Darmstädter Tagblatt 1912


06. März 1912

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175. Jahrgang
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

Die heutige Nummer hat 26 Seiten.

Das Neueſte vom Tage.

Der Kaiſer iſt am Montag in Wilhelmshaven
eingetroffen, um der Vereidigung der Rekruten bei=
zuwohnen
.
In der bayeriſchen Kammer gab der neue Mini=
ſterpräſident
Frhr. v. Hertling ſein Regie=
rungsprogramm
bekannt.
Der zur Mehrheit aus Sozialdemokraten beſtehende
Landtag des Fürſtentums Schwarzburg=
Rudolſtadt iſt aufgelöſt worden.
Wie verlautet, beabſichtigt die Regierung die Grün=
dung
einer Reichsanſtalt für Luftſchiff=
fahrt
in Friedrichshafen.
Bei der Landung des Parſeval Vl. in Berlin
kam der Ballonmeiſter Nobbes ums Leben.
Der Arbeitgeberverband für das Schnei=
dergewierbe
hat die Ausſperrung in allen
am Kampfe beteiligten Städten beſchloſſen.
Die Beiſetzung des Großherzogs von Lu=
xemburg
fand am Montag in der proteſtantiſchen
Kirche zu Luxemburg ſtatt.
Der italieniſche Admiral Aubry, Oberbefehlshaber
der vereinigten Seeſtreitkräfte, iſt geſtorben.
Die Frauenrechtlerinnen in London verüb=
ten
neue Ausſchreitungen.
Zum Schutze der in China lebenden Deut=
ſchen
ſind 100 Mann der deutſchen Beſatzung von
Tſingtau nach Peking beordert worden.

Auf dem Welttheater

folgt eine unerfreuliche Senſation der anderen. Kaum
iſt in Großbritannien der folgenreiche Streik der
Kohlengräber ausgebrochen, da erneuert ſich in China
die Meuterei der Truppen und droht einen verhängnis=
vollen
Umfang anzunehmen. Die hiermit im Zuſammen=
hang
ſtehende Ermordung eines deutſchen Arztes aber
zeigt die Gefahr des Ausbruches einer fremdenfeindlichen
Bewegung in bedrohlicher Nähe. Sind dieſe auslän=
diſchen
Erſcheinungen wegen der Verflechtung der Welt=
wirtſchaft
auch für Deutſchland ſchon unter dem rein
wirtſchaftlichen Geſichtspunkte ernſt genug, ſo war der
Ausbruch zweier wilder Streiks im rheiniſch=
weſtfäliſchen
Kohlengebiet ganz danach angetan, die Be=
ſorgniſſe
zu ſteigern, die an die Lohnbewegung der Berg=
arbeiter
angeknüpft werden. Endlich mußte die neue Re=
gierungskriſis
in Ungarn um ſo mehr Beſorgniſſe her=
vorrufen
, je ſchärfer der Gegenſatz, der in der Heeresfrage
zwiſchen den beiden Regierungen der Donaumonarchie
beſteht, halbamtlich beleuchtet wurde. Die tiefe Verſtim=
mung
der Börſen kann unter ſolchen Umſtänden nicht
wunder nehmen. Auch die Berliner Börſe hat eine Art
ſchwarzen Montag erlebt. Soll der vorzeitige Frühling
dieſes Jahres für die Menſchheit zum Winter des Miß=
vergnügens
werden? Qui vivra verra!

Der Bergarbeiterſtreik in England.

Die Erklärung des Premierminiſters im
Unterhaus.
Premierminiſter Asquith gab im engliſchen
Unterhauſe über den Streik in der Kohlen=
induſtrie
eine lange Erklärung ab, in der er den gan=
zen
Verlauf der Verhandlungen darſtellte und ſagte:
Die Regierung habe von Anfang an die verſchiede=
nen
Phaſen des Streites genau verfolgt. Der Miniſter
zollte der Geſchicklichkeit und ruhigen, kühlen Gelaſſenheit,
mit der beide Seiten ihre Sache vertreten hätten, ſeine
Anerkennung und legte ſchließlich die Schlußfolgerungen
dar, zu denen die Regierung gelangt ſei und die bereits
amtlich veröffentlicht worden ſeien. Er beſtritt, daß er in
ſeiner Anſprache an die Vertreter der Bergarbeiter am
29. Februar von einem Lohnminimum im Kohlengebiet
als dem erſten Schritt zur Einführung des Minimalloh=
nes
durch die Geſetzgebung auch in den anderen Indu=
ſtrien
geſprochen habe. Er pflegte ſich nicht in einen
kleinen Flirt mit dem Sozialismus einzulaſſen und als=
dann
zu verſuchen, es dem Publikum zu verheimlichen,
in welcher Weiſe er ſeine Zeit zugebracht habe. Ausführ=
lich
behandelte Asquith die Frage, wie die Verhandlun=

gen zum Stillſtand gekommen ſind, insbeſondere auch die
Weigerung der Bergarbeiter, ihren Plan bezüglich der
Minimallöhne einer Reviſion und Beſprechung zu unter=
breiten
.
Asquith betonte weiter, daß die Annahme des
Grundſatzes eines angemeſſenen Mindeſt:
lohnes durch die Regierung von zwei Bedingungen
abhängig ſei: 1. nämlich müſſe der Lohn nach den Di=
ſtrikten
verſchieden ſein und 2. müſſe die Einführung des
Mindeſtlohnes von Garantien zum Schutze der Arbeit=
geber
gegen Mißbrauch des Mindeſtlohnes begleitet ſein,
um gegen eine Verminderung der Förderergebniſſe Vor=
ſorge
zu treffen, wie ſie auf die Dauer für alle Beteiligten
und für die Induſtrie ſelbſt verderblich ſein würde. Die
Bergarbeiter hätten beide Bedingungen anerkannt, aber
erklärt, daß die auf der Bergarbeiterkonferenz am 2. Fe=
bruar
aufgeſtellte Liſte die niedrigſten Lohnſätze enthielt,
über deren Abänderung jede Diskuſſion ausgeſchloſſen ſei.
Er habe die Einwendungen der Grubenbeſitzer gegen die
Liſte genau dargelegt und ſich ſorgfältig gehütet, eine
Meinung darüber zu äußern, wer von beiden Parteien
im Recht oder Unrecht ſei. Sein ganzes Beſtreben ſei
auf die Vermittlung des Friedens gerichtet ge=
weſen
. Aber die Frage, die er in ſeiner Rede am 29. Fe=
bruar
an die Bergarbeiter gerichtet habe, und die er jetzt
an das Haus und an das Land richte, ſei die, ob irgend=
eine
Regierung nach Anerkennung des Grundſatzes eines
angemeſſenen Mindeſtlohnes das Parlament erſuchen
könne, die Grubenbeſitzer zu zwingen, nicht nur dieſen
Grundſatz, ſondern ſogar gerade die von den Bergarbei=
tern
aufgeſtellten Lohnſätze ohne Unterſuchung und ohne
Verhandlung anzunehmen. Die Verhandlungen
ſeien nicht geſcheitert, ſondern auf einemtoten Punkt
angekommen.
Asquith fuhr fort, er hoffe und glaube, daß die Zeit
eine Annäherung der Standvunkte beider Parteien und
die Möglichkeit eines Ausgleiches bringen werde, die in
der letzten Woche ſo fern zu liegen ſchien. Die Regierung
werde fortfahren, ſich in dieſer Richtung zu bemühen.
Sie ſei nicht müßig geweſen und habe die von beiden Sei=
ten
aufgeſtellten Sätze ſorgfältig geprüft. Das Haus
werde darin übereinſtimmen, daß das die Pflicht und
Schuldigkeit der Regierung geweſen ſei. Die Betriebs=
einſtellungen
der Zechen hätten begonnen; die
Folgen für die Wohlfahrt und die Exiſtenz des Landes
ſeien ſo furchtbar, wie man ſie nur immer habe voraus=
ſehen
können. Er bitte das Haus, wenn es meine, daß
die Regierung die ihr übertragene Aufgabe in ihrer
ganzen Schwere eingeſchätzt habe, die Frage heute nicht
zu beſprechen, obgleich es wahrſcheinlich notwendig wer=
den
würde, die ganze Frage ſpäter zum Gegenſtand einer
Debatte zu machen. Asquith ſchloß: Ich beklage mehr
als jeder andere, daß unſere Anſtrengungen,
eine nationale Kataſtrophe abzuwenden, ſo wenig ge=
fruchtet
haben. Die Verantwortung aber, die auf den
Schultern derjenigen ruhen wird, die es in ihrer Macht
haben, dies ſchreckliche nationale Unglück zu
beſchränken, und die dieſe Macht nicht voll ausnutzen,
wird in der Geſchichte nicht ihresgleichen haben.
Im Namen der Oppöſition ſprach Bonar Law dem
Premierminiſter den Dank aus für die klare und offene
Erklärung und fügte hinzu, es liege nicht in der Abſicht
der Oppoſition, die Angelegenheit heute zu erörtern.
Damit wurde die Debatte über dieſen Gegenſtand ge=
ſchloſſen
.
Die Streiklage.
In einer großen Verſammlung von Eiſen=
bahnangeſtellten
zu Sheffield wurde beſchloſſen,
den Bergarbeiterverband davon zu unterrich=
ten
, daß die Bahnangeſtellten die Bergarbeiter unter=
ſtützen
wollen, im Notfalle ſogar durch Streiken. Ein
Betrieb nach dem andern wird in den Vereinigten =
nigreichen
geſchloſſen. Die Mannſchaften der Kohlen=
ſchiffe
in den Kohlenhäfen werden entlaſſen, da die Schiffe
keine Ladung erhalten. Die Bahnangeſtellten ſind in
ähnlicher Weiſe in Mikleidenſchaft gezocem, weil der
Bahnverkehr eingeſchränkt iſt. Eine kleine Linie in York=
ſhire
hat den Dienſt gänzlich eingeſtellt. In einigen Fäl=
len
weigerten ſich die Bergarbeiter, zu geſtatten, daß
Leute in die Bergwerke einfahren, um die Grubenponys
zu füttern und die Werke vor dem Erſaufen zu ſchützen.
Nach einem Telegramm aus Liverpool verlautet von gut
Unterrichteter Seite, daß der Transportarbeiter=
verband
die Abſicht bekannt geben wird, im Falle ei=
ner
Verwendung von Militär zum Schutze von Kohlen=
bergwerken
oder Kohlenzügen dem Bergarbeiterverband
zu Hilfe zu kommen und die Transportarbeiter des gan=
zen
Landes auf den Plan zu rufen.
Die Wirkung des Streiks auf das Ausland.
Die Bergarbeiterführer im Ruhrgebiet
geben ſich alle erdenkliche Mühe, die Ruhrbergleute von
der Weiterausdehnung des Streiks abzuhalten. Am

Montag nachmittag fand in Dortmund auf der Hu=
bertsburg
eine von etwa 3000 Bergleuten der Zechen
Kaiſerſtuhl 1, Kaiſerſtuhl 2 und Scharnhorſt beſuchte
Belegſchaßtsverſammlung ſtatt, in der über
die Frage, ob der begonnene Streik fortgeſetzt werden
ſoll oder nicht, diskutiert wurde.
Nach dem Referat des Delegierten des Alten (ſoz.)
Bergarbeiterverbandes, in dem der Redner dringend die
Wiederaufnahme der Arbeit befürwortete, kamen zahl=
reiche
Bergleute der genannten Zechen zu Wort, die faſt
alle für die Fortſetzung des Streiks ſprachen.
Die Vertreter der polniſchen Berufsvereinigung, der Hirſch=
Dunckerſchen Vereine erklärten, dieſen Streik nicht gut=
heißen
zu können. Die Verſammlung hatte häufig einen
ſtürmiſchen, ſtellenweiſe ſogar tumultuariſchen Charakter,
beſonders als der Sprecher des Alten Bergarbeiterver=
bandes
erklärte, daß die Organiſation dieſen Diſziplin=
bruch
der genannten Zechen bedauere und keinerlei Ver=
antwortung
dafür übernehmen könne. Ein Beſchluß
darüber, ob die Arbeit wieder aufgenommen wird oder
nicht, wurde nicht gefaßt, es ſcheint aber ſicher, daß ein
großer Teil der Streikenden die Arbeit morgen wieder
aufnimmt. In der Verſammlung wurde noch bekannt
gegeben, daß am Dienstag, den 5. März, die Antwort
der Zechenbeſitzer erwartet wird. Am Donners=
tag
findet eine Sitzung des Aktionsausſchuſſes des Vor=
ſtandes
ſtatt, am Sonntag eine allgemeine Konferenz, in
der die Entſcheidung fällt. Die Entſcheidung wird am
Nachmittag gegen 5 Uhr den großen Verſammlungen im
Ruhrkohlenbezirk bekannt gegeben werden.
Das Berliner Tageblatt meldet aus Eſſen (Ruhr):
Die Gebiete der Unterweſer und Elbe können durch den
engliſchen Vergarbeiterſtreik mit engliſchen
Kohlen nicht mehr verſorgt werden. Infolgedeſſen iſt
jetzt der Kohlenverſand aus dem Ruhraebiet nach dieſen
Gebieten äußerſt ſtark. Aus Kiel wird gemeldet: Die
hieſigen Hafendampfer=Reedereien haben ſich infolge des
Mangels an Steinkohlen, der durch den eng=
liſchen
Grubenarbeiterſtreik eingetreten iſt, genötigt ge=
ſehen
, den Verkehr um die Hälſte einzuſchränken. Die
Marine, die ſeit Jahren nur deutſche Kohlen benutzt, wird
von dem Rieſenansſtand nicht betroffen. In Hambura
ſind die weſtfäliſchen Kohlen von 14 auf 29 Mark in die
Höhe gegangen. Von engliſchen Kohlen kommt kaum
noch ein Stück nach Hamburg.
Die Regierung ſieht die Lage als ernſt an. Am
Montag abend traf der Regierungspräſident von Bake
aus Arnsberg in Dortmund ein, um mit den Vertretern
der Stadtverwaltung über die Mittel und Wege zu bera=
ten
, wie die Ordnung und Ruhe beim Ausbruch des
Streiks am nächſten Montag aufrecht erhalten werden
kann. Die Stadt Dortmund hofft, mit den vorhandenen
Polizeibeamten auszukommen. Für die Streikbezirke
außerhalb Dortmunds ſtehen in ſtreikloſen Groß=
ſtädten
Mannſchaften der königlichen Polizei be=
reit
, um im Bedarfsfalle ſofort in die Streik=
gebiete
abzurücken. Die Regierung hat ſich auf
alle Fälle gerüſtet, obwohl die Behörden hoff=
ten
, daß dank der Verſtändigkeit der Bergarbeiter
und dem Einfluß der Führer die Ruhe und Ordnung
nicht geſtört werden wird.
In den belgiſchen Häfen macht ſich der eng=
liſche
Bergarbeiterſtreik in empfindlicher Weiſe
bemerkbar. In einzelnen Häfen ſtockt der Verkehr voll=
ſtändig
. In anderen Häfen, namentlich in Antwerpen,
drohen die Hafenarbeiter mit der ſofortigen Niederlegung
der Arbeit, falls noch weitere deutſche Kohlenzüge eintref=
fen
und deren Verladung auf die engliſchen Kohlenſchiffe
gefordert werden ſollte. Unter den belgiſchen Zechen=
arbeitern
wird heftig agitiert, um bei Ablehnung der ge=
forderten
Lohnerhöhung gleichfalls ſofort in den Ausſtand
zu treten.
Aus Lens wird gemeldet: Der Vollzugsausſchuß
der Bergarbeiterverbände Frankreichs
trat zu einer geheimen Beratung zuſammen, um ſich mit
der Veranſtaltung des auf den 11. März anberaumten
24ſtündigen Ausſtandes zu beſchäftigen und die Frage zu
erörtern, ob der Streik der engliſchen Bergarbeiter und
die internationale Lage eine Aenderung des von dem
Bergarbeiterkongreß in Angers beſchloſſenen Vorgehens
erfordere. Der Berl. Lokalanzeiger meldet aus Paris:
Der Bahn= und Schiffsverkehr Paris- Bou=
logne
-London iſt infolge der Kohlennot einge=
ſchränkt
worden. Für die Warenſendungen nach London
dürfte wahrſcheinlich ſchon von Mittwoch ab keine Bürg=
ſchaft
der pünktlichen Zuſtellung übernommen werden. In
den Pariſer Hotels fürchtet man wegen der Rückwirkung
der engliſchen Kriſis für den Fremdenbeſuch, der in Paris
jetzt ſehr gering iſt.

[ ][  ][ ]

Deutſches Reich.

Wahlproteſt gegen Dr. Becker ( Bin=
gen
=Alzey). Der erſte Proteſt, mit dem ſich die
Wahlprüfungskommiſſion des Reichstags geſtern Diens=
tag
zu beſchäftigen hatte, betraf die Wahl in Bingen=Alzey,
wo Dr. Becker gegen den Fortſchrittler Pfarrer Korell
bekanntlich mit nur zwei Stimmen Mehrheit gewählt
worden iſt. Beide Parteien behaupten nun unter Bei=
bringung
von Beweiſen, daß ihnen einige Stimmen zu
wenig, dem Gegner einige Stimmen zu viel zugerechnet
worden ſeien. Die Fortſchrittler wollen Fälle aufweiſen,
bei denen Geiſtesſchwache und Minderjährige ihre Stimme
abgegeben haben. Vor der Entſcheidung werden jeden=
falls
noch Verhandlungen über die Identität der als gei=
ſteskrank
und minderjährig angegebenen Wähler notwen=
dig
werden. Dem Plenum wird alſo der Antrag auf
Beweiserhebung zugehen.
Der Etat des Reichstages. Dem Reichs=
tage
iſt jetzt ſein eigener Etat zugegangen, nämlich der
Etat, aus dem die Koſten des Betriebes des Reichstags
gedeckt werden. Er fordert 2143 213 Mark laufende und
21000 Mark einmalige Ausgaben; dieſe letzteren ſind für
Reparaturen am Gebäude beſtimmt. Von den Ausgaben,
die der Reichstag erfordert, betragen die Anweſenheits=
gelder
der Abgeordneten 1020000 Mark. Zum Ankauf
für die Bibliothek ſind 38000 Mark ausgeworfen. Der
Reichstag hat auch Einnahmen, nämlich 7000 Mark aus
den Eintrittsgeldern für die Beſichtigung des Reichstags=
gebäudes
und 6566 Mark Zinſen aus dem Fonds, der
aus dieſen Eintrittsgeldern gebildet wird.
Eine Reichsanſtalt für Luftſchiff=
fahrt
? Wie in Berlin verlautet, beabſichtigt die Re=
gierung
die Gründung und Unterhaltung einer Reichs=
anſtalt
für Luftſchiffahrt und Flugtechnik, die ihren Sitz
in Friedrichshafen haben ſoll. Die neue Reichsanſtalt
ſoll eine mit allen Hilfsmitteln der modernen Technik
ausgeſtattete Verſuchsanſtalt für Luftſchiffahrt werden,
mit deren Leitung vorausſichtlich Graf Zeppelin betraut
werden wird. Es iſt ſchon eine große Anzahl von Gut=
achten
eingeholt worden, und die Verhandlungen in den
beteiligten Kreiſen ſtehen vor dem Abſchluß. Augenblick=
lich
wird die Angelegenheit finanziell geprüft. Voraus=
ſichtlich
wird ſchon der Etat für das Jahr 1913 einen ent=
ſprechenden
Kredit für die erſten Baukoſten fordern.
Herabſetzung d er Altersgrenze für
den Bezug der Altersrente. Wie Berliner
Blätter hören, hat die Reichsregierung Vorarbeiten für
die vom Reichstag gewünſchte Prüfung der Frage, ob
eine Herabſetzung der Altersgrenze für die Altersrente
möglich iſt, bereits in die Wege geleitet. Es wird beab=
ſichtigt
, dieſe Prüfung in die Hände einer Sachverſtän=
digen
=Kommiſſion zu legen. Zu dieſem Zweck ſind die
Bundesregierungen aufgefordert worden, Sachverſtän=
dige
namhaft zu machen. Bekanntlich ſoll die Reichsregie=
rung
im Jahre 1915 dem Reichsage die geſetzlichen Vor=
ſchriften
über die Altersrente zur erneuten Beſchluß=
faſſung
vorlegen. Wenn man trotz dieſes noch drei
Jahre entfernt liegenden Zeitpunktes ſchon jetzt an die
Vorarbeiten der Prüfung herangetreten iſt, ſo hat das
ſeine Urſache darin, daß von der Sachverſtändigen= Kom=
miſſion
möglicherweiſe ſehr umfangreiche und zeitrau=
bende
ſtatiſtiſche Erhebungen beſchloſſen werden.
Der gemeinſchaftliche Landtag der
Herzogtümer Koburg und Gotha hat beſchloſ=

ſen, gegen die Stimmen der Agrarier den Bevollmächtig=
ten
zum Bundesrate anzuweiſen, für die Einführung der
Erbanfallſteuer einzutreten, falls die Steigerung der
Reichsausgaben neue Steuern fordert.
Auflöſung des roten Landtags. Der
ur Mehrheit aus Sozialdemokraten beſtehende, kürzlich
neu gewählte Landtag des Fürſtentums Schwarzburg=
tudolſtadt
, lehnte den Regierungsantrag betreffend Ab
inderung des Wahlgeſetzes ab. Hierauf löſte der Staats=
niniſter
den Landtag auf.

Ausland.

Oeſterreich=Ungarn.
Die Antwort der ungariſchen Regie=
rung
auf die Note der öſtereichiſchen Regierung wegen
der Reſolution betreffend die Einberuſung der Reſer=
viſten
iſt eingetroffen. Ueber den Inhalt der Ant=
wort
verlautet nichts, doch hat man in maßgebenden
Kreiſen die Meinung über die Bedeutung der Reſolution
nicht geändert. Da man von einem weiteren direkten
Verkehr zwiſchen den beiden Regierungen und dem
Kriegsminiſterium ſich keinen Erfolg verſpricht, wird die
Entſcheidung der Krone anheimgeſtellt. Khuen=Hedervary
hatte eine Audienz in Schönbrunn. Später hielt Stürgkh,
der mit dem Kriegsminiſter Auffenberg eine Beſprechung
hatte, dem Monarchen Vortrag. Die Lage im ungariſchen
Kabinett wird als ernſt angeſehen. Der Rücktritt des
Grafen Khuen wird in eingeweihten Kreiſen als für un=
abwendbar
gehalten. Der Kaiſer hat allen Beteiligten
nur eine kurze Friſt empfohlen, innerhalb der ſie ſich
einigen ſollen. Da aber der Kriegsminiſter ſich ſtreng ab=
lehnend
verhält, der Erzherzog=Thronfolger noch vor der
Privataudienz des Grafen Khuen bei dem Kaiſer nach
Briani abgereiſt iſt, ſo wird an dem Zuſtandekommen
iner Einigung entſchieden gezweifelt.
Frankreich.
Die Kammer nahm mit 420 gegen 87 Stimmen
den bereits vom Senat angenommenen Geſetzentwurf
ber die Ausgabe vierprozentiger Obligationen für die
Bedürfniſſe der Staatsbahnen an.
Zu den franzöſiſch=ſpaniſchen Ma=
rokko
=Verhandlungen wird dem Journal des
Debats aus Madrid gemeldet: Bezüglich der Frage der
Ernennung des Vertreters des Sultans für die ſpaniſche
Zone und in der Eiſenbahnfrage beſtehen zwiſchen der
franzöſiſchen und der ſpaniſchen Regierung ſehr bedeu=
tende
Schwierigkeiten. Die ſpaniſche Regierung verlangt
das Recht, den Vertreter des Sultans nicht bloß zu ge=
tehmigen
, ſondern auch ſelbſt vorzuſchlagen. Was die
Eiſenbahn Tanger-Fez anlangt, ſo ſteht die ſpaniſche
Regierung auf dem Standpunkt, daß es, nachdem Frank=
eich
ihren Gegenvorſchlag abgelehnt hat, nicht ihre Sache
ſei, einen neuen Vorſchlag zu machen.
England.
Die Bewaffnung der Armee. Der Parla=
mentsſekretär
wandte ſich bei der Vorlegung des Heeres=
etats
im Unterhauſe gegen die Behauptung Bonar Laws,
daß die britiſchen Waffen denen fremder Nationen nach=
tänden
. Wir ſind die beſtbewaffnete europäiſche Nation,
erklärte er und ſuchte an Hand eines ausführlichen Ver=
gleiches
der britiſchen, franzöſiſchen und deutſchen Be=
waffnung
nachzuweiſen, daß die Behauptung Bonar
Laws unbegründet ſei. Betreffend die erhöhten Bewil=
ligungen
für das Flugweſen erklärte Seely, daß 131

Flugzeuge angeſchafft werden ſollten; 71 ſeien bereits
angekauft, die anderen ſeien zum größten Teil in Be=
ſtellung
gegeben.
Amerika,
Die Lage in Mexiko hat ſich derart verſchlim=
mert
, daß die amerikaniſche Regierung an ihre Staats=
angehörigen
die Aufforderung hat ergehen laſſen, das im
Aufruhr befindliche Land zu verlaſſen. Dagegen iſt die
Mitteilung, daß europäiſche Regierungen, und unter
ihnen die deutſche Regierung, denſelben Schritt gegen=
über
ihren Staatsangehörigen getan hätten, als verfrüht
zu bezeichnen. Noch iſt von deutſcher Seite aus keine der=
artige
Aufforderung ergangen. Aber unter den herrſchen=
den
Verhältniſſen wird man immerhin ſtark mit der
Möglichkeit rechnen müſſen, daß ſich die eine oder die
andere europäiſche Regierung zu Maßnahmen entſchlie=
ßen
muß, die die Sicherheit ihrer Landsleute verlangt.
* Deutſch=engliſche Freundſchafts=
kundgebungen
. Die Bremiſche Handelskammer ver=
öffentlicht
folgendes Handſchreiben der Handelskam=
mer
zu Plymouth an die Handelskammer zu Bre=
men
: Der Präſident und die Mitglieder der Handels=
kammer
zu Plymouth haben den lebhaften Wunſch, den
Mitgliedern der Handelskammer zu Bremen und durch
dieſe allen Deutſchen Kenntnis zu geben von der hohen
Wertſchätzung, die ſie dem Fortſchritt und dem wachſen=
den
Gedeihen des deutſchen Volkes entgegenbringen.
Desgleichen wünſchen ſie ihrer Ueberzeugung Ausdruck zu
geben, daß das wirtſchaftliche Gedeihen Englands und
Deutſchlands in hohem Maße von der Erhaltung des
Friedens und des wechſelſeitigen Wohlwollens abhängig
iſt. Sie wünſchen ferner jede Gemeinſchaft mit irgend
welchen politiſchen Schritten und irgend welchen Aeuße=
rungen
der Preſſe abzulehnen, die darauf berechnet ſind,
die freundſchaftlichen Beziehungen Englands und Deutſch=
lands
zu gefährden. Die Bremer Handelskam=
mer
hat folgende Antwort beſchloſſen: Unſere Kammer
hat in ihrer letzten Sitzung von der Reſolution der
Handelskammer zu Plymouth, die Sie durch Ihr gefälli=
ges
Schreiben vom 17. Februar 1912 übermittelt haben,
mit großer Genugtuung Kenntnis genommen. Die von
Ihnen ausgeſprochenen freundſchaftlichen Geſinnungen
werden von unſerer Seite aufrichtig erwidert. Es ent=
ſpricht
der alten und niemals verlaſſenen Tradition un=
ſerer
Kammer, zu ihrem Teil an der Förderung guter
Beziehungen zwiſchen Großbritannien und Deutſchland
mitzuwirken. So benutzen wir die Gelegenheit mit be=
ſonderer
Freude, um zum Ausdruck zu bringen, daß auch
wir die Erhaltung des Friedens und eines freundſchaft=
ichen
Einverſtändniſſes als eine der wichtigſten Voraus=
ſetzungen
für die glückliche Entwickelung beider Länder
anſehen ,daß wir jeden Verſuch, das Verhältnis zwiſchen
England und Deutſchland zu trüben, tief bedauern und
ſtreng verurteilen und daß wir von dem lebhaften
Wunſche beſeelt ſind, es möge zwiſchen den beiden ſtamm=
verwandten
Nationen jedes Mißverſtändnis beſeitigt
werden, jedes Mißtrauen zwiſchen ihnen verſchwinden.
* Berlin 4. März. In der heutigen Streikver=
ſammlung
der Berliner Maßſchneider teilte der
Bevollmächtigte des Schneiderverbandes mit,
daß der Allgemeine Arbeitgeberverband für das Schnei=
dergewerbe
hierher mitgeteilt habe, es ſei die General=
ausſperrung
in allen an dem Kampfe beteiligten
Städten beſchloſſen worden; die angekündigte Konferenz
in Halle werde nicht ſtattfinden. Der Arbeitgeberverband
der Berliner Schneidermeiſter, der dem Allgemeinen
Arbeitgeberverband nicht angeſchloſſen iſt und dem unge=
fähr
600 Schneidermeiſter angehören, hat geſtern nach=
mittag
in einer Verſammlung, die ſich lange bis nach
Mitternacht hinzog, beſchloſſen, den Tarifvertrag mit den
Schneidern anzuerkennen.
* Luxemburg, 4. März. Zur Beiſetzung
des Großherzogs waren von Fürſtlichkeiten hier

Der Hahner Krawall von 1776 und
ſeine Folgen.
Von Stadtpfarrer D. Dr. Diehl.

Wer unſere Obergrafſchaftsbauern kennt, der weiß,
daß ſie ſich dem Neuen, das der Entwickelungsgang der
Kultur hervorbringt, nicht allzu ſchnell anſchließen. Sie
ſehen ſich die Geſchichte zuerſt einmal, und dann noch
einmal gründlich an und überlegen ſich, ob ſie wohl etwas
tauge. Sie ſehen ſich auch die Menſchen an, die das Neue
empfehlen, und erwägen, ob man ſich etwas Guten von
ihnen verſehen könne. Erſt wenn dieſe Vorarbei=
ten
erledigt ſind, treffen ſie ihre Entſcheidung. Dieſe
Tatſache, die bei einem ſonder Zweifel kulturfreundlichen
Völklein auffallend erſcheinen kann, hat ihre guten
Gründe. Sie iſt nicht nur vom allgemein menſchlichen
Standpunkte aus pſychologiſch durchaus verſtändlich: der
Bauersmann muß mehr wie jeder andere die Folgen ſei=
ner
Dummheiten die er in ſeinem Betriebe macht,
ſelbſt tragen. Sie hat auch gute Erfahrungsgründe: wie
oft ſind unſere Obergrafſchaftsbauern nicht ſchon ange=
führt
und hereingelegt worden! Freilich läßt ſich nicht
leugnen, daß das ſoeben angedeutete Mißtrauen gegen
das Neue mitunter auch zu weit geht, und daß es ge=
ſchichtliche
Situationen gegeben hat, in denen die Bauern=
ſchaft
einzelner Obergrafſchaftsgemeinden ſich ohne zu=
reichenden
Grund und zu ihrem ſelbſteigenen
Schaden gegen die Einführung von neuen Dingen ge=
ſperrt
hat. Zu ihnen zähle ich vor allem den Wider=
ſtand
, den man vielfach den Verſuchen Landgraf Lud=
wigs
IX. entgegenſetzte, als er mit Hilfe der von ihm
eingeſetzten Landkommiſſion im Jahre 1776 eine groß=
zügige
Reform des Ackerbauweſens in die Wege zu lei=
ten
ſuchte. Gleich bei dem erſten Reformverſuch, den die
Landkommiſſion zum Zwecke der Melioration des Bo=
dens
machte, mußte ſie es erleben, daß in der Gemeinde,
die dieſer Verſuch betraf, Hahn bei Pfungſtadt, eine
Revolte entſtand, die die übelſten Erſcheinungen im Ge=
folge
hatte. Von dieſem Hahner Krawall von 1776 ſollen
die nachfolgenden Zeilen handeln.
Hahn war der erſte Ort des Oberamts Darmſtadt,
an dem die neu eingeſetzte Landkommiſſion ihr Werk be=
gann
. Was ſie mit dem Orte vor hatte, erſehen wir aus
einem ſpäteren Bericht (Mai 1776), in dem wir über die
landwirtſchaftlichen Zuſtände in Hahn und über das
Beſſerungsprojekt folgende Ausführungen leſen, die am
25. Mai genehmigt und dann in Praxis umgeſetzt wur=
den
. Es beißt in dem Bericht:

Hier in Hahn befinden ſich an gemeinen Tag= und
Nachtweyden 315 Morgen, die durchaus übel benutzt wer=
den
, dem Herrn nichts eintragen und dem Vieh eine
magere und unzureichende Fütterung verſchaffen, obgleich
der Boden edel iſt und mit weniger Mühe trefflich be=
fruchtet
werden kann. Der Vorſchlag iſt, hiervon 100
Morgen zu Wieſen anzulegen, 145 Morgen zu Ackerland
aufzubrechen und den bisherigen Nachtweydendiſtrict
von 70 Morgen zur Tagweyde einzuräumen. Hierdurch
erhält die in 37 Gemeindeleuten und 34 Beyſaſſen be=
ſtehende
Gemeinde 400 Morgen Acker und 180 Morgen
Wieſen, die uhrbar gemachte Alimenten werden unter die
Gemeindsleute auf ihre Lebenszeit vertheilt, und wenn
deren einer ſtirbt, ſo tritt an deſſen Stelle ein in der Zeit
neu angenommener Gemeindsmann wieder ein und kann
alſo durch den veredelten und erweiterten Ackerbau ſo wohl
die Zahl der Unterthanen als der nur 250 Stück betra=
gende
Viehſtand vermehret werden. Weiter trägt die Land=
commiſſion
an, das mit ſo vielem Schaden und allerley
Unfug verknüpfte Nachtweiden wie in anderen Ländern
geſchehen, durch eine Generalverordnung in den fürſtlichen
Landen gänzlich aufzuheben. Der Nutzen dieſer Verord=
nung
vor Herrn und Land beruhet auf einer allgemeinen
Erfahrung, indem durch das Nachtweyden der Dung ver=
ſchlept
, das Zugvieh ausgemergelt und zur Arbeit un=
tüchtig
gemacht, und das beſte Feld ſchlecht benutzet, hin=
gegen
durch deſſen Aufbruch zu Acker und Wieſen der
Nahrungsſtand der Unterthanen erhöhet und die herr=
ſchaftlichen
Einkünfte durch den Neurott=Zehenden be=
trächtlich
vermehret werden.
So gut gemeint der Plan war, und ſo ſegensreich er
nach ſeiner ſpäteren Verwirklichung wirkte die Hahner
konnten ſich nicht mit ihm befreunden. Als man dem
Hahner Gericht den Plan vortrug, blieb es allen ver=
nünftigen
Vorſtellungen gegenüber taub und berief ſich
darauf: wie es die Vorfahren gemacht, wollten ſie’s wei=
ter
machen, zudem mache ein reichlicherer Ertrag ihnen
auch die Mühe, ſelbigen nach Haus zu ſchaffen‟. Die
Erregung gegen die geplanten Neuerungen ging ſo weit,
daß, als die Kommiſſion das Hahner Feld durch den
Feldmeſſer Hill aufnehmen ließ, die Gemeindeglieder
in corpore auf dem Feld erſchienen, die Pflöcke des
Feldmeſſers ausriſſen und Hill mit Gewalt fortjagten.
Sodann ließen ſie die Sturmglocke läuten und machten
unter Führung des Gerichtsſchöffen Kiſtinger auf
dem Rathaus eine förmliche Verſchwörung. Darauf=
hin
wurden Kiſtinger und ſein Kollege Herbert be=
neben
den beiden Gemeindevorſtehern Rück und
aspari nach Pfungſtadt in Verwahrung gebracht,

protokollariſch vernommen, ihrer Aemter beraubt und
dann wieder vorläufig losgelaſſen. Anſtatt nun aber
Ruhe zu halten, verſchworen ſich die Gemeindegenoſſen
aufs neue und entſandten im März 1776 drei Deputierte,
Ludwig Kiſtinger, Jakob Thon und Mel=
chior
Mörſchrod, nach Pirmaſens, damit ſie eine
Beſchwerdeſchrift dem Landgrafen Ludwig IX. perſön=
lich
überreichten. Ueber dieſe Bittſchrift, die ſchwere An=
klagen
gegen die Kommiſſion enthielt und deren Plan
als undurchführbar bezeichnete, forderte Ludwig IX. am
19. März 1776 ein Gutachten der Landkommiſſion ein.
Dieſes wurde am 29. März erſtattet. Es legte den gan=
zen
Sachverhalt dar und gipfelte in dem Wunſch, daß die
Untaten der Hahner gebührend geſtraft würden, da die
Kommiſſion ihr Werk ſonſt nicht durchführen könne. Man
dachte dabei an eine gelinde Beſtrafung der eigentlich
Schuldigen. Landgraf Ludwig war aber anderer An=
ſicht
. Sein ganzer Zorn ergoß ſich über die Deputierten,
die die Bittſchrift überreicht hatten, und unter denen
geben dem Miſſetäter Kiſtinger zwei harmloſe Bauern
waren, die, gegenüber anderen, ſehr wenig auf dem Kerb=
holz
hatten. Er verfügte deshalb kurzerhand am 2.
April: Bey dieſſen Umſtänden, da Ich ohnerachtet der
Bereuung ihrer Halsſtarrig= und Wiederſetzlichkeit dan=
noch
hintergangen werden ſollen, ſo ſollen die Rädels=
führer
, welche allhier geweſen ſind, auf ein Jahr in
den Karren geſpannet werden. Dieſem Be=
fehl
kam das Darmſtädter Miniſterium auch alsbald
nach. Am 12. April erging an das fürſtliche Oberamt
Darmſtadt die Verfügung, daß die Rädelsführer Ludwig
Kiſtinger, Jakob Thon und Melchior Mörſchrod anderen
ihres Gleichen zum Abſcheu und Exempel alsbald beym
Kopf genommen und die ihnen dietirte Strafe an ihnen
exequirt werden ſolle. Am 15. April ſaßen die drei
Rädleinsführer bereits im Darmſtädter Stockhaus.
Freilich war es nicht möglich, die ihnen zudiktierte
Strafe ſo an ihnen zu vollziehen, wie Ludwig IX. vor=
geſchrieben
hatte. Wollte man ſie in Karren ſpannen,
ſo mußten dergleichen erſt verfertigt wer=
den‟
Denn in Darmſtadt kannte man dies in Pirma=
ſens
in Flor ſtehende Strafgerät nicht. Gleich nach der
Einlieferung der drei Hahner Miſſetäter berichtete des=
halb
der Vorſteher des Stockhauſes, Kriminalrat Sumpf,
an die Darmſtädter Oberbehörde und bat um Auskunft
darüber, was er mit den Leuten anfangen ſolle. Er
hatte nur die Möglichkeit, ſie mit anderen Schanzern
auf die Schanz zu ſchicken nicht aber ſie in den Karren
zu ſpannen. Darum fragte er an, ob er Karren machen
laſſen ſolle oder ob die Schanzarbeit genüge. Gleichzeitig

[ ][  ][ ]

eingetroffen: Der König der Belgier, Prinz Auguſt Wil=
helm
von Preußen als Vertreter des deutſchen Kaiſers
der Großherzog und die Großherzogin von Baden, Prinz
Eduard von Anhalt, Prinz Konrad von Bayern, die Her=
zogin
Karl Theodor von Bayern, Herzog Franz Joſef
von Bayern, Prinz Friedrich von Schaumburg=Lippa,
Prinz Eugen von Schweden, die Erzherzogin Maria
Thereſia von Oeſterreich, Erzherzog Prinz Salvator von
Oeſterreich, der Herzog von Braganza, Herzog Albrecht
von Württemberg, die Herzogin von Parma, Prinz Taver
von Parma, der Fürſt von Waldeck, Fürſt zu Wied und
Fürſt Löwenſtein=Wertheim=Roſenberg. Ferner waren
von einer Anzahl Staaten außerordentliche Abordnungen
eingetroffen, ſowie Abordnungen der deutſchen Städte
Biebrich, Königſtein, Weilburg, Wiesbaden und Lenggries.
Kurz vor 1 Uhr erfolgte die Abfahrt der Fürſtlichkeiten
vor der proteſtantiſchen Kirche in Gegenwart eines ſehr
zahlreichen Publikums. Um 1 Uhr begann in der Kirche,
wohin die Leiche des Großherzogs vorgeſtern in aller
Stille übergeführt und aufgebahrt worden war, ein
Trauergottesdienſt, zu dem wegen des beſchränkten Rau=
mes
nur eine geringe Anzahl von Einladungen ergangen
waren. Nach verſchiedenen Geſängen der Gemeinde hielt
Hofprediger Schenck die Gedächtnisrede und mit einem
weiteren Geſang ſchloß die Trauerfeier. Die Fürſtlich=
keiten
fuhren nach der Feier zum Palais zurück, wo ein
Dejeuner ſtattfand. Nach demſelben fand die eigentliche
vorläufige Beiſetzung der Leiche des Großherzogs in der
proteſtantiſchen Kirche ſtatt, die im engſten Familienkreiſe
erfolgte.
* Rom, 5. März. In unterrichteten Kreiſen wird
beſtätigt, daß der König von Italien und der
deutſche Kaiſer am 27. oder 28. in Venedig
zuſammentreffen.

Stadt und Land.

Darmſtadt, 6. März.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die Groß=
herzogin
empfingen am Montag nachmittag
2 Uhr im Neuen Palais den Legationsrat Dr. Neid=
hart
. (Darmſt. Ztg.)
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
dem Pfarrer Adolf Korell zu Königſtädten
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Nieder=Ingelheim; ferner
dem Schulamtsaſpiranten Jakob Krausgrill aus
Nieder=Weiſel, Kreis Friedberg, die zweite Lehrerſtelle
an der Gemeindeſchule zu Birklar, Kreis Gießen; dem
Lehrer Heinrich Schmidt zu Rüddingshauſen, Kreis
Gießen, eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu
Großen=Linden, in demſelben Kreiſe, mit Wirkung vom
15. April 1912 an.
-g. Schwurgericht. Geſtern hatte ſich vor dem Schwur=
gericht
der bisher unbeſtrafte Sattler Ludwig Holler aus
Offenbach wegen Meineids zu verantworten. Vertreten
iſt die Staatsanwaltſchaft durch Gerichtsaſſeſſor Dr. Call=
mann
; Verteidiger iſt Rechtsanwalt Dr. Wallot. Der An=
geklagte
Holler und der Sattler Heindel waren im vergange=
nen
Jahre bei der Firma Rieth u. Kopp in Offenbach be=
ſchäftigt
. Holler bekam ſtets größere Poſten Taſchen zur
Fertigmachung, die nur ungenau abgezählt waren. Hier=
durch
wurde Holler, als er einmal in Geldverlegenheiten ſich
befand, dazu verführt, weniger Taſchen abzuliefern als er
bekommen hatte. Auf dieſe Art gelang es ihm, nach und
nach etwa fünf Dutzend Taſchen, das Stück im Werte von
etwa 3 Mark, zu entwenden Die geſtohlenen Taſchen
brachte Heindel nach Köln, um ſie dort zu verkaufen. Er
ſetzte auch bei einem Trödler einen Teil der Taſchen ab, doch
ſchöpfte die Kriminalpolizei den Verdacht, daß die Waren
aus einem Diebſtahl herrühren würden. Sie teilte den
Sachverhalt der Offenbacher Polizei mit und dieſe ſtellte als
Verkäufer den Heindel feſt; bei einer Hausſuchung fand ſich
auch noch eine größere Anzahl Taſchen. Heindel gab auch
den Diebſtahl zu und er wurde deshalb am 28. Juli vom
Schöffengericht Offenbach zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt.
In der Verhandlung gab Holler unter ſeinem Eid an, er
wiſſe nichts von den Diebſtählen, er hätte es auch unbedingt
merken müſſen, denn er ſei ſtets der erſte und der letzte in
der Fabrik geweſen. Nachdem Heindel die Strafe verbüßt
hatte, teilte er durch eine Poſtkarte der Polizei mit, daß
Holler einen Meineid geleiſtet habe. Er wurde danach unter
Zuziehung des Angeklagten Holler kommiſſariſch vernom=
men
, da er noch an demſelben Tage eine Stellung in Peters=
burg
annehmen wollte. Unter dem Eindruck der Vernehm=

ung geſtand dann der Angeklagte den Meineid zu; dieſes
umfaſſende Geſtändnis wiederholte er auch in der geſtrigen
Verhandlung vor dem Schwurgericht. Zeuge Kriminal=
wachtmeiſter
Helbig bekundet, daß er den Holler wiederholt
bei der polizeilichen Vernehmung und auch noch in der
Schöffengerichtsverhandlung darauf aufmerkſam gemacht
hat, er ſolle ſich vor einem Meineid hüten. Trotzdem hat
Holler in der Verhandlung vor dem Schöffengericht feſt und
beſtimmt erklärt, er wiſſe nichts von den Diebſtählen. Den
Geſchworenen wurden vier Schuldfragen geſtellt, von denen
die vierte die Zubilligung des einzigen Milderungsgrundes,
des § 157, betraf, ob Holler ſich bei der wahrheitsgemäßen
Ausſage ſelbſt der Strafverfolgung ausgeſetzt hätte. Die
Geſchworenen erkannten auf ſchuldig der Unterſchlagung
unter Zubilligung mildernder Umſtände und des Meineids
unter Zuerkennung des § 157. Der Staatsanwalt beantragte
eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahr 3 Monaten, Aberkennung
der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren
nit der Beſtimmung, daß der Angeklagte für dauernd un=
fähig
erklärt wird, als Zeuge vernommen zu werden. Das
Gericht erkannte auf 1 Jahr 4 Monate Gefängnis,
Verluſt der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von
5 Jahren. Von der Unterſuchungshaft wird ihm 1 Monat
angerechnet.
Ueber die Verwendung der Erträgniſſe des Blumen=
tages
wird uns folgendes mitgeteilt. Schon bald nach der
Abrechnung über den allgemeinen heſſiſchen Blumentag im
Mai 1911 wurde aus der Bevölkerung heraus der Wunſch
laut, es möchte doch über die Verwendung der eingegangenen
Gelder derzeit der Bevölkerung Aufklärung gegeben werden
und es wurde die Erfüllung dieſes berechtigten Wunſchesvon
der Großh. Zentrale für Mutter= und Säuglingsfürſorge in
Heſſen ſeinerzeit bereitwilligſt zugeſagt. Nunmehr kann
dieſem Wunſche Rechnung getragen werden. In der Preſſe
kann natürlich nur ein allgemeiner Ueberblick über die Tätig=
eit
der Zentrale und ihre Ausgaben gegeben werden; Ge=
naueres
findet ſich in ihrem alljährlich im Juli erſcheinenden
Geſchäftsbericht.
Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Zentrale liegt be=
anntlich
in der Einrichtung ärztlicher Beratungs=
ſtellen
in denen Müttern jederzeit unentgeltlich ärztlicher
Rat über die Pflege und Ernährung ihrer Säuglinge erteilt
wird. Nur ausnahmsweiſe ſollen den Müttern Unter=
ſtützungen
und Beihilfen gegeben werden, in erſter Linie
ſollen ſie durch ſachverſtändigen Rat in Stand geſetzt werden,
ſich ſelbſt zu helfen. Die Beratungsſtellen haben ſich ſehr be=
währt
, ſie werden von der Bevölkerung in Stadt und Land
ſtark beſucht, und es iſt die Erwartung berechtigt, daß mit
dem ſteigenden Verſtändnis für den Gedanken der Be=
ratungsſtellen
im Volke ihre Frequenz auch weiterhin ſteigt.
Gut Ding will Weile haben. Zur Einrichtung dieſer Be=
ratungsſtellen
hat die Großh. Zentrale nun aus den Erträg=
ntiſſen
des Blumentages im letzten Jahre ca. 30 000 Mark
verwandt. Es beſtehen nunmehr Beratungsſtellen in Als=
feld
, Alzey, Arheilgen, Darmſtadt=Beſſungen, Bingen,
Birkenau, Bensheim, Bretzenheim, Büdingen, Darmſtadt=
Stadt, Dieburg, Eberſtadt, Friedberg, Gernsheim, Gießen,
Griesheim, Groß=Gerau, Groß=Umſtadt, Hechtsheim,
Heppenheim, Koſtheim, Lauterbach, Mainz, Michelſtadt,
Neu=Iſenburg, Ober=Roden, Offenbach, Pfungſtadt, Viern=
heim
, Worms, Weiſenau, Weiterſtadt, Wimpfen (in Vor=
vereitung
zur demnächſtigen Eröffnung Ober= und Nieder=
Ramſtadt, Butzbach u. a. m.). In Notfällen werden in den
Beratungsſtellen bedürftigen Müttern Beihilfen in Natu=
ralien
, Hafer, Tropon, Milch uſw. gegeben. Allmählich
ollen derartige Beratungsſtellen in allen Orten mit mehr
ils 3000 Einwohnern errichtet werden, es werden deshalb
die Anforderungen an die Fonds der Zentrale in den
nächſten Jahren noch erheblich ſteigen. Zu den erwähnten
30000 Mark für die Beratungsſtellen kamen nun im letzten
Jahre 8 500 M k. anHonorar für die Aerzte der Beratungsſtel=
len
, ein einmaliger Zuſchuß von 1500 M k.an das Säuglings=
eim
in Gießen, ein Zuſchuß von 2300 Mk. an die Heb=
mmenlehranſtalt
in Mainz, ein Zuſchuß der Zentrale an di
in Darmſtadt beſtehende Milchküche und ein Zuſchuß zu den
Koſten des Eleonorenheims in Darmſtadt (das im übrigen
nicht aus den Erträgniſſen des Blumentages unterhalten
wird) von 9270 Mk. Für Vorträge von Aerzten, für be=
ehrende
Druckſchriften, Stillregeln und Merkbüchlein (von
enen etwa 40000 Stück verteilt wurden), für Säuglings=
und Wäſchebündel wurden ebenfalls größere Beträge auf=
gewandt
. Im Anſchluß an die Beratungsſtellen wurde die
Einrichtung getroffen, denjenigen Frauen, denen Verwandte

oder Freunde nicht beiſtehen können und denen eine bezahlte
Hilfskraft fehlt, für die erſten Tage nach der Entbindung
eine Hilfe zum Waſchen, Kochen, Putzen eine ſog. Haus=
pflege
unentgeltlich zu ſtellen. Dieſe Einrichtung iſt
ſehr beliebt; ſie hat ſchon manche arme Mutter, die ſich durch
zu frühes Aufſtehen und Arbeiten im Haushalt dauernde
Schädigung hätte zuziehen können, vor Siechtum und viel=
leicht
vor dem Tod bewahrt. Eine derartige Hauspflege
wird ſich allmählich auch in den Gemeinden unter 3000 Ein=
wohnern
, wo Beratungsſtellen nicht möglich ſind, einführen
laſſen. Außerdem ſollen in ſämtlichen Kreiſen beamtete
Helferinnen der Zentrale (Kreispflegerinnen) angeſtellt wer=
den
, deren ausſchließlicher Wirkungskreis der Landbevölker=
ung
ihres Kreiſes gelten wird. Für die Landkreiſe von
Mainz und Darmſtadt ſind derartige Kreispflegerinnen
ſchon in Tätigkeit, die weiter vorhandenen drei Pflegerinnen
erſtrecken ihre Tätigkeit vor der Hand proviſoriſch über das
ganze Land.
So ſtrömt aus den im vorigen Jahre von der ganzen
Bevölkerung Heſſens aufgebrachten Summen ein reicher
Segen für die Volksgeſundheit aus, der allen Teilen des
Landes gleichmäßig zugute kommen wird, und uns dem all=
gemeinen
großen Ziele, Geſundheit, Kraft und Leiſtungs=
fähigkeit
der kommenden Generation zu heben, näher bringt.
* Einjährigenprüfungen. Bei den am Samstag be=
endeten
Einjährigenprüfungen waren im gan=
zen
43 Kandidaten beteiligt, von denen 39 die wiſſen=
ſchaftliche
Prüfung und 4 das Künſtlerexamen ablegten.
Es beſtanden 15 die wiſſenſchaftliche Prüfung und 3 Künſt=
ler
. Von den 39 Kandidaten, die ſich der wiſſenſchaft=
lichen
Prüfung unterzogen, waren 12 im Darmſtädter
Pädagogium ausgebildet. Von dieſen beſtanden 8, wäh=
rend
von den übrigen 27 nur noch 7 beſtanden.
Gewerbemuſeum. Wir machen darauf aufmerkſam,
daß die Ausſtellung deutſcher und franzöſiſcher
Plakettenkunſt am 7. März ihr Ende findet. Aus=
drücklich
ſei auch noch bemerkt, daß die meiſten Stücke
käuflich ſind und daß die Ausſtellung durch den Ueber=
blick
, den ſie gibt, die günſtigſte Möglichkeit zu Erwer=
bungen
bietet. In Vorbereitung befindet ſich eine Aus=
ſtellung
orientaliſcher Teppiche, ferner, für den
Monat April, eine Ausſtellung von Arbeiten des Pro=
feſſors
J. V. Ciſſarz in Stuttgart, der bekanntlich
früher Mitglied der hieſigen Künſtlerkolonie war.
* Privil. Schützengeſellſchaft Darmſtadt. Am Sams=
tag
fand auf dem Schießhaus die diesjährige General=
Verſammlung der Privil. Schützengeſellſchaft Darm=
ſtadt
ſtatt. Der Oberſchützenmeiſter, Herr Geheimerat Pro=
feſſor
Dr. Kittler, erſtattete den Jahresbericht, aus
welchem beſonders erwähnt ſei, daß in dieſem Jahre die
Herren Kommerzienrat Diſchinger und Hof= Silber=
warenfabrikant
Vietor auf eine 25jährige Mitgliedſchaft
zurückblicken können. Dem Rechner wurde Entlaſtung aus=
geſprochen
und werden in Anbetracht der günſtigen Finanz=
lage
5 Anteilſcheine à 100 Mark zur Ausloſung gelangen.
Der Vorſtand wurde durch Zuruf wieder= und neu Herr
Küſter gewählt. Nach Schluß der Tagesordnung brachte
der Oberſchützenmeiſter auf den allerhöchſten Protektor der
Schützengeſellſchaft, Se. Königliche Hoheit den Großherzog,
ein dreifaches Hoch aus, in das die Verſammlung begeiſtert
einſtimmte. Das 17. Deutſche Bundes= und Gol=
dene
Jubiläums=Schießen 1912 wird in den
Tagen vom 14. bis 21. Juli in Frankfurt a. M. abgehalten
werden. Dieſes 50jährige Jubiläum des I. Deutſchen
Bundes=Schießens wird ſich zu einer glänzenden patrio=
tiſchen
Kundgebung deutſchen Bürgertums und zu einem
impoſanten nationalen Volksfeſt geſtalten. In den Herzen
der Schützen aller deutſchen Gauen hat der gaſtliche Ruf
Frankfurts zur Teilnahme an dieſem Feſte überaus leben=
digen
Widerhall gefunden und auch die Schützen des Aus=
landes
, insbeſondere Oeſterreichs, der Schweiz und von
Amerika werden in ſtattlicher Zahl vertreten ſein Unſer
Kaiſer, der Kaiſer von Oeſterreich, der Kronprinz, der
Prinzregent von Bayern, Prinz Heinrich von Preußen, der
Protektor des Schießens, ſowie ſämtliche deutſche Bundes=
fürſten
haben durch Stiftung von Ehrengaben dem Feſte
eine beſondere Bedeutung gegeben. Außerdem weiſt jetzt
ſchon die Liſte der Stiftungen eine große Anzahl Ehren=
gaben
auf. Auch die Privilegierte Schützengeſellſchaft
Darmſtadt wird ſich an dieſem Feſte ganz beſonders be=
teiligen
. Zum 14. Juli iſt die Kapelle des Leibgarde=
Infanterie=Regiments Nr. 115 unter Leitung des Ober=
muſikmeiſters
Hauske verpflichtet worden und werden die

fügte er die Anfrage bei, ob die Leute ſich ihr Brod
ſelbſt ſtellen müßten oder aber ob es ihnen verſchrieben
werden ſolle‟ Das Miniſterium antwortete am 18.
April: die Arreſtanten ſeien nur auf die Schanz zu
ſchicken und vom Karren abzuſehen, ihren Unterhalt
hätten ſie ſich ohne Beläſtigung der Caſſe ſelbſt zu ſtellen.
Dieſer Entſcheid, der eine weſentliche Strafmilderung
bedeutete, kam den Hahner Bauern gerade recht. Er
ſtimmte mit den Vorbereitungen vollkommen überein, die
ſie vor dem Antritt ihres Arreſts getroffen hatten. Worin
dieſe beſtanden, davon ſollte ſich der Oberaufſeher des
Stockhauſes zu ſeinem Schrecken gar bald überzeugen. Es
erſchien nämlich zur Mittags= und Abendmahlzeit jedes=
mal
ein Abgeſandter des Gaſthauſes zum Löwen und
brachte für die drei Arreſtanten eine ordentliche Mahl=
zeit
, nämlich mittags Gemüſe und Fleiſch und abends
Suppe und Fleiſch, item für Kiſtinger und Mörſchrod
Thon konnte keinen Wein trinken jeden Mittag eine
halbe Maß Wein. Außerdem bezogen die Drei täglich
ihren gehörigen Branntewein vom Küſter Seidel und ihr
Bier vom Weidenbach. Damit wars aber noch nicht
genug. Am 8. Mai 1776 erſchien eine Fuhre von Hahn
und brachte Bettung und Bettladen, damit den Inhaf=
tierten
das Lager nicht zu hart werde.
Dieſe Vorgänge brachten Kriminalrat Sumpf in
große Aufregung. Er erbat ſich deshalb am 8. Mai Ver=
haltungsmaßregeln
und bemerkte in ſeinem Bericht, daß
dieſer Gefängniskomfort ihm doch etwas zu weit ginge;
Bettladen im Stockhaus aufſtellen laſſen, wäre etwas
Unerhörtes; auch ſchien ihm die halbe Maß Wein und
der Schoppen Branntewein täglich, zu denen noch etliche
Maß Bier kamen, denn doch etwas zu viel für Inſaſſen
eines Stockhauſes. Gleichzeitig bemerkte Sumpf, daß die
Arreſtanten behaupteten, Eſſen und Getränke müſſe die
Gemeinde Hahn bezahlen, für die ſie hier büßten. Sumpfs
Bericht veranlaßte den Miniſter von Moſer, am 9. Mai
ffolgenden gemeſſenen Befehl ergehen zu laſſen: Die
Arreſtanten ſollen nicht wie ſtaatsgefangene Cavaliers,
ſondern wie zum Stockhaus verurtheilte Bauren gehalten
werden. Wann alſo andern in ähnlichen Fällen keine
Better geſtattet werden, ſo ſolls auch dieſen nicht ge=
ſſchehen
. Und eben ſo ſollen ſie in der ganzen Ver=
kköſtigung
ſchlechterdings wie andere Züchtlinge ge=
hhalten
werden, die ſich ſelbſt verköſtigen; durchaus nicht
aauf Koſten der Gemeinde, ſondern auf ihre eigene und
kalleinige Koſten. Wegen dieſes Umſtands, daß die Ge=

meinde ſie verköſtigen will, iſt ein beſonderer nochmali=
ger
Bericht eito ( ſchleunigſt) zu erſtatten.
Auf dieſe Verfügung hin wurde am 9. Mai der
Darmſtädter Löwenwirt Kiſſelbach vernommen. Er er=
lärte
, daß die Gemeinde mit ihm wegen der Verköſtig=
ung
keinen Akkord gemacht habe, und daß er ſich an die
drei Arreſtanten halten werde, die Eſſen und Trinken
bei ihm beſtellt hätten. Anderer Meinung waren die
gleich darauf vernommenen Arreſtanten. Sie ſagten
ganz ruhig: ſie würden nichts bezahlen, die Gemeinde
müſte davor ſtehen und alles bezahlen, ſie wären nicht
vor ſich nach Pirmaſentz gegangen, ſondern nahmens der
Gemeinde, von welcher ſie Vollmacht hätten Von die=
ſem
Wahn wurden ſie aber bald kuriert. Miniſter von
Moſer, der wütend über dieſe übermüthigen Bauren
war, die ſich als Staats=Märtyrer anſahen und als
Züchtlinge mit Braten, Wein und Brandtwein auf Koſten
der Gemeinde ſich wollten traktieren laſſen ließ ihnen
eröffnen, daß ſie nur wegen eigener Schuld, ihrer frivo=
len
Aufhezung der Gemeind und ihrem Landesfürſten
vorgebrachten vorſezlichen Unwahrheiten eingelocht
ſeien und deshalb Strafe und Koſten allein zu tragen
hätten. Gleichzeitig wurde dem Löwenwirt befohlen,
ſich alle 8 Tage zahlbar zu machen und Wein, Brandt=
wein
und Gebratenes, auch Abends Fleiſch, wenns auch
die Arreſtanten bezahlen wollten, hinfüro ihnen nicht mehr
zu liefern ſowie die Gemeinde Hahn verwarnt, unter
keinen Umſtänden für die Koſten der Verſorgung der In=
haftierten
aufzukommen oder auch nur Geld für ſie zu
ſammeln.
Trotzdem durch dieſe Verfügung den Arreſtanten
klar geworden ſein konnte, daß für Gefangene beſonder
Geſetz und Ordnung beſtand, ließen ſie ſich nicht davon
abbringen, von Zeit zu Zeit über die Schnur zu hauen.
Beim Auf= und Abführen der Schanzer geſtatteten ſie
ſich allerlei Mutwillen, gingen zum Beiſpiel bald vor,
bald nach der Wache. Mitte Mai geſtattete ſich Mör=
ſchrod
, mit ſeiner Frau, die ihn beim Schanzen beſucht
hatte, in die Stadt zu gehen und ſeinem Buben, der bis
Sonntag konfirmiert werden ſollte, Camiſol, Hut,
Strümpf. Schuhſchnallen und Bruſtlappen zu kaufen.
Ebenſo benutzten Thon und Kiſtinger die Abweſenheit des
Aufſehers, um einige Einkäufe in der Stadt mit den
Ihren zu beſorgen.
Als ihnen auch dieſe Extravaganzen verboten waren,
gabs eine Zeitlang Ruße. Die Arreſtanten betrugen ſid

manierlich und erreichten auch, daß man ihnen von ihrem
geliebten Wein aus dem Löwen alle Sonntag eine halbe
Maß und dem Thon Schnaps zuſprach. Daß ſie zahm wur=
den
, hing freilich damit weſentlich zuſammen, daß man
ihnen eröffnet hatte, man werde ſie, falls ſie jetzt nicht
parierten, bey Stockſchlägen entweder zu zwey oder drey
Mann hoch gehen laſſen
Mit dieſer Beruhigung der Arreſtanten war aber die
Ruhe in Sachen Kiſtinger=Mörſchrod=Thon noch keines=
wegs
eingetreten. Im Juni 1776 erſchien vor dem Land=
grafen
in Pirmaſens der Darmſtädter Stallverwalter
Eyffert und erklärte, die Gemeinde Hahn habe ſich ihm
gegenüber anheiſchig gemacht, den Darmſtädter großen
Exereir=Platz vollends zu applaniren, wann ihr die=
jenige
drey Gemeindsglieder losgegeben würden, welche
wegen vormals bezeugter Halsſtarrigkeit zur einjährigen
Schantzarbeit condemniret worden‟ Dem Landgrafen
leuchtete der Vorſchlag ein. Er gab deshalb am 14. Juni
ſeine Einwilligung zur Freigabe der Arreſtanten, mit dem
Anhang jedoch, daß zuerſt die Applanation geſchehe und
mit dem Aufſeher Eyffert wegen deſſen allenfalls fordernder
Taggebühren tractirt werde‟. Die Verfügung, die dieſe
Entſchließung des Sereniſſimus enthielt, wurde dem Ge=
heimen
Rat mitgeteilt. Als der aber daran ging, die etwas
myſteriös ausſchauende Sache zu unterſuchen und die Ge=
meinde
wegen dieſes Vorſchlags vernehmen ließ, ſtellte ſich
heraus, daß der Eyffert ſtark geſchwindelt hatte, was bei
einem längſt bekannten Streichmacher, wie er es war,
das Miniſterium übrigens bereits vorher als wahrſcheinlich
bezeichnet hatte.
Nach dieſem Zwiſchenfall, der dem Miniſterium viel
nnötigen Aerger und viele Arbeit bereitete, nahm dann
ie Hahner Affäre ein Ende. Nachdem die Arreſtanten
vom 15. April bis 22. Juli geſchanzt hatten, wurden ſie
auf 5 Wochen beurlaubt, damit ſie ihre Ernte eintun konn=
ten
. Ende Auguſt, da ſie wieder einrücken ſollten, machten
ſie ein Bittgeſuch an den Landgrafen und erreichten, daß
ihnen am 23. November 1776 der Reſt ihrer Strafe erlaſſen
wurde. Man glaubte dies tun zu ſollen, da die Arreſtanten
bereut und gebüßt hatten, auch ihre Untat weſentlich in
üblen Vorurtheilen und einfältiger An=
hänglichkeit
ans Alte ihren Grund hatte; auch ſie
ohnedies mit Frohnden überhäuft waren.

[ ][  ][ ]

Darmſtädter Schützen in großer Anzahl in dem Feſtzug
vertreten ſein. Das Eröffnungsſchießen auf allen Ständen
wurde ſchon auf nächſten Sonntag, den 10. März feſtgelegt,
um alsbald mit den Schießübungen beginnen zu können,
um gerüſtet zu ſein zum friedlichen Wettkampf. Da nur
Mitglieder des Deutſchen Schützenbundes ſich an dem
Jubiläums=Schießen beteiligen können, empfiehlt es ſich
für alle Herren, welche dem ſchönen Schießſport Intereſſe
entgegenbringen, Mitglied der Privilegierten Schützen=
geſellſchaft
Darmſtadt zu werden.
Der Katholiſche Frauenbund, Zweigverein Darm=
ſtadt
, hatte am Sonntag einen Familienabend veranſtaltet,
der ſehr zahlreich beſucht war. Darbietungen aller Art, wie
Geſang, Theatervorſtellung, Klavier= und Violinvorträge,
trugen zum Gelingen des Feſtes bei. Erfriſchungen wurden
von den Damen des Jugendbundes herumgereicht. Auch
eine wohl durchdachte Anſprache, welche die Ziele und Auf=
gaben
des Bundes klarlegte, fand reichen Beifall. So
können die Vorſtandsmitglieder nur ihren wärmſten Dank
den Mitwirkenden ausſprechen, ſowie auch allen, die ihr
Scherflein dem guten Zwecke zur Verfügung ſtellten.
G. A. Frauenturnen. Man ſchreibt uns: Am Sonn=
tag
, den 3. März, fand in der Turnhalle des Turn=
vereins
Nieder=Ramſtadt eine Uebung der Leiterinnen
und Leiter von Frauenabteilungen des 3. Gaues (Main=
Rhein) des 9. Kreiſes der Deutſchen Turnerſchaft ſtatt.
Eingeleitet wurde die Uebung durch recht hübſch aus=
geführte
Freiübungen in Verbindung mit Schrittübungen
der erſt ſeit kurzer Zeit beſtehenden Schülerinnen=
abteilung
des Turnvereins Nieder=Ramſtadt. Die für
das diesjährige Gauturnfeſt beſtimmten Freiübungen
wurden in ihren einzelnen Teilen erläutert und dann
die ganze Uebungsaruppe im Zuſammenhang durch=
geturnt
. Die den Vereinen bereits bekannt gegebenen
Barrenübungen wurden ebenfalls vorgeturnt und dann
geübt. Ein Beweis von eifriger Tätigteit lieferte die
Vorführung am Barren der Damenabteilung des Turn=
vereins
Nieder=Ramſtadt, denn ſämtliche Uebungen, die
teils recht erhebliche Anforderungen an die Geſchicklichkeit
und Ausdauer der Turnerinnen ſtellten, kamen gut zur
Durchführung. Bei dem ſich anſchließenden Kürturnen
an den Schaukelringen, konnte man mit hohem Schwung
mutig ausgeführte Uebungen beobachten, die auf ein
ausgiebiges und zielbewußtes Ueben der Turnerinnen
auf den heimiſchen Turnplätzen ſchließen laſſen. Munter
ausgeführte Turnſpiele bildeten den Schluß der gemein=
ſamen
Uebung. In der dem Turnen ſich unmittelbar
anſchließenden Beſprechung wurde der Uebungsſtoff noch
einmal mündlich behandelt und bei dem vorjährigen
Gauturnfeſt zutage getretene Mängel eifrigſt beſprochen.
Um 2½ Uhr ſchloß der Leiter der Uebung, Gauvertreter
Roth=Groß=Gerau, die Verſammlung mit dem Wunſche,
daß dieſe Uebung nicht unweſentlich zur weiteren Ver=
breitung
des Frauenturnens beitragen möge.
* Vertretertag der Stenographenvereine Gabels=
berger‟
. Der zu Ende des vorigen Jahres in Frank=
furt
a. M. gegründete Main=Rhein=Verband
Gabelsberger, dem bedeutende Gabelsberger Steno=
graphen
=Vereine in Heſſen und Heſſen=Naſſau mit
nahezu 2000 Mitgliedern angehören, hält am Sonntag,
den 10. März d. J., hier im Kaiſer= und Fürſtenſaal
ſeinen 1. Vertretertag ab. Im Anſchluß an die
reichhaltige Tagesordnung finden vier Vorträge
ſtatt, in denen u. a. die Frage der Einheitsſtenographie‟
behandelt wird. Die Vorträge beginnen pünktlich um
5 Uhr.
* Vereinigte Kriegervereine Darmſtadts. Die
angekündigte Volksvorſtellung findet nicht am
Montag, den 11., ſondern am Samstag, den
9. März ſtatt, und zwar Meyers‟ Etwaige Ab=
beſtellungen
von Karten müſſen umgehend bei dem
1. Schriftführer Kam. Junge, Schloßgartenſtraße 45,
erfolgen.
Verein Volksküche. (Unter dem Protektorat der
Großherzogin.) Der Verkehr in der Volksküche im
Februar d. J. überholt an Dichtigkeit den Verkehr im
Januar l. J., das beweiſt, daß die Volksküche in der
wechſelvollen Winterszeit im Februar l. J. gar manchem
Schützling mehr Zufluchts= und Erholungsſtätte geweſen
iſt. In dem ſtändig ſorgſam erwärmten Speiſeſaal
werden die Speiſen, Milch, Kaffee zu den alther=
gebrachten
niedrigen Bergütungsſätzen verabreicht, das
erleichtert die Zuflucht und die Erholung. Während der
24 Betriebstage in dem Monat Februar l. J. ſind in
der Volksküche durchſchnittlich täglich verkauft worden:
154 Stücke Brot (mit oder ohne Butter), 71 Wecke, 114
Becher Kaffee (mit und ohne Zucker), 123 Becher Milch,
24 Portionen Wurſt und Fleiſch für ſich, 77 Portionen
Suppe (mittags und abends), 155 Portionen Beilagen

(Gemüſe, Salat, geröſtete Kartoffeln), 42 Portionen
Suppe und Gemüſe zuſammen, 5 Portionen Suppe und
Fleiſch zuſammen, 41 Portionen Gemüſe und Fleiſch zu=
ſammen
, 22 Portionen Suppe, Gemüfe und Fleiſch zu
ſammen, 50 Portionen Hering mit Kartoffeln. Unter
Außerachtlaſſen der vorerwähnten Durchſchnittszahlen
für verabreichte Brote, Wecke, Kaffee, Milch berechnet
ſich nach den übrigen Durchſchnittszahlen, daß in dem
Monat Februar l. J. in der Volksküche täglich 416 hoſt=
gänger
(männlich und weiblich) ihr Mittag= uud Abend=
eſſen
geſucht und gefunden haben. Dabei kamen 666
Freikarten (bereits bezahlte Gutſcheine à 10 Pfg. zur
Ablieferung und Verwertung.
* Kaufmänniſcher Verein Darmſtadt (E. V.). Sams=
tag
, den 9. März, werden im Vereinslokale, Grafenſtraße,
die Herren S. Joſeph=Darmſtadt und Dr. jur. Königs=
berger
=Frankfurt a. M. einen Vortrag über Aus=
kunftsweſen
halten. Der erſtere wird die wirtſchaftliche, letz=
terer
die juriſtiſche Seite beſprechen. Bei den ſich immer
ungünſtiger geſtaltenden Zahlungsverhältniſſen im ge=
ſchäftlichen
Leben gewinnen die Auskunfteien zweifellos
an Bedeutung. Der Vortrag dürfte deshalb für alle die=
jenigen
, welche gezwungen ſind, Kredite zu gewähren, von
Intereſſe ſein. Gäſte ſind willkommen. (S. Anz.)
* Deutſcher Handlungsgehilfen=Verband. Man ſchreibt
uns verſpätet: Die Lehrlingsabteilung der
hieſigen Ortsgruppe des deutſchnationalen Handlungs=
gehilfen
=Verbandes veranſtaltete am Sonntag im Fürſten=
ſaal
den 2. Elternabend. Der Feſtredner, Herr Gau=
vorſteher
Schellin, Frankfurt, beſprach in ſeiner Feſtrede
die Gegenwartsbeſtrebungen auf dem Gebiete der Jugend=
pflege
und beleuchtete dabei die Tätigkeit des deutſchnatio=
nalen
Handlungsgehilfen=Verbandes in ſeinen Lehrlings=
abteilungen
. Erhöhung der Berufsfreudigkeit, Vertiefung
des Fachwiſſens, Erziehung zu bewußter Vaterlandsliebe,
ſeien die Grundpfeiler der Tätigkeit des Verbandes. Große
Bedeutung werde auch der Pflege körperlicher Tüchtigkeit
und Erweckung der Freude an der ſchönen Gottesnatur und
der Liebe zum Heimatland beigemeſſen. Ernſte und heitere,
nur von Lehrlingen, dargebotene Vorträge trugen weſent=
lich
zur feſtlichen Geſtaltung des Abends bei. Ganz be=
ſonderen
Dank verdient Konzertſänger Herr Ph. Schmidt,
der ſein prächtiges Können (Lieder für Tenor) in den
Dienſt des Abends geſtellt hatte. Es war eine einfache,
ſtimmungsvolle Feier, die abermals davon Zeugnis ab=
legte
, daß die hieſige Ortsgruppe des deutſchnationalen
Handlungsgehilfen=Verbandes allgemeine Beliebtheit er=
rungen
hat.
* Ehemalige 13. Huſaren. Zur Beteiligung an der am
Sonntag ſtattfindenden Verſammlung im Hotel=
Reſtaurant Merz wird hiermit aufgefordert.
* In dem Bericht über den Fachkurſus für Deko=
rationsmaler
muß es heißen: Die Arbeiten wurden in
verſchiedenen Techniken ausgeführt, wie Leim, Caſein,
Gamalit und nicht Carmelit.
Zaubervorſtellung Bellachini. In der Tat, es ſind
ein paar äußerſt intereſſante Stunden, die der vielſeitige
Hofkünſtler L. Bellachini aus Marburg a. d. L. all=
abendlich
bietet und man darf wohl dem zuſtimmen, was
das Programm verzeichnet, daß es ſich um das größte
Unternehmen dieſes Genres handelt. Sicher wird ihm
auch keine gleichwertige Konkurrenz ſobald erſtehen, das
bringt die ganze Eigenart des Hofzauberkünſtlers ſo mit
ſich. Man kann ein durchaus aufgeklärter Menſch ſein, der
weder an Hexerei, noch ſonſt an übernatürliche Dinge
glaubt, und alles Menſchliche mit Menſchlichem aufklärt,
und muß doch anerkennen, daß man hier vielfach vor Rät=
ſeln
ſteht, deren Löſung in mehr zu ſuchen iſt, als in der
ganz meiſterhaften Fingerfertigkeit. Dieſe allein klärt we=
nigſtens
viele der Zaubereien Bellachinis keineswegs auf.
Wenn auch das Vergrößern und Verkleinern, ſowie das
ganze Verſchwinden von Handſchuhen und allen möglichen
ſonſtigen Dingen, die Kartenkunſtſtückchen uſw. durch dieſe
Fingerfertigkeit ſofort zu erklären ſind, ſo ſind es doch
keineswegs alle die Piecen, beginnend mit der verhexten
Weinflaſche, die ganz nach Belieben des Meiſters mit
einem leeren oder gefüllten Glas den Platz wechſelt, und
endigend mit ihrem höchſten Triumph, dem Verſchwinden
einer lebenden Perſon. Hierzu gehören Apparate und alle
möglichen Vorbereitungen, die außerhalb des Bereichs der
Fingerfertigkeit liegen. Aber natürlich zu erklären ſind
auch alle dieſe Dinge, denn wir wiſſen, daß es eigentliche
Zauberei nicht gibt. Darum iſt es doppelt intereſſant,
daß es immer und immer wieder gelingt, mit gleichen und
einander ähnelnden Tricks das Publikum, auch das den=
kende
, zu frappieren und irrezuführen. Und gerade letzteres

kann Hofkünſtler Bellachini ganz ausgezeichnet. Aber er
tut es mit fo feinem, manchmal auch draſtiſchem Humor,
daß auch der Beteiligte mitlacht und ſich beſtens unterhält,
auch wenn andere auf ſeine Koſten lachen. Das Pro=
gramm
Bellachinis verzeichnet nun im 1. Teil: Ma=
giſches
Entree, Die behexte Weinflaſche, Die kleinen Sän=
ger
auf Reiſen, Satanas in der Glaskaſſette, Das flie=
gende
Vogelhaus, Renz, Hagenbeck und Bellachini, Ein
Diner bei einem Zauberer; im 2. Teile: Aus dem Reiche
der vierten Dimenſion und im 3. Teil: Orientaliſche und
indiſche Zauberei. Darunter aber iſt ſehr viel zu ver=
tehen
. Wir wollen nur erwähnen die Entſtehung eines
ganzen Blumengartens, der teilweiſe vor den Augen der
Zuſchauer wächſt, der Eierkuchen, aus dem eine lebende
Taube wird, die der Meiſter dann zerreiſt, um zwei
lebende daraus zu machen; das Erſtehen von lebenden
Kaninchen aus einem Papierknäuel u. dgl. m. Dann wie
er den Darmſtädtern das Gruſeln lernt durch Beſchwö=
rung
von Geiſtern und Totengerippen, die ſich geheimnis=
voll
auf der Bühne bewegen und jedem Befehl ihres Mei=
ſters
gehorchen. Das alles eint ſich bei Bellachini zu eben=
ſo
intereſſanten wie unterhaltenden Vorſtellungen, deren
Beſuch jedermann empfohlen ſei.
§ Abhanden gekommene Wertpapiere. Am 28. Fe=
bruar
wurde auf der Eiſenbahnfahtt von Dresden über
Leipzig, Erfurt, Frankfurt a. M. nach Mannheim eine
Briefmappe mit Inhalt verloren und vermut=
lich
unterſchlagen. Die Briefmappe iſt aus ſchwarzem
Leder und trägt die Aufſchrift Viktoria, Berliner Lebens=
verſicherung‟
Der Inhalt derſelben beſtand in: 1 Stück=
34Aproz. Obligationen der Sächſiſchen Bodenkreditbank
über 1000 Mark, 2 Stück 3½proz. desgleichen über je 500
Mark, 3 Stück 3½proz. desgleichen über je 200 Mark,
1 Stück 3½proz. desgleichen über 100 Mark, 1 Stück
3½proz. Deutſcher Reichsanleihe über 500 Mk., mehreren
3Aproz. Koupons zu Obligationen der Sächſ. Boden=
kreditbank
im Geſamtwerte von 400 Mk., einem Bankbuch=
der
Dresd. Bank in Dresden über 300 Mk. Einlage, einer
Doktorarbeit, einem Militärpaß 1870/71 und einem Dres=
dener
Bürgerbrief. lautend auf Hermann Prinz, Dres=
den
. Für die Beſchaffung der Wertpapiere ſind 10 Pro=
zent
des beigebrachten Wertes als Beloh=
nung
ausgeſetzt. Etwaige ſachdienliche Mitteilungen
bittet man an die hieſige Kriminalpolizei zu richten.
§ Raub= und Mordverſuch. Am Montag abend kurz
nach ſieben Uhr kam, wie bereits gemeldet, in das Verkaufs=
lokal
des 70 Jahre alten Händlers Lippmann Falk,
Kleine Ochſengaſſe Nr. 4, ein Unbekannter, um ſich einen
Anzug zu kaufen. Falk zeigte ihm verſchiedene Anzüge.
Hierbei äußerte der Unbekannte, daß er ſich auch eine
Taſchenuhr kaufen wolle. Falk ging in den erſten Stock, um
die daſelbſt befindlichen Uhren zu holen. Der Unbekannte
folgte Falk die Treppe hinauf, überfiel denſelben, verſuchte
ihn zu knebeln, ſteckte ihm ein Taſchentuch in den Mund
und brachte ihm mehrere Meſſerſtiche bei und ſuchte alsdann
unter Mitnahme von zwei Uhren und 40 Mark Bargeld
das Weite. Der ſchwerverletzte Händler Falk verfolgte den
Unbekannten noch bis auf die Straße, ohne ſeiner jedoch
habhaft zu werden. Seitens der Polizei ſind ſofort eifrige
Recherchen angeſtellt worden.
Geſtern mittag iſt es den Bemühungen der Polizei
gelungen, den Täter in der Perſon des 25 Jahre alten
Schuhmachers Ludwig Gölz aus Schönberg, der hier in
der Altſtadt wohnte, feſtzunehmen. Die Polizei kam
dadurch auf die Spur des Täters, däß dieſer ſeine blut=
beſudelten
Kleider reinigen ließ. Die geraubten zwei
Uhren und das Geld wurden noch bei ihm vorgefunden.
Auch der Stock und die Mütze des Gölz ſind gefunden wor=
den
und ebenſo wie das zu der Bluttat benutzte Meſſer als
ſein Eigentum feſtgeſtellt worden. Der Täter iſt ein un=
zugänglicher
verſtockter Böſewicht, der ſich noch nicht dazu
bequemen konnte, ein Geſtändnis abzulegen, doch ſteht ſeine
Täterſchaft unzweifelhaft feſt.
Feuer im Stadthaus. In einem Bureau im ober=
ſten
Stockwerk des Stadthauſes in der Rheinſtraße war
geſtern abend gegen 7 Uhr dadurch Feuer entſtanden, daß
ein Windſtoß den Fenſtervorhang über die in der Nähe
des Fenſters angebrachte Lampe wehte, wodurch der Vor=
hang
Feuer fing. Die herabfallenden Funken ſetzten auch
den Papierkorb in Brand. Das Feuer wurde alsbald=
bemerkt
und gelöſcht ehe die Feuerwehr erſchien.
Außer Vorhang, Papierkorb und Fenſtermantel iſt nichts
verbrannt. Akten wurden nicht beſchädigt.

Konzerte.

* Am Montag fand das ſechſte und letzte Konzert
der Großherzoglichen Hofmuſik unter Leitung
des Herrn Hofrats de Haan ſtatt. Es wurde eröffnet mit
der hier zum erſten Male gehörten ſinfoniſchen Dichtung
von Richard Strauß Alſoſprach Zarathuſtra der
die Vorrede von Friedrich Nietzſche zu Grunde gelegt iſt,
ohne daß der Komponiſt, der in ſeinem Werke zwar ein=
zelne
Teile unterſcheidet, es aber als ein fortlaufendes
Ganzes behandelt, ſich ſtreng an ſie gehalten hat. Er ſchil=
dert
hier das Ringen eines fauſtiſchen Menſchen, der zur
Erkenntnis gelangen will durch die Religion, die Wiſſen=
ſchaft
, im Strudel des irdiſchen Lebens und der Leidenſchaf=
ten
und durch die endliche Loslöſung von allen Feſſeln zur
Selbſtbefreiung gelangt. Leicht zu verſtehen ſind weder die
Abſichten noch die Muſik des Komponiſten. Ueber die letz=
tere
haben wir uns wiederholt eingehend ausgeſprochen;
über das ihr zu Grunde liegende künſtleriſche Prinzip und
ſeinen Kunſtwert wird die Geſchichte zu urteilen haben.
Wenn man es anerkennt, wird man auch die letzten
Konſequenzen, die Richard Strauß aus ihm zieht, anerken=
nen
müſſen. Ueber die Großartigkeit, die geniale produktive
Kraft und die kontrapunktiſche Kühnheit der Zarathuſtra=
Kompoſition, die ſich im einzelnen auch zu einer wunder=
baren
Pracht der Inſtrumentation erhebt, kann kein Zweifel
beſtehen. Wer erſt gelernt hat, die Richard Straußſche
Muſik in ſeinem Sinne zu hören, der wird auch die Un=
gleichheiten
die ſich z. B. aus dem Vergleich der grandioſen
Einleitung mit dem Tanzlied ergeben und die unvermit=
telten
Uebergänge forthören, und die Begriffe der Dis=
harmonie
und Kakophonie werden dann zum alten muſika=
liſchen
Gerümpel geworfen werden. Die Aufführung des
Werkes durch das auf 80 Mann verſtärkte Orcheſter, das
Herr Hofrat de Haan mit jugendlicher Begeiſterung
leitete, entſprach höchſten Anforderungen und war eine im=
ponierende
Leiſtung.
Als Geſangsſoliſtin wirkte die Kammerſängerin Frau
Anna Kaempfert aus Frankfurt mit, die als erſte Num=
mer
die Konzert=Arie Ah, pertido von Beethoben mit Or=
cheſterbegleitung
und ſpäter Lieder von Hugo Wolf, Max

Reger und Max Schillings ſang. Die Ausführung aller
dieſer Nummern war techniſch vollendet, Frau Kaempfert
iſt Meiſterin der Vortragskunſt als ſolcher, läßt aber trotz=
dem
kalt, da es ihrem Organ an Wärme und ihrem Vor=
trag
an Seele fehlt. Als Zugabe ſang ſie Arnold Mendels=
ſohns
brillant gearbeitetes Lied von der wandelnden
Glocke‟.
Den Beſchluß des Abends machte Schuberts große
C-dur=Sinfonie, deren Längen Schumann, der ſie
im Nachlaſſe Schuberts entdeckt hat, einſt als himmliſch
bezeichnet hat. Sie gehört zu den herrlichſten Inſtrumental=
werken
, die wir beſitzen, und es gibt außer den Beethoven=
ſchen
Sinfonien kaum etwas, was man ihr an die Seite
ſtellen könnte. Das Orcheſter wurde den Schönheiten des
Werkes, beſonders in den beiden köſtlichen Mittelſätzen,
vollauf gerecht, und ſo bot die Sinfonie den höchſten und
reinſten Genuß des Abends und bildete zugleich einen wür=
digen
Abſchluß der Hoftheaterkonzerte in dieſer Saiſon.

Feuilleton.

* Wie ſoll man ſich photographieren laſſen? Unter die=
ſer
Aufſchrift hatte die Straßburger Poſt letztens eine kurze
Betrachtung veröffentlicht. Dazu gehen ihr von einem Por=
trätmaler
, der früher ein größeres photographiſches Geſchäft
zu leiten hatte, die folgenden Zeilen zu, die auch in un=
ſerem
Leſerkreiſe Intereſſe finden dürften: Man lächelt zu=
wveilen
über den Rat der Photographen: Bitte, recht freund=
lich
! oder ſonſt eine paſſende Ermahnung. Ein derartiger
Rat iſt aber nicht zu belächeln. Nicht nur ganz ruhig hal=
ten
muß man vor dem photographiſchen Apparat ſondern
auch kein ſorgenvolles und düſteres Geſicht ſoll man zeigen,
um ſich und anderen im Lichtbild zu gefallen. Ferner iſt die
Tages= und Jahreszeit zu berückſichtigen. Man ſitze dem
Photographen daher womöglich nicht im November oder
Dezember, da in dieſen Monaten der Himmel meiſtens
trüb iſt, ſondern man wähle dazu einen ſchönen Frühlings=
oder
Spätſommertag. Was die Stellung des Geſichts be=
trifft
, ſo wird ein künſtleriſch gebildeter Photograph ſtets
annähernd das Richtige treffen, obwohl er ſelbſtverſtänd=
lich
dem Rat oder der Anſicht ſeines Klienten gern Rech=

nung trägt. Man merke ſich deshalb folgendes: der Kopf=
darf
nie vollſtändig von vorne aufgenommen werden, ſo
daß man beide Ohren zu ſehen bekommt; dagegen iſt aber
auch volles Profil zu vermeiden, da es nur bei ſehr mar=
kierten
Geſichtszügen die Aehnlichkeit erkennen läßt. Kopf
und Bruſt darf nie ganz dieſelbe Richtung einhalten; das
Geſicht ſoll alſo ſtets nach einer Schulter geneigt ſein. Bei
Knieſtücken vermeide man, die Beine nach vorne zu ſtellen;
findet man es geraten, ſeine ganze Figur porträtieren zu
laſſen, ſo achte man darauf, daß ſich die Ferſen nicht berüh
ren und die Füße ja nicht die gleiche Stellung einnehmen.
Die Hand erſcheine nie in der ganzen Länge, ſondern ſtets
in anmutiger Biegung. Natürlich iſt auch die Wahl der
Kleidung von einiger Wichtigkeit. Vollſtändiges Schwarz
iſt zu umgehen, auch ziehe man keinen ganz neuen Rock an
Dunkelgrau, dunkelblau oder ein mittleres Braun erzielt
ſtets eine gute Wirkung. Große Gruppen von Vereinen
und dergleichen mißraten faſt immer, weil jedes Mitglied
ſich vorzudrängen ſucht. Hier kommt Schillers Diſtichon
zur Geltung: Jeder, ſieht man ihn einzeln, iſt leidlich klug
und verſtändig, ſind ſie in eorpore, gleich wird auch ein
Dummkopf daraus. Ein mäßiges Oberlicht wirkt ſtets
vorteilhaft, und im Freien, aber nicht in der Sonne, auf=
genommene
Bilder gelingen meiſtens vorzüglich. Künſt=
leriſche
Spielereien, wie die ſogenannten Rembrandts, mit
nichts als einem ſcharfen Streiflicht, können unmöglich als
Bildniſſe wirken. Schöne Perſonen ſind gewöhnlich mit
ihren Photographien zufrieden; weniger hübſche ſind un=
willig
darüber und finden es unbegreiflich daß der Photo=
graph
, wie ſie meinen, einen ſchiefen Mund, zu kleine Augen
oder eine zu kurze Naſe gemacht hat. Manche verlangen
ein völlig ſchattenloſes Geſicht und fordern den Photo=
graphen
auf, ihnen den ſchwarzen Strich neben der Naſe
wegzumachen. Derartige Bemerkungen ſollte ſich kein ver=
ſtändiger
Menſch erlauben. Eine Photographie iſt immer
vollkommen ähnlich, ja in den meiſten Fällen wirkt ſie ver=
ſchönernd
. Gefällt ſie alſo dem Beſteller nicht, ſo iſt der
Photograph, wenn er ſein Geſchäft verſteht, nicht daran
ſchuld.
** Körig Eduard als Bergarbeiter. Im Zuſammen=
hang
mit dem Streik der engliſchen Bergarbeiter erinnert

[ ][  ][ ]

§ Pfungſtadt, 5. März. Von ſeiten der Kreisbehörde
wird die Angliederung des hieſigen Gewer=
begerichts
an das der übrigen Landgemeinden des
Kreiſes Darmſtadt erſtrabt. Zu dieſem Zwecke
hielt Herr Regierungsaſſeſſor Dr. Pabſt als Vertreter
des Großh. Kreisamts einen Vortrag vor den Vertretern
der Gewerbetreibenden und den Arbeitnehmern über
dieſe Materie. Nach den Darlegungen des Regierungs=
vertreters
dürfte ſich der geplante Anſchluß ſowohl aus
finanziellen Gründen als auch wegen Herbeiführung
einer einheitlichen Rechtſprechung rechtfertigen und
empfehlen. Aus der Mitte der Verſammlung wurde die=
ſem
Plan mit dem Vorbehalt zugeſtimmt, daß Pfungſtadt
eine eigene Kammer und Gerichtsſcheeiberei erhält, und
daß es der hieſigen Gemeinde freiſteht, ſpäter wieder ein
eigenes Gewerbegericht errichten zu können.
Griesheim, 5. März. Vergangene Nacht kam ſchon
wieder ein Einbruchsdiebſtahl vor, indem bei
dem Schloſſer Koch in der Wilhelmſtraße die ganze im
Garten aufgehängte Wäſche geſtohlen wurde. Gleich nach=
dem
der Diebſtahl bekannt geworden war, wurde der hie=
ſige
Polizeihund auf die noch friſche Spur geſetzt, dem es
auch gelang, den Täter ausfindig zu machen.
Offenbach, 5. März. Der 31 Jahre alte Fabrikarbeiter
Cl. verübte in der verfloſſenen Nacht einen Selbſt=
mordverſuch
. Er weilte in einem Hauſe der Großen
Marktſtraße in einer Geſellſchaft und brachte ſich dort plötz=
lich
mit ſeinem Taſchenmeſſer einen tiefen Stich
in die Bruſt bei. In ſchwerverletztem Zuſtande wurde
er in das ſtädtiſche Krankenhaus gebracht. Am Sams=
tag
nachmittag ſtieß der Sohn des Bäckermeiſters L
Fenn in der Geleitsſtraße auf ſeinem Fahrrade m
einem Waſſerfuhrwerke zuſammen. Der be=
dauernswerte
Radfahrer wurde ſo unglücklich überfahren,
daß er mit einer Droſchke in das ſtädtiſche Krankenhau
geſchafft werden mußte Die erlittenen Verletzungen ſind
ſehr ſchwer, ſodaß dem bedauernswerten jungen Manne
wahrſcheinlich ein Bein amputiert werden muß.
Erbach i. O., 3. März. Veranlaßt vom hieſigen
Volksbildungsverein war heute nachmittag
im Schützenhof ein Konzert veranſtaltet, ausgeführt
von Frau Schulz=Alsbach (Klavier), ferner von den
Herren L. Müller (Tenor), Frey (1. Violine), Lieſenbach
(2. Violine), Falkenſtein (Viola) und Pfaff (Cello), ſämt=
lich
aus Darmſtadt. Die zahlreich Erſchienenen ſpendeten
den künſtleriſchen Darbietungen lebhaften Beifall. Das
Programm umfaßte: Streichquartett in Es=dur von K.
von Dittersdorf (17391799); Arie aus dem Freiſchütz
von C. M. von Weber (17861826), Sonate aus F-dur
von Richard Strauß, Lohengrins Herkunft von
R. Wagner (18131883); Klavierquartett von F. Men=
delsſohn
=Bertholdy (18191847). Der freudige, allſeitig
geſpendete Beifall veranlaßte die Künſtler, Zugaben zu
machen. Herr Schulrat Dietrich dankte im Namen des
Volksbildungsvereins den Mitwirkenden wie auch den
Hörern. Die geſchickte Zuſammenſtellung des Programms
ſorgte nicht nur für hübſchen Wechſel, ſondern es zog, wie
aus den oben beigefügten Jahreszahlen erſichtlich iſt, ein
Stück Muſikgeſchichte am Hörer vorüber.
* Mainz, 4. März. Am Samstag erkrankten, wie
ſchon gemeldet, 36 Mann des 1. Bataillons des 88. In=
fanterieregimentes
unter heftigen Leibſchmerzen
und Erbrechen, ſodaß ſie ins Garniſonslazarett über=
geführt
werden mußten. Am Sonntag morgen meldeten
ſich weitere 15 Mann krank, die ebenfalls Vergiftungs=
erſcheinungen
zeigten und ins Lazarett gebracht wur=
den
. Die Urſache der Erkrankungen ſoll auf den am Frei=
tag
genoſſenen Fiſch (Kabliau) zurückzuführen ſein. Eine
Unterſuchung wurde ſofort angeordnet. Das Befin=
den
der Erkankten iſt im ganzen befriedigend.
Nach weiteren Erkundigungen beträgt die Geſamtzahl
der bisher Erkrankten bis heute vormittag 79 Mann. Ob
es ſich wirklich um Fiſchvergiftung handelt, iſt noch nicht
feſtgeſtellt. Die bisherigen Ermittelungen ergaben die ein=
wandfreie
Beſchaffenheit der übriggebliebenen Fiſche.
Auch die Erkrankungen, beſonders die letzten Fälle, haben
ſich als leichter herausgeſtellt, als es zuerſt den Anſchein
hatte.
Worms, 5. März. Infolge der in letzter Zeit wieder=
holt
an den Eiſenbahnübergängen vorgekomme=
nen
ſchweren Unglücksfällen in der Nachtzeit hat das
Kreisamt angeordnet, daß die mit Zugſchranken verſehe=
nen
Wegübergänge, die in Schienenhöhe gelegen ſind, auf
den innerhalb unſeres Kreiſes gelegenen Hauptſtrecken bis
auf weiteres in der Zeit vom 1. März bis 30. September
von 9 Uhr abends bis 5 Uhr morgens, und in der Zeit
vom 1. Oktober bis 28. Februar von 7 Uhr abends bis
7 Uhr morgens für den öffentlichen Verkehr
geſchloſſen gehalten werden müſſen.

Mainz, 5. März. Der Taglöhner Joh. Clement
von hier ſtürzte geſtern nachmittag am Zollamt ſieben
Meter hoch von einem Gerüſt herab und zog ſich erheb=
liche
Verletzungen zu. Der Unglückliche, der infolge
eines Ohnmachtsanfalles abgeſtürzt war, wurde von der
Sanitätswache ins Spital gebracht. Dort wurden Rip=
penbrüche
und innere Verletzungen konſtatiert.
Eich, 3. März. Im nahen Sandhof ſtürzte der Stroh=
händler
Johannes Vaubel vom Wagen und erlitt
ſchwere, lebensgefährliche Verletzungen. An ſeinem Auf=
kommen
wird gezweifelt.
Gießen, 4. März. Der Kunſtverein, der über 200
Mitglieder zählt, und bisher eine Sektion des Kunſtvereins
für das Großherzogtum Heſſen bildete (Sitz Darmſtadt)
hat, laut Frkf. Ztg., einſtimmig ſeine Auflöſung und
die Gründung eines unabhängigen Gießener
Kunſtvereins beſchloſſen. Dieſe Maßnahme iſt nach
der Meldung des genannten Blattes darin begründet, daß
man ſchon geraume Zeit mit den Leiſtungen der Zentrale
auf künſtleriſchem Gebiet nicht zufrieden war; beſonders
aber war man ungehalten darüber, daß die angeſammel=
ten
bedeutenden Mittel, zu denen Gießen (wo ein Viertel
aller Mitglieder der Landes=Vereinigung wohnt), dement=
ſprechend
beigeſteuert hat, bisher nur zur Hebung der Kunſt
in Darmſtadt Verwendung fanden.

Reich und Ausland.

Aus der Reichshauptſtadt, 4. März. Im Herbſt die=
ſes
Jahres ſoll in Döberitz ein ſtändiges Fliegerbataillon
eingerichtet werden. Mit dem gleichen Zeitpunkt ſiedelt
das Eiſenbahn=Regiment Nr. 1 nach Hanau
über. Die dadurch freiwerdende Kaſerne ſoll mit einem
neu zu bildenden Eiſenbahn=Regiment, das die Nr. 4 er=
hält
, beſetzt werden. Bei der heutigen Verhandlung
im Spielerpro zeß gegen Buyes=Wolff= Met=
ternich
machte der Rechtsanwalt Werthauer darauf auf=
merkſam
, daß, trotzdem im Zuhörerraum zahlreiche Plätze
frei wären, niemand hereingelaſſen würde; ſogar die
Türen zur Straße ſeien verſchloſſen und würden durch
Schutzleute bewacht. Der Vorſitzende bezeichnete es als
unerhört, daß ſo etwas vorkomme, und ließ nach kurzer
Beratung die Verhandlung wiederholen, da nach der
Strafprozeßordnung eine ſolche Beſchränkung der Oeffent=
lichkeit
einen Reviſionsgrund abgeben könnte. Gegen
5 Uhr nachmittags ſahen die Einwohner des Nachbar=
hauſes
eines großen Grundſtücks in der Wallſtraße, auf
dem ein Haus bis auf eine drei Meter hohe Mauer ein=
geriſſen
war, daß dieſe Mauer plötzlich einſtürzte.
In der Nähe wühlten gerade Kinder im Erdboden.
Daraufhin, daß einige von dieſen Kindern mit großem
Geſchrei davon lieſen, wurde angenommen, daß etliche
von dem umgeſtürzten Mauerwerk begraben worden ſeien.
Durch die raſch alarmierte Feuerwehr konnte feſtgeſtellt
werden, daß keines der Kinder verſchüttet worden iſt.
Der in der Deutſchen Linoleum= und Wachstuch= Kom=
pagnie
angeſtellte 18jährige Bureauſchreiber Alfred Krä=
demann
war am Abend mit 500 Mark und zwei Wert=
paketen
, die Wertpapiere in einer Höhe von über 100000
Mark enthielten, geflüchtet. Die erbrochenen Wert=
pakete
gelangten geſtern an die Firma, da der Dieb den
Inhalt wahrſcheinlich nicht zu verwenden wußte. Der
Flüchtige iſt noch nicht ergriffen.
Frankfurt, 5. März. Hier wurden in den letzten Tagen
drei Perſonen wegen Landesverrats verhaf=
tet
. Der Hauptverdächtige iſt der Polizei ſchon lange
durch größere Geldausgaben und Auslandsreiſen, nament=
lich
nach Paris, aufgefallen. Es ſoll ſich bei der Affäre
um Geſchützzeichnungen und um das neue Einheitsſchloß
er Artillerie handeln. Die Affäre ſpielt auch nach Eſſen
und Wilhelmshaven hinüber. Ein Verwandter des einen
Verhafteten ſoll angeblich bei Krupp beſchäftigt ſein.
Nähere Einzelheiten über die Angelegenheit berichtet die
Kleine Preſſe wie folgt: Vor einiger Zeit verhaftete die
Kriminalpolizei einen Wettvermittler. Bei einer Haus=
ſuchung
wurden Briefe gefunden, die darauf ſchließen lie=
ßen
, daß der Mann für die franzöſiſche Regie=
ung
Spionage trieb. Dann wurden Telegramme
und Briefe abgefangen, und es zeigte ſich, daß der Ver=
dacht
berechtigt und die Hauptperſon bei dieſer Spionage
ein angeblicher Techniker war. Auch dieſer wurde feſtge=
nommen
. Die polizeilichen Nachforſchungen haben erge=
ben
, daß der Techniker der franzöſiſchen Botſchaft in Ber=
lin
ſchrieb, er ſei imſtande, ihr Geſchützzeichnungen aus
Eſſen und Zeichnungen der neuen Kruppſchen Artillerie=
geſchütze
zu liefern. Das war im Dezember 1911. Er er=
hielt
darauf zur Antwort, er möge ſich in Luxemburg mit
einem franzöſiſchen Agenten treffen, um dieſem nähere An=
gaben
zu machen. Anfang Januar reiſten die beiden Ver=
räter
nach Luxemburg, wo ſie mit dem Agenten eine Un=
terredung
hatten. Beide erhielten dann ein Telegramm,
worin ſie aufgefordert wurden, nach Paris zu fahren. Der
Techniker fuhr mit einem anderen Bekannten nach Paris
und hatte dort mit dem Agenten eine längere Bergktung,
der dann die beiden ins Miniſterium des Innern
führte. Dort ſprachen die beiden mit einem höheren Be=
amten
. Es wurde ihnen geſagt, daß man alles brauchen
könne. Für einen Zünder zahle man 1000 Mark, für ein
Geſchoß 3000, für ein Verſchlußſtück 5000 Mark. Für die
Originalzeichnung eines Geſchützs zahle man 8000 Mark.
der Hauptverdächtige war dann noch zweimal in Paris
nachdem inzwiſchen ein reger Telegramm= und Schrift=
wvechſel
ſtattgefunden hatte. Telegramm und Briefe wur=
den
unter Chiffre nach Frankſurt geſchickt. In einem Brief
erklärte der Techniker, daß er Metallſtücke, die er in Eſſen
nicht bekommen könne, ſich durch Einbruch in Wilhelms=
haven
verſchaffen werde. Er hatte im ganzen bisher 500
Mark erhalten. Vorige Woche reiſte ein Bekannter von
ihm, der früher bei Krupp tätig geweſen ſein ſoll, nach
ſſen; er ſoll bei ſeiner Rückkunft nach Frankfurt bedeut=
ames
Material mitgebracht haben, deſſen Verwertung
aber nicht mehr möglich geweſen ſein ſoll, da die Polizei
ſeinen Auftraggeber inzwiſchen verhaftete. Auch der
Agent wurde wenige Stunden nach Ankunft in Frankfurt
a. M. verhaftet. Weitere Verhaftungen ſollen bevorſtehen.
Dresden, 4. März. Heute morgen wurde im Hinter=
hauſe
der Konkordienſtraße 32 die Markthelfers=Ehefrau
Pötter tot aufgefunden. Sie iſt offenbar durch
Beilhiebe erſchlagen worden. Der Aufenthalt des Ehe=
manns
Pötter, der als Täter in Betracht kommt, konnte
bisher nicht feſtgeſtellt werden. Es iſt nicht ausgeſchloſſen,
daß er ſich in der Nacht vom Sonntag zum Montag das
Leben genommen hat.
Danzig, 5. März. In dem benachbarten Lauenburg
fand unter Aufſicht regelrechter Sekundanten ein ſports=
mäßiger
Boxerwettkampf zwiſchen zwei Prima=
nern
ſtatt. Bei der 21. Runde brach einer der Kämpfenden
zuſammen und ſtarb an Gehirnblutungen.
Rom, 4. März. Zu der Blättermeldung, nach welcher
er deutſche Konſul, Legationsrat Dr. Winckel=Trieſt,

in der italieniſchen Grenzſtation Gividale feſtgenom=
men
worden iſt, bemerkt der Popolo Romano, daß Wink=
kel
tatſächlich mit dem peruaniſchen Konſul Meißner in
Gividale angehalten wurde. Beide aber wurden, nachdem
ſie ſich legitimiert hatten, ſofort wieder freigelaſſen.
Paris, 5. März. Die Zivilkammer verurteilte
die Prinzeſſin Luiſe von Belgien, ihrer Mo=
diſtin
die Summe von 1735 Franken für gelieferte Hüte
zu zahlen.
Paris, 5 März. Die Kraftdroſchkengeſellſchaften haben
das Anerbieten der Regierung, in dem nunmehr drei Mo=
nate
andauernden Chauffeurausſtand als Schieds=
richter
zu vermitteln, abgelehnt. Die ſtreikenden Chauf=
feure
überfielen geſtern abend mehrere Arbeitswillige wäh=
rend
ihrer Rückkehr nach den Garagen, und zerſchnitten die
Luftreifen der Kraftdroſchken. Bei dem hierdurch verur=
ſachten
Handgemenge fielen mehrere Revolverſchüſſe, doch
wurde niemand verwundet. In Freſſenneville bei
Amiens iſt die Schloſſerei=Fabrik Riquier vollſtän=
dig
niedergebrannt. Der Schaden wird auf eine
Million Franken geſchätzt. 1500 Arbeiter ſind beſchäfti=
gungslos
. Die Fabrik war bereits 1906 während eines
Streikes in Brand geſteckt worden, doch glaubt man nicht,
daß es ſich diesmal um böswillige Brandſtiftung handelt.
London, 4. März. Heute nachmittag ſchoß jemand
in Swithins Lane, wo ſich die Bureaus des Barons
von Rothſchild befinden, auf das Automobil Leo=
pold
von Rothſchilds. Rothſchild ſelbſt blieb unverletzt,
während ein auf der anderen Seite der Straße ſtehender
Detektiv an Mund. Genick und Bruſt verwundet wurde.
Der Täter, der 4 Schüſſe auf das Fenſter des Automobils
abgefeuert hatte, wurde verhaftet.

Parlamentariſches.

Der Heſſiſche Jagdklub hat folgende Ein=
gabe
, betr. die Gehaltsverhältniſſe der Do=
manialforſtwarte
, an die Zweite Kammer der
Stände, gerichtet:
Die in naher Ausſicht ſtehende Reform der Beſoldungs=
ordnung
der Staatsbeamten veranlaßt den ganz ergebenſt
unterfertigten Klub die Aufmerkſamkeit Hoher Kammer auf
die Gehaltsverhältniſſe einer Klaſſe von Beamten zu lenken,
denen dringende Hilfe wirklich nottut. Die Ausübung der
Jagd bringt die zahlreichen Mitglieder des Heſſ. Jagdklubs
fortwährend in Berührung mit den Domanialforſtwarten,
deren Pflichteifer, Nüchternheit und Zuverläſſigkeit bei der
Obhut der großen nationalen Werte, die ihnen anvertraut
ſind, und vor allem die außerordentlichen Schwierigkeiten
ihres Dienſtes, der ſie weder Werktags noch Sonntags,
weder bei Tag noch bei Nacht ordentlich zur Ruhe kommen
läßt, dabei ſtets Gegenſtand der Anerkennung ſind. Ver=
gleicht
man damit ihre Bezahlung, ſo muß man ſich über die
geringe Höhe wundern: Mit einem Gehalt von 121500
Mark, von dem noch die Wohnung in Abzug gebracht wird,
kann eine Familie, zumal wo die Erziehung der Kinder
und die Beſchaffung der Lebensmittel von oft ganz ent=
legenen
Punkten doppelt erſchwert iſt, unter heutigen Ver=
hältniſſen
nicht exiſtieren. Auch der Vergleich mit den
Amtsgenoſſen anderer Staaten muß dieſe Beamtenklaſſe
verſtimmen, bezieht doch ein Förſter im Reichsdienſt 2600
Nark Höchſtgehalt, 810 Mark Wohnungsgeld und 300 Mark
Stellenzulage zuſammen alſo 3710 Mark, das iſt
faſt 2½ mal ſo viel wie in Heſſen, in Preußen 2500 Mark
Höchſtgehalt, 480 Mark Wohnungsgeld und 300 Mark
Stellenzulage, zuſammen 3280 Mark und freies Brennholz,
in Sachſen 3000 Mark Höchſtgehalt, in Bayern 3600 Mark,
in Württemberg 1900 Mark, freie Wohnung, Kleidung und
Stellenzulage. Gleichwohl ſind die geforderten Leiſtungen
nach der Dienſtinſtruktion eher höher bei uns als ander=
wärts
. Ein tüchtiger Holzhauer, deſſen Vorgeſetzter der
Forſtwart doch ſein ſoll, ſteht ſich finanziell hier beſſer wie
dieſer. Dadurch, daß faſt die geſamten Jagden in Heſſen
an Private verpachtet ſind, iſt es den heſſiſchen Forſtwarten
unmöglich, durch Dreſſur und Führung von Jagdhunden
etwas zu erwerben, wie dies in Preußen, wo viele Förſter
Jagden inne haben, geſchieht. Wenn aber irgendwo Be=
rufsfreudigkeit
und warmes Dienſtintereſſe nötig ſind, ſo
ſt es beim Förſter, deſſen Kontrolle durch Vorgeſetzte faſt
ausgeſchloſſen erſcheint.
Deshalb wendet ſich der Heſſ. Jagdklub nicht im
luftrage oder auf Erſuchen der Domanialforſtwarte, ſon=
ern
aus eigener Ueberzeugung und Initiative an Hohe
Kammer mit der ergebenen Bitte, gerade dieſen ganz gering
beſoldeten Beamten in wirkſamer Weiſe zu helfen.

Deutſcher Reichstag.

* Berlin, 5. März. Präſident Dr. Kaempf er=
öffnet
die Sitzung um 1 Uhr 15 Min. Fortſetzung der
zweiten Beratung des Etats des Innern
(6. Tag). Hierzu liegen bereits 49 Anträge vor. Abg.
Dr. Oertel (konſ.): Ein Angehöriger der Sozialdemo=
kratie
hat jüngſt im Südweſten Deutſchlands dieſes hohe
Haus als Quaſſelhaus bezeichnet. Wenn der Herr
dies innerhalb dieſes Hauſes getan hätte, hätte nicht nur
der Präſident, ſondern mancher ſeiner Parteigenoſſen ihn
zur Ordnung gerufen. Wenn ich mir dieſes herbe Urteil
auch nicht zu eigen mache, ſo möchte es doch ſcheinen, als=
ob
bei dem Etat des Reichsamts des Innern manchmal
ein klein wenig zu viel geſagt wird. (Stürmiſches Lachen
bei den Sozialdemokraten.) Es wird hüben und drüben
geſündigt und, wie Figura zeigt, beteilige ich mich ſelbſt
an dieſer Sünde. (Sehr gut! Heiterkeit.) Ich werde
aber über manche einzelne Fragen hinwegſehen, wenn
ich auch ſchwer dem Verſuche widerſtehe, auf die elſaß=
lothringiſche
Frage, die wir ſo vorausgeſehen haben,
wie ſie ſich jetzt zeigt, und auf die Lage des Beamten=
tums
einzugehen. Auf dem platten Lande ſind die
Zigeuner ein ſchwerer Schaden, und wir verlangen dess
halb eine reichsgeſetzliche Regelung dieſer Frage. Bezüg=
lich
der Frauenfrage ſtehen wir nicht auf dem Stand=
punkte
, den mancher Redner hier zum Ausdruck gebracht
hat. Gewiß, in manchen Beziehungen wünſchen auch
wir eine größere Ausdehnung des Frauenſtudiums, ſo=
muß
die Zahl der Aerztinnen größer werden. Wir wol=
len
die Frau nicht eintreten laſſen in den politiſchen
Kampf. Wir möchten die Frauen nicht in die Bahnen
kommen laſſen, wie ſie von den engliſchen Stimmrechts=
weibern
eingeſchlagen werden, von deren Daſein manche
geſchwollene Backe Zeugnis ablegt. (Heiterkeit.) Auf der
Frauenkonferenz hat man vor einigen Tagen das Vor=
gehen
der enaliſchen Stimmrechtlerinnen zu entſchuldi=
gen
verſucht. Man hat geſagt, ihr Verhalten wäre Limo=
nade
gegenüber dem, was früher Männer getan hätten.
Sie hätten nur Sachſchaden angerichtet; ja, ſogar die
Steine, mit denen ſie die Fenſter eingeworfen hätten,
in Flanell eingewickelt. (Große Heiterkeit.) Nun, ich bin
kein Sachverſtändiger für Limonade (Heiterkeit), aber ich
meine, hieraus ſchließen zu dürfen, daß die Frauen zum
politiſchen Kampf und zum Eintritt ins politiſche Leben

der Gaulois an einen bekannten Beſuch König Eduards in
den Kohlenminen. Er war damals noch der junge Prinz
von Wales, der fleißig ſtudieren mußte, und eines Tages
wollte man den künftigen König auch mit den Einzelheiten
der Kohlengewinnung bekannt machen. In Begleitung
ſeines Erziehers beſuchte der ſpätere König Eduard damals
die großen Kohlenbergwerke von Durham. Das ganze
Bergwerksgebiet wurde durchwandert, der Prinz unterhielt
ſich eingehend mit den Arbeitern; ſchließlich beſtand er aber
darauf, die harte Arbeit perſönlich kennen zu lernen. Er
lieh ſich einen Bergarbeiteranzug, und in Begleitung eines
Ingenieurs fuhr er in den Schacht hinab. Hier gab ihm
der Ingenieur eine genaue Schilderung der ganzen Kohlen=
gewinnung
: dann aber nahm König Eduard eine Spitz=
hacke
und begann wacker zu arbeiten. Erſt als ein ziemlicher
Haufen Kohlen bereit lag, verließ er den Schacht. Die Koh=
len
, die König Eduard ſelbſt gehauen hatte, wurden nach
Buckingham geſchickt und mit ihnen heizte man zwei Tage
lang das Schlafzimmer der Königin Viktoria. Die Spitz=
hacke
aber, mit der er ſich als Bergarbeiter verſucht hat, wird
noch heute im Buckingham=Schloß als Reliquie ſorgſam
bewahrt.
Beſcheidenheit am rechten Ort. In der New=York
Tribune erzählt Reginald de Koven zum Lobe der Beſchei=
denheit
eine amüſante kleine Geſchichte: Eine Gruppe von
Touriſten beſuchte das Beethoven=Haus in Bonn. Ein
junges Mädchen, etwa zwanzigjährig, ſetzt ſich unbeküm=
mert
an Beethovens Inſtrument und ſpielt ſeine Mond=
ſcheinſonate
. Beethovens eigenes Werk in Beethovens
Zimmer auf Beethovens Inſtrument! Die junge Dame
ſpielt miſerabel. Als ſie fertig iſt, erkundigt ſie ſich bei dem
alten Hüter des Hauſes: Ich vermute, daß viele berühmte
Muſiker hier waren und auf dieſem Inſtrument geſpielt
haben. Worauf der wackere Alte die ſelbſtbewußte junge
Dame ruhig anblickt und ſchließlich erwidert: Gewiß,
Fräulein, im vergangenen Jahr war Paderewski hier
und ſeine Freunde beſtürmten ihn, auf dem Inſtrument zu
ſpielen. Aber er ſchüttelte nur den Kopf und ſagte: Nein,
deſſen bin ich nicht würdig. . . .

[ ][  ][ ]

nicht reif ſind. (Sehr richtig! rechts.) Ich wünſche, daß
die Frauenbewegung in geſunden Bahnen bleibt.
Unſere Reſolution über größeren Schutz der Arbeitswil=
ligen
bedeutet kein Ausnahmegeſetz. Meine politiſchen
Freunde wünſchen keine Abſchwächung und keine Verbeſ=
ſerung
des Koalitionsrechts. Wie die Sache ausgeſtaltet
werden ſoll, die Ausarbeitung, bleibt Sache der verbün=
deten
Regierungen. Wir verlangen ein Geſetz, wie ihm
jede Partei zuſtimmen ſollte, durch das verhindert wird
daß Arbeitswillige an der Arbeit behindert und bedroht
werden können. Der Staatsſekretär hat ſich mit dem
Reichskanzler in Widerſpruch geſetzt. Auch mit ſeinen
früheren Ausführungen und denen des Frhrn. von Ber=
lepſch
und denen des Grafen Vitzthum von Eckſtädt hat
ſich der Staatsſekretär in Widerſpruch geſetzt. Wir hal=
ten
, wie die Zweidrittel=Mehrheit der Republik Hamburg
(Große Heiterkeit), die gegenwärtige Geſetzgebung nicht
für ausreichend und trotz des Staatsſekretärs fordern
wir deren Ausbau. Unſere Schutzzollpolitik muß aus=
gebaut
werden, da unſere Zolltarife den wirtſchaftlich
rückſichtsloſen Amerikanern gegenüber als Waffe nicht
ausreichen. Die Meiſtbegünſtigung dürfte nicht ausrei=
chen
. Unſere Sozialpolitik darf nicht ſtillſtehen; ſie muß
ausgedehnt werden auf die Kleingewerbebetriebe, die
vielfach ſchlechter daſtehen als die gutgelohnten Arbeiter.
Der Mittelſtand in der Stadt und auf dem Lande muß
gekräftigt und in ſeiner Exiſtenz geſichert und gehoben
werden. Ein geſunder Bauernſtand iſt die Grundlage
unſeres geſamten Wirtſchaftsweſens. Eine Uebertreib=
ung
iſt es, wenn man von der Latifundiengründung
ſpricht, wie es Graf v. Poſadowski getan hat. Das trifft
nicht zu. Nicht der Großgrundbeſitz nimmt zu. meine
Herren, ſondern der Kleingrundbeſitz. Wir ſind die erſten,
die eine Latifundienbildung auf das entſchiedenſte ver=
urteilen
würden; aber die Zahl der Kleinbauern hat nicht
zu=, ſondern abgenommen. Die Großgrundbeſitzer wür=
den
lieber heute als morgen auf die ausländiſchen Ar=
beiter
verzichten, ſchon weil ſie teurer ſind, aber ſie be=
kommen
deutſche Arbeiter eben nicht in genügender Zahl.
Wir verlangen eine Beſchränkung der Gefängnisarbeit
unter allen Umſtänden. Es iſt dem Bunde der Landwirte
wiederholt vorgeworfen worden, er treibe Boykott; es
iſt aber niemals Boykott über irgend jemand verhängt
worden. Der Geſchäftsſtelle werden nicht zutreffende
Geſchäftsprinzipien vorgeworfen. Die Verkaufsſtelle
vermittelt nur Maſchinen und hat ſich damit als ein ſehr
wohltätiges Inſtitut erwieſen. Wir halten den Beitritt
des preußiſchen Fiskus zum Kohlenſyndikat für ſehr be=
denklich
. In der Mittelſtandspolitik ſoll man ſich nicht
mit kleinen Mitteln begnügen. In den Irrgarten der
Erbſchaftsſteuer laſſe ich mich nicht locken. Ich bitte Sie,
trotz vieler Bedenken, den Etat des Staatsſekretärs zu
verabſchieden, damit der Herr Staatsſekretär ſein Ge=
halt
, denn darum handelt es ſich ja eigentlich, bekommt.
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Die Ausſicht auf
mein Gehalt iſt ja ſehr erfreulich und ich bin dem Vorredner
für ſeine Anregung außerordentlich dankbar. Die Straf=
beſtimmungen
für Ausſchreitungen der Arbeiter werden
gegenwärtig ſchärfer gehandhabt wie früher und meine
Anſicht iſt die, daß man damit vollkommen auskommen
kann. An dieſer Anſicht halte ich auch heute noch feſt.
Eine anderweitige Ahndung iſt auch nicht angebracht, da
es ſelten gelingt, der wirklichen Urheber habhaft zu wer=
den
. Anerkannt muß aber doch auf jeden Fall werden)
daß wir bei manchen Exzeſſen dem Organiſations=
gedanken
gegenüberſtehen, die die Aufmerkſamkeit der
verbündeten Regierungen herausfordern, weil es ſich da=
bei
um Vorgänge des wirtſchaftlichen Lebens handelt,
die es nicht ermöglichen, den richtigen Schluß auf das
Gebaren Einzelner zu ziehen. Es iſt darum der Schluß
gefolgert für eine Ausgeſtaltung unſeres Strafgeſetz=
buches
. Das iſt aber nicht nötig, ſo lange die Geſetze
noch zum Schutze der perſönlichen Freiheit ausreichen.
Eine Ausgeſtaltung des Strafrechts muß jedoch erfolgen
wenn große Veränderungen im öffentlichen Leben dies
notwendig machen. Meine Ausführungen ſtehen durch=
aus
nicht im Widerſpruch mit denen des Reichskanzlers
und des Grafen Vitzthum v. Eckſtädt. Bei der Frage der
Mittelſtandspolitik müſſen die Verhältniſſe des bäuriſchen
und des handwerklichen Mittelſtandes geſondert werden.
Der ländliche Mittelſtand hat nicht ſo Anlaß zur Klage,
wie das Handwerk. Der mittlere Bauernſtand hat ſich
ohne Zweifel gehoben. Die Klagen, die geführt werden,
ſind zum Teil Sache der Bundesſtaaten und können meiſt
auf dem Verwaltungsweg abgeſtellt werden. Eine reichs=
geſetzliche
Regelung iſt nicht angängig. Bei dem gewerb=
lichen
Mittelſtand gibt es ſelbſtändige und unſelbſtändige
Exiſtenzen. Die letzteren ſind ein Produkt unſerer moder=
nen
wirtſchaftlichen Entwickelung und, wie ich ausdrück=
lich
bemerken möchte, zählen nicht zu ihren Stieſkindern.
Die Laſten der Unternehmer durch die Privatbeamten=
verſicherung
ſind nicht gering und dürfen nicht unter=
ſchätzt
werden. Wenn es nach den Wünſchen der Regier=
ung
gegangen wäre, würde auch das große Heer der
Techniker in das Geſetz hineingebracht worden ſein. Für
die Handelsangeſtellten iſt die Regelung der Konkurrenz=
klauſel
dringend erforderlich. Das Reichsjuſtizamt iſt
mit dieſen Fragen ſoeben beſchäftigt. Eine Regelung
des Erfinderrechts iſt nur mit der Neuregelung des Pa=
tentrechts
möglich, die ebenfalls in Vorbereitung iſt.
Während alle beruflichen Stände vorwärts gekommen
ſind, haben diejenigen Zweige die Fürſorge des Reiches
entbehren müſſen, die das Kunſthandwerk oder überhaupt
den Subjektivismus fördern. Gefordert wird deshalb
die Kreditgewährung für Motoren, Arbeitsmaſchinen uſw.
Zugenommen haben lediglich diejenigen Berufe, die zur
Fabrikarbeit neigen, während Sattler, Uhrmacher, Drechſ=
ler
uſw. abgenommen haben. Zur Hebung des Hand=
werks
muß das Innungsweſen neu geregelt werden.
Der kleine Befähigungsnachweis iſt geeignet, beſſere
Verhältniſſe anzubahnen. Alles dieſes muß beachtet
werden, bevor man darüber klagt, die Regierung habe
taube Ohren für die Wünſche und Beſchwerden des
Handwerks. Verſagt hat die Regierung ihre Unterſtütz=
ung
nur dann, wenn mehr Nachteile als Vorteile von
der geforderten Maßregel erwartet wurden. Die reichs=
geſetzliche
Regelung der Heranziehung der Induſtrie zu
den Koſten der Lehrlingsausbildung würde erhebliche
Schwierigkeiten machen, namentlich inbezug auf die Ver=
teilung
der Laſten. Die kleinen Handwerksbetriebe den
Handelskammern anzugliedern, geht nicht an, da dieſes
Sache der Bundesſtaaten iſt. Die Vergebung der Sub=
miſſionen
iſt je nach der Verwaltung der Intereſſenten
verſchieden, deshalb iſt eine reichsgeſetzliche Regelung
nicht möglich. Es ſind uns Klagen zu Ohren gekommen,
wo die provinzialen Behörden den Anweiſungen nicht
nachgekommen ſind. Hier dürfte alſo auf dem Verwal=
tungswege
Abhilfe geſchaffen werden können. Bedenk=
lich
iſt es, für die Meiſter Mindeſtlöhne feſtzuſetzen;
dann kämen auch die Arbeiter und würden Mindeſtlöhne
beanſpruchen. Ich werde mich bemühen, bis zum näch=
ſten
Handwerkerkongreß die Wünſche des Handwerks in
eine brauchbare Form zu hringen, und ich bitte Sie,

überzeugt zu ſein, daß ich ſtets beſtrebt bin, das Klein=
gewerbe
zu ſchützen.
Abg. Marquart (natl.): Meine hochgeehrten An=
weſenden
(ſchallende Heiterkeit), ſchaffen wir angenehme
Bedingungen für das Handwerk und damit einen ſchaf=
fensfreudigen
Mittelſtand. Die Sonntagsruhe muß aus=
gedehnt
werden; beſonders der Ladenſchluß an Sonn=
und Feiertagen muß durch Reichsgeſetz geregelt werden.
Die Regelung der Arbeitszeit in Kontoren muß auf
rechtsgeſetzlichem Wege erfolgen. Das Koalitionsrecht
darf nicht angetaſtet werden, jedoch auch die Freiheit der
Perſönlichkeit muß gewahrt werden, wenn wir ein ſchaf=
fensfreudiges
Handwerk haben wollen.
Abg. Gothein (Fortſchr. Vpt.): Wir ſind bereit,
dem Staatsſekretär ſein Gehalt zu bewilligen, auch wenn
er nicht jeden Tage anderthalbſtündige Reden hält. Seine
kleußerungen auf die Rede des Abg. Oertel klangen für
den Mitelſtand nicht gerade ſehr ermutigend; ſie ſahen
gerade ſo aus, wie der Trauerrand auf der Weſte des
Abg. Oertel. Die jetzige Konjunktur iſt nicht ſo prächtig,
wie ſie von den meiſten Rednern dargeſtellt wurde. Der
Kapitalmarkt iſt ungünſtig überlaſtet. Dabei wurden den
Syndikaten Vorwürfe gemacht, die in gleicher Weiſe auch
den preußiſchen Fiskus treffen. Geordnete Verhältniſſe
können überhaupt nur herrſchen, wenn die Konkurrenz=
möglichkeit
geſichert iſt. Durch den diesbezüglichen An=
trag
des Zentrums wird nichts erreicht. Mir ſcheint, daß
der Staatsſekretär bei ſeiner Rede nur die Intereſſen der
Produzenten, aber nicht die der Konſumenten im Auge
gehabt hat. Daß durch das Kaligeſetz nichts Gutes ge=
ſchaffen
wurde, haben wir vorausgeſehen. Die Ausfuhr
der Erze muß durch einen Ausfuhrzoll beſchränkt werden,
noch bevor das letzte deutſche Walzwerk verſchwunden iſt
Die Induſtrie hat kein Intereſſe an einem lückenloſen
Zolltarif. Die Grundſtückspreiſe ſind im Oſten mehr
geſtiegen, als im Weſten. Durch Schaffung von kleinen
Gütern muß der kleine Bauernſtand unterſtützt und ge=
hoben
werden, damit das Handwerk kaufkräftige Abneh=
mer
bekommt. Die Zunahme der kleinen Anſiedler iſt nur
auf die Tätigkeit der Anſiedelungskommiſſion zurückzu=
führen
. Wir wollen dem Arbeiter und dem Mittelſtand
in jeder Weiſe helfen.
Hierauf wird die Weiterberatung auf Mittwoch
1 Uhr vertagt. Schluß 6¼ Uhr.

Der Kaiſer in Wilhelmshaven.

* Wilhelmshaven, 4. März. Der Kaiſer iſt
im Sonderzug kurz nach 11½ Uhr hier eingetroffen. An=
weſend
waren Staatsſekretär v. Tirpitz, und die Ad=
mirale
v. Baudiſſin und v. Holtzendorff, ſowie Kontre=
admiral
Schultz. Nach der Begrüßung fuhr der Kaiſer
unter ſtürmiſchen Hurras im Automobil zum Ererzierhaus,
wo die Vereidigung der Rekruten erfolgte. Auf der Straße
bildeten Truppen Spalier. Der Kaiſer traf kurz vor 12 Uhr
mittags im Exerzierhaus der 2. Matroſendiviſion ein, be=
grüßte
nach Entgegennahme der Meldung die Rekruten,
ſchritt die Front ab und nahm gegenüber der Fahne und
dem Altar Aufſtellung. Hierauf hielten die beiden Marine=
geiſtlichen
, der evangeliſche Konſiſtorialrat Schorn und der
katholiſche Oberpfarrer Erdmann, Anſprachen, an die ſich
die Vereidigung der Rekruten durch Oberleutnant zur See
Haeßler, von der 2. Werftdiviſion anſchloß. Nach der Ver=
eidigung
hielt der Kaiſer eine Anſprache, in der er zur
treuen Erfüllung der durch den Fahneneid übernommenen
Pflichten ermahnte. Danach brachte der Inſpekteur der
2. Marineinſpektion, Kontreadmiral Jacobſen, das Kaiſer=
hoch
aus. Um 12½ Uhr traf der Kaiſer im Offizierskaſino
ein, wo ein Frühſtück ſtattfand, an dem der Großadmiral
v. Tirpitz, die ortsanweſenden Admirale, das Gefolge und
die Offiziere der an der Vereidigung beteiligten Marine=
eile
, ſowie die beiden Geiſtlichen teilnahmen. Um 2½ Uhr
verließ der Kaiſer das Kaſino, begab ſich im Automobil nach
dem Linienſchiff Deutſchland und nahm dort Wohnung
Zur Abendtafel an Bord der Deutſchland waren
ußer dem Gefolge die ortsanweſenden Flaggoffiziere ge=
laden
. Der Kaiſer hat verfügt, daß eine Batterie auf
Wangeroog den Namen des Großherzogs von Oldenburg
erhalten ſoll. Der Kaiſer übergab heute früh in Oldenburg
dem Großherzog perſönlich ein Handſchreiben, das die Mit=
teilung
hiervon enthielt und in dankbarer Anerkennung des
tatkräftigen Intereſſes gedenkt, das der Großherzog der
Marine, insbeſondere der Küſtenbefeſtigung entgegenbringe.
* Wilhelmshaven, 5. März. Der Kaiſer
verließ um 10 Uhr vormittags die Deutſchland und begab
ſich auf dem Waſſerwege zur kaiſerlichen Werft, die er unter
Führung des Staatsſekretärs v. Tirpitz beſichtigte. Heute
iſt der Großherzog von Oldenburg zur Teilnahme an den
Beſichtigungen eingetroffen.

Das bayeriſche Regierungs=Programm.

* München, 5. März. In der heutigen Sitzung der
Abgeordnetenkammer gab vor Eintritt in die Tagesord=
nung
der Miniſterpräſident Freiherrvon Hertling
ſeine programmatiſche Erklärung über die Regierungs=
Politik des neuen Miniſteriums ab. Er wies zunächſt die
tendenziöſen, Mißtrauen ſäenden Zeitungs=Publikationen
mit aller Entſchiedenheit als in das Reich der Fabel ge=
hörig
zurück. Das Miniſterium betrachte ſich nicht als das
Organ einer Parlaments=Mehrheit, ſondern ausſchließlich
als das verantwortliche Organ des Herrſcherwillens, für
den die Landeswohlfahrt das alleinige Ziel ſei. Die Re=
gierung
werde ſich auf das Parlament ſtützen und hoffe,
dies auf einer möglichſt breiten Baſis tun zu können. Die
Regierung hoffe, daß die bürgerlichen Parteien ſich im
Intereſſe des Staates zu poſitiver Arbeit zu=
ſammenfinden
werden. Die Regierung werde
eine konſervative Politik treiben und alles
hochhalten, was die Autorität der Monarchie und der Ver=
faſſung
ſchütze. Eine Partei, welche an den Grundlagen
der Verfaſſung rütteln wollte, würde ſich, wenn ſie über=
haupt
beſtände, außerhalb des Bodens der Verfaſſung
ſtellen. Der Miniſterpräſident proklamiert dann den ent=
ſchiedenen
Schutz der religiöſen Volkserziehung, ſpricht ſich
gegen jede Einſchränkung der Hoheitsrechte der Bundes=
ſtaaten
aus und ſtellt eine entſchiedene Förderung der
materiellen und geiſtigen Kulturanfgaben in Ausſicht.
Das neue Miniſterium ſei ein paritätiſches. Der Mini=
ſterpräſident
richtete dann an das Haus die Aufforderung,
mitzuhelfen. um das Programm des Friedens auszufüh=
ren
. Die Rede des Miniſters wurde vom Zentrum häufig
durch Beifall unterbrochen.

Luftfahrt.

* Frankfurt a. M., 4. März. Ueber den Ver=
lauf
der Fahrt der Viktoria Luiſe berichtete Dr.
Eckener: Bis Baſel hatte das Luftſchiff mit ſtarkem,
böigem Gegenwind zu kämpfen, von Baſel ab fuhren wir
dann mit dem Wind und haben die Strecke Baſel=Frank=

furt infolgedeſſen in 3 Stunden 40 Minuten zurückgelegt
alſo mit mehr als D=Zugs=Geſchwindigkeit. Bei dem
erſten Landungsverſuch hatte das Luftſchiff noch zu viel
Auftrieb und wollte nicht herunter. Wir gingen deshalb
bis auf zirka 1000 Meter hoch. Nachdem die Ventile dann
in der dünneren Luft genügend Gas abgeblaſen hatten,
konnten wir ohne Schwierigkeit die Landung vollziehen.
Die Fahrtiſtvöllig glatt undohne Zwiſchen=
fall
verlaufen.
Flugplatz Johannisthal, 5. März
Geſtern abend ſtieg Parſeval VI. zu einer Reklame=
fahrt
über Berlin auf und landete um 9 Uhr auf dem
Flugplatz Johannisthal. Das Luftſchiff wurde nun nach
er Halle transportiert. Als es kurz vor der Halle war,
wurde es plötzlich von einer Boe erfaßt und fort=
getrieben
. Der Ballonmeiſter Nobbes ließ
das Schleppſeil nicht los und wurde infolgedeſſen mitge=
ſchleift
. Der Ballon landeie unbeſchädigt in der Nähe
der Biesdorfer Ballonhalle. Der am Schleppſeil hängende
Nobbes, dem infolge der Schleiffahrt des Luftſchiffes
durch den Biesdorfer Wald kurz vor der Landung die
Kleidung vollſtändig vom Leibe geriſſen worden war,
war bereits tot.

Handel und Verkehr.

H. Frankfurt a. M., 5. März. ( Fruchtmarkt=
bericht
.) Der Wochenmarkt war nur wenig belebt und
die Umſätze ohne Belang, zumal auch die Kaufluſt fehlte.
Die Mühlen nahmen faſt gar nichts, weil der Mehlabſatz
noch ſehr ſchlecht iſt. Das Angebot in Landroggen wird
jetzt ſtärker, wodurch Abgeber ebenfalls williger im Preis:
ebenſo wurde Hafer etwas billiger abgegeben. Gerſte
geſchäftslos. Mais knapp. Futtermittel in prompter
Ware bleiben geſucht und preishaltend. Mehl iſt aus
zweiter Hand unter Notiz zu haben, dabei beſteht nur
geringer Begehr.
Der Mannheimer Getreidemarkt verkehrt
in feſter Haltung, aber die Kaufluſt bleibt andauernd
klein. An der Berliner Produktenbörſe war
die Stimmung gut behauptet, trotz des reichlicheren In=
landsangebots
. Das Ausland verhielt ſich ſehr reſerviert,
da man fürchtet, daß durch den Bergarbeiterſtreik auch der
Dampfſchiffahrtsverkehr leiden werde. Hafer war per
ſpätere Lieferung abgeſchwächt. Nach den letzten Kabel=
nachrichten
von den amerikaniſchen Getreidemärkten
(Chicago und New=York) war Weizen anfangs niedriger,
da der Ausweis der ſchwimmenden Vorräte und die Mel=
dungen
über Ankünfte im Nordweſten der Vereinigten
Staaten à la baisse lauteten. Der Schluß iſt ſtetia auf
Deckungen der Baiſſiers. Mais trotz des großen Ange=
bots
der Farmer ſchließlich feſt auf Spekulationsdeckun=
gen
. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 59.63 Mill. Buſh. auf 60.26 Mill. Buſh. und
die Maisvorräte von 13,60 Mill. Buſh. auf 14.26 Mill.
Buſh. geſtiegen. Auch in Kanada erhöhten ſich die Wei=
zenvorräte
in dieſer Woche von 24,01 Mill. Buſh. auf
25,54 Mill. Buſh.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt:
Weizen, hieſ. und Wett. 21.7021.90. Kurheſſiſcher
21.7021.90, La Plata 23.2523.75. Kanſas 2424.25,
Redwinter 23 7524, Manitoba 23.5024. Nordd. 21.70
bis 21.90. Ruſſiſcher 2425, Rumäniſcher 2323.50. Walla
Walla 23.5024; Roagen, hieſ. 19.7519.90. Ruſſiſcher
20.2520.50, Rumäniſcher 20.2520.50. Bayeriſcher ( Pfäl=
zer
) 19.7520, Amerikaniſcher : Gerſte. Pfälzer
Fränkiſche Riedaerſte , hieſ. und Wetterauer
Ungariſche Ruſſiſche Futtergerſte : Hafer hieſ.
212150. Ruſſiſcher 205022. Rumäniſcher 205022,
Bayeriſcher 2121.50, Amerikaniſcher 1919.25; Mais,
mired 18.101825, Donaumais 18.4018.50. Weißer
Mais 18.2518.60. Ruſſiſcher 18.5018 60. Rumäniſcher
18.5018.60. La Plata 18.351850: Weizenſchalen 13.75
bis 14; Weizenkleie 13.5013.90: Roagenkleie 14.2514.50;
Futtermehl 161650: Biertreber, getrocknet 15.251550;
Weizenmehl. hieſ., Baſis ab Mannheim. Nr. 0 3131.25,
feinere Marken 31.5031.75. Nr. 1 30.2530.50. feinere
Marken 30,7531. Nr. 2 29.2529.50. feinere Marken 29.75
bis 30. Nr. 3 27.2527.50. feinere Marken 27.7528. Nr. 4
23.5023.75, feinere Marken 2424.25; Roggenmehl, hieſ.,
Nr. 0 28.2528,75, Nr. 1 2626,25, Nr. 2 2222,50.
* Mannheim, 4. März. Den Zuſchlag auf das
heute zur Vergebung gelangende 4 proz. 10 Millionen=
Anlehen der Stadt Mannheim erhielt ein unter
Führung der Süddeutſchen Diskonto=Geſellſchaft und der
Filiale Mannheim der Bank für Handel und Induſtrie
ſtehendes Konſortium zu 98,37 Prozen:. Es lagen noch
zwei weitere Angebote vor zu 98,35 und 98,29.

Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Rebaktien
keinerlei Verantwortung; für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)

Die zahlreichen Eingeſandts über den Radfahrweg
am neuen Bahnhof geben mir Veranlaſſung, einen ſchon
lange gehegten Wunſch auszuſprechen: Alle Radfahrer
werden es wohl dankbar empfinden, daß man ihnen neben
der Griesheimer Straße einen beſonderen Weg als Rad=
fahrweg
freigegeben hat. Zum vollen Genuß desſelben
können ſie aber nur dann kommen, wenn dieſer Weg auch für
ſie reſerviert bleibt und für alle anderen Paſſanten, alſo
nicht nur für Motorräder, ſondern auch für Fußgänger
geſperrt wird. Jetzt findet man faſt ſtets trotz des ſehr=
breiten
und wohlgepflegten Fußweges hinter dem neuen
Bahnhof Fußgänger auf dem Radfahrwea, die ſich häufig=
recht
erſtaunt zeigen, wenn ſie durch die Glocke zum Platz=
machen
aufgefordert werden. Es wäre daher dringend zu
wünſchen, daß an den betreffenden Stellen die Inſchrift
angebracht würde: Radfahrweg, für Motor=
räder
und Fußgänger verboten!
Wir ſchließen nunmehr die Diskuſſion dieſer Frage an
dieſer Stelle. Die Red.

Die Krawalle der engliſchen Frauen=
rechtlerinnen
.

* London 4. März. Die Anhängerinnen
des Frauenſtimmrechts veranſtalteten heute früh
im Weſtend die gleiche Kundgebung wie am Freitag.
Viele Schaufenſter bekannter Geſchäfte wurden zer=
rümmert
. Mehrere Frauen wurden verhaftet. Aus
Furcht vor der Beſtialität dieſer Frauen wurde heute das
Britiſche Muſeum bis anf weiteres geſchloſſen.
Während einer Kundgebung der Anhängerinnen des
Frauenſtimmrechts warfen Teilnehmerinnen an derſelben
n den Wohnungen des Lordkanzlers und des
Miniſters des Innern die Fenſter ein. Viele
Perſonen wurden verhaftet.

[ ][  ][ ]

2 London, 4. März. Bei der heutigen Demon=
ſtration
der Anhängerinnen des Frauen=
ſtimmrechtes
zertrümmerte eine junge Frau ſieben
Fenſter des Hauſes eines Lords mit einem Hammer. Von
den heute morgen verübten Sachbeſchädigungen wurden
insbeſondere die Tuchhandlungen betroffen.
* London, 5. März. Die geſtrigen Krawalle
der Frauenrechtlerinnen führten zu 200 Ver=
haftungen
. Bemerkenswert iſt, daß das Publikum
zum erſten Male eine ausgeſprochen feindliche Haltung
gegen die Sufragetten annahm. Gegen abend warfen
eine Anzahl junger Leute, anſcheinend Mediziner, unter
dem Beifall des Publikums die Fenſter von zwei Lokalen
der Suffragetten ein.
Der engliſche Kohlenarbeiterſtreik.
* London, 5. März. In den ärmeren Stadt=
ſteilen
von London beginnen die Lebensmit=
telpreiſe
zu ſteigen; man erwartet ein baldiges
allgemeines Steigen der Brotpreiſe. Der Eiſenbahn=
verkehr
wurde beträchtlich eingeſchränkt; der Bahnverkehr
von Mancheſter wurde geſtern auf 720 Züge verringert.
Die Nord=Eaſtern=Bahngeſellſchaft allein ließ geſtern 530
Züge weniger laufen als ſonſt.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Rom, 4. März. Admiral Aubry, Oberbefehls=
haber
der vereinigten Seeſtreitkräfte, iſt heute nachmittag
an Bord des Admiralſchiffes Vittorio Emanuele einem
jähen Krankheitsfall erlegen. Der Tod des Admirals
Aubry hat allgemein lebhaftes Bedauern erweckt. Im
Senat kündigte Miniſterpräſident Giolitti lebhafteſte An=
erkennung
für den Admiral und die von ihm befehligte
Flotte an. Er fügte unter dem Beifall der Senatoren
hinzu, er ſei ſicher geweſen, die Gefühle des Senats aus=
zudrücken
, indem er der Familie des hervorragenden
Admirals den lebhafteſten Schmerz und die Bewunder=
ung
kundgab, die der Senat für den um das Vaterland ſo
hochverdienten Mann hege. Der Präſident des Senats
ſchloß ſich im Namen des Hauſes den Worten des Mini=
ſterpräſidenten
an.
* Konſtantinopel, 5. März. Die Jeni Ga=
zetta
erfährt aus maßgebender Quelle, daß alle Gerüchte,
wonach einige Botſchafter bei der Pforte eine verſöhn=
liche
Haltung wegen des Friedensſchluſſes emp=
fohlen
hätten, unbegründet ſind. Keine Botſchaft hat bei
der Pforte einen ſolchen Schritt unternommen.
Die Revolution in Ching.
* Peking, 4. März. Bei den Bränden in Peking
ſind 200 Menſchen umgekommen. Von den von
den hieſigen Geſandtſchaften aus Tientſin erbetenen 1000
Mann ſind bisher 200 Amerikaner eingetroffen. In Pe=
king
iſt zur Zeit, abgeſehen von kleineren Plünderungen in
den Vorſtädten, alles ruhig.
* Tientſin, 4 März. Obgleich heute in der Stadt
alles ruhig iſt, herrſcht doch eine gedrückte Stimmung. Der
ganze Handel ſtockt. Am meiſten hatten die Pfand=
leihen
unter Plünderungen zu leiden. Die Spuren der
Aufrührer ſind in allen bedeutenden Verkehrsſtraßen wahr=
zunehmen
. In einigen Straßen liegen halbverbrannte
Leichen auf dem Damm. Auch heute wurden wieder eine
Reihe von Hinrichtungen vollzogen. Zwei Kom=
pagnien
engliſcher Infanterie bleiben in Fengtai, die
übrigen gehen hierher zurück. Großes Aufſehen rief heute
nachmittag ein telephoniſcher Bericht des ruſſiſchen Kon=
ſuls
hervor, wonach 700 chineſiſche Soldaten in das Dorf
Tatſchiku, eine Meile von den Fremdenniederlaſſungen
entfernt, eingedrungen ſein ſollten, und ſo gegen die Be=
ſtimmung
der Abmachung gehandelt haben ſollten, die die
Anweſenheit chineſiſcher Truppen innerhalb eines Umkrei=
ſes
von 7 Meilen um die Fremdenniederlaſſungen verbie=
tet
. Die fremden Militärbehörden beſchloſſen, gemeinſam
vorzugehen, um die Eindringlinge zu entfernen. Britiſche,
deutſche, franzöſiſche, ruſſiſche und japaniſche Truppen=
abteilungen
wurden zu dieſem Zwecke aufgeboten. In=
deſſen
ſtellte ſich nach einer vorgenommenen Rekognos=
zierung
die Nachricht des ruſſiſchen Konſuls als unrichtig
heraus, da keine chineſiſchen Truppen das verbotene Gebiet
betreten hatten. Es wurden jedoch Vorſichtsmaßregeln
getroffen, um jede derartige Gebietsverletzung ſofort zur
Kenntnis zu bringen.
* London, 5. März. Die Times meldet aus Pe=
king
vom 4. d. Mts.: Peking iſt ruhig und Juan=
ſchikai
glaubt Herr der Lage zu ſein. Im Innern ver=
breitet
ſich die Anarchie, die Geſandtſchaftswachen ſind ſeit
geſtern um 500 Mann Engländer, Franzoſen, Amerikaner
und Japaner verſtärkt worden. Morgen werden weitere
tauſend Mann japaniſche Truppen aus Port Arthur in
Tientſin erwartet. Infolge der Entfernung der chineſiſchen
Truppen ſind jetzt die Mandſchutruppen viel ſtärker als
die chineſiſchen. Innerhalb und außerhalb der Stadt ſte=
hen
noch 18 000 Mann Mandſchutruppen, im Sommer=
palaſt
ſtehen noch andere der Prinzengarde. Die chine=
ſiſchen
Truppen zählen nur 5500 Mann und unter den
5000 Mann der Militär= und Stadtpolizei befinden ſich
nur wenige Chineſen.
* Paris, 4. März. Von dem franzöſiſchen
Beſatzungskorps in Tientſin ſind 200 Mann
nach Peking geſchickt worden, um die franzöſiſche Geſandt=

ſchaftswache zu verſtärten. Ferner wird das Reſerveregt=
ment
in Tongking bereitgehalten, um Truppen zur Ver=
ſtärkung
des franzöſiſchen Beſatzungskorps in Petſchili
zu entſenden.
* Berlin, 4. März. Zum Schutz der in
China lebenden Deutſchen ſind 100 Mann von
der deutſchen Beſatzung in Tſingtau nach Peking beordert
worden. Man hat ſich mit dieſer Zahl begnügt, da der
deutſche Geſandte ſie im gegenwärtigen Augenblick als
ausreichend erklärt. Der in Tientſin ermordete deutſche
Arzt Dr. Oskar Schreyer ſtammt aus Dortmund. Seine
Gattin weilt zurzeit mit den Kindern in Hamburg.

Letzte Nachrichten.

(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 5. März. Heute Nachmittag gegen 2 Uhr
ging über Berlin ein Gewitter nieder.
* Flugplatz Johannisthal, 5. März. Beim Schließen
eines Flugzeugſchuppens verunglückte heute morgen
der Monteur Reetz von den Harlan=Werken dadurch, daß
die ſich nach unten öffnende Klappe des Schuppens, die
nicht richtig verriegelt war wieder zurück und den Mon=
teur
auf den Kopf fiel. Reetz erlitt eine Gehirnerſchüt=
terung
und einen Bruch der Wirbelſäule.
* Dortmund, 5. März. Auf Zeche Kaiſerſtuhl I‟
und Kaiſerſtuhl II wurde die Frühſchicht voll=
ſtändig
angefahren. Von der Zeche Scharn=
horſt
ſind von 615 unter Tage arbeitenden Bergleuten
19, und von 234 über Tage arbeitenden 104 angefahren.
Gerüchte über einen Streik auf Zeche Oeſpel ſind unbe=
ſtätigt
.
* Wien, 5. März. Das Abgeordnetenhaus
trat nach zweimonatiger Pauſe wieder zuſammen. Auf der
Tagesordnung ſteht u. a. der Bericht des Teuerungsaus=
ſchuſſes
und die erſte Leſung des neuen Wehrgeſetzes. Im
Einlaufe befinden ſich mehrere Interpellationen, in welchen
gegen die ungariſche Reſolution in der Reſerviſtenfrage
Stellung genommen wird.
* Innsbruck, 5. März. Bei Atzwang verſchüttete kurz
nachdem ein Schnellzug vorübergefahren war, ein Fels=
ſturz
beide Gleiſe der Eiſenbahn. Durch dreiſtündige
Sprengung wurde ein Gleis freigelegt. Große Zugver=
ſpätungen
ſind eingetreten.
* London, 5. März. Das britiſche Muſeum wird
bis auf weitere Weiſung geſchloſſen bleiben, da man
befürchtet, daß die Anhängerinnen des Frauenſtimmrechts
den Verſuch machen werden, die Kunſtgegenſtände zu be=
ſchädigen
.
* London, 5. März. Der Polizeigerichtshof im Man=
ſionhouſe
ordnete an, daß der des verſuchten Mordes
an Leopold Rothſchild beſchuldigte Tebbitt auf
ſeinen Geiſteszuſtand unterſucht wird.
* Konſtantinopel, 5. März. Wie die türkiſchen Blätter
erfahren, nahmen die Schutzmächte von einer Wieder=
beſetzung
Kretas Abſtand, um dem Sturze des Miniſter=
präſidenten
Venizelos und des Kabinetts und inneren
Wirren in Griechenland vorzubeugen.
* Santiago de Chile, 5. März. Die allgemeinen
Wahlen haben ſich im ganzen Lande in vollkommener
Ordnung vollzogen. Die Regierung enthielt ſich jeglicher
Einmiſchung und ließ den Politikern volle Freiheit. Die
öffentliche Meinung hat der Haltung der Regierung Beifall
gezollt.
H.B. Kuxhaven, 5. März. Am Montag nachmittag
betrat ein Fortwächter die kleine nicht ſtändig beſetzte
Ufer=Batterie hinter Kugelbake an der Elbemündung. In
dieſem Augenblick kamen ihm aus dem Fort zwei elegant
gelleidete junge Leute entgegen, die eiligſt zu ent=
fliehen
ſuchten. Der Fortwächter hielt jedoch den Einen der
Fliehenden ſeiſt, worauf dieſer einen Revolber zog und
dem Wächter mit der Drohung auf die Bruſt ſetzte, daß er
ſofort ſchießen werde, wenn er ihn nicht los laſſe. Im erſten
Schrecken gab der Wächter dann den Fremden frei und
Beide liefen davon.
Paris, 5. März. Seit geſtern herrſcht in Paris und
einem großen Teil des nördlichen und nordweſtlichen Fran=
reich
ein heftiger, von Regenſchauern begleiteter Sturm,
der in Havre ſich zu einem förmlichen Zyklon ſteigerte und
erheblichen Schaden anrichtete. Der auf der dortigen
Reede liegende Dampfer Ducheſſe de Guiſe riß ſich los
und lief auf den Strand.

Bioson wird ärztlich verordnet,
weil gut und verläßlich!
Das von Ihnen bezogene Bioſon kann ich nur als
ein gutes und bewährtes Kräftigungsmittel hinſtellen.
Ich gebrauchte es als ärztlich verordnetes Mittel. Ich
hatte vorher Alles verſucht, alle als ſtärkend angebotene
Getränke wie Weine, Mineralien, Kakao uſw. waren von
wenig Nutzen. Nach dem Gebrauch von Ihrem Bioſon
fühlte ich michimmer kräftiger und friſcher. Die Speiſenſind
mir jetzt viel verdaulicher g's je. Ich werde Bioſon gern
empfehlen. Alt=Haldensleben, 21. Juni 1911 Robert
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Ganktiagang.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
beim Ableben und bei der Beerdigung unſeres
lieben Gatten, Vaters, Schwiegerſohnes, Schwagers
und Onkels
(544i
Herrn Karl Dauth
insbeſondere dem Herrn Pfarraſſiſtent Müller für
die troſtreiche Grabrede, den Schweſtern der Mar=
tinsgemeinde
, der Firma Merck und deren Arbeiter=
ſchaft
, den vielen Leidtragenden, ſowie für die
überaus zahlreichen Blumenſpenden ſprechen wir
hierdurch unſeren tiefgefühlteſten Dank aus.
Die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 4. März 1912.

Für die vielen Beweiſe herzlichſter Teilnahme
2 und die Blumenſpenden bei dem Hinſcheiden
meiner lieben Tochter u. unſerer lieben Schweſter
Elisabeth Berd
ſagen hiermit wärmſten Dank
(5514
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, den 4. März 1912.

Tageskalender.

Großh. Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Ab. A): Die
Rivalin
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Konzert des Inſtrumentalvereins um 8¼ Uhr im
Saalbau.
Lichtbilder=Vorführung von L. Geiſt um 8½ Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz (Kriegerverein).
Vorſtellung des Hofzauberkünſtlers Bellachini um
4 und 8½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Verſammlung der Freireligiöſen Gemeinde um 8½ Uhr
im Kaiſerſaal.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. Reſtaurant Metropol:
um ½ 8 Uhr.
Fachausſtellung für das Maler= ꝛc. Gewerbe Neckar=
ſtraße
3 (geöffnet von 111 Uhr).
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
u
. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 411 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 411 Uhr.
The American Bio Co., Ernſt=Ludwigsſtr. 23.
Vorſtellungen von 411 Uhr.
Olympia=Kinematograph, Rheinſtraße 2.
Bilder vom Tage. (Auslage Rheinſtraße 23): Zum
Thronwechſel in Luxemburg: zum Bombardement der
Hafenſtadt Beirut; von der Eröffnung des neuen bay=
riſchen
Landtags; der Durchſchlag des Jungfrautunnels.

Verſteigerungskalender.

Donnerstag, 7. März.
Kaſſenſchrank=Verſteigerung um 2 Uhr Runde=
turmſtraße
16.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der Turn=
halle
am Woogsplatz.
Bau= und Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr
im Gaſthaus Zum Löwen zu Nieder=Ramſtadt.
Holzverſteigerung um 9 Uhr im Domanialwald
Frankenſtein (Zuſammenkunft an der Hüttenhäuschen=
buche
).

Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Wardaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Mar Streeſez
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.

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Sprachlehrer
in Franzöſiſch und Engliſch ſtaatl.
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kfm. Praxis, ſucht ſich per Oſtern
zu verändern. Gefl. Anfragen
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ds. Bl. erbeten. (*4567osm

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Schloßgaſſe 15, I.
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Bauſtelle, ſucht ſofort, oder ab 1. 4.
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an die Expedition erbeten. (*5548

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Schulbildung ſucht Lehrſtelle in
Manufakturwarenbranche. Offert.
unt O 82 Expedition. (*5595

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für Schreibmaſchine und kleine
Büroarbeiten. Ausführl. Offerten
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Gehaltsanſprüche unter O. 77 an
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Ernſt=Ludwigsplatz.

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in Korreſpondenz, Buchhal=
tung
und Stenographie er=
fahren
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Kaſſengeſchäfte mit zu beſorgen
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Mühlſtraße 40, 1. Stock. (*5540mf
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Konfektion, Frankfurterſtr. 46.
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Alexanderſtr. 9, I. (*5432im
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Konfektion, Steinſtr. 5, I. (3185a
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geſucht Landwehrſtr. 15. (4862a
Lehrmadchen
aus achtbarer Familie gegen ſo=
fortige
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A. Anton,
Spezialgeſchäft für Haus= und
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Gervinusſtraße 30, I. (4861a

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Hut= und Pelzwarengeſchäft
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Martinſtraße 31, 1. Stock, von
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103 Uhr.
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morgens bis nachmitt. geſucht.
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Ramſtädterſtr. 5½, 3. St. (*5500im
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kann und Hausarbeit macht. Wo?
ſagt die Expedition. (*5468im
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das ſelbſtändig kochen kann, wird
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Roquetteweg 2, 1. St.
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Hausarb. gründl. verſteht. Off.
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[ ][  ][ ]

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fach kocht und Hausarbeit über=
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Alter Arheilgerweg.

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mit guten Militärzeugniſſen, ver=
heiratet
, ev. vertraut mit Banda=
gieren
, wollen ſich ſchriftlich melden
an Burschenschaft Marko-
mannia
, Alexanderſtr. 14. (*5653ms

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5442) Rheinſtr. 51.

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Hausburſche
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burſche
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Dieburgerſtraße 50.
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Grafenſtraße 19.
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diener
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(5489
Schuhhaus Soeder, Ludwigſtr. 12.

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Lehrling geſucht und Inſtal=
lationsgeſchäft
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Adam Bender, Karlſtraße 51.

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in die Lehre geſucht. A. Guntrum,
Inſtallationsgeſchäft und Bau=
ſpenglerei
, Stiftsſtr. 52. (4588a

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ſchmiede
und Inſtallationsgeſchäft,
Rheinſtraße 47.
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Berechtig. z. Eini.=fr. Dienſte erw.
Selbſtgeſchr. Offert unt. N 88
an die Exped. ds. Bl. (5211sid

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kalienhandlung
zur gründlichen
Ausbildung geſucht (5303imdf
Hch. Kraft, Michelstadt, Hessen.

Einen Lehrling
ſucht Gg. Koch, Tapezier,
Riedeſelſtraße 48.
(4084a

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Ramſtädterſtraße 13. (*5605mdf
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Teichhausſtraße 40. (5477a
Lehrl. für kaufm. Bureau geſ.
Off. u. O. 91 an die Exp. (*5639md
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für Spengler= n. Inſtallations=
geſchäft
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Rheinſtraße 23
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5332im) Friedrich Ganss.
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im Aus= und Ankleiden von
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Sandbergſtr. 15.
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Neue Niederſtr. 17, Hth., I. (*5572

[ ][  ][ ]

Luſtfahrt.

sr. Einen gefährlichen Abſtieg im Fall=
ſchirm
aus 1500 Fuß Höhe führte der amerikaniſche
Kapitän Berry von einem Aeroplan aus. Berry ſtieg
in St. Louis mit einem von dem Aviatiker M. Jan=
nus
geſteuerten Biplan bis zu 1500 Fuß Höhe auf, wo
er dann, am Chaſſis der Flugmaſchine heruntergleitend,
den Abſtieg mit dem Fallſchirm unternahm. Berry
näherte ſich ſofort mit großer Geſchwindigkeit der Erde
und war bereits 300 Fuß tief gefallen, ehe ſich der Fall=
ſchirm
öffnete. Dann glitt er plötzlich langſam, mit dem
Winde treibend, zur Erde, wo er wohlbehalten landete.
Die kühne Leiſtung ſtellt alle bisherigen Fallſchirm= Ab=
ſtiege
, die größtenteils unglücklich verlaufen, weit in den
Schatten.
sr. Neue Schnelligkeit=Weltrekords
für Aeroplane wurden auf dem Flugfelde von Pau
aufgeſtellt. Vedrines (Deperduſſin=Eindecker mit 130
PS. Gnome=Motor) flog 10 Km. in 3:35, 20 Km. in 7114,
30 Km. in 10753, 40 Km. in 14:32, 50 Km. in 18:10, 100
Km. in 36:23 und 150 Km. in 54:35. In einer Stunde
legte Vedrines 164,431 Km. zurück. Außerdem glückte es
noch Tabuteau (Morane=Saulnier=Eindecker mit 50
PS. Gnome=Motor) weitere Weltrekords aufzuſtellen. Er
flog in zwei Stunden 23431 Km. und legte 250 Km. in
2:07154 zurück. Somit ſind alle Rekords. von 10 bis 250
Km. gedrückt worden.

Sport.

73. Feldberg=Turnkag. Der 73. Feld=
berg
=Turntag fand in Fechenheim a. M. ſtatt. Ver=
treten
waren 101 Vereine, 4 Feldbergausſchuß= und 2
Kreisausſchußmitglieder mit 107 Stimmen. Aus den
ſehr umfangreichen Verhandlungen iſt zu entnehmen,
daß das älteſte und größte Bergturnfeſt der Deutſchen
Turnerſchaft, das Feldbergfeſt, ſich immer größeren Zu=
ſpruches
ſeitens der Deutſchen Tunerſchaft zu erfreuen
hat. Bei dem im vorigen Jahre abgehaltenen Feſte be=
teiligten
ſich am Wettkampf 990 Turner, wovon 542 Sie=
ger
wurden. Zum Wettbewerb um den Wanderpreis
im Eilbotenlauf um den von dem Landrat von Wies=
baden
geſtifteten Ehrenſchild traten 14 Mannſchaften an.
Die Einnahmen betrugen 1914,64 Mark, die Ausgaben
1689,21 Mark, der Stand der Kaſſe iſt 3046,92 Mark. Zu
dem diesjährigen Feſt, das am 16. Juni ſtattfindet,
wurde ein Fünfkampf mit den Uebungen Stabhoch=
ſprung
, Weithochſprung, Steinſtoßen. 100 Meter=Lauf
und eine Freiübung beſtimmt; zum Sieg berechtigen 56
Punkte. Wie hoch das Feldbergturnfeſt auch von der
Turnſache Fernſtehenden geſchätzt wird, beweiſt wiederum
eine Stiftung von unbekannter Seite im Betrage
von 1500 Mark mit der Beſtimmung, daß dafür ein
Wanderpreis in Form eines altgermaniſchen
Trinkhorns mit Beſchlägen in Edelmetall geſchaffen wer=
den
möge. Dieſer Preis, genannt Völſungen= Wander=
preis
wird dieſes Jahr zum erſten Male in Form
eines Mannſchaftskampfes am Samstag nachmittag der=
geſtalt
zum Austrag kommen, daß jeder teilnehmende
Verein 5 ſeiner Turner ſtellt, deren Punktzahl zuſammen=
gezählt
werden. Diejenige Mannſchaft, welche die höchſte
Punktzahl erreicht, iſt Sieger. Dem Sieger wird der
Preis bis zum nächſten Feldbergfeſt übergeben. Der
Name des ſiegenden Vereins wird jeweils in eine Platte
der das Horn tragenden Kette eingraviert; außerdem
erhält der Verein eine beſondere Urkunde über die Ver=
leihung
, und die gleiche Urkunde in verkleinertem Maß=
ſtab
wird jedem Turner der ſiegenden Mannſchaft ein=
gehändigt
. Als Wettübungen hierfür wurden für dieſes
Jahr beſtimmt Freihochſprung ohne Brett, Schleuder=
ballweitwurf
, Laufen über 100 Meter und eine Frei=
übung
. Bei der Wahl des Feldbergausſchuſſes wurde
der alte Ausſchuß einſtimmig wiedergewählt.
Rdr. Dresdener Sechstage=Rennen. Der
Morgen des fünften Tages brachte endlich die entſchei=
dende
Wendung, da nunmehr nur noch die beiden Paare
Lorenz=Saldow und de Mara=Stabe die Spitzengruppe
bilden. Neumer=Dresden, der ſeinen Partner Ro=
ſellen
infolge Ermattung nicht mehr genügend unter=
ſtützen
konnte, ſchied noch vor Schluß des vierten Tages
aus. Ferner mußten ſich Hübner=Arend die erſte Ueber=
rundung
gefallen laſſen. Die 96. Stunde ſchloß mit fol=
gendem
Reſultat: Lorenz=Saldow. Stabe=de Mara, Pou=
lain
=Miquel, Pawke=Rudel 2585,570 Kilometer; Techmer=
Großmann 1 Runde, Arend=Hübner 1 Runde, Marr=
Finn 2 Runden zurück. Gleich die erſten Morgenſtun=
den
des Montags brachten wilde von Lorenz, Poulain
und de Mara eingeleitete Vorſtöße, denen nacheinander
die übrigen Mannſchaften zum Opfer fielen. Nach kur=
zer
Unterbrechung ſetzte Saldow die Jagd fort und ſei=
nem
gut ablöſenden Partner Lorenz vermögen nur noch
de Mara=Stabe zu folgen, während Poulain abfällt; ſein
Partner Miquel rettet jedoch nochmals die Situation.
Die 99. Stunde zeigt folgenden Stand: Lorenz=Saldow,
Stabe=de Mara, Miquel=Poulain 2674,230 Kilometer,
Pawke=Rudel 1. Runde, Techmer=Großmann 4 Runden,
Arend=Hübner 7 Runden, Marx=Finn 8 Runden zurück.
Ein erfolgloſer Verſuch von Pawke=Rudel, die verlorene
Runde zurückzugewinnen, führt nur dazu, daß Poulain=
Miquel ebenfalls aus der Spitzengruppe ausſcheiden und
bald darauf aufgeben. Von den ſtändigen Kämpfen er=
müdet
, begnügten ſich die Mannſchaften dann bis zum
Montag abend mit ruhigem Tempofahren, ſodaß die

Grupierung ſich nicht weſentlich änderte. Im Lauſe des
Montags gaben Arend, Hübner und Roſellen auf, doch
bleibt Arend als Erſatzfahrer zur Verfügung. Der Stand
in der 116. Stunde, 7 Uhr abends, iſt folgender: Lorenz=
Saldow, de Mara=Stabe 2978,430 Kilometer, Rudel=
Pawke 1 Runde, Techmer=Großmann 4 Runden, Marx=
Finn 10 Runden zurück. Arend Erſatz.
Sr. Das Eislauf=Meeting in Hannover
des dortigen Eislauf=Vereins erfreute ſich ſtarker Betei=
ligung
aus Berlin, München und Hannover. Das
meiſte Intereſſe beanſpruchte das Verbands= Paar=
laufen
um den Wander=Preis der Stadt Hannover,
in welchem die Ehepaare Dr. Winzer und Weber,
beide vom Eislauf=Verein Berlin, den erſten bezw. zwei=
ten
Platz beſetzten. Das Internationale Senioren=Kunſt=
Laufen für Herren ſah Alfons Zintl vom Münchener
Eislauf=Verein vor A. Vieregg (B. E.=V. 86) ſiegreich.
Das Verbands=Junior=Laufen für Damen brachte die
Berliner Läuferin Frl. Thea Frenſſen (E.=V. B.) an ſich.
Den Abſchluß des Programms bildete ein Eishockey=
Match zwiſchen dem Sportklub Charlottenburg und dem
Deutſchen Hockey=Klub Hannover, bei dem die Gäſte mit
614 Toren Sieger blieben, nachdem der Kampf bei Halb=
zeit
noch 3.2 für Hannover geſtanden hatte.
Sr. Im Internationalen Schachturnier
zu San Sebaſtian wurde die 10. Runde geſpielt, in
der unter allgemeiner Spannung Spielmann und
Rubinſtein zuſammentrafen, die ſich bisher als
ſtärkſte Spieler des Turniers erwieſen hatten. Den
außerordentlich ſpannenden Kampf konnte ſchließlich
Spielmann zu ſeinen Gunſten entſcheiden. Ferner ſiegte
Niemzowitſch über Leonhard und Dr. Tarraſch über
Perlis, während die Partien Teichmann=Marſhall und
Duras=Schlechter remis ergaben. Von den am Sonn=
tag
erledigten Hängepartien gewann Niemzowitſch die
ſeine gegen Duras und Spielmann ſeine gegen Leon=
hard
. Die Partien Leonhard=Rubinſtein, Schlechter=Dr.
Tarraſch, Perlis=Forgacz und Marſhall=Duras ergaben
remis. Spielmann führt nunmehr ganz überlegen mit
8 Punkten vor Niemzowitſch mit 5½, Perlis mit 5,
Marſhall, Rubinſtein und Dr. Tarraſch mit 4½, Duras,
Schlechter und Teichmann mit je 4 und Forgacz, ſowie
Leonhard mit je 3 Punkten.

Literariſches.

In einer bedeutungsvollen Kundgebung nehmen
in einem ſoeben ausgegebenen Sonderhefte des
Ueberall, Illuſtrierte Zeitſchrift für
Armee und Marine (Verlag Boll u. Pickardt, Ber=
lin
N. 7, Preis Mk. 1.), einige unſerer erſten Gelehrten,
Schriftſteller und Seeoffiziere Stellung zur eng=
liſch
=deutſchen Frage. Prof. Adolf Wagner,
Prof. Dr. Dietrich Schäfer, Dr. Frhr. von Mackay, Ad=
miral
Stiege, Conſtantin von Zedlitz, London, ſowie
einige Seeoffiziere und Ingenieure äußern ſich von den
verſchiedenſten Geſichtspunkten zu dieſer täglich brennen=
der
werdenden Frage die durch die Haldanſche Reiſe für
uns um nichts gebeſſert erſcheint, eher ſogar angeſichts
unſerer unverbeſſerlichen Gutgläubigkeit verſchlechtert.
C Das Nachlaß=Inventar der Ehefrau=
Erben. Als Inaugural=Diſſertation zur Erlangung
der Doktorwürde verfaßt und der hohen juriſtiſchen Fa=
kultät
der Heſſiſchen Landesuniverſität in Gießen vorge=
legt
von Karl Joſeph, Großh. Regierungsaſſeſſor,
Darmſtadt. Die Diſſertation behandelt Erbſchaft und
Güterſtand, die Annahme der Erbſchaft und ihre Be=
deutung
für die Gütermaſſen, das Anwendungsgebiet
des § 2008, die Vorausſetzung der Friſtbeſtimmung, dieſe
und den Friſtenlauf, die Inventarerrichtung, Offenbar=
ungseid
und dergleichen mehr.

Landwirtſchaftliches.

Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 27. Februar bis 4. März.
Die durch das milde Wetter und das andauernd
unbefriedigende Mehlgeſchäft hervorgerufene Luſtloſig=
keit
im Getreidehandel führte namentlich für Roggen
zu einer weiteren Abſchwächung der Tendenz. Ange=
ſichts
der nun allmählich in Gang kommenden Binnen=
ſchiffahrt
und vermehrten Angebotes von Kahnladungen
hielten Käufer um ſo mehr mit Anſchaffungen zurück,
als Exportfirmen ihre früher gekaufte Ware infolge man=
gelnder
Abſatzgelegenheit nach dem Inlande offerierten.
Unter dem Einfluß dieſer Verhältniſſe ſtellten ſich Rog=
gentermine
zeitweiſe 34 Mark billiger. Weizen wurde
durch die Schwäche des Roggenmarktes anfangs mitge=
zogen
, befeſtigte ſich aber im Verlaufe, als feſte Meld=
ungen
aus Amerika Abgeber vorſichtig machten. Anlaß
zu der amerikaniſchen Aufwärtsbewegung gaben nied=
rige
Schätzungen über die Beſtände in erſter Hand, ſo=
wie
Klagen über die Saaten und die Annahme, daß der
Monatsbericht des Ackerbaubureaus befeſtigend wirken
dürſte. Argentinien hat immer noch unter den Nach=
wirkungen
des Streiks zu leiden und daher wieder nur
wenig exportiert, ſodaß die Weltverſchiffungen kleineren
Umfang, als in der vorigen Woche aufwieſen. Im Ber=
liner
Lieferungsgeſchäft konnte Weizen nach vorüber=
gehender
Abſchwächung den vor acht Tagen inne gehab=
ten
Stand ſchließlich um ½ 1 Mark überſchreiten. Auch
Roggen konnte unter dem Eindruck der feſteren Weizen=

tendenz einen Teit ſeines Verluſtes wieder einholen;
immerhin waren die Preiſe zum Schluſſe noch 2½1½
Mark niedriger, als vor acht Tagen. Das Hafergeſchäft
geſtaltete ſich auch in der Berichtswoche äußerſt ſchlep=
pend
, ohne daß ſich in den Anſchaffungsbedingungen
viel geändert hätte. Im Gegenſatz zu der unbefriedi=
genden
Lage des Effektivgeſchäftes war Lieferung feſt
und höher gehalten, da Rußland Rückkäufe vornahm
und die argentiniſchen Forderungen eher feſter lauteten.
Ruſſiſche Futtergerſte mußte wieder höher bezahlt wer=
den
; die Verſchiffungen waren nur gering, und da die
Vorräte in den Häfen ſtark reduziert ſind, rechnet man
auch in nächſter Zeit mit kleinem Export. Für Mais
war Argentinien trotz günſtiger Ernteausſichten keines=
wegs
nachgiebig, während Amerika mit der Erledigung
ſeiner Februar=Kontrakte im Rückſtande iſt und höhere
Preiſe verlangt. Es ſtellten ſich die Preiſe für inländi=
ſches
Getreide am letzten Marktage wie folgt:

Roggen
Hafer
Weizen
193 (*1
Königsberg. . 207 ( 1 ) 178
.207 ( ) 181½ (2½) 189
Danzig
194
.206 ( 2 ) 183 (
Stettin
.202 ( 1 ) 181
191
Poſen
181
191
Breslau . . .202
208
186½
.210
Berlin
183
)208
Magdeburg .205
187
215
.206
Leipzig
183
194
.203 (4-
Roſtock
193
210
Hamburg . .218
204
212
192
Hannover
195
203
Düſſeldorf . . 212
193
.213
298
Köln
199
212½
Frankfurt a. M. 219
212½(
197½
Mannheim . . 222½
207½ (2½) 215
Straßburg . . 225
211
212
München . 229

Weltmarktpreiſe Weizen: Berlin Mai 215,25 (-10,50),
Juli 216,25 (* 1), Peſt April 199,35 (*0,20), Liverpool
Mai 170 (T3,75), Paris März 224,40 ( 5,70), Chicago
Mai 160,95 (*6), Roggen: Berlin Mai 192,25 ( 2.25),
Juli 191,75 ( 1,50), Hafer: Berlin Mai 193 (2), Juli
192 (1,75), Futtergerſte cif. Hamburg Febr. 155,70
(*0,25), März 154,75 (*0,75), Mais Mixed Febr.=März
136 (*1,50), Odeſſa ſchwim. 131(1), La Plata Mai=Juni
117,50 (0,50) Mk.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.

Geöffnet an Wochentagen von 9 12 Uhr vorm. und
3 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 29. Febr.: Dem Eiſenbahndiätar Ru=
dolf
Anton, Stiftſtraße 50, eine T. Liſelotte Doris.
Am 1. März: dem Fabrikarbeiter Jakob Vetter Löffel=
gaſſe
23, ein S. Philipp. Am 28. Febr.: dem Bäcker Lud=
wig
Heckmann, Landwehrſtraße 35, ein S. Heinrich.
Am 2. März: dem Taglöhner Wilhelm Ihrig, Kleine
Ochſengaſſe 13, ein S. Peter Wilhelm. Am 28. Febr.:
dem Pferdemetzger Karl Dohn, Langegaſſe 3, eine T.
Emilie. Am 2. März: dem Stukkateur Karl Sitzler,
Emilſtraße 4, ein S. Hans Karl. Dem Taglöhner Hein=
rich
Schleuning, Erbacher Straße 17, ein S. Heinrich
Wilhelm. Am 4.; dem Schloſſer Franz Fries, Arheil=
ger
Straße 50, eine T. Anna Eliſabeth. Am 3.: dem
Schuhmacher Joſeph Huber, Beckerſtraße 26, eine T.
Ottilie Patronella.
Aufgebote. Am 29. Febr.: Verſicherungsinſpektor
Bruno Lehmann in Saarbrücken und Julie Margar.
Kilian, Landwehrſtraße 21½. Am 1. März: Schreiner
Peter Meiſter, Kaupſtraße 45, und Eliſab. Hufbauer
in Reichelsheim i. O. Am 2.: Taglöhner Peter Ger=
hartz
in Mörs und Emilie Heuſer in Mörs. Weißbin=
der
Peter Oppermann in Groß=Zimmern und Hen=
riette
Würſching in Klein=Zimmern. Am 4.: Diplom=
Ingenieur Friedr. Wilh. Strack in Dellwig=Borbeck und
Anna Margar. Hotz, Saalbauſtraße 37. Schauſteller
Friedrich Adolf Frickel, Obergaſſe 30, und Schauſtel=
lerin
Kathar. Funk, ebenda. Schuhmachermeiſter Lud=
wig
Stein, Wilhelminenſtraße 27, und Hausmädchen
Maria Magdalena Zamponi, Sandſtraße 2.
Eheſchließungen. Am 2. März: Monteuer Ludwig
Schmidt mit Anna Brehm, beide hier. Friſeur Hugo
Ortmann, hier, mit Anna Pflüger in Baden=Baden.
Am 4.: Hausburſche Gg. Gerhardt mit Anna Geyer,
beide hier. Fabrikarbeiter Franz Lippke mit Verkäu=
ferin
Apollonia Lotter, beide hier.
Geſtorbene. Am 29. Febr.: Eliſe Hohenſchue geb.
Seipp, Witwe des Schloſſers, 58 Jahre, ev., Heinrich=
ſtraße
48. Privatier Ernſt Friedrich Zachmann, 83 J.,
ev., Bleichſtraße 46. Auguſt Ody, S. des Friſeurs,
2 Jahre, ev., Müllerſtraße 15. Am 1. März: Dienſtmagd
Eliſ. Berg, 38 Jahre, ev., Kiesſtraße 6. Joh. Gros
geb. Rößler, Witwe des Regierungsrats, 76 J., ev., Lie=
bigſtraße
13. Marg. Auer geb. Sorg, Witwe des Be=
zirksfeldwebels
, 73 J., ev., Wenckſtraße 18. Fabrikarbei=
ter
Joh. Karl Dauth, 43 J., ev., Pankratiusſtraße 69.
Am 2.: Roſa Joſeph geb. Wolf, Ehefrau des Rentners,
62 Jahre, iſrael., Bismarckſtraße 22. Maurer Fr. Henn,
45 Jahre, kath., Kirchzell. Diakoniſſin Eliſ Sandmann,
76 Jahre, ev., Erbacher Straße 25. Ph. Theodor Mel=
chior
Mahr, S. des Friſeurs, 9 Mte., ev., Alexanderſtr. 12.
Am 3.: Marie Kumpf geb. Heß. Ehefrau des Schloſſers,
39 Jahre, ev., Heidelberger Straße 110. Am 2.: Anſtalts=
gärtner
Ewald Elias, 34 Jahre, kath., Alzey.

D.efe
Sasber

eine neuartige Haushaltſeife

von

fabelbafter Waſchkraft.

Es iſt jeder Hausfrau aufs dringendſte anzuempfehlen, unbedingt einmal einen Verſuch zu machen, und ſie ſoll
zu dieſem Waſchverſuch empfindlichere oder beſonders verſchmutzte Sachen nehmen. Man wird die Wäſche nicht
wiedererkennen, ſo ſchön iſt ſie geworden.
Ein Stück Kavon=Seife (Preis 20 Pfennig) genügt zu dieſem Verſuch vollſtändig. Mit einem Stück Kavon=Seife
kann man einen ganzen Haufen Wäſche und andere Sachen waſchen. (Achtung! Die Kavon=Seife gibt ſofort Schaum.
Starkes Aufdrücken wie bei anderen Seifen iſt unnötige Verſchwendung! Bei richtiger Behandlung muß man mit
halb ſo viel Seife wie ſonſt auskommen.)
Wer mit Kavon=Seife einmal gewaſchen hat, nimmt keine andere Seife wieder.
(4491M

[ ][  ][ ]

Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeigmts Darmſtadt.

Gefunden: 1 Geldſtück. 1 blaue Knabenjacke. 1 Schülerkarte
der elektr. Straßenbahn. 1 kleines graues Täſchchen mit Kette.
1 Schlüſſel an Ring und Haken. 1 braunes Portemonnaie mit einigen
Pfennigen. 4 Schlüſſel (zuſammengebunden). 1 vergold. Broſche mit
einem Rebenblatt. 1 Damenſchirm mit Celluloidgriff. 1 Bund
Schlüſſel. 1 Flaſchenkorb. 1 Päckchen (Futter, Spitzen ꝛc.). 1 gold.
Broſche mit Rubinen u. Perlen beſetzt. 1 nicht fertige Hutnadel. (540a
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In polizei=
licher
Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Foxterrier. 1 Boxer (zugelaufen). Die Hunde können
von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt werden.
Die Verſteigerung, der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt
jeden Werktag vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
(5397

Bekanntmachung.

Betreffend: Die Vermeidung von Staubentwicklung bei Bauten.
Unter Bezugnahme auf unſere früheren Bekanntmachungen weiſen
wir wiederholt darauf hin, daß nach Maßgabe der beſtehenden ge=
ſetzlichen
Beſtimmungen (§366,8 Reichsſtrafgeſetzbuches, Artikel 112 und
292 Polizeiſtrafgeſetzes) diejenigen Beſtrafung zu gewärtigen haben,
welche es unterlaſſen, bei Bauten, namentlich beim Abbruch von
Gebäuden und bei der Erneuerung des Verputzes alle Vor=
kehrungen
zu treffen, welche geeignet ſind, Gefahren für Vorüber=
gehende
und eine beläſtigende Staubentwicklung zu verhindern.
Insbeſondere iſt dafür Sorge zu tragen, daß
1. der Verputz und das Mauerwerk vor dem Abſchlagen und
während dieſer Arbeiten ausreichend benäßt wird, daß
2. Bauſchutt nicht auf die Erde abgeworfen, ſondern abgetragen
oder in Gefäßen abgelaſſen und hierbei ebenſo wie beim Auf=
laden
auf Wagen und Abfahren ausreichend benäßt wird, daß
3. derartige Bauarbeiten, bei welchen eine Staubentwicklung nicht
ganz zu vermeiden iſt, nur in den frühen Morgenſtunden
(vor 8 Uhr vormittags) vorgenommen werden dürfen.
Die Schutzmannſchaft iſt mit Ueberwachung beauftragt.
Darmſtadt, den 2. März 1912.
(5351im
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Bekanntmachung.

Zur Verhütung von Unglücksfällen ſehen wir uns wieder=
holt
veranlaßt, die Eigentümer und Führer von Fuhrwerken jeder
Art auf die geltenden Beſtimmungen über die Beleuchtung der
Fuhrwerke nach Eintritt der Dunkelheit, ſowie über Einhalten
der rechten Straßenſeite und Fahren in gemäßigter Geſchwindig=
keit
hinzuweiſen.
De Schutzmannſchaft iſt zur ſtrengen Ueberwachung und ge=
gebenenfalls
Anzeigeerhebung angewieſen.
(5398md
Darmſtadt, den 2. März 1912.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.

Brennholz=Verſteigerung Nr. 15
(Stadtwald).

Dienstag, den 12. I. Mts., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus der Abteilung 24
(Holzſchlag) der Forſtwartei Heiligkreuz (Forſtwart Hofmann)
verſteigert:
Scheiter:
373 rm Buchen, 46 rm Eichen
Knüppel: 160 rm
57 rm
Reiſigknüppel: 33 rm
Reiſig (gew.): 39,25 Hdt. Wellen Buchen, 2,75 Hdt. Wellen Eichen
Stöcke (fein): 107 rm Buchen, 37 rm Eichen.
Das Holz iſt nach allen Richtungen hin ſehr gut abfahrbar
und trägt die laufenden Nummern 1870 bis 2189. Um vorherige
Einſicht wird gebeten.
Darmſtadt, den 2. März 1912.
(5396ms
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.

Holzverſteigerung.

Donnerstag, 14. d. M., von vormittags 9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turnhalle dahier (Woogsplatz 5)
aus Domanialwald=Diſtrikt Baſſinteil und Burgwald und den
Philipphoſpitalwald=Diſtrikten Saufang und Eichbaumeck ver=
ſteigert
:
Stämme:
III. Kl. 89,48fm
Eichen IV. Kl. 0,26 fm 97 Kiefern
1,70 64
IV
36,05
VI. 6,63
3,38
5
4,84 35 Fichten
6,06
27 Linden VI.
3,64 1 Weißtannen IV.
0,74
2 Kiefern I.
II. 37,95 14 Douglasfichten V. 2,56
24
Derbſtangen: 5 Lärchen = 0,38 fm, 16 Douglasfichten 0,98 fm.
187 Fichten 9,47 fm.
Reisſtangen: 275 Kiefern = 0,99 fm.
Nummernverzeichniſſe über dieſes Holz werden nicht aus=
gegeben
.
Freitag, 15. d. M., von vormittags 9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turnhalle dahier (Woogsplatz 5)
aus Domanialwald=Diſtrikt Baſſinteil verſteigert:
Scheiter, rm: 40 Buchen, 19 Eichen, 56 Kiefern (1 m lang);
Knüppel, rm: 89 Buchen, 31 Eichen, 10 Linden, 34 Kiefern;
Reiſig=Wellen: 2480 Buchen, 1450 Eichen, 40 Ahorn, 370 Linden,
120 Aſpen, 4690 Kiefern, 670 Fichten; Durchforſtungsreiſig=
Wellen: 1580 Kiefern; Stöcke, rm: 16 Buchen, 8 Eichen,
5 Linden, 85 Kiefern, 1 Fichten.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung
einzuſehen. Der Großh. Forſtwart Schimyf dahier (Forſtmeiſterſtr. 9,
wird dasſelbe auf Verlangen vorzeigen. Die blau unterſtrichenen
Nummern Holz kommen nicht zur Verſteigerung.
Darmſtadt, 5. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
(5485mi
Heinemann.

Freiwillige Verſteigerung.

Donnertag, den 7. März 1912, vorm. 9 Uhr,
verſteigere ich die zu einem Nachlaß gehörigen Möbel in meinem
Verſteigerungslokale Magdalenenſtraße Nr. 7:
4 Bettſtellen m. Sprungrahmen, 1 Sofa m. 6 gep. Stühlen,
1 Sofa, Wirtſchaftsbüfett, kompl., 1 Kohlen= u. Gasheiz=
ofen
, große u. kleine Fliegenfenſter, Kinderwagen, Waſch=
bütten
, woll. Vorhänge u. ſonſt. Haushaltungsgegenſtände.
Ferner verkaufe: 1 Herrenzimmer, dunkel Eiche, kompl., 1 eleg.
Damenſalon, 1 maſſive Kücheneinrichtung, kompl., 1 Laden=
einrichtung
f. Kolonialwaren, kompl., 1 Glasſchrank mit
Schiebetüren u. a. m.
Die Verſteigerung findet meiſtbietend gegen Barzahlung ſtatt.
(5483
Darmſtadt, den 6. März 1912.
Auktionator
Johannes Krummeck, und Taxator
Wohnung: Grafenſtraße 4.
NB. Annahme von Versteigerungen. Beste Beferenzen.

45 mündelsich. Anleihe der- Stadt Wiesbaden.
Verstärkte Tilgung und Gesamtkündigung bis 1. Februar 1922 ausgeschlossen.
Am Montag, 1I. ds. Mts., findet die Subkription auf
Mk. 6,150,000. obiger Anleihe, eingeteilt in Stücke zu 5000, 2000,
1000, 500 und 200 Mark, zu

G
60

statt. Wir sind offizielle Zeichnungsstelle. Die näheren Bedingungen, sowie
Formulare zu Zeichnungsscheinen stehen bei uns zur Verfügung.
(5431P
Darmstadt, den 5. März 1912.

Bank für Handel und Industrie.

Meretſten 191.

Der Entwurf des ſtädtiſchen
Hauptvoranſchlags und der Vor=
anſchläge
der Nebenverwaltun=
gen
für 1912 (1. April 1912 bis
dahin 1913) iſt an den Werktagen
vom 9. bis einſchl. 18. März
ds. Js. in den bekannten Dienſt=
ſtunden
auf dem Stadthaus, Zim=
mer
Nr. 39, zur Einſicht offen
gelegt.
(5439md
Darmſtadt, 4. März 1912.
Großh Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Mueller.

Vergebungvon Erdarbeiten.

Die im Verwaltungsjahr 1912
bei Ausführung von Kabellegungen
erforderlich werdenden Erdarbei=
ten
ſollen vergeben werden.
Arbeitsbeſchreibungen und Be=
dingungen
liegen auf dem Büro
der unterzeichneten Verwaltung,
Luiſenſtraße 22, während der Dienſt=
ſtunden
offen, woſelbſt auch die
Angebotsſcheine abgegeben werden.
Angebote ſind bis
Mittwoch, 13. März 1912,
vormittags 10 Uhr,
bei unterzeichneter Stelle einzu=
reichen
.
(5502md
Darmſtadt, 4. März 1912.
Städtiſche Elektrizitätswerksver=
waltung
Darmſtadt.
Meyer.

Bekanntmachung.

Mittwoch, 17. April I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Kaufmann Heinrich
Philipp Jacoby dahier zugeſchrie=
bene
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
V 72527/1000 136 Hofreite Par=
cusſtraße
,
318
V 72329/1000 67 Grabgarten
daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K22/12
Darmſtadt, 2. März 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V5443

Konkursverfahren.

Ueber das Vermögen des Land=
wirts
Heinrich Peter Wilhelm
Müller von Nieder=Ramſtadt wird
heute, am 5. März 1912, vormit=
tags
108 Uhr, das Konkursver=
fahren
eröffnet.
Der Gerichtsvollzieher i. P. Phi=
lipp
Reibſtein in Darmſtadt,
Bleichſtraße, wird zum Konkurs=
verwalter
ernannt.
Konkursforderungen ſind bis zum
25. März 1912 bei dem Ge=
richte
anzumelden.
Es wird zur Beſchlußfaſſung über
die Beibehaltung des ernannten
oder die Wahl eines anderen Ver=
walters
, ſowie über die Beſtellung
eines Gläubigerausſchuſſes und
eintretenden Falls über die in § 132
der Konkursordnung bezeichneten
Gegenſtände und zur Prüfung der
angemeldeten Forderungen auf
Dienstag, 2. April 1912,
vormittags 11 Uhr,
vor dem unterzeichneten Gerichte,
Neues Gerichtsgebäude, Erdgeſchoß,
Saal Nr. 118, Termin anberaumt.
Allen Perſonen, welche eine zur
Konkursmaſſe gehörige Sache in
Beſitz haben oder zur Konkurs=
maſſe
etwas ſchuldig ſind, wird
aufgegeben, nichts an den Gemein=
ſchuldner
zu verabfolgen oder zu
leiſten, auch die Verpflichtung auf=
erlegt
, von dem Beſitze der Sache
und von den Forderungen, für
welche ſie aus der Sache abgeſon=
derte
Befriedigung in Anſpruch
nehmen, dem Konkursverwalter bis
zum 25. März 1912 Anzeige
(5487
zu machen.
Großherzogliches Amtsgericht II
zu Darmſtadt.

Badeeinrichtung
(Gasofen) gut erhalten, zu ver=
kaufen
Saalbauſtraße 24, im
(5473a
Laden.

Ami. Aprili9lefälligeCeuvons
löse bereits heute ohne Abzug ein. (5412a
Hermann Wertheim, Bankgeschäft,
Filiale Darmstadt, Rheinstr. 33.

Autz= und Brennholz=Verſteigerung.

Montag, den 11. März, vormittags von 9 Uhr ab,
ſollen in der Günther’ſchen Gaſtwirtſchaft in Roßdorf aus den
Diſtrikten Hanum, Spieß, Pfarrholz, Große Bruch und Rinkenbuſch
verſteigert werden:
Stämme: Eichen 1 Stck. I. Kl., 3 Stck. II. Kl., 12 Stck.
III. Kl., 13 Stck. IV. Kl., 2 Stck. V. und VI. Kl., zuſammen
22,73 cbm; Eſchen: 26 Stck. VI. Kl. 6,25 cbm; Buchen:
6 Stck. II. Kl. und 6 Stck. III. Kl. 12,53 chm: Lärchen:
26 Stck. V. Kl. 4,34 ebm; Fichten: 4 Stck. IV. Kl. und
102 St. V. Kl 26,22 cbm; Derbſtangen: 20 Lärchen,
598 Fichten; Reisſtangen: 220 Fichten.
Zum Ausgebot kommen die Nummern 12 bis 85, 94, 128, 130
bis 330.
Dienstag, den 12. März, vormittags 9 Uhr,
in demſelben Lokal aus denſelben Diſtrikten:
Scheiter, rm: 120 Buchen, 23 Eſchen, 74 Eichen, 4 Erlen,
2 Kiefern; Knüppel, rm: 55 Buchen, 40 Eſchen, 62 Eichen ꝛc.,
22 Erlen, 66 Kiefern ꝛc., 75 Fichten; Reiſig Hdt. W. 9 Buchen,
5 Eſchen, 12 Eichen, 8 Nadelholz; Stöcke, rm: 29 Buchen,
40 Eſchen, 50 Eichen, 6 Erlen (Nummern 748 bis 904 und
1434 bis 1530).
(5384
Ober=Ramſtadt, den 3. März 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.

Brennholz=Verſteigerung.

Dienstag, den 12. März 1912, vorm. 9 Uhr
anfangend, werden auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt aus Diſtrikt
Klingsackertanne
21 rm Kiefern=Scheit
328
Knüppel
Stock
110
1530 Stück Wellen
meiſtbietend verſteigert.
Nähere Auskunft erteilt Forſtwart Haas, Pfungſtadt, Main=
ſtraße
Nr. 30.
Pfungſtadt, den 5. März 1912.
(5503ms
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.

Mühlen=Verſteigerung.

Montag, den 11. März 1912, nachmittags 3 Uhr, ſoll im
Rathauſe zu Eberſtadt bei Darmſtadt auf freiwilligen Antrag der
Wilhelm Grünig II. Witwe dahier deren Anweſen, im Mühltal be=
legen
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Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
24)

Geht der Weg denn nach Bütfeld? fragte ſie haſtig.
Aber das half nichts. Wenn Bohlmann auf ein Ziel
losſteuerte, konnte ihn nichts aufhalten. Er blieb bei der
Stange, und das war in dieſem Falle die Windbeutelei,
die heutzutage nun einmal Mode ſei. Wenn jemand aus
der Gegend gewußt hätte, daß ſich Frau Lührſen tat=
ſächlich
in der einſamen Allee vor Bohlmann fürchtete,
der hätte ſich ſicher totgelacht, denn einen harmloſeren
Menſchen gab es zwei Meilen im Umkreiſe ſicher nicht.
Ja, was ich ſagen wollte, gnädige Frau, ich möchte mich
nämlich wieder verändern, und als ſie ihn verſtändnislos
anſah, ſo nennen wir das, wenn ein Mannsbild ſich ver=
heiraten
will, und wenn Sie nun ſo gut wären, der dicken
Tannert das klarzumachen, daß ſie mich ruhig nehmen
könnt, dann käm mir das grad jetzt gut zupaß!
Nun verſtand Lilli und begann die Sache humo=
riſtiſch
zu nehmen. Ja, aber ich dachte, Sie hätten eine
Frau? Da habe ich mich wohl geirrt?
Ich? Woſo? Nee! Ich hab mich ſcheiden laſſen
von meiner. Sie hat ſo nen Windbeutel aus Hamburg
genommen, ſo nen richtigen Hamburger Butjer.
Fa, Herr Bohlmann, das will ich ganz gern tun, das
Leißt, wenn Sie gut zu Frau Tannert ſein wollen, falls

Sie ſie heiraten! Nun aber Bohlmann! Das war ſein
Kapitel, wenn er auf ſeine Gutheit zu ſprechen kam.
Als wie ich, o, ich bin gut! Viel zu gut! Gegen die,
die mich ausgeriſſen is, bin ich auch viel zu gut geweſen.
Davon kam das ganze Malür! Sie hat immer die Boh=
nenſuppe
anbrennen laſſen, und ich Schapskopp habe nie
nich was geſagt! Da hat ſie mich endlich gefragt, ob ich
denn das gar nicht ſchmeckte, daß die Bohnen immer los
angebrannt wären? Da habe ich aber geſagt: Jawohl
merk ich das, das kann ja en Ferken ſmecken, aber eſſen
tät ich ſie doch. Da hat ſie mit der Hand auf den Tiſch
geſchlagen und geſagt: En Mann, der alle Sonnabend
angebrannte Bohnen äß und nix ſagte, den könnt ſie nich
brauchen! Na, nu ſagen Sie bloß, ſo ſind nu die Frau=
ensleute
! Bei der Tannert paſſiert ſo was nich, da bin
ich gut für! Na, ich ſeh ſchon, Sie kriegen kalte Füße in
die dünnen Stiefels!
Endlich trat er zur Seite und ſie ſchlüpfte raſch an
ihm vorbei. Ja, Herr Bohlmann, ich will das gern tun,
rief ſie.
Er ſah ihr eine Weile nach. Als er dann wieder
anfing zu ſchaufeln, ſagte er halblaut vor ſich hin: Wenn
ich der Herr wäre, die käm mir nich wieder nach Berlin,
die müßt hier bleiben! Ganz zutunlich is ſie, und wie ſie
hübſch nach der Chauſſee herauf ſchwenkt, und denn ſo
ganz kleine, flinke Schritte macht ſie! Seine Gemütsruhe
hatte er wieder, und nun ging die Arbeit noch einmal ſo
ſchnell von der Hand.

Lilli ging weiter. Was für merkwürdige Menſchen
das doch waren. Und doch blieb ihr eine Bitterkeit zurück,
weil es ſie verletzte, wie ſelbſt ſolche Leute ſich mit ihrem
Schickſal und ihrem Verhältnis zu Lührſen beſchäftigten,
Als ſie die Landſtraße erreicht hatte, wo ſich der hübſche
Blick auf Bütfeld bietet, kam von dort her eine Frau,
ſtädtiſch gekleidet und begleitet von zwei Jungen, die einen
Handſchlitten hinter ſich herzogen. Zuerſt glaubt ſie, es
müſſe Dora Plattner ſein, aber als die Frau näher kam,
ſah ſie, daß dieſe doch etwas älter und auch noch ſtatt=
licher
war als Dora Plattner. Sie fragte, ob das Dorf
da unten Bütfeld ſei, was bejaht wurde. Weil Lilli aber
zu genau erkannte, daß dies Doras Schweſter ſein müſſe,
faßte ſie ſich ein Herz und redete ſie an, indem ſie ſich vor=
ſtellte
.
Sehr angenehm, ſagte Frau Liebetrau, etwas zurück
haltend und tatſächlich etwas verlegen über dieſes Zu=
ſammentreffen
.
Ob ſie ſich der Frau Paſtorin anſchließen dürfe beim=
Spazierengehen?
Aber gewiß, Frau Lührſen. Ich gehe hier nur meinem
Manne entgegen, den ich von einem Amtswege zurück=
erwarte
.
Was für prächtige geſunde Jungen das ſind, meinte
Lilli, indem ſie den beiden Flachsköpfen die Hand gab.
Na, Frau Liebetrau war eine Mutter, und dieſe eine
Bemerlung hob Lilli in ihren Augen doch mächtig. Jag
ſie ſind geſund. Ich habe davon zu Hauſe nach zwei, die

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Jungens, ihr könnt hier bleiben und ſolange den Berg
hinunterfahren, bis wir zurückkommen.
Da kniffen die beiden Bengels jauchzend aus und
nach dem Hohlweg zurück, von deſſen Rand man ſo fein
im Schlitten hinunterflitzen konnte.
Vier Jungen alſo, Frau Liebetrau! Das iſt ja
ſchrecklich viel. Sie Aermſte!
Helene lachte hell auf. Na, ſchrecklich viel finden
weder mein Mann noch ich es! Bedauern braucht mich
niemand deshalb, im Gegenteil. Mitten zwiſchen der
kleinen Geſellſchaft denke ich oft, man lebt auch vierfach!
Lilli lenkte ein, weil ſie ihre Bemerkung bereute, die
anſcheinend hier nicht am Platze geweſen war. Sie müſſen
mich nicht mißverſtehen. Ich wollte damit eigentlich nur
ſagen, welche ungeheure Laſt von inneren Pflichten das
gibt, gleichſam für vier Menſchenleben verantwortlich zu
ſein. Ich würde mir die Kraft kaum zutrauen!
Ob ich mir die Kraft zutraue oder nicht, Frau Lühr=
ſen
, darauf kommt eigentlich ſehr wenig an. Ich habe vier
Kinder geboren, alſo wird es wohl ſo in meiner Natur
ſein, daß mir das Leben dieſe vier Kinder anvertrauen
wollte. Vier Kinder ſind vier unbezweifelbare Tatſachen,
mit denen mein Mann und ich uns ſchlecht und recht ab=
finden
müſſen, ja, auch dann, wenn noch einige dazu kom=
men
ſollten, was ja nie ausgeſchloſſen iſt. Was hilft es,
man muß durch, und geſund ſind ja die Kinder!
Was Frau Liebetrau ſagte, das klang ſo ganz anders,
als Lilli erwartet hatte. Sie kannte andere Frauen mit
größerer Familie, ſogar in Berlin, obgleich die Frauen
und deren Männer ſich dort mit dem dritten Kinde ſchon

dem Lächeln und mit dem vierten dem ſpöttiſchen Geläch=
ter
der guten und gebildeten Geſellſchaft preisgaben.
Aber alle Frauen ohne Ausnahme wurden elegiſch und
ſetzten eine Miene des Martyriums auf, wenn man von
ihren Kindern ſprach; ſie klagten und jammerten über die
Not und Mühe und Sorge und darüber, wie gebunden
ihr Leben dadurch geworden ſei, und wie viel beſſer es
doch die Männer in der Welt hätten, und nun, nun
die alte Melodie immer wieder, das alte Lied, das geſunde
Männer ſo unwirſch macht und die Frauen ſo feige, und
das den Kindern ſo oft das Gefühl gibt, ihren Erzeugern
eine unwillkommene Laſt zu ſein, aber keineswegs eine Er=
höhung
des Lebens.
So war Lilli auf ganz unbekannten Boden gekom=
men
, denn jene Klagelieder mitzuſingen, das verſtand ſie
ganz gut. Aber dies ſchien hier gar nicht angebracht zu
ſein. Das iſt gewiß ſehr erfreulich, meinte ſie, aber trotz=
dem
bleibt es eine Rieſenaufgabe, die Bildung, ja die
Zukunft einer ganzen Reihe von jungen Menſchenkindern
in der Hand zu halten.
Da lachte Frau Liebetrau herzlich. Das hat man ja
gar nicht, Frau Lührſen. Wie leicht wäre es, und wie
glücklich wäre man, hätte man das alles in ſeiner Macht.
Man iſt ja ſchon froh und dankbar, wenn man ſo leidlich
mit der Gegenwart von Tag zu Tag fertig wird, und
dazu braucht man beide Hände im Guten und im Böſen.
Lilli ſah eine Weile nachdenklich vor ſich nieder. Sie
mußte ſich ordentlich in acht nehmen und ſelbſt bewachen,
damit die natürliche Sprache dieſer Paſtorsfrau ſie nicht
gänzlich aus ihren Bahnen brachte. Was ſollte man
denn mit einer Ehefrau noch weiter ſprechen, die als
Mutter von vier Kindern gar kein Mitleid beanſpruchte?

Allerdings, wenn Sie es ſo auffaſſen. Aber Sie
ſelbſt. Was wird denn aus Ihnen, aus Ihrer Perſön=
lichkeit
, wenn Sie ſo ganz in den Kindern aufgehen? Sie
ſind doch eine Perſönlichkeit und haben Pflichten gegen
ſich ſelbſt, gegenüber Ihrer eigenen Bildung und Ent=
wickelung
?
Die Paſtorin blieb ſtehen und ſah Lilli groß an.
Meine liebe Frau Lührſen, ſehen Sie, ich bin auf dem
Seminar geweſen und habe dort mein Examen gemacht
und eine Menge Dinge gelernt, die nicht wahr ſind, auch
eine Menge Dinge, die unnütz ſind, und eine Menge Me=
thoden
, die erſt recht Unſinn ſind, denn Kinder ſind nicht
Sachen, ſondern lebendige Einzelweſen, die als ſolche ge=
nommen
werden müſſen. Wir wollten dort auch damals
mit ſolchen Ideen die Welt ſtürmen. Ah, das iſt ein lan=
ges
Kapitel, was ſich hier nicht gut auf der Landſtraße
zu Ende ſprechen läßt. Das klingt alles ſehr ſchön in der
Theorie auf dem Papier, beſonders in Büchern, aber
im Grunde iſt gar nichts dahinter.
Frau Lührſen war auch ſtehen geblieben und begann
ſich als Verteidigerin modernſter Weisheit zu fühlen, die,
weil ſie gerade modern iſt, natürlich auch am allerwahr=
ſten
ſein muß. Wie können Sie das ſagen, Sie, eine
Frau unſerer Zeit?
Ach, ſo, Sie meinen das neue Weib? fragte Frau
Liebetrau, und es war viel Humor in dieſer Betonung
des Wortes neue. Aber nicht nur Humor, ſondern auch
eine Kenntnis der modernen Literatur auf dieſem Gebiete
drückte ſich in der Frage aus.
Ja, allerdings das neue Weib, die Frau unſerer Zeit
und der Zukunft, betonte Lilli.
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Koſtenrechnungen getrennt aufzuſtellen. Die bezüglichen
Beſtellſcheine müſſen beigefügt werden.
Die nach dem obigen Termin einlaufenden Rechnungen können
erſt bei der nächſten Abrechnung Berückſichtigung finden. (5484ms
Darmſtadt, den 4. März 1912.
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verbliſende Erfolgze erzielen. Sie kommen, ſehen, ſiegen! Iinen zu widerſtehen iſt an=
möglich
, ob man will oder nicht, man muß ſolche Perſonen lieben. Woran das liegt, kann man
ſich meiſt nicht erklären, da die Betreffenden weder durch große Schönheit noch etwa durch hervor=
ragende
Geiſtesgaben ſich vor anderen auszeichnen. Oſt iſt ſogar das Gegenteil der Fall, indem
ſchönen und lugen Menſchen der oder die Geliebte abſpenſtig gemacht werden durch einen Neben=
buhler
, der häßlich und geiſtig minderbegabt iſt. Dieſe ſonderbaren Geheimniſſe des Liebes= und
Selenlebens hat nun ein bekannter Pfychologe, Dr. F. Amos, aründlich erforſcht und iſt dabei
zu dem überraſchenden Schluſſe gelangt. daß dieſe geheimnisvolle Macht ſich jede Perſon aneignen,
daß alſo jeder Her die Zuneigung einer jeden Dame und jede Daue die Zuneigung eines
jeden Hern erringen kann. Wie es gemacht wird, hat er in einem Büche genau beſchrieben.
Wer die darin gegebenen Regeln befolgt, erobert die Herzen im Sturme und zwingt die geliebte
Perſon zur Zuneigung. Der Titel des Buches lautet: Das Geheimnis der verfönlichen
ünwiderſtehlichkeit. Zu beziehen iſt es diskret in geſchloſſenem Kuvert gegen Voreinſe=
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Betr.: Anmeldung zur Unfallberufsgenossenschaft!
Aus den amtlichen Bekanntmachungen geht nicht mit der
wünſchenswerten Klarheit hervor, daß
nns alfe

die entweder 1 gewerblichen (Hausburſchen u. dergl.) oder 2 kaufm.
Angeſtellte dauernd das ganze Jahr beſchäftigen, ſich
zur Unfallberufsgenoſſenſchaft anmelden müſſen.
Wir machen daher unſere Mitglieder ſowie alle ſonſtigen
hieſigen Detailgeſchäfte auf die entſprechenden Beſtimmungen auf=
merkſam
. Die Anmeldungen haben bei Vermeidung einer
Strafe bis zu Mk. 100. bis
(4506a
ſpäteſtens 15. März
bei der Großh. Bürgermeiſterei (Waldſtr. 6, I) zu erfolgen. An=
meldeformulare
können auch bei dem Vorſitzenden unſeres Vereins,
Herrn Wilh. Kalbluss, Markt 10, in Empfang genommen werden,
der auch gerne jede weitere Auskunft in dieſer Angelegenheit erteilt.
Geſchäfte, die jetzt ſchon zur Lagerei=Berufsgenoſſenſchaft ge=
hören
, brauchen ſich nicht mehr anzumelden.

Unſere Mitglieder machen wir darauf aufmerkſam, daß ſie
Lehrverträge und Angeſtelltenverträge jederzeit unentgelt=
lich
bei dem unterzeichneten Vorſitzenden erhalten können.

Der Vorstand des Vereins der Detaillisten in Darmstadt.

Wilh. Kalbfuss, Vorsitzender.

Fr. Becker, Schriftführer.

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[ ][  ][ ]

Zweite Kammer der Stände.

9. Sitzung.
St. Darmſtadt, 5. März.
Am Regierungstiſche: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
v. Hombergk zu Vach Exz., Geheimeräte Dr. Becker
und Wilbrand, Miniſterialrat Dr. Kratz, Legations=
rat
Dr. Neidhart.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung 10.10 Uhr
und ſtellt feſt, daß er den in mehreren Blättern veröffent=
lichten
Ausdruck: Wenn die Rederei ſo weiter ginge,
würden Nachmittagsſitzungen beginnen, nicht gebraucht
habe. Nach dem Stenogramm habe er geſagt: Die Dis=
kuſſion
ſchreitet nur ſehr langſam vorwärts uſw. ( Hei=
terkeit
)
Das Haus tritt dann in die Tagesordnung ein und
ſetzt die Spezialberatung des Hauptvoranſchlags
bei Kapitel 2: Kameral= und Forſtdomänen,
fort. Der Abg. Hauck hat einen Antrag eingereicht,
anſtatt der Oberförſterſtelle von Groß =Umſtadt die von
Lengfeld auf den Inhaber zu bewilligen. Abg. Ko=
rell
=Königſtädten bittet unter Darlegung der Verhält=
niſſe
in Königſtädten weitergehende Ablöſungen von
Weide=Berechtigungen in an Domanialbeſitz grenzenden
Kommunalbeſitz nach Möglichkeit zu vermeiden. Abg.
Bähr (ſchwer verſtändlich) ſpricht ſich in längerer Rede
gegen den Antrag Hauck aus, deſſen Begründung er nicht
gelten laſſen könne. Die Oberförſterwohnung in Zipfen
werde ſich ſchon anderweit verwenden laſſen. Im Grunde
ſei es ihm gleichgültig, welche Oberförſtereien aufgehoben
werden, doch ſei aus praktiſchen Gründen die Aufhebung
von Lengfeld nicht zu befürworten.
Abg. Münch möchte auf die beſonderen Verhältniſſe
aufmerkſam machen, die in Wimpfen herrſchen. Es ginge
von Zeit zu Zeit die Notiz durch die Bläter, Wimpfen
auszutauſchen gegen ein anderes entſprechendes Objekt.
Gegen dieſen Austauſch ſprächen jedoch vielerlei Be=
denken
, vor allem in ethiſcher Beziehung. Wimpfen ſei
eine Perle unter allen deutſchen Städten und eine hiſto=
riſch
und kunſthiſtoriſch gleichbedeutende Stadt habe kaum
ein Staat aufzuweiſen. Es würde alſo ſchwer werden,
ein gleichwertiges Objekt zum Austauſch zu finden. Aber
die Einwohnerſchaft ſelbſt hat auch den dringendſten
Wunſch, heſſiſch zu bleiben. Wimpfen liege eingekeilt
zwiſchen badiſchem und württembergiſchem Beſitz, alſo
zwiſchen Staaten, die an ſeiner Erhaltung gar kein In=
tereſſe
haben; vielmehr ein größeres daran, Wimpfen
nicht hochkommen zu laſſen. Nun habe man Wimpfen
ſchon das Kreisamt genommen, die Realſchulgelder haben
eine enorme Höhe gegenüber Baden, und nun wolle man
auch noch die Oberförſterei wegnehmen. Das ſollte man
doch vermeiden. Doch möchte Redner erſuchen, bei den
nach Wimpfen zu entſendenden Beamten eine Auswahl
zu treffen dahin, daß man Beamte dorthin ſchickt, die auch
über ihre Pflicht hinaus tätig ſind im Intereſſe der Stadt,
die ſich der Erhaltung ihrer Eigenart annehmen und
auch den Kurgäſten entgegenkommen uſw. Auch ſolle
man darauf hinwirken, daß heſſiſche Aerzte ihre Kranken
nach Wimpfen ſchicken (Solbad), wie es von Baden und
Württemberg mehr geſchehe.
Abg. v. Brentano beſpricht die Anſtellungsver=
hältniſſe
der Oberförſter und Forſtaſſeſſoren. Er möchte
vor allem anheimgeben, für die Forſtaſſeſſoren eine Ueber=
gangszeit
zu ſchaffen, damit ſie nicht erſt das Alter von
5055 Jahren erreichen müſſen, ehe ſie angeſtellt wer=
den
. Der Gehaltsunterſchied ſei gar nicht ſo groß, als
daß die Finanzen einen Ausgleich nicht ertragen würden.
Abg. Molthan: Die Wünſche der verſchiedenen

Redner ſind nicht in Einklang zu bringen mit den Debat=
ten
der vorigen Woche. Erſt habe man fortgeſetzt nach
Vereinfachung und nach mehr Sparſamkeit gerufen, und
nun würde von allen Seiten gegen die ſehr wohl und
eingehend erwogenen Vorſchläge der Kommiſſion, die
mit vieler Mühe der Forſtverwaltung die fraglichen
Stellen abgerungen habe, Sturm gelaufen. Wenn ſo alle
Vorſchläge aus rein lokalpatriotiſchen Erwägungen her=
aus
über den Haufen geworfen würden, die man mühſam
aufgebaut, dann könne aus der ganzen Vereinfachung
nichts herauskommen. Redner möchte doch bitten, auch
dieſe Seite in der weiteren Debatte zu berückſichtigen.
Abg. Schönberger möchte nicht das allgemeine
Sturmlaufen mitmachen, doch ſei er der Meinung, daß
es ein Unrecht ſei, Groß=Umſtadt noch weiter zu benach=
teiligen
. Denn eine Benachteiligung bleibe die Aufheb=
ung
der Groß=Umſtadter Oberförſterſtelle auf jeden Fall.
Er bittet darum, dem Antrag Hauck zuzuſtimmen. Abg.
Grünewald tritt den Ausführungen des Abg. Mol=
than
in allen Punkten bei. Er ſei ſogar der Meinung,
daß noch mehr Oberförſtereien aufgehoben werden können.
Die preußiſchen Oberförſterbezirke ſeien ſehr viel größer,
als die heſſiſchen, und die preußiſchen Wälder ſeien auch
ſchön. Es ſcheine, daß die Oberförſter Heſſens zu viel
experimentieren und auch zu viel Zeit zum Experimentie=
ren
haben. Er meine auch, daß die Zahl der Räte in der
Forſtabteilung noch vermindert werden könnte. Weiter
tritt Redner für die Gleichſtellung der Kommunalforſt=
warte
mit den Domanialforſtwarten ein.
Abg. Dr. Weber: Fortgeſetzte Anträge aus dem
Hauſe haben zum Gegenſtand die Verminderung des Forſt=
perſonals
gehabt. Man habe ſchließlich dieſe Anträge
von der Kommiſſion zur Unterkommiſſion verwieſen, und
was dieſe nun dem Hauſe unterbreitet, ſei gewiſſermaßen
ein Kompromiß aller Parteien. Für das, was die Kom=
miſſion
hier vorſchlägt, könne er jede Verantwortung
übernehmen und er bittet dringend, an dem Programm
nichts mehr zu ändern. Man ſolle ſich darauf beſchrän=
ken
, die Regierung inbezug auf die Organiſation um
möglichſtes Entgegenkommen zu bitten und Sonder=
wünſche
im Intereſſe des Ganzen zurückſtellen. Dem Vor=
redner
gegenüber möchte er doch darauf aufmerkſam
machen, daß Preußen nicht ſo intenſiv Forſtwirtſchaft
betreibt, daß es auch nur eine kleinere Rente erzielt. Die
Oberförſter Preußens haben ein viel beſſer geſchultes und
auch viel höher bezahltes Unterperſonal, als die Heſſens.
Inbezug auf die Anſtellung der Forſtaſſeſſoren ſtimme er
dem Abg. v. Brentano zu. Man dürfe die vor der An=
ſtellung
ſtehenden Aſſeſſoren nicht ſo lange warten laſſen,
bis auch die neun Stellen noch verſchwunden ſind. Daß
dieſe neun Stellen aufgehoben werden, iſt ja beſchloſſene
Sache, aber trotzdem könne man doch die Aſſeſſoren auch
jetzt ſchon anſtellen. Die Beſtrebungen, die Konmmunal=
forſtwarte
den Domanialforſtwarten gleichzuſtellen, ſind
zu unterſtützen.
Abg. Lutz möchte einem Wunſche der oberheſſiſchen
Bevölkerung dahin Ausdruck geben, daß man die Holz=
verſteigerungen
wieder im Walde abhalten möge. Die
Regierung möge inbezug auf die Aufhebungsvorſchläge
feſt bleiben. Redner rügt, daß die Weinbaudomänen zu
hohe Zuſchüſſe erfordern. Er empfiehlt der Regierung,
einmal geſchloſſene Güter in eigene Bewirtſchaftung zu
nehmen. Die Regierung würde dann die Verhältniſſe
der Bauern näher und beſſer kennen lernen und auch feſt=
ſtellen
können, ob es richtig iſt, was immer behauptet
würde, daß die Bauern zu wenig Einkommenſteuern be=
zahlen
.
Abg. Ulrich beleuchtet den ganzen hiſtoriſchen Ver=
lauf
der Dinge, die zu den Vorſchlägen der Aufhebung
mehrerer Oberförſterſtellen führten. Man habe damals,

un eine intenſtpere Foriwirtſchaft zu ermöglichen, die
14 neuen Oberförſterſtellen geſchaffen. Die Folge hat
ergeben, daß dieſe 14 neuen Stellen auch nicht überflüſſig
waren, vor allem auch rein budgetmäßig dem Lande
keine Mehrkoſten brachten, da die Renten der Forſten
tatſächlich beſſer wurden. Nun hat die Praxis auch er=
geben
, daß nicht 14 Stellen dazu notwendig waren, ſon=
dern
daß 8 genügt hätten. Das habe heute auch Dr.
Weber feſtgeſtellt, der damals außerhalb des Hauſes ein
Gegner der 14 neuen Stellen war. Das möchte Redner
doch feſtſtellen Tatſächlich würden ja auch nicht 9, ſon=
dern
nur 6 Stellen beſeitigt, anſtelle der 3 anderen.
treten nur eben Aſſeſſoren. Ueber die Verteilung der
aufzuhebenden Stellen brauche ja das letzte Wort noch
nicht geſprochen zu ſein. Der Antrag Hauck ſcheint der
Unterſtützung wert. Zur Frage der Kommunal= und
Domanialforſtwarte ſei auch er der Anſicht, daß die
Unterſchiede baldigſt beſeitigt werden müßten, denn die
berechtigten Klagen hierzu werden immer dringender.
Abg. Boxheimer beſpricht die Art der Verpacht=
ung
von Hof= und Staatsgütern. Es komme dabei vor,
daß die verſchiedenen Reflektanten ſich untereinander
einigen, reſp. gegenſeitig abfinden, ſodaß ſchließlich nur
ein Reflektant übrig bleibt. Da müſſe im Intereſſe der
Staatsfinanzen Remedur geſchaffen werden. Man könne
trotzdem auf alte, bewährte Pächter beſonders Rückſicht=
nehmen
, wenn man die Regierung ermächtige, nicht un=
bedingt
dem Höchſtbietenden den Zuſchlag zu erteilen,
ſondern eine Auswahl zu treffen unter den drei Höchſt=
bietenden
. Abg. Hauck unterſtützt ſeinen Antrag,
der dahin geht, wenn die Regierung für das Oberförſter=
haus
in Zipfen eine neue Verwendung gefunden habe,
ſie die Oberförſterei Lengfeld herüberlege nach Groß=
Umſtadt. Dem Abg. Molthan müſſe er widerſprechen.
Bis zu einem gewiſſen Grade ſei ein geſunder Lokal=
patriotismus
ſehr wohl berechtigt, und bei der Aufheb=
ung
des Brückengeldes in Mainz werde der Abg. Molthan
auch wohl aus Lokalpatriotismus ſprechen. Sein Antrag.
zeige zum mindeſten der Regierung den Weg zum wei=
teren
Vorgehen.
Aba. Dr. Oſann ſteht nicht auf dem Standpunkt des;
Abg. Ulrich, daß ein Abgeordneter alles wiſſen und ver=
ſtehen
miſſ. Wenn das ſo wäre, ſolle doch der Abg.
Ulrich ſeine politiſchen Kenntniſſe mal in techniſche um=
ſetzen
und durch die Praxis ſein Können beweiſen. Wennt
auch nicht hier in Heſſen, ſo biete ſich doch in dem neu er=
worbenen
Kongo Gelegenheit dazu. (Heiterkeit.) Red=
ner
bedauert, daß die Ausführungen des Geheimerat
Wilbrand zu den Waldankäufen der Oberförſterei Eber=
ſtadt
in der Gemarkung Pfungſtadt auf der Tribüne
nicht verſtanden wurden. Tatſächlich herrſche in Pfung=
ſtadt
Aufregung über das Vorgehen der Oberförſterei
Eberſtadt. Aba. Kredel bleibt auf der Tribüne
völlig unverſtändlich. Abg. Münch ſtellt feſt, daß er
nur die allgemeine Schädigung Wimpfens hier habe er=
örtern
wollen. Abg. Schott bittet, den Vorſchlägen
der Vereinfachungskommiſſion zuzuſtimmen, und tritt
für Beſſerſtellung der Kommunalforſtwarte ein. Abg.
Dr. Weber tritt dem Abg. Ulrich entgegen, der doch
nicht genau informiert zu ſein ſcheint. Er habe ſeine
Stellung zu dieſer Frage niemals geändert.
Geheimerat Wilbrand ſtellt dem Abg. Korell=
Königſtädten gegenüber feſt, daß die Regierung noch nie=
mals
Weideberechtigungen gegen den Willen der Ge=
meinde
abgelöſt habe und dies auch in Zukunſt nicht zu
tun gedenke. Zu der Angelegenheit der Oberförſterſtelle
in Groß=Umſtadt ſei darauf aufmerkſam zu machen, daß
es nicht richtig iſt, daß da, wo der Oberförſter wohnt,
auch eine Oberförſterei iſt. Darum könne man der Frage

Senn Nachfulen Von

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mit dem Kreuzstern
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achte man darauf, daß die Würze aus Maggi’s großer Original-
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Präparate kann ſich jedermann durch Einſichtnah=
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Heiss, Darmstadt, Roßdörferſtraße 22.

Meine Tochter Kätchen verletzte ſich vor 2 Jahren den
rechten Fuß unterhalb des Knöchels. Der Fuß wurde
ſchlimmer und ſchlimmer, ſodaß wir auf Anraten des Arz=
tes
hin unſer Kind nach Darmſtadt ins Krankenhaus brachten.
Dort wurde Knochentuberkuloſe feſtgeſtellt und ein Knöchel
herausgenommen. Nach ½ Jahr heilte der Fuß zu. Beim
Verlaſſen des Krankenhauſes wurde uns vom dortigen
Arzt mitgeleilt, daß der Fuß oder das ganze Unterbein
abgenommen werden müßte, wenn die Wunde wieder
aufbrechen ſollte. Als nach 5 Monaten der Fall wirklich
eintrat und der Arzt uns wiederholt riet, den Fuß oder
das Unterbein abnehmen zu laſſen, entſchloſſen wir uns,
es einmal mit den viel empfohlenen Dun=Präparaten zu
verſuchen. Wir hatten, Gott ſei Dank, beſten Erfolg Der
Eiter wurde durch die Dun=Salbe raſch aus der Wunde
herausgezogen, die Anſchwelung verſchwand, der Zuß
bekam bald wieder ſeine natürliche Farbe und heute iſt
unſer Kätchen, das zuvor ſchlecht ausſah, wieder friſch
und geſund und die Wunde geſchloſſen.
Georg Friedrich Gunkel.
Roßdorf, 6. II. 1910.
Nervoſität, Hämorrhoiden und Rheumatismus. Die
Dunpillen ſind eine Wohltat für die Nerven und gegen
Schlafloſigkeit. Die Dunzäpfchen gegen Homorrhoiden und
harten Stuhl, die Dunſalbe gegen Rheumatismus und
Reißen. Ich nahm dieſe Präparade nur Jahr lang
und habe jetzt wieder Luſt am Leben. Die Pillen nehme
ich ohne Unterbrechung weiter
Frau Dr. Schäfer, Straßburg.
Knochenhautentzündung. Aus freiem Antriebe teile ich
Ihnen hierdurch mit, daß mich Ihre Dun=Salbe von einer
ſchmerzhaften Knochenhautentzündung in wenigen Tagen
geheilt hat. Ich bemerke dabei, daß ich das vortreffliche
Heilmittel leider erſt anwandte, nachdem ich bereits wochen=
lang
gelegen und gelitten hatte. Darmſtadt. Frau E. Frank.
Bauchfellentzündung. Meine Tochter Minchen war
ſo ſchwer an Bauchfellentzündung erkrankt, daß der Arzt
das Schlimmſte befürchtete. Durch Auflegen von Dun=

Pflaſter auf den Leib und öfteres Einnehmen von Dun=
Pillen war ſie nach wenigen Stunden aus aller Gefahr
und bereits nach 8 Tagen wieder auf. Nach 3 Wochen
fühlte ſie ſich wieder völlig geſund.
Forſthaus Eiſernhand bei Ober=Ramſtadt. W. Hoffmann.
Gerne teile ich Ihnen mit, daß mein kleiner Albert,
als er kaum ¼ Jahr alt war, durch Behandlung mit
Ihrer Dun=Salbe innerhalb 8 Tagen von Keuchhuſten,
der ihn bereits 4 Wochen lang gequält hatte, befreit wurde.
Auch bei Katarrhen, Fieber und Brandwunden hat mir
Ihr Dun=Präparat vorz. Dienſte geleiſtet.
Frau A. Melchior.
Darmſtadt, 15. 8. 1909.
Maſern. Mein kleiner Hugo erkrankte an Maſern ſo
ſchwer, daß er im Fieber irr redete und wir das
Schlimmſte befürchteten. Er war am ganzen Körper ſo rot
wie ein Krebs und zeigte ſich die Krankheit beſonders hef=
tig
an den Augen. Da ich Dun=Präparate ſchon öfter
mit beſtem Erfolge angewandt hatte, rieb ich ihn am gan=
zen
Körper mehrmal mit Dun=Salbe ein und gab ihm
Dun=Pillen. Der Erfolg war der, daß das Fieber raſch ab=
nahm
und Hugo nach etwa 3 Tagen wieder geſund war.
Frau A. Meichtor.
Darmſtadt.
Als Krankenpflegerin mit faſt 30jähriger Dienſtzeit
würde ich mich wohl hüten, ein Heilmittel zu empfehlen,
von deſſen Vorzügen und völliger Unſchädlichkeit ich mich
nicht zuvor überzeugt hätte. Ich habe vielfach Gelegen=
heit
gehabt, zu ſehen und zu hören, daß die Dun= Präpa=
rate
mit nie verſagendem Erfolg bei offenen Wunden, Ka=
tarrhen
, Leberleiden, Brandwunden, Rheumatismus, Is=
chias
, Lungen= und Rippenfellentzündung, Blinddarm= und
Bauchfellentzündung u. a. angewandt wurden. Mir ſelbſt
haben die Dunſalbe und Dunpillen gegen Rheuma und
Anſchwellung der Beine treffliche Dienſte geleiſtet, und ich
bin überzeugt, daß nur ſie allein mir das Leben gerettet
haben, als ich kurz vor Weihnachten von einem ſchweren
Schleim=Schlaganfall getroffen worden war,
K. S.
Darmſtadt, 3. Junt 1910.

Die im April von Ihnen bezogenen Dunpräparate
waren von außerordentlicher Wirkung und habe ich meinem
6jährigen Jungen ein Drüſengeſchwür (das im Entſtehen
war) geheilt, ſodaß die Eiterung gar nicht zum Ausbruch
kam. Wegen desſelben Leidens mußte ich den Knaben vor
2 Jahren 18 Tage lang in ein Krankenhaus in Operation
und Behandlung geben.
Dun iſt bei uns zu einem unentbehrlichen Heilmittel
geworden und habe ich es ſchon oft empfohlen und auch
an Bekannte geliehen und wurden dort gleichfalls gute
Reſultate erzielt.
Lengfeld i. O., 1. 12. 1910.
Wilh. Heuß II.
Meine Leidenszeit fing 8 Wochen vor Weihnachten mit
Ischias und hochgradiger Nervoſität an, und behandelte
mich zuerſt Herr Dr. Sch. ohne Erfolg. Dann kam ich ins
Krankenhaus nach Worms, aus dem ich ebenfalls ungeheilt
entlaſſen wurde. Hierauf wurde durch das Invalidenver=
ſicherungsamt
ein Heilverfahren in einer Heilſtätte zu
Darmſtadt eingeleitet und dort alles mögliche angewandt.
Bei größter Ruhe linderte ſich mein Schmerz, aber bei der
kleinſten Anſtrengung kam er immer wieder. Erſt nach An=
wendung
Ihrer Dun=Präparate wurde ich mit jedem Tag
beſſer, und heute, nach dreiwöchigem Gebrauch, finde ich
mich körperlich wie geiſtig wohl, und habe ich wieder einen
ſehr guten Schlaf. Auch gegen mein Hämorrhoidalleiden
haben mir Ihre Dun=Präparate vortrefflich geholfen und
ſage ich Ihnen hiermit, daß mir nichts anderes geholfenhat.
Gg. Scheuermann.
Monsheim (Rheinheſſen).
Herr Guillermo Alter, Naturarzt in Buenos Aires,
ſchrieb am 18. Mai 1909: In die Salbe ſind die Kranken
einfach verrückt. Ich habe einige ſehr ſchöne Heilerfolge
mit der Salbe bei Knochentuberkuloſe, Flechten, Geſchwül=
ſten
und Fiſteln. Durch die Pillen einen auffallenden Er=
folg
bei Nierenſteinen.
Nur in Apotheken zu haben oder durch Ver=
mittlung
der Fabrik.
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Bestandteile: Cerat. resin. pini 25; Cerat. Cetacci 25; Ol. Jecor Aselli 15; Cer. Flav. 15; Bals. Canad. 2; Mirrha 0,5; Seb. cerv. filtr 15; Vitell. ovi 25. O1
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Cerat. res. pini 25; Cerat. 4,5; Mirrha 0,5; Vitell. ovi 20; Cerat. Getacck 25; Ol. Jecor Aselli 15; Mel. 5; Bals. Canad. 2; Seb. gerv. filtr. 4.

[ ][  ][ ]

ja auch näher treten, die Wohnung des Oberförſters
von Zipfen nach Groß=Umſtadt zu verlegen. Die Ober=
förſterei
könne trotzdem aufgehoben werden. Was die
Anſtellungsverhältniſſe der Aſſeſſoren betrifft, ſo ſpreche
er den Abg. von Brentano und Dr. Weber Dank dafür
aus, daß ſie ſich der Forſtaſſeſſoren angenommen haben
Auch für das Eintreten für die Kommunalforſtwarte
ſpreche er Dank aus, doch habe die Verwirklichung der
dahingehenden Wünſche Schwierigkeiten. Zum Wunſche
des Abg. Lutz, die Holzverſteigerungen im Walde ab=
zuhalten
, iſt zu bemerken, daß dieſe Wünſche in den ver=
ſchiedenen
Landesteilen ſehr verſchieden ſind und daß
die Forſtabteilung nach Möglichkeit den lokalen Wün=
ſchen
und Verhältniſſen Rechnung trage. Was die
ſeinerzeitige Vermehrung der Oberförſterſtellen betrifft
ſo ſei dem Lande dadurch ein Verdienſt erwieſen wor=
den
, für das man nur dankbar ſein kann. (Hört, hört!)
Zu der Angelegenheit des Waldankaufs in Pfungſtadt
wiederhole er, daß die Strecke Wald, die hier in Frage
kommt, ſehr ſchlecht bewirtſchaftet war und einen troſt=
loſen
Eindruck machte. Alle Verſuche, Aenderung zu
ſchaffen, blieben erfolglos, ſodaß der Regierung nichts
übrig blieb, als die Strecke anzukaufen.
Abg. Ulrich möchte dem Abg. Oſann, der ſo frei=
gebig
mit einer Oberförſterſtelle am Kongo war, er=
widern
, daß er ihn höchſtens zum Rechnungsrat von
Nauheim machen könnte. (Heiterkeit.) Abg. Raab
ſtellt feſt, daß das vom Geheimerat Wilbrand bezeich=
mete
verwahrloſte Waldgelände nicht Eigentum der Ge=
meinde
Pfungſtadt, ſondern der Bahn war. Er ſei der
Meinung, daß der Oberförſter der Freund und Berater
der Gemeinde ſein ſollte, und nicht ihr Konkurrent, wie
es hier tatſächlich der Fall iſt. Was der Fiskus gekauft
hat, hat er tatſächlich der Gemeinde weggeſchnappt.
Finanzminiſter Braun Exz.: Mit einer gewiſſen
Erleichterung ſehe man dem Schluß der Debatte über Ka=
pitel
2 entgegen und er möchte dieſen Schluß durchaus
nicht hinhalten. Nur zwei Punkte möchte er noch heraus=
greifen
. Das ſei die Feſtſtellung, daß es ja eine Siſyphos=
Arbeit bedeute, wenn man auf der einen Seite ver=
pflichtet
wird, Vereinfachungs= und Erſparnisvorſchläge
zu machen und wenn auf der anderen Seite dieſe Vor=
ſchläge
dann aus einem übertriebenen Maß von Lokal=
patriotismus
heraus bekämpft werden. Man mußte ſich
doch von vornherein darüber klar ſein, daß die Verein=

fachung Härten mit ſich bringt. Die Regierung war
zwar beſtrebt, dieſe Härten nach Möglichkeit zu mildern,
ganz beſeitigen ließen ſie ſich jedoch nicht. Der zweite
Punkt, den er erörtern möchte, ſei Wimpfen. Der Abg.
Münch habe durchblicken laſſen, daß er nicht ohne Beſorg=
nis
darüber ſei, daß die wiederholt auftauchenden Mit=
teilungen
von einem Austauſch Wimpfens doch einmal
ein gewiſſes Echo bei der Regierung finden könnten.
Demgegenüber möchte Redner ein für alle Mal er=
klären
, die Regierung denke nicht daran,
Wimpfen herzugeben oder irgendwie zu
vertauſchen. (Bravo.) Mit dem Abg.: Münch ſei
die Regierung der Ueberzeugung, daß Wimpfen der
glänzendſte Edelſtein in der heſſiſchen Krone ſei. Ein
Beweis dafür, daß man an ein Aufgeben Wimpfens nicht
denke, ſei auch die Tatſache, daß Seine Königliche Hoheit
der Großherzog, der oft in Wimpfen weilt und es oft
und gern ſeinen Gäſten zeigt, ſich ſeit langem mit der
Abſicht trägt, in Wimpfen ein ſtändiges Abſteigequar=
tier
zu errichten. (Bravo.)
Es folgt Abſtimmung. Die Mehrheit des
Ausſchuſſes beantragt: 1. Unter Titel 3 II, 1 als
einzufügen: Für Herſtellung des vierten Aſſemblee=
zimmers
10000 Mark, 2. die Einnahmen mit 6 273 750
Mark, die Ausgabe mit 5021 102,43 Mark zu bewilligen.
Beide Anträge werden gegen 6 Stimmen ange=
nommen
. Der Antrag Hauck wird einſtimmig
angenommen. (Bravo.)
Es folgt Kavitel 3:
Weinbaudomänen.
Dieſes Kapitel ſchließt mit einem geſteigerten Fehl=
etrag
gegenüber dem laufenden Etat ab; während ſich
die Einnahmen um 28 414 Mark niedriger ſtellen, ſind
die Ausgaben um 1755,50 Mark höher veranſchlagt. Der
Zuſchußbedarf erreicht für 1912 die Höhe von 81 208,02
Mark. Der Ausſchuß beantragt: a) die Ein=
nahmen
mit 9907350 Mark, b) die Ausgaben mit
180 281,52 Mark zu bewilligen.
Abg. Wolf=Stadecken tritt in eingehenden Dar=
legungen
dafür ein, mit dem weiteren Ankauf von Gütern
zu den Weinbaudomänen Schluß zu machen oder doch
wenigſtens recht langſam zu tun. Abg. Molthan
ſchließt ſich dem an, doch möchte er den mehrfach geäußer=
ten
Wunſch wiederholen, daß der Staat Muſterwein=

berge anlegen möge, auch in kleineren Gemeinden.
Ein Riſiko ſei für den Staat damit nicht verbunden.
Abg. Breidenbach iſt auch damit einverſtanden. Er
rügt aber, daß man in Mainz einen großen Verwaltungs=
bau
errichtet habe für 337000 Mark, von dem die Kam=
mer
gar nichts wußte. Man ſolle dieſen Akquiſitions=
fonds
doch einmal einer Prüfung unterziehen. Abg.
Diehl meint, es herrſche zu wenig Klarheit über die
Muſterweinberge.
Geheimerat Dr. Becker bittet, die dahingehenden
Wünſche anzubringen, wohin ſie gehörten, nämlich beim
Miniſterium des Innern. Was die Rentabilität der
Weinbaudomänen betrifft, ſo ſei es damit ebenſo wie
mit dem Geſamtweinbau. Auf zehn ſchlechte Jahre
komme nur ein gutes. Bei den Budgetzahlen laſſen ſich
alſo die Zahlen der einzelnen Jahre nicht vergleichen.
Man müſſe da die Geſamtzahlen, reſp. den Durchſchnitt,
in Betracht ziehen. In den Ausgaben für die Domänen
ſtecken auch nicht nur die Bewirtſchaftungskoſten, ſondern
lle Ausgaben. Wenn der Abg. Wolf gemeint hat, daß das
Akkordſyſtem billiger ſei, als das Tagelohnſyſtem, ſo ſei
dazu feſtzuſtellen, daß die Domäne beide Syſteme habe
und daß der Unterſchied nicht groß ſei. Auch ſonſt tritt
Redner dem Aba. Wolf mit eingehendem Zahlenmate=
rial
entgegen. Dem Abg. Breidenbach ſei zu erwidern,
daß es doch wohl nicht richtig ſei, daß von dem Verwalt=
ungsgebäude
in Mainz kein Menſch etwas gewußt hatte.
Schon bei der Bewilligung der Unterkellerung des Juſtiz=
gebäudes
in Mainz ſei dieſes Verwaltungsgebäude be=
ſchloſſen
worden. Uebrigens ſei dieſes zum Teil ver=
mietet
, wodurch 100000 Mark der Bauſumme verzinſt
werden. Die Keller ſelbſt ſeien keineswegs zu groß,
ſondern ſeien notwendig in der Größe.
Aba. Adelung tritt dem Vorſchlag Wolfs, den
Tagelohn durch Akkordarbeit zu erſetzen, entgegen. In
den ſtaatlichen Weinbergen ſei die Aufſicht ſo ſcharf, daß
keinem Taglöhner etwas geſchenkt würde. Abg. Wolf
meint, die Arbeiter ſelbſt arbeiten viel lieber im Alkord,
als im Tagelohn. Damit ſchließt die Debatte. Der
Ausſchußantrag wird angenommen.
Kapitel 4 wird mit Kapitel 8 vereinigt. Die Kapitel
5 und 6 werden debattelos angenommen. Darauf wird
die Sitzung um 1¼ Uhr geſloſſen.
Nächſte Sitzung nachmittags 3 Uhr.

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[ ][  ][ ]

10. Sitzung.
Am Regierungstiſcht Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
von Homberg zu Vach Exz., Geheimeräte Dr.
Becker und Wilbrand, Miniſterialrat Dr. Kratz,
Legationsrat Dr. Neidhart, Oberfinanzrat Balſer,
Baurat Schöberl.
Vizepräſident Dr. Schmitt eröffnet die Sitzung um
3 Uhr. Die Beratung des Hauptvoranſchlags wird fort=
geſetzt
. Kapitel 7: Staatsdomänen (Kameral= und Forſt=
domanen
), wird debattelos angenommen.
Zu Kapitel 7a:
Braunkohlenbergwerk Ludwigshoffnung,
weiſt Abg. Köhler darauf hin, daß der Abſatz der
Kohle in Zukunft noch ſchwieriger werden dürfte durch
die drohende Konkurrenz der weſtfäliſchen Lignitwerke,
die um Herabſetzung der Fracht nachgeſucht hätten. Red=
ner
rekapituliert die vorjährigen Beſchlüſſe bezüglich der
Grube Ludwigshoffnung und bittet die Regierung um
Auskunft, wie die Angelegenheit jetzt ſtehe. Er würde es
beklagen, wenn die Fabrikation der Braunkohle aufge=
hoben
würde. Denn nur dann könne die Rentabilität
des Geſamtwerks gehoben oder gehalten werden, wenn
ſämtliche Betriebe aufrecht erhalten würden und gegen=
ſeitig
ergänzend arbeiten. Die Beſtrebungen Oberheſ=
ſens
nach Schaffung einer Elektrizitätszentrale müßten
unterſtützt werden, doch komme hier in erſter Linie das
Intereſſe des Landes in Frage. Endlich bittet Redner
um Auskunft, welche Folgen der Brand in der Grube
Wölfersheim gehabt habe.
Finanzminiſter Braun Exz.: Wenn man ein indu=
ſtrielles
Unternehmen errichten wolle, ſei die erſte Frage
natürlich, ob es rentieren wird oder nicht. Dieſe Frage
kann aber in den ſeltenſten Fällen richtig und glatt be=
antwortet
werden, weil Rentabilitätsberechnungen im=
mer
zum Teil auf Wahrſcheinlichkeitsberechnungen be=
ruhen
müſſen. Jeder Großinduſtrielle müſſe zugeben,
daß er ſich trotz aller perſönlicher Tüchtigkeit in manchen
Betriebszweigen ſchon manchmal in dieſer Beziehung
verrechnet habe. Beſonders vorſichtig müſſe man ſein,
wenn es ſich um ſolche Rentabilitätsberechnungen in Re=
gierungsvorlagen
handelt. Auch zu dem in Frage ſtehen=
den
Projekt war die Regierung ſehr vorſichtig und hat
mehrfache Gutachten eingefordert, ehe ſie die Vorlage
eingebracht hätte. Dieſe Gutachten ſprachen ſich vor
allem für eine Rentabilität der Brikettfabrikation aus.
Maßgebend war aber doch erſt die Tatſache, mit der Bri=
kettfabrikation
gleichzeitig ein Kraftwerk zu errichten, das
dann auch die Provinz Oberheſſen mit Elektrizität ver=
ſehen
ſollte. Die Zweite Kammer nahm dann die Vor=
lage
auch an; die Erſte Kammer forderte nochmals ein
neues Gutachten ein, auf Grund deſſen ſie die Aufnahme
der Brikettfabrikation nur mit zwei Maſchinen ſtatt mit
vier beantragte und beſchloß. Darauf habe nochmals
Herr Baurat Schöberl eine ſehr eingehende Berech=
nung
aufgeſtellt, die zu dem Beſchluß kam, die Brikett=
fabrik
vorerſt nicht zu errichten, ſondern die Preßſtein=
fabrikation
fortzuſetzen, ſo lange ſie Betriebsüberſchüſſe
liefern würde. Dann hat im vorigen Monat nochmals
eine eingehende Beſprechung ſtattgefunden, die zu dem
Entſchluß führte, zunächſt das Kraftwerk zu bauen, den
Bau der Brikettfabrik nicht aufzugeben, wohl aber einſt=
weilen
zurückzuſtellen und die Summe von 1,4 Mill. Mk.
vorerſt nicht zu verausgaben. Auf dieſe Weiſe wird die
vorjährige Vorlage aufrecht erhalten und zugleich eine
ſehr hohe und riskante Ausgäbe vermieden. Auch konnte
ſo erreicht werden, daß nicht etwa hinter dem Rücken der
Kammer Aenderungen einer beſchloſſenen Vörlage vor=
genommen
werden. Das Kraftwerk ſoll zum Oktober
dieſes Jahres in Betrieb geſetzt werden. Zu gleicher Zeit
wird die Provinz einen erheblichen Teil ihrer Anſchlüſſe
hergeſtellt haben. Was den Brand in der Trockenan=
lage
betrifft, ſo ſind deſſen Urſachen noch nicht feſtgeſtellt;
der Betrieb iſt nicht geſtört. Der Schaden beträgt 25000
Mark. Die 125000 mitverbrannten Preßſteine ſind eben=
ſo
wie die ganze Trockenanlage verſichert.
Baurat Schöberl verbreitet ſich über die Rentabi=
litätsberechnungen
des Kraftwerkes. Nach der der an=
genommenen
Vorlage zugrunde gelegten Berechnung iſt
eine große Menge weiterer Stromabnehmer hinzugetre=
ten
. Das Bad Nauheimer Werk, das ſchon an der Grenze
ſeiner Leiſtungsfähigkeit ſtand, hat ebenfalls eine er=
neute
Belaſtung erfahren. Wenn die beiden Werke ver=
einigt
würden, könne das Bad Nauheimer Werk ſehr bil=
lig
entlaſtet werden. Es iſt heute unbeſtreitbar, daß die
Elektrizitätserzeugung in einem Braunkohlenwerk außer=
ordentlich
rentabel iſt, weil ſie eine ungewöhnlich billige
Produktion der Kraft ermöglicht. Wenn man nun auf
Grund dieſer Tatſachen die Ueberzeugung gewonnen hat.
daß ſich das Kraftwerk noch viel rentabler geſtaltet, als
man urſprünglich annehmen konnte, ſo liege es doch nahe,
daß man nach einer neuen Löſung des ganzen Problems
ſuchte. Die Brikettfabrik war wohl beſchloſſen, aber ſie
konnte, da noch keinerlei Ausgaben gemacht waren, doch
aufgeſchoben werden. Nach der Ueberzeugung des Red=
ners
ſei es nun richtiger, auf die Brikettfabrik vorerſt zu
verzichten und den Hauptwert auf das Kraftwerk zu
legen. Die Preßſteinfabrik dürfe man allerdings nicht
einſtellen, weil das einem Aufgeben des Anlagekapitad
gleich käme. Die Fabrik liefere aber doch immer noch,
wenn auch geringe, Ueberſchüſſe. (5035000 Mk.) Beſſer
wäre es allerdings, wenn man ſchon eine Brikettfabrik
hätte anſtelle der Preßſteinfabrik. Es fragte ſich nun=
mehr
, ob man dem neuen Werk die Laſten aufbürden
kann. Die Berechnung erweiſt, daß das Elektrizitätswerk
mit 750000 Mark Anlagekoſten 2025000 Mark reinen
Ueberſchuß ergeben würde. Alſo iſt das Elektrizitäts=
werk
ein ganz bedeutender Faktor, um die Grube Lud=
wigshoffnung
rentabel zu geſtalten. Geht das Werk in
Zukunft gut, ſo kann man auf die immerhin riskante
Brikettfabrik ganz verzichten. Das Elektrizitätswerk allein
kann aber wirtſchaftlich nicht betrieben werden, wenn
man nicht die Preßſteinfabrik beibehalte. Dieſe Beibe=
haltung
iſt aber auch ſchon notwendig, weil ſie für das
Elektrizitätswerk die ganzen Verwaltungskoſten erſpart
Der Vorteil der Abdampfverwertung iſt bei der Preß=

ſteinfabrik trotz kleineren Umfanges gleich rentabel wie
bei der Brikettfabrik, da ſie eine mehr ökonomiſche Ver=
wertung
ermöglicht. Jedenfalls ſcheint es ſicher, daß
auf dieſem Wege eine geſunde und ausſichtsreiche Anlage
zuſtande kommt. (Bravo!)
Abg. Dorſch fragt, ob es richtig iſt, was in Wöl=
fersheim
gerüchtweiſe umgeht, daß die Bohrungsergeb=
niſſe
nicht richtig angegeben worden ſind. Bergleute
haben ihm mitgeteilt, daß die Brände in den Trocken=
anlagen
auf Selbſtentzündung von Kohlenſtaub zurück=
zuführen
ſind. Redner möchte vor einer großen Werk=
anlage
warnen, wenn es wahr ſei, daß die Bohrungen
ergeben haben, daß der Kohlenreichtum der Grube nicht
ſo groß ſei, wie man annehme.
Abg. Molthan iſt dem Abg. Köhler dankbar dafür,
daß er die Frage hier angeſchnitten. Die Auskunft des
Finanzminiſters habe ihn in einer Beziehung nicht be=
friedigt
. Er halte es für einen Fehler, daß man die
Vorlage hier vertrat, ohne daß über die Rentabilität im
Schoße der Regierung ſelbſt volle Einigkeit herrſche.
Man habe damals ſchweren Herzens der Vorlage nur
darum zugeſtimmt, weil man der Provinz Oberheſſen die
großen wirtſchaftlichen Vorteile nicht vorenthalten wollte
Die Regierung hätte hier im Hauſe nicht ſo überzeugt
von der Rentabilität der Brikettfabrik ſprechen dürfen.
Der neueſte Entſchluß der Regierung ſei ihm ſympathiſch
jedoch hält er es für richtig, daß die Regierung, bevor ſie
nun anderweit über die Million verfügt reſpektive bevor
ſie eventuell an die Erbauung der Brikettfabrik heran=
tritt
, dem Hauſe vorher eine neue Vorlage macht.
Finanzminiſter Braun Exz. ſtellt feſt, daß auch in
Zukunft nichts geſchehen wird, ohne daß dem Hauſe da=
von
Kenntnis gegeben wird.
Abg. Dr. Oſann rollt die Frage auf, ob die Regie=
rung
das Recht habe, von dem in einer Vorlage bewil=
ligten
Betrag nach einſeitiger Aufhebung der Vorlage
einen Teil zu verwenden und den anderen einſtweilen
zurückzuſtellen. Wenn man damals getrennt verlangt
hatte, eine Brikettfabrik für Wölfersheim und ein Elek
trizitätswerk für Oberheſſen zu erbauen, ſo hätte letzteres
jedenfalls nicht die Mehrheit der Kammer gefunden.
Denn ſo wenig der Staat den anderen Provinzen ein
Kraftwerk erbaut, hätte man es wohl auch für Oberheſ=
en
bewilligt, um ſo weniger, als die Provinz das ſelbſt
gar nicht verlangt hat. Die Vorlage bildete damals ein
organiſches Ganzes, und er halte es für erforderlich, daß,
wenn nun eine Aenderung beſchloſſen wird, eine erneute
Vorlage an das Haus gelangt. Er möchte doch darauf
hinweiſen, daß ſeine Partei, vor allem der Abg. Köhler,
damals auf das ernſteſte vor der Errichtung der Brikett=
fabrik
gewarnt hat. Wünſchenswert wäre es geweſen,
daß die Erſte Kammer damals ihr Gutachten dem Hauſe
unterbreitet hätte. Die Kammer werde aus der ganzen
Sachlage die Lehre ziehen, daß ſie in Zukunft noch zu=
rückhaltender
und vorſichtiger in der Zuſtimmung der=
artiger
Vorlagen ſein werde. Die Regierung ſelbſt habe
dieſe Lehre gegeben.
Der Vizepräſident macht dann Mitteilung von
folgendem Antrag der Abgg. Molthan und Dr.
Weber: Die Kammer wolle die Großh. Regierung er=
ſuchen
, den für die Errichtung einer Brikettfabrik ſeiner=
zeit
bereitgeſtellten Betrag von 1 400000 Mk. vorerſt nicht
zu verausgaben, und vor Errichtung der Brikettfabrik
dem Landtag erſt eine neue Vorlage zu unter=
reiten
.
Baurat Schöberl weiſt nochmals auf die ganz
außerordentlichen Schwierigkeiten hin, die einer Berech=
nung
der Rentabilität derartiger Werke entgegenſtehen.
Das Elektrizitätswerk ſei nicht in erſter Linie beantragt
worden, um der Provinz Oberheſſen einen Gefallen da=
mit
zu erweiſen. Vielmehr war in erſter Linie maß=
gebend
der Gedanke, der unrentablen Grube Ludwigs=
hoffnung
einen neuen Wertfaktor zu ſchaffen, der ihr eine
Rentabilität ſichern ſollte. Die Provinz Oberheſſen kam
erſt an zweiter Stelle.
Abg. Dr. Weber beſtätigt das und weiſt darauf hin,
daß die Provinz nach 5jähriger Arbeit ſchon zu einem
Reſultat gekommen war, und daß ſie bereits für ihr Werk
in Lißberg 2,5 Millionen Mark bewilligt hatte. Sie habe
dem Stäate ſogar ein Opfer gebracht, denn ihr eigenes
Werk hätte ihr in einigen Jahren günſtigere Bedingun=
gen
geſchaffen, als ſie das vorliegende Projekt ſichert.
Vor der Brikettfabrik habe die Provinz Oberheſſen ſchon
im Jahre 1910 gewarnt.
Oberfinanzrat B al ſer erwidert auf die Ausführ=
ungen
des Abg. Dorſch, daß vor etwa acht bis 10 Jahren
Verſuchsbohrungen gemacht worden ſind. Doch ſei die
damalige Vorlage nicht auf dieſe Bohrungen, ſondern
auf Berechnungen aufgebaut geweſen, die das Vorhan=
denſein
von 500 Millionen Hektoliter ergaben. Später
vorgenommene Bohrungen beſtätigten das Vorhanden=
ſein
von 300 Millionen Hektoliter. Auch dieſe Menge iſt
ſo ausreichend, daß über die Lebensdauer des Werkes
keinerlei Beſorgniſſe zu herrſchen brauchen. Daß die Re=
gierung
im Vorjahre Schönfärberei getrieben, wie der
Abg. Molthan ausgeführt, müſſe zurückgewieſen werden.
Auch die neueſten Obergutachten haben nicht etwa er=
geben
, daß eine Brikettfabrik unter allen Umſtänden un=
rentabel
ſei. Nur habe die Höhe der Rentabilität der
beiden Werke ſich verſchoben, und aus dieſen Gründen
wolle die Regierung mit der Brikettfabrik vorerſt noch
warten.
Abg. Ulrich ſtellt feſt, daß im vorigen Jahre die
Privatſpekulation ſehr ſcharf hinter dem Wölfersheimer
Werke her war und daß es ſchon ein großer Vorteil iſt,
dieſe Privatſpekulation wenigſtens herausgebracht zu
haben. Die Nationalliberalen ſcheinen die ſtaatsrecht=
liche
Seite der Sache ja heute weſentlich kälter zu beur=
teilen
, wie das im Ausſchuß geſchehen, wo man gar da=
von
geſprochen, daß das dem Finanzminiſter den Kopf
koſten könne. (Unruhe.) Wie die Tatſachen heute liegen,
ſo ſcheint die neue Stellungnahme der Regierung ihm
kein Verſtoß gegen die Beſchlüſſe der Zweiten Kammer.
Eher ſpreche es für Gewiſſenhaftigkeit und Vorſicht der
Regierung, die doch durchaus im Intereſſe des Landes
verfährt, wenn ſie, nachdem ihr neue wichtige Momente

bekannt werden, zurückhaltend wird. Redner iſt von der
Zukunft Wölfersheims feſt überzeugt und ſeine Freunde
hätten auch für das Kraftwerk allein geſtimmt. Der An=
trag
Weber-Molthan ſei zu befürworten, weil er vor
allem Gewähr dafür gebe, daß die Privatſpekulation aus
der Grube Ludwigshoffnung herausbleibt.
Abg. Breidenbach iſt ebenfalls der Anſicht, daß
das Elektrizitätswerk nicht der Provinz Oberheſſen zum
Gefallen gebaut wird, ſondern, daß die Provinz gewiſ=
ſermaßen
der Regierung einen Dorn aus dem Fuße ge=
zogen
habe. Er rügt, daß der Direktor der Grube Lud=
wigshoffnung
nicht am Orte, ſondern in Friedberg
wohnt. Abg. Köhler möchte die Frage doch weniger
temperamentvoll behandelt wiſſen, als der Abg. Ulrich es
getan hat. Die Frage ſei nichts weniger als Parteiſache,
zumal man ja doch die Garantie habe, daß die Ueberlie=
ferung
des Werkes in Privathände ausgeſchloſſen ſei. Er
verbreitet ſich dann nochmals über die Entwickelung der
Frage. Wenn es auch richtig ſei, daß der Staat nicht der
Provinz etwas ſchenke, ſo dürfe man doch auch nicht die
Anſicht aufkommen laſſen, als ob die Provinz dem Staat
etwas ſchenkt. Redner hofft, daß das Werk mit dem
Reſt der Preßſteinfabrikation endlich eine Rentabilität
erzielt, ſo daß man auf die Brikettfabrik ganz gut ver=
zichten
kann. Abg. Molthan meint, der Herr Ober=
finanzrat
Balſer hätte beſſer getan, die verunglückte Re=
gierungsvorlage
heute nicht mehr ſo warm zu vertei=
digen
.
Damit ſchließt die Debatte. Der Ausſchußan=
trag
, Bewilligung der Einnahmen und Ausgaben mit
181874 Mark wird angenommen. Der Antrag
Molthan-Dr. Weber wird ebenfalls ange=
nommen
. Zu Kapitel 8:
Bad Nauheim und Bad Salzhauſen,
gibt Finanzminiſter Braun Exz. folgende Erklär=
ung
ab:
In der Generaldebatte iſt zwiſchen Herrn Abg. Dr.
Oſann und mir die Frage erörtert worden, ob und wie ſich
eine Rente aus den Erträgniſſen des Bades Nauheim be=
rechne
, die als genügender Zuſchuß zu den Koſten der all=
gemeinen
Staatsverwaltung anzuſehen ſei. Ich habe mich
überzeugt, daß die Aeußerungen des Herrn Abg. Dr. Oſann
nicht in dem von mir unterſtellten Sinne mißverſtanden
worden ſind. Wenn unter dieſen Umſtänden in meinen
Worten etwas perſönlich Verletzendes gefunden werden
konnte, ſo bedauere ich dies aufrichtig. Eine ſolche Abſicht
lag mir vollkommen fern. Ich nehme umſo weniger An=
ſtand
, dies ausdrücklich zu erklären, als ich mich für ver=
pflichtet
erachte, an meinem Teil aus den Erörterungen
alles auszuſchalten, was ein Zuſammenarbeiten an unſeren
gemeinſamen Aufgaben zu erſchweren geeignet wäre.
In der Sache ſelbſt ſoll zum nächſtjährigen Budget noch=
mals
geprüft werden, inwieweit wir glauben, einen Vor=
ſchlag
machen zu können, der es zulaſſen würde, den Zu=
ſchuß
zur allgemeinen Verwaltung weiter zu erhöhen.
Näheres hierüber kann ich heute noch nicht angeben.
Abg. Buſold rügt, daß die Brunnenmädchen in
Bad Nauheim im erſten Monat ihrer Anſtellung keinen
Lohn beziehen. Der Ausſchußantrag, Bewilligung
der Einnahmen mit 1613800 Mark und der Ausgabe mit
1 463 800 Mark wird angenommen.
Zu Kapitel 9: Samenklenganſtalt Gam=
melsbach
, erſucht Abg. Hartmann mehr Samen zu
ernten und nicht ſoviel von Händlern zu beziehen. Der
Ausſchußantrag mit 28500 Mark in Einnahmen
und 27035 Mark in Ausgaben wird angenommen,
Zu Kapitel 10: Staatseiſenbahnen äußert Abg.
Buſold Spezialwünſche für Friedberg und rügt Miß=
ſtände
beim Bau des zweiten Gleiſes von Friedberg
nach Bad Nauheim, wo die Schutzmaßregeln ungenügend
ſind. Abg. Henrich tritt für die Beamten ein, die ſ. Zt.
nicht in den Gemeinſchaftsdienſt übergetreten ſind. Abg.
Köhler meint, ſeine im Vorjahr geäußerten Eiſenbahn=
ſchmerzen
ſeien noch immer nicht gelöſt worden. Sie be=
treffen
vor allem die Verbindung zwiſchen Worms und der
Bergſtraße und Worms und Frankfurt. Die neuerdings
eingeführte Verwendung von Zügen in Triebwagen habe
Verſchlechterungen gebracht. Ueberhaupt ſcheine die Ver=
wendung
von Triebwagen in der Direktion Mainz nicht der
eigentlichen Beſtimmung derſelben zu entſprechen. Trieb=
wagen
ſeien nur für den Nahverkehr. Weiter beſpricht
Redner die Anſtellungs= und Beförderungsverhältniſſe der
Hilfsſchaffner. Dem Vorſchlag, die 2600000 Mark für die
Vermehrung des Fuhrparks in den Verwaltungsteil zu
übernehmen, müſſe er widerſprechen, denn tatſächlich be=
deute
dieſer Fuhrpark eine Vermehrung des Vermögens.
Abg. Molthan fragt an, wie es mit ſeinem mehrfach
hier vertretenen Projekt Guſtavsburg=Goddelau ſtehe und
führt wiederholt Klage über die große Schädigung, die man
durch Umleitung der Züge zu Gunſten Wiesbadens der
Stadt Mainz zugefügt habe. Abg. Berthold unter=
ſtützt
die Ausführungen des Vorredners bezüglich des
Riedbahnprojekts und rügt dann, daß bei der Gelände=
erwerbung
zum Bahnhofsbau Biſchofsheim den Eigen=
tümern
im Wege der Enteignung zu wenig gezahlt wurde.
Weiter rügt er die Ueberfüllung von Zügen uſw. Abg.
Eißnert wünſcht eine beſſere Verbindung mit dem Oden=
wald
. Abg. Wolf=Stadecken äußert Wünſche bezüglich
des Bahnhofs Nierſtein, der Selztalbahn uſw. Es ſind
noch 10 Abgeordnete im Hauſe anweſend.
Um 6½ Uhr ſchließt Vizepräſident Dr. Schmitt die
Sitzung. Nächſte Sitzung Mittwoch 9 Uhr.

Die Abgeordneten Köhler Dr. Oſann und Ge=
noſſen
haben zu Kapitel 12 des Hauptvoranſchlags für
1912, betreffend: die Anſtellung der Schreib=
gehilfen
, folgenden Antrag eingebracht: Wir be=
antragen
, zu Kapitel 12 des Hauptvoranſchlags folgende
Ermächtigung beizufügen: Die Regierung bleibt auch
ferner ermächtigt, diejenigen vollbeſchäftigten Schreib=
gehilfen
, welche das 30. Lebensjahr zur Zeit des Erlaſſes
des Finanzgeſetzes für 1912 bereits zurückgelegt haben, nach
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Perſonen:
Walter Johann=
ſen
, Arzt, Prof. Hr. Baumeiſter
Eliſe, ſeine Mutter Frl. Heumann
Margot, ſ. Frau Frl. Alſen
Wilh. Berger, Geh.
Kommerzienrat . Hr. Wagner
Paul v. Naſſow,
Rittergutsbeſitzer Hr. Heinz
Horſt v. Naſſow,
ſein Sohn . . . Hr. Schneider
Fritz Wernicke,
Holzhändler . . Hr. Jordan
Klara, ſ. Tochter. Frl. Gothe
Aug. v. Dalenberg Hr. Semler
Paul Werner,
Amtsgerichtsrat. Hr. Hacker
Franz b. Johann=
ſen

. . Hr. Klotz
Karl, bei Naſſow . Hr. Peterſen
Nach dem 1. u. 2. Akte läng. Pauſe.
Krank: Hr. Hans Hacker.
Preiſe der Plätze (Kl. Pr.):
Proſzeniumsloge 5 Mk., Fremden=
loge
5 Mk., Balkonloge 4.50 Mk.,
1. Rang 4 Mk., 5 Rang: 16.
Reihe 2 Mk., 7. u. 8. Reihe 1.60 Mk.,
Sperrſitz: 1.13. Reihe 3.50 Mk.,
14.20. Reihe 3 Mk., Parterre:
1.5. Reihe 2.20 Mk., 6.8. Reihe
1.80 Mk., 1. Galerie 1 Mk., 2. Ga=
lerie
50 Pfg.
Anf. 7½ Uhr. Ende geg. 99 Uhr.
Kartenverk. 111 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf=
von
111 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 7. März. 131. A.=V.
C 33. Neu einſtudiert: Der
Evangelimann. Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Freitag, 8. März. 132. Ab.=V.
D 33. Zum erſten Male: Bau=
meiſter
Solneß. Schauſpiel
in 3 Aufzügen von Henrik Ibſen.
Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Samstag, 9. März. Außer Ab.
Volksvorſtell. zu ermäß. Preiſen:
Meyers. Anfang 7½ Uhr.
(Verol beſondere Anzeige 1

Programm
zu dem am Mittwoch, den
6. März, von 121 Uhr mit=
tags
vor dem Neuen Palais ſtatt=
ſindenden
Konzert der Kapelle
des Garde=Drag.=Regts. Nr 28.
1. Wilhelmus von Naſſauen,
neuer Armeemarſch von Th. Gra=
wert
. 2. Ouverture zu Mignon=
von
A. Thomas. 3. Fantaſie au
Don Juan von W. A. Mozart
4. Adagio aus der Sonate pa=
thetique
von L. v. Beethoven.
5. Wo die Zitronen blühn, Walze
von J. Strauß. 6. J. Pifferi,
italieniſcher Marſch.

[ ][  ]

anz-Institut Schrimpff & Frau

vorm. Hch. Volkert, Neckarstr. 22, pt.
Zu dem im März beginnenden
Frühjahrs- Kursus
nehmen wir Anmeldungen täglich entgegen. (*5681
Privatzirkel, sowie Einzelunterricht.

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Aufruf!
Alle ehemaligen 13er Huſaren von Darmſtadt
und Umgegend werden hiermit aufgefordert, an der
am Sonntag, den 10. März, nachmittags 4 Uhr,
im Hotel=Reſtaurant Merz, Rheinſtraße 50 (nächſt
den Bahnhöfen), ſtattfindenden
5417
Versammlung
betreffend Beſprechung der Jahrhundert=Feier
des Regiments in Diedenhofen 1913, teilzunehmen.
Die Einberufer.

Kaufmahlischer Veroin Darmstadt (.5
Samstag, 9. März 1912
Vortrag
der Herren S. Joseph-Darmstadt und
Dr. jur. Königsberger-Frankfurt a. M. über
Auskunftsweſen
im Vereinslokale Grafenſtraße 18/20.
(5450
Gäſte ſind willkommen.
Der Vorstand.

Byiphensches Konzert
von Frau Elise Knibbe-Thiel
Pianistin, Komponistin u. Orchester-Dirigentin
und der
Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Obermusikmeister H. Hauske.
Donnerstag, den 7. März, abends 8 Uhr,
im Kaisersaal.
Vortragsfolge. Mozart: Klavierkonzert in D-dur:
C. M. v. Weber: Konzertstück in F-moll für Klavier und Or-
chester
; Freischütz-Ouvertüre und E. Knibbe-Thiel: Orchester-
suite
in 5 Sätzen, unter Direktion von Frau Knibbe-Thiel:
L. v. Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3; R. Wagner:
Klingsors Zaubergarten aus Parsifal‟; Vorspiel zu Die Meister-
singer
von Nürnberg‟, Dirigent Obermusikmeister H. Hauske.
Karten im Vorverkauf zu 2 Mk., 1.50 Mk., 1 M. und 50 Pfg.,
sowie Schülerkarten zu 50 Pfg. in der Musikalienhandlung von
Hch. Arnold, Wilhelminenstrasse 9 und im Verkehrsbüro; an der
Abendkasse 2.50 Mk., 2 Mk., 1.50 Mk und 80 Pfg.
(5373

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Wagner Verei Darmstaut.
Kie
Dienstag, den 12. März 1912, abends 8 Uhr
im Festsaale der Turngemeinde (Woogsplatz 5):
Lieder- und Duetten-Abend
von Frau Ottilie
Metzger-Lattermann
und Herrn
Theodor Lattermann
vom Stadttheater in Hamburg.
Der Perzina-Konzertflügel ist aus dem Lager der Firma Karl
Arnold, Ecke der Mühl- und Erbacherstraße.
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 Mk., Saal
zu 3 Mk., Galerie zu 1.50 Mk., Stehplätze im Saal zu 1 Mk.;
Studentenkarten zu 1 Mk. und Schülerkarten zu 50 Pfg. bei
Leopold Schutter, im Verkehrsbüro und abends an der Kasse.
Beitrittserklärungen für das laufende Vereinsjahr, die noch
vor dem obigen Konzerte erfolgen, berechtigen zu dessen freiem
Besuche. Der Jahresbeitrag beträgt 12 Mk.
(5457
Jedes Mitglied hat das Recht, an der im Monat März
stattfindenden Verlosung der von dem Verein angekauften Eintritts-
karten
zu den diesjährigen Bayreuther Bühnenfestspielen
(zu 25 Mk.) teilzunehmen.
Der Vorstand.

Drei Keks-Tase

Allen Freunden guter Keks-Sorten
gebe ich Gelegenheit, die Januar-Neuheiten 1912 und
Spezial-Artikel von
H. Balsens Keks-Fabrik, Hannover
kennen zu lernen. Vom 7. bis 9. März veranstalte ich
(5510
in meinem Geschäfte

6 Ernst-Ludwigstrasse 6

einen Spezialverkauf dieser Fabrikate. Ich lade hierzu ergebenst ein
Fritz Eichberg, Chocoladenhaus
Grossherzoglich Hessischer und Kaiserlich Russischer Hoflieferant.
Proben bereitwilligst!
Kein Kaufzwang!

Turnhalle am Woogsplatz
Hofkünstler Bellachini
Heute abend 8½ Uhr: Ausser gross. neuem Programm
Sensation!
Das Verschwinden eines lebenden Pferdes
samt Kutscher
(Eigentümer Dampfmolkereibeſitzer H. Wolf, Darmſtadt.)
Nachmittags 4 Uhr:
Schüler- u. Familien-Vorstellung
(5513
(Kleine Preise)
Billettvorverkauf im Verkehrsbüro u. v. 111 Uhr in d. Turnhalle.

Best. Vogelfutter
f. j. Vogelart (mehrf. präm.)
empfiehlt
Samenhälg, à -Rettig
Kirchstr. 10. Tel. 1010.
geg. d. Stadtkirche. (164a

Artikel

Gummiwaren uſw. Preisliſte gratis
ohne Abſender. J. Teichmann,
(1304a
Oldisleben S. W.

Donnerstag, den 7. März
abends 9 Uhr, findet im Saale des
Hotel Hess ein Vortrag des Herrn
Nachum Goldmann aus Frankfurt a. M.
über Renaissance

der jüdischen Kultur
(5509
ſtatt und laden wir hierzu höflichſt ein.
Eintritt frei.
Zioniſtiſche Ortsgruppe Darmſtadt.

R.1.

Residenz=
Theater
am weissen Turm
Heute Mittwoch bis inkl. Freitag
Neues Programm:
Aus Ankrauf
Senſationelles Drama in 2 Akten.
Ausserdem: Wochenrevue des R.-T.
Die Rose der Mutter
Drama.
Serenade des Soldaten
Humor.
(5367
Als Einlage:
2
U
Die Macht des Goldes
mit Asta Nielsen in der Hauptrolle.