Darmstädter Tagblatt 1910


10. September 1910

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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk., aus=
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173. Jahrgang
verbunden mit Wohnungs=Anzeiger und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.

Inſerafe
werden angenommen in Darmſtadt
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ſowie von unſeren Agenturen und
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gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.

Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.

M 212.
Samstag, den 10. September.
1910.

Die heutige Nummer hat 30 Seiten.

Der Austanſch=Spion.
* Aus London, 8. Sept., wird dem Berliner Lokal=
anzeiger
geſchrieben: Leutnant Helm iſt in wenigen
Tagen eine der meiſt genannten Perſonen in England ge=
worden
. In ſpaltenlangen Berichten wird ſeine Verhaf=
tung
unter dem Verdacht der Spionage beſchrieben. Sein
Aeußeres, ſeine Kleidung bis zur Farbe der Krawatte,
wie er ſich ruhig und gelaſſen benahm und ſein beſchei=
denes
, aber ſicheres Auftreten vor Gericht, alles das findet
in der Preſſe gebührende Würdigung. Da der Fall ſich
jetzt sub juclice befindet, darf nach engliſchem Recht eine
Meinung über Schuld oder Unſchuld des Gefangenen nicht
mehr in der Preſſe geäußert werden, erſt muß der Rich=
ter
geſprochen haben, aber der Ton der meiſten Blätter
läßt trotzdem erkennen, daß man die Spionage des Leut=
nants
Helm ſelbſt mit dem beſten Willen nicht ernſt
nehmen kann. Die Morning Poſt leitartikelt darüber
folgendermaßen: Der Spion, der ſich erwiſchen läßt, iſt
meiſt überhaupt nicht gefährlich und wohl kaum als Agent
einer fremden Macht zu betrachten. Eine ſolche Perſon
ſucht gewöhnlich nur ihre eigene Neugier zu befriedigen.
Der Daily Chronicle ſagt: Die militäriſchen Behörden
geben zu, daß der Fall keineswegs ein ernſter iſt. Man iſt
gegen Leutnant Helm nur deshalb vorgegangen, um der
Spionage in Portsmouth, von der man in der letzten Zeit
ſo viel gehört hat, ein Ende zu machen. Auch wird an=
gedeutet
, daß das Vorgehen in dem Falle Helms durch die
Borkumer Spionage=Affäre beeinflußt worden
ſei, und daß es ſich dabei um Dinge der internationalen
Diplomatie handele. Ohne Zweifel habe man es hier nur
mit Amateur=Spionage zu tun, und es heißt, daß eine
leichte und kriminelle Strafe in dem einen Fall ebenſo
in dem anderen Falle werde vergolten werden. Wenn
deshalb die Verhandlung in dem Falle Helm auf eine
Woche vertagt wurde, ſo geſchah das wohl mit der Abſicht,
erſt mal abzuwarten, was in Leipzig geſchehen
wird, und aus dieſem Grunde dürften auch noch weitere
Vertagungen ſtattfinden, ehe dem jungen Leutnant der
Prozeß gemacht wird.
Faſt die ſämtlichen engliſchen Blätter geben Zuſchrif=
ten
Raum, in denen vorgeſchlagen wird, Leutnant
Helmmit den Engländern Trench und Bran=
don
auszutauſchen! In einigen dieſer Briefe wird
gar angedeutet, daß Helms Verhaftung eine abgekartete
Geſchichte zwiſchen den deutſchen und engliſchen Behörden
ſei, um durch Austauſch den leidigen Borkumer Fall aus
der Welt zu ſchaffen, ohne auf beiden Seiten der Nordſee
das Geſicht zu verlieren‟. Die Anklage lautet, daß Helm
am 5. September geſetzwidrig und ohne Erlaubnis das
Fort Widley ſkizziert habe.

Die Niederlande, Oeſterreich und die deutſchen
Schiffahrtsabgaben.
* Bis zur Stunde kann als unbeſtreitbare Tatſache
angenommen werden, daß das Deutſche Reich an die nie=
derländiſche
Regierung noch keinerlei offizielle Mitteilung
über die Frage der Einführung von Schiffahrtsabgaben
auf dem Rhein gerichtet hat. Die Stellung, welche die
niederländiſche Regierung in dieſer Frage ein=
nimmt
, hat ſie deutlich genug zu erkennen gegeben; ſchon
bei der Beſprechung des Staatshaushalts für 1909 hat der
Miniſter des Aeußern auf die im Voorloopig
Verſlag an ihn gerichtete Frage, welche Haltung er den
in Deutſchland zur Einführung von Rheinzöllen anhängig
gemachten Plänen gegenüber einzunehmen gedenke, geant=
wortet
, daß er in dieſer Angelegenheit durchaus auf dem
Standpunkt ſeines Vorgängers ſtehe und Rhein=
ſchiffahrtszölle
als im Widerſpruch mit dem
Beſtimmungen der Rheinſchiffahrtsakte
ſtehend und als unvereinbar mit den Intereſſen des
Rheinverkehrs betrachte, und ebenſo hat er im Oranjebuch,
das mit dem Entwurf des Staatshaushalts für 1910 der
Zweiten Kammer vorgelegt wurde, bündig erklärt, daß
auch die neue Phaſe, in welche die Frage ſeit der Vorlage
des betreffenden Geſetzentwurfes getreten ſei, die nieder=
ländiſche
Regierung in keiner Weiſe in ihrer darüber feſt=
ſtehenden
Ueberzeugung zum Wanken gebracht habe.
Kürzlich iſt im Nieuwe Rotterdamſche Courant eine,
wie man auf den erſten Blick ſehen kann, offizielle Aus=
laſſung
über die Rolle erſchienen, die die niederländiſche

Regierung in der zwiſchenſtaatlichen Schiffahrts=Zollunion
mit ihren ſelbſtändigen exekutiven und repräſentierenden
Organen (Verwaltungsausſchuß und Strombeirat) etwa
einzunehmen hätte. Jetzt erfährt die Köln. Ztg. aus Am=
ſterdam
, daß man dort auch auf den Widerſtand
Oeſterreichs gegen die deutſchen Abſichten rechnet.
Dieſe Ueberzeugung ſcheine allerdings einigermaßen er=
ſchüttert
zu ſein, ſeitdem auf deutſcher Seite die Bereit=
willigkeit
beſtehen ſoll, die Nachgiebigkeit Oeſterreichs
durch gewiſſe Kompenſationen zu erkaufen. Darunter
denkt man ſich, daß etwaige Koſten der Stromverbeſſerung
uſw. ſowohl auf das deutſche, wie auf das öſterreichiſche
Gebiet derart umgelegt werden würden, daß Oeſterreich
noch ein gutes Geſchäft machen würde. Unter einer ſolchen
Bedingung würde man vielleicht auch in Holland mit
ſich reden laſſen.

Deutſchland und Braſilien.
O Ein braſilianiſcher Abgeordneter hat den Antrag
eingebracht, die der Regierung Braſiliens erteilte Ermäch=
tigungzurAnwerbung
ausländiſcher Offiziere
zu widerrufen. Wie die Dinge liegen, richtet ſich dieſer
Antrag gegen die Heranziehung deutſcher In=
ſtruktions
=Offiziere. Seine Annahme durch die
braſilianiſche Volksvertretung würde ohne Zweifel eine
arge Bloßſtellung dieſer ſelbſt und des ganzen Landes be=
deuten
. Denn nachdem in Paris wegen des Vorhabens
der braſilianiſchen Regierung, deutſche Offiziere anzuſtel=
len
, Lärm geſchlagen worden iſt, müßte die Aufhebung der
fraglichen Ermächtigung nicht nur die Wankelmütigkeit der
Kammer an und für ſich, ſondern auch ihre Unterwerfung un=
ter
die Wünſche der Pariſer Lärmmacher beweiſen. Die
Voſſ. Ztg. iſt daher berechtigt, die etwaige Annahme des
erwähnten Antrages im Sinne der vorſtehenden Aeußerun=
gen
zu geißeln. Wenn die Voſſ. Ztg. aber den Gedanken
aufwirft: es wäre vielleicht am beſten, wenn Deutſchland
den braſilianiſchen Staatsmännern dadurch zu Hilfe käme,
daß es für Braſilien keine Offiziere zur Verfügung ſtellte,
ſo leuchtet die Zweckmäßigkeit eines derartigen Vor=
gehens
nicht ohne weiteres ein. Gewiß ſoll Deutſchland
keiner auswärtigen Macht ſeine Offiziere aufdrängen. Allein
davon kann im vorliegenden Falle keine Rede ſein. Die
Sache ſteht doch ſo, daß Braſilien, nachdem es die Heran=
ziehung
deutſcher Offiziere beſchloſſen und das entſpre=
chende
Anſuchen geſtellt hat, durch entgegengeſetzte Be=
ſchlüſſe
eine Unfreundlichkeit gegen Deutſchland begehen
würde. Braſilien von dem Odium eines derartigen Ver=
haltens
durch die Erklärung, daß man keine Offiziere für
Braſilien übrig habe, zu entlaſten, liegt umſo weniger
Anlaß vor, je mehr der braſilianiſche Wankelmut Pariſer
Wünſchen entgegenkommt. Durchkreuzt man an der Seine
aus Abneigung gegen Deutſchland auswärtige Aktionen,
die einen deutſchfreundlichen Anſtrich haben, dann erſcheint
es kaum als zweckmäßig, daß von deutſcher Seite dieſe
Pariſer Manöver irgendwie erleichtert werden: es könnte
darin ſchwerlich etwas anderes als eine Ermunterung, in
Zukunft ähnlich zu verfahren, zu erblicken ſein.

Der Papſt gegen die Moderniſtiſche Bewegung.
* Am 8. ds. Mts, wurde, wie bereits mitgeteilt, ein
Motuproprio des Papſtes veröffentlicht, durch
das praktiſche Maßnahmen gegen die fortdauernde Aus=
dehnung
der moderniſtiſchen Bewegung ergriffen
werden. Das päpſtliche Schriftſtück erinnert zuerſt an alle
Verordnungen, die bisher gegen den Modernismus er=
gangen
ſind und fügt ihnen ſolche über die Studien in den
Seminaren, über die Wahl der Rektoren und Lehrer in
den Seminaren und katholiſchen Univerſitäten hinzu, fer=
ner
über die Bedingungen der Beförderung der Geiſtlichen
zu höheren Weihen, zum theologiſchen Doktordiplom und
bezüglich der Schulen, die ſie beſuchen müſſen, weiter über
die Ueberwachung und Zenſur, die gegen die moderniſti=
ſchen
Schriften zu beobachten ſind, über die Prieſterkon=
greſſe
, über den alle drei Jahre zu erſtattenden Bericht der
Biſchöfe und Ordensobern bezüglich der Innehaltung der
oben erwähnten Vorſchriften. Nach Zitierung der En=
zyklika
Pascendi empfiehlt der Papſt den Biſchöfen und
Ordensoberen angelegentlichſt, die Ausbildung des jungen
Klerus, aufmerkſam zu überwachen, damit dieſer ſich gut
zum Kampf gegen die Irrlehre vorbereite und damit die
jungen Schüler nicht durch andere Studien abgelenkt wer=
den
. Die Lektüre moderniſtiſcher Zeitungen und Zeit=
ſchriften
wird ihnen verboten und ein Eid, der lauteren
Lehre und der katholiſchen Diſziplin treu anzuhängen, ſoll

geleiſtet werden: von jedem Profeſſor vor Beginn der
Vorleſungen, von den Geiſtlichen, bevor ſie zu höheren
Weihen aufrücken, von den neuen Beichtvätern, Pfarrern,
Chorherren und Benefiziaten, bevor ſie in den Beſitz ihrer
Benefizien treten, von den Beamten der biſchöflichen Ver=
waltungen
, der kirchlichen Gerichtshöfe, eingerechnet Ge=
neralvikare
und Richter, von den Faſtenpredigern, den
Mitgliedern der Kongregationen und Gerichtshöfe des
Heiligen Stuhles. Das Motuproprio enthält ferner die
Eidesformel hierfür, gibt ſchließlich dem Klerus Anwei=
ſungen
über die nutzbringendſte Art zu predigen, und zi=
tiert
eine Stelle aus dem entſprechenden Erlaß des Papſtes
Leo XIII.
Deuſches Reich.
Der Kaiſer und die Polenpolitik. Aus
zuverläſſiger Quelle wollte die Kölniſche Volkszeitung er=
fahren
haben, daß beim Cercle, den das Kaiſerpaar ab=
gehalten
hat, der Wirkl. Geh. Oberregierungsrat Dr.
Gramſch, der Präſident der Anſiedlungskommiſſion, dem
Monarchen geklagt habe, es mangle an Land, um weitere
deutſche Koloniſten in der Provinz Poſen anzuſiedeln, es
müſſe daher enteignet werden. Der Kaiſer habe daraufhin
in auffälliger Weiſe die Unterhaltung mit dem Präſidenten
ſofort abgebrochen. Das polenfreundliche Zentrumsblatt
wollte mit dieſer Erzählung den Kaiſer als einen Gegner
der heutigen Polenpolitik, deren wichtigſter Satz die Ent=
eignung
geworden iſt, in Anſpruch nehmen, und durfte das
wohl auch tun, vorausgeſetzt, daß ſeine Erzählung aus
zuverläſſiger Quelle wirklich den Tatſachen entſprach.
Dieſe Vorausſetzung trifft jedoch nicht zu. Die Schleſiſche
Zeitung hat ſich offenbar zuſtändigenorts erkundigt und
erklärt jetzt, der Bericht der Kölniſchen Volkszeitung über
die Vorkommniſſe bei den Poſener Kaiſertagen, ſoweit er
die Enteignungsfrage betrifft, ſei frei erfunden. Danach
bleibt es alſo beim alten: die Polenpolitik wird unver=
ändert
weitergeführt.
Das diesjährige Kaiſermanöver wird,
wie man aus militäriſchen Kreiſen ſchreibt, im Gegenſatz
zu den beiden letzten ſehr teuren Kaiſermanövern im Zei=
chen
der jetzt ſo beliebten Reichsſparſamkeit ſtehen. Es iſt
alles vermieden worden, was größere Koſten verurſachen
könnte, vor allem wird auf die Vermeidung größerer Flur=
ſchäden
hoher Wert gelegt. Die Zuteilung von Truppen
eines dritten Korps iſt diesmal nicht erfolgt, die Verhält=
niſſe
werden einfach und klein ſein, ſo daß das diesjährige
Kaiſermanöver zu den kleinſten der letzten zehn Jahre
gehören wird. Der obligate Zug für die Manöverleitung
fällt ebenfalls fort, die Bagage iſt eingeſchränkt worden,
um Koſten zu vermeiden. Lenkbare Luftſchiffe dürften
nicht zur Verwendung kommen oder im Hintergrund blei=
ben
. Die Dauer des Manövers wird drei Tage nicht über=
ſchreiten
, an die Leiſtungen der Truppen werden demnach,
zumal das Gelände ganz eben iſt, verhältnismäßig geringe
Anforderungen geſtellt werden. Die Zahl der fechtenden
Truppen und der Umfang des Manöverterrains ſtehen in
direktem Gegenſatz zum vorjährigen ſüddeutſchen Kaiſer=
manöver
. Das letzte oſtpreußiſche Kaiſermanöver fand
1901 ſtatt und verregnete vollſtändig.
Das Zentralſchiedsgericht für das
Baugewerbe wird ſich nunmehr konſtituieren. Ge=
heimrat
Dr. Wiedfeldt wurde von beiden Parteien in das
Zentralſchiedsgericht gewählt. Das Reichsamt des Innern
ſoll erſucht werden, zwei Unparteiiſche zu ernennen und
Dr. Wiedfeldt die Uebernahme des Amtes als Unpartei=
iſchem
zu geſtatten.
Zur Stellungnahme der Fortſchritt=
lichen
Volkspartei bei den kommenden
Reichstagswahlen erklärt der Vorſitzende des Ver=
bandes
der Fortſchrittlichen Volkspartei im Rheinland,
Profeſſor Dr. Schloßmann=Düſſeldorf, daß er am 4. Auguſt
im Auftrage des Vorſtandes ein Schreiben an den Vor=
ſitzenden
der rheiniſchen Nationalliberalliberalen Partei,
Oberlandesgerichtsrat a. D. Hamm, gerichtet und ein ge=
meinſames
Vorgehen beider liberalen Parteien für die
nächſte Reichstagswahl angeregt habe. Nach den Pro=
feſſor
Schloßmann nunmehr zugegangenen Mitteilungen
ſoll dieſes Schreiben in der nächſten Sitzung des Provin=
zialvorſtandes
der Nationalliberalen Partei zur Beſpre=
chung
gelangen.
Zur Fleiſchteuerung. Eine Verfügung des
württembergiſchen Miniſteriums des Aeußern ordnet an,
daß alle ermäßigten Frachttarife für die Einfuhr von
Fleiſch, friſch geſchlachtetem Vieh und von Pferden im
inneren Verkehr und im Verkehr mit anderen deutſchen

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Nummer 212.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.
Seite 2.
großes Aufſehen hervorgerufen, denn man weiß, daß
Bahnen bis zum 31. Dezember 1910 verlängert ſind. Der
Stadt und Land.

Beirat der Verkehrsanſtalten hatte die Einfuhr von Fleiſch
nach Württemberg als dringend notwendig bezeichnet.
Gegen die deutſche Sozialdemokratie
veröffentlicht der engliſche Genoſſe Ramſay Macdonald,
der Leiter der engliſchen Arbeiterpartei, eine harte Kritik.
Ramſay Macdonald war mit dem Kopenhagener Kon=
greß
. Als Hauptgewinn ſeiner dortigen Beobachtungen
legt er im Daily Chronicle eine kritiſche Vergleichung des
engliſchen mit dem deutſchen Sozialismus nieder, in der
es von der impotenten deutſchen revolutionären Schule‟
alſo heißt: Dieſe alte Schule liebt mit Zärtlichkeit die
Wörter Kapitaliſt, Proletariat, Bourgeois, klaſſen=
bewußt
und ähnliche Phraſen, aber bei der praktiſchen
Arbeit iſt ſie nutzlos. So hätte denn England, das bedeu=
tungsloſe
Wörter weniger gebraucht als jedes andere
Land, immer aufs neue dagegen zu proteſtieren, daß es
durch die deutſchen revolutionären Gruppen auf das elen=
deſte
aller elenden Programme feſtgelegt wurde. In der
Fabrikaufſicht, der Kinderarbeit, der Arbeitszeit und, ſon=
derbar
genug, im politiſchen Erfaſſen der Bedeutung und
Entwicklung der Verſicherung und Aufſicht durch den
Staat und der gewerkſchaftlichen Aktion iſt die engliſche
Arbeiterpartei der ſozialiſtiſchen Bewegung des Kon=
tinents
eine halbe Generation voraus.
Ausland.
Oeſterreich=Ungarn.
Der böhmiſche Landtag. Der böhmiſche
Oberſtlandmarſchall Fürſt Lobkowitz erließ die Einladun=
gen
an je 10 deutſche und tſchechiſche Vertrauensmänner
zur Bildung einer Kommiſſion, die über die Flottmachung
des böhmiſchen Landtages beraten ſoll. Bei der Bedeu=
tung
dieſer Angelegenheit werden die Verhandlungen mit
der größten Aufmerkſamkeit verfolgt. Auf deutſcher Seite
iſt man ſehr ſkeptiſch; auf tſchechiſcher Seite tut man hoff=
nungsvoller
. Die Deutſchen verlangen Garantien dafür,
daß ihre Beſchwerden behoben werden, wenn ſie die nicht
leichtſinnig unternommene Obſtruktion aufgeben ſollen.
Die Tſchechen erklären ſchon jetzt, daß ſie Garantien nicht
geben können. Die arge Finanznot Böhmens zwingt aber
beide Parteien, den Bogen nicht zu überſpannen, aber die
Sehnſucht der Tſchechen nach einem Syſtemwechſel, der
ihnen den Wiedereintritt in die Regierungsmajorität er=
möglichen
würde, iſt groß. Kleine Konzeſſionen möchten
ſie wohl machen, durch die den Deutſchen der Rückgang
aus der Obſtruktionsmenge erleichtert würde, aber in der
Hauptſache wollen ſie nicht nachgeben, da ſie noch lange
nicht reif ſind für die Erkenntnis, daß ſie ſich mit den Deut=
ſchen
vertragen und verſtändigen müſſen ohne Zugeſtänd=
niſſe
. Und in der Hauptfrage, der nationalen Autonomie
und Kreiseinteilung, können die Deutſchen bei dem beſten
Willen ihre verſchanzte Poſition nicht aufgeben. So iſt die
Hoffnung äußerſt gering, daß die Kommiſſionsberatungen
ein poſitives Ergebnis haben werden und die Auflöſung
ſcheint der letzte Ausweg des Hauſes, nicht bloß für die
Regierung.
Frankreich.
Gegen die Fleiſchteuerung. Miniſterpräſident
Briand hat das Ackerbauminiſterium beauftragt, eine
Unterſuchung der Urſachen der Fleiſchteuerung und ſon=
ſtigen
Erhöhung der Preiſe für Nahrungsmittel anzu=
ſtellen
. Der Direktor des Ackerbauminiſteriums erſtattete
darauf dem Miniſterpräſidenten Bericht, in welchem er
darauf hinwies, daß die Erhöhung der Lebensmittelpreiſe
durch nichts gerechtfertigt erſcheine. Nach den vorliegenden
Ernte= und Futterberichten beſtehe weder zur Erhöhung
der Brot= noch der Fleiſchpreiſe irgend ein Anlaß. Dar=
aufhin
gab Briand dem Direktor des Ackerbauminiſteriums
die Anweiſung, das Syndikat der Schlächtermeiſter aufzu=
fordern
, wieder auf die alten Preiſe hinunterzugehen,
widrigenfalls die Regierung nicht zögern werde, amt=
liche
Fleiſchpreiſe feſtzuſetzen. Die Abſicht des
Miniſteriums hat in den Kreiſen der Engrosſchlächter

Briand nicht zu fackeln pflegt und auch davor nicht zurück=
ſchrecken
wird, die Preiſe auch für andere Lebensmittel
amtlich feſtzuſetzen. Natürlich verſuchen jetzt die Schläch=
ter
, die Erhöhung der Fleiſchpreiſe zu motivieren, und
der Präſident ihres Syndikats Seurin erklärte in einer
Unterredung mit Journaliſten, daß ſeine Geſchäftskollegen
die Fleiſchpreiſe hauptſächlich aus dem Grunde verteuert
haben, weil unter den Konſumenten faſt ausſchließlich nur
Nachfrage nach den beſten Fleiſchſorten herrſcht. Selbſt
die mittleren und unterſten Volksſchichten verſchmähten
jetzt die minderwertigen Fleiſchſorten.
Spanien.
Der ſpaniſche Miniſterpräſident Cana=
lejas
gab dem Madrider Korreſpondenten des Matin
gegenüber unter anderem folgende Erklärung ab: Der Ge=
ſamtausſtand
iſt überall geſcheitert. Man behauptet jetzt,
daß der Sozialiſtenführer Pablo Igleſias, der aus Kopen=
hagen
zurückkehrt, im Auslande den Auftrag erhalten
habe, von neuem einen Generalſtreik ins Werk zu ſetzen.
Ich glaube das nicht, denn es liegt kein Grund vor, einer
Regierung, die die jüngſten Arbeiterzwiſte ohne Blutver=
gießen
beigelegt hat und im Oktober den Cortes Geſetze
zum Schutze der Arbeiterklaſſe vorlegen wird, Schwierig=
keiten
zu bereiten. Das Miniſterium will ſich vor allem
mit der klerikalen und der ſozialen Frage beſchäftigen
und alle ſeine Vorſchläge werden von einem ehrlich fort=
ſchrittlichen
Geiſte durchdrungen ſein. Ich ſehe weder in
Afrika noch im Innern einen Konflikt voraus und bin
ſicher, daß die Majorität der Cortes mir helfen wird, mein
Werk zu vollenden.
Portugal.
Die neugewählten Cortes werden am 23.
ds. Mts. ihre Sitzungen beginnen und wird ſich dann
bald zeigen, ob die Parteien zu ernſter Mitarbeit ent=
ſchloſſen
ſind oder ob die Antwort auf die Thronrede wie=
der
zu endloſen heftigen Parteiſtreitigkeiten und Rede=
duellen
Veranlaſſung gibt, die leider wichtige Vorlagen
wochenlang zurückdrängen. Die Liſſaboner Zeitung
A Capital iſt der Anſicht, daß ſchon 2 bis 3 Wochen nach
Eröffnung der Cortes das Miniſterium beim König eine
Vertagung bis zum Januar wird beantragen müſſen, was
ſehr zu bedauern wäre.
Die Türkei und Griechenland.
Die gemeldete Mitteilung der Pforte an die Kreta=
mächte
betrifft nicht die Offiziere, ſondern die Unteroffi=
ziere
der Miliz und Gendarmerie auf Kreta, die der Be=
förderung
wegen ſich nach Athen begeben haben und als
Offiziere nach Kreta zurückkehren ſollen. Nach Auffaſſung
der Pforte dürfen dieſe, wenn die Beförderung durch die
griechiſche Regierung erfolgt, nicht mehr nach Kreta zurück=
kehren
. Es verlautet, daß die Pforte von einigen Kreta=
mächten
diesbezüglich bereits eine befriedigende Antwort
erhalten habe. Der griechiſche Miniſter des Innern er=
hielt
ein Telegramm, worin ihm Michelidakis, Kunduros
und Papamaſtorakis mitteilten, ſie könnten ihre Wahlen
als Deputierte für Attika nicht annehmen. Es bleibt mit=
hin
nur die Regelung der Angelegenheit Venezilos’ und
Pologeorgis' übrig.
Die Vereinigten Staaten und Panama.
In einem Interview, das von den Blättern veröffent=
licht
wird, erklärte der Geſandte der Republik Panama in
New=York, Marſh, daß Panama eine Aufforderung der
Vereinigten Staaten erhalten habe, daß, wenn Panama
nicht den Weiſungen der Vereinigten Staaten gehorchen
wolle, dieſe ſich gezwungen ſehen würden, einen Teil von
Panama zu beſetzen oder Panama ganz zu annektiern.
* Emden, 9. Sept. Der eine der beiden Eng=
länder
, die unter dem Verdacht der Spionage
auf Borkum verhaftet worden ſind, wurde heute
früh durch zwei Leipziger Gerichtsdiener nach Leip=
zig
gebracht, um dem Reichsgericht übergeben zu
werden. Der andere wird morgen früh ebenfalls dort=
hin
transportiert.

Darmſtadt. 10. September.
* Vom Hofe. Die Großherzoglichen Herrſchaften
machten am Donnerstag nachmittag mit ihren Gäſten
und dem Gefolge einen Automobilausflug nach dem
Feldberg und kehrten nach 8 Uhr auf die Burg zurück.
Am Freitag früh fuhren S. M. der Kaiſer erſt zur
Trinkkur und begaben ſich etwas ſpäter mit dem Groß=
herzog
, der Prinzeſſin Viktoria zu Schleswig=
Holſtein und Prinzeſſin Andreas von Griechenland
zum Tennisſpiel nach Bad Nauheim. (Darmſt. Ztg.)
In den Ruheſtand verſetzt wurde der Gerichts=
vollzieher
mit dem Amtsſitz in Oſthofen Adam Keil
auf ſein Nachſuchen, unter Anerkennung ſeiner lang=
jährigen
treuen Dienſte.
Titelverleihung. Se. Königl. Hoheit der Groß=
herzog
haben dem Reviſionskontrolleur bei dem Haupt=
ſteueramt
Mainz Finanzaſſeſſor Philipp Steinmann
vom Tage ſeines Uebertritts in den Reichsdienſt an den
Titel Finanzamtmann verliehen.
Zollweſen. Im Namen des Deutſchen Kaiſers
mit Ermächtigung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs
und nach Vernehmung des Ausſchuſſes des Bundesrats
für Zoll= und Steuerweſen wurde der Großh. Reviſions=
kontrolleur
Finanzaſſeſſor Philipp Steinmann zu
Mainz den Königlich Preußiſchen Hauptzollämtern zu
Cleve, Crefeld, Duisburg, Emmerich, Kaldenkirchen, Neuß
und Weſel als Stationskontrolleur mit dem Wohnſitz in
Crefeld vom 1. Oktober l. Js. an beigeordnet.
Das Großh. Regierungsblatt, Beil. Nr. 26,
enthält: 1. und 2. Oeffentliche Anerkennungen. 3. Be=
kanntmachung
, die Erhebung der in der Gemarkung
Schiffenberg, Kreis Gießen, erwachſenen Koſten der
öffentlichen Armenpflege betreffend. 4. Ordensver=
leihungen
. 5. Ermächtigung zur Annahme und zum
Tragen fremder Orden. 6. Dienſtnachrichten. 7. Dienſt=
entlaſſungen
. 8. Nachweis der Befähigung zur Ueber=
nahme
eines Kirchenamts. 9. Charaktererteilungen.
10. Ruheſtandsverſetzungen. 11. Sterbefälle.
§ Anzeigepflicht bei Aufſtellung von Motoren.
Nachdem in letzter Zeit wiederholt Verſtöße gegen die
Anzeigepflicht über die Aufſtellung von Motoren feſt=
geſtellt
worden ſind, läßt das Großh. Polizeiamt erneut
darauf hinweiſen, daß nach der Polizeiordnung des
Großh. Kreisamts Darmſtadt vom 10. Dezember 1901
bei Meidung einer Strafe bis zu 30 Mk. jeder Gewerbe=
treibende
, in deſſen Werkſtätte ein durch elementare
Kraft (Dampf, Wind, Gas, Luft, Waſſer, Elektrizität uſw.)
bewegtes Triebwerk in gleichviel welchem Umfang zur
Verwendung kommt, die erfolgte Aufſtellung und Inbe=
triebnahme
innerhalb acht Tagen nach Beginn der
letzteren anzeigen muß. Die Anzeige hat bei dem zu=
ſtändigen
Polizeirevier zu geſchehen.
(*) Vom Manöver des 18. Armeekorps, 8. Sept.
Nun iſt heute auch der letzte größere Truppenverband,
die 42. Infanteriebrigade, im Gefechtsgelände einge=
troffen
. Das Frankfurter 81er Infanterie=Regiment
kam per Bahn um ½12 Uhr heute mittag auf Station
Mücke an und marſchierte alsbald in die Quartiere,
welche noch 34 Stunden von der Station lagen. Nach
der Kriegslage werden ſich die nächſten Gefechte zwi=
ſchen
den Höhen bei Feldkrücken, Schotten, Ulrichſtein,
Ober=Ohmen und Freienſeen abſpielen. Dagegen wird
die 41. Infanteriebrigade im Kreiſe Gießen, zwiſchen
Grünberg, Lich, Londorf, Hungen kämpfen. Grünberg
erhält am Samstag zirka 1000 Mann. Die heſſiſche
Diviſion hatte Donnerstag Ruhetag, Freitag be=
ginnt
das Brigademanöver. Die 50. Brigade hat ihren
Kriegsſchauplatz von Alsfeld nach der Umgebung Lau=
terbachs
verlegt. Der Brigadeſtab iſt in Altenſchlirf,
der Stab der 25. Kavallerie=Brigade in Lau=
terbach
; Lauterbach war geſtern mit 1100 Mann 117er
belegt, ſie wurden durch etwa 1400 Mann meiſt 118er
abgelöſt. Herbſtein hat etwa 550 Mann 117er und
2 3er Dragoner. Die 61er Artillerie bezog in
Ilbeshauſen-Hochwaldhauſen Quartier, die 25er Pio=
niere
in Altenſchlirf. Alsfeld, das ſeither etwa 1200
Mann, ja bis zu 1500 Mann Einquartierung hatte, er=
hält
jetzt höchſtens noch unvorhergeſehene Notquartiere.
Die 49. Infanterie=Brigade (115er, 116er, 168er) iſt
geſtern in der Rhön angelangt; nach dem heutigen
Ruhetag beginnt morgen das Manöver. Gersfeld hat
100 Mann Einquartierung vom Regiment 116. Die
115er hatten geſtern einen großen Marſchtag, von
Fulda und Umgegend bis nach dem Städtchen Tann,
Günthers und Lahrbach, die 168er liegen im Ulſtertal,
die Maſchinengewehrabteilung iſt in Wendershauſen.
Die dieſer Brigade zugeteilte 25er Artillerie be=
findet
ſich in Tann, die Dragoner Nr. 24 ſind in
Simmershäuſen. Der Stab der 49. Brigade hat in
Dietershauſen Quartier bezogen. Geſtern iſt auch eine
Fernſprechabteilung in Tann eingetroffen, die im Ge=
fechtsgelände
mehrere größere Leitungen herſtellen ſoll.

Die Namen der Darmſtädter Straßen
beim Ausgang des 18. Jahrhunderts.
Von D. Dr. Wilhelm Diehl, Stadtpfarrer.
Darmſtadt beſitzt ſeit fünf Jahren ſein Darm=
ſtädter
Namenbüchlein das über die Straßennamen,
die heute noch geläufig ſind, genaue Auskunft gibt.
Fragen wir jedoch nach den alten Straßennamen, die
heute durch moderne erſetzt ſind, ſo finden wir in dem
Büchlein von Profeſſor Ritſert des öfteren eine
Antwort; ſehr oft bleibt ſie aber aus. Wenn ich dieſe
Tatſache konſtatiere, ſo ſoll das kein Tadel ſein. Es
bedarf noch vieler Einzelſtudien, bis wir endlich ein=
mal
über die alten Namen der Straßen und Plätze von
Darmſtadt ganz ins reine kommen. Auch meine Arbeit
iſt dazu nur ein beſcheidener Beitrag.
In der Regiſtratur der hieſigen erſten Stadtpfarrei iſt
ein merkwürdiges Buch aufbewahrt, das zur Geſchichte der
Häuſer und Straßen Darmſtadts ſchöne Auskünfte ent=
hält
. Es betitelt ſich Kranken=Regiſter und iſt
1796 am 24. Oktober von dem Kirchendiener Müller
angeſchafft und zu führen begonnen worden. Müller
hat dies Buch geführt bis 1812. Dann haben andere
Kirchendiener es ſehr lückenhaft weitergeführt.
Der letzte Eintrag ſtammt von 1865. In dem von
Müller 1796 bis 1812 geführten Teil ſteht bei dem
Namen der vom Pfarrer beſuchten Kranken faſt allemal
die Wohnung. Infolgedeſſen ſind in dem Buch die
Straßennamen zu finden, die 1796 bis 1812 bräuchlich
waren. Eine gute Ergänzung zu dieſem Buch bietet
der in einem Exemplar auch im Städtiſchen Muſeum
aufbewahrte, durch das Städtiſche Vermeſſungsamt
kopierte große Darmſtädter Stadtplan von
J. M. Weiß aus dem Jahr 1799, in den ſämtliche
Häuſer eingezeichnet ſind, und zu dem die Großh. Hof=
bibliothek
ein Hausbeſitzerverzeichnis bewahrt. Stu=
dieren
wir das Krankenregiſter und den Plan von
Weiß eingehend, ſo=finden wir manches, was Intereſſe

ür weitere Kreiſe hat; bereits Bekanntes und völlig
Neues. Einiges teile ich im Nachſolgenden mit: 1. über
Straßennamen, 2. über volkstümliche Bezeichnungen
einzelner Straßenteile.
1. Die Straßennamen.
Wir begegnen in beiden Quellen manchem Namen,
der heute noch offiziell gilt oder in ähnlicher Form ge=
braucht
wird. Das Regiſter nennt z. B. den
Ballonplatz (Die Becker Hirſchin am Baulaun
Pflatz, Maurer Lerch ſein Hauß aufm Ballonplatz;
zum Ballonplatz zählten nach Weiß nur vier Häuſer,
darunter die Münze, die da lag, wo heute vor
der Infanteriekaſerne ſich das Geleiſe der elektriſchen
Bahn vefindet), die Brandgaſſe, Marktſtraße,
Hinkelsgaſſe (Hinckelgaß; zu ihr gehörten auch
die Häuſer der heutigen Lindenhofſtraße, die zwiſchen
der Großen Kaplaneigaſſe und der Hinkelsgaſſe liegen),
Langgaſſe, Große Ochſengaſſe (im Kranken=
regiſter
ſtets Ochſengaß ſchlechthin; bei Weiß auch
Holzgaſſe genannt; zu ihr gehören im Plan von Weiß
auch die Häuſer an der alten Schirn, bis zum Beginn
der Beſſunger Straße), Kleine Ochſengaſſe (auch
Zwerchgaſſe genannt; Saalwärter Weber in der
kleinen Ochſengaß in des Sinnigſohn Hauß
Wittwe Grandhomme in der kleinen Ochſengaß bei
dem Metzger Klein), Sackgaſſe, Schloßgaſſe,
Schloßgraben (Herr Hoffourier Schütz am Schloß=
graben
).
Außerdem ſind hier noch zu nennen die
Bezeichnungen auf dem Geiſtberg ( Schnei=
dermeiſter
Heß aufm Geiſtberg des Schnei=
der
Uebelshäuſer ſeine Frau aufm Geiſtberg: Weiß
ſchreibt der heilige Geiſtberg), an der Kirche‟
(Herr Wenck an der Kirch gemeint iſt der Teil der
jetzigen Kirchſtraße, der zwiſchen Markt und Stadt=
kirche
liegt), hinter dem Pädagog (Kiefer Klotz
ſeine Frau hinterm Petago, Peruquenmacher Scholl
bey der Klunckin hinter dem Petagoio) und an dem
Pädagog Cdes Schuhmacher Kirchhöfers Frau am

Petago beide Bezeichnungen ſtehen für die heutige
Pädagogſtraße), auf dem Markt (Pinznerin in des
Herrn Sieberts Hauß auf dem Marckt hinten eine
Treppe hoch, Hafner Witmann in des Weitners
Hauß aufm Marckt).
Neben dieſen heute noch allgemein verſtändlichen
Namen ſtehen nun aber recht viele andere, die heute
zum Teil gar nicht mehr oder doch nur den Darm=
ſtädtern
und Freunden der Darmſtädter Geſchichte be=
kannt
ſind. Es ſind dies:
1. Die Hechelgaſſe (Kammacher Achen Senior
ſeine Frau in der Hechelgaß, Säckler Kirchhöfer bei
dem Krämer Liebig in der Hechelgaß). Die Hechel=
gaſſe
beginnt nach dem Plan von Weiß am Ende der
Großen Ochſengaſſe und führt bis zum Beſſunger Tor.
Sie heißt auch Beſſunger Straße und umfaßt
die heutige Holzſtraße, ſowie den oberen Teil der heu=
tigen
Kirchſtraße.
2. Hinter dem Rathaus (Des Säckler Krafft
ſeine Frau hinter dem Rathhauß, Des Seifen=
ſieder
Maret ſeine Frau hinter dem Rathhauß). Mit
dieſem Ausdruck wird die heutige Schuſtergaſſe
bezeichnet. Weiß kennt den Namen Schuſtergaſſe be=
reits
. Er teilt mit, daß man im Volksmund die Gaſſe
auch die Amſelgaſſe hieß.
3. An der Katzenmauer (Arnoldin beym
Knecht Wilck an der Katzenmauer, Jakoby in des
Darmſtädters Hauß an der Katzenmauer) und Hin=
ter
der Katzenmauer (Die Beyſaß Schneidern
hinter der Katzenmauer in des Darmſtädters Hauß).
Mit dieſem Namen iſt der Teil der jetzigen Großen
Kaplaneigaſſe gemeint, der zwiſchen der Rundeturm=
ſtraße
und der Kleinen Kaplaneigaſſe liegt. Weiß be=
zeichnet
mit dieſem Namen nur die ſieben öberſten
Häuſer und nennt alles weitere bis zur Kleinen
Kaplaneigaſſe Hundsſtäller Gaſſe (ſo genannt
nach dem Hundsſtall einem Stadtturm).
4. Die Viehhofsgaſſe (Faulhaberin ins
Renders Hauß in der Viehhofsgaß. Des Schnei=
ders
Fatſchel ſeine Mutter, wohnhaft in der Viehhofs=

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Seite 3.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

D Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 3. September I. J. männ=
lich
9507, weiblich 5974, zuſ. 15 481, in Prozenten 61,42,
38,58; am 27. Auguſt l. J. männlich 9469, weiblich 5910,
zuſ. 15379, in Prozenten 61,58, 38,42. Der Kranken=
ſtand
betrug am 3. September I. J. männlich 427, weiblich
295, in Prozenten 4,49, 4,94; am 28. Auguſt l. J. männ=
lich
442, weiblich 305, in Prozenten 4,64, 5,16. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom.
29. Auguſt bis 3. September l. J. 5035,13 Mk., in der Woche
vom 22. Auguſt bis 27. Auguſt I. J. 4786,33 Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 3. September
I. J. 22, am 27. Auguſt I. J. 23; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 29. Auguſt bis 3. September
I. J. 2; vom 22. Auguſt bis 27. Auguſt I. J. 2.
§ Milchreviſionen. Während des Monats Juli
ſind durch die hieſige Polizei 2380 Milchreviſionen vor=
genommen
worden. Hierbei wurden fünf Proben teils
wegen zu geringem Fettgehalt und teils wegen Waſſer=
zuſatz
beanſtandet und dem chemiſchen Unterſuchungs=
amt
überwieſen. Infolge dieſer Beanſtandungen und
zwecks Aufklärung war die Erhebung von drei Liefer=
und drei Stallproben erforderlich. Außerdem ſind
13 Liter gewäſſerte Milch konfisziert worden.
Schützenhof. Heute Samstag findet wiederum
Konzert unter Leitung des Herrn M. Weber ſtatt.
Das Programm wird ſich auch dieſesmal wieder in=
tereſſant
geſtalten. Da die Kapellen zur Zeit zum
größten Teil ſich in den Manövern befinden, wird am
Sonntag, den 11. September, abends 8 Uhr, im
Schützenhof ein Konzert à la Wien (Salonorcheſter)
ſtattfinden, zu welchem Herr Weber ebenfalls ein in
dieſem Rahmen gehaltenes Programm in Ausſicht ge=
nommen
hat. (Siehe Anzeige.)
Der Erſte Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
und Grafenſtraße) bringt ſeinen Beſuchern von heute
ab eine Reihe hochintereſſanter Bilder zur Vorführung.
(Siehe Anz.)
3 Pfungſtadt, 8. Sept. Das Reſultat der geſtern
hier ſtattgehabten Gemeinderatswahl konnte
erſt heute nachmittag feſtgeſtellt werden. Außer dem
wiedergewählten Gemeinderat Valt. Büttel wurden
drei Mitglieder der vereinigten bürgerlichen Parteien
und ein Mitglied der ſozialdemokratiſchen Partei neu
gewählt; nämlich Jak. Eck I., Lud. Wenz V., Val.
Koch IV. und Phil. Höhl. Von 1410 Wahlberechtigten
machten 1267 von ihrem Wahlrecht Gebrauch.
beraumte Stadtverordnetenverſammlung mußte infolge
Beſchlußunfähigkeit auf nächſten Dienstag Kaempf angenommen, wonach in einer gemiſchten De=
vertagt
werden.
Aus Rheinheſſen, 8. Sept. Mehre 100000
Hamſter wurden in den letzten Wochen in den ver=
ſchiedenen
Gemeinden unſerer Provinz eingefangen
und vernichtet, und noch immer iſt die Jagd nach den
ſehr ſchädlichen Nagern nicht beendet. Die von den Ge=
laufen
ſich in ihrem Geſamtbetrage auf Zehntauſende
und bewirkten vielerorts bei jung und alt eine ſports= Bismarcks melden Berliner Blätter. Der Privat=
mäßig
betriebene Jagd. Meiſtens vertreibt man die
fetten Nager durch Eingießen von Waſſer aus ihrem
Bau und ſchlägt ſie dann mittels Knittel tot. Auch den
zu Millionen auftretenden Feldmäuſen rückt man
energiſch zu Leibe. Im weſtlichen Rheinheſſen benutzt
man einen Typhusbazillus, den man als Gift in die
Mäuſelöcher legt. Die Tiere werden dann maſſenhaft
von einer verderblichen Seuche ergriffen und gehen
dann zu Grunde. Auch beim Pflügen der Aecker fallen Zum Mittwoch war hier die erſte Gläubigerver=
Tauſende dem hinter dem Pfluge folgenden Mäuſe=
jäger
zum Opfer. In einzelnen Orten, wie in Finthen,
Gau=Algesheim und anderen verdienten ſich Schul=
knaben
während der Ferienzeit oft 4 bis 6 Mark pro
Tag durch die Mäuſe= und Hamſterjagd.
Worms, 9. Sept. Vor einigen Tagen verſchied
bekannt und hochgeachtet iſt. Eine ganze Reihe ſtatt=
licher
Bauten verdankt die Stadt ihm, und die Firma
Haldenwang u. Bruckmann ſtand in hohem Anſehen. Jahren Berlin verließ. Die Gräfin wohnte zuletzt
Vor einigen Jahren verließ er Worms, und kaum, daß
er hierher zurückgekehrt war zu dauerndem Aufenthalt,
ereilte ihn plötzlich der Tod.
Worms, 9. Sept. Ein Eiſenbahnunglück
ereignete ſich heute früh auf der Strecke Worms= Gund=
heim
. Durch einen äußerſt ſelten vorkommenden De=
fekt
der Maſchine ſchlugen kurz vor Gundheim die
Flammen der Feuerung aus dem Keſſel. Lokomotiv=
führer
Wenzel und Heizer Ortſtadt ſprangen ſo=
fort
ab und wurden betäubt. Ortſtadt fiel ſo unglück=
lich
, daß ihm das rechte Bein oberhalb der Wade voll=

ſtändig abgefahren wurde, während der Führer
nur leichte Verbrühungen an der Hand erlitt. Durch
das ausſtrömende Waſſer wurde das Feuer gelöſcht und
ſo die Lokomotive kurze Zeit darauf zum Stehen ge=
bracht
. Es handelte ſich um den 4 Uhr 15 Min. hier
abgehenden Leerzug. Eine Erſatzmaſchine war bald
zur Stelle. (W. Ztg.)
Friedberg, 8. Sept. Unſer durch das Bombenatten=
tat
ſtark mitgenommenes Rathaus iſt jetzt im In=
nern
ſoweit hergerichtet, daß bis auf die Stadt=
kaſſe
und Bürgermeiſterei alle Aemter wieder in ihm
untergebracht ſind. Aeußerlich wird man zunächſt die
Schieferbedeckung des dritten Stockes und das Dach
herſtellen und dann auch dem übrigen Teil des Gebäu=
des
ein neues Kleid geben.
A Saaſen (Kreis Gießen), 9. Sept. Am nächſten
Sonntag wird unſer neuerbautes Schulhaus ſeiner
Beſtimmung übergeben. Der Neubau enthält außer
den Unterrichtsräumen auch noch eine hübſche geräu=
mige
Lehrerwohnung. Die Pläne ſind von dem Großh.
Kreisbauinſpektor Herrn Baurat Diehm in Gießen
entworfen worden. Mit der Einweihung des Schul=
hauſes
iſt eine größere Feier verbunden, die von dem
Ortsvorſtand veranſtaltet wird und zu der auch Ver=
treter
des Großh. Kreisamts Gießen ihr Erſcheinen in
Ausſicht geſtellt haben.
(*) Büdingen, 8. Sept. Unſer neues Volksſchul=
gebäude
wird am 20. September eingeweiht. Nachdem
ſich die Bürgerſchaft und der Gemeinderat drei Jahre
über die Platzfrage zum Schulhaus geſtritten, wurde
mit Hilfe des Provinzialausſchuſſes und des Miniſte=
riums
die Frage endgültig erledigt und 1908 mit dem
Bau begonnen. Die Pläne ſind von Prof. Dr.=Ing.
Vetterlein=Darmſtadt entworfen. Das Gebäude
enthält zwölf Lehrſäle, Zeichen= und Singſaal, Lehrer=
und Konferenzzimmer und eine Dienerwohnung. Es
iſt mit Zentralheizung und Gasbeleuchtung verſehen.
Die Baukoſten belaufen ſich auf rund 160000 Mark.
An die nördliche Seite des ſtattlichen Gebäudes ſchließt
ſich noch die Turnhalle an. Ein geräumiger Spielplatz
und Schmuckanpflanzungen umſäumen das Gebäude.

Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 8. Sept. Die Stadt=
verordneten
berieten heute den ſozialdemokrati=
ſchen
Antrag, den Magiſtrat zu erſuchen, unverzüglich
Schritte zur Bekämpfung der herrſchenden Fleiſchnot
Offenbach, 8. Sept. Die auf heute nachmittag an= zu tun. Nach eingehender Debatte wurde der Antrag
Arons zurückgezogen und einſtimmig der Antrag
putation ſchleunigſt über Maßnahmen gegen die Fleiſch=
teuerung
beraten und die Reichsregierung erſucht wer=
den
ſoll, alle zur Milderung der Fleiſchteuerung ſofort
durchführbaren Mittel unverzüglich zu ergreifen. Fer=
ner
wurde einſtimmig beſchloſſen, den Magiſtrat zu er=
ſuchen
, in einer gemiſchten Deputation über die Mög=
meindeverwaltungen
ausgeſetzten Fangprämien be= lichkeit einer Zuwendung an die Berliner Kriegsvete=
ranen
zu beraten. Den Tod der Urenkelin
dozent an der Univerſität Roſtock Lie. Dr. Walther
Glawe und Frau Hertha, geb. Gräfin Bismarck zeigen
den Tod ihres am 25. April dieſes Jahres geborenen
Töchterchens Eugenie Ingeborg Marie Elſe an. Frau
Hertha Glawe iſt eine Tochter des verſtorbenen Grafen
Wilhelm Bismarck und eine Enkelin des Altreichskanz=
lers
. Sie iſt mit dem früheren Hauslehrer ihres Bru=
ders
, dem Sohn eines Berliner Bürgers, verheiratet.
ſammlung im Konkursverfahren über
das Vermögen der Frau Klotilde
von Saucken geborene Walter Hager, angeſetzt.
Die Schuldnerin iſt die Enkelin des Kommiſſionsrats
Renz und eine Tochter des bekannten Schulreiters Ha=
ger
. Als der alte Renz ſtarb, erbte Klotilde Hager
Herr Architekt Haldenwang, der in Worms wohl= eine Million Mark und heiratete den Oberleutnant
von Saucken. Nachdem die Ehe geſchieden war, ver=
mählte
ſie ſich mit einem Grafen Luecheſi, der vor vier
Potsdamer Platz Nr. 1 und reiſte Ende des Jahres 1906
nach Wien. Seit dieſer Zeit hat man von ihr in Ber=
lin
nichts mehr gehört. In der Gläubigerverſamm=
lung
war außer dem Konkursverwalter Klein geſtern
nur ein Gläubiger erſchienen, der eine Forderung von
16000 Mak angemeldet hatte. Er beabſichtigt, auf die
Jahrgelder, die Frau von Saucken jährlich aus Wien
erhält, Beſchlag zu legen. Der gerichtliche Termin zur
Prüfung der angemeldeten Forderungen findet am 26.
Oktober ſtatt. Vor einigen Tagen iſt der in hieſigen
Theaterkreiſen bekannte Geldvermittler Margulin

Die Reſerviſten ſind heute bei den einzelnen Regimen=
tern
eingeſtellt worden.
Kreislehrerkonferenz. Am 16. September wird hier
im Kaiſerſaal die diesjährige Kreiskonferenz der Lehr=
kräfte
der Landgemeinden des Kreiſes Darmſtadt ſtattfin=
den
, zu der die Lehrmittel=Anſtalt Emil Roth in Gießen
eine Ausſtellung der in ihrem Verlag erſchienenen Werke
plant. Das Referat: Was können wir Lehrer auf dem
Gebiet der Jugendfürſorge tun von Herrn Hauptlehrer
Haſſenzahl=Arheilgen wird von Herrn Gewerberat Lößer
durch Ausführungen über Die Mithilfe der Lehrer bei der
Durchführung des Kinderſchutzgeſetzes ergänzt werden.
Bei dem an ein gemeinſchaftliches Eſſen ſich anſchließenden
gemütlichen Teil werden unter Leitung von Herrn Lehrer
Neff=Pfungſtadt Orcheſterſtücke, Solovorträge, Lieder des
Männerchores und eines gemiſchten Chores zu Gehör ge=
bracht
werden.
nn. Der dentſchnationale Handlungsgehilfen= Ver=
band
, Ortsgruppe Darmſtadt, hielt Donnerstag
abend im Fürſtenſaal eine öffentliche Verſammlung
ab, die ſehr ſtark beſucht war und in der Herr Alfred
Roth=Hamburg über die Gehaltsfrage der
kaufmänniſchen Angeſtellten ſprach. Redner beleuchtete
in einſtündiger Rede die geradezu unwürdigen Ge=
haltsverhältniſſe
im Kaufmannsſtand, für deren Be=
ſeitigung
der Handlungsgehilfenverband ſchon ſeit
Jahren eintrete. Nicht auf dem Wege der Reſiſtenz
oder des Generalſtreiks ſei eine Beſſerſtellung der
kaufmänniſchen Angeſtellten zu erſtreben, ſondern durch
die freie Einſicht der Prinzipalſchaft, daß unter allen
Umſtänden hier etwas geſchehen müſſe. Tatſache ſei,
daß ein großer Teil der jüngeren Gehilfen wahre
Hungerlöhne erhalte, während man die alten Kauf=
mannsgehilfen
oft auf die Straße ſtoße. Pflicht der
Prinzipale ſei es, mitzuwirken, daß auch der Gehilfen=
ſtand
im Alter vor Not und Elend geſchützt iſt. Redner
empfahl den feſten Zuſammenſchluß aller Berufsge=
noſſen
, da nur hierin das Heil der Zukunft liege. An
Hand ſtatiſtiſcher Nachweiſe ſtellte der Redner feſt, daß
kaum ein Drittel aller Handlungsgehilfen Gehälter
bis zu 2400 und 3000 Mark bezöge. An die Gründung
eines eigenen Hausſtandes ſei bei dem Gros der Be=
rufsgenoſſen
nicht zu denken. Redner appellierte noch
an die Verſammlung zur treuen Pflichterfüllung, denn
nur auf dem legalen Wege der Verſtändigung und der
Würdigung eines tüchtigen Gehilfenſtandes ſeitens
der Prinzipale ſei eine pekuniäre Beſſerung der Be=
rufsgenoſſen
zu erreichen. Reicher Beifall lohnte den
Redner, dem auch von dem Vorſitzenden der Dank der
Verſammlung ausgeſprochen wurde. Eine ausgedehnte
Diskuſſion ſchloß ſich an den Vortrag an.
* Einſtellung der Rekruten. Der ſpäteſte Entlaſſungs=
termin
der in dieſem Jahre zur Reſerve übertretenden
Mannſchaften iſt der 30. September. Die Einſtellung
der Rekruten findet ſtatt: am 2. Oktober bei der Kaval=
lerie
, Feldartillerie und den Maſchinengewehrabtei=
lungen
, vom 11. bis 14. Oktober erfolgt die Einſtellung
bei den übrigen Waffen.
* Ein Fernſprech=Automat zum Gebrauche für das
Publikum iſt jetzt im Veſtibüle des Hoftheaters
angebracht worden, womit einem längſt und oft gefühlten
Bedürfnis in dankenswerter Weiſe abgeholfen worden iſt.
* Für Landwirte. Das Proviantamt Darmſtadt
teilt uns mit, daß es den Ankauf von Heu und Stroh
wegen Platzmangels eingeſtellt hat, Hafer aber noch
kauft und dafür die jeweiligen Tagespreiſe zahlt.
C Der Frankfurter Retterverein wird heute zu
Pferde dem Reſtaurant Forſthaus Einſiedel einen
Beſuch abſtatten. Wie man uns mitteilt, werden die
Frankfurter Reiter und Reiterinnen nach einem Ritt
durch den Park gegen 12 Uhr im Einſiedel eintreffen
und gegen halb 4 Uhr wieder zurückreiten.
A Städtiſches Kranken= und Armenweſen. Im
Auguſt d. J. wurden im ſtädtiſchen Krankenhaus 681
Kranke verpflegt, 330 männlichen und 351 weiblichen
Geſchlechts. Die Zahl der Pflegetage war 9469, ſodaß
eine durchſchnittliche Tagesbelegung mit 305 Kranken
vorliegt, gegen 308 im Auguſt des Vorjahres. Das
ſtädtiſche Pfründnerhaus an der Frankfurter Straße
hatte einen Zugang zu verzeichnen. Ende des Monats
verblieb ein Beſtand von 71 Pfründnern, 29 Männer
und 42 Frauen. Sehr lebhaft war wieder der Verkehr
in der mit dem Pfründnerhaus verbundenen Kinder=
pflegeſtation
. Dort ſtanden 10 Abgängen 17 Zugänge
gegenüber. Ende des Monats waren 20 Kinder noch
in Pflege. In das Armenhaus an der Pallaswieſen=
ſtraße
wurden 10 Perſonen neu aufgenommen, 19 ſind
ausgeſchieden. Der Inſaſſenbeſtand Ende des Monats
betrug 36, darunter 22 Männer, 12 Frauen und
2 Kinder.

Siten

gaſſe in des Leihdecker Schüler ſeinem Haus; ferner
werden als Häuſer in der Viehhofsgaſſe genannt:
Strumpfweber Weiß ſein Hauß, Kammerdiener
Hoppe ſein Haus, Schuhmacher Lehrs Hauß Herz=
bergers
Hauß Liebigs Hauß, Wagner Benders
Hauß, des Renners Hauß des Klippels Hauß
u. a. m.) Wie aus dieſen einzelnen Notizen hervorgeht,
iſt die Viehhofgaſſe nicht mit unſerer heutigen ganzen
Großen Kaplaneigaſſe identiſch, ſondern umfaßt nur
deren Häuſer von der Großen Bachgaſſe bis zur Kleinen
Kaplaneigaſſe. Der Name kommt daher, daß in dieſer
Gaſſe der Viehhof ſich befand (heute Große Kaplanei=
gaſſe
Nr. 12), in dem auch eine Wirtſchaft ihren Sitz
hatte, 1796 mit dem Viehhofswirt Klöß. Weiß nennt
die Viehhofsgaſſe bereits auch Große Kaplaneigaſſe‟.
Dieſen Namen kennt das Krankenregiſter nicht.
5. Pfarrer Braunen Gäßchen (Des Metz=
ger
Bachmayer ſeine Frau in des Pfarrer Braunen
Gäßgen Schuhmacher Roth ſeine Frau im Pfarrer
Braunen Gäßgen gegen den Canzleidiener Höchſt über
wohnhaft). Mit dieſem Namen bezeichnet der Volks=
mund
noch heute die Kleine Kaplaneigaſſe. Die Her=
leitung
dieſer Bezeichnung iſt bekannt. Wolfgang
Jakob Praun, der 17061735 (f) als Stadtprediger
in Darmſtadt wirkte, war der letzte jüngere Stadt=
prediger
der in der Kaplanei dem Pfarrhaus in der
Kleinen Kaplaneigaſſe (heute Nr. 4), wohnte. Als er
1716 älterer Stadtprediger wurde, zog ſein Amts=
nachfolger
, Johann Nikolaus Frey, nicht mehr
in die als ungeſund und für einen Pfarrer zu unbe=
quem
bezeichnete Wohnung, ſondern verlegte ſeinen
Wohnſitz in ſein eigenes Haus in der Schuſtergaſſe. Die
Bevölkerung hielt aber im Namen Pfarrer Braunen
Gäßchen feſt, daß vordem ſtets ein Pfarrer, zuletzt
Pfarrer Praun, in der engen Gaſſe gewohnt hatte.
Um 1800 war dieſer Name noch ganz allgemein. Das
Krankenregiſter nennt die Gaſſe mit ihrem heutigen
Namen Kaplaneigaſſe nur einmal (Des Schuh=
macher
Raquet ſeine Frau in der Cappelanei Gaſſe in
des Fuhrmann Winsheimer ſeinem Hauß).
6. An der Waiſenpump (Des Schuhmacher
Friſch ſeine Frau an der Wayſen Pumb, Holz=
macher
Rau an der Wayſenpumb in des Kiefer Peifers
Eck). Dieſe Straße heißt heute Schulzengaſſe,

Der Name Schulzengaſſe iſt durch Abkürzung aus
Schultheißenbaugaſſ entſtanden, wie ſie
z. B. noch der Plan von Weiß nennt ( Schultheiſen=
baugaß
vulgo an der Waiſenpump). Der Schultheißen=
bau
iſt das Eckhaus von Langgaſſe und Schulzengaſſe,
ein früher ſtädtiſches Gebäude, das im 17. Jahrhundert
als Schulhaus für die teutſchen Schüler und 1698 bis
1748 als Waiſenhaus diente. Nicht weit von dem Bau
ſtand in der Straße eine Pumpe, die nach dem Waiſen=
haus
als Waiſenpumpe bezeichnet wurde. Der Name
Schultheißenbaugaſſe kommt ſchon im 17. Jahrhundert
vor. Er iſt älter als die Bezeichnung An der Waiſen=
pumb

7. An dem Stockhaus (Des Seifenſieder Hoch=
ſtädter
ſeine Frau an dem Stockhaus). Mit dieſem
Namen bezeichnete man die Gaſſe, die von der Lang=
gaſſe
bis zum Runden Turm an der Stadtmauer zog.
Weiß nennt ſie bereits (wie wir heute) Rundeturm=
gaſſe
; der Volksmund nannte ſie an dem Stockhaus,
weil in ihr zwiſchen dem Spinnhaus und dem
Runden Turm das Stockhaus (Gefängnis) lag.
8. An der alten Aich (Herr Cammerdiener
Fuchs an der Euch, Frau Oberförſter Pfifferlingin
bei Frau Secretair Müllerin an der Euch). Mit die=
ſem
Ausdruck iſt der Teil der heutigen Großen Bach=
gaſſe
gemeint, der zwiſchen der (vor einigen Jahr=
zehnten
abgeriſſenen) Inſel dem Ausgang der Dön=
gesborngaſſe
und dem alten Bad lag. Das Kranken=
regiſter
redet auch von Häuſern der Döngesborn=
gaſſe
, welche Straßenbezeichnung in ihm nicht vor=
kommt
, als an der Aich liegend, während Weiß zwi=
ſchen
beiden Bezeichnungen genau unterſcheidet und
den Döngesborn auf den ein Durchgang von der
Teichmeiſterei aus führte, ausdrücklich erwähnt.
Der Name an der Aich kommt von der dortſelbſt
früher vorhanden geweſenen Aichſtätte‟.
Dieſe Straße wurde nach dem Stadtinnern zu fort=
geſetzt
durch die Große Bachgaſſe, die zwiſchen
dem Ausgang der Großen Kaplaneigaſſe und dem Häu=
ſerblock
der Inſel nach der Hechelgaſſe (Holzſtraße)
zu lief. Die enge Gaſſe, die auf der anderen Seite der
Inſel herlief (heute Große Bachgaſſe 11, 13, 17), heißt
auf dem Plan von Weiß Die Neue Gaſſe‟.
(Schluß folgt.)

Großherzogliches Hoftheater.
Donnerstag, 8. September.
Tiefland.
Wl. Man konnte wohl Bedenken haben, ob es im
Intereſſe des Herrn Becker liege, gleich zu Beginn in
einer Partie, nämlich der des Pedro, aufzutreten, in der
man hier nur hervorragende Vertreten kennen gelernt
hat und die anerkanntermaßen die beſte ſeines Vorgän=
gers
war. Nachdem Herr Becker die ſchwierige Probe mit
ſo erfreulichem Erfolge beſtanden hat, können wir der
ſicheren Ueberzeugung Ausdruck geben, daß die Helden=
tenorfrage
an unſerer Bühne nunmehr zur Zufriedenheit
gelöſt worden iſt. Denn die Sicherheit und Zuverläſſig=
keit
, von der auch die heutige Leiſtung des Herrn Becker
Zeugnis ablegte, ſcheinen Ueberraſchungen und Enttäu=
ſchungen
für die Zukunft auszuſchließen; vielmehr ſind es,
wie wir ſchon anläßlich des erſten Debüts des Herrn Becker
hervorgehoben haben, gerade die Gleichmäßigkeit und
künſtleriſche Ausgeglichenheit ſeines Vortrags, die an ihm
als Sänger ſchätzenswert erſcheinen und die Bewertung
ſeiner geſanglichen Leiſtungen ſteigern. So dürfen wir
hoffen, von Herrn Becker auch fernerhin nur gute Leiſtungen
regiſtrieren zu können.
Auch im übrigen war die Aufführung, von einer klei=
nen
Entgleiſung in dem letzten Duett und einer teilweiſen
Ermattung am Schluß abgeſehen, lobenswert und erfreu=
lich
. Frl. Geyersbach, deren Stimme die Ruhe gut
getan, ſang die anſpruchsvolle und anſtrengende Partie
der Marta mit tonlicher Verve und dramatiſcher Leiden=
ſchaft
. Voll auf der Höhe ſeiner geſanglichen und darſtel=
leriſchen
Aufgabe ſtand wieder Herr Weber als Seba=
ſtiano
. Charakteriſtiſch ſcharf ausgeprägt und geſanglich
hervorragend war der Tommaſo des Herrn Stephani.
Frl. Zeiller als Nuri, Herr de Leeuwe als Nando
und Herr Hönel als Moruccio ergänzten das Enſemble
nach jeder Richtung hin in beſter Weiſe.
Das Terzett der ſpottluſtigen Mädchen, das äußerlich
recht ungleich, ſtimmlich aber harmoniſcher war als früher,
war durch die neuengagierten Damen Frl. Nicklaß=
Kempner, Frl. Kaiſer und Frau Ritter ent=
ſprechend
vertreten.

[ ][  ][ ]

Seite 4.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Nummer 212.

verſchwunden nachdem er einem hieſigen Mak=
ler
90000 Mark abgeſchwindelt hatte. Am 5. Septem=
ber
hätte Margulin, deſſen Geſchäfte ſchon ſeit langer
Zeit nicht als einwandfrei galten, in einem Zivilver=
fahren
vor dem Gericht erſcheinen ſollen, hatte aber da=
mals
Berlin bereits verlaſſen. Zugleich mit ihm iſt
auch ſeine langjährige Geliebte, die frühere Kabarett=
ſängerin
Erna Fröhlich, verſchwunden.
Frankfurt, 9. Sept. Am 13. März fanden 23 ſo=
zialdemokratiſche
Verſammlungen zur
Wahlrechtsfrage in Frankfurt ſtatt. Als ſie be=
endet
waren, zogen die Maſſen, ohne daß dazu eine
öffentliche Aufforderung ergangen war, nach dem
Stadtwald zu. Am Aepfelweinhügel hatten dann Dr.
Quarck und der Parteiſekretär Wilh. Wittich an die
Maſſen kurze Anſprachen gehalten und zum ruhigen
Nachhauſegehen aufgefordert. Hierin wurde eine öffent=
liche
Verſammlung unter freiem Himmel erblickt. Dr.
Quarck hatte einen Strafbefehl über 6 Wochen
Haft und Wittich einen ſolchen über 4 Wochen Haft er=
halten
. Hiergegen erhoben beide Einſpruch. Das
Schöffengericht ſprach beide Angeklagte frei, weil die
Verſammlung nicht geplant geweſen ſei. Gegen das
freiſprechende Erkenntnis legte die Staatsanwaltſchaft
Berufung ein. Heute fand vor der Strafkammer
Verhandlung in dieſer Sache ſtatt. Die Angeklagten
Wittich und Dr. Quarck wurden wegen Vergehens gegen
§ 19 Ziffer 1 des Reichsvereinsgeſetzes vom 19. April
1908 zu je 50 Mark Geldſtrafe verurteilt. Das Gericht
ſtellte ſich auf den Standpunkt, daß eine Verſammlung
beſtanden habe, als die beiden Angeklagten die Leitung
übernahmen und ſich auf den Holzſtoß ſtellten. Bei der
Strafabmeſſung wurde berückſichtigt, daß es damals
eine Zeit politiſcher Erregung war; beide Angeklagte
ſind in dieſer Hinſicht bisher nicht beſtraft; beide glaub=
ten
, mit der Möglichkeit zu rechnen, daß der Polizei=
präſident
die Verſammlung genehmigen würde, ſchließ=
lich
wurde in der Rede zum Auseinandergehen aufge=
fordert
.
Frankfurt, 9. Sept. Der 17jährige Ausläufer Wolf
Werner, der geſtern nachm. auf dem Opernplatz von
einem ſchweren Flaſchenbierfuhrwerk überfahren wurde,
iſt geſtern abend 9 Uhr im Heiliggeiſthoſpital den er=
littenen
Verletzungen erlegen.
Königſtein, 9. Sept. Auf der Landſtraße unterhalb
Königſtein ereignete ſich geſtern nachmittag halb 6 Uhr
ein ſchwerer Unfall, der leider ein Menſchenleben
koſtete. Der 52jährige Blinde Franz Münzel aus Mainz
pilgerte, geführt von ſeinem taubſtummen Bruder Eduard,
von Kronberg nach Königſtein. Beim Kilometerſtein 1,2
kam den beiden in mäßigem Tempo ein Frankfurter leeres
Automobil, ein ſchwerer 50pferdiger Mercedeswagen,
geführt von einem Chauffeur, entgegen. Beim Anblick
des Automobils ließ der Täubſtumme ſeinen Bruder los
und trat mehr zur Seite der Landſtraße, während der jetzt
führerloſe Blinde in das Automobil hineinlief. Der
Chauffeur wollte im letzten Moment einen Zuſammenſtor
vermeiden und brachte ſeinen Wagen auf ver Stelle zum
Halten. Durch den gewaltigen Druck rutſchte jedoch der
ſchwere Wagen auf dem glatten Kleinpflaſter um ſich ſelbſt
herum und traf dabei mit ſeinem hinteren Teil den Blinden
an der Stirn und ſchleuderte ihn zur Erde. Der Wagen
fuhr dann rückwärts zwiſchen zwei Bäumen hindurch über
den Chauſſeegraben und blieb hier ſtecken. Der Chauffeur
ſelbſt wurde bei dem Unfall herabgeſchleudert und
landete unverletzt im Graben. Es war bald Hilfe zur
Stelle. Der Blinde hatte eine ſtarke Schädelverletzung er=
litten
, die wohl den ſofortigen Tod zur Folge hatte.
Die Leiche wurde ſofort eingeſargt und nach dem Friedhof
Königſtein verbracht. Das Automobil hat auch einige Be=
ſchädigungen
aufzuweiſen. Der Wagenführer wird ſowohl
von ſeiner Herrſchaft als auch in Fachkreiſen als ein über=
aus
zuverläſſiger und ſicherer Fahrer geſchildert. Man
glaubt, daß ihn nicht die geringſte Schuld treffe, da er
Hupenſignale gegeben hatte und nur mit etwa 40 Kilo=
meter
Geſchwindigkeit fuhr.
Heidelberg, 9. Sept. Bei Kloſter Lobenfeld wurde
geſtern nachmittag der Schäfer Specht bei ſeiner
Herde mit ſchwerer Kopfverletzung bewußtlos auf=
gefunden
. Er verſtarb nach drei Stunden, ohne das
Bewußtſein wieder erlangt zu haben. Das zuſtändige
Heidelberger Gericht hat ſich heute früh an den Tatort
begeben. Der Vorfall iſt jedoch noch nicht aufgeklärt.
Man vermutet einen Racheakt.
Kaiſerslantern (Pfalz), 9. Sept. Wie die Pfälz.
Preſſe meldet, iſt der Biſchof von Speyer, Dr. von
Buſchheute früh 7 Uhr im Alter von 63 Jahren
geſtorben.
Eſſen, 8. Sept. Ein eigenartiger politiſcher Be=
leidigungsprozeß
erregt hier ziemliches Auf=
ſehen
. Ein Eſſener Geſchäftsmann hatte in dem in
Bochum erſcheinenden polniſchen Blatt ein Inſerat ver=

öffentlicht, in dem Hoſen zum Verkauf angeboten wur=
den
. Ein Kliſchee zeigte einen Mann, der einem mit
einem H. K. T. bezeichnéten Manne ein Beinkleid
zum Kauf vorzeigt. Darunter ſtehen die Worte: Du
verdammter Hakatiſt, du kannſt die Buxe nicht kaput
reißen! Die Bochumer Ortsgruppe des Oſtmarken=
vereins
erblickt in dieſer Anzeige eine Beleidigung
und ſtellte gegen das polniſche Blatt Strafantrag. Die
Staatsanwaltſchaft hat dieſem Antrag jetzt Folge ge=
geben
.
Altona, 9. Sept. Vor ungefähr 14 Tagen wurden
auf der Brüſſeler Weltausſtellung Uhren
im Werte von 36000 Mark geſtohlen. Geſtern nun
wurde hier ein 22jähriger Kellner ermittelt und ver=
haftet
, der drei Tage lang ſehr wertvolle Uhren in
ſeinem Beſitz gehabt hatte und ſie verkaufte. Außer=
dem
wurde ein in Hamburg lebender Komplize ermit=
telt
und feſtgenommen. Die beiden Diebe gaben den
Diebſtahl zu, verweigerten aber jede Auskunft dar=
über
, wo ſie die übrigen Uhren gelaſſen haben. Die
beiden Verhafteten ſind aushilfsweiſe als Kellner be=
ſchäftigt
geweſen.
Kiel, 8. Sept. In der Angelegenheit des ausge=
wieſenen
Bankvorſtehers Moeller aus
Scherrebeck verwarf das Oberlandesgericht die Be=
rufung
der Staatsanwaltſchaft gegen das freiſprechende
Urteil wegen der Rückkehr Moellers nach Nord= Schles=
wig
, erklärte die Ausweiſung für ungerechtfertigt und
legte die Koſten des Verfahrens der Staatskaſſe auf.
Dem Angeklagten wurde die Erſtattung der gehabten
baren Auslagen zuerkannt.
Wilhelmshaven, 9. Sept. Der Photograph Linz wurde
hier wegen Landesverrats geſtern verhaftet. Er
war auf der kaiſerlichen Werft mit der Erledigung photo=
graphiſcher
Arbeiten betraut. Angeblich ſoll der Verhaf=
tete
vor längerer Zeit geheime Karten von den Feſtungs=
werken
an eine fremde Macht veräußert haben.
Brüſſel, 8. Sept. In dem Arbeiterviertel
Brüſſels wurde eine auffallend große Zahl Typhus=
kranker
feſtgeſtellt; auch befinden ſich in den Spitälern
bereits 100 Kranke; zwei Perſonen ſind geſtorben. Die
Krankheit wird auf übermäßigen Genuß roher Muſcheln
zurückgeführt.
Seſto, 9. Sept. Bei der geſtrigen Radwettfahrt
Seſto-Fiorentino fuhr das Automobil der Jury
gegen einen Prellſtein und ſtürzte um. Der
Chauffeur iſt tot; drei Mitglieder der Jury und zwei
Journaliſten wurden ſchwer verwundet.
Liſſabon, 9. Sept. In dem Regierungs=Arſenal zu
St. Eſtevao hat eine furchtbare Exploſion ſtatt=
gefunden
. In dem Arſenal lagerten 20 Tonnen Schieß=
pulver
, 80000 Patronen und 2000 Artillerie=Geſchoſſe.
Es entſtand eine große Panik. Getötet wurde nie=
mand
. Dagegen wurden 12 Perſonen, darunter 8 Sol=
daten
, verletzt. Der Schaden iſt enorm, die Urſache der
Exploſion unbekannt. Man vermutet einen politiſchen
Racheakt.
Leamington, 8. Sept. Prinz Heinrich von
Preußen verbrachte die vergangene Nacht hier und
ſetzte morgens die Reiſe in vördlicher Richtung mit
ſeinem Automobil fort.
New=York, 9. Sept. Auf dem Schlachtſchiff
North=Dakota explodierte geſtern nachmittag
in der Gegend von Ozean City ein Brennöl=Tank. Eine
nichtamtliche, beim Marine=Departement eingegangene
Depeſche meldet, daß bei dem Brand drei Mann den Tod
gefunden und 11 Mann Verletzungen davongetragen ha=
ben
. Das Brandunglück auf North Dakota wurde nach
ſpäteren Meldungen durch die Exploſion eines Faſſes Oel
im Heizraume herbeigeführt. Das Feuer wurde durch Un=
terwaſſerſetzen
des betreffenden Raumes gelöſcht.
New=York, 9. Sept. Zu der Exploſion auf dem
Kriegsſchiff North Dakota wird noch gemel=
det
, daß die letzten Nachrichten über das Unglück ſich mit
den erſten widerſprechen. Der Tod mehrerer Mann der
Beſatzung erfolgte durch Gasausſtrömungen, ſodaß die
Leute erſtickt ſind. Nach den letzten Meldungen ſollen
7 Perſonen umgekommen und etwa 100 verletzt ſein. Von
Seiten der Marinebehörde wird die Zahl der Toten auf 3
angegeben, die der Verwundeten auf 11. Auch ſoll der Un=
fall
nicht auf dem Kriegsſchiff North Dakota ſondern auf
dem Schiff North Daleſta ſich ereignet haben.

Verfammlungen und Kongreſſe.
Darmſtadt, 9. Sept. Der Gaſtwirte=
verein
Stadt= und Landkreis Darmſtadt
hielt am Mittwoch, den 7. September, nachmittags, ſeine
ordentliche Generalverſammlung für das
Jahr 1910 im Reſtaurant Schillereck unter dem Vor=
ſitze
des Herrn Heppenheimer ab. Nachdem Schrift=
führer
Krausmüller das Protokoll der vorjährigen

ordentlichen Generalverſammlung verleſen hatte, be=
richtete
der Rechner über das Jahresergebnis. Die
Hauptkaſſe hatte eine Einnahme von 1742,77 Mark, und
eine Ausgabe von 1721,21 Mark. Der Vermögensſtand
beträgt 5264,13 Mark. Die Landkreiskaſſe hat einen
Vermögensſtand von 17,22 Mark, die Plakatkommiſſion
einen ſolchen von 194,20 Mark. Der Vorſitzende er=
ſtattete
den Bericht über die Tätigkeit des Vereins im
verfloſſenen Jahre und gedachte der Verſtorbenen, zu
deren Ehren ſich die Anweſenden von den Sitzen er=
hoben
. In ſeinem Berichte erwähnte der Vorſitzende
insbeſondere die gewaltige Arbeit, welche dem Ver=
einsvorſtand
durch die Reichsfinanzreform erwachſen
iſt, die dem Gaſtwirtegewerbe auferlegten hohen Steuern
und insbeſondere den Boykott der ſozialdemokratiſchen
Partei und der Gewerkſchaften infolge der Erhöhung
des Bierpreiſes. Der Vorſitzende gab weiter bekannt,
daß entſprechend dem Beſchluß einer früheren Mit=
gliederverſammlung
, Unterſuchungen von hieſigen und
auswärtigen Bieren durch das chemiſche Unterſuchungs=
amt
vorgenommen worden ſind, und daß das Ergebniz
vorerſt zur Kenntnis Großh. Miniſteriums gebracht
werden ſoll, um event. eine Verordnung herbeizu=
führen
, entweder über die Herſtellung des Bieres mit
gleichem Gehalt an Stammwürze oder unter öffent=
licher
Bekanntgabe des Stammwürzegehalts der ein=
zelnen
Biere. Damit dürften dann die Schleuderpreiſe
ihr Ende erreichen und auch das geſamte Publikum
einer reellen Bedienung verſichert ſein.
Bei der Wahl des Ausſchuſſes wurden die bisheri=
gen
Mitglieder nahezu einſtimmig wiedergewählt.
Bei dem Punkt Sonſtiges wurde die Frage der das
Gewerbe ſchwer ſchädigenden Fleiſchnot und
Fleiſchteuerung angeſchnitten. Dem Vorgehen
der Stadtverwaltung, insbeſondere des Referenten,
Herrn Beigeordneten Mueller, konnte in manchen
Nunkten nicht beigetreten werden. Insbeſondere
wurde erwähnt, jedem einzelnen Stadtverord=
neten
ſei es bekannt, daß anſtelle des ausfallenden
Oktrois eine ganz weſentliche Erhöhung der Schlacht=
gebühren
erfolgte, die den hieſigen Metzgern den Kampf
mit den auswärtigen Metzgern ſehr erſchwere. Von
anderer Seite wurde erwähnt, daß man auch den
Großabnehmern von Fleiſch und Wurſt einen ent=
ſprechenden
Rabatt als Wiederverkäufer gewähren
müſſe, wie dies auch in anderen Städten der Fall ſei.
In der Hauptſache wurde jedoch betont, daß die ein=
zelnen
Gewerbe zuſammenſtehen müſſen und daß ins=
beſondere
das Wirtegewerbe den Grundſatz: Kauft
am Platze hochhalten müſſe. Die Urſachen der jetzi=
gen
Fleiſchteuerung lägen auf anderen Gebieten als
wie bei den hieſigen Metzgern. Man hätte richtiger
getan, wenn man eine öffentliche Verſammlung ein=
berufen
hätte mit dem Punkt der Tagesordnung:
Fleiſchnot und Fleiſchteuerung; es wären ſicherlich
aus der Mitte dieſer Verſammlung Gedanken laut ge=
worden
, deren Verfolgung eher zum Ziele geführt
hätte als die Verhandlung in der Stadtverordneten=
verſammlung
. Dem Vorſtand wurde nahegelegt, dem=
nächſt
eine Verſammlung mit dem einzigen Punkt:
Fleiſchnot und Fleiſchteuerung in Gemeinſchaft mit
hieſigen anderen Gewerben, insbeſondere den Metz=
gern
, einzuberufen und die ſchwere Schädigung des
Gewerbes durch die Fleiſchteuerung möglichſt bald
aus der Welt ſchaffen zu laſſen. Die Verſammlung
wurde kurz nach 8 Uhr geſchloſſen.

*X* Verband der Erwerbs= und Wirt=
ſchaftsgenoſſenſchaften
. Nach dem offiziellen
Schluß des Genoſſenſchaftskages fand am Abend im neuen
Konzertſaal des Kurhauſes noch ein großes Feſteſſen
ſtatt, an dem über 800 Perſonen teilnahmen. Die erſte Rede
hielt Juſtizrat Dr. Alberti=Wiesbaden, die in einem
dreifachen Hoch auf Kaiſer und Großherzog ausklang, dann
brachte Profeſſor Crüger einen Toaſt auf den allgemei=
nen
Verband aus. Als dritter Redner nahm Exzellenz
Finanzminiſter Braun=Darmſtadt das Wort, der in
ſeiner mit Humor gewürzten Rede auf die hohe Bedeutung
des Genoſſenſchaftsweſens in Deutſchland hinwies, das
auch in Heſſen eine außerordentlich große Bedentung er=
langt
habe. Der Miniſter, deſſen Rede vielfach von Bei=
fall
unterbrochen wurde, ſchloß mit einem dreifachen Hoch
auf das Wachſen, Blühen und Gedeihen der deutſchen Ge=
noſſenſchaften
. Den endgültigen Abſchluß der Feſtveran=
ſtaltung
bildete heute nachmittag eine Fahrt nach König=
ſtein
, wohin ein langer Extrazug die Feſtteilnehmer über
Homburg führte.

* Vom 2. bis 5. September hielt der Bund vater=
ländiſcher
Arbeitervereine in Braun=
ſchweig
ſeine dritte Hauptverſammlung ab. Der
1907 von 36 Arbeitervereinen mit 6000 Mitgliedern be=

Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.

Richard Strauß und die Bühnen.
Die Verhandlungen, in die Richard Strauß mit
verſchiedenen größeren deutſchen Bühnen bezüglich der
Erſtaufführung ſeiner neuen Oper Der Roſen=
kavalier
eingetreten iſt, haben jetzt, ſoweit die
Dresdener Hofbühne in Betracht kommt, zu einem völ=
ligen
Bruch geführt, indem die Generaldirektion auf
die Erſtaufführung des Werkes verzich=
tet
hat. Richard Strauß wollte ſeine neue Oper den
Hofbühnen und Stadttheatern nur unter der Beding=
ing
zur Aufführung überlaſſen, daß ſie ſich (natürlich
außer der Zahlung der ſehr hohen Gebühren) verpflich=
teten
, die Pläne eines Wiener Theatermalers anzu=
kaufen
und in den nächſten zehn Jahren jährlich min=
deſtens
viermal die Salome und die Elektra auf=
zuführen
. Es hieß, hierüber ſei es zu einem Konflikt
gekommen, und die Intendanten der betreffenden Büh=
nen
hätten ſich zuſammengetan, um gemeinſam gegen
dieſe Zumutung vorzugehen. Richard Strauß habe
dann auf die letzte Forderung verzichtet. Der Kompo=
niſt
teilte darauf aber in einem Briefe an das Berli=
ner
Tageblatt mit, daß er keineswegs den Kompromiß=
vorſchlägen
der Intendanten der Dresdener und der
Münchener Hofbühne zugeſtimmt habe, vielmehr das
Gefühl habe, daß ſeine größtenteils aus rein künſtleri=
ſchen
Erwägungen (!) geſtellten Forderungen gerecht
und billig und von den Königlichen Generalintendan=
zen
leicht erfüllbar ſeien. Ein Telegramm meldet nun=
mehr
:

Dresden, 8. Sept. Graf Seebach, der In
tendant der Dresdener Hoftheater, hat an Richart
Strauß einen Brief gerichtet, der großes Auf
ſehen erregt, da in ihm dem Komponiſten bezüglich der
Uraufführung des Roſenkavaliers der Stuhl vor die
Türe geſetzt wird. Den Anlaß bietet der geſtern in
Berliner Tageblatt veröffentlichte Brief von Richa=
Strauß. Graf Seebach antwortet dem Komponiſte=
dieſer
Brief widerſpreche den zwiſchen ihm und Rick
Strauß gepflogenen mündlichen Verhandlungen. Wei

ter ſchreibt Graf Seebach: Da ich mich Ihnen gegen=
über
aber nicht auf den Rechtsſtandpunkt ſtellen will,
bleibt mir nichts anderes übrig, als Ihnen nun=
mehr
die weitere Beſtimmung über die
Uraufführung des Roſenkavaliers zu
überlaſſen und Ihnen mein Bedauern auszuſpre=
chen
, daß die Angelegenheit trotz meines lebhafteſten
Beſtrebens, auf Ihre gewiß außergewöhnlichen For=
derungen
nach Möglichkeit einzugehen, eine Wendung
genommen hat, die für die Bühne, die Feuersnot
Salome und Elektra zur Uraufführung gebracht
hat, ganz unerwartet kommen mußte. In Ihrem Brief
bezeichnen Sie unſere Abmachungen als nicht bindend,
wodurch meine in gutem Glauben der Preſſe gemachte
Mitteilung, daß die Uraufführung des Roſenkavalier
beſtimmt in Dresden ſtattfinden würde, als unrichtig
hingeſtellt wird. Unter dieſen Umſtänden ſehe ich mich
genötigt, der Preſſe den vorſtehenden Brief zur Ver=
öffentlichung
zugehen zu laſſen.
Wir haben die exorbitanten Bedingungen, die an
die Aufführung des Roſenkavalier geknüpft werden,
bereits mitgeteilt. Wie man behaupten kann, daß ſie
größtenteils aus rein künſtleriſchen Erwägungen ge=
ſtellt
ſeien, wird ſchwerlich jemand verſtehen. Die
Bühnen ſollten gegen dergleichen unerhörte, aus ge=
ſchäftlichem
Intereſſe geſtellte Anforderungen energiſch
und geſchloſſen Stellung nehmen.
* Aus Gießen wird gemeldet: Der Privat=
dozent
der Theologie, Lizentiat Glaue, der vor Jah=
resfriſt
Teile der gotiſch=lateiniſchen Bibelüberſetzung
aus dem 5. Jahrhundert auffand, hat jetzt Reſte einer
in Aegypten angefertigten griechiſchen Ueberſetzung
des ſamaritaniſchen Bibelwerks entdeckt
und damit bewieſen, daß die ſamaritaniſchen Gemein=
den
in Aegypten eine griechiſche Ueberſetzung der fünf
Bücher Moſis beſaßen. Die aufgefundenen Bruch=
ſtücke
, die von demſelben Fundort ſtammen, wie die
oben erwähnte gotiſch=lateiniſche Ueberſetzung, ſind
von großem Wert für die Rekonſtruierung des älteſten
altteſtamentlichen Bibeltextes.

Kleines Feuilleton.
* Die ſchönſten Mädchen von Inter=
laken
. Von der Findigkeit der Poſt und davon,
daß nicht alles nach Schema F geht, wiſſen zwei junge
Berlinerinnen zu erzählen, die ſoeben von ihrer Fe=
rienreiſe
aus Interlaken zurückgekehrt ſind. Die bei=
den
jungen Damen ſind von außerordentlicher Schön=
heit
, groß und üppig gewachſen, die eine beſitzt eine
Fülle blonden, die andere eine Flut dunklen Haares.
Die beiden reizenden Mädchen fielen ſelbſt in dem
internationalen Interlaken auf, wo die Amerikane=
rinnen
durch ihren Luxus und ihre Eleganz eigent=
ich
die Hauptrolle ſpielen. Auch auf dem Feſt, das
zu Ehren der Einweihung des neuen Kurhauſes ſtatt=
fand
, erregten ſie allgemeine Bewunderung, tanzten
fleißig, ohne ſich aber mit den anderen Anweſenden
in ein Geſpräch einzulaſſen. Wer beſchreibt das Er=
ſtaunen
der beiden jungen Damen, als ſie am nächſten
Tag einen Brief bekamen, der folgende Ueberſchrift
trug: An die beiden ſchönſten Damen von Inter=
laken
Ihre Adreſſe war nämlich ſonſt nicht bekannt,
da ſie in dem Kurort ganz für ſich lebten. Der Brief
war zur Beſtellung aufgegeben worden, und der
Briefträger erkundigte ſich gar nicht, wer überhaupt
gemeint ſein könnte, ſondern handelte nach ſeinem Ge=
ſchmack
, der ſich mit den Wünſchen des Aufgebers
deckte. So gelangte das Schreiben in die Hände der=
jenigen
beiden Damen, für die es beſtimmt geweſen.
* Fräulein Frau. Die engliſchen Frauen=
rechtlerinnen
haben, wie die Frangaiſe meldet, wieder
einmal gegen etwas Proteſt erhoben, einen Proteſt,
der zwar ſchon recht alt iſt, aber ewig neu bleibt: ſie
behaupten, daß es ein ganz abſurder Brauch ſei, die
verheirateten Frauen von den unverheirateten durch
die Anreden Frau und Fräulein zu ſondern. Frau
Klara Galichton, eine der energiſchſten und kampf=
luſtigſten
unter den Vorkämpferinnen der Frauen=
rechte
, hat ſich gegen dieſe von den herrſchſüchtigen
Männern eingeführte Unſitte mit großer Schärfe
ausgeſprochen: Die Männer, ſagt ſie, wollen durch

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 16. September 1910.

Seite 5.

gründete Bund zählt heute bereits 125 Vereine mit
rund 25000 Mitgliedern. Es wurde beſchloſſen, die von
den Magdeburger nationalen Vereinen für Mitte
Oktober einberufene Verſtändigungskonferenz mög=
lichſt
zahlreich zu beſchicken. Die Stellung des Bundes
zur Sozialdemokratie und zu den anderen nationalen
Arbeiterorganiſationen, ferner zum Schutz der Ar=
beitswilligen
, zur Frauen= und Jugendorganiſation
wurde eingehend erörtert. Der vom General v. Loe=
bell
geleitete Förderungsausſchuß zu Berlin hat kürz=
lich
einen Aufruf erlaſſen zur Förderung der natio=
nalen
, den ſozialen Frieden erſtrebenden Arbeiterſchaft.
Wenn dieſer Aufruf den erwünſchten Erfolg hat, wo=
zu
aber die moraliſche und materielle Unterſtützung
aller patriotiſchen Deutſchen erforderlich iſt, ſo wird
dem Steigen der ſozialdemokratiſchen Gefahr, das durch
die Reichstagsnachwahlen ſo klar zutage getreten iſt,
durch die Ausdehnung der nationalen Arbeiterbeweg=
ung
bald ein wirkſamer Damm entgegengeſetzt werden.
Da die Sozialdemokratie über eine Jahreseinnahme
von annähernd 60 Millionen Mark verfügt, ſo ſind
zur wirkſamen Ausdehnung der nationalen Arbeiter=
bewegung
große Geldmittel erforderlich.

Von den Kaiſermanövern.
* Preußiſch=Holland, 8. Sept. Die blaue
Kavallerie=Diviſion E ging heute vormittag
10 Uhr über den Elbingfluß, meiſt auf Pontons, die Pferde
ſchwimmend, und ſtellte ſich am rechten Flügel von Rot
feſt; ſie ſchwenkte dann nach Süden herum gegen die Eiſen=
bahnlinie
Elbing-Königsberg. Das rote Detachement
bei Elbing hat ſich nach Oſten zurückgezogen, der blaue
linke Flügel der 36. Diviſion hatte, von Dirſchau kom=
mend
, die bei Marienburg zerſtörte Brücke über die Nogat
wieder herſtellen müſſen und hat gegen abend Elbing er=
reicht
. Weiter ſüdlich erreichten die blaue 36. und 41. Di=
viſion
vormittags 10 Uhr den Abſchnitt am weſtlichen
Sorge. Um 12 Uhr ging die 35. Diviſion bei Baumgart
auf Kähnen und Flößen und anderen unvorbereiteten
Uebergangsmitteln über den Fluß; gleichzeitig die 41. Di=
viſion
bei Chriſtburg in ähnlicher Weiſe. Hier ſchwam=
men
die erſten Infanteriſten unbekleidet über den Fluß,
um Transportmittel vom jenſeitigen Ufer heranzuholen.
Die rote 73. und 74. Brigade warteten hier überall den
Angriff von Blau nicht erſt ab, ſondern zogen ſich öſtlich
auf Hirſchfeld, Schönfeld und Grünhafen hinter den Ober=
länder
Kanal zurück, wo ſie wieder in Frontſtellung gin=
gen
. Die rote zweite Diviſion, von Gutſtadt kommend,
ſchloß ſich rechts mit nach Norden zurückgebogenem rechten
Flügel an. Beide Ballons ſind über die feindlichen Stel=
lungen
gekommen. Auf den blauen Ballon wurde mehr=
fach
mit einer Ballonkanone geſchoſſen auf 3400 Meter,
was durch Leuchtraketen markiert wurde. Prinz Auguſt
Wilhelm war für das Manöver zum Stabe des Grena=
dier
=Regiments König Friedrich Wilhelm I. (zweites Oſt=
preußiſches
Nr. 3) kommandiert. Der Kaiſer verweilte
vormittags längere Zeit bei dem Storchenneſt nördlich von
Pachollen und machte dann einen Beſuch beim Grafen
Dohna auf Kanthen. Er begrüßte in der Nähe von Preu=
ßiſch
=Holland den Grafen Häſeler und beſuchte das rote
Hauptquartier in Quittainen. Der Kaiſer nahm Woh=
nung
im Fürſtlich Dohnaſchen Schloſſe in Schlobitten.
* Preußiſch=Holland, 9. Sept. Bei dem roten
erſten Korps baute die erſte Infanteriediviſion im Laufe
des geſtrigen Tages ihre Stellung aus, die von Süden
nach Norden ſich von Grünhagen nach Rogehnen zog und
mit dem nach Norden zurückgebogenen rechten Flügel öſt=
lich
von Preußiſch=Holland fortſetzte. Nach Weſten waren
noch bei Maecken und Talpitten ſtarke Feldbefeſtigungen
vorgeſchoben. Die Stellung iſt ſehr feſt. Ueberall ſind
tiefe Laufgräben angelegt, Geſchütze eingegraben und das
Gelände überall wieder eingeebnet worden. Noch weiter
weſtlich zwiſchen Kroſſen und Schönfeld ſind umfangreiche
Scheinanlagen errichtet, die, obwohl ſie leer ſind, von
weitem den Eindruck beſetzter Verſchanzungen machen.
Die rote zweite Diviſion erreichte, von Oſten kommend,
geſtern Thierbach, Reichertswalde und Silberbach. Gene=
ral
v. Kluck beſchloß, mit der erſten Diviſion die aus=
gebaute
Stellung zu halten und die 73, Brigade, die
zweite Diviſion und die Maſſe der Kavallerie hinter dem
rechten Flügel bereitzuſtellen. Das 17. Korps (blau)
hatte hauptſächlich auf Grund von Meldungen ſeines lenk=
baren
Luftſchiffes den Eindruck gewonnen, die Haupt=

dieſe Herabſetzung (!) der unverheirateten Frauen
auch äußerlich ihre Herrſchermacht kundtun. Die
Frauen ſollen und müſſen in jeder Hinſicht genau ſo
behandelt werden, wie die Vertreter des ſtärkeren Ge=
ſchlechts
, für die es bei der Anrede keinerlei Unter=
ſchiede
gibt: man unterſcheidet doch nicht Herr und
Herrlein oder Mann und Männlein Weshalb
ſollen alſo die Frauen, wie verſchiedenartige Waren,
verſchiedenartige Etiketten tragen? Uns wundert
dabei nur, daß die Frauenrechtlerinnen nicht den um=
gekehrten
Vorſchlag gemacht haben, nämlich die Be=
zeichnungen
Herrlein und Männlein einzuführen.
Wie viel Verachtung ließe ſich in dieſen Verkleiner=
ungsformen
ausdrücken!
* Liebes Kind * Daß es manchmal ſeine
Gefahr hat, den Frauen zart entgegenzukommen, er=
hellt
aus einem bezeichnenden Geſchichtchen, das aus
dem Oſten Preußens berichtet wird: Ein jovialer
älterer Herr aus Süddeutſchland, der im Verkehr die
Liebenswürdigkeit ſelbſt iſt, und ſich daheim als arti=
ger
Mann beſonderer Beliebtheit bei den Damen er=
freut
, hat nach einem Fern=Telephongeſpräch wegen
des Berechnungsmodus von ſeinem Hotel aus eine
kleine Auseinanderſetzung mit der Telephoniſtin, die
den Apparat auf dem Amt bedient. In der Diskuſſion
entſchlüpft ihm ein Aber, liebes Kind . . .", worauf
die ſpitze Antwort erfolgt: Ich verbinde mit der Auf=
ſicht
und worauf dieſe Inſtanz nun ſofort zur Feſt=
ſtellung
des Namens des Sprechers (der notabene ſelbſt
Vater erwachſener Töchter iſt) behufs Einleitung einer
Klage wegen Beamtenbeleidigung ſchreitet! Die In=
ſtanz
will offenbar gerichtlich klarſtellen, daß die emp=
findliche
Telephondäme nicht lieb und dem Kindes=
alter
ſchon ſehr entwachſen iſt.
* Das abſchreckende Beiſpiel. Im Tage=
buch
ſeines Heimgarten erzählt Peter Roſegger:
Von einem Dorfſchulmeiſter erzählte man mir, der
kein Kunſtfreund war. Im ganzen Schulhauſe kein
Bildwerk, mit Ausnahme einer großen alten Photo=
graphie
, die er bei einem Trödler erſtanden. Sie
ſtellte die Engelsköpfe der Sixtiniſchen Madonna dar,
jene aufwärtsſchauenden Englein, die mit den Armen
ihre Bausbacken ſtützen. Dieſes Bild hat der Lehrer
im Schulzimmer aufgehängt, damit wie er ſich ent=
ſchuldigend
ſagte die Kinder ſehen ſollten, wie gar=
ſtig
ein ſolches Sichauflümmeln mit den Armen ſei.
Und da ſage man noch einmal, daß die Kunſt ſich nicht
pädagogiſch verwerten laſſe!

ſtellung der roten Kräfte befände ſich hinter dem Ober=
länder
Kanal, wo ſich die Scheinanlagen befanden. Die
41. und 35. blaue Diviſion ſollten dieſe Stellung in Front
angreifen. Die 36. Diviſion ſollte von Elbing auf
Preußiſch=Holland vorgehen und die Kavalleriediviſion E
mit Tagesanbruch gegen den rechten Flügel von Rot. Dem=
entſprechend
erſchien die 35. Diviſion um 9 Uhr 30 Min.
morgens bei Hirſchfeld und die 41. Diviſion gleichzeitig
weiter ſüdlich bei Nahmgeiſt. Das Vorgehen dieſer blauen
Truppen erfolgte langſam, vorſichtig und beinahe unſicht=
bar
mit Ausnutzung aller Deckungen des Geländes. Die
Diviſionen wurden von roter Artillerie aus deren Haupt=
ſtellung
beſchoſſen. Das Wetter iſt ſchön. Die Wege ſind
etwas getrocknet. Der Kaiſer ſtieg um 8 Uhr 30 Min. bei
Rogehnen zu Pferde und beobachtete die Bewegungen von
einer Höhe zwiſchen Talpitten und Grünhagen, wo auch
Graf Haeſeler und die fremdherrlichen Offiziere, ſowie die
Manöverleitung unter dem Generaloberſt v. d. Goltz ſich
befanden.

Heer und Flotte.
* Fahrbare Küchen werden, wie die Blätter
melden, ſowohl im diesjährigen Kaiſermanöver im
Nordoſten des Reiches als auch bei den Herbſtübungen
der übrigen deutſchen Armeekorps reichlich Verwend=
ſung
finden. Auf Grund der Erfahrungen im Herbſte
1909 iſt kürzlich die alte bezügliche Vorſchrift, die nur
ein Jahr in Geltung geblieben iſt, durch die neue Feld=
küchen
=Vorſchrift erſetzt worden. Die Feldküche hat
einſchließlich der dazu gehörigen Fleiſchhackmaſchine
ein Gewicht von 1165 Kilogramm; in der zugehörigen
Protze iſt die eiſerne Portion ſo verpackt, daß ſie leicht
an die einzelnen Mannſchaften ausgegeben werden
kann. Die Feldküche für ein Bataillon beſtimmt
iſt im weſentlichen ein Selbſtkocher, ähnlich wie es im
Kleinen die Kochkiſten ſind. Da ein Außerbetriebſetzen
der Feldküche während eines ganzen Jahres von
Manöver zu Manöver nur nachteilig wirken müßte,
darf ſie nach der neuen Vorſchrift zwölfmal im Jahre
zur Zubereitung der Mannſchafts=Mittagskoſt Ver=
wendung
finden, was, da ſie als Selbſtkocher weit
billiger kocht, für die Menagekaſſe ſehr erwünſcht iſt.
Noch ſei bemerkt, daß die von den Mannſchaften ge=
tragenen
Einzelkochgeſchirre durch Einführung der
Feldküchen durchaus nicht überflüſſig werden, da ſie
nach wie vor bei kleineren Uebungen mit Abkochen ge=
braucht
werden, aber auch ſehr praktiſch zum Empfang
zum Faſſen des Eſſens aus der Feldküche benutzt
werden. Da das Gewicht der Feldküche relativ bedeu=
tend
iſt, darf der ſie begleitende Koch nur bei ſchnellerer
Gangart neben dem Fahrer Platz nehmen.

Der Beſuch der Zarenfamilie in Friedberg.
** Friedberg, 9. Sept. Der Automobil=
ausflug
, den der Zar und der Großherzog
geſtern nachmittag nach dem großen Feldberg unternah=
men
, dehnte ſich bis nach 8 Uhr abends aus; die Herr=
ſchaften
fuhren über Uſingen bis zur Höhe und kehrten
dann über Oberurſel in voller Dunkelheit nach dem Schloß
zurück. Der Zar und der Großherzog ſprachen ſich beide
höchſt befriedigt über den ſchönen Ausflug aus. Heute
früh um 8 Uhr machte der Zar mit der Großfürſtin
Olga einen Spaziergang nach Bad=Nauheim, woſelbſt ſie
Brunnen tranken und darauf nach Friedberg zurückkehrten.
Vormittags gegen 10 Uhr wurde, wie ſchon mitgeteilt,
vom Zaren, dem Großherzog, der Prinzeſſin Ludwig von
Battenberg und mehreren anderen Fürſtlichkeiten eine
Autofahrt nach Bad=Nauheim unternommen,
woſelbſt die Fürſtlichkeiten längere Zeit Lawn=Tennis
ſpielten. Der Zar und der Großherzog trugen gelbe
Sportsanzüge. Ein nach mehreren Hunderten zählendes
Publikum wohnte in geringer Entfernung dem inter=
eſſanten
Spiel bei. Entgegen anderen Nachrichten von
auswärtigen Blättern ſei feſtgeſtellt, daß die Zarin be=
ſtimmt
in nächſter Zeit eine Badekur in Bad=Nauheim
gebrauchen wird. Der Anfangstermin für die Kur iſt
jedoch noch nicht feſtgeſtellt.

Luftſchiffahrt.
* Frankfurt a. M., 9. Sept. In einem Privat=
telegramm
aus Trier vom 18. ds. Mts, war berichtet wor=
den
, der Beigeordnete von Trier Schilling habe in der
dortigen Stadtverordnetenſitzung vom 7. ds. Mts. erklärt,
bei den abfälligen Urteilen über die Bedingungen des
Fernwettfliegens Trier=Metz handle es ſich
um eine ſyſtematiſche Kritik und Gegenagitation des in
Frankfurt a. M. domizilierenden Deutſchen Fliegerbundes
uſw. Demgegenüber teilt der Deutſche Fliegerbund in
Frankfurt a. M. mit, daß dieſe Behauptung jeder Begrün=
dung
entbehrt. Der Deutſche Fliegerbund habe ſich nie=
mals
irgendwie kritiſierend über den Fernflug geäußert,
der Deutſche Fliegerbund habe ſogar dem Bürgermeiſter=
amt
in Metz auf deſſen Wunſch vor einiger Zeit die vom
Deutſchen Fliegerbund ausgearbeiteten Propoſitionen des
Ueberlandfluges Frankfurt a. M.=Mainz=Mannheim be=
reitwilligſt
zur Verfügung geſtellt.
* Baden=Baden, 9. Sept. L 2 VI ſollte heute
morgen mit neun Paſſagieren eine Fahrt nach den
Schlachtfeldern von Weißenburg und Wörth antreten. Die
Paſſagiere fanden ſich auch ein, doch mußte der Aufſtieg
unterbleiben, da ſich ein Defekt am Luftſchiff ergeben
hatte. Auch heute mittag fand kein Aufſtieg ſtatt. Man
hofft aber den Defekt noch heute zu beheben, da morgen
beſtimmt die Fahrt nach Stuttgart erfolgen ſoll.
* München, 9. Sept. P VI machte geſtern am
Feiertage Mariä Geburt bei ſchönem Wetter um 4 Uhr
nachmittags die erſte Fahrt nach Oberammer=
gau
. Das Luftſchiff erſchien dort um 5,14 Uhr, fuhr un=
ter
dem Jubel der Bevölkerung mehrere Schleifen und
kehrte dann ohne weiteren Aufenthalt nach München zu=
rück
, das um 7,25 Uhr erreicht wurde. Auf der Spitze der
Ballonhalle brannte zum erſten Male eine dreitauſend
Kerzen ſtarke Quarzlampe, die vom Luftſchiff aus 20 Kilo=
meter
geſichtet wurde. An der Fahrt nahm auch ein ſieben=
jähriger
Junge, der Sohn des Geſchäftsführers der Par=
ſeval
=Geſellſchaft, teil. Der Junge erhielt von der Geſell=
ſchaft
eine Erinnerungsmedaille als jüngſter Luftſchiffer.
* Wiener=Neuſtadt, 8. Sept. Als beim heutigen
Preisfliegen Adolf Warchalowski mit dem Erzherzog
Leopold Salvator als Begleiter mit ſeinem Aeroplan auf=
ſtieg
, ſtreifte ſein Apparat den gleichzeitig aufſteigenden
Karl Warchalowski, deſſen Maſchine zu Boden ſtürzte
und zertrümmert wurde. Karl Warchalowski erlitt
einen Schenkelbruch.
Sport.
sr. Der Bruder des Weltmeiſters Cyga=
niewicz
, Wladeck Cyganiewicz, hat die Ringer
Frank Gotch, Lemm und Dr. Roller zu eatch as catch
can=Kämpfen herausgefordert. W. Cyganiewicz iſt ein
19jähriger Gymnaſiaſt, der aber von ſeinem be=

rühmten Bruder bereits für einen der beſten Vertreter des
freien Ringkampfs gehalten wird.

Hochwaſſer.
* Breslau, 9. Sept. Die Oder und ihre Neben=
flüſſe
ſteigen weiter, ſodaß eine Kataſtrophe wie im
Jahre 1907 befürchtet wird.
* Breslau, 9. Sept. Bei Loewen hat die
Glatzer Neiße, wie die Breslauer Zeitung meldet,
heute morgen von 4 bis 6 Uhr den Höchſtſtand mit
6,05 Metern erreicht. 1903 erreichte das Hochwaſſer
hier eine Höhe von 6,02 Metern, ſodaß alſo der dies=
jährige
Hochwaſſerſtand den von 1903 bereits um drei
Zentimeter überſteigt. Infolgedeſſen haben die Deiche
oberhalb Loewen nicht ſtandhalten können und es ſind
verſchiedentlich Brüche erfolgt. Der Ort Loewen iſt
vollſtändig überſchwemmt; in den Straßen wird der
Verkehr mit Kähnen aufrecht erhalten. Von der Neiße
wird ein andauerndes Fallen des Waſſers gemeldet.
Aus Bunzlau wird berichtet: Der Bober iſt ſo
mächtig angeſchwollen, daß die Fluten zwiſchen Bunzlau
und Löwenberg mehrere Brücken weggeriſſen haben.
Die Chauſſee iſt vielfach überflutet und der Verkehr
mußte geſperrt werden; weite Gelände ſind ſeenartig
überſchwemmt. Großer Schaden iſt durch die Fortführ=
ung
gemähten Graſes entſtanden. Aus Lauban wird
gemeldet, daß infolge der Hochflut das Waſſer des
Staubeckens der Queistalſperre den höchſten Stand von
nahezu 15 Millionen Kubikmetern erreicht hat. In=
folgedeſſen
wird das Hochwaſſer abgelaſſen, ſo daß der
Queis in dem bis Lauban regulierten Teile bereits
ufervoll iſt, während die weite Ebene zwiſchen Logau
und Haugsdorf überſchwemmt iſt. Die ſämtlichen Bau=
ſtellen
am Queis wurden heute von der Talſperre aus
von dem kommenden Hochwaſſer telegraphiſch benach=
richtigt
.
* Troppau, 9. Sept. In den Orten Jägerndorf,
Komeiſe, Roewersdorf, Seitendorf, Hotzenplotz, Füll=
ſtein
, Zuckmantel, Sandhübel, Böhmiſchdorf und Frei=
waldau
wurden durch Hochwaſſer große Ver=
heerungen
angerichtet. Von Deutſch=Paulowitz ( Oeſter=
reichiſch
=Schleſien) bis Kröſchendorff (Preußiſch= Schle=
ſien
) ſteht alles unter Waſſer.
* Brieg, 9. Sept. Bei Kleinsarne iſt der Deich
der hochangeſchwollenen Glatzer Neiße gebrochen.
Die anliegenden Felder und Wieſen ſind hoch über=
fiutet
; auch iſt der Deich bei Kantersdorf ſtark gefähr=
det
. Militär wurde zur Hilfeleiſtung erbeten.

Erdbeben.
Z. Erdbebenwarte Jugenheim, 9. Sept. Die
Apparate der Erdbebenwarte regiſtrierten heute in früher
Morgenſtunde ein Fernbeben in der Inſelgruppe der
Aleuten (Nordamerika). Die Wellen auf 8700 Kilometer
Entfernung kamen über den Nordpol hierher. Der Beginn
der Regiſtrierung war vormittags 2 Uhr 25 Min. 27 Sek.,
das Ende gegen 5 Uhr.
* Heidelberg, 9. Sept. Heute nacht verzeich=
nete
der Seismograph auf der Königſtuhlſternwarte ein
ziemlich ſtarkes Fernbeben, deſſen Vorbeben um
2 Uhr 26 Min. und deſſen Hauptbeben um 2 Uhr
46 Min. einſetzte.
* Straßburg i. Elſ., 9. Sept. Heute morgen
2 Uhr 25 Min. 26 Sek. begann an den Inſtrumenten
der Kaiſerlichen Hauptſtation für Erdbebenforſchung in
Straßburg die Aufzeichnung eines recht ſtarken
Fernbebens, deſſen Herd zirka 9300 Kilometer ent=
fernt
vermutet wird und wahrſcheinlich in Japan zu
ſuchen iſt; der zweite Vorläufer ſetzte um 2 Uhr 35 Min.
35 Sek. ein, die lange Welle des Hauptbebens gegen
2 Uhr 46 Min.

Handel und Verkehr.
* Berlin, 9. Sept. Demnächſt werden im Eiſen=
bahnminiſterium
Beratungen über die Signaleinrich=
tungen
der preußiſch=heſſiſchen Staats=
bahnen
ſtattfinden. Der Verband königlich preußiſcher
und großherzoglich heſſiſcher Lokomotivführer in Köln hat
hierzu, wie die Frankf. Ztg. erfährt, auf ergangene Auffor=
derung
dem Miniſter der öffentlichen Arbeiten Ver=
trauensmänner
der Lokomotivführer namhaft gemacht, die
an dieſen Beratungen teilnehmen ſollen. Wie erinnerlich,
war ſchon vor kurzem vom Eiſenbahnminiſter angeordnet
worden, daß zur Prüfung der Zweckmäßigkeit und guten
Erkennbarkeit der Signale in jedem Jahre eine Signal=
ſchau
vorzunehmen ſei, zu der ebenfalls Lokomotivführer
herangezogen werden. Durch dieſe Maßnahme ſollen die
im praktiſchen Dienſte gewonnenen Erfahrungen nutzbar
gemacht und den Lokomotivführern hierduch in erhöhtem
Maße Gelegenheit gegeben werden, ihre bisher auf dem
Dienſtwege bekannt gegebenen Wünſche zur Verbeſſerung
der Signaleinrichtungen auch durch mündliche Ausſprache
unmittelbar an die maßgebende Stelle gelangen zu laſſen.
Daß die Staatseiſenbahnverwaltung bedacht iſt, bei der
Vervollkommnung der Signaleinrichtungen die Lokomotiv=
führer
zur Mitarbeit heranzuziehen, hat ſich auch gezeigt,
als es ſich um Begutachtung und mehrjährige Verſuchs
für die nunmehr durch Bundesratsbeſchluß zur Einführung
gelangte Aenderung der Signalordnung, insbeſondere um
die Einführung des gelben Doppellichtes beim Vorſignal
handelte.
Die Peſt in Rußland.
* Petersburg, 8. Sept. Der Medizinalbeamte,
der in Odeſſa die Maßregeln zur Bekämpfung der
Peſt=Epidemie leitet, meldet telegraphiſch dem Mi=
niſterium
des Innern, auf allen aus Odeſſa auslaufenden
Schiffen würden die Ratten ausgerottet und die Paſſagiere
und die Mannſchaft vor Abgang der Schiffe von Aerzten
unterſucht werden. Auf dem Bahnhof Odeſſa würden alle
Züge vor Abgang von Aerzten inſpiziert und in allen
Räumlichkeiten des Bahnhofes ſowohl wie in den Depots
alle Ratten vernichtet.
* Petersburg, 8. Sept. Das Börſenkomitee
von Odeſſa beſchloß, ſich an die Handels= und Indu=
ſtrie
=Organiſationen Rußlands ſowie des Auslandes mit
dem Hinweis darauf zu wenden, daß angeſichts der er=
griffenen
energiſchen Maßnahmen gegen die Peſt und an=
geſichts
des geringen Prozentſatzes an Sterblichkeit und des
normalen Geſchäftsganges, die Gerüchte über eine große
Verbreitung der Peſt in Odeſſa durchaus nicht gerechtfer=
tigt
ſeien. Der Handelsverkehr könne ungefährdet fort=
dauern
.

Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 9. Sept. Die Norddeutſche Allgemeine
Zeitung ſchreibt: Im Gefolge des Kronprinzen
auf ſeiner Oſtaſienreiſe befinden ſich der
Generaladjutant des Kaiſers v. Schenck, Major Graf zu
Solms=Wildenfels, verſönlicher Adjutant des Kron=

[ ][  ][ ]

Seite 6.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Nummer 212.

prinzen, Ordonnanzoffizier v. Zobeltitz, Leibarzt Ober=
ſtabsarzt
Dr. Widemann, Geſandter v. Treutler, Ober=
leutnant
der Reſerve Graf Finck von Finckenſtein,
Bureauvorſteher des kronprinzlichen Hofmarſchallamts
Sommer.
* Berlin, 9. Sept. Das Torpedoboot V 162 M‟
iſt infolge Nichtbrennens der Halskov=Riff=Leuchttonne
aufgelaufen. Die Lage iſt nicht gefährlich. Die Hoch=
ſeeflotte
traf alle Maßnahmen zur Abbringung.
* Freiburg (Elbe), 9. Sept. Bei einem von Ham=
burg
mit einer Kohlenladung eingetroffenen Schiffer
Jungelaus wurde die aſiatiſche Cholera feſtgeſtellt.
Alle Vorſichtsmaßregeln ſind getroffen.
* Pillkallen, 9. Sept. Heute morgen um 4 Uhr
wurde auf der Stallupöner Chauſſee die ſchrecklich ver=
ſtümmelte
Leiche des Rentenempfängers Steiner auf=
gefunden
. Mit Hilfe eines Polizeihundes gelang es,
als Täter den Maurergeſellen Lengwenings zu ver=
haften
. Nach der Pillkaller Grenzzeitung liegt an=
ſcheinend
ein Racheakt vor.
* London, 9. Sept. Nach einer geſtrigen Lloyd=
meldung
uas Punta=Arenas iſt das bei New=Island von
der Mannſchaft verlaſſene deutſche Vollſchiff
Schula vollſtändig wrack. Von der Ladung konnte
nichts gerettet werden. Der Rettungsdampfer gab das
Bergungswerk auf.
* Bukareſt, 9. Sept. Bei dem Einſturz eines
Neubaues wurden zwei Arbeiter getötet und zwölf
verletzt; einer wird vermißt.
* Athen, 9. Sept. Unter dem hieſigen Militär ſetzte
eine leichte Agitation ein, die die Abſendung einer
Ergebenheitsadreſſe an den König zum
Zwecke haben ſoll. Um der Agitation entgegenzutreten,
ordnete der Kriegsminiſter die Verſetzung des Oberſten des
3. Kavallerie=Regiments an und ließ einen Unteroffizier,
der der Anſtifter der Bewegung iſt, feſtnehmen. Man mißt
der Bewegung nur eine örtliche Bedeutung bei.

* Offenbach, 9. Sept. Im Vorſommer kam ein
Mäher, der ſich Georg Henſchke aus Niedergrundau
oder Niedermittlau nannte, zu einem Offenbacher
Pferdemetzger und erklärte, daß der Nachbar
von Henſchke, ein Landwirt Gg. Schneider, ein Pferd
zu verkaufen habe, das Henſchke dem Pferde=
metzger
bringen wolle. Am Morgen des 2. September
brachte Henſchke auch das Pferd und bemerkte dem
Metzger gegenüber, er ſei beauftragt, das Tier zu ver=
kaufen
. Da dieſer jedoch erklärte, er könne auf dieſe
Angaben hin das Pferd nicht kaufen, ließ Henſchke das
Tier zurück, da alsdann der Eigentümer oder deſſen
Sohn ſelbſt kommen würde, um die Sache zu regeln.
Bis jetzt hat ſich jedoch niemand mehr um das Pferd
bekümmert und weder Vater noch Sohn haben bei dem
Metzger ſich ſehen laſſen. Der Metzger machte ſich nun
geſtern auf die Suche nach dem kurioſen Pferdever=
käufer
. Er fuhr nach Hanau und ſprach dort auf ver=
ſchiedenen
Bauſtellen vor, ohne jedoch eine Spur des
Mannes zu entdecken. Wie ſo oft im Leben, ſo kam
ihm bei ſeinen Bemühungen der Zufall in der glück=
lichſten
Weiſe zu Hilfe: als der Metzgermeiſter eben
bei der Hanauer Kriminalpolizei den rätſelhaften
Vorgang zu Protokoll geben wollte, ſieht er ſeinen
Mäher aus der Türe des Meldeamtes heraustreten.
Er ſtellte ihn ſofort und es ergab ſich, daß der Mäher,
der in Wirklichkeit Auguſt Schwelm heißt und aus
Langen=Bergheim gebürtig iſt, das Pferd herrenlos an
einem Straßengraben weidend vorgefunden hat. Er
nahm es daraufhin mit und verſuchte es auf die be=
kannte
Weiſe zu verkaufen. Nachdem der glückliche
Pferdefinder ſein Erlebnis auf der Hanauer Poli=
zei
zu Protokoll gegeben hatte, wurde er wieder ent=
laſſen
. Jetzt ſucht die Polizei nach dem Beſitzer des
gefundenen Gaules.
* Biblis, 9. Sept. Der Gemeinderat von
Biblis traf ſich am Mittwoch vor dem Schöffengericht
Gernsheim. Als Angeklagte wegen Beleidigung er=
ſchienen
die Gemeinderäte Johannes Ganßmann, Hein=
rich
Miſchler, Martin Müller III. und Heinrich
Kohr IV., weil ſie in einer Eingabe an das Kreisamt
Bensheim die Amtsführung des Bürgermeiſters Neff
in ein grelles Licht geſtellt hatten. Es erfolgte jedoch
Einſtellung des Verfahrens wegen Rücknahme des
Strafantrages. Weiter haben aber die Gemeinderäte
Johannes Ganßmann und Heinrich Miſchler in einer
Gemeinderatsſitzung dem Bürgermeiſter Neff über ſein
ſchroffes Auftreten und Handeln Vorhalt gemacht und
ließen ſich zu beleidigenden Aeußerungen hinreißen.
Hierfür wurde Johannes Ganßmann zu 15 Mark und
Heinrich Miſchler zu 10 Mark Geldſtrafe verurteilt.
H.B. Frankfurt, 9. Sept. Im Carlton=Hotel fand
geſtern zwiſchen dem ruſſiſchen Miniſter Iswolski
und dem ſerbiſchen Miniſter des Aeußern Milowano=
witſch
eine Konferenz ſtatt, worauf der ſerbiſche
Miniſter nach Wien abreiſte. Morgen wird eine zweit
Konferenz Iswolskis mit dem ruſſiſchen Botſchafter in
London, Grafen Benckendorff, ſtattfinden, der hierher
berufen wurde.
Beuthen, 9. Sept. In einer Erdhöhle bei Ko=
biernize
kam es zwiſchen Gendarmen und Räubern
zu einem blutigen Kampfe, bei dem zwei Gen=
darmen
erſchoſſen wurden. Die Räuberbande
wurde feſtgenommen.
H.B. Wien, 9. Sept. Lord Roſebery, welcher
morgen hier eintrifft, um dem Kaiſer Franz=
Joſef die Thronbeſteigung König Georgs von Eng=
land
zu notifizieren wird als Gaſt des Kaiſers in der
Hofburg wohnen. Sonntag nachmittag wird Roſebery
alsdann in feierlicher Audienz vom Kaiſer empfangen
werden. Montag abend findet ihm zu Ehren in der
Hofburg eine Feſttafel ſtatt. Dienstag morgen wird
Roſebery Wien wieder verlaſſen.
London, 9. Sept. Nachrichten aus New=York zu=
folge
wurden bei der Exploſion auf dem ame=
rikaniſchen
Panzerſchiff North Da=
cota
in ganzen 16 Mann getötet und 100 verletzt.
H. B. Petersburg, 9. Sept. Einer Meldung des

Rjetſch zufolge wird der Miniſterpräſident Stolypin
ſeine Informationsreiſe nach Sibirien unterbrechen, da
er nach Friedberg berufen iſt, um bei der Be=
gegenung
zwiſchen dem Zaren und Kaiſer Wilhelm zue
gegen zu ſein. Anſtelle von Stolypin geht der Finanz=
miniſter
Kokowzew mit dem Verkehrsminiſter Ruchloff
nach Sibirien. Sie werden beſonders eingehend die
Amurgegend inſpizieren.
H. B. Athen, 9. Sept. Venizelos hat heute ſein
Amt als Präſident des kretiſchen Exekutivkomi=
tees
niedergelegt. Da die Verhandlungen zwecks
Bildung eines gemiſchten Kabinetts geſcheitert ſind, ſo
werden die beiden Mitglieder des Exekutivkomitees
Skulas und Mylojamnakis die Staatsgeſchäfte weiter
führen.

Wenn Sie Ihr Kind
gesund, munter und geistig frisch sich
entwickeln sehen wollen, so geben Sie ihm
Dr. Hommel’s Haematogen.
WARNUNG! Man verlange ausdrück-
lich
den Namen Dr. Hommel. (1969a

Rheinisches
Technikum Bingen

Chnufeurkurse.

Marchielten, Hetretecht,
Automobilbau, Brückenbau.

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K16545,58
Achtung! artn
Ehoir konmr.
Haben Ste so was von Fromptheit schen erleht?
Geſtern anſcheinend todkrank; erbämlicher Huſten;
Atemnot; Halsſchmerzen und Schlingbeſchwerden.
Und heute? Alles fort weg, erledigt. Und
o0e wieſo? Eine einzige Schachtel Fays ächter Sodener
Mineral=Paſtillen, die man für 85 Pf. in jeder
Apotheke oder Drogerie kauft, hat das ganze
(174955f
Wunderwerk fertig gebracht.
Gut bekommen bei Nierenſteinen.
Zeugnis. Seit Jahren leide ich an Nierenſtein
mit allen ſeinen Beſchwerden; ich habe die ver=
ſchiedenſten
Wäſſer getrunken wie Wildunger,
Fachinger, Bonifazius=Brunnen ꝛc., aber kein Waſſer
iſt mir ſo gut bekommen wie die St. Georgsquelle
Biskirchen. Bei allen anderen Wäſſern kommt nach
längerem Gebrauch ein Widerwille, den ich bei der
St. Georgsquelle nicht empfunden habe. Eine Flaſche
täglich morgens nüchtern getrunken, hat mir den
guten Erfolg gegeben. B . . . Dr. med. A. (17560f
Preis für 25 Flaſchen Mk. 9.
17.
50
inkl. Verpackung ab Station Stockhauſen a. d. Lahn.
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ſind den allerfeinſten 5 Pfg.=Cigaretten gleich und
koſten nur 3½ Pfg. per Stück. (17234a
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Tzakiri, Kaſinoſtraße 2.

Ilavierſpiel ohne Noten. Auf ſehr einfacher und
inſtruktiver Grundlage hat Herr P. A. Fay in Frank=
furt
a. M. in vierjähriger Arbeit eine Methode geſchaffen,
die es ermöglicht, in der erſtaunlich kurzen Zeit von
wenigen Selbſtunterrichtsſtunden nach einer Anleitung
und Schablone Klavierſpielen zu lernen. Die Methode
eignet ſich beſonders für Erwachſene, im Alter vorge=
ſchrittene
, die ſich Unterhaltung am Klavier verſchaffen
und noch ein ſicheres genügſames Spielen erlernen
wollen. Näheres aus dem Inſerat in jeder Sonntags=
nummer
zu erſehen.
(17610M
für Spezial-Auskünfte, Er-
Detektiv-Institut mittelungen, Beobachtungen
u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Uebernahme nur einwandfreier Aufträge. Garantie für
gewissenhafte Eriedigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,10
Unſer heutiges Blatt enthält eine Beilage von
Auguſt Wilk, Darmſtadt, Schuchardſtraße 12, betr.
Inſtallation elektriſcher Licht=, Kraft= und Telephon=
Anlagen.
(17514
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt.
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die Redaktion des Tagblatts zu adreſſieren. Etwaige
Honorärforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.

Todes-Anzeige.
Allen Verwandten, Freunden u. Bekannten
hierdurch die ſchmerzliche Mitteilung, daß es
Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unſere
liebe, treubeſorgte Mutter, Schwiegermutter,
Großmutter, Schwägerin und Tante (17506
Frau Kath. Wambold wac.
geb. Sitzler
nach langem, ſchwerem, mit großer Geduld er=
tragenem
Leiden, zu ſich zu rufen.
Um ſtille Teilnahme bitten
die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Ph. Wambold u. Frau, geb. Seibel,
Paul Dauer u. Frau, geb. Wambold,
Fr. Wambold.
Straßburg i. Elſ., Darmſtadt ( Laute=
ſchlägerſtr
. 17 II), den 8. Sept. 1910.
Die Beerdigung findet Samstag, den 10. ds.
Mts., nachmittags 3½ Uhr, vom Portale des
hieſigen Friedhofes aus, ſtatt.

Todes-Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine innigſtgeliebte Tochter, unſere gute
Schweſter
(17613
Fräulein
Auquste Meinhardt
nach langem, ſchwerem Leiden zu ſich in die
Ewigkeit zu rufen.
Darmſtadt, 9. September 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen.

Tageskalender.
Samstag, 10. September.
Hauptverſammlung der Turngemeinde Darmſtadt
um 9 Uhr.
Geflügel=Preis=Skat um 9 Uhr im Reſtaurant
Zum Krokodil.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof.
Konzert um 8 Uhr im Perkeo.
1. Darmſtädter Kinema tograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 311 Uhr.
Sonntag, 11. September.
Hoftheater, Anfang ½7 Uhr (Ab. A): Tannhäuſer.
Ueberreichung von Meiſterbriefen um 11 Uhr
im Kaiſerſaal.
Elternabend des Kath. Frauenbundes und des Volks=
vereins
für das kath. Deutſchland um 8 Uhr im
Konkordiaſaal.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Perkeo.
Konzert um 8 Uhr im Schützenhof
Kaninchen=Verloſung um 10 Uhr Erbacherſtr. 46.
Preisſchießen im Neuen Schießhaus.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der Stadt Pfungſtadt
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Eltville (Abfahrt
um 6.29 Uhr).
Ausflug des Kaufm. Vereins nach dem Rheingau.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½11 Uhr.
Verſteigerungskalender.
Montag, 12. September.
Hofreite=Verſteigerung des Friedr. Edm. Göllnitz
(Liebfrauenſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Nikol. Roth (Innere
Ringſtraße) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Hofreite=Verſteigerung des Joh. Jakob Menges
(Rhönring 135) um 10 Uhr auf dem Ortsgericht I.
Obſt=Verſteigerungen: um 8 Uhr auf der Straße
Nieder=Ramſtadt-Waſchenbach (beginnend bei Nieder=
Ramſtadt), um 2½ Uhr auf der Straße Emmelinen=
hütte
-Nieder=Ramſtadt (beginnend an der Emmelinen=
hütte
).
Ausſtellung des Deuiſchen Künſtlerbundes geöfnet
v. 10 Uhr abſ. Sonntags v. 1 Uhr ab Eintritt 50 Pfg.
Gemälde=Ausſtellung im Haus Chriſtianſen auf
der Mathildenhöhe (geöffnet von 106 Uhr).
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 111 Uhr.

VeilsterdrersterC

PilsnernnC
Münchner
Hell Export

614a

[ ][  ][ ]

Seite 7.

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Heute Samstag und folgende Tage

Grosse
Posten

weit
unter Preis!

Soweit Vorrat

Meter

Meter

Meter

Meter

Meter

DARMSTADT
Ludwigstraße 2.

Kaufhaus


I
M

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1

25
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Mlannnannnannannanannannannnnnananaannannnannnnunnnnnnnnnnannnnunnunnnnnunannannnn
Aiiiinninmnn

MODELL.-AUSSTELLUNG

Den Eingang der
Modellhüte und aller Saison-Neuheiten
zeigen ergebenst an

Putz- und Modewaren STRAUSS & MAVER
Inh.: SIEGFRIED MAV
8 Schulstrasse 8
Hoflieferanten
8 Schulstrasse 8
PARISER ORICINAL.-MODEL.LHUTE von: Vasselin, Villetard, Hermance, Vimont etc.

2s
(17604sm un
IHIHIIRHA
Ihn

un
1
2

25
ms
1
E
1
2
1
15
I
1u
10

i
2

Zahnarzt Vestreicher
verreist (17367ds
bis Ende September.

Dr. Braudt
ist verreist.
Die Vertretung haben gütigſt übernom=
men
die Herren:
Dr. Göring, Mühlſtraße 64.
Dr. Happel, Sandſtraße 26.
Dr. Leydhecker, Bismarckſtr. 53.
Dr. Orth II., Sanitätsrat, Hein=
richſtraße
50.
(17445fs
Dr. Orth IV., Landwehrſtraße 12.
Dr. Wissmann, Lauteſchläger=
ſtraße
5½ (Merkur).

Tährend meiner Abwesenheit
haben die Herren Dr. Boden-
heimer
, Dr. Holländer, Sani-
tätsrat
Dr. Maurer (nach
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Seite 8.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

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(Nachdruck verboten.)
1)
I.
Frühlingstage im Harz! Ein tiefblauer Himmel.
Lachender Sonnenſchein. Lichtgrüne Laubwände vor dem
düſteren Kuliſſenhintergrund tannenbeſtandener Berge.
Von den Ausſichtstürmen und Reſtaurants auf Ber=
geshöhen
flatterten luſtig bunte Wimpel im warmen
Frühlingswind. Im Tale unten hatten die Kirſch=
bäume
ihr ſchneeweißes Blütengewand angelegt. Aus
grün=weißen Büſchen hoben ſich grell leuchtend die
roten Dächer der kleinen Harzſtadt, die ſich zu Füßen
des Schloßberges gelagert hatte und in einzelnen Villen
zu dem ſtattlichen Bau des Schloſſes emporzuklettern
ſchien, das der Regent des Landes ſich zum Sommer=
ſitz
erkoren hatte. Schon jetzt wehte ſeine Standarte
zum Zeichen ſeiner Anweſenheit von dem dunkelblauen
hohen Schieferdach, deſſen weißgeſtrichene Schornſteine
ſich ſcharf gegen den tiefblauen Himmel abzeichneten.
Ein Frühlingsrauſch durchzitterte die Natur mit
ahnungsvollen Schauern. Die Menſchen fühlten ſich
mit davon ergriffen. Eine unklare Sehnſucht trieb ſie
aus ihren Wohnungen ins Freie, eine beklemmende
Unruhe begleitete ſie, eine ſchwere Mattigkeit brachten
ſie nach Hauſe.
Auch die jungen Mädchen, welche auf den Plätzen
am Fuße des Heidelberges Tennis ſpielten, hatten

ſchon nach dem erſten Spiel eine Ruhepauſe gemacht.
Sie ſcharten ſich lärmend wie ein aufgeſcheuchter
Spatzenſchwarm um die ein wenig ſäuerlich drein=
blickende
Lehrerin, welche als Aufſicht über die der
Wildheit der Kinderjahre noch nicht entwachſenen Zög=
linge
des Möllerſchen Penſionates an einem der
eiſernen, gelb lackierten Tiſche ſaß und die mageren
Finger über einer Häkelarbeit bewegte.
Ruhe, nicht ſo laut! tadelte ſie mit einem ſtrengen
Aufblick ihrer wimperloſen mattblauen Augen, aber
ihre Mahnung fiel auf unfruchtbaren Boden.
Die jungen Dinger, zum Teil unentwickelt mit
knoſpenhaften Formen und eckigen Bewegungen, puff=
ten
und ſtießen ſich übermütig zwiſchen den Stühlen,
daß dieſe nur ſo krachten, ſtöhnten mit lauten Seuf=
zern
über die Hitze und verlangten ſtürmiſch nach Limo=
nade
und Sauerbrunnen.
Schon war der Kellner, der ſeit einiger Zeit, unter=
nehmend
mit der Serviette wedelnd, um die Tennis=
plätze
herumlungerte, zur Stelle und bemühte ſich, aus
dem Wirrwarr von Stimmen klug zu werden, der
ihm die Wünſche der jungen Damen übermittelte.
Recht kaltes Waſſer zur Limonade will ich und
recht ſauer! Mir Selter ohne nein, warten Sie,
mit na, ſagen wir Himbeer. Ein Viertel Moſel
zum Sauerbrunnen und drei Gläſer; Du machſt doch
auch mit, Lottie? Nee, ich trinke lieber Bier; ein
kleines helles, Kellner! Na, alſo nur zwei Gläſer.
Es dauerte eine ganze Weile, ehe der ſchließlich
ganz ergebungsvoll dreinſchauende Ober die ver=

ſöiedenen Seſeniunen weiert huite und die iheite
Schar einigermaßen geſittet um den mit der typiſchen,
rot=blau gewürfelten Hoteldecke belegten Tiſch ſaß.
Die Lehrerin, welche trotz öfteren Bemühens gar
nicht hatte zu Worte kommen können, benutzte die ein=
getretene
Windſtille, um ihren Schützlingen die Ge=
fahren
zu kalten und haſtigen Trinkens in erhitztem
Zuſtande in den ſchwärzeſten Farben zu malen. Sie
hatte eine ſalbungsvolle eintönige Art zu ſprechen, die
ihre Wirkung auf die übermütige Ingend völlig ver=
fehlte
.
Die Mädchen begannen zu kichern und ſich bos=
hafte
Bemerkungen zuzuflüſtern.
Die olle Quaſſelſtrippe kann das Predigen nicht
laſſen, grollte das Enfant terrible des Inſtituts, eine
Berlinerin mit ſchwarzem Krauskopf und kecken dunk=
len
Augen, ſie verzapft uralte Weisheit, die uns ſchon
in der Wiege vorgeſungen worden iſt.
Es hört ihr ja kein Menſch mehr zu, lachte ihre
Nachbarin vergnügt, laſſen wir ſie, erzähl’ mir lieber,
ob Du den Zettel an Fritze Maiß glücklich los gewor=
den
biſt
Nu natürlich, für ’nen Groſchen iſt der Zappel=
philipp
(ſo wurde das alte, dürre Männchen, das im
Inſtitut Gärtner, Hausdiener und Laufburſche in ſeiner
Perſon vereinigte, ſeiner geſchäftigen Eile wegen ge=
nannt
) zu allen Schandtaten bereit. Glatt beſorgt, auch
ſchon Antwort
heut’ abend kommt er an den
Gartenzaun; das ahnungsloſe Kamel, die Möllern,
läßt uns ja wieder allein raus.

[ ][  ][ ]

Seite 10.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

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Lisbeth und ich? fragte eine friſche Stimme mitten in
den eintönig fließenden Redeſtrom der Lehrerin hinein.
Zwei von den Mädchen hatten ſich erhoben und
ſchoben ihre Stühle geräuſchvoll gegen den Tiſch.
Fräulein Werk runzelte mißbilligend die blaſſe
Stirn unter dem vorſintflutlichen, mit ſchwarzen Federn
und roten Roſen garnierten Strohhute. Ihr Blick
wanderte gleichſam ſchnüffelnd in der Runde, ob auch
kein männliches, ſchwarzes Schaf ihre weißen Lämmer
umkreiſe, aber nur harmloſe Bürger tranken am Hotel
drüben ihre Schoppen, die ehrſamen Hausfrauen neben
ſich, während die Kinder ſich jubelnd auf der Straße
jagten.
Meinetwegen! geſtattete ſie mit einer gnädigen
Bewegung der mageren, blaugeäderten Hand, aber
bitte, in erreichbarer Nähe bleiben.
Wir gehen nicht weit.
Sie faßten ſich unter und zogen vergnügt ab, froh,
der Aufſicht für eine Weile zu entrinnen und in ihrer
Unterhaltung ungeſtört zu ſein.
Zuerſt ſtiegen ſie einen ſchmalen Weg zu dem
Hauptgange am unteren Rande des Heidelbergs empor.
Eine ſchwüle Stille brütete unter dem niederen
Strauchwerk, und die Vogelſtimmen klangen leiſe, ab=
gebrochen
, wie aus trockener, matter Kehle.
Unwillkürlich dämpfte auch Helene Falk ihre
Stimme, als ſie jetzt, den Arm der größeren, blonden
Freundin feſter drückend, ſagte:
Haſt Du ihn geſehen? Der arme Kerl hat heut'
wieder am Fenſter geſeſſen an einem ſo ſchönen
Frühlingstage ob er denn noch immer nicht geſund
iſt? Er tut mir ja zu leid.

Sie ſeufzte ſchwer auf und lockerte mit der freien
Rechten die üppige, goldbraune Haartolle, die ſie, bei
ſchiefem Scheitel, auf der rechten Seite durch einen
Kamm tief in die Stirn geſchoben trug. Das Geſicht=
chen
darunter war hübſch, von kindlich zarter Rundung
und einem Teint von der Farbe jener blaßroſa Roſen,
die man Mädchenerröten nennt.
Ihre ein wenig ſchräg ſtehenden, grauen, dunkel
bewimperten Augen hatten einen träumeriſchen und
zärtlichen Ausdruck, und auch die ſanft geſchwungenen
Linien des blaßroten Mundes unter dem feinen, kurzen
Näschen und das weichgeformte Kinn deuteten auf ein
Bedürfnis zu lieben und ſich anzuſchmiegen.
In ihrer mittelgroßen, ſich eben erſt rundenden,
feingliederigen Geſtalt und in ihren Bewegungen lag
noch die rührende Unbeholfenheit allererſter Jugend.
Ganz anders ihre Freundin, zu der ſie denn auch mit
ehrlicher Bewunderung aufzublicken pflegte.
Lisbeth Schäffer machte mit ihrer großen, ſchlan=
ken
, voll entwickelten Geſtalt, ihrem oft etwas zu ſtark
geröteten, großzügigen Geſicht, mit den kühlen, grün=
lich
ſchimmernden, aufmerkſamen Augen und den ſchma=
len
, aber auffallend roten Lippen einen vollkommen
erwachſenen und ſtark ſelbſtbewußten Eindruck. Daß
ſie das üppige blonde Haar völlig aus der hohen, wei=
ßen
Stirn zurückgekämmt und hoch aufgebauſcht am
Hinterkopf in dickem Knoten trug, erhöhte noch dieſen
Eindruck. Das Lächeln, mit dem ſie in die ſchwärme=
riſchen
Augen der Kleinen ſah, hatte eine leichte Färb=
ung
von gutmütigem Spott, und ſie ſagte beſchwich=
tigend
:
Nun, krank ſah er eigentlich nicht aus, im Gegen=
teil
, recht vergnügt ſogar, und frech wird er auch

wenn die Werk die Kußhand, die er Dir zugeworfen
hat, aufgefangen hätte, könnteſt Du Dir gratulieren.
Helene wurde rot.
Ach Du, Frechheit gehört zum richtigen Leutnant,
ich kann ihm deshalb nicht böſe ſein. Hüöſch und lieb
und vornehm iſt er doch. Nicht wahr?
Lisbeths kühle Augen bewieſen, daß ſie auch ſchalk=
haft
aufblitzen konnten.
Nun, natürlich, Schatz! ſtimmte ſie bei, es fehlt
nicht viel, ſo könnte ich Dich um dieſe Eroberung be=
neiden
.
Ach, was nützt ſie mir! ſeufzte Helene, ſorgenvoll
die Haartolle von der Stirn zurückſtreifend, was eine
Angewohnheit von ihr war, wenn man in einem Käfig
ſitzt
Sie waren nun auf dem oberen Wege angelangt
der ſich über den Tennisplätzen zu einem Rondell er=
weiterte
, von dem aus man einen hübſchen Blick auf
das Hotel Heidelberg hatte.
Im Hintergrunde öffnete ſich eine große, mit Bän=
ken
verſehene Felsgrotte. Dorthin wandten ſich die
beiden Mädchen, aber am Eingange ſtockte ihr Fuß.
Helene Falk machte, erglühend, eine fluchtartige Be=
wegung
, wurde aber von der mutigeren Freundin am
Arme feſtgehalten.
So blieb ſie denn ſtehen und ſah mit ihren durch
die ſchräge Stellung an und für ſich ſchon träumeriſchen
und ſcheuen Augen verlegen auf den großen, ſchlanken
Herrn, der ſich etwas unbeholfen von der Bank zur
Seite erhob und ehrerbietig den grünlichen, kleinen
Lodenhut lüftete.
(Fortſetzung folgt.)

[ ][  ][ ]

Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
30 97.
Samstag, 10. Schtenber.
1910.

Bekanntmachun g.
Die nachſtehende Polizei=Verordnung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.
Darmſtadt, den 2. Auguſt 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Polizei=Verordnung.
Auf Grund der Art. 78, 48, V, 1 der Kreis= und Provinzialordnung wird mit
Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes und mit Genehmigung des Großh. Miniſteriums
des Innern vom 8. und 23. Auguſt 1910 zu Nr. M. d. J. II 3748 und 4130 für den
Bezirk der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt, ſowie für die Gemeinden Arheilgen,
Griesheim, Eberſtadt, Nieder=Ramſtadt, Ober=Ramſtadt, Pfungſtadt und Roßdorf ver=
ordnet
, was folgt:
§ 1. Speiſeeis darf an Schüler von Volksſchulen, höheren Lehranſtalten ( Gym=
naſium
, Realgymnaſium, Oberrealſchule, Realſchule, höhere Mädchenſchule) und Privat=
unterrichtsanſtalten
, ſowie an Kinder auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen
nicht verkauft werden.
§ 2. Perſonen, die Speiſeeis feilhalten, dürfen in der Ausübung dieſes Gewerbes
Spielplätze während der Dauer von Bewegungsſpielen nicht betreten und ſich ihnen
auf weniger als 200 m Entfernung nicht nähern.
Den genannten Perſonen iſt ferner verboten, ſich den Schulgrundſtücken während
der Zeit von einer halben Stunde vor Beginn des Unterrichts bis eine halbe Stunde
nach ſeinem Schluß, namentlich während der Unterrichtspauſen, auf weniger als 200 m
zu nähern.
§ 3. Zuwiderhandlungen werden, inſoweit nicht andere Strafbeſtimmungen an
zuwenden ſind, mit Geldſtrafe bis zu 30 Mk. beſtraft.
§. 4. Die vorſtehenden Vorſchriften treten am 1. Oktober 1910 in Kraft.
Darmſtadt, den 26. Auguſt 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.

Bekanntmachung.
Aus dem in Gemäßheit des Geſetzes vom 12. Juni 1874 gewählten Kreistag
ſcheidet mit Ende des Jahres 1910 die Hälfte der Kreistags=Abgeordneten aus und
wird durch Ergänzungswahlen erſetzt.
Die ausſcheidenden Kreistags=Abgeordneten ſind die für die Wahlperiode
1905/1910 gewählten Herren:
1. Ludwig Vogt, Architekt und Stadtverordneter zu Darmſtadt, (geſtorben).
2. Adolf Morneweg, Oberbürgermeiſter zu Darmſtadt, (geſtorben).
3. Ernſt Schmeel, Geheimer Juſtizrat zu Darmſtadt.
4. Karl Müller, Stadtverordneter und Ortsgerichtsvorſteher zu Darmſtadt.
5. Adam Pons Bürgermeiſter in Gräfenhauſen, (geſtorben).
6. Wilhelm Schäfer, Bürgermeiſter in Eberſtadt.
7. Georg Fritſch, Bürgermeiſter in Ober=Ramſtadt.
8. Ludwig Lang, Bürgermeiſter in Pfungſtadt.
Da die Ergänzungswahlen von denſelben Wahlbezirken vorgenommen werden,
in welchen die Ausſcheidenden gewählt waren (Art. 27 des Geſetzes), ſo bringen wir
hiermit nach Vorſchrift des Art. 21 des Geſetzes vom 12. Juni 1874 das Verzeichnis
der Gemeinden, welche zu denjenigen Wahlbezirken gehören, in denen bei der bevor=
ſtehenden
Ergänzungswahl Kreistags=Abgeordnete zu wählen ſind, mit Angabe der
Zahl der von jedem Gemeindevorſtand zu ernennenden Bevollmächtiaten und der Ein=
wohnerzahl
der betreffenden Gemeinde zur öffentlichen Kenntnis:

Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſeidener Herren=Regenſchirm. 1 Handwagen. 1 Feldſtecher.
1 kleines Kinder=Perlentäſchchen mit Taſchentuch. 1 Schere. 1 Taſchentuch, gez. J. K.
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v. Heſſert. 1 älteres bräunliches Portemonnaie mit Bügel und über 3 Mk. Inhalt.
1 Kinder=Schirm. 1 eigene Säbelklinge. 1 ſchwarzer Gummigürtel mit großer gelber
Schnalle, 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 2 Mk. Inhalt. 1 Trauring, gez. W. A. 25.
4. 1908. 1 großer Schlüſſel für Sicherheitsſchloß. 1 Schwimm=Abonnementskarte.
1 grünliches Handtäſchchen mit Taſchentuch. 1 Schirm=Ueberzug aus dunkelblauer
Seide. 1 Paar hellbraune lange Halbhandſchuhe (geſtrickt). 1 ſchwarzledernes Hand=
täſchchen
mit 1 Mk. Inhalt und 1 Taſchentuch. 1 Samt=Gummigürtel mit Stahl=
ſchnalle
. 1 Strickzeug mit braunem wollenen Strumpf. 1 goldene Broſche in Ring=
form
mit Brillanten und Saphiren beſetzt (gute Belohnung dem Finder). 1 rotes
Portemonnaie mit 2,60 Mk. Inhalt. 1 Paar ſchwarze Herren=Schnürſtiefel (friſch ge=
fleckt
). 1 Hunde=Halsband mit Marke und der Nr. 900. 1 Hunde=Halsband aus Stahl
geſertigt. 1 Fülſiederhalter. 1 noch neuer Kinder=Schirm mit grünem Griſſchen.
1 braunes halbrundes Portemonnaie mit über 2 Mk. Inhalt. 1 Schulranzen mit
Büchern. 1 blauer Knaben=Umhang mit Kapuze. 1 ſeidener Damen=Regenſchirm mit
ſilbernem Griff. 1 ſilberne Damen=Uhr mit Schlüſſelaufzug. 1 kleines arünes Porte=
monnaie
mit 79 Pfennigen Inhalt. 1 Wandergewerbeſchein, auf den Namen Frieda
Schwarz ausgeſtellt. 1 ovale ſilberne Doſe mit Verzierungen. 1 ſilberne Damen=Uhr
mit Goldrand. 1 goldenes Ketten=Armband mit Gravierung (Leni). 1 Herren= und
1 Damen=Schirm. 1 goldener Damen=Ring mit 1 blauen und 2 weißen Steinen.
1 goldene ovale Broſche (ein Blatt darſtellend). 1 grauer Geldſack. 1 Ehering, gez.
L. R. 14. 4. 95. 1 gold mit blau geſtreifter Damen=Gürtel. 1 ſilberne Damen=Uhr mit
Goldrand und ziſeliertem Rand und Rückdeckel. 1 Double=Armband. 1 dunkelbraunes
Damen=Portemonnaie mit 4,50 Mk. Inhalt. 1 Zwanzigmarkſtück (eingewickelt). 1 gold.
Ring mit rotem erhabenen Stein. 1 rotes Portemonnaie mit 2,50 Mk. Inhalt.
1 ſchwarzer Samt=Gummigürtel mit ſilberner Schnalle (gute Belohnung geſichert).
1 braunes Portemonnaie mit 20 Mk Inhalt und 1 kleiner Schlüſſel. 1 ſchwarzes
Riditül mit einer Taſchenlampe, 1 ſchwarzledernes Handtäſchchen. 1. Monogramm
M. S. aus weißem Metall. 1 Hunde=Halsband mit Meſſingknöpfen u. Marke Nr. 3984.
Kugelaufen bei Privaten: 1 grau=weiß=ſchwarze junge Katze.
Zugeflogen bei Privaten: 2 Kanarienvögel. 1 zahmer Faſan.
Entlaufen: 1 Griffonhund. 1 junge hellgraue Katze mit rötlichen Punkten.
1 bräunliches Huhn. 1 ſchwarz und weißer Spitz.
Entflogen: 1 chineſiſche Nachtigall. 1 Kanarienvogel.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(17502
iſt geöffnet an allen Werktagen von 812 Uhr vormittags und 26 Uhr nachmittags.

Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizelicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56 be=
finden
ſich: 1 Spitzhund, 3 Pinſcher. 1 Spitzhund (zugelaufen).
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden Werk=
tag
, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.

Sountagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 11. September ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung,
betreffend: die Desinfektionen bei anſteckenden Krankheiten.
Die Firma Ibel & Lotz, G. m. b. H. (Darmſtädter Wach= und Schließgeſell=
ſchaft
), verſendet Proſpekte an hieſige Einwohner, worin ſie auf ihre Einrichtungen zur
Vornahme von Desinfektionen von Kranken= und Sterbezimmern aufmerkſam macht

Ord.=
Seelenzahlr Anzahl d. zu ernen=
nenden
Gemeinde= Zahlder zu
wählenden Nr. Namen der Gemeinden bevollmächtigten Kreistags=
Abge= im im in im Einzelnen Ganzen Einzelnen Ganzen ordneten 1. Wahlbezirkt (Darmſtadt) Darmſtadt mit dem ehemaligen
Beſſungen 83123 Geſamtz
Stadtve zahl der
ertretung II. Wahlbezirk (Arheilgen) Geſamt= 2 Arheilgen 5378 n zahl der
Gemeinde=
ſvertretung
Braunshardt 422 Erzhauſen 1390 Gräfenhauſen 1450 Meſſel 1011 Schneppenhauſen 449 Weiterſtadt 1729 9Wixhauſen 1594 13423 50 10 III. Wahlbezirk (Eberſtadt) Geſamt= Eberſtadt 6386 zahl der 11
12 Griesheim 5999 17 Gemeinde=
vertretung
Malchen 197 12582 35 IV. Wahlbezirk (Ober=Ramſtadt) 13 Nieder=Beerbach 894 14 Nieder=Ramſtadt 2021 Geſamt=
14 11 zahl der 15 Ober=Ramſtadt 4027 16 Roßdorf 3005
891 14 Gemeinde=
vertretung
17 Traiſa 18 Waſchenbach 227 11065 45 V. Wahlbezirk (Pfungſtadt) 19 Eich 102 20 Eſchollbrücken 640 21 Hahn 1148 Geſamt=
zahl
der 22 Pfungſtadt 6578 8468 Gemeinde=
vertretung
26

Anträge auf Berichtigung dieſes Verzeichniſſes ſind binnen einer unerſtrecklichen
Friſt von vier Wochen, vom Tage nach der Ausgabe des Blattes, in welchem dieſe
Bekanntmachung erſcheint an gerechnet, bei uns anzubringen.
Darmſtadt, am 8. September 1910.
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
J. V.: von Werner.

(17516

und ſich zur Ausführung von Desinfektionen ſowohl von Wohnungen, wie auch von
einzeinen Gegenſtänden, wie Beten, Garderobe uſw. bereit erklärt.
Wir machen darauf aufmerkſam, daß nach den beſtehenden Beſtimmungen Des=
infektionen
von Zimmern oder Gegenſtänden bei anſteckenden Krankheiten aus=
ſchließlich
durch die dem Großh. Polizeiamt Darmſtadt unterſtehenden amt=
lichen
Desinfektoren vorgenommen werden dürfen. Die Vornahme ſolcher
Desinfektionen durch private Desinfektoren wird unter keinen Umſtänden als genügend
anerkannt. Um eventuelle doppelte Koſten zu vermeiden, machen wir das Publikum
hierauf ausdrücklich aufmerkſam.
(17513soi
Darmſtadt, den 8. September 1910.
Großherzogliches Polizeiamt.
Dr. Kranzbühler.

Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
per ½ kg 90 Pfg. )Dörrfleiſch
Ochſenfleiſch
. per ½ kg 100 Pfg.

Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert

84
90
90
60
92
86
96.
110

Schinken m. Bein
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.

110
130
90
72

Versteigerungs=Anzeige.
Mittwoch, den 14. September I. J., vorm. 9 u. nachm. 3 Uhr,
verſteigere ich Müllerstrasse 41, part., wegen Auflöſung
des Haushaltes:
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2 Seſſel, 4 Stühle, 1 Vertiko, 1 Salontiſch, 1 Spieltiſch, 1 großer Spiegel mit
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2. ein Speiſezimmer, beſtehend aus 1 Büfett, 1 Ausziehtiſch, 1 Serviertiſch,
1 Divan, 1 Schränkchen mit Spiegelaufſatz, alles in eichen Holz geſchnitzt,
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und Spiegelaufſatz, 2 Nachttiſche, 1 Spiegelſchrank, 2 Stühle, 1 Hand=
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Ferner 1 Weißzeugſchrank, 3 Kleiderſchränke, verſchiedene Tiſche, Stühle,
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Haushaltungsmöbel, 3 Regulateure, verſch. Beleuchtungskörper, Lüſter und
Gaszuglampe, Waſchmaſchine, Waſchmange und Wringmaſchine, Porzellan,
Kleider und Weißzeug und ſonſt. Haushaltungsgegenſtände.
Die Verſteigerung findet an den Meiſtbietenden gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 10. September 1910.
(17504si
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator,
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
Obſt=Verſteigerung.
Mittwoch, den 14. September, vormittags 8½ Uhr, auf dem Krappendamm
bei Stockſtadt wird das Obſt daſelbſt, ea. 50 Zentner Aepfel und Birnen, verſteigert.
Nähere Auskunſt durch Güteraufſeher Horſt in Stockſtadt.
Gernsheim, am 8. September 1910.
(175as
Großherzogliche Oberförſterei Gernsheim.
Möller.

Obſt=Verſteigerung
Mittwoch, den 14. September I. J., von vormittags 9 Uhr an, ſoll in den
Gemeinde=Obſtanlagen das Obſt, ca. 550 Zentner feinere Tafeläpfel, an Ort und
Stelle losweiſe verſteigert werden. Zuſammenkunft iſt an der Rheinſtraßs.
(17484
Stockſtadt, am 8. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Stockſtadt.
Merz.

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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Seite 12.

Nummer 212.

Für Herren

Die Mode bevorzugt in dieser Saison
die zweireihige Fasson und sind
beim Anzug Ulster, Paletot der
weite glockige Schnitt wieder massgebend.

Grau, graugrün, braungrün und grünliche
Farben in Diamant und Geflechtmuster-
Dessins dürften am meisten gefragt sein.

Ludwig-
strasse
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Telephon 342.

ist der Mode ein viel grösseres Feld
der Abwechselung geblieben und zwar
bringt die Saison eine Neuheit,
welche sich bald sehr eingebürgert haben
wird. Eine neue praktische kleidsame
und zugleich elegante Fasson, den sog.
zweireih. engl. Jacken-Anzug (siehe
oben die erste Abbildung), Ich habe
diesen Artikel in sehr schönen Sorti-
menten
, allen Grössen und Preislagen
herausgebracht. Ausserdem sind Kittel-,
Blusen- und Norfolk-Anzüge sehr begehrt.
Ein grosser Artikel werden Sweater und
Sweater-Anzüge sein, ebenso Paletot,
Ulster und Pyjacks.

Für Jünglinge

ist die Herren-Mode massgebend, jedoch
werden Anzüge viel mit Büntchen
Manschetten u. Breeches-Hosen getragen.

Für Knaben

in eleganter
Herren-, Jünglings-
und Knaben-
DEREEIDURur
Fertige Garderoben in eleganter moderner Ausführung,
aus gediegenen Stoffen verarbeitet, preiswert in den Ver-
kauf
zu bringen, ist ein leitender Grundsatz meiner Firma.

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ſollen die den Erben der Zimmermeiſter
Ernſt Beſt Eheleuten dahier zugeſchriebenen
Immobilien:
Flur Nr. qm
IV 298¾/100 158 Hofreite Liebfrauen=
ſtraße
109.
IV 298¾/100 126 Hofreite Liebfrauen=
ſtraße
105.
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K112/10
werden.
Darmſtadt, den 12. Auguſt 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß, (D15872,4
älteſter Gerichtsmann.
Bekanntmachung.
Montag, den 19. September I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die zur Konkursmaſſe des Bäcker=
meiſters
Siegmund Salomon dahier ge=
hörige
Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
III 13976¼/1000 138 Grab= ) Guten=
garten
berg=
III 139785/1000 217 Hofreite ſtraße 54,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K115/10
werden.
Darmſtadt, den 12. Auguſt 1910.
Großh. Ortsgericht Darmſtadt I.
J. V.: Ganß. (D15871,4
älteſter Gerichtsmann.
In unſer Handels=Regiſter B wurde heute
eingetragen hinſichtlich der Firma:
Bank für Handel und Induſtrie,
Darmſtadt.
Das ſtellvertretende Vorſtandsmitglied
Wilhelm Pfarrius in Darmſtadt iſt aus
dem Vorſtand ausgeſchieden. (17515
Darmſtadt, den 5. September 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Aufforderung.
Forderungen und Anſprüche an den
Nachlaß des am 25. März 1910 verſtorbe=
nen
Lehrers Johannes Peter Hartleb
von Darmſtadt bittet man innerhalb einer
Woche bei dem unterzeichneten Nachlaß=
verwalter
ſchriftlich anmelden zu wollen.
Darmſtadt, den 9. September 1910.
Karl Dechert,
17576si) Landgraf=Georgſtr. 8, II.
ne ſchöne Konzert=Zither zu verkaufen.
Näheres Expedition.
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Flaſchenwein=Verſteigerung
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Dienstag, den 13. laufenden Monats,
vormittags 11 Uhr,
werden im ſtädtiſchen Schlachthofe, Frank=
furterſtraße
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ca. 100 Zentner altes Guß= und
Schmiedeeiſen
öffentlich meiſtbietend verſteigert. (17389ds
Darmſtadt, den 6. September 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.

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(*22125
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Neue Zeil 92

[ ][  ][ ]

Nummer 212.

Darmſtädter Tagplatt, Samstag, den 16. Septemher 1910.

Seite 10

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EI

Waldverwüſtungen in Nordamerika.
Die temperamentvolle Rede, die Rooſevelt ſoeben
vor dem Nationalen Kongreß gegen die Waldver=
wüſtungen
und für die Erhaltung der Naturſchätze ge=
halten
hat, zeigt den Expräſidenten weiter tätig auf
einem Gebiet, dem er bereits während ſeiner Präſident=
ſchaft
energiſche Fürſorge gewidmet. Schon in ſeiner
Botſchaft vom 3. Dezember 1907 und bei vielen anderen
Gelegenheiten hat er auf die unendliche Gefahr der
Waldzerſtörung hingewieſen, hat anfangs 1908 die
National Conſervation Commiſſion eingeſetzt, die be=
reits
viel für die Erhaltung des Waldbeſtandes getan
hat; auch in der Schuljugend ſuchte er die Liebe zum
Walde zu fördern und hat einmal zu einem der in ver=
ſchiedenen
Staaten eingerichteten Baumfeſttage, an
denen möglichſt jedes Kind einen Baum pflanzen ſoll,
einen wunderhübſchen Brief an die Schulkinder den
Vereinigten Staaten gerichtet. Der Anlaß für Rooſe=
velts
neue Propaganda ſind die gewaltigen Wald=
brände
, die vor kurzem in Nordamerika gewütet
haben; es ſind die ſchlimmſten Waldfeuersbrünſte in
den letzten 25 Jahren geweſen und der durch ſie hervor=
gerufene
Verluſt an Menſchenleben und Nutzholz ſteht
faſt ohne Beiſpiel da. Aber ſie ſind doch nur ein neues
Glied in der unabſehbaren Kette von Verwüſtungen,
denen die früher ſo unendlich reichen Baumbeſtände
Nordamerikas unterworfen worden ſind.
Nähere Einzelheiten über dieſe Waldverwüſtung
werden in einer Korreſpondenz aus New=York in der
von Profeſſor Hinneberg herausgegebenen Internatio=
nalen
Wochenſchrift berichtet. In den letzten 20 Jahren
ſind durch Waldbrände in den Vereinigten Staaten
etwa 2000 Menſchen umgekommen; der Materialſchaden
iſt ganz ungeheuer; man ſchätzt ihn allein für das Jahr
1908 auf 400 Millionen Mark. Im Jahre 1871 wurde
ſogar mehr als der zehnjährige Holzverbrauch des gan=
zen
Landes durch Waldbrände zerſtört. Damals betrug
der Schaden die ganz unglaubliche Summe von 8827.
Millionen Mark. Der Durchſchnittsverluſt läßt ſich auf
etwa 100 Millionen Mark im Jahre beziffern. Der
Waldbeſtand des Landes ſchmilzt dadurch natürlich be=
deutend
zuſammen, beſonders wenn noch ſolche Un=
glücksjahre
wie 1908 und 1910 dazu kommen. 1908
brannte z. B. zu gleicher Zeit ein Wald von einer
Längenausdehnung von 300 Kilometer, d. h. eine

Strecke, wie die Eiſenbahnverbindung zwiſchen Berlin
und Hamburg. Solcher Brände läßt ſich häufig über=
haupt
nicht Herr werden.
Die Feuersbrunſt, die 1908 einen der herrlichſten
Wälder, den von Des Chutes in den Blauen Bergen
des öſtlichen Oregon, zerſtörte, hatte bereits eine Län=
genausdehnung
von 27 Kilometer erreicht, bevor man
energiſch mit ihrer Bekämpfung beginnen konnte. Die
nächſte größere Waſſerquelle war 27 Kilometer entfernt,
und der nächſte Ort, von dem aus die Feuerwehrmann=
ſchaft
verpflegt werden konnte, ſogar 75 Kilometer. Nach
neuntägiger Arbeit brachten 200 Mann das Feuer
ſchließlich zum Stehen. Der Materialſchaden betrug
nur 3 Millionen Mark. Als Urſachen für die Brände
iſt wohl am häufigſten Leichtſinn anzuſehen, indem die
Waldarbeiter Reiſigholz mitten im Walde anzünden
oder Reiſende aller Art ihr Lagerfeuer nicht ſorgfältig
ausdrücken. Häufig entſtehen die Waldbrände auch
durch die Eiſenbahnen, die die Wälder durchfahren. Die
Lokomotiven beſitzen keine Vorrichtungen für Rauch=
verbrennung
ſund dem Lokomotivführer iſt es ganz
gleichgültig, ob die Funken ſeiner Maſchine über
offenes Feld hinſpringen oder vernichtend in die dicht=
belaubten
Stämme fahren. Strenge Geſetze werden
den Eiſenbahngeſellſchaften mehr Vorſicht vorſchreiben
müſſen; man wird ſie zwingen, mit Petroleum zu heizen,
oder ihnen auferlegen, rechts und links von den
Geleiſen Waldland in einer Breite von 30150 Fuß
zu erwerben. Dann werden die entſetzlichen Schädi=
gungen
der Eiſenbahnen aufhören, die auf weiten
Strecken von Nord= und Südkarolina und Georgia
ſtatt der Waldungen nur noch Buſchwerk und verkohlte
Baumſtümpfe ohne die Möglichkeit einer Wiederauf=
forſtung
zurückgelaſſen haben.
Neben den Waldbränden iſt der wichtigſte Grund
für die Waldverwüſtungen in den Vereinigten Staaten
die unſinnige Holzverſchwendung. Wie ge=
ring
früher Holz geachtet wurde, geht daraus hervor,
daß man in den Eichenwäldern des Oſtens aus einer
jungen Weißeiche nur eine einzige Eiſenbahnſchwelle
herſtellte und in Kalifornien zur Herſtellung einer
Schwelle von 15 Cents Wert Holz im Werte von
187 Cents verbrauchte. In den letzten 15 Jahren hat
dann der beſtändig wachſende Verbrauch von Holz=
papier
für die Tageszeitungen ganz ungeheuere
Holzbeſtände verſchlungen. Im Jahre 1900 verbrauchte
man 3½ Milliarden Pfund Holzpapier, im Jahre 1905
bereits 5½ Milliarden Pfund. Die Papiermühlen
haben daher die Waldungen im Oſten beinahe ſchon
buchſtäblich abgefreſſen, ſo daß für die Erzeugung von
Holzpapier die weiter weſtlich gelegenen Staaten
herangezogen werden mußten. Die traurigen Folgen
dieſer Verwüſtungen ſind von dem Forſtamt der Ver=
einigten
Staaten dahin präziſiert worden, daß der ge=
ſamte
Waldbeſtand Nordamerikas in einem oder
ſpäteſtens zwei Menſchenaltern verbraucht ſein muß,
falls der gegenwärtige Konſum anhält. Denn die
Menge des jährlich in der Union geſchlagenen Holzes
beläuft ſich auf ungefähr 100 Milliarden Kubikfuß,
während der jährliche natürliche Zuwachs nur etwa
3040 Milliarden Kubikfuß beträgt. Natürlich hat die
Regierung weitgehende Maßregeln gegen dieſe Wald=
verwüſtungen
ergriffen. Am wichtigſten iſt die groß=
artige
Propaganda des Forſtamtes in Waſhington, das
die ihm unterſtehenden Forſten mit einer Fläche von
zirka 140 Millionen Aeres vortrefflich verwaltet. Das
nordamerikaniſche Forſtamt hat ſeine Waldungen mit
großen Fahrſtraßen durchzogen, Schneiſen angelegt, von
denen jede Spur von Holz und Reiſig entfernt ſein

muß, und läßt die Waldungen von Patrouillen, den
ſogenannten Rangers bewachen, die mit ausgezeich=
neten
Ferngläſern und vorzüglichen Pferden ausge=
rüſtet
ſind. Die Forſten ſind mit einem von Jahr zu
Jahr enger werdenden Netz von Telephonleitungen
verſehen, ſo daß die Waldwärter jeden Waldbrand ſofort
melden können. Durch dieſe Vorſichtsmaßregeln ſind
wenigſtens die Regierungsforſten in den letzten Jahren
vor Feuerſchäden in größerem Umfange bewahrt
worden. Auch die Forſtgeſetzgebung der Einzelſtaaten
wird immer weiter ausgebildet, doch wird vor allem
dem Amerikaner Vorſicht und Sparſamkeit bei der Ver=
wendung
von Holz anerzogen werden müſſen.

Vermiſchtes.
* Ein Prediger in der Wüſte. Einen heftigen Vor=
ſtoß
gegen die Geſchmackloſigkeit der Her=
renmode
unternimmt ein wild gewordener Mitarbeiter
des Mattino: Seit einigen Jahren, ſchreibt er, wird die
Männermode närriſcher. Während die Damen neue
Kleiderformen erfanden, um ſich den Blicken der Männer
anmutiger und verlockender zu zeigen (?), ſcheinen ſich die
Männer mit den Aenderungen, die ſie am Schnitt ihrer
Röcke, an der Form ihrer Hüte und an den Verſchlingungen
und Muſtern ihrer Kravatten vornehmen, abſichtlich lächer=
lich
machen zu wollen. Da man den Hoſen eine andere
Form als die, die ſie ſozuſagen von Natur haben, nicht
geben kann, kommen die Herren der Schöpfung eines ſchö=
nen
Tages auf die geniale Idee, die unteren Ränder der
Beinkleider auch in den Salons umzukrempeln, wie, wenn
ſie beim Tanzen über Pfützen ſpringen müßten. Es gab
eine Zeit, wo die Rockſchöße ſo lang waren, daß ſie ſich
melancholiſch unter dem Saum des epigrammatiſch kurzen
Paletots zeigten. Wenn man einen ſo putzig gekleideten
Elegant ſah, konnte man glauben, daß er in der Gar=
derobe
irrtümlich den Ueberzieher eines anderen genom=
men
habe. Dann wurde es modern und originell, aus
dem Weſtenausſchnitt ein zerknittertes und zerknülltes
Hemd hervorgucken zu laſſen: die Gentlemen ſahen aus,
als wenn ſie im Nachthemd ins Theater oder zum Ball
gehen wollten. Nun fehlte weiter nichts mehr als der
Panama, dieſer ſchrecklichſte aller Modeſchrecken: der un=
glaublich
ſchmierige Hut, der gewöhnlich ſo ausſieht, als
wenn er aus dem Müllkaſten aufgeleſen worden wäre, und
der den Hinterkopf gegen die Strahlen der Hundstagsſonne
ſchützt, während er ihnen die Augen und die Stirn als
Zielſcheibe darbietet, eine Hutkarrikatur, wie man ſie bis
dahin nur in Pantomimen auf dem Kopfe des luſtigen
Pierrot geſehen hatte. Was für die Herren ſonſt noch
Mode iſt, ſieht ebenſo niedlich aus. Man denke nur an die
Krawatten, die mit Nonchalance und ſo unſymmetriſch
wie möglich gebunden ſein müſſen; man darf um des Him=
mels
willen nicht ahnen, daß der Mann, der die Krawatte
trägt, in ſeiner Wohnung auch einen Spiegel hat! Dafür
müſſen aber die Haare ſo ſymmetriſch und glatt ſein wie
ein gebohnter Parkettfußboden; ſie müſſen am Schädel
kleben wie eine Ettikete auf der Schnapsflaſche und
gleichen einer Perücke wie ein Ei dem andern. Das Non
plus ultra von Eleganz ſind: ein zu enger Hut, der auf
dem Kopfe hin und her wippt, ein zu weiter Ueberzieher,
der fidel um die Glieder ſchlenkert, und ſchräge Taſchen,
in welche man die Hände ſo hineinſtecken kann, daß es
ausſieht, als hielte man ſich wegen furchtbaren Leibwehs
den Bauch. Und dieſe Modevorſchriften werden von allen
Herren, die ſich zur Geſellſchaft rechnen, auf das ſtrengſte
befolgt.

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Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.

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Leitung: M. Weber.
Eintritt 25 Pfg.
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ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe. (B1023

Programm
zu dem am Samstag, den 10. September,
von 121 Uhr mittags vor dem Neuen
Palais ſtattfindenden Konzert der Ka=
pelle
des Großh. Train=Bataillons Nr. 18.
1. La grand Reveille‟, Marſch von Seidel.
2. Ouvertüre aus Offenbachs Oper Orpheus
in der Unterwelt von Saro. 3. The Sene=
gambian
Patrol., Charakterſtück von Roſey.
4. Waldteufelein, Melodienkranz aus
Werken von E. Waldteufel von Reckling.
5. Quadrille aus der Op. Eine Nacht in
Venedig von Strauß. 6. Muſſinau‟,
Marſch von Carl.

Kirchweihe zu Pfungstadt

Sonntag, den 11. und Montag, den 12. September,
findet in den neu hergerichteten Lokalitäten des
Goldenen Lamm gutbeſetzte Tanzmuſik ſtatt.
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Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt.
Achtungsvoll
Adam Gandenberger früher Zeh.

Seeheimer Nachkirchweihe
wird Sonntag, 11. September,
bei mir mit gutbesetzter Tanzmusik
gefeiert. Für gute Weine, vorzügliche Speiſen iſt geſorgt, wozu ich höflichſt einlade.
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Letzter Zug nach Darmſtadt ab Seeheim 11 abends.
Hochachtend Georg Heldmann.

Der

Dürkheimer Wurstmarkt
grösstes pfälzisches Volksfest
findet
am I1., 12. und 13. September,
der Nachmarkt am 18. September statt.
Bad Dürkheim, den 9. Auguſt 1910.
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Seite 16.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Nummer 212.

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Führer: Die Herren E. Wetzstein und Eugen Schmitt.
Sonntagsfahrkarte Mainz Mk. 1.45, Schiff hin u. zurück 85 Pf.
Teilnehmer- und Tischkarten vom 6. September ab bei Herrn E. Wetzstein,
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Samstag, den 10. September, abends 8 Uhr:
Volkstümliches Konzert
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Sonntag, den 11. September, abends 8 Uhr:
Konzert d la Wien
(Salonorchester)
Eintritt 20 Pfg.
Leitung: M. WEBER.

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Kirchweihe zu Pfungstadt.
Sonntag, den 11. und Montag, den 12. September
Darmstädter Hof
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Für gute Speiſen und Getränke iſt beſtens geſorgt.
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Heinrich Spiess.

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Nachkirchweihe Secheim a. d. Bergstr.
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Samstag, 10. September.
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Seite 18.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Nummer 212.

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Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Seite 19.

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Nummer 212.

Seite 20.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

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Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

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Seite 22.

Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Der falſche Doktor. Wie man Geſunde verrückt
erklärt! Im aufgeklärten Berlin. Von der
britiſchen Sondergeſandtſchaft. Der Lord läßt ſich
... nicht entſchuldigen Nach berühmtem Muſter.
Der Herzog in Hamburg. Die Unſicherheit auf der
Stadtbahn. Aus dem Theaterleben.
Sie ſind wohl meſchugge? dieſe
liebenswürdige Frage kann man hier des öfteren ver=
nehmen
und es folgt darauf ſtets die nicht minder
liebenswürdige und in ihrer Dentlichkeit meiſt recht
ehrliche Antwort! Aber daß man mit jener freund=
lichen
Erkundigung auch einen ganz direkten Erfolg,
nicht etwa in Geſtalt einer knallenden Ohrfeige oder
einer ſaftigen Injurie, haben kann, das iſt doch neu
in dem kaleidoſkopartigen Getriebe der Weltſtadt! Dies
fertig zu bringen, konnte natürlich bloß einem Ver=
rückten
gelingen! Das Verdrehteſte dabei iſt nur, daß
ganz geſunde Menſchen darauf hineingefallen ſind.
Einem geiſteskranken Schwindler, der nach allerhand
Stibitzereien und Betrügereien auf Grund des pſychia=
triſchen
Gutachtens nicht in ein Gefängnis, ſondern in
eine Irrenanſtalt geſteckt wurde, gelang das Kunſtſtück,
völlig geſunden Berlinern der verſchiedenſten Berufs=
kreiſe
einzureden, daß ſie einen gehörigen Klapps
hätten, von dem er und nur er allein ſie durch ſeine
Behandlung mittels eines beſonderen Apparates be=
freien
könnte! Bereitwillig gaben ſie dem Herrn
Doktor das Geld für die bewußten Maſchinen zum
Vernünftigwerden, und natürlich ſah man Geld und
Doktor nicht wieder. In anderen Fällen aber wurde
dieſer merkwürdige Zeitgenoſſe von Familien als
Hausarzt angenommen, ſtellte genaue Unterſuchungen
an, verſchrieb Medikamente, erwarb ſich das volle Ver=
trauen
dieſer ſeltſamen Mitglieder der leidenden
Menſchheit! Einzig durch die Warnungen in den
Zeitungen gelang es, dieſen eigenartigen Retter auf
friſcher mediziniſcher Tat gelegentlich eines Kranken=
beſuches
zu verhaften, wobei ſich gleich bei ſeiner erſten
Vernehmung ſeine geiſtige Unzurechnungsfähigkeit
herausſtellte. Gerade auf dem Gebiete der Heilkunde
ſind wir ja in dem aufgeklärten Spree=Athen an die
merkwürdigſten Dinge gewöhnt, von den längſt zurück=
liegenden
Zeiten des Monddoktors an, der nur in
mondhellen Nächten ſeine Kranken empfing und der
einen ungeheuren Zuſpruch hatte, bis auf den heutigen
Tag, wo abermals die Geſundbeter und ebeterinnen
glänzende Geſchäfte machen und alte Weiber ſchmierige
Kaffeereſte als unfehlbares Mittel gegen Schwindſucht
und ſonſtige angenehme Krankheiten verkaufen. Aber
daß ein Verrückter durchaus Geſunde’ von einer ihnen
eingeredeten Geiſteskrankheit zu kurieren trachtet und
völlig ernſt genommen wird, das iſt denn doch etwas
Neues in des Deutſchen Reiches Hauptſtadt!
Und nicht minder neu ſind die Erfahrungen, die
wir hier mit der britiſchen Sondergeſandt=
ſchaft
gemacht, deren Chef bekanntlich der Lord und
Earl Roberts geweſen, der unſerem Kaiſer die Thron=
beſteigung
König Georgs V. von England anzeigen
ſollte. Guter Schiller, du lebteſt noch in einer anderen
Sphäre und in anderen Anſchauungen, als du als
Schlußworte der Maria Stuart deinen Kent zu
Eliſabeth ſagen ließeſt, daß ſich der Lord entſchuldigen
laſſe, er ſei zu Schiff nach Frankreich! Heute ſcheinen
nicht mehr ſo verfeinerte Sitten zu herrſchen, und ge=
wiſſe
Lords halten es nicht mehr für nötig, eine Ent=
ſchuldigung
zu ſenden, wenn ſie plötzlich in der
Phäakenſtadt an der Donau Bauchkneipen bekommen,
dies mit heißem Tee zu bekämpfen trachten und ſich ins
warme Bett legen, während der Zug ohne ſie nach den
Geſiaden der Spree dampft. So kam es, daß auf dem
Anhalter Bahnhof der beim Eintreffen einer derartigen
feierlichen Abordnung übliche prunkvolle Apparat in
die Erſcheinung trat, daß die Ehrenwache mit klingen=
dem
Spiel aufzog, daß unſere Generale und kaiſerlichen
Adjutanten in ſtolzer Gala auf dem Bahnſteig er=
ſchienen
, daß, als der Zug, in welchem man den er=
warteten
Gaſt vermutete, einlief, die Soldaten unter
den Weiſen der engliſchen Nationalhymne präſentier=
kten
, daß ſich aber auch nicht die geringſte Spur von dem
zu begrüßenden Lord zeigte! Seine Herrlichkeit er=
ſchienen
dann am nächſten Morgen auf der Berliner
Bildfläche, ohne daß man von beſonderen Entſchuldi=
gungen
oder von einer Aufklärung, warum nicht recht=
zeitig
an die entſprechenden Stellen telegraphiſche Mit=
teilung
von den veränderten Reiſedispoſitionen ge=
macht
worden, gehört hätte!

Seine Lordſchaft trachteten vielleicht, nach berühm=
tem
Muſter, das für ihn kein fremdes geweſen, zu
handeln! Eine Reihe von Jahren iſt’s her, da war
über das Waſſer ein hoher Herr zu uns gekommen,
außer ſonſtigen Würden und Titeln Chef eines unſerer
bekannteſten Kavallerie=Regimenter, das in einer an=
läßlich
einer kürzlichen Denkmalsenthüllung vielge=
nannten
Stadt in Garniſon liegt. Als die betreffende
Königliche Hoheit die Rückreiſe nach ihrem Heimatlande
antreten wollte, ward ihr nahegelegt, jenem Regiment
einen, wenn auch noch ſo kurzen Beſuch abzuſtatten.
Der hohe Herr intereſſierte ſich ja ſonſt nicht allzu ſehr
für militäriſche Dinge, konnte aber nicht umhin, der
Anregung Folge zu leiſten. Der betreffende Zug traf
in der betreffenden Stadt um die ſiebente Morgen=
ſtunde
ein, von Berlin aus waren zum feſtlichen
Empfange genaue Befehle ergangen. Auf dem Bahn=
hofe
herrſchte demzufolge rege militäriſche Bewegung,
der Kommandeur, ein Herr v. N., war mit ſeiner Um=
gebung
erſchienen, eine Ehrenwache mit Muſik aufge=
ſtellt
, während auf dem Exerzierplatze das Regiment
parademäßig verharrte. Der Zug läuft pünktlich ein,
die Muſik ſchmettert luſtig drauf los, aber die Vor=
hänge
des Salonwagens bleiben dicht geſchloſſen, und
plötzlich ſtürzt ein Hofſekretär heraus und auf den
ihm zunächſt befindlichen Bahnhofsvorſteher zu: Um
Gottes willen, was ſoll denn der furchtbare Lärm?
Seine Königliche Hoheit haben ſtrengen Befehl ge=
geben
, Höchſtihn nicht vor 9 Uhr zu wecken! Na, man
kann ſich die langen Geſichter wohl vorſtellen. Ein
Zeichen, die Trompeten verſtummten, die Offiziere
wiſperten und flüſterten und verſchwanden, der Salon=
wagen
wurde vorſichtig auf ein Nebengeleiſe geleitet,
und zwei Stunden ſpäter konnte ſich dann programm=
mäßig
die Szene wiederholen, da hatte der hohe Herr
geruht, ausgeruht zu haben! Aus der Erinnerung ſei
noch ein ähnliches anderes Stückchen mitgeteilt. Als
im Juni 1895 der Nord=Oſtſee=Kanal feierlich durch
den Kaiſer eröffnet werden ſollte, waren auch Ein=
ladungen
an die verſchiedenen europäiſchen Herrſcher
ergangen, die ſich meiſt durch nahe Familienangehörige
vertreten ließen. So auch der König eines ſüdlich
gelegenen und namentlich von deutſchen Touriſten
viel beſuchten und beſungenen Landes. Er ſandte ſeinen
Neffen, einen Herzog v. A., der wohl ſchon manches
von den lockenden Annehmlichkeiten Hamburgs gehört
haben mochte, denn er erſchien bereits einige Tage vor
ſeiner amtlich mitgeteilten Ankunft, natürlich ganz
inkognito, und war mit ſichtlichem Eifer beſtrebt, das
Leben und Treiben in der ſtolzen Hanſaſtadt recht
genau kennen zu lernen, auch wenn nicht gerade die
Sonne ſchien und ſein Studium nicht Muſeen, Samm=
lungen
, Angelegenheiten des Handels und Wandels
betraf! Als ſich dann die Stunde ſeines offiziellen
Eintreffens näherte, fuhr der Herzog bis Büchen, warf
ſich unterwegs in ſein ſchimmerndes, ordenbedecktes!
militäriſches Gewand, benutzte den nächſten Zug nach
Hamburg zurück und langte auf dem Kloſterbahnhof
an, wo er mit den bewußten königlichen Ehren
empfangen wurde. In freundlichen Worten gab er
ſeiner Freude Ausdruck, daß ſich endlich ſein Wunſch er=
fülle
, die ſchöne Elbeſtadt beſuchen zu können, und daß
er gewiß hier die günſtigſten Eindrücke erhalten werde.
Aber als er die Ehrenkompagnie abſchritt, da ſtutzte er
plötzlich beim Anblick eines Offiziers, eines Grafen
v. B., den er in der Nacht zuvor an irgend einem ver=
gnüglichen
Orte kennen gelernt, und mit dem er, ohne
daß beide natürlich ihre richtigen Namen genannt, bis
zur Morgenſtunde ſich mit Erfolg die Langeweile ver=
trieben
. Ueber das Geſicht des Herzogs huſchte ein
kaum merkliches Lächeln, der Offizier konnte gleich=
falls
nicht ein verſtändnisvolles Schmunzeln unter=
drücken
!
Ja, ja, auch die Eiſenbahnchronik kann ja ganz
unterhaltende Dinge aufweiſen! Mit der Unterhaltung
iſt man ſchon einverſtanden, aber nicht mit ſo blutigen
Vorfällen, wie ſie ſich jetzt immer wieder und wieder
auf einzelnen Stellen unſerer Stadtbahn ereignen. Die
in jüngſter Zeit ſich mehrenden frechen Rauban=
fälle
auf dem Südring haben eine begreifliche
Erregung in unſerer Einwohnerſchaft hervorgerufen,
und wenn früher die leeren Abteile in der Gunſt der
Fahrgäſte ſtanden, ſo ſind es jetzt die möglichſt voll be=
ſetzten
. Iſt dieſe Unſicherheit ſchon an ſich beklagens=
wert
, ſo nicht minder das Gefühl, daß die Beamten
jener Bahn doch nicht hinreichend inſtruiert zu ſein
ſcheinen, wie es im Dienſte der Allgemeinheit erfor=
derlich
wäre. Bei den ernſten Ereigniſſen, von denen
hier die Rede, vermißte man ein ſchnelles und richtiges
Handeln einzelner Angeſtellten der Bahn, die ſich kaum
um die angegriffenen und beraubten Perſonen küm=

merten, ſondern nur ihr Augenmerk auf die vorſchrifts=
mäßige
Abwickelung des Verkehrs lenkten. Dadurch
gewannen die Täter genügend Zeit, zu entwiſchen, und
wurden viel zu ſpät die erforderlichen Nachforſchungen
angeſtellt. Man darf wohl erwarten, daß auch hier
ſchleunigſt Abhilfe erfolgt und dem berühmten preu=
ßiſchen
Dienſtreglement einige dem Wohle des Pu=
blikums
geltende neue Paragraphen eingefügt werden.
Und dann wird ja alles vortrefflich klappen!
Wie ähnliche Hoffnungen, daß alles gut klappen
wird, beim gegenwärtigen Beginn der neuen Spiel=
zeit
unſerer Theater überall hier auftauchen!
Aber dieſes Lied und dieſer Optimismus ſind uns
wohlvertraut, und wir ſind durch lange Erfahrungen
gewitzigt, all die bei jeglichem Saiſonanfang üppig ins
Krauut ſchießenden ſchönen Verſprechungen unſerer
Bühnenleiter mit gewiſſer Vorſicht zu betrachten. Meiſt
kommt’s ganz anders, wie es uns ſo roſig dargeſtellt
worden, und die holden Blüten der Theorie werden
rauh durch den Mehltau der Praxis geknickt. Nach dem
in jeder Beziehung erbärmlichen letzten Theaterwinter
wäre herzlich zu wünſchen, daß wir uns an guten dra=
matiſchen
Ueberraſchungen erfreuen könnten, es hängt
das ja auch eng mit dem bald regeren, bald leicht er=
lahmenden
Intereſſe unſeres wohlhabenden Publikums
für unſere Theater zuſammen, und unſeren Direktoren
iſt wahrlich diesmal neben dem literariſchen Erfolg
auch der materielle zu gönnen. Vorläufig ſpielt ein
Dramatiker bei uns ſeine Trümpfe aus, der ſchon
längſt nicht mehr in der Lage iſt, eventuelle fette Tan=
tiémen
einzuſtreichen, was übrigens den Theaterleit=
ungen
gar nicht unangenehm iſt: Moliére. Das Neue
Schauſpielhaus bringt demnächſt den Tartüff ſund
desſelben Dichters Burleske Der Herr von Pour=
ceaudngc
und alsbald folgt das Königliche Schauſpiel=
haus
gleichfalls mit dem Tartüff dem ein kleines
anderes Moliéreſches Stückchen Moliere und die
Seinen beigegeben wird, das, eine ſchneidende Abwehr
verſchiedener Angriffe gegen den Poeten, bisher noch
nicht bei uns aufgeführt ward. Selbſt in der Komi=
ſchen
Oper begegnen wir dem großen Franzoſen,
und zwar in der Gounodſchen Oper Der Arzt
wider Willen, die ihre Ausgrabung verdiente und
in guter Darſtellung reichen Beifall erntete. Es iſt
ganz ſeltſam, daß dieſes Werk, das vor fünfzig Jahren
entſtanden und ſeinerzeit großen Anklang gefunden,
ſo gänzlich verſchollen geblieben. Zeigt hier auch der
Komponiſt nichts von ſeinem getragenen und heroiſchen
Stil, ſo erfreut er uns durch eine reiche Zahl liebens=
würdiger
und frohſinniger Melodien, die ſich auf däs
geſchickteſte der luſtigen Handlung anſchmiegen.
Düſter und unheimlich iſt dagegen der Stoff, den ſich
Maxim Gorki für ſein vieraktiges Schauſpiel Die
Letzten, gewählt, deſſen Uraufführung in den Kam=
merſpielen
des Deutſchen Theaters ſtatt=
gefunden
. Es iſt eine Anhäufung von Scheußlichkeiten
innerhalb der Familie eines ruſſiſchen Polizeidirek=
tors
, alles dunkel in dunkel gezeichnet, und wenn ein=
zelne
freundliche Lichter aufleuchten, ſo verſtärken ſie
nur das Laſtende und Schwere des Ganzen. Gorki iſt
ja durchaus kein Dramatiker, auch hier gibt er uns
bloß loſe aneinandergereihte Epiſoden, von denen ein=
zelne
uns feſſeln, die Mehrzahl aber uns nur abſtoßend
berührt.
Unſere Königliche Oper brachte als Nachfeier
zu Robert Schumanns hundertjährigem Geburtstage
Byrons Manfred mit Schumanns Muſik, die nament=
lich
in der Ouvertüre von einſchmeichelndem Zauber
iſt, und die auch in ihrer übrigen melodrgmatiſchen Ge=
ſtaltung
uns einen reinen Genuß verſchaffte, zumal die
ganze Aufführung eine ſorgſam vorbereitete war. Lei=
der
iſt ja unſere Oper noch immer auf ihr interimiſti=
ſches
Heim am Tiergarten angewieſen, erſt am 1. No=
vember
ſoll die Ueberſiedelung in das einem gänzlichen
Umbau unterwörfene alte Opernhaus ſtattfinden. Für
das ganz neue, das ſeinen Platz an der Stelle des
jetzigen Neuen Königlichen Opernhauſes erhalten ſoll,
iſt dieſer Tage ein Preisausſchreiben zur Erlangung
von Entwürfen erlaſſen worden. Der Wettbewerb iſt
nur ein engerer und erſtreckt ſich auf eine kleine Zahl
unſerer tüchtigſten Architekten, die faſt ſämtlich ſchon
ihre Erfahrungen beim Bau von Bühnenhäuſern ge=
ſammelt
. Vielleicht wäre es angebrachter geweſen,
as Preisausſchreiben allgemeiner zu halten, um eine
größere Beteiligung zu erzielen, aber wir ſind zufrie=
den
, daß überhaupt ein Anfang gemacht worden, nach=
dem
ſo oft ſchon bundert Pläne dieſes Neubaues er=
örtert
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Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. Soptember 1910

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N 212.

Samstag, 10. September.

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Seite 26.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10, September 1910.

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Nummer 212.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Seite 27.

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Seite 28.

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

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[ ][  ]

Seite 30

Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 10. September 1910.

Nummer 212.

Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 912 Uhr vorm. und
65 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 6. Sept.: dem Kaufmann Hermann
Neu, Aliceſtr. 21, e. S. Rolf. Am 2.: dem Heizer
Joſeph Kögel, Neue Ireneſtr. 16, e. T. Johanna
Margarete Karoline. Am 4.: dem Straßenreiniger
Heinrich Ruhl, Hoffmannſtr. 10, e. S. Waldemar
Gottfried Willi. Am 5.: dem Gärtner Georg Weicker,
Nieder=Ramſtädter Straße 50, e. S. Willi. Am 1.: dem
Zahntechniker Felix Fiedler, Kiesſtr. 18, e. T. Klara
Paula. Am 4.: dem Schreiner Heinrich Georg,
Dieburger Straße 32, e. T. Anna Margar. Am 6.: dem
Privatdozenten an der Techn. Hochſchule und beeidigten
Handelschemiker Dr. Wilh. Vaubel, e. S. Philipp.
Jakob Chriſtoph Heinrich Reinhard. Am 4.: dem Stu=
denten
Wladimir Turner, Riegerplatz 8, e. T.
Eliſabeth.
Anfgebotene. Am 5. Sept.: Glaſer Georg Heinrich
Storck in Roßdorf mit Dienſtmagd Maria Magdal.
Karn in Heubach. Am 6.: Großh. Finanzaſſeſſor
Johann Georg Rudolf Petry, hier, mit Veronika
Eleonore Friederike Kühn in Gießen. Schneider
Heinrich Weil, Heidelberger Straße 36, mit Schnei=
derin
Eliſabetha Scherer in Auerbach. Am 7.:
Regiſtrator Heinrich Kammer, hier, mit Henriette
Adolfine Eliſabeth Maria Luiſe Nagel in Gießen.
Schloſſer Ludwig Finger III. in Ober=Ramſtadt mit
Magdalene Eliſab. Golzer in Eberſtadt. Finanz=
aſpirant
Ernſt Friedrich Hille, Arheilger Straße 50,
mit Wilhelmine Charlotte Büttner, Magdalenen=
ſtraße
5. Eiſendreher Chriſtian Böhm, Neue Irene=
ſtraße
23 mit Pflegerin Eliſabetha Hofmann, Frank=
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Straße 42. Am 8.: Mechaniker Peter Müller
in Ober=Ramſtadt mit Eliſe Schanz, ebendaſelbſt.
Sergeant im Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24 Adam
Hübner, Holzhofallee 25, mit Schneiderin Katharina
Margareta Laupus in Bergen. Hilfsweichenſteller
Juſtus Spahn II. in Nieder=Ramſtadt mit Köchin
Marie Steinbrenner, Heinrichſtr. 51. Maſchinen=
ſchloſſer
Julius Emil Schott, Helfmannſtr. 12, mit
Verkäuferin Katharina Lang, Müllerſtr. 23.
Geſtorbene. Am 4. Sept.: Eliſ. Marg. Roß geb.
Krämer, Witwe d. Schuhmachers, 77 J., ev., Große
Ochſengaſſe 28. Am 3.: Albert Michelini, S. d.
Kunſthändlers, 1 T., kath., Heinheimerſtr. 61. Stephan
Michelini, S. d. Kunſthändlers, 1 T., kath., Hein=
heimerſtr
. 61. Am 5.: Karl Ldg. Pfeiffer, S. d.
Fabrikarb., 2 J., ev., Rhönring 57. Marie Schmidt
geb. Steuernagel, Wwe. d. Maurers, 51 J., ev., Fuhr=
mannsſtr
. 7. Am 6.: Fabrikarbeiter Ernſt Müller,
16 J., ev., Arheilgen. Am 5.: Adele Simons geb.
Thormann, Wwe. d. ordentl. Profeſſors, 86 J., ev.,
Inſelſtr. 20. Am 7.: Fdch. Büchler. S. d. Lohn=
kutſchers
, 9 J., ev., Gutenbergſtr. 37. Karl Fdch. Gg.
Gottmann. S. d. Lokomotivführers, 1 J., ev.,
Blumenthalſtr. 97. Landwirt Joh. Ph. Minck, 92 J.,
ev., Soderſtr. 76. Büglerin Eliſe Rehner, 50 J.,
kath., Liebigſtr. 33.

Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
16. Sonntag nach Trinitatis, den 11. September 1910
Hofkirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgoitesdienſt.
Mittwoch den 14. September, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
D. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Profeſſor
Pfannmüller. Vorm. um 11 Uhr: Kindergottes=
dienſt
. Pfarrer Kleberger. Nachmittags um 6 Uhr:
Pfarrer Walz.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
11. September, vormittags 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Kaplaneibezirk. Pfarrer D. Diehl. Vorm. um
11¼ Uhr: Chriſtenlehre für den Oſt bezirk. Pfarrer
Vogel.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Kollekte für das Krüppelheim in
Nieder=Ramſtadt. Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den Oſt=
bezirk
. Pfarrer Widmann. Nachm. um 2 Uhr:
Chriſtenlehre für den Oſt bezirk in der Kirche, für den
Weſt bezirk im Gemeindehaus.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottes=
dienſt
. Pfarrer Knöpp. Vormittags 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. Donnerstag, den 15. September,
nachmittags 3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Knöpp.
Beſſunger Kirche (Petrusgemeinde): Vormittags 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Flöel. Jahresfeſt der evangeli=
ſchen
Jugendvereinigung der Petrusge=
meinde
. Kollekte für die Jugendvereinigung. Vor=
mittags
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarraſſiſtent
Flöel.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Sonntag,
den 11. September, abends ½8 Uhr: Familienabend der
Jugendvereinigung.

DPaukuslircher Kollie für die Evangeiſchen in.
Oeſterreich. Vormittags 8½ Uhr: Chriſtenlehre. Pfarrer
Rückert. Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
anſchließender Beichte und Feier des heil. Abendmahls.
Pfarrer Rückert. Vorm. 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 11. Sept.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Nachmit=
tags
um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. Abends 8 Uhr: Blaukreuzverſamm=
lung
. Donnerstag, den 15. Sept., abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue Nieder=
ſtraße
13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 11. September, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. Nachmit=
tags
4 Uhr: Predigt. Jedermann iſt herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. 30): Samstag, den
10. September, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beichte.
17. Sonntag nach Pfingſten, den 11. September 1910
Mariä Geburt
Kollekte für den St. Joſeph=Miſſionsverein
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. Um 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 8 Uhr: heil. Meſſe.
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. Nachm. um 3 Uhr: Feſtandacht.
Um 4 Uhr: Verſammlung im Mädchenheim.
Um 5 Uhr: Verſammlung des Vereins chriſtlicher Mütter.
Um 6 Uhr: Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. Sonntag, vormittags um ½6 Uhr: Gelegen=
heit
zur heil. Beichte. Um 6 und um ½ 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Montag, nachmittags um 4 Uhr: Sakramentaliſche
Betſtunde.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 10. September,
nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegen=
heit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 11. September 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. Um 8 Uhr: heil. Meſſe
mit Predigt. Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt.
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
10. September, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
17. Sonntag nach Pfingſten, den 11. September 1910
Feſt Mariä Geburt
Kollekte für den St. Joſeph=Miſſionsverein
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½ 7 Uhr: hl. Meſſe. Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. Nachm. um ½3 Uhr: Katechetiſche Predigt
und Muttergottes=Andacht. Bibliothek (Heerdweg 28):
Dienstag, nachmittags von 6 bis 7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 10. September,
abends um 5 Uhr: Beichte.
17. Sonntag nach Pfingſten, den 11. September 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. Um ½ 7 Uhr: Aus=
teilung
der heil. Kommunion. Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. Während der Woche vormittags um
¼7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 17. Sonntag nach Pfingſten,
den 11. September, vormittags um ½8 Uhr: Amt und
Predigt. Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. Sept.: Dem Schneider
Friedrich Ruths T. Auguſte Eliſabeth, geb. 16. Aug.
Dem Fabrikarbeiter Heinrich Hartmann S. Heinrich, geb.
11. Aug. Dem Schloſſer Johannes Borger S. Philipp,
geb. 7. Juli. Dem Schutzmann Karl Lehmann T. Luiſe,
geb. 12. Aug. 2. Sept.: Dem Fuhrmann Georg Leicht=
lein
S. Friedrich Karl, geb. 23. Juli. 4. Sept: Dem
Stadtbau=Inſpektor Johannes Heuſel S. Hans Wolf=
gang
, geb. 18. Juli. Dem Obergärtner Johann Gali=
kowski
T. Mina Katharina Anna, geb. 15. Aug. 7. Sept.:
Dem Schriftſetzer Johannes Friedrich Auguſt Caſtritius
T. Wilhelmine Eliſabeth, geb. 12. Aug. 8. Sept.: Dem
Schloſſer Johann Ludwig Neff S. Friedrich Theodor,
geb. 12. Juni.
Johannesgemeinde: 4. Sept.: Dem Schneider
Steffen Wirringer T. Eliſabeth Hillbrika Olga, geb. 12. Aug.
Dem Hilfsſchaffner Adam Heckmann S. Johann Adam,
geb. 31. Juli. 8. Sept.: Dem Lokomotivheizer Philipp
Stieb T. Katharine Chriſtine, geb. 4. Sept. Dem Werk=
meiſter
Karl Paſchke S. Ernſt Ludwig Karl, geb. 10. Aug.

Dem Meialſchleiſer Paut Buhlinger T. Helene Dda, geb.
20. Aug.
Martinsgemeinde: 28. Sept.: Dem Schriftſetzer=
Otto Wilhelm S. Hans, geb. 14. Aug. 4. Sept.: Dem.
Hausdiener Johann Georg Schad T. Anna, geb. 25. Juni.
Dem Maſchinenmeiſter Chriſtian Friedrich Wilhelm
Auracher T. Marie, geb. 30. Juni. Dem Bautechniker
Guſtav Georg Eugen Schäfer T. Marie Kätchen, geb.
18. Juli. Dem Kutſcher Heinrich Muth S. Heinrich, geb.
17. Juli. 3. Sept.: Dem Keſſelſchmied Heinrich Eduard
Jochmann T. Sophie, geb. 29. Juni. Dem Buchbinder
Auguſt Möſer T. Maria Martha, geb. 21. April. Dem
Finanzaſpirant Heinrich Ludwig Schäfer S. Wilhelm
Heinrich Adolf, geb. 10. Aug. 4. Sept.: Dem Dachdecker
Heinrich Reich T. Mathilde Dora, geb. 26. Juli. Dem
Friſeur Georg Philipp Herling T. Marie Eliſabeth
Elfriede Leonhardine, geb. 10. Aug. 5. Sept.: Dem
Bierbrauer Otto Hauk S. Friedrich Auguſt, geb. 5. Mai.
Petrusgemeinde: 4. Sept.: Dem Maſchinen=
techniker
Karl Auguſt Tillmann S. Karl Heinrich Wilhelm,
geb. 24. Juli.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 4. Sept.: Oberpoſtaſſiſtent
Jakob Heinrich Keller von Frankfurt a. M. und Maria
Dorothea Eliſabeth Hofmann. 25. Aug.: Kaufmann
Ludwig Nungeſſer von Pfungſtadt und Suſanna Sim=
mermacher
von Groß=Gerau. 3. Sept.: Mechaniker Wil=
helm
Gutbrod von Frankfurt a. M. und Anna Spalt.
4. Sept.: Verkäufer Auguſt Romann Rohrer und Karo=
line
Wenz. Dachdecker Jakob Chriſtian Heinrich Pullmann
und Franziska Büttenbender. 7. Sept.: Diplom=Ingenieur
und Architekt Rudolf Leonhard Karl Schäfer und Luiſe
Leopoldine Elvira Schutter.
Martinsgemeinde: 14. Aug.: Ingenieur Max
Robert Emil Hohmann und Auguſte Kraft. 3. Aug.:
Kaufmann Jakob Johann Georg Schubkegel und Ma=
thilde
Vogt. 4. Aug.: Schriftſetzer Karl Ludwig Scherzin=
ger
in Heidelberg und Katharina Maria Blümmel.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 6. Sept.: Bertha Daum, geb.
Leiſtner, Ehefrau des Zugführers i. P. Jakob Daum,
51 J., ſtarb 4. Sept. Ludwig Hofmann, S. des Invaliden
Johannes Hofmann, 1 M., ſtarb 4. Sept. 7. Sept.:
Eliſabethe Roß, geb. Krämer, =Witwe des Schuhmachers
Adam Roß, 67 J., ſtarb 4. Sept. 4. Sept.: Adam Emil Gunkel,
S. des Dachdeckers Adam Gunkel, 4 M., ſtarb 2. Sept.
6. Sept.: Kaſſiererin Mathilde Schmelk, 35 J. 4 M., ſtarb
4. Sept. 8. Sept: Witwe Adele Simons, geb. Thormann,
86 J. 4 M., ſtarb 5. Sept.
Johannesgemeinde: 3. Sept.: Rentner Wil=
helm
Schwab, 54 J., ſtarb 1. Sept.
Martinsgemeinde: 4. Sept.: Eliſabeth Hölzel,
T. des Schneiders Jakob Hölzel, ½ J., ſtarb 3. Sept.
6. Sept.: Karl Pfeifer, S. des Fabrikarbeiters Peter
Pfeifer, 2½ J., ſtarb 5. Sept. 7. Sept.: Marie Schmidt,
geb. Steuernagel, Witwe des Maurers Georg Schmidt,
51 J., ſtarb 5. Sept. 6. Sept.: Landwirt Heinrich Winter,
47 J., ſtarb 4. Sept.
Petrusgemeinde: 5. Sept.: Eleonore Dorothea
Wolf, geb. Hummel, Ehefrau des Landwirts Georg
Wolf VII., 55 J., ſtarb 3. Sept. 6. Sept.: Walter
Schröder, S. des Hilfsſtationsaſſiſtenten Ludwig Schröder,
17 J., ſtarb 3. Sept. Eliſe Leißler, geb. Wagner, Witwe
des Johannes Leißler, 64 J., ſtarb 4. Sept.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 10. Aug.: Dem Berg=
mann
Jakob Jäger S. Euſebius Rudolf, geb. 6. Aug.
10. Aug.: Dem Taglöhner Georg Sölch S. Rudolf. Dem
Heinrich Höhr S. Heinrich, geb. 22. Juli. Dem Kutſcher
Ferdinand Will S. Ferdinand Georg, geb. 10. Aug.
Dem Taglöhner Joſeph Macijewska T. Marianne, geb.
8. Aug. 14. Aug.: Dem Schloſſer Adolf Hahn S. Jakob,
geb. 7. Aug. 21. Aug.: Dem Fuhrmann Georg Friedrich
T. Georgine Martha Anna, geb. 14. Aug. 23. Aug.: Dem
Dienſtmann Jakob Joſt T. Martha, geb. 15. Aug.
27. Aug.: Dem Schuhmacher Richard Koehnemann S.
Hermann Wilhelm, geb. 22. Juni. 4. Sept.: Dem Fuhr=
knecht
Otto Ebner T. Katharina, geb. 30. Juli. Dem
Schuhmachermeiſter Jean Lotz S. Franz Adam, geb.
21. Aug.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 6. Aug.: Kaſſierer
Oskar Blind und Barbara Seib, beide dahier. 13. Aug.:
Fabrikarbeiter Wilhelm Hermes zu Ober=Olm und Maria
Meffert zu Frankfurt a. M.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 9. Aug.: Margaretha
Katharina Kieſer, ledig, 33 J., ſtarb 6. Aug. zu Berlin.
11. Aug.: Eliſabeth Ackermann, ledig, 44 J. 7 M., ſtarb
9. Aug. 14. Aug.: Alexius Schröer, S. des Heinrich
Schröer in Griesheim, 6 M., ſtarb 12. Aug. 19. Aug.:
Margareta Morhard, Witwe des Leonhard Morhard,
71 J., ſtarb 17. Auguſt. Schuhmacher Auguſtin Krebs,
72 J., ſtarb 17. Aug. 29. Aug.: Eiſenbahnbürogehilfe i. P.
Hermann Dürr, 61 J., ſtarb 26. Aug. 1. Sept: Wacht=
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