Abonnementspreis
Inſerafe
175. Jahrgang
monatl. 60 Pfg., viertelj. 1.80 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
werden angenommen in Darmſtadt,
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
u. 1.80 Mk. viertelſ. Verantwortlichkeit
ſowie von unſeren Agenturen und
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
ſchriebenen Tagenwirdnichtübernommen.
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 24 Seiten.
Das Neueſte vom Tage.
Eine Konferenz von Sachverſtändigen ſtellte
feſt, daß die Maſſenvergiftungen im
Berli=
ner Obdach auf methylalkoholhaltigen Schnaps
zu=
rückzuführen ſind.
Das engliſche Königspaar hat die Reiſe nach
Bombay zur Heimfahrt angetreten.
Der franzöſiſche Miniſter des Aeußern hat
dem Miniſterrat ein ſehr eingehendes Expoſé der im
Juli und Auguſt mit Deutſchland angebahnten
Ver=
handlungen vorgelegt.
Die franzöſiſche Kammer wurde am Dienstag
wieder eröffnet. Zum erſten Präſidenten wurde
Briſ=
ſon wiedergewählt.
In der franzö ſiſchen Senatskommiſſion
kam es geſtern zu einem Zwiſchenfall, der zur Demiſſion
des Miniſters des Aeußern de Selves führte.
Durch einen Eiſenbahnzuſammenſtoß bei
Montreal wurden 33 Perſonen getötet.
Bei einer Exploſion in der Kanonengießerei zu
Angouléme wurden 8 Perſonen getötet.
Die Friedensgerüchte werden von der Türkei
erneut in Abrede geſtellt.
Der Waffenſtillſtand zwiſchen der Regierung
und den Revolutionären in Ching iſt nicht erneuert
worden. Die Verhandlungen mit den Revolutionären
ſind auf einem toten Punkt angelangt. Die Lage in
Peking ſpitzt ſich immer mehr zu.
Lord Lonsdales Aenßerung über Kaiſer Wilhelm
** Einem Vertreter der Evening News, der Lord
Lonsdale nochmals interviewte, erklärte der Lord:
Ich habe kein einziges Wort geſagt, an dem diejenigen,
denen die Wohlfahrt und der Friede beider Nationen
am Herzen liegt, irgendwie etwas auszuſetzen hallen
könnten. Es gibt Jingos in jeder Nation. Ich habe
niemals geſagt, noch würde ich es angedeutet haben, da
es abſolut unwahr ſein würde, daß alles Wohlwollen
ſei=
tens des Kaiſers gegen andere Nationen nicht die
ge=
ringſte Wirkung auf die Entſcheidungen des Kaiſers bei
ſeinen Handlungen im Intereſſe ſeiner eigenen Nation
haben würde. Es iſt abſolut unwahr, daß ich
irgend=
welche Bezugnahme auf Friedrich den Großen geäußert
hätte, wie es in einer deutſchen Zeitung gemeldet wurde.
Wenn geſagt wird, daß die von mir geäußerten Anſichten
eine Beleidigung des Kaiſers oder der deutſchen Nation
ſeien, ſo iſt das zu abſurd, als daß es des Widerſpruchs
bedarf.
Wenn auch Lord Lonsdale beſtreitet, daß er zu
die=
ſen Aeußerungen irgendwie autoriſiert worden ſei, ſo
kommt dieſes Moment hier weniger in Frage, es genügt
ja, zu konſtatieren, wie der Kaiſer über England denkt.
Der Genannte erklärt zwar, daß er über einzelne
Aeuße=
rungen des Kaiſers aus begreiflichen Gründen keine
Mit=
teilung machen könne, er betont jedoch, daß der Kaiſer
von der freundſchaftlichſten Geſinnung gegenüber
Eng=
land beſeelt ſei, und daß es für ihn nichts ſchrecklicheres
gebe als den Gedanken, daß unter ſeiner Regierung ein
Krieg ausbrechen könne. Es iſt erfreulich, daß Lord
Lons=
dale ſo offen für ſeinen deutſchfreundlichen Standpunkt
eintritt und ungeachtet der Stimmung jenſeits des
Ka=
nals erklärt, er verſtehe nicht, wie man in England eine
ſo deutſchfeindliche Haltung einnehmen könne, ja er geht
fogar weiter, indem er mit ſeiner Anſicht über die bekannte
Rede des Schatzkanzlers Lloyd George nicht zurückhält
und ſie als einen der ſchwerſten politiſchen Fehler
bezeich=
net, die ein Staatsmann begehen konnte. Lord
Lons=
dale kennt die Art des deutſchen Volkes ziemlich gut,
wenn er betont, daß derartige Aeußerungen in
Deutſch=
land großes Aergernis hervorrufen mußten und nicht
ohne Wirkung auf die Geſtaltung der beiderſeitigen
Be=
ziehungen bleiben könnten Das ſind alles verſtändige Worte,
nur ſchade, daß ihnen vorausſichtlich irgend welche
Einwir=
kung auf die Stimmung in England fehlen wird, dort
weiß man aus mehrfachen Anläſſen zur Genüge, wie
Kai=
ſer Wilhelm II. die Engländer hochſchätzt und ein
herz=
liches Einvernehmen zwiſchen beiden Nationen wünſcht:
man hat ihm in London bei ſeinen mehrfachen Beſuchen
ungemein zugejubelt, aber das hat nicht gehindert, daß
ſich die Beziehungen in der bedenklichſten Weiſe zuſpitzten.
Angeſichts einer derartigen Sachlage iſt auch nicht
anzu=
nehmen, daß die Aeußerungen Lord Lonsdales irgend
welchen nachhaltigen Eindruck machen werden.
Die Köln. Ztg. bemerkt zu dem Interview: Die
Aeußerungen Lords Lonsdales über den deutſchen
Kai=
ſer werden im allgemeinen im Auslande mit großer
Ruhe beſprochen. Erfreulicherweiſe tritt auch die zuerſt
an einigen Stellen geäußerte Anſicht zurück, als ob der
Kaiſer das Interview veranlaßt oder doch zu ihm ſeine
Zuſtimmung gegeben habe. Eine ſolche Annahme mußte
von vornherein aus verſchiedenen Gründen als
unhalt=
bar angeſehen werden, wie ſie denn auch in der Tat
un=
zutreffend iſt. Offenbar hat Lord Lonsdale nur die
Ab=
ſicht gehabt, aus freundſchaftlichen Gefühlen gegen den
Kaiſer und das deutſche Volk irrtümlichen Auffaſſungen
ſeiner Landsleute entgegenzutreten. Ob er damit eine
große Wirkung erzielt hat, iſt nach der bisherigen Haltung
der engliſchen Preſſe zweifelhaft, und es bleibt auch die
Frage offen, ob alle Wendungen in dem Interview als
beſonders glücklich anzuſehen ſind. Jedenfalls war es
ſehr gut gemeint und verdient ſchon aus dem Grunde in
Deutſchland beachtet zu werden, weil es zu denjenigen
Kundgebungen gehört, durch die wohlmeinende
Englän=
der der Verhetzung gegen Deutſchland entgegenzuwirken
ſuchen.
Die Darteien und der Mittelſtand.
* Der Reichsdeutſche Mittelſtands=
Ver=
band (Sitz Leipzig) verſendet an die Preſſe folgende
Kundgebung:
Der Reichsdeutſche Mittelſtands=Verband hat als
Ge=
ſamtvertretung des ſelbſtändigen deutſchen Mittelſtandes
den bürgerlichen Kandidaten aller Parteirichtungen, ſo
weit ſie ihm gemeldet worden ſind, die wirtſchaftlichen
Programmforderungen vorgelegt. Um von vornherein
je=
des Mißverſtändnis über Zweck und Sinn der Anfrage
auszuſchließen, war in dem Anſchreiben des Mittelſtands=
Verbandes an die Kandidaten ausdrücklich betont worden:
„Unſere Forderungen tragen keinen imperativen
Charak=
ter. Wir erbitten von Ihnen keine Feſtlegung, die mit
den Beſtimmungen der Reichsverfaſſung über die
Aus=
übung des Reichstagsmandats in Widerſpruch ſteht. Ganz
beſonders kommt es uns aber darauf an, daß wir völlige
Klarheit über die Stellung der einzelnen bürgerlichen
Kandidaten zur Sozialdemokratie gewinnen. Die
Sozial=
demokratie terroriſiert und ſchädigt den ſelbſtändigen
Mit=
telſtand derart, daß er nur ſolche bürgerliche Kandidaten
unterſtützen kann, die in keinem Stadium des
Wahlkamp=
fes die Stoßkraft des Geſamtbürgertums gegenüber der
roten Umſturzpartei ſchwächen. Auf dieſe Frage erwarten
wir deshalb eine klipp und klare Antwort.”
Bis jetzt haben 331 Kandidaten
geantwor=
tet, faſt alle in zuſtimmendem Sinne. Aus den Briefen
zahlreicher Kandidaten aller bürgerlichen Parteirichtungen
geht hervor, daß man das Auftreten des Reichsdeutſchen
Mittelſtands=Verbandes als eine ſchon längſt notwendige
Ergänzung der in unſerem öffentlichen Leben wirkſamen
großen wirtſchaftlichen Intereſſenvertretungen empfindet.
Die Prüfung der Antworten durch einen
Ausſchuß hat ergeben, daß die Kandidaten der
Konſer=
vativen, der Nationalliberalen, der
Reichs=
partei, der Wirtſchaftlichen Vereinigung
und der Zentrumspartei dem wirtſchaftlichen
Pro=
gramme des Reichsdeutſchen Mittelſtandsverbandes in der
Hauptſache zuſtimmen. Die Vorbehalte, die bei einzelnen
Punkten gemacht werden, ſind nicht derart, daß ſie eine
freundliche Geſamthaltung beeinträchtigen könnten. Faſt
alle Kandidaten dieſer Gruppen, die geantwortet haben,
verhalten ſich zuſtimmend zu den hier beſonders
hervor=
gehobenen Punkten.
Von den Kandidaten der Fortſchrittlichen
Volkspartei ſind die Antworten ſpärlich
eingegan=
gen. Auch ſie verſichern, daß ſie treue Freunde des
Mittel=
ſtandes ſind, erheben aber gegen eine ganze Reihe der von
ſallen Gruppen des Mittelſtandes anerkannten
Forderun=
gen Bedenken, ſo im Hinblick auf manche wichtige
Forde=
rung des Detailhandels. Verſchiedene Fortſchrittler
leh=
nen es ab, ſich für eine Weiterführung der erprobten
Bis=
marckſchen Wirtſchaftspolitik zu erklären; ſie verweiſen auf
das Programm ihrer Partei, in dem von einem
allmäh=
lichen Abbau der Schutzölle die Rede iſt. Was die
Be=
kämpfung des ſozialdemokratiſchen Terrorismus und der
ſozialdemokratiſchen Boykott=Beſtrebungen anbelangt, ſo
betonen zwar die fortſchrittlichen Kandidaten ihre
unbe=
dingte Gegnerſchaft gegen die Sozialdemokratie, weichen
aber jeder beſtimmten Stellungnahme aus und gehen auf
die Forderung des Reichsdeutſchen Verbandes, er müſſe
aus wirtſchaftlichen Eriſtenzgründen von den
Reichstags=
kandidaten ganz beſonders verlangen, „daß ſie im Kampfe
gegen die Sozialdemokratie ſich als unbedingt zuverläſſig
erweiſen und das geſchloſſene Eintreten des Bürgertums
in keinem Stadium des Wahlkampfes ſtören”, nicht ein.
Der Reichstag=Wahlausſchuß des
Reichs=
deutſchen Mittelſtandsverbandes bringt
dieſe allgemeinen Geſichtspunkte den Wählern des
Mittel=
ſtandes zur Kenntnis und bittet, die erforderlichen Konſe=
quenzen daraus zu ziehen. Hiernach iſt feſtzuſtellen, daß
die maßgebenden bürgerlichen Parteien den ehrlichen
Wil=
len zur Einleitung einer wirkſamen Mittelſtandspolitik
haben.
Deutſches Reich.
— Bekanntmachung der Wahlergebniſſe.
Die Norddeutſche Allgemeine Zeitung teilt mit, daß für
die diesjährigen Reichstagswahlen im Reichsamt des
Innern ein beſonderes Bureau zur Sammlung und
Be=
arbeitung der eingehenden Wahlnachrichten eingerichtet
iſt, dem es vorausſichtlich möglich ſein wird, durch die am
13. Januar um 1½ Uhr mittags erſcheinende
Sonderaus=
gabe des Reichsanzeigers für die Mehrzahl der Wahlkreiſe
die vorläufigen amtlichen Ergebniſſe der Reichstagswahl,
je=
doch ohne Angabe der Stimmenzahl, zu veröffentlichen. Am
Tage nach der amtlichen Ermittelung des Wahlergebniſſes
werden in ähnlicher Weiſe die Namen und die
Partei=
ſtellung der in die engere Wahl kommenden Kandidaten
veröffentlicht und dabei die Zahl der Stimmen
mitge=
teilt.
— Der Hanſa=Bund gegen die
Sozial=
demokratie. Eine bemerkenswerte Erklärung erlaſſen
die Ortsgruppen Barmen und Elberfeld des Hanſa=
Bun=
des, bemerkenswert deshalb, weil ſich dieſe Erklärung
aus=
ſchließlich gegen die Sozialdemokratie richtet, die ja
an=
geblich vom Hanſa=Bund nur mit Handſchuhen angefaßt
wird. In der Erklärung heißt es:
„Die Sozialdemokratie iſt die erklärte Todfeindin der
heutigen bürgerlichen Geſellſchaft und hat ſich die
Vernich=
tung der Grundlagen der heutigen Staats= und
Wirt=
ſchaftsordnung zum Ziel geſetzt; der Hanſa=Bund dagegen
iſt eine Vereinigung der bürgerlichen Erwerbsſtände und
ſtrebt, feſt auf dem Boden der heutigen Staats= und
Wirt=
ſchaftsordnung ſtehend, ihre zeitgemäße Beſſerung an. Die
Sozialdemokratie iſt die Partei des Klaſſenkampfes und
der rückſichtsloſen Durchſetzung der (von ihr noch dazu
falſch verſtandenen) einſeitigen Arbeiterintereſſen: der
Hanſa=Bund dagegen erklärt den Grundſatz der
Gleichbe=
rechtigung aller Erwerbsſtände für die unverrückbare
Grundlage ſeiner Wirtſchaftspolitik, er ſtellt der
ſtaatauflö=
ſenden Parole des Auseinander und Gegeneinander die
ſtaaterhaltende Parole des Miteinander und Füreinander
gegenüber. Die Sozialdemokratie umwirbt zwar eifrig
die Stimmen des Mittelſtandes, tatſächlich aber hat ſie
alle Maßregeln zu ſeinem Schutze bekämpft, weil der
Mit=
telſtand „der hiſtoriſchen Miſſion der Arbeiterklaſſe ſich
als Hindernis in den Weg ſtellt” und deshalb „ſein
Un=
tergang nicht früh genug herbeigewünſcht werden kann”;
der Hanſa=Bund dagegen fördert und ergreift ſelbſt alle
Maßnahmen zur Hebung und Stärkung des
Mittel=
ſtandes. Die Sozialdemokratie iſt international, ja
gera=
dezu vaterlandsfeindlich geſinnt; der Hanſa=Bund
dage=
gen wird die vaterländiſchen Intereſſen ſtets allen
einſei=
tigen gewerblichen Intereſſen ohne weiteres und
bedin=
gungslos voranſtellen. Darum kann und darf kein
Freund des Hanſa=Bundes, überhaupt kein Freund des
Vaterlandes und ſeiner Ordnung, auch wenn er vielleicht
noch ſo verärgert und verbittert über manche Maßnahmen
und Einrichtungen ſein mag, einem Sozialdemokraten
ſeine Stimme geben! Beſſern gilt es und nicht
um=
fürzen!;
— Wahlkundgebung gegen die
Sozial=
demokratie. In der am Sonntag in Berlin
zuſtande=
gekommenen Kundgebung von Vertretern der Beamten=
und Staatsarbeiter=Verbände heißt es u. a. ſein
Dienſt=
eid wehrt einem Beamten des Reiches und der
Bundes=
ſtaaten ſchlechthin die Wahl eines Gegners der
beſtehen=
den Staatsordnung. Man laſſe ſich durch Spiegelfechterei
nicht irreführen und Eidbruch bleibt Eidbruch. Wer den
Dienſteid geſchworen hat, kann alſo, ſo lange er im Amte
iſt, einen Sozialdemokraten nicht wählen. Der Aufruf
iſt unterſchrieben von Poſtbeamten, Eiſenbahnbeamten,
Eiſenbahnarbeitern und Werftarbeitern. Hinzugefügt
wird, daß eine große Zahl Unterſchriften noch ausſteht und
in den nächſten Tagen beigefügt werden wird.
Zwiſchen dem Zentrum und den
Kon=
ſervativen in Württemberg iſt nunmehr bereits
für den erſten Wahlgang ein Abkommen abgeſchloſſen
worden.
— Herzog Adolf Friedrich zu
Mecklen=
burg Gouverneur von Togo. Wie man dem
Hann. Courier ſchreibt, wird Herzog Adolf Friedrich zu
Mecklenburg nun doch demnächſt in den aktiven
Kolonial=
dienſt eintreten. Daß es ſich dabei nicht um die Stellung
als Gouverneur von Deutſch=Oſtafrika handelt, iſt vom
Herzog ſelbſt bereits feſtgeſtellt. Hingegen dürfte Herzog
Adolf Friedrich den Gouverneurpoſten von Togo über=
nehmen. Da dieſe Stellung aber nach dem Ausſcheiden
des Grafen Zech erſt kürzlich neu beſetzt iſt, läßt ſich
an=
nehmen, daß innerhalb der Gouverneurpoſten ein Wechſel
bevorſteht. Bekanntlich ſind auch die Stellen von Deutſch=
Oſtafrika und Samoa neu zu beſetzen. In der
Ueber=
nahme der Leitung von Togo dürfte der Wunſch des
Her=
zogs zum Ausdruck kommen, zunächſt die Leitung einer
Kolonie zu übernehmen, deren feſtgefügte
Verwaltungs=
formen günſtige Vorbedingungen zur Einarbeitung in den
vraktiſchen Kolonialdienſt bieten.
Ausland.
Italien.
Ausgaben für Sizilien. Wie jetzt bekannt
wird, hat die Regierung für die Wiederinſtandſetzung der
durch das Erdbeben vom 28. Dezember 1908 in Sizilien
beſchädigten Straßen, öffentlichen Gebäude uſw.
300000000 Lire ausgegeben, 500 000 000 Lire für die
Wiederaufbauung der Stadt Meſſina und 200000000
Lire für ſofortige Hilfeleiſtungen.
Frankreich.
Das deutſch=franzöſiſche Abkommen.
Das Echo de Paris meldet: Der Miniſter des Aeußern
hat dem Miniſterrat ein völliges, ſehr eingehendes
Ex=
poſé der im Juli und Auguſt mit Deutſchland
angebahn=
ten Verhandlungen nebſt einer Anzahl von Schriftſtücken
vorgelegt, die er der Senatskommiſſion zur Kenntnis
bringen wollte. Nach einer längeren Beratung ſei jedoch
entgegen dem Willen des Miniſters des Aeußern
beſchloſ=
ſen worden, daß dieſer ſich damit begnügen ſolle, der
Kom=
miſſion nur eine ganz kurze Note vorzulegen. Es ſei dies
hauptſächlich auf Veranlaſſung des Kriegsminiſters
Meſ=
ſimy geſchehen, der als Kolonialminiſter im Kabinett
Monis mit zwei oder drei anderen Miniſtern die
Zuſtim=
mung zu den von franzöſiſchen und deutſchen
Kolonial=
leuten geführten Verhandlungen gegeben habe, ohne daß
der Botſchafter Cambon von dieſen Verhandlungen in
Kenntnis geſetzt worden ſei. Dieſe Angelegenheit wird
in der nächſten Sitzung der Senatskommiſſion zweifellos
zu lebhaften Zwiſchenfällen führen.
Die Verwaltung von Marokko. Ein unter
Vorſitz des Präſidenten Fallizres abgehaltener
Miniſter=
rat beriet über verſchiedene Fragen bezüglich der
Organi=
ſation und Verwaltung von Marokko, ſowie über die
Be=
dingungen, unter denen die Beratung über das
deutſch=
franzöſiſche Abkommen fortgeführt werden ſoll.
England.
Der Kriegsſtab für die Admiralität. Die
amtliche Ankündigung über die Einrichtung des lange
ver=
kangten Kriegsſtabes für die Admiralität findet auf allen
Seiten eine beifällige Aufnahme. Selbſt die Fachkritiker,
die noch manches an der neuen Einrichtung als
unzurei=
chend auszuſetzen haben, räumen ein, daß die neue
Orga=
niſation einen großen Schritt nach der richtigen Seite hin
bedeute. Neben der Neuerung auf dieſem Gebiete findet
die Ernennung Sir Francis Hopwoods, eines bisherigen
hohen Beamten in der Kolonialverwaltung, zum weitern
Zivil=Lord der Admiralität viel Beachtung. Er ſoll, wie
es heißt, dem dritten See=Lord zur Seite treten, der mit
dem Titel Controller der Flotte die oberſte Verfügung
über das ganze Material beſitzt. Dem neuen Zivil=Lord
foll in Zukunft der geſchäftliche Teil der Obliegenheiten
des Controllers, Auſſicht und Entſcheidung über ſämtliche
Verkäufe und Lieferungen zufallen. Der Marineminiſter
hat außerdem die Stelle ſeines amtlichen Sekretärs mit
dem Titel Flottenſekretär verſchönert, erhöht und dem
Konteradmiral Beattie übertragen, der als der
ſprichwört=
liche Glückspilz der Flotte gilt. Er war ſchon jüngſter
Kapitän zur See geweſen, wurde 1910 mit 38 Jahren der
jüngſte Konteradmiral und heiratete noch dazu die
Toch=
ter des Chicagoer Millionärs Marſha Field.
Vereinigte Staaten.
Der Bericht der zur Unterſuchung des
Geldweſenseingeſetzten Kommiſſion iſt dem
Kongreß zugegangen. Der Geſetzentwurf, in dem die in
dem Bericht gemachten Vorſchläge benutzt werden, iſt noch
nicht fertiggeſtellt. Dem Vernehmen nach wird er eine
Klauſel enthalten, wodurch verhindert werden foll, daß
irgend eine ſogenannte Holding Company auf die in
Vor=
ſchlag gebrachte Central Reſerve Aſſociation maßgebenden
Einfluß gewinnt. Die Klauſel beſtimmt ferner, daß jedem
Teilhaber an der Central Reſerve Aſſociation nur
geſtat=
tet ſein ſoll, für das Kapital einer einzigen Bank ſeine
Stimme abzugeben.
* Wie dem Reuterſchen Bureau aus Buenos
Aires über den am Samstag ausgebrochenen
Eiſen=
bahnerſtreik gemeldet wird, haben die Ausſtändigen
zahlreiche Forderungen aufgeſtellt. Es ſind ſo gut wie
alle Leute ausſtändig, jedoch wird ein vorläufiger
Perſo=
nenverkehr mit Hilfe von Bureaubeamten und anderen
Angeſtellten aufrechterhalten, die im Hinblick auf den
Aus=
ſtand eingeübt worden ſind. Der Miniſterrat befaßte ſich
mit der Lage, die dadurch, daß die erſten Wagenladungen
der Weizenernte, die dieſe Woche verladen werden ſollten,
nicht von der Eiſenbahn befördert werden können, ernſt
geworden iſt.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 10. Januar.
* Vom Hofe. Landgraf und Landgräfin Chlodwig
von Heſſen, Prinz Chriſtian von Heſſen und der
Erb=
prinz zu Solms=Lich ſind am Montag vormittag 11 Uhr
13 Minuten wieder abgereiſt. — Die Großherzoglichen
Herrſchaften folgten Montag abend 8 Uhr einer
Ein=
ladung des Prinzen und der Prinzeſſin Leopold zu
Iſenburg=Birſtein zum Abendeſſen. (Darmſt. Ztg.)
* Perſonalnachrichten der Eiſenbahndirektion
Mainz. Der Regierungsbaumeiſter Heineck iſt dem
Betriebsamt 3 in Darmſtadt zur einſtweiligen
Be=
ſchäftigung überwieſen worden. — Ernannt wurden:
Werkmeiſteraſſiſtent Hotz in Darmſtadt zum
Werk=
meiſter: Hilfsweichenſteller Metzger in Lampertheim
zum Weichenſteller; Hilfsbahnwärter Mertz in
Darm=
ſtadt zum Bahnwärter. — Verſetzt wurden: Cütervorſteher
Wagner von Darmſtadt nach Mainz,
Maſchinen=
wärter Weltmann von Mainz nach Darmſtadt.
— Strafkammer. Der Metzgergehilfe Andreas
Schneider von hier iſt angeklagt des Betrugsverſuchs.
Der Angeklagte iſt bei dem Metzgermeiſter Guggenheimer
beſchäftigt und dieſer hat mit dem Militärfiskus einen
Lieferungsvertrag abgeſchloſſen, nach dem die Lieferung
von Fleiſch von älteren als 7jährigen Ochſen
ausgeſchloſ=
ſen wurde. Im Auguſt 1911 wurde dem Guggenheimer
auf dem Schlachthof ein Ochſe beanſtandet, der älter als
7 Jahre ſein ſollte. Der Angeklagte hat nun an einem
Viertel von dieſem Ochſen eine gefundene Plombe
befe=
ſtigt und das Viertel dem Fiskus geliefert, es wurde
je=
doch zurückgewieſen. Vom Schöffengericht war der
Ange=
klagte freigeſprochen worden, wogegen die
Amtsanwalt=
ſchaft Berufung einlegte. Die Strafkammer verurteilte
den Angeklagten zu 50 Mark Geldſtrafe. — Der
Sattler Georg Friedemann und der Schmied
Gotk=
hold Kühn, beide zurzeit im Arbeitshaus, werden wegen
Verbrechens gegen § 175 Friedenau zu 5. Monaten
Kühn zu 3 Monaten Gefängnis verurteilt. — Der
43jährige Taglöhner Ph. Wölfel aus Eltville iſt
beſchul=
digt, in Wirnsberg i. O. am 1. Oktober gebettelt
und=
eine Kartätſche geſtohlen zu haben. Der bereits oft
vor=
beſtrafte Angeklagte wird trotz ſeinem Leugnen zu 5
Mo=
naten und 5 Wochen Gefängnis verurteilt,
außerdem wird auf Ueberweiſung an die
Landespolizei=
behörde erkannt.
* Die erſte diesjährige Schlußprüfung der
Kandida=
ten der evangeliſchen Theologie hat geſtern vormittag im
Landes=Synodalgebäude zu Darmſtadt ihren Anfang
ge=
nommen. Es beteiligten ſich daran 5 Examinanden, von
denen 1 aus Starkenburg, 2 aus Oberheſſen und 2 aus
Rheinheſſen ſind.
* Praktiſche Meiſterkurſe. Am Montag, den 8.
Ja=
nuar, hat ein dreiwöchiger Schuhmacherkurs im
Dienſt=
gebäude der Großh. Zentralſtelle begonnen, während ein
Kurs im Holz= und Marmormalen in einem Saale der
Darmſtädter Gewerbeſchule in der Zeit vom 15. Januar
bis 3. Februar ſtattfinden wird. Ein Meiſterkurs im
Holzbeizen und Holzfärben, insbeſondere für Schreiner,
Glaſer, ſowie für Weißbinder, der von der Großh.
chemi=
ſchen Prüfungsſtation abgehalten wird, nimmt am
Mon=
tag, den 22. ds. Mts., ſeinen Anfang. Weiterhin wird
eine vortreffliche Ausbildungsgelegenheit in moderner
Handwerkstechnik in einem vierwöchigen
Dekorations=
malerkurs geboten, der vom 5. Februar ab in dem
Dach=
geſchoß der Großh. Landesbaugewerkſchule in Darmſtadt
abgehalten werden ſoll. Der Zeitpunkt, an dem ein Kurs
in ſtatiſcher Berechnung von Baukonſtruktionen beginnen
kann, läßt ſich vorerſt noch nicht feſtſetzen, da eine
ausrei=
chende Anzahl Anmeldungen noch nicht vorliegt. Der
Kurs=
kommt aber ebenfalls in allernächſter Zeit zuſtande. Bei
dieſer Gelegenheit ſeien auch die im Monat Februar
ge=
planten Meiſterkurſe in der Anfertigung von Kummeten
für Sattler in Groß=Felda vom 29. Januar bis 10. Februar
und im Schriftenmalen in Darmſtadt vom 5. bis 17. Februar
erwähnt. Zu allen dieſen Kurſen werden Anmeldungen
von der Großh. Zentralſtelle für die Gewerbe in Darmſtadt,
welche zu jeder Auskunftserteilung gerne bereit iſt, noch
entgegengenommen.
* Ausſtellung der Mediei=Drucke (farbige Facſimile=
Reproduktionen von Gemälden alter Meiſter). Man ſchreibt!
uns: Die Firma Fr. Bruckmann, A.=G. München,
veran=
ſtaltet in den Geſchäftsräumen der Firma Müller & Rühle
zur Zeit eine Ausſtellung der Medici=Drucke. Die
Aus=
ſtellung dauert bis zum 29. Januar ds. Js. Die
Samm=
lung umfaßt über 100 Bildwerke und ſtellt eine Auswahl
der bedeutendſten Werke vieler erſter Galerien dar, wie ſie!
in ſolcher Vollkommenheit bisher in Darmſtadt noch nicht
geboten wurde. Die unter der Bezeichnung Medici=Drucke
(Medici prints) von der Medici Society Ltd., London,
ſeit dem Jahre 1906 herausgegebenen farbigen
Reproduk=
tionen von Gemälden alter Meiſter ſind originalgetreue,
photomechaniſche Widergaben von höchſter techniſcher
Voll=
endung und in jeder Beziehung weit vollkommener, als!
die heute zum Teil mit hohen Liebhaberpreiſen bezahlten!
Blätter der Arundel Society. Nicht nur die Farben, auch
die Patina der Zeit, ja ſelbſt Riſſe und Beſchädigungen
einzelner Bilder ſind getreu wiedergegeben. Von der
ge=
ſamten Kunſtkritik des In= und Auslandes werden dieſe
Reproduktionen als das techniſch Vollendetſte hingeſtellt,
was auf dieſem Gebiete geleiſtet werden kann, ſodaß
die=
ſelben nicht nur den Geſamteindruck treu wiedergeben,
ſondern auch in den Details der mikroſkopiſchen Prüfung
ſtandhalten. (Wir kommen auf die Ausſtellung zurück.
Die Red.)
— Die Reichspartei veröffentlicht in der heutigen
Nummer unſeres Blattes einen Wahlaufruf
zugun=
ſten der Kandidatur Dr. Oſann.
* Fortſchrittliche Volkspartei. Man ſchreibt uns:
Heute abend findet in der Turnhalle am Woogsplatz die
letzte liberale Kundgebung vor der Hauptwahl für die
Kandidatur Dr. Strecker ſtatt. Es werden außer dem
Kandidaten der Fortſchrittlichen Volkspartei, Herrn
Ober=
lehrer Dr. R. Strecker=Bad Nauheim, die Herren
Landtags=
abgeordneter Henrich=Darmſtadt und Redakteur Dr.
Gold=
ſchmidt=Frankfurt a. M. ſprechen. Zu dieſer Verſamm=
Frauenmoden im Reiche der Mitte.
Wird die Revolution in China, die ſo
überraſchend die Geiſteswandlung der Söhne des
Him=
mels offenbart, auch in der nächſten Zeit die Sitten
und Bräuche der chineſiſchen Frauenwelt
verändern? Das iſt die Frage, die der Pariſer
Jour=
naliſt de Marechal einem vertrauten Freunde und
Mit=
arbeiter Sun Yat Sens vorgelegt hat und deren
Beant=
wortung einen intereſſanten Einblick in das Leben der
chineſiſchen Frau und in ihr Verhältnis zur Mode
ge=
währt. „Vor allem”, ſo erklärt der Freund Sun Yat
Sens, „muß man ſtreng unterſcheiden zwiſchen der
chine=
ſiſchen Frau und der Mandſchufrau. Sie ſind
einander in Tracht, Sitte, Temperament und Weſen
außerordentlich verſchieden. Ich glaube nicht, daß die
Mandſchufrau in abſehbarer Zeit europäiſche Sitten
an=
nehmen wird, oder jedenfalls nicht die guten
europäi=
ſchen Sitten. Die Raſſe der Mandſchu iſt ihrem Weſen
nach ſehr konſervativ, ſträubt ſich gegen Aenderungen und
Wandlungen. Vor allem aber ſind die Mandſchufrauen
keine Anhängerinnen intellektueller oder künſtleriſcher
Bildung, und infolgedeſſen ſteht ihre Kultur auf keiner
hohen Stufe.”
Dieſer Unterſchied gegenüber den wiſſensdurſtigen
Chineſinnen, die nach den alten Traditionen ihres Volkes
von früheſter Jugend an die Achtung vor geiſtiger
Bild=
ung und Wiſſen gelernt haben, prägt ſich auch in ihrem
äußeren Leben aus; die Mandſchufrau ſucht im Leben
andere Genüſſe und ſie kleidet ſich auch anders wie die
Chineſinnen. Die Frau eines reichen und vornehmen
Mandſchus trägt eine Art kurze ſeidene Jacke und einen
ſeidenen Rock, während die Chineſin eine lange Jacke
trägt, die für den europäiſchen Blick in ihrer Länge an
einen Gehrock erinnern mag. Der oft pelzbeſetzte
Kra=
gen dieſer Jacke iſt immer hochgeſchlagen, ſtatt des Rockes
der Mandſchufrau aber trägt die Chineſin ſeidene
Bein=
kleider. Die Weſensverſchiedenheiten des Geſchmackes
zwiſchen den Raſſen prägt ſich aber vor allem in dem
Kopfſchmuck aus. Die Chineſin trägt eine
enganlie=
gende, an den Rändern mit Stickerei geſchmückte Kappe,
die Mandſchufrau dagegen eine ſehr umſtändliche und
auffällige Friſur. Ihren Kopf ſchmückt einhoher,
ſchmetter=
lingsartiger Aufbau aus falſchem Haar, der mit Hilfe
von einem Drahtgeſtell in ſeiner Lage erhalten wird. In
ſeinen Formen erinnert dieſer künſtliche Aufbau an die
große ſeidene Schleife, die die Elſaß=Lothringerin als
Kopfſchmuck trägt, nur daß dieſe Zierde der
Mandſchn=
frau nicht aus Stoff, ſondern aus künſtlichen Haaren be=
ſteht. Die Coiffüre der Mandſchufrau iſt für ſie auch die
Gelegenheit zur Entfaltung von Prunk; alles, was ſie an
Koſtbarkeiten und Juwelen beſitzt, konzentriert ſich auf
dieſen Haaraufbau, in den gern Perlenketten verwoben
werden. Die Mitte der Friſur bildet immer eine
koſt=
bare ſchwere Spange, die oft mit Juwelen beſetzt iſt und
in ſenkrechter Richtung an dem Haaraufbau angebracht
iſt, ſo daß ſie an ihrem unteren Ende den Scheitel berührt.
Die Chineſin dagegen ſchmückt ſich mit einem
Perlenkol=
ier, das um den Hals getragen wird, und das einen
möglichſt ſchweren und koſtbaren Anhänger trägt, der
dann auf der Bruſt pendelt.
Wenn aber auch dieſe beiden einander ſo
verſchie=
denen Trachten einſtweilen noch wenia Berührungspunkte
mit europäiſcher Mode zeigen, ſo läßt ſich doch
anneh=
nen. daß im Gegenſatz zu der Mandſchufrau die Chineſin
verhältnismäßig raſch europäiſches Fühlen und
euro=
päiſche Sitten annehmen wird. Die Mandſchufrau
ver=
bringt ihren Tag mit Sviel: ſie raucht Opium und hat
eine beſondere Vorliebe für Theater; ja viele von ihnen
halten ſich Schauſpielergeſellſchaften und Tänzer, wie ſie
überhaupt männliche Umgebung und männliche
Bedien=
ung vorziehen. Die Chineſin dagegen lebt ſehr
zurück=
gezogen, hat nur ihre Dienerinnen; ſie kennt die
Spiel=
eidenſchaft nicht, die Beſchäftiaung ihrer Mußeſtunden
iſt Malerei, Stickerei und Muſik, ja viele von ihnen
machen auch heimlich ihre Gedichte. Da ſie aber durch
ihre Erziehung über eine, einſtweilen freilich einſeitig
chineſiſche Bildung verfügen, leſen ſie auch viel, haben
einen größeren Geſichtskreis, vor allem aber eine
lebhaf=
tere Bewealichkeit und Anvaſſungsfähigkeit des Geiſtes,
ſo daß ſie ſicher die erſten ſein werden, die ſich in
verhält=
nismäßig kurzer Zeit den neuen Umſtänden anpaſſen
werden, wobei naturgemäß auch ihre Lebensweiſe und
ihre Tracht fremden Einflüſſen zugängig werden.
Konzerte.
* Das vierte Konzert der
Großherzog=
lichen Hofmuſik, das am Montag unter Leitung
des Herrn Hofrats de Haan ſtattfand und mit der
Beethovenſchen Ouvertüre zu „Koriolan” eröffnet wurde,
vermittelte uns die Bekanntſchaft mit einem
Klavier=
virtuoſen von ausgeprägter künſtleriſcher Individualität
und hervorragendem Können, Herrn Paul
Gold=
ſchmidt aus Berlin. Er ſpielte als erſte Nummer
Klavierkonzert, D-moll, op. 15 mit Orcheſterbegleitung
von Brahms, deſſen Aufnahme in das Programm
be=
ſonders dankbar zu begrüßen war. Das grandioſe Werk,
deſſen drei Sätze ſich durch ausgeprägte Charakteriſtik
des Stils von einander unterſcheiden, inbezug auf
Tempe=
rament, Großzügigkeit und Pracht der Klangeffekte, die
dem Werke eigen ſind, aber einander gleichen, erfordert
einen ganzen Künſtler und deſſen volle Hingabe. In
Herrn Goldſchmidt war ein berufener Interpret dafür
gefunden worden, der ebenſo ſehr über echtes
künſtleri=
ſches Temperament wie über eine imponierende tonliche;
Energie und einen allen Ausdrucksnuancen gerecht
wer=
denden Reichtum klanglicher Schattierungen gebietet.
Daß er dabei von einer unfehlbaren Technik unterſtützt!
wird, iſt wohl ſelbſtverſtändlich. Das Werk und der
Künſtler fanden eine ungewöhnlich begeiſterte Aufnahme.
Herr Goldſchmidt ſpielte ſodann noch das Impromptu in
B-dur von Schubert mit beſtrickender Tonpoeſie und das
Liſztſche Bravourſtück Legende, „Der heilige Franziskus
auf den Wogen ſchreitend” in dem er ſich auch als
Vir=
tuoſe von ſtaunenswerter pianiſtiſcher Technik bewährte.
Für den reichen Beifall dankte er durch eine Zugabe,
Moment musical von Schubert.
Das Programm enthielt noch ein Orcheſterſtück „
Au=
bade” (Morgenſtändchen) von C. Scott. Ob die
viel=
fachen Anklänge dieſes Muſikſtückes an d’Alberts „
Tief=
land” bewußt oder unbewußt ſind, wollen wir dahin
eſtellt ſein laſſen, entgangen ſind ſie den Zuhörern wohl
nicht. Im übrigen fiel uns auch hier wieder ein, was
Goethe einmal „jungen Dichtern” zur Nachachtung
empfohlen hat, wenn er ſchrieb: „Die deutſche Sprache
iſt auf einen ſo hohen Grad der Ausbildung gelangt,
daß einem jeden gegeben iſt, ſowohl in Proſa als in
Rhythmen und Reimen ſich dem Gegenſtande wie der
Empfindung gemäß nach ſeinem Vermögen glücklich
aus=
zudrücken. Hieraus erfolgt nun, daß ein jeder, welcher
durch Hören und Leſen ſich auf einen gewiſſen Grad
ge=
bildet hat, wo er ſich ſelbſt einigermaßen deutlich wird,
ſich alsbald gedrängt fühlt, ſeine Gedanken und Urteile,
ſein Erkennen und Fühlen mit einer gewiſſen
Leichtig=
keit mitzuteilen. Schwer, vielleicht unmöglich, wird es
aber den Jüngeren, einzuſehen, daß hierdurch in
höhe=
rem Sinne noch wenia getan iſt.” Wenn wir
alles dies für die Poeſie Gültige auf die Muſik
be=
ziehen, haben wir dem nichts weiter hinzuzufügen, als
daß das Schlagwort „modern” mit dem ſo viel Unfug
getrieben wird, beſtehende Werte nicht umwerten und
Unvollkommenes nicht vollkommen machen kann.
Haydns prächtig geſpielte B=dur=Sinfonie beſchloß
das Konzert und wirkte in ſeiner erfriſchenden
Natürlich=
eit hersſtärkend und — troſtbringend.
lung ſind alle Freunde der Kandidatur Dr. Strecker, ſowie
alle Wahlhelfer, auch Frauen, ſowie die akademiſche und
kaufmänniſche Jugend freundlichſt eingeladen. Wie bei
allen Verſammlungen der Fortſchrittlichen Volkspartei
wird auch bei dieſer freie Ausſprache zugeſichert, worauf
an dieſer Stelle nochmals beſonders hingewieſen wird.
Frühzeitiges Erſcheinen iſt bei dem zu erwartenden regen
Beſuch ſehr zu empfehlen.
* Jubiläum. Heute vor fünfzig Jahren, am 11.
Ja=
nuar 1862, iſt der Kaufmann Karl Frank, Große
Ochſen=
gaſſe 13, als Mitglied der Turngemeinde Darmſtadt
bei=
getreten. Derſelbe iſt heute noch im Beſitze der
Aufnahme=
karte und der erſten Quittung.
* Franzöſiſcher Ausſprache=Kurſus. Es wird hiermit
auf den Ausſprache=Kurſus des Herrn Profeſſeur J. Berryer
im Franzöſiſchen mittelſt phonetiſcher Apparate, der am
22. Januar beginnen und bis Oſtern dauern wird,
auf=
merkſam gemacht. (Siehe Anzeige.)
* Stenographie. Der Gabelsberger Stenographen=
Verein (1861), Protektor Se. Kgl. Hoheit der Großherzog,
hat Anfängerkurſe für ältere und jüngere Herren
begon=
nen, zu welchen ſich 35 Teilnehmer angemeldet haben. Es
werden lt. Anzeige noch Anmeldungen im Schulhaus am
Ballonplatz nächſten Donnerstag, den 11. lfd. Mts.,
entge=
gengenommen.
— Jeder Landbriefträger führt auf ſeinem Beſtellgang
ein Annahmebuch mit ſich, welches zur Eintragung der
von ihm angenommenen Telegramme, Wert= und
Ein=
ſchreibſendungen, Poſtanweiſungen, Zahlkarten,
gewöhn=
lichen Paketen, Nachnahmeſendungen und
Zeitungsbeſtel=
lungen, ſowie der zur Frankierung der Sendungen, zur
Beſtellung der Zeitungen und zur Beſchaffung von
Wert=
zeichen ihm übergebenen Beträge dient. Ein gleiches
An=
nahmebuch führt jeder Inhaber einer Poſthilfsſtelle für die
bei dieſer niedergelegten Wertſendungen uſw. Es iſt
zweck=
dienlich, daß die Aufgeber die Eintragung der Sendungen
uſw. in die bezeichneten Annahmebücher eigenhändig
be=
ſorgen, oder ſich wenigſtens von der Buchung durch den
Landbriefträger oder den Poſthilfsſtelleninhaber
überzeu=
gen. Da dieſe Beſtimmungen noch immer nicht
ausrei=
chend bekannt ſind, werden ſie erneut zur öffentlichen
Kenntnis gebracht.
Orpheum. „Jobs Luſtige Bühne” ſetzt mit
außergewöhnlichem Erfolg ihr Gaſtſpiel fort. Noch
immer wirken die draſtiſchen und humorvollen
Darbiet=
ungen zwerchfellerſchütternd, und wohl niemand kann
dem überaus erheiternden Einfluß ſich entziehen, den
das Spiel des routinierten Enſembles allabendlich
aus=
übt. Dem tollen Schwank von dem Mann mit dem
Fimmel iſt ein nicht weniger ausgelaſſen fideles und
an wirkſamſter Komik überreiches „Luſtiges Stück”
ge=
folgt in „Ein dreieckiges Verhältnis” (3 Akte
mit Geſang, nach einer älteren Idee bearbeitet und in
Szene geſetzt von Hermann Job, Muſik von R. Ephraim).
Vom Inhalt des luſtigen Stücks ſoll auch diesmal, um die
Pointen nicht zu verraten, nichts mitgeteilt werden.
Ge=
ſpielt wird ganz vortrefflich und mit einer Routine, die
nur langjähriges Zuſammenſpiel verleiht. Herr
Fin=
king als Bürgermeiſter Müller iſt köſtlich. Er weiß
den übereifrigen Ortsvorſteher, der jeden verhaften läßt,
der ihm auch nur im entfernteſten einem Verbrecher
ähn=
lich ſieht, dabei aber durchaus nicht unempfänglich iſt
für die Reize einer Chanſonette, mit ebenſo viel Würde
wie Verliebtheit und draſtiſchem Humor auszuſtatten.
Herr Weißweiler legt bei der Verkörperung ſeiner
Rollen größeren Wert auf Charakterdarſtellung. Sein
Sekretär Baumann war ein kleines Meiſterſtück. Im
Verein mit Dir. Job und dem Damen=Imitator Herrn
Auen, dem brillanten Darſteller komiſcher Alten,
bil=
den dieſe Herren ein Quartett, dem vor allem die
ein=
wandfreie Beherrſchung des Kölniſchen Dialektes, die
unerläßliche Vorbedingung für dieſen Humor iſt, zugute
kommt und ſie zu Trägern des ganzen Enſembles macht.
Routinierte Salonhelden ſind die Herren Tackmann
und Weſtphal, und auch die Herren Erdmann,
Römer und Sylla paſſen ſich gut dem Enſemble ein.
Unter den Damen iſt Frau Direktor Job in Spiel und
Darſtellung zweifellos herrſchend. Sie weiß übrigens
auch mit ſchicken Toiletten zu brillieren. Frau Römer
gab die junge und hübſche Frau Bürgermeiſterin mit
viel Geſchmack und liebenswürdiger Naivität. — Aber
die Einzelleiſtungen verſchwinden, wie geſagt, in dem
meiſterhaften Zuſammenſpiel, das namentlich die
köſt=
lichen Szenen in der draſtiſchen Situationskomik zu beſter
Wirkung bringt.
Die urdrollige Burleske „Ein dreieckiges Verhältnis”
elangt nur noch heute Mittwoch zur Aufführung.
Mor=
gen Donnerstag findet die Erſtaufführung des tollen
Schwankes „Der brave Hermann” ſtatt. „Der brave
Her=
mann” iſt eines der Glanzſtücke aus dem Repertoire Jobs
und hat ſich überall als Kaſſenmagnet erwieſen. Selbſt
während des vergangenen heißen Sommers ging er in
Köln 36mal hintereinander vor ſtets ausverkauftem
Haus in Szene; ein Erfolg, der in der Theatergeſchichte
wirklich beiſpiellos daſteht.
* Jubiläums=Karneval der Turngemeinde Darmſtadt.
Man ſchreibt uns: Das zweite Jubiläums=Konzert in
der Turnhalle am Woogsplatz ſtand in nichts dem erſten
Konzert nach, ja es übertraf dieſes noch in ſeinen
künſt=
leriſchen Darbietungen durch die Zither=, Mandolinen=
und Kniegeige=Vorträge von Meiſter Hauskes Kapelle,
ſo=
daß es gewiſſermaßen als eine würdige Vorfeier der
am kommenden Sonntag, den 14. ds. Mts., pünktlich
abends 7 Uhr 11 Minuten ſtattfindenden einzigen großen
Jubiläums=Damen= und Herren=Sitzung
gelten kann. Die Sitzung dürfte die effektvollſte werden,
die je von der Turngemeinde geboten wurde. Zwei
her=
vorragende Künſtler unſerer Hofbühne ſind gewonnen,
ein aufſteigender Stern am Komponiſtenhimmel wird
uns mit ſeiner Kunſt unterſtützen und amerikaniſch=
muſi=
kaliſche Exzentries werden den Abend verſchönern, nicht
zuletzt der glänzenden Vorführungen der Turner zu
ge=
denken, die ſchon fleißig hinter den Kuliſſen wirken. Auch
berühmte Humoriſten ſind gewonnen. Der Eintrittspreis
für dieſe Veranſtaltung iſt auf 1 Mark einſchließlich Tanz
feſtgeſetzt und ſind Karten im Vorverkauf erhältlich.
Mit=
glieder erhalten Karten zu ermäßiaten Preiſen beim
Hausmeiſter. (Alles Nähere ſ. Anzeigen und Plakate.)
§ Naturalverpflegungsſtation. Während des
Monats Dezember wurde die Hilfe der hieſigen
Natural=
verpflegungsſtation von 678 mittelloſen Durchreiſenden
in Anſpruch genommen; hierdurch ſind 641 Mark
Ver=
pflegungskoſten entſtanden. Im vorhergehenden Monat
November ſind 473 (oder weniger 205) Perſonen
unter=
ſtützt worden, welche einen Koſtenaufwand von 449 Mark
(oder weniger 192 Mark) verurſachten.
§ Aſyl für Obdachloſe. Während des Monats
Dezember wurde in dem im Lokale des zweiten
Polizei=
reviers in der Alexanderſtraße errichteten Aſyl für
Obdachloſe 400 Perſonen und in demjenigen im Lokale
des fünften Polizeireviers in der Ludwigshöhſtraße
277 Perſonen, zuſammen 677 Perſonen, Obdach gewährt.
* Die Darmſtädter Faſtnachts=Zeitung wird vom 20.
Januar ab wieder erſcheinen. Der Verlag Waldſtraße 4
bittet ſchon jetzt um Zuſendung von Beiträgen. Es wird
auch auf den Aufruf im Anzeigenteil unſeres Blattes
ver=
wieſen.
Nieder=Modau, 9. Jan. In der Angelegenheit des
Konkurſes des Niedermodauer Spar= und
Kre=
ditvereins hat am Sonntag in Oberramſtadt eine
Gläubigerverſammlung ſtattgefunden, in der die Herren
Pfarrer Kalbhenn aus Obermockſtadt, Bürgermeiſter
Bür=
genſtock aus Ranſtadt und Regierungsrat Baſtian=
Darm=
ſtadt Referate hielten über die Erfahrungen, die beim
Konkurs in Obermockſtadt gemacht worden ſind, wo die
Verhältniſſe ähnlich gelagert waren, wie jetzt bei dem
Zu=
ſammenbruch des Spar= und Kreditvereins in
Nieder=
modau. Die Ausführungen gipfelten in dem Rate, daß
die Sparkaſſeneinleger jetzt das größte Intereſſe daran
hätten, den bereits eröffneten Konkurs rückgängig zu
machen. Dies könne dadurch erreicht werden, daß die
Sparkaſſeneinleger auf ihre Einlagen einen Nachlaß von
20 Prozent gewährten. In einer einſtimmig gefaßten
Re=
olution wurde von den anweſenden Gläubigern dieſer
Nachlaß zugeſtanden. Es wurde eine Kommiſſion
ge=
wählt, die mit den anderen Gläubigern verhandeln ſoll.
Da Vorſtand und Aufſichtsrat des Vereins ihrerſeits ſich
bereit erklärt haben, 328000 Mark zu bezahlen, und da die
weniger zahlungsfähigen Mitglieder bis zu 200000 Mk.
aufbringen wollen, kann der bereits eröffnete Konkurs
rückgängig gemacht werden, wenn die Gläubiger den
Nach=
laß eintreten laſſen. Die langſame Abwickelung des
Obermockſtadter Konkurſes hat die Gläubiger, wie von den
Referenten eindringlich dargelegt wurde, außerordentlich
geſchädigt, und auch ſie hätten beſſer daran getan, wenn
ſie damals den Anträgen gefolgt wären, die in demſelben
Sinne den Nachlaß verlangt hatten. (Frkf. Ztg.)
Zwingenberg, 9. Jan. Der Großherzog
ſpen=
dete zum hieſigen katholiſchen Kirchenbau 150 Mk.
Münſter bei Dieburg, 8. Jan. In der Nacht vom
Sonntag auf Montag wurde bei dem Gaſtwirt Adam
Giegerich ein frecher Einbruch verübt. Die
Tä=
ter hatten ſich bereits eine anſehnliche Menge
Flaſchen=
weine, Kognak und ähnliches angemaßt und ſuchten in
einem oberen Zimmer nach der Kaſſe, als ſie ſich durch
Umwerfen von Gegenſtänden bemerkbar machten. Der
Wirt ſah ſie nur noch entfliehen, will ſie aber erkannt
haben.
Lindenfels, 8. Jan. Die hieſige Ortsgruppe des
Odenwaldklubs hielt geſtern ihr Wanderauszeichnungs
feſt ab. Ausgezeichnet wurden 11 Mitglieder, und zwar
zum drittenmal: Herr und Frau Dr. Weißmann, Herr und
Frau Schobert, Herr Machemer; zum zweitenmal: Herr
und Frau Keil; zum erſtenmal: die Herren Knobeloch,
Marquard, Backofen und L. Böhringer. Gleichzeitig
ge=
langte der Wanderplan für 1912 zur Austeilung. Es ſind
11 Wanderungen vorgeſehen und zur Auszeichnung die
Teilnahme an 9 Wanderungen vorgeſchrieben.
Mainz, 9. Jan. Vor einigen Tagen entſtand in einer
Wirtſchaft in der Rheinſtraße ein Streit, der in eine
große Schlägerei ausartete. Der Wirt drängte ſich
unter die Streitenden, um Ruhe zu ſchaffen. Dabei
ſchlu=
gen die Streitenden auch auf den Wirt ein und dieſer er
litt ſo ſchwere Verletzungen, daß er in das Hoſpital
aufge=
nommen werden mußte. Geſtern iſt nun der Wirt
ge=
ſtorben. Es iſt eine Unterſuchung eingeleitet, um die
Leute zu ermitteln, die an der Prügelei beteiligt waren.
Weiſenau, 9. Jan. In den Steinbrüchen der
Wei=
ſenauer Zementfabrik wurden die Ueberreſte einer
römiſchen Töpferei bloßgelegt. Der Vorſtand des
Mainzer Altertumsvereins, der von dieſem Fund in
Kenntnis geſetzt wurde, ſtellte Nachforſchungen an und es
wurden dabei zwei Oefen zum Brennen von Töpferwaren
bloßgelegt. Die Konſtruktion der Oefen iſt ſehr primitiv.
Der ſogen. Schürraum, der Feuerraum und die Feuerdecke
mit den Zügen waren noch recht gut erhalten, von dem
Bodenraum aber waren nur noch die unterſten Teile
vor=
handen. Die Reſte genügten vollauf, um die Form der
Oefen und die Art des Betriebes deutlich erkennen zu
laſ=
ſen. In den Oefen ſelbſt und in ihrem Bereiche lagen
große Mengen von im Brande unbrauchbar gewordenem
und weggeworfenem Geſchirr; die Formen des Geſchirrs
verweiſen auf die frührömiſche Kaiſerzeit und es wird
an=
genommen, daß man es mit einem militäriſchen Betrieh
zu tun hat, der das Mainzer Legionslager mit dem
täg=
lichen Gebrauchsgeſchirr zu verſorgen hatte. Sehr
inter=
eſſant und wertvoll erſcheint der Fund einer
Modell=
ſchüſſel eines feinen Bechers in den Ofenabfällen, der nach
Form, Verzierung und Technik ganz in den Kreis feiner
oberitalieniſcher Reliefkeramik gehört.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Jan. Profeſſor
Engel=
bert Humperdinck hat einen Schlaganfall erlitten,
der eine linksſeitige Lähmung zur Folge hatte. Der
künſtler war ſtundenlang ohne Beſinnung. Das Be
wußtſein iſt, wie die Voſſiſche Zeitung hört, noch immer
ſoweit getrübt, daß der Patient ſich zur Zeit in England
glaubt. Die Angehörigen Humperdincks, der in ſeiner
Grunewald=Villa daniederliegt, führen die Erkrankung
auf die Anſtrengungen der Londoner Reiſe zurück. Auch
ſcheint dem Meiſter, der zunächſt von einer Bronchitis be
fallen wurde, das unwirtliche Winterklima Londons
Feuilleton.
* Aus der Bühnenwelt. Neue Opern von
Meſ=
ſager. Zwei neue Werke des bekannten franzöſiſchen
Komponiſten André Meſſager werden im Laufe dieſes
Jahres ihre Uraufführung erleben. Meſſager arbeitet
ge=
genwärtig noch an den Partituren der beiden Opern. Die
eine von ihnen wird den Titel „Beatrice” führen und baut
ſich auf einem Textbuche von de Fleres und Caillavet auf;
die andere heißt „Dagobert” und das Libretto dazu
ſtammt von André Riviere. Die „Beatrice” ſoll im März
in Nizza aufgeführt werden, während die Oper „
Dago=
bert” an der Pariſer Komiſchen Oper zum 1. Male in Szene
gehen wird. — Im Leſſingtheater in Berlin wurde
ein dreiaktiger Schwank von Hermann Bahr: „Das
Tänzchen” aufgeführt. Der Köln. Ztg. wird darüber
geſchrieben: Das in der Buchausgabe Luſtſpiel genannte
Stück muß ſich auf dem Theaterzettel den geringeren Titel
Schwank gefallen laſſen; wahrſcheinlich erblickt der
Ver=
faſſer darin einen mildernden Umſtand für die techniſche
Unſauberkeit und Lotterigkeit ſeiner überhaſteten Arbeit.
Das Stück hatte ſtellenweiſe einen ſtarken Heiterkeitserfolg
durch zahlreiche, nicht üble Witze, die freilich nicht
ſonder=
lich neu ſind; einzelne Nebenfiguren ſind nicht übel
ſkiz=
ziert, beſonders die praktiſche Lebensweisheit des alten
ſchlauen Lawins erweckte lebhaften Beifall. Die
Fallen=
ſzene dagegen blieb wegen ihrer ſchmutzigen Gemeinheit
nicht ohne Widerſpruch, der ſich ſogar zu einem
ſchüch=
ternen Hausſchlüſſelpfiff verſtieg.
(* Die erſte Eiſenbahn in Tripolis. Nachdem bisher
in Tripolis nur der Kriegsgott grauſam und hart
ge=
waltet hat, unternimmt jetzt europäiſche Ziviliſation
einen erſten Schritt zur kulturellen Eroberung des
heiß=
umſtrittenen Landes; wenn ſich der Ausführung der
italieniſchen Pläne Hinderniſſe nicht in den Weg ſtellen,
wird bereits am 1. Februar zum erſten Male in Tripolis
der Pfiff einer Lokomotive ertönen, die auf einem neuen
Schienenſtrang einen Eiſenbahnzug von der Stadt zu
der berühmten Oaſe Ainzara bringt. Naturgemäß wird
dieſe neue Bahn einſtweilen vorwiegend militäriſchen
Zwecken dienen, aber ſie ſoll bereits mit Rückſicht auf
einen dauernden Betrieb konſtruiert werden und wird
die erſte Etappe des Schienennetzes bilden, mit dem
Italien Tripolis überziehen will. Die Vorarbeiten und
die Vermeſſungen ſind von dem Ingenieur Gullini
abge=
ſchloſſen, und ſchon am 16. Januar erwartet man in Tri=
Ais das Eintreffen der erſten Arbeiterſchar und des zu
dem Bahnbau nötigen Materials. Wenn die Witterung
eine raſche Landung des Materials ermöglicht, will
Gul=
lini die Arbeit in 14 Tagen vollenden. Die erſte
Eiſen=
bahn in Tripolis zeigt den ſogenannten „kolonialen”
Typus, eine Schmalſpurbahn mit 95 Zentimeter
Spur=
weite. Für die Wahl dieſer Svurweite macht man in
Italien als Grund geltend, daß die ſizilianiſchen und
die ſardiniſchen Eiſenbahnen bereits mit dieſer
Spur=
weite arbeiten. Man glaubt auf dieſe Weiſe
Zeitver=
luſten in der Beſchaffung des rollenden Materials aus
dem Wege zu gehen. Das hat ſeine beſondere
Bedeut=
ung; man ſcheint ſich mit der verhältnismäßig kurzen
Strecke Tripolis-Ainzara für den Augenblick nicht
be=
gnügen zu wollen, denn die Inaenieure ſprechen von dem
ſofort nötigen Material zur Durchführung des
Bahn=
baues auf eine Strecke von 50 Kilometer. Da man
fürchtet, daß die italieniſchen Fabriken bei einer anderen
Spurweite das beſonders anzufertigende Wagenmaterial
nicht raſch genua liefern könnten. hat man für Tripolis
die ſizilianiſche Spurweite gewählt. um das rollende
Ma=
terial den Beſtänden dieſer bereits in Betrieb ſtehenden
Bahnen entnehmen zu können. Die Arbeiten ſtoßen auf
keine Geländeſchwierigkeiten. Um die Schienenlegung
zu beſchleunigen, legt man die Schwellen einfach auf den
Sand; das Schwellenmaterial wird in großen Vorräten
der italieniſchen Eiſenbahn entnommen. Die Bahn ſoll
imſtande ſein, eine Durchſchnittsgeſchwindigkeit von 25
Kilometern in der Stunde zu entwickeln, ſo daß man vom
1. Februar ab von Tripolis aus die Oaſe Ainzara in
15 Minuten erreichen könnte.
* Kainz und die Poliziſten. In der Wiener Neuen
Preſſe erzählt der Dramatiker Felir Philippi in
einem hübſchen Erinnerungsaufſatz eine luſtige Epiſode
aus dem Leben des verſtorbenen Joſeph Kainz. Der
damals noch junge Künſtler war mit einigen anderen
Schauſvielern, Sängern und Schriftſtellern bei Philippi
zu Gaſte und erfreute die Anweſenden durch eine
ſtun=
denlange Vorleſung aus Werken Grillvarzers, Hebbels
und Schillers. Eben war er beim Schlußakte des „Don
Carlos” angekommen. Der Tabakqualm, den
nament=
lich Ganghofer und Levi verurſacht hatten, war gegen
zwei Uhr morgens ſo ſtark geworden, daß ein Fenſter
geöffnet werden mußte, weil Kainz „es ſonſt nimmer
derſchnaufn” konnte. Dann hatte Kainz ſeine Klage an
Poſas Leiche ausgeſtrömt, hatte mit dem vollen
Auf=
gebot ſeiner Stimme dem eintretenden Philivpi „Dein
Geruch iſt Mord” entgegengeſchrien, als es plötzlich
un=
geduldig und eneraiſch an der Eingangstür der
Wohn=
ung pochte. Betroffen ſahen wir uns an. Ich öffnete.
Zwei Gendarmen mit den Händen am Säbelgriff
ſtan=
den vor mir. Und als ich ſo frei war, die Herren zu
fragen, was mir denn um dieſe ein bißchen
ungewöhn=
liche Stunde die ſchätzenswerte Ehre ihres
liebenswür=
digen Beſuches verſchaffe, herrſchte mich der eine, ein
blonder Hüne, mit gar nicht mißzuverſtehender
Deut=
lichkeit an: „Laſſen’s uns eini! Hier ſchreit aner immer
um Hilfe! Mir ham’s unten bei der Patrouillen g’hört!
Alſo ohne Umſtänd. Laſſen’s uns eini!” Ein
elementa=
rerer Heiterkeitsausbruch iſt nicht erlebt worden, ſo lange
die Welt ſteht. Wir lachten, wir ſchrien, wir tobten, wir
johlten vor Vergnügen und über den ganzen Tumult
hinweg Kainzens Fanfarenſtimme: „Recht ham’s! Der
Marquis von Poſa iſt ſoeben hier meuchlings ermordet
worden!” Als höflicher Wirt lud ich die Herren
Gendar=
men ein, ſich perſönlich von der Grundloſigkeit ihrer
Be=
ſorgniſſe zu überzeugen und den Urſachen dieſer
Hilfe=
rufe nachzuſpähen. Kainz verſtand mich ſofort und
ſchmetterte den Eintretenden mit der vollen Kraft ſeiner
Lungen entgegen: „Steckt Eure Schwerter ein! Was
wollt Ihr? Glaubt Ihr, ich ſei raſend? Ich bitte, haltet
Euch entfernt!” und, auf Vogl zeigend: „Seht nur, wie
ſeine Finger bluten! Das hat er getan, der große Künſt
ler!‟ Die beiden behelmten Rieſen, die ſtatt der
geſuch=
ten Mordgeſellen nur übermütige, glückliche Jugend
fan=
den, Kainz, der auf einen Stuhl geſprungen war, in der
Rechten den Schiller, in der Linken den Maßkrug
hal=
tend, wir alle den zuerſt verblüfften und dann herzlich
mitlachenden Poliziſten zutrinkend, die ganze Szene
ge=
taucht in das rötlich=ſchlummerige Licht der nur noch
flackernden Lampe, war das nicht hübſch? War das nicht
luſtig? Der König von Bayern, dem Kainz den
nächt=
lichen Spuk erzählte, ſoll Tränen gelacht haben über den
Pflichteifer ſeiner Hermandad!
* Die Feuerwehr im Wahlkampfe. Aus Anklam=
Demmin, dem Wahlkreis des konſervativen Reichstags
präſidenten Grafen Schwerin=Löwitz, berichtet das
Tage=
blatt für Vorpommern: „In Werder bei Treptow a. d.
Tollenſe ſollte vor kurzem eine liberale Verſammlung
mit dem Reichstagskandidaten Rechtsanwalt Dr. Berndt
ſtattfinden. Kurz vor der Verſammlung alarmierte der
Amtsvorſteher die Freiwillige Feuerwehr, um den
libe=
ralen Brand im Dorfe zu löſchen. Die Einwohner von
Werder ſind faſt ausnahmslos Mitglieder der Freiwilli
gen Feuerwehr und mußten daher, als Alarm geſchlagen
war, erſcheinen, andernfalls hätten ſie 3 Mark Straſe
zahlen müſſen, wie es ihnen angedroht war. Nach dem
Appell ging es ins Gaſthaus, wo der Brand der Kehlen
mit Freibier gelöſcht wurde.
ſchlecht bekommen zu ſein. Die Aerzte geben der
Hoff=
nung auf Geneſung Raum. — Vor der 6.
Strafkam=
mer des Landgerichts I begann heute die erneute
Ver=
handlung wegen des ſeiner Zeit vielbeſprochenen
Zu=
ſammenbruches des Hotel=Konſortiums Eberbach, der
die=
ſelbe Strafkammer ſchon einmal beſchäftigt hat.
Ange=
klagt ſind diesmal die Kaufleute Friedrich und Adolf
Eberbach. Gegen Friedrich Eberbach iſt die Anklage
wegen Untreue aufrecht erhalten und der Bruder Adolf
Eberbach iſt wegen Beihilfe zur Untreue angeklagt
wor=
den. Beide Angeklagte beſtreiten auch heute jede Schuld.
— In der letzten Zeit ſind etwa 100 Laden= und
Schau=
fenſter=Einbrüche verübt worden. — Geſtern wurden
40 Männer und Frauen, die an dem Vergnügen eines
Mundharmonikaklubs teilnahmen, ſiſtiert. Bei dreien
wurde eine große Menge Diebesgut vorgefunden, ſo daß
ſie der Beteiligung an einem Dutzend Einbrüche
über=
führt werden konnten.
Mannheim, 8. Jan. Den Benzwerken
Gag=
genau in Mannheim wurde vom türkiſchen
Kriegsminiſterium ſoeben ein neuer Auftrag
auf 3 Laſtzüge erteilt, nach deren Ablieferung 22
kriegs=
brauchbare Benz=Gaggenau=Laſtzüge im Dienſte des
tür=
kiſchen Heeres ſtehen werden.
Köln, 9. Jan. In der Nähe von Remſcheid geriet
das Automobil des Fabrikbeſitzers Winterhof aus
Remſcheid im Schneegeſtöber von der Landſtraße ab und
ſtürzte eine Böſchung hinab. Winterhof, ſein Bruder
und drei andere Perſonen wurden ſchwer verletzt.
Leipzig, 8. Jan. Außer den am Heiligabend
ver=
ſtorbenen vier ſind bisher vier weitere Perſonen nach
dem Genuß von alkoholiſchen Getränken
erkrankt, von denen zwei geſtorben ſind. Die
beiden anderen befinden ſich außer Gefahr. Die
Unter=
ſuchungen ſind noch nicht abgeſchloſſen.
Kiel, 8. Jan. Seit einiger Zeit befand ſich im Kieler
Unterſuchungsgefängnis der Kaufmann Holſt aus
Schwe=
rin, der ſich des verſuchten Verrats militäriſcher
Geheimniſſe ſchuldig gemacht hatte. Er iſt jetzt zur
Aburteilung vor dem Reichsgericht nach Leipzig
über=
geführt worden. Holſt war durch einen leichtſinnigen
Lebenswandel in Armut geraten. Er begab ſich nach Kiel,
wo ein Verwandter bei der Marine diente. In ſeinen
Geſprächen mit Marineangehörigen bemühte er ſich
auf=
fallend, Einzelheiten über Betriebe und Einrichtungen der
Marine, namentlich über das Signalweſen, zu erfahren.
Gleichzeitig verſchaffte er ſich einen Plan der Kieler Gegend
und trug die Lage der Forts uſw. in die Karte ein.
Schließ=
lich wandte er ſich an die Vertretung eines fremden Reichs
in Berlin, um das gewonnene Material zu verwerten.
Inzwiſchen hatte man in Kiel Verdacht geſchöpft und den
Briefwechſel bemerkt, die Briefe wurden beſchlagnahmt.
Sie reichten aus, den Holſt völlig zu überführen. Die
Unterſuchung ergab, daß er ganz allein den verbrecheriſchen
Plan gefaßt und gefördert hatte. Es war kein
Mitſchul=
diger vorhanden. Geldgewinn iſt die einzige Triebfeder
geweſen.
Wien, 8. Jan. Die Leichen des Fürſten und der
Fürſtin Karageorgewitſch werden nach Topola
in Serbien übergeführt.
Wien, 9. Jan. Hier wütet ein furchtbarer Sturm,
der viele Opfer forderte. Zahlreiche Arm= und
Bein=
brüche waren zu verzeichnen, doch wurde dieſe Zahl noch
durch die der Ueberfahrenen überſchritten, die beim
Kreu=
zen der Fahrwege ausglitten und unter die Fuhrwerke
gerieten. Eine Zofe wurde durch Herabfallen einer
Fir=
mentafel, die vom Sturm losgeriſſen wurde, getötet. Am
Nachmittag riß der Sturm das Dach eines Zirkus’
her=
unter. Es gelang jedoch, die 800 Zuſchauer ungefährdet
ins Freie zu bringen.
Teplitz, 9. Jan. Bei der Halteſtelle Neue Mühle ſtieß
geſtern ein Motorwagen mit einem vollbeſetzten
Vorderwagen zuſammen. Der Paſſagiere bemächtigte
ſich eine große Panik. Viele ſprangen aus dem
Wa=
gen. Dabei wurde der Müller Frenzel ſo ſchwer verletzt,
daß er nach wenigen Minuten ſtarb. Mehrere andere
Perſonen erlitten leichtere Verletzungen.
Trieſt, 9. Jan. Die Familiengruft des Ritters
Tonello, des früheren Beſitzers der Werft St. Andrae,
wurde gewaltſam geöffnet. Die Särge ſeiner
Ge=
mahlin, ſeiner Schweſter und ſeines Sohnes wurden
er=
brochen und die Gebeine verſtreut. Vermutlich iſt viel
geraubt worden. Dagegen war es den Einbrechern nicht
gelungen, den Sarg Tonellos zu öffnen.
Chambery, 8. Jan. In der Gemeinde Cruet brach
nachts eine von Brandſtiftern angelegte Feuersbrunſt
aus, der in kurzer Zeit 50 Gebäude zum Opfer fielen.
Mehrere hundert Perſonen ſind obdachlos.
Mailand, 8. Jan. In der Gemeinde Perinaldo hat
ein Bergrutſch ungeheuren Schaden angerichtet.
30 Häuſer wurden zerſtört. Auch zwei
Nachbar=
dörfer ſind bedroht.
Paris, 9. Jan. In der ſtaatlichen Kanonengießerei zu
Ruelle bei Angulème platzte ein Schmelztiegel
mit 3000 Kilogramm Bronzemaſſe, wobei 15 Arbeiter von
dem flüſſigen Metall beſpritzt wurden. Zwei Arbeiter
wurden getötet, 13 ſchwer verletzt.
London, 9. Jan. Die Exploſion eines
Gav=
behälters richtete geſtern in Nottingham großen
Schaden an. Gleichzeitig brach die große Ziſterne, in der
der Gasbehälter geruht hatte. Eine gewaltige
Waſſer=
menge ergoß ſich auf die Straße. Ein Dienſtmädchen
er=
trank, mehrere Häuſer begannen zu brennen und mußten
geräumt werden. Der angerichtete Schaden iſt groß.
Kalkutta, 8. Jan. Der König und die Königin
von England haben die Reiſe nach Bombay zu der
Heimfahrt angetreten. Eine große Volksmenge bereitete
ihnen zum Abſchied herzliche Kundgebungen.
New=York, 8. Jan. Wie aus Montreal gemeldet
wird, ſind bei Terre Bonne zweiüberfüllte Züge
der Canadian Pacific=Bahn in voller Geſchwindigkeit
aufeinandergeſtoßen. Die Wagen wurden aus dem
Ge=
leiſe geſchleudert und zertrümmert. 33 Perſonen wurden
getötet. Es ſpielten ſich furchtbare Szenen ab.
New=York, 8. Jan. Aus Norfolk wird gemeldet, daß
faſt jedes Schiff der Atlantiſchen Flotte, die nach
Kuba unterwegs iſt, vom Orkan beſchädigt worden iſt;
beſonders ſchwer wurde der Kreuzer „Salem”
mitgenom=
men, von deſſen Beſatzung zwei Matroſen
er=
tranken und ſechzehn infolge des ſtarken Seeganges
verletzt wurden.
Waſhington, 8. Jan. Hier herrſcht ernſte Beſorgnis
um das Schickſal des
Torpedobootzer=
ſtörers „Terry” und ſeiner 86 Mann ſtarken
Be=
ſatzung. Wie funkentelegraphiſch gemeldet wird, treibt
das Schiff hilflos bei ſchwerer See in der Mitte
zwi=
ſchen New=York und den Bermudasinſeln. Es wird
angenommen, daß ihm das Kriegſchiff „South
Caro=
lina” beiſteht. Von Norfolk ſind Schiffe zur
Hilfeleiſt=
ung abgegangen.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* Luſtige Simpliziſſimus=Spiele
Münch=
ner Künſtler. Ein originelles Künſtlervölkchen wird
demnächſt in unſerer kunſtliebenden Stadt ſeinen Einzug
halten. Das Enſemble der luſtigen Spiele Münchner
Künſtler wird am 16. und 17. Januar im Kaiſerſaal nur
zwei Gaſtſpiele abſolvieren, und da die Darbietungen
der Künſtler vornehm, dezent und amüſant ſind, kann
der Beſuch jedermann allerbeſtens empfohlen werden.
Der Vorverkauf hat bereits bei Georg Thies Nachfolger,
ofmuſikalienhandlung, Eliſabethenſtraße 12, begonnen.
Fürſorge für ſtädtiſche Arbeiter.
* Die ſeit längerer Zeit vorbereitete Arbeitsordnung
für die ſtädt. Arbeiter konnte im abgelaufenen Jahr
er=
laſſen werden. Sie enthält neben den in der
Gewerbeord=
nung vorgeſchriebenen Beſtimmungen als neue
Beſtimm=
ung die Bildung von Arbeiterausſchüſſen und kommt damit
einem Wunſche der Arbeiterſchaft entgegen Auch die
wei=
eren von den Arbeitern zu der Arbeitsordnung
vorge=
brachten Wünſche konnten zum größten Teil berückſichtigt
wer=
den. Die Wünſche auf Verkürzung der Arbeitszeit und
Erhöhung der Löhne mußten allerdings zurückgeſtellt und
einer beſonderen Beratung und Beſchlußfaſſung vorbehalten
werden.
In dem Beſtreben, die Wohlfahrt ihrer Arbeiter zu
fördern, hat die ſtädt. Verwaltung bereitwilligſt einem
Wunſche der Arbeiter entſprochen, der darauf hinausging,
an die Arbeiter der ſtädt. Betriebe während der
Sommer=
monate Mineralwaſſer und Limonaden zum
Selbſtkoſten=
preis abzugeben. Die Einrichtung iſt, nachdem die
Vor=
arbeiten erledigt waren, im September d. Js. in
Wirk=
ſamkeit getreten. Die Herſtellung des Waſſers erfolgt unter
Aufſicht der Schlachthofverwaltung durch einen ihrer
Ar=
beiter, den Transport des Waſſers nach den Arbeitsſtellen
und das Zurückbringen der leeren Flaſchen hat der
Ar=
beiterverein übernommen. Die Koſten für die Beſchaffung
des Mineralwaſſerapparates nebſt Zubehörteilen ſind mit
Zuſtimmung der Stadtverordnetenverſammlung aus der
Stadtkaſſe vorgelegt worden und werden aus den
jähr=
ichen Ueberſchüſſen aus dem Waſſerverkauf zurückgezahlt.
Es wird geliefert Selterswaſſer die Flaſche zu 3 Pfg.,
Zi=
tronen=, Himbeer= und Apfellimonade die Flaſche zu fünf
Pfennige. Die Vorarbeiter der einzelnen Betriebe oder
ſonſtige Beauftragte nehmen das Waſſer von dem
Ueber=
bringer in Empfang, überwachen die Ausgabe des Waſſers
an die Arbeiter und die Rücklieferung der leeren Flaſchen
und ziehen die Gelder ein. Abgegeben wurden bis jetzt
2118 Flaſchen Waſſer und 5492 Flaſchen Limonade.
Die übergroße Hitze des diesjährigen Sommers hat der
Bürgermeiſterei Veranlaſſung gegeben, die Mittagspauſe
der ſtädtiſchen Arbeiter, ſoweit die Eigenart der Betriebe
es zuließ, während des Monats Auguſt um eine Stunde zu
verlängern, eine Maßnahme, die von den Arbeitern mit
Dank anerkannt worden iſt.
Auf Grund der Beſtimmungen über die Bewilligung
von Ruhegehalten und Hinterbliebenenverſorgung befanden
ſich im Genuß von: 1. Ruhegehalten 34 Perſonen mit
zu=
ſammen 13027 Mk. 64 Pfg., 2. Witwen= und Waiſengeldern
94 Perſonen mit zuſammen 27290 Mk. 64 Pfg. (Aus dem
Bericht des Oberbürgermeiſters.)
Wahlverſammlungen.
* Rüſſelsheim, 9. Jan. Geſtern abend fand hier im
Frankfurter Hof” eine nationalliberale
Wähler=
verſammlung ſtatt, die außerordentlich zahlreich
be=
ſucht war. Der Vorſitzende, Herr Kommerzienrat Wilh.
Opel, eröffnete die Verſammlung, begrüßte die
Anweſen=
den und erteilte dem Kandidaten Herrn Dr. Oſann das
Wort. Dr. Oſann wies darauf hin, wie er in der
ver=
floſſenen Zeit ſchon einmal hier Bericht erſtattet habe über
die Tätigkeit des Reichstages, daß er es aber, obwohl er
es hier mit einer großen Arbeiterbevölkerung und, wie die
früheren Wahlreſultate nachweiſen, einer großen Anzahl
ſozialdemokratiſcher Wähler zu tun habe, für ſeine Pflicht
halte, als Kandidat der nationalliberalen Partei und als
ſeitheriger Vertreter des Wahlkreiſes zu ſeinen Wählern
zu ſprechen und Rechenſchaft abzugeben über ſeine
Mit=
rbeit im Reichstage. Er erörterte die Tätigkeit des
Reichs=
tages der letzten 5 Jahre, legte in großen Zügen ſein
politiſches Glaubensbekenntnis dar und beſprach die
Auf=
gaben des kommenden Reichstages, von dem er ſich weitere
große Fortſchritte auf dem Wege ſozialer Geſetzgebung in
liberaler Richtung verſpricht. Den durchaus ſachlichen,
etwa zwei Stunden währenden Ausführungen des Herrn
Dr. Oſann gegenüber bewahrten die anweſenden
Sozial=
demokraten, abgeſehen von einzelnen Zwiſchenrufen, eine
anerkennenswerte Ruhe und der ſpontane Beifall am
Schluſſe der Rede des Kandidaten bewies, daß auch ſehr
zahlreiche Anhänger der nationalliberalen Partei in der
Verſammlung anweſend waren. In der nachfolgenden
unbeſchränkten Diskuſſion ſprach zunächſt Herr H.
Dörf=
lein von der Sozialdemokratie in der ſattſam bekannten
Weiſe. Seinen Behauptungen wurde in äußerſt
inter=
eſſanten Darlegungen von dem nächſten Redner, Herrn
Ober=Ingenieur Schöberl, der Boden entzogen. Herr
Schöberl erinnerte daran, daß Deutſchland in den letzten
Jahrzehnten eminent vorwärts gekommen und heute
viel=
leicht der leiſtungsfähigſte Staat der Welt ſei dank der
Tüchtigkeit und Intelligenz der Arbeiter und der
Unter=
nehmer. Beide müßten zuſammenhalten; die
Sozialdemo=
kratie ſchaffe aber mit dem Worte „Arbeiter”, das ſie für
ſich allein in Anſpruch nähme, Klaſſengegenſätze, die in
Wirklichkeit gar nicht beſtehen. Die
ſozialdemokratiſch=
induſtriellen Arbeiter ſeien die größten Feinde der
In=
duſtrie, weil ſie ſich mit ihr in ſtetem Kampf befinden,
an=
ſtatt ſich mit dem Unternehmen auf einen Fuß zu ſtellen.
Auch unſere Rüſtungen zum Kriege dürften wir nicht
ver=
nachläſſigen, weil ein unglücklicher Krieg gerade die
Min=
derbemittelten am härteſten träfe und ihnen die
Arbeits=
möglichkeit raube. Die überaus wirkungsvollen, mit
ſtati=
ſtiſchen Zahlen belegten Ausführungen des Herrn Schöberl
blieben ſichtlich nicht ohne Eindruck auf die Arbeiterſchaft.
Der nächſte Redner, Herr Jung (Soz.) polemiſierte gegen
ſeinen Vorredner, während Herr Janſen von der
Fort=
ſchrittlichen Volkspartei in heftiger Weiſe das Zentrum und
den Bund der Landwirte angriff und auch Vorwürfe
gegen die Nationalliberalen erhob, die jedoch von Herrn
Dr. Oſann in trefflicher Weiſe widerlegt wurden.
Nach=
dem noch die Herren Hummel, Dörflein und Jung einiges
ausgeführt hatten, erteilte der Vorſitzende Herrn Dr.
Oſann das Schlußwort, wobei letzterer die unrichtigen und
unwahren Behauptungen ſeiner Gegner in überzeugender
Weiſe widerlegte und lebhafteſten Beifall ſeiner Anhänger
erntete. Die Verſammlung fand gegen 2 Uhr nachts ihr
Ende.
Luftfahrt.
sr. Der erſte Internationale Wettbewerb
für Waſſeräroplane wird jetzt vom „International=
Sporting=Club von Monako” für die Zeit vom 24. bis
31. März 1912 ausgeſchrieben. Es findet alſo unmittelbar
vor dem Motorboot=Meeting von Monako ſtatt, das
dies=
mal in die Zeit vom 5. bis 11. April fällt. Der
Wettbe=
werb, der mit Preiſen in Höhe von 15000 Francs dotiert
iſt, von denen 8000 Francs dem Erſten, 4000 Francs dem
Zweiten und 3000 Francs dem Dritten zufallen,
wäh=
end alle übrigen Teilnehmer Startentſchädigung von 2000
Francs erhalten ſollen, ſieht mehrere verſchiedene
Aufgaben vor. Zunächſt müſſen die Fahrzeuge auf
ruhi=
gem Waſſer ſtarten (1 Gutpunkt), 2. auf ruhigem Waſſer
landen und anhalten (1 Gutpunkt), 3. auf bewegtem Waſſer
ſtarten (3 Gutpunkte), 4. auf bewegtem Waſſer landen und
anhalten (2 Gutpunkte). Eine beſondere Prüfung iſt für
die Landung von Waſſeräroplanen auf feſtem Boden
aus=
geſchrieben. Im Falle des Gelingens werden dem
be=
treffenden Apparate weitere 4 Gutpunkte zugeſprochen
und 4 weitere, wenn es ihm gelingt, den Apparat wieder
ins Waſſer zu bringen und von dort aufzuſteigen. Bei
Mitnahme eines Paſſagiers werden 300 gutgeſchrieben.
Die Verſuche können beliebig oft wiederholt werden. Nur
die Beſtleiſtungen kommen für das Klaſſement in Frage.
Sport.
sr. Deutſche Skiläufer bei den
franzöſi=
ſchen Skilmeiſterſchaften. Zu der am 3. und 4.
Februar in Chamonix zum Austrag gelangenden
Meiſter=
ſchaft im Skilauf von Frankreich entſendet der deutſche
Ski=Verband als Vertreter C. F. Luther=München, der am
Sprunglauf teilnehmen wird. Weitere deutſche
Konkur=
renten ſind der frühere mehrfache deutſche Ski=Meiſter
Bruno Bihler=München und H. Villinger=Freiburg
(Breisgau), die vom Skiklub Schwarzwald nach Chamonix
entſandt werden. Der vorjährige deutſche Skimeiſter
Böhm=Hennes=Thüringen bleibt dem franzöſiſchen Rennen
dagegen fern.
Handel und Verkehr.
* Im November vor. Js. hat die Stuttgarter
Lebensverſicherungsbank a. G. (Alte
Stutt=
garter) eine Milliarde Mark im Verſicherungsbeſtande
erreicht. Aus dieſem Anlaß wurde eine Denkſchrift
über die Entwickelung der „Alten Stuttgarter”
heraus=
gegeben, die Freunden und Intereſſenten der Anſtalt zur
Verfügung ſteht. Der Denkſchrift iſt eine intereſſante
Tabelle beigegeben, aus der der jährliche Reinzuwachs
des Verſicherungsbeſtandes und das fortgeſetzte und
be=
ſchleunigte Anwachſen des Verſicherungsbeſtandes zu
er=
ennen ſind. Dabei zeigt ſich zugleich eine
ununterbro=
chene Steigerung des Ueberſchuſſes bei ſtändig ſehr klein
bleibenden Verwaltungskoſten.
H. Frankfurt a. M., 9. Jan. (
Frucht=
marktbericht.) Am Wochenmarkt war das Geſchäft
wieder ſehr ruhig, aber eine recht feſte Tendenz
vorherr=
ſchend. Landweizen wurde weniger reichlich offeriert
und bedang höhere Preiſe auch Landroggen beſſer
be=
zahlt. Für Hafer beſtand ſtärkerer Konſumbegehr,
wäh=
rend Gerſte und Mais vernachläſſigt blieben.
Futter=
rrtikel ruhig. Die Forderungen für Mehl ſind
unver=
ändert gegen die Vorwoche.
Der Mannheimer Getreidemarkt blieb
feſt, trotzdem die argentiniſchen Weizenofferten ermäßigt
wurden. — An der Berliner Produktenbörſe
war die Stimmung matter auf beſſere Wetterberichte aus
Argentinien und die nachgiebigeren Offerten aus zweiter
Hand in Laplata= und Manitoba=Weizen; auch verkauften
die Händler aus der Provinz und die Importeure.
Direkte ausländiſche Offerten lagen feſt. Der
Wetterum=
ſchlag blieb ohne Eindruck, da bei der Kälte zugleich
Schnee reichlich fiel. In Hafer waren die Lieferungen
chwach, da die Händler zurückhaltend; Lokoware und
in=
ländiſches Angebot hingegen feſt. — Nach den letzten
Kabelnachrichten von den amerikaniſchen
Ge=
treidemärkten (New=York und Chicago) war
Wei=
zen anfangs niedriger auf die enttäuſchende
Exportnach=
frage und Schneefälle im Winterweizengebiet, ſchließlich
aber befeſtigt auf bedeutende Verſchiffungen von den
Seeplätzen und den ungünſtig lautenden Viſible Supply=
Ausweis. Mais ebenfalls ſtetig im Einklang mit
Wei=
zen. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in dieſer
Woche von 70.49 Millionen Buſhels auf 69.71 Mill. Buſh.
zurückgegangen, hingegen die Maisvorräte von 514
Mil=
lionen Buſhels auf 5.46 Mill. Buſh. geſtiegen.
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilogramm wie
folgt: Weizen hieſiger und Wetterauer, 21.90—22.
Norddeutſcher 21.90—22, Kurheſſiſcher 21.90—22,
Rumä=
tiſcher 22.60—23, Laplata 22.75—23.25, Ruſſiſcher 22.60
bis 23.00, Kanſas 23—23.50, Redwinter 22.50—23, Walla
Walla 22.75—23, Manitoba 22.50—23; Roggen,
hieſi=
ger, 19.60—19.75, Bayeriſcher (Pfälzer) 19.60—19.75,
Ruſ=
ſiſcher ——, Amerikaniſcher —.—, „Rumäniſcher
Berſte (Pfälzer) 22.50—23.25, hieſige und Wetterauer
22.50—23, Riedgerſte 22.50—23, Ungariſche 24—25,
Frän=
iſche 22.50—23.25, Ruſſiſche Futtergerſte —.—: Hafer,
hieſiger, 20—20.25, Bayeriſcher 20—20.50, Ruſſiſcher 18.75
bis 19.75, Amerikaniſcher ——, Rumäniſcher 18.75—19.75;
Mais mixed 17.75—18 Ruſſiſcher 18—18.25,
Donau=
mais 17.75—18, Rumäniſcher 18—18.25. Weißer Mais
17.80—18, Laplata 18.40—18.50, Weizenſchalen 12.75—13,
Roggenkleie 12.75—13, Weizenkleie 13.50—14, Futtermehl
14.50—16, Biertreber getrocknet 14—15.50;
Weizen=
nehl, hieſiges, Nr. 0 30.75—31.25, feinere Marken
31.50—31.75, Nr. 1 29.50—29.75, feinere Marken 30—30.25,
Nr. 2 28.50—28.75, feinere Marken 29—29.25, Nr. 3 27.50
bis 27.75. feinere Marken 28—28.25, Nr. 4 24.50—24.75,
feinere Marken 25—25.25; Roggenmehl, hieſiges.
Nr. 0 26.75—27, Nr. 1 24.75—25, Nr. 2 20.50—20.75.
Vermiſchtes.
— Frauenausbildung. Immer dringender tritt
die Frage der beruflichen Ausbildung für gebildete
Mäd=
chen an uns heran. Nicht genug Möglichkeiten für eine
Berufsausbildung können geſchaffen werden. Wie
ſegens=
reich iſt daher die ſich immer mehr befeſtigende Tatſache,
daß durch die Ausübung des ſozialen Frauenberufes
zu=
gleich dem mannigfachen Elend in unſerem Volke
abgehol=
fen werden und die Weſensart der Frau zu wahrer
Ent=
faltung gelangen kann! Denn in keinem Beruf iſt das
wohl ſo völlig der Fall, wie in dieſem, der durch ſeine
Mannigfaltigkeit ſo unendlich viele Möglichkeiten der
Be=
ätigung zuläßt. Die Anſtalten der Inneren Miſſion, die
der Wohlfahrtspflege und Diakonie, die ſich ſtets
mehren=
den Bureauarbeiten in Frauenvereinen, in Heimen,
Her=
bergen und Klubs — das alles läßt für gebildete Frauen
die günſtigen Ausſichten für eine Anſtellung mit
auskömm=
ichem Gehalt ſich ſtetig vermehren. So iſt es bislang der
Leitung des Chriſtl.=ſazialen Frauenſeminars
des deutſch=evangeliſchen Frauenbundes
ſtets gelungen, den im Seminar ausgebildeten
Schülerin=
nen, die einen Beruf ſuchten, einen ſolchen zu verſchaffen.
Die 35 Schülerinnen des jetzigen Ausbildungskurſes, der
17 Monate umfaßt, treten jetzt im Januar für ihre letzte
praktiſche Arbeit ein in Anſtalten der Kranken= und Säug
lingspflege, der Kinder= und Jugendfürforge, der
bewah=
renden und rettenden Arbeit. Die neu angemeldeten
Schülerinnen für den kommenden Kurſus beginnen ihre
Ausbildungszeit mit fünf Monate anhaltenden theoretiſchen
Studien, denen die praktiſchen folgen werden. Näheres
über den Gang und die Art der Ausbildung iſt zu erfahren
aus Proſpekten und Jahresberichten, erhältlich durch die
Schriftführerin, Fräulein G. von Reden, Kirchrode bei
Hannover, Kaiſer=Wilhelmſtraße 1.
Das General=Konſulat der
Argen=
tiniſchen Republick in Hamburg macht alle in
Deutſchland wohnenden Argentinier, ſeien dieſelben in
Argentinien geboren oder dort naturaliſiert, darauf
auf=
merkſam, daß ſie gemäß dem neuen Stammpollen=Geſetz ihre
Eintragung in die Stammrolle bis zum 31. Dezember
dieſes Jahres bewirkt haben müſſen. Die Eintragung
wird durch die betreffenden Konſulate reſp. Vize=Konſulate,
bei denen ſich dieſelben perſönlich zu melden haben,
ge=
macht. Näheres ſiehe Anzeige.
— Bücherſchätze aus einem alten
Land=
haus. In der Nähe der engliſchen Stadt Nottingham
ſteht ein altes Landhaus Oxton Hall, das ſchon zu
Zei=
ten der Königin Eliſabeth von England der Landſitz der
damaligen Gutseigentümer war und das jetzt durch
einen Zufall die Stätte koſtbarer bibliophiler Funde
ge=
worden iſt. Seit Jahrhunderten war das Landhaus
Eigentum der Familie Sherbrookes und ging 1847 in
die Hände von Henry Potter Lowe über, deſſen
Bru=
der ſpäter das Gut erbte und den Titel eines Viscount
Sherbrookes erhielt. Der Vikar der Gemeinde, der
Re=
ferend W. Laycock, iſt ein begeiſterter Bibliophile und
erwirkte von dem jetzigen Beſitzer, Kapitän Capten, die
Erlaubnis, die alten Bücher des Hauſes zu prüfen. In
einem verſchloſſenen Bücherſchranke, der ſeit vielen
Jahr=
zehnten vergeſſen und verſtaubt in einer Ecke ſtand, fand
der geiſtliche Herr einen koſtbaren Schatz echter alter
Handſchriften, die auf ein Alter von 4 und 5
Jahrhun=
derten zurückblicken können. Die Verwaltung des
Bri=
tiſchen Muſeums iſt von dem glücklichen Funde bereits
verſtändigt worden und hat einen Teil der
Manu=
ſkripte und Bücher geprüft. Unter den Manuſkripten
befinden ſich ein „Missale Secundum Morem Romand
Curie” ein Oktavband Pergament mit Muſiknoten auf
roten Linien, wahrſcheinlich aus dem Jahre 1480; eine
prachtvolle Vulgatabibel, ebenfalls Pergament,
Folio=
größe, zweiſpaltig, mit ſchönen gotiſchen Buchſtaben,
reich illuminiert und mit Federzeichnungen geſchmückt,
die Heilige und Teufel darſtellen, mehrere
Abhandlun=
gen über Ariſtoteles und über Kirchengeſchichte,
ausge=
zeichnet erhaltene ſeltene Druckwerke aus dem 15. und
16. Jahrhundert und vor allem eine ganze Reihe
ſchola=
ſtiſcher Manuſkripte, die von Kartäuſermönchen verfaßt
und geſchrieben wurden. Sehr gut erhalten iſt auch eine
von Anton Koberger im Jahre 1496 in Nürnberg
ge=
druckte Predigt „Sermonum quadragesimalium
Thesau-
rus novus” und ein Exemplar des 1513 zu Straßburg
gedruckten Werkchens des Venezianer Biſchofs Peter von
Natalis Catalogi Sanitorum” eine Druckarbeit von
Anton Flach. Die meiſten Werke haben Folioformat,
ſind in geglättete feſte Eichentafeln gebunden, die durch
kräftige Lederflechtereien zuſammengehalten werden.
Viele der koſtbaren Stücke tragen den Namenszug „
Cuth=
bert Sherbrooke” der wahrſcheinlich zur Zeit König
Philipps II. und der Marie von England Vikar von
Rockland war und die ſchöne Sammlung kirchlicher und
kirchenhiſtoriſcher Werke zuſammenbrachte, die jetzt
wie=
der der Vergeſſenheit entriſſen ſind.
Literariſches.
— Mathematiſche Bibliothek.
Gemeinver=
ſtändliche Darſtellungen aus der Elementar=Mathematik
für Schule und Leben, herausgegeben von Dr. W.
Lietz=
mann und Dr. A. Witting. 1. E. Löffler, Ziffern und
Ziffernſyſteme der Kulturvölker in alter und neuer Zeit.
2. H. Wieleitner, der Begriff der Zahl in ſeiner logiſchen
und hiſtoriſchen Entwickelung. 3. W. Lietzmann, der
py=
thagoreiſche Lehrſatz mit einem Ausblick auf das
Fer=
matſche Problem. Verlag von B. G. Teubner in Leinzig
und Berlin. Dem neu erwachenden Intereſſe weiter
Kreiſe der Gebildeten kommt mit feinem Verſtändnis die
„Mathematiſche Bibliothek” entgegen, indem ſie in kleinen
handlichen Bändchen zum Preiſe von 80 Pfg. einzelne
Probleme und kleine Teilgebiete der Mathematik, die
all=
gemeinere kulturelle Bedeutung oder beſonderes
mathe=
matiſches Gewicht haben, in anregender, allgemein
ver=
ſtändlicher Form behandelt und es damit dem Leſer
er=
möglicht, ſich über das gemeinhin in den Schulen
Gebo=
tene hinaus zu belehren und zu unterrichten.
— Kurt Münzer, Kinder der Stadt.
Ro=
man. Titelbild von Prof. Max Slevogt. (Vita,
Deut=
ſches Verlagshaus, Berlin=Ch.) Preis broſch. 5 Mark,
geb. 6,50 Mark. Kurt Münzer hat mit dieſem Buch den
großen Roman geſchrieben, der ihn in die erſte Reihe
un=
ſerer Schriftſteller ſtellt. Er hat ſich zum Thema nicht
das Schickſal eines einzelnen Menſchen gewählt, ſondern
ſein Held iſt eine Stadt, iſt die große Stadt, iſt Berlin.
Die Geſchichte einer Gruppe von Menſchen, die im Banne
der Stadt ſind, geben die Momente zu der bunten und
bewegten Handlung her. Vielleicht iſt es der erſte
wahr=
hafte Roman von Berlin. In ihm gewinnt die Stadt
ein oft erſchreckend wahres Leben. Mit empfindlichſtem
Sprachgefühl geſchrieben, in ſeiner edlen Diktion, ſeinem
beherrſchten Ausdruck, ſeiner prägnanten
Charakteri=
ſierung und ſeinen dichteriſchen Schilderungen erfüllt
die=
ſer Roman aufs ſchönſte die früheren Verſprechungen des
jungen Schriftſtellers; er iſt ein geklärtes, reines und
darum bleibendes Kunſtwerk.
Die Maſſenvergiftungen im Berliner Obdach=
* Berlin, 8. Jan. Die Norddeutſche Allgemeine
zeitung ſchreibt: Die unter dem Vorſitz des
Miniſterial=
direktors Kirchner im Miniſterium des Innern
abgehal=
ene Konferenz von Medizinalbeamten,
Kranken=
ausärzten, Gerichtsärzten, Bakteriologen, Chemikern,
Vertretern des Polizeipräſidiums, der
Staatsanwalt=
chaft, der ſtädtiſchen, Staats= und Reichsbehörden
er=
ab, daß der Verdacht, die Maſſenvergiftungen
nter den männlichen Beſuchern des Aſols für
Obdach=
oſe ſeien auf den Genuß von
methylalkohol=
altigem Schnaps zurückzuführen, durch die wei=
teren Unterſuchungen zur Gewißheit geworden iſi.
Es ſtellte ſich heraus, daß die im Aſyl ermittelten Reſte
von geräucherten Fiſchen und Pferdefleiſchbuletten kein
Gift enthielten. Dagegen wurde im Mageninhalt der
Kranken Methylalkohol nachgewieſen. Ferner waren die
Krankheitserſcheinungen bei den Vergifteten
überein=
ſtimmend mit denjenigen, welche bei einigen, in jüngſter
Zeit beobachteten Maſſenvergiftungen durch
Methylalko=
hol in Amerika, Rußland und Ungarn geſehen worden
ſind. In Deutſchland wurde gleiches bisher nicht
be=
obachtet.
Der italieniſch=türkiſche Krieg.
* Konſtantinopel, 8. Jan. Der Tanin
de=
mentiert in einem Leitartikel die
Friedensge=
rüchte und erklärt: Die Pforte verläßt ihren
urſprüng=
lichen Standpunkt nicht, nämlich: keine Löſung
anzuneh=
men, die nicht die Souveränität des ottomaniſchen Reiches
über Tripolis und Benghaſi zur Grundlage hat. Der
Friede iſt ebenſo fern, wie am erſten Tage des Krieges,
ja heute mehr denn je. Der Krieg wird ewig geführt,
bis Italien ſeine Ohnmacht einfieht und das
Annexions=
dekret zurückzieht. Man befindet ſich im Irrtum, wenn
angenommen wird, daß wir Tripolis verlaſſen, um
Ver=
wickelungen am Balkan zu vermeiden. Der tripolitaniſche
Krieg ſchwächt die Türkei keineswegs. Italien mag aus
dem allgemeinen Krieg Vorteil erhoffen, doch wir fürchten
nichts. Die Ottomanen ſind für alle Eventualitäten
be=
reit.
* Mailand, 8. Jan. Der Secolo meldet aus
Tripolis zwiſchen dem Oberbefehlshaber Caneva
und dem Diviſionskommandeur Giraldi ſeien ernſte
Unſtimmigkeiten entſtanden, deren Haupturſache in den
Meinungsverſchiedenheiten über die jüngſten militäriſchen
Operationen zu ſuchen wären. Der Abgeordnete de Felice
erhebt im Meſſagero gegen die italieniſche Heeresleitung
ſchwere Vorwürfe, weil ſie die Einwohner der Oaſe
Gar=
gares gegen Ueberfälle der Araber nicht zu verteidigen
gewußt habe, ſo daß viele Männer getötet und Frauen
weggeſchleppt wurden.
Die Revolution in China.
* Peking, 8. Jan. Der Waffenſtillſtand iſt
nicht erneuert worden. Die Verhandlungen mit
den Revolutionären ſind auf einem toten Punkt
an=
gelangt. Die Regierung in Peking hegt die
Er=
wartung und Hoffnung, daß die Revolutionäre ſich nach
Norden wenden und ſo Gelegenheit zu einer
entſcheiden=
den Schlacht geben werden, da ſie ſelbſt infolge Mangels
an Mitteln außerſtande iſt, genügend Truppen nach dem
Süden zu ſenden.
Petersburg, 8. Jan. In Peking ſpitzt
ſich die Lage immer mehr zu. Durch die
Ver=
haftung eines hohen Beamten hat ſich herausgeſtellt, daß
die Prinzen Yulan und Tſaitao mit einem bedeutenden
Betrage einen Kuli gedungen hatten, der Juanſchikai
er=
morden ſollte. Prinz Yulan wurde verhaftet. Viele
reformfreundliche Chineſen verlaſſen Peking. Vom Palaſt
des Prinzen Notum weht die deutſche Flagge, da das
Palais an einen Deutſchen verpachtet worden iſt.
* Peking, 8. Jan. Die ruſſiſche
Regie=
rung hat der chineſiſchen erklärt, daß die
Unabhän=
gigkeit der äußeren Mongolei in ihren
inne=
ren Angelegenheiten, die unter der Leitung von Chetzun
Daupa Hutuktu ſtehen, der am 29. Dezember zum
Mon=
archen ausgerufen worden war, anerkannt werden müſſe.
Es wird in der Mitteilung hinzugefügt, daß Rußland die
Mongolei bei der Aufrechterhaltung der Ordnung
unter=
ſtütze und eine Bahn von Kiachta nach Urga zu bauen
be=
abſichtige. Künftig werde China keine Truppen in der
äußeren Mongolei mehr halten und keine Koloniſten
dort=
hin ſenden dürfen. Es ſolle China geſtattet ſein, die
Aufſicht über die auswärtigen
Beziehun=
gen des Landes zu behalten. — China hat noch keine
Antwort gegeben.
* London 9. Jan. Daily Telegraph meldet aus
Peking vom 7. ds. Mts.: Während die bewaffnete
Neu=
tralität zwiſchen den Kaiſerlichen und den Republikanern
anhält, ſind Anzeichen vorhänden, daß die Republikaner
eifrig für den Feldzug im Frühjahr rüſten.
Republikani=
ſche Agenten ſind in Japan eingetroffen, um dort
Maga=
zingewehre zu kaufen. — Daily Telegraph meldet aus
Schanghai: Wutingfang telegraphierte an
Juan=
ſchikai, daß alle telegraphiſchen Verhandlungen
aufhö=
ren müſſen. Die republikaniſchen Führer hätten
beſchloſ=
ſen, unter völliger Ignorierung der Pekinger Regierung,
den Nationalkonvent nach Schanghai zu
be=
rufen.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 9. Jan. Heute mittag trat hier ein neuer
ſtarker Schneefall ein.
* Metz, 9. Jan. Während nach den Meldungen von
der Grenze die Moſel ſtark fällt, iſt ſie hier in der
ver=
gangenen Nacht weiter ſtark geſtiegen. Heute morgen
betrug der Pegelſtand 4.78 Meter, doch iſt jetzt ein
Still=
ſtand eingetreten. Die Moſeltalbahn hat zeitweilig den
Betrieb zwiſchen Zeltingen und Andel eingeſtellt.
* Enſisheim (Oberelſaß), 9. Jan. Geſtern abend
iſt hier eine blutige Schlägerei vorgekommen.
Mehrere junge Burſchen hatten tagsüber in der Wirtſchaft
„Zum luſtigen Bruder” gezecht. Gegen abend entſtand,
wahrſcheinlich infolge von Familienzwiſtigkeiten, eine
Schlägerei, bei welcher zwei der Burſchen durch
Axt=
hiebe getötet wurden. Ein dritter liege hoffungslos
darnieder. Es ſind mehrere Verhaftungen vorgenommen
worden.
* Zwickau, 9. Jan. Heute vormittag wurde das
Automobil der Firma Horch u. Co. in Zwickau an dem
Weißenborner Uebergang von einem aus Dresden
kom=
menden D=Zuge erfaßt und 220 Meter weit geſchleift.
Der einzige Inſaſſe, der Chauffeur Baezold, wurde
mit=
geſchleift und getötet. Ein Verſchulden des
Fahrper=
ſonals liegt nicht vor. Das Automobil, das ſich auf einer
Probefahrt befand, durchbrach die geſchloſſene Schranke,
vermutlich infolge Verſagens der Bremsvorrichtung.
Paris, 9. Jan. Die Kammer trat heute zu ihrer
erſten Sitzung nach den Ferien zuſammen. Der Alters=
Präſident des Senats gab ſeiner Freude Ausdruck, daß
das Jahr 1911 das Einvernehmen zwiſchen Frankreich,
England und Rußland noch inniger geſtaltet habe. Er
erinnerte auch daran, daß der Senat den Willen hat, die
Prüfung des Abkommens mit Deutſchland im Geiſte höch=
ſter Unparteilichkeit vorzunehmen. Dieſer Erklärung müſſe
man vertrauen.
* Paris, 9. Jan. Bei der Wahl des Präſidiums der
Kammer erhielt Briſſon 257 Stimmen von 399
abge=
gebenen. Er iſt ſomit wiedergewählt.
* Paris, 9. Jan. In der Senatskommiſſion kam es
heute zu einem Zwiſchenfall, der zur Demiſſion des
Miniſters des Aeußern de Selves führte. Be
der Beſprechung über die marokkaniſchen Bahnen erklärte
Caillaux, er gebe ſein Ehrenwort, daß er niemals
Ver=
handlungen außerhalb des Miniſteriums geführt habe.
Darauf ſtellte Clemenceau an Miniſter de Selves die
Frage, ob Cambon über alle Beſprechungen orientiert
worden ſei. Dieſer zögerte mit der Antwort, worauf der
Kommiſſionsvorſitzende die Frage wiederholte. De
Sel=
ves erklärte, er könne die Frage nicht beantworten und
gab die Erklärung ſeiner Demiſſion ab.
* Paris, 9. Jan. Wie aus Madrid gemeldet wird,
hat die ſpaniſche Regierung den Plan gefaßt, im
Rifgebiet eine aus Eingeborenen beſtehende, von
ſpaniſchen Offizieren befehligte Kolonialarmee von etwa
15000 Mann zu bilden. Dieſe Truppe würde die
vor=
geſchobenen Poſten einnehmen. Die Beſatzung von
Mel=
lila wird jedoch ausſchließlich aus ſpaniſchen Truppen
zuſammengeſetzt ſein. Außerdem ſollen in Malaga und
Algeciras ſtändig Streitkräfte in Bereitſchaft gehalten
werden, um im Bedarfsfalle nach Afrika abzugehen.
* Angouléme, 9. Jan. Bei der Exploſion in der
Kanonengießerei ſind nach neueren Feſtſtellungen 8
Per=
ſonen getötet und 11 ſchwer verletzt worden.
* New=York, 9. Jan. Auf dem Broadway iſt geſtern
ein großes Geſchäftshaus durch Feuer zerſtört
wor=
den, wobei 5 Perſonen umgekommen ſind. In dem
Gebäude befanden ſich die Verwaltung der Harriſon=
Bahnen und die Geſchäftsräume mehrerer Truſts, ſowie
mehrere Banken. In den Treſors lagen Wertpapiere von
mehreren Millionen Dollars, ſo daß wahrſcheinlich
erheb=
liche Verluſte an Wertpapieren zu verzeichnen ſind.
* Buenos Aires, 9. Jan. Unter dem Vorſitze des
Präſidenten Saen Pena wurde ein Miniſterrat
ab=
gehalten, welcher ſich mit dem Eiſenbahnerſtreik
beſchäftigte. Es wurde beſchloſſen, die
Eiſenbahngeſell=
ſchaften zeitweilig von den laufenden Verpflichtungen zu
entbinden und ſie zu ermächtigen, Erſatzmannſchaften
ein=
zuſtellen, ſelbſt wenn dieſe nicht den ſonſt geſtellten
Be=
dingungen entſprächen. Die ſtädtiſche Garniſon wird
verſtärkt. Die Eiſenbahngeſellſchaften bewilligten den
Ausſtändigen eine Friſt von drei Tagen zur
Wiederauf=
nahme der Arbeit. Die Angeſtellten, welche die Arbeit
nicht wieder aufnehmen, werden nach Ablauf der Friſt
entlaſſen.
H. B. Berlin, 9. Jan. Ueber einen Unfall auf
dem Flugplatz Johannistal wird berichtet: Als
heute nachmittag 2 Uhr der Leutnant Keske, ein Schüler
der Häfelin=Werke, auf dem Flugplatz an dem Schuppen
der genannten Flugzengfabrik vorbeiging, löſte ſich eine
Klappe des Schuppens und begrub den Offizier unter ſich.
Hinzueilende brachten den Offizier, der das Bewußtſein
verloren hatte, nach dem Sanitätsraum. Dort ſtellten die
Aerzte eine Knieverletzung feſt.
H. B. München, 9. Jan. Starke Wintergewitter,
begleitet von Hagel, gingen geſtern in verſchiedenen
Tei=
len Frankens nieder. In Obernbreit ſchlug der Blitz in
die Friedhofskapelle und beſchädigte den Dachſtuhl. Auf
dem Kirchhofe richtete der Sturm große Verwüſtungen an
den Grabſteinen an.
IIB. Paris, 9. Jan. Die Waſſerwerksbehörden teilen
mit, daß mit einem weiteren Steigen der Seine
um einen Meter für morgen gerechnet werden muß. Am
Sonntag betrug der Pegelſtand an der Auſterlitzbrücke
2.37 Meter. Die Behörden verſichern indes, daß dem
Anwachſen des Waſſerſtandes der Seine keinerlei
Be=
ſorgnis beizumeſſen iſt, da alle Vorſichtsmaßregeln
ver=
fügt worden ſeien.
HB. London, 9. Jan. Die Themſe führt ſeit geſtern
Hochwaſſer. In ganz Nordengland herrſcht großer
Schneeſturm. In Schottland, ſpeziell in Carthneß, liegt
der Schnee 10 Fuß hoch. Die Bahnverbindungen können
nur aufrecht erhalten werden, indem Lokomotiven mit
vorgeſpannten Schneepflügen die Strecke freimachen.
HB. Teheran, 9. Jan. Hier verlautet, Perſien ſolle
in zwei große Verwaltungsbezirke eingeteilt werden.
Nordperſien, das unter ruſſiſchem Einfluß ſteht, wird als
Obergouverneur den Sepehdar erhalten, der mit
weit=
gehenden Vollmachten ausgerüſtet wird und ſeinen Sitz
in Täbris nimmt. Südperſien, das unter engliſchen
Ein=
fluß tritt, ſoll den Bachtiaren Serdar Aſſad in Teheran
als inoffiziellen Obergouverneur erhalten. Der Regent
ſoll anſcheinend nur noch der repräſentative Vertreter
Perſiens ſein. Die Abgrenzung zwiſchen Nord und Süd
tritt immer ſtärker hervor. Vom Exſchah verlautet, er
wolle Perſien verlaſſen, wenn ihm wieder eine Penſion
gezahlt wird. Die Ruſſen ſollen für ihn eine jährliche
Apanage von 500000 Mark verlangen. Hier iſt alles
ruhig.
Wer nach überſtandener Krankheit oder nach
Blut=
verluſten eine raſche Wiederherſtellung der Kräfte
erſehnt, leſe dieſen Brief!
Nach ſchwerer Krankheit litt ich an Schwäche u.
Ohn=
machtsfällen und nahm zur Stärkung Ihr Bioſon. Es hat
mir ſehr gute Dienſte geleiſtet, denn ſchon nach Verbrauchdes
erſten Pakets in 10 Tagen nahm ich an Körpergewicht 3 Pfd.
zu. Die Schwächeanfälle haben bereits nachgelaſſen, ein
ſicheres Zeichen der guten Wirkung des Bioſon. Ich werde
mit dem Gebrauch noch fortfahren und kann Bioſon allen
Kranken zur Stärkung nur auf das beſte empfehlen.
Schöneberg b. Berlin, 1. Juni 1911. Georg Palm,
Sedanſtr. 50. Unterſchrift beglaubigt. Dr. Wadislaus
v. Sikorski, Notar. Bioſon das beſte und billigſte Nähr=
und Kräftigungsmittel ſeiner Art, Doſe (ca. ½ Kilo) 3 Mk.
in Apotheken, Drogerien. Verlangen Sie vom Bioſonwerk
Frankfurt (Main) Gratisprobe und Broſchüre. 1346D
Was für Erinnerungen ſtrömen auf mich ein
wenn ich ſo auf die letzten 25 Jahre zurückſebe!
Was hat man damals doch alles aushalten müſſen,
wenn man erkältet war. Schwitzen, Tees,
Süßig=
keiten, die einem beſtimmt den Magen verdorben,
u. was ſonſt noch alles. Und heute? Da kauft man
ſich einfach eine Schachtel Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen, lutſcht ſie, wo man gerade iſt,
u. verliert ſeinen Katarrh, ohne daß man recht merkt,
wie. Die Sodener ſind kleine Wunderdinger, die nie
verſagen. Die Schachtel koſtet n. 85 Pfg., man laſſe ſich
aber niemals Nachahmungen aufſchwätzen. 13500d
Saison-Ausverkauf
von Montag, den 8. Januar ab
Eichbergs Nachfolger
29 Obere Wilhelminenstrasse 29.
(1439
Saison-Ausverkauf.
Hermann Berger, Hoflieferant
10 Ernst-Ludwigstrasse, Ecke Marktpassage.
Spezialhaus für Damen-Konfektion.
Das ganze Lager ist zu sehr ermäßigten Preisen
(809a
dem Ausverkauf unterstellt.
Sparſame Hausfrauen ſehen nicht auein auf gloze
Ausgiebigkeit eines Kindernährmittels, ſondern ſie
achten auch darauf, daß es die Kinder gut ernährt und
gern von denſelben genommen wird. Sehr ausgiebig,
d. h. billig im Gebrauche, iſt „Kufeke” welchts als
dünne Suppe — 1 Eß öffel auf ¾ Liter Waſſer —
ge=
geben wird. Dasſelbe ernährt nicht nur die Kinder ſehr
gut, ſondern es verhindert auch nach Möglichkeit das
Auftreten von Magen= und Darmlrankheiten. (1348H
Mein diesjähriger
Saison-Ausverkauf
findet in den Tagen
Bamstag, Montag, Dienstag u. Mittwoch
6.—10. Januar statt.
Kath. Raab
ALlCE-BAZAR.
(850som
Die Ratsherrnbrüderſchaft
erlaubt ſich hiermit auf die Anſchaffung ihres neuen
Leichenwagens aufmerkſam zu machen. Der Wagen
bietet in ſeiner ernſten und würdigen Erſcheinung
Gewähr für eine pietätvolle Beſtattung.
(550a
Beſondere Beſtellungen hierzu nehmen entgegen:
Wagenverwalter Lorenz, Woogsplatz 5, Tel. Nr. 211.
Wagenführer Ernſt Büchler, Nieder=Ramſtädterſtr. 56,
Tel. Nr. 1073.
ATELERFURKuS
UrdGRABrHalkunst
E Wilh. Götze 2
Bildhauer, Vertreter der
Wies-
z: badener Gesellschaft
Darmstadt, Kar,strasse 94
Ständiges Lager von
Grabdenk-
mälern, Medellen u. Skizzen in
jeder Preislage.
B1433
Aus dem Geſchäftsleben.
Die aus Anlaß der auf 11. Januar im
Konzert=
hauſe zu Mainz anberaumten Naturwein= Ver
ſteigerung von Herrn Kommerzienrat Gott ob
Meu chel veranſtaltete Probe wies dem Vernehmen nach
einem ſehr regen Beſuch auf, ſodaß ſich zum Termin
zahlreiche Kaufliebhaber einfinden dürften; zum Verſtrich
gelangen u. a. hochfeine alte Kabinettsweine aus
könig=
lichen und herrſchaftlichen Kellereien. (Näh. ſ. Anzeige.)
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Von Nordweſten her dringt eine ſtarke Depreſſion
gegen den Kontinent vor. Sie hat uns ſchon heute früh
in ihren Bereich gezogen und überall Schneefall
ge=
bracht. (Feldberg 6 cm.) Bei ihrem weiteren
Vor=
dringen haben wir morgen trübes Wetter mit Schnee=
und Regenfällen zu erwarten.
Ausſichten für Mittwoch, den 10. Januar 1912:
Trüb, Regen= und Schneefälle. Temperatur wenig
ver=
ändert.
Schneebericht.
Schierke im Harz (Brockengebiet), 8. Jan. Schierke
andauernder Schneefall, 50 cm Höhe, auf dem Brocken
über 1 m. 6 Kälte. Sportbahnen im Gange; großartige
Winterlandſchaft. Skikurſus Dürendahl.
Großh. Hofbibliothek, geöffnet Montag bis Freitag
ron 9—1 Uhr und nachmittags von 2—4 Uhr, Samstag
von 9—1 Uhr.
Der Geſamtauflage heutiger Ausgabe unſeres
Blattes liegt ein Proſpekt bei von der Firma
Anton Braunwarth hier, Reformgeſchäft „Ariſta‟,
Marktpaſſage, über „Geſunde Nahrung”, worauf hier=
(1378
mit hingewieſen wird.
Statt beſonderer Anzeige
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
am heutigen Tage unſere inniggeliebte,
treu=
ſorgende Mutter, Tante und Großtante
Prau Reniner August u Mims Ware.
Elisa geb. Hippacher aus Wiesbaden
in Duisburg nach längeren, mit großer
Er=
gebung getragenen Leiden, öfters geſtärkt durch
die Gnadenmittel der kath. Kirche, zu ſich zu
(1359
rufen. Um ſtille Teilnahme bitten
die tieftrauernden Hinterbliebenen.
Bingen, Stuttgart, Duisburg (
Merkator=
ſtraße 190), den 7. Januar 1912.
Die Beerdigung findet in Wiesbaden vom
Leichenhaus des alt. Friedhofs aus nach dem
neuen Friedhof am Mittwoch, den 10. Jan.,
um 2½ Uhr, ſtatt. — Die feierlichen Exequien
werden am gleichen Tage um 9½ Uhr in der
Bonifatiuskirche gehalten.
Todes-Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten
hierdurch die traurige Mitteilung, daß mein
unvergeßlicher Gatte, unſer lieber Vater,
Bru=
der, Schwager und Onkel
(1428
Johann Seibert
Schneidermeister
nach langem, ſchwerem Leiden, im Alter von
41 Jahren, ſanft entſchlafen iſt.
Frau Sophie Seibert
nebst Kindern.
Darmſtadt, 10. Januar 1912.
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 11. Jan.,
nachmittags 3 Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden meines lieben Gatten und
meines Vaters ſagen wir Allen, insbeſondere der
der Bäcker=Innung unſeren aufrichtigſten Dank.
Frau Hauf
Berta Hauf.
(1379
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Ableben unſeres lieben Vaters,
Schwieger=
vaters, Großvaters, Urgroßvaters, Bruders,
Schwagers und Onkels
(1426
Herrn
Sean Nunf
Privatier
ſprechen wir Allen unſeren herzlichſten Dank aus.
Im Namen der tieflrauernden Hinterbliebenen:
Georg Rühl, Hofspengler, u. Familie,
Edward Ruehl u. Familie.
Darmſtadt, New=York, 9. Januar 1912.
Todes-Anzeige.
(Statt beſonderer Anzeige.)
Heute morgen entſchlief ſanft und
uner=
wartet mein innigſtgeliebter Mann, unſer
treu=
beſorgter Vater, Bruder, Schwager und Onkel
Ph. Darmstädter
Rechnungsrat
im noch nicht vollendeten 52. Lebensjahre.
Im tiefſten Schmerze:
Emilie Darmstädter
und Kinder.
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
Die Beerdigung findet am Donnerstag, den
11. Januar, nachm. 3 Uhr, auf dem Beſſunger
(B1415
Friedhof ſtatt.
Am Sonntag, den 7. Januar, ſtarb nach
kurzem Krankenlager unſer lieber Vater und
Bruder
(1354
Rudolf Bornhausen
im 68. Lebensjahre.
Um ſtille Teilnahme bitten
im Namen der tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Karl Bornhausen,
Privatdozent, Marburg i. H.,
Otto Bornhausen,
Generalkonsul, Mannheim.
Frankfurt a. M., den 8. Januar 1912.
t Satt beſonderer Mitteilung.
Heute morgen entſchlief nach kurzem,
ſchwerem Leiden unſere liebe Tochter und
Schweſter
(1440
Ilse Hoffmann
im 13. Lebensjahre.
Forstmeister W. Hoffmann
u. Frau Emma, geb. Franck,
Emy Hoffmann.
König i. O., 9. Januar 1912.
Die Beiſetzung findet in aller Stille in
Darm=
ſtadt ſtatt. — Wir bitten von Blumenſpenden
und Beileidsbezeugungen abzuſehen.
Tageskalender.
Vorſtellung um 8¼ Uhr im Orpheum.
Wählerverſammlung der Kandidatur Dr. Oſann
um 8½ Uhr im „Schützenhof”
Wählerverſammlung der Kandidatur Dr. Strecker
um 8½ Uhr in der Turnhalle am Woogsplatz.
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Hez.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Kionzert um ½8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Vorſtellungen im Reſidenztheater von 4—11 Uhr.
1. T armſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Graſenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 11. Januar.
Wein=Verſteigerung um 11 Uhr im Konzerthauſe
zu Mainz.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Hans Seitz, ſämtlich in Darmſtadt.
— Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkriptewerden nicht
zurückgeſandt.
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Kostümröcke
Jackenkleider
Golf-Jacken
Blusen
Paletots
Morgenröcke
Weisse Batistkleider
zum Aussuchen
jedes Teil
Ständer Nr. 3
enthält:
Jackenkleider
Taillenkleider
Kostümröcke
Blusen
Paletots
Morgenröcke
zum Aussuchen
jedes Teil
Ständer Nr. 4.
enthält:
Taillenkleider
Schwarze Paletots
Farbige Paletots
Jackenkleider
Batistkleider
Morgenröcke
zum Aussuchen
jedes Teil
Ständer Nr. 5
enthält:
Jackenkleider
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Prinzess-Kleider
Paletots
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zum Aussuchen
jedes Teil
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an alle Frauen und Männer Darmſtadts und
Umgebung.
Hört Ihr Männer und Frauen, die Ihr die Sprache
redet, die ſeit langen Zeiten am Woog und Darm erklingt,
die Ihr das r verſchluckt, das n ſo gerne ſpart und dem a
jenen tiefen Klang gebt, der es voller und weicher macht!
Vernehmt, Ihr Getreuen, daß die Zeit naht, in der
jener luſtige Gott ſein Szepter ſchwingt, deſſen Gläubige man
Narren nennt, weil ſie nicht verbergen das zu ſein, was
jedermann das ganze Jahr geweſen. Erinnert Euch,
daß Euch eine Gazette geweiht iſt, die Eure weiſe Narrheit
in Eurer eignen Sprache wiedergibt, die Darmſtädter
Faſt=
nachtszeitung. — Seht Euch um nach allen Narrheiten,
die das Jahr über verübt ſind worden: von Euch, in
Eurer Familie, von Euren Freunden, auf der Straße, in
der Stadt, im Land, im Reich und in der Welt!
Schreibt nieder was Ihr geſehen und gehört, in
Proſa oder Poeſie, hochdeutſch und Darmſtädtiſch, in Wort
oder Bild, anonym oder namentlich mit allen Titeln und
Ehrenämtern. — Sendet Euer Werk an den Verlag der
Darmſtädter Faſtnachtszeitung, Waldſtraße 4, ſo raſch als
möglich, denn die erſte Nummer erſcheint ſchon am 20. Januar.
— Seid eingedenk des Wortes unſeres größten
Dich=
ters, der den Narren gerne reden ließ:
(1880
Laßt Phantaſie mit allen ihren Chören
Vernunft, Verſtand, Empfindung, Leidenſchaft
Doch merkt Euch wohl!! nicht ohne Narrheit hören.
ritenſene ſchinng d. ate,
Bismarckſtraße 28, pt. (154a
Krte Diwan dil ur dereten
Mühlſtraße 62, pt. (*736
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4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,10
3½ do. Conſols . . . . 91,80
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3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 100,60
93,20
do.
99,70
do.
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½
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4 do. do. (unk. 1918) 100,90
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Württembergerv. 1907 101,80
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12 Griechen v. 1887 . . 52,50
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4½ Oeſterr. Silberrente . 94,50
4 do. Goldrente . . 97,40
do. einheitl. Rente 90,90
3 Portug. unif. Serie I 65,10
do. uniſ. Ser. II 67,50
do.
Spezial. 10,25
Rumänier v. 1903 . . 101,10
do. v. 1890. . 95,25
do. v. 1905. . 92,00
4 Ruſſen v. 1880.
4 Ruſſen v. 1902.
4½ do. v. 1905 .
3½ Schweden. . .
4 Serbieramort. v. 1895 87,80
4 Türk. Admin. v. 1903 85,20
do. unifiz. v. 1903 90,40
Ungar. Goldrente . . 92,60
do. Staatsrente . 9060
Argentinter . . . . . . 102,20
do.
u
*
2200
91,80
. 100,75
90,65
89,75
4½ Chile Gold=Anleihe 94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 100,20
95,60
do.
4½
95,80
4½ Japaner
5 Innere Mexikaner . . 97,80
61,50
do.
3
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.. 143,80
fahrt . .
.106,00
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6 Südd. Eiſenb.=Geſ.. . 124,50
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
5 Anatol. Eiſenb. 60½,
Einz. Mk. 408 116,00
6 Baltimore & Ohio. . 1048a
Gotthardbahn . . . .
Sf.
InPre,
6½Oeſt.=Ungar. Staatsb. 154½
O Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 19,50
6 Pennſplvania R. R. 119,80
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25 Bad. Anil.= u. Sodafbr. 504,25
14 Fabrik Griesheim . . 262,00
27 Farbwerk Höchſt . . . 539,50
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Mannheim .
.132,50
5 Lahmeyer .
.166,00
7. Schuckert.
12 Siemens & Halske. . 243½
30 Adlerfahrradw. Kleyer 458,80
12 Bochumer Bb. u. Guß 232,75
. 206,25
17 Gelſenkirchen ..
7 Harpener .
. . . 200,75
15 Phönir, Bergb. u.
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tenbetrieb . . . . . . . 258,20
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3½ Südd. Eiſenb.=Gef. . 89,00
4 Pfälzer Prt. ..
.100,50
do.
92,25
3½
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do. ſteuerfrei. 96,30
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
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5 Oeſterr. Südbahn . . 99,60
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4 Kronpr. Rudolfbahn . 96,60
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Anatoliſche Eiſenb., . 98,30
. 101,00
5 Tehuantepee ..
Bank=Aktien.
9 Berliner Handelsgeſ. 173,40
6½,Darmſtäbter Bank. . 127,00
12½ Deutſche Bank . . . 268,10
6 Deutſche Vereinsb. 124,25
10 Diskonto=Geſellſchaft 193,40
8½ Dresdner Bank . . . 162,00
6½ Mitteldeut. Kreditbk. 122,20
7 Nationalbk. f. Deutſchl. 129,00
6½ Pfalzer Dank . . . . 130.50
6,45 Reichsbank . . 138,00
7 Rhem. Kredit=Bank. 135,50
7½Wiener Bank=Verein 137½
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,20
do. S. 19. . . . . 90,10
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 98,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,00
do.
89,75
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,30
do.
90,30
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 100,20
89,50
do.
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99.80
do. (unk. 1914) 90,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,60
do.
90,60
3½
R.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtast
3½ 8o.
4 Fran
„100,80
3½ da.
96,10
4 Eiehes .
99,70
3½ ka.
90,20
4 Heid
99,60
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100,00
3½
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90,00
4 Mage
3½
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e 100,10
3½
90,30
4
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90,10
4 München
* 100,30
3½ Nanheim
90,00
4 Nürnberg.
* 100,30
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4 Badiſche Tlr. 100
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5 Donau=Reg. fl. 100
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Oeſterr. 1860er Loſe 180,00
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16,90
4,20
20,46
81,25
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Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Kreisamts Darmſtadt.
An die Schulvorſtände des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die Schüler wiederholt auf die
Wich=
tigkeit eines ausgedehnten und ſorgfältigen Vogelſchutzes
hin=
zuweiſen und dieſelben anzuregen, bei dem eingetretenen
Schnee=
wetter möglichſt viele Futterſtellen für Vögel an geeigneten Plätzen
anzulegen.
(1405md
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
Großherzogliche Kreisſchulkommiſſion Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Wir ſehen uns veranlaßt, auf die Vorſchriften der
nach=
ſtehenden Polizeiverordnung, das Rodeln im Kreiſe Darmſtadt
betreffend, eindriuglich aufmerkſam zu machen.
(1404md
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
Großh. Kreisamt Darmſtadt.
J. V.: Reinhart.
Polizei=Verordnung,
das Rodeln im Kreiſe Darmſtadt betreffend.
Auf Grund des Art. 78 der Kreis= und Provinzialordnung
vom 12. Juni 1874 wird nach Zuſtimmung des Kreisausſchuſſes für
den Kreis Darmſtadt mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 21. November 1910 zu Nr. M. d. J. 19 190
verord=
net, was folgt:
§ 1. Auf allen Rodelbahnen im Kreiſe Darmſtadt dürfen nur
Rodelſchlitten, die mit höchſtens zwei Perſonen beſetzt ſind,
be=
nutzt werden. Bobleighs ſind unbedingt ausgeſchloſſen. Ebenſo
iſt das Aneinanderhängen mehrerer und das Benutzen ſchadhafter
Rodelſchlitten verboten.
§ 2. Das Rodeln auf ſämtlichen Kreisſtraßen des Kreiſes,
ſowie das Kreuzen chauſſierter Fahrbahnen mit Rodelſchlitten iſt
verboten.
Weitere Verbote können von Großh. Kreisamt oder Großh.
Polizeiamt Darmſtadt nach Bedarf erlaſſen werden. Die
Bekannt=
machung ſolcher Verbote eifolgt im Amtsverkündigungsblatt.
§ 3. Innerhalb der Stadt Darmſtadt und der Ortſchaften
des Kreiſes iſt das Rodeln auf öffentlichen Straßen, Wegen und
Plätzen, insbeſondere auf deren Fußſteigen, gänzlich verboten.
§ 4. Zuwiderhandlungen gegen dieſe Vorſchriften werden,
ſofern nicht nach anderen Strafbeſtimmungen eine höhere Strafe
verwirkt iſt, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mark beſtraft. Desgleichen
werden Eltern, Vormünder oder andere Perſonen, deren Aufſicht
Kinder unter 12 Jahren anvertraut ſind, auf Grund des Art. 44 des
Heſſiſchen Polizeiſtrafgeſetzes wegen Zuwiderhandlungen ihrer
Pflege=
befohlenen zur Verantwortung gezogen, falls ſie es an der
erforder=
lichen Aufſicht haben fehlen laſſen.
§ 5. Dieſe Polizei=Verordnung tritt mit dem Tage der
Ver=
öffentlichung in Kraft.
Darmſtadt, den 28. November 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großh. Polizeiamts Darmſtadt.
Gefunden: 1 gelbe Nadel (Eidechſe darſtellend). 1 gold.
Hals=
kette mit Medaillon (Herzform). 1 grüner Filzhut. 1 gr. Schlüſſel.
1 gold. Zugarmband. 1 Stockſchirm. 1 Zwicker ohne Faſſung mit
Futteral.
(1373
Bekanntmachung,
die Behandlung der Zugtiere im Winter betreffend.
An alle Beſitzer von Zugtieren und Leiter von Fuhrwerken
richten wir die dringende Mahnung, bei Kälte und Straßenglätte
ernſtlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den
nach=
teiligen Einflüſſen der Witterung nach Möglichkeit geſchützt
werden, daß namentlich:
1. die Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich
und niemals unbedeckt im Freien ſtehen gelaſſen
wer=
den, und
2. das Zaumzeng im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor
dem Anlegen das Gebiß erwärmt wird, und
3. die Hufeiſen der Pferde zum Schutze gegen das Ausgleiten
gehörig geſchärft oder mit Stollen verſehen ſind.
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
(1410md
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Gennes.
Die Wahl zum Reichstag.
Die Wahl zum Deutſchen Reichstag findet
Freitag, den 12. Januar d. Js.
ſtatt. Die Abſtimmung beginnt um 10 Uhr vormittags und dauert
bis 7 Uhr nachmittags.
Behufs Vornahme der Wahl iſt die hieſige Stadt in
nach=
ſtehende 26 Bezirke eingeteilt:
1. Bezirk: Rheinſtraße, Allee, Landgraf=Philipp=Anlage,
Bahn=
hofsplatz, Bleichſtraße, Friedrichſtraße, Kaſinoſtraße, Georgenſtraße
Hofſtallſtraße, Wieſenſtraße, Fuchsſtraße, Dornheimer Weg, Bachgang.
2. Bezirk: Bismarckſtraße, Lagerhausſtraße, Grafenſtraße,
Helfmannſtraße, Feldbergſtraße, Griesheimer Weg.
3. Bezirk: Landwehrſtraße, Rößlerſtraße, Kirſchen=Allee,
Gräfen=
häuſer Wea, Weiterſtädter Weg, Wendelſtadtſtraße, Blumenthalſtraße.
4. Bezirk: Viktoriaſtraße, Viktoriaplatz, Aliceſtraße, Aliceplatz,
Kahlertſtraße, Parkusſtraße, Pallaswieſenſtraße, Pfarrwieſenweg.
5. Bezirk: Liebigſtraße, Ireneſtraße, Neue Ireneſtraße,
Emil=
ſtraße, Frankfurter Straße, Pfründnerhausſtraße, Beckerſtraße.
6. Bezirk: Rhönring, Mollerſtraße, Schwanenſtraße,
Schuknecht=
ſtraße, Eckhardtſtraße.
7. Bezirk: Liebfrauenſtraße, Gardiſtenſtr., Löffelgaſſe, Kaupſtr.
8. Bezirk: Arheilgerſtraße, Elfeicher Weg, Sensfelder Weg,
Kaſtanien=Allee, Pankratiusſtraße, Schloßgarten, Schloßgartenplatz,
Schloßgartenſtraße.
9. Bezirk: Heinheimer Straße, Riegerplatz, Fuhrmannſtraße,
Ruthsſtraße, Wenckſtraße, Müllerſtraße, Speſſartring.
10. Bezirk: Aeußere Ringſtraße, Lichtenbergſtraße,
Taunus=
ſtraße, Taunusplatz, Hohler Weg, Am Breitwieſenberg, Kranichſteiner
Straße, Magdalenenſtraße.
11. Bezirk: Gutenbergſtraße, Mauerſtraße, Lauteſchlägerſtraße
Dieburgerſtraße, Lukasweg.
12. Bezirk: Erbacherſtraße, Nikolaiweg, Mathildenhöhweg,
Prinz Chriſtianweg, Alexandraweg, Olbrichweg, Platanenweg,
Fiedler=
weg, Seitersweg, Dreibrunnenſtraße, Wingertsbergſtraße, Stiftſtraße,
Beckſtraße, Gervinusſtraße, Teichhausſtraße, Adolf Spießſtraße.
13. Bezirk: Soderſtraße, Mühlſtraße, Darmſtraße, Wienersſtr.
14. Bezirk: Heidenreichſtraße, Inſelſtraße, Roßdörferſtraße,
Kiesſtraße.
15. Bezirk: Nieder=Ramſtädterſtraße, Riedlingerſtraße,
Hoch=
ſtraße, Hoffmannſtraße, Grüner Weg, Rückertſtraße, Mathildenſtraße.
16. Bezirk: Heerdweg, Roquetteweg, Am Erlenberg,
Goethe=
ſtraße, Heinrichswingertsweg, Hobrechtſtr., Im Geiſenſee,
Niebergall=
weg. Ohlyſtraße, Schießhausſtraße, Moſerſtraße Martinſtraße,
Martinspfad, Steinackerſtraße, Bruſtſtraße, Bruchwieſenſtraße,
Witt=
mannſtraße, Klappacherſtraße.
17. Bezirk: Beſſunger Straße, Beſſunger Weg,
Orangerie=
ſtraße, Orangerie=Allee, Clemensſtraße, Seekatzſtraße, Seeſtraße,
Herrn=
gartenſtraße, Herderſtraße, Landskronſtraße, Kiesbergſtraße,
Hofgarten=
ſtraße, Wingertsgäßchen.
18. Bezirk: Moosbergſtraße, Tannenſtraße, Ludwigshöhſtraße,
Frankenſteinſtraße, Felſingſtraße, Weinbergſtraße.
19. Bezirk: Sandbergſtraße, Niederſtraße, Neue Niederſtraße,
Forſtmeiſterplatz, Forſtmeiſterſtraße, Ahaſtraße, Donnersbergring,
Artillerieſtraße, Hermannſtraße, Eichbergſtraße, Wilhelmsplatz,
Wilhelm=
ſtraße, Annaſtraße.
20. Bezirk: Heidelberger Straße, Eſchollbrücker Straße,
Wey=
prechtſtraße, Stadtaklee, Riedeſelſtraße.
21. Bezirk: Wilhelminenſtraße, Wilhelminenplatz, Sandſtraße,
Holzhof=Allee, Marienplatz, Hügelſtraße, Steinſtraße, Zimmerſtraße,
Groß=Gerauerweg.
22. Bezirk: Heinrichſtraße, Karlſtraße, Hölgesſtraße, Schützenſtr.
23. Bezirk: Saalbauſtr., Neckarſtraße, Waldſtraße,
Eliſabethen=
ſtraße, Schuchardſtraße.
24. Bezirk: Mathildenplatz, Luiſenſtraße, Luiſenplatz,
Garten=
ſtraße, Zeughausſtraße, Paradeplatz, Hoftheaterplatz, Hochſchulſtraße,
Alexanderſtraße, Ballonplatz, Reſidenzſchloß.
25. Bezirk: Obergaſſe, Schloßgaſſe, Schloßgraben, Geiſtberg,
Große Kaplaneigaſſe, Kleine Kaplaneigaſſe, Landgraf Georg=Straße,
Langgaſſe, Lindenhofſtraße, Große Ochſengaſſe, Kleine Ochſengaſſe,
Schuſtergaſſe.
26. Bezirk: Ernſt=Ludwigſtraße, Ernſt=Ludwigplatz,
Ludwig=
ſtraße, Ludwigsplatz, Marktplatz, Marktſtraße, Schillerplatz, Kirchſtraße,
Schulſtraße, Kapellſtraße, Große Bachgaſſe, Kleine Bachgaſſe,
Holz=
ſtraße, Sackgaſſe, Woogsplatz, Woogſtraße, Brandgaſſe, Pädagogſtraße,
Hinkelsgaſſe, Döngesborngaſſe, Rundeturmſtraße, Schulzengaſſe.
Das Wahllokal für ſämtliche Bezirke befindet ſich im
ſtädt. Saalbau mit dem Eingang von der Riedeſelſtraße aus.
Als Wahlvorſteher und deren Stellvertreter ſind ernannt:
Wahlvorſteher:
Stellvertreter:
1. Bezirk: Rentner Joh. Ph. Hillgärtner Privatier Philipp Sehnert
2. Bezirk: Buchdruckereibeſ. Adolf Simon Kaufmann Karl Praſſel
3. Bezirk: Feilenhauer Valentin Michel Kohlenhändl. Ph. Baumann
4. Bezirk: Hofglaſer Fr. Endner
Oberinſpekt. Jak. Wirthwein
5. Bezirk: Hauptagent Emil Schröder Diplom=Ing. Georg Hinkel
6. Bezirk: Hoflieferant Hch. Schneider II. Leutnant a. D. Ph. Gärtner
7. Bezirk: Privatier Gg. Hillgärtner Betriebsbeamter A. Meixner
8. Bezirk: Kaufmann Hch. Falkenſtein Rentner Wilhelm Andreß
9. Bezirk: Stadtverordneter Möſer
Gerichtsvollz. i. P. Pet. Herle
10. Bezirk: Ziegeleibeſitzer Joh. Fr. Ludw. Rentner Karl Diehl
Wilh. Schneider
11. Bezirk: Stadtverordneter Schupp
Privatier Ph. Schleidt
12. Bezirk: Bauunternehmer W. Ganß Privatier Anton Weinreich
13. Bezirk: Pianofortefabrik. Karl Arnold Rentner Wilhelm Vogt
14. Bezirk: Glaſermeiſter Wilh. Möſer Privatier Hrch. Jacobi
15. Bezirk: Stadtverordneter Kalbfuß Rentner Wilh. Pfeil
16. Bezirk: Stadtverordneter Linck
Hoflieferant Jacob Nohl II.
17. Bezirk: Buchdruckereibeſ. F. K. Bender Privatier Gg. Hoffmann III.
18. Bezirk: Stadtverordneter Werner
Zimmermeiſter Hrch. Karn
19. Bezirk: Stadtverordneter Aßmuth Weißbindermſtr. F. Ludwig
Müller
20. Bezirk: Fabrikant Chr. Achtelſtätter Architekt Fr. L. Mahr
Architekt Karl Schembs
21. Bezirk: Rentner L. Nachtigall
Generalagent K. Kahlert
22. Bezirk: Münzdirektor Fr. Kraus
23. Bezirk: Architekt Julius Harres
Privatier Ludw. Engel
24. Bezirk: Schreinermeiſter W. Hofmann Hofbuchbinder Gg. Böcher
25. Bezirk: Bierbrauereibeſ. Val. Wagner Privat. F. Wilh. Dintelmann
26. Bezirk: Hoflieferant Heinr. Wolf
Kaufmann Karl Mahr.
Jeder Wahlberechtigte hat ſeinen Stimmzettel vor der Abgabe
in der bei jedem Wahlbüro aufgeſtellten Abſonderungsvorrichtung
in einen Umſchlag einzulegen. Der Umſchlag wird dem
Wahlberech=
tigten am Wahlbüro ausgehändigt.
Wir laden die in die Liſten aufgenommenen Wahlberechtigten
ein, zur angegebenen Zeit und in dem beſtimmten Lokal ihre
Stimme abzugeben.
(628dm
Darmſtadt, den 4. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Freiſtellen an den Mittelſchulen.
Geſuche um Freiſtellen an den Mittelſchulen für das Schuljahr
1912/13 ſind bis zum 25. Januar d. Js. bei uns einzureichen.
Frei=
ſtellen können nur bis zu 5% der Zahl der Schüler und Schülerinnen
und nur in den fünf oberſten Klaſſen vergeben werden.
Voraus=
ſetzung der Bewilligung iſt Bedürftigkeit der Eltern, ſowie
regel=
mäßiger Schulbeſuch, Fleiß, Ordnungsliebe, Reinlichkeit und gutes
Betragen des betreffenden Kindes.
Die Vergebung der Freiſtellen erfolgt auf ein Jahr und in ſtets
viderruflicher Weiſe; es muß daher fur diejenigen, die im
ab=
laufenden Schuljahr bereits Freiſtellen hatten, um weitere
Ver=
leihung nachgeſucht werden.
In den Geſuchen iſt neben deutlicher Angabe des Berufs und
der Wohnung der Eltern oder Pflegeeltern noch die Schulgruppe, die
das betreffende Kind beſucht, näher zu bezeichnen.
(1390mss
Darmſtadt, den 6. Januar 1912.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
Dr. Gläſſing.
Brenichon=Beeſteigerung Nr. 3.
(Stadtwald.)
Freitag, den 12. Januar 1912, vorm. 9½ Uhr,
verden in der Wald=Reſtauration „Einſiedel” an der Staatsſtraße
nach Dieburg, aus den Diſtrikten: Hinterhecke, 6, Weidenlache, 10,
Saufang, 11 und Eichelacker, 14 und 15 der Forſtwartei Heiligkrenz
Forſtwart Hofmann) verſteigert:
Scheiter: 204 rm Buche; 154rm Eiche; 10rm Birke; 3rm Fichte
Knüppel: 41 rm Birke;
Reiſigknüppel: 139 rm Eiche;
Reiſig=Wellen: 3135 Buche (darunter Erbſenreiſer); 1575 Eiche;
Stöcke (fein): 68 rm Buche; 81 rm Eiche.
Um vorherige Einſicht des Holzes, das nach allen Richtungen
gut abfahrbar iſt, wird gebeten.
Die unterſtrichenen Nummern kommen nicht zum Ausgebot.
Darmſtadt, den 2. Januar 1912.
(743fm
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Holzverſteigerung.
Mittwoch, den 17. Januar 1912, vorm. 9 Uhr,
wird in der Brücher’ſchen Wirtſchaft zu Arheilgen das
Durch=
forſtungsholz aus Diſtrikt Hinterſte Wand 8, Forſtwartei
Stein=
acker, verſteigert:
Scheiter, rm: 108 Buchen I. Kl., 134 Buchen II. Kl., 3
Hain=
buchen, 28 Eichen; Knüppel, rm: 267 Buchen (meiſt
Stamm=
knüppel), 37 Hainbuchen, 19 Eichen, 3 Birken, 6 Kiefern; Reiſig,
Wellen: 7210 Buchen.
Blau unterſtrichene Nummern werden nicht verſteigert. Das
Holz iſt über den verſteinten Brunnersweg und die größenteils neu
chauſſierte Hanauer Steinſchneiſe nach der Frankfurterſtraße hin gut
abzufahren. Auskunft erteilt Forſtwart Bayerer zu Krauſe=Buche,
Poſt Egelsbach.
(1417
Darmſtadt, den 9. Januar 1912.
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
van der Hoop.
Bekanntmachung.
Der Voranſchlag der Gemeinde, des Elektrizitätswerks
des Waſſerwerks und der Badeanſtalt Pfungſtadt für das Ri.
1912 liegt vom 11. ds. Mts. an 8 Tage lang bei uns während der
üblichen Bureauſtunden zur Einſicht ſämtlicher Beteiligten offen.
(1424
Pfungſtadt, den 9. Januar 1912.
Großh. Bürgermeiſterei Pfungſtadt.
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20)
Er ſprang heftig auf.
Hältſt du mich für einen Schurken? rief er zornig.
Nein, aber für einen ſchwachen Menſchen!
Yvonne! —
Ja, Lutz, — ſie ſah an ihm vorüber — ich, ich würde
um meine Liebe gekämpft haben — wie Papa um Mama
getan hat! Ein Mann wie du hätte auch einen anderen Beruf
finden können — ein bißchen Energie und guter Wille wirkt
Wunder! Du haſt dein Abiturium, biſt geſund und kräftig.
Und ſo leicht — ohne jeden Kampf — haſt du mich nun
aufgegeben —
Das iſt nicht wahr! Nie hab’ ich nur daran gedacht!
Dann haſt du mich verleugnet. Wir wollen doch nicht
um Worte ſtreiten, Lutz! Du haſt in Großmutters Wünſche
gewilligt. Ob das nun blos zum Schein war, ſpielt für
mich keine Rolle.
Doch nur notgedrungen — um Ruh’ und Frieden zu
haben — für eine kurze Zeit nur. Er war ganz verzweifelt
und ſuchte ſie zu ſeiner Anſicht zu bekehren. Nach wie vor
betrachte ich dich als meine Braut!
Aber ich nicht, Lutz, unter dieſen Umſtänden nicht mehr!
Ich will mein Gewiſſen nicht mit einer Lüge belaſten — und
Großmama, die ſo wahr und ſtolz, wie ſie ſtreng iſt, die
will ich nicht betrügen, lieber will ich — entſagen. Schwer
ſiel das Wort von ihren Lipen, und die Augen wurden ihr
feucht.
Nein, Yvonne, nein! Ich löſe dich nicht von deinem
Ge=
löbnis!
Es iſt das Beſte, Lutz. Ich will nicht Unfrieden ſtiften
zwiſchen dir und der Großmama, die du ſo nötig brauchſt!
Ich bin einmal das überflüſſigſte Geſchöpf unter der Sonne
— niemanden kann ich Freude bringen, ſagte ſie traurig.
Er wollte ſie in ſeine Arme ſchließen. Yvonne, du
weißt, wie ich dich liebe —
Sie wehrte ihm. Mit verlorenem Blick ſtarrte ſie vor
ſich hin. Leb’ wohl, Lutz! Du kannſt jetzt Großmama mit
beſtem Gewiſſen ſagen: Es iſt vorbei mit mir und Yvonne!
Ich will nicht, daß du ein Wortbrüchiger vor ihr wirſt!
Dann iſt alles gut — ſie bezahlt dir deine Schulden, und du
kannſt frei aufatmen.
Eine leiſe Bitterkeit klang doch aus ihrer Stimme. Sie
ſah, wie er ſchwankte, wie es hoffnungsfreudig in ſeinen
Augen aufleuchtete; auf ſeine Einwendungen hörte ſie nicht
mehr.
Geh’, Lutz, damit man dich nicht erſt ſuchen muß, und
ſchließlich hier findet — ich bitte dich, geh’ und laß inich
allein!
Er folgte ihrem Drängen und ging endlich. Den letzten
Kuß verweigerte ſie ihm. Ich bin nicht mehr deine Braut,
Lutz, und einen fremden Mann küſſe ich nicht.
Du törichter, ſüßer, kleiner Eigenſinn! Das letzte Wort
hab’ ich noch nicht geſprochen, du! Yvonne, bleib’ mir treu!
Mit bitterem Lächeln ſah ſie ſeiner eleganten Geſtalt
nach. Er ging ſo leicht, ſich in den Hüften wiegend — und
ſie? Der Schmerz zog ſie förmlich zu Boden. Sie kniete vor
der Bank, das Geſicht auf den Arm gelegt; heiß und brennend
trat es in ihre Augen, würgte es in ihrer Kehle. Es war
nicht allein Schmerz, daß ſie den Geliebten laſſen mußte —
es war auch Groll und Enttäuſchung, daß ſie ihn ſo
halt=
los und ſchwach geſehen hatte. Nur Worte, leere Worte
hatte er gehabt — ſo leicht hatte er ſie geopfert! War ſie
nicht eines Kampfes wert geweſen?
Er war doch der Liebling der Großmutter; er konnte
alles bei ihr erreichen, gegen ihn war ſie nachſichtig bis zur
Schwäche. Wenn er energiſch aufgetreten wäre und ſeine
Liebe verteidigt hätte, vielleicht wäre ſie nicht ſo hart
ge=
weſen, hätte ſich erweichen laſſen.
Wie hatte er ihr das antun können! Wie ſtand ſie nun
vor der Großmutter da, gegen die ſie vor wenig Stunden
erſt ihre Liebe ſo ſtolz behauptet hatte: Ich laſſe nicht von
Lutz, und er läßt nicht von mir. Sie fühlte ordentlich
deren ſpöttiſches, mitleidiges Lächeln, hörte Tante Alines
grelle, triumphierende Stimme. Nein, das war nicht zu
er=
tragen, ſie mußte fort, ſo bald wie möglich, und wenn ſie
ſich ihr Fortgehen nur mit der größten Ungnade erzwingen
ſollte. Das war gleich! Nicht einen Tag noch blieb ſie. Sie
hatte genug gelernt, um auf eigenen Füßen ſtehen zu
können — und in der Arbeit würde ſie auch am ſchnellſten
vergeſſen könnten, welches Glück ſie einſt erhofft.
Das war nun vorbei für immer!
2
Leiſe legte ſich da eine feine Hand auf die Schulter des
weinenden Mädchens.
Mit einem Laut des Erſchreckens ſprang Yvonne auf.
Ich bin es nur, ſagte Dagobert. Verzeihen Sie mir
— ich ſah ſie hier knien und dachte, glaubte —
Sie ſuchte ihr verweintes Geſicht zu verbergen. Halb
abgewendet flüſterte ſie: Ach, es nichts, Graf!
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Halten ſie mich nicht für aufdringlich, Komteſſe. Sie
haben geweint. Hat man Ihnen etwas zuleide getan? Ich
kann Ihre Tränen nicht ſehen. Aus Neugierde frage ich
ſicherlich nicht — nur aus Teilnahme.
Seine Stimme klang ſo herzlich und gütig, daß ſie
dank=
bar zu ihm aufblickte.
Das weiß ich — doch ich habe ja manchmal Grund zum
Weienen. Vergeſſen Sie es
Nein, das will ich nicht! So, jetzt ſetzen Sie ſich neben
mich und ſagen mir, was Sie quält. Vielleicht kann ich
hel=
fen — es war doch etwas — — mit Lutz.
Sie nickte erglühend; ſeine weiche, mitleidige Art tat
ihr ſo wohl.
Auch Lutz war ſo verſtört, als er ſoeben auf ſein Zimmer
ging. Er ſah, wie ſie ſcheu um ſich blickte. Sprechen Sie
ruhig, Komteſſe! Baroneſſe Herta iſt augenblicklich bei der
Gräfin — alſo ſind wir ungeſtört. Erleichtern Sie Ihr
Herz; ich habe Einfluß auf Lutz — und weiß um Ihr beider
Geheimnis —
Wir haben keine Geheimniſſe miteinander, mein Vetter
und ich—
Komteſſe! Lutz ſelbſt hat mir doch anvertraut, daß —
Ja, Graf, aber das iſt nun vorbei — das iſt nicht mehr!
Sie glauben mir nicht? ſagte ſie mit wehem Lächeln, als
ſie ſein Erſchrecken ſah. Fragen Sie ihn doch ſelbſt, er wird
es Ihnen beſtätigen.
Ja, aber warum in aller Welt —
Großmama und ſeine Mutter wollen es nicht
Mit dieſen Schwierigkeiten hat er aber doch immer
ſchon zu rechnen gehabt, ſoviel ich weiß. Oder hat ſich nun
etwas Außergewöhnliches ereignet?
Ja, durch einen Brief von Fräulein von Hammerſtein
an Herta iſt unſere heimliche Verlobung offenbar geworden,
und — und — ach, erlaſſen Sie mir doch all’ das Schlimme
— zu ändern iſt nichts mehr daran. Sie preßte die Lippen
feſt aufeinander und krampfte die Hände im Schoß
zu=
ſammen.
Da nahm er ganz ſachte die eine kleine Hand in die ſeine
und ſtreichelte ſie wie etwas Koſtbares. Nein, Yvonne
jetzt müſſen Sie mir etwas ſagen, erleichtern Sie ſich durch
eine Ausſprache. Keiner auf der ganzen Welt meint es
ſo aufrichtig mit Ihnen wie ich.
Dankbar ſah ſie in ſein gutes Geſicht, in ſeine treuen
braunen Augen. Stockend, mit leiſer Stimme, erzählte ſie
— ſie wollte Lutz nicht anklagen. Aber ſie konnte doch nicht
verhindern, daß Dagobert aus dem, was zwiſchen ihren
Worten lag, genug gehört hatte, um das Freundes ſchwache
Nachgiebigkeit ſtreng zu verurteilen.
Alſo wieder Schulden, und doch die Bürgſchaft
über=
nommen? Ja, wozu bin ich ſein Freund
Er ſchämte ſich vor Ihnen, weil er Sie ſchon ſo oft
in Anſpruch genommen hatte.
Aber in dieſem Fall, da es ſein Lebensglück und das
Ihre gilt, da mußten alle kleinlichen Bedenken ſchwinden;
nach allem konnte er ſo ſicher auf mich zählen. Ich begreife
ihn nicht.
Und nun iſt alles aus, bemerkte ſie hoffnungslos
traurig.
Wenn ich nun mit Lutz nochmal ſprechen würde?
Abwehrend ſchüttelte ſie den Kopf.
Nein, nein, ſagen Sie ihm nichts — es hätte keinen
Zweck: Auch hab’ ich kein Vertrauen mehr zu ihm, fügte ſie
ganz leiſe hinzu, kaum, daß er es hören konnte.
Und da überkam es ſie wieder ihre ganze traurige,
freudloſe Lage. Sie ſchluchzte wild auf, faſſungslos.
Lieb=
reich und tröſtend legte er den Arm um ſie, drückte ihr
Köpfchen gegen ſeine Bruſt und ließ ſie ihren Schmerz
aus=
weinen.
Ihm war es ein ſchmerzlich ſüßes Gefühl, das über
alles geliebte Mädchen im Arm zu halten. Wie gern hätte
er ihr jeden Stein aus dem Wege geräumt, die Hände unter
die Füße gebreitet, daß ſie zufrieden ſei.
Wäre ihre Wahl auf ihn gefallen, jeden Tag hätte er
dem Schöpfer für dieſes Glück gedankt.
Und der andere achtete des köſtlichen Beſitzes nicht
der ging hin und verriet ſie um ſchnödes Geld.
Ein tiefer Groll, gemiſcht mit leiſer Verachtung, keimte
in ihm gegen den Freund empor.
Behutſam ſtrich er über das ſchöne Haar Yvonnes; er
legte leiſe ſeine Lippen darauf.
Armes, liebes Mädchen! flüſterte er und blickte
weh=
mütig zärtlich auf die weinende Yvonne.
Sie ſind ſo gut! ſagte ſie und drückte dankbar ſeine Hand.
Es tat ihr ſo wohl, ſeine echte Teilnahme zu fühlen.
Was wird nun werden?
Ich weiß es noch nicht. Nur erſt fort von hier; dann
wird ſich das andere ſchon finden.
Wie gern würde ich Ihnen ein Heim bei meiner Mutter
anbieten. Wollen Sie, Yvonne? Sie ſehnt ſich ſehr nach
einer Tochter; ſie kann den Verluſt unſerer geliebten Ruth
nie verwinden.
Ich danke Ihnen mehr, als ich ſagen kann. Sie lieber,
treuer Freund, doch es kann nicht ſein. Laſſen Sie mich
meinen Weg allein gehen.
(Fortſetzung folgt.;
Landwirtſchaftliches.
Kurzer Getreide=Wochenbericht
der Preisberichtſtelle des Deutſchen Landwirtſchaftsrates
vom 3. bis 8. Januar 1912.
Nachdem ſchon vor einigen Tagen aus Amerika und
dann aus Rußland ſtrenger Froſt gemeldet worden war,
hat ſich ſeit Samstag auch in Deutſchland winterliches
Wetter mit Froſt und Schnee eingeſtellt. Zu Beſorgniſſen
für die Saat liegt, da alle Felder mit Schnee bedeckt ſind,
zunächſt keine Veranlaſſung vor. Dagegen ſollen in
Ame=
rika ausgedehnte Flächen ſchneefrei ſein und auch in
Ruß=
land traf Froſt die Felder in manchen Gegenden
unge=
ſchützt an. Das Hauptintereſſe nimmt nach wie vor
Ar=
gentinien in Anſpruch, wo andauernd ungünſtiges Wetter
die Schätzungen des vorausſichtlichen Exportüberſchuſſes
bereits auf 2½ Millionen Tonnen herabgedrückt hat,
wäh=
rend noch Anfang November Ausſichten für einen
Ueber=
ſchuß von 4½—4¾ Millionen Tonnen beſtanden hatten.
Die Weltverſchiffungen ſind in der letzten Woche von 243000
auf 164000 Tonnen zurückgegangen. Seit Anfang Auguſt
ſind nur 5,5 gegen 7,6 Millionen Tonnen im Vorjahre
nach Europa verladen worden. Argentinien hat ſeine
Ex=
porttätigkeit noch nicht aufgenommen, und die dort
aus=
gebrochene Streikbewegung der Lokomotivführer droht eine
weitere Verzögerung herbeizuführen. Die feſte Tendenz für
Weizen hat unter dieſen Umſtänden weitere Fortſchritte
ge=
macht. Bei erhöhten Forderungen für fremden Weizen
und ſchwachem Inlandsangebot ſtieg Mai=Weizen von Mk.
215¾ auf Mk. 218½, um heute auf Mk. 217¾ zurückzugehen,
da die argentiniſchen Offerten ſich heute etwas nachgiebiger
zeigten. Im Inlande beſteht fortgeſetzt gute Nachfrage für
Weizen, und in Berlin mußte Bahnware um 5—6 Mk.
höher bezahlt werden. Im Gegenſatz zu Weizen machte
ſich für Roggen eine Abſchwächung bemerkbar, da bei den
geſtiegenen Preiſen das Exportgeſchäft nachließ, ſodaß ſich
das Angebot wieder mehr dem Inlande zuwandte. Dazu
kam, daß gegen Erwerbungen von türkiſchem und ruſſiſchem
Roggen Lieferungsabgaben erfolgten. Infolgedeſſen ging
der von Mk. 196¾ auf Mk. 198½ geſteigerte Maipreis
ſchließlich auf Mk. 195½ zurück. Eine weitere
Preis=
ſteigerung iſt in der Berichtwoche für Hafer eingetreten,
denn das Angebot iſt knapp und der Handel meiſt ſchwach
verſorgt. In Berlin war unter Mk. 195—196 keine Ware
zu beſchaffen. Futtergerſte behauptet ihr hohes
Preis=
niveau trotz ſichtlicher Zurückhaltung des Konſums. Mais
war von der Donau und von Amerika leicht ermäßigt, von
Argentinien dagegen höher gehalten. Es ſtellten ſich die
Preiſe für inländiſches Getreide am letzten Markttage
wie folgt:
Weihen
Roggen
Haſer
Königsberg. . 208 (* 5
179
185 (*3
Danzig
208 (*-
182
187 (*3
Stettin
. 205
184 (41 ) 186 (*2 )
Poſen
. 203
180 (*2 ) 183 (71
Breslau .
.202 (F 1 ) 180 (*3 ) 185 (72
Berlin
210 (* 3 ) 187 (*2 ) 203 (*1
Magdeburg . 203
3 ) 183 (*3 ) 201
Halle .
. 205 (T3 ) 190 (*1 ) 210 (*1
Dresden .
.208
191 (*3 ) 207 (*5
Roſtock
. 206(
) 186 (*2 ) 188 (*3
Hamburg . . 209
192
203
1
Hannover . . 206 ( 4 ) 192 (*3 ) 206 (*1
Düſſeldorf . . 213
197 (*3 ). 192
Köln
. 210
)192
192
Frankfurt a. M. 220
197½ (*2½
200 (41½
Mannheim . . 225
200 (*2½) 202½ (*2½)
Straßburg . . 225
2½) 205
*2½) 210 (45
München
.233 (* 1) 213 (*1) 201 (*1
Weltmarktpreiſe: Weizen: Berlin Mai 217,75 (- 2),
Peſt April 199,20 (— 0,50), Liverpool März 170,30 (P 4,20),
Paris Januar 212,95 (* 4,30), Chicago Mat 156,40
(—3,70). Roggen: Berlin: Mai 195,50 (— 1,25). Hafer:
Berlin Mai 192,50 (—1). Futtergerſte cif. Hamburg
ſchwim. 147,50 (* 0,75), Januar 147,75 (— 1,75), Febr.=
März 147,75 (*1,75). Mais Mixed Jan.=März 129,50
(— 1), Donau ſchwim. 133,50 (— 1,50), März=April 127,50
(—1), La Plata Mai=Juni 119,50 (*2) Mark.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9— 12 Uhr vorm. und
3 — 5 Uhr nachmittags. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 4. Januar: Dem Friſeur Auguſt Rieg
Langegaſſe 39 eine T. Frieda. 31. Dezember: Dem
Poſt=
boten Ludwig Merz, Stiftſtraße 56, eine T. Anna Maria
Katharina. Dem Bierbrauer Wilhelm Möſinger,
Tau=
nusſtraße 51, ein S. Friedrich Hermann. Am 4. Jan.: Dem
Weißbinder Karl Höhl, Roßdörferſtraße 5, ein S.
Her=
mann Karl. Dem Schutzmann Adam Holl,
Moller=
ſtraße 43, ein S. Hans Valentin Peter Georg. Am 1.: Dem
Spenglermeiſter Valentin Wedel, Beckerſtr. 30, eine T.
Apollonia Eliſabeth. Am 31. Dezember: Dem Fahrburſchen
Jakob Rettig, Arheilger Straße 68, eine T. Emilie. Am
5. Januar: Dem Schreiner Heinrich Georg, Kirchſtraße 8,
eine T. Suſanne Wilhelmine Helene. Am 4.: Dem
Bureau=
vorſteher Heinrich Fiſcher, Grafenſtraße 4, ein S., Karl
Hermann. Am 1.: Dem Schutzmann Peter Seng,
Rhön=
ring 77, ein S. Willi Simon. Am 6.: Dem Gärtner
Os=
kar Werling, Magdalenenſtraße 6, eine T. Anna Marie.
Am 5. Dem Heizer Heinrich s Mint, Balonplatzd, eine T.
Marie. Am 1.: Dem Schloſſer Wilhelm Schmidt,
Pan=
kratiusſtr. 14, eine T. Emma. Am 2.: Dem Hausdiener
Ernſt Fritzſche, Waldſtr. 20, eine T. Gertrud Betty.
Aufgebotene. Am 4. Jan.: Chauffeur Adam
Hart=
mann mit Anna Marie Gläßner, beide in Rüſſelsheim.
Taglöhner Johann Schaub mit Anna Euler, beide in
Neu=Iſenburg. Kaufmann Konrad Johann Friedrich
Schardt mit Elſa Margareta Hofmann, beide
Kies=
ſtraße 27. Metzgermeiſter Michael Schneider mit
Eliſa=
betha Lang, beide Inſelſtr. 28. Am 5.: Architekt Juſt.
Rein=
hold Auguſt Haarmann in Berlin mit Sophie Charlotte
Hecher in Charlottenburg. Kaufmann Johann
Leon=
hard Berg in Fürth mit Anna Schreiber hier. Am 6.:
Hilfsweichenſteller Konrad Ernſt Zimmer in Ober=
Ram=
ſtadt mit Dienſtmagd Eliſe Bertha Schäfer hier.
Kauf=
mann Jakob Gans hier mit Anna Marie Martha
Richter in Wiesbaden. Ackerburſche Jakob Böhm I.
in Oberhilbersheim mit Dienſtmagd Katharina
Hof=
mann in Wolfsheim.
Eheſchließungen. Am 3. Jan.: Kaufmann Curt
Lindemann in Emmendingen mit Karola Gombrich
hier. Am 4.: Billardmeiſter Ludwig Haubl mit
Büfett=
fräulein Marie Fröſchl, beide hier. Am 6.: Diplom=
Ingenieur Werner Pfarr mit Eliſabeth Merck, beide
hier. Chauffeur Otto Bülow mit Barbara Decker,
geb. Kunzmann, beide hier. Malergehilfe Georg
Dill=
mann mit Margareta Delp, beide hier. Zigarrenarbeiter
Willem Bogaard in Pfungſtadt mit Schneiderin
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line Dreieicher hier. Maſchinenſchloſſer Karl Eberle
mit Sophie Knapp, beide hier. Kutſcher Hermann
Schmidt mit Köchin Katharina Loos, beide hier.
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Geſtorbene. Am 4. Jan.: Barbara Altendorf, geb.
Herrmann, Wwe. des Güterbodenarbeiters, 63 J., ev.,
Feldbergſtr. 97. Am 5.: Dorothea Helene Baumgardt,
geb. Dauber, Ehefr. des Kupferſchmieds, 66 J., ev.,
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gesborngaſſe 7. Am 4.: Stadtkaſſebureauaſſiſtent Jakob
Löhr, 43 J., ev., Eckhardtſtr. 13. Am 5.: Barbara Bertha
Theodora Werner, geb. Riedel, Wwe. des Apothekers,
66 J., ev., Gutenbergſtr. 21. Taglöhner Auguſt Müller,
73 J., ev., Bickenbach. Am 6.: Taglöhner Julius Keil,
33 J., ev., Hungen. Am 5.: Privatier Johannes Rühl,
7 J., ev., Roßdörferſtr. 51. Am 6.: Privatin Antonie
Köhler 55 J., ev., Weiterſtädter Straße 80. Am 7.:
Marie Eliſ. Hübner, geb. Eutemüller, Ehefr. des
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arbeiters, 42 J., ev., Gartenſtr. 12. Architekt Wilhelm
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Deutſche Reichstagswähler!
Der folgenſchwere 12. Januar naht! Die Reichstagswähler ſind berufen, jeder mit ſeiner vollgewichtigen Stimme, in ſchickſalsſchwerer
Entſcheidung mitzuſprechen. Im Innern des Reiches harren große Fragen ihrer Löſung, aber noch gewaltiger, dringlicher, verhängnisvoller ſind jetzt
und in der nächſten Zukunft die Probleme
der deutſchen Auslandspolitik!
Jeder Wähler weiß es, kein Vernünftiger kann ſich dem verſchließen: wie Sturmwolken am winterlichen Himmel unſern Erdball, ſo umdräuen neidiſche
Feinde unſer Vaterland. Wir alle haben es erlebt, und ſeit dem letzten Sommer iſt es tief in jedes deutſche Herz geſchrieben:
Unſer Vaterland war und iſt in Gefahr!
In des zukünftigen Reichstages Hand liegt das Schickſal von Volk und Reich! Ihr, Reichstagswähler, habt zu entſcheiden, oh wir auch in Zukunft
im Innern geſund, nach außen ſtark und kraftvoll
daſtehen ſollen und wollen.
Bedenkt, Ihr nationalgeſinnten Bürger des Wahlkreiſes Darmſtadt-Groß=Gerau, wem Ihr Euer Wohl und Wehe anzuvertrauen halß wem Ihr Eure
entſcheidende Stimme geben wollt und müßt:
Nur ein bürgerlicher Kandidat
kann unſer Erkorener ſein! Aber nur ein ſolcher, der im Falle einer Stichwahl ſichere Ausſicht hat,
alle bürgerlichen, vaterlandstreuen Wahler
auf ſich zu vereinigen. Und dies iſt ohne jede Frage einzig und allein
Hei. Lanttagsabgesrancier Dr. Usann
Vor fünf Jahren von unſerer Partei vorgeſchlagen, von allen bürgerlichen Parteien gewählt, hat er ſich bewährt, hat er, wie im politiſchen Leben
ſeit zwanzig Jahren und im Landtage ſeit langem, auch im Reichstag
unſeren Kreis würdig vertreten!
aus ſeinen Taten!
Ihr alle kennt ſein politiſches Glaubensbekenntnis aus ſeinen Reden und noch mehr
Auf dem Boden der nationalliberalen Partei ſtehend, ein ehrlicher, aufrechter Mann, hat er ſtets mit durchaus liberalem, echt freiem Denken und
und Fühlen das nationale, d. h. das allgemeine Wohl erſtrebt. Kein Mann der gleßneriſchen Phraſen und verführeriſchen Verſprechungen, verbürgt er allezeit durch
ſein Handeln die Wahrheit und Vollgültigkeit ſeiner wohlerwogenen Gedanken und Worte. Er ſucht den Ausgleich widerſtreitender Intereſſen und tritt deshalb nach
wie vor ein, als ein Anhänger gerechter Wirtſchaftspolitik, für einen gemäßigten Schutzzoll, wie er im Zolltarif des Jahres 1902 feſtgelegt iſt zum gleichen
Schutz und Vorteil für Handel und Induſtrie einerſeits, für die Landwirtſchaft andererſeits.
Dem entſpricht ſeine Haltung in der
Sozialpolitik!
Der Schutz der wirtſchaftlich Schwachen liegt ihm vor allem am Herzen. Darum hat er die Reichsverſicherungsordnung auf Witwen und
Waiſen ausdehnen helfen, iſt aber auch jederzeit bereit, deren Mängel auszubeſſern. Das Wohl und Wehe der
Arbeitgeber
gilt ihm nicht weniger als das der Arbeitnehmer, weil beide miteinander ſchickſalverbunden ſind. Jedem das Seine; wer ſoziale Laſten hat, ſoll auch Recht
genießen — oben und unten — und ohne einſeitige Bevorzugung.
Von Dr. Ofanns ausgleichender Sozialpolitik wiſſen alle Stände zu zeugen — im Landtag wie im Reichstag hat er die Intereſſen der Beamten,
Lehrer und Penſionäre, der Kaufleute, Detailliſten und Gaſtwirte, der Militär= und anderer Dienſtanwärter, der Poſt= und Eiſenbahnbeamten und
=Arbeiter, aller Klaſſen von Handwerkern und aller wirtſchaftlichen oder ſonſtiger Berufsgruppen zu wahren und zu fördern geſucht. So kann man ſagen:
im Dienſte des Volkes
hat er ſeine ganze Manneskraft eingeſetzt, mit Hintanſetzung aller perſönlichen Intereſſen und Vorteile, allen Wählern des Kreiſes, einerlei welcher Parteirichtung
und welcher Berufsart, immer zugänglich, immer zur Hilfe und zu jedem Opfer bereit, nur aus ſeiner nationalen, vaterlandsltebenden Ueberzeugung. Und ſo wollen
auch wir ſchon am 12. Januar unſern Dank beweiſen dem Mann, der nach oben und nach unten ſich allezeit furchtlos und treu erwieſen, der über die
Partei immer das Wohl des Ganzeu, immer am höchſten das Vaterland geſtellt hat.
Wer nicht will, daß letzten Endes der allen bürgerlichen Intereſſen feindliche und gegen des Reiches Wohl rückſichtsloſe Sozialdemokrat ſiegt, wer
aber will, daß ein in nationaler und ſozialer Politik bewährter, zu allen notwendigen Opfern der Landesverteidigung und des Schutzes nationaler Arbeit
bereiter Mann einzieht in den zukünftigen Reichstag, der gebe — am 12 Januar 1912
Herrn Dr. Osann
ſeine Stimme. Was im Jahre 1907 der Wille der Wählerſchaft war, das muß auch heute wieder möglich ſein und zur Tat werden. Jede Stimme zählt,
jede fällt in die Wagſchale! Darum ſäume keiner und vertröſte ſich niemand auf die Stichwahl. Seit dem Beſtehen des Reiches haben wir noch nie
ſo ſchwere Kriſen erlebt, noch nie ſo bitterernſte Wahlen gehabt. Der Anſturm der Feinde von außen macht auch den Umſtürzlern im
Innern Mut, ſie glauben, die Blütezeit ſei für ihren Weizen gekommen, ſie wollen Ernte halten. Da gilt es feſt und ſtark zu ſein, zuſammenzuſtehen wie ein Mann —
ſtark in Schutz und Wehr — vom Fels zum Meer!
Es geht ums Ganze, die Sachlage zwingt uns zu außergewöhnlichem! Da heißt es
einen feſten, nationalgeſinnten, treubewahrten Mann
nach Berlin entſenden, einen Mann, den wir alle kennen, der umer uns wohnt und unſer Vertrauen gerechtfertigt hat. Dieſer Mann iſt
Herr Landtagsabgeordneter Dr. Osann
Er hat ſeine Pflicht getan, nun, Ihr Wähler, tut am Wahltag die Eure!
(1376md
Der Wahlausſchuß der nationalliberaten Partei für den
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Die Flucht der Marie Louiſe aus Paris.
*⁎* Der bekannte franzöſiſche Hiſtoriker Edouard
Gachet, der ſeit Jahren das Leben der Kaiſerin Marie
Louiſe zu ſeinem Spezialſtudium gemacht hat und vor
kurzem auch den erſten Band ſeines an bisher
unbekann=
ten Urkunden reichen Werkes erſcheinen ließ,
veröffent=
licht jetzt im Temps eine dokumentariſch beglaubigte
genaue Schilderung der letzten Tage, die die Gattin
Na=
voleons als Kaiſerin der Franzoſen und als Regentin
des Kaiſerreiches verlebte.
Die Verbündeten waren bereits in Frankreich
ein=
gedrungen und bedrohten Paris. Napoleon hatte am
25. Januar 1814 nach einem rührenden Abſchiede von
ſeiner Gemahlin und von ſeinem kleinen, noch nicht drei
Jahre alten Sohne Paris verlaſſen und war zum Heere
geeilt. Marie Louiſe war zur Regentin ernannt; ſchon
damals erfüllten düſtere Ahnungen über ihre Zukunft
ihr Gemüt. Nur ihrer Vertrauten, der Herzogin von
Montebello, verriet ſie, was in ihrer Seele vorging. Sie
nahm ihre Pflicht, Zuverſicht und Vertrauen zu zeigen,
um Zuverſicht und Vertrauen einzuflößen, ernſt. Aber
der Lauf des Schickſals war durch keine Masken mehr
aufzuhalten. Kleinen Erfolgen folgten ſchwere
Nieder=
lagen, das franzöſiſche Volk war der endloſen blutigen
Kriege müde und Ende März ſind die Verbündeten ſo
weit vorgedrungen, daß die öſterreichiſche Erzherzogin,
die Regentin des Kaiſerreiches, in der Hauptſtadt
Frankreichs nicht mehr ſicher iſt: am Horizont droht die
Notwendigkeit einer ſchleunigen Flucht und mit
furcht=
barer Schnelligkeit wird dieſer ſchmerzvolle Gedanke
zur Tatſache. Am 28. März, um 9 Uhr abends, erreicht
ein Kurier Napoleons die Tuilerien und bringt eilige
Depeſchen. Die Kaiſerin führt in dieſem Augenblick den
Vorſitz in einem Miniſterrate, der ſich alsbald auf 3 Uhr
morgens vertagt. Das Endergebnis der Beratungen
war der Beſchluß, daß Marie Louiſe am nächſten
Mor=
gen um 6 Uhr ſchleunigſt nach Rambouillet abreiſen
ſollte. Schon vorher hatte Joſeph Bonaparte von ſeinem
Bruder dahingehende Weiſungen erhalten. Aber noch
einmal beſchließt der Exkönig von Spanien, die Abreiſe
um drei Tage hinauszuſchieben. Doch um 10 Uhr
morgens erſcheint der Herzog von Feltre im Schloſſe
mit der lakoniſchen Meldung: „Der Feind gewinnt
Ter=
rain, heute abend können wir umzingelt ſein.‟ Die
Flucht, die man noch immer mit krampfhaftem Lächeln
eine „Reiſe” nennt, iſt unaufſchiebbar. In einem
lan=
gen grauen Mantel eilt die Kaiſerin in den Hof, wo der
Wagenzug ſchon bereit ſteht: zehn große Reiſekutſchen,
prächtige Gefährte und dahinter ein Troß von
Gepäck=
wagen. Es iſt 11 Uhr, durch die Wolken bricht die Sonne
und ſpiegelt ſich in den Bajonetten der Gardetruppen,
die der fliehenden Kaiſerin die letzten
Ehrenbezeugun=
gen erweiſen. Ein paar Minuten ſpäter rollt die mit
ſechs Pferden beſpannte Kutſche Marie Louiſens aus
dem Hof des Tuilerienſchloſſes, das ſie nie wiederſehen
ſollte. Im zweiten Wagen hat der kleine König von
Rom mit ſeiner Schützerin, der Gräfin de Montesquieu,
Platz gefunden. Das fröhliche Kind, der Sohn des
gro=
ßen Kaiſers, hat erſt vor 9 Tagen ſeinen dritten
Ge=
burtstag gefeiert. Der „Aiglon” iſt in Uniform der
Na=
tionalgarde gekleidet und plaudert fröhlich. Auf dem
Konkordiaplatz durchmißt der Wagenzug noch ein
unge=
wöhnliches Schauſpiel: der weite Platz iſt dichtgedrängt
voll kleiner Bauern aus der Umgebung von Paris, die
vor den anrückenden Ruſſen und Preußen in die Stadt
flohen. Sie blicken ſtarr auf die prächtigen Gefährte,
in denen die Kaiſerin mit ihrem Hofſtaate flieht; kein
Hochruf, kein Gruß tönt diesmal Marie Louiſen aus der
Menge entgegen.
Die Fahrt führt über die Champs=Elyſées am
Triumphbogen vorüber, wo abgeſeſſene Dragoner in der
Winterkälte ſich an lodernden Feuer wärmen, weiter
nach Verſailles. In Rambouillet iſt die erſte Raſt, das
erſte Quartier. Marie Louiſe bezieht ſofort die
kaiſer=
lichen Gemächer. Sie verlangt nach ihrem Kinde, man
bringt ihr den kleinen, munteren König von Rom, die
Mutter nimmt ihn auf den Schoß und blickt traurig auf
dieſen ſorgloſen Träger ſtolzer Hoffnungen. Sie ſeufzt
leiſe vor ſich hin und die Hofdame hört, wie ſie mit
trauriger Stimme flüſtert: „Armer Kleiner‟ Dann
bringt man das Kind in ſein Zimmer, der Weg führt
durch eine lange Galerie und hier verlangt der Knabe
von Gudin: „Ich will meine Soldaten haben, ſie ſollen
mit den Ruſſen kämpfen‟. Die Kaiſerin bleibt kurze
Zeit allein. Aber nach dem Abendeſſen muß Marie
Louiſe noch eine Proklamation anhören, die Joſeph
Bonaparte für die Bevölkerung von Paris verfaßt hat.
„Die Umſtände haben Eure Kaiſerin gezwungen, auf
einen Angenblick Paris zu verlaſſen; von meinem
er=
habenen Bruder verfolgt, nähert ſich der Feind der Stadt
und Ihr alle werdet verſtehen, wie ſchmerzlich es für
Marie Louiſe wäre, Augenzeuge der Kämpfe zu ſein,
die ſich entſpinnen werden; die Stunde naht, wo die
Hirnverbrannten nach Verdienſt beſtraft werden. Von
der franzöſiſchen Armee und von der Hauptſtadt
um=
ringt, bleibt ihnen nichts übrig, als der Tod oder die
Sklaverei.”
Die Kaiſerin und ihr Gefolge glauben längſt nicht
mehr an dieſe Phraſen, die den Zuſammenbruch
ver=
decken ſollen. Die düſteren Ahnungen wachſen, als am
30. März Joſeph das Eintreffen der Ruſſen vor Paris
meldet. In Rambouillet iſt Marie Loniſe nicht mehr
ſicher: ſie muß fort, muß weiter fliehen. Marie Louiſe
vermag ihre Beſorgniſſe nicht länger zu verbergen. Die
Hofdame muß ſie beim Gang zum Speiſeſaal ſtützen.
„Was wird aus uns werden?” klagt die unglückliche
junge Mutter; wieder eilt ſie zu ihrem Kinde und ruft
verzweifelt: „Nein, man wird mich von meinem Sohne
nie trennen können!” Aber der Fürſt Aldobrandini
meldet: „Der Wagen Ihrer Majeſtät ſteht bereit” haſtig
muß man zum Aufbruch ſchreiten: die Flucht geht
wei=
ter. In Chartres erreicht die Hiobspoſt die
Fliehen=
den: „Die Pariſer, geleitet von dem Senat, haben ſich
gegen Napoleon erklärt.” Nun iſt alles verloren. Im
alten Schloſſe von Blois kommt Marie Louiſe in der
Verzweiflung der Gedanke, die Intervention ihres
Vaters anzurufen. Schon hat ſie in zwei Briefen an
Kaiſer Franz die Großmut Habsburgs für Napoleon
erfleht; nun greift ſie noch einmal zur Feder. Umſonſt.
Sie muß noch erleben, wie viele der Männer, die
Na=
poleon zu Glanz und Glück erhoben hat, in das neue
Direktorium eintreten: Talleyrand, Dalberg u. a. Und
ſie bemerkt traurig: „Die meiſten verdanken dem Kaiſer
alles.” Am 5. April trifft in Blois als Ahgeſandter des
Kaiſers von Rußland der General Schuwaloff ein und
am 7. kommt als Bote Napoleons der Oberſt Galbois.
Welche Kunde bringt er? Er bringt die Abſchrift der
Ab=
dankungsurkunde vom 6. April. Die letzten Träume
der Hoffnung ſind vorüber.
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kommt das? Weil Pilo ein Freund
des Hausbalts geworden iſt; denn
das Dienſtmädchen iſt mit dem
Stiefelputzen in wenigen Minuten
fertig, die Frau und der Mann
freuen ſich über den eleganten
Hochglanz und das Kind beſchmutzt
lich die Händchen nicht. wenn es
an den Schuben ſpielt. Pilo iſt
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Nationalliberale Partel.
Kandidatur Dr Osann
Verrentr. Wanerverbammmung
im grossen Saale des Schützenhofes
Mittwoch, den 10. Januar 1912
abends 8½ Uhr
Tages=Ordnung:
Aufruf zur Wahl am 12. Januar.
Redner: Landtagsabgeordneter Dr. Osann-Darmſtadt.
Der Wahlausschuss
der nationalliberalen Partei für den Wahlkreis
Darmſtadt-Groß=Gerau. (1294im
Reichsparter!
Nachdem eine rechtsſtehende Kandidatur im Reichstagswahlkreis
Darmſtadt-Groß=Gerau nicht mehr beſteht, ergibt ſich die Haltung
der Reichspartei aus ihren Grundſätzen und der politiſchen Lage im
Reich von ſelbſt.
Es kann danach für uns, getreu unſerm oberſten Leitſatz: „Das
Vaterland über die Partei” in dieſem Wahlkreis nur darauf
an=
kommen, den Sieg des ſozialdemokratiſchen Kandidaten zu verhindern
und den nationalliberalen Kandidaten in die Stichwahl zu bringen.
Stimmenthaltung wäre gleichbedeutend mit Unterſtützung des
allen bürgerlichen Parteien gemeinſamen Gegners.
Wir bitten daher unſere Freunde in Stadt und Land, Mann
für Mann der Wahlpflicht zu genügen und ihre Stimme für
abzugeben.
Auch wer die Linksſchwenkung der nationalliberalen
Geſamt=
partei mißbilligt und ſich deshalb von ihr abgewandt hat, möge
diesmal alle Meinungsverſchiedenheiten zurückſtellen und am 12. Januar
im Sinne unſerer Aufforderung ſtimmen.
Darmſtadt, den 8. Januar 1912.
1362)
Reichsparteiliche Vereinigung.
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größte und beste Lichtbildbühne Darmstadts
bringt in ſeinem
Sensations-Schlager-Programm
von Mittwoch, den 10. bis inkl. Freitag, den 12. Januar 1912
als Sensation der Saison
Die Löwendes Tyrannen
Hiſtoriſche Vorgänge aus der Regierungszeit Heliogabals.
Dieſer Schreckensherrſcher von Rom, welcher einſt in lüſterner
Laune eine fröhliche Tafel von den Löwen aufheben ließ und
von geſchütztem Throne aus an dem ihm dadurch gebotenen
Schauſpiel ſeine Freude hatte.
Bis jetzt unerreichte Aufnahme.
30 Löwen wirken bei dieſem ſenſationellen Schauſpiel mit.
Eine Fahrt mit dem Zeppelin’ſchen Luftſchiff=
„Schwaben‟.
Das Publikum wird bei dieſer Vorführung in die
Wirk=
lichkeit verſetzt, eine dieſer herrlichen hochintereſſanten Fahrten
mitzumachen und dies, vom Herausbringen aus der Halle bis
zum Abſtieg, eine Kette an herrlichen hochintereſſanten
Auf=
nahmen, dabei ein großer Fabrikbrand. Fahrt über den Thüringer
Wald, Blick in die Heide, das rheiniſche Induſtriegebiet, das
Rheingebiet, Ankunft in der Luftſchiffhalle Düſſeldorf.
Das Opfer der jungen Indianerin.
Die Erlebniſſe eines jungen Trappers, der bei Gelegenheit der
Jagd in einen Indianerſtamm geraten.
Eine Elbefahrt durch die Sächsische Schweiz
herrliche Naturaufnahme.
Tontolinis erster Verdienst, überaus luſtige Aufnahme.
Der Weg zur Unsterblichkeit, guter Humor.
Des Räubers Liebe, japaniſches Mimodrama,
geſpielt von der Truppe des kaiſerlichen Theaters in Tokio.
Agentur Alice oder die Sicherheit des Hauſes.
— Einlage. —
(*754
Vergeſſen Sie dieſes hervorragend ſchön gewählte Programm
nicht zu beſichtigen.
Die Direktion.
Grösster künstlerischer Erfolg!
Leo Valberg
Sybille von Braunfels
in ſein. hervor. Pierrot=Chanſons
Lieder zur Laute
Maximilian Berger
Conferencier
Luey de Gascard
in ihrem humoriſtiſchen Programm
1
1872
40
1912
Turnhalle Woogsplatz.
tag, den 14. Januar 1912, abends präzis 7.11
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Soli und Duette aus der Biedermeierzeit.
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Dohm, Ecke Soder- und Stiftstrasse, Klink & Rettberg, Ludwigsplatz, und im
Turnhallen-Restaurant. — Die Mitglieder der Turngemeinde erhalten Karten zu
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ermässigtem Preise beim Hausmeister, abends an der Kasse Mk. 2.—
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Orpheam
Ub 3
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Zum letzten Male: (1"
Ein dreieckiges Verhältnis
Donnerstag.
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So hatbarastalt uis gelseht.
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Kiehard wagner Veren Darmstauf
Dienstag, den 16. Januar 1912, abends 8 Uhr,
im Festsale der Turngemeinde, (Woogsplatz 5):
Abschieds-Lieder-Abend
von Frau
Susanne
unter Mitwirkung des Herrn Klaviervirtuosen Bruno Hinze-Reinhold aus Berlin
Der Blüthner-Konzertflügel ist aus dem Lager der Firma
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ieferant A. W. Zimmermann (Inhaber Ludwig Schweisgut)
Eintrittskarten für Nichtmitglieder: Sperrsitz zu 5 Mk., Saal
zu 3 Mk., Vorsaal zu 2 Mk., Galerie zu 2. Mk., Stehplätze im Saal zu
1.50 Mk.; Studentenkarten zu 1.50 Mk. und Schülerkarten zu 1 Mk.,
bei Leopold Schutter, im Verkehrsbüro und abends an der Kasse.
Beitrittserklärungen für das am 1. Januar begonnene neue
Vereinsjahr, die noch vor dem obigen Konzerte erfolgen,
berech-
tigen zu dessen freiem Besuche. Der Jahresbeitrag beträgt
Der Vorstand.
(1314)
12 Mk.
Darmstadt
Mittwoch 24. Januar
im grossen Saale
1912, abends 8 Uhr.
des Kaisersaals:
Einziger Lustiger Abend
von Professor
Hareen Suizer
vollständig neues Programm!
Moderne Humoristen: Victor Auburtin, Wilh. Busch, Otto Ernst, K. E.
Ginzkey, Marx Möller, Börries v. Münchhausen, Rideamus, Rosegger, v. Schlicht,
L. Thoma, E. v. Wolzogen u. A.
Eintrittskarten zu 4, 3, 2 und 1.50 Mk.; Studentenkarten
zu 1 Mk. und Schülerkarten zu 75 Pfg., sind im Vorverkauf im
Verkehrsbureau zu haben.
Ein Teil des Ertrags des Abends wird dem Festhaus-
(1315
Verein Darmstadt überwiesen.
Das Lustige Salzer-Buch in allen Buchhandlungen!
des
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logen u. An=
Ettingen,
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2 Vorträ
Raiser des menlebens
1. Vortrag: Mittwoch, den 17. Jan., abends 8½ Uhr,
„Kaiſerſaal” (Fürſtenſaal), Grafenſtr. 20: Wie entwickele
ich die in mir ſchlummernden Kräfte zu Willensſtärke,
Nervengeſundheit, Lebensglück u. Gemütsruhe. —
Willens=
lähmung. — Willensgeſundung. — Die ſchöpferiſche Macht
der Leiden. — Die Sehnſucht. — Der Sinn der Welt. —
Das geheimnisvolle Geſetz vom Gegenwillen.
2. Vortrag: Dounerstag, den 18. Jan., abends 8½ Uhr,
„Kaiſerſaal” (Fürſtenſaal), Grafenſtr. 20: Das Weltprinzip
der ausgleichenden Gerechtigkeit. — Die Befreiung von Neid
und falſchem Mitleid. — Tod und Unſterblichkeit.
Magiſche Kräfte in der Seele entwickelt durch Konzentration.
— Die Gefahr der falſchen Konzentration für das
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Heute Mittwoch
Metzelſuppe
Morgens Wellfleiſch mit Kraut
Es ladet ein
(*660
Martin Schwarz.
Selbſtgekelt. 1911er
Metten=
heimer u. Apfelwein im Ausſch.
Reſtauration Schmitt
(früher Stengel)
gegenüber den Bahnhöfen.
Heute abend (1422
Metzel=
ſuppe.
Hierzu ladet ergebenſt ein D. O.
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Kieler Fiſchwarene
alles zuſ. nur Mk. 3.— geg. Nachn.
Verp. frei.
30 ff. Bücklinge u. Sprotten,
1 Doſe feinſte Heringe in Gelée,
gr. delik. Fleckheringe,
Rieſen=
lachsheringe, 1 fetten Rauchaal
u. 50 Sardellen=Heringe.
C. Hagemann, Fiſcherport,
Kiel. (1259a
Uiberale vor die Frout!
Der Tag der Entſcheidung, der
12. Januar 1912
naht und es gilt nun, alle Kräfte anzuſpannen. Zur
Vor=
bereitung der Wahl und am Tage der Wahl ſelbſt iſt eine
große Zahl hilfsbereiter Freunde erforderlich.
Alle Freunde der Kandidatur Dr. Strecker
Männer und Frauen, die akademiſche und kaufmänniſche
Jugend, bitten wir, ſich uns zur Verfügung zu ſtellen und
ſich ſofort ſchriftlich oder mündlich (Fernſpr. 639) auf unſerem
Wahlbüro zu melden. Am Wahltage befindet ſich das
Wahlbüro im Fürſtenzimmer des Saalbau.
(1421
Zur Beſprechung der Wahlarbeit
am Wahltage laden wir auf Donnerstag, 11. Januar,
abends ½ 9 Uhr in den Kaufm. Vereins=Saal des Kaiſerſaal,
Grafenſtraße 18, ein.
Tue jeder ſeine Schuldigkeit, denn auf jeden einzelnen
kommt es diesmal an, darum nochmals:
Aiberate Dor dn Nonr!
Brauerei Erker, Bleichstrasse
Donnerstag, 11. Jan.
Metzelsupr
e
Morgens Wellfleiſch und friſche Bratwurſt.
Freundl. ladet ein
B. Bu x.
Abends Konzert. (*694)
Senntten
mit und ohne Pelzdecke, ein= und
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verk. Kranichſteinerſtr. 42. (*751
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wird paſſ. Arbeit geſucht. Off. unt.
V 16 an die Exp. d. Bl. (525a
Programm
zu dem am Mittwoch, den
10. Januar, von 12—1 Uhr
mit=
tags vor dem Neuen Palais
ſtatt=
findenden Konzert der Kapelle
des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61.
1. „Sansſouci”, Marſch von M.
Ferroni. 2. Ouverture zur Oper
„Die Hugenotten” von G.
Meyer=
beer. 3. Fackeltanz über Motive
der R. Wagnerſchen Oper „Die
Meiſterſinger von Nürnberg” von
C. Eckert. 4. „Hofball=Menuett”
von O. Fetras. 5. „Bei uns z'
Haus”, Walzer von Joh. Strauß.
6. Zwei Märſche aus „Sachſen”:
a) Parademarſch des Huſaren=
Regiments Nr. 18 (Großenhain),
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hier V. Schatz, Alexanderſtr. 15.
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gebiſſe, alte Federbett.ſtets die höchſt.
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