Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoneenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 26 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Gerüchte über eine Abtretung Angolas an
Deutſchland werden offiziös dementiert.
Fürſt Bülow veröffentlicht ein Dankſchreiben für die
ihm nach den Reichstagswahlen zugegangenen
zahlreichen Sympathiekundgebungen.
In der Zweiten badiſchen Kammer erklärte
Finanzminiſter Duſch ein Zuſammenarbeiten mit der
Sozialdemokratie für unmöglich.
Der Herzog von Fife, der Schwager des Königs
von England, iſt in Aſſuan geſtorben.
Das engliſche Königspaar iſt geſtern in
Gi=
braltar eingetroffen.
Der Verband der Arbeiterſyndikate in
Portugal hat den Generalſtreik proklamiert,
der am Montag begonnen hat.
Deutſcher Wehrverein.
— Am Sonntag iſt, wie gemeldet, in Berlin die
Gründung eines großen Vereins erfolgt, der ein
Ge=
genſtück zum Deutſchen Flottenverein bilden ſoll. Er
führt den Titel „Wehrverein”, und ſeine
Beſtrebun=
gen ſollen in der Hauptſache darauf hinausgehen, daß
man über die Flottenrüſtungen die Armee nicht vergißt
und auch hier die erforderlichen Maßnahmen trifft, um
alle Zeit gewappnet zu ſein. Man weiß, daß der
Flot=
tenverein wegen ſeiner Forderungen oft ſcharf angegriffen
worden iſt, und auch bei den maßgebenden Stellen hat er
ſich wegen ſeiner Agitation nicht immer des beſten
Wohl=
wollens erfreut, zumal es nicht an Fällen gefehlt hat, in
denen Unannehmlichkeiten für die Regierung
hervortra=
ten. Wenn jetzt die gleichen Beſtrebungen auf das Heerweſen
ausgedehnt werden ſollen, ſo kann man mit ziemlicher
Sicherheit ſagen, daß auch hier Reibungen nicht
ausblei=
ben werden.
Man wird unſerer Heeresverwaltung kaum den
Vor=
wurf machen können, daß ſie läſſig ſei und nicht für das
Erforderliche vorſorge, denn verſchiedene Novellen der
letzten Jahre deuten darauf hin, daß man alles tut, um
die Armee ſchlagfertig zu erhalten und ſie mit allen für
den modernen Krieg erforderlichen Einrichtungen zu
ver=
ſehen. Vielleicht wäre noch etwas mehr geſchehen, wenn
nicht die Finanzlage dem einen Damm entgegengeſetzt
hätte. Nun iſt ja an und für ſich richtig, daß gerade auf
dieſem Gebiete nicht geſpart werden darf, wenn man
nicht im Ernſtfalle unterliegen und Zuſtände
herbeifüh=
ren will, die für das geſamte Wirtſchaftsleben von den
allerſchlimmſten Folgen begleitet wären, aber immerhin
darf man dabei nicht ins Uferloſe gehen und muß auf
die Finanzen Rückſicht nehmen, wenn nicht eine
unerträg=
liche Belaſtung der Steuerzahler eintreten ſoll. Wenn
ſich nun trotzdem der Wehrverein gebildet hat, ſo vermag
er gleichwohl ſegensreich zu wirken, wenn er ſeine
Tä=
tigkeit in gewiſſen Grenzen hält. Es iſt das unleugbare
Verdienſt des Deutſchen Flottenvereins, den
Flottenge=
danken in der deutſchen Nation geſtärkt und wachgehalten
zu haben, und in dieſer Hinſicht iſt ſeine Tätigkeit recht
erſprießlich geweſen. In der gleichen Weiſe kann der
Wehrverein zu einem recht nützlichen Faktor werden, nur
darf das Programm, das man für den Ausbau unſeres
Heeres aufſtellen will, nicht gar zu weit geſteckt ſein, und
es muß ſich in den Grenzen des Erreichbaren halten.
Man fordert vorläufig die Bildung zweier neuer
Ar=
meekoyps, Vervollſtändigung der Regimenter, die nur
zwei Bataillone aufzuweiſen haben, ferner Schaffung von
Maſchinengewehr=Kompagnien für jedes Infanterie=
Re=
giment, Verſtärkung der Feld= und Fußartillerie, wie auch
eine ſolche der Kavallerie und zur finanziellen Deckung
eine Wehrſteuer. Der neue Verein wird jetzt zu beweiſen
haben wie ſeine Tätigkeit aufgefaßt ſein will, er wird ſich
Freunde und vor allem auch Einfluß gewinnen, wenn
man es verſteht, mit Taktik und Mäßigkeit vorzugehen.
Eine gewiſſe Rivalität zum Flottenverein wird vielleicht
nicht ausbleiben, und man kann ſich die Frage vorlegen,
ob es nicht angezeigter geweſen wäre, beide
Beſtrebun=
gen zu verſchmelzen und einen großen Verein zu
ſchaf=
fen, der ſich als Prinzip die Stärkung unſerer geſamten
Wehrkraft zu Waſſer und zu Lande als Ziel ſetzt.
Zur Präſidentenfrage im Reichstage.
O Aus Berlin wird uns geſchrieben: Von
volks=
parteilicher Seite wird der Sozialdemokratie
zu=
geredet, die Vertretung der Partei im
Reichstags=
präſidium ſich nicht entgehen zu laſſen und dafür den
Ver=
kehr mit dem Hofe in Kauf zu nehmen. Beim Vorwärts
finden jolche Ratſchläge jedoch nichts weniger als eine
wohlwollende Aufnahme. Das ſozialdemokratiſche
Zen=
tralorgan will die Entſcheidung hierüber ſeiner Partei
allein anheim gegeben wiſſen, und begründet dieſen
Stand=
punkt folgendermaßen:
„Die Sozialdemokratie hat, das wird allgemein
zu=
geſtanden, Anſpruch auf einen der Präſidentenpoſten.
Die=
ſen Anſpruch ihr vorzuenthalten, wäre durchaus
ungerecht=
fertigt, ebenſo ihn an irgend welche beſondere Bedingungen
zu knüpfen, die über die Verfaſſung oder
Geſchäftsord=
nung hinausgehen. Der Entſcheid ſteht ausſchließlich der
ſozialdemokratiſchen Fraktion zu und der Verſuch einer
Einmiſchung anderer Parteien müßte von vornherein als
demütigend mit aller Entſchiedenheit abgewieſen werden.”
Der hochfahrende Ton dieſer abweiſenden Antwort
ſoll wohl vor allem von der Tatſache ablenken, daß die
Sozialdemokratie in der Präſidentenfrage weit davon
ent=
fernt iſt, zu wiſſen, was ſie tun wird. Da die Fraktion
ſich noch nicht verſammelt hat, kann das ſozialdemokratiſche
Schwanken im gegenwärtigen Augenblick um ſo weniger
überraſchen, je weiter die radikalen und die
reviſioniſti=
ſchen Anſchauungen in dieſer Angelegenheit
auseinander=
gehen. Die obige Auslaſſung des Vorwärts iſt aber für
die Beurteilung der Präſidentenfrage unter einem anderen
Geſichtspunkt keineswegs ohne Bedeutung; denn ſie
be=
weiſt, daß die Sozialdemokratie ſich auf ein
parlamenta=
riſches Gewohnheitsrecht, das noch dazu wiederholt
durch=
brochen wurde, zwar zu dem Zweck beruft, um Rechte
geltend zu machen, gleichzeitig aber ein ſtets beobachtetes
parlamentariſches Gewohnheitsrecht leugnet, um ſich
ge=
wiſſen Pflichten zu entziehen. Als ſtärkſte Fraktion
hat die Sozialdemokratie einen Anſpruch auf einen
Prä=
ſidentenpoſten lediglich nach einem
Gewohnheits=
recht, das nicht nur 1909, ſondern auch ſchon vorher
wiederholt durchbrochen wurde. Weder die Verfaſſung
noch die Geſchäftsordnung des Reichstages enthält die
Beſtimmung, daß die ſtärkſte Fraktion den Präſidenten zu
ſtellen habe oder im Präſidium überhaupt verrreten ſein
müſſe. Die Beſtimmungen der Geſchäftsordnung über die
Wahl der Präſidenten ſetzt im Gegenteil voraus, daß eine
Vielheit von Parteien oder Gruppen die Präſidenten zu
ſtellen ſucht, bezw. daß die Wahlen unter dem
Geſichts=
punkt ſtattfinden, die perſönlich Würdigſten und
Geeig=
netſten zu küren. Heißt es doch in § 9 der
Geſchäftsord=
nung:
„Die Wahlen des Präſidenten, ſodann des Erſten und
hierauf des Zweiten Vizepräſidenten erfolgen durch
Stimmzettel, nach abſoluter Stimmenmehrheit. Hat ſich
eine abſolute Mehrheit nicht ergeben, ſo ſind diejenigen
fünf Kandidaten, welche die meiſten Stimmen erhalten
haben, auf eine engere Wahl zu bringen. Wird auch bei
dieſer Wahl keine abſolute Mehrheit erreicht, ſo ſind
die=
jenigen beiden Kandidaten, welche die meiſten Stimmen
in der engeren Wahl erhalten haben, auf eine zweite
engere Wahl zu bringen. Tritt in dieſer letzten Wahl
Stimmengleichheit ein, ſo entſcheidet das Los.”
Stützt ſich alſo der Vorwärts bei ſeiner
grundſätz=
lichen Forderung einer ſozialdemokratiſchen Vertretung im
Präſidium lediglich auf ein — wiederholt durchbrochenes —
Gewohnheitsrecht, ſo verſtößt ſein Widerſpruch dagegen,
daß ein ſozialdemokratiſcher Präſident keine Bedingungen
zu erfüllen brauche, die über die Verfaſſung oder über die
Geſchäftsordnung hinausgehen, gegen ein unſeres Wiſſens
ſtets beobachtetes Gewohnheitsrecht. Denn die
Geſchäfts=
ordnung für den Reichstag ſchreibt in § 12 lediglich vor:
„Die Konſtituierung des Reichstages und das
Ergeb=
nis der Wahlen wird durch den Präſidenten dem Kaiſer
angezeigt.”
Darüber hinaus pflegten ſämtliche Präſidenten der
Audienz beizuwohnen, in der die dem Präſidenten
oblie=
gende „Anzeige” erſtattet wurde. Wer ſich gegen dieſes
Gewohnheitsrecht auflehnt, hat keine Befugnis, auf Grund
eines wiederholt durchbrochenen Gewohnheitsrechtes eine
ſozialdemokratiſche Vertretung im Präſidium zu fordern.
Von dieſen Fragen des parlamentariſchen
Gewohn=
heitsrechtes allein iſt die politiſche Bedeutung
der Präſidentenwahl nicht abhängig. Sie wird großen=
teils durch die innere Geſamtlage beſtimmt, angeſichts
der die Wahl ſich vollzieht. Wie augenblicklich die Dinge
ſtehen, würde ein Zuſammenwirken des Liberalismus
mit der Sozialdemokratie bei der Wahl der Präſidenten!
die Uebertragung der Großpolitik auf das Reich
an=
zeigen. Gegen eine Großblockpolitik im Reiche aber hat
ſich die nationalliberale Partei auch zu Zeiten erklärt, als
es in Baden ſchon eine Großblockpolitik gab. Aus dieſer
Haltung zieht die nationalliberale Reichstagsfraktion nur
folgerichtige Schlüſſe, wenn ſie ein Zuſammenwirken mit
der Sozialdemokratie bei der Wahl der Präſidenten
ab=
lehnt.
Deutſches Reich.
— Die Regierung und die Wahlen. Die
Norddeutſche Allgemeine Zeitung ſchreibt: In
Erörte=
rungen der Preſſe über den Ausfall der Wahlen finden
ſich mehrfach Verſuche, der Regierung die Schuld an dem
Ergebnis zuzuſchreiben. Sie habe die Finanzreformhetze.
geduldet und nichts gegen das Paktieren der bürgerlichen
Parteien mit der Sozialdemokratie getan. Als ſie
ein=
gegriffen habe, ſei es zu ſpät geweſen. — Dieſe Vorwürfe
ſind nicht berechtigt. Die Bemühungen der Regierung find
dauernd, und zwar nicht erſt ſeit der Eröffnung der
Wahl=
kampagne, darauf ausgegangen, die Gegenſätze unter den
bürgerlichen Parteien auszugleichen und ſie auf den
ge=
meinſamen Boden des ſtaatlichen Geſamtintereſſes
zurück=
zuführen. Wenn dieſe Bemühungen an der Verbitterung
der Parteien geſcheitert ſind, ſo trifft die Schuld
jeden=
falls nicht die Regierung. Hätte ſie im Streit um den
inneren Wert der Reichsfinanzreform für die eine oder
andere Seite Partei ergriffen, ſo hätte ſie ihre Verſuche
von vornherein zur Ausſichtsloſigkeit verdammt. Wohl
aber lag es in der Richtung ihrer Aufgabe, die für die
Reichsfinanzen günſtigen Ergebniſſe der Reform mit
Nachdruck darzulegen, ſoweit ſie erkennbar waren. Daß
dies bei jeder Gelegenheit und noch bis in die letzten
Tage der Reichstagsſeſſion hinein geſchehen iſt, kann nicht
beſtritten werden. Der zweite Vorwurf, daß es die
Re=
gierung an Entſchiedenheit in ihrer Stellung zu der
So=
zialdemokratie habe fehlen laſſen, iſt nicht minder
halt=
los. Die Auffaſſung der Regierung iſt vor den
Haupt=
wahlen wie vor den Stichwahlen mit völliger Klarheit
zum Ausdruck gekommen. An ihr liegt die Schuld alſo
nicht, wenn die bürgerlichen Parteien ſich zur
gegenſeiti=
gen Unterſtützung gegen die Sozialdemokratie nicht
zu=
ſammengefunden und die Regierung mit ihren
Bemühun=
gen um die Einigung des Bürgertums allein gelaſſen
ha=
ben. Gerade in der gegenwärtigen Zeit ſollten ſich die
Blätter, die für die Stärkung der Staatsautorität
eintre=
ten, ſolcher unbilligen Vorwürfe gegen die Regierung
enthalten.
— Angola nicht deutſch. Die portugieſiſche
Geſandtſchaft iſt zu der Erklärung ermächtigt, daß die
Ge=
rüchte über die beabſichtigte Abtretung der portugieſiſchen
Kolonie Angola an Deutſchland vollſtändig unrichtig
ſind.
— Ein neuer Wahlkreis für Trimborn.
Im 9. Düſſeldorfer Reichstagswahlkreis Kempen legte
der gewählte neue Zentrumsabgeordnete
Bäckerobermei=
ſter Chryſant ſein Mandat zugunſten des in Köln
unter=
legenen Dr. Trimborn nieder, deſſen Wahl damit
ge=
ſichert iſt.
— Zum Inkrafttreten der
Privatbeam=
tenverſicherung. Es iſt kürzlich darauf
hingewie=
ſen worden, daß die weiteren Vorarbeiten zur Durchfüh=,
rung des Verſicherungsgeſetzes für Angeſtellte erſt in
An=
griff genommen werden können, wenn das Präſidium für
die Reichsverſicherungsanſtalt gebildet iſt. Die
Voraus=
ſetzung hierfür iſt aber naturgemäß die Aufſtellung des
Etats der Anſtalt, in dem die Gehaltsfragen der
Mitglie=
der geregelt ſind. Unter dieſen Umſtänden kann man
an=
nehmen, daß eine der erſten Vorlagen des Reichstages
der Etat der Reichsverſicherungsanſtalt ſein wird, der als
Nachtragsetat zum Reichshaushaltsetat für 1912
einge=
bracht werden dürfte. Dem Vernehmen nach ſind die
zu=
ſtändigen Reſſorts gegenwärtig mit der Aufſtellung des
Etats beſchäftigt. Wenn die Angelegenheit im Reichstag
nach Möglichkeit beſchleunigt wird, kann es noch gelingen,
die ſehr umfangreichen Vorarbeiten ſo weit zu fördern,
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
daß die Verſicherung am 1. Januar 1913 in Kraft treten
kann.
Militäriſche Eiſenbahnkonferenz.
Von den 15 preußiſchen Generalkommandos und von
den drei bayeriſchen und zwei ſächſiſchen
Generalkom=
mandos, ſowie vom 13. Armeekorps in Stuttgart ſind die
oberſten Generalſtabschefs in Berlin eingetroffen und
treten zu einer Eiſenbahnkonferenz in den Räumen des
Großen Generalſtabes zuſammen. An dieſer Konferenz
nimmt auch eine Anzahl höherer Beamten des
Miniſte=
riums der öffentlichen Arbeiten und der ſächſiſchen
Ei=
ſenbahnbehörden, ſowie der Eiſenbahnbehörde für Elſaß=
Lothringen teil. Den Vorſitz führt zum erſtenmale der
aus Weißenburg nach Berlin in den Großen Generalſtab
als Chef der Eiſenbahn=Abteilung verſetzte
Oberſtleut=
nant Buchholz, der, wie ſein Vorgänger Oberſt Quade,
längere Zeit in Südweſtafrika während des Aufſtandes
tätig geweſen iſt.
— Liberale Beſchwerden in Bayern.
Die vier Parteien, die für die Landtagswahlen den
Groß=
block bilden, haben einen Vollzugsausſchuß gebildet, der
zur Fernhaltung und nötigenfalls ſtrafrechtlichen
Ahn=
dung von Geſetzwidrigkeiten ſtrenge Aufſicht in den
Wahl=
lokalen ausüben will. Es ſoll u. a. gemeldet werden,
wenn Geiſtliche, ſtatt Seelſorge zu treiben, durch
Miß=
brauch ihres Amtes Zentrumswahlen zuſtande bringen
wollen. In dem Aufruf wird unter Hinweis auf die
Entſcheidung des Oberlandesgerichts Kolmar daran
er=
innert, daß eine Wahlbeeinfluſſung unter Mißbrauch der
geiſtlichen Gewalt die Mandate ungültig mache. Am
Sonntag ſollen in verſchiedenen Münchener Kirchen
Auf=
forderungen zum Beſuch von Zentrumsverſammlungen
und zu einem politiſchen Vortrage Pichlers verteilt
wor=
den ſein.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Das Subſkriptionsergebnis der
Kro=
nenrente und der Schatzſcheine iſt ein
glän=
zendes. Bis jetzt wurde die Kronenrente vierfach, die
Schatzſcheine mehr als dreifach überzeichnet. Von der
Kronenrente ſind nahezu die Hälfte Sperrſtücke mit
über=
wiegend einjähriger Sperrfriſt.
Frankreich.
Marokkanſiſches. Wie aus Tanger gemeldet
wird. iſt an Bord des engliſchen Kreuzers „Invulnerable‟
eine marokkaniſche Abordnung mit Si Mohammed
Gha=
bes an der Spitze nach Gibraltar abgereiſt, um das
eng=
liſche Königspaar zu begrüßen. — Die Liberté behauptet,
es habe allgemeines Befremden erregt, daß die
marok=
kaniſche Abordnung für ihre Fahrt kein franzöſiſches
Kriegsſchiff benutzt habe. Es ſei ſeltſam, daß man ſich
noch vor Errichtung des franzöſiſchen Protektorats über
Marokko gerade über eine der wichtigſten Beſtimmungen
des deutſch=franzöſiſchen Abkommens hinwegſetze, wonach
Frankreich der Vermittler zwiſchen Marokko und den
fremden Mächten ſei. Man fürchte, daß durch dieſen
Vor=
fall eine unangenehme Rückwirkung auf die Eingeborenen
und die fremden Kolonien ausgeübt werde.
Die France militaire berichtet über die geplante
mi=
litäriſche Organiſation Marokkos, daß das geſamte
Be=
ſatzungskorps einem Generalreſidenten unterſtehen werde.
Der Befehlshaber aller Streitkräfte werde ein
Diviſions=
general mit dem Range eines Korpskommandanten ſein.
Die Truppen werden in drei Gruppen eingeteilt werden,
von denen zwei in Caſablanca und an der algeriſch=
ma=
rokkaniſchen Grenze bereit ſtehen. Dieſe beiden
Grup=
pen werden ihre gegenwärtige Stärke behalten. Die dritte
Gruppe wird ausſchließlich aus ſcherifiſchen, von einem
franzöſiſchen General befehligten Streitkräften und zwar
aus 20000 Mann beſtehen, deren Kern die von der
fran=
zöſiſchenMilitärmiſſion geſchulten 6000 Mann bilden
werden.
England.
Deutſchfreundliche Kundgebungen. Am
Montag nachmittag fand in Glasgow eine deutſch=
eng=
liſche Freundſchaftsverſammlung ſtatt, in der auf
Vor=
ſchlag des früheren britiſchen Botſchafters in Berlin,
Las=
celles, eine Reſolution angenommen wurde, in der jede
Prwegung willkommen geheißen wird, die die
Fort=
dauer und die Entwickelung freundlicher Beziehungen
zwiſchen den beiden Nationen zum Ziele hat. In einer
zweiten, von drei hervorragenden Geiſtlichen Glasgows
vorgeſchlagenen Reſolution werden alle chriſtlichen
Be=
kenntniſſe aufgefordert, zuſammen zu arbeiten, um in
allen Klaſſen der Geſellſchaft die Beſtrebungen des
Frie=
dens und des Wohlwollens zwiſchen beiden Nationen zu
pflegen und zu entwickeln. Abſchriften der Reſolutionen
ſollen dem Premierminiſter, dem Staatsſekretär des
Aus=
wärtigen und dem deutſchen Botſchafter zugeſtellt
wer=
den. Die Banketthalle, in der die deutſch=engliſche
Freund=
ſchaftsverſammlung ſtattfand, war überfüllt. Als Franc
Lascelles die Reſolution beantragte, führte er aus: Der
Argwohn und das Mißtrauen zwiſchen Großbritannien
und Deutſchland ſei in hervorragendem Maße verurſacht
durch mißverſtändliche und falſche Darſtellungen. Was
Not tue, ſei Geduld, denn die Zeit werde die Abneigung
allmählich mildern und tatſächlich freundſchaftliche
Be=
ziehungen herſtellen. — Von Lord Roſebery war ein
Schreiben eingegangen, in dem dieſer ſeine Abweſenheit
entſchuldigte und mitteilte, ſein Wunſch nach einem
gu=
ten Einvernehmen mit Deutſchland ſei ſehr bekannt. Es
gäbe niemanden, der mehr als er beſſere Beziehungen
mit Deutſchland wünſche.
Belgien.
Die Streiklage in Mons. Der
Miniſterprä=
ident beriet mit den Deputierten und Senatoren des
Be=
zirks Mons über die Streiklage. Man entſchied ſich
da=
hin, den Grubenbeſitzern die Aufrechterhaltung des Status
quo bis zum 1. Juli vorzuſchlagen, um in der
Zwiſchen=
zeit eine Einigungsmöglichkeit finden zu können. Man
nimmt an, daß die Grubenbeſitzer den Vorſchlag
anneh=
men, da ſie ſich ſchon bereit erklärten, den Status quo
bis zum 1. März aufrecht zu erhalten. Sollten die
Gru=
benbeſitzer den Vorſchlag annehmen, ſo wäre mit dem
ſofortigen Ende des Streiks zu rechnen.
Bulgarien.
Ein großes bulgariſches Feſt. Bulgarien
bereitet ſich vor, ein Feſt zu begehen, das ſelten iſt und
deſſen Sinn ſogar auf die kühlen Bulgaren wirkt. Zum
erſten Male ſeit über einem halben Jahrtauſend wird emn
Thronfolger großjährig, ein im Lande geborener, im
or=
thodoxen bulgariſchen Glauben erzogener, Bulgariſch als
ſeine eigene Sprache ſprechender künftiger Erbe des
Za=
renthrones. In dem Kronprinzen Boris ſieht kein
Bul=
gar einen Fremden. Durch die Leiſtungen des heutigen
Zaren verwöhnt, wird das bulgariſche Volk einmal viel
auch von dem zweiten Zaren der Bulgaren verlangen.
Es mag ihm ein gutes Vorzeichen ſein, daß in
auffallen=
der Eintracht heute die Bulgaren ſich vereinen, um am
2. Februar das Feſt zu begehen.
Amerika.
Präſidentenwahl in Braſilien. In
Bahia iſt die Ruhe wiederhergeſtellt. Nach den bisherigen
Wahlergebniſſen erſcheint die Wahl des. Miniſters Scabra
zum Präſidenten geſichert.
Argentinien und Paraguay. Der
argen=
tiniſche Geſandte in Aſuncion iſt in Buenos Aires
ein=
getroffen. Er hatte eine lange Unterredung mit dem
Miniſter des Aeußern. In der argentiniſchen
Staats=
kanzlei ſind Meldungen aus Aſuncion eingelaufen, daß
Präſident Rojas ein neues Kabinett mit Daniel Codas
als Miniſter des Aeußern gebildet habe. Da Codas
gegen=
wärtig in Buenos Aires weilt, hofft man auf eine raſche
Beilegung des Konflikts.
* Berlin, 29. Jan. Zur Ehrung des deutſchen
Generalkrmmiſſars der Turiner
Weltausſtel=
lung, Geh. Regierungsrats Prof. Busley, fand auf
An=
regung des Vorſtandes der Ständigen
Ausſtellungskom=
miſſion für deutſche Induſtrie im Hotel Kaiſerhof ein
Feſtbankett ſtatt. Den Kaiſertoaſt brachte der
Unter=
ſtaatsſekretär Dr. Richter aus. Namens der
Stän=
digen Ausſtellungskommiſſion begrüßte deren Präſident,
Geh. Kommerzienrat Goldberger, die Gäſte. Er gab
ein großzügiges Bild der allgemeinen wie der
wirtſchaft=
lichen Erwägungen, die die Kommiſſion im Einvernehmen
mit der Reichsregierung zur Organiſierung der deutſchen
Abteilung in Turin veranlaßten. Der Generaldirektor
der Siemens=Schuckertwerke Dr. Berliner gab ſeine
wärmſte Anerkennung für Geheimrat Busley zum
Aus=
druck, der ſeinerſeits in herzlichen Dankesworten für
alle Mitarbeiter auf die deutſche Induſtrie toaſtete. Der
italieniſche Botſchafter Panſa, der in letzter Minute
durch den Empfang des in Berlin eingetroffenen
italie=
niſchen Prinzen, Grafen Turin, am Erſcheinen verhindert
war, richtete an den Präſidenten der Ständigen
Aus=
ſtellungskommiſſion ein durch dieſen zur Verleſung
ge=
langendes Schreiben, in dem er der großen und ſtolzen
Erfolge der deutſchen Induſtrie in Turin gedenkt und in
dem es u. a. heißt: „Die deutſche Abteilung in Turin,
die nicht wenig zum allgemeinen Erfolg der ganzen
Aus=
ſtellung beigetragen hat, iſt ein Beweis des Intereſſes,
das man in Deutſchland dem wirtſchaftlichen Aufſchwung
Italiens entgegenbringt. Es iſt zu hoffen, daß dieſe
Kundgebung dazu beitragen wird, die wirtſchaftlichen
Beziehungen der beiden Länder immer weiter zu jener
Solidarität der Intereſſen zu entwickeln, die der
politi=
ſchen Solidarität von Freunden und Bundesgenoſſen
entſpricht.” An dieſe mit großem Beifall
aufgenomme=
nen Worte anknüpfend, drückte der Vertreter des
Auswär=
tigen Amtes. Miniſterialdirektor Körner, gleichfalls
unter allgemeiner Zuſtimmung auch ſeinerſeits die
Zu=
verſicht aus, die Ausſtellung möge nachhaltig das Band
ſtärken und kräftigen, das zwiſchen Deutſchland und
Ita=
lien beſteht, und das durch unabänderliche Tatſachen zu
feſt begründet ſei. als daß es durch vorübergehende
Stim=
mungen je ernſtlich gelockert werden könnte. Zum Schluß
widmete Miniſterialdirektor Lewald vom Reichsamt des
Innern der Tätigkeit der Ständigen
Ausſtellungskommiſ=
ſion herzliche Worte der Anerkennung. Gegen ½12 Uhr
erſchien der Graf von Turin in Begleitung des italien.
Botſchafters und unterhielt ſich lebhaft mit verſchiedenen
Anweſenden, u. a. mit dem Präſidenten Goldberger,
Ge=
heimrat Busley und dem Grafen Zeppelin.
* Der Beſuch des Prinzen Adalbert von
Preußen in Amerika. Die amerikaniſchen Blätter
erörtern den vorgeſehenen Beſuch des Prinzen Adalbert
von Preußen. Er wird, wie man glaubt, genau in
der=
ſelben Weiſe, wie ſeinerzeit Prinz Heinrich, empfangen
werden. Man will ihm die einer Kgl. Hoheit
gebühren=
den Ehren erweiſen, auch wenn er in nichtamtlicher
Eigen=
ſchaft kommt. Wahrſcheinlich werden ihm zwei
Kriegs=
ſchiffe entgegengeſchickt, die ihn auf halbem Weg erwarten
und dann nach New=York begleiten ſollen. Dort wird ihm
eine Abordnung, beſtehend aus Mitgliedern von Heer und
Flotte, zum Ehrendienſt beigegeben werden.
* Brüſſel, 29. Jan. Wie in der Dezembertagung der
ſtändigen Kommiſſion der internationalen
Zuckerkonvention beſchloſſen war, trat die
Kommiſ=
ſion erneut zu einer Verſammlung zuſammen, um über die=
Bedingungen zu beraten, die die Erneuerung der
Zucker=
konvention nach deren Ablauf am 1. Dezember 1913
ge=
ſtatten. Die Kommiſſion hat ferner darüber zu beſtimmen,
ob Rußland eventuell die Erhöhung des Exportkontingents
ſchon für die Kampagne 1911/12 zugebilligt werden könnte.
Liebe und Ehe bei den Papuas.
Von H. Singer.
Nennt man bei uns die Papuas, den Hauptbeſtandteil
der Bevölkerung Neuguineas, ſo pflegt man damit die
Vorſtellung von einem nicht nur höchſt „wilden” ſondern
vor allem auch ganz primitiven, geiſtig höchſt beſchränkten
Volke zu verbinden. Dieſe Vorſtellung iſt aber durchaus
irrig: der Papua iſt geiſtig gar nicht dürftig ausgeſtattet,
was z. B. daraus hervorgeht, daß die Kinder
durchſchnitt=
lich in einem Jahre ſchreiben und leſen lernen.
Ueber das Liebes= und Eheleben der
Pa=
puas im Kaiſer=Wilhelm=Land, dem deutſchen
Teil von Neuguinea, hat Prof. R. Neuhauß in ſeinem
jüngſt erſchienenen großen Werk „Deutſch=Neuquinea”
mancherlei Intereſſantes mitgeteilt. Wie es meiſtens bei
den Wildvölkern der Fall iſt, ſo wird auch hier die Frau
gekauft, aber nicht von den Eltern, ſondern von der ganzen
Verwandtſchaft, in erſter Linie von den Brüdern der Mutter.
Dieſe Sitte erklärt ſich aus folgender Anſchauung: Lur die
Mutter iſt an der Exiſtenz des Mädchens beteiligt, nicht der
Ehemann; deshalb kommt nur der Mutter ein
Verfügungs=
recht über das Kind zu. Da indeſſen die Frau rechtlos iſt,
ſo geht dieſes Recht auf deren Brüder über.
Indeſſen kann ſich die Sitte des Kaufes keineswegs
immer durchſetzen. Da ſind z. B. zwei Kinder ſchon in
früher Jugend von ihren Angehörigen für einander
be=
ſtimmt, aber es ſtellen ſich, wenn es zur Heirat kommen ſoll,
bei dem einen Teil andere Wünſche ein: der junge Mann
wünſcht ſich ein anderes Mädchen und wird mit dieſem
einig. Dann läuft wohl das verliebte Paar zum nächſten
Anwerbeſchiff und ſegelt nach den Plantagen der Weißen.
Und wenn es nach drei Jahren zurückkehrt, iſt Gras über
die Sache gewachſen, und man läßt das Ehepaar, das ſich
ſo unvorſchriftsmäßig gefunden hat, ungeſchoren. Durch
ein ähnliches Verfahren wird ja auch im ziviliſierten
Europa manchmal der elterliche Widerſtand beſiegt.
Das angeführte Beiſpiel zeigt, daß auch bei den
Pa=
puas eine herzliche Zuneigung zwiſchen den Liebenden
be=
ſtehen kann. Andere Beweiſe dafür finden ſich in den Sagen
und Erzählungen, die darüber berichten, wie Liebespaare
auch die größten Hinderniſſe, die ſich ihrer Vereinigung
ent=
gegenſtellten, ſchließlich ſiegreich überwinden. Häufig geben
lediglich Aeußerlichkeiten die Veranlaſſung dafür, daß ein
Teil zum anderen ſich hingezogen fühlt. Sö kommt es
alltäglich vor, daß das Mädchen zum Jüngling in Liebe
entbrennt, weil er hervorragend tanzen kann, während ein
anderes Mädchen den ihr beſtimmten Zukünftigen nicht
leiden mag, weil er im Tanzen ein Stümper iſt. Die
jun=
gen Männer ſind ſich dieſer Tatſache wohl bewußt und
ver=
wenden deshalb große Sorgfalt auf ihre Ausbildung in
der Tanzkunſt; ja, nicht wenige unternehmen weite Reiſen,
um bei irgend einem tanzberühmten Stamm Unterricht zu
nehmen. Auch werden Zaubermittel angewendet, die die
Beine beweglich machen ſollen. Dabei iſt aber zu
erwäh=
nen, daß die Geſchlechter dort nicht, wie bei uns,
miteinan=
der tanzen, ſondern für ſich. Bei Kap König Wilhelm
ſtellt der junge Mann dadurch ſeinen Heiratsantrag, daß
er mit einem flachen, verzierten Holze auf die Wange der
Auserwählten oder ihm vorher Beſtimmten klopft. Nahe
Verwandtſchaft iſt Ehehindernis. So dürfen gewöhnlich
Geſchwiſterkinder einander nicht heiraten. Auf Tami iſt
ſogar die Heirat zwiſchen Kindern von Vetter und Baſe
verboten.
Vielweiberei iſt verhältnismäßig ſelten; denn auch in
Neuquinea gehört ein großer Geldbeutel dazu, um ſich
mehrere Frauen anzuſchaffen und unterhalten zu können.
Da der Kaufpreis für eine Frau im allgemeinen recht hoch
iſt, ſo wird das Barvermögen des Mannes durch den
An=
kauf einer Gattin gewöhnlich erſchöpft, und es können ſich
nur Häuptlinge und Zauberer mehr als eine Frau leiſten.
Nur dort, wo der Ueberſchuß an Mädchen groß und der
Kaufpreis deshalb geringer iſt, findet man Vielweiberei
häufiger. Wohlhabende Häuptlinge haben oft drei oder
vier Frauen. Ein Bukaua=Häuptling brachte es ſogar auf
zehn Frauen, aber er hatte ſie nicht alle gleichzeitig; „er
warf die vorhandenen Frauen immer hinaus, wenn ſie zu
viel ſchimpften oder ihn gar zu arg prügelten‟ Dann
nahm er ſich andere, und dabei kam jener Rekord heraus.
Das Eheleben iſt reich an Prügeleien, bei denen ſowohl
der männliche wie der weibliche der leidende Teil ſein kann;
aber es iſt nicht ſchlechter, als bei anderen Völkern. Zum
guten Anſtande gehört es, daß der Mann ſich niemals
öffentlich mit ſeiner Frau zeigt und in Gegenwart anderer
nicht die geringſte Notiz von ihr nimmt. Das geht ſo weit,
daß er bei der Heimkehr nach langer Abweſenheit die Frau”
zunächſt gar nicht beachtet. Als die erſten weißen Ehepaare
ſich unter den Schwarzen Neuguinegs niederließen und
Arm in Arm durchs Dorf gingen, ſich auch wohl gelegentlich
einen zärtlichen Kuß gaben, erſchien das den Schwarzen
als der Gipfel aller Unmoral. „Man darf aber,” ſagt
Neu=
hauß, „deshalb die Schwarzen nicht der Gefühlsloſigkeit
gegen ihre Frauen zeihen: öffentliche Zurückhaltung iſt eben
Landesſitte, umgekehrt wie in Europa, wo Eheleute, die ſich
daheim prügeln, ſich öffentlich küſſen.” „Eheirrungen”
kom=
men häufig vor. Scheidungsgründe ſind außer Ehebruch
auch Zänkereien. ja ſchlechtes Kochen, zumal, wenn es ſich
um eine Häuptlingsfrau handelt und infolgedeſſen die Gäſte
nicht ſtandesgemäß bewirtet werden. Die Scheidung
voll=
zieht ſich ohne beſondere Förmlichkeit: die Frau verläßt die
Hütte, kehrt zu ihren Verwandten zurück, und der
Kauf=
preis wird zurückerſtattet. Kinder verbleiben dem Vater,
Säualinge folgen der Mutter, aber nur ſo lange, als ſie
der Muttermilch bedürfen. Auffällig iſt die Zurückſetzung
der Frau nach dem Tode. Die Leiche des Mannes wird in
einen Sarg gebettet, den man aus den Brettern des Hauſes
des Verſtorbenen herſtellt; für die weibliche Leiche gilt eine
Matte ausreichend. Hat das neugeborene Kind ein
Ge=
brechen. oder iſt es ein Mädchen, während die Eltern auf.
einen Knaben rechneten, oder haben dieſe ihrer Meinung
nach ſchon genug Kinder, ſo wird es erdroſſelt oder in die
nächſte Grube geworfen. Von Zwillingen wird bei
ein=
zelnen Stämmen ſtets das eine Kind getötet. In der
Land=
ſchaft Siſſanu läßt man aber beide Kinder am Leben, und
iſt die Mutter zu ſchwächlich, ſie zu ernähren, ſo gibt man
eines an eine andere Familie. In manchen Gegenden
ſchont man auch das Leben von Krüppeln. um ſie ſpäter als
Zauberer zu verwenden. Als eine beſondere Gefühlsroheit
iſt nach Neuhauß die Beſchränkung der Kinderzahl den
Pa=
puas nicht anzurechnen: ſie iſt eben eine uralte Sitte.
An einzelnen Stellen beſteht der Brauch, die
Jung=
geſellen des Dorfes äußerlich deutlich erkennbar zu machen;
ſie tragen einen Gürtel aus Rotang, der weithin verrät, daß.
ſein Beſitzer „noch zu haben” iſt.
Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 3.
Die Urheber der Vorſchläge, die ſie der Kommiſſion
unter=
breitet, haben dieſe nachmittags entwickelt. Die
Kom=
miſſion arbeitete einen Konventionsentwurf aus, der in der
Debatte als Baſis dienen ſoll. Die Beratungen hierüber
beginnen morgen nachmittag.
* Kairo, 29. Jan. Der Herzog von Fife iſt
heute in Aſſuangeſtorben. Alexander Wilhelm Georg
Duff, geboren am 10. November 1849, war 1874—1879
Mit=
glied des Unterhauſes, wo er ſich den Liberalen anſchloß.
Er folgte 1879 ſeinem Vater als ſechſter Graf von Fife
(Pairswürde in der ſchottiſchen Familie Duff) in der Pairie
des vereinigten Königreichs und wurde, als er ſich im Jahre
1889 mit der älteſten Tochter Luiſe des damaligen Prinzen
von Wales, des ſpäteren Königs Eduard VII., verheiratete,
zum Herzog von Fife ernannt. Er war ſeit längerer Zeit
leidend und ſuchte in Aegypten vergeblich Heilung. Der
Herzog hinterläßt zwei Töchter.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 31. Januar.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften
folgten am Montag abend 8 Uhr einer Einladung des
Kaiſerlich Ruſſiſchen Miniſter=Reſidenten Staatsrat van
der Vliet zu einem muſikaliſchen Abend. Außerdem
waren zu der Veranſtaltung erſchienen der preußiſche
und der enzliſche Geſandte, die Miniſter, Prinzeſſin von
Schleswig=Holſtein, Prinz und Prinzeſſin von Iſenburg.
Ein ruſſiſches Orcheſter bot ein intereſſantes Programm,
das durch einige Vorträge von Fräulein Mandel aus
Wiesbaden ergänzt wurde.
* Das Tanzfeſt im Neuen Palais findet, wie
vom Hofmarſchallamt mitgeteilt wird, nicht am
13. Februar d. Js., ſondern am 12. Februar ſtatt.
* Ernannt wurde der Oberaufſeher an der
Zellen=
ſtrafanſtalt Butzbach Chriſtoph Graulich zum
Ober=
aufſeher am Haftlokal in Offenbach mit Wirkung vom
1. Februar 1912.
-g. Strafkammer. Aus Unbeſonnenheit hat ſich der 35 Salzſieder Karl Friedrich Vörg aus Wimpfen
der Urkundenfälſchung ſchuldig gemacht. Um ſich an einem
Bekannten von ihm zu rächen, richtete er an das
Finanz=
amt Beerfelden eine Anzeige, daß dieſer in eine zu
niedrige Steuerſtufe gekommen ſei, da er noch verſchiedene
Nebenverdienſte habe. Die Anzeige, die V. mit einem
anderen Namen unterzeichnete, hatte auch den Erfolg, daß
der Angezeigte eine Steuerſtufe hinaufgeſetzt wurde. Vörg
hatte ſich nun geſtern vor der hieſigen Strafkammer wegen
des Gebrauchs eines fremden Namens, der ſich als
Ur=
kundenfälſchung qualifiziert, zu verantworten. Er wird
zu der Mindeſtſtrafe von einer Woche Gefängnis
verurteilt. — Aus Not ließ ſich die bereits oft vorbeſtrafte
28 Jahre alte Köchin Auguſte Petruba aus Lappiener
wiederum zu Diebſtählen verleiten. Bei einer hieſigen
Familie ſchnitt ſie die Betten auf und entnahm ihnen
Federn. Bei der Witwe Knieß in Eberſtadt bat ſie,
ein=
mal telephonieren zu dürfen; ſie ging äber in dem ihr
bekannten Haus in ein anderes Zimmer und entwendete
dort aus einem verſchloſſenen Schrank 8 Mark. Wegen
Diebſtahls im Rückfalle erhält ſie ſechs Monate
Ge=
fängnis, abzüglich einem Monat Unterſuchungshaft.
Der ſchon wegen Betrugs vorbeſtrafte Kaufmann Heinr.
Scharlach aus Viernheim war von dem
Buchdruckerei=
beſitzer Bingener in Viernheim als Kontoriſt und
Druck=
ſachen=Akquiſiteur engagiert und ihm vertraglich ein
Ge=
halt von 60 Mark und 10 Prozent Proviſion zugeſtanden
worden. Mündlich ſicherte ihm, nach ſeinen Angaben,
Bingener ein Einkommen von 150—170 Mark zu, während
er in Wirklichkeit 70—75 Mark monatlich verdiente.
Schar=
lach iſt verheiratet und hat drei Kinder, und da er mit
dieſem Einkommen nicht auskommen konnte, veruntreute
er eingehende Kundengelder. Die Entdeckung verhinderte
er teilweiſe durch Fälſchung der Quittungen, teilweiſe
lieferte er die Summen einfach nicht ab. Im ganzen hat
er etwa 700 Mark durch dieſe Betrügereien erhalten. Er
wird wegen Betrugs in zwei Fällen zu acht Monaten
Gefängnis verurteilt.
g. Schöffengericht. Wegen der im Dezember vorigen
Jahres entdeckten fortgeſetzten umfangreichen Diebſtähle
in einigen hieſigen Geſchäften hatten ſich geſtern vor dem
hieſigen Schöffengericht der 26jährige Lageriſt Franz
Schambach, der 18jährige Dekorateur Gottlieb Fenn
und der 26jährige Magazinier Heinr. Launspach IV.
zu verantworten. Der Hehlerei waren beſchuldigt: der
38jährige Schreiner Philipp Wolfraum, der 31jährige
Taglöhner Franz Borowski, der 30jährige Packer
Leonhard Kopp der 34jährige Schleifer Johannes
Hofferbert. der 29jährige Wirt Emanuel Friebis,
der 31jährige Maurer, Auguſt Raiſchuck, der 35jährige
Taglöhner Jakob Grimm, der 35jährige Fuhrmann
Ludwig Weber, der 29jährige Fuhrmann Alb. Göbel
und der 51jährige Taglöhner David Bremſer. Die
der Hehlerei Beſchuldigten, die als Abnehmer der
geſtoh=
lenen Waren auftraten, ſtellen in Abrede, um die Herkunft
der Sachen gewußt zu haben. Das Gericht verurteilt den
Hauptangeklagten Schambach, der gewiſſermaßen den
Handel organiſiert hatte, wegen Diebſtahls und Hehlerei
zu 7 Monaten Gefängnis, unter Anrechnung von
7 Wochen der Unterſuchungshaft; den Gottlieb Fenn zu
4 Monaten Gefängnis, abzüglich 7 Wochen, den
Launspach zu 3 Monaten Gefängnis, abzüglich
6 Wochen; den Wolfraum zu 3Monaten Gefängnis,
abzüglich 2 Wochen und den Angeklagten Borowski
zu 2 Monaten Gefängnis. Die übrigen acht
Angeklag=
ten wurden freigeſprochen; ſie ſeien zwar der Hehlerei
noch ſtark verdächtig, aber das Gericht erachtete den vollen
Beweis der Hehlerei nicht für erbracht.
g. Einen Feſt=Kommers zu Ehren des Geburtstages
Sr. Maj. des Kaiſers veranſtaltete die Darmſtädter
Studentenſchaft am Montag abend im Orpheum.
Der große Saal war geſchmackvoll mit den Fahnen und
Wappen der Korporationen ausgeſchmückt und auf der
Bühne hatte, hinter grünem Pflanzenſchmuck verſteckt, die
Kapelle des Artillerie=Regiments Nr. 61 einen paſſenden
Platz gefunden. Die Profeſſorenſchaft war der Einladung
der Studentenſchaft faſt vollzählig gefolgt und auch Herr
Rektor Prof. Wickop hatte es ſich nicht nehmen laſſen,
der Feier beizuwohnen. Von den Galerien herab ſah ein
feſtlicher Damenflor dem fröhlichen Treiben zu. Der
Vor=
ſitzende des Ausſchuſſes detStudierenden Bruſius (
Me=
rovingiae) begrüßte die Erſchienenen und eröffnete den
offiziellen Teil des Kommerſes mit einem Salamander
auf den frohen Verlauf des Feſtes; ſodann ergriff er das
Wort zur Feſtrede. „Was du ererbt von deinen Vätern
haſt, erwirb es, um es zu beſitzen” dieſes Zitat, führte
der Feſtredner aus, ſei für den Philoſophen eine
Welt=
anſchauung, und auch unſer Kaiſer habe empfunden, daß
dieſes Wort ewige Wahrheiten in ſich birgt. Er ließ es
ſich nicht genügen nur der Führer ſeines Volkes zu ſein,
ſondern er war bemüht, Deutſchlands wirtſchaftlichen
Kreſten und Fähigkeiten die Möglichkeit zur vollen
Ent=
faltung zu verſchaffen, er bemühte ſich, das Vertrauen
ſei=
nes Volkes zu erwerben. Daß ihm dies in 24jähriger
kraft=
volle: Regierung gelungen trotz Anfechtungen von
ver=
ſchiedenen Seiten, daß es ihm gelungen, während ſeiner
Regierungszeit dem Teutſchen Reiche einen ruhmvollen
Frieden zu erhalten, das wollen wir ihm heute wiederum
bezeugen und danken. Seine Rede klang aus in ein
drei=
faches Hoch auf Se. Majeſtät, worauf die
Feſtverſamm=
lung ſtehend die Kaiſerhymne ſang. Stud. Bötticher
(Wingolf) betonte unter Hinweis auf die
Reichstagswah=
len, daß die Studentenſchaft nicht nur Fachſtudien treiben
ſoll, ſondern auch wirtſchaftliche und politiſche
Erfahrun=
gen ſammeln müſſe. Selbſtverſtändlich müſſe ſich die
Stu=
dentenſchaft frei halten vom Parteikampf, denn wahre
aka=
demiſche Freiheit ſei nur bei einer unparteiiſchen
politi=
ſchen Betätigung möglich. Dann ſei es auch den
Studen=
ten möglich, mit geſunder Auffaſſung die Anſchauung
po=
litiſch Andersdenkender zu verſtehen und zu achten. Als
rechte Führer auf dieſem Wege können dem Studenten die
deutſchen Fürſten gelten, die als ſolche über den Parteien
ſtehen. Sein Hoch galt deshalb unſerem beliebten
Groß=
herzog. Stud. Wagner brachte in einer anmutigen
Er=
zählung das Hohelied der Treue und Dankbarkeit der
Ju=
gend gegenüber dem Alter, ſeinem Lehrer, zum Ausdruck.
Seine von rezitatoriſcher Begabung zeugende Rede, die
mit ungewohnter Aufmerkſamkeit aufgenommen wurde,
klang aus in ein dreifaches Hoch auf Rektor und
Pro=
feſſoren.
Rektor Prof. Wickop dankte für den herzlichen
Em=
pfang. Die Worte des Herrn Vorredners, Treue um
Treue, Vertrauen um Vertrauen, ſeien heute wahrlich ganz
beſonders am Platze. Die Profeſſorenſchaft fühle ſich nicht
nur dann mit der Studentenſchaft eins, wenn es gilt, ernſte
wiſſenſchaftliche Arbeit zu leiſten, ſondern auch bei
fröh=
lichen Feſten. Heute zur Feier von Kaiſers Geburtstag
ſeien die Profeſſoren beſonders gern gekommen, das
be=
weiſe ſchon der zahlreiche Beſuch. Er freue ſich, daß tra”
aller Verſchiedenheiten bei der Studentenſchaft das
Soli=
daritätsgefühl geſiegt habe und daß ſie in voller
Einmütig=
keit ihren Kommers veranſtaltet habe. Er wünſche, daß
es immer heißen möge, getrennt marſchieren, abek vereint
ſchlagen. Dies müſſe beſonders betont werden an einem
Tage, der der Huldigung unſeres Kaiſers gewidmet iſt.
Er ſollte für alle Deutſchen ein Heiligtum ſein, heilig als
Inbegriff der Einigung der deutſchen Stämme. Was die
Väter mit ihrem Blute erkämpft haben, das liege den
Stu=
denten ob zu ſchützen. Trotz allen Parteigezänks und trotz
der vier Millionen ſozialdemokratiſcher Stimmen, ſei er
überzeugt, daß die überwiegende Mehrheit des Volkes
darin einig iſt, dieſes Heiliatum zu ſchützen. Nicht als eine
Phraſe, ſondern als ein Paladium für das Blühen und
Gedeihen des Vaterlandes ſei dies zu betrachten.
Geden=
ken wir an dieſem Tage auch Friedrichs des Großen, der
den Grund zu dem heutigen mächtigen Deutſchen Reich
gelegt hat und blicken wir zurück, als vor 100 Jahren
deutſche Uneinigkeit dem gewaltigen korſiſchen Eroberer
es ermöglichte, über Deutſchland zu herrſchen und wie
im ruſſiſchen Winter das Weltgericht über ihn hereinbrach.
Er mußte untergehen, weil ihm der Dämon Machthunger
die Allgemeinheit über ſeinen großen Plänen vergeſſen
ließ. Neben ihm ſteht Friedrich der Große als gerechter
Herrſcher da, deſſen einziges Beſtreben war, der
Allgemein=
heit zu nützen und der erſte Diener des Staates zu ſein.
Und auch unſer Kaiſer ſucht dieſem Wahlſpruch ſeines
gro=
ßen Ahnen nachzueifern. Durch unermüdliches Beſtreben
hat er dem deutſchen Volke eine lange friedliche
Entwick=
lung geſichert. Iſt auch der eine oder der andere in
eini=
gen Fragen anderer Meinung, ſo müſſe er doch immer
be=
ſtrebt ſein, daß er das Große nicht über Kleinigkeiten
ver=
gißt. Wir müſſen den einigenden Gedanken hochhalten.
Die Studenten ſeien nach ihrem Beruf und ihrer
Vor=
bildung berufen, Lehrer des Volkes zu werden, mögen ſie
ſich ihrer Pflicht ſtets bewußt ſein. Er ſchloß mit der
Aufforderung, zur Ehre der Hochſchule und der
Studenten=
ſchaft einen kräftigen Salamander zu reiben. Stud. Levy
(Viadringe) brachte ein Hoch auf die Gäſte und die Stadt
Darmſtadt aus. Baurat Jäger dankte im Namen der
Stadt für die Einladung und brachte ein Hoch auf die
akademiſche Jugend aus, die ein belebendes Element für
die Stadt ſei. Am Schluß des offiziellen Teiles brachte
Stud. Voormann (Haſſiae) einen Toaſt auf die Damn
aus, worauf die Feſtlichkeit in ein inoffizielles Stadium
überging, wobei der Herr Rektor als Präſides in
mei=
ſterhafter Weiſe fungierte.
* Jugendpflege der Stadtgemeinde. Herr Pfarrer
D. Dr. Diehl ſchickt uns folgende Berichtigung
In dem Artikel, den Sie geſtern über die mit Freuden
zu begrüßende Anſtellung eines Pfarraſſiſtenten für
„Jugendpflege der Stadtgemeinde”
brach=
ten, iſt ein Irrtum enthalten, deſſen Berichtigung aus
ſach=
lichen Gründen nötig erſcheint. Der Vereinsgeiſtliche für
die Innere Miſſion hat die Jugendpflege der
Stadt=
gemeinde bisher nicht „beſorgt”, ſondern er hat mich
als den für dieſe Jugendpflege verantwortlichen Pfarrer
der Stadtgemeinde unterſtützt, dieſe Arbeit zu leiſten
Dieſe Unterſtützung war in den Monaten April bis
Sep=
tember ſehr weitgehend, da einerſeits der damalige
Vereinsgeiſtliche, Herr Pfarraſſiſtent Zentgraf, ein
begei=
ſtertes Herz für die Sache der Jugendpflege hatte,
ander=
ſeits es mir aber infolge der Laſt monatelanger dienſtlicher
Vertretungen unmöglich war, auf dem Gebiet der
Jugend=
arbeit in dieſer Zeit ordentlich tätig zu ſein. In den
Mo=
naten Dezember 1911, ſowie Januar 1912 war aber die
Mitarbeit des gegenwärtigen Vereinsgeiſtlichen, Herrn
Pfarraſſiſtenten Liz. Gengnagel, auf Grund obrigkeitlicher
Anordnung weſentlich eingeſchränkt, ſodaß von
einem „Beſorgen” der Arbeit durch den
Vereinsgeiſt=
lichen nicht die Rede ſein kann. In den Monaten Januar
bis April, ſowie Oktober und November 1911 wurde aus
Mangel einer Hilfskraft die Arbeit von mir allein „
be=
ſorgt‟ Ich ſtelle dies feſt, da ſchon einmal eine Notiz
vor Monaten durch die Preſſe ging, die geeignet war, die
Jugendpflege in der Stadtgemeinde lediglich als ein Werk
der Inneren Miſſion hinzuſtellen. Die
Jugend=
pflege der Stadtgemeinde iſt n ie Sache der Inn. Miſſion,
ſondern anfänglich im Verein „Feierabend” Sache einzel
ner Pfarrer und dann Sache der Gemeinde
gewe=
ſen. Damit ſoll nicht geleugnet, ſondern gern ausdrücklich
betont werden, daß die Innere Miſſion auf dem Gebiet
der Jugendarbeit in ganz Darmſtadt durch den von ihr
gegründeten Verein „Wartburg” viel Segen geſtiftet hat.
* Die ärztliche Beratungsſtelle für Epileptiſche, die
im Januar 1911 in Nieder=Ramſtadt eingerichtet
wurde, erfreute ſich während des erſten Jahres ihres
Be=
ſtehens einer guten Inanſpruchnahme. 19 Kranke,
dar=
unter zwei außerheſſiſche reſpektive deren Angehörige,
haben ſich an ſie gewandt und dort Belehrung über die
Art der unter dem Sammelnamen Epilepſie gehenden
Krankheit ihres Verwandten, ſowie Mitteilung über die
zweckmäßigſte Lebensweiſe derartiger Kranker erhalten.
Auch im laufenden Jahre ſoll dieſe Einrichtung
beibehal=
ten werden, und zwar genau wie ſeither, ſo daß die
Be=
ratungsſtelle in der Anſtalt für Epileptiſche jeden erſten
Montag im Monat geöffnet iſt. Anfragen richte man an
den ärztlichen Leiter der Anſtalt, Herrn Dr. Heid, Nieder=
Ramſtadt.
D Fiſch=Kochkurſe. Im Anſchluß an den Vortrag, den
Herr Oberſtleutnant v. Gerhard über „Seefiſche
und ihre Verwendung in der bürgerlichen
Küche” hielt, wurde am vergangenen Donnerstag der
14. Fiſchkochkurſus begonnen. Herr v. Gerhard
begrüßte zu Anfang des Unterrichts die Teilnehmerinnen
und die zahlreich erſchienenen Gäſte, zu denen Herr und
Großherzogliches Hoftheater.
Montag, den 29. Januar:
„Die Räuber”.
W-l. Schillers Jugenddrama „Die Räuber” ging
heute vor nur mäßig beſuchtem Hauſe wieder in Szene.
Man iſt allgemein der Anſicht, daß das Publikum ſolche
Vorſtellungen klaſſiſcher Stücke nicht beſucht, weil es
be=
ſtimmt erwartet, daß ſie in billigen, ſogenannten
Volks=
vorſtellungen ſpäter wiederholt werden.
Am beſten hat Schiller ſelbſt ſeine „Räuber” kritiſiert,
wenn er in der „Ankündigung der Rheiniſchen Thalia‟
ſagt: „Unbekannt mit dem ſchönen Geſchlecht, unbekannt
mit Menſchen und Menſchenſchickſal, mußte mein Pinſel
notwendig die mittlere Linie zwiſchen Engel und Teufel
verfehlen, mußte er ein Ungeheuer hervorbringen, das
zum Glück in der Welt nicht vorhanden war. Wenn von
allen den unzähligen Klagſchriften gegen die „Räuber”
eine einzige mich trifft, ſo iſt es dieſe, daß ich zwei Jahre
vorher mir anmaßte, Menſchen zu ſchildern, ehe mir noch
einer begegnete.”
Wenn wir dieſes Urteil Schillers, das die Mängel des
Stückes ſo offen klarlegt, unterſchreiben, ſo wird dadurch
die Bewunderung nicht abgeſchwächt, die wir für dieſes
über alle Maßen geniale Jugenddrama des großen
Ge=
nius hegen. Zugleich ergibt ſich aber daraus, welche
Schwierigkeiten den Darſtellern der beiden Hauptrollen
erwachſen, indem ſie uns dieſe „Ungeheuer” auf den die
Welt bedeutenden Brettern glaubwürdig machen ſollen.
Damit muß man rechnen, wenn Herr Lehrmann,
der wieder den Franz Moor ſpielte, bisweilen von dem
zyniſchen Ton des Böſewichts in ein moraliſches Pathos
überging, das, oberflächlich betrachtet, befremden mochte,
für das aber doch bei dem Dichter die Anhaltspunkte
ge=
geben ſind. Etwas leichter wird dem Vertreter des Karl
Moor die Aufgabe einer einheitlichen Charakteriſtik der
Rolle gemacht. Herr Baumeiſter der die Rolle hier
ebenfalls ſchon wiederholt geſpielt hat, hielt ſich in ſeiner
Charakteriſtik an die im erſten Akt für den Entſchluß des
ausgeſtoßenen und verzweifelten Sohnes dargelegten
Motive und folgte dem Dichter in der wunderbaren Kunſt,
den Räuberhauptmann als einen Menſchen von edlem
und großem Charakter darzuſtellen, auf deſſen Seite
un=
ſere Sympathien ſind, der mit ſeiner Bande mordet und
brennt, dagegen angeſichts der untergehenden Sonne in
ſchwärmeriſchen Betrachtungen eines Romantikers ſich
er=
geht und beim Anblick ſeiner heimatlichen Gefilde zu
Tränen gerührt wird. Das hinreißende Temperament
dieſes Schillerſchen Kraft= und Uebermenſchen fehlte Herrn
Baumeiſter nicht.
Die Rolle des alten Grafen Moor findet in Herrn
Knispel den beſten Vertreter. Daß die des
Spiegel=
berg von Herrn Jürgas geſpielt wird, deſſen
Befähig=
ung auf anderem Gebiete liegt, hat wohl darin ſeinen
Grund, daß zur Zeit kein anderer Vertreter für ſie
vor=
handen iſt. Es muß anerkannt werden, daß Herr Jürgas
vielen Fleiß auf ſie verwendet hat, aber über ſich ſelbſt
hinaus kann niemand. Frl. Uttmann, die erſtmalig
die Amalie ſpielte, entwickelte viel Temperament, war
aber zu unruhig und nervös in ihrer Darſtellung,
wor=
auf auch wohl das ihr Spiel begleitende ſtereotype Nicken
mit dem Kopf zurückzuführen iſt. Als Koſinsky gab
Herr Weiß eine hübſche Talentprobe. Seiner Sprache
haftet aber noch etwas Schulmäßiges an. In dem
Räu=
berenſemble taten ſich die Herren Heinz als Schweitzer,
Semler als Roller und Peterſen als Schufterle
hervor. Den alten Diener des Grafen ſpielte Herr
Kräger.
Die Jugend, die unter dem Publikum ſehr zahlreich
vertreten war, ſpendete nach jedem Akte begeiſterten
Bei=
fall und rief die Hauptdarſteller drei=, vier= und fünfmal
hervor.
Feuilleton.
C.K. Das Muſeum der Ehrenlegion. In einem Saal
des alten Salmſchen Palais in Paris wird jetzt ein neues
Muſeum eröffnet, das in der Stille und ohne viel Lärm
ge=
ſchaffen worden iſt: das Muſeum der Ehrenlegion. Es iſt
aus der großen Ausſtellung hervorgegangen, die im
ver=
gangenen Jahr im Pavillon de Marſan veranſtaltet worden
war und das einen reichen Schatz an alten Orden und
Re=
liquien der napoleoniſchen Zeit dem Publikum vor Augen
führte. Der Erfolg und das Intereſſe, das dieſe Ausſtellung
franzöſiſcher Orden in Paris erregte, hat dem Großmeiſter
der Ehrenlegion den Gedanken eingegeben, ein ſtändiges
Muſeum zu ſchaffen, das ein Bild von der Geſchichte dieſes
franzöſiſchen Ehrenzeichens geben ſoll. General Florentini
wandte ſich an die Beſitzer alter Ordensreliquien und es iſt
in der Tat gelungen, in ganz kurzer Zeit eine
außerordent=
lich reichhaltige und intereſſante Sammlung hiſtoriſcher
Re=
liquien zuſammenzubringen. Eine Reihe von Familien,
die bisher dieſe Stücke als koſtbares Gut hüteten, haben ihre
hiſtoriſchen Kleinodien dem neuen Muſeum überwieſen. Vor
allem fällt die reichhaltige große Sammlung auf, die der
Marquis de Champreur d’Altenbourg geſtiftet hat. Sie
ent=
hält zunächſt eine lückenloſe Serie aller Formen von
Ehren=
kreuzen, die ſeit der Begründung der Ehrenlegion
ver=
teilt worden ſind. Erinnerungen an den napoleoniſchen
Hofhalt werden wachgerufen, wenn man die entzückend
ge=
arbeiteten Ohrringe ſieht, die der Kaiſer der Herzogin von
Abrantés ſchenkte. Sie ſind eine kunſtvoll gearbeitete
ver=
kleinerte Nachbildung des Kreuzes der Ehrenlegion mit
einem Profil Napoleans. Die ganze Reihe der
napoleoni=
ſchen Orden ſind vertreten, die eiſerne Krone, der Orden de
la Reunion, ein Ehrenkreuz, das Murat gehörte, und ein
außerordentlich ſeltener Orden, den Joſef Bonaparte als
ſpaniſcher König getragen hatte und von dem bisher nur
drei Exemplare bekannt ſind. An die Tage napoleoniſchen
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
Glückes erinnert auch das prächtige juwelengeſchmückte
Großkreuz der Ehrenlegion, das die Stadt Paris ſeiner
Zeit geſtiftet hatte, damit dieſes koſtbare Schmuckſtück an der
Wiege des Königs von Rom befeſtigt werde. In einer
langen Folge von Vitrinen ſieht man dann ſorgſam geordnet
die zahlloſen Ehrenzeichen, die entweder beſondere hiſtoriſche
Bedeutung haben oder die Geſchichte des franzöſiſchen
Ordensweſens erläutern. Alte, längſt vergilbte
Ernennungs=
dekrete ergänzen die Anſchaulichkeit dieſes merkwürdigen
Muſeums, das ſo deutlich davon Zeugnis ablegt, wie auch
das demokratiſche Frankreich mit ſeiner republikaniſchen
Staatsform noch heute der Ordensſucht huldigt. Einen
prachtvollen Hintergrund der ausgeſtellten Gegenſtände
bilden die aus dem Beſitze des Staates dem Muſeum
zur Verfügung geſtellten herrlichen Tapiſſerien von
Beau=
vais, die einſt für den Thronſaal Ludwigs XVIII. beſtimmt
waren Aus den Tuilerien ſtammt ein prächtiger Teppich,
in dem das Kreuz der Ehrenlegion eingewebt iſt, und auch
ein Seſſel vom unglücklichen Prinzen Lulu, an dem als
Or=
nament die Inſignien der Ehrenlegion auftauchen.
) Die Tragbdie des Reihers. Auch bei uns in
Deutſch=
länd wird der Kämpf gegen den Vogelmord, durch
den die Hüte der Damen ihren Schmuck erhalten, eifrig
ge=
führt, aber leider nicht mit großem Erfolg. Wer ſich aber
die Fülle von Qualen und Grauſamkeiten vorſtellt, mit denen
ſolch prächtige Reiherfedern erkauft werden, der wird ſich
beim Anblick dieſer bunten Zier eines Schauers nicht
er=
wehren können und gewiß mehr Abſchen als Freude daran
empfinden. Deshalb iſt auch für uns der Bericht eines
auſtraliſchen Vogelfreundes über die „Tragödie des Reihers”
intereſſant, der in der ornithölogiſchen Zeitſchrift Emu
er=
ſchienen iſt. Der Reiher, dieſes graziöſe Tier, das von
den Federjägern als koſtbarſte Beute ſo heiß begehrt wird,
iſt zwar in den verſchiedenen Staaten Auſtraliens durch
Ge=
ſetze geſchützt, aber die ungeheure Ausdehnung des Landes
und die geringe Dichtigkeit der Bevölkerung begünſtigen
die Beutezüge der Federjäger, die alle Wachſamkeit täuſcher
und die Reiher langſam ausrotten. Der Verfaſſer des Auf
ſatzes, A. H. Mattingley, hatte ſich die Aufgabe geſtellt, das
Leben eines Reihers in Photographien feſtzuhalten. Zu=
Studium wählte er eine große Niederlaſſung von
Reiher=
in den Sümpfen von Riverina in Nordſüdwales. Vor zwe
Jahren hatte er hier 700 Reiherpaare gefunden, aber dann
waren die Federjäger gekommen und hatten die Zahl de
Neſter auf 160 verringert. Als er in dieſem Jahr wieder
kam, welch ein Anblick bot ſich ihm dar! „In dem trüben
Waſſer des Sumpfes lagen die nackten Leichname von etwa
50 Reihern, die dicht bei ihren Neſtern getötet worden
wa=
ren, als ſie Futter für ihre Jungen holten. 50 Vögel
ge=
tötet um ein paar Federn und ihre Kleinen dem Hungertode
überantwortet! Eine große Anzahl der jungen Vögel war
bereits tot; die anderen, zu Skeletten abgemagert, ſtießen
jammervolle Schreie aus, ebenfalls bereits von den Schauern
des Todes ergriffen‟ Da die Federn den Höhepunkt ihrer
Schönheit und ihres Kaufwertes in der Zeit erhalten haben,
wenn die Reiher ihren Elternpflichten obliegen, ſo will es
die Grauſamkeit der menſchlichen Habgier, daß die Tiere
zu dieſer Zeit getötet werden und ſo mit den alten auch die
junge Brut zugrunde gehen muß. Von dem traurigen
Schauſpiel, das ſich ihm darbot, nahm Mattingley ſieben
Photographien äuf,äuf denen die gemordeten Reiher, ihre
ver=
hungerten Kleinen und andere im letzten Todeskampf
zu=
ſammengekauerte Junge zu ſehen waren. Die „Tragödie
des Reihers” war hier in ergreifenden Bildern feſtgehalten
und erregte, als die Photographien veröffentlicht wurden.
allgemeines Mitleid und allgemeine Entrüſtung. Man kam
auf den Gedanken, die Bilderſerie als Agitationsmittel
gegen den Vögelmord zu benutzen und hatte damit den
denk=
bar größten Erfolg. Die Photographien wurden vergrößert
und in „Proteſtverſammlungen” in den wichtigſten Städten
Auſtraliens vorgeführt. Die Bewegung, die dadurch
ent=
ſtand, führte ſchließlich zu einer Eingabe an den
Premier=
miniſter, in der eine Verſchärfung der Vogelſchutzgeſetzgebung
gefordert wurde. Infolgedeſſen iſt in Auſtralien der Export
von Reiherfedern völlig verboten worden und dies Verbot
wird mit großer Strenge durchgeführt. Die durch dieſe
Bilder entfeſſelte Strömung aber zog immer weitere Kreiſe.
Auch in den Vereinigten Staaten und in England ließ die
„Tragödie des Reihers” viele Herzen in flammender
Ent=
rüſtung ſchneller klopfen; die Vereinigten Staaten
be=
drohten Jeden, der Reiherfedern zu Handelszwecken
ver=
kaufte, mit ſchweren Strafen, und die gewaltige
Propa=
ganda, die in Großbritannien gegen den Vogelmord
be=
trieben wurde, führte ebenfalls zu einem greifbaren Erfolg:
die Regierung verſprach, ein Geſetz einzubringen, das den
Verkauf von Reiherfedern unterſagt.
* Aus ungewöhnlichem Grunde. In Rüdingsdorf
(Kreis Luckenwalde) wurde ein Bauer tobſüchtig, weil man
ihn verdächtigte, ſozialdemokratiſch gewählt zu haben. Er
mußte einer Irrenanſtalt zugeführt werden.
Frau Oberbirgermeiſter Dr. Gläſing, Herr und Fran
Bürgermeiſter Mueller, Herr und Frau Profeſſor
Kiſ=
ſinger und verſchiedene andere Damen und Herren
gehör=
ten. Herr v. Gerhard gab praktiſche Winke über
Ver=
packung, Verſand und Aufbewahrung von Seefiſchen und
wies beſonders darauf hin, daß Seefiſche auch in der
kal=
ten Jahreszeit auf Eis aufbewahrt werden müſſen und
daß ſie niemals der Sonne ausgeſetzt werden dürfen.
Ferner wünſchte er, daß man in Deutſchland nur deutſche
Seefiſche kaufen möge, zumal dieſelben gerade ſo gut und
nicht teurer, als zum Beiſpiel holländiſche Fiſche ſeien.
Im Verlaufe des Abends wurden wieder verſchiedene
Fiſchgerichte hergeſtellt. Sie waren, wie die Kochproben
bewieſen, in vorzüglicher Weiſe zubereitet. Gelegentlich
des Vortrages im Saalbau wurde verſchiedentlich
ange=
fragt, ob noch Frauen und erwachſene Mädchen in die
Fiſchkochkurſe eintreten könnten. Deshalb ſollen noch
wei=
tere Kurſe nach Bedarf eingerichtet werden.
An=
meldungen können am Freitag, 2. Februar,
von 4—5 und 7—8 Uhr abends bei der
Fortbildungsſchul=
leitung, Rundeturmſtraße 11, und zwar für alle
Abteilun=
gen, erfolgen.
* Der Richard Wagner=Verein Darmſtadt hielt im
„Kaiſerſaal” ſeine diesjährige ordentliche
Hauptverſamm=
lung ab. Nach dem von dem erſten Vorſitzenden, Herrn
Hauptmann Heinrich von Hahn, erſtatteten Jahresbericht
kann der Verein, der jetzt in das 24. Jahr ſeines
Ve=
ſtehens eingetreten iſt, wieder auf ein außerordentlich
er=
folgreiches Vereinsjahr von unausgeſetzter
Aufwärtsent=
wickelung zurückblicken. Seine Mitgliederzahl, die zu.
Anfang des Jahres 1911 826 betrug, iſt bis Ende 1911
bei 148 Neueintritten auf 974 Perſonen geſtiegen. Nahezu
hundert Einwohner umliegender Ortſchaften, wie
Als=
bach, Auerbach, Babenhauſen, Bensheim, Braunshardt,
Dieburg, Eberſtadt, Gernsheim, Goddelau,
Gräfenhau=
ſen, Groß=Gerau, Groß=Umſtadt, Jugenheim, Nauheim,
Pfungſtadt, Reinheim, Roßdorf, Schönberg, Traiſa,
Zwingenberg, ja ſelbſt von Frankfurt, Heppenheim,
Mainz, Oppenheim und Worms bilden treue Mitglieder
und regelmäßige Beſucher der Vereinsveranſtaltungen.
Im vergangenen Jahre konnten 18 Vereinsabende (
Kon=
zerte und Vorträge) veranſtaltet werden, die
ausnahms=
los von bedeutendem künſtleriſchem Erfolge begleitet
waren. Komponiſtenabende wurden Johanna Senfter,
Karl Hallwachs und Frank Limbert gewidmet. Ueber
die neuen Künſtlererſcheinungen, mit denen
der Verein das Darmſtädter Publikum bekannt machte.
haben wir jedes Mal ausführlich berichtet. Der 179., 189
und 190. Vereinsabend fanden zum Beſten des Feſthaus=
Vereins Darmſtadt ſtatt, für den im Verein fortgeſetzt
eine rege Werbetätigkeit entfaltet wird. An die Richard
Wagner=Stipendienſtiftung wurden im abgelaufenen
Jahre aus dem Großherzogtum Heſſen 2160 Mark
abge=
führt, wovon der Darmſtädter Ortsausſchuß 302,50 Mark
aufgebracht hat. 12 Perſonen erhielten Freikarten und
Reiſeentſchädigungen für Bayreuth. 40 vom Verein
an=
gekaufte Eintrittskarten zu den Bühnenfeſtſpielen des
Sommers 1911 gelangten unter den Vereinsmitgliedern
zur Verloſung. Der Leſezirkel des Vereins, der 60
Zeit=
ſchriften umfaßt, und die Bücherei, die um 37 Bände
ver=
mehrt wurde, erfreuten ſich reger Benutzung. Mit
war=
men Dankesworten an die Darmſtädter Preſſe, die die
Vereinsbeſtrebungen ſtets in weitſichtiger Weiſe zu
för=
dern beſtrebt iſt, und an ſämtliche Vorſtandsmitglieder
ſchloß der ſehr beifällig aufgenommene Jahresbericht. Nach
der nun folgenden Rechnungsablage des Schatzmeiſters
iſt auch die Finanzlage des Vereins eine recht günſtige
zu nennen. Die Einnahmen betrugen 17601,21 Mark,
die Ausgaben 16920,90 Mark, ſodaß 880,31 Mark dem
Vereinsvermögen zugeführt werden konnten. Die zum
Schluſſe vorgenommene Neuwahl des Vorſtandes ergab
die einſtimmige Wiederwahl ſämtlicher ſeitheriger
Mit=
glieder, ſodaß der Vorſtand für das neue Vereinsjahr
aus folgenden Perſonen beſteht: Hauptmann Heinrich
von Hahn, erſter Vorſitzender: Profeſſor Arnold
Men=
delsſohn, zweiter Vorſitzender: Großherzoglicher Rat
Hermann Sonne, erſter Schriftführer; Oberlehrer Dr.
Wilhelm Schmidt, zweiter Schriftführer:
Eiſenbahninſpek=
tor a. D. Ferdinand Scheyrer, Bücherwart, Oberlehrer
Dr. Karl Ausfeld, Regierungsaſſeſſor Guſtav Dittmar,
Gerichtsaſſeſſor Otto Melior, Profeſſor Dr. Wilibald
Na=
gel und Kapellmeiſter Fritz Rehbock, Beiſitzer.
nn. Freiwillige Feuerwehr. Unter dem Vorſitz des
Herrn Branddirektors L. Fiſcher hielt die Freiwillige
Feuerwehr Darmſtadt ihre Hauptverſammlung ab. Nach
einer herzlichen Begrüßungsanſprache durch den
Kom=
mandanten Fiſcher erſtattete der Rechner, Kamerad
Bauſcher, den Kaſſebericht, aus dem hervorging, daß
auch in dieſem Jahre wieder eine Anzahl hieſiger
Bür=
ger in hochherziger Weiſe die Kaſſe des Korps unterſtützt
haben, wofür herzlicher Dank ausgeſprochen wurde. Den
verſtorbenen Kameraden Marquardt, Daub und Karl
Bauer wurde ein ehrender Nachruf gewidmet. Hierauf
erſtatteten die Brandmeiſter Franz Müller, L. Müller,
Schäfer und Bucher eingehende Berichte über die
Tätig=
keit der einzelnen Züge, aus denen hervorging, daß die
Mannſchaft und Führer jederzeit ſchlagfertig auf ihrem
Poſten waren und mit Luſt und Liebe ihrem oft
lebens=
gefährlichen und beſchwerlichen Dienſte oblagen. Den
einzelnen Zügen konnte daher auch Dank und
Anerken=
nung ausgeſprochen werden. Nach dem Bericht des
Ka=
meraden Wirth war die Aufnahmeprüfungskommiſſion
in 21 Sitzungen tätig. Kamerad Morſchel erſtattete
Bericht über die Kaſſereviſion und wurden Kaſſe und
Bücher in Ordnung gefunden. Dem Rechner wurde
hierauf Entlaſtung erteilt. Branddirektor Fiſcher
erſtattete einen eingehenden und hochintereſſanten Bericht
über die Jahrestätigkeit des Korps, aus dem
das folgende zu entnehmen war: Die Freiwillige
Feuer=
wehr beſteht zur Zeit aus vier Löſchzügen in Stärke von
zirka 50 Mann, wovon jeder Zug unter der Führung
eines Brandmeiſters ſteht. Die einzelnen Züge ſind mit
den neueſten Feuerlöſchgeräten ausgerüſtet und ſtehen
hierfür 11 Fahrzeuge und vier Handgeräte ſofort zur
Ver=
fügung. Außerdem ſtehen der ſtändigen Feuerwache eine
Druckſpritze und ein Wagen für Hydranteneinrichtung im
Sicherheitsdienſt ſofort zur Verfügung. Die geſamte
Löſcheinrichtung der Wehr beſteht aus 15 Stand=, 38
Strahl=
rohren und Schlauchvorrat von ca. 1800 Meter Länge. Der
Mannſchaftsbeſtand betrug Ende 1911: 200 Mann. Dank
der Opferwilligkeit der Stadtverordnetenverſammlung
konnten eine Reihe von Neuanſchaffungen für die Wehr
ſtattfinden. Für die Beſchaffung wurde der Betrag von
25000 Mark und außerdem von anderer Seite 11000 Mk.
Zuſchuß bewilligt. Im Laufe des Jahres fanden fünf
Vorführungen von Autofahrzeugen ſtatt; doch iſt bis jetzt
eine Entſcheidung für die Lieferung einer ſolchen Spritze
noch nicht gefallen. Zur Bekämpfung von Brandfällen
ſtehen der Feuerwehr zur Zeit 950 Unter= und
Oberflur=
hydranten, ſowie 294 Privathydranten zur Verfügung.
Ferner wurden im Laufe des Jahres noch eine Anzahl
Oberflurhydranten in der Dieburger Straße und an dem
neuen Bahnhof hergeſtellt und dadurch der Feuerſchutz
jener Stadtteile weſentlich erhöht. An
Feuerwehrübun=
gen wurden im Laufe des Jahres 16 abgehalten. Auf
der Feuerwache ſind im Jahre 1911 zuſammen 104
Feuermeldungen eingegangen. Zu Sicherheits=Tag= und
Nachtwachen für die ganze Stadt wurden insgeſamt 7718
Mannſchaften geſtellt. Unfälle im Dienſt waren für 1911
erfreulicherweiſe nicht zu verzeichnen. Einer großen Zahl
von Feuerwehrleuten konnte das Ehrenzeichen und die
Dienſtauszeichnung überreicht werden. Zum Schluß ſprach
Branddirektor Fiſcher den Behörden und insbeſondere
unſerer Stadtverwaltung für die wohlwollende
Unter=
ſtützung warme Dankesworte aus und gab die
Verſicher=
ung, daß die Freiwillige Feuerwehr jederzeit bereit ſei
zum Schutze der Stadt Darmſtadt. In erhebenden
Wor=
ten gedachte er ſodann noch des Brandunglücks in Bingen
und des dabei geſtorbenen Feuerwehrmannes, und erhob
ſich die Verſammlung zu deſſen Ehrung von den Sitzen.
* Odenwaldklub. Wiederum ruft die Ortsgruppe
Darmſtadt ihre treuen Wandergenoſſen und Freunde zu
der vorletzten Tour in dieſem Wanderjahre. Da die
Wanderung durch einen großen Teil des Heppenheimer
Waldes geht, hat auch diesmal Herr Forſtmeiſter
Gun=
trum (Heppenheim) in liebenswürdiger Weiſe die
Führ=
ung bis zum Knoden mit übernommen. Das wird gewiß
jeder Touriſt zu ſchätzen wiſſen, bietet es doch Gewähr,
daß die Tour äußerſt intereſſant und lohnend wird,
denn es werden Wege geführt, die wohl kaum von
Tou=
riſten ſonſt begangen werden. Zunächſt geht es durch
den Diſtrikt Waſſerſchöpp nach dem Lindenſtein zur
Schutzhütte Heppenheim, die vergangenen Herbſt
einge=
weiht wurde. Nach einem kurzen Rundgang weiter, an
prächtigen Baumbeſtänden vorüber, zu dem
Heiligen=
berg, von wo aus man ſchon das erſte Ziel, Knoden, vor
ſich liegen ſieht; doch muß der Wanderer ſich noch etwas
gedulden, es geht weiter, immer auf ſchönen Höhenwegen,
herrliche Fernblicke bietend, an prächtigen Felsgruppen.
rauſchenden Waldbächlein vorbei nach der Gronauer
Kanzel mit ihrer wundervollen Ausſicht, um nach kurzer
Zeit Knoden zu erreichen. Nach einſtündiger Raſt wird
der zweite Teil der Tour angetreten, und zwar nach dem
Stolz des Odenwaldes, dem Kaiſerturm, den der
Wan=
derer nunmehr immer greifbar nahe vor ſich liegen ſieht.
Durch Feld marſchierend, noch ein kurzes Verweilen am
Saume des Waldes, um dann den kurzen Stich nach dem
Turme zu nehmen. Hier iſt ein nur viertelſtündiger
Auf=
enthalt vorgeſehen, denn die Zeit drängt und abwärts
geht es über Laudenau nach dem Endziel Reichelsheim,
wo die Wanderer im Gaſthof „Zum Adler” eine ebenſo
herzliche Aufnahme, als auch kräftiges Mahl erwartet.
Sollte den Wanderern bis zum kommenden Sonntag
auch noch Schnee beſchieden ſein, ſo würde dies die
Schönheit der Tour noch ſteigern; doch auch im anderen
Falle iſt dieſelbe eine herrliche. Es ſei noch erwähnt,
daß trotz Marſchzeit von etwa 7 Stunden die Tour
durchaus keine anſtrengende iſt, ſodaß jedermann an
der=
ſelben teilnehmen kann. Darum „Friſch auf!” ihr
treuen Wanderer, zur 11. Tour am nächſten Sonntag,
den 4. Februar.
* Dekorierungsfeſt des Odenwaldklubs. Das
dies=
jährige Dekorierungsfeſt findet am 16. März im
Städtiſchen Saalbau ſtatt. Die Vorbereitungen hierzu
ſind im Gange und verſprechen den Mitgliedern und
Gäſten genußreiche Stunden. Zur Erhöhung der
Gemüt=
lichkeit iſt es erwünſcht, daß die Feſtteilnehmer durchweg
im Wanderanzug erſcheinen. — Durch das
freund=
liche Entgegenkommen unſeres Mitgliedes Herrn
Kauf=
mann Robert Bergmann iſt es möglich geworden, eine
Reihe von Bildern über die
Schülerwanderun=
gen der Allgemeinheit zugänglich zu machen. Sie ſind
von heute ab in den Schaufenſtern des Hauſes
Wilhel=
minenſtraße 19 ausgeſtellt. Freunde des Wanderſports
und unſerer Jugend ſollten nicht verſäumen, die Bilder
zu beſichtigen.
Luſtige Simpliziſſimusſpiele Münchener Künſtler.
Es ſei nochmals auf das heute Mittwoch abend im Saale
der „Traube” ſtattfindende einzige Gaſtſpiel des
Simpli=
ziſſimus=Enſembles Münchener Künſtler empfehlend
hin=
gewieſen. Die luſtigen Künſtler errangen, wie vor
kur=
zem hier, ſo auch überall auswärts durchſchlagende
Er=
folge, ſodaß ein mit ihnen verlebter Abend tatſächlich zu
den beſten Genüſſen zählt. Es wird ausdrücklich bemerkt,
daß ein neues Programm zu Gehör kommt.
* Ortsgewerbeverein Darmſtadt. Am vierten
Vor=
tragsabend dieſes Winters, der am Freitag, 2. Febr.,
im Sitzungsſaale der Großh. Zentralſtelle für die
Ge=
werbe (Neckarſtraße Nr. 3) ſtattfindet, wird Herr
Regier=
ungsbauführer Rumpf von hier, welcher anderthalb=
Jahre bei den Erweiterungsbauten des Kaiſer Wilhelm=
Kanals beſchäftigt war, unter Vorführung von
Lichtbil=
dern über den „Kaiſer Wilhelm=Kanal und
ſeine Erweiterung” ſprechen. Bei der großen
Be=
deutung, welche die Verbindung der Nordſee mit der
Oſt=
ſee durch dieſen Waſſerweg, namentlich auch in politiſcher
Hinſicht hat, darf wohl auf einen ſtarken Beſuch gerechnet
werden. (Siehe Anz.)
Zwei intereſſante Ausſtellungen ſind im Gewerbe=
Muſeum, Neckarſtraße 3, in Vorbereitung. Zunächſt eine
reichhaltige Ausſtellung von Plaketten, die etwa 600
Nummern umfaſſen wird und zwar neben deutſchen auch
eine Reihe franzöſiſcher Künſtler. Und dann eine
Aus=
ſtellung von Werken des Darmſtädter Künſtlers Th.
Gengnagel. Die Ausſtellungen werden vorausſichtlich
nächſten Sonntag eröffnet.
O Vom Fernſprechnetz. a) Neuanſchlüſſe: 352.
Bank für Handel und Induſtrie, Depoſitenkaſſe,
Wilhel=
minenſtraße 14; (2552) Heinrich Beſt, Geſchäftsführer des
Kaiſer=Automat, Friedrichſtraße 24; 2053 Dr. jur. Julius
Carnier, Rechtsanwalt, Privatwohnung, Stiftſtraße 19;
1911 Roſalie Eigenbrodt, Wittmannſtraße 17; (338) S.
Feitler, Hochſtraße 2. 1825 Auguſt Friedrich, Privatier,
Roquetteweg 34; 1031 Heinrich Funk, Bureau für
Bau=
ausführungen und Verwaltung von Häuſern und
Liegen=
ſchaften, Soderſtraße 76; 1721 Franz Gros, Privatier,
Heinrichſtraße 77; 1132 Karl Hammer, Bezirksinſpektion,
Heinheimerſtraße 12; 1558 Holländiſches Kaffee= und
Lebensmittelhaus, Rheinſtraße 5; (2553) Karl Koppel,
Ludwigſtraße 10; 2054 v. Kotze, Rittmeiſter im Leib=
Dra=
goner=Regiment, Wilhelminenplatz 13; 2057 v. Kropff,
Hauptmann und Platzmajor, Ohlyſtraße 29; 2101
Kuhl=
mann, Poſtrat, Martinſtraße 97; 1129 Chr. Landzettel,
Inſtallation und Spenglerei, Kaupſtraße 7; (2553) Albert!
Libmann, Waldſtraße 1½; 1140 Dr. Meyer, Edward,
Re=
gierungsaſſeſſor, Heidenreichſtraße 37: 1568 Hans
Moh=
winkel, Bücherreviſor, Privat=Handelslehrkurſe,
Wilhel=
minenſtraße 17; 1743 F. Ollerich. Architekt, Herdweg 89;
491 Realgymnaſium=Direktion, Kirchſtraße 22; 1897
Lud=
wig Ruß, Schuhmachermeiſter, Grafenſtraße 29; 511 Joſ.
Trier, Hofmöbelfabrik, Wilhelminenſtraße 25; (2553) Fr.
Richard Unger, Roquetteweg 4. — b) Aenderungen:
846 Adam Appel, übertragen von Wilhelm Vetter; 1186
Frau Dr. Brand, jetzt Nr. 517; 986 Georg Ewald jetzt
Nr. 61; 2559 Geora Finke, Ernſt Ludwig=Straße 3, jetzt
Krug u. Finke, Eliſabethenſtraße 54: 993 C. Hammann,
übertragen von Adam Göttmann; 1652 M. Helferich, jetzt
Inhaber Karl Benn; 497 Koch u. Lippert, übertragen an
Karl Koch; 816 Ludwig Landzettel, Grafenſtraße 4, jetzt
Luiſenplatz 1; 1475 Ludwig Lengfelder Witwe, übertragen
an Bernhard Lengfelder; 1056 Reſidenz=Automat, jetzt
Nr. 597; 1220 A. Ullmann, jetzt Nr. 414; 1691 Gebrüder
Wartensleben, Liebfrauenſtraße 74, jetzt Rheinſtraße 51.
—e) Abgebrochene Sprechſtellen: 1864 Ad. Bender,
1197 Heinr. Beſt. 808 E. Cohen, 122 Darmſtädter
Löwen=
brauerei, 1491 Konrad Eber, 1550 Engel=Drogerie. 1723
Hiller von Gärtringen. 1550 Ludwig Netz. 1981 L. Paſſet,
630 Louis Riſting, 1937 Theodor Schmitt, 754 Ludwig
Schneeberger, 630 Uniformen= und Militäreffektenfabrik.
* Darmſtädter Karneval=Geſellſchaft. Man ſchreibt
uns: Nachdem am letzten Sonntag die erſte Damen=
und Herren=Sitzung der Darmſtädter Karneval=
Geſſell=
ſchaft glänzend verlaufen, iſt die Geſellſchaft ſchon wieder
eifrig bemüht, dem lieben Narrenvölkchen am Sonntag,
den 4. Februar, einen urfidelen Abend zu bieten. Das
Programm, das bereits in großen Umriſſen vorliegt,
enthält im erſten Teil Muſikſtücke einheimiſcher
Kom=
poniſten, im zweiten Teil humoriſtiſche Darbietungen und
Chorlieder und im dritten Teil Tanz. Um der
tanz=
luſtigen Jugend Gelegenheit zu geben, recht eifrig dem
Tanze huldigen zu können, wird bereits um ½11 Uhr
damit begonnen. Ausführlicheres über das Programm,
wird noch bekannt gegeben.
* Orpheum. Heute Mittwoch, den 31. Januar,
findet die Abſchieds=Vorſtellung von „Jhls Luſtige
Bühne” ſtatt. — Morgen Donnerstaa, den 1 Februar,
beginnt das Gaſtſplel des Königl. Belvedere Dresden.
Für Landwirte. Das Proviantamt
Darm=
ſtadt teilt mit, daß es Roggen, Hafer und Stroh zu
den jeweiligen Tagespreiſen kauft, ſo lange Bedarf iſt.
Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januür 1912.
Seite 5.
Vor der Anlieferung iſt mündl che oder ſchriftliche
Preisvereinbarung notwendig.
§ Unfall. Am Montag nachmittag gegen halb 4 Uhr
iſt auf der Eisbahn auf dem Woog ein 11 Jahre altes
Mädchen zu Fall gekommen und hat infolgedeſſen den
lin=
ten Unterarm gebrochen.
g. Eine Revolverſchießerei ereignete ſich am Montag
nachmittag im hieſigen Gewerkſchaftshauſe. Der 29jährige
Lithograph Wilhelm Kelb unterhielt ſeit längerer Zeit
ein Verhaltnis mit einem im Gewerkſchaftshaus
beſchäf=
tigten Madchen, das auch zur Ehe führen ſollte. Das
Mädchen löſte jedoch turz vor der beabſichtigten Trauung
das Verhältnis, worüber Kelb derartig aufgeregt war,
daß er das Mädchen erſchießen wollte. Bereits am
Sonn=
tag machte er einen derartigen Verſuch, konnte jedoch
recht=
zeitig entfernt werden. Am Montag kam er nun wieder
zum Gewerkſchaftshaus und als man ihn polizeilich
ent=
ſernen laſſen wollte, gab er auf den Schutzmann einen
Schuß ab, der denſelben in den Arm traf. Er
ſchoß noch auf mehrere Perſonen, die ihn feſtnehmen
woll=
ten, traf aber niemand. Auf der Wache machte er noch
einen Fluchtverſuch, wurde aber von einem Hunde geſtellt.
Dem Schutzmann mußte die Kugel im Krankenhauſe
ent=
fernt werden.
* Brände. Geſtern mittag wurde die Feuerwehr nach
einem Hauſe Ecke Pallaswieſen= und Viktoriaſtraße
ge=
rufen, wo bei der Schnakenvertilgung ein
Kel=
lerbrans entſtanden war der jedoch bald gelöſcht
war. — Abends gegen 8 Uhr wurde die Feuerwehr
aber=
mals alarmiert. In einem Hauſe in der
Magdalenen=
ſtraße war ein Kaminbrand ausgebrochen, der dank
dem ſchnellen Eingreifen der Feuerwehr auf ſeinen
Herd beſchränkt werden konnte.
Offenbach, 30. Jan. Die Diebe, die in der
Fechenhei=
mer evangeliſchen Kirche einen Einbruch
verüb=
ten und dort zwei Miſſionsſammelkaſten ausplünderten,
wurden von der Offenbacher Kriminalpolizei in der
Per=
ſon des Arbeiters Georg Zimmer und des Reinhold
Schmidt feſtgenommen. — In der
Portefeuille=
fabrik von Schaub brach heute morgen in der im
Hinterhaus gelegenen Werkſtätte Feueraus, das ſchnell
um ſich griff und die innere Einrichtung, ſowie eine Menge
Vorräte vernichtete.
M. Stockſtadt, 30. Jan. Nur einem glücklichen
Zu=
ſall iſt es zuzuſchreiben, daß ein ſchwerer Unfall
unterblieben iſt. Beim Spannen der
Hochſpan=
nungsleitung der elektriſchen Ueberlandzentrale iſt
zwi=
ſchen Gernsheim und Groß=Rohrheim wieder ein
eiſer=
ner Maſt über dem Erdboden glatt abgebrochen. Ein
1sjähriger Monteur war im Begriffe, in die Höhe zu
ſteigen. Kaum 1½ Meter hoch gekommen, hörte er ein
eigentümliches Knirſchen und Knacken unter ſich. Schnell
ſprang er ab und in der nächſten Sekunde ſauſte der
ſchwere eiſerne Maſt zu Boden.
M. Guntershauſen bei Stockſtadt a. Rh., 30. Jan.
Auf dem Freiherrlich Heylſchen Gute Guntershauſen iſt
geſtern und heute große Jagd. So wurden geſtern
nahezu 400 Faſanenhähne und 29 wilde Welſchhühner
ge=
ſchoſſen. Heute wird die Jagd fortgeſetzt und wird alles
jagdbare Wild geſchoſſen werden können.
Mainz, 30. Jan. Das Schwurgericht der
Pro=
vinz Rheinheſſen beginnt ſeine Sitzungen für das
erſte Quartal am Montag, den 4. März, morgens 9½ Uhr.
Zum Vorſitzenden wurde Herr Landgerichtsrat
Mül=
ler ernannt. — Hinter dem Theatergebäude an der
Schöfferſtraße wurde am Samstag die Leiche eines
etwa zwei Monate alten Kindes aufgefunden.
Unter=
ſuchung iſt eingeleitet.
Hamm, 29. Jan. Von einem traurigen Unfall
wur=
den zwei Familien betroffen. Der ſieben Jahre alte
Inabe von Konrad Ort und der acht Jahre alte Knabe
von B. Seibert gingen aufs Eis. Als ſie zur
Mittags=
ſtunde nicht nach Hauſe kamen, ſuchten die Eltern die
Kin=
der, aber ſie fanden nur noch die ſoeben aus dem Weiher
herausgezogenen Leichen.
(*) Gießen, 29. Jan. Heute fand in „Steins Garten”
die 100jährige Jubelfeier der Zigarren= und
Tabakfabrik Gg. Phil. Gail ſtatt. Der große Saal war
von den Angeſtellten und Arbeitern der Firma überfüllt,
waren doch die Arbeiter auch aus den umliegenden Orten
anweſend, in denen die Firma Fabriken beſitzt. Die
Llückwünſche wurden der Firma geſtern überreicht. Der
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
über=
brachte die Glückwünſche des Großherzogs und das
Kom=
turkreuz zweiter Klaſſe; für die Provinz ſprach
Geheime=
rat Dr. Uſinger, für die Stadt Oberbürgermeiſter Mecum,
für die Handelskammer Kommerzienrat Schirmer, für
die Univerſität Rektor Dr. König, für die Beamten der
Firma Prokuriſt Jung, für die Werkmeiſter Schnepp, für
die Arbeiterſchaft Fräulein Dönges und für die Gailſche
Feuerwehr Kommandant Wenzel.
Lauterbach, 30. Jan. Ein eigenartiger Abſchluß einer
Lebensverſicherung, der ein unangenehmes
gericht=
liches Nachſpiel zur Folge haben wird, hat ſich, dem
(8. A. zufolge, in einem Nachbarorte zugetragen. Ein
dortiger Einwohner hatte ſeinen Sohn, der an einer
un=
heilbaren Krankheit darniederlag, vor einiger Zeit in eine
Lebensverſicherung aufnehmen laſſen, um nach deſſen
vor=
auszuſehenden baldigen Tod in den Beſitz der
Verſicherungs=
ſumme von 20000 Mk. zu gelangen. Die einzige
Schwierig=
leit, die der Aufnahme entgegenſtand, war die Beſchaffung
eines einwandfreien ärztlichen Zeugniſſes, das jedoch
in=
folge der ſchon weit vorgeſchrittenen Krankheit des Sohnes
zweifelhaft war. Um dieſes Hindernis zu beſeitigen, wurde
ein Neffe des zu Verſichernden, der in einem anderen Orte
wohnte und den gleichen Namen trug, zur ärztlichen
Unter=
ſuchung für den kranken Vetter bewogen. Da dieſes ärztliche
Gutachten den Anforderungen zur Aufnahme in die
Ver=
ſicherung entſprach, wurde der erkrankte Sohn auf Grund
des einwandfreien ärztlichen Zeugniſſes ſeines Vetters in
die Verſicherung aufgenommen. Nach kurzer Zeit verſtarb
der Verſicherte und die Angehörigen machten den Anſpruch
der Verſicherungsſumme geltend. Durch das auffallend
ſchnelle Ableben des Verſicherten in Verbindung mit der
an=
gegebenen Todesurſache wurde die Verſicherungsbank
miß=
trauiſch und ließ durch den zur Unterſuchung herangezogenen
Arzt die Sache aufklären. Es ſtellte ſich hierbei heraus, daß
der von ihm ſ. Z. Unterſuchte noch friſch und geſund war
und den wahren Sachverhalt einräumte. Die Angelegenheit
iſt bereits der Staatsanwaltſchaft übergeben.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 27. Jan. Für das
kron=
prinzliche Paar, das die nächſten Wochen in der
Schweiz verbringen wird, iſt im Palaſthotel in Celerina
Quartier gemacht worden. Die Abreiſe von Berlin wird
bereits Mitte oder Ende dieſer Woche erfolgen. Die
klei=
nen Prinzen werden in Berlin bleiben. Das
Kronprinzen=
paar war ſchon mehrmals im Engadin, hat aber bisher
ſtets in St. Moritz gewohnt, das ungefähr drei Kilometer
von Celerina entfernt liegt. — Der Erzherzog=
Thron=
folger von Oeſterreich, Franz Ferdinand, der
zur Feier des Geburtstags des Kaiſers und zur Taufe des
vierten Kronprinzenſohnes in Berlin weilte, überbrachte
der Kronprinzeſſin als Taufgeſchenk einen koſtbaren
Bril=
lantſchmuck. Nach der Tauffeierlichkeit fand ein Diner ſtatt,
wonach der Erzherzog wieder ins Schloß zurückkehrte. Viel
bemerkt wurde, daß ihm Kaiſer Wilhelm dort einen
Ab=
ſchiedsbeſuch machte, der nach der Abſicht des Kaiſers nur
kurz hatte ſein ſollen, ſchließlich aber nicht weniger als 1½
Stunde dauerte. Der Erzherzog reiſte zunächſt nach
Dres=
den. Seine Gemahlin, die Herzogin von Hohenberg,
hatte ihn auf der Hinreiſe bis nach Dresden begleitet und
wartete dort bei Verwandten ſeine Rückkehr ab. Franz
Ferdinand verbrachte den Montag in Dresden und kehrte
abends nach ſeinem Schloſſe Conopiſcht zurück. — Dem
früheren Staatsſekretär des Reichsmarineamts, Admiral
von Hollmann, der vor einigen Tagen ſeinen 70.
Ge=
burtstag feierte, wurde am 28. von einer Deputation, unter
Führung des Dr. James Simon, eine Spende von
52000 Mark überreicht, die zum Beſten des Seemanns=
Erholungsheims der Kaiſer Wilhelm= und Kaiſerin Auguſte
Viktoria=Stiftung in Klein=Machnow verwendet werden
ſoll, in dem Offiziere und Mannſchaften der Kriegs= und
Handelsmarine und der Kolonialtruppen nach ſchwerer
Krankheit Erholung finden ſollen. Sicherem Vernehmen
nach ſind verſchiedene Vereine und Freunde der Marine
dabei begriffen, die Hollmannſpende durch weitere Mittel
zu vergrößern. — Das Befinden von Exzellenz Hobrecht,
das im Zuſammenhang mit der eingetretenen Herzſchwäche
geſtern als ſehr bedenklich hingeſtellt wurde, hat ſich wieder
gehoben. Es war heute abend eine Zunahme der Kräfte
feſtzuſtellen. — Der ehemalige Kanzliſt Müller, dem
es durch Patentſchwindel und Hochſtapelei gelungen war,
einer Anzahl Perſonen mehrere Hunderttauſend Mark
ab=
zulocken, iſt wegen wiederholten Betruges und ſchwerer
Urkundenfälſchung zu vier Jahren Gefängnis und fünf
Jahren Ehrverluſt verurteilt worden.
München, 28. Jan. Ein ſchweres Unglück
er=
eignete ſich kurz nach 7,30 Uhr in einer Fabrik in Allach,
wo durch das Ausbrechen eines Ventils am Dampfkeſſel
zwei Heizer vom Dampf überſtrömt wurden. Einer
na=
mens Müller aus Allach, Vater von ſieben Kindern, war
ſofort tot, während der andere namens Neumeyer,
eben=
falls verheiratet, ſchwer verletzt nach München in eine
Klinik gebracht werden mußte.
Solingen, 30. Jan. Auf dem Eiſe eines
Tei=
ches bei Solingen brachen geſtern abend drei Perſonen
ein. Zwei konnten gerettet werden, die dritte jedoch
ge=
riet unter die Eisdecke und ertrank. Bei dem
Ver=
ſuch, ſie zu retten, waren 7 Perſonen eingebrochen, die in
größte Lebensgefahr gerieten. Sie konnten jedoch in
Sicherheit gebracht werden.
Halle (Saale), 30. Jan. Ein ſchweres
Berg=
werks=Unglück ereignete ſich auf der Grube
Eli=
ſabeth bei Mücheln im Kreiſe Querfurt. Durch das
Rei=
ßen eines Flaſchenzuges, an dem ein ſchwerer Kaſten
be=
feſtigt war, erlitten 6 Arbeiter erhebliche Verletzungen.
Drei Verletzte konnten von Aerzten an der Unglücksſtelle
behandelt werden, drei mußten ſchwer verletzt ins
Kran=
kenhaus nach Halle transportiert werden.
Greifswald, 30. Jan. Bei einer am 25. Januar auf
dem Paukboden in einer hieſigen Gaſtwirtſchaft
abgehal=
tenen Schläger=Menſur ſtanden ſich in einem
Gange ein Student der hieſigen Univerſität, der einem
Korps des S. E. angehört und ein 21jähriger Student
aus Erlangen gegenüber. Bei dieſer Menſur erlitt der
Erlanger Student einen Stich in die Lunge und
erlitt ſo ſchwere Verletzungen, daß er am 28. Januar an
den Folgen ſtarb.
Paris, 30. Jan. Die franzöſiſchen Zollbehörden
ha=
ben auf Anſuchen der Seidenzüchter der Provence ein
Ein=
fuhrverbot auf italieniſche Blumen erlaſſen,
weil ſich bei dieſen eine Blattkrankheit gezeigt hat, die für
die Blätter der Maulbeerbäume gefährlich werden kann.
Paris, 29. Jan. In der Nähe des franzöſiſchen
Dor=
fes Raire Ventoux bei Alzon fanden Fußgänger am
Frei=
tag auf dem Landwege einen gutgekleideten kleinen
Kna=
ben, der augenſcheinlich an dieſer Stelle von
Motorfah=
rern, die dort einige Minuten vorher einen kurzen
Aufent=
halt gemacht hatten, ausgeſetzt worden war. Als das
Kind von den Findern entkleidet wurde, waren dieſe nicht
wenig überraſcht, in den Kleidern verſteckt 11600
Fran=
ken vorzufinden. Ein Zettel, der dabei lag, enthielt die
Worte: Für die Verpflegung und Erziehung des Kindes.
Paris, 30. Jan. Der Matin meldet aus New=York:
Die ausſtändigen Textilarbeiter in Lawrence
haben ernſte Unruhen veranlaßt. Sie beläſtigten das
Publikum auf den Straßen und wurden auch wiederholt
tätlich. Straßenbahnwagen wurden umgeſtürzt, wobei
eine Anzahl Perſonen verletzt wurden. Die Läden
muß=
ten geſchloſſen werden. 22000 Ausſtändige mit einer
ro=
ten Fahne an der Spitze veranſtalteten einen Umzug, an
dem ſich auch zahlreiche Frauen beteiligten. Die
Sol=
daten mußten mit blanker Waffe vorgehen, wurden aber
verſchiedentlich zurückgeſchlagen, da ſie von den
Ausſtän=
digen mit allen möglichen Wurfgeſchoſſen empfangen
wurden. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen
Die Behörden beabſichtigen, den Belagerungszuſtand
über die Stadt zu verhängen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Das Marionettentheater Münchner
Künſtler in Darmſtadt! — das iſt eine Botſchaft,
die jeden erfreuen wird, der dieſes einzigartige Theater
mit ſeinen entzückenden Opern= und Puppenſpielen ſchon
in ſeinem prächtigen eigenen Heim im Münchner
Aus=
ſtellungspark geſehen hat, und auch jeden, der davon nur
gehört oder geleſen hat! Das kurze Darmſtädter
Gaſt=
ſpiel, das unter der perſönlichen Leitung von
Schrift=
ſteller Paul Brann, dem Begründer und Beſitzer des
Theaters, ſtehen wird, beginnt am Sonntag, den 4.
Februar, und endigt definiv am Donnerstag, den 8
Februar. Eine Verlängerung iſt deshalb
ausgeſchloſ=
ſen, weil ſich unmittelbar an das hieſige Gaſtſpiel
das=
jenige in Paris anſchließt. Soeben war der Direktor
Mortier, Leiter des bekannten „Theatre Michel” in
Paris, bei den gegenwärtigen Vorſtellungen in
Wies=
baden und brachte mit Herrn Direktor Paul Brann die
ſchon lange ſchwebenden Verhandlungen zum Abſchluß.
Dieſe Marionetten werden alſo von uns aus ein Stück
deutſcher Kunſt und Kultur in die franzöſiſche Metropole
tragen. Es ſei noch bemerkt, daß von Sonntag, den 4.,
bis Donnerstag, den 8. Februar täglich zwei
Vor=
ſtellungen von je 1½ Stunden — um 5 Uhr und um
8 Uhr — ſtattfinden werden. Weitere Bekanntmachungen
über das Programm erfolgen demnächſt durch die
Inſe=
rate und Plakatanſchlag.
Ueber Alexander Moszkowski, der auf
Veranlaſſung des Darmſtädter Vortragsverbandes am
nächſten Freitag hier eine humoriſtiſche Vorleſung aus
eigenen Werken halten wird, ſchreiben die Leipziger
Neueſten Nachrichten: „Vor ſehr zahlreicher und
dank=
barer Hörerſchaft hielt vorgeſtern Herr Alexander
Moszkowski aus Berlin, der allbekannte Verfaſſer der
unterhaltenden Burleske „Anton Notenquetſcher” eine
humoriſtiſche Vorleſung, in der er die Lichter ſeines
ſati=
riſchen Talents mit dem Vortrag einer Anzahl ſeiner
Dichtungen (in Vers wie Proſa) leuchten ließ. Sogleich
mit dem Prolog „Anton Notenquetſcher”, des verkannten
Genies, gab er eine launige Versouvertüre zum Beſten
und in „Romeo oder Bismarck” (eine ergötzliche ironiſche
Beleuchtung der Programm=Muſikfrage), Skizze aus
„Falſch Deutſchland” „Romantiſche Grammatik” (
dra=
ſtiſche Gloſſen zu den üblichen Lektionsrubriken), „Des
Kritikers Weihnachtsbaum”, „Der gründliche Fauſt”, „Der
tote Punkt im Gehirn” mehreren Miniaturen und
Epi=
grammen hat er alles das beſtätigt, was man von ihm,
der uns ein Schüler Saphirs ſcheint, erwarten könnte.
Sein Vortrag zielt nicht ab auf prunkhafte Entfaltung
bedeutſamer Redekunſt, und gerade der zwangloſe
Plau=
derton iſt es, der die Freude an den ſatiriſchen Einfällen
beim Hörer in Fluß erhält.” Und in einer
Hannover=
ſchen Zeitung leſen wir: „Am Sonntag trug im
Bechſtein=
ſaal Herr Schriftſteller Alexander Moszkowski vor
gefüll=
tem Saale ſeine neueſten Scherzkinder vor, die wahren
Kobolde, und erregte ganze Stürme von Heiterkeit, die
wahren Lachſalven. Ganz beſonders die ältere Tochter:
„Flügel contra Flügel” mit den überaus komiſchen
Figu=
ren Schnürpel und Pachutzki, die würdig wären, die Garde
Falſtaffs zu zieren, und das originelle Modell des Herrn
Baedeker entfeſſelten einen wahren Sturm von
Heiter=
keit. Ich konnte nicht mehr lachen, die Tränen liefen mir
die Backen entlang.”
Parlamentariſches.
*X* Darmſtadt, 30. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer hielt heute ohne
Re=
gierungsvertreter eine Sitzung ab, in der verſchiedene
wich=
tige Punkte des Budgets näher erörtert wurden. Zunächſt
wurden diejenigen Etatskapitel beraten, die mit dem
Schul=
dentilgungs=Geſetzentwurf und mit Kapitel 1, Reſte aus
früheren Jahren, in Verbindung ſtehen. In Kapitel 1 iſt
eine Einnahme von 465718 Mark vorgeſehen, und die
Re=
gierung ſchlägt vor, daß aus den Reſten der vergangenen
Jahren ein beſonderer Fonds gebildet wird, welcher zur
Balanzierung der ſchwankenden Rechnungsergebniſſe der
Vorjahre dienen ſoll. Nach längerer Debatte erklärte ſich
der Finanzausſchuß damit einverſtanden, daß der geſamte
Reſtbetrag dieſer Ueberſchüſſe, etwas über 2 Millionen
Mark, reſerviert bleiben ſoll, daß ſich aber die Kammer das
Beſtimmungsrecht über dieſen Fonds vorbehält; ferner kam
der Ausſchuß dahin überein, daß die endgültige
Beſtim=
mung über dieſen Fonds erſt dann erfolgen ſoll, wenn das
Schuldentilgungsgeſetz beraten wird. Bei der allgemeinen
Erörterung über den Juſtizetat wurde auch die Frage
der Schreibgehilfen in den verſchiedenen Reſſorts und der
Aktuariatsaſſiſtenten, ſowie die Frage einer weiteren
Ver=
minderung der Richterſtellen beſprochen. Beſonders über
die von der Regierung gewünſchte Ermächtigung, die
An=
ſtellung der Schreibgehilfen anſtatt vom 30. vom 35.
Lebens=
jahre dekretmäßig erfolgen zu laſſen, ſoll noch näher mit der
Regierung verhandelt werden. Das Kapitel
Schuldentilg=
ung konnte ebenſo, wie das Kapitel über den
Ausgleichs=
fonds und nichtreſervierte Fonds noch nicht endgültig
feſt=
geſtellt werden, weil die Beratung des
Schuldentilgungs=
geſetzes noch ausſteht. In der morgen früh ſtattfindenden
Sitzung ſollen noch einige Reſtkapitel erledigt und dann die
gemeinſamen Beratungen mit der Regierung fortgeſetzt
werden.
Ein Wettbewerb unter Schülern der Landes=
Baugewerkſchule.
Sehr intereſſante Ergebniſſe hat ein Wettbewerb
ge=
zeitigt, der für Schüler der Landesbaugewerkſchule
aus=
geſchrieben war, und zwar vom Rettungshaus in
Hähn=
lein. Herr Stadtverordneter Bauunternehmer Sames
hat in dankens= und nachahmenswerter Weiſe eine
Preis=
ſumme geſtiftet. Es handelt ſich um die Erbauung eines
Lehrerwohnhauſes, zu dem den Wettbewerbern
Bauſumme und die zu ſchaffenden Räumlichkeiten
vor=
geſchrieben wurden. Bis zum feſtgeſetzten
Ablieferungs=
termin waren 22 Entwürfe eingelaufen. Von dieſen
Ar=
beiten ſchieden 12 aus. Die übrigen konnten prämiiert
reſp. angekauft werden. Die Eröffnung der
Brief=
umſchläge ergab folgende Namen: 1. Preis, Motto
„Vertraut”, die Schüler Otto Biskaborn und Val.
Kemmet der Klaſſe IIH, 2. Preis, Motto „Es fiel
ein Reif” der Schüler Peter Grund der Klaſſe IH,
3. Preis, Motto „Ein Weihnachtstraum” der Schüler
Heinrich Moog der Klaſſe II T. Ankauf Motto „
Wohn=
lich” die Schüler Otto Biskaborn und Val.
Kem=
met der Klaſſe IIH, Ankauf Motto
Weihnachtsgrübe=
leien”, der Schüler Karl Alles der Klaſſe IIH, Ankauf
Motto „ubi bene ibi patria” der Schüler Hans
Oſter=
mann der Klaſſe II H. — Lobende Erwähnungen: Motto
„Behaglich” die Schüler Otto Biskaborn und Val.
Kemmet der Klaſſe IIH, Motto „An der Bergſtraße‟,
die Schüler Hans Oſtermann und Ph.
Linde=
mann der Klaſſe IIH, Motto „Winterſemeſter 1911/12‟
der Schüler Georg Hirth der Klaſſe IIII, Motto „
Hei=
matkunſt” der Schüler Peter Grund der Klaſſe IH.
Die ſämtlichen Preisarbeiten ſind zurzeit im
Gewerbe=
muſeum zu einer kleinen Ausſtellung vereinigt, die darum
von beſonderem Intereſſe iſt, weil ſie zum erſten Male
tatſächlich reine Schülerarbeiten zeigt, d. h. ſolche
durchaus ſelbſtändige Arbeiten, die weder unter Aufſicht
des Lehrers hergeſtellt, noch ſpäter von dieſem korrigiert
ſind, noch eine Ausleſe bilden, beſonders zu Zwecken der
Ausſtellung, wie es ſonſt wohl üblich. Es handelt ſich
um einen durchaus freien Wettbewerb, zu dem ſämtlichen
Schülern die Teilnahme frei ſtand, und die Arbeiten
wur=
den nicht in der Schule, ſondern zu Hauſe gefertigt. Da
zeigt es ſich denn, daß die Reſultate im ganzen
außer=
ordentlich erfreulich ſind und Rückſchlüſſe auf die Leitung
und Lehrkräfte der Schule zulaſſen, die dieſer zu hohem
Lobe gereichen müſſen.
Das Preisgericht hat augenſcheinlich beſonderen Wert
auf praktiſche Grundrißlöſungen gelegt. So mag es zu
erklären ſein, daß ſich auch unter den nicht prämiierten
Arbeiten ſolche von hohem Reiz und ausgeprägtem
Stil=
gefühl befinden. Es ſind natürlich auch ſchwache Arbeiten
mit ausgeſtellt, wohl um die Folie zu geben. Im
gan=
zen aber ſind, wie geſagt, recht erfreuliche Arbeiten
zu=
ſtande gekommen, zumal, wenn in Betracht gezogen wird,
daß es ſich um Schüler nicht der erſten, ſondern meiſt der,
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
zweiten Klaſſe handelt. Faſt durchweg ſind die Verſuche,
das Häuschen in der Architektur dem Naturcharakter
ein=
zupaſſen, als gelungen zu bezeichnen. Wenige nur treffen
nicht den ländlichen Charakter. Die Grundriſſe ſind faſt
überall gut und praktiſch gelöſt. Ein Scheitern hatte bei
ganz wenigen nur das Suchen nach neuen Formen zur
Folge, bei dem das Können und Wollen nicht Schritt hielt.
Im ganzen aber darf die Baugewerkſchule mit Recht ſtolz
St.
auf dieſe Leiſtungen ihrer Schüler ſein.
Luftfahrt.
* Berlin, 30. Jan. Der Flugzeugingenieur
Ekel=
mann konnte ſich vor einigen Tagen bei einem
Ueberland=
flug auf eine Entfernung von 88 Kilometern mit der
Tele=
funkenſtation Nauen verſtändigen. Geſtern
iſt es ihm gelungen, auf 150 Kilometer Entfernung
Nach=
richt zu geben und auch Meldungen in Empfang zu
neh=
men. Eine Militärkommiſſion hat die Telefunken=Anlage
des Ekelmannſchen Aeroplans beſichtigt und eine
Vorführ=
ung in Döberitz für Mitte des nächſten Monats angeordnet.
* Berlin, 29. Jan. Unter dem Vorſitz des Prinzen
Heinrich von Preußen fand im kaiſerlichen Automobilklub
eine Beſprechung für den in der zweiten Hälfte des Mai
geplanten zweit en Zuverläſſigkeitsflug am
Oberrhein ſtatt. Außer dem Präſidenten, Geheimrat
Hergeſell, waren der Arbeitsausſchuß für die geplante
Ver=
anſtaltung und die hervorragendſten Vertreter des
Luftſchiff=
haues und der Flugzeuginduſtrie anweſend, darunter Graf
Zeppelin und Profeſſor Schütte. Nach Referaten des
Ma=
jors Frhrn. Oldershauſen, Dr. Joſeph=Frankfurt a. M. und
Dr. Linke=Frankfurt a. M. wurde beſchloſſen, den
eigent=
lichen Zuverläſſigkeitsflug von den Lokalflügen vollſtändig
zu trennen, erſtere um Ehrenpreiſe, die Lokalflüge um
Geld=
preiſe. An den Flügen nehmen zahlreiche Militärflieger
und drei oder mehr Luftſchiffe teil. Die Flugzeuge müſſen
in Deutſchland hergeſtellt ſein. Die Mitnahme eines
Paſſa=
giers iſt obligatoriſch.
* Militärflieger in Schweden. Das
Flug=
weſen hat im vergangenen Jahre in Schweden, dem Mil.=
Wochbl. zufolge, weſentliche Fortſchritte gemacht; Heer wie
Flotte beſitzen voll ausgebildete Flieger und einer der
letz=
teren, Leutnant Dahlbeck, hat im Sommer bezw. Herbſt eine
Reihe wohlgelungener Flüge ſowohl ohne als mit
Be=
gleiter auf einem im Inlande erbauten Flugzeuge
ausge=
führt. Auf Grund dieſer Verſuchsergebniſſe ſollen vom
Reichstage entſprechende Mittel zur Förderung der
Fliege=
kunſt gefordert werden. Im Frühjahr ds. Js. wird eine
Fliegerſchule eingerichtet und Uebungskurſe zur weiteren
Ausbildung von Militärfliegern abgehalten.
Handel und Verkehr.
* Berlin, 30. Jan. In der Sitzung des
Zen=
rralausſchuſſes der Reichsbank gab Präſident
Havenſtein die Veränderung des Status der Bank vom
23. bis 27. Januar bekannt. Danach nahm der
Metall=
beſtand um 12 Millionen gegen 22 Millionen im Vorjahre
zu, die Anlagen nahmen um 36 Millionen gegen 20
Mil=
lionen im Vorjahre ab. Die fremden Gelder erfuhren
eine Abnahme um 7 Millionen, während ſie im vorigen
Jahre um 29 Millionen zunahmen. Die Zunahme der
Notenreſerve betrug am 27. Januar 248 Millionen Mark
gegen 217 Millionen Mark im Vorjahre. Präſident
Ha=
venſtein führte aus, daß eine Diskontermäßigung nicht
beabſichtigt ſei, da die Anlagen ſich noch höher ſtellten
als im vorigen Jahre und abgewartet werden müſſe, ob
die Geldflüſſigkeit am offenen Geldmarkte eine dauernde
bleibe. Ferner dürften auch die Deviſenkurſe nicht
au=
ßer acht bleiben.
* Berlin, 29. Jan. Das Ergebnis der
Zeich=
nungen auf die aufgelegten Reichs= und
preuſi=
ſchen Anleihen läßt ſich zur Zeit noch nicht genau
feſtſtellen, doch dürften ſie um 50 Millionen überzeichnet
ſein. Die Schuldbuch=Sperrzeichnungen belaufen ſich auf
220 Millionen.
Generalſtreik in Liſſabon.
* Liſſabon, 29. Jan. Der Verband der
Arbeiter=
ſyndikate wird heute den Generalſtreik proklamieren
wegen der Vorgänge in Evora. Die Arbeiterführer
erwar=
ten, daß ſich der Ausſtand auf Coimbra, Santarem, Oporto
und mehrere Ortſchaften der Provinzen Alemtejo und
Al=
garoe ausdehnt. Die Garniſon von Liſſabon wurde
kon=
ſigniert und die Polizei verſtärkt.
* Liſſabon, 29. Jan. Der Generalſtreik
wurde erſt um Mitternacht nach langer Debatte
beſchloſ=
ſen. Die Ausſtändigen hindern die Arbeitswilligen
und umſtellen die Druckereien der Tagesblätter, um den
öffentlichen Verkauf unmöglich zu machen. Ebenſo
hemm=
ten ſie gewaltſam den Verkehr der Straßenbahnen und
zerſtörten eine Reihe Straßenbahnwagen durch
Dyna=
mitbomben. Es herrſcht große Erregung in den Straßen
Liſſabons, wo die republikaniſche Garde patrouilliert.
* Liſſabon, 29. Jan. Die elektriſchen
Stra=
ßenbahnwagen ſollten heute unter dem Schutz von
Truppen die Remiſen verlaſſen, aber die Ausſtändigen
griffen die Wagen an und zwangen die Führer zur
Rück=
kehr in die Remiſen. Die Truppen hatten keinen Befehl.
auf die Ausſtändigen zu ſchießen, doch iſt die Regierung
entſchloſſen, den Ausſtand energiſch zu unterdrücken.
Zahl=
reiche Drucker ſind gleichfalls in den Ausſtand getreten. Ste
ſuchen ihre Kameraden zu verleiten und das Erſcheinen
der Zeitungen zu verhindern. Die Ausſtandserklärung
for=
dert Freilaſſung aller wegen Streikvergehen verhafteten
Arbeiter und die Entlaſſung des Zivilgouverneurs von
Evora. Heute früh fand eine Exploſion von
Dyna-
mitbomben in einer leeren Dachſtube in der
Gloria=
ſtraße ſtatt, bei der niemand verletzt wurde.
* Liſſabon, 30. Jan. In den Straßen herrſcht
geringer Verkehr. Die Gasanſtalten und das
Elektri=
zitätswerk werden militäriſch bewacht. Die meiſten
Ge=
ſchäfte wurden bei nahender Nacht geſchloſſen. Patrouillen
durchziehen die Straßen. Keine Zeitung iſt geſtern abend
erſchienen. Die Theater ſind geſchloſſen. Ein Goldarbeiter,
der Bomben anfertigte, iſt verhaftet worden. Die
Geſchäfts=
räume des Arbeiterſyndikats ſind von Truppen umſtellt.
Die Setzer der Staatsdruckerei haben ſich dem Ausſtand
des Syndikats angeſchloſſen. Mehrere Anſammlungen auf
dem Ploca de Pocio wurden mit leichter Mühe durch
Ka=
vallerie zerſtreut.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Rom, 29. Jan. Die an Bord des
öſterreichi=
ſchen Dampfers „Bregenz” im Roten Meer feſtge=
nommenen türkiſchen Militärs hatten Reiſebilletts nach
Suez. Dies ſei als ein weiterer Beweis dafür aufzufaſſen,
daß ſie die Abſicht hatten, ſich nach der Cyrenaika zu begeben.
* Paris, 29. Jan. Nach einer anſcheinend offiziöſen
Mitteilung beabſichtigen die Regierungen Frankreichs und
Italiens, eine franzöſiſch=italieniſche
Kom=
miſſion einzuſetzen, welche Mittel und Wege zur
Hint=
anhaltung von Zwiſchenfällen, wie den „Carthage”=, „
Ma=
nuba” und „Tavignano”=Zwiſchenfall prüfen und einen
Modus Vivendi für die Dauer des italieniſch=türkiſchen
Krieges finden ſoll.
* Paris, 30. Jan. Nach einer Zeitungsmeldung
aus Marſeille hätten die franzöſiſchen Behörden die
mora=
liſche Ueberzeugung gewonnen, daß ſich unter den 29
tür=
kiſchen Reiſenden der „Manuba” in der Tat
mehrere Offiziere befinden. Namentlich ſeien 4 oder 5
angebliche Krankenwärter Offiziere, darunter zwei
Genie=
offiziere. Allerdings würde die angeordnete Unterſuchung
kaum eine ſichere Feſtſtellung geſtatten, da die ſeit längerer
Zeit ausgeſtellten Papiere der türkiſchen Reiſenden von den
Konſtantinopeler Behörden und verſchiedenen türkiſchen
Konſulaten legaliſiert ſeien. In Cagliari ſei zwar
angeb=
lich bei einem Türken ein Brief gefunden worden, deſſen
Empfänger als Genieoffizier bezeichnet war, doch hätten
die Türken erklärt, daß dieſer Brief keinem von ihnen gehöre.
Die Revolution in China.
* Peking, 30. Jan. Die Revolutionäre
ſind in Peking ſehr rührig. Nordchina befindet ſich in
einem Zuſtand akuter Spannung, da die Abdankung der
Dynaſtie morgen erwartet wird. Die endloſen
Verhand=
lungen wurden in einer aufgeregten Verſammlung der
Mandſchuprinzen und Mongolenfürſten im Palaſt wieder
aufgenommen, hatten aber kein Ergebnis. Es waren
beſondere militäriſche Vorſichtsmaßregeln getroffen
worden. Später wurden die Verhandlungen in der Nähe
der Wohnung Juanſchikais fortgeſetzt. Die
Friedens=
verhandlungen dauern fort, obwohl der
Waffen=
ſtillſtand offiziell nicht erneuert worden iſt. In Mukden
beſteht, wie die Tientſin=Times melden, eine
Schreckens=
herrſchaft. Viele Revolutionäre ſind im Auftrage der
Regierung ermordet worden. Die chineſiſche Bevölkerung
iſt von Panik ergriffen, man denkt an einen Appell an
Japan. Der japaniſche Geſandte fürchtet, daß eine Aktion
notwendig werden wird. Die revolutionären Truppen,
die gegen Hautſchaufu vorrückten, haben Kuchen an der
Pukaubahn beſetzt. Die Kaiſerlichen, die letzte Woche
nach Hautſchaufu beordert worden waren, kämpften
geſtern mit den Revolutionären von Tongtſchou.
* Mukden, 29. Jan. Neue politiſche Morde
wurden hier an dem Vorſitzenden des Stadtrats und
zwei angeſehenen Fortſchrittlichen verübt. Allnächtlich
werden Perſonen, die verdächtig ſind, zu den
Revolutio=
nären zu gehören, verhaftet und hingerichtet.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Karlsruhe, 30. Jan. In der heutigen Sitzung
der Zweiten Kammer, in der die allgemeine
Fi=
nanzdebatte fortgeſetzt wurde, erklärte Staatsminiſter
v. Duſch hinſichtlich der Reichsfinanzen, daß die badiſche
Regierung immer für die Erbſchaftsſteuer eingetreten ſei
und auch in Zukunft eintreten werde. Was ein
prak=
tiſches Zuſammenarbeiten der
Sozial=
demokratiie mit den anderen Parteien im
Reichstage anbelange, ſo ſeien ſeine Hoffnungen auf das
geringſte Maß beſchränkt. Sich über die
Sammlungs=
politik luſtig zu machen, ſei die heutige Zeit nicht
ange=
tan; dieſelbe werde aber kommen, da die
Sozialdemo=
kratie wie bisher ſo auch künftig in vaterländiſchen
Fra=
gen verſagen werde. Im letzten Sommer, als es ſich
um die Exiſtenzfrage des Deutſchen Reiches handelte,
habe ſich die Sozialdemokratie geradezu empörend
be=
nommen und wenn ſie in dieſer Beziehung nicht einlenke,
ſo würden die Wogen die jetzt zurückgedrängt ſeien,
wie=
derkommen. Eine ſolche Haltung könne das deutſche
Volk auf die Dauer nicht ertragen, die bürgerlichen
Par=
teien würden dann zuſammenſtehen müſſen gegen die
Sozialdemokratie, um die Intereſſen des Vaterlandes zu
wahren. Die auswärtige Politik des Reichs=
kanzlers, erklärte der Miniſter, habe die ſchwebenden
Fragen in glänzender Weiſe gelöſt. Geſtützt auf unſer
ſcharfes Schwert ſei es gelungen, den Frieden zu erhalten,
was auch im Willen der Sozialdemokratie gelegen habe;
aber für eine Kolonialpolitik, die doch auch im Intereſſe
der Arbeiterſchaft liege, ſei dieſe Partei nicht zu haben.
Wenn die Sozialdemokratie den Miniſtern empfehle,
ihren Monarchen vorzuſchlagen, einen Modus vivendi
mit der Sozialdemokratie zu treffen, ſo bedeutet dies
geradezu eine Herausforderung und Beleidigung der
Re=
gierung. Die Reichsverſicherungsordnung, die ja mit
Hilfe aller bürgerlichen Parteien zuſtande gekommen ſei
ſei in der ſozialdemokratiſchen Preſſe als ein Schandwerk
bezeichnet worden. Unter ſolchen Umſtänden könne der
Frieden zwiſchen der Sozialdemokratie und der
Regie=
rung nicht hergeſtellt werden.
* Wien, 30. Jan. Der frühere Ackerbauminiſter
Ebenhoch iſt heute mittag geſtorben.
* Wien, 30. Jan. Ueber das Befinden des
Gra=
fen Aehrenthal beſagte ein geſtern abend im
Mini=
ſterium des Aeußern aufliegendes Bulletin: Der geſtrige
fieberhafte Zuſtand iſt heute geſchwunden. Die
Tempe=
ratur iſt normal. Puls 80. Die Nahrungsaufnahme
iſt genügend, das Allgemeinbefinden beſſer als geſtern.
* Paris, 30. Jan. Der Miniſterrat genehmigte
die Vorlage des Geſetzentwurfes, der für das Budget 1911
Ergänzungskredite bezüglich der militäriſchen
Ope=
rationen in Marokko in Höhe von 58 Millionen
Francs vorſieht.
* Gibraltar, 30. Jan. Das Königspaar von
England iſt an Bord der „Medina” heute hier
ein=
getroffen.
H. B. Hamburg, 30. Jan. Der Hamburger
Korreſpon=
dent veröffentlicht folgende Erklärung des
Für=
ſten Bülow aus Rom: Anläßlich der
Reichstags=
wahlen ſind mir aus national geſinnten Kreiſen
zahl=
reiche Zuſchriften und Telegramme zugegangen, in denen
ſich nicht nur perſönliche Anhänglichkeit ausſpricht,
ſon=
dern auch die Ueberzeugung, daß ich in meiner politiſchen
Tätigkeit das angeſtrebt habe, was für eine geſunde
Fort=
entwickelung des deutſchen Volkes und ſomit für die Macht
und Ehre des Reiches, für die wahren und dauernden
Intereſſen von Kaiſer und Reich förderlich war. Solche
Zeugniſſe erfüllen mich mit Genugtuung und mit dem
Ge=
fühl des Dankes für alle diejenigen, die mir auf dem
Bo=
den gemeinſamer Liebe zum Vaterlande ein freundliches
Andenken bewahren. Dieſe Kundgebungen einzeln zu
be=
antworten, iſt mir nicht möglich, und ich bitte, meinen
Dank auf dieſem Wege entgegen zu nehmen.
H,B. Luxemburg, 30. Jan. Der Differdinger
Streik iſt als beendet zu betrachten. Mit ganz
ge=
ringen Ausnahmen iſt die Arbeit wieder aufgenommen
worden. Die Hütte bewilligte den täglich arbeitenden
Hochofenarbeitern 8 Mark monatliche Prämie. Die übrige
Belegſchaft erhält 25 Pfa. Zulage pro Schicht. Das
Mili=
tär wurde bis auf 25 Mann zurückgezogen.
H. B. Paris, 30. Jan. Der 40jährige Bank=Kaſſierer
Langlois erſchoß heute die 60jährige Wirtſchafterin
Bartholier, mit der er ſeit langem im Unfrieden lebte.
Die 16jährige Tochter der Wirtſchafterin entriß Langlois
den noch rauchenden Revolver und feuerte einen Schuß
auf ihn ab, der Langlois auf der Stelle tötete. Darauf
ſtellte ſich das Mädchen ſelbſt der Polizei. Sie wurde
verhaftet.
H.B. New=York, 30. Jan. Albert Wolters, der
junge Deutſche, der vor ungefähr zwei Jahren die 16jäh
rige Maſchinenſchreiberin Ruth Wheele ermordete und
zum Tode verurteilt wurde, wurde geſtern im New=Yorker
Sing=Sing=Gefängnis elektriſch hingerichtet.
schallt laut und frei und sie war
am Tage vorher so überanstrengt
dworden, dass am Abend kein Ton
mehr heraus kam. Ein paar
Wybert-Tabletten haben die
Stimme wieder rein, den Hals frei
gemacht. Se sind für niemanden zu entbehren, der
viel und laut zu sprechen hat. Eine Schachtel mit
ca 400 Tabletten kostet in allen Apotheken und
Dro-
gerfen nur 1 Mark.
(2857)f
Statt jeder besonderen Anzeige.
Neute entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Schwester
Friederike Hügel
im 72. Lebensjahre.
Wir bitten um stille Teilnahme.
Darmstadt,
Frankfurt a. M.,
Adolf Hügel,
Heinrich Hüger.
den 29. Januar 1912.
Die Beerdigung findet in der Stille statt.
(2873
[ ← ][ ][ → ]Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 7.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute nacht um 2 Uhr iſt unſere liebe Tante,
Schwägerin und Couſine
(2874
ſanft in dem Herrn entſchlafen.
Darmſtadt, den 30. Januar 1912.
Lulu Davidſon,
Emilie Davidſon,
Frau Hofprediger Grein,
geb. Leydhecker,
Luiſe Grein,
Dr. Ernſt Grein u. Frau Clara,
geb. Nielſen,
Frau Profeſſor Eck u. Kinder,
Oberpfarrer Bernbeck u. Frau
Marie, geb. Grein,
Pfarrer Carl Grein u. Frau
Hed=
wig, geb. Lueius,
Referendar Ludwig Grein,
Lili Lueius.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 1.
Fe=
bruar, um 3½ Uhr nachmittags, von der Kapelle
des Friedhofs aus, ſtatt.
Beileidsbeſuche dankend abgelehnt.
Statt besonderer Anzeige.
Verwandten und Freunden machen wir die Mitteilung, dass unsre
liebe, unvergessliche Schwester, Tante, Grosstante und Urgrosstante
Fräulein Soohie Drever
uns am 25. ds. Mts. zu Hamburg im 82. Jahre ihres Lebens durch einen
sanften Tod entrissen wurde.
(B2912
Die Beisetzung hat in Dresden in aller Stille stattgefunden.
Moskau, Hamburg, Darmstadt, 30. Januar 1912.
Olga Levé, geb. Dreyer,
Julie Godeffroy, geb. Dreyer,
Marie Bopp, geb. Weber,
Dr. Alexander Bopp,
Elisabeth Bopp, geb. Hedderich,
und 2 Söhne,
Heinrich Bopp,
Adele Schenck, geb. Bopp,
Dr. Alwin Schenck,
Marie Luise Bopp.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute morgen 5 Uhr entſchlief ſanft mein
lieber Bruder, unſer guter Schwager u. Onkel
Herr
Friedrich Graff
(2868
Statt jeder besonderen Anzeige.
Privatier
im 81. Lebensjahre.
Darmſtadt und Aſſenheim,
30. Januar 1912.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
1. Februar, nachmittags 4 Uhr, von der
Fried=
hofskapelle aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die uns bei dem Hinſcheiden unſerer
un=
vergeßlichen Tochter und Schweſter
(2866
Settchen
in ſo überaus zahlreicher Weiſe erwieſene herzliche
Teilnahme, für die vielen Blumenſpenden, ſowie
für die troſtreichen Worte des Herrn Pfarrer Velte,
ſagen wir unſeren innigſten Dank.
Philipp Kredei u. Frau,
Elisabeth Kredel.
Darmſtadt, 30. Januar 1912.
Heute verschied nach langem, schweren Leiden, im 83. Lebensjahre,
wohlvorbereitet durch die Tröstungen der Kirche, meine liebe Schwester,
unsere Schwägerin, Tante und Cousine
Fräulein Sophie Siebert.
Washington, Darmstadt, den 29. Januar 1912.
Colonel L. P Siebert.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 1. Februar, vormittags 11 Uhr, von
der Friedhofskapelle in Darmstadt aus, statt.
Der Trauergottesdienst ist am Freitag, den 2. Februar, vormittags 7¼ Uhr.
in der St. Elisabethenkirche.
(2871
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Die nördlichen Depreſſionen dringen immer weiter
gegen das Feſtland vor. Sie werden morgen unſer
Wetter durch Randwirbel beeinfluſſen, die uns leichte
Schneefälle bringen dürften. Doch iſt morgen noch keine
durchgreifende Aenderung des Wetters zu erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, den 31. Januar 1912:
Wolkig, leichte Schneefälle, etwas wärmer.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. B): „Gudrun”.
Vorſtellung um 8½ Uhr im Orpheum.
Luſtige Simpliciſſimusſpiele Münchener Künſtler
um 8¼ Uhr im Saal „Zur Traube‟.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Gra=
phiſche Zuſammenſtellung der
Reichstagswahlergeb=
niſſe; Brand des katholiſchen Vereinshauſes in
Bin=
gen; Teilnehmer an der Spitzbergenkonferenz; das neue
Stadthaus in New=York.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 1. Februar.
Mobiliar= ꝛc. Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Stammholz=Verſteigerung um 9 Uhr im
Pfung=
ſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft am
Bahn=
häuschen am Malcher Weg).
Brenn= und Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr
im Nieder=Beerbacher Gemeindewald (Zuſammenkunft
an der Rodelbahn).
Jagdverpachtung um 2 Uhr im Rathaus zu
Pfungſtadt.
Schneebericht.
Schierke im Harz (Brockengebiet), 29. Jan.
7 Grad Kälte. 20 cm Neuſchnee. Jeder Sport im Gange.
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Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Jauuar 1912.
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
Die Gründung einer Aktiengeſellſchaft
zur Regelung der Verkehrsfragen der
Stadt und ihrer Umgebung.
— Der Stadtverordnetenverſammlung ſind geſtern die
Entwürfe von Verträgen mit der Süddeutſchen
Eiſen=
bahn=Geſellſchaft, ſowie der Entwurf einer Satzung für die
zu gründende Aktiengeſellſchaft nebſt geſchichtlicher
Einleitung, Begründung und Erläuterungen in Form einer
Denkſchrift mit dem Erſuchen vorgelegt worden, den
Ver=
trägen und der Satzung nach Maßgabe der von der
Ver=
waltung geſtellten Anträge gefälligſt zuſtimmen zu wollen.
Die Denkſchrift gibt zunächſt eine ausführliche
geſchicht=
liche Darlegung und erwähnt dazu:
Die Verhandlungen wurden in den Jahren 1909 und
1910 auf Grund neuer Vorſchläge wieder aufgenommen.
Nachdem die Stadt Eſſen, der Landkreis Eſſen und Hugo
Stinnes ſich im Beſitz der Majorität der Aktien der
Süd=
deutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft befanden, wurden
beſon=
dere Verhandlungen mit Herrn Stinnes geführt. Die
ſtädtiſche Verwaltung ließ zu gleicher Zeit über die Frage
der Bergſtraßenbahn Gutachten erſtatten. Herr
Eiſenbahn=
direktor Groos hat in liebenswürdigſter Weiſe
unentgelt=
lich ein eingehendes Gutachten erſtattet, das die
wirtſchaft=
liche Seite der Frage behandelt. Herr Straßenbahndirektor
Schmidtmann zu Mainz hat gleichfalls ein Gutachten
er=
ſtattet. Die beiden Sachverſtändigen waren genötigt, große
und eingehende Ermittelungen über den Verkehr, den
tech=
niſchen Bauentwurf, die Koſten und die wirtſchaftlichen
Be=
ziehungen vorzunehmen. Beide Sachverſtändige kommen
in ihren eingehenden, äußerſt dankenswerten und klaren
Ausführungen zu dem von der Verwaltung vertretenen
Reſultate, daß eine beſondere Linie über den alten
Eber=
ſtädter Weg nach Eberſtadt als Konkurrenzlinie der
Süd=
deutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft in hohem Maße
unwirt=
ſchaftlich ſein würde. In Sachen der Bergſtraßenbahn
be=
ſchloſſen die Ausſchüſſe auf Antrag der Bürgermeiſterei am
2. Oktober 1910, daß das Fernnetz einer Bergſtraßenbahn
zur Ausführung gebracht werden kann in Form einer
Zweckverbandsorganiſation, bei welcher
öffent=
liche Verbände und eine private Betriebsgeſellſchaft mit
ihren Erfahrungen vereinigt ſind. Sowohl die finanzielle
Lage der Stadt, wie der Umfang der neuen Aufgabe machen
eine Organiſation erforderlich, die außerhalb des
Rah=
mens der ſtädtiſchen Regie ſteht. Die Bürgermeiſterei ſprach
zugleich die Hoffnung aus, daß es im Laufe weiterer
Ver=
handlungen gelingen werde, dem Projekte eine
wirtſchaft=
liche Grundlage zu ſichern und einen Unternehmer zu
fin=
den, der unter Beteiligung der öffentlichen Verbände Bau
und Betrieb übernimmt. Dieſem Antrage war eine
ein=
gehende Prüfung der der Stadt bis jetzt gemachten Offerten
und der Gutachten der Sachverſtändigen vorausgegangen.
Die Verhandlungen zwiſchen der Stadt und der
Süd=
deutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft waren in dem Jahre 1910
von der Abſicht beherrſcht, das Riſiko der Stadt zu
verrin=
gern. Die Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft machte einen
Vorſchlag, der eine Sicherſtellung für die Stadt ergeben
ſollte. Hierbei hätte die Süddeutſche Eiſenbahn=Geſellſchaft
den Betrieb allein führen und der Stadt die Verzinſung
der Obligationen gewährleiſten ſollen. Die Unterlagen
dieſes Vorſchlages führten jedoch nicht zu dem Ergebniſſe,
das für eine vertragliche Bindung als unbedingt notwendig
bezeichnet werden mußte. In dem Vortrage des
Oberbür=
germeiſters vom 2. Oktober 1910 wurde das Ergebnis der
ſeitherigen Verhandlungen mit der Süddeutſchen
Eiſen=
bahn=Geſellſchaft eingehend dargeſtellt. Es konnte feſtgeſtellt
werden, daß die Vorſchläge der Süddeutſchen Eiſenbahn=
Geſellſchaft nicht zum Ziele führten. Nun ergab ſich für
die ſtädtiſche Verwaltung die Verpflichtung, in anderer
Weiſe eine Löſung der dringlichen Verkehrsfragen zu
ver=
ſuchen und hierbei die Abſchlüſſe zu verwerten, die inzwiſchen
andere Städte, wie Königsberg, Mannheim, Dresden und
Straßburg erzielt hatten. In erſter Linie fiel der Blick
der ſtädtiſchen Verwaltung auf den Vertragsabſchluß
zwi=
ſchen der Allgemeinen Elektrizitäts=Geſellſchaft in Berlin,
eine der erſten Großfirmen auf dem Gebiete der
Elektro=
technik, und der Stadt Königsberg. Die Verhandlungen
führten jedoch nicht zu einem Abſchluſſe. Unter Verwertung
der Ergebniſſe, die, wie erwähnt, ſtädtiſche Verwaltungen
mit großen Elektrizitätsgeſellſchaften erzielt haben, wurden
mit der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſell=
ſchaft alsbald neue Verhandlungen geführt. Dank einer
eingehenden fortgeſetzten Arbeit auf beiden Seiten und
dank der Erfahrungen, welche die A. E. G.=Verhandlungen
geboten hatten, wurde nunmehr in einem Zeitraum von
¼ Jahr eine grundſätzliche Einigung zwiſchen der
Bürger=
meiſterei und der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft
er=
zielt.
Die Grundſätze des Abkommens haben wir bereits am
8. Dezember v. J. veröffentlicht.
Der Gedanke einer einheitlichen Zuſammenfaſſung des
Fern= und Ortsverkehrs hat in der Bevölkerung ſeit der
Veröffentlichung nur einmütige Zuſtimmung erfahren.
Wie bereits bemerkt, hatte der Konſortialvertrag vom Jahre
1901 eine ſolche Einheit nicht geboten. Der Fernverkehr
war in keiner Weiſe mit dem Lokalverkehr zu einem
Gan=
zen verbunden. Die ſtädtiſche Straßenbahn war nicht in
das Unternehmen einbezogen. Nur die Teilſtrecke
Schlacht=
hof-Landskronſtraße und die Vorortlinien waren als
Ein=
heit behandelt. Die Benutzung der an die Stadt
abzutre=
tenden Gleisanlagen hatte die Süddeutſche Eiſenbahn=
Ge=
ſellſchaft nur für die Vorortzüge ſich vorbehalten. In einer
ſehr erfreulichen Weiſe hat nunmehr die Bürgermeiſterei
mit der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft ein
Einver=
ſtändnis über die Einheit des Verkehrs und
die wichtigſten Fragen der Linienführung ſowie den
dem=
nächſt zu ſchaffenden Zonentarif erzielt. Der
Linien=
führung liegt die Abſicht zu Grunde, durch möglichſt
lange Linien den Fernverkehr in den Mittelpunkt der Stadt
zu leiten. Im Lokalverkehr ſollen die Wohnviertel
mit dem Geſchäftsviertel verbunden werden. Die
Außen=
viertel ſollen mit dem Innern der Stadt durch großzügige
Linien verbunden werden. Sodann wird dem Erfordernis
Rechnung getragen, daß möglichſt viele Linien mit
zahl=
reichen Fahrten nach dem Hauptbahnhof geführt
werden. Der Verkehr der Außenviertel in das
Innere der Stadt und der in das Innere der
Stadt zu leitende Fernverkehr müſſen ſich möglichſt
ohne Umſteigen vollziehen. Die ſchwierige Frage des
Ar=
beiterverkehrs ſoll ſo gelöſt werden, daß ſie ſich den
Bedürfniſſen und den Zeiten des Arbeiterverkehrs
vollkom=
men anpaßt. Den Wünſchen des Martinsviertels
wird Rechnung getragen, indem eine bequeme und gute
Verbindung mit dem Stadtinnern alsbald hergeſtellt wird.
Es wird ferner angeſtrebt, eine direkte Verbindung des
Johannesviertels mit dem Stadtinnern in Verbindung mit
der Linie Schloßgartenplatz-Ernſt=Ludwigsplatz, ſofern
dies mit dem allgemeinen Betriebsplan ſich irgendwie
ver=
einbaren läßt. Die unmittelbare Verbindung des Martins=
und Johannesviertels mit dem neuen Hauptbahnhof durch
die Bismarckſtraße und den Dornheimer Weg, muß bis
zur Durchlegung des Straßenzugs durch das alte
Bahn=
gebäude, das vor Abräumung des Bahn= und Erdmaterials
noch nicht freigelegt werden kann, zurückgeſtellt werden.
Um dieſe Linie ſpäter einrichten zu können, ſollen die im
Dornheimer Weg bereits verlegten Gleiſe liegen bleiben.
Auch bezüglich des Zonentarifs iſt ein erfreulicher
Fortſchritt zu verzeichnen. Die ſtädtiſche Verwaltung hatte
in den Jahren 1907, 1908 und 1909 beſondere
Verhandlun=
gen über die Linienführung und den Zonentarif geführt
und Vorſchläge gemacht. Die Anträge der Verwaltung
be=
zweckten, die Frage des Tarifs im Anſchluß an die
Ent=
fernungen grundſätzlich zu löſen. Unter den früheren
Ver=
hältniſſen war es leider nicht zu vermeiden, daß mit einer
kleinen Verteuerung des Verkehrs zu rechnen war.
Nun=
mehr ſind im Wege eingehender Verhandlungen unter der
Bedingung der Aufhebung der Knipskarten erfreuliche
Ver=
günſtigungen für den Nah= und Fernverkehr erzielt worden.
Trotz der durch den neuen Hauptbahnhof geſchaffenen
größe=
ren Belaſtung des ſtädtiſchen Straßenbahnbetriebs ſoll eine
Verteuerung für einen weitgezogenen
Zo=
nenkreis nicht ſtattfinden. Es ſoll ein Zonentarif
gewährt werden auf der Grundlage, daß innerhalb des
Stadtgebietes Strecken von etwa 3000 Meter Länge für
10 Pfg. mit einmaliger Umſteigeberechtigung zurückgelegt
werden können. Hiernach tritt eine Verbilligung
gegen=
über dem im Jahre 1908 beabſichtigten Tarif ein. Der durch
den neuen Hauptbahnhof geſchaffene weitere Aufwand an
Betriebskoſten der Straßenbahn iſt auf annähernd 50000
Mark zu beziffern. Außerdem wird für die Zukunft die
Möglichkeit geboten, Zeitkarten für Teilſtrecken, die
kom=
binierbar ſind, abzugeben. Bei dieſem neuen, von großen
Geſichtspunkten geleiteten Verkehrsprogramm beſteht um ſo
weniger ein Anlaß, die Knipskarten beizubehalten, als ihre
Abſchaffung ſchon ſeit längerer Zeit erwogen wird. Die
Beibehaltung der Knipskarten iſt mit der Einheit des
Nah= und Fernverkehrs nicht mehr möglich, da jede
Kon=
trolle beim Umſteigen aufhört.
Der vorliegende Vertrag iſt das Ergebnis
eingehendſter Vorarbeiten. Die Süddeutſche
Eiſenbahn=Geſellſchaft und die Bürgermeiſterei hatten
Entwürfe aufgeſtellt und dieſe in den Monaten Dezember
1911 und Januar 1912 durch fortgeſetzte Beratungen
der=
artig gefördert, daß der Vertrag nunmehr der
Stadtver=
ordneten=Verſammlung zur Entſcheidung vorgelegt
wer=
den konnte. Nachdem eine Verſtändigung über die
weſentlichen Vertragsgrundlagen und das auszuführende
Verkehrsprogramm erreicht iſt, beſteht die Hoffnung, daß
die in einzelnen Vertragspunkten zurzeit noch beſtehenden
Differenzen demnächſt im Wege einer Verſtändigung
be=
ſeitigt werden. Der aus den Herren Baſtian, Bender,
Gallus, Göbel, Groos, Henrich, Heyd, Jakobi, Lindt,
Markwort, Säng und Schmeel beſtehende Sonderausſchuß
hat von vornherein an der Entſtehung des vorliegenden
Vertragswerkes Anteil genommen, nachdem er bereits im
vergangenen Jahre in eingehendſter Weiſe durch die
vorausgegangenen Verhandlungen mit der Allgemeinen
Elektrizitäts=Geſellſchaft über die für den Vertrag
weſent=
lichen Fragen informiert war. Der Sonder= und
Finanz=
ausſchuß, die Elektrizitätswerksdeputation und der
Ver=
kehrsausſchuß haben in den Sitzungen vom 11., 13., 16.
und 23. Januar den Entwürfen ihre Zuſtimmung
gege=
ben. Neben der geſchichtlichen Einleitung und
Begründ=
ung kommen für das Verſtändnis der Vorlage auch die
unter der Ueberſchrift „Ergänzungen und Erläuterungen”
mitgeteilten Vertragsbeſtimmungen in Betracht. Dieſe
Beſtimmungen ſind daher den Verträgen vorangeſtellt.
Die Ausſchüſſe haben in ihren Sitzungen auch dieſen
Ver=
tragsbeſtimmungen zugeſtimmt.
Die Großherzogliche Bürgermeiſterei ſtellt
nunmehr den
Antrag:
Verehrliche Stadtverordneten=Verſammlung wolle
1. den beiliegenden Vertragsentwürfen und dem
Ent=
wurf einer Satzung für die zu gründende
Aktien=
geſellſchaft, ſowie den unter der Ueberſchrift „
Ergänz=
ungen und Erläuterungen” mitgeteilten
Vertrags=
beſtimmungen in der vorgetragenen Faſſung gefälligſt
ihre Zuſtimmung erteilen,
2. dem Antrag zuſtimmen, daß der nach § 14 des
Ver=
trages C an die Stadtkaſſe 47 Jahre lang zu zahlende
Betrag von 48892,25 Mark und eine weitere Summe
von jährlich 13500 Mark mit Zins und Zinſeszinſen
zu Vermögenszwecken angelegt wird,
3. den § 19 der Satzung mit folgenden, lediglich für die
Stadt geltenden Beſtimmungen annehmen:
a) Der Oberbürgermeiſter, die Beigeordneten, die
Stadtverordneten erhalten hiermit die
Genehmig=
ung, etwa auf ſie fallende Wahlen zu Mitgliedern
des Aufſichtsrates oder eines anderen
Verwalt=
ungsorganes von gewerblichen Unternehmungen,
an denen die Stadt Darmſtadt finanziell beteiligt
iſt, anzunehmen.
b) Sie haben in dieſer Eigenſchaft nur den Anſpruch
auf Erſatz ihrer baren Auslagen; bei Reiſen uſw.
finden die jeweiligen, von der Stadtverordneten=
Verſammlung genehmigten Beſtimmungen über
Reiſekoſten und Tagegelder ſinngemäße
Anwend=
ung. Alle anderen Vergütungen, unter welchen
Titeln ſie auch gegeben werden mögen, ſind an die
Kaſſe des Fonds für Beteiligung der Stadt
Darm=
ſtadt an gewerblichen Unternehmungen ungekürzt
abzuführen.
e) Die Stadt Darmſtadt übernimmt die Erſatzleiſtung
für alle Entſchädigungsanſprüche gegen die
Mit=
glieder von Verwaltungsorganen, die ihr Amt
unter Verzicht auf irgend welche Vergütung
zugunſten der Stadt als Ehrenamt ausüben, wenn
ſie wegen verſehentlicher Verletzung ihrer
Oblie=
genheiten in Anſpruch genommen werden.
Inſo=
weit die Stadt Darmſtadt einen ſolchen Anſpruch
nicht für begründet erachtet, hat das betreffende
Mitglied der Stadt Darmſtadt die Führung des
Rechtsſtreits zu überlaſſen, unter Ueberweiſung
aller vorhandenen Behelfe und Erteilung jeder
er=
forderlichen Auskunft. Die Koſten eines ſolchen
Rechtsſtreits trägt die Stadt Darmſtadt.
4. den Oberbürgermeiſter zum Abſchluß der Verträge
und zu weiter erforderlich werdenden Verhandlungen
bevollmächtigen.
Kurſe vom 30. Januar 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
8f. Staatspapiere. IrPro.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,20
3½ Deutſche Reichsanl.. 91,20
do.
82,20
Reenle
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,20
3½ do. Conſols . . . . 91,20
82,20
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,40
93,50
do.
3½
do.
84,50
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .101,00
do.
90,10
3½
do.
80,10
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,50
4 do. do. (unk. 1918) 100,60
do.
90,00
do.
79,50
Sächſiſche Rente . . . 81,80
Württembergerv. 1907 100,8)
3½,
do.
95,00
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,75
1¾ Griechen v. 1887
3¾ Italiener Rente . .
3½ Oeſterr. Silberrente . 94,00
3. do. Goldrente . . 96,80
4. do. einheitl. Rente 90,70
4 Portug. unif. Serie I 65,20
3 do. unif. Ser. III 68,10
Spezial. 10, 10
5 do.
4 Rumänier v. 1903 . . 101, 10
do. v. 1890. . 95,20
do. v. 1905. . 91,90
Z.
Ruſſen v. 1880. . . . 97,00
4 Ruſſen v. 1902. . . . 91,25
4½ do. v. 1905 . . . . 100,50
91,40
3½ Schweden. .
4 Serbieramort. v. 1895 86,20
4 Türk. Admin. v. 1903 85,00
4 do. unifiz. v. 1903 92,25
4 Ungar. Goldrente . . 92,20
4 do. Staatsrente . 90,40
5 Argentinier . . . . . . 102,40
89,40
do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 98,40
93,90
do.
½
.. . . . 95,90
4½ Japaner
Innere Mexikaner . . 97,80
62,10
do.
3
4 Gold=Mexikan. v. 1904 91,30
5 Gold=Mexikaner . . . 101,10
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=Paket=
144,00
fahrt .
3 Nordd. Lloyd
.105,50
6 Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 124,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408 114,30
6 Baltimore & Ohio. . 104,80
Gotthardbahn
Inhrn,
6½Oeſt.=Unaar. Staatsb. 153,30
0 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 19,00
6 Pennſylvania R. R. 119,00
Induſtrie=Aktien.
9 Mainz. Aktienbrauerei 200,00
3 Werger=Brauerei . . . 71,00
25 Bad. Anil.= u. Sodafbr. 493,00
14 Fabrik Griesheim . . 255,00
27 Farbwerk Höchſt . . . 527,50
20 Verein chem. Fabriken
339,00
Mannheim
130,00
5 Lahmeyer .
164,50
7 Schuckert.
12 Siemens & Haleie. . 241,00
30 Adlerfahrradw. Kleyer 463,00
12 Bochumer Bb. u. Guß 229,25
.206,25
17 Gelſenkirchen .
. 200,50
7 Harpener .
15 Phönix, Bergb. u. Hüt=
.. 258,75
tenbetrieb .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 89,30
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,10
92,30
do.
3½
4 Eliſabeth., ſteuerpfl.
do. ſteuerfrei. 96,20
5 Oeſterr. Staatsbahn.
95,60
do.
do. alte . 80,50
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,9)
do.
80,50
55,70
do.
24
3 Raab=Oedenburger.
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,50
4 Kronpr. Rudolfbahn . 96,00
In ie.
71,80
½ Livorneſee.
Miſſouri=Pacific . . . 73,80
Bagdadbahn Mk. 408 84,20
Anatoliſche Eiſenb.. . 97,70
5 Tehuantepee . . . . . 100,10
Bank=Aktien.
9 Berliner Handelsgeſ. 174,00
6½ Darmſtädter Bank. . 126,60
12½ Deutſche Bank . . . 267,10
6 Deutſche Vereinsb. 125,25
10 Diskonto=Geſellſchaft 192,60
8½ Dresdner Bank 160,60
6½ Mitteldeut. Kreditbk. 121,90
7 Nationalbk. f. Deutſchl. 127,60
6½ Pfälzer Bank . . . 130,25
140,50
6,45 Reichsbank .
7 Rhein. Kredit=Bank. 135,50
7½ Wiener Bank=Verein 137,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,20
½ do. S. 19. . . . . 90,10
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 98,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,00
89,75
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,30
90,30
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 100,20
89,50
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99,10
do. (unk. 1914) 89,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
3½
90,60
do.
Neu)
3
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt
*
½ 58.
90,00
4 Franbfun
100,90
3½ ka.
96,10
4 Gießen
„ 100,00
3½ d9.
4 Hl
99,50
3½
89,80
Sarlse
100,00
3½
89,80
-
3½ ba.
-
4
-
3½ 8e.
-
4 Man
-
3½ bs.
4 München
100,60
3½ Nauheim
90,00
4 Nürnbers .
100,20
3½ do.
90,80
4 Offenbad
3½ ds.
-
4 Wiesbaden
100.00
3½ de.
96,10
4 Worms
-
3½ de.
-
4 Liſſabener v. 1888. . 80,60
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 167,60
3½ Cöln=Mindner „ 100 136,90
5 Donau=Reg. fl. 100 185,75
3 Holl. Romm. A 100 109,00
In hest
3 Madrider Fs. 100 79,90
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . .
.137,90
Oeſterr. 1860er Loſe 179,50
3 Oldenburger . . . . . 126,90
2½ Raab=Grazer fl. 150 114,50
Unserzinsliche
Anlebensloſe.
Augsburger
ftl.
Braunſchweige Tlr. 20 207,00
Freiburges
Fs. 15 71,00
Mailände
Fs. 45 —
da.
98. 10 32,00
Meininge:
ftl. 7 34,70
Oeſterreics à 1864 ₰ 100
de. A 1858 ₰ 100 456,00
Ungar. Gtacks „ 100 374,00
Penedign
Frs. 30 42,40
Türkiſche
„ 400 172,40
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns
20,46
20 Franks=Stücke
16,25
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Amerikaniſche Noten
4,19½
Engliſche Noten
20,48
Franzöſiſche Noten .
81,30
polländiſche Noten . . . . 169,45
Italieniſche Noten
80,95
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,05
Ruſſiſche Noten.
216,00
Schweizer Noten . . . . . 81,10
Reichsbank=Diskonto
Reichsbauf-Lambard 8M 6%
Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 2 ſilberne Damenuhren. 1 ſilbernes Kollier mit
3 lila Steinen. 1 goldenes Kettenarmband. 1 braunes Portemonnaie
mit einigen Pfennigen. 1 vergold. Bleiſtift. 1 kl. Schlüſſel. 1
Hunde=
marke mit der Nr. 857. 1 ſchwarzer Samtgürtel mit Metallſchnalle.
1 vergold. Broſche (3 verſchlungene Ringe). 1 graues
Damenporte=
monnaie mit einigen Pfennigen. 1 Milchkanne. 1 lila Portemonnaie
mit Schlittſchuhſchlüſſel. 1 Zigarrenſpitze. 1 Taſchenmeſſer mit gelb.
Metallſtiel und Lederfutteral. 1 Fahrrad. — Zugelauſen: 1
Wind=
hund. — Zugeflogen: 1 Lachtaube.
(2844
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 ſchottiſcher Schäferhund, 2 Pinſcher, 1 Wolfshund (
zu=
gelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktaa, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (2865
Als Bezirkopfleger und=Pflegerinnen
der ſtädtiſchen Armenpflege ſind neu beſtellt worden:
A. Als Bezirkspfleger die Herren:
1. Für den 14. Bezirk: Kaufmann Friedrich Hohmeier,
Eliſabethen=
ſtraße 5 wohnhaft,
2. „ „ 18. „ Buchbinder Chriſtian Nübling,
Mühl=
ſtraße 24 wohnhaft,
3. „ „ 24. „ Glaſermeiſter Wilhelm Daum,
Alexander=
ſtraße 14 wohnhaft,
4. „ „ 26. „ Buchdruckereibeſitzer Hermann Uhde,
Mühl=
ſtraße 37 wohnhaft,
5. „ „ 51.
Kaufmann Georg Biermann, Beſſunger
Straße 102 wohnhaft,
6. „ „ 57.
Konſervator Emil Schließmann,
Schwanen=
ſtraße 2 wohnhaft,
7. „ „ 64.
Landwirt Chriſtian Schleidt,
Pankratius=
ſtraße 30 wohnhaft,
8. „ „ 69.
Privatier Philipp Hirſch, Kranichſteiner
Straße 44 wohnhaft,
9. „ „ 71.
Sattlermeiſter Mart. Friedrich,
Laute=
ſchlägerſtraße 22 wohnhaft,
110. „ „ 72.
Miniſterialkanzliſt Jakob Schuhmacher,
Liebfrauenſtr. 107 wohnhaft,
111. „ „ 80. „ Spenglermeiſter Karl Kämmerer,
Parcus=
ſtraße 10 wohnhaft, und
112. „ „ 63.
Lehrer Philipp Unger, Lichtenbergſtraße 71
wohnhaft,
letzterer vom 1. April ds. Js. ab.
B. Als Pflegerinnen:
1. Für den 42.—46. Pflegebezirk: Frau Dr. Bernet, Wwe. des prakt.
Arztes, Klappacher Straße 16
wohnhaft,
2. „ „ 52.
Frau Profeſſor Dr. Hattemer,
Martinſtr. 95 wohnhaft, und
3. „ „ 62.—68.
Frau Chemiker Frommes,
Schloß=
gartenſtraße 55E wohnhaft.
Darmſtadt, den 25. Januar 1912.
Städtiſches Pflegeamt.
J. V.: Kröll.
(2895
Nachbenannte Bedürfniſſe für die Zeit rom 1. April 1912 bis
31. März 1913 ſollen auf dem Wege öffentlichen Angebots
ver=
rgeben werden:
1. 38 Mille Zigarren, 2. die Schreibmaterialien, 3. die
Por=
tzellan= und Glasgeräte, 4. ſämtliche Bürſtenwaren, 5. ca. 120 Stück
FFenſterputzleder, 6. ca. 65 Dutzend Kämme, 7. ca. 200 Pack
Kloſett=
wapier, 8. ca. 400 kg Makulatur, 9. ca. 2200 kg Kernſeife, 10. ca.
(3000 kg Schmierſeife, 11. ca. 4500 kg Soda, 12. ca. 360 Stück
Baum=
woliflanell=Waſchlappen, 13. ca. 600 kg Fußbodenöl, 14. ca. 130 m
Waumwollebiber (Kalmuck), 15. ca. 170 m Baumwollflanell, 16. ca.
200 m Baumwollzeug, 17. ca. 500 m Druckzeug, 18. ca. 480 m
Sar=
ſenet, 19. ca. 150 m Flanell, geſtreift, 20. ca. 245 m Wolletuch und
Buckskin, 21. ca. 100 kg Wollegarn, 22. ca. 18 kg Bettfedern, 23. ca.
100 m Gummiſtoff, 24. ca. 36 Dutzend Schnurleinen, 25. 60 Stück
Wetteppiche, weiße, 26. ca. 60 Stück Strohhüte für Männer, 27. ca.
50 Stück Schirmlappen, 28. ca. 240 Stück Sacktücher, farbig, 29. die
Anfertigung von K eidungsſtücken für männliche Pfleglinge, 30. die
AAnfertigung und Reparatur des Schuhwerks, 31. die Backwaren,
B2. das Ochſen=, Kalb= und Hammelfleich ꝛc., 33. das Schweinefleiſch
tund die Wurſtwaren, 34. die Milch, 35. ca. 3350 kg Butter, 36. ca.
15000 Stück Eier, 37. ca. 6000 Stück Handkäſe, 38. ca. 600 kg Rahmkäſe,
B9. ca. 75 kg Schweizerkäſe, 40. ca. 30 000 kg Eßkartoffeln, 41. ca. 800 kg
PPalmin, 42. ca. 1800 kg Malz= bezw. Kornkaffee, 43. ca. 200 kg
Suppenwürze, 44. ca. 1000 kg fertige Suppeneinlagen, 45. ca. 60 hl
ier, 46. ca. 3 hI Weißwein, 47. die Abfälle, als: a) das Geſpül und
Gekrötz, b) die Knochen, c) die Lumpen.
Die unter Ord.=Nr. 41 bis 44 genannten Artikel werden nur
Für die Zeit vom 1. April bis Ende September 1912 vergeben.
Die in der Anlage A. des Erlaſſes Großh. Miniſteriums des
Innern vom 16. Juni 1893, das Verdingungsweſen betreffend,
ent=
hhaltenen Bedingungen, ſowie die Lieferungsbedingungen und Muſter
ſſind auf dem Büro der Anſtalt am 7., 8. und 9. Februar I. Js.,
wormittags von 8 bis 12 Uhr und nachmittags von 2 bis 5 Uhr,
zeinzuſehen und Offerten, verſchloſſen mit der Aufſchrift verſehen:
„Submiſſion zu der am 27. Januar l. J. ausgeſchriebenen Lieferung”
bis zum Eröffnungstermin, 22. Februar 1912, vormittas 10 Uhr,
chierher einzureichen.
Die Bedingungen und Angebotsformulare können gegen
Er=
tattung der Selbſtkoſten bezogen werden, dagegen findet der
Ver=
and von Muſtern nach auswärts nicht ſtatt.
Die von den Submittenten vorzulegenden Muſter müſſen
getrennt von der Submiſſion verpackt und beſonders adreſſiert wer=
Den. Ferner dürfen dieſen Muſtern weder Preiſe noch Namen der
Submittenten oder deren Firmenſtempel beigefügt werden, vielmehr
ur Zeichen, die in der Submiſſion zu wiederholen ſind. Die Be=
Dingungen ſind in den Angebotsformularien anzuerkennen. Zu=
(2839
ſchlagsfriſt: 4 Wochen.
Heppenheim (Bergſtr.), den 27. Januar 1912.
Großherzogliche Direktion der Landes=Heil= und
Pflegeanſtalt.
J. A.: Liſtmann, Großh. Hausverwalter.
Für Landwirte.
Die den Freiherrn Riedeſel zu Eiſenbach gehörige, ſeither an
Herrn Ph. Möſer, Magdalenenſtraße, verpachtet geweſene Wieſe
Fl. XIV. Nr. 36 im Schneppenzahl, rechts der Pallaswieſenſtraße,
vor dem Bahndamm der Main=Neckar=Bahn, etwa 1½ Morgen groß,
ſtoll alsbald wieder auf die Dauer von 10 Jahren verpachtet werden.
(2850
Pachtangebote, mündlch oder ſchriftlich, erbeten an
Ri terſchaftliche Kaufunger Stiftskaſſe
Hügelſtraße 67.
auch die schwersten
Sprachleiden,
Atem-
beschwerden, nervös.
Unruhen
undAengst-
lichkeit,
Erkrankun-
gen der Stimmorgane
heilt
(2034a
Dlr. T. Daum.
Für Herzleidende Anleitung zur richtigen Atmung, um die
Herzkreft zu erhalten. — Anerkennungen von Behörden,
Pro-
bessoren, Aerzten. Empfohlen durch die höchste Schulbehörde.
Boktern
Verschiafe
der beiden Gymnaſien zu Darmſtadt.
Aufnahme zu Oſtern 1912.
Anmeldungen nimmt der Unterzeichnete
Donnerstag, den 1. und Freitag, den 2. Februar,
vormittags von 10—1 Uhr,
im Direktorzimmer des Ludwig=Georgs=Gymnaſiums (Karlſtraße 2)
entgegen. Dabei ſind Geburtsſchein und Impfſchein vorzulegen.
Herbſtaufnahmen von Anfängern finden nicht mehr ſtatt. Es
können aber Knaben, die vor dem 1. Oktober 1906 geboren ſind, bei
genügender geiſtiger und körperlicher Befähigung ſchon jetzt zu Oſtern
aufgenommen werden.
(2531fm
Darmſtadt, den 22. Januar 1912.
Dr. Mangold, Geh. Schulrat.
Vorschdie des Grobh. Reussymnuslams und
der Grobh. Uberreuischdien zu Darmstadt.
Aathahme zu Ustern 191z.
Die Anmeldung neuer Schüler für alle Klaſſen der Vorſchule für
das Oſtern 1912 beginnende Schuljahr findet ſtatt am Donnerstag,
den 1. Februar, vormittags von 10 bis 1 Uhr und nachmittags
von 3 bis 5 Uhr und Freitag, den 2. Februar, vormittags von
10 bis 1 Uhr im Realgymnaſium (Eingang durch das Portal am
Kapellplatz). Geburts= und Impfſchein ſind vorzulegen. (2775a
Die Großh. Direktion:
Münch, Geh. Schulrat.
Verſteigerungs-Anzeige.
Donnerstag, den 1. Februar, nachm. 4 Uhr,
verſteigere ich im Saale der „Ludwigshalle” (Obergaſſe) dahier
öffentlich meiſtbietend gegen Barzahlung folgende Pfänder:
1. mit unbedingtem Zuſchlag beſtimmt:
1 Partie Pelzkragen;
2. vorausſichtlich:
2 Pianinos, 2 Büfetts, 6 Vertikos, 5 Sofas, 5 Bilder,
5 Spiegel, 5 Kleider=, 2 Weißzeug= und 2 Spiegelſchränke,
5 Nähmaſchinen, 6 Diwans, 3 Kommoden, 2
Waſchkom=
moden, 2 Seſſel, 2 Tiſche, 1 Glasſchrank, 1 Regulator, 1 Etagere,
1 Pudelhund, 1 Grammophon, 1 Kopierpreſſe, 1 Gaslampe,
1 Fahrrad, 1 Harmonium u. a. m.
(2900
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
Bleichſtraße 28.
Stamm= und Autzholz=Verſteigerung.
Freitag, den 2. Februar I. Js., vormittags 10 Uhr
anfangend, werden im Spachbrücker Gemeindewald, Diſtrikt Mark
verſteigert:
Stämme: 5 Stück eichen, I. Kl., 65—79 cm Durchm., 2—6 m lg., 10,27fm
50—59
, „ I
2—8 „ „ 16,72.
23 „ „ III. „ 40—49 „
2—6 „ „ 14,37
1 buchen
6 — „
1,04 „
7 kiefern
—3
6—13,, „ 5,55 „
5 erlen
22—27 „
6—12, „ 2,08 „
3 Fichten=Derbſtangen und 36 rm eichen Scheiter I. Klaſſe.
Die Zuſammenkunft iſt bei Gaſtwirt Schneider an der
Bahn=
ſtation Meſſel.
Anfang der Verſteigerung auf der neuen Kreisſtraße an der
Klein=Zimmerer Grenzſchneiſe.
Spachbrücken, den 26. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Spachbrücken
(2801im
IIIert.
Stammholz-Verſteigerung.
Montag, den 5. Februar, vormittags 10 Uhr,
werden im Schaafheimer Gemeindewald, Diſtrikt Oſtheimer Straße,
Harreshäuſerbuſch, Schwarzwaſſer und Röderſee, verſteigert:
173 Kiefernſtämme von 27—50 cm Durchmeſſer = 171 fm,
. . — 14 fm.
39 Fichtenſtämme
Bemerkt wird, daß ſich unter den Kiefernſtämmen ca. 35
Mutter=
ſtämme befinden.
Zuſammenkunft auf der Kreuzung Heuweg u. Oſtheimer Straße.
Schaafheim, am 29. Januar 1912.
(2837ms
Großherzogliche Bürgermeiſterei Schaafheim.
Hauck.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Die Holzverſteigerungen Nr. 8
vom 26. ds. Mts. und Nr. 9 vom
29. ds. Mts. werden unter dem
Anfügen genehmigt, daß die
Ueber=
weiſung des Holzes und der erſte
Abfuhrtag für die Verſteigerung
Nr. 8 auf Montag, den 5. Februar
und für die Verſteigerung Nr. 9
auf Dienstag, den 6. Februar,
feſt=
geſetzt ſind.
(2840
Darmſtadt, 29. Januar 1912.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Bekanntmachung.
Die am Freitag, 26. Januar
I. J. im Domanialwald
Fran=
kenſtein abgehaltene Brennholz
verſteigerung iſt genehmigt. Die
Abfuhrſcheine können von
Mon=
tag, 5. Februar I. Js. an, bei
den Untererhebeſtellen eingelöſt
werden. Ueberweiſung und erſter
Abfuhrtag Dienstag, 6. Febr.
(2902
1. Js.
Eberſtadt, 31. Januar 1912.
Großh. Oberförſterei Eberſtadt.
Joſeph.
Sanatorium
Max Cremer
Eberstadt.
Freitag, den 2. Februar,
nachmittags 2½ Uhr,
findet die zwangsweiſe
Verſteige=
rung auf dem Rathauſe in
Eber=
ſtadt mit unbedingtem Zuſchlag
ſtatt. Brandtaxe 70000 Mk.
Orts=
gerichtl. Taxe 80000 Mk. (*2206imd
Ich Romme Sotort
und zahle wegen dringendem
Be=
darf konkurrenzloſe höchſte Preiſe
für getr. Kleid., Schuhe, Stiefel,
Wäſche, alte Federbetten,
Zahn=
gebiſſe uſw. Komme auch nach
auswärts.
(*2392md
J. Wallach, Holzſtr. 1 (Laden).
fortwährend
Eiernudel-Fabrik Thon,
Grafenſtr 33. (*2335mdf
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uterh. Schreibtiſch (
Zyinder=
bureau ) billig zu verkaufen
Jansen, Bleichſtraße 1. (*2333
gute Geige, 1 Cello, 60 Mk.,
zu verkaufei Landgraf=Philipp
anlage 60½, III.
etrauener Gehrock u. Weſte zu
verk. Ludwigſtr. 16, II. (*2387
Bekanntmachung.
Mittwoch, 14. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Leonhard Treuſch
Ehe=
leuten zu Darmſtadt gehörige
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
XIII 199 2275 Acker im
Straßen=
garten,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
ein der Schätzung entſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (V2379
Bekanntmachung.
Mittwoch, 13. März I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Steinmetzmeiſter Jakob
Weicker Eheleuten dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 949%/10 304¾10 Hofreite
Nieder=
Ram=
ſtädterſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K6/12
Darmſtadt, 29. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V2855
Bekanntmachung.
Mittwoch, 28, Februar I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Stukkateur Georg
Gerlach dahier zugeſchriebene
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
IV 287//10 237 Hofreite
Kranich=
ſteinerſtr. Nr. 22,
in unſerem Bureau zwangsweiſe
verſteigert werden. (K106/11
Falls andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen, kann
Ge=
nehmigung der Verſteigerung auch
dann erfolgen, wenn das eingelegte
Meiſtgebot die Schätzung nicht
er=
reicht.
Darmſtadt, 11. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (V1936
Das Amt kauft Roggen, Hafer
2 und Stroh zu den jeweiligen
Tagespreiſen, ſo lange Bedarf iſt.
Vor der Anlieferung iſt
münd=
liche oder ſchriftliche
Preisverein=
barung notwendig. (2919
Proviantamt Darmſtadt.
Ein noch wenig getr. ſchwarzer
Jackettanzug, paſſ. f. mittl. Fig.,
z. verk. Näh. Ludwigspl. 4. (*2389md
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wachſ., zimmerr. u. pr. f. Jäger,
in gute Hände bill. abzug., Kanarien=
Hahn, pr. Sänger, mit Käfig, und
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*2340) Mauerſtr. 17, bei Schwarz.
Kanarienweibchen (Zucht 1911)
Rabzugeben
(*2327ms
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Hahnen abzg., alte Hühner w.
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hochfein,
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2 Pfd.=D. 35₰
Rosenkohl
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Sellelle 2P.4.0.75₰
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Telephon 116.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
KEG.U.FINKE
ARGHITEKTEN
Meeer(EE, Archltekten
beehren sich ergebenst anzuzeigen, dass sie ihre
Ateliers für Architektur und geschmackvolle
individuelle Wohnungskunst vereinigt haben.
DARMUISTADT
Telephon Nr. 2559.
Elisabethenstrasse 54.
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ſchon praktiſch tätig war, ſ. Stellg.
Eintritt kann ſofort erfolgen. Off.
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Junge Frau wünſcht
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ſchäftigung für Nachmittagsſtund.,
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zu übern. Kl. Kaution k. geſt. w.
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(B2911
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überneh=
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abhängige Perſon
will noch einige Kunden im
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Flicken annehmen. Nähere
Aus=
kunft erteilt gerne
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Tücht. j. Frau geht als
Aus=
hilfe, kann gut kochen (*2264
Heinheimerſtr. 86, 3. St.
Frau ſucht für morg. Laufſtelle
*2306) Landwehrſtr. 46, 3. St.
Eine Witwe ſucht Beſchäftigung
im Weißnähen, am liebſten in ein
Geſchäft. Offert. unt. D 14 an
die Expedition ds. Bl. (*1698imd
Frau ſ.ſ. nachm. Beſchäft..Waſch.
u. Putz. Stiftſtr. 79, II. r. (*2231im
Aelteres Mädchen ſucht
tags=
über Beſchäftigung, geht auch als
Aushilfe.
(*2252im
Näh. Heidelbergerſtr. 118r.
Laufſtelle, 2 St. morg. geſucht,
daſ. wird Wäſche z. Flicken angen.
Nieder=Ramſtädterſtr. 5, I. (*2282
Junge, gutempf. Waſchfrau hat
noch Tage frei zum waſchen u.
utzen. Poſtkarte genügt. (*2344
Frau Gerhardt,
Kranichſteiner=
ſtraße 15, Seitenbau, II. Stock.
Jung. Madch., welch. etw. Näh.
kann, ſucht g. Stelle in kl. Haush.
*2325) Wienersſtr. 61, Htb. 2. St. l.
G. empf. Frau ſ. Laufd., g. a. h. T.
waſch. u. putz. Arheilgerſtr. 25. (*2326
Stelle ſuch. 2 Mädch, d. kochen t.,
u. 2 jüng. Mädch., noch. n. ged. Näh.
rau sidonie Frank, Schulſtr. 9,
gewerbs-
mäßige Stellenvermittlerin. (*2328
Frau ſucht Laufſt., g. auch waſch
und putzen
(*2333
Blumenſchein, Wendelſtadtſtr. 49.
Jung. Frau ſ. 3—4 Std.
Haus=
rbeit Steinſtr. 6. Hinterb. (*2394ms
ſucht (*2357
Junge Frau Laufdienſt.
Harquardt, Kl. Kaplaneigaſſe 3, II.
Unabh. Frau ſucht Laufdienſt
B2892) Hofgartenſtraße 13.
Zge. Frau ſucht morg. u. mittags
Stunden Laufdienſt (*2375
Wendelſtadtſtr. 39, 1. St. r.
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J Jahr. d. Damenſchneid. betreibt,
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Konfek=
ionshaus als Verkäuf., übernimmt
uch Aenderungen. Off. unt. E 39
in die Expedition (*2152oim
Für einen Jungen von achtb.
Eltern wird Lehrſtelle in einem
gr. kaufm. Geſchäft zu Oſtern geſ.,
hat die Mittelſchule beſucht. (*2277
Offert. unt. E73 au die Exped.
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Inſtallations=
geſchäft oder auf Zentralheizung
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23 Jahre, militärfrei, in ungekünd.
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Schreib=
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2747oim) Für unſere
Pntz-Abteilung
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Ge=
haltsanſprüchen erbitten
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Darmſtadt, Ernſt Ludwigſtr. 9.
Jg. Mädch. k. d. Kleidermach. u.
Zuſchn. u. günſt. Beding. gründl.
er=
ern. Konf. Mühlſtr. 40, 1. St. (1131a
Geſucht mehr Landm. n. ausw.
E. Weizenmüller, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Eberstadt b. D.,
Schulſtraße 12. (*2146oim
Ordentl. Mädch., welch, kochen
kann, geſ. Alexanderſtr. 18. (*719a
Zuverläſſiges, gewandtes
Hausmädchen
das alle Hausarbeit verſteht, etwas
nähen, bügeln und ſervieren kann
und ſchon in beſſerem Hauſe
ge=
dient hat, zum 5. Februar, eventuell
ſpäter, geſucht
(2827a
Wendelſtadtſtraße 6, I.
Für die Kleinkinderſchule
in der Mauerſtraße wird ein
Mädchen für die Kinder z. 1. Febr.
geſucht. Zu melden bei der
Vor=
ſteherin, Mauerſtr. 5. (2872dfso
Tüchtiges Mädchen, das gut
kochen kann u. Hausarb. mit
über=
nimmt, ebenſo ein gewandt.
Haus=
mädch., das Nähen u. Büg. verſt.,
zum 15. Febr. geſucht. Zu erfrag.
Bahnhofz-Hotel, Zim. Nr. 11. (2867md
Mädch., die koch. können, u. and.
Mädch. erh. ſehr g. St., hoh. Lohn Frau
Susanna Röse. gewerbsmäßige
Stellen=
vermittlerin, Kiesſtr. 35 I. (*2270
Emn tüchtiges Mädchen per
ſo=
fort in gut bürgerlichen Haushalt
gegen guten Lohn geſucht Näh.
*2262md) Viktoriaſtraße 44, part.
Jung. Mädch. ſ. morg. 3 St geſ.
Viktoriavlatz 9 pt. (*2350md
Ungohäng., zuverl. u. ſauberes
Monatsmädchen vormittags von
7—10 und nachm. von 1—3 Uhr
und Freitags den ganzen Tag in
kleine Familie geſucht
(2836
Weilandt. Gutenbergſtr. 27, I. I.
ges Mädchen, welches alle Haus=
arbeit verſteht und etwas kochen
kann, wird bis 1. April in ruhiges
Privathaus geſucht (*2308
Liebigſtraße 31. Wegen Verheiratung
meiner Köchin ſuche ich z. 1. März
od. ſpät. ein ſaub. beſch. Mädchen,
das kochen kann u. etwas Haus=
arbeit übernimmt. Meldung. nach=
mittags v. 4— 6 Uhr. (*2307mf
Frau von Köppen, Hermannſtr. 31. Junges Mädchen in kl. Haus=
(*2305
halt ſofort geſucht
Kranichſteinerſtr. 22, 1. St. Anſt. evang. Hausmädchen
mit gut. Zeugn., das ſchneidern
kann, findet gute Stelle ſofort od.
Anfang Februar. Villa Sieben,
Auerbach a. d. Bergſtr. (2842 Ordentl. Frau, 3 St. täglich, geſ.
(*2276
Viktoriaſtr. 24, II. Ein Fräulein
kann das Kochen erlernen
2834mdf) Hotel Prinz Carl. Tüchtiges Mädchen
zum Kochen und zur Hausarbeit
für ſofort event. auch ſpäter geſucht
*2348) Roquetteweg 34. Suche u. empfehle mehr. Mäd=
chen ſof. u. ſpäter Johannette Weiss-
mantel, gewerbsmäßige Stellenver=
mittlerin, Kaſinoſtraße 17. (*2321 Stellenloſe Mädchen finden
Unterkunft bei Frau Bauer,
Marktplatz 12.
(2886a Dienſtmädchen per 1. Febr. geſ.
Gehalt 25 Mk. Vorzuſprechen von
12—4 Uhr Ludwigspl. 2, I. (*2332 Ein zuverläſſ., ſaub. Mädchen
für nachmittags zu Kindern geſ.
*2355) Lindenhofſtr. 35, III. Für feine Haushaltungswäſche
wird für außerhalb des Hauſes
z. Waſch. u. Büg. eine Wäſcherin
geſ. Riedeſelſtr. 25, II. (*2373 Anſtändiges Servierfräuleinge=
ſucht Mauerſtraße 6. (*2393 Suche Mädchen für Privat= u.
Geſchäftsh., ferner ſuche Beiköchin,
Büfettfrl., Küchenmädch. f. Hotel.
Fr. Mina Dingeldein, gewerbsmäßige
Stellenvermittlerin, Schützen=
ſtr. 10½, Telephon 531. (*2379 Männlich Jüng. Bürogehilfe
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Eintritt geſucht.
(2905mdf
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genossenschaft Section II, Darmst dt.
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Volks=
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ſein muß, als
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beſorgt. Reklame auf unsere
Kosten, Keuntnisse,
Kari-
tal od. Leden nicht
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derlich daher Risiko
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Ne-
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Heidelbergerſtraße 129.
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junger Menſch als Laufburſche
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Hofbuchhand=
lung, Rheinſtrase 15.
(*386
Junger,
ordentlicher Hausburſche
(Radfahrer) ſofort geſucht (*2395
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Soderſtraße 2.
Lehrling
mit einjährig. Berechtigung ſucht
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Weißbinderlehrling ſucht
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Lehrling mit guter Schulbild.
von umfangr. Putz=, Kurz=, Weiß=,
Wollwaren= u. Herrenartikelgeſch.
beiſteig. Vergüt. per Oſtern geſucht.
Off. unt. D 53 an die Exp. (2491a
Parkettböden
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bendtisch
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50 Pf. b. 70 Pf. im Abonn.
Apeshank de berühmen
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Sauberes Bürſchchen z.
Aus=
tragen von Backwaren geſucht
Liebfrauenſtr
2248im
Lonnender Nebchverdichet.
Der Vertrieb einer epochemachenden Erfindung auf dem
Ge=
biete der Hauswirtſchaft, unerreicht in Zeit= u. Materialerſparnis,
iſt für hieſigen Platz und Umgebung an ſolvente Firmen u. Vertreter
zu vergeben. Ein Vertreter der Fabrik iſt am Mittwoch, 31. Januar
im Hotel Merz von 2—4 Uhr nachmittags perſönlich zu ſprechen
Apparate werden perſönlich vorgeführt.
(*2253im
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Reform-Restaurant
4 Alexanderstrasse 4, 1. Stock.
Programm
zu dem am Mittwoch, den
31. Januar, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzer: der Kapelle
des Garde=Drag.=Regts. Nr. 23.
1. Ouverture zur Oper „Zampa”
von Herold. 2. Fantaſie aus „La
Traviata” von Verdi. 3.
Inter=
mezzo und Barcarole aus „
Hoff=
manns Erzählungen” von
Offen=
bach. 4. „An der ſchönen blauen
Donau”, Walzer von Strauß.
5. Erni=Intermezzo von May.
6. Türtiſcher Marſch a. d. A-dur-
Sonate von Mozart. 7. „Die
Parade der Zinnſoldaten” v. Jeſſel.
Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 13.
er‟Gerausentes
Das grösste Aufsehen
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Roman von Fr. Lehne.
(Nachdruck verboitn.)
37
Ach, Yvonnchen, ich weiß ja nicht mehr ein noch aus!
Am dreiundzwanzigſten iſt ein Wechſel fällig, und ich habe
keine Ahnung, wo das Geld hernehmen! Ich bin von
Pon=
tius zu Pilatus gelaufen. Dieſe Stunden, die ich
durch=
gemacht, gönne ich meinem ärgſten Feinde nicht. Du, Du
nur biſt jetzt meine einzige Hoffnung! Glaube, als ich
Mamas Brief bekam, der mir von Deinem Glück die Kunde
brachte, da hab’ ich unwillkürlich aufgejauchzt; wie eine
Fügung des Himmels erſchien es mir, denn ich weiß ja,
Du hilfſt mir. Höllenqualen hatt’ ich ausgeſtanden, und
der Gedanke an Großmama
Lutz, Du armer, wie quälſt Du Dich! Laß es Dir eine
Warnung ſein.
Sie legte ihre Hand auf ſeine Schulter und ſah ihn
mitleidig an. Schweißtropfen perlten auf ſeiner Stirn.
Yvonne, ich ſchwöre Dir, ich werd ein anderer Menſch!
Dieſe letzten Tage — o, wenn nur die Sache, der Wechſel,
erſt aus der Welt geſchafft iſt!
Das ſoll werden. Wieviel iſt’s denn?
Er fah beiſeite und ſchwieg.
So viel, Lutz, daß Du es mir nicht ſagen kannſt? Nun,
mein Vermögen wird es ja nicht gleich koſten. Sag’ mir
die Summe.=
Fünfzigtauſend Markt
Lutz! Yvonne war doch erſchrocken.
Ach, Kleines, ſo viel hat mir der verfluchte Kerl, der
Halsabſchneider gar nicht gegeben, ſtöhnte er. Kaum
vier=
zigtauſend Mark. Aber was ſoll man machen, wenn einem
das Meſſer an der Kehle ſitzt!
O, Lutz, auf ſolche Geſchäfte läßt Du Dich ein? Wie
hätte das je in Ordnung gebracht werden können, wenn
ich nicht die Erbſchaft gemacht hätte? Großmama hätte Dir
das nie geben können; Bernried hätte ſchon verkauft
wer=
den müſſen.
Das wäre das wenigſte geweſen, flüſterte er.
Sie hatte das wohl gar nicht gehört. Gottlob, ſagte
ſie, daß ich Großmama das erſparen kann — ich helfe ja
ſo gern! Noch iſt es Zeit! Heute iſt Samstag; Dienstag
fahre ich wieder nach Burgau, und dann hab’ ich freie
Ver=
fügung über mein Vermögen. Du ſchickſt mir morgen eine
Aufſtellung Deiner ſämtlichen Schulden — aller, hörſt Du
Nichts verſchweigen! Wenn Du noch Verpflichtungen gegen
Dagobert haben ſollteſt, auch dieſe. Dann weiſe ich ſofort
die nötigen Summen an. Großmama darf nichts davon
erfahren, das bleibt unter uns. Zum Glück kann vor allem
die Wechſelgeſchichte zum fälligen Termin erledigt werden.
Er ſtarrte ſie an wie ein unbegreifliches Wunder, wie
ſie mit ihrer ſüßen Stimme in ſo ruhiger
Selbſtverſtänd=
lichkeit ihm dieſe Laſt von der Seele nahm. Er ſtürzte vor
ihr nieder und legte ſein Geſicht auf ihre Hände.
Yvonne! ſchluchzte er auf. Yvonne, wie kann ich das
je gutmachen! Ach, wükteſt Du —
Liebreich beugte ſie ſich zu ihm. Dadurch, daß Du Dein
Verſprechen hältſt und ein anderer Menſch wirſt. Stehe
auf, Lutz, es iſt ja gut, ſtehe auf. Still doch; mir ſcheint,
nebenan iſt jemand. Sie lauſchte. Lutz, Du lieber, faſſe
Dich doch! Ich tue es ja ſo gern für Dich! Du hatteſt ja
dem armen Kinde ein bißchen Sonne in das Leben
ge=
bracht, und das werde ich Dir nie vergeſſen. Lutz, ich bin
dankbar! Und ſie ſtreichelte ſein blondes Haar.
Yvonnchen, ſoll es denn nicht wieder ſo werden, wie
wir es uns gedacht hatten? ſtammelte er. Nicht jetzt gleich.
Du ſollſt erſt ſehen, daß ich Wort halten kann. Nicht, weil
Du reich geworden biſt. Nein, ich hab’ Dich ja immer
ge=
liebt.
Nein, Lutz, das nicht, nie wieder! Bitte, ſprich nicht
davon, dränge nicht in mich. Ich bin Dir herzlich gut, ja,
aber verlange nichts weiter. Und jetzt bitte ich Dich, zu
gehen.
Er hielt ihre beiden Hände feſt und küßte ſie.
Ach, Yvonne wie ich Dich liebe! Das kannſt Du mir
doch nicht verbieten!
Lächelnd ſchittelte ſie den Kopf. Du lieber, großer
Junge, Du!
Sie war ſo weich geſtimmt, ſo froh, helfen zu können,
und ſie koſtete ganz das reine Glück aus, das es gibt, jemand
von ſchwerer Bedrängnis befreit zu haben.
Sie fühlte jetzt zum erſten Male, welche Macht das
Geld iſt. Mit vollen Händen hätte ſie ausgeben, helfen
mögen, Für ſich brauchte ſie ja ſo wenig, nur ein bißchen
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
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Glück — und das konnte ihr nur der eine geben, der ge
liebte Mann!
Und der, an den ſie dachte, der ſaß oben vor ſeinem
Schreibtiſch, den Kopf in die Hände geſtützt. Die Stunde,
die anſcheinend einem anderen das höchſte Glück gebracht,
hatte alles in ihm vernichtet.
Lothar hatte ſeine Schweſter einige Bücher geliehen,
die für ihn durch die von Freunden geſchriebenen
Wid=
mungen von Wert waren. Er wußte, daß ſie im
Wohn=
zimmer lagen; deshalb ging er hinunter, ſie zu holen. Da
hörte er nebenan Stimmen — die von Yvonne und eine
andere, männliche, und was er ſonſt noch nie in ſeinem
Leben getan, jetzt zwang ihn etwas dazu. Er trat an den
Türvorhang und ſpähte hindurch, und da ſah er Leutnant
Brücken vor Yvonne knien, hörte ihre leiſe, ſüße Stimme,
hörte ein vertrauliches „Du” von ihren Lippen, und wie
gehetzt eilte er hinaus.
Seine Befürchtungen hatten ſich alſo bewahrheitet.
Yvonne gehörte einem anderen, hatte dem längſt wohl ſchon
gehört. Wer weiß, ob ihr Hierſein nicht verabredet mit
Baron Brücken war, um ſich zuweilen zu ſehen, da er, der
vermögensloſe Offizier, ſie, die arme Komteſſe, ſich liebten
und doch keine Ausſicht auf Vereinigung hatten bis jetzt,
wenn das Wahrheit war, was Konſtanze geſagt.
Vielleicht war er ein Tor geweſen, ſich einzubilden, in
Yvonnes Zutraulichkeit ein anderes, wärmeres Gefühl zu
ſehen. Doch nein, darin konnte er ſich nicht täuſchen — ſie
hatte ihn glauben laſſen, daß er ihr teuer war, auch wenn
kein Wort gefallen, und dann war dieſes Mädchen die
herz=
loſeſte Kokette. Sie waren ſich doch alle gleich, keine beſſer
als die andere! Und dieſe ſchlimme Erkenntnis verſtärkte
den Wunſch in ihm: nur fort von hier, um in angeſtrengter
Arbeit Vergeſſenheit zu ſuchen für einen Traum, den er
von Glück und Liebe geträumt.
Er raffte ſich zuſammen und beeilte ſich, mit dem
Ein=
packen fertig zu werden. Yvonne wollte er nicht
wieder=
ſehen. Doch ſie wartete auf ihn und wußte es ſo
einzu=
richten, ihm auf der Diele zu begegnen. Er grüßte ſteif
und wollte an ihr vorübergehen. Sie nahm ihren ganzen
Mut zuſammen und trat auf ihn zu.
Herr von Steinhagen, ſagte ſie, und ihre Stimme
zit=
terte, ich hörte, daß Sie Steinhagen verkaufen und
fort=
gehen wollen. Auch ich werde nicht mehr lange hier bleiben,
da ſich in meinem Leben ungeahnte Veränderungen
voll=
zogen haben.
Ich erfuhr es, Komteſſe, nud ich erlaube mir, Ihnen
meine Glückwünſche darzubringen, entgegnete er gemeſſen.
Er verneigte ſich dabei, gab ihr aber nicht die Hand.
Ich möchte mich verabſchieden, da ich am Dienstag
noch einmal nach Burgau zu meiner Großmama reife, falls
wir uns nicht mehr ſehen ſollten.
Ich bezweifle, daß wir uns noch einmal wiederſehen
werden, Komteſſe. Auch ich muß verreiſen und werde Sie
dann ſchwerlich noch hier antreffen.
Sie ſah ihn erwartungsvoll an — faſt flehend wurde
ihr Blick; er wich ihm aus. Tränen drängten ſich in ihre
Augen; jetzt — jetzt hätte er doch reden können, mehr konnte
ſie ihm doch nicht entgegenkommen. Da ſprach er weiter:
Leben Sie wohl, Komteſſe! Ich wünſche Ihnen für Ihr
lünftiges Leben alles Gute; ich habe mich aufrichtig
ge=
freut, daß Ihnen ein gütiges Geſchick eine ſolche Wendung
beſcherte. Jetzt umſchloß ſeine Rechte für einen Augenblick
— zum letzten Male — die kalten, zitternden Mädchen=
finger; dann trat er mit einer tiefen Verneigung zurück
ind Yvonne war allein!
Sie ſtürzte in ihr Zimmerchen und brach dort, laut
weinend, zuſammen. Was hatte ſie ihm getan, daß er ſie
ſo wie eine Fremde behandelte?
Und ſie hatte ihm doch ihr gutes Herz
entgegenge=
bracht. Alles hatte ihm geſagt: Nimm mich hin, ich bin
dein! Und achtlos war er daran vorübergegeangen; in
tiefer Scham verbarg ſie das Antlitz in ihre Hände.
Zürnte er ihr, daß ſie unter einem fremden, falſchen
Namen ſein Haus betreten hatte? Aber nein, deshalb konnte
es es auch nicht ſein; denn lange vor Weihnachten ſchon
war er gegen ſie ſo fremd und kalt. Sie grübelte und
grübelte und konnte zu keinem Ergebnis kommen.
Und doch ſann ſie auf ſein Glück. Ein Plan tauchte in
ihr auf: Steinhagen ſollte nicht in fremde Hände fallen,
Steinhagne, das er ſo liebte. Sie wollte es kaufen für ſich=
Es war ihr ſo lieb geworden, und einen Platz in der Weſt
mußte ſie doch haben; ſie konnte doch nicht von Ort zu
Ort wandern, ohne Zweck und Ziel. Auf Burgau würde
ſie nicht bleiben können, wenn die Großmutter es nicht
ausdrücklich wünſchte.
Und Steinhagen war gerade das, was ſie brauchte;
es war bequem, einſam und friedvoll, und doch nicht
abge=
legen von den Annehmlichkeiten der Großſtadt.
Am gleichen Nachmittag ſchon ſuchte ſie Lothars
Sach=
walter, den Juſtizrat Wendler, auf. Sie gab ihm den
Auf=
trag, für ſie das Gut zu erwerben. Mit Handſchlag und
Ehrenwort mußte er ſich zur Verſchwiegenheit über die
Per=
ſon des Käufers verpflichten. Sie gab ihm unbeſchränkte
Vollmacht, legte alles in ſeine Hände.
(Fortſetzung folgt.)
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Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 21.
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Aus der Geſchichte des „Komforts”.
C) In der ſoeben erſchienenen neuen
Num=
mer der Revue des Deur Mondes
veröffent=
licht Georges d’Avenel eine feſſelnde Studie über
den Wandel der Mietsverhältniſſe und der
Miets=
wohnungen im Laufe von ſieben
Jahrhun=
derten und entwirft dabei auf Grund zahlreicher
Doku=
mente intereſſante Bilder von dem „Komfort” mit dem
ſich die Mieter früherer Jahrhunderte begnügen
muß=
ten. Wenn man die weſentlichen Veränderungen im
Wert des Geldes in Rechnung ſtellt, ſo ergibt ſich zunächſt
die überraſchende Tatſache, daß die Baukoſten eines
mittelalterlichen Mietshauſes ungefähr den Baukoſten
einer modernen Mietswohnung entſprechen, wobei
frei=
lich in Betracht zu ziehen iſt, daß jene mittelalterlichen
Wohnräume für die minderbemittelten Klaſſen
erbärm=
liche Zufluchtsſtätten waren, vor denen heute ſelbſt die
Aermſten der Armen zurückſchrecken würden. Die hohen
Mietspreiſe der Gegenwart ſind, von den
Millionen=
ſtädten abgeſehen, nach den Anſchauungen des
franzö=
ſiſchen Forſchers die Folge eines wirklichen Fortſchritts:
„Es ſind nicht eigentlich die Preiſe, die in die Höhe
ge=
gangen ſind, ſondern die Wohnungen haben ſich verän=
dert.‟ Dabei ſpielt natürlich der Zinsfuß des Kapitals
eine große Rolle; ein Haus, das man im 14.
Jahrhun=
dert für 270—300 Fres. mietete, ſtellte damals einen
Wert von 3000 Fres, dar; wenn man die
Veränderun=
gen des Bodenpreiſes nicht in Betracht zieht, würde
das=
ſelbe Haus im 18. Jahrhundert gegen 6000 Fres. wert
ſein. Mit der Zunahme der verfügbaren Kapitalien
und mit dem Sinken des Zinsfußes ſchwand auch jener
ſchöne, für den kleinen Landarbeiter ſo günſtige
Pacht=
vertrag. Damals wurde der kleine Arbeiter durch
einen unkündbaren, als ewig gedachten Pachtvertrag
voller und alleiniger Eigentümer des gepachteten
Häus=
chens gegen die Verpflichtung, einen einmal feſtgeſetzten
unveränderlichen Mietszins regelmäßig zu bezahlen.
Wenn das Haus durch Umſtände im Werte ſtieg, ſo war
dies der Vorteil des Mieters. Aber im allgemeinen
war der kleine Mann und auch der kleine Bürger
ſchlim=
mer daran, als heute. Die reichen Leute wohnten faſt
ausnahmslos in eigenen Häuſern; wenn Mietshäuſer
gebaut wurden und einzelne Wohnungen oder Zimmer
„verpachtet” werden konnten, waren die Preiſe hoch und
die Bequemlichkeiten ſehr gering.
Die verhältnismäßig billigen Mietspreiſe finden ihr
Gegengewicht in dem ſchlechten Zuſtand der Wohnungen.
Der kleine Bürger, der damals zur Miete wohnte, mußte
ſich damit abfinden, in der Küche oder im Vorzimmer
zu eſſen, und als Toilette ſtand ihm nur ein
Holzhäus=
chen im Hofe zur Verfügung. Dagegen kam es nicht
ſelten vor, daß man beim Mieten eines Zimmers einen
Raum erhielt, für deſſen Wandſchmuck Kunſtkenner
heute ein Vermögen bezahlen würden. In Paris ſah
man zurzeit Voltaires an einzelnen Häuſern oft Zettel,
die Zimmer zu Miete ausboten, deren Wände mit
Ge=
mälden von Largilliere geſchmückt waren. Der
Haus=
beſitzer konnte es ſich leiſten, ſein Eigentum mit
Skulptu=
ren und plaſtiſchen Ornamenten zu zieren, lieferte doch
ſogar Goujon einen Cherubinkopf für 36 Fres. und eine
große Gruppe der Jungfrau Maria mit vier Apoſteln für
1900 Fres. Für drei große Marmorſtatuen zahlte man
dem „Bildner” Germain Pilon 240 Fres. und für 8
1 Meter hohe Statuen im Jahre 1559 2500 Fres. Unter
den Valois hatten es die Hausbeſitzer leicht, Schützer
der Künſte zu ſein; der große, prachtvolle Fries von
Engeln, Früchten, Blumen und Vögeln, der heute im
inneren Hof des Louvre in Höhe des zweiten
Stock=
werkes den Bau ſchmückt, wurde damals von einem
Pa=
riſer Hausbeſitzer bei Pierre L’Heureux in Arbeit
gege=
ben und nach der Fertigſtellung mit 1300 Fres. bezahlt.
Glasfenſter waren in jenen alten Zeiten ein Luxus,
den ſich nur reiche Leute geſtatten konnten; im 16.
Jahr=
hundert zahlte man für eine kleine, viereckige Glasſcheibe
von 32 Zentimeter Höhe und Breite 2,60 Fres., und
das=
ſelbe Stück koſtete aus buntem Glaſe das Vierfache.
Die moderne Technik hat dieſer Koſtbarkeit des
Fenſter=
glaſes ein Ende gemacht und die Zeiten ſind längſt
da=
hin, da man einem jungen Gelehrten von Limoges, der
ſeine Theſen verbreiten wollte, den Rat gab: „Gehen
Sie in alle Häuſer, an denen Sie Glasfenſter ſehen”
Man verzichtete damals auf das Tageslicht und auf die
Sonne zugunſten der Wärme und verklebte die Fenſter
mit Papier und Karton.
Noch zur Zeit Ludwigs XIV. war den Bürgern
ein Toilettenraum unbekannt; nach der Mahlzeit ging
man einfach auf den Hof oder in den Garten. In dieſer
Beziehung iſt das Wohnhaus erſt unter Napoleon und
unter der Herrſchaft der Bourbonen vervollkommnet
worden. Nicht anders ging es mit den Bade
einricht=
ungen. Nur in den großen Schlöſſern kannte man
Bade=
gemächer; 1525 mußte man 2 Fres. bezahlen, wenn man
die Annehmlichkeit genießen wollte, ins Waſſer zu
ſtei=
gen; aber das Bedürfnis nach einem erfriſchenden Bade
war damals auch ſehr beſcheiden, und ſelbſt Karl X. gab
während eines Jahres nur 46 Fres. für Bäder aus. Noch
unter Napoleon III. beſchäftigte man in den vornehmen
Häuſern von Paris einen beſonderen
Waſſerträ=
ger, der für jeden Weg bezahlt wurde, und das Waſſer
war ein teurer Luxus, denn für 14 Zentimeter Waſſer
hatte man genau 72 Fres. zu bezahlen, eine Summe, für
die man heute ohne Mühe und Laſt in Paris durch die
Waſſerleitung 200000 Liter erhält.
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dass der Kakao berufen ist, eine besondere Rolle
im Wirtschaftsleben eines Volkes zu spielen.
Er besitzt alle Bestandteile, die zur Ernährung
des menschlichen Körpers nötig sind, wie Eiweiss,
Fett, Kohlehydrate und Mineralsalze, Kakao
bildet daher frisches Blut, stärkt Muskeln, Nerven
und Gehirn und schafft so Gesundheit, seelische
Stärke und Widerstandskraft.
Reichstag und Bundesrat erkannten die
hervor-
ragenden Eigenschaften des Kakaos für die
Volks-
ernährung und Volksgesundheit dadurch an, dass
sie durch Herabsetzung des Zolles dieses
wertvolle Nahrungsmittel breiteren Schichten
des Volkes zugänglich machten.
Kakao bewahrt nur dann vollcs, frisches
Aroma und stets gleichmässigen
Ge-
schmack, wenn er durch luftdichte
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kung gegen fremden Geruch geschützt ist.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
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Dramatiſche Szene
nach dem berühmten
Roman von Charles
Dickens.
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Barker.
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Fritzchen als
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Humoriſtiſch.
Geſpielt vom kl. Abélard.
Die Lusrder
Schunde.
Tragödie.
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I. Stock, rechts.
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Marionetten=Theater
MünchenerKünſtler
Gastspiel
von Sonntag, 4. Febr. bis
Donnerstag, 8. Febr. 1912
im
Hotel
zur Maube.
Täglich 2 Vorstellungen
5 Uhr nachm. u. 8 Uhr abends
Sonntag und Montag:
Der betrogene
Kadi
komische Oper v. Chr. Ritter
v. Gluck.
Vorher:
Kasperl als Porträtmaler
Kom. v. Franz Graf Pocci.
Figuren von Professor
Joseph Wackerle.
Dekorationen und Kostüme
von Ernst Stern.
Künstl. Gesamtleitung:
Schriftsteller Paul Brann.
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Verkehrsbüro, L. Schutter (G.
Thies Nchfg.) und an der
Abendkasse. (2870mfs
Heute
285
Es
Mittwoch, 31. Jan. 1912
Abschieds-
Vorstellung
Mein Freund das Kindvich
vorher: (2913
Der
Schwebebahn-Kontroller.
Preise und Vorverkauf wis bekinnt.
xperrſitzplatz C, dritte Reihe, weg.
Trauer für den Reſt der Spielzeit
abzug. Gutenbergſtr. 52, I. (*2370mdf.
Großherzogl. Hoftheater
Mittwoch, 31. Januar.
105. Abonnem.=Vorſtellung. B 27.
Zum erſten Male wiederholt:
Gudrun.
Ein Trauerſpiel in 5 Akten
von Ernſt Hardt.
Spielleitung: Oberreg. Valdek.
Perſonen:
König Hettel . . Hr. Riechmann
Frl. Alſen
Gudrun .
Der alte Wate . Hr. Heinz
Die Amme .
Hildburg
Rota
Sigrun
Sindgund
Signe
Eirik
Ein Späher
Die Stimme
Fru=
tens
Hegelingiſche
Wachen
Fr. Müller=
Fa=
bricius, a. G.
Frl. Uttmann
Frl. Grünberg
Frl. Schaub
Frl. Meißner
Frl. Longin
Hr. Kräger
Hr. Jachtmann
Hr. Kroczak
Hr. Klotz
Hr. Indorf
Hr. Jungmann
Hr. Waigandt
Hr. Dobski
Ein Hegeling . . Hr. Peterſen
König Herwig, d.
. Hr. Weſtermann
Däne:
König Hartmut . Hr. Baumeiſter=
. Frl. Heumann
Gerlind
Frl. Gothe
Ortrun
Zwei Normannen=„Hr. Hacker
Hr. Schneider
herzöge
Ruuk
Rurik
Erſte
Hr. Lehrmann
Hr. Semler
Fr. Rudolph
Zweite
Dritte 1Frau der Frl. Wisthaler;
Frl. Daniel
Gerlind Frl. Guerdan
Vierte
Fr. Kräger
Fünfte)
Zwei Mägde derFr. Ungibauer
Gerlind Fr. Dobski
Stimme der
Nor=
manniſch. Wache Hr. Geibel
Erſter 1 Nor= Hr. Herrmann
Zweiter) manne Hr. Weiß
Normannen. Hegelinge.
Schauplatz im 1. Akt: Plattform
zwiſchen zwei Türmen; im 2. Akt:
Turmgemach der Gudrun; im 3.
u. 5. Akt: Diele in der Burg des
Hartmut; im 4. Akt: am
Meeres=
ſtrand.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe,
Krank: Fr. Scherbarth.
Beurlaubt: Hr. Speiſer.
Preiſe der Plätze (Gr. Pr.):
Proſzeniumsloge 6 Mk.,
Fremden=
loge 6 Mk. Balkonloge 5 Mk.,
1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang (1.—6.
Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe.
2 Mk., Sperrſitz (1.—13. Reihe)
4 Mk., (14.—20. Reihe) 3.20 Mk.,
Parterre (1.—5. Reihe) 2.70 Mk.,
(6.— 8. Reihe) 2.20 Mk., 1. Galerie
1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anf. 7 Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Kartenverk. 11—1 u. von 6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 1. Febr. Auß. Ab.
Vorſt. z. erm. Preiſen: „Tosca‟.
Anf. 7½ Uhr. (Vergl. beſ. Anz.)
Freitag, 2. Febr. 106. Ab.=V.
C 26. „Der dunkle Punkt.”
Große Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Sonntag, 4. Febr. 107. Ab.=V.
D 27. Zum erſten Male: „Der
Kuhreigen.” Muſikal.
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Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt
an allen Wochentagen, vorm.
von 10—12½ Uhr, geöffnet.
Nummer 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Seite 23.
Alt=Darmſtadt im 17. und 18.
Jahr=
hundert.
Von Dr. Hermann Bräuning=Oktavio.
Dr. Diehl hielt vor einigen Monaten einen Vortrag,
der zwar nicht dieſes, aber ein ähnliches Thema
behan=
delte, jedenfalls aber vor einem ausverkauften Hauſe
leb=
hafteſten Beifall gefunden hat; er ſprach über Alt=
Darmſtadt, indem er in großen, aber markanten
Bil=
dern einige Jahrhunderte durchlief.
Es gibt zwar Leute, die nichts oder wenig von Alt=
Darmſtadt wiſſen wollen; ihnen gilt nur moderne Kunſt,
moderne Städtebewegung, modernes Leben. Und doch
möchte ich gerade dieſen Leuten ſagen, daß trotz der
Zeit=
verſchiebung „Urſache und Wirkung” wenn ich an dieſen
unphiloſophiſchen Ausdrücken feſthalten ſoll, heute wie
damals gleich geblieben ſind. Die Luſt am Schönen, der
ewig neue und rege Schöpfungstrieb gebiert Kunſt in
vielgeſtaltiger Form, ſchafft neue Kunſtwerte, die ſich ihrer
Zeit anpaſſen, darüber hinausragen, dagegen ſich
aufleh=
nen. Es iſt ein ewig wogendes Meer, ein Ringen nach
Geſtaltung, um Anerkennung! Was heute verworfen, iſt
morgen vielleicht Trumpf; wer heute Meſſias, war ehedem
eine vergeſſene Null! Wer weiß, was nach Jahrzehnten
Menſchen zu den Werten unſerer Tage ſagen werden?
Und wer ahnte wohl, daß 2 Jahrhunderte vergehen
wür=
den, bis nach einem Dornröschen=Schlaf Alt=Darmſtädter
Kunſt und Geſchichte zu neuem Leben geweckt werde?
Wir haben doch „Vereine” Liebhaberbühnen,
künſt=
leriſche Geſellſchaften! Aber, ſo glaub’ ich wohl, es iſt
mehr Verdienſt, einen anerkannten Künſtler von Ruf zu
fördern und dem Publikum vorzuführen, als für ein
junges, vielverſprechendes Talent einzutreten, ihm die erſte
Feuerprobe zu ermöglichen . . . glaub’s wohl!
Doch in den großen Saal der Künſte, wo ſich Meiſter
und Pfuſcher, Lehrlinge und Handlanger in Fleiß und
Müßiggang, in Geltenlaſſen und Neid vielgeſchäftig regen,
wo dann und wann der Kritiker, den viele ungern ſehen
und den manche zu beſchwatzen ſuchen, ſpaziert, eilt
manch=
mal der — Gelehrte, der Forſcher, der Hiſtoriker. An ſeiner
Arbeit haben viele Freude, — wenn ſie darin blättern.
Wie wenige aber blättern darin, wie wenige zeigen oft
Luſt, mit ihm zurückzuwandeln in die Lande vergangener
Zeiten, vergangenen Seins! Immer Bücher, Bücher!
oder Vorträge, die ſchon bequemer ſind. Bequemlichkeit
will auch hier das Jahrhundert der Elektrizität. Es will
hören und ſchauen; Worten, Muſik und lebender
Darſtel=
lung mag es wohl lauſchen, ihre Vereinigung andächtig
genießen, um des Hiſtorikers Ausgrabungen zu folgen.
So iſt in Heſſen gerade die Zeit um 1700 mancherlei
ſeltſamen und falſchen Auffaſſungen ausgeſetzt geweſen
Nur eins zu nennen: muſikſchöpferiſch galt ſie bislang als
nicht ſonderlich bemerkenswert; Dr. Diehl und Profeſſor
Dr. Nagel ſind es vor allem geweſen, die durch ihr
Ein=
treten für Chriſtoph Graupner (Kapellmeiſter unter
Landgraf Ernſt Ludwig und Ludwig VIII.) und ſein
Werk dieſer ganzen Epoche eine ganz andere Wertung
ge=
lliehen haben. Bedauerlich iſt es im höchſten Grade, daß
ſſich bisher kein „Verein” trotz der mannigfachen
Anregun=
igen und wiederholten Aufforderungen gerade Dr. Diehls
ldazu verſtehen konnte, uns Graupner und ſeine Zeit öfter
Zu Gehör und vor Augen zu bringen, abgeſehen von einer
eeinzigen Aufführung einer Graupnerſchen Kantate vor
ei=
igen Jahren in der hieſigen Stadtkirche. Ja, beſter Herr,
wer ſoll in den Tagen moderner Kunſt noch Zeit und Mut
für A 1t.=Darmſtadt beſitzen! Nehmen wir bildende Kunſt,
Baukunſt; ich glaube, die Schenkung von Georg
Mol=
lers (1784—1852) Nachlaß (durch Herrn Georg Merck,
Chef des Hauſes Merck und Co, in New=York) iſt in der
letzten Zeit die einzige, wichtigere Anregung zu Gunſten
„Alt=Darmſtadts” geworden. Profeſſor Dr. Bader hat
in der „Kunſt unſerer Heimat” (1911, Heft 2/3) darauf
auf=
merkſam gemacht und faßt die Eindrücke der Moller=
Aus=
ſtellung mit Recht in den ſehr verſtändlichen Wunſch nach
einer zuverläſſigen und guten Geſchichte Darmſtadts
zuſammen. Wir wünſchen dieſe Geſchichte und beklagen
ihr Fehlen umſomehr, wenn wir auf andere Städte
blicken; ſo iſt z. B. von Frankfurt a. M. jetzt der 2. Band
einer Geſchichte (1814—1866) von R. Schwerner erſchienen.
Noch eins! Profeſſor Bader brachte damals auch das
„Städtiſche Muſeum” in freundliche Erinnerung;
mir will es ein Waiſenkind dünken. Einer ſeiner
Begrün=
der ſtarb ihm zu früh; und nun — hat es jetzt einen Leiter
der für ſeine Geſchicke ſorgt, verantwortlich iſt? Ehe man
gewiſſe Summen ausgibt, um, planmäßig oder nicht,
Briefe berühmter Darmſtädter aufzukaufen, möge man
planmäßig ſammeln, aber nicht durch Leute, die
dieſe Stelle nebenamtlich ſo auffaſſen, als hieße:
Lei=
ter des Städtiſchen Muſeums ſein, wöchentlich ein paar
vorgedruckte Dankſchriften für Geſchenke unterſchreiben.
Ehe manz. B. Merch=Briefe kaufenwill dſte heute ungefähr auf
200 Mark zu ſtehen kommen, überlege man, ob ſich 200
Mark nicht ſparſamer verwenden laſſen, zumal ich bei der
Munifizenz der noch heute lebenden Nachkommen des
Kriegsrates Johann Heinrich Merck kaum fehl gehe in der
Annahme, daß die Familie Merck gerne dem „Städtiſchen
Muſeum” ein Handſchreiben ihres berühmten Ahnen durch
Schenkung übermachen wird.
Alt=Darmſtadts Kunſt und Geſchichte! Was tun, wenn
ſich ſo geringe Neigung zu tätigem Werk zeigte? . .
Die Faſtnachtszeitung berichtet von einem hieſigen
Lokal=
forſcher, er habe mit einem „Roman” bei hieſigen
Ver=
legern ſo wenig Glück gehabt daß er enttäuſcht ſein ſchön
ſäuberlich geſchriebenes Werklein in die Schreibtiſchlade,
ungedruckt legen wollte . . . . wirklich? Ach nein! In
dem Mann lebte zu ſtark das Bewußtſein wahren, großen
Könnens, der Dichter in ihm ſiegte. Er ging hin, ließ
das Werk auf eigene Koſten drucken, von dem in
Jah=
resfriſt 2000 Exemplare verkauft wurden, ſodaß bereits
1911 im Herbſt die 2. Auflage (3.—4. Tauſend) erſchien!
Das tat der Mann. *)
„Gehet hin und tuet desgleichen!” ſagte er zu
ſich ſelbſt, und nun ſchuf ſich der Hiſtoriker, der Dichter
(denn das ſind Sie doch, Herr Verfaſſer des „gefangenen
Pfarrers”?) ſeine Idee zur Wirklichkeit um: Alt=
Darmſtadt im 17. und 18. Jahrhundert in
Wort, Muſik und lebenden Bildern?‟). Er
gewann den evangeliſchen Frauenverein des Schloßbezirks
für ſeine Sache; die Damen M. Heißner, M. Lagemann
ibernahmen Geſang und Rezitation, der Knabenchor der
Stadtkirche und das vereinigte Orcheſter der beiden Ober=
Realſchulen traten hinzu, und Fräulein Anna Ethel
über=
nahm die künſtleriſche Leitung der lebenden Bilder. So
iſt nun eine durchaus originale und glückliche Idee ihrer
*) Von dem Gewinn aber bereitete er ſeinen guten
Freunden keinen üppigen Schmaus, ſondern ließ davon
„Das ſogenannte rote Buch” (Quellen und Studien zur
heſſiſchen Schul= und Univerſitätsgeſchichte, Heft 7), 1911,
Selbſtverlag, drucken!
**) Am 5. und 6. Februar 1912, abends 8 Uhr, im
Mathildenhöhſaale (Dieburger Straße).
Verwirlichung nahe gerückt, wenn dies vielleicht auch nur
möglich war mit dem Aufdruck: „Zum Beſten der neu
errichteten Kleinkinderſchule des Schloßbezirks‟. Das iſt
kein Vorwurf, denn heute gibt’s kaum mehr Kunſt ohne
Wohltätigkeit. Freuen wollen wir uns aber von ganzem
Herzen, daß Dr. Diehls geſunde Idee überhaupt zur Tat
werden konnte.
Dr. Diehl will uns zeigen, wie ſich nach dem
Weſt=
fäliſchen Frieden, der Grundlage einer neuen Zeit, Alt=
Darmſtadt weiter entwickelte; auf das erſte Bild: „
Stadt=
prediger Steinius übermittelt 1650 der Darmſtädter
Be=
völkerung auf dem Marktplatz die Friedensbotſchaft”
fol=
gen drei Bilder, die uns die Früchte der neuen
Zeit: religiöſe Duldung (Landgraf Ernſt Ludwig nimmt
in der Täubgeshöhle die Waldenſer in ſeinen Schutz auf);
eine neue Kunſt (Muſik) und eine neue Wiſſenſchaft (
Land=
graf Ernſt Ludwig mit Johann Konrad Dippel und
an=
deren Alchimiſten im Laboratorium auf dem Wall des
Darmſtädter Schloſſes) und eine neue
Barmherzigkeits=
übung (der Gründer des Darmſtädter Waiſenhauſes,
Stadtprediger Eberhard Philipp Zühl, im Kreiſe ſeiner
Waiſenkinder) zeigen. Doch keine Wandlung in der
Ge=
ſchichte, die mit dem Alten völlig aufräumen könnte; ſo
zeigen die drei folgenden Bilder das Erbe der
Ver=
gangenheit: die alte Zucht (Szene am Laſterſtein auf
dem Darmſtädter Markt 1710), die alte Treue (
Begeg=
nung Landgraf Ludwigs VIII. mit Kaiſer Franz I. im
Walde bei Heuſenſtamm 1764) und den alten Glauben
(die letzten Stunden Landgraf Ludwigs VI., 1678).
Die einzelnen Bilder werden durch „Bilderklärungen”
von Dr. Diehl verfaßt, miteinander verknüpft und
er=
läutert. Dazu tritt Vokal= und Inſtrumentalmuſik aus
jener Zeit, die Chriſtoph Graupner eine ihrer erſten
muſikaliſchen Größen nannte. Von ihm gelangt eine Arie
zum Vortrag, und außerdem zwei weltliche Stücke auf
einem eigens dazu reſtaurierten Cymbal (cembalo). Auch
von den beiden anderen Kapellmeiſtern Ludwigs VIII.:
Schet(t)ky und Endtler, werden Sinfonien zu Gehör
ge=
bracht. Vor allem aber werden hier Kompoſitionen und
Dichtungen des Landgrafen Ernſt Ludwig ſelbſt geboten;
ſo 2 Stücke: „Bourée” und „Air en Sarabande‟
und das Lied: „Jeſu hilf ſiegen.”
Aus dieſer kurzen Zeichnung der Idee, an Hand
des Programms, erkennt man ſchon, was Dr. Diehl
zu=
ſammengetragen hat, um ein farbiges Bild Alt=
Darm=
ſtadts in der Epoche des 17. und 18. Jahrhunderts zu
geben. Lebendig wird das Bild werden, lebendig wird
der Eindruck in Vielen haften; denn es verdankt ſeine
Entſtehung, ſein Werden einem Manne, der Darmſtadt
kennt, weil er an den Quellen forſchte und forſcht, der es
liebt und der für das, was er achtet und liebt, mit ſeiner
ganzen Kraft und ſelbſtloſer Hingabe eintritt!
Will ſich jemand noch Rats holen über jene Zeit, ſo
ſchlage er Band 6 der „Heſſiſchen Volksbücher” auf und
leſe nach, was dort Dr. Diehl über die Zeit des
Land=
grafen Ernſt Ludwig erzählt. Sehr intereſſant, wenn
auch mit Vorſicht zu genießen, iſt Ernſt Pasqués Aufſatz:
„Geſchichte der Muſik und des Theaters am Hofe zu
Darm=
ſtadt” (in der „Muſe” 1854, I. 280 ff. und II, 552 ff.); zu
nennen hätte ich ferner Profeſſor Dr. W. Nagels Arbeit:
„Zur Geſchichte der Muſik am Hofe von Darmſtadt” (
Mo=
natshefte für Muſikgeſchichte, XXXII, 1900. Nr. 1 ff.) und
ſein „Leben Chriſtoph Graupners” (1909). Schließlich
möchte ich noch auf eine ausführliche Buchbeſprechung in
Heft 2 (Februar) unſerer „Heſſiſchen Chronik” hinweiſen.
da ſie einige wertvolle Bemerkungen über dieſe Zeit
enthält.
Möchte vielen durch den 5. Februar „Alt=
Darm=
ſtadt” Ereignis werden!
Darmſtadt, Ende Januar 1912.
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zu der am Donnerstag, den 1. Februar ds. Js.,
abends 8½ Uhr
im Schlaraffiaſaale des Kaiſerſaales
Grafenſtraße, hierſelbſt ſtattfindende
Jahres=Hauptversammlung.
Tages=Ordnung:
1. Jahresbericht, Kaſſenbericht.
2. Vorſtandswahl.
3. Verſchiedenes.
Gäſte willkommen.
(2841
Der Vorstand.
Kriegerverein Darmstadt.
Haupt=Verſammlung
Mittwoch, den 7. Februar 1912, abends 8½ Uhr
in dem Vereinslokal in der Turnhalle am Woogsplatz.
Tagesordnung: 1. Geſchäftliche Mitteilungen. 2. Beſprechung
üiber den geplanten Sommerausflug nach St. Goar. 3. Jahresbericht.
1. Jahresrechnung. 5. Vorſtandswahl. 6. Wahl der
Rechnungs=
prüfer uſw. 7. Bücherausgabe.
(2878mo
Der Vorstand des Kriegervereins Darmstadt.
Ortsgewerbeverein Darmstadt.
IV. Winterverſammlung
am Freitag, den 2. Februar, abends 8½ Uhr,
im Sitzungsſaal der Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe
(Neckarſtraße 3):
Vortrag mit Lichtbildern
des Herrn Regierungsbauführer Rumpf
über:
Der Naiſer Wilhelm=Kanal
und ſeine Erweiterung.
Unſere Mitglieder und deren Angehörige laden wir hiermit zu
zahlreicher Beteiligung freundlichſt ein. — Gäſte ſind willkommen.
Der Vorſtand.
2863mf)
Montag, den 5. Februar 1912, abends 7 Uar:
Fahrtes Konzert
im Großherzoglichen Hoftheater zum Beſten des
Witwen= und Waiſenfonds der Großh. Hofmuſik
und unter Mitwirkung des Herrn Karl Flesch (Violine)
aus Berlin.
1. Sinfonie (Nr. 3, F-dur)
J. Brahms
2. Violinkonzert
3. Eine Lustspiel-Ouvertüre
M. Reger.
4. Drei Solostücke für Violine
P. Mardini.
L. Beethoven. Larghetto
J. M. Leclair
Musette .
Präludium und
Al-
legro . . . Pugnani-Kreisler
5. Eine Lustspiel-Ouvertüre
M. Reger.
Hauptprobe: Vormittags 10 Uhr. Karten zur Hauptprobe
3 Mk 1.50 ſind an der Hoftheater=Tageskaſſe ſowie in
der Muſikalienhandlung von Leopold Schutter,
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im Mathildenhöhsaale (Dieburgerstr. 26):
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persönliche Leitung des Musikmeisters Herrn A. Mittelstädt
und des Salonhumoristen Herrn Ph. Meschler.
Ferner: Erster Karnevalsredner und Liederdichter.
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den Herren: Theodor Meyer, Mathildenplatz, Richard Jung=
Schulstr., D. Numrich, Mühlstr. 76, W. Pfeil, Elisabethenstr. 5.
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in ſein. unübertrefflichen Vorträgen
Am Klavier: Heinrich Lang.
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 31. Januar 1912.
Nummer 26.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrats
vom 23. bis 29. Januar.
Mit dem Eintritt der milderen Witterung nahm der
Getreidemarkt zu Beginn der Berichtswoche eine
ſchwä=
chere Haltung an, zumal die Käufer ſich bei etwas
ver=
ſtärktem Angebot abhaltend verhielten. Im weiteren
Verlaufe befeſtigte ſich die Stimung jedoch wieder, und
am Lieferungsmarkte wurden nach vorübergehender
Ab=
ſchwächung die Anfangspreiſe wieder erreicht. Die erſte
Schätzung der argentiniſchen Ernte, die für Weizen
4642000 Tonnen gegen 3973000 Tonnen und für Hafer
883000 Tonnden gegen 685000 Tonnen im Vorjahre
bietet, übertraf zwar die Erwartungen, machte aber
kei=
nen ſonderlichen Eindruck, weil man dieſen Zahlen noch
nicht recht traut. Aus Argentinien wurden erneut
Regen=
fälle gemeldet, und da der Streik auf den Bahnen
an=
dauert, waren die Abladungen wieder ſehr gering und
die Offerten keineswegs nachgiebiger. Einen weiteren
Anlaß zu der wieder feſtger gewordenen Haltung gaben
die ſchwachen Weltverſchiffungen, ſowie amerikaniſche
Kursſteigerungen, die zum Teil mit Beſorgniſſen wegen
der Saaten begründet wurden. Bemerkenswert war
auch die feſte Haltung Frankreichs, deſſen Preiſe ſich
immer mehr der Importparität nähern. Roggen war
zwar infolge des Witterungsumſchwunges anfangs
gleichfalls etwas ruhiger, vermochte ſich aber beſſer als
Weizen im Preiſe zu behaupten, da ſich für das ſpärliche
Angebot an der Küſte zu weſentlich beſſeren Preiſen als
im Inlande Verwendung zeigte, wobei es ſich zum Teil
um Deckungen gegen frühere Exportverkäufe zu handeln
ſchien. Im Lieferungsgeſchäft bewirkte mehrſeitige
Deckungsfrage für Mai einen Preisfortſchritt von ¾
Mark, während Juli ebenſo viel verlor, ſodaß die
Min=
derbewertung für letzteren Termin augenblicklich 2½
Mark beträgt. Die Aufwärtsbewegung der Haferpreiſe
hat in der letzten Woche weitere Fortſchritte gemacht. Das
Angebot vom Inlande iſt ſehr knapp und Rußland hat
ſeine Forderungen weiter geſteigert. Die argentiniſchen
Offerten waren kaum nachgiebiger. Der Konſum iſt
gezwungen, die erhöhten Forderungen zu bewilligen;
auch die Proviantämter traten zuletzt als Käufer auf.
Futtergerſte hat die höchſten Preiſe der Vorwoche nicht
voll behauptet, doch blieb die Stimmung für dieſen
Ar=
tikel durchaus feſt. Mais war von Amerika nicht
billi=
ger, während ſich andere Provenienzen ungefähr 2—3 Mk.
billiger ſtellten. Es ſtellten ſich die Preiſe für
inländi=
ſches Getreide am letzten Markttage wie folgt:
Hafer
Weizen
Roggen
-
184 (*3 ) 194
Königsberg. . 210
187 (*1 ) 194
.209
Danzig
189 (*1 ) 190
.210
Stettin
183 (*2 ) 191 (*2
.204
Poſen
191
184
.205
Breslau
210
.213
Berlin
193
207
186
Magdeburg .206
1 ) 212
.210
194
Halle .
.209
194 (*1 ) 213
Leipzig
)214
212
192
Dresden .
195
211
189
Roſtock
210
196
Hamburg . . 216
197
213
Hannover . . 208
198
.216
197
Köln
210
Frankfurt a. M. 221½
202½
207½ (*2½
Mannheim . . 227½(
202½
215
Straßburg . . 230
210
212 (*2)
München . 232
215
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 219,25 (- 0,25),
Peſt April 202,25 (*0,35), Liverpool März 174,20
(*0,95), Paris Jan. 228,25 (* 7,30), Chicago Mai
158,80 (—3,25), Roggen: Berlin: Mai 199 (*0,75).
Hafer: Berlin Mai 196,50 (—0,75). Futtergerſte eif.
Hamburg ſchwim. 156,75 (— 1,25), Jan. 157 (—1,25),
Febr.=März 136,75 (—1,75). Mais Mixed Jan.=März
136 (—), Odeſſa ſchwim. 135 (— 3), Donau ſchwim.
137,50 (— 2,50), La Plata Mai=Juni 120,50 (— 2,50) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9 — 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 25. Jan.: Dem Doktor=Ingenieur
Adolf Kleinlogel, Roßdörferſtraße 76, ein S. Hans
Ulrich Adolf Oskar. Am 26.: dem Großh.
Miniſterial=
regiſtrator Karl Jockel, Kranichſteinerſtraße 54, ein S.
Rudolf. Am 23.: dem Taglöhner Franz Borowski,
Hinkelsgaſſe 16, ein S. Friedrich. Am 27.: dem
Schuh=
macher Heinrich Füller, Heinheimerſtraße 18, ein S.
Hermann Adam. Am 23.: dem Maſchineriegehilfen am
Großh. Hoftheater Georg Meſſer, Rheinſtraße 12½,
eine T. Eliſe Eliſabeth Anna. Am 26.: dem
Eiſenbahn=
ſchloſſer Philipp Delp, Wendelſtadtſtraße 49, ein S.
Philipp. Am 24.: dem Fabrikarbeiter Robert
Buch=
wald, Kaupſtraße 49, ein S. Georg.
Aufgebotene. Am 25. Jan.: Vizefeldwebel im
Leib=
garde=Infanterie=Regiment Nr. 115 Heinrich Nohe,
Wilhelminenſtraße 15, mit Hilda Lina Brecht,
Hedders=
heim. Ingenieur Kaſpar Ernſt Lorenz, Deutſch=Oth,
mit Anna Mahilde Leontine s Freund, hier. Maurer,
zurzeit Dragoner im Dragoner=Regiment Nr. 23 Franz
Georg Giegerich. Marienplatz 1, mit Margaretha
Arnold, Unter=Hambach. Am 26.: Handlungsgehilfe
Karl Hermann Wilhelm Kunſter, Magdeburg, mit
Schneiderin Helene Eliſe Anna Roſenberg,
Magde=
burg. Glaſer Max Friedrich, Pankratiusſtraße 52, mit
Maria Apollonia Böhm, Neue Ireneſtraße 23. Am
27.: Fabrikarbeiter und Dragoner im Dragoner=
Regi=
ment Nr. 24 Joſeph Georg Bopp, hier, mit Anna
Maria Geiß, Koſtheim. Landwirt Peter Bauer,
Litzelbach, mit Eliſabetha Merr, Lörrenbach.
Hand=
arbeiter Eduard Kürſchner, Heimersheim, mit
Dienſt=
magd Suſanna Falter, Nieder=Wieſen. Kaufmann
Wilhelm Philipp Zimmer, Leipzig, mit Kontoriſtin
Sophie Fanny Blanka Praetorius, Leipzig. Maurer
Joſeph Diehl, Dorn=Aſſenheim, mit Agnes Herbert,
Dorn=Aſſenheim. Buchbinder Johann Heinrich Michel,
hier, mit Katharina Luiſe Schneider, Worms. Am
29.: Maurer Moritz Wilhelm Roth mit
Fabrikarbeite=
rin Katharina Müller, beide in Koſtheim. Kaufmann
Gottfried Friedrich Karl Facius mit Maria Frieda
Schnell, beide Rhönring 41. Friſeur Anton Eming,
Frankfurt a. M., mit Eliſabeth Joſephine Maria
Schellens, Frankfurt a. M. Bahnarbeiter Friedrich
Philipp Daum, Leeheim, mit Katharine Hühnerfeld,
Erfelden. Fahrburſche Johann Adam Göbel,
Woogs=
ſtraße 2, mit Margaretha Koch, Arheilgerſtraße 51.
Eheſchließungen. Am 23. Jan.: Bäckergehilfe Jakob
Hofferberth, hier, mit Anna Eliſabetha Puder in
Nieder=Kinzig. Am 24.: Kaufmann Leonhard Berg
in Fürth i. O. mit Anna Schreiber, hier. Redakteur
Alwin Zurn in Kaiſerslautern mit Anna Vitek in
München. Am 27.: Maurer Philipp Bock mit
Katha=
rina Schimpf, beide hier. Küfer Georg Heinrich
Metzger mit Johanna Schröpfer, beide hier.
Geſtorbene. Am 25. Jan.: Johannette Mainzer,
geb. Kahn, Witwe des Handelsmanns, 73 J., iſr.,
Tau=
nusſtraße 4. Am 26.: Kath. Schäfer, geb. Liebig,
Witwe des Schmieds, 67 J., ev., Pfungſtadt. Marg.
Grimm, geb. Schott, Witwe des Geflügelhändlers,
65 J., ev., Schulſtraße 16. Bureaugehilfin Mathilde
Eliſabethe Charlotte Kredel, 16 J., ev., Hügelſtraße 77.
Am 28.: Emilie Herrmann, geb. Volz, Ehefrau des
Schreiners, 34 J., ev., Große Kaplaneigaſſe 42. Karl
Kroth, Sohn des Fabrikarbeiters, 2 J., ev
Brand=
gaſſe 12. Am 27.: Johanna Ohlſen, geb. Huber,
Ehe=
frau des Ingenieurs, 59 J., ev., Wendelſtadtſtraße 32.
Am 28.: Auslaufer Friedrich Chriſtian Becker, 21 J.,
kath., Saalbauſtraße 41. Am 27.: Landwirt Jakob
Schaffner IV., 51 J., ev., Goddelau.
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