Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoneen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Der Kaiſer wird, Blättermeldungen zufolge, am
20. März in Wien und am 22. März in Venedig
eintreffen und eine Zuſammenkunft mit dem Kaiſer
von Oeſterreich und dem König von Italien
haben.
Der bayeriſche Landtag wurde geſtern durch
den Prinzregenten mit einer Thronrede eröffnet.
Das Luftſchiff „P. L. 11” iſt von der
Heeresverwal=
tung übernommen worden.
England, Frankreich und Rußland haben
zugeſtimmt, im Verein mit den übrigen Mächten
ener=
giſche Schritte zur Beendigung der
italieniſch=
türkiſchen Feindſeligkeiten zu
unterneh=
men.
In der engliſchen Preſſe kommt eine
optimiſti=
ſchere Auffaſſung über die Lage in der
Kohlen=
kriſis zum Ausdruck.
Ein Erdbeben wird von der Balkanhalbinſel
vom 26. ds. Mts., abends 9 Uhr 38 Min. gemeldet.
Der Zwiſchenfall von Beirut.
O Man ſchreibt uns: Die Stille auf dem
italie=
niſch=türkiſchen Kriegsſchauplatze iſt durch den
Zwiſchen=
fall von Beirut jäh unterbrochen worden. Bei der
Beur=
teilung dieſes Zwiſchenfalles entſteht zunächſt die Frage,
ob er das Ergebnis politiſcher Erwägungen oder eine
Folge ausſchließlich militäriſcher Weiſungen ſei. Manches
ſpricht dafür, daß es ſich vor Beirut nur um die
Durch=
führung der militäriſchen Inſtruktion handelt,
Beſtand=
teile der türkiſchen Flotte zu vernichten, wo immer ſie
angetroffen werden. Vom völkerrechtlichen Standpunkt
aus könnte gegen eine derartige Weiſung nichts
einge=
wendet werden. Da aber vor Beirut nicht nur zwei
tür=
kiſche Kriegsſchiffe vernichtet, ſondern auch eine Anzahl
Gebäude beſchädigt worden ſind, wird in der Preſſe von
dem völkerrechtswidrigen „Bombardement” einer offenen
Stadt geſprochen. Erwägt man, daß es bei der
Beſchaf=
fenheit der modernen Schiffsgeſchütze ein leichtes wäre,
Beirut in Trümmer zu legen, ſo wird man ſich darüber
klar, daß ein „Bombardement” Beiruts nicht
ſtattgefun=
den hat, die Beſchädigung einiger Gebäude vielmehr
durch Geſchoſſe herbeigeführt wurde, die ihr eigentliches
Ziel, die beiden türkiſchen Kriegsſchiffe, verfehlten.
Die Möglichkeit des rein militäriſchen Charakters
der italieniſchen Aktion vor Beirut braucht man in keiner
Weiſe zu beſtreiten und wird ſich deswegen doch nicht
verhehlen, welche politiſchen Wirkungen von Belang jene
Aktion hervorgerufen hat. Wir ſehen in der Türkei eine
äußerſt lebhafte Anfachung des kriegeriſchen Geiſtes bei
der Bevölkerung, die Entſchloſſenheit zu Gegenmaßregeln
bei der Regierung, die imſtande iſt, mit Hilfe von
Aus=
weilungen erhebliche ſitalieniſche Intereſſen zu
gefähr=
den. Wir bemerken ferner eine äußerſt unmutige
Stim=
mung in Paris und in London, die durch die Entſendung
eines franzöſiſchen, bezw. eines engliſchen Kriegsſchiffes
nach den ſyriſchen Gewäſſern deutlich zum Ausdruck
kommt.
Ob unter dem Einfluß des jüngſten Zwiſchenfalles
ſich Schwierigkeiten für den Schutz der Italiener durch
das Deutſche Reich ergeben werden, ſteht dahin. Die
Behauptung eines Mailänder Blattes, daß der deutſche
Botſchafter in Konſtantinopel gegen die Ausweiſung der
Italiener aus Syrien „proteſtiert” habe, iſt natürlich
falſch: für einen derartigen Proteſt fehlt jede rechtliche
Handhabe. Das einzige, was der Botſchafter getan
ha=
ben kann, ſind inoffizielle Schritte, um den Umfang der
Ausweiſungen einzuſchränken und für ihre Durchführung
Vorkehrungen treffen zu laſſen, die Metzeleien im
Augen=
blick der Einſchiffung uſw. verhüten. Erfreulicherweiſe
berechtigen die energiſchen Maßnahmen des Wali von
Beirut zu der Hoffnung, daß die türkiſchen Truppen auch
in Zukunft Ausbrüchen der Volkswut mit Erdlg
vor=
beugen werden.
Aus Rom, 26. Febr., wird gemeldet: Der
Marine=
miniſter teilte dem Senat die bereits bekannten
Depeſchen über das Vorgehen der Flotte vor Beirut
mit und erklärte, das Unternehmen ſei nicht ohne
Schwie=
rigkeiten geweſen, beſonders infolge der
Raumbeſchrän=
kung im Hafen und der Möglichkeit, daß neutrale Schiffe
und nahe am Meer liegende Häuſer beſchädigt werden
kdnnten. Trotzdem ſei das Unternehmen mit Energie,
Entſchloſſenheit, aber auch mit Mäßigung durchgeführt
worden. Er glaube, das Haus auf das glänzende
Vor=
gehen der beiden Schiffe hinweiſen und den Admiral, die
Kommandanten, ſowie die Offiziere und Mannſchaften
des „Garibaldi” und „Ferruccio” rühmen zu müſſen.
(Langanhaltender Beifall.) Der Präſident teilte einen
Brief von Visconti Venoſta mit, in dem dieſer
bedau=
ert, aus Geſundheitsrückſichten an der patriotiſchen
Kund=
gebung des Senats nicht teilnehmen zu können. Er
er=
klärt darin, infolge der Ergebniſſe, die die Verhältniſſe
im Mittelmeer geändert hätten, ſei die Annexion von
Tripolis das Problem, deſſen Löſung Italien zufalle. Der
einzige Weg, den Italien jetzt verfolgen könne, und der
mit ſeiner Ehre verträglich ſei und es nicht vor aller Welt
einem Fehlſchlag ausſetze, ſei der des Ausharrens mit
un=
beſiegbarer Ausdauer. (Sehr lebhafter Beifall.) — In
der Kammer wurden unter lebhaftem Beifall entſprechende
Erklärungen abgegeben.
Der italieniſche Miniſter des
Auswär=
tigen hat, wie man aus diplomatiſchen Kreiſen hört,
den Botſchaften eine Erklärung zugehen laſſen,
daß eine Beſchießung Beiruts nicht beabſichtigt geweſen
ſei und auch nicht ſtattgefunden habe, daß es ſich vielmehr
um eine Aufſuchung und Vernichtung der im Hafen
lie=
genden türkiſchen Kriegsſchiffe gehandelt habe. Dabei
ſeien, ſo muß man annehmen, einige Schüſſe
fehl=
gegangen.
Nach einer Meldung der Politiſchen Korreſpondenz
aus Konſtantinopel richtete die Pforte eine Note an
die Mächte, worin ſie die Beſchießung von
Bei=
rut unter dem Hinweis auf den Charakter der Stadt als
offener unbefeſtigter Platz und unter Berufung auf die
Haager Konvention als Völkerrechtsbruch bezeichnet und
gegen dieſes Vorgehen Einſpruch erhebt. Die Pforte
be=
abſichtige ferner, an die Mächte ein Zirkular zu
verſen=
den, worin der Entſchluß angekündigt werde, für den
Fall einer weiteren Ausdehnung des Kriegsſchauplatzes
durch Italien die Dardanellen abzuſperren und alle in
der Türkei befindlichen Italiener auszuweiſen. Nach einer
offiziöſen Mitteilung hat auch der türkiſche Botſchafter
in Paris, Rifaat Paſcha, im Namen ſeiner Regierung
dem Miniſterpräſidenten und dem Miniſter des Aeußern
Poincaré die an alle Mächte gerichtete Proteſtnote gegen
das Bombardement von Beirut überreicht, in der unter
Berufung auf Artikel 2 der Haager Konvention erklärt
wird, daß die von Italien den türkiſchen Schiffen
ge=
währte Friſt von 20 Minuten nicht als eine billige Friſt
im Sinne dieſes Artikels angeſehen werden könne. — Die
Liberté, welche das Vorgehen Italiens vor Beirut ſehr
ſcharf kritiſiert, ſagt, es ſei unerläßlich im Hinblick auf
den möglichen Ausbruch des muſelmanniſchen Fanatismus
zum Schutz der Chriſten, und insbeſondere der
franzöſi=
ſchen Staatsangehörigen, alle erforderlichen Maßnahmen
zu treffen. Die Entſendung des Kreuzers „Admiral
Charner” nach Beirut ſei unzureichend. Die franzöſiſche
Regierung müſſe zum mindeſten auch nach Saloniki und
Smyrna je ein Kriegsſchiff ſchicken. Das wäre auch das
beſte Mittel, die Italiener an eine Mäßigung und
Ein=
ſchränkung ihrer Aktion zu mahnen.
Beirut iſt der wichtigſte Hafen an der Syriſchen
Küſte für den Handel und Verkehr aus Europa. An der
langen Küſtenlinie liegen zwar noch andere Plätze: Jaffa,
Alexandretta, Haifa, die auch von den europäiſchen
Schif=
fen angelaufen werden; ſie haben jedoch nur offene
Ree=
den, während Beirut allein dort einen großen,
geſchloſſe=
nen Hafen aufweiſt, der erſt vor wenigen Jahren neu
erbaut worden iſt. Von Beirut aus führt eine Eiſenbahn
nach Damaskus. Auf dieſem Wege werden auch die
vie=
len Einfuhrartikel aus Europa in das ſtark bevölkerte
Hinterland gebracht. Eingeführt werden beſonders
Höl=
zer, Möbel, Textilwaren, Seide, Maſchinen,
Manufaktu=
ren, Zucker und Nahrungsmittel. An dem Handel ſind
in erſter Linie Engländer, dann auch Deutſche und Oeſter=
reicher, ſowie Franzoſen beteiligt. Kulturell iſt der
Ein=
fluß der Franzoſen durch die von Miſſionsgeſellſchaften
geleiteten Schulen und durch ein Krankenhaus
vorherr=
ſchend. Aus Beirut und dem Hinterland werden nur
wenige Artikel ausgeführt: Südfrüchte und Webereien.
Der Hafen iſt auch Mittelpunkt für den Touriſtenverkehr,
der ſich alljährlich mit den Pilgerzügen und
Vergnü=
gungsreiſenden über Paläſtina und Syrien ergießt.
Die Bergarbeiterbewegung in England.
* Der Star ſchreibt, er ſei zu der Erklärung
ermäch=
tigt, daß die Bergwerksbeſitzer von Schottland,
Durham, Northumberland und den mittelengliſchen
Graf=
ſchaften, einſchließlich Lancaſhire und Yorkſhire, ſich nicht
nur mit dem Minimallohn bei außergewöhnlichen
Ortsverhältniſſen, ſondern auch mit dem Minimallohn
im Prinzip einverſtanden erklärten. Ausgenommen
ſoll=
ten nur alte Leute und Jugendliche ſein. Die
Bergarbei=
ter hätten dieſer Ausnahme zugeſtimmt. Die
Bergwerks=
beſitzer wollten Premierminiſter Asquith von dem
be=
trächtlichen Fortſchritt zum Frieden, wenigſtens was
England und Schottland betreffe, benachrichtigen.
Von anderer Seite wird gemeldet: Die Ausſichten
auf Verhütung des Bergarbeiterſtreiks
ſind größer geworden. Die Informationen der liberalen
Preſſe laufen einſtimmig darauf hinaus, daß die
Gruben=
beſitzer bereit ſind, alle zu kapitulieren und den
Mindeſt=
lohn zu bewilligen. Es hatten auch die Vertreter des
Bergarbeiter=Bundes ſich im Weſtminſter=Palaſt=Hotel
in London verſammelt und die ſtreng verſchloſſenen
Tü=
ren ausnahmweiſe nur den Miniſtern Asquith, Grey,
Lloyd George und Buxton geöffnet. In parlamentariſchen
Kreiſen iſt man der Anſicht, daß der Mindeſtlohn
wirk=
lich ſchon gerettet iſt.
Die ſozialiſtiſche Partei erließ einen
leiden=
ſchaftlichen Aufruf an die Bergarbeiter, in dem
die Bergwerksbeſitzer als Sklavenhalter hingeſtellt
wer=
den, welche die Bergleute ausbeuten und ſie hinmorden.
Das Manifeſt fordert die Arbeiter dringend auf, jede
Intervention, jede Vermittlung und jede
ſchieds=
gerichtliche Entſcheidung zu verwerfen und keine
bin=
denden Verträge einzugehen, ſondern ſich um jeden Preis
die Freiheit des Handelns zu wahren. Den
Arbeiter=
führern wird dringend geraten, ohne Abſtimmung der
Arbeiter kein Abkommen zu treffen.
Wie aus New=York gemeldet wird, hat der nahe
bevorſtehende Kohlenarbeiterſtreik in
Eng=
land den Ernſt der Lage in Amerika zuſehends
verſchärft. In nächſter Zeit ſollen Beſprechungen
ſtattfin=
den zwiſchen den Anthracitgrubenbeſitzern und den
Ver=
tretern der 175000 Mitglieder des Verbandes der
Verei=
nigten Grubenarbeiter. Die Grubenarbeiter verlangen
den Achtſtundenarbeitstag, eine 20prozentige
Lohner=
höhung und andere kleinere Vergünſtigungen nach dem
Ablauf des bis zum 1. April geltenden jetzigen
Abkom=
mens. Die Grubenbeſitzer ſind nicht zum Nachgeben
ge=
neigt und erklären, ſie hätten keine Beſorgnis vor dem
Streik, da der Grubenarbeiterverband in finanzieller
Hin=
ſicht, ſowie auch numeriſch zu ſchwach ſei und bereits
be=
deutende Mengen von Kohlen vorhanden ſeien. Sie geben
zu, daß ein längerer Streik große Verwirrung anrichten
und die Konſumenten ſchwer ſchädigen würde.
Deutſches Reich.
Ueber den Beſuch des Kaiſers in
Wien und Venedig verlautet aus diplomatiſchen
Kreiſen: Wenn die getroffenen Anordnungen nicht noch
geändert werden, ſo verläßt der Kaiſer am 19. März
Berlin, trifft am 20. März in Wien ein und verweilt als
Gaſt des Kaiſers Franz Joſef in der öſterreichiſchen
Haupt=
ſtadt. Am Abend des 20. März reiſt der Kaiſer nach dem
öſterreichiſchen Kriegshafen Pola, wo er mit dem
Erz=
herzog Franz Ferdinand zuſammentrifft. In Pola geht
der Kaiſer an Bord der „Hohenzollern” und trifft am 22.
in Venedig ein. Hier findet eine Zuſammenkunft mit
dem König Viktor Emanual ſtatt, der eigens von Rom
nach der Lagunenſtadt kommt. Am ſelben Tag geht die
„Hohenzollern” nach Korfu in See, wo die kaiſerliche
Familie 3—4 Wochen verweilen dürfte. Die Kaiſerin
wird ihren Gemahl nicht begleiten, ſondern die Reiſe
etwas ſpäter antreten.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
— Wehrvorlage und Steuerpläne. Wie
verlautet, dürften die Koſten der Wehrvorlage ſich zwiſchen
80 und 90 Millionen Mark bewegen. Man rechnet jetzt auf
rund 200 Millionen Mark Ueberſchuß im Rechnungsjahre
1911. Wie halbamtlich erklärt wird, entbehrt die
Behaup=
tung, daß zur Deckung des neuen Mehrbedarfs auch
Son=
derſteuern auf das mobile Kapital herangezogen werden
ſollen, jeder Begründung.
— Geſetzentwurf über die
Konkurrenz=
klauſel. Wie man von unterrichteter Seite mitteilt,
befindet ſich die Angelegenheit des vom Reichsjuſtizamt
zu ſchaffenden Geſetzentwurfs über die
Konkurrenzklau=
ſel=Frage noch immer im Stadium der Vorbereitung.
Beſondere Schwierigkeiten bereitet die Frage der
bezahl=
ten Karenz, über die in den intereſſierten Kreiſen die
An=
ſchauungen ſo weit auseinandergehen, daß es ſehr ſchwer
iſt, die mittlere Linie zu finden. Der Geſetzentwurf ſoll
nach Möglichkeit den Klagen über die Härten der
Kon=
kurrenzklauſel abhelfen, er ſoll aber auch den Wünſchen der
Unternehmer Rechnung tragen und ſie vor dem Verrat
ihrer Produktionsgeheimniſſe ſchützen. Es handelt ſich
ferner um eine Stellungnahme in der Frage, ob der
Aus=
dehnung der für die techniſchen Angeſtellten
vorgeſchla=
genen Grundſätze auf alle gewerblichen Angeſtellten
Be=
denken entgegenſtehen. Die Regierung hofft, Mittel und
Wege zu finden, auf denen es möglich ſein wird, dieſe
Gegenſätze zu überbrücken. Einzelheiten über dieſen
Ge=
ſetzentwurf können gegenwärtig noch nicht mitgeteilt
wer=
den. Die Vorlage wird aber noch einige Zeit auf ſich
warten laſſen.
— Die Verteilung der
Gouverneur=
poſten. Wie die Tägliche Rundſchau von unterrichteter
Seite erfährt, erwägt man eine Verteilung der
Gouver=
nementspoſten in folgender Weiſe: Der Herzog Adolf
Friedrich zu Mecklenburg kommt nach Togo. Der jetzige
Gouverneur von Togo Dr. Brückner ſoll nach Südweſt
afrika geſchickt werden, wo er aus ſeiner früheren
Tätig=
keit in großem Anſehen ſteht. Dr. Seitz, der jetzige
Gou=
verneur von Südweſt, dürfte als Nachfolger des Frhrn.
von Rechenberg nach Oſtafrika gehen. Was mit Samoa
geſchehen ſoll, ſteht noch nicht feſt. Es liegt der
Vor=
ſchlag vor, Samoa dem Gouvernement Neu=Guinea zu
unterſtellen, doch ſcheinen die maßgebenden Stellen zu
einer ſolchen Neuerung keine Neigung zu haben.
Die Fraktionen des preußiſchen
Ab=
geordnetenhauſes. Im preußiſchen
Abgeord=
netenhauſe iſt ſoeben ein neues Fraktionsverzeichnis
aus=
gegeben worden. Nach dieſem ſtellt ſich die Stärke der
Fraktionen wie folgt: Konſervative 150,
Freikonſer=
vative 61, Nationalliberale 65, Fortſchrittliche
Volkspar=
tei 36, Zenrum 103, Sozialdemokraten 6, fraktionslos 3,
erledigt ſind 4 Mandate.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Die Landesfinanzen Oeſterreichs. Der
Finanzausſchuß des öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſes
begann mit der Generaldebatte über die Steuervorlagen.
Der Finanzminiſter betonte die unabweisbare
Notwen=
digkeit, die ordentlichen ſtaatlichen Einnahmen zu
er=
höhen. Er beſprach die kritiſche Lage der
Landesfinan=
zen, deren Sanierung durch Zuweiſung eines größeren
Anteils an der zu erhöhenden Bier= und
Branntwein=
ſteuer möglich ſei. Neben dieſen, den Maſſenkonſum
tref=
fenden Steuern, ſeien andere Steuervorlagen vorgeſehen,
nämlich die Erhöhung der Perſonaleinkommenſteuer, die
Neuregelung der Erbſchafts= und Verſicherungsgebühren,
Tantiemen=, Totaliſator=, Schaumwein=, Automobil= und
Beſitzſteuern. Aus den zu erwartenden Mehrerträgen
der neuen Finanzvorlagen würden dem Staatsſchatz
le=
diglich 48,3 Millionen, der Reſt den Ländern zukommen.
Der Miniſter erklärte, der Ausſchuß müſſe ſich entſcheiden
entweder für die Bewilligung der neuen Einnahmen
für Staat und Länder oder für die Einſchränkung der
Ausgaben und den Verzicht auf die mit den neuen
Aus=
gaben verbundenen Aktionen.
Frankreich.
Die Abgrenzung des Kongogebietes.
Die Hauptleute Periquet und Crepet von der
Kolonial=
artillerie, die gemeinſam mit einer deutſchen Miſſion die
Arbeiten zur Abgrenzung des an Deutſchland
abgetre=
tenen Kongogebietes leiten ſollen, werden demnächſt aus
Aequatorial=Afrika in Paris eintreffen, um vom
Kolo=
nialminiſterium genaue Weiſungen zu erhalten und
Vor=
beſprechungen mit den Mitgliedern der deutſchen Miſſion
zu pflegen. Die militäriſche Räumung eines Teiles des
an Deutſchland abgetretenen Gebietes hat bereits
be=
gonnen.
Schwarze Truppen. Nach einer
Zeitungsmel=
dung hat ſich Oberſt Mangin, von dem die
Hauptanre=
gung zur Bildung einer ſchwarzen Armee ausgegangen
iſt, im Auftrage des Kriegsminiſters nach Dakkar
bege=
ben, um dort vier neue Bataillone Senegalſchützen
anzu=
werben, von denen eines für Algier und drei für
Ma=
rokko beſtimmt ſeien. Am Senegal ſollen Rekrutenbureaus
errichtet werden, die je nach Bedarf weitere ſchwarze
Truppen liefern könnten.
Portugal.
Die Kolonien. In der Deputiertenkammer
er=
klärte der Juſtizminiſter in Beantwortung einer
Inter=
pellation, daß nie ein Miniſterium der Republik daran
gedacht habe, irgend eine portugieſiſche Kolonie zu
ver=
äußern.
Vereinigte Staaten.
Das Flottenprogramm. Marineſekretär
Meyer trat in der Sitzung des Flottenausſchuſſes des
Repräſentantenhauſes energiſch für die Fortſetzung des
Schlachtſchiffprogramms ein, das zwei neue Schlachtſchiffe
jährlich vorſieht. Nach dieſem Programm würden die
Vereinigten Staaten im Jahre 1917 lediglich die vierte
Flottenmacht der Welt ſein, während bei nur einem
jähr=
lichen neuen Schlachtſchiff ſie an die fünfte Stelle rücken
würden mit Japan an der dritten. Der Sekretär forderte
die Bewilligung von 1 Mill. Dollars, um eine über die ganze
Erde reichendes Telefunkenſyſtem zu errichten und
da=
durch es den amerikaniſchen Schlachtſchiffen zu
ermög=
lichen, überall in ſtändiger Verbindung miteinander zu
bleiben.
Japan.
Japan und der Panamakanal. Nach einem
Bericht der Korreſpondenz des fernen Oſtens hat ſich der
japaniſche Miniſter für Landwirtſchaft und Handel,
Ma=
kino, über die Bedeutung des Panamakanals für Japan
folgendermaßen geäußert: Die Fahrt zwiſchen
Yoko=
hama und New=York wird gegen den Weg über Suez
um 5000 Kilometer verkürzt werden, die Frachtkoſten
wer=
den gegen die auf der Sibiriſchen Bahn um die Hälfte
ermäßigt. An der Tee=Ausfuhr allein werden jährlich
1 Millionen Mark erſpart. Für die Einfuhr wird Japan
hauptſächlich an der Baumwolle gewinnen. Außerdem
werden die offenen Häfen Japans demnächſt
Zwiſchen=
plätze des Welthandels werden, und der
Touriſtenver=
kehr über Japan wird ungeheuer zunehmen. Jetzt ſchon
beläuft ſich der Umſchlag aus dem Verkehr der
Globe=
trotter auf 80 Millionen Mark. (!) Die japaniſche
Re=
gierung denkt auch daran, die Ausfuhr von Bauholz aus
Hokkaido und Sachalin nach Europa kräftig in die Hand
zu nehmen.
* Mit dem verſtorbenen Großherzog von
Luxemburg iſt das ruhmvolle, ſagenumwobene
Ge=
ſchlecht Laurenburg=Naſſau, das dem deutſchen
Volke fünf mächtige Kaiſer (Adolf von Naſſau,
Hein=
rich VII., Karl IV., Wenzeslaus und Sigismund), den
Niederlanden, ſeit dem Abfall von Spanien, eine Reihe
trefflicher Regenten gegeben hat und das eng verknüpft iſt
mit der Ruhmesgeſchichte des deutſchen Volkes, im
Man=
nesſtamm erloſchen; der Großherzog war der letzte
männ=
liche Nachkomme des edlen Kaiſers Adolf.
* Zur Brüſſeler Zuckerkonvention
ſchreibt die Köln. Ztg. aus Berlin: Ruſſiſche
Zeitungs=
nachrichten benutzen die Tatſache, daß Deutſchland den
ruſſiſchen Forderungen auf Erhöhung des
Zuckerexport=
kontingents nicht zuſtimmen konnte, um Deutſchland für
ein etwaiges Scheitern der Konvention verantwortlich zu
machen. Sie verſchweigen dabei, daß Rußland noch
inner=
halb der Geltung der Konvention eine beträchtliche
Er=
weiterung der vertragsmäßigen Rechte verlangte, und daß
Deutſchland bereit war, weitgehend dieſen ruſſiſchen
Wün=
ſchen, obwohl ihnen ein Rechtsanſpruch fehlte,
entgegen=
zukommen, und daß lediglich Rußland durch die
über=
triebenen Forderungen eine Verſtändigung bisher
un=
möglich gemacht hat. Gerade Deutſchland hat ein
weſent=
liches Intereſſe daran, daß die Rußland zu machenden
Konzeſſionen nicht auf Koſten der deutſchen Induſtrie
ge=
macht werden, und deren Intereſſen zu opfern nicht
ge=
willt iſt. Fällt alſo die Konvention, ſo fällt ſie wegen
der unangemeſſenen ruſſiſchen Forderungen. Sache
Deutſchlands wird es ſein, ſeiner Zuckerinduſtrie die
Möglichteit zu geben, ſtark gerüſtet in die nach der
Auf=
löſung der Konvention völlig veränderte Weltmarktlage
einzutreten.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 28. Februar.
* Vom Hofe. Ihre Königl. Hoheit die
Groß=
herzogin beſuchte Montag vormittag 8 Uhr das Alice=!
Hoſpital. (Darmſt. Ztg.)
* Hoftrauer. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog ordneten wegen des Ablebens Sr. Königl.
Hoheit des Großherzogs Wilhelm von
Luxem=
burg, Herzogs zu Naſſau, eine Hoftrauer vom
25. Februar bis einſchließlich 2. März 1912 an.
* Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Karl Haas aus Heidelberg eine Lehrerſtelle an der
höheren Bürgerſchule zu Langen mit Wirkung vom
1. April d. J. an.
Das Schwurgericht beſchäftigt ſich im 1. Quartal”
1912 mit folgenden Fällen: Montag, 4. März gegen
Jakob Hitzel, Gürtler aus Ober=Roden, wegen
Tot=
ſchlag (Staatsanwalt Schreiber, Verteidiger
Rechts=
anwalt Dr. Katz). Dienstag, 5. März gegen Ludwig
Holler, Sattler aus Offenbach, wegen Meineid uſw.
(Gerichtsaſſeſſor Dr. Callmann, Rechtsanwalt Dr. Wallot).
Mttwoch, 6. März gegen Otto Chriſtof Pfeiffer,
Gärtner aus Neu=Iſenburg, wegen Sittlichkeitsverbrechen
(Staatsanwalt Dr. Krug, Rechtsanwalt Dr.
Schwarz=
ſchild). Donnerstag, 7. März gegen Philipp Heinrich
Selzer, Schuhmacher aus Hirſchhorn, wegen
Körrer=
verletzung mit tödlichem Erfolg (Gerichtsaſſeſſor Dr.
Fuchs, Rechtsanwalt Dr. Bopp). Freitag, 8. März
gegen Kaſpar Chriſten, Viehwärter aus Stanz
(Schweiz), in Lengfeld, wegen Mordverſuch (
Staats=
anwalt Bernhards, Rechtsanwalt Buß). Montag,
1. März gegen Jakob Samstag I.,
Gelegenheits=
arbeiter aus Viernheim, wegen Totſchlag (Staatsanwalt
Bernhards, Rechtsanwalt Neuſchäffer). Dienstag, 12. März
und folgende Tage gegen Auguſt Theodor Schmitt,
zuletzt Direktor der Wach= und Schließgeſellſchaft in
Bensheim, aus Speyer, in Bensheim, wegen Meineid,
Urkundenfälſchung und Betrug (Staatsanwalt Dr. Krug,
Rechtsanwalt Dr. Wolf). Den Vorſitz führt Großh.
Landgerichtsrat Lebrecht, als Stellvertreter iſt Großh.
Landgerichtsrat Horſt beſtimmt.
g. Strafkammer. Bei der Bürſtädter Kirchweihe im
Herbſt vorigen Jahres war es zwiſchen Bobſtädter und
Bürſtädter Burſchen zu einer Schlägerei gekommen, wobei
der Landwirt Engel aus Bobſtadt zwei ſchwere
Verletz=
ungen durch Meſſerſtiche erlitt. Als Täter konnte nur der
Fabrikarbeiter Franz Held aus Bürſtadt feſtgeſtellt wer=
Berthold Auerbach.
Zum 100jährigen Geburtstage. (1812 — 28. Februar — 1912.)
Von R. v. Felſenegg.
(Nachdruck verboten.)
Ein echter Volksdichter war es, der vor hundert
Jah=
ren in dem württembergiſchen Schwarzwalddorfe
Nord=
ſtetten das Licht der Welt erblickte, und der Schwarzwald
mit ſeiner ſchlichten, treu biedern, ländlichen Bevölkerung
hat es ihm zeitlebens angetan: ihm verdankte er nicht nur
ſeine perſönliche Eigenart, ſein tiefes Verſtändnis für die
einfachen Bedürfniſſe und Verhältniſſe einer noch in faſt
paradieſiſcher Harmloſigkeit dahinlebenden Bevölkerung,
ſondern auch den Ruhm, um den ihn mancher beneidete, der
volkstümlichſte Schriftſteller ſeiner Zeit geweſen zu ſein,
der in den „Schwarzwälder Dorfgeſchichten” (1843—54)
ge=
radezu Muſter dieſer Gattung ſchuf. Berthold
Auer=
bach, der Sohn jüdiſcher Eltern, war unter ſeinen zehn
Geſchwiſtern urſprünglich zum jüdiſchen Gelehrten
be=
ſtimmt. Er beſuchte daher zunächſt die Talmudſchule zu
Hechingen, um in Karlsruhe ſeine theologiſchen Studien
fortzuſetzen. Hier ſchon ward ihm zuerſt klar, daß ihm
zum Theologen nicht weniger denn alles fehlte, und er
be=
ſchloß, ſich der Rechtsgelehrſamkeit zu widmen, die er dann
nach Abſolvierung der oberen Klaſſen des Karlsruher
Gymnaſiums in Tübingen, ſeiner Landesuniverſität, zu
ſtudieren begann. Aber auch ſie vermochte ſeinen lebhaften
Geiſt nicht zu feſſeln. Er kehrte ihr den Rücken und wandte
ſich der Philoſophie zu, zu der der damals dort wirkende
D. F. Strauß, der Verfaſſer des „Lebens Jeſu” die
ſtre=
benden Jünger der Wiſſenſchaft mächtig hinzog. In
Mün=
chen und ſpäter in Heidelberg vollendete er ſeine
philo=
ſophiſchen Studien. In dieſe Zeit fiel auch eine
mehr=
monatige Feſtungshaft, die er ſich infolge ſeiner Teilnahme
an der verfemten deutſchen Burſchenſchaft zuzog und die
er auf dem Hohenaſperg, der bekannten ſchwäbiſchen „
Dema=
gogenherberge” verbüßen mußte (1835).
Hatte er ſich bereits vorher in kleineren literariſchen
Erzeugniſſen ſchriftſtelleriſch betätigt, ſo erſchien im Jahre
1836 ſeine erſte Broſchüre „Das Judentum um die neueſte
Literatur” hervorgegangen aus dem Streite über die
Ten=
denzen des „jungen Deutſchland”, deſſen Schriften als
demagogiſch vom Bundestage verboten wurden. Den
Höhepunkt von Auerbachs damaligem literariſchen Schaffen
bezeichnete zweifellos ſein erſter Roman „Spinoza”, dem
ſpäter eine Ueberſetzung von Spinozas ſämtlichen Werken
folgte. In doppelter Hinſicht iſt zur Beurteilung
Auer=
bachs gerade die eingehende Beſchäftigung mit dem
ſcharf=
ſinnigen jüdiſchen Denker charakteriſtiſch: ſie zeigt einerſeits
unſeres Schriftſtellers philoſophiſche Grundrichtung, ſeinen
ſcharfen Verſtand, andererſeits ſeine begreifliche Vorliebe
für jüdiſches Weſen, Eigenſchaften, die auch in den ſpäteren,
ſcheinbar ganz anders gearteten Schriften Auerbachs immer
wieder hervortreten. Während dieſer Zeit wiſſenſchaftlicher
Durchbildung und Selbſtverſtändigung, die wir als unſeres
Dichters Lehr= oder Wanderjahre bezeichnen können, finden
wir dieſen, abwechſelnd ein unruhiges Wanderleben
füh=
rend, in Frankfurt a. M., wo er ſich mit kritiſchen Arbeiten
für Lewald’s „Europa” beſchäftigte, ſpäter (1840) in Bonn,
dann in Mainz. Seine Meiſterſchaft bekundete Auerbach
indeſſen erſt, als er die Erinnerung an ſeine Schwarzwälder
Dorfheimat zum Gegenſtande anſprechender Erzählungen
machte. Vom Herbſte 1840 ab entwarf er ſeine erſten zwölf
„Dorfgeſchichten”, in denen er von einfachen
Genre=
bildern zu tieftragiſchen Erzählungen emporſteigt und als
Dichter im Fluge eine europäiſche Berühmtheit wurde.
Auflage folgte auf Auflage, und in faſt alle Kulturſprachen
wurden ſie überſetzt. Am bekannteſten ſind „Tolpatſch”,
der uns ins heimatliche Dorfleben führt, Befehlerle”,
wo=
rin es ſich um das altalemanniſche Recht der Bauern
handelt, auf ihren Gängen die Axt bei ſich tragen, „Jro,
der Hairle” vor allem „Die Frau Profeſſorin” jene
er=
greifende Geſchichte des „Lorle” vom Schwarzwald, der
Wirtstochter von Weißenbach, die, dem Künſtler Reinhard
zur Gattin gegeben, ihm vertrauensvoll und ſorglos in die
Reſidenz folgt, aber, aus dem geliebten heimiſchen Boden
in neue, ungewohnte Verhältniſſe verpflanzt, und von dem
vielſeitig beanſpruchten Gatten oft allein gelaſſen zwiſchen
hohen, kalten Mauern verkümmert und nach ſchwerem
Kampfe ohne Vorwurf wieder zur Mutter zurückkehrt.
Bekanntlich hat Charlotte Birch=Pfeiffer in „Dorf und
Stadt” dieſe Geſchichte dramatiſiert und ſo die
Haupt=
perſonen, den „Profeſſor”, das „Lorle” und den „
Kohle=
brater” (Kollaborator oder Gymnaſiallehrer) populär
ge=
macht. Auerbach hatte ſpäter wegen „literariſchen Dieb=
ſtahles” Klage gegen die Birch=Pfeiffer erhoben, wurde aber
abgewieſen. Unter den ſpäteren Dorfgeſchichten ſind vor
allem zu nennen Barfüßlle” das ſogar von dem
berühm=
ten Schweizer Maler Vautier illuſtriert wurde, ferner
„Edelweiß”, „Joſeph im Schnee” und „Brigitte‟
Der unvergängliche Wert der „Dorfgeſchichten” beſteht
darin, daß ſie uns zeigen, wie das innere Leben des
Men=
ſchen ſich nach beſtimmten unumſtößlichen Geſetzen
ab=
wickelt. Solche Geſetze ſind: Was einmal vom Schöpfer
in die menſchliche Natur gelegt iſt, daß muß ſich entwickeln,
trotz aller Hinderniſſe. Was wider die Natur in den
Menſchen gepflanzt wird, muß trotz aller Mühe und
Sorg=
falt zugrunde gehen. Was für einander geſchaffen iſt, muß
ſich finden; was nicht zuſammenpaßt, muß ſich ſcheiden.
Was den Forderungen der Zeit, den ewigen Geſetzen der
Weltordnung, den Geboten des Gewiſſens widerſpricht,
iſt gerichtet und kann nur Fluch, nie Segen bringen. Das
iſt der ſittliche Gehalt der „Dorfgeſchichten‟ Dann aber
ſchildern ſie wirkliches, warm pulſierendes Leben, die
Ge=
ſtalten leben, wachſen, gedeihen, lachen und weinen
leib=
haftig, und es iſt uns, als ſeien wir ihnen irgendwo
ein=
mal begegnet. Die „Dorfgeſchichten” hatten dem Dichter
nicht nur Ruhm und Ehre, ſondern auch ein
ökonomiſch=
ſorgenfreies Leben eingetragen. Von Mitte der vierziger
Jahre an lebte er nun als gefeierter Schriftſteller in
Leip=
zig, in Weimar, in Breslau. Hier vermählte er ſich zum
erſten Male, verlor aber die Gattin nach der Geburt des
erſten Sohnes und ſiedelte dann nach Dresden über, wo
er eine zweite Ehe einging. Verſchiedene Reiſen, die er
von hier aus unternahm, brachten ihm Huldigungen aller
Art und zeigten ihm, wie wahrhaft volkstümlich er war
bei hoch und niedrig. Anfang der ſechziger Jahre verlegte
er ſeinen Wohnſitz nach dem Zentrum des deutſchen
Geiſtes=
lebens, Berlin, wo er bis 1881 lebte und literariſch tätig
war.
Hier auf dem Boden der Großſtadt gedieh auch — und
das iſt die andere Seite ſeines Schaffens — ſein größter
Roman „Auf der Höhe”, dem „Das Landhaus am Rhein”
und zuletzt „Waldfried” folgte, denen freilich gerade das
mangelte, was die „Dorfgeſchichten” in ſo hohem Grade
auszeichnete: Die friſche Urſprünglichkeit und
Anſchaulich=
keit, die erkennen laſſen, daß ſie unmittelbar aus dem
Leben geſchöpft ſind. Denn ein Fünfziger vermag neug
Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 3.
den, der wegen dieſer Straftat denn auch vom
Schöffen=
gericht zu 4 Monaten Gefängnis und 4 Wochen Haft
ver=
urteilt wurde. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung
wurde geſtern von der hieſigen Strafkammer als
unbe=
gründet verworfen. — Der Arbeiter Georg Daſchimyr
hatte beim Verpacken von Möbelſtücken auf einen Speicher
eines hieſigen Speditionsgeſchäftes ein Paar Gardinen
verſteckt, um ſie gelegentlich mitzunehmen. Er war jedoch
dabei beobachtet worden und er hatte ſich deshalb wegen
Diebſtahlsverſuchs zu verantworten. Das Schöffengericht
ſprach den Angeklagten frei, wogegen die
Staatsanwalt=
ſchaft Berufung einlegte. Daſchimyr führt zu ſeiner
Ent=
ſchuldigung an, er hätte die Gardinen für den jetzt nicht
mehr auffindbaren Vorarbeiter Müller beiſeite geſchafft,
er hätte nicht die Abſicht gehabt, ſich dieſelben anzueignen.
Die Strafkammer verurteilte den Angeklagten zu einer
Woche Gefängnis.
s. Der Großh. Landgerichtsdirektor Wilhelm
Zimmermann, Vorſitzender der Strafkammer II des
hieſigen Landgerichts, iſt nach mehrwöchiger Krankheit
in der Nacht zum Geſtrigen geſtorben. Mit ihm
verliert der heſſiſche Richterſtand ein treffliches,
hoch=
geſchätztes Mitglied, einen Mann, der ſich überall, wo
er wirkte, beim Publikum und ſeinen Kollegen, große
Beliebtheit und Anerkennung zu gewinnen wußte.
Einer Darmſtädter Familie als Sohn des
Hofgerichts=
direktors Dr. Friedrich Z. entſtammend, war er am
31. März 1850 geboren, hat alſo das 62. Lebensjahr nicht
vollendet. Zuvor war er ſeit Ende Januar d. Js. zur
Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit beurlaubt, doch dachte
Niemand an ein ſo frühes Ableben des rüſtigen und raſtlos
Tätigen, der einem Herzleiden erlag. Während ſeiner
Studienzeit hatte er den Feldzug 1870/71 mitgemacht,
worauf er 1872 und 1874 beide juriſtiſche Prüfungen
ſehr gut beſtand und 1880 als Amtsrichter in Groß=
Umſtadt zur Anſtellung gelangte. Seit anfangs 1888
Amtsrichter in Mainz und vom 15. September 1888
bis 18. Januar 1889 Oberamtsrichter in Wöllſtein
ge=
hörte er dann dem Landgericht Mainz als Rat und ſeit
1. April 1903 als Direktor an, bis er am 25. März 1908
in gleicher Eigenſchaft an das Landgericht Darmſtadt
verſetzt wurde. Kenntnisreich, praktiſch erfahren,
wohl=
wollend und liebenswürdig, von großer Pflichttreue
be=
ſeelt, charakterfeſt und arbeitsfreudig, ſo ſteht der
Dahingeſchiedene im Herzen derer, die ihn kannten und
ſeiner treu gedenken werden.
* Winterfeſt der Hauswirtſchaftlichen
Fortbildungs=
ſchule. Man ſchreibt uns: Die ſchon ſeit Jahren übliche,
Abendunterhaltung der ſtädtiſchen
Hauswirt=
ſchaftlichen Fortbildungsſchule fand im Turnſaal der
Rundeturmſtraße ſtatt. Dem jugendlichen Alter der
Schüle=
rinnen gemäß begann die Feſtlichkeit, auf welche ſich alle
ſchon ſeit Monaten freuten, um 3 Uhr und endete um 8 Uhr.
Es ſind 253 Schülerinnen, die dieſen Winter in den drei
Abteilungen der Schule, Hermannſtraße, Lagerhausſtraße
und Rundeturmſtraße, unterrichtet werden, und faſt alle
waren in dem großen Turnſaal vereint, der ihnen als
Bügelſaal bekannt war, doch am heutigen Tage mit ſeinen
feſtlich gedeckten Tiſchen weder an Turnen noch Bügeln
mahnte, ſondern ganz den Eindruck eines Feſtſaales machte,
in dem ſich eine frohe Menge drängte. Nachdem Herr
Schäfer, der Leiter der Schule, Gäſte, Lehrende und
Schüle=
rinnen herzlichſt und warm begrüßt hatte, wurde des Feſtes
erſter Teil durch einen von Herrn Lehrer Knöpp und Frl.
Mathay ſehr flott geſpielten Schubertſchen Marſch eröffnet.
Herr Pianofortefabrikant Arnold hatte freundlichſt ein ſehr
gutes Piano der Schule für dieſe Gelegenheit zur
Ver=
fügung geſtellt, wofür ihm warmer Dank gebührt.
Vor=
züglich einſtudiert folgte nun der vierſtimmige Chor „Das
iſt der Tag des Herrn” worauf Herr Mathay das Wort
ergriff zu einer Einleitung zu dem Thema, welches den
ganzen erſten Teil des Feſtes bildete: „Die werktätige
Nächſtenliebe‟ Es wurden nun in kurzen, beredten
Wor=
ten, immer von Geſängen der Schülerinnen unterbrochen,
die Lebensbeſchreibungen von Vincent de Paul, von der
heiligen Eliſabeth, von Fliedner, Francke und Wichern, von
Miß Nighthingale und Elizabeth Fry, und endlich von
Oberlin und ſeiner getreuen Magd Luiſe Schepeler
vor=
getragen und ein lebendiges Bild entworfen von all der
werktätigen Nächſtenliebe, die dieſe Männer und Frauen
geübt und von all dem Großen, was ſie aus kleinen
An=
fängen geſchaffen. Und zwar waren es die Schülerinnen,
die dieſe verſchiedenen Vorträge hielten, und ohne
Aus=
nahme ſprachen ſie alle ſehr gut und klar. Nur die großen
Verdienſte der Florence Nighthingale richtig zu beleuchten,
hatte Herr Mathay ſich ſelbſt vorbehalten und er tat es
in meiſterhafter Weiſe. Der ebenfalls ſehr ſchön ausge=
führte vierſtimmige Geſang „Ich bete an die Macht der
Liebe”, beſchloß dieſen ſehr erhebenden erſten Teil des
Feſtes. Es folgte nun der zweite Teil, in welchem die
Koch= und Back=Schülerinnen zeigten, daß ſie 300 Perſonen
in kürzeſter Zeit mit köſtlichem Kaffee und vorzüglichem
Napfkuchen bewirten konnten, und fröhlichſte Stimmung
herrſchte nun im Saal, die ſich während des dritten Teiles
des Feſtes noch immer ſteigerte, denn dieſen letzteren
bil=
deten drei ganz ausgezeichnet geſpielte Luſtſpielchen „Das
Hänschen vom Lande‟, „Ein Studentinnenſtreich” und
„Die Haushaltungsſchule”; es entfeſſelten alle drei,
beſon=
ders aber der ſehr humorvolle „Studentinnenſtreich”
ge=
waltige Lachſalven bei der luſtigen Jugend. In den
Pau=
ſen zwiſchen den Stücken erfreute Frl. Mathay die
Geſell=
ſchaft durch ſehr brillante Klaviervorträge. Herr Profeſſor
Kiſſinger als Vorſtand der Schule dankte ſehr warm und
tief empfunden dem Leiter und allen Lehrenden der Schule
für die viele aufgewendete Mühe und zollte allem
Ge=
botenen hohes Lob.
W. Deutſche Turnerſchaft (9. Kreis, Mittelrhein).
Am Sonntag fand im Hauſe der Turngemeinde am
Woogsplatz eine Vertreter=Verſammlung
derjenigen Turnvereine des Mittelrheiniſchen
Turnkrei=
ſes ſtatt, welche das Schwimmen als geregelte
Leibes=
übung in ihr Programm aufgenommen haben. Den
Vorſitz führte Herr Kreisſchwimmwart Rob. Braun=
Frankfurt a. M. Vertreten waren die Städte
Frank=
furt a. M., Mühlheim a. d. Moſel, Saarbrücken,
Kreuz=
nach, Offenbach, Wiesbaden und Darmſtadt. Der
Vor=
ſitzende berichtete über den Schwimmbetrieb der
Turn=
vereine des Kreiſes „Mittelrhein”, ſowie über die
Ab=
haltung des Wettſchwimmens bei dem letzten
Kreis=
turnfeſt in Kreuznach. Er betonte weiter, daß
Verhand=
lungen im Gange ſeien, welche die Vereinigung der
bei=
den größten deutſchen Schwimmverbände, „
Schwimm=
verband” und „Schwimmerſchaft” erſtrebten, und empfahl
ein freundſchaftliches Anlehnen an dieſelben. Zum
dies=
jährigen Kreisturnfeſt in Aſchaffenburg wurden
Einzel=
wettkämpfe im Schwimmen und Waſſerſpringen und als
Mannſchaftskämpfe Stafettenſchwimmen in
verſchiede=
nen Schwimmarten beſtimmt und als Zeit der
Ausführ=
ung der Montag=Nachmittag vorgeſehen. Die gleichen
Vorſchläge ſollen auch bezüglich der Waſſerwettkämpfe
beim nächſtjährigen deutſchen Turnfeſte in Leipzig dem
Techniſchen Ausſchuß der Deutſchen Turnerſchaft
unter=
breitet werden. Als Ort der nächſtjährigen Tagung
wurde Mühlheim a. d. Moſel gewählt. An die
Berat=
ungen ſchloſſen ſich dann praktiſche Schwimmübungen
im Städtiſchen Hallenſchwimmbad an, wobei unter
Leitung des Kreisſchwimmwartes die verſchiedenen
Schwimmarten, ſowie Schrittſprünge von 1, 2 und 3
Meter=Brett geübt wurden; alsdann folgten Kürſprünge
von den Sprungbrettern und den Galerien. Die
Mann=
ſchaft der Turngemeinde Darmſtadt führte ſodann einen
wohlgelungenen Reigen mit 24 Teilnehmern aus,
wel=
cher an die Ausdauer derſelben erhebliche
Anforderun=
gen ſtellte. Ein Waſſerballſpiel zwiſchen Mitgliedern
des Frankfurter Turnvereins und der Turngemeinde
Darmſtadt bildete den Schluß der Uebungen. Während
bei dem Waſſerballſpiel die Frankfurter ſich unſerer
hie=
ſigen Mannſchaft überlegen zeigten, konnten die
Darm=
ſtädter Schwimmer bei den Springübungen die ſchönſten
und ſicherſten Sprünge zeigen. Es war eine Freude,
zu ſehen, wie dieſer ſchöne Svort bei der hieſigen
Turn=
gemeinde gepflegt wird. Möge dieſe Uebung der
Schwimmſache neue Anhänger und Freunde zuführen.
nn. Der Bezirksverein Johannesviertel hielt am
Montag im „Frankfurter Hof” ſeine ordentliche
Haupt=
verſammlung ab, die ſehr zahlreich beſucht war.
Nach einer herzlichen Begrüßung des Vorſitzenden Herrn
Rechnungsrat Götz erſtattete der Rechner Herr Küſter
den Kaſſenbericht für 1911. Danach beträgt die
Mitglieder=
zahl 180. Die Jahres=Einnahmen betrugen 316 Mk.
43 Pfg. Die Ausgaben 260 Mk. 75 Pfg. Das Geſamt=
Vermögen beträgt Ende 1911 zuſammen 1293 Mk.
76 Pfg. Nach dem Bericht des Rechnungsprüſers
be=
finden ſich Bücher und Kaſſe in Ordnung und wurde
dem Rechner Entlaſtung erteilt. Hierauf beſprach der
Vorſitzende die durch den Gemeinſchaftsvertrag mit der
Süddeutſchen Eiſenbahngeſellſchaft geplante
Linien=
führung und den Fahrgeldtarif der elektriſchen
Straßen=
bahn und ſtellte dabei feſt, daß man mit dem neuen
Projekt wohl zufrieden ſein könne, da dasſelbe allen
Teilen der Stadt Rechnung trage. Zu hoffen ſei, daß
auch die von Beſſungen und dem Martinsviertel
aus=
geſprochenen Sonderwünſche bezüglich des Fahrpreiſes
und Linienführung noch berückſichtigt werden. In der
Debatte ſprach Herr F. Mahr der Stadtverwaltung
Dank und Anerkennung aus, daß ſie die ſo wichtige
Verkehrsfrage ſo gut gelöſt habe. Wünſchenswert ſei
eine möglichſt ſchneue Durchführung der Linien zum
neuen Bahnhof. Herr Stadtv. Sames beſpricht den
Fahrpreistarif der allgemein anzuerkennen ſei.
Not=
wendig ſei eine beſſere Verbindung mit dem
Nordbahn=
hof, insbeſondere ſollten dort mehr Perſonenzüge halten
um den Bewohnern der oberen Stadtteile den Verkehr
mit dem Odenwald und der Bergſtraße zu ermöglichen.
Herr Lehrer Röder regte eine Verbilligung des Preiſes für
Arbeiterfahrkarten der Darmſtädter Arbeiter gegenüber den
auswärtigen an, während Juſtizrat Gallus feſtſtellt, daß
hieran vorerſt nicht geändert wird. Bei den
Vorſtands=
wahlen wurde an Stelle des durch Arbeitslaſt
zurück=
getretenen Herrn Rechnungsrat Götz, Herr
Bauunter=
nehmer und Stadtv. Sames gewählt. In den
Vor=
ſtand wurden weiter gewählt die Herren Gallus, Ganß,
Mahr, Röder, Storck, Küſter, Bauer, Gerhardt, M. Jäger,
Kramer, Götz und Berghauer. Als Delegierte in den
Zentralausſchuß der Bezirksvereine wurden die Herren
Sames, Breuer und Götz ernannt. Nachdem noch eine
eingehende Beſprechung über Darmſtädter
Steuerver=
hältniſſe erfolgt war, wobei die Bildung eines
Sparſam=
keitsausſchuſſes für die ſtädtiſche Verwaltung angeregt
wurde, ſchloß der Vorſitzende die Verſammlung.
* Kaufmänniſcher Verein Darmſtadt, e. V. Nach
dem uns vorliegenden Jahresbericht für das abgelaufene
Geſchäftsjahr war die Tätigkeit dieſes Vereins
außer=
ordentlich rege und vielſeitig. Die Zunahme an
Mit=
gliedern war wiederum groß, ſodaß der Verein jetzt die
ſtattliche Zahl von 350 Mitgliedern aufweiſt. Mit
Freu=
den zu begrüßen wäre es, wenn die dem Verein noch
fern ſtehenden kaufmänniſchen Kreiſe durch ihren
Bei=
tritt ihr Intereſſe an dem Zweck und den Zielen des
Vereins zum Ausdruck bringen wollten. Es würde zu
weit führen, an dieſer Stelle alle die Punkte, auf die ſich
die Tätigkeit des Vereins erſtreckt, anzuführen. Es ſei
nur erwähnt, daß Intereſſenten der Jahresbericht gerne
zur Verfügung ſteht. Das Vereinsleben iſt ſehr rege und
der Beſuch der Vereinsabende lebhaft. Die Bibliothek
bietet den Mitgliedern Unterhaltung und Belehrung, die
Diskuſſion über Fachfragen auf allen kaufmänniſchen
Ge=
bieten an den Vereinsabenden gewährt Anregung und
Fortbildung. Außerdem bietet der Verein durch eine
ganze Reihe erſtklaſſiger Vorträge auf den verſchiedenſten
Gebieten eine gute Quelle zur Bereicherung der
Allge=
meinbildung. Der ſlangjährige erſte VVorſitzende Herr
Wilhelm Kölb, der ſich durch ſeine aufopfernde
Tätig=
keit um den Verein hochverdient gemacht hat, konnte das
Amt infolge Ueberbürdung nicht mehr annehmen. An
ſeiner Stelle ſteht nun Herr Ludwig Fiſcher,
Neckar=
ſtraße 10, der gerne bereit iſt, jede gewünſchte Auskunft
zu erteilen.
— Ortsgruppe Darmſtadt des Odenwaldklubs.
Zum letzten Male im laufenden Wanderjahr greifen am
nächſten Sonntag die Männer des Odenwaldklubs zum
Wanderſtab, um in fröhlicher Fahrt den nördlichen
Odenwald zu durchqueren. Noch ſchlummert für
lange das Waldesgrün in goldbraun glänzenden
Knoſpen. Um ſo heller leuchten die weißen Säulen der
Buchenwälder, und um ſo freudiger begrüßt das Auge
den grünen Schmuck der Tannenſchläge. Aber ſchon
weckt das Rauſchen der Gebirgswaſſer und munterer
Vogelſang von neuem Frühlingsahnung im
Menſchen=
herzen. Ja, wenn die Haſel ſtäubt und die Salweide
duftet, hat die Natur einen eigenartigen Reiz, der mit
Lebens= und Hoffnungsfreudigkeit beſeelt. Und mitten
hinein in dieſen erſten Kindheitstraum des
kommen=
den Frühlings führt der Odenwaldklub ſeine Getreuen.
Der Marſch beginnt morgens um 7¼ Uhr vom
Bahn=
hof Nieder=Ramſtadt aus. Auf ungewohntem
Pfade gehts zum Breitenſtein hinan und dann auf
ſchönen Waldwegen an Frankenhauſen und Neutſch
vorüber nach Ernſthofen. Hier hat Klubgenoſſe
Gaſt=
wirt und Metzger Ph. Art für ein ebenſo vorzügliches
als billiges Frühſtück geſorgt. Nach der Frühſtücksraſt
führt ein faſt dreiſtündiger Gang, zum großen Teile auf
verſteckten Gendarmen= und Jägerpfaden, das
Johan=
nisbach= und Fiſchbachtal überſchreitend über Hütte
Kern=
bach und Bierbacher Höhe nach Brensbach im ſchönen
Gerſprenztale. Hier ſpendet die Brauerei Hoffarth
ſtär=
kenden Trunk während einer Schoppenraſt. Gemächlich
führt nun die Straße über Höllerbach, an rauſchendem
Wieſen= und Waldbach entlang, hinauf nach
Hummet=
roth. Noch ein kurzer Marſch über Annelsbach, und,
feſtlich empfangen, ziehen die Wanderer in Höchſt ein,
wo im Gaſthaus „Zur Poſt” ein leckeres Mahl ihrer
Eindrücke nicht mehr mit ſolcher Lebendigkeit aufzunehmen
und poetiſch zu bearbeiten, wie dies in den Jugendjahren
geſchieht. Auch die dramatiſchen Verſuche Auerbachs
(„Andreas Hofer” „Der Wahrſpruch” die Luſtſpiele
„Riegeltor”, „Das erlöſende Wort” „Eine ſeltene Frau”)
zeigten, daß unſer Dichter nicht zum Dramatiker geſchaffen
war: ſeinen Geſtalten fehlt die Plaſtik und dem Dialoge
die Geſchloſſenheit. Dagegen iſt ſein dem „Rheiniſchen
Hausfreunde‟ Hebels ähnlicher Volkskalender „Der
Ge=
vattersmann” (1845—1848) ein beredtes Zeugnis der
volkstümlichen, kernhaften Art Auerbachs, ſittlich kräftigend
und belehrend auf das Volk einzuwirken. Während des
Winters 1881/82 ſiedelte der Dichter zur Kräftigung ſeiner
Geſundheit nach Cannes über, und hier ereilte ihn
uner=
wartet der Tod am 8. Februar 1882. In ſeinem
Heimat=
dorf wurde er, ſeinem letzten Willen gemäß, zur Ruhe
be=
ſtattet.
Berthold Auerbach war ein echter Poet von der Muſen
Gnaden. Das bezeugen auch jene gelegentlichen Lieder,
denen wir hier und da begegnen, z. B. „Lied der deutſchen
Soldaten im Elſaß” (1870):
„Im Elſaß über dem Rhein,
Da wohnt ein Bruder mein.
Wie tut’s das Herz mir preſſen,
Er hat es ſchier vergeſſen,
Was wir einander ſein.
Mein armer, guter Bruder,
Haſt Du Dich denn verwelſcht?
Geraubt von den Franzoſen,
Trägſt Du die roten Hoſen —
Iſt auch Dein Herz verfälſcht? . „
Horch auf, ſie iſt gekommen,
Die lang’ erſehnte Zeit:
Wir haben nun ein Deutſchland,
Ein einig ſtarkes Vaterland.
Vorbei iſt Zank und Streit.” uſw.
Auch hier trifft er den Volkston ſehr glücklich, der
ihn in ſeinen Dorfgeſchichten zum Meiſter der
volkstüm=
lichen Erzählungen gemacht hat.
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, 26. Februar,
Zum erſten Male:
„Die Rivalin”.
Schauſpiel in 3 Akten von Eduard Eugen Ritter.
W-l. Es gibt Leute, die glauben, daß ihnen nichts
Unangenehmeres begegnen könne, als wenn ſie nicht für
„modern” gelten, „modern” nicht im Gegenſatze zu
Alt=
modiſch und im berechtigten Sinne des Fortſchrittes,
ſon=
dern im einſeitigen Sinne der Oppoſition gegen alles
Her=
kömmliche verſtanden. Am meiſten wird mit dieſem
Schlag=
wort auf dem Gebiete der Kunſt geſündigt. Wo in einem
neuzeitlichen Drama von dem, was man Liebe nennt, die
Rede iſt und allgemein gültige ſittliche Normen zur
Gel=
tung und zum Siege gelangen, rümpfen dieſe ſogenannten
Modernen die Naſe, dagegen laſſen ſie das Unzulängliche
und Perverſe gelten, wenn es nur von einem als modern
abgeſtempelten Autor herrührt. Die Kunſt und die Kritik
ſollen ſich aber von aller Einſeitigkeit und
Voreingenom=
menheit frei halten.
Eduard Eugen Ritter behandelt in ſeinem heute
erſtmalig zur Aufführung gelangten dreiaktigen
Schau=
ſſpiel „Die Rivalin” das Thema von der Eiferſucht
der Mutter auf die Gattin ihres Sohnes, die ihr ſeine
Liebe raubt, dieſer aber in ihren Augen nicht würdig iſt.
Die Mutter tritt zwiſchen beide und weckt in ihrem Sohne
den Zweifel an der ehelichen Treue ſeiner Frau Margot,
der ihr Vetter und Jugendfreund ſeine Verehrung und
Liebe entgegenbringt, während ſie für ihn nur
freund=
ſchaftliche Gefühle hegt. Es kommt zu einem Konflikt
zwiſchen beiden Männern und zu einer Forderung auf
Piſtolen. Das Duell wird aber nicht ausgefochten, weil
ſich der Vetter der Frau, nachdem ſie ihn in ſeinem
Zim=
mer aufgeſucht hatte, um ihren Gatten zu retten, in einem
Anfall von Liebesparoxysmus erſchießt. Da Frau
Mar=
got den Beſuch geheim halten will, bei dem Toten aber
ein Armband gefunden iſt, das er ihr entriſſen hatte,
kommt ſie in den böſen Verdacht der Mitſchuld an dem
Morde. Sie weiß ſich jedoch von dieſem Verdacht zu
rei=
nigen und es erfolgt Verſöhnung zwiſchen ihr und ihrem
Gatten und deſſen Mutter, die den wahren Charakter der
Frau Margot und ihre Unſchuld erkannt hat und ſie um
Verzeihung bittet.
Dies kurz der Inhalt des Schauſpiels. Der Stoff iſt
von dem Verfaſſer mit ſittlichem Ernſt, pſychologiſcher
Tiefe und großem Geſchick behandelt und zu einem
ſpan=
nenden und wirkſamen Bühnendrama verarbeitet worden,
das ſeinen Weg über die Bühne machen dürſte. Der erſte Akt
iſt brillant gearbeitet, während der zweite ſich etwas in
die Länge zieht. Im dritten wird durch die
Hinüberlei=
tung des Selbſtmordfalles auf das kriminelle Gebiet ein
fremdes Element in die Behandlung des Problems
hin=
eingebracht, und wir würden eine innere Löſung des
Konflikts der hier gewählten vorziehen, wenn dieſe
auch ſpannender ſein mag. Vielleicht aber entſchließt ſich
der Verfaſſer zu einer Aenderung der Schlußſzene, zumal
ſie ſich zu raſch entwickelt und von allen am wenigſten
überzeugend wirkt.
Die Aufführung nahm unter der kundigen Regie des
Herrn Hacker einen befriedigenden Verlauf. Der Rolle
der Mutter verlieh Frl. Heumann eine ſympathiſche
Verkörperung. Herr Baumeiſter ſtellte den Nrofeſſor
Johannſen als den ſchlichten Mann der ernſten Arbeit und
Repräſentanten der Pflichttreue dar, als welchen der
Ver=
faſſer ihn geſchildert hat. Frl. Alſen als Margot wuchs
mit ihrer Aufgabe und erreichte im dritten Akte den
Höhepunkt ihrer Darſtellung. Uneingeſchränktes Lob
ver=
dient Herr Schneider als Horſt von Naſſow, als
wel=
cher er wohl die beſte Leiſtung des Abends bot. Munter
und friſch, wie immer, war Frl. Gothe als Klara. Die
Rollen des Geh. Kommerzienrats Berger, des
Lebe=
manns Paul von Naſſow und des jovialen Wernicke
wa=
ren durch die Herren Wagner, Heinz und Jordan
gut beetzt. In der Rolle des Dieners Karl betätigte
Herr Peterſen ein hübſches Talent. Die kleinen
Rol=
len des Amtsgerichtsrats und des Dieners Franz wurden
von den Herren Hacker und Klotz geſpielt.
Das Stück erweckte lebhaftes Intereſſe und fand eine
dementſprechende beifällige Aufnahme. Der Verfaſſer
wurde nach dem zweiten und letzten Akte mehrere Male
hervorgerufen.
Seite 4.
Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
harrt. Die wohlverdiente Stärkung und Erholung wird
gewürzt durch Geſangs=, Klavier= und andere Vorträge.
Marſchplan mit Skizze, Tiſchkarten und Vortragsfolge
für das geſellige Zuſammenſein mit der Ortsgruppe
Höchſt bittet man, wenn äußerſt möglich, ſchon vorher,
von Donnerstag ab, bei Herrn Edgar Wetzſtein, Firma
Hof, Ecke der Grafen= und Eliſabethenſtraße, abzuholen.
Friſch auf!
* Gala=Sportfeſt. Man ſchreibt uns: Für das
näch=
ſten Sonntag vom Velozipedklub im Städtiſchen Saalbau
veranſtaltete große Gala=Sportfeſt macht ſich in
Sport=
kreiſen das größte Intereſſe bemerkbar, denn die lange
Winterpauſe iſt von den Vereinen fleißig zur
Vervoll=
kommnung ihrer Mannſchaften benützt worden, ſodaß bei
den zahlreichen Teilnehmern an den einzelnen
Wett=
bewerben Ueberraſchungen nicht ausgeſchloſſen ſind. Es
iſt erſtaunlich, zu welcher Höhe die ſaalſporttreibenden
Vereine in ihren Leiſtungen gekommen ſind, Leiſtungen,
wie man ſie in Varietés oft nicht in dieſer Vollendung
ſieht. Dabei iſt zu beachten, daß der Saalſport des
Deut=
ſchen Radfahrerbundes reinſter Herrenfahrerſport iſt, bei
dem alſo die Beteiligten nur um der Sache willen ihre
ganze Kraft einſetzen, hohe ſportliche Leiſtungen zu
er=
zielen. Selbſt der für beſte Erfolge zu erlangende
Ehrenpreis geht in den Beſitz des Vereins über. Etwas
ſehr Wirkungsvolles verſpricht der 24er Maſſenreigen zu
werden, der von Mitgliedern des feſtgebenden Klubs
ge=
fahren wird und welcher der hohen ſportlichen
Lei=
ſtungsfähigkeit des Velozipedklubs ein glänzendes
Zeug=
nis ausſtellt.
— Im Reſtaurant Metropole, Alexanderſtraße 5,
kon=
zertiert in dieſem Monat die bekannte Andreas Hofer=
Truppe aus Tirol. Heute und morgen finden große
Ab=
ſchiedskonzerte ſtatt. (Näheres ſiehe Anzeige.)
* Lichtſpielhaus „Reſidenz=Theater” am weißen
Turm. Das neu zur Vorführung gelangende Bild,
„Auferſtebung”, zeigt die erſchütternde Tragödie eines
jungen Mädchens, den Werdegang der vom Schickſal
Verfolgten, ihr Aufſteigen zum glänzenden
Varieté=
ſtern, ihr Auftreten auf der Bühne, den myſteriöſen
Schleier=Tanz, die für Paris typiſchen Szenen im
Nacht=
café, die Razzia der Polizei und zum Schluſſe die
dramatiſche Steigerung mit dem verſöhnenden Ausgang.
Auch die übrigen Bilder des neuen Programms ſind
außerordentlich ſehenswert. (Siehe Anzeige.)
gs. Eine kleine Exploſion entſtand geſtern morgen kurz
nach 9 Uhr in einem Laboratorium der Techniſchen
Hochſchule, wo ein Chemiker mit Verſuchen
beſchäf=
tigt war. Er erlitt ſchwere Verletzungen im Geſicht und
am rechten Auge und mußte durch die Rettungswache im
Kranken=Automobil nach dem Städtiſchen Krankenhauſe
gebracht werden.
P. Tödlicher Unglücksfall. Der 56jährige verheiratete
ſtädtiſche Fuhrmann Trautmann, wohnhaft Arheilger
Straße, war geſtern nachmittag gegen 5 Uhr mit ſeinem
ſchwerbeladenen Abfuhrwagen gerade bis dicht an die
am Waldesſaum befindliche Kehricht=Abladeſtelle
ange=
langt, als der Wagen über eine Baumwurzel ſchnellte und
den Trautmann vom Sitze warf. Hätte der Unglückliche
die Zügel des unruhig gewordenen Pferdes losgelaſſen,
wäre die Sache noch gut abgelaufen, ſo aber geriet er
bei dem Verſuche, den Wagen zum Stillſtand zu bringen,
unter die Räder, die ihm Rippen und Bruſtkaſten
ein=
drückten.
Offenbach, 27. Febr. Die 5jährige Eleonore
Höf=
lein ſtürzte vom Balkon der im dritten Stock
des Hauſes Guſtav=Adolfſtraße 24 belegenen Wohnung
herab, ohne jedoch bei dem Sturze ernſtliche
Verletz=
ungen davonzutragen. — Der 15jährige Bäckerlehrling
Reinhold Maier verübte Selbſtmord, indem er ſich
im Main ertränkte. Seine Leiche konnte bereits
ge=
borgen werden.
-h- Auerbach, 26. Febr. Die
Gemeinderats=
ſitzungen finden von nun ab öffentlich ſtatt. — Die
Preiſe bei den Holzverſteigerungen erhöhen
ſich bei jeder Verſteigerung. — Die Bautätigkeit
wird in dieſem Jahre dahier eine äußerſt geringe ſein,
denn bis jetzt ſind gar keine nennenswerten Bauten in
Ausſicht.
-h- Bensheim, 26. Febr. Mit Beginn des neuen
Schuljahres wird an dem hieſigen neuen Ernſt
Lud=
wig=Seminar eine 4klaſſige Seminarſchule für
beide Geſchlechter errichtet. Die Schule iſt Volksſchule,
erteilt aber nach Bedürfnis Franzöſiſch und
Steno=
graphie als wahlfreien Unterricht.
Birkenau, 26. Febr. Bei einer Gefechtsübung
ver=
irrte ſich ein Soldat im Walde und kam des
Nachmit=
tags mit zerſchoſſ ener Hand in die Fuchsſche
Mühle. Er gab, der Offenb. Ztg. zufolge, an, in der
Nähe der Mühle abgerutſcht zu ſein, wobei ihm das
Gewehr entglitt; er habe dann das Gewehr raſch mit
der Hand an der Mündung erfaßt, das Gewehr habe
ſich entladen und der ganze Schuß ſei ihm durch die
Hand gegangen. Eine Amputation der Hand dürfte
nötig werden.
s. Raunheim, 27. Febr. Die Leiche eines bis jetzt
noch Unbekannten, über deſſen Perſönlichkeit die
Darm=
ſtädter Staatsanwaltſchaft Ermittelungen anſtellt, wurde
hier geländet. Sie lag anſcheinend bereits lange
Zeit im Waſſer, ſodaß die körperliche Beſchaffenheit nicht
genau anzugeben iſt. Die Kleidung beſtand in einem
guten ſchwarzen Ueberzieher mit gleichfarbigem
Samt=
tragen und Seidenfutter, ſowie grünem Loden=Sackanzug.
Ein Notizbuch enthält Einträge, welche auf den
Schnei=
derberuf hindeuten. Als beſondere Kennzeichen können
weiter ein goldener Trauring, gezeichnet A. K. 1. 10. 06
Nr. 385 T. B. und eine ſilberne Taſchenuhr mit
Sprung=
deckel (innere Aufſchrift Aegirgarantie, mit dem Bilde
eines Globus) dienen. Spuren von Gewalt waren an
der Leiche nicht zu bemerken.
Mainz, 27. Febr. Der Oberrheiniſche
Zu=
verläſſigkeitsflug ſoll bekanntlich auch Mainz
berühren. Doch ſtand die letzte Tagesſtrecke, um die es
ſich hierbei handelte, noch nicht feſt. Der Finanzausſchuß
hat nun beſchloſſen, in der Stadtverordnetenſitzung am
nächſten Mittwoch zu beantragen, eine Summe von
15 000 Mark für den genannten Zweck zu
bewil=
ligen, um damit zu ermöglichen, daß Mainz
Etap=
penſtation bei der zweiten großen oberrheiniſchen
Flugveranſtaltung wird. — Eine Stiftung im
Be=
trage von zirka 80000 Mark wurde der katholiſchen
Ge=
meinde Mombach zum Beſten der im Bau begriffenen
neuen Ketteler=Gedächtniskirche zuteil. Der
kürzlich kinderlos verſtorbene Landwirt Nikolaus Kohl
beſtimmte nämlich in ſeinem am letzten Samstag
er=
öffneten Teſtament, daß ſein geſamtes, auf rund 80000
Mark geſchätztes Vermögen der Gemeinde zufalle, mit
der Beſtimmung, daß der Witwe die Zinſen aus dieſem
Kapitale bis zu ihrem Tode zukommen.
Maänz, 27. Febr. In der Diebſtahlsanklage gegen
32 Verkäuferinnen eines Mainzer Warenhauſes wurde
heute das Urteil geſprochen. Vierzehn
Ange=
klagte wurden freigeſprochen, eine wurde zu einer
Gefängnisſtrafe von 3 Monaten, die übrigen zu
Stra=
fen von 3 Wochen, 2 Wochen, 5, 2 und 1 Tag Gefängnis
verurteilt.
* Bingen, 27. Febr. Infolge der ſtarken
Nieder=
ſchläge der letzten Tage ſteigt das Waſſer des Rheins
mit großer Geſchwindigkeit.
Gießen, 27. Febr. Profeſſor Dr. Opitz, der
Lei=
ter der Frauenabteilung an den Düſſeldorfer Städtiſchen
Krankenanſtalten, hat den Ruf an die hieſige
Univerſi=
tätsklinik als Nachfolger des Profeſſors v. Franqué
an=
genommen.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 26. Febr. Prinz
Adal=
bert von Preußen wird zunächſt noch an einer
Vorle=
ſung der Marine=Akademie in Kiel für das
Sommerhalb=
jahr teilnehmen. Seine Stationierung auf der
ameri=
kaniſchen Station iſt bis zum Herbſt verſchoben worden.
— Für das neue Berliner Heim des Vereins
Deutſcher Ingenieure, für das ſchon vor
län=
gerer Zeit das Grundſtück an der Ecke der Sommer= und
Dorotheenſtraße gegenüber dem Reichstagsgebäude
er=
worben wurde, waren die Architekten A. Breslauer ſowie
Reimer und Körte in Berlin, K. Hocheder in München,
Loſſow und Kühne in Dresden, Friedrich Pützer in
Darmſtadt zu einem engeren Wettbewerb aufgefordert
worden. Das Preisgericht, dem Stadtbaurat H.
Erl=
wein in Dresden, Geh. Baurat Dr. h. c. Ludwig
Hoff=
mann in Berlin, Baurat Franz von Hoven in Frankfurt
am Main und Geh. Hofrat Dr. h. c. Friedrich v. Thierſch
in München angehörten, entſchied ſich einſtimmig dafür,
den Entwurf von Reimer und Körte in Berlin zur
Aus=
führung zu empfehlen. — Eine intereſſante
Tier=
ſezierung wurde geſtern nachmittag im Zirkus
Sar=
raſani vorgenommen; es galt die Todesurſache des
ein=
gegangenen Nilpferdes feſtzuſtellen. Unter Leitung des
Prof. Dr. Eberlein von der Tierärztlichen Hochſchule
wurde die wiſſenſchaftlich ſehr intereſſane Sezierung des
rieſigen Kadavers vom Tierarzt Ließ ausgeführt. Auch
Prof. Dr. Heck und mehrere andere hervorragende
Ver=
treter der Tierarzneikunde hatten ſich zu dem lehrreichen
Schauſpiel eingefunden. Das Ergebnis der Unterſuchung
war, daß das wertvolle Tier — es koſtete 14000 Mark
— an Blutvergiftung mit nachfolgender Herzlähmung ge=
ſtorben iſt, und zwar hatte erſtere ihren Ausgang entgegen
der früheren Annahme doch in einer ſchweren Zahnfiſtel
genommen. Dieſe ſaß aber ſo tief im Kiefer, daß ſie in
keiner Weiſe im Rachen erkennbar war. Der durch ſie
verurſachte und operierte Abſzeß hatte eine Ausdehnung
angenommen, daß das Tier ſelbſt durch Entfernung des
erkrankten Zahnes nicht mehr zu retten geweſen wäre,
zu=
mal beſonders Nilpferde trotz ihres gewaltigen
Körper=
baues ganz außergewöhnlich empfindlich gegen derartige
Erkrankungen ſind.
Bochum, 27. Febr. In der Gußſtahlfabrik waren
drei Monteure in einem 40 Meter hohen Waſſerturm
mit Reparaturarbeiten beſchäftigt, als plötzlich das
Ge=
rüſt ins Schwanken kam. Ein Monteur konnte
ſich durch Abſpringen retten; die beiden anderen wurden
getötet.
Gotha, 27. Febr. In den letzten Nächten wurde
durch Gendarmerie und Polizei in der Umgebung von
Gotha und Langenſalza ein Keſſeltreiben
ver=
anſtaltet, um die Zigeunerbande, die bei Fulda den
dreifachen Mord begangen hat, zu ſtellen. In der
letz=
ten Nacht wurde nun in der Nähe von Wipperoda im
Walde verſteckt eine Zigeunerbande aufgeſpürt,
unter der ſich auch der wegen des Mordes geſuchte
Zi=
geuner Reinhardt befand. Dieſer flüchtete, konnte aber
nicht weit vom Zigeunerlager entfernt gefaßt werden.
Er wurde verhaftet und ins Amtsgerichtsgefängnis
von Waltershauſen eingeliefert.
Halle a. S., 27. Febr. Das Stammſchloß des
ſächſi=
ſchen Königshauſes, die Burg Wettin, bei Halle
ſoll in ein Veteranenheim umgewandelt werden.
Gönner haben zu dieſem Zweck bereits 200000 Mark
geſpendet. Die Einweihung ſoll bereits gelegentlich des
diesjährigen Kaiſermanövers in Anweſenheit des
Kai=
ſers und des Königs von Sachſen ſtattfinden.
Bremen, 26. Febr. Der Dampfer „Neckar” des
Norddeutſchen Lloyd war auf ſeiner letzten Reiſe von
Bremen nach New=York zwei Tage hindurch gleichzeitig
mit der Station Norddeich und den amerikaniſchen
Küſten=
ſtationen Sagaponack und Cap Race in drahtloſer
Verbindung. Mit Norddeich wurden noch 8 Tage
nach der Abfahrt von Bremen in 2248 Seemeilen oder
4163 Kilometern Entfernung drahtloſe Telegramme
aus=
getauſcht. Am 13. Februar, dem neunten Reiſetage,
wurde ſogar eine Nachricht aus 2600 Seemeilen
Ent=
fernung an Bord des „Neckar” aufgenommen.
Ruppin, 27. Febr. Bei der königlichen Domäne
Königshorſt bei Fehrbellin iſt die altertümliche, im
Jahre 1757 eingeweihte Kirche bis auf die
Grund=
mauern niedergebrannt. Das Feuer wurde
durch einen im Kirchenraum aufgeſtellten eiſernen Ofen
verurſacht.
Elbing, 27. Febr. Von einem längen
Braut=
ſtande wiſſen hieſige Blätter zu erzählen. Ueber 30
Jahre lang iſt der jetzt 58 Jahre alte Pantoffelfabrikant
Hermann Heßberg ſeiner Braut treu geblieben, um
ſie nun endlich zum Traualtare zu führen. Als er dies
vor über 30 Jahren tun wollte, drohte ihm eine reiche
Tante mit Enterbung. Da beide Brautleute arm waren,
verſprachen ſie ſich gegenſeitig Treue und beſchloſſen, zu
warten. Kurze Zeit darauf ſtarb die Erbtante und Herr
Heßberg trat in den Beſitz des reichen Erbes. Leider
konnte auch jetzt die Hochzeit nicht ſtattfinden, wenn H.
die Erbſchaft nicht verlieren wollte. Denn das
Teſta=
ment enthielt eine Beſtimmung, wonach das Erbe an
andere Perſonen fallen ſollte, wenn die geplante Ehe
doch zuſtande käme. Die Drohung der Enterbung war
nach einer Erklärung im Teſtamente auf 30 Jahre lang
feſtgelegt. Jetzt endlich ſind die 30 Jahre vorüber und
Heßberg konnte ſein Eheverſprechen einlöſen. An einem
der letzten Tage fand denn auch die Trauung ſtatt, und
zwar im Hauſe des Bräutigams, der durch ein Herzleiden
an das Haus gefeſſelt iſt.
London, 26. Febr. Im Unterhauſe entſtand
heute nach 6 Uhr abends große Aufregung durch
einen Schuß der in der äußeren Vorhalle ertönte.
Viele Mitglieder des Hauſes rannten, an ein Attentat
der Suffragettes glaubend, ſofort hinein. Doch legte ſich
die Panik bald, da der Ruheſtörer ſogleich verhaftet
wurde. Es iſt ein Mann, der geiſtliche Kleidung trug,
und anſcheinend geiſtesgeſtört iſt. Er rief, der Meſſias
ſei gekommen, und klaate die Regierung heftig wegen
der Bewegung der Kohlenarbeiter an.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erméhnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
G. H. Th. Vom Hoftheater. Der Arthur
Schnitzler=Abend, der uns heute, Mittwoch, den 28.
Fe=
bruar, das Schauſpiel „Liebelei” und den Einakter „Ab=
Konzerte.
mm. Mit ſeinem vierten
Kammermuſik=
abend beſchloß am Montag im Saal des Hotels „Zur
Traube” das Darmſtädter Streichquartett der
Herren Mehmel, Diedrich, Brückmann und
Weyns ſein dreizehntes Jahr. Von den drei Werken,
welche auf dem Programm ſtanden, war das wertvollſte
das Streichquartett in C-moll, Op. 51 von Joh. Brahms,
das, abgeſehen von etwas ſpröder Tongebung im
Ein=
leitungsſatz, recht hübſch ausgeführt wurde. In dem
zweiten Satz (Romanze) weiß Brahms den ganzen
Klang=
zauber des Quartetts zu entfalten, der ſich in den
nach=
folgenden Teilen bis zum Schluſſe immer mehr entwickelt.
Die zweite Nummer, eines der vielen Trios, die
Haydn für den Fürſten Eſterhäzy ſchrieb, hat nicht ganz
die originellen Züge, die man bei den Kompoſitionen
dieſes Meiſters zu finden gewohnt iſt, beſonders zopfig iſt
das Menuett ausgefallen, das zudem durch das Feſthalten
derſelben Tonart (H-moll) nicht viel Abwechſelung bringt;
recht gefällig hört ſich aber der dritte Satz (Allegro) an,
der mit beſtem Gelingen friſch und lebhaft erklang. Da
ſolche ungedruckten Werke ja zum größeren Teil nur mehr
hiſtoriſches Intereſſe haben, ſo iſt es für die Ausführenden
immer ein kleines Wagnis, dieſelben in ihr Programm
aufzunehmen und man muß ihnen darum um ſo dankbarer
ſein, daß ſie ſich mit ſo viel Hingebung des Werkchens
an=
genommen hatten.
Eine Novität, das Quintett Op. 9 in C-moll für
Klavier, 2 Violinen, Viola und Cello von Peter
Sto=
janovits bildete den Schluß und brachte als Gaſt
zu=
gleich den als Kammermuſikſpieler geſchätzten Königl.
Hofkapellmeiſter Herrn Profeſſor Franz Mannſtaedt
aus Wiesbaden, der als Pianiſt dem ihm vorausgehenden
Rufe vollkommen entſprach. Die Kompoſition, die von der
Wiener Kritik ſehr erhoben worden war, iſt in der Arbeit
ein guter Satz, nicht ohne einige bemerkenswerte
Fein=
heiten, aber doch ohne eigentliche tiefe Gedanken, deren
ſchmachtendes Andantino (III. Satz) eine meiſt in
Oktaven=
verdoppelungen vorgetragene Melodie bis zur Ermüdung
in Sequenzen ausbeutet; eine Oaſe bilden darin die
kurzen Kantilenen der Viola und des Cello. Wirkſamer
und für den Klavierpart am dankbarſten iſt das Scherzo,
das mit ſeinem belebten Motiv auffallend gegen den
vor=
ausgegangenen und folgenden Satz kontraſtiert. Der beſte
Satz des Werkes iſt — mit Ausnahme der allzu ſchulmäßig
klingenden Fugatoſtelle — das Rondo, ein aus ganz
ande=
rem Geiſt hervorgegangener Schlußſatz, der denn auch bei
dem Publikum recht gute Aufnahme fand. Daß die
Klavierpartie, die vom Komponiſten am geſchickteſten und
dankbarſten bedacht war, von Herrn Profeſſor Mannſtaedt
auch mit beſonderer Feinheit behandelt wurde, verſteht ſtch
von ſelbſt.
Das „Darmſtädter Streichquartett”, das in dieſem
Jahre die Freunde der Kammermuſik mit ſehr intereſſanten
Werken verſchiedenſter Richtung bekannt machte, darf auch
diesmal mit voller Befriedigung auf ſeine Tätigkeit
zurück=
blicken.
Feuilleton.
— Die Grundlinien der neuen Mode. Nur langſam
und bedächtig lüften in dieſem Jahre die Pariſer
Mode=
ſchöpfer die Schleier von dem großen Geheimnis der neuen
Frühjahrsmode. Jetzt hat der Leiter des berühmten
Schneiderateliers Redfern in Paris einem Mitarbeiter
des New York Herald einige intereſſante Einzelheiten über
die kommenden Wunder verraten. Der bekannte
Mode=
künſtler hält wie alle ſeine Kollegen von der Mode der
vergangenen Saiſon ſehr wenig und prophezeit von der
nahen Zukunft alles Heil. „Die kommende Mode,” ſo
er=
klärte Mr. Redfern, „wird den Geiſt des griechiſchen
Ge=
wandes mit der Anmut und Vornehmheit der Roben des
zweiten Kaiſerreiches vereinigen. Sehen Sie ſelbſt!” Und
in das elegante Privatkomptoir des Meiſters gleiten mit
langſamen Schritten drei ſeiner Grazien; die eine trägt
eine entzückende Robe aus weichen, ſanft wallenden
Seiden=
ſtoffen, die zweite ein cremefarbenes Spitzenkleid, die dritte
ein mattblaues Gewand, das ebenfalls einen reichen Schmuck
koſtbarer Spitzen zeiat. Die Röcke ſind unten weit genug,
um der Bewegung alle Freiheit zu geben; an den Hüften
ſchließen ſie ſich eng an die Körperformen, eng genug, um
die Linie der Geſtalt zur Geltung zu bringen. Mit
lang=
ſamen, ſcheinbar läſſigen Bewegungen ſchreiten dieſe drei
Prieſterinnen des Modetempels durch den Raum, die eine
Hand iſt mit einer wunderlichen hierarchiſchen Gebärde zu
den Lippen emporgehoben: ſo ſchweben ſie dahin und
ver=
ſchwinden wieder lautlos. Mr Redfern nimmt das
Ge=
ſpräch wieder auf. „Wie immer man über das zweite
Kaiſerreich denken mag, niemand kann beſtreiten, daß es
eine Zeit des Luxus war. Damals begünſtigte die Mode
die Verwendung von üppig fließendem koſtbarem Material,
und das gab der Geſelligkeit und der Frau jener Zeit eine
Note von Vornehmheit. Das iſt das Prinzip, an dem ſich
die kommende Mode inſpiriert hat und in dieſer Richtung
liegen auch die Grundlinien der neuen Frühjahrstracht.
Alle harten und ſchwerfallenden Stoffe werden
ver=
ſchwinden, an ihre Stelle treten weiche, zarte, ſchönfallende
Gewebe. Die ſtraffen, herben Linien der vergangenen
Mode mit ihren Uebertreibungen ſind vorbei; auch
künftig=
wird das Streben vorherrſchen, die natürlichen Linien des
Körpers harmoniſch zur Geltung zu bringen, aber alle
ge=
fährlichen Extreme ſind verbannt. Und das iſt wohl das
Charakteriſtiſche der neuen Tracht: daß alle Uebertreibungen
vermieden ſind. Der neue Rock z. B. iſt von dem
Humpelrock ebenſo weit entfernt wie von dem berüchtigten
„Ballonrock”. Die Kurve der Hüften wird betont, zugleich
aber durch Volants aus ſchönen alten Spitzen gedämpft und
gemildert. Der Rock wird eng genug ſein, um körperliche
Grazie zur Geltung zu bringen, zugleich aber weit genug,
um der Trägerin ſtatt des Trippelns ein Gehen zu erlauben;
ſie wird auch in einen Wagen ſteigen können, ohne ihr Kleid
bis zu den Knien raffen zu müſſen. Die Dame wird ſich
nicht mehr in ein Futteral preſſen, ſondern ſie wird
be=
queme Lingeriekleider tragen. Und in ihrem Reichtum an
Stickereien und koſtbaren Spitzen iſt die neue Mode auch
wirklich eine Mode für Damen im Gegenſatz zu der
ver=
floſſenen, die ſich eigentlich für die „Midinette” eignete.”
— Sophokles Tantiemen. Der alte Sophokles
durfte ſich rühmen, den Becher menſchlichen Glückes in
Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 5.
ſchiedsſouper” in Neueinſtudierungen bringt, darf
An=
ſpruch erheben auf ein beſonderes Intereſſe. Iſt doch
das Wiener Sittengemälde Liebelei, das vor etwa 13
Jahren hier zuerſt erſchien, eigentlich Schnitzlers
bedeu=
tendſter Beitrag zum lebendigen Drama der Gegenwart
geblieben, ein Stück, das durch pſychologiſche Feinheit,
ſcharfe Gliederung der Charaktere und nicht zuletzt durch
Wahrung des echten Lokalkolorits ergreifend wirkt. Und
auch der Einakter „Abſchiedsſouper” zeigt uns Wiener
Typen und Wiener Leben in echten Weiſe.
M.=V. Ueber Willem de Haans neue Kantate „Das
Märchen und das Leben” die in dem Konzert
des Muſikvereins am 11. März d. J. zur
Aufführ=
ung gelangt, ſchreibt die Neue Zeitſchrift für Muſik
ge=
legentlich der Uraufführung in Barmen u. a.: „In allen
Partien behalten Soloſtimmen und Chor die
Ober=
hand, das Orcheſter tritt meiſt nur begleitend, die
Situation, die Szene in duftigſten Farben ausmalend,
auf. Dagegen verwertet der Autor das Orcheſter bei
den machtvollen Chorſätzen zu prächtigen, ſelbſtändigen
Charakter tragenden Steigerungen. Meiſterhaft iſt die
ſoliſtiſche Behandlung einzelner Inſtrumente: Geige,
Bratſche, Orgel. Die Deklamation des Textes iſt durch
die ganze Kantate hindurch geradezu vorbildlich zu
nennen. Der Komponiſt hat ſich an unſeren Klaſſikern
gebildet und verſchmäht, wo es angebracht iſt, auch
mo=
derne Ausdrucksmittel nicht. Die neue Kantate bedeutet
eine wirkliche Bereicherung dieſer Kunſtgattung.” In
demſelben Sinne ſchrieben die bedeutendſten
Tageszeit=
ungen. So hob der Bericht der Kölniſchen Zeitung die
anſprechende, je nach Erfordernis anmutige und bedeud
ſame Erfindung, die Kunſt der Charakteriſtik, den
Reichtum der Farbe, die meiſterhafte Behandlung von
Orcheſter und Chor in hoher Anerkennung hervor. Nach
der Aufführung im Haag ließen ſich die angeſehenſten
holländiſchen kritiſchen Blätter in demſelben lobenden
Sinne vernehmen. So darf man der hieſigen
Aufführ=
ung mit lebhafteſtem Intereſſe entgegenſehen.
vollen Zügen genoſſen zu haben, er wurde als Sohn reicher
Eltern geboren, mit größter Sorgfalt erzogen, war ſchön
und dazu noch ein großer Dichter, dem Ruhm und Lorbeer
von allen Seiten zufloſſen. Und das Glück iſt ihm auch im
20. Jahrhundert treu geblieben, denn im Jahre 1912, 2300
Jahre nach ſeinem Tode, bezieht er noch Tantiemen! Das
hat jetzt Raymond Duncan, der Bruder Jſadoras, in Paris
erfahren müſſen. Er veranſtaltete bekanntlich vor kurzem
in Chätelet eine Aufführung der „Elektra” in griechiſcher
Sprache und war nachher nicht wenig erſtaunt, als die
franzöſiſche Société des auteurs ſich meldete und
ſozu=
ſagen im Namen von Sophokles ihren Anteil an
Tan=
tiemen von den Einnahmen verlangte. Raymond Duncan
glaubte erſt an einen ſchlechten Scherz, machte aber
gel=
tend, daß Sophokles ſeit der 93. Olympiade verſchieden ſei
und daß man weder ſeine Witwen noch Erben kenne. Aus
beſonderem Entgegenkommen erklärte ſich die franzöſiſche
Geſellſchaft der Schriftſteller zwar bereit, die Tantiemen
in dieſem beſonderen Falle von zehn auf zwei Prozent zu
ermäßigen aber ſie beſtand im Prinzip auf ihrem Recht
und gab nicht nach. In einem Interview erklärte der
Direktor der Geſellſchaft der Schriftſteller, daß dieſe
For=
derung zwar nicht im Intereſſe von Sophokles
durchge=
fochten werde, aber im Intereſſe der modernen Dramatik.
„Stellen Sie ſich nur vor, daß die freigewordenen Werke
von den Theatern völlig koſtenlos geſpielt werden können.
Die Folge wäre, daß die Direktoren nur noch
tantieme=
freie Stücke aufführen würden. Das wäre das Ende der
dramatiſchen Kunſt: unter dem Vorwande, die Toten zu
ehren, würde man die Lebenden verhungern laſſen.‟ Der
Fall iſt ein intereſſantes Beiſpiel von der ungewöhnlichen
Machtſtellung, die ſich in Frankreich die Geſellſchaft der
Schriftſteller durch die ſtreng durchgeführte Solidarität aller
lebenden Dramatiker geſichert hat.
C. K. Die Verteilung der Maine=Reliquien. Die
Ueber=
reſte der im Hafen von Havanna gehobenen „Maine” deren
Untergang den Ausbruch des ſpaniſch=amerikaniſchen
Krieges veranlaßte, ſind jetzt auf dem Kutter Leonidas
auf dem Wege zu dem amerikaniſchen Marinedock
Waſhing=
ton. Die Ueberreſte ſollen nach den Beſtimmungen eines
kürzlich genehmigten Geſetzes an die Stadtbehörden
Amerikas, an patriotiſche Geſellſchaften und an
Ange=
hörige von Opfern der Kataſtrophe verteilt werden. Bis
jetzt ſind 350 Geſuche um Ueberlaſſung von Maine=
Reli=
quien eingelaufen. Unter den geborgenen Schätzen findet
man ſo ziemlich alles, was ein Schlachtſchiff birgt, von
einigen ſechs Zoll=Geſchützen hinab bis zu den
Meſſing=
knöpfen und Steingutgefäßen. Eine ganze Reihe von
Kautſchukmatten, Holzſtücken, allerlei Gerätſchaften ſind
ge=
ſammelt, ſogar ein Bootsanker und eine Nähmaſchine fehlen.
nicht. Eine Anzahl von ſechs Zoll=Granaten ſollen für
Denkmalszwecke zurückbehalten werden. Der Kultus mit
den Maine=Reliquien harmoniert nicht völlig mit dem
Er=
gebnis der amerikaniſchen Unterſuchung, bei der ſich
herausſtellte, daß die Maine keineswegs durch die Spanier
zum Sinken gebracht worden iſt.
* Verfeßlte Spekulation. Frau Toſelli hat das
feierliche Verſprechen abgegeben, keine Memoiren mehr zu
Shreiben. Dieſer Entſchluß wird ihr leicht gefallen ſein.
Denn mit ihren bisherigen Memoiren haben ihre deutſchen
und italieniſchen Verleger herzlich ſchlechte Geſchäfte
ge=
macht. Es war das entſchieden eine falſche Spekulation
auf die Senſationsluſt des großen Publikums. Trotz der
ins Werk geſetzten Rieſenreklame konnte der deutſche
Ver=
leger knapp 50000 Exemplare ſtatt der erwarteten 300000
loswerden. Und der Italiener hat noch nicht ganz 4000
Eremplare abgeſetzt, das iſt der 100. Teil der gedruckt auf
den Speichern liegenden Memoiren. Dabei iſt der Preis
ſo minimal geweſen, daß jedes Dienſtmädchen das Buch
hätte ſich erſtehen können.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 27. Febr. Präſident Kaempf eröffnet
die Sitzung um 1.20 Uhr. Zunächſt wird ein ſchleuniger
Antrag der Sozialdemokraten um Einſtellung eines
ſchwe=
benden Diſziplinarverfahrens gegen den Abg. Dr.
Lieb=
knecht (Soz.) debattelos angenommen. Es folgt dann die
dritte Beratung des Geſetzentwurfes
be=
treffend Ausführung des internationalen
Uebereinkommens zur Bekämpfung des
Mädchenhandels.
Abg. Dr. Ritter v. Liſzt (Fortſchr. Vp.): Mit der
Vorlage ſind wir durchaus einverſtanden. Die
Reichs=
regierung ſteht auf dem Standpunkt, daß das Anwerben
eines Mädchens zu unſittlichen Zwecken, alſo die
Anwer=
bung für ein Bordell, ſtrafbar ſei. Unſere Literatur teilt
dieſen Standpunkt nicht, deshalb muß Klarheit geſchaffen
werden. Jedenfalls muß ſeitens der Reichsregierung das
Uebereinkommen in liberalſter Weiſe ausgeführt werden.
Miniſterialdirektor Kriege: Ich kann erklären, daß
das Deutſche Reich ſeine Vertragsverpflichtungen in
liberalſter Weiſe erfüllen wird. Das Reichsjuſtizamt iſt
nicht der Meinung, daß in unſerer Rechtſprechung eine
Lücke vorhanden ſei. Das Anwerben von Mädchen für
derartige Zwecke iſt ſtrafbar, auch wenn die Vollendung
der Ueberführung ins Bordell nicht ſtattgefunden hat.
Sollte ſich ergeben, daß die Praxis einen anderen
Stand=
punkt einnimmt, ſo werden wir alsbald dem Reichstag
einen entſprechenden Geſetzentwurf vorlegen. (Bravo!)
Die Vorlage wird in dritter Leſung ohne weitere
Debatte angenommen. Der Handelsvertrag mit
der Türkei wird ſodann in dritter Leſung ohne
De=
batte angenommen.
Es folgt ſodann die Fortſetzung der
erſten Beratung über ein Reichs= und
Staatsangehörigkeitsgeſetz.
Abg. v. Liebert (Rp.): Das Deutſche Reich hat
alle Urſache, ſeine Volksangehörigen feſt an ſich zu
ſchlie=
ßen und dazu bietet die Vorlage eine geeignete
Hand=
habe. Ueber einzelne Rechtsfragen wird in der
Kommiſ=
ſion zu verhandeln ſein. Zu begrüßen iſt die weſentliche
Erleichterung der Wiedererwerbung der unmittelharen
Reichsangehörigkeit. In mehrfacher Beziehung enthält
die Vorlage aber noch Mängel. Wer den Schutz des
Reiches genießen will, muß auch für die Wehrhaftigkeit
ſeines Vaterlandes etwas tun. Die beiden vorliegenden
Geſetzentwürfe bieten eine gute nationale Arbei, die
ge=
eignet iſt, die Deutſchen im Auslande feſter an das
Hei=
matland zu ketten. — Abg. Hertzog (Wirtſch. Vgg.):
Dieſes Geſetz kommt etwas reichlich ſpät, aber es iſt
im=
mer noch beſſer als gar nichts. Im allgemeinen
ent=
ſpricht die Vorlage unſeren Wünſchen. Das deutſchvöl=
kiſche Element wird trotz mehrerer Mängel der Vorlage
weſentlich geſtärkt, das iſt zu begrüßen. Andererſeits ſoll
ſie verhindern, daß unerwünſchte Elemente, die nicht
wür=
dig ſind, deutſches Weſen und deutſchen Namen im
Aus=
lande zu vertreten, dem Reiche unnötig lange erhalten
bleiben.
Abg. Hanſſen (Däne): In Nordſchleswig
wer=
den von den dortigen Gerichten hunderte von Perſonen
als Preußen bezeichnet, von den Verwaltungsbehörden
aber als Ausländer behandelt. Dieſer Zuſtand ſollte
nicht verewigt werden. In das Geſetz müßte ferner eine
Beſtimmung darüber aufgenommen werden, daß in
Deutſchland geborene Kinder von Ausländern unter
ge=
wiſſen Bedingungen als Deutſche anzuſehen ſeien. Dieſe
Frage iſt aber in Nordſchleswig ſehr brennend. Nicht
nur die Deutſchen im Auslande müſſen beſſer geſtellt
wer=
den, ſondern auch den Ausländern muß bei uns eine
Be=
handlung zu teil werden, die eines mächtigen Volkes
würdig iſt.
Abg. Landsberg (Soz.): Es iſt eine große
Uebertreibung, daß Millionen von Deutſchen durch das
alte Geſetz dem Deutſchen Reiche entzogen worden ſeien.
Der Verluſt des Staatsbürgerrechtes durch zehnjährige
Abweſenheit brachte ſchweres Ungemach über diejenigen,
die ſich länger als dieſe Friſt im Auslande aufgehalten
hatten und dann zurückkehrten. Aber daran iſt die
geſetz=
liche Beſtimmung, die jetzt beſeitigt wird, allein
ſchul=
dig. Dieſe beklagenswerte Entnationaliſierung findet
ſich nicht in den Ländern, in denen man ſich nicht in ein
Konſulatsmatrikel einſchreiben muß, um
Staatsangehöri=
ger zu bleiben. Wichtige Momente ſind dafür
ausſchlag=
gebend. Wenn Nichterfüllen der Militärpflicht den
Ver=
luſt des Staatsbürgerrechtes nach ſich ziehen ſoll, ſo
müſſen auch die Landesverräter und Selbſtverſtümmler
gleichermaßen beſtraft werden. Den Verluſt der
ſtaatsbür=
gerlichen Rechte darf man nur eintreten laſſen bei
ſchwe=
rer Verletzung der Wehrpflicht, und dann nur durch
ei=
nen Rechtsſpruch, nicht ipso facto. Das Geſetz legt
fer=
ner nur Wert darauf, dem deutſchen Vaterlande Männer
zu erhalten. — Abg. Richthofen (konſ.): Wir haben
alles Intereſſe daran, recht viele Deutſche im Auslande
dem Vaterlande zu erhalten. Daß die Frau durch ihre
Verheiratung die Nationalität des Mannes erhält,
hal=
ten wir für richtig. — Abg. Seyda (Pole): Die guten
Grundzüge des Geſetzes ſind von allen Seiten ohne
wei=
teres anerkannt worden, aber ebenſo unbeſtritten iſt
auch die Verbeſſerungsbedürftigkeit einzelner Stellen.
Wir ſind für eine Kommiſſionsberatung, wo alle
Män=
gel beſeitigt werden können.
Hierauf wird die Vorlage an eine Kommiſſion von
21 Mitgliedern verwieſen. Es folgt
die erſte Leſung des
Schutztruppen=
geſetzes.
Staatsſekretär Dr. Solf: Wir wollen in Zeiten
der Gefahr einen Beurlaubtenſtand für die Schutzgebiete
ſchaffen. Durch das Geſetz wird dem Gouverneur ein
weiterer Spielraum gewährt. Die Farmer ſcheiden für
ſpäter aus dem Truppenkörper aus, da ſie auf den
Far=
men in Zeiten der Gefahr ebenſo nötig ſind. Ich bitte
Sie, das Geſetz anzunehmen. — Abg. Noske (Soz.):
Die gänzliche Regelung der Schutztruppenfrage
ent=
ſpricht den Wünſchen des Hauſes. Die
Vor=
lage enthält aber noch außerordentlich viele
Mängel, über die in der Kommiſſion noch zu
reden ſein wird. — Abg. Erzberger (Ztr.): So
harm=
los, wie ſie der Staatsſekretär hinſtellt, iſt die Vorſage
doch nicht. Ich glaube, damit werden dem Reichstage
Fußangeln gelegt. Der Reichstag wird ſtaunen über die
Reiſekoſten. Erſtaunlich iſt die häufige Penſionierung
der Schutztruppenoffiziere, ich glaube, daß da nicht der
ſtrenge Maßſtab angelegt wird, wie es unbedingt nötig
iſt. Es geht nicht an, das, was ſich im Vaterland
be=
währt hat, unverändert auf die Kolonien zu übertragen.
— Abg. Götting (nl.): Die Grundzüge dieſer
Vor=
lage ſind durchaus brauchbar für eine eingehende
Ver=
handlung in der Kommiſſion. Die ihr noch
verſchiedent=
lich anhaftenden Mängel ſollen uns nicht abhalten, auf
Grund dieſer Vorlage das Schutztruppengeſetz zur
Ver=
abſchiedung zu bringen, wenn uns auch zunächſt noch
ver=
ſchiedene finanzielle Belaſtungen dadurch in Ausſicht
ſtehen. — Abg. Böhlendorf (konſ.) ſpricht ſich für die
Ueberweiſung an die Budgetkommiſſion aus. Abg.
Dove (Fortſchr. Vp.) ſchließt ſich dem an. — Abg. von
Liebert (Rp.) begrüßt, daß eine Regelung der
Schutz=
truppenfrage durch ein umfaſſendes Geſetz erfolgen ſoll.
— Staatsſekretär Dr. Solf ſagt möglichſtes
Entgegen=
kommen in der Budgetkommiſſion ſeitens der
Kolonial=
verwaltung zu.
Damit ſchließt die Debatte und die Vorlage wird
an die Kommiſſion verwieſen. — Nächſte Sitzung
Mitt=
woch 1 Uhr. Tagesordnung: Etat des Reichsamts des
Innern. — Schluß 6 Uhr.
Die Eröffnung des bayeriſchen Landtags.
* München, 27. Febr. Heute mittag fand mit
gro=
ßem höfiſchem Pomp die Eröffnung des
bayeri=
ſchen Landtages durch den Prinzregenten ſtatt.
Freilich mußte das Zeremoniell in Anbetracht des hohen
Alters des Prinzregenten auf Anordnung der Aerzte zum
Teil geſchmälert werden. Bei dem feierlichen Gottesdienſt
ließ ſich der Prinzregent durch den Thronfolger Prinzen
Ludwig vertreten. Um 2 Uhr fand im Thronſaale der
königlichen Reſidenz in Anweſenheit aller Prinzen des
königlichen Hauſes, ſämtlicher Miniſter und Staatsräte
und der Mitglieder beider Kammern des Landtages die
feierliche Eröffnung durch den Prinzregenten ſtatt.
* München, 27. Febr. Die Thronrede, mit der
heute der Landtag eröffnet wurde, hatte folgenden
Wortlaut:
Meine Herren Reichsräte und Abgeordneten! Mit
herz=
lichem Gruße heiße ich den wiederverſammelten Landtag
willkommen, erfüllt von der Zuverſicht, daß es Ihren
Be=
ratungen beſchieden ſein werde, das Gefühl des Vertrauens
und der Beruhigung in weiteſte Kreiſe des Volkes zu
tragen.
Das Budget für die laufende Finanzperiode, das
in unveränderter Form nebſt den Rechnungsnachweiſungen
für die Jahre 1908 und 1909 Ihnen wieder zugeht, iſt unter
dem Geſichtspunkte möglichſter Sparſamkeit aufgeſtellt.
Eine Reihe von Forderungen konnte jedoch nicht
zurück=
geſtellt werden, wenn der notwendige Fortſchritt auf dem
Gebiete kultureller Entwicklung des Landes nicht gehemmt
werden ſollte. Für die Bedürfniſſe, deren Veranſchlagung
bei Aufſtellung des Budgets im Dezember vorigen Jahres
noch nicht möglich war, werden Ihnen einige
Nachtrags=
poſtulate zugehen. Um die fortlaufende Erfüllung der
Staatszwecke zu ſichern, wird Ihnen unverzüglich ein
Ge=
ſetzentwurf über den vorläufigen Vollzug des
Budgets zur beſchleunigten Behandlung vorgelegt
wer=
den. Abgeſehen von dieſen, durch die Verfaſſung gebotenen
Vorlagen, werden Ihnen nur ſolche zugehen, die im In=
Ereſſe des allgemeinen Wohles keinen Aufſchub dulden.
Zur Abgleichung des Budgets wird Ihnen der
Geſetz=
entwurf über das Lotterieſpiel nebſt den Staatsverträgen
über die preußiſch=ſüddeutſche
Klaſſenlotte=
rie zur geſchäftsmäßigen Behandlung wieder unterbreitet
werden. Zur Reichsvarſicherungsordnung
wird Ihnen baldmöglichſt ein Ausführungsgeſetz
ſamt den Nachtragsforderungen zugehen, die durch
not=
wendige Aenderung in der Behördeneinrichtung veranlaßt
ſind. Einen zuverläſſigen Vollzug dieſes für weite Kreiſe
wertvollen Geſetzgebungswerkes zu gewährleiſten, iſt der
Ihrer verſtändnisvollen Förderung ſichere Zweck dieſer
Vorlagen. Der einem dringenden Bedürfnis entſprechende
Entwurf einer Kirchengemeindeordnung konnte in der
letz=
ten Landtagsverſammlung nicht vollſtändig erledigt
wer=
den. Er iſt inzwiſchen, beſonders zur Angleichung der
Be=
ſtimmungen über die Umlagen an die Vorſchriften des
neuen Umlagengeſetzes, teilweiſe umgearbeitet worden und
wird neuerdings der Beſchlußfaſſung des Landtages
unter=
ſtellt werden. Ueber die Notwendigkeit einer Aenderung
der bayeriſchen Heimats= und
Armengeſetzgeb=
ung, die auch in den Kammern des Landtages ſchon
mehr=
fach erörtert worden ſind, wird Ihnen eine Denkſchrift
zu=
gleich mit einem Geſetzentwurf vorgelegt werden, der die
Ausdehnung des Reichsgeſetzes über den
Unterſtützungs=
wohnſitz für Bayern einleiten ſoll. Dem wiederholt
ge=
äußerten Wunſche nach Anlegung eines
Staatsſchuld=
buches wird durch einen Geſetzentwurf entſprochen
wer=
den. Mit dem Ausbau des Lokalbahnnetzes ſoll
fortgefahren werden. Ein Geſetzentwurf wird Ihnen
zu=
gehen. Infolge der Steigerung des Verkehrs und der
Minderung der Betriebsausgaben haben ſich die
finan=
ziellen Verhältniſſe der
Staatseiſenbahn=
verwaltung ſo gekräftigt, daß der Ausgleichsfonds
ſofort in der im Geſetz vorgeſehenen Höhe gebildet werden
kann. Außerdem verbleiben noch erhebliche Mittel zur
verſtärkten Tilgung der Eiſenbahnſchuld. Die Förderung
des Handels und der mächtig aufblühenden Induſtrie
wird Gegenſtand meiner unausgeſetzten Fürſorge ſein. Das
Gleiche gilt von der Landwirtſchaft.
Erfreulicher=
weiſe ſind die Nachteile, die infolge der außergewöhnlichen
Witterungsverhältniſſe des vergangenen Sommers erwartet
wurden, nicht in dem befürchteten Umfange eingetreten.
Es werden daher aus dieſem Anlaß weitere ſtaatliche
Maß=
nahmen nicht erforderlich ſein.
Nach den erregten Zeiten des
Wahl=
kampfos heißt es nunmehr, auf dem Boden der
ſtaatlichen Ordnung ſich zuſammenzufinden zu
ge=
meinſamer Arbeit, die den Blick auf das Ganze richtet, auf
das Wohl des geliebten Vaterlandes. Möge der
allmäch=
tige Gott, dies iſt mein heißes Gebet, Bayern und dem
Deutſchen Reiche auch fernerhin das Glück einer friedlichen
Fortentwickelung im Innern wie nach außen gewähren
und die Arbeiten, an die Sie nunmehr herantreten, mit
ſeinem Segen begleiten.
Luftfahrt.
* Berlin, 26. Febr. Der „P. L. 11” iſt, nachdem
er geſtern mittag eine erfolgreiche Höhenfahrt gemacht
hatte, von der Militär=Verwaltung
über=
nommen worden. Das Luftſchiff, deſſen kürzlich
ab=
ſſolvierte Höhenfahrten wegen eines kleinen
Gondel=
defekts bei der Landung beanſtandet wurde, ſtieg heute
mittag 12,15 Uhr in Tegel auf, blieb über zwei
Stun=
den in der Luft und erreichte die erforderliche Höhe von
1500 Meter. Um 2,30 Uhr erfolgte die glatte Landung.
* Bremen, 27. Febr. Zu dem Rundflug
Bremen=Münſter=Hannover=Lübeck
ſchreibt die Weſerzeitung: Die Vereine der
Nordweſt=
gruppe des Deutſchen Luftfahrerverbandes, wozu die
Vereine zwiſchen Elbe und Ems gehören, veranſtalten
in den erſten Tagen des Juni einen Rundflug. Zu
die=
ſem Zwecke hatte der preußiſche Miniſter des Innern
die Veranſtaltung einer Lotterie zugeſichert. Von
dem Kriegsminiſterium iſt ein namhafter Geldpreis in
Ausſicht geſtellt worden, ſowie der Ankauf der beiden
beſten, mit deutſchen Motoren ausgerüſteten Flugzeuge
zum Preiſe nicht unter 20000 Mark. Der Wettbewerb
iſt nur für deutſche Flugzeugführer offen. Jeder
Flie=
ger iſt verpflichtet, ſeinen Fliegeroffizier als Fluggaſt
auf den Etappenſtrecken mitzuführen. Dieſe erhalten
beſtimmte, von den Generalkommandos der drei in
Betracht kommenden Korps geſtellte militäriſche
Auf=
gaben, zu denen die Garniſonen der auf der Strecke
Re=
genden Truppenteile herangezogen werden. Die
Höchſt=
zahl der Bewerber iſt fünfzehn. Der Rundflug nimmt
auf dem Sportplatz in Bremen ſeinen Ausgang. In
Ausſicht genommen ſind drei Flugtage. Auf jeden
Flug=
tag folgt ein Ruhetag. Jede Etappe iſt etwa 200
Kilo=
meter lana. Die erſte Etappe führt über Oldenburg,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
das umkreiſt wird, und Osnabrück, wo eine
Zwiſchen=
landung vorgeſehen iſt, nach Münſter in Weſtfalen; der
zweite Tag führt von Münſter über Minden und
Han=
nover und endet nach einer Zwiſchenlandung in
Braun=
ſchweig. Auf der dritten Tagesſtrecke geht die Fahrt
zu=
nächſt nach Lübeck, wo eine Zwiſchenlandung erfolgt,
und dann nach Hamburg. In Hamburg ſchließt ſich ein
örtlicher Wettbewerb an.
Sport.
* Die erſte Fauſtballmannſchaft der
Turngemeinde Arheilgen ſpielte gegen die
gleiche der Turngemeinde Beſſungen, wobei letztere
mit 12 Bällen ſiegte. Ebenſo ſpielte auch die erſte
Fuß=
ballmannſchaft der Turngemeinde Arheilgen gegen die
gleiche der Turngemeinde Beſſungen, wobei ebenfalls
Beſſungen mit 611 Toren ſiegte.
Erdbeben.
— Erdbebenwarte Darmſtadt=
Jugen=
heim, 27. Febr. Geſtern abend 9 Uhr 38 Min. wurde ein
Erdbeben regiſtriert, das auf der Balkanhalbinſel
ſtatt=
gefunden hat. Nach einer Meldung aus Belgrad wurde
es dort als ein ſehr ſtarkes Erdbeben verzeichnet. Der Herd
des Bebens dürfte etwa 300 Kilometer von Belgrad
ent=
fernt lein.
Vermiſchtes
Aus dem Palmengarten in Frankfurt.
Aus China ſtammt eine Pflanzengattung, die durch die
Geſamterſcheinung, wie auch durch den Umſtand, daß ſie
uns in den Winter= und Frühjahrsmonaten durch ihre
Blüten erfreut, für den Gärtner und Gartenfreund
wert=
voll iſt, es iſt die Camellia, die in etwa 14 Arten in
Oſtaſien heimiſch und die nächſte Verwandte des
Teeſtrau=
ches iſt. Was an der Camellia reizt, iſt ihre ſtolze
Schön=
heit; wie aus Wachs geformt ſitzen die verſchiedenartig
ge=
ſtalteten Blumen in dem dunkelgrünen Laub und wir
be=
wundern an ihnen nicht nur die Reichhaltigkeit der Farben,
ſondern beſonders den edlen Bau. Zur Zeit, als die
ſüd=
ländiſchen Blumen noch nicht den Markt überfluteten, als
man noch nicht langſtielige Blumen zu Bindezwecken
ver=
wendete, ſpielte die Camellia in der Blumenbinderei eine
bedeutende Rolle. Heute gibt es wieder Züchter, die ſich
damit befaſſen, neue Varietäten zu erzielen, und wir ſehen
in der Blütengalerie und in Haus 7 des Palmengartens
einen herrlichen Flor dieſer ausgezeichneten Blume in etwa
150 Varietäten. Außer den Camellien ſei
hauptſäch=
lich auf den prachtvollen Flor der Alpenveilchen
hin=
gewieſen, den man in Haus 15 bewundern kann. Das
Alpenveilchen, Cyelamen persieum, wurde ſchon in der
Mitte des 19. Jahrhunderts eingeführt, hat ſich aber erſt
in den letzten Jahrzehnten zu der wichtigen Florblume
ent=
wickelt, als die wir ſie heute nennen. Durch planmäßige
Züchtung wurden die Blumen immer mehr veredelt und
vald ſtellten ſich auch Abarten ein, die in dem Sortiment
des Palmengartens nicht fehlen. Neben den Blumen mit
gefranzten und gewimperten Blumenblättern haben ſich
ſchmetterlingsähnliche Blüten ergeben, auch gefüllte
Varie=
täten ſind entſtanden und eine Errungenſchaft der Neuzeit
bilden die ſogen. Rokoko=Cyclamen, die eine eigenartige
bizarre Form haben. Die überreich blühenden Pflanzen
des Palmengartens geben ein Bild von der
Mannigfaltig=
keit der Farben und Formen. Es bleibt noch übrig, auf
die Primeln und Orchideen in den Schauhäuſern
und auf die prächtigen Blütenſträucher in der Galerie
hin=
zuweiſen, die jeden Blumenfreund entzücken werden.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Konſtantinopel, 27. Febr. Laut
Blättermel=
dungen hat der Schritt der Pforte gegen die
Eröff=
nung des Bombardements auf türkiſche
Fahr=
zeuge vor Beirut, bei dem die Italiener nicht den
Ab=
lauf der gewährten Friſt abwarteten, bei den Mächten
eine günſtige Aufnahme gefunden. Der franzöſiſche
Bot=
ſchafter in Rom ſei noch vor diefem Schritte beauftragt
worden, die Aufmerkſamkeit Italiens auf den
erwähn=
ten Umſtand zu lenken.
* Konſtantinopel, 27. Febr. Ein Telegramm
des Wali von Beirut beſagt: Die ſchleunigen
Maß=
nahmen zum Schutze der Konſulate und der fremden
Niederlaſſungen, ſowie zur Wiederherſtellung der
Ord=
nung haben einen guten Eindruck gemacht. Die
Kon=
ſuln beglückwünſchten den Wali, dankten ihm und
tadel=
ten das Vorgehen der Italiener, welche die unſchuldige
Bevölkerung, Privatwohnungen und das Hoſpital des
Roten Kreuzes beſchoſſen hätten. Auch angeſehene
Aus=
länder ſprachen dem Wali ihren Dank aus. Infolge
der Proklamierung des Belagerungszuſtandes hat die
Bevölkerung die Waffen in die Polizeiwachen
zurück=
gebracht. Die Friſt für die Anlieferung der Waffen läuft
heute ab. Abgeſehen von den auf den Libanon
geflüch=
teten Kaufleuten, haben die Banken und Handelshäuſer
den Betrieb wieder aufgenommen. Nach amtlichen
Meldungen beträgt die Zahl der am 24. ds.
Getöte=
ten 58, und zwar 2 Marineoffiziere, 20 Matroſen und
36 Einwohner; 56 Perſonen, darunter ein Ruſſe,
wur=
den verwundet.
* Paris, 27. Febr. Dem Matin zufolge hätten
die engliſche und die franzöſiſche
Regier=
ung dem von dem ruſſiſchen Miniſter des
Aeußern, Saſonow, angeregten Gedanken zugeſtimmt,
im Verein mit den anderen Mächten bei der Türkei einen
energiſchen Schritt zur Beendigung der
ita=
lieniſch=türkiſchen Feindſeligkeiten zu
unternehmen. Die Tripleentente ſei geneigt,
nachdrück=
lich bei der türkiſchen Regierung dafür einzutreten, daß
ſie ihre Truppen aus Tripolis zurückziehe und mit
Ita=
lien in Verhandlungen über einen Friedensvertrag
trete. Dieſer Vertrag ſoll die Lebensintereſſen und die
Würde der Türkei wahren. Die Tripleentente ſei bereit,
dieſen Schritt ſofort zu unternehmen, jedoch unter der
Bedingung, daß Deutſchland und Oeſterreich=Ungarn ſich
ihm anſchließen.
* Paris, 27. Febr. Einige Blätter melden, die
franzöſiſche Regierung ebenſo wie Die beiden
anderen Mächte der Triple=Entente ſeien geneigt, falls
ſich die Regierungen in Berlin und Wien den
betreffen=
den Schritten anſchlöſſen, bei der Pforte energiſch auf die
Zurückziehung der ottomaniſchen
Trup=
pen aus Tripolis und die Beendigung der
Feindſeligkeiten zwiſchen Italien und der Türkei
hinzuwirken. Wir glauben zu wiſſen, daß die Regierung
der Republik bereit iſt, ſich jeder gemeinſamen Aktion der
Mächte bei dem einen wie dem anderen kriegführenden
Teile anzuſchließen, die bezweckt, eine Vermittelungsbaſis
für den Friedensſchluß zu finden.
Die Revolution in China.
* Nanking, 27. Febr. Das republikaniſche
Kabinett beſprach heute die angeblich vor kurzem
erfolgte ſchlechte Behandlung von Chineſen durch die
hol=
ländiſchen Behörden auf Java. Nach amtlichen
Meldun=
gen wurden drei Chineſen getötet und Hunderte
verhaf=
tet und ohne irgend welches Gerichtsverfahren gefangen
geſetzt, weil ſie die Abdankung des Thrones gefeiert
hatten. Dr. Sunyatſen hat ſich mit Juanſchikai in
Ver=
bindung geſetzt. Man glaubt, daß energiſche
Maßnah=
men ergriffen werden. Das Kabinett ſoll ſogar die
ſofor=
tige Aufhebung des Vertrages mit Holland und die
Ab=
berufung des holländiſchen Geſandten erwägen. Es
herrſcht große Erregung.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 27. Febr. Heute fand die übliche Februar=
Sitzung des Aufſichtsrats der Deutſchen
Ko=
lonia lgeſellſchaft für Südweſtafrika ſtatt, in
der u. a. auch die Semeſtralbilanz für die Zeit vom 1.
April bis 30. September zur Vorlage gelangte. Die
Bilanz läßt bei reichlichen Rückſtellungen infolge des
Rückganges des Diamantenbaues und der ungünſtigen
allgemeinen Lage der Schutzgebiete in Deutſch=
Südweſt=
afrika eine Divivende von zirka 35 Prozent erwarten.
* Berlin, 27. Febr. Auf der heute im
Stadtver=
ordneten=Sitzungsſaale ſtattgehabten
Verbandsverſamm=
lung des Zweckverbandes Groß=Berlin
wurde in engerer Wahl der Berliner Stadtkämmerer
Dr. Steiniger mit 56 gegen 45 Stimmen, die auf
Oberbürgermeiſter Voigt=Barmen fielen, zum Direktor
des Zweckverbandes Groß=Berlin gewählt. Im erſten
Wahlgang erhielten Steiniger 43 Stimmen, Voigt 38,
Bürgermeiſter Reicke 19 und der praktiſche Arzt Dr.
Bern=
ſtein=Charlottenburg 1 Stimme.
* Berlin, 27. Febr. Im Hauptreſtaurant des
Zoolo=
giſchen Gartens wurde heute vormittag von Fräulein
Gertrud Bäumer der Deutſche
Frauenkon=
greß eröffnet, zu dem das Reich und das Ausland
zahlreiche Vertreterinnen entſandten. Als Vertreterin
des Bundes ungariſcher Frauenvereine war Fräulein
Auguſte Roſenberg erſchienen, für den öſterreichiſchen
Bund Marianne Heiniſch, für den ſchwediſchen Frau
Ceſchiold, ferner Vertreterinnen des engliſchen,
norwe=
giſchen, holländiſchen und anderer Frauenbünde.
* Köln, 27. Febr. Der Rhein iſt ſeit geſtern um
0,55 Meter geſtiegen.
* Luxemburg, 27. Febr. Das Amtsblatt gibt heute
morgen bekannt, daß aus Anlaß des Ablebens des
Großherzogs eine ſechsmonatige Landestrauer
an=
geordnet iſt. Die Herzogin Karl Theodor in Bayern iſt
heute hier eingetroffen.
* Petrilau, 27. Febr. Heute vormittag begann der
Mordprozeß gegen den Kloſterbruder Maczoch und
Genoſſen, Paulaner Mönche, in Czenſtochau.
* London, 27. Febr. Lord Charles Beresford
hielt in Grantham eine Rede. Er erklärte ſich im
allge=
meinen mit der Flottenrede Churchills in
Glasgow einverſtanden, bedauerte aber, daß Churchill
ſo taktlos geweſen war, die deutſche Flotte als einen
Luxusgegenſtand zu bezeichnen. Dieſe Bemerkung habe
in deutſchen Kreiſen Erregung hervorgerufen. England
könne mit einer offenen und fairen Erklärung über ſeine
maritimen und ſonſtigen Bedürfniſſe den
beklagenswer=
ten Streitigkeiten ein Ende machen, die jetzt mit
Deutſch=
land beſtänden und die zu einem Krieg führen könnten.
* London, 27. Febr. Wie die Blätter melden,
ſtimm=
ten die Bergarbeiter und die Bergwerksbeſitzer einer
Zuſammenkunft mit dem Miniſter für heute
nach=
mittag zu.
* New=York, 27. Febr. Die letzten Preſſenachrichten
aus El Paſo über die Lage in Juarez
widerſpre=
chen den amtlichen Nachrichten aus Waſhington.
Augen=
ſcheinlich iſt die Stadt noch nicht eingeſchloſſen worden.
Die Revolutionäre warten in Bauche, 12 Kilometer
ſüdlich von Juarez, auf Verſtärkungen und haben
einſt=
weilen die Stadt aufgefordert, ſich binnen ſechs
Stun=
den zu ergeben, widrigenfalls der Angriff beginnen
würde. Die Behörden von Juarez ſind ferner
aufge=
fordert worden, den Ausländern zu raten, die Stadt
zu verlaſſen. Die amerikaniſchen Militärbehörden kn
San Antonio ſenden Truppen nach Douglas, Nogales
und anderen Plätzen im Weſten, um die Patrouillen
an der Grenze zu verſtärken.
— Berlin, 27. Febr. Als der in der Schwedterſtraße
wohnende 25jährige Ziſeleur Jsrael nachts gegen 2 Uhr
zurückkehrte, fand er ſeine Frau und ſein ſechsmonatiges
Kind in der mit Gas gefüllten Küche tot am Boden
liegend. Nach ſeiner Anſicht liegt ein
Unglücks=
fall vor.
von Mk. 1,10 an
per Meter
Henneberg=Seide
porto= u. zollfrei
in ſchwarz, weiß und farbig,
für jeden Bedarf.
(1208a)
Verlangen Sie Muſter. G. Henneberg, Illlich
Vor Katarrh sich schützen
ist wichtiger, als ihn vertreiben und leichter dazu;
denn es genügt, bei drohender Erkältung, rauhem
Hals u. dergl. ein paar der bekannten Wybert-
Tabletten zu nehmen, die dem Hals so wohl tun,
die Verschleimung beheben und die Stimme frei und
klar machen. Die Schachtel kostet in allen Apotheken
und Drogerien 1 Mark.
(2080M
Leibwäsche und Decken
einer feinen
Braut-Ausstattung
sind einige Tage in meinen Schaufenstern
ausgestellt.
C. F. Erb Nachf.
Obere Elisabethenstr.
(4812
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt. Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
Aus dem Geſchäftsleben.
Aus München wird uns geſchrieben: Vor einigen
Tagen fand die feierliche Eröffnung des monumentalen
Millionen=Baues der Großmarkthalle am Südbahnhof
unter Anweſenheit der Spitzen aller Behörden ſtatt.
Nach einer Anſprache des Herrn Oberbürgermeiſters
Dr. von Borſcht und mehrere fand die Beſichtigung der
techniſchen Einrichtungen ſtatt, von welchen die
Darm=
ſtädter Firma Ingenieur Heinrich Fritz die
um=
fangreiche Zentralheizungsanlage mit 5 Keſſel à 35 qm
Heizfläche ausführte.
Ein Boudoirgeheimnis aller eleganten Frauen ſind
die Mittel, die von jeher angewendet werden, um ſo
lange wie möglich in Jugendſchöne zu ſtrahlen. Eine
milde, neutrale Seife von der Güte der echten
Stecken=
pferd=Lilienmilchſeife iſt würdig, von jeder
Dame als beſtes tägliches Kosmetikum bei allen
Waſchungen benutzt zu werden, da die Steckenpferd=
Lilienmilchſeife nicht allein Schmutz und
Fettabſonder=
ungen ſicher entfernt, ſondern auch vorzüglich die Poren
öffnet, ſo daß Pickel, Miteſſer und Hautunreinigkeiten
bei dauerndem Gebrauch bald verſchwinden und dadurch
eine zarte weiße Haut und ein ſchöner Teint erzeugt wird.
Todes-Anzeige.
Verwandten und Bekannten die traurige
Nachricht, daß heute morgen unſer Gatte, Vater,
Großvater, Schwiegervater und Onkel
Georg Dunstädter
nach langem, ſchweren Leiden im 74. Lebensjahre
ſanft entſchlafen iſt.
Darmſtadt, den 27. Februar 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet am Donnerstag
nach=
mittag 3 Uhr vom Portale des ſtädtiſchen
Fried=
hofes aus ſtatt.
(4894
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
die traurige Mitteilung, daß unſer lieber Bruder
August Gunder
am Montag 1¼ Uhr nach langen qualvollen
Leiden im 41. Lebensjahre entſchlafen iſt.
Vietor Gunder,
Georg Gunder.
Darmſtadt, Mainz, 27. Februar 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch um 11 Uhr
in Mainz ſtatt.
(*4756
nacn ruisner Art E
nach Münchner Art
Hell Export Guhu
feinste Tafelbiere —
in Flaschen und Syphons.
2453s
[ ← ][ ][ → ]Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 7.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Heute nacht verschieds unser lieber, herzensguter Gatte, Vater,
Schwieger-
vater und Bruder
J. (4882
Herr Landgerichtsdirektor
V Hnlenn Zimnermain
im 62. Lebensjahre.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Johanna Zimmermann, geb. Meletta,
Dr. Fritz Zimmermann, Gerichtsassessor,
Johanna Gundel, geb. Zimmermann,
Dr. Willy Gundel, Oberlehrer.
Darmstadt, Giessen, den 27. Februar 1912.
Die Einsegnung findet Mittwoch, den 28. Februar, nachmittags 6 Uhr, im Trauerhause
Annastrasse 35, statt,s die Einäscherung im Krematorium in Mainz am Donnerstag, den
29. Februar, um 4 Uhr.
Statt jeder besonderen Anzeige.
Freunden und Verwandten hierdurch die Anzeige,-dass meine liebe
treue Mutter
(*4782
Elise Korn, geb. Luther
Montag, den 26. Februar, nach kurzem schweren Leiden uns durch den Tod
entrissen wurde.
im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Elisabeth Schmidt, geb. Korn.
Darmstadt, den 27. Februar 1912.
Die Einsegnung findet statt im Trauerhause, Georgenstrasse 1, Mittwoch nachmittag 5 Uhr.
Die Einäscherung Donnerstag in Mainz.
Patentſchriften=Auslegeſtelle in der Gewerbe=
Bibliothek, Neckarſtr. 3. Zeit der Benutzung: an allen
Wochentagen von 8½—12½ u. 3—5½ Uhr (Samstag=
Mittag ausgenommen).
Beſſunger Bücherhalle (Beſſungerſtraße 48).
Unent=
geltliche Verleihung von Büchern an jedermann.
Ge=
öffnet: Dienstag, Donnerstag und Samstag abends
von 7½—9 Uhr.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß heute vormittag 8 Uhr
unſere liebe Mutter, Schwiegermutter,
Groß=
mutter und Tante
(4893
Frau
Christine Wolrab Wue.
geb. Rühl
in vollendetem 89. Lebensjahre ſanft im Herrn
entſchlafen iſt.
Die Beerdigung findet Donnerstag
nach=
mittag 3 Uhr, vom Portale des Friedhofes
aus, ſtatt.
Darmſtadt, 27. Februar 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Ganz Europa ſteht unter der Herrſchaft eines
aus=
gedehnten Hochdruckgebiets. Im Nordweſten liegt eine
ſtarke Depreſſion, die langſam oſtwärts zieht. Im Bereich
weſtlicher Winde herrſcht überall trübes aber mildes
Wetter. Nur im hohen Nordoſten liegen die
Morgen=
temperaturen noch unter 0‟. Wir werden morgen im
Bereich des hohen Drucks bleiben.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, den 28. Febr.:
Wolkig, nur geringe Niederſchläge, etwas kälter.
Tageskalender.
Großh. Hoftheater, Anf. 7 Uhr (Ab. B): „Liebelei”,
hierauf „Abſchiedsſouper”.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Muſikaliſche Vorträge zum Beſten der Hilfskaſſe
der Muſikgruppe Darmſtadt um 6 Uhr im Saale des
Muſikvereins.
Konzerte: Ludwigshöhe um 4 Uhr. — Hotel Heß
und Bürgerkeller um 8 Uhr. — Kölniſcher Hof um
6 Uhr. — Reſtaurant „Metropol” um ½ 8 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph, Rheinſtraße 2.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 29. Februar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Nutz= u. Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr
im Nieder=Ramſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft
am Bonstal am Eingang des Waldes).
Stammholz=u. Bohnenſtangen= Verſteigerung
im Eberſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft um
9½ Uhr am Beckerweg am Eingang des Waldes, um
12 Uhr am Uebergang der Schlangenſchneiſe und Main=
Neckar=Bahn).
Wirtſchaftsanweſen=Verſteigerung (
Riedmatter=
ſches) um 4.35 Uhr im Rathaus zu Traiſa.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
Kurſe vom 27. Februar 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
In Proz.
Bf.
Staatspapiere.
4 Dtſche. Reichsſchatzanw. 100,00
3½ Deutſche Reichsanl. . 90,90
81,80
do.
3
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,00
3½ do. Conſols . . . 91,00
81,90
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,20
93,30
do,
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanleihe 100,80
89,75
do.
3½
79,60
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,00
4 Heſſ. Staatsanleihe 99,60
4 do. do. (unk. 1918) 100,15
89,75
do.
3½
78,90
do.
3
81,70
3 Sächſiſche Rente.
4 Württemberger v. 1907 100,70
95,00
do.
3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,20
1¾ Griechen v. 1887 . . 53,30
3¾ Italiener Rente .
4½ Oeſterr. Silberrente 93,20
14 do. Goldrente . . . 96,75
4 do. einheitl. Rente 90,00
3 Portug. unif. Serie I 65,25
3 do. unif. Ser. III 67,85
3 do. Spezial . . . . 10,00
5 Rumänier v. 1903 . . 101,10
4 do. v. 1890 „ . —
91,50
4 do. v. 1905
92,00
4 Ruſſen v. 1880 .
91,40
4 do. v. 1902 .
91,50
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 —
4 Türk. Admin. v. 1903 84,20
4 Türk. unifiz. v. 1903 92,10
4 Ungar. Goldrente . . . 92,50
14 do. Staatsrente . . . 90,20
In Proz.
Zf.
5 Argentinter . . . . . . 101,50
4
do.
88,40
4½ Chile Gold=Anleihe . 92,50
5 Chineſ. Staatsanleihe . 100,50
96,00
do.
4½
95,40
4½ Japaner . .
5 Innere Mexikaner . . . 96,80
60,90
do.
3
4 Gold=Mexikaner v. 1904 89,30
5 Gold=Mexikaner . . . . 100,20
3 Buenos Aires Provinz 73,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . 140,30
3 Nordd. Lloyd . . . . . 106,00
6 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 123,60
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 . . 113,80
8 Baltimore und Ohio .103½
6 Schantungbahn . . . . 133,10
6½ Luxemb. Prince Henri
0 Oeſt. Südbahn (Lomb.) 155,50
6 Pennſylvania R. R. . 18½
Letzte Induſtrie=
Divid. Aktien.
3 Brauerei Werger . . 70,50
25 Bad. Anilin= u. Soda=
Fabrik . . . . . . 495,00
14 Chem. Fabrik
Gries=
heim . . . . . . . —
27 Farbwerke Höchſt . . 540,25
20 Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . —
8 Cement Heidelberg . . 159,50
32 Chem. Werke Albert 445,20
12½ Holzverkohlung
Kon=
ſtanz . . . . . . . 292,40
4 Lahmeyer . . . . . . . —
Letzte
Eihen
Divid.
7 Schuchert, Nürnberg . 159,50
12 Siemens & Halske . 236,00
12 Bergmann Electr. . . 187,50
10 Deutſch. Ueberſee Electr. 182,00
25 Gummi Peter . . . . 144,00
0 Kunſtſeide Frankfurt 128,50
30 Adler=Fahrradwerke
Kleyer . . . . . . 470,00
12 Maſchinenf. Badenia 200,50
16 Wittener Stahlröhren 242,00
8 Steana Romana Petr. 135,10
15 Zellſtoff Waldhof . . 245,00
12½ Bad. Zucker=
Wag=
häuſel . . . . . . . 208,80
10 Neue Boden=A. A.=Geſ. 134,00
3 Südd. Immobilien .
Bergwerks=Aktien.
10 Aumetz=Friede . . . . 186,50
12 Bochumer Bergb. und
Gußſt.
.. 223,70
11 Deutſch=Luxemburg.=
Bergb. . . . . . . 184,00
10 Gelſenkirchener . . . . 199,25
7 Harpener . . . . . . . 192,50
15 Phönix Bergb. und
Hüttenbetrieb . . . 252,50
0 Oberſchl. Eiſen=Ind.=
Caro. . . . . . . . 102,00
4 Laurahütte . . . . . . 175,50
10 Kaliwerke Aſchersleben
Weſteregeln 192,80
10
5 South Weſt Africa . 155,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. —
4½ Nordd. Lloyd=Obl. 90,00
4 Eliſabethbahn, freie . . 96,00
4 Franz=Jofefs=Bahn . . —
3 Prag=Duxer . . . . . . 76,00
5 Oeſterr. Staatsbahn .
4 Oeſterr. Staatsbahn . 95,20
3 do.
79,90
5 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 99,70
In Proz.
3f.
4 Oeſterr. Südb. (Lomb.) 80,40
55,20
do.
20/10
78,10
3 Raab=Oedenburg
4 Kronprinz Rudolfbahn 96,00
89,00
4 Ruſſ. Südweſt . .
89,10
4½ Moskau=Kaſan
do.
4 Wladichawchas . .. . 101,70
4 Rjäſan Koslow ...
3 Portugieſ. Eiſenb. . . 79,20
91,25
do.
4½
2½ Livorneſer . . . . 71,00
3 Salonique=Monaſtir . 66,50
. . 84,20
4 Bagdadbahn .
4½ Anatoliſche Eiſenb. . 96,80
4 Miſſouri=Pacific . . . . 74,00
4 Northern=Pacific 1. . . 101,25
4 Southern=Pacific . . . 95,30
5 St. Louis und San
Francisco . . . . . 88,60
5 Tehuantepec . . .. .. 99,90
Bank=Aktien.
10 Bank für elektriſche
Untern. Zürich . .
8½ Bergiſch=Märkiſche
Bahn . . . . . . . 150,90
9 Berlin. Handelsgeſ. . . 172,70
6½ Darmſtädter Bank . 125,00
12½/ Deutſche Bank . . . 262,30
6 Deutſche Vereinsbank . 125,40
5½ Deutſche Effekt.= und
W.=Bank . . . . . 118,25
10 Diskonto=Kommandit 189,00
8½ Dresdener Bank . . 157,50
9½ Frankf. Hypoth.=B. 211,00
6½ Mitteld. Kreditbank 121,60
7 Nationalb. für Deutſchl. 125,20
5½ Pfälziſche Bank . . 130,25
6.48 Reichsbank . . . . . 137,20
7 Rhein. Kreditbank . . . 135,50
7½ A. Schaaffhauſen.
Bankverein . . . . 131,75
½ Wiener Bankverein . 139,00
4 Frankf. Hypoth.=Bank
S. 16 u. 17 . . . 99,20
3f. Pfandbriefe. In Proz
3½ Frankf. Hypoth.=Bank
S. 19 . . . . . . . 90,00
4 Frankf. Hyp.=Kreditv.
S. 15—19, 21—26 98,50
4 Hamb. Hypoth.=Bank . 100,00
do.
89,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank 101,10
do.
3½
90,30
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 12, 13, 16
. 100,60
S. 14, 15, 17, 24/26
18—23.
. 100,80
3½ Heſſ. Land.=Hyp.=Bank
S. 1 u. 2, 6—
90,30
S. 3—5 .
90,10
S. 9—11
90,20
4 Meininger Hyp.=Bank 100,00
3
do.
89,50
4 Rhein. Hypothek.=Bank
(unk. 1917) . . 99,00
3½ do. (unk. 1914) . . 89,20
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
do.
3½
90,60
Städte=
Obligationen.
4 Darmſtadt . . .
3½ do.
4 Frankfurt.
100,90
3½ do.
96,00
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg
3½
do.
89,50
4 Karlsruhe
.100,00
3½ do.
91,00
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz .
99,4
3½ do.
4 Mannheim
do.
90, 10
4 München
99,75
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnberg.
99,90
do.
90,80
4 Offenbach .
Men
3½ Offenbach
4 Wiesbaden .
31
do.
90,90
4 Worms.
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1888
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche . . Tlr. 100 168,90
3½ Cöln=Mindner 100 136,20
3 Holl. Komm. . fl. 100 105,50
3 Madrider . Fs. 100
4 Meininger Pr.=
Pfand=
briefe . . . . . . . 137,50
4 Oeſterr. 1860er Loſe . 180,25
3 Oldenburger . . . . . . 124,80
2½ Raab=Grazer fl. 150 115,50
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger . . . . . fl. 7
Braunſchweiger Tlr. 20 200,00
Freiburger . . . . Fs. 15 70,20
Fs.45
Mailänder
do. .7. Fs. 10 31,50
Meininger . . . . . fl. 7 34,60
Oeſterreicher v. 1864 fl. 100 527,00
do. v. 1858fl.100 453,00
Ungar. Staats . . fl. 100 370,60
Venediger . . . . Fs. 30 42,30
Türkiſche . . . . Fs. 400 170,60
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4,19
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Franzöſiſche Noten. . . . 81,20
Holländiſche Noten. . . . 169,35
Italieniſche Noten . . . . 80,45
Oeſterr.=Ungariſche Noten 84,85
Ruſſiſche Noten . . . . 216,00
Schweizer Noten . . . . . 81,00
Reichsbank=Diskonto. .
Reichsbank=Lombard Zsf. 6
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
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Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 20. bis 26. Februar.
Vom Auslande lagen für den Getreidehandel in
der Berichtswoche keine neuen Anregungen vor. Die
Forderungen für ausländiſchen Weizen waren nicht
ſonderlich verändert, jedenfalls ſchien die Zurückhaltung
der Käufer nur wenig Eindruck auf die Exportländer
zu machen. Wie vorauszuſehen war, hat Argentinien
nach Beendigung des Streiks ſeine Ausfuhr geſteigert,
ohne den Weltverſchiffungen damit größeren Umfang
zu verſchaffen, da die übrigen Gebiete weniger
expor=
tierten. In Deutſchland übte die unbefriedigende Lage
des Mehlgeſchäftes, ſowie Mangel an
Exportgelegen=
heit einen ungünſtigen Einfluß auf das Weizengeſchäft
aus, aber das zeitweiſe kältere Wetter und vereinzelte
Klagen über die Saaten veranlaßten die Abgeber am
Lieferungsmarkte zu größerer Vorſicht, ſodaß ſich die
Preiſe für Mai und Juli um 1 Mark, für Herbſt
ſo=
gar um 2¾4 Mark beſſern, dieſen Gewinn aber nicht auf
die Dauer behaupten konnten; immerhin ſind
gegen=
über der Vorwoche noch Fortſchritte von ½—¾ Mark
feſtzuſtellen. Roggen hatte im Warengeſchäft gleichfalls
ſehr ſtillen Verkehr, und der Export bekundete nur für
ſpätere Abladung Intereſſe. Andererſeits war das
An=
gebot vom Inlande keineswegs reichlich, und da auf
dem Lieferungsmarkte zeitweiſe größere Kaufaufträge
für fremde Rechnung auszuführen waren, ſo konnte
namentlich der Julitermin bis 3 Mark im Werte
an=
ziehen, während die Gewinne für Mai und September
ſich in engeren Grenzen hielten. Auch hier konnten ſich
die Höchſtpreiſe der Woche indes nicht voll behaupten.
Das Hafergeſchäft behielt auch in der Berichtswoche
ſei=
nen luſtloſen Charakter bei, aber die Provinz hielt
wie=
der mehr auf Preiſe, und ſowohl in den ruſſiſchen wie
in den argentiniſchen Forderungen ſprach ſich zuletzt
größere Feſtigkeit aus. Für ruſſiſche Gerſte, deren
Preiſe in der letzten Zeit um ungefähr 10 Mark
nach=
gegeben hatten, ohne daß Rußland dieſer Bewegung
ge=
folgt wäre, begann ſich das Intereſſe wieder zu heben,
ſodaß zuletzt erhöhte Forderungen bewilligt werden
mußten. Auch Mais nahm um die Mitte der Woche
wie=
der feſtere Haltung an, da Argentinien ſeine Preiſe
er=
höhte. Die Ernteausſichten in dieſem Lande bleiben
weiter günſtig, aber der Umſtand, daß die anderen
Pro=
venienzen weſentlich teurer ſind, veranlaßt die La
Plata=Exporteure ſichtlich zur Zurückhaltung. Es
ſtell=
ten ſich die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten
Marktage wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
Königsberg. .208 (* 1 ) 180
192 (*2
207 (- 2 ) 184
Danzig
190
.208 (— 1 ) 185
Stettin
195
.204 (—
Poſen
181
191
.202
Breslau
181
191
.210½
209
190½(
Berlin
Magdeburg .206
185
208
.205
215
187
Leipzig
187
208
Dresden
209
207
187
Roſtock
195
.218
196
Hamburg
212
195
Hannover . . 206
216
Düſſeldorf . .214
195
200
.213
Köln .
194
200
Frankfurt a. M. 217
200
210
200
Mannheim . . 222½
212½
210
215
Straßburg . . 227½
) 214 (—1
München .231 (* 1 ) 213
Weltmarktpreiſe Weizen: Berlin Mai 214,75 (—0,25),
Peſt April 199,65 (—0,70), Liverpool März 176,30
(—0,70), Paris Febr. 218,60 (—0,40), Chicago Mai
155,05 (*0,20), Roggen: Berlin Mai 194,50 (—1).
Hafer: Berlin Mai 195 (*3,50). Futtergerſte cif.
Ham=
burg Febr. 154,75 (30,75), März 154 (*0,50), Mais
Mixed Febr.=März 134,50 (*0,50), Odeſſa ſchwim. 132
(—1), La Plata Mai=Juni 118 (*1) Mk.
Literariſches.
— So ſehr ſich auch die techniſchen Vorrichtungen
un=
ſerer Bühnen in den letzten Jahrzehnten vervollkommnet
haben, ſtehen wir hierin noch immer hinter anderen
Völ=
kern, ſo den Amerikanern, ja auch den Franzoſen, zurück,
welche die Schauluſt ihres Publikums mit geradezu
ſtau=
nenswerten Darbietungen befriedigen. Ueber dieſe
Mei=
ſterleiſtungen der Technik veröffentlicht das neueſte (12.)
Heft der illuſtrierten Zeitſchrift Moderne Kunſt (
Ver=
lag von Rich. Bong, Berlin W. 57. Preis des
Vierzehn=
tagshaftes 60 Pfg.) einen feſſelnden, vornehm
illuſtrier=
ten Aufſatz. Aus dem übrigen Inhalt dieſer Nummer
ſeien noch beſonders die beiden mit künſtleriſchem
Bilder=
material ausgeſtatteten Artikel „Vom Mulus zum J. a.
C. B.” und „Pinſel und Palette im Elſaß” hervorgehoben.
Der Roman „Unſichtbare Bande” von Serafine Détſchy
behält die ſtarke Spannung, mit der er eingeſetzt hat, bei,
ja, er ſteigert ſie noch ſogar; und die Erinnerungen der
Soubrette Gräfin Ilka Kinsky=Palmay berichten auf
friſche Art von einem romantiſchen Leben voller
Aben=
teuer. Aus dem Zickzack dieſes glänzend ausgeſtatteten
Heftes heben wir beſonders die Aufſätze über Max
Reinhardts Mirakel und „Krankes Zinn” hervor. An ſie
ſchließen ſich hier ſowie in der Beilage feſſelnde illuſtrierte
Artikel über originelle und neue Begebenheiten des
Ge=
ſellſchafts=, Kunſt= und Sportlebens.
Was tun wir zur Abwehr uns überſchwemmenden
feindlichen Kundſchafter? Wie begegnen wir den
Fol=
gen? Die kompetenteſte Auskunft darüber gibt O. von
Gottberg, der langjährige Kriegsberichterſtatter und
glänzende Journaliſt, in ſeinem in Nr. 7 der
Gartenlaube erſchienenen Artikel „Spionage”,
der von höchſtem Intereſſe für Leſer aller
Kreiſe ſein wird, weil ein bisher in geheimnisvolles
Dunkel gehülltes Gebiet darin mit der Klarheit
verblüf=
fender Sachkenntnis beleuchtet wird. Der Autor gewährt
dem Leſer dort einen Einblick in das komplizierte und
gefährliche Getriebe eines in größtem Stil, mit
ungeheu=
ren Mitteln und einem ganzen Heer von offiziellen und
inoffiziellen Angeſtellten und Agenten arbeitenden
aus=
ländiſchen Nachrichtendienſtes.
John Conſtable. Eine Selbſtbiographie aus
Briefen, Tagebuchblättern, Aphorismen und Vorträgen.
Im Engliſchen zuſammengeſtellt von C. R. Leslie.
Ge=
meinſam mit E. Müller=Röder überſetzt und
herausgege=
ben von Arthur Rößler. Mit zwei Bildniſſen Conſtables
von Gardiner und Leslie. Preis kartoniert 8.50 Mark.
Verlag von Paul Caſſirer, Berlin W. 10. Die
vorlie=
gende Ueberſetzung wurde nach der zweiten, weſentlich
vermehrten Auflage des von der Chiswick=Preſſe 1845
ge=
druckten Originales, von zwei bewährten Fachleuten
ge=
macht. Sie gibt John Conſtables eigenhändige
Nieder=
ſchriften getreu wieder. Das vorliegende Buch gibt in
verdichteter Form authentiſchen Bericht über das
menſch=
liche Weſen des großen engliſchen Bahnbrechers der
mo=
dernen Landſchaftsmalerei, über ſein Denken und
Füh=
len, ſeine Schickſale, ſeine Arbeiten und ſeine
künſtleriſch=
prinzipiellen Anſchauungen.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. Februar: Dem Kaufmann
Jo=
hannes Syré, Heinrichſtraße 70, ein S. Johannes.
Dem Hausburſchen Adam Schäfer, Langegaſſe 6, ein
S. Georg und eine T. Margarete. Am 22.: dem
Fabrik=
arbeiter Peter Hartmann, Pankratiusſtraße 12, ein S.
Johann Adam. Am 20.: dem Sergeant im Leibgarde=
Infanterie=Regiment Nr. 115 Phil. Pieh, ein S.
Wil=
helm Heinrich. Dem Kaufmann=Georg Spilger,
Parcusſtraße 10, ein S. Karl Georg. Am 21.: dem
Vizefeldwebel und Zahlmeiſteraſpirant im Leibgarde=
Infanterie=Regiment Nr. 115 Berthold Bang,
Rhön=
ring 111, eine T. Charlotte Karoline Marie. Am 23.:
dem Mechaniker Leonhard Wöber, Riedeſelſtraße 46,
ein S. Heinrich. Am 25.: dem Schloſſer Valentin
Da=
niel, Gardiſtenſtraße 3, ein S. Valentin. Am 20.: dem
Schuhmachermeiſter Jakob Eidemüller,
Wieners=
ſtraße 49, ein S. Franz Jakob. Am 25.: dem Kürſchner
Karl Kaspar, Alexandraweg 25, eine T. Auguſte
Ka=
roline. Am 24.: dem Bierbrauer Joſeph Fiſch,
Feld=
bergſtraße 70, eine T. Frieda. Dem Maſchinenſchloſſer
Cornelius Hörner, Rößlerſtraße 83, eine T.
Marga=
rete Joſephine Karoline.
Aufgebotene. Am 23. Februar: Spengler und
In=
ſtallateur Jakob Auguſt Beſt, Offenbach a. M., mit
Chriſtine Grünheit, Offenbach a. M. Bäcker Phil.
Schwinn, Obergaſſe 42, mit Dienſtbote Katharina
Wacker, Grafenſtraße 45. Bankbeamter Heinrich
Kon=
ſtantin Balzer, Sandſtraße 32, mit Helena
Bier=
baum, Kaſinoſtraße 18. Am 24.: Poſtaſſiſtent Karl
Fauſt, Hannover, mit Margaretha Eva Rieth,
Mainz. Am 26.: Taglöhner Johann Spahn,
Dietes=
heim, mit Dienſtmädchen Eliſabeth Wagner,
Offen=
bach a. M. Maurer Jakob Ludwig Hardt IV
Kelſterbach, mit Büglerin Juliane Röſſinger,
Kelſter=
bach. Elektromonteur Karl Joſeph Gutfreund,
Hohler Weg 70, mit Schneiderin Anna Marie Eliſabethe
Henkelmann, Neue Ireneſtraße 16. Wagner Otto.
Geiger, Moosbergſtraße 74, mit Eliſabethe Kröh,
Erbacherſtraße 59.
Eheſchließungen. Am 21. Februar: Kaufmann
Jo=
hannes Senger mit Eliſabeth Geyer, beide hier.
Am 22.: Gaſtwirt Adam Bertſch mit Köchin Lina
Scheer, beide in Mörlenbach. Am 24.: Faktor Joſeph
Roth in Tauberbiſchofsheim mit Emma Noll, hier.
Schloſſer Georg Fecher, hier. mit Anna
Wein=
meyer in Külsheim. Bankbeamter Edmund Palm
mit Anna. Kiefer, beide hier.
Geſtorbene. Am 23. Februar: Karl Stauder,
S, des Fabrikarbeiters, 10 Mte., ev.,
Schloßgarten=
platz 2. Barbara Böhm, geb. Hofmann, Ehefrau des
Steinbruchmeiſters, 31 J., ev., Groß=Bieberau. Am 24.:
Kurt Schlippe, S. des Augenarztes, Dr., 27 Tage,
Friedrichſtraße 34. Am 25.: Schuldiener i. P. Johann
Heinrich Chriſtian Haße, 67 J., ev.,
Pankratius=
ſtraße 22. Karoline Nolde, geb. Neſter, Ehefrau des
Schreinermeiſters, 56 J., ev., Bensheim. Hoflackierer
Georg Heinrich Theodor Jordan, 61 J., ev.,
Bleich=
ſtraße 15. Geflügelſchlächter Anton Göbel, 52 J., kath.,
Wendelſtadtſtraße 49. Am 24.: Margarete Berner,
geb. Thomas, Ehefrau, 37 J., ev., Erzhauſen. Am 26.:
Spengler Heinrich Reitz, 53 J., ev.,
Heinheimer=
ſtraße 18. Am 24.: Margareta Lorz, geb. Wörner,
Ehefrau des Landwirts, 45 J., ev., Rodau.
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Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Taſchentuch, gez. K. M. 1 halbkugelförmiger
Aſchenbecher. 1 grauer Knaben=Umhang. 1 weißes
Metallketten=
armband mit einer Kugel als Anhänger. 1 kl. ſchwarzer Damen=
Pelz. 1 Regenſchirm mit bunter Borde. 1 Maſchin enölkännchen mit
Etut. 1 kl. braunes Portemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 grünes
Mäppchen mit Zeichenutenſilien. 1 holländ. Maskenhäubchen. (4815
Zentraluhren=Regulierungsanlage in der Stadt Darmſtadt.
Die ſtädtiſche Zentraluhren=Regulierungsanlage bezweckt,
dit=
an ſie angeſchloſſenen Uhren (Außenuhren und Zimmeruhren) in Zei‟
abſchnitten von je 6 Stunden nach der Normalzeit der Berliner
Sternwarte zu richten.
Die Anſchlußbedingungen ſind auf dem Büro des ſtädt.
Elektrizi=
tätswerks, Luiſenſtraße 22, zu erhalten. Hier werden auch Anträge auf
Herſtellung von Anſchlüſſen entgegengenommen und Auskünfte erteilt.
Zur Zeit ſind die Uhren folgender öffentlicher Gebäude
ange=
ſchloſſen:
1. Stadthaus,
2. Rathaus,
3. Städt. Gebäude, Ecke Eliſabethen=
und Grafenſtraße,
4. Neues Gaswerk, Frankfurterſtr.,
5. Pfründnerhaus,
6. Schlachthof,
7. Wagenhalle der elektr
Straßen=
bahn am Böllenfalltor,
8. Knabenmittelſchule, Friedrichſtr.,
9. Mädchenmittelſch., Viktoriaſtr.
10. Schule am Ballonplatz,
11. Johanneskirche,
12. Martinskirche,
13. Kirche des Eliſabethenſtifts,
14. Katholiſche Kirche,
15. Beſſungerkirche,
16. Pauluskirche,
17. Schule in der Emilſtraße,
18. Hallenſchwimmbad.
Städtiſche Elektrizitätswerksverwaltung Darmſtadt.
Meyer.
(4864a
Oeffentliche Impfung.
Mittwoch, den 21. Februar und die folgenden Mittwoche,
ſolange Bedürfnis, von nachmittags 3 Uhr ab unentgeltliche
Impf=
termine im Schulhaus in der Rundeturmſtraße für im Vorjahr
impfpflichtige, bis jetzt noch nicht geimpfte Kinder.
Angeordnete Wiederimpfungen werden in dieſen Terminen
ebenfalls vorgenommen.
Nachſchau jeweils 8 Tage ſpäter, bei Meidung der
geſetz=
lichen Strafe.
Nachſtehende Verhaltungsvorſchriften werden zur Beachtung
bekannt gegeben.
1. Aus einem Hauſe, in welchem anſteckende Krankheiten, wie
Scharlach, Maſern, Diphtherie, Krup, Keuchhuſten,
Fleck=
typhus, roſenartige Entzündungen oder die natürlichen Pocken
herrſchen, dürfen die Impflinge zum allgemeinen Termine
nicht gebracht werden.
2. Die Eltern des Impflings oder deren Vertreter haben dem
Impfarzte vor der Ausführung der Impfung über frühere
oder noch beſtehende Krankheiten des Kindes Mitteilung
zu machen.
3. Die Kinder müſſen zum Impftermin mit rein gewaſchenem
Körper und mit reinen Kleidern gebracht werden.
Darmſtadt, den 17. Februar 1912.
(4280a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
I. V.: Schmitt.
Verdingung von Steinkohlenbriketts.
Am 13. März 1912, vormittags 9 Uhr, wird im
Geſchäfts=
zimmer des Proviantamts Darmſtadt, Eſchollbrückerſtraße Nr. 25, der
Bedarf an Steinkohlenbriketts von 100 t für die hieſige
Garniſon=
bäckerei für das Rechnungsjahr 1912 verdungen.
Die Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäftszimmer aus und
können in den Dienſtſtunden vormittags von 8 bis nachmittags 6 Uhr
eingeſehen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote ſind im Geſchäftszimmer
vor Beginn des Termins, mit der Aufſchrift „Angebot auf die
Liefe=
rung von Steinkohlenbriketts” verſehen. abzugeben.
(4807ms
Proviantamt Darmſtadt.
Hen-Verkauf.
Montag, den 4. März, vormittags 9 Uhr,
wird in Darmſtadt, im Fürſtenſaal, Grafenſtraße 18, folgendes
ſelbſtgewonnene la Heu aus nachbenannten Wildſcheuern des
Kranich=
ſteiner Park losweiſe zu alsbaldiger Abfuhr verkauft:
Tannacker (Forſtwart Klipſtein=Bayerseich, Poſt Egelsbach etwa 60 Ztr.
Brunnershegſtück (Forſtwart Bayerer=Krauſe Buche, Poſt
Egelsbach) .
60
Kleeneck (Forſtwart Lang=Meſſel)
„ 50 „
Stockſchlag (Förſter Löſch=Kalkofen, Poſt Darmſtadt
70 „
Fichtengarten (derſelbe)
60
Hengſtriedlache (Forſtwart Karn=Kranichſtein, Poſt
Darmſtadt)
30
10.
Aſpenſchlag (Förſter Vöglin=Einſiedel, Poſt Darmſtadt
Das Heu iſt unter Vermittelung der genannten Forſtwarte
(4856
vorher einzuſehen.
Darmſtadt, den 27. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
Holz=verkeigerung.
Donnerstag, 7. März I. J., von vorm. 9 Uhr an,
werden in dem oberen Lokale der Turnhalle dahier (Woogsplatz 5)
aus verſchiedenen Abteilungen von Domanialwalddiſtrikt Beſſunger
Forſthaus (Abzählungsnummer 369— 848) verſteigert:
Scheiter rm: 167 Buchen, 10 Hainbuchen, 1 Eſchen, 145 Eichen,
10 Birken, 4 Erlen, 36 Kiefern, 3 Lärchen; Knüppel rm:
101 Buchen, 7 Hainbuchen, 2 Eſchen, 83 Eichen, 5 Birken,
9 Erlen, 2 Aſpen, 18 Kiefern, 4 Lärchen, 1 Fichten; Reiſig
Wellen: 2730 Buchen, 10 Eſchen, 20 Aſpen, 1550 Eichen,
125 Birken, 140 Erlen, 45 Aſpen, 970 Kiefern, 140 Lärchen,
130 Fichten; Stöcke rm: 32 Buchen, 47 Eichen, 1 Erlen,
15 Kiefern.
Kaufliebhaber werden erſucht, das Holz vor der Verſteigerung
einzuſehen. Der Großh. Forſtwart Kolb zu Beſſunger Forſthaus iſt
beauftragt, dasſelbe auf Verlangen vorzuzeigen.
(4866mi
Darmſtadt, 26. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Brennholz-Verſteigerung.
Montag, den 4. März 1912, vormittags von
9 Uhr anfangend,
werden auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt aus Diſtrikt Malcher=
Tanne
2 rm Buchen=Scheit,
323 rm Kiefern=Scheit,
„=Knüppel,
474 „ „ =Knüppel,
=Stock,
=Stock,
137
50 Stück Buchen=Wellen,
3000 Stück Kiefern=Wellen,
(4708im
an die Meiſtbietenden verſteigert.
Pfungſtadt, den 24. Februar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Schulgeld-Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Realgymnaſium und deſſen
Vor=
ſchule, die Großh. Ludwigs=
Oberrealſchulen, die Großh.
Liebigs=Oberrealſchule, die
Vor=
ſchule der Großh. Gy mnaſien,
die Viktoriaſchule, das
Lehrer=
innen=Seminar, die
Eleonoren=
ſchule und die Mit telſchulen für
das I. Kalender=Vierteljahr
1912 iſt, bei Meidung der
Mah=
nung, bis Ende Ifd. Mts. an
den Werktagen, vormittags von
8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
ent=
richten.
(3918a
Darmſtadt, 12. Februar 1912.
Die Stadtkaſſe.
I. V.: Hahn.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 13. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Steinmetzmeiſter Jakob
Weicker Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 949¾/10 304//10 Hofreite
Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden.
(K6/12
Darmſtadt, 29. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
(V2855
Müller.
Bekanntmachung.
In unſerm Handelsregiſter A
wurde heute bei der Firma
Ge=
brüder Heléne in Pfungſtadt fol
gendes eingetragen:
Der Geſellſchafter Julius Heléne
iſt ausgeſchieden und iſt die offene
Geſellſchaft aufgelöſt. Philipp
Heléne in Pfungſtadt hat Aktiven
und Paſſiven übernommen und
betreibt das Geſchäft unter der
ſeitherigen Firma als Einzelkauf
mann weiter.
(4868
Darmſtadt, 23. Februar 1912.
Großh. Amtsgericht II.
Bekanntmachung.
Die am 22. ds. Mts. abgehaltene
Holzverſteigerung iſt genehmigt.
Vom 7. k. Mts. an können die
Abfuhrſcheine bei den fraglichen
Hebeſtellen in Empfang
genom=
men werden. Die Ueberweiſung
des Holzes wird an dem gleichen
Tage durch den Großh. Forſtwart
Klipſtein zu Forſthaus
Böllen=
falltor ſtattfinden.
(4797
Darmſtadt, 26. Februar 1912.
Großh. Oberförſterei Beſſungen.
Heinemann.
Bekanntmachung.
Die am 23. ds. Mts, im
hieſi=
gen Gemeindewald abgehaltene
Holzverſteigerung iſt genehmigt.
Die Abfuhrſcheine können vom
1. des nächſten Monats an bei
dem Gemeindeeinnehmer dahier in
Empfang genommen werden.
Erſter Abfuhrtag Freitag, den
1. März ds. Js.
(4857
Gundernhauſen, 26. Februar1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei
Gundernhauſen.
Schütz.
Autz= u. Brennholz=Verſteigerung Nr. 14.
(Stadtwald.)
Freitag, den 1. März l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier, aus der Forſtwartei
Beſſunger Laubwald (Förſter Lehr) verſteigert:
I. Nutzholz: aus den Abteilungen 5 (Stellkopf), 18 (Ständige Weide),
24 (Vorderwieſenſchlag) und aus verſchiedenen
Abtei=
lungen (Abz. Nr. 486—1424).
1. Stämme:
Eichen II. Kl. 1 Stck. — 1,32fm
„ III. „ 3 „ — 3,01 „
„ IV. „ 20 „ — 10,07 „
V. „10 „ — 3,57 „
VI. „ 2 „ — 0,49 „
Eſchen IV. „ 1 „ — 0,73 „
2. Derbſtangen:
Eichen I. Kl. 10 Stck. — 0,55 fm
Eſchen I. „ 2
— 0,11
Eſchen V. Kl. 8 Stck. — 2,90 fm
VI. „ 32 „ — 5.57 „
Buchen III. „ 5 „ — 3,50 „
IV. „ 2 „ - 1,11 „
Lärchen V. „ 19 „ — 6,78 „
Fichten V. „ 17
5,91 „
Fichten I. Kl. 17 Stck. — 1,51 fm
— 1,56 „
. „ 42
3. Reisſtangen: Fichten II. Kl. 25 Stck. = 0,16 fm
II. Brennholz: aus der Abteilung 18 (Ständige Weide), ſowie das
Dürr= und Windfallholz aus verſchiedenen
Abtei=
lungen (Abz. Nr. 1022 bis 1260).
Scheiter:
Buche — 5 rm, Eiche — 4 rm, Kiefer — 122 rm
Knüppel:
35
— 199 „
Reiſigknüppel: Eiche — 1 Kiefer = 42 rm
Stöcke:
Kiefer — 32 rm (fein), Fichte = 3 rm (grob).
Unterſtrichene Nummern werden nicht ausgeboten. Weitere
Verſteigerungen finden im Beſſunger Laubwald nicht mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 21. Februar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
(4482fm
Stammholz-Verſteigerung.
Donnerstag, den 29. Februar, vorm. 9½ Uhr
anfangend, ſollen im Eberſtädter Gemeindewald, Diſtrikt
Klings=
ackertanne
150 Kiefernſtämme von 4—16 m Länge und 19—52 cm
Durch=
meſſer, ſowie
675 Bohnenſtangen (Reisſtangen)
öffentlich meiſtbietend verſteigert werden.
Es wird bemerkt, daß die Zuſammenkunft bei der
Stammholz=
verſteigerung am Beckerweg am Eingang des Waldes und bei der
Verſteigerung der Bohnenſtangen vormittags um 12 Uhr am
Ueber=
gang der Schlangenſchneiſe und Main=Neckar=Bahn iſt.
Eberſtadt, den 21. Februar 1912.
(4661oim
Großherzogliche Bürgermeiſterei Eberſtadt.
Schäfer.
Heſſiſcher Diakonie=Verein zu Darmſtadt.
Kindergärtnerinnen=Heminar in Darmſtadt zur
Aus=
bildung von Fröbel’ſchen Erzieherinnen, Kinder=
. gärtnerinnen und Kindergartenleiterinnen.
Dauer des Kurſus 1½—2 Jahre.
Ber neue Kurſus beginnt am 15. April 1912.
Proſpekte und genauere Auskunft durch die Leiterin des
Se=
minars, Frl. E. Klenner, Eichbergſtraße 26, und die Geſchäftsſtelle
des Vereins: Pfarrer Schneider, Beſſungerſtraße 111, Fernſpr. 681,
ſowie durch Herrn Dekan Zaubitz, Bensheim a. d. B., und Herrn
Pfarrer Rückert, Darmſtadt.
(4312msm
Ausbildungs=Kurſus
für Geschäftsleute, Beamte, Studenten usw.
in Vortrag und Redekunst.
Derſelbe umfaßt: Schönheit der Ausſprache, Atem,
Grund=
ton beim Reden, Körperſtellung und Haltung. Angſt uſw. ſchwin=
(3506a
den gänzlich.
Dir. F. Baum, Bismarckstr. 48.
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Inhalt: D. Dr. Wilhelm Diehl: Zur Lebensgeſchichte Friedrich Chriſtian
Laukhards. — Dr. Karl Eſſelborn: Johann Jacob Mendel. — Dr. Karl
Knetſch: Ein Gang über die Marburger Friedhöfe (mit Abbildungen). —
Pfarrer Otto Ausfeld: Stammtafel der altheſſiſchen Pfarrersfamilie
Schröder. — Kleinere Mitteilungen: Profeſſor Karl Henkelmann: Die
Mutter des Waldes. — Pfarrer Hermann Knott: Geſchichte der Familie
Schenck. — Bücherſchau. — Aus Zeitſchriften. — Umfragen.
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den Körper widerstandsfähig. Dies trifft nicht nur
bei Erwachsenen zu, sondern auch bei Kindern vor
Schulbeginn. „Van Houtens Cacao” sollte jede
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sorgliche Mutter morgens statt Kaffee oder Tee reichen.
„Van Houtens Cacao” zeichnet sich nicht allein durch Reinheit,
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Dora Plattner.
Roman von Ernſt Clauſen.
(Nachdruck verboten.)
18)
Lührſen blickte eine Weile ſinnend zu Boden, und
Dänhardt zog an ſeiner Zigarre und ſagte ſchließlich:
Na, ſchieß los!
Hältſt Du es für richtig, daß wir, meine Frau und
ich, ſo getrennt leben ohne geſetzliche Scheidung?
Das war nun eine Frage, wie Dänhardt ſie gar
nicht liebte. Weshalb fragte ihn Lühreſn, und weshalb
hatte Lührſen hieran bis jetzt nicht gedacht? Ihm war
es, als ob ſeine Freundſchaft merklich kühler würde.
Eine kitzliche Frage für einen Junggeſellen!
So=
lange keines von beiden Grund hat, ſich nach geſetzlicher
Scheidung zu ſehnen, iſt es ziemlich belanglos.
Ach ſo? Daran hatte ich weniger gedacht. Dieſe
Tage ſind zu fürchterlich. Das iſt ungeſund, unehrlich,
perlogen, dies ganze Verhältnis zwiſchen mir und ihr.
Sag mal, Lührſen, iſt es denn ganz unmöglich —?
Was? Du denkſt doch nicht —! Unmöglich
aller=
dings!
Und doch wäre es gut, Lührſen!
Ah, machen wir doch keine Redensarten! Ich kenne
Lilli. Was früher ein Riß war, wurde eine Kluft, über
die keine Brücken mehr führen.
Das kann ich natürlich nicht wiſſen, aber eines
mußt Du Dir klarmachen: Wenn nun Dora Plattner
mal heiraten wollte? Was dann?
De brehte ſch Pitrſen uns um und ech hir eſtant
an. Wie kommſt Du darauf?
Es wäre doch möglich. Dann ſäßeſt Du hier wieder
allein.
Lührſen ſah ihn lange erſtaunt an, dann wurde ſein
Blick unſicher und er wandte Dänhardt den Rücken. Die
Fragen Dänhardts hatten ihn getroffen, plötzlich eine
Dunkelheit in ihm erhellt. Dieſer gereifte Mann fühlte,
daß ihm die Röte ins Geſicht ſtieg, und er wußte zugleich,
daß Dänhardt ihn ſcharf beobachtete.
Das iſt ganz einerlei. Solange ſie nicht fort will
von hier, gehört ihr der Platz. Sie hat hier wahrlich
genug getan, daß es eine Sünde wäre, ſie zu
veran=
laſſen, Platz zu machen, nur weil es einer — einer
an=
dern einfällt —
Nun, meinte Dänhardt, der klarer in Lührſens
Her=
zen las als dieſer ſelbſt. Dora Plattner wäre die erſte,
die hier den Platz räumen würde.
So! Und woher weißt Du das? Da bin ich gut
für, daß hier keine Ungerechtigkeit geſchieht. Nein, ich
weiß, was ich will!
Da lachte Dänhardt ſarkaſtiſch auf. Wenn Du das
weißt, weshalb fragſt Du mich denn?
Du haſt recht. Einerlei, ich bin Dir dankbar. Man
plagt ſich innerlich und iſt froh, wenn man einen
einen —
Du meinſt, wenn man einen Statiſten findet!
Damit ging Dänhardt hinaus.
Als er dann die Birkenallee hinunterging, war es
int ae eine ſchn nendſtes e birter uen e
manche ſchwere Probe geſtellt werden. Aber er wußte
doch nicht, in welcher Gemütsverfaſſung Lührſen zu
ick=
geblieben war. Den ſtarken Mann hatte es ſchwer
ge=
troffen, nämlich die plötzliche Erkenntnis, daß er ſich=
Dora Plattner nicht mehr aus ſeinem Leben wegdenken
könnte. Nebenan hörte er Lilli mit dem Kinde
plau=
dern. Wie war das nur alles ſo gekommen? Wie ſtark,
frei und ruhig ſtand er bisher Lilli doch gegenüber,
gerade, weil er ſich ihr gegenüber ganz frei gefühlt hatte
vor irgend welcher Schuld, auch nur Gedankenſchuld. Und
wenn Lilli jetzt vor ihn hintrat und ſagte: Du liebſt ja
eine andere! was ſollte er antworten als ehrlicher Mann?
Und ehrlich war Lührſen.
Die Worte Dänhardts hatten alles in ihm klar
ge=
macht. Es war wohl in ihm geweſen, aber er hatte
tat=
ſächlich nicht gewußt, wie er mit Dora zuſammengewachſen
war, anſcheinend nur in Kameradſchaft. Wenn ihm hin und
wieder der Gedanke früher kam, was ihm dieſe Dora
be=
deutete, dann hatte er ſich ſelbſt ausgelacht. Für ihn waren
die Zeiten ja doch vorbei, wo man noch Leidenſchaften fühlt.
Er war ſich ſelbſt ſo alt vorgehommen, trotzdem er erſt in
der Mitte der Dreißiger ſtand. Lührſen litt furchtbar unter
dieſem Bewußtſein. Es nahm ihm den Stolz, den nun war
er innerlich unfrei. Seine Stellung zu Lilli war plötzlich
eine ganz andere geworden.
Als ihm Dora dann mitteilte, daß ſie gern abends zu
ihren Geſchwiſtern gehen wolle, um ſich dort ausruhen zu
können, weil ſie fühlte, daß ſie dies nötig hätte, antwortete
Nummer 50.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 13.
er mnr: Wam St dasſan Hähnein Dars, ſchfters
ſündlicht
Doch als ſie hinausgehen wollte, eilte er ihr nach und
hielt ſie vor der Tür zurück. „Fräulein Dora, Sie kommen
doch wieder, bald, wenigſtens tagsüber?”
„Gewiß, das will ich tun, Herr Lührſen.”
Am Nachmitag ließ er die Braunen anſpannen und
fuhr weit über Land. Auf den Chauſſeen war jetzt überall
Bahn, ſodaß Peter, der Wallach, keinen Grund zum
Räſo=
nieren fand. Und als es nach Tottenſen zuging, wurde er
ganz fidel, denn dort war er als Füllen aufgezogen, und es
machte ihm Spaß, die Gegend mal wieder zu ſehen. Das
waren noch ſchöne Zeiten geweſen damals, als er im
Som=
mer auf der Weide herumbummelte! In den Dörfern, die
Lührſen durchquerte, in den Einzelgehöften, die oft von den
Dörfern weit ab nach norddeutſcher Art für ſich allein lagen,
weil dieſe Menſchen Ellenbogenfreiheit nach allen Seiten
liebten und vom Nachbar nicht mehr ſehen wollten, als ein
Menſch vom andern zu ſehen nötig hat, überall erſchienen
Geſichter hinter den Fenſterſcheiben, und über den quer
ge=
teilten Haustüren lehnten die Bauern und grüßten höflich,
wenn Lührſens Schlitten vorbeiklingelte.
Sie hielten viel von ihm, weil er nicht viel anders
lebte als ſie. Zudem hat er unter den Bauern gewirkt für
beſſere Wirtſchaftsmethoden. Daß er ein Mann war, der
nicht viel Worte machte und leicht grob wurde, nahmen ſie
ihm nicht übel, denn es war ihre Art, und ſie wußten, wie
es gemeint war. Als einmal ein Bauer nach einer
Ver=
ſammlung ſagte: „Grob iſt er, aber er iſt freundlich und
gut!” traf das genau, was die meiſten dachten und wie ein
Bauer die Menſchen beurteilt, der auf die Sache und
Ge=
ſinnung ſieht und nicht auf die Form allein, wie ſich der
Wille äußert.
ſnden er dait den Riehandel in Teinſen
es=
ledigt hate, lenkte er auf die Straße, die geradeaus durch
die Heide auf Bütfeld zuging. Er ließ die Pferde läſſig
gehen und ſaß in Gedanken. An die zwei Wegſtunden war
es vom letzten Hauſe in Tottenſen bis zum erſten Hauſe in
Bütfeld. Wunderſchön war es dort oben auf der Höhe.
Die Pferde ſtanden von ſelbſt ſtill, um etwas zu
ver=
ſchnaufen. Rechts von ihm hoben ſich, hochragend, die
ſo=
genannten Hünenſteine zwiſchen Wacholder aus dem Schnee.
Wie alt ſie wohl waren? Wie lange Jahrtauſende
ver=
gangen, ſeit ſie, wie man glaubte, von den Händen finniſcher
Horden errichtet wurden, über die dann die helläugigen
Nordländer kamen als Herrenvolk, deren Blut doch noch
ſtark im norddeutſchen Bauer pulſierte. War doch ſein
Haus nur eine Nachbildung der mächtigen Planwagen, die
die Germanen auf den Zügen mit ſich führten, ein Dach
über alle, über Knecht, Magd, Vieh und alles, was ſein
iſt. Ja, er liebte dieſe Bauern. Starke, gerade denkende
Männer, ſtolz, mit ſteifen Rücken, Menſchen, die die
nütz=
lichen und vernünftigen Dinge ſcharf anpacken, die wiſſen,
was ſie wollen, die ſo zäh am Alten und Bewährten
hingen, weil es wahr blieb, die gern einzeln wohnten, die
durchaus Hannoveraner bleiben wollten und nicht
ver=
ſtanden, weshalb ſie anders empfinden ſollten. Sie wollten
ſich ſondern, das lag im Blut, wie ſich einer vom andern
ſonderte. Was ging ſie das allgemeine Leben an, wenn ihr
Sonderleben nur nicht geſtört wurde. Kurzſichtig nach
außen, aber weitſichtig nach innen, ſo waren ſie, und er,
Lührſen, verſtand ſie beſſer, je älter er wurde. Als junger
Menſch hatte er oft ihnen gezürnt. Nun wußte er, daß ſie
nicht aus ihrer norddeutſchen Haut herauskonnten, und daß
dies nicht ſchlecht war, was in der Haut ſteckte. Nun gehörte
er zu ihnen, mit Tugenden und Fehlern, genau, ja genau
wie — Dora Plattner!
Ereiß den Galulen die Köpſe in die Höher ,Vorwäriste=
Eine halbe Stunde lang durch ſtillen Föhrenwald, und
dann lag unter ihm die ganze Niederung, Bütfeld mit
ſeiner alten Kirche, rechts davon Boſtel, und rechts hiervon
ragten die dunkeln Eichen von Halligboſtel, und die
Birken=
allee zog ſich wie ein ſchnugerader ſchwarzer Strich an
den weißen Feldern hinauf. Als er an das Paſtorhaus
herankam und ſah, wie das Licht aus dem Wohnzimmer ſot
traulich quer über die Straße fiel, da konnte er nicht!
widerſtehen, ſondern hielt die Pferde an, machte beim
Wallach den Strang los und band die Lieſe an der
Eiſen=
ſtange feſt, die als Geländer neben den Steinſtufen zur
Haustür hinaufführte. Die Stufen waren ſehr ausgetreten,
denn das Pfarrhaus war alt. Hier war manche Ceneration!
deutſcher Paſtorenkinder die Stufen herauf und herab
ge=
ſprungen, und Lührſen dachte daran, wie er hier oft diel
beiden Blondköpfe Dora und Helene Plattner hatte auf den
Stufen ſitzen ſehen, im Sommer, wenn die Bienen ſummten
in der Linde vor dem Hauſe, und wie der Vater der Kinder,
der alte Paſtor, hier gern ſaß und ſeine lange Pfeife rauchte.
Als er, Gerdt Lührſen, noch zum Paſtor Plattner ging, der
ihm mensa, mensae beibrachte, da hatte er oft mit den
beiden kleinen Paſtorstöchtern allerhand Jux getrieben,
be=
ſonders mit der jüngeren Dora, die er imer gut leiden
konnte. Als Student mochte er ſich nicht abgeben mit ſo
kleinen Paſtorsmädchen, die noch in die Schule gingen,
und ſpäter, na, da lag viel dazwiſchen. Ueberm Dorfe
hörte er von der Station her den ſcharfen Pfiff einer
Loko=
motive und das Rollen eines Zuges. Der Wind kam von
dort herüber. Alſo war die Bahn wieder frei für den
Verkehr. Er atmete auf und ging ins Pfarrhaus.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
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Seite 20.
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Nummer 50₰
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Seite 21.
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Zweite Kammer der Stände.
5. Sitzung.
St. Darmſtadt, 27. Febr.
Am Regierungstiſch: Staatsminiſter Ewald Exz.,
Finanzminiſter Braun Exz., Miniſter des Innern
von Hombergk zu Vach Exz., Geheimeräte Dr.
Weber, Dr. Becker, Wilbrand, Geh.
Oberfinanz=
rat Dr. Rohde; ſpäter: Miniſterialrat Dr. Kratz.
Präſident Köhler eröffnet die Sitzung um 10.15
Uhr und erteilt vor Eintritt in die Tagesordnung das
Wort dem Herrn
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach Exz.:
Meine Herren! Der Abgeordnete Korell=Königſtädten
hat in der Sitzung vom 22. dieſes Monats im Laufe
ſeiner Ausführungen nach dem mir vorliegenden
unkor=
rigierten Stenogramm das Folgende geſagt: „Meine
Herren, ich darf hier auch einmal ausſprechen — es muß
das auch einmal ausgeſprochen werden — daß die
heu=
tige Praxis, kleine leiſtungsfähige elektriſche Werke zur
Verſorgung mit elektriſchem Licht in benachbarten
Ge=
meinden nicht zuzulaſſen, in weiten Kreiſen, und auch
in gutgearteten Kreiſen unſeres Volkes, den Verdacht
aufkommen läßt, als wäre hier bei der Errichtung des
Monopols der großen Geſellſchaften nicht allein und
nicht in erſter Linie das ſachliche Intereſſe maßgebend
ſondern ich habe es ſchon aus dem Munde von ſich den
Ordnungsparteien ſehr zurechnenden Männern gehört
(Lebhafte Zurufe und große Unruhe), daß man den
Verdacht nicht abwehren könne als ob
auch hier die Beteiligung gewiſſer
Her=
ren im Finanzminiſterium (?) und den
großen Aktiengeſellſchaften etwas mit von
Ausſchlag geweſen ſei. (Hört, hört! und große Unruhe.)
Meine Herren, ich möchte die Regierung auf dieſe — es
ſind nicht bloß Gerüchte, ſondern es ſind ganz beſtimmte
Dinge in der Provinz Starkenburg im Umlauf —, ich
möchte die Regierung hier pflichtmäßig darauf
aufmerk=
ſam gemacht haben. Es iſt nicht richtig — und ich ſchließe
mich da den Worten des Herrn Kollegen Lang an —,
daß man ein ſelbſtändiges kleines Elektrizitätswerk in
beſonderen Fällen von der Lieferung von Licht und Kraft
an eine benachbarte Gemeinde ausſchließt, wenn man
dieſem Betrieb all die Bedingungen auferlegt, die man
auch einer großen Geſellſchaft vorſchreibt.”
Die Worte „Herren im Finanzminiſterium” dürften
auf einen Hörfehler des Stenographen zurückzuführen
ſein. Denn nach der eigenen Erklärung des Abg. Korell
in der „Darmſt. Zeitung” hat er von „einflußreichen
Herren” geſprochen. Hätte er geſagt: „Herren im
Finanz=
miniſterium” würde ich dem Herrn Finanzminiſter nicht
vorgegriffen haben. Ich habe nämlich alsbald den Herrn
Abg. Korell erſucht, mir durch Namensnennung
Gelegen=
heit zu geben, der Sache auf den Grund zu gehen. Das
iſt geſchehen. Und ich habe nunmehr einwand=
frei feſtgeſtellt, daß die genannte
Per=
ſönlichkeit — denn um eine Perſon handelt es ſich
nach der mir gewordenen Mitteilung des Herrn
Abge=
ordneten, nicht um „einflußreiche Herren”, alſo eine
Mehrzahl von Perſonen, wie man nach der in der „D.
Ztg.” veröffentlichten Erklärung des Herrn Abg. Korell
annehmen ſollte, — bei keiner
Elektrizitäts=
geſellſchaft irgendwie finanziell betei
ligt iſt (Hört, hört!); ſie beſitzt insbeſondere
keine derartigen Aktien, noch hat ſie ſolche
jemals beſeſſen. (Hört, hört!)
Ich darf danach wohl erwarten, daß der Herr
Ab=
geordnete ſeinen Gewährsmännern von dieſen
Feſtſtel=
lungen Kenntnis gibt und er ſie in ihrem eigenen
In=
tereſſe vor der Weiterverbreitung derartiger
ver=
leumderiſcher Gerüchte recht
eindring=
lich warnt. (Beifall.)
Abg. Korell=Königſtädten: In meinem
Steno=
gramm haben die Worte „Herren im Finanzminiſterium”
nicht geſtanden. Ich habe ſie tatſächlich nicht gebraucht.
Zur Sache ſelbſt werde ich ſehr gerne der Pflicht
nach=
kommen, gleichwie ich es für meine Pflicht gehalten habe,
die Sache hier zur Sprache zu bringen, in den Kreiſen,
in denen dieſe Gerüchte kurſieren, die mir auch noch nach
der Kammerſitzung ſchriftlich und perſönlich beſtätigt
wurden, meinerſeits darauf aufmerkſam zu
machen, daß die Sache durchaus einwandfrei
aufgeklärt iſt und eine Weiterverbreitung der Gerüchte
ſich als Verleumdung darſtellt. Ich habe
übri=
gens ſofort dem Herrn Miniſter des Innern erklärt, daß
ich perſönlich auf einem anderen
Stand=
punkt ſtehe und nicht überall Intereſſen des
Privat=
kapitals wittere. Ich habe mich aber für verpflichtet
ge=
halten, die Gerüchte, die ſo beſtimmt auftraten, hier zur
Sprache zu bringen, und verwahre mich dagegen, daß
man mich deswegen in der Oeffentlichkeit angreift und
meine Ausführungen als Exempel eines prinzipiellen
Standpunktes hinſtellt. Ich werde auch weiterhin meine
Anſtände an der Stelle zur Sprache bringen, die ich für
die richtige halte.
Präſident Köhler verlieſt ein Schreiben des
Kam=
merſtenographen, der feſtſtellt, daß die Unſtimmigkeit in
dem Stenogramm darin begründet iſt, daß die
Ausfüh=
rungen des Abg. Korell von zwei Stenographen
aufgenommen wurden, daß aber wegen der
all=
gemeinen Unruhe und der großen Entfernung,
beide die fragliche Aeußerung verhörten und
darum der eine Stenograph die Worte offen ließ, der
andere „im Finanzminiſterium” geſchrieben hatte, dieſes
aber ſofort mit einem Fragezeichen als fraglich
bezeich=
nete. (Damit iſt auch wohl der Irrtum in dem Bericht
unſeres Referenten erklärt. D. Red.)
Die Sache iſt damit erledigt.
Das Haus tritt in die Tagesordnung ein und ſetzt
die Beratung des Hauptvoranſchlags fort.
Abg. Mokthan:
Mit den Einſchränkungen des Herrn Brauer könne er
ſich der Anſicht über die allgemeine Finanzlage
anſchlie=
ßen. Jahre lang habe man im Ungewiſſen über die
finanzielle Zukunft des Landes geſchwebt und der
Finanzminiſter war bald himmelhoch jauchzend, bald zu
Tode betrübt. Das kam daher, daß man den Etat auf
die ſchwankenden Einnahmen des Eiſenbahnfonds auf=
baute. Das war ein Fehler, nach Lage der Dinge aber
nicht zu ändern. Dem Abg. Dr. Oſann ſtimme er in
allem, was er über die mißlungenen
Sanierungsvor=
ſchläge des früheren Finanzminiſters Gnauth geſagt
habe, bei. Es ſei erfreulich, daß der gegenwärtige Etat
trotz der ſehr zurückgeſchraubten Steuererhöhung mit
einem Ueberſchuß abſchließe. Er ſei der Meinung, daß
auch Eiſenbahnſchulden zweckmäßig getilgt werden
müſ=
ſen; aber man ſolle das in gleich mäßiger Weiſe tun,
wie man die Steuern nur nach dem unbedingt
notwen=
digen Maße erhöhen ſoll. Die große Mehrheit der
Steuerzahler hat unter der allgemeinen wirtſchaftlichen
Lage ſehr zu leiden; beſonders die Winzer
Rheinheſ=
ſens, die trotz jahrzehntelanger Mißernten wacker ihren
ſchweren Pflichten nachgekommen ſind und deren Lage
auch durch die letzte gute Ernte nicht weſentlich gebeſſert
wurde. Dem Abg. Dr. Oſann ſtimme er gerne bei in
der Feſtellung, daß nicht mehr Rheinheſſen, ſondern
Starkenburg die wohlhabendſte Provinz iſt. Das
Ver=
hältnis hat ſich eben im Laufe der Jahre durch die vielen
Mißernten verſchoben, und er hoffe, daß die
Abgeord=
neten der anderen Provinzen die Konſequenzen daraus
ziehen und die für Rheinheſſen erbetene Unterſtützung
bewilligen. (Zuſtimmung. Heiterkeit.) Recht hatte der
Abg. Dr. Oſann auch inbezug auf die Notlage der kleinen
Beamten. Man darf ſich aber auch nicht der
Ueberzeug=
ung verſchließen, daß auch die höheren Beamten ſich
viel=
fach in einer Notlage befinden. Das iſt im weſentlichen
begründet durch den Zudrang zu akademiſchen Berufen
und der dadurch bedingten Ueberfüllung und ſchlechten
Anſtellungsmöglichkeit. Auch die Penſionen und die
Be=
züge der Witwen und Waiſen bedürfen dringend der
Regelung. Wenn er darum auch nicht ſo weit gehen
wolle, wie man in Oeſterreich geht, wo von ſelbſt mit
den ſteigenden Gehältern auch die Penſionen ſteigen, ſo
müſſen dieſe doch dringend erhöht werden. Er hätte
eigentlich gewünſcht, daß die Vorlage der
Beamtenbe=
ſoldung mit dem Etat gleichzeitig vorgelegt worden
wäre. Denn es handelt ſich um dauernde Ausgaben, die
dauernder Regelung harren. Auch darin ſtimme er dem
Abg. Dr. Oſann bei, daß die Steuerdefraudanten
her=
angezogen werden müſſen. Doch halte er die
vorgeſchla=
gene Beſtrafung nicht für ausreichend. Es empfehle ſich
vielleicht, auch für die unteren Steuerklaſſen die
Dekla=
rationspflicht einzuführen. Denn gerade in den oberen
Steuerklaſſen der noch nicht Deklarationspflichtigen
kom=
men vielfach Defraudationen vor.
Die Beſſerung der Finanzlage ſei zurückzuführen
auf die Beſſerung der Eiſenbahn=Einnahmen. Wenn
man nun aber in der Erſten Kammer ſagt, angeſichts
dieſer erhöhten Einahmen dürfe man an eine Reviſion
des Gemeinſchaftsvertrages nicht mehr denken, ſo ſei
das durchaus falſch. Von der Notwendigkeit der
Ver=
tragsreviſion ſei er nach wie vor feſt überzeugt. Dieſe
Frage ſei für Heſſen nicht allein eine pekuniäre, ſondern
ſie berühre das ganze Wirtſchaftsleben, denn Heſſens
ganze Bewegungsfreiheit ſei durch den Vertrag
be=
ſchränkt und dadurch ſeine durch den Verkehr bedingte
Aufſchwungsmöglichkeit. Das bleibe beſtehen auch bei
dem durch geſteigerten Betrieb für beide Staaten
er=
höhten Ueberſchuß. Uebrigens wolle er ja doch vorerſt
weiter nichts, als eine Enquete, die darlegen ſoll, ob wir
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Darmſtädter Tagblatt. Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
quete auch Geld koſtet, ſie iſt notwendig, damit man
end=
lich einmal klar ſehe. Wenn ſich ergeben ſollte, daß die
Reviſion nicht angängig iſt, dann werde man eben
dar=
auf verzichten; andernfalls werde ſich dann wohl auch
die Regierung der Notwendigkeit der Reviſion des
Ver=
trages nicht verſchließen.
Großes Intereſſe bringe ſeine Partei nach wie vor
der Vereinfachung der Staatsverwaltung entgegen. Doch
bitte er die Regierung, daß bei der Verlegung bezw.
Lostrennung von Gemeinden von ihren bisherigen
Ge=
richtsbezirken mehr Rückſicht auf die hiſtoriſchen
Verhält=
niſſe genommen werden. Ins Auge zu faſſen ſei noch
eine Erſparung an Schreibgehilfen, wenn auch die
Hin=
aufſetzung des Anſtellungsalters auf 35 Jahre nur unter
Uebergangsbeſtimmungen erfolgen ſollte. Mit Freuden
dürfe man das Blühen der Univerſität und der
Techni=
ſchen Hochſchule begrüßen und werde gern die Mittel
da=
für bewilligen. Auch für die Errichtung des
Kaufmän=
niſchen Erholungsheimes in Bad Salzhauſen darf man
der Regierung Dank ſagen und hoffen, daß dieſe ſoziale
Tat von Segen ſein werde. Inbezug auf die
Verſtaat=
lichung der Offenbacher Polizei tritt Redner dem
ſozial=
demokratiſchen Standpunkte entgegen. Es ſei auch
durch=
aus kein Novum. Der Staat habe ſogar die Pflicht, da,
wo die Städtiſche Polizei dem Publikum nicht die
Ge=
währ für den Schutz gibt, den es zu verlangen hat,
ein=
zugreifen, und das hat ſich in Offenbach erwieſen.
Der geſetzlichen Feſtlegung der Matrikularbeiträge
auf 80 Pfg. pro Kopf könne ſeine Partei nicht
zuſtim=
men. Abgeſehen davon, daß ja doch die Reichsfinanzen
ſich einmal beſſern könnten und dann eine Herabſetzung
der Matrikularbeiträge nicht möglich wäre, würde dieſe
geſetzliche Feſtlegung auf 80 Pfg. auch nicht erzieheriſch
auf die Einzelſtaaten wirken. Bisher waren die zu
er=
wartenden Matrikularbeiträge immer ein gutes Mittel
zur Erziehung zur Sparſamkeit. Redner beſpricht dann
die Reichsfinanzreform und nimmt die
Mehrheitspar=
teien des Reichstages in Schutz gegen die vielfachen
ſcharfen Angriffe der Sozialdemokraten.
(Die Sozialdemokraten, beſonders Abg. Ulrich,
machen fortgeſetzt Zwiſchenrufe wie: Jeſuitiſche
Unter=
ſtellungen!, Gemeinheit! uſw. In der allgemeinen
gro=
ßen Unruhe bleibt der Redner unverſtändlich. Präſident
Köhler ſchwingt mehrfach vergeblich die Glocke und
erſucht dann den Abg. Ulrich, die Zwiſchenrufe zu
unter=
laſſen.)
Redner wendet ſich dann weiter gegen die Angriffe,
die von der Linken gegen das Gemeindeumlagengeſetz
gerichtet wurden. Die Tendenz dieſes Geſetzes ſei
durch=
aus nicht die, den Reichen zu ſchützen, ſondern den
Min=
derbemittelten. Niemals hätte ſeine Partei dem Geſetz
zugeſtimmt, wenn ſeine Tendenz ſo wäre, wie die Linke
unterſtellt. Man werde mit der Zeit zu einer beſſeren
Würdigung des Geſetzes kommen. Endlich kommt der
Redner noch auf das „Motuproprio” zu ſprechen.
Nachdem der Miniſter des Innern einwandfrei
feſtge=
ſtellt, daß dieſes für uns keine Gültigkeit habe, habe wohl
kein Menſch mehr Anlaß, darüber hier zu ſprechen. Zum
Schluß ſeiner Ausführungen berührt Redner kurz die
von ſeiner Partei beantragte Reviſion der Ordensgeſetze,
deren Annahme er im Intereſſe des allgemeinen
religiö=
ſen Friedens erhofft. (Bravo!)
Abg. Henrich:
Redner ging nach kurzer Einleitung auf das
Ent=
ſtehen der Ueberſchüſſe und Reſerven im einzelnen ein
und zeigte, daß das Budget 1912 einen Ueberſchuß von
3 bis 4 Millionen Mark haben würde, wenn es nach
früheren Muſtern aufgeſtellt worden wäre. Es iſt aber
richtiger, daß man aus den Vorgängen von 1909 die
richtigen Lehren gezogen hat und nun Reſerven ſchafft.
Ob man dabei für den Anfang des Guten nicht zu viel
tut, iſt noch zu unterſuchen. Der Ueberſchuß von mehr
als zwei Millionen aus dem Jahre 1910 berechtigt zur
Frage, ob damals nicht zu viel Steuern bewilligt
wor=
den ſind. Dieſe Behauptung wäre richtig, wenn man
damals die Entwickelung hätte vorausſehen und von
keinen anderen finanzpolitiſchen Aufgaben gewußt hätte.
Man hat aber damals budgetgemäß nicht einmal das
Defizit gedeckt, ſondern über eine Million aus dem
Aus=
gleichfonds vorgeſehen und die weiteren Aufgaben der
Schuldentilgung und der Beſoldungsreviſion überhaupt
nicht berückſichtigt. Damals mußte man mit einer
groß=
zügigen Reform Ruhe ſchaffen, wozu eine geringere
Steuererhöhung gereicht hätte, als ſie die Regierung
gefordert hatte. Statt deſſen iſt alles in der Schwebe
geblieben; die allgemeine Beunruhigung iſt zwei Jahre
hindurch weitergegangen und ſchließlich geht es doch
nicht ohne weitere Steuern ab wenn man ernſtlich
ver=
ſtärkte Schuldentilgung und Beſoldungserhöhung will.
Nur wer das nicht will, der kann ſagen, daß 1910 zu viel
Steuern bewilligt wurden. Die Beunruhigung all die
Jahre her und die unausgeſetzten Erörterungen über die
Finanzlage Heſſens haben dem politiſchen und
finanziel=
len Kredit Heſſens ſehr geſchadet. (Sehr richtig!) Um
ſo nötiger iſt’s jetzt, endlich Ordnung und Ruhe zu
ſchaffen.
Bedauerlich iſt, daß bis heute noch kein
Finanzpro=
gramm der Regierung vorliegt, wie ſie dieſe Fragen zu
löſen gedenkt. Mit der Erklärung, in 1912 ſei keine
Steuererhöhung nötig, iſt nicht gedient, denn dann muß
die Steuererhöhung in 1913 kommen, wenn nicht
ge=
nügend neue Einnahmen erſchloſſen werden. Der
Bauernbund hat wiederholt erklärt, daß er einer
weite=
ren Steuerbelaſtung nicht zuſtimmt und daß er auch auf
die unſicheren Eiſenbahneinnahmen keine dauernden
Ausgaben bewilligen will. Da er keine ernſthaften
Deck=
ungsvorſchläge macht, würde er ehrlicher handeln, wenn
er ſagt, daß er keinen Weg für eine Beſoldungserhöhung
ſähe. Auch der Redner der Nationalliberalen ſcheint
von einer Steuererhöhung nichts wiſſen zu wollen, und
da ſeine Finanzvorſchläge ſehr im Dunkeln blieben, ſo
iſt nicht klar, wie er das Geld für die geforderten
Auf=
gaben beſchaffen will. Der Abg. Molthan ſei auf die
Steuerfrage nicht eingegangen. Es iſt zu befürchten,
daß die Regierung durch das Zurückhalten ihrer Pläne
ihrer Sache nicht genützt hat. Redner ſelbſt lehnt eine
Steuererhöhung nicht ohne weiteres ab; er iſt mängels
jeglicher Angaben über die Koſten und über die
Finanz=
pläne der Regierung nicht in der Lage, ein vollſtändiges
Finanzprogramm aufzuzeigen. Er will aber verſuchen,
einige Winke dazu zu geben. Zunächſt iſt da die
Schul=
dentilgung.
Ueber die Zweckmäßigkeit der Tilgungsſätze iſt bei
Beratung des Geſetzes zu reden, wobei auch feſtzuſtellen
iſt, ob die Behauptungen richtig ſind, daß die ſämtlichen
Erneuerungen und der latente Verſchleiß bei den
Eiſen=
bahnen aus den Betriebseinnahmen vor deren
Verteil=
ung gedeckt werden. Aber auch wenn man an dem von der
Regierung angeſtrebten Ziel, die Eiſenbahnſchulden in
71 Jahren und die übrigen Schulden in 51 Jahren zu
tilgen, feſthält, läßt ſich eine Entlaſtung des Budgets
für 1912 um rund 400000 Mark herbeiführen, wenn man
anſtatt der vorgeſchlagenen fallenden Tilgungsquote
eine gleichbleibende Annuität wählt. (Redner weiſt
das im einzelnen nach.) Weiter wird der
Ausgleichs=
fonds budgetmäßig mit 2 657000 Mk. dotiert, dazu kommt
der alte Ausgleichsfonds mit drei Millionen Mark, und
nebenher läuft ein Reſervefonds von über zwei Millionen.
Angeſichts dieſer doppelten Reſerven und mit Rückſicht
auf die Mitteilung des Finanzminiſters, daß die
Eiſen=
bahnüberſchüſſe für 1911 um weitere ¾ Mill. ſteigen werden,
als ſchon angegeben, iſt es zu verantworten, wenn man
dem Ausgleichsfonds zu den vorgeſehenen anderthalb
Millionen weitere 500—600000 Mark entnimmt. Auch
Herr Dr. Oſann ſcheint ja etwas ähnliches im Auge zu
haben, wenn er auf die höheren Einnahmen aus der
Eiſenbahngemeinſchaft verweiſt. Mit den erwähnten
400000 Mark aus einer anderen Geſtaltung der
Schul=
dentilgung und den 450000 Mark Ueberſchuß des
laufen=
den Budgets wären die anderthalb Millionen bereits
vorhandene dauernde Einnahmen. Dazu kommt das,
was die Regierung an neuen Einnahmen vorſchlägt,
oder was die Kammer aus anderen Quellen (Ausbau
der Steuergeſetze) zu bewilligen gedenkt.
Selbſtverſtändlich muß mit ſolchen Opfern auch dauernd
und gründlich abgeholfen werden. Ein Proviſorium,
wie ſolches angedeutet, daß nur eine allgemeine
Beſold=
ungserhöhung eintritt, ohne gleichzeitige Reviſion des
Gehaltstarifs, iſt bedenklich; es ſchafft keine Ruhe. Doch
iſt Redner bereit, jede Vorlage, die den Beamten
wirk=
liche Beſſerung bringt, mit dem feſten Vorſatz zu prüfen,
etwas Poſitives ſchaffen zu helfen, und zwar bald. Im
weiteren beſpricht er die Tätigkeit der
Vereinfachungs=
kommiſſion und weiſt darauf hin, daß eine Verbilligung
nur erreicht werde, wenn konſequent und rückſichtslos
die Arbeit und die Verantwortlichkeit auf der ganzen
Linie mehr von oben nach unten verſchoben werde. Der
Redner kritiſiert die ſcharfe Scheidung der verſchiedenen
Beamtenklaſſen und die dadurch bewirkte Unmöglichkeit
des Vorwärtskommens ſtrebſamer und leiſtungsfähiger
Beamten.
Auf die anderen Berufsſtände übergehend ,trat
Red=
ner für jede Förderung der Landwirtſchaft und der
Ge=
werbe in ihrem Betrieb und ihre Leiſtungen ein; auch
für Milderung der Schäden, die durch die Viehſeuchen
entſtehen. Nach einer Beſprechung weiterer
mittelſtän=
diſcher Fragen kam Redner noch einmal auf die
Elek=
trizitäts=Debatte vom Donnerstag zurück. Er
ſtellte dabei an der Hand der Bürgermeiſtereiakten feſt,
daß er damals kein Wort zu viel behauptet habe. Im
Gegenſatz zu der Behauptung des Herrn Baurat
Schö=
berl ſtand das Kreisamt Groß=Gerau ſchon erheblich
früher in Verhandlungen mit Elektrizitätsfirmen, als
die einzige mündliche Verhandlung mit den Vertretern
der Stadt Darmſtadt ſtattfand. Ohne weiteres zu
ver=
ſuchen oder abzuwaxten, lehnte das Kreisamt Groß=
Gerau alles weitere mit der Begründung ab, daß die
Gemeinden bei der Forderung der Stadt gerade ſo
un=
günſtig fahren wie bei eigener Zentrale (das heißt alſo
mit einer Geſellſchaft). Der Stadt Darmſtadt iſt
niemals angeboten worden, in den mit
der Schuckert=Geſellſchaft
abgeſchloſſe=
nen Vertrag einzutreten; das Kreisamt Groß=
Gerau hat vielmehr auf dringliches Erſuchen der Stadt
Darmſtadt um weitere Verhandlungen dieſer
anheim=
gegeben, ſie ſolle ſich umgehend zu beſtimmten
Beding=
ungen bereit erklären, die weſentlich
ungünſti=
ger waren, als ſie der Schuckert=
Geſell=
ſchaft zugeſtanden wurden. Zu den maßloſen
perſönlichen Angriffen auf ihn (Redner), ſei hiernach
nicht der geringſte Anlaß gegeben geweſen; zu ſeiner
Genugtuung habe der Abg. Dr. Oſann wenigſtens einen
Teil ſeiner Angriffe widerrufen und ſich ſpäter perſönlich
bei ihm (Redner) entſchuldigt.
Redner beſprach ſchließlich das Verhältnis zum
Reich, ſpeziell die Reichsfinanzreform. die
Matrikular=
beiträge, ſowie die abweichende Stellung einzelner
Bauernbündler in der Zweiten Kammer zur
Erbſchafts=
ſteuer und ging ſodann über zur Frage der Reviſion
des Eiſenbahnvertrages. Die Tatſache der
ge=
ſtiegenen Einnahmen iſt kein Grund, ſeine moraliſchen
Anſprüche aufzugeben. Gerade jetzt, wo auch Preußen
höhere Einnahmen hat, braucht man mit ſeinen
Forder=
ungen nicht zurückzuhalten. Es handelt ſich lediglich
darum, die finanziellen Grundlagen des Vertrages in
Uebereinſtimmung mit den veränderten Verhältniſſen zu
bringen. Die Tatſache des Vertragsabſchluſſes an ſich
wird nicht bemängelt. Es gibt keine ewigen Geſetze,
drum kanns auch keine ewigen Verträge geben. Weil
wir eine Ausdehnung der Gemeinſchaft wünſchen, darum
muß auch diejenige Vertragsform beſeitigt werden, die
andere Staaten abhält, beizutreten. Der Widerſpruch
im preußiſchen Abgeordnetenhauſe iſt nicht tragiſch zu
nehmen. Klar erwieſenes Recht ſetzt ſich durch. Auch
Preußen iſt auf Gefälligkeiten Heſſens angewieſen.
Jedenfalls hat Heſſen ein Recht, zu erfahren, was ſeine
Bahnen nach ihren jetzigen Leiſtungen im Rahmen des
Geſamtnetzes wert ſind. Hier liegt keine Parteiſache vor,
ſondern eine Landesſache, die alle Parteien gleichmäßig
berührt. Redner wird deshalb mit ſeinen Freunden
für den vom Zentrum wieder eingebrachten früheren
Antrag der Zweiten Kammer ſtimmen.
In ſeinen Schlußausführungen polemiſiert Redner
gegen die Angriffe von gegneriſcher Seite. Er wies
auf die enge Verbindung der Nationalliberalen mit
dem Bauernbund und dem Zentrum hin, die keine
libe=
ralen Fortſchritte in der Geſetzgebung erwarten laſſe.
Er hob hervor, daß ſeine Partei, im Gegenſatz zu dem
Bund der Landwirte, keine Klaſſenpartei ſei, ſondern
das Volk in ſeiner Geſamtheit umfaſſe und in ihm das
Recht des Individuums, das gleiche Recht aller im
Staate vertrete. Mit wahrer Volkspolitik, die alle
Volksgenoſſen in Recht und Geſetz gleich behandelt wiſſen
will, diene man dem Vaterlande am beſten. (Beifall.)
Zwei Ordnungsrufe.
Präſident Köhler: Nach dem mir jetzt
vorliegen=
den Stenogramm hat der Abg. Ulrich vorhin während
ſeiner Zwiſchenrufe bei der Rede des Abg. Molthan
u. a. geſagt: „Wer hat Ihnen denn das ſuggeriert?
Wohl die Mutter Maria!” (Pfuirufe.) Darauf hat der
Abg. v. Brentano gerufen: „Sie gemeiner Kerl!”
(Große Unruhe.) Der Abg. Ulrich hat darauf
ge=
antwortet: „Sie ſind ja noch viel gemeiner!“ — Meine
Herren! Dieſe Aeußerungen ſind mir leider bei der
großen Unruhe, die im Hauſe herrſchte, vorhin nicht ſo
zuverläſſig bekannt geworden, wie ſie das Stenogramm
aufweiſt. Ich hätte ſie ſonſt alsbald gerügt. Ich möchte
nun zunächſt den Abg. Ulrich fragen, ober nicht
be=
reit iſt, die wenig geſchmackvolle Apoſtrophierung, die
einen großen Teil der Mitglieder dieſes Hauſes in
ihren religiöſen Gefühlen kränken mußte,
zurückzuneh=
men, um die Sache aus der Welt zu ſchaffen.
Abg. Ulrich: Ich bin dazu bereit, falls der Abg.
Molthan ſeine Unterſtellung gegen die
ſozialdemokra=
tiſche Fraktion zurücknimmt, andernfalls bin ich zu
mei=
nem Bedauern dazu nicht in der Lage.
Abg. Molthan: Ich habe nichts unterſtellt und
weiß gar nicht, was ich zurücknehmen ſoll. Ich bin in
meinen Aeußerungen durchaus ſachlich geblieben und
habe dem Abg. Ulrich keinen Anlaß zu einer derartigen
Aeußerung gegeben. (Sehr richtig! Unruhe.)
Präſident Köhler beſtätigt das und fragt
noch=
mals den Abg. Ulrich, ob er zur Zurücknahme bereit iſt.
Abg. Ulrich: Ich habe nicht die Abſicht gehabt,
die Herren in ihren religiöſen Gefühlen zu beleidigen
und habe nur den Abg. Molthan perſönlich gemeint,
nachdem er meiner Fraktion unterſtellt hatte, ſie habe
bei der zweiten Leſung gegen die Erbanfallſteuer
ge=
ſprochen oder geſtimmt.
Präſident Köhler: Da Sie ſich nicht zur
Zurück=
nahme verſtehen können, bin ich genötigt, Sie wegen
des beſagten Ausdrucks, der einen großen Teil der
Mit=
glieder dieſes Hauſes in ihren religiöſen Gefühlen
be=
leidigen muß, zur Ordnung zu rufen. (Beifall.)
Zu gleicher Zeit aber muß ich auch den Abg. v.
Bren=
tano zur Ordnung rufen wegen des Ausdrucks „
gemei=
ner Kerl”
Abg. v. Brentano: Ich ſtelle feſt, daß ich ſchon
vorher dem Herrn Präſidenten mitgeteilt hatte, daß ich
bereit ſei, den ſelbſtredend unparlamentariſchen
Aus=
druck zurückzunehmen, wenn der Abg. Ulrich auch ſeine
uns ſchwer kränkende Bemerkung zurückgenommen hätte.
Natürlich nehme ich den Ordnungsruf an.
Abg. Ulrich: Ich möchte ausdrücklich feſtſtellen,
daß ich ebenfalls zur Zurücknahme bereit war, falls auch
der Abg. Molthan ſeine Unterſtellung zurücknähme.
(Unruhe.)
Präſident Köhler: Die Angelegenheit iſt damit
erledigt. Da der Abg. Ulrich erklärt, daß er als nächſter
Redner mindeſtens 1½ Stunden ſpreche, wird die
Wei=
terberatung auf Mittwoch, 9 Uhr, vertagt.
Schlutz ¾1 Uhr.
Die Abgeordneten Köhler, Dr. Ofann und
Ge=
noſſen haben zu Kapitel 12 des Hauptvoranſchlags für
1912, betreffend die Anſtellung der
Schtreib=
gehilfen, folgenden Antrag eingereicht: „Wir
bean=
tragen, zu Kapitel 12 des Hauptvoranſchlags folgende
Ermächtigung beizufügen: Die Regierung bleibt auch
ferner ermächtigt, diejenigen vollbeſchäftigten
Schreib=
gehilfen, welche das 30. Lebensjahr zurzeit des Erlaſſes
des Finanzgeſetzes für 1912 bereits zurückgelegt haben,
nach den ſeitherigen Grundſätzen dekretmäßig
anzu=
ſtellen.”
Literariſches.
Sternbüchlein für 1912. Von Robert
Henſeling. Mit 12 Sternkarten und zahlreichen
Abbild=
ungen. („Naturwiſſenſchaftliche Volksbücherei” Nr. 41
bis 43.) Kosmos, Geſellſchaft der Naturfreunde,
Franckhſche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. Preis 75
Pfennig. Das Sternbüchlein aus der bewährten Feder
Robert Henſelings tritt auch für 1912 ſeine Wanderung
an und bietet den Sternfreunden und ſolchen, die es
werden wollen oder doch ſollen, ſeine wirkſame Hilfe an,
damit ſie ſich in dieſem großen und zunächſt
verwirren=
den Gebiete zurechtfinden. Der Anhang gibt ein
Ver=
zeichnis der wichtigſten Doppelſterne und andere
tabella=
riſche Ueberſichten, ſowie einen Hinweis auf die
weſent=
lichſte ergänzende Literatur.
— Gottfried Traub, Pfarrer in Dortmund,
Gott und Wir, Predigten. Verlag von Eugen
Sal=
zer in Heilbronn. Broſch. 80 Pfg., geb. 1,50 Mk. Dieſe
7 in den letzten Monaten in Dortmund gehaltenen
Pre=
digten ſind zeitgemäß, nicht wegen des „Falls Traub”,
ſondern als Gegenwartspredigten im beſonderen Sinne.
Zwar berühren ſie keine aktuellen Fragen des kirchlichen
oder ſozialen Lebens, ſind vielmehr in ſeelſorgeriſcher
Weiſe auf die Pflege des inneren Lebens abgeſtimmt;
aber was durch das ganze Büchlein ſich dem Leſer
auf=
drängt, ſie ſind getragen von der Gewißheit des
leben=
digen Gottes, deſſen Wirken Traub in der ganzen Breite
des modernen Lebens aufzeigen möchte.
— Joſeph, Karl, Dr. jur., Regierungsaſſeſſor:
Das Nachlaß=Inventar der Ehefrau=Erbin. (Verlag von
A. Bergſträßers Hofbuchhandlung in Darmſtadt.) Die
praktiſch ſo wichtige, aber theoretiſch durchaus nicht
ein=
fache Vorſchrift des § 2008 B. G.=B. zu erörtern, iſt der
Zweck, den der Verfaſſer mit ſeiner Monographie
ver=
folgt. Die eingehende Berückſichtigung der Literatur, die
Klarheit der Darſtellung und die Scharfſinnigkeit der
Kritik machen die Arbeit zu einem unentbehrlichen
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mittel aller derer, die ſich mit der genannten Frage zu
beſchäftigen haben. (Preis 2 Mk.)
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4. Walzer aus der Operette „
Pol=
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Marſch von Fucik.
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Mittwoch, 28. Februar.
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Schauſpiel in 3 Akten
von Arthur Schnitzler.
Spielleitung: Oberregiſſ. Valdek.
Perſonen:
Hans Weiring,
Violinſpieler am
Joſephſtädter
Theater.
. Hr. Wagner
Chriſtine, ſ. Tocht. Frl. Meißner
Mizi Schlager,
Modiſtin . . . Frl. Gothe
Katharina Binder,
Frau e.
Strumpf=
wirkers . . . . Fr. Rudolph
Lina, ihre neun= Hedwig
Jung=
jährige Tochter . kurth
Fritz Lobheimer . Hr. Weſtermann
Theodor Kaiſer . Hr. Schneider
Ein Herr . . Hr. Heinz
Hierauf, neu einſtudiert:
Abſchiedsſouper.
Luſtſpiel in 1 Akt
von Arthur Schnitzler.
Spielleitung: Regiſſeur Hacker.
Perſonen:
Anatol
.Hr. Jürgas
Max .
.Hr. Schneider
Annie .
. Frl. Gothe
Ein Kellner . . Hr. Peterſen
Krank: Fräulein Huber.
Preiſe der Plätze (Kl. Pr.):
Proſzeniumsloge 5 Mk.,
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1. Rang 4 Mk., 2. Rang: 1—6.
Reihe 2 Mk., 7. u. 8. Reihe 1.60 Mk.,
Sperrſitz: 1.—13. Reihe 3.50 Mk.,
14.—20. Reihe 3 Mk., Parterre:
1.—5. Reihe 2.20 Mk., 6.—8. Reihe
1.80 Mk., 1. Galerie 1 Mk., 2.
Ga=
lerie 50 Pfg.
Anfang 7 Uhr. Ende nach 9½ Uhr.
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Seite 24.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 28. Februar 1912.
Nummer 50.
eAferiUur 210 %%
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Königl. Württembergischen Kammersängerin Frau Anna
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Konzert-Arie . . L. Beethoven
1. „Also sprach Zara-3. Vier Lieder mit
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begleitung
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. R. Strauss b) Lied vom
Winde . . . Hugo Wolf
c) Mit Rosen
be-
streut . . . M. Reger
d) Freude soll in
deinen Werken
sein . . . . M. Schillings
4. Sinfonie
in C-dur . . . . F. Schubert
Das Orchester ist auf 78 Mitwirkende von hier und
Frankfurt a. M. verstärkt.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr; Karten zur Hauptprobe
à Mk. 1.50 sind an der Hoftheater-Tageskasse, sowie in der
Musikalienhandlung von Leopold Schutter, Elisabethenstr. 12
zu haben.
NB. In dieser Hauptprobe werden alle Nummern des Programms
(4855ms
zu Gehör gebracht.
Symphonisches Konzert
von Frau Elise Knibbe-Thiel
Pianistin, Komponistin u. Orchester-Dirigentin
und der
Kapelle des Leibgarde-Regiments
Dirigent: Obermusikmeister H. Hauske.
Donnerstag, den 7. März, abends 8 Uhr
im Kaisersaal.
Vortragsfolge. Mozart: Klavierkonzert in D-dur;
C. M. v. Weber: Konzertstück in F-moll für Klavier und
Or-
chester; Freischütz-Ouvertüre und E. Knibbe-Thiel:
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suite in 5 Sätzen, unter Direktion von Frau Knibbe-Thiel:
L. v. Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 3; R. Wagner:
Klingsors Zaubergarten aus „Parsifal”, Vorspiel zu „Die
Meister-
singer von Nürnberg‟, Dirigent Obermusikmeister H. Hauske.
Karten im Vorverkauf zu 2 Mk, 1.50 Mk., 1 Mk. und 50 Pfg.,
sowie Schülerkarten zu 50 Pfg. in der Musikalienhandlung von
Hch. Arnold, Wilhelminenstrasse 9; an der Abendkasse 2.50 Mk.,
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600 ℳ
1 Pianino Feurich 600 „
1 Pianino Glass . 550 „
1 Pianino Arnold (Karl)475 „
1 Pianino Lehmann 450 „
1 Pianino Spangenberg
420 „
1 Pianinoschönleber400 „
1 Piauino Gertier 380 „
1 Pianino Schultz 350 „
1 Pianino Philippi 320 „
1 Pianino Uebel . 150 „
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Pianos und Harmoniums,
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