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173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
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Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Jt 215.
Mittwoch, den 14. September.
1910.
Die heutige Nummer hat 20 Seiten.
Der Reiſe des deutſchen Kronprinzen nach Indien
widmet die Times einen beſonderen Artikel. Sie findet
keinen Anlaß, der Reiſe eine übergroße Bedeutung
beizu=
meſſen. Das Reiſen ſei ein weſentlicher Teil der
Erzieh=
ung künftiger Herrſcher geworden. Die Wiedergeburt
der aſiatiſchen Völker werde einen der
entſchei=
denden Punkte der Geſchichte des 20. Jahrhunderts bilden.
Wenn den Kronprinzen die Reiſe auch mit den aſiatiſchen
Fragen nicht tief vertraut mache, müſſe ſie gewiſſe Vorteile
für ihn haben. Hätte Kaiſer Wilhelm den Oſten aus erſter
Hand gekannt, ſo würde er die gelegentlichen verkehrten
Auffaſſungen aſiatiſcher Beſtrebungen, die er in ſeinen erſten
Regierungsjahren bekundete, vermieden haben. „Wir ſind
überzeugt,” ſchreibt das Blatt, „daß der Prinz nirgends ſo
warm empfangen werden wird wie in Indien. Der
Empfang wird doppelt herzlich ſein, weil er nicht nur der
Thronfolger eines großen mächtigen Reiches, ſondern auch
der Verwandte des König=Kaiſers Georg und der
Ab=
kömmling einer britiſchen Prinzeſſin iſt. (!) In Indien, wo
fürſtlichen Stammbäumen ganz beſondere Verehrung
ge=
zollt wird, habe dieſe Verwandtſchaft des Kronprinzen mit
dem engliſchen Königshauſe noch mehr Bedeutung als im
Weſten. Der Kronprinz werde in Indien vielleicht mehr
von Englands dortigen Errungenſchaften und Verdienſten
als von ſeinen zugegebenen Fehlern ſehen. Obwohl ſich
gerade jetzt die Folgen von Englands Irrtümern
beſon=
ders geltend machen, bleibe doch noch genng von dem
Segen und Glanz der britiſchen Regierung übrig, um es
mit Stolz zeigen zu können.
Die Times fährt dann fort: Wenn der Kronprinz auf
ſeiner Reiſe nicht oft deutſchen Boden betreten wird, ſo
wird er doch viele Beweiſe der weiten Ausdehnung
deutſchen Einfluſſes finden. Jede große
Handels=
ſtätte im Oſten hat eine blühende deutſche Kolonie. Die
deutſchen Kaufleute in Indien haben bedeutende Werte
geſchaffen und erkennen bis zu einem gewiſſen Grade eine
Gemeinſchaft mit den Engländern an, obwohl Deutſchland
unſer größter Rivale auf den Märkten des Oſtens iſt, und
wir doch froh ſind, ſagen zu können, daß der Wettkampf
ſich im allgemeinen auf recht freundlicher Baſis vollzieht.
Des Kronprinzen Reiſe wird dieſes
freundſchaft=
liche Verhältnis noch ſtärken; er geht auf dieſe Reiſe
nur in der Abſicht, Kenntniſſe zu ſammeln, und der Kaiſer
tut weiſe daran, daß er ſeinem Sohne Gelegenheit gibt,
ſeinen Horizont zu erweitern. Wir möchten gern, daß der
Kronprinz, während er ſich in Indien aufhält, nicht nur
als Gaſt Indiens, ſondern auch als der Englands
gelte. Wir regen hier eine rein innere finanzielle Frage
an, mit der Deutſchland nichts zu tun hat. Indien hat
ſchon häufig Koſten zu tragen gehabt, die England hätte
teilen ſollen, und da Indien wenig direkte Beziehungen
zu Deutſchland hat, wäre es ein beſonderes Kompliment
für den deutſchen Kronprinzen, wenn Großbritannien an
dem Vergnügen, ihn zu bewirten, teilnähme.
Mr. Jaures
hat in der Frankfurter Sozialiſtenverſammlung den
So=
zialismus nicht nur als den Propheten, ſondern auch als
den Bringer des ewigen Friedens und der
Völkerverbrü=
derung gefeiert. Seine ſchwungvollen Tiraden ſchaffen
aber nicht die Tatſache aus der Welt, daß Frankreichs
Sozialiſten als verantwortliche Mitglieder der
Re=
gierung ſorgfältig an der franzöſiſchen Rüſtung
fortgearbeitet und dabei die Zuſtimmung der meiſten
ſo=
zialiſtiſchen Parlamentarier gefunden haben. Da
Jaurés ſeinen Blick auch auf England richtete, ſei er
daran erinnert, daß gerade die zielbewußten engliſchen
„Genoſſen” unter der Führung von Hyndman und
Quelch ſich aufs ſchärfſte für die Verſtärkung der
engliſchen Flotte, bezw. für die Beibehaltung des
Seebeuterechtes ausgeſprochen haben. Wer unter ſolchen
Umſtänden mit der apodiktiſchen Sicherheit eines Jaurés
den Sozialismus als Stifter des ewigen Friedens malt,
ſtellt an die Gläubigkeit der Zuhörer keine geringen
An=
forderungen. Dasſelbe tat Jaurés mit der Behauptung,
nirgends in der ganzen Welt gebe es ein ſolches
Mißver=
hältnis zwiſchen der geiſtig=ökonomiſchen Kraft des Volkes
und ſeinen politiſchen Rechten wie in Deutſchland.
Nachdem das deutſche Volk ſeit beinahe einem halben
Jahrhundert im Beſitz des allgemeinen und gleichen Wahl=
rechtes iſt, kennzeichnet ſich jene Behauptung ohne weiteres
als eine maßloſe Uebertreibung auch im Munde deſſen,
der für das Volk die unbedingte Herrſchaft über den Staat
beanſprucht. Jaurés verſtieg ſich infolge ſeiner Sucht, den
Machthunger der deutſchen Sozialdemokratie
aufzupeit=
ſchen, zu der weiteren Behauptung, daß das deutſche Volk
aus der Verwaltung ganz ausgeſchloſſen ſei. Ein
Franzoſe, der vor Ausländern auf das Thema „
Verwal=
tung” eingeht, müßte doppelte Vorſicht üben, wenn er
dabei zu Deutſchen ſpricht. Denn die Freiheit der
Ver=
waltung — mag ſie in Preußen und in anderen
Bundes=
ſtaaten auch manches zu wünſchen übrig laſſen — iſt
dies=
ſeits der Vogeſen ſicherlich größer als jenſeits derſelben.
Was nützt den Franzoſen das allgemeine und gleiche
Ge=
meindewahlrecht, wenn die Befugniſſe der Gemeinde=,
Arrondiſſements= und Generalräte aufs äußerſte beſchränkt
ſind und der größte Teil ihrer Beſchlüſſe von der
Regie=
rung genehmigt werden muß? Die wahre Natur des
franzöſiſchen Verwaltungsſyſtems iſt für die
wiſſenſchaft=
liche Forſchung auch in Frankreich längſt kein Geheimnis
mehr. Seignobos z. B. ſchreibt hierüber in ſeiner „
Poli=
tiſchen Geſchichte des modernen Europa” (Leipzig, Dr. W.
Klinkhardt) u. a.:
„Die Revolutionen erſtreckten ihre Wirkungen nur auf
den Mechanismus der Zentralregierung und auf den Beſitz
der Gewalt. Unberührt vom Kampfe blieben die ſoziale
Ordnung und der Verwaltungsmechanismus . . . Der
zentraliſtiſche und bureaukratiſche
Verwaltungsmechanis=
mus des Empire iſt faſt unberührt geblieben. Alle
Par=
teien haben ihn in der Oppoſition als drückend erklärt,
aber zur Regierung gelangt, haben ſie ihn als ein
Inſtru=
ment der Macht beibehalten . . . Die Beamten neigen, da
ſie eine von oben übertragene und praktiſche lebenslängliche
Gewalt ausüben, dazu, in den Bürgern Verwaltete zu
ſehen, die in der den Verordnungen und der Autorität
geſchuldeten Ergebenheit erhalten werden müſſen.”
Deutſchlands Ueberlegenheit auf dem
Ge=
biet der Selbſtverwaltung iſt für die Städte ſogar im
Ver=
gleich mit engliſchen Verhältniſſen von den engliſchen
Journaliſten anerkannt worden, die uns vor einigen
Jah=
ren beſuchten. Wie aber kann man behaupten, daß in
Deutſchland das Volk aus der Verwaltung gänzlich
aus=
geſchloſſen ſei? Hiervon iſt auch dort keine Rede, wo das
Gemeindewahlrecht nicht das gleiche iſt. Auf dem,Gebiet
der ſozialen Verſicherung iſt jene Behäuptung
des Abgeordneten Jaurés vollends haltlos; denn hier
nimmt das „Volk” nicht nur an der Verwaltung teil,
ſon=
dern beherrſcht ſie im nicht geringen Maße. Man denke
nur an die Krankenkaſſen. Die Tauſende von
Sozialdemo=
kraten, die in Frankfurt Jaurés zuhörten, haben ſich durch
ſeine grotesken Uebertreibungen nicht abhalten laſſen,
ſtür=
miſchen Beifall zu ſpenden; ſie haben damit einen Beweis
von Urteilsloſigkeit gegeben, der die Wertſchätzung der
Maſſe ganz gewiß nicht vorteilhaft beeinfluſſen kann.
Der Papſt gegen den Modernismus.
* Das rheiniſche Zentrumsblatt, die Kölniſche
Volks=
zeitung, teilt jetzt aus dem Motu proprio des Papſtes
betr. Maßregeln zur Bekämpfung des
Mo=
dernismus einen Auszug mit, der zeigt, daß die
bis=
herigen Angaben nicht übertrieben waren. In der
Ein=
leitung des umfangreichen Schriftſtückes heißt es:
„Wir glauben, keinem Biſchof iſt es unbekannt, daß
die verſchmitzte Menſchenklaſſe der Moderniſten, nachdem
ihnen die Maske, die ſie angelegt hatten, durch die
Lucy=
clica pascendi dominici gregis herabgeriſſen worden iſt,
doch ihre Pläne, den Frieden in der Kirche zu ſtören, nicht
aufgegeben haben. Denn ſie haben nicht nachgelaſſen, neue
Genoſſen zu werben und zu einem geheimen Bund zu
ver=
einen und mit ihnen in die Adern der chriſtlichen
Geſell=
ſchaft das Gift ihrer Meinungen zu gießen durch Bücher
und Zeitſchriften, die ſie ohne die Namen der Verfaſſer
herausgeben. Wenn man dieſe vollendete Verwegenheit,
die uns ſolchen Schmerz bereitet hat, nach wiederholter
Leſung unſeres erwähnten Rundſchreibens aufmerkſamer
erwägt, ſo ſieht man leicht, daß derartige Leute nichts
an=
deres ſind, als wie wir ſie dort beſchrieben haben, nämlich
deſto mehr zu fürchtende Gegner, je näher ſie ſind; daß ſie
ihr Amt dazu mißbrauchen, vergifteten Köder auszulegen,
um die Unvorſichtigen zu fangen, daß ſie ſich den Anſchein
der Gelehrſamkeit geben, die aber den Inbegriff aller
Irr=
tümer enthält.”
Und im Kampfe gegen dieſe Moderniſten werden die
diſziplinären Vorſchriften der Eneyelica
pascendi in Erinnerung gebracht, nämlich die ſieben
Regeln, deren Inhalt kurz folgender iſt:
1. Die ſcholaſtiſche Philoſophie, d. h. die vom heiligen
Thomas von Aquin übermittelte, ſoll die Grundlage der
theologiſchen Studien bilden. 2. Alle, die vom modernen
Geiſte beſeelt und von den Ideen des
Modernis=
mus geleitet, nach einem Lehrſtuhl ſtreben, ſollen
ferngehalten werden. Solche, die bereits auf den
Lehrftühlen wirken, ſollen ohne Nachſicht entfernl
wer=
den. Zum Prieſtertum ſollen keine Neuerer zugelaſſen
werden. 3. Die Biſchöfe müſſen dafür ſorgen, daß aus
ihrer Diözeſe iegliche Art moderniſtiſcher Literatur
ent=
fernt werde. In dieſer Angelegenheit ſollen die Biſchöfe,
wenn nötig, auch mit feierlicher Verurteilung hervortreten.
Ganz beſondere Sorgfalt ſollen ſie in der Gewährung des
Imprimatur walten laſſen. 4. Der Biſchof hat nicht nur
den Verkauf und den Gebrauch dieſer Schriften, ſondern
auch ihre Veröfentlichung zu verbieten. Für die Prüſung
von katholiſchen Veröffentlichungen iſt ein
Zenſorenkolle=
gium einzuſetzen. Die geiſtlichen Mitarbeiter an
Zeit=
ſchriften ſind zu überwachen. 5. Es iſt den Geiſtlichen
ver=
boten, Kongreſſe abzuhalten. 6. In allen Diözeſen iſt ein
Ueberwachungsrat zu errichten. Er hat die Verbreitung
der modernen Irrtümer zu verhindern, ferner zu verhüten,
daß fromme Traditionen oder Fragen über Religion in
den Tagesblättern behandelt werden, und hat ſich
ſchließ=
lich auch um die ſoziale Frage zu kümmern. 7. Die Biſchöfe
haben alle drei Jahre über die in der Enzyklika
beſproche=
nen Fragen und den Stand ihrer Diözeſen in dieſer
Hin=
ſicht nach Rom zu berichten.
Dies alles wird bekräftigt, unter Gewiſſensſtrafe gegen
die, die den Gehorſam verweigern. Dann folgen noch
einige neue Beſtimmungen, die ſich auf die Theologie=
Alumnen in den Seminarien und die Prieſterkandidaten
beziehen. Und nun kommt eine Verordnung, die bisher
falſch wiedergegeben war. Es wird nämlich den Klerikern
verboten, Zeitungen und Zeitſchriften, und
ſeien ſie auch noch ſo gut, überhaupt zu leſen.
Zen=
trumsblätter hatten hinter dieſe Stelle des neuen Erlaſſes
ein großes Fragezeichen gemacht und ein anderer Bericht
hatte das Verbot auf moderniſtiſche Zeitungen und
Zeitſchriften beſchränkt. Die Kölniſche Volkszeitung
be=
ſtätigt aber nun, daß den jungen Klerikern die Lektüre
aller Zeitungen und Zeitſchriften verboten, daß ſie alſo
noch mehr als bisher von jeder Berührung mit der Welt
abgeſchloſſen werden ſollen. Und damit dieſes Verbot ja
beachtet werde, belaſtet der Papſt ausdrücklich das Gewiſſen
der Vorgeſetzten, die die Lektüre von Zeitungen nicht
ge=
wiſſenhaft verhüten.
Eine weitere Beſtimmung iſt bis jetzt auch noch nicht
genügend beachtet worden: Alle Profeſſoren haben vor
Er=
öffnung der Vorleſungen zu Jahresbeginn ihrem Biſchof
den Text vorzulegen, den jeder lehren will, oder die zu
behandelnden Quäſtionen oder Theſen; ferner ſoll das
Schuljahr hindurch die Lehrweiſe eines jeden überwacht
werden; wenn dieſe von der geſunden Doktrin abzuweichen
ſcheint, ſo liegt ein Grund vor, den Profeſſor ſofort zu
entfernen. Außer dem Glaubensbekenntnis müſſen die
Profeſſoren ihrem Biſchof einen Eid ablegen und ihn
unterſchreiben.
Nach dem Mailänder Corriere della Sera ſagt die
Eidesformel, daß der Schwörende ſich zu allen Lehren
der Kirche über die Schöpfung, die Offenbarung, die
In=
ſpirierung der Bibel, das Amt der Kirche, die Auslegung
des chriſtlichen Glaubens uſw. bekennt. Die Eidesformel
umfaßt ferner die Unterwerfung unter alle Strafen, die in
der Eneyelica pascendi, im Syllabus Pius X. und im
Dekret „Lamentabile” feſtgelegt ſind. Ferner wird in dem
Eide die Meinung verſchiedener katholiſcher Hiſtoriker
ver=
worfen, die erklären, Geſchichte nicht als gläubige
Katho=
liken, ſondern nur als Hiſtoriker zu ſchreiben, ebenſo wird
die materialiſtiſche Interpretation der Heiligen Schrift als
verwerflich erklärt. Kurz geſagt: Die Eidesformel zählt
alle „Irrtümer” des Modernismus auf und erklärt
aus=
drücklich, dieſe zu verwerfen. Die unterſchriebenen
Eidess=
formeln ſind bei den biſchöflichen Ordinariaten bezw. den
Kongregationen zu verwahren; Verletzung des Eides iſt
ſofort der Inquiſition anzuzeigen.
Das Motu proprio enthält dann noch beſondere
Be=
ſtimmungen über die Verwaltung des Predigtamtes und
ordnet zum Schluſſe an: „Die Ermahnungen und
heil=
ſamen Anordnungen, die wir in dieſem Motu proprie aus
reiflicher Ueberlegung erlaſſen haben, ſollen, wie wir
wollen und befehlen, von allen Biſchöfen der katholiſchen
Welt, ſowie von den Oberen der religiöſen Orden und
der kirchlichen Anſtalten aufs gewiſſenhafteſte beobachtet
werden und kraft unſerer Autorität Geltung haben und
be=
ſtehen, ohne Rückſicht auf irgendwelche etwa
vorhandene gegenteilige Beſtimmungen.”
Deutſches Reich.
* Der Deutſche Arbeitgeberbund für das
Baugewerbe teilt uns folgendes mit: „Verſchiedene
Zeitungen berichten anläßlich des angekündigten Austritts
Darmſtädter Tagblatt,
Seite 2.
des „Verbandes der Berliner Baugeſchäfte” aus dem
„Deutſchen Arbeitgeberbund für das Baugewerbe‟ (E. V.)
von einer Kriſis in dieſem Bunde. Das zeigt eine geringe
Vertrautheit mit den Vorgängen im Baugewerbe im letzten
halben Jahre. Der Bund, der in 550 Ortsverbänden
21000 deutſche Baugewerbetreibende umfaßt, hat den
Austritt des Berliner Verbandes in ſeiner
außerordentlichen Hauptverſammlung zu Halle im Juni
dieſes Jahres ſelbſt verlangt. Der dort einſtimmig
gefaßte Beſchluß lautete:
„Der Verband der Baugeſchäfte von Berlin und den
Vororten (E. V.) hat durch Nichtbefolgung der vom
Bun=
desvorſtand auf Grund der Beſchlüſſe der Dresdener
Haupt=
verſammlung erlaſſenen Anordnungen ſeine Pflichten als
Mitglied des Deutſchen Arbeitgeberbundes für das
Bau=
gewerbe verletzt. Er hat ferner in einer Denkſchrift innere,
geheim zu haltende Bundesangelegenheiten in teilweiſe
unrichtiger und entſtellter Weiſe der Oeffentlichkeit
preis=
gegeben. Der Deutſche Arbeitgeberbund für das
Bau=
gewerbe kann nicht dulden, daß ſeine Mitglieder in ſolcher
Weiſe gegen die Beſchlüſſe und Intereſſen des Bundes
verſtoßen. Der Bund hält es nicht für möglich, daß der
Verband der Baugeſchäfte von Berlin und den Vororten
Mitglied des Bundes bleibt und fordert ihn auf, ſeinen
Austritt zu erklären.”
In einer ſpäteren offiziellen Erklärung hat ſich der
Bundesvorſtand zu dieſem Beſchluſſe folgendermaßen
ge=
äußert:
„Dies war gewiß ein ſchwerer Entſchluß für den
Bund! Aber das Verhalten Berlins ließ keine andere
Möglichkeit zu. Die fernere Mitgliedſchaft des Berliner
Verbandes in der Sinnesart, die er betätigt hat, könnte
für den Bund in jeder Entſcheidungsſtunde eine ſchwere
Gefahr bedeuten, denn nachdem er einmal verſagt hat und
ſein Verhalten auf ſolche Weiſe zu rechtfertigen ſucht, wie
geſchehen, muß der Bund gewärtigen, daß er niemals
unbedingt auf Berlin zählen kann — ſolche
Bundesgenoſ=
ſen haben keinen Wert.”
Das Ausſcheiden des Berliner Verbandes iſt für den
Bund ohne beſondere Bedeutung. Der Bund hat in der
letzten großen Ausſperrung im April, Mai und Juni d. J.
gezeigt, daß er die Intereſſen der deutſchen Bauarbeitgeber
auch ohne die Mitwirkung des Berliner Verbandes
vertei=
digen und fördern kann. Die Zeit wird lehren, ob auch
der Berliner Verband allein in der Lage iſt, dem Anſturm
der Arbeiterorganiſationen beim Ablauf ſeines jetzigen
Tarifvertrages Stand zu halten, nachdem er ſich die
bis=
herige Rückendeckung durch den großen deutſchen
Arbeit=
geberbund verſcherzt hat. Im Frühjahr 1913 wird er
zei=
gen können, ob ſeine Taktik im erſten Halbjahr 1910 die
richtige geweſen iſt. — Der Deutſche Arbeitgeberbund für
das Baugewerbe befindet ſich überall im Reiche in
erfreu=
licher Weiterentwickelung, der gemeinſam geführte Kampf
und ſein befriedigender Ausgang hat die Organiſation
weſentlich vergrößert und gefeſtigt. Von einer Kriſis kann
gegenwärtig daher nicht die Rede ſein.”
— Zu der angeblichen Wahlparole des
Reichskanzlers, mit der die Frankfurter Zeitung
irre=
geführt worden iſt, erfährt die National=Zeitung von einer
dem Reichskanzler naheſtehenden Seite, daß ſich Herr von
Bethmann Hollweg, der über die ihm unterſtellte Abſicht,
er wolle durch die Parole „Schutz der nationalen Arbeit”
wirtſchaftspolitiſche Gegenſätze in der nationalliberalen
Partei hervorrufen, ſehr erſtaunt iſt, die Entſtehung des
Gerüchts nur ſo erklären könne, daß private Aeußerungen
mißverſtanden und umgedeutet worden ſeien. Vermutlich
ſei in einer der zahlreichen Unterhaltungen mit dem
Reichs=
kanzler das Geſpräch einmal auf wirtſchaftspolitiſche
Fra=
gen gekommen, und der Kanzler mag geäußert haben, daß
er ſtets eine Politik zum Schutze der nationalen Arbeit
verfolgen werde. Dieſe ſelbſtverſtändliche und klare
Aeuße=
rung müſſe dann, irgendwie entſtellt, ihren Weg in die
Oeffentlichkeit genommen haben, um ſpäter für eine
Sen=
ſation herzuhalten, der jede Berechtigung fehle.
— Miniſter von Bodman und die
chriſt=
lich=nationale Arbeiterbewegung. Eine
Kon=
ferenz chriſtlich=nationaler Gewerkſchaftsführer in
Karls=
ruhe nahm folgende Entſchließung einſtimmig an:
„Die heutige Konferenz der in Baden tätigen
chriſtlich=
nationalen Gewerkſchaftsführer drückt ihr großes
Befrem=
den über die Worte des Herrn Miniſters von Bodman
aus, nach welchen die Sozialdemokratie eine großartige
Arbeiterbewegung zur Befreiung des vierten Standes ſein
ſoll. Die chriſtlich=nationalen Arbeiterführer halten dieſe
Anſicht auf Grund praktiſcher Erfahrungen für ſehr
an=
fechtbar und für geeignet, der chriſtlich=nationalen
Arbeiter=
bewegung zugunſten der ſozialdemokratiſchen größere
Hin=
derniſſe in ihrer Ausbreitung in den Weg zu legen. Aus
nationalen Gründen bedauern die chriſtlich=nationalen
Ar=
beiterführer das Miniſterwort, hat doch die Stellungnahme
der badiſchen und außerbadiſchen ſozialdemokratiſchen
Tagespreſſe anläßlich des Sedantages wiederum den
Be=
weis erbracht, daß ihr und der hinter ihr ſtehenden
fozial=
demokratiſchen Arbeiterbewegung jegliches deutſch=
natio=
nale Bewußtſein abgeht. Die vaterländiſch und chriſtlich
geſinnte Arbeiterſchaft wird von den verſammelten
Arbei=
terführern aufgefordert, nach wie vor nicht in der
ſozial=
demokratiſchen Arbeiterbewegung eine großartige
Bewe=
gung zu ſehen, ſondern treu und vertrauensvoll in den
chriſtlichen Gewerkſchaften und den konfeſſionellen
Arbei=
tervereinen zum Wohle ihres Standes, ihres Volkes und
Vaterlandes mitzuarbeiten.”
— Die Rede des Prinzen Ludwig von
Bayern. Der Augsburger Abendzeitung wird von
maßgebender Stelle über die Altöttinger Rede des Prinzen
Ludwig mitgeteilt, auch die zweite in Zentrumsblättern
veröffentlichte Faſſung ſei nicht in allen Teilen genau
wört=
lich. Der Prinz ſelbſt habe zu den Veröffentlichungen
der Preſſe bisher keine Stellung genommen; jedenfalls
liege ihm jede Kränkung und Mißachtung
Andersgläubi=
ger fern.
— Zur Fleiſchteuerung. Der Bund der
Vieh=
händler Deutſchlands hat zur Milderung der
Fleiſchteue=
rung an das Reichsamt des Innern folgende Vorſchläge
gerichtet:
1. Die Quarantäne für zur Schlachtung eingeführtes
däniſches Vieh wird von 10 auf 3 Tage herabgeſetzt oder
ganz aufgehoben. 2. Alle auf den deutſchen Eiſenbahnen
zu befördernden Schlacht= und Nutzviehſendungen
genie=
ßen, ſoweit ſie für die Volksernährung in Betracht
kom=
men, eine Frachtermäßigung von 50 Prozent. 3. Die
Schlachthofgebühren für das auf den öffentlichen
Schlacht=
höfen geſchlachtete Vieh werden um 50 Prozent ermäßigt.
4. Für das auf dem flachen Lande ohne Schlachthofzwang
zur Schlachtung gelangende Vieh erfolgt eine entſprechende
Herabſetzung der Fleiſchbeſchaugebühren. 5. Für die Dauer
der Fleiſchteuerung werden zur Mäſtung notwendige
Fut=
termittel zu ermäßigten Tarifſätzen befördert, wenn der
Verbrauch für dieſen Zweck nachgewieſen werden kann.
Eine Oeffnung der Grenzen fordert der Bund der
Viehhändler nicht. Er enthält ſich der Beurteilung, ob die
Staatsbehörden in eine Prüfung der Frage eintreten
ſol=
len, vorübergehend die Zölle auf Futtermittel aufzuheben.
Um für ſpäter ſolchen periodiſch wiederkehrenden
Teuerun=
gen vorzubeugen, empfiehlt der Bund der Viehhändler,
da=
hin zu wirken, daß die größeren Grundbeſitzer mehr Vieh
als bisher züchten und mäſten und daß die Zahl der
vieh=
loſen Wirtſchaften immer mehr zurückgeht, daß ferner vor
allem bei Verpachtungen von Staatsdomänen uſw. den
Pächtern eine beſtimmte Mindeſtgrenze der Viehhaltung
und der Aufzucht von Jungvieh vorgeſchrieben wird.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Einberufung der Landtage. Der Landtag
für Schleſien wurde auf den 19. September, die Landtage
für Nieder=Oeſterreich, Salzburg, Steiermark, Kärnten und
Vorarlberg auf den 20. September, der Landtag für
Ga=
lizien auf den 22. und der Landtag für Ober=Oeſterreich auf
den 28. September einberufen. Der Verband der
tſchechi=
ſchen Landtagsabgeordneten hielt eine Sitzung ab, in der
über die Verhandlungen mit dem Miniſterpräſidenten
Be=
richt erſtattet wurde. Der Bericht wurde zur Kenntnis
ge=
nommen. Die Vertreter der alttſchechiſchen Partei
erklär=
ten, daß ſie ihrer Partei empfehlen werden, zu den
Ver=
ſtändigungskonferenzen Vertreter zu entſenden.
Die Fleiſchfrage. Der Miniſter des Innern
be=
ſchloß im Einvernehmen mit dem Ackerbauminiſterium eine
Kommiſſion zum Studium der Frage der Einfuhr
argen=
tiniſchen Fleiſches zu entſenden. Die Kommiſſion wird
be=
reits mit der nächſten Schiffsgelegenheit die Reiſe nach
Argentinien antreten.
Frankreich.
Arbeiterfürſorge. Finanzminiſter Cochery
wird in der Budgetkommiſſion die Bewilligung von 45
Millionen Franken beantragen, die zur Durchführung des
Arbeiterverſorgungsgeſetzes für die Hälfte des Jahres 1911
notwendig ſind: die beantragte Summe ſoll durch eine
progreſſive Abſtufung für den Fall, daß nur ein Kind
vor=
handen iſt, und durch Erſetzung des jetzigen
Quittungs=
ſtempels durch einen progreſſiven Stempel aufgebracht
werden.
Türkei.
Die Frage der Anleihe in Paris macht eher
Rückſchritte als Fortſchritte, woran vor allem der
heraus=
fordernde Ton der jungtürkiſchen Preſſe ſchuld iſt. Die
franzöſiſche Regierung läßt nämlich durch die Agentur
Havas verkünden, die Verhandlungen ſeien noch nicht
ein=
mal ſo weit gediehen, daß man von der Zulaſſung der
Anleihe zur offiziellen Börſenliſte ſprechen könne. Es falle
überhaupt der franzöſiſchen Regierung nicht ein, irgend
eine finanzielle Gruppe einer anderen vorzuziehen. Sie
bekümmere ſich bloß um die politiſchen und
nationalöko=
nomiſchen Garantien, die von der Türkei zu verlangen
ſeien, weil ſchon ſo viele franzöſiſche Kapitalien in der
Tür=
kei engagiert ſeien. Es handle ſich alſo nur im
gegenwär=
tigen Moment um eine politiſche Frage zwiſchen den
bei=
den Regierungen, die die rein finanziellen Intereſſen nicht
berühre.
Spanien und Marokko.
Infolge andauernder Verzögerung der mit Madrid
gepflogenen Unterhandlungen hat der Sultan beſchloſſen,
El Mokri mit Vollmachten nach Madrid zu ſenden, um in
den ſtrittigen Punkten bald ein Einverſtändnis mit
Spa=
nien zu erzielen.
Vereinigte Staaten.
Rooſevelt iſt nach New=York zurückgekehrt. Seine
politiſche Agitationsreiſe durch den Weſten hat in zwei
Wochen dem fortſchrittlichen Republikanismus mehr
ge=
nützt, als alles Reden und Schreiben von ſeiten der
an=
deren Führer. Denn Rooſevelt hat gerade die Gegenden
aufgeſucht, in denen die alten Anhänger Bryans ſitzen,
um hier für ſeinen „neuen Nationalismus” zu werben
und „ſeiner Politik” das Wort zu reden. Indem er der
Politik Bryans ſeine eigenen Beſtrebungen
gegenüber=
ſtellte, zeigte er die Fruchtloſikeit der Bemühungen des
alten Demokratenführers und gewann ſo immer neue
An=
hänger. Gewiß, auch Bryan bekämpfte die
Konzentrie=
rung des Kapitalismus und die ſchädlichen Formen des
Truſtweſens. Aber er hatte in der Arbeiterfrage keine feſte
Stellung. Rooſevelt hat ſich in dieſer Frage endgültig
feſtgelegt. Er iſt nicht Gegner der Organiſation, wird
aber keinesfalls Arbeitertruſts dulden. Zu wiederholten
Mittwoch, den 14. September 1910
Nummer 215.
Vom „Kientopp” in Amerika.
** Mehr noch als bei uns iſt in Amerika das
Kinematographentheater das Hauptvergnügen des
gan=
zen Volkes geworden, und es hat einen Einſluß auf
das öffentliche Leben gewonnen, der nicht unterſchätzt
werden darf. In New=York gibt es gegenwärtig 250
Kinematographentheater gegen 76 Theater anderer Art.
20000 Fuß neue Films werden Woche für Woche von
den Hauptfabrikanten produziert, und 80 Kopien
wer=
den von jedem hergeſtellt. 52½ Millionen Dollar
wur=
den an den Billettſchaltern im Jahre 1909
eingenom=
men, und über 2¼ Millionen Beſucher kamen Tag für
Tag, ein dreimal ſo großes Publikum, als das aller
regulären Theater in Amerika zuſammengenommen.
Ein Mitarbeiter der American Review of Reviews
macht auf die ſchwerwiegenden Folgen aufmerkſam, die
dieſe Art von Schauſtellungen auf den
Nationalcharak=
ter haben muß. In einer Reihe von Fällen haben die
Darſtellungen von Senſationen natürlich einen
ver=
derblichen Einfluß.
Ein junger Burſche, der in einem ſolchen Theater
einen Selbſtmord vorgeführt ſah, ging nach Hauſe und
reproduzierte die eben geſehene Szene in Wirklichkeit.
Ein eiferſüchtiger Schreiber ſah die Geſchichte einer
ehelichen Untreue auf den Films, ſtürzte nach Hauſe
und erſchoß ſeine Frau. Zwei junge Männer
verſuch=
ten, einen Straßenbahnwagen aufzuhalten, nachdem ſie
einen Ueberfall auf einen Zug im
Kinematographen=
theater geſehen hatte. Die Folgen dieſer Eindrücke
machten ſich ſo ſtark bemerkbar, daß heute in New=York
Kinder unter 16 Jahren ohne die Begleitung
Erwach=
ſener nicht mehr in die Theater kommen dürfen.
Wie weit die Geſellſchaften gehen, um ſenſationelle
Films zu erhalten, zeigen einige Beiſpiele. Eine Firma
in Chicago wollte die Abenteuer Rooſevelts im
Dſchungel vorführen und gab etwa 10000 Dollar aus,
ehe die Reihe Films fertig war. Ein wirklicher Löwe
wurde zu dieſem Zwecke von einem Jäger, der dabei
in richtige Lebensgefahr geriet, erlegt, während die
Szene aufgenommen wurde. In Florida wurde eine
ganze Eiſenbahn gemietet, um Kriegsbilder zu
ver=
fertigen. Ein Automobil von 4000 Dollar Wert wurde
über eine jähe Klippe gejagt, um ein Bild zu haben,
wie ein Böſewicht ein furchtbares Ende nahm. Auf
der anderen Seite könnte der Kinematograph aber auch
zu einem mächtigen Mittel der Volksbildung werden,
und vereinzelte Verſuche in dieſer Richtung ſind bereits
unternommen worden. Um die Flotte populär zu
machen, läßt die Regierung lebende Bilder vorführen,
die die Laufbahn eines jungen Mannes im
Marine=
dienſt zeigen. Die Kataloge enthalten nicht nur
Sen=
ſationsſchauſpiele, ſondern auch belehrende Bilder aus
allen Zweigen der Naturwiſſenſchaften, der Geographie
und Geſchichte, des induſtriellen Lebens, von Reiſen
und Wanderungen. Um die vaterländiſche Geſchichte
bekannter zu machen, werden Bilder aus dem Leben
George Waſhingtons und von John Paul Jones
ge=
geben. Von den 2900 Serien, die in New=York unter
moraliſchem Geſichtspunkt beurteilt wurden, waren 900,
denen ein erziehlicher Wert nicht abzuſprechen war.
Selbſt religiöſen Zwecken wird der Kinematograph
dienſtbar gemacht. Man hat mit einem Koſtenaufwande
von 10000 Dollar eine Reihe Bilder aus dem Leben
Chriſti kinematographiſch dargeſtellt, die ſich
allent=
halben einer großen Beliebtheit erfreuen. In New=
York hat ſich eine Anzahl freiwilliger Zenſoren
zu=
ſammengetan, die eine Liſte von Bilderſerien
aufge=
ſtellt hat, die vom moraliſchen Standpunkte aus
ge=
billigt werden können, und an dieſe können ſich Kirchen,
Lyceen und religiöſe Geſellſchaften, die den neuen
mächtigen Hebel der Volksbildung in ihren Dienſt
ziehen wollen, um Auskunft wenden.
Jedenfalls iſt der Kinematograph, ſo ſchließt die
genannte Zeitſchrift ihre Ausführungen, wahrſcheinlich
der ſtärkſte Faktor in der Formung des heutigen
ameri=
kaniſchen Charakters.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Guſtav Mahlers achte Symphonie. Am
Montag fand in München in der Muſikfeſthalle der
Ausſtellung die Uraufführung der „Achten Symphonie‟
von Guſtav Mahler unter Leitung des Komponiſten
ſtatt. Die Symphonie beſteht aus zwei Teilen, deren
erſter ein Hymnus Veni ereator spiritus” iſt, während
der zweite die Schlußſzene aus Goethes „Fauſt”
II. Teil vertont. Die Symphonie iſt geſchrieben: für
zwei gemiſchte Chöre, Kinderchor, acht Soli, Orgel und
großes Orcheſter. Die 1000 Mitwirkenden
rekrutierten ſich aus dem ſtarkbeſetzten Chor, den das
Werk verlangt und zu dem nicht weniger als drei
Städte beitrugen, nämlich Wien mit dem „Singverein
der Geſellſchaft der Muſikfreunde” (250 Stimmen),
Leip=
zig mit dem „Riedel=Verein” (gleichfalls 250 Stimmen)
und München mit dem Kinderchor der „Zentral=Sing=
ſchule” (350 Stimmen); zu dieſen 850 Sängern und
Sängerinnen treten die acht Soliſten und das
ver=
ſtärkte Orcheſter, das in der Hauptſache der Münchener
„Konzertverein” ſtellte. Wenn die Muſikmacherei ſo
weiter geht, kann in Zukunft für jede Uraufführung
eine eigene Halle gebaut werden.
— Wilhelm Henzen †. Am 12. d. M. ſtarb in
Leipzig nach längerem Leiden der Schriſtſteller Wilhelm
Henzen, geboren in Bremen am 30. November 1850, der
bekannte Dramatiker, von deſſen zahlreichen
Bühnen=
werken am meiſten Erfolg gehabt: „Martin Luther”
„Die heilige Eliſabeth” „Savitri”, „Kaiſer, König und
Bürger” „Turnvater Jahn” und die Einakter: „Im
Reiche der Mütter” (erſte Aufführung im Berliner
Schauſpielhauſe im Frühjahr 1885, mit Marie Seebach
als Frau v. Rosmini), „Die Meiſterſchüſſel”, aufgeführt
bei Anweſenheit und zum Geburtstage des Kaiſers im
Wiesbadener Kgl. Theater im Jahre 1907, und „Tod des
Tiberius”, mit Max Grube als Tiber, im Kgl.
Schau=
ſpielhauſe Berlin, 29. Januar 1897. In guter
Er=
innerung ſind noch die Feſtaufführungen ſeines „
Turn=
vater Jahn” beim Frankfurter XI. Allg. Turnfeſt 1908.
In Leipzig machte ſich Wilhelm Henzen durch
Grün=
dung des Leſſingvereins, der 1879 die Uraufführung der
„Hexe” von Fitger durchſetzte, verdient. 1882 war
Henzen unter Stägemann Dramaturg am Leipziger
Stadttheater, 1887—1890 ſtudierte er an der Leipziger
Univerſität Germaniſtik, Sanſkrit und Romaniſche
Sprachen und promovierte mit einer Abhandlung:
„Ueber die Träume in der altnord. Sagaliteratur” Nach
dem Ableben Gottſchalls wurde er deſſen Nachfolger als
erſter Vorſitzender des Leipziger Schillervereins, bis
ſein Befinden ihn zwang, dies Amt niederzulegen.
* Wien, 12. Sept. Der Unterrichtsminiſter
richtete an die Schriftſtellerin Marie v. Ebner=
Eſchenbach anläßlich ihres 80. Geburtstages ein
Glückwunſchſchreiben, in dem er dieſen Tag als einen
ganz beſonderen Feſttag für die deutſche Literatur und
für das öſterreichiſche Vaterland bezeichnet. In ihren
Dichtungen habe die Schriftſtellerin in allem, was ſie
der Welt mitteilte, ſtets nur echte Menſchenliebe und
gütige Weisheit ſchlicht und zwingend ausgeſprochen.
Marie v. Ebner=Eſchenbach ſei zur Wohltäterin ihrer
Mitmenſchen geworden, zu einer Führerin in der von
ſo vielen Fragen und Zweifeln aufgerührten Zeit, in
der namentlich auch die Frauen nach neuen Zielen
ringen,
Nummer 215.
Seite 3.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
Malen hat er erklärt, daß er den „Terrorismus der
Ar=
men” genau ſo wie die Macht des Kapitals bekämpfen
werde. Die ſozialiſtiſchen Kreiſe der Union fühlen wohl,
daß Rooſevelts Politik ihnen keinesfalls günſtig iſt. Der
erſt jüngſt gewählte ſozialdemokratiſche Bürgermeiſter von
Milwaukee hat es abgelehnt, den früheren Präſidenten zu
empfangen. Und wenn auch zahlreiche Arbeiter durch
Rooſevelts Beredſamkeit, ſeinen Freimut, ſeine
Verſpre=
chungen angelockt, jetzt dem populärſten Mann der Union
zujubeln, ſo gibt es doch viele Kreiſe der unteren
Schich=
ten, die von ihm nichts wiſſen wollen und in ihm nur den
Reklamepolitiker ſehen.
Der Geſchäftsträger Nicaraguas hat dem
Staatsdepartement einen Plan zur Errichtung einer
gefe=
ſtigten Regierung in Nicaragua zur Begutachtung
unter=
breitet; es wird in dieſem angeregt, daß die Vereinigten
Staaten einen Regierungsvertreter nach Nicaragua
ent=
ſenden ſollen, der bevollmächtigt iſt, über ein Abkommen
zu unterhandeln, das alle amerikaniſchen Anſprüche,
ein=
ſchließlich der Entſchädigungsforderungen für die beiden
im November wegen angeblicher Beteiligung an dem
Auf=
ſtande hingerichteten Amerikaner umfaßt. Zur
Beſchaf=
fung der Mittel zur Beſtreitung dieſer Forderungen ſchlägt
Nicaragua eine Anleihe vor, für die ein Teil der
Zoll=
einnahmen als Garantie dienen ſoll.
* Kaiſer Wilhelms Beſuch in Wien. Für
den Aufenthalt des deutſchen Kaiſers in Wien wurde
fol=
gendes offizielle Programm bekannt gegeben:
Die Ankunft erfolgt am 20. September ½9 Uhr vormittags
auf dem Bahnhofe zu Hetzendorf. Am Bahnhofe werden
zum Empfange der Kaiſer und die Erzherzöge mit einfacher
Begleitung erſcheinen; die beiden Kaiſer fahren dann
nach Schönbrunn. Auf der Gartenſeite des Schloſſes
fin=
det offizieller Empfang durch die Spitzen der Behörden
ſtatt. Hierauf wird Kaiſer Wilhelm die Erzherzoginnen
und die Herzogin von Hohenberg begrüßen und ſodann
die Miniſter und oberſten Hofchargen empfangen. Um
*1 Uhr mittags findet Dejeuner ſtatt. Am Nachmittag
wird der Kaiſer Beſuche abſtatten. Um ½7 Uhr abends
iſt Familiendiner in Schönbrunn. Um 10 Uhr abends
veranſtaltet Erzherzog Franz Ferdinand im Belvedere eine
Soiree, der Kaiſer Wilhelm beiwohnen wird. Mittwoch,
den 21. vormittags, beſichtigt Kaiſer Wilhelm im
Rat=
hauſe das Bild von Profeſſor Matſch, die Huldigung der
deutſchen Fürſten darſtellend. Um 1 Uhr nachmittags iſt
Dejeuner beim Botſchafter von Tſchirſchky, um 3 Uhr
nachmittags Beſuch der Jagdausſtellung und um 7 Uhr
abends Hoftafel in Schönbrunn. Um 9,20 Uhr erfolgt die
Abfahrt des Kaiſers von Bahnhof Penzing.
* Paris, 13. Sept. Die deutſche Kolonie gab
geſtern im Palais d’Orſay dem Fürſten von
Rado=
lin anläßlich ſeines Rücktrittes vom hieſigen
Botſchafter=
poſten ein Abſchiedsbankett, dem an 200 Gäſte beiwohnten.
Herr Andre, Obmann des hieſigen deutſchen
Schulaus=
ſchuſſes, gab in warmen Worten den verehrungsvollen
Sympathien der deutſchen Kolonie für den ſcheidenden
Botſchafter Ausdruck und überreichte dem Botſchafter im
Namen der Kolonie als Andenken eine prachtvolle
Bronze=
gruppe. Fürſt Radolin dankte für die ihm zuteil
gewor=
dene Ehrung. Er verſicherte, daß ihm die Jahre ſeiner
hieſigen Tätigkeit dank der herzlichen Geſinnung der
deut=
ſchen Kolonie und ſeiner vortrefflichen Beziehungen zu den
franzöſiſchen Regierungsmännern unvergeßlich bleiben
würden, und leerte ſein Glas auf das weitere Blühen und
Gedeihen der deutſchen Kolonie.
* Paris, 13. Sept. In dem Befinden des ſchon vor
einiger Zeit ſchwer erkrankten hieſigen ruſſiſchen
Bot=
ſchafters Nelidow iſt eine ſolche Verſchlimmerung
eingetreten, daß die Aerzte jede Hoffnung aufgegeben
haben.
Stadt und Land.
Darmſtadt. 14. September.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben dem Beigeordneten und
Orts=
gerichtsvorſteher Georg Boch zu Ober=Liebersbach das
Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inſchrift „Für
lang=
jährige treue Dienſte” am Bande des Verdienſtordens
Philipps des Großmütigen verliehen.
In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Ober=
lehrer Nikolaus Fink an der Gemeindeſchule zu
Buden=
heim auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner
langjährigen treuen Dienſte, mit Wirkung vom 1.
No=
vember 1910 an.
Kleines Fenilleton.
* Eine neue Fledermaus=Art. Dem
Os=
maniſchen Lloyd in Konſtantinopel wird aus Moſſul
geſchrieben: Der öſterreichiſche Zoolog Dr. Viktor
Pitſch=
mann, der auf Koſten des Wiener Muſeums reiſt, iſt
vor zehn Tagen von der Expedition zurückgekehrt, die
er in Begleitung des Herrn Hugo Frieſinger nach
Meſopotamien unternommen hatte. Beide Herren ſind
am letzten Montag nach Bagdad abgereiſt. Ihr
Be=
gleiter, Baron Dr. v. Handel, der das Gebirge von
Kurdiſtan bereiſte, wird dieſer Tage hier
zurückerwar=
tet. Er wird ſich ſeinen Reiſebegleitern in Bagdad
anſchließen. Die Herren haben während der Zeit ihres
hieſigen Aufenthalts unſere Stadt in helle Aufregung
verſetzt. Sie waren in der Dominikanermiſſion
abge=
ſtiegen, und täglich konnte man die Leute ſich vor der
Pforte der Miſſion drängen ſehen. Sie brachten
ſcheuß=
liche Schlangen, Vögel, Reptilien aller Art, Inſekten,
Schildkröten und anderes Gewürm, um es den
Zoolo=
gen zum Verkauf anzubieten. Viele Leute haben aus
dieſer außerordentlichen Gelegenheit ihren Nutzen
ge=
zogen, obgleich ſie über „die Manie” der europäiſchen
Gelehrten im Bewußtſein ihrer Ueberlegenheit lachten.
„Hat man je einen Menſchen geſehen,” ſagten ſie, „der
für das Zeug Geld ausgibt!‟ Ein Individuum ſpielte
den Herren einen Streich, den ſie nie vergeſſen werden.
Er brachte ihnen eine Fledermaus. Die Zoologen
ſandten ihn fort, indem ſie ihm bedeuteten, daß es
ſſolche Tiere auch in ihrer Heimat gibt. Was tut nun
der in ſeiner Hoffnung getäuſchte Mann? Er geht hin,
färbt die Fledermaus mit Henneh, dem bekannten
Färbemittel, das den Bärten der Männer und den
Fingerſpitzen orientaliſcher Frauen eine ſo leuchtende
Färbung verleiht, und bringt das alſo verwandelte
Tier dem Zoologen; er iſt entzückt uund kann ſich vor
Freude nicht laſſen in dem Glauben, ein neues noch
iie geſehenes Tier entdeckt zu haben. Wer beſchreibt
Ernannt haben St. Königl. Hoheit der Groß=
Platz zu Mainz zum Finanzamtmann bei dem Finanz= zum höchſten Einkommen von 3181000 Mark verſteuert,
amt Mainz I und den Baggermeiſter Adam Feigk
meiſterſtelle wird nicht wieder beſetzt.
* Militärdienſtnachrichten. Piſtor (I Darm= 29 juriſtiſche Perſonen.
ſtadt), Lt. der Reſ. des Garde=Drag.=Regts. (1. Großh.
Heſſ.) Nr. 23, Gennrich (Worms), Lt. der Reſ. des Leiden Herr E. W. Schütz, Ehrenmitglied des Kauf=
2. Lothring. Pion.=Bats. Nr. 20, zu Oberlts. befördert. männiſchen Vereins und Mitglied des Aufſichtsrats.
Gähde, Stabs= und Bats.=Arzt des III. Bats. Inf.= Der Verſtorbene war Mitbegründer und langjähriger
Regts. Prinz Carl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, zur Kaiſer 1 Vorſitzender des Vereins und hat ſich um deſſen
Ent=
weſen verſetzt. Dr. Walther (I Darmſtadt), Unterarzt Andenken ſeitens des Vereins iſt ihm gewiß.
der Landw. 1. Aufgebots, zum Aſſiſt.=Arzt, Grünert,
Veterinär beim Leib=Drag.=Regt. (2. Großh. Heſſ. Nr. 24),
zum Oberveterinär befördert.
* Ordensverleihungen. Der König von Preußen
ihnen verliehenen heſſiſchen Orden erteilt und zwar des
Großkreuzes des Großherzoglich Heſſiſchen
Verdienſt=
ordens Philipps des Großmütigen: dem Leutnant 1 und 4538 Kilogramm Zigarettentabak. Steuerzeichen wur=
Ferdinand Prinzen zu Solms=Hohenſolms, den verkauft im Werte von 105811 Mark.
Lich im 5. Thüringiſchen Infanterie=Regiment Nr. 54
(Großherzog von Sachſen), des Ehrenkreuzes des
Großher=
zoglich Heſſiſchen Verdienſtordens Philipps des
Groß=
mütigen: dem Ober= und Geheimen Regierungsrat
Lorenz, Mitglied der Eiſenbahndirektion in Erfurt.
* Kunſtverein. Morgen wird in der Kunſthalle
am Rheintor eine Kollektivausſtellung von Hans
Unger=Dresden=Loſchwitz eröffnet.
* Bei der Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
ſind im Monat Auguſt I. J. 265 Rentengeſuche (250
In=
validen= und Krankenrentenanträge, ſowie 15
Altersrenten=
anträge) eingegangen. Unerledigt wurden in den
genann=
ten Monat übernommen 318 Rentengeſuche, ſo daß 583
Ge=
ſuche in Bearbeitung ſtanden. Es fanden Erledigung: 244
durch Rentenbewilligung (220 Invaliden=, 13 Kranken= und
11 Altersrentengeſuche); 39 durch Ablehnung, weil
unbe=
gründet (36 Invalidenrenten= und 3 Altersrentengeſuche),
13 Invalidenrentengeſuche auf andere Weiſe —
Zurück=
nahme uſw. — zuſammen 296, ſo daß 287 Geſuche als
un=
erledigt auf den Monat September übernommen werden
mußten. Ferner wurden im Monat Auguſt I. J. 230
An=
träge auf Beitragserſtattung geſtellt, und zwar 195 infolge
Heirat weiblicher Verſicherter (H.) und 35 infolge Todes
verſicherter Perſonen (T.). Unerledigt wurden in den
ge=
nannten Monat übernommen 85 Erſtattungsanträge, ſo
daß zu bearbeiten waren 315 Geſuche. Bewilligt wurden
208 Anträge (182 H. und 26 T.), abgelehnt wurden 25
An=
träge (19 H., 6 T.). Unerledigt blieben 82
Erſtattungs=
anträge (58 H., 22 T. und 2 U.), die auf den Monat
Sep=
tember übernommen wurden. — In welchem Umfange die
Landesverſicherungsanſtalt Großh. Heſſen
Heilverfahrens=
koſten für ihre Verſicherten übernimmt, ergibt ſich aus
nach=
ſtehenden Erläuterungen. Ende Auguſt 1910 waren in den
nachbezeichneten Anſtalten verſicherte Perſonen
unterge=
bracht: 1. Ernſt Ludwig=Heilſtätte bei Sandbach 126,
2. Eleonoren=Heilſtätte bei Winterkaſten 61, 3.
Göttmann=
ſche Heilanſtalt in Reichelsheim 38, 4. Dr. Liebes
Lungen=
heilanſtalt in Waldhof=Elgershauſen 11, 5. Bad
Lipp=
ſpringe 65, 6. Kuranſtalt von Dr. Schmitt in Lindenfels 33,
7. Konitzkyſtift in Bad=Nauheim 59, 8. Ernſt Ludwig=
Heil=
anſtalt von Dr. Loſſen hier 5, 9. Klinik von Dr. Grein in
Offenbach 6, 10. verſchiedene Anſtalten, wie Krankenhäuſer,
Kliniken u. dgl. m. 27, Summa 431.
(*) Vom Manöver, 12. Sept. Wiederum hat ein
Abſchnitt der Manöver, das Brigademanöver, ſeinen
Abſchluß gefunden, und die Diviſionsmanöver
nehmen morgen ihren Anfang. Mit der Konzentration
der Regimenter und Brigaden hängt naturgemäß eine
dichtere Einquartierung für die betreffenden Orte
zu=
ſammen. Die 49. Brigade (115er, 116er, 168er, 24er
Dragoner und 25er Artillerie) liegt heute in und dicht
um Fulda, der Brigadeſtab liegt in Hattenhof. die
Maſchinengewehrabteilung in Lutter, die
Telegraphen=
truppe in Hattenhof, 116er in Bronzell und Fulda.
Die 50. Brigade (117er, 118er, 23er Dragoner, 61er
Artillerie) hatte heute ihr Schlußgefecht im Kreiſe
Lauterbach und hat ſich in und um Gedern, Grebenhain,
Ilbeshauſen und Herbſtein konzentriert; der Brigade= worden, eine Brunnenfigur, den heiligen
Flo=
ſtab iſt in Grebenhain, in Volkartshain liegt eine
Ab=
teilung Maſchinengewehre, in Hartmannshain der Stab
ſionsgeneral von Strantz befindet ſich in Stockhauſen. ausgemalten Rathaus angebracht und trägt ſehr zur
Die Diviſionsmanöver der heſſiſchen Diviſion beginnen
erſt am 14. September, ſie werden ſich hauptſächlich an
der Grenze der Kreiſe Lauterbach und Fulda abſpielen.
Um Fulda ſammelt ſich nächſten Samstag die geſamte
heſiſiſche Diviſion; ſämtliche höheren Stäbe Ausarbeitung des neuen Projekts für den Umbau
kommen nach Fulda.
aber ſeine Enttäuſchung, als er die neue Fledermaus
erſäufen will und ſieht, wie die ſchöne Färbung im
Waſſer verſchwindet und eine ganz ordinäre
Fleder=
maus zurückbleibt. Der Wiener Zoologe ſoll in
die=
ſem Augenblick über die Moſſuler einige wenig
ſchmei=
chelhafte Bemerkungen gemacht haben.
** Verſicherte Hunde. Es wird alles
mög=
liche verſichert, weshalb ſollte nicht auch der treueſte
Freund des Menſchen, der Hund, Gegenſtand, einer
Verſicherung ſein. In Frankſurt hat ſich ſoeben die
erſte Deutſche Hundeverſicherungsgeſellſchaft konſtituiert,
die Hunde gegen Tod, gegen Diebſtahl und
Schädis=
ungen verſchiedenſter Art verſichert. Da es im
Deut=
ſchen Reich nach der neueſten Statiſtik 1460000 Hunde,
darunter manchen recht wertvollen, gibt, ſo dürfte es
der Geſellſchaft an Verſicherungsnehmern wohl nicht
fehlen. Wer ſeinen Hund lieb hat, verſichert ihn.
* Ein Lebensretter, der ſich ſelbſt
be=
lohnt. Ein drolliges Vorkommnis hat ſich dieſer
Tage, dem Bayer. Kurier zufolge, in Paſing bei
Mün=
chen zugetragen. Ein ganze 15½ Jahre altes
Mün=
chener Dienſtmädchen hatte ſich mit ihrem Liebhaber
(einem Unteroffizier) zu einem Rendezvous in den
ſogen. Gatterburg=Anlagen verabredet. Aus Kummer
darüber, daß der Erſehnte ausblieb, ſprang das
Mäd=
chen in die Würm, die zurzeit ſehr hoch geht. Ein an
ſeine Arbeitsſtelle eilender Mann entriß das bereits
bewußtloſe Mädchen den Fluten, entnahm dem Rock
desſelben das Portemonnaie mit drei Mark — als
Rettungslohn! — und legte die Bewußtloſe auf den
Raſen, wo ſie zwei Stunden ſpäter von einem
Schutz=
mann aufgefunden wurde.
* Die Aermſte. „Nun, wie gefiel Dir’s im
Triſtan?‟ — „Schrecklich! Denke Dir, im letzten Akt
merke ich auf einmal, das iſt ja gar nicht das Stück,
wo der Schleiertanz drin vorkommt!” (Jugend.)
2. Hohe Einkammen. Im Großherzogum Heſſer
wer=
herzog den Steuerkontrolleur Finanzaſſeſſor Karl den 133 Einkommen von über 100000 Mark bis hinauf
wovon allerdings 43 auf juriſtiſche Perſonen,
Aktiengeſell=
in Worms zum Dammeiſter. Die erledigte Bagger= ſchaften u. dgl., entfallen. Einkommen in der Höhe von
50000 bis 100000 Mark werden 231 verſteuert, worunter
— Todesfall. Am 11. ds. verſchied nach kurzem
Wilhelms=Akademie für das militärärztliche Bildungs= wickelung große Verdienſte erworben. Ein ehrendes
— Schweſternkonzert. Wie uns mitgeteilt wird,
findet das diesjährige Konzert zum Beſten der hieſigen
Barmherzigen Schweſtern bereits am 10. Oktober ſtatt.
Der Kartenverkauf beginnt Ende dieſes Monats.
A Betriebe zur Herſtellung von Zigaretten und
Ziga=
hat den Nachbenannten die Erlaubnis zur Anlegung der rettentabak gab es in unſerem Großherzogtum im Jahre
1909 28. Dieſe Betriebe verſteuerten 38 302000 Zigaretten
A Ziehkinder. Das Großherzogtum Heſſen iſt mit
einem beſonderen Geſetz über die Ueberwachung der ſog.
„Ziehkinder” unter 6 Jahren allen übrigen deutſchen
Staaten vorangegangen. Dieſe Ueberwachung erſtreckte ſich
im Jahre 1909 auf 2552 Kinder, wovon 516 eheliche und
2036 uneheliche. Die meiſten dieſer Kinder (323) ſind in
Offenbach untergebracht, dann folgt Mainz mit 315,
Darmſtadt mit 207, Gießen mit 114, Worms mit 91
Kindern uſw. Eine verhältnismäßig ſehr große Anzahl
von Ziehkindern iſt auch in unſerer Nachbargemeinde
Eberſtadt aufgenommen, nämlich 51.
— Die beiden Walderholungsſtätten wurden
am 12. d. Mts. geſchloſſen. Trotz des ungünſtigen
Wetters, unter welchem die ganze Betriebsperiode zu
leiden hatte, iſt der Beſuch gegenüber den Vorjahren
ge=
ſtiegen. Auch im übrigen war zu beobachten, daß dieſe
Erholungsſtätten ſich einer zunehmenden Wertſchätzung
erfreuen und ſich immer mehr als ein notwendiges und
nützliches Glied in unſeren valkshygieniſchen
Fürſorge=
maßnahmen erweiſen. Im ganzen wurden 104 Männer,
116 Frauen und 10 Kinder verpflegt.
* Der Altſtadtdurchbruch. Noch immer beſteht ein
weſentliches Hemmnis für die Durchführung und den
Ausbau der neuen Landgraf=Georgſtraße, und zwar
in Geſtalt der Anweſen Jakob und Häuslein
gegen=
über der Brauerei „Zur Krone”. Zwecks bequemerer
Einmündung des Straßenzuges nach dem Schillerplatz
empfiehlt es ſich, jene Häuſer niederzulegen, doch haben
die Eigentümer bekanntlich ſo bedeutende Preiſe
ge=
fordert, daß der Enteignungsweg ſeitens der Stadt
beſchritten wurde. Letztere beanſtandet die Höhe der
dort vom Provinzialausſchuß zugebilligten Summen
und hat deshalb die Angelegenheit an der Zivilkammer
des Landgerichts anhängig gemacht, wo demnächſt,
vorerſt vor einem beauftragten Richter, Termin
ſtatt=
findet.
— Odenwaldklub. Die geſtrige Anzeige des
Odenwaldklubs enthält einen Fehler; es muß
näm=
lich ſtatt „Viernheim” heißen: „Hirſchhorn”.
Hirſch=
horn iſt das Ziel des erſten Wandertages.
— Eine dankenswerte Neuerung iſt in den letzten
Wochen auf der Oſtſeite der Kaſtanienallee
ge=
ſchaffen worden, die von Beſſungen nach dem Fuße der
Ludwigshöhe führt. Nach dem Vorbild des
Fußgänger=
pfads nach den Hirſchköpfen iſt dort das Bankett
aſphal=
tiert worden, was beſonders bei Regenwetter von großer
Annehmlichkeit iſt.
C. Duncan=Tanzſchule. Auf dem nordweſtlichen
Abhang der Marienhöhe iſt mit dem Bau der Duncanſchen
Tanzſchule, wozu bekanntlich der Großherzog das Terrain
zur Verfügung geſtellt hat, nunmehr begonnen worden.
— Verloſung. Auf die in heutiger Nummer
ent=
haltene Gewinnliſte der vom Frauenverein der
Paulus=
gemeinde veranſtalteten Verloſung werden die Leſer
be=
ſonders aufmerkſam gemacht.
Seeheim, 13. Sept. Von Generalmajor Freiherrn
Heyl zu Herrnsheim, welcher hier eine
präch=
tige Beſitzung (Villa Tannenberg) ſein eigen nennt,
iſt unſerer Gemeinde eine ſchönes Geſchenk zuteil
ge=
rian als Krieger darſtellend, der eine Fahne in der
Linken hält und mit der Rechten ein brennendes
Ge=
der 25. Kavalleriebrigade. Als neue Truppe iſt die bäude löſcht. Die etwa 1 Zentner ſchwere, aus Zink=
Fußartillerie Nr. 3 zu der 25. Diviſion geſtoßen, ſie guß hergeſtellte, reich bemalte Figur iſt mit einem
wurde in Zehmen und Heiſters untergebracht. Divi= Sockel auf dem Brunnen vor dem bekanntlich neu
Verſchönerung des Rathausplatzes bei.
Offenbach, 13. Sept. In einer geſtern
abgehalte=
nen gemeinſchaftlichen Sitzung des Bauausſchuſſes
und des Verfaſſungsausſchuſſes wurde beſchloſſen, die
des Kanalnetzes dem Dr.=Ing. Heyd in
Darm=
ſtadt zu übertragen.
Offenbach, 13. Sept. Wiederum hat Offenbach einen
treuen, tüchtigen Sohn verloren: Adolf André, der
Mitinhaber der weltbekannten Muſikverlags= und
Muſi=
kalienhandlung von Johann André, iſt nach kurzer
Krankheit im Alter von 55 Jahren verſtorben.
Mainz, 13. Sept. Kürzlich wollte ein elegant
ge=
kleideter Reiſender durch die Bahnſperre im
Haupt=
bahnhof Mainz mit einer Bahnſteigkarte
Frank=
furt. Er wurde angehalten und es ſtellte ſich heraus,
daß er mit dieſer Karte von Frankfurt nach Mainz
gefahren war. Der Betrüger gab an, der 31jährige
Kaufmann Gottfried Werner aus Zürich zu ſein. Als
er ſich geſtern vor dem Schöffengericht verantworten
ſollte, erklärte er, daß er weder Werner heiße, noch
aus Zürich ſtamme. Als ihm der Vorſitzende vorhielt,
daß er ſich jetzt noch der intellektuellen
Urkunden=
fälſchung durch das falſche Eintragen ins
Gefangenen=
regiſter ſchuldig gemacht, meinte der Angeklagte, das
ſei ihm ganz egal, ſeinen richtigen Namen werde er
nicht nennen und wenn er noch ſo lange im Gefängnis
ſitzen müſſe. Bei dieſer Erklärung blieb der
Unbe=
kannte; er wurde wieder in Unterſuchungshaft
ab=
geführt. Er wird demnächſt nach Wiesbaden gebracht,
um mit dem Bertillonſchen Syſtem gemeſſen zu
werden.
Gießen, 13. Sept. Auf dem Wege zwiſchen
Duten=
hofen und Wetzlar wurde ein Mädchen von drei
Strol=
chen überfallen und ihm ein goldenes Medaillon
abgenommen. Die drei Täter, die am Samstag hier
die Verpflegeſtation in Anſpruch genommen haben,
wurden in Wetzlar verhaftet.
A Aus dem Kreiſe Alsfeld, 13. Sept. In unſerem
Kreiſe wird demnächſt eine neue
Verbindungs=
ſtraße zur Ausführung kommen, die von Ruhlkirchen nach
Bernsburg führt. Am Dammeshof wird die neue
Kreis=
ſtraße mittels einer hochwaſſerfrei gelegenen Brücke über
die Antrift geführt. In Verbindung damit ſoll an dieſer
Stelle eine Regulierung der Antrift ſtattfinden.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910₰
Nummer 215.
C Ulrichſtein (Kreis Schotten), 13. Sept. Für den in
fiskaliſchem Beſitz befindlichen Selgenhof bei
Ulrich=
ſtein wird zurzeit durch das Großh. Tiefbauamt Bad=
Nauheim eine Waſſerverſorgungsanlage
aus=
geführt. Bei den Quellſchürfungsarbeiten wurde eine
grö=
ßere Waſſermenge erſchloſſen, die für den Bedarf mehrerer
Ortſchaften ausreichend wäre.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 12. Sept. Der erſte
Leibarzt des Zaren, Feminenow, weilte heute
vormittag auf der Durchreiſe in Berlin, wo er im
Hotel du Pavillon abgeſtiegen war. Der Arzt, in
deſſen Begleitung ſich ſein Aſſiſtent, Dr. von
Podko=
retzky, befindet, war, dem Lokal=Anzeiger zufolge, von
Karlsbad nach Berlin gekommen und wollte ſich nach
Schloß Friedberg zum Zaren begeben, als ihn die
telegraphiſche Meldung von der ſchweren Erkrankung
eines Familienmitgliedes nach Petersburg zurückrief.
— Berliner Blätter melden: Im Gelände der
pom=
merſchen Diviſionsmanöver unternahmen
die höheren Schülen unter Leitung ihrer Lehrer einen
Ausflug. Einige Volksſchüler taten das gleiche, jedoch
ohne irgend welche Führung. Einer von den Knaben
geriet unter die Pferde attackierender Ulanen; er
wurde ſchwer verletzt und ſtarb nach kurzer Zeit.
Heute nachmittag würde in der Baſtianſtraße ein
verhältnismäßig noch junges Ehepaar infolge von
Gasvergiftung tot aufgefunden. Es war
zwi=
ſchen den beiden Leuten zu einem Eheſtreit gekommen,
Während der Mann ſchlief, hatte die Frau im
Schlaf=
zimmer die Gashähne geöffnet, Fenſter und Türen
verſchloſſen und ſich dann ſelbſt ſchlafen gelegt. —
Unter dem Vorſitz des bekannten Jugendrichters
Amtsgerichtsrat Köhne verhandelte heute das
Ju=
gendgericht des Landgerichts Berlin=Mitte gegen
den fünfzehnjährigen Fürſorgezögling Adolf
Con=
rad, deſſen zahlreiche Scheckräubereien vor dem
Scheck=
amt in der Dorotheenſtraße allgemeines Aufſehen
er=
regt hatten. Conrad war der Fürſorgerziehung
ent=
laufen und auf einem Güterwagen als blinder
Paſſa=
gier nach Berlin gekommen. Hier ſuchte er
Bekannt=
ſchaften mit den Lehrlingen zu machen, die Geld auf
dem Poſtſcheckamt abhoben. Durch Verſprechungen und
kleine Geldgeſchenke ſuchte er deren Vertrauen zu
ge=
winnen, bis es ihm gelang, ihnen das abgehobene
Geld abzunehmen. Mitunter gebrauchte er den Trick,
angeblich gefundenes Geld mit ſeinem Opfer teilen
zu wollen. Während er einiges Geld dem
Betreffen=
den in die Taſche ſteckte, raubte er zugleich die von
die=
ſem abgehobenen Geſchäftsgelder. Auf dieſe Weiſe
ſind ihm einmal 1000 Mark und einmal ſogar 5800
Mark in die Hände gefallen. Im ganzen werden ihm
3 Diebſtähle und 14 Betrügereien zur Laſt gelegt. Mit
dem erbeuteten Gelde lebte Conrad als flotter
Kava=
lier. Um ſich Papiere zu verſchaffen, „engagierte” er
einen Hausburſchen, gab ihm 100 Mark, angeblich, um
ihn auf ſeine Ehrlichkeit zu prüfen, und ließ ſich
da=
für deſſen Legitimationspapiere geben. Als ihm
ein=
mal das Geld ausging, ſchrieb er den Hausburſchen
und forderte die 100 Mark zurück. Auf dieſe Weiſe
fiel er der Polizei in die Hände. Der Angeklagte war
vor Gericht völlig geſtändig. Seine Eltern ſind tot.
Der Vertreter der Anklage beantragte nur 36 Tage
Gefängnis. Der Gerichtshof ging über dieſen Antrag
angeſichts der Gemeingefährlichkeit der Handlungen
hinaus und verurteilte Conrad zu einem Jahr
Gefängnis.
Ueber die Verhaftung d es Hochſtaplers
Margolin und ſeiner Geliebten in Petersburg
wird noch gemeldet: Die Berliner Kriminalpolizei
hatte ermittelt, daß ſich die Kabarettſängerin Fröhlich
in Pontreſina (Schweiz) aufhielt; ſie erfuhr dort, daß
mit Margolin ein Zuſammentreffen in Petersburg
vergbredet worden war. Um indeſſen ſeine Verfolger
irrezuführen, wandte ſich Margolin zunächſt nach
Holland und erſt von dort fuhr er nach Petersburg,
wo ſeine Geliebte bereits eingetroffen war. In
Pe=
tersburg beabſichtigte das Paar zu heiraten.
Margo=
lin hat dieſen Schritt augenſcheinlich geplant, um eine
wichtige Zeugin bei allen ſeinen Manipulationen auf
ſeiner Seite zu haben, denn als Ehefrau konnte ſie
nicht als Zeugin vereidigk werden. In Petersburg
trat Margolin ebenſo wie in der deutſchen
Reichs=
hauptſtadt als Kavalier auf, gab das Geld mit vollen
Händen aus und war in den Bars ein häufiger und
gern geſehener Gaſt. Er hatte im Hotel de l'Europe,
einem der feinſten Gaſthöfe Petersburgs, zwei
ele=
gante Zimmer genommen. Bei dem großen
Be=
kanntenkreiſe, den Margolin hatte, war es nur
natür=
lich, daß er in Petersburg, wo zurzeit ſehr viele
Deutſche und Oeſterreicher weilen, bald erkannt wurde.
Ohne Aufſehen zu erregen, wurde die Berliner
Kri=
minalpolizei verſtändigt, und ſie erſuchte nun
ihrer=
ſeits die Petersburger Behörden, Margolin und ſeine
Gefährtin feſtzunehmen. Die Verhaftung des Paares
erfolgte früh im Hotel de l'Europe. Beide ergaben
ſich ohne Widerſtand ihrem Schickſal. Es wird
nun=
mehr von der preußiſchen Regierung das
Ausliefer=
ungsverfahren beantragt werden, das ſich auf den
Auslieferungsvertrag ſtützt, der am 13. Januar 1885
mit Rußland und Preußen geſchloſſen worden iſt. Im
übrigen gehören die ſchweren Urkundenfälſchungen,
deren Margolin beſchuldigt wird, zu denjenigen
Ver=
brechen, derentwegen faſt alle europäiſchen Staaten
ausliefern.
Frankfurt, 13. Sept. Der Polizeibericht meldet: Heu
vormittag gegen 7 Uhr entſtand im Laboratorium des h
ſigen Städtiſchen Krankenhauſes, anſcheinend durch Kur
ſchluß, Feuer, das durch die Feuerwehr ſchnell gelöſc
werden konnte. Der Mobilienſchaden beträgt 200 Mark.
München, 12. Sept. Ein großer Juwele
ſchwindel iſt, wie ſchon mitgeteilt, von eine
Mexikaner und einem Deutſch=Amerikaner hier au
geführt worden. Der Juwelier Koch aus Fran
furt a. M. lernte in einer Münchener Familie zu
elegante Herren kennen, von denen einer den klan
vollen Namen Don Joſe Pirioli de Elardny,
Gu=
beſitzer aus Mexiko, führte, der andere wurde ihm e
Kunſtexperte Emil Becker aus Chicago vorgeſtellt. D
Gutsbeſitzer wollte Juwelen kaufen und darauf reiſ
der Juwelier Koch nach Frankfurt zurück. Am Sam
tag kam in München ein Geſchäft zuſtande, das
einem auf die Filiale der Deutſchen Bank in Wie
baden lautenden, gefälſchten Scheck über 142600 A
bezahlt wurde. Die Zahlung des Schecks wurde
zwiſchen verweigert. Die Schwindler ſind ſpurl
verſchwunden. Becker iſt wahrſcheinlich ein in Pfor
heim und auch in München bekannter, raffinierte
Gauner und Schwindler, der ſich in San Franzis
hat naturaliſieren laſſen. Wie raffiniert die Gaut
den Schwindel angelegt haben, beweiſt ſolgende Tc
ſache: Der angebliche mexikaniſche Gutsbeſitzer n
dem klangvollen Namen hat ſich, ſei es, um ein g
verkäufliches Bild zu bekommen, ſei es, daß er nach
einer beſonderen Referenz trachtete, von dem
berühm=
ten Münchener Porträtiſten Akademieprofeſſor Fritz
Auguſt von Kaulbach malen laſſen. Von dieſem konnte
nun der junge Juweliersſohn Koch aus
Frank=
furt a. M. auf Nachfrage nach dem angeblichen
Mexi=
kaner die Antwort erhalten, daß dies ein ſehr reicher
Mann ſein müſſe, wenn er ſich von Kaulbach malen
laſſe. Der junge Koch hat dann auch tatſächlich die
Juwelen im Betrage von 142600 Mark unbedenklich
dem vermeintlichen mexikaniſchen Farmer
ausgehän=
digt und hat dann wohlgemut den gefälſchten Scheck
nach Frankfurt zum Inkaſſo heimgebracht, wo dann
auf eine Anfrage in Wiesbaden herausgekommen iſt,
daß der Mexikaner dort gar kein Konto bei der
Wies=
badener Filiale der Deutſchen Bank beſitzt.
Ems, 11. Sept. Zur Erinnerung an die
Vor=
boten des Krieges 1870 machten heute zirka 600
Tur=
ner des Lahn=Dils=Gaues eine Turnfahrt von
Montabaur nach Ems, um am Benedetti=Stein und
dem Kaiſerdenkmal Kränze aus Eichenlaub mit
Korn=
blumen niederzulegen. Nach der Begrüßung durch
einen Vertreter der Stadt im Kurgarten, Ausbringen
eines Kaiſerhochs u. a. hielt der Vertreter des Kreiſes,
Herr Turninſpektor Schmuck aus Darmſtadt,
eine begeiſternde, echt deutſche Rede, die in dem
Tur=
nergruß „Gut Heil” ausklang. Das anſchließende
Lied „Deutſchland, Deutſchland über alles” wurde zum
Bekenntnis aller anweſenden Deutſchen.
Köln, 12. Sept. Geſtern nachmittag fand bei
über=
aus zahlreicher Teilnahme auf dem gegenüber
Re=
magen belegenen Berge der Erpeler Ley die feierliche
Enthüllung des Zeppelin=Gedenkſteins
ſtatt, der aus Anlaß der vorjährigen Sturmfahrt, bei
der der Graf von Erpel aus nach Frankfurt
zurück=
kehren mußte, errichtet wurde. Der feierliche Akt
ge=
ſtaltete ſich zu einer echt vaterländiſchen Kundgebung
Die Enthüllung des Gedenkſteins nahm der Landrat
vor. An den Grafen wurde ein
Begrüßungstele=
gramm geſandt. Der Gedenkſtein enthält die
Wid=
mung: Zur erſten Fahrt des lenkbaren Luftſchiffes
über den Rhein, Sturmfahrt Zeppelins mit „2 II‟,
am 2. 8. 1909.
Grandenz, 12. Sept. (Amtlich.) Heute vormittag
gegen 9 Uhr ſtießen auf dem Bahnhof Strasburg in
Weſtpreußen zwei mit Reſerviſten beſetzte
Per=
ſonenwagen beim Umſetzen vom Zuge Nr. 586
nach dem Zuge Nr. 954 ſo heftig gegen den letzteren,
daß mehrere Fenſterſcheiben zertrümmert wurden.
Mehrere Perſonen wurden am Kopfe verletzt und
be=
gaben ſich nach Anlegung eines Verbandes in die
Hei=
mat. Unterſuchung iſt eingeleitet.
Zarizyn, 12. Sept. Einer Feuersbrunſt, die
ſeit 3 Uhr nachmittags in der Stadt Kawkas wütet,
ſind bis zum Abend bereits 300 Häuſer zum Opfer
gefallen. Viertauſend Einwohner ſind obdachlos. Die
Holzſtapel am Uker der Wolga ſind bedroht.
Paris, 12. Sept. Eine intereſſante
ar=
chäologiſche Entdeckung iſt dem franzöſiſchen
Gelehrten Henri Martin im Zuſammenhang mit
ſei=
nen prähiſtoriſchen Forſchungen in der Charente
ge=
lungen. Unter dem Gutshof von La Ligerie in der
Gemeinde von Gardes wurden Spuren eines
unter=
irdiſchen Baues aufgefunden, der dem Altertum oder
dem früheſten Mittelalter angehören muß. Es iſt
ein unterirdiſcher Zufluchtsort, eine Art Feſtung, die
aus zahlreichen komplizierten Gängen und Höhlen
be=
ſteht und in einer geräumigen, natürlichen Grotte
endet, in der etwa 50 Menſchen Unterſchlupf finden
konnten. Die in dem ſehr harten Kalkfelſen
durch=
geführten tiefen Einſchnitte können nur mit
Eiſen=
inſtrumenten vorgenommen worden ſein, wie
über=
haupt die ganze Anlage in langjähriger Arbeit
voll=
endet ſein muß. Ueber die Zeit der Entſtehung dieſes
merkwürdigen Verteidigungsbaues iſt noch nichts
näheres ermittelt.
Paris, 13. Sept. Wie aus Havre gemeldet wird,
hat die ſtrafrechtliche Unterſuchung ergeben, daß der
gegen den arbeitswilligen Kohlenverlader der
Com=
pagnie Transatlantie Donger verübte, tödlich
ver=
laufene Ueberfall vorher von den
Ausſtändi=
gen abgekartet war. Es heißt, daß die
Staats=
anwaltſchaft beſchloſſen habe, gegen die Angreifer die
Anklage auf Mord zu erheben.
London, 12. Sept. Wie ſchon gemeldet, brach
geſtern in früher Morgenſtunde in dem großen
Tuch=
warenladen von Wallace Hughes im
Lon=
doner Stadtteile Brixton Feuer aus. In den
obe=
ren Stockwerken des Hauſes ſchliefen fünf
Verkäufe=
rinnen. Dieſe drängten ſich, von den Flammen
auf=
geſchreckt, in ihren Nachtgewändern an die oberen
Fenſter und ſchrien verzweifelt um Hilfe, da ihnen der
Ausweg abgeſchnitten war. Eine aufgeregte
Men=
ſchenmenge ſammelte ſich auf der Straße an; man rief
den jungen Mädchen zu, doch ja zu warten, bis die
Feuerwehr käme, doch ſpannten inzwiſchen mehrere
handfeſte Männer zur Vorſicht ein leinenes Tuch
unten aus. Zwei der Mädchen ſprangen herab; die
eine, Miß Lattimore, ſprang aber zu kurz, verfehlte
das Tuch und blieb mit zerſchmetterten Gliedern tot
liegen. Die zweite wurde zwar aufgefangen, erhielt
aber ebenfalls ernſte Verletzungen. Durch ein
Fen=
ſter im zweiten Stock retteten ſich die drei anderen
jungen Mädchen, doch wurden zwei von ihnen
ernſt=
lich verletzt. Die drei verletzten Mädchen liegen im
Sankt Thomas=Hoſpital in bedenklichen Zuſtande
da=
nieder. Die Abteilung von Wallace Hughes, wo der
Brand ausbrach, wurde vollkommen eingeäſchert. Es
iſt dies die dritte Feuersbrunſt, die dasſelbe Geſchäft
im Laufe weniger Wochen heimgeſucht hat, doch waren
glücklicherweiſe bei den vorhergehenden Bränden keine
Menſchenleben zu beklagen. Der gefamte, durch die
Feuersbrunſt verurſachte Schaden wird auf 160000
Mark geſchätzt. Die Entſtehung der Brände iſt bisher
unaufgeklärt.
Kongreſſe und Verbandstage.
Chriſtlichſozialer Parteitag.
— Siegen, 12. Sept. Heute vormittag trat der
14. Chriſtlichſoziale Parteitag in ſeine geſchäftlichen
Beratungen ein. Nach der Wahl des Bureaus wurde
feſtgeſtellt, daß 130 ſtimmberechtigte Delegierte
an=
weſend ſind. Der Reichstagsabgeordnete Behrens
erläuterte ſodann die Arbeit der Abgeordneten im
Parlament, ſtreifte die Konſumvereinsfrage, die
Ta=
bakarbeiterfrage, und erſtattete hierauf den
parlamen=
tariſchen Bericht. Einleitend gab er eine Ueberſicht
über die Perſonalien des Reichstages, ſeine
Geſchäfts=
führung, die erledigten und unerledigten Arbeiten und
ging dann auf die Arbeit der Fraktionen über. Die
chriſtlichſozialen Abgeordneten befinden ſich in dem
Fraktionsverbande der Wirtſchaftlichen Vereinigung.
Die Arbeiten der Fraktion waren harmoniſch, frucht=
bar und zufriedenſtellend. In allen wichtigen=
Angele=
genheiten ſtimmte die Fraktion geſchloſſen. Auch bei
der neuen Mehrheitsbildung im Reichstag iſt die
Stel=
lung der Wirtſchaftlichen Vereinigung von
ausſchlag=
gebender Bedeutung. Der Bericht erwähnt weiter die
Arbeiten in den Kommiſſionen, die Arbeitsverteilung
auf die einzelnen Abgeordneten und geht dann auf die
politiſchen Parteien und die politiſche Lage ein. Zum
Schluß bedauert der Bericht die konfeſſionelle Hetze, die
von gegneriſcher Seite getrieben werde. — In der
nun einſetzenden Diskuſſion erklärte
Stadtver=
ordneter Rippel=Hagen, daß der Parteitag den
Abge=
ordneten der Partei und der Wirtſchaftlichen=
Vereinig=
ung für ihre Arbeiten Dank wiſſe. Lizentiat Mumm=
Berlin fordert in den Schranken, die ein ſittliches
Ge=
rechtigkeitsgefühl zieht, die Eindeutſchung der Dänen,
Polen und Elſäſſer, und empfiehlt folgende
Reſolu=
tion: „Der Chriſtlichſoziale Parteitag bekennt ſich
zu einer ſtarken Monarchie von Gottes Gnaden und
huldigt in Mannentreue Seiner Majeſtät dem Kaiſer
und König, der in Königsberg und Marienburg für die
Solidarität aller ſchaffenden Stände, für den Frieden
unter den Konfeſſionen und das Recht des
verfaſſungs=
mäßigen Königtums, von Tagesſtrömungen abzuſehen,
eingetreten iſt” Generalſekretär Ballhaus geht auf
die Tabakarbeiterfrage ein. Er beantragt eine
Reſo=
lution, die beſagt: „In Berückſichtigung der
Tat=
ſache, daß der Viermillionenfonds für die Unterſtützung
arbeitsloſer Tabakarbeiter erſchöpft iſt und
Unterſtütz=
ungen nach dem 3. Dezember 1910 nicht mehr gezahlt
werden können, beauftragt der Parteitag ſeine
Abge=
ordneten, im Reichstage dahin wirken zu wollen, daß
bei fortdauernder Arbeitsloſigkeit weitere Mittel zur
Unterſtützung zur Verfügung geſtellt werden.” — Liz.
Dr. Weber=Gladbach tritt für eine Reform der
Arbei=
terverſicherung und Arbeiterkammern ein. Die
Reſo=
lutionen wurden angenommen. — Nach der
Mittags=
pauſe beſchäftigte ſich der Kongreß mit inneren
Ange=
legenheiten.
16. Hauptverſammlung des Allgemeinen
Deutſchen Sprachvereins.
— Dresden, 12. Sept. Der Vorſitzende
er=
ſtattete den Bericht über die Vereinstätid
keit im letzten Jahre, dem wir folgendes
ent=
nehmen: Es iſt dem Verein vergönnt geweſen, ſeine
Beſtrebungen auf einem der wichtigſten Gebiete unſeres
öffentlichen Lebens, in der Geſtaltung der deutſchen
Geſetzesſprache, mit Erfolg zu betätigen, nämlich bei der
ſprachlichen Mitarbeit an zwei bedeutenden
Reichsge=
ſetzen: der Eiſenbahnverkehrsordnung und der
Straf=
prozeßordnung. Dem folgte vor Jahresfriſt auf
per=
ſönliche Anregung des Reichskanzlers Dr. v. Bethmann
Hollweg die Mitwirkung bei der ſprachlichen Faſſung
des Entwurfs einer Reichsverſicherungsordnung.
Uebri=
gens wird die Mitwirkung des Vereins und ſeiner
Zweigvereine bei der ſprachlichen Faſſung von
Geſetz=
entwürfen, amtlichen Bekanntmachungen und
Verord=
nungen uſw. nicht bloß von Reichs=, Staats= und
Ge=
meindebehörden, ſondern ebenſo ſehr von privater
Seite mehr und mehr in Anſpruch genommen. — Die
Geſamtzahl der Mitglieder, einſchließlich 3700
unmittel=
barer, iſt auf 30090 angewachſen, die Zahl der
Zweig=
vereine von 322 auf 324. 27 Zweigvereine haben 200
und mehr Mitglieder. Von der ſtarken Teilnahme der
im Auslande lebenden Landsleute zeugt die große Zahl
und Verbreitung der ausländiſchen unmittelbaren
Mit=
glieder. Freunde der Sache finden ſich in allen
Welt=
teilen. Weiter berichtete der Vorſitzende über den
er=
freulichen Abſatz der Verlagswerke des Vereins im
Jahre 1909, dann über die Zeitſchrift für deutſche
Mundarten, die leider noch nicht die gebührende
Ver=
breitung gefunden hat, über die Werbemittel des
Ver=
eins, über Werke, die dem Verein gewidmet worden
ſind, über die bedeutſamen Erfolge der Anregung,
deutſche Volkswörter zu ſammeln, über die
Mitteilun=
gen für Sprachecken, die den deutſchen Zeitungen (jetzt
1613) zur Verfügung geſtellt, ſodann über die
Kaſſen=
verhältniſſe. Das Vereinsvermögen iſt gewachſen, die
Diederichs=Stiftung des Allgemeinen Deutſchen
Sprach=
vereins (von Direktor Auguſt Diederichs in Bonn) iſt
auf 22500 Mark geſtiegen, deren volle Zinſen dem
Sprachverein ſeit dem 1. Oktober 1909 zufließen. Zur
Roſegger=Spende trägt der Allgemeine Deutſche
Sprach=
verein, teils aus Sammlungen von 91 Zweigvereinen,
teils aus der Hauptkaſſe, zwei volle Bauſteine (3340
Mark) als Jubelgabe bei. In Ausſicht ſteht ein neues
Verdeutſchungsbuch für Luftſchiffahrt, das ein Ausſchuß
unter Vorſitz des Rektors Prof. Dr. Pöſchel in Meißen
bearbeitet. Die Abrechnungen für die Geſchäftsjahre
1907 bis 1909 ſind nach den Berichten der
Rechnungs=
prüfer für richtig befunden worden; den bisherigen
Rechnungsprüfern wurde Entlaſtung erteilt. Die
Wahl des Ortes der nächſten Hauptverſammlung wurde
dem Vorſtande überlaſſen; ſie ſoll zu Pfingſten 1912
ſtattfinden. An dieſe geſchäftlichen Verhandlungen
ſchloß ſich, wie gemeldet, die öffentliche Feſtſitzung, an
der die Spitzen der ſtaatlichen und anderen Behörden
uſw. teilnahmen. Um 2 Uhr begann die Feſttafel, die
in angeregter Stimmung verlief. Den erſten
Trink=
ſpruch brachte der Vorſitzende Geh. Oberbaurat Dr.
Sarrazin aus. Eine weitere Reihe von Trinkſprüchen
folgte.
* Kolmar (Elſaß), 12. Sept. Der 25. Deutſche
Weinbaukongreß hielt heute morgen um 10 Uhr
ſeine zweite Kongreßſitzung ab, in der zunächſt ein
Antworttelegramm des Statthalters verleſen wurde.
Es ſprachen Landwirtſchaftsinſpektor Wanner=
Straß=
burg über die Erfahrungen mit dem neuen Weinbau
im Metzer Verſuchsgebiet und Gutsbeſitzer G. Burger=
Kolmar über die Zukunft der direkt tragenden
Hybri=
den im Weinbau Elſaß=Lothringens. — Heute
vor=
mittag 8 Uhr fand die General=
Verſamm=
lung des Deutſchen Weinbauvereins ſtatt. Die
ge=
blante Reorganiſation wurde jedoch nicht behandelt,
vielmehr die Pläne einem beſonderen Ausſchuß
unter=
breitet. — Nachmittags war große Koſtprobe von 107
elſäſſiſchen Weinſorten, an der neben Vertretern der
Behörden auch viele Kongreßteilnehmer und eine
Anzahl Gäſte aus nah und fern teilnahmen.
— Der Verband der Tierſchutzvereine
des Deutſchen Reiches hält ſeine Verſammlung diesmal
in Berlin vom 4. bis 7. Oktober ab. Aus der
reichhal=
tigen Tagesordnung, die über 30 Nummern umfaßt,
ſeien hier nur Verbeſſerung der Schlachtviehtötung,
Feſtſetzung eines Preisausſchreibens bezüglich der
Grenzen der Tierverſuche und Vorführung eines von
Herrn Stadttierarzt Dr. Stödter aus Hamburg
erfun=
denen Apparates zur Tötung von Hunden und Katzen
genannt. Der Tierſchutzverein für das Großherzogtum
Heſſen wird durch ſeinen erſten Schriftführer dort
ver=
treten ſein.
Nummer 215.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910
Seiter5.
Luftſchiffahrt.
* Berlin, 13. Sept. Graf Zeppelin überwies
zu dem Preiſe des Kriegsminiſteriums vom 25000 Mk.
den Betrag von 10000 Mk. als zweiten Preis für die
Flugwoche in Johannisthal aus der Zeppelinſtiftung;
damit iſt die Bedingung für das Inkrafttreten des
Preiſes des Kriegsminiſteriums erfüllt.
sr. Die Münchener Flugwoche, die ſich
bisher über ſieben Tage erſtreckte, ergab eine
Ueber=
legenheit Lindpaintners. Im Wettbewerb um
den Dauerflugpreis erreichte Lindpaintner bisher eine
Flugzeit von 2 Stunden 18 Minuten 17 Sekunden.
Zweiter wurde Jeannin mit 1:30112. Im Wettbewerb
um den Schnelligkeitspreis über 10 Kilometer führte
gleichfalls Lindpaintner mit 10 Minuten 9 Sekunden
vor Jeannin mit 10:58. Im Höhenwettbewerb weiſt
bisher Lindpaintner einen Flug von 250 Meter Höhe
auf; im Wettbewerb um den Paſſagierflugpreis ſteht
der Münchener ebenfalls an erſter Stelle mit 24 Min.
¾ Sek., auch im Preis für den beſten Ueberlandflug
ſteht Lindpaintner bisher an erſter Stelle mit einem
Fluge von 1 Stunde 10 Min. 30 Sek.
— Zwei Ueberlandflüge deutſcher
Aviatiker. Von dem Flugplatze Berlin=
Johannis=
thal aus vollführten am Montag die beiden Wright=
Piloten Haas und Leutnant von Moßner zwei
Ueber=
landflüge, die die Piloten über Alt=Glienicke nach
Grünau und zurück nach dem Flugplatz führten. Haas
landete nach einem Fluge von 25 Minuten, während
Leutnant v. M. eine etwas längere Zeit benötigte. Die
beiden Piloten haben erſt kürzlich ihre Prüfung
beſtan=
den und ſind jetzt bei der Wright=Geſellſchaft als
In=
ſtrukteure tätig.
sr. Das internationale Flugmeeting
von Bordeaux war am erſten Tage vom Wetter
begünſtigt und dürfte im Laufe der Tage noch
inter=
eſſante Kämpfe zeitigen, da nicht weniger als 21
Be=
werber teilnehmen. Am erſten Tage gewann abermals
Morane (Blériot) den täglichen Höhenpreis mit einem
Fluge von 1200 Meter Höhe, ebenſo auch den
Schnellig=
keitspreis, indem er mit ſeinem Eindecker 10 Kilometer
in 6 Minuten 36 Sekunden zurücklegte. Die größte
Geſamtdiſtanz des Tages abſolvierte Thomas (
Antoi=
nette) mit 162,5 Kilometer. Der Frühpreis des Tages
fiel an Bielovucci (Voiſin). Die beſte Leiſtung im
Ge=
ſamthöhenflug erzielte Morane mit 3930 Meter.
* Paris, 13. Sept. Ein Großgrundbeſitzer bei
Verſailles hat gegen den Flieger Maurice
Farman, der in ſeiner Nachbarſchaft das Flugfeld
von Buc eingerichtet hat, vor dem Zivilgericht einen
Schadenerſatzprozeß angeſtrengt, weil dieſer
durch die dicht über den Feldern ausgeführten Flüge
ſeine Ernte ſchädige, das Wild verſcheuche und ihn
ſelbſt durch das Geräuſch der Motoren in ſeiner Ruhe
ſtöre.
* London, 13. Sept. In der Whiteſand=Bay
finden fortgeſetzt Schießverſuche der Artillerie
gegen fliegende Drachen ſtatt, welche
Aero=
plane und Lenkballons darſtellen ſollen. Die
Ziel=
ſcheiben ſind an einem Kriegsſchiff feſtgemacht, das mit
aller Schnelligkeit losfährt. Einer am Lande
befind=
lichen Haubitzenbatterie gelang es, eines dieſer Ziele
in einer Entfernung von zwei Meilen in einer Höhe
von viertauſend Metern zu zerſtören.
Sport.
Ein Vierer=
Vereinsmannſchafts=
fahren des Gau IX D. R.=B. fand auf der 100
Kilo=
meter=Gaupreisfahrtenſtrecke des Gau IX (Frankfurt
a. M.) des Deutſchen Radfahrer=Bundes ſtatt.
Fünf=
zehn Mannſchaften ſtellten ſich dem Starter. Trotz der
zeitraubenden drei Einſchreibekontrollen wurde der
Sieg in einer ganz hervorragenden Zeit erfochten; der
gebotene Sport war vorzüglich, und der Gau IX kann
ſtolz ſein, ſolche Mannſchaften zu haben. Das Reſultat
iſt nachſtehendes: 1. Radfahrerverein „Germania”=
Frankfurt 3 Stunden 5 Minuten 40 Sekunden, 2.
Ve=
lozipedklub=Frankfurt 3 Stunden 8 Min. 30 Sek.,
3. Bicyele=Klub Frankfurt 3 Stunden 28 Min. 40 Sek.,
4. Radfahrerquartett „All Heil”=Frankfurt 3 Stunden
29 Min., 5. Radſportklub Wiesbaden 3 Stunden 41 Min.
20 Sek., 6. „Germania”=Bornheim 3 Stunden 42 Min.
30 Sek. Gauplaketten erhalten: „Germania‟=
Frank=
furt (zweite Mannſchaft) 3 Stunden 17 Min.,
Velozi=
pedklub Frankfurt (zweite Mannſchaft) 3 Stunden 30
Min. 30 Sek., „Germania”=Eſchersheim 3 Stunden 49
Min. 15 Sek., „Naſſovia”=Frankfurt 3 Stunden 53 Min.
40 Sek., „Radfahrerverein Wiesbaden 1904‟ 3 Stunden
54 Min. 40 Sekunden.
Sonntag, den 18. September, findet der dritte
Gaupreisfahrtentag des Gau IX (Frankfurt)
des Deutſchen Radfahrerbundes über 50 Kilometer und
100 Kilometer ſtatt. Meldungen ſind bis 14. Sept. an
den erſten Gaufahrwart Herrn Karl Schmitt,
Darm=
ſtadt, Schuchardſtraße 6, zu richten, worauf die
Start=
karte dem Meldenden zugeht.
Landwirtſchaftliches.
L. K. Seligenſtadt, 13. Sept. Bei ſchönſtem
Wetter und unter zahlreicher Beteiligung der
land=
wirtſchaftlichen Bevölkerung des Kreiſes Offenbach
fand die vom Landwirtſchaftskammer=Ausſchuß für
Starkenburg veranſtaltete Bezirkstierſchau,
verbunden mit einer landwirtſchaftlichen Produkten=
Ausſtellung, hier ſtatt. Beſchickt war die Schau mit 15
Pferden, 120 Stück Rindvieh, der Simmentaler Raſſe
angehörig, 40 Schweinen, vorzugsweiſe veredelte
Landſchweine, und 125 Ziegen des Saanenſchlags. Das
ausgeſtellte Zuchtmaterial entſprach dem Boden= und
wirtſchaftlichen Verhältniſſe des Ausſtellungsgaues.
Die Rinder waren mittelſchwere Simmentaler bezw.
Kreuzungen dieſes Schlages und, ſoweit ſie von
Rin=
derzuchtvereinen ausgeſtellt waren, auch in Form und
Farbe ausgeglichen. Unter den Kühen bemerkte man
ſehr viele gute Milchkühe, wenn dieſelben auch in der
Form nicht immer den Anſprüchen, welche man an
erſt=
klaſſige Simmentaler Zuchttiere ſtellen muß, genügten.
Immerhin gewährt das ausgeſtellte Rindermaterial
eine gute Grundlage für die Weiterzucht und berechtigt
für die Züchter der Mainecke, wenn nur in den
Ge=
meinden immer beſtes Bullenmaterial Verwendung
findet, zu den ſchönſten Hoffnungen. Durch
Gewähr=
ung zahlreicher Preiſe wurde den Züchtern, ſoweit
die=
ſelben prämiierungsfähiges Vieh ausgeſtellt hatten,
ein entſprechender Lohn zuteil. Ganz hervorragend
in der Qualität war das ausgeſtellte Ziegenmaterial
und kann der Kreis Offenbach in der Ziegenzucht mit
den übrigen Bezirken der Provinz Starkenburg ſehr
wohl konkurrieren. Einen ſehr guten Eindruck machte
auch die im Schützenhofſaal untergebrachte landwirt=
Gaſthaus „Zur Mainluſt” ein gemeinſames Mittageſſen klauſel von dem Nachweis eines erheblichen wirtſchaftlichen
lingen der ganzen Veranſtaltung zum Ausdruck.
Handel und Verkehr.
marktbericht.) Am Wochenmarkt war ſchwächere dem ungültig ſei, weil die in ihr enthaltene Beſchränkung
Ware je nach Qualität zu 14,75—15,25 gehandelt; alter werden.
Hafer noch ziemlich hochgehalten. — Ausländiſche
Brot=
früchte ſind jetzt billiger erhältlich. Gerſte ruhig; nur
Die Forderungen für Futterartikel und Mehl ſind bau von korntragendem Mais ihre Aufmerkſamkeit
die zweite Hand offeriert unter Bezugsparität.
Sorten, bleibt begehrt, ſonſtige Qualitäten vernach= 1 Kornträger in der Mitte des Kolbens ebenfalls, dann
läſſigt.
amerikaniſchen Getreidemärkten (Chicago
Abnahme der nordweſtlichen Zufuhren und beſſere
Nachfrage für Lokoware, ferner auf enttäuſchende der Hoffnung, daß ihre Pächter auch dieſem Verſuchs=
Exportausſichten aus Minneapolis. Mais war
eben=
falls feſt. Die Wettermeldungen aus den Erntediſtrik= undegutes Nahrungsmittel zu bieten.
ten melden Kälte; die Befürchtungen über Froſteintritt
beſtätigen. Die ſichtbaren Weizenvorräte ſind dort in
dieſer Woche von 26,45 Mill. Buſhels auf 28,99 Mill.
Buſhels, und die Maisvorräte von 2,75 Mill. Buſhels
auf 2,97 Mill. Buſhels geſtiegen. Auch in Kanada er=
1,98 Mill. Buſhels auf 2,78 Mill. Buſhels.
Weizen, hieſ. und Wetterauer 20,50—20,60, Nordd.
20,50—20,75, Kurheſſiſcher 20,50—20,60, Ruſſiſcher 22,75
bis 23,50, Redwinter 22,50—23,75, Rumäniſcher 22.50
bis 23,50, Laplata 22,50—23,50, Donauweizew22,50—23,50,
Kanſas 22,50—23,75, Walla Walla 22,50—23,50 Mk.;
Roggen, hieſ. 15,25, Bayeriſcher (Pfälzer) 15,25—15,30,
Ruſſiſcher — Amerikaniſcher —, Rumäniſcher — Mk.;
Gerſte, Pfälzer, 16,50—17,50, hieſ. und Wetterauer
16—16,50, Riedgerſte 16,50—17,50, Ungariſche 22,25 bis
23,50, Fränkiſche 16,50—17,50 Mk.; Ruſſiſche Futtergerſte ein maßvolles Abreiben erfolgt. Die Probeſtücke ſind
11,75—12,25 Mk.; Hafer, hieſ. 16,25—16,75, Bayeriſcher
16,25—16,75, Ruſſiſcher —, Amerikaniſcher —,
Rumä=
niſcher — Mk.; Mais, mixed 14,40—14,60, Ruſſiſcher
14,50—15, Donaumais 14,50—14,75, Rumäniſcher 14,50
bis 14.75, Weißer Mais 14,50—14,75, Laplata 14,40 bis
14,60 Mk.: Weizenſchalen 9—9,25 Mk.; Weizenkleie
8,50—9 Mk.; Roggenkleie 9—9,50 Mk.; Futtermehl
12—13 Mk.; Biertreber, getrocknet, 12,25—12,75 Mk.;
Weizenmehl, hieſ. (Baſis ab Mannheim) Nr. 0 30,50
bis 30,75, feinere Marken 31—31,25. Nr. 1 29,50—30,
Marken 29—29,25, Nr. 3 26,50—27, feinere Marken
27,25—27,50, Nr. 4 22,50—23, feinere Marken 23,25 bis
23,50 Mk.: Roggenmehl, hieſ. Nr. 0 23,25—23,50, Nr. 1 des Verfaſſers kommen in dieſem intereſſanten, die Wechſel=
22,25—22,50, Nr. 2 19—19,50 Mk.
Die Cholera.
* Marienburg, 13. Sept. Von dem
bakteriologi=
ſchen Inſtitut in Berlin iſt heute nacht die telegraphiſche
Nachricht eingegangen, daß es ſich bei dem hier unter
choleraverdächtigen Erſcheinungen verſtorbenen
Ziegel=
ſtreicher Lange um aſiatiſche Cholera handle. Bis
jetzt ſind von den unter Choleraverdacht eingelieferten
Perſonen zwei Erwachſene und vier Kinder der Krankheit
erlegen. Vier Perſonen befinden ſich im hieſigen
Diako=
niſſen=Krankenhaus. Etwa hundert Perſonen wurden
un=
ter Quarantäne geſtellt. Die zweijährige Tochter des
Arbeiters Dombrowski iſt heute mittag unter
choleraähn=
lichen Erſcheinungen verſtorben.
* Wien, 12. Sept. Bei den zwei Kindern
des an Cholera geſtorbenen Gärtners Gaſſelhuber,
welche interniert waren, iſt durch mikroſkopiſche
Unter=
ſuchung das Vorhandenſein von Cholerabazillen
feſt=
geſtellt worden. Die Kinder befanden ſich die ganze
Zeit wohl und hätten heute nachmittag entlaſſen
wer=
den ſollen, da die Inkubationsfriſt abgelaufen geweſen
wäre. Infolgedeſſen wurden die übrigen internierten
Perſonen auf der Beobachtungsſtation zurückbehalten,
obgleich die bakteriologiſche Unterſuchung ein
voll=
ſtändig negatives Reſultat ergeben hat. Die Kinder
Gaſſelhubers wurden in das Choleraſpital gebracht.
* Wien, 13. Sept. Heute wurde hier ein neuer
Cholerafall feſtgeſtellt.
* Peſt, 12. Sept. Der Vizegeſpan des
Komi=
tats Baranya verſtändigte heute auf amtlichem
Wege die Einwohnerſchaft von den feſtgeſtellten
choleraverdächtigen Erkrankungen und Todesfällen.
Mit Rückſicht auf die drohende Gefahr einer
Cholera=
epidemie wurde durch eine Verfügung des
Handels=
miniſters der für morgen anberaumte Jahrmarkt in
Mohacs verſchoben. — In Preßburg wurden im
Laufe des geſtrigen Tages vier unter
choleraverdäch=
tigen Symptomen erkrankte Perſonen in das
Epi=
demiehoſpital übergeführt. Obwohl die ſofort
vorge=
nommene Unterſuchung darauf ſchließen läßt, daß es
ſich bei dieſen Fällen nicht um Cholera handelt,
wur=
den ſofort die ſtrengſten Maßnahmen veranlaßt.
* Rom, 13. Sept. In den letzten 24 Stunden ſind
in Apulien 3 Erkrankungen und 1 Todesfall
an Cholera feſtgeſtellt worden.
Vermiſchtes.
Zur Regelung der
Konkurrenzklau=
ſel hat bekanntlich der preußiſche Handelsminiſter
Vor=
ſchläge veröffentlicht, die weder bei den Angeſtellten noch
bei den Prinzipalen Anklang gefunden haben. Auch ein
Unparteiiſcher, der in der Sozialen Praxis jene Vorſchläge
prüft, Dr. jur. R. Hüttner=Eſſen, ſtellt der vorgeſchlagenen
Regelung eine andere gegenüber. Hüttner findet, daß der
Entwurf des Handelsminiſters alle Schwächen einer
Ge=
ſetzestechnik aufweiſe, die möglichſt ſubtil die
entgegen=
ſtehenden Intereſſen ausgleichen wolle und ſo einen äußerſt
ſchaſtliche Prohutenansſtellng. Dieſelbe war nicht ſ komplizſerten, in der Praris zu den größten
Schwierig=
nur reichlich beſchickt, ſondern die einzelnen Ausſteller 1 keiten führenden Rechtszuſtand ſchaffe. Anſtatt der
vor=
hatten auch inbezug auf das ausgeſtellte Material und geſchlagenen, an äußere und zufällige Merkmale anknüpfen=
Arrangement in jeder Beziehung ſehr Anerkennens= den Mittel empfiehlt Hüttner die Anwendung des
all=
wertes geleiſtet. Nach Schluß der Tierſchau fand im gemeinen Grundſatzes, die Gültigkeit einer
Konkurrenz=
ſtatt, an dem ſich 50 Perſonen beteiligten. In zahl= Intereſſes des Prinzipals abhängig zu machen. Mit
ſol=
reichen Toaſten kam hierbei die Freude über das Ge= chem allgemeinen Maßſtabe würden unſere
Kaufmanns=
gerichte treffendere Entſcheidungen fällen, als unter dem
Zwange von Einzelvorſchriften, dieskeine Freiheit in der
Beurteilung laſſen. Im Falle der Feſtſtellung eines
er=
heblichen Intereſſes wäre ferner auf Grund von §*74,1
H. Frankfurt a. M., 13. Sept. (Frucht=! H.=G.=B. zu prüfen, ob die Konkurrenzklauſel nicht trotz=
Tendenz vorherrſchend. Der reichlich vorhandene Land= diesGrenze überſchreitet, durch die eine unbillige
Erſchwe=
weizen fand nur wenige Käufer, ſo daß ſchließlich der rung des Fortkommens des Angeſtellten ausgeſchloſſen
Preis auf 20,25 zurückging. Landroggen war ſtill und wird. Mit Hilfe dieſer beiden allgemeinen Grundſätze
gegen die Vorwoche kaum verändert. Hafer in neuer könne Auswüchſen der Konkurrenzklauſelwirkſam begegnet
*=Ein neues Gemüſe. Die Berliner ſtädtiſche
beſſere Qualität reger gefragt. Mais preishaltend. Güterverwaltung hat in den letzten Jahren dem
An=
etwas ermäßigt, wobei ſtärkeres Angebot zutage tritt. zugewendet, weil dieſe Pflanze zu hohen Erträgen be=
Der Mannheimer Getreidemarkt iſt ruhig, fähigt iſt, und ſo die großen Nährſtoffmengen, die den
Feldern um Berlin zugeführt werden, gut ausnützen
An der Berliner Produktenbörſe lag kann. Nicht nur das reife Korn iſt zur Nahrung ge=
Weizen matter auf Realiſationen für September. eignet, ſondern auch das ſoeben in der Ausbildung be=
Roggen anfangs befeſtigt, da Regenfälle die Kartoffel= griffene oder halbreife Korn. Die Natur ſchützt die in
ernte weiter ſchädigten; dann aber wieder nachgebend! einem Kolben zuſammenſtehenden Maiskörner durch
auf reichliche und billigere ruſſiſche Roggenofferten, mehrfache Decken von Hüllblättern. Sind die Kölbchen
Ruſſiſcher Weizen blieb feſt. Hafer, gute inländiſche nun noch ganz weich und die „Spindel”, d. h. der
kann das Ganze ohne die, Hüllblätter wie Spargel zu=
Nach den letzten Kabelnachrihhten von den bereitet werden. Dieſes nahrhafte, leicht verdauliche
und billige Maisgemüſe wird jetzt auf großen Flächen
und New=York) war Weizen feſter auf Berichte von angebaut, und die Berliner=Stadtverwaltung iſt wohl
die erſte, die mit dem feldmäßigen Anbau vorgeht, in
anbau folgen werden, um der Bevölkerung ein neues
* Handtücher aus Papierſtoff. Die
im nördlichen Teil des Maisgebietes ſcheinen ſich zu Deutſche Geſellſchaft für Volksbäder (Vorſitzender: Geh.
Medizinalrat Prof. Dr. Brieger), die es als ihre
Auf=
gabe anſieht, den Reinlichkeitsſinn unſerer
Volksge=
noſſen zu pflegen und ſich ſchon ſeit Jahren umedie
Förderung von Vorkehrungen für das Reinigen der
höhten ſich die Weizenvorräte in dieſer Woche von Hände bemüht, hat auf ihrer diesjährigen Tagung in
Heidelberg den Beſchluß gefaßt, einen Wettbewerb
Hier ſtellen ſich die Preiſe bei 100 Kilo wie folgt: zur Erlangung von zweckmäßigen und preiswerten
Handtüchern aus Papierſtoff für
Gelegen=
heiten zum Händewaſchen auszuſchreiben. Zur
Teil=
nahme werden alle in Deutſchland anſäſſigen Papier=
Induſtriellen oder =Intereſſenten aufgefordert. Nach
den jetzt bekannt gewordenen Bedingungen muß der
Papierſtoff waſſeraufnahmefähig ſein, ohne zu
er=
weichen, und zähe genug, ohne bei der Benutzung zu
zerreißen. Dabei iſt vorauszuſetzen, daß das
Abtrock=
nen der Hände mit dem angebotenen Material nicht
durch Betupfen, ſondern, wie bei Gewebſtoffen, durch
in einer Zahl von 100 Stück bis zum 15. Juli 1911 an
die Geſchäftsſtelle, Berlin SW. 11, Bernburger Straße
14, einzuliefern.
Literariſches.
— Die erſten vier Bände der „Ullſtein=Bücher”
die zum Preiſe von je 1 Mark gebunden, Romane von
Viebig, Ompteda, Tovote, Stratz brachten, haben jetzt
einen Nachfolger erhalten. Fedor von Zobeltitz
feinere Marken 30,25—30,50, Nr. 2 28,50—28,75, feinere veröffentlicht in der Serie der Ullſtein=Bücher ſeinen
reiz=
vollen Roman „Das Gaſthaus zur Ehe‟ Der ganze
liebenswürdige Humor und die überlegene Weltkenntnis
fälle des Lebens und der Liebe geiſtvoll widerſpiegelnden
Werke zur Geltung. Auch dieſer neue Band beweiſt, daß!
die Ullſtein=Bücher ihr Verſprechen, gute Romane der
zeit=
genöſſiſchen Schriftſteller für billiges Geld der deutſchen
Leſewelt zugänglich zu machen, erfüllen.
— Soeben erſchienen! Die Erziehung in
intel=
lektueller, moraliſcher und phyſiſcher Hinſicht. Von
Herbert Spencer. Deutſch von Dr. Heinrich
Schmidt (Jena). Taſchenausgabe. In Leinwand geb.
Preis 1 Mk. Das vorliegende Werkchen Spencers über
die Erziehung wird, abgeſehen von ſeinen übrigen
Vor=
zügen, beſonders deshalb vielen ſehr willkommen ſein,
weil es eine begründete Anſicht über zwei
bedeutungs=
volle Fragen der praktiſchen Pädagogik gewinnen läßt,
welche das Intereſſe der Eltern, Lehrer und
National=
biologen in hohem Grade in Anſpruch nehmen müſſen:
über die verderblichen Wirkungen der geiſtigen
Ueber=
bürdung der Schüler und über die Notwendigkeit eines
gründlichen naturwiſſenſchaftlichen und
ſtaatsbürger=
lichen Unterrichts in allen Schulen. Verlag von Alfred
Kröner in Leipzig.
— Der Kulturwert der photographie
ſchen Kunſt wird in einem höchſt feſſelnden und
in=
haltsreichen Aufſatz von Dr. W. Warſtat in der
bekann=
ten Halbmonatsſchrift für die Photographie unſerer
Zeit „Photographiſche Mitteilungen”
be=
handelt. Warſtat würdigt in dieſem Artikel nicht nur
die Photographie als techniſches Hilfsmittel im Dienſte
eines anderen ſo oder ſo gearteten Zweckes, vielmehr
liegt für ihn die kulturelle Bedeutung der
Photogra=
phie vorzugsweiſe in ihrer Fähigkeit, künſtleriſche
Ein=
drücke zu geben. Er ſchreibt mit Recht: „So wirken von
der Seite der photographiſchen Kunſt her in der Tat
nicht zu unterſchätzende Kräfte mit bei der Arbeit an
der Ausgeſtaltung unſerer Gegenwartskultur zu einer
perſönlichen und eigenartigen, zu einer „
Ausdrucks=
kultur” wie das moderne Schlagwort lautet.” Ferner
ſchreibt Warſtat, daß keine andere Kunſt ſich ſo ſehr zur
Liebhaberkunſt eignet, wie die photographiſche, und er
begründet dies in ſehr überzeugender Weiſe. Es kann
den vielen ernſthaft photographierenden Amateuren
nur empfohlen werden, dieſen Aufſatz zu leſen, wie
überhaupt das Studium dieſer führenden Amateur=
Zeitſchrift allen denen anzuraten iſt, die in der
photo=
graphiſchen Liebhaberei eine auch innerlich, künſtleriſch
oder wiſſenſchaftlich fördernde Betätigung erſtreben.
Die vor uns liegenden Hefte des letzten Quartals bieten
eine Fülle von Aufſätzen, Mitteilungen-und Notizen
und ebenſo eine große Anzahl vorzüglicher Aufnahmen,
die in tadelloſen Reproduktionen, zum Teil ſogar in
Gravüren, dargeboten ſind. Von beſonderer Schönheit
ſind die Aufnahmen von Mitgliedern, des Wiener
Photo=Klubs, die zwei Hefte füllen. Ein Probeheft der
Zeitſchrift liefert der Verlag Guſtav Schmidt, Berlin
W. 10, koſtenlos.
Die Fleiſchtenerung.
* Stuttgart, 13. Sept. Bei dem
landwirtſchaft=
lichen Gaufeſte in Mergentheim hat der Miniſter
des Innern, Dr. von Piſchek, in einer Tiſchrede
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
Nummer 215.
auch die Frage der Fleiſchteuerung berührt
und dabei ausgeführt, daß mit der ohnehin nur nach
reichsgeſetzlicher Aenderung des Zolltarifes möglichen
Oeffnung der Grenzen für die Einfuhr
leben=
den Viehes der gewünſchte Erfolg nicht wohl erzielt
werden könne, da ja Viehmangel und Fleiſchteuerung
in denjenigen Ländern, die für unſere Verſorgung,
namentlich für uns im Süden, in Betracht kommen,
ebenſo herrſchen wie in Deutſchland, ſo daß in
Oeſter=
reich ſogar die Erlaſſung eines Ausfuhrverbotes
er=
wogen worden iſt. Auch die Wirkung einer
Suspen=
dierung der Futterzölle werde ſehr überſchätzt.
Es iſt daran zu erinnern, daß in der Hauptſache nur
vom Mais mit 3 Mark vom Doppelzentner — ſtatt
früher 1,60 Mark —, von Futterbohnen mit 1,50 Mark
und von Futtergerſte mit 1,30 Mark ein Zoll erhoben
wird, während die übrigen Futtermittel zollfrei
ein=
gehen. Ein nennenswertes Ergebnis wäre daher auch
von dieſer Maßnahme nicht zu erwarten. Was die
freie Zulaſſung gefrorenen amerikaniſchen
Rindfleiſches anlangt, ſo ſteht der Einführung
dieſes, nach ſeiner Herkunft ſchwer kontrollierbaren,
aber nicht ſelten minderwertigen Fleiſches doch eine
Anzahl recht erheblicher ſanitärer Bedenken entgegen.
Außerdem, ſo ſagte der Miniſter, ſcheint mir hiermit
die große Gefahr verknüpft zu ſein, daß durch die
Zu=
laſſung des gefrorenen amerikaniſchen Fleiſches das
meines Erachtens beſte und ſicherſte, wenn auch freilich
nur allmählich wirkende Mittel zur Herabſetzung der
Fleiſchpreiſe, nämlich die Vermehrung ſunſeres eigenen
Viehbeſtandes durch Kreuzungen, vereitelt würde. Der
Miniſter betonte weiter, es ſei eine dringende, im
eigen=
ſten Intereſſe der deutſchen Landwirte gelegene Aufgabe,
der Aufzucht des Viehſtandes, wenn dies wegen
der notwendigen Vergrößerung der Futteranbaufläche
auch nur mit einer gewiſſen Einſchränkung des
Ge=
treidebaues erreicht werden ſollte, in erweitertem Maße
ſich zuzuwenden, um den wachſenden heimiſchen Bedarf
an Vieh und Fleiſch zu erſchwingbaren Preiſen
mög=
lichſt vollſtändig zu decken.
H. B. Berlin, 13. Sept. Die
Vorſtandsmit=
glieder des Deutſchen Fleiſcher=
Verban=
des ſind heute mittag vom Landwirtſchaftsminiſter
Freiherrn von Schorlemer empfangen worden. Die
Depntation, die aus dem Vorſitzenden des Verbandes
Marx=Frankſurt a. M., Lamertz=Köln und Schmidt=
Hannover, ſowie dem Geſchäftsführer des Verbandes,
Zerbes, beſteht, überreichte dem Miniſter eine
Denk=
ſchrift, in der die durch die Fleiſchnot entſtandene
Situation eingehend dargelegt und Vorſchläge zur
Abhilfe gemacht werden. Wie der Lokal=Anzeiger hört,
hat der Miniſter ſein lebhaftes Intereſſe an dieſer
Frage und ihrer möglichen Löſung geäußert.
Vom Hoflager in Friedberg.
*X* Friedberg, 13. Sept. Der Zar unternahm
geſtern nachmittag mit den Großherzoglichen
Herrſchaften in drei Automobilen eine Ausfahrt
nach Lauterbach, woſelbſt die Herrſchaften im Schloſſe
abſtiegen und beim Oberſtallmeiſter Freiherrn Riedeſel zu
Eiſenbach den Tee einnahmen. Die Rückkehr erfolgte
abends gegen 7 Uhr. Die Fürſtlich Battenbergiſchen
Herr=
ſchaften, ſowie Prinzeſſin Andreas von Griechenland mit
Kindern ſind von hier aus wieder nach Schloß
Heiligen=
berg bei Jugenheim zurückgekehrt. Die Zarin hat heute
kein Bad genommen, ſondern gedenkt der ärztlichen
Vor=
ſchrift gemäß die Badekur nur einen um den anderen Tag
zu gebrauchen. Der Zar unternahm heute vormittag mit
dem Zarewitſch und zwei Großfürſtinnen eine längere
Automobilfahrt, von der ſie erſt am Mittag wieder ins
Schloß zurückkehrten. Der Großherzog begibt ſich
morgen früh nach Darmſtadt zur Abhaltung von
Audien=
zen. Prinzeſſin Heinrich wird mit ihrem jüngſten
Söhnchen in den nächſten Tagen zum Beſuche hierſelbſt
eintreffen. Prinzeſſin Viktoria zu Schleswig=
Holſtein beſuchte vor einigen Tagen mit ihrer Hofdame
die Feſtſpiele in Oberammergau und kehrte geſtern abend
von dort wieder hierher zurück.
Die türkiſche Anleihe.
* Konſtantinopel, 12. Sept. Nach Erklärungen
an kompetenter Stelle des Finanzminiſteriums lehnte
die Pforte rundweg die für die Kotierung der
türkiſchen Anleihe an der Pariſer Börſe geſtellte
Bedingung ab, wonach die Ottomaniſche Bank
mit dem Treſoreriedienſt der türkiſchen Finanzen
be=
traut werden ſollte. Hierauf wurden franzöſiſcherſeits
andere Vorſchläge gemacht, über welche ein
außer=
ordentlicher Miniſterrat beraten wird. Heute ſoll der
Finanzminiſter ſehr günſtige Nachrichten über den
Stand der Verhandlungen erhalten haben, welche ein
Einvernehmen erhoffen laſſen.
*. Konſtantinopel, 13. Sept. Wie Jeni
Gazetta aus authentiſcher Quelle erfährt, gewährte die
franzöſiſche Regierung die Kotierung der
türki=
ſchen Anleihe an der Pariſer Börſe bedingungslos.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 13. Sept. Direktor Bock wurde in die
Irrenabteilung der Charité eingeliefert, um
auf ſeinen Geiſteszuſtand unterſucht zu werden.
* Berlin, 13. Sept. In der vergangenen Nacht
ſtürzte durch Brechen einer Achſe während der Fahrt
durch das Volmetal ein mit Perſonen beſetztes
Auto=
mobil um; 3 Inſaſſen wurden ſchwer, 2 leichter
verletzt.
* Konſtantinopel, 13. Sept. Es verlautet, der
Mi=
niſter des Aeußeren beſprach bei dem heutigen Empfang
mit den Botſchaftern der Kretamächte den Fall
Rolo=
georgis und hat dabei nicht verhehlt, daß die An=
nahme ſeiner Wahl in Athen ohne vorherige
Nieder=
legung ſeines kretiſchen Mandates die Lage
alußer=
ordentlich ſchwierig geſtalten würde.
* Kanca, 13. Sept. Maris, ein Parteigänger
Venizelos', iſt an Stelle Venizelos in die
provi=
ſoriſche Regierung eingetreten.
* Charbin, 13. Sept. In Tſchang=Tſchun wurde von
den Vertretern der ſüdmandſchuriſchen und der
Kirin=Tſchang=Tſchun=Bahn das Abkommen
über den Anſchlußbetrieb dieſer beiden Bahnen
unter=
zeichnet.
* Mukden, 13. Sept. Der Generalgouverneur
Hſi=
li=ang hat die Behörden angewieſen, die in der
Mandſchu=
rei und beſonders die in den an Korea grenzenden
Bezir=
ken lebenden Koreaner ſorgfältigſt zu
beobach=
ten, über deren Gebaren Bericht zu erſtatten und
diplo=
matiſche Konflikte mit den japaniſchen
Konſulatsbehör=
den zu vermeiden.
* Phönix, 13. Sept. Die Demokraten werden
für die neue Staatsverfaſſung in Arizona
maß=
gebend ſein, da ſie von 52 Sitzen der geſetzgebenden
Verſammlung bei den Wahlen 28 erhielten.
* Portland (Mayne), 13. Sept. Wie jetzt amtlich
feſt=
geſtellt wird, ſind als Kongreßmitgl ieder zwei
demokratiſche Kandidaten mit einer Majorität
von beinahe 3000 Stimmen, zwei republikaniſche
Kandidaten mit ſolchen von 200 zu 300 gewählt
wor=
den.
* Santiago de Chile, 13. Sept. Die ausländiſchen
Ge=
ſandtſchaften zur Zentenarfeier der
Unabhän=
gigkeit der RepublikChile wurden heute offiziell
im Regierungspalaſt unter militäriſchen Ehren empfangen.
Sie werden ſich morgen in Begleitung der Mitglieder der
Regierung nach Valparaiſo begeben, um der
Flotten=
parade der einheimiſchen und der ausländiſchen zu der
Zentenarfeier entſandten Geſchwader beizuwohnen.
* Tanger, 13. Sept. Die Beunruhigung im
Tadlegebiet nimmt ab. Der Führer der Harka mahnt
die Truppen zur Ruhe.
vom Pferd. Die Unterſuchung der Gewehre der
Mann=
ſchaften verlief reſultatlos.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Zwiſchen den
über dem weſtlichen Meere und Rußland lagernden
inten=
ſiven Hochdruckgebieten hat ſich über Nacht von Italien her
ein Tiefdruckwirbel eingeſchoben. Während geſtern das
Wetter trocken und zeitweiſe heiter blieb, ſetzten heute nacht
ſtrichweiſe leichte Regen ein. Bei Nordoſt liegen die
Mor=
gentemperaturen anhaltend tief (11—12 Grad).
Starken=
burg und Rheinheſſen ſind zurzeit noch trocken. Das
ſüd=
liche Tief hat auch morgen noch Einfluß.
Ausſichten in Heſſen für Mittwoch, 14. September:
Wolkig und zunächſt noch vielfach geringe Regen, kühl.
Echte
Saion
Alelkum
Zur Verbilligung d. Verpackung wird diese Cigarette, außer in
Cartons à 100, auch in solchen à 500 Stück Inhalt geliefert.
EHEEEMEHEEEGEHHEMAE
H. B. Berlin, 13. Sept. In dem heute vormittag. 8 Uhr
30 Min. auf der Station Schmargendorf eingelaufenen
Ringbahnzuge wurde in einem Abteil 3. Klaſſe der
Kaufmannslehrling Bruno Meyer bewußtlos
auf=
gefunden. Er hatte ein Taſchentuch im Munde. Seine
Taſchen waren entleert, aus dem Portemonnaie ſeine
Bar=
ſchaft von 27 Mark entwendet. Meyer gibt an, von einem
Mitreiſenden durch einen Schlag auf den Kopf betäubt und
dann beraubt worden zu ſein. Den Täter beſchreibt er nur
ſehr ungenau als einen Mann mit ſchwarzem Schnurrbart
und dunklem Anzug.
* Berlin, 13. Sept. Der in einem Südringzuge
be=
wußtlos aufgefundene Kaufmannslehrling geſtand, den
Raubanfall erdichtet zu haben, nachdem er die
ihm anvertraute kleine Summe in der Nacht vom Dienstag
in verſchiedenen Lokalen mit weiblicher Bedienung
ausge=
geben hatte.
— Berlin, 13. Sept. Auf der Berliner Straße in
Rixdorf widerſetzte ſich heute morgen ein
Fuhr=
knecht der Verhaftung durch einen Schutzmann
und verwundete den letzteren im Geſicht ſchwer. Erſt
fünf herbeieilenden Beamten gelang es, den rabiaten
Kutſcher zu verhaften.
— Paris, 13. Sept. In den
Zuckerlagerhäu=
ſern am Quai de la Gare brach gegen Mitternacht
ein heftiges Feuer aus, das erſt gegen halb 2 Uhr
auf ſeinen Herd beſchränkt werden konnte. Perſonen
ſind dabei nicht verunglückt. Der Sachſchaden iſt
be=
deutend.
— Petersburg, 13 Sept. Bei den Manövern in
der Nähe des Dorfes Niglieſchtiſchi ſank Oberſt
Iwanow vom Alexandernewski=Regiment plötzlich,
von einer Kugel in die linke Hüfte getroffen,
Am 10. März 1903 fordert ein Erlaß des
Miniſter=
präſidenten als Leiter des Miniſteriums des Innern
alle Landeschefs zu geeigneten Maßnahmen für die
Förderung der Zahnhygiene auf. Es wird bei dieſer
Gelegenheit auf die Geſundheitsſtörungen durch
mangel=
hafte Verdauung und Ernährung, auf Anſammlungen
von Infektionskeimen in der Mundhöhle ꝛc. aufmerkſam
gemacht. Dieſer neue Erlaß zeigt die große Wichtigkeit
einer rationellen Mundpflege. Morgens und abends
reinige man ſich die Zähne mit einem guten
Zahnputz=
mittel, wie es z. B. Sarg’s Kalodont darſtellt, und
man wird ſeine Zähne bis ins hohe Alter, ſowie ſich ſelbſt
ſtetssgeſund erhalten.
(177460
11224a
Blumenspenden
G — jeglicherärt — für
Darmstadt u.
liefert pünktlich u. in
tadeloser Ausführung
Darmstadt.
Oleu
Statt jeder besonderen Anzeige.
Heute vormittag entschlief sanft unsre geliebte Mutter und Schwester
Fradoberkorbreuider Bender
geb. Frey.
Amalie Eigenbrodt, geb. Bender,
Anna Seeger, geb. Bender,
Auguste Bender,
Pfarrer Dr. Eigenbrodt,
Finanzrat Seeger
und sechs Enkel,
Antonie Frey.
(17753
Darmstadt, am 13. September 1910.
Die Einsegnung findet Donnerstag, den 15. September, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle
des Elisabethenstifts statt, woran sich die Beerdigung um ½12 Uhr auf dem Städtischen
Fried-
hof anschliesst.
Ianr Ur
feinste Tafel-B
Pilsnere SC
Münchner 6
Heil Exvort
eP E=
614a
Nummer 215.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
Seite 7.
Kaufmännischer Verein Darmstadt E. V.
Todes-Anzeige.
Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere verehrlichen Mitglieder
von dem Ableben unseres Ehren-Mitgliedes und Mitglied des Aufsichtsrats
Herrn E. W. Schütz
in Kenntnis zu setzen.
(17717
Der Vorstand.
Die Beerdigung findet Mittwoch, den 14. ds. Mts., nachmittags 5 Uhr, vom
Portale des städtischen Friedhofes aus, statt.
Tageskalender.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr (Ab. B): „Renaiſſance‟.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo.”
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes (geoffnet
v. 10 Uhr abſ. — Sonntags v. 1 Uhr ab Eintritt 50 Pfg.
Gemälde=Ausſtellung im Haus Chriſtianſen auf
der Mathildenhöhe (geöffnet von 10—6 Uhr).
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Donnerstag, 15. September.
Hofreite=Verſteigerung des Gg. Gerlach (
Viktoria=
ſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht 1.
Hofreite=Verſteigerung des Karl Lud. Hennemann
(Heinrichſtraße 126) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Mobiliar= ꝛe Verſteigerung um 4 Uhr in der
„Ludwigshalle‟.
Obſt=Verſteigerungen: um 8 Uhr auf der Straße
Roßdorf-Ober=Ramſtadt (von Ober=Ramſtadt bis zum
Wald), um 10½ Uhr auf derſelben Straße (von
Roß=
dorf bis zum Wald), um 3 Uhr auf der Straße
Roßdorf-Spachbrücken (beginnend bei Roßdorf).
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Mutter,
Groß=
mutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schweſter
und Tante
(B17756
Frau
Marie Schulz Wtw.
unſeren herzlichſten Dank.
Im Namen der Hinterbliebenen:
Franz Schulz.
Darmſtadt, 13. September 1910.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſerer lieben Schweſter
und Tante
(17711
Elise Rehner
ſage ich auf dieſem Wege meinen aufrichtigen Dank.
Franziska Rehner.
Darmſtadt, den 11. September 1910.
Druck und Verlag:L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: Zl. Kroßt, ſämtlich in Darmſtadt —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
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Darmſtadt, den 13. September 1910.
Wedel, Großh. Gerichtsvollzieher,
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Dr. Heyer (nach ſeiner Rückkehr),
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Beamten=Witwe, 37 J, ev., ohne Kind, mit
einigen Tauſend bar, wünſcht ſich mit ſol.,
gutſit. Beamten zu verheiraten (Witwer mit
Kind nicht ausgeſchl.). Nur ernſtgem. Offert.
beliebe man u. R. R. 100 hauptpostl. (*22366mf
Eung. Mädch., 21 J., ev., fremd, wünſcht
die Bekanntſch. eines beſſ. gut ſituierten
Heren zwecks ſpät. Heirat. Nur ernſtgemeinte
Offert. u. M. M. hauptpostlagernd 100. (*22367mf
Geb. ſol. Witwe in Frankfurt wünſcht
Anſchluß an nur ält. geb. gutſit. Herrn
zwecks ſpäterer Heirat. Offert. unt. C 19
bahnpoſtl. Frankfurt a. M. (*22395ms
Kurſe vom 13. September 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
Bf. Staatspapiere.
4 Oſche. Reichsſchatzanw.
3½ Deutſche Reichsanl..
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg.
3½ do. Conſols . . . .
8 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . .
do.
3½
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. .
do.
do.
4 Hamburger Staatsanl.
4 Heſſ. Staatsanleihe . .
do.
do.
Sächſiſche Rente . . .
Württembergerv. 19071
do.
Bulgaren=Tabak=Anl.
Griechen v. 1887 .
3¾/ Italiener Rente . . .
4½ Oeſterr. Silberrente .
do. Goldrente . .
do, einheitl. Rente
Portug. unif. Serie I.
do, unif. Ser. III
do. Spezial.
Rumänier v. 1903 . . 1
vo. v. 1890.
do. v. 1905 . .
Ruſſen v. 1880 ₰ ₰ ₰
In Proz.
100,00
22,30
83,20
100,20
2225
83,20
.101,70
92,90
85,50
101,50
91,40
82,25
.101,10
101,50
90,70
80,25
83,00
101,70
92,60
97,80
99,00
93,60
66,25
68,70
11,80
102,10
94,90
90,90
91,80
InProz.
3f.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 93,00
.100,30
4½ do. v. 1905 .
92,00
3½ Schweden . .
4 Serbier amort. v. 1895 84,00
4 Türk. Admin. v. 1903 87,80
do. unifiz. v. 1903 94,10
4 Ungar. Goldrente . . 94,10
4 do. Staatsrente . 92,00
5 Argentinier . . . . . . 101,70
91,20
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,10
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,00
do.
99,50
4½,
„ 97,90
4½ Japaner .
5 Innere Merikaner . . 99,80
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 95,20
5 Gold=Mexikaner . . . 100,50
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
4 Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . . . . . . . . 143,50
4 Nordd. Lloyd .
.110,00
4 Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 105,75
4 Gotthardbahn . . . .
aisen
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,75
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 23,25
4. Pennſylvania R. R. 128,50
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 207,00
Werger=Brauerei
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 482,50
Fabrik Griesheim . . . . 262,75
Farbwerk Höchſt . . . . . 518,75
Verein chem. Fabriken
Mannheim:
.334,00
Lahmeyer .
119,00
Schuckert .
.165,50
Siemens & Halske . . . 258,25
Adlerfahrradwerke Kleyer 433,60
Bochumer Bb. u. Guß . . 236½
Gelſenkirchen . . . . . . .217,25
Harpener .
. . . . 198,30
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . .
. . . . 246,00
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,00
4 Pfälzer Prt. . . . . . 10090
do.
92,20
3½
4: Eliſabeth., ſteuerpfl. . —
4: do. ſteuerfrei . —
5 Oeſterr. Staatsbahn. 105,40
do.
do. alte . —
5 Oeſterr. Südbahn . . 99,10
do.
81,40
do.
58,30
Raab=Oedenburger . . 74,60
Ruſſ. Südweſt..
. 90,30
4 Kronpr. Rudolfbahn ,
Sf.
In Proz.
. 75,80
2¾/0 Livorneſer.
4 Miſſouri=Paeifie .
4 Bagdadbahn Mk. 408 86,40
5 Anatoliſche Eiſenb. . .
5 Tehuantepec . . . . . 102,00
Bank=Aktien.
Berliner Handelsgeſ. 168,50
Darmſtädter Bank . . 131,00
255,20
Deuſche Bank.
Deutſche Vereinsbank 127,00
4 Diskonto=Geſelſchaft , 190,10
Dresdner Dant. . . 1000
Mitteldeut. Kreditbk. 119,00
Nationalbk. f. Deutſchl. 123,70
105,10
Pfälzer Bank . .
.144,00
Reichsbank
Rhein. Kredit=Bank 139,00
Wiener Bank=Verein 138,90
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank
S. 16 und 17 100,20
3½ do. S. 19. . . . . 92,00
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,50
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
do.
90,50
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,30
3½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,00
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,00
do. (unk. 1914) 91,00
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,40
92.50
3½
Zf.
InP:)).
Städte=
Obligationen
4 Darmſtadt . . . . . .
91,50
3½ do.
4 Frankfurt . . . . .. . 100,90
3½ do.
93,20
4 Gießen .
3½ do.
4 Heidelberg .
99,70
Def
3½ do.
-
4 Karlsruhe .
3½ do.
4 Magdeburg.
3½ do.
4 Mainz
3½ do.
4 Mannheim
100
3½ do.
4 München . .
100,30
90,80
3½ Nauheim
4 Nürnberg.
.100,20
3½ do.
4 Offenbach.
3½ do
4 Wiesbaden .
.100,00
94,10
3½ do.
4 Worms.
100,50
3½ do.
4 Liſſaboner v. 1886. . 81,40
Verzinsliche
Anlehensloſe.
4 Badiſche Tlr. 100 166,25
3½ Cöln=Mindner 100
5 Donau=Reg. fil. 100 150,60
3 Holl. Komm. 2. 100
2ue
Bf.
3. Madrider Fs. 100 77,90
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. .
. . . 136,40
Oeſterr. 1860er Loſe 174,00
3 Oldenburger .
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr.
Freiburger Fs.
Mailänder
da.
Meininger
Oeſterreicher v. 1864 „
do. v. 1858 ₰
Ungar. Staats „
Venediger Frs.
Türkiſche
,
fl.
Fs.
Fs.
fl.
20 206,00
15 55,10
45 —
. 10 —
7 37,50
100 546,50
100 445,00
100 385,20
30 43,40
400 182,00
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . .
20 Franks=Stücke .
Oeſterr. 20=Kronen . . . .
Amerikaniſche Noten . . .
Engliſche Noten . . . .
Franzöſiſche Noten . .
Holländiſche Noten . . . . 1
Italieniſche Noten . . . .
Oeſterr.=Ungariſche Noten
Ruſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . .
20,39
1617
16,95
4,19½
80,65
169,50
30,75
85,00
80,90
Reichsbank=Diskonto .
Reichsbaus=Lombard Zsf. 5%
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[ ← ][ ][ → ]1. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
N215.
Mitwoch, 11. Septenber.
1910.
Sanmnnne
Iiin
mnanannansunnnnnanaaunaannannnuannannnannnnnnnannnnnnana
Eannaunannnsannnansnannnsunnnuassananunanunnanunnnnn
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Auf Liebespfaden.
Roman von H. Ehrhardt.
(Nachdruck verboten.)
Haſſingen gab ſeinem Liegeſtuhl einen kleinen Ruck,
um dem Kameraden beſſer ins Geſicht ſehen zu können.
Es war ihm ganz lieb, daß er dadurch den Fenſtern
mit ihrem grellen Licht den Rücken zukehrte, denn er
hatte das Pech, bei der geringſten Kleinigkeit, die ihm
Anlaß zu einer leichten Verlegenheit gab, zu erröten, und
das gab oft mehr, als ihm lieb war, Veranlaſſung zu
Neckereien.
Mögen Sie eine Zigarre, Eſpach? Dann kangen Sie
ſich von dem Tiſchchen neben Ihnen die Kiſte rüber.
Der Gefragte wehrte ab.
Nee! Zünde mir mit Ihrer Erlaubnis lieber eine
Zigarette an.
Er holte ein ſilbernes Etui aus dem Ueberrock, und
bald kräuſelten ſich die bläulichen Rauchwölkchen duftend
gegen die ſchon ſtark gebräunte Zimmerdecke.
Auch Haſſingen hatte aus einer einfachen Juchtentaſche
eine Zigarre genommen, die letzte, die von der
morgend=
lichen Füllung noch geblieben.
Er war ein ſtarker Raucher, aber Zigaretten hatte er
ſich nicht erſt angewöhnt. Die kamen ihm zu teuer.
Er lehnte ſich, die brennende Zigarre in der Rechten,
wieder bequem zurück und erzählte mit der heiteren Miene,
die er ſeit Eſpachs Eintritt zur Schau trug, ſein kleines
Abenteuer vom Nachmittag.
Mite eie etr er Zier en
prickelnde Schauer, der angenehme Nervenreiz, wie in der
Nähe des verliebten kleinen Mädchens.
Das Drolligſte bei der Sache iſt, daß ich weder von
der einen noch von der anderen mehr als den Vornamen
weiß! ſchloß er ſeinen Bericht, das fällt mir eigentlich erſt
jetzt ein.
Walter Eſpachs dunkle Augen blitzten unternehmend.
Iſt ja total wurſcht, wie die ſüßen Dinger heißen,
Hauptſache, ſie bringen ein bißchen Leben in die Bude;
das heißt, einen kleinen Spaß für zwei ſchneidige
Leut=
nants von Seiner Majeſtät Infanterie=Regiment 1085, die
verurteilt ſind, in einer ſpießigen, klatſchſüchtigen Stadt
zu vegetieren.
Ja, Kamerad, das iſt aber gerade der heikle Punkt
bei dem „kleinen Spaß”. Haſſingen richtete ſich lebhaft
empor und ſtützte den Arm auf die Sofalehne neben
ſei=
nem Stuhl. Die lieben Spießer werden wohl bald Lunte
riechen, wenn wir Beiden da anbändeln ſollten — dann
geht es den kleinen Mädchen an den Kragen — ſo ſehr
es mich lockt, eben jetzt war ich ganz Feuer und Flamme
für ſo ein Techtelmechtel mit der ſüßen Helene — aber
plötzlich iſt da eine Stimme, die mich warnt — das Mädel
täte mir leid.
Er war rot geworden, und die Falte auf ſeiner Stirn
vertiefte ſich.
Der Andere ſchlug die Beine übereinander, tat einen
nachdenklichen Zug aus ſeiner Zigarette und bemerkte
dann, den Ringeln aus ſeinem Nunde nachſehend:
Ich glaube, Sie haben zu viel Gemüt, Haſſingen.
Der blickte einen Moment ſtarr auf das in rotem
Kreuzſtich ausgeführte Greifenmuſter der Tiſchdecke.
Zu viel Gemüt? wiederholte er. Ich denke nicht, daß
ich das habe. Wenn ja, dann will ich es jedenfalls nicht
wahr haben, denn unterdrücke ich es mit Gewalt. Ich
kränke oft Menſchen, die mir nahe ſtehen, mit einer
ge=
wiſſen Gefühlsroheit. Es liegt vielleicht nicht in meinem
Charakter, aber ganz beſtimmt an der Erziehung im Korps.
Sie ſtählt fürs Leben, ſie weckt das Selbſtbewußtſein und
erzieht zur Selbſtändigkeit, aber die Gefühlsſeite des
Da=
ſeins wird nicht weiter entwickelt. Nie vergeſſe ich das
Hohngelächter der älteren Kameraden, als ich in den erſten
Tagen, vom Heimweh überwältigt, die Tränen nicht mehr
zurückhalten konnte. Ich habe nie mehr geweint, auch
dann nicht, wenn ich nach den Ferien von Hauſe abreiſte
und niemand von den Kameraden meine Tränen geſehen
hätte. Mir ſind ſeitdem auch Tränen bei anderen
Men=
ſchen furchtbar peinlich, um nicht zu ſagen unangenehm.
Ich habe immer das Gefühl, ich kann da nicht mit, und
das macht mich nur noch kälter.
Na, Rührſzenen ſind gerade auch nicht mein Schwarm,
aber direkt peinlich —? kommt darauf an. Wenn ſo einem
kleinen Mädel die Tränen über die roſigen Wangen
kol=
lern, dann küſſe ich ſie ganz gern weg und bin auch
pflicht=
ſchuldigſt gerührt, wenn es etwa Abſchiedstränen ſind.
Trotzdem möchte ich behaupten, daß Ihnen innerlich ſolch
eine Sache näher geht wie mir. Und wenn Sie etwa
fürchten, Haſſingen, daß Sie mal bei ſo einer
Liebes=
geſchichte nach irgend einer Richtung hin ſcheitern könnten,
wäscht schnell, mühelos und billig bei
grösster Schonung der Wäsche!
Alleinige Fabrikanten:
Henkel. & Co., Düsseldorf,
auch der selt 34 Jahren weltbekannten
1
Wer dort?
hier V. Schatz, Kleine Bachgaſſe 1. —
Ich komme ſofort und zahle Ihnen für
getragene Kleider, Schuhe, Wäſche,
Zahn=
gebiſſe, alte Federbetten ſtets die höchſten
Preiſe. Telephon Nr. 1924. Poſtkartegenügt.
dann lieber Hand weg, dann verſuche ich morgen allein
mein Heil.
Der Nachſatz nahm den ernſt geſprochenen Worten
ſeine Wirkung.
Haſſingen lachte amüſiert.
Das könnte Ihnen ſo paſſen, alter Freund. Nee, das
gibts einfach nicht.
Na alſo! Wozu die Skrupel: Wir brauchen die Sache
ja nicht zu forcieren — ſchließlich können wir die Mädels
ja in allen Ehren zum Traualtar führen, iſt doch gar nicht
ausgeſchloſſen.
Ja, wenn ſie ſehr viel Geld hätte! meinte der
Jün=
gere halb für ſich.
Es klang wie ein ſchwermütiger Seufzer. Eine kleine
Pauſe entſtand.
An der Hauswand drüben war der Sonnenſchein
er=
loſchen, im Zimmer webte, durch den Tabaksqualm
ver=
ſtärkt, ſchon eine leichte Dämmerung,
Das iſt die Stunde des Tages, da die grauen
Geſpen=
ſter des Lebens die größte Macht haben über ein
Menſchen=
herz. Weſenlos ſchleichen ſie heran, aber ihre Sprache iſt
laut und ihr Blick durchbohrend.
Wie gut Sie es doch haben, Eſpach! begann
Haſſin=
gen, den Kopf in die Hand ſtützend und während des
Spre=
chens kleine Züge aus ſeinem Zigarrenreſt rauchend. Sie
brauchen nicht ſtets auf der Hut zu ſein mit Ihren
Gefüh=
len. Sie können ja ganz frei wählen — gefällt Ihnen mal
ein Mädchen wirklich gut, daß Sie meinen, es ſei für Ihr
Glück nötig, dann brauchen Sie nicht dieſe gräßliche Frage
zuttun: Hat ſie Geld? Hat ſie ſehr viel Geld? Denn für
mich muß ich ſehr viel haben — meine ganze Familie
klammert ſich ja an dieſe Hoffnung — glauben Sie, das
hängt mir manchmal wie ein Bleigewicht an den Füßen
— eine ordentliche Angſt iſt dann in mir: Wirſt Du denn
auch ſo ein Mädchen finden? Denn ohne Liebe? Nein.
Mit aus Seuimenetint, i0 din wielich berier Bit
in dieſem Punkte, ſondern aus Ehrgefühl. Ich möchte
meiner einſtigen Frau nicht gegenüberſtehen mit dem
Be=
wußtſein, ſie nur des Geldes wegen geheiratet zu haben —
um ihret= und um meintewillen icht. Können Sie das
verſtehen, Eſpach?
Der Aeltere warf den glimmenden Reſt ſeiner vierten
Zigarette mit einer nachläſſigen Bewegung auf die
bron=
zene Aſchenſchale vor ſich.
So ganz und gar nicht, lieber Haſſingen. Was wollen
Sie? So ein reiches Mädel, das ſich partout einen
hüb=
ſchen, flotten Offizier einbildet, ſich dazu noch ſterblich in
ihn verliebt, warum wollen Sie ſo ein Mädel nicht
glück=
lich machen? Im übrigen iſt Liebe ſehr oft Einbildung,
und wenn man nicht gerade auf ein Scheuſal hereinfällt,
nimmt man mit ein bißchen gutem Willen die ungeliebte
Frau ſchließlich ganz gern in die Arme. Na, und geht es
gar nicht — dann gibt es genug andere, die es, ich möchte
ſagen, leider, viel beſſer verſtehen, uns zu beglücken, als
unſere ſogenannten anſtändigen Frauen.
Die Dämmerung verſchleierte den weichen, faſt
ſehn=
ſüchtigen Zug um Haſſingens vollen Lippen. Aber ſeine
Stimme klang bewegt, als er leiſe ſagte:
Möglich, daß Sie recht haben, Eſpach. Sie wiſſen ja
um mein Verhältnis zu dem kleinen Bürgermädchen in G.
— Es war geradezu eine ideale Zeit dieſes Jahr — war
ein Jammer, daß ich fort mußte — es ging mir wahrhaftig
damals hölliſch an die Nieren — und noch jetzt manchmal.
Er vollendete nicht, ſondern verſank in nachdenkliches
Schweigen.
Eſpach klopfte ihm nachdrücklich auf die Schulter.
Und der Menſch will behaupten, daß er kein Gemüt
hat!
Nur anfallweiſe, Eſpach — beim Auseinandergehen
war ich koloſſal vernünftig damals — ſie tröſtete ſich wie
ie Kolte danit, daß fe ic nueß behelter wirde,
n=
dem B. ja nicht aus der Welt läge — aber ſchließlich war
ſie es, die mir eines Tages den Abſchiedsbrief ſchrieb —
es iſt mir trotzdem eine liebe Erinnerung — ich möchte
wohl wiſſen, was aus ihr geworden —
Ach was! meinte der Aeltere aus ſeiner Sofaecke
her=
aus, laſſen Sie die Toten ruhen, die Lebenden haben das
Recht. Ich finde, wir ſind von Ihrem heiteren, kleinen
Abenteuer in ein verflucht ernſthaftes Geſpräch
hineinge=
raten. Bin ſonſt mehr fürs Fidele, die Sorgen kommen
ungerufen, und Sie, lieber Haſſingen, ſollten wirklich
wie=
der anfangen, Ihr Leben zu genießen, ſind ja jetzt
glück=
lich über den Berg. In ſpäteſtens 14 Tagen können Sie
wieder Dienſt tun, habe es ſelbſt gehört, wie der
Ober=
ſtabsarzt es dem Major ſagte — die kleine Schwäche wird
bei täglichen Geh=Uebungen raſch beſeitigt ſein, ſagte er.
Der Andere fuhr wie elektriſiert empor.
Eſpach, Menſch! Und das ſagen Sie mir jetzt erſt?
Das freut mich ja koloſſal. Gott, nur wieder geſund ſein
und die Uniform anziehn dürfen — ſelbſt auf die dämlichen
Rekrutengeſichter freue ich mich.
Warum nicht gleich auf Ihren Hauptmann?
Na, der wird froh ſein, mich wieder zu haben, und
ſonſt — ich habe ein hartes Fell und bin unter Umſtänden
ſchwerhörig — ein Hitzkopf bin ich auch nicht — über kleine
Balgereien geht es zwiſchen uns nicht hinaus.
(Fortſetzung folgt.)
-Kurprinz
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Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14, September 1910.
Nummer 215.
Mioden-AussfehunC
Sämtliche Neuheiten der Saison
sind eingetroffen und bitte ich bei vorkommendem Bedarf höflichst um Besuch.
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Aeltere Sachen werden in Verwendung gebracht.
Annahmestelle für W. Spindler, Färberei und chemische Wasch-Anstalt, Spindlersfeld bei Cöpenick.
Nummer 215.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
Seite 11.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Fahrrad=Laterne. 1 goldener Ehering ohne Zeichen. 1 Etui mit
Doktor=Inſtrumenten. 1 goldener Ring mit 1 roten und 2 kleinen weißen Steinen.
1 ſeidener Herren=Regenſchirm. 1 Handwagen. 1 Feldſtecher. 1 altes Taſchenmeſſer
mit gebogenem Stiel. 1 kleiner Hohlſchlüſſel. 2 kleine Hohlſchlüſſel an einem Ring.
1 blau= und weißgeſtreifte Knaben=Bluſe und 1 weiße Kinder=Schürze. 1 Herren=
Regen=
ſchirm mit braunem gebogenen Griff. 1 weißer Knaben=Strohhut. 1 Hundeleine
(Lederriemen). 1 großer Schlüſſel. 1 kleines Kinder=Perlentäſchchen mit Taſchentuch.
1 Schere. 1 Geldſtück.
Verloren: 1 Buch aus der Volksbibliothek („Glück im Winkel”). 1 Paket, enth.
5 Paar verſchiedene Handſchuhe. 1 großes ſchwarzes Portemonnaie mit 8—9 Mk.
Inhalt. 1 noch neue graue Herren=Weſte. 1 Moſaik=Kollier. 1 goldene viereckige
Broſche mit großem viereckigen hellblauen Stein. 3 Quittungen von der Seibelſchen
Sterbekaſſe. 1 Damen=Samtgürtel mit ſilberner ovaler Schnalle. 1 Aufſteckkamm.
1 ſchwarzſeidener Damen=Schirm. 1 Füllfederhalter. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit
Meſſingbügel und 1,20 Mk. Inhalt. 1 Zwicker mit braunem gepreßten Etui. 1 Herren=
Regenſchirm mit braunem Griff. 1 goldenes Glieder=Armband mit Sicherheitskettchen.
1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 144. 1 ſchwarzſeidenes Tuch. 1 Herren=
Schirm mit Stahlſtange und grauem gebogenen Griff. 1 Damen=Gürtel (Goldband
mit Emailleſchnalle) weiß=rot. 1 ſilberner Anhänger (Glöckchen), gez. K. M. 1
hell=
grauer, ziemlich großer Puppenwagen mit braunem Ausſchlag. 1 Damen=Zwicker mit
Nickelgeſtell und ſilbernem Kettchen. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Katharina Ohl
lautend. 1 Zehnmarkſtück. 1 Kattunſäckchen mit 70—75 Mk. Inhalt. 1 gold. Broſche,
ein ovales Blatt darſtellend. 1 grünliches Handtäſchchen mit Taſchentuch. 1 dunkles
kleines Portemonnaie mit 15 Pfennigen Inhalt. 1 Trauring, gez. K. B. 18. Okt. 1907.
1 kleine goldene Broſche mit Brillanten und einem Rubin in der Mitte. 1
Noten=
buch. 1 älteres halbrundes Portemonnaie mit Bügel und 3 Mk. Inhalt. 1 Kinder=
Schirm. 1 eigene Säbelklinge. 1 ſchwarzer Gummigürtel mit großer gelber Schnalle.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 Trauring, gez. W. Amendt 25. 4. 08.
1 Paar hellbraune lange Halbhandſchuhe. 1 ſchwarzes Handtäſchchen mit etwa 1 Mk.
Inhalt. 1 Samt=Gummigürtel mit Stahlſchnalle. 1 Strickzeug mit einem rehbraunen
wollen Strumpf. 1 goldene Broſche in Ringform mit Brillanten und Saphir beſetzt
(gute Belohnung dem Finder), 1 rotes Portemonnaie mit 2,60 Mk. Inhalt. 1 Paar
ſchwarze Herren=Schnürſtiefel. 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 900.
1 Hunde=Halsband aus Stahl. 1 noch neuer Kinder=Schirm mit grünem Griff.
1 braunes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 kleines rotbraunes Portemonnaie mit
3 Mk. Inhalt. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 Hundertmarkſchein. 1 dunkel
brauner Skunks mit hellgrauem Futter und ſchwarzſeidenen Bandſchleifen.
Zugelaufen bei Privaten: 1 rot=weißer Hund, Kreuzung Wolfs= u. Schäferhund.
1 weiß=grau=ſchwarze junge Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 2 Kanarienvögel. 1 Brieftaube mit Ring und der
Nr. 353388/07.
Entlaufen: 1 hellgrauer Rehpinſcher mit kurzen Ohren, Halsband und Marke.
1 Dobermannhündin mit Marke (Belohnung geſichert).
Entflogen: 1 Paar Tauben (Satinetten).
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(17719
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags.
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher, 1 Jagdhund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Bekanntmachung,
die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe betreffend.
Aus Anlaß der Beſſunger Kirchweihe iſt am Sonntag, den 18. I. Mts., im
Bezirk des V. Polizeireviers (Stadtbezirk Beſſungen) für alle Zweige des
Handels=
gewerbes die Beſchäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern und der
Gewerbe=
betrieb in offenen Verkaufsſtellen während der Zeit von 3 bis 7 Uhr nachmittags
geſtattet.
(17714md
Darmſtadt, den 10. September 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Reviſion von Mietwohnungen und Schlaſſtellen.
Die auf Grund der unten abgedruckten Geſetzesvorſchrift vorzunehmende Reviſion
von Mietwohnungen und Schlafſtellen findet zur Zeit im 4. Polizei=Revier ſtatt.
Darmſtadt, 9. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei (Baupolizei).
Mueller.
Artikel 1 des Geſetzes, betreffend die polizeiliche
Beaufſichtigung von Mietwohnungen.
„Die Geſundheitsbeamten des Staates und die Ortspolizeibehörden, ſowie die
von den letzteren Beauftragten ſind befugt, die zum Vermieten beſtimmten Wohnungen
und Schlafſtellen einer Unterſuchung in der Richtung zu unterwerfen, ob aus deren
Benutzung zum Wohnen oder Schlafen Nachteile für die Geſundheit oder Sittlichkeit
nicht zu beſorgen ſind.
Gleiche Befugnis ſteht den genannten Organen bezüglich der Schlafräume zu,
welche von Arbeitgebern ihren Arbeitern (Lehrlingen, Geſellen, Gehilfen, Dienſtboten
(17763mmm
uſw. zugewieſen werden.”
Kleinpflaſterausführung.
Zur Herſtellung von Kleinpflaſter auf den Kreisſtraßen zwiſchen Eberſtadt und
Pfungſtadt, ſowie an der Kreisgrenze bei Baierseich ſollen auf dem Wege des
öffent=
lichen Wettbewerbs vergeben werden:
1. die Lieferung von ca. 12760 qm Kleinpflaſterſteine (Setzſteinſchlag) aus
Hart=
geſtein in vier Loſen à ca. 3000—3500 qm;
2. desgl. von ca. 5430 m Wandſteine (Bordſteine) zur Begrenzung der
Pflaſter=
fahrbahn in vier Loſen à ca. 1200—1500 m
3. die Ausführung von ca. 12760 qm Kleinpflaſter einſchl. Verſetzen der
Wand=
ſteine zur Begrenzung der Kleinpflaſterfahrbahn in 2 Loſen à ca. 5660 und
7100 qm.
Angebote auf einzelne Loſe oder je die ganze Leiſtung werden bis ſpäteſtens
Montag, den 26. I. M., vormittags 10 Uhr, in den Geſchäftsräumen des
Unter=
zeichneten entgegengenommen, woſelbſt auch die Verdingungsunterlagen an den
Vor=
mittagen zur Einſicht offen liegen. Auf Wunſch werden die Bedingungen gegen
ge=
bührenfreie Einſendung von je 50 Pfg. für die Pflaſterarbeiten oder eine der beiden
Lieferungen und 80 Pfg. für beide Lieferungen an Intereſſenten verſandt.
Darmſtadt, den 10. September 1910.
(17712
Der Großherzogliche Kreisbauinſpektor.
Verſteigerungs-Anzeige.
Samstag, den 17. September, nachmittags 3 Uhr,
verſteigere ich im Pfandlokal Ludwigshöhſtraße Nr. 4 meiſtbietend gegen gleich
bare Zahlung:
1 Vertiko, 1 Sofa, 1 Teppich und 1 Schränkchen.
(17685imfs
Die Verſteigerung findet vorausſichtlich beſtimmt ſtatt.
Nelle, Pfandmeiſter.
Bekanntmachung.
Die Kataſter der Waſſergenoſſenſchaft I und II Griesheim liegen von heute an
vier Wochen lang in der Wohnung des Genoſſenſchaftsvorſtehers zur Einſicht offen.
Abänderungsanträge müſſen innerhalb dieſer Friſt ſchriftlich bei dem Genoſſen=
(17715
ſchaftsvorſteher geſtellt werden.
Griesheim, den 14. September 1910.
Der Vorſteher der Waſſergenoſſenſchaft I und II Griesheim.
Feldmann.
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unter § 49 an die Expd. (*22359mf
Oeffentliche Aufforderung und Bekanntmachung.
A. An Alle, die Anſprüche an die nachſtehend aufgeführten Liegenſchaften aus
den dabei vermerkten, angeblich abhanden gekommenen Erwerbsurkunden zu bilden
haben, ergeht die Aufforderung, ſolche unter Vorlage der Belege binnen einem Monate
vom erſten Erſcheinen dieſes bei uns anzumelden, anderenfalls unterſtellt wird, daß
ſolche Anſprüche nicht mehr beſtehen und Löſchung der zu ihrer Sicherung im
Grund=
buche eingetragenen Bemerkung „beſchränkt” verfügt wird.
Gemarkung Beſſungen:
1. Flur I Nr. 7185//100, 76 qm Grabgarten Schießhausſtraße, Flur I Nr. 7189//10,
322 qm Hofreite daſelbſt (Nr. 33); Kaufbrief vom 15. Juni 1909 über den
Verkauf von Karl Hattemer Eheleuten an Karl Kindler Eheleute dahier;
2. Flur III Nr. 2032¾/100, 198 qm Hofreite Rückertſtraße (Nr. 26); Kaufbrief vom
29. Januar 1906 über den Verkauf von Johann Friedrich Trautwein Eheleuten
an Karl Diehm Eheleute dahier.
B. Zugleich wird hiermit bekannt gemacht, daß die auf Liegenſchaften der
Ge=
markung Darmſtadt haftenden Hypotheken
1. vom 10. Oktober 1896 im Betrage von 25000 Mk., eingetragen im
Hypotheken=
buche Bd. 23 S. u. Nr. 11,
2. vom 1. April 1903 im Betrage von 10000 Mk., eingetragen im
Hypotheken=
buche Bd. 27 S. u. Nr. 167,
beide auf Flur I Nr. 314//10, 382 qm Hofreite Waldſtraße (Nr. 11),
3. vom 14. März 1907 im Betrage von 601,29 Mk. nebſt Zinſen und Koſten,
ein=
getragen im Hypothekenbuch Bd. 30 S. u. Nr. 501, auf Flur II:Nr. 998½/100)
223 qm Hofreite Gervinusſtraße,
4. vom 17. Juni 1908 im Betrage von 2000 Mk., eingetragen im Hypothekenbuche
Bd. 31 S. u. Nr. 400 auf Flur IV Nr. 572¾/10, 124 qm Hofreite Beckerſtraße,
nachdem die Unterpfänder zwangsweiſe verſteigert worden und bei der Verteilung des
Erlöſes die Gläubiger ausgefallen, im Hypothekenbuche gelöſcht worden ſind.
Darmſtadt, den 9. September 1910.
(17752
Großherzogliches Amtsgericht Darmſtadt I.
Bezug von Tafel= und Kochobſt.
Der Obſtbauverband des Kreiſes Dieburg (Heſſen) hat zum Verkauf des Obſtes
in ſeinem Bezirke eine Vermittelungsſtelle eingerichtet, derart, daß den Obſtliebhabern
Adreſſen nachgewieſen werden, wo und in welchen SortenTafel= und Kochobſt ſie
ihren Bedarf zu billigem Preiſe decken können. In unſerem? Bereinsbezirke,
ausge=
zeichnete Obſtlage, ſind die beſten Sorten ſehr verbreitettund in vorzüglicher Qualität
vorhanden, ſodaß beim Einkauf von Obſt die weitgehendſten Anſprüche befriedigt
werden können.
(17754md
Dieburg, den 12. September 1910.
Der Vorſitzende des Kreisobſtbauverbandes Dieburg.
Dr. Kratz, Großh. Kreisrat.
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Darmſtadt, den 9. September 1910.
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[ ← ][ ][ → ]Seite 12.
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Marthahaus, Stiftſtraße.
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Haus bei beſcheidenen Anſprüchen. — Am
liebſten zu ält. Herrn, auch zur Pflege.
Näheres in der Expedition dieſes Blattes.
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Nummer 215.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
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Seite 14.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
Nummer 215.
Die Frauen
im Leben des Herzogs von Reichſtadt.
Je geringer die Ausſichten einer Wiederherſtellung
des napoleoniſchen Kaiſertums werden, um ſo dichter
umkränzt die Legende die Geſtalten der napoleoniſchen
Vergangenheit. Seitdem der Napoleonkultus politiſch
ungefährlich geworden iſt, gedeiht und blüht er von Tag
zu Tag üppiger. Auch des großen Kaiſers unglücklichem
Sohne, der als König von Rom geboren wurde und
als Herzog von Reichſtadt ſtarb, wendet ſich die hiſtoriſche
Forſchung in Frankreich jetzt mit ſtärkerem Intereſſe zu
als je zuvor. Seine Jugend, ſein früher Tod, ehe einer
ſeiner ehrgeizigen Träume ſich erfüllte, laſſen ſein
Schick=
ſal faſt ebenſo tragiſch ſcheinen, wie das ſeines
gewal=
tigen Vaters. Edmond Roſtand, deſſen dichteriſche Gabe
man nicht zu überſchätzen braucht, fand ein glückliches
Wort, als er den Sohn Napoleons den „Aiglon” nannte
und ihn dem kleinen, aus dem Neſte gefallenen, elend
verkümmernden jungen Adler verglich, deſſen ſtolzer
Er=
zeuger von ſeinen Feinden gefangen und erſchlagen
wurde.
Wenn die Franzoſen ſich bemühen, das Daſein eines
Menſchen vor der Nachwelt wieder aufleben zu laſſen,
ſo nehmen die Gefühle, die er dem ſchönen Geſchlechte
entgegenbrachte, in ihrer Schilderung einen breiteren
Raum ein, als der Gewohnheit und Art deutſcher
Ge=
ſchichtsſchreibung entſpricht. Der Herzog von Reichſtadt
war nicht viel älter als 21 Jahre, als er am 22. Imli
1832 im Schönbrunner Schloſſe einem ſchleichenden
Bruſtleiden erlag. Und doch iſt jetzt in Paris ein Buch
erſchienen, das auf nicht weniger als 356 Seiten die
Rolle der Frauen im Leben des Herzogs von Reichſtadt
behandelt.‟) Der Verfaſſer, Hector Fleiſchmann, einer
der fleißigſten unter den jüngeren Hiſtorikern
Frank=
reichs, erſetzt oft durch Betriebſamkeit, durch Glück und
Geſchick im Aufſtöbern verſchollener Urkunden und
Zeugniſſe, was ihm an Unparteilichkeit des Urteils fehlt.
Er iſt ſonſt nur allzu leicht geneigt, Schlechtes von ſeinen
Helden — man möchte manchmal ſagen, von ſeinen
Opfern — zu glauben. Aber diesmal kann man ſich
gern ſeiner Führung überlaſſen. Er wird, nicht überall
ganz freiwillig, zu einer Art Ehrenretter des jungen
Napoleoniden, denn er gelangt, Schritt um Schritt, zu
dem Ergebniſſe, daß alle die Abenteuer, die man dem
Herzoge von Reichſtadt nachgeſagt, harmloſer Natur
waren oder ins Märchenreich verwieſen werden müſſen.
War Fanny Elßler die Geliebte des Herzogs von
Reichſtadt? Hat die Tänzerin, der alle Welt huldigend
zu Füßen lag, wirklich mit ihrer Jugend und Schönheit
die letzten Jahre des ſchon vom Tode Gezeichneten
ver=
klärt? In zahlreichen biographiſchen Werken wird es
noch immer behauptet, und die Romanſchriftſteller, von
Alexandre Dumas dem Aelteren bis in die Neuzeit
hinein, haben ſich des dankbaren Stoffes immer wieder
bemächtigt. Hector Fleiſchmann unterſucht die Frage
mit anerkennenswerter Gewiſſenhaftigkeit und kommt
ſchließlich zu dem Ergebniſſe, daß man ſie mit einer
runden Verneinung beantworten muß und daß nicht
einmal feſtſteht, ob der Herzog von Reichſtadt jemals ein
Wort mit Fanny Elßler geſprochen hat. Von ſchleſiſchen
Eltern am 23. Juni 1810 in Wien geboren und ſchon
als Kind für das Ballett ausgebildet, kam Fanny Elßler
1829 von Neapel und Berlin nach Wien und erntete
unbeſchreibliche Triumphe. Sie war, wie ihre Bilder
aus dieſer Zeit zeigen, eine Erſcheinung von vollendeter
Anmut und Grazie. Man wußte, daß ſie nicht allen
An=
betern eine unnahbare Göttin blieb, und bald war es
ein ſtadtbekanntes Geheimnis, daß ſie Friedrich von
Gentz, den Gehilfen Metternichs, zu ihrem Beſchützer
erkoren hatte. Der geiſtreiche Publiziſt, ein Schwelger
an der Tafel irdiſcher Genüſſe, zählte bereits 65 Jahre.
*) Le Roi de Rome et les femmes. Par Hector
Fleischmann. Paris. Albert Méricant, éditeur. 1910.
Fanny Elßler war die letzte und wohl auch die höchſte
Liebe ſeines dem Ende nahenden Lebens. Schon aus
dieſem Grunde iſt es unwahrſcheinlich, daß Gentz, wie
man behauptet hat, auf Verlangen Metternichs, der die
Erziehung des Herzogs von Reichſtadt überwachte, ihm
Fanny Elßler zugeführt habe. Es war eine von den
Bonapartiſten verbreitete Fabel, der allmächtige
Staats=
kanzler ließe es ſich angelegen ſein, den Sohn des
Fran=
zoſenkaiſers durch Ausſchweifungen zu Grunde zu
rich=
ten. Schon Prokeſch von Oſten, der Begleiter und
Freund des Herzogs von Reichſtadt, nachmals
Bundes=
tagsgeſandter, Feldzeugmeiſter und Graf, iſt dieſer
Fabel entgegengetreten und hat mit aller Energie
be=
ſtritten, daß irgendwelche Beziehungen zwiſchen dem
Herzoge und der Tänzerin beſtanden hätten. Der
Ur=
ſprung der Legende iſt ſchwer erkennbar. Möglich, daß
der Herzog der gefeierten Ballerina nach der
Gewohn=
heit der Prinzen des öſterreichiſchen Kaiſerhauſes, denen
er gleich gerechnet wurde, bei einer Galavorſtellung
einige Worte des Beifalls ſagen und einige Blumen
überreichen ließ. Möglich auch, daß man es nur mit
einer Reklame zu tun hat, die ein fixer Reporter erſann.
Denn greifbare Geſtalt gewann die Legende zum erſten
Male in Form eines Zeitungsartikels, der am 2. Juni
1834 in einem Pariſer Theaterblättchen erſchien, als ein
Gaſtſpiel Fanny Elßlers an der Pariſer Oper
bevor=
ſtand. Es hieß lin dieſem Artikel, deſſen Urheber,
Char=
les Maurice, den Bühnenkünſtlern ſeine Feder gegen
gute Bezahlung lieh, von Fanny Elßler: „Als ſie am
Wiener Theater war, wollte man wiſſen, daß ein der
franzöſiſchen Nation teurer, in der Blüte ſeines Lebens
dahingeraffter Prinz ſich für ſie intereſſierte. Dieſes
Gerücht mag begründet ſein oder nicht, iſt gewiß
ge=
eignet, dem Auftreten von Fräulein Elßler
wohl=
wollende Aufmerkſamkeit zu ſichern und die allgemeine
Neugier zu ſtacheln.” Fanny Elßler war viel zu
theaterklug, um eine ſo zugkräftige Anpreiſung Lügen
zu ſtrafen. Es ſcheint, daß ſie erſt viel ſpäter, ſo oft die
Rede auf ihr angebliches Verhältnis zum Herzoge von
Reichſtadt kam, der Wahrheit die Ehre gab.
Kaiſer Franz I. von Oeſterreich hing an dem
Enkel, welcher der aus politiſcher Notwendigkeit
ge=
ſchloſſenen Ehe ſeiner Tochter Marie Luiſe und des
korſiſchen Imperators entſproſſen war, mit ſo viel
Zärtlichkeit, als ſein leidenſchaftliches Herz zu
empfin=
den vermochte. Sein Wunſch war es, daß ſich der
Her=
zog von Reichſtadt, nachdem er zum Manne
heran=
gewachſen war, unterhalten ſollte, wie es ſeinem
Range entſprach. Auf einer Abendgeſellſchaft bei Lady
Cowley, der Gemahlin des engliſchen Botſchafters,
er=
ſchien der junge Herzog am 25. Januar 1831 zum
erſten Male in der großen Welt und man kann ſich
leicht vorſtellen, daß er alle Blicke auf ſich zog. Er war
von ſchlankem, ebenmäßigem Wuchſe und hatte vom
Vater die gebliche Bläſſe des edelgeſchnittenen
Antlitzes geerbt, in welchem große dunkle Augen ernſt
und ſchwermütig blickten und nur die ein wenig
herunterhängende Unterlippe die habsburgiſche Mutter
verriet. Kein Wunder, daß er die Aufmerkſamkeit
und Teilnahme der Frauen noch mehr erweckte als
die der Männer. Hector Fleiſchmann nennt den
Namen einer ſchönen jungen Gräfin, aus fürſtlichem
Hauſe, die ihm zu verſtehen gab, daß er ihr nicht
gleichgültig ſei, und ſie war nicht die einzige, die ſo
handelte. Indeſſen fehlt es an jedem Anzeichen dafür,
daß daraus mehr geworden wäre als das, was wir
heutzutage „Flirt” nennen. Von einer Sängerin,
Mademoiſelle Pèche, einem Liebling des Wiener
Pu=
blikums, weiß man, daß ſie dem Herzog ihre Neigung
mit noch entſchiedenerer Deutlichkeit antrug, ihn aber
gerade dadurch abſtieß.
Und dann kam, nachdem er kaum ein wenig in das
Leben hineingeſehen hatte, die tückiſche Krankheit, die
ihn niederwarf und ihn langſam, unerbittlich
be=
zwang. In dieſer Zeit immer neu erwachter und
zer=
ſtörter Hoffnungen wurde die Erzherzogin Sophie, die
Mutter des jetzigen Kaiſers Franz Joſef I., ſein guter
Engel. Sie pflegte ihn mit ſchweſterlicher Hingebung
und Liebe. Sie war die Vertraute ſeiner Gedanken
und ſeiner Pläne. Bis auch ſie ihm nicht mehr die
grauſame Gewißheit ſeines Geſchickes verſchleiern
konnte, verzehrte ihn die lodernde Sehnſucht,
einſt=
mals kriegeriſche Lorbeeren zu ernten und ſich ſeines
großen Vaters würdig zu zeigen. Am Arme der
Erz=
herzogin Sophie wankte der Sterbende aus dem Schloß
in den Park von Schönbrunn, um ſich an den
Strah=
len der Sonne zu wärmen, mit ihr nahm er das letzte
Abendmahl, während die übrige kaiſerliche Familie
der heiligen Handlung, der Etikette gemäß, verborgen
beiwohnte. Sie war von den wenigen Frauen, die
durch das kurze Leben des Herzogs von Reichſtadt
ſchritten, die einzige, die ihm — freilich nicht im Sinne
galanter Franzoſen — ein Stück ihres Herzens
Dr. A. v. W.
ſchenkte.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
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Gewinne ſind Freitag, den 16. u. Samstag, den 17. September, jedesmal von
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mittags 10—12½ Uhr und nachmittags von 3—6 Uhr im Gemeindeſaal abzuholen.
Bis dahin nicht abgeholte Gewinne fallen dem Frauenverein zu.
Allen, die uns bei dieſer Sache in ſo freundlicher Weiſe unterſtützt und
eholfen haben, ſei auch an dieſer Stelle herzlicher Dank geſagt.
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Darmſtadt, 13. September 1910.
Der Vorſtand des Frauenvereins der Paulusgemeinde.
3 7 40 53 62 67 101 3 6 11 29 47 48 49 71 72 74 77 79 85 86 87 90 96 212 18
19 24 37 39 40 52 56 59 82 95 313 26 37 49 50 65 72 83 400 2 5 7 15 17 27 28 31
33 42 51 57 74 79 90 99 503 4 11 16 19 22 29 41 61 71 74 87 98 600 20 28 31 40 47
54 58 64 67 68 98 712 22 31 36 37 39 46 52 56 97 98 812 14 117 20 23 25 28 37 42 45
56 57 68 72 77 79 81 902 5 8 16 43 44 46 47 63 67 82 84 1001 2 3 23 28 35 36 37
45 49 69 82 83 96 1100 4 7 13 14 32 40 61 64 67 84 86 88 93 1200 2 9 15 19 32 38
49 52 73 86 89 94 1312 17 62 63 78 90 1409 13 39 41 64 74 75 92 1501 3 5 19 20
23 28 29 32 34 49 67 82 83 85 1601 11 14 30 32 33 34 45 47 50 56 65 71 77 78 83 85
89 33 1701 2 3 11 16 18 21 35 52 53 56 60 65 69 90 93 95 1805 14 17 30 31 32 37
38 47 48 56 57 76 80 84 1900 7 16 20 34 35 53 76 82 89 90 2001 13 16 22 37 46 53
54 63 72 77 2107 10 12 27 30 51 55 58 63 67 77 81 83 84 87 89 2209 17 18 19 24 27
36 39 45 53 59 65 67 71 83 85 90 92 93 2318 22 23 24 33 34 40 41 43 51 55 65 70 82
83 86 96 98 2414 36 38 51 53 59 68 74 79 82 83 86 97 2500 5 13 14 34 48 51 54 61
67 81 88 90 2627 37 50 51 52 67 75.85 91 92 94 98 99 2701 3 5 8 15 17 22 43 46 47
53 55 62 72 82 87 90 2800 5 8 18 19 26 42 50 54 55 61 2918 32 35 36 44 62 82 83
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Mittwoch, 14. September.
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Nummer 215.
Darmſtädter Tagblatt, Mittwoch, den 14. September 1910.
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