Inſerake
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175. Jahrgang
werden angenommen in Darmſtadt,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47
wärts nehmen die Poſtämter u. die
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verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
ſowie von unſeren Agenturen und
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den Annoncen=Expeditionen. — Bei
u. 1.80 Mk. vierkelji. Verantwortlichkeit
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Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Gouverneur von Oſtafrika, Freiherr von
Rechenberg, wurde zur Dispoſition geſtellt.
Das Dock= und Maſchiniſtenperſonal der
Rheinfahrzeuge iſt zum größten Teil in den
Ausſtand getreten.
Die Sammlungen für das
Miliſtärflug=
weſen in Frankreich haben den Betrag von drei
Millionen Francs überſchritten.
Der türkiſche Miniſterrat hat die Oeffnung
der Dardanellen noch nicht beſchloſſen.
Der durch den Brand in Damaskus entſtandene
Schaden wird auf 15 Millionen Francs angegeben.
Saſonows Friedensrede.
Mit der= Aufforderung, den umlaufenden
Kriegs=
gerüchten keinen Glauben zu ſchenken, hat der ruſſiſche
Miniſter des Aeußern ſeine erſte umfaſſende Rede
über die auswärtige Politik geſchloſſen. Ein ſolcher
Schluß ergab ſich aus den Darlegungen Saſonows
gewiſ=
ſermaßen von ſelbſt; denn ſeine Rede trug in jedem
Ab=
ſchnitt den Stempel einer prononzierten
Friedens=
rede. Daß Saſonow ſeinen Ausführungen dieſen
Cha=
rakter gab, erklärt ſich aus den — von uns wiederholt
zu=
rückgewieſenen — falſchen Lärmnachrichten Pariſer oder
römiſchen Urſprungs, die ein ruſſiſch=italieniſches
Einver=
nehmen gegen die Türkei, ja ſogar eine gemeinſame
ruſ=
ſiſch=italieniſche Flottenaktion vor Konſtantinopel als
Tatſachen behandelten. Offenbar hat Saſonow die
Ab=
ſicht gehabt, derartige Gerüchte endgültig zum Schweigen
zu bringen und die friedliche Richtung ſeiner von Kaiſer
Nikolaus gebilligten Politik vor der geſamten
Oeffentlich=
keit ſcharf zu betonen.
Saſondw tat dies gerade in Bezug auf den
italie=
niſch=türkiſchen Krieg mit wünſchenswerter
Klar=
heit. So ſchwer der ruſſiſche Handel durch die
Dardanel=
lenſperre beeinträchtigt wird: man weiß jetzt, daß
Ruß=
land — wie wir ſchon vor einigen Tagen feſtſtellten
keinen Proteſt dagegen erhoben, ſondern ſich auf
freund=
ſchaftliche Vorſtellungen beſchränkt hat. Die Art, in der
Saſonow auf Italiens Flottenaktion einging, verrät trotz
ihrer diplomatiſchen Zurückhaltung das begreifliche
Miß=
behagen Rußlands über ein Vorgehen, das ſeinen
wirt=
ſchaftlichen Intereſſen ſchnurſtracks zuwiderläuft. Die
be=
ſtehende kriegeriſche Verwickelung gegen die Türkei
aus=
zubeuten, iſt Saſonow augenſcheinlich nicht gewillt. Denn
er bekennt ſich im Einklange mit Oeſterreich=
Un=
garn zu jener Orientpolitik, die die Erhaltung des
Status quo am Balkan und die Unterſtützung der
ver=
jüngten Türkei zum Programm hat. Bei dieſem
Pro=
gramm iſt es nur folgerichtig, wenn Saſonow die
klei=
nen Balkanſtaaten vor den Gefahren einer
Aben=
teurerpolitik warnt und ihre Beſonnenheit mittelbar als
Vorausſetzung gewiſſer Reformen für die europäiſche
Türkei hinſtellt. Eing ähnliche Warnung hat Saſonow
an die griechiſche Adreſſe durch die Ankündigung
ge=
richtet, daß die Schutzmächte in Kreta erforderlichen Falles
noch entſchiedener vorgehen würden. Selbſt der
per=
ſiche Grenzſtreit wird von Saſonow nur im Rahmen de
Haager Schiedsgerichtsverfahrens erwähnt. Alles in
allem: die Türkei kann mit der Haltung umſo zufriedener
ſein, als die Erſetzung des Botſchafters Tſcharykows durch
Herrn von Giers für die Verwirklichung des ihr
gün=
ſtigen Programms zu ſprechen ſcheint.
Es bedarf keiner beſonderen Ausführung, wie ſehr
die Durchführung einer ruſſiſchen Orientpolitik dieſer
Art dem Ausbruch eines Konfliktes entgegenwirkt, den der
ruſſiſch=italieniſche Krieg hervorrufen könnte. Indeſſen
Saſonows programmatiſche Kundgebungen zur ſonſtigen
hohen Politik ſind geeignet, Rußlands Friedfertigkeit zu
erhärten. Das Feſthalten an dem Bündnis mit
Frankreich und die Annäherung an
Großbritan=
nien haben insbeſondere für Deutſchland nichts
unmit=
telbar Bedrohliches, ſeitdem das Potsdamer
Ab=
kommen die Vereinbarung über Perſien und die
Ge=
wißheit brachte, daß „beide Regierungen ſich in keinerlei
Kombination einlaſſen würden, die eine aggreſſive Spitze
gegen den anderen Teil haben könnte‟. Saſonow hob
mit berechtigtem Nachdruck die Bedeutung hervor, die dem
Potsdamer Abkommen nicht nur für die Feſtigung der
überlieferten deutſch=ruſſiſchen Freundſchaft, ſondern auch
für die perſiſche Politik Rußlands innewohnt. Indem er
geradezu ausſprach, daß jenes Abkommen die ruſſiſch=
per=
ſiſchen Beziehungen auf einen feſten Boden ſtellte,
er=
kannte er das Gewicht an, das Deutſchland in die
Wagſchale der imperialiſtiſchen Weltpolitik zu werfen hat.
Politiſch in Nordperſien „desintereſſiert”, ſieht
Deutſch=
land auch durch Rußlands Beſtreben, ſich die
Nordman=
dſchurei und die Mongolei als ſeine Intereſſenſphäre zu
erhalten, keine eigenen Intereſſen gefährdet. Und da
hierüber hinaus Rußland in Aſien Gebietserweiterungen
nicht anſtrebt, zeigt ſich unter der Vorausſetzung, daß dem
verjüngten China keine Schwierigkeiten bereitet werden,
die friedliche Richtung der ruſſiſchen Politik auch für den
fernen Oſten.
Das franzöſiſche Protektorat in Marokko.
* Im franzöſiſchen Miniſterrat und in führenden
po=
litiſchen Kreiſen war urſprünglich eine Abneigung
dage=
gen vorhanden, einen General an Stelle eines
Bür=
gerlichen zum Generalreſidenten in
Ma=
rokko zu ernennen, wohl nur aus der Befürchtung, daß
ein General für die ihm auf dem Gebiete der Verwaltung
und wirtſchaftlichen Erſchließung des Landes erwachſende
Aufgabe zu ſehr ſeine militäriſchen Geſichtspunkte in den
Vordergrund ſtellen würde. Zwei Umſtände werden es
ſein, die die politiſchen Bedenken im Miniſterrat beſeitigt
haben: die durch den jüngſten Aufruhr in Fez geſchaffene
Lage, die es Frankreich zur nächſten Aufgabe macht, nicht
nur in Fez ſelbſt, ſondern allen Anzeichen nach auch in
dem größten Teil Marokkoks die Ruhe und Ordnung
mili=
täriſch zu ſichern; zweitens aber der Name Liauteys, als
des Mannes, der mit ſeiner Erfahrung für dieſe Aufgabe
zugleich die nötige Befähigung zu vereinen ſcheint, auch
die Verwaltungsaufgaben erfüllen zu können. Immerhin
wird der Name Liauteys als Generalreſident in Marokko
zunächſt in erſter Linie ein militäriſches Regiment
bedeu=
ten. General Liautey iſt 1854 in Nancy geboren und ſteht
ſomit im 58. Lebensjahre.
Eine Note der Agence Havas beſagt: In dem
Be=
richt, den der Miniſterpräſident in der Frage der
Ernen=
nung des Generals Liau teys dem Präſidenten
Falliéres unterbreitet, weiſt der Miniſterpräſident zunächſt
auf die Bedingungen hin, unter denen der Geſandte
Reg=
nault nach Fez geſandt wurde, wie dieſer die Zuſtimmung
des Sultans zum Protektoratsvertrag erlangte und wie
ſchließlich die Erwägungen Regnaults über die
einzufüh=
renden Reformen durch die Ereigniſſe in Fez unterbrochen,
wurden. Weiter betont Poincaré die
Notwendig=
keit eines einheitlichen Vorgehens in
Ma=
rokko. Es ſei das Werk der Ziviliſation und des
Fort=
ſchritts, das Frankreich in dieſem Lande auf ſich nehme.
Aber nur in denjenigen Gegenden Marokkos, wo bereits
der Friede eingekehrt ſei, könnten die franzöſiſchen
Ver=
waltungsmaßregeln durchgeführt werden, um die
fried=
liche Durchdringung des Landes methodiſch vorzubereiten
und auszudehnen. Durchaus nötig ſei es, daß die
bür=
gerlichen und militäriſchen
Machtbefug=
niſſe in die Hand eines einzigen Mannes gelegt
würden. Die Aufgabe, die ſeiner harre, ſei ſchwierig und
verwickelt. Er ſollte dem Protektorat Geltung
verſchaf=
fen unter Beobachtung der Verpflichtungen Frankreichs
gegenüber den Mächten, er ſolle gerade der Auffaſſung
des Protektorats treu bleiben, die in Einklang ſtehe mit
den internationalen Verträgen und er ſoll auch
ver=
ſtehen, durch geſchickte Verfügung über die franzöſiſchen
Streitkräfte in Marokko und durch vernünftige
Ausfüh=
rung des politiſchen, ökonomiſchen und ſtrategiſchen
Pro=
gramms, die Annahme des Protektorats ſeitens der
ma=
rokkaniſchen Stämme vorzubereiten und zu ſichern. Der
paſſende Mann für dieſe Aufgaben ſei Liautey.
Die Ernennung des Generals Liauteys zum
Generalreſidenten in Marokko wird von der
Pariſer Preſſe überwiegend mit lebhafter Befriedigung
begrüßt. Insbeſondere die gemäßigten und
nationaliſti=
ſchen Blätter zollen der Regierung die Anerkennung, daß
ſie ſich von Parteirückſichten freigemacht und einen rechten
Mann an den rechten Platz geſtellt habe. Nur einzelne
Blätter. tadeln den Beſchluß des Miniſterrats. Die
Lan=
terne meint, die Regierung habe einen ſchweren Verſtoß
gegen die republikaniſchen Ueberlieſerungen begangen,
indem ſie einen Militär an die Spitze einer politiſchen
Verwaltung ſtellte. Die Schuld treffe in erſter Reihe den
Kriegsminiſter Millerand, der abermals ſeinen Willen
durchzuſetzen verſucht habe und wie ſchon durch andere
Maßnahmen auch durch dieſe zahlreiche Republikaner mit
Beunruhigung erfülle.
Deutſches Reich.
— Die Wahl in Varel=Jever wird von der
Kölniſchen Zeitung als eine Niederlage der
Sozialdemo=
kratie bezeichnet und kommentiert. Sie ſchreibt:
Das Reſultat iſt für die Sozialdemokratie, die immer
wieder behauptet hatte, nur die Perſönlichkeit Trägers
habe am 12. Januar viele Wähler von der Abgabe
ſozial=
demokratiſcher Zettel abgehalten, der härteſte Schlag. Sie,
die mit einer abſoluten Vermehrung gerechnet hatte und
auch rechnen durfte, hat eine abſolute Abnahme der=
An=
hänger zu verzeichnen. Ueber die Grenzen des
Wahlkrei=
ſes hinaus iſt dieſer Stillſtand der Sozialdemokratie, der
einem Rückgange gleich zu achten iſt, für das ganze Reich
von Bedeutung. Und daß dieſer Rückgang ſich ſchon bei
der erſten Erſatzwahl zeigt, iſt von einer nicht zu
unter=
ſchätzenden politiſchen Bedeutung. Die Gründe freilich
ſind allzu klar. Die Sozialdemokratie hat nicht das
ge=
halten, was die Hunderttauſende und Millionen, die ſich
im Januar in verärgerter Stimmung für ſie entſchieden
hatten, von ihr erwarten zu dürfen glaubten. Ihre Taten
vom Januar bis heute ſind eine Kette von Torheiten und
Mißerfolgen. Dieſe Kette begann ſchon mit der Wahl
des Reichstagspräſidiums, wobei ſich die größte Partei
immer noch als das Schreckbildnis einer doktrinären und
auf papierne Grundſätze eingeſchworenen Partei erwies.
Einen zweiten harten Schlag erfuhr die Sozialdemokratie,
als der große Beraarbeiterausſtand, der unter ihrem
Siegespanier bewerkſtelligt worden war, kläglich auslief
und in Weſtdeutſchland eine allgemeine Ernüchterung
hervorrief. Noch unangenehmer wurde der
Sozialdemo=
kratie die Lage durch die Einbringung der
Rüſſungsvor=
lagen, die im Volke als eine Selbſtverſtändlichkeit galten,
und die doch von der Sozialdemokratie um jeden Preis
bekämpft werden mußten. Damit verzwickte ſich die
Tat=
ſache, daß es letzten Endes nur die Sozialdemokratie mit
ihrem doktrinären Verweigern aller Deckungsmittel iſt,
die eine Erbſchaftsſteuer verhindert und dafür ein
Konglo=
merat von unbrauchbaren Finanzvorſchlägen zutage
för=
dert. Und wir glauben auch, daß noch ein Viertes
mitge=
ſprochen hat, um der Sozialdemokratie die Gunſt der
Leute, die heute ſo und morgen anders denken, zu rauben.
Der verabſcheuenswürdige parlamentariſche Terrorismus,
dien eine Handvoll ſoziuldemokratiſcher Abgeordneter
im preußiſchen Landtag unaufhörlich zu verüben pflegt,
kann ſeine Wirkung im Lande gar nicht verfehlen, und
muß ſchließlich „eine Koalition der anſtändigen Leute‟
zuſtande bringen, die den Reſpekt vor der Volksvertretung
mit allen Mitteln erzwingen werden. Das ſind ſo einige
Gründe, die das ſchlechte Abſchneiden der Sozialdemokratie
in Barel=Jever erklären, und es kann kaum zweiſelhaſt
ſein, daß die Zahlen in dieſem Wahlkreiſe für den
Nie=
dergang der Sozialdemokratie in den kommenden Zeiten
typiſch ſein werden, wenn dieſe Partei es nicht vorzieht,
aus dieſer Lehre zu lernen und ihr Verhalten gründlich
zu ändern. Für uns iſt der Tag von Varel=Jever ſchon
heute eine Niederlage der Sozialdemokratie wenn ſich
auch der Ausgang der Stichwahl zwiſchen Wiemer und
Hug noch gar nicht vorausſehen läßt.
Die Berl. N. Nachrichten rechnen mit der Möglichkeit
eines ſozialdemokratiſchen Sieges. Sie ſchreiben: Die
Fortſchrittliche Volkspartei muß damit rechnen, daß nach
dem Bekanntwerden ihres Stichwahlabkommens mit der
ſozialdemokratiſchen Partei ihr bei den Stichwahlen
ge=
gen Sozialdemokraten jede Wahlhilfe der rechtsſtehenden
Wähler unbedingt verſaat werden muß. Selbſt wer bisher
ſtets den Grundſatz vertrat: „Unter allen Umſtänden
ae=
gen den Sozialdemokraten”, muß jetzt anerkennen, daß
die Fortſchrittspartei ſich außerhalb der bürgerlichen
Ge=
meinſchaft geſtellt hat. Um die Mandate einiger Führer
zu retten. hat die Partei, die unter Eugen Richter den
Kampf gegen die Sozialdemokratie als ihre wichtiaſte
Auf=
gabe erkannte, Verrat am Bürgertum geübt. Nur wer
öffentlich und unumwunden das Wahlabkommen verwirft.
den Sozialdemokraten die Gefolaſchaft vermeigert und
das dadurch bekundet, daß er niemals einen
Sozialdemo=
kraten in das Reichstagspräſidium wählen wirde nur
ein ſolcher Libergler darf Stimmen rechtsſtebender
Mäh=
ler erhalten. Die Stichwahl wird daber inſofern
interef=
ſant ſein, als man auf das Verhalten der
b=
n
Par=
teien neugierig ſein kann. Sind ſie kor
ſt wir?
der 111. Genoſſe in den Reichstag e=
Vieſſer
beſchleunigt das die Erkenntnis, daß
litik des
Li=
heralismus ſeit 1909 eine Selbſtmordpolitik iſt. die den
Liberalismus vernichtet und der Sozialdemokratie nur
noch mehr zur Vormacht verhilft.
— Die Duelldebatte im Reichstag wird.
wie verlautet, weitere Folgen haben. Zunächſt wird, wie
in parlamentariſchen Kreiſen erzählt wird, das Zentrum
ſchon in der Budgetkommiſſion den Antrag ſtellen, das
Militärſtrafgeſetz in der Richtung abzuändern, daß für
Herausforderung zum Duell, Kartelltragen uſm., kurz, ſü
das Duell ſelbſt und für jede Beihilfe beim Duell.
ſofortige ſchlichte Abſchied als Strafe feſtgeſetzt wird.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Nummer 101.
— Ueber die Ausſichten des
Staatsan=
gehörigkeitsgeſetzes ſchreiben Berliner Blätter:
Daß die Vorlage noch in dieſer Seſſion vom Reichstag
verabſchiedet wird, iſt ausgeſchloſſen. Es wird auch nicht
einmal möglich ſein, den Entwurf in der Kommiſſion
durchzuberaten. Nachdem jetzt die Dänenfrage zum
Ab=
ſchluß gebracht iſt, bleiben noch die militäriſchen
Neben=
geſetze in erſter Leſung zu erledigen. Da nur noch eine
geringe Zahl von Sitzungen hierfür zur Verfügung ſtehen,
läßt ſich annehmen, daß der Entwurf vor der Vertagung
des Reichstages nur noch in erſter Leſung in der
Kom=
miſſion durchberaten wird. Die zweite Leſung in der
Kommiſſion muß dann im Spätherbſt nach dem
Wieder=
zuſammentritt des Reichstages vorgenommen werden.
Nach dem Gang der Verhandlungen im Plenum ſowohl
wie in der Kommiſſion kann man aber mit Sicherheit
an=
nehmen, daß die Regierungsvorlage in den erſten
Mona=
ten des nächſten Jahres zur Verabſchiedung gelangen
wird.
Ausland.
Frankreich.
Die franzöſiſch=ſpaniſchen
Verhand=
lungen. Die Nachricht, daß in dem letzten Miniſterrat
die Frage des Abbruchs der Verhandlungen zwiſchen
Spanien und Frankreich aufgerollt worden ſei, iſt nach der
Agence Havas unrichtig. Vielmehr habe der
Miniſterprä=
ſident, der die Miniſter über den Fortgang der
Verhand=
lungen unterrichtete, erklärt, von Seiten Frankreichs laſſe
man die Hoffnung nicht ſinken, ſie demnächſt zu Ende zu
führen.
Die Sammlung für das
Militärflug=
weſen hat den Betrag von drei Millionen überſchritten.
Portugal.
Spielmonopol für Madeira. Das
portu=
gieſiſche Parlament beſpricht augenblicklich ein Geſetz,
das ſich mit der Regulierung von Glücksſpielen, mit der
Buchmacherei uſw. befaßt. Die portugieſiſche Regierung
hat von britiſchen Kapitaliſten ein Angebot erhalten, in
dem ſie um ein Spielmonopol für Madeira erſuchen. Sie
beabſichtigen, dort ein Kaſino zu errichten. Für dieſe
Konzeſſion verpflichten ſie ſich, ein Sanatorium für
Schwindſüchtige zu bauen, in dem ſtets zweihundert
Frei=
hatten für arme portugieſiſche Bürger, die an dieſer
Krank=
heit leiden, zur Verfügung ſtehen werden. Die Auswahl
der Patienten ſoll in Händen der Regierung liegen. Es
wird ferner gemeldet, daß auch 20 Prozent aus dem
Ueberſchuß des Kaſinos dem Staat zufließen ſollen. Die
Regierung hat dem betreffenden Konſortium die
Nach=
richt zugehen laſſen, daß der Vorſchlag einer näheren
Be=
trachtung unterzogen wird. Wenn ein derartiger Plan
jedoch alzeptiert werden ſollte, würde das Monopol
den=
jenigen Kapitaliſten angeboten werden, die die beſten
Offerten abgeben.
Griechenland.
Die kretiſchen Deputierten. Nach
Mel=
dungen der Pforte aus Athen hat die griechiſche
Regie=
rung bei den Großmächten die Verſicherung abgegeben
daß die kretiſchen Deputierten zu den Sitzungen der
grie=
chiſchen Kammer nicht zugelaſſen werden.
Serbien.
Die Wahlen. Bei der letzten Nachwahl zur
Skupſchtina wurde in Pirot der jungradikale Kandidat
gewählt. Damit erlangt die Regierung eine knappe
Majo=
rität.
Vereinigte Staaten.
Rooſevelt und Taft. Rooſevelt antwortete
in einer in Worceſter gehaltenen Rede in bitterem Ton
jauf den Angriff, der kürzlich gegen ihn durch den
Prä=
ſſidenten Taft unternommen wurde. Er erklärte, Taft
habe nicht allein in Gedanken, Worten und Taken
unein=
gedenk ihrer früheren Freundſchaft gehandelt, ſondern
ſich nicht um die einfachſten Regeln des Anſtandes
geküm=
mert, die man ſelbſt im Kampfe mit ſeinem ſchärfſten
Gegner verlangen könnte. Die Behauptung Tafts, er
Rooſevelt, benutze ſeinen Einfluß als Inhaber eines
Bundesamtes im Wahlkampf, ſei eine abſurde
Unwahr=
heit. Rooſevelt beſchuldigte Taft ferner, daß Taft ſich
der Unaufrichtigkeit ſchuldig gemacht habe, als er den
Payne=Aldrich=Tarif unterzeichnete.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 39. April.
* Uebertragen wurde dem Lehrer Paul
Rochel=
meyer zu Vadenrod, Kreis Alsfeld, eine Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Ober=Ingelheim, Kreis Bingen;
der Schulamtsaſpirantin Eliſabeth Wagner aus
Wies=
baden eine Lehrerinſtelle an der Gemeindeſchule zu
Langen, Kreis Offenbach.
g. Provinzialausſchuß. Der Provinzialausſchuß
be=
ſchäftigte ſich geſtern mit dem Rekurſe der Firma
Che=
miſche Fabrik Griesheim=Elektron, Werk Oehler zu
Offenbach. Die Firma beabſichtigte die Errichtung eines
Neubaues für die Herſtellung von Zwiſchenprodukten der
Farbenfabrikation. Auf die von der Firma Union,
Lederwerke, eingelegte Beſchwerde machte das Kreisamt
die Genehmigung von verſchiedenen Bedingungen zur
Beſeitigung der entſtehenden giftigen Abgaſe und Dämpfe
abhängig. Unter anderem war der Firma die
Erricht=
ung eines 80 Meter hohen Sammelſchornſteins zur
Auf=
gabe gemacht. Die Firma war aber der Anſicht, daß ein
ſchon exiſtierender 60 Meter hoher Schornſtein genügend
ſei und legte gegen den gleichlautenden Entſcheid des
Kreisausſchuſſes Rekurs beim Provinzialausſchuß ein
der bereits am 24. Februar zur Verhandlung kam. Der
Entſcheid war damals zwecks weiterer Beweiserhebung
vertagt worden, die inzwiſchen erfolgt iſt. Da auch die
Gewerbeinſpektion der Anſicht iſt, daß bei moderner
Ein=
richtung des Betriebes ein 60 Meter hoher Schornſtein
genügend iſt, genehmigt der Provinzialausſchuß das
Geſuch mit dieſer vom Kreisausſchußentſcheid
abweichen=
den Bedingung. — Die Verhandlung in dem
Enteig=
nungsverfahren wegen eines Geländeſtreifens von 11
Metern für die Hauptzufuhrſtraße nach dem neuen
Süd=
bahnhof mußte vertagt werden. Es findet
Augenſchein=
nahme am 13. Mai ſtatt.
-g. Strafkammer. Am 20. März 1911 fand in
Offen=
bach eine vom Vorſteher der Sektion Offenbach des
Deut=
ſchen Transportarbeiter=Verbandes, Sebaſtian Müller,
einberufene Straßenbahnerverſammlung ſtatt. Als
Tages=
ordnung waren Rechenſchaftsbericht des ſeitherigen
Arbeits=
ausſchuſſes und eventuelle Neuwahl desſelben angeſetzt.
Der Vorſitzende Müller erhob nun im Verlaufe dieſer
Ver=
ſammlung heftige Angriffe gegen den Oberkontrolleur
Die=
denhofen. In der Straßenbahnverwaltung waren damals
größere Summen verſchwunden und gegen Oberkontrolleur
Diedenhofen war auch dieſerhalb eine ſtaatsanwaltliche
Unterſuchung eingeleitet, die jedoch mangels jeglicher
Be=
weiſe eingeſtellt werden mußte. Die damals vielleicht
umlaufenden Gerüchte benutzte Müller, um beleidigende
Aeußerungen gegen Diedenhofen auszuſtoßen wie,
Dieden=
hofen hätte ſich die Gelder angeeignet, die Spatzen pfiffen
es ja von den Dächern, er würde ihn ſchon noch dahin
bringen, wo er hingehört, Diedenhofen ſtände nur den
gan=
zen Tag auf der Straße und ſtecke ſeinen dicken Bauch
heraus. Dieſen Aeußerungen war ſofort von
Verſamm=
lungsbeſuchern entgegengetreten worden; trotzdem erfuhr
Diedenhofen erſt Ende November davon, weshalb auch der
Einwand des Angeklagten, die Friſt ſei nicht gewahrt,
vom Schöffengericht als unbegründet erachtet wurde; es
erkannte auf 100 Mark Geldſtrafe. Die Strafkammer, die
geſtern die Berufung des Angeklagten verhandelte, kam
zu einer Verwerfung derſelben. Der Schutz des § 193
(Wahrnehmung berechtigter Intereſſen) wurde dem
Ange=
klagten von der Berufungsinſtanz in vollſtem Uufange
zu=
geſtanden. Er ſei als Vorſtand der Sektion berechtigt
ge=
weſen, die Sache zur Sprache zu bringen, er hätte deshalb
auch freigeſprochen werden müſſen, wenn er die Sache in
zeziemender Weiſe vorgebracht hätte. Die Aeußerungen
aber, die der Angeklagte getan hatte, ſtellen ſchwere
Be=
leidigungen des Oberkontrolleurs dar. Auch ſei § 186 des
Strafgeſetzbuchs (üble Nachrede) heranzuziehen, da die
vom Angeklagten behaupteten Anſchuldigungen nicht
be=
wieſen werden konnten. Die Berufung war alſo zu
ver=
werfen.
Des weiteren hatte die Straſammer geſtern als
Be=
rufungsinſtanz darüber zu befinden, ob der Arbeiter=
Rad=
fahrerbund „Solidarität” als ein politiſcher Verein im
Sinne des Reichsvereinsgeſetzes anzuſehen ſei. Der
Vor=
ſitzende Willibald Alexander Zimmermann und der
Kaſſierer Karl Julius Georg Fiſcher, heide aus
Offen=
bach, wurden vom Schöffengericht Offenbach zu je 20 Mk.
Geldſtrafe wegen Vergehens gegen§§ 17 u. 18,5 des
Reichs=
vereinsgeſetzes verurteilt, weil ſie den am 24. Mai 1894
geborenen, alſo noch nicht 18 Jahre alten Ernſt
Lenzen=
dorf zu Langen=Bernsdorf (Kreishauptmannſchaft Zwickau)
in den Arbeiter=Radfahrerbund „Solidarität”
aufge=
nommen hatten. Die, beiden Verurteilten legten Be
rufung ein, indem ſie einwandten, der Bund ſei kein
poli=
tiſcher Verein und ſie hätten aus dieſem Grunde keinen
An=
laß gehabt, die Aufzunehmenden nach ihrem Alter zu
be=
fragen. Der Vorſitzende Geheimer Juſtizrat Sander gab
hierbei eine Definition des Begriffs „politiſcher Verein”
nach den bisherigen Gerichtsurteilen. Danach ſei nicht das
Statut ausſchlaggebend, ſondern das tatſächliche Wirken
und die Tätigkeit des Vereins, auch wenn er neben dem
Hauptzweck wie z. B. Turnen, Schwimmen uſw. noch den
Nebenzweck verfolge, auf Verfaſſung, Geſetzgebung und
auf die ſoziale Entwickelung hinzuwirken; ſo ſei z. B. der
Verein zur Bekämpfung der Viviſektion als politiſcher
Verein im Sinne des Reichsvereinsgeſetzes erklärt worden.
Die Staatsanwaltſchaft ſtützte ſich vor allem auf
Ar=
tikel des Bundesorgans Der Arbeiterradfahrer und auf
einen Artikel des Vorwärts. Der Vorwärtsartikel enthielt
einen Bericht über eine Feſtlichkeit des Arbeiterſchwimmer=
Vereins Elberfeld, auf der auch die Arbeiterturner,=
Rad=
fahrer= und Athleten=Vereine durch Delegierte vertreten
waren. Hier wurde eine Reſolution angenommen und
auch von den Vertretern des Arbeiter=Radfahrerbundes,
„Solidarität” unterzeichnet, in der bedauert wurde, daß
zwei Drittel der Mitglieder der bürgerlichen Vereine
ge=
werkſchaftlich und politiſch organiſierte Arbeiter ſeien und
die ſozialdemokratiſche Partei und die Gewerkſchaften
auf=
gefordert wurden, dafür zu ſorgen, daß ihre Mitglieder
den Arbeitervereinen beitreten. Die Artikel wurden
ſämtlich verleſen und von den Angeklagten eingewendet,
daß die Preßkommiſſion und der Vorſtand keinen Einfluß
auf die Schreibweiſe des Bundesorgans Der
Arbeiter=
radfahrer hätten. Es wäre aber der Redakteur erſucht
worden, ſeine Artikel nicht politiſch zu geſtalten. Das
Gericht konnte jedoch nicht die Ueberzeugung gewinnen,
daß der Verein kein politiſcher Verein ſei und verwarf
die Berufung als unbegründet.
Die letzten Züge des alten und die erſten des
neuen Bahnhofs. Die Ueberleitung des Betriebes von
den alten auf die neuen Bahnanlagen in Darmſtadt
Hbf. erfolgt, mit Ausnahme desjenigen der
Odenwald=
bahn, in der Nacht vom 30. April zum 1.
Mai=
d. Js. Die Perſonzüge der Strecke Darmſtadt Hbf.—
Wiebelsbach und Darmſtadt Hbf. — Groß=Zimmern
fahren bis einſchließlich 14. Mai von und nach dem
alten Bahnhof. Als letzte Züge fahren in den
alten Hauptbahnhof ein und zwar 1. in den früheren
Heſſiſchen Ludwigsbahnhof aus Richtung Mainz:
Eil=
zug 192 am 30. April 1115 nachmittags, aus Richtung.
Aſchaffenburg: Triebwagen 625 am 1. Mai 1223
vor=
mittags, aus Richtung Worms: Eilzug 89 am 30. April
1043 nachmittags 2. in den früheren Bahnhof der
Main=Neckar=Bahn aus Richtung Frankfurt (Maine=
D=Zug 24 am 1. Mai 1212 vormitttags, aus Richtung
Heidelberg: Eilzug 45 am 1. Mai 1230 vormittags. Als
letzte Züge fahren aus: 1. aus dem früheren Heſſiſchen
Ludwigsbahnhof in der Richtung Mainz: D=Zug 195
am 30. April 1133 nachmittags, in der Richtung
Aſchaffen=
burg: Eilzug 192 am 30. April 1124 nachmittags, in
der Richtung Worms: Perſonenzug 2856 am 30. April
1055 nachmittags; 2. aus dem früheren Bahnhof der
Main=Neckar=Bahn in der Richtung Frankfurt (Main):
Eilzug 45 am 1. Mai 1232 vormittags, in der Richtung
Heidelberg: Perſonenzug 974 am 1. Mai 1221 vormittags.
In den neuen Hauptbahnhof fahren als erſte
Züge ein aus Richtung Mainz: Perſonenzug 658 am
1. Mai 1255 vormittags, aus Richtung Aſchaffenburg:
Eilzug 181 am 1. Mai 514 vormittags, aus Richtung
Worms: Perſonenzug 2801 am 1. Mai 520 vormittags,
aus Frankfurt (Main): Perſonenzug 976 am 1. Mai=
114 vormittags, aus Richtung Heidelberg: D=Zug 79
am 1. Mai 594 vormittags. Als erſte Züge fahren
aus dem neuen Hauptbahnhof aus in der Richtun
Mainz: Eilzug 181 am 1. Mai 512 vormittags, in der
Richtung Aſchaffenburg: Perſonenzug 634 am 1. Mai
531 vormittags, in der Richtung Worms:
Perſonen=
zug 2804 am 1. Mai 623 vormittags, in der Richtung
Das Kind von Europa.
Zur hundertjährigen Wiederkehr des angeblichen
Geburtstages Kaſpar Hauſers (30. April 1812).
Von A. Lindſtädt.
Das „Kind von Europa”, ſo nannte man Kaſpar
Hau=
ſer, den berühmten Findling, der, ſeitdem er am
Pfingſt=
montage, den 26. Mai 1828, plötzlich auf dem Unſchlittmarkt
in Nürnberg mit einem Brief an den Rittmeiſter von
Weſſenig auftauchte, ohne daß man jemals erfahren konnte,
woher er gekommen, zu einem unlöslichen Rätſel
gewor=
den iſt, an dem ſich die ſcharfſinnigſten Köpfe der damaligen
Zeit die Zähne ausgebiſſen haben.
Ein Meer von Tinte iſt um dieſen Knaben, der nach
einem Zettel, den er bei ſich trug, am 30. April 1812 von
einem armen Mägdlein geboren und ſein Vater, ehemals
Chevauxlegers in Nürnberg, geſtorben ſei, verſchrieben
wor=
den. In den ſchönen Tagen des Vormärz, da das große
Publikum ſich noch nicht mit Politik beſchäftigen durfte,
da war dieſer Findling ein gefundenes Freſſen für die
Publiziſten.
Vom König von Bayern, der für die Löſung des
Rät=
ſels 10000 Gulden verſprach, herab bis zu dem einfachſten
Volke intereſſierte man ſich für den wie ein Bauernburſche
gekleideten Unbekannten, aus dem der Bürgermeiſter von
Nürnberg nur ſpärlich herausbekommen konnte, daß er
an=
geblich, nur notdürftig bekleidet, in einem engen Raum
aufgezogen worden war, bei Waſſer und Brot, und das
Spielen mit zwei hölzernen Pferden ſeine einzige
Beſchäf=
tigung geweſen ſei.
Die gewagteſten Kombinationen ſtiegen auf, wer
die=
ſer, anſcheinend geiſtig verkommene Burſche ſei. Erſt wollte
man in ihm einen Napoleoniden ſehen, dann ſollte er das
Kind eines Bamberger Domherrn von Gatenberg ſein,
dann wieder aus Königsheim in Gotha ſtammen und
ſchließlich aus Ungarn, wohin man mit ihm ſogar reiſte,
um zu prüfen, ob Erinnerungsbilder in ſeinem Hirne
wach werden würden beim Anblick früher gekannter
Stätten.
Man machte den guten Jungen mit dieſer allſeitigen
Teilnahme im eigentlichſten Sinne des Wortes
größen=
wahnſinnig. Man gab ihn dem auch als Dichter bekannt
gewordenen Profeſſor Daumer in Nürnberg zur
Erzieh=
ung, die ihm aber wenig behagte, denn Lernen war nicht
nach ſeinem Geſchmack.
Am 17. Oktober 1829 wurde dann die Welt plötzlich
dadurch überraſcht, daß er aus einer Stirnwunde blutend
erſchien, die ihm nach ſeiner Behauptung ein
Mann mit einem ganz ſchwarzen Kopf auf dem Abtritt
durch einen Schlag beigebracht haben ſollte. Der
phan=
taſtiſche Lord Philipp Henry Stanhope (1781—1855), der
jüngere Bruder der noch phantaſtiſcheren Lady Eſther, die
als „Königin von Tadmor” berühmt geworden, der ſich
ſchon vordem zu Hauſers Gönner aufgeworfen, nahm den
rätſelhaften, vielgenannten Knaben zum Pflegeſohn an,
tat aber gleichwohl recht wenig für ihn, ſondern ſchickte ihn
nach Ansbach zur weiteren Ausbildung. Dort benützte
man ihn dann auf dem Appellationsgericht zu einfachen
Schreibarbeiten.
Man kann ſich vorſtellen, daß das dem guten Kaſpar
Hauſer nicht ſonderlich gefiel. Erſt intereſſierte ſich ganz
Europa für ihn, er wurde Pflegeſohn eines Lords, und
nun Tag für Tag langweilige Schreibarbeiten, das war
freilich eine große Enttäuſchung. Da mußte denn, ſo
mochte er denken, etwas geſchehen, um wieder einmal die
Welt, die ihn völlig vergeſſen zu haben ſchien, an ihn zu
erinnern.
So kehrte er am 14. Dezember 1833, abends gegen
5 Uhr, bei heftigem Schneegeſtöber aus dem Hofgarten
heim mit einer tiefen Stichwunde in der Seite. Er
er=
zählte, daß ihn ein Unbekannter in den Schloßgarten
be=
ſtellt hatte, unter der Angabe, er ſolle Nachrichten über
ſeine Herkunft erfahren, dort ihm den Stich aber dann
beigebracht habe. Auch daß er im Schloßgarten einen
Beutel verloren, berichtete er. Dieſen Beutel fand man,
auch einen Zettel darin, mit den rätſelhaften Worten:
„Kaſpar Hauſer wird euch ganz genau ſagen können,
wo=
her ich komme und wo ich bin. Um dem Hauſer die Mühe
zu erſparen, will ich es euch ſelber ſagen; ich komme von
der bayeriſchen Grenze.” „Ich will euch auch meinen
Namen ſagen: M. T. Oe.”
Man ſuchte die Stelle genau ab, in der der Beutel
ge=
funden ward, aber in dem friſch gefallenen Schnee fanden
ſich nur die Fußſpuren eines Menſchen, alſo außer denen
Kaſpar Hauſers, keines zweiten. Man glaubte alſo ſicher
ſein zu können, daß man es mit einem Betrüger zu tun
habe, daß Hauſer ſich ſelbſt die Wunde beigebracht, um die
Welt wieder an ihn zu erinnern.
Aber diesmal war das zum erſtenmal gelungene
Ex=
periment mißglückt. Kaſpar Hauſer ſtarb zwei Tage ſpäter,
Aber man gönnte ihm nicht die Grabesruhe. Kaum
war er tot, ſo entſtand die Sage, der berühmte Findling
ſei kein anderer als der am 29. September 1812 geborene
Sohn des Großherzogs Karl von Baden und ſeiner
Ge=
mahlin Stephanie von Beauharnais, der angeblich am
16. Oktober 1812 geſtorben geweſen. Dieſes damals ge= Kind, — ſo behauptete die Legende, — ſei von der
Gräfin Hochberg, der Witwe des Großherzogs Karl
Fried=
rich, in totkrankem Zuſtande ſtatt des echten, geſunden
Knaben untergeſchoben worden, damit ihre, der Gräfin
Hochberg Kinder — der jetzt in Baden regierende Stamm,
— der Thron nicht vorenthalten bleibe.
Selbſt der berühmte Kriminaliſt Anſelm von
Feuer=
bach und viele andere traten für dieſe Anſicht ein, die
denn auch lange Zeit viel Glauben fand, bis ſie in der
allerjüngſten Zeit mehr und mehr entkräftet wurde und
nachgewieſen ward, daß ſie durch einen Roman
entſtan=
den iſt.
Durch die letzten Publikationen in der Hauſer=Frage
ſcheint es ſo gut wie feſtzuſtehen, daß Hauſer ein
Schwind=
ler war, der aus irgend einem Grunde, vielleicht, weil er
etwas verbrochen, und er ſeine Spur zu verdecken trachtete,
das Märchen ſeiner unbekannten Herkunft aufbrachte, dann
aber durch die Ueberſpanntheit ſeiner Umgebung und um
Mitleid zu erregen, die Angaben über ſeine erſten
Lebens=
jahre machte.
Mit einiger Energie, wenn man ſofort bei ſeinem
erſten Auftreten umfaſſende Nachforſchungen angeſtellt
hätte, wäre es vielleicht auch damals gelungen. Licht in die=
Angelegenheit zu bringen, was freilich damals, — es gab
noch keine Photographie, keinen Telegraphen, keine ſo
ver=
breitete, überallhin dringende Preſſe, — mit größeren
Schwierigkeiten verknüpft war, als in unſeren Tagen.
So wird denn mit völliger, unbedingter Gewißheit
das Rätſel des Kaſpar Hauſer niemals gelöſt werden
können; nur ein poſthumer Indizienbeweis konnte gegen
ihn geführt werden. Ein ſolcher hat ihn vor der Nachwelt
als Schwindler entlarvt. Aber man weiß, daß auch die
beſten Indizienbeweiſe hinfällig ſein können.
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Seite 3.
Frankfurt (Main): Perſonenzug 901 am 1. Mai 424
vor=
mittags, in der Richtung Heidelberg: Perſonenzug 904
im 1. Mai 415 vormittags.
nn. Von der Techniſchen Hochſchule. Die
Di=
plomhauptprüfungen an der Techniſchen
Hoch=
ſchule neymen im Monat Mai d. Js. ihren Anfang.
Die Hauptprüfungen für das Maſchinenbaufach
beginnen bereits in den erſten Tagen des Mai. Die
Klauſurprüfungen finden am 7. und 8. Mai ſtatt,
während die mündlichen Prüfungen am 17. Mai
abge=
halten werden. Der Vorſtand für die Prüfungen der
Abteitung für Maſchinenbau iſt Herr Geh. Baurat
Pro=
feſſor Berndt. Auch die Diplomprüfungen für das
Elektrotechniſche Fach werden im Monat Mai
ſtattfindeu. Die Klauſurprüfungen beginnen am 6. und
7. Mat, während die mündlichen Prüfungen am 17. Mai
abgehalten werden.
* Dir evangeliſche Landesſynode tritt, dem
Verneh=
men nach, am Dienstag, den 2. Juli, wieder zuſammen.
Die Verhandlungen werden vorausſichtlich etwa acht bis
zehn Tage in Anſpruch nehmen.
* Berichtigung. Auf die im Darmſtädter Tagblatt
vom 11. März 1912 abgedruckte Warnung des Großh.
Miniſteriums des Innern, Abteilung für öffentliche
Ge=
ſundheitspflege, die ſich gegen mich als den
verantwort=
lichen Leiter des Sanatoriums Silvana zu Genf richtet,
erſuche ich unter Bezugnahme auf die §§ 11 und 19 Nr. 3.
des Reichsgeſetzes über die Preſſe vom 7. Mai 1874 um
Aufnahme folgender Berichtigung:
Das von mir geleitete Sanatorium Silvana zu Genf
gehört zu den angeſehenſten Heilanſtalten der Schweiz.
Seine mediziniſch=therapeutiſchen Einrichtungen ſtehen
vollkommen auf der Höhe moderner Wiſſenſchaft. Es
werden von mir in der Anſtalt und außerhalb derſelben
ausſchließlich funktionelle Nervenleiden mit den Mitteln
modern=mediziniſcher Wiſſenſchaft behandelt. Die
Hono=
rarforderungen ſind nicht höher als diejenigen anderer
angeſehener Anſtalten. Eine Fernbehandlung wird von
mir nur in denjenigen Fällen übernommen, die hierzu
beſonders geeignet ſind, alle anderen Fälle werden
ab=
gelehnt. Die Koſten brieflicher Behandlung ſind mäßig
und meiſt niedriger als diejenigen mündlicher
Konſul=
tationen. Meine Patienten gehören allen Volksſchichten,
insbeſondere auch dem Adel, der hohen Beamtenſchaft
und angeſehenen Kaufmannskreiſen an. Ich ſelbſt, der
ich als ſtaatlich approbierter Arzt die Anſtalt Silvana
ſeit Jahren leite, verwahre mich aufs entſchiedenſte
da=
gegen, jemals ſchwindelhafte Verſprechungen gemacht
oder Honorar für eine Tätigkeit bezogen zu haben, die
nicht auf mediziniſch=wiſſenſchaftlicher Baſis beruhte. Ich
habe meinen Anwalt beauftragt, gegen die Verbreitung
der Warnung auf gerichtlichem Wege in Deutſchland
vorzugehen, um die vollkommene Haltloſigkeit der in der
Warnung behaupteten Tatſachen nachzuweiſen. Dr. med.
S. Kaplan, ärztlicher Leiter des Sanatoriums Silvana,
Genf.
* Die Meiſterprüfung haben vor der
Prüfungskom=
miſſion für die Provinz Starkenburg in der
Herbſtprü=
fung 1911 beſtanden und dadurch die Befugnis zum
An=
leiten von Lehrlingen, ſowie zur Führung des
Meiſter=
titels in Verbindung mit ihrem Handwerk erworben:
Ludwig Burckhardt, Bäckermeiſter zu Darmſtadt. Friedr.
Krebs, Bäckermeiſter zu Bürſtadt. Fr. Leonh. Müller,
Bäckermeiſter zu Erbach. Fr. Ludw. Roth, Bäckermeiſter
zu Darmſtadt. Philipp Steinmetz, Bäckermeiſter zu
Darmſtadt. Peter Wolf, Bäckermeiſter zu Darmſtadt.
Georg Bender, Buchdruckermeiſter zu Darmſtadt. Karl
Fr. Bender, Buchdruckermeiſter zu Darmſtadt. Karl
Si=
mon, Buchdruckermeiſter zu Darmſtadt. Franz Gräfe,
Friſeurmeiſter zu Darmſtadt. Friedrich Müller,
Friſeur=
meiſter zu Darmſtadt. Otto Schütze, Friſeurmeiſter zu
Pfungſtadt. Hans Streckert, Friſeurmeiſter zu
Darm=
ſtadt. Georg Seibert, Friſeurmeiſter zu Darmſtadt.
Da=
niel Hardt. Friſeurmeiſter zu Darmſtadt. Joſef Bechtold,
Goldſchmiedemeiſter zu Offenbach. Karl Hill.
Inſtalla=
teurmeiſter zu Walldorf. Joh. Fr. Poth, Küfermeiſter zu
Darmſtadt. Heinrich Weber, Dekorationsmalermeiſter zu
Darmſtadt. Friedrich Zimmermann.
Dekorationsmaler=
meiſter zu Darmſtadt. Wilh. Lautenſchläger,
Maurermei=
ſter zu Günterfürſt. Ludwia Pfannemüller II..
Maurer=
meiſter zu Langen. Gg. Phil. Stühlinger, Maurermei=
ſter zu Reinheim. Joſ. Burkard, Mechanikermeiſter zu
Seligenſtadt. Karl Wilh. Fay, Mechanikermeiſter zu
Of=
fenbach. Karl Karn, Mechaniker= und Inſtallateurmeiſter
zu Bensheim. Guſtav Bendheim, Metzgermeiſter zu
Langen. Auguſt Förnzler, Metzgermeiſter zu Wimpfen
Adam Meiſter, Metzgermeiſter zu Reichenbach, Joh. Karl
Knippel, Gürtler= und Metalldruckermeiſter zu Neu=
Iſen=
burg. Joh. Dengler, Ofenſetzermeiſter zu Offenbach. Guſt.
Bayer, Portefeuillermeiſter zu Offenbach. Friedrich
Kem=
merer, Portefeuillermeiſter zu Klein=Auheim. Jakob
Sattler, Portefeuillermeiſter zu Hauſen. Jean Schmidt,
Portefeuillermeiſter zu Bürgel. Martin Schreiner,
Por=
tefeuillermeiſter zu Obertshauſen. Jakob Andreas
Sten=
ger, Portefeuillermeiſter zu Seligenſtadt. Chr. Hooc,
Schloſſermeiſter in Viernheim. Otto Seipp,
Schloſſer=
meiſter zu Wixhauſen. Jean Bambach, Schneidermeiſter
zu Bensheim. Chr. Benz II., Schneidermeiſter zu
Wix=
hauſen. Joh. Franz, Schneidermeiſter zu Klein=
Stein=
heim. Arno Glaſer, Schornſteinfegermeiſter zu Langen.
Rudolf Vetter, Schornſteinfegermeiſter zu Michelſtadt.
Karl Gerhardt, Schreinermeiſter zu Langen. Hans
Lau=
tenbacher, Schreinermeiſter zu Klein=Zimmern. G. P.
Michael, Schuhmachermeiſter zu Gräfenhauſen. Georg
Rödler. Zimmermeiſter zu Dieburg.
* Gemeinnützige Gartenſtadt=Genoſſenſchaft. Im
Fürſtenſaale ſprach am Samstag abend Herr Dr.
Kampff=
meyer=Karlsruhe über gemeinnützige Gartenſtadt=
Ge=
noſſenſchaften und zeigte an Hand einer großen Anzahl
Lichtbilder die Erfolge, welche durch die
Gartenſtadt=
bewegung bereits in anderen Städten erzielt worden
ſind. Kurz zuſammengefaßt definiert Redner die
Gar=
tenſtadtbewegung dahin, daß durch Ankäufe von
billi=
gem Gelände mit Umgehung der Spekulationsbezirke
die Organiſation der Gartenſtadtbewegung in der Lage
ſei, eine willkürliche ſpekulative Verteuerung des Bodens
zu verhindern, ſowie durch planvolle Anſiedelungen
un=
bemittelten Leuten geſunde Wohnungen mit Garten, nebſt
Gelegenheit, ohne beſondere Aufwendungen das Häuschen
zu erwerben, zu verſchaffen. In der Diskuſſion kritiſiert
Herr Rechtsanwalt Städel das Problem der
Gemein=
nützigkeit und vertritt die Anſicht, daß in den Satzungen
der Genoſſenſchaft Garantien geboten werden müſſen,
da=
mit nicht mit den in Eigentum übergegangenen
Häus=
chen nach einer Reihe von Jahren infolge Wertzuwachſes
ſpekulative Geſchäfte gemacht würden. In dieſem Falle
würden Staat und Stadt ſich hüten, die Schrittmacher
für derartige Zukunftsgeſchäfte zu machen und keine
Bei=
hilfe gewähren. Herr Landeswohnungsinſpektor
Gretzſchel trat dieſer Auffaſſung des Wortes „
ge=
meinnützig” entgegen und betont, daß die Genoſſenſchaft
weder vom Staat noch von der Stadt etwas geſchenkt
haben wolle, ſondern lediglich den Zweck verfolge, ihren
Mitgliedern Vorteile zu ſchaffen bezw. dem
Minder=
bemittelten zu einem Eigenbeſitz zu verhelfen. Dies ſei
vorerſt der Zweck der Gründung einer Organiſation;
biete ſich ſpäter Gelegenheit, billige Wohnungen für
Ar=
beiter zu ſchaffen, dann werde auch dieſer gemeinnützigen
Aufgabe nähergetreten werden. Einen Wertzuwachs
gänzlich abzuſchaffen, dies ſei eine Härte gegenüber dem
langjährigen, allerlei Unkoſten tragenden Beſitzer.
Dr. Kampffmeyer bemerkt hierzu, daß gemeinnützig nicht
mit uneigennützig verwechſelt werden darf. Die
Garten=
ſtadtbewegung ſei abſolut gemeinnützig. Eine Serie von
50 Lichtbildern legte Zeugnis ab von den Erfolgen der
Gartenſtadtbewegung in anderen Städten.
* Der Darmſtädter Journaliſten= und
Schriftſteller=
verein hielt am Samstag im grünen Zimmer des „
Kaiſer=
ſaales” ſeine gut beſuchte ördentliche
Hauptver=
ſammlung ab. Nach dem von dem Vorſitzenden,
Herrn Chefredakteur Dr. Waldaeſtel, erſtatteten
Jahresbericht kann der Verein, der jetzt 60 ordentliche
und 5 außerordentliche Mitglieder zählt, auf ein
Vereins=
jahr von ruhiger Weiterentwickelung zurückblicken. Er
hat ſich dem vor 1½ Jahren gegründeten Reichsverband
der deutſchen Preſſe angeſchloſſen. Vorſtandsſitzungen
wurden ſieben abgehalten; elf Veranſtaltungen für die
Mitglieder fanden ſtatt, darunter ſieben Vortragsabende
im Anſchluß an den Darmſtädter Vortragsverband. Die
Jahresrechnung weiſt in Einnahme 606,41 Mark, in
Aus=
gabe 533,30 Mark auf, der Vermögensſtand beträgt zur
Zeit 1959,91 Mark. Die im Anſchluß an den beifällig
aufgenommenen Jahresbericht vorgenommene
Vor=
ſtandswahl hatte das Ergebnis, daß gewählt
wur=
den: zum Vorſitzenden Chefredakteur Dr. Waldaeſtel, zu
deſſen Stellvertreter Freiherr von Wolzogen, zum
Schrift=
führer Großh. Reviſor Enders, zu ſeinem Stellvertreter
Rechtsanwalt Dr. Hoffmann II., zu Beiſitzern Profeſſor
Dr. A. E. Berger, Profeſſor Dr. Nagel, Redakteur Dr.
Sander und Großh. Rat Sonne. In das Schieds=
und Ehrengericht wurden gewählt:
Landgerichts=
rat Welcker als Vorſitzender, Chefredakteur Dr.
Buſch=
mann und Hofrat Koch als Beiſitzer, Kaufmann
Letten=
baur und Hofbuchdruckereibeſitzer Hohmann als deren
Stellvertreter. — Im Anſchluß an die
Hauptverſamm=
lung fand ein intereſſanter Vortrag ſtatt, den der
Ver=
treter des Vereins auf dem vorjährigen
Internatio=
nalen Preſſekongreß in Rom über die
Verhand=
lungen und Ergebniſſe dieſes Kongreſſes hielt und der
in ſehr lebendiger Weiſe die zu Ehren der Teilnehmer
in Rom, Neapel und Turin veranſtalteten Feſtlichkeiten,
die Jubiläumsausſtellungen in Rom und Florenz und die
Weltausſtellung in Turin beſchrieb und ihn zu einer
Schilderung des modernen Italiens überhaupt
er=
weiterte.
* Die „Akademiſchen Volksunterrichtskurfe” die vor
nunmehr 5 Semeſtern die Sozialwiſſenſchaftliche
Abteil=
ung der Freien Studentenſchaft eingerichtet, veranſtalten
in dieſem Sommer 7 Kurſe in Deutſch, Rechnen und
Erd=
kunde. Als Neueinrichtung verdient ein Kurſus „Die
Kunſt im täglichen Leben” beſondere Erwähnung.
Betreffs des Lehrplans, der Anmeldung uſw. ſei auf die
Straßenplakate verwieſen. — Um weitere Kreiſe über
Zweck und Einrichtung der Kurſe aufzuklären, findet am
erſten Anmeldungsabend, den 3. Mai, ein einführender
Vortrag von Herrn cand. arch. Bruno Wagner über
den „Erziehungsgedanken in den Akademiſchen
Unter=
richtskurſen” ſtatt, zu dem der Vorſtand im heutigen
Inſeratenteil alle Intereſſenten einlädt.
* Die Jugendvereinigung der Martinsgemeinde
ver=
anſtaltete am Sonntag abend unter zahlreicher
Beteilig=
ung der Eingeladenen ihren diesjährigen
Konfir=
mandenabend. Die Feier wurde mit dem
Korne=
liusmarſch von Mendelsſohn durch das Orcheſter,
welches unter der Leitung des Herrn Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger Vorzügliches leiſtete, eingeleitet.
Nach einer kleinen Deklamation hielt Herr Pfarraſſiſtent
Müller (Vorſitzender) eine wirkungsvolle Anſprache.
Er dankte den Teilnehmern für ihr zahlreiches
Erſchei=
nen und ſprach im Verlaufe der Rede den Wunſch aus,
daß recht viele von den neu Konfirmierten treue
Mit=
glieder der Vereinigung würden. Die Deklamation „Die
Helden des Iltis” leitete zu dem Hauptſtück des erſten
Teils, dem Drama Joſeph Heidrich von Th.
Kör=
ner, über. Dasſelbe wurde ſehr ſtimmungsvoll geſpielt
und fand allgemeinen Beifall. Beſonders beifällig
wur=
den auch die ſchönen Uebungen der Turnriege am Barren
und der Ferggenreigen aufgenommen. Der heitere Teil
des Abends wurde von einigen humoriſtiſchen
Deklama=
tionen, drei Muſikſtücken von dem ganzen Orcheſter,
ſowie einer SSonate von Bach durch Herrn Schmidt,
Herrn Koch und Fräulein Schmidt ausgefüllt. Das
Prachtſtück des Abends war die Humoreske Othellos
Erfolg von Läutner, welche herzliches Lachen
hervor=
rief. Den Schluß des Abends bildete das
Schlum=
merlied von Ersfeld, welches von den genannten
Soliſten vorgetragen wurde. Reicher Beifall belohnte die
Mitwirkenden und beſonders Herrn Pfarraſſiſtent Müller
für ihre große Mühe.
* Das Luftbad. Man ſchreibt uns: Einer der Punkte,
durch den ſich die Neuzeit vom Altertum unterſcheidet,
iſt die ſcheinbare Unabhängigkeit des modernen Menſchen
vom Boden, dem Träger der Nahrung. Der Menſch, der
es ſo weit gebracht hat, im Winter die Früchte des
Som=
mers auf ſeine Tafel zu bringen, glaubt, wenigſtens
inbezug auf die Nahrung, unabhängig zu ſein von der
Tatſache, daß wir der Natur als Führerin zu folgen
haben. Trifft dieſe Ausſicht im allgemeinen ſchon nicht
zu, ſo kann ſich der Menſch, der als Mikrokosmos den
Geſetzen des Makrokosmos unterworfen iſt, noch viel
weniger frei dünken von den Geſetzen, die die
Jahres=
zeiten ihm auferlegen. Wenn die Sonne die
ſchlum=
mernden Kräfte der Natur im Frühjahr weckt, daß ſie
Feuilleton.
* Aus Kunſt und Wiſſenſchaft. Spielplan der
Frankfurter Theater. 1. Opernhaus. Dienstag,
80. April: „Götterdämmerung”. Mittwoch, 1. Mai: „Alt=
Wien‟ Donnerstag, 2.: „Königskinder”. Freitag, 3.:
„Martha”. Samstag, 4.: „Dunja”, hierauf: Tänze, zum
Schluß: „Flotte Burſche‟. Sonntag, 5.: „Aida”.
Mon=
tag, 6.: Mai=Feſtſpiele: 1. Abend: „Die Meiſterſinger von
Nürnberg” in Bayreuther Beſetzung: (Hans Sachs: Herr
Walter Soomer, Veit Pogner: Herr Karl Braun, Sixtus
Beckmeſſer: Herr Heinrich Schultz, Walther Stoltzing: Herr
Walther Kirchhoff, David: Herr Karl Ziegler, Eva: Frau
Lilly Hafgren=Waag a. G.) Dienstag, 7.: „Joſeph und
ſeine Brüder”. 2. Schauſpielhaus. Dienstag, 30.
April: „Elektra” vorher: „Der Tartüff”. Mittwoch, 1.
Mai: „Torqnato Taſſo‟ Donnerstag, 2.: „Schöne Frauen”.
Freitag, 3.: „Elektra” vorher: „Der Tartüff”. Samstag,
4.: „Was ihr wollt” Sonntag, 5., ½4 Uhr: „Schöne
Frauen”; 7 Uhr: „Cyrano von Bergerae” Montag, 6.:
„Was ihr wollt‟ Dienstag, 7.: „Das ſtarke Geſchlecht”.
3. Neues Theater. Dienstag, 30. April: „Das kleine
Cafs‟ Mittwoch, 1. Mai: „Mamzelle Nitouche‟
Don=
nerstag, 2., zum erſten Male: „Die Schmuggler” Komödie
in 4 Akten von A. Dinter. Freitag, 3.: „Das kleine Café”.
Samstag, 4.: „Die Schmuggler” Sonntag, 5., ½4 Uhr:
„Meyers” 8 Uhr: „Die fünf Frankfurter”. Montag, 6.,
8 Uhr: Kammerſpiele „Ysbrand”
Spielplan des Großh. Hof= und
National=
theaters Mannheim. Dienstag, 30. April: Zum
erſten Male: „Der ſpielende Eros”. Mittwoch, 1. Mai:
„Der fidele Bauer‟ Donnerstag, 2.: „Lohengrin”
Frei=
tag, 3.: „Die Räuber”. Samstag, 4.: „Tosca”
Sonn=
tag, 5.: „Die Fledermaus”. Montag, 6.: „Margarete”.
Dienstag, 7.: „Die fünf Frankfurter”.
* Schreckensbilder vom Aufruhr in Fez. Der blutige
Aufruhr in Fez iſt niedergeſchlagen, aber die Schilderungen
der geretteten Europäer, die jetzt im Matin veröffentlicht
werden, geben ein grauſiges Bild von den Szenen und
Kämpfen, die die wenigen Europäer mit der blutgierigen
Menge der Aufrührer zu beſtehen hatten. Die Inhaberin
des Hotel de France, Frau Imberdis, hat ſich für die
drei=
zehn Franzoſen, die in ihrem Hauſe von einer wütenden
Volksmenge belagert wurden, heldenmütig geopfert;
durch ihren Tod wurde es möglich, die Hotelinſaſſen zu
retten. Als der Tumult plötzlich losbrach, befanden ſich die
dreizehn Europäer zum größten Teil in ihren Zimmern;
alles kam darauf an, Zeit zu gewinnen und das Tor des
Hotels zu ſchließen. Während die Männer zur Verteidig=
ung ihres Lebens ihre Waffen zuſammenſuchten und den
Gang verbarrikadierten, ſtürzte Frau Imberdis
uner=
ſchrocken zur Eingangstür, ſchloß die Torflügel und trotzte
den Drohungen der Aufrührer, die unter furchtbaren
Ver=
wünſchungen Einlaß forderten und ſich anſchickten, die Tür
zu ſprengen. Man feuerte auf die Bretter, die Kugeln
durchſchlugen das Holz und eine von ihnen traf die tapfere
Frau, die blutüberſtrömt zu Boden ſank, weil ſie für das
Leben der Gäſte ihr eigenes unerſchrocken aufs Spiel
ge=
ſetzt hatte. Die Gäſte, unter denen ſich auch eine Frau und
ein kleines Mädchen befanden, ſuchten zunächſt auf dem
Balkon Zuflucht, wurden aber von eingeborenen Frauen
entdeckt, die ſofort einen Steinhagel auf die Flüchtlinge
niedergehen ließen und die Männer herbeiholten, um die
Verborgenen niederzuſchießen. Im letzten Augenblick, als
die Tür ſchon geſprengt war, gelang es den Gäſten, ſich in
ein Nachbarhaus zu flüchten, wo eine alte Marokkanerin
die Europäer verſteckte. Wie ein Kapitel aus einem
Schauerroman geſtaltete ſich die Flucht von vier
franzö=
ſiſchen Inſtruktoren, die ſich in ein fenſterloſes Zimmer
flüchteten und die Tür zur Straße verbarrikadierten. Als
ſie ſahen, daß das Tor dem Anſturm der Mörderbande
nicht länger Stand halten würde, durchbrachen ſie mit
ihren Bajonetts die dünne Hinterwand des Hauſes und
ſchufen ſo eine Oeffnung, durch die ein Mann gerade
hin=
durchkriechen konnte. Aber dieſe Oeffnung führte zu einem
bis an den Rand mit Waſſer gefüllten Abzugskanal. Mit
Hilfe von Leinentüchern ließen ſich die vier Flüchtlinge in
den Kanal hinab, gerade in dem Augenblick, als die
Meu=
terer die Tür zerſchmettert hatten. Die Eingeborenen
be=
gannen ſofort auf die Franzoſen zu feuern und einer
wurde durch eine von der Wand abprallende Kugel am
Kopfe verletzt. Trotzdem gelang es den Offizieren, die
bis zum Halſe im Waſſer ſtanden, tiefer in die unterirdiſche
Leitung des Abzugskanals einzudringen, wo die Kugeln
ſie nicht mehr erreichen konnten. Hier ſtanden ſie nun im
Dunkeln, jeden Augenblick in Gefahr, von der ſtarken
Strömung fortgeriſſen zu werden. Gegen Mitternacht
ließen die Meuterer an langen Stangen befeſtigte Laternen
hinab, um die Flüchtlinge zu entdecken, aber die Offiziere
krochen noch tiefer in den Kanal hinein und wurden zum
Glück nicht gefunden. Man hielt ſie wahrſcheinlich für tot.
44 Stunden hindurch ſtanden die Männer in dem eiſigen
Waſſer, von der Kälte und dem widerlichen Geruche des
Abzugskanals halb ohnmächtig und betäubt, während
ringsum hunderte von ekelerregenden, großen Ratten
um=
herhuſchten. Schließlich gelang es ihnen, durch eine
Oeff=
nung des Kanals in ein Haus zu kommen; der Beſitzer
war ein Marokkaner, aber er verbarg die vier Offiziere
vor den Mördern, die überall umherzogen und ihre Opfer
ſuchten. Die im Leichenhauſe aufgebahrten Ueberreſte
der ermordeten Europäer erzählen ſchauerliche
Einzelhei=
ten von der Mordgier der Aufrührer; viele der
Unglück=
lichen wurden buchſtäblich langſam zu Tode gemartert.
Im Schauhauſe ſieht man auch die Köpfe von zwei
Euro=
päern, deren Körper nicht mehr aufgefunden werden
konn=
ten; die Marokkaner hatten dieſe gräßlichen Wahrzeichen
ihrer Tat an den Ohren und an den Zähnen aufgehängt
ind ausgeſtellt.
* Mißhandlung und Bühnenhandlung. Der
Direk=
tor der Wiener Volksoper R. war wegen
Be=
leidigung und Körperverletzung der Choriſtin
Mizzi Bopper angeklagt. Er hatte dem Fräulein bei einer
Probe von „Djamileh” „Blöde Gans” und „Sind Sie
nicht ſo teppert” zugerufen und ihr mit der Hand ins
Ge=
ſicht geſchlagen. Später zeigte er dem Sklavenhändler,
wie er die Sklavin emporzureißen hätte, und gab dabei
Fräulein Bopper einen ſo heftigen Schlag, daß die
Finger=
ſpuren noch einige Tage zu ſehen waren und die Dame
eine leichte Gehirnerſchütterung erlitt. Die
Rich=
ter verurteilten den Direktor wegen Beleidigung zu 100
Kronen Geldſtrafe, ſprachen ihn aber von der Anklage der
Körperverletzung mit der intereſſanten Begründung frei,
daß es ſich nicht um eine Mißhandlung, ſondern um eine
Bühnenhandlung handele. Man könne auch einen Othello
nicht verurteilen, wenn er ſeine Desdemona in der
Schluß=
ſzene zu ſtark würge.
sh. Der Zeuge ohne Stehkragen. „Jedes Tierchen hat
ſein Pläſierchen” pflegt man im Volksmund zu ſagen, und
das Pläſier eines Gaſtwirtes in Jena beſtand darin, ſich
zwar tadellos zu kleiden, aber niemals einen Kragen
um=
zulegen. Wo er auch erſchien, ſah man den biederen Wirt
ſtets ohne Kragen, mochten es nun ſelbſt Feſtlichkeiten
in ſeiner Wirtſchaft, bei Einkäufen in der Stadt, bei
Aus=
flügen in die Umgegend, oder bei ſonſtigen Gelegenheiten
ſein. Als der Kragenfeind jetzt einmal vor dem dortigen
Schöffengericht als Zeuge erſcheinen mußte, trat er auch
dort vor den hohen Gerichtshof ohne Kragen, in der
Mein=
ung, daß dieſes Manko genüge, wenn es durch ſeinen
langen Vollbart verdeckt werde. Der Gerichtshof war
darin aber anderer Anſicht. Er wies den Zeugen zunächſt
darauf hin, daß ein Eid eine feierliche Handlung ſei und
daß derjenige, der einen Eid zu leiſten habe, dies in einem
entſprechenden Gewande tun müſſe. Dazu gehöre aber
vor allem auch ein Kragen, da die Kleidung ſonſt nicht
einen genügend feierlichen Eindruck mache. Bei dieſer
Be=
lehrung ließ es das Gericht aber nicht bewenden, ſondern
nahm den Zeugen außerdem noch in eine
Ordnungs=
ſtrafe von 3 Mark wegen Ungebühr vor Gericht.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Nummer 101.
aus ihrer Hülle heraustreten, ſoll dies dem Menſchen
ein Fingerzeig ſein, daß er nach überſtandener
Winter=
nacht ſeinen Körper den Strahlen des Lichts darbietet
und damit neue, zum Teil auch wahrnehmbare Kräfte
in ſich aufnimmt, denn Licht iſt Wärme, und wo Wärme
iſt, iſt auch Kraft. Zu dieſem Zwecke iſt ſchon ſeit
Jah=
ren vom hieſigen Naturheilverein ein Licht=, Luft= und
Sonnenbad am Lichtwieſenweg errichtet worden, das
ſich ſeit ſeiner Eröffnung eines jährlich ſteigenden
Be=
ſuches erfreut. Bewundernd ſtehen wir vor dem
Kunſt=
werk Menſch, welches der Künſtler aus totem Geſtein
ge=
ſchaffen hat, wäre es nicht viel richtiger, der Menſch
be=
wunderte die Hülle ſeiner Seele am lebenden
Organis=
mus? Im Luftbad kann man wieder Menſchen ſehen,
die ſich aus übermäßiger Leibesfülle zu dem dem
Kör=
per eigenen Maße reduziert haben. Ueber die Geſetze
des Bades belehren ausgehängte Tafeln. Es gilt auch
hier, wie überall, der Satz: Haltet den Mittelweg.
* Evangeliſcher Bund, Zweigverein Darmſtadt.
Die Mitglieder mögen auch an dieſer Stelle auf die
heute (Dienstag) abend im Grünen Zimmer des „
Kaiſer=
ſaals” ſtattfindende ordentliche Hauptverſammlung
auf=
merkſam gemacht werden, die ein beſonderes Intereſſe
dadurch gewinnt, daß auf ihr u. a. die Vorbereitungen
für die Jubiläums=Landesverſammlung des Heſſiſchen
Hauplvereins in Darmſtadt und das im Herbſt zu
ver=
anſtaltende Lutherfeſtſpiel beſprochen werden ſollen.
* Silberne Hochzeit. Die Eheleute Georg Adam,
Pankratiusſtraße 58, feiern am 1. Mai ihre Silberne
Hochzeit.
* Der Weg zum Bahnhof. Man ſchreibt uns:
Es ſei daraufhin gewieſen, daß der kürzeſte Weg zum neuen
Bahnhof aus der Stadt durch die Bleichſtraße, zwiſchen
dem Ludwigsbahnhof und dem Main=Neckarbahnhof
durch, über die drei Treppenſtufen hinauf da, wo ſeither
die Poſtwagen Aufſtellung fanden, über das alte
Bahn=
gelände hndurch, nach dem Griesheimerweg führt. Der
Griesheimerweg mündet direkt um das große
Blumen=
beet vor dem Bahnhof herum nach dem Hauptportal,
woſelbſt ſich die Fahrkarten=Ausgabe befindet. Die
Ent=
fernung aus der unteren Bleichſtraße über dieſen Weg
zum neuen Bahnhof beträgt 10 Minuten und die ſomit
gewonnene Zeit=Erſparnis 5—6 Minuten. Dieſe Paſſage
über das alte Bahngelände nach dem neuen Bahnhof
iſt von früh bis ſpät zu allen Zügen offen und während
der Nachtzeit iſt dieſer Uebergang beleuchtet. Vom neuen
Bahnhof aus iſt durch weit ſichtbare Schilder noch
be=
ſonders auf dieſen Weg hingewieſen.
* Gartenbauverein Darmſtadt. Nächſten
Don=
nerstag findet eine Monatsverſammlung ſtatt.
(Näheres iſt im Anzeigenteil erſichtlich.)
* Das Exkurſionsamt der Freien
Studenten=
ſchaft veranſtaltet am Montag, den 6. Mai, eine
Ex=
kurſion nach Frankfurt a. M. zur Beſichtigung
der Luftſchiffhalle und des Zeppelinluftſchiffes
Viktoria Luiſe. Es iſt dies die 100. Exkurſion ſeit dem
Beſtehen dieſes Amtes. An den Veranſtaltungen haben
ſich bisher annähernd 4000 Studierende beteiligt. Die
Leitung hat Herr Geheime Baurat Profeſſor
Guter=
muth freundlichſt übernommen.
* Bürger=Keller. Dienstag abend konzertiert das
allgemein beliebte Salon Damen=Orcheſter „Meerſteiner”
zum letzten Mal im Bürger=Keller. Es ſind große
Ab=
ſchiedskonzerte vorgeſehen und wird unter anderem auch
Fräulein Elſa Schmiedel ihre ſo gerne gehörten
Flöten=
ſoloſtücke in gewohnter prachtvoller Weiſe zum
Vor=
trag bringen.
§ Unfall. Am Samstag vormittag gegen 8 Uhr
fiel ein Lumpenſammler gelegentlich der Abholung von
Knochen bei einem Metzger in deſſen offen
ſtehen=
den Keller, wobei er ſich eine ſtarke Wunde am
Hinterkopf zuzog. Der Metzger ließ den Verletzten
mittelſt Droſchke in das Städtiſche Krankenhaus
ver=
bringen.
§ Taſchendiebſtahl. Auf der Meſſe iſt am
Sonntag abend kurz nach 7 Uhr einer Frau aus
Weiter=
ſtadt das Portmonnaie mit über 40 Mk. Inhalt
aus der Handtaſche geſtohlen worden.
S. Agerbach, 29. April. Der Sattler Jakob Werner
von Eberſtadt verunglückte geſtern gegen Abend in
der Nähe Zwingenbergs mit ſeinem Rade als er
einem Kinde ausweichen wollte, derart, daß er ſich beim
Sturz die rechte Knieſcheibe zerſchmetterte. Der
Kammer=
ſänger Raven von Wiesbaden, welcher mit ſeinem
AAuto=
mobil die Unfallſtelle paſſierte, nahm den Verletzten mit
nach Auerbach, woſelbſt ihm durch Dr. Schultze ärztliche
Hilfe zuteil wurde. Durch die hieſige Freiwillige
Sani=
tätskolonne wurde der Verunglückte in das Städtiſche
Krankenhaus nach Darmſtadt transportiert. — Die
Kreisſtraße Bensheim-Auerbach wird
zwi=
ſchen Bachbrücke und Ortsgrenze nach Fertigſtellung des
Kleinpflaſters dem Verkehr wieder übergeben werden.
Die Strecke von der Bachbrücke bis zur Burgſtraße bleibt
dagegen vorerſt noch geſperrt.
S. Auerbach, 29. April. Die Kommunalſteuer
wird, allen Steuerzahlern zur Freude für das kommende
Steuerjahr hierorts vorausſichtlich eine
Herabſetz=
ung von 3 Prozent erfahren.
Groß=Gerau, 29. April. Nächſten Montag, den 6. Mai,
wird der Groß=Gerauer Ferkelmarkt wieder eröffnet.
Näheres ſiehe Anzeige der Großh. Heſſ. Bürgermeiſterei
Groß=Gerau.
-I. Groß=Gerau, 29. April. Heute wurde die Leiche
des Ende der vergangenen Woche bei Bingen geländeten
Kaufmanns Karl Schleicher, der ſeit dem Oſtermontag
vermißt wurde, in Bingen beerdigt. Von hier war eine
Abordnung der Sanitätskolonne mit einer Kranzſpende
anweſend. Auch ſonſt wurden dem Toten, der als
hilfs=
bereiter Menſch von beſtem Rufe überall hochgeachtet war,
zahlreiche Blumen aufs Grab geſtreut. Die Furcht der
Vereinſamung hat den biederen Menſchen zu dem
Ver=
zweiflungsſchritt getrieben.
Biblis, 29. April. Zum zweiten Male innerhalb
zweier Jahre brach in dem Anweſen des Valentin Barth,
im Maſchinenraum der Drechslerei auf bis jetzt noch
un=
aufgeklärte Weiſe Feuer aus. Die Feuerwehr konnte
ihre Hilfe nur auf die Nachbarsgebäude erſtrecken. Der
Maſchinenraum brannte vollſtändig nieder. Der Schaden
iſt beträchtlich, aber durch Verſicherung gedeckt.
* Zeilhard, 29. April. Man ſchreibt uns: Der Kraft=
Sportverein „Athletia” hält am 12. Mai ſein diesjähriges
Frühlingsfeſt im Saale des Herrn Hch. Heleine ab. Das
Feſt verſpricht ſchon im voraus ein recht lebhaftes zu
wer=
den, da bereits verſchiedene auswärtige Vereine ihr
Er=
ſcheinen zugeſagt haben. Auch ein Meiſterſchaftsathlet
hat, wie man hört, ſein Erſcheinen zugeſagt, um ſeine
Rekordleiſtungen zu zeigen.
* Mainz, 2. April. Das Dock= und
Maſchini=
ſtenperſonal der Rheinfahrzeuge iſt zum
größten Teil heute in den Streik getreten. In faſt
allen Rbeinhäfen von Straßburg bis Rotterdam fanden
am Sonntag Verſammlungen ſtatt, die zu der
Lohnbewe=
gung Stellung nahmen. Es wurde überall beſchloſſen,
die Arbeit heute morgen niederzulegen. Nur dem
geſam=
ten Maſchinenperſonal der Firmen Raab, Karchner u. Cie.,
ſowie dem geſamten Maſchinenperſonal von T.
Schue=
mann u. Söhne und Knippſcheer iſt zugebilligt worden, die
Arbeit am 1. Mai einzuſtellen. Von der Bewegung
wer=
den betroffen ſämtliche dem Ruhrorter Schleppverein
an=
gehörenden Boote. Ferner je 12 Firmen von Ruhrort und
Düſſeldorf, 8 von Mülheim, 4 von Mainz, je 3 von
Mann=
heim und Homberg, je eine von Düſſeldorf, Bingerbrück,
Offenbach, Koblenz und Karlsruhe. Die letztere hat die
Forderung bereits bewilligt. Neben einer allgemeinen
Lohnbewegung werden verlangt: Vergütung für Nacht=
und Sonntagsarbeit. Das geſamte in Betracht kommende
Perſonal beziffert ſich auf 6000 Mann.
Worms, 29. April. Die Stadtverwaltung beſchloß, im
erſten Stockwerke des an der Moltkeanlage im Bau
be=
griffenen Sparkaſſengebäudes eine ſtändige
ſtädti=
ſche Gemäldegalerie zu unterhalten.
Worms, 29. April. In der Nacht zum 27, d. M
wurde in dem Gemeindeſteinbruch zu Kallſtadt zum
Nach=
teil eines Steinbrechers ein großer Kiesdurchwurf
geſtohlen. Der alsbald zugezogene Polizeihund des
Kri=
minalſchutzmannes Würtz von hier nahm die Spur auf,
verfolgte dieſe bis nach dem eine halbe Stunde
entfern=
ten Ort Leiſtadt, woſelbſt der Hund vor einem
geſchloſſe=
nen Tor Halt machte und Einlaß begehrte. In
Abweſen=
heit des Bewohners wurde das Tor geöffnet und fand
man im Hofe den geſtohlenen Gegenſtand vor. Stafanzeige
gegen den Täter iſt erſtattet.
(*) Gießen, 28. April. Der Haſſia=Bezirkstag
des Bezirks Gießen fand heute unter ſtarker Beteiligung
im Felſenkeller ſtatt. Bezirksvorſteher Daab=Lollar
er=
ſtattete den Jahresbericht für 1911; danach zählt der
Be=
zirk jetzt 3030 Mitglieder. Das Vermögen der Vereine
beläuft ſich einſchließlich Inventarwert auf rund 43000
Mark. Als Vertreter für den Haſſiatag zu Nieder=Olm
wurden gewählt die beiden Bezirksvorſteher Daab=Lollat
und Abg. Leun=Großenlinden, zu Stellvertetern
Bruchhäu=
ſer=Gießen und Enders=Reiskirchen. Sehr intereſſant war
der Vortrag des zweiten Bezirksvorſtehers Abg. Leun=
Großlinden über „Veteranenfürſorge‟ Der Punkt
Ju=
gendpflege rief eine rege Ausſprache hervor, nachdem der
Bezirksvorſteher eingehend auf die Wichtigkeit der
Jung=
deutſchlandbewegung aufmerkſam gemacht, zur
Unter=
ſtützung und zum Beitritt aufgefordert hatte. Die
Kriegs=
erinnerungen von 1866 und 1870/71 ſollen aus Briefen in
jedem Orte geſammelt und dem Bezirksvorſteher in
Ab=
ſchrift überſandt werden; das Präſidium wird ſie ſichten
und ſpäter veröffentlichen. Staatsanwalt Trümpert
dankt dem Vorſteher für ſeine rege Arbeit und brachte
ein Hoch auf den Bezirk aus; darauf ſchloß die mit einem
Kaiſerhoch begonne Tagung mit einem Hoch auf den
Lan=
desherrn.
Haingründau, 25. April. Von einem traurigen Geſchick
wurde eine hieſige Familie ereilt. Während die übrigen
Familienmitglieder vorgeſtern morgen in Hof und
Gar=
ten beſchäftigt waren, befand ſich die 16jährige
Tochter, die für gewöhnlich der Aufſicht bedurfte, auf
kurze Zeit allein im Wohnzimmer. Sie benutzte die
Ge=
legenheit, im Ofen Feuer anzuzünden, wobei ihre
Klei=
der und Haare in Brand gerieten. Dabei erlitt ſie ſo
ſchwere Brandwunden, daß ſie denſelben noch in der
kom=
menden Nacht erlag.
Lindheim, 27. April. Geſtern vormittag wollte ein
ungefähr 20 Jahre altes Mädchen auf den ſchon in
Be=
wegung befindlichen Stockheimer Zug aufſpringen,
glitt aus und kam unter die Räder. Der rechte Fuß
wurde über dem Knöchel abgefahren und der linke
voll=
ſtändig zerquetſcht. Herr Dr. Matthes von Altenſtadt legte
den erſten Notverband an und ſorgte für die
Ueberbrin=
gung des Mädchens mit dem nächſten Zug nach Gießen.
(*) Laubach, 29. April. Das 68. Jahresfeſt des
Guſtav Adolf=Vereins für das Großherzoatum
Heſſen findet am 25. und 26. Juni ſtatt. Das
Feſtpro=
gramm ſieht für den Abend des 25. Juni eine große
Feſt=
verſammlung vor, Sonntags werden Kindergottesdienſt,
Feſtgottesdienſt, und nachmittags eine Volksfeier auf dem
Ramsberg abgehalten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 28. April. Nachdem vor
inigen Tagen ſeitens der Stadt Wien ein überaus
freundlich gehaltenes Schreiben eingegangen iſt, wonach
dort bei dem Beſuch ſtädtiſcher Vertreter aus
Berlin auf eine Beteiligung von 30 Herren gehofft
wird, hat auch der Magiſtrat, entſprechend dieſem Wunſch
und in Uebereinſtimmung mit der Anregung der
Stadt=
verordnetenverſammlung, der Bemeſſung der Zahl der
Vertreter auf 30 zugeſtimmt und der
Stadtverordneten=
verſammlung eine entſprechende Vorlage zugehen laſſen.
Es werden 10 Mitglieder des Magiſtrats und 20
Stadt=
verordnete an dieſem Beſuch teilnehmen. — Gel
d=
ſchrank=Einbrecher, die in der Nacht zum
Sonn=
tag der Pfandleihanſtalt von Meuſel in der Müllerſtraße
einen Beſuch abſtatteten, erbeuteten für 40= bis 50000
Mark Juwelen. Sie brachen von der über dem Laden
liegenden Wohnung aus ein, indem ſie ein Loch durch die
Decke brachen und ſich an einer Strickleiter herabließen.
Auf demſelben Wege haben ſie ſpäter auch mit der Beute
die Flucht ergriffen. — Ein beklagenswerter Unfal l
ereignete ſich geſtern nachmittag in der Müllerſtraße. Dort
hatten Kinder ungelöſchten Kalk in eine leere Flaſche
ge=
füllt und Waſſer hinzugegoſſen. Die Flaſche explodierte
und ſechs Kinder wurden von dem umherfliegenden Glas
und Kalk teils ſchwerer, teils leichter verletzt; bei dreien
von den Kleinen iſt zu befürchten, daß ſie das Augenlicht
verlieren.
Frankfurt, 29. April. In der Hochſtraße 54 wurde
zeute früh in einem Zimmer der Manſarde, das dicht mit
Qualm gefüllt war, eine 60 Jahre alte Frau tot und
gänzlich verbrannt aufgefunden. Die Urſache des
Zimmerbrandes iſt noch nicht feſtgeſtellt.
Wiesbaden, 29. April. Unter ungeheuerer, nach
Tau=
ſenden zählenden Beteiligung fand heute vormittag auf
herrlich gelegenem Platze mitten im Taunuswalde bei
Wiesbaden die feierliche Grundſteinlegung des
dritten Heimes der Deutſchen Geſellſchaft für
Kaufmanns=Erholungsheime im Beiſein
des Oberpräſidenten der Provinz Heſſen=Naſſau.
Heng=
ſtenberg, und anderen höheren Beamten ſtatt. Nach der
Begrüßungsanſprache des ſtellvertretenden Vorſitzenden,
Geh. Kommerzienrat Dr. Kalle=Biebrich, hielt der
Vor=
ſitzende des Präſidiums, Joſef Baum=Wiesbaden, die
Feſt=
rede. Nach Verleſung der Stiftungsurkunde vollzog Exz.
Hengſtenberg die erſten Hammerſchläge. Die
Feſtteilneh=
mer begaben ſich alsdann mit Sonderzug nach Wiesbaden
zurück, wo im Kurhauſe ein glänzendes Feſtmahl die
würdige und eindrucksvolle Feier beſchloß. Delegierte
aus allen Teilen Deutſchlands überbrachten mit gehalt=
vollen Anſprachen Grüße und Glückwünſche für die
Zu=
kunft des für die Volkswohlfahrt ſo bedeutſamen
Unter=
nehmens.
Aus dem Kreiſe Uſingen, 27. April. Eine
Verbre=
cherbande beunruhigte in dieſer Woche den ganzen
Kreis. Es iſt anzunehmen, meint das „M. J.”, daß die
Täter vermittelſt eines Automobils arbeiten. In
Uſingen arbeuteten die Einbrecher bei Zimmermeiſter
Schweighöfer 82 Mark, außerdem brachen ſie noch bei
Ren=
dant Krauſe und bei Witwe G. Dienſtbach ein. In Alt=
Weilnau ſtatteten ſie dem Pfarrhaus einen Beſuch ab.
In Grävenwiesbach ſtiegen ſie in das Stationsgebäude
ein. Auch in das Schulhaus zu Brombach verſuchten
Ein=
brecher einzudringen, wurden jedoch verjagt. Bis jetzt
fehlt jede Spur, trotz Abſuchens durch einen Polizeihund.
Neuſtadt a. d. H., 29. April. Etwa 300 Morgen junger
Kiefernwald fielen geſtern einem
Waldbrand=
zum Opfer, der auf dem Höhenzug des Haardter Waldes
beim Weinbieter Turm auskam. Das Feuer konnte in
dreiſtündiger angeſtrengter Tätigkeit der Wehren gelöſcht
werden.
Stettin, 29. April. In Groß=Garte im Kreiſe
Stolp ſind 30 Gehöfte durch Brand eingeäſchert
worden. Dabei wurden 28 Familien obdachlos. Aller
Hausrat und viel Vieh iſt verbrannt.
Frankfurt a. O., 29. April. Einem Domänenpächter
wurde geſtern auf der Fahrt von Sangerhauſen nach
Magdeburg die Brieftaſche mit 75000 Mark Inhalt
ge=
ſtohlen. Der Täter iſt unbekannt.
Bunzlau, 29. April. Wegen unbefugten
Schüt=
telns der Wahlurne ſind zwei Sozialdemokraten,
die von ihrer Parteiorganiſation beauftragt waren, am
Tage der Reichstagswahl im Wahlkreiſe Lüben=Bunzlau
— der eine in Thommendorf. der andere in Schnellenfurth
— die Vorgänge im Wahllokal zu kontrollieren, von der
Strafkammer in Liegnitz zu je 100 Mark Geldſtrafe
ver=
urteilt worden. Beide hatten nach Schluß des
Wahl=
aktes, als der Wahlvorſteher ſich weigerte, vor der
Her=
ausnahme der Stimmzettel die Wahlurne zu ſchütteln,
dieſe eigenmächtig geſchüttelt. Sie wurden verurteilt auf=
Grund des § 132 des Strafgeſetzbuches, der lautet: „Wer
unbefugt ſich mit Ausübung eines öffentlichen Amtes
be=
faßt oder eine Handlung vornimmt, die nur kraft eines
öffentlichen Amtes vorgenommen werden darf. wird mitt
Gefängnis bis zu einem Jahre oder mit Geldſtrafe bis
zu 300 Mark beſtraft.”
Paris, 29. April. Im Bahnhofe von Meslau rannte
heute nacht ein Spezialzug mit Reſerviſten des 62.
Linien=Regiments infolge falſcher Weichenſtellung auf
einen anderen Zug. Zwei Wagen des Militärzuges
ſtürzten um. Vier Reſerviſten wurden verletzt.
C. K. London, 30. April. Eines der berühmteſten
alt=
engliſchen Herrenſchlöſſer, Clumberhouſe, der
präch=
tige Landſitz des Herzogs von Newcaſtle in
der Grafſchaft Nottinghamſhire, iſt am Donnerstag von
einem verheerenden Feuer heimgeſucht worden,
das den Nordflügel des berühmten Gebäudes zum Teil
zerſtört hat. Zum Glück gelang es, dem Eroberungszug
der Flammen Halt zu gebieten, ſo daß der Mittelbau und
der ſüdliche Flügel mit ſeinen koſtbaren Kunſtſchätzen
un=
verſehrt bleiben konnten. Clumberhouſe galt bisher als
eines der ſchönſten und intereſſanteſten altengliſchen
Her=
renſchlöſſer; es wurde in der zweiten Hälfte des 18.
Jahr=
hunderts erbaut. Schon einmal iſt das Gebäude von
einem Feuer heimgeſucht worden, im Jahre 1879; nach
der Kataſtrophe mußte die Weſtfront vollkommen
neuge=
baut werden. Als beſondere Sehenswürdiakeit wird die
prächtige große Halle mit ihrer von prunkvollen
Marmor=
ſäulen getragenen Deckenwölbung gerühmt. Der Herzog
von Newcaſtle verwahrt in ſeinem Schloſſe eine Reihe von
unbezahlbaren Meiſterwerken der Malerei, Werke von
Rembrandt, van Dyck, Rubens. Murillo, Canaletto,
Te=
niers und anderen berühmter Meiſtern. Mit beſonderem
Prunk iſt die Hauskapelle des Schloſſes eingerichtet; der
gegenwärtige Herzog hat für die Ausſchmückung dieſer
Kapelle in den letzten Jahren rund anderthalb Millionen
aufgewandt.
Konſtantinopel, 28. April. Der Brand in
Das=
maskus dauerke 24 Stunden. Der Materialſchaden
wird auf etwa 15 Millionen Franken geſchätzt. Zwölf
Per=
ſonen ſind ums Leben gekommen.
Zur Lage der heſſiſchen Gerichtsaſſeſſoren.
— Man ſchreibt uns: Bei den Verhandlungen der heſe
ſiſchen Zweiten Kammer zum Juſtizetat knüpfte der Abg.
Dr. Oſann an die Lobeserhebungen, die Regierung und
Kammer den heſſiſchen Richtern zuteil werden ließen, die
Frage, ob auch die Richter mit denen, die ſie lobten,
zu=
frieden ſeien. Er deutete an, daß dieſe Frage wohl nicht
von allen Beamten der Juſtizverwaltung bejaht werde;
er wies hierbei vor allem auf die heſſiſchen
Gerichtsaſſeſ=
ſoren hin.
Die heſſiſchen Gerichtsaſſeſſoren können in der Tat
mit ihren Anſtellungs= und Gehaltsverhältniſſen nicht
zu=
frieden ſein; denn ſie ſind wohl die ungünſtigſten im
gan=
zen deutſchen Reiche. Nach dreijähriget Studienzeit und
gleichfalls dreijähriger Referendarzeit muß der heſſiſche
Gerichtsaſſeſſor zurzeit noch zirka 11 Jahre warten, bis
er als Richter angeſtellt wird. Nicht etwa, daß er dieſe
11 Jahre außerhalb des Juſtizdienſtes — etwa in
vor=
züglich bezahlten Privatſtellungen — verbringt, vielmehr
wartet er 11 Jahre lana im Juſtizdienſt, bald da, bald dort
verwendet, auf die Anſtellung. Wird er endlich Richter,
ſo iſt er über 35 Jahre alt. Nirgends in Deutſchland
herrſcht eine ſo ausgedehnte Wartezeit für die
Richteran=
wärter. Aber auch in Heſſen beſteht für keinen Anwärter
eines gleichgeſtellten Berufes eine derartig lange
Vor=
dienſtzeit.
Dieſe Anſtellungsverhältniſſe werden ſchlechter ſtatt
beſſer. Eines der Mittel zur Abhilfe wäre: Beſetzung der
Stellen, die unentbehrlich ſind, mit feſtangeſtellten
Rich=
tern, ſtatt mit Aſſeſſoren. Im Finanzausſchuß der
Zwei=
ten Kammer ſind, wie der Abg. Dr. Oſann mitgeteilt hat,
etwa 20 Richter= und Staatsanwaltsſtellen herausgerechnet
worden, die von Aſſeſſoren verwaltet werden,
obwohl=
ſie für alle Zeit notwendige Stellen ſind und daher mit
de=
finitiven Beamten beſetzt werden müßten. Auch der Abg.
Dr. Winkler kam auf Grund ſeiner Berechnungen zu einer
annähernd gleichen Zahl von Stellen, die definitiv
ge=
macht werden müßten. Käme die Juſtizverwaltung dieſem
Verlangen nach, ſo wäre wenigſtens in etwas die Notlage
des Aſſeſſorenſtandes gemildert. — Gerade ſo ſchlimm wie
die Anſtellungsverhältniſſe ſind die Gehaltsverhältniſſe.
Das Anfangsgehalt beträgt 2100 Mk., das Endgehalt nach
7 jähriger Verwendungszeit 2800 Mk. In dieſer
Gehalts=
ſtufe bleibt der Beamte bis nach ſeiner Anſtellung und auch
noch nach der Anſtellung. Denn das Anfangsgehalt des
Richters iſt das gleiche wie das Endgehalt des Aſſeſſors:
2800 Mk. Nach mehr als 10jähriger Dienſtzeit, im 35.
Lebensjahre, erhält der als Amtsrichter angeſtellte Ge= ein Gehalt von — 2800 Mk. Dazu kommt
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Seite 5.
ein Wohnungsgeld mit zirka 400 Mark. Auch die neue
Beſoldungsvorlage bringe keine weſentsiche Beſſetzung
Vor allem bringt ſie das nicht, was als durchgreifende
Verbeſſerung der Gehaltsverhältniſſe wirken würde: die
Anrechnung der Vordienſtzeit. Eine ſolche Anrechnung
wäre ſchon jetzt möglich, wenn die Juſtizverwaltung von
einer Beſtimmung der bisherigen Beſoldungsordnung.
die offenbar zur Ausgleichung derartig ungünſtiger
Ge=
haltsverhältniſſe beſtimmt war, Gebrauch machte. Nach
Art. 7 der Beſoldungsordnung könnte die Vordienſtzeit bis
zu 6 Jahren angerechnet werden, ſo daß der als Richter
an=
geſtellte Aſſeſſor ſofort in die 3. Gehaltsklaſſe — 3600
Mark — aufrückte. Die Abg. Dr. Boxheimer und Dr.
Winkler haben die Anwendung des Art. 7 zugunſten der
Gerichtsaſſeſſoren mit Nachdruck verlangt. Sie haben
beſon=
ders darauf hingewieſen, daß die heſſiſchen
Gerichtsaſſeſſo=
ren infolge ihrer unverſchuldeten verſpäteten Anſtellung
nicht nur ein geringeres Gehalt beziehen als ihre
gleich=
altrigen Kollegen in den anderen Bundesſtaaten, ſondern
daß von einer Gleichſtellung derſelben zum Beiſpiel mit
den akademiſchen Lehrern nicht mehr die Rede ſein kann,
obwohl ſie nach dem Geſetz doch gleichgeſtellt ſein ſollten.
Während der Aſſeſſor 11 Jahre und mehr auf Anſtellung
warten müſſe, würde der Oberlehrer weit früher angeſtellt,
ſo daß es vorkomme, daß ein Oberlehrer zirka 2000 Mk.
Gehalt mehr beziehe, als ein gleichaltriger Richter aus
derſelben Examenszeit. Gerade ſolche Ungleichheiten und
Härten ſollten durch Artikel 7 ausgeglichen werden.
Wir hoffen, daß die Juſtizverwaltung den
eindring=
lichen Vorſtellungen dieſer Abgeordneten ſich nicht
ver=
ſchließen und dem „gerechten Verlangen” der Aſſeſſoren,
wie es der Abg. Dr. Boxheimer nannte, nachkommen wird.
Wahlen zur Landwirtſchaftskammer.
* Bei den am 27. April vorgenommenen Wahlen zur
Landwirtſchaftskammer wurden für Starkenburg
ge=
wählt:
(Das eingeklammerte L. bedeutet Mitglied der
Land=
wirtſchaftskammer, das P. bedeutet Mitglied des Prov.=
Ausſchuſſes.)
1. Wahlbez.: Rüſſelsheim=Trebur: Aug. Ruhland=Trebur
(L.), Georg Friedmann=Königſtädten und Hermann
Gütlich=Rüſſelsheim (P.).
2. Wahlbez.: Groß=Gerau: Dr. Dehlinger=Weilerhof (L.),
Bgmſtr. Biebel=Dornheim und Bgmſtr.
BauſchWor=
felden (P.).
3. Wahlbez.: Griesheim=Gernsheim: Geh.=Rat Haas=
Darmſtadt (L.), H. Feldmann IX.=Griesheim und Oek.=
Rat Hammann IV.=Biebesheim (P.).
4. Wahlbez.: Darmſtadt: Oek.=Rat Fritſch=Dilshofen (L.),
Georg Benz XIV.=Arheilgen und Konrad Gunkel II.=
Roßdorf (P.).
5. Wahlbez.: Offenbach=Langen: Eduard Viehmann=
Rum=
penheim (L.), David Störmer=Sprendlingen und Adolf
Eſchbach=Neu=Iſenburg (P.).
6. Wahlbez.: Seligenſtadt: Bgmſtr. Martin Wenzel=
Hain=
ſtadt (L.), Auguſt Rupp=Mühlheim und Karl Peter
Benning=Heuſenſtamm (P.).
7. Wahlbez.: Babenhauſen: Bamſtr. Krapp=Sickenhofen
(L.), Franz Keller I.=Ober=Roden und Bgmſtr. Franz
Joſef Reichenbach=Nieder=Roden (P.).
8. Wahlbez: Groß=Umſtadt: Oek.=Rat Jakob Walter XVI.=
Lengfeld (L.), Ludwig Weber IV.=Groß=Umſtadt und
Bamſtr. Georg Eidmann V.=Richen (P.).
9. Wahlbez.: Dieburg=Reinheim: Georg Heil=Habitzheim
(L.), Wilhelm Cullmann Groß=Zimmern und Georg
Franz Ramge=Ueberau (P.).
10. Wahlbez.: Groß=Bieberau=Reichelsheim: (
Wahlergeb=
nis ſteht noch aus).
11. Wahlbez.: König=Höchſt=Michelſtadt: Adam Bär II.=
Langen=Brombach (L.). Wilhelm Wolf Vl.=Höchſt und
Karl Meiſinger=Kirch=Brombach (P.).
12. Wahlbez.: Erbach=Wimpfen: Bamſtr. Schwinn=
Schöllen=
bach (L.). Johannes Schwöbel II.=Hüttenthal und
Bgmſtr. Bornhäuſer=Wimpfen (P.).
13. Wahlbez.: Fürth=Wald=Michelbach: Oek.=Rat
Traut=
mann=Rimbach (L.). Bamſtr. Kohl=Gadern und Jean
Berberich=Fürth (P.).
14. Wahlbez.: Bensheim=Heppenheim: Gutspächter
Kon=
rad Keutzer=Hof Stubenwald (L.), Bamſtr. Wegfahrt=
Schwanheim und Bamſtr. Schäfer=Kirſchhauſen (P.).
15. Wahlbez.: Lampertheim=Biblis: Jakob Friedrich II.=
Groß=Rohrheim (L.). Adam Reinhard I.=Viernheim
und Friedrich Frank=Biblis (P.).
Verſchönerungsverein.
Im Reſtaurant Sitte” fand geſtern abend die
Hauptverſammlung des Verſchönerungsvereins
ſtatt. Den Vorſitz führte Herr Geheimerat Wilbrand.
der die Erſchienenen herzlichſt begrüßte und ſich kurz über
die Aufgaben und die Erfolge des Vereins verbreitete.
Dem Bericht des Vorſtandes über die Tätigkeit
des Vereins im Jahre 1911 entnehmen wir
Nachſtehen=
des: Im Laufe des Jahres ſind 34 neue Bänke an
fol=
genden Punkten aufgeſtellt worden: 6 Bänke im
Graben=
ſtück, 2 Bänke in der Schlagſchneiſe, je 1 Bank am
Fuß=
pfad nach dem Bordenberg, in der Kirchſchneiſe, am alten
Eberſtädter Weg, am Waldſaume zwiſchen Kaſtanien=
Allee und Eberſtädter Chauſſee, am Forellenteich, am
Schützenpfad, 2 Bänke an der Griesheimer Chauſſee, 3
Bänke an der Bahn, 2 Bänke an der Dieburger Straße,
je 1 Bank an der Ermelfleckwieſe, am Kapellchen, am
Hinterhecksweg, an der Steckertswieſe, an der
Moltke=
hütte, am Darmbach (Diſtrikt Hirtenhaus), 2 Bänke in
der Nähe des Prinzenberges, je 1 Bank auf der
Wil=
brandshöhe, an der einzelnen Kiefer=Wilbrandshöhe,
auf dem Bordenberg, 2 Bänke in den Anlagen am
Böl=
lenfalltor. Der Auſwand für dieſe 34 Bänke beläuft ſich
auf 485 Mark 25 Pfg. Der vorgeſehene Pfad vom
Brun=
nersweg nach Groß=Zimmern iſt nicht zur Ausführung
gekommen, da eine Beteiligung des V.=Vereins in Groß=
Zimmern nicht erfolgte. Die Anlage des Fußpfades im
vorderen Grabenſtück hat ſtattgefunden; es wurden dafür
32.08 Mark aufgewendet. Für die Herſtellungen am
Häuschen auf der Kühruhe ſind 16,75 Mark Koſten
er=
wachſen. Dem Komitee „Darmſtadt im Blumenſchmuck”
wurde der ausgeworfene Betrag von 100 Mark
ausge=
zahlt.
Für die laufende Unterhaltung der
be=
ſtehenden Anlagen wurden in 1911 bezahlt 1150
Mark. Die Koſten der Neuanlagen und für Aufſtellung
neuer Bänke betragen rund 630 Mk. Die
Verwaltungs=
koſten belaufen ſich auf 414 Mark; ſomit
Geſamtaus=
gabe in 1911 2194 Mark. — Die Einnahmen des
Jahres 1911 ſtellen ſich wie folgt: Reſt aus 1910 1438 Mk.
Mitgliederbeiträge 2065 Mk., Zinſen 104 Mk., verſchiedene
Einnahmen 310 Mk.; Geſamteinnahme 3917 Mk.
verglichen mit der Ausgabe von 2194 Mk., bleiben 1*23
Mark. Hiervon ab für rückſtändige Ausgaben (Tempel
am Brunnersweg pp.) 923 Mk.; mithin verfügbarer
Reſt 800 Mk. Für 1912 ſind die Mitgliederbeiträge
ver=
anſchlagt zu 2060 Mk., an ſonſtigen Einnahmen —
Bei=
trag der Stadt Darmſtadt und aus Zinſen — können
ein=
geſtellt werden 350 Mk. Im ganzen ſtehen ſomit für 1912
zur Verfügung 3210 Mark.
Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1910
803; in 1911 ſind abgegangen: durch Tod 33, durch
Weg=
zug 8, durch freiwilligen Austritt 19, zuſammen 60
Ab=
gänge; zugegangen ſind 6. Stand Ende 1911 749. — Die
Rechnung iſt von Herrn Rechnungsrat Scharmann geprüft
worden; Anſtände haben ſich nicht ergeben. Da eine
Be=
anſtandung aus der Mitte der Verſammlung nicht
er=
folgte, wird Entlaſtung des Rechners beſchloſſen. Zugleich
wird dem Rechner, Herrn Rechnungsrat Wambold,
vollſte Anerkennung für die Kaſſe= und Rechnungsführung
ausgeſprochen Weiter ſagt der Verein beſten Dank
Herrn Rechnungsrat Scharmann für die unentgeltliche
Prüfung der Rechnung, und Herrn Hofbuchbinder Greſſer
für die unentgeltliche Beſorgung der Buchbinderarbeiten.
Der Voranſchlag über die Einnahmen und die
Ausgaben des Verſchönerungsvereins Darmſtadt für das
Jahre 1912 ſieht vor in Einnahme 3210 Mark, in
Aus=
gabe u. a.: für Unterhaltung der beſtehenden Anlagen
1600 Mark; für neue Anlagen: a) Bänke 450 Mk.,
b) Brunnenanlage am Bordenbergpfad (Walters Teich)
250 Mk., c) Darmſtadt im Blumenſchmuck 50 Mk., d)
Fuß=
pfad von der Kaſtanienallee bis Duncan=Schule 60 Mk.,
e) Häuschen auf der Kühruhe, f) Pavillon auf dem
Bor=
denberg 50 Mk., g) Bordenbergpfad 20 Mk., h) Pfad nach
dem Kirchberg 30 Mk.; insgeſamt 910 Mark.
Auch der Voranſchlag wurde gutgeheißen. In regem
Gedankenaustauſch wurde noch vielerlei Anregungen
ge=
geben, die demnächſt nach Möglichkeit verwertet werden
ſoll. Gegen halb 8 Uhr ſchloß Herr Geheimerat
Wil=
brand die Verſammlung.
Kongreſſe und Verbandstage.
* Berlin, 29. April. Der Hauptvorſtand des
Reichsverbandes der deutſchen Preſſe hielt
am Sonntag in Berlin eine Sitzung ab, die aus allen
Teilen des Reiches zahlreich beſucht war. An Hand der
Vorſchläge, die der zur Beratung der Verſicherungsfragen
niedergeſetzte Ausſchuß unterbreitete, wurde beſchloſſen,
daß der Reichsverband für ſeine Landes= und
Bezirks=
vereine, ſowie Einzelmitglieder, ſoweit ſie nicht ſelbſt
bereits ſolche Abſchlüſſe getroffen haben, eine Sterbekaſſe
einrichten ſoll, und zwar auf der Grundlage des
Abkom=
mens, das der Landesverband ſächſiſcher Redakteure und
Berufsſchriftſteller mit einer Verſicherungsgeſellſchaft traf.
Die Einrichtung von Darlehens= und
Unterſtützungskaſ=
ſen ſoll den Unterverbänden überlaſſen werden. Der
Aus=
ſchuß für die Verſicherungsfragen wurde mit der
Prüf=
ung und Einrichtung einer Kaſſe für Stellenloſigkeit, und
im Falle der Bejahung, mit den erforderlichen
Vorarbei=
ten beauftragt. Ferner wurde beſchloſſen, der
Einricht=
ung einer Krankenkaſſe näher zu treten, ſobald in einem
der Unterverbände Erfahrungen darüber vorliegen. Vom
Vertreter des Verbandes der oſtpreußiſchen Preſſe wurde
angeregt, ob es ſich nicht empfehle, ſich mit dem
Haupt=
ausſchuß für die Angeſtelltenverſicherung in Verbindung
zu ſetzen, damit auch Redakteure in ihm vertreten ſind.
Der Vertreter des Verbandes der oſtpreußiſchen Preſſe
wurde beauftragt, die nötigen Schritte zu tun. Als
Zeit=
punkt für die Abhaltung der diesjährigen
Delegierten=
verſammlung, die nach einem früheren Beſchluß in
Mün=
chen tagen ſoll, wurde der 16. und 17. Juni feſtgeſetzt.
Weitere Verhandlungen bezogen ſich auf Fragen über den
Zeugniszwang und die Berichterſtattung über Kongreſſe.
Beide Gegenſtände ſollen auf der Münchener
Delegier=
tenverſammlung zur Beſprechung gelangen. Ein jüngſt
ergangenes Gerichtsurteil, wonach die Klage auf
Unter=
laſſung beſtimmter Behauptungen gegen eine Zeitung als
zuläſſig erachtet wurde, und für den Fall des
Zuwider=
handelns Haftſtrafe angeordnet wird, bot Anlaß zur
Erörterung der Konſequenzen, die eine derartige
Ge=
richtspraris nach ſich ziehen würde. Auch mit dieſem
Thema ſoll ſich die Delegiertenverſammlung
beſchäfti=
gen. Wie ſchließlich noch erwähnt ſei, gab der Vorſitzende
davon Kenntnis, daß die gemeinſchaftlichen Beratungen
mit dem Verein Deutſcher Zeitungsverleger, die ſich
be=
ſonders auf die Gerichtsberichterſtattuna, den Paragraph
193 des Strafgeſetzbuches (Schutz berechtiater Intereſſen),
den Normalvertrag und die Nachdruckverfolgung
er=
ſtrecken ſollen, am 16. Mai in Magdeburg ſtattfinden.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 29. April. Präſident Dr. Kaempf
er=
öffnet die Sitzung um 1,25 Uhr. Auf der Tagesordnung
ſteht zunächſt die
Fortſetzung der 2. Leſung des Etatts der
Reichseiſenbahnen.
Die Wiederholung der Abſtimmung über die
ſozial=
demokratiſche Reſolution betr. die Lohnzahlung für
Wo=
chenfeiertage wird bis zum Abſchluß dieſes Etats
zurück=
geſtellt.
Die Beratung beginnt mit der Spezialdebatte.
Eine Reihe von Titeln wird ohne Debatte bewilligt. Beim
Titel Beſoldungen wünſcht der Abg. Dr. Weill (Soz.)
Beſſerſtellung der Schaffner und Hilfsſchaffner. — Abg.
Wefner=Hersfeld (Ref.=Part.): Die Lademeiſter
be=
klagen ſich darüber, daß ſie bei der letzten
Gehaltsregulie=
rung übergangen worden ſind. — Abg. Rupp=Marburg
(Wirtſch. Vag.): Den Eiſenbahnarbeitern und
Handwer=
kern ſollte die Möglichkeit gegeben werden, in das
Beam=
tenverhältnis hineinzukommen. Die Ausgeſtaltung der
Arbeiteransſchüſſe und eine Erhöhung der Löhne ſollte
für dieſe Kategorien eintreten. Ebenſo muß in Bezug auf
die Lohntarife etwas geſchehen. — Bei Titel „Unterſtützung
penſionierter Beamter” bittet Abgeordnerer
Schwa=
bach (natl.), mehr als bisher für die bedürftigen
Pen=
ſionäre, deren Ruhegehälter hinter 300 Mark
zurückblei=
ben. zu tun und die in dem Titel ausgeſetzten Mittel auch
wirklich aufzubrauchen. — Wirklicher Geheimer
Oberregie=
rungsrat Fritſch: Dieſer Titel kann in Zukunft in
Wegfall kommen, da ſich die Verhältniſſe dieſer Penſionäre
infolge der neuen Verſorgungsgeſetzgebung weſentlich
günſtiger geſtalten werden. In dieſem Jahre werden
die Mittel vollſtändig aufgebraucht.
Der Reſt der ordentlichen wie der einmaligen
Ausga=
ben wird bewilligt. Bei den außerordentlichen Ausgaben
wünſcht der Aba. Dr. Schatz (Elſäſſer) den Ausbau der
Strecke Münzthal=Zweibrücken via Mombach, und bittet
um den Bau einer Strecke von Pirmaſens nach Bitſch. —
Wirklichen Geheimer Oberreaierungsrat Fritſch
be=
dauert, dem Wunſche nicht Folge geben zu können. Die
Koſten würden ſich zu hoch ſtellen und die Rentabilität
der Bahn wäre zweifelhaft.
Ohne weſentliche Debate wird der Reſt des Etats ſodann
erledigt. Die Petitionen werden gemäß den Anträgen der
Kommiſſion erledigt. Ine Petition des Elſaß=Lothrin=
giſchen Eiſenbahnarbeiterverbandes um Gewährung einer
ſtaffelweiſen Lohnerhöhung uſw., ſowie des Verbandes
Deutſcher Eiſenbahnhandwerker und=Arbeiter um
Erhö=
hung der Löhne und Vermehrung der etatsmäßigen
Stei=
en uſw. werden dem Reichskanzler entgegen dem Kon
miſſionsantrag zur Berückſichtigung überwieſen. Die
Abſtimmung über einen ſozialdemokratiſchen Antrag, die
Petition des Verbandes der Bahnunterhaltungsarbeiter
in Elſaß=Lothringen um eine angemeſſene Lohnerhöhung
und Gewährung eines Erholungsurlaubes für die
älte=
ren Arbeiter dem Reichskanzler ebenfalls zur
Berückſichti=
gung zu überweiſen, bleibt zweifelhaft. Es muß
Hammel=
ſprung vorgenommen werden. Dafür ſtimmen 84, dage
gen 97 Abgeordnete. Das Haus iſt
beſchlußun=
fähig und muß vertagt werden.
Vizepräſident Dove ſetzt die nächſte Sitzung
auf 3½ Uhr an: Etat des Kolonialamtes und der
Schutz=
gebiete. Schluß ¾3 Uhr.
Vizepräſident Dr. Paaſche eröffnet die zweite
Sitzung um 3 Uhr 15 Min. Es gelangt zur Beratung die
erſte Leſung des Etats des
Reichskolonial=
amts.
Abg. Henke (Soz.: In Afrika, ſpeziell in
Nord=
afrika, vollzieht ſich zurzeit eine Aufteilung dieſer
Erd=
teile, das iſt eine Folge der imperialiſtiſchen Politik,
na=
mentlich des Deutſchen Reiches. Das bedeutet aber eine
große Gefährdung des Friedens. Große Maſſen unſerer
Bevölkerung ſind nicht in unſere Kolonien ausgewandert,
das Argument der Uebervölkerung kann angeſichts der
Auswandererzählungen nicht angewandt werden. Unſere
Auswanderer gehen nicht nach Afrika und Aſien, ſondern
nach Amerika. Unſere Tertilinduſtrie erwärmt ſich auch
keineswegs für unſere Kolonien. Mit den Papieren der
Kolonialgeſellſchaft machen die Kapitaliſten gute Geſchäfte
ſie haben darum auch allein ein Intereſſe daran, daß
in die Kolonien, namentlich in Form von Eiſenbahnen,
recht viel Geld geſteckt wird. Um dem Arbeitermangel
ab=
zuhelfen, iſt vor allem ein ausreichender Arbeiterſchutz
nötig, das Chriſtentum allein iſt ein ſchlechter Erſatz für
unzureichende Löhne. Unerhört iſt die Behandlung der
Miſchlingsbevölkerung, beſonders in Südweſtafrika. Hiet
werden Kinder gemiſchter Ehen von allen Einrichtungen
für Weiße zurückgeſtoßen. Bedenken ereat auch die
Tätig=
keit der Miſſionare, die chriſtlichen Miſſionare vertreten
hier meiſt das brutale Syſtem der Herrenmenſchen. Zu
bedenken iſt auchsder unheimlich hohe Alkoholverbrauch.
Nicht durch den Schnapskonſum wird Kultur und
Zivili=
ſation gefördert. Eine derartige Kolonialpolitik können
wir nicht mitmachen.
Abg. Erzberaer (Ztr.): Die Ausführungen des
Vorredners nehmen ſich aus dem Munde, eines Vertreter
der alten Handelsſtadt Bremen ſehr ſonderbar aus. Er
hat die Koloniſierung mit dem neuen ſozialdemokrati
ſchen Schlagwort „Imperialismus” abgelehnt. Daß ſich
zu=
nächſt die Hoffnungen, die auf die Baumwollkulturen ge
ſetzt wurden, nicht erfüllen, iſt ſelbſtverſtändlich, aber nach
dem ſo großes Kapital in die Baumwollkulturen geſteckt
iſt, kann man doch nicht einfach jede Koloniſierung
ableh=
nen. Auch das Kapital, das beſonders Bremen und
Ham=
burg in den Kolonien inveſtiert haben, darf nicht
über=
ſehen werden. Er lehnte ſie ferner ab, weil in der Kultur
der Kolonien unter deutſcher Herrſchaft keine Fortſchritte
gemacht worden ſeien. Das iſt aber entſchieden falſch
denn unſere Kolonien haben ſich beſſer entwickelt, als die
engliſchen und franzöſiſchen Kolonien. Die Schaffung einer
dritten Inſtanz für die koloniale Rechtſprechung iſt
anzu=
ſtreben. Streng zu verurteilen ſind die Vorwürfe über
das Vorgehen der Miſſionare, ſie handeln nur nach
idealen Zielen und gerade deshalb ſind derartige Vor
würfe umſo ſchwerwiegender. Solche Vorwürfe ſind von
den früheren Kolonialrednern Noske und Ledebour ohne
zwingenden Grund und Beweiſe nicht gemacht worden,
wie man auch von uns anerkennen muß. Die Regelung
des Familienrechts auf den Palauainſeln muß baldiaf
erfolgen und die ſogenannte Hausſklaverei in Oſtafrika
baldigſt beſeitiat werden. Um der Regierung Gelegenheit
zu Uebergangsbeſtimmungen zu geben, bitte ich, die
Auf=
hebung der geſamten Sklaverei zum 1. März 1920
beſchließen. Ein mäßiger Alkoholkonſumriſt durchaus nich
bedenklich, nur der Mißbrauch ſoll bekämpft werden.
Abg. Böhlendorf (konſ.): Das koloniale
Wirtſchafts=
leben hat ſich in den letzten Jahren erheblich gebeſſert
Togo hat unter den letzten Stürmen und der
Ueberſchwem=
mung ſehr gelitten. Die Landungsgelegenheiten und das
Eiſenbahnnetz müſſen in den Kolonien noch ſehr
vervoll=
kommnet werden. Auch die Landſtraßen müſſen ſo
herge=
richtet werden, daß ſie auch von Kraftfahrzeugen befahren
werden können, die den Eiſenbahnen die Fracht herbei
ſchaffen. Die Schutztruppen zu Melidrationsarbeiten her
anzuziehen, iſt für mich unſympathiſch. Für den Ausbau
der Selbſtverwaltung treten auch wir ein. Auch in dem
Neger erblicken wir eine gute Arbeitskraft. — Abg. Frhr.
v. Richthofen (natl.): Die Kolonialverwaltung hat
ihre volle Schuldigkeit getan und aute Verhältniſſe in den
Kolonien geſchaffen. Die Arbeiterfrage bereitet eine große
Schwieriakeit, beſonders bei der Baumwollkultur. Die
Neger ſind an und für ſich keine guten Arbeiter und müſſen
erſt durch lange Gewöhnung erzogen werden. Die
Baum=
wollkulturen ſintd ſehr erfolaverſprechend und ſind unſere
Kolonien wohl geeignet, unſere Tertilinduſtrie für die Zu
kunft vom Auslande unabhängig zu machen. Die,
Vor=
würfe des Abg. Henke waren durchaus unrichtig und
un=
gerechtfertiat. Die Miſſionare haben ſich große Verdienſte
um die Koloniſierung erworben.
Hierauf erfolat Vertagung auf Dienstag 1 Uhr
Schluß ½6 Uhr.
* Berlin, 29. April. Dem Reichstage ging ein
Geſetzentwurf betreffend dem Zuſammenſtoß von
Schiffen und Bergung und Hilfeleiſtung in Seenot zu.
Luftfahrt.
* Dresden 28. April. Heute nachmittag ſtiegen
auf der Reizker Flur die ſieben Freiballons
„Aberkroon”=Mülheim, „Windbraut”=Breslau, „Franke
II‟, „Trier”, „Chemnitz”, „Krefeld”, „Leipzig” zum
Gor=
don=Bennett=Ausſcheidungsrennen der
Lüſte glatt und ohne Unfall auf. Der erſte Aufſtieg
er=
folgte um 5 Uhr nachmittags. Bereits eine halbe Stunde
vorher war der Ballon „Dresden” als Pilotballon mit
dem Führer Leutnant Frhr. v. Rochow aufgeſtiegen. Di
Ballons nahmen die Richtung nach Süd=Süd=Weſt. Eine
Landung iſt, günſtiges Wetter vorausgeſetzt, nicht vor
Dienstag oder Mittwoch zu erwarten. Der Pilotballon
„Dresden” dürfte dagegen vorausſichtlich ſchon Montag
landen.
* Leipzig, 28. April. Das Leipziger Ausſchei
dungsrennen für das Gordon=Bennett=Rennen
verlief bei äußerſt günſtiger Witterung und autem Beſusk
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Nummer 101.
ebenfalls glatt. Es ſtarteten im ganzen ſechs Ballons, und
zwar die Ballons „Bromberg”, „Stuttgart”, „
Nordhau=
ſen”, „Münſter”, „Otto Lilienthal” und „Osnabrück”
Außer Konkurrenz ſtartete der Ballon „Graf Zeppelin”
Die Ballons ſchlugen die Richtung Süd=Süd=Weſt ein.
Sorau, 29. April. Sonntag mittag um 6 Uhr
unternahm der Flieger Birkmeier auf dem von den
Ingenieuren Ephraim und Colomeo in Görlitz erbauten,
mit einem 70pferdigen Argusmotor ausgeſtatteten
Föhneindecker einen Ueberlandflug von Sorau nach
Görlitz, wo die Landung auf dem Exerzierplatze um 6 Uhr
30 Minuten erfolgte. Der Apparat erreichte eine Höhe von
1000 Metern. Der Apparat wird einige Tage auf dem
hieſigen Exerzierplatz bleiben. Birkmeier wird ſich auch
um den von der Ortsgruppe des Schleſiſchen Vereins für
Luftſchiffahrt ausgeſetzten größeren Geldpreis für einen
Rundflug um Landeskrone bewerben.
Vedrines abgeſtürzt.
* Varis, 29. April. Der Flieger Vedrines,
der heute früh um 5 Uhr in Douai aufſtieg, iſt bei
Epinay=
fur=Seine abgeſtürzt. Er wurde ins Hoſpital zu
Lari=
boiſiste gebracht. Er erlitt einen Schädelbruch.
Zu dem Unfall wird noch gemeldet: Der bekannte
Aviatiker Vedrines hat heute vormittag ſeinen bereits ſeit
einer Woche angekündigten Flug von Douay
unternom=
men, in der Abſicht, Madrid zu erreichen. Er gelangte bis
in die Nähe von Paris. Oberhalb des Städtchens Epinay
verſagte jedoch plötzlich ſein Apparat und ſtürzte ab.
Ve=
drines iſt ſchwer verwundet. Er wurde in das Hoſpital
Lariboiſiére nach Paris gebracht, wo man ſeinen Zuſtand
als verzweifelt anſieht. — Vedrines hat nach
Feſt=
ſtellung der Aerzte einen doppelten Bruch des Schädels
er=
litten. Er iſt ſeit ſeinem Sturz bewußtlos.
Die Aerzte halten den Zuſtand Vedrines für
hoffnungslos.
Paris 29. April. Ein Zeuge des Unfalles
Vedrines berichtet: Vedrines wollte wegen eines
Mo=
tordefektes landen, fand aber kein günſtiges Gelände und
lenkte den Apparat auf die Eiſenbahnſchienen zu. In
dem=
ſelben Augenblick kam ein Zug heran, der Apparat wurde
zur Seite geſchleudert und ſo der Sturz herbeigeführt.
* Ein neuer Flug über das Irländiſche
Meer wurde von dem engliſchen Aviatiker Vivian
He=
witt von Holyhead aus ausgeführt. Nach einem Fluge
von 1¾4 Stunden Dauer landete er nach glücklicher
Ueber=
querung des Iriſchen Meeres, wo ſich harte Windſtröme
ungen unangenehm bemerkbar machten, im Königlichen
Garten in Dublin.
Sport.
* Amateurphotographie. Ueber das Abblenden
beim Photographieren leſen wir in Heft 8 der
„Photographie für Alle‟ (Berlin S. 61): Wenn man in
der Praxis häufig abblendet, ſo liegt der Grund vielleicht
in dem zu benutzenden Objektiv (Aplanat, Periſkop uſw.)
bei dem die Randſchärfe des Bildes mit größerer
Ab=
blendung zunimmt aber auch bei erſtklaſſigen Objektiven
wird ein Abblenden ſtets notwendig, nicht erwa, um
deſ=
ſen Randſchärfe zu verbeſſern, ſondern dann, wenn für
die betreffenden Aufnahmen eine beſtimmte Tiefe der
Schärfe (Tiefenſchärfe oder Schärfentiefe) verlangt wird.
Man arbeitet nun folgendermaßen: Auf der Mattſcheibe
ermittle man den vorderſten wichtigſten (!) Punkt des
auf=
zunehmerden Gegenſtandes und ſtelle auf dieſen ſcharf
ein; darauf ermittle man den am weiteſten entfernten
wichtigen Punkt und richte dann die Einſtellung auf einen
Punkt, der in der Mitte zwiſchen dieſen beiden liegt. Nun
blende man während des Betrachtens des Bildes auf der
Mattſcheibe ab. und zwar ſo weit, bis man den vorderen
wichtigen Punkt hinreichend ſcharf erhält. Natürlich wird
man nicht mehr abblenden, als notwendig iſt, da ja die
Belichtungszeit mit Verkleinerung der lichtdurchlaſſenden
Oeffnung zunimmt. Nachher rechnet man die
Expoſitions=
zeit an Hand einer durchprobierten Belichtungstabelle aus
und erhält dann ein „techniſch richtiges” Negativ; ob es
natürlich auch immer ein „ſchönes” Bild iſt, das iſt eine
andere Frage.
Das Ende der Pariſer Automobilbanditen.
* Paris 28. April. Ueber die Belagerung
der Automobil=Banditen in Chotſy=le=
Roi wird folgende, zumeiſt auf polizeilichen
Informa=
tionen beruhende Darſtellung gegeben: Sicherheitsdirektor
Guichard erhielt geſtern abend verſchiedene Nachrichten,
welche vermuten ließen, daß ein in einen
Automobilſchup=
pen umgewandeltes Häuschen des Anarchiſten
Du=
bois in Choiſy=le=Roi den Automobilbanditen als
Schlupfwinkel diente. Heute morgen begab ſich
Sicher=
heitsdirektor Guichard mit zahlreichen Poliziſten nach
Choiſy=le=Roi. Er ließ das Häuschen Dubois’ umſtellen
und öffnete das Tor des Automobilſchuppens. Dubois
war gerade im Begriffe, ein Motorfahrrad zu beſteigen.
Ein Poliziſt feuerte ſeinen Revolver gegen den
An=
archiſten ab, der mit mehreren Schüſſen erwiderte und den
Polizeiinſpektor Arlon am Arm leicht verwundete, jedoch
ſelbſt unverletzt blieb, obgleich nun auch die anderen
Poliziſten auf ihn feuerten. Sicherheitsdirektor Guichard
befahl ſeinen Leuten, das Feuer einzuſtellen und rief
Du=
bois zu: Die Hände hoch! Gehen Sie hinaus, es wird
Ihnen nichts geſchehen! Dubois hielt ſeinen Revolver
vor und zog ſich in den Hintergrund des Schuppens
zu=
rück, worauf die Poliziſten den Schuppen verließen. In
demſelben Augenblick fielen von dem Balkon des erſten
Stockes mehrere Revolverſchüſſe und zwei
Poli=
ziſten ſtürzten ſchwer verwundet zu Boden. Sofort
verbreitete ſich das Gerücht, daß der Schütze Bonnot ſei.
Guichard ließ um Verſtärkung nach Paris telephönieren.
Bevor dieſe eintraf, eilte eine Anzahl Ortsbewohner
mit Gewehren herbei und richtete gleichzeitig mit den
Poliziſten, indem ſie gleich dieſen hinter Bäumen und
Straßenböſchungen Deckung ſuchten, ein unaufhörliches
Feuer gegen das Haus. Aber auch die Banditen
ſchoſſen unausgeſetzt Revolver ab. Polizeipräſident Lé
pine und Sicherheitsdirektor Guichard und andere
Poli=
zeibeamte ließen das Haus von inzwiſchen eingetroffenen
Poliziſten und Soldaten der republikaniſchen Garde in
weitem Kreiſe umzingeln und Gewehrſalven gegen
das Haus abgeben, welche ſämtliche Fenſterſcheiben
zer=
trümerten, aber die beiden belagerten Banditen nicht
hin=
derte, ihr Feuer fortzuſetzen. Die Kugeln drangen jedoch
nicht weiter als 40 bis 50 Meter.
Die Polizeibeamten beſchloſſen nunmehr, das Haus
in die Luft zu ſprengen. Ein Leutnant der
republikaniſchen Garde näherte ſich durch einen mit
Ma=
ſtratzen beladenen Wagen dem Automobilſchuppen, legte
daſelbſt eine Dynamitpatrone nieder und zog ſich in
der=
ſelben Weiſe zurück. Die Lunte wurde entzündet, aber
die Dynamitpatrone explodierte nicht. Erſt die dritte
Hnapatrone explodierte und ein Teil des Hau=
ſes ſtürzte zuſammen. Bald ſchlugen auch die
Flam men empor. Durch den Wagen gedeckt,
rück=
ten zwölf Poliziſten gegen das Haus vor und drangen
mit vorgehaltenem Revolver, und die Matratzen als
Deck=
ung benützend, ein. In dem Schuppen ſtießen ſie auf die
bereits erkaltete Leiche Dubois, die keinerlei
Ver=
wundung aufwies. Man nimmt an, daß er ſich vergiftet
hat. Im erſten Stockwerk fanden die Poliziſten
Bon=
not mit verwundetem Arm auf dem Boden liegend. Sie
feuerten eine Salve auf ihn ab. Bonnot ſtieß einen Fluch
aus. Er wurde an den Beinen und Armen von
Poli=
ziſten erfaßt und über die Treppe geſchleppt. Er atmete
zwar noch, aber er lag ſichtlich in den letzten Zügen. Sein
Körper trug 12 Schußwunden. Die um das Haus
angeſammelte vieltauſendköpfige Menge ſtürzte vor, um
Bonnot zu lynchen. Aber es gelang den Poliziſten, den
Banditen im Automobil nach dem Spital zu ſchaffen, wo
er eine halbe Stunde ſpäter ſtarb.
Den Belagerungsſzenen hatten zahlreiche
Photogra=
phen beigewohnt, darunter mehrere mit
kinematographi=
ſchen Apparaten. Der Eigentümer des Häuschens iſt ein
als Kathederanarchiſt bekannter Millionär namens
Fro=
mentin, der in Choiſy=le=Roi eine ganze
Anarchiſtennie=
derlaſſung gegründet hatte. Gegenwärtig hält ſich
Fro=
mentin in Marokko auf. Die Nachricht von dem
Ende Bonnots wurde von der Bevölkerung mit
leb=
hafter Genugtuung und dem Gefühl der Erleichterung
aufgenommen. Sxherheitsdirektor Guichard teilte einem
Berichterſtatter mit, er habe, als er die Expedition nach
Choiſy=le=Roi unternahm, nicht geglaubt, dort Bonnot zu
finden, ſondern nur gehofft, daß die Hausſuchung bei
Dubois Anhaltspunkte biete, um den Schlupfwinkel
Bon=
nots ausfindig zu machen. Nunmehr iſt bis auf Garnier
und Vallet die ganze Verbrecherbande unſchädlich
ge=
macht.
* Paris 29. April. In dem Anzug Bonnots
fand man, von ſeiner Hand geſchrieben, eine Art
Teſta=
ment, in dem er mehrere Mitſchuldige, beſonders
Gauzy als unſchuldig hinzuſtellen ſucht und, ohne die
lange Reihe ſeiner Verbrechen zu bedauern, doch
durch=
blicken läßt, daß er in der letzten Zeit hauptſächlich aus
Trotz handelte und, um nicht zurückzuweichen. Die Leiche
Dubois’ deſſen wahrer Name unbekannt iſt, und der
in Rußland geboren ſein ſoll, wies drei Wunden auf, von
denen die eine tödlich war. Bonnot und Dubois ſollen
Gift bei ſich gehabt haben; ſie dürften aber nicht mehr die
Zeit gefunden haben, Gebrauch davon zu machen. Als
Bonnot, zwiſchen Bett und Wand verſteckt, im erſten
Stockwerk gefunden wurde, hatte er vier Revolver bei ſich.
Bei der Abführung ins Krankenhaus fielen mehrere
Per=
ſonen über ihn her, um ihn heftig zu ſchlagen, trotzdem
Polizeibeamte zugegen waren.
* Paris, 29. April. Die Blätter beſchäftigen
ſich heute faſt ausſchließlich mit dem Tode des
Ban=
diten Bonnot und zollen der Polizei lebhafte
An=
erkennung für die Tatkraft und den Mut, die ſie bei der
geſtrigen Belagerung in Choiſy=le=Roi bewieſen haben.
Die Sicherheitsbehörde möge aber nunmehr ihre
An=
ſtrengungen verdoppeln, um auch der anderen Mitglieder
der Banditen, insbeſondere Garniers und Vallets,
hab=
haft zu werden. Es ſei lächerlich und bedenklich, daß die
Verbrechen der Autobanditen die Einbildungskraft der
ganzen Bevölkerung faſt ausſchließlich beſchäftigen
könn=
ten. Einzelne Blätter verlangen entſchiedene Maßregeln
gegen die Anarchiſten. Die Sicherheitsbehörde beſchloß,
im Verein mit den Militärbehörden, von nun an gegen
die militäriſchen Flüchtlinge, deren Zahl in den letzten
Jahren ſtändig zugenommen hätte, ſtrenger als bisher
vorzugehen und namentlich deren ſtändige polizeiliche
Ueberwachung durchzuführen. Die in der Angelegenheit
der Autobanditen eingeleitete Unterſuchung hat nämlich
ergeben, daß die Mehrzahl dieſer Verbrecher ſich ihrer
Militärpflicht entzogen hatte.
H.B. Paris 29. April. Den letzten Feſtſtellungen
zufolge iſt es unrichtig, daß Dubois und
Bonnot=
ihrem Leben durch Selbſtmord ein Ende bereitet
haben. Dubois wurde zwar mit einem Revolver in der
Hand und einem Finger am Abzugshahn aufgefunden,
ohne daß die Waffe ſich aber entladen hatte. Bonnot
wurde bekanntlich im Beſitze von Gift gefunden; er hatte
jedoch keine Zeit gehabt. es hinunterzuſchlucken. Die Uhr
Bonnots war um 11 Uhr 53 Minuten ſtehen geblieben
in dem Augenblick, als die Bomben ervlodierten. In den
Taſchen Bonnots wurden 750 Franken, eine Karte für
Automobile in Frankreich und eine Anleitung für den
Gebrauch von Mineralgift gefunden.
H.B. Paris 29. April. Leutnant von Fontan,
welcher die Dynamitbomben gegen die Garage zur
Ent=
zündung brachte, in der ſich die
Automobilbandi=
ten verborgen hielten. und dabei ſein Leben auf das
Spiel ſetzte, iſt für das Kreuz der Ehrenlegion
vorge=
ſchlagen worden. Die beiden Fuhrleute, ſowie mehrere
Polizeibeamte werden eine Ehrenmedaille erhalten.
Handel und Verkehr.
Patentanmeldungen: G. 34900.
Vor=
richtung zum ſelbſttätigen Ausgleichen der beim
Auf=
oder Abwickeln von Papier= oder Stoffbahnen zwiſchen
Stofführungs= oder Arbeitsorganen und Wickelſtab in
der Stoffbahn auftretenden Spannungsunterſchiede.
Jean Goebel, Darmſtadt, Griesheimer Weg 25. M. 45957.
Verfahren zur Darſtellung von Verbindungen aus Chinin
und Dialkylbarbiturſäuren. Fa. E. Merck, Darmſtadt. —
Gebrauchsmuſter=Eintragungen. 503 386.
Kühlanlage. Julius Bauer, Biebrich a. Rh. — 503 387.
Kühlanlage. Julius Bauer, Biebrich a. Rh. — 503 924.
Kurze Tabakspfeife. Theodor Reuter, Darmſtadt,
Lan=
tenſchlägerſtraße 36. — 504 949. Regelungsvorrichtung
für Koch= und Heizapparate. Erſte Darmſtädter
Herd=
fabrik und Eiſengießerei Gebrüder Roeder, Darmſtadt.
* Berlin, 29. April. In der heutigen Sitzung des
Zentralausſchuſſes der Deutſchen Reichsbank gab
Präſident v. Havenſtein im Anſchluß an die Verleſung des
Status vom 23. April die Veränderungen bis 25. April
be=
kannt. Darnach haben in dieſer Zeit die Anlagen um
Millionen gegen 2 Millionen Mark im Vorjahre
abgenom=
men. Der Metallbeſtand nahm 18 Millionen zu gegen 21
Millionen im Vorjahre. Der Betrag an ungedeckten Noten
belief ſich am 25. April auf 226 Millionen gegen 225
Mil=
lionen im Vorjahre. Die Erleichterung des Status machte
in der dritten Aprilwoche Fortſchritte. Auch am offenen
Geldmarkte iſt eine Beſſerung eingetreten; ob die von
Dauer iſt, iſt indeſſen nicht erkennbar. Die Deviſenkurſe
ſtänden noch hoch, die Anlagen der Reichsbank wechſeln.
Lombards ſeien noch 150 Millionen höher als in der
gleichen Zeit des Vorjahres. Aus dieſem Grunde, ſowie
wegen der Nähe des Ultimos könne eine Diskontermäßigung
ung noch nicht in Vorſchlag gebracht werden. Der hohe
Stand der fremden Gelder habe zum Teil darin ſeinen
Grund, daß in außergewöhnlich hohem Maße öffentliche
Gelder darin enthalten ſeien. Die Goldeinfuhr habe im
Jahre 1912 bis zum 27. April 77,3 Millionen betragen, die
Ausfuhr 47,7— Der Ueberſchuß zugunſten der Einfuhr
be=
trage demnach 29,6 Millionen. Die Reichsbank erhielt von
der Einfuhr 65 Millionen, davon wurden wieder
abge=
geben 35 Millionen.
Stimmen aus dem Publikum.
(ür die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebakties
leinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
Zur Darmſtädter Kinematographenfrage,
In der Sitzung des Preußiſchen Abgeordnetenhauſes
vom 26. April beantwortete der Miniſter ds Innern von
Dallwitz den Wunſch eines Abgeordneten mit den
Wor=
ten: Das Verlangen, die Kinematographentheater einer
Konzeſſionspflicht zu unterſtellen, kann als berechtigt
an=
erkannt werden. Es ſchweben darüber Verhandlungen!
Dieſe Aeußerung läßt erwarten, daß unſeren
Polizeibe=
hörden wirkſamere Schutzmittel gegen das Kinounweſen
in die Hand gegeben werden. Möchte es nur bald
ge=
ſchehen! Seitens des Vorſtandes des Vereins für
Ver=
breitung von Volksbildung zu Darmſtadt und der
Darm=
ſtädter Kommiſſion zur Hebung des
Kinomatographen=
weſens erfolgte unterm 28. März eine Eingabe an das
Großh. Miniſterium des Innern zu Darmſtadt mit der
Bitte, „dahingehende Vorſchläge prüfen zu wollen und
gegebenenfalls ſeinen ganzen Einfluß zur eventuellen
Aenderung reichsgeſetzlicher Beſtimmungen durch
Ver=
mittelung des Bundesratsbevollmächtigten geltend zu
machen”. In der Eingabe iſt u. a. ausgeſprochen: Die
Gefahren der Kinos werden von der Schule, dem
Eltern=
haus und den Freunden einer geſunden Volksbildung
laut beklagt. Den Polizeiorganen gelingt es nicht, jene
Senſationsſtücke von der Schaubühne und aus den
Vor=
hallen fernzuhalten, die die unwahren, für den
Sinnen=
reiz erdichteten Vorgänge glanzvoll darſtellen und gerade
für die Jugend eine ſo verlockende, ſittliche Gefahren
bergende Wirkung äußern. Wir anerkennen und ſchätzen
gerne die Erfindung der Kinematographen als
bedeut=
ungsvoll für wiſſenſchaftliche und künſtleriſche
Darſtel=
lungen, und auch wertvoll zur Belehrung für die Jugend
und für Volkskreiſe aller Art. Die
Kinematographen=
theater der Gegenwart aber erklären wir nach der Art und
Zahl, wie ſie in Darmſtadt und den Nachbarſtädten ſich
auftun, als unſer Volkstum ſchädigende Auswüchſe, die
einer ebenſo ernſten Bekämpfung bedürfen, wie die
Schundliteratur. Auf Koſten edlerer Unterhaltungs= und
Bildungsbedürfniſſe, auf Koſten des Konzertſaales und
des Theaters wird der Sinn Tauſender abgeſtumpft
unter der Loſung: „Senſation!” „Ins Kino!” Und die
Mittel zu dieſen Genüſſen dürften von manchem jungen
Menſchen auf recht bedenklichem Wege erworben werden!
Da die bisher geltende Beſtimmung: „Kinderbeſuch iſt
nur in Begleitung Erwachſener geſtattet” mit allen
mög=
lichen Tricks umgangen wird, ſind verſchärfte
ortspoli=
zeiliche und ſtaatliche Geſetzesbeſtimmungen dringend
ge=
boten. Sie könnten lauten:
1. Schüler und Schülerinnen dürfen
Kinematogra=
phentheater auch in Begleitung Erwachſener nur dann
beſuchen, wenn die Veranſtaltung als
Schülerveranſtalt=
ung öffentlich, beſonders auch an den Eingängen.
bekannt=
gegeben iſt. Die Films zu den betreffenden
Vorſtel=
lungen müſſen vorher ortspolizeilich oder durch eiſe
beſondere Kommiſſion geprüft ſein. Dieſe Organe
he=
ſtimmen auch, in welchem Lokal und wie oft ſich ſolche
Vorſtellungen wiederholen ſollen.
2. Die Eröffnung eines Kino=Theaters
unterſteht=
ſtaatlicher Konzeſſion.
Angeſichts der Tatſache, daß in der Stadt Darmſtadt
in jüngſter Zeit das vierte Kinotheater eröffnet wurde,
ja, daß bereits das fünfte und ſechſte in Sicht ſein ſollen,
erſcheint uns ein Geſetzesvaragravh betr. „Staatliche
Konzeſſion” durchaus notwendig, als wirkſamſtes Schutz=
und Abwehrmittel gegen weiteres Umſichareifen
neuzekt=
licher Jugend= und Volksſchädigungen. Die Eingabe
iſt=
unterzeichnet von dem Vorſtand des „Vereins für
Ver=
breitung von Volksbilduna” und der „Darmſtädter
Kom=
miſſion zur Hebung des Kinematographenweſens”.
Mit Genugtuung iſt es zu begrüßen, daß endlich
einmal in Ihrer Nummer 99 vom 27. April unter der
Ru=
brik: „Stimmen aus dem Publikum” die Notlage der
Haus=
beſitzer angeſchnitten wurde. Ob es Tatſache iſt, wie
dort=
geſagt wird, daß eine auswärtige G. m. b. H. bereits über
100 Anweſen auf geſetzlichem Wege an ſich gebracht hat,
entzieht ſich meiner Beurteilung, das aber weiß ich,
daß=
es viele Hausbeſitzer gibt, die ſich in Geldnot befinden und
denen mit Gewährung einer zweiten Hypothek geholfen
wäre. Warum nun kann man keine ſolche erhalten? Viele
glauben, es ſei kein Geld vorhanden, dies iſt aber m. E.
nicht der Fall, der Grund iſt wohl vielmehr darin zu ſuchen,
daß viele reiche Leute ſich lieber Papiere als
Hypotheken=
anſchaffen, weil ſie mit erſteren weniger Umſtände haben
und weil ſie auch nicht direkt mit den Darlehnſuchenden in
Verbindung treten wollen. Die vor einiger Zeit durch die
Stadt angereate Vermittelungsſtelle bei der Sparkaſſe hatte
wohl deshalb keinen Erfolg aufzuweiſen, da das
Haupt=
übel damit nicht beſeitigt war. Warum verſucht es die
Stadt nicht, ein Inſtitut in ähnlicher Weiſe wie die für
erſte Hypotheken beſtehende Landeshypothekenbank zu
gründen? Bei Ausgabe von Anteilſcheinen, zu 4¼
Pro=
zent verzinsbar, würde der Stadt genügend Kapital
zu=
dieſem Zwecke zufließen. Jeder, der eine zweite
Hypothek=
ſucht, gibt gern 5 Prozent Zinſen, eventuell noch einen
kleinen Betrag für Geldbeſchaffungskoſten, und wie viele
Eriſtenzen könnten durch eine ſolch ſegensreiche Einrichtung
gerettet werden. Möchten dieſe Zeilen dazu beitragen, daß
einflußreiche Leute ſich mit dieſer Sache befaſſen.
Wer in den letzten Tagen Gelegenheit hatte, ſich den
Betrieb im neuen Bahnhof während der Nachtzeit
an=
zuſehen, der mußte entzückt ſein von dem Flammenmeer
von Lichtern. mit welchen die Breite Allee und der
Bahn=
hofsplatz beleuchtet war. Umſo ſtiefmütterlicher iſt dagegen
der Griesheimer Weg bedacht, denn hier iſt gegen
früher rein gar nichts geſchehen. Nun ſoll ſich aber
über=
dieſen Weg ein großer Teil des Geſamt=Verkehrs
ab=
wickeln und für die nächſte Zeit für die Durchgangs=
Paſſage nach und von dem Odenwald den kürzeſten
Verbin=
dungsweg bilden. Hat ſich denn die Stadtverwaltung dieſe
ungenügende und troſtloſe Beleuchtung nicht ſchon längſt
einmal angeſehen? Für Frauen und Kinder iſt es während
der Nachtzeit geradezu unheimlich, den Griesheimer Weg zu
paſſieren, und jeder Fremde wird ſich dafür bedanken, im
Dunkeln herum zu tappen, um die Geſchäftsleute
im=
unteren Stadtviertel aufeuſuchen. Hoffen wir, daß bald,
recht bald, eine beſſere Beleuchtung des Griesheimer Wegs
erfolgt.
X. T.
— Keine Nacht vergeht, ohne daß die Bewohner der
Dieburger= und oberen Liebfrauenſtraße durch
anhalten=
des Hunde geheul und=Bellen, wie durch ſonſtigen
ruhe=
ſtörenden Lärm ſeitens der Paſſanten vor und nach
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Seite 7.
Mitternacht im Schlafe geſtört werden.— Einſender dieſes
beobachtet dies nun ſchon längere Zeit und wartet auf
polizeiliche Hilfe. Bisher leider vergeblich.
Zum Untergang der „Titauic”.
* London, 29. April. Die überlebende
Mannſchaft der „Titanic” wurde geſtern nach
ihrer Ankunft in Plymouth von Beamten der White Star
Line und des Handelsamts in Empfang genommen.
Je=
der Verkehr mit dem Publikum war abgeſperrt. Es
wa=
ren Anſtalten getroffen, die Leute in den Docks
unterzu=
bringen, wo die Warteſäle zu Speiſe= und Schlafräumen
für ſie hergerichtet waren. Die Beamten der Gewerkſchaft
der Seeleute proteſtierten telegraphiſch beim Handelsamt
gegen die zwangsweiſe Zurückhaltung der Leute. Der
Vertreter des Handelsamts erklärte, daß die Leute nur ſo
lange zurückbleiben müßten, bis ihre Vernehmung über
den Untergang der „Titanic” beendet ſei. Das Verhör
wurde nach Möglichkeit beſchleunigt und der größte Teil
der Leute am Abend mit Extrazug nach ihrer Heimat
Southampton befördert. Bei der Abfahrt wurde die
Summe von 300 Pfund Sterling, die von Amerika
tele=
graphiſch angewieſen war, unter die Mannſchaft verteilt.
— Einer der Leute ſagte aus, daß der Direktor der White
Star Line, Bruce Ismay, tatſächlich mitgeholfen habe,
Frauen in die Boote zu bringen, und daß er erſt im
letz=
ten Augenblick in ein Boot geſtiegen ſei, in dem ſich faſt
nur Frauen befanden, um beim Rudern zu helfen.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
Rom, 29. April. Die Agenzia Stefani meldet aus
Konſtantinopel: Trebizonde und Samſum am
Schwarzen Meere werden befeſtigt. Die Nachricht,
italie=
niſche Kriegsſchiffe hätten ſich vor der Inſel Chios
ge=
zeigt, iſt unbegründet.
* Konſtantinopel, 28. April. Nach einer
län=
geren Beſprechung faßte der Miniſterrat über die Oeff
nung der Dardanellen für die Schiffahrt noch
kei=
nen Entſchluß. Es wird verſichert, daß der Miniſterrat
der Anſicht iſt, daß eine Oeffnung der Dardanellen ſo
lange unmöglich iſt. als die Gefahr eines Angriffes auf
die Dardanellen beſteht.
Marokko.
* Paris, 29. April. Der Sonderberichterſtatter des
„Matin” meldet aus Fez vom 25. April: Man kann noch
immer nicht ſagen, daß jede Gefahr beſeitigt iſt. Die
haß=
erfüllten Geſichter der Eingeborenen ſind dafür ein ſehr
beredter Beweis. In der vorigen Nacht wurde gegen einen
franzöſiſchen Wachtpoſten auf offener Straße ein
Gewehr=
ſchuß abgefeuert. Gegenwärtig iſt man hauptſächlich
da=
mit beſchäftigt, den Bewohnern ihre Waffen abzunehmen.
Wie groß die Waffenvorräte der Eingeborenen ſind, geht
aus der Tatſache hervor, daß in einzelnen von den 18
Stadtvierteln von Fez tauſende von Gewehren gefunden
wurden. Die ausgeplünderten und ausgebrannten Häuſer
der Hauptſtraßen des Judenviertels wurden mittels
Mili=
nit demoliert, um den Schutt raſcher fortſchaffen zu
kön=
nen. Man wird die Gelegenheit benützen. um die Straßen
im Intereſſe der öffentlichen Geſundheit breiter anzulegen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 29. April. In der
Aufſichtsrats=
ſitzung der Deutſchen Kolonialgeſellſchaft
für Südweſtafrika legte der Vorſtand den mit dem
Reichskolonialamt gemeinſam aufgeſtellten Entwurf zur
Vereinbarung zwiſchen dem Reichskolonialamt und der
Deutſchen Kolonialgeſellſchaft über die Abänderung der
Diamantenabgaben vor. Der Aufſichtsrat beſchloß, die
Vereinbarung in der zum 15. Mai einzuberufenden
Gene=
ralverſammlung der Geſellſchafter zur Verhandlung und
Beſchlußfaſſung zu ſtellen und zu befürworten. Der
Ver=
einbarung liegt die durch die Verhandlungen der
Budget=
kommiſſion bekannt gewordene Denkſchrift des
Reichs=
kolonialamtes über die Diamantenſteuer zugrunde.
* Köln, 29.‟ April. Die Kölniſche Zeitung meldet:
Der Gouverneur von Oſtafrika Freiherr v. Rechenberg,
wurde auf ſeinen Antrag unter Verleihung des Roten
Adlerordens 2. Klaſſe zur Dispoſition geſtellt.
* Köln, 29. April. Eine Vertreterverſammlung der
Bonner Studentenſchaft beſchloß, einen Aufruf
ſan ſämtliche deutſchen Hochſchulen zu erlaſſen, den
dies=
jährigen Bismarck=Fackelzug fallen zu laſſen, den ſonſt
da=
für verwendeten Betrag für eine nationale
Flug=
ſpende zu ſtiften.
* Ludwigsburg, 29. April. Geſtern abend wurde in
Markgröningen der 22 Jahre alte Karl Dillmann von dem
18jährigen Paul Wild erſchoſſen. Dillmann hatte
vier Schüſſe erhalten und war ſofort tot. Der Grund ſoll
in Familienzwiſtigkeiten zu ſuchen ſein.
* Duisburg=Ruhrort, 29. April. Die Rheinſchiffer,
welche Lohnerhöhung und Regelung der Ueber=, Nacht=
und Sonntagsarbeit fordern, ſind geſtern nachmittag bei
denjenigen Firmen, die die Forderungen nicht anerkannt
haben, in den Ausſtand getreten. In
Mitleiden=
ſchaft gezogen ſind neun oberrheiniſche und 39
nieder=
rheiniſche Firmen. Zwiſchen Ruhrort und Mannheim liegt
eine große Anzahl Schleppkähne ſtill. Ein Teil der
Lohn=
forderungen iſt vorher bewilligt worden.
Zuffenhauſen, 29. April. Heute nachmittag kurz nach
1 Uhr brach in der Kunſtbaumwollefabrik Horkheimer
Großfeuer aus, dem in kurzer Zeit das alte
Fabrikge=
bäude zum Opfer fiel. Auch der neue große Flügelanbau
wurde vom Feuer ergriffen. Infolge des ſtarken Windes
ſind auch die Nachbargebäude gefährdet.
* Fürſtenberg a. d. O., 29. April. Nach einer
Meldung des Kreisanzeigers ſank geſtern nacht im Oder=
Spreekanal dicht vor der Mündung der mit Kies beladene
Kahn des Eigners Gieſe aus Plaue an der Havel. Es
ertranken der Bootsmann Kuchl und ſeine Frau aus
Knoblauch bei Plaue, die in der vorderen Kajüte ſchliefen.
Der Schiffseigners befand ſich zur Zeit des Untergangs
nicht an Bord. Der Grund des Sinkens iſt nicht klar.
* Prag, 29. April. Die Landesparteivertretung der
tſchechiſchen nationalſozialen Partei beſchloß
geſtern die Zurückziehung ihrer Vertreter aus der
national=
politiſchen Ausgleichskommiſſion nachdem
kürz=
lich auch die tſchechiſche ſtaatsrechtliche Partei ihre Vertreter
aus dieſer Kommiſſion zurückgezogen hatte Dadurch ſind
die Ausgleichsverhandlungen erſchüttert,
da die nationalſoziale Partei unter den Wählern den
größten Anhang hatte und die übrigen tſchechiſchen
Par=
teien daher nicht gegen ſie aufkommen können.
* Konſtantinopel, 29. April. Der Miniſterrat wies
23 000 Francs für die Opfer des Brandes in Da=
Maslus Wa
Oklahoma, 29. April. Bei dem Tornado
in Oklahoma und Nordtexas ſind achtzig Perſonen
umge=
kommen, hundert verletzt worden.
— Berlin, 29. April. Der Berliner Lokalanzeiger
mel=
bet: Die Ausſtellung „Die Frau in Haus und
Beruf” ergab einen Ueberſchuß von etwa 160000
Mark.
H. B. Berlin, 29. April. Die heutige Verhandlung
in dem Prozeß der Witwe Hermann gegen
den Fiskus endete mit der Verurteilung des Fiskus.
Der Anſpruch der Witwe Hermann und ihrer
minder=
jährigen Kinder iſt zunächſt nur von der Zivilkammer dem
Grunde nach für gerechtfertigt erachtet worden. Ueber die
Höhe der Rente wird in einem beſonderen Verfahren
ent=
ſchieden werden. In der Klage wurden 30 Mark
monat=
lich gefordert.
H. B. Innsbruck, 29. April. Eine Innsbrucker
Touriſten=Geſellſchaft beſtehend aus 7 Perſonen,
darunter zwei Damen, beſtieg geſtern die Mandelſpitze an
der Nordkette. Die Geſellſchaft war ordnungsgemäß
an=
geſeilt. Auf der Spitze beobachtete ſie das Spiel der
Gem=
ſen im Glerſch=Tal. Plötzlich brach die Schneedecke,
auf der ſie ſtanden und die einen Abgrund überragte, in
ihrer ganzen Länge unter dem Gewicht der ſieben Perſonen
und Alle ſtürzten 200 Meter tief ab in die Arzlerſcherte und
wurden ſchwer verletzt. Einer der Abgeſtürzten iſt heute
früh ſeinen Verletzungen erlegen, ein zweiter ſchwebt in
Lebensgefahr.
Briefkaſten.
C. Th. Wir haben Ihre ſchöne Deutung der Bildwerke
in gleicher ſcherzhafter Weiſe auch ſchon vernommen.
„Erkundigungen an maßgebender Stelle” haben aber
ergeben, daß doch der Profeſſor, nicht das „rode Berſch’che‟
mit ſeiner Anſicht im Recht iſt. Wir wollen die
Gegen=
ſätze nicht verſchärfen.
Ausland. Zu 1. Das zweckmäßigſte Reiſepapier iſt
in dieſem Falle ein Reiſepaß, der vom Polizeiamt
aus=
geſtellt wird, wenn der Betreffende hier wohnt. — Zu 2.
Solange der Betreffende noch nicht großjährig iſt, wird
wohl die Einwilligung der Eltern oder des Vormundes
verlangt werden. — Zu 3. Militärpapiere kommen nicht
in Betracht, da der Betreffende mit 19 Jahren noch nicht
S.
geſtellungspflichtig iſt.
Hinderglück —
doppeltes Elternglück!
Das haben wir ſo recht erfahren, nachdem unſer
Töchterchen Lotte Scotts Emulſion mit ſo
über=
raſchend gutem Erfolg genommen hat. Die Kleine,
die mit einem ſehr geringen Gewicht, als ſehr zartes
Geſchöpfchen zur Welt kam, erhielt das Präparat vom
dritten Lebensmonat ab und hat ſich daraufhin
aus=
nehmend ſchnell gekräftigt. Jetzt iſt die Kleine 13
Monate alt, läuft nicht nur allein und ganz ſicher
herum, ſondern iſt ſogar imſtande, ihren Spielwagen,
ſowie ihren eigenen Kinderwagen ſelbſt zu fahren. An
Gewicht hat das Kind ſtändig zugenommen und bekam
die erſten zwei Zähnchen, ohne daß wir etwas davon
merkten. Auch die geiſtigen Fähigkeiten der Kleinen
haben ſich ſo entwickelt, daß jedermann darüber ſtaunt.
Mitteilung von Herrn und Frau Schleeſe, Poſtbeamter, Berlin
N. 54, Ackerſtraße 167, I., den 25. Januar 1911.
Botts Eillaidioh
Beim Einkauf verlange man ausdrücklich Scotts Emulſion.
Es iſt die Marke Scott” welche, ſeit über 30 Jahren
ein=
geführt, für die Güte und Wirkung bürgt.
Scotts Emulſion wird von uns ausſchließlich im großen derkauft, C
und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß. ſondern nur in verſiegelten
Originalflaſchen in Karton mit unſerer Schutzmarke (Fiſcher mit dem
Dorſch). Scott & Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M.
Beſtandteile: Feinſter Medizinal=Lebertran 150,0, prima Glyzerin
50,0, unterphosphorigſaurer Kalk 4,3, unterphosphorigſaures Natron 2.0,
pulv. Tragant 3.0, feinſter arab. Gummi pulv. 2,0, Waſſer 129,0, Alkohol
11.0. Hierzu aromatiſche Emulſion mit Zimt=, Mandel= und Gaultheriaöl
je 2 Tropfen.
Angeſichts der Verteuerung der meiſten Genußmittel
(9606)f
iſt auf die Billigkeit von
G
SAR0R0 ₰ 4.5
beſonders hinzuweiſen. Dieſe fachgemäße Miſchung
vor=
zugsweiſe britiſcheindiſcher Tees ſteht qualitativ ſo hoch,
daß ſie den weitgehendſten Anſprüchen zu genügen
ver=
mag. Dabei ſtellt ſich infolge der außergewöhnlichen
Ausgiebigkeit eine Taſſe Sana=Ho Tee auf kaum
über 1 Pfg. Moklz LANDAU, Fernſprecher 116.
Aus dem Geſchäftsl ben.
Die Seife — eine deutſche Erfindung!
Obwohl der römiſche Schriftſteller Plinius die Seife —
er nennt ſie „sapo‟ — als Erfindung der Gallier, alſo der
Vorfahren der Franzoſen bezeichnet, kann doch an der
Hand der Sprachforſchung feſtgeſtellt werden, daß dies
nicht der Fall iſt. Das lateiniſche Wort „Sapo” des
Plinius nämlich iſt, ebenſo wie ſeine Ableitungen, das
franzöſiſche „savon” und das italieniſche „Sapone‟
nichts als das alte germaniſche ”saipo‟ Demnach
dürften unſere Vorfahren als die eigentlichen
Er=
finder der Seiſe zu betrachten ſein. Die Römer kannten
die Seife nicht. Deutſchland aber iſt nicht nur das
Vaterland und die Heimat der Seife, dieſes wichtigen
und wertvollen Kulturmittels, ſondern auch das Land,
wo die beſte und billigſte Seife hergeſtellt wird, wofür
z. B. eine Waſch und Haus=Seife, wie die bekannte und
weitverbreitete Flammers Seife den ſchönſten
Be=
weis liefert.
Die räumliche Beſchränktheit mancher Wohnungen
macht ſich am unangenehmſten fühlbar bei irgend
welcher Aenderung oder Ausbeſſerung auch nur eines
Zimmers. Muß man ein Zimmer, wie z. B. bei
ge=
wöhnlichem Anſtrich des Fußbodens, tagelang leer
ſtehen laſſen, ſo veranlaßt dies große Ungemütlichkeit,
die durch den Geruch des Oelfarbenanſtrichs nicht
ver=
mindert wird. — Der von Franz Chriſtoph in
Berlin fabrizierte Fußboden=Glanzlack
be=
ſeitigt dieſe Unannehmlichkeiten, da er während des
Streichens nicht nur ſofort trocknet, ſondern auch
abſolut geruchlos iſt. Man kann alſo jedes damit
ge=
ſtrichene Zimmer ſofort wieder benutzen, ohne durch
irgend welchen Geruch oder Klebrigkeit des Bodens
be=
läſtigt zu werden. Zu haben iſt dieſes Fabrikat in jeder
größeren Stadt Deutſchlands.
Kein Haarausfall mehr,
Für die vielen Beweiſe aufrichtiger Teilnahme
bei dem uns betroffenen ſchweren Verluſte ſagen
wir hiermit Allen herzlichen Dank.
(B10133
nachdem erwieſen iſt, daß die
Kräuterauszüge in dem
welt=
bekannten Haarpflegemittel
Javol das Haar meiſt in ſeiner
natürlichen Farbe bis ins
ſpäte Alter hinein zu erhalten
vermögen. Zwecklos iſt es
allerdings, mit der Pflege erſt
bei ausgebildeter Glatze zu
be=
ginnen. Wer klug iſt, beugt vor und pflegt ſein Haar
rechtzeitig mit „Javol” ſonſt iſt bei den Schädigungen
unſerer heutigen Lebensweiſe die Glatze bei jedem Manne
unausbleiblich. „Javol” wird nur in Originalflaſchen
zu 2 Mark und in Doppelflaſchen zu 3,50 Mark
ver=
kauft. Es wird fetthaltig für trockenes, ſprödes und
fett=
frei für fettreiches Haar hergeſtellt. Ueberall zu haben.
Kolberger Anſtalten für Exterikultur, Oſtſeebad Kolberg.
aarfärben mit Henné. Spezialt
Friseur Müller
Wilhelminenpl. 2, a. d. kath. Kirche. Tel. 1466,
Kopfwaschen 1.— — mit Ondulieren 1.50,
auch Sonntags von 9—12 Uhr.
(6584a.
Dankſagung.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Elisabethe Volz,
geb. Mohl.
Darmſtadt, den 29. April 1912.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meiner unvergeßlichen Frau
und unſerer Mutter
(10139
Frau Philippine Schäfer
ſagen wir Allen, insbeſondere Herrn Pfarrer
Böhringer, ſowie für die liebevolle Pflege der
Ge=
meindeſchweſtern und die zahlreichen
Blumen=
ſpenden, unſeren innigſten Dank.
ie trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 30. April 1912.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe inniger Anteilnahme
bei dem ſchweren Verluſt unſerer lieben,
unver=
geßlichen
(10070
Liesel
ſagen herzlichen Dank
die trauernden Hinterbliebenen:
Cornelius Guntrum, Großh. Forſtmeiſter.
Heppenheim a. d. B., 28. April 1912.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Im Nordweſten liegt hoher Druck, der nach Südoſten
zu langſam abnimmt. Ueber dem Mittelmeer lagert eine
ſtarke Zyklone. Infolge dieſer Luftdruckverteilung wehen
bei uns kühle nordöſtliche Winde. Die
Morgen=
temperaturen liegen in Deutſchland zwiſchen 50 und 80
in höheren Lagen trat vielfach Nachtfroſt ein. Es ſteht
nur wenig Aenderung des Wetters in Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Dienstag, den 30. April:
Wechſelnd bewölkt, vorwiegend trocken, kühl, in höheren
Lagen Nachtfroſt.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abonnement):
„Das Rheingold‟
Hauptverſammlung des Evangeliſchen Bundes um
8½ Uhr im Reſtaurant „Kaiſerſaal”
Hauptverſammlung des Steinkohlenbezugsvereins
„Merkur” um 9½ Uhr im Perkeo”
Konzerte: Hotel Heß und Bürgerkeller um 8 Uhr.
Ausſtellung von Marmortransparenten
im Ausſtellungsgebäude auf der Mathildenhöhe (
ge=
öffnet von 10—6 Uhr).
Verſteigerungskalender.
Mittwoch, 1. Mai.
Hofreite=Verſteigerung des Georg Diehl (Große
Vachgaſſe) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar=ꝛc. Verſteigerung um 9 Uhr Hügelſtr. 29.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 11 Uhr
Runde=
turmſtraße 16.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 3 Uhr in der
„Ludwigshalle‟
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Olto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil, Inſeratbeilagen und Mitteilungen
aus dem Geſchäftsleben: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
Gebrüder Unger’s
VSae
25c
)
A e en
Wir veranstalten in diesem Jahre zum ersten Male eine Weisse Woche und bieten damit unserer werten
Kundschaft riesige Vorteile. Die Ausarbeitung dieses Angebots ist schon seit Wochen auf das sorgfältigste
vorbereitet und haben wir grosse Posten Waren dazu eingekauft, teils aus unserem Lager genommen.
Der Verkauf beginnt morgen Mittwoch, den I. Mai, vorm. 8 Uhr.
Damen-Kemden
Damen-Beinkleider
Damen-Hemden la Cretonne
mit à-jour-Feston oder-Stickerei .
Damen-Beinkleider
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
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Nummer 101.
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Die Alachtzeitenp. Labende bis hal frihſind.
Unterſtreichung der Minutenziffer gekennzeichnet.
Gültig vom 1. Mai 1912.
I. Böllenfalltor-Ernſt=Ludwigsplatz-Hauptbahnhof (Signalfarbe weiß).
Ausfahrende Wagen aller Uinen
Hac bit tzlö tzet hen hes go0 gen Git gs 61 6i5
554 620 625 627 632 654 636 638 610 644 647 651 —
alle
Min.
bi
1000 1012
1018
122 an
Ge e his den gau gl 6cd gr gio gt gtr 61 6o po
600 616 631 633 638 640 642 644 646 650 658 657 705
607 623 638 — 645 — 640 — 653 657 700 704 712 719
Min
11mn
ab
alle
ſr 12 Min. 115s 11a
1015
11,
1285 122 an
II. Landskronſtraße
Böllenfalltor
Wagenhalle
Herdweg
Herdweg
Ernſt=Ludwigsplatz
Hauptbahnhof
an
Gen
an 615 68s — 6
ab 607 620 — 651 — 706
alle
Min.
bis
101s
1006
Enfahrende Mgen allr Linien
Uig 11ig 194 1125 115
111 11m 1125 11m 1120 11M 122.
Eit 6o ris
an br
601 615 625 645 635 70
Fab — 608 623
— 653
alle
Min.
bis
18
alle
100 12 Min.
bis
955
112g 11gs 11g 11m
22
112s 112s 112s 1118 1150 1221 124
1117 1125.
1214 1285
Ernſt=Ludwigsplatz-Hauptbahnhof (Signalfarbe blau).
6t
701 7½ Min.
bis
2
95: 1000 1005 12 Min.
bis
1000 1027 1013
Landskronſtraße
Ernſt=Ludwigsplatz
Hauptbahnhof F ab
III. Rheintor-Schloßgartenplatz (Signalfarbe rot).
(ungerg r
1118 1120 Ss 1156
1125
3* 1293 an
an 6i (23 70 ele
— 634 641 649 7½ Min.
— — — — 642 bis
1008 1018 alle
956 1006 12 Min.
bis
94.
15 115
1118 1122
111 112.
6e
13 — 650
— 60
-
358
alle
alle
10
½ Min.
12 Min.
bis 1019
bis
ab v
Menene
1125
4 an
an V Schloßgartenplatz X ab
1127
631
643
ale
Min.
big
1013
1005
dle
12 Min.
bis
1125 1123 —
1117 1125 — 1127
IV. Heidelbergerſtraße-Taunusſtraße-Faſanerie (Signalfarbe grün).
alle
An Sonn= und Feiertagen bis 1137
Heidelbergerſtraße
952 1008
ab
10095 101 1015
1115118s Ernſt=Ludwigsplatz
alle 12 Miu. bis
644— 651659
7½ Min. bis
651— 659706
1014
1124113s
1024
an
Taunusſtraße
iertelſtündlich 951
bis
(2
an
Taunusſtraße
Faſanerie
An Sonn= und Feiertagen bis 1132
an — 651 658 706 713 721
1008
— 64 6l 650 705 71 Sß 9us Ik. 1015 10 aul III 114
ab — — — 653 700 708
953 1000 1006 1012 12 Min. bis 1124 1138
an
viertel= 981 1006
ab —
ſtündlich bis
945 1000
Dieſe Wagen warten, mem der Schuelzug aus Franfur Vertpalung hat erforderichenfall big 18.
§ Dieſe Wagen warten die Wagen 1125o (ab Bahnhof) ab.
An Sonn= und Feiertagen wird abends auf allen Linien mit Ausnahme der beiden Außenſtrecken (Herdweg=Böllenfalltor und Taunusſtraße=Faſanerie), d
ieb bis abends
12 Uhr (Ernſt=Ludwigsplatz) durchgeführt.
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4 do. do. (unk. 1918) 100,00
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do.
3½
78,30
3
do.
. 80,80
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4 Württemberger v. 1907 100,60
95,00
3½)
do.
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131 Griechen v. 1887 . . 55,30
3¾ Italiener Rente
4½ Oeſterr. Silberrente 92,60
96,50
4 do. Goldrente .
4 do. einheitl. Rente . 89,20
3 Portug. unif. Serie I 64,60
3 do. unif. Ser. III 68,00
3 do. Spezial . . . . 10,20
5 Rumänier v. 1903 . . 101,30
4. do. v. 1500 :: 940
4 do. v. 1905 . . 91,70
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. . 183,25
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4 Southern=Pacific
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,20
5 Tehuanteper . . . . . . 99,80
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . . 199,00
7 Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,40
9½ Berlin. Handelsgeſ. . 166,75
6½ Darmſtädter Bank . 122,30
12½ Deutſche Bank . . . 255,00
6 Deutſche Vereinsbank . 123,80
6 Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,40
10 Diskonto=Kommandit 184,00
8½ Dresdener Bank . . 152,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 214,50
6½ Mittelb. Kreditbank 118,20
7 Nationalb. für Deutſchl. 122.70
7 Pfälziſche Bank . . . . 130,00
5.86 Reichsbank . . . . . 137,30
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,25
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 128,10
7½ Wiener Bankverein . 134,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 98,80
In Proz.
5 Argentinier .
.101,10
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,30
5 Chineſ. Staatsanleihe
do.
4½
94,70
4½ Japaner . . . . . . . 94,90
5 Innere Mexikaner . . . 95,10
do.
59,70
4 Gold=Mexikanerv. 1904 88,30
5 Gold=Mexikaner . . . . 88,70
3 Buenos Aires Provinz 72,25
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
9 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
. . . . 145,50
5 Nordd. Lloyd . . . . . 116.75
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,75
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60 %
Einz. Mk. 408 . . 112,75
8 Baltimore und Ohio . 108,70
6½ Schantungbahn . . . 138,30
6‟ Luxemb. Prince Henri 161½
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 17,00
6 Pennfylvania R. R. . 119,60
Letzte Induſtrie=
Divtid. Aktien.
4 Brauerei Werger . . 72,00
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 497,00
14 Ehem. Fabrik
Gries=
heim
. 262,00
30 Farbwerke Höchſt . . 580,50
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . 339,50
10 Cement Heidelberg . 156,60
32 Chem. Werke Albert 460,00
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz
.. 320,00
4 Lahmeyer . . . . . . . 130,50
Inprot.
Bf. Pfandbriefe.
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19.
90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15— 19, 21—26 98,80
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 99,50
3½
89,00
do.
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 100,70
3½
do.
89,80
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16 .
100,40
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23. .
. . 100,45
½Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—8 .
89,80
S. 3—5 .
89,60
S. 9—11
89,70
4 Meininger Hyp.=Bank 99,50
8½
do.
89,00
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 98,40
3½ do. (unk. 1914) . . 88,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
do.
3½
89,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt
. . 99,00
8½ do.
90,30
4 Frankfurt . .
.. 100,70
3½ do.
93,00
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg
99,30
3½ do.
4 Karlsruhe
99,70
8½ do.
90,50
4 Magbeburg.
3½ do.
4 Mainz
99,50
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
4 München .
100,40
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
99,60
3½ do.
90,20
4 Offenbach .
InPrag.
Zf.
3½ Offenbach .
100,00
4. Wiesbaden .
3½ bo.
90,00
4 Worms .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888 .
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . . Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner , 100 136,60
3 Holl. Komm. fl. 100 103,00
3 Madrider . . Fs. 100 75,40
4 Meininger Pr.=Pfand=
. 137,40
briefe .
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 179,250
3 Oldenburger . .
2½ Raab=Grazer fl. 150 116,00½
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
. fl. 7
Augsburger . .
Braunſchweiger Tlr. 20 199,80
Fs. 15
Freiburger .
. Fs. 45
Mailänder .
Fs. 10 34,40
do.
fl. 7 35,25
Meininger ..
Oeſterreicher v. 1864fl. 100 521,00
do. v. 1858fl. 100
Ungar. Staats . . fl. 100 371,00
Venediger . . . . Fs. 30 44,40
Türkiſche . . . . Fs. 400 171,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigus . . . . 20 15
20 Franks=Stücke . . . . 16,22
Amerikaniſche Noten . . . 4, 19½
Engliſche Noten . . . . . 20,48
Franzöſiſche Noten. . . . 81,10
Holländiſche Noten. . . . 169,40
Italieniſche Noten . . . 80,35
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,80
Ruſſiſche Noten . . . . 215,50
Schweizer Noten . . . . . 81,00
Reichsbank=Diskonto. . .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6
20. dieſes Monats aus ihren ſeitherigen Räumen im fädlſchen Lagerhaufe (
Rlumen=
thalſtraße) in die Räume im Güterſchuppen des neuen Bahnhofs (Dornheimer Weg)
verlegt wird.
*Darmſtadt, den 27. April 1912.
(10110
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Z. V.; von Werner.
Mant uns icnentenheanehenge
(10111
die Gemarkung Dubdenhofen wurde zum Sperbezirt erlärt.
Bekanntmachung.
Anf Erſuchen Großh. Hauptſteueramts Darmſtadt bringen wir hiermit zur
öffentlichen Kenntnis, daß die Zollabfertigungsſtelle am Bahnhofe Darmſtadt mit dem
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde: In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher, 1 Dachshund. Die Hunde können von den
Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden. Die
Ver=
ſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(10083
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Frühjahrsmeſſe 1912.
Unter Bezugnahme auf § 366 Ziff. 10 St. G. B., Art. 264 Pol.
St. G. und Art. 129 b Abſ. 2 der Städteordnung wird für die Dauer
der diesjährigen auf dem ſtädtiſchen Gelände gegenüber dem
Hallen=
ſchwimmbad ſtattfindenden Frühjahrsmeſſe folgendes angeordnet:
1. Es iſt verboten, durch die Reihen der Schau= und
Verkaufs=
buden zu reiten oder mit Fuhrwerken irgend welcher Art,
namentlich auch mit Fahrrädern zu fahren.
2. Ueber die an das vorerwähnte Gelände grenzenden Straßen
(Lindenhof., Mühl= und Landgraf=Georgs=Straße) darf nur
im Schritt gefahren oder geritten werden.
Darmſtadt, den 23. April 1912.
(9900soi
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Die Ausſührung der bei Auſtellung eines 29 m langen eiſenen
D Schutzgeländers an der Kreisſtraße in Ober=Ramſtadt
vorkommen=
den Maurer=, Schloſſer= und Anſtreicherarbeit, ſoll mittels
öffent=
lichen Wetbewerbs vergeben werden. Voranſchlag und Bedingungen
liegen von Dienstag, den 30. d. Mts. ab in den Geſchäftsräumen des
Unterzeichneten zur Einſicht offen, woſelbſt die ſchriftlichen Angebote
bis Donnerstag, den 9. Mai I. J., vormittags 10 Uhr,
entgegen=
genommen werden.
Darmſtadt, den 29. April 1912.
Der Großherzogliche Kreisbauinſpektor.
10113
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, den 1. Mai I. J., vormittags 9 Uhr,
verſteigere ich im Auftrage der Erben im Hauſe
Hügelſtraße 29, I.
die zum Nachlaſſe der Frau W. Dieter gehörigen Möbel= und
Haus=
haltungsgegenſtände, als:
1 Sofa und 2 Seſſel mit Seidendamaſtbezug, 1
Kameeltaſchen=
diwan, 1. Salonſchränkchen. 1 Salontiſch, 2 Salonſtühle,
1 Säulenſtänder, 1 großer Spiegel mit Trumeau, 1 Büfett,
nußb. poliert, 1 Soiegelſchrank, 1 zweitüriger Kleiderſchrank,
1 Flurgarderobe, 1 Kleiderſtänder, 1 Schreibtiſchſeſſel, 1
Kla=
vierſtuhl und 6 Rohrſtühle, 1 Serviertiſch, 1 Etagere,
1 Bauerntiſch u. a. m., 2 komplette, ſehr gute Betten mit
Roßhaarmatraßen und Bettwerk, 1 Mädchenbet, 1
Waſch=
kommode mit Marmorptatte, 1 Nachtſchränichen, 1
Auszieh=
tiſch, 1 Regulator, 2 große und 6 kleine Oelgemälde,
mehrere ſehr gute Stiche, und ſonſtige Bilder, 1 großen
Zimmerteppich und 2. Vorlagen, 5 komplette
Fenſtervor=
hänge, 1 Plüſchtiſchdecke und 2 Fenſtermäntel, 1
Gaszug=
lampe und ſonſtige Beleuchtungskörper, die
Kücheneinrich=
tung mit Gasherd.
Ferner Glas und Porzellan, ſowie Nippſachen,
3 ſilberne Tafelaufſätze, 2 ſilberne Brotkörbe und
ſonſtige kleine ſilberne Gegenſtände, 2 Operngläſer, 1
hüb=
ſche Bronzefigur und ſonſtige Gegenſtände.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare
Zahlung ſtatt.
(10036oi
Die Beſichtigung kann Dienstag, nachmittags von 3 bis
5 Uhr, im Verſteigerungslokal, Hügelſtraße 29, geſchehen.
Darmſtadt, den 29. April 1912.
Ernst Wolff. Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Freihändiger Möbel=Verkauf
von Herrſchaftsmöbeln zu Auktionspreiſen
1 kompl Herrenzimmer, eichen, 1 Salon (Mahagoni, Empire), 1 Büfett,
12 Stühle und Ausziehtiſch, eichen, 1 Glasſchrank (Mahagoni),
Gold=
ſpiegel (Emp.), 1 Klubſeſſel, 1 Sekretär, 2 Herren= u. 2 Damen=Schreibtiſche,
Kleiderſchränke, 1= und 2stürig, Waſchkommode und Nachttiſche mit
Marmor, Salon= und andere Tiſche, ſowie Stühle,
Wirtſchafts=
porzellan und Weißzeug, 1 Badewanne mit Ofen, Regulatuhr und
Freiſchwinger, 20 Teppiche, wenig gebraucht. — Verkauf den
ganzen Tag; die Sachen ſind gebraucht und gut erhalten, durch(*10872
Auktionator
Krummeck, und Taxator, Grafenstrasse 4.
NB. Annahme von Verſteigerungen und Verkäufen. — Beſte Referenzen.
Groß=Gerauer Ferkelmarkt.
Nächſten Montag, den 6. Mai d. J., wird der Groß=Gerauer
Ferkelmarkt wieder eröffnet und laden wir Verkäufer und Käufer
zum zahlreichen Beſuche des Marktes hiermit ein.
Die Abhaltung des Marktes iſt unter folgenden Bedingungen
geſtattet, die genau eingehalten werden müſſen:
1. Es dürfen nur Ferkel eigener Zuchten von Landwirten aus
ſeuchenfreien Kreiſen des Großherzogtums zum Verkauf auf
den Märkten aufgeſtellt werden und hat ſich der Beſitzer der
Schweine hierüber durch Urſprungszeugniſſe, die früheſtens
24 Stunden vor dem Markttage ausgeſtellt ſein müſſen,
auszuweiſen. Alle Tiere, für die das vorgeſchriebene
Urſprungszeugnis nicht zur Stelle iſt, werden vom Markte
zurückgewieſen.
2. Die Marktordnung vom 14. Januar 1911 iſt pünktlich zu
befolgen.
3. Perſonen und Tiere aus ſog. Sperrbezirken ſind vom
Beſuche der Märkte ausgeſchloffen.
Groß=Gerau, den 29. April 1912.
(10061
Großh. Heſſ. Bürgermeiſterei Groß=Gerau.
Arnold.
Konkursverfahren.
In dem Konkursverfahren über
das Vermögen des Kaufmanns
Friedrich Pfeffer, Alleininhabers
der Eiſenhandlung Friedrich Pfeffer
in Darmſtadt, iſt zur Abnahme
der Schlußrechnung des
Verwal=
ters, zur Erhebung von
Einwen=
dungen gegen das
Schlußverzeich=
nis und zur Prüfung der
nach=
träglich angemeldeten Forderungen
der Schlußtermin auf (10060
Dienstag, den 21. Mai 1912,
vormittags 10 Uhr,
vor dem Großh. Amtsgerichte I
hierſelbſt, Zimmer Nr. 201,
be=
ſtimmt.
Darmſtadt, 26. April 1912.
Der Gerichtsſchreiber
des Großh. Amtsgerichts I.
Das neue Lagerhaus am
6
Vornheimer Weg
wird am 1. Mai ds. Js. in
Be=
trieb genommen. Die
Auslage=
rungen im alten Lagerhaus können
auch nach dieſem Termin noch
erfolgen.
(10102im
Darmſtadt, 27 April 1912.
Der Oberbürgermeiſter.
I. V.: Schmitt.
Die Gebäude der ehemalieen
Hauptwerkſtätte 2 auf
Bahn=
hof Darmſtadt M.=N.=B. ſollen auf
Abbruch verkauft werden.
Die Bedingungen liegen im Büro
des unterzeichneten Amtes offen
und können werktags während der
Dienſtſtunden von 8 bis 12 Uhr!
vormittags und 2½ bis 6 Uhr
nach=
mittags eingeſehen werden. Auch
können die Bedingungen gegen
porto= und beſtellgeldfreie
Einzah=
lung von 50 Pfg. in bar von
da=
her bezogen werden.
Schriftliche Angebote, verſchloſſen
und verſiegelt, mit entſprechender
Aufſchrift, ſind bis zum
Eröff=
nungstermin — Freitag, den
10. Mai d. J., vormittags 11 Uhr
— an das Betriebsamt 1 porto=
(I10094
frei einzureichen.
Die Zuſchlagsfriſt beträgt
vier=
zehn Tage.
Darmſtadt, 23. April 1912.
Großh. Eiſenbahnbetriebsamt1.
Meen e
Pferde-Loiterie
Ziehung am 15. Mai
450 Gewinne 1. W. v.
15055n.
Hauptgewinne i. W. v.
14000, 2000 M.
ferner 10 Pferde oder Fohlen
W. V.
5800 Mk.
sowie 438 Gewinne i. W. v.
3200 Mk.
Lose à 1 Mk. (Liste u. Porto
20 Pfg.) d. L. F. Ohnacker,
Darmstadt, u. all. bekannten
Verkaufsstellen. (9482a
Schurmfabrik Schlüter
Kirchſtraße 27
Reparaturen u. Ueberziehen ver
(7394s
ſofort, bilig und aut=
Schiffsbericht.
Hamburg=Amerika=Linie.
Mitgeteilt von dem Vertreter Hrn.
Adolf Rady. Darmſtadt,
Zimmerſtraße 1.
Dampfer „Blücher” von New=
York kommend, 27. April 12 Uhr
morgens auf der Elbe.
Dampfer „Hamburg”, von Genua
nach New=York, 26. April 7 Uhr
abends von Neapel nach
Pa=
lermo.
Dampfer „Kaiſerin Auguſte
Vik=
toria”, 26. April 5 Uhr 15
Mi=
nuten morgens in New=York.
Dampfer „Maresfield”, 24. April
11 Uhr 30 Minuten morgens
von New=Orleans nach
Ham=
burg.
Dampfer „Preſident Grant”, nach
New=York, 26. April 1. Uhr
abends von Southampton.
Dampfer „Steiermark” nach
New=
port News, 26. April 1 Uhr
nach=
mittags in New=York.
Dampfer „Cleveland” zweite
Welt=
reiſe, 26. April 5 Uhr
nachmit=
tags von Bombay.
Verſteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 1. Mai 1912, vormittags 11 Uhr,
werden im Pfandlokale Rundeturmſtraße 16 („Zur Roſenhöhe‟)
verſchiedene Möbel, darunter:
Schreibtiſche, Spiegelſchränke, Kredenz, Büfett, Vertikos,
Diwans, Bücherſchränke, Pianinos, Tiſche, Sofas, ferner
Ladenſchränke und Theken, 1 Ladenkontrollkaſſe, 1
Papier=
ſchneidmaſchine, 16 Bände Brockhaus Lexikon und andere
Kiaſſiker und 2 Smyrnateppiche
(10130
zwangsweiſe verſteigert.
Berbert, Großh. Gerichtsvollzieher,
Georgenſtraße 11, I.
Verſteigerungs-Anzeige.
Mittwoch, 1. Mai 1912, nachmittags 3 Uhr
verſteigere ich im Verſteigerungslokal zur Ludwigshalle dahier (
Ober=
gaſſe) öfentlich meiſtbietend gegen Barzahlung:
1 Kapſelmaſchine, 2 Reiſekoffer, 1 Stehleiter, 2 Vorhänge,
1 Partie Anſichtspoſtkarten, 20 Mille Zigarren, 4 Mille
Zigaretten, ferner Hausmobilien durch alle Rubriken u. a. m.
Darmſtadt, den 29. April 1912.
(10127
Kaup, Großh. Gerichtsvollzieher,
Friedrichſtraße 24, I.
Dergeradeste u. Kürzeste Weg zum
Hedenbanmer
(10125a
Bleichstrasse — zwischen den beiden
alten Bahnhöfen hindurch — Gries-
E Leirterer fürt Areit aut aes
heimer Weg. Kauptportal des Empfangsgebäudes.
Zeitersparnis: 5—6 Minuten.Mk
Elektrophysikalische Heilanstalt
und Radium-Emanatorium
zur rationellen Behandlung von Rheuma, Gicht, Herz=,
Ner=
ven=, Frauenleiden, Katarrhen, Zuckerharnruhr ꝛc.
in Verbindung mit Ambulatorium
für Beinleiden (Krampfadern, Geſchwüre, Plattfüße ꝛc.) nach
anerkannt erfolgreichſter Methode mittels
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den und heißer Luft ohne Berufsſtörung.
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Frankfurt a. M. Bethmannstr. 54.
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Dienstag, den 30. u. Mittwoch,
den 1. Mai wird (*10895
Beckerstrasse 6
klein geſchnittenes Brennholz
per Zentner zu Mk. 1.20 verkauft,
Suchenſtelhlit
kurz geſchnitten und geſpalten
Ia trocken (7001a
per Ztr. Mk. 1,30, frei Keller
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(*1085
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Kirchſtraße 1, 1. Stock.
Weissbinderarbeit
und etwas Schreinerarbeit gegen
Glaſerarbeit zu vergeben. Off.
unt. G 21 an die Exp. (*10817
Aufpol. v. Möb.
Spezialität: uſw., ſowie alle
vorkomm. Schreinerarbeiten (1265a
Adolf Zelier. Schützenſtraße 8.
Schristophlacke
als Fußbodenanſtrich
beſtens bewährt.
Sofort trocknend u. geruchlos.
Leicht anwendbar. (9783as
Gelbbraun, eichen,
4mahngoni, nussbaum.
Friedrich Schaefer.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912,
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Der Hof des Hchweigens.
Ein Roman aus Island von Anny Wothe.
(Nachdrug verboten.)
22)
Copyright 1910 by Anny Wothe, Leipzig.
Wilde Gießbäche rauſchten ihnen zur Seite, überall
war ein Brauſen und Toſen. Durch Lava und
Aſchen=
ſtrecken aufwärts, klommen ſie mühſelig mit ihren
Pfer=
den zu den weißen Schneefeldern hinan. Links der breite
Lavaſtrom vom letzten Ausbruche der Hekla, rechts der
gähnende rote Krater.
Nun verlaſſen alle die Pferde und es geht zu Fuß
langſam bergauf, die letzte und beſchwerliche Strecke
über Schneefelder bis zum Gipfel der Hekla.
Länger als zwei Stunden geht es ſo aufwärts. Keiner
ſpricht ein Wort, ſelbſt der redſelige Amtmann iſt
ver=
ſtummt.
Und nun ſtehen ſie endlich tiefatmend auf dem
höch=
ſten Gipfel des mächtigen Vulkans und blicken weit hinaus
über unendliche Schneefelder, Stein= und Aſchenwüſten
und ihre Seelen erſchauern im Anblick dieſer wilden,
groß=
artigen Natur.
In eiſiger Starrheit und Majeſtät ragt der gewaltige
Hofsjökull empor und die weißblauen Eisregionen des
Vatuajökull glänzen im Licht.
Hinter endloſen Wüſten ſehen ſie ganz in der Ferne
den blauen Ozean den Horizont begrenzen, aus dem die
Weſtermännerinſeln wie ſchwarze Segler auftauchen.
Ueberall ſchimmernde Flußläufe wie Silberbäche.
Aus den Sandwüſten dampfen heiße Quellen.
Die Sonne lugt mit goldenem Licht durch Wolken=
ſchatten. Wie eine wilde Jagd kommen die düſteren
Luft=
gebilde über die Steinwüſten dahergejagt.
Wir müſſen hinab, mahnt der junge Führer. Ein
Wetter naht, wer weiß, ob wir noch den Hof erreichen.
In fliegender Haſt, aber doch noch ganz erfüllt von
der großartigen Herrlichkeit, die man geſchaut, geht es
über die Schneefelder zurück.
Der Kapitän verſucht, mit Hallgerdr Schritt zu
hal=
ten, ſie aber fliegt vor ihm her in wilder Haſt, Jon nach,
der vorhin geſehen, wie der Kapitän Hallgardr bei einer
Wegbiegung heimlich küßte und der nun flieht, ſo daß
ihm die anderen kaum zu folgen vermögen. Hallgerdr
aber will den Jugendfreund nicht allein laſſen.
Als ſie atemlos bei den Pferden anlangt, iſt Jon ſchon
weit voraus. Eiligſt ſteigt man in den Sattel.
Ein ſtarker Wind treibt die Wolken wie ſchwarze
Berge zuſammen
Hallgerdr packt eine furchtbare Angſt.
Schnell, ſchnell, flüſterte ſie dem Kapitän zu, Jon iſt
voran, wir müſſen ihm nach. Er iſt wie wahnſinnig und
ich habe Angſt, daß ihm ein Leid geſchieht.
Und nun kommt, was alle, die ihr wildſchönes Land,
„die Bergfrau”, kennen, lange gefürchtet. Ein toller
Wir=
belwind, der Miſtur Staubnebel ſetzt ein. Sand, Staub
und Aſche wirbeln wie toll in der Luft herum und
färb=
ten ſie braun, faſt ſchwarz.
Es war faſt unmöglich, um ſich zu blicken. Seen und
Flußläufe wurden zu Schaum gepeitſcht.
Die Reiter hatten das Gefühl, als ſollten ſie mit
Ge=
walt von den Pferden geriſſen werden, hinab in die
bodenloſe Tiefe.
üder inmer wieder ſehten die toferen, Hleinen Pons
mit neuen Kräften ein und endlich erreichte man nach
drei=
ſtündigem Schritt für Schritt erkämpften Ritt mehr tot
als lebendig den Hof, von dem man heute morgen
auf=
gebrochen war.
Geſicht und Kleider von Staub geſchwärzt, vom
Re=
gen triefend, atemlos vom Andringen gegen den heftigen
Sturm ſtanden ſie da und ſtarrten ſich an.
Ob keiner fehlte?
Einer war nicht da.
Jon Thorkjel lag in der großen Bauernſtube, weiß
wie der Kalk an der Wand, trotz ſeines berußten Geſichts.
Rotes Blut tropfte aus ſeinem Munde.
Die Frau des Hofes mühte ſich um ihn und winkte
ſtill abwehrend mit der Hand.
Hallgerdr ſtürzte hinzu.
Jon, rief ſie angſtvoll, verzweifelt.
Sie nahm ſeinen Kopf zwiſchen ihre Hände und zog
ihn ſanft an ihre Bruſt.
Wie iſt das ſchön, lächelte der Jüngling und ſchloß die
Augen.
Beſtürzt traten der Amtmadur und die Geſchwiſter
hinzu.
Signe rief nach dem Doktor.
Ole Gudmund kam.
Retten Sie meinen Bruder, rief Signe leidenſchaftlich.
Er iſt der Beſte von uns. Sie müſſen ihn retten. Ein
Blutſturz iſt doch nicht gefährlich. Er hat ihn ſchon
ein=
mal gehabt.
Gudmund ſchob das heftig ſchluchzende Mädchen hart
zurück und trat an das Lager des Kranken.
Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Seite 13.
auts Gummi, rohe u. zummforte
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muß man die in den Nahrungsmitteln
enthaltenen Mengen an Eiweiß, Fett
und Kohlehydraten nennen, denn aus
ihnen und dem Waſſer baut der
menſchliche Organismus ſeine
chemi=
ſchen Grundſtoffe Kohlenſtoff,
Sauer=
ſtoff. Waſſerſtoff und Stickſtoff auf.
Während die drei erſteren aus allen
jenen vier Beſtandteilen der
Nahrungs-
mittel zu gewinnen ſind, iſt das
Ei=
weiß der einzige Stickſtofflieferant und
daher für die Ernährung des Körpers
von beſonderer Wichtigkeit. Unſer
Haupteiweißlieferant das Fleiſch —
enthält dieſen Stoff nur zu etwa 20%,
dagegen finden ſich im Kakaopulver
bis zu 27% dieſes wertvollſten aller
Nahrungsmittelbeſtandteile Kakao iſt
daher bei ſeiner Preiswürdigkeit in
dieſer Zeit der Fleiſchteuerung wie
kein anderes Nahrungsmittel berufen,
als teilweiſer Fleiſcherſatz zu dienen.
Unter den Kakaos ſteht der
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Inſend ſach er Hon in des woienhlaſe Gerich.
Be=
ſorgt horchte er auf den Puls, den zuckenden Herzſchlag.
Immer ernſter wurde ſein Antlitz.
Der Amtmadur ſah ihn flehend an. Sein ewig
lachendes Geſicht war ganz zerſtört und große Tränen
liefen ihm über die Wangen.
Mein Junge, ſchluchzte er auf, mein einziger Junge!
Der Kapitän ſtand am Fußende des Bettes und
ver=
ſuchte Jorum zu beruhigen, die laut weinte.
Der Doktor ſchickte ſie alle aus dem Zimmer. Nur
Hallgerdr und der Amtmadur durften bleiben.
Retten Sie mein Kind, Doktor, flüſterte der
Amt=
madur dem Arzt beſchwörend zu. Ich muß den Jungen
ja ſeiner Mutter wieder bringen. Sie hat es mir auf
die Seele gebunden. Nicht wahr, es iſt doch nicht ſo
ſchlimm? Jon hatte immer eine ſchwache Lunge, aber
die Aerzte behaupteten, er könne uralt dabei werden.
Aber ſo reden Sie doch, Doktor. Nicht wahr, es iſt nichts.
Der Junge wird morgen wieder friſch ſein, nicht wahr,
Doktor?
Ole Gudmund ſchüttelte trübe das Haupt, während er
ſich um den Kranken mühte.
Jon hätte niemals dieſe gefahrvolle Reiſe mitmachen
dürfen, die Lunge iſt ſchon ſeit Jahren krank, gab er leiſe
zurück.
So wird er ſterben? fragte der Amtmann angſtvoll,
ſein Geſicht mit beiden Händen bedeckend. Sagen Sie die
Wahrheit, Doktor: Keine Lüge, ich beſchwöre Sie.
Ales ſcht de doſt nunente der uegt. ieteagt
gelingt es meiner Kunſt, das fliehende Leben noch ein
Weilchen aufzuhalten. Heim bringen wir den Jungen
nicht, ſchloß er zögernd, er hat ſeine letzte Kraft
ver=
braucht.
Ein Zittern lief durch Hallgerdrs Geſtalt und der
Kranke, der bisher in tiefer Bewußtloſigkeit in ihrem
Arm gelegen, richtete plötzlich ſein Haupt empor.
Ein Lächeln irrte über ſein Geſicht, ein wehes und
doch ſeliges Lächeln. Das Licht der kleinen Lampe fiel
voll auf ſein rotleuchtendes Haar. Wie ein Heiligenſchein
umgab es das blaſſe Haupt, das wieder matt auf das
Kiſſen ſank.
Der Amtmann hatte beide Hände ſeines Sohnes
er=
griffen und ſtarrte in das immer ſpitzer werdende Antlitz,
während der Doktor ihm ſtärkende Tropfen aus der
Reiſe=
apotheke einflößte und umſichtig ihm lindernde Umſchläge
auf die kranke Bruſt legte.
Hallgerdr ſtand mit gefalteten Händen und blickte
verzweifelt in das weiße Geſicht.
Da ſchlug Jon Thorkjel wieder die Augen auf. Groß
und klar ſahen ſie um ſich. Und wieder nickte er allen zu
mit demſelben lieben Geſicht, wie einſt als Knabe, wenn
ſeine junge Seele in das Reich der Märchen tauchte, das
er ſo lieb hatte.
Ihr dürft nicht weinen, flüſterte er matt. Die Mutter
befonders darf nicht weinen. Ihr müßt ihr ſagen, daß
ich hier bei der weißen Hekla geblieben, daß ich zu ihren
Eie er e er r te ent
beſungen, und den ich nur immer von ferne ſah, und daß
ich darum nicht heimkehren kann. Vater, fuhr er matt
fort, ich hätte ja daheim doch nicht leben können — ich
bin ſo müde und möchte ſo gern ſchlafen.
Der Amtmadur legte ihm die zitternde Hand auf die
Lippen.
Sei ſtill, mein Junge. Sprich nicht ſo viel. Wir
pfle=
gen Dich wieder geſund, ich und Hallgerdr, die Du ſo gern
magſt, und wir führen Dich dann heim zur Mutter.
Der Kranke ſchüttelte matt den Kopf.
Die Mutter werde ich nicht wiederſehen. Sagt ihr,
ſie ſolle mir verzeihen, wenn ich ihr je weh getan. Sie
war immer ſo gut zu mir. Wißt Ihr noch, wie ſie an
meinem Bette ſaß, wenn ich krank war, und betete? Sie
hat umſonſt gebetet, die gute Mutter. Ich gehe einen
anderen Weg. Könnte ſie ihn ſehen, ſie würde lächeln
und dankbar die Hände heben, daß ich ſo ſelig bin. Sio
würde nicht weinen. Sagt Signe, ſie ſolle ſo werden wie
die Mutter. Güte, das iſt des Weibes höchſte Zier.
Auch der Doktor mahnte jetzt zur Ruhe.
Jon Thorkjel drückte ihm die Hand.
Dieſer da, flüſterte er dem Arzt zu, auf Hallgerdr
deutend, möchte ich noch gern ein Wörtlein fagen. Noch
iſt es Zeit.
Ole Gudmund winkte den Amtmadur an das
Fen=
ſter, wo ſie flüſternd beiſammen ſtanden, indes Hallgerdr
ſich zu dem Kranken beugte.
ortſetzung folgt.)
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
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Frau Direktor S. ſchreibt:
teile Ihnen gern mit, daß die Waſchanzüge
Marke „Duro” ſich vorzüglich bewähren, tadellos
waſchen, gut tragen und ſauber gearbeitet ſind.
Frau Oberſekretär C. ſchreibt:
Die vor einigen Jahren ſchon bei Ihnen gekauften
Waſchanzüge Marke „Duro” haben ſich im Tragen
ſowie Waſchen beſtens bewährt.
Frau H. . . ſchreibt:
mit den Waſchbluſen und=Anzügen Marke „Duro” war
ich ſtets durchaus zufrieden, ſowohl die Verarbeitung
wie die Stoffe ſind gefällig und gut. Jeder Anzug
wird von meinen beiden Jungens nacheinander 4 Jahre
getragen und muß dann nur abgelegt werden, weil die
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Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Nummer 101,
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
Nummer 101.
(1009191
Hen
A A
Loſenunié Mnulost.
Caur Glazall Maze 1
Die Jugendherbergen des Odenwaldklubs.
— Auch im Jahre 1911 wurden die Jugendherbergen
des Odenwaldklubs von der wandernden Jugend ſo
be=
nutzt, daß der Vorſtand mit der von ihm getroffenen
Ein=
richtung zufrieden ſein kann, wenn er natürlich auch
wün=
ſchen möchte, daß alle Wirte des Klubgebietes, die ſich zur
Uebernahme der Jugendherbergen bereit erklärt haben,
recht viele junge Wanderer in ihrem Heim begrüßen
könn=
ten. Es zeigt ſich bis jetzt in jedem Jahre die ja auch
wie=
der verſtändliche Tatſache, daß einzelne Täler und
Oden=
waldſtriche von der wandernden Jugend beſonders
be=
vorzugt werden. So blieben in Michelſtadt über 200 Gäſte
zur Nacht, davon in einem einzigen Gaſthaus 186 Mann.
Ebenſo bringt Wald=Michelbach in dem abgelaufenen
Wanderjahre wieder 190 Gäſte, davon 122 in einem Haus.
Auch das Neckartal fand zahlreiche Beſucher, wie die
Mel=
dungen aus Hirſchhorn, Eberbach, Zwingenberg,
Neckar=
hauſen, Neckarſteinach und Neckargemünd beweiſen. Im
Maintal meldet eine Jugendherberge in Wertheim 95
Beſucher, die zu Miltenberg ſogar 240 Gäſte. Auch
Lin=
denfels verzeichnet eine größere Schar. Insgeſamt haben
ſich im Jahre 1911 doch 1726 jugendliche Wanderer in die
beſonders zu führenden Liſten eingetragen. Freilich
tei=
len einzelne Wirte mit, daß nicht immer die für eine
voll=
kommene Ueberſicht ſo wünſchenswerten Eintragungen in
das Jugendfremdenbuch vollzogen worden ſeien. Der
Vorſtand legt aber Wert darauf, daß dies regelmäßig
geſchieht, damit er ein klares Bild von der Bedeutung der
von ihm getroffenen Einrichtungen gewinnt. Denn wenn
auch die ſonſtigen Laſten ſeiner Kaſſe dem Odenwaldklub
es nicht geſtatten, dem Anſinnen des Hohenelber Ver=
bandes zu folgen und Herbergen mit freiem Quartier und
Frühſtück zu ſchaffen, ſo glaubt er, doch auch auf ſeine Art
das Wandern der Jugend fördern zu können, zumal ſeine
Jugendherbergen das ganze Jahr hindurch und nicht nur
für eine beſtimmte Schicht der Jugend, ſondern für jeden
ſich anſtändig betragenden Jüngling Erleichterung
ge=
währen. Daß ſie aber auch in ihrer jetzigen Form dazu
beitragen, dem Odenwald Freunde aus der Ferne zu
gewinnen, zeigt leicht ein Blick auf die Namen der
Hei=
matsorte der Gäſte. Wir finden dabei Städte aus nah
und fern: zum Beiſpiel Worms, Heidelberg, Heppenheim,
Elberfeld, Görlitz, Kreuznach, Straßburg, Karlsruhe
Würzburg, Hanau, Offenbach, Düſſeldorf, Mannheim,
Ludwigshafen, Köln, Tübingen, Bonn, Augsburg,
Bres=
lau, Magdeburg, Saarbrücken, Poſen, Nordhauſen, Teplitz
in Böhmen, Berlin, Freiburg, Hannover, Remſcheid,
Aachen, Meiningen, Trier, Koblenz, Eiſenach, Erlangen,
Anſpach und vor allem natürlich Darmſtadt. Hat doch
allein die Geſchäftsſtelle des Verkehrsvereins, die in
dan=
kenswerter Weiſe die bekanntlich koſtenlos zur Verfügung
ſtehenden Ausweiskarten den Nachſuchenden aushändigt.
im letzten Jahre in folgender Weiſe Karten verteilt: 58
an Schüler der Gymnaſien, 78 an Realgymnaſiaſten, 54 an
Oberrealſchüler, 120 an Studenten. Ferner machten von
der Vergünſtigung noch Gebrauch: 34 Lehrlinge, 4
Mittel=
ſchüler, 10 Teilnehmer der Gewerbeſchule und 2
Schü=
lerinnen der Viktoriaſchule. Iſt’s auch noch eine Arbeit
im Kleinen, ſie iſt doch nicht umſonſt, darum geht der
Odenwaldklub gerne daran, in der nächſten Zeit eine
vierte Ausgabe ſeiner Ausweiskarte mit dem Verzeichnis
der Jugendherbergen zu veranſtalten.
Sport.
* Pferderennen. Rennen zu Frankfurt a. M.
Melibokus=Flachrennen; 2000 Mark, Diſtanz 2000 Meter:
1. Herrn A. Schürmanns St. Rules (Herr Schulze),
2. Lichtenſtein (Lt. Frhr. v. Berchem), 3. Beau Manoir
(Lt. v. Moßner). Tot. 15:10, Pl. 11, 16, 11:10. Unpl.:
Flibuſtier, Allesley, Brodekin, Enkel v. B. Sicher
bis 3 Lg. — Altkönig=Jagdrennen; 4000 Mark, Diſtanz
3000 Meter: 1. Herrn W. Blatts Tylander (
Unterholz=
ner), 2. Red Clover (Eiſemann), 3. Lenore (Krauſe). Tot.
26:10, Pl. 16, 22110. Unpl.: Terciaba, Einbrecher, Macka.
Ueberlegen 6—1 Lg. — Zinneberg=Jagdrennen;
Ehren=
preis und 3000 Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Herrn A.
v. Schilgens Fifth Ace (Lt. v. Moßner), 2. I hope ſo
(Beſ.), 3. Guatemala (Lt. v. Moſch). Tot. 53:10, Pl. 23,
17, 47110. Unpl.: Stort, Mir, Bobolink, Hymen,
Rock=
ledge, Door Mat, Maroc IV. Kampf, ¾—5 Lg. — Feld=
berg=Jagdrennen; 5000 Mark, Diſtanz 3000 Meter:
1. Herrn M. Rannershauſers Bauernfänger (Böhme)
2. Mainau II (Martin), 3. Bröſen (Krauſe). Tot. 48:10,
Pl. 17, 1310. Unpl.: Sea Sick, Beatrice B. Kampf, Hals
bis 3½ Lg. — Johannisberg=Jagdrennen; Ehrenpreis
und 6000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn W. Blatts
Roſe Noire (Hr. v. Weſternhagen), 2. The Bat (Lt. von
Moſch), 3. Copley (Lt. v. Berchem). Tot. 45.10, Pl. 1
29, 21:10. Unpl.: Bodger II, Ragot, Soupeur, Hanna,
Verhalten, 8 Lg.-Weile. — Taunus=Hürdenrennen; 3000
Marl, Diſtanz 2500 Meter: 1. Lt. Kothes Sandeux (Dyhr),
2. Protegee (Unterholz), 3. Hareſtock (Mc. Kenzie). Tot.
80110, Pl. 12, 12, 12110. Unpl.: Mr. Girdle, Loveley
Grace, Moroſe, Hausfrau. 1½—2 Lg.
Beiden Rennen zu Cüſtrin ſiegten am
Sonn=
tag: Fritz (22:5), Wonnemond (11.5), Replikant (13:5),
Wonnemond (10:5), Alpenveilchen (12:5), Dornröschen
(8:5). — Rei den Rennen zu Torgau waren am
Sonntag erfolgreich: Chevre Roche (24:10), Cordoue
(34:10), Apatin (18:10), Jugendfreude (34:10),
Exekutio=
ner (35:10).
Rennen zu Grunewald. Semiramis=
Ren=
nen; 6200 Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Herrn W.
Linden=
ſtaedts Rahana (Wedgewood), 2. Hirondelle (Shurgold)
3. Hellia (Hughes). Tot. 51:10, Pl. 21, 18:10. Unpl.:
Marzipan (4). Leicht, Hals—1—½ Lg. — Damen=Preisf
Ehrenpreis und 1000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Herrn
H. Weſtens Santoni (Lt. Braune), 2. Sturmvogel (Herr
Herfeldt), 3. Melton Pet (Lt. v. Keller). Tot. 35:10,
Pl. 18, 37, 37110. Unpl.: Schwärmerin (4), Reveuſe (5),
Irmingard, Charmanter Kerl, Neuilly II, Jakob, Five
o’clock. Gegenwehr, ½—1 Lg. — Hochſtapler=Rennen;
5000 Mark, Diſtanz 1200 Meter: 1. Herrn E. F. Gütchows
Burggraf (Kühn), 2. Bascaville (Lewandowsky)g
3. — Tourbillon (Wieſe), 3. — Frühwach (Wahl). Tot,
42110, Pl. 15 18, 8, 10110. Unpl.: Nogat, Landbote
Schikane, Königsleutnant (blieb am Start ſtehen). Leicht
1—1 Lg. — Preis von Paderborn; Ehrenpreis und 3300
Mark, Diſtanz 3500 Meter: 1. Lt. Graf Strachwitz”
Nowe=
ton (Beſ.), 2. Capo Lazarro (Lt. v. Mitzlaff), 3. Miß Fife
(Lt. v. Egan=Krieger). Tot. 26.10, Pl. 13, 13, 2110.
Unpl.: Lord Byron, Pompero, Wedding Morn (4)=
Gründer, Droll, Snowdons Knigth. Kampf, Kopf bis
3 Lg. — Tatterſall=Jagd=Rennen; 6500 Mark, Diſtanz=
4000 Meter: 1. Rittmeiſter Keyſers Fairfar (Brederecke),
2. Edda (Weishaupt), 3. Miranda (Scholz). Tot. 20110,
Pl. 14, 19110. Unpl.: Avanti (4), Blondine. Ueberlegen
5—6 Lg. — Preis vom Jagdſchloß; Ehrenpreis und 4500
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Donnerstag 1 „ Weibertreuſuppe
Freitag 1 Knorr=Königinſuppe
Sonnabend
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Sonntag
Knorr=Grünkernſuppe
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Nummer 101.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30. April 1912.
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Rennen: 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Herrn F.
Schüttes jun. Schmuggler (Raſtenberger), 2. Hubertus
(Jentzſch), 3. Götterſage (Blades). Tot. 164:10, Pl. 43,
33110. Unpl.: Mansfield (4), Atina, King. Sicher ½ bis
¾ Lg. — Wandsbeker=Rennen; 7200 Mark, Diſtanz 1200
Meter: 1. Königl. Württemb. Priv.=Geſt. Weils Traum
(Schläfke), 2. Norton Con (Blades), 3. Jrokeſe (Lane).
Tot. 76:10, Pl. 22, 25, 31:10. Unpl.: Hartguß (4),
Men=
denkem, Lavadia, Siskin. Leicht 1—2 Lg — Frühjahrs=
Handikap; 20000 Mark, Diſtanz 1800 Meter: 1. Fürſt
Hohenlohe=Oehringens Kalif (Ted Ricer 2. Premier
(Cleminſon), 3. Sideslip (Schläfke). Tot. 46:10, Pl. 17,
19, 32110. Unpl.: Papyrus (4), Broadway (5),
Cam=
bronne (6), Zampieri, Star, Pinion, Maruſchka, Werra II.
Bajazzo, Kings Tar, Cheops, Savoy the Firſt, Hock,
Spion. Kampf, Hals-Hals-Hals. — Verkaufs=
Ren=
nen: 4000 Mark, Diſtanz 1400 Meter: 1. Frau Langs
Gutfreund (F. Bullock), 2. Oos (Blades), 3. La Beroge
(Schläfke). Tot. 32:10, Pl. 20, 18:10. Unpl.: Peene (4),
Golden Eaſt. Sicher 1—4 Lg. — Dorn=Rennen: 9500
Mark, Diſtanz 1500 Meter: 1. Herrn L. Peſchs
Blumen=
flor (Cleminſon), 2. Flaminio (J. Lane), 3. Jeſſonda
(Fox). Tot. 24:10, Pl. 11, 12, 17110. Unpl.: Eiſenmenger,
Triſtan, Morena, Labrador. Kampf, Hals—3 Lg.
Hammonia=Hürden=Rennen; 5000 Mark, Diſtanz 2900
Meter: 1. Herrn H. Wenckes Royal Garter (M. Seiffert),
2. Sport III (Printen), 3. Gefa (Naſh). Tot. 61110.
Pl. 22, 14, 13:10. Unpl.: Val d’Amour, Roſy Letty (gef.),
Scotsgab. Madame Foutzi, Joliday. Leicht 3—1 Lg.
George Bandmann=Jagd=Rennen; 3000 Mark, Diſtanz
3200 Meter: 1. Herrn Pingels Faultleß (Buſch), 2.
Prin=
zeß Joſephine (M. Seiffert), 3. Meerbraut (Streit). Tot.
773110, Pl. 34, 22:10. Unpl.: Macaron (4), The Weaſel,
Laſter Aſh. Ueberlegen 4—8 Lg. — Die Eventual=
Quoten im Frühjahrs=Handikap waren: Kalif 46:10.
Premier 68, Sideslip 124, Star 96, Cambronne 99,
Zam=
vieri 705, Bajazzo 292, Papyrus 306, Pinion 1467,
Cheops 338, Hock 197, Werra II 123, Kings Tax 226,
Maruſchka 517, Savoy the Firſt 230, Broadway 241 und
Spion 121310.
Wiener Trial=Stakes (erſte klaſſiſche
Drei=
jährigen=Prüfung). Um das mit 46000 Kronen ausge=
ſate 100 Meier=Rennen bewarden ſich 14 Kandidaten.
Das Rennen endete mit einer Ueberraſchung, da der von
dem früheren deutſchen Jockei Korb geſteuerte Lord
Fore=
brand im Einlauf mit Mokan nicht mehr gleichen Schritt
zu halten vermochte. Der Hengſt des rumäniſchen
Renn=
ſtallbeſitzers G. Negropontis ſonderte ſich immer weiter
vom Felde ab und gewann im Handgalopp mit 4
Län=
gen. Anderthalb Längen hinter Lord Firebrand endete
Bartek als Dritter. Tot. 74:10. Pl. 103, 40, 77:90.
Rennen zu Horſt=Emſcher. 1. Rennen:
1. Senechal (Breſſel), 2. Felix eſto (Kühl), 3. Zero I
Pieplis). Tot. 15.10, Pl. 13, 18:10. Unpl.: Mattiacum
(4), Journaliſt. 2½—1½ Lg. — 2. Rennen: 1.
Dollar=
prinzeſſin (Holoubeck) 2. Wanderburſch (Schubert), 3.
Mogador (Kreiſel). Tot. 18:10, Pl. 13, 19110. Unpl.:
Miltiades, Horizont I — 3. Rennen: 1. Prolice (
Ham=
mer) 2. Highland Fling (Franke), 3. Kriegsbruder
(Piplies). Tot. 49110, Pl. 15, 12, 20:10. Unpl.: Lady
IJim, Franzisko, Roſette, Saint Home Delygrade,
Ka=
kadu I, Kingsway, Sportsman. — 4. Rennen: 1. May=
May (Leiß), 2. Edfu (Miſchon), 3. Golden Garnet (Kühl).
Tot. 34:10, Pl. 17, 14:10. Unpl.: Gaspard, More Scotch,
Dekoration. — 5. Rennen: Cophetus (Kühl) ging allein
über die Bahn. — 6. Rennen: 1. Plutarch (Kühl), 2.
Me=
luſine (Johnſon), 3. Niman (Waboun). Tot. 19110,
Pl. 11, 12110. Unpl.: Mukden II, Leichtfink, Roſe Friquet
(gef.). 4—4 Lg.
* Radrennen. Radrennen in Breslau. Im
erſten über 30 Kilometer führenden Lauf unterlag der
Berliner Stellbrink nur ganz knapp gegen den
Amerika=
ner Walthour. Im zweiten Lauf über 50 Kilometer ging
der Amerikaner wiederum mit der Führung ab wurde
aber beim 24. Kilometer von dem aus letzter Poſition
aufrückenden Stellbrink verdrängt. Leider erlitt der
Ber=
liner gegen Schluß des Rennens einen Motordefekt, der
ihn wieder auf den letzten Platz zurückwarf. Walthour
ließ gegen Schluß des Rennens bedeutend nach, ſo daß
er von Linart, der auch im Geſamtklaſſement Sieger blieb,
überholt wurde. Erſter Lauf. 30 Kilometer: 1. Walthour
24144, 2. Stellbrink 30 Meter, 3. Linart 80 Meter 4.
Scheuermann 300 Meter zurück. — 2weiter Lauf, 50
Kilo=
meter: 1, Linart 42 Minuten 29 Sekunden, 2.
Scheuer=
mann 550, 3. Walthonr 320), 4. Stelbrink 700 Meter
zurück. Im Geſamtklaſſement war Linart (auf
Kontinen=
tal=Pneumatik) mit 79,920 Kilometer ſiegreich von
Scheuermann, Walthour 76,800 Kilometer und Stellbrink
72,270 Kilometer. Im Hauptfahren ſiegte Wegener vor
Fr. Hoffmann, Finn und Pawke.
Auf der Pariſer Buffalobahn gelangte
der große Preis von Buffalo zur Entſcheidung.
Elle=
gaard ſiegte mit einer Viertellänge vor Dupre. Dritter
wurde Vedrine. Den kleinen Preis von Buſalg
kan=
dete Polledri vor Rudi Rouſſel. Das Dauerrennen über
50 Kilometer wurde von Rudolphe in 44 Minuten 7½
Sekunden gewonnen, 2. Larue 1 Runde, 3. Bruni 1 Runde
50 Meter, 4. Sigmar 3¾ Runden zurück. Das
Prämien=
fahren landete Perchicot vor Fournous.
* Fußball. Berliner Militär=
Fußball=
ſpiele um die Gardemeiſterſchaft. Die beiden
Favori=
ten der Abteilung B, die Eliſabether und die Auguſtaner.
lieferten ſich einen ſpannenden Kampf, in welchem jedoch
die Eliſabether überlegener ſpielten, als es das knappe
Reſultat von 1.0 zum Ausdruck brachte. In der
achi=
zehnten Minute mußte der ſonſt vorzüglich haltende
Tor=
wächter des Kaiſerin Auguſta=Regiments einen Ball aus
dem Gedränge durchlaſſen. Einen Elfmeterball in der
zweiten Spielhälfte ſchoſſen die Eliſabether vorbei. Das
5. Garde=Grenadier=Regiment gewann mit 6:0 (Halbzeit
270) überlegen gegen das Garde=Feldartillerie=Regiment,
und noch leichter triumphierte das 4. Garde=Regiment
mit 9.1 (Halbzeit 3:1) über das 2. Garde=Regiment. Das
Telegraphenbataillon ſchlug nach ſpannendem Spiele das
3. Garde=Regiment mit 32 (Halbzeit 111).
Die Berliner Fußball=
Meiſterſchafts=
ſpiele wurden am Sonntag zu Ende gebracht. Das
Wiederholungsſpiel Minerva gegen Hertha endete nach
ſchönem intereſſanten Kampfe vor etwa 3000 Zuſchauern
unentſchieden 44 (Halbzeit 3:2). Tennis=Boruſſia
unter=
lag mit der hohen Torziffer von 0:11 (0.5) gegen
Bri=
tannia.
* Laufſport. Kolehmainen ſchlägt Bouin
überlegen. Das Internationale Meeting des S. C.
Charlottenburg am Sonntag brachte durch die erſte
Be=
gegnung des franzöſiſchen Meiſterläufers Bouin mit dem
berühmten Finnen Kolehmainen ein leichtathletiſches
Er=
eignis allererſten Ranges. Für das über 7500 Meter
füh=
rende Rennen traten 18 Läufer an. Von Anfang an
ſonderten ſich die beiden Ausländer von ihren deutſchen
Gegnern ab, von denen kein einziger einen Augenblick
mit den beiden Schritt zu halten vermochte. Bereits nach
3000 Metern ſtand der Sieg von Kolehmainen feſt, da
Bouin bis dahin 40 Meter zurücklag. Der Franzoſe fiel
dann immer weiter zurück, ſo daß Kolehmainen unter dem
Jubel der Menge in 23 Minuten 05 Sekunden, alſo nur
eine Sekunde ſchlechter als der Weltrekord, mit 200 Meter
Vorſprung vor Bonin als Erſter das Zielband zerriß.
* Lawn=Tennis. Zum Lawn=Tennisturnier
um die Weltmeiſterſchaft, das am 1. Juni in
Paris beginnt, ſind als deutſche Teilnehmer genannt:
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1. Der Spielplatz.
Unſeren Mitgliedern mit Familie und Gäſten ſteht der
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ſuch des Spielplatzes frei.
2. Luft- u. Sonnenbäder (für Damen u. Herren getrennt)) Eintrittspreiſe für Mitglieder:
1. Einzelkarten 20 Pfg.
2. Abonnementskarten für die ganze Badeſaiſon für
Einzel=
verſonen 6 Mk.
3. Desgl. für Familien für die ganze Badeſaiſon 8 Mk.
4. Für Angehörige werden auf Namen lautende Beikarten
ausgeſtellt, und zwar für Kinder bis zu 18 Jahren frei,
während für über 18 Jahre alte Familienglieder je 1 Mk.
zu zahlen iſt.
b) Eintrittspreiſe für Nichtmitglieder:
1. Einzelkarten 35 Pfg.
2. Abonnementskarten für die Badeſaiſon 12 Mk. für jede
einzeine Perſon.
(Familienkarten werden an Nichtmitglieder nicht abgegeben.
3. Der Tennisplatz.
Tennisſpieler zahlen für eine auf den Namen lautende
Abonnements=
karte für die Saiſon 4 Mk.
Nichtabonnenten zahlen für die Perſon und Stunde 10 Pfg.
Der Tennisplatz iſt in erſter Linie für unſere Mitglieder
beſtimmt. — Durch Mitglieder einzuführende Nichtmieglieder
bezahlen 6 Mk. bezw. 15 Pfg.
Für den Beſuch des Spielplatzes, der Lichtluft= und
Sonnen=
bäder, ſowie des Tennisplatzes gelten die in den Satzungen
feſt=
geſtellten Bedingungen, die auch von Nichtmitgliedern zu
be=
achten ſind. Herausgreifen wollen wir, daß das Rauchen nicht
ge=
ſtattet iſt und daß Hunde auf den Platz nicht mitgenommen werden
dürfen.
Den Anordnungen des Vorſtandes, ſowie des
Aufſichts=
führenden iſt jederzeit Folge zu geben. Etwaige Wünſche nehmen
die Mitglieder des Spielplatz=Ausſchuſſes entgegen.
Der Platz liegt am Lichtwieſenweg. 5 Minuten von der
Halteſtelle, Schießhausſtraße der Elektriſchen Bahnentfernt. 6
Die Karten für die Bäder werden nur auf dem Spielplatz
von dem aufſichtführenden Herrn ausgegeben.
Die Aufnahme neuer Mitglieder kann dagegen nur bei dem
Vorſitzenden des Vereins, Herrn Stadtverordneten Saeng,
Kirchſtraße 20, erfolgen.
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Beſichtigung des Platzes iſt gern geſtattet.
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Monatsverſammlung
Mittwoch, den 1. Mai 1912, abends 8 ½ Uhr,
im Vereinslokale in der Turnhalle am Woogsplatz.
Tagesordnung:
1. Geſchäftliche Mitteilungen.
2. Bericht über die am 6., 7. und 8. Juli in Ausſicht
genom=
mene Haſſia=Kyffhäuſerfahrt.
3. Verſchiedenes.
4. Bücherausgabe.
Anmeldungen zu der Kyffhäuſerfahrt werden in der
Verſamm=
lung entgegengenommen. Außerdem können Anmeldungen bis
ſpäte=
ſtens 15. Mai bei dem Schriftführer Kam. Junge,
Schloßgarten=
ſtraße 45, ſchriftlich oder mündlich erfolgen.
Die Koſten des Sonderzuges für die ganze Reiſe ſtellen ſich
in der 3. Klaſſe auf 13,20 Mk., in der 2. Klaſſe auf 19,60 Mk. pro
Perſon. Familienangehörige (auch Damen) können an der Fahrt
teilnehmen. Für billige und gute Nachtquartiere wird geſorgt.
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Monat Mai täglich abends 8 Uhr
Willy Engers Variété=Programm
und Eölner Burlesken
à là Hartstein.
(9875a
Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Dienstag, den 30.
April 1912.
Nummer 101.
Bauverein für die Reformationskirche
in Darmſtadt.
Hauptverſammlung
Dienstag, den 7. Mai, nachmittags 6 Uhr,
im Gemeindehaus Kiesſtraße 17.
Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorſtandes. 2.
Rech=
nungsablage und Entlaſtung des Schatzmeiſters. 3. Neuwahl des
Vorſtandes. 4. Anträge. 5. Sonſtiges.
(1010r
Der Vorſtand.
sonntag, den 5. Maicr.,
nachmittags 3 Uhr,
auf der Radrennbahn
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Grosse kau-u.
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Monats=Verſammlung
Donnerstag, 2. Mai, abends 8 Uhr,
im Fürſtenſaal (Grafenſtraße).
Tagesordnung:
10085
1. Geſchäftliche Mitteilungen. 2. Kurze Referate. 3.
Licht=
bildervortrag des Herrn W. Grimm über das Thema:
Wie kaun man unfruchtbare Obſtbäume zur Fruchtbarkeit zwingen?
Freiloſe werden nur gegen Vorzeigung der Mitgliederkarte
Der Vorstand.
abgegeben.
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Telephon Nr. 1.
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