Abonnementspreis
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175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
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Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
tnren Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
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kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 22 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Die Nachricht, daß die Verlobung der Prinzeſſin
Viktoria Luiſe von Preußen mit dem
Erbgroß=
herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg=Strelitz
be=
vorſtehe, wird offiziös dementiert.
Der Reichstag iſt auf den 7. Februar einberufen.
Das ſpaniſche Miniſterium Canalejas iſt
entſchloſſen, zurückzutreten.
In der franzöſiſchen Kammer erklärte der
Mi=
niſterpräſident Poincaré, er hoffe, daß nach der
Rückgabe der ausgelieferten Reiſenden eine baldige
Regelung der franzöſiſch=italieniſchen Streitfrage
erfol=
gen werde und erklärte, daß die Zwiſchenfälle die
freundſchaftlichen Beziehungen zwiſchen den beiden
Ländern nicht ſtören könnten.
Die Reichstagswahlen.
* Der zweite Stichwahltag hat die
ſchlimmſten Befürchtungen noch übertroffen. Die 100
Sozialdemokraten ſind zur Tatſache geworden; denn zu
den bis jetzt ihnen ſchon zugefallenen 99 Mandaten werden
in der letzten Stichwahl noch 5—6 ſichere Mandate
hinzu=
kommen. So iſt die ſozialdemokratiſche Partei die
ſtärkſte des neuen Reichstags und kann den erſten
Präſi=
denten für ſich beanſpruchen.
Die Lehre, die aus dieſen Wahlen zu ziehen iſt, iſt
ſehr einfach und kurz: Wenn ſich die bürgerlichen
Par=
teien befehden, heimſt die Sozialdemokratie den Vorteil
für ſich ein. Was die Einigkeit vermag, haben die
Block=
wahlen von 1907 bewieſen, was Uneinigkeit ſchadet und
zerſtört, ſehen wir aus dieſen Wahlen, die jeden
Vater=
landsfreund mit tiefer Bekümmernis erfüllen.
Die bürgerlichen Liberalen, die bei dieſem Racheritt
gegen den ſchwarz=blauen Block unter dem ſchallenden
Hohngelächter ihrer Gegner ſelbſt zu Fall gekommen ſind,
können aus den Wahlen den Schluß ziehen, daß die
ſcharfe Oppoſition immer nur der radikalſten Richtung
zu Gute kommt. Sie haben mit ihrer ganzen Agitation
nur die Geſchäfte der Sozialdemokratie beſorgt und ſich
ſelbſt tief ins Fleiſch geſchnitten. Die Wähler, bei denen
die vorhandene Mißſtimmung durch die Agitation noch
künſtlich geſchürt worden iſt, erwägen gar nicht, daß
ja auch die bürgerlichen Liberalen gegen die
Reichsfinanz=
reform geſtimmt haben und in der Oppoſition geweſen
ſind; ſie laden ihre Unzufriedenheit, ihren Groll und
ihren Aerger, die durch die Wahlagitation noch bedeutend
verſtärkt worden ſind, durch die Wahl eines
ſozialdemo=
kratiſchen Kandidaten, in dem ſie allein den Repräſentanten
der Oppoſition gegen alles beſtehende erblicken, ab um ihr
Mütchen zu kühlen und der Regierung einen Denkzettel zu
geben, ohne einzuſehen, daß ſie ſich ſelbſt damit am meiſten
ſchaden. Sie ſpielen mit dem Feuer, ohne daran zu
den=
ken, daß, wenn dieſes Feuer aufgeht, ſie ſelbſt davon
er=
griffen werden. Dies Vorgehen erinnert an das jenes
bekannten Jungen, der ſich, um ſeinen Vater zu ärgern, die
Hände erfrieren läßt, weil der Vater ihm keine
Hand=
ſchuhe gekauft hat.
Vielleicht werden die Nationalliberalen, die bei dieſem
Anſchluß nach links ſelbſt — zum Teil von ihren eigenen
ſogenannten Freunden — niedergeritten worden ſind,
einſehen, daß ihre wahren Freunde nicht auf der linken
Seite zu finden ſind und daß ihnen nur aus dem Anſchluß
nach rechts Vorteil und Segen erwachſen können.
Bei alledem hat noch dieſer Rachefeldzug gegen den
ſchwarz=blauen Block — denn ein ſolcher waren die
Wah=
len ausgeſprochenermaßen — ſeinen eigentlichen
Zweck verfehlt. Die Gegner jenes Blocks haben
bis jetzt erſt 172 (99—-38—35) Sitze erobert; ſie müßten
alſo von den noch ausſtehenden 33 Stichwahlen 27
ge=
winnen, wenn ſie nur 1 Stimme Mehrheit erhalten
wol=
len. Dies ſcheint nahezu ausgeſchloſſen. Und ſo kann man
auch hier am Schluß mit Mephiſto ſagen: „Ein großer
Aufwand, ſchmählich! iſt vertan!”
Ja, dieſe Rachewahlen werden gerade das Reſultat
haben, das von den Liberalen wohl am wenigſten
ge=
wollt war: Das Zentrum wird jetzt mehr denn je
wieder die ausſchlaggebende Partei. Es
bil=
det ſchon jetzt einſchließlich der ihm ſicheren 5 Elſäſſer
eine ſichere Mehrheit mit den Sozialdemokraten;
außer=
dem kann es mit den früheren Blockparteien,
ausſchließ=
lich der Fortſchrittlichen Volkspartei, die ſich wohl zu
den Sozialdemokraten ſchlagen wird, eine Mehrheit
bil=
den, deren die Regierung in allen Fragen bedarf, die
das nationale Intereſſe betreffen, z. B. bei dem Etat,
den Heeres= und Marinevorlagen, den Kolonialfragen ꝛc.
So wird, da die Sozialdemokraten in dieſen Fragen
be=
kanntlich eine ablehnende Stellung einnehmen und eine
fruchtbare und poſitive Politik mit ihnen nicht zu
machen iſt, in dem neuen Reichstage alles vom Zentrum
abhängen.
Wenn wir auch in Deutſchland den Ausfall der
Wahlen richtig beurteilen mögen, ſo wird dieſe traurige
nationale Niederlage, die die Reichstagswähler ihrem
Vaterlande bereitet haben, im Ausland einen für uns
beſchämenden Eindruck machen, bei unſeren Freunden
und Bundesgenoſſen wird ſie Bedauern und Mißtrauen,
bei unſeren Gegnern Hohn und Schadenfreude erwecken
und ſie werden, da ſie aus den Wahlen auf unſere
Unei=
nigkeit und unſeren nationalen Niedergang
ſchließen, ihnen den Rücken ſtärken und neuen Mut zu
Angriffen und Herausforderung gegen uns geben.
Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß wir
in=
folge dieſer Wahlen ſchweren inneren Konflikten
entge=
gengehen werden. Trotzdem aber braucht man nicht zu
verzagen und zu verzweifeln. Man muß die Hoffnung
nicht aufgeben, daß die große Maſſe der Wähler mit der
Zeit zu einer höheren Auffaſſung ihrer Wahlpflicht und
zu höherer politiſcher Einſicht und Reife erzogen wird
und zwar noch, bevor ſie erſt durch Schaden klug werden
und daß, wenn ſchwere Zeiten über uns kommen — und
ſie werden kommen — der geſunde Sinn des deutſchen
Volkes, an dem wir nicht verzweifeln dürfen, wieder
die rechten Wege finden wird und es darüber wachen
wird, daß die mit ſchwerſten Opfern errungenen
natio=
nalen Güter uns erhalten bleiben. Vor allem aber
möge unſere Jugend, auf der die Zukunft unſeres
Va=
terlandes beruht, und deren Väter die deutſche Einheit
und das deutſche Vaterland in ſchwerſten Zeiten
natio=
naler Bedrängnis mit ihrem Blute und ihrem Leben
erkämpft haben, bedenken lernen, daß nichts ſchändlicher
und verächtlicher iſt, als Undankbarkeit und
vaterlands=
loſe Geſinnung.
Der franzöſiſcheitalieniſche Zwiſchenfall in der
franzöſiſchen Kammer.
* In der franzöſiſchen Kammer kam am Montag
die Beſchlagnahme der franzöſiſchen Dampfer zur
Sprache.
Laroche ſprach als erſter über die Zwiſchenfälle der
„Carthage” und „Manuba” und ſagte, ſolche
Vorkomm=
niſſe ſeien unerträglich. Man müſſe die Wiederkehr
ſol=
cher Ereigniſſe vermeiden und eine glänzende
Genug=
tuung erhalten. — Admiral Bienaime ſagte, daß die
italieniſche Marine ein Attentat auf die Würde der
fran=
zöſiſchen Flagge begangen habe, und warf Italien ſein
Verhalten umſomehr vor, als die Haltung Frankreichs
zu Italien in der letzten Zeit beſonders herzlich geweſen
und Italien umſoweniger berechtigt ſei, franzöſiſche
Aero=
plane mit Beſchlag zu belegen, als die Jialiener täglich
auch auf den franzöſiſchen Flugplätzen übten. Bienaime
forderte Genugtuung und erklirte ſich bereit, bis zum
Aeußerſten zu gehen, wenn es ſein mäßte. — Guernier
meirte das mediziniſche Examen dem Italien die Türkei
untern erfen wolle, ſei eine Beleidigung für Frankreich,
die Türken dürften aus Achtung vor der Flagge, die ſie
ſchützte, nicht antworten.
Miniſterpräſident Poincaré antwortete: Obgleich
Unterhandlungen eingeleitet ſind mit dem Ziel, in
kür=
zeſter Zeit eine Löſung zu finden, habe die Regierung
angeſichts der Erregung des Parlaments und des Landes
geglaubt, die nötigen Aufklärungen nicht mehr
hinaus=
ſchieben zu dürfen. Der Miniſterpräſident erinnerte bei
Beſprechung des Zwiſchenfalles mit dem Dampfer „
Car=
thage” daran, daß der franzöſiſche Geſchäftsträger in
Rom die Anordnung erhalten hat, die Aufhebung der
Beſchlagnahme zu fordern und Vorbehalte zu machen
we=
gen des erlittenen Schadens. Er ſei der Anſicht, die
ita=
lieniſchen. Behörden hätten auf Koſten der Rechte und
Intereſſen Frankreichs anſcheinend einen Irrtum
began=
gen. Poincaré erklärte, er habe die italieniſche
Regie=
rung der franzöſiſchen Neutralität bei verſchiedenen
Ge=
legenheiten verſichert, ſo noch am 17. Januar, aber ohne
Zweifel ſei die Beſchlagnahme der „Manuba” erfolgt,
bevor der italieniſche Botſchafter ſeiner Regierung die
Erklärungen, deren Aufrichtigkeit er nicht beargwohnen
konnte, habe übermitteln können. Der Miniſterpräſident
erklärte, er habe nach Rom und Cagliari telegraphiert,
die türkiſchen Paſſagiere nicht auszuliefern. Das nach
Cagliari adreſſierte chiffrierte Telegramm ſei als
unent=
zifferbar zur Wiederholung zurückgekommen. Anderſeits
gab die italieniſche Regierung dem franzöſiſchen
Ge=
ſchäftsträger in Rom die Verſicherung, die Paſſagiere
ſeien türkiſche Offiziere und könnten zu
Kriegsgefange=
nen gemacht werden. Der Geſchäftsträger habe geglaubt,
um ernſte Schwierigkeiten zu vermeiden, den franzöſiſchen
Konſul in Cagliari auffordern zu müſſen, ſich der
italie=
niſchen Auffaſſung anzuſchließen. Er habe das volle
Ver=
trauen, daß die italieniſche Regierung die Notwendigkeit
anerkennen werde, den Zwiſchenfällen eine Löſung zu
ge=
ben, die der Gerechtigkeit entſprechen und die
Wiederho=
lung derartiger Zwiſchenfälle verhindern werde. Die
Regierung des Königreichs habe bemerken laſſen, Italien
könne nicht ausſchließlich zu Gunſten Frankreichs auf das
Durchſuchungsrecht verzichten, aber erklärt, daß ſie bereit
ſei, die durch die Zwiſchenfälle aufgeworfenen Fragen
zu prüfen und verſprochen, die italieniſche Flotke werde
bei Ausübung des Auftrags alle Rückſichten beobachten,
die von einer befreundeten Nation gegenüber einer
be=
freundeten Nation beobachtet werden müßten. Er ſehe
in dieſer Erklärung das Unterpfand für eine baldige
Lö=
ſung und zweifle nicht, daß dieſe nach Freilaſſung der
türkiſchen Reiſenden direkt zuſtande kommen werde in
freundſchaftlichen Auseinanderſetzungen der beiden
Re=
gierungen. Dieſe beiden Zwiſchenfälle würden die
freundſchaftlichen Beziehungen beider Länder nicht ſtören
können, die auf gemeinſamen Erinnerungen,
Raſſenver=
wandtſchaft und der Solidarität zahlreicher weſentlicher
Intereſſen beruhten. Die Wolke, ſo ſchloß der
Miniſter=
präſident, die vorüberziehe, könne den Horizont nicht
verfinſtern. Die Beſprechung über die Zwiſchenfälle wurde
darauf geſchloſſen.
Die einmütige Zuſtimmung, mit der die Kammer
die Rede (Poincarés über den franzöſiſch=italieniſchen
Streit aufgenommen hat, gelangt auch in den
Erörte=
rungen der Preſſe zu ſehr bemerkenswertem
Aus=
druck. Die Blätter aller Parteiſchattierungen zollen dem
Miniſterpräſidenten einſtimmig Beifall. Der Figaro
ſtellt feſt, daß die patriotiſchen Ausführungen Poincarés,
aus dene jedes redneriſche Beiwerk verbannt ſei, dadurch
nur umſo tieferen Eindruck erzielt habe. — Der Matin
meint der Miniſterpräſident ſprach mit ebenſo vielem
Maß als Energie und er dürfe einen Lohn darin finden,
daß er ſich nunmehr auf die Zuſtimmung von ganz
Frankreich ſtützen kann. Niemals habe ein Miniſter des
Aeußern mit größerer Kraft in Verhandlungen eintreten
können. — Der Deputierte Graf de Mun ſchreibt im
Echo de Paris: Die an die Adreſſe Italiens gerichtete
Rede war eine ſchöne Lektion über Völkerrecht und
zu=
gleich eine heilſame Warnung. — Die Libre Parole ſagt:
Wir müſſen uns zu der Kammerſitzung Glück wünſchen.
Es iſt das zweite Mal ſeit kurzer Zeit, daß ſich in der
Kammer eine die Parteizwiſtigkeiten zurückſetzende
va=
triotiſche Einmütigkeit kundgibt. Interpellanten und
Re=
gierung haben dieſelbe Sprache geſprochen und man muß
hoffen, daß dieſe jenſeits der Alpen verſtanden werden
wird. — Die Action ſchreibt: Poincaré hat mit der
Autorität eines wirklichen Premierminiſters geſprochen,
der ſich ſeiner Pflichten bewußt iſt. — Der Gaulois meint,
die patriotiſchen Worte Poincarés haben ſozuſagen die
franzöſiſche Einheit wieder hergeſtellt. — Jaurés ſchreibt
in der Humanits: Wenn Frankreich und Italien nicht
vom Wahnſinn befallen ſind, dann wird der Zwiſt, bei
dem kein ernſtes Intereſſe auf dem Spiele ſteht. bald und
leicht geregelt ſein. Die Rede Poincarés wird durch
ihren maßvollen und feſten Ton ſowie durch ihren
verſöhnlichen Geiſt gewiß dazu beitragen.
Deutſches Reich.
— Der Reichstag iſt laut kaiſerlicher
Kabinetts=
order vom 22. ds. Mts. auf den 7. Februar einberufen
worden.
— Nachklänge zu der Romreiſe
Kider=
lens. Der Popolo Romano ſchreibt, Kiderlen=
Wäch=
ters Beſuch ſei in den politiſchen Kreiſen und der
öffent=
lichen Meinung mit lebhafteſter allgemeiner Sympathie
aufgenommen worden. Wenn er auch nur ein reiner
Höflichkeitsakt geweſen ſei, ſo diene er doch dazu, die
herzlichen und intimen Beziehungen Deutſchlands zu
Italien zu beweiſen. Auch die Uebernahme der
Paten=
ſtelle bei dem viertgeborenen Sohne des Kronprinzen
durch die Königin Helena werde als ein Zeichen der
freundſchaftlichen Beziehungen angeſehen. Was von
einigen Blättern über den Inhalt der Geſpräche der
bei=
den Staatsmänner verbreitet werde, ſeien
Phanta=
ſtereien. Aehnlich äußert ſich die Vita. Der
Sozialiſten=
führer Leonida Biſſolati ſchreibt dagegen im Meſſaggero,
es ſei anzunehmen, daß Kiderlen nicht nur gekommen ſei.
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Nummer 20.
um di San Giuliano die Hand zu drücken. Aber wenn
er auch hier ſei, um Terrain zu ſondieren, auf dem man
praktiſche Friedensmöglichkeiten erörtern könne, ſo ſei
anderſeits doch anzunehmen, daß ſich ſeine
Anſtrengun=
gen darauf gerichtet hätten, eine ausgleichende Formel
zu finden für die nicht akzeptablen Vorſchläge
Sa=
ſonows.
Eiſenbahnanleihe und
Steuerzu=
ſchläge. In Nr. 3 der Bankarchive veröffentlicht
Mini=
ſterialdirektor a. D. Kirchhoff einen Artikel, in welchem er
ſeinen bekannten Vorſchlag wiederholt, das
Extra=
ordinarium der Eiſenbahnverwaltung auf eine Anleihe zu
nehmen und dadurch den jetzt zur Erhebung kommenden
Steuerzuſchlag überflüſſig zu machen. Dagegen wendet
ſich die „Norddeutſche Allgemeine Zeitung” in einem
längeren Artikel, in dem es am Schluſſe heißt: „Der
Kirch=
hoffſche Vorſchlag, den Steuerzuſchlag durch die
Ueber=
nahme des Eiſenbahnextraordinariums auf eine Anleihe
entbehrlich zu machen, läuft im Grunde darauf hinaus,
die Abgabe der Eiſenbahnverwaltung um weitere rund 80
Millionen Mark, alſo von rund 226 Millionen auf rund
306 Millionen zu erhöhen, mithin die Staatseiſenbahnen
in noch weit höherem Maße zur Finanzquelle zu machen,
als es bislang der Fall war. Ob man das tun will oder
nicht, hängt nicht von den Ausſichten ab, die man in
näch=
ſter abſehbarer Zukunft den Staatseiſenbahnen beimißt,
ſondern davon, ob man die viel weiter liegende ungewiſſe
Zukunft mit den ſteigenden Staatsſchulden belaſten, oder
ob man ſich umgekehrt bemühen will, die Schuldenlaſt
möglichſt niedrig zu halten, und in einer möglichſt wenig
verſchuldeten Staatsbahn dem Staate einen ſtarken
Rück=
halt für politiſche und wirtſchaftliche Kriege zu
ver=
ſchaffen.”
Die Entwicklung der deutſchen
In=
duſtrie. An dem Stiftungsfeſt des Vereins zur
För=
derung des Gewerbefleißes, unter dem Vorſitz des
Unter=
ſtaatsſekretärs Fleck, hielt Handelsminiſter Sydow eine
längere Rede, in der er die Entwicklung der deutſchen
Induſtrie, des Handels und Gewerbes während der
letz=
ten Jahre beſprach, die aufſteigende Konjunktur feſtſtellte,
aber vor übertriebenen Hoffnungen auf eine etwa
bevor=
ſtehende rapide Hochkonjunktur warnte, auf Anzeichen
andauernder Anſpannung des Geldmarktes hinwies und
die vorausſichtlichen Schwierigkeiten eingehend darlegte,
die der bevorſtehenden Verlängerung der großen
Ver=
bände ſich entgegenſtellen könnten.
— Die Betrkebseinnahmen der
preu=
ßiſch=heſſſiſchen Eiſenbahn
ge=
mein ſchaft betrugen im Monat Dezember 1911
gegenüber dem gleichen Monat des
Vor=
jahres im Perſonenverkehr 3,7 Millionen Mark, d. i. 8,27
Prozent; im Güterverkehr 4,7 Millionen, d. i. 4,03
Pro=
zent; insgeſamt einſchließlich Mehreinnahme aus
ſonſti=
gen Quellen 9,3 Millionen, d. i. 5,36 Prozent mehr. In
Berückſichtigung zu ziehen iſt hierbei, daß der Monat
Dezember 1911 zwei Sonn= und Feſttage mehr und zwei
Werktage weniger hatte als der gleiche Monat des
Vor=
jahres.
Ausland.
Spanien.
Rücktritt des Miniſteriums Canalejas
In einem am Montag abgehaltenen Miniſterrat, der ſich
bis Mitternacht ausdehnte, iſt, wie verlautet, der
Rück=
tritt des Miniſteriums Canalejas wegen politiſcher, den
Beſtand des gegenwärtigen Kabinetts ſtark gefährdender
Schwierigkeiten, ſo gut wie entſchieden worden.
Portugal.
Gute Beziehungen zu Deutſchland. Auf
dem Feſtmahl, das die Regierung dem Kommandanten
des Kanonenbootes „Panther” und dem deutſchen
Ge=
ſchäftsträger in Liſſabon gab, wurden herzliche
Trink=
ſprüche auf die guten Beziehungen zwiſchen Deutſchland
und Portugal gewechſelt. Der deutſche Geſchäftsträger
erwiderte dem Miniſterpräſidenten und der Kommandant
des „Panther” dem Marineminiſter.
Rußland.
Der Reichsrat nahm den unverändert von der
Reichsduma gebilligten Geſetzentwurf an, betreffend die
Entrichtung von Geldzahlungen ſeitens der finiſchen
Rentei an die Staatsrentei als Erſatz für die perſönlich
zu leiſtende Wehrpflicht finiſcher Bürger.
BHs. London, 22. Jan. Die meiſten hieſigen
Blätter berichten über die heute abend bevorſtehende
Ankunft Dr. Solfs, des neuen Staatsſekretärs des
Reichskolonialamtes. Die Saturday Review glaubt
daß es ſich hauptſächlich um eine Ausſprache mit den
hie=
ſigen verantwortlichen Stellen über eventuellen
Kolo=
nialerwerb in Afrikahandelt und berichtet, daß das
hieſige Auswärtige Amt vor kurzer Zeit vertraulich nach
Berlin mitgeteilt habe, daß es einem Erwerb von
portu=
gieſiſchem Beſitz in Afrika durch Deutſchland keine
Hinder=
niſſe in den Weg ſtellen werde. Es ſoll ſich angeblich um
Angola und ferner um die Kakao produzierenden Inſeln
von San Thomé und Principe handeln. Der Berliner
Berichterſtatter der Daily Mail berichtet ſeiner Zeitung
über ein Interview, das er bei Exzellenz Dr. Solf hatte
und nach welchem ihm der Staatsſekretär als Hauptzweck
ſeiner Reiſe angegeben habe, daß er ſich über das
Dia=
mantgeſchäft, ſowohl vom Standpunkt der Regierung, als
auch vom kaufmänniſchen Standpunkte aus, informieren
und ſich hierfür die langjährige engliſche Erfahrung zu
Nutzen machen wolle. Es hängt dies wohl mit den
vie=
len Klagen, die von Seiten deutſcher Intereſſenten beim
Kolonialamt in Bezug auf den Vertrieb der in Deutſch=
Südweſtafrika geförderten Diamanten eingelaufen ſind,
zuſammen. Das hieſige Diamanten=Syndikat, das ſchon
lange beſtrebt iſt, den Verkauf der deutſchen Diamanten
in die Hände zu bekommen, macht ſich, wie ich von erſter
Seite erfahre, Hoffnung darauf, daß es durch den Beſuch
des Leiters des Kolonialamtes ſeine Beſtrebungen in
die=
ſer Hinſicht ein gutes Stück fördern werde. Es wäre
ſchade um den deutſchen Diamanthandel und die noch ſehr
ausdehnungsfähige Diamantſchleiferei=Induſtrie, wenn
dieſer Wunſch in Erfüllung ginge.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 24. Januar.
* Vom Hofe. Im Neuen Palais findet, wie vom
Großh. Hofmarſchallamt mitgeteilt wird, am Dienstag,
den 13. Februar, abends 8 Uhr, eine
Tanzgeſell=
ſchaft ſtatt.
* Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog dem Pfarrer Heinrich Renner zu Bernsburg
die evangeliſche Pfarrſtelle zu Heubach, dem Pfarrer
Auguſt Memmert zu Freienſteinau die evangeliſche
Pfarrſtelle zu Angersbach und dem Pfarrer Georg Karl
Hartmann zu Ulrichſtein die evangeliſche
Pfarr=
ſtelle zu Ege’sbach; dem Schulamtsaſpiranten Adolf
Schmalzhaf aus Hobenſtadt, Kreis Heppenheim, eine
Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Gras=Ellenbach, in
demſelben Kreiſe.
g. Strafkammer. Der 30jährige Fuhrmann Wilhelm
Keil von hier hat durch eine gefälſchte Quittung einen
hieſigen Geſchäftsmann um 14 Mark betrogen. Der
be=
reits vorbeſtrafte Angeklagte wird wegen
Urkundenfälſch=
ung zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. — Der
30jährige Apothekergehilfe Georg M. iſt des verſuchten
Verbrechens nach § 176,3 und der Beleidigung in drei
Fällen angeklagt. M. war in Griesheim beſchäftigt, und
als er dort verhaftet werden ſollte, hat er die Flucht
er=
griffen. Er wurde jedoch in Zürich aufgegrifſen und
ausgeliefert. Der geſtändige Angeklagte wird zu 4
Mo=
naten Gefängnis verurteilt. Von der
Unterſuch=
ungshaft wird ihm 1 Monat angerechnet.
R. Die Jugendvereinigung der Johannesgemeinde
führte, ſo ſchreibt man uns, in dem Gemeindehauſe unter
der Leitung des Herrn Pfr. Kraus und der gütigen
Unterſtützung des Herrn T. Dielmann das vieraktige
Schauſpiel „Freiwillige vor” aus den Jahren 1812/13
von Dr. Schneideck in glänzender Weiſe vor einer
zahl=
reichen Zuhörerſchaft auf. Das ganze wurde durch den
Gladiatorenmarſch von Joh. Ph. Souſa von einer
Schü=
lerkapelle in beſter Weiſe eingeleitet. Der Ort der
Hand=
lung iſt Schloß Rauditten in Oſtpreußen. Der erſte Akt
führt uns in das Innere des Schloſſes von Hans
Eber=
hard, Freiherrn von Schwenk=Rauditten. Hier ſehen wir
den Freiherrn mit ſeinen Bedienten, abſeits von jeglichem
Verkehr, mit Gott und Welt verfallen, hauſen. Eine
An=
klage auf Hochverrat, die zwar mit Freiſprechung endet,
läßt den ehemaligen preußiſchen Offizier den Schwur
ablegen, niemals mehr ſeinem Vaterlande und König zu
dienen. Ein Reiſeunfall bringt im folgenden Akte die
Offizierswitwe Wilhelmine v. Flemming in das S.floß.
Dieſe edle Dame, mit einem Herzen von glühender
Vater=
landsliebe, begegnet hier einem franzöſiſchen Major, der
in feuriger Liebe zu ihr entbrannt iſt; aber ſie läßt den
Offizier fühlen, daß ihre heiße Vaterlandsliebe ſiots ein
Hindernis zwiſchen ihr und ihm ſein werde. Auch der
Schloßherr konnte ſich dem Zauber dieſer herrlichen Frau
nicht entziehen, und ihre große Begeiſterung für König
und Vaterland nötigt ihm die größte Hochachtung vor
ihr ab. Der dritte Akt bringt Kunde von dem Brand von
Moskau und Napoleons Flucht nach Paris. Im weiteren
Verlauf hören wir von dem Aufruf des Königs
Fried=
rich Wilhelm an ſein Volk, worin zum freiwilligen
Ein=
tritt in das Heer aufgefordert wird. Hier ſpielt ſich eine
hochdramatiſche Szene zwiſchen dem preußiſchen Oberſten
a. D. von Auerwald und dem Schloßherrn ab. Der Oberſt
verſucht, den Freiherrn wieder mit ſeinem König und
ſeinem Vaterland auszuſöhnen; aber vergebens, der
Freiherr bleibt ſeinem Schwur treu. Der letzte rührende
Akt zeigt uns die Freiwilligen im Gotteshaus, wo ſie der
Ortspfarrer einſegnet und ſie dem Schutze Gottes
emp=
fiehlt. Nun ſteigert ſich die Handlung zur höchſten
Span=
nung und packendſter Wirkung. Der alte Oberſt verlieſt
des Königs Aufruf, erinnert daran, daß alle
Waffen=
fähige freiwillig folgen, nur einer nicht — der Entehrte.
Hier bricht das Eis! Der Freiherr fragt den Pfarrer, ob
er von ſeinem Schwur entbunden werden könne. Nach
Bejahung dieſer Frage kniet er vor dem Altar nieder,
wird losgelöſt von ſeinem Gelübde und erhält gleich den
Uebrigen Gottes Schutz und Segen zum freiwilligen
Dienſt für König und Vaterland.
Für die Aufführung dieſes wahrhaft patriotiſchen
Stückes, das uns Stunden des höchſten Genuſſes bot,
können wir den Darſtellern nicht genug danken. Sind
ſolche Darbietungen doch wahre Jungbruinen für das
vaterländiſche Empfinden von Jung und Alt. Alle
Mit=
wirkenden boten Vorzügliches und übertrafen ſich in ihren
Leiſtungen. Doch können wir nicht umhin, Frl. Keim,
als der Vertreterin der Hauptrolle, für ihre Glanzleiſtung
unſere vollſte Anerkennung zu zollen, wie wir auch nicht
unterlaſſen dürfen, den Darſtellern der führenden Rollen,
den Herren H. Dielmann, A. Dingeldey, Fr.
Keim, W. Paulmann und Z. Wegner beſonders
anerkennend zu gedenken. Vielleicht entſchließen ſich die
Darſteller zu einer nochmaligen Aufführung, um einem
weiteren Kreis von Zuhörern dieſen Hochgenuß ebenfalls
zu gewähren.
* Der Gaſtwirteverein Stadt= und Landkreis
Darm=
ſtadt feierte im Städtiſchen Saalbau ſein 30jähriges
Stif=
tungsfeſt, verbunden mit Konzert, Theater=Aufführung,
Prämiierung und nachfolgendem Ball. Das Feſt war ſehr
ſchön beſucht und es entwickelte ſich unter den Klängen der
Kapelle des Leibgarde=Infanterie=Regiments Nr. 115 recht
bald eine fröhliche Stimmung. Die verſchiedenen
Geſangs=
vorträge des Brgunſchen Vokal=Quartetts, ſowie das unter
Mitwirkung von Fräulein Guerdan aufgeführte Singſpiel
ernteten reichen Beifall. Der Vorſitzende des Vereins,
Herr Heppenheimer, begrüßte die Feſtgäſte, insbeſondere
die erſchienenen Herren Stadtverordneten Dr. Oſann und
Friedrich der Große.
Ein Bild ſeiner Perſönlichkeit.
Zu ſeinem 200. Geburtstage. (24. Januar.)
Von Dr. Paul Landau.
Der alte Goethe ſuchte gern das Weſen des Genius
durch den Begriff des Dämoniſchen zu erklären. Ein Walten
und Wirken übernatürlicher Geiſter ſah er in den großen
Men=
ſchen und ihren Schöpfungen. Neben Peter dem Großen
und Napoleon ſchreibt er unter den Herrſchern dieſe
Dä=
monennatur Friedrich dem Großen zu. Der alte Fritz,
der „alles wußte” wie es in den „Aufgeregten” heißt,
hatte für ihn etwas Unbegreifliches, „Inkomenſurables”,
das ſich eben nur durch das Wunder des Genialen erklären
läßt. Geht es uns Heutigen, die wir die Wiederkehr ſeines
200. Geburtstages feierlich begehen, nicht ebenſo? Auch wir
ſtehen noch in ehrfürchtiger Bewunderung vor dieſer die
ſtärkſten Kontraſte vereinenden, das Widerſtrebendſte in
ihrer Individualität zuſammenſchweißenden Sphinxgeſtalt
des größten Preußenherrſchers. Ja, unſerm neuromantiſch
myſtiſchen, vielfach chaotiſch verwirrten Weltgefühl wird es
beſonders ſchwer, die ſtolze, harmoniſch ſelbſtſichere,
ſonnen=
helle Verſtandesreinheit jener Epoche der Aufklärung zu
begreifen, deren höchſte Blüte in Friedrich verkörpert war.
Aber eben weil er aus den Höhen des zur Sonne fliegenden
Adlers, der mit Fug und Recht ſein Symbol iſt, auf unſere
Zeit herabblickt, ergreift uns unendliche Sehnſucht, ſein
Weſen zu ergründen, ihm nachzuſtreben, den Weg zu ihm
aus unſerm Fühlen heraus zu finden.
Die „Zuſammenſetzung aus allen Gegenſätzen,” die
dem Franzoſen Tyrconell an dem König auffiel, wird auch
von ſeiner nächſten Umgebung immer wieder betont.
Die=
ſes leidenſchaftliche, innerlich gärende Temperament
äußerte ſich in einer überſchäumenden Lebhaftigkeit, in einer
verwirrenden Fülle jäher Ausbrüche, zeigte eine vulkaniſche
Zerklüftung, die einem platten Pedanten, wie den Vorleſer
de Catt ebenſo unheimlich wie unnormal ſchien. Dieſer
ſtets kränkelnde, von Hämorrhoiden und Fieber geplagte
Mann, der ſo viel über ſein unglückſeliges Schickſal
jam=
merte, lenkte ſeine Schlachten im dichteſten Kugelregen, ſtark
und ſtahlhart wie der Kriegsgott ſelbſt. Eine ungeheure
nervöſe Senſibilität läßt ihn zuſammenſchrecken, wenn die
Tür geht, läßt ihn bei jedem Brief blutrot vor Aufregung
werden und treibt ihm die Tränen in die Augen, wenn er
von einer edlen Tat hört oder an ſeine ſtillen Alleen in
Sansſouci denkt, nach denen er ſich im Kriegslärm ſehnt,
und derſelbe Mann iſt in der Stunde der Gefahr, im Dunkel
der Unglücksnacht von Hochkirch, wie beim Rückzug nach der
Niederlage von Kollin, der kaltblütigſte, beſonnenſte, mit
Nerven von Eiſen und einer ſchier unbegreiflichen
Herr=
ſchaft über jede Situation. Eine ſentimentale
Gefühls=
weichheit reißt ihn in finſtere Melancholien, läßt ihn dem
übermäßig hart behandelten Bruder (dem Prinzen Auguſt)
und der ebenfalls oft von ihm gekränkten „Bayreuther
Schweſter” mit nicht endenden Klagen nachtrauern, und
dann wieder verletzt die nächſten Freunde eine eiſige Kälte,
ein ätzender Spott, der in geradezu unwürdigen
Necke=
reien ſich entlädt. Leicht ſich aufſchließend und von
abwei=
ſender Undurchdringlichkeit, frivol und von erhabenem
Ernſt, ſchwärmeriſch begeiſtert und von trockenſter
Nüchtern=
heit, ſich frei hingebend und von peſſimiſtiſchem Mißtrauen
— ſo iſt Friedrich, der ſich nach ſeines getreuen Eichel
Urteil nur in Extremen bewegt, wirklich „die größte
Merk=
würdigkeit ſeines Jahrhunderts” Wie man von ihm
ge=
ſagt hat, daß er franzöſiſch gedacht, aber deutſch gehandelt
habe, ſo kann man auch von ihm ſagen, daß er Sinn und
Fortſchritt der Welt geleugnet, als Menſchenverächter und
Skeptiker geſprochen und dabei ein ganzes langes Leben
dem Dienſt der Menſchheit gewidmet, als gläubiger
Ver=
fechter der Ideale, als Wohltäter der Armen gewirkt habe.
Wie aber entwickelte und geſtaltete ſich dieſe kraftvolle,
widerſpruchsvolle Miſchung der Temperamente, dieſe
ein=
zige Verbindung von Feuer und Mäßigung, jäher
Im=
pulſivität und jäher Ausdauer, von Schärfe und
Weich=
heit, Spott und Frömmigkeit, von tiefer Verſchlagenheit
und herber Wahrhaftigkeit, von Genialität und Selbſtzucht
zu dem ausgeprägten geſchichtlichen Charakter, den wir in
Friedrich dem Großen bewundern?
Die furchtbaren Erlebniſſe der Jugend von unerhörter
Gegenſätzlichkeit, die dem Königsſohn Bilder der höchſten
Macht, in Dresden Szenen üppigſter Schwärmerei, zeigten
und ihn am eigenen Leibe Entwürdigung und Not, ein
kaum bürgerlich beſcheidenes Los ſpüren ließen, die ihn in
ein tragiſches Familiendrama verſtrickten, aus dem von
Hofleuten umbuhlten Thronfolger einen mißhandelten
Schulbuben, aus dem früh zu geiſtiger Selbſtändigkeit
er=
wachten, nach Genuß lechzenden Jüngling einen ſtreng
ge=
ſtraften Gefangenen und todeswürdigen Verbrecher werden
ließen, dieſe helldunkeln Schickſale hatten in ſein Weſen
früh untilgbare Kontraſtzüge eingegraben. Sein herriſcher
Stolz lernte das Sichduckenmüſſen: von den Spionen des
Vaters umgeben, wurde er bald ein Meiſter der Verſtellung;
der unbeugſame Starrſinn trat zurück gegen eine leichte
Liebenswürdigkeit; ſeine erbarmungslos grauſame
Wahr=
haftigkeit, in der Treitſchke den ſpringenden Punkt ſeiner
Natur ſieht, wird eingedämmt durch eine Hingabe an den
ſchönen Schein, an die elegante Lüge jener franzöſiſchen
Rokokokultur, die dem zum langweiligen Gamaſchendienſt
Verurteilten die Augen blendet. Nicht frei und gerade kann
dieſe gottbegnadete Menſchenpflanze in die Höhe wachſen,
der Sonne zugekehrt, ſondern Dunkel und Kälte hemmen
ihren Wuchs. Ein Bruch kommt in die Jugendentwickelung
Friedrichs, ein geheimer Zwieſpalt nagt an ſeiner Seele,
den auch der reife Mann nicht völlig hat ausgleichen können.
Jugendſchickſale ſind bekanntlich ausſchlaggebend für die
Bildung des Charakters. Der große König träumte noch
angſtvoll davon, wie der Vater ihn von ſechs langen Kerls
binden ließ und ſah den ſterbenden Katte vor ſich. Die
Auf=
wühlung aller Lebensinhalte, die Fülle der Konflikte, die
Friedrich ſchon zu einer Zeit umtobten, wo andere Knaben
noch in ſüßen Träumen hindämmern, erweckten in ihm die
ſtrenge Selbſtbeherrſchung, das hohe Kraftgefühl, ſtählten
ſein Pflichtbewußtſein, aber ſchufen auch zugleich die
un=
ausgeglichene Gegenſätzlichkeit ſeines Temperamentes, die
Zerklüftung ſeines Innern, die tiefen Schatten, die den
Heldenkönig zu einer tieftragiſchen Geſtalt machen.
Es waren die beiden geiſtigen Grundſtrömungen ſeines
Zeitalters, die in dem großen Herrſcher, dieſem
groß=
artigſten Repräſentanten ſeiner Epoche, miteinander
rangen: Aufklärung und Irrationalismus, Gefühl und
Ver=
ſtand. Der Monarch, deſſen Zeitalter Kant „das
Jahrhundert der Aufklärung oder das Friedrichs”
nannte, deſſen Philoſophie und deſſen
Staats=
ſyſtem aanz auf rationaliſtiſcher Grundlage beruhen, hat
in idylliſcher Naturſchwärmerei geſchwelgt, wie der von ihm
ſo verachtete Rouſſeau, hat einen leidenſchaftlichen
Welt=
ſchmerz gepredigt wie Werther, den er ſicher noch mehr
ver=
achtet haben würde, hätte er ihn geleſen. Der große
Real=
politiker, der ſo unbeirrbar ſcharf die Werte der Wirklichkeit
zu beurteilen und auszunutzen verſtand, grübelte in ſeinen
Mußeſtunden mit qualvoll unbefriedigter Logik über den
großen Menſchheitsfragen; er, der in ſich ſo ſtark das Weben
einer höhern, ihn über die Maſſe hinaushebenden Macht
ſpürte, leugnete, daß Gott ſich um die Menſchen kümmere;
ſich ſelbſt im heroiſchen Kampf für ſein Vaterland gegen
eine Welt bezeichnete er und nur als den irrenden Ahasver,
als Nindmühlen beſtürmenden Don Quixote, als Seil=
Nummer 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Seite 3.
den Syndikus der Handwerkskammer Engelbach, die
zahl=
reich erſchienenen Vertreter der mit unſerem Vereine
eng=
befreundeten Handwerksinnungen und Gewerbevereine und
wünſchte allen Anweſenden recht vergnügte Stunden. Frl.
Leyerer brachte einen von Herrn Redakteur Windecker
verfaßten prachtvollen Prolog in gut verſtändiger und
packender Sprache zum Vortrage. In einer Feſtrede
ent=
wickelte Herr Direktor Hermann den Lebensgang des
Vereins, von ſeiner Gründung bis zum heutigen Tage,
und gedachte der ſeit Gründung aus dieſem Leben
ab=
berufenen Mitglieder, insbeſondere widmete er aber den
beiden verſtorbenen Vorſitzenden Karl Reinemer und Karl
Phil. Müller ehrende und dankende Worte der
Anerken=
nung für ihr tatkräftiges Wirken im Verein (den beiden
verſtorbenen Vorſitzenden waren vormittags 11 Uhr von
einer Deputation prachtvolle Kränze mit Schleifen an ihrer
letzten Ruheſtätte niedergelegt worden). Herr
Bahnhof=
reſtaurateur Niemann, ſowie Herr Reſtaurateur
Lud=
wig Lind wurden in dankbarer Anerkennung ihrer 25
jäh=
rigen Mitgliedſchaft in ihrem Verein zu Ehrenmitgliedern
ernannt. Den Herren Reſtaurateuren Michael Roth in
Darmſtadt und Theodor Schabacker in Babenhauſen
wurden aus Anlaß ihrer 25jährigen Tätigkeit als Wirte
Diplome überreicht. An Auszeichnungen für
treue Mitarbeit wurden verliehen: 1. Für
dreijäh=
rige Tätigkeit in demſelben Hauſe: Herrn Küchenmeiſter
Phildius und Frl. Käthe Theis bei Herrn Hotelier Rudolf
Reuter, Frau Anna Neuroth Witwe, Frl. Martha
Kirſch=
ner und Emma Mittag bei Herrn Bahnhofreſtaurateur
Niemann, Frl. Auguſte Schäfer bei Herrn W. Leyerer, Frl.
Magdalene Seibel bei Herrn Strohmenger, Frl. Eliſe
Neubert bei Herrn Georg Rodenhäuſer in Nieder=Ramſtadt,
Frl. Katharine Korndörfer, Herrn Franz Steul, beide bei
Herrn Schnellbacher und Herrn Louis Domaſchk bei Herrn
Franz Sitte jun. das Diplom des Bundes Deutſcher
Gaſt=
wirte. 2. Babette Glück bei Herrn Hotelier A. Reuter,
Herrn Jean Stein bei Herrn J. Michel, J. Schäfer bei Herrn
Franz Sitte jun., Frl. Thereſe Zerbig bei Frau Frank
Witwe die ſilberne Medaille des Bundes Deutſcher
Gaſt=
wirte. 3. Herrn Heinrich Stauffenberg bei Herrn Hotelier
Rudolf Reuter, Ad. Luley bei Herrn Strohmenger, Frl.
Katharine Keller bei Herrn J. Schnauber die goldene
Me=
daille bezw. Uhr des Bundes Deutſcher Gaſtwirte. — Dem
Verein wurden von vielen Behörden und Vereinen
Glück=
wunſchtelegramme und Schreiben zugeſandt. Der
anſchlie=
ßende Ball hielt die Teilnehmer bis zur frühen
Morgen=
ſtunde beiſammen.
* Der Ortsgewerbeverein hatte für Samstag abend
ſeine Mitglieder zu einem geſelligen Abend
ein=
geladen. Der Beſuch war ſehr zahlreich. Herr
Maler=
meiſter Georg Kraus begrüßte mit herzlichen Worten
die Erſchienenen, beſonders die recht zahlreich
anweſen=
den Damen. Zunächſt ſprach Herr Dr. Kienzle über
die Neugeſtaltung des Gewerbemuſeums. Der Redner
gab in kurzen Worten einen Einblick über den Zweck und
Beſchaffenheit desſelben als Vorbereitung für die
Beſichtigung. Reicher Beifall dankte ſeinen Worten. Der
nun folgende „geſellige Teil” brachte eine Fülle von
Dar=
bietungen. Eine Abteilung der Kapelle Hauske
lei=
ſtete mit ihren Soliſten, wie gewohnt, Vorzügliches. Die
verſchiedenen gebotenen Genüſſe verſchafften einige frohe
Stunden. Und nun folgte der Tanz, der bis ſpät in die
Nacht hinein andauerte. Am Sonntag morgen fand dann
die Beſichtigung des Gewerbemuſeums ſtatt. Herr Dr.
Kienzle führte die verſchiedenſten Bearbeitungen von
Ma=
terialien in den verſchiedenſten Jahrhunderten vor
Augen. Herr Kraus dankte auch hier wiederum Herrn
Dr. Kienzle für ſeine Liebenswürdigkeit, betonend, daß
es kein Handwerker verſäumen dürfte, das
Gewerbe=
muſeum zu beſuchen; auch ermahnte er, die Leſehalle der
Zentralſtelle, die tagsüber, ſowie auch Montag und
Frei=
tag abends geöffnet iſt, in der, wie bekannt, die
verſchie=
denſten Zeitſchriften und Werke jederzeit zur Einſicht
offen liegen. recht oft zu benutzen.
* Der Geſangverein „Liederzwelg” hielt am
Sonn=
tag nachmittag im „Kneipſaale” der Turngemeinde unter
zahlreicher Beteiligung ſeine diesjährige
General=
verſammlung ab. Der Verein, deſſen
Mitglieder=
zahl 239 beträgt, hatte im laufenden Jahre den Tod dreier
Mitglieder zu betrauern. Der Kaſſenbericht ergab eine
Einnahme von 2705 Mark und eine Ausgabe von 2381
Mark, ſodaß ein Ueberſchuß von 234 Mark erzielt wurde.
Sein Barvermögen beträgt heute 800 Mark. Auch die
Chorkaſſe verfügt über ein bares Guthaben von 283,75
Mark. Im abgelaufenen Jahre fanden 80
Geſangsſtun=
den ſtatt, die von 3290 Sängern beſucht waren. Nach
kurzer Diskuſſion fand die Vorſtandswahl ſtatt, in der
der erſte Vorſitzende, Herr Adolf Schneider, durch Zuruf
wieder gewählt wurde. Mit der Bitte auf ein weiteres
treues Zuſammenhalten auch im neuen Vereinsjahr und
mit dem Wunſche ferneren Blühens und Gedeihens des
Vereins ſchloß der Vorſitzende die Verſammlung mit
einem dreifachen Hoch auf die hohe Protektorin des
Ver=
eins, Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin Eleonore.
* Die Ausſtellung der Medici=Drucke in der
Hofbuch=
handlung von Müller u. Rühle, Eliſabethenſtraße 5, erfreut
ſich tagtäglich des allerlebhafteſten Intereſſes in allen
Kreiſen unſerer Stadt. Und in der Tat ſind dieſe farbigen
Wiedergaben das Vollendetſte, was die photomechaniſche
Drucktechnik bisher geleiſtet hat. Das Auge genießt
wohl=
gefällig den ſicher abgeſtimmten, farbigen Zuſammenklang
des Ganzen, wie die Handſchrift des Malers. Beſonders
gut ſcheinen die großen Italiener zu gelingen, wie
Ra=
fael, Botticelli, Tizian, Bellini. Aber auch die Niederländer,
wie J. van Eyck, Pieter de Hooch, Terborch, Vermeer, können
ſich ſehen laſſen. Vielleicht am originalgetreueſten ſind
ein paar lebhafte, farbige engliſche Bildniſſe ausgefallen,
unter denen vor allen Dingen die vorüberhuſchende Lady
Hamilton von Romney zu erwähnen iſt. Da die Ausſtellung
nur noch dieſe Woche geöffnet iſt, empfehlen wir allen
Kunſtfreunden, ſich den Genuß nicht entgehen zu laſſen,
zu=
mal die Beſichtigung durch das Entgegenkommen der
Fir=
ma Müller u. Rühle unentgeltlich freiſteht.
* Seefiſche und ihre Verwendung in der bürgerlichen
Küche, ſo lautet das Thema, über das heute abend 8½
Uhr Herr Oberſtleutnant v. Gerhardt im Gartenſaal
des Städtiſchen Saalbaues ſprechen wird. Durch die
Einführung guter und billiger Fiſchſpeiſen in unſere
Küchenzettel laſſen ſich weſentliche Erſparniſſe erzielen.
Deshalb iſt zu hoffen, daß recht viele die Gelegenheit
be=
nützen, einen Herrn über dies Thema ſprechen zu hören,
der ganz Deutſchland bereiſt, um für Einführung und
Verbreitung der Fiſchnahrung zu wirken.
* Vortrag. Heute, Mittwoch, findet im
Fürſten=
ſaale (Grafenſtraße) ein Vortrag des Herrn
General=
ſekretärs Curt Blumenfeld, Berlin, über Zionismus oder
„Aſſimilation” ſtatt. (Näheres ſ. Anzeige).
— Johannesgemeinde. Es ſei noch einmal darauf
hingewieſen, daß die Feſtaufführung unſerer
Jugendvereinigung mit dem Vierakter „Freiwillige
vor” am Sonntag, den 28. Januar, abends 7 Uhr, im
Gemeindehaus wiederholt wird. Außerdem findet auf
vielſeitiges Verlangen hin noch eine
Schülervor=
ſtellung am Donnerstag, den 25. Januar ſtatt.
Karten ſind im Gemeindehaus ſchon im Vorverkauf
erhältlich.
* Vortrag. Auf den heute abend ſtattfindenden
Vor=
trag des Hochw. Herrn Profeſſors Schwarz in der
St. Eliſabethenkirche ſei hiermit nochmals hingewieſen.
(Siehe Anzeige).
* Profeſſor Marcell Salzer hat ſich auf mehrfach
an ihn ergangenes Erſuchen freundlich bereit erklärt,
dem Programm ſeines morgigen Premiérenabend in
Darmſtadt die beiden prächtigen, von ihm hier ſchon
vorgetragenen Geſchichten von Ludwig Thoma: „
Bis=
marck” und „Nord und Süd” einzuverleiben. Da der
Abend pünktlich um 8¼ Uhr beginnen wird, empfiehlt
ſich frühzeitiges Erſcheinen, zumal der „Kaiſerſaal”
aus=
verkauft werden dürfte, ein Reſultat, das im Intereſſe
des Darmſtädter Feſthauſes gewiß freudig zu
begrüßen iſt.
** Straßenunfall. Heute mittag 11 Uhr kam an
der Kreuzung der Eliſabethen= und Neckarſtraße wieder
ein Pferd dadurch zu Fall, daß es mit dem Huf in den
Schienen der Dampfbahn hängen blieb. Es
dauerte eine geraume Zeit, bis man das Tier von den
Schienen zurückgeſchoben hatte, ſo daß der Zug nach
Eberſtadt einige Minuten Verſpätung erlitt. Da alle
Be=
mühungen, das Pferd auf die Beine zu bringen,
erfolg=
los blieben, wurde die Feuerwehr telephoniſch zur
Hilfeleiſtung herbeigerufen, der es auch mit Hilfe eines
Flaſchenzuges bald gelang, es hoch zu bringen. Der
Un=
fall lockte natürlich eine Maſſe Neugieriger herbei. Die
Verſuche, dem armen Tier auf die Beine zu helfen, indem
man es mit Stöcken, Holzſtücken uſw. auf Kopf, Leib und
Beine ſchlug, erregte vielfachen Unwillen. Das Pferd
ſcheint ſchwere Beſchädigungen erlitten zu haben, denn
es konnte nach ſeiner Aufrichtung kaum gehen.
* Weiterſtadt, 22. Jan. Einen überaus befriedigenden
Verlauf nahm das am Sonntag von der hieſigen Turnge
meinde zur Aufführung gebrachte Volksſtück „’s Millerſch
Lisl vunn Michlboch.” Man merkte den Spielern an,
daß ſie ſich ganz und gar in das Stück eingelebt hatten
und es infolgedeſſen auch beſtens geſpielt wurde. Alle
Rollen waren äußerſt glücklich verteilt und wurden
vortreff=
lich ausgeführt. Vollſte Anerkennung gebührt dem
Spiel=
leiter, der die Feinheiten des Stücks ſauber
herausge=
arbeitet und die Geſänge und Tänze vorzüglich einſtudiert
hat. Dankbar war auch das Publikum und geizte nicht mit
dem Applaus. Die Turngemeinde ſelbſt hat ſich durch
dieſe wohlgelungene Veranſtaltung wohl wieder viele
Freunde und Gönner erworben. Der anſchließende Ball
vereinigte die muntere Schar bis gegen Morgen. Eine
Wiederholung des Stückes iſt für Sonntag in 14 Tagen
vor=
geſehen.
Offenbach, 23. Jan. Ein neues
Theaterpro=
jekt, das von dem hieſigen Bauinſpektor Sander
ausgearbeitet wurde, wurde in der geſtrigen Sitzung des
Bauausſchuſſes vorgelegt. Es handelt ſich um eine
Um=
arbeitung des vom Beig. Weil entworfenen
Theater=
projekts, das einen Umbau des alten Stadttheaters in
der Kirchgaſſe vorſieht. Das neue Projekt erfordert einen
Koſtenaufwand von 294000 Mark.
Offenbach, 23. Jan. Der am 4. Jan. verſtorbene
Rentner Heinrich Krumm hat der Stadtgemeinde
Offenbach teſtamentariſch 300000 Mark zu wohltätigen
Zwecken hinterlaſſen.
Lorſch, 22. Jan. Der im 23. Lebensjahr ſtehende
Maurer Valentin Grieſer, Sohn von Franz Grieſer, iſt
im Haslocher Wald (Kreis Groß=Gerau) beim Holzfällen
tödlich verunglückt.
Bingen, 23. Jan. Die Eiſenbahndirektion Mainz hat
das Erſuchen der Handelskammer Wiesbaden wegen
Zu=
laſſung kleiner Motorboote anſtelle des
Trajekt=
ſchiffsverkehrs Rüdesheim=Bingen bei unſichtigem
Wetter abgelehnt. Ebenſo hat ſie nicht erlaubt, daß ein
Unternehmer den Fährbetrieb mit ſeinen Motorbooten
durch regelmäßige Fahrten aufrecht erhält, da die Führer
kleinerer Boote bei Nebel ebenſowenig ſehen und ſich
zu=
rechtfinden ſollen wie die Führer der Trajektboote der Eiſen
bahndirektion, da die Reede von Bingen täglich durch
Schleppzüge belegt iſt. Zu dem ablehnenden Verhalten iſt
die Eiſenbahndirektion Mainz noch dadurch beſtimmt wor
den, daß Motorboote von Privatleuten bei Beförderung
von Perſonen ſich im Nebel verirrt und ſich auf Felſen
feſtgefahren hatten.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 22. Jan. Die Nordd.
Allgem. Ztg. ſchreibt: Eine hieſige Korreſpondenz
verbrei=
tet aus Neuſtrelitz Angaben, die den Glauben erwecken
ſollen, daß eine Verlobung der Prinzeſſin
Viktoria Luiſe von Preußen mit dem
Erbgroßher=
zog Adolf Friedrich von Mecklenburg=Strelitz bevorſtehe.
Daran iſt kein wahres Wort. Schon mehr als
ein=
mal ſind wir ähnlichen falſchen Ausſtreuungen entgegen
getreten. Es iſt eine große Taktloſigkeit, ſolche
Mit=
teilungen ohne gehörige Beglaubigung in die Preſſe zu
bringen. — Im Zuſammenhang mit der Stichwahl
im erſten Berliner Wahlkreiſe ging es in der
Friedrichſtraße und unter den Linden am abend noch
leb=
hafter zu als ſonſt. Nachdem ſich die Schutzmannſchaft
in den erſten Abendſtunden zurückgezogen hatte, änderte
ſich das Bild gegen 11 Uhr. Unter dem Kommando eines
Polizeioffiziers erſchienen unter den Linden etwa 30
Schutzleute. Die Linden wurde zwar nicht direkt
abge=
ſperrt, es wurde aber Vorſorge getroffen, daß wenn ein
großer geſchloſſener Trupp in Sicht käme, die ſofortige
Abſperrung durch eine geſchloſſene Schutzmannskette
be=
wirkt werden könnte. — Unter dem Verdacht des
Taſchen=
diebſtahls wurden ſam Sonntag abend im Metropol=
Theater zwei Herren verhaftet und gefeſſelt zur
nächſten Polizeiwache gebracht. Die Beſchuldigung ſtellte
ſich als ungerechtfertigt heraus. Einer der Verhafteten
war der Regiſſeur eines Kinomatographen=Theaters.
Frankfurt, 23. Jan. Das Großherzogspaar
von Heſſen traf geſtern abend mit Gefolge per
tänzer, den die „allerchriftlichſten und allermoskowitiſchſten
Majeſtäten” zappeln laſſen, als Komödianten, der nichts
ſehnlicher wünſcht, als von der Narrenbühne des Lebens
abzutreten. Griff er in ſeinem Zelt zwiſchen den Karten,
auf denen er den morgigen Schlachtplan feſtgeſtellt, zur
Feder, um ſein übervolles Herz in Verſen hinſtrömen zu
laſſen, dann ſpottete er nachher ſelbſt über dieſe „
Nichtſe=
reien eines eingebildeten Dilettanten”. Und doch war er
ein echter Dichter, dem nur durch tragiſche Verkettung das
Inſtrument des Ausdrucks fehlte, der in einer fremden
Sprache ſchuf, weil er die eigene nicht beherrſchte.
Wunder=
ſam, wie durch die von kalten, harten Reflexen funkelnden
Spiegel dieſer zierlich und melodiſch gedrechſelten
franzö=
ſiſchen Verſe der warme Glanz einer großen Seele bricht,
ebenſo wie die vom Schema des Generalbaſſes gegängelten
Läufe und Paſſagen der Flötenkonzerte, in denen er allen
weichen und gedämpften Wohllaut ſeines Gefühls
aus=
hauchte! Es ſind echte, ſtarke Kunſtwerke, die dieſer
all=
umfaſſende Geiſt in Dichtung und Muſik wie in der
Diplo=
matie, Verwaltung, Geſchichtsſchreibung, geſchaffen; ſie
atmen das Feuer ſeines Genies, aber zugleich ſind ſie
Sym=
bole jener tiefen Feindſchaft zwiſchen Gefühl und Verſtand,
die ſein Inneres zerwühlte, zwängen die Ausbrüche eines
leidenſchaftlichen Gemüts in eine intellektuelle, ausgeklügelte
Form.
Dieſer heldenhafte Kämpfer mit den Feinden in ſich
und um ſich, dem nicht nur manch Roß in der Schlacht unter
dem Leibe erſchoſſen wurde, ſondern noch öfter manch
Flügelroß des Ideals in den Schlachten des Geiſtes, hätte
mehr Glück gebraucht, um die innere Tragik zu überwinden.
Während er ſich die Liebe der ganzen Welt errang, blieb
ihm die ſeelenlöſende Liebe zu Weib und Kindern verſagt.
Sein zärtliches Freundſchaftsgefühl ward enttäuſcht durch
die Niedrigkeit Voltaires oder die Banalität des Marquis
d’Argens. Die innigſten Jugendfreunde, an denen ſeine
ganze Seele hing, Caeſarion=Keyſerlingk, der treue Jordan,
ſtarben ihm früh hinweg, allzufrüh auch der einzige ſeiner
Generale, dem er menſchlich ganz nahe ſtand, der „
Seelen=
menſch” Winterfeldt. „Gott weiß,” klagt er oft, „ich habe
in meinem Leben viel Kummer gehabt, aber ſind wir nicht,
alles in allem, zum Leiden geboren, Was iſt das Leben?
Ein Hauch, der fortfliegt, ob man es nun merkt oder nicht.”
In ſeinem „Hundeleben” gedenkt er mit Wehmut der
Rheinsberger Glücksjahre. Er weiß am beſten, was dieſe
Zeit der arbeitsreichen Muße und des ſtillen Genießens
in ihm entbunden hat. Sie ließ den leuchtendſten Phönix
am Fürſtenhimmel auftauchen: den jungen Friedrich.
Welch eine herrliche, faszinierende Erſcheinung, dieſer junge
König! „Das niedlichſte Menſchenkind im ganzen
König=
reich”, nennt Valory den zierlichen Elegant mit den
ſeelen=
voll warmen, tiefblauen Augen, der weichen Stimme, den
gepuderten Locken und den feinen, weißen ringgeſchmückten
Händen. Wie zu einem galanten Menuett eilt er in den
erſten ſchleſiſchen Krieg nach dem „Rendezvous des
Ruh=
mes” fröhlich wie ein Held zum Siegen. Uebermütig
nennt er ſich damals „das glücklichſte aller Glückskinder”.
Ach wie lange! Der lichte Rokoko=Fürſt lädt ſchon in der
leichtfertig geſchloſſenen Konvention von Klein=
Schnellen=
dorf 1741,in der er den günſtigen Augenblick verſäumt, den
Feind für immer zu vernichten, eine ſchwere Schuld auf
ſich, die er ſühnen mußte in langen Kriegen und
unermeß=
lichen Leiden. Schwer laſtet auf ihm die Sorge der
Ver=
antwortung, das harte Gebot der Pflicht; ſtatt Uebermut
und Güte hauſen nun düſterer Peſſimismus und grimme
Menſchenverachtung in ihm, aus hellen, frohen Augen
glüht nun „ein trübes Feuer”.
Der junge Friedrich wird früh, ſchon Mitte der Vierzig
zum „alten Fritz” Kein geſticktes Seidenkleid mehr, keine
Spitzenmanſchetten und edelſteinfunkelnde Ringe! In der
einfachen blauen Uniform, die roten Aufſchläge von
Schnupf=
tabak beſchmutzt, hochgeſtiefelt, einen unſcheinbaren Degen
an der Seite, den Krückſtock in der Hand, ſo ſteht der Held
des ſiebenjährigen Krieges vor uns mit den ſtrengen,
ſpitzen Zügen, aus denen die anmutig weiche Rundung
des jungen Herrſchers völlig verſchwunden iſt, grämlich
hart, verhärmt; nur aus den übergroßen Augen mit
un=
heimlichem Glanz jeden ſcharf und kalt anblitzend. Und
erſt in dieſem vorzeitig alten Manne, der mit dem Leben
und der Welt abgeſchloſſen hat, der nur noch ſeiner Miſſion
lebt, ſich nicht mehr als Menſch, nur noch als Monarch
fühlt, offenbart ſich die eigentümliche Stärke, die
unver=
gleichliche Größe ſeines Genies. Geſteigert ſind nun jene
geiſtigen Kräfte, die von Anbeginn ihm eigen waren: der
gewaltige Fleiß, der keine Minute dem ſo präziſe
arbeiten=
dem Hirn Ruhe läßt und ſelbſt in die kargen Stunden des
Schlafs fruchtbare Träume trägt; das fabelhafte
Gedächt=
nis, das den Namen jeden Amtmanns in einem
weſt=
preußiſchen Neſt bewahrt und ihm z. B. geſtattet, Stellen
aus dem Kirchenvater Chryſoſtomus wörtlich zu zitieren
den er 20 Jahre früher geleſen, die ungeheuere Wißbegierde,
die wirklich alle Gebiete der Kultur umfaßt, ſich mit den
fernſten Dingen beſchäftigt und zur gemeinen Neugier
ausartet, wenn er ſeinen Kammerhuſaren und ſeine
Offiziere belauſcht. Dieſer wechſelnde und bewegliche
Cha=
rakter beweiſt eine übermenſchlich zähe Standhaftigkeit und
energiſche Entſchloſſenheit in ſeiner Strategie, jene
Fähig=
keit, die Moltke vor allem bewunderte: „alles von ſich
ſelbſt zu nehmen”, d. h. den Entſchluß ſtets in der eigenen
Bruſt zu finden. In weiſer Mäßigung und ſtiller
Selbſt=
befreiung läutert er ſich von allen Schlacken der Ruhmſucht
und Eroberungsſucht, wie es die „zu ſeiner eigenen
Belehr=
ung” verfaßte Abhandlung über den ſchwediſchen Karl
zeigt.
Und als er endlich mit dem Hubertusburger Frieden
ſeine kriegeriſche Lebensepoche abſchließen kann, da gilt
ſeine ganze hingebende Arbeit der inneren Ausgeſtaltung
und Hebung ſeines Staates. Mit Recht hat man geſagt.
daß der Abgründige, Zerklüftete in ſeinem Weſen endlich
zu einer Einheit zuſammengeſchloſſen wird mit eiſernen
Klammern, durch das Bewußtſein ſeines Königtums und
ſeiner Königspflicht, durch das ſchrankenloſe Aufgehen in
der Staatsidee, die über dem Eigenintereſſe der Individuen
nur das Wohl der Allgemeinheit kennt. Und ſo tritt neben
den ſtrahlenden jungen König und den dämoniſch
helden=
haften „alten Fritz” noch eine dritte Friedrichgeſtalt: der
„Vater Friedrich” der ſein eigen Glück dem Glück ſeiner
Untertanen geopfert hat, der keines ſeiner „Kinder” ohne
Hilfe läßt, der ſie alle beſucht auf ſeinen mühſeligen Reiſen,
den ſie alle kennen und wie ein höheres Weſen verehren.
Das iſt der 73jährige Greis, wie ihn Marwitz ſchildert,
dem Berlin mit ehrfurchtsvollem Schweigen huldigt und
die Gaſſenjungen den Staub von den Stiefeln wiſchen, der
„ſchlechtbekleidet, ſtaubbedeckt von ſeinem mühſamen
Tage=
werk zurückkehrte. Aber jedermann wußte, daß dieſer
Alte auch für ihn arbeitete, daß er ſein ganzes Leben an
dieſe Arbeit geſetzt und ſie ſeit 45 Jahren noch nicht einen
einzigen Tag verſäumt hatte. Jedermann ſah auch die
Früchte ſeiner Arbeit, nah und fern und um ſich her, und
wenn man auf ihn blickte, ſo regten ſich Ehrfurcht, Bewun
derung, Stolz, Vertrauen, kurz alle edleren Gefühle des
Menſchen” Mit einer ſolchen Apotheoſe ſelbſtloſeſter
Auf=
opferung ſchließt das Leben unſeres größten Herrſchers,
tragiſch wie das jedes Genies und gekrönt von dem Glanze
ſeiner Werke, die nicht untergehen werden.
Seite 4e
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Nummer 20
Automobil von Darmſtadt hier ein. Die hohen
Herr=
ſchaften nahmen im „Engliſchen Hof” das Diner ein und
beſuchten hierauf das Schumanntheater.
Wiesbaden, 22. Jan. Wegen verbotenen
Nach=
drucks von über 20 Artikeln wiſſenſchaftlichen, techniſchen
und unterhaltenden Inhalts war heute der Verleger und
Redakteur des Lahnſteiner Tagbl. in Oberlahnſtein Eduard
Schickel auf Grund einer Anzeige des Schriftſtellers Michael
Impertro aus Mainz vor den Strafrichter zitiert.
Wäh=
rend Impertro für ſeine ſämtlichen Artikel ein
Geſamthono=
rar von 143 Mk. gefordert hatte, einigten ſie ſich vor
Ge=
richt auf 50 Mark. Der Angeklagte übernimmt außerdem
ſämtliche Koſten einſchließlich der der Nebenklage.
Stuttgart, 23. Jan. Der Violinvirtuoſe Profeſſor
Edmund Singer, Ehrenmitglied des Hoftheaters, iſt
heute im 90. Lebensjahre geſtorben.
Leipzig, 22. Jan. Das Reichsgericht verwarf
die Reviſion des Kaufmanns Walter John, genannt
Marlitt, der am 3. Mai 1911 vom Landgericht Roſtock
wegen Betruges und Konkursvergehens zu fünf
Mona=
ten drei Tagen Gefängnis verurteilt worden iſt. Auch
die Reviſion des Staatsanwalts, der die Freiſprechung
in einem anderen Punkte der Anklage angefochten hatte,
wurde verworfen.
Düſſeldorf, 22. Jan. Das hieſige Schwurgericht
verurteilte gegen Mitternacht den Arbeiter Joſef
Mus=
zynski aus Oſtrowo zu 15 Jahren Zuchthaus. Er
hatte im November vorigen Jahres nachts nach einem
Kneipgelage auf dem Heimwege ſeinen Arbeitskollegen
Pickard vor der Stadt überfallen, durch Würgen am
Halſe und durch Meſſerſtiche getötet und des Wochenlohnes
von 25 Mark beraubt.
Bielefeld, 23. Jan. Geſtern abend gegen 7 Uhr brach
in der Fabrik für Fahrradteile von Hermann Froböſe
und Co, Feuer aus, das mit rapider Schnelligkeit um
ſich griff, da die Flammen in den im Fabrikraum
lagern=
den großen Oelmengen reichliche Nahrung fanden. In
wenigen Augenblicken ſtand das ganze umfangreiche
Fabrikgebäude in hellen Flammen. Es wurde bis auf
einen Teil des Keſſelhauſes vollſtändig eingeäſchert. Der
Schaden beläuft ſich auf eine halbe Million Mk.
Graz, 22. Jan. Heute abend um 9 Uhr 8 Minuten
wurde im unteren Mürztal ſowie im Murtal ein heftiges
Erdbeben wahrgenommen. Beſonders ſtark war die
in ſüd=nördlicher Richtung verlaufende Erſchütterung in
Graz und Umgebung zu ſpüren.
Paris, 23. Jan. Unter der Anſchuldigung,
ſeiner=
zeit den Ueberfall auf den Kaſſenboten der Société
Gene=
rale ausgeführt zu haben, wurde ein 22jähriger Bäcker
Garnier verhaftet. Der Ueberfallene erkannte in dem
Verhafteten ſeinen Angreifer.
New=York, 21. Jan. Morgen wird in den
Ver=
einigten Staaten die Einweihung der
Eiſen=
bahn ſtattfinden, die Key=Weſt mit Florida verbindet.
Sie erſtreckt ſich bisher über die anſehnliche Länge von
200 Kilometer. 120 Kilometer der Bahn gehen über das
Meer auf äußerſt kunſtvoll aufgebauten Brücken, die von
Inſel zu Inſel führen. Die Errichtung dieſer Bahnſtrecke
hat ſechs Jahre in Anſpruch genommen und ungeheure
Summen verſchlungen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtkeriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redakti: ihr Urteil vor.
— de Haans Kantate „Das Märchen und
das Leben” die neulich in Barmen aufgeführt wurde,
kam in vergangener Woche auch im Haag (Holland) zur
Aufführung. Sämtliche uns vorliegenden Blätter
rüh=
men das Werk und deſſen künſtleriſch=poetiſche Tendenz
Die Wiedergabe war glänzend, und ſowohl nach der
zweiten Abteilung als auch nach Schluß des ganzen
Wer=
kes mußte der Komponiſt auf dem Podium erſcheinen,
um die enthuſiaſtiſchen Beifallskundgebungen ſeitens des
Publikums in Empfang zu nehmen. Bekanntlich wird
das Werk im dritten Konzert des Muſikvereins (11. März)
auch in Darmſtadt zu Gehör gebracht, wozu die
Proben=
dieſer Tage beginnen.
Simpliziſſimusſpiele. Die luſtigen
Simpliziſſimusſpiele Münchener Künſtler am 16. und 17.
dieſes Monats im Kaiſerſaal waren, das wurde von der
geſamten hieſigen Kritik einhellig anerkannt, von
außer=
ordentlichem künſtleriſchen Erfolg begleitet. Herr Dir.
Burg hat ſich in Hinſicht auf den großen künſtleriſchen
Er=
folg dieſer Abende auf vielſeitigen Wunſch entſchloſſen,
noch ein letztes Gaſtſpiel in Darmſtadt zu veranſtalten,
und findet dasſelbe am Mittwoch, den 31. Januar, im
Saale des Hotels „Zur Traube” ſtatt.
Karlamentariſches.
§X* Darmſtadt, 23. Jan. Der
Finanzaus=
ſchuß der Zweiten Kammer begann heute unter
Vorſitz des Abg. Dr. Oſann die gemeinſame
Etats=
beratung mit der Regierung, für welche die Herren
Staatsminiſter Ewald Exz., Finanzminiſter Braun
Exz. und Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
Exz., ſowie die Geheimeräte Beſt, Süffert und
Miniſterialrat Hölzinger erſchienen waren. Bei der
allgemeinen Beſprechung wurde aus dem Ausſchuß
her=
aus von einer Seite angeregt, die Rechnerſtelle für die
Landeskreditkaſſe lediglich auf den Inhaber zu
bewilligen, weil der Wirkungskreis der Landeskreditkaſſe
nach Schaffung und Erweiterung der
Landeshypotheken=
bank weſentlich kleiner geworden ſei. Dem widerſprach
jedoch die Regierung, indem ſie auf die Verantwortung
hinwies, welche der Rechner heute noch trage und die
eine Perſönlichkeit vollſtändig erfordere. Bezüglich der
Anforderungen der Landesirrenanſtalt zu Heppenheim
war durch ein Ausſchußmitglied eine Beſichtigung an Ort
und Stelle vorgenommen worden, und dabei hatte ſich
herausgeſtellt, daß die im Budget angeforderten
Feuer=
löſchvorrichtungen bereits angeſchafft waren, obgleich ſie
noch gar nicht bewilligt worden ſind. Nach den
Darleg=
ungen der Regierung verſchloß man ſich keineswegs der
Auffaſſung, daß die Anſchaffung der Gegenſtände
erfor=
derlich geweſen ſei; allein es wurde vom
Ausſchußvor=
ſitzenden doch betont, daß das Budgetrecht der Zweiten
Kammer verletzt worden ſei und man künftighin ſolche
Forderungen in anderer Weiſe behandeln ſollte. Beim
Kapitel Gymnaſien, Realſchulen uſw., kam es
bezüglich der Frage der Zuſammenlegung mehrerer
Gymnaſien zu einer Ausſprache, wobei auch die Zuſchüſſe
der Gemeinden zu den Koſten der Höheren Schulen und
die Frage einer Gleichſtellung der Schulen erörtert,
des=
gleichen die Notwendigkeit einer Ausgeſtaltung des
Zei=
chenunterrichts, die Frage der Koedukation und die
Ver=
wendung von ſeminariſtiſch gebildeten Lehrern an den
Höheren Schulen. Beim Kapitel Präparanden=
Anſtalten wurde ſeitens der Regierung darauf
hin=
gewieſen, daß jetzt das ſechſte Seminarjahr eingeführt
werden ſolle und ſomit einem langjährigen Wunſche von
Kammer und Regierung entſprochen werde. Beim Kap.
Jugendpflege gab Miniſter v. Hombergk zu Vach
Exz. eine Darlegung, in welcher Weiſe er ſich die
Unter=
ſtützung diefer Beſtrebungen in der Jugenderziehung zu
idealen Zielen denke, zum Beiſpiel durch
Zuſammenfaſ=
ſung der Jugendvereinigungen, wobei nicht nur ſolche
erzieheriſchen Charakters, ſondern auch ſolche für
Hand=
fertigkeitsarbeiten, Körperpflege, Turnen uſw. in Betracht
kommen ſollen. Mit der dafür angeforderten Summe von
15000 Mark ſolle die Grundlage hierfür geſchaffen wer=
den. Von einem Ausſchußmitglied wurde angeregt, ob
es nicht richtig erſcheine, auch ſeitens der Regierung
daran zu denken, wie man die ſozialdemokratiſche
Jugendbewegung in andere, vaterländiſche
Bahnen leiten könne. Dagegen ſei eine für die Jugend
geeignete Darſtellung und Widerlegung der
ſozialdemo=
kratiſchen Ziele und Beſtrebungen erforderlich. Es ſollte
doch einmal in dieſer Richtung ein Anfang gemacht
wer=
den. Die Regierung gab zu, daß gerade auf dem Gebiet
der Jugendpflege auch die patriotiſche Geſinnung in
Be=
tracht gezogen werden müſſe. — Die nächſte Sitzung findet
Mittwoch vormittag ſtatt.
Die Reichstagswahlen.
* Darmſtadt, 23. Jan. Das
Großherzog=
tum Heſſen wird in dem neuen Reichstag
ver=
treten ſein durch 3 (früher 3) Nationalliberale, 1 (2)
Wirtſchaftliche Vereinigung, 1 (0) Fortſchrittliche
Volks=
partei, 4 (3) Sozialdemokraten. Das Zentrum, das im
vorigen Reichstag durch 1 Mitglied vertreten war, iſt
ausgeſchieden.
B. Bingen, 23. Jan. Nach den bisherigen
Ermit=
telungen des Kreisamtes hat Becker (natl.) 12012
Stimmen und Korell (Fortſchr. Vpt.) 12010 Stimmen.
Es wäre ſomit Becker (natl.) gewählt.
Eine Beſtätigung dieſer Meldung bleibt abzuwarten.
Die amtliche Verkündigung des Wahlreſultats findet am
26. Januar ſtatt.
Luftfahrt.
sr. Ein neuer Dauerweltrekord im
Aero=
plan mit zwei Paſſagieren wurde am Montag
nachmittag von dem bekannten Harlan=Flieger,
Diplom=Ingenieur Gruhlich, auf dem Flugplatz
Jo=
hannisthal aufgeſtellt. Gruhlich ſtieg mit ſeiner
Flug=
maſchine, die mit einem 100 PS.=Argus=Motor ausgeſtattet
war, mittags 12 Uhr 21 Win. 5 Sek. auf und landete um
2 Uhr 23 Min. 50 Sek. glatt nach einem Fluge von 2 Std.
2 Min. 45 Sek. Der bisherige Weltrekord wurde mit
1 Std. 38 Min. 40 Sek. von Frankreich gehalten.
Bemer=
kenswert iſt, daß der Rekord=Apparat in allen ſeinen Teilen
deutſchen Urſprungs iſt.
* Paris, 23. Jan. Leutnant Prévoſt flog geſtern
auf dem Flugfelde von Bethony bei Reims, mit zwei
Paſſagieren an Bord ſeines Eindeckers, 2200 Meter
hoch und ſchlug damit alle bisherigen Leiſtungen dieſer Art.
* Los Angeles, 23. Jan. Bei dem geſtrigen
in=
ternationalen Wettfliegen iſt Miſter
Rather=
ford Page, ein reicher Amateur, aus einer Höhe von
50 Meter abgeſtürzt. Er war ſofort tot.
Sport.
sr. Die Lawn=Tennis=Meiſterſchaften
von Deutſchland auf gedeckten Spielplätzen, die unter
Leitung des Bremer Lawn=Tennisklub abgehalten
wur=
den, konnten am Sonntag zum Abſchluß gebracht werden.
Der franzöſiſche Meiſter Decugis verteidigte ſiegreich die
Hallenmeiſterſchaft von Deutſchland im Herren=Einzelſpiel.
Mit ſeinem Landsmann Jouſſelin als Partner konnte
Decugis ferner das Herren=Doppelſpiel um die
Meiſter=
ſchaft von Deutſchland gewinnen. Ferner konnte noch das
Ehepaar Deeugis das gemiſchte Doppelſpiel ohne Vorgabe
gegen Frl. Rieck=Spieß gewinnen. Das Damen=
Ein=
zelſpiel um die Hallenmeiſterſchaft von
Deutſchland wurde dagegen von Frl. Rieck gegen Mrs.
Larida mit 6—3, 8—6 gewonnen, nachdem Mme. Deeugis
vorher von Frl. Rieck 6—3, 6—1 geſchlagen worden war.
Konzerte.
mm. Der Beethoven=Abend des Pariſer
Capet=Quartetts der Herren Lucien Capet
(1. Violine), Maurice Hewitt (2. Violine), Henri
Ca=
ſadeſus (Viola) und Marcel Caſadeſus (
Violon=
cello) hatte am Montag abend ein recht anſehnliches
Pu=
blikum in der Woogsturnhalle verſammelt. Die
ge=
annten Herren, welche als Gäſte des Richard
Wag=
nerVereins in Darmſtadt mit drei größeren
Quartettkompoſitionen Beethovens als Quartettſpieler
ſich hier zum erſten Male hören liefen, fanden bei den
Konzertbeſuchern eine ſehr freundliche Aufnahme. Die
vier gediegenen Künſtler rechtfertigten denn auch den
ihnen vorausgehenden Ruf als erſtklaſſige, mit den
in=
timſten Feinheiten des Quartettſatzes vollkommen
ver=
traute Interpreten. Klarheit und natürliche Einfachheit,
die ihrer Wiedergabe der Kompoſitionen eigen iſt, konnte
man ſofort bei der verſtändlichen Ausführung des erſten
Satzes des zuerſt geſpielten B=dur=Quartetts,
Opus 18, Nr. 6 wohltuend bemerken, ſowie in dem
Fi=
nale, deſſen langſamere Epiſode, die Einflechtung einer
damals beliebten Volksliedmelodie „La Malineonia‟,
der klangvollſte und ſtimmungsvollſte Teil der
Kompo=
ſition war. Die Auffaſſung der Mittelſätze (II und III)
dürfte hinſichtlich der Temponahme im Adagio ma non
troppo der in Deutſchland herrſchenden Tradition
gegen=
über als etwas langſam empfunden worden ſein, obgleich
man zugeben muß, daß gerade dieſes verlangſamte
Tempo der Eindringlichkeit der Kantilene der erſten
Vio=
line, welche dieſelbe ſo mild=glänzend wiederzugeben
weiß, ſehr günſtig iſt.
Von dem bekannten, hier unlängſt gehörten
ſoge=
nannten „Harfen=Quartett” Opus 74, in
Es-dur mag das Adagio, mit ſeelenvollem Ausdruck
vorgetragen, und das Allegro mit Variationen am
ein=
drucksvollſten geblieben ſein. Vortrag und Auffaſſung
der übrigen Sätze weichen von der deutſchen Manier
bis=
weilen merklich ab, ohne daß aber dieſer neuartigen
fei=
nen Darſtellung ihre Berechtigung abgeſprochen werden
darf. Mehr noch war die Verſchiedenheit von dem
Her=
gebrachten in dem an deitter Stelle geſpielten, im Tempo
öfters wechſelnden Cis-moll=Streichquartett,
Opus 131, bemerkbar; hier erfreute die
temperament=
vollere und die Gegenſätze ſcharf gegenüberſtellende
pla=
ſtiſche Wiedergabe der umfangreichen, verſchiedene
Stim=
mungsbilder raſch und unvermittelt aneinanderreihenden
ſchönen Kompoſition, von deren auf dem Programmdruck
angegebenen Unterabteilungen das 2. Stück (Allegro
molto vivace) und das 5. (Preſto), ſowie das Schluß=
Allegro ganz beſonders gefielen und den Künſtlern
mehr=
fachen ehrenden Hervorruf einbrachten.
An die von den franzöſiſchen Künſtlern allgemein mit
Vorliebe gebrauchte ſchärfere Klangfarbe, die durch das
Anſetzen des Bogens „nahe am Steg” hervorgebracht
wird, muß ſich freilich das deutſche Ohr ein wenia
gewöh=
nen; für die Klarheit der Melodie und die diffizilſte
Rein=
heit der Harmonie iſt ſie indes günſtiger, als die gewohnte
vollexe Intonation „am Griſfbrett”.
Recht hübſch nahmen ſich auch die Solo=Stellen von
Viola und Cello der beiden Herren Caſadeſus aus, die
wir von einem mit der „Vereinigung für alte
Inſtru=
mentalmuſik” im Saalbau vor einigen Jahren
hier=
ſelbſt gegebenen Konzerte her als damalige
ausgezeich=
nete Künſtler auf der Viola d’amour und Viola
die gamba noch in der beſten Erinnerung hatten.
Feuilleton.
W-l. Großh. Hoftheater. Leſſings „Nathan der
Weiſe” ging am Montag in einer vortrefflichen
Auf=
führung wieder in Szene. Zu den früheren charakteriſtiſchen,
den geiſtigen Gehalt der Rollen erſchöpfenden bewährten
Vertretern des Sultans, Herrn Heinz, des
Kloſterbru=
ders des Herrn Wagner, des Derwiſches des Herrn
Knispel und vor allem der Titelrolle des Herrn
Lehrmann, der dieſe ganz im Sinn und Stil des
früheren unvergeßlichen Vertreters des Nathan, Herrn
Direktors Werner, ſpielt, kamen als neue Kräfte Herr
Weſtermann als Tempelherr, Frl. Uttmann als
Recha und Frl. Alſen als Sittah hinzu. Her
Weſter=
mann ſpielte die Rolle mit vielem Temperament und
Verſtändnis, die von ihm gewählte Maske, die nichts
weniger als ideal war, mußte aber befremden. Frl.
Utt=
mann ſpielte die Recha lebendig und mit ſchöner
Wärme, wenn auch etwas zu aufgeregt. Frl. Alſen
repräſentierte die Sittah äußerlich vornehm und
ſym=
pathiſch, ſie pflegt aber mehr mit den Händen, als mit
dem Herzen zu ſpielen. Köſtlich war die Daja der Frau
Rudolph. Das Publikum, unter dem die Jugend
zahl=
reich vertreten war, bereiteke dem Stück eine ſehr warme
Aufnahme.
CK. Ein Untergrundkanal. Ein eigenartiger Plan
eines Kanalbaues erregt in der New=Yorker
Ingenieur=
welt lebhaftes Intereſſe: die Stadt Jamaika auf
Brooklyn bei New=York ſoll durch einen Kanal mit der
Fluſhingbai verbunden werden, und man will dabei eine
Waſſerſtraße ſchaffen, auf der Laſtkähne bis zu 1000 Tons
Größe verkehren können. Bei der Ausarbeitung des
Planes ſtellte es ſich heraus, daß ein offener Kanal
un=
erſchwingliche Koſten verurſachen würde, weil die
Boden=
preiſe abnorm hoch ſind und weil man eine ungewöhnlich
große Zahl von Brücken bauen müßte, um die zahlreichen
Straßen und Chauſſeen über den Kanal zu führen. Der
neue Plan ſieht nun einen Kanal vor, der ſtreckenweiſe
unterirdiſch geführt wird, alſo einen Untergrundkanal.
Der Tunnel wird eine Breite von 60 Fuß haben, ſo daß
zwei Laſtkähne aneinander paſſieren können; die
Wölb=
ung über dem Waſſerſpiegel, alſo der freie Raum von
der Hochwaſſermarke bis zum oberen Rande des Tunnels,
iſt auf 45 Fuß bemeſſen. Die Koſten des eigenartigen
Projektes ſind von den Fachleuten auf rund 48 Millionen
Mark geſchätzt worden, während die Anlage eines
ge=
wöhnlichen Kanals ſo teuer ſein würde, daß die
Ret=
tabilität des Unternehmens von vornherein ausgeſchloſ=
Sen wäxe.
* Ein peinlicher Zwiſchenfall. Ein peinlicher
Zwi=
ſchenfall zwiſchen dem gräflich von Lonyayſchen Ehepaar
und der Tochter des Erzherzogs Friedrich, Erzherzogin
Marianne Alice, hat ſich auf der Station Preßburg
er=
eignet. Am 17. d. M. wurde das Stationsamt aus
Ors=
zafa von der Lonyayſchen Schloßverwaltung angerufen
und für das gräfliche Ehepaar die Reſervierung dreier
Abteile im Expreßzug nach Ofen=Peſt und die
Inſtand=
ſetzung des Warteſalons beſtellt. Die Beſtellung wurde
entgegengenommen. Am anderen Morgen aber erfolgte
von Preßburg aus vom Oberhofmarſchallamt des
Erz=
herzogs Friedrich die gleiche Beſtellung zu demſelben
Zug Preßburg Nr. 102. Der Stationschef befand ſich
nun in einer peinlichen Situation, denn es iſt bekannt,
daß Erzherzog Friedrich und das Ehepaar Lonyay auf
geſpanntem Fuße ſtehen. Der Stationschef reiſte
kurzek=
hand nach Ofen=Peſt und überließ alles weitere ſeinem
Stellvertreter. Am Morgen kam dann das gräfliche
Ehe=
paar in einem Automobil auf dem Bahnhof vorgefahren
und wollte ſich in den Warteſalon begeben. Der
Stell=
vertreter vermeldere nun: „Exzellenz! Ich kann zu
mei=
nem Leidweſen den Warteſalon nicht zur Verfügung
ſtellen, weil eben Reſtanrationsarbeiten vorgenommen
werden. Ich bitte Sie, ſich in den Warteſalon 1. Klaſſe
zu begeben!” Nach kurzer Rückſprache mit der
Prinzeſ=
ſin Stefani lehnte der Graf das Anerbieten ab. Die
Herrſchaften blieben auf dem Perron. Kurz vor der
Ein=
fahrt des Expreßzuges erſchien nun Großherzogin
Ma=
rianne Alice und begab ſich, von dem Staatsbeamten
be=
gleitet, in den Hofwarteſalon. Als Graf Lonyay das
bemerkte, trat er, ohne die Erzherzogin zu grüßen, auf
den Beamten zu und machte ihm in erregtem Tone
Vor=
würfe. Der Vorfall erregte das größte Aufſehen und
unter dem Bahnhofsperſonal herrſchte Verwirrung. An
die Staatsbahndirektion wurde jedoch ſofort Meldung
erſtattet.
— Ein Unglücksdatum. Die Wiederkehr des
Todes=
tages Ludwigs XVI. gab dem Gaulois Gelegenheit, an
die ominöſe Rolle zu erinnern, die die Zahl 21 im Leben
des unglücklichen Fürſten geſpielt hat. So wurde der
Ehering, der den Dauphin vorerſt in Stellvertretung mit
der Erzherzogin Marie Antoinette verband, am 21. April
1770 nach Wien abgeſchickt. Am 21. Juli desſelben Jahres
wurde dann unter großem Pomp die Hochzeit gefeiert.
auf die eine denkwürdige Kataſtrophe einen tiefen
Schat=
ten warf, eine Kataſtrophe, die in den Augen des Königs
die Bedeutung eines warnenden Menetekel erhielt. Am
21. Januar 1784 wurde durch ein rauſchendes Feſt im
Stadthaus die Geburt des heißerſehnten und lang
erwar=
teten Thronerben gefeiert, und als ſich im Jahre 1791
Ludwig XVI. zur Flucht entſchloß, in der Meinung,
dadurch die erregten Gemüter beruhigen zu können, war
es wieder der 21. Juni, an dem die verhängnisvolle
Fahrt nach Varennes angetreten wurde. Neunzehn
Mo=
nate ſpäter, am 21. Januar 1793, wurde das Todesurteil
vollſtreckt, das von der aus 21 Mitgliedern beſtehenden
Konventskommiſſion gefällt worden war.
N
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Seite 5.
Im Herren=Einzelſpiel mit Vorgabe ſiegte Poulain
(— 15½) gegen von Wittig (— 15½) mit 8—6, 6—4. Das
Damen=Einzelſpiel mit Vorgabe gewann Mrs. Larida (0)
gegen Mme. Decugis (—¾) mit 2—6, 6—4, 6—4. Im
Herren=Doppelſpiel mit Vorgabe konnten ſich C. Lange=
Lindpaintner (— 15) gegen OHara Murray=Poulain
(— 15) mit 6—4, 6—4 behaupten. Das gemiſchte
Doppel=
ſpiel mit Vorgabe endlich fiel an das Ehepaar
Lindpaint=
ner, die Frl. Koch=Chelli mit 6—1, 6—2 ſchlugen.
sr. Internat. Automobil=Sternfahrt. Von
den deutſchen Teilnehmern ſind bereits einige am Sonntag
nachmittag am Ziel in Monte Carlo eingetroffen. Als
Erſter aller Teilnehmer langte dort der Ruſſe Nagel
am Sonntag um ½12 Uhr vormittags an. Er hatte die
3257 Kilometer lange Strecke in 192½ Stunden
zurück=
gelegt, alſo inkluſive der Aufenthalte eine durchſchnittliche
Stundengeſchwindigkeit von 16,6 Kilometer inne gehalten.
Dieſe Leiſtung wurde allerdings durch die deutſchen
Teil=
nehmer weit überboten, da bereits am Nachmittag kurz
vor ½7 Uhr Marcheſe Barbaro di San Giorgio auf dem
Berliet=Wagen des Herrn Direktor J. Beutler=Berlin
bei einer Fahrzeit von kaum 58½ Stunden für 1700
Kilo=
meter als Sieger das Ziel paſſierte. Seine
durchſchnitt=
liche Stundenleiſtung war demnach faſt 30 Kilometer, die
indes bei der Bewertung nur mit 25 Kilometer
Maximal=
leiſtung in Anrechnung gebracht werden können. Als
Zweiter der deutſchen Teilnehmer traf Freiherr von
Esmarch mit ſeinem Dürkopp=Wagen ein, als
Dritter Direktor Beutler, gleichfalls auf Berliet. Die
Wit=
terungsverhältniſſe waren recht ungünſtige geweſen.
Nach=
dem anfangs vereiſte Straßen zu paſſieren geweſen waren,
trafen die Fahrer ſpäter Nebel und Regenwetter an und
mußten ſpeziell den letzten Teil der Strecke auf recht
durch=
weichten Straßen zurücklegen. Am Sonntag ſind weitere
Teilnehmer an der Monaco=Sternfahrt aus den
verſchiede=
nen europäiſchen Städten abgelaſſen worden. So ſtarteten
morgens in Wien neun Teilnehmer, in Le Havre acht, in
Boulogne einer und in Brüſſel vier.
Der italfeniſch=türkiſche Krieg.
Die Beſchlagnahme franzöſiſcher
Dampfer.
* Paris, 23. Jan. Eine anſcheinend offiziöſe
Zei=
tungsmeldung beſagt, die franzöſiſche
Regier=
ung habe der italieniſchen bekannt gegeben, daß,
falls die 29 türkiſchen Reiſenden nach Tunis oder
Mar=
ſeille, oder nach Ajaccio oder Toulon gebracht würden,
eine Unterſuchung über ihre Identität eingeleitet werden
ſolle. Es würde alle italieniſchen und türkiſchen
Zeugen=
ausſagen entgegengenommen und, falls ſich unter dieſen
Reiſenden Militärs befinden, würde ihnen die
Fortſetz=
ung ihrer Fahrt nicht geſtattet werden. Unter der
Be=
dingung, daß die italieniſche Regierung dieſem Anſuchen
Folge leiſtet, erkläre die franzöſiſche Regierung ſich bereit,
alle anderen Punkte dieſes Streitfalles dem Haager
Schiedsgericht zu unterbreiten. Falls Italien dieſe
Vor=
bedingung jedoch nicht annehmen ſollte, ſo ſei die
fran=
zöſiſche Regierung entſchloſſen, ohne Schwäche ihre
For=
derungen durchzuſetzen. — Dem Echo de Paris zufolge
dürften die Verhandlungen zwiſchen Paris und Rom
einige Tage dauern. Frankreich ſei entſchloſſen,
even=
tuell bis zum diplomatiſchen Bruch zu gehen. Es ſei
ferner entſchloſſen, falls es keine Genugtuung in der
Frage der türkiſchen Reiſenden erhalte, auf die
italieni=
ſchen Verſprechungen keinerlei Rückſicht zu nehmen und
erforderlichenfalls die den Dienſt mit Tunis und
Alge=
rien verſehenden Dampfer von Kriegsſchiffen begleiten
zu laſſen. Andernfalls würde ſich die franzöſiſche
Re=
gierung genötigt ſehen, verſchiedene
Flugzeugfabrikan=
ten, die für Italien die Lieferung von Aeroplanen
über=
nommen haben, aufzufordern, die Aeroplane nicht zu
lieſern. Ferner wiſſe die franzöſiſche Regierung, daß
die Paris-Lyon=Mittelmeerbahn Kriegsmunition und
Waffen befördert habe, die offenbar nach Tripolis
be=
ſtimmt ſeien.
* Konſtantinopel, 23. Jan. Die Pforte erhielt
die Nachricht, daß die Italiener vorgeſtern
Kun=
fuda am Roten Meer beſchoſſen haben. Menſchen
ſind nicht getötet worden, der Materialſchaden iſt
unbe=
kannt.
Vermiſchtes.
— Zur Berufswahl Zu Oſtern ſteht wiederum
eine große Zahl von jungen Leuten mit ihrer Entlaſſung
von der Schule vor der wichtigen Lebensfrage der
Berufs=
wahl. Sehr mit Unrecht wird nun hie und da noch von
der Ergreifung eines Handwerks Abſtand genommen in
dem Glauben, das Handwerk habe keine Zukunft mehr.
Wenn auch einzelne Handwerkszweige durch die Induſtrie
zurückgedrängt worden ſind, ſo haben ſich dafür wieder
ndere Handwerkszweige durch die moderne Entwicklung
gegen früher ſehr gehoben, es hat ſich ſogar eine Reihe
von neuen Handwerkszweigen gebildet und iſt in beſter
Entwicklung begriffen. Dadurch, daß ſich das Handwerk
den durch die moderne Technik veränderten Verhältniſſen
anzupaſſen verſtanden hat, wird es ſtets den ihm
gebühren=
den Platz zu behaupten wiſſen, umſomehr, als es eine
ganze Reihe von Gewerben gibt, in denen die individuelle
handwerksmäßige Tätigkeit niemals durch
ſchablonen=
mäßige Fabrikproduktion erſetzbar iſt. Hiernach bietet das
Handwerk nach wie vor, jedem, der dazu Neigung,
Ver=
anlagung und ernſtes Streben mitbringt, ein
befriedigen=
es Auskommen und mindeſtens ebenſoviel Ausſichten auf
einen reichlichen Verdienſt, ja ſelbſt zur Erwerbung von
Wohlſtand, wie jeder andere Beruf auch. Die
Zugehörig=
eit zahlreicher angeſehener Handwerker zu Reichstag,
Landtag, Gemeindevertretung und anderen öffentlichen
Körperſchaften beweiſt weiter, welches berechtigte Anſehen
das Handwerk überall genießt. Das Handwerk zerfällt in
ſo viel Zweige, daß es jedem, der Neigung und Anlage
für techniſch=praktiſche Betätigung hat, möglich iſt, ein ihm
zuſagendes Tätigkeitsgebiet zu finden. Die Ergreifung
eines Handwerks iſt zudem nicht mit beſonderen Aufwen=
dungen verbunden, denn die 3jährige, in einigen wenigen
Handwerkszweigen 4jährige Lehrzeit erfordert in der
Regel nur verhältnismäßig geringe Koſten, in vielen
Ge=
werben wird ſogar ſchon während der Lehrzeit ein, wenn
auch geringer Lohn, gezahlt. Hierin unterſcheidet ſich das
Handwerk vorteilhaft von vielen Berufen mit hohen
Aus=
bildungskoſten, z. B. den akademiſchen, die zum Teil faſt
durchweg ſtark überfüllt ſind und deshalb trotz ihrer ſehr
hohen Ausbildungskoſten zurzeit auch ſchlechte Ausſichten
bieten.
— Die Stadt Straßburg i. E. ſchreibt
gemein=
ſam mit der Eigenheim=Bau=Geſellſchaft für Deutſchland
einen Skizzenwettbewerb für die Bebauung des
großen Geländes Fünfzehnerwörth in Straßburg aus.
Preisrichter ſind u. a. Geheimrat Mutheſius=Berlin,
Pro=
feſſor Hugo Eberhardt=Offenbach, Stadtbaurat Gräſſel=
Mün=
chen, Stadtbaudirektor Eiſenlohr=Straßburg. Für Preiſe
und Ankäufe iſt die bedeutende Summe von 13 200 Mark
vorgeſehen.
Literariſches.
— „Vom alten und neuen Luſtſpiel” iſt eine
geiſt=
volle Plauderei von Dr. Oskar Anwand überſchrieben, die
den Einzug des alten Harlekin, den einſt Gottſched
ver=
gebens verbrennen ließ, in unſer modernes Theater und
die wiedererwachte Freude an der Romantik und an
aus=
gelaſſenem Humor ſchildert. Aus dem übrigen Inhalt
des reich und gediegen ausgeſtatteten neueſten (9.) Heftes
der illuſtrierten Zeitſchrift „Moderne Kunſt” (
Ver=
lag von Rich. Bong, Berlin W. 57, Preis des
Vierzehn=
tagsheftes 60 Pfg.) heben wir beſonders die Fortſetzung
von Alfred Schirokauers machtvoll ergreifendem Roman
„Die weiße Jacht” hervor, der ſich mehr und mehr dem
Gipfel hoher Tragik nähert. Hieran ſchließen ſich zwei
humorvolle Skizzen aus dem Theater= und
Geſellſchafts=
leben, die den Titel „Die Rivalin” und „Der freie Frieſe‟
führen und aus der Feder von L. Malten und Willy
Rath ſtammen. Eine meiſterhafte Erzählung aus dem
Tierleben „Teuer erkaufte Freiheit” hat Louis Pergaud
beigeſteuert, der kürzlich für ſeine „Erzählungen aus dem
Leben der Tiere” mit dem Preiſe der Pariſer Goncourt=
Akademie gekrönt wurde. Die übrigen, in Bild und Wort
prägnant gefaßten Beiträge ſpiegeln gleichfalls feſſelnde
Begebniſſe des modernen Theater=, Kunſt=, Vaxiété= und
Sportlebens in bunter Reihenfolge wieder.
— Im Hochgebirge. Von Profeſſor Dr. C.
Keller. (Naturwiſſenſchaftliche Bibliothek für Jugend
und Volk. Herausgegeben von Konrad Höller und Georg
Ulmer.) 144 S. mit zahlreichen Abb. In
Originalleinen=
band Mk. 1,80. Verlag von Quelle &. Meyer in Leipzig.
1911. Für jeden, der die Alpen nur aus Bildern und
Büchern kennt, iſt das Buch ein lebendiger Schilderer, für
die Beſucher des Hochgebirges ein geiſtreicher Führer zu
eigenem Schauen und Beurteilen.
Mit dem Januar=Heft von Buttericks Moden=
Revue hat der 17. Jahrgang des ſo beliebten Frauen= und
Moden=Journals begonnen. Die Farbenbilder und
ſonſt=
gen Abbildungen ſind künſtleriſch vollendet und zeigen
namentlich in dem vorliegenden Januar=Heft eine große
Auswahl von Geſellſchafts= und anderen Toiletten, für
jeden Zweck geeignet. Daran anſchließend findet man eine
reiche Auswahl von Paletots, geſchmackvollen Bluſen,
ſo=
wie einzelnen Röcken. Eine beſondere Abteilung iſt, wie
blich, der Jugend gewidmet. Beſonders reichhaltig iſt
der literariſche Teil in dieſem Hefte aus der Feder erſter
Schriftſteller. Eine beſondere Tafel veranſchaulicht die
neueſten Plättmuſter, ſowie einen Artikel „Schneidere
elber” über einen Rock mit gehobener Taillenlinie.
Außer=
dem enthält jedes Heft, wie bisher, den üblichen Gutſchein
für ein Butterick=Schnittmuſter nach eigener Wahl gegen
Nachzahlung von 25 Pfg. In jedem Monat erſcheint ein
Heft und koſtet das Abonnement darauf nur 8 Mk. pro Jahr.
(Aktien=Geſellſchaft für Buttericks Verlag. Berlin W. 8.)
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 23. Jan. Die Zweihundertjahr=
Feier der Geburt Friedrichs des Großen
begann heute mittag mit der Eröffnung der Ausſtellung
in der Akademie der Künſte „Friedrich der Große in der
Kunſt” durch den Kaiſer in den Räumen der Akademie.
lußer dem Kaiſerpaar und den hier und in Potsdam
an=
weſenden Prinzen und Prinzeſſinnen wohnte der
Reichs=
kanzler der Feier bei. Der Kaiſer überreichte dem
Präſi=
denten der Akademie, Profeſſor A. Kampf, den
Kronen=
orden zweiter Klaſſe.
* Berlin, 23. Jan. Als Pate des jüngſten
Kron=
prinzenſohnes wird der öſterreichiſche Thronfolger
Erz=
herzog Franz Ferdinand am 28. Jan.
vormit=
tags auf dem Anhalter Bahnhofe eintreffen. Der
Erz=
herzog hat gebeten, von jedem feierlichen Empfange
ab=
zuſehen.
* Dresden, 22. Jan. Die zweite Kammer
bewil=
ligte heute einſtimmig gemäß der Regierungsvorlage als
Garantieſumme des Staates zweihunderttauſend Mark
für die Internationale Ausſtellung für
Buchge=
werbe und Graphik, Leipzig 1914.
* Braunſchweig, 23. Jan. Die
Wahlrechtsvor=
lage für das Herzogtum Braunſchweig wird
nach einer den Braunſchw. Neueſten Nachr. zugegangenen
Information am Mittwoch, den 24. Januar, dem
braun=
ſchweigiſchen Landtag bei ſeinem Zuſammentritt zugehen.
Die Vorlage ſieht eine Reform des Wahlrechts aufgrund
des Dreiklaſſenwahlſyſtems mit direkter und geheimer
Abſtimmung vor.
* London, 23. Jan. Der Dampfer „Atrato”
der Royal Mail Steampacket=Company, der am 22. Febr.
London zu einer Kreuzfahrt nach den
marokkani=
ſchen Gewäſſern verläßt, läuft, um die Möglichkeit
internationaler Schwierigkeiten zu vermeiden, Agadir
nicht, wie vorgeſehen, an. Wie verlautet, iſt die
Entſchei=
dung auf die Vorſtellung des britiſchen Auswärtigen
lmtes hin getroffen worden.
* Buenes, Aires, 23. Jan. Der Streik der
Eiſenbahner geht ohne Zwiſchenfall weiter. Die
Vertreter der Eiſenbahngeſellſchaft legten dem
Präſiden=
ten Sänz Pona die Gründe dar, die ſie verhinderten, alle
Ausſtändigen wieder einzuſtellen. Wie es heißt, ſoll den
Geſellſchaften eine Friſt gewährt werden, um den Dienſt
in der normalen Weiſe wieder einzurichten, nach Ablauf
dieſer Friſt aber ſoll das Dekret zurückgezogen, werden,
das die Geſellſchaften ermächtigt, während des Streiks
Perſonal zu verwenden, das den vom Geſetz
geforder=
ten Bedingungen nicht entſpricht. Es geht das Gerücht,
daß der Miniſter der öffentlichen Arbeiten demiſſionieren
werde. Die Kammer hat beſchloſſen, die Regierung von
neuem über den Streik zu interpellieren.
Berlin, 23. Jan. Beim Rodeln ſind in den
letzten beiden Tagen 37 teils ziemlich ſchwere Unfälle
vorgekommen.
— Aachen, 23. Jan. Als nach einer Familienfeier in
einem Hauſe in der Kaſingſtraße die Gäſte ſich
verab=
ſchiedeten, ſtürzten zwei junge Leute über das
Treppengeländer klopfüber in den Hausflur.
Einer wurde getötet, der andere ſchwer verletzt.
— Trier, 23. Jan. In das hieſige
Kranken=
haus wurde heute ein unbekannter Mann bewußtlos
eingeliefert, der bei Karthaus mit ſchweren
Ver=
letzungen auf dem Eiſenbahngleis aufgefunden wurde.
In der Hand hielt er ein wohlgefülltes Portemonnaie.
Später meldete ſich auf der hieſigen Polizei ein Monteur
und zeigte an, daß ihm in Luxemburg ſeine Geldbörſe
geſtohlen worden ſei. Der Schwerverletzte, der
wahr=
ſcheinlich der Täter iſt, iſt noch immer ohne Bewußtſein.
Briefkaſten.
H. O. Hier. 1. Der Kaiſer erklärt den Krieg im
Namen des Bundesrates. Wenn Deutſchland
ange=
griffen wird, bedarfs keiner Kriegserklärung mehr, dann
wird ſofort losgeſchlagen. 2. Sämtliche Staaten haben
„Nachrichtendienſt” in fremden Staaten, auch
Deutſch=
land. Ob die gefangenen Spione Englands und
Frank=
reichs einen Spleen haben, können wir beim beſten Willen
auch nicht wiſſen.
Für die Kinder Bioſon,
wodurch ſie friſch und munter werden!
Einen ganz beſonders günſtigen Erfolg kann ich Ihnen
über Bioſon von meinem Enkel mitteilen, welcher bereits ſeit
einem Jahr Bioſon trinkt. Derſelbe war abgemagert und
ſehr matt und trotzdem wir alles angewandt haben, wurde
ſein Ausſehen immer ſchlechter. Schon nach 14 tägigem
Ge=
brauch des Bioſon fühlte er ſich kräftiger u. bekam beſſeres
Ausſehen; er hat bis jetzt 13 Pfd. zugenommen; er trinkt
früh u. abends eine Taſſe, verbraucht jeden Monat 1 Paket.
Mit dem Geſchmack u. der Bekömmlichkeit u. dem Erfolg
ſind wir außerordentlich zufrieden und mein Enkel wird
Bioſon zur allgemeinen Stärkung noch weiter nehmen. Ich
kann Bioſon jedermann auf das Wärmſte empfehlen.
Har=
burg (Elbe), 9. Juni 1911. Margarete Wichmann,
Lin=
denſtr. 37. I. Unterſchrift beglaubigt: Dr. Hans Regula,
Notar. Bioſon das beſte und billigſte Nähr= und
Kräf=
tigungsmittel ſeiner Art, Doſe (ca. ½ Kilo) 3 Mk. in
Apo=
theken, Drogerien. Verlangen Sie vom Bioſonwerk
Frank=
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Der vorgerückten Saison wegen geben
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(2448MI
letzten Sommer- und
Winter-Saison
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gesunde
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darmkranke
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nach Müncnner Art
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in Flaschen und Syphons.
2453a
Anläßlich unſerer Silbernen Hochzeit
ſagen wir allen Denen, die uns durch überaus
zahlreiche Gratulationen und Geſchenke beehrten,
auf dieſem Wege unſeren herzlichſten,
aufrich=
tigſten Dank.
(2403
Adam Chriſt, Schriftſetzer, und Fran.
Darmſtadt, Heinrichſtraße 113.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Freunden, Verwandten und Bekannten die
traurige Mitteilung, daß unſere gute Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter und
(B2417
Schwägerin
geb. Schnorr
ſanft dem Herrn entſchlafen iſt.
Um ſtille Teilnahme bitten
die trauernden Hinterbliebenen.
Darmſtadt, Köln, den 22. Januar 1912.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 24. Jan.,
nachmittags 4 Uhr, vom Portale des Beſſunger
Friedhofes aus, ſtatt.
Todes-Anzeige.
Allen Freunden und Bekannten die
ſchmerz=
liche Mitteilung, daß meine liebe, gute,
treu=
beſorgte Gattin, meine Mutter, unſere Schweſter,
Schwägerin und Tante
(B2416
Frau Jenny Gerisch
nach kurzem ſchweren Krankenlager ſanft
ent=
ſchlafen iſt.
Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen:
Ludwig Geriſch, Forſtwart,
Cäcilie Geriſch.
Darmſtadt, den 23. Januar 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den
25. Januar, nachmittags 2½ Uhr, von dem
Trauerhauſe Frankenſteinſtraße 44 aus, auf
dem Beſſunger Friedhofe ſtatt.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Das kontinentale Hoch iſt in ſüdöſtlicher Richtung
zurückgewichen. Ueber Nordſkandinavien liegt ein Tief,
das unſer Wetter nicht mehr beeinfluſſen kann. T agegen
dringt von der Biskaya her eine neue Depreſſion in
nordöſtlicher Richtung vor. Unter ihrem zunehmenden
Einfluß werden die Regenfälle ſtärker werden.
Ausſichten für Mittwoch, den 24. Januar 1912:
Trüb, Regenfälle zunehmend, Temperatur etwas ſteigend.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7½ Uhr (Außer Abonnement):
„Glaube und Heimat”
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Vortrag von Oberſtleutnant v. Gerhardt um 8½ Uhr
im Saalbau.
Vortrag von Profeſſor Schwarz um 8 Uhr in der
Eliſabethenkirche.
Vortrag von Generalſekretär Blumenfeld um 8½ Uhr
im „Fürſtenſaal”.
Luſtiger Abend von Profeſſor Marcel Salzer um
8¼ Uhr im „Kaiſerſaal”.
Referat mit Lichtbilder von Suſanne Homann
um 8 Uhr im Saal 326 der Techniſchen Hochſchule
(Allgemeiner deutſcher Frauenverein).
Hauptverſammlung des Vereins für Vogel= und
Ge=
flügelzucht „Ornis” um 8½ Uhr in d. „Stadt Pfungſtadt‟
Hauptverſammlung des Vereins der Innenſtadt um
8¾ Uhr in Reſtaurant Trautmann.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke
Rhein=
u. Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
Bilder vom Tage (Auslage Rheinſtraße 23):
Miniſter bei der Reichstagswahl, der Brand des
Equk=
tablepalaſtes in New=York, Porträts von Exzellenz
v. Radowitz †, und Miniſterpräſident Poincaré;
Bil=
der vom Winterſport.
2 erſteigerungskalender.
Donnerstag, 25. Januar.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Stamm= u. Brennholz=Verſteigerung um 9½ Uhr
im Ober=Ramſtädter Gemeindewald (Zuſammenkunft
auf dem Waſchenbach-Ober=Ramſtädter Weg).
Holzverſteigerung um 10 Uhr in der Hebererſchen
Wirtſchaft zu Meſſel.
Schwellen=Verſteigerung um 9 Uhr auf Bahnhof
Darmſtadt=Oſt, um 11 Uhr auf Bahnhof Roßdorf.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Heitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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Pillen
Zäpfchen
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„ 1.30
„ 2.00
Katarrh, Hartleibigkelt. Ich bin in der glücklichen Lege, Ihnen mit
keilen zu können, daes ich vor . . Wochen durch Beuandlung mit Dunsalbe und
Dunpillen von einem überans heftigen Katarrh in kurzer Zeit fefreit wurde.
Dersolbe fing mit Sohluckbeschwerden an, und 1 h war fast beidubt vor läuter
Elend. Ich verspürte sofort Linderung nach Einreiben mit Dunualbe und
Auf-
legen von Dunpflaster um den Hals. Der Appetit stellte sich bereits am andern
Tag wieder ein. Vielen herslichen Dank für diese wirkeame Hülfe. Zugleich
dringt es mich noch zu sagen, dass Ihre Dunpillen micb schon vor lüngerer Z2i
von einer lästigen und hartnäckigen Hartleibigkeit befreit haben, die von einer
Blinddarmentsündung surückgeblieben war. Auch die Schmerzen, die von
der-
selben Krankheit herrührten, und verschwunden, seit ich Dunpillen einnehas.
Auch dafür meinen herslichen Dank, dass ich durch ein so einfsches Aittal von
diesem Uebel befroit bin.
Darmstadt, Schwester H. Müller.
Prospekte und klinisch-therspeutische Abhandlung kostenfrei
durch die Fabrik Hans Heiss, Darmstadt, Rossdörferstr. 18.
Bestandt. Dun-Balbe Cerat. reein, pini 25, Cerrat. Cetaccl 25 O1. Jeder Asellf
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ovi 115z Rad. lig. 2a. Dun-ZApfchen: Oerat. res, pini 85₰ Cars
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Speoteis
(V2437)
Kurſe vom 23. Januar 1912.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere. IrPen.
4 Tſche. Reichsſchatzanw. 100, 10
3½ Deutſche Reichsanl.. 91,30
82.20
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . . 91,30
82, 10
3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,40
do.
93,40
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .101,50
do.
90,25
do.
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,70
do. do. (unk. 1918) 100,80
do.
90,20
do.
79,70
3 Sächſiſche Rente.
81,75
Württembergerv. 1907 101,0)
do.
3½
**94,90
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,25
1¾ Griechen v. 1887
3¾ Italiener Rente . .
4½ Oeſterr. Silberrente . 93,75
4 do. Goldrente . . 96,70
4 do. einheitl. Rente 90.90
3 Portug. unif. Serie I 65,4)
3 do. unif. Ser, III 68,20
3 do.
Spezial. 10,40
5 Rumänier v. 1903 . . 101,55
do. v. 1890.
do. v. 1905. . —
4 Ruſſen v. 1880. 92,00
91,20
4 Ruſſen v. 1902. .
½ do. v. 1905 . 100,60
91,00
3½ Schweden. .
4 Serbieramort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 84,75
do. unifiz. v. 1903 91,70
Ungar. Goldrente . . 92,70
do. Staatsrente . 90,50
Argentinier . . . . . . 101,70
do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 99,90
94,80
do.
4½
95,70
4½ Japaner . . . .
Innere Merikaner . 97,75
61,75
do.
Gold=Mexikan. v. 1904 91,50
Gold=Merikaner . . . 100,60
Aktien inländiſcher
Transvortanſtalten.
8 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
.. 144,70
.105,0)
3 Nordd. Lloyd
6 Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transvortanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½
Einz. Mk. 403 115,00
6 Baltimore * Ohio. . 105,60
Gotthardbahn .
IN
6½Oeſt.=Ungar. Staatsb. 153½
0 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 19,25
6 Pennſylvania R. R. 119,50
Induſtrie=Aktien.
9 Mainz. Aktienbrauerei 202,00
3 Werger=Brauerei 75,50
25 Bad. Anil.= u. Sodafbr. 496,50
14 Fabrik Griesheim . . 258,00
27 Farbwerk Höchſt . . . 531,00
20 Verein chem. Fabriken
338,50
Mannheim
130,00
5 Lahmener
165,50
7 Schuckert
12 Siemens & Haleie. . 242,60
30 Adlerfahrradw. Kleyer 465,00
12 Bochumer Bb. u. Guß 231,00
208,00
17 Gelſenkirchen .
.202½
7 Harvener
15 Phönix, Bergb. u. Hilt=
.. 258,00
tenbetrieb . .
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 89,30
.100,50
4 Pfälzer Prt. .
92,00
do.
3½
4 Eliſabeth., f euerpfl.
do. ſteuerfrei. 96,50
5 Oeſterr. Staatsbahn. 104,60
do.
95,70
do. alte . 80,30
5 Oeſterr. Südbahn . . 100,00
do.
80,70
50,90
do.
Raab=Oedenburger . . 78,00
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,70
Kronp.. Rudolfbahn . 96,50
2‟) Livorneſer.
72,50
Miſſouri=Vacifie .. 74,00
Bagdadbahn Mk. 408 84,60
Anatoliſche Eiſenb.. . 97,30
Tehuantepee
.100,50
Bank=Aktien.
9 Berliner Handelsgeſ. 173,90
6½ Darmſtädter Bank. . 126,40
12½ Deutſche Bank . . . 266,70
6 Deutſche Vereinsb. 125,25
10 Diskonto=Geſellſchaft 192,50
8½ Dresdner Bank
160,60
6½ Mitteldent. Kreditbk. 121,75
7 Nationalbk. f. Deutſchl. 127,90
130,50
6½ Pfälzer Bank
140,40
6,45 Reichsbank . .
7 Rhein. Kredit=Bank. 135,50
7½ Wiener Bank=Verein 137,50
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,20
3½ ho. S. 19. . . . . 90,10
4 Frkſ. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 98,50
4 Damb.=Hypoth.=Bank 100,00
do,
89,75
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,30
do.
90,30
4 Meining. Hyp.=Bank 100,20
do.
89,50
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99.20
do. (unk. 1914) 89,50
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
do.
90,60
3½
NrB).
St.
Städte=
Obligationen
-
4 Darmſtadt . . .r..
5.
90,30
4ansiun
100,80
3½ da.
96,10
Giehe .
100,00
3½ 5a.
99,80
3½ 2.
90,00
4 Hrl
100,00
3½
89,70
3½
-
3½
-
99,80
3½ de.
90,00
4 Müncher
100,50
½ Nauheim
90,00
Nürnberg
100,20
do.
91,00
4 Offenbach
99,40
3½ ds.
91,50
4 Wiesbal
99.80
3½ de.
90,60
4 Worms
-
3½ do.
90,10
4 Liſſabones v. 1886. . 81,20
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 168,10
3½ Cöln=Mindner „ 100 136,50
Donau=Reg. ſl. 100 185,00
3 Holl. Zoma. * 100 109,00
In Zen
3 Madrider Fs. 100 79,90
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . . .
137,00
Oeſterr. 1860er Loß 179,25
3 Oldenburger .
126,80
2½ Raab=Wrazer fi. 150 114,60
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
ſ. 3
Braunſchweiger Tr. 20 211,00
Freiburges
Fs. 15 —
Matländen
Fs. 45 —
Da
58. 10 —
Meininger
ſl. 7 34,50
Oeſterreiches à. 1864 „ 100
do. A 1858 . 100 456,00
Ungas. Gaaats
„ 100 373,00
Benedige
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 172,80
Golk, Gilber und
Banknoten.
Engl. Sopereigns
20,43
20 Frants=Stücke
16,23
Oeſterr. 29=Rronen .
16,90
Amerilaniſche Roten
4,19½
Engliſche Noten .
20, 18
Franzöſtſche Noten.
81,15
Holländiſche Noten . . . . 169,45
Kalieniſche Noten . . . . 80,60
Ueſterr.=Ungariſche Rotes 85.05
Ruſſiſche Noten . . . . . . 216,00
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(2414)
Ludwigstrasse 12.
[ ← ][ ][ → ]Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Jauuar 1912.
Nummer 20.
Weiblich
Eine in all. kaufm. Arb. tücht.
Kaufmannsfr. wünſcht Heimarb.
in ſchriftl. Sachen, wie Bücherbeitr.,
Abſchriften, Adreſſenſchreib. ꝛc. bei
billigſter Berechnung. Gefl. Off.
unter B 36 a. d. Exp. (*1204mmm
Modistin
ſucht I. Stellung. Zeugniſſe uſw.
zur Verfügung. Off. unter C81
a. d. Expedition d. Bl. (B2371
Modistin
mit prima Zeugniſſen, ſucht zum
Frühjahr Stellung. Zu erfragen
Schwanenſtraße 25. (*1575sm
Perl. Schneid. nimmt n. Kund.
an Dieburgerſtr. 41, Hth. (*1406sm
Tücht. Schneiderin empfiehle
ſich im Anfertigen einfacher und
feiner Damengard. in u. auß. d. H.
Hedw. Sprengel, Mühlstr. 38. (*1760ms
Schneiderin empf. ſich im Anf.
einf. u. eleg. Damengard. u Mäntel
Nieder-Ramstädterstr. 1, III. (*1807ms
Tüchtige Schneiderin
empfiehlt ſich (*1767
Saalbauſtraße 42, III.
Füglerin nimmt n. einige Kund
an, in u. außer dem Hauſe
Rundeturmſtr. 15, III. (*1756
Reinliche Waſchfrau empfiehlt
ſich im Waſchen, geht auch in
1143a
Wäſcherei
Frau Stork, Georgenhauſen.
Suche f. m. 16jähr. Tocht. Aufn.
in beſſ. Familie z. Erl. d. Haush.
Familienanſchl. u. Taſchengeld erw.
Offerten unter D 1 an die Expe=
(*1634im
dition ds. Bl.
Aelt. geb. Mädchen, w. ſch. ged.,
koch. u. d. Haushalt gründl. verſt.,
ſ. tagsüber Stelle in beſſ. Hauſe
Liebfrauenſtr. 109, part. (*1647im
Tücht., beſſ. Mädch. ſucht von
jetzt bis 1. April tagsüber
Aushilfe=
ſtelle Liebfrauenſtr. 98, I. (2342im
Fleiß. Frau wünſcht noch einige
Kunden im Waſchen u. Putzen Frau
Schäfer, Gr. Ochſengaſſe 30. (*1742
Junge Frau ſucht morgens
(*1751
2 Stunden Lanfdienſt
Schwanenſtraße 65, Manſarde
Geb. Dame, 40er Jahre, unabh.
möchte die Pflichten des Haushalts
bei älterem, beſſeren Herrn
über=
nehmen. Off. erbeten unter D 24
an die Expedition d. Bl. (*1752
m. 9. Z.
Aelteres Mi
chen ſucht
Stel=
lung bei einzelnem Herrn. Zu
er=
fragen Arbeitsnachweis Wald=
(*1729mdf
ſtraße Nr. 6.
Jung. Mädchen m. gut. Zeugn.
erfahren in Küche und Haushalt,
ſucht per ſofort oder 1. Februar
Stelle als Alleinmädchen in
bürger=
licher, ruhig. Familie. Off. m.
Lohn=
angabe u. D 28 a. d. Exp. (*1781
26jähr. Mädch., welch. ſelbſtänd.
koch. kann, mit ſehr gut. Zeugn., ſucht
St. a. Köch. od. Alleinmädch. Emma
Frank, gewerbsmäßige Stellenver=
(*1773
mittlerin, Karlſtr. 31.
Unabhäng. Frau ſucht tagsüber
Beſchäftig. Näh. b. Frau Jöckel,
Eliſabethenſtr. 32, II.
(*1771
ſ. Beſch. Dieſ. geht a.
Alleinſt. Wi. als Krankenpfleger
Neue Ruthsſtr. 17, 2. St. (*1769
Durchaus tüchtiges, braves
Mädchen, welches gut kochen
kann, alle Hausarbeiten verſteht,
ſucht ſof. oder 1. Febr. Stelle.
Näh. Fuchsſtr. 21, 1. St. (*176
E. j. M. ſ. Laufſtelle für morgens
Sandbergſtraße 45, III. (B2418
Saubere Frau ſucht Laufdienſt
Weinbergſtraße 5, II. (B2419
Mädchen, d. ſchon i. beſſ. H. w.
im Näh., Büg. u. Serv. bew. iſt, ſ.
St. als Hausmädch. z. 15. Febr.
Zeug. vorh. Gefl. Off. u. F. J.25,
Heidelberg, poſtlag. (*1736
Aelt., einf. Mädchen, das lange
Jahre ſelbſt. einen Haush. führte, u.
gut bürg kocht, auch leichte Krank.=
Pflege übern., ſucht tagsüb. Beſchäft.
Viktor aſtr. 98, III., mittl. Tür. (*178
Männlien
Junger Bautechniker
mit guter Schulbildung und beſten
Zeugniſſen, ſucht bei beſcheidenen
Anſprüchen ſofort Stell. auf Arch.=
Bureau od. in Baugeſchäft. Offert.
unt. B 80 an die Exp. (*1215om
in der
Jung. Kaufman,
Buch=
führung, Stenographie und allen
Syſtem. der Schreibmaſch. vertrau
u. mit guten Zeugn. verſehen, ſucht
bis 1. Februar, eventl. auch ſpäter,
Stellung auf einem Büro. Off. u.
D 10 a. d. Exped. (*1661im
Vertrauenspoſten.
Tüchtiger, zuverläſſiger Mann,
ge=
ſetzten Alters, verh., ſucht Stellung
als Kaſſierer, Magazinier od.
ſonſt. Vertrauenspoſten, auchin der
Eiſenbranche vertraut, auf einem
Vüro od. Fabrik. Kaut. k. geſtellt
werd. Of. u. C 26 Exp. (*1407am
Weiblich
Wir ſuchen per
ſo=
fort oder ſpäter eine
durchaus
branchekun=
dige ſelbſtändige
Verkäuferin.
Offert. nebſt Zeugnis=Kopie
und Gehaltsanſprüchen an
Conrad Tack & Cie.
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Ludwigstrasse 17.
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Fräulein
flott im Stenogr. u. Maſchinenſchr.
Angebote mit Gehaltsang. u.
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trittstermin u. D 34 Exped. (*1794
Redegewandte Frauen
für täglichen Bedarfsartikel ſof.
geſucht. Näh. zwiſchen 3—6 Uhr
Blumenthalſtr. 41, part., r. (*1784
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geſucht gegen Vergütung
Eichbergs Nachfolger
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Obere Wilhelminenstr. 29
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Zuſchn. u. günſt. Beding. gründl.
er=
lern. Konf. Mühlſtr. 40, 1. St. (1131a
Geſucht
z. 15. Febr. eventl. früher oder
ſpäter ein tüchtiges beſſeres
Alleinmädchen
n. unter 20 J., d. gut bürgerl.
kocht u. alle Hausarbeit verſteht,
i. ruhig. klein. Haushalt v. 4 Perſ.
Wäſche wird außerhalb gewaſch.
(1978a
u. gebügelt.
Näheres Friedrichſtr. 14, I.
v. morgens bis nachm. 4 Uhr.
Hausmädchen mit guten
Zeug=
niſſen, das ſehr gut nähen und
bügeln kann, geſucht.
Näh. Expedition.
(B2400
Ein tüchtiges
Hausmädchen
das nähen und ſervieren
kann, für ſofort
oder 1. Februar nach
Frankfurt a. M.
geſucht. Näheres bei
Frau Kommerzienrat Trier
Heinrichſtr. 45. (2396ms
Ein kräftiges, tucht. Mädchen,
welches kochen kann, per 1. Febr.
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i. d. N. geſ. Wienersſtr. 76, I. I. (*1744
Brav. ordentl. Laufmädcher
über 14 Jahre, zum Austragen fü
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Ecke Eliſabethen= u. Grafenſtraße.
tagsüber z. Aushilfe
Mädchen 3—4 Wochen geſucht.
Mühlſtraße 68, I.
(*1768
Lauffrau p. ſofort geſucht. Näh.
Wendelſtadtſtr. 8, 1. Stock. (*1800
Tüchtige, katholiſche Köchin,
18—25 Jahre, mit etwas
Ver=
mögen, in Hotel nach Thüringen
geſucht. Spätere Heirat nicht
ausgeſchloſſen.
(*179
Offert. mit Bild unter D 35
an die Expedition ds. Bl.
Frauen und Mädchen für eine
Modezeitung geſucht
(*180
Große Ochſengaſſe 18.
Junges, ſaub. Laufmädchen für
den ganzen Tag geſucht (*1792
Rheinſtraße 17 (Blumenladen
Suche 1. Februar oder ſpäter
perf. Köchin und einfache Jungfer,
welche ſchneidert und plättet, für
Darmſtadt. Zeugn. an Baronin
Tann, Eiſenach. (2381md
Suche Köch., Hausmädch.,
Allein=
mädch., w. koch. u. nicht koch. Frau
Mina Dingeldein, gewerbsmäßige
Stel=
lenvermittlerin, Schützenstr. 10½/.
Männlich
leicht i. Hauſe
4—5 Mk. täglich zu verdienen.
Näheres Rückporto. Alfred Schröter
Aachon C. 58.
(2387I
Eine mit größ. garant. Einnahmen verbundene
General-Agentur
in Heſſen mit nachweisl. guter
(*1504sm
Msation
entſprechendem Inkaſſo und eingerichtetem, Jahre lang
beſtehen=
den Bureau mit geſchulten Beamten iſt zu beſetzen.
Kautions=
ähige Herren, die im Verſicherungsweſen praktiſch tätig waren und
ich organiſatoriſch als auch akquiſitoriſch bereits bewährt haben,
werden um ausführl. Offerten unt. C 67 an die Exped. d. Bl. geb.
Bilanz=
ſicherer Buchhalter
für Monats=Abſchlüſſe
eines größeren Detail=Geſchäfts
ſtundenweiſe geſucht. Gefl. Off.
unter Angabe von Referenzen und
Anſprüchen unter D 9 an die
(*1679im
Expedition erbeten.
Geſucht bei der
Bäcker-Kundschaft
gut eingeführte
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A. G., Heilbronn z. H. (2385ff
Stadtreisender
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Fabrik=Aufſeher
geſucht
für Fabrik, nahe einer gr. Stadt,
Eintritt bald od. ſpäter.
Der=
ſelbe muß praktiſche Erfahrungen
haben, möglichſt gelernter
Hand=
werker ſein, verſtehen erwachſene
u. jugendliche männl. u. weibl.
Arbeiter richtig zu behandeln,
Zucht und Ordnung halten u.
ſelbſt mitarbeiten. Die Frau
könnte evtl. auch angemeſſene
Beſchäftigung finden.
Verhei=
ratete Bewerber, die ähnliche
Stellung ſchon mit Erfolg
be=
kleideten und ſich durch gute
Zeugniſſe ausweiſen können
(nur Abſchriften ſenden!) wollen
ſchriftliches Angebot m.
Gehalts=
anſprüchen, Angaben über
Fa=
milienſtand, Konfeſſion und
Militärverhältniſſe ꝛc. einſenden
unter Zeichen M 322 an
Haasenstein & Vogler,
A. G., Karlsruhe. (2384H
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Ein Herr zum Alleinverkauf für
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in Stadt und Dorf neu ſind. Jeder
iſt ſofort Käufer! der die Artikel
ſieht. Ständiger Bedarf.
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H. Stehr, Hamburg, Fichtestr. 8. (*1750
Feſte Anſtellung
mit Monatsſalär erhält fleißiger
Herr bei reellem Unternehmen.
Vierwöchige Probezeit gegen
ent=
ſprechende Bezahlung. Offerte u.
C 88 an die Exped.
(2240a
mit etwas
Fleißiger Mann Geld, zur
Uebernahme einer
Fabriknieder=
lage ſofort geſucht. — Näheres
wiſchen 3 u. 6 Uhr
Blumenthal=
ſtraße 41, parterre, rechts. (*1783
eitinereter te e
ſicherungsgeſellſchaft ſucht einen
geſchäftsgewandten Fachmann,
der namentlich mit der
Volks=
verſicherungsbranche vertraut
ſein muß, als
Inſpektor
zu engagieren. Demſelben obliegt
neben der perſönlichen
Akquiſi=
tion insbeſondere die praktiſche
Einarbeitung u. Ueberwachung
der Organe. Einem wirklich
ſtrebſamen Mann iſt hier
Ge=
legenheit geboten, ſich angenehme
u. dauernde Poſition zu ſichern.
Ausführliche Offerten wolle man
unter L 120 an die Expedition
d. Bl. richten.
2394fi
Jüngerer Schriftſitzer
ſofort geſucht. Desgl. findet ein
Schriftſetzerlehrling mit guter
Schulbildung Aufnahme 2438md
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Weißbinder= und Malergeſchäft
ſucht tüchtigen energiſchen
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zut bewandert iſt. Offerten unter
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per ſofort
Schmiedgehilſe geſucht
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Magdalenenſtr. 11.
Ordentlicher Hausburſche,
nicht über 18 Jahre, geſ. Rhein
(*1732
ſtraße 4, 2. Stock.
Ein ehrlicher, fleißiger junger
Mann, der auch mit Pferden
um=
gehen kann, z. Brotfahren geſucht
(*1737mf
Müllerſtr. 16.
von 16—18 Jahr.
Saub. Burſche
geſucht.
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(*1761)
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von 14—16 Jahren in die
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erlernen. Zu erfr. i. d. Exp. (*1488sm
Nummer 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Seite 9.
KEeiEIZu
TERRTEN.
nur am weissen Turm
Grösstes und elegantestes Lichtspielhaus Hessens.
Heute Erstaufführung
des neuen dänischen Schlagers
Imandu
Tragödie von Lauritz Lauritzen.
Gespielt von dom berühmten dänischen Schauspieler
Herrn Björn Björnson
als Herman
und Fräulein Gerda Christophersen als Miranda.
Spieldauer zirka 1 Stunde.
Nur 3 Tage! : Nur 3 Tage!
(*1795
Hanre Lerers
EAr
Unwiderruflich
nur 3 Tage
am Mittwoch, den 24. Jan.
bis incl. Freitag,
den 26. Januar
Eine Tragödie
aus dem Leben
einer Lehrerin.
Kunſtfilm in 3 Akten
betitelt
Der dunkle Punkt.
Geſpielt von den bei unſeren
Beſuchern durch ihre
her=
vorragend und wahrheits=
GRAFENSTR-12ECKE RHEINSTR. getreue Darſtellung ſo
beliebt gewordenen
Däniſchen Künſtler des Kopenhagener Theaters.
Vorführungsdauer ca. 1¼ Stunde.
Dieſes abwechslungsreiche und in geſchickter Steigerung ſich
immer ſpannender geſtaltende Drama iſt mit einer Dezenz
durch=
geführt, die niemals, auch nur im geringſten anſtößig wirken kann,
aber trotzdem iſt jede Szene inhaltreich und erſchöpfend, mit einem
Wort, immer wieder das beſte, was in dieſer Saiſon zu bieten iſt.
Verſchmäht. Hervorragend gut geſpielte Tragödie einer
Indianer=Prinzeſſin.
Der elektriſche Funke und die elektriſchen Maſchinen. Sehr
belehrend für Schüler der höheren Klaſſen, da alle Experimente, die
man ſich nur denken kann, zur Vorführung gelangen, nicht mit ſchon
hier vorgeführten früheren Films zu vergleichen, vollſtändig neue
Aufnahme.
Die Krankenhilfe der Fiſcher in Island. Gut gelungene
Naturaufnahme. Aufbruch der mediziniſchen Expedition von
Dün=
kirchen zur Hilfe der franzöſiſchen Fiſcher.
Lemke erlernt das Schwimmen. Köſtlicher Humor.
Moritz liebt das Familienleben. Gut Humoriſtiſch.
Willy, der Rollſchuhlehrer.
797
Heute Mittwoch, den 24. Januar 1912,
abends 8 Uhr,
Vortrag des Hochw. Herrn Prof. Schwarz
in der St. Eliſabethenkirche
(2391
Themd. Der Verborgene dotf.
Heute Mittwoch, den 24. Cr., abends 8½ Uhr.,
im Fürstensaale (Grafenstrasse)
Vortrag
des Herrn Generalsekretär Curt Blumenfeld, Berlin
(2446
Thema:
„Zionismus oder Assimilation
Um zahlreichen Besuch wird gebeten.
Grammophon-Tanzplatten
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Liebestanz, Two-Step von
Karl Hoschna.
Der Rose Hochzeitszug, Two-
Step von Leon Jessel.
Mariette! Two-Step v. Bosc.
Quellengeister, Two-Step v.
Frederick W. Hager.
Schattenspiele, Two-Step v.
H. Finck.
Danse du Paraguay, Two-
Step von J. Valverde.
Valse boston von Drigo,
arrang. von Th. Lumbye.
Ballgeflüster, Walzer von
Meyer-Helmund.
Tesoro mio! Walzer von
Becucci.
Liebliche Dame in Rot,
Walzer v. Robert
Winter-
berg, arrang. von Mueller-
Melborn
Jolie fleur d’amour, Walzer
von Christiné.
Troika, Walzer von G. de
Bottari, arr. v. P. Körke.
Zuider Zee, Walzer von W.
J. Paans.
Reviens! Walzer v. Fragson
und Christiné.
Liebchen! lass uns tanzen!
Walzer von Jean Gilbert.
Walzer aus „Der Graf von
Luxemburg”, von Lehär.
Idylle Passionelle, Walzer v.
Georges Razigade.
Valse Brune (Boston) von
Georges Krier.
Rose mousse, (Moosröschen-
Walzer von Bosc.
Fascination, Walzer von
Marchetti.
Schatzwalzer von Strauss.
Immer oder nimmer, Walzer
von Waldteufel.
Verschmähte Lie be, Walzer
von P. Lincke.
Gold und Silber, Walzer v.
Lehär.
Schattenspiele, Two-Step v.
H. Finck.
Mary, Two-Step von Neil
Moret.
Die Parade der Zinnsoldaten,
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Aufzug der Stadtwache,
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Pallaswieſenſtr. 35, I. (*1793ms
s drängt mich, den Wählern des Wahlkreiſes
Darmſtadt-Groß=Gerau, welche mir ihre Stimme
gegeben haben, wärmſten Dank zu ſagen. Weiter
ſage ich herzlichen Dank den Parteien und
Kor=
porationen der Rechten, welche auf eigene Kandidaten
verzichtend, direkt für meine Wahl eingetreten ſind,
ebenſo denjenigen Mitgliedern der Fortſchrittlichen
Volkspattei, welche ſich für mich entſchieden haben.
Zugleich danke ich auch ganz beſonders herzlich den
Freunden der nationalliberalen Sache in Stadt und
Land, welche in treueſter Arbeit und mit größter
Opferwilligkeit in der Agitation gewirkt und geſtritten
haben.
(2401
Dr. Osann,
Landtagsabgeordneter.
Letzte
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von Karl Schönherr.
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Rott Peter . . Hr. Weſtermann
Der Alt=Rott . . Hr. Wagner
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Rottin . . . . Fr. Scherbarth
Der Sandperger
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Die Sandpergerin Frl. Heumann
Der Unteregger Hr. Riechmann
Der Englbauer v.
der Au
. Hr. Jürgas
Ein Reiter des
Kaiſers
Hr. Heinz
Der
Gerichts=
ſchreiber
Der Bader
Der Schuſter
Der Keſſelflick=
Wolf.
Das
Straßen=
trapperl .
Ein Soldat
Ein Trommler
Hr. Jordan
Hr. Weiß
Hr. Peterſen
Hr. Speiſer
Frl. Grünberg
Hr. Kräger
Hr. Klotz
ehrock, Frack u. Smoking=
An=
züge zu verleihen u. zu verkauf.
93a)
Soderſtraße 14, 1. St.
Programi
zu dem am Mittwoch, den
24. Januar, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
Inf.=(Leibgarde=)Regts. Nr. 115.
1. Germania=Marſch von G. Keil.
Ouverture, komponiert von
Friedrich dem Großen (zur 200.
Wiederkehr des Geburtstages des
Komponiſten). 3. Fantaſie aus
„Hänſel und Gretel” von E.
Hum=
perdinck. 4. „Wotans Abſchied” und
„Feuerzauber” aus „Die Walküre‟
von R. Wagner. 5. „Die Werber”,
Walzer von Joſeph Lanner.
6. „Steieriſche Gebirgsklänge‟
Marſch von E. Wagnes.
Spielt zur Zeit der
Gegenrefor=
mation in den öſterr. Alpenländ.
Nach dem 2. Akte längere Pauſe.
Preiſe der noch
vorhan=
denen Plätze:
Proſzeniums=
loge 2 Mk., Fremdenloge 2 Mk.,
Balkonloge 2 Mk., 1. Rang 2 Mk.
Sperrſitz 1.50 Mk.
Anfang 7½ Uhr. Ende 9½ Uhr.
Kartenverk. v. 11—1 u. v. 6½ Uhr an.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr f. d. Vorſtellungen:
Donnerstag, 25. Jan. 99. Ab.=V.
A. 26. Zum erſten Male: „
Gu=
drun.‟ Ein Trauerſpiel in fünf
Akten von Ernſt Hardt. Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, 26. Jan. 100. Ab.=V.
B 26. „Was Ihr wollt.”
Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Samstag, 27. Jan. 101. Ab.=V.
D 25. An Mozart’s Geburtstag.
Feſtvorſtellung zur Feier d.
Aller=
höchſten Geburtsfeſtes Sr. Maj.
des Deutſchen Kaiſers. „
Figa=
ro’s Hochzeit.” Vorher:
Ju=
bel=Ouvertüre, Kl. Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt
an allen Wochentagen, vorm.
von 10—12½ Uhr, geöffnet.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Nummer 20.
ee
Heiserkeit, Verschleimung, Magen-
& säure Influenza u. Folgezustände.
Überall erhältlich in Apotheken. Drogen und
Mineralwasser-Handlungen.
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 16.—22. Jan. 1912.
Die Aufwärtsbewegung auf dem Getreidemarkt hat
in der Berichtswoche weitere Fortſchritte gemacht, wobei
die Anregung in der Hauptſache von der feſten Situation
für Futterartikel ausging. Die ohnehin ſchon
ungewöhn=
lich hohen Preiſe für ruſſiſche Futtergerſte haben weiter
ſcharf angezogen, und man kann die ſeltene Beobachtung
machen, daß die Cif=Forderungen für dieſen Artikel ſich
um zirka 8 bis 10 Mark höher ſtellen, als für den an ſich
iſchon teuren ruſſiſchen Roggen. Der Umſtand, daß auch zu
den ſo geſtiegenen Preiſen nur wenig ruſſiſches Angebot
herauskommt, deutet darauf hin, daß die Ware dort
tat=
ſächlich knapp iſt, was ſich übrigens in den geringen
Ver=
ſchiffungen der letzten Wochen zum Ausdruck bringt. Den
infolgedeſſen geringeren Zufuhren in den deutſchen Häfen
ſteht andauernd ein ſtarker Bedarf gegenüber, ſo daß für
bald greifbare Ware in den letzten Tagen Preiſe von
1.60 Mark eif Hamburg bewilligt wurden. Angeſichts der
hohen Gerſtenpreiſe wendet ſich das Intereſſe in ſtärkerem
Maße dem Mais=Angebot zu, und da ſich auch zu
Brenn=
zwecken vermehrte Nachfrage bemerkbar machte, ſo
geſtal=
tete ſich das Geſchäft bei um 3—5 Mark geſteigerten
Pei=
ſen ziemlich lebhaft. Die Knappheit des inländiſchen
Hafer=Angebots hat auch für dieſen Artikel zu einer
wei=
teren Erhöhung der Preiſe geführt. Der Konſum kauft
zwar nur vorſichtig, iſt aber ſchwach verſorgt und muß
die Forderungen bewilligen. Rußland iſt kaum im
Markte, Argentinien hielt auf höhere Forderungen. Die
hohen Preiſe für ſämtliche Futterartikel bringen es mit
ſich, daß viel Roggen von den Landwirten zu
Futter=
zwecken zurückgehalten wird. Berückſichtigt man
außer=
dem, daß bereits ſieben Monate ſeit der Ernte verfloſſen
ſind, in denen der Verbrauch lediglich auf das eigene
Pro=
dukt angewieſen war und viel Material vom Export in
Anſpruch genommen wurde, ſo erſcheint die Schwäche des
inländiſchen Angebots durchaus begreiflich. Die Mühlen
griffen allgemein ſtärker zu, während Abgeber im
Liefer=
ungsgeſchäft ſehr vorſichtig waren. Für Weizen wirkten
höhere Auslandsforderungen, ſowie der andauernde
Eiſenbahnerſtreik befeſtigend. Kleine Weltverſchiffungen,
knappes Inlandsangebot und andauernde Nachfrage zum
Export, namentlich für italieniſche Rechnung,
beeinfluß=
ten die Tendenz in gleicher Richtung, indes vermochten
ſich die Höchſtpreiſe der Woche angeſichts der milder
ge=
wordenen Witterung nicht zu behaupten. Es ſtellten ſich
die Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage
wie folgt:
Weizen
Roggen
Hafer
161 (*2 ) 194
Königsberg. . 210
186 (*2½) 194 (F
Danzig
.212
210 (* 3 ) 188 (*3 ) 199
Stettin
181
Poſen
)189
.204
184 (*3 ) 191
.205
Breslau
195 (*5½) 208
214
Berlin
185 (41 ) 205
Magdeburg .205
193 (*3 ) 212 (43
Halle
.209
193
Leipzig
.207
213 (*
212
193
.212
Dresden
188 (*2 ) 195
.210
4 )
Roſtock
210 (*7
192
.210 (* 1
Hamburg
193 (*
)210 (*3
.206
Hannover
197 (*1 ) 198 (*4
.214
2
Köln
207½ (42½
200
Frankfurt a. M. 220
Mannheim . . 227½ (4
202½ (*2½) 205
Straßburg . . 227½ (* 2½) 205
215. (* ½)
215
München . . 234
210 (*3
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 219 (P 1,50),
Peſt April 201,90 (* 2,60), Liverpool März 173,10
(*3,30), Paris Jan. 220,95 (P 5,70), Chicago Mai 155,65
(*1,35), Roggen: Berlin: Mai 198,25 (* 2). Hafer:
Berlin Mai 195,75 (* 2). Futtergerſte cif. Hamburg
ſchwim. 158 (* 6,75), Jan. 158,25 (—7), Febr.=März
158,50 (*-7). Mais Mixed Jan.=März 136 (—3,50),
Odeſſa ſchwim. 138 (—4), Donau März=April 135
(—5), La Plata Mai=Juni 123 (—3) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Falle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 16. Januar: Dem Kaufmann
Bern=
hard Keil, Mollerſtraße 43, eine T. Katharina
Marga=
reta. Am 14.: dem Kernmacher Wilhelm Gehbauer,
Neue Ireneſtraße 19, eine T. Sophie. Am 18.: dem
Inge=
nieur Wilhelm Höh, Viktoriaſtraße 85, ein S. Kurt.
Dem Filialleiter Valentin Brunnengräber,
wohn=
haft in Frankfurt a. M., Ohmſtraße 35, eine Tochter,
Grafenſtraße 9, hier. Dem Schuhmacher Paul Hentſchel,
Luiſenſtraße 32, ein S. Willi. Dem
Geflügel=
händler Leonhard Schröder, Karlſtraße 26,
eine T. Magdalena. Am 14.: dem Wachtmeiſter im
Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23 Heinrich Ahrens,
Marienplatz 1, ein S. Heinrich Franz Friedrich. Am 21.:
dem Schloſſer Georg Jung, Müllerſtraße 9, ein S.
Wil=
helm. Am 16.: dem Bierbrauer Joſeph Schmiedberger,
Rößlerſtraße 83, eine T. Emilie Anna. Am 18.: dem
Stadtbauführer Karl Winter, Arheilgerſtraße 4, ein S.
Erwin Waldemar Kurt. Dem Trödler Adolf Wolf,
ge=
rufen Max, Schnitzer, Schloßgaſſe 29, ein S. Moritz.
Am 22.: dem Telegraphenhilfsmechaniker Wilhelm
Schmidt, Liebigſtraße 5, ein S. Hans Walter. Am 17.:
dem Schloſſer Heinrich Kern, Müllerſtraße 31, eine T.
Marie Eliſabeth. Am 18.: dem Maſchinenwärter
Fried=
rich Weltmann, Feldbergſtraße 70, ein S. Friedrich
Heinrich. Dem Schuhmacher Emil Späth,
Schloß=
gartenſtraße 49, eine T. Luiſe Minna.
Aufgebotene. Am 18. Januar: Bankbeamter Hubert
Edmund Palm, Rheinſtraße 15, mit Anna Kiefer,
Steinſtraße 5. Am 19.: Schloſſer Eduard Vierheller,
Traiſa, mit Dienſtmagd Marie Katharine Hunleth,
Wilhelminenſtraße 15. Former Johannes Lehr,
Feld=
bergſtraße 105, mit Hildegard Margaretha Eva
Wilhelmine Gaiſer, Heidelbergerſtraße 27. Bäcker
und Konditor Joſeph Krug, Rundeturmſtraße 15, mit
Dienſtbote Anna Babette Kirchner, Landwehrſtraße 1½.
Am 20.: Käſehändler Auguſt Fendt, Altheim, mit
Waſchfrau Maria Chriſt, Witwe, hier. Landwirt
Andreas Philipp Kleiß, Bruchenbrücken, mit Emma
Margaretha Dörr, Bönſtadt. Am 22.: Garde=
Unter=
offizier Ernſt Wilhelm Ludwig Rothermel, hier, mit
Anna Eliſabetha Wagner, Biebesheim. Landwirt
Va=
lentin Rothermel IV., Hähnlein, mit Margareta
Grieſer, Linnenbach. Fabrikarbeiter Peter Stein
mit Barbara Laun, beide in Ginsheim. Spenglergehilfe
Hermann Kurt Wohlrabe mit Marie Kluger, beide
in Wiesbaden.
Eheſchließungen. Am 20. Januar: Miniſterialreviſor
Ludwig Zimmermann mit Bertha Scheich, beide
hier. Mechaniker Philipp Sattler mit Verkäuferin
Jo=
hanna Götz, beide hier. Vizefeldwebel Valentin
Fuchs, hier, mit Eliſe Heckelmann in
Kaltenholz=
hauſen.
Geſtorbene. Am 18. Januar: Privatier Georg Wolf,
72 J., ev., Kahlertſtraße 7. Verkäuferin Dorothea Luiſe
Marie Barth. 49 J., Mollerſtraße 32. Am 19.: Jakob
Wilhelm Fiſcher, 17½ Stunden, ev., Ireneſtraße 23.
Am 22.: Hildegard Metzger, Tochter des Gärtners, 1 J.,
ev., Große Kaplaneigaſſe 18. Am 20.: Gertrude Müller,
geb. Schmidt, Witwe des Taglöhners, 54 J., ev.,
Sprend=
lingen. Am 21.: Erika Mathilde Auguſte
Friede=
ike Ella Becker, Tochter des Großh. Direktors der
Erſten Kammer der Stände, 4 J., ev., Roßdörferſtraße 85.
C. Rennann Malkt 6.
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(161a
am Markt.
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29 J., gr. Fig. u. angen. Aeuß.,
häusl. u. gebild., tadell. Verg.
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weisb. 12000 M. Verm., davon 4000
ſof., ebenſ. ſp. Erbſch., ſolid., k. Herrn
i. penſionsber. Stell. (mittl.
Staats=
beamt.) od. a. ſich. Poſ., zw. Heirat
kennen z. lernen. Aelt. Herren nicht
ausgeſchl. Briefe erb. u. C45 a. d.
Exp. bis 1. Feb. Anon. zweckl. (*1754
Srl., 20 J., 2. 0,000 M. bar, Witwe,
7 27J., 20000 M. bar, w. ſich ſchnell z.
verh. Herren a. oh. Verm. Brief an
Fr. Aug. Scoth, Berlin SW. 61. (*1747msm
geſetzt. Alt, angenehm.
Fräulein, Aeuß., möchte gerne m.
ält., beſſ. Herrn in Verbind. treten,
zwecks Heirat. Vermittl. verbeten.
Offert. u. D 21 an die Exp. (*1726
Mtädchen, 34J., ev., 4000 Mk., etwas
Aſchief, durchaus häusl. u. tücht.,
ſ. angenehm. Charakt., ſ. ſolid. Arbeit.
zu heirat. Frau Schäfer, Worms
a. Rh., Burkardſtr. 23, p. (*1787
Fehrer, ev., 29 Jahr, ſucht paſſende
* Heirat. Hyp.= u.
Immobilien=
geſchäft Frau Schäfer, Worms a. Rh.,
Burkardſtraße 23.
(*1786
Entlaufen
eine jg. Dogge
männl., weiße Bläſſe, gelb m. weiße
Füſſe, auf den Namen Dolus
hörend, gegen Belohnung abzugeb.
Baronin v. Alvensleben
Heinrichswingertsweg 1. (*1731md
Zugelaufens
ein ruſſ. Windhund (weiß u. rot)
wertvolles Exempl. Abzuhol. bei
Heinr. Schüßler, Wixhauſen.
rau. Lodenhut, W. O. gez., im
Cavetquartett, Gal.l., geg.ähnl.
vert. W. Otto, Kiesſtr. 52. (*1733
1 goldene Uhr gefunden
Eſchollbrücker Eisbahn. Abzuholen
Lauteſchlägerſtr. 8, 1. St. od. a. d.
Eis=
bahn Kaffeehäusch. Mühlum. (*1757
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sind in der Geschäftsstelle des Tagblatt zu haben.
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Nummer 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 Damenportemonnaie mit Inhalt. 1 goldenes
Medaillon mit Herrenphotographie. 1 Federfächer. 1 Indianer=
Federkopfſchmuck für Kindermasken. 1 Damen=Silbergürtel. 3 ſchw.
Samtgürtel. 1 kl. dunkelgr. Portemonnaie mit Inhalt. 1 kleines
Kinderportemonnaie mit einigen Pfennigen. 1 kl. Perlmutt=
Taſchen=
meſſer. 1 blauer Kinderhandſchuh. 1 kleiner ſchwarzer Kindermuff.
1 ſilberne Damenuhr. 1 altes Koppel.
(2402
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde. In
polizei=
licher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Boxer. 1 Foxterrier, 2 Dobermann, 1 Kriegshund (
zu=
gelaufen). Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=
Revier ausgelöſt werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde
findet dortſelbſt jeden Werktaa, vormittags um 10 Uhr, ſtatt. (2389
Holzanfuhr-Vergebung.
Die Anfuhr des diesjährigen Holzbedarfs in den
Großherzog=
lichen Holzhof dahier, beſtehend in:
150 rm Buchen=Scheiter,
650 „ Buchen=Knüppel,
7 „ Kiefern=Scheiter,
ſoll auf dem Submiſſionswege in 4 Loſen an die Wenigſtfordernde
vergeben werden.
Von dem Holz werden 100 rm Buchen=Scheiter und 450 rm
Buchen=Knüppel aus den Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei
Beſſungen, 50 rm Buchen=Scheiter, 200 rm Buchen=Knüppel und
7rm Kiefern=Scheiter aus den Domanialwaldungen Großh. Oberförſterei
Ober=Ramſtadt entnommen. Die Submiſſionsforderungen ſind
ver=
ſchloſſen und mit entſprechender Aufſchrift verſehen bei
unterzeich=
neter Stelle (Geſchäftszimmer Großh. Oberförſterei Beſſungen), von
welcher auch über die Akkordbedingungen und die Zuſammenſetzung
der einzelnen Loſe Auskunft zu erhalten iſt, bis ſpäteſtens Montag,
29. ds. Mts., vormittags 9 Uhr, ſchriftlich einzureichen, um welche
Zeit deren Eröffnung in Gegenwart etwa erſchienener Submittenten
erfolgen wird.
(2357ms
Darmſtadt, den 22. Januar 1912.
Großherzogliche Holzmagazins=Verwaltung.
Heinemann, Geh. Forſtrat.
Brennhor=Verſteigernag Nr. C.
(Stadtwald.)
Freitag, den 26. Januar l. Js., vorm. 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier aus dem Diſtrikt
Dachsberg, Abt. 31 und 32 der Forſtwartei Beſſunger Laubwald
(Förſter Lehr) verſteigert:
Scheiter:
132 rm Buche; 3 rm Eiche,
Knüppel:
216 rm Buche; 30,2 rm Eiche,
Reiſigknüppel:
rm Eiche,
Stöcke (grob):
rm Buche; 5 rm Fichte.
Das Holz trägt die laufenden Nummern von 559 bis 764.
Unterſtrichene Nummern kommen nicht zum Ausgebot. Um vorherige
Einſicht wird gebeten.
Darmſtadt, den 18. Januar 1912.
(2124sm
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Breunholz=Verſteigerung Nr. 9.
(Stadtwald.)
Montag, den 29. Januar l. Js., vormittags 9 Uhr,
werden in der Turnhalle (Woogsplatz 5) hier verſteigert:
I. Aus der Forſtwartei „Beſſunger Tanne‟ (Forſtwart Geriſch)
das im Diſtrikt Texas, Abt. 41 und 43 ſitzende Holz mit den
laufen=
den Nummern 164 bis 415, ſowie das Dürr= und Windfallholz aus
verſchiedenen Diſtrikten mit den laufenden Nummern 416 bis 544,
und zwar:
Kiefern: 99 rm Scheiter, 180 rm Knüppel, 142 rm
Reiſigknüp=
pel und 100 rm Stöcke (grob);
Hainbuche: 100 Wellen Reiſig.
II. Aus der Forſtwartei „Städtiſche Tanne” (Forſtwart
Ahl=
heim) das Dürr= und Windfallholz aus verſchiedenen Diſtrikten mit
den laufenden Nummern 151 bis 320, ſowie das Holz aus
Durch=
forſtung im Diſtrikt Bürgerſchlag, Abt. 32, mit den laufenden
Num=
mern 321 bis 434:
Kiefern: 178 rm Scheiter, 177 rm Knüppel, 60 rm
Reiſigknüp=
pel, 42 rm Stöcke (grob) und 53 rm Stöcke (fein.
In beiden Forſtwarteien kommen unterſtrichene Nummern
nicht zum Ausgebot. Um vorherige Einſicht wird gebeten.
Weitere Brennholz=Verſteigerungen finden in der Tanne nicht
mehr ſtatt.
Darmſtadt, den 20. Januar 1912.
(2383ms
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holzverſteigerung.
Mittwoch, den 31. Januar, vormittags ½9 Uhr,
wird in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen das Brennholz
von dem Abtrieb in Diſtrikt Niederes Hirtenhäuſer Heegſtück 20
(zwiſchen Dreiſchläger Allee und Erzhäuſer Weg), Forſtwartei
Kalk=
ofen verſteigert:
Scheiter rm: 154 Buchen I. Kl., 139 Buchen II Kl.,
49 Eichen II. Kl.; Knüppel rm: 135 Buchen, 25 Eichen;
Reiſig, Wellen: 8560 Buchen, 100 Eichen; Stöcke, rm:
157 Buchen, 15 Eichen.
Der Schlag iſt ca. 2 km von der Frankfurterſtraße entfernt.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Auskunft
erteilt Förſter Loeſch, zu Kalkofen, Poſt Darmſtadt.
Darmſtadt, 23. Januar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
(2412
Holz-=Verſteigerung.
Mittwoch, den 31. Januar, von vormittags
10 Uhr an.
werden im Georgenhäuſer Gemeindewald folgende
Holzſorti=
mente verſtelgert:
6 Eichen=Stämme — 6,63 fm, 2 Hainbuchen=Stämme —0,56fm,
12 Fichten=Stämme — 2,39 fm, 5 Fichten=Derbſtangen —
0,39 fm, 5 rm Hainbuchen=Rundſcheit — 3,05 fm.
Brennholz.
Scheiter, rm: 17 Buchen, 36 Eichen=Knüppel, 28 Buchen,
29 Eichen, 1 Erlen, 1 Fichten; Wellen: 725 Buchen, 150 Eichen;
(2382md
Stöcke, rm: 16 Buchen, 22 Eichen.
Die Zuſammenkunft iſt bei Herrn Gaſtwirt Schneider bei
Station Meſſel.
Georgenhauſen, den 23. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Georgenhauſen.
Lehr.
P10 Deutsche Reichsanteine und
4% Preussische Konsols
beide Anleihen unkündbar bis 1918
werden am 29. Januara. C. zum Course von 101.40%
zur öffentlichen Zeichnung aufgelegt. Zeichnungen übernehme ich zu den
Bedingungen des Prospektes spesenfrei.
(2411mf
Hermann Wertheim, Filiale Darmstadt,
Bankgeschäft.
Holzverſteigerung.
Montag, den 29. Januar I. J., vorm. von 9 Uhr an
ſollen in der Schneider’ſchen Gaſtwirtſchaft in Nieder=Ramſtadt
aus den Diſtrikten Kirchberg und Weinwegteil verſteigert werden:
Scheiter rm: 141 Buchen, 31 Eichen, 2 Birken, 8 Kiefern;
Knüppel rm: 120 Buchen, 14 Eichen, 1 Aſpen, 2 Kiefern, 2 Lärchen,
11 Fichten; Reiſig H. W.: 79 Buchen, 2,5 Eichen, 1,5 Kiefern, 8,5
Fich=
ten; Stöcke rm: 58 Buchen, 10 Eichen, 7 Kiefern, 1 Lärchen.
Die Verſteigerung erſtreckt ſich auf die Nummerfolge 1—418.
Das mit F gezeichnete Holz kommt nicht zum Ausgebot.
Ober=Ramſtadt, den 17. Januar 1912.
(2380
Großh. Oberförſterei Ober=Ramſtadt.
Daab.
Stamm= und Brennholz=Verſteigerung.
In den Waldungen der Gemeinde Ober=Ramſtadt werden an
Ort und Stelle verſteigert:
Mittwoch, den 24. u. Donnerstag, den 25. Jan. l. J.
im Diſtrikt Griesbach 29 Eichen=Stämme von 17—33 cm mittlerer
Durchmeſſer, 8—16 m Länge, 10 Buchen=Stämme von 34—44 cm
mittlerer Durchmeſſer und 4—10 m Länge.
Ferner 752 rm Buchen= und 10 Eichen=Scheiter, 184 rm Buchen=
und 14 Eichen=Knüppel, 135 rm Buchen= und 10 Eichen=Stöcke.
Am erſten Tage kommt das Stamm= und Brennholz bis zur
Nummer 460 zur Verſteigerung.
Die Zuſammenkunft iſt an beiden Tagen jedesmal um ½10 Uhr
auf dem Waſchenbach-Ober=Ramſtädter Weg.
Ober=Ramſtadt, den 12. Januar 1912.
(2354im
Großherzogliche Bürgermeiſterei Ober=Ramſtadt.
Rückert.
Kohlenlieferung.
Donnerstag, den 1. Februar 1912, vorm. 11 Uhr,
wird auf dem Rathauſe zu Pfungſtadt die Lieferung von Kohlen,
25 Waggons Nuß I und 50 Waggons Nuß II für das Städtiſche
Elektrizitätswerk auf dem Submiſſionswege vergeben.
Bedingungen liegen bei uns offen und werden auf Anfordern
zugeſandt. Es kommen hauptſächlich Saarkohlen in Betracht.
Pfungſtadt, den 15. Januar 1912.
(2386fI
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
Lang.
Maßnahmen gegen die
allgemeine Teuerung.
Mittwoch, den 24. Januar,
abends 8½ Uhr,
wird Herr Oberſtleutnant von
Gerhardt im Auftrag des
Deut=
ſchen Seefiſcherei=Vereins im
ſtädtiſchen Saalbau (
Garten=
ſaal) einen Vortrag halten über:
Seefiſche als
Volksnahrungsmittel.
Alle Intereſſenten ſind
freund=
lichſt zur Teilnahme an dem
Vor=
trag eingeladen. Der Eintritt iſt
frei.
(2210sm
Darmſtadt, 18. Januar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Bekanntmachung.
Mittwoch, 14. Februar 1912,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Leonhard Treuſch
Ehe=
leuten zu Darmſtadt gehörige
Lie=
genſchaft:
Flur Nr. qm
XIII 199 2275 Acker im
Straßen=
garten,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Witt=
mannſtraße 1, zwangsweiſe
verſtei=
gert werden.
Die Genehmigung der
Verſteige=
rung wird auch dann erfolgen, falls
ein der Schätzung entſprechendes
Gebot nicht eingelegt wird und
andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen.
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
Frantz. (V2379
Garde=Dragoner=
Regiment
(1. Großh. Heſſ.) Nr. 23.
J.=Nr. 206.
Der Dragoner Willy Nauheim
der 4. Eskadron, welcher vom
Ur=
laub nicht zurückgekehrt war, iſt
aufgegriffen und zu ſeinem
Trup=
penteil zurückverbracht worden.
Die gegen denſelben erlaſſenen
Steckbriefe, bezw. die angeſtellten
Recherchen werden zurückgenom=
(2428
men.
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
von der Schulenburg,
Oberſt
und Regiments=Kommandeur.
Bekanntmachung.
Die Firma „Chemiſche Fabrik
Hillmann & Co.” in Höchſt a. M.
hat ihren Sitz nach Pfungſtadt
verlegt. Die Geſellſchafterin Frl.
Eliſabethe Hillmann iſt aus der
Firma ausgeſchieden und wird
nunmehr das Geſchäft von der
weiteren Geſellſchafterin Frau
Anna Lina, geb. Jacobi,
verwit=
wete Hermann Hillmann, und
nun=
mehrige Ehefrau des Chemikers
Albin Johannes Kieſewalter in
Pfungſtadt, als Einzelkaufmann
unter der ſeitherigen Firma
wei=
tergeführt. Aktiven und Paſſiven
des Geſchäfts ſind von der Frau
Kieſewalter mitübernommen.
Eintrag in das Handelsregiſter
iſt heute erfolgt.
(2439
Darmſtadt, 20. Januar 1912.
Großherzogliches Amtsgericht II.
Konkursverfahren.
Das Konkursverfahren über das
Vermögen der Firma
Dampf=
ziegelei Eberſtadt, G. m. b. H.,
auf der Morr ach bei Eberſtadt,
wird nach erfolgter Abhaltung des
Schlußtermins hierdurch aufge=
(2440
hoben.
Darmſtadt, 20. Januar 1912.
Großherzogliches Amtsgericht
Darmſtadt II.
Aufforderung.
Die Schülerinnen der
verſtorbe=
nen Muſiklehrerin Fräulein J.
Nonnemacher werden gebeten,
rückſtändige Stundengelder an den
Unterzeichneten binnen 14 Tagen
zu entrichten.
(*1500sm
Forderungen an dieſelbe ſind
benfalls wegen Regulierung des
Nachlaſſes bei dem Unterzeichneten
anzumelden.
Darmſtadt, 19. Januar 1912.
E. Bender, Hügelſtr. 9.
Bekanntmachung.
(Stadtwald.)
Wir geben Fichtenſchmuck=
Reiſig für Kaiſers Geburtstag
durch Forſtwart Hofmann (
Hirſch=
köpfe) ab.
(2125sm
Darmſtadt, 17. Januar 1912.
Großh. Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Ein Gehrock mit Weſte, mitl.
Figur, gut erh., billig zu
ver=
kaufen Schulſtr. 13 II. (*1762
Pferde=Verkauf.
Freitag, 26. Januar 1912,
vormittags 10 Uhr,
werden auf dem Hofe der Kaſerne
in Darmſtadt, Eſchollbrückerſtraße
Nr. 24, eine zum Militärdienſt
nicht geeignete, ſonſt aber geſunde
Zugremonte, ſowie ein
überzäh=
liges Dienſtpferd öffentlich
meiſt=
bietend gegen Barzahlung
ver=
ſteigert.
(2392
Darmſtadt, 22. Januar 1912.
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Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
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Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1915.
Seite 14.
2
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Jnboten.)
32)
Ich warne dich, Konſtanze! ſagte dieſer. Halte dich
ein wenig fern von Baron Brücken, komm ihm nicht ſo
entgegen!
Sie fuhr auf, dunkelrot werdend. Das tue ich nicht!
Nach meinem Gefühl tuſt du es wohl — und nicht du
allein biſt es. Sah er Yvonne bei dieſen Worten nicht
ſcharf an? Ach nein, das war doch Zufall. Nicht du allein,
Konſtanze, auch andere! Von einem hübſchen, glatten
Ge=
ſicht und einigen wohlgedrechſelten Phraſen laßt ihr
Mäd=
chen euch gar zu leicht betören — dazu kommt der bunte
Roch — nach dem Kern ſeht ihr nicht.
Was haſt du nur gegen Baron Brücken, Lothar? Er
hat dir doch nichts getan!
Ich hab’ nichts gegen ihn, er iſt mir gleichgültig! Nur
möchte ich nicht, daß du ſo häufig mit ihm geſehen wirſt;
auch wünſche ich ihn nicht als ſtändigen Gaſt unſeres,
mei=
nes Hauſes! Haltet euch zurück! Er ſteht in keinem
beſon=
deren Ruf; er iſt ein leichtſinniger Schuldenmacher, Spieler
und hat außerdem zarte Bande mit der bekannten
Brettl=
diva Lillian Morton angeknüpft, die ihm viel Geld koſtet!
So, nun weißt du es!
Es iſt eigentlich kein Thema für junge Mädchen; aber
es iſt beſſer, du biſt orientiert!
Findeſt du das ſo ſchlimm, daß man ihm quaſi deshalb
dis Gns derdiein nhſief ſangte Kanſange
herons=
fordernd. Tue nur nicht ſo, du ſtrenger Tugendheld! Ihr
alle —
Bitte, Konſtanze, behalte deine Anſichten lieber für
dich! entgegnete er ſehr ſcharf. Er ſah jetzt auf Yvonne,
die ſeine Worte merkwürdig erregt haben mußten. War
ihr Geſichtchen nicht wie in Schreck erſtarrt? Blickten ihre
Augen nicht angſtvoll auf ihn? Zitterte ſie — um den
anderen? Hatte dieſer Menſch ’s ſchon verſtanden, in ſo
kurzer Zeit das unſchuldige Mädchen zu betören? Ein
un=
bändiger Zorn erfaßte ihn.
Er hatte wohl richtig geſehen — vor wenig Tagen erſt
Yvonne und Baron Brücken zuſammen in
angelegent=
licher Unterhaltung. Er war ihnen unbemerkt nachgegangen,
hate von weitem beider Abſchied beobachtet, wie der junge
Offizier die kleine Mädchenhand ſo feſt und lange in der
ſeinen gehalten. Und dann war er ihm nachher begegnet
— ein zufriedenes Lächeln auf dem leichtſinnigen Geſicht!
Seit jenem Tage war er von Zweifeln zerriſſen. Sollte
er ſich ſo gänzlich in Yvonne getäuſcht haben? Vielleicht
war dieſes Zuſammentreffen nur Zufall geweſen — ſie
hatten ſich ja perſönlich kennen gelernt. Und dann gleich
dieſe große Vertraulichkeit?
Am nächſten Empfangstage ſeiner Stiefmutter nahm
er teil.
Es traf ſich günſtig; am Nachmittag war er beim Arzt
geweſen, und jetzt wollte er ſehen, wer eigentlich alles in
ſeinem Hauſe ein und aus ging. Und das heimliche, un=
eingeſtandene Belinigen, ulbſe, 5 Paten Briten and
kommen und wie er ſich gegen Yvonne verhalten würde,
das erfüllte ihn auch.
Nur wenige der Gäſte waren ihm bekannt. Es war ein
lebhaftes, angeregtes Leben und Treiben, ein Lachen und
Plaudern, ein Kommen und Gehen, ein Sichbegrüßen und
Necken — alles atmete Heiterkeit und Lebensfreude — nur
er mit ſeinem Ernſt und ſeinen Sorgen paßte nicht hier
hinein.
Yvonne reichte Tee, Gebäck, Likör herum. Heimlich
be=
obachtete er ſie. Mit welch ruhiger Anmut und Sicherheit
ſie ſich bewegte, wie zurückhaltend und vornehm ſie gegen
die Herren war, denen ſie Getränke ſervierte. Sie
igno=
rierte vollkommen die mehr oder weniger faden
Schmeiche=
leien, die ihr bei dieſer Gelegenheit wurden und die er
größtenteils hörte. Ein leiſes, überlegenes Lächeln, das
ihre Mundwinkel herabzog, war die ganze Antwort. Sie
war unnahbar und zeigte die vollendete Sicherheit der
großen Dame.
Endlich kam Lutz von Brücken. Schlank, elegant,
bild=
hübſch war er. Einige Freundinnen Konſtanzes und dieſe
ſelbſt umringten ihn lächelnd. Spät kommt Ihr — doch Ihr
kommt!
Beteuernd legte er die Hand aufs Herz.
Der weite Weg, der ſtrenge Dienſt entſchuldigen mein
Säumen! Ich lege mich den Damen zu Füßen!
Ach was, Brücken will Eindruck ſchinden! Kennt man.
kennt man! rief ein junger Allelleor. Broſt, Brückenl,
Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Nummer 20.
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Mit Lutz war doppeltes Leben und Scherzen eingekehrt;
für jeden hatte er ein paſſendes Wort! Ja, das war derſelbe
übermütige Lutz, dem immer ſchon, wohin er kam, die
Geiſter der Langeweile weichen mußten — und doch fehlte
dieſer Luſtigkeit die echte, innere Fröhlichkeit. Sie war
laut, lärmend, mit einem fremden Ton darin, der Yvonne
auffiel; ſie kannte den Lutz der Jünglingsjahre zu genau,
um das nicht ſtörend zu empfinden. Voller Sorge betrachtete
ſie ihn. Sein Auge flackerte unruhig, um den Mund
lagerte ein häßlicher, faſt zyniſcher Zug, vor dem ſie
inſtink=
tiv zurückſchreckte.
Jetzt trat er zu ihr und nahm das Glas, das ſie ihm
bot. Ich trinke auf das Wohl der Allerſchönſten, ſagte er
leiſe und ſchaute tief in ihre Augen — und dieſer Blick
ent=
ging Lothar nicht! Bildſchön ſah ſie aus in dem
geſchmack=
vollen, hellen Kleide, ſchöner, als Lutz ſie je geſehen! Sie
paßte ſo gut in dieſes prächtige, ſtilvolle Milieu — aber
nicht als Dienerin, ſondern als Herrin!
Lothar ſaß im Erker des Salons, etwas abſeits von
dem Getriebe, als ob ihn das alles nichts anginge — und
doch hatte er ein beſtimmtes Intereſſe. Kaum, daß er
Yvonne und Lutz einmal aus den Augen verlor.
Jetzt ſprachen einige ältere Herren mit ihm und
ver=
wickelten ihn in ein anregendes Geſpräch. Da ſpannten
plötzlich alle ſeine Nerven. Der junge Offizier trat wieder
wie zufällig neben Yvonne und ſagte etwas zu ihr — was,
konnte Lothar nicht verſtehen, wohl aber hörte er ihre leiſe
Antwort. Sie ſtand nicht weit von ihm entfernt, hatte ihm
aber den Rücken zugedreht. Sie ſaate: Nicht doch, Lutz,
ſei doch nicht ſo unvorſichtig!
Es war die Erwiderung auf die Bemerkung des
Vetters, wie es ihn empöre, daß die Gräfin Laßberg ſo
untergeordnete Dienſte tun müſſe! Lothar hatte ihre Worte
ganz deutlich vernommen; krampfhaft umklammerten ſeine
Hände die Lehne des Stuhls; er richtete ſich halb auf, ſank
aber wie kraftlos zurück, und ſein Geſicht war aſchfahl
ge=
worden.
Wie klug ſie war. Der Leutnant ſollte nicht
unvorſich=
tig ſein! In ſeinen Zügen arbeitete und zuckte es, als ol
er von den heftigſten körperlichen Schmerzen gequält würde,
und er mußte an ſich halten, um nicht höhniſch aufzulachen.
Alles, alles war ja Lüge! Der unſchuldigſte, reinſte
Kinderblick nichts weiter, als raffinierte Koketterie! Er
wollte nichts mehr ſehen, nichts mehr hören! Und doch
nahm er die Qual dieſer Stunde auf ſich — er ging nicht!
Faſt wollüſtig durchkoſtete er die Schmerzen dieſer
Ent=
täuſchung!
Allmählig entfernten ſich die Gäſte; Lutz von Brücken
war der letzte, der ging.
Nun, cher Baron, wo werden Sie das Weihnachtsfeſt
verleben? fragte Frau Agathe.
Ich muß nach Hauſe fahren, nach Bernried. Meiner
Schweſter Verlobung ſoll da offiziell werden. Yvonne
horchte auf, davon hatte er ihr ja nichts geſagt. Heute
be=
kam ich die Nachricht von dem wichtigen Familienereignis.
Und mit wem, wenn es erlaubt iſt, zu fragen?
O, bitte ſehr! mit der Nachbarſchaft — er blickte dabei
zu Yvonne — mit dem zukünftigen Landrat des Kreiſes,
einem Herrn von Hammerſtein.
Unwillkürlich mußte ſie ſeinen Blick erwidern und ein
ganz klein wenig lächeln — alſo hatten ſich die beiden
mit=
einander getröſtet — für ſie lag etwas Komiſches darin.
Die durch ſeine Eiferſucht geſchärften Augen ließen
Lothar auch dies geheime Einverſtändnis bemerken. Er
ertrug es nicht mehr. Faſt unhöflich knapp verneigte er
ſich vor dem jungen Offizier.
Verziehen Sie, Herr Baron, ich muß mich jetzt
verab=
ſchieden!
Ah, Pardon, ich habe die Herrſchaften aufgehalten. Ich
bedauere unendlich
,
Nein, nein, Herr Baron! — Lothar, du verſprachſt
uns doch, noch zu bleiben? Du willſt nicht? Mademoiſelle,
ſagen Sie doch dem Diener Beſcheid, daß Herr von
Stein=
hagen fahren will.
Ich danke! Ich beſorge es allein. Lothar ging hinaus;
er wollte nicht Zeuge des Abſchieds ſein, den Baron
Brücken von Yvonne nehmen würde, er wollte nicht die
kleine, blaſſe Mädchenhand, die ihm ein Heiligtum war,
in den unreinen Fingern des andern ſehen, er wollte nicht
vor deſſen lächelndem Siegerblick die dunkeln Wimpern
ſich ſenken ſehen!
Kurz war dann ſein Abſchied von Mutter und
Schweſter. Flüchtig reichte er auch Yvonne die Hand
ohne den geringſten Druck — und ließ ſie ſofort wieder
fallen, als ob ſie ihn verbrannt hätte. Ohne dem Mädchen
einen letzten, guten Blick zu gönnen, jagte er davon.
(Fortſetzung folgt.)
Nummer 20.
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Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
Nummer 20.
Sahfres
Beginn Mittwoch, den 24. Januar, morgens 8 Uhr.
Auch in dieſem Jahre hatte ſich mein Geſchäft in Folge meiner Leiſtungsfähigkeit und Preiswürdigkeit eines bedeutenden Mehrumſatzes zu erfreuen. Die
Rieſenausdehnung meines Detallgeſchäftes ſowie meiner diverſen Verkaufstellen erfordern daher für Detail= und Engros=Betrieb die Unterhattung koloſſaler Läger bis
zum Schluß der Saiſon. Es iſt daher ſetzt nach beendigter Saiſon für mich eine unbedingte Notwendigkeit, meine Läger zu reduzieren, um Platz für die in großen
Mengen eintreffende Frühjahrs=Konfektion zu ſchaffen. Ich ſcheue hierbei vor keinem Verluſte zurück und habe mich daher entſchloſſen, für mehr als
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 24. Januar 1912.
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Aus Darmſtadts Vergangenheit.
Das Großherzogliche Heſſiſche
Armenkolleg.
Das Jahr 1816 war ein Mißjahr und hatte eine große
Teuerung zur Folge. Die Armen litten beſonders
darun=
ter. Da bildete ſich ein Komitee zu deren Unterſtützung
und richtete im Hoſpital Grafenſtraße 9,
mit dem zugleich das Armenhaus verbunden
war, eine Suppenanſtalt ein, in der die
Ar=
men meiſt unentgeltlich geſpeiſt wurden. Da trat an
die Herren bald die Frage heran, was ſoll werden, wenn
die Speiſeanſtalt, die doch nur ein Notbehelf für teuere
Zeiten iſt, aufgehoben wird? Man beſchloß, ein
Arbeits=
inſtitut einzurichten für die noch arbeitsfähigen Pfründner
im Spital und Arbeitshaus, für die vielen armen, noch
ſchulpflichtigen Mädchen, die nach dem Schulunterricht
ſich meiſt ſelbſt überlaſſen waren und für ſo manche
ver=
ſchämte Arme, die ſich im Dunkel verbargen und lieber
verhungerten, als daß ſie um eine Unterſtützung baten.
Das Armenkolleg beſtand aus folgenden Herren: Du
Hall, Obriſt und Stadtkommandant, Siebert, Geh.
Regier=
ungs=Rat, Müller, Hofkammerrat, Lehr, Regierungsrat,
von Roſenberg, Major, Frei, Polizeirat, Reuling,
In=
ſpektor, Stücker Ludwig und lutheriſche, Keim,
reformier=
ter, und Kirchenrat Dahl, katholiſcher Stadtpfarrer, E. E.
Hoffmann, Senator, und Dr. Huth, älteſter Armenarzt.
Rube, Medizinalrat, wurde als erſter, Kaufmann Wenck
als zweiter, Kaufmann Zöppritz als Dritter, und
Archiv=
rat Strecker als vierter Vorſitzender gewählt. Der Arbeits=
ausſchuß beſtand aus den Herren Polizeiinſpektor Hädrich
für die Verwaltung, Pfarrer Stücker für das Schulweſen,
(Armenſchule), und Hofgerichtsadvokat Becker für die
An=
ſchaffung von Arbeitsmaterialien und Verſchleiß der
Wa=
ren Eine Vereinigung von 18 Damen aus den
angeſehen=
ſten Kreiſen ſtand dem Ausſchuß zur Seite; ſie führten
abwechſelnd in den Arbeitsſälen die Aufſicht.
Das Armenkolleg nahm mit Erlaubnis der Regierung
das ganze Armenweſen in die Hand. Es erließ einen
Auf=
ruf an die wohlhabenden Kreiſe der Reſidenz mit der
Bitte, nach Kräften zur Unterſtützung beizutragen. Im
Jahre 1817 trat die neue Armen= und Arbeitsanſtalt ins
Leben. Eine Anzahl Webſtühle wurden in den Sälen
aufgeſtellt und eine Manufaktur errichtet, die Tuch und
Leinwand fabrizierte. Die Mädchen wurden mit Nähen,
Stricken, Sticken und Spinnen beſchäftigt,
eben=
ſo die älteren arbeitsfähigen Frauen des Hauſes.
Den Armen, die in der Stadt wohnten, wurde reichlich
Ma=
terial zu Arbeiten mit nach Hauſe gegeben, die nach
Ab=
lieferung, je nach Güte der Arbeit, bezahlt wurden.
Die Arbeitsanſtalt wurde zuerſt von einer Frau Aſſeſſor
Frowein Witwe geleitet. Ihr zur Seite ſtand eine
Leh=
rerin für die Strickſchule, eine verwitwete Frau Stumpf.
Außer Tuch wurden Strümpfe, Joppen, Jacken,
Kinderklei=
der, Wäſche bis herab bis zur Wickelſchnur angefertigt. Dieſe
Gegenſtände wurden aus freier Hand verkauft, Auf dem
Markt errichtete man eine Bude, worin man zur Markt=
und Meßzeit die Erzeugniſſe des Arbeitshauſes verkaufte.
Auch die Kaufleute in der Stadt nahmen einen Teil der
Waren zum Wiederverkauf ab. Im erſten Jahre ſchloß die
Rechnung der Anſtalt mit einem Defizit ab, denn die
Bei=
träge floſſen ſehr ſpärlich, und viele gezeichnete Gaben
(3041 Gulden) waren nicht beizutreiben.
In dem Rechenſchaftsbericht für das Jahr 1817
be=
merkt der Vorſtand: „Aus dem Fehlbetrag geht leider
da=
raus hervor, daß die Einnahmen zur Verpflegung der
Ar=
men und zur Erziehung der vielen verlaſſenen Kinder
unzureichend iſt, daß desfalls manche Einſchränkungen,
die ſich mit dem Zweck einer vollkommenen
Armenpflege=
anſtalt nicht vereinigen, eintreten mußten und die Bezahlung
alter, bedeutender Schulden für Medizin, Getüch uſw.
jede Ausſicht verloren hat.
Ein vorzüglicher Grund dieſes Dranges liegt
übri=
gens hauptſächlich in den geringen Beiträgen, welche viele
bemittelte Einwohner bewilligten, und wir ſehen uns bei
der aufhabenden Pflicht, dem Armenweſen in jeder Hin=
ſcht gewiſenhaſt vornuſtehen, gegen Erwartung in die
traurige Notwendigkeit verſetzt, dieſen ſowohl als auch
denjenigen, welche gar nicht ſubſkribierten, die Pflichten
ins Gedachtnis rufen zu müſſen, welche ſie als Chriſten,
als Staatsbürger und als Leute von Ehre ihren
verarm=
ten Mitgliedern ſchuldig ſind. Wir vertrauen übrigens
dem zu verſchiedenen drangvollen Zeiten von Seiten
der hieſigen Einwohner bewieſenen Gemeinſinn für das
Gute und finden in dem Glauben Beruhigung, daß ſie
eine zur Unterſtützung wahrhaft bedürftiger Menſchen,
zur Erziehung verlaſſener Kinder, Beförderung der
Mo=
ralität und Abwendung des Müßigganges mit großen Hoff.
nungen erſt organiſierte Anſtalt nicht unvollſtändig, oder
wohl ganz zurückſinken, vielmehr durch angemeſſene
Bei=
träge jene in den Stand geſetzt ſehen wollen, der
leiden=
den Armut zur Hilfe eilen zu können.”
Der Appell an den Wohltätigkeitsſinn der
Darmſtäd=
ter hatte den Erfolg, daß die milden Beiträge reichliche:
floſſen und das Arbeitskolleg im Jahre 1820 alle
Schul=
den tilgen konnte. Seine Einnahmen ſchöpfte das
Armen=
kolleg meiſtens aus milden Beiträgen. An der Spitze
ſtand wieder der Großherzogliche Hof mit 2512 fl. An
Legaten und Vermächtniſſen gingen 1110 fl. ein. Für
verkaufte Waren wurden 1609 fl. im Jahre erlöſt.
Den Einnahmen von 22850 fl. im Jahre 1818 ſtanden
Ausgaben von 19952 fl. gegenüber. Die Vorſteherin
bezog ein jährliches Gehalt von 350 fl., die Lehrerin
250 fl. Für Arbeitsmaterialien wurden 1635 fl. bezahlt
und der Arbeitslohn betrug 806 fl. Ein Teil desſelben
wurde den Eltern der Kinder ausbezahlt, ein anderer
verzinslich bis zur Konfirmation angelegt. Die Anſtalt
wurde meiſt von Kindern der Armenſchule, jedoch auch
von Schülerinnen aus der Stadt= und Katholiſchen
Schule beſucht.
Die Leiter und Leiterinnen der Arbeitsanſtalt hatten
ſich mit ihr eine ſchwere Laſt auferlegt, denn es ging nicht
alles ſo glatt ab als man anfangs dachte. Kampf mit den
alten unordentlichen Arbeitern, die mangelhafte Arbeit
lieferten, die nicht verkäuflich war; Streitigkeiten der
Arbeiter untereinander und Auflehnung gegen die
Haus=
ordnung, waren an der Tagesordnung. Nachdem aber
die finanziellen Schwierigkeiten überwunden, die
Arbei=
ter fähiger und williger wurden und beſſere Arbeite:
liefern konnten, entwickelte ſich die Armen=Arbeitsanſtalt
zu einer gewiſſen Blüte und wirkte noch viele
Jahr=
ſegensreich in unſerer Stadt. Wann ſie aufgehoben wurde
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