Abonnementspreis
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
aus=
wärts nehmen die Poſtämter u. die
Agen=
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
für Aufnahme von Anzeigen an
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ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
173. Jahrgang
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
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ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
M 158.
Samstag, den 9. Juli.
1910.
Die heutige Nummer hat 34 Seiten.
Berufsſtatiſtik.
*/* In dem 1. Heft des Bandes 203 der Statiſtik des
Deutſchen Reiches wird die Bevölkerung des
Rei=
ches nach Alter, Familienſtand und Beruf auf Grund der
Berufszählung vom 12. Juni 1907 dargeſtellt. Das Heft
beſchließen zwei Tabellen über die im Reiche gezählten
Witwen und Waiſen, die nicht nur nach ihren eigenen
Er=
werbsverhältniſſen unterſchieden, ſondern auch nach dem
Beruf ihres verſtorbenen Ehemannes bezw. Vaters
darge=
ſtellt werden.
Von der geſamten Reichsbevölkerung ſind
nahezu ein Drittel Kinder (unter 14 Jahre alt), nämlich
20,17 Millionen. Im Alter von 60 Jahren und darüber
ſtehen 4,69 Millionen, das ſind etwa ein Dreizehntel (7,6
v. H.). Im Alter der eigentlichen Erwerbsfähigkeit
befan=
den ſich drei Fünftel der Geſamtbevölkerung, und zwar
ſind davon 17,376 Millionen oder 28 v. H. 14= bis 30jährig,
während 19,48 Milionen (oder 31,6 v. H.) im reiſeren
Alter (30 bis 60) ſtehen.
Nach ihrer Beziehung zum Hauptberuf verteilen
ſich die Perſonen der entſprechenden Altersklaſſen
in folgender Weiſe:
14 Jahre
alt ſe Von
14 bis 30
Jahre alt Von
30 bis 60
tJahre alt 60 Jahre
)alt und
darüber Unbe=
kann kann=
ten
Alters Erwerbs=
tätige . 296786 12 051 327 12 567 272 1909 191 2786 Dienende
bei der
Herrſchaft 29 273 1036846 176 037 22558) 41 Berufsloſe
Selbſtän=
dige. 406 430 380 822 1002 537 1613707 1487 Angehörige
o. Haupt=
beruf . . . 119 436 147 3 906 945 5 733 719 1145 928 3 690 Geſamtbe=
völkerung 20 168 636/1 17375 940 19 479 565 4 691 384 5004
Nahezu zwei Drittel aller Angehörigen ſtehen im
Kin=
desalter (64,2 v. H.). Von den Angehörigen im Alter von
14 Jahren und darüber, die 10,79 Millionen betragen, ſind
10,25 Millionen weiblichen Geſchlechts, weitaus die
über=
wiegende Mehrheit alſo; unter dieſen weiblichen
Angehöri=
gen ſind 8,3 Millionen verheiratet oder verwitwet. Die
berufsloſen Selbſtändigen ſind naturgemäß höheren
Al=
ters; die halbe Million Jugendlicher unter ihnen erklärt
ſich daraus, daß die in fremdem Haushalt lebenden
Schü=
ler, Pfleglinge und dergl. in dieſe Abteilung des
Berufs=
ſyſtems eingeſtellt werden. Die bei der Herrſchaft
woh=
nenden Dienenden für häusliche Dienſte ſind vorzugsweiſe
jüngeren Lebensalters, bis 25=, 30jährig. Unter den
Er=
werbstätigen nun finden ſich bereits 300 000 vom
Schul=
unterricht freie, hauptberuflich im Erwerbsleben ſtehende
Kinder (unter 14 Jahren). Die Hauptzahl dieſer gehört
der Land= und Forſtwirtſchaft an, nämlich 218 261; in der
Induſtrie ſind 62 004 und im Handel 11067 Kinder
be=
ſchäftigt. Die Erwerbstätigen überhaupt bieten in ihrer
Gruppierung nach Berufsabteilungen und
Al=
tersklaſſen folgendes Bild:
16.
Jahre
alt Von
16 bis 30
Jahre
alt Von
30 bis 50
Jahre
alt Von
50 bis 70
Jahre
alt 70
Jahre
alt und
darüber L
Forſtwirt=
ſchaft .. 884934 3 278 428 3325057 2 136 234 267854 Induſtrie
u. Bergbau 700 281 4911446 4 201998 1349991 71713 Handel u.
Verkehr . 128 602 2277270 1477259 550 871 42729 Lohnarbeit
wechſeln=
der Art . 28506 163 103 165 562. 104841 9642 Oeffentlich.
Dienſt u.
freie Berufe 23445 952 098 545 186 199951 17575
Bei den Jugendlichen (bis 16jährigen) und den 50 und
mehr Jahre alten Tätigen ſteht die landwirtſchaftliche
Be=
ſchäftigung an erſter Stelle, in dem Alter 16 bis 50 Jahre
überwiegen die gewerblichen Berufe (Abteilung Induſtrie
und Bergbau). Dabei ſind ſowohl in der Induſtrie als
auch im öffentlichen Dienſt und den freien Berufen mehr
16= bis 30jährige Kräfte als in der älteren Stufe (30 bis
50) zu zählen, während in der Land= und Forſtwirtſchaft,
im Handels= und Verkehrsgewerbe wie auch in der kleinen
Berufsabteilung Lohnarbeit wechſelnder Art (bezw.
per=
ſönliche Dienſtleiſtung) die ältere Klaſſe der 30= bis 50
jäh=
rigen ſtärker beſetzt iſt als die jüngere (16 bis 30).
Verheiratet ſind von der geſamten Bevölkerung
des Reiches 21.789 Millionen Perſonen, dazu treten noch
3,37 Millionen Verwitwete oder Geſchiedene. Von 100 der
dem Kindesalter entwachſenen Bevölkerung ſind demnach
die Hälfte verehelicht, genauer 52,44 v. H. der
Geſamt=
bevölkerung im Alter von 14 Jahren und darüber. Werden
auch die Verwitweten und Geſchiedenen eingeſchloſſen, ſo
ſind über zwei Drittel nicht ledigen Standes. Von den
30 Millionen Männern im Reiche ſind nahezu 5
Mil=
lionen über 20 Jahre alte unverehelicht, und zwar
ſind 4.6 Millionen davon Erwerbstätige Unter den
31 Millionen Perſonen weiblichen Geſchlechts
fin=
den ſich 6,6 Millionen über 16 Jahre alte Mädchen
un=
verheiratet. Von dieſen Ledigen ſind 3,8 Millionen
erwerbstätig; mit Einſchluß der häuslichen Dienenden
ſtehen 4,8 Millionen unter ihnen im Erwerbsleben.
Von den 2,42 Millionen Witwen im Jahre 1907
entſtammen über 1 Million durch den Beruf ihres
verſtor=
benen Ehemannes der Induſtrie (1007155), über vier
Fünftel Million der Land= und Forſtwirtſchaft, 350000
dem Handel und Verkehr, 139000 dem öffentlichen Dienſt
und den freien Berufen, 54000 den berufsloſen
Selbſtän=
digen und 45000 der Lohnarbeit wechſelnder Art (bezw.
den perſönlichen Dienſtleiſtungen). Nahezu ein Drittel der
Witwen, die der Induſtrie entſtammen, leben vom eigenen
Vermögen (318670), ähnlich iſt das bei den Witwen aus
landwirtſchaftlichen Berufen, von denen 242842 vom
eige=
nen Kapital leben. Die als Rentnerinnen lebenden
Wit=
wen, deren Ehemänner dem Handel oder Verkehr
ange=
hörten, haben mit ihrer Zahl von 159 916 einen im
Ver=
hältnis höheren Anteil an der Geſamtzahl der dieſer
Ab=
teilung entſtammenden Witwen; ſie betragen faſt die
Hälſte. Der Zifſer nach geringer, aber höher noch im
An=
teil an der Geſamtzahl, ſind die Witwen, die in der Lage
ſind, vom eigenen Vermögen zu leben, ſofern ſie nach der
beruflichen Herkunft zur Abteilung „Oeffentlicher Dienſt
und freie Berufe” zu ſtellen waren, und ſofern ihre
Ehe=
männer bereits als berufsloſe Selbſtändige lebten; die
Zahlen für dieſe verwitweten Rentieren betragen 98 100
bezw. 38 150.
Waiſen unter 18 Jahren gab es 1907 1.12
Millio=
nen. Davon ſind natürlich die meiſten wegen ihres Alters
weder haupt= noch nebenberuflich tätig (721000).
Erwerbs=
tätig in den Berufsabteilungen A bis E ſind 278 256 und
als Dienende bei der Herrſchaft kommen noch 14022 hinzu.
108 619 ſind ferner als berufsloſe Selbſtändige bezeichnet
Bezüglich der Herkunſt auf Grund des Berufes des
ver=
ſtorbenen Vaters ſteht auch hier wie bei den Witwen die
Abteilung Induſtrie im Vordergrund.
Der Hauſa=Bund zur Reichsverſicherungsordnung.
* In dieſen Tagen ging die Nachricht durch die Preſſe,
der Hanſa=Bund ſei aufgefordert worden, zu den
Be=
ſchlüſſen Stellung zu nehmen, die die
Reichstags=
kommiſſion für die
Reichsverſicherungs=
ordnung gefaßt hat. Sei es als Antwort auf eine
ſolche Aufforderung oder ſei es aus eigener Initiative,
veröffentlicht jetzt der Hanſa=Bund Richtlinien zur
Reichsverſicherungsordnung, die vom großen
Ausſchuß unter Beteiligung von Vertretern der Induſtrie,
des Groß= und Kleinhandels, des Handwerks und der
An=
geſtellten angenommen worden ſind und die zunächſt in
ſämtlichen Ortsgruppen des Hanſa=Bundes zur Sprache
gebracht und dem Reichstag und dem Bundesrat vorgelegt
werden ſollen. Es ſoll weiter die Frage erwogen werden,
ob nicht zu geeigneter Zeit eine große Verſammlung aller
wirtſchaftlichen Verbände und der ſonſt an der
Reichsver=
ſicherung Intereſſierten vom Hanſa=Bunde einberufen
wer=
den ſoll. In den Richtlinien billigt der Hanſa=Bund die
Ausdehnung der Kranken= und der
Unfall=
verſicherung gemäß den Abſichten des Entwurfs,
ebenſo die Zuſatzverſicherung bei der Invaliditäts= und
Altersverſicherung und die
Hinterbliebenenfür=
ſorge. Er wendet ſich aber gegen die Kodifikation der
ſozialpolitiſchen Geſetzgebung überhaupt aus dem
Beden=
ken der wachſenden Unüberſichtlichkeit des Stoffs.
Im einzelnen werden die Verſicherungsämter
abgelehnt, weil ſie zu teuer werden würden, für
die Krankenkaſſen eine Gefährdung der Selbſtverwaltung
und für die Unfallverſicherung eine bedenkliche
Verſchlep=
pung des Geſchäftsbetriebs befürchten ließen. Der Hanſa=
Bund tritt weiter für die bewährten
Betriebskran=
kenkaſſen mit einer Untergrenze von 100
Mitglie=
dern ein und verlangt Erhaltung der freien
kaufmänni=
ſchen Hilfskaſſen und ihre Gleichſtellung mit den
Be=
triebskaſſen. Ueber die ſogenannte
Hälftelungs=
frage und die damit zuſammenhängende Erweiterung
des Stimmrechts der Arbeitgeber in der
Krankenverſiche=
rung wurde eine Einigung im Ausſchuſſe des Hanſa=
Bundes nicht erzielt. Trotzdem die aus der Reform
ent=
ſpringende Geſamtmehrbelaſtung der Arbeitgeber von
95 817911 Mark jährlich ſich für den Fall der Streichung
der Beſtimmung um rund 56 100000 Mark verringern
würde, hielt ein Teil der Arbeitgeber an der Anſicht feſt,
daß ſelbſt um dieſen Preis ein größerer Einfluß der Ar=
beitgeber auf die Verwaltung der Krankenkaſſen geſichert
werden müſſe.
Das Eintreten des Hanſa=Bundes für die
Betriebs=
krankenkaſſen wird ſowohl vom Standpunkt der Arbeitgeber
als auch der Verſicherten begrüßt, da dieſe Kaſſen
einer=
ſeits ein wirkſames Gegengewicht gegen die unter
ſozia=
demokratiſchem Einfluß ſtehenden allgemeinen
Ortskran=
kenkaſſen bilden und andererſeits die Verſicherten günſtiger
ſtehen als bei dieſen letzteren Kaſſen. Jedenfalls wird die
Aeußerung des Hanſa=Bundes eine weitere Klärung der
im Widerſtreit der Intereſſen ſtehenden Fragen bei der
zweiten Leſung der Reichsverſicherungskommiſſion
veran=
laſſen.
Engliſche Deutſchenfurcht.
* Der Daily Expreß veröffentlicht unter der
Ueber=
ſchrift „Wie Deutſchland die Welt regieren
wird!” einen Brief eines hannoverſchen Kaufmannes,
deſſen Name zwar nicht genannt wird, der aber, wie das
Blatt hinzufügt, eine ganz außerordentliche
Welterfah=
rung beſitzt und in deutſchen Handelskreiſen eine große
Achtung genießt. In dem Briefe wird der immer mehr
anwachſende Einfluß Deutſchlands hervorgehoben und
be=
tont, daß man in England immer glaube, mit einer
über=
mächtigen Flotte allein alles ausrichten zu können, aber
es ſpreche doch noch ein anderer Faktor mit. Der Verfaſſer
erklärt, daß er England ſehr genau kenne, die engliſchen
Einrichtungen und die engliſche Freiheit bewundere, aber
trotzdem könne er nicht glauben, daß Großbritannien noch
viele Generationen hindurch die Beherrſcherin der Meere
bleiben werde. Deutſchland ſende ſeine jungen Leute
über=
all hinaus in die Welt, damit ſie die anderen Nationen
kennen lernen, um dann ſpäter mit ihnen erfolgreich in den
Wettbewerb treten zu können. Man möge nur einmal
nach Südamerika blicken und zuſehen, wie der deutſche
Einfluß dort im Steigen begriffen iſt. Die Kaufleute in
Rio blicken nicht mehr nach London als dem einzigen
Hafen der Welt, in Chile ſei der deutſche Einfluß noch
größer; ebenſo in China und ſelbſt in den britiſchen
Straits Settlements entwickle ſich der deutſche
Handel zuſehends. Die chineſiſche Armee werde von
deut=
ſchen Offizieren ausgebildet. In Melbourne ſind die
Namen der großen Firmeninhaber meiſtens deutſch,
ähn=
lich verhalte es ſich mit Afrika. In Antwerpen lernen
die Leute ebenſo viel deutſch wie franzöſiſch, aber nicht
engliſch.
Was bedeute das alles? Das Wachſen des
deutſchen Einfluſſes und der deutſchen
Macht. Möge England fortfahren, Kriegsſchiffe
zu bauen, bis ſchließlich auf allen Werften des
ver=
einigten Königreiches Tag und Nacht der Hammer
er=
ſchallt, aber dies wird doch nichts helfen. Und wenn es
zu einem Kriege kommen ſollte, was man nicht wünſche,
ſo ſei es noch immer zweifelhaft, ob die britiſche Flotte die
deutſche wirklich ſchlagen werde, und ſollte es dahin
kom=
men, dann würde Deutſchland vielleicht für ein oder zwei
Jahre auf die Knie niedergezwungen werden, aber im
Hintergrunde ſtehen Millionen und Abermillionen von
Deutſchen, die den deutſchen Handel ſchnell wieder auf die
Beine und damit den deutſchen Einfluß ebenſo raſch wieder
zur Geltung bringen würden wie vorher!“
Deutſches Reich.
Die Kommiſſion für die
Reichsver=
ſicherungsordnung beriet am Mittwoch die
wei=
teren Beſtimmungen über das Verhältnis der
Aerzte zu den Krankenkaſſen.
§ 381, der nähere Feſtſetzungen über die. Wahl der
Aerztevertreter trifft, blieb unverändert, ebenſo § 382, der
die Wahl des Obmanns regelt. Gegen den dritten Abſatz
des § 383 wurden von fortſchrittlicher Seite lebhaſte
Be=
denken erhoben. Der Abſatz lautet: „Kein Arzt darf wegen
Verletzung der ärztlichen Standesehre oder der
ärzt=
lichen Standespflichten aus dem Grunde verfolgt werden,
weil er mit Krankenkaſſen Verträge unter
Be=
dingungen abgeſchloſſen hat, die denen der Grundſätze
entſprechen. Aus Vereinigungen und Verabredungen, die
den Abſchluß von Verträgen auf der Unterlage der
Grund=
ſätze verbieten. findet weder Klage noch Einrede ſtatt.”
Ein fortſchrittlicher Redner bezeichnete dieſen Abſatz als
Ausnahmebeſtimmung gegen die Aerzte. Staatsſekretär Dr
Delbrück erklärte, daß ein ſolches Ehrenwort gegen die
guten Sitten verſtoße. Der fortſchrittliche Redner gab
dar=
auf der Hoffnung Ausdruck, daß in Zukunſt für das
Offi=
zierkorps Beſtimmungen getroffen werden, daß ein Offizier
nicht ehrengerichtlich zum Duell gezwungen werden darf,
da das Duell ſtrafrechtlich verfolgt wird, ein Zwang zum
Duell alſo gegen die guten Sitten verſtößt. Ein
konſer=
vativer Redner ſtellte feſt, daß die Konſervativen den For=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
derungen der Aerzte nur darum ſo entſchieden
entgegen=
träten, weil dieſe jetzt einen Terrorismus ausüben, wie
er kaum ſchärfer von irgend einer Seite ausgeübt worden
ſei. Ein fortſchrittlicher Abgeordneter erwiderte darauf,
daß der ärztliche Stand die Taktik erſt vom Bunde der
Landwirte gelernt habe. Es ſei kein Menſch verpflichtet,
Geſetze, die gegen ihn gemacht würden, zur Durchführung
bringen zu helfen. Er ſagte: Die Aerzte erwarten nach den
gefaßten Beſchlüſſen vom Reichstage gar nichts. Sie
werden ſich ſelbſt zu helfen wiſſen. Darauf
wurde § 383 im weſentlichen nach der Regierungsvorlage
angenommen, und zwar der am meiſten umſtrittene dritte
Abſatz gegen die Stimmen der Fortſchrittlichen
Volkspar=
tei, des Polen und eines Nationalliberalen. Ferner wurde
noch als vierter Abſatz hinzugefügt: „Abſatz 3 gilt
ent=
ſprechend bezüglich der Beteiligung von Aerzten an den
Wahlen zum Vertragsausſchuß und bezüglich ihrer
Tätig=
keit in dieſem.‟ Die §§ 384 und 399 blieben unverändert.
§ 400 erhielt folgende Faſſung: „Genügt die ärztliche
Ver=
ſorgung und Krankenhauspflege, die eine Krankenkaſſe
ihren Mitgliedern gewährt, nicht, ſo kann das
Oberver=
ſicherungsamt nach Anhören der Kaſſe und des
Vertrags=
ausſchuſſes jederzeit anordnen, daß dieſe Leiſtungen noch
durch andere Krankenhäuſer zu gewähren ſind, und daß für
je tauſend Mitglieder ein Arzt zur Verfügung geſtellt wird.
Die Anordnung ſoll nur auf ſo lange getroffen werden,
als es ihr Zweck fordert, und bedarf, wenn ſie über ein
Jahr gelten ſoll, der Genehmigung der oberſten
Verwal=
tungsbehörde. Wird ſie nicht binnen der geſetzten Friſt
befolgt, ſo kann das Oberverſicherungsamt ſelbſt das
Er=
forderliche auf Koſten der Kaſſe veranlaſſen, jedoch bleiben
dadurch die Verträge der Kaſſen mit den ſchon
verpflich=
teten Aerzten unberührt. Die Kaſſe hat gegen dieſe
An=
ordnungen und Maßnahmen binnen einer Woche die
Be=
ſchwerde bei der oberſten Verwaltungsbehörde.”
— Gegen die Reichswertzuwachsſteuer
hat ſich der Ausſchuß des Deutſchen Handelstages
ausge=
ſprochen. In einer Reſolution wird u. a. ausgeführt: Das
Problem der Wertzuwachsbeſteuerung erſcheint in
Wiſſen=
ſchaft und Praxis noch nicht hinreichend geklärt. Die
prak=
tiſche Durchführung der Steuer iſt mit ſo erheblichen
ſteuertechniſchen Schwierigkeiten verbunden, daß die Koſten
der Steuererhebung einen unverhältnismäßig großen
Prozentſatz der ohnehin außerordentlich ſchwankenden
Steuererträge in Anſpruch nehmen werden. Der Ausſchuß
hat beſchloſſen, zur weiteren Beratung der Einzelheiten
des Reichsgeſetzentwurfes und der Beſchlüſſe der
Reichs=
tagskommiſſion eine beſondere Kommiſſion einzuſetzen.
— In kolonialen Kreiſen verlautet, daß der zurzeit
in Berlin weilende Gouverneur von Kamerun, Dr. Seitz,
zum Unterſtaatsſekretär im Reichskolonialamt
auserſehen ſei, wodurch die kürzlich aufgetauchte
Kombi=
nation, er werde das Gouvernement von Südweſtafrika
übernehmen, gegenſtandslos würde.
— Das abgelaufene erſte Vierteljahr 1910 hat eine
lebhafte Vermehrung der Streiks gebracht. Selbſt
wenn man von dem Kampf im Baugewerbe abſieht, iſt
die Zahl der Arbeitskämpfe doch erheblich geſtiegen. Im
erſten Vierteljahr dieſes Jahres waren 307 Streiks zu
ver=
zeichnen, an denen rund 50000 Arbeiter beteiligt waren.
Im Jahre 1909 waren dagegen in den Monaten Januar
bis April nur 187 Streiks mit rund 35000 Arbeitern zu
verzeichnen. Im zweiten Quartal bringt ſchon der Monat
April eine ſehr weſentliche Steigerung der Arbeitskämpfe.
Während der Monat März 1910 nur 70 Streiks
aufzuwei=
ſen hatte und der April des Jahre 1909 75 Streiks, hat
der April des Jahres 1910 eine Zunahme um 151 neue
Streiks erfahren, die alle in dieſem Monat begonnen
wur=
den. In der Hauptſache waren das Metall= und
Maſchi=
nengewerbe, ſowie die Eiſen= und Bekleidungsinduſtrie
daran beteiligt.
— Ueber die Konkurrenzklauſel hat der
preußiſche Handelsminiſter einen umfangreichen
Erlaß an die Handelsvertretungen gerichtet. Der Erlaß
bezweckt eine Aenderung der Vorſchriften des
Handels=
geſetzbuches und der Reichsgewerbeordnung über die
Kon=
kurrenzklauſel. Auch die Kaufmannsgerichte ſollen ſich
über die Vorſchläge äußern, ſoweit ſie die kaufmänniſchen
Angeſtellten betreffen. Aufrecht erhalten bleiben ſoll die
Vorſchrift, wonach eine Vereinbarung, durch die der
Ange=
geſtellte für die Zeit nach der Beendigung des
Dienſtver=
hältniſſes in ſeiner Tätigkeit beſchränkt wird, nur ſoweit
verbindlich iſt, als die Beſchränkung nicht die Grenzen
überſchreitet, durch die eine unbillige Erſchwerung des
Fortkommens des Angeſtellten ausgeſchloſſen wird. Für
Minderjährige und Lehrlinge ſoll jede Konkurrenzklauſel
nichtig ſein. Das Konkurrenzverbot ſoll überhaupt nur
wirkſam ſein, wenn dem Angeſtellten für die über die
Ver=
tragsdauer hinausgehende Beſchränkung eine
Entſchädi=
gung zugeſtanden wird. Der Prinzipal kann bis zur
Be=
endigung des Dienſtverhältniſſes jederzeit auf das
Kon=
kurrenzverbot verzichten, es muß dies aber innerhalb einer
beſtimmten Friſt geſchehen. Der Angeſtellte hat auf die
Entſchädigung keinen Anſpruch, wenn er durch
vertrags=
widriges Verhalten Grund gibt, das Dienſtverhältnis zu
löſen. Entgegenſtehende Vereinbarungen ſind nichtig uſw.
— Veranlaßt durch eine Polemik mit reichsländiſchen
Zentrumsblättern wird der Straßburger Poſt von ihrem
Berliner Vertreter bezüglich der Wahlrechtsfrage
in Elſaß=Lothringen, über die jüngſt in Berlin
zwiſchen dem Reichskanzler von Bethmann Hollweg, dem
Grafen von Wedel und dem Staatsſekretär Zorn von
Bulach eine Beſprechung ſtattgefunden hat, feſtgeſtellt, daß
neue Projekte bei dieſer Beratung zur Sprache kamen;
welches von dieſen Projekten zum Entwurf ausgeſtaltet
werden wird, das hänge freilich nicht von der
überein=
ſtimmenden Meinung der Reichsregierung und der
elſäſſi=
ſchen Landesregierung ab, ſondern von der Möglichkeit,
es im Reichstag und im Bundesrat durchzuſetzen. Soviel
ſtehe aber jetzt ſchon feſt, daß das nackte
Reichs=
tagswahlrecht nicht kommen werde. Durch das
Verhalten des Landesausſchuſſes ſeien neue
Schwierigkei=
ten geſchaffen, zu deren Beſeitigung das rechte Mittel zur
Zeit noch nicht gefunden iſt.
— Man ſchreibt uns: Die am Sonntag, den 3. Juli,
in Karlsruhe verſammelten Vertreter der Dentiſten
Süddeutſchlands erheben öffentlichen Proteſt
ge=
gen die unbegründeten, einzig daſtehenden maßloſen
An=
griffe der Zahnärzte. Von 12 verlangen 10 Millionen
Krankenkaſſenmitglieder die weitere uneingeſchränkte
Zu=
laſſung der Dentiſten und haben in vielen Reſolutionen
dieſem Wunſche Ausdruck gegeben. Eine Entrechtung der
Zahnärzte ſoll und wird durchaus nicht ſtattfinden. Nur
wird dem notwendigen Stand der Dentiſten endlich eine
wohlbegründete rechtliche Unterlage geſchaffen werden.
Darum begrüßen die Dentiſten den von der Kommiſſion
für die Reichsverſicherungsordnung
angenom=
menen Beſchluß, den Dentiſten einen
Befähigungsnach=
weis zu geben. Dieſem heute ſchon den Stempel der
Min=
derwertigkeit aufdrücken zu wollen, entſpringt wohl nur
der Konkurrenzangſt der Zahnärzte.
— Von führender nationalliberaler Seite wird
be=
ſtimmt in Abrede geſtellt, daß Verhandlungen zwiſchen der
nationalliberalen Partei und dem Bunde
der Landwirte in Schleswig=Holſtein über
eine Verſtändigung bei den kommenden Reichstagswahlen
ſchweben.
Ausland.
— Der ſoeben dem Präſidenten der Republik
zuge=
gangene Bericht des Kriegsminiſteriums über die Zahl der
Aushebungspflichtigen in Frankreich, die ſich
im vergangenen Jahre ihrer Dienſtpflicht
ent=
zogen haben, ſtellt wiederum ein beunruhigendes
An=
wachſen dieſer Zahl feſt. Während ſie 1907 noch 4905
be=
trug, ſtieg ſie im Jahre darauf auf 11782, und 1909 betrug
die Zahl der unſicheren Kantoniſten bereits 17258, hat ſich
alſo in drei Jahren vervierfacht. Dieſe beunruhigende
Erſcheinung veranlaßt einige Blätter, einſchränkende
Be=
ſtimmungen für jene Preſſe zu fordern, die die
antimili=
tariſtiſchen Tendenzen unterſtützt.
Nummer 158.
In der Kammer brachte Sixte Quenin (Soz.) einen
Amneſtie=Antrag ein. Der Miniſterpräſident bat
die Kammer, den Antrag abzulehnen, weil die
wiederhol=
ten Amneſtien der letzten zehn Jahre nur den Erfolg
gehabt hätten, die Wirkſamkeit der Strafgeſetze
abzuſchwä=
chen, anſtatt die erhoffte Beruhigung zu bringen.
Schließ=
lich wurde der Antrag Quenin mit 420 gegen 108
Stim=
men abgelehnt.
Mehrere Pariſer Blätter berichten, daß der
Haupt=
ausſchuß des Eiſenbahner=Syndikats
beſchloſ=
ſen habe, bis zum 17. Juli die Antwort auf das Anſuchen
um eine Verſtändigung mit den Vertretern der
Eiſenbahn=
geſellſchaften abzuwarten. Werde dieſe bis dahin nicht
er=
folgt ſein, dann werde ſich der Hauptausſchuß in der Nacht
vom 17. auf den 18. Juli verſammeln, um über den
Zeit=
punkt des Streikausbruches Beſchluß zu faſſen. Der
Syn=
dikatsausſchuß rechne nicht darauf, daß ſämtliche 280000
Eiſenbahnbedienſtete in den Ausſtand treten werden, aber
nach ſeiner Anſicht genüge es, wenn gleichzeitig 50000
Eiſenbahner ſtreikten, um den Verkehr lahmzulegen.
— Der Kölniſchen Zeitung wird über die Lage auf
Kreta vom 7. Juli gemeldet: Die Kriſis iſt durch
Nach=
geben gelöſt. Die Oppoſition hat ſchriftlich Venizelos
erklärt, daß ſie ſich der Anſicht der Mohammedaner
an=
ſchließen wolle. Sie halte aber das Recht einer über die
Mehrheit verfügenden Regierung aufrecht, erkenne dagegen
auch den Schutzmächten das Recht zu, die Zulaſſung
der Mohammedaner zuzuſagen. Die Oppoſition werde der
Regierung helfen, die Ordnung zu erhalten, bewillige vier
Zwölftel des Budgets und wünſche eine Kammertagung
bis zum 14. September. Nach der Sitzung der Kammer
am heutigen Samstag wird Venizelos die Schutzmächte
benachrichtigen.
— Auch die Handelswelt in Spanien ſchließt ſich der
antiklerikalen Bewegung an. Wie aus Madrid gemeldet
wird, hat die dortige Handelsvereinigung an den
Miniſter=
präſidenten eine Petition gerichtet, in der erklärt wird,
daß die Madrider Geſchäftsleute infolge der
Konkur=
renz der Kongregationen, die weder Miete noch
Steuern, noch Zölle, noch Löhne bezahlen, geradezu dem
Ruin entgegengeführt werden. Die Regierung möge
ent=
ſchiedene Maßnahmen treffen, um dieſem Zuſtande ein
Ende zu machen.
— In der Sitzung des norwegiſchen
Stor=
thing erklärte der Miniſter des Aeußern, Irgons, in
bezug auf die Spitzbergen=Frage u. a., daß man
ſelbſtver=
ſtändlich nicht zu vorläufigen beſonderen Verhandlungen
mit Schweden und Rußland geſchritten ſei, ohne
eine Sicherheit dafür zu haben, daß die übrigen Länder,
welche ein Intereſſe an der glücklichen Löſung dieſer Frage
haben könnten, dieſem Schritt zuſtimmen werden. Auf die
Bemerkung des früheren Miniſterpräſidenten Konow, daß
auf Spitzbergen keine gemeinſame Inſtitution
irgendwel=
cher Art ſeitens verſchiedener Länder eingerichtet werden
dürfe, erwiderte Irgons, wenn von den beteiligten
Stag=
ten eine Regelung vereinbart werde, die auch für
Nor=
wegen annehmbar ſei, ſo wäre es ſelbſtverſtändlich, daß
Norwegen dieſer Regelung ſich anſchließe, ſelbſt wenn
damit eine Inſtitution geſchaffen würde, bei der eine
ein=
zelne Ländergruppe einen ſichtbaren Einfluß erhielte.
— Die Nowoje Wremja bezeichnet als den Zweck
des ruſſiſch=japaniſchen Abkommens vom 4. Juli das
Zu=
ſammenwirken der Vertragsmächte zur Verbeſſerung des
Betriebs der mandſchuriſchen Bahnen und die Erhaltung
des status quo in der Mandſchurei. Das Blatt fügt hinzu,
das Abkommen ſei die Grundlage eines
dauern=
den Friedens im fernen Oſten, befreie die
Vertrags=
mächte dort vom Zwang hoher Kriegsbereitſchaft und
er=
mögliche eine ruhige Vollendung der Amurbahn. Der
Rjetſch ſchreibt, der Vertrag ſei augenſcheinlich gegen China
gerichtet.
Polentdeckung oder arktiſche
Forſchung.
(Zur Zeppelin=Polarfahrt.)
Von Ingenieur F. J. de Gisbert, z. Zt. Spitzbergen.
Die Havarie des Zeppelin=Luftſchiffes „
Deutſch=
land” fällt zeitlich faſt mit dem Beginn der Polarfahrt
Zeppelins zuſammen. Wenn nun auch ſchon früher
über die Wahrſcheinlichkeit oder auch die Möglichkeit eines
Erfolges dieſer Polarfahrt verſchiedene zu= und
ab=
ſprechende Stimmen laut wurden, ſo iſt durch die Havarie
der „Deutſchland” dieſe Frage wieder akut geworden.
Eine Hamburger Zeitungskorreſpondenz hat ſich nun
an einen der erfahrenſten Arktikreiſenden gewandt,
um ſeine Anſchauung über die Möglichkeit des
Ge=
lingens zu erfahren, nämlich an Herrn
In=
genieur de Gisbert, der ſeit etwa 12 Jahren
regelmäßig die arktiſchen Länder bereiſt hat.
Wenn er zu einer vollkommenen Verneinung
der Möglichkeit kommt, ſo iſt dieſe Stimme eines
wohl=
erfahrenen Fachmannes umſomehr zu beachten, da die
Havarie des Luftſchiffes „Deutſchland” im ganz Kleinen
ſchon erlebte, was die Polarfahrt im weitaus
verſtärk=
ten Maße einem Luftſchiffe bringen muß.
Herr Ingenieur de Gisbert ſchreibt:
Wird Zeppelin mittels eines nach ſtarrem Syſtem
gebauten Forſcherluftſchiff die Löſung des Streites und
der Frage überhaupt bringen können? Wird er,
volks=
tümlich geſprochen, den Nordpol entdecken können?
Es ſprechen ſich heute viele Stimmen, gewichtige
Stimmen wohl zuſtimmend aus. Aber dennoch muß
gegen dieſe Hoffnung, denn die gewichtigſten Stimmen
haben auch keine Gewißheit, geſprochen werden. Die
Frage iſt in zwei Teile zu zerlegen: Ob
Polent=
deckung oder ob arktiſche Forſchung.
Zuerſt ſeien die Möglichkeiten der
Polentdeck=
ung, um bei dieſem Wort zu bleiben, genauer
be=
trachtet.
Nehmen wir als Ausgangspunkt der Expedition
Nordſpitzbergen an. Von Hammerfeſt bis zur Moſſel=
Bai würde vom Luftſchiff zunächſt eine Strecke in
Luft=
linie von etwa 600 Seemeilen, d. h. ca. 1100 Kilometer,
zu bewältigen ſein, Auf dieſer Strecke könnte als einzige
Zwiſchenlandungsſtelle nur die Bären=Inſel in Betracht
kommen. Nehmen wir aber an, daß das Luftſchiff bis
Spitzbergen ungefährdet käme, und daß es ſelbſt die
ſehr berüchtigten Nebel der Bären=Inſel=Zone
ver=
miede; auf der Fahrt über Spitzbergen wird das
Luft=
ſchiff, wenn ihm nicht gerade glückliche Zufälle blühen,
mit dem Auftreten der plötzlichen Schneeſtürme
zu rechnen haben. Von ſolchem Schneeſturm macht ſich
der Nichtkenner der arktiſchen Zone ſtets ein falſches
Bild. Sie treten mit unbeſchreibbarer Plötzlichkeit und
Heftigkeit auf, ſodaß buchſtäblich der Blick nicht drei
Meter vorwärts mehr frei iſt. Die Menge des
herab=
kommenden Schnees iſt ebenfalls außerordentlich groß,
ſodaß in weniger Zeit ſich eine derartige Belaſtung auf
die gewaltige Fläche des Luftſchiffes legen würde, daß
ſie die Auftriebkraft um das Vielfache überſteigen
müßte. Es iſt ferner zu beachten, daß, wie
Schnee=
ſtürme ſo auch Nebel plötzlich und mit größter Intenſität
auftreten und daß alle Niederſchläge in feſten Formen ſich
auf das Luftſchiff ſetzen. Alſo in dieſer Zone als
Eisüber=
zug. Immerhin iſt aber auf Spitzbergen ſelbſt noch mit
einer gewiſſen Regelmäßigkeit der Temperatur zu
rechnen.
Nun könnte aber Zeppelin, dieſer Namen möge für
das Unternehmen gelten, nicht einfach von der Moſſel=
Bai in ſchlanken Flügen bis zum 90. Grade n. B.
fliegen. Was da für Entfernungen in Betracht
kom=
men, das ſoll noch näher ausgeführt werden.
Die klimatiſchen und meteorologiſchen Zufälle, die
in Spitzbergen zu erwarten ſind, würden auf der
Po=
larfahrt mit verzehnfachter Sicherheit und Stärke aber
eintreffen. Der Weg in Luftlinie von der Moſſel=Bai
bis zum Pol beträgt ebenfalls über 1100 Kilometer
hin und 1100 Kilometer zurück. Man muß bei einer
Forſchungsreiſe immer die ungünſtigſten Umſtände in
den Erfolgkoeffizienten einſtellen, alſo annehmen, daß
am Nordpol kein feſtes Land, demnach keine
Landungs=
möglichkeit ſei. Dadurch verdoppelt ſich der Weg des
Luftſchiffes, und es kommen über 2200 Kilometer her=
aus. Solange die Fahrt über Packeis geht, iſt die
Tem=
peratur unter dem Luftſchiff immer unter 0, während
die auf das Luftſchiff fallenden Sonnenſtrahlen eine
Erwärmung der Luftſchiffoberfläche herbeiführen müſſen.
Die dadurch hervorgerufene Feuchtigkeit der Luft wird
ſich naturgemäß als Nebel in feſter Form auf das
Luftſchiff niederſchlagen und die Belaſtung des
Luft=
ſchiffes wird, ohne daß noch Schneeſtürme
hinzukom=
men, ſich ſtets vermehren.
Nun ſoll angenommen werden, daß das Luftſchiff
mit einer anhaltenden Durchſchnittsgeſchwindigkeit
von 60 Kilometern pro Stunde fährt, ſo würden unter
allergünſtigſten Verhältniſſen doch 34 Stunden nötig
ſein, ohne Landungsmöglichkeit, das iſt erneut
feſtzu=
halten. Der Zwang zu einer Landung würde
gleich=
bedeutend ſein mit völligem Untergang des Luftſchiffes
und der Mannſchaft. Das Luftſchiff müßte alſo unter
allen Umſtänden einen Aktionsradius von mindeſtens
2000 Kilometer haben. Dabei kämen natürlich die
mit=
teleuropäiſchen Verhältniſſe vergleichsweiſe überhaupt
nicht in Frage. Für einen ſolchen Aktionsradius in
normalen Verhältniſſen kommt aber das Luftſchiff, ob
ſtarren, halb= oder unſtarren Syſtems, noch gar nicht
in Frage.
Nun ſei auch noch eine ſchätzungsweiſe Berechnung
der Belaſtung des Luftſchiffes durch einen
mittelſtar=
ken Schneeſturm gemacht. Es gehört nicht allzu viel
dazu, um auf der Ballonfläche eine Schneeſchicht von
10 Zentimeter Höhe zu ſchaffen. Bei einer Länge des
Ballons von 135 Meter und 12 Meter Durchmeſſer
würde die Schneeſchicht von 10 Zentimeter eine
Belaſt=
ung von über 20000 Kilogramm darſtellen. Nun we
eine Schneeſchicht von 10 Zentimeter aber gar nichts
Ungewöhnliches. Aber die Schicht bleibt ſehr feſt liegen,
denn an ein Schmelzen und Abfließen des Schnees iſt
hier nicht zu denken. Dagegen halte man die
höchſt=
geſteigerte Auftriebskraft des Luftſchiffes von 5000 bis
6000 Kilogramm und man ſieht ſofort nur, daß heute die
Erreichung des Nordpols mittels Luftſchiffs nur eine
Utopie ſein muß.
Die Frage der Polfahrt muß deshalb ausſcheiden,
und daran können theoretiſche Erwägungen und Be=
Nummer 158.
* Karlsruhe, 7. Juli. Bald nach ſeiner Ankunft
hatte der Reichskanzler, der am Bahnhof von dem
Großherzoglichen Staatsminiſter Frhrn. v. Duſch, dem
Miniſter des Großherzoglichen Hauſes und der
auswär=
tigen Angelegenheiten Frhrn. v. Marſchall und dem
preu=
ßiſchen Geſandten v. Eiſendecher begrüßt worden war,
eine Beſprechung mit Frhrn. v. Marſchall in der
preu=
ßiſchen Geſandtſchaft. Nach der Audienz beim Großherzog
und der Großherzogin war Frühſtückstafel beim
Staats=
miniſter Frhrn. v. Duſch, an der außer dem Reichskanzler
und dem preußiſchen Geſandten die aktiven Miniſter mit
Ausnahme des wegen Familientrauer verhinderten Frhrn.
v. Marſchall, Staatsminiſter a. D. Großhofmeiſter
v. Bauer und der kommandierende General des 14.
Ar=
meekorps Frhr. v. Hoiningen gen. Huene teilnahmen.
Nachmittags 5 Uhr empfing Großherzogin Luiſe den
Reichskanzler.
* Die Emſer Depeſche. Profeſſor Hans
Del=
brück hat an den Verfaſſer des neueſten franzöſiſchen
Kriegswerkes der ihn als Kronzeugen ſeiner tendenziöſen
und längſt widerlegten Auffaſſung der Emſer Depeſche
an=
rufen wollte, einen Offenen Brief gerichtet, worin
ausgeführt wird: In Ihrem ſoeben erſchienenen Werk:
„La guerre de 1870, Causes et Responsabilités” ſuchen
Sie von neuem den Beweis zu führen, daß Fürſt Bismarck
die Emſer Depeſche gefälſcht habe. Sie behaupten, auch
deutſche Gelehrte gäben das zu, indem ſie zugleich die Tat
lobten. Von mir ſchreiben Sie (Bd. I, S. 121): „Bénie
soit, dit Hans Delbrück, la main, qui a falsifié la
dépéche d Ems‟. Sicherlich wäre es ein Zeugnis von
einigem Gewicht für Ihre Auffaſſung, wenn ein Lehrer
der Geſchichte an der Univerſität der Hauptſtadt des
Deut=
ſchen Reiches ſich in dieſer Art ausgeſprochen hätte. In
Wahrheit ſtammt der fragliche Satz nicht aus meiner
Feder. Indem Sie mit höchſter moraliſcher Entrüſtung
über Fälſchung klagen, ſind Sie ſelber, da ich nicht
anneh=
men kann, daß es ſich um ein Produkt Ihrer eigenen
Phan=
taſie handelt, das Opfer einer Fälſchung geworden. In
den wiederholten Unterſuchungen, die ich dem Problem
des Urſprungs des Krieges von 1870 gewidmet habe (die
letzte im Anſchluß an die wichtigen Enthüllungen des
Mi=
niſters Olivier. „Preußiſche Jahrbücher” Auguſtheft 1909,
Band 137, Heft 2, vergl. meine „Erinnerungen, Aufſätze
und Reden” „Das Geheimnis der Napoleoniſchen Politik
im Jahre 1870‟) habe ich eine Auffaſſung entwickelt, die
zwar von der in Deutſchland üblichen weſentlich abweicht,
aber der von Ihnen vertretenen direkt entgegengeſetzt iſt.
Ich erwarte von Ihrer Loyalität, daß Sie in einer
wirk=
ſamen Weiſe die falſche Angabe Ihres Buches richtigſtellen.
* Dänemarks Bevölkerung. Nach dem
ver=
öffentlichten Ergebnis der diesjährigen Volkszählung
be=
trägt die Geſamtbevölkerung Dänemarks 2726000
Per=
ſonen. Da bei der letzten Volkszählung im Jahre 1906
2605000 Bewohner berechnet wurden, iſt ein Zuwachs von
1¼ v. H. zu verzeichnen.
* London, 7. Juli. Nach einer amtlichen Meldung
wurde Lord Roberts zum Spezialgeſandten
ernannt, um den Höfen in Berlin, Dresden,
Kon=
ſtantinopel, Sofia, Bukareſt und Petersburg den Tod
König Eduards VII. und die Thronbeſteigung Georgs V.
anzuzeigen. Zum Spezialgeſandten für Wien wurde Lord
Roſebery ernannt und der Marquis von
Northamp=
ton zum Spezialgeſandten für München, Stuttgart,
Pa=
ris, Rom und Athen.
* Ueber die Opfer des Raſſenkampfes
in Amerika gehen die letzten Angaben auseinander.
Die Morningpoſt kabelt aus New=York: Stündlich
lau=
fen noch Meldungen über blutige Neger=Maſſakres ein.
Die Negerhetze iſt eine der größten in den Vereinigten
Staaten ſeit der Emanzipation der Schwarzen. Die Zahl
der bei den Maſſakres getöteten Neger wird von
Sun bereits auf über 50, die der Verletzten auf nahe 400
angegeben. Auch die Neger haben, beſonders im Staate
Kanſas, mehrere Weiße totgeſchlagen. Im übrigen
mel=
den noch die New=Yorker Blätter aus Reno: Die Arena,
in welcher der Boxermatch zwiſchen dem Neger Johnſon
und dem Weißen Jeffries ſtattgefunden hat, iſt von der
weißen Bevölkerung zerſtört. Der Unternehmer iſt in der
Nacht geflüchtet, um ſein Leben in Sicherheit zu bringen.
Die ſchwarzen Zuſchauer in Reno verlaſſen auf
Veran=
laſſung der Behörden truppweiſe unter dem Schutze von
Militäreskorten die Stadt. Die Senatoren von Nevada
wollen im Senat die Regierung auffordern, die Behörde
anzuweiſen, gleiche ſportliche Raſſenkämpfe zwiſchen
Schwarzen und Weißen ein für allemal zu verbieten.
* Die Docks der engliſchen Kriegsflotte,
Der erſte Lord der engliſchen Admiralität, Me Kenna,
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Seite 3.
empfing eine Deputation, die ihm die Bitte vortrug, für
die Errichtung eines für die größten Kriegsſchiffe
geeig=
neten Docks an der Oſtküſte, am beſten am Tyne, Sorge
zu tragen. Lord Charles Beresford legte dar, daß
Deutſchland bereits ſieben Docks beſitze und binnen
kurzem 13 beſitzen werde, während England keine
gro=
ßen Anſtrengungen mache, um für Docks an der Oſtküſte
Vorſorge zu treffen. Der erſte Lord der Admiralität ſtellte
in Abrede, daß die Lage dieſelbe ſei wie im vorigen Jahre.
England werde bald zwei große Schwimmdocks beſitzen.
die zur Aufnahme der größten Schiffe geeignet ſeien. Das
eine werde an der Oſtküſte, das andere vorläufig in
Ports=
mouth ſtationiert werden, doch könne dies auch nach
Roſyth geſchafft werden. Er hoffe, daß das Dock in Roſyth
in 4½ Jahren fertiggeſtellt werde. Er ſchlug vor, beim
Parlament die Bewilligung eines zweiten Docks in Roſyth
zu beantragen. Der Tyne ſei zur Errichtung eines Docks
der Admiralität ungeeignet und der Humber eigne ſich dazu
noch weniger. Liverpool habe vor kurzem den Beſchluß
gefaßt, ohne irgend eine Unterſtützung ſeitens der
Regie=
rung ein 1000 Fuß langes und 120 Fuß breites Dock, das
auch der Flotte bereits zur Verfügung ſtehe, zu erbauen.
Die Nation ſei Liverpool für dieſen Entſchluß zu Dank
verpflichtet und er, Me Kenna, möchte anregen, daß die
für den Tyne zuſtändigen Lokalbehörden einen gleichen
Beſchluß faſſen mögen.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 9. Juli.
— Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben zum 7. d. Mts. verliehen: das
Kommandeurkreuz 2. Klaſſe des Ludewigsordens dem
Oberſt z. D. Freiherrn Röder v. Diersburg (Auguſt).
— In den Ruheſtand verſetzt haben Se. Königl.
Hoheit der Großherzog den Kanzliſten bei der
Ober=
rechnungskammer Michael Nebhuth auf ſein
Nach=
ſuchen bis zur Wiederherſtellung ſeiner Geſundheit mit
Wirkuna vom 1. Auguſt d. J. an.
— Pfarrperſonalien. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den durch die Dekanatsſynode des
Dekanats Darmſtadt für den Reſt der laufenden
Wahl=
perioden vollzogenen Wahlen des evangeliſchen Pfarrers
Chriſtoph Schneider zu Weiterſtadt zum Dekan und
des evangeliſchen Pfarrers Konrad Velte zu Darmſtadt
zum Stellvertreter des Dekans des Dekanats Darmſtadt
die Beſtätigung erteilt; dem Pfarrer Hermann Sack zu
Boſenheim die evangeliſche Pfarrſtelle zu Nieder=Weiſel,
dem Pfarrer Ludwig Scriba zu Groß=Winternheim
die erſte evangeliſche Pfarrſtelle zu Groß=Gerau, dem
Pfarrverwalter Richard Olff zu Badenheim die
evan=
geliſche Pfarrſtelle daſelbſt und dem Pfarrverwalter
Hermann Kahn zu Undenheim die evangeliſche
Pfarr=
ſtelle daſelbſt übertragen.
— Ernannt haben Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog den Gerichtsaſſeſſor Anton Joſeph Weber aus
Dromersheim zum Notar mit dem Amtsſitz in Alzey als
Nachfolger des Notars Bohn.
— Entlaſſung. Se. Königl. Hoheit der
Groß=
herzog haben den Hauptſteueramtsaſſiſtenten bei dem
Hauptſteueramt Mainz Wilhelm Nebhuth auf ſein
Nachſuchen wegen Uebertritts in den Reichsdienſt aus
dem Staatsdienſt entlaſſen.
* Prinzeſſin Ludwig von Battenberg iſt mit
Prin=
zeſſin=Tochter Luiſe, von London kommend, hier
ein=
getroffen und hat ſich zum Sommeraufenthalt nach
Schloß Heiligenberg begeben, wo auch Prinz! auch dieſes Feſt den Beſuchern einige genußreiche Stunden.
und Prinzeſſin Andreas von Griechenland
demnächſt eintreffen werden. (Darmſt. Ztg.)
* Die Verkehrs=Einnahmen aus dem Perſonen=
und Güterverkehr betragen nach vorläufiger
Feſt=
ſtellung: 1. für die Eiſenbahndirektionsbezirke
Frank=
furt a. M. und Mainz: a) im Monat Mai 1910
11943000 Mark oder gegen das Vorjahr mehr 831000
Mark — 7,48 Prozent; b) in der Zeit vom Beginn des September dieſes Jahres in Neuſtadt a. Haardt ſtatt.
Rechnungsjahres 22 286000 Mark oder gegen das
Vor=
jahr mehr 1378000 Mark — 6,59 Prozent: 2. für die
Preußiſch=Heſſiſche Eiſenbahngemeinſchaft: a) im Monat
Mai 1910 164 123000 Mark oder gegen das Vorjahr
mehr 13358000 Mark — 8,86 Prozent; b) in der Zeit werden, deſſen Gelingen die Mitwirkung einer Reihe
vom Beginne des Rechnungsjahres 321270000 Mark
oder gegen das Vorjahr mehr 21681000 Mark — 7,24
Prozent.
Geſamtbedarf der Kaſſe aus dem Jahre 1909
be=
rechnet ſich folgendermaßen: an Brandentſchädigungen
Mark, in der Provinz Oberheſſen 210838 Mark, in der
Provinz Rheinheſſen 153 202,58 Mark, an Entſchädigun=
gen zuſammen 695 110,90 Mark. An ſonſtigen Koſten
ſind zu zahlen 585 578,87 Mark, zuſammen alſo
1 280 689,77 Mark. Gemäß Verfügung Großh.
Mini=
ſteriums des Innern vom 15. Juni 1910 ſoll dieſer
Be=
darf durch einen Ausſchlag von ſechs Pfennig auf je
einhundert Mark Umlagekapital, das zum Ausſchlag
für das Jahr 1909 in der Provinz Starkenburg
958 615 720 Mark, in der Provinz Oberheſſen 517566 480
Mark, in der Provinz Rheinheſſen 734 238 530 Mark, im
ganzen 2 210 420730 Mark beträgt, gedeckt werden und
die Erhebung dieſes Beitrages in den erſten 25 Tagen
des Monats Auguſt laufenden Jahres in einem Ziele
erfolgen.
L. Vor der Strafkammer ſtand geſtern der 37 Jahre
alte, wegen Betrugs rückfällige Kaufmann Ernſt Felix
Becker von Hamburg, ein vielgereiſter Mann. In
Hei=
delberg und Offenbach, insbeſondere aber im Odenwald
erſchien er als Vertreter einer Gummiwarenfabrik, nahm
Beſtellungen entgegen und zog die Gelder ein, die er dann
zu ſeinem Nutzen verwendete. Es ſind 16 Fälle erwieſen,
die jedoch zu ſeinem Glück als ein einziger fortgeſetzter
Be=
trug behandelt werden. Seine Strafe beträgt 1 Jahr
3 Monate Gefängnis nebſt Aberkennung der
bür=
gerlichen Ehrenrechte auf 3 Jahre. Von der durch die
Um=
ſtände gebotenen langen Unterſuchungshaft gelten 2
Mo=
nate 3 Wochen als verbüßt. — Daß Alter vor Torheit
nicht ſchützt, beweiſt der 64 Jahre alte Schneider Ignaz
Glöckner von Offenbach, der ſich eines
Sittlichkeitsver=
gehens ſchuldig machte, für welches er 10 Monate
Ge=
fängnis bezog; 3 Wochen ſind durch die
Unterſuchungs=
haft verbüßt. — Der Maurer Joſeph Faulhaber von
Seligenſtadt hatte ſich zu recht ungeeigneter Zeit in
Offen=
bach ſelbſtändig gemacht und befand ſich in einer
Geld=
klemme. Um Zement, welchen er für eine Arbeit brauchte,
von der Firma Ernold, bei welcher er im Schuldbuch ſtand,
zu erhalten, fälſchte er einen Beſtellzettel und ſchädigte das
Geſchäft um 7 Mark. Er wurde zu 10 Tagen
Ge=
fängnis verurteilt.
— Ankauf für das Landesmnſeum. Das
Landes=
muſeum hat in der Ausſtellung des Deutſchen
Künſt=
lerbundes das Gemälde des Grafen v. Kalckreuth:
„Porträt Fräulein Haſſe” angekauft.
— Kriegsveteranen=Appell 1910. Die Liſten des
Wohnungsausſchuſſes ſind nur noch wenige Tage im
Umlauf. Die bis jetzt gezeichneten Quartiere und
Beiträge reichen noch lange nicht, um alle bis jetzt
gemeldeten Veteranen unterbringen zu können; es
werden daher alle diejenigen, denen die Liſten noch
vorgelegt werden, freundlichſt gebeten, ſich mit der
Zeichnung von Freiquartieren und freiwilligen
Bei=
trägen recht zahlreich zu beteiligen. Jede Gabe iſt
herzlichſt willkommen; gilt es doch, den alten Veteranen
den Aufenthalt hier recht angenehm zu machen.
— Ortstarifamt für das Weißbindergewerbe. Am 5.
ds. Mts. fand im Stadthauſe unter dem Vorſitz des
Un=
parteiiſchen, Herrn Beigeordneten Mueller, eine Sitzung
des Ortstarifamtes ſtatt. Es handelte ſich um die
Auf=
ſtellung des im Reichstarifvertrage vorgeſehenen örtlichen
Leiſtungstarifs. Nach anderthalbſtündiger Beratung kam
eine völlige Einigung über die von den Gehilfen
zu betätigenden Tagesleiſtungen zuſtande. Am nächſten
Mittwoch ſoll in einer weiteren Sitzung über die
Feſt=
ſetzung der Akkordpreiſe verhandelt werden.
— Heſſiſcher Fechtverein Waiſenſchutz. Unſer
diesjäh=
riges Sommerfeſt findet am 10. Juli im Städtiſchen
Saal=
bau ſtatt. Nach den Vorbereitungen zu urteilen, verſpricht
Der Geſangverein „Konkordia” und die Kapelle Weber
haben den muſikaliſchen Teil übernommen, aber auch an
ſonſtigen Unterhaltungen wird es nicht fehlen. (Näheres
ſiehe Anzeige.)
— Odenwaldklub. Man ſchreibt uns: Die
dies=
jährige Hauptverſammlung des Verbandes deutſcher
Gebirgs= und Wandervereine findet am 3., 4. und 5.
Der feſtgebende Pfälzerwald=Verein hat zur
Unter=
haltung ſeiner Gäſte die umfaſſendſten Veranſtaltungen
getroffen. So darf an erſter Stelle der für Samstag,
den 3. September, vorgeſehene Weinabend genannt
der beſten Pfälzer Dichter und Künſtler verbürgt. Am
4 September findet unter anderem auf dem Maxburg=
Sattel (Hambacher Schloß) ein Volksfeſt ſtatt. Den
* Großherzogliche Brandverſicherungskaſſe. Der Schluß der Veranſtaltungen bilden am 5. September
verſchiedene Wanderungen. Nähere Auskunft über die
Hauptverſammlung und die damit verbundenen
Ver=
ſind zu zahlen in der Provinz Starkenburg 331070,32 anſtaltungen, deren Beſuch auf das wärmſte empfohlen
werden kann, wird von dem Vorſtand des
Odenwald=
klubs gern erteilt.
rechnungen nichts ändern. Wer die arktiſche Zone
wirklich kennt, der weiß, daß das, was hier nur als
ausnahmsweiſe Behinderung, Nebel, Schneeſtürme,
Temperatur erwähnt iſt, zur Regelmäßigkeit der Arktik
gehört.
Es bliebe demnach für Zeppelin nur übrig, von der
Moſſel=Bai oſtwärts nach Franz Joſef=Land und
weſt=
wärts bis Grant=Land und Prinz Patrick=Inſel
Er=
forſchungstouren zu unternehmen. Von Moſſel=
Bai bis Franz Joſef=Land kommt eine Entfernung in
Luftlinie von etwa 550 Kilometer in Frage.
Minde=
ſtens die gleiche Entfernung iſt von der Moſſel=Bai
bis Hazen=Inſel. Auf dieſen Strecken iſt eigentlich
noch alles zu erkunden. Mittels geeigneter Schiffe
ließen ſich auf Franz Joſef=Land Stationen für
Zep=
pelin errichten. Wie ſolche aber nordweſtlich, etwa bis
Hazen=Inſel, gebracht werden ſollen, das zu ergründen
wäre weitaus ſchwieriger. Das Luftſchiff müßte ſelbſt
über eine Entfernung von 8—900 Kilometer das Nötige
hinſchaffen. Von Grant=Land müßte ſich die
Erforſch=
ungstätigkeit dann nach Patrick=Inſel erſtrecken, ob hier
Inſeln vorhanden ſeien uſw. Auf freien Eisflächen iſt
die Landungsmöglichkeit des Luftſchiffes wohl gegeben.
Aber das Eis triftet ununterbrochen. Deshalb könnte
keine Station auf dem Eiſe angelegt werden, ſondern
nur auf dem Feſtlande.
So liegen die Dinge, wenn man ſie ohne
Vorein=
genommenheit betrachtet. Von einer Polfahrt
Zeppe=
lins wird kein ernſter Forſcher überzeuegt ſprechen.
Sie wäre vielleicht einmal in abſehbarer Zeit
Zufalls=
ſache.
Wenn Zepgelin nur einiges Material für die
Wiſſenſchaft über die Arktik erzielte, und dies eben nur
durch Erforſchungstouren nach Nordweſt und Nordoſt
von Nordſpitzbergen aus, ſo täte er reichlich genug für
die Wiſſenſchaft. Denn dieſe Beobachtungen vom
Luft=
ſchiffe aus könnten um vieles genauer ſein, als von
Bord oder einer Eisſcholle aus, wo nicht nur der Blick
begrenzt iſt. Nur das ſoll man von ihm nicht fordern
oder erwarten, im Streite zwiſchen Peary und Cook
gewiſſermaßen die Entſcheidung zu liefern.
Vor der Unmöglichkeit muß der höchſtgeſteigerte
traditionelle nationale Ehrgeiz im Lande der Dichter
und Denker Halt machen. Schließlich würde die Fahrt
zum Pol in jedem Fall noch mehr ſportliche als
wiſſen=
ſchaftliche Leiſtung ſein.
Aus Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
**** Deutſches Kunſtgewerbe in
fran=
zöſiſcher Beleuchtung. Ein bemerkenswertes
Urteil über das deutſche Kunſtgewerbe, wie es
auf der Brüſſeler Weltausſtellung ſich
dar=
bietet, veröffentlicht der franzöſiſche Kritiker Ed.
Pot=
tier im Temps. Er ſpricht von der großen Wirkung,
die die deutſche Abteilung zielbewußt und mit
äußer=
ſter Konzentration aller Kräfte erſtrebt und erreicht
hat. „Deutſchland hat ſich das Ziel geſteckt, mit
gewal=
tigen Opfern die Führung in allen Zweigen des
In=
duſtrielebens zu erobern, es will überall der Erſte ſein
und verbirgt das nicht. Die militäriſche Hegemonie
genügt nicht; in der kaufmänniſchen Macht ſoll ſie ihre
notwendige Stütze finden. Dann wird Deutſchland
die Muſternation ſein. . . . Das Unternehmen iſt kühn
und gewagt, aber mit Ueberlegung und jener
Zähig=
keit durchgeführt, die einen Hauptvorzug des deutſchen
Nationalcharakters bilden. Man ſieht bald an den
Möbeln, wie die deutſchen Fabrikanten ſorgſam die
zügelloſe und kindliche Phantaſie korrigiert haben.
Die Formen ſind manchmal etwas plump, aber alles
wird mit intelligentem und klugem Sinn für Komfort
aufgebaut. Die Tapeten zeigen einen harmoniſchen,
wenn auch zum Ernſt und zur Düſterkeit neigenden
Geſchmack, die Farbentöne ſind glücklich abgeſtimmt,
in den Einzelheiten findet man erfinderiſches und
deli=
kates Raffinement, das Material, Holz, Metall oder
Meſſing, iſt klug zur Hervorbringung dekorativer
Effekte ausgenutzt, jeder grobe Geſchmack iſt verbannt.”
Die Ergänzung und die Erklärung zu dieſen
Leiſtun=
gen findet der franzöſiſche Kritiker in der deutſchen
Unterrichtsabteilung. Hier ſieht man nicht nur, wie
Deutſchland ſeine Kunſthandwerker erzieht, ſondern
vor allem, wie die heranwachſende Generation
ſyſte=
matiſch zu dieſen neuen Lebensformen erzogen wird.
In den Volksſchulen wird die Liebe zur Heimat und
der äſthetiſche Sinn zielbewußt gebildet, die Zeichen=
hefte der Volksſchüler zeigen die Ziele, die die Lehrer
mit unerſchöpflicher Geduld verfolgen. Deutſchland
hat begriffen, daß zum Kampfe im Reiche des
Kunſt=
gewerbes große Bataillone gehören, und es bildet ſie
heran in den Volksſchulen mit ihren Millionen von
Schülern. Der Anblick ſtimmt jeden Franzoſen
nach=
denklich, die Reflexionen ſind nicht immer erfreulich.
Wird Frankreich dieſem methodiſchen, überlegten,
plan=
vollen Vorgehen gewachſen ſein, wird das franzöſiſche
Kunſtgewerbe dieſer Konkurrenz ſtandhalten? Pottier
erwartet die Antwort von der Zukunft. Es ſind zwei
verſchiedene Methoden: in Deutſchland eine ſtrenge
Disziplinierung der wirkenden Kräfte, feſtaufgeſtellte
Ziele, in Frankreich größere individuelle Freiheit der
Künſtler, Vorurteilsloſigkeit. „Unſere Methode
unter=
ſcheidet ſich vollkommen von der unſerer Nebenbuhler.
Die Zukunft muß ſagen, wer recht behält.”
* Die Ritterpracht im Torfmoor. Ein
intereſſanter Altertumsfund wird demnächſt wohl dem
Völkermuſeum in Berlin überwieſen werden.
In der ſogenannten Peelheide bei Kaltenkirchen an
der holländiſchen Grenze wurden beim Torfſtechen
Teile einer noch gut erhaltenen Ritterrüſtung ans
Tageslicht befördert. Es befanden ſich darunter ein
vergoldeter Helm mit goldenen Platten und ſilbernen
Stiften, ein vergoldeter Mantelhaken, die Spitze eines
Pfeilköchers aus Bronze, ein kleines Täſchchen, das
aus Goldfäden zuſammengewirkt iſt und 41 goldene,
ſilberne und Bronzemünzen, zumeiſt mit dem
Bild=
nis des römiſchen Kaiſers Konſtantin, enthielt, und
ſchließlich ein vergoldeter Stiefelſporn. Es ſind
un=
ſtreitbar Teile der Rüſtung eines Ritters, der ſich
da=
mals in ein Torfmoor verirrt hat und hier zugrunde
gegangen iſt. Da die Stücke genau an der Grenze
ge=
funden wurden, iſt erſt der Streit zu ſchlichten, ob ſie
auf deutſchem oder holländiſchem Boden lagen. „Gebt
mir den Helm!” werden nun beide Parteien ſagen.
Hoffentlich hat ſich der chevalier errant auf deutſchem
Boden zum Sterben gelegt.
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Nummer 158.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Ausſtellung des Deutſchen Künſtlerbundes. In der
erſten Spalte des geſtrigen Berichtes muß der Name in
der 6. Zeile von unten heißen „Robert Breyer (ſtatt
Bayer)=Charlottenburg.”
— Der Starkenburger lutheriſche Miſſionsverein
gedenkt ſein diesjähriges Jahresfeſt am 24. Auguſt in
der Kirche des Darmſtädter Eliſabethenſtifts
abzuhal=
ten. Feſtredner ſind Dekan Scriba in Erbach und
ein aktiver Miſſionar aus Leipzig.
* Die Preiſe für Obſt und Gemüſe haben jetzt eine
Höhe erreicht, die mit den ungünſtigen
Witterungsver=
hältniſſen nicht mehr zu erklären iſt. Ein Pfund
Kir=
ſchen koſtete in den letzten Tagen auf dem Markte 40
bis 45 Pfg., ein Pfund grüne Bohnen 42 Pfg. Es wäre
von Intereſſe, zu erfahren, wie ſich die Preiſe in den
Nachbarſtädten im Vergleich zu unſerer Stadt ſtellen.
— Ludwigshöhe. Wie die betreffenden Anzeigen
leſagen, wird am 10. Juli die Kapelle des Leibgarde=
Regiments konzertieren. Ein gefälliges Programm iſt
in Ausſicht genommen.
* Saalbau. Das nächſte Dienstags=Konzert am 12.
ds. Mts. im Städtiſchen Saalbau wird wieder von der
Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn
Webers Leitung ausgeführt. Gute Witterung
vorausge=
ſetzt, findet das Konzert bei feſtlicher Beleuchtung des
Gar=
tens ſtatt. Im Gartenſaale Reunion. Mit einem
beſon=
ders gewählten Programm wird Herr Muſikmeiſter Weber
an dieſem Abend einige genußreiche Stunden bereiten.
§ Wechſelbrand. Am Donnerstag vormittag gegen
6½ Uhr iſt im Backraum des Hauſes Marienplatz Nr. 8a
ein Wechſelbrand ausgebrochen, welcher durch die
Haus=
bewohner und durch die ſpäter herbeigerufene
Tagesfeuer=
wehrwache wieder gelöſcht wurde.
§ Feſtgenommen. Freitag vormittag wurde dahier
ein 20 Jahre alter Hausburſche aus Kürnbach wegen
Dieb=
ſtahls und ein 22 Jahre alter Handarbeiter aus München
wegen Kuppelei feſtgenommen.
§ Hundefang. Während des Monats Juni ſind durch
den Polizeihundeaufſeher dahier 33 Hunde eingefangen
worden. Hiervon wurden 14 Hunde von ihren
Eigen=
tümern wieder ausgelöſt, 5 Hunde ſind verkauft worden
und 14 Hunde mußten getötet werden.
Ss. Griesheim, 8. Juli. Heute vormittag
ereig=
nete ſich in der Schreinerwerkſtätte des
Schreiner=
meiſters Georg Müller ein Unglücksfall. Der
jüngſte, im 23. Lebensjahre ſtehende Sohn arbeitete an
der Fräsmaſchine, als plötzlich zwei Meſſer der Maſchine
abſprangen und ihm mit ſolcher Wucht auf die rechte
Hand fielen, daß zwei Finger abgeriſſen und ein
dritter ſchwer verletzt wurde. Dem Verunglückten
wurde ſofort ein Notverband angelegt, worauf er nach
Darmſtadt in die Klinik befördert wurde.
Offenbach, 7. Juli. Eine aus Mutter, Sohn und
Tochter beſtehende Familie in der Glockengaſſe, die
aus Vieber ſtammt, iſt ſeit Jahren von der fixen Idee
befallen, daß einer ihrer Ahnen ein Abkömmling
eines bayeriſchen Königs ſei und daß ſie
da=
her Anſprüche auf eine große Erbſchaft zu machen
hätte. Schon im vorigen Jahre iſt der 27jährige Sohn,
der ſeit Jahren in einer hieſigen Druckerei als
Haus=
burſche tätig iſt, bei der zuſtändigen königlichen
Ver=
mögensverwaltung in München vorſtellig geworden,
um das eminente Vermögen einzuheimſen. Man wies
ihn dort ab und außerdem verfolgte ihn die dortige
Kriminalpolizei, der er aber entging. Wieder
wohl=
behalten in Offenbach angekommen, konnte ſich die
Familie indeſſen bei dem negativen Ergebnis der
Reiſe nicht beruhigen, ſondern träumte ſich immer
mehr in den verlockenden Zuſtand, eines königlichen
Vermögens teilhaftig zu werden. Um ihrer Sache,
daß ſie berechtigte Anſprüche habe, ganz ſicher zu ſein,
wandte ſie ſich an eine Kartenſchlägerin in der
Friedrichſtraße. Dieſe „Prophetin” wußte mit
wich=
tiger Miene zu künden, daß, da ein Ahne aus der
königlichen Familie ſtamme, die Erbanſprüche
berech=
tigt ſeien. Dadurch wurde die Familie in ihrer
un=
glücklichen Idee beſtärkt, ſodaß der Sohn wiederum
nach München Briefe ſchrieb und auch öfters
hintele=
phonierte. Dazu kam, daß verſiegelte Briefe bei der
Familie in der Glockengaſſe anlangten, und dieſe
glaubte, ſie ſeien vom Prinzregenten Luitpold von
Bayern. Die königliche Verwaltung in München
ſtellte dem Beläſtiger eine Falle. Sie telephonierte
ihm, er ſolle kommen. Der Ueberglückliche, in der
Meinung, jetzt ſei der Augenblick gekommen, wo er
das Jammertal der Arbeit verlaſſen dürfe, fuhr vor
etwa drei Wochen unverzüglich nach München, wo er
verhaftet und in die Irrenanſtalt eingeliefert
wurde, um auf ſeinen Geiſteszuſtand unterſucht zu
werden. Hier behielt man ihn 14 Tage und entlie
ihn dann wieder, wobei er das feierliche Verſprechen
abgeben mußte, nie wieder das königliche Haus mit
ſeinen unbegründeten Anſprüchen zu behelligen. Da
dampfte der arme Tropf wieder nach Offenbach, zwar
ohne Vermögen, aber doch froh, daß man ihn
wenig=
ſtens nicht in der Irrenanſtalt behalten hatte. (O. Ztg.)
Bieber, 8. Juli. Eine entſetzliche Bluttat ſetzte
heute mittag die Bewohner unſeres Ortes in Aufregung.
Als die beiden Lehrlinge, der 16 Jahre alte Franz Bied
und der 14jährige Bernhard Bauer, die in der
Gürtler=
warenſabrik Odenweller u. Co. beſchäftigt ſind, heute
mit=
tag nach 12 Uhr ihre Arbeitsſtätte verließen, gerieten ſie
auf der Straße in Wortwechſel. Der jüngere Bauer zog
in deſſen Verlauf plötzlich ſein Taſchenmeſſer und verſetzte
ſeinem Genoſſen einen Stich in die Herzgegend.
Nicht genug damit, wollte der jugendliche Meſſerheld dem
fliehenden Kameraden noch einen Stich verſetzen, als
die=
ſer nach wenigen Schritten bereits bewußtlos
zuſammen=
brach. Der herbeigerufene Arzt ordnete die ſofortige
Ueberführung des lebensgefährlich Verletzten in das
Offen=
bacher Stadtkrankenhaus an.
Mainz, 8. Juli. Außer den über 20000 Mark
be=
tragenden Stiftungen zugunſten von
Unteroffi=
zieren und Mannſchaften erhielt das Dragoner=
Regiment eine Stiftung von 40000 Mark
zur Durchführung des Regimentsjubiläums. Die
Rei=
terſpiele in der Stadthalle beanſpruchen einen
Koſten=
aufwand von etwa 11000 Mark, die Einnahmen ſollen
annähernd 16000 Mark betragen. Der Ueberſchuß iſt
bekanntlich für die Armen der Stadt Mainz beſtimmt.
Oppenheim, 8. Juli. Am Mittwoch fand im
Sitz=
ungsſaale des Oppenheimer Amtsgerichts die erſte
Gläubigerverſammlung im Falle
Hu=
bert ſtatt. Es waren mehr als 60 Gläubiger
an=
weſend. Der Liſte nach ſind es bis jetzt 111. Der den
Vorſitz führende Herr Oberamtsrichter Dr. Schneider
gab, wie die Ldskr. berichtet, nach der Eröffnung der
Sitzung dem Konkursverwalter, Herrn Rechtsanwalt
Espenſchied, das Wort zu ſeinem Bericht über den
jetzigen Stand in Sachen Hubert. In ſeinen
einlei=
tenden Ausführungen bemerkte der Konkursverwalter,
daß Juſtizrat Hubert ſeit dem Anfange ſeiner Praxis
das völlige Vertrauen genoſſen habe, dieſes erworbene
Vertrauen aber im Laufe der letzten Zeit in großem
Maße mißbraucht habe. Er brachte dann die einzelnen
Fälle vor, die teils in der Oeffentlichkeit ſtark
über=
trieben wären, nach ſeinen gemachten Feſtſtellungen
müßten aber hier Erpreſſungen unbedingt
vor=
liegen. Anfangs ſei auch Ausſicht vorhanden geweſen,
daß die Depotunterſchlagungen, die nunmehr
rund 138000 Mark betragen, von verwandter Seite
zum Teil gedeckt werden, welche Hoffnung ſpäter
aber zu nichte geworden iſt. Dagegen ſei eine
ſtaatliche Hilfetätigkeit für diejenigen
Depotgeſchädig=
ten geſichert, deren Exiſtenz infolge ihrer Verluſte
ge=
fährdet erſcheint. Ein Arrangement war unmöglich
und ſo wurde der Konkurs eröffnet. Nach der von
dem Konkursverwalter aufgeſtellten Bilanz beträgt die
Aktiva rund 40000 Mark, darunter ſind 24000 Mark
nichtbezeichnete Geldbeträge, worüber man ſich ſtreitig
iſt und worüber eventuell im Prozeßwege entſchieden
werden muß, dem gegenüber ſtehen in Paſſiva
perſön=
liche Schulden rund 108000 Mark und die
Depotfehl=
beträge 138000 Mark, das ſind zuſammen rund
246000 Mark. Es dürften 5 bis 10 Prozent in der
Maſſe liegen. Für dieſen Prozentſatz kann aber
vor=
erſt keine Gewähr geleiſtet werden, da ja die Koſten
noch abgehen, außerdem der Ausgang des einen oder
anderen Prozeſſes abgewartet werden muß, wodurch
die Bilanz auch noch Verſchiebungen erleiden kann.
Man nahm dann die Wahl des Gläubigerausſchuſſes
vor. Hierzu wurden gewählt die Herren Bankier
E. Froehlich, Notar Bohn=Oppenheim und Herr
Rechtsanwalt Dr. Meintzinger=Mainz. Der
Konkurs=
verwalter bleibt weiter Herr Rechtsanwalt
Espen=
ſchied, der alle halben Jahre einen Bericht in dieſer
Sache vorlegen wird. Betont wurde noch, daß es
em=
pfehlenswert ſei, wenn ſich die durch die beruflichen
Verfehlungen Huberts Geſchädigten, wie es von dem
Konkursverwalter vorgeſchlagen worden,
zuſammen=
tun und unter ſich einzelne Gruppen bilden, um dann
gemeinſchaftlich eventuell im Prozeßwege die
immer=
hin ſtreitige Rechtsfrage entſcheiden zu laſſen, wer
eigentlich die Geſchädigten ſind, der Schuldner, der
Gläubiger oder die betreffende Kaſſe. Dieſe
Rechts=
frage wäre in manchen Punkten recht zweifelhaft und
zweifellos wird eine Entſcheidung dieſer ſtreitigen
Frage großen Wert haben, weil damit die
ande=
ren Fälle, die gleich gelagert ſind, damit entſchieden
wären. Es wäre damit der Konkursmaſſe und den
Gläubigern gedient, weil ſo zahlreiche Prozeſſe
ver=
mieden werden, die große Koſten verurſachen. Daſ
weitere Anträge nicht geſtellt wurden, wurde die
Gläu=
bigerverſammlung geſchloſſen.
Gießen, 7. Juli. Im Kreisamtsgebäude tagtel
geſtern der Provinzialausſchuß der Provinzl
Oberheſſen und verhandelte über die Verteilung der
Koſten des Gelände=Erwerbs zum Bahnbau Lollar-
Londorf-Grünberg in Höhe von 250000 Mark. Der
Kreisausſchuß Friedberg hatte bereits in der Sache
entſchieden; Gießen und Lollar, die 113795 Mark bezw.
34 225 Mark leiſten ſollten, legten erfolgreich
Beruf=
ung ein. Für Gießen wurde der Beitrag nunmehr
auf 89625 Mark, für Lollar auf 32300 Mark
herab=
geſetzt; es bezahlen ferner Allendorf 36775 Mark,
Treis 33725 Mark, Londorf 15975 Mark, Daubringen
15 150 Mark, Mainzlar 16075 Mark, Staufenberg 4550
Mark, Klimbach 3175 Mark, Keſſelbach 1550 Mark,
Allertshauſen 875 Mark und Heimertshauſen 225 Mk.
Gießen, 7. Juli. Abg. Köhler=Langsdorf teilt
dem G. A. mit, daß er wegen ſchwerer nervöſer
Krankheit verhindert geweſen ſei, an den
Kammer=
verhandlungen des Landtages über das
Gemeinde=
umlagengeſetz teilzunehmen, und ſeine Teilnahme an
der nächſten Tagung des Plenums, in der über die
Landtags=Wahlkreiseinteilung beraten werden ſoll,
ebenfalls ſehr in Frage geſtellt ſei.
Bad Nauheim, 8. Juli. Der ſerbiſche
Kultusmini=
ſter Dr. Novakovie und der frühere ſerbiſche
Kriegsminiſter Georgewitſch ſind zur Kur im
Sprudelhotel hier eingetroffen.
— Bad Nauheim, 8. Juli. Bis zum 7. Juli ſind
17744 Kurgäſte angekommen, wovon an genanntem
Tage noch 7085 anweſend waren. Bäder wurden bis
zum 7. Juli 200 429 abgegeben.
Aus dem Ohmtal, 7. Juli. In dem gegenwärtigen
Sommer hört man aus dem Felde nicht einen einzigen
Wachtelſchlag. Das fällt um ſo mehr auf, als man
ſeither niemals während eines Sommers dieſen Alt
und Jung willkommenen Ruf vermißt hat; im
vori=
gen Sommer war er ſogar auffallend häufig
vernehm=
bar. Hiernach zu ſchließen, muß zu unſeren Feldern
nicht eine Wachtel zurückgekehrt ſein. Es wäre von
Intereſſe, zu erfahren, ob von anderen Gemarkungen
oder Gegenden ein gleiches Fehlen der Wachteln zu
berichten iſt. Bei den Jägern gilt der Erfahrungsſatz:
viele Wachteln — viele Feldhühner. Demnach wären
die Ausſichten zur Hühnerjagd nichts
weni=
ger als günſtig. In dem naſſen, kalten Sommer
neh=
nen die Rebhühnerbruten ſicherlich Schaden.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 7. Juli. Der neue
chineſiſche Geſandte in Berlin,
Lian=
tſcheng, trifft in den nächſten Tagen hier ein. Der
neue Geſandte, der aus der Provinz Kwangtung
ſtammt, wurde in Amerika erzogen. Als Liantſcheng
nach China zurückkehrte, wurde er Lihungtſchang, der
zu jener Zeit in der Provinz Tſchili amtierte, zugeteilt.
Im Jahre 1897 gehörte er der Sondergeſandtſchaft zum
60jährigen Regierungsjubiläum der Königin Viktoria
an. Im Jahre 1900 begleitete er die Sühnekommiſſion
als Erſter Sekretär nach Berlin. Später wurde er
zum Geſandten in Waſhington ernannt. Von dort
ab=
berufen, wurde er in China Generaldirektor der
Eiſen=
bahnen in Kwangtung. — An das Amtsgericht zu
Charlottenburg, in deſſen Bezirk Frau von
Schöne=
beck ihren ſtändigen Wohnſitz hat, iſt von der
Staats=
anwaltſchaft zu Allenſtein eine Eingabe gerichtet
wor=
den, einen Pfleger für Frau von Schönebeck zu
be=
ſtellen. Ihr Verteidiger beabſichtigt, gegen die
Be=
ſtellung eines Pflegers Einſpruch zu erheben. Frau
von Schönebeck bleibt noch einige Zeit in Kortau und
wird dann in einem Sanatorium in der Umgebung
von Berlin untergebracht werden. — Der
geheimnis=
volle Leichenfund bei Friedrichshagen, der
nun bereits ſeit nahezu drei Wochen die Polizei
be=
ſchäftigt, wird immer rätſelhafter. Anfangs war
ange=
nommen worden, daß die an der Spree aufgefundene
Anna Weitmann das Opfer eines Verbrechens
gewor=
den ſei. Dann glaubte man, es liege nur Selbſtmord
Kleines Feuilleton.
* Hofleben in Nord und Süd. Der Hof des
greiſen Franz Joſef iſt der erkluſivſte von Europa, die
in Wien beobachtete Etikette die ſtrengſte aller Höfe
der einzelnen Staaten. Die „Saiſon” in Wien zerfällt
eigentlich in zwei Teile, von denen die eine am
6. Januar beginnt und bis Aſchermittwoch dauert, und
die zweite um Oſtern anfängt und mit dem Wiener
Derby endigt. Um bei Hofe empfangen zu werden,
be=
darf es bekanntlich des Nachweiſes von 14 Ahnen, nur
Ungarn braucht bloß 8 aufzuweiſen. — Berlin hat nur
eine kurze, aber ereignisreiche Saiſon. Sie beginnt in
der dritten Woche des Januar mit der Defiliercour. Die
Ehre, am Berliner Hofe zugelaſſen zu werden, wird
von Jahr zu Jahr bei den vornehmen Ausländern
höher geſchätzt. — Wohl das prunkvollſte Hofleben hat,
wie in einem gut unterrichteten Aufſatz im Strand
Magazine ausgeführt wird, der Petersburger
Hof. Die Einladungen werden als kaiſerliche Befehle
angeſehen, und nur Krankheit oder Trauer gelten als
Entſchuldigung für Abweſenheit. Die Räume, in denen
die Feſtlichkeiten ſtattfinden, ſtellen ſich beſonders im
Winterpalaſt in dem Prunk der Feſtdekorationen wie
ein Bild aus dem Märchenland dar. Während draußen
vielleicht eiſige Kälte herrſcht, ſind der „Malachitſalon”
und die anderen weiten Säle und Galerien mit den
ſeltenſten Blumen gefüllt, deren Düfte die Sinne der
Gäſte umſchmeicheln. Das Bild eines Hofballes am
Zarenhofe findet an Glanz nicht ſeinesgleichen. Die
Hofdamen und andere ruſſiſcher Herkunft tragen
viel=
fach eine beſonders großartige und prächtige Art von
Hoftracht, die eine Variation des ruſſiſchen
National=
loſtüms darſtellt. Der erſte Tanz iſt ſtets eine vom
Zaren und der Zarin angeführte Polonäſe, die der Zar
mit einer Großfürſtin und die Zarin mit einem
Ge=
ſandten tanzt. Großer Berühmtheit im Petersburger
Hofleben erfreuen ſich auch die „bals de palmiers” Bei
ihnen werden Säle und Galerien in einen wahren
Tropenwald verwandelt und mit ſeltenſten Blumen
und Pflanzen ausgeſtattet, und inmitten all dieſes
leuchtenden Grüns werden die kleinen Tafeln für mehr
als 500 Perſonen errichtet. Auf großen Hofbällen zählt
man oft bis zu 3000 Gäſte. Eines der größten
Ereig=
niſſe iſt der Neujahrstag, bei dem in Gegenwart des
Zaren und der Zarin das Newawaſſer geſeanet wird,
und bei dem gleichfalls der höchſte Prunk entfaltet wird.
— Die Hofgeſellſchaft von Rom zerfällt in zwei ſtreng
geſchiedene Welten, in eine „ſchwarze” und eine „weiße‟
„II mondo nero” wird aus Kardinälen, Kirchenfürſten,
kurz den Spitzen und der Anhängerſchaft der Kirche
gebildet, und ein beſonderes Ereignis in ihr iſt ein
Empfang auf der ſpaniſchen Geſandtſchaft. Die
Diener=
ſchaft iſt in prunkvolle orangefarbene Livreen
geklei=
det, und Malteſerritter, hochgeſtellte Diplomaten und
vor allem die Angehörigen der uralten, vornehmen
römiſchen Familien geben ſich hier ein Stelldichein.
Den Höhepunkt eines Feſtes in dieſem Kreiſe ſtellt das
Erſcheinen eines oder mehrerer Kardinäle in dem
ſcharlachenen Kardinalsmantel dar, die man wie
Könige durch Erheben von den Plätzen ehrt. Am
Quirinal, in der „weißen Geſellſchaft” iſt das Hofleben
gleichfalls ſehr belebt. Man legt am römiſchen
Königs=
hofe auf äußeres Zeremoniell vielleicht weniger
Ge=
wicht, aber die Geſellſchaft aller Länder drängt ſich
dennoch zu dieſen Empfängen. Bei ihnen wird
übrigens eine ſtrenge Teilung inſofern vorgenommen,
als die einzelnen Nationalitäten in beſonderen
Räumen, und ferner auch die Verheirateten und die
Unverheirateten voneinander geſondert werden. König
und Königin machen dann einen Rundgang durch alle,
von Tauſenden von Lichtern erhellten Räume und
be=
grüßen ihre Gäſte.
CK. Auf der Suche nach den Schätzen der
Armada. Die Arbeiten zur Wiederauffindung des
großen Goldſchatzes, der im Jahre 1588 mit dem
Unter=
gang der „Florencia” von der ſpaniſchen Armada in
die Tiefen des Meeres verſunken iſt, ſind in dieſen
Tagen in der Tobermory=Bai wieder aufgenommen
worden. Das neue Unternehmen geht von einem
Lon=
doner Syndikat aus, das ſich im September
vergange=
nen Jahres von dem Herzog von Argyll einen
Er=
laubnisſchein verſchafft hatte. Lieut.=Colonel K.
Macken=
zie Foß, der bei den Taucherarbeiten bei Ceylon große
Erfahrungen geſammelt hat, leitet die Arbeit. Der
Schlamm, in dem das Wrack des untergegangenen
Schiffes verborgen liegt, wird von erprobten Tauchern
angebohrt; ſobald das verſunkene Fahrzeug
aufgefun=
den iſt, werden Perlenfiſcher aus Ceylon die weiteren
Taucherarbeiten übernehmen. Dieſer neue Verſuch,
dieſe berühmten Schätze wieder zu erlangen, iſt mit
großer Sorgfalt vorbereitet worden; zwei Jahre lang
ſind in Spanien und Italien, wie auch in England
eingehende hiſtoriſche Studien vorgenommen worden,
um die genauen geſchichtlichen Einzelheiten der
Kata=
ſtrophe feſtzuſtellen. Die Forſchungen haben dazu
ge=
führt, die vorausſichtliche Lage des Wracks mit großer
Wahrſcheinlichkeit feſtzulegen; es handelt ſich in der
Tat nur um eine Fläche von etwa 400 Quadratmeter,
die auf dem Meeresgrunde durchſucht und durchgraben
werden muß. Nach den Feſtſtellungen des Colonel Foß
war die „Florencia” genau 120 Fuß lang und mit 52
Kanonen ausgerüſtet. Der Schatz beſtand zum größten
Teil aus Münzen und Barren und wird auf 50
Milli=
onen Mark geſchätzt.
* Die Kopfbedeckung der Jenaer
Stu=
dentinnen, die dieſe ſeit dem Einzug des
Groß=
herzogspaares tragen, ſoll, nach der Meinung vieler,
keine Originalerfindung ſein. Gegen dieſen Vorwurf
wendet ſich eine Erklärung des Jenaer
Studentinnen=
vereins, in der es heißt: „Die ſeit dem Einzug des
Großherzogspaares eingeführten Baretts für
Studen=
tinnen ſind nicht der in England und Amerika von
Studierenden getragenen Kopfbedeckung nachgeahmt.
Die Mützen ſind ohne Benutzung eines Vorbildes,
weder ausländiſch= noch deutſchſtudentiſch, frei erfunden.
Eine Aehnlichkeit mit dem engliſchen Barett beſteht
tatſächlich nur in dem Vorhandenſein von vier Ecken.
Zum Beweis wird in einem Laden einige Tage lang
ein deutſches und ein engliſches Barett ausgeſtellt.”
* Der Phonograph als Verkünder des
„letzten Willens‟ Der Matin erklärt, daß die
Anregung, letztwillige Verfügungen durch den
Phono=
graphen aufnehmen zu laſſen, von einer juriſtiſchen
Geſellſchaft warm befürwortet werde, da die Fälſchung
der Schriftzüge in allerjüngſter Zeit große Fortſchritte
gemacht habe, ſo daß man ſich nicht ohne weiteres auf
ein geſchriebenes Manuſkript verlaſſen könne. Von den
Gegnern wird bemerkt, daß die Stimmennachahmung
gleichfalls ihre Virtuoſen beſitze, ſo daß die Stimme
ebenfalls nicht als untrügliches Beweismittel zu
be=
trachten wäre.
* Wie oft exiſtiert Rom? Ein Leſer unſeres
Blattes ſchreibt uns, daß außer den 17 angeführten es
ſo=
wohl in Mecklenburg als auch in Frankreich ein kleines
Dörfchen gibt, das Rom heißt.
ſenden
worau
der i
aber
woh
öicle
der
He=
wurde
aße
und
Nummer 158.
Seite 5.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
vor; es tauchten dann wieder neue Zweifel auf, und
jetzt rechnet die Polizeibehörde mit der Möglichkeit
eines Raubmordes. Bei einer Abſuchung des Ufers
der Spree fanden Beamte nämlich unweit der
Fund=
ſtelle der Leiche in einem Geſtrüpp die Papiere der W.
Die Invalidenkarte ſowie die Zeugniſſe waren in ganz
kleine Stückchen zerriſſen und etwas verſtreut worden.
Neben den Papierſtückchen lagen noch einige
Geld=
münzen. Aus dieſem Fund glaubt jetzt die Polizei
entnehmen zu müſſen, daß doch ein ſchweres
Ver=
brechen, und zwar ein Raubmord vorliegt. — Ein
furchtbares Ehebruchsdrama hat ſich in den erſten
Morgenſtunden im Hauſe Sedanſtraße 1 in Schöneberg
abgeſpielt. Der 21 Jahre alte Eiſenbahnanwärter
Otto Ambroſius verletzte nach vorausgegangenem
Streit den 42jährigen Bahnbeamten Heinrich
Mar=
wode, mit deſſen Frau er ſeit längerer Zeit ein
Ver=
hälinis unterhielt, durch zwei Revolverſchüſſe in den
Unterleib derart ſchwer, daß Marwode hoffnungslos
darniederliegt. Dann ſchoß ſich der Attentäter eine
Kugel in die rechte Schläfe und ſtarb nach wenigen
Minuten.
Frankfurt, 8. Juli. Der Offenbacher
Kri=
minalpolizei iſt ein Fang von
außer=
ordentlicher Bedeutung gelungen. Seit
Mo=
naten kam aus Straßburg, Heidelberg, Darmſtadt und
anderen Städten die Kunde von Platinadiebſtählen,
bekanntlich einem ſehr teuren Edelmetall. Von den
Dieben, zwei ſehr elegant gekleideten Männern, die
ſich unter dem Vorwand, ſie ſeien Ingenieure, häufig
Eingang in Univerſitäten und Techniſche Hochſchulen
verſchafften und dabei die Diebſtähle ausführten,
fehlte bis jetzt jede Spur. Nun hat am Mittwoch der
Offenbacher Kriminalſchutzmann Hellwig in
Frank=
furt zwei Männer feſtgenommen, die, wie die
„Offenb. Ztg. meldet, aller Wahrſcheinlichkeit nach mit
den berüchtigten Platinadieben identiſch ſind, oder aber
bei dieſer Diebesbande, die ſcheinbar gut organiſiert
iſt, Hehlerdienſte geleiſtet haben. Vor einigen Tagen
erſchien in Elberfeld bei einem Althändler ein Mann,
der ſich als Chemiker vorſtellte, und bot dieſem Platina
zum Kaufe an. Der Althändler nahm das Edelmetall
zunächſt an, traute aber der Sache nicht und wollte es
dem Verkäufer bei nochmaligem Erſcheinen wieder
zurückgeben. Dieſer beſtimmte ihn, er ſolle das
Me=
tall nach Offenbach zu einem Althändler Alfred Süß
ſenden, da er meinte, daß dieſer zum Ankauf geneigt
ſei, und da er offenbar ſeine Adreſſe anzugeben
ver=
meiden wollte. Der Elberfelder Althändler machte
darauf bei der dortigen Kriminalpolizei Anzeige.
Dieſe benachrichtigte das Offenbacher Kriminalamt,
worauf Schutzmann Hellwig in die Wohnung des Süß.
der in der Ziegelſtraße wohnte, gehen wollte. Süß iſt
aber ſchon am 1. Juli nach Frankfurt verzogen und
wohnt jetzt Allerheiligenſtraße 20. Darauf fuhr der
Beamte nach Frankfurt, fand aber den Süß nicht zu
Hauſe, worauf er ſich unbemerkt auf der Straße
po=
ſtierte und hier einige Stunden den Eingang
beob=
achtete, als unvermutet ein fein gekleideter Mann, der
unter dem Arm ein Paketchen trug, Einlaß begehrte.
Hellwig kam dies verdächtig vor, er hielt den Mann
an, fragte ihn, was er bei ſich trage, und da er
aus=
weichende Antworten gab, ſiſtierte er ihn. Bei ſeiner
Vernehmung auf dem Frankfurter Kriminalamt ſtellte
es ſich heraus, daß es der aus Preußen wegen
Hehle=
reiverdachts und Vergehens gegen die
Gewerbe=
ordnung ausgewieſene 41jährige David
Stein=
lauf aus Okocim in Galizien war. Beikſeiner
Viſi=
tation fand man wertvolle Schmuckſachen aller
Art, goldene Brillen, goldene Uhren, Ohrringe; ein
Kollier im Werte von etwa 3000 Mark, Gold= und
Platinaſtaub. Außerdem befanden ſich in dem Beſitze
des Feſtgenommenen eine Goldwage und verſchiedene
Schlüſſel. Ueber die Herkunft der Wertſachen machte
Steinlauf keine Angaben. Die Eltern und ein
Bru=
der des Siſtierten wohnen in Frankfurt,
Battonn=
ſtraße 9, wohin ſich nun die Beamten begaben, um
Hausſuchung zu halten, zu welchem Zwecke ſie die
be=
ſchlagnahmten Schlüſſel mitnahmen. Dort belegten ſie
drei große Handtaſchen mit Beſchlag, die einen
über=
aus wertvollen Inhalt hatten. Brillanten,
gol=
dene Uhren und Broſchen, ſilberne Ketten, Meſſer,
Gabeln und außerdem einen Sack mit
einge=
ſchmolzenem Silber im Gewichte von 12½
Pfund, der etwa 400 Mark repräſentiert. Das Silber
ſtammt vermutlich von den Diebſtählen her, die
beſon=
ders in letzter Zeit häufig während der Ferienzeit in
Frankfurt und auch in Offenbach verübt wurden,
wo=
bei es die Diebe beſonders auf ſilberne Beſtecke
abge=
ſehen hatten. Steinlauf war dabei jedenfalls der
Hehler. Der Bruder, der zu Hauſe angetroffen wurde,
iſt ebenfalls feſtgenommen worden. In der
Behauſ=
ung wurde auch eine umfangreiche Korreſpondenz
be=
ſchlagnahmt, die einen ausgedehnten Verkehr mit
Goldwarenhändlern in Pforzheim und Hanau
erken=
nen ließ und nach der Steinlauf für Tauſende Gold,
Silber und Platina abgeſetzt hat. Ob Süß an dieſer
Rieſenhehlerei und dieſen Diebſtählen mitſchuldig iſt,
konnte bis jetzt noch nicht ermittelt werden. Allem
Anſchein nach hat die Polizei in den beiden Brüdern
Steinlauf zwei der gefährlichſten Hehler und Diebe
feſtgenommen, die mit einer weitverzweigten
Diebes=
bande in fortwährendem Handel ſtanden. Der
Pro=
zeß gegen ſie wird jedenfalls weite Kreiſe ziehen und
viele Perſonen unter die Anklage des Diebſtahls oder
der Hehlerei ſtellen.
Frankfurt, 8. Juli. Geſtern abend um 10 Uhr
wurde die 65jährige Lehrerin Emma Laban aus
Frank=
furt (Oder) am Salzhauſe beim Ueberſchreiten der
Straße von einem Automobil überfahren
und ſo ſchwer verletzt, daß ſie bald nach ihrer
Ein=
lieferung im ſtädtiſchen Krankenhauſe ſtarb.
Mannheim, 8. Juli. Der hohe Waſſerſtand des
Neckars und des Rheins iſt in der vergangenen
Nacht wieder erheblich angewachſen. Der Waſſerſtand
des Rheins iſt von 675 auf 711 Zentimeter geſtiegen.
In Heilbronn ſtieg der Neckar von 167 auf 305
Zenti=
meter und in Mannheim von 672 auf 725 Zentimeter.
Köln, 8. Juli. Im D=Zuge Paris-Köln iſt
eine Kölner Dame kurz vor Lüttich ihrer Juwelen im
Werte von 15000 Franes, ſowie ihrer Wertpapiere im
Werte von mehreren tauſend Francs gewaltſam
be=
raubt worden.
Schöllkrippen (Unterfranken), 8. Juli. Der 16
jäh=
rige Sohn des Jagdaufſehers Stenger in Geiſelbach,
der ſich mit ſeinem Vater auf dem Anſtande befand,
hantierte mit deſſen Gewehr. Plötzlich entlud
ſich die Waffe und die Kugel drang dem jungen Manne
in die Bruſt; er war ſofort tot.
Hauptſtuhl, 8. Juli. Geſtern abend gegen 9 Uhr
wurde hier das 3½jährige Söhnchen des Steinbrechers
Buſer von einem Automobil überfahren
und dreihundert Meter weit fortgeſchleift. Der
tele=
phoniſch benachrichtigten Gendarmerie in
Kaiſers=
lautern gelang es, das Automobil dort zu ſtellen und
die Inſaſſen, ein Ehepaar aus Saarbrücken,
feſtzu=
nehmen. Die Unterſuchung muß aufklären, wem die
Schuld zuzuſchreiben iſt. Das Kind hat derartig
ſchwere Verletzungen erlitten, daß an ſeinem
Auf=
kommen gezweifelt wird.
Leipzig, 7. Juli. Vor dem vereinigten zweiten
und dritten Strafſenat des Reichsgerichts fand
heute der Prozeß gegen die Kaufleute Albert Alfons
und Karl Luck, die Kommiſſionärin Anna Maria
The=
reſia Zarlenga, geb. Ruebrecht, den Geſchäftsagent
Alois Weißkopf und die Malerin Joſephine Mauch
wegen Verrats militäriſcher Geheimniſſe
ſtatt. Unmittelbar nach der Eröffnung der
Verhand=
lungen und der Verleſung des Eröffnungsbeſchluſſes
ſtellte der Anwalt den Antrag, die Oeffentlichkeit
während der Dauer der Verhandlungen bis zur
Ur=
teilsverkündigung auszuſchließen. Es kämen Sachen
zur Sprache, deren Geheimhaltung unbedingt im
Intereſſe der Sicherheit des Deutſchen Reiches
not=
wendig ſei. Der Gerichtshof beſchloß dem Antrage
ge=
mäß. Der Eröffnungsbeſchluß legt den Angeklagten
Albert Alfons und Karl Luck, Zarlenga und Weißkopf
zur Laſt, daß ſie in der Zeit von 1907 bis 1909, und
zwar beſonders in Straßburg, Kiel, Nancy und
Pa=
ris ſich dadurch des Verrats militäriſcher Geheimniſſe
im Sinne der Paragraphen 1 und 3 des Geſetzes vom
3. Juli 1893 ſchuldig gemacht haben, daß ſie ſich
Ab=
ſchriften von Zeichnungen und Signalbüchern der
deutſchen Marine verſchafft und dieſe an das
franzö=
ſiſche Nachrichten=Bureau an Nancy gelangen ließen.
Die Angeklagte Mauch wird der Beihilfe dazu
beſchul=
digt. Zarlenga wird noch beſchuldigt, den Verſuch
ge=
macht zu haben, ſich Pläne und Ueberſichtskarten von
der Weſtgrenze, ſowie von Geſchoßteilen zu
ver=
ſchaffen.
Gotha, 7. Juli. Einige Rekruten, die, von der
Ge=
neralmuſterung in Heiligenſtadt kommend, ſich ihrem
Heimatsorte Lengenfeld näherten und aus dem
Fenſter des Zuges winkten, bemerkten nicht,
daß aus umgekehrter Richtung ein Zug heranbrauſte.
Wie das Gothaer Tageblatt berichtet, erfaßte der
vor=
beifahrende Zug die Arme verſchiedener Rekruten.
Einem jungen Mann aus Lengenfeld wurde der Arm
zweimal gebrochen; verſchiedene andere Rekruten
er=
litten ebenfalls ſchwere Armbrüche.
Wien, 8. Juli. In Neu=Sandec ſtürzte ein
mehrſtöckiger Neubau infolge Bruches eines Trägers
vollſtändig ein. Auf dem Bau befanden ſich 14
Ar=
beiter, von denen einer getötet und ſechs
lebensgefähr=
lich verletzt wurden. Gegen den Baumeiſter wurde
eine Unterſuchung eingeleitet.
Wien, 8. Juli. Beim Einſturz eines
mehrſtöcki=
gen Neubaues in Neuſandes wurde von 14
Arbei=
tern einer getötet, während die anderen 13 zum Teil
lebensgefährliche Verletzungen erhielten.
Prag, 7. Juli. Bei der geſtrigen Erſtaufführung
von Thomas Luſtſpiel „Die Lokalbahn” im
Tſchechi=
ſchen Theater in der Vorſtadt Weinbergen erloſch
plötzlich im zweiten Akt die Bühnenbeleuchtung.
Gei=
ſtesgegenwärtig ſetzten die Schauſpieler ihr Spiel bis
zum Ende des Aktes auf der finſteren Bühne fort und
verhinderten dadurch bereits im Keim eine entſtehende
Panik. Als auch zum leszten Akt der
Beleuchtungs=
defekt nicht behoben werden konnte, wurde auch dieſer
Akt bei dunkler Bühne und erhelltem Zuſchauerraum
zu Ende geſpielt.
Paris, 7. Juli. Ein raffinierter
Juwelen=
diebſtahl, der allerdings in ſeinen Grundzügen ſich
an zahlreiche „klaſſiſche” Vorbilder anlehnt, ſtellt der
Pariſer Polizei wieder eine ſchwere Aufgabe. Ein
Ju=
welier des Faubourg Saint=Honoré empfing vor
un=
gefähr 14 Tagen den Beſuch eines hochgewachſenen
Greiſes, der ſehr elegant und ſicher auftrat und einige
Schmuckſtücke brachte, an denen mehrere
Veränderun=
gen vorgenommen werden ſollten. Die Sache eile aber
nicht. In dem Laden bewunderte nun der Beſucher
ein prächtiges Perlenhalsband und erklärte,
er kenne eine reiche Amerikanerin, die er zum Kaufe
dieſes Kleinods beſtimmen werde, das 100000 Francs
koſten ſollte. Am Dienstag trat nun der vornehme
Greis ſehr eilig in den Laden, entſchuldigte ſich, den
Juwelier zu ſtören, er müſſe das aber tun, da ſeine
amerikaniſche Freundin das von ihm gerühmte
Per=
lenhalsband zu ſehen wünſche. Der Juwelier war
doch ſo vorſichtig, nach dem Namen des Greiſes zu
fra=
gen und erhielt einen ſehr bekannten genannt, der ihm
volles Vertrauen einflößte. Er ſchickte alſo einen
jun=
gen Mann mit dem Perlenhalsband in Begleitung
des vornehmen Herrn fort und nun wurde nach den
berühmten Muſtern gearbeitet. Vor einem prächtigen
Hotel des Boulevard de Courcelles hielt das
Auto=
mobil, das den Fremden und den jungen Mann vor
dem Juwelierladen erwartet hatte, der Greis bat
ſei=
nen Begleiter, ihm das Halsband anzuvertrauen und
einige Minuten zu warten, was dieſer um ſo
bereit=
williger tat, als der Fremde ſehr vertraut mit dem
her=
beieilenden Hausmeiſter zu ſprechen ſchien, — um
na=
türlich den Spitzbuben nicht wieder zu ſehen. Dieſer
war aus dem anderen Ausgange des Hauſes längſt
verſchwunden, als der junge Juwelierangeſtellte,
end=
lich des Wartens müde und beunruhigt, ſich um
Aus=
künfte an den Hausmeiſter wandte, der nur erklären
konnte, der Herr habe nach einem im Hauſe
wohnen=
den Notar gefragt, er ſelbſt kenne ihn aber nicht.
Paris, 8. Juli. Infolge der andauernden
Re=
gengüſſe iſt die Seine neuerdings beträchtlich
ge=
ſtiegen und in den Vororten Asniéres und
Joinville=
les=Ponts ſind ſchon die Kais an mehreren Stellen
überſchwemmt. Auch die Marne, Yonne und Aisne
ſind an verſchiedenen Punkten über ihre Ufer getreten
und haben bereits einigen Schaden angerichtet.
Liſſabon, 8. Juli. Die Zeitung Mundo
veröffent=
licht eine fakſimilierte Zahlungsaufforderung einer
Pariſer Juwelier=Firma gegen die Königin=
Groß=
mutter Maria Pia in einem Betrage von 26000
Francs. Das Schriftſtück wurde aus den
Geheim=
akten des Juſtizminiſteriums geſtohlen und dem
republikaniſchen Blatte zugeſchickt. Die Angelegenheit
erregt großes Aufſehen.
New=York, 7. Juli. 25000 in der
Kleider=
induſtrie beſchäftigte Arbeiterinnen ſind in
den Ausſtand getreten. Man befürchtet, daß ſich die
Zahl auf 75000 erhöhen wird.
New=York, 8. Juli. Geſtern ſtürzte bei einem
Automobilrennen in Indianapolis während der
Geſchwindigkeitsprüfung der Wagen des bekannten
Automobiliſten Kincade um. Der Führer des Wagens
war ſofort tot. — Vorgeſtern hatte Präſident
Taft das Unglück, einen Italiener zu überfahren, der
kurz nach dem Unfall ſeinen Verletzungen erlag. Die
Unterſuchung ergab, daß der Führer des Wagens des
Präſidenten an dem Unfall ſchuldlos war, doch war der
Präſident tief bewegt, ſo daß er an den Feſtlichkeiten
von Beverey zu denen er ſich extra begeben hatte, nicht
teilnahm.
Kongreſſe und Verbandstage.
— Koblenz, 7. Juli. Nachdem geſtern abend für
die Teilnehmer am 26. Deutſchen
Landwirt=
ſchaftlichen Genoſſenſchaftstage ein
Garten=
feſt ſtattgefunden hatte, begannen heute morgen im
großen Saale der Feſthalle die Beratungen der erſten
öffentlichen Hauptverſammlung. Dem vom
General=
anwalt vorgelegten Jahresbericht für 1909/10 iſt
zu entnehmen, daß das geſamte deutſche
Genoſſenſchafts=
weſen am 1. Juni dieſes Jahres 30000 Genoſſenſchaften
umfaßte, davon ſind 24000 ländliche Genoſſenſchaften
im Reichsverbande vereinigt. Unter dieſen wieder
be=
finden ſich 15000 Darlehens= und
Kreditgenoſſenſchaf=
ten, 2200 Bezugsgenoſſenſchaften und 3300
Molkerei=
genoſſenſchaften. Der Zugang und Abgang gleicht ſich
ziemlich aus, denn bei einem Beſtande von 30000 iſt
die Auflöſung von 200 Genoſſenſchaften an ſich nicht
bedeutend. Der Umſatz der Genoſſenſchaften betrug
im Berichtsjahre über ſechs Milliarden. Man darf
ſagen, daß das deutſche Genoſſenſchaftsweſen
fortwäh=
rend Fortſchritte macht. Sein Stand iſt überall ein
gleich ausgezeichneter.
Sodann referierte Verbandsdirektor Hofraſt Bach=
Dresden über die „Einrichtung von Sterbekaſſen und
die Verbreitung der Volksverſicherung” die eine
dank=
bare Aufgabe für die Genoſſenſchaften ſeien, um die
Wohlfahrt ihrer Mitglieder zu fördern. Es wurde
hierzu folgende Reſolution angenommen: „Der
Genoſſenſchaftstag zu Straßburg im Jahre 1905 hat
bereits den Genoſſenſchaften die Errichtung von
Be=
gräbniskaſſen angelegentlichſt empfohlen als ein
geeig=
netes Mittel, die Wohlfahrt ihrer Mitglieder zu
för=
dern. Die Erfahrungen, die ſeitdem gemacht worden
ſind, lehren, daß die landwirtſchaftlichen
Genoſſenſchaf=
ten nicht genug darauf hingewieſen werden können,
ſolche Beſtrebungen auf das eifrigſte zu fördern, ſie ſo
fruchtbringend als nur irgend möglich zu geſtalten.
Der Genoſſenſchaftstag lenkt daher die Aufmerkſamkeit
auf die Sterbekaſſen und die Volksverſicherung, das
heißt die Lebensverſicherung zu mäßigen Beträgen,
und erwartet namentlich von den Darlehenskaſſen, daß
ſie ſich bemühen werden, derartige Einrichtungen zum
Wohle ihrer Mitglieder zu treffen.‟ Das folgende
Thema betraf „Maßnahmen zur Förderung der
molke=
reigenoſſenſchaftlichen Tätigkeit unter den veränderten
Wirtſchafts= und Abſatzverhältniſſen. Der Referent,
Molkereiinſtruktor Schwarz Bonn, legte hierzu
eine Reſolution vor, welche fordert, daß der
Reichs=
verband bei ſeinen angeſchloſſenen Verbänden wie bei
den zuſtändigen Behörden dahin wirken ſoll, daß die
im Intereſſe einer geſunden Weiterentwicklung des
genoſſenſchaftlichen Molkereiweſens gebotenen
Maß=
nahmen überall die gebührende Beachtung und
Berück=
ſichtigung finden. Die Reſolution wurde angenommen.
Den folgenden Punkt der Tagesordnung bildete die
Frage der „Ausſchließung von Mitgliedern bei
Ge=
noſſenſchaften‟ Der Referent, Generalſekretär
Gen=
nes=Darmſtadt, legte hierzu eine Reihe von
Leit=
ſätzen vor, mit denen ſich die Verſammlung
einver=
ſtanden erklärte. Nach den Beratungen fand
gemein=
ſames Feſtmahl in der ſtädtiſchen Feſthalle ſtatt.
8. Juli. In der heutigen Sitzung des Landwirtſchaftl.
Genoſſenſchaftstages des Reichsverbandes der deutſchen
landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften wurde folgendes
Telegramm des Landwirtſchaftsminiſters Freiherrn
v. Schorlemer vorgeleſen: „Aufrichtig bedauernd,
in dieſem Jahre dem Landwirtſchaftlichen
Genoſſen=
ſchaftstage nicht beiwohnen zu können, danke ich
herz=
lichſt für den mir überſandten Gruß und betone, daß
die landwirtſchaftlichen Genoſſenſchaften nicht vergebens
auf meine Unterſtützung und Förderung rechnen.‟ Es
referierten heute Freiherr v. Loe=Köln über
Zuſam=
menſchließung der Genoſſenſchaften zu
Viehverwert=
ungen, ferner Generalſekretär Dr. Reinhardt=
Bingen über die Bedeutung der Elektrizität im
Land=
wirtſachftsbetriebe und Generalſekretär Urbeck=
Münſter über die Schaffung eines Geſetzes zur
Sicher=
ung gegen Veruntreuungen.
Die Vorbereitungen der Zeppelinſchen
Polarfahrt.
* Bergen (Norwegen), 8. Juli. Der Dampfer
„Mainz” des Norddeutſchen Lloyd mit den Mitgliedern
der Studienreiſe zur Ermittelung der Möglichkeiten, mit
Zeppelinſthen Luftſchiffen in hohen nordiſchen Breiten
wiſſenſchaftliche Forſchungsfahrten zu unternehmen, iſt am
4. Juli nachmittags hier eingetroffen. An der
Studien=
reiſe, deren perſönliche Führung Prinz Heinrich von
Preußen übernommen hat, nehmen Graf Zeppelin,
Profeſſor Hergeſell=Straßburg, Prof. v. Drygalski=
Mün=
chen, Prof. Miethe=Berlin und Graf Zedlitz=Trützſchler=
Schleſien teil, ferner als Arzt und gleichzeitg Ozeanograph
Prof. Reich, der Adjutant des Prinzen Heinrich,
Kapitän=
leutnant v. d. Kneſebeck und der Generalſekretär
Kapitän=
leutnant a. D. Hilmers, ſowie die Aſſiſtenten der Herren
v. Drygalski, Hergeſell, Miethe und Graf Zedlitz.
Die vornehmlichſte Aufgabe der Fahrt iſt, feſtzuſtellen,
ob ſich auf Spitzbergen Buchten finden, die
Luftſchif=
fen des Zeppelinſchen Syſtems einen ſicheren
und geſchützten Hafen gewähren können und die
Bedingun=
gen zu ermitteln, unter denen ſolche Luftſchiffe auf dem Eis
im Notfalle oder aus Gründen wiſſenſchaftlicher
Unter=
ſuchungen zu landen vermögen, wobei hervorgehoben
wer=
den darf, daß die meteorologiſchen Verhältniſſe des
arkti=
ſchen Sommers beſonders günſtige Bedingungen für die
Motorluftſchiffahrt darbieten. Um beiden Aufgaben zu
genügen, wird der Dampfer „Mainz” zunächſt eine Reihe
von Buchten der Weſtküſte Spitzbergens anlaufen, darauf
bis zum Eis nach Norden dampfen und alsdann an der
Eiskante entlang nach Südweſten, um an geeigneter Stelle
durch den breiten Eisſtrom an der Oſtküſte Grönlands,
etwa in der Breite vom Kap Bismarck oder ſüdlicher gegen
die grönländiſche Oſtküſte vorzudringen. — Da ein eiſernes
Schiff von der Größe der „Mainz” zu Fahrten ins Packeis
nicht geeignet, iſt ein bewährtes norwegiſches Fangſchiff,
der hölzerne Dampfer „Phönix” gechartert worden,
auf den die Mitglieder übergehen, ſobald das Eis die
wei=
tere Fahrt der „Mainz hindert. Beide Schiffe ſind mit
Funkſprucheinrichtungen verſehen, um ſie in dauernder
Ver=
bindung zu halten, wobei zugleich Erfahrungen geſammelt
werden können, ob nicht in arktiſchen Regionen beſondere
Störungen der funkentelegraphiſchen Verſtändigung
ein=
treten werden.
Graf Zeppelin mit dem Luftſchiffer Lau wird,
un=
terſtützt durch die Eiserfahrungen von Prof. v. Drygalski,
Ankerverſuche auf großen Eisſchollen vornehmen, Prof.
Hergeſell außer der Mitwirkung an dieſen Arbeiten ſeine
auf der Jacht „Alice” des Fürſten von Monaco 1906 und
1907 begonnenen ärologiſchen Forſchungen der Atmoſphäre
in dieſen Breiten mit Hilfe von Regiſtrierballonaufſtiegen
fortſetzen und die meteorologiſchen Bedingungen für die
Fahrt mit Luftſchiffen feſtzuſtellen ſuchen. Neben dieſen
Seite 6.
Nummer 158.
Darmſtädter Taghlatt, Samstag, den 9. Ieli 1910.
Hauptaufgaben werden ozeanographiſche Arbeiten von
Drygalski und Reich, ſowie Arbeiten Miethes über
Ab=
ſorption der Sonnenſtrahlen und photogrametriſche
Aufnah=
men Spitzbergens einhergehen, während Graf Zedlitz,
un=
terſtützt von einem Präparator, Beiträge zur Kenntnis der
höheren Fauna, die von der Reiſe berührten Gegenden
unter beſonderer Berückſichtigung der zoogeographiſchen
Verbreitung und Biologie ſammeln wird.
Graf Zeppelin hat für die Studienreiſe einen
Feſſel=
ballon von 550 Kubikmetern, der zur Aufnahme von
zwei Perſonen geeignet iſt, zur Verfügung geſtellt, mit dem
Aufſtiege auf Spitzbergen wie auf dem Packeis, ſowie auch
Verankerungsverſuche vorgenommen werden ſollen.
So=
weit ihre ſonſtigen Obliegenheiten es geſtatten, werden ſich
der Kapitän der „Mainz”, Diedrich der erſte Offizier Gluud,
die beide als langjährige Führer der Schulſchiffe des
Norddeutſchen Lloyd für derartige Aufgaben beſondere
Eignung und Neigung beſitzen, ſowie der erſte Maſchiniſt
Braun an den wiſſenſchaftlichen Arbeiten beteiligen.
Der Dampfer „Mainz”, deſſen Scharterung durch das
dankenswerteſte und verſtändnisvollſte Entgegenkommen
des Norddeutſchen Lloyd ermöglicht wurde, iſt für die
Aufgaben der Studienreiſe beſonders geeignet. Das
Schiff iſt durch das Zuſammenwirken von Behörden und
Privaten mit den erforderlichen Laboratorien für die
beab=
ſichtigten ozeanographiſchen, ärologiſchen, arktinometriſchen,
zoologiſchen und photographiſchen Arbeiten
zweckentſpre=
chend ausgerüſtet. Nach Anlaufen von Tromſö, wo der
Dampfer „Phönix” ſich der Fahrt der „Mainz”
anſchlie=
ßen wird, ſoll am 12. Juli die Reiſe nach Spitzbergen
fortgeſetzt werden. Die Rückkehr der „Mainz” nach
Bremerhaven iſt für Ende Auguſt vorgeſehen. Die
Mitglieder des Arbeitsausſchuſſes, Geh. Kommerzienrat
von Friedländer=Fuld und Geh. Oberregierungsrat Dr.
Lewald verlaſſen nach Erledigung der organiſatoriſchen
Fragen die „Mainz” in Bergen.
Die Bebauung der Mathildenhöhe.
Ein Ausſtellungsprojekt.
Seit vor einem Jahrzehnt auf Initiative und in
Verwirklichung der Ideen Sr. Königl. Hoheit des
Großherzogs auf unſerer herrlich gelegenen
Mathil=
denhöhe eine Künſtlerſiedelung entſtand, um die
zwanglos eine Anzahl Wohnvillen ſich gruppierte, die
die jungen Künſtler von 1901 ſich errichtet, jeweils
nach ihrem Geſchmack; ſeitdem ſind eine ganze Anzahl
weiterer Häuſer, von Kunſtfreunden oder ſonſt reichen
Leuten erbaut, dort oben hingeſtellt worden, und zwar
meiſt rechts von der Künſtlerkolonie, nach der
Er=
bacherſtraße zu. Dann erhielt vor nunmehr zwei
Jahren die Mathildenhöhe auf ihrem höchſten Punkt,
gewiſſermaßen als architektoniſchen Mittelpunkt oder
auch als eine Krönung, um die herum ſich alles, was
jetzt noch kommt, naturgemäß gruppieren muß, den
Kunſttempel mit dem Hochzeitsturm, den Olbrichs
Meiſterhand für die Stadt Darmſtadt errichtet.
Der Fremde oder auch jeder, der, von der Stadt
kommend, die Mathildenhöhe beſucht, ſieht zunächſt
ab=
geſchloſſene Bauviertel mit landſchaftlich reizvollen
und maleriſch ſchönen Partien. Nur wenn man den
Ausſtellungsbau, die hintere Terraſſe herabſchreitend,
verläßt, dann fällt, nachdem die anmutigen Hallen,
Bauten und Gärten von 1908 verſchwunden ſind bis
auf die drei Einzelhäuſer am Olbrichweg, der Blick
zunächſt auf ein häßliches, brachliegendes Gelände und
auf öde Fabrikanlagen mit rauchenden Schloten; in
einiger Ferne erſt fängt ihn wieder landſchaftliche
Schönheit und natürlicher Reiz auf. Das
Brach=
gelände ſchreit geradezu nach einer Neugeſtaltung
irgend welcher Art.
Dem Kunſtempfinden und den Wünſchen
Begüter=
ter hat die Mathildenhöhe zunächſt gedient.
Abge=
ſehen von den hier erſtellten Villen vornehmſter Art
und reichſter Ausſtattung, haben dieſe Vorbilder
be=
fruchtend gewirkt für die ganze moderne Architektur,
auch die Verſuche. Und 1908 brachte die
Mathilden=
höhe reizende Beiſpiele, wie man Arbeiterwohnungen
und kleine Einzelhäuſer für Unbemittelte geſtaltet
und ausſtattet. Nur für den Mittelſtand, für die
zahl=
loſe Menge, der es nicht vergönnt iſt, Eigenhäuſer zu
erwerben, ſondern in Mietwohnungen zu hauſen, für
die war bisher wenig oder nichts geſchehen. Und doch
iſt gerade hier das Bedürfnis nach Neugeſtaltung, nach
Reform unendlich groß.
So mußte aus äußerer Notwendigkeit heraus der
Plan geboren werden, den Platz, der noch brach liegt
hinter dem Ausſtellungshauſe und der zu einer
künſt=
leriſchen Folie für dieſes geſtaltet werden muß, mit
Miethäuſern zu bebauen. Und mit der ihm eigenen
Friſche und Tatkraft, die in fruchtbaren
Geſtaltungs=
drang ſich löſt, ging Profeſſor Albin Müller ans
Werk. Heute, nach kaum 1½ Jahren, liegt das
voll=
ſtändig bis ins Detail ausgearbeitete Projekt zur
Be=
bauung der Mathildenhöhe vor. Wie kein anderer,
war Albin Müller zum Schöpfer dieſes Projektes
be=
rufen, denn er hatte als Erbauer des Gebäudes für
angewandte Kunſt 1908 Gelegenheit, praktiſche
Er=
fahrungen zu ſammeln, wie die gewiß nicht leichte
Aufgabe zu löſen iſt, der Mathildenhöhe in ihren
Bau=
ten den vornehmen künſtleriſchen Charakter in der
Ar=
chitektur zu wahren, ohne ihr Hauptwerk, den
Olbrich=
bau, irgendwie zu beeinträchtigen. Daß Profeſſor Müller
dieſe ſchwierige Aufgabe gelöſt hat, darf wohl nach den
Modellen und Entwürfen — Verwirklichung
voraus=
geſetzt — bejaht werden. Und man muß auch dem
Großherzog, als Eigentümer des Geländes, Dank
wiſſen, daß er das Projekt gefördert hat. — Im Ernſt=
Ludwigshauſe, deſſen Ausſtellungsſaal eine ſehr
vorteilhafte Umgeſtaltung erfahren hat, ſind Pläne,
Skizzen, Schaubilder und Modelle ausgeſtellt.
Das Projekt umfaßt den ganzen Olbrichweg (
frü=
heren Platanenweg) vom Lukasweg bis zum
Fiedler=
weg. Dieſer faſt Sförmig gebogene Weg mit dem
un=
ebenen, nach dem Fiedlerweg ſtark abfallenden Gelände
ſoll mit einem einzigen zuſammenhängenden
Häuſer=
block bebaut werden. Die Erfahrungen von
1908 haben gelehrt, daß gegenüber dem hochſtrebenden
Ausſtellungshauſe und dem ſchlanken Hochzeitsturm
nur die Breitlagerung der Häuſermaſſen in
gegenſeitig ſich hebender Wechſelwirkung in Frage
kom=
men kann. Für die innere und äußere Geſtaltung der
Häuſer, es ſind insgeſamt 15 zwei= bis dreiſtöckige
Ge=
bäude, für die Abmeſſungen der einzelnen Bauplätze
uſw. war in erſter Linie die möglichſte Rentabilität,
alſo möglichſt billige, gute und praktiſche Bauweiſe
maßgebend und die Verteilung aller Vorzüge, die ein
gutes Miethaus haben ſoll, Garten, Luft, Licht und
Sonne, auf alle Häuſer bezw. Wohnungen. So ſind zu
jedem Hauſe je nach Größe vorgeſehen: Vor= oder
Hin=
tergärten, oder beide gleichzeitig, weiter Küchen= und
Klopfbalkone in allen Stockwerken, Aufzüge, Badeein=
richtungen in jeder, auch der kleinſten Wohnung, und
dergleichen. Es iſt weiter dafür geſorgt, daß jedes
Haus, jede Wohnung, Platz an der Sonne hat; kein
Schlafzimmer liegt nach Norden, ebenſo wenig wie ein
Garten oder Fenſter ohne Sonne bleibt. Denn in den
Vorgärten ſoll auch die Vegetation gedeihen; es dürfen
nicht nur dem Namen nach Gärten ſein. Mit
Raffine=
ment faſt hat der Künſtler für jedes Haus die
prak=
tiſchſte Geſtaltung herausgerechnet, ſo daß man
unwill=
kürlich zu dem Urteil kommt, ſo und nicht anders kann
und darf an dieſer Stelle gebaut werden. Und das iſt
vielleicht das Stärkſte an dem Projekt, dieſe
Selbſtver=
ſtändlichkeit, mit der eins dem anderen ſich einfügt.
Wenn man den Lukasweg zum Ausſtellungshaus
hinaufſchreitet, werden z. Zt. die ſchlanken Linien des
Hochzeitsturmes durch die wenig ſchöne Silhouette des
letzten Hauſes verzerrt und zerſchnitten. In dem Projekt
wird die Silhouette nach kurzer Weiterführung in
einem pilonenartigen Eckbau, deſſen führende Linien
der Architektur der Olbrichbauten angepaßt ſind,
auf=
gefangen. Der gleiche pilonenähnliche Bau iſt
gegen=
über projektiert, und beide bilden nun in
außerordent=
lichem Reiz gleichſam das monumentale Tor, durch das
man zu den Bauten Olbrichs gelangt; ſie leiten aber
gleichzeitig nach Oſten in einer ſehr ſchönen und
prak=
tiſchen Platzgeſtaltung zu dem weiteren Häuſerzug
über. Dieſe Platzgeſtaltung mit der
Häuſergruppier=
ung wirkt ungemein maleriſch, beinahe wie ähnliche
Plätze in alten Städten, die in der Barockzeit
erſtan=
den. In rein natürlichem Gefühl geht die
Faſſaden=
front, die Hausgeſtaltung, dann weiter. Die Häuſer,
die, bedingt durch die Baufluchtlinie, ziemlich nahe an
das Olbrichhaus herangerückt werden mußten, ſind
niedrig, zweiſtöckig; dann aber, wo die Zurücklegung
möglich war, und die größere Entfernung vom
Aus=
ſtellungshauſe das. geſtattete, ſind ſie, in ruhiger
Dach=
kompoſition, zu größerer Höhe übergeführt und
ver=
decken die dahinter liegenden unſchönen Fabriken und
Brauereien, ohne aber die Höhenwirkung des
Ausſtel=
lungshauſes auch nur irgendwie zu beeinträchtigen.
Im Gegenteil, ſie erhöhen dieſe durch ihre
Breit=
lagerung.
Teilweiſe, bedingt durch die Terrainunebenheiten
und Straßenführung, dann aber auch, um die
maleri=
ſche Wirkung des Ganzen zu heben, ſind einzelne Haus=
Gruppen zu einer Monumentalwirkung
zuſammenge=
legt. So wird beſonders der Blick auf die der
Haupt=
terraſſe gegenüberliegende Gruppe gefeſſelt durch die
impoſante, ſchloßähnliche Geſtaltung der vier Häuſer
und durch das ungemein maleriſche Bild in dem großen
Vorgarten inmitten dieſer Häuſer. Die gleiche
Grup=
pierung wiederholt ſich ſchräg gegenüber dem
Oberheſ=
ſiſchen Hauſe, ungefähr in der Mitte dieſes
Straßen=
zuges.
Sehr intereſſant iſt es, wie der Künſtler die
Un=
ebenheiten des Geländes der künſtleriſchen Wirkung
unterzuordnen verſtand, wie er großen Wert darauf
gelegt hat, daß die Dachformen in ganz ruhiger Linie
ineinander überfließen. So liegt zum Beiſpiel im
Eckhauſe am Fiedlerweg der Dachſtock in faſt gleicher
Höhe wie das Souterrain des oberen Eckhauſes, und
doch merkt man in der Dachlinie kaum den
Höhenunter=
ſchied. Auch in den Vorgärten dieſer Flucht iſt das der
Fall, die, jeweils in beſtimmten Abſtänden durch
vor=
gelagerte Sommerhäuschen, Lauben oder
Wintergärt=
chen aufgefangen werden, ſo reizende Durchblicke und
Gartenbilder ſchaffen und das ſtarke Gefälle des
Ge=
ländes faſt unmerkbar machen. Vornehme Ruhe iſt
in der Architektur aller Häuſer gewahrt. In allen
Faſſaden kommt allein die ſtreng diſziplinierte
Archi=
tektur zur Geltung und Wirkung. Nirgends faſt iſt
ein Ornament angebracht. Daß trotzdem die Wirkung
des Ganzen, wie auch der einzelnen Häuſer überall eine
reizvolle und oft maleriſche iſt, darf als weiterer
Vor=
zug der Müllerſchen Baukunſt gelten. Ueberall iſt die
Echtheit des Materials betont und dann nur die Natur
zur Verſchönerung und Erhöhung der Bildwirkung
herangezogen. Wo irgend die Faſſadengeſtaltung es
erlaubte, ſind Balkone und Veranden angebracht, und
die Vorgärten der Architektur angepaßt, die ſelbſt nur
mit ruhigen Flächen in freundlich hellem Verputz
arbeitet.
Insgeſamt umfaßt der Baublock 15 Häuſer mit
3—9=Zimmerwohungen. Die Baukoſten ſind auf
ins=
geſamt 1040000 Mark veranſchlagt. In dem hinter
dem Olbrichbau liegenden Baublock gegenüber der
Ter=
raſſe, der ſehr weit nach Oſten ausgedehnt wird, ſind
— ein Wunſch des Großherzogs — in dem einen
großen Hauſe noch eine Anzahl Ateliers für
Künſtler vorgeſehen, und zwar ſechs für Maler
und ein Bildhaueratelier mit beſonderer Einfahrt uſw.
Es ſoll damit einem Mangel abgeholfen werden, dex
tatſächlich in Darmſtadt beſteht. Gleichzeitig will maß
wohl weiteren Künſtlern Gelegenheit geben, ſich auf
der Mathildenhöhe anzuſiedeln. Es ſind fünf Ateliers
für unverheiratete Künſtler, für dieſe auch Klubräume,
gemeinſame Hausmeiſterwohnung uſw. vorgeſehen,
und zwei für Verheiratete mit Wohnungen.
Ein intereſſantes Problem hat der Künſtler in
einem Hauſe gegenüber dem Haus Wagner=Gewin
ge=
löſt. Hier iſt im Miethaus für den Beſitzer der
Charak=
ter des Eigenhauſes gewahrt. Geſonderte
Ein=
gänge und getrennter Garten uſw. trennen die
Par=
terrewohnung völlig von den übrigen Wohnungen ab.
In der Tat, es iſt ein Stück Kulturarbeit, die hier
der Künſtler — ohne Garantien auf Gewinn in
abſeh=
barer Zeit — geſchaffen hat. Ein Städtebauprojekt,
das einem dringenden Bedürfnis der Jetztzeit
ent=
ſpricht und das vorbildlich wirken kann für alle
Ge=
meinweſen, die aus Gründen irgend welcher Art zu
Bauten gezwungen ſind da, wo die Verhältniſſe es
ver=
bieten, Einzelhäuſer zu errichten. Daß es vorbildlich
wirken wird, hängt davon ab, ob das große Projekt
zur Wirklichkeit wird. Erſt dann wird das Werk
unſeres Großherzogs, die Künſtlerkolonie und mit
die=
ſer ein vorbildlicher Stadtteil, die Mathildenhöhe,
voll=
endet ſein. Geplant iſt dieſe Gruppe von
Miethäuſern mit völlig vorbildlich
ein=
gerichteten Mietwohnungen zur „
Aus=
ſtellung Darmſtadt 1912” werden zu
laſſen.
Nicht die Stadt allein, die ohnehin ſchwer belaſtet
iſt, auch Private haben das größte Intereſſe daran, an
der Verwirklichung des Projektes mitzuhelfen. Denn
aller Vorausſicht nach iſt das hier angelegte Kapital
reichlich zinstragend. Freilich, die Spekulation müßte
erngehalten werden, denn wenn die Mietpreiſe nicht
in erſchwinglicher Höhe gehalten werden, iſt dem
Mit=
telſtand wieder nicht gedient. Der größte Teil des
Baugeländes iſt Eigentum des Kabinetts, das es
käuf=
lich abgeben wird.
Wie wir hören, iſt der Bau des Teiles vom
Lukas=
weg bis zur Mitte des nördlichen Straßenzuges bereits
geſichert.
M. St.
Luftſchiffahrt.
sr. Zu der Berliner Auguſt=Flugwoche
in Johannisthal, die demnächſt für die Zeit vom 7. bis
13. Auguſt als nationales Meeting zur Ausſchreibung
gelangen wird, ſtehen bereits jetzt rund 50000 Mark an
Preiſen zur Verfügung. In dieſe Summe ſind
aller=
dings der Bleichröder=Preis und der Lanz=Preis
ein=
begriffen. Seitens des preußiſchen Kriegsminiſteriums
wurden 18000 Mark zur Verfügung geſtellt.
Das Internationale Flugmeeting von
Reims war am vierten Tage vom Wetter wenig
begünſtigt. Präſident Falliöres, der mit großem Gefolge
auf dem Flugplttz erſchienen war, konnte infolgedeſſen
nur einige wenige Flüge, unter anderem von Latham
und Weyman, bewundern, die trotz des noch
herrſchen=
den Windes ſich längere Zeit in der Luft hielten und
nach ihrer Landung vom Präſidenten beglückwünſcht
wurden,
Vermiſchtes.
— Vom Guſtav Adolf=Verein. Der
Zentral=
vorſtand des Evgl. Vereins der Guſtav Adolf=Stiftung
macht bekannt, daß die diesjährige 6 2.
Hauptver=
ſammlung des Geſamtvereins in den Tagen vom
20. bis 22. September in Stralſund ſtattfinden
wird, und ladet alle Mitglieder und Freunde des
Ver=
eins zu zahlreichem Beſuche ein. Anträge, die auf der
Verſammlung zur Beratung gelangen ſollen, ſind
ſpä=
teſtens bis 15. Juli, beabſichtigte Vorträge vis 1. Sept.
dieſes Jahres beim Zentralvorſtand in Leipzig,
Weſt=
ſtraße 9, anzumelden.
Automobilſtraßen. Je zahlreicher die
Automobile werden und je mehr dadurch der übrige
Verkehr, beſonders der Ortsverkehr, geſchädigt und die
Unſicherheit auf den Landſtraßen vermehrt wird, deſto
mehr wird es auch zu einem Bedürfnis, daß für den
Automobilverkehr eigene Straßen angelegt werden.
Trotzdem wir im Automobilverkehr noch immer in der
erſten Entwickelung ſind, namentlich hinſichtlich der
Laſtautomobile, ſind doch bereits jetzt viele
Landſtra=
ßen mit Automobilen überfüllt. Vermehren ſich die
Automobile im nächſten Jahrzehnt auch nur in dem
Verhältnis wie im vergangenen Jahrzehnt, ſo bedeutet
dies eine Ueberfüllung der Landſtraßen mit
Automo=
bilen, die für die Ortſchaften an den
Hauptverkehrs=
ſtraßen geradezu beängſtigend werden kann. In der
Nähe der größten und reichſten Städte gibt es jetzt ſchon
Landſtraßen, die viel mehr von Automobilen als von
anderem Fuhrwerk befahren werden. Um den
Uebel=
ſtänden abzuhelfen, die ein zu ſtarker
Automobilver=
kehr auf den Landſtraßen für andere Gefährte und für
Menſchen zur Folge hat, ſoll jetzt in den Vereinigten
Staaten von Amerika mit dem Bau von
Automobil=
ſtraßen vorgegangen werden. Dem
Repräſentanten=
hauſe wurde ein Geſetzentwurf porgelegt, der zunächſt
die Schaffung von zwei Hauptautomobilſtraßen ins
Auge faßt. Die eine Strecke vom Atlantiſchen zum
Stillen Ozean würde eine Länge von 4000 Kilometern
erreichen, die zweite Strecke vom Golf von Mexiko bis
nach Kanada ſoll 2500 Kilometer lang ſein. Werden
dieſe Hauptautomobilſtraßen gebaut, ſo ſollen ihnen
ſpäter auch noch Nebenlinien angegliedert werden.
Literariſches.
— Eine neue eigenartige Monatsſchrift für
Kinder=
garderobe, die unter dem Titel „Kindermoden=
Bazar” im Hafen=Verlag in Berlin W. 10 zu erſcheinen
beginnt, verſpricht auf dem Gebiete der Kindermode
füh=
rend zu werden. Schon das erſte Heft legt ein beredtes
Zeugnis für den auserleſenen guten Geſchmack der
Redak=
tion ab, denn es bietet trotz der überreichen Auswahl der
neueſten Modelle deutſcher, engliſcher und franzöſiſcher
Kindergarderobe durchweg nur rein künſtleriſche Entwürfe
und Zeichnungen, die neben eleganter Mode auch die mit
einfacheren Mitteln herzuſtellende Garderobe für Knaben
und Mädchen, vom Baby an bis zum Backfiſch, für jeden
Geſchmack berückſichtigen. Probenummern ſind durch jede
Buchhandlung oder vom Hafen=Verlag in Berlin W. 10,
Königin Auguſta=Straße 48, koſtenlos zu beziehen.
— Griebens Reiſeführer. Band 6:
Ber=
lin und Umgebung. Preis 2 Mark, kleine Ausgabe
1 Mark. Verlag von Albert Goldſchmidt, Berlin W.
Griebens Reiſeführer durch Berlin erſcheint nun ſchon in
54. Auflage. Dieſe hohe Zahl der Auflagen ſpricht am
beredteſten für ſeine große Beliebtheit. Wir ſind bei dieſem
Führer — wie übrigens bei allen der Griebenſchen
Samm=
lung — gewöhnt, daß er ſich durch große Zuverläſſigkeit
auszeichnet. Ein intereſſanter Eſſay, der der diesmaligen
Ausgabe vorausgeſchickt iſt, gibt ein kurzes, aber feſſelndes
Bild des Berliner Lebens. Die Bearbeitung des Buches
verdient volle Anerkennung. Beſonders hervorzuheben iſt
der Rundgang; man kann ſich eine zweckmäßigere
Infor=
mierung für Fremde kaum denken, als ſie dieſer, kurz
zu=
ſammengefaßte und doch faſt alle Sehenswürdigkeiten
be=
rührende Rundgang bietet. Neben dieſer großen Ausgabe
des Berliner Führers hat der Verlag noch eine kleine
Aus=
gabe zum Preiſe von 1 Mark veranſtaltet.
— J. Frey, Reliefkarte des
Schwarz=
waldes für Touriſten. 1:200000. 65 X85 cm.
Preis 3 Mark (3,75 Fres.), auf Leinwand 4 Mark.
Geo=
graphiſcher Kartenverlag Bern und Leipzig. Die ſoeben
erſchienene Freyſche Reliefkarte des Schwarzwaldes für
Touriſten iſt recht dazu angetan, den Schwarzwaldfreunden
gute Dienſte zu leiſten. Bietet ſie doch, was bisher nicht
geboten werden konnte. Auf Grund des neueſten
Mate=
rials bearbeitet, erfüllt ſie die erſte Hauptforderung, die
an jede gute Karte geſtellt wird: peinliche Genauigkeit
und Zuverläſſigkeit in allen Angaben, Reichhaltigkeit. In
bezug auf die zweite Hauptforderung: möglichſt
natur=
getreue Wiedergabe des Landſchaftsbildes, beſteht bei
nie=
mandem, der ſich die Karte auch nur wenige Minuten
an=
ſieht, ein Zweifel, daß ſie voll und ganz erfüllt iſt und daß
die Freyſche Schwarzwaldkarte für dieſes Gebiet etwas
durchaus Neues und Bahnbrechendes bedeutet.
Landwirtſchaftliches.
Ziegenmarkt. Unter Bezugnahme auf die
Notiz des Landwirtſchaftskammer=Ausſchuſſes für
Starkenburg vom 10. Juni l. Js., wird nochmals auf
den am 12. Juli I. Js., vormittags 8 Uhr beginnenden
Zentral=Ziegenmarkt zu Darmſtadt (Pferdemarktplatz
Holz=
hofallee) hingewieſen, auf welchem Ziegenzüchtern und
In=
tereſſenten günſtige Gelegenheit geboten iſt, raſſereines
Zucht=
material beſter Abſtammung der Starkenburger Edelziege
(Saanenraſſe) anzukaufen, ſodaß der Beſuch des Marktes, der
nach den bis jetzt eingelaufenen Anmeldungen der
Ziegen=
zuchtvereine mit Zuchtmaterial vorausſichtlich gut
be=
ſchickt werden wird, zu empfehlen iſt.
Nummer 158.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Seite 7.
Handel und Verkehr.
Schnellpreſſenfabrik Frankenthal
Albert & Cie. Akt.=Geſ. In der
Generalverſamm=
lung fanden die Beſchlüſſe der Verwaltung einſtimmige
Annahme, wonach die 12=proz. Dividende ſofort zur
Auszahlung gelangt. Die turnusmäßig ausſcheidenden
Mitglieder des Aufſichtsrates wurden wieder gewählt. Auf
Anfrage eines Aktionärs wurde der Verſammlung
mit=
geteilt, daß im erſten Viertel des laufenden
Geſchäfts=
jahres der Umſatz gegenüber dem Vorjahre weſentlich
höher iſt und daß die weiter vorhandenen Aufträge
ſowie die Ausſichten auf einen größeren Geſamtumſatz
und beſſeres Ergebnis hoffen laſſen. Der Verſammlung
wurde weiter mitgeteilt, daß der langjährige Mitarbeiter
und zweite Direktor Herr Ingenieur Otto Pilz infolge
vorgerückten Alters ſich ins Privatleben zurückgezogen
hat. An deſſen Stelle trat der ſeitherige ſtellvertretende
techniſche Direktor, Herr Diplomingenieur Hermann
Völcker als zweiter Direktor.
Stimmen aus dem Publikum.
(Für die Veröffentlichungen unter dieſer Ueberſchrift übernimmt die Redaktion
feinerlei Verantwortung: für ſie bleibt auf Grund des § 21 Abſ. 2 des
Preßgeſetzes in vollem Umfange der Einſender verantwortlich.)
— Auf der diesjährigen Jahresausſtellung im Kgl.
Glaspalaſt in München ſind 2 aus Darmſtadt ſtammende
hervorragende Maler mit umfangreichen
Sonderaus=
ſtellungen vertreten, Profeſſor Ludwig von Löfftz und
Profeſſor Philipp Röth. Der bayeriſche Staat, welcher
in der Pinakothek in München ſchon 3 hervorragende
Werke von Löfftz beſitzt, hat auf dieſer Ausſtellung noch
3 weitere Gemälde, „Landſchaft mit Regenbogen”, „
In=
terieur” (Diele in Hildesheim), und Interieur (Stube in
Halberſtadt) ſowie für die Kgl. Graphiſche Sammlung
in München 6 meiſterhafte Zeichnungen erworben. Es
ſind die Blätter: „Junger Mann”, „Gebirg bei Trient”,
„Lagunen von Venedig”, „Mädchenkopf”, „Straße bei
Calliano” „Myrthenallee mit Schlingroſen”. Während
unſere hieſige Gemäldegalerie ein Werk von Profeſſor
Philipp Röth beſitzt, fehlt immer noch L. v. Löfftz,
der nun im 65. Jahre ſteht, in der Gemäldegalerie ſeiner
Vaterſtadt. Da der Künſtler durch ein Augenleiden am
Schaffen behindert iſt, dürfte auch hier wieder die
Ge=
legenheit zum Ankauf eines würdigen Werkes verpaßt
worden ſein, während man Arbeiten anderer, die keinen
Zuſammenhang mit Heſſen haben, mehrfach im „
heſ=
ſiſchen Landesmuſeum” vorfindet, ohne daß
damit unentbehrliche Perlen erworben worden wären. X.
Darmſtadt, 9. Juli.
gs. Schneller Tod. Geſtern abend wurde ein älterer
Mann, der mit dem Zuge 7,26 Uhr von Mainz kam, auf
dem Bahnhofe von einem Blutſturz betroffen. Der Mann
wurde durch die Rettungswache mittels Kranken=
Kraft=
wagens nach dem Städtiſchen Krankenhauſe verbracht,
woſelbſt nur noch der Tod konſtatiert werden konnte.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 8. Juli. Dem Berliner Lokalanzeiger
zu=
folge hat der Erbprinz von Hohenlohe=
Langen=
burg ſein Amt als zweiter Vizepräſident des
Reichstages niedergelegt und ſeinen Rücktritt in
ei=
nem längern Schreiben an den Präſidenten Grafen
Schwerin=Löwitz begründet.
In dem Briefe heißt es: Als bei der Neuwahl des
Reichstagspräſidiums im Jahre 1909 die Nationalliberale
Partei es ablehnte, aus ihrer Mitte einen Kandidaten für
das Amt des zweiten Vizepräſidenten zu bezeichnen,
be=
ſtand an beachtenswerten Stellen die Auffaſſung ,daß die
Wiederannäherung derjenigen Parteien,
die bis zur Entſcheidung der Reichsfinanzreform in
wichtigen politiſchen Fragen zuſammengewirkt hatten,
durch die Bildung eines parteipolitiſch einſeitigen
Prä=
ſidiums bei Neubeginn der parlamentariſchen Arbeiten
von vornherein ernſtlich gefährdet ſein würde. Um eine
Gefahr zu mildern und dem Gedanken einer
Wieder=
annäherung zu dienen, entſprach ich dem damals von
verſchiedenen Seiten an mich gerichteten Wunſche, in dem
ich die Kandidatur für das Amt des zweiten
Vizepräſiden=
ten annahm. Der Entſchluß wurde mir dadurch erleichtert,
daß die Partei, deren Hoſpitant ich bin, während der
vor=
angegangenen parlamentariſchen Kämpfe ſtets eine
vermit=
telnde Stellung eingenommen hatte. Inzwiſchen haben
die Vorgänge bei einer Reihe von Erſatzwahlen zum
Reichstag u. die jüngſten Veröffentlichungen des offiziöſen
Organs der Nationalliberalen Partei eine erhebliche
Ver=
tiefung der Gegenſätzlichkeit zwiſchen den
einſtigen Blockparteien gezeitigt. War der zu
Beginn der Tagung gerechtfertigte Verſuch, durch den die
Möglichkeit einer Wiederannäherung offen gehalten
wer=
den ſollte, gegenſtandslos geworden und damit der Grund
für meinen damaligen Eintritt in das Präſidium
fortge=
fallen, und glaubte ich in dieſer Entwickelung der Dinge
an und für ſich noch keinen zwingenden Grund für
Nieder=
legung des einmal angenommenen Amtes erblicken zu
müſ=
ſen, ſo ergab ſich dagegen angeſichts des Inhaltes und der
Wirkung der Borromäus=Enzyklika für mich die
Frage, ob in der nun entſtandenen Lage die Fortdauer
meiner Zugehörigkeit zu einem Präſidium,
wie es ſich für die parteipolitiſche Verbindung ſeiner
Be=
ſtandteile darſtellt, mit den Grundſätzen vereinbar iſt, die
mich bisher im öffentlichen Leben geleitet haben. Ich muß
dieſe Frage nach gewiſſenhafter Prüfung verneinen, und
beehre mich deshalb ergebenſt zu erklären, daß ich hiermit
das Amt als zweiter Vizepräſident des deutſchen
Reichs=
tages niederlege.
* Berlin, 8. Juli. (Amtlich.) Infolge
Kurzſchluſ=
ſes der Kabelleitungen der Berliner Elektrizitätswerke
unter der Eiſenbahn=Spreebrücke auf dem Bahnhof
Friedrichſtraße gerieten heute vormittag gegen 10½ Uhr die
Kabelaſten in Vrand, wodurch die Kabelleiungen
be=
ſchädigt wurden. Der Betrieb wurde auf der
Fernbahn=
ſeite unweſentlich und auf der Stadtbahnſeite gar nicht
geſtört.
* Frankfurt a. M., 8. Juli. (Amtlich.) Heute Nacht
fuhr auf dem Güterbahnhofe Biſchofsheim der
Güter=
zug 6366 auf den in Gleis 10 haltenden Güterzug 7720
auf. Hierbei entgleiſten mehrere Wagen, die
teil=
weiſe ſtark beſchädigt wurden. Perſonen wurden nicht
verletzt. Störungen im Zugverkehr traten nicht ein. Die
Unterſuchung iſt eingeleitet.
* Karlsruhe, 8. Juli. Heute nacht um 2 Uhr iſt der
Reichskanzler v. Bethmann Hollweg nach Berlin
abgereiſt.
* Markolsheim, 8. Juli. Der Rhein ſteigt
wieder; er iſt in dieſer Nacht von 4,90 auf 5,20 Meter
geſtiegen. Die einzelnen Gemeinden ſind von der
Rheinbauinſpektion am Nachmittag auf die Gefahr
einer Ueberſchwemmung aufmerkſam gemacht und
ange=
wieſen worden, ihr Futter und Heu in Sicherheit zu
bringen, was auch bereits geſchehen iſt. Heute morgen
hat der Rhein bei Rheinau die Straße einen Meter
unter Waſſer geſetzt.
* Troppan, 8. Juli. Auf dem Poſtamt Teſchen in
Oeſterreichiſch=Schleſien wurde ein Poſtbeutel mit
17000 Kronen entwendet; der Poſtamtsdiener
Zientek wurde wegen des Verdachtes des Diebſtaßls
verhaftet. — Bei einem Juwelier im Grenzort Friedeck
in Oeſterreichiſch=Schleſien wurden Uhren und Juwelen
im Werte von 36000 Kronen geſtohlen.
* Wien, 8. Juli. Wie das Neue Wiener Tagblatt
meldet, iſt die Unterſuchung gegen Frau
Hofrich=
ter, ſowie gegen die Frau und die Schweſter des
Pro=
foſſen Tuttmann eingeſtellt.
* Madrid, 8. Juli. Im Verlaufe der geſtrigen
Kam=
merſitzung äußerte der ſozialiſtiſche Abgeordnete
Jgle=
ſias, er würde ſelbſt ein Attentat für gerechtfertigt halten,
wenn durch ein ſolches verhindert werde, daß Maura
wie=
der zur Regierung gelange. Die Worte riefen lebhaften
Widerſpruch und heftigen Lärm auf allen Seiten des
Hauſes hervor. Als der Redner der Aufforderung des
Präſidenten, die Worte zurückzunehmen, nicht
nachkom=
men wollte, erklärte der Präſident, die Worte würden im
Sitzungsbericht geſtrichen. Darauf fuhr Igleſias in ſeiner
Rede fort.
* Odde, 8. Juli. Zwanzig deutſche Damen, die
ſich als Sommergäſte in Lofthus aufhalten, wurden
geſtern nachmittag 6 Uhr vom Kaiſer zum Teee
ein=
geladen.
* Kanca, 8. Juli. Da die Oppoſition in der
geſtrigen Verſammlung erklärte, daß ſie es der
Regierung freiſtelle, den Schutzmächten die Zulaſſung
der muſelmaniſchen Deputierten zur
Nationalverſamm=
lung mitzuteilen, wird dieſe für Samstag einberufen.
H.B. München, 8. Juli. Die durch den Lech in
Landsberg in Oberbayern angerichteten
Verheer=
ungen haben infolge des anhaltenden Regens
eine derartige Ausdehnung angenommen, daß ſich der
Fluß tatſächlich ein neues Bett gegraben hat. Nach
der Zerſtörung des neuen Walles umrauſchen die
Flu=
ten jetzt das Kloſter, ſodaß die Feuerwehr, Militär und
ſogar die Sträflinge der Gefängnisanſtalt zu den
Be=
feſtigungsarbeiten herangezogen werden mußten. Heute
früh haben Pioniere aus München die Fortſetzung der
Schutzbauten übernommen.
H. B. New=York, 8. Juli. Im amerikaniſchen
Re=
präſentantenhauſe wurde eine Bill eingebracht,
welche die Verwendung von Aeroplanen zu
Zwecken der Poſtbeförderung beantragt. Beſonders ſollen
die Aeroplane zur Beförderung von Briefen und ähnlichen
leichten Sendungen verwendet werden. Die Verſuche
ſol=
len zunächſt vom Hauptpoſtamte in Waſhington aus
un=
ternommen werden.
Jetzt ist die Zeit
wo Fruchtpuddings und Flammeries
gegessen werden sollten. Dieselben
er-
halten unter Verwendung von (138810
delikaten Geschmack und hohen Nährwert.
Kochbüch-
lein sind kostenfrei durch die Corn Products Co.,
Ham-
burg I, erhältlich. Man weise Nachahmungen zurück.
Lnd Sodkenthal im Speſſart, Bayern.
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25
2
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(355a
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme bei
dem Hinſcheiden meines unvergeßlichen Gatten
und unſeres Vaters, Bruders, Schwagers und
Onkels
(13875
Herrn Josef Weckbach
ſagen wir hiermit Allen unſeren innigſten Dank.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Marie Weckbach, geb. Glenz,
Dr. ing. Franz Weckbach.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
D. P. D. 999.
beantwortet.
Briefkaſten.
Anonyme Anfragen werden nicht
Amtlicher Weterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Der hohe
Druck im Weſten iſt auch heute wieder vorgedrungen.
Trotzdem ſteht unſer Gebiet noch immer unter dem
Ein=
fluß des öſtlichen Tiefdruckgebietes, jedoch iſt mit einer
geringen Aufheiterung zu rechnen.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 9. Juli:
Wolkig, geringer Regen, kühl.
Tageskalender.
Samstag, 9. Juli.
Sommerfeſt des Kaufmänniſchen Vereins um 9 Uhr
auf dem „Heiligen Kreuz”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 8 Uhr im „Perkeo”
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Sonntag, 10. Juli.
Generalverſammlung der Darmſtädter Konſum=,
Spar= und Produktions=Genoſſenſchaft um 3 Uhr im
Gewerkſchaftshaus.
21. Landesverſammlung des Evangeliſchen Bundes
zu Mainz (um ½ 10 Uhr Feſtgottesdienſte, um ½4 Uhr
Volksverſammlung in der Stadthalle, um 8¼ Uhr
Feſtverſammlung im Vereinshaus).
Sommerfeſt des Heſſ. Fechtvereins „Waiſenſchutz” um
4 Uhr im Saalbau.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Hotel Heß.
Konzert um 4 und 8 Uhr im „Perkeo”
Konzert um 4 Uhr auf Hugenſchütz Felſenkeller.
Schülerwanderung durch den Lampertheimer,
Lor=
cher, Jägersburger Wald (Zuſammenkunft um 6¾ Uhr
am Bahnhoß.
Ausflug des Vogelsberger Höhenklubs nach Nieder=
Beerbach (Abfahrt um 1.26 Uhr).
Ausflug des Kriegervereins nach Roßdorf (Abmarſch
um 2 Uhr vom Kapellplatz).
Spaziergang des Katholikenvereins nach Reſtaurant
„Waldfriede” (Abmarſch um 3 Uhr von der
Lands=
kronſtraße).
Verſteigerungskalender.
Montag, 11. Juli.
Wirtſchaftsinventar= ꝛc. Verſte’gerung um 9 Uhr
im Parkhotel.
König=Muſeum Saalbauſtr. 73; Sonntags geöffnet
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldaeſtel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſez
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nich?
zurückgeſandt.
PilsnernSO
Münchner 2
Inner Dradker EAbUrt
Feinsterererbrere
Seite 8.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Nummer 158.
Schneider=Saison-Ausverkauz
EKtrd-2 Ligebot verr Kleiderstolert
Ca. 2500 Meter
Mlein desſchuiger SalonAusverkaut in Fleiderstolen bringt meiner gechrten Fandschat gut bewondere Voriell, dia
ich ohne Rücksicht auf den bisherigen Verkaufswert die Preise aller Warenvorräte ganz bedeutend herabgesetzt habe.
Es gelangen sowohl billige und Mittel-Preislagen, als auch die teuersten Stoffe zu Einheitspreisen zum Verkauf,
so-
dass eine selten günstige Kaufgelegenheit geboten ist.
SORTIMENTI
Darunter befinden sich:
Meter
Reizende Schotten für Kinderkleidchen, doppeltbreite Ware .
Sportstolfe doppelt breit, im engl. Geschmack, vorzügl. geeignet für Tourenkleider u. Sportröcke etc. Mtr.
Meter
Hübsche Blusenstoffe nur vornehme Streifen neuester Mode .
Meter 7 0 Pfg.
Cheviot griffige Qualität, in vielen Farben .
Wert bedeutend höher!
SORTIMENTII
Darunter befinden sich:
Elegante engl. gemusterte Stoffe in vornehmen Farben, für Kleider u. Blusen Mtr.
in vielen Farben, vorzüglich geeignet für Jackenkleider
. . Meter
Diagonalstoffe, 110 cm breit und Kostümröcke . . . . . . . .
Mk.
Hübsche Popeline und Flanelle für Blusen, neueste Farben und Dessins Meter
Wert bedeutend höher!
SORTIMENTIII
Darunter befinden sich:
im engl. Geschmack, in den vor-
110cm breite schwere reinwollene Ware nehmsten Farben . . . Meter
Reinwollene Popeline feine moderne Farben, Ia Ware, für Jackenkleider u. Blusen, Meter
vornehme Farben, entzückend f.
110cm breite reinwollene Diagonalstoffe Kleider und Costume . Meter
für Blusen, mit feinen Seideneffekten, in den
Meter
Vornehme reinwollene Popeline schönsten Farben dieser Saison . .
Serie I
Blusenseide
gute Qual. in modernen
Dessins . . jetzt Meter
Serie II
Rohseide
sehr schöne Ware
jetzt Meter
Pfg.
Serie III
Blusenseide
in wunderschönen neuen
Mk.
Farbenstellungenjetzt Mtr.
25
Räumungs- Verkaufs in Wäsche u Weisswaren.
Grosse Posten
Grosse Posten
weisse Bettücher
weisse Bettbezüge
aus Ia. Cretonne, Dowlas und Ia. westfälische
aus gutem Damast, in schönen modernen Dessins
Serie III Serie IV
Serie I Serie II
450
225
525
350
Halbleinen, Grösse 160/225 cm
Serie I Serie II Serie III Serie IV
975
d25
225
225
175 195
Sämtliche Damenkonfektion, sovie Putz zu extra billigen Räumungspreisen.
Ludwigstr. 2.
[ ← ][ ][ → ].
Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
3 158.
Saustag, 9. Zut.
1910.
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Montag, 11. Juli, Dienstag, 12. Juli, Mittwoch, 13. Juli,
gewähre ich bei Entnahme von mindestens drei Stück im Werte von wenigstens 20 Mark
Fünf Prozent Extrarabatt
auf nachstehende Artikel und deren Serienpreise:
(13802
Stückrahl Gesenstand Prühere Preise 3 Boleros. . 16.00—42.00 2 Kostümröcke 7.50— 11.00 16 Blusen . 3.50—34.00 2 Matinées . . 12.00—13.00 Jetzt jedes Stück Mk. 2.50. Serie 2 Ungelähre
degenstana
Stückzahl Frühere Preise 3 Mäntel . . . . 16.00— 46.00 3 Batistkleider 10.00—26.50 10 )Kostümröcke 8.50—41.00 92 Blusen . . 6.75—38.00 1 Morgenrock. 14.00 13 Matinées . 7.00—30.00 10 Unteröcke . . . 10.00—17.50 Jetzt jedes Stück Mk. 5.00.
Serie 3
Ungefähre
Stückzahl Gegenstand Frühere Preise
25 Mäntel u. Golfjack. 14.50—53.00
8 Kostüme .
25.00—33.00
12 Kostümröcke
. 15.00—34.00
51 Blusen .
8.00—34.00
4 Matinées .
12.00—24.00
19 Unterröcke
9.50—24.00
Jetzt jedes Stück Mk. 7.50.
Serie 5
Ungsfähre
Gegenstand
Stückzahl
19 Mäntel u. Golfjack. 17.00—39.00
Frühere Preise
. 26.00—52.00
. 18.50—57.00
. 26.00— 39.00
5 Unterröcke . . . . 25.00—29.50
Jetzt jedes Stück Mk. 12.50.
6 Kostüme . .
12 Kostümröcke . . . 24.00—44.00
59 Blusen . .
4 Morgenröcke . . . 17.00—44.00
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46)
Riffe der Liebe.
Ein Blankeneſer Roman
von Ewald Gerhard Seeliger.
(Nachdruck verboten.)
Aber Guſchi hatte keine Furcht. Längſt war ſie der
Mutter über den Kopf gewachſen.
Stärker rollten ſchon die Donnerſchläge, die Blitze
warfen ſcharfe Schatten in den niedrigen Raum.
Da=
zwiſchen flatterten abgeriſſene Fetzen der Tanzmuſik;
oben auf dem Süllberg ſpielte man eben einen flotten
Galopp, in Krögers Hotel einen ſchleppenden
Rhein=
länder.
Du mußt mir aus dem Hauſe! ſchrie Frau
Karo=
line ſo laut, daß ſie der Donner gar nicht ſtören konnte.
Ich leid’s nicht mehr, daß Du uns auf der Taſche liegſt!
Auf der Stelle machſt Du, daß Du hinaus kommſt, Du
ungeratenes Geſchöpf!
Und wie zur Bekämpfung fiel draußen ein greller
Blitzſtrahl.
Guſchi warf die Lippen trotzig auf, und das brachte
die Mutter um alle Beſinnung.
Hinaus! kreiſchte ſie und riß die Tür auf. Hinaus
mit Dir. Du brauchſt überhaupt nicht mehr
wiederzu=
kommen! Ich verſtoße Dich!
Das war natürlich nicht halb ſo arg gemeint, wie
es herauskam. Doch die Aufregung draußen in der
Atmoſphäre wirkte auf Frau Karoline direkt
auf=
ſtachelnd. Wie ein kleiner, runder, zornſprühender
Kehent ſund ſe en ir aſten eir un nier ſir.
aus auf die Straße, wo ſchon die erſten dicken Tropfen
fielen.
Da kann ich ja gehen! antwortete Guſchi
entſchloſ=
ſen, und ſetzte ſich den Hut auf. Kannſt lange warten,
bis ich wiederkomme!
Dann hob ſie ſchnell den kleinen Karl aus der Wiege,
ſchlug ein Tuch um ihn und wollte mit ihm hinaus.
Wie ein wilder Drache ſtürzte ſich Frau Karoline
auf ſie.
Das Kind läßt Du hier! ſchrie ſie, und ſuchte es
ihr zu entreißen.
Guſchi aber war raſcher und entkam durch die Tür.
Sie rannte wie gehetzt durch den klatſchenden Regen,
bergauf und bergab, bis ſie nicht mehr konnte.
Frau Karoline mit dem kurzen Atem hatte den
Wettlauf bald aufgeben müſſen.
Auch Guſchi kam nicht allzu weit, denn der kleine
Karl war ſchwer. Außerdem ſchrie er, als ob er am
Spieß ſtäke. Das kalte Regenwaſſer war ihm durchaus
nicht angenehm. Sie brachte ihn mit vieler Mühe zur
Ruhe, hüllte ihn feſter ein und ſah ſich um. Denn ſie
wußte noch immer nicht, wo ſie war und wohin ſie
wollte. Rechts und links waren Gärten mit niedrigen
Zäunen. Die Ausſicht auf die weiter zurückliegenden
Häuſer verſperrte ihr der raſende Regen, der ſie längſt
bis auf die Haut durchnäßt hatte. Wieder lief ſie mit
zitternden, Knien vorwärts, die Anhöhe hinauf. Von
der ſchweren Laſt bebten ihr die Arme.
Endlich ſah ſie ein kleines Häuschen,=zweisgroße,
weißſchimmernde Bäume ſchützten ſein ſpitzes
Stroh=
dach. Es kam ihr bekannt vor. Aber ſie überlegte nicht
erſt, wer da wohnen könnte. Nur Schutz ſuchte ſie für
den kleinen Karl und für ſich vor dem wilden Wetter.
Erſchöpft ſank ſie auf der dunklen Schwelle nieder und
ſetzte ihn auf die Knie.
Wohl war er über ſein Alter verſtändig, doch den
Sinn dieſer tollen Flucht fand er nicht. Schon verzog
er wieder den Mund, um zu proteſtieren, doch ſie drückte
ihn ſchnell an ſich und beruhigte ihn. Nur bis ſich der
Himmel wieder klären würde, wollte ſie hier ſitzen
bleiben. Dann wollte ſie fort, weit fort von Blankeneſe.
Doch ſie kam nicht dazu. Ein dicker Regentropfen,
der von der Traufe herunterſprang, traf den kleinen
Karl mitten auf die Naſe, daß er ſofort ein
fürchter=
liches Gebrüll erhob. Vergeblich waren alle ihre
Be=
ſchwichtigungsverſuche, er ſchrie nur noch ärger.
Da tat ſich im dunklen Hausflur eine Tür auf,
ein ſchwacher Lichtſchein fiel durch den Spalt, und Frau
Pauline Breckwoldt ſtreckte ihren alten grauen Kopf
mit dem ſchwarzen Häubchen heraus.
Jetzt erſt erkannte Guſchi, bei wem ſie, ohne zu
wollen, Zuflucht geſucht hatte, ſchauderte vor Scham
zu=
ſammen und drückte ſich ängſtlich ins Dunkle.
Der kleine Karl verſtummte auf der Stelle, als er
den Lichtſchein ſah.
Nein! ſagte Frau Breckwoldt mißbilligend, und trat
näher. Was das heutzutage für Moden ſind! So ſpät
noch mit dem kleinen Kinde unterwegs. Und dann
noch=beiedem. Wetter. Kommen=Sierdochsſolangeshereint
Seite 10.
Nummer 158.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
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kauert im Winkel und wagte nicht, das Geſicht zu heben.
Kommen Sie doch ſolange zu mir in die Stube!
fuhr die Alte dringender fort und kam noch näher
heran. Das Kind kann ſich ja den Tod holen in dem
naſſen Zeug. Kommen Sie doch herein, ich hab’ noch
was liegen von meinem Henning.
Noch immer gab Guſchi keine Antwort und hob den
Arm, um ihr Geſicht zu verdecken.
Das kam Frau Breckwoldt denn doch ſehr
ver=
dächtig vor, und ſie holte die Lampe.
Guſchi wollte aufſpringen und fortlaufen, aber
ge=
rade in dieſem Augenblick nahm das Wetter noch
ein=
mal alle Kraft zuſammen. Große Tropfen praſſelten
mit klatſchendem Schlage in die Kronen der beiden
Kirſchbäume und riſſen die Blüten zu hunderten
her=
unter. Aber es blieben noch genug oben.
Zuerſt leuchtete Frau Breckwoldt dem kleinen Karl
ins Geſicht, der ſie mit hellen, verwunderten Augen
anſtarrte.
Was für ein kraller Kerl! ſagte ſie erſtaunt und
fuhr ihm freundlich um das kleine Kinn.
Das wußte er zu ſchätzen und verzog das
Geſicht=
chen zu einem herablaſſenden Lächeln.
Dann rührte ſie die Zuſammengeſunkene, die noch
immer keine Anſtalten machte, ſich zu erheben, an den
Ellenbogen und zog ihr dann ſanft den Arm vom
Geſicht.
Guſchi! rief ſie, aufs höchſte überraſcht.
Was tuſt Du denn hier?
Ich hab’ mich verlaufen! ſtieß ſie heraus und
zitterte dabei am ganzen Leibe.
Was iſt denn los? fragte die Alte, ſtellte die Lampe
hin und nahm ihr den kleinen Karl ab. Haſt Du Dich
mit Deiner Mutter gezankt?
Guſchi nickte ſchweigend.
Komm’ herein! ſprach Frau Breckwoldt, faßte ſie
am Handgelenk und zog ſie in die Stube.
Den kleinen Karl legte ſie aufs Bett. Dann griff
ſie in den Wäſcheſchrank. Hier haſt Du Zeug für den
Jungen. Er iſt ja pitſchenaß!
Guſchi gehorchte, und Frau Breckwoldt packte ihn
ſelbſt ins Bett. Er ſchloß ſofort die Augen und machte
eine ganz zufriedene Miene, als wollte er ſagen:
End=
lich kommt man zur Ruhe, lange genug hat’s gedauert!
Haſt Du ſchon gegeſſen? fragte Frau Breckwoldt,
als ſie ſich an den Tiſch ſetzen wollte.
Guſchi erwiderte nichts. Da ſchob die Alte einen
Stuhl heran und Guſchi mußte ihren Hunger ſtillen.
Dabei fragte Frau Breckwoldt ſie aus, und Guſchi gab
karge Antworten.
Weiß das Dein Vater?
Guſchi verneinte ſchweigend.
Was willſt Du tun?
Ich geh’ nach Hamburg, ſtieß ſie ſtockend heraus.
Das tuſt Du nicht! entgegnete die Alte raſch und
klopfte mit dem Meſſerrücken auf die Tiſchkante.
Bleib’ im Lande und nähre Dich redlich! Hier gibt’s
genug für Dich zu tun! Wenn Du willſt, kannſt Du
auch bei mir bleiben. Meine Knochen ſind ſchon ſteif.
Ich kann ganz gut eine Hilfe brauchen.
Guſchi fuhr das Blut in die Wangen.
Wenn aber Henning zurückkommt!
Das hat Zeit! beruhigte ſie die Alte. Der kommt
erſt in zwei Jahren.
Dann lauf ich fort! rief Guſchi entſchloſſen.
Haſt gar keinen Grund, meinte Frau Breckwoldt
ernſt und wies auf das leere Sofa. Er wird Dir
nichts zuleide tun, er hat Dich immer noch lieb. Auf
dieſem Platze hat er geſeſſen und hat um Dich geheult
wie ein kleines Kind.
Dreimal mußte Guſchi ſchlucken, dann hatte ſie die
Tränen bezwungen, die ihr ſchon in den Augen ſaßen.
Das hab’ ich nicht um ihn verdient! ſtöhnte ſie
ſchmerzvoll auf und ſchlug die Hände vor’s Geſicht.
Verdien‟ Dir’s! ſprach Hennings Mutter kurz,
ſtand auf und trat leiſe ans Bett, wo der kleine Karl
in Frieden ſchlief.
Draußen rannen eben die letzten Regentropfen
von der Dachtraufe, und drüben auf dem weſtlichen
Horizont gaben die dunklen Wetterwolken einen
ſchmalen, goldenen Streifen frei, deſſen ſchwaches Licht
durch die beiden kleinen Fenſter grüßte.
Guſchi aber ſchüttelte leiſe den Kopf.
*
Genau um dieſe Zeit kam Jürgen Heggbloom mit
der fröhlichſten Laune von Daniel Jipp zurück, um
mit ſeiner Frau einen Spaziergang auf dem
Strand=
weg zu machen. Schon vor der Haustüre ereilte ihn
die Nachricht, daß Guſchi mit dem kleinen Karl
fort=
gelaufen ſei. Frau Karoline ſaß auf dem
Schuſter=
ſchemel und heulte in die Schürze. Dazwiſchen jammerte
ſie in allen Tonarten. Aber bei Jürgen, deſſen gute
Laune ſofort ſpurlos verſchwand, fand ſie kein
Er=
barmen. Der rechnete nun zum erſten Male ſo kräftig
mit ihr ab, daß ſie immer kleiner wurde.
Sie iſt in die Elbe gegangen! wagte ſie zuletzt nur
noch zu wimmern.
Dummer Schnack! ſchalt er ſie. Da kennſt Du ſie
ſchlecht! Das tut ſie ihrem Vater nicht an. Aber Dir
wär’s ſchon recht geſchehen, wenn ſie’s täte. Da beſt ſie
ſoweit gebracht. Du haſt Henning Breckwoldt die Tür
gewieſen. Und von rechtswegen hätteſt Du das Kind
kriegen müſſen!
Dann ſetzte er ſich den Hut wieder auf und ging
Guſchi ſuchen. Aber er fend ſe nicht. Geiner hatte ſie
geſehen.
(Fortſetzung folat.)
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J. Donges & Wiest, Grafenstr. 26
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
§0 2.
Samslag, 9. Zul.
1010.
Bekanntmachung.
Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die geſetzlichen Ferien
des Kreis=Ausſchuſſes des Kreiſes Darmſtadt mit dem 21. ds. Mts. beginnen und
am 1. September ds. Js. endigen.
(13896ss
Während dieſer Ferien, welche auf den Lauf der geſetzlichen Friſten ohne Einfluß
ſind, dürfen in öffentlicher Sitzung nur ſchleunige Sachen zur Verhandlung gelangen.
Darmſtadt, den 7. Juli 1910.
Der Kreis=Ausſchuß des Kreiſes Darmſtadt.
J. V.: von Werner.
Verannkanchung
Im Juni d. Js. beginnen die Scharfſchießübungen der Feld=Artillerie auf
dem Truppenübungsplatz Darmſtadt. Es wird deshalb das Nachſtehende hierdurch
zur allgemeinen Kenntnis gebracht:
1. Nach der Polizei=Verordnung vom 10. März 1908 iſt das Betreten des
Truppenübungsplatzes für Zivilperſonen ohne Erlaubnisſchein der Kommandantur
verboten.
2. Wer die bei den Uebungen der Artillerie verſchoſſene Munition ſich
wider=
rechtlich zueignet, wird mit Gefängnis bis zu einem Jahre beſtraft (§ 291 des
Reichs=
ſtrafgeſetzbuches).
3 Die Erlaubnis zum Suchen verſchoſſener Munition auf dem
Truppenübungs=
platze Darmſtadt wird keiner Zivilperſon erteilt.
4. Die auf dem Uebungsplatze gelegentlich gefundenen und die im
Aus=
laufgelände aufgehobenen Munitionsteile müſſen an die im Lager eingerichtete
Abnahmeſtelle abgeliefert werden, welche dafür entſprechende Geldvergütung zahlt.
5. Zünder mit Zündladungen, einzelne Zündladungen oder blind gegangene
Geſchoſſe dürfen unter keinen Umſtänden berührt werden, weil dies mit
Lebens=
gefahr verbunden iſt. Ein Nachgraben oder Freilegen von tiefer in die Erde
einge=
drungenen Geſchoſſen iſt ſtreng verboten. Dabei iſt es gleichgültig, ob das Geſchoß
eine Granate oder Schrapnel, ob es mit Zünder verſehen iſt oder nicht, ob der Finder
von der Ungefährlichkeit überzeugt iſt oder nicht. Der Finder hat zunächſt weiter nichts
zu tun, als den Fund zu melden und nötigenfalls die Stelle kenntlich zu machen.
Die Zertrümmerung der Blindgänger uſw. iſt lediglich durch die von dem
Funde in Kenntnis zu ſetzende Kommandantur zu veranlaſſen. Der Finder erhält
als Findegeld für ein blind gegangenes Geſchoß mit Zünder 1 Mk., für einen einzelnen
ſcharfen Zünder oder für ein Geſchoß ohne Zünder 50 Pfg.
6. Das Betreten des Uebungsplatzes gleich nach dem Abſchießen iſt auch den
Zivilperſonen, die Erlaubnisſchein beſitzen, verboten. Es wird dies erſt 2 Stunden
nach Beendigung des Schießens geſtattet. Perſonen, welche gegen dieſes Verbot
ver=
ſtoßen, wird der Erlaubnisſchein zum Betreten des Platzes entzogen.
Darmſtadt, den 20. Mai 1910.
(10705a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
(13672a
Bekanntmachung.
Nachſtehend bringen wir die Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem
Truppen=
übungsplatz für die Zeit vom 5. bis 25. Juli ds. Js. zur allgemeinen Kenntnis.
Darmſtadt, den 28. Juni 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Zuſammenſtellung der Schießtage auf dem Truppenübungsplatz Darmſtadt
für die Zeit vom 5. bis 25. Juli 1910.
15. Donnerstag
Freitag Feldartillerie 16. Sonnabend 18. Montag 19. Dienstag 20. Mittwoch 21. Donnerstag 22. Freitag Sonnabend Montag
Die Abſperrung
erſtreckt ſich
Ueber das ganze
Abſperrgelände
120 Mittags „
Vorm.
20 nachmittags
70 abends
Bekanntmachung.
Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntnis, daß am
11. 12. 14. Juli I. Js. von 70 Vorm. bis 120 abends
18. 19. 21.
25.
26. 28. 29.
2. 4. 5. Auguſt „ „
8. 9.
11. 12.
Schießen mit ſcharfer Munition auf dem Schießplatz bei Meſſel abgehalten wird.
Schußrichtung vom Steinhügel, 1 km nördlich Meſſel in nord=nordweſtlicher
Richtung gegen die Wieſen am Rutſchbach.
Das gefährdete Gelände:
im Norden: Egelsbacher Feldweg und Waldpfad ausſchließlich
„ Weſten: Dammweg-Brunnersweg ausſchließlich
„ Süden: Forſthaus-Steinacker-Steinhügel ausſchließlich
„ Oſten: Alter Offenthaler Weg und deſſen Verlängerung über Milcheswieſe-
Sau=
wieſe-Schreibertswieſe- Geishecke einſchließlich
wird während des Schießens durch Poſten, Wegeſchranken und Warnungstafeln
ab=
geſperrt.
Das Betreten des Geländes während der Schießzeit iſt verboten (Polizei=
Verord=
nung Kreisamt Darmſtadt 25. IX. 1909, Kreisamt Offenbach a. M. 20. IX. 1909).
(12935a
Darmſtadt, den 27. Juni 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Die bei Verechnung der Lieſerungen für die Arme zu Grunde zu legenden
Durch=
ſchnittsmarktpreiſe im Kreiſe Darmſtadt haben im Monat Juni 1910 für Hafer 17 Mk.,
(13786
für Heu 9,60 Mk., für Stroh 6 Mk. pro 100 Kilo betragen.
Bekanntmachung.
Auf Grund der Polizeiverordnung vom 12. Februar 1908 wird folgendes zur
öffentlichen Kenntnis gebracht:
Die Kreisſtraße von Eberſtadt nach Pfungſtadt vom Ortspflaſterende Eberſtad,
ab bis zur Sandbachbrücke gegen Pfungſtadt zu, mit den auf dieſe Strecke aufſtoßenden
Querwegen (letztere dicht an der Kreisſtraße) iſt wegen Ausführung von Kleinpflaſter
von Freitag, den 15. d. Mts., ab auf ca. 3 Wochen für ſämtliches Fuhrwerk
Automobile, Motorräder ꝛc. geſperrt.
Der Durchgangsverkehr hat den aufgeſtellten Tafeln entſprechend von Darmſtadt
über das Eſchollbrücker Kreuz nach Pfungſtadt oder von Darmſtadt über Eſchollbrücken
nach Hahn bezw. umgekehrt zu erfolgen. Nach Maßgabe des Fortſchreitens der
Pflaſter=
arbeiten wird die betreffende Teilſtrecke jeweils ſofort dem öffentlichen Verkehrübergeben.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Anordnungen ſind nach §2 der genannten
Polizeiverordnung ſtrafbar.
Darmſtadt, den 2. Juli 1910.
(13800a
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur Kenntnis der Intereſſenten gebracht, daß die Haupt=
Orts=
durchfahrt Ober=Ramſtadt und zwar von der Aliceſtraße bis zur Brückengaſſe behufs
Umpflaſterung der Fahrbahn von Montag, den 11. Juli, ab auf ca. 8 Tage für
Fuhrwerke, Automobile und Motorräder geſperrt iſt. Der Durchgangsverkehr erfolgt
durch die Poſtſtraße, Bauſtraße und Brückengaſſe.
Darmſtadt, den 5. Juli 1910.
(13789si
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum
einjährig=
freiwilligen Militärdienſt im Herbſt 1910.
Diejenigen iungen Leute, welche beabſichtigen, ſich der im Herbſt 1910
ſtatt=
findenden rubr. Prüfung zu unterziehen, werden hierdurch aufgefordert, ihre desfallſigen
Geſuche um Zulaſſung bei Meidung des Ausſchluſſes von dieſer Prüfung
ſpäteſtens bis zum 1. Auguſt 1910
bei der unterzeichneten Kommiſſion einzureichen.
Hinſichtlich der Anbringung der Geſuche wird im Speziellen das Folgende
bemerkt:
1. Das Geſuch iſt bei der unterzeichneten Prüfungs=Kommiſſion nur dann
einzureichen, wenn der ſich Meldende im Großherzogtum Heſſen ſeinen
dauernden Aufenthaltsort hat.
2. Die Zulaſſung zur Prüfung kann nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr
erfolgen.
3. Das Geſuch muß von dem Betreffenden ſelbſt geſchrieben ſein. Auch
erſcheint es zweckdienlich, wenn ſtets die nähere Adreſſe angegeben wird.
4. Dem Geſuche ſind folgende Papiere beizufügen:
a) Geburtszeugnis (Auszug aus dem Zivilſtands=Regiſter, nicht Taufſchein).
b) Die Einwilligung des geſetzlichen Vertreters mit der Erklärung, daß für
die Dauer des einjährigen Dienſtes die Koſten des Unterhalts, mit Einſchluß
der Koſten der Ausrüſtung, Bekleidung und Wohnung, von dem Bewerber
getragen werden ſollen; ſtatt dieſer Erklärung genügt die Erklärung des
geſetzlichen Vertreters oder eines Dritten, daß er ſich dem Bewerber
gegen=
über zur Tragung der bezeichneten Koſten verpflichte und daß, ſoweit die
Koſten von der Militärverwaltung beſtritten werden, er ſich dieſer
gegen=
über für die Erſatzpflicht des Bewerbers als Selbſtſchuldner verbürge.
Die Unterſchrift des geſetzlichen Vertreters und des Dritten, ſowie die
Fähigkeit des Berwerbers, des geſetzlichen Vertreters oder des Dritten zur
Beſtreitung der Koſten iſt obrigkeitlich zu beſcheinigen. Uebernimmt der
geſetzliche Vertreter oder der Dritte die in vorſtehendem Abſatze bezeichneten
Verbindlichkeiten, ſo bedarf ſeine Erklärung, ſofern er nicht ſchon kraft des
Geſetzes zur Gewährung des Unterhalts verpflichtet iſt, der gerichtlichen oder
notariellen Beurkundung.
c) Ein Unbeſcholtenheitszeugnis, welches von der Polizei=Obrigkeit, oder
der vorgeſetzten Dienſtbehörde auszuſtellen iſt.
d) Ein ſelbſtgeſchriebener Lebenslauf.
5. In dem Geſuche iſt ferner anzugeben:
a) In welchen zwei fremden Sprachen (wahlweiſe von Franzöſiſch, Engliſch,
Lateiniſch und Griechiſch und an Stelle des Engliſchen Ruſſiſch) der ſich
Meldende geprüft ſein will.
b) Ob, wie oft und wo der ſich Meldende ſich der Prüfung vor einer Prüfungs=
Kommiſſion bereits unterzogen hat.
6. Iſt bereits früher ein Geſuch um Zulaſſung zur Prüfung eingereicht worden,
ſo bleibt dem erneuten Geſuche nur ein Unbeſcholtenheitszeugnis
bei=
zulegen.
7. Es iſt nur zweimalige Teilnahme an der Prüfung geſtattet, eine dritte
Zulaſſung könnte ausnahmsweiſe von der Erſatzbehörde 3. Inſtanz genehmigt
werden.
Im weiteren weiſen wir darauf hin, daß Geſuche um Zulaſſung zu einer
ſpäteren, als der im Frühjahr des I. Militärpflichtjahres — d. i. des Jahres, in
welchem das 20. Lebensjahr vollendet wird — ſtattfindenden Prüfung, der Genehmigung
der Erſatzbehörde 3. Inſtanz bedürfen und bei den Erſatz=Kommiſſionen des
Aufenthalts=
orts, nicht bei uns, einzureichen ſind, welche die Geſuche der Erſatzbehörde 3. Inſtanz
vorlegen werden.
Da die Erledigung derartiger Geſuche eine längere Zeit beanſprucht, ſo empfiehlt
ſich im Intereſſe der Nachſuchenden, mit Einreichung derſelben nicht bis zum äußerſten
Termin zu warten, ſondern dieſelben alsbald anhängig zu machen, andernfalls unter
Umſtänden eine Zulaſſung zur bevorſtehenden Prüfung nicht mehr möglich iſt.
Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden geſtellt werden, gibt die
Prüfungs=Ordnung (Anl. 2 zur Wehr=Ordnung vom 22. November 1888 — Reg.=Bl.
Nr. 68 von 1901) Aufſchluß.
Bezüglich des Prüfungstermins, ſowie des Lokals, in welchem die Prüfung
ſtattfindet, erfolgt weitere Bekanntmachung, oder es ergeht beſondere Ladung zur
Prüfung.
Darmſtadt, den 6. Juni 1910.
Großherzogliche Prüſungskommiſion für Einjährig=Freiwilige.
Der Vorſitzende:
von Werner, Regierungsrat.
(12457a
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 gold. Broſche mit 11 Perlen. 1 grau= und gelbgeſtreifte
Pferde=
decke. 1 goldenes Medaillon mit Kette. 1 Granatbroſche in Goldfaſſung. 1 goldener
Damen=Trauring ohne Gravierung. 1 filberne Damen=Uhr mit Riemchen. 1 Kinder=
Leiterwagen. 1 Sturmlaterne mit der Aufſchrift „Panzer”. 1 kleines Portemonnaie
mit einigem Inhalt. 1. Spazierſtockgriff aus Metall. 1 weiße Metzger=Schürze, gez.
H. O. 1 Hundehalsband mit Marke und der Nr. 802 VII. 2 mittelgroße Schlüſſel
an einem Ring. 1 weißer durchbrochener Halbhandſchuh. 1 kleines grünes
Porte=
monnaie mit 1 kleinen Schlüſſel. 1 kleiner goldener Damen=Ring mit dunkl. Steinchen.
1 grüner Damen=Regenmantel. 1 graue gehäkelte Markttaſche, 1 weißer mit Gold
durchwirkter Damen=Gummigürtel 1 Warenbuch. 1 Damen=Regenſchirm mit gelbem
Griff und Silberverzierung. 1 Butterkorb mit weißleinenem Tuch. 1 Damen=
Regen=
ſchirm mit dunklem Griff. 1 kleines Perlmutt=Taſchenmeſſer und Bleiſtift in Futteral.
7 kleine Schlüſſel an einem Ring. 1 dicker Ring von Schwarzgummi. 1 ſchwarzer
Damen=Hut und 1 Damen=Gürtel. 1 evangeliſches Geſangbuch mit dem Namen Dina
Lang. 1 Schüler=Reißzeug. 1 Kundenbuch mit grüner Decke. 1 großer Schlüſſel.
1 Bartbürſte mit Futtteral. 1 ſchwarzſeidener Damenſchirm mit Metallgriff.
Im Monat Juni in den Wagen der elektriſchen Straßenbahn liegen
ge=
blieben und von der Verwaltung abgeliefert: 1 brauner Spazierſtock. 1 grauer und
1 ſchwarzer Herren=Regenſchirme. 5 Paar verſchiedene und 2 einzelne Handſchuhe.
1. Paar Offizier=Gummiſchuhe. 1 Kinder=Spazierſtock. 1 kleiner Schlüſſel. 1 gelbſeid.
Spitzentuch. 1 Raſpel. 1 brauner Schirm=Ueberzug. 1 Zwicker mit gelbem Geſtell.
1 Halbmarkſtück. 1 Zehnpfennigſtück 1 kleines Meſſer in ſchwarzem Lederfutteral.
1 Buch. 1 rotes Strumpfband. 1 Sicherheitsnadel. 1 Portemonnaie mit 2 Pfg. Inh.
Verloren: 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit einem kleinen Bleiſtift und
etwa 1,50 Mk. Inhalt. 3 Zehnmarkſtücke in einem Papier eingewickelt. 1 goldene
Broſche (Spange) mit Diamanſplitter und 1 Opal. 1 Nickel=Hundehalsbändchen.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit etwa 3 Mk. Inhalt. 1 Damen=Porkemonnaie mit 5—6
Mark Inhalt. 1 goldene Schlipsnadel mit einem Rubin. 2 Taſchenfahrpläne, 1
Skizzen=
buch und Luittungskarte, auf den Namen Jakob Becker lautend. 1 Quittungskarte,
auf den Namen Adolf Liebel lautend. 1 Geſangbuch, H. M darauf gezeichnet. 1 gold.
Ketten=Armband mit einem Couleurwappen. 1 braunes Portemonnaie mit 180 Mk.
Inhalt und 1 Ebenholz=Spazierſtock mit Silbergriff. 1 braunes Damen=Portemonnaie
mit gelbem Schloß und 5,60 Mk. Inhalt. 1 Fünfzigmarkſchein. 1 braune waſſerdichte
Pferdedecke, mit dem Namen Trautwein verſehen. 1 noch neuer ſeidener Herren=
Regen=
ſchirm mit ſeidenem Futteral. 1 Zwicker in Silberfaſſung. 1 Zehnmarkſtück. 1 goldene
Broſche, einen Frauenkopf darſtellend, mit Brillanten. 1 Hunde=Maulkorb. 1 ſilbernes
Halsketchen mit kleinem fübernen Anhänger. 1 Damen=Regenſchirm mit braunem
rauhem Griff. 1 Quittungskarte, auf den Namen Gg. Schmelzer lautend. 1
Granat=
broſche in Sternform mit Goldfaſſung. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 64 Pfennigen
Inhalt. 1 Damen=Regenſchirm mit grünlichem Griff. 1 Unterkiefer mit 12 künſtlichen
Zähnen. 1 Sektzipfel mit grün=weiß=rotem Band. 1 braunkarierter Rock mit
Kunden=
buch von der Rheiniſchen Brauerei. 1 rotbraunes altes Portemonngie mit etwa 15 Mk.
Inhalt und einigen kleinen Schlüſſeln. 2 weiße Kinder=Kragen. 1 älteres braunes
Portemonnaie mit etwa 55 Mk. Inhalt. 1 braunes Portemonnaie mit 8 Mk. Inhalt.
Seite 12.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Nummer 158.
1 ſilbernes Ketten=Armband mit Sicherheitskettchen. 1 braun= und gelbkariertes
Porte=
monnaie mit 5,12 Mk. Inhalt. 1 goldenes Halskettchen mit ovalem Email=Anhänger.
1 goldene Broſche in Herzform. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit einem Zweimarkſtück.
1 ſchwarzes Knaben=Capes mit Kapuze. 1 Paket, enthaltend 5 große Tranchiermeſſer
und 2 Tranchiergabeln. 1 goldene Krawattennadel. 1 Zehnmarkſtück.
Zugeflogen bei Privaten: 2 Kanarienvögel.
Entlaufen: 1 Collie, ſchwarz mit weiß. 1 Jagdhund, weiß mit braunen Flecken.
1 ruſſiſcher Windhund. 1 Daxhund mit Dortmunder Marke. 1 glatthaariger Rehpinſcher.
1 kleine braune deutſche Dogge.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(13807
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Beſſungerſtr. Nr. 56
be=
finden ſich: 1 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 5. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 10. Juli, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Hof=Apotheke, Ballonplatz, und
Adler=Apotheke, Wilhelminenplatz.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1. Uhr ab geſchloſſen.
Warnung
vor dem unlauteren Geſchäftsgebahren von Serienlosgeſellſchaften.
Schon wiederholt iſt vor dem unlauteren Geſchäftsgebahren zahlreicher in= und
ausländiſcher, beſonders niederländiſcher und däniſcher Unternehmern, ſog. Serienlos=
Spielgeſellſchaften, gewarnt worden.
Das Weſen dieſer Unternehmen beſteht darin, daß der Unternehmer einen Anteil
an Serienloſen oder die Ausſicht auf den Gewinn aus einer größeren oder kleineren
Anzahl ſolcher Loſe verkauft und die Zahlung des Kaufpreiſes in der Regel in Raten
erfolgen kann.
Der Betrieb ſolcher Geſchäfte iſt ſtrafbar. Denn handelt es ſich um den
Verkauf von Gewinnausſichten, ſo iſt dies als öffentliche Veranſtaltung einer Lotterie
ohne obrigkeitliche Erlaubnis anzuſehen (§ 286 des R.=Str.=Geſ. B.) und werden
Losanteile gegen Teilzahlungen verkauft, ſo liegt ein Vergehen gegen § 7 des
Reichs=
geſetzes, betreffend die Abzahlungsgeſchäfte, vom 16. Mai 1894 (R.=Geſ.=Bl., S. 450)
vor. Der gewerbsmäßige Verkauf von Losanteilen wird aber auch in der Regel gegen
das Großherzoglich Heſſiſche Geſetz, betreffend den Handel mit Anteilen und
Abſchnitten von Loſen zu Lotterien und Ausſpielungen, vom 11. April 1896
(R.=Bl. S. 47) verſtoßen.
Es kommt ferner das Großherzoglich Heſſiſche Geſetz vom 14. Februar 1906
(Reg.=Bl. S. 45) in Betracht, wonach das Spielen in außerheſſiſchen Lotterien, die
nicht mit ſtaatlicher Genehmigung im Großherzogtum zugelaſſen ſind, bei
Geld=
ſtrafe bis zu 600 Mark im Großherzogtum Heſſen verboten iſt.
Wenn hiernach einerſeits derjenige, der einer derartigen Serienlosgeſellſchaft
bei=
tritt, nicht nur hierdurch ſich an dem ſtrafbaren Tun des Unternehmers beteiligt,
ſon=
dern in den meiſten Fällen (ſofern es ſich nicht ausſchließlich um im Großherzogtum
Heſſen zugelaſſene Lotterie=Loſe handelt) ſelbſt eine mit empfindlicher Strafe bedrohte
Handlung begeht, ſo iſt andererſeits hiermit für ihn in den meiſten Fällen auch eine
erhebliche Vermögensſchädigung verbunden, wie ſich aus nachſtehendem ergibt.
Die Serienlosgeſellſchaften beruhen faſt ohne Ausnahme auf
ſchwindel=
hafter Grundlage. Die Beitrittseinladungen laſſen die Natur des Geſchäfts und die
den Teilnehmern zuſtehenden Rechte nicht klar erkennen. Das Publikum wird durch die
Anpreiſung, daß jedes Los gewinnt und Nieten nicht exiſtieren, ſowie durch die
fettgedruckten Geſamtbeträge der Gewinne angelockt. Dabei iſt meiſt nicht bekannt und
kann auch aus den Ankündigungen gar nicht erſehen werden, daß die Zahl der
Teil=
nehmer an den fraglichen Geſellſchaften unbeſchränkt iſt, die Summe der einzelnen
Bei=
träge den von dem Unternehmer gezahlten Kaufpreis der Loſe um ein vielfaches
über=
ſteigen und daß deshalb der auf den Teilnehmer entfallende Gewinnbetrag faſt
aus=
nahmslos nur einen verſchwindenden Teil der Geſamtſumme der gezahlten Beiträge
ausmachen wird. Dazu beſteht nicht einmal die Gewähr, daß der Unternehmer ſich im
Beſitze der Loſe befindet, an denen die Teilnehmer einen Anteil erwerben ſollen. Zweifel
der letzt erwähnten Art ſind namentlich hinſichtlich der ausländiſchen Unternehmer
ge=
rechtfertigt, welche das Geſchäft in Deutſchland betreiben oder durch Agenten betreiben
laſſen.
Wir ſehen uns veranlaßt, auf dieſe Geſichtspunkte wiederholt hinzuweiſen, da
trotz häufiger Warnungen in der Preſſe, trotz zahlreicher Beſtrafungen von
Unter=
nehmern derartiger Spielgeſellſchaften, trotz der traurigen Erfahrungen vieler Spieler
ſich immer noch Leute finden, die auf die verlockenden Anerbieten dieſer klugen
Geſchäfs=
unternehmer hereinfallen, namentlich wenn dieſe unter einer hochtrabenden Firma wie
„Internationale Vereinsbank”, „Nationale Renten= und Kreditbank” oder dergl. auftreten.
Aus den angegebenen Gründen warnen wir auch davor, den in letzter Zeit hieſigen
Einwohnern zugegangenen Aufforderungen ausländiſcher Bankfirmen zu folgen und
als Vertreter dieſer Firmen Teilnehmer für Serienlosgeſellſchaften zu werben.
Da ſowohl der Handel mit Losanteilen in der fingierten Form des
Geſellſchafs=
ſpiels als auch deſſen Unterſtützung ſeitens der Zeitungen durch Aufnahme von
An=
zeigen und Proſpekten ſtrafbar iſt, erſcheint es im Intereſſe der Allgemeinheit ratſam,
die Aufnahme derartiger Reklamen ſowie die Verbreitung ſolcher Proſpekte abzulehnen.
Darmſtadt, den 7. Juli 1910.
(13823so
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
Rindfleiſch
Kalbfleiſch
Hammelfleiſch .
Bruſt .
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen .
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
per ½ kg 86 Pfg.
½
„
4
½
½
½
80
90
90
60
92
86
96
110
Dörrfleiſch
. . per
Schinken m. Bein . .
Rollſchinken
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „
½ kg 100 Pfg.
½
½
1e
110
130
90
90
72
Bekanntmachung,
betr. Maßnahme zur Verminderung der Säuglingsſterblichkeit.
In den heißen Sommermonaten nimmt die Sterblichkeit unter den Säuglingen,
beſonders den künſtlich genährten, regelmäßig in erheblicher Weiſe zu.
Nach dem übereinſtimmenden Urteil der Aerzte iſt die Haupturſache dieſer
Er=
ſcheinung in dem Genuſſe verdorbener Milch zu ſuchen, die Darm= und
Magenerkrank=
ungen bei den Kindern hervorruft.
Wir haben deshalb mit Zuſtimmung der Stadtverordneten=Verſammlung unter
Zuhilfenahme eines Zuſchuſſes aus der Stadtkaſſe eine Einrichtung getroffen, durch die
denjenigen Einwohnern Darmſtadts, die nur über geringe Mittel verfügen, der Bezug
einwandfreier Milch in den heißen Sommermonaten erleichtert werden ſoll.
Es kann ſowohl ſteriliſierte Milch, wie auch gekochte und rohe Vollmilch,
be=
zogen werden.
Die ſteriliſierte Milch wird in 4 Sorten hergeſtellt:
I. Sorte, für Säuglinge im Alter von 1 Monat: ½ Milch, ½ Waſſer,
II.
—4 Monaten: ½ Milch, ½ Waſſer,
III. „
„ 4—6 Monaten: ½ Milch, ½ Waſſer,
IV.
„ über 6 Monaten: Milch ohne Waſſerzuſatz.
Die Milch iſt ſteriliſiert, trinkfertig gemiſcht in Fläſchchen von ½ Liter und von
beſter Qualität. Zum Zwecke der Verabreichung braucht die Milch nur in dem
Fläſch=
chen entſprechend erwärmt und ſodann nach Entfernung des Verſchluſſes der — vorher
ſorgfältig gereinigte — Gummi=Sauger aufgeſetzt zu werden. Die Erwärmung der
Milch erfolgt am zweckmäßigſten durch Einſtellen des Fläſchchens in warmes Waſſer.
Umgießen der Milch in ein anderes Gefäß zwecks Erwärmung iſt unzuläſſig, weil ſchädlich.
Durch den ſtädtiſchen Zuſchuß konnte der Verkaufspreis eines Fläſchchens von
½ Liter Inhalt, wie folgt, feſtgeſetzt werden:
I. Sorte:
IV. Sorte:
II. Sorte: III. Sorte:
2 Pfg.
6 Pfg.
3 Pfg.
4 Pfg.
Die abgekochte, gereinigte Vollmilch wird in
1 Liter=, ½ Liter= und ½ Liter=Flaſchen
zum Preiſe von 24 Pfg. 12 Pfg. 6 Pfg.
verkauft.
Die rohe, gereinigte Vollmilch wird nur in 1 Liter= und ½ Liter=Flaſchen zum
Preiſe von 23 Pfg. (½ Liter 12 Pfg.) verkauft.
Der ſtädtiſche Zuſchuß wird nur geleiſtet:
beim Bezug ſteriliſierter Milch: für eine Höchſtzahl von täglich 6 Flaſchen,
beim Bezug abgekochter Milch in ½ Liter=Fläſchchen: für eine Höchſtzahl von täglich
6 Flaſchen,
gekochter und roher Milch: für eine Höchſtmenge von täglich 1½ Liter.
Für über dieſes Maß hinaus täglich bezogene Milch beträgt der Verkaufspreis für
das Fläſchchen ſteriliſierter oder gekochter Milch 2 Pfg.
„ Liter gekochter Milch 6 Pfg. und
„ mehr.
roher
Die Gewährung des ſtädtiſchen Zuſchuſſes iſt auf eine Längſtdauer von 4 Monaten
beſchränkt. Eine frühere Einziehung der Zuſchußleiſtung bleibt vorbehalten.
Die Milch wird den Abnehmern ins Haus gebracht. Jedoch wird, auf Wunſch
der Abnehmer, die Milch auch in den Geſchäftsräumen des Lieferanten, der Firma
Chriſtoph Reich, Karlſtraße 115, jederzeit — außer Sonntag nachmittag — abgegeben
Die Abgabe der Milch beginnt am 1. Juni.
Beſtellungen werden in unſerem Bureau, Waldſtraße 6, Zimmer Nr. 2, in den
Geſchäftsſtunden von 8 bis 12½ Uhr vormittags und 2½ bis 5 Uhr nachmittags, mit
Ausnahme des Samstag nachmittag, entgegengenommen. Die nach dem 1. Juni er
gehenden Beſtellungen werden vom folgenden Tag ab ausgeführt. Bei der Beſtellung
werden dem Beſteller auf ſeinen Namen lautende und für je einen Monat beſtimmte
Lieferſcheine ausgehändigt, die als Ausweis über die Berechtigung zum Bezug der
Milch dienen und am Schluſſe des Monats oder am Schluſſe des Milchbezugs, nach
Eintrag der gelieferten Menge dem Bedienſteten der Firma Chriſtoph Reich als
Aus=
weis über die erfolgte Lieferung zu übergeben ſind.
Der Zeitpunkt, von dem ab eine andere Sorte Milch oder eine kleinere oden
größere Menge geliefert werden ſoll, iſt von dem Abnehmer dem Milchfahrer bekann
zu geben.
Die Milch iſt bei der Ablieferung dem Milchfahrer ſofort zu bezahlen.
Beſchwerden über etwaige Unregelmäßigkeiten können auf unſerem oben bezeichneten
Bureau vorgebracht werden.
Die Firma Chriſtoph Reich iſt berechtigt, von den Abnehmern für jede nicht
zurückgelieferte Flaſche und für jeden nicht zurückgelieferten oder beſchädigten Verſchluß=
(108769
teil Entſchädigung zu verlangen.
Darmſtadt, den 24. Mai 1910.
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Mueller.
Oktroi für Wein.
Der in der Stadt=Gemarkung hergeſtellte Wein und Obſtwein (auch Johannis=
und Stachelbeerwein) unterliegt der Oktroiabgabe.
Die Wein= und Obſtweinproduzenten haben vor Beginn der Kelterung der
Oktroi=
verwaltung ſchriftlich oder mündlich Anzeige zu erſtatten unter gleichzeitiger Angabe
an welchen Tagen die Kelterung begonnen und ſie beendet werden ſoll. Sie erhalten
hierüber eine Beſcheinigung, die ſie im Kelterhauſe aufzubewahren und dem mit der
Aufſicht beauftragten Oktroiperſonal auf Verlangen vorzuzeigen haben.
Die Kelterung wird durch das Oktroiperſonal überwacht, dem zu jeder Zeit
bereit=
willig zu geſtatten iſt, die Menge des produzierten Moſtes, ſowohl im Kelterhaus, als
im Keller feſtzuſtellen. Solange dieſe Feſtſtellung nicht ſtattgefunden hat, darf von dem
gewonnenen Moſt nichts in Verbrauch genommen oder entfernt werden.
Nach beendigter Kelterung wird der Oktroi von dem hergeſtellten Moſt nach den
Sätzen des Oktroitarifs berechnet und erhoben. Hierbei werden von der durch die
Auf=
nahme ermittelten Geſamtmenge 5% für Hefe in Abzug gebracht.
Ausgenommen von den vorſtehenden Kontrollmaßregeln ſind diejenigen
Wein=
händler im großen, denen die im § 2 der Bekanntmachung vom 30. November 1903,
betreffend den Oktroitarif, vorgeſehene Erleichterung für den Weingroßhandel
zugeſtan=
den iſt. Sie haben nach Anleitung der Verwaltung ein beſonderes Kelterregiſter zu
führen, in das die Menge des hergeſtellten Moſtes täglich gewiſſenhaft einzuſchreiben
iſt. Am Schluſſe der Kelterung haben ſie einen durch eigene Unterſchrift beglaubigten
Auszug aus dieſem Regiſter der Verwaltung zuzuſtellen, auf Grund deſſen die
Berech=
nung und Erhebung des Oktrois erfolgt.
Der Oktroiverwaltung ſteht das Recht zu, von dem oben vorgeſchriebenen
Kelter=
regiſter Einſicht zu nehmen.
Zuwiderhandlungen gegen vorſtehende Beſtimmungen werden entweder nach §15
des Oktroi=Reglements vom 24. Auguſt 1832 als Defraudation zur Strafe gezogen,
oder, falls der Betrag des defraudierten Oktrois nicht feſtgeſtellt werden kann, mit
Ordnungsſtrafen von 2 Mark bis 30 Mark geahndet.
Darmſtadt, den 21. Juni 1910.
(12808a
Großherzogliche Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Schmitt.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit in Erinnerung gebracht, daß die Ausführung der an die ſtädtiſche
Waſſerleitung anzuſchließenden Waſſerverſorgungs=Einrichtungen im Innern der
Gebäude und Grundſtücke nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen darf, die ſich bei
der unterzeichneten Verwaltung verpflichtet haben, alle vorkommenden einſchlägigen
Arbeiten auf Grund der Satzungen über Abgabe von Waſſer aus dem ſtädtiſchen
Waſſerwerk und unter gewiſſenhafter Beachtung der beſonders erlaſſenen Beſtimmungen
auszuführen.
Zurzeit ſind folgende Firmen berechtigt:
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
4. L. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 52.
5. Heinrich Brunner, Eliſabethenſtr. 33.
6. Karl Darmſtädter, Kiesbergſtr. 9.
7. Theodor Dilling, Kaſinoſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11.
9. Friedr. Ewald Nachf., Soderſtr. 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8½.
11. Gg. Aug. Fink, Lauteſchlägerſtr. 8.
12. Hch. Frick, Kahlertſtr. 31.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtr. 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtr. 6.
16. Jakob Glock, Langegaſſe 9.
17. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
18. Philipp Handſchuh,
Schloßgarten=
ſtraße 37.
19. Ludw. Heppenheimer, Luiſenſtr. 2.
20. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80.
1. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
22. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
23. Balthaſer Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.
24. Heinrich Jung, Bleichſtr. 11.
25. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
26. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
27. Adolf Kling, Rheinſtr. 17.
28. Albert Klöpfer, Beſſungerſtr. 84.
30. Phil. Kraus Nachf., Karlſtr. 51.
31. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
32. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
33. Ludw. Luck, Lichtenbergſtr. 26.
34. Val. Marquardt u. Ph. Wamſer,
Dieburgerſtr. 54.
35. Ph. Maul, Eliſabethenſtr. 29.
36. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
37. Aug. Neumeyer Witwe, Große
Ochſengaſſe 22.
38. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
39. Heinrich Pauli, Orangerieſtr. 7.
40. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
41. Wilhelm Preußner, Bleichſtr. 40.
2. Karl Rockel Nachf., Schützenſtr. 4.
43. G. W. Roth, Moosbergſtr. 32 u. 97.
44. Jean Rühl, Saalbauſtr. 24.
45. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
46. Friedrich Schiller, Tannenſtraße 7.
47. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
48. Heinrich Schwarz, Hochſtr. 20.
49. Leonh. Sommer, Mühlſtr. 20.
50. Karl Tänzer, Marktplatz 7.
51. Mich. Vollrath, N.=Ramſtädterſtr. 51.
52. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
53. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
54. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
55. Karl Wenz, Wendelſtadtſtr. 46.
57. Karl Zahrt, Hofſtallſtr. 10.
29. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
Die ſämtlichen Firmen haben ihre Preis=Tarife auf dem Geſchäftszimmer der
unterzeichneten Verwaltung, „Waldſtraße 19‟, eingereicht, wo dieſelben von Intereſſenten
eingeſehen werden können,
(13391ofs
Darmſtadt, den 1. Juli 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Neubau Infanterie=Kaſerne Wiesbaden.
Es werden die inneren Verputzarbeiten in 2 Loſen öffentlich ausgeſchrieben.
Angebote ſind verſchloſſen an das Neubaubüro auf dem Exerzierplatze an der
Weſterwaldſtraße in Wiesbaden einzureichen bis
Mittwoch, den 20. Juli 1910, vormittags 10 Uhr.
Angebotswortlaut iſt zu erhalten gegen Zahlung von Mk. 2.— Bedingungen
(C13824,34
und Zeichnungen liegen daſelbſt für Bewerber zur Einſicht aus.
Militär=Bauamt Wiesbaden.
Der verlenkursus
für Schüler der Sexta, Quinta und Quarta
beginnt am Montag, den 18. Juli, morgens 9 Uhr.
Anmeldungen von 9—11 Uhr vormittags, Gartenſtraße 18.
(13761a
G. Huth, staatl. gepr. Privatl.
nigen Wein=
November 1903
r nach 815
e gezogen
kann, mit
an die ſtädtiſte
im Innern der
bei
Nummer 158.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Seite 13.
Gegr. 1860
Mk. 135.−
Gg. Kart
Hofuhrmacher u. Hoflieferant
DARMSTADT
Ludwigstr. 20. Tel. 506.
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vollkommene und besonders preiswerte Ausführung garantiert.
Diese Uhren können genau passend extra angefertigt werden.
Vorherige Skizze mit Preisangabe kostenlos. (12953a
1860 50-jähr. Bestehen der Firma 1910.
Stadtiſche Schulzahnklimik
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags:
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
En unſer Handels=Regiſter, Abteilung B,
I iſt heute unter Nr. 75 die Geſellſchaft
mit beſchränkter Haftung unter der Firma:
Deka, Darmſtädter Exhauſtoren,
Kleinmotoren= und Apparatefabrik,
Geſellſchaft mit beſchränkter
Haf=
tung, und mit dem Sitz in Darmſtadt,
eingetragen worden:
Gegenſtand des Unternehmens iſt: Die
Herſtellung und der Vertreib von
elektro=
techniſchen Artikeln, insbeſondere Apparaten,
Kleinmotoren, Ventilatoren und dergleichen,
Erwerb gleicher oder ähnlicher
Unterneh=
mungen, Beteiligung an ſolchen und
Ueber=
nahme deren Vertretung.
Das Stammkapital beträgt: 70000 Mk.
Geſchäftsführer iſt: Der Ingenieur
Con=
rad Heſſe in Darmſtadt. Der Geſellſchafter
Ingenieur Conrad Heſſe bringt das
Deut=
ſche Reichs=Patent Nr. 163858 vom 28.
Februar 1904, betreffend Schutzvorrichtung
für Freileitungen elektriſcher
Kraftübertrag=
ungsanlagen, ein, wofür ihm auf ſeine
Stammeinlage 10000 Mark angerechnet
werden.
(13808
Oeffentliche Bekanntmachungen der
Ge=
ſellſchaft, deren Geſellſchaftsvertrag am 30.
Juni 1910 feſtgeſtellt iſt, erfolgen im
Deut=
ſchen Reichs=Anzeiger.
Darmſtadt, den 6. Juli 1910.
Großh. Amtsgericht Darmſtadt I.
Bekanntmachung.
Montag, den 15. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Peter Franz Schweitzer
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 315¼/10 899 Hofreite Kaupſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K102/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D13876,2
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 8. Auguſt I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die dem Nikolaus Roth, früher in
Darmſtadt, jetzt in Zürich wohnhaft, im
Grundbuch der Gemarkung Darmſtadt
zu=
geſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 3131100 205 Hofreite
Liebfrauen=
ſtraße,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
(K93/10
werden.
Darmſtadt, den 8. Juli 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(D13877,2
Müller.
Bekanntmachung.
Dienstag, den 19. Juli 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die der Johannes Krummeck Ehefrau,
Margarete, geb. Krämer, dahier
zugeſchrie=
bene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
I 112 174 Hofreite Kirchſtraße
(Beſſungerſtraße 30),
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 31. Mai 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen.)
(L11856,70
Franz.
Bekanntmachung.
Montag, den 25. Juli 1910,
vormittags 10 Uhr,
ollen die den Privatier Jakob Krämer I.
Eheleuten zu Eberſtadt in der Gemarkung
Beſſungen zugeſchriebenen Liegenſchaften:
Flur Nr. qm
I 363¾/10 358 Hofreite
Weinberg=
ſtraße Nr. 26,
I 3639/10 29 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Die Genehmigung der Verſteigerung
wird auch dann erfolgen, falls ein der
Schätzung entſprechendes Gebot nicht
ein=
gelegt wird und andere rechtliche
Hinder=
niſſe nicht entgegenſtehen.
Darmſtadt, den 25. Juni 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
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[ ← ][ ][ → ]Seite 20.
Darmſtädter Tagblatt, Sumstag, den 9. Inli 1910
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fragen. — Städtiſches. — Neue Ehrenpreiſe. — Eine
Premiere. — Siegfried Wagners „Kobold‟ — Die
Königin Luiſe=Ausſtellung im Hohenzollern=Muſeum.
— Wehmütige Erinnerungen. — Zwei Briefe. — Aus
trauriger Zeit. — Das Hinſcheiden der Königin Luiſe.
Adieu Berlin! Vieltauſendfach erſcholl
wäh=
rend der letzten Tage dieſer Ruf in allen möglichen
Tonarten, zumeiſt ſehr frohlockender Art. Die
allſom=
merlich um die gleiche Zeit ſtattfindende große
Aus=
wanderung hat ſich abermals vollzogen, ein
beträcht=
licher Teil unſerer Einwohnerſchaft iſt in die Ferien
gegangen, Berlin muß viele ſeiner typiſchen
Erſchein=
ungen entbehren. Aber, wie früher, kann man jetzt
nicht mehr von der „verödeten Stadt” ſprechen, die ſich
ihre Schlafmütze über die Ohren gezogen und geduldig
des Wiedererwachens harrt. Die Zeiten ſind denn
doch andere geworden, und die Weltſtadt ſorgt auch
in der üblichen Saurengurkenzeit für Abwechslung und
Unterhaltung. Denn wenn die Berliner fort ſind,
treffen ja die Fremden ein, und der von den
Einheimi=
ſchen arg verſchmähte Beſuch der Siegesſäule und des
Rathausturmes ſchwillt von Tag zu Tag in faſt
un=
heimlicher Weiſe an!
Für Berlin ſelbſt gibt’s ja keine Ferien. Mag
die Sonne auch noch ſo ſehr brüten — vorläufig ſcheint
ſie die letztere Beſchäftigung ganz eingeſtellt zu haben
— es wird hier im Stillen weitergearbeitet für die
An= wie Abweſenden. Gerad’ in den letzten Tagen
hörte man ja wieder von der endlich durchgeführten
Regelung ungemein wichtiger Verkehrsfragen,
die ſich auf das erweiterte Schnellbahnnetz im Weſten
Groß=Berlins erſtrecken und deren Verwirklichung wir
unſerer Hochbahngeſellſchaft verdanken, die mit
glück=
lichen Erfolgen ſchon ſoviel Gutes geleiſtet. Natürlich
handelt’s ſich nur um Untergrundbahnen, die mehr und
mehr in ſiegenden Wettkampf mit ihren Konkurrenten
auf dem Erdboden treten und ſich allmählich das
ge=
ſamte unterirdiſche Berlin erobern dürften. Man
ſieht auch hier wieder, daß eine private Vereinigung
raſcher und energiſcher arbeitet, wie eine kommunale,
denn von all’ den großen und weitreichenden
unter=
irdiſchen Bahnlinien, die unſere Stadtbehörde geplant,
iſt es merkwürdig ſtill geworden.
Unſeren Magiſtrat ſcheinen andere Dinge zu
be=
ſchäftigen, wie die Erwerbung des
Tempel=
hofer Feldes, für das der Fiskus 70 Millionen
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Nummer 158.
Mark fordert, bar zu zahlen! Dieſe Summe wäre ja
keine ſo unerſchwingliche für unſere Stadt und würde
durch den Verkauf von Bauſtellen größtenteils wieder
eingebracht werden, es handelt ſich jedoch daneben noch
um erhebliche Abfindungen an Tempelhof und den
Kreis Teltow, die bei dieſer günſtigen Gelegenheit ihre
Säckel füllen möchten. Aber Berlin wird wohl doch in
die Taſche greifen müſſen, da es nicht zulaſſen will und
kann, daß es durch die ſo erſtaunlich aufblühenden
Nachbargemeinden noch mehr ins Hintertreffen gerät.
Wenn man von Summen, wie der obigen, vernimmt,
ſo kommen einem die für ſtädtiſche Ehrenpreiſe auf
der Großen Kunſtausſtellung bewilligten 12000 Mark
recht winzig vor. Und trotzdem freut man ſich herzlich
darüber, iſt doch ein Anfang gemacht, der hoffentlich
weitere Fortſetzungen findet. Die Verteilung der
Preiſe an drei Maler und einen Bildhauer fand
jüngſthin ſtatt und man kann mit der Wahl der
Be=
treffenden durchaus einverſtanden ſein — eine
Selten=
heit bei Jurybeſchlüſſen.
Als eine Seltenheit darf man auch das Stattfinden
einer bemerkenswerten Premiére mitten im Sommer
bezeichnen. Hermann Gura, dem ernſten und
um=
ſichtigen Leiter der ſorgſamen Opern=Aufführungen in
der Neuen Königlichen Oper, verdanken wir
dies. Wie ein großes künſtleriſches und
geſellſchaft=
liches Ereignis mutete uns die Berliner
Erſtauffüh=
rung der Siegfried Wagnerſchen Oper „Der
Kobold” am Mittwoch abend an. Der Komponiſt
war erſchienen und zahlloſe bekannte Verehrer und
Verehrerinnen des Wagnerſchen Hauſes wohnten der
Vorſtellung bei, die ein ausverkauftes, von einem
ge=
ſpannten und intereſſierten Publikum gefülltes Haus
zeigte. Mit ruhiger Gewandtheit dirigierte Siegfried
Wagner ſein Werk, das, vor ſechs Jahren zum erſten
Male in Hamburg aufgeführt, ſich nicht auf dem
Spiel=
plan unſerer Bühnen zu halten vermochte. Daran iſt
in erſter Linie die Weitſchweiſigkeit des Ganzen ſchuld,
die zum Teil recht unklare Handlung mit langatmigem
Text, ein Auseinanderflattern vieler Melodien. Am
beſten gelungen ſind die volkstümlichen Stellen, die ein
ausgeſprochenes Talent für ſinnige und gemütvolle
Weiſen verraten, uns durch ihre friſche und
liebens=
würdige Einfachheit erfreuend. Einzelne der Lieder
verdienten die weiteſte Verbreitung und eine ſtete
Heimat in den Konzertſälen. Die Vorſtellung, mit der
hervoragenden Leiſtung Frau Gura=Hummels
in der weiblichen Hauptrolle, war ſehr abgerundet und
trug viel zum Erfolge bei. Denn die Aufnahme des
Ganzen war eine ſehr freundliche und löſte
Erinne=
rungen an hervorragende winterliche Aufführungen in
unſerer Königlichen Oper.
Wehmütige Erinnerungen erweckt die zur 100.
Wiederkehr des Todestages der Königin
Luiſe im Hohenzollern=Muſeum
veranſtal=
tete Ausſtellung von ihr einſt gehörenden Gegenſtänden
wie der ſie ſchildernden Bildniſſe. Da iſt der aus
Mahagoniholz gefertigte Schreibtiſch der Königin, an
den ihre Harfe und zwei Mandolinen gelehnt ſind; in
der Nähe erblickt man ein kleines, ſchmales Huhnſches
Klavier deſſen Taſten einen dünnen, zagenden Ton
von ſich geben. Ein größerer Stickrahmen enthält eine
nur zum Teil vollendete Stickerei der Königin;
da=
neben bemerkt man eine kleine, hübſch geformte, mit
grüner Seide überwölbte Wiege, die für die königlichen
Kinder beſtimmt war und in der einſtmals auch Kaiſer
Wilhelm geruht.
Neben den Tagebuchblättern der Königin ſind
ver=
ſchiedene Briefe von ihr aufbewahrt, von denen wir
zwei mitzuteilen in der Lage ſind. Der eine iſt
ge=
richtet „A monsieur le prince de Hohenzollern, Capitain
au Bataillon de Stutterheim à Koenigsberg” und
lau=
tet: „Memel, 19. März 1807. Ich danke Ihnen lieber
Printz für das Anerbieten, welches Sie mir bey einem
ſo erfreulichen Ereigniß bewieſen. Ich nehme gewiß
mit der größten Freude und Dankbarkeit die Pathen=
Stelle Ihres neu gebohrnen Kindleins an und wünſche,
daß es Ihnen eine neue Quelle der Freude und Glücks
werden möge. Ich bedaure hertzlich, daß Sie bleſirt
und leident ſind und hoffe Ihre baldige Beſſerung zu
hören. Verzeihen Sie, daß ich ſpäth antworte, allein
ich bin öfters noch hinfällig und ſchwach, aber im
ganzen doch wieder hergeſtellt und wohl. Empfangen
Sie die Verſicherung meiner innigſten Hochachtung,
mit der ich bin Ihre affeetionirte Freundin Luiſe.”
Der andere Brief beleuchtet hell das gute, mitleidende
Herz der Königin, er hat folgenden Wortlaut: „Ich
wünſche Herr Priemeken, daß Sie ſo gleich der Gräfin
C. nach Schleſien ſchreiben möchten, daß Sie von mir
beauftragt ſind, ihr 100 Friedrichsd’or zu ſchicken. Ende
October ſoll ſie wieder 100 Friedrichsd’or bekommen,
und wenn es möglich iſt, im Dezember wieder ebenfo
viel. Durch den 1 Courier, oder ganz ſichere
Gelegen=
heit, ſchicke ich Ihnen die erſten 100 Friedrichsd’or.
Können Sie bis dahin mir die 100 Friedrichsd’or
vor=
ſchießen, ſo wäre es gut, weil die Gräfin C. in großer
Verlegenheit zu ſeyn ſcheint. Sie können dieſes Billet
abſchreiben oder ganz hinſchicken. Meine Schwäche
hemmt mich der Gräfin für heute zu antworten.
Sprechen Sie nicht von dem Empfang dieſer Zeilen.
Königsberg, den 29. July 1809. Luiſe, Königin von
Preußen.”
Von den übrigen Gegenſtänden aus dem Beſitz der
Königin heben wir noch ihr einfaches, winziges
Medaillon in Herzform von Malachit, das ſie ſtets am
Halſe getragen, hervor; eine kleine, goldene Uhr, die
ſie nahe dem Schlachtfelde bei Jena dem Feldjäger
Moneke mit den Worten ſchenkte: „Sie haben Ihre Uhr
verloren, behalten Sie dieſe zur Erinnerung an dieſe
qualvollen Stunden!”, da dieſer, als ihn die um den
Ausgang der Schlacht bangende Königin um die
Tages=
zeit frug, bemerkte, daß, er auf einer ſoeben
unter=
nommenen Rekognoszierung ſeine Uhr verloren hätte.
An die Tage tiefen Jammers mahnt eine unſcheinbare,
verbogene, zinnerne Schüſſel, welche die eingekratzten
Worte trägt: „All unſer Silbergeſchirr iſt verloren.”
Dieſe Schüſſel ſtammt aus dem Beſitz einer Frau, die,
als die königliche Familie in Memel weilte, die Küche
führte, und, da es an Küchengeräten fehlte, dieſe ihr
gehörende zinnerne Schüſſel oft für die königliche Tafel
benutzte. Damals ſchrieb die Königin an ihren Vater:
„Für unſere Kinder mag es gut ſein, daß ſie die ernſte
Seite des Lebens ſchon in der Jugend kennen lernen.
Wären ſie im Schooße des Ueberfluſſes und der
Be=
quemlichkeit groß geworden, ſo würden ſie meinen, das
müſſe ſo ſein. Daß es aber anders kommen könne,
ſehen ſie an dem ernſten Angeſicht des Vaters und der
Wehmut und den öfteren Thränen der Mutter.” Mitten
im tiefſten Unglück, wo mancher ſtolze Mannesgeiſt
verzagte, hoffte die Königin auf eine beſſere Zukunft:
„Gewiß wird es beſſer werden, das verbirgt mir der
Glaube an das vollkommenſte Weſen. Aber es kann
nur gut werden in der Welt durch die Guten. Deshalb
glaube ich auch nicht, daß der Kaiſer Napoleon
Bona=
parte feſt und ſicher auf ſeinem jetzt freilich glänzenden
Throne iſt. Feſt und ruhig iſt allein Wahrheit und
Gerechtigkeit, und er iſt nur politiſch, das heißt klug,
und er richtet ſich nicht nach ewigen Geſetzen, ſondern
nach Umſtänden, wie ſie nun eben ſind — Ich glaube
feſt an Gott und an eine ſittliche Weltordnung. Dieſe
ſehe ich in der Herrſchaft der Gewalt nicht; deshalb
bin ich der Hoffnung, daß auf die jetzige böſe Zeit eine
beſſere folgen wird.”
Verſchiedene Abbildungen, größtenteils mit
er=
klärenden handſchriftlichen Bemerkungen Kaiſer
Wil=
helms I. verſehen, veranſchaulichen uns die
Wohnun=
gen des königlichen Paares; unter anderem iſt da das
mehr wie beſcheidene Häuschen in Luiſenwahl bei
Königsberg, dann Schloß Hohenzieritz und auch das
Sterbezimmer der Königin in demſelben. Ergreifend
beſchreibt uns Gräfin Voß in ihren Tagebüchern das
am 19. Juli 1810 erfolgte Hinſcheiden der Königin:
„Endlich, gegen fünf Uhr, kam der König, aber die
Königin hatte bereits den Tod auf der Stirn
ge=
ſchrieben! — und doch — wie empfing ſie ihn? — mit
welcher Freude umarmte und küßte ſie ihn, und er
weinte bitterlich! — Der Kronprinz und Prinz
Wil=
helm waren mit ihm gekommen; ſoviel die arme
Königin es nur vermochte, verſuchte ſie noch immer zu
ſprechen; ſie wollte ſo gern immer nöch zum König
reden, ach, und ſie konnte es nicht mehr! — So ging es
fort, und ſie wurde immer ſchwächer. — Es war etwa
neun Uhr; die Königin hatte ihren Kopf ſanft auf die
Seite und die Augen feſt gen Himmel gerichtet. Ihre
großen Augen weit geöffnet und aufwärts blickend,
ſagte ſie: „Ich ſterbe, o Jeſu, mach es leicht!“ — Ach,
das war ein Augenblick, wie niemand ihn vergißt! Ich
bat den König, ihr die Augen zuzudrücken, denn der
letzte Atem war entflohen! — Ach, das Schluchzen und
Weinen des unglücklichen Königs, der Kinder und
aller, die umher knieten, war ſchrecklich. Die Wege
Gottes ſind unexforſchlich und heilig, aber ſie ſind
furchtbar zu gehen. — Der König, die Kinder, der
Staat, der Hof, alle, ja alle haben alles auf der Welt
mit ihr verloren!”
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
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viert dieſelben mit einem Flammeri aus
ohdani
und Vollmilch.
Ein gleich verlockendes Sommergericht iſt ein
Mondamin=Fruchtflammeri. Man nimmt ſtatt
Milch den friſchen Fruchtſaft.
Man erhält 1 Liter Obſtſaft aus 1 Pfund Obſt, das man mit
wenig Waſſer ſchmort, kocht dann kalt angerührte 70 g Mondamin
hinein, 3 Minuten lang, nicht 10 Minuten, wie bei der Milch.
K13792,58
Sport.
sr. Die Mainzer Ruderer in Henley
geſchlagen. Die Mainzer Ruderer, die als einzige
Vertreter Deutſchlands ſich bei der diesjährigen Royal
Henley=Regatta beteiligten, haben dort doch kein
Glück gehabt, da ſie ſich zwar bis zu den
Entſcheidungs=
läufen durchkämpften, dann aber geſchlagen wurden.
Wie gemeldet wird, gingen am Donnerstag die
Ent=
ſcheidungsläufe der großen Ruderkonkurrenzen bei
regneriſchem Wetter vor ſich. Im Einer=Rennen um
die Diamonds Sculls ſchlug der Engländer W. D.
Kin=
near leicht mit zwei Längen R. Lucas (Mainzer R.=V.).
Ebenſo wurde der Vierer des Mainzer Ruder=Vereins
im Stewards Challenge Cup von Winnipeg Toronto
(Kanada) geſchlagen. Das Achter=Rennen um den
Grand Challenge Cup gewann Magdalen College.
sr. Die Rennen zu Grunewald brachten
am Donnerstag die auf der neuen Bahn ſchon zur
Ge=
wohnheit gewordenen Ueberraſchungen. Die Graditzer
Farben, die ſowohl im einleitenden Preis von
Schlen=
derhan durch Gallier wie im Adonis=Rennen durch
Wache heiß favoriſiert waren, erlitten eine
empfind=
liche Niederlage. Gallier kam wieder ſchlecht vom
Start und ſah keinen Augenblick bedrohlich aus. O
Girl fing die führende, aber ſichtlich ermüdende Ops
im Ziel gerade noch um einen Kopf ab. In dem die
Hauptkonkurrenz bildenden Adonis=Rennen zeigte
Cape Common bald, gefolgt von Wache, dem Felde den
Weg, während der unwillig galoppierende Cola Rienzi
nie recht ins Rennen kam. Noch vor Erreichen des
Einlaufs war Cape Common geſchlagen, und der
Aus=
gang ſchien nur noch zwiſchen der führenden Wache und
Donner III. zu liegen, als außen der leichtgewichtete
Edelmann mit einem von Jockei Wurſt
unternomme=
nen Vorſtoß aufrückte und das Rennen noch kurz vor
dem Ziel ſicher hatte. Auch das Stadtbahn=Handikap
nahm mit dem Siege von Findling einen
überraſchen=
den Ausgang, und noch überraſchender kam der Erfolg
von Eincjoy im Spree=Rennen für Zweijährige, den
der Totaliſator mit 227110 honorierte. Im Preis von
Lichtenberg verſuchten ſich die Dreijährigen zum
erſten=
nale auf der Steeplerbahn. Der gutſpringende Laertes
gewann nach ſcharfem Kampf knapp gegen Intima, die
an der Aufgalopphürde zu Fall gekommen, aber dann
wieder beſtiegen worden war.
sr. Die Kaiſer Nikolaus=Automobil=
Tourenfahrt iſt jetzt bis Roslawe, der letzten
Station vor Moskau, vorgeſchritten. Sämtliche in
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
Kiem geſarteten Wagen erreichten die Glapvenſaion
ohne beſondere Zwiſchenfälle und werden nach
Ueber=
windung der rund 400 Kilometer langen Etappe
Ros=
lawe-Moskau dort drei Tage Raſt halten können,
während die Teilnehmer in Moskau eine lange Reihe
von Feſtlichkeiten anläßlich des Jubiläums des
Mos=
kauer Automobilklubs werden überſtehen müſſen. —
Nach den jetzt vorliegenden offiziellen Ergebniſſen des
bei Kiew abgehaltenen erſten Flachrennens über einen
Werſt ſiegte dort der Benzfahrer Henney vor Direktor
Poege=Mercedes.
Vermiſchtes.
* Chineſiſches Familienleben. Nirgends in der Welt
wird ein geordnetes Familienleben ſo hoch geſtellt wie
in China. Dennoch bleibt die Wirklichkeit hinter dem
Ideal in einer erſchreckenden Weiſe zurück, ſo daß man
lebhaft an jenen japaniſchen Ausſpruch erinnert wird, der
behauptet, daß die Pietät in China nur deswegen ſo hoch
im Wert ſtehe, weil ſie ſo überaus ſelten ſei. Dieſer
Aus=
ſpruch teilt natürlich die Eigenſchaft aller Paradoxen,
übertrieben und einſeitig zu ſein, aber doch wird man zu
einer recht peſſimiſtiſchen Beurteilung der Lage genötigt,
wenn man Gelegenheit hat, Einblicke hinter die der
Außenwelt ſonſt feſt verſchloſſenen Mauern des
chineſi=
ſchen Hauſes zu tun. Der Hauptgrund für die
Uebel=
ſtände, die hier herrſchen, iſt unſtreitig in dem Tiefſtand
der Frauenerziehung zu ſuchen. Vielleicht iſt es nirgends
ſo offenbar wie hier, daß die chineſiſche
Geſellſchaftsord=
nung vollſtändig verſagt hat. Durch die chineſiſche Preſſe
in Schantung ging kürzlich eine Geſchichte, die
hauptſäch=
lich deshalb allgemeines Intereſſe verdient, weil ſie ein
typiſches Beiſpiel für Vorfälle bietet, die ungemein häufig
ſind. Eine Mutter hatte ihr Kind geſchlagen, weil es
durch ſeine Unart und durch Weinerlichkeit läſtig gefallen
war. Der Vater, ſtolz auf ſeinen Sohn, überhäuft ſeine
Frau mit Scheltworten aller Art und verläßt ſchließlich
zornig ſein Haus, um an die Feldarbeit zu gehen. Als
er nach einigen Stunden zurückkommt, findet er das
Hof=
tor verſchloſſen, und auf ſein Rufen bekommt er keine
Ant=
wort. Der kleine Junge ſchreit jämmerlich, und nichts
Gutes ahnend, bricht er ſchließlich die Tür mit Gewalt
auf. Da ſieht er ſeinen Jungen weinend am Boden ſitzen,
daneben hängt am Dachbalken ſeine Frau, die keinen
beſ=
ſeren Weg gefunden hatte, ſich an ihrem Manne für die
erlittene Unbill zu rächen, als ihm durch ihren Selbſtmord
Unannehmlichkeiten zu bereiten. Solche
Frauenſelbſt=
morde, oft aus den allernichtigſten Gründen, ſind
unge=
mein häufig und weiſen mit größtem Ernſt auf die
Not=
wendigkeit hin, für die Hebung der Frauenwelt in China
zu ſorgen.
* Billiges friſches Fleiſch. Dem Hygieniker und
Bak=
teriologen Univerſitätsprofeſſor Dr. Rudolf Emmerich in
München iſt es gelungen, die Einfuhr von friſch
geſchlach=
tetem Fleiſch aus den großen weitentfernten Ländern mit
wenig Koſten zu ermöglichen. Nach den Emmerichſchen
Patenten werden die Hauptblutgefäßwege, auf denen die
Fäulnisbakterien eindringen, durch ein bakteriologiſch
be=
gründetes Mittel abgeſchloſſen. Ein ſo behandeltes
ge=
ſchlachtetes Tier kann, ſelbſt bei höheren Temperaturen,
wochenlang hängen, ohne daß das Fleiſch verdirbt. Noch
größer iſt der andere Vorteil, daß das Fleiſch, in Stücke
zerlegt und in Tonnen verpackt, ſelbſt bei einer
mehr=
monatigen Reiſedauer aus den entfernteſten Gegenden,
wie Auſtralien, einen Unterſchied im Geſchmack gegenüber
dem friſchen Fleiſch nicht aufweiſt. Zwiſchen der
Erfin=
dung Profeſſor Emmerichs und der jetzigen praktiſchen
Ausführung liegen nahezu fünf Jahret es mußten eben
erſt die Wege von der Theorie zur Praxis durch
lang=
wierige Verſuche gefunden werden. Es wurde
wieder=
holt in München geſchlachtetes Fleiſch über den Aequator
geſandt und bei ſeiner Zurückkunft geprüft. Anfangs
zeig=
ten ſich immer noch Mißſtände, dieſe ſind aber jetzt
über=
wunden, denn die letzten aus den Tropen
zurückgekomme=
nen Sendungen ſind in einem ſolchen Zuſtande angelangt,
daß ſie in Geruch, Geſchmack und Ausſehen von friſch
ge=
ſchlachtetem Fleiſch kaum zu unterſcheiden waren.
Ins=
beſondere ſtellte ſich auch keinerlei Gewichtsverluſt heraus.
Nach dem Emmerichſchen Verfahren behandeltes und
ver=
packtes, über drei Monate altes Fleiſch wurde in
An=
weſenheit von Sachverſtändigen des bayeriſchen
Kriegs=
miniſteriums und einer Anzahl von Fachleuten vor
kur=
zem geprüft; es konnte zwiſchen dieſem und friſch
geſchlach=
tetem Fleiſch äußerlich kein Unterſchied gefunden werden,
das gleiche war der Fall beim Genuß. Die praktiſche
Anwendung des Verfahrens iſt von einem Fachmann,
dem Großſchlächtereibeſitzer Auguſt Oſtenrieder in
Mün=
chen, durchgeführt worden. Durch das neue Verfahren
erwächſt den Fleiſch importierenden Ländern ein großer
Nutzen; leider kann Deutſchland infolge ſeiner
Geſetz=
gebung,, welche die Einfuhr geſchlachteten Fleiſches
unter=
bindet, hiervon keinen Vorteil ziehen; nur für die Heeres=
und Schiffsverproviantierung wird auch in Deutſchland
die Erfindung von hohem Werte ſein.
* Eine mörderiſche Ente. Im Berner Bund iſt
zu leſen: „Daß der Hund mit der Wurſt übern
Spuck=
napf ſpringt und der Storch in der Luft einen Froſch
verſchlingt‟ — das ſind alte Sachen. Daß aber eine Ente
einen lebendigen Sperling fängt und ihn frißt, das
dürfte etwas ziemlich Neues ſein. Zugetragen hat es
ſich in dem hauptſächlich von Enten bevölkerten
Schwanen=
teich der kleinen Schanze in Bern, und zwar am
Freitag, den 24. Juni, vormittags zwiſchen 8 und 9 Uhr,
und in Gegenwart mehrerer Zuſchauer, unter anderm
auch einiger Schüler des ſtädtiſchen Gymnaſiums. Die
Ente — anſcheinend nicht einmal ein böſer grüner
Enterich, ſondern eine unſchuldige weiße Dame —
er=
faßte einen zu kecken Spatzen, der ſich eines ſolchen
Ueberfalls nicht verſah, tauchte den ſich verzweifelt
Wehrenden und Zappelnden ein paarmal und für
mehrere Sekunden unter Waſſer, ſei es, um ihn zu
er=
ſäufen, ſei es, um ſich den Biſſen nach bewährter
Enten=
weiſe durch die Sauce ſchmackhafter zu machen. Und
als der unglückliche kleine Vogel endlich durch die
er=
littene Mißhandlung wehrlos, keineswegs aber auch
ſchon tot war, ſchlang das Mordvieh den zum letzten
Mal kläglich Piepſenden kopfvoran in den Schlund
hinein. Die Zuſchauer glaubten nichts anderes, als die
Ente werde an dem befiederten Biſſen erſticken, von dem
ihr noch die Schwanzfedern und ein Bein zum Schnabel
herausſtarrten. Aber nein! mit vielem Würgen brachte
ſie ihn hinunter ungefähr nach Art der Schlangen, wenn
ſie eine Maus oder ein Kaninchen verſchlucken. Einer der
Zuſchauer tat, als die Ente den Sperling erſchnappte, die
Aeußerung: „Da hat ſie ſchon wieder einen!” was
viel=
leicht zu dem Schluſſe berechtigt, dieſe Mordtat des
24. Juni ſei nicht die erſte der fleiſchfreſſenden Ente
ge=
weſen; doch können wir hierüber keine zuverläſſige
Aus=
kunft geben. Dagegen hat ſich der eben geſchilderte
Vor=
gang genau ſo zugetragen, wie wir ihn erzählt haben.
Und unſere verbrecheriſche Ente mit ihren perverſen
Ge=
lüſten iſt alſo im journaliſtiſchen Sinne keine Ente. Man
erinnert ſich vielleicht, daß vor wenigen Monaten auch
von einer Ente berichtet wurde, die junge Küken im
Waſſer ertränkte.
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Abends von 8 Uhr ab: Konzert im festlich
beleuchteten Garten z Tanz im Gartensaal
Eintrittspreis für Fremde 30 Pfg. à Person —
W laden unsere verehrten Mitglieder sowie Freunde und Gönner des Vereins
hiermit freundlichst ein und bitten unsere Mitglieder, ihre Personalkarten gefl.
vorzeigen zu wollen.
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Kriegerverein Darmſtadt.
Familienausſlug mit Musik
Sonntag, den 10. Juli 1910.
Gang durch den Wald nach Roßdorf, Einkehr bei Gaſtwirt
Günther, hier Konzert, Tanz und Spiele für Kinder.
Abmarſch pünktlich um 2 Uhr nachmittags vom Kapellplatz aus.
Samm=
lung ¼ Stunde daſelbſt vorher. Bei ungünſtigem Wetter Abfahrt mit der Bahn,
und zwar Hauptbahnhof 3 Uhr 5 Min., Roſenhöhe 3 Uhr 16 Min. (13731ds
Die Zeit der Rückfahrt wird in Roßdorf bekannt gegeben.
Der Vorſtand des Kriegervereins Darmſtadt.
Ludwigshöhe.
Sonntag, den 10. Juli 1910,
(B13918
Gesungverem Heiomlalen.
67. Vereinsjahr.
Sonntag, den 10. Juli, nachmittags 4 Uhr,
in sämtlichen Räumen des aPark=Hotels
Grosses Uohnerfest
unter Mitwirkung der Kapelle Feld=Artillerie=Regiments Nr. 61
perſönliche Leitung Herr Muſikmeiſter Weber.
Chöre, Tanz, Kinderbelustigungen, Brillant-Feuerwerk.
Eintritt 20 Pfg.
Eintritt 20 Pfg. (13815
Hessischer Fechtverein „Waisenschutz
Zweigverein Darmstadt.
Sonntag, den 10. Juli 1910, nachmittags 4 Uhr.
im städtischen Saalbau
Grosses Scmmeriest unlt Tanz
unter gütiger Mitwirkung des preisgekrönten
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der 6ler, Muſikmeiſter Weber.
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Eintrittspreis für Mitglieder 20 Pfg. à Perſon, Kinder frei; für Fremde 50 Pfg.
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Mitgliedskarten bittet man an der Kaſſe vorzuzeigen.
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[ ← ][ ]Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 9. Juli 1910.
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Julius. Am 1.: dem Fahrburſchen Adam Münck,
Ruthsſtr. 16, eine T. Franziska Johanna. Am 29. Juni:
dem Zeugfeldwebel Paul Buhl, Lichtenbergſtr. 68,
eine T. Am 5. Juli: dem Bäcker Joſeph Pflügel,
Kiesſtr. 27, ein S. Heinrich Joſeph. Am 3.: dem Wirt
Jakob Herzog, Heinrichſtr. 61, ein S. Chriſtian Franz
Friedrich. Am 30. Juni: dem Ingenieur Joſeph
Her=
mes, Arheilger Str. 59, ein S. Georg Ernſt. Am 6.
Juli: dem Mechaniker Adolf Veit, Gräfenhäuſer
Weg 65, ein S. Guſtav. Am 7.: dem Tapezier Chriſtian
Klöß, Müllerſtr. 21, ein S. Wilhelm. Am 3.: dem
Schneider Adam Weigert, Schwanenſtr. 33, ein S.
Johann Adam.
Aufgebotene. Am 5. Juli: Elektromonteur
Fried=
rich Otto Laut, Groß=Zimmern, mit Klara Cäcilie
de Siebenthal, Rüſſelsheim. Rechtsanwalt Meyer
Bodenheimer hier mit Amalie Feuſt, München.
Taglöhner Leonhard Hübner, Kirch=Brombach, mit
Franziska Agnes Scholz, ebendaſelbſt.
Rechnungs=
führer Friedrich Bitſch hier mit Lina Stärk,
Bet=
tenhauſen. Am 6.: Wirt Philipp Roßmann,
Straß=
lücke, Gemeinde=Verband Biſchbrunn, mit Friederika
Karolina Grünig, Stockſtadt a. Rh. Am 7.: Schloſſer
Ludwig Auguſt Bell, Frankfurt a. M., mit Helena
Schlemmer, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 4. Juli: Barbara Böhm, geb.
Emich, Witwe des Schreiners, 72 J., ev.,
Feldberg=
ſtraße 74. Am 5.: Auguſte Fenner, geb. Berg, Witwe
des Profeſſors, 48 J., ev., Erbacher Straße 25. Am 7.:
Anna Maria Ganß, 4 Mte., ev., Große
Kaplanei=
gaſſe 36.
Nachrichten des Standerauts Darmſadt 1.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 20. Juni: dem Oberleutnant und
Adjutanten im Garde=Dragoner=Regiment Nr. 23
Friedrich Wilhelm Broicher, Heerdweg 95, ein Sohn.
Am 25.: dem Bankbeamten Jakob Flickinger,
Sand=
bergſtr. 66, e. S. Rudi. Am 22.: dem Kaufmann Martin
Franz Karl William Mahlmann, Heidelberger
Straße 71, e. S. Martin Walter. Am 24.: dem
Fahr=
burſchen Adam Nennrich, Kiesbergſtr. 14, e. S. Adam.
Am 28.; dem Küfer Reinhard Gelfius, Nieder=
Ram=
ſtädter Straße 118, e. T. Gottliebe Karolina. Dem
Sattler Heinrich Zirkel, Ludwigshöhſtr. 16, e. T.
Marie Joſephine. Am 27.: dem Hausburſchen Friedr.
Spaar, Beſſunger Straße 87, e. T. Katharina Thereſe.
Am 25.: dem Eiſenbahngehilfen Friedrich Arras,
Neue Niederſtr. 15, e. T. Luiſe. Dem Trompeter Wilh.
Friedrich Auguſt Höfer, Ludwigshöhſtr. 16, e. Sohn.
Am 28.: dem Zimmermann Georg Philipp Hornung,
Kiesbergſtr. 54, e. S. Georg Philipp. Am 26.: dem
Ge=
richtsſchreibergehilfen Georg Lauber, Nieder=
Ram=
ſtädter Straße 81, e. T. Anna Marie Thereſe. Am 28.:
eine unehel. Tochter Hedwig Lina. Dem Großh.
Aktuariatsaſſiſtenten Johann Karl Friedrich Heinrich
Merkel, Karlſtr. 103, e S. Ernſt Otto Helmut. Am
1. Juli: dem Schreiner Wilhelm Wolff, Karlſtr. 115,
e. T. Elſe Eliſabethe. Am 3.: dem Kaufmann Georg
Heinrich König, Sandbergſtr. 47, e. S. Friedrich
Alexander. Am 2.: dem Heizer Nikolaus
Thal=
heimer, e. T Suſanna.
Aufgebotene. Am 24. Juni: Reallehrer Bernhard
Großmann, Karlſtr. 71, mit Anna Martha Elſa
Senghas in Ludwigsburg. Am 4. Juli: Packer,
der=
zeit Gefreiter im Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr.
115, Friedrich Walter Rettberg, Annaſtr. 14, mit
Emilie Schmidt, daſelbſt. Am 5.: Zahlmeiſteraſpirant
Sergeant im Train=Bat. Nr. 18 Hermann Wilhelm
Rybka, Eſchollbrücker Straße 24, mit Hedwig Eliſab.
* Dingler in Berlin. Am 7. Schneidermeiſter Georg
Arnold, Heidelberger Straße 115, mit Maria Luiſe
Wenz, Niederſtr. 16. Am 1. Juni: Oberlehrer am
Realgymnaſium Profeſſor Wilhelm Chriſtian
Völ=
ſing, Witwer, Klappacherſtr. 28, mit Eliſabethe
Fran=
ziska Wilhelmine Groh, daſelbſt.
Eheſchließungen. Am 25. Juni:
Proviantamts=
inſpektor Auguſt Erdmann Otto Rübin,
Wilhelm=
ſtraße 51, mit Pauline Wilhelmine Kloß, Karlſtr. 94.
Sattlermeiſter Karl Heinrich Göldner, Witwer,
Pan=
kratiusſtraße 7, mit Anna Margarete Wilhelmine
Diehm, Herderſtr. 1. Am 30.: Verſicherungsbeamter
Adolf Willi Tzſchoppe in Frankfurt a. M. mit
Mar=
garete Weißmantel, Tannenſtr. 13. Am 2. Juli:
Kaufmann Georg Ludwig Adolf Schneider, Hochſtr.
51 mit Barbara Dietrich, Hochſtr. 16. Am 7.:
Zinanzaſpirant Karl 3 Dand Beſunger Straße 91,
mit Wilhelmine Johanna Dieter, Martinſtr. 89.
Sterbefälle. Am 24. Juni: Anna Eliſabethe
Schott geb. Grünewald, Ehefrau des Poſtſchaffners
i. P., 49 J., ev., Frankenſteinſtr. 47. Eliſabethe Eva
Schuchmann, T. d. Schuhmachers, 2 Mon., ev.,
Beſſunger Straße 59. Am 25.: Stabsarzt i. P. und
prakt. Arzt Dr. Karl Ludwig Theodor Fehr, 71 J.,
ev., Karlſtr. 95. Am 26.: Heinrich Leonhard Steiger,
S. d. Schneiders, 4 Mon., ev Ludwigshöhſtr. 43. Am
29.: Agnes Schneider geb. Rauch, Witwe des Großh.
Hoftheaterhauptkaſſiers, 65 J., ev Martinſtr. 7. Am
30.: Anna Marie Margarete Schneider, Tochter des
Schloſſers, 2 J., kath., Weinbergſtr. 6b. Fabrikarbeiter
Arnold Devers, 36 J., kath., Sandbergſtr. 10. Am
2. Juli: Realgymnaſiaſt Oskar von Hutier, 12 J.,
kath., Martinſtr. 41. Am 4.: Meline Bernbeck geb.
Stumpf, Witwe des Privatiers, 66 J., ev., Roßdörfer
Straße 89. Am 27. Juni: Konrad Roch,
Schuh=
macherlehrling, 16 J., ev., Mühlſtr. 37.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
7. Sonntag nach Trinitatis, den 10. Juli 1910
Hoſkirche: Kein Gottesdienſt. — Mittwoch, den
13. Juli, abends 6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Kollekte für Helpershain. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Velte.
Stadtkapelle: Vormittags um 9½ Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. Kollekte für Helpershain. — Vormittags um
11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Vogel. — Nachm.
um 6 Uhr: Pfarrverwalter Schorlemmer aus
Bens=
heim. Kollekte für Helpershain.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
10. Juli, vormittags um 9 Uhr: Chriſtenlehre für den
Südweſtbezirk. Pfarrer Velte. — Chriſtenlehre für
den Südoſtbezirk. Pfarrer Kleberger.
Militärgemeinde: Kein Gottesdienſt. — Vormittags
10½ Uhr: Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule,
Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Lie. Gaul.
— Vormittags 11½ Uhr: Kindergottesdienſt.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Deggau. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. ½9 Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrer Walz. — Vormittags 10 Uhr:
Profeſſor Trümpert. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Walz.
Pauluskirche: (Kollekte für Helpershain.) — Vorm.
10 Uhr: Hauptgottesdienſt. Pfarrer Rückert. — Vorm.
11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 10. Juli,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. — Nachm. um
4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer Müller.
— Abends 8½ Uhr: Blaukreuzverſammlung. —
Donnerstag, den 14. Juli, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Miſſionar Oeſterling.
Gottesdienſt der Aenapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachm. 4 Uhr. — Mittwoch, abends
8½ Uhr.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigsgemeinde. Kapelle der Barmherzigen Schweſtern
(Eingang: Nieder=Ramſtädterſtr. (30): Samstag, den
9. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur heil. Beichte.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 10. Juli 1910
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte heil. Meſſe. — Um 7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe.
— Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt. — Um 11 Uhr:
letzte heil. Meſſe. — Nachmittags um 3 Uhr: Andacht zu
Ehren der hochheiligen Dreifaltigkeit. — Um 4 Uhr:
Ver=
ſammlung im Mädchenheim. — Um 5 Uhr:
Verſamm=
lung des Vereins chriſtlicher Mütter. — Um 6 Uhr:
Aloyſianiſche Andacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Samstag, nachmittags
um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil.
Beichte. — Sonntag, vormittags um ½6 Uhr:
Gelegen=
heit zur heil. Beichte. — Um 6 und um ½ 7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 7 Uhr: hl. Meſſe.
Montag, nachm., um 4 Uhr: Sakramentaliſche Betſtunde.
Militärgemeinde: Sonntag, vorm. um 8 Uhr: In
dem Exerzierhaus auf dem Exerzierplatz Sing=Meſſe mit
Predigt.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 9. Juli,
nach=
mittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Somtan, der i0. Zit un=
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt und Predigt. —
Nachmittags um 2 Uhr: Andacht.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
9. Juli, nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 10. Juli 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Herz=Mariä=Andacht.
— Bibliothek (Heerdweg 28): Dienstag, nachmittags von
6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 9. Juli, abends
um 5 Uhr: Beichte.
8. Sonntag nach Pfingſten, den 10. Juli 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 9¼ Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 1½ Uhr: Chriſtenlehre
und Andacht. — Während der Woche vorm. um ¼7 Uhr:
hl. Meſſe.
Kapelle zu Pſungſtadt: 8. Sonntag nach Pfingſten,
den 10. Juli, vormittags um ½ 8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Hofgemeinde: 3. Juli: Dem Großh. Kabinetts=
Kanzleidiener Jakob Liebig T. Marie.
Stadtgemeinde: 2. Juli: Dem Profeſſor Dr.
Wilhelm Kalbfleiſch S. Rudolf Georg Wilhelm, geb.
30. April. 3. Juli: Dem Kreisamtsgehilfen Johann
Jakob Trumpfheller T. Eliſabetha Anna Marie, geb.
5. Mai. Dem Schloſſer Georg Vollrath T. Erna Käta,
geb. 12. Mai.
Johannesgemeinde: 1. Juli: Dem Poſtſchaffner
Peter Reis S. Heinrich Peter, geb. 30. Mai. 7. Juli:
Dem Ingenieur Ludwig Schwebel S. Manfred, geb.
8. Mai. Unehelicher S. Adam, geb. 10. März.
Martinsgemeinde: 3. Juli: Uneheliche T.
Käte Frieda, geb. 13. Mai. Dem Fuhrmann Chriſtian
Haag S. Johann Ludwig, geb. 19. Mai. 26. Juni: Dem
Chemiker Dr. Georg Rauff T. Helene Dolly Hildegard
geb. 29. März. 30. Juni: Dem Schriftſetzer Peter Joſef
Waldmann T. Ottilie, geb. 8. Januar. 2. Juli: Dem
Arbeiter am ſtädt. Tiefbauamt Ludwig Gunkel S. Alfred
Leonh., geb. 11. Mai. 3. Juli: Dem Reallehrer Balthaſar
Saum S. Rudolf Wilhelm, geb. 28. Mai. Dem
Labora=
toriumsarbeiter Chriſtian Poth S. Karl Wilhelm Chriſtian,
geb. 7. Juni. Dem Schloſſer Wilhelm Fiſcher S. Wilhelm,
geb. 6. Juni.
Petrusgemeinde 5. Juli: Dem Buchdrucker
Friedrich Honigmund S. Rudolf, geb. 9. März.
Paulusgemeinde: 3. Juli: Dem Oberlehrer Prof=
D. Fritz Herrmann T. Gertrud Emilie Lilli, geb. 7. Juni=
Dem Schneider Heinrich Pfeifer T. Eliſaheth, geb. 2. Mai=
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 1. Juli: Konditor Johann
Baptiſt Arzberger und Hulda Görtz. 3. Juli: Kartograph
Wilhem Max Georg Altenkirch und Frederika Eliſabeth
Gunder.
Johannesgemeinde: 2. Juli: Maſchinenbauer
Guſtav Dominiak und Anna Materne von hier.
Petrusgemeinde: 30. Juni:
Verſicherungs=
beamter Adolf Willi Tzſchope zu Frankfurt a. M. und
Margarethe Weißmantel.
Paulusgemeinde: 3. Juli: Kaufmann Georg
Ludwig Adolph Schneider und Barbara Dietrich.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 26. Juni: Privatin Eliſe
Wimmenauer, 68 J. 4 M., ſtarb 23. Juni. 3. Juli:
Witwe Agnes Charlotte Luiſe Eliſabeth Schleuning, geb.
Dieffenbach, 87 J., ſtarb 30. Juni. 5. Juli: Kurt Edinger,
9 Mon., ſtarb 3. Juli.
Johannesgemeinde: 1. Juli: Wilhelmine
Weidner, geb. Nikolai, Ehefrau des Oberpoſtſekretärs
Heinrich Weidner, 44 J., ſtarb 28. Juni zu Frankfurt.
2. Juli: Charlotte Fiege, geb. Fritzius, Witwe des
Loko=
motivführers Georg Fiege, 48 J., ſtarb 29. Juni. Katharine
Uhrig, geb. Kiſſeberth, Ehefrau des Zugführers i. P.
Konrad Uhrig, 72 J., ſtarb 30. Juni.
Martinsgemeinde: 3. Juli: Ratsdiener Wilhelm
Schäfer, 59 J., ſtarb 1. Juli. 6. Juli: Eliſabeth Katharine
Trautmann T. des Schuhmachers Wilhelm Trautmann,
5. Mon., ſtarb 4. Juli. 30. Juni: Henriette Schmidt,
Witwe des Schreinermeiſters Chriſtoph Schmidt, 74 J.,
ſtarb 28. Juni.
Paulusgemeinde: 1. Juli: Agnes Schneider,
geb. Rauch, Witwe des verſtorb. Hoftheaterhauptkaſſierers
Wilhelm Schneider, 65 J., ſtarb 29. Juni. 3. Juli:
Tag=
löhner Arnold Devers, 76 J., ſtarb 30. Juni.
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