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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
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werden angenommen in Darmſtadt=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47,
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
M 284.
Samstag, den 3. Dezember.
1910.
Die heutige Nummer hat 52 Seiten.
Die Fleiſchnot und die Regierungen in Sachſen
und Württemberg.
* Da in der Fleiſchnotfrage eine einheitliche Aktion
infolge des Widerſtandes der preußiſchen Regierung nicht
zuſtande kommen wird, hat die ſächſiſche
Regie=
rung ſich entſchloſſen, diejenigen Mittel zu ergreifen,
über die ſie im Rahmen der Reichszollgeſetzgebung verfügt.
Wie aus zuverläſſiger Quelle verlautet, wird
Staatsmini=
ſter Graf Vitzthum von Eckſtädt in dieſen Tagen die
Bür=
germeiſter der Großſtädte Sachſens nach Dresden
ein=
laden, um mit ihnen über geeignete Maßnahmen
zur Bekämpfung der Fleiſchnot zu ſprechen.
Die ſächſiſche Regierung dürfte geneigt ſein, die Einfuhr
geſunden Fleiſches aus Holland und Dänemark zuzulaſſen.
Die Zuſammenkunft der ſächſiſchen Bürgermeiſter in
Dresden dürfte im Laufe der nächſten 14 Tage erfolgen.
Es ſteht zu erwarten, daß die Zuſammenkunft zu einem
befriedigenden Ergebnis führen wird.
Die Abſicht des Bundes der Landwirte in
Würt=
temberg, gegen den Miniſter v. Piſchek einen Proteſt
wegen Zulaſſung einer beſchränkten Vieheinfuhr
aus Frankreich zu inſzenieren, veranlaßt den
Staats=
anzeiger zu einer offiziöſen Kundgebung, in der
es heißt: Nicht ein Akt der Unfreundlichkeit gegen die
württembergiſche Landwirtſchaft war das Vorgehen des
Miniſters des Innern, ſondern ein Akt der Fürſorge für
die Aufrechterhaltung einer genügenden
Fleiſchverſorgung=
der Einwohnerſchaft der Stadt Stuttgart, die ungefähr
den neunten Teil der Bevölkerung des Landes ausmacht.
Wenn hierdurch zugleich darauf hingewirkt wurde, die
hohen Fleiſchpreiſe zum Fallen zu bringen oder mindeſtens
einem weiteren Steigen derſelben vorzubeugen, ſo kann
auch hierbei angeſichts des außerordentlich hohen Standes,
den die Fleiſchpreiſe erreicht hatten, und der mißlichen
Folge dieſer Teuerung für das konſumierende Publikum
nicht auf ein Uebelwollen gegen die Landwirtſchaft
ge=
ſchloſſen werden. Die Landwirte ſelbſt verſichern ja immer
wieder mit Recht, daß die Landwirtſchaft nicht ein
Inter=
eſſe an außerordentlich hohen Preiſen, ſondern an ſtetig
guten Preiſen habe.
Es wird dann weiter bemerkt, daß die Sperre gegen
Frankreich nicht aus wirtſchaftlichen, ſondern lediglich aus
ſeuchenpolizeilichen Gründen erfolgt ſei, und betont, daß
veterinärpolizeiliche Bedenken gegen die Einfuhr aus
Frankreich nicht mehr beſtünden, vielmehr die Gefahr von
Seucheneinſchleppung bei der Einfuhr aus dem Norden
und Oſten Deutſchlands viel größer ſei als bei einer
ſol=
chen aus Frankreich. Daran wird ſchließlich folgende
Be=
merkung geknüpft: Wenn trotz allem die beſchränkte
Zu=
laſſung franzöſiſchen Schlachtviehs von den Führern des
Bundes der Landwirte zur Inſzenierung eines
Entrü=
ſtungsſturmes gegen den Miniſter des Innern benutzt
werden ſoll, ſo können die angeführten, in der Sache ſelbſt
gelegenen Gründe hierfür wohl kaum beſtimmend ſein
Zur Frage der Schiffahrtsabgaben.
* Die vom Reichskanzler bei der Begründung der
Vorlage ausgeſprochene Hoffnung, daß es gelingen wird,
auch mit den an der Frage beteiligten fremden
Staaten zu einer Verſtändigung zu gelangen, iſt in der
Preſſe teilweiſe als ein ſtarker Optimismus aufgefaßt
worden, weil beſonders in Oeſterreich ein
unüber=
windlicher Widerſtand gegen den Gedanken der
Schiff=
fahrtsabgaben beſtehen dürfte.
Die Wiener Zeit bemerkt zu der Debatte über die
Schiffahrtsabgaben im deutſchen Reichstag, es handle ſich
da wieder nur um einen Vorſtoß des preußiſchen
Agrarier=
tums, das die Lebensmittelzufuhr aus dem Ausland
ver=
teuern und erſchweren wolle. Die deutſche Reichsregierung
könne aber in dieſer Frage auf ein Entgegenkommen
Oeſterreichs nicht rechnen. Die deutſch=öſterreichiſchen
Bündnisvertäge hätten mit dem Elbeſchiffahrtsvertrag
gar nichts zu tun. Oeſterreich habe nie die
Abgeſchmackt=
heit begangen, von ſeinem politiſchen Freunde ökonomiſche
Liebesdienſte zu fordern, und betrachte es als
ſelbſtver=
ſtändlich, daß man auch in Berlin nicht daran denken
wird, dem öſterreichiſchen Verbündeten bei Herrnskretſchen,
wo die Elbe ſächſiſches Gebiet betritt, etwa die bosniſche
Rechnung zu präſentieren. Davon könne keine Rede ſein.
Oeſterreich beſtehe auf ſeinem Schein, der ihm die freie
Elbe ſichere. Noch bemerkenswerter, als daß dies in der
Zeit ſteht, iſt wohl die Tatſache, daß die offiziöſe Wiener
Polit. Korr. ſich veranlaßt fühlt, es abzudrucken und
wei=
terzugeben.
Auch aus den Niederlanden wird von einer
an=
dauernden Abgeneigtheit gegen die Einführung von
Schiff=
fahrtsabgaben gemeldet. Auffallend iſt, daß man in
Deutſchland dieſe Stimmung in den Nachbarſtaaten
offi=
ziell gar nicht zu beachten ſcheint.
Italien, Geſterreich, Breibund und Orient.
* Man ſchreibt uns: Der frühere italieniſche Miniſter
de Marinis, Mitglied der Deputiertenkammer,
erör=
tert im Dezemberheft der Deutſchen Revue (Stuttgart,
Deutſche Verlagsanſtalt) die italieniſche Politik und den
nahen Orient in ſeinen Beziehungen zu Oeſterreich.
de Marinis führt aus, daß Italien bis zum Berliner
Kongreß die „orientaliſche Frage” ſtets als ein Mittel zur
Förderung ſeiner nationalen Einheit angeſehen habe.
Nach dem Berliner Vertrage aber hätte ſich Italien
darauf beſchränkt, für den status quo im nahen Orient
einzutreten. Insbeſondere, wären die Verſtändigungen
und Abmachungen, die neben dem Dreibund zwiſchen
Italien und Oeſterreich=Ungarn getroffen wurden, ſtets
darauf hinausgelaufen, betreffs des Adriatiſchen Meeres
und der Balkanhalbinſel den status quo aufrecht zu
er=
halten. de Marinis fährt nach dieſer Darlegung fort:
„Es iſt daher begreiflich, daß heute, gewiſſermaßen am
Vorabende der Erneuerung der Tripelallianz, Italien
neue und dauerhaftere Garantien
bezüglich=
des Adriatiſchen Meeres und des Orients
verlangt, dahingehend, daß in den Vertrag über die
Tripelallianz als weſentliche Teile desſelben die
erwähn=
ten Abmachungen und Vereinbarungen Aufnahme finden
ſollen, die bis heute neben dieſem Vertrage her und in
beſonderen Verhandlungen zwiſchen Italien und der
öſterreichiſch=ungariſchen Monarchie getroffen worden
ſind:
Hiermit hat der Abg. de Marinis ohne Zweifel nur
ſeine Privatmeinung ausgeſprochen. Wenn aber die
ita=
lieniſche Regierung ſich auf denſelben Standpunkt ſtellte,
ſo hätte ſie darüber zunächſt mit Oeſterreich=Ungarn ſich zu
verſtändigen.
In dieſen Tagen iſt die italieniſche Kammer
zuſammengetreten, und bei dieſer Gelegenheit bot ſich
denn das erfreuliche Schauſpiel, daß noch niemals ſo
öſter=
reichiſch=freundliche Reden gehalten wurden, wie gerade
jetzt. Während ſonſt die Stimmung in der italieniſchen
Volksvertretung wenig öſterreichfreundlich war, kamen
jetzt Stimmen zu Gehör, die einem herzlichen
Einverneh=
men das Wort redeten und den Oeſterreichern völlige
Ge=
rechtigkeit zuteil werden ließen. In dieſem Verlaufe der
Sitzung zeigte ſich deutlich, wie man in Italien auch bei
bisher widerſtrebenden Elementen einſieht, wie nützlich
und vorteilhaft für Italien eine feſte Annäherung an
den Dreibund iſt und wie hierzu auch ein gutes
Ver=
hältnis zu Oeſterreich gehört, von dem nur beide Teile
profitieren können. Man ſieht alſo, daß der Dreibund
feſter denn je daſteht und hieran werden auch alle
Machi=
nationen von mißgünſtiger Seite nichts zu ändern
ver=
mögen.
Deutches Reich.
Die Reichswertzuwachsſteuer. Wie
von parlamentariſchre Seite verlautet, iſt die einſtimmige
Annahme des Reichswertzuwachsſteuergeſetzes in der
Faſ=
ſung der zweiten Kommiſſionsleſung geſichert. Dem
Vernehmen nach wird der Ertrag der
Reichswertzuwachs=
ſteuer auf Grundlage der Beſchlüſſe der
Reichstagskom=
miſſion jetzt auf rund 18 Millionen Mark geſchätzt, alſo
mehr als das doppelte ſo hoch, als bisher angenommen
wurde. Nach § 90 des Reichsſtempelabgabengeſetzes war
die Beſtimmung getroffen, daß man im Falle der
Ein=
führung eines Wertzuwachsſteuergeſetzes das zweite
Drit=
tel des Immobilienſtempels aufheben ſollte. Die
Regie=
rung will jedoch nicht darauf verzichten. Die Mehrheit
des Reichstages iſt bekanntlich einer Forderung ſoweit
nachgekommen, als das zweite Drittel des
Immobilien=
ſtempels bis zum 1. Januar 1914 erhoben werden ſoll. Es
ſteht jedoch zu erwarten, daß auch über das Jahr 1914
hinaus dieſes zweite Drittel weiter erhoben wird, da nach.
ausdrücklicher Erklärung des Reichsſchatzſekretärs die
ver=
bündeten Regierungen darauf nicht verzichten werden.
— Keine Novelle zum Börſengeſetz.
Ge=
genüber den in letzter Zeit verbreiteten Nachrichten, daß
eine Novelle zum Börſengeſetz in Ausſicht genommen ſei,
kann die Deutſche Juriſtenzeitung auf Grund authentiſcher
Mitteilungen von zuſtändiger Seite dieſe Nachrichten als
jeder Grundlage entbehrend bezeichnen.
— Die Hauptverſammlung der
Deut=
ſchen Kolonial=Geſellſchaft in Elberfeld ſprach
ſich für Hamburg als Sitz des Oberſten
Kolonialgerichts=
hofes aus.
— Der Moderniſteneid der
Univerſi=
tätsprofeſſoren. Aus Rom wird gemeldet: Mit
Bezug auf verſchiedene Veröffentlichungen über die
Tat=
ſache, daß die Profeſſoren der bayeriſchen Univerſitäten
von dem ſogenannten Antimoderniſteneid ausgenommen
ſein ſollen, erklärt der Oſſervatore Romano, das offiziöſe
Organ des päpſtlichen Stuhles: „Da von verſchiedenen
Seiten angefragt worden iſt, ob der durch das jüngſte
motu proprio des Papſtes geforderte Eid nur für die
Profeſſoren derjenigen katholiſchen Univerſitäten, die
un=
mittelbar von Biſchöfen abhängen oder auch für die
katho=
liſchen Profeſſoren der vom Staate abhängigen
Univer=
ſitäten vorgeſchrieben ſei, wurde von Rom die Antwort
erteilt, daß die Vorſchrift natürlich nur unmittelbar von
Biſchöfen abhängige Univerſitäten angehe.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Im öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe
erklärte der Finanzminiſter in ſeinem Expoſe zu dem
Ge=
ſetzentwurf über die Verlängerung des Bankprivilegiums,
daß das bewährte paritätiſche Bankſtatut in dem neuen
Geſetz unverändert bleibe. Der Miniſter ſprach die
Hoff=
nung aus, daß die Barzahlungsfrage nunmehr in Ungarn
wie in Oeſterreich den Charakter eines politiſchen
Schlag=
wortes verlieren werde. Der Miniſter konſtatierte, daß
es dank der Weisheit der ungariſchen Regierung gelungen
ſei, nicht nur bezüglich der Frage der Barzahlungen,
ſon=
dern auch hinſichtlich aller damit verbundenen wichtigen
Fragen zu einem Uebereinkommen zu gelangen, welches
beiden Teilen gerecht wird. Der Miniſter appellierte
ſchließlich an das Haus, trotz der Kürze der zur Verfügung
ſtehenden Zeit dieſen wichtigen, ſchweren Gegenſtand noch
vor Jahresſchluß zu verabſchieden, damit nicht ein
geſetz=
loſer Zuſtand bezüglich der Bankprivilegien eintrete.
Die Fleiſchteuerung. Der ſozialdemokratiſche
Minoritätsantrag auf Geſtattung einer quantitativ
unbe=
ſchränkten Fleiſcheinfuhr wurde vom Abgeordnetenhauſe
in namentlicher Abſtimmung mit 310 gegen 122 Stimmen
abgelehnt. Dagegen wurde der Kompromißantrag Stoelzl
auf Geſtattung der Einfuhr von überſeeiſchem Fleiſch für
die Dauer des Bedarfes in namentlicher Abſtimmung mit
223 gegen 206 Stimmen angenommmen. Der
Kompromiß=
antrag Stoelzl, alle zuläſſigen Zollbegünſtigungen für die
Fleiſcheinfuhr zu gewähren, wurde angenommen.
So=
dann wurden die übrigen Anträge des Ausſchuſſes betr.
ausgiebige Hebung der Landwirtſchaft, Tarifermäßigungen
für die Einfuhr von Lebensmitteln, ſowie zahlreiche
Zu=
ſatzanträge angenommen, nur der Antrag betr. den raſchen
Abſchluß eines Handelsvertrages mit Argentinien wurde
abgelehnt. Die Sitzung wurde nach dreizehnſtündiger
Dauer nachts um 11 Uhr 50 Minuten geſchloſſen. Nächſte
Sitzung Freitag. Auf der Tagesordnung ſteht die erſte
Leſung des Budgetproviſoriums.
Frankreich.
Die Rochette=Affäre. Der Ausſchuß zur
Un=
terſuchung der Rochette=Angelegenheit beſchloß
einſtimmig, der Kammer die Annahme folgender
Reſolu=
tionen vorzuſchlagen:
Die Kammer iſt entſchloſſen, das ſparende Publikum
zu ſchützen, die notwendigen Garantien gegen betrügeriſche
Emiſſionen zu verſtärken und aus der Verwaltung und
der Rechtspflege unzuläſſige Einmiſchungen gegen
willkür=
liche Maßnahmen auszumerzen. Sie ſtellt feſt, daß im
März des Jahres 1908 der Miniſter des Innern in ein
lereits im Gange befindliches Gerichtsverfahren
eingegrif=
fen hat, ohne ſich zuvor beim Juſtizminiſter erkundigt zu
haben. Sie ſtellt ferner feſt, daß die Polizeipräfektur auf
der Suche nach einem Kläger bloß die auf Angaben eines
an dem finanziellen Ruin ſeiner Gegner perſönlich
in=
tereſſierten Herausgebers einer Zeitung innerhalb einieer
Stunden der Staatsanwaltſchaft einen fiktiven Ankläger
gebracht hat, der in betrügeriſcher Weiſe mit Unterlagen
zur Begründung ſeiner Klage verſehen und für ihre
Ein=
reichung von dem Bankier bezahlt war, der in Rochette=
Werten à la Baiſſe ſpekulierte. Die Kammer ſtellt feſt, daß
die Staatsanwaltſchaft zu ihrem Vorgehen durch die von
keit und ſpricht die Ueberzerigung, aus, daß die
gegenwär=
tige Stellung der Polizei zwiſchen der adminiſtrativen
Seite
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
richterlichen Gewalt eine bedauerliche Rivalität ſchafft, die
Unregelmäßigkeiten ermöglicht. Die Kammer ſei daher
entſchloſſen, die Kriminalpolizei völlig der
Staatsanwalt=
ſchaft, die fernerhin allein verantwortlich ſein ſoll, zu
un=
terſtellen. Die Kammer fordert den Juſtizminiſter auf,
Vorſchläge zur Einſchränkung von übermäßigen
Gerichts=
koſten zu machen und erſucht ſchließlich den
Finanzmini=
ſter, eine Tabelle aller ſeit 20 Jahren emittierten Werte zu
veröffentlichen mit Angabe der Kursſchwankungen und
Emiſſionsinſtitute.
England.
Zum Wahlkampf. Aus Anlaß der
bevorſtehen=
den Wahlen fordern die Blätter die Wähler auf, alle ihre
Kräfte aufs äußerſte anzuſtrengen. Die Unioniſten
beto=
nen die moraliſche Wirkung des Sieges in London, wo
heute Samstag zehn Mandate zur Beſetzung gelangen
von denen ſich bisher ſieben in Händen der Radikalen
be=
fanden. Im ganzen finden heute in 70 Orten Wahlen
ſtatt. 14 Kandidaten, 11 Unioniſten und 3 Liberale,
wer=
den heute als gewählt erklärt, da kein Gegenkandidat
auf=
geſtellt iſt. — Während die liberalen Zeitungen ruhige
Zuverſicht ausdrücken, ſind die konſervativen von ihrem
Siege überzeugt. Morning Poſt ſagt, es ſei alle Ausſicht
vorhanden, daß der neue Tarif im Vereinigten Königreich
in Kraft treten werde, bevor die Reichskonferenz wieder
zuſammentrete.
Serbien.
Handelsvertrag mit Oeſterreich=
Un=
garn. In ſeiner Rede zur Befürwortung des
Handels=
vertrages zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und Serbien führte
Milowanowitſch in der Skupſchtina aus, daß Serbien
und die Balkanländer den Großmächten gegenüber eine
aufrichtige Politik der Freundſchaft und guter
Nachbar=
ſchaft getrieben haben. Ein neuer deutlicher Beweis dafür
ſei der vorliegende Vertrag, der dem ſchon beſtehenden
politiſchen Frieden zwiſchen Oeſterreich=Ungarn und
Ser=
bien den wirtſchaftlichen Frieden hinzufüge. Serbien
ge=
winne dadurch die Möglichkeit, ſeine wirtſchaftlichen,
kul=
turellen und militäriſchen Kräfte zu ſtärken, wie das Volk
es erwarte.
Türkei.
Die Lage des Kabinetts. Der Miniſterrat
beſchäftigte ſich Donnerstag mit der Lage des Kabinetts. Es
verlautet, daß die Miniſter des Ackerbaus und des
Unter=
richts und der Vakufminiſter, welcher von der
Komitee=
partei am meiſten bekampft wird, aufgefordert wurden,
vor Verleſung des Expoſés in der Kammer zurückzutreten,
daß ſie dies aber verweigerten. Das Kabinett wird am
Samstag gemeinſam vor der Kammer erſcheinen und,
wenn es ein Vertrauensvotum erhält, nach einigen Tagen
ſeine Entlaſſung einreichen. Hakli Paſcha wird dann
unter Ausſchaltung der obengenannten Miniſter ein neues
Kabinett bilden.
* Die Kronprinzenreiſe. Am 9. ds. Mts.
ſiedelt das Kronprinzenpaar nach Colombo über. Am
10. ds. Mts. findet eine Beſichtigung der umfangreichen
Fabrik des Konſuls Freudenberg ſtatt und abends ein
Feſt im Deutſchen Klub. Am 11. ds. Mts. trennt ſich der
Kronprinz endgültig von der Kronprinzeſſin. Dieſe fährt
mit dem Lloyddampfer „Lützow” nach Egypten, der
Kron=
prinz auf der „Gneiſenau” nach Bombay.
* Der preußiſche Geſandte in Hamburg,
Graf Götzen, iſt am Donnerstag abend geſtorben.
Graf Guſtav Adolf von Götzen wurde am 12. Mai 1866
geboren. Er widmete ſich in den Jahren 1884—1887 in
Paris, Berlin und Kiel dem Studium der Rechts= und
Staatswiſſenſchaften. Im Jahre 1887 trat er dann beim
2. Garde=Ulanen=Regiment ein. Im Jahre 1891 wurde
er zur kaiſerlichen Botſchaft in Rom abkommandiert und
unternahm von dort aus eine Reiſe nach dem Kilima=
Ndſcharo. Sein Hauptverdienſt liegt in der Erforſchung
Zentralafrikas, das er im Jahre 1893/94 zum erſtenmal
durchquerte. Hierbei glückte es ihm, die ſelbſt den
arabi=
ſchen Händlern verſchloſſene Landſchaft Ruanda zu
erfor=
ſchen. Auch entdeckte er bei dieſer Reiſe den noch tätigen
Vulkan Kirunga=tſcha=gongo, den Kivuſee. Am 21.
De=
zember 1893 hatte er die Reiſe angetreten und am 21. Sep=
Wiener Brief.
C Wien, Ende November.
Wien wächſt. Man kann förmlich ſehen, wie es
größer wird. Wo früher ſchaukelnde Fiaker die
Straße hinſchlenderten, preſchen jetzt wilde
Automo=
bile. Ueberall dehnt ſich dieſe Stadt aus, mit einer
plötzlichen, jähen Kraft, die keiner in ihrem Leib
ver=
mutet hätte. Es platzen alle alten Formen und durch
die Nähte lugt das Neue herein. Freie Stellen
wer=
den mit Häuſern verbaut, alte Häuschen auf alten
Plätzen müſſen modernen, hochragenden Paläſten
wei=
chen. Das Freihaus auf der Wieden, der Platz des
Bäckenhäuſels auf dem Alſergrund, ſie ſind jetzt die
Beute der neuen Zeit. Man wird ihnen nicht viel
nachweinen. Aber auch mitten in die alte Stadt
dringt der Platzmangel mit ſeiner Forderung nach
möglichſter Raumausnützung. Gegenüber der
Michae=
lerkirche ſteht ſchon ein arroganter Neubau, der wie
ein Stierſchädel, ſtumpf und dumpf, die runden
Li=
nien der barocken Umgebung zerbrochen hat. Bald
wird es an die Demolierung des Kriegsminiſteriums
gehen, bald an die ſtillen Plätze hinter dem Dom von
St. Stefan. Straßenzüge braucht man,
Verbindungs=
kanäle quer durch das Stadtinnere, das immer noch
als Verkehrshindernis zwiſchen den einzelnen
Be=
zirken daliegt, das in Wirklichkeit noch immer mit
Mauern und Wällen umgeben iſt. Um die
Ring=
ſtraße kreiſt die Elektriſche, aber die beiden
Durch=
meſſer vom Schottentor zur Wollzeile, von der Oper
zum Donaukanal ſind immer noch ohne allgemeine
Verbindung. Das Wiener Verkehrsproblem rückt in
den Mittelpunkt des Intereſſes. Es zeigt ſich
wiederum, daß unſere beiden Hauptverkehrsanlagen,
Straßenbahn und Stadtbahn, nicht ins Zentrum des
Verkehrsbedürfniſſes führen, ſondern buchſtäblich
rundherum ſchleichen, wie die Katze um den Brei.
Mit einem Schlage wäre alle Sorge niedergedrückt,
würde man endlich an die Anlage der
Untergrund=
bahn gehen. Die müßte mitten durch die Stadt
füh=
ren und weit binaus, wo neue Wohnſtätten entſtehen
tember 1894 glückte es ihm, nach unſäglichen Strapazen
den Kongo bei Kirunda zu erreichen Am 29. November
1894 traf er bei Metadi nahe der Mündung des Kongo
in den Ozean ein. Im Januar 1895 kehrte er nach
Deutſch=
land zurück. Von 1896—1898 war er Militärattaché
bei der deutſchen Botſchaft in Waſhington, worauf er als
Hauptmann zum Generalſtab in Berlin kam. 1901 wurde
er Major und Gouverneur von Deutſch=Oſtafrika. Seit
1908 hatte er als preußiſcher Geſandter ſeinen Wohnſitz
in Hamburg aufgeſchlagen. Seine Forſchungsergebniſſe
legte er in einem Werke „Durch Afrika von Oſt nach Weſt
1895‟ nieder.
* Leipzig, 1. Dez. Der Prozeß gegen die
engliſchen Offiziere Trench und Brandon
vor dem Reichsgericht iſt nicht am 15., ſondern am
Frei=
tag, den 16. Dezember.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 3. Dezember.
Oktroi auf Wild und Geflügel.
Zur Frage der Erhebung einer Oktroi=
Ab=
gabe von Wildbret und Geflügel wird von
zu=
ſtändiger Seite nachſtehendes mitgeteilt:
Bei den Verhandlungen innerhalb der hieſigen
Stadt=
verwaltung über Beſchaffung eines Erſatzes für den durch
die Beſtimmungen des § 13 des Zolltarifgeſetzes vom 25.
Dezember 1902 entſtandenen Oktroi=Ausfall war der
Grundſatz maßgebend, daß die Geringbemittelten von
neuen indirekten Gemeindelaſten möglichſt zu verſchonen,
dagegen der vermögendere Teil der Bevölkerung durch
ſtärkere Heranziehung zur Deckung des Einnahme=
Aus=
falls zu belaſten ſei. Man hat daher neben anderen
Maßnahmen eine Erhöhung des Oktrois auf
Wildbret und Geflügel eintreten laſſen, in der
Erwägung, daß vorwiegend die beſitzenden Klaſſen als
Konſumenten von Wild und Geflügel in Betracht
kom=
men. Daß die Weitererhebung des Oktrois auf Wildbret
und Geflügel zuläſſig iſt, ergibt ſich aus der authentiſchen
Auslegung der Beſtimmung in § 13 des Zolltarifgeſetzes
durch den Herrn Staatsſekretär des Reichsſchatzamtes. Auf
eine bezügliche Eingabe der Zentralſtelle des Deutſchen
Städtetages hat das Reichsſchatzamt im September v. J.
geantwortet, daß die Aufhebung des Gemeinde=Oktrois
auf Getreide, Hülſenfrüchte, Mehl, Mühlenfabrikate,
Back=
waren, Vieh, Fleiſch, Fleiſchwaren und Fett
ausſchließ=
lich zu dem Zweck erfolgt iſt, um im Intereſſe der
är=
meren Volkskreiſe zu verhindern, daß der Preis der durch
die erhöhten landwirtſchaftlichen und Viehzölle des Reiches
getroffenen Lebensmittel durch indirekte
Gemeinde=
ſteuern noch weiter geſteigert wird. In den
Kommiſſions=
verhandlungen des Reichstages, die zu jener
Beſtim=
mung führten, trat dieſer Geſichtspunkt mit voller Schärfe
zutage. Die preußiſche Geſetzgebung (§ 14 des
Kommu=
nalabgabengeſetzes) geſtatte daher auch von der gleichen
wirtſchaftlichen Auffaſſung aus die Einführung der
Wild=
bret= und Geflügelſteuer in weiteſtem Umfange, während
ſie die Beſteuerung des „Fleiſches” aufs engſte einſchränkt.
Hiernach erſcheinen wohl die Zweifel über die Auslegung
der fraglichen Geſetzesſtelle beſeitigt und es iſt, nach dem
Willen des Geſetzgebers anzunehmen, daß Wäldbret und
Geflügel als Nahrungsmittel nicht unter den
herkömm=
lichen Begriff „Fleiſch” fallen. Für die Stadt Darmſtadt
iſt demgemäß auch die Weitererhebung und Erhöhung des
Oktrois für Wildbret und Geflügel vom Großh.
Mini=
ſterium genehmigt worden.
In letzter Zeit ſind nun von verſchiedenen Seiten (aus
Jägerkreiſen und von Gefügelhändlern) Einſprüche gegen
die Zuläſſigkeit der Erhebung des Oktrois von Wild und
Geflügel erhoben worden, die ſich auf gerichtliche
Entſchei=
dungen in ähnlichen Fällen ſtützen. Die bis jetzt
vorlie=
genden Urteile von mittleren Inſtanzen, die ſich gegen die
Rechtmäßigkeit dieſer Oktroi=Erhebung äusſprechen,
er=
ſcheinen ſehr zweifelhaft und ſtehen im Gegenſatz zu der
erwähnten Auffaſſung des Reichsſchatzamtes. Es dürfte
daher zunächſt eine oberſtrichterliche
Entſchei=
dung abzuwarten ſein.
Auch in einem Teil der Preſſe wird die Aufhebung
des Oktrois auf Wildbret und Geflügel gefordert. Ein
derartiges Verlangen erſcheint umſo unbegreiflicher, als
Wild und Geflügel, das nicht zum öffentlichen Verkauf
gebracht wird, keiner behördlichen Beſchau unterworfen,
alſo auch von einer ſolchen Abgabe (Gebühren) befreit iſt,
während das Fleiſch von gewöhnlichem Schlachtvieh mit
Schlacht= und Beſchaugebühren belaſtet iſt. Bei einer
Aufhebung des Oktrois auf Wildbret und Geflügel würde
die Vergünſtigung daher vorwiegend dem vermögenderen
könnten. Dann wäre auf einmal die Wohnungsnot
und die Sorge um die Erhaltung der alten
hiſtori=
ſchen Plätze und die Not aller verzögernden Umwege
beſeitigt. Aber man traut ſich hier nicht einmal von
dieſem Plan zu reden. Es fehlt an Geld. Der
Haus=
halt von Staat und Land ſchließen mit einer
Unter=
bilanz, ängſtlich ſucht man nach neuen Einnahmen.
trotzdem aber ſpürt man: es wird ſo nicht weiter
gehen, wenn man ſich überall nicht rühren kann.
Ein Rieſenwerk iſt vollendet: Wien bekommt
ſeine zweite Hochquellenleitung. Ueber hundert
Kilo=
meter wird das Waſſer aus Steiermärkiſchem Gebiet
in unſere Häuſer gebracht, und die alljährliche
Win=
terſorge um unſeren täglichen Trunk iſt uns
ge=
nommen. An dem Erfolg eines Erreichten ſtählt ſich
die Kraft, und man wird ſich vielleicht jetzt dem
Ver=
kehrsproblem mit innigem Anteil zuwenden können,
wird vielleicht doch das Projekt Muſil, das auf
Stadt=
ratsbeſchluß morgen ſchon verwirklicht werden könnte,
ſich ein bischen näher anſchauen und wird vor allem
ganz nahe liegende Dinge ordnen müſſen, die mit ein
paar lumpigen Hundertkronenſcheinen erträglich zu
machen wären. Wien wurde binnen drei bis vier
Monaten von den ungeheuren Expanſionsformen
eines neuzeitlichen Verkehrs ſo überraſcht, daß es jetzt
ganz verdutzt daſteht und jede Bewegung erſt recht
ſtockt. An den Schnittpunkten der großen
Verkehrs=
linien bei der Oper, beim Schottentor und der
Woll=
zeile ſtauen ſich die Mengen der Paſſanten. Berichte
von Automobilunglücken werden faſt tägliche Rubrik
in unſeren Zeitungen. Die Fußgänger irren hilflos
zwiſchen Automobilen, Straßenbahnen und Fiakern,
und die Schutzleute ſtehen dabei und ſchauen ganz
betroffen und ängſtlich zu. Unſere Bürgermeiſter
ſind plötzlich reiſeluſtig geworden. Dr. Neumeier ging
nach Peſt, Porzer nach Berlin, vielleicht hat er dort
geſehen, wie man auf dem Potsdamer Platz durch
ganz einfache Organiſation den Andrang von Wagen
und Fußgängern regelt.
Der Wiener war mit ſich zufrieden, er war ſtolz
auf ſeine weltberühmte Gemütlichkeit, auf dieſes
Spießerbehagen, und alle Neuerungsverſuche der un=
Teile der Bevölkerung zugute kommen und eine auffällige
Ungleichheit zum Schaden der Minderbemittelten
eintre=
ten. Zu dem Ausfall der von der Stadt beantragten, von
der Regierung jedoch (wegen entgegenſtehender
Beſtimmun=
gen des 1867er Zollvereinsverfrages) abgelehnten
Er=
höhung des Oktrois auf Schaumwein würde der weitere
Oktroi=Ausfall von Wildbret und Geflügel kommen; der
in dieſer Weiſe entſtehende Einnahme=Ausfall muß durch
Erhöhung der direkten Gemeindeſteuern gedeckt, alſo von
der Allgemeinheit gleichmäßig übernommen werden.
— Ordensverleihungen. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben den nachſtehenden Beamten der
Großh. Ordenskanzlei die Erlaubnis zur Annahme und
zum Tragen der ihnen von Sr. Maj. dem Kaiſer von
Rußland verliehenen Auszeichnungen erteilt für: den
St. Stanislaus=Orden 3. Klaſſe dem Ordensſekretär,
Kaiſerl. Marine=Stabszahlmeiſter a. D. Wilhelm Schad;
die kleine goldene Medaille am Bande des St. Annen=
Ordens dem Kanzliſten Heinrich Schmidt.
Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem
Kommunalforſtwart Förſter Peter Kilian
Steiger=
wald zu Mainflingen, dem Weichenſteller 1. Klaſſe in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Jakob
Schweikhard zu Bingen und dem Bahnwärter in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Johann
Barth I. zu Büdesheim aus Anlaß ihrer Verſetzung in
den Ruheſtand das Allgemeine Ehrenzeichen mit der
Inſchrift „Für treue Dienſte” verliehen.
— Uebertragen wurde dem Schulamtsaſpiranten
Georg Kramer aus Pfungſtadt, Kreis Darmſtadt,
eine Lehrerſtelle an der Gemeindeſchule zu Groß=
Rohr=
heim, Kreis Bensheim.
— Ernannt wurden die Regierungsbauführer Auguſt
Braun aus Butzbach, Georg Grünig aus Erbach i. O.,
Eugen Lauer aus Offenbach a. M., Fritz
Rhein=
heimer aus Groß=Gerau, Bernhard Schmid aus
Königsbronn (Württemberg) und Karl Seipel aus
Darmſtadt zu Regierungsbaumeiſtern.
— In den Ruheſtaud verſetzt wurden der
Bahn=
wärter in der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft
Heinrich Prax zu Nieder=Ingelheim, der Schaffner in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Heinrich
Vöhl zu Gießen, der Weichenſteller I. Klaſſe in
der Heſſiſch=Preußiſchen Eiſenbahngemeinſchaft Jakob
Schweikhard zu Bingen auf ſein Nachſuchen wegen
geſchwächter Geſundheit.
* Zum Beſuch des Herzog=Regenten von
Braun=
ſchweig. Wie ſchon mitgeteilt, werden heute der Herzog
Johann Albrecht zu Mecklenburg, Regent
des Herzogtums Braunſchweig, und Gemahlin dem
Groß=
herzogspaar in Darmſtadt ihren Antrittsbeſuch abſtatten
und für einige Tage im Reſidenzſchloſſe Wohnung
neh=
men. Der Großherzog und die Großherzogin
werden ihre hohen Gäſte um 10,20 Uhr vormittags am
Main=Neckar=Bahnhof abholen, wo großer
militä=
riſcher Empfang ſtattfindet. Die Braunſchweigiſchen
Herrſchaften werden bis Montag hier verweilen und an
dieſem Tage nachmittags nach Karlsruhe weiterfahren.
Im Gefolge des Herzoglichen Paares befinden ſich lt.
Darmſt. Ztg. Oberhofmeiſterin Gräfin von Baſſewitz,
Ex=
zellenz, Hofdame Gräfin von Wedel, Hofmarſchall von
Rantzau, fungierender Oberhofmeiſter, und Flügeladjutant
Oberleutnant von Grone. Als Ehrenwache iſt eine
kriegs=
ſtarke Kompagnie des Leibgarde=Infanterie=Regiments
Nr. 115 mit Fahne unter dem Kommando des
Haupt=
manns und Kompagniechefs Freiherrn von Lehmann
aufgeſtellt, mit Spielleuten eines Bataillons und der
Regi=
mentsmuſik auf dem rechten Flügel. Die direkten
Vorge=
ſetzten nehmen rechts neben den Spielleuten Aufſtellung.
Zum Ehrendienſt bei Seiner Hoheit iſt Oberſt von
Müller, Kommandeur des Großherzoglichen
Artillerie=
korps Nr. 25, kommandiert. Der Hofloge des Bahnhofs
gegenüber ſteht eine Eskadron des Garde=Dragoner=
Regi=
ments Nr. 23 unter Rittmeiſter und Eskadronschef von
Schmelzing und Wernſtein. Dieſe ſetzt ſich bei der
Ab=
fahrt mit zwei Zügen vor, mit den beiden andern Zügen
hinter die fürſtlichen Wagen.
Herzog Johann Albrecht zu
Mecklen=
burg=Schwerin, der ſeit dem 28. Mai 1907 Regent
des Herzogtums Braunſchweig iſt und früher während der
Minderjährigkeit ſeines Neffen, des jetzt regierenden
Großherzogs Friedrich Franz IV., Regent des
Großher=
zogtums Mecklenburg=Schwerin war, iſt am 8. Dezember
1857 geboren und ſeit Dezember v. J. in zweiter Ehe mit
Prinzeſſin Eliſabeth zu Stolberg=Roßla, geb. am 23. Juni
1885, vermählt. Das Herzogliche Paar trat nach ſeiner
Vermählung eine längere Reiſe nach Oſtaſien an. Die
Herzogin iſt eine Tochter des verſtorbenen Fürſten Botho
zufriedenen Jugend ſind an dieſem feiſten Damm der
Genügſamkeit zerbrochen. Auf einmal aber, ganz
un=
vermerkt, hinter dem Rücken der Oeffentlichkeit, hat
dieſe mißvergnügte Minderheit die Oberhand
ge=
wonnen. Dieſe Leute haben nicht mehr geredet, nicht
mehr geraunzt, ſondern getan; ſie haben das neue
Wien mit den lebendigen, weitausgreifenden
Willens=
ſtrebungen einer Großſtadt geſchaffen. Die Frage des
Fremdenverkehrs, die ſo lange ſchon Gegenſtand ſchön
klingender Debatten iſt, wird nicht mehr von oben
herab, von außen heran gelöſt werden, ſondern von
innen, durch die Entwicklung einer ganz und gar
un=
intereſſanten Kleinſtadt zur faszinierenden Großſtadt
mit all ihrer neuzeitlichen Lebendigkeit. Die
günſti=
gen Ergebniſſe der Jagdausſtellung haben den Leuten
Mut gemacht. Freilich iſt es nur die Uebernahme
einer Ausſtellungsidee, die in dieſen Tagen in Berlin
verwirklicht worden iſt; im nächſten Jahre ſoll in Wien
eine Theater= und Muſik=Ausſtellung eröffnet
wer=
den. Das bedeutet alſo einen direkten unverhüllten
Wettbewerb mit Berlin. Sicherlich hat Wien viel für
ſich. Aber wie ſchon Ludwig Speidel vor 30 Jahren
bekannt hat: die Entwicklung des modernen
Bühnen=
weſens hat ſich von der Donau weg und der großen
Stadt an der Spree zugewandt. Die Blicke unſerer
Bühnenleiter ſind über die ſchwarz=gelben Grenzpfähle
hinaus nach Norden gerichtet. Erſt dieſer Tage hat
ſich Baron Berger in Berlin einen Vertreter beſtellt,
der ihm von den Bewegungen des Berliner
Kunſt=
lebens berichten ſoll. Erſt in dieſen Tagen hat man
den Leiter der Wiener Hofoper aus Berlin geholt.
Die Berufung Hans Gregors iſt hier mit ſkeptiſchem
Kopfſchütteln aufgenommen worden. Und wie die
Direktion Weingartner die Wiedergabe des modernen
Tondramas hinter Richard Wagner zurückſchraubte,
wie ſie nur Muſik machte, ohne dramatiſche
Erſchüt=
terungen zu ſchenken, ſo fürchtet man jetzt in Wien
umgekehrt, daß eine Leitung Hans Gregors das
Muſi=
kaliſche um des Szeniſchen willen vernachläſſigen
könnte. Immerhin: man hätte den neuen Mann mit
licbenswürdigeren Worten empfangen können. Die
Wiener Gemütlichkeit iſt eben tot.
Nummer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 3.
von Stolerg=Roßla aus deſen Ehe mit der Prinzeſſe
Hedwig zu Yſenburg und Büdingen und verweilte ſchon
früher wiederholt zum Beſuche am hieſigen Hofe.
„Rb6‟ Reichsgerichts=Entſcheidung. Vor der
Strafkammer zu Darmſtadt hatte ſich am 22. Auguſt ſamere Fahrt vor. So wurde K. ebenſo wie zwei andere
1910 ein großes Schwindelgenie wegen drei Fällen
ſchlagung zu verantworten und wurde zu 2 Jahren dem auf dem Bock ſeines Wagens ſitzenden E, war durch
und 6 Monaten Zuchthaus, ſowie 450 Mark Geldſtrafe
eventuell weiteren 2 Monaten Zuchthaus verurteilt.
Dieſes Genie war die Ehefrau Nikolay. Die
An=
geklagte führte bei ihrem jetzigen Ehemann nach
Ver=
büßung einer Gefängnisſtrafe den Haushalt, verlobte
ſich im Jahre 1908 mit ihm, worauf im Jahre 1909
die Hochzeit folgte. Schon vor ihrer Verheiratung
es=
zählte ſie den Verwandten ihres Mannes, daß ihr
uneheliches Kind, das ſie mit in die Ehe bringe,
adeli=
gen Blutes ſei und daß der Vater für dieſes Kind
40000 Mark Erbe ausgeſetzt habe und daß ſie
eben=
falls 45000 Mark von ihm erben werde. Da, der
Vater geſtorben ſei und die Erben die Auszahlung
des Geldes verweigerten, habe ſie Klage erhoben und
eine Tante ihres Mannes, die Witwe K., heran, und
da die Mutter ſie ebenfalls als ſehr reich ausgab und
ihren Angaben beipflichtete, ließ ſich Frau K.
beſtim=
men, der Angeklagten nach und nach über 1000 Mark
bar zu leihen. Im Februar 1909 trat ſie wiederum
an Frau K. wegen Darlehen heran, und als ſie die
Antwort erhielt, ſie habe kein Bargeld mehr, wußte
die Angeklagte ſie zu beſtimmen, ihr das
Sparkaſſen=
buch ihrer Tochter hinzugeben. Sie ſollte jedoch nur
45 Mark abheben und das Buch wieder zurückgeben.
Statt dieſer Anweiſung Folge zu leiſten, hob ſie den
ganzen Betrag von 597 Mark ab und verwendete das
Geld für ſich in ihrem Haushalt. Sie iſt deshalb des
fortgeſetzten Betrugs für überführt erachtet worden.
Das Gericht nimmt hinſichtlich der ganzen
Geld=
ſchwindeleien eine fortgeſetzte Handlung an. Wenn
auch der Ehemann für die Schulden ſeiner Frau
ein=
zutreten erklärt, ſo hat dieſe Erklärung keine
Bedeut=
ung für die Geſchädigte, weil er ſich in keinen guten
Vermögensverhältniſſen befindet. Frau K. hat im
Vertrauen auf die Wahrheit der Erbſchaft das Geld
und die Sparkaſſenbücher der Angeklagten hingegeben
und iſt ſomit durch die Täuſchung zur Hergabe
be=
wogen und an ihrem Vermögen geſchädigt worden.
Die Angeklagte wußte aber ſerner die Frau K. noch
um einen Ring und eine Uhr zu bringen und hat
einen ihr von Frau K. zur Bezahlung einer Rechnung
übergebenen Geldbetrag unterſchlagen. Uhr ſowie
Ring hat ſie der Frau durch Schwindeleien
abge=
ſchwätzt. Das Gericht erblickt hierin zwei weitere
Ver=
brechen des Betrugs. Gegen ihre Verurteilung legte
die Angeklagte Reviſion beim Reichsgericht ein und
hält die Feſtſtellungen hinſichtlich des Betruges durch
Abhebung der Sparkaſſenbeträge für ungerechtfertigt.
In dieſen Fällen liege Unterſchlagung vor. Das
Reichsgericht kann jedoch keinen Rechtsirrtum im
Urteil finden und erkennt demzufolge auf
koſten=
pflichtige Verwerfung der Reviſion.
s. Strafkammerverhandlung. Ein ſchwerer Unfall
ereignete ſich am 3. September ds. Js. kurz nach 12 Uhr
vormittags auf einem Bahnübergang bei Guſtavsburg.
Während der Milchhändler Anton Edler IV von Aſtheim
dem Tode entging, wurde der Bahnwärter Kunz, ein
Fa=
milienvater, der in treuer Pflichterfüllung zur Rettung
jenes das eigene Leben hintanſetzte, getötet. Eine
unvermutet den Uebergang paſſierende Lokomotive erfaßte
ihn, als er das durch die offenen Schranken auf den
drängen wollte und zermalmte ihn, ſowie das Pferd.
Gleich dem Soldaten auf dem Poſten hauchte der
Unglück=
liche vor ſeinem Heim die Seele aus und jene Lokomotive
mit ihrer Bedienung hätte ſehr leicht entgleiſen können.
Als für dieſen Unfall verantwortlich ſtand jetzt der 36
Jahre alte Stationsaſſiſtent Peter Wilhelm Berg von
Biſchofsheim unter derAnklage fahrläſſigerGefährdung eines
Eiſenbahntransports als Beamter und fahrläſſiger Tötung.
Zur kritiſchen Zeit lag ihm der Stationsdienſt auf
Bahn=
hof Biſchofsheim ob, und es drängte ſich durch den ſtets
ſehr ſtarken, damals noch durch Verſpätungen uſw.
beein=
trächtigten Zugverkehr eine Menge von
Obliegenhei=
ten, eine Fülle von Verantwortlichkeit in kurzer
Zeit=
ſpanne zuſammen. U. a. hatte er auch jene Leerlokomotive,
die nach Mainz beſtimmt war, über Guſtavsburg dorthin
zu leiten nud die Durchgangsſtellen hiervon rechtzeitig in
Kenntnis zu ſetzen. Zu letzterem gehörte auch die
Benach=
richtigung der Streckenwärter bis Guſtavsburg, darunter
auch K. Nach ſeinen Angaben rief er zwei dieſer Poſten
telephoniſch erfolglos an, erhielt von K. Antwort, aber
Iſt es denn wirklich notwendig, bei jedem Anlaß
das ganze Füllhorn abgegriffener großer Worte
aus=
zuſchütten? Man hat jetzt in Wien ein neues
Schau=
ſpielhaus eröffnet: die Reſidenzbühne. Ein nettes,
hübſches Theaterchen in Lila und Heliotrop=Farben;
der Szenenraum nicht größer als ein beſcheidenes
Ka=
binett mit ſepariertem Eingang; kaum für 500
Zu=
ſchauer ſind Plätze da. Und wiederum hat man das
lärmende Wort gehört: Renaiſſance des Wiener
Theaters, Wiener Kammerſpiele; das liegt einmal in
unſerem Blut: die Wiener können nichts haben, aber
ſie wollen alles auch haben, müſſen jeden, der hier lebt
und wirkt, mit einem fremdländiſchen Vorbild
ver=
gleichen. Grillparzer war der Wiener Schiller; ſein
„Traum ein Leben” der öſterreichiſche Fauſt, die brave
Karoline Pichlerin wurde, weiß Gott warum, die
Wiener Madame de Staél genannt, und Graf
Aehren=
thal iſt der öſterreichiſche Bismarck. So muß auch
das neue Theaterchen das Wiener Kammerſpielhaus
ſein. Wir haben unſere Art und andere die ihre.
Wenn wir nur einmal ganz wir ſelber ſind, dann
werden wir ſchon was Rechtes ſein, etwas
Intereſ=
ſantes und Eigentümliches, das man ſich gern
an=
ſehen wird. Und die Wiener Fremdenverkehrsfrage
wird auf einmal gelöſt ſein. Aber nicht, wenn man
Wien zu einem Klein=Berlin umgekrempelt, wozu
ein paar literariſche Hirne gern machen möchten.
lebendigen Wiener wollen das aber gar nicht.
vor kurzer Zeit war der lebendige Wiener gar
da. Es gab nur verſchlafene Faulenzer auf der eine
Seite und auf der anderen ein paar gebildete
Liter=
ten, die ihre Stadt bald nach Pariſer, bald nach
Ber=
liner Vorbild modeln wollten.
Aber über Nacht iſt der wirkliche Wiener
gekom=
men. Er nimmt die Führung der Stadt in die Hand
Ueberall ſpringt friſche, unverbrauchte Lebendigke
auf, es regt ſich der Verkehr, der Handel, die Un=, der politiſche Tageskampf. Die T
nahme an allen öffentlichen Fragen iſt wiede.
wach. Bald dreht ſich das Tagesgeſpräch um die
Flleiſchverſorgung, bald um die neue Dienſtbotenord= Cooks, die geſtern erwähnt wurde, lautet, Blätter=
durch deſſn Abruch des Geſprichs nicht die Gewißheit,
daß die Benachrichtigung empfangen ſei. Zu nochmaligem
Anruf des K. kam der Angeklagte nicht; er ließ trotzdem
die Maſchine abfahren und ſchrieb ihr auch keine lang=
Poſten durch die Lokomotive überraſcht. und vermochte
des Betruges im Rückfalle, ſowie 1 Fall der Unter= nicht, rechtzeitig die Schranken zu ſchließen. Ihm und
nebelige Witterungsverhältniſſe der Ausblick auf größere
Entfernung unmöglich. Der Angeklagte beſtreitet jedes
Verſchulden, das ihn nach dem Gutachten des Geh.
Bau=
rats Frey trifft. Der Staatsanwalt Dr. Maurer
bean=
tragte im Sinne der Anklage 3 Monate Gefängnis. Das
Gericht nahm an, daß der Angeklagte nach jenem
telepho=
niſchen Anruf den K. für benachrichtigt halten konnte,
ver=
neinte deshalb die Fahrläſſigkeit und kam ſo zur
Frei=
ſprechung.
* Falſches Gerücht. Das hier verbreitete Gerücht, Herr
Finanzminiſter a. D. Gnauth ſei aus der Firma Felten
u. Guilleaume Lahmeyerwerke (Mülheim a. Rh.) wieder
ausgetreten, wird uns als falſch bezeichnet.
D Von der Techniſchen Hochſchule. Dem
Regier=
brauche nunmehr etwas Geld, um die Klage durchzu= ungsbaumeiſter Dr.=Ing. Viktor Blaeß wurde die
führen. Mit dieſen Ausführungen trat ſie auch an venia legendi für „Techniſche Mechanik und
Rota=
tionsarbeitsmaſchinen” an der Großherzoglichen
Techniſchen Hochſchule zu Darmſtadt erteilt.
* Der Bericht über die geſtrigen
Kammerverhand=
lungen befindet ſich auf Seite 44 und 45 der heutigen
Nummer.
Akademiſche Arbeiterunterrichtskurſe. Man
ſchreibt uns: Am 20. September haben die
Akademi=
ſchen Arbeiterunterrichtskurſe Darmſtadt ihren erſten
Geburtstag gefeiert. Man kann dem Geburtstagskind
nur gratulieren, denn es hat ſich in jeder Hinſicht
exiſtenzfähig gezeigt. Gerade in dieſem Semeſter läßt
ſich in der Entwicklung der Kurſe ein bedeutender
Fortſchritt ſpüren! Es beſtehen zur Zeit 3 Rechen=,
3 Deutſch=Kurſe, ein Kurs Erdkunde und als neuer
Deutſch=Schönſchreiben. Größerer Wert als bisher
wurde auf die Veranſtaltung von Vorträgen und
Füh=
rungen gelegt. Faſt jede Woche findet ein Vortrag
oder eine Führung ſtatt, die ſtarken Anklang gefunden
haben. Die Vortragsreihe wurde durch den
bekann=
ten Hiſtoriker unſerer Stadt, Herrn Stadtpfarrer
D. Dr. Diehl, eröffnet, der die hiſtoriſche und
kul=
turgeſchichtliche Entwicklung Darmſtadts ſeit dem 14.
Jahrhundert ſchilderte. Ihm ſchloſſen ſich die
intereſ=
ſanten Ausführungen von Herrn Kuſtos Dr. Haupt
über die Bedeutung der Geologie für die Menſchheit
an. Herr Poſtinſpektor Kraft behandelte die
Alko=
holfrage, Herr Dr. med. Dietz ſprach über
Wohn=
ungshygiene und Herr Obertelegraphenſekretär
Her=
bert über das moderne Fernſprechweſen. Mit
die=
ſen Veranſtaltungen iſt die Vortragsfolge für das
Winterſemeſter nicht erſchöpft. Noch eine Anzahl
intereſſanter Vorträge ſteht aus, ſo von Herrn
Pro=
feſſor Standinger über Konſumweſen, Herrn Geh.
Hofrat Dr. Schenck über ausländiſche Kulturpflanzen
mit Lichtbildern, Herrn Pfarraſſiſtent Flöel über
„Bilder aus dem Leben der arbeitenden Stände
Lon=
dons” Außerdem werden noch ſprechen Herr Dr.
med. Kennel und Herr Veterinärrat Dr. Garth. — Es
ſei an dieſer Stelle nochmals darauf aufmerkſam ge=
1macht, daß jedermann zu dieſen Veranſtaltungen
Zu=
tritt hat. — Führungen fanden folgende ſtatt: durch
einen Teil der Gemäldegalerie des hieſigen Muſeums
(Alte Meiſter) unter Leitung von Herrn Theodor
Gengnagel, und am 27. November führte Herr Dr=
Garth in launiger Weiſe etwa 80 Perſonen durch die
hieſige Schlachthofanlage. Die nächſten Führungen
haben die Beſichtigung der Heizungs= und Maſchinen=
Schienenſtrang gelangte Eiſche Fuhrwerk noch zurück= anlage der Techniſchen Hochſchule, das
Elektrizitäts=
werk, das Gaswerk und noch einmal die
Gemälde=
galerie des Muſeums zum Ziel. Ein gutes Zeichen
für die Leiſtungsfähigkeit der Kurſe iſt die Tatſache,
daß bereits Mittwoch nächſter Woche eine Filiale der
A. A. D. in Pfungſtadt eröffnet wird. Auch in
an=
derer Beziehung beſchränkt ſich die Tätigkeit der
A. A. D. nicht auf Darmſtadt allein. So wurde am
Sonntag in Pfungſtadt, vom
Arbeiterbildungsaus=
ſchuß veranſtaltet, eine Ausſtellung für guten Wand=
und Zimmerſchmuck durch unſere werten Mitarbeiter
eröffnet, die, wie man hört, großen Beifall
gefun=
den hat.
* Auxekophon=Konzert. Das am Donnerstag
abend in der Turnhalle arrangierte
Auxetophonkon=
zert nahm einen glänzenden Verlauf. Die im erſten
und dritten Teil zum Vortrag gebrachten Arien und
Lieder kamen tadellos zum Ausdruck, ſſo daß man es
einen wirklichen Kunſtgenuß nennen konnte, Enrico
Caruſo, Geraldine Farrar, Frieda Hempel und andere
Berühmtheiten durch das Auxetophon zu hören.
Jeg=
nung, bald werden alle möglichen Anſtrengungen
ge=
macht, um das Verkehrsleben der Stadt zu fördern.
Das Ergebnis kann im Anfang nicht groß ſein. Aber
was war das für eine laute Freude, als der
argenti=
niſche Ochs nach Wien kam. 22000 Kilogramm wog
er. Jeder wollte ihn verſuchen, und die Lokalhiſtorie
machte den Witz, daß ſtatt der Verbilligung der
Fleiſch=
preiſe eine ungeheuere Preistreiberei eintrat: jeder
wollte argentiniſches Fleiſch haben; das Fleiſch
be=
kam Liebhaberwert, und es ſollen manchmal 5 Kronen
für das Kilo gezahlt worden ſein. Das war ja
ge=
wiß nicht die Abſicht. Und es klingt wie eine
Witz=
blattidee. Allein, daß alle ſo regen Anteil an dieſer
Möglichkeit billigerer Fleiſchverſorgung zeigten, das
iſt viel wichtiger, als wenn ein paar hundert Familien
durch ein paar Tage 20 Heller weniger für ihr
Mit=
tagsmahl gezahlt hätten. Dieſe Regſamkeit
entſchei=
det. Dieſes Mittunwollen auf allen Gebieten. Man
ſpürt ſich wieder, und bald wird man mit der Variante
eines Huttenwortes von Wien ſagen können: es iſt
eine Luſt, hier zu leben!
Dr. Hans Wantoch.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Darmſtadt, 2. Dez. Verdis von falſcher
Sentimentalität angekränkelte, larmoyante Oper „La
Traaviata” ging geſtern in faſt derſelben
Beſetzung wie im April dieſes Jahres wieder
in Szene und gab Frau Speiſer=
Sucha=
nek Gelegenheit, in der an
geſangstechni=
ſchen Schwierigkeiten reichen Partie der Violetta
zu brillieren. Den Alfred ſang Herr Hacker wieder
mit ſtimmlicher Friſche und Wärme. Als Georg
Ger=
mont hatte Herr Semper das Erbe des Herrn We=
Der angetreten und bewährte ſich auch in dieſer Partie
als ein ſtimmbegabter und zuverläſſiger Sänger. Die
lrigen kleineren Partien waren in bekannter Weiſe
beſetzt. Das Haus war leidlich gut beſucht.
* Das Geſtändnis Cooks. Die „Beichte‟
liche Feinheit und Nüancierung vernahm das Ohr;
mit vollem Entzücken lauſchte man den herrlich
ge=
ſungenen Koloraturen der Frieda Hempel und dem
wundervoll weichen Tenor Caruſos. Der zweite Teil
brachte eine intereſſante Neuerung: Das Grammophon
mit Klavier= und Orcheſterbegleitung. Den ſicherlich
ſchwierigen Klavierpart hatte Fräulein Louiſe
Küm=
mel übernommen und bewies ſich als eine gut
ge=
ſchulte Klavierinterpretin; die Orcheſterbegleitung
lag in den Händen eines Teils der Kapelle Weber
unter Leitung ihres Meiſters. Auch hier vergaß man
gänzlich das Grammophon und glaubte, Künſtler und
Orcheſter ſtünden nach ſorgfältiger Einſtudierung vor
dem Publikum, ſo harmonierte alles miteinander;
kein Verſchleppen oder Nachhinken, Tat für Takt volle
Uebereinſtimmung. Der nach jedem Vortrag
geſpen=
dete ſtarke Beifall legte das beſte Zeugnis dafür ab.
* Der Gartenbau=Vekein hielt ſeine
Monatsver=
ſammlung am Donnerstag abend im Fürſtenſaal ab.
Herr Poſtdirektor Fuldner machte die Mitteilung,
daß der Großherzog dem verdienten Ehrenmitgliede
und langjährigen Rechner des Vereins das
Verdienſt=
kreuz des Ordens Philipps des Großmütigen
ver=
liehen habe. Dann hielt Herr Oberlehrer Dr.
Schilling einen Vortrag über die Gartenbaukunſt
im Altertum. Redner ſchilderte die Gartenkunſt der
letzten Jahrhunderte und führte aus, wie ſie erſt die
Renaiſſance wieder zur neuen Blüte geführt, wie in
Frankreich wieder mehr der ſemitiſche, in England
der ariſche Geſchmack vorherrſchend geworden, und
daß die heutige Gartenbaukunſt ſich doch ſtets aufbaue
auf das Vermächtnis der Alten. Herr Direktor
Fuldner dankte dem Redner und machte darauf
auf=
merkſam, daß in Zukunft die Ausgabe der Loſe nur
auf Vorzeigen der Mitgliedskarten erfolge. Den
Herren Handelsgärtnern Horſt und E. Schulz wurde
für ſchöne Kollektionen Begonien eine lobende
Er=
wähnung zuteil.
— Vortrag. „Entſtehung, Weſen und Wandlung des
Gottesglaubens”. Ueber dieſes Thema wird heute
Sams=
tag, den 3. Dezember im weißen Saale der Stadt
Pfung=
ſtadt Herr Prediger Rieber aus Mainz auf Veranlaſſung
der Freireligiöſen Gemeinde Darmſtadt einen Vortrag
halten.
— Struwwelpeter. Die Vorbereitungen zu der
be=
reits angekündigten Struwwelpeter=Aufführung, die der
Frauenverein der Südweſt=Pfarrei der Stadtgemeinde am
14. ds. Mts nachmittags 5 Uhr, im Kaiſerſaal zu
veran=
ſtalten beabſichtigt, ſchreiten rüſtig voran, und nach allem,
was wir bis jetzt davon gehört haben, iſt zu erwarten, daß
die alten, aber nicht veralteten Bilder aus der
Kindes=
welt in friſcher, naturgetreuer Lebendigkeit vor den Augen
der Zuſchauer erſtehen werden. Dem urwüchſig köſtlichen
Humor, der aus ihnen ſchalkhaft blickt, ſind nicht bloß
die Herzen der Kleinen, ſondern auch die der Großen
und Alten immer wieder zugänglich; und in dieſen Wochen
vor Weihnachten haben Kindesſinn und Kindesfreude ein
beſonderes Recht, ſich in der Welt der Alten wie Jungen
geltend zu machen. Lied und Muſik, die die Darſtellung
umrahmen, werden den fröhlichen Stunden zugleich
weih=
nachtliche Stimmung einhauchen. (Näh. im Anzeigenteil).
— Odenwaldklub. Der Herren=Chor des Großh.
Hof=
theaters hat den Mitgliedern des Klubs zu dem am 10.
Dezember I. Js. im Saale der Turngemeinde am
Woogs=
platz ſtattfindenden Konzert zum Beſten der Penſionskaſſe
des Chorſängerverbandes eine Preisermäßigung von
25 gewährt. — Die Ortsgruppe Darmſtadt des Deutſchen
Luftflottenvereins hat die Mitglieder des
Oden=
waldklubs nebſt ihren Familien zu dem am Montag, den
5. Dezember I. Js., im Kaiſerſaal ſtattfindenden Vortrag
mit Lichtbildervorführungen des Herrn Privatdozenten
Dr. Gaſſer über „Probleme der Flugtechnik” eingeladen.
Städtiſche Sparkaſſe. Die Zinſen aus Einlagen
für das Jahr 1910 werden bereits vom 15. Dezember ab
ausbezahlt. Es liegt im Intereſſe einer raſchen
Abfer=
tigung des Publikums, unnötige Zinſenabhebungen von
oftmals kaum nennenswerten Beträgen zu unterlaſſen,
was ſeither darauf zurückzuführen war, daß im Publikum
irrtümlicherweiſe vielfach die Meinung beſtand, die
Zin=
ſen müßten alljährlich abgehoben werden, wozu jedoch
kein Anlaß vorliegt.
— Zahnärztliche Poliklinik (für die Volksſchulkinder
der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt). Im Monat
November 1910 wurden behandelt 413 Kinder (230
Mäd=
chen, 183 Knaben) mit 627 Konſultationen. Gefüllt
wur=
den 565 Zähne, ausgezogen wurden 279 Zähne (226
Milch=
zähne, 53 bleibende Zähne). Zahl der Tage, an denen
Sprechſtunden abgehalten wurden: 23.
— Städtiſche Leſe= und Bücherhalle. Während des
Monats November wurde die Leſehalle im ganzen von
3576 (im November 1909 von 3437) Perſonen beſucht,
K
meldungen zufolge: „Nach reiflicher Ueberlegung
ge=
ſtehe ich, daß ich nicht weiß, ob ich den Nordpol erreicht
habe. Alles, was ich jetzt erſtrebe, iſt das Vertrauen
meiner Landsleute. Ich war halb verrückt
in=
folge monatelanger Einſamkeit und Hungerleidens,
und kam ſo zu dem Glauben, daß ich den Nordpol
er=
reicht hätte. Mein ganzes Leben war ſtets von einem
überwältigenden, ehrgeizigen Wunſche, etwas zu
er=
forſchen, erfüllt, und mein glühendſtes Verlangen
war, den Nordpol zu erreichen. Die Erfüllung dieſes
Wunſches betrachtete ich als den größten Ehrgeiz
mei=
nes Lebens. Ich verbrachte zwei Jahre in den
Polar=
gegenden und erlitt genug Hunger und Mühſale, um
jedweden Verſtand zur Entgleiſung zu bringen. Es
würde für jedermann ein Ding der Unmöglichkeit
ſein, zweifellos nachzuweiſen, daß er die Polargegend
erreicht hat; doch wird die Sache reiner Wahnſinn,
wenn man findet, daß man die vor ſeinen eigenen
Augen gelieferten Beweiſe nicht glauben kann. Als
ich gewahr wurde, was für ein ungeheueres Aufſehen
die öffentliche Ankündigung meiner Entdeckung
eer=
regte, da wurde ich auſolut verwirrt. Nach meiner
Flucht habe ich mich niemals verkleidet. Einen Teil
der Zeit hatte ich meine Frau und meine beiden
Kinder bei mir. Den größten Teil der Zeit
verbrachte ich in London, und ich bin
nie=
mals erkannt worden. Jetzt wünſche ich, in mein
Vaterland zurückzukehren. Von ſeinen
eigenen Landsleuten verſtanden zu werden, überſteigt
all die Ehre der Entdeckung des Pols, die ſchließlich
nichts bedeutet, wenn ich das Vertrauen der
Ameri=
kaner nicht wiodergewinnen und ihnen verſtändlich
machen kann, welche Leiden ich auf meinen
Polarrei=
ſen ausſtand. Ich habe vorher keinerlei Erklärungen
an irgend einen Menſchen abgegebe
ckehnanten mie uerſte Saudeſeitenetneten
Es iſt nicht ausgeſchloſſen, daß auch dieſer „Beichte‟
irgend ein Schwindel zugrunde liegt.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
durchſchnittlich an jedem Tage 119,2 Perſonen. Aus der
Bücherhalle nach Hauſe entliehen wurden im ganzen
9577 Bände (1909: 9204), darunter 3914 wiſſenſchaftliche
und belehrende Werke. Die Zahl der ſeit dem 1. April d. J.
neu eingeſchriebenen Leſer ſtieg auf 3450. An
Bücher=
geſchenken gingen in dieſem Monat weiter ein: von der
Frau Prinzeſſin Ludwig von Battenberg 1 Jahrgang
Zeit=
ſchriften, von Herrn Schriftſteller R. Röhle in
Jugen=
heim (Bergſtraße) ein von ihm verfaßtes Werk, von der
Frau Prinzeſſin Solms=Braunfels 28 Bände, von Herrn
Kaufmann A. Trier 3 Bände, von Frl. J. Trier 1
Jahr=
gang Zeitſchriften, von Herrn Ingenieur Willner 6
Jahr=
gänge Zeitſchriften. Allen Gebern herzlichen Dank!
Wei=
tere Schenkungen von Büchern, ſoweit ſolche nicht veraltet,
ſind jederzeit willkommen.
D Städtiſche Straßenbahn. Die Fahrgeldeinnahme
vom November 1910 betrug 31474,40 Mark (im Vorjahr
28006,07 Mark); die Einnahme für den Wagenkilometer
im November 1910 betrug 34,32 Pfg. (im Vorjahr
31,10 Pfg.).
— Der Darmſtädter Konſumverein, deſſen Mitglieder
ſich aus allen ſozialen Ständen zuſammenſetzen, begeht
nächſten Sonntag ſein zehnjähriges Gründungsfeſt im
Mathildenhöhſaal (Näh. ſ. Anz.)
* Die Herberge zur Heimat hier, Große Ochſengaſſe
Nr. 8, beabſichtigt auch in dieſem Jahre den auf der
Durchreiſe befindlichen Handwerksburſchen eine
Weih=
nachtsbeſcherung zu veranſtalten. Wie im vorigen Jahre
wird die Herberge auch jetzt fortwährend von einer großen
Anzahl Hilfeſuchender in Anſpruch genommen, ſodaß auch
für die bevorſtehende Weihnachtsfeier wieder ein ſehr
gro=
ßer Andrang zu erwarten ſteht. Wir verſäumen daher
nicht, Wohltäter und Freunde der Herberge auf die im
heutigen Inſeratenteil befindliche Bitte um Gaben zu
die=
ſer Feier empfehlend hinzuweiſen.
— Im Orpheum nahmen am Donnerstag die
be=
reits angekündigten Ringkämpfe ihren Anfang.
Trotzdem noch nicht alle gemeldeten Ringer eingetroffen
waren, konnten dem gutbeſetzten Hauſe doch 13
erſt=
klaſſige Ringer aller Nationalitäten vorgeſtellt werden.
Nachdem der Leiter der Konkurrenz, Herr Max
Le=
witt, einige leichtverſtändliche, erläuternde
Erklär=
ungen gegeben hatte, nahmen die Kämpfe ihren Anfang.
Den Reigen eröffneten Müller=Ludwigshafen und
Bil=
kan=England. Im Verlaufe des äußerſt heftig
geführ=
ten Kampfes erwies ſich der Engländer als der Beſſere
und ſiegte nach 12 Minuten durch Kopfgriff. Auch der
zweite Kampf, Rutz=Straßburg gegen Heß=Mannheim,
brachte recht intereſſante Momente. Beide Ringer
er=
wieſen ſich als vollſtändig gleichwertig, bis es dann Rutz
nach 16 Minuten gelang, ſeinen Gegner auf beide
Schultern zu werfen. — Den feſſelndſten Kampf des
Abends lieferten ſich dann der Finnländer Eggeberg
und der ſehnige Chriſtenſen=Schweden. Trotzdem der
Finnländer ſeinem Gegner an Kraft und Gewicht
voll=
ſtändig überlegen erſcheint, entwickelt letzterer eine
der=
artige Technik, daß alle noch ſo wuchtigen Angriffe des
Finnländers an der Verteidigung Chriſtenſens ſcheitern.
In den vorgeſchriebenen 20 Minuten konnte ein
Reſul=
tat leider nicht erzielt werden, weshalb der Kampf
un=
entſchieden abgebrochen werden mußte. Recht wenig
Federleſens machte dann zum Schluß der hünenhafte
Türke Haſſan Mehmed, indem er ſeinen Gegner Pietro=
Belgien ſchon nach 2 Minuten beſiegte. Geſtern, Freitag,
wurden die Kämpfe fortgeſetzt; es fanden wieder vier
ſpannende Kämpfe ſtatt. Im übrigen kommen wir auf
das Programm noch zurück. Am morgigen Sonntag
finden wiederum zwei Vorſtellungen ſtatt und werden
die Ringkämpfe nachmittags ſowie abends fortgeſetzt.
Die Sonntag=Abend=Vorſtellung beginnt erſt nach
Ladenſchluß, um ½9 Uhr. (Siehe Anzeige.)
— Ludwigshöhe. Am morgigen Sonntag, den
4. Dezember, konzertiert die Kapelle des Leibgarde=
Regiments unter Herrn Obermuſikmeiſter H. Hauske
auf der Ludwigshöhe. (Vergl. Inſ.)
— Schützenhof=Konzert. Morgen Sonntag abend
findet im Schützenhof (Keller) Konzert bei freiem
Ein=
tritt ſtatt.
— Im Hotel Heß finden am Sonntag in allen
Räumen Konzerte ſtatt, und zwar ſpielt im
Par=
terrelokal die Künſtlerkapelle Otto, im Bürgerkeller
das Damenorcheſter Auguſtin und in den Feſtſälen
die Salonkapelle Neuſinger.
Kleines Feuilleton.
— Die Katzen in Paris. Unter den neuen
Steuerprojekten, die im Pariſer Stadtrat bereitliegen,
befindet ſich allem Anſchein nach ein Geſetz, das ſich
mit den Katzen beſchäftigt, eine Katzenſteuer. Das
wird, ſo lieſt man im Gaulois, ohne Zweifel viel
Ge=
ſchrei und . . . „miau” erwecken. Schon einmal hat
der Finanzminiſter Caillaut den Verſuch
unternom=
men, die Katzen zu beſteuern, aber damals zwang die
Proteſtbewegung des Publikums zum Rückzug. Die
Pariſer lieben die Katzen. Man zählt in Paris gegen
600000 dieſer ſtillen, friedlichen Haustiere, und eine
Beſteuerung käme einem Todesurteil gleich. Denn
neben der Luxuskatze, der ſchönen Angora, die ihr
weiches Seidenfell wollüſtig auf einem Samtſofa
an=
ſchmiegt, exiſtiert auch noch die Hauskatze der kleinen
Leute, und dieſe bilden die überwältigende Mehrheit
des Pariſer Katzengeſchlechts. Die kleinen Leute aber
haben nicht die Mittel, die Steuer aufzubringen und
ſie werden ſich gezwungen ſehen, ihre kleinen
Haus=
genoſſen zu verſtoßen und ſie damit dem Hungertode
preiszugeben. In allen Zeiten waren die Katzen die
Freunde und Lieblinge der Künſtler, der Dichter und
der Schriftſteller. Richelien, der Gründer der
Aka=
demie, war zu Hauſe faſt immer von einem halben
Dutzend Katzen umgeben. Wenn man ſich mehr der
Gegenwart nähert, ſo finden wir Baudelaire,
Meil=
hac, Taine, die Goncourts, Francois Coppée und viele
andere, die in Geſellſchaft von Katzen lebten, dieſen.
ſchweigſamen Weſen und Freunde des Heims, deren
große Augen von einem Traum ohne Ende zu
erzäh=
len ſcheinen. Uebrigens iſt ja auch bei uns in
Deutſch=
land die Katze lange Zeit das Lieblingstier der
Dich=
ter geweſen. Sie iſt der eigentliche Held romantiſcher
Abenteuer im Tierreich; vom geſtiefelten Kater des
Märchens an bis zu dem luſtigen Heros der Komödie
von Ludwig Tieck, von des begeiſterten Katzenfreundes
E. T. A. Hoffmann „Kater Murr” bis zu dem
lyriſch=
epiſchen Hiddigeigei des Scheffelſchen Trompeters.
Auch Gottfried Keller hat ja bekanntlich das
liebens=
würdig=geſchmeidige Weſen dieſer graziöſen
Haus=
freunde, die beſonders gern auf den
Dichterſchreib=
tiſchen ſitzen, in ſeinem Märchen von „Spiegel den
Kätzchen” verherrlicht.
C.K. Der Streik der franzöſiſchen
Ka=
rikaturiſten. Siebzig der bedeutendſten
humo=
riſtiſchen Zeichner und Karikaturiſten Frankreichs
* Ein Abſchlag der Fleiſchpreiſe erfolgt von heute ab,
und zwar um je 4 Pfg. für Ochſenfleich, Rindfleiſch,
Schweinefleiſch und Wurſt pro Pfund.
D Warnung. Wie uns mitgeteilt wird, ſucht ſich ein
Betrüger dadurch Geld zu verſchaffen, daß er unter
Vor=
ſpiegelung der falſchen Tatſache, ſtädtiſcher Beamter zu
ſein, bei Witwen kurz zuvor verſtorbener Arbeiter Geld
erhebt, angeblich für die Koſten einer ärztlichen
Beſchei=
nigung über die Todesurſache des Verſtorbenen, die nötig
ſein ſoll, den Anſpruch der Witwe auf Rückerſtattung der
Hälfte der für ihren Ehemann gezahlten
Invalidenver=
ſicherungsbeiträge nachzuweiſen. Vor dem Schwindler
wird gewarnt und gleichzeitig darauf hingewieſen, daß
Anträge auf Rückerſtattung von
Invalidenverſicherungs=
beiträgen auf dem Bureau der Großh. Bürgermeiſterei
(Waldſtraße 6) koſtenlos entgegengenommen werden.
— Von der Wach= und Schließ=Gefellſchaft. Im
Monat November ergaben die fortlaufenden
Reviſio=
nen der Nachtwachbeamten folgende Fälle: 396 offene
Haustüren und Tore vorgefunden; 4mal brannte in
Geſchäfts= und Bureaulokalitäten, Keller= und
Boden=
räumen Licht bezw. wurde vergeſſen, dasſelbe zu
löſchen; 12 Hausbewohnern, welche ihre Schlüſſel
ver=
geſſen hatten, wurde geöffnet; 14 defekte Schlöſſer und
Türen, ſowie ſtecken gebliebene Schlüſſel vorgefunden;
7 offenſtehende Parterrefenſter ermittelt; 4 nicht in die
Häuſer gehörige Perſonen daraus entfernt; 1
Einbre=
cher verſcheucht; 1 Brand entdeckt und der Polizei
gemeldet.
— Der Erſte Darmſtädter Kino, Grafenſtraße 12,
bringt wieder ein mit größter Sorgfalt
zuſammenge=
ſtelltes Programm. Außer dem auf allgemeinen
Wunſch verlängerten Schlager „Das Halsband der
Toten” welcher ſchon allein den Beſuch lohnt, ſind noch
beſonders das Leichenbegängnis Leo Tolſtois und das
großartige Naturbild aus Grönland hervorzuheben.
Auch die übrigen Nummern ſind erſtklaſſig. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
Mainz, 2. Dez. Der Fuhrmann Legell, der
des Mordes in der Uferſtraße verdächtig iſt, iſt
zweimal wegen Diebſtahls und einige Male wegen
Bettelns vorbeſtraft und in ſeinen Kreiſen als
harm=
loſer Schnapstrinker bekannt. Er wurde von
ver=
ſchiedenen Zeugen in der Nähe des Tatortes geſehen.
Da ihm bei ſeiner Verhaftung Mädchenmörder
zuge=
rufen wurde, erklärte er bei ſeiner Vernehmung, er
wiſſe gar nicht, warum man ihm Mörder zurufe, er
hätte doch niemand ermordet. Er wies nach, wo er
vorgeſtern gearbeitet hat; ſeine Einnahme betrug 4
Mark, davon hatte er noch 49 Pfennig, das übrige
Geld hatte er in der Nacht vertrunken. Am Morgen
will er durch die Schloſſergaſſe, Rheinſtraße und
Da=
gobertſtraße gegangen ſein, um auf das Oeffnen von
Schnapsläden zu warten. Legell wurde vollſtändig
entkleidet und erhielt andere Kleider, ſeine Kleidung
ſoll durch den Gerichtschemiker eingehend unterſucht
werden. Auf Verfügung des Oberſtaatsanwalts Dr.
Schwarz wurde geſtern abend der Verhaftete ſtark
ge=
feſſelt mit dem Gefängniswagen nach dem
Unterſuch=
ungsgefängnis gebracht.
Worms, 2. Dez. Der Staatsſekretär des Innern,
Dr. Delbrück, hat anläßlich des Hinſcheidens des
Herrn Landtagsabgeordneten N. A. Reinhart dem
Zentralverein der deutſchen Lederinduſtrie, deſſen
Vorſitzender der Verſtorbene geweſen war, ein
Bei=
leidsſchreiben zugehen laſſen, worin es heißt: „Dem
Zentralverein ſpreche ich aus Anlaß des Verluſtes,
welchen er durch das Ableben ſeines Vorſitzenden,
des Landtagsabgeordneten Herrn N. A. Reinhart,
er=
litten hat, meine aufrichtige Teilnahme aus. Die
Reichsverwaltung verliert in dem Entſchlafenen, der
als Mitglied des wirtſchaftlichen Ausſchuſſes ſeine
reichen Kenntniſſe und Erfahrungen ſtets bereitwillig
in den Dienſt der Allgemeinheit geſtellt hat, einen
hervorragenden ſachkundigen Berater. Sein
Anden=
ken wird hier ſtets in Ehren gehalten werden.”
A Gießen, 2. Dez. Unſer Städtiſches
Elek=
trizitätswerk hat ſich beſonders in den letzten
Jahren außerordentlich günſtig entwickelt. Auch im
abgelaufenen Rechnungsjahre 1909/10 ſind wieder 145
neue Anſchlüſſe hergeſtellt worden und die Abgabe
an elektriſcher Energie betrug 1170000
Kilowattſtun=
den. Dieſer Betrag wird wohl im laufenden Jahre
ſich noch bedeutend erhöhen, da die gerade ein Jahr
haben ſich zu einem Streik zuſammengetan, um ihre
materielle Lage zu beſſern. Dieſe Künſtler, die in ihren
Arbeiten ſo luſtig zu lachen und ſo fröhlich zu ſpotten
verſtehen, blicken mit großem Mißvergnügen und
bit=
terer Sorge in die Welt. Sie glauben, daß ihre Kunſt,
deren Wirkung auf Zwerchfell und Gemüt ja
unbe=
zahlbar iſt, ihnen zu ſchlecht bezahlt wird. Und ſo
drohen ſie, ſich von der Mitarbeit an den Witzblättern
und Zeitſchriften für Humor, ſowie von der
Beſchick=
ung des berühmten „Lachſalons” der Ausſtellung
komiſcher Kunſt, die alljährlich in den Champs
Ely=
ſées ſtattfindet, gänzlich fernzuhalten. Die Führer der
Bewegung ſind die beiden bedeutendſten Humoriſten
unter den franzöſiſchen Künſtlern, Willette und
Léan=
dre, und der Streik tritt ſo entſchloſſen und geſchloſſen
auf, daß er in der Welt der Komik und des Lachens
ſchon viele ernſte Geſichter erweckt hat.
* Eine militärpflichtige Braut zu
haben iſt für einen liebenden Bräutigam gewiß kein
Vergnügen, und die Lage wird verzweifelt, wenn kurz
vor der erſehnten Hochzeit der unerbittliche
Geſtel=
lungsbefehl an die ins zwanzigſte Lebensjahr
einge=
tretene wehrpflichtige Jungfrau gelangt. In dieſer
Lage befand ſich jüngſt ein junger Burſche in Parma,
der ſich mit Auguſta Marcella Severina Gandolfi zum
Bund fürs Leben verlobt hatte. Die
Standesamts=
regiſter wußten dagegen nur von einem an demſelben
Tage geborenen Knaben Auguſto Marcello uſw., und
als der Bräutigam die nötigen Papiere für die
Ehe=
ſchließung forderte, wurde er noch ausgelacht, weil
er einen Jungen heiraten wollte, der überdies gerade
in dieſen Tagen ſich zur Muſterung ſtellen mußte.
Der Bräutigam ſchwor bei allen Heiligen, die
Muſter=
ung ſei ungeſetzlich und überflüſſig, denn er wiſſe
ganz genau, daß ſeine Geliebte ein Mädchen ſei. Aber
gegen die Bureaukratie blieben einſtweilen alle ſeine
Bemühungen nutzlos, bis auf gerichtlichem Wege die
Wahrheit feſtgeſtellt und der Schnitzer eines
Standes=
beamten im Zivilſtandsregiſter von Parma endgültig
berichtigt iſt. Bis dahin iſt an die Vereinigung des
liebenden Paares nicht zu denken.
* Die „Hutlanzen” und die Münchener
Polizei. Die Münchener Polizeidirektion hat ſchon
vor dem Erlaß des Berliner Polizeipräſidenten den
Magiſtrat und die Straßenbahndirektion um
gutacht=
liche Aeußerungen in Sachen der Damenhutnadeln
erſucht. Und das Reſultat iſt: daß die Hutlanze
auch in München ihre Rolle ausgeſpielt haben wird.
im Betriebe befindliche elektriſche Straßenbahn noch
eine weitere Produktionsſteigerung erforderlich machen
wird. Dazu kommt im nächſten Jahre noch der
An=
ſchluß der preußiſchen Nachbargemeinde Krofdorf,
die bereits mit der Stadtverwaltung einen
Vertrag=
wegen Lieferung von elektriſchem Strom für Licht=
und Kraftzwecke abgeſchloſſen hat. Dieſer Vertrag hat
kürzlich die Genehmigung des Regierungspräſidenten
zu Koblenz gefunden, nachdem vorher die
Aufſichts=
behörde der Gemeinde Krofdorf, das Landratsamt in
Wetzlar, die Genehmigungserteilung verzögert hatte,
weil in Wetzlar die Buderusſchen Eiſenwerke die
Er=
bauung einer Ueberlandzentrale beabſichtigt hatten
und auch Krofdorf an dieſe angeſchloſſen werden ſollte.
Wie wir hören, iſt auch noch der Anſchluß weiterer
Gemeinden an das hieſige Elektrizitätswerk
beab=
ſichtigt, und zwar kommen hierfür die Orte
Launs=
bach, Wismar, Rodheim und Gleiberg in
Betracht. Die Frage des Anſchluſſes an die hieſige
elektriſche Straßenbahn iſt vorläufig noch zurückgeſtellt
worden, bis die Stadt längere Erfahrungen über den
jetzigen Straßenbahnbetrieb, beſonders auch in
finan=
zieller Hinſicht, geſammelt hat.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 1. Dez. Die flüchtigen
Kaſſierer der Deutſchen Bank, Krauſe und
Gieſe, die im Verein mit dem Kaſſierer Höfling bei der
Deutſchen Bank ſeit drei Jahren Unterſchlagungen
begin=
gen, ſind noch nicht ermittelt worden. Die Frauen beider
ſind in Berlin und wiſſen nicht, wo ihre Männer ſich
augenblicklich aufhalten. Noch am vergangenen Sonntag
haben die Kaſſierer verſucht, bei Verwandten und
Bekann=
ten Geld zu borgen, um die Fehlbeträge zu decken. Sie
hatten aber damit keinen Erfolg. Kleine Beträge, die ſie
faſt täglich von den eingegangenen Geldern für die eigenen
Taſchen zurückbehielten, haben ſie wohl bald ausgegeben,
ſie können alſo vermutlich nicht im Beſitz größerer Mittel
ſein und dürften ſich in der Nähe Berlins verborgen
hal=
ten. — Der Prozeß gegen den Rektor Bock iſt
wiederum verſchoben worden. Infolge andauernder
Magenblutungen halten die Aerzte an einer Operation
an dem ſchwerer ſittlicher Verfehlungen Beſchuldigten feſt.
— Auch im Laufe des heutigen Nachmittags und Abends
konnte der Benzintankbrand in der Köpenicker
Chauſſee nicht gelöſcht werden. Die Annahme verſtärkt
ſich, daß von den anderen Tanks dauernd Benzin den
brennenden Tanks zufließt. Heute nachmittag wurden
500 Kilogramm Tetrachlor=Kohlenſtoff in Gasſpritzen
ge=
führt und durch Kohlenſäure in den brennenden Tank
ge=
ſpritzt, um die Luft abzuſchneiden. — Den Morgenblättern
zufolge wurde Legationsrat a. D. Graf Hermann von
Arnim, Beſitzer der Standesherrſchaft Muskau, Mitglied
des Herrenhauſes und früherer Sekretär des Fürſten
Bis=
marck in den Jahren 1872 bis 1874, geſtern abend von
einem Straßenbahnwagen überfahren und
lebens=
gefährlich verletzt. — Heute früh ſtieß ein
Straßen=
bahnwagen in der Königſtraße mit einer beſetzten
Droſchke zuſammen. Die Inſaſſen der Droſchke, ein Herr
und eine Dame, wurden auf das Straßenpflaſter
geſchleu=
dert und erlitten ſchwere Verletzungen. Der Kutſcher
wurde leicht verletzt, die Droſche vollſtändig zertrümmert.
— In eine Weinſtube am Weidendamm kam heute abend
plötzlich eine Automobildroſchke durch die
Schau=
fenſter geraſt. Die Gäſte ſchrien entſetzt auf, kamen aber
bis auf zwei Herren, die am Fenſter ſaßen, mit dem
bloßen Schrecken davon. Die Beiden erlitten leichte
Ver=
letzungen durch Glasſplitter. Das Automobil wurde an
der Vorderſeite erheblich beſchädigt.
Wiesbaden, 2. Dez. Das Wiesb. Taablatt ſchreibt:
Von mehreren Seiten geht uns die Mitteilung zu,
daß man in Kreiſen, die der Stadtverwaltung
nahe=
ſtehen, von Rücktrittsabſichten des zweiten
Bürgermeiſters, Geh. Rat. Gläſſing, ſpreche. Nach
der einen Verſion ſoll Herr Bürgermeiſter Gläſſing
ſich um den Poſten eines Bürgermeiſters in
Schöne=
berg=Berlin, nach einer anderen um einen
Direktions=
poſten bei einem großen induſtriellen Etabliſſement
bewerben. Wir haben uns nicht weiter bemüht,
feſt=
zuſtellen, was an dieſen Meldungen Wahres iſt, halten
aber natürlich nicht für ausgeſchloſſen, daß ein Mann
von hervorragenden Fähigkeiten dieſe in beſter Weiſe
zu verwerten ſuchen wird. Andererſeits glauben wir
Angeblich will man hier noch weitergehen als in
Ber=
lin. Das Tragen der langen ungeſchützten Hutnadeln
ſoll durch eine ortspolizeiliche Vorſchrift, deren
Ent=
wurf bereits der Regierung zur
Vollziehbarkeitser=
klärung vorgelegt worden iſt, nicht nur im
Straßen=
bahnwagen, ſondern überhaupt, ganz allgemein
verboten werden. Schon demnächſt iſt die
Ver=
öffentlichung des Entwurfs im Münchener Amtsblatt
zu erwarten, womit die Vorſchrift ſofort in
Wirkſam=
keit tritt.
* Eine glückliche Stadt iſt Gundelfingen
in Bayriſch=Schwaben. Dort werden keine ſtädtiſchen
Steuern bezahlt. Auch für 1911 hat der Voranſchlag
wiederum mit einem beträchtlichen Ueberſchuß
abge=
ſchloſſen.
* Die Kunſt des Gebens ſoll ja angeſichts
der nahenden Weihnachten wieder in erhöhtem Maße
geübt werden. Von dem verſtorbenen Gerhardt von
Amyntor veröffentlicht Der Türmer (Verlag: Greiner
& Pfeiffer, Stuttgart) die folgenden Gloſſen über das
„Geben”:
Der Knauſer entſchuldigt ſich nicht ſelten mit der
Redensart: „Ich konnte ihm doch nicht Geld
anbich=
ten” Warum denn nicht. Es kommt nur auf die
Größe der Summe an. Auch Fürſten nehmen Geld
von den Völkern.
Weihnachtsgaben an Arme ſollteſt du nur durch
die Kinder ſpenden laſſen. Du erſparſt ſo dem
Empfänger jede Demütigung und bildeſt das kleine
ſelbſtſüchtige Kinderherz zum opferfreudigen
Men=
ſchenherzen.
Gemeine Naturen werden nur durch Maſſenelend
zum Spenden angetrieben; der Edle erbarmt ſich auch
des Einzelnen, der im ſtillen darbt und leidet.
Der Zweck muß oft genug die Mittel heiligen,
ſelbſt das Mittel der Wohltätigkeitsbaſare und=
Feſt=
lichkeiten, ſonſt wären die Unkoſten ſolcher
Veranſtalt=
ungen ein ſchmählicher Raub an dem für die Armen
beſtimmten Ertrage,
Die gedankenloſe Spende iſt oft nur das
wert=
loſe Produkt der Unluſtſcheu. Willſt du wirkſam
ſpen=
den, ſo mußt du zu helfen ſuchen; dazu braucht es
aber des Nachdenkens.
Nummer 284.
nicht, daß Herr Büirgermeiſter Gläſing ſchon nach ſo
kurzer Zeit wieder eine Stellung aufzugeben gedenkt,
die ihm nach mancher Seite hin doch gerade als
Fi=
nanzmann volle Befriedigung gewähren dürfte und
in der ſeine bisherige Tätigkeit allgemeiner
Zuſtim=
mung ſicher ſein darf. Und was die Zukunft
anbe=
langt, ſo kann ihm Wiesbaden doch wahrſcheinlich
das=
ſelbe bieten, wie andere Städte von gleicher
Be=
deutung.
Wie von anderer Seite gemeldet wird, hat
Bür=
germeiſter Gläſſing vor einigen Tagen einen
drei=
tägigen Urlaub nach Schöneberg=Berlin genommen,
um dort Rückſprache mit verſchiedenen
Perſönlich=
keiten zu nehmen, die an ihn wegen Uebernahme des
dortigen Oberbürgermeiſterpoſtens herangetreten
waren.
Würzburg, 1. Dez. Heute nachmittag gegen 3 Uhr
fuhr der Perſonenzug 314 von Meiningen nach
Schweinfurt auf den vor der Einfahrt in Obenhauſen
(Unterfranken) haltenden Güterzug 1792 auf. Der
Poſtſchaffner des Perſonenzuges 314 iſt anſcheinend ſchwer,
13 Reiſende ſind leicht verletzt. Die Reiſenden fuhren
mit Schnellzug 32 nach Schweinfurt weiter. Von dem
Zug 314 ſind der Packwagen und ein Perſonenwagen
entgleiſt. Der Geſamtverkehr der Strecke wird auf dem
Gleiſe Schweinfurt-Meiningen durchgeführt. Der
Un=
fall wird darauf zurückgeführt, daß der Zug 314 von der
Station Rottershauſen abgelaſſen wurde, bevor die
Strecke frei war.
Wittenberg, 1. Dez. Vor einigen Tagen wurden an
dem Kirchturm der Stadtkirche in Wittenberg
Ausbeſſe=
rungsarbeiten vorgenommen. In dem Schlußknopf des
Turmes fand man einzelne Dokumente und Druckſchriften.
Es ergab ſich, daß es ſich um eine
Originalhand=
ſchrift Melanchthons und um eine ſolche von
Luther handelt. Die erſte Schrift behandelt in
län=
geren Ausführungen die Herkunft des Namens
Witten=
berg, während die Lutherſchrift authentiſch noch nicht
feſt=
geſtellt iſt.
Hamburg, 2. Dez. Vier Perſonen, die hier nach dem
Genuß von Margarine erkrankt waren, ſind tot.
Die Zahl der bis jetzt gemeldeten
Erkrankungs=
fälle beläuft ſich auf 175.
Bern, 2. Dez. Der im Oktober 1910 in
Begleit=
ung ſeiner Geliebten, einer 22jährigen früheren
Schauſpielerin, nach Unterſchlagungen von 15000
Mark flüchtig gewordene Bankbuchhalter Krauſche
wurde heute vormittag hier verhaftet. Die Eltern
des Mädchens brachten in Erfahrung, daß ſich ihre
Tochter in Bern aufhielt und hatten
Auslieferungs=
verhandlungen eingeleitet.
Zürich, 2. Dez. Felix Böcklin, der Sohn Arnold
Böcklins, der ſich ſeit einiger Zeit in einem hieſigen Hotel
unter unbekanntem Namen aufhielt, jagte ſich in dem
Augenblick, wo er im Hotel wegen Zechprellerei verhaftet
werden ſollte, eine Kugel in den Kopf und wurde
ſchwer verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Paris, 1. Dez. Wie aus Nantes gemeldet wird, iſt
die Stadt an vielen Punkten infolge Hochwaſſers der
Loire überſchwemmt. In zahlreichen Fabriken iſt die
Ar=
beit eingeſtellt worden. Die Stadt Caen und Umgegend
iſt infolge Hochwaſſers der Orne überſchwemmt. Die 1
Bergung der Bewohner aus den bedrohten Häuſern iſt
teilweiſe ſehr ſchwierig.
London, 1. Dez. Tag und Nacht erfreuen ſich die
Wohnhäuſer der Miniſter in London der
größten Fürſorge der
Sicherheitspoli=
zei. Zweck dieſer ſtändigen polizeilichen „Bedeckung”
iſt natürlich die Abwehr von Angriffen wütender
Suffragettes. Mr. Asquith, der Premier, und alle
anderen Mitglieder ſeines Kabinetts, werden auf
Schritt und Tritt von Schutzleuten in Zivil begleitet,
die für die perſönliche Sicherheit der Miniſter zu
ſor=
gen haben. Downing Street, wo ſich die
Amtswohn=
ungen Asquiths und des Schatzkanzlers Lloyd George
befinden, iſt ſtets unter der Aufſicht von mindeſtens
ſechs Schutzleuten. Jederzeit kann aber auch eine
grö=
ßere Anzahl Schutzleute von der benachbarten
Polizei=
ſtation in Cannon Row herbeigeholt werden. Aber
auch die Wohnhäuſer der anderen Miniſter genießen
dasſelbe Wohlwollen der Polizei. Von jedem
Mini=
ſterwohnhaus ſtehen zumindeſt zwei Schutzleute Wache.
Ungefähr 50 Mann der Londoner Polizei ſind ſtändig
mit dem Schutze der Miniſter in Anſpruch genommen.
London, 1. Dez. Dem Standard wird aus Odeſſa
gemeldet, daß die ganze koſtſpielige
Haushal=
tung des abgeſetzten Schahs von Perſien
vom Zaren bezahlt wird (?), der Mohammed Ali Mirza
als ſeinen Gaſt betrachte. Der Schah bewohnt ein
palgſt=
artiges Gebäude von 40 Zimmern an der Gogolſtraße,
deſſen jährliche Miete von 24000 Mark auf drei Jahre
im voraus bezahlt iſt. Auch Pferde, Wagen, zwei
Auto=
mobile und ein prachtvoller Schlitten ſtehen dem Schah 1
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 5.
zufrieden, weil die Einwohner von Odeſſa nur wenig
Notiz von ihm nehmen. Er vermißt die ſklaviſche
Ehr=
erbietung, die ihm das Volk in Perſien zu erweiſen pflegte.
Uebrigens hat der Schah aus Teheran eine Oberfrau,
zwei Söhne, dreizehn Haremsfrauen und zehn Diener
mitgebracht; dieſes Gefolge iſt zum Teil gleichfalls auf
Koſten des Zaren außerhalb des Palaſtes untergebracht.
Schah wird ſehr viel in der Oeffentlichkeit geſehen: in der
Oper, in Operetten= und Varietétheatern, im Zirkus und
und intereſſiert ſich ſehr für Maſchinen, die chemiſche
In=
duſtrie und insbeſondere auch den Buchdruck und
Zei=
tungsbetrieb. Er nimmt ruſſiſchen und franzöſiſchen
Un=
umfangreiche Korreſpondenz nach Perſien. Jetzt wird der
Palaſt inſtand geſetzt für die Rückkunft des Schahs von
ſeiner Reiſe ins Ausland.
Petersburg, 1. Dez. Der Miniſter des Innern
for=
derte den Gouverneur von Aſtrachan auf, zur Rettung
der durch den Sturm in der Wolga=Mündung
und auf dem Kaſpiſchen Meere Betroffenen kein Mittel
unverſucht zu laſſen. — Wie aus Aſtrachan gemeldet wird,
ſitzen die Dampfer und Eisbrecher, die zur Rettung der
von dem Sturme auf dem Kaſpiſchen Meere ereilten müſſen. Die heutige Verhandlung beginnt mit einer
44 Schiffe ausgeſchickt wurden, ſeit drei Tagen im Eiſe
in der Wolga=Mündung. In mehreren an der Mündung
der Wolga gelegenen Dörfern ſtehen 100 Häuſer unter
Waſſer, 60 ſind eingeſtürzt. Viele Fiſcherboote ſind
zer=
ſchellt, mehrere Fiſcher ertrunken. Die Lage der
Obdach=
loſen iſt verzweifelt. Infolge der fehlenden
Verbindun=
gen iſt es faſt unmöglich, Hilfe zu bringen.
Kunſtnotizen.
Aeber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc. deren im Nach
gehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
* III. Sinfonie=Konzert der Hofmuſik.
Der hier am nächſten Montag im Hofmuſik=Konzert zum
erſtenmal auftretende Violoncelliſt Gérard Hekking iſt
einer der hervorragendſten Vertreter ſeines Faches.
An=
läßlich ſeines zweitmaligen Mitwirkens in einem
Frank=
furter Muſeums=Konzert ſchreibt die Frankf. Ztg.: „Und
ſo konnte man geſtern mit aufrichtiger Freude wieder den
berühmten Celliſten Herrn Gérard Hekking hören . . . Wie
eine ununterbrochene Perlenſchnur reihten ſich die
glitzern=
den Paſſagen aneinander. Die nie verſagende unfehlbare
Technik feierte einen wahren Triumph. Aber auch als
Sänger auf ſeinem Inſtrument weiß der Künſtler die
größte Wirkung zu erzielen; der große, edle Ton, das feine
Empfinden, ohne ſüßlich und ſentimental zu werden, iſt
geradezu faſzinierend.‟ Das Hamburger Fremdenblatt
nennt Hekking „den feinſinnigſten aller Celliſten”.
— Saalbau=Theater. „Tosca” von G.
Puccini. Erſtaufführung am Samstag, den 3., und
Sonntag, den 4. Dezember, im Saalbau=Theater durch
das Berliner Opern=Gaſtſpiel=Enſemble. Ueber die
Erſt=
aufführung von „Tosca” in Berlin an der Komiſchen
Oper ſchreibt der Berliner Lokalanzeiger: „In der
Komi=
ſchen Oper wurde geſtern die dreiaktige Oper „Tosca”
von Puccini zum erſten Male aufgeführt und erzielte
einen unbeſtrittenen und ſtarken Erfolg, einen Erfolg, der
in dieſem Falle von Dauer ſein dürfte.” Man begreift,
daß es den Tondichter reizte, die Seelenkämpfe einer
lei=
denſchaftlichen Frau darzuſtellen, die den Mann, den ſie
liebt, unſchuldig leiden ſehen muß. Der erſte und
nament=
lich der dritte Akt geben Gelegenheit zu jener muſikaliſchen
Milieuſchilderung, in der Puccini Meiſter iſt, und zu
mehreren zarten lyriſchen Epiſoden. Die Oper enthält
Intereſſantes genug. Erſtaunlich iſt die Fülle der Mittel,
die Puccini aufwendet, um das Liebliche und Angſtvolle
zu treffen, und ſind die lyriſchen Momente mit großer
An=
mut behandelt. Das für die Aufführung erforderliche
große Orcheſter wird von der Kapelle des Leibgarde=
Regi=
ments (Obermuſikmeiſter Hauske) geſtellt. In dem Or= ſchädlinge.
cheſter gelangt auch erſtmalig das Perzina=Harfen=Klavier
zur Verwendung. Die Vorſtellung beginnt um 8 Uhr.
Der alleinige Vorverkauf im Verkehrsbureau findet mor= in Mitleidenſchaft gezogen worden als irgend ein
ande=
gen, Sonntag, nur von 9—1 Uhr ſtatt.
Vom Hofchor=Konzert. Es iſt den In=
Fällen von dem Recht der Rückgabe, wegen Verlegung
des Konzerts um 8 Tage ſpäter, auf Samstag, den 10.
Unternehmungen auf muſikaliſchem und literariſchem Ge= Sauerwurms Prämien ausſetzen. Mit
Polizeiverord=
biet iſt ferner ein Beweis eines großen Interſſes ſeitens
des hieſigen Publikums für das einzig daſtehende, nicht
alljährlich wiederkehrende Hofchor=Konzert. S. Kgl. Hoheit
Hans Thoma und ſeine Kunſt.
Auch „Henry Thode=Abend” hätte der Veranſtaltung
der Richard Wagner=Stipendien=Stiftung am
Donners=
tag abend das richtige Charakteriſtikum gegeben. Denn
es dürfte ſchwer halten, zu ſagen, was den Hörern als
Wichtigſtes galt, das, was man über Hans Thoma, den
ſo lange verkannten und nun ſo überaus geehrten
Meiſter deutſcher Malkunſt, hörte, oder durch wen man
es hörte. Kam man, um Henry Thode zu hören, oder
um etwas über Hans Thoma zu erfahren? Beides
einte ſich dem zahlreichen Auditorium zu einem hohen,
ungeſchmälerten künſtleriſchen Genuß. Es iſt
merk=
würdig, wie Heury Thode, der Heidelberger Profeſſor,
durch ſeiner Rede, ſeines Vortrages Kunſt zu feſſeln
weiß. Nicht die Schönheit des Organs kann es ſein,
auch nicht allein ſein eindrucksvoller Vortrag. Bei ihm
eint ſich alles: Organ, Geſte, Vortrag und Inhalt, zu
einer abgeklärten, vollendeten Darbietung des Geiſtes
und der Rede. Wie er beginnt mit ſchlichter, poeſievoller
Einleitung und in wohlgeſetzten Sätzen auf ſein Thema
überleitet, das können ſchließlich auch andere Redner.
Aber wie er dann, ſelbſt gepackt durch ſein Thema, alles
mit ſich reißt, einzig dadurch, daß er ſcheinbar alles
um ſich vergißt, daß er erzählt wie einem guten Freunde
oder einem aufmerkſam lauſchenden Lernenden, ſeine
eige=
nen Empfindungen offenbart, dabei ſelbſt Fragen ſtellend
und Antwort gebend, alſo eigentlich gleich eine
Defi=
nition ſeiner Ausführungen, wie er dieſen auch Perlen
ſeines ſonnigen, ſo deutſch anmutenden Humors
ein=
flicht, das iſt meiſterhaft. Und ein Meiſter nur kann
ſo Interpret einer Kunſt und eines Künſtlers ſein, wie
er, der Freund Hans Thomas, es war. Was er ſagte?
Es hieße, ſeinen Vortrag, der nur als Ganzes genoſſen
ein abgerundetes, vollendetes Kunſtwerk hohen
litera=
riſchen Wertes war, profanieren, wollte man einen
ſo=
genannten „Auszug” daraus wiedergeben. Er pries
Künſtler, deſſen unendlichem Schaffensgeiſt nur
viel=
leicht Dürer gleichkam. Und dann zog er ſeinen
Rahmen weit über die Perſon des Malers hinaus. Ein
Stück Kunſtverſtehen gab er dem aufmerkſamen Hörer,
und Schauen lehrte er und Erkennen, was den Künſtler
beſeelt und wie er, der wahre Künſtler, aus innerem
Drange heraus ſchaffen muß, unbekümmert darum,
was die Welt ſagt, wie ſie urteilt.
Zahlreiche Bilder, in Projektionen vorgeführt,
illuſtrierten den Vortrag. Sie konnten nakürlich nichts
geben von dem, was Thomas Stärke iſt, von ſeiner
wunderbaren Farbenkunſt. — Und eine Illuſtration des
ganzen Abends gab die Muſik. Richard Wagner
eröffnete den Abend. In einer jungen, hier noch
unbe=
kannten Künſtlerin fand er eine Interpretin von
unge=
wöhnlichem Talent. Fränlein Hertha Tegner aus
Kopenhagen ſpielte Walthers Preislied aus den
„Meiſterſingern von Nürnberg” Paraphraſe von Aug,ſt
Wilhelmy. Die junge Geigenkünſtlerin intereſſierte
und feſſelte in erſter Linie durch ein ſieghaftes
tech=
niſches Können, mit dem leider die Beſeelung des
Vor=
trages noch nicht ganz Schritt zu halten vermochte. Aber
von einer reifen künſtleriſchen Auffaſſung zeugte ihr
Spiel und von ſeltenem Temperament. Tomaſo Vitalis
Chaconne war eine vollendete Leiſtung. Virtnos wurde
die Künſtlerin dann in der den Schluß des Abends
bil=
denden Illuſtration zu Thomas Bild des Gekreuzigten.
Die Air von Bach zeugte auchevon tiefgehendem
ſeeli=
ſchen Empfinden. Frl. Marie Schwan hatte den
Klavierpart übernommen, den ſie weit über eine
Be=
gleitung im gewöhnlichen Sinne des Wortes
hinaus=
hob. Sie lieh dem Violinſpiel eine feinſinnige
Ergän=
zung und dem Ganzen dadurch erſt die Vollendung.
Die Bemühungen Thodes, die Weiheſtimmung des
Abends nicht durch laute Beifallsbezeugung zu
unter=
brechen, verſtand das Publikum leider nicht und bewies,
daß es noch nicht „bayreuthreif” iſt.
M. St.
zur Verſügunge und doch iſt Mohaumed Alt Mitza nicht f der Großherzog hat ſein Allrhöchſtes Iuereſe für die
Veranſtaltung bekundet und ſeinen Beſuch in Ausſicht
geſtellt.
Der Moabiter Krawallprozeß.
— Berlin, 1. Dez. Nach eintägiger Pauſe wurden
heute vormittag kurz nach ½10 Uhr die Verhandlungen
im Moabiter Krawallprozeß unter dem Vorſitz des
Ein anderes Mitglied ſeines Haushaltes iſt ein ruſſi= Landgerichtsdirektors Lieber wieder aufgenommen. —
ſcher Offizier, der ihm als Adjutant zugeteilt iſt. Der Bei Beginn der Sitzung verlautet, daß die
Verteidi=
gung, ebenſo wie der Berliner Polizeipräſident v.
Jagow, inzwiſchen bemüht geweſen iſt, weitere Zeugen
auf dem Rennplatz. Er hat faſt jede große Fabrik beſucht der Krawalle heranzuziehen. Sie ſoll daraufhin noch
zirka 150 weitere Zeugen zur Verfügung haben, und
da auch bei der Staatsanwaltſchaft ſich auf den Aufruf
des Polizeipräſidenten hin noch eine große Anzahl
terricht und bewältigt mit Hilfe zweier Sekretäre eine neuer Zeugen gemeldet hat, ſo iſt ein Ende der
Beweis=
aufnahme vorläufig noch gar nicht abzuſehen. Dadurch
wird die für den 12. d. M. angeſetzte Verhandkung des
Schwurgerichtsprozeſſes gegen die Moabiter Aufrührer
gefährdet, da ein großer Teil der Zeugen auch für dieſen
Prozeß gebraucht wird. Der große Schwurgerichtsſaal,
in welchem ſich jetzt der Prozeß abſpielt, wird vom
nächſten Montag ab wieder für die
Schwurgerichtsver=
handlungen gebraucht, ſo daß die Prozeßparteien am
Samstag nachmittag abermals einen Umzug vornehmen
weiteren Erörterung der Straftaten, die dem
Ange=
klagten Schloſſer Paul Bock zur Laſt gelegt werden. Der
Angeklagte, der bereits wegen Körperverletzung
vorbe=
ſtraft iſt, gibt zu, daß er den andrängenden Beamten
mit ſeinem Taſchenmeſſer eins verſetzt habe. Es wird
dann zur Erörterung des Falles der Angeklagten Frau
Frieſe übergegangen. Der Schutzmann Behniſch
be=
kundet hierzu, daß Frau Frieſe ſich durch die
Ab=
ſperrungen hindurchzuzwängen ſuchte und deshalb von
ihm zurückgedrängt wurde. Die Angeklagte behauptet
demgegenüber, ſie ſei von dem Zeugen und anderen
Schutzleuten ſofort feſtgenommen, auf die Wache
ge=
bracht und dort ins Geſicht geſchlagen worden. — Dem
Angeklagten Fabrikarbeiter Heide wird von dem als
Zeuge gegen ihn auftretenden Schutzmann nachgeſagt,
daß ſein Benehmen ein ſolches geweſen ſei, daß man mit
dem Säbel auf ihn losgehen mußte, da er dem ihn
feſtnehmenden Beamten den Arm ausdrehen wollte.
Auch dieſer Angeklagte behauptet, auf der Wache in
ſchwerſter Weiſe mißhandelt worden zu ſein. —
Polizei=
major Klein, der ſich dann über die Fälle Frieſe und
Heide äußert, erklärt, daß ſich niemand über Prügeleien
auf der Wache beſchwert habe. Dem Angeklagten Heide
wird dann noch von verſchiedenen anderen Schutzleuten
der Vorwurf gemacht, daß er ſich wie ein Wüterich
be=
nommen und im Handgemenge gerufen habe: Haut die
Bluthunde! Schützt Euch vor Räubern, rettet Euch,
Ge=
noſſen! Als der Angeklagte ſich in heftiger Weiſe gegen
dieſe Bekundungen der Schutzleute wehrt, erſucht ihn
der Vorſitzende, ſich zu mäßigen, da man ſonſt
Rück=
ſchlüſſe auf ſein tatſächliches Verhalten bei dem Krawall
ziehen müſſe. — Morgen werden die Verhandlungen
fortgeſetzt.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 2. Dez. Graf Schwerin=Löwitz
eröffnet die Sitzung 1 Uhr 15 Minuten. Die
Beſprech=
ung der Interpellationen betr. die
Bekämpfung der Rebſchädlinge
wird fortgeſetzt. Abg. Dr. Roeſicke (Bd. d. Landw.):
Es iſt immer noch nicht erreicht worden, die ungeheuren
Schäden, die der Sauerwurm alljährlich anrichtet,
hintanzuhalten. Seit 1896 iſt eine andauernde
Ver=
ſchlechterung des Weinbaues zu konſtatieren. Vor allen
Dingen notwendig iſt ein einheitliches Vorgehen und
eine genügende Aufklärung der Winzer. Wir müſſen
dafür ſorgen, daß die Segnungen des Weingeſetzes vom
Vorjahre nicht illuſoriſch gemacht werden durch die Reb=
Abg. Dr. Hoeffel (Rpt.): Elſaß=Lothringen iſt
mit ſeinem großen Weinbau ſeit vielen Jahren ſchwerer
res Land. Alle Maßnahmen zur Bekämpfung der
Reb=
ſchädlinge ſind fehlgeſchlagen. Das Reich wird dazu
übergehen müſſen, mit den Anpflanzungen von
ameri=
habern der bereits für 3. Dezember gelöſten Eintrittskarten kaniſchen Reben zu beginnen. Die Sache geht das ganze
dankbar anzurechnen, daß ſie in ganz verſchwindend wenig Reich an. — Abg. Graf Wolff=Metternich (Ztr.):
Auch an der Moſel beſtehen große Mißſtände. Die
Winzer ſind außerſtande, Zinſen zu bezahlen. Ungerecht
Dezember, Gebrauch gemacht haben. Und dieſe Beteili= iſt es daher, ihnen auch noch eine Weinſteuer
aufzu=
gung trotz der Hochflut gegenwärtiger vieler anderweitiger erlegen; man ſollte für die erfolgreiche Bekämpfung des
nungen iſt den Winzern nicht geholfen. (Beifall.)
Abg. Delſor (Elſ.): Wir tun in Elſaß=Lothringen das
Möglichſte zur Bekämpfung der Reblaus. Man ſollte
den Winzern nicht nur zinſenloſe Vorſchüſſe geben,
ſon=
dern auch Zuſchüſſe zu den Koſten. — Abg. Schüler
(Ztr.): Die Bekämpfung der Schädlinge hängt auch von
einer Menge Zufälle ab. Die Einführung der weniger
empfindlichen amerikaniſchen Rebe empfiehlt ſich, wenn
ſie auch keinen beſonderen Wein gibt. Der Rebbau hat
Unglück. Seit dem vorigen Jahre haben wir ein
aus=
reichendes Weingeſetz, aber wieder keinen Wein.
Abg. Geck (Soz.): Bei den unbehaglichen
Aus=
führungen, die wir hier hören müſſen, iſt es, als ob
einem eine Reblaus über die Leber liefe. (Heiterkeit.)
Es war unrecht von Noah, dieſe Tiere mit in ſeine
Arche zu nehmen. Den Rebbauern geht jetzt, und das
mit Recht, die Geduld aus. Die Frage der
Rebſchäd=
linge kann nur international gelöſt werden; man hat
aber bisher nur einige tauſend Mark jährlich für dieſen
Kulturzweck ausgegeben gegenüber den Millionen, die
man gegen den ſogenannten inneren Feind verwendet,
Die amerikaniſche Rebe wird jetzt von den Bauern
ſelbſt verlangt, trotzdem die Qnalität des Weines eine
geringere iſt. In Frankreich und Elſaß=Lothringen iſt
man mit Erfolg dazu übergegangen. Mit reichlichen
Mitteln müſſen dieſe Beſtrebungen unterſtützt wexden.
Der Winzerſtand iſt durch ſeine unwirtſchaftliche
Pro=
duktion ſelbſt mit an ſeiner ſchlimmen Lage ſchuld.
Vielfach ließen ſich genoſſenſchaftliche Betriebe
einrich=
ten, die den Winzern ein ſicheres
Einkommensgewähr=
leiſten würden. (Bravo! bei den Soz.)
Kommiſſar zum Bundesrat Frhr. v. Stein: Für
die Reblausbekämpfung weiſteder Reichsetat freilich nur
geringe Beträge auf, aber die Bundesſtaaten haben auf
Grund des Reichsgeſetzes im Lauſe der Jahre einige
20 Millionen dafür aufgewendet. Die Folge unſerer
Reblausbekämpfung iſt, daß unſer Rebbau beſteht,
wäh=
rend er in allen anderen Staaten unter der Plage
zu=
ſammengebrochen iſt. Der Anbau der amerikaniſchen
Rebe iſt ſchwerer als der der einheimiſchen, auch=kennen
wir noch nicht ihre Erträgniſſe zur Genüge. Wirehalten
aber ihre Anpflanzuug fortgeſetzt im Auge und
ent=
ſprechende Verſuche werden gemacht. Dieſe Verſuche
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
werden fortgeſetzt kontrolliert; ſie ſind eine Vorſorge
für den äußerſten Fall, daß unſer Weinbau in der
jetzi=
gen Geſtalt nicht mehr aufrechterhalten werden kann.
Damit tun wir unſere Pflicht. (Bravo!)
Abg. Vogt=Hall (Wirtſch. Vgg.): Uns liegt
daran, den Winzern die Liebe zur Scholle zu erhalten.
Eine Durchlöcherung des Reichsgeſetzes zur Bekämpfung
der Reblaus können wir nicht als eine Maßnahme der
Regierung anerkennen. Die Veredelung der
amerika=
niſchen Rebe iſt für die Zukunft die wichtigſte Aufgabe
für den Weinbau, denn dieſe Sorte iſt
widerſtands=
fähiger als unſer urſprünglicher deutſcher Rebſtock. Den
Weinbauern muß von den Einzelſtaaten das
weiteſt=
gehende Entgegenkommen gezeigt werden. — Abg.
Wallenborn (Ztr.): Der Rebbau an der Ahr iſt
geradezu dem Untergang geweiht. Ich bitte die
Regie=
rung, möglichſt weitherzig den Winzern entgegen zu
kommen. — Abg. Pauly=Kochem (Ztr.): Der jetzige
hohe Weinpreis kommt den Winzern nicht zugute, denn
die Ernte iſt minimal. Der Winzerſtand hat den Staat
noch nie um Unterſtützung angerufen. Der jetzige
Hilfe=
ruf iſt auch keine Bettelei. Es handelt ſich um eine
Angelegenheit, welche die Allgemeinheit angeht. Die
Regierung ſollte hierin nicht hartherzig ſein. Geſetzliche
Maßnahmen zur Bekämpfung der Rebſchädlinge ſind
dringend notwendig.
Abg. Lehmann=Wiesbaden (Soz.): Es muß
ge=
ſagt werden, daß die preußiſche Regierung in dieſer
Frage nicht das nötige Intereſſe gezeigt hat. Die
Reichsregierung hat uns mit einigen Redensarten
ab=
gefertigt, aber wie den Winzern geholfen werden ſoll,
iſt nicht geſagt worden.
Abg. Lehmann=Schlieben fortf.: Zur
Beſeitig=
ung des Notſtandes unter den Winzern müſſen
Mittel in den Reichsetat eingeſtellt werden. Von
guten Ratſchlägen werden die Winzer nicht ſatt.
Abg. Dr. Zehnter (Ztr.): Der Anbau der
amerika=
niſchen Reben iſt keineswegs gefahrlos. Die
Reb=
laus findet durch Einführung dieſer Rebe bei uns
eine ſehr gefährliche Verpflanzung. — Abg. Dr.
Becker=Köln (Ztr.): Auch im Siebengebirge
be=
ſtehen große Mißſtände. Die Weinberge ſind billig
geworden und meiſtens unverkäuflich. — Abg.
Bau=
mann (Ztr.): Den Kleinbeſitzern fehlen noch die
Mittel, die Rebkrankheiten zu bekämpfen. Der
heu=
tige Notſtand iſt dringlich, Vorkehrungen müſſen
ſchleunigſt getroffen werden.
Die Rednerliſte iſt erſchöpft und die
Tagesord=
nung erledigt. Nächſte Sitzung Samstag 11 Uhr.
Tagesordnung: Mittelſtandsantrag der
Konſervati=
ven. Schluß 346 Uhr.
Verſammlung der Fortſchrittlichen Volkspartei.
St. Die Fortſchrittliche Volkspartei hielt geſtern
abend in der Turnhalle eine öffentliche Verſammlung
ab, in der der jüngſt nominierte freiſinnige
Reichs=
tagskandidat des Wahlkreiſes Darmſtadt=Groß=Gerau,
Herr Oberlehrer Dr. Strecker=Bad=Nauheim, ſich
vorſtellte. Die Verſammlung, die ſehr ſtark, auch von
Damen, beſucht war, leitete Herr Juſtizrat Gallus,
der die Erſchienenen, inſonderheit die Herren Pfarrer
Korell und Dr. Strecker, begrüßte. In ſeinen
einlei=
tenden Ausführungen ſtellte der Redner feſt, daß die
Fortſchrittliche Volkspartei redlich bemüht war, eine
Einigung mit der Nationalliberalen Partei zu
er=
langen. Jedoch konnte der Standpunkt dieſer Partei,
daß ſich alles zuſammenfinden müſſe in dem Kampfe
gegen die Sozialdemokratie, eine geeignete
Grund=
lage zur Einigung nicht bieten. So ſei man nun
ge=
zwungen, allein in den Wahlkampf einzutreten, den
man unter der Deviſe „Für Wahrheit, Freiheit und
Fortſchritt” aufnehme. Er erteilte dann zunächſt das
Wort dem Kandidaten
Dr. Strecker.
Dieſer führte etwa aus: Die letzten
Reichstags=
wahlen unter der nationalen Wahlparole haben
be=
wieſen, daß, wenn das Vaterland in Gefahr iſt, alle
bürgerlichen Parteien des deutſchen Volkes ſich
zu=
ſammenfinden. Als aber in dieſem einigen
Zu=
ſammenſtehen die große nationale Aufgabe erledigt
war, ging es, wie es dem deutſchen Volke auch früher
ſchon ging, die Regierung vergaß ſeiner, als es in der
Reichsfinanzreform gerechte Wünſche laut werden
ließ. Die Hoffnung, daß die Aera Bülow einen etwas
freieren Wind bringen werde, hat mit der Annahme
der Reichsfinanzreform durch den ſchwarz=blauen
Block zu Grabe getragen werden müſſen. Es war
ſicher nicht zu viel verlangt, daß das Volk einmal eine
direkte gerechte Steuer — die Erbſchaftsſteuer —
for=
derte, die die Laſten nach der Leiſtungsfähigkeit
ver=
teilen ſollte. Aber die Steuer wurde von der Partei
der Beſitzenden, den Konſervativen, bekämpft. Und
das Zentrum ſtimmte mit ein in dieſe Agitation
gegen die Erbſchaftsſteuer, nicht weil es die
Inter=
eſſen des Reiches oder des Volkes dabei im Auge
haſte, ſondern weil es Geſchäfte machen wollte
zu=
gunſten der katholiſchen Konfeſſion. Den Vorteil von
dieſer Finanzreform hatte einzig die Partei, die
vor=
her niedergekämpft wurde, die Sozialdemokratie.
Nun ſucht die Regierung, der es natürlich bangt vor
den nächſten Reichstagswahlen, nach neuen Parolen.
Sie wirft in ihrer Verlegenheit die Parole der
Schutzzölle in das Volk. Dieſe Hochſchutzzölle aber
als dauernde Einrichtung einzuführen, dagegen müſſe
man im Intereſſe des Volkes, und beſonders der
Landwirtſchaft ſelbſt, für die ſie gemacht werden ſollen,
proteſtieren. Befürworten kann man Hochſchutzzölle
nur als vorübergehende Maßnahme, als
Rettungs=
aktion für eine Zeit, die irgend einem Gewerbe oder
einer Arbeit über eine ſchwierige Situation
hinweg=
helfen ſolle. Nie aber darf eine Hochſchutzzollmauer
zur dauernden Grundlage unſerer Volkswirtſchaft
ge=
macht werden. Denn ſonſt haben die Schutzzölle nur
eine Steigerung des Kapitalwertes zur Folge, der
uns in abſehbarer Zeit wieder auf den alten
Stand=
punkt bringt. Die Unhaltbarkeit dieſer Parole hat
die Regierung ſelbſt eingeſehen und nun geht ſie, wie
immer in großer Verlegenheit, krebſen mit dem
Bangemachen vor dem roten Geſpenſt.
Redner kommt dann auf die Kaiſerrede in
Königs=
berg zu ſprechen, aus d
Volkes, de
würdig iſt.
einen Luther, einen Goethe geboren, un=
Wir wollen keinen Frieden, wie er in
allein als Vertreter der Fortſchrittlichen Volkspartei
ſſpreche, kein Sozialdemokrat ſtehe hinter ihm und die
Partei habe keinerlei Verſprechen nach links gemacht.
Sie ſtehe allein in dem Wahlkampf. Aus nationalen
Gründen müſſe man gegen die Politik des
ſchwarz=
blauen Blockes proteſtieren. Die Sozialdemokratie
freilich laſſe ſich nicht mit ein paar Phraſen in den
Boden ſtampfen. Das Brot, das ſie groß und ſtark
gemacht habe, ſei nicht in den liberalen Lagern
ge=
backen, ſondern es ſtammt von der Reaktion. Er
er=
innere an das Wort Goethes, daß Revolutionen nie
von unten gemacht werden können, daß ſie vielmehr
von oben veranlaßt werden. Die Regierung, die den
gemäßigten Reichskanzler der Reaktion opferte,
könne ſich nicht wundern, wenn ſie das Vertrauen des
Volkes verloren habe. Der Geiſt Metternichts gehe
heute wieder um und diktiere die Wahlparolen. Wie
Metternichs, ſo weiß auch die heutige Regierung nicht
zu unterſcheiden in den Oppoſitionsparteien. Das iſt
eine billige Regierung, die ihre Arbeit nur mit den
Parteien macht, die zu allem ja und amen ſagen. Wir
brauchen eine beſonnene, kluge, aber auch energiſche,
ſelbſtändige deutſche Regierung, die nicht von den
oſt=
elbiſchen Junkern und von den katholiſchen Prieſtern
und Biſchöfen geleitet und beeinflußt wird. Gegen
die Philiſterpolitik muß man proteſtieren. Es gilt,
das Feuer, das im Hauſe brennt, zu löſchen. Man
möge die Kandidaten in den Wahlverſammlungen
fragen, was ſie Poſitives zu tun gewillt ſind, und ſich
nicht damit begnügen, wenn es heißt: Gegen die
So=
zialdemokratie. (Lebhafter Beifall.)
Danach ergreift das Wort
Pfarrer Korell.
Redner beſpricht zunächſt eingehender die
Maß=
regelung des Herrn Dr. Strecker und die
Regierungs=
antwort, die wohl im weſentlichen das Zentrum
dik=
tiert habe. Die Regierung hätte ſich nicht an das eine
Wort klammern dürfen, das vielleicht in der Form
nicht ganz glücklich war. Sie hätte das ganze
Wir=
ken des Mannes, den ſie maßregelte, in Betracht
ziehen müſſen. Gewiß habe man auch in Heſſen
in allen Parteien und in allen Geiſtesſchichten
tüch=
tige Männer, aber ſo dick ſeien dieſe Tüchtigen doch
nicht geſät, daß man einem Manne wie Dr. Strecker
den Mund verſchließe. Unſer Kampf ſolle ſich nicht
gegen Perſönlichkeiten richten. Er richtet ſich nur
gegen den ſchwarz=blauen Block, gegen den
ſlawiſch=
boruſſiſchen Geiſt, der ſeinen Ausdruck findet in dem
Herrn von Oldenburg=Januſchau. Im weiteren
pole=
miſiert Redner ebenfalls ſcharf gegen das Zentrum.
Das Zentrum ſehe jeden Gegner als Kulturkämpfer
an. Nur in Heſſen ſei das anders, weil das
Zen=
trum hier mit dem Nationalliberalismus Geſchäfte
machen könne. Man habe in katholiſchen Blättern
von ihm geſchrieben, er ſei Sozialdemokrat im Talar
des evangeliſchen Pfarrers. Katholiſche Pfarrer aber
haben ſchon von der Kanzel herab für
Sozialdemo=
kraten agitiert. Er nehme das Recht für ſich in
An=
ſpruch, als Politiker in Wahlverſammlungen überall
da, wo es ſich um die Stichwahl zwiſchen einem
Kan=
didaten des Zentrums oder der Konſervativen und
andererſeits um einen Sozialdemokraten handelt,
zu ſagen, wo das größere und wo das kleinere Uebel
ſitzt. Für ihn ſitze zweifellos der größere Feind auf
der Rechten. Man begreife in Deutſchland noch immer
nicht das ungeſunde Wachstum der Sozialdemokratie
durch Tauſende, die an dem Programm der Partei
nicht das geringſte Intereſſe haben, die aber
hinüber=
gedrängt werden zur Sozialdemokratie durch die
ſo=
genannten ſtaatserhaltenden Parteien und durch die
Regierung ſelbſt. Wenn man die Sozialdemokratie
wirkſam bekämpfen wolle, müſſe man ihr den
Nähr=
boden abgraben.
Redner beſpricht dann ebenfalls die „
Einigungs=
verhandlungen”. Man habe von den
Nationallibe=
ralen Heſſens nichts anderes verlangt, als was
Baſſermann für das Reich forderte, den Kampf gegen
Zentrum und Konſervative. Das galt nur für die
erſten Kämpfe. In der Stichwahl hätte jede Partei
Freiheit der Entſchließung behalten. Der
Wahl=
tag 1911 werde zeigen, ob die
National=
liberale Partei recht daran tat, die Hand
der Fortſchrittlichen Volkspartei zurückzuweiſen und
die der äußerſten Rechten zu ergreifen. Wenn ſich
die Nationalliberalen Heſſens in einigen Wochen
eines anderen beſinnen ſollten, unſere Tür ſoll ihnen
nicht verſchloſſen ſein, ſie ſollen willkommen ſein,
wenn ſie ſich mit in die Reihen der Kämpfer gegen
die Reaktion ſtellen.
Der Vorſitzende dankte den Rednern und eröffente
dann eine
Freie Ausſprache.
Redakteur Dr. Queſſel erörtert gegenüber
den Vorrednern den Standpunkt der
Sozialdemo=
kratie. Er polemiſiert gegen das derzeitige „
Aus=
beutungsſyſtem” der Steuergeſetzgebung und rügt
be=
ſonders, daß der Liberalismus alles bewillige, was
für das Heer zu Waſſer und zu Lande gefordert
werde. Kein Steuerprogramm, auch nicht die
weiteſt=
gehende progreſſive Belaſtung des Beſitzes, könne
dem Reiche genügend Mittel bringen, wenn nicht die
Rüſtungen eingeſchränkt werden. — Stadtv.
Hen=
rich rechtfertigt die Stellungnahme der Freiſinnigen
zu der Reichsfinanzreform. Man durfte nicht den
Eindruck erwecken, als ob man überhaupt nichts
be=
willigen wollte. Der Arbeiterſtand ſei durch die
neuen Steuern in der Lebenshaltung nicht
herab=
gedrückt worden. — Nach einem Schlußwort Pfarrer
Korells wurde die Verſammlung um Mitternacht
geſchloſſen.
Vermiſchtes.
— Die Konferenz für evangeliſche
Ge=
meindearbeit, die im April d. J. ihre erſte
vor=
züglich beſuchte und verlaufene Tagung in
Braun=
ſchweig gehalten hat, verſchickt jetzt Nr. 1 ihrer „
Mittei=
lungen” die bei eintretendem Bedürfnis erſcheinen
werden, um die Mitglieder der Konferenz
zuſammen=
zuhalten und über das Geſchehene zu unterrichten. Das
kleine Heftchen berichtet in Kürze über die Erfolge der
Braunſchweiger Konferenz und ihre Beſprechung für
und gegen. Den Beſchluß machen zwei Artikel: „Wie
wecken wir das Gemeindeleben?” und „Bücher und
Schriften zur Gemeindefrage‟ Der Mitgliedsbeitrag
iſt auf mindeſtens 3 Mark feſtgeſetzt worden. Neben
Einzelmitgliedern iſt auch der Beitritt von Gemeinde=
und Kirchenvorſtänden ſehr erwünſcht mit einem
Jahresbeitrag von mindeſtens 5 Mark. Die nächſte
Konferenztagung ſoll, zahlreichen Wünſchen
ent=
ſprechend, Frühjahr 1911 in Darmſtadt abgehalten
werden. Zu beziehen ſind die „Mitteilungen” vom
Pfarrer Stock=Groß=Lichterfelde, an den auch alle
An=
fragen und Beiträge zu richten ſind.
Zahlen aus dem Fernſprechweſen.
Die Deutſche Verkehrs=Zeitung teilt nach der Electrical
Review and Weſtern Electrican über die Fernſprech=
einrichtungen in den wichtigſten Ländern folgendes
mit: Die Geſamtzahl der Fernſprecher auf der Welt
betrug am 1. Januar d. J. 10 269000, die Drahtlänge
38 678 000 Kilometer, das angelegte Kapital 6 Milliarden
Mark. Amerika hat 7507400 Sprechſtellen, Europa
2 627 200, Aſien 105 100, Afrika 26000, Auſtralien 83 300.
In Deutſchland gibt es 950000 Sprechſtellen, auf je 100
Einwohner kommen 1,5. England beſitzt 616000
Fern=
ſprecher und 3000000 Kilometer Leitungen. Während
in den Vereinigten Staaten die Zahl der
Fern=
eitungen gering iſt, iſt der Fernverkehr in Europa ſehr
ſtark. Das dichteſte Netz der Erde hat Los Angeles in
Kalifornien, wo auf 240000 Einwohner 61000
Fern=
ſprechſtellen kommen. Dann folgt Stockholm mit 58000
Sprechſtellen auf 340000 Bewohner. Die Geſamtzahl
der Geſpräche wird auf 19 178500000 geſchätzt. Im
Fernſprechdienſt ſind 260000 Perſonen beſchäftigt.
Literariſches.
— Nationale Jugendvorträge.
Heraus=
gegeben von der Ortsgruppe Karlsruhe i. B. des
Deutſchen Oſtmarkenvereins. Verlag von B. G.
Teub=
ner, Leipzig und Berlin. 1910. Preis bei Einzelbezug
1,20 Mk., bei Bezug von mindeſtens 25 Stück 1 Mk.,
bei Bezug von mindeſtens 100 Stück 0,75 Mk.
Einzel=
vorträge je 0,40 Mk. bezw. 0,30 Mk., 0,25 Mk. Die von
der Karlsruher Ortsgruppe des Deutſchen
Oſtmarken=
vereins veranſtalteten „Nationalen Jugendvorträge‟
deren letztem auch der Großherzog von Baden
bei=
wohnte, haben es ſich zur Aufgabe geſtellt, der
heran=
wachſenden Jugend, zunächſt den Beſuchern der
bei=
den oberſten Klaſſen der höheren Knaben= und
Mäd=
chenanſtalten einſchließlich der Seminare Karlsruhes,
und zwar unter ihrer eigenen Mitwirkung in
muſika=
liſchen und deklomatoriſchen Vorträgen eine Geiſt und
Gemüt zugleich erfaſſende Einführung in Weſen und
Lebensbedingungen unſeres deutſchen Volkes und
un=
ſeres Deutſchen Reiches zu bieten, um ſo mit der
Ein=
ſicht in ſie auch Wunſch und Willen zu wecken, einſt
die Pflichten gegen beide treu und hingebend zu
er=
füllen. Ihre Verbreitung kann den nationalen
Ver=
einen und allen anderen Stellen, die die Aufgabe der
nationalen Jugendziele fördern möchten, aufs wärmſte
empfohlen werden.
— „In Wehr und Waffen”. Ein Buch von
Deutſchlands Heer und Flotte. Unter Mitwirkung von
Profeſſor Dr. Hans Delbrück, Generalleutnant z. D.
Frhrn. von Dincklage=Campe, Generalmajor z. D. von
Ditfurth, Oberſtleutnant a. D. Frobenius, Major im
Generalſtab von Heydebreck (inzwiſchen verſtorben),
Hauptmann a. D. v. Kleiſt, Generalarzt z. D. Körting,
Generalleutnant und Direktor der Kriegsakademie
Frhrn. von Manteuffel, General der Infanterie 3. D.
von Pfaff, Generalleutnant z. D. Rohne, Korvetten=
Kapitän im Reichsmarineamt von Schönberg, Major
a. D. Schwabe herausgegeben von Generalleutnant
z. D. von Caemmerer und Generalleutnant z. D.
Baron von Ardenne. 480 Seiten Text mit etwa
500 Abbildungen und 49 Kunſtbeilagen. Vollſtändig in
48 Lieferungen zu je 50 Pfg. Union, Deutſche
Verlags=
geſellſchaft in Stuttgart. — Das Werk „In Wehr und
Waffen” erzählt vom Soldatenleben jetzt und einſt, es
ſchildert ebenſo die Entwicklung des Heerweſens, die
Einrichtungen in Armee und Marine, wie Freud und
Leid der Träger des bunten Rockes in Krieg und
Frie=
den; es zeigt auch manches ſchöne Ruhmesblatt aus
deutſcher Vergangenheit. Nicht allein in Wort, in
feſſelnder Beſchreibung und Erzählung aus kundiger
Feder, ſondern auch im Bilde. Die Kunſt hat einen.
großen Anteil an dem Werke, das mit etwa 500
Ab=
bildungen und 49 Kunſtbeilagen geſchmückt
ſein wird — ein monumentales Erinnerungsbuch für
viele, ein intereſſantes Unterhaltungs= und
Nach=
ſchlagebuch für jedermann.
— Der penſionsberechtigte Beamte in
geſicherter Lebensſtellung. Vor= und
Ausbil=
dung, Prüfungen, Einkommen der Beamten im Staats=
und Privatdienſt. Ein Führer für die Berufswahl unſerer
Söhne und für Militäranwärter. Auf Grund der neueſten
amtlichen Quellen bearbeitet von Schulrat Dr. Wilh.
Letau. Zirka 240 Seiten. Preis 2 Mark, gebunden
2.50 Mk. (Porto 30 Pfg.) Verlagsanſtalt Emil Abigt,
Wiesbaden 35.
— Max Heſſes Volksbücherei. Nr. 571
bis 587. Preis jeder Nummer 20 Pfg. Leipzig, Max
Heſſes Verlag. — Die Reihe eröffnet Lotte Gubalke
mit der ſtimmungsvollen Erzählung: Das ſteinerne
Haus (Nr. 571); die ſympathiſche Dichterin bietet dann
noch zwei weitere Novellen in Nr. 572. Bret Harte
erfreut uns in Nr. 573 und 574 mit heiteren Bildern
aus dem Leben in Kalifornien. Pulver und Gold, ein
Roman aus dem Kriege 1870/71 von Levin Schücking
(Nr. 575—576, geb. 80 Pfg.), zählt zu den beſten
Arbei=
ten des beliebten Erzählers. Nr. 577—578 (geb. 80 Pfg.)
und Nr. 579 (geb. 60 Pfg.) bringen einige der ſtets
will=
kommenen Geſchichten Friedrich Gerſtäckers. Ein
be=
kannter moderne Schriftſteller tritt uns in Arthur
Zapp entgegen. Sein Roman „Soldatenliebe‟ (Nr.
580—582, geb. 1 Mark) ſchildert mit ſcharfer
Beobacht=
ungsgabe ernſte und heitere Szenen des
Soldaten=
lebens. Den Schluß der Serie bilden die populären
und hübſchen kleineren Geſchichten von Charles Dickens:
Der Verwünſchte. — Der Kampf des Lebens (Nr. 583
bis 584, geb. 80 Pfg.); Der Weihnachtsabend. — Die
Silveſterglocken (Nr. 585—586, geb. 80 Pfg.): Das
Heimchen am Herde (Nr. 587, geb. 60 Pfg.).
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* München, 2. Dez. Das oberbayeriſche
Schwurgericht verurteilte den 22jährigen
Tag=
löhner Preiſaſcher=Mooſinning wegen der
Ermord=
ung und Beraubung des Bauern Krumbacher zum
Tode.
* Sauſenheim, 2 Dez. Hier wurde in einem
alten Weinberge beim Ausreißen alter Rebſtöcke das
Vorhandenſein der Reblaus entdeckt. Der
ver=
ſeuchte Weinberg iſt 2½ Morgen groß.
** Wien, 2. Dez. Heute vormittag fand die
Er=
öffnung der zweiten Kaiſer Franz
Joſef=Hochquellenwaſſerleitung durch
den Kaiſer ſtatt. Zu dem Feſtakt im Prunkſaale des
Rathauſes fanden ſich die in Wien weilenden
Erz=
herzöge, die Miniſter, das diplomatiſche Korps, die
Spitzen der Landesregierung, der Behörden und der
Stadtrerwaltung, zahlreiche Abgeordnete und viele
geladene Gäſte ein. Um 11 Uhr betrat, von
ſtürmi=
ſchen Hochrufen der Anweſenden begrüßt, der Kaiſer
mit Gefolge den Feſtſaal. Der Bürgermeiſter hielt
eine Anſprache an den Kaiſer, worauf der Kaiſer
er=
widerte, es erfülle ihn mit aufrichtiger Befriedigung,
daß ſowohl der Beginn als auch die Vollendung des
Nummer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Unternehmens in zwei ſeiner Lebensjahre fallen,
welche beſonders reich an Beweiſen jener treuen
Liebe und Anhänglichkeit waren, deren erneute
Ver=
ſicherung er ſoeben dankbaren Herzens
entgegen=
genommen habe. Mit geſteigerter Zuverſicht gelte
nun gewiß von jedem Bewohner Wiens die dankbar
empfundene Wohltat geſunden Waſſers für die weite
Zukunft geſichert zu ſehen. Voll Anerkennung
ge=
denke er aller, die ſich um das bedeutende Werk
ver=
dient gemacht haben, mit dem Wunſch, daß ein
ſegensreicher Erfolg die opferwillige Arbeit lohnen
möge. Er eröffne die zweite, ſeinen Namen führende
Hochquellenwaſſerleitung. Der Kaiſer drückte auf
einen elektriſchen Knopf, worauf Waſſer der neuen
Quellenleitung aus einem Brunnen in den Feſtſaal
ſprudelte. Der Grundſtein der neuen Waſſerleitung,
welche mit einem Aufwand von 100 Millionen
Kro=
nen erbaut wurde, iſt vor zehn Jahren gelegt
wor=
den. Vor dem Verlaſſen des Rathauſes beſichtigte
der Kaiſer nochmals im Rathausmuſeum das Bild
des Malers Matſch „Die Huldigung der deutſchen
Bundesfürſten”.
* Haag, 2. Dez. In der Zweiten Kammer
brachte der Liberale Patyn die Angelgenheit van
Heeckeren zur Sprache und erklärte dabei: Wir wiſſen
jetzt, daß der Brief des deutſchen Kaiſers an
die Königin von 1904 nicht exiſtiert. Aber der
frühere Miniſterpräſident Kuyper veröffentlichte in der
Zeitung Standard über die Angelegenheit einen Artikel,
der den Eindruck macht, daß ſich im Jahre 1904 ernſte
Er=
eigniſſe zugetragen haben, die Anlaß zu der Annahme
gegeben haben, daß der fragliche Brief exiſtiere. Der
Redner forderte den Miniſter des Aeußern auf, kategoriſch
zu erklären, daß ſich ſolche Ereigniſſe nicht zugetragen
haben. Er lege einer ſolchen Erklärung die größte
Be=
deutung bei, um die Behauptung zurückzuweiſen, daß die
Küſtenverteidigungsvorlage im Parlament unter dem
Drucke Deutſchlands eingebracht worden ſei.
* Paris, 2. Dez. In der Kammer, in der das
Budget des Miniſteriums der Oeffentlichen
Arbei=
ten auf der Tagesordnung ſtand, brachte Fournier
(Unabhängiger Sozialiſt) einen Antrag auf
Wieder=
anſtellung der Eiſenbahner ein, die gerichtlich nicht
verfolgt würden. Briand antwortete, die Regierung
werde mit ganzer Kraft für eine nachſichtige Reviſion
einzelner Fälle eintreten. Von einer allgemeinen
Amneſtie könne jedoch keine Rede ſein. Der Antrag
wurde einer Kommiſſion überwieſen.
* Brüſſel, 2. Dez. Die Königin ſchlief in der Nacht
lange und gut; die Beſſerung im Allgemeinbefinden hält
an. Das Fieber fällt.
* London, 2. Dez. Bis mittags waren elf
Unioniſten, darunter der frühere unioniſtiſche
Miniſter Wyndham, Joſef Chamberlain und vier
Liberale gewählt. Gegenkandidaten waren nicht
auf=
geſtellt. Der unioniſtiſche Kandidat in Süd=
Man=
cheſter konnte, weil er einige Minuten zu ſpät kam,
nicht mehr als Kandidat nominiert werden. An
ſei=
ner Stelle wurde der liberale Kandidat für gewählt
erklärt.
* London, 2. Dez. In der City wurden die
bei=
den konſervativen Kandidaten Balfour und Sir
Frederick Banbury gewählt. Gegenkandidaten waren
nicht aufgeſtellt.
* Konſtantinopel, 2. Dez. Wie die Blätter melden,
wurden zehn Bulgaren, die dem bulgariſchen Komitee
in Kruſchewo angehörten, zu lebenslänglichem Kerker und
fünfzehn zu ſechsjähriger Zwangsarbeit verurteilt.
In Monaſtir wurden vorgeſtern zwei Bulgaren und fünf
Albaneſen hingerichtet. — Nach Blättermeldungen
fanden bei Kerak neue Kämpfe mit Druſen ſtatt, die 500
Tote und Verwundete zurückließen. Die Truppen hatten
50 Tote und Verwundete.
* Teheran, 2. Dez. Die perſiſche Regierung
gab der ruſſiſchen die verlangte Genugtuung für die
Inſultierung des ruſſiſchen Konſularagenten in Kaſan
durch die Bachtiaren. Der Polizeichef in Kaſan wurde
ſeines Amtes entſetzt; der Konſularagent erhielt eine
Geld=
entſchädigung. Der perſiſche Miniſter des Aeußern
ent=
ſchuldigte ſich namens der Regierung beim ruſſiſchen
Ge=
ſandten.
H.B. Berlin, 2. Dez. Ein gewaltiger
Dach=
ſtuhlbrand wütete in der letzten Nacht im Hauſe
Windſcheidſtraße 20 in Charlottenburg, und
beſchäf=
tigte die Feuerwehr 5 Stunden lang. Durch
Stich=
flammen wurden der Brandinſpektor, zwei
Oberfeuer=
wehrleute und zwei Feuerwehrmänner zum Teil
er=
heblich verletzt.
— Kuxhaven, 2. Dez. Der geſtern auf Scharnhörn
ge=
ſtrandete Dampfer Birch” iſt auseinandergebrochen und
verloren; die Mannſchaft wurde gerettet.
— Ribbeck (Weſtfalen), 2. Dez. Als der auf dem
hie=
ſigen Rittergut zu Beſuch weilende 15jährige Schüler Wolf
Freiherr von Schels mit der geladenen Doppelflinte unter
dem Arm beim Ueberſpringen eines Grabens fiel, entlud
ſich das Gewehr und beide Schrotladungen drangen dem
Unglücklichen in den Unterleib, ſo daß der Tod in
weni=
gen Minuten eintrat.
Schoppinitz (Oberſchleſien), 2. Dez. Der hier ſeit
längerer Zeit von den öſterreichiſchen Behörden verfolgte
Raubmörder Dombrowski wurde verhaftet.
Dombrowski hat vor einigen Wochen in Oderfurt den
Kaſſierer Trupka ermordet und beraubt; er ſoll auch den
Direktor der Mähriſch=Oſtrauer Spirituswerke ermordet
haben.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Die
europäiſche Wetterlage iſt in einer Veränderung
be=
griffen. Von Island bis Weſtrußland zieht ſich eine
Zone hohen Drucks, während im Süden ein flacher
Luftwirbel Italien bedeckt. Dieſe Druckverteilung ruft
öſtliche Winde hervor, die aus dem erkalteten Rußland
wehend auch bereits in Mitteldeutſchland leichte Ab=
kühlung brachten. In Oſtdeutſchland herrſcht Froſt. Es
ſtehen Niederſchläge meiſt in Form von Schnee in
Ausſicht.
Ausſichten in Heſſen für Samtag, den 3. Dez.:
Oeſtliche Winde, kälter und leichter Froſt, Niederſchläge
(meiſt Schnee).
Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich
entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm
Dr. Hommel’s Haematogen.
WARNUNG! Man verlange
ausdrück-
lich den Namen Dr. Hommel. (1969a
Gegen den Haarausfall.
Es gibt zweifellos wenige Leute, die nicht mehr oder
weniger unter Haarausfall — dem Vorläufer der
Kahl=
köpfigkeit — zu leiden haben. Zwar können verſchiedene
Urſachen zu dieſer unliebſamen Erſcheinung führen, in
neun von zehn Fällen jedoch iſt ſie der Bildung von
Kopfſchuppen zuzuſchreiben, einem Keim, der in die
Haar=
wurzeln eindringt, deren Lebenskraft zerſtört und die
muskulöſen Gewebe ſchwächt, welche den Haarſack halten
und beſchützen. Vernachläſſigt man dieſen Zuſtand, ſo
zerſtören die Schuppen in Bälde das Leben der
Haar=
wurzeln, und Kahlköpfigkeit iſt die Folge. Um dieſem
entgegenzutreten, empfiehlt ſich zur Verhinderung weiteren
Haarausfalles und zur erfolgreichen Bekämpfung der
Kahlköpfigkeit nichts beſſeres, wirkſameres, als morgens
und abends die Kopfhaupt leicht mit einem Haarwaſſer
einzureiben, welches man ſich nach folgendem Rezept in
jeder Apotheke herſtellen laſſen kann: 85 gr. Bay-Rum,
30 gr. Livola de Composée 1 gr. krist. Menthol. Zum
Parfümieren gebe man ½ Teelöffel feinen Parfüms zu.
Wenn, wie oben angegeben, für eine Zeitlang regelmäßig
angewendet, wirkt dies Mittel in unübertroffener Weiſe.
Es iſt abſolut unſchädlich, und obwohl es keine
Farb=
ſtoffe enthält, hilft es bei frühzeitig ergrautem Haar viel
zur Wiedererlangung von deſſen urſprünglicher Farbe mit.
Vorſicht! Wegen der beſonderen, den Haarwuchs
belebenden Eigenſchaften dieſes Mittels empfiehlt es ſich,
die Flüſſigkeit nicht an Stellen zu bringen, wo Haare
unerwünſcht wären.
(23306
fer Qualität d. Arbeit, Zweckmässigkeit u. Gediegen
Vheit bei Einrichtungsgegenständen schätzt, sollte
nicht versäumen, sich unsere Fabrikate anzusehen.
Eine interessante Abwechselung bietet auch die
gleich-
zeitige Besichtigung unserer bei dem Ausstellungshaus
— Feldbergstrasse No. 36
gelegenen, in vollem Betriebe befindlichen modernen
Fabrikanlage mit allen dazu gehörigen Nebenbetrieben,
wozu wir alle Interessenten ergebenst einladen.
Möbel=
Gg. Ehrhardt & Söhne gabrik
Darmstädter Werkstätten für Handwerkskunst.
Feldbergstrasse 36 (nächst demBahnübergang Rheinstr.)
(22019a)
Ein ſchönes Heimatrecht haben ſich im Laufe der
Zeit die Küchenhelfer der renomierten Firma R.
v. Hünersdorff Nachfolger in Stuttgart bei
unſerer Frauenwelt erworben, ſo daß die von genannter
Firma alle Jahre auf den Markt gebrachten Neuigkeiten
mit einer gewiſſen Spannung erwartet werden. Der
der heutigen Nummer beiliegende Proſpekt enthält auf
der erſten Seite vier ſolche Neuigkeiten, die ganz
be=
ſondere Beachtung verdienen, während auf den anderen
Seiten die bisherigen Artikel in empfehlende Erinnerung
gebracht werden. Daß die Hünersdorffſchen Küchenhelfer
auch vorzügliche Geſchenkartikel bilden, iſt bekannt. (233287I
DDer heutigen Stadtauflage liegt eine Beilage der
Firma Jul. Obernzenner, Frankfurt a. M. bei,
worauf wir beſonders aufmerkſam machen. (D23321,51
Gür Weihnachten. Die bekannte Schreibwarenfabrik
49 F. Soennecken in Bonn (Fabrikniederlagen:
Berlin, Taubenſtraße 16/18, Leipzig Altes
Rat=
haus) hat ſoeben ihren diesjährigen Weihnachtskatalog
herausgegeben und ſtellt ihn jedermann koſtenfrei zur
Verfügung. Bei Weihnachts=Einkäufen wird die Liſte
gute Dienſte tun.
(23348
Familiennachrichten.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute früh gegen 2 Uhr iſt meine liebe
Frau, unſere gute, treue Mutter
(23414
Frad Anna Rsrecht
geb. Röder
ſanft entſchlafen.
Darmſtadt,
2.
Gießen,
Dezember 1910.
Im Namen der Familie:
Franz Albrecht, Kanzleiſekretär.
Die
Beerdigung findet ſtatt: Montag,
5. Dezember, vormittags 11 Uhr.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
den
Seite 7.
Todes-Anzeige.
(Statt jeder beſonderen Anzeige.)
Heute früh iſt unſere gute Mutter,
Schwie=
germutter, Großmutter, Schweſter, Schwägerin
(23436
und Tante
Frad Harie Reog Mird
nach langem, mit großer Geduld getragenem
Leiden ſanft verſchieden.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Adam Reeg, Krankenhausſekretär,
Gutenbergſtraße Nr. 62.
Darmſtadt, den 2. Dezember 1910.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Dez.,
2 Uhr nachmittags, vom Friedhofsportale aus,
ſtatt.
Todes-Anzeige.
Heute nachmittag
meine liebe Mutter
iſt meine gute
Frau,
(23356
geb. Groß
infolge Schlaganfall nach kurzem Leiden ſanft
verſchieden.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1910.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Philipp Schmuttermaier und Sohn.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 4. Dez.,
nachmittags 2¼ Uhr, vom Portale des
Fried=
hofes aus, ſtatt.
Tageskalender.
Samstag, 3. Dezember.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. C): „Suſannens
Ge=
heimnis” hierauf „Brüderlein fein”.
Vorſtell ung um 8½ Uhr im Orpheum.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Tosca”
Vortrag von Evangeliſt Veller um 8½ Uhr Rheinſtr. 2.
Vortrag von Rieber um 8¼ Uhr in der „Stadt
Pfungſtadt” (Freireligiöſe Gemeinde).
Konzert um 3 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um ½8 Uhr im Bürgerkeller.
Vorſtellung um 8 Uhr im Reſidenztheater.
Sonntag, 4. Dezember.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Außer Abonnement):
„Bonifacius”.
Vorſtellung um 4 und 8¼ Uhr im Orpheum.
Saalbautheater, Anfang 8 Uhr: „Tosca”.
Gedächtnisfeier für Robert Schumann um 11¼ Uhr
im „Kaiſerſaal” (Heſſiſcher Goethebund).
Diplom=Ingenieur=Tag der mittelrheiniſchen
Bezirks=
vereine des Verbandes deutſcher Diplom=Ingenieure
um 10½ Uhr in der Aula der Techniſchen Hochſchule.
Familienabend des Frauenvereins für den Oſtbezirk
der ev. Stadtgemeinde um 7½ Uhr im Gemeindehaus.
Vortrag des Evangeliſten Veller um 4 und 8¼ Uhr
Rheinſtraße 2.
Volksbildungsabend des kath. Frauenbundes und
des Volksvereins für das kath. Deutſchland um 8 Uhr
im „Konkordiaſaal”.
Vortrag von Daniel Greiner um 5 Uhr im Gaſthaus
„Zur Sonne” zu Jugenheim.
Grundungsfeier des Konſumvereins um 4 Uhr im
„Mathildenhöhſaal”
Preisſchießen des Schützenklub „Edelweiß” Bleichſtr. 40.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller.
Konzert um ½ 8 Uhr im „Schützenhof”.
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Groß=Bieberau
(Abfahrt um 7.50 Uhr).
Tanzkränzchen um 4 Uhr auf Hugenſchütz’ Felſenkeller.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3½—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 5. Dezember.
Holzverſteigerung um 3 Uhr am Hallenſchwimmbad.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Htto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
nach Pilsner Art
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Teegedecke,
weiß, mit farb. Rand und 6
Ser-
wietten 4.95
3.25
Unterröcke
Unterröcke, solides Halbtuch, mit Tressen garniert 2.25
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Unterröcke,
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Felle, Vorlagen und Decken
Chinesische Ziegenfelle 9.—, 7.50, 4.25, 3.75 1.10
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Mohair-Plüschdecken 16.50, 10.50 8.50, 5 90
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Miederschürze
10
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Miederschürzen, oder Bordenbesatz
mit Polant und Tosehen 1.75
Reformschürzen Bordengarnitur, volle Weite
Ia. Siamosen mit Knopt.1
Prinzess-Schürzen garnit., Volant m. Tasche
mit Bordengarntur, Volantf 2.25
Blusen-Schürzen und Tasche
Serie I Serie II
Serie III
Kinder-Schürzen in allen S
Längen m. Volant u. Blendengarnitur 98 ₰ 1.35 1.60
Herren-Wäsche
Herren-Stehkragen, 4fach, . . . . 60, 55, 40 ₰
Herren-Serviteurs, glatt mit Falten . 65, 45, 35 ₰
Krawatten, alle Fassons, neueste Farben . 85, 65, 48 ₰
Serviteur u. Manschetten, elegante Dessins
Garnituren,
1.55, 125, —95 75 ₰
Wolle und merceris. Baumwolle,
Kragenschoner, weiss und farbig . 1.25, 95, 58 38 ₰
Pelze
Mufflon, gchöne volle Qualität . . . 10.50, 6.75, 4.75
Kanin, in guter Ausführung . . . . 8.25, 5.90, 3.90
Echt Skunks aus guten Fellen, . 48.—, 36.—, 29.00
Nerz-Murmel, schöne Ausführung, 18.75, 14.75, 9.75
Kanin-Rasé sehr vornehm . . . 12.50, 8.75, 5.50
Kinder-Garnituren . 4,75, 3.50, 2.25 1.55 95 ₰
Gardinen
teilweise Erbstüll und engl. Tüll, mod.
Gardinen, Muster, . . . Paar 14.75, 8.50, 5.—, 2.50
entzückende Neuheiten,
Bonne femme Stores,
16.75, 9.50, 335. 2.45
über 1 oder 2 Betten, neue
Tüll-Bettdecken, Dessins, . 20.—, 18.50, 8.75, 2.50
bestehend aus 1 Läufer, 1 Milieu
Tüll-Garnituren, und 2 Deckchen, 2.50, 1.65, 95 ₰
Tapisserie
Paradehandtücher . . .
1.10, 85, 55 ₰
Tisch-Läufer . . . .
1.25, 95, 65 ₰
Milieux
. 95, 75, 58 ₰
Bettdeckenhalterm. Stange . , 2.45, 1.85, 135
Klammerschürzen . . . .
95, 75, 50 ₰
Kissenplatten
1.65, 1.20, 95 ₰
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Samstag, 3. Dezember
In diesem jetzt beginnenden Weihnachts-
Verkauf bringe ich grosse Quantitäten
Waren zu horrend billigen Preisen zum
Verkauf.
Kaffeeservice
moderne Malerei, 18.50, 15.50, 13.50,
10.50, 8.50, 7.50, 6.50, 5.75, 4.75, 3.75,
3.50, 3.— .
. . . . 2.40 Mk.
Tafelservice
feinbemalt, 95.− 75.− 61.—, 45.50,
38.50, 27.50 25.50, 22.50, 18.50, 17.50,
15.50, 12.50, 8.50, 7.50 . 5.50 Mk.
Waschservice, moderne Zeichnungen
18.50, 17.50 16.50, 15.50, 14.50, 13.50,
12.50, 11.50, 10.50, 9.50, 8.50, 7.50, 6.50,
5.50, 4.95, 3.50, 2.75, 2.25, 1.45, 95 Pf.
Küchenservice, 16teil und 22teil.
Zu-
sammenstell., 22.50, 18.50, 16.50, 14.50,
13.50, 12.50, 10.50, 9.50, 8.50, 5.95 Mk.
Bierservice, weiß u. mit Malerei, 13.50,
12.50, 11.50, 10.50, 9.50, 8.50, 7.50, 6.50,
5.50, 4.50, 3.50, 2.50, 1.75 . 95 Pf.
Likörservice in hübschen Ausführung.
8.50, 7.50, 6.50, 5.50, 4.50, 3.50, 2.50
1.50, 1.25, 95 .
. . 60 Pf.
Weinservice in reiz. Dek. 10.50, 9.50,
8.50,7.50,6.50,5.50, 4.50,3.50,2.50, 1.95 M.
Bowlenservice, glatt, antik u. bernstein
15.50, 14.50, 13.50, 12.50, 11.50, 10.50
9.50, 8.50, 7.50 .
. . 4.− Mk.
Rahmservice.
. 95 Pf.
Rauchservice, 8.50, 7.50, 6.50, 5.50
4.50, 3.50, 2.-
. . 95 Pf.
Nickelkaffeeservice
25.− 22.—, 18.— 16.50 15.50, 13.50,
12.50, 11.50, 9.50, 7.50, 6.75 4.25 Mk.
. . . 1.95 Mk.
Emaille-, Sand-, Seife-, Soda-
Garnitur
Bundformen
2.10, 1.75, 1.50, 1.35, 1.10, 95, 75 Pf.
Küchenwagen
6.— 5.75, 4.50, 3.50, 2.50, 1.75 Mk.
Kaffeemühlen 3.50, 2.75, 2.50, 2.25,
1.85, 1.25, 1.05
. . 95 Pf
Brotkasten 2.90, 2.65,
1.95, 1.65 .
Reibemaschinen
3.50, 2.75, 1.85
Kartoffelpressen 1.20
Fleischhackmaschinen
4.75, 3.50
2.50, 2.25,
1.30 Mk.
1.40 Mk.
95 Pf.
6.50, 5.50,
2.50 Mk.
Man wolle meine
Schaufenster-Auslagen
beachten.
Satz Salatschüsseln
weiss
. 6 Stück 75 Pf.
Ober- und Untertassen
Porzellan mit Goldlime Paar 15 Pf.
Obst-Service
bunt bemalt, 7-teilig . . 1.50 Mk.
Kuchenteller
25 Pf.
fein bemalt . .
Tassen
mit diversen Schriften Stück 25 Pf.
Teetassen
mit Untertassen, englisch 1.00 Mk.
Ober- mit Untertassen
grün .
35 Pf.
Ober- und Untertassen aus Porzellan
indischblau, Strohmuster . . 20 Pf.
Ich bitte meine werte Kundschaft in
ihrem eigenen Interesse, die
Vor-
mittagsstunden zu benutzen.
Buttermaschinen 3.50, 2.50, 1.95 Mk.
Butterdosen mit Nickelunterteller und
Deckel
. . 50 Pf.
Tischschippen mit Besen, Messing
3.50, 1.95, 1.25 Mk.
Brotkörbe, Nickel mit Einlage
1.25, 1.—, 50 Pf.
Tortenheber, vernickelt . . 50 Pf.
Tortenheber, Perlen 1.25, 1.— Mk.
Tortenheber, Horn 2.25, 1.75 Mk.
Nussknacker
1.75, 1.25, 1.—, 50, 25 Pf.
Geflügelscheren . 3.75, 2.90 Mk.
Zuckerzangen . . 1.—, 50, 35 Pf.
Eierschränke 250, 150, 125, 75, 50 Pf.
Hausapotheken 8.50, 7.50, 6.50, 5.50,
4.50, 3.50, 2.50, 1.25 . . 1.00 Mk.
Springformen 80, 70, 60, 50, 45 Pf.
Puddingtormen 135, 125, 95, 80 Pf.
Reistormen 150, 130, 115, 95, 85,75 Pf.
Bundformen
aus Schwarzblech verzinnt
210, 175, 150, 125, 100 . . 80 Pf.
Konfektspritzen 125, 100, 80 Pf.
Gansbräter, gebrauchsfertig
6.90, 5.90, 5.25, 4.20, 3.90, 3.50, 2.90,
2.20 . .
1.95 Mk.
Gewürzschränke
225, 175, 125, 50 . . . . 35 Pf.
Glanzbügeleisen 3.25, 2.95, 2.65 Mk.
Vogelkäfige 22.50, 18.50 17.50, 16.50,
15.50, 14.50, 13.50, 12.50, 11.20. 10.50,
9.50, 8.50, 7.50, 6.75. 5.50, 4.50, 3.50,
2.75, 1.55, 1.00
. . 50 Pf.
Kohlenkasten engl., 5.50, 4.50,
3.50, 3.00, 2.75, 2.25
95 Pf.
Tischlampen 12.50, 10.50, 9.50 8.50,
7.50, 6.10, 5.50, 4.50, 3.50. 2.50, 1.85.
95 Pf.
Zughängelampen von 3.50 Mk. an
Ampeln mit Gehang von 1.95 Mk. an
Blumen-Ampeln . von 35 Pf. an
Messing-Burgleuchter 95 Pf.
Nachtlampen mit Messingguss und
grünem Schirm . . . . . 95 Pf.
Obstmesser Cocos . . . 25 Pf.
Alpacca-Silber-Esslöffel Dtzd. 6. — Mk.
„„ -Gabein Dtzd. 6. — Mk.
-TeelöffelDtzd. 3.50 Mk.
Solinger Bestecke
Messer und Gabeln . . . 25 Pf.
Saftkannen m. Nickeldeckel 1.25,60 Pf.
Cakesdosen
3.50, 3.—, 2.50, 1.55, 1.25, 60, 50 Pf.
Auflaufformen mit Nickeleinsatz
4.75, 3.75, 3.— Mk.
Tafel-Aufsätze 12.50, 11.75, 11.50,
7.50 6.50, 5.50, 3.75, 2.50, 1.25 Mk.
Caberets 4.—, 3.75, 2.50, 1.25, 60 Pf.
Confektkörbe, versilbert . . 60 Pf.
Standuhren 4.75, 3.75, 2.75, 1.50 Mk.
Kunstfiguren
. . 75 Pf.
Blumenvasen . . von 10 Pf. an
Bilder
von 35 Pf. an
Bilderrahmen in Glas . . . 8 Pf.
Bilderrahmen in Holz . . 8 Pf.
Bilderrahmen in Metall . . 25 Pf.
Schreibgarnituren 6.50, 5.50, 4.50,
3.50, 2.50, 1.75, 1.25, 60 Pf.
Salzstreuer mit Metallrollen
1.25, 95, 60, 50, 30, 7 Pf.
Fruchtkörbe, Silber mit Gold 60 Pf.
Messingbowlen
22.75, 21.75, 15.75, 13.50 Mk.
Flugerschalen, Messing 50 Pf.
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
Kostümlé aus Stoffen engl. Art, chice Fassons, M.
Kostüme aus blau Cheviot, eleg.verarbeitet, M.
aus Tuch, in vielen Farben, mithüb- 0
. M.24
Kimonos schen Garnierungen
K0ll- Kostüm-Röcke, hubsche Macharten . von M. 4an
aletols, elegant verarbeitet . . . . von M. Oan
fektion
Abend-Mäntel, in aparten Farben . von M. 24an
00
50
0
0 50
. von 00 am
Kinder-Kleider, schöne Muster
Knabenkittel aus blau Cheviot . . . von M. 6 an
Kinderjäckchen in verschied. Fassons, von M. 0an
Kinder-Capes, blau, mit Kapuze . . von M. 1an
Knaben-Oxfordblusen .
. von M. 1an
Knabe
. von M. 1an
I aus blau Melton
Velourblusen
.. . . . . von 60an
Weisse Wollbatistblusen
. von M. 0an
Woll-Blusenl, hübsche Dessins, gefüttert, von M. 0ap
Tüll-Blusen, eleg. Fassons . . . . . von M. Dan
0
Seiden-Blusen in weid, Iia, blau . . von M. 10an
Chiffon-Blusen, in farbig unterlegt . von M. 14an
Knabensweater
. Stück von 90 am
15
Knabenwesten
Stück von M. Jan
0
Herrenwesten
Stück von M. lan
Damenwesten
Stück von M. 1an
Schulterkragen
Stück von M. Gan
Kopfshauls
ück von 10an
2
f.
Ballschleier, gemalt . . . . . . . . von 90 am
Jabols, aparte neue Sachen.
Damen-Steh- und Stchumlegekragen,
hübsche Durchbruchmuster
von 40 am
Jackett-Kragen-Pierrette-Kragen
von 50m
Samtzummi-Gürtel,
schwarz.
Stück
95P
Normalhemden 35von 1an Normalhosen
Unter- Hermaljacken. 00
von Tan
Pf.
von 90 an Leib- und Seelhosen Pf.
von 70 an Zeuge Normal-Untertailen f.
von 90 an Futter-Untertaillen 00
an
von Gestrickte Herrenhosen 135
von 1an
Damen-Handschuhe
Damen-Trikot-Handschuhe
Damen-Handschuhe, gestrickt
Herren-Trikot-Handschuhe
Herren-Handschuhe, gestrickt.
Krimmer-Handschuhe
Paar 68Pf.
Paar 08Pf.
Paar 60pf.
Paar 08Pf.
Par 191.
Paar 90Pf.
48 Pf.
Kinderstrümpfe, schwarz, Winter-Qual.
Gr. 1, Winter-Qual., leder-
Kinderstrümpfe, farb.
Paar 48 Pf.
Gr. 1, schwarz plattiert,
Frauen-Strümpfe,
Paar 60 Pf.
Damen-Strümpfé, gewebt, schwarz, Paar M.
Damen-Strümpfe, gewebt, Modefarben, Paar M.
Herren-Socken
. Paar von 26an
Herren-Sockell, farbig, gewebt, Paar von M. 1an
Amtsverkündigungsblatt des Großh.
Darmſtäbt.
N§ 121.
Samstag, 3. Dezember.
1910.
Bekanntmachung.
Das Auftreten der Geflügelcholera im Kreiſe gibt uns Veranlaſſung, die zur
Bekämpfung dieſer Krankheit erlaſſenen Vorſchriften wiederholt zur öffentlichen
Kennt=
nis zu bringen und darauf hinzuweiſen, daß Zuwiderhandlungen gegen dieſe
Vor=
ſchriften nach § 65 Ziffer 2 und § 66 des Reichsviehſeuchengeſetzes beſtraft werden.
Darmſtadt, den 29. November 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Vorſchriften.
§ 1. Die Beſitzer von Geflügel ſind verpflichtet von dem Ausbruch der
Geflügel=
cholera unter ihren Geflügelbeſtänden und von unter denſelben vorkommenden
Todes=
fällen, welche den Verdacht der Geflügelcholera erregen, ſofort der Ortspolizeibehörde
Anzeige zu machen und in ſolchen Fällen ſchon vor amtlicher Feſtſtellung der Seuche
dafür Sorge zu tragen, daß ihr Geflügel von dem Betreten öffentlicher Wege und
Waſſerläufe, ſowie von der Berührung mit anderem Geflügel fern gehalten, und daß
verendetes oder getötes Geflügel durch Verbrennen oder nach Beſtreuen mit Aetzkalk
durch Vergraben in mindeſtens ½ Meter tiefen Gruben unſchädlich beſeitigt wird (vergl.
§ 309 des Polizeigeſetzes).
Die gleichen Pflichten liegen dem Vertreter des Beſitzers ob, ferner bezüglich des
auf dem Transport befindlichen Geflügels dem Begleiter desſelben und bezüglich des
im fremden Gewahrſam befindlichen Geflügels dem Beſitzer des betreffenden Gehöfts,
der Stallung oder ſonſtigen Behälters, ſowie den Hirten.
§ 2. Die Ortspolizeibehörde hat auf die Anzeige hin von den Kadavern ein oder
zwei Exemplare dem Kreisveterinäramte zur Feſtſtellung der Todesurſache in einem
dichten Behältnis unverzüglich einzuſenden. In beſonderen Fällen iſt die
Ortspolizei=
behörde berechtigt, den Kreisveterinärarzt zur örtlichen Feſtſtellung der Seuche zuzuziehen.
§ 3. Sobald der Kreisveterinärarzt auf dem im § 2 angegebenen Wege den
Ausbruch der Geflügelcholera feſtgeſtellt hat, iſt letzterer von der Ortspolizeibehörde
ſofort auf ortsübliche Weiſe und durch Bekanntmachung in dem für amtliche
Publikationen beſtimmten Blatte (Kreisblatt) zur öffentlichen Kenntnis zu bringen und
zur Verhütung und Verbreitung der Seuche folgendes anzuordnen:
1. Das Seuchengehöft iſt am Haupteingangstore oder an einer ſonſtigen
geeigneten Stelle in augenfälliger und haltbarer Weiſe mit einer Inſchrift
„Geflügelcholera” zu verſehen.
2. Die verendeten oder getöteten Tiere ſind mit allen ihren Teilen zu
ver=
brennen oder nach zuvoriger Beſtreuung mit Aetzkalk in mindeſtens ½ Meter
tiefen Gruben zu vergraben.
3. Die kranken Tiere ſind von den noch vollkommen geſund verſcheinenden
Tieren abzuſondern und in beſonderen Räumen unterzubringen.
4. Die kranken Tiere ſind unter Stallſperre, die noch geſunden unter Gehöftſperre
zu ſtellen, ſowie von dem Betreten öffentlicher Wege und Waſſerläufe, welche
das Seuchengehöft berühren, fern zu halten.
5. Während der Seuchendauer dürfen auf einem Seuchengehöft zum Zwecke der
Ausführung aus dem Gehöft Geflügelſtücke nur geſchlachtet werden, wenn
deren Geſundheitszuſtand bei der unmitelbar vor der Schlachtung durch den
beamteten Tierarzt vorzunehmenden Beſichtigung kein Anlaß zur Beanſtandung
gibt. Die Schlachtung und die Ausführung ſolcher Geflügelſtücke aus dem
Seuchengehöft iſt polizeilich zu überwachen.
§ 4. Iſt auf dem Seuchengehöft ſämtliches Geflügel gefallen oder getötet, oder
iſt nach dem letzten Erkrankungsfall eine Friſt von 8 Tagen verſtrichen, ſo iſt die Seuche
als erloſchen anzuſehen und von der Ortspolizeibehörde die Desinfektion des
Seuchen=
gehöfts anzuordnen.
Letztere erſtreckt ſich auf alle zur Unterbringung von Geflügel benutzten
Räumlich=
keiten und iſt in folgender Weiſe auszuführen:
1. Der Kot, die Futterreſte, der zuſammengekehrte Schmutz ſind aus den Räumen
zu entfernen und durch Verbrennen oder nach Beſtreuung mit Aetzkalk durch
Vergraben unſchädlich zu beſeitigen.
2. Der Boden, die Türen und Wände der Räume, ſowie die Sitzſtangen, Futter=
und Tränkgeſchirr ſind mit heißer Sodalauge (3 Kilogramm käufliche Waſchſoda
auf 100 Liter Waſſer) gründlich zu reinigen und mit Kalkmilch zu beſtreichen.
3. Haben die Stallungen keinen feſten Bodenbelag, ſo iſt die oberſte Erdſchicht
mindeſtens 10 Zentimeter tief auszuheben und nach Beſtreuung mit Aetzkalk
durch Vergraben unſchädlich zu beſeitigen.
Nach erfolgter Desinfektion, deren ordnungsmäßige Ausführung durch die
Ortspolizeibehörde zu überwachen iſt, hat letztere die angeordnete Sperr= und
Schutzmaßregeln wieder aufzuheben und das Erlöſchen der Seuche in gleicher
Weiſe, wie den Ausbruch derſelben zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.
§ 5. Den Geflügelhändlern iſt verboten, Privatgrundſtücke ohne vorherige
Genehmigung der Beſitzer mit ihrer Ware zu betreten.
§ 6. Kommen während des Transportes Todesfälle unter dem Geflügel vor, ſo
ſt den Händlern verboten, tote oder kranke Tiere an Wegen, Gräben liegen zu laſſen
E
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Geldbörſe
mit Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einer Schülerwochenkarte der
Dampf=
ſtraßenbahn Arheilgen-Darmſtadt. 2 mittelgroße Schlüſſel (zuſammengebunden).
1 Notizbuch mit dem Namen S. Schick verſehen. 1 vierrädiger Handwagen. 1 ſtarke
Korallen=Kette mit Goldverſchluß und dem Monogramm A. C. 1 weißer wollener
Damen=Handſchuh. 1 Schildpatt=Haarpfeil. 1 Kinder=Gummiſchuh. 1 weißer
Kinder=
pelz. 1 graubrauner Herren=Glacéhandſchuh. 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt
und 2 Loſen. 1 Damen=Gummigürtel. 1 blau und rote Quaſte mit einer Schelle.
1 größerer und 1 kleiner Schlüſſel. 1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel. 1 gelbes Handtäſchchen
mit Taſchentuch und 1 Spazierſtock (bei Faix & Söhne liegen geblieben), 1 weißer
wollener Kinder=Handſchuh. 1 blau und rotes ſeidenes Tuch. 1 Stahlbxille. 1
Taſchen=
meſſer mit braunem Schildpattſtiel. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit ruſſiſchen
Buch=
ſtaben. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 gelbledernes Portemonnaie mit einigen Pfennigen.
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad liegen geblieben und von der Direktion
abgeliefert: 1 ſchwarzes Damen=Badekoſtüm. 1 blaues Damen=Badekoſtüm mit weißen
Punkten. 1 weißleinenes Bettuch, gez. E. K. 2 Handtücher, gez. M. L. und O. 1
Füll=
federhalter. 1 Meterſtab. 1 leeres braunes Portemonnaie. 2 Taſchenmeſſer mit
braunem Stiel. 1 Paar Aufſteckkämme und 1 einzelner Aufſteckkamm. 1 alter Damen=
Regenſchirm. 1 Badetuch und 1 rote Badehoſe. 1 kleine Haarſpange.
Verloren: 1 ſchwarzer Samtgürtel mit bläulicher Schnalle. 1 Reiſedecke, auf
der einen Seite ſchwarz und auf der andern Seite braun. 1 Herren=Gummiſchuh.
1 Rabattmarkenbuch mit Marken. 1 Portemonnaie mit 5,05 Mk. Inhalt. 1 kleines
rundes goldenes Medaillon, innen ein Bild und die eine äußere Seite ſchwarz. 1
dunkel=
grauer wollener Handſchuh mit Lederbeſatz. 1 Kuvert mit Pfandſcheinen, auf den
Namen Mann lautend, und Quittungen vom Gaswerk Mainz. 1 Herren=Schirm in
Lederüberzug. 1 blaues Kinder=Cape. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit über 3 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzer ſeidener Damen=Regenſchirm mit gebogenem Naturgriff. 1 Buch
in dunkelrotem Saffianlederband und an einer Ecke Metallbeſchlag, Inhalt Bilder und
Zeichnungen. 1 goldenes Ketten=Armband mit kleinem Sicherheitskettchen. 1 ſchwarzes
älteres Portemonnaie mit über 3 Mk. Inhalt. 1 lange graue Federboa. 1 älteres
dunkles Portemonnaie mit lila Glasknopf und einigen Pfennigen Inhalt. 1 weiße
Servierſchürze mit Spitzen beſetzt. 1 lila Hutſchleier. 1 Buch aus der ſtädt.
Bücher=
halle (Gewitter im Mai). 1 ſilbernes Ketten=Armband mit 2 Anhängern, zwiſchen den
Gliedern befinden ſich kleine Goldblättchen. 1 Markenbuch vom Deutſchen
Möbeltrans=
porteur=Verband. 1 brauner ſchmaler Nerzpelz. 2 Trauringe, gez. C. B. und C. W.
18. 9. 93. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 2,26 Mk. Inhalt. 1 weißes Taſchentuch, gez.
M. H. 1 Viſitenkartentäſchchen mit Karten, auf den Namen Sander lautend. 1 ſchw.
Kinder=Krimmerkragen. 1 kleiner Kinder=Gummiſchuh. 1 Sprachrohr für
Schwer=
hörige. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger (Herz mit kleinem Blättchen und
2 roten Steinchen). 1 braunledernes Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt. 1 goldene
Broſche (3 Stäbchen, in der Mitte ein Brillant). 1 ſchwarze Straußfeder. 1 goldenes
Ketten=Armband. 1 viereckige goldene Broſche. 1 Auszug aus dem Grundbuch über
die Liegenſchaft von Ernſt Rodenhäuſer=Ober=Ramſtadt. 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit 5 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 ſchwarzes geſticktes Damen=Jäckchen
ohne Aermel. 1 Schildpatt=Haarſpange. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit 1 Mk.
Inhalt. 1 Ordensſtern. 1 dunkles Portemonnaie mit etwa 20 Pfennigen Inhalt.
1 ſilbernes Ketten=Handtäſchchen. 1 kleines braunledernes Portemonnaie mit einem
Zweimarkſtück. 1 Portemonnaie mit 7 Pfennigen Inhalt, 2 Photographien u. 1
Taſchen=
kalender. 1 gelbes Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 6867.
Zugelaufen bei Privaten: 1 grauer junger Kater. 1 kleiner ſchwarzer Spitz.in Emaille u. Porzellan liefert ſchnell und
Zugeflogen bei Privaten: 1 Lachtaube.
.
oder auf die Düngerhaufen zu werfen. Verendetes oder getötetes Geflügel iſt entweder
am Beſtimmungsorte oder unterwegs durch Verbrennen oder nach Beſtreuung mit
Aetzkalk durch Vergraben in mindeſtens ½ Meter tiefen Gruben unſchädlich zu beſeitigen.
Laſſen die auf dem Transport vorgekommenen Todesfälle den Ausbruch der
Geflügelcholera befürchten, ſo hat der Händler der Ortspolizeibehörde am
Beſtimmungs=
orte hiervon unverzüglich Anzeige zu erſtatten und bis zur tierärztlichen Feſtſtellung
der Todesurſache den Verkauf von Geflügel während des Transportes zu unterlaſſen,
auch dafür Sorge zu tragen, daß eine Berührung der verdächtigen Tiere mit anderem
Geflügel wirkſam verhindert wird.
§ 7. Wird bei ſolchen Transporten die Geflügelcholera feſtgeſtellt, ſo hat die
Ortspolizeibehörde des Beſtimmungsortes den Weitertransport zu unterſagen, die
verdächtigen Tiere nach Analogie der Vorſchriften in den §§ 2, 3, 4 zu behandeln,
insbeſondere auch dafür Sorge zu tragen, daß die mit dem Geflügel in Berührung
gekommenen Teile des Fuhrwerks und der ſonſtigen Behältniſſe mit heißer Sodalauge
(3 Kilogramm käufliche Waſchſoda und 100 Liter Waſſer) gründlich abgewaſchen und
darauf mit Kalkmilch beſtrichen werden.
Der Weitertransport iſt erſt dann zu geſtatten, wenn eine Friſt von 8 Tagen nach
dem letzten Erkrankungsfalle verſtrichen iſt.
§ 8. Die Ortspolizeibehörde hat den Händlern auf Verlangen geeignete Plätze
zur Verſcharrung der Kadaver anzuweiſen, falls eine Gelegenheit zum Verbrennen
derſelben ſich nicht bietet und das Verbringen derſelben nach dem Waſenplatz oder in
eine Abdeckerei ungeeignet erſcheint.
§ 9. Das Treiben von Geflügel zu anderen als zu Weidezwecken, iſt verboten.
Die zum Transport von Geflügel dienenden Wagen, Käfigen, Körbe uſw. müſſen
ſo beſchaffen ſein, daß das Herabfallen von Kot und Streu verhindert iſt.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie an, ſich mit den vorſtehenden Vorſchriften eingehend bekannt zu
machen und dieſelben gegebenen Falls genau zu befolgen.
(23235ds
Darmſtadt, den 29. November 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Forſtpolizei=Ordnung
für die Privatwaldungen in der Gemeinde Pfungſtadt.
Für die Privatwaldungen in der Gemeinde Pfungſtadt werden auf Grund des
Art. 78 der Kreisordnung, nach Vernehmung der Ortspolizeibehörde und der
Gemeinde=
vertretung und mit Genehmigung des Großh. Miniſterium des Innern vom 22.
No=
vember 1910 zu Nr. M. d. J. III 11922 folgende Beſtimmungen getroffen:
§ 1. Die auf die Gewinnung von Holz gerichteten Handlungen der
Privat=
waldbeſitzer (Sammlung, Fällung und Aufarbeitung) haben in dem Zeitraum vom
1. November bis 31. März (des folgenden Jahres) ſtattzufinden. Abweichungen von
dieſer Vorſchrift unterliegen der Genehmigung der Großh. Bürgermeiſterei, welche der
Großh. Oberförſterei zur Verſtändigung des Forſtwarts ſchriftlich Notiz zu geben hat.
§ 2. Das Verbringen des Holzes aus dem Walde, laſtweiſe oder mit
Fuhr=
werken jeder Art, darf in der Zeit vom 1. November bis 30. April an jedem
Wochen=
tage, und zwar von Tagesanbruch bis zu eintretender Dunkelheit, ſtattfinden.
Außer=
halb jenes Zeitraums darf nur an zwei Wochentagen, Dienstags und Freitags, Holz
aus dem Walde verbracht werden.
§ 3. Die Gewinnung und Abfuhr (Wegbringen) von Streu hat ſtattzufinden:
a) vom 1. April bis 30. Juni nur Montags;
b) vom 1. September bis 31. März Montags und Donnerstags, und zwar von
Tagesanbruch bis zu eintretender Dunkelheit.
In den Monaten Juli und Auguſt hat jede Streunutzung zu unterbleiben.
Ab=
weichungen von dieſer Vorſchrift bedürfen, wie in § 1 beſtimmt iſt, der Genehmigung
der Großh. Bürgermeiſterei.
§ 4. Inſoweit die Leſeholznutzung in den Privatwaldungen mit Erlaubnis der
Eigentümer von Dritten ausgeübt wird, hat ſie nach Maßgabe der Leſeholz=Verordnung
vom 15. September 1904 bei Vermeidung der in derſelben angedrohten Strafen,
ſtatt=
zufinden, und zwar nur an den für die Pfungſtädter Gemeindeholzwaldungen
vor=
geſchriebenen Leſeholztagen.
§ 5. Strafbeſtimmungen. Zuwiderhandlungen gegen den §1 werden auf Grund
des Art. 39 Ziffer 3, Zuwiderhandlungen gegen den §2 auf Grund des Art. 38 Ziffer 1b
und Zuwiderhandlungen gegen den § 3 auf Grund des Art. 38 Ziffer 3 des
Forſtſtraf=
geſetzes beſtraft.
Alle Zuwiderhandlungen werden forſtgerichtlich verfolgt.
§ 6. Vorſtehende Polizei=Ordnung tritt ſofort in Kraft; die Polizei=Ordnung
vom 12. Auguſt 1902 wird hiermit aufgehoben.
Darmſtadt, den 28. November 1910.
(23246
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Entlaufen: 1 junge graue Katze.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(23338
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sontagsrühe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 4. Dezember, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Rekdenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
„
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½ kg 86 Pfg.
80
90
90
60
88
82
92
110
Dörrfleiſch
. per ½ kg 100 Pfg
Schinken m. Bein
„ 110
Rollſchinken
½ „ 130
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen.
„ ½ „ 86
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
86
Leber= und Blutwurſt. „ 7 „ 68 „
Chriſtbaumverſteigerung.
Mittwoch, den 7. Dezember, werden in Forſtwartei Bayerseich 500 Stück
—5 m hohe Chriſtbäume in Loſen à 25 Stück verſteigert. Zuſammenkunft:
¾/8 Uhr vormittags auf Bahnhof Erzhauſen.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1910.
(23295
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
dan der Hoop.
Faſelochsverſteigerung.
Nächſten Dienstag, den 6. Dezember, vormittags 11¼ Uhr, läßt die
Ge=
meinde Nieder=Ramſtadt einen gut genährten, ſchweren Faſelochs verſteigern.
Die Bedingungen liegen bei uns zur Einſicht offen.
(23171ds
Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt.
Appel.
Schilder 1(2318a
billigſt L. Kapfenberger, Eliſabethenſtr. 39.
Ausgekämmte Haare
werden zu höchſtem Preiſe angekauft
Mühlſtraße 58, 3. St. (21134a
Seite 10
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
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00
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Damen-Handschuhe
Damen-Trikot-Handschuhe
Damen-Handschuhe, gestrickt
Herren-Trikot-Handschuhe
Herren-Handschuhe, gestrickt.
Krimmer-Handschuhe
. Paar 66pf.
ar 68pf.
Paar 6öpf.
Paar 68pf.
Paar 161.
Paar 90Pf.
48 Pf.
Kinderstrümpfe, schwarz, Winter-Qual. .
Gr. 1, Winter-Qual., leder-
Kinderstrümpfe, farb.
Paar 48 Pf.
Gr. 1, schwarz plattiert,
Frauen-Strümpfe,
. Paar 60 Pf.
Damen-Strümpfe, gewebt, schwarz, Paar M.
Damen-Strümpfe, gewebt, Modefarben, Paar M.
17
Herren-Socken
Paar von 26an
,
Herren-Sockell, farbig, gewebt, Paar von M. 1an
N§ 121.
Samstag, 3. Dezember.
1910.
Bekanntmachung.
Das Auftreten der Geflügelcholera im Kreiſe gibt uns Veranlaſſung, die zur
Bekämpfung dieſer Krankheit erlaſſenen Vorſchriften wiederholt zur öffentlichen
Kennt=
nis zu bringen und darauf hinzuweiſen, daß Zuwiderhandlungen gegen dieſe
Vor=
ſchriften nach § 65 Ziffer 2 und § 66 des Reichsviehſeuchengeſetzes beſtraft werden.
Darmſtadt, den 29. November 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Vorſchriften.
§ 1. Die Beſitzer von Geflügel ſind verpflichtet von dem Ausbruch der
Geflügel=
cholera unter ihren Geflügelbeſtänden und von unter denſelben vorkommenden
Todes=
fällen, welche den Verdacht der Geflügelcholera erregen, ſofort der Ortspolizeibehörde
Anzeige zu machen und in ſolchen Fällen ſchon vor amtlicher Feſtſtellung der Seuche
dafür Sorge zu tragen, daß ihr Geflügel von dem Betreten öffentlicher Wege und
Waſſerläufe, ſowie von der Berührung mit anderem Geflügel fern gehalten, und daß
verendetes oder getötes Geflügel durch Verbrennen oder nach Beſtreuen mit Aetzkalk
durch Vergraben in mindeſtens ½ Meter tiefen Gruben unſchädlich beſeitigt wird (vergl.
§ 309 des Polizeigeſetzes).
Die gleichen Pflichten liegen dem Vertreter des Beſitzers ob, ferner bezüglich des
auf dem Transport befindlichen Geflügels dem Begleiter desſelben und bezüglich des
im fremden Gewahrſam befindlichen Geflügels dem Beſitzer des betreffenden Gehöfts,
der Stallung oder ſonſtigen Behälters, ſowie den Hirten.
§ 2. Die Ortspolizeibehörde hat auf die Anzeige hin von den Kadavern ein oder
zwei Exemplare dem Kreisveterinäramte zur Feſtſtellung der Todesurſache in einem
dichten Behältnis unverzüglich einzuſenden. In beſonderen Fällen iſt die
Ortspolizei=
behörde berechtigt, den Kreisveterinärarzt zur örtlichen Feſtſtellung der Seuche zuzuziehen.
§ 3. Sobald der Kreisveterinärarzt auf dem im § 2 angegebenen Wege den
Ausbruch der Geflügelcholera feſtgeſtellt hat, iſt letzterer von der Ortspolizeibehörde
ſofort auf ortsübliche Weiſe und durch Bekanntmachung in dem für amtliche
Publikationen beſtimmten Blatte (Kreisblatt) zur öffentlichen Kenntnis zu bringen und
zur Verhütung und Verbreitung der Seuche folgendes anzuordnen:
1. Das Seuchengehöft iſt am Haupteingangstore oder an einer ſonſtigen
geeigneten Stelle in augenfälliger und haltbarer Weiſe mit einer Inſchrift
„Geflügelcholera” zu verſehen.
2. Die verendeten oder getöteten Tiere ſind mit allen ihren Teilen zu
ver=
brennen oder nach zuvoriger Beſtreuung mit Aetzkalk in mindeſtens ½ Meter
tiefen Gruben zu vergraben.
3. Die kranken Tiere ſind von den noch vollkommen geſund verſcheinenden
Tieren abzuſondern und in beſonderen Räumen unterzubringen.
4. Die kranken Tiere ſind unter Stallſperre, die noch geſunden unter Gehöftſperre
zu ſtellen, ſowie von dem Betreten öffentlicher Wege und Waſſerläufe, welche
das Seuchengehöft berühren, fern zu halten.
5. Während der Seuchendauer dürfen auf einem Seuchengehöft zum Zwecke der
Ausführung aus dem Gehöft Geflügelſtücke nur geſchlachtet werden, wenn
deren Geſundheitszuſtand bei der unmitelbar vor der Schlachtung durch den
beamteten Tierarzt vorzunehmenden Beſichtigung kein Anlaß zur Beanſtandung
gibt. Die Schlachtung und die Ausführung ſolcher Geflügelſtücke aus dem
Seuchengehöft iſt polizeilich zu überwachen.
§ 4. Iſt auf dem Seuchengehöft ſämtliches Geflügel gefallen oder getötet, oder
iſt nach dem letzten Erkrankungsfall eine Friſt von 8 Tagen verſtrichen, ſo iſt die Seuche
als erloſchen anzuſehen und von der Ortspolizeibehörde die Desinfektion des
Seuchen=
gehöfts anzuordnen.
Letztere erſtreckt ſich auf alle zur Unterbringung von Geflügel benutzten
Räumlich=
keiten und iſt in folgender Weiſe auszuführen:
1. Der Kot, die Futterreſte, der zuſammengekehrte Schmutz ſind aus den Räumen
zu entfernen und durch Verbrennen oder nach Beſtreuung mit Aetzkalk durch
Vergraben unſchädlich zu beſeitigen.
2. Der Boden, die Türen und Wände der Räume, ſowie die Sitzſtangen, Futter=
und Tränkgeſchirr ſind mit heißer Sodalauge (3 Kilogramm käufliche Waſchſoda
auf 100 Liter Waſſer) gründlich zu reinigen und mit Kalkmilch zu beſtreichen.
3. Haben die Stallungen keinen feſten Bodenbelag, ſo iſt die oberſte Erdſchicht
mindeſtens 10 Zentimeter tief auszuheben und nach Beſtreuung mit Aetzkalk
durch Vergraben unſchädlich zu beſeitigen.
Nach erfolgter Desinfektion, deren ordnungsmäßige Ausführung durch die
Ortspolizeibehörde zu überwachen iſt, hat letztere die angeordnete Sperr= und
Schutzmaßregeln wieder aufzuheben und das Erlöſchen der Seuche in gleicher
Weiſe, wie den Ausbruch derſelben zur öffentlichen Kenntnis zu bringen.
§ 5. Den Geflügelhändlern iſt verboten, Privatgrundſtücke ohne vorherige
Genehmigung der Beſitzer mit ihrer Ware zu betreten.
§ 6. Kommen während des Transportes Todesfälle unter dem Geflügel vor, ſo
ſt den Händlern verboten, tote oder kranke Tiere an Wegen, Gräben liegen zu laſſen
oder auf die Düngerhaufen zu werfen. Verendetes oder getötetes Geflügel iſt entweder
am Beſtimmungsorte oder unterwegs durch Verbrennen oder nach Beſtreuung mit
Aetzkalk durch Vergraben in mindeſtens ½ Meter tiefen Gruben unſchädlich zu beſeitigen.
Laſſen die auf dem Transport vorgekommenen Todesfälle den Ausbruch der
Geflügelcholera befürchten, ſo hat der Händler der Ortspolizeibehörde am
Beſtimmungs=
orte hiervon unverzüglich Anzeige zu erſtatten und bis zur tierärztlichen Feſtſtellung
der Todesurſache den Verkauf von Geflügel während des Transportes zu unterlaſſen,
auch dafür Sorge zu tragen, daß eine Berührung der verdächtigen Tiere mit anderem
Geflügel wirkſam verhindert wird.
§ 7. Wird bei ſolchen Transporten die Geflügelcholera feſtgeſtellt, ſo hat die
Ortspolizeibehörde des Beſtimmungsortes den Weitertransport zu unterſagen, die
verdächtigen Tiere nach Analogie der Vorſchriften in den §§ 2, 3, 4 zu behandeln,
insbeſondere auch dafür Sorge zu tragen, daß die mit dem Geflügel in Berührung
gekommenen Teile des Fuhrwerks und der ſonſtigen Behältniſſe mit heißer Sodalauge
(3 Kilogramm käufliche Waſchſoda und 100 Liter Waſſer) gründlich abgewaſchen und
darauf mit Kalkmilch beſtrichen werden.
Der Weitertransport iſt erſt dann zu geſtatten, wenn eine Friſt von 8 Tagen nach
dem letzten Erkrankungsfalle verſtrichen iſt.
§ 8. Die Ortspolizeibehörde hat den Händlern auf Verlangen geeignete Plätze
zur Verſcharrung der Kadaver anzuweiſen, falls eine Gelegenheit zum Verbrennen
derſelben ſich nicht bietet und das Verbringen derſelben nach dem Waſenplatz oder in
eine Abdeckerei ungeeignet erſcheint.
§ 9. Das Treiben von Geflügel zu anderen als zu Weidezwecken, iſt verboten.
Die zum Transport von Geflügel dienenden Wagen, Käfigen, Körbe uſw. müſſen
ſo beſchaffen ſein, daß das Herabfallen von Kot und Streu verhindert iſt.
An die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir weiſen Sie an, ſich mit den vorſtehenden Vorſchriften eingehend bekannt zu
machen und dieſelben gegebenen Falls genau zu befolgen.
Darmſtadt, den 29. November 1910.
(23235ds
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Forſtpolizei=Ordnung
für die Privatwaldungen in der Gemeinde Pfungſtadt.
Für die Privatwaldungen in der Gemeinde Pfungſtadt werden auf Grund des
Art. 78 der Kreisordnung, nach Vernehmung der Ortspolizeibehörde und der
Gemeinde=
vertretung und mit Genehmigung des Großh. Miniſterium des Innern vom 22.
No=
vember 1910 zu Nr. M. d. J. III 11922 folgende Beſtimmungen getroffen:
§ 1. Die auf die Gewinnung von Holz gerichteten Handlungen der
Privat=
waldbeſitzer (Sammlung, Fällung und Aufarbeitung) haben in dem Zeitraum vom
1. November bis 31. März (des folgenden Jahres) ſtattzufinden. Abweichungen von
dieſer Vorſchrift unterliegen der Genehmigung der Großh. Bürgermeiſterei, welche der
Großh. Oberförſterei zur Verſtändigung des Forſtwarts ſchriftlich Notiz zu geben hat.
§ 2. Das Verbringen des Holzes aus dem Walde, laſtweiſe oder mit
Fuhr=
werken jeder Art, darf in der Zeit vom 1. November bis 30. April an jedem
Wochen=
tage, und zwar von Tagesanbruch bis zu eintretender Dunkelheit, ſtattfinden.
Außer=
halb jenes Zeitraums darf nur an zwei Wochentagen, Dienstags und Freitags, Holz
aus dem Walde verbracht werden.
§ 3. Die Gewinnung und Abfuhr (Wegbringen) von Streu hat ſtattzufinden:
a) vom 1. April bis 30. Juni nur Montags;
b) vom 1. September bis 31. März Montags und Donnerstags, und zwar von
Tagesanbruch bis zu eintretender Dunkelheit.
In den Monaten Juli und Auguſt hat jede Streunutzung zu unterbleiben.
Ab=
weichungen von dieſer Vorſchrift bedürfen, wie in § 1 beſtimmt iſt, der Genehmigung
der Großh. Bürgermeiſterei.
§ 4. Inſoweit die Leſeholznutzung in den Privatwaldungen mit Erlaubnis der
Eigentümer von Dritten ausgeübt wird, hat ſie nach Maßgabe der Leſeholz=Verordnung
vom 15. September 1904 bei Vermeidung der in derſelben angedrohten Strafen,
ſtatt=
zufinden, und zwar nur an den für die Pfungſtädter Gemeindeholzwaldungen
vor=
geſchriebenen Leſeholztagen.
§ 5. Strafbeſtimmungen. Zuwiderhandlungen gegen den §1 werden auf Grund
des Art. 39 Ziffer 3, Zuwiderhandlungen gegen den § 2 auf Grund des Art. 38 Ziffer 1b
und Zuwiderhandlungen gegen den § 3 auf Grund des Art. 38 Ziffer 3 des
Forſtſtraf=
geſetzes beſtraft.
Alle Zuwiderhandlungen werden forſtgerichtlich verfolgt.
§ 6. Vorſtehende Polizei=Ordnung tritt ſofort in Kraft; die Polizei=Ordnung
vom 12. Auguſt 1902 wird hiermit aufgehoben.
Darmſtadt, den 28. November 1910.
(23246
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr. 1 Geldbörſe
mit Inhalt. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einer Schülerwochenkarte der
Dampf=
ſtraßenbahn Arheilgen-Darmſtadt. 2 mittelgroße Schlüſſel (zuſammengebunden).
1 Notizbuch mit dem Namen S. Schick verſehen. 1 vierrädiger Handwagen. 1 ſtarke
Korallen=Kette mit Goldverſchluß und dem Monogramm A. C. 1 weißer wollener
Damen=Handſchuh. 1 Schildpatt=Haarpfeil. 1 Kinder=Gummiſchuh. 1 weißer
Kinder=
pelz. 1 graubrauner Herren=Glacéhandſchuh. 1 rotledernes Portemonnaie mit Inhalt
und 2 Loſen. 1 Damen=Gummigürtel. 1 blau und rote Quaſte mit einer Schelle.
1 größerer und 1 kleiner Schlüſſel. 1 mittelgroßer Hohlſchlüſſel. 1 gelbes Handtäſchchen
mit Taſchentuch und 1 Spazierſtock (bei Faix & Söhne liegen geblieben). 1 weißer
wollener Kinder=Handſchuh. 1 blau und rotes ſeidenes Tuch. 1 Stahlbxille. 1
Taſchen=
meſſer mit braunem Schildpattſtiel. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit ruſſiſchen
Buch=
ſtaben. 1 mittelgroßer Schlüſſel. 1 gelbledernes Portemonnaie mit einigen Pfennigen.
Im ſtädtiſchen Hallenſchwimmbad liegen geblieben und von der Direktion
abgeliefert: 1 ſchwarzes Damen=Badekoſtüm. 1 blaues Damen=Badekoſtüm mit weißen
Punkten. 1 weißleinenes Bettuch, gez. E. K. 2 Handtücher, gez. M. L. und O. 1
Füll=
federhalter. 1 Meterſtab. 1 leeres braunes Portemonnaie. 2 Taſchenmeſſer mit
braunem Stiel. 1 Paar Aufſteckkämme und 1 einzelner Aufſteckkamm. 1 alter Damen=
Regenſchirm. 1 Badetuch und 1 rote Badehoſe. 1 kleine Haarſpange.
Verloren: 1 ſchwarzer Samtgürtel mit bläulicher Schnalle. 1 Reiſedecke, auf
der einen Seite ſchwarz und auf der andern Seite braun. 1 Herren=Gummiſchuh.
1 Rabattmarkenbuch mit Marken. 1 Portemonnaie mit 5,05 Mk. Inhalt. 1 kleines
rundes goldenes Medaillon, innen ein Bild und die eine äußere Seite ſchwarz. 1
dunkel=
grauer wollener Handſchuh mit Lederbeſatz. 1 Kuvert mit Pfandſcheinen, auf den
Namen Mann lautend, und Quittungen vom Gaswerk Mainz. 1 Herren=Schirm in
Lederüberzug. 1 blaues Kinder=Cape. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit über 3 Mk.
Inhalt. 1 ſchwarzer ſeidener Damen=Regenſchirm mit gebogenem Naturgriff. 1 Buch
in dunkelrotem Saffianlederband und an einer Ecke Metallbeſchlag, Inhalt Bilder und
Zeichnungen. 1 goldenes Ketten=Armband mit kleinem Sicherheitskettchen. 1 ſchwarzes
älteres Portemonnaie mit über 3 Mk. Inhalt. 1 lange graue Federboa. 1 älteres
dunkles Portemonnaie mit lila Glasknopf und einigen Pfennigen Inhalt. 1 weiße
Servierſchürze mit Spitzen beſetzt. 1 lila Hutſchleier. 1 Buch aus der ſtädt.
Bücher=
halle (Gewitter im Mai). 1 ſilbernes Ketten=Armband mit 2 Anhängern, zwiſchen den
Gliedern befinden ſich kleine Goldblättchen. 1 Markenbuch vom Deutſchen
Möbeltrans=
porteur=Verband. 1 brauner ſchmaler Nerzpelz. 2 Trauringe, gez. C. B. und C. W.
18. 9. 93. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 2,26 Mk. Inhalt. 1 weißes Taſchentuch, gez.
M. H. 1 Viſitenkartentäſchchen mit Karten, auf den Namen Sander lautend. 1 ſchw.
Kinder=Krimmerkragen. 1 kleiner Kinder=Gummiſchuh. 1 Sprachrohr für
Schwer=
hörige. 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger (Herz mit kleinem Blättchen und
2 roten Steinchen). 1 braunledernes Portemonnaie mit 7 Mk. Inhalt. 1 goldene
Broſche (3 Stäbchen, in der Mitte ein Brillant). 1 ſchwarze Straußfeder. 1 goldenes
Ketten=Armband. 1 viereckige goldene Broſche. 1 Auszug aus dem Grundbuch über
die Liegenſchaft von Ernſt Rodenhäuſer=Ober=Ramſtadt. 1 ſchwarzes Portemonnaie
mit 5 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit Nickelgeſtell. 1 ſchwarzes geſticktes Damen=Jäckchen
ohne Aermel. 1 Schildpatt=Haarſpange. 1 dunkelbraunes Portemonnaie mit 1 Mk.
Inhalt. 1 Ordensſtern. 1 dunkles Portemonnaie mit etwa 20 Pfennigen Inhalt.
1 ſilbernes Ketten=Handtäſchchen. 1 kleines braunledernes Portemonnaie mit einem
Zweimarkſtück. 1 Portemonnaie mit 7 Pfennigen Inhalt, 2 Photographien u. 1
Taſchen=
kalender. 1 gelbes Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 6867.
Zugelaufen bei Privaten: 1 grauer junger Kater. 1 kleiner ſchwarzer Spitz.
Zugeflogen bei Privaten: 1 Lachtaube.
Entlaufen: 1 junge graue Katze.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(23338
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 4. Dezember, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupi= und Reßdenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
,
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½ kg 86 Pfg.
80
90
90
60
88
82
92
110
Dörrfleiſch
. per ½ kg 100 Pfg
Schinken m. Bein
„110
Rollſchinken
, ½ „ 130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ „ 86
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
„ 86
Leber= und Blutwurſt.
72 „ 68
Chriſtbaumverſteigerung.
Mittwoch, den 7. Dezember, werden in Forſtwartei Bayerseich 500 Stück
—5 m hohe Chriſtbäume in Loſen à 25 Stück verſteigert. Zuſammenkunft:
¾8 Uhr vormittags auf Bahnhof Erzhauſen.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1910.
(23295
Großherzogliche Oberförſterei Kranichſtein.
dan der Hoop.
Faſelochsverſteigerung.
Nächſten Dienstag, den 6. Dezember, vormittags 11¼ Uhr, läßt die
Ge=
meinde Nieder=Ramſtadt einen gut genährten, ſchweren Faſelochs verſteigern.
Die Bedingungen liegen bei uns zur Einſicht offen.
(23171ds
Großherzogliche Bürgermeiſterei Nieder=Ramſtadt.
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in Emaille u. Porzellan liefert ſchnell undwerden zu höchſtem Preiſe angekauft
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Mühlſtraße 58, 3. St. (21134a
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
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Hausfrauen
beachten Sie nachſtehendes
An=
gebot von
Seite 12.
Nummer 284.
Holz=Verſteigerung.
Am kommenden Montag, den 5. d. M.,
nachmittags 3 Uhr,
werden in der Landgraf=Georgſtraße,
am Hallenſchwimmbad, 3 daſelbſt lagernde
Akazienſtämme verſteigert. Das Holz iſt
(23310so
als Nutzholz verwertbar.
Die Verſteigerungs=Bedingungen werden
am Tage der Verſteigerung an Ort und
Stelle bekanntgegeben.
Darmſtadt, den 1. Dezember 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Städtiſche Sparkaſſe Darmſtadt.
Die Zinſen aus Einlagen für das Jahr
1910 können, ſofern eine Aenderung des
Guthabens bis zum Schluſſe des Jahres
nicht mehr eintritt, ſchon vom 15.
Dezem=
ber ab in Empfang genommen werden.
Darmſtadt, den 2. Dezember 1910.
Netz,
(23340
Sparkaſſenrechner.
Stadtiſche Schulzaynklimk
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
(1508a
Mittags von 2—
Bekanntmachung.
Donnerstag, den 29. Dezember 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Eliſabeth Mehlbrech dahier
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
II 152¼10 322 Hofreite Karlſtr. 50,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 12. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen). (K153/10)
Frantz. (D22387,10
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 28. Dezember I. Js.,
vormittags 11 Uhr,
ſoll die den Eiſendreher Michael Koch
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qn
28 33624/100 146 Hofreite Ireneſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K156/10
werden.
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D22385,10
Bekanntmachung.
Montag, den 19. Dezember I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Maurermeiſter Ludwig Martin
Schwarz und ſeinen Kindern dahier
zuge=
ſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 205 261 Hofreite
Heinheimer=
ſtraße Nr. 13,
III 206 458 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K154/10
werden.
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (D22384,10
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 28. Dezember I. Js.
vormittags 10 Uhr,
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VI 1472/100 916 Hofreite Nr. 58,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K111/10
Darmſtadt, den 18. November 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller.
(D22392,10
En unſer Handels=Regiſter, Abteilung A.,
J wurden folgende Einträge vollzogen:
Am 24. November 1910.
Aenderung hinſichtlich der Firma:
Leonhard Kaiſer, Darmſtadt.
Die Firma iſt geändert in:
Leonhard Kaiſer’s
Biergroßhand=
lung.
Gelöſcht die Firma:
Heinrich Demmel, Darmſtadt.
Am 29. November 1910.
Hinſichtlich der Firma:
Carl Martens & Cie., Darmſtadt.
Die offene Handelsgeſellſchaft iſt mit
Wirkung vom 15. November 1910 aufgelöſt;
Geſchäft und Firma ſind auf den
ſeit=
herigen Geſellſchafter Carl Neuroth als
Ein=
zelkaufmann übergegangen.
(23346
Darmſtadt, den 30. November 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Bank für Handel und Induſtrie,
Darmſtadt.
Die Prokura des Julius Koelſch in
Darmſtadt iſt erloſchen.
(23347
Darmſtadt, den 26. November 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
(23351
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Nummer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
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Roman von K. v. d. Eider.
(Nachdruck verboten.)
24)
Antjes weiches Herz verſchloß ſich immer feſter. Nie
würde ſie dieſen alternden Gecken Vater nennen. Was
wollte er von ihr, nachdem er ſich fünfundzwanzig Jahre
hindurch nicht um ihre Exiſtenz gekümmert hatte?
Was wünſchen Sie von mir? fragte ſie.
Wünſchen? Er ſetzte eine gekränkte Miene auf. Ich
ſpiele hier in einem Enſemble zweiten Ranges. Es
iſt eigentlich unter meiner Würde; aber was ſoll mau
machen, wenn man vom Schickſal verfolgt wird? Das
Leben erfordert ſo viel. Ach, wenn ich mich noch
ein=
mal aufraffen könnte! Aber ich habe drückende Schul=
den, mir fehlt das Notwendigſte.
Da wußte Antje, wo er hinaus wollte. Sie
an die Spiegelkommode und nahm ihre tönerne E
büchſe hervor. Sie ſchlug ſie an der Tiſchkante ent
es gab einen harten Klang, und den Fremden d
zuckte es. Drei Zehnmarkſtücke nahm ſie heraus
wog ſie in den Händen; ſie waren ſo leicht, und
klebte viel Arbeitsſchweiß daran. Mit einer re
Bewegung legte ſie das Geld vor ihn hin. Mehr
ich nicht geben, ich muß an mein Kind denken.
letzten Worte ſprach ſie mehr für ſich; aber er fi
doch auf. Ah! Ein verſtändnisvolles Lächeln
ver=
ſeine dünnen Lippen. Ich wäre demnach Großz
Sie ſah ihn finſter an. Sie ſind mir und me
Kinde fremd geweſen und werden es auch in Zukunft
ſein.
Ganz, wie Sie befehlen, ſagte er geſchmeidig.
Die Goldſtücke waren längſt unmerklich in ſeine
Taſche geglitten. Aber vielleicht darf ich Ihnen ein
Billett überreichen für die heutige Vorſtellung. Nein?
Schade, Sie würden Gelegenheit haben, mich in einer
ſchönen Szene kennen zu lernen. Ich ſpiele den
Mar=
quis. . . . Adjö, meine Liebe, ſobald ich in der Lage
bin, ſchicke ich Ihnen das Geld zurück. Es war mir ein
Vergnügen.
Mit einem Kratzfuß verabſchiedete er ſich. Antje
ſtand noch eine ganze Weile wie verſteinert. Bis dahin
hatte ſie wenigſtens in ihren Träumen einen Vater
gehabt; jetzt hatte ſie ihn verloren.
Arme Mutter, ſeufzte ſie, arme, törichte Mutter,
welch falſcher Schimmer hatte Dich geblendet, daß Du
Dir die Flügel daran verſengen mußteſt!
Fünf Minuten ſpäter kehrten Dreesohm und
Andrees, die nach dem nächſten Dorfe geweſen waren,
nach Hauſe zurück. Als der Knabe auf ſie zugelaufen
kam, kerngeſund, mit feſtem Schritt, mit ſeinen ſieben
Jahren ſchon ein kleiner Mann, da tat ſich ihr Herz
wieder auf. Sie ſchloß ihn in ihre Arme und drückte
ihn an ſich. Dies Kind ſollte ihr Vater und Gatten
er=
ſetzen.
Antje fuhr nicht mit nach Huſum zum Theater; ſie
hatte Kopfſchmerzen.
Dreesohm wurde an dieſem Abend nicht recht klug
aus ihr. Er hörte, daß Antje Beſuch gehabt hätte und
vunderte ſich, daß ſie gar nichts darüber ſprach, und
daß ſie dem Herrn nicht mal eine Taſſe Kaffee vorgeſetzt
hatte.
Sie ſah aus wie eine gekalkte Wand, klagte über
Kopfſchmerzen und konnte doch nicht einſchlafen, wollte
auch keinen Fliedertee trinken. Ja, die kleine Antje
hatte ihre Nücken; darin war ſie ihrer Mutter gleich.
Wenn ſie eine Freude hatte, dann konnte ſie es nicht
genug Leuten mitteilen, aber das Leid behielt ſie für
ſich, und trug doch ſo ſchwer daran.
Erſt lange nachher, als Antje ihre Enttäuſchung
vollſtändig überwunden hatte, erzählte ſie dem Alten,
welchen Beſuch ſie gehabt hatte.
Was ſoll der Junge werden? Die Fragen wurden
aufgeworfen, als der Junge noch nicht zehn Jahre
alt war.
Bauer, ſagte Krüſchan Nahwer, — er nahm ihn ſeit
einiger Zeit jeden Nachmittag mit auf die Aufſicht zu
ſeinen geliebten Ochſen.
Menſch, was hat der Junge für einen
Ochſenver=
ſtand, fuhr der Alte fort, er unterſcheidet einen
Andert=
halbjährigen und einen Zweijährigen voneinander.
Das wird ein Bauer von Nummer eins.
Ach was, dummes Zeug, Großkaufmann ſoll er
werden, rief Dreesohm, wie Hans Peter Michelſen an
der Ecke. Der verkauft einen ganzen Hut Zucker auf
eiumal, ohne daß ihm auch nur eine Ader danach ſchlägt.
Ganze Säcke voll Kaffee und Zucker hat er auf dem
Boden liegen. Großkaufmann, das iſt das Wahre! Die
Kaufmannſchaft iſt eine große Wiſſenſchaft. —
Nummer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 15
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Krüſchan Nahwers Sofaecke heraus.
Bur iſt en Bur, iſt en Schelm von Natur, parierte
Dreesohm.
Der Streit wurde hitziger. Krüſchan Nahwer
er=
gab ſich nicht.
Was kein Bauer iſt, das iſt bloß ein halber Menſch;
der Bauer hat’s Fett.
Aber der Kaufmann hat’s Geld. Was ſagſt Du,
Antje? Dreesohm warb Hilfsgenoſſen.
Ich möchte wohl, daß er Bauer würde, ſagte Antje,
er wird groß und ſtark, ich bin bange, er wächſt über
un=
ſere Tür hinaus. Er kümmert ſich auch mehr um
Näh=
wers Schweine als um unſeren Laden.
Er muß nur zur rechten Zeit lernen, ſich zu bücken,
ſagte Dreesohm.
Andrees, komm mal her! Was willſt Du werden?
Marſchbauer, antwortete Andrees prompt. Dreesohm
kratzte ſich hinter den Ohren. O weh, Nahwers, klagte
er, der Junge kennt ſchon den Unterſchied. Marſchbauer!
Er iſt unverſchämt, und das ſind doch ſonſt eigentlich bloß
die Kaufleute.
Das kommt mit der Zeit alles nachgerade zurecht,
meinte Krüſchan Nahwer.
Seitdem verging kein Tag, an dem ihn der Alte nicht
auf ſeinem täglichen Wege mitnahm. Krüſchan Nahwer
hatte einen dicken Knüppel und Andrees bewaffnete ſich
mit einem kleineren. Er mußte ordentlich ausſchreiten,
um mit dem Alten Schritt halten zu können; aber er gab
nicht nach. Ab und zu blieb Krüſchan Nahwer ſtehen.
Er zeigte mit ſeinem Stock auf einen mageren Ochſen.
Der taugt nicht viel.
Das iſt ein Oeſterreicher, ſtimmte Andrees mit ver=
Kändnisvoller Perachtung bei.
Ider dieſe d e Kuſchen in von einen un
andern.
Der iſt das Zuſetzen wert, fügte Andrees hinzu, der
hält Grasgeld.
Du haſt Verſtand, Junge, ſagte Nahwer und Andrees
antwortete, während er an ein gewiſſes kleines Mädchen
dachte: Nicht wahr, Nahwer, mit den Deerns kann man
ſo was nicht bereden?
XVII.
Auf Rethwiſchhof ging das Leben ſeinen gewohnten
Gang. Die Pferde wechſelten, aber der Wagen blieb
der=
ſelbe; er fuhr in dem alten Gleiſe.
Heie Rehm und Trina waren längſt verheiratet; ſie
kamen nicht auf Rethwiſchhof, aber ſie konnten von ihrer
Deichkante aus noch den Rauch aus den Schornſteinen
aufſteigen ſehen.
Der zweite Knecht, der „ſuſſige‟ Peter, hatte ſich auch
verheiratet, Friech diente beim Militär. Von Antje
Möller ſprach niemand.
Rolf und ſeine Mutter gingen jahrelang
nebenein=
ander her im drückenden täglichen Einerlei. Er ſtumpfte
ab. Der Gedanke an Antje rückte in immer weitere
Fernen.
Eine lange Zeit hindurch ließ die Mutter ihn mit
Heiratsplänen in Ruhe. Dann, nachdem ſchon mehrere
Jahre verfloſſen waren, kam ihr der Zufall zu Hilfe.
Kar=
line Peters, die Tochter eines benachbarten Hofbeſitzers,
war inzwiſchen herangewachſen. Sie war ein Jahr in
Kiel geweſen, hatte dort die Gewerbeſchule beſucht und
kam nun, mit allerhand ſtädtiſchem Zierrat aufgeputzt,
ins Elternhaus zurück.
Rolf kam mit den Nachbarsleuten öfters zuſammen,
und einmal fiel es Frau Anderſen auf, daß er ſeine
Mied nchdenrich uſf kerine uncher lich. Ven diſe=
Zeit an leiſtete ſie dem nachbarlichen Verkehr möglichſt
Vorſchub. Wenn ſie indeſſen geglaubt hatte, daß er ſich
in das unſcheinbare Mädchen verlieben würde, war ſie im
Irrtum. Ihn hatte in dem Augenblick nur eine gewiſſe
Aehnlichkeit mit Antje gefeſſelt.
Karline hatte helles Haar wie ſie, wenngleich es nicht
ſo voll und kraus war wie das Antjes. Es war immer
hübſch glatt gekämmt; kein widerſpenſtiges Löckchen kam
zum Vorſchein.
In der Figur war auch eine gewiſſe Aehnlichkeit;
nur=
fehlte ihr die bewegliche Grazie Antjes. Am meiſten
ge=
fiel Rolf ihr geräuſchloſes Walten; das berührte ihn
wun=
derſam vertraut.
Seine Mutter ſchmiedete das Eiſen, ſolange es noch
warm war. Sie fing an, ihm Karlines Vorzüge in das
rechte Licht zu rücken, und diesmal ging ſie vorſichtiger zu
Werke.
Dazu kam noch, daß ihr Leiden ſich immer ernſter
ent=
wickelte. Sie ſtand oft große Schmerzen aus, und Rolf
tat in ſeiner Gutherzigkeit alles, was er zur Linderung
beitragen konnte. Einmal, als ſie einen heftigen Anfall
von Magenkrämpfen überſtanden hatte und rote Flecke
auf ihren Wangen brannten, ſtrich er ihr voller Mitleid
über das eingefallene Geſicht. Sie haſchte nach ſeiner
Hand und hielt ſie einen Augenblick lang feſt; ihre
bren=
nenden Augen ſuchten die ſeinigen.
Rolf, ſagte ſie, es geht nicht mehr ſo weiter; ich
werde alt und kümmerlich. Ach, dieſe ſchrecklichen
Magen=
ſchmerzen! Wenn Du mir doch bloß bald eine junge
Frau ins Haus brächteſt! Das würde eine Stütze für
mich ſein.
(Fortſetzung folgt.)
Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
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„In Darmſtadt kann mer jo nix krieje!” is
awwer die ſteriotib Redensart vun all dene, die noch net
emol en Verſuch mache, hier zufridde geſtellt zu werrn.
Awwer wann die Geſchäftsleit en Droſt ſuche, dann
ſolle ſe ſich dröſte mit de Darmſtädter Schriftſteller un
Kinſtler — dann dene gehts kaa Hoor beſſer! Im
allge=
meine is es ziemlich unbekannt, daß hier doche ſchee
Portzion produzierend Feddervieh beidertei Geſchlechts
erumlaaft. Awwer es is ſicher eiträglicher, Sunndags
mit Faſtebretz und Kimmelweck hauſiern zu geh, als e
Buch zu ſchreiwe odder e Lied zu komboniern un gach noch
uff Abſatz zu hoffe.
In kaaner Stadt kann die Abneigung der Eiwohner
gejeniwwer der heimiſchen Produktzion ausgeprägter ſei,
wie hier. Un dodrinn gehts de bildende Kinſtler genau
ſo wie de Dichter un Komboniſte! „Mer” dhut ſich gern
als Prodeſchee odder als Kunſtmäzen ebbes zu gut, awwer
wann mer ſich in Staa maßele odder in Oel lege will loſſe,
dann — dann fehrt mer ewe nooch auswärts!
Awwer es gibt drotz alledem aach e Azahl, die ihr
Geld hier loſſe, un wanns aach bloß Fennige ſin. Un
die ſolle net länger ſäume, ſondern ſolle ihrn Bedarf decke,
ſolang ſe noch mit Ruh bedient kenne werrn. Sie ſolle
bedenke, daß dorch ihr Drehpetrigkeit, for die Kaufleut un
ihrm Perſonal, for die Lademädcher, die vunn morjens
bis zum awend net vun de Baa kumme, for die
Heim=
arbeiterinne, die die ganz Nacht hinner de Petroleumfunſel
ſticke und nehe, die Weihnachte werklich kaa Erholung
be=
deite. Die ganz Freid uff des Feſt der Liewe werd en
dorch die iwwermenſchlich A’ſtrengung genumme, un deß
habt Ihr uff em Gewiſſe, wann Ihr Eich erſt in de letzte
acht Dag entſchließe kennt!
Weihnachte is doch des Feſt der Freude, vor alle
Dinge awwer for unſer Kinner, un wieviel freie ſich uff
den „Bonifatzius” (der neilich extra for die ruſſiſche
Kinner uffgeweckt is worrn), dann der werd wohl aach
Diesjahr, korz vordem des Chriſtkindche kimmt, ſei
Re=
ferenz mache. Awwer dem „Bonifatzius” ſei neher
Be=
kanntſchaft zu mache, iſt doch ſchließlich nur dene Kinner
vorbehalte, die ewe in der Wahl ihrer Eltern ſo vorſichtig
wie meglich geweſe ſin. Wollt nu werklich e Arweiterfrag
mit ihre zwaa odder drei Kinner die Vorſtellung beſuche,
ſo dhet vielleicht de ganze Dagloh vun ihrm Mann
druff=
ſchnabbe. Awwer grad de Arweiterkinner kennt ’s nix
ſchade, wann ſe mit de beſcheidene Fliegel ihrer Fantaſie
emol en klaane Ausflug mache dhete. Un was kennt dra
liege, wann mer for die hieſig Volksſchul an eme Mittwoch
odder Samsdag nachmiddag emal den „Bonifatzius”
frei=
gewe dhet, wann’s net annerſter geht, vielleicht zu eme
Einheitspreis vun zwanzig Fennig. Ich mach e Wett.
e Kaffemiehl gege e Automobbel, daß ſich die Sach rentiert
un de Herr Gencraldirektor kennt bei ſeim nächſte Vortrag
en Dank abſtatte, wie er „herzlicher” noch nie zum
Aus=
druck kumme wär, — vorausgeſetzt, daß ſich de Herr Autor
vum „Bonifatzius” den Dank net perſönlich eiheimſe will
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Bedrachtunge.
Herrgott — deß hott Schwaaß gekoft! Bis ich mich
nor erſt emol enei verdieft hat in die verzwickte
Familje=
vexhältniſſe vun’s „Herr Müllers”. — Ja, die Leit
hawwe frieher aach emol beſſere Zeite geſehe gehatt, jetzs
blackt er ſich erum mit aam Geſell; un ſei Fraa hott ſogar
e Zimmer vermiet, un noch net emol an en Student! Es
iſt e „iſr.”, wie ich hinnenooch erfahre hab, awwer e
Dienſtmädche miſſe ſe hawwe, als wann die alt Schadehk
des bische Haushalt net allaans verſehe kennt. Un der
Soh’, der dumm Lausbub, geht ins „Pijoo” — un lernt
Ajähriger, ſtatt daß er ſeim Vater e bische unner die Aerm
greife deht. Deß is awwer deß! Vornehme Boſſe hott
deß Lumbezeig im Kobb, deß ſieht mer ſchun an ihrm
„Reliſchionsverhältnis” ei wann die alle kerchliche
Feier=
däg feiern, dann hott immer aans ſei gute Klaader an.
No, wann ich ſoviel Dreck am Stecke hett, ich dhet mich
net als — „Muſterbeiſpiel” uff die Haushaltungsliſt vun
de Volkszehlung drucke loſſe! Un vum Staat is es
dorch=
aus net a’gebracht, aam ſoe Familch aach noch als
Muſter hiezuſtelle. Ich will ja net hetze, awwer:
Fui Deiwel!
Iwwerhaabt, bis ich den klaagedruckte Kraam, der
wo ſunſt noch uff dem mehr als minderwerdige Babier
geſtanne hott, durchſtudiert hatt, war ich derr Ihne ſo
kun=
fus, daß ich derr net mehr gewißt hab, wie mei finf
Staa=
röscher mit ihrm Vorname haaße. No, wann mer aach
ſo e weitſchweifig Familje hott wie ich, dann kann aam
die Volkszehlung des Blut zu Waſſer mache. Awwer
kolloſal wichdig bin ich mer doch vorkumme, dann ſehe
Se nor emol hie, wann ich aa vun meine Weibsleit
unnerſchlage hett, dann war die ganz Volkszehlung
in Deitſchland vor die Katz! Die Rechnung hett net
ge=
ſtimmt un wann ſe ſich uff de Kobb geſtellt hette!
Ja, es hott alles ſei zwaa Seite wie e Klaaderberſcht
— e hoorig un e glatt. Awwer o’genumme, die Rechnung
deht ſtimme, un de Staat kennt ſtadiſch aus dem
gewun=
nene Matrial allerhand Berechnunge uffſtelle, ſo kriehe ſe
e genau Zahl dun dene, die net all werrn, doch net eraus.
Deß ſtimmt un wann nix ſtimmt!
Awwer daß es e ganz geherig Portzion is, dodriwwer
is mer ſich doch klar, dann zu was braichte mer ſunſt e
Kurpuſchergeſetz! Die gute Abſichte, die deß Geſetz
entſteh loſſe, ſin jedenfalls net zu verkenne, awwer ich
glaab, des is verlorene Liewesmieh, deß gibt widder aans
vun dene Geſetze, die dozu do ſin, daß ſe umgange werrn.
Die Herrn „Spezialiſte” wie ſe ſich nenne, werrn dorch des
Geſetz noch net emol ſo arg betroffe, die finne ſchun en
Drick, un die Kundſchaft werd dann vielleicht net kleener,
ſundern größer!
Viel gefehrlicher als die „dunkle Ehrenmänner” ſin
ſicher die ſogenannte Dokterbicher, un grad jetzt, ſo
um die Weihnachtszeit, laafe aam zweifelhafte
Kolpor=
tagefigurn des Haus ei’, um aam ſo en Schinke uffzuhenke.
Am liebſte ſuche ſich die Herrn „Raaſende” die Zeit eraus,
wo der Mann net dehaam is un da werd dann die Fraa
ſolang balldowert, bis ſe den Schei’ unerſchreibt. Acht
Dag druff henkt ihr dann ſo e wertlos Schwart am Hals,
die ſauer zuſamme gekratzte Weihnachtsfennig flieje em
Fenſter naus un — die Darmſtädter Geſchäftsleit hawwe
widdermol das Noochgucke!
Do kennt werklich e verninftig Geſetz emol e gut Werk
ſtifte, obgleich ſich ja ſchließlich doch niemand vorſchreiwe
leßt, wie er ſei paar Groſche weg werft. E’ Glick nor for
unſer Darmſtädter Geſchäftsleit, dene is nemlich des
„Noochgucke” ſchun zur liewe Gewohnheit worrn. Un
trotzdem loſſe ſe ſich kaa Mieh verdrieße. Die Kunſt, des
kaafkräftige Publikum zu intereſſiern, beſteht nemlich vor
alle Dinge in der „Uffmachung” un da derf mer ſage, daß
ſich da gege frieher vieles gebeſſert hott, un daß ſich noch
der Darmſtädter Kaufmann bewußt is, e moderner
Kunſtſtädter zu ſei. Gewiſſe Geſchäfte henge ſogar
ſchwer Geld dra un loſſe ſich „vun auswärts” ſo en
ge=
lernte Schorſch kumme, der en dann die Erker in die Reih
dekoriert. Awwer die Neweausgab kann ſich net Jeder
leiſte un ſo bereit die verflixt Ausſtaffiererei manchem klaane
Kaufmann ſchwere Kobbweh un er waaß net, wie er ſei
ſiwwe gebackene Birn ins rechte Licht ſtelle ſoll. Des haaßt,
am Licht ſelbſt werd ja net geſpart un des Gas= nebſt dem
Elektrizitätswerk hot die Hend voll zu dhu.
Allerwärts ertönt aach jetzt der Ruf: Kaaft am
Platz! Awwer des is eme Ochs ins Horn gepetzt, dann
die, die ’s a’geht, kimmern ſich de Deiwel drum. Ja, wenn
ſe en Geſchäftsmann — „warte” loſſe miſſe, dann wiſſe ſe,
wo er wohnt, hawwe ſe awwer e paar Drumbel in de
Hand, dann werds nooch auswärts getrage un de dicke
Willem makiert. Awwer unſer Darmſtädter Geſchäftsleit
derfe helfe, hoche Gemeindeſteierlaſte trage, die net zuletzt
aus dene Konfeſſione entſpringe, die mer de hieſig reich
Eiwohnerſchaft macht, damit en des Wohne hier recht ſchee
un a’genehm is.
Zum Dank derfor miſſe ſe ſichs gefalle loſſe, in de
Aage der auswärtige Geſchäfte herabgeſetzt zu werrn.
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liche Quelle der Unterhaltung, Erheiterung und Belehrung. Mill=Opera=Platten ſtellen das
Vollendetſte dar, was in Schallplatten geboten werden kann. Sie ſind doppelſeitig beſpielt,
alſo je zwei verſchiedene Vorträge auf einer Platte, und bringen nur Original=Aufnahmen.
Alſo nicht zu verwechſeln mit den ſogenannten nadelloſen, mit Saphirſtift ſpielbaren Platten,
die faſt ausſchließlich Kopien von Phonographenwalzen ſind. 25 cm große Mill=Opera=
Platten haben ebenſoviel Muſik als 29 cm große Saphir=Platten. Mill=Opera=Platten ſind
unübertroffen melodienreich und lautſtark. Apparat Mod. 120 iſt mit Mill=Opera=Exhibitions=
Schalldoſe verſehen, die Apparate Mod. 110, 112 und 117 dagegen mit der gleichfalls
vorzüglichen Mill=Opera=Konzert=Schalldoſe. Wird ſtatt dieſer die Mill=
Opera=Exhibitions=Schalldoſe gewünſcht, dann erhöht ſich der Preis um
Mk. 8.—. Mit Mod. 120 gelangt der Käufer in den Beſitz von 20
Doppelpl. à 3 Mk. — 40 Stücke, 14 Doppelpl. u. 200 Nadeln ſind im
Preiſe inbegriffen u. werden m. d. Apparat mitgeliefert. 6 Doppetpl.
à 3 Mk. erhält d. Käufer gratis nach Entrichtung d. 6. Rate.
Bei Mod. 117 werden 8 Doppelpl. à 3 Mk. und 200 Nadeln
m. d. Apparat geliefert u. 5 Doppelpl. nach Erhalt d. 6. Rate.
Bei Mod. 112 dagegen 6 Doppelpl. à 3 Mk. u. 200
Nadeln mit dem Apparat u. 4 Doppelpl. gratis nach der
6. Rate und bei Mod. 110 werden 5 Doppelpl.
à 3 Mk. u. 200 Nadeln mit dem Apparat zugleich
geliefert u. 3 Doppelpl. à 3 Mk. nach d. 6. Rate
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Nummer 284,
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handlung koſtenfrei durch die Fabrik Hans
Heiß, Darmſtadt, Roßdörferſtraße 18.
In Darmſtadt können die Dun=Präparate
nur durch Vermittelung der Fabrik bezogen
werden. In Mainz, Worms, Offenbach,
Zwingenberg, Bensheim, Babenhauſen,
Frankfurt a. M., Wiesbaden u. a. ſind die
Dun=Präparate in Apoth. zu haben. (19809a
33. Katarrh, Hartleibigkeit. Ich
bin in der glücklichen Lage, Ihnen mitteilen
zu können, daß ich vor . . Wochen durch
Behandlung mit Dunſalbe und Dunpillen
von einem überaus heftigen Katarrh in
kurzer Zeit befreit wurde. Derſelbe fing
mit Schluckbeſchwerden an, und ich war
faſt betäubt vor lauter Elend. Ich verſpürte
ſofort Linderung nach Einreiben mit
Dun=
ſalbe und Auflegen von Dunpflaſter um
den Hals. Der Appetit ſtellte ſich bereits
am andern Tage wieder ein. Vielen
herz=
lichen Dank für dieſe wirkſame Hülfe.
Zu=
gleich drängt es mich noch zu ſagen, daß
Ihre Dunpillen mich ſchon vor längerer
Zeit von einer läſtigen und hartnäckigen
Hartleibigkeit befreit haben, die von einer
Blinddarmentzündung zurückgeblieben war.
Auch die Schmerzen, die von derſelben
Krankheit herrührten, ſind verſchwunden,
ſeit ich Dunpillen einnehme. Auch dafür
meinen herzlichen Dank, daß ich durch ein
ſo einfaches Mittel von dieſem Uebel befreit
bin, das noch nie geheilt werden konnte.
Darmſtadt, M. Müller.
Ernst Breimer, Hofl., Eliſabethenſtraße 14.
Oskar Matzelt, Fofl., Schulſtraße 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 23g
Dar-Auindrung.
Die Firma B. & F. erklärt in einer veröffentlichten
Warnung, daß die von ihr geführten Pathé-Platten sämtlich
Original-Aufnahmen seien. Im Anschluß daran sucht sie die
mit Nadeln spielbaren Platten, zu denen auch Mill-Opera-
Platten gehören, herabzusetzen. Mit diesem Vorgehen der
Konkurrenzfirma fällt für uns jede Veranlassung zur
Rück-
sichtnahme fort, und erklären wir hiermit öffentlich:
Es ist unwahr, daß die von der Konkurrentin
in den Handel gebrachten Pathé-Platten
sämt-
lich Original-Aufnahmen seien.
Den besten Beweis gibt
(C23323,37
Caruse
selbst, der in einem Brief erklärt, daß diese Aufnahmen vor
dem Jahre 1903 entstanden sind und er diese, wie auch andere
so alte Aufnahmen, nicht billigt.
Wer die quarrenden, quietschenden Phonographen-Walzen
der damaligen Zeit kennt, wird auch als Laie beurteilen
können, ob nach derartigen Walzen kopierte Schallplatten dem
Trara in den Angaben und den Uebertreibungen in den
An-
kündigungen entsprechen.
Wer sich über Aufnahme-Technik und Schallplatten-
Her-
stellung unterrichten will, findet diese Information in den
interessanten Abhandlungen Wie entsteht eine Mill-Opera-
Platte”, welche unserem Versand-Katalog beigefügt sind.
Unsere Kataloge enthalten alle weiteren in Betracht
kom-
menden Angaben, besonders auch eine Autführung der von uns
geführten Mill-Opera-Konzert-Apparate und die Bedingungen,
zu denen dieselben versandt werden (bequeme niedrige
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Seite 26.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
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Seite 28.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284.
Duigh.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Verkehrsprojekte und Verkehrsſorgen. — Alles beim
alten! — Ein Brief des Miniſters Breitenbach.
„Hoffen wir, lieber Leſer!” — Weihnachts=Vorboten. —
Der Zug der Zeit. — Unſere Künſtler und das
Weih=
nachtsgeſchäft. — Fürſtliche Künſtlerſchaft. — Prinz
Auguſt Wilhelm. — Die Däniſche Ausſtellung.
Kainz’ Nachlaß unter dem Hammer. — Premierenflut.
Nicht bloß beſtimmte Zeitungen haben ihre
gelegent=
lich recht liebevoll gezüchtete Seeſchlange, ſondern auch
unſer hochwohllöblicher Magiſtrat. Nur mit dem
Unter=
ſchied, daß die Blätter das unſterbliche Reptil einzig
im Hochſommer herausſchlüpfen laſſen, während unſere
Stadtbehörde es zu allen Jahreszeiten liebevoll züchtet.
Dieſe ſtädtiſche Seeſchlange benamſet ſich „Berliner
Verkehrsprojekte‟ Ach, du liebe Güte, welche
Ozeane von Tinte wurden da ſchon verſchrieben und
welch Schweiß der Edlen verzapft in endloſen geheimen
und öffentlichen Sitzungen, Beratungen, Beſprechungen!
Und es will und will nicht damit vorwärts gehen. Man
tut ſo, als ob man einen energiſchen Anlauf nehmen
wollte, man erklärt klipp und klar, daß dieſe und jene
Zuſtände im Verkehrsleben der Hauptſtadt auf die
Dauer unhaltbar ſeien, man veröffentlicht Vorſchläge zu
gründliche Wandlungen bezweckenden Aenderungen und
Verbeſſerungen nebſt den vorausſichtlichen Koſten
der=
ſelben — und dann bleibt alles beim alten! Dabei
aber werden von anderer Seite ausgehende Projekte
auf das nachdrücklichſte bekämpft, werden
herunterge=
putzt und als undurchführbar hingeſtellt, man ſelbſt legt
jedoch geruhſam die Hände in den Schoß und kümmert
ſich wenig um das Kommende. Das hebt denn auch,
wenn ſchon in vorſichtigeren Ausdrücken, aber doch recht
eindringlich, der Miniſter der öffentlichen
Arbeiten in einem ſoeben an unſeren Magiſtrat
ge=
richteten Schreiben hervor und macht aus ſeiner
Ver=
wunderung ob der Gleichgültigkeit der ſtädtiſchen
Be=
hörden gegenüber der faſt täglich zunehmenden
Ver=
kehrsnot kein Hehl. Zugleich ſpricht er die Erwartung
aus, daß die Stadt neuerdings Stellung nehmen ſolle
zur Untertunnelung der Potsdamer und Leipziger
Straße, und daß ſie der Fortſetzung der am 1. Dezember
eröffneten Schöneberger Untergrundbahn, die vorläufig
am Nollendorfplatz endet, nach dem Stadtinnern keine
Schwierigkeiten bereiten möchte. — Es iſt ſehr gut, daß
dieſe Sache abermals zur allgemeinen Erörterung
ge=
ſtellt wird; an einer gründlichen und ſchnellen Regelung
iſt nicht nur Berlin beteiligt, ſondern auch die Provinz,
die ja täglich viele Tauſende von Beſuchern nach der
Reichshauptſtadt ſendet.
In erheblich verſtärktem Maße geſchieht dies ja
gerade jetzt, wo bereits das Weihnachtsfeſt ſeine
lockenden Vorboten geſchickt hat und mit Recht
die Mahnung ertönt, die Einkäufe nicht bis zu den
letz=
ten Tagen aufzuſchieben. Unſere großen Warenhäuſer
haben bereits ihre weihnachtlichen Ausſtellungen in der
gewaltigen Flucht der großen Schaufenſter wie in ihren
inneren Teilen veranſtaltet, bewogen dazu durch eine
polizeiliche Vorſchrift, die aus Verkehrsintereſſen dieſe
ſtets eine ungemeine Anziehungskraft ausübende
Ver=
einigung von tauſenderlei, die Kleinen und Großen
gleich erfreuenden Herrlichkeiten kurz vor dem Feſte
verbietet. Denn dann würde das Gedränge auf der
Straße vor jenen Auslagen noch lebensgefährlicher
werden, wie es jetzt ſchon iſt. Was uns diesmal wieder
auf dieſem Gebiete geboten wird, iſt ganz erſtaunlich;
dieſe figürlichen Darſtellungen aus dem Leben der
Gegenwart, aus fernen Zonen, aus der Märchenwelt
erwecken aufrichtige Bewunderung, ſie ſind meiſt von
künſtleriſchen Geſchmack und hemmen ſelbſt den ſonſt
ſo flüchtigen Schritt der Erwachfenen, deren Gedanken
zurückflattern in die Weihnachtszeit froher Jugendtage.
Damals freilich war an eine derartige prunkvolle und
koſtſpielige Ausſtattungskunſt noch gar nicht zu denken,
nur die noch heute beſtehende Söhlkeſche
Spielwaren=
handlung leiſtete ſich beſonders ſorgfältige Schaufenſter=
Dekorationen und ſetzte damit Berlins Jugend, die von
allen Stadtgegenden herangetrippelt kam, in Entzücken.
Auch die Preiſe waren erheblich höhere wie heute, und
man mußte bedenklich tief in die Taſche greifen, um
einen Gegenſtand zu erwerben, den man gegenwärtig in
weit hübſcherer Geſtaltung für einen winzigen Betrag
bekommt.
Selbſt unſere Künſtlerſchaft hat eingeſehen,
daß, will ſie nicht die Fühlung mit dem großen Publikum
gänzlich verlieren, ſie nicht mehr in ihrer
Abgeſchloſſen=
heit verharrt und von dem hohen, recht koſtſpieligen
Pferd, auf dem ſie ſonſt zu ſitzen pflegt, herunterſteigen
muß. Das iſt in dieſem Winter geſchehen, indem ſich
eine Reihe bildender Künſtler zu einer Vereinigung
zu=
ſammenſchloß, um für billiges Geld den Käufern gute
Kunſtwerke zu bieten. Daß dies möglich, zeigt die in
einem Privathauſe der Potsdamer Straße kürzlich
er=
öffnete Ausſtellung, die ſehr gefällige Gaben von 10
bis 300 Mark bietet, und die gewiß einen guten Erfolg
haben wird. Nicht minder die Weihnachts=
Aus=
ſtellung des Vereins Berliner Künſtler,
bei der man gleichfalls das Beſtreben merkt, von den
früheren, oft recht phantaſtiſchen Preiſen abzulaſſen.
Sehr gute Gemälde ſind für einen verhältnismäßig
niedrigen Betrag zu erwerben und dürften bald ihre
Liebhaber finden. Kaum aber einen ſo ſplendiden
Herrn wie jenen Inhaber eines großen Berliner
Ge=
ſchäftshauſes, der für eine Reihe von Silhouetten, die
den Prinzen Auguſt Wilhelm zum Schöpfer hatten,
ſofort 1000 Mark bezahlte. Das Geld floß
ſelbſtver=
ſtändlich in eine Kaſſe für wohltätige Zwecke anläßlich
eines in Potsdam veranſtalteten Baſars, den die
vornehme Geſellſchaft der ſtillen, benachbarten
Königs=
ſtadt auf das reichſte beſchickt und nicht minder rege
be=
ſucht hatte. Neben dem genannten Prinzen und ſeiner
Gemahlin, die ſehr anmutige Blumenſtilleben geſpendet,
waren noch andere Fürſtlichkeiten in kunſtfertiger Weiſe
vertreten, an ihrer Spitze die Kaiſerin mit einem von
ihr gefertigten Ofenſchirm und einigen ſehr hübſch mit
Goldbrokat geſtickten ſeidenen Pompadours, dann die
Prinzeſſin Viktoria Luiſe mit flotte Tierſilhouetten
aufweiſenden Lichtſchirmen, Prinz Adalbert mit
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daß dereinſt Prinz Auguſt Wilhelm, dieſer
liebenswürdige und ſympathiſche Kaiſerſohn, nebſt
ſeiner Gemahlin eine ganz beſondere perſönliche Note
in unſer Kunſt= und Geſellſchaftsleben bringen wird.
Denn der Prinz, der ſich nicht allzu viel aus dem
Militär=
dienſt machen ſoll, huldigt neben wiſſenſchaftlichen und
literariſchen Neigungen auch ſolchen künſtleriſcher Art,
und zwar mit vollſter Hingebung und gereiftem
Ver=
ſtändnis. Er läßt ſich hierbei nicht beeinfluſſen durch
ſogenannte traditionelle Ueberlieferungen, wie er dies
ſchon als Student in Bonn bewieſen; während ſeine
älteren Brüder die Prinzenwohnung als etwas
Ge=
gebenes hinnahmen und an derſelben nichts
veränder=
ten, richtete ſich jene Prinz Auguſt Wilhelm ganz nach
ſeinem eigenen Geſchmack ein, und zwar mehr im
modernen Sinne, wie dies auch bei der Ausſchmückung
ſeines Potsdamer Heims zu beobachten iſt.
Ein anſprechender moderner Zug geht auch durch
die Däniſche Ausſtellung, die in umfaſſendſter
Weiſe den großen Lichthof ſowie mehrere anſtoßende
Räume unſeres Königlichen Kunſtgewerbe=
Muſeums füllt. Man weiß, daß ſeit geraumer Zeit
das moderne Kunſtgewerbe, ohne deſſen häßliche
Aus=
artungen, gerade in Kopenhagen eine ſehr aufmerkſame
Förderung erfahren, und daß von dort aus reiche
An=
regungen nach anderen Städten und Ländern hin
er=
folgten. Mit aufrichtigem Danke iſt es anzuerkennen,
daß das Däniſche Kunſtgewerbe=Muſeum jene ſeinem
Beſitze entſtammenden, neueren Werke, die ſich auf der
Brüſſeler Weltausſtellung befanden, auf ihrer Rückreiſe
hier zur Schau brachte, ergänzt durch viele andere
charakteriſtiſche Proben däniſcher Künſtler und
Kunſt=
handwerker, denen ſich zahlreiche Architekten anſchloſſen.
Wie Peter Jeſſen in dem Vorwort zum Katalog
hervor=
hebt, war es entſcheidend, daß die däniſche Induſtrie
gleich am Anfang auf einem ausſichtsvollen Gebiete dem
künſtleriſchen Wollen Gelegenheit zu Taten bot; der
Kopenhagener Königlichen Porzellan=Manufaktur wird
man es nicht vergeſſen, daß ſie ſchon in den achtziger
Jahren die Zeichen der Zeit verſtand und mit glücklichem
Griff für Technik und Form neue Wege unter
künſtle=
riſcher Führung einſchlug. Auch zwiſchen der jungen
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 29.
Kunſt und dem alten Handwerk knüpften ſich in
Kopen=
hagen weitere fruchtbare Verbindungen, wie auch
ſon=
ſtige Gewerke willig die Hand boten zu allerhand
Ver=
ſuchen, die von Erfolg begleitet waren. Dasſelbe war
der Fall auf den Gebieten der Möbelanfertigung, der
Dekoration der Innenräume, der Baukunſt; nirgends
wurde dabei der nationale Boden verlaſſen, wie es in
erfreulicher Weiſe dieſe Ausſtellung zeigt. Mit Recht
nimmt in ihr einen Ehrenplatz die bereits erwähnte
Königliche Porzellan=Manufaktur ein, daneben kommen
die ſchönen Arbeiten der Silberſchmiede und Juweliere,
der Buchbinder und Drucker zur vollſten Geltung.
Er=
leſene Stücke zeigen die Möbelkojen, ehrliche
Aner=
kennung verdienen die Wirkereien und Stickereien von
mannigfachſter Technik und Auffaſſung, nicht minder die
Keramiken. Modern im Geiſte der Alten zeigen ſich die
däniſchen Architekten, die eine ſehr aufmerkſame
Unter=
ſtützung ſeitens der Künſtler gefunden, welch letztere
mit bemerkenswerten Einzelſchöpfungen vertreten ſind.
Daß ein ſo moderner Künſtler, wie es Joſef
Kainz geweſen, im Gegenſatz zu Adalbert Matkowsky
auch in ſeinem Heim das Moderne bevorzugte, war
ſelbſtverſtändlich. Genaue Einblicke in ſeine
Häuslich=
keit ermöglichte ja die hier ſoeben ſtattgefundene
öffent=
liche Verſteigerung ſeines geſamten
Nach=
laſſes, ſelbſt mit den intimſten Andenken, die Kainz
vom König Ludwig II. von Bayern, dem Herzog von
Sachſen=Meiningen, von anderen Freunden und
Ver=
ehrern erhalten. Daß man es gar ſo eilig hatte mit
dieſer Auktion, wenige Wochen nach dem Tode des
Künſtlers, und daß alles, alles, was ihm ganz
perſön=
lich lieb und wert geweſen, unter den Hammer
ge=
langte, hat hier mit Recht Befremden erregt. Als
ge=
wiſſe Vergeltung dafür kann man es anſehen, daß die
wahrſcheinlich hochgeſpannten Erwartungen der Erbin
arg enttäuſcht wurden; denn der Andrang zur
Ver=
ſteigerung war ein ſehr mäßiger, und die Preiſe
blie=
ben durchgehends äußerſt niedrige, in vielen Fällen
niedrigere, wie man es ſonſt bei derartigen
Verſteige=
rungen gewohnt iſt. Hier zeigte ſich nicht das
vielge=
rühmte Intereſſe der Berliner und Berlinerinnen für
die Schauſpielkunſt und deren Vertreter. Das Gleiche
beobachtet man bei der Theater=Ausſtellung in den
Hallen am Zoo, deren Beſuch viel, nein, alles zu
wün=
ſchen übrig läßt.
Aus der Premierenflut, die am Ausgang der
letz=
ten Woche über uns hereingebrochen, ſei nur das
Be=
merkenswerteſte hervorgehoben. Das „Neue
Schau=
ſpielhaus” verſuchte es mit einer ſehr ſorgſam
ein=
ſtudierten Wiederbelebung der Friedrich
Hebel=
ſchen „Genoveva” die aber, von einzelnen
dichte=
riſchen Lichtblicken abgeſehen, mit ihrer Anhäufung von
Unwahrſcheinlichkeiten und Grauſamkeiten mehr
ab=
ſtoßend wie anziehend wirkte. Auch die Beſetzung der
Titelrolle war ungenügend, während die Inſzenierung
mit äußerſt ſtimmungsvollem dekorativen Beiwerk
vol=
les Lob verdiente. — Einen ſchönen Künſtlererfolg
er=
zielte Max von Oberleithner, ein jüngerer
Wiener Komponiſt, mit ſeiner in der „Komiſchen
Oper” zur Aufführung gebrachten dreiaktigen Oper
„Abbé Mouret” deren Text dem Zolaſchen Roman
aus dem römiſchen Klerus entlehnt iſt. Die Muſik hält
ſich ſtets in geſchloſſenen Grenzen und iſt reich an
melo=
diöſen Stellen, die liebevolle Vertiefung und
hingeben=
den Ernſt verraten. Wenn ſie dem eigentlichen Kern
des Stoffes, wie ihn der Dichter packend dargeſtellt,
nicht ganz gerecht werden konnte, ſo liegt das mehr au
dem ſchwankenden Herausgreifen der Hauptſzenen des
Romans ſeitens des Librettiſten. — Von
verſchieden=
artigem Wert iſt die im Theater des Weſtens
ge=
ſpendete neueſte muſikaliſche Gabe Leo Falls: „Das
Puppenmädel”, in der ſich ein Kreis wechſelnder,
bald getragener, bald ausgelaſſener Melodien um eine
recht inhaltloſe, ſchwankhafte Handlung windet.
Da=
gegen fehlt es ziemlich an jenen Schlagern, die ſich
ſo=
fort die Lippen und die Füße erobern. Die glänzende
ſzeniſche und gefangliche Verkörperung trug viel zu
der warmen Aufnahme bei. — Einen übermütigen
Schwank verdanken wir Artur Lippſchütz, der mit
ſeinem ſpottluſtigen und volkstümlich gehaltenen Stück:
„Der G. m. b. H.=Tenor” einen guten Griff in das
modern weltſtädtiſche Leben getan, einzelne
merkwür=
dige Typen desſelben ſehr geſchickt veruzend. Die
Dar=
ſtellung im „Neuen Theater” war wie aus einem
Guß und verbürgt von vornherein eine lange Reihe
von Wiederholungen.
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Nommer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
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Aus Unkenntnis werden heute vielfach amerikanische Singer-Nähmaschinen von sonst
deutsch fühlenden Hausfrauen
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deutsch gesinnten Beamten
deutschen Lehranstalten, deutschen Klöstern, deutschen Behörden, deutschen Fabrikanten usw. gekauft.
Hierin liegt eine Verletzung deutscher Wirtschaftsinteressen. Die amerikanische Singer-Compagnie
ist und bleibt trotz der in unserem Vaterlande in Wittenberge bei Potsdam errichteten Fabrik
ein amerikanisches Unternehmen.
Wer daher eine Singer-Nähmaschine kauft, schädigt das deutsche Nationalvermögen, weil der Gewinn
der Gesellschaft in die Taschen der amerikanischen Aktionäre fliesst; er schädigt die deutsche Industrie
und die deutschen Arbeiter.
Die deutsche Nähmaschinen-Industrie fabriziert jährlich über eine Million Nähmaschinen und geniesst
einen Weltruf.
Die amerikanische Gesellschaft preist ihre Maschinen als die besten der Welt an, obwohl durch
Erhebungen mehrfach bewiesen wurde, dass die deutsche Nähmaschine der amerikanischen an vollendeter
Bauart mindestens gleichkommt, in Bezug auf solide Ausführung und sorgfältige Justierung ihr zum
Teil weit überlegen ist.
Daher gebührt der deutschen
Nähmaschine der erste Platz.
Eines jeden Deutschen Gewissenspflicht ist es, bei Anschaffung einer Nähmaschine dem deutschen
Erzeugnis den Vorzug zu geben; denn auch in soliden deutschen Geschäften erhält man bei grosser
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Bzu verk. Wenckſtr. 20, II. St.r. (*29451sm magica b. z. verk. Weinbergſtr. 5, II. (B2888a
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3.'Dezember 1910.
Nummer 284.
Aus der Geſchichte der Tafelfreuden.
— Gelehrte Forſcher haben in geiſtreichen
gro=
ßen Werken dargelegt, wie im Laufe der
Jahrhun=
derte und der Jahrtauſende bei den Menſchen die
Nahrungsaufnahme ſich immer mehr verfeinert und
kompliziert hat und wie aus einer urſprünglichen
Notwendigkeit der Natur ſich allmählich eine Kunſt
entwickelte, die raſtlos ſchaffend das Menü der
Menſch=
heit wandelt und bereichert. Allerlei intereſſante
Küchengeheimniſſe aus den fernen Zeiten der alten
Aegypter, der Griechen und der Römer bis zum
Mittelalter und zur Neuzeit enthüllt uns Armand
Lebault in ſeinem feſſelnden neuen Werke: „Die
Tafel und die Mahlzeit im Laufe der Jahrhunderte‟
das ſoeben in Paris erſchienen iſt. In den älteſten
Zeiten Aegyptens waren die Bewohner des
Nil=
landes begeiſterte Zwiebeleſſer; der Zwiebelzucht
wurde die größte Aufmerkſamkeit zugewandt, und
die Kochkünſtler des Pharaonenreiches erſchöpften ihre
Phantaſie in immer neuen Variationen, die Zwiebel
zuzubereiten. Sogar die Toten ſollten den
Wohl=
geſchmack der Zwiebel nicht entbehren, und man legte
ihnen einige dieſer Knollenfrüchte in den Sarg. Man
hat bei den Ausgrabungen in vielen Gräbern noch
ſolche Zwiebeln geſunden, die ſeltſamerweiſe nach
dieſer Jahrtauſende langen Abgeſchiedenheit noch die
Kraft des Wachstums zeigten und bei ſorgſamer
Be=
handlung ſozuſagen wieder zum Leben erwachten.
Als Gemüſe bevorzugten die Aegypter im übrigen
den heimiſchen Papyrus und den Lotus. Die
Aegyp=
ter waren übrigens überzeugte Anhänger des
Roaſt=
beef, zu dem ſie mit Behagen aus mächtigen Krügen
ihr Bier tranken, das ſo hoch geſchätzt wurde, daß
Diodorus Siculus behauptete, der Gott Oſiris ſelbſt
habe das Bier erfunden. Ueberhaupt waren die
alten Aegypter trotz des heißen Klimas ihres Landes
dem Alkohol keineswegs abhold, und es wäre
Ge=
ſchichtsfälſchung, wenn man behaupten wollte, ſie
ſeien ein beſonders nüchternes Volk geweſen. Die
Griechen nährten ſich in ihren älteſten Zeiten
vor=
wiegend von Gemüſen, Obſt und Wurzeln; Fleiſch
und Fiſch wurden nur in ſehr geringen Mengen
ge=
noſſen. Aber dieſe Einfachheit des Speiſezettels
ver=
ſchwand mit der Zeit, und im 6. Jahrhundert v. Chr.
umfaßte ihre Küchenkunſt alle Erzeugniſſe der Flora
und Fauna der ganzen Welt. Der moderne
Gour=
met, der ſo gern die Künſte des „Grills” in Anſpruch
nimmt, kann ſich auf die alten Griechen berufen, denn
auch ſie ſtellten die meiſten Fleiſchgerichte auf dem
Roſt her. Das Brot iſt erſt verhältnismäßig ſpät in
ihren Speiſezettel eingedrungen, dagegen beſaßen ſie
ſeit alten Zeiten eine Art Gebäck oder Kuchen, der
aus Gerſte bereitet wurde.
Die Trinkſitten der Hellenen ſind hoch entwickelt,
aber ihre Weine und Biere ſind durchweg leichter als
die ihrer Nachbarn. Im allgemeinen genoſſen ſie nur
wenig Alkohol, in Kos beſtanden ſogar
Beſtimmun=
gen, die den Weingenuß überhaupt erſt nach der
Ehe=
ſchließung erlaubten. Plato beſtimmt bekanntlich 18
Jahre als das früheſte Alter, in dem Wein
getrun=
ken werden dürfe. Von den Griechen übernahmen
die Römer die gefährliche Sitte, unmittelbar nach dem
Feſtmahl zu baden, um den Folgen des
Alkohol=
genuſſes vorzubeugen. Die Köche erfreuten ſich im
alten Griechenland beſonderer Achtung und
Wert=
ſchätzung, ſie nehmen im ſozialen Syſtem einen
Ehrenplatz ein, und mehr als einmal müſſen die
Sa=
tiriker die Prätentionen der Köche verhöhnen. Man
ſchätzte ſie als Künſtler ein, ein guter Koch mußte zum
mindeſten zwei Jahre gelernt haben. Sogar eine Art
von Patenten erkannte man den Köchen zu: wenn
einer ein neues Gericht erſonnen hatte, ſo gewährte
das Geſetz ihm das ausſchließliche Recht, dies Gericht
zu bereiten und zu verkaufen. Um das Jahr 470
v. Chr. bildete ſich gar eine „Geſellſchaft zur
Förder=
ung und Entwickelung der Kochkunſt”, und die
Epi=
kuräer, die dieſe Korporation ins Leben gerufen
hatten, veranſtalteten Wettbewerbe und erteilten
Preiſe. Bei ihren Feſtmahlen pflegten die Sybariten
im Speiſeſaal eine Anzahl von Vögeln loszulaſſen,
deren Flügel mit Wohlgerüchen getränkt waren und
die dann beim Flattern den Raum in eine
Atmo=
ſphäre von Duft und Parfüm tauchten.
Im Gegenſatz zu den Griechen ſind die Römer
von Anfang an ſtarke Fleiſcheſſer; ſie bevorzugen vor
allem Schweinefleiſch, das friſch, aber auch geſalzen
genoſſen wird. Im alten Rom waren die Köche wenn
möglich noch höher geachtet als in Griechenland, die
Kriege im Oſten trugen den orientaliſchen Luxus zur
ewigen Stadt, und als man eine Kommiſſion nach
Athen ſchickte, um die ſoloniſche Geſetzgebung zu
ſtu=
dieren, da kehrten die Abgeſandten nicht nur mit
grie=
chiſchen Gelehrten und Künſtlern heim, ſondern ſie
brachten auch eine ganze Reihe griechiſcher
Kochkünſt=
ler mit nach Rom. Das frühe Mittelalter läßt eine
gewöhnliche Mahlzeit meiſt aus drei Gängen beſtehen;
zuerſt wird ein Salat aufgetragen, der aus Hopfen
und anderen Pflanzen bereitet war und den Appetit
anregen ſollte. Dann folgte ein reichliches
Fleiſch=
gericht, meiſt Schweinefleiſch oder Wild, das
pyra=
midenförmig auf großen runden Brottellern
ange=
richtet war. Gebäck und Obſt beſchloſſen dann die
Mahlzeit. Aber die feinſten Blüten griechiſcher und
römiſcher Kochkunſt gingen im frühen Mittelalter
zum größten Teil verloren, und es folgte ein Zeit,
in der die Quantität über die Qualität ſiegte. Bis
dann, Jahrhunderte ſpäter, Frankreich die Führung
in der Kochkunſt übernahm und die Befriedigung des
Gaumens wieder zum Gegenſtand einer raffinierten
Kunſt machte, in der Qualität alles und Quantität
nichts bedeutet.
Literariſches.
— Annie Boyſen: „Die wir von der
Erde ſind” Roman 355 Seiten. Mit farbigem
Um=
ſchlag von V. Strzoda. Vita, Deutſches Verlagshaus,
Berlin=Ch. Geheftet 4 Mark, geb. 5 Mark. Die Heldin
dieſes Romans iſt als Kind deutſcher Eltern in Indien
geboren, hat unter Indiens Sonne ihre erſten
Jugend=
jahre verlebt. Die Verfaſſerin kennt Indien nicht weniger
als dieſes Wunderlandes größter Schilderer, Kipling. Und
ihr Buch bedeutet eine Ergänzung zu Kiplings Werken.
Denn ſie zeigt uns ſein Land von einer anderen Seite:
ge=
ſehen durch das Temperament einer Frau. Sie ſieht die
zarteren Geheimniſſe, die verborgenen Heimlichkeiten einer
Raſſe, die der Blick des Mannes nur mit großer
ungebro=
chener Linie umſchreibt. Als heitere Lichter ſind zwiſchen
die oft tragiſch geſteigerten Phaſen der Handlung
anmu=
tige heitere Szenen geſetzt, in denen die liebenswürdige
Gemütstiefe einer Ebner=Eſchenbach aufglänzt.
— Wohnſtätten des Lebens von Dr. Th.
Arldt, mit 38 Abbildungen. Leipzig, Verlag von
Th. Thomas, Geſchäftsſtelle der Deutſchen
Naturwiſſen=
ſchaftlichen Geſellſchaft. Preis 2 Mark, elegant geb.
2,80 Mark. — Das vorliegende Buch behandelt ein
außerordentlich intereſſantes biologiſches Problem in
ganz allgemein verſtändlicher Sprache, ohne jedoch in
den Fehler der Oberflächlichkeit zu verfallen. Es zeigt
dem Leſer die vielen Lebensmöglichkeiten der Tier=
und Pflanzenwelt in ihren verſchiedenen Stadien der
Entwicklung. Das Buch ſtellt eine kurze Geſchichte der
Organismen ſelbſt dar, die nicht bloß auf ihre
ver=
wandtſchaftlichen Beziehungen eingeht, ſondern
viel=
mehr ihre Entwicklung ſo exakt wie möglich zeitlich=
und örtlich feſtlegt. Von Künſtlerhand ausgeführte
Ab=
bildungen erläutern den Text und zeigen dem Leſer
vor allem auch eine Reihe ſehr intereſſanter und ſelten
abgebildeter Tierformen.
— Geſchichte des deutſchen Liberalismus,
von Oskar Klein=Hattingen, 1. Band. Buchverlag
der Hilfe, G. m. b. H. 508 Seiten mit zahlreichen
Por=
träts, broſch. 6,50 Mark, geb. 8 Mark. Der deutſche
Libera=
lismus hat jetzt ſeinen Hiſtoriker gefunden in Oskar Klein=
Hattingen, dem wir die glänzenden Bücher über Bismarck
und über Napoleon verdanken. Es iſt eine gründliche
ſach=
liche Arbeit, hinter der eine umfaſſende Durchforſchung
des zeitgeſchichtlichen Materials liegt. Sie wird fundiert
durch eine Unterſuchung über die geiſtigen Väter der
libera=
len Idee und durch eine knappe geſchichtliche Darſtellung,
wo in der Vergangenheit des deutſchen Verfaſſungslebens
die Anſätze praktiſcher liberal=demokratiſcher Politik ſich
zeigen. Das Buch will bei aller Zuverläſſigkeit keine
wiſ=
ſenſchaftliche Publikation im engeren Sinne ſein, ſondern
es hat den Ehrgeiz, ein Volksbuch zu werden. Die klare
einfache Darſtellung wird ihm dazu dienen.
Gewinnanszug
der
223. Rönkglich Preußiſchen Klaſſenlotterie.
5. Klaſſe. 20. Ziehungstag. 1. Dezember 1910.
(Nachdruck verboten.)
(Ohne Gewähr. A. St.=A. f. Z.)
In der Vormittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 15000 Mk. 276799
6 Gewinne zu 5000 Mk. 20446 119911 231268 299213
303812
49 Gewinne zu 3000 Mk. 1233 2747 4121 8921
9688 10273 13434 38183 63190 63726 75554 80849
86572 99218 103840 113919 122035 137661 139199
140847 152168 169397 171478 174645 177068 177999
179230 181742 193295 197657 200026 201916 205263
206492 207923 209609 210047 212623 215925 230858
233659 265825 273052 278770 280176 265406 291770
295163 296698
64 Gewinne zu 1000 Mk. 4053 13080 15798 26163
28360 30375 37280 37994 41914 45815 53930 54827
55565 68439 82622 91729 92319 95495 97173 101519
107394 119137 120799 122276 126299 127347 131091
132069 135472 136406 144843 146034 153286 159509
160310 183335 188953 190536 201080 201666 208477
211211 214888 222508 222541 225188 228024 229842
246087 253965 254701 258563 260355 270808 274544
276753 282509 283344 285079 285437 290545 300109
302561 303869
118 Gewinne zu 500 Mk. 3593 4320 8285 8793
10557 10758 12649 17796 18619 18771 18805 19146
27667 28049 30284 30480 31201 36069 38939 42555
43491 49964 51221 59111 61680 62923 63139 63625.
63750 69018 69477 70892 73511 76484 81015 82523
84289 85009 85135 87491 87531 91478 91632 94854.
98766 102720 104596 106901 112150 112656 120504.
123360 130825 132240 133654 140182 140278 140764
141628 143873 144488 144729 152839 156344 156882.
157679 161769 163847 164495 165187 166473 170118
170666 171994 177318 181874 185650 193652 195571.
197601 199494 200719 201342 205019 207144 207444
214125 218926 223344 224771. 225644 228165 230062
232764 235854 239270 242074 247258 262229 253842.
263523 266742 267639 268754 269417 269843 271343
275200 279909 282039 283534 285302 286793 288984
293399 295827 299575 301183
In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne
über 240 Mk. gezogen:
1 Gewinn zu 150000 Mk. 121682
1 Gewinn zu 10000 Mk. 43752
2 Gewinne zu 6000 Mk. 122657 228088
45 Gewinne zu 3000 Mk. 1077 20375 26977 27164
30646 34632 52457 56903 74690 81917 82939 84419
89077 95022 101173 101300 106887 121115 132347
137082 137747 139828 149764 150883 150963 158736
167123 168777 169586 171444 172529 179864 180689
190693 192236 207776 211412 216386 227284 229973
256700 281066 290006 292936 296249
70 Gewinne zu 1000 Mk. 971 2825 19605 28067
29090 30754 32435 34422 36647 36929 47554 49278
60696 57125 57292 59955 60906 62211 62220 63733
66572 69274 79000 85315 90925 93233 94973 98786
101411 110491 115954 127687 132828 138408 146681.
148233 153130 157351. 161922 167942 182477 183178
184890 190242 192091 197856 207673 211506 213616
213973 216505 218643 218740 222124 222843 224229
225098 225150 228584 233793 238656 214033 249352.
2—1394 258235 258428 258987 266759 270750 293574m
115 Gewinne zu 500 Mk. 2593 4176 6275 6649’
6994 7911 10422 11179 25076 25670 302 9 31248
32880 34328. 42857 46448 47571 51527 53942 55630
55925 59623 62196 62379 63838 64261 65724 66304.
67735 75138 76153 84501 84999 88587 91233 98915
101762 102761 103117 103920 104125 106383 113261.
113602 114172 115049 118624 118884 124676 128935
130293 132609 134044. 137310 137789 139878 140017
141825 146084 146230 152824 152952 154003 163976
165769 165935 171462 172222 174193 175720 183100
194423 187826 189025 199068 200495 203937 206380
207764 209350 214144 216200 220469 223581 226508
229010 231384 231571 233126 233992 245394 2 8142
250065 250253 253878 256/80 259370 261797 262078
264667 270401 274397 274708 275135 278016 278316
278827 279263 266604 267157 289516 296115 298738
300639 303970
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Nummer 284.
Durch Schnee und Eis
nach Grönlands
Renntierweiden
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Norden. — Selten ſchöne Szenerie.
Fontolini stiehlt ein
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Liebling des Publikums zu werden.
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Dieſes Programm enthält die beſten
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Dieſer Weltſchlager, welcher auch
beim hieſigen Publikum allgemeines
Lob gefunden, wird nur noch einige
Tage gezeigt
Naukes erster Sekt-
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Vor=
rausch. kommniſſe, welche
großes Gelächter hervorrufen.
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Aeußerſt intereſſant.
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Herz und Gemüt bewegend.
Hochintereſſant! Hochintereſſant!
Der
illustr. Nachrichtendienst
des
I. Darmstädter Kin0
Das Neueſte aus aller Welt
unter anderm:
Das
Leichenbegünguis
des großen russischen
Dichterphilosophen
Ee0 Toistole
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 35.
2
SMeutel Samstag, 3. Dez.:
3. Tag der internationalen
um den Grossen Preis von Darmstadt
Siegesprämien
urI, 6000 in bar 5
Terrikoff
(Russland)
Pietro
(Belgien)
Schneider
(Sachsen)
gegen
Lemmertz
(Cöin)
Debie
(Rheinland)
Rutz
(Strassburg)
Ferner: Entscheidungskampf
Eggeberg gegen Christensen
(Finnland)
(Schweden)
Monen?
Sonntag, 4. Dez. 1910
Grosse
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
mit ungekürztem Programm.
Kinder Erwachsene
In beiden Vorstellungen
Fortsetzung der Ringkämpfe
Die einzelnen Ringpaare werden
täg-
lich durch Plakatanschlag
bekannt-
gegeben.
Beginn der
Kämpfe gegen 10 Uhr.
Vorher das hochinteressante Variété-
Programm mit neuen glänzenden
Debuts.
Die Sonntag-Abend Vorstellung beginnt
nach Geschäfts-Schluss:
20chr.
Preise u. Vorverkauf wie bekannt!
(23426)
Hadwigsholen
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber.
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske.
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ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
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Musik von G. Puccini.
I.Akt: Tie Kirche SantAndreadellaValle
2. Akt:Im Palazzo Farnese
3. Akt:Auf der Plattform der Engelsburg.
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Ueber 60 Mitwirkende!
Preise: 3.50, 2.50, 2 u. 1 Mk.
Vorverkauf nur Verkehrsbüro.
Bahnhof=Reſtauration Beſſungen
Heute Samstag
wozu freundlichſt einladet
(*2944
Mathias Hees.
Samstag, den 3. Dezember 1910
Hierzu ladet ergebenſt ein (*29360fs
Adalbert Eppler, Grafenstr. 21,
„Zur Bavaria.‟
Heute Samstag
Ferzeisappe
Morgens Welfleisch
S Bratwurst m. Krau
wozu freundlichſt einladet
(C23430,15
Georg Hofferberth
Metzger und Wirt
Kiesſtr. 27 (vorm. Ullrich).
Samstag, den 3. Dezember 1910:
Restaurant Fortuna
Dieburgerstrasse 18.
Von morgens 9 Uhr Wellfleiſch m. Kraut
Abends gemütliche Unterhaltung.
Hierzu ladet ganz ergebenſt ein (*29522
P. Schweitzer u. Frau-
Reſtauration „Zur
n Haus
Ecke Grafen= und Waldſtraße
Samstag, 3. Dez. 1910
Ferzeist
wozu freundlichſt einladet
29341fs
Friedrich Rummel, Metzger u. Wirt.
Samstag, 3. Dezember abends:
Morgens: Wellfleiſch mit Kraut,
ſowie hausmach. Bratwurſt,
wozu freundlichſt einladet
(*29543
Anton Dieter, Kranichſteinerſtr. 28.
Zumgold. Stern, Bleichstr. 17
Samstag, den
3. Dezember: Metzelsuppe
morg. Wellfleiſch m. Kraut, friſche Wurſt.
29tot
Hierzu lad. freundl. ein Philipp Bitsch. (*
Großherzogliches Hoftheater.
Samstag, den 3. Dezember 1910.
71. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement C 18.
Feſt=Vorſt ellung
zu Ehren der Anweſenheit Seiner Hoheit
des Regenten des Herzogtums
Braun=
ſchweig, Herzog Johann Albrecht von
Mecklenburg, u. Höchſtſeiner Gemahlin.
Zum erſten Male wiederholt:
Suſannens Geheimnis.
Intermezzo in 1 Akt von Ermanno Wolf=
Ferrari.
Muſikal. Leit.: Hofkapellm. Hofrat de Haan.
Spielleitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Hr. Weber
Graf Gill .
Die Gräfin, ſ. Gemahlin Fr. Speiſer=
Suchanek
Sante, Diener . . . . Hr. Riechmann
Hierauf:
Brüderlein fein.
Alt=Wiener Singſpiel in einem Aufzug von
Leo Fall.
Perſonen:
Joſef Drechsler,
Dom=
kapellmeiſter, ehem.
Kom=
poniſt und Kapellmeiſter
am Leopoldſtädter The=
. Hr. Speiſer
ater
Frl. Zeiller
Toni, ſeine Frau
Gertrud, Haushälterin 1 Fr. Speiſer=
Suchanek
Die Jugend
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2.=Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe)
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.,
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. — Ende nach 9 Uhr.
Vorverkauf
von 11—1 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 4. Dez. Außer Abonnement.
Auf Allerhöchſten Befehl. Vorſtellung zu
ermäßigten Preiſen: „Bonifacius.”
Anfang 7 Uhr. (Vgl. beſondere Anzeige.)
Dienstag, 6. Dez. 72. Ab.=Vorſt. D 19.
Zu Mozarts Gedächtnis: „Die
Zauber=
flöte.” Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 7. Dez. 73. Ab.=Vorſt. A 19.
Romeo und Julia.” Julia . . Frl.
Verden vom Stadttheater in Bromberg,
als Gaſt. Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Sonntag, den 4. Dezember 1910.
Außer Abonnement.
Auf Allerhöchſten Befehl.
Vorſt ell un g
zu ermäßigten Preiſen.
Bonifacius.
Eine Weihnachts=Erzählung in 5 Bildern
von W. de Haan.
Perſonen:
Gundomar
Hr. Heinz
Gunloed, ſeine Frau.
Frl. Heumann
Irmin, deren Sohn
Frl. Zeiller
Wolfhag
Hr. Lehrmann
Wahnhild, ſeine Frau . . Fr. Rudolph
Helrun, deren Tochter . . Frl. Grünberg
Munin, der Bucklige
(Philippus)
Bonifacius
Frater Fidus
Frater Clemens
Odur, Oberprieſter
Siegrun, Oberprieſterin
Erſter
Zweiter 1 Mann
Dritter
Erſte
Zweite Frau
Dritte
Hr. Kroczak
Hr. Baumeiſter
Hr. Hönel
Hr. Semler
Hr. Riechmann
Frl. Oſter
Hr. Klotz
Hr. Geibel
Hr. Ungibauer
Fr. Ungibauer
Fr. Scherbarth
Frl. Wisthaler
Nach dem 3. Bilde findet eine längere
Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2 Mk., 2. Rang 1 Mk., Sperrſitz 1.50 Mk.,
Parterre 1 Mk.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Anfang 7 Uhr. — Ende 9 Uhr.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Dienstag, 6. Dez. 72. Ab.=Vorſt. D 19.
Zu Mozarts Gedächtnis: „Die
Zauber=
flöte‟. Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 7. Dez. 73. Ab.=Vorſt. A 19.
„Romeo und Julia.” Julia . . Frl.
Verden vom Stadttheater in Bromberg,
als Gaſt. Kleine Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Donnerstag, 8. Dez. 74. Ab.=Vorſtell.
B 18. Der fliegende Holländer.”
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt an allen
Wochentagen vormittags von 10 bis 12½
Uhr, geöffnet.
Montag, den 5. Dezember 1910
Drittes Konzert der Hofmuſik.
Anfang 7 Uhr.
Seite 36.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Nummer 284,
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empfiehlt ſich im Namen=
Stiekerin ſticken, in Stielſtich und
Hochſticken, ſowie im Feſtonieren. Näheres
in der Expedition ds. Bl.
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Hlödes, erste Arbeiterin
mit guten Zeugniſſen ſucht Stellung. (*29422
Offerten unter N98 an die Expedition.
*29427) Mädchen, das Schneidern kann,
ſucht Stellung, Konfektion bevorzugt.
Off. u. N 99 an die Expedition.
29402) Schneiderin ſucht Stelle, am
liebſten in Konfektion, ev. auch Aushilfe.
Zu erfragen in der Expedition.
23011a) Tücht. Schneiderin nimmt noch
Kunden an Wienersſtr. 58, 2. St.
*29377180) Tücht. Büglerin ſucht
Privat=
kundſchaft. Näh. Blumenthalſtr. 75, III.
*28694msi) Schneiderin nimmt noch
Kunden in und außer dem Hauſe an
Ahaſtraße 12. Hth., 2. Stock lks.
C23149,15) Aelteres alleinſtehendes
Fräu=
lein ſucht Stelle zur Pflege und Geſellſchaft
einer einzelnen Dame oder eines älteren
Ehepaares. Offerten unter 2 138 an die
Expedition Kiesſtraße 34.
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allen Zweigen des Haush., Stellung
Führung eines frauenloſen Haushalts.
Gutes 10 j. Zeugn. Offerten unter M 62
an die Expedition ds. Blattes. (*28858ss
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morg. bis nach d. Spülen Mollerſtr. 29, part.
*29499) Fleiß. ehrl. Mädchen ſucht
tags=
über Beſchäftigung, nimmt auch Aushilfe
an Arheilgerſtr. 25, Vorderhs., 1. St. rechts.
*29483) Junges unabhängiges
Mäd=
chen ſucht Aushilfſtelle. Näheres Neue
Niederſtraße 13, 3. Stock rechts.
*29540) Geſunde Amme vom Lande,
Hausmädchen, jüngeres Landmädchen
ſuchen ſofort Stellen Frau Dingeldein,
gewerb. Stellenvermittlerin,
Schützen=
ſtraße 10½, Telephon 531.
*29045) Ein braves zuverläſſiges Mädchen,
in allen häuslichen Arbeiten bewandert,
ſucht paſſende Stelle. Näheres
Schul=
ſtraße 8, 1. Stock.
*29510) Junges Mädchen aus guter
Familie vom Lande (20 J.), das eine landw.
Haushaltungsſchule beſucht hat, ſucht paſſend.
Stellung mit Familienanſchluß. Offerten
unter O. 32 an die Expedition.
22549) Mädchen, 21 u. 17 J., ſuchen Stellen.
Beſſ. 15j. Mädchen ſucht Stelle zu Kindern,
ſowie 1 ſauberer Hausburſche ſucht Stelle
nimmt auch Aushilfe an. Gewerbsm.
Stellenvermittl. Fr. Scheid, Dieburgerſtr. 32.
*29530) Junge Frau ſucht morgens zwei
Stunden Laufdienſt Erbacherſtr. 9, 1. I.
*29416) Mehrere Landmädchen, auch
Ober=
heſſin., ſuchen auf 1. Januar, ſowie mehrere
Aushilfen, Putz= und Waſchfrauen, ſuchen
ſofort Stellen
Jöckel, gewerbsm. Stellenvermittlerin,
Eliſabethenſtraße 32.
lung. Offerten u. O. 37 Exped. (*29397si
n. b. Einſ.=Freiwill.
Jung. Mann Zeugnis, ſucht Stel=
*2950so) Ein jg. Mann mit gut. Zeugn.
u. Empfehl., in Maſchinenſchr. u. Stenogr.
ausgebildet, ſucht Anfang des neuen Jahres
Stellung. Anerbiet. unter N 74 an die
Expedition dieſes Blattes.
Architekt
welcher die Techn. Hochſchule beſucht, ſucht
für halbe Tage Beſchäftigung, ſelbiger
war bei Behörden, Architekten und
Bau=
geſchäften tätig. Offerten unter O 19 an
(*29496
die Expedition.
*29458) Tücht. Kaufmann, Buchhalter,
Reiſ., mit la. langj. Zeugn. ſ. per 1. Jan.
1911 anderw. St. Off. u. O. 30 a. d. Expd.
Junger Mann
mit Einj.=Zeugn., der z. Zt. eine
Handels=
ſchule beſucht, ſucht zum 1. April Stelle
als Lehrling bei Bank oder großem kaufm.
Geſchäfte. Offerten unter M 22 an die
Expedition dieſes Blattes.
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21 Jahre alt vom Lande,
Junger Mann, m. ſchöner Handſchrift,
wünſcht irgendwelche Beſchäftigung, derſ.
verſteht auch mit Pferden umzugehen.
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Strebs. Kaufmann
21 Jahre, mehrere Jahre in einer hieſigen
Weinhandlung tätig, ſucht ſof. od. 1. Jan.
1911 Stellung. Suchender eignet ſich auch
für die Reiſe. Offerten unter N 78 an
(*29318fs
die Expedition.
Junger Pileger
ſucht Stellung, möglichſt bald, bei einem
alten Herrn, mache auch Nachtwachen. Näh.
(*29484so
in der Expedition.
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welches kochen kann, geſucht.
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Gesucht
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unter 20 Jahren, das einfach kochen kann
und in der Hausarbeit mithilft (B23000
Darmſtadt, Steinackerſtraße 11.
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auf dem Lande ſucht 1. Januar 1911 eine
üchtige Haushälterin, welche die
Beſor=
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des Dienſtmädchens obliegen würde. Gefl.
Off. mit Gehaltsanſprüchen, ſowie Angabe
des Alters u. d. ſeitherigen Tätigkeit beförd.
die Exp. ds. Bl. unter O. 36. (*29527si
Wegen Verheiratung
meiner Köchin ſuche ich ein gut empfohlenes
Mädchen,
welches ſelbſtändig kochen kann. (B23382
Zu erfragen Wilhelmſtraße 24.
*29046) Tüchtige Lauffrau ſofort geſucht
Kiesbergſtraße 52, 2. Stock.
*29480) Stellen finden per 1. Januar
Hausmädchen, Köchinnen und
Alleinmäd=
chen. Stellen ſuchen 2 jüngere Mädchen.
Frau Sidonie Frank, Schulſtraße 9,
gewerbliche Stellenvermittlerin.
*29474) Lauffrau geſucht Luiſenſtr. 30,
3. Stock.
Nächinnen, Alleinmädchen
welche kochen und nicht kochen, ſofort geſucht
Frau Dingeldein, gewerb.
Stellenver=
mittlerin, Schützenſtr. 10½, Tel. 531. (*29541
oder Mädchen ge=
Tüchtige Lauffrau ſucht für morgens
u. zum
pülen Inſelſtraße 34. (*29446
Zuverläſſiges Hausmädchen
im Nähen bewandert, für 1. Jan. geſucht.
Vermittlung angenehm. Näheres
Rhein=
ſtraße 41, I. nchm zw. 2 u. 4 Uhr. (23373
*29485) Laufmädchen für vor= u. nachm.
einige Stund. geſucht Saalbauſtr. 8, 1. St.
welches zu Hauſe
Tücht. Mädchen ſchlafen kann.
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Hoffmannſtraße 13½. (*29521
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Kurſe vom 2. Dezember 1910.
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3½ Deutſche Reichsanl. . 92,30
83,90
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 99,75
3½ do. Eonſols . . . . 92,40
83,90
3 do. do.
& Bad. Staatsanleihe . . 100,50
93,60
do.
3½
do.
3
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 100,30
do.
91,20
3½
3
do.
81,50
4 Hamburger Staatsanl. 100,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 100,80
do.
3½
91,20
do.
80,10
3 Süchſiſche Rente . . . 83,00
4 Württemberger v. 1907 101,90
3½
do.
92.90
5 Bulgaren=Tabak=Anl.
1½ Griechen v. 1887 . . 49,00
3½ Italiener Rente . . . 103,50
4½ Oeſterr. Silberrente . 97,20
EyProz.
Zſ.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 83,00
4½ do. v. 1905 . . . . 100,10
91,70
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 83,70
4 Türk. Admin. v. 1903 86,80
4 do. unifiz. v. 1903 93,00
4 Ungar. Goldrente . . 93,60
4 do. Staatsrente . 92,10
5 Argentinier . . . . . . 101,40
do. Goldrente . .
4
4 do. einheitl. Rente
3 Portug. unif. Serie I
3 do. untf. Ser. III
3 do. Spezial.
5 Rumänier v. 1903 . .
4 do. v. 1890. .
4 do. v. 1905 . .
4 Ruſſen p. 1880 a.
98,90
93,60
64,60
67,00
94,60
90,20
92,60
90,00
do.
4½ Chile Gold=Anleihe
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,00
86,70
do.
4½
4½ Japaner . . . . . . . 97,75
5 Innere Mexikaner . . 98,50
68,10
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 93,50
5 Gold=Mexikaner . . . 100,00
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt .
144,00
4 Nordd. Lloyd . . . . 107,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 122,20
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4. Anatol. Eiſenb. 60%
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4 Baltimore & Ohio . . 107,75
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betrieb . .
.. . . 244,00
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3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,00
4 Pfälzer Prt. . . . . . 100,70
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5 Oeſterr. Südbahn . . 99,10
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. 78,10
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4 Bagdadbahn Mk. 408 86,10
5 Anatoliſche Eiſenb. . . 99,00
.. 101,00
5 Tehuantepec .
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 169,75
: Darmſtädter Bank 130,80
Deutſche Bant 259,00
Deutſche Vereinsbank 126,50
Diskonto=Geſellſchaft . 193,90
162,80
Dresdner Bank
Mitteldent. Kreditbk. 121,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 130½
105,00
Pfälzer Bank.
143,20
Reichsbank .
Rhein. Kredit=Bank . 138,80
Wiener Bank=Verein 140,00
Pfandbriefe.
4 Frankſt. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 99,89
do. S. 19. . . . . 91,50
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,20
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 99,00
do.
9050
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 100,70
91,70
do.
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 99,00.
do.
90,80
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 99.60
3½
do. (unk. 1914) 90,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,20
d9,
3½
91,50
3f.
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt .
3½ do.
4 Frankfurt .
3½ do.
4 Gießen
3½ do.
4 Heidelberg .
3½ do.
4 Karlsruhe
3½ do.
4 Magdeburg. .
3½ do.
4 Mainz .
3½ do.
4 Mannheim .
3½ do.
München .
3½ Näuheim
4 Nürnberg .
3½ do.
4 Offenbach .
3½ do.
4 Wiesbaden .
3½ do.
4 Worms . .
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886.
Ju Proz.
91,30
101,00
95,00
99,90
91,00
3
100,50
99,90
. . 100,40
9½,80
* 101,10
91,50
91,70
100,00
100,20
. 80,90
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100
3½ Cöln=Mindner „ 100 134,80
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm. „ 100 105,00
Zf.
3 Madrider Fs. 100 76,80
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe.
136,50
Oeſterr. 1860er Loſe 177,10
. 124,50
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fi. 150 114,90
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
fl.
Braunſchweiger Tlr.
Freiburger
Fs.
Mailänder
Fs.
do.
Fs.
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 „
do. v. 1858 „ 1
Ungar. Staats „
Venediger
Frs.
Türkiſche
„
20 218,00
15
45
10 32,00
100 549,00
100 449,00
100 385,00
.30
400
Gold, Silber und
Vanknoten.
Engl. Sovereigns . .
20,46
20 Franks=Stücke .
16,14
Oeſterr. 20=Kronen .
16,90
Amerikaniſche Noten . .
Engliſche Noten . .
20,48
Franzöſiſche Noten . .
81,15
Holländiſche Noten .
169,30
Italieniſche Noten .
80,80
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten ..
Schweizer Noten .
80,90
Reichsbank=Diskonto .
5%
Reichsbank=Lombard Zäf. 6%
Nummer 284₰
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 39.
Maheiher de Sinenie Zumtiht 1.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
6—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 25. Nov.: dem Vizewachtmeiſter im
Garde=Drag. Regt. Nr. 23 Wilhelm Knillmann,
Eliſa=
bethenſtr. 58, e. T. Karoline Auguſte Elſe. Am 28.:
dem Lehramtsaſſeſſor Ferdinand Dern, Woogsplatz 10,
ei T. Wilhelmine Eliſabeth Annelieſe. Am 27.: dem
Lehrer Wilhelm Seitz, Gutenbergſtr. 60, e. S. Friedrich
Wilhelm. Am 22.: dem Hausburſchen Karl Seipel,
Langegaſſe 27, e. S. Ludwig. Am 25.: dem Taglöhner
Georg Köhler, Langegaſſe 53, e. S. Karl und Martin.
Am 28.: dem Hausdiener Friedrich Fornoff, Arheilger
Straße 54, e. S. Friedrich. Am 29.: dem Fabrikarbeiter
Wilhelm Barnewald, Gr. Bachgaſſe 14, e. T. Thereſe
Lina. Am 1. Dez.: dem Straßenreiniger Karl
Keß=
ler, Hochſtr. 20, e. T. Luiſe Maria. Am 30. Nov.: dem
Fabrikarbeiter Phil. Grieſer, Arheilger Straße 53,
e. S. Philipp.
Aufgebotene. Am 28. Nov. Gefreiter im Leibgarde=
Inf.=Regt. Nr. 115 Georg Peter, Alexanderſtr. 22, mit
Dienſtmädchen Margarete Wendel in Frankenhauſen.
Am 29.: Maſchinenformer Ludwig Kraft II. in
Pfung=
ſtadt mit Karoline Becker in Rülfenrod (Kreis
Als=
feld). Taglöhner Philipp Seibel VII. in Pfungſtadt
mit Anna Marie Chriſtiane Beck, ebendaſelbſt.
Stadt=
rechner, Rechnungsrat Johann Philipp Koch,
Speſſart=
ring 9, mit Dorothee Wilhelmine Eliſe Hein,
Schuſter=
gaſſe 12. Stukkateur Julius Angelus Ludwig Cima,
Feldbergſtr. 26, mit Margareta Eliſabetha Pullmann,
ebendaſelbſt. Am 30.: Schuhmacher Peter Guſtav
Adolph, Grafenſtr. 2, mit Barbara Suſanne
Schlan=
der, Arheilger Straße 83. Fuhrmann Georg
Weid=
ner in Eberſtadt mit Eliſabeta Wolff,
Alexander=
ſtraße 11. Telegraphenarbeiter Georg Hinkel,
Er=
bacher Straße 6, mit Dienſtmädchen Auguſte Luiſe
Schrödter, Wittmannſtr. 29. Buchdruckergehilfe Peter
Becker in Arheilgen mit Einlegerin Karoline
Höhner, Rhönring 51. Am 1. Dez.: Rechner der
Landesverſicherungsanſtalt dahier Georg Hermann
Stier, hier, mit Eliſe Berta Heinicke geb.
Lang=
hammer in Chemnitz. Bergmann Karl Ludwig Böcher
in Atzenhain mit Dienſtmagd Katharina Meckel,
eben=
daſelbſt. Pferdeknecht Leonhard Eckert in Nieder=
Kainsbach mit Maria Knell in Reichelsheim.
Geſtorbene. Am 28. Nov.: Privatin Ferdinande
Zöller, 79 J., ev., Heinrichſtr. 2. Am 30.: Amtsrichter
a. D. Georg Lindenſtruth, 61 J., ev., Ernſt=
Ludwig=
ſtraße 3. Kurt Schmitt, S. d. Metalldrehers, 1 J., ev.,
Schwanenſtr. 61. Eliſabetha Gebhard geb. Sudheimer,
Wwe. d. Mineralwaſſerhändlers, 72 J., ev.,
Mathilden=
platz 2. Am 1. Dez.: Adam Arnold, S. d. Steinmetzen,
1 J., ev., Liebfrauenſtr. 77. Juſtine Bopp geb. Koch,
Wwe. d. Bäckers, 56 J., ev., Karlſtr. 21.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
2. Advents=Sonntag, den 4. Dezember 1910
Hoſkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt. —
Abends um 6 Uhr: Jsrael=Miſſionspredigt. Pfarrer
Wagner. — Mittwoch, den 7. Dezember, abends 6 Uhr:
Adventsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Prälat D. Flöring.
Kantate von J. S. Bach: „Du Hirte Jsrael”. Kollekte
zur Deckung der Koſten. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Velte. — Nachmittags um 6 Uhr:
Pfarrer Kleberger. Predigt mit nachfolgender
Abend=
mahlsfeier.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Kandidat
Storck. — Vormittags um 11 Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Kleberger.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Freitag, den
9. Dezember, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
D. Diehl.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Diviſionspfarrer Lic. Schettler. — Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für den Samariterverein. —
Vormittags 10 Uhr: Pfarrer Kraus. — Vormittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Pfarrer
Dingeldey. Feier des heil. Abendmahls mit
Vor=
bereitung.
Martinskirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
D. Waitz. — Vormittags um 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt für den Weſt bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Abends um 6 Uhr: Pfarrer Widmann. Feier des hl.
Abendmahls mit Vorbereitung. Anmeldung in der
Sa=
kriſtei von 5¼ Uhr an.
Eliſabelhenſiſt Vormitags 10 Uhr,
Hauptgotes=
dienſt. Pfarrer Knöpp. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Abends 5 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer
Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhrl:
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags 11 Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Nachmittags um
6 Uhr: Kandidat Klingel.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Mittwoch,
den 7. Dezember, abends um 8 Uhr: Miſſionsſtunde.
Miſſionar Weißmann.
Panluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Profeſſor Trümpert. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Abends 6 Uhr:
Pfarr=
aſſiſtent Flöel.
Montag, den 5. Dezember, nachmittags 3½ Uhr:
Monatsverſammlung des Frauenvereins.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 4. Dez.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 4. Dezember, vorm. 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt freundlichſt eingeladen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtraße 30): Samstag, den
3. Dezember, nachm. um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
2. Advents=Sonntag, den 4. Dezember 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: Rorate=Amt. — Um 7 Uhr: Austeilung
der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe. — Um
½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr: letzte
heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr: Roſenkranz=
Bruderſchaftsandacht mit Predigt. — Um 4 Uhr:
Vor=
trag und Verſammlung im Mädchenheim. — Um 6 Uhr:
Adventsandacht. — Montag und Dienstag, vorm. um
½7 Uhr: Rorate=Amt. — Am Dienstag, vorm. um
½9 Uhr: Biſchöfliche Konſekration der St.
Ludwigs=
kirche. — Das levitierte Hochamt beginnt um ½12 Uhr.
Nach Beendigung der Konſekration findet Gottesdienſt
und Beichte wieder in der Pfarrkirche ſtatt, und zwar:
von Mittwoch bis Samstag, vormittags um ½7 Uhr:
Rorate=Amt. — Am Mittwoch, nachmittags um 5 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte. — Donnerstag, während
des Rorate=Amtes Predigt und gemeinſame Kommunion
für die Mitglieder der Jungfrauen=Kongregation, des
3. Ordens und des Vereins chriſtlicher Mutter.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½ 6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 3. Dezember,
nachmittags um ½5 Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
2. Advents=Sonntag, den 4. Dezember 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. —
Um ½ 7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: Rorate=Amt. —
Um ½ 10 Uhr: Hochamt und Predigt. — Nachmittags
um 2 Uhr: Adventsandacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
3. Dezember, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
2. Advents=Sonntag, den 4. Dezember 1910
Kollekte für Japan
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit Predigt.
— Nachmittags um ½3 Uhr: Herz=Jeſu=Andacht. —
Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 3. Dezember,
abends um 5 Uhr: Beichte.
2. Advents=Sonntag, den 4. Dezember 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmitags un 1½ Uhr:
Ehriſten=
lehre und Andacht. — Während der Woche vormittags
um ¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 2. Advents=Sonntag, den
4. Dezember, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The Church of England Service
4th December 1910, 2th Sunday in Advent
Divine Service will be held in the Hofkirche
at 4,00 p. m.
The Rev. Canon Me Lulich, Bad Homburg, will officiate.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. Nov.: Dem Uhrmacher
Karl Wilhelm Heinrich Otto Stein S. Hans, geb. 5. Nov.
27. Nov.: Dem Stukkateur Ludwig Reinhold Krauſe
T. Anna Margarete, geb. 9. Nov.
Johannesgemeinde: 29. Nov.: Dem
Frauen=
arzt Dr. Karl Heil T. Hadwig Hanna Lucie, geb
29. Juli.
Martinsgemeinde: 27. Nov.: Dem Taglöhner
Johannes Bitſcher T. Katharine Eliſabeth Margarete,
geb. 26. Okt. 24. Nov.: Dem Schloſſer Leonhard Grimm
S. Leonhard, geb. 13. Juli. 27. Nov.: Dem
Bürger=
meiſterei=Kanzliſt Karl Menger T. Gertrude Sophie
Marta, geb. 11. Okt. 28. Nov.: Dem Mechaniker Julius
Ludwig Wenzel S. Robert Georg Jakob, geb. 26. Aug.
Paulusgemeinde: 26. Nov.: Dem Straßenbahn=
Kontrolleur Georg Borger S. Willy Fürchtegott Hermann,
geb. 25. Ott. 27. Nov.: Dem Diplom=Ingenieur Ernſt
Guſtav Otto Fritz Morell in Rombach in Lothringen S.
Fritz Julius Guſtav Ernſt Hans, geb. 4. Aug.
Petrusgemeinde: 27. Nov.: Dem
Leder=
zuſchneider Friedrich Stein T. Katharina, geb. 2. Nov.
Dem Former Jakob Schuchmann T. Sophie Eliſabeth,
geb. 25. Okt.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. Nov.: Obermaſchiniſt Ernſt
Heinrich Oſterndorff und Anna Margaretha Maria
Eliſabeth Wittneven, beide von Grube Meſſel. 14. Nov.:
Poſtaſſiſtent Auguſt Poths aus Köln und Chriſtine
Martha Pfeifer. 26. Nov.: Regiſtratur=Aſſiſtent Juſtus
Röth und Katharina Spahn.
Johannesgemeinde: 26. Nov.: Kataſter=
Ingenieur Friedrich Lohnes und Roſa Krämer von hier.
Diplom=Ingenieur Heinrich Haas in Karlsruhe und
Franziska Stützel von hier.
Martinsgemeinde: 26. Nov.: Schloſſer Georg
Jakob Neff und Wilhelmine Müller, beide hier. 24. Nov.:
Schloſſer Willi Jakob Michael Hellmann und Marie
Hundsdorf. 26. Nov.: Landwirt Friedrich Karl Seibel
und Johannette Simon.
Paulusgemeinde: 29. Nov.: Kaminfeger Ludwig
Konrad Klenk in Lampertheim und Margarete Eliſabethe
König.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 28. Nov.: Suſanna Lorenz
T. des verſto b. Zimmermanns Lorenz, 39 J., ſtarb 25. Nov.
29. Nov.: Philipp Borger, S. des Schloſſers Johannes,
Borger, ¼ J., ſtarb 27. Nov.
Johannesgemeinde: 27. Nov.: Eliſabeth
Wegerich, geb. Arras, Ehefrau des Lademeiſters i. P.
Karl Wegerich, 64 J., ſtarb 25. Nov.
Martinsgemeinde: 28. Nov.: Frieda
Hoffer=
berth, T. des Taglöhners Michael Hofferberth, 4½ J.,
ſtarb 26. Nov. Fuhrmann Jakob Schafner, Witwer,
73 J., ſtarb 25. Nov. 30. Nov.: Chriſtine Kalbfleiſch, geb.
Zubrod, Witwe des Großh. Stempler Johannes
Kalb=
fleiſch, 77 J., ſtarb 27. Nov. 28. Nov.: Wilhelmine
Hein=
buch, Witwe des Gaſtwirts Heinrich Heinbuch, 67 J.,
ſtarb 25. Nov.
Paulusgemeinde: 22. Nov.: Luiſe Auguſte
Thomas, T des Depotarbeiters Ludwig Thomas, 19 J.,
ſtarb 20. Okt. 26. Nov.: Privatin Karoline Bechſtatt,
83 J., ſtarb 23. Nov. 27. Nov.: Amalie Königer, geb.
Zartmann, Witwe des Forſtinſpektors Wilhelm Königer,
71 J., ſtarb 24. Nov. 30. Nov.: Margarete Horſt, T.
des Kunſt= und Handelsgärtners Ludwig Horſt, 3 J.,
ſtarb 27. Nov.
Beerdigte aus Anſtalten:
26. Nov.: Steinhauer Peter Krämer aus Affolterbach
29 J., ſtarb 24. Nov.
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N 231.
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Produktions=Genossenschaft.
Eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftung.
Einladung zur ordentlichen Generalverſammlung
am Sonntag, den 11. Dezember 1910, nachmittags 3½ Uhr
im Mathildenhöhsaal, Dieburgerstrasse 26.
Tages=Ordnung:
1. Bericht des Aufſichtsrates und Vorſtandes.
2. Beſchlußfaſſung über die Verteilung der Erübrigung lt. § 42 des Statuts.
3. Erſatzwahl eines turnusgemäß ausſcheidenden Vorſtandsmitgliedes, § 5
Abſatz 3 des Statuts.
4. Bericht der Schlichtungskommiſſion.
5. Anträge. Siehe § 46 des Gen.=Geſ. und § 35 unſeres Statuts.
Antrag der Verwaltung: Bei allen zukünftigen Abſtimmungen ſind
die Legitimationskarten aufzuheben.
Mitglieder, welche Anträge zu ſtellen beabſichtigen, müſſen dieſe ſchriftlich auf
dem Kontor, Schloßgartenplatz 6, bis ſpäteſtens Mittwoch, den 7. Dezember, mittags
12 Uhr, einreichen.
Es iſt Pflicht eines jeden Mitgliedes, in der Generalverſammlung zu erſcheinen.
Legitimationskarten ſind am Saaleingang vorzuzeigen. Dieſelben dienen auch
(23333
zur Abſtimmung.
Der Aufſichtsrat:
J. Jung.
Freireligiöse Gemeinde Darmstadt
Samstag, den 3. Dezember abends 8¼ Uhr,
im weißen Saale der „Stadt Ptungstadt‟
Vortrag von Herrn Zieber aus Mainz
(23374
über
„Entſtehung, Weſenu. Wandlungd. Gottesglauben‟
Hierzu ſind alle Mitglieder, ſowie Freunde und Anhänger dieſer Sache
freundlichſt eingeladen.
Epangel. Frauenverein des Südwestbezirks der Stadtgemeinde
Mittwoch, den 14. Dezember, nachmittags 5 Uhr
im Kaiserseal (Grafenstrasse)
&
„Struwwelpeter‟
dargeſtellt von Kindern
en Beſten der Kinderfürſorge der Stadtgemeinde
unter Mitwirkung des Orcheſters der Oberrealſchule.
I. Platz (numeriert): für Kinder 1 Mk, für Erwachſene 2 Mk.
1 Mk.
II. Platz (numeriert): „ „ 50 Pf., „
Kartenverkauf im Verkehrsbüro und in den Buchhandlungen von Berg=
(23345
träßer und Waitz.
Heſſiſcher Goethebund.
Sonntag, den 4. Dezember, vormittags 11¼ Uhr
— im Kaiſerſaal:
Gedächtnisfeier für Robert Schumann.
Gedenkrede: Herr Prof. Dr. Nagel.
Mitwirkende: Frau Hönel=Tallardt, Fräulein Wilhelmine Heiß,
Fräulein Alice Lion, Herr Konzertmeiſter
Borne=
mann, Herr Jöckel.
Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 30 Pfg., beſondere
Sperrſitz=
karten Mk. 1.—. Studenten und Schüler zahlen 20 Pfg.
(23112ms
Eintrittskarten ſind zu haben in der Buchhandlung von Saeng, Kirchſtraße.
Deutscher Luftflottenverein
Landesverband Hessen, Ortsgruppe Darmstadt.
Montag, den 5. Dezember 1910, abends 8¼ Uhr,
(23131ms
Kaisersaal, Grafenstrasse:
Vortrag mit Lichtbilder-Vorführungen
des Herrn Privatdozenten Dr. Gasser über
Problem der Flugtechnik —
Die Mitglieder nebst Familien, sowie alle Damen und Herren, welche sich
hierfür interessieren, werden zu dem Vortrag hierdurch freundlichst eingeladen.
Eintritt frei.
Der Vorstand.
Chriſtliche Gemeinſchaft „Immannel”
(E. 9.)
Rheinſtraße 2.
Freundliche Einladung
zu den Vorträgen des Evangeliſten der deutſchen Zeltmiſſion
Herrn W. Teller aus Barmen.
Vom 27. November bis 9. Dezember 1910
Jeden nachmittag 4 Uhr (außer Samstag): Bibelſtunde.
Jeden abend 8½ Uhr, Sonntags 8¼ Uhr, Evangeliſation.
(22703a
Eintritt frei für jedermann!
Seite 42
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3, Dezember 1910.
Nummer 284.
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Montag, den 5. Dezember 1910. abends 7 Uhr
Drittes Konzert
im Grossh. Hoftheater zum Besten des Witwen- und Waisenfonds
der Grossh. Hofmusik und unter Mitwirkung des Herrn Gérard
Hekking-Denancy aus Amsterdam (Violoncello).
Programm:
1. Sinfonische Dichtung (Gadrun) in zwei Sätzen
2. Konzert für Violincell und Orchester
3. Kol-Nidrei für Violincell und Orchester
4. Sinfonie (Nr. 5 E-moll) .
*) Unter persönlicher Leitung des Komponisten.
G. Cords.?)
E. Lais.
M. Bruch.
P. Tschaikowsky.
Montag, den 5. Dezember, vormittags 10 Uhr,
Hauptprobe:
Eintritt Mk. 1.50.
In dieser Hauptprobe werden sämtliche Nummern des Programms zu Gehör
gebracht. Karten zur Hauptprobe sind in der Musikalienhandlung von Thies
Nachf., Elisabethenstr. 12, zu haben.
(23425so
Ludwigshöhe.
Sonntag, den 4. Dezember 1910
Konzert
der Kapelle des Leibgarde-Infanterie-Regiments Nr. 115
(gröss. Teil derselben). Leitung: Obermusikmstr. H. Hauske
Anfang 4 Uhr. Eintritt 25 Pfg.
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Herberge zur Heimat.
Wie alljährlich richtet der Vorſtand der „Herberge zur Heimat” auch in dieſem
Jahre, wo der Zudrang der Unterkommen und Verpflegung Suchenden wieder ſehr
ſtark iſt, die herzliche Bitte an die hieſigen Einwohner, ihm zur Bereitung der
Weih-
nachtsbescherung der durchreiſenden Handwerksburſchen mit gütigen Gaben an
Geld, warmer Kleidung und Wäſche, Zigarren und Tabak, behilflich ſein zu wollen;
gute Lektüre, event. auch Spiele, wären ſehr erwünſcht. Unſer Hausvater, Herr Huhn,
Große Ochſengaſſe 8, iſt gerne bereit, die Gaben in Empfang zu nehmen oder auf
Wunſch abholen zu laſſen. — Bei dieſer Gelegenheit ſprechen wir auch Allen, die uns
kürzlich bei der Anſchaffung von Betten durch Geld= und andere Gaben unterſtützt haben,
unſern herzlichſten Dank aus.
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Für den Vorſtand:
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Parterrelokal: Künstlerkapelle F. Otto
Bürgerkeller: Damenorchester Augustin
Festsälen: Salon-Kapelle Neusinger
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Heute Samstag, den 3. Dez. 1910
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
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9. Wanderung
Sonntag, 4. Dezember 1910
Jugenheim - Bedenkirchen-Lützelbach-Zintenauer
Schlösschen-Messbach-Spitze Steine-Gross-Bieberau.
Abfahrt Hauptbahnhof 7 Uhr 50, Süd: 7 Uhr 54.
Marschzeit 6½ Stunden. 2k
Führer: die Herren Wilh. Koch und Ralph Melsel.
Siutd
Teilnehmer= und Tiſchkarten vom 29. November ab bei Herrn
E. Wetzstein, am Sonntag nur bis 10 Minuten vor Abgang
(23309
des Zuges bei den Führern.
Der Vorstand.
Deutscher und Gesterreichischer Alpenverein
Sektion Darmstadt. E. V. Gegr. 1870.
Dienstag, den 6. Dezember 1910, abends 8½ Uhr pünktlich
im Fürstensaal, Grafenſtraße 20:
Monats=Verſammlung
Vortrag des Herrn Ferd. Schäfer: Skifahrten im Taunus
und Schwarzwald mit Vorführung von Lichtbildern.
Die Familienangehörigen der Mitglieder und eingeführte Gäſte ſind willkommen.
Dienstag, den 13. Dezember 1910, abends 8½ Uhr pünktlich,
im Restaurant Sitte. Karlſtraße 15:
Haupt-Versammlung
23308)
1. Kaſſenbericht des Rechners. 2. Jahresbericht des Schriftführers.
3. Wahl des Vorſtandes. 4. Ausloſung von Hütten=Anteilſcheinen.
Der Vorſtand.
25
Z
Bürger-Keller
B
täglich Konzert
Saſoy- (1984
Damen-Orchester.
S
4
Restaurant „zum Erbprinz
U Matalate 1.
Samstag, Sonntag und folgende Tage
Kbierfest nach Münchener Art
Grosses
Hierzu ladet freundlichſt ein
(22678a)
M. Klump.
Schützenklub „Edelweiß”, Bleichſtraße 40.
Grosses öfentliches Preisschiessen
vom 3. bis 18. Dezember 1910
wozu freundlichſt einladet
*29410
Der Vorstand.
Schöne Preise, neuer Stand.
Achtun
Achtung
Wo treffen wir uns heute Samstag abend?
Am Bahnhof in der Aſchaffenburger Bierhalle.
Da gibts a Gänſeklein, Leberknödel mit Kraut, Sauerbraten mit
Kartoffel=
knödel und noch vieles andere.
(*29322
Hierzu ladet ergebenſt ein
D. O.
Hugenschutz Feisenkener.
Morgen Sonntag Tanzkränzchen
unter Mitwirkung des Geſangvereins Olympia.
— Von jetzt ab jeden Sonntag Konzert —
oder
9463
Vereine mit Tanz. — Eintritt frei.
Samstag, den 3. Dezember 1910
Metzelsuppe.
Morgens Wellfleiſch mit Kraut,
wozu freundlichſt einladet
(*29487
August Hartmann, Alexanderstrasse 19.
Restauraution „Reichspost‟, Grafenstrasse 8
Samstag, den 3. Dezember 1910
Metzelsuppe.
M
(*29400
Morgens Wellfleich mit Kraut,
wozu freundlichſt einladet
Carl Wagner.
Konsum=veremn,
Zehnjährige Gründungs-Feier
Sonntag, den 4. Dezember, nachmittags 4 Uhr,
im Mathildenhöhsaal, Dieburgerstrasse 26
beſtehend in
Konzert, Theater und Tanz.
Zur Uraufführung gelangt:
7
„Durch unſere Kraft.
(23296
Verfaßt von einem Mitglied.
Eintritt 20 Pfg. für Erwachſene.
Der Festausschuss.
Das auf Hamstag, den 3. Dezember
angeſetzte
2
E
Hofchor-Konzert
im grossen Saale der Turngemeinde am Woogsplatz
(23433
mußte auf
Samstag, den 10. Dezember 1910
abends 8 Uhr
verlegt werden.
Schützenhof.
Sonntag, den 4. Dezember 1910, abends ½8 Uhr,
(*29499
in den Keller-Lokalen
einer Abteilung der Kapelle des Grossh. Artillerie-Korps.
Eintritt frei.
Resiauration zur „Stadt Pfungstadt‟, Elisabethenstr. 2.
Mittagstiſch à 70 Pfg. u. 1 Mk., im Abonnement billiger.
Von 5 Uhr ab Souper à 1 Mk.
(*29437
Morgen Sonntag verschiedenes Geflügel, Fische, Wild, Braten, Ragouts,
und sonst noch reichhaltige, abwechselnde Speisekarte.
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Seite 44.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Zweite Kammer der Stände.
69. Sitzung.
St. Darmſtadt, 2. Dezember.
Am Regierungstiſche: Miniſter des Innern von
Hombergk zu Vach Exz., Geh. Staatsrat Krug
von Nidda, Geheimeräte Dr. Becker, Beſt,
Süf=
fert, Frhr. v. Biegeleben, Miniſterialrat
Höl=
zinger, Geh. Oberfinanzrat Rohde.
Präſident Haas eröffnet die Sitzung um 10¼ Uhr.
Erſter Gegenſtand der Tagesordnung iſt die
Vorſtel=
lung des Oberbahnaſſiſtenten Ferkinghoff zu
Darm=
ſtadt, betreffend
Penſionsverhältniſſe der vormaligen
Ludwigsbahnbeamten.
Berichterſtatter Abg. Molthan verweiſt auf
ſeinen ausführlichen ſchriftlichen Bericht, in dem der
Ausſchuß beantragt, die Regierung zu erſuchen, die
Vorſtellung in erneuten Verhandlungen beim
preußi=
ſchen Miniſter der öffentlichen Arbeiten nachdrücklichſt
vertreten zu wollen. Mit der Vorſtellung hat ſich das
Haus bereits mehrfach beſchäftigt. Es wird darin im
Intereſſe aller Beteiligten, die in ihrer großen
Mehr=
zahl heſſiſche Staatsangehörige ſind dringend gebeten,
mit der Großh. Staatsregierung in Verhandlung treten
zu wollen zwecks Herbeiführung folgender
Zuge=
ſtändniſſe für die vormaligen
Ludwigsbahnbeam=
ten: 1. Fortfall der Beiträge für alle Anſprüche, ſoweit
ſolche auch den Mitbeamten beitragsfrei zuſtehen, und
Anrechnung der Privatbahndienſtzeit als
Staatsdienſt=
zeit. 2. Beibehaltung angemeſſener Beiträge für die
aus älteren Statuten herrührenden Teilanſprüche,
ſo=
weit ſolche über die Höhe der geſetzlichen Anſprüche
hinausgehen. 3. Bewertung der Kriegs= und
Militär=
dienſtjahre. 4. Beſeitigung der veralteten
Statutvor=
ſchrift, wonach Gehaltszulagen erſt nach Jahresfriſt
an=
rechnungsfähig ſind.
Abg. Uebel gibt in längerer Rede, in der er die
Vorſtellung warm befürwortet, eine eingehende
Dar=
ſtellung der Verhältniſſe, die ihn zu der Feſtſtellung
kommen läßt, daß tatſächlich eine ungerechte
Behand=
lung der fraglichen Beamten vorliegt. Es handle ſich
hier um eine der Unbegreiflichkeiten, die der
Gemein=
ſchaftsvertrag gezeitigt hat. Preußen habe ſich nicht
nobel gezeigt gegen dieſe Beamten, im Gegenſatz zu
Bayern, das bei Uebernahme der pfälziſchen Bahnen,
und zu der Reichspoſtverwaltung, die bei Uebernahme
der Privatpoſten viel nobler gehandelt habe. Die
Be=
handlung der Ludwigsbahnbeamten ſei unſozial und
darum unhaltbar. Man habe den von den Beamten
aufgebrachten Fürſorgefonds von rund 1¾ Millionen
nicht berückſichtigt und den Uebertritt durch rigoroſe
Bedingungen erſchwert. Die Beamten werden dadurch
durch Beitragsbelaſtung erheblich belaſtet und die
Gemeinſchaftskaſſe bereichere ſich dadurch in
ungerecht=
fertigter Weiſe. Redner führt zum Beweiſe ſeiner
Ausführungen zahlreiche Beiſpiele aus der Praxis an.
Abg. Dr. Oſann hätte gewünſcht, daß die
Regier=
ung ſich zu dieſen dem praktiſchen Leben entnommenen
Beiſpielen äußere, und die Angriffe, die der
Vorred=
ner daraus herleitete, wenn möglich widerlege. Das
ſcheine nicht der Fall. Man dürfe angeſichts dieſer
Bei=
ſpiele ſich nicht damit abſpeiſen laſſen, daß eine Abhilfe
auf Grund des Vertrages nicht möglich ſei. Man habe
den Beamten ſeinerzeit Bedingungen geſtellt, die ihnen
den Uebertritt in preußiſche Dienſte ungemein ſchwer
gemacht haben. Man habe ſie auch im Unklaren über
ihre künftigen Penſionsverhältniſſe gelaſſen. Die
Un=
zufriedenheit in den Beamtenklaſſen und auch die
Un=
zufriedenheit bei den Vertretern des heſſiſchen Volkes
darüber ſei groß, und die Regierung habe die Pflicht,
der Reichsregierung, reſp. dem Verkehrsminiſter das
eindringlichſt klar zu machen. Es ſcheine aber, als ſei
die Regierung über dieſe tiefgehende Unzufriedenheit
nicht unterrichtet. Die Regierung habe aber gerade in
heutiger Zeit die Pflicht, für Zufriedenheit in der
Be=
amtenſchaft zu ſorgen. Der Ausſchußantrag treffe das
einzig Richtige und es müſſe dringend gefordert
wer=
den, daß die Regierung in erneute Verhandlungen
möglichſt energiſch eintrete. (Lebh. Bravo.)
Abg. Ulrich beginnt ſeine Ausführungen mit
ſeiner alten Forderung auf Reviſion des ganzen
Ver=
trages. Man rede und rede hier ſchon zum xten Male
und es ſei nicht einmal ein verantwortlicher Miniſter
anweſend. Der kleine Bruder habe immer noch Angſt
vor dem großen, das habe auch die Empfindlichkeit des
Staatsminiſters vor drei Tagen bewieſen. Es ſcheine,
als habe unſere Regierung ein ſo dickes Fell, daß eine
Elefantenhaut gar nichts dagegen ſei.
Präſident Haas rügt dieſe Aeußerung als
unge=
hörig.
Geheimerat Frhr. v. Biegeleben: Der Herr
Vorredner hat die Abweſenheit der Herren Miniſter
zu Angriffen gegen die Regierung benutzt und aus der=
Tatſache der Abweſenheit eine Gleichgültigkeit der
Re=
gierung gegenüber den Wünſchen der Beamten
herlei=
ten zu können geglaubt. Ich muß gegen dieſe
Auffaſ=
ſung, ſowie gegen die nachherige geſchmackvolle
Charak=
teriſierung der Regierung ganz entſchieden
Ver=
wahrung einlegen. Es iſt dem Hauſe doch bekannt,
daß der Herr Finanzminiſter durch Krankheit
verhin=
dert iſt und der Herr Staatsminiſter iſt durch
Ver=
handlungen mit den Ausſchüſſen der Erſten Kammer in
Anſpruch genommen. Dafür iſt der Vertreter des
Fi=
nanzminiſteriums, Herr Geh. Oberfinanzrat Rohde
an=
weſend.
Geh. Oberfinanzrat Rohde führt aus: Die
Re=
gierung hat in der vorliegenden Sache wiederholt mit
der preußiſchen Regierung verhandelt und ſeinerzeit
auch eine Herabſetzung der Beiträge der
Ludwigsbahn=
beamten erreicht. Weitere Wünſche hat der preußiſche
Miniſter abgelehnt. Es müſſe in der Frage auch in
Erwägung gezogen werden, daß ſie nicht nur in
finan=
zieller Beziehung zu weittragenden Konſequenzen führt,
ſondern auch für zahlreiche preußiſche Beamte, die
früher der heſſiſchen Ludwigsbahn angehörten,
Konſe=
quenzen nach ſich ziehen würde. Man könne doch nicht
ohne weiteres die ſeinerzeit getroffenen Verabredungen
einfach aufheben. Doch könne Redner namens der
Re=
gierung erklären, daß ſie, wenn das Haus einen
dahin=
gehenden Antrag annimmt, bereit ſei, in erneute
Verhandlungen mit dem preußiſchen
Verkehrs=
miniſterium einzutreten und die Wünſche dort zu
ver=
treten.
Nach weiterer kurzer Debatte wird der
Aus=
ſchußantrag einſtimmig angenommen.
Keine Folge gegeben
wird der Vorſtellung des Eiſenbahnſekretärs i. P.
Friedrich Pfau in Mainz, der erhöhte
Penſionsan=
ſprüche zugeſtanden haben will.
Diäten und Umzugskoſten der
Staats=
beamten.
Der Abg. Bähr beantragt, die Kammer wolle
be=
ſchließen, die Regierung zu erſuchen, eine Neuregelung
der Diäten und Umzugskoſten der Staatsbeamten
her=
beizuführen. Die Regierung gab darauf die Antwort,
daß ſie inſolange nicht in der Lage iſt, zu dem Antrag
des Abg. Bähr Stellung zu nehmen, als nicht der
An=
trag eine nähere Begründung erhält. Dieſe Antwort
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Nummer 284.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 3. Dezember 1910.
Seite 45,
wurde am 2. Dezember 1909 dem Herrn Antragſteller
mitgeteilt. Da eine nähere Begründung des Antrags
nicht gegeben wurde, beantragt der Ausſchuß, den
An=
trag Bähr für erledigt zu erklären.
Abg. Bähr begründet ſeinen Antrag heute damit,
daß die Beſtimmungen veraltet ſind. Er bittet, den
Ausſchußantrag abzulehnen und ſeinen Antrag der
Regierung als Material zu überweiſen. — Abg. Wolf
beantragt, die Regierung zu erſuchen, den Antrag Bähr
bei der Reviſion der Verwaltungsgeſetze in eingehende
Erwägung zu ziehen. — Staatsminiſter Ewald ſtellt
feſt, daß an eine Reviſion des Diäten= und
Umzugs=
koſtenweſens ſchon längſt gedacht wird, doch laſſe ſich
dieſe erſt durchführen mit der Reviſion der
Beſoldungs=
ordnung. Es empfehle ſich daher die Annahme des
Ausſchußantrages. — Abg. Dr. Oſann ſpricht ſich in
gleichem Sinne aus. — Der Ausſchußantrag
wird dann angenommen.
Volksſchule und Volksſchullehrer.
Die Abgg. Ulrich und Genoſſen haben folgende
Anträge eingebracht: Die Kammer wolle die Regierung
erſuchen, den Landſtänden alsbald einen Geſetzentwurf
zugehen zu laſſen, der 1. die Uebernahme ſämtlicher
Volksſchullaſten auf den Staat regelt; 2. den
Artikel 86 des Volksſchulgeſetzes von 1874, betreffend
Erhebung von Schulgeld dahingehend abändert, daß
Schulgeld für den Beſuch der allgemeinen
Volks=
ſchule nicht mehr erhoben werden darf; 3. den
Schü=
lern der Volksſchule alle erforderlichen Lehrmittel
un=
entgeltlich geliefert werden.
Die Kammer wolle die Regierung erſuchen, in das
Landſtänden alsbald eine Vorlage zu machen, wonach
die Volksſchullehrer in die Kategorie der
Staats=
beamten eingereiht werden.
Die Kammer ſolle die Regierung erſuchen, in das
Budget einen Ausgabepoſten von 50000 Mark
einzu=
ſtellen, der dazu beſtimmt iſt, befähigten Kindern
unbemittelter Eltern die koſtenfreie
Ausbild=
ung und Unterhaltung auf den höheren Schulen und
der Univerſität zu ermöglichen.
Dazu liegt eine Vorſtellung der
Bürgermeiſte=
rei Arheilgen vor, betreffend Uebernahme
ſämt=
licher Volksſchullaſten auf den Staat.
Sämtliche Anträge haben ſchon mehrfach das Haus
beſchäftigt. Sie beanſpruchen aber zu ihrer
Durchführ=
ung die Staatsmittel in einer Höhe und in einem
Um=
fange, deren Beſchaffung unüberwindliche
Schwierig=
keiten bereiten würde. Die Regierung behält auch
heute ihren ablehnenden Standpunkt bei. Der
Aus=
ſchuß beantragt daher Ablehnung ſämtlicher
An=
träge.
Abg. Bach macht hierzu längere Ausführungen, in
denen er ſich gegen die Verſtaatlichung der
Volks=
ſchullehrer ausſpricht, weil dieſe eine
Bureaukratiſier=
ung der Volksſchulen nach ſich ziehen würde, die Schule
aber gerade mehr wie eine andere Staatseinrichtung
der freien Bewegungs= und Entwicklungsmöglichkeit
bedarf. Im übrigen möge man die Anträge der
Re=
gierung als Material bei der Neuregelung der=
Beſold=
ungs= reſp. Volksſchulgeſetze überweiſen.
Abg. Raab tritt für die Anträge ein. Der
Vor=
redner ſei inkonſequent, wenn er gegen die
Verſtaat=
lichung der Volksſchule ſpreche und andererſeits die
ſtaatliche Anſtellung der Volksſchullehrer anſtrebe. Die
Verſtaatlichung des Volksſchullehrers ſei durchaus
nötig. Schon jetzt können kleinere Gemeinden ihre
Schullaſten nicht mehr tragen. Eine
Bureaukratiſier=
ung brauche dadurch keineswegs einzutreten. Der
Aus=
ſchuß habe ſich die Arbeit ſehr leicht gemacht mit der
glatten Ablehnung. Man möge dieſe ablehnen und
durch Annahme der Anträge die Regierung zwingen,
ſich mit der Sache wenigſtens zu beſchäftigen. — Abg.
Schönberger ſpricht ſich ebenfalls für
Verſtaatlich=
ung der Volksſchulen aus, da dadurch erſt eine gerechte
Verteilung der Laſten herbeigeführt würde. — Abg.
Hauck warnt davor, allen begabten unbemittelten
Kin=
dern das Studium zu ermöglichen. Dadurch würden
die guten Geiſteskräfte den unteren Volksſchichten
ent=
zogen und dieſe blieben zurück in der
Kulturentwick=
lung. Redner ſchlägt ebenfalls Ueberweiſung als
Ma=
terial vor. — Abg. Bach ſpricht ſich noch für
Gewähr=
ung von freien Lernmitteln aus an alle Schüler, deren
Eltern es wünſchten. Er fordert weiter eine
einheit=
liche Volksſchule für alle Stände, wie ſie in Bayern
ſchon eingeführt iſt. — Abg. Ulrich tritt nochmals
ein=
gehend für ſeine Anträge ein.
Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
Exz.: Die Regierung hat ſich ablehnend verhalten und
iſt der Anſicht, daß der Ausſchuß bei der gegenwärtigen
Sachlage den richtigen Standpunkt eingenommen hat.
Der rechte Zeitpunkt, ſich über die ſachliche und
grund=
ſätzliche Seite der Fragen zu unterhalten, wird kommen
bei Gelegenheit der Reviſion des Volksſchulweſens, die
bereits in Angriff genommen iſt. — Nach einem
Schluß=
wort des Berichterſtatters wird der
Ausſchuß=
antrag angenommen. Der Antrag Schönberger,
betreffend Uebernahme der ſachlichen Volksſchullaſten
auf den Staat, wird abgelehnt, der Antrag Bach,
be=
treffend Ueberweiſung der Anträge als Material an
die Regierung, wird angenommen.
Auf die Anfragen der Abgg. Ulrich und Dr.
Winkler, betreffend die Veruntreuungen des
Notars Hubert in Oppenheim, verlieſt
Staats=
miniſter Ewald Exz. eine lange Regierungserklärung,
in der die Regierung im weſentlichen eine
Schadens=
erſatzpflicht den Geſchädigten gegenüber ablehnt. —
Es wird Beſprechung und Drucklegung der Antwort
beantragt und beſchloſſen.
Zur Anfrage der Abgg. Reh und Genoſſen, betr.
Maßregelung des Oberlehrers
Strecker=
verlieſt Miniſter des Innern v. Hombergk zu Vach
Exz. eine Erklärung, in der die Maßregelung wegen
er Aufforderung an ſeine jungen Freunde, das
Gegen=
teil zu tun von dem, was der katholiſche
Religions=
lehrer ihnen empfiehlt, gerechtfertigt wird. Um ein
politiſches Vorgehen habe es ſich dabei nicht gehandelt.
Dr. Strecker habe ſelbſt eingeſtanden, einen Mißgriff
getan zu haben, der nicht wieder vorkommen ſoll.
Auch dieſe Antwort ſoll gedruckt werden.
Gleiche Erledigung erfahren die Anfragen des Abg.
Wolf, betreffend die Handhabung des neuen
Wein=
geſetzes, des Abg. Korell, betreffend die Anwendung
des Reichsviehſeuchengeſetzes, des Abg. Reh, betreffend
Verwendung von Gerichtsaſſeſſoren, und des Abg.
Raab, betreffend die Bahnhofsverhältniſſe zu Vilbel.
Bei Verleſung dieſer Antworten ſind noch 6
Abgeord=
nete im Hauſe anweſend.
Um 2½ Uhr wird die Sitzung geſchloſſen. Nächſte
Sitzung Dienstag 10 Uhr.
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