Eltern und erhiel
ein wöchentliches Taſchengeld von 2,50 Mark. Als
Beam=
ter habe er ſich darum nicht gefühlt, weil er nicht
ange=
ſtellt war und jeden Tag entlaſſen werden konnte. — Die
Geſchworenen verneinten die Schuldfrage nach
Unter=
ſchlagung im Amt in amtlicher Eigenſchaft und bejahten
die Fragen nach Unterſchlagung ihm anvertrauter
Stem=
pelmarken und Geldbeträge, ſowie der Verwendung be
reits entwerteter Stempelmarken und bejahten auch die
Frage nach mildernden Umſtänden. Das Gericht
verur=
teilte den Angeklagten zu 4 Monaten Gefängnis,
Monat der Unterſuchungshaft wurde ihm auf die
Strafe angerechnet und der Haftbefehl aufgehoben. Der
Staatsanwalt hatte 6 Monate beantragt.
ng. Strafkammer. Wegen gemeinſchaftlichen
Dieb=
ſtahls hatten ſich geſtern die drei Tagelöhner Stephan
Dony, Friedrich Gerhardt und Chriſtoph
Gutt=
mann aus Darmſtadt vor der Strafkammer zu
verat=
worten. Sie hatten am 15. März bei den
Kabelverlegungs=
arbeiten bei der Bahnlinie Darmſtadt-Aſchaffenburg
liegen gebliebene Stücke der Kabel, ein Stück von 5
Meter Länge und einige kurze Stücke entwendet und
wurden bei dem Fortſchaffen von einem Polizeibeamien
erwiſcht. Sie hatten auch den Diebſtahl zugeſtanden.
der darauf folgenden Strafkammerverhandsung
wider=
riefen ſie dann dies Geſtändnis und die Verhandlung
mußte zwecks Beweiserhebung vertagt werden,
Die=
geſtrige Verhandlung wurde nun wiederum vertagtum
den Angeklagten Dony auf ſeinen Geiſteszuſtand
Untel=
ſuchen zu laſſen. Gerhardt, der ſich in Haft befand,
wurde auf freien Fuß geſetzt. — Wegen fahrläſſiger
Tö=
tung hatte ſich der 43jährige Hilfsweichenſteller Jakob
Suderleith aus Münſter zu verantworten.
Suder=
leith war auf dem Bahnhof Ober=Roden als
Hilfswei=
chenſteller tätig und ſoll durch ſein Verſchulden den Tod
des Arbeiters Adam Schwarzkopf verurſacht haben. Am
23. Dezember 1911, abends um 7 Uhr, kam von
Offen=
bach der fällige Perſonenzug auf dem Bahnhof Ober=
Roden auf Gleis 2 an und führte eine defekte
Loko=
motive mit ſich. Dieſe Maſchine ſollte in Ober=Roden
zwecks Reparatur ausrangiert werden. Der Angeklagte
veranlaßte nun den Lokomotivführer Körte dazu, die
Lokomotive aus dem Zug zu rangieren. Als der ganze
Zug auf ein anderes Gleis geführt war, gab der Ange=
Die Feinde des Waldes.
Von Georg Roedler.
Ueber dem Föhrenwald liegt heller Sommerglanz.
Warm fallen die Sonnenſtrahlen durch die lichten
Kiefern=
kronen auf den heißduftenden, mit dichter Nadelſtreu
über=
lagerten Heideboden. Kaum vermag das dünne
Kronen=
dach dem gleißenden Tageslicht den Eintritt zu wehren.
Tiefe Stille herrſcht im Wald, nur aus den
Gezwei=
gen der ſchlankwüchſigen Beſtände rieſelt es
ununter=
brochen leiſe hernieder. Dort ſind die Feinde des Waldes
an der Arbeit. Tauſende und Abertauſende von Raupen
ſind da droben in den Baumwipfeln tätig. Mit ſcharfen
Zangen beißen und nagen ſie die dunkel glänzenden
Kie=
fernnadeln durch; was ſie nicht verzehren, laſſen ſie
ver=
ſchwenderiſch zu Boden fallen. Halb entnadelt ſtehen ſchon
die vor wenigen Wochen noch ſo vollbuſchigen
Kiefern=
kronen. Unermüdlich ſind die Zerſtörer an der Arbeit,
unaufhaltſam breiten ſie ſich aus, und dort, wo ſie geweſen
ſind, da dehnt ſich auf weite Flächen hin entnadelt, ertötet,
kahläſtig, ein Bild des Jammers, der einſt ſo prächtige
Wald.
Nicht untätig ſteht der Menſch, und nicht unerwartet
kamen ihm die Waldverderber. An auffallend vielen
Flug=
faltern und Nachtſchmetterlingen erkannte er ſchon im
Vorjahre die nahende Gefahr. Moos und Streu bargen
mehr überwinternde Raupen, mehr dunkel glänzende, oft
in einen ſeidenen oder wolligen Mantel gehüllte Puppen
wie gewöhnlich. Den aufkriechenden Raupen den Weg zu
dem Nahrungsfeld, den Baumwipfeln, zu verlegen,
glät=
tete der Menſch an vielen tauſenden von Baumſtämmen
in Manneshöhe auf Handbreite die rauhe Borke, bis die
helle rote Innenſeite der dicken Rinde hervortrat. Auf
den „gerötelten” Gürteln” trug er zähklebrigen Harzleim
auf, den ſpäter an den Stämmen hinaufkletternden
Rau=
pen ein Hindernis zu bieten. Umſonſt, über die
angekleb=
ten Leichen der Voraufmarſchierenden drängen ſich die
Scharen der Nachzügler, und unaufhaltſam ergießt ſich
das Heer der Schädlinge über die Wipfel des armen, dem
Untergange geweihten Waldes. Machtlos ſteht der Menſch,
an der Ueberzahl der Feinde erlahmt ſeine Kraft.
Da naht Hilfe! Was der ſtarke Herr der Erde nicht
fertig gebracht, das verſuchen jetzt kleine, ſchwache
Ge=
ſchöpfe, die Waldſänger, die Vögel. Von weit her
kom=
men ſie heran; der überreich gedeckte Tiſch hat ſie angelockt
Der gefräßige Kuckuck, der gierige Eichelhäher, der ſcheue
Pirol ſtürzen ſich auf die Maſſen der Kriechlinge, und
namentlich dem Kuckuck iſt ſelbſt die widerlichſte,
rauh=
haarigſte, von anderen Vögeln mit Abſcheu verſchmähte
Raupe ein willkommener Leckerbiſſen. Aber auch die
kleinen und kleinſten Vogelarten, vor allem die niedlichen
Meiſen, kommen heran. Unermüdlich flattern und
ſchlüp=
fen ſie von Aſt zu Aſt, von Zweig zu Zweig; von unten
und von oben wird jedes Rindenſtück abgeguckt, ob
nir=
gends ein Schmetterling, ein noch ſo verborgenes
Räup=
chen, ein angeklebtes Häufchen Inſekteneier ſich findet.
Was ſie alles im LLaufe der Wochen und Monate
verſchlin=
gen an ſchädlichen Lebeweſen, entzieht ſich jeder
menſch=
lichen Berechnung. Aber mag auch deren Zahl in
Viel=
hunderttauſende gehen, an der Uebermacht der Feinde
ſcheitert endlich auch das eifrige Bemühen der gefiederten
Waldbewohner.
Neue Hilfstruppen ziehen heran, kleine, unſcheinbare
Tiere, doch wohlbewaffnet und gerüſtet. Auf ſtarren,
gläſernen Flügeln kommen ſie hergeglitzert; die lange
Lanze iſt ihr Kriegszeug. Es iſt das Heer der
Schlupf=
weſpen und Raupenfliegen, der Ichnemoniden und
Ta=
chinen. — Plötzlich im ſchnellen Fluge anhaltend, ſteht eine
regungslos über der eifrig freſſenden Raupe. Da zuckt
auch ſchon der lange Lanzenſchaft auf den fleiſchigen
Rücken des Opfers hernieder, mit zähem Aufſchnellen
quittiert das den empfangenen Stich, dann frißt es ruhig
weiter. Aber ſchon iſt es zu ſpät. Der kurze Augenblick
war genügend, das Weſpenei durch den langen Legeſtachel
in die Rückenhaut des Waldverderbers zu betten. Geſchützt
vor jeglichem äußeren Einfluß entwickelt ſich im weichen
Raupenkörper das Ei — oftmals ſind es auch viele —
weiter auf Koſten ſeines Wirtes. Noch ſcheint der Raupe
nichts zu fehlen, nur ihre Freßluſt mindert ſich, ſie
ver=
puppt ſich früher wie ſonſt. Doch als die Ruhezeit um
iſt, da entſteigt der geöffneten Puppenhülle nicht wie ſonſt
ein Schmetterling, ſondern eine Schlupfweſpe; bereit, nach
kurzer Zeit wieder ihre Art zu erhalten durch
rückſichts=
loſe Vernichtung eines anderen Geſchöpfes.
Und während den freſſenden Raupen in der Luft ein
raſchbeflügelter Feind erwachſen iſt, erſtehen auch drunten
auf der Erde und an den Stammteilen gefährliche,
ſchnell=
füßige Gegner. In raſchem Laufe ſuchen die ſtarkkieferigen
Raubkäfer, die zahlreichen, bald grün=gold ſchimmernden,
bald in rauhes dunkles Gewand gekleideten
Laufkäfer=
arten, der prächtige Puppenräuber, die zahlreichen
Amei=
ſen, Boden und Rindenſpalten nach Falkern, Larven und
Brut al
Gegen das Wirken dieſer Mordinſekten erſcheint ſelbſt
die emüge Tätigkeit der=Waldpögel gering. Unendlich
größer iſt die Zahl der Schädlinge, die den Schlupfweſpen
zum Opfer fallen, als derer, die ihr Ende im Vogelmagen
finden. Ja, jetzt erleben wir ſogar, daß die nützlichſten
Vögel unter Umſtänden ſchädlich wirken können. Denn
jeder Vogel, der jetzt eine von Ichneumon bereits
ange=
ſtochene Raupe verzehrt, begeht nun, ſtreng genommen,
keinen Nutzen mehr, ſondern er hilft die Zahl der
Raupen=
feinde verringern.
Doch auch die Kräfte der Raubweſpen erweiſen ſich
machtlos gegen die Ueberzahl der Gegner. Keine
Ab=
nahme der gefährlichen Waldfeinde iſt zu bemerken. Da
naht die letzte Hilfe. Unendlich kleine, nur mit ſchärfſter
Vergrößerung zu bemerkende Feinde: Von Windeshauch
geweht kommen kleinſte Lebeweſen, unſichtbare
Pilzſtäub=
chen, angeflogen. Sie finden ihren Weg in das Innere
der Schädlinge, und nun beginnt ein maſſenhaftes,
grauen=
volles Sterben im Walde. Gelähmt, ermattet, erſchlafft,
von tödlicher Schlafkrankheit befallen, hängen die vor
kur=
zem noch ſo freßeifrigen Raupen an Stamm und Aſt; in
Verweſung geht faſt ſchon zu Lebzeiten ihr weicher
Kör=
per über und endlich, endlich iſt die Raupenplage beendet.
Was dem Menſchen, den Vögeln, den Inſekten in
manch=
mal jahrelanger Arbeit nicht gelang, das vollführte in
kürzeſter Zeit das unſichtbare Heer der Kleinpilze, der
Seuchenerreger.
Aber wie ſieht es nun im Walde aus! Stundenweit,
wo ſonſt friſch grünende Kiefernhallen ſich dehnten, da
ſteht jetzt kahler, toter Wald. Neue Gefahren nahen ſich;
das Zerſtörungswerk zu vollenden, fallen andere
Kerb=
tiere, die Borkenkäfer, die abſterbenden Stämme an. Jetzt
gilt es, das kränkelnde tote Holz ſo raſch wie möglich zu
fällen, zu entrinden und ſchleunigſt aus dem Walde zu
ſchaffen, um jede Brutgelegenheit für neue=Schädlinge
zu beſeitigen. Doch der außergewöhnliche, bedeutende
Holzeinſchlag überfüllt den Markt, ſtarke Holzentwertung,
große Geldverluſte ſtehen bevor. Oft traten ſie in
frühe=
ren Jahren ein. Doch größere kaufmänniſche Schulung,
erweiterte, durch ſtändigen Aufſchluß neuer Verkehrswege
geſchaffene Abſatzgebiete ſetzen ſeit längerer Zeit die
Forſt=
verwaltungen immer mehr in Stand, günſtigere Verträge
mit den Holzhändlern abzuſchließen, um ein Verteilen
der überſchüſſigen Hölzer auf größere Zeit= und
Orts=
räume zu ermöglichen und dadurch den erwähnten
Ge=
fahren erfolgreich zu begegnen. —
Nicht immer ſind es dieſelben Feinde, die den Wald
bedrohen. In unſeren großen Kiefernwaldungen wütet
zeitweiſe neben der weniger ſchädlichen Kiefernblattweſpe
die behaarte Raupe des Kiefernſpinners, eines ziemlich
Nummer 136.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Seite 3.
klagte dem Körte den Auftrag, durch Gleis 2 zum
Loko=
motivſchuppen zu fahren. Er tat dies lediglich, um den
Körte, der bereits dienſtfrei war, nicht länger warten zu
laſſen. Inzwiſchen war ein weiterer Zug auf Gleis 3
bereitgeſtellt worden, der von Ober=Roden nach
Sprend=
lingen fahren ſollte. Da zu dieſem Zug ſtets großer
Andrang herrſcht, ſtrömten ſofort viele Menſchen hinüber
über Gleis 2, das die defekte Maſchine benutzen ſollte.
Der Lokomotivführer gab Signale mit der Dampfpfeife.
da die Glocke nicht in Ordnung war. Das Publikum
beachtete auch das Näherkommen der Maſchine und
räumte das Gleis. Nur der verunglückte Adam
Schwarz=
kopf wollte anſcheinend noch über das Gleis, wurde von
der Maſchine erfaßt und umgeworfen. Er iſt ſpäter an
den erlittenen Verletzungen erlegen. Es wird nun dem
Angeklagten vorgeworfen, daß er ein Hauptgleis zum
Rangieren benutzte, ohne daß er den Fahrdienſtleiter
benachrichtigte, der alſo nicht in der Lage war, das
be=
nutzte Gleis räumen zu laſſen. Das Gericht erkannte
auf Freiſprechung, da ſich aus der
Beweisauf=
nahme ergab, daß auch dann keine anderen
Vorſichts=
maßregeln ergriffen worden wären, wenn der
Fahr=
dienſtleiter von dem Paſſieren der Lokomotive gewußt
hätte. — Angeblich um die ſchöne Ausſicht zu genießen, iſt
der 25jährige Schloſſer Johann Steyer aus Fiſchbach
am 5. Mai in einen Neubau in der Nähe der
Lands=
kronſtraße eingeſtiegen. Es wurde jedoch feſtgeſtellt, daß
er mehrere in dem Neubau befindliche Werkzeugkiſten
mit Gewalt aufgebrochen hatte Er wurde wegen
ſchwe=
ren Einbruchdiebſtahls im Rückfall zu 1 Jahr
Ge=
fängnis und 3 Jahren Ehrverluſt verurteilt.
* Poſtkartenwoche der Großherzogin. Wir hören auf
Anfrage von der Geſchäftsſtelle, daß Bromſilberkarten
ge=
wöhnlich für 15 bis 20 Pfg. verkauft werden und bemerken
dazu folgendes: In der Poſtkartenwoche wurden
Brom=
ſilberkarten im Vorverkauf für 8 Pfennige (ſpäter für 10
Pfennige) abgegeben. Wer dieſe Karten gekauft hat, erhielt
alſo ein vollſtändiges Aequivalent dafür. Da die Karten
ſchon am zweiten Tage faſt vergriffen waren, wurden ſie
vom Publikum manchmal mit 20 und 30 Pfennigen bezahlt.
Es handelt ſich alſo hier nicht um eine Veranſtaltung auf
Koſten des wohltätigen Publikums. Dasſelbe gilt für die
Flugpoſt, die, abgeſehen davon, daß ſie die erſte iſt, bei den
bekannten Bedingungen des Reichspoſtamts wohl kaum
mehr ſo wohlfeil eingerichtet werden kann und bei der im
übrigen die Einnahmen in Frankfurt faſt denen in Heſſen
gleichen und zirka 2000 Beſtellungen aus ganz Deutſchland
vorliegen, nach denen von Darmſtadt aus Luftpoſtkarten
verſandt werden ſollen.
Das Poſtluftſchiff „Schwaben” kommt heute
Mittwoch, vorausſichtlich ſchon um 6 Uhr nachmittags.
Etwa 60 Kilogramm Poſt werden mit Fallſchirm
herunter=
gelaſſen. Das Luftſchiff ſteigt, ohne zu landen, bis auf
zirka 50 Meter herunter. Ein Seil wird herabgeworfen,
das 70 Meter lang iſt. Daran befindet ſich ein
Karabiner=
haken, der von den Poſtbeamten raſch in den Ring des
bereitgehaltenen Poſtſackes eingehakt wird. Das Poſtſeil
läuft mit Gegengewicht auf einer Rolle, ſo daß es ſofort auf
halbe Höhe hinaufgezogen werden kann (der Gebäude uſw.
wegen), und wird dann während der Weiterfahrt in die
Gondel gebracht. Dasſelbe Verfahren wiederholt ſich in
Offenbach, Worms und Mainz.
* Neue Flugpoſtkarten. Von den Veranſtaltungen
zur Poſtkartenwoche der Großherzogin am Montag
nach=
mittag ſind drei verſchiedene Aufnahmen zu Anſichtskarten
verwandt worden, die bereits im Laufe des heutigen
Vor=
mittags zur Ausgabe als Flugpoſtkarten gelangen werden.
Eine Aufnahme zeigt die Begrüßung des
Großherzogs=
paares bei der Ankunft auf dem Exerzierplatz durch vier
Galapoſtillone; eine zweite Aufnahme zeigt Leutnant
v. Hiddeßen in ſeinem Poſt=Flugzeug Gelber Hund” und
die dritte die Auswechſelung der Poſtſäcke mit den
Poſt=
karten. — Die Karten ſind zum Preiſe von 20 Pfg. in allen
Verkaufsſtellen erhältlich.
* Feſthaus=Verein Darmſtadt. Nachdem unlängſt von
Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog dem Feſthausfonds
eine Stiftung von 21000 Mark, von ungenannter Seite
1000 Mark zugewandt wurden, iſt jetzt durch die
MMuni=
fizenz des Herrn Generals und der Frau Baronin Max
von Heyl dem Verein eine weitere Schenkung gemacht
worden in einer Spende von 10000 Mark. Mit größter,
dankbarer Freude iſt dieſe hochherzige Stiftung zu
be=
grüßen. Handelt es ſich hier doch um einen Zweck, der
nicht einzelnen Wenigen, ſondern vielen Tauſenden
un=
ſerer feſt= und muſikliebenden und =pflegenden Stadt
zu=
gute kommen ſoll, um etwas auch in den vergangenen
Mo=
naten wiederum bitter empfunden Fehlendes nicht um
eine bloße Annehmlichkeit, ſondern um eine
Notwendig=
keit, daß endlich in der „Kunſtſtadt‟ Darmſtadt ein Bau
erſteht, der unſeren ſtändig überfüllten Konzerten,
Vor=
trägen und Verſammlungen in unwürdigen und
unzu=
reichenden Räumen ein Ende macht. Der ideale
Bau=
platz an der Rheinſtraße auf dem verlaſſenen
Bahn=
gelände zwiſchen alter und neuer Anlage iſt frei und für
dieſen Zweck bereits geſichert. Wohlan denn, echter
Bür=
gerſinn, zur Nachfolge edlen Beiſpiels! EEs gilt, ein allen
öffentlichen Zwecken dienendes Unternehmen, das der
Stadt allein nicht aufgebürdet werden kann, tatkräftig
zu fördern, auf daß der Bau bald beginne!
* Odenwaldklub. Nächſten Sonntag, den 16. Juni,
findet die dritte Wanderung ſtatt, welche von Höchſt i. O.
nach Klingenberg a. M. führt. Die Abfahrt erfolgt vom
Hauptbahnhof um 6,46 Uhr oder vom Oſtbahnhof um 6,57
Uhr (Nordbahnhof hält der Zug nicht). Nach Ankunft
in Höchſt wird auf ſchönen, ſchattigen Waldwegen, etwas
anſteigend, über Rimhorn bis Breitenbrunn marſchiert,
welches gegen 10 Uhr erreicht wird. Hier findet im
alt=
bekannten Gaſthaus „Zum grünen Baum” eine
Früh=
ſtücksraſt ſtatt. Nachher beginnt der zweite Teil der
Wan=
derung über Haingrund, alte Römerſtraße und
Sellen=
platte, auf zum Teil unmarkierten, leicht anſteigenden
Waldwegen, nach Hainhaus, wo eine kurze Beſichtigung
vorgeſehen iſt, um nach etwa zwei Stunden nach
Brem=
hof zu kommen. Den Wanderern wird dort neben einem
kühlen Trunke Bier oder Wein auch vorzüglicher Kaffee.
gereicht werden. Erneut geſtärkt, wird der letzte Teil der
Wanderung angetreten und, nachdem ſich inzwiſchen
manche ſchöne Ausblicke auf die Höhen des Odenwaldes,
des Speſſarts und ins Maintal dem Auge bieten werden,
grüßt bald die alte Main= und Weinſtadt Klingenberg.
Ein Mahl bei Klingenberger Weißem oder Rotem wird
inzwiſchen vorbereitet, und da auch die Tour (etwa 6
Stunden) nicht anſtrengend iſt, läßt ſich ein genußreicher,
der Erholung und Stärkung dienender Tag erwarten.
Tiſchkarten ſind von Donnerstag ab bei Herrn Edgar
Wetzſtein (Firma Hof), Eliſabethenſtraße, und bis 10
Mi=
nuten vor Abgang des Zuges bei den Führern (im
Hauptbahnhof, Querbahnſteig) erhältlich.
— Odenwaldklub. Auf das von der Ortsgruppe
Darm=
ſtadt verſandte Werbeſchreiben ſind zahlreiche
Beitritts=
erklärungen eingelaufen. Allen, die ſich haben bereit finden
laſſen, die idealen Beſtrebungen des Odenwaldklubs durch
Bewilligung des geringen Jahresbeitrags (3 Mk.) zu
unterſtützen, ſpricht die Ortsgruppe ihren verbindlichſten
Dank aus. Da aber noch eine viel größere Beteiligung
erwünſcht erſcheint, ergeht an alle, die bisher noch gezögert
haben, ihren Beitritt zu erklären, die dringende Bitte, dies
recht bald nachzuholen. Namentlich werden die vielen
Wanderer, die jahraus jahrein, die Einrichtungen des
Klubs (Farbenmarkierungen uſw.) benützen, ohne
Mit=
glieder zu ſein, gebeten, durch Bewilligung des geringen
Jahresbeitrags auch zu den erheblichen Koſten der
Unter=
haltung und Verbeſſerung dieſer Einrichtungen
beizu=
ſteuern.
A Gemeindenutzungen in Beſſungen. Die am 1. April
1888 vorhanden geweſenen Ortsbürger und
Ortsbürgers=
witwen von Beſſungen haben außer dem Losholz auch
den Erlös der Waldſtreu zu beziehen. Die Zahl
der Berechtigten iſt in dem Zeitraum von 24 Jahren von
468 auf 242 herabgeſunken, alſo um nahezu die Hälfte.
An dieſe 242 ſind diesmal ganze 79 Pfennige die Perſon
auszuzahlen. Im Auszahlungstermin erſchienen aber
nur 80. Den übrigen 162 wird der Betrag ins Haus
ge=
bracht, unter Abzug einer Gebühr für die Zuſtellung.
A Im Städtiſchen Krankenhaus wurden im Mai d. J.
728 Kranke verpflegt, 375 männlichen und 353 weiblichen
Geſchlechts. Dieſelben hatten insgeſamt 10 234
Pflege=
tage, ſodaß ſich eine durchſchnittliche tägliche Belegung
des Krankenhauſes mit 330 Kranken ergibt, gegen 336 im
vorhergegangenen Monat. — Das Pfründnerhaus
an der Frankfurterſtraße verzeichnete zu Ende Mai einen
Beſtand von 64 Köpfen, 24 Männern und 40 Frauen. Die
mit dem Pfründnerhaus verbundene
Kinderpflege=
ſtation zählte zur gleichen Zeit 22 Kinder. — Der
In=
ſaſſenbeſtand des Armenhauſes an der
Pallas=
wieſenſtraße belief ſich Ende Mai auf 35 Perſonen,
worunter 16 Männer, 12 Frauen, 7 Kinder.
— Antiduelliga. Zu unſerem Bericht über die
Ver=
ſammlung der Antiduelliga am Sonntag, teilt uns Herr
Stud. Braun mit, daß er der Antiduelliga nicht „Mangel an
Logik” vorgeworfen, ſondern nur geſagt habe, daß die
Herren von der Antiduelliga etwas logiſch zu beweiſen
verſuchten, was ſich logiſch nicht beweiſen laſſe.
* Sondershäuſer Verband deutſcher
Studenten=
geſangvereine (XVIII. Mittelrheiniſches Kartell=
Feſt.) Man ſchreibt uns verſpätet: Am Sonntag,
den 9. Juni, verſammelte ſich eine große Anzahl Alter
Herren des S. V. mit ihren Damen in Mainz, um nach
ſtimmungsvoller Dampferfahrt nach Nierſtein, in der
berühmten Oppenheimer Katharinenkirche dem Konzert
der beiden aktiven Verbindungen, des Akademiſchen
Chors Darmſtadt und der Schwarzburgia=Heidelberg,
beizuwohnen. Das Feſt, welches mit einem
ſchwung=
vollen Kommers auf der nahen „Landskrone” beendet
wurde, legte glänzendes Zeugnis ab für die Tatkraft,
mit der alte und junge S.=Ver die Ziele des auf ungefähr
7000 Mitglieder angewachſenen Verbandes zu verfolgen
ſtreben. Die ausgezeichnete Organiſation des Feſtes
war dem präſidierenden Orts=Philiſter=Verband Mainz
zu verdanken.
* Erfolgreiche Schützen. Bei dem von dem
Schützen=
klub Darmſtadt veranſtalteten Gruppen=
Konkurrenz=
ſchießen errang die Schützengeſellſchaft „Weidmannsheil”
hier mit 147 Ringen den zweiten Gruppenpreis. Auch
bei dem am Sonntag nachmittag in Nieder=Ramſtadt
von dem Nachtlichterklub Darmſtadt veranſtalteten
Preisſchießen fielen die erſten vier Preiſe an Mitglieder
der Schützengeſellſchaft „Weidmannsheil” und zwar: der
. Preis eine ſilberne Taſchenuhr Gg. Hahn, der 2. Preis
J. Storck, der 3. Preis Aug. Jährling, der 4. Preis
Wilh. Seipel.
* Vogelsberger Höhenklub. Der Zweigverein
Darmſtadt hat beſchloſſen, am Bilſtein ein Schutzhaus
zu errichten. Von Teilnehmern an der letzten Wanderung
wurde bereits eine erhebliche Summe gezeichnet, ſo daß
der Plan ſchon bald zur Ausführung gelangen dürfte.
* Ludwigshöhe. Heute, Mittwoch, findet ein
Abendkonzert mit Rückſicht auf die Veranſtaltungen der
Poſtkartenwoche nicht ſtatt, dagegen ſei bemerkt, daß das
Nachmitttags=Kurkonzert beſtimmt ſtattfindet, und zwar
iſt das Programm dem Charakter der Poſtkartenwoche
beſonders angepaßt.
* Im Rummelbräu=Reſtaurant am neuen
Hauptbahnhof, Allee 61, findet heute Mittwoch im
An=
ſchluß an die Mittwochs=Veranſtaltung der
Poſtkarten=
woche ein großes Eröffnungs=Konzert der
ganzen Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
unter Herrn Webers Leitung ſtatt. Das ganze
Etabliſſement Rummelbräu iſt neu renoviert und bietet
der geräumige ſchattige Garten angenehmen Aufenthalt.
Der neue Pächter Herr Emil Ekey bietet eine erſtklaſſige
Küche und kommen außer Rummelbräu nach Pilſener
und Münchener Art nur Weine erſtklaſſiger Firmen
zum Ausſchank. Bei ungünſtiger Witterung findet das
Eröffnungskonzert im neuen Saal ſtatt. (Siehe Anzeige).
* Heſſiſcher Hof. Es ſei auch an dieſer Stelle auf
das übliche Mittwochs=Konzert der Kapelle des
Leib=
garde=Regiments hingewieſen, zu dem ein vorzügliches
Programm vorliegt. (Siehe Anzeige.)
* Städtiſcher Saalbau. Das Programm zum
3. Donnerstags=Konzert der Kapelle des Leibgarde=
Regiments enthält u. a. einige intereſſante Stücke aus
der Muſik zu Sigurd Jorſalfar” von E. Grieg, zwei
kurze Sätze Allegretto und Menuett aus Joſ. Haydns
Militär=Sinfonie, Saint=Saéns „Totentanz” und
Ton=
bilder aus R. Wagners „Götterdämmerung” Auch die
heitere Muſe iſt genügend berückſichtigt. (Siehe Anzeige.)
m. Unvorſichtiger Radfahrer. Beim Uebergang
durch den alten Bahnhof am Ausgang nach der
Feld=
bergſtraße wurden am Montag abend ¾8 Uhr zwei
Kinder umgefahren. Die Kinder und der Radfahrer
ſtürzten in den Schmutz. Anſcheinend verlief der Sturz
großen, bräunlichen Nachtſchmetterlings. In den
ſchlan=
ken Fichten frißt die ebenfalls behaarte Raupe der
ſchäd=
lichen Nonne, eines kleineren, grau=weiß geſcheckten
Spin=
ners. Was es aber auch ſein mag, ſtets ſind die
Nadel=
hölzer, wenn ſie kahl gefreſſen ſind, rettungslos verloren.
Ihnen mangeln Nebenknoſpen, aus denen zum zweiten
Male im Jahre der aufſteigende Saft neue Sproſſen
trei=
ben könnte. Ihrer Nadeln, der „Lungen”, beraubt,
er=
ſticken die Bäume unweigerlich.
Nicht ſo gefährdet iſt der Laubwald. Artenreicher
ſind hier die Feinde, doch machtloſer, und an der
Er=
neuerungskraft der Laubbäume ſcheitert ihr verderbliches
Bemühen. Die Eiche leidet in Maikäferjahren ſehr, ſie
wird im Frühſommer oft von winzigen Froſtſpanner=
und Wicklerräupchen befallen und völlig entlaubt. Aber
ihre große Ausſchlagskraft macht alle Anſtrengungen
ihrer Feinde zuſchanden. Unermüdlich treibt ſie neues
Laub anſtelle des abgeſtorbenen, und wenn endlich der
letzte Schädling vernichtet iſt oder ſich zur Winterruhe
zurückgezogen hat, dann ſteht ſie, wenn der Herbſt ins
Land zieht, zwar oft ohne den vollen Blätterſchmuck, aber
unerſchöpft und immer noch lebenskräftig da.
Wohl hat im Jahre 1893 die hübſche, tiefſchwarz
ge=
ringelte und mit gelbſeidenen Bürſten und rotem
Haar=
buſch verſehene Raupe, des Buchenrotſchwanzes bös in
den weſtdeutſchen Buchenwaldungen gehauſt. Schon im
Sommer war der Wald kahl, wie im Herbſt und Winter,
und kein Blättchen war mehr an den zierlichen, nackten
Aeſten zu ſehen. Unendlich groß war die Zahl der
Rau=
pen, in langen Zügen ſchoben ſie ſich dicht aneinander
ge=
drückt die glattrindigen Buchenſchäfte hinauf. Groß war
die Zahl der herangezogenen Vögel, den ganzen
darauf=
folgenden Winter waren Spechte und Meiſen an der
Ar=
beit im Abſuchen aller Schlupfwinkel nach der ſchädlichen
Brut. Doch als das Frühjahr kam, da grünte die Buche
wieder auf, als hätte ſie kein böſes, gefährliches Jahr
überſtanden.
Mannigfach ſind die Mittel, die der Menſch gegen die
gefräßigen Waldverderber verſucht und angewendet hat.
Abfangen der Schmetterlinge, Sammeln der Puppen,
An=
prällen und Abſchütteln der Bäume, Zerquetſchen der
Raupen und Eier, Leimgürtel, ſteile Gräben, das
Weiter=
wandern von Raupen und Käfern zu verhindern,
Ein=
trieb von Schweinen zur Vernichtung der Bodenbrut,
Schutz der inſektenfeindlichen Tiere, namentlich der Vögel,
Die immer weiter vordringende Wiſſenſchaft und
Er=
forſchung kommt ihm zu Hilfe. Man hat die kleinſten,
den Raupen tödlichen Lebeweſen entdeckt, man ſucht ſie
auf umſtändlichere oder einfachere Art zu züchten, und
dann, vorläufig verſuchsweiſe, mit der
bazillenverſeuch=
ten Brühe=Rauven
Futter zu beſprengen.Auf
teilen benutzt wird. Die Bibliothek enthält jetzt etwa
vier Millionen Bücher; die Regale, auf welchen dieſe
Bücher ſich befinden, würden in gerader Linie einen Raum
von 69 Kilometer einnehmen. Ganz abgeſehen von den
Zeitungen, engliſchen und ausländiſchen, wird die
Biblio=
thek jedes Jahr um 110000 bis 166000 neue Druckwerke
reicher; es befinden ſich darunter durchſchnittlich 30000
Bücher und Broſchüren. In dem prächtigen Leſeſaal
wei=
len täglich (durchſchnittlich) 726 Leſer, und die Zahl der
Bücher, die den Leſern gegeben werden, beläuft ſich in
einem Jahre auf nicht weniger als 1472 278. Es kommt
nur höchſt ſelten vor, daß ein Buch geſtohlen wird: man
rechnet mit einem „Diebſtahlsdurchſchnitt” von nur zwei
Büchern pro Jahr.
— Die Taſche im Damenhut. Taſchen in
Damen=
hüten dürfen als die jüngſte Errungenſchaft der Mode
gelten. „Ich habe ſoeben einen ſolchen Taſchenhut nach
Monte Carlo expediert” ſagte die Inhaberin eines
be=
kannten Londoner Modemagazins einem wißbegierigen
Berichterſtatter. „Derartige Hüte ſind auf der Reiſe zum
Zwecke der ſicheren Aufbewahrung von Gold und
Ju=
welen von hohem praktiſchem Wert. Die kleine Taſche
iſt ſolide in der Hutform befeſtigt, und zwar in dem
Win=
kel zwiſchen dem Hutkopf und der nach unten gebogenen
Krempe” Außer der Huttaſche kommt neuerdings auch
die Aermeltaſche in Aufnahme, die in dem langen Aermel
untergebracht wird und groß genug iſt, um einen kleinen
Fächer für die heißen Sommertage zu beherbergen. Als
Erſatz für die Kleidertaſchen, die die engen Röcke
ver=
bieten, verfügen die Damen zurzeit über folgende
Not=
ſtandsbehälter: Huttaſchen, Bruſttaſchen, Aermeltaſchen,
Taſchen in Pelzen. Stolas und Muffs. Es fehlt nur noch
die Schuh= und Stiefeltaſche!
— Das Kleiderbudget des Zaren. Von einer
Darm=
ſtädter Firma, die es wiſſen muß wird uns geſchrieben:
In Ihrer Samstagsnummer brachten Sie einen Artikel
nach einem Pariſer Blatt über das Kleiderbudget des
Zaren, worin es heißt, daß der Zar einen Anzug nur
dreimal trage. Dies iſt nicht richtig. Der Zar läßt
An=
züge auch ausbeſſern und trägt ſelbige weiter, welche
Tat=
ſache ſich jederzeit beweiſen läßt.
* Die Gefahr der poſtlagernden Briefe. Der
bera=
tende Ausſchuß der franzöſiſchen Poſtverwaltung ſtellte
den Antrag, daß Knaben bis zu 16 und Mädchen bis zu
8 Jahren ohne ſchriftliche Ermächtigung ihrer
verant=
wortlichen Angehörigen keine poſtlagernden
Briefe mehr erheben dürfen. Am ſchmerzlichſten
iſt hierbei, daß die jungen Mädchen 2 Jahre länger
war=
ten müſſen, als die „Knaben”, während es beim Heiraten
umgekehrt iſt.
Feuilleton.
Der Bau einer neuen modernen Großſtädt. Die
kühne Abſicht der auſtraliſchen Bundesregierung, in einer
bisher völlig unbebauten Gegend nach einem einheitlichen
Plane eine neue moderne Rieſenſtadt erſtehen zu laſſen,
die künftig die Hauptſtadt des auſtraliſchen
Staatenbundes ſein ſoll, iſt nun um einen
entſchei=
denden Schritt vorwärts gerückt. Die auſtraliſche
Re=
gierung hatte, wie bereits früher berichtet wurde, die
Architekten aller Länder zu einem großen internationalen
Wettbewerb aufgefordert. Die Entſcheidung über die
eingereichten Entwürfe iſt nun gefallen, die Siegespalme
iſt einem amerikaniſchen Architekten erteilt worden, die
Pläne des Baumeiſters Walter Burley Griffin aus
Chicago ſind nunmehr genehmigt. Wohl ſelten iſt
dem modernen Städtebau eine ſo gewaltige und
einzig=
artige Aufgabe geſtellt worden; hier war dem
Baukünſt=
ler die Möglichkeit gegeben, die Anlage einer ganzen,
vollkommen neuen Stadt auf einem Flächenraume von
mehr als 25 engliſchen Quadratmeilen mit allen
Einzel=
heiten zu entwerfen. Der preisgekrönte Entwurf gibt die
Pläne und Zeichnungen für eine Stadt, die einſtweilen
75000 Einwohnern Raum gewährt; die Möglichkeit eines
Wachstums der Stadt iſt von vornherein berückſichtigt.
Griffins Plan führt alle Hauptſtraßen der künftigen
Bun=
deshauptſtadt ſtrahlenförmig auf ein Zentrum, an dem
die wichtigſten Regierungsgebäude erſtehen ſollen. Die
Vororte bilden wiederum ähnliche kleinere Zentren, von
denen die Straßen ſtrahlenförmig ausgehen. Die
künf=
tigen Anlagen von Straßenbahnen und Dampfbahnen
ſind ſehr geſchickt in das Projekt verwoben. Der
Ent=
wurf umfaßt ferner die Pläne für die Regierungsgebäude,
das Parlament, die Miniſterien, die Gerichtsgebäude,
Kirchen, Univerſitäten, für das Stadthaus, die
Bahn=
höfe, die Markthallen, kurz für alle notwendigen Bauten.
* Die Schätze einer Bibliothek. Ein engliſches
Buch=
händlerblatt enthält intereſſante Angaben über die
be=
rühmte Bibliothek des Britiſh Muſeum, die alljährlich
von Tauſenden von lerneifrigen Menſchen aus. allen Erd=
dieſe Weiſe ſollen die Schädlinge früher, als wie die
Natur es tut, der ſicheren Vernichtung überliefert werden.
Vorbeugen iſt aber beſſer, als Vertilgen. Die ſicherſte
Vorbeugung iſt immer Vermeiden großer,
zuſammenhän=
gender, nur aus einer Holzart beſtehender Waldflächen.
Abwechſelnde Beſtockung mit den verſchiedenſten
Baum=
arten böte den ſicherſten Schutz. Leider, leider gebietet
aber die Natur ſelbſt, gerade in den armen Sandböden
der gefährdetſten Raupenfraßgebiete, dieſem menſchlichen
Beſtreben ein oft kaum überwindliches Halt!
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Inni 1912.
Nummer 136.
für die Kinder ungefährlich. Der Radfahrer hatte außer
ſeiner beſchmutzten Kleidung einen Bruch der
Brems=
vorrichtung davongetragen. Eine Warnungstafel dürfte
hier am Platze ſein.
§ In Lebensgefahr. Am Montag nachmittag gegen
5 Uhr badete ein 13 Jahre alter Schüler am weſtlichen
Woogsufer an einer Stelle, die nur für Freiſchwimmer
beſtimmt iſt, trotzdem er des Schwimmens nicht ganz
ſicher war. Etwa vier Meter vom Ufer ging der Junge
ſchon unter. Ein Gymnaſiaſt ſah den Vorgang, ſprang
in das Waſſer und brachte unter Beiſtand eines
Studenten den Jungen wieder an das Ufer. Der Junge
hat keinen Schaden genommen.
§ Die Zigenner Ebender. Wie das Königl.
Amts=
gericht Fulda mitteilt, ſind die des Mordes an dem
Förſter Romanus verdächtigen Zigeuner Gebrüder
Ebender noch nicht ergriffen. Die Belohnung
von 3000 Mark iſt noch ausgeſetzt. Das
Amtsgericht erſucht alle Behörden, alle Zigeuner, die in
Betracht kommen können, feſtzunehmen und Nachricht
hiervon zu geben. Dem Gericht in Fulda ſtehen
Per=
ſonen zur Verfügung, die die Ebender genau kennen.
Offenbach, 10. Juni. Hier fand geſtern im Hotel
Degen=
hart die 10. Mitgliederverſammlung der Allgemeinen
heſſiſchen Beamten=Sterbekaſſe ſtatt. Den
Vorſitz führte der 1. Vorſitzende Herr Geh. Oberbaurat
Imroth. Der Jahresbericht wurde von dem
Sekretär Herrn Rechnungsrat Erb erſtattet. Daraus war
zu entnehmen, daß mit dem Geſchäftsjahr 1911 die Kaſſe
nunmehr als vollſtändig ausgebaut zu betrachten ſei, da
die Mitgliederzahl die Zahl von 2000 überſchritten hat und
mithin Verſicherungen bis zu 1500 Mark abgeſchloſſen
wer=
den können. Obgleich 19 Sterbefälle mit 10 400 Mark
Sterberente im Jahre 1911 zu verzeichnen waren, ergab
der Abſchluß nach Einſtellung der geſetzlichen
Prämien=
reſerven und einer weiteren Zuweiſung von 1500 Mark an
die Sicherheitsreſerve einen Ueberſchuß von 11713
Mark, der der Gewinnreſerve zugeſchlagen worden iſt.
Das Vermögen der Kaſſe betrug 209,935 Mark. Von der
Verſammlung wurde der Jahresbericht, ſowie die von dem
Reviſor eingehend erläuterte Jahresrechnung gutgeheißen
und der Verwaltung unter Bezeugung des Dankes
Ent=
laſtung erteilt. Der von Herrn Oberbibliothekar Dr.
Heuſer=Gießen, eingebrachte Abänderungsvorſchlag,
nur den Beamtinnen und Lehrerinnen, die ſelbſtändig die
Mitgliedſchaft erwerben können,, die Stimmberechtigung
zu verleihen, wurde einſtimmig angenommen. Der
ſeit=
herige Vorſtand wurde durch Zuruf wiedergewählt. Als
Ort der nächſten Mitgliederverſammlung wurde Gießen
gewählt.
Offenbach, 11. Juni. Die Firma Forſter u. Söhne,
deren Dampfſägewerk und Maſchinenhaus durch Großfeuer
völlig zerſtört iſt, will ihren Betrieb durch Anſchaffung von
Lokomobilen aufrechterhalten, ſo daß alle
Ar=
beiter in kurzer Zeit wieder ihre volle Beſchäftigung
er=
halten werden.
Guſtavsburg, 11. Juni. An der ihrer Vollendung
ent=
gegengehenden Eiſenbahnbrücke über den Rhein ſtürzte
ein verheirateter Arbeiter aus Biſchofsheim in den
Strom und ertrank. Es iſt dies in kurzer Zeit der
dritte Mann, der, bei dem Umbau der Brücke beſchäftigt,
ſeinen Tod durch Ertrinken fand.
Weiſenau, 11. Juni. Der 4jährige Joſeph Kuhn von
hier wurde geſtern nachmittag von einem Weinfuhrwerk
überfahren und ſchwer verletzt. Das Kind wurde
ſo=
fort ins Rochushoſpital nach Mainz gebracht, woſelbſt ihm
die rechte Hand amputiert werden mußte.
Kaſtel, 11. Juni. Vor einigen Tagen wurde der
ſämt=
liche Kupferdraht, der an den Schienen der
elektriſchen Bahn befeſtigt iſt, von der Kaiſerbrücke
bis zum Pionierübungsplatz abgeſchnitten und
ge=
ſtohlen, aber von den Dieben desſelben hat man bis jetzt
noch keine Spur.
Alzey, 11. Juni. In der geſtrigen
Stadtverordneten=
verſammlung erklärte Herr Bürgermeiſter Dr. Sutor, daß
er die ihm gewährte Gehaltszulage als eine
Aner=
kennung auffaſſe, wofür er danke, und daß er zugunſten
der Stadtkaſſe darauf verzichte. — Die Stadt
beab=
ſichtigt den Bau einer Feſthalle, die gleichzeitig als
Turnhalle für die Schulen dienen ſoll.
Lindheim (Kreis Büdingen), 11. Juni. Der ungefähr
zwölfjährige Sohn eines hieſigen Landwirtes wollte ſich
im Zielen üben und nahm dazu das an der Wand hängende
Flobert ſeines Vaters. Kaum hatte er die Waffe in der
Hand — jedenfalls hat er beim Herabnehmen den Hahn
berührt —, da ging ein Schuß los und traf die
zu=
fällig anweſende Schweſter des Dienſtmädchens, eine
Nähe=
rin. Zum Glück war das Gewehr nur mit Schrot, ſogen.
Spatzendunſt, geladen und dadurch trug das Mädchen nur
unbedeutende Wunden an der einen Wange davon. Die
Augen blieben verſchont.
Laubach, 11. Juni. Weißbindermeiſter Spuck von
hier erhielt dieſer Tage ein Schreiben von einem
amerika=
niſchen Rechtsanwalt, in welchem dieſer ihn auffordert,
Erbanſprüche an das von ſeinem in Chicago verſtorbenen
Bruder hinterlaſſene Vermögen — es ſoll ſich um die
Summe von 65000 Dollars handeln — zu erheben.
Der Verſtorbene, der vor ungefähr 28 Jahren nach Amerika
ausgewandert war, lebte unter dem Namen Van Sprock
in Waſhington, wo er ſich durch Anlegen von großen
Apfelplantagen, die ihm auch den Namen Apfelkönig
ein=
gebracht haben, ein ſo bedeutendes Vermögen erworben
haben ſoll. Vor acht Jahren hat er zum letzten Male ſeine
Verwandten hier beſucht. Nachdem ihm vor mehreren
Jahren nach kinderloſer Ehe ſeine Frau geſtorben war,
kommen als Erben des bedeutenden Vermögens drei
Ge=
ſchwiſter hier in Betracht.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 10. Juni. Das Berliner
Tageblatt hebt hervor, daß heute zum zweiten Male
innerhalb weniger Tage der Direktor des
Zweckver=
bandes Groß=Berlin, Steiniger, vom Kaiſer zu
einem Vortrag empfangen wurde. Die Zuziehung des
Landwirtſchaftsminiſters und des Finanzminiſters zu
dem geſtrigen Vortrag weiſe nach dem Berliner
Tage=
blatt deutlich darauf hin, daß neben dem Spandauer
Wald auch die Frage des Erwerbs der fiskaliſchen
Wal=
dungen um Groß=Berlin den Gegenſtand der Erörterung
gebildet habe. — Heute vormittag hat ſich der Direktor
der Allgemeinen Elektrizitätswerke, A.=G., vorm. W. und
H. Böſe und Co., Emil Hartzfels, der Berliner
Krimi=
nalpolizei zur Verfügung geſtellt und wurde in Haft
genommen. H., der bereits ſeit einigen Tagen polizeilich
geſucht wird, ſteht im Verdacht der Wechſelfälſchung. Er
ſoll ferner bei der letzten Generalverſammlung der
Geſell=
ſchaft Stimmzettel gefälſcht haben. — Der Inhaber des
Bankgeſchäftes Funk und Steig, Kaufmann Hugo
Steig, und ſein Prokuriſt, die beide am Freitag unter
dem Verdacht betrügeriſcher Manipulationen verhaftet
worden ſind, wurden geſtern nachmittag nach
Hinter=
legung einer Kaution von 80000 Mark aus der Haft
entlaſſen. — Beim Reiten im Tiergarten ereignete
ſich heute morgen ein ſchwerer Unfall.
Oberleut=
nant Geisler vom 6. Dragoner=Regiment in Mainz
ſtürzte mit ſeinem Pferde über einen Baumſtamm und
fiel dabei ſo unglücklich, daß er bewußtlos vom Platze
getragen werden mußte. Die Verletzungen ſind indeſſen
nicht direkt lebensgefährlich.
Bonn, 11. Juni. Ein 26jähriger Privatlehrer
gab ſich im Juli vorigen Jahres am Königlichen
Gym=
naſium in Münſtereifel für ſeinen 29jährigen Schüler
aus und legte für dieſen die ſchriftliche Prüfung ab.
Die Prüfung fiel vorzüglich aus. Der Schüler verriet aber
ſpäter aus Angſt den Betrug. Die Strafkammer verurteilte
Schüler und Lehrer wegen gemeinſchaftlicher, einfacher
Ur=
kundenfälſchung zu je drei Monaten Gefängnis.
Uerdingen, 10. Juni. Infolge des Genuſſes von
ge=
hacktem Pferdefleiſch ſind hier 50 Perſonen unter
Vergiftungserſcheinungen erkrankt. Die Fälle ſcheinen
in=
deſſen nicht lebensgefährlich zu ſein.
Wien, 10. Juni. Der Miniſter für
Landesverteidig=
ung erſtattete im Abgeordnetenhauſe Bericht über die
Pulverexploſionen am 7. und 9. Juni. Er ſicherte
raſcheſte und ſtrengſte Unterſuchung zu, deren Ergebniſſe
er mit rückhaltloſer Offenheit dem Hauſe mitteilen werde.
Alle in der Oeffentlichkeit über die Urſache der Exploſionen
angeſtellten Vermutungen ſeien vorläufig mehr oder
weni=
ger wahrſcheinliche Hypotheſen. Bei der Exploſion, die am
9. Juni erfolgt ſei, lägen Anzeichen eines verbrecheriſchen
Anſchlages vor. Ein Zuſammenhang zwiſchen beiden
Ex=
ploſionen ſei nicht ausgeſchloſſen. Die Aufregung der
Be=
völkerung ſei begreiflich, doch betone er, daß in Oeſterreich=
Ungarn derartige Unglücksfälle bisher viel ſeltener
vorge=
kommen ſeien, als in anderen Staaten. Die tatſächlich
vor=
gekommenen ſeien meiſt durch äußere Einflüſſe
herbeige=
führt worden. Für die Familien der Verunglückten werde
in ausreichendem Maße geſorgt werden.
Mailand, 11. Juni. Ein 70jähriger Mann verſuchte
dadurch Selbſtmord, daß er ſich in einen Zinkſarg
legte und den Deckel ſchloß. Eine Nachbarin, der es
auf=
gefallen war, daß der alte Mann einige Tage nicht
aus=
ging, drang in die Wohnung ein und fand ſie leer. Sie
öffnete den Sarg und fand den Mann darin im Schlafe
liegen.
Paris, 11. Juni. Aus Cherbourg wird gemeldet, daß
die am Ort der Kataſtrophe des „Vendémiaire‟
zurückgelaſſenen Torpedobootszerſtörer keinerlei Beſtandteile
des Unterſeebootes gefunden haben. Man vermutet, daß
der „Vendémiaire” von der Strömung fortgeriſſen worden
iſt und jetzt auf einem 150 Meter tiefen Meeresgrunde in
der Nähe des Kap de la Hague liegt.
London, 11. Juni. Durch die geſtrige Eröffnung des
Teſtaments William T. Steads, der bei dem
Untergang der „Titanie” den Tod fand, wurde feſtgeſtellt,
daß Stead ſein auf 260000 Mark geſchätztes Vermögen
ſeiner Gattin und alle ſeine Papiere zur genauen Prüfung
und freier Verfügung ſeiner Tochter vermachte.
Moskau, 10. Juni. Zum erſten Male nach neun
Jah=
ren iſt heute der Kaiſer, begleitet von der Kaiſerin
und den kaiſerlichen Kindern, wieder zu einem Beſuche der
alten Reſidenzſtadt hier eingetroffen. Nach großem
Emp=
fang auf dem Bahnhofe, zu dem die Großfürſten und
Groß=
fürſtinnen, Miniſter, Vertreter der Behörden, des Adels
und andere hohe Würdenträger erſchienen waren, fuhren
die Herrſchaften mit der inzwiſchen aus Kopenhagen
ein=
getroffenen Kaiſerin=Witwe unter Glockengeläute durch die
feſtlich geſchmückte Stadt nach dem Kreml, überall von der
Bevölkerung begeiſtert begrüßt.
Odeſſa, 11. Juni. In letzter Nacht ging ein
Platz=
regen nieder, der die im Hafen aufgeſpeicherten
Frach=
ten durchnäßte, ſie teils völlig unbrauchbar machte. Der
größte Teil der in Kellerräumen aufgeſpeicherten Waren
iſt verdorben. Die Verluſte ſind ungeheuer und gar nicht
zu überſehen. Menſchenopfer ſind nicht zu beklagen.
Cettinje, 10. Juni. Prinzeſſin Nathalie,
Ge=
mahlin des Prinzen Mirko, hat heute früh einen Sohn
geboren.
New=York, 11. Juni. Die ſtreikenden Kellner
verſuchten geſtern das im Waldorf=Aſtoria=Hotel zu Ehren
der deutſchen Gäſte ſtattfindende Bankett zu ſtören. Die
Polizei mußte einſchreiten und verhaftete viele Kellner.
Scward (Alaska), 10. Juni. Der Dampfer .Dora”
kam am Sonntag ganz mit Aſche bedeckt an. Die
Beſatz=
ung, ſowie die Paſſagiere hatten den Ausbruch des
Vulkans Katmai auf den aleutiſchen Inſeln
beob=
achtet. Sie glauben, daß mehrere Fiſcherdörfer an der
Meerenge von Schelikow zerſtört ſind. Nach einer
furcht=
baren Exploſion fielen beſtändig Felsſtücke und
Aſche auf das Land und verdunkelten die Sonne. Obwohl
der Dampfer 70 Meilen von der Eruption entfernt war,
herrſchte um 4 Uhr nachmittags vollſtändige Finſternis,
in=
dem Aſchenregen niederging. Die Aſche bedeckte in dichten
Mengen das Schiffsdeck. Die Paſſagiere ſind infolge der
erſtickenden Atmoſphäre erkrankt.
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 10. Juni. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer ſetzte heute vormittag
die gemeinſame Beratung mit der Regierung über die
Beamtenbeſoldungsref orm fort. Als
Regier=
ungsvertreter nahmen die Herren Finanzminiſter Braun
Exz., Miniſter des Innern v. Hombergk Exz., Geh. Rat
Dr. Becker u. a. Teil, Staatsminiſter Ewald Exz., war
durch Krankheit verhindert. Zur Beratung ſtand in erſter
Linie die bekannte Regierungserklärung und im Anſchluß
daran die Gehaltsaufbeſſerung für die
Volks=
ſchullehrer. Von ſeiten des Bauernbundes war eine
neue Gehaltsſkala aufgeſtellt worden, welche in den
unteren Gehaltsſtufen etwa die Sätze der
Regierungsvor=
lage beibehalten, in den mittleren und höheren Stufen
da=
gegen eine mäßige Erhöhung bewilligen will, und den
finanziellen Effekt haben würde, daß gegenüber der
Re=
gierungsvorlage ein Mehr von etwa 65000 Mark
erforder=
lich werden würde. Die Erhöhung des Regierungsſatzes,
entſprechend den Wünſchen der Lehrer (15 anſtatt 11
Pro=
zent) würde nach der Berechnung der Regierung
bekannt=
lich ein Mehr von 188000 Mark jährlich erfordern. Auch
von den Freiſinnigen wurden mehrere
Abänderungsvor=
ſchläge zur Regierungsvorlage gemacht, die ſich im
Weſent=
lichen den Forderungen der Lehrerſchaft anſchließen. Die
Regierungsvertreter wandten ſich gegen alle dieſe
Vor=
ſchläge und wieſen auf die Unmöglichkeit der
Durchführ=
ung mangels geeigneter Deckungsmittel hin. Weiter wurde
dann im Ausſchuß verhandelt über die Frage einer
Heranziehung der Landgemeinden zur Deckung der
Mehr=
erforderniſſe, wobei beſonders auf die ſchon bei der
Ple=
narberatung im Mai hervorgehobene Notwendigkeit einer
Unterſcheidung zwiſchen den leiſtungsfähigen und den
pekuniär ſtark belaſteten Gemeinden hingewieſen wurde.
Die Regierungsvertreter legten eine Berechnung vor, in
welcher Weiſe ſich die Belaſtung der Gemeinden ſtelle
würde, wenn nach dem ſchon früher gemachten Vorſchle
die Gemeinden, die bis zu 100 Prozent Kommunalſteue
zuſchlag erheben, mit dem vollen Betrag, die Gemeinde
mit 100—150 Prozent Kommunalſteuerzuſchlag zur Hälft
und die Gemeinden mit über 150 Proz. gar nicht zur Au
bringung der Mehrkoſten herangezogen würden. B
Durchführung dieſes Vorſchlags würde ſich eine Minde
belaſtung der Gemeinden von 70—80 Tauſend Mark e
geben, welche vom Staat übernommen werden müßte:
Es fand heute über alle dieſe Fragen zunächſt nur eir
gemeinſame Ausſprache ſtatt; Beſchlüſſe wurden
no=
nicht gefaßt, wie dies ja auch bei Beratungen mit de
Regierung nicht üblich iſt. Die Fortſetzung der gemeir
ſchaftlichen Beratungen erfolgt morgen vormittag i
einer Sitzung, die ſich hauptſächlich mit der Schulden
tilgungsfrage beſchäftigen ſoll.
*X* Darmſtadt, 11. Juni. Der vierte (Peti
tions=)Ausſchuß hielt heute ebenfalls eine länger
Sitzung ab. Es wurde zunächſt der vom Abg. Raa
als Ausſchußreferent verfaßte Bericht über die Frage
ob das Mandat des Abg. Joutz noch zu Rech
beſteht (Der Ausſchuß hat die Frage einſtimmig bejaht.
verleſen und genehmigt. Weiter erfolgte Verleſung de
Berichts über den Antrag Ulrich, betr. die Ver
ſtaatlichung der Apotheken, Bericht
erſtatter Abg. Beſt. Der Ausſchuß ſpricht ſich dafür aus
daß der Anregung Folge gegeben werde, im Falle de
Vakanz einer Apotheke den Gemeinden das Vorkaufs
recht zu ſichern. Im übrigen lehnt der Ausſchuß im Ein
verſtändnis mit der Regierung den ſchon ſeit einer langer
Reihe von Jahren immer wiederkehrenden ſozialdemo
kratiſchen Antrag ſchon in Rückſicht auf die enormen
Ko=
ſten, die eine Verſtaatlichung der Apotheken verurſachen
würde, ab. Man hält eine Durchführung
die=
ſes Antrags umſo weniger für notwendig, als ſich
ſchon jetzt eine ganze Anzahl von Apotheken im Beſitz
der Gemeinden befindet. Weiter wurde noch der
Bericht=
des Abg. Hauck über den Antrag Zuckmeyer verleſen,
nach welchem die Vergebung öffentlicher
Ar=
beiten nur an ſolche Unternehmer erfolgen ſoll, welche
ihren Arbeitern gegenüber den Lohntarif einhalten. Die
verſchiedenen Vorſtellungen und Eingaben der heſſiſchen
Bauaſpiranten führten zu einer längeren Erörterung der
ganzen Frage, worüber Abg. Uebel einen ausführlichen
ſchriftlichen Bericht erſtatten wird.
*X* Darmſtadt 11. Juni. Im Finanzausſchuß
der Zweiten Kammer beſteht die Abſicht, die
Vorberat=
ungen über die Beamten=Beſoldungsvorlage noch bis
zum Ablauf dieſer Woche zu Ende
zufüh=
ren. Da alsdann noch längere Zeit für die Anfertigung
der verſchiedenen Ausſchußberichte, Drucklegung
uſwoer=
forderlich iſt, dürfte der Beginn der
Plenarberatun=
gen über die Beſoldungsvorlagen erſt Ende Juni,
jeden=
falls am 1. Juli zu erwarten ſein.
Kongreſſe und Verbandstage.
53. deutſcher Ingenieurtag.
Stuttgart, 10. Juni. In Gegenwartds
württembergiſchen Miniſterpräſidenten Dr. v. Weizſäcker,
ſowie verſchiedener anderer Regierungsvertreter undeder
Vertreter der Techniſchen Hochſchule und der Stadt
Stutt=
gart begannen heute hierſelbſt die Verhandlungen der
5 3. Hauptverſammlung des Vereins
dent=
ſcher Ingenieure. Den Vorſitz führte der
Reichs=
rat der Krone Bayerns und Präſident der Akademielder
Wiſſenſchaften Dr. v. Miller (München). Aus dem
Jäh=
resbericht geht hervor, daß der Verein deutſcher
Ingenieure in 48 Bezirksvereinen mit rund 25000
Mit=
gliedern organiſiert iſt. Seinem Zwecke, zum Wohle der
vaterländiſchen Induſtrie einen geiſtigen Mittelpunkt
deutſcher Technik zu bilden, dienen jährlich hunderte von
Sitzungen, in denen wiſſenſchaftliche Vorträge über
tech=
niſche Fragen und ſolche auf kulturellem und
wirtſchaft=
lichem Gebiet gehalten werden. An dem
Zuſtandekom=
men des Patentgeſetzes, der Dampfkeſſel=Geſetzgebung
und =Ueberwachung, der Schulreform und dem techniſchen
Unterrichtsweſen hat der Verein ſich große Verdienſte
er=
worben. An die Entgegennahme der Jahresberichte
ſchloſſen ſich die Vorträge, von denen beſonders ein
ſolcher des Geheimen Regierungsrates Profeſſor
Kam=
merer von der Techniſchen Hochſchule Berlin über „Die
Verwendung des Kinematographen im Intereſſe der=
Wiſſenſchaft und. Technik” Intereſſe hatte.
Der Vorſtandsrat des Vereins bewilligte zur
För=
derung des Unternehmens illuſtrierter techniſcher
Wörter=
bücher 50000 Mark unter der Bedingung, daß von
ande=
rer Seite mindeſtens jährlich 50000 Mark für den gleichen
Zweck zur Verfügung geſtellt werden. Für eine deutſchen
Verſuchsanſtalt für Luftſchiffahrt und Flugtechnik wurde
auf die Dauer von drei Jahren ein jährlicher Zuſchuß
von 10000 Mark bewilligt. Die nächſtjährige
Hauptyer=
ſammlung findet in Leipzig ſtatt.
Sport.
— Brieftaubenklub Darmſtadt. Der am letzten
Sonn=
tag ſtattgehabte Preisflug ab Hasloh in Schleswig=
Holſtein, 433 Kilometer Entfernung, zeitigte für die
be=
teiligten Liebhaber ein ſehr gutes Reſultat. Um 7 Uhr
früh durch den Begleiter Bott unter großer
Beteilig=
ung der dortigen Bevölkerung aufgelaſſen, trafen die
erſten Tauben um 3 Uhr nachmittags in ihren Schlägen
ein. Obwohl die Tiere unterwegs in Gewitter gerieten,
konnten am erſten Tage abends 40 Prozent der geſamten
Zahl konſtatiert werden, bis zum zweiten Tage abends
ſogar 80 Prozent. Von den ausgeſetzten Preiſen erhielten:
Herr E. Achen den 1. Preis, Herr L. Stoll den 2. Preis,
Herr Hch. Thierolf den 3., Herr L. Beſt den 4., Herr Karl
Heß den 5. und Herr Deutſch den 6. Preis. Bei dieſem
Fluge wurde gleichzeitig der im Beſitze der Heſſiſchen
Reiſevereinigung befindliche Wanderpreis ausgeflogen.
Es mußten hierzu fünf Tauben vorher beſtimmt werden,
und iſt es einem Mitgliede des Klubs gelungen, das beſte
Reſultat mit den beſtimmten Tauben zu erzielen. In 14
Tagen findet der letzte Flug mit alten Tauben ab
Flens=
burg, 550 Kilometer, ſtatt, und hofft der Klub auf beſtes
Gelingen dieſer letzten Alttour für 1912.
* III. nation. olymp. Spiele des Darmſtädter
Sport=
klubs 1905. Die 14 Konkurrenzen ergaben folgendes
Re=
ſultat: 100 Meter=Junioren=Laufen: 1.
Heine=
berg=Frankfurt a. M. 11½ Sek., 2. Reis=Frankfurt a. M.
12 Sek., 3. Wenzel=Darmſtadt 12½ Sek., 4. Waſſemer=
Lud=
wigshafen 12½ Sek. — 100 Meter=Laufen:
1. Rebenſchütz=Frankfurt a. M. 11¼10 Sek., 2.
Schnitz=
ſpahn=Frankfurt a. M. 11¾/10 Sek., 3. Korach=
Frank=
furt a. M. 11¾/0 Sek., 4. Heineberg=Frankfurt a. M. 11¾10
Sekunden. — 400 Meter=Laufen: 1. Dechent=
Frank=
furt a. M. 55 Sek., 2. Hoffmann=Frankfurt a. M. 56 Sek.,
3. Weber, F.=Darmſtadt 57 Sel. — 800 Meter=Vor=
Nummer 136.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Inni 1912.
Seite 5.
gabe=Laufen: 1. von Neufville=Darmſtadt 2 Min.
4½ Sek., 2. Loos=Darmſtadt 2 Min. 5 Sek., 3. Dechent=
Frankfurt a. M. 2 Min. 5 Sek., 4. Walter=Darmſtadt 2
Minuten 6 Sek. — Diskuswerfen: 1. Müller=
Frank=
furt a. M. 37,99 Mtr., 2. Ackermann=Darmſtadt 31,86 Mtr.
3. Loos=Darmſtadt 30,95 Mtr., 4. Rudolph=Darmſtadt
28,20 Mtr. — Speerwerfen: 1. Wolf=Mombach 43,70
Meter, 2. Figge=Frankfurt 43,51 Mtr., 3. Binz=Frankfurt
43,08 Mtr. — Kugelſtoßen: 1. Müller=Frankfurt
11,06 Mtr., 2. Loos=Darmſtadt 10,35 Mtr., 3. Binz=
Frank=
furt 9,98 Mtr., 4. Mühl=Frankfurt 9,95 Mtr. —
Drei=
ſprung: 1. Reis=Frankfurt 12,06 Mtr., 2. Mühl=
Frank=
furt 11,83 Mtr., 3. Wiechen=Darmſtadt 11,17 Mtr.
1000 Meter=Junioren=Laufen: 1. Schröck,
J.=Darmſtadt 2 Min. 48½ Sek., 2. Weber, Fr.=Darmſtadt
2 Min. 49 Sek., 3. Ohly=Mörfelden 2 Min. 49½ Sek.,
4. Weber=Frankfurt 2 Min. 50 Sek. — 1500 Meter=
Laufen: 1. Schröck, J.=Darmſtadt 4 Min. 26 Sek.,
2. Raab=Frankfurt 4 Min. 27½ Sek., 3. Wolf=Frankfurt
4 Min. 28 Sek. — 3000 Meter=Laufen: 1. Merkel=
Darmſtadt 9 Min. 49 Sek., 2. Lomb=Fulda 9 Min. 54 Sek.,
3. Schröck=Darmſtadt 9 Min. 58½ Sek., 4. Ohly=
Mör=
felden 9 Min. 59½ Sek. — 400 Meter=
Stafetten=
laufen: 1. Turnſportverein Frankfurt a. M. I 48½
Sek., 2. Fußballklub 1880 Frankfurt a. M. 48½ Sek.,
3. Frankfurter Fußballverein 49½ Sek. —
Stabhoch=
ſprung: 1. Mühl=Frankfurt 3,05 Mtr., 2. Oberndorfer=
Frankfurt 2,95 Mtr., 3. Beringer=Frankfurt 2,95 Mtr.,
4. Debus=Darmſtadt 2,80 Mtr. — Dreikampf: 1. Mühl=
Frankfurt 13 Punkte, 2. Wenzel=Darmſtadt 9 Punkte,
3. Loos=Darmſtadt 9 Punkte, 4. Müller=Frankfurt 8 Punkte.
Luftfahrt.
Wettflug Berlin-Wien.
* Breslau, 10. Juni. Czakay mit
Oberleut=
nant Nietner iſt um 5,29 Uhr zum Weiterflug nach
Wien aufgeſtiegen. Er wurde um 6,47 Uhr über
Frei=
waldau, um 7,20 Uhr über Olmütz und um 8,20 Uhr über
Lundenberg geſichtet. Eine weitere Nachricht fehlt bisher.
* Wien, 10. Juni. Czakay (Oberleutnant
Blaſchke), der um 5,29 Uhr in Breslau mit
Oberleut=
nant Nietner aufſtieg, landete abends zwiſchen 9 und 10
Uhr bei völliger Dunkelheit und bei ſtrömendem Regen,
der den Apparat durchnäßt hatte und außerordentlich
be=
ſchwerte, bei Untergänſerndorf an der Nordbahn. Der
Apparat war unbeſchädigt. Von dem Flugfeld in Aſpern,
das etwa eine halbe Eiſenbahnſtunde entfernt liegt,
gingen mehrere Automobile zur Hilfeleiſtung ab.
H.B. Wien, 11. Juni. Der Flieger Cſakay liegt
mit ſeinem Aparat noch bei Gänſerndorf. Der Apparat
wurde bei der Landung etwas beſchädigt. Cſakay hat ſich
bei der Landung auch eine leichte Verletzung am Kinn
zugezogen. Man glaubt, daß er kaum nach Wien
weiter=
fliegen wird, da der Regen in Strömen niedergeht, ſo daß
ein Flug mit großen Schwierigkeiten verbunden wäre.
Von Wien aus wurde der Flieger Krieger, der in Breslau
gelandet iſt, von dem ſchlechten Wetter in Kenntnis geſetzt.
Dieſer dürfte daher den Weiterflug kaum antreten.
* Guben, 10. Juni. Krieger der mit
Ober=
leutnant Bertram um 4¾ Uhr von Groß=Breeſſem
auf=
geſtiegen war, iſt nach kurzem Flug in Kanig (Kreis
Guben) wieder gelandet.
* Breslau, 11. Juni. Krieger mit
Oberleut=
nant Bertram als Paſſagier, der heute früh in Kanig
wieder aufgeſtiegen war, iſt um 5.57 Uhr in Breslau
eingetroffen. Er wollte um 9.35 Uhr den Flug nach
Wien fortſetzen, ſtürzte jedoch aus einer Höhe von 50
Me=
tern ab, wobei der Apparat leicht beſchädigt wurde. Der
Flieger blieb unverletzt. Wenn das Reparaturmaterial
aus Johanisthal heute rechtzeitig eintrifft, wird Krieger
noch heute Wien zu erreichen ſuchen.
'sr. Helmuth Hirth, der Sieger im
Fern=
flug Berlin-Wien, gewann als erſter in Wien
an=
kommender Deutſcher den vom Lande Nieder=Oeſterreich
geſtifteten Ehrenpreis, ferner als beſtplazierter Deutſcher
den Ehrenpreis der Stadt Wien. Beide Preiſe haben
einen Wert von je 1500 Kronen. An Barpreiſen winken
ihm recht erhebliche Beträge, denn ihm wird bei ſeiner
vorzüglichen Flugzeit ein recht erheblicher Anteil an den
47000 Kronen zufalken, die an alle Konkurrenten im
Ver=
hältnis ihrer Flugleiſtungen verteilt werden, die Wien
erreichen. Ebenſo wird er einen entſprechenden Anteil
an den 20000 Mark haben, die als Kilometerpreiſe an
alle Flieger verteilt werden, die wenigſtens eine Etappe
zurückgelegt haben. Zunächſt hat Hirth an Barpreiſen
ſicher 5000 Mark gewonnen, die für den erſten in Wien
ankommenden Flieger ausgeſetzt waren, weitere 5000
Mark für den Sieger im Geſamtklaſſement. Auch ſein
Paſſagier, Huſarenleutnant Schöller, geht nicht leer aus.
Er hat Ausſicht auf den Preis des Prinzen Siegismund
von Preußen für beſondere Leiſtungen eines Paſſagiers.
Vorläufig erhielt er eines der drei Zigarren=Etuis, die
vom Verlage Ullſtein u. Ko. für die Paſſagiere der drei
zuerſt in Wien eintreffenden Flieger beſtimmt waren.
Hirths Chancen bezüglich der Barpreiſe ſind durch das
Mißgeſchick der übrigen Teilnehmer noch geſtiegen.
* Baden=Oos, 11. Juni. Das Luftſchiff „
Schwa=
ben” iſt heute früh um 6 Uhr 50 Min. nach Frankfurt am
Main abgefahren.
Frankfurt a. M., 11. Juni. Die „Schwaben”
iſt kurz vor 10 Uhr hier angelangt und glücklich
ge=
landet.
Das deutſche Geſchwader in New=York.
* New=York, 10. Juni. Die Offiziere des
deutſchen Geſchwaders beſuchten geſtern
nach=
mittag den Regierungsſchiffbauhof (Navy Card) in
Brooklyn, wo die größten Vorbereitungen getroffen
waren. Heute machten Admiral v. Rebeur=Paſchwitz
und der Offiziersſtab dem Bürgermeiſter Gaynor in City
Hall ihre Aufwartung. Eine vieltauſendköpfige
Men=
ſchenmenge harrte dort der deutſchen Gäſte und
begrüß=
ten ſie herzlichſt. Am Nachmittag erwiderte Gaynor den
Beſuch auf dem „Moltke‟ Die Blätter betonen in ihren
Begrüßungsleitartikeln die Freundſchaft zu Deutſchland,
bewundern das Schlachtſchiff „Moltke” und erinnern an
den Empfang der amerikaniſchen Flotte in Kiel. Das
Blatt American hebt die deutſch=amerikaniſche
Freund=
ſchaft hervor. Deutſchland habe auf die jüngſten
ameri=
kaniſchen Schritte wegen der gegenſeitigen
Handelsbe=
ziehungen ſofort zuſtimmend geantwortet, während
geo=
graphiſch in der Nähe liegende Nationen die Schritte mit
kaltem Verdacht aufgenommen hätten. Ein Artikel der
Times über eine britiſch=deutſche Entente erklärt, das
Streben Deutſchlands nach wirtſchaftlicher Expanſion ſei
rechtmäßig ſogar unvermeidlich.
* New=York 11. Juni. Geſtern abend fand im
Hotel Aſtor das offizielle Bankett der St. dt
Bew=York zu Ehren der deutſchen Offiziere ſtatt, das
ſich zu einem glanzvollen offiziellen geſellſchaftlichen
Er=
eignis geſtaltete, das überhaupt jemals in New=York
ſtatt=
fand. Die Elite des Amerikanertums war anweſend;
über 700 Perſonen. An der Spitze der Tafel ſaß
Bürger=
meiſter Gaynor, zu ſeiner Linken Kontreadmiral v.
Re=
beur=Paſchwitz, zur Rechten der deutſche Botſchafter Graf
Bernſtorff. Der Saal war mit verſchlungenen deutſchen
und amerikaniſchen Flaggen ausgeſchmückt. Die Tiſche
waren mit Kornblumen verziert. Bürgermeiſter
Gay=
nor führte in ſeiner mit herzlichem Beifall
aufgenom=
menen Rede die verſchiedenen Gründe an, warum New=
York die deutſche Flotte ſo herzlich begrüße. Die
Angel=
ſachſen ſſeien die Mutter, die Deutſchen die Großmutter
Amerikas. Von letzteren ſtamme alle Ziviliſation. Amerika
bewundere Deutſchland das ſeit der Gründung des
Rei=
ches für die ganze Welt den Schritt angebe, beſonders
unter der Regierung des jetzigen Kaiſers, den die
Ameri=
kaner als eine Art Amerikaner anſehen. Falls irgendwo
in der Welt Eiferſucht über die großen Fortſchritte
Deutſchlands herrſche, in New=York beſtehe ſie nicht. Falls
er im Namen der Nation ſprechen könnte, würde er
ver=
ſichern, daß ſolche Eiferſucht in Amerika nicht beſtehe.
Amerika bewillkommne die intelligente Rivalität in der
ganzen Welt. Die Deutſchen zählten zu den beſten
Bür=
gern des Landes, die die angeſehenſten Stellungen
inne=
hätten. Niemand in Deutſchland könne auf den Kaiſer
ein herzlicheres Hoch ausbringen, als die New=Yorker.
Graf Bernſtorff führte aus: Ich hoffe, daß die deutſche
und die amerikaniſche Flotte immer ſo einig ſein mögen
wie heute auf dem Hudſonfluß. Amerika ſei das Land
der unbegrenzten Gaſtfreundſchaft. Er toaſtete ſodann auf
den Präſidenten Taft. Hierauf ergriff Admiral von
Rebeur=Paſchwitz, mit minutenlangem Beifall
begrüßt, das Wort. Er danke für den glänzenden
Emp=
fang und erinnerte an den Empfang des Prinzen Heinrich
und brachte ein Hoch aus auf Bürgermeiſter Gaynor.
Admiral Winslow führte halb im Scherz aus, Amerika
brauche Schiffe wie den „Moltke” um pünktlich auf die
Minute einzutreffen. Die Anweſenden ſollten bei dem
Kongreß darauf dringen, ſolche Schiffe zu bauen. Die
Schiffe kämen als Friedensfreunde. Keine Nation könne
ohne ſtarke Flotte im Frieden leben. Sie ſei die beſte
Friedensgarantie. Bürgermeiſter Low führte aus:
Deutſchland und Amerika haben geiſtig vieles gemeinſam.
Amerika ſei ſeit Anbeginn Deutſchland verpflichtet. Der
erzieheriſche Einfluß Deutſchlands auf Amerika ſei jetzt
ebenſo wahrnehmbar, wie der Englands.
Die Vorgänge in Ungarn.
* Peſt, 11. Juni. Das Parlament iſt durch
Militär abgeſperrt. An einem Punkte der
Ab=
ſperrungskette ſtehen ein Polizeibeamter und der
Saal=
kommiſſar des Abgeordnetenhauſes, vor dem ſich die
Eintretenden zu legitimieren haben. Als die
oppoſitio=
nellen Abgeordneten, mit dem Grafen Apponyi und
v. Juſth an der Spitze, korporativ erſchienen, wurden
Apponyi und einige nicht Ausgeſchloſſene zugelaſſen,
dagegen den Ausgeſchloſſenen der Zutritt verweigert.
Apponyi erklärte, er nehme die Begünſtigung nicht in
Anſpruch und alle Oppoſitionellen zogen ſich unter
Schmährufen auf Graf Tisza zurück, ohne weiter als bis
zum Eingangstor des Abgeordnetenhauſes gelangt zu
ſein.
* Peſt, 11. Juni. In Großwardein kam es
geſtern zu ernſteren Störungen. Polizei und Militär
mußten wiederholt mit blanker Waffe einſchreiten, wobei
zahlreiche Perſonen verletzt wurden. An allen
öffent=
lichen Gebäuden wurden Scheiben zertrümmert. Trotz
den Aufgeboten der bewaffneten Macht konnten arge
Beſchädigungen des Kaſtells des Grafen Stefan
Tisza und des Komitatshauſes nicht verhindert
wer=
den. Jetzt iſt die Stadt militäriſch beſetzt. Auch aus
Klauſenburg werden ernſtere Störungen gemeldet, welche
ein Einſchreiten des Militärs notwendig machten.
* Nagy=Varad, 11. Juni. Die Sozialiſten
hielten eine Volksverſammlung ab. Nach Beendigung
derſelben zerſtreuten ſich die Teilnehmer ſcheinbar, kamen
jedoch ſpäter wieder zuſammen und verübten große
Ex=
zeſſe. Ein Polizeiwachtmeiſter wurde von einem
Revol=
verſchuß getroffen, ein anderer Polizeibeamter wurde
blutig geſchlagen. Die Fenſter des Tiszaſchen
Hau=
ſes wurden zertrümmert. Militär zerſtreute die
Ruhe=
ſtörer. Der Sozialiſtenführer Kondor, den die Peſter
Parteileitung nach Nagy=Varad ſandte, wurde verhaftet.
Der engliſche Transportarbeiterſtreik.
* London, 10. Juni. Bei der heutigen Konferenz
wieſen die Reeder die Vorſchläge der Regierung
zu=
rück. Für morgen wird die Proklamation des
Gene=
ralſtreiks der Transportarbeiter erwartet.
* London, 10. Juni. Der nationale
Exe=
kutivausſchuß der Transportarbeiter hat
ſämtlichen Zentralſtellen des Landes telegraphiſch die
Erklärung des Generalſtreiks empfohlen. Das
Komitee hat auf morgen eine Sonderſitzung anberaumt,
um über die Läge zu beraten. Die Hafenarbeiter in
Mancheſter haben die Anregung zum Generalſtreik mit
Begeiſterung aufgenommen. Der Arbeiterführer Miller
in Newcaſtle hält indeſſen die Erwähnung des
General=
ſtreiks lediglich für einen Bluff und erklärt: „Wir ſind
nicht befragt worden. Wir haben keinen Streit mit den
Arbeitgebern im Nordoſtdiſtrikt und alſo keinen Grund
zum Streiken.
* London, 11. Juni. Der geſtrige Beſchluß des
Transportarbeiterverbandes, den Nationalſtreik
zu erklären, erfolgte, nachdem die Arbeitgeber die
Vorſchläge der Regierung abgelehnt hatten. Die
Arbeit=
geber erkannten an, daß die Hinterlegung einer
beträcht=
lichen Summe ſeitens der Arbeiterorganiſation beſſere
Garantien ſchaffen würde, glaubten aber nicht, daß der
Plan der Regierung zu dem beabſichtigten Ziel führen
würde. Die Organiſation der Arbeitgeber im
Transvort=
gewerbe erſchien ihnen undurchführbar und gegen ſolche
Urſachen, wie die des gegenwärtigen Streiks, ſei im
Re=
gierungsplan keine Vorkehrung getroffen, ferner würden
die ausländiſchen Reeder nicht davon betroffen werden,
ſodaß die engliſchen Reeder im Nachteil wären.
Handel und Verkehr.
* Berlin 11. Juni. Die Deutſche
Reichs=
bank hat den Diskont von 5 auf 4½ Prozent und den
Lombardzinsfuß von 6 auf 5½ Prozent herabgeſetzt.
In der Sitzung des Zentralausſchuſſes der
Reichs=
bank führte Präſident v. Havenſtein aus, daß die
An=
lagen der Bank in Wechſeln und Lombarden noch um
hun=
dert Millionen höher ſeien, als in der gleichen Zeit des
Vorjahres. Unverkennbar ſei, daß die Anſpannung in der
erſten Juniwoche weſentlich ſtärker abgenommen hat, als
im gleichen Zeitraume des Vorjahres. Am 31. Mai betrug
der Rückſtand der ſteuerfreien Notenreſerve noch 46
Mil=
lionen, am 7. Juni nur 6 Millionen. Der Metallbeſtand
ſei um 100 Millionen höher als im Vorjahre, deshalb wolle
das Reichsbank=Direktorium nicht mehr zurückhalten, dem
wirtſchaftlichen Leben eine Erleichterung durch die
Herab=
ſetzung des Diskonts um ½ Prozent zu gewähren. Es
ſei wünſchenswert, daß auch fernerhin die Banken beſtrebt
ſeien, den Reichsbankſtatus zu beſſern. Der Geldmarkt ſei
noch immer angeſpannt, aber der Privatdiskont bewies
eine bemerkenswerte Neigung zur Abſchwächung. Zum
Ultimo ſeien ſehr ſtarke Anſprüche an die Bank zu
erwar=
ten. Hoffentlich würden auch die Banken in Zukunft
Zu=
rückhaltung in der Kreditgewährung üben, damit die
Dis=
kontermäßigung nicht nur für einige Wochen, ſondern bis
Herbſt beſtehen bleibe.
* München 11. Juni. Die Bayeriſche
No=
tenbank hat den Wechſeldiskont auf 4½ Prozent, den
Lombardzinsfuß auf 5½ Prozent herabgeſetzt.
* Dresden, 11. Juni. Die Sächſiſche Bank
hat den Diskontſatz von 5 auf 4½ Prozent und den
Lom=
bardzinsfuß von 6 auf 5½ Prozent herabgeſetzt.
H. Fran kfurt a. M., 11. Juni. (
Frucht=
marktbericht.) Bei ruhigem Verkehrsverlauf infolge
mangelnder Kaufluſt ſind die Preisveränderungen im
ganzen ohne Belang. Landweizen wurden nur wenig
angeboten, während ausländiſche Brotfrüchte reichlicher
und billiger offeriert waren. Landroggen ebenfalls
leich=
ter erhältlich, aber ſtill. Gerſte geſchäftslos; Hafer bei guter
Konſumfrage behauptet. Futterartikel in effektiver Ware
gefragt, auf Lieferung williger. Mais feſt. Die
Forder=
ungen für Mehl ſind weiter etwas ermäßigt, doch blieb
das Geſchäft ſehr beſchränkt.
Der Mannheimer Getreidemarkt zeigte
ge=
ringe Veränderung. — An der Berliner
Produk=
tenbörſe war das Geſchäft anfangs leicht abgeſchwächt
auf das fruchtbare Wetter, dann befeſtigt auf die Käufe
der Importeure und etwas Exportfrage nach Weizen.
September=Roggen blieb angeboten und ſchwach, auch
ausländiſche Offerten billiger. Hafer ebenfalls niedriger
auf das günſtige Saatwetter und die geringe Lokofrage.
— Nach den letzten Kabelnachrichten von den
amerika=
niſchen Getreidem ärkten (New=York und
Chi=
cago) war Weizen ſchwach auf den baiſſelautenden
Wo=
chen=Ausweis der Weltverſchiffungen, den günſtigen
Erntebericht aus Süddakota und Miſſouri, ſowie
Ankün=
digung von Regenſchauern im Südweſten der Vereinigten
Staaten. Mais gleichfalls willig auf größere Zufuhren
im Innern und Abgaben der Speditionshäuſer, ſowie
der Firma Armour. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind
dort in dieſer Woche von 36.54 Millionen Buſhels auf
34.90 Millionen Buſhels zurückgegangen; hingegen die
Maisvorräte von 5.70 Millionen Buſhels auf 6.43 Mill.
Buſhels geſtiegen. — In Kanada erhöhten ſich die
Wei=
zenvorräte in dieſer Woche von 12.95 Millionen Buſhels
auf 14.14 Millionen Buſhels.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen, hieſiger und Wetterauer 23.25—23.40,
Norddeutſcher 23.25—23.50, Kurheſſiſcher 23.25—23.50,
Ruſſiſcher 23.75—25.25, Kanſas 23.25—23.50, Rumäniſcher
23.75—25, Laplata 22.75—24, Manitoba 23—23.75,
Red=
winter 23—23.75, Walla=Walla 25—25.50; Roggen,
hie=
ſiger 20.50—20.75, Bayeriſcher (Pfälzer) 20.50—20.80,
Ruſſiſcher 20.25—21, Amerikaniſcher —.— Rumäniſcher
20.25—21; Gerſte, Pfälzer —.—, hieſige und Wetterauer
Riedgerſte —.—, Ungariſche —.— Fränkiſche
Ruſſiſche Futtergerſte —.—; Hafer, hieſiger 21.75—22,
Bayeriſcher 21.75—22, Ruſſiſcher —— Amerikaniſcher 18
bis 19.25, Rumäniſcher
Mais mixed 18—18.25,
Ruſſiſcher 18.25—18.50, Donaumais 18.10—18.25,
Rumä=
niſcher 18.25—18.50, Laplata 18.10—18.25, Weißer Mais
18.20—18.40; Weizenſchalen 12—12.10, Weizenkleie 12 bis
12.25, Roggenkleie 14.50—14.75, Futtermehl 15.75—16,
Biertreber getrocknet 15.25—15.50; Weizenmehl,
hieſi=
ges (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 31.75—32, feinere
Mar=
ken 32.25—82.50, Nr. 1 30.50—30.75, feinere Marken 31 bis
31.25, Nr. 2 28.25—28.50, feinere Marken 28.75—29, Nr. 3
27.25—27.50, feinere Marken 27.75—28, Nr. 4 23.50—23.75.
feinere Marken 24—24.25: Roggenmehl, hieſiges
Nr. 0 27.25—28, Nr. 1 25.25—25.75, Nr. 2 21.50—22.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Wenn auch nach den letzten Zeitungsnachrichten die
von der Regierung ausgearbeitete Beſoldungsvorlage von
den Ständen angenommen zu werden ſcheint, ſo bleiben
aber, wie die Regierung ſelbſt zugibt, in der noch zu
er=
ledigenden „organiſchen Reform” eine Reihe von
„Unſtimmigkeiten” zu beſeitigen. Die wichtigſte
Unſtimmig=
keit iſt aber die der Praxis bei Anrechnung der Beſold
ungs vordienſtzeit. — Zwar können nach Art. 7 des
Be=
amtenbeſoldungsgeſetzes vom 9. Mai 1898 einem Beamten
ſeine Verwendungen nach dem vollendeten 29. Lebensjahr
als Beſoldungsvordienſtzeit unter der Vorausſetzung
ange=
rechnet werden, daß die Anſtellungsfähigkeit drei Jahre
zuvor erlangt wurde; die auf einem Uebereinkommen
zwiſchen Regierung und Ständen beruhende Praxis iſt
je=
doch die, daß nur Verwendungen nach dem vollendeten
84. Lebensjahr als Beſoldungsvordienſtzeit, angerechnet
werden. Die Folge dieſer Praxis iſt aber die, daß Beamte
in überfüllten Berufen nicht nur jahrelang auf Anſtellung
warten müſſen, ſie ſind aber auch nach endlich erlangter
Anſtellung weſentlich ſchlechter geſtellt, als ihre Kollegen
von anderen Fakultäten in weniger überfüllten Berufen.
So liegen bekanntlich die Anſtellungsverhältniſſe für die
Juriſten unter den akademiſchen Beamten mit am
un=
günſtigſten; früheſtens mit dem 35. oder 36. Lebensjahre
erhalten ſie jetzt Anſtellung. Gleichaltrige Konabiturienten
in anderen Beamtenlaufbahnen ſtehen zu gleicher Zeit vor
der 4200 Mark=Klaſſe. Dieſe Differenz wird aber bei der
Anſtellung nicht eingeholt, ſie bleibt bis zur Erreichung des
Endgehalts beſtehen. Und dann noch eins! Bekanntlich
wird der Ratstitel bei akademiſchen Beamten in Heſſen
mit Erreichung der 4200 Mark=Klaſſe verliehen. Es kann
ſich alſo ereignen, daß ein Juriſt dann — und zwar in der
unterſten Gehaltsklaſſe — zur Anſtellung gelangt, wenn
ſein von günſtigen Anſtellungsverhältniſſen begünſtigter
Konabiturient in die 4200 Mark=Klaſſe kommt und den
Charakter als „Rat” oder „Profeſſor” erhält. Letztere
Mög=
lichkeit wird wohl bald im Verhältnis zwiſchen Juriſten
und Oberlehrern, deren Anſtellungsverhältniſſe ſich jetzt
auch ungünſtiger geſtalten, Tatſache werden. — In jedem
Falle wird die ſeitherige Praxis bei der Anrechnung der
Gehaltsvordienſtzeit bei Beſeitigung der „
Unſtimmig=
keiten” ſowie der ſeitherige Modus bei Verleihung des
Ratstitels nachzuprüfen ſein. Vielleicht entſchließt ſich die
Regierung, die Verleihung dieſes Titels nicht von
Er=
reichung einer Gehaltsſtufe, ſondern vonZurücklegungeinen
beſtimnten Zeit nach dem Ereichen der
Anſtelungsſchig=
keit abhängig zu machen.
X. T. z.
— In der Nr. 133 Ihres geſchätzten Blattes wird
darauf aufmerkſam gemacht, „daß Gewinner von dem
Darmſtädter Frühjahrs=Pferdemarkt ihre Gewinne
bis 13. Inni abholen müſſen, ſonſt verfallen
ſie‟. — Wie bei? anderen Lotterien der Fall,
ſo z. B. auch bei der Frankfurter
Pferde=
lotterie, dürfte es angebracht ſein, daß die Loſeverkäufer
jedesmal den Namen des betreffenden Käufers notierten,
damit die Gewinner benachrichtigt werden könnten. Es
iſt meines Erachtens ein großer Fehler ſeitens der
Lot=
terieverwaltung, wenn nicht ſo verfahren wird. Die
Gewinner haben im allgemeinen ihren Gewinn mehr
nötig als die Lotterie ſelbſt, weshalb ein Verfallen der
Gewinne überhaupt, jedenfalls vor 1 Jahr nach der
Ziehung, nicht ſtattfinden dürfte. Eine neue Ordnung
diesbezüglich ſcheint unbedingt erforderlich. A. F.
Literariſches.
Dichter und Darſteller. Wohl nichts iſt für die
Aufführung eines Stückes wichtiger, als die gemeinſame
Arbeit, das gegenſeitige Verſtändnis von Dichter und
Darſteller, die beide den tiefſten Gehalt eines Werkes auf
die Bühne bringen wollen. Dennoch aber liegt gerade hier
reicher Stoff für gegenſeitiges Mißverſtehen aufgeſpart,
wie dies Friedrich Kayßler vom Deutſchen Theater zu
Berlin, zugleich ein bedeutender Schauſpieler und ein
Autor, im neueſten (19.) Hefte der illuſtrierten Zeitſchrift
Moderne Kunſt (Verlag von Rich. Bong,
Ber=
lin W. 57, Preis des Vierzehntageheftes 60 Pfg.) aus
eigenſtem Erleben ſchildert. Außer dieſem
hochintereſſan=
ten Artikel heben wir aus dem Inhalte des glänzend
ausgeſtatteten Heftes noch beſonders Jarno Jeſſens
Aufſatz über Hugo Vogel, dieſen „Maler der Geſellſchaft”
hervor; zahlreiche ſeiner Porträts, die hervorragende
Perſönlichkeiten darſtellen, verleihen dieſer Abhandlung
einen beſonderen Wert. Für feſſelnde Lektüre ſorgt die
Fortſetzung von Horſt Bodemers Erzählung „Der
Millio=
när”. Ueber die „Naive” von einſt und jetzt plaudert
L. Malten in einer wiederum reichilluſtrierten Plauderei.
„Diſſonanzen” lautet der Titel einer ſatiriſchen
Betracht=
ung des bekannten Komponiſten und Muſikſchriftſtellers
Paul Ertel, und Dr. Ernſt Abt verteidigt Th. Zells
Vor=
ſchlag der Rekonſtruktion des auf Korfu aufgefundenen
Gorgofrieſes in geiſtvoller Weiſe.
— Aus dem Inhalt des Juniheftes von
„Weſtermanns Monatsheften” Olive von
Planta. Von Paul Heyſe. — Spionage. Von Otto von
Gottberg. — Ein Kindermaler der Gegenwart. Von
Ernſt Warburg. Reich illuſtriert. — Aus Briefen J. V.
Widmanns. Von Alfred Beetſchen. — Die Könige und
die Kärrner. Roman von Carry Brachvogel. IV — Karl
Schuch. Von Dr Walter Kaesbach. Mit 17 farbigen und
ſchwarzen Abbildungen und einem farbigen
Einſchalt=
bild. — Stätten der Arbeit. Von Walter Roſenhagen=
Romint. Mit 17 Abbildungen. — Der Automobilismus
im internationalen Licht. Von Dr. Theodor Kreuzkam.
Rebekka Elkan. Novelle von Sophie Hoechſtetter.
Die Zukunft der Preiſe. Von Geh. Reg.=Rat Prof. Dr.
Julius Wolf. — Ganz einfach Luiſe. Novelle von E.
von Blanckenburg=Bülow — Das Reich der Frau. Von
Felix Poppenberg. — Die wiedererwachte Silhouette.
Von Johannes Schattingen. Mit 19 Abbildungen.
dramatiſche Rundſchau. Von Dr. Friedrich Düſel,
Illu=
ſtriert. — Gedichte von Mia Forſt, Rolf Brandt.
Gott=
fried Doehler, Eduard Reichel, Ludwig Nüdling, Fritz
Philippi, Hugo Wolf, Günther Pogge und Börries Frhr.
von Münchhauſen.
Darmſtadt, 12. Juni.
* 80. Geburtstag. Herr Waffenmeiſter Alexander
Probſt von hier feiert am 13. Juni ſeinen 80.
Ge=
burtstag. Bei der großen Beliebtheit, deren ſich der
Jubilar in Jäger= und Schützenkreiſen erfreut, wird es
ihm nicht an Gratulanten fehlen. — Wir wünſchen dem
Jubelgreis einen recht langen und frohen Lebensabend.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Leipzig, 11. Juni. Der Buchbinderobermeiſter und
Geſchäftsführer der Großbuchbinderei Boeſenberg,
G. m. b. H., Alfred Goehra, iſt nach Unterſchlagung einer
größeren Geldſumme, angeblich 100000 Mark, flüchtig.
* Hagen i. W., 11. Juni. Geſtern trat eine
Konfe=
renz von 25 weſtfäliſchen
Arbeitergewerk=
ſchaf ts=Sekretären aus dem Rheiniſch=Weſtfäliſchen
Induſtriegebiet zuſammen. Zu der Frage des
Gewerk=
ſchaftsſtreites wurde eine Entſchließung gefaßt, in der
bedauert wird, daß neue Beunruhigungen in die
chriſtlich=
nationale Gewerkſchaftsbewegung hineingetragen worden
ſeien. Die Konferenz nehme mit großer Befriedigung von
der Erklärung des Geſamtverbandes der Chriſtlichen
Ge=
werkſchaften und der angeſchloſſenen Unterverbände
Kennt=
nis Durch dieſe Erklärung ſei öffentlich die
Interkonfeſſio=
nalität, die politiſche Neutralität und die
Unabhängig=
keit der Chriſtlichen Gewerkſchaften feſtgeſtellt. Die
evan=
geliſchen Kollegen werden aufgefordert, als völlig
gleich=
berechtigter Teil der Chriſtlichen Gewerkſchaften
nachdrück=
lichſt für die Stärkung der chriſtlichen Gewerkſchaften
ein=
zutreten.
* London, 10. Juni. Der Rücktritt des
Lordgroß=
kanzlers und Großſiegelbewahrers Earl
Loreburn und die Ernennung Lord Haldanes zu
ſeinem Nachfolger wird amtlich bekannt gegeben. Lord
Haldane hat ſein neues Amt bereits angetreten.
* London, 11. Juni. Die Lage im Londoner
Hafen iſt durch die Streikerklärung unverändert.
* Tambow (Rußland), 11. Juni. Auf dem Vorwerk
Dawydow des Grafen von Orlow verbrannten 59
Feldarbeiter, die in der Getreidedarre ſchliefen.
Die Urſache des Brandes konnte nicht ermittelt werden.
* Key Weſt, 11. Juni. Die Kommandeure der
Schlacht=
ſchiffe „Nebraska” und „New=Jerſey” haben Befehl
er=
halten, nach Kuba in See zu gehen. Man glaubt,
daß ihr Beſimmungsort Habanng ſ, wo ſie zu dem
Kreuzer „Waſhington” und dem Schlachtſchiffe „Rhode
Island” ſtoßen werden, die geſtern dort angekommen ſind.
— Trier, 11. Juni. Durch ein furchtbares
Unwet=
ter mit Hagelſchlag wurden im Moſelgebiet große
Ver=
heerungen angerichtet. Faſt die geſamte Obſt= und
Wein=
ernte iſt vernichtet.
— Köln, 11. Juni. Als der praktiſche Arzt Dr.
Schlicht=
haar auf der Chauſſee nach Köln mit einem
Automo=
bil fuhr, wurde er durch einen Heuwagen gegen einen
Baum gedrückt und ſtürzte mit ſeiner Begleiterin in den
Graben. Dr. Schlichthaar wurde auf der Stelle
ge=
tötet. Die Dame erlitt ſchwere Verletzungen.
H. B. Halle (Saale), 11. Juni. Die Saale=Zeitung
meldet: Ein hier lebender Politiker und früherer
Reichstagsabgeordneter erhielt von einem Herrn aus
Rom, der von vatikaniſcher Seite gut informiert iſt,
fol=
genden Brief: Ich kann behaupten, daß die
chriſt=
lichen Gewerkſchaften ohne den Schutz der
preu=
ßiſchen Regierung nicht mehr exiſtieren würden. Ich weiß
aus ſicherer Quelle, daß die preußiſche
Geſandt=
ſchaft im Vatikan dieſem mitgeteilt hat, daß ein
Verbot oder eine Verbannung der chriſtlichen
Gewerk=
ſchaften die ſofortige Aufhebung der
preu=
ßiſchen Geſandtſchaft beim Viatskan zur
Folge haben würde. Meine Quelle kann nicht bezweifelt
werden. Das B. T. war ſchlecht informiert, als es
be=
hauptete, der Miniſterpräſident von Bethmann Hollweg
hätte um einen Aufſchub gebeten. Man wird nun ſehen,
wie der Papſt dieſe preußiſchen Drohungen zu umgehen
ſuchen wird, indem er die Gewerkſchaften indirekt
ver=
bieten wird.
— Blotnik (Kreis Bomſt), 11. Juni. Bei einem
Großfeuer verbrannten fünf Kinder, die von ihren
Eltern eingeſchloſſen waren und die man deshalb nicht
retten konnte.
Briefkaſten.
* „Flugpoſt”. Auf die Anfragen, ob die in
Darm=
ſtadt nach Darmſtadt aufgegebenen Flugpoſtkarten eben=
ſalse die Luſtreiſe mitmachen, können wir nach
Iufor=
mationen an zuſtändiger Stelle mitteilen, daß dieſe
Kar=
ten in der Tat mit der „Schwaben” von Darmſtadt nach
Worms und von dort mit der Bahnpoſt nach Darmſtadt
zurückbefördert werden.
Kr., hier. Ihre Beſchwerde haben wir an die
zu=
ſtändige Stelle ſofort weitergegeben, die für Remedur
Sorge tragen wird.
eine bewährfe
Krankenkost
für Erwachsene
bei Störungen der Verdauung,
bei Schwäche u. Appetitlosigkelt.
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tei. Nr. 211,
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56.
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Man ſchreibt uns: Im Schloſſe Achilleion hat ſich,
wie die Blätter melden, während des diesjährigen
Aufent=
haltes des Kaiſers wieder ſtarker Waſſermangel bemerkbar
gemacht und es wollte nicht gelingen, genügende Mengen
brauchbaren Trinkwaſſers zutage zu fördern. Profeſſor
Brix von der Techniſchen Hochſchule in Berlin iſt
infolge=
deſſen nach Korfu berufen worden, um dort die Anlage
neuer Brunnen zu ſtudieren. Bei dieſer Gelegenheit ſei
erwähnt, daß auch in dieſem Jahre die kaiſerliche
Hof=
haltung größere Mengen des natürlichen Fachinger
Waſſers für den Konſum während des Aufenthaltes
auf Korfu mit ſich führte.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Hiermit die traurige Nachricht, dass heute nachmittag 4 Uhr mein lieber Gatte, unser
treubesorgter Vater, Grossvater, Schwiegervater und Bruder
Herr Georg Becker Privatier
nach schwerem Leiden sanft dem Herrn entschlafen ist.
Die trauernden Hinterbliebenen:
Darmstadt,
Frau Katharina Becker, geb. Berck,
Familie Walter.
den 10. Juni 1912.
Familie Becker,
Die Beerdigung findet statt: Mittwoch, den 12. Juni, nachmittags 5 Uhr, vom Sterbehaus
Wenck-
strasse 34 aus. —Trauerbesuche dankend verbeten.
(12847
Todes=Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
unſeren unvergeßlichen Vater, Schwiegervater
und Großvater
(12890
Konrad Menz
Schreinermeister
im Alter von 79 Jahren plötzlich und
uner=
wartet aus dieſem Leben abzurufen.
Darmſtadt, den 11. Juni 1912.
Die trauernden Kinder.
Die Beerdigung findet am Donnerstag,
nach=
mittags ½6 Uhr, vom Trauerhauſe, Große
Kaplaneigaſſe 60 aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
und die Blumenſpenden bei dem Hinſcheiden
meiner teueren Gattin und unſerer lieben Mutter
Margarethe Schäfer
geb. Draisch
ſagen wir hiermit Allen unſeren tiefgefühlten
Dank, beſonders aber danken wir Herrn Pfarrer
Widmann für die troſtreiche Grabrede. (12850
Die trauernden Hinterbliebenen.
nach Ailsner Art u
nach Münchner Art
Hell Export GuuG
—feinste Tafelbiere —
in Flaschen und Syphons.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ueber Mitteleuropa hat ſich tiefer Druck ausgebreitet,
unter deſſen Einfluß in ganz Deutſchland Regen
nieder=
gingen. Bei bedecktem Himmel liegen die
Morgen=
temperaturen heute etwas tiefer als ſeither. Wir werden
heute wohl noch unter dem Tiefdruckeinfluß bleiben,
jedoch ſteht allmähliche Beſſerung in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 12. Juni:
Wechſelnd bewölkt, zeitweiſe noch Regenſchauer, Temperatur
wenig verändert.
Tageskalender.
Volkstümliche chriſtl. Vorträge um 8½ Uhr im
Rhein. Miſſionszelt an der Lindenhofſtraße. —
Bibel=
ſtunde um 4 Uhr daſelbſt.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Heſſiſcher
Hof um 8 Uhr. — „Perkeo” um 8 Uhr. — Reſtaurant
„Metropole” um ½8 Uhr. — Rummelbräu um ½8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Olympia=Theater, Rheinſtr. 2, 1. Etage:
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 4—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 13. Juni.
Hofreite=Verſteigerung der Geſchwiſter Ernſt
und Albert Ziſſel (Alexanderſtraße 15) um 9 Uhr auf
dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Ludwig Müller
(Wienersſtraße 58) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= uſw. Verſteigerung um 3 Uhr
Runde=
turmſtraße 16.
Gewerbe=Muſeum, Neckarſtraße 3. Täglich geöffnet
v. 11—12½ Uhr, Sonntags v. 11—1 Uhr. Eintritt frei.
Dric und Veriagt z. . Bilchſte Feruchtnant,
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Nummer 136.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Seite 7.
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Kurſe vom 11. Juni 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
InProz.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 89,90
80,50
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols
. 89,90
3 do, do.
89,40
4 Bad. Staatsanleihe . . 99,80
3½
do.
92,80
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe
do.
88,40
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,40
4 Heſſ.=Staatsanleihe . . 89,00
4 do. do. (unk. 1918) 99,80
do.
88,40
do.
78,00
3 Sächſiſche Rente . . . . 80,10
4 Württemberger v. 1907 100,10
do. v. 1875 95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
13½ Griechen v. 1887 . . 54,60
3‟ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 91,20
4 do. Goldrente . . . 96,20
4 do. einheitl. Rente 88,50
3 Portug, unif. Serie I 64,50
3 do. unif. Ser. III 66,10
3 do. Spezial .
9,80
5 Rumänier v. 1903 . . 101,00
4 do. v. 1890 . . 94,80
4 do. v. 1905 . . 100,30
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 90,90
4 do. v. 1902 . . . . 90,90
4½ do. v. 1905 . . . . 100,30
3½ Schweden . . . . . . 93,90
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 82,60
4 Türk. unifiz. v. 1903 91,20
4 Ungar. Goldrente . . . 91,10
4 do. Staatsrente . . . 88,19
Zf.
InProz.
100,90
5 Argentinier
do.
86,00
4½ Chile Gold=Anleihe . 91,90
5 Chineſ. Staatsanleihe . 99,10
do.
4½
92,70
4½ Japaner . .
94,70
5 Innere Mexikaner . . . 95,00
do.
60,00
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,10
5 Gold=Mexikaner . . . . 99,80
3 Buenos Aires Provinz 71,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt
142,75
5 Nordd. Lloyd . . . . . 118,40
16 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,75
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 112,25
8 Baltimore und Ohio . 107,75
½ Schantungbahn 134,25
6‟ Luxemb. Prince Henri 157,00
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 19,25
6 Pennſylvania R. R. . 120,00
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
4 Brauerei Werger
75,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik .
. . 503,50
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim
. . 248,00
30 Farbwerke Höchſt . . 610,00
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim
10 Cement Heidelberg . . 153,10
30 Chem. Werke Albert 453,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 313,80
4 Lahmeyer.=
325 125,20.
Retzte
Inſtron
Divid.
7½ Schuchert, Nürnberg 158,80
12 Siemens & Halske . 238,00
5 Bergmann Electr. . 134,25
10 Deutſch.Ueberſee Electr. 175,80
0 Gummi Peter . . . . 125,50
0 Kunſtſeide Frankfurt 169,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer
. . . 504,80
10 Maſchinenf. Badenia 187,00
6 Wittener Stahlröhren 195,00
8 Steana Romana Petr. 138,25
15 Zellſtoff Waldhof . . 233,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel.
. 212,00
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 120,30
3 Südd. Immobilien . 69,00
Bergwerks=Aktien.
12 Aumetz=Friede . . . . 188,75
12½ Bochumer Bergb. u.
Gußſt.
. . . 229,00
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb.
. 177,90
10 Gelſenkirchener . . . . 188,90
8 Harpener . . . . . . . 187,00
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb. . . 259,10
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 82,75
4 Laurahütte . . . . . . 177,00
10 Kaliwerke Aſchersleben —
11
Weſteregeln 194,50
7½ South Weſt Africa 147,30
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. 87,50
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 99,75
4 Eliſabethbahn, freie . . 95,40
4 Franz=Jofefs=Bahn . . 90,75
3 Prag=Durer . . . . . . 75,50
5 Oeſterr. Staatsbahn . 105,00
4 Oeſterr. Staatsbahn . 94,60
do.
77,50
Zt.
Inſtrot
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 78,20
do.
26
53,30
3 Raab=Oedenburg
76,50
4 Kronprinz Rudolfbahn
4 Ruſſ. Südweſt . .
. 88,90
4½ Moskau=Kaſan .
96,40
do.
88,20
4 Wladichawchas
88,70
4 Rjäſan Koslow .
88,00
3 Portugieſ. Eiſenb.
76,50
do.
92,20
247 Livorneſer . . . . . 67,50
3 Salonique=Monaſtir 64,20
4 Bagdadbahn .
84,00
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 97,00
4 Miſſouri=Pacific . . . . 71,70
4 Northern=Pacific . . . 100,20
4 Southern=Pacific . . . 95,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 87,60
5 Tehuantepec . . . .
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 195,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn .
. . . 150,10
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,25
6½ Darmſtädter Bank . 121,40
12½ Deutſche Bank . . . 254,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,60
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,00
10 Diskonto=Kommandit 184,50
8½ Dresdener Bank . . 152,60
9½ Frankf. Hypoth.=B. 217,50
6½ Mitteld. Kreditbank 119,00
7 Nationalb. für Deutſchl. 122,40
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . 137,20
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,00
½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 123,75
Wiener Bankverein . 133,75
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16. u. 17 . . . 98,60
Znhen,
94. Pfandbrieſe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 89,30
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,00
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
8½
do.
88,50
4 Heff. Land.=Hyp.=Bank 100,20
do.
8½
89,50
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
99,90
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23 .
99,95
½½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8
89,50
S. 3—5 .
89,30
S. 9—11
89,40
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
8½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,00
3½ do. (unk. 1914) . . 88,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 99,90
do.
8½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt.
98,60
8½ do.
89,50
4 Frankfurt.
99,30
8½ do.
95,00
4 Gießen .
98,10
8½ do.
90,50
4 Heidelberg
98,00
8½ do.
4 Karlsruhe
98,50
3½ do.
89,50
4 Magdeburg.
99,00
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
90,00
4 Mannheim
98,70
3½ do.
88,90
4 München .
99,50
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
100,00
3½ do.
90,00
4 Offenbach
2.
In Pro;
3½ Offenbach
90,30
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100,00
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3½ do.
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3 Holl. Komm. . fl. 100
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Pfand=
briefe . . .
. . 135,50
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3 Oldenburger . . .
2½ Raab=Grazer fl. 156 115,80
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Augsburger . . . . . fl. 7 34,60
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Engliſche Noten . . .
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Nummer 136.
Seite 8.
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und Neapel nach New=York,
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Dampfer „Kaiſerin Auguſte
Vik=
toria” von New=York kommend,
9. Juni 12 Uhr mittags in
Ham=
burg.
Dampfer „Moltke”, von New=York
nach Neapel und Genua, 7. Juni
9 Uhr abends von Gibraltax.
Nummer 136.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Jum 1912.
Seite 9.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtsſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 4. bis 10. Juni.
Trotz günſtigen Wetters und weiter gebeſſerter
Ernte=
ausſichten machte ſich auf den deutſchen Getreidemärkten in
der Berichtswoche ſowohl für Weizen als auch für Roggen
eine durchaus feſte Stimmung bemerkbar. Was zunächſt
Weizen betrifft, ſo war der Grund dafür wieder in der
leb=
haften Nachfrage Frankreichs nach deutſchem Material zu
ſuchen. Dazu kommt, daß auch die inländiſchen
Ver=
braucher größere Anſprüche ſtellen und angeſichts des immer
ſchwächer werdenden heimiſchen Angebots auf fremden
Weizen zurückgreifen müſſen. Im Zuſammenhange damit
machte ſich für Juli=Lieferung lebhaftes
Deckungsbedürf=
nis geltend, ſo daß der Preis dafür um 3¼ Mark anziehen
konnte. Aber auch Herbſtlieferung begegenete geſteigerter
Kaufluſt, während Abgeber ſich angeſichts des ungefähr
23 Mark betragenden Abſchlages gegenüber Juli ſehr
reſer=
viert verhielten. Roggen konnte ſeinen Wertſtand ſowohl
für greifbare Ware als auch für Herbſtlieferung gleichfalls
verbiſſern, da einerſeits die ſchwachverſorgten Mühlen in
ſtärkerem Maße als Käufer auftraten und auch Böhmen
Intereſſe für deutſchen Roggen bekundete, während
ande=
rerſeits die Anſicht, daß der neue Roggen vollſtändig
ge=
zzumte Läger vorfinden würde, die Kaufluſt für
Herbſt=
lieferung anregte. So vermochte Juli um 5½, September
um 3 Mark anzuziehen. Im Gegenſatz zu Brotgetreide
be=
hielt Hafer namentlich im Warengeſchäft matte Haltung.
Das Angebot iſt zwar nicht groß, aber ſelbſt zu merklich
ermäßigten Forderungen war ſchwer etwas
unterzu=
bringen. Für Lieferung bewirkten einige Kaufaufträge
für ausländiſche Rechnung zuletzt eine leichte Beſſerung.
Für ruſſiſche Futtergerſte ſchien ſich bei den ſtark
reduzier=
ten Preiſen in letzter Zeit wieder mehr Intereſſe zu regen.
Mais hatte bei weiter ermäßigten Forderungen ruhiges
Geſchäft. EEs ſtellten ſich die Preiſe für inländiſches
Ge=
treide am letzten Markttage wie folgt:
Hafer
Roggen
Weizen
195 (—2
185½ (*-
221
Königsberg.
188 (*2½) 191 (—1
Danzig .
196 (*2
192 (—1
229
(4 4
Stettin . . .
-
193
192 (*3
(* 2
Poſen
—3
190
f2
192
Breslau .
(—
197 (44
(* 2
Berlin
. . 23
(—2
(*1
19
—
Magdeburg
23
207
218 (—
(*3
1
6 (*3
. 226
203
Halle . .
210
(—1
(*1
20
( 2
Leipzig . . .
228
-
210 (
( 4 ) 203 (*5
Dresden . . . 22
196
192 (*1
Roſtock
-
22.
-
212
200
Hamburg
,
214 (—
201 (*1
(*3
2
Hannover
2
208
-
Düſſeldorf
235
)(—
-
N7½ (—2½) 2
Frankfurt a. M. 235
2½
½½ C 2½) 207½
Mannheim
207½ (—2½) 225 (—2½)
Straßburg . . 237½(
228
-
221
München
244
Weltmarktpreiſe: Weizen Berlin Juli 229,50 (*4),
Sept. 206 (J 1,50), Peſt Okt. 192 (— 4,55), Liverpool
Juli 174,45 (-2,75), Paris Juni 259,60 (—9,15), Chicago
Juli 169,20 (- 2,40), Roggen: Berlin Juli 194,50 * 5,50),
Sept. 175,25 (—3), Hafer: Berlin: Juli 191.75 (* 0,50),
Sept. 169,50 (*3,50), Futtergerſte: Südruſſ. frei
Ham=
burg unverzollt ſchwim. 152 (- 2,50), Juni 151 (— 1,50),
Mais: La Plata Mai=Juni 112,50 (—1,50), Juni=Juli
112 (— 1) Mk.
Vermiſchtes.
* Der Haushalt eines modernen Ozeandampfers
rechnet mit ganz ungeheuren Zahlen, wie das neueſte
Heft der illuſtrierten Zeitſchrift „Zur guten Stunde‟
(Verlag Bong & Co., Berlin) mitteilt: So verbraucht
die Dampferflotte des Norddeutſchen Lloyd für
unge=
fähr 32 Mill. Mark Kohlen und für die Proviantierung
der Reiſenden ungefähr 17 Millionen Mark. In einem
Jahre wurden im ganzen 11 Millionen Pfund Fleiſch
verzehrt, hierbei iſt das Wild aber nicht mitgerechnet.
Der Geſundheit
förderlich iſt ein Glas Heſſenbräu. Es erfriſcht,
kräftigt, regt den Appetit an und fördert die
Ver=
dauung. Die Wohlbekömmlichkeit dieſes
Haus=
trunkes wird allgemein beſtätigt.
Eimein brauwerſchren (rs. E
Von Gänſen und Enten wirden alin gewaltige Maſen
im Geſamtgewicht von mehr als 1200000 Pfund
ver=
zehrt, dazu 22000 Pfund Rehwild, 3278 Haſen; von
Fiſchen wurden rund 800000 Pfund und über 600000
Auſtern an Bord gegeſſen. Von Gemüſe verbrauchte man
1 300000 Pfund. Von dem an Bord täglich friſch
ge=
backenem Brod ſtellt ſich die Verbrauchsziffer auf etwa
10 Millionen Pfund und 19 Millionen Pfund
Kartof=
feln wurden verabfolgt. Der Wäſcheſchrank eines
einzi=
gen modernen Lloyddampfers muß für eine Fahrt nach
New=York 3000 Tiſchtücher, 38000 Servietten, 34000
Handtücher hergeben. Die Raucher an Bord haben
während eines Jahres auf den Lloyddampfern 2328000
Stück Zigarren und Zigaretten in Rauch verwandelt.
An Wein, Kognak und Likören wurden 423000 Flaſchen
geleert. Harmloſere Leute nahmen mit 520000 Flaſchen
Mineralwaſſer fürlieb.
Literariſches.
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eigenes Erlebnis in Roman= und Novellenform.
Rup=
pius hat als Achtundvierziger in Amerika ein
abenteuer=
liches Leben geführt und vieles kennen gelernt, was der
Fremdling ſo leicht nicht erblickt; das iſt anſchaulich und
ſpannend in glücklicher Sprache mit trefflicher
Charakte=
riſtik der Figuren erzählt. Die ſchöne Reihe wird würdig
begonnen mit Jenſens Romann „Aus See und Sand‟
(Nr. 661—666). Die reiche Phantaſie, die wunderbare
Stimmungskunſt des Dichters, der ſo lebendig ſeine
Ge=
ſtalten in die Heide und an den Meeresſtrand zu ſtellen
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Nummer 136.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 ſilberne Vorſtecknadel mit blauem Stein. 1
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rad. 1 vergoldetes Zugarmband. 1 verſilberte Buſennadel (
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blätter darſtellend). 1 Taſchentuch mit 2 Geldſtücken. 1 Medaillon
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meſſer mit braunem Stiel. 1 Kinderportemonnaie mit einigen
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Pfennigen. — Zugelaufen: 1 farbiges Huhn.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 2 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
(12843
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung.
Für die am Montag, den 10., Mittwoch, den 12.,
Sams=
tag, den 15. oder Sonntag, den 16. Juni ds. Js., gelegentlich
der Poſtkartenwoche und Flugpoſt, auf dem Darmſtädter
Exerzier=
platz ſtattfindenden Veranſtaltungen wird auf Grund des Art. 129b
der Städteordnung folgendes angeordnet:
An vorgenannten Tagen wird der Exerzierplatz (
einſchließ=
lich Anlage weſtlich der früheren Main=Neckarbahn) nebſt
Zu=
gangswegen von 3 Uhr nachmittags ab durch Militär und Polizei
abgeſperrt.
II.
Die Fahrſtraße und der ſüdliche Fußſteig der Allee zwiſchen
dem alten Bahnhofsplatz und der Zugangsſtraße zum neuen
Haupt=
bahnhof wird an den genannten Tagen von 3 Uhr nachmittags
an für den Fußgänger=, Fahrrad= und Reiterverkehr geſperrt. Der
Fußgängerverkehr erfolgt ausſchließlich durch die Unterführung
(Rheinſtraße — frühere Main=Neckarbahn) und auf dem nördlichen
Fußſteig der Allee. Unnützes Stehenbleiben der Fußgänger,
ins=
befondereslängs der Abſperrung, iſt unzuläſſig. Der Radfahrer=
und Reiterverkehr wird durch den Griesheimer Weg —=Neue
Bahn=
hofſtraße oder=Holzhofallee — Eſchollbrückerſtraße umgeleitet. Der
durchgehende Fuhrwerksverkehr in der Allee wird durch die Sperre
nicht betroffen, jedoch iſt das Aufſtellen von Fuhrwerken,
Auto=
mobiken uſw. in dem geſperrten Teile der Allee verboten.
III.
Die Halteſtelle der elektriſchen Straßenbahn an der
Feldberg=
ſtraße und die Halteſtelle der Dampfſtraßenbahn am Exerzierplatz
ſindewährend der Abſperrung aufgehoben.
Die Wagen des Zuges 22a
der Dampfſtraßenbahn nach Griesheim, die ſonſt 6" Uhr am
Exerzierplatz abgehen, werden an der Halteſtelle Stirnweg
aufgeſtellt und gehen von dort aus als beſonderer Zug um 62 Uhr
nach Griesheim.
IV.
Die Kaſſen und Zugänge zum Exerzierplatz befinden ſich
längs des nördlichen Fußſteigs der Allee direkt hinter der
Unter=
führung (Rheinſtraße-Main=Neckarbahn), ſowie an der Zufahrtſtraße
zum neuen Bahnhof und am Train=Depot. Der Zugang zu den
Kaſſen längs des nördlichen Fußſteigs der Allee erfolgt
aus=
ſchließlich durch die Unterführung (Rheinſtraße-Main=Neckarbahn)
und den nördlichen Fußſteig der Allee.
Das Publikum wird dringend aufgefordert, die
vorſtehen=
den Anordnungen, ſowie die Abſperrmaßnahmen des Militärs
auf dem Exerzierplatz ſelbſt bei Ankunft oder Abfahrt von Fliegern
oder dem Nähern des Luftſchiffes, zur Verhütung von
Unglücks=
fällen genau zu befolgen.
Zuwiderhandlungen gegen die Anordnungen werden auf Grund
des Art. 129b der Städteordnung mit Geldſtrafen bis zu 90 Mark
beſtraft.
(12832ms
Darmſtadt, den 8. Juni 1912.
Großherzogliches Polizeiamt.
Gennes.
Spülung des Waſſerrohrnetzes.
Im Laufe der nächſten Woche wird eine Spülung des
Waſſer=
rohrnetzes in den unten bezeichneten Stadtteilen vorgenommen, welche
in der Zeit von 10 Uhr abends bis 5 Uhr morgens eine zeitweiſe
Unterbrechung der Waſſerabgabe, ſowie eine Trübung des Waſſers
mit ſich bringt; die Waſſerabnehmer werden deshalb gebeten, ſich
vorher mit Waſſer zu verſorgen.
Spülplan.
1. In der Nacht von Montag, den 10. zu Dienstag, den
11. Juni lfd. Js. werden geſpült:
Spülbezirk V.
Derſelbe wird umfaßt von der Frankfurter=Straße (
Herrngarten=
ſeite), Odenwaldbahn, Dieburger= und Alexanderſtraße und enthält
Theaterplatz und Muſeum.
Mitgeſpült werden die außerhalb liegenden Straßenteile:
Kranich=
ſteiner=Straße, Hohler=Weg, Dieburger=Straße und Ringſtraße (äußere),
zwiſchen Dieburger=Straße und Seiterswieſenweg.
Spülbezirk VIII.
Derſelbe liegt ſüdlich der Heinrichsſtraße bis zur Wilhelminen=,
Karls= und Beſſunger=Straße und öſtlich der Ludwigshöhſtraße.
Mitgeſpült werden die Straßen der Mathildenhöhe.
2. In der Nacht von Mittwoch, den 12. zu Donnerstag,
den 13. Juni lfd. Js. wird geſpült:
Spülbezirk Ix.
Derſelbe liegt weſtlich des Straßenzuges Ludwigshöhſtraße,
Beſſunger=, Karls= und Wilhelminenſtraße und wird von der Heinrichs=
und Eſchollbrücker=Straße begrenzt.
Außerdem findet in der Nacht von Donnerstag, den 13. zu
Freitag, den 14. Juni lfd. Js. eine Druckrohrſpülung ſtatt.
Darmſtadt, den 29. Mai 1912.
Städtiſche Waſſerwerksverwaltung.
Rudolph.
(12564sm
Bebauungsplan
für die Tannenſtraße ſüdlich der
Landskronſtraße.
Der von der Stadtverordneten=
Verſammlung am 6. April v. J.
angenommene vorbezeichnete Plan
liegt bei dem Stadtbauamt,
Gra=
fenſtraße Nr. 30, in der Zeit vom
12. bis einſchließlich 27. ds. Mts.
in den Dienſtſtunden offen.
Ein=
wendungen gegen den Plan ſind,
bei Vermeidung des Ausſchluſſes,
innerhalb dieſer Friſt bei
genann=
tem Amt anzubringen. (12740im
Darmſtadt, 8. Juni 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
J. V.: Jaeger.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 26. Inni I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Philipp Adam zu
Nieder=Modau, im Grundbuch der
Hemarkung Darmſtadt
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
35 149¾/10 286 Hofreite
Hein=
heimerſtraße
Nr. 75,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
(K41/12
verſteigert werden.
Darmſtadt, den 6. Mai 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V11206
Sefſentliche
Aufforderung.
Forderungen und Anſprüche an
den Nachlaß der verſtorbenen Frau
von Habe, geb. Scharffenroth, zu
Darmſtadt, ſind bis ſpäteſtens
am 22. Juni ds. Js. an den
Unterzeichneten ſchriftlich
einzu=
reichen.
(B12811
Anton Ritter,
Schießhausſtr. 33.
Akad. Würzburger
Siegelmarken
in Silhouetten-Manier (neu):
a) Vivat Academia!
b) Stoßt an, Würzburz soll
lebenk (beide Marken höchst
originell),
c) ausserdem die Würzburger
Stadtmarke mit Festung
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b) ferner ein 7 jähriges Schimmelpferd.
Darmſtadt, den 11. Juni 1912.
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Rollenhagen, Großh. Gerichtsvollzieher,
Kaſinoſtraße 24.
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ſonſtigen Schmuck.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
(12881ms
Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 12. Juni 1912.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Frankfurter Hypothekenbank.
Pfandbriefverloſung am 7. Juni 1912.
Bei der am 7. Juni 1912 vor Notar ſtattgehabten Verkoſung ſind
von unſeren
3 ½ % Pfandbriefen der Serien 12, 13, 15 u. 19
die folgenden Nummern zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1912,
mit welchem Tage die Verzinſung endigt, gekündigt worden. Es
beziehen ſich dieſe Nummern auf ſämtliche Literae, alſo auf alle
Stücke, welche eine der Nummern tragen.
No. 292, 388, 417, 805, 1021, 1321, 1550, 1578, 1866, 2308, 2341,
2534, 2749, 2833, 2887, 2897, 3231, 3285, 3377, 3530, 3714, 3881, 3997,
4012, 4080, 4596, 4721, 5113, 5128, 5130, 5641, 5647, 5649, 5692, 5786,
5914, 5966, 5976, 6234, 6339, 6399, 6476, 6742, 6794, 6925, 7044, 7215,
7833, 7912, 8098, 8262, 8309, 8448, 8750, 8961, 9017, 9077, 9233, 9407,
9806, 9818, 9895, 9997, 10115, 10249, 10261, 10287, 10554, 10940, 11280,
11460, 11614, 11811, 12113, 12386, 12790, 12805, 13251, 13738, 13827,
13950, 14333, 14579, 14891, 14914, 15154, 16013, 16083, 16244, 16522,
16609, 16689, 16720, 16868, 16892, 17409, 17659, 117695, 17764, 17917,
18044, 18112, 18492, 18757, 20405, 20415, 20580, 20589, 20781, 20942,
21201, 21250, 21434, 21444, 21713, 21875, 21989, 22270, 22416, 22555.
22637, 23016, 23498, 23577, 23643, 23821, 24475, 24589, 25033, 25044,
25252, 25279, 25384, 25609, 25992, 26181, 26426, 26813, 27074, 27150,
27218, 27524, 27720, 28282, 28366, 28605, 29320, 29387, 29972, 30147,
30197, 30624, 30908, 60471, 60500, 60815, 61264, 61359, 61538, 61651,
61723, 61801, 61810, 62279, 62720, 63121, 63528, 63602, 64036, 64742,
64809, 65132, 65743, 66666, 66772, 66823, 66876, 67249, 67574, 67652,
67722, 68111, 68139, 68397, 68487, 68926, 69032, 69156, 69176, 69242,
69264, 69516, 69622, 69672, 69730, 69873, 69911, 70207, 70223, 70423,
70681, 71048, 71071, 71083, 71092, 71177, 71209, 71501, 71552, 71607,
71771, 71944, 71969, 72329, 72385, 72672, 72905, 73081, 73268,
73570, 73590, 73636, 73840, 73846, 73854, 73900, 74218, 74506, 74602,
74656, 74722, 74782, 75153, 76257, 76630, 76829, 77111, 77351, 77547,
78019, 78360, 78869, 79095, 79268, 79673, 80135, 80299, 80431, 80442,
81152, 81182, 81311, 81416, 81553, 82866, 82946, 83111, 83607, 83643,
83831, 83949, 84400, 84604, 85332, 85660, 86074, 86476, 86801, 100162,
100291, 100553, 100643, 100688, 100852, 101410, 101861, 101883, 101906,
102199, 140333, 140885, 141685, 141882, 141944, 142011, 143215, 143933,
144183, 144560, 145494, 145711, 146006, 146930, 147769, 148740, 149097,
149624. 149913, 149974, 180192, 180250, 180355, 180510, 180655, 180678,
180719.
Die Rückzahlung dieſer heute gekündigten Pfandbriefe erfolgt
vom 1. Oktober 1912 ab. Auf ſolche Stücke, welche erſt nach dem
31. Oktober 1912 zur Einlöſung gelangen, wird für die Zeit vom
1. Oktober 1912 ab bis auf weiteres ein 2%iger Depoſitalzins
vergütet.
4% Pfandbriefe (Serien 14, 16—18) ſind bisher noch
nicht verloſt worden.
Aus früheren Verloſungen ſind noch rückſtändig:
Ser. 12, Lit. N No. 16673.
16227.
16214, 16867, 17195.
Ser. 13, Lit. N No. 28832.
62130, 78644.
R „ 23558, 73899.
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28382.
Ser. 15, Lit. P No. 86592.
Ser. 19, Lit. O No. 146026.
Die Einlöſung erfolgt in Frankfurt a. M. an unſerer
Kaſſe, auswärts bei denjenigen Bankhäuſern, die ſich mit
em Verkauf unſerer Pfandbriefe und Kommunal=
Ob=
ligationen beſchäftigen, in Darmſtadt bei der Bank für
Handel und Induſtrie.
Ebendaſelbſt wird auf Wunſch der Umtauſch der verloſten
Pfandbriefe gegen neue Stücke derjenigen Serien, die wir zur Zeit
ausgeben, zum Tageskurs beſorgt.
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Seite 12.
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(Nachdruck verboten.)
16)
Sie kennen Doktor Wendeborn und ſeine Tochter?
fragte der Graf, in deſſen Ton ſich leichtes Erſtaunen kund
gab.
Nicht ſo ſehr den Doktor — obwohl er mir als
Ver=
faſſer mehrere feinſinniger Dramen nicht unbekannt iſt
als vielmehr Fräulein Wendeborn, mit der ich mehrere
Male zuſammenzuſpielen die Ehre hatte.
Soviel ich weiß, iſt Fräulein Wendeborn nicht
Schau=
ſpielerin.
Noch nicht, Herr Graf!
Was ſoll das heißen?
Soviel ich weiß, beabſichtigt Fräulein Wendeborn
zur Bühne zu gehen.
Ein unangenehmes Gefühl ſchlich ſich in des Grafen
Herz. Sollte er ſich in Elfriede getäuſcht haben? Sollte
er nur in ſeiner Eigenſchaft als Leiter einer namhaften
Bühne ihr Intereſſe erweckt haben? Sollte ihre
Freund=
lichkeit, ihre Liebenswürdigkeit aus dieſer Quelle
ſtam=
men? Ja, es würde ſich ſchon ſo verhalten. Hatte ſie nicht
ein für eine junge Dame eigentlich allzu lebhaftes Intereſſe
an allen Einzelheiten des Bühnenlebens gezeigt, Und er
hatte ſich in einen ſo lieblichen Traum gewiegt — er blieb
doch ſtets ein großes Kind!
Jetzt wollte er auch aber Alles wiſſen, und nicht
ahn=
ungslos in die Schlingen ihrer Liebenswürdigkeit ſich
verſtricken.
Doktor Wendeborn hat mir nichts von dieſem Plane
ſeiner Tochter mitgeteilt, ſagte er mit leichter Unſicherheit
in der Stimme.
Das glaub ich gern, Herr Graf, lachte Norbert
dis=
kret auf. Noch iſt Fräulein Elfriede nicht ſo weit.
Woher kennen Sie denn die Dame?
Wie Herr Graf vielleicht wiſſen, war ich bis vor
eini=
gen Monaten Mitglied des Hoftheaters H . . . Von dort
kam ich öfter nach der kleinen Stadt, in der Fräulein
El=
friede Wendeborn bei ihren Großeltern lebte. Ich ſpielte
im dortigen Stadttheater die Helden in den klaſſiſchen
Dramen . . . ich erlaube mir, dies dem Herrn Grafen
be=
reits in meinem Geſuch um Engagement mitzuteilen .
Ja, ja, ich entſinne mich jetzt.
Es wurde dann in jener Stadt ein Feſtſpiel
aufge=
führt, in dem Fräulein Wendeborn die erſte
Lieb=
haberinnen=Rolle ſpielte, ich den jugendlichen Helden —
daher meine Bekanntſchaft mit der jungen Dame.
Ich erinnere mich, von dem Feſtſpiel in den Zeitungen
geleſen zu haben.
Das Werk verdiente, einem weiteren Publikum
be=
kannt zu werden, Herr Graf. Und was die Aufführung
anbetrifft, ſo muß ich geſtehen, daß Fräulein Wendeborn
uns Alle — ſelbſt den alten gewiegten Kenner, Theater=
Direktor Brüggemann durch ihr wunderbares,
ſchau=
ſpieleriſches Talent überraſchte und entzückte.
So — ſo — das iſt ja ſehr intereſſant.
Aus jener Zeit ſtammt auch die Abſicht der jungen
Dame, ſich der Bühne zu widmen. Man ſagte mir, daß
dieſer Entſchluß bei ihren Großeltern große Entrüſtung
hervorgerufen habe und der Anlaß geweſen ſei, daß
Fräu=
lein Wendeborn das Haus ihrer Großeltern verließ und
zu ihrem Stiefvater ging.
Doktor Wendeborn iſt nicht der rechte Vater der
jungen Dame?
Nein, Herr Graf. Fräulein Elfriede entſtammt der
erſten Ehe der Frau Wendeborn .
Der Graf atmete tief auf, dann wandte er ſich
ſchein=
bar gleichgültig ab und ſagte: Sie ſcheinen ſehr genau
über die Lebensverhältniſſe der jungen Dame unterrichtet
zu ſein, Herr Norbert.
Ich intereſſiere mich für Fräulein Wendeborn, Herr
Graf . . .
Dieſer wandte ſich ſcharf um und maß den
Schau=
ſpieler mit einem finſteren Blick.
Verſtehen mich Herr Graf nicht falſch, beeilte ſich
Nor=
bert hinzuzuſetzen. Ich intereſſiere mich für das eminente
Talent der jungen Dame.
Schon gut, wehrte der Graf ab. Aber was hat das
mit Ihrem Anliegen zu ſchaffen?
Nicht das Mindeſte Herr Graf. Oder vielleicht nur,
daß es den Herrn Grafen beſtimmte, mich gütigſt anhören
zu wollen.
Nun gut — ſprechen Sie. Nehmen Sie Platz.
Der Graf lehnte ſich in ſeinen Seſſel zurück, legte die
Hände auf die Seitenlehnen desſelben und blickte ernſt
ſinnend vor ſich nieder, während Norbert ſich in erheuchelter
Beſcheidenheit auf die Ecke eines Stuhles in ehrerbietiger
Haltung niederließ.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Seite 13.
vanten Gafe and Vrkel
ee e e e
Engagement oder doch um Gewährung einiger Gaſtſpiele
einreichte?
Ja, ja. Welches Fach ſpielen Sie?
Das jugendliche Heldenfach, Herr Graf. Meine
Zeug=
niſſe, die Beſprechungen meiner Leiſtungen erlaubte ich mir,
dem Geſuch beizufügen. Ich kann, ohne unbeſcheiden zu
ſein, ſagen, daß ich überall großen Beifall fand. Herr Graf
wiſſen ſelbſt, daß das klaſſiſche Drama heute nur wenig
ge=
pflegt wird — und gerade das klaſſiſche Drama iſt mein
Feld. Die Geſtalten der Meiſterwerke unſerer klaſſiſchen
Dichter zu verkörpern, war von früheſter Jugend mein
Traum, mein Ehrgeiz. Dieſe Begeiſterung für die wahre
Kunſt trieb mich zum Theater — gegen den Willen meiner
Familie, Herr Graf! Ich habe manches Opfer gebracht,
manche Enttäuſchung erlebt, aber die Begeiſterung iſt in
meiner Seele nicht erſtorben und hat in mir den Wunſch
entſtehen laſſen, gerade an der Bühne, welche der Herr
Graf zu einer Pflanzſtätte der wahren, edlen Kunſt
umge=
ſtaltet haben, wirken zu dürfen. Herr Graf würden mich
vor dem künſtleriſchen Untergang retten . . ..
Nun, nun — ſo ſchlimm wird es nicht gleich werden,
wehrte der Graf mit einem feinen Lächeln die pathetiſche
Ueberſchwänglichkeit des Künſtlers ab. Ein tüchtiger
Schauſpieler findet ſchon ſeinen Weg, wenn nur ſein
Streben echt und wahr iſt. Man muß ſich auch zu
be=
ſcheiden wiſſen, Herr Norbert — namentlich in der Kunſt.
Aber ich bin nicht abgeneigt, einen Verſuch mit Ihnen zu
machen.
Herr Graf, meine ewige Dankbarkeit
Bitte, bitte, Herr Norbert. Ich ſprach nur von einem
Verſuch. Der „jugendliche Held” in Neuenburg ſpielt dieſe
Rollen bereits ſeit fünfundzwanzig Jahren und möchte
gern in ein älteres Fach übergehen. Da fände ſich viel=
fliche Geiegenſeit e verlbiſce dt einger Gaſpilen.
Sind Sie jetzt im Engagement?
An der Sommerbühne in Stettin, Herr Graf. Ich
mußte das Engagement annehmen, man muß doch
leben . .
Allerdings. Nun gut, zeigen Sie mir an, wann Sie
dort eine größere Rolle ſpielen, ich komme dann hinüber.
Wir werden dann ſehen. Einſtweilen kann ich Ihnen
kein beſtimmtes Verſprechen geben.
Er erhob ſich zum Zeichen, daß er die Unterredung als
beendet betrachte. Auch Norbert ſtand auf. Er hatte
er=
reicht, was er wollte, und auf mehr durfte er jetzt nicht
dringen, wenn er den Grafen nicht ungeduldig machen
wollte.
Ich bin dem Herrn Grafen zu großem Danke
verpflich=
tet, ſagte er mit einem warmen Ton in der Stimme.
Noch heute breche ich meinen Urlaub ab, um nach Stettin
zurückzukehren und meinen Direktor zu veranlaſſen, ein
klaſſiſches Drama zu geben.
Direktor Brüggemann wird es ſich zur hohen Ehre
an=
rechnen, dem Herrn Grafen zu zeigen, was er kann.
Direktor Brüggemann ſchwärmt für das Drama.
Nun ſehen Sie, entgegnete der Graf, das klaſſiſche
Drama hat noch mehr Freunde.
Ja, Herr Graf, aber das Publikum! Operetten und
Poſſen — die ſind mehr nach ſeinem Geſchmack,
Man muß ſich ſein Publikum erziehen, Herr Norbert.
Ein wahres Wort, Herr Graf.
Doch nun entſchuldigen Sie mich.
Verzeihen Herr Graf — nochmals meinen innigen
Dank.
Mit ehrerbietiger Verbeugung verabſchiedete er ſich.
Eine kurze Weile ſah der Graf ihm nach, dann trat er mit
leichtem, nervöſem Auflachen an ſeinen Schreibtiſch zurück,
un ſic wieder ſenen Bieſen zu wihmen, Aber es Peit
ihn nicht lange bei der Arbeit. Aergerlich warf er die
Feder hin und ſchob die Schriftſtücke bei Seite. Dann
ſtand er auf, zündete ſich eine Zigarre an und ging im
Zimmer auf und ab.
Welch ein Tor war er doch, ſich in einen ſolchen
Traum, wie vorhin, einzuwiegen! Hatte er nicht allzu oft
im Leben die bittere Erfahrung gemacht, daß des
Men=
ſchen Tun und Treiben allein durch den Egoismus
be=
ſtimmt wurde? Hatte er unter dieſer herben Erfahrung
nicht ſchon oft und ſchwer gelitten? Und nun gar das
Völkchen der Bühnenkünſtler! War da nicht alles
Un=
wahrheit, Falſchheit, Neid, Egoismus, kalte Berechnung?
Die Begeiſterung für die Kunſt mußte den Deckmantel für
die niedrigſten Leidenſchaften abgeben. Wie oft hatte er
ſchon, angeekelt durch dieſe Erkenntnis, ſein Amt aufgeben
wollen! Wie oft ſich ſchon in die Einſamkeit ſeiner
länd=
lichen Beſitzung zurückziehen wollen, um hier in der Tat
nur der Kunſt und Wiſſenſchaft leben zu können!
Jetzt hatte er ſich wieder durch ſein hübſches Geſicht
und durch ſcheinbar herzliche Freundlichkeit täuſchen laſſen.
Dieſer Norbert hatte ihm die Augen geöffnet. Er mußte
ihm dankbar ſein, ſo unſympathiſch ihm dieſer Menſch auch
war.
Seltſam, wie ſehr ihn dieſe erneute Erfahrung, dieſe
neue Enttäuſchung ſchmerzte. Sonſt pflegte er über
der=
gleichen zu lächeln; heute tat es ihm ordentlich weh im
Herzen.
Es ward ihm heiß und eng im Zimmer. Er ergriff
Hut und Stock und eilte fort — weit hinaus, ſtets dem
ſchmalen Sandſtreifen folgend, der ſich am Meer
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Waſſerwärme vorm. 7 Uhr 19½0C
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zu dem am Mittwoch den
12. Juni, von 12 Uhr mittags ab
auf dem Paradeplatz
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61
1. Altdeutſcher Marſch mit Be
nutzung dreier Melodien aus dem
16. Jahrh. von M. Kaempfert.
2. Chor und Duett aus der Oper
„Der Poſtillon von Longjumeau‟
von Adam. 3. „Noch ſind die
Tage der Roſen”, Lied von H.
Baumgartner. 4. Zwei
Walzer=
lieder: a) „Ich hab geküßt die
ſchönſte aller Frauen” (
Stecken=
pferd) von A. Alfredy; b) „Roll
Mädel” von P. Lincke. 5. „Lieb”
mich und die Welt iſt mein”, Lied
v. H. R. Ball. 6. „Deutſche
Reichs=
poſt”. Quadrille von O. Schwarz.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 12. Juni 1912.
Seite 15.
daß das Spiel unentſchieden 11 endete. Das Garde=
Grenadier=Regiment Nr. 5 hat nunmehr ſeine Spiele
be=
endet und trifft ſich mit dem Sieger des noch ausſtehenden
Kampfes zwiſchen dem Garde=Grenadier=Regiment Nr. 5
und dem Königin Eliſabeth=Garde=Regiment im Endſpiel
um die Meiſterſchaft am 23. Juli. Ferner ſiegte das
Garde=Füſilier=Regiment ganz überlegen mit 8:2 (Pauſe
4:2) gegen das Eliſabeth=Regiment und ebenſo ſicher das
Königin Eliſabeth=Garde=Regiment mit 6:0 (Pauſe 4:0)
gegen das 2. Garde=Regiment.
* Segelſport. Eintonner=Pokal. Bei der
zweiten Wettfahrt um den franzöſiſchen Eintonner=Pokal,
die auf der Kieler Förde ihre Fortſetzung fand. gewann
die deutſche Vertreterin Windſpiel XVl mit Herrn Fr.
Kirſten=Hamburg vom Norddeulſchen Regatta=Verein.
Bei einer leichteren 4—5 Sekundenmeter ſtarken Südoſt=
Briſe wurde das zweite Rennen um den Pokal über den
Rechtskurs ausgeſegelt. In dem erſten Teil des Rennens
hatte die ſpaniſche Jacht Momo die Führung, die ſie auf
dem Kreuzgang an die Vertreteriſi der norwegiſchen
Far=
ben Quo vadis abgeben mußte, während Windſpiel XVI
im erſten Teil des Rennens weit zurück auf dem achten
Platz lag, beim Kreuzen mit der Norwegerin dem Felde
aber davonlief. Die beiden Jachten kämpften allein in
Front die Entſcheidung aus, die ſich auf dem zweiten
Kreuzgang zu Gunſten der deutſchen Jacht entſchied. Die
Zeiten waren: 1. Windſpiel Tyl=Deutſchland 2 Std. 30
Min. 43 Sek., 2. Momo=Spanien 2.33105, 3. Nurdug II=
Dänemark 2:33:07, 4. Quo vadis=Norwegen 233111, 5.
Finn II=Finnland 2.38158, 6. Nederlandia II=Niederlande
2:39.05, 7. Sans=Souci=Frankreich 2.39110, 8. Vinga II=
Schweden 2:39145, 9. Bunty=England 2:40101.
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Lg. — Gouverneur=Handicap, 6200 Mark, Diſtanz 1600
Meter: 1. Hrn. J. Beutlers Rex II (Raſtenberger), 2. Five
Oclock (F. Bullock), 3. Maruſchka (Archibald). Tot. 68:10,
Pl. 21, 19, 47110. Unpl.: Oranier (4), Gernot, Eager Girl,
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Nelſon (Raſtenberger), 2. Elschen (Evans), 3. Mirkam
(Ted Rice). Tot, 51110, Pl. 21, 28:10. Unpl.: Prinz=
Gemahl. Leicht Hals-Hals-2½ Lg. — Verloſungs=
Ren=
nen, 4400 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. Dr. F. Rieſes
Piccolo (H. Teichmann), 2. Bilbao (Bleuler), 3. Merveille
(Ludwig). Tot. 41:10, Pl. 13, 11, 19.10. Unpl.: Dora (4),
Figaro I, Queckſilber, Navaho. Sehr leicht 2½—1 Lg.
Preis der Diana, 25000 Mark, Diſtanz 2000 Meter: 1. Hrn.
R. Haniels Einſicht (Ted Rice), 2. Flagge (Bullock), 3. Eſche
(Fox). Tot. 117.10, Pl. 20, 11.10. Unpl.: Lily (4),
Huſaren=
liebe. Ueberlegen 5—3—4 Lg. — Irrwiſch=Rennen, 3800
Mark, Diſtanz 900 Meter: 1. Hrn. Sürmondts Wahrheit
(Schläfke), 2. Coco (Liſter), 3. Grete (Hughes). Tot. 20.10,
Pl. 12, 18, 13:10. Unpl.: Henry Clay (4), Lady, Pekin,
Erle, Meteor. Sicher 2½—2 Lg. — Seahorſe=Rennen,
5000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Hrn. R. v. Wallenbergs
Haſard (O. Müller), 2. Marc Aurel (F. Bullock), 3. —
Water=
man (Raſtenberger), 3. — Stradella (Spear). Tot. 19.10,
Pl. 15, 18110. Unpl.: Livadia. Leicht 1½—2 Lg.
* Fußball. Die Berliner Militär=
Fuß=
ballſpiele um die Garde=Meiſterſchaft
brach=
ten im allgemeinen die erwarteten Reſultate. Mit großem
Intereſſe ſah man der Begegnung der beiden in Abteilung
A an der Spitze ſtehenden Mannſchaften des 1. Garde=
Regiments und des Garde=Grenadter=Regiments Nr. 5
entgegen. In dem ganz offenen Spiele ſicherte ſich das
1. Garde=Regiment 6 Minuten vor Halbzeit dadurch die
Führung, daß der Mittelläufer, Prinz Friedrich Carl von
Preußen, einen wegen „Hand” gegebenen Strafſtoß in ein
Tor verwandelte. Nach der Pauſe wurde der Kampf noch
lebhafter. Die Verteidigung beider Mannſchaften zeigte in
den ſchwierigſten Situationen auffallend gute Klaſſe. In
der 24. Minute erreichte jedoch bei einem ſchnellen
Durch=
bruch der Grenadiere der gegneriſche Torwächter einen vom
halblinken Stürmer ſchön eingeköpften Ball nicht mehr, ſo
Se
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 —5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
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Geborene. Am 6. Juni: dem Kaufmann Georg
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dor. Am 7.: dem Chemiker Doktor Leo Weber, Aeußere
Ringſtr. 106 ein S. Hans Otto Ernſt. Am 3.: dem
Ober=
poſtaſſiſtent Heinrich Karl Trinkaus, Viktoriaplatz 1, eine
T. Julie Luiſe Sophie Ilſe. Am 4.: Ein unehel. Sohn
Heinrich Jakob. Am 7.: dem Schreiner Konrad Göhrig,
Liebfrauenſtr. 74, eine T. Eliſabeth Irmgard. Am 4.: dem
Schmied Georg Hartmann, Feldbergſtr. 82, eine T. Erna
Marie Margarete. Dem Fuhrmann Heinrich Schmidt,
Nieder=Ramſtädterſtr. 65, ein S. Nikolaus Heinrich. Am
7.; dem Hausburſchen Heinrich Ludwig Scholl, Nieder=
Oe ne
Ramſtädterſtr. 34, ein S. Gegrg. Am 6. dem
Eiſenbahn=
magazinverwalter Johann Heinrich Momm,
Wendel=
ſtadtſtr. 30, eine T. Maria Thereſia. Am 5.: dem Heizer
an der Techn. Hochſchule Philipp Waldmann,
Liebfrauen=
ſtraße 80, eine T. Maria. Am 9.: dem Schloſſer Heinrich
Zörgiebel, Saalbauſtr. 81, eine T. Luiſe Eliſabeth. Am
6.: dem Maurer Peter Weſp, Arheilgerſtr. 39, ein S.
Karl Philipp.
Aufgebotene. Am 6. Juni: Zivil=Ingenieur Paul
Arthur Hugo Stahr zu Budapeſt, und Helene Gertrude
Katharina Wölbeling zu Nemsdorf. Buchhalter Karl
Auguſt Lange, hier, und Kath. Joſephine Eliſabetha
Gillen zu Neunkirchen i. Pr. Güterbodenarbeiter
Jo=
hannes Dieter V., und Sophie Fiſcher, beide zu
Ar=
heilgen. Beizer Georg Wilhelm Waſſum,
Dornheimer=
weg 31, und Dienſtmagd Maria Joſeph zu König.
Am 10.: Schmied Philipp Kriegbaum, Ktesſtr. 7, und
Dienſtmädchen Louiſe Buttler zu Wiesbaden.
Keſſel=
ſchmied Chriſtian Büttner, Schwanenſtr. 3, und
Fabrik=
arbeiterin Eliſabeth Miſchlich, Langegaſſe 27.
Eheſchließungen. Am 5. Juni: Taglöhner Valentin
Metz, mit Taglöhnerin Marie Nahrgang, beide hier.
Am 6.: Maſchiniſt Gg. Delp, mit Katharina
Traut=
mann, geb. Hartmann, beide hier. Kaufmann Arthur
Herrmann in Frankfurt a. M., mit Hilda
Sommer=
feld, hier. Am 8.: Bahnarbeiter Wilhelm Buchhammer,
mit Köchin Anna Bücking, beide hier. Schneider Johann
Konrad Taucher, mit Köchin Eliſabeth Krämer, beide
hier. Bahnmeiſter=Diätar Hermann Mölbert, hier, mit
Maria Selzer, zu Kleeſtadt. Maler und Lackierer Karl
Pullmann, mit Johanna Wittmann, beide hier. Großh.
Heſſ. Regierungsbaumeiſter Wilhelm Fauth, in
Grau=
denz, mit Emilie Katharine Heiß, hier. Monteur
Edu=
ard Hankewitz, hier, mit Anna Trautmann, in Kirch=
Brombach. Kaufmann Otto Mayer, mit Luiſe Naſt,
beide hier.
Geſtorbene. Am 7. Juni: Bäckergehilfe Karl
Hein=
rich Ernſt Ewald, 19 J., kath., Tröſel. Schleifer Karl
Konrath, 36 J., ev., Brandau. Friedrich Gilbert, S.
des Maklers, 1 J., ev., Eſchollbrücken. Am 8.: Mathilde
Benz, geb. Scherer, Ehefrau des Bildhauers, 23 J., ev.,
Auerbach. Gertrude Schäfer, geb. Muntermann, Ehefrau
des Landwirts, 69 J., ev., Oberkinzig. Margarete
Schäfer, geb. Draiſch, Ehefrau des Taglöhners, 45 J..
ev Dieburgerſtr. 42. Am 5.: Schmied Georg Jakob
sEdelmann, 24 J., ev., Viktoriaplatz 4. Am 9.: General
der Infanterie zur Dispoſition und Genergladjutant à 1a
suite Paul Franz Wilhelm Adolf Freiherr Weſterweller
von Anthoni, 84 J., kath., Riedeſelſtr. 14. Am 10.
Fried=
rich Heberer, 1 Monat, ev., Holzſtraße 24.
Wer sich vor Mottenschaden
will
lasse sich nicht bestimmen, eines der bekannten, scheinbar billigen, in Wirklichkeit aber teueren, weil meistens wirkungslosen,
Mottenmittel zu kaufen, sondern verlange ausdrücklich das laut Attest des Oberhofmarschallamtes von den Hofhaltungen
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lit Dr. Weinreich’s Mottenäther wird die Vernichtung der gefährlichen Mottenmaden erreicht.
Eine Königliche Schlossverwaltung schreibt:
Gern komme ich Ihrer Bitte nach, in persönlicher Form mein Urteil über Ihren Mottenäther abzugeben.
In jahrelangem Gebrauch und der Absicht, denselben beizubehalten, liegt ja wohl die beste Empfehlung, denn
in einer Schlossverwaltung gibt es die vielseitigste Verwendung bei einfachsten wie den kostbarsten Dingen.
Kampfer, Pfeffer, Insektenpulver sind wegen Staub, Geruch usw. nicht überall verwendbar und nicht zuver-
lässig wirksam. — Mottenäther hält entstandenen Schaden auf, verhütet solchen bei achtsamer, rechtzeitiger
Verwendung und hat hier alte Brutstätten völlig zerstört. Nachteilige Wirkungen habe ich nicht bemerkt. In
meiner sehr langjährigen Erfahrung habe ich kein besseres Mittel kennen gelernt und keinen Anlass. danach zu suchen.
Dr. Weinreich’s Mottenäther
Um keine der vielfach auftauchenden, zweifelhaften Nachahmungen
zu erhalten, achte man auf den Namen „Dr. Weinreiche,
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