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monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
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ſchriebenen Tagenwirdnicht übernommen.
173. Jahrgang
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl. verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage: Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 47.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Inſerate
werden angenommen in Darmſtadt
ſowie von unſeren Agenturen und
den Annoncen=Expeditionen. — Bet
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall.
N 94.
Samstag, den 23. April.
1910.
Die heutige Nummer hat 42 Seiten.
Zur Eröffnung der Weltausſtellung in Brüſſel.
*⁎* Heute Samstag wird in der Hauptſtadt
Bel=
giens die Weltausſtellung eröffnet werden,
wo=
mit das erſte Dutzend derartiger internationaler
Veran=
ſtaltungen voll wird. Aus aller Herren Länder werden
ſich die Erzeugniſſe aller nur denkbaren Erwerbszweige
zur Schau ſtellen in friedlichem Wettbewerbe, auch Kunſt
und Wiſſenſchaft werden in hervorragendem Maße
betei=
ligt ſein. So wird die Abteilung für Wiſſenſchaft ſowohl
die verſchiedenen Stufen des Unterrichts als auch die der
Literatur, Wiſſenſchaft und Kunſt dienenden Geräte und
die daſelbſt angewandten allgemeinen Verfahren
veran=
ſchaulichen. Die Abteilung für Induſtrie dehnt ſich auf
alle Produkte und alles Material der Induſtrie und
Land=
wirtſchaft aus, und den Sondergruppen der
Luxusindu=
ſtrien, der Bergwerke, der Metallurgie, der Mechanik,
Elek=
trizität, Waffenfabrikation und der mechaniſchen
Fachmit=
tel wird eine beſondere Ausdehnung gegeben. Daß
Son=
derausſtellungen, auf kleine Friſten berechnete
landwirt=
ſchaftliche und Gartenbauwettbewerbe, ferner Kongreſſe
aller Art in das Programm aufgenommen worden ſind, iſt
ſelbſtverſtändlich, und es werden auch die
Vergnügungs=
rummel mit allerneueſten Lockmitteln nicht fehlen, um die
große Maſſe anzuziehen.
Angeſichts der lebhaften Beziehungen, die wir zu dem
Nachbarſtaate unterhalten, war die offizielle
Beteili=
gung des Deutſchen Reiches an der
Aus=
ſtellung geboten, zumal bei der weit über dgs
Ver=
hältnis zum territorialen Umfange Belgiens
hinaus=
gehenden Aufnahmefähigkeit des Landes eine ausgedehnte
Vertretung des deutſchen Gewerbefleißes erwünſcht ſchien.
Belgien hat nicht nur als direkter Abſatzmarkt für uns
Bedeutung, es vermittelt auch in erheblichem Maße den
Abſatz deutſcher Erzeugniſſe nach dritten Ländern, und
ſein Wert hat ſich ſeit der Einverleibung des Kongoſtaates
noch beträchtlich erhöht. In den in Betracht kommenden
deutſchen Kreiſen zeigt man im allgemeinen keine große
Neigung mehr zur Beteiligung an Weltausſtellungen, der
Reiz der Neuheit iſt längſt verflogen, über den Wert der
Beteiligung herrſchen gerechte Zweifel und die ungeheuren
Aufwendungen, die namentlich die Induſtrie für ſolche
Unternehmungen machen muß, mahnen immer mehr zu
reiflicher Erwägung, ob die Koſten mit dem zu
erwarten=
den Erfolge in einem richtigen Verhältnis ſtehen. Aber
alle ſolche Bedenken mußten im vorliegenden Falle
unter=
drückt werden, denn Belgien iſt für uns zu wichtig, als
daß wir dem großen Wettkampf ſo nahe an Deutſchlands
Grenze fernbleiben und uns der Gefahr ausſetzen
konn=
ten, zu Gunſten anderer Staaten, die auf der Brüſſeler
Ausſtellung vertreten ſind und dort ihre Intereſſen
wirk=
ſam zu fördern vermögen, an Chancen auf dem belgiſchen
Markte Einbuße zu erleiden.
Zum deutſchen Reichskommiſſar für die
Weltausſtel=
lung war der Regierungsrat im Reichsamt des Innern,
Albert, ernannt worden, und zu ſeiner Unterſtützung bei
den vorbereitenden Arbeiten hatte ſich ein deutſches
Ko=
mitee aus den hervorragendſten Induſtriellen gebildet.
Für die deutſche Abteilung war ein genügend großer Platz
an einer vorteilhaft gelegenen Stelle des
Ausſtellungs=
geländes bereit geſtellt, ſodaß alle zur Schau gebrachten
Gegenſtände voll zur Geltung kommen. In emſiger
Tä=
tigkeit hat man es erreicht, daß die deutſche Abteilung am
Eröffnungstage ziemlich weit vorgeſchritten iſt und in
dieſer Hinſicht von den meiſten übrigen Abteilungen
günſtig abſticht. Die Zahl und Namen unſerer Ausſteller
bürgen dafür, daß Deutſchland mit ſeinen Leiſtungen Ehre
einlegt und neuerdings einen Beweis liefert von ſeiner
hohen Entwickelung auf allen Gebieten. Und ſo wollen
wir denn hoffen, daß die großen materiellen Opfer nicht
vergeblich gebracht ſein mögen, daß die Unſumme von
Arbeit und Intelligenz, die im deutſchen Gewerbefleiß
verkörpert iſt, in Brüſſel Anerkennung findet und mit den
Glanzwerken deutſcher Schaffenskraft, die da der Prüfung
und Kritik aller Kulturvölker unterworfen werden, dem
Unternehmungsgeiſte neue Bahnen ſich erſchließen.
Zur Frage der Schiffahrtsabgaben.
* Ueber den neuen Schiffahrtsabgaben=
Geſetzentwurf, der nach den jüngſten Entſchließungen
des Seniorenkonvents den Reichstag erſt im Herbſt
be=
ſchäftigen kann, finden wir in der „Straßburger Loſt”
einige Angaben, welche frühere Mitteilungen beſtätigen
und ergänzen. Ueber den Aufgabenkreis der
Verwaltungs=
ausſchüſſe, die aus Vertretern der beteiligten Staaten
be=
ſtehen ſollen, und der Strombeiräte, die aus den Kreiſen
der beteiligten Intereſſenten zuſammengeſetzt werden
ſol=
len, heißt es dort:
Der Kompetenz der Verwaltungsausſchüſſe unterſtehen
ſämtliche über die Erhebung und Verwendung der
Schiff=
fahrtsabgaben im Rahmen des Geſetzes zu erlaſſenden
Be=
ſtimmungen, einſchließlich der Tarife und etwaiger durch
die Umſtände gebotener Vergünſtigungen, ſowie der
Ver=
wendung der in die gemeinſame Stromkaſſe abzuführenden
Abgaben. Die Strombeiräte, die den
Verwaltungsaus=
ſchüſſen beigegeben werden und ſich aus den am Ausbau
der Waſſerſtraßen und am Schiffahrtsverkehr im weiteſten
Umfang beteiligten Kreiſen zuſammenſetzen, erhalten
gleichfalls eine beſtimmte Anzahl von Mitgliedern, und
zwar für den Rheinverband 40; 18 davon entfallen auf
Preußen, 6 auf Baden, je 4 auf die anderen beteiligten
Staaten. Die Körperſchaften, die Vertreter in die Beiräte
zu entſenden haben, werden von den Landesregierungen
beſtimmt. Die Beiräte wählen ſelbſt ihre Vorſitzenden, ſie
können ihrerſeits wieder ſtändige Ausſchüſſe einſetzen; ihre
Geſchäftsordnung muß vom Bundesrat beſtätigt werden.
Die Befugniſſe der Strombeiräte gehen ſehr weit, da dieſe
in den meiſten Fragen ſtimmberechtigt und nur in
weni=
gen Fällen beratend an der Erledigung der Aufgabe der
Verbände teilzunehmen und den Verwaltungsausſchüſſen
ihr Gutachten abzugeben haben, ehe dieſe über die Höhe
der Strombau= und Unterhaltungskoſten, Zinſen und
Tilgungsraten, Abgabentarife, Beginn der
Abgabenerhe=
bung, der Zahlungen, der Stromverbeſſerungen und die
Bildung zu Ausgleichsfonds beſchließen. Außerdem ſind
ſie von den Verwaltungsausſchüſſen über die Strombauten
ſowie über die meiſten übrigen Arbeiten auf dem
laufen=
den zu erhalten.
Sehr wichtig iſt die Beſtimmung, daß zu Aenderungen
des Tarifs, durch die die im Geſetz feſtgeſetzten
Einheits=
ſätze überſchritten werden, übereinſtimmende Beſchlüſſe
der Verwaltungsausſchüſſe und Strombeiräte erforderlich
ſind.
Geburts= und Sterblichkeitsverhältniſſe in deutſchen
Großſtädten 1909.
C Wie in Deutſchland die
Geburtenhäufig=
keit im allgemeinen abnimmt, ſo macht ſich dieſe
Er=
ſcheinung auch in den deutſchen Großſtädten
be=
merkbar.
In 38 Großſtädten mit annähernd 10 Millionen
Ein=
wohnern, für die jetzt für das vergangene Jahr die
Ge=
burts= und Sterblichkeitsverhältniſſe ermittelt worden
ſind, betrug im Durchſchnitt die Geburtenhäufigkeit auf je
1000 Einwohner 27,41 gegen 28,99 im Jahre 1908, 29,38 im
Jahre 1907 und 30,44 im Jahre 1906. Im einzelnen
ma=
chen ſich aber in den Großſtädten ganz außergewöhnliche
Unterſchiede bemerkbar, die mit den Unterſchieden zwiſchen
den einzelnen Provinzen und Bundesſtaaten gar nicht
ver=
glichen werden können. Bei der Höhe der
Geburtenhäu=
figkeit iſt vor allem die Zuſammenſetzung der Bevölkerung
von größter Wichtigkeit. Dort, wo die
Arbeiterbevölke=
rung überwiegt, iſt auch die Geburtenhäufigkeit viel
höher als in Großſtädten, wo die Arbeiterbevölkerung
we=
niger ſtark vertreten iſt. So iſt zwar die
Geburtenhäufig=
keit von 1908 zu 1909 gefallen in Gelſenkirchen von 49,71
auf 45,57, in Dortmund von 40,33 auf 37,56, in Eſſen von
36,54 auf 33,53, in Mannheim von 35,68 auf 33,14, in
Köln a. Rh. von 33,86 auf 31,20; aber dieſe Ziffern ſtehen
doch noch immer weit über dem Durchſchnitt in den
Groß=
ſtädten, teilweiſe ſogar weit über dem Durchſchnitt im
geſamten Reiche, dagegen war die Geburtenhäufigkeit in
ſolchen Städten, in denen die Arbeiterbevölkerung
ziffern=
mäßig weit zurücktritt, ganz bedeutend unter dem
Durch=
ſchnitt. Am niedrigſten war die Geburtenhäufigkeit in
Wiesbaden mit 20,79 Geborenen auf 1000 Bewohner, in
Charlottenburg mit 20,02 und in Schöneberg mit 17,99
Ge=
borenen auf 1000 Bewohner. Auch hinſichtlich der
Sterb=
lichkeitsverhältniſſe zeigen ſich in den Großſtädten
weſent=
lich größere Unterſchiede, als in den Provinzen und
Bun=
desſtaaten.
Im allgemeinen Durchſchnitt der 38 in die Statiſtik
einbezogenen Großſtädte kamen auf je 1000 Einwohner
15.52 Todesfälle. Stand Schöneberg in Bezug auf die
Geburtenhäufigkeit am ungünſtigſten, ſo zeigt es dagegen
hinſichtlich der Sterblichkeitsverhältniſſe die günſtigſten
Ziffern. Auf je 1000 Einwohner kamen in Schöneberg nu.
11,24 Todesfälle, wogegen Königsberg mit 21,14
Todes=
fällen von allen Großſtädten die ungünſtigſten
Sterblich=
keitsziffern hatte. Mehr als 19 Todesfälle auf je 1000
Ein=
wohner kamen noch auf Breslau und Freiburg i. B.,
we=
niger als 13 Todesfälle auf je 1000 Einwohner kamen in
Eſſen, Kaſſel, Elberfeld, Barmen und Charlottenburg. Die
Säuglingsſterblichkeit geht auch in den Großſtädten ſtändig
zurück. Im Durchſchnitt verſtarben im Vorjahre von je
100 Lebendgeborenen 15,88 gegen 16,85 im Jahre 1908,
17,02 im Jahre 1907 und 18,47 im Jahre 1906. Die
höch=
ſten Ziffern der Säuglingsſterblichkeit entfallen auf
Kö=
nigsberg und Chemnitz, die niedrigſten Ziffern wurden
ermittelt in Schöneberg, Bremen, Kaſſel und Barmen.
Entſprechend dem Rückgang der Geburtenhäufigkeit macht
ſich auch im Geburtenüberſchuß ein Rückgang geltend. Der
Geburtenüberſchuß betrug im vorigen Jahre auf ie 1000
Einwohner 11,89 gegen 12,62 im Jahre 1908, 12,87 im
Jahre 1907 und 13,53 im Jahre 1906.
Deutſches Reich.
Im Reichstag haben die Nationalliberalen
als Antrag Baſſermann einen Initiativ=Geſetzentwurf
eingebracht über die Gewährung von Beihilfen an
Kriegsteilnehmer. Der Entwurf entſpricht dem
im vorigen Jahre angenommenen Geſetz, bei dem der
Reichstag aber vergeſſen hatte, den Termin des
Inkraft=
tretens auszufüllen. Die Beihilfen betragen 120 Mark
jährlich, monatlich vorauszahlbar. Den Ganzinvaliden,
deren jährliches Geſamteinkommen 720 Mark nicht erreicht,
kann vom 55. Lebensjahre an eine Alterszulage bis zur
Erreichung dieſes Betrages gewährt werden, bei völliger
Erwerbsunfähigkeit ſchon früher. Das Geſetz tritt am 1.
Oktober 1910 in Kraft. In einer Reſolution wird die
Regierung erſucht, zur Deckung dieſer Koſten eine
Wehr=
ſteuervorlage einzubringen. Von anderen Parteien liegen
bekanntlich ähnliche Anträge vor.
— Die Juſtizkommiſſion des
Reichs=
tages ſetzte die Beratung über die Vorſchriften
für den gerichtlichen Zeugenbewis fort. In
Ab=
änderung der Vorlage wurde beſchloſſen, daß
die Mitglieder einer geſetzgebenden Körperſchaft
an dem Verſammlungsorte derſelben zu
verneh=
men ſind, ſolange ſie ſich einzeln oder in Kommiſſion dort
aufhalten und nicht nur, während die Körperſchaft (
Reichs=
tag, Abgeordnetenhaus uſw.) verſammelt iſt. Zum Schutze
des Wahlgeheimniſſes fügte die Kommiſſion folgende
Be=
ſtimmung in die Vorlage ein: „Kein Zeuge darf über
Tatſachen befragt werden, die darauf ſchließen laſſen, für
wen er bei einer auf Geſetz beruhenden geheimen Wahl
geſtimmt hat.” — Die Geſchäftsordnungskommiſſion des
Reichstages hat das Inſtitut der kurzen Anfragen in der
Geſamtabſtimmung mit 13 gegen 12 Stimmen abgelehnt.
— Bei der Reichstagsſtich wahl in
Poſen erhielt Oberbürgermeiſter Dr. Wilms (
gemein=
ſamer deutſcher Kandidat) 13716 und Nowitzki (Pole)
20 222 Stimmen. Nowitzki iſt ſomit gewählt.
— Der Verband Deutſcher Elektrotechniker und die
Vereinigung der Elektrizitätswerke haben dem Reichsamt
des Innern einen Entwurf zu einem
Starkſtrom=
wege=Geſetz vorgelegt, der die Grundlage für
Bera=
tungen über ein entſprechendes Reichsgeſetz bilden ſoll.
Das Reichsamt des Innern hat den Entwurf dem
preu=
ßiſchen Miniſterium der öffentlichen Arbeiten überwieſen,
durch das nunmehr die Regierungspräſidenten zu
Gut=
achten über die Notwendigkeit eines ſolchen Geſetzes und
ſeine Geſtaltung aufgefordert ſind. In Bayern geht man
zurzeit mit Rückſicht auf die dort vorhandenen wertvollen
Waſſerkräfte mit dem Gedanken um, die Frage auf dem
Wege der Landesgeſetzgebung zu löſen. Es erſcheint
je=
doch notwendig, eine reichsgeſetzliche Löſung
herbeizufüh=
ren, weil vielfach das Verſorgungsgebiet einer
Ueberland=
zentrale ſchon heute mehreren Bundesſtaaten angehört.
Der vorgelegte Entwurf lehnt ſich im weſentlichen an das
beſtehende Telegraphenwege=Geſetz an; er ſchlägt vor:
un=
entgeltliche Benutzung der Verkehrswege, Mitbenutzung
fremden Eigentums für die Ueberſpannung des Luf), die Verlegung unterirdiſcher Kabel und die
An=
bringung von Stützpunkten, ferner die Ausäſtung von
Bäumen und eine Regelung für das Zuſammentreffen mit
anderen Anlagen.
Während ſonſt in jedem Frühjahr große Scharen
von ausländiſchen Bauarbeitern nach Deutſchland
kom=
men, macht ſich jetzt in den deutſchen Grenzdiſtrikten eine
Gegenbewegung geltend, große Scharen der ausge=
Seite 2.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94.
ſperrten Bauarbeiter ziehen ins Ausland, um
dort Arbeit zu ſuchen. Nicht nur unverheiratete Arbeiter
verlaſſen ihre Wohnorte in Deutſchland, auch verheiratete
Arbeiter gehen vielfach ins Ausland. Namentlich in
Oeſterreich iſt der Zuzug von deutſchen Bauarbeitern ſehr
ſtark, ſelbſt in ganz kleinen öſterreichiſchen Städtchen ſuchen
jetzt hunderte deutſcher Maurer, Zimmerer und
Bauhilfs=
arbeiter um Arbeit nach. Auch nach der Schweiz und nach
Dänemark ziehen viele Ausgeſperrte. Wenn der Verdienſt
im Auslande auch manchmal geringer iſt, ſo hoffen die
Arbeiter doch, ſich wenigſtens ſo lange durchhalten zu
kön=
nen, als in Deutſchland die Ausſperrung beſteht.
Zu dem Antrage Erzberger über die
Deckung der Kriegskoſten für Südweſtafrika dürfte
Staats=
ſekretär Dernburg in der Budgetkommiſſion Stellung
neh=
men. Wie man aus Kreiſen hört, die die Meinung des
Staatsſekretärs kennen dürften, wird Dernburg den
Erz=
bergerſchen Antrag als undiskutierbar erklären. Der
Ge=
danke als ſolcher, die Kolonie mit zur Tragung der Koſten
heranzuziehen, dürfte dagegen vom Staatsſekretär nicht
abgewieſen werden.
— Die neuen Abmachungen mit der
Kolonialge=
ſellſchaft werden nach der „Deutſchen Tageszeitung”
von dem Kolonialſekretär der Reichstagskommiſſion
vor=
gelegt werden. Angeblich iſt das Entgegenkommen der
Geſellſchaft in der Diamantenfrage unerheblich. Es heißt,
daß ſie dafür auf ihren Landbeſitz verzichten wolle.
— Der Hanſabund für den Bezirk
Lothrin=
gen hat gegen die franzöſiſchen
Zollerhöhun=
gen folgende Reſolution angenommen:
Der Hanſabund für Gewerbe, Handel und Induſtrie,
Bezirk Lothringen, verlangt Sicherung des deutſchen
Exporthandels gegenüber den Zollerhöhungen, die in
ei=
ner großen Zahl von Staaten gegen Deutſchland
einge=
leitet worden ſind und den deutſchen Exporthandel und
damit alle Kreiſe von Gewerbe, Handel und Induſtrie und
die Volkswirtſchaft des Deutſchen Reiches aufs ſchwerſte
ſchädigen. Nachdem die Handelsbeziehungen zu Amerika,
Portügal, Bolivien neuerdings in einer Weiſe geregelt
worden ſind, die durchaus den Beifall der deutſchen
ge=
werbetreibenden Stände gefunden haben, ſtehen
Handels=
vertragsverhandlungen mit Schweden und Japan bevor,
die die beſondere Aufmerkſamkeit und Energie unſerer
lei=
tenden Stellen erfordern. Im Anſchluß an das
rückſichts=
loſe Vorgehen der franzöſiſchen Politik, die, ohne daß
Mil=
derungen der harten franzöſiſchen Zollerhöhungen erlangt
worden wären, ſogar ohne Uebergangsfriſt zwei Tage
nach der Beſchlußfaſſung der Deputiertenkammer, die neue
Zollerhöhung in Kraft treten ließ, fordert der Hanſabund,
daß gegenüber Staaten, die gegen das Deutſche Reich ihre
Zölle erhöhten, im Rahmen des geltenden Zollrechts
ebenfalls in wirkungsvolle Erhöhung unſerer Zollſätze
ein=
getreten wird.
Ausland.
Im öſterreichiſchen Abgeordnetenhauſe begann die
zweite Leſung der Anleihevorlage. Berichterſtatter
Steinwender ſetzte zunächſt die Gründe auseinander,
wes=
halb die Anleihe von 182 auf 220 Millionen erhöht wurde
und warnte vor der Fortdauer einer Finanzwirtſchaft, die
darin beſtehe, die Ausgaben zu erhöhen und Schulden zu
machen. Graf Sternberg polemiſierte gegen die letzte
Rede des Finanzminiſters. Im Verlaufe ſeiner
Ausfüh=
rungen griff Redner den Abg. Wolf heftig an, wobei es
zu einem erregten Wortwechſel zwiſchen dem Abg.
Stern=
berg einerſeits und den Abgeordneten v. Stransky und
Kaſper andererſeits kam. Sternberg rief dem Abg. Wolf
zu: Ich habe Sie bewußt beſchimpft, ich ſtehe Ihnen zur
Verfügung! Redner erklärte ſchließlich: Wir fordern die
Aufrechterhaltung der Verfaſſungsinſtitutionen. Wenn
die Regierung uns dieſe nicht gibt, iſt ſie nicht nur ein
Feind des böhmiſchen Volkes, ſondern ein Feind der
öſter=
reichiſchen Monarchie. Der Finanzminiſter erklärte
gegenüber dem Abg. Sternberg, der behauptete, der
Sek=
tionschef Wimmer telephoniere allabendlich der „Neuen
Fr. Pr.” die Vorgänge im Finanzminiſterium und der
Finanzminiſter lege jeden Geſetzentwurf der „Neuen Freien
Preſſe” zur Begutachtung vor: Es wäre richtiger, wenn
der Miniſter ſelbſt angegriffen würde, als ſeine Beamten;
er als Miniſter ſtehe gegen jeden Angriff zur Verfügung.
Gegenüber einem zweiten Vorwurf erklärt er, daß er nie
in ſeinem Leben mit oder bei der „Neuen Freien Preſſe‟
wegen eines Gutachtens über irgend eine
Regierungsvor=
lage verhandelte. Die Behauptung des Abg. Sternberg
über den Sektionschef Wimmer ſei zurückzuweiſen. Der
Miniſter hofft, daß der Abgeordnete ſeine Behanptung
beweiſen oder Wimmer ehrlich ſagen werde, ich habe
über die Schnur gehauen. Im übrigen ſtehe der Miniſter
mit ſeiner ganzen Perſönlichkeit dafür ein, daß der
Vor=
wurf des Abg. Sternberg ungerecht ſei. Der Miniſter
konſtatierte dann, daß ſich der Ton im Kampf gegen die
Vorlage verhältnismäßig abgedämpft habe und glaubte,
das auf einen gewiſſen Erfolg der von ihm gemachten
Ausführungen zurückführen zu dürfen.
— Trotzdem die Wahlen in Frankreich bereits am
Sonntag erfolgen, iſt von einer lebhafteren Agitation
un=
ter den Wählermaſſen nichts zu bemerken, was daher
kom=
men mag, daß alle Anſtrengungen der viel zu vielen
Kan=
didaten nicht imſtande ſind, die Bevölkerung lebhafter zu
intereſſieren. Im Gegenteil, alle Berichte ſtimmen
über=
ein, daß ſich eine ganz ungewöhnliche
Wahlmüdig=
keit und Intereſſeloſigkeit für die unmittelbar
bevor=
ſtehenden Kammerwahlen bemerkbar macht. Dabei iſt der
Andrang der Mandatshungrigen ein ganz gewaltiger,
denn als am vergangenen Dienstag die Anmeldung der
Kandidaturen amtlich geſchloſſen wurde, da ergab die
Zählung, daß ſich um 595 Deputiertenſitze 2678
Kandida=
ten bewerben. Nur in 29 Wahlkreiſen haben die alten
Deputierten mit keinem Gegenkandidaten zu kämpfen,
wo=
gegen beiſpielsweiſe ſich um das einzige Mandat der
Stadt Avignon 45 Kandidaten bewerben. Im Seine=
Departement, das in 50 Wahlkreiſe eingeteilt iſt, gibt es
400 Deputiertenanwärter.
— Auf eine Anfrage Lloyds (Unioniſt) im engliſchen
Unterhauſe, ob von der Regierung die Erwerbung von
Eiſenbahnkonzeſſionen in Perſien ſeitens
einer fremden Macht lediglich als eine Erwerbung in
öko=
nomiſchem oder auch politiſchem Intereſſe angeſehen
würde, erwiderte Unterſtaatsſekretär Me Kinnon Wood,
daß er auf die Beantwortung einer derart allgemeinen
Frage nicht vorbereitet ſei. Auf eine Anfrage Dillons
(Nat.), ob das Auswärtige Amt nunmehr die
Bedingun=
gen, unter denen der perſiſchen Regierung das
engliſch=
ruſſiſche Anleihegebot gemacht wurde, und die
darüber gepflogene Korreſpondenz bekannt geben wolle,
erwiderte der Unterſtaatsſekretär Me Kinnon Wood, daß
dies nicht beabſichtigt ſei. Als Dillon darauf fragte,
warum die Kenntnis dieſer Bedingungen, die in Berlin
und Petersburg öffentlich erörtert würden, dem
Unter=
hauſe vorenthalten würde, erklärte der Unterſtaatsſekretär
ſeine Bereitwilligkeit, die Veröffentlichung des in Rede
ſtehenden Schriftwechſels in Erwägung zu ziehen. Eine
weitere Frage Dillons, ob die Regierung jetzt, nachdem die
Anleiheangelegenheit erledigt ſei, beabſichtige, die perſiſche
Regierung an der Aufnahme einer Anleihe an anderer
Stelle zu hindern, beantwortete Me Kinnon Wood mit
Verneinen.
Eine Szene wildeſter Aufregung ereignete
ſich während der Debatte über das Verhalten Robert
An=
derſons, des früheren Chefs der Geheimpolizei, deſſen
kürzlich in der „London Magazine” erſchienene Artikel über
das Thema „Parnellismus und Verbrechen” Aufſehen
er=
regten.
Unioniſt Campbell machte im Verlauf ſeiner Rede eine
Bemerkung, die dahin gedeutet wurde, als ſei trotz der
Entſcheidung der Parnellkommiſſion es noch eine offene
Frage, ob Parnell mit den berüchtigten
Phönix=
parkmördern in Verbindung geſtanden habe. Die
Nationaliſten und Miniſteriellen forderten augenblicklich
die Zurücknahme der Verdächtigung. Campbell erklärte ſich
zu einer bedingten Zurücknahme bereit, was eine
geſtei=
gerte Unruhe hervorrief. Der Präſident, deſſen
Inter=
vention angerufen wurde, erklärte, Campbell habe nichts
geſagt, das zurückzunehmen er gezwungen werden könnte,
aber nach ſeiner Meinung ſei er allerdings unnötig
aggreſ=
ſiv geweſen. Mit Rückſicht auf ihre in dieſem Punkt
emp=
findlichen Gefühle lehnten die Nationaliſten es ab. ſich mit
weniger als einem vollſtändigen Widerruf zufrieden zu
geben und verlangten, man ſolle nach dem Sprecher
ſchicken. Hierauf erklärte Campbell ſich bereit, den Befund
der Parnellkommiſſion zu akzeptieren, aber die
Nationali=
ſten wollten dieſe Erklärung nicht annehmen. Der Aufruhr
dauerte fort. Von dem, was Campbell weiter ſprach, war
kein Wort zu verſtehen. Der Lärm dauerte auch an, als
der Präſident, der ſich geweigert hatte, nach dem Sprecher
zu ſchicken, das Haus erſuchte. Campbell zu Worte
kom=
men zu laſſen. Die Nationaliſten verlangten, der
Präſi=
dent ſolle Campbell hinausweiſen laſſen. Der
Präſident erklärte dagegen, der Hinweis auf den toten
Parnell ſei für kein anweſendes Mitglied des Unterhauſes
eine Beleidigung. Die Nationaliſten widerſprachen;
Red=
mond rief leidenſchaftlich: „Wir halten es für eine
Beleidi=
gung!” (Beifall bei den Nationaliſten.) Hierauf wurde
der Antrag Churchill, die Debatte zu ſchließen und der
Szene ein Ende zu machen, angenommen. Die Sitzung
wurde vertagt.
— Aus Melilla wird gemeldet, daß die
hollän=
diſche Firma Gebr. Müller in der Umgebung des
Lagers von Tresforna trotz des Einſpruches der ſpaniſchen
Behörden mit Bergbauarbeiten begonnen habe.
Die Gebrüder Müller erklären, daß ſie die Gelände, auf
denen die Bergwerke gelegen ſind, auf die geſetzmäßigſte
Weiſe erworben hätten und durch die zuſtändige Behörde
des Landes ihre Prioritätsrechte auf die Bergwerke
die=
ſer Gegend feſtgeſtellt hätten. Sie wollen die Einberufung
einer ſchiedsgerichtlichen Kommiſſion abwarten, die di
vor der Veröffentlichung der in der Algecirasakte
vorge=
ſehenen Bergbaubeſtimmungen erworbenen Bergrechte zu
prüfen habe. Nach einer Meldung aus Madrid ſollen
zwi=
ſchen der ſpaniſchen Regierung und den fremden
Berg=
werksgeſellſchaften Vereinbarungen getroffen worden ſein,
daß jede Geſellſchaft, die ſich in der Zone von Melilla
nie=
derlaſſe, die ſpaniſche Nationalität beſitzen und ihre
Ar=
beiter in ſpaniſchem Gelde auszahlen müſſe.
Die Lage im Süden Perſiens hat ſich ver=. Die Stämme der Luren und Kaſchkaren
und der Scheik Gaſal haben ſich gegen die Bachtiaren
ver=
einigt. Der Gouverneur von Schiras wagt nicht, aus
Iſpahan nach Schiras abzureiſen. Der Gouverneur von
Iſpahan hat zwei Anhänger Garib Khans auf grauſamſte
Weiſe hinrichten laſſen.
* Paris, 21. April. Der frühere Präſident
Rooſevelt und der Miniſter des Auswärtigen
Pi=
chon tauſchten heute nachmittag Beſuche aus. Herr und
Frau Rooſevelt ſtatteten nachmittag dem Präſidenten
Falliéres einen Beſuch ab, den dieſer ſpäter mit
ſei=
ner Frau erwiderte.
Stadt und Land.
Darmſtadt, 23. April.
Empfang. Die Großherzoglichen Herrſchaften
empfingen am Donnerstag vormittag 11 Uhr im
Neuen Palais den General der Kavallerie von Scholl=
Exzellenz. (Darmſt. Ztg.)
— Uebertragen haben Se. Königl. Hoheit der
Großherzog dem Reviſionsgehilfen Friedrich Zulauf
zu Darmſtadt die Stelle eines zweiten Beamten des
evangeliſchen Zentralkirchenfonds.
— In den Ruheſtand verſetzt wurde der
Gerichts=
vollzieher mit dem Amtsſitz in Wörrſtadt Wilhelm Keil
auf ſein Nachſuchen mit Wirkung vom Tage des
Dienſt=
antritts ſeines Nachfolgers unter Anerkennung ſeiner
langjährigen treuen Dienſte.
— Ernannt wurde der Beamte der Landes=
Hypo=
thekenbank Ludwig Prefiedt aus Groß=Gerau zum
Bureauaſſiſtenten bei dieſer Bank.
* Großh. Regierungsblatt. Die Beilage Nr. 10
vom 22. April hat folgenden Inhalt: 1.
Bekannt=
machung, die ſummariſche Ueberſicht der Einnahme=
und Ausgabepoſten der Genoſſenſchaftskaſſe für
ſtaat=
lich beſtätigte Forſtwarte für das Rechnungsjahr 1908
betreffend. 2. Bekanntmachung, das Ergebnis der
Ver=
waltung des Hagelverſicherungsfonds im
Rechnungs=
jahr 1908 betreffend. 3. Bekanntmachung, das
Ergeb=
nis der Verwaltung des Fonds zur Gewährung von
Beihilfen bei Ueberſchwemmungen für das
Rechnungs=
jahr 1907 betreffend. 4. Ueberſicht der von Großh.
Miniſterium des Innern für das Etatsjahr 1910
ge=
nehmigten Umlagen zur Beſtreitung der
Kommunal=
bedürfniſſe in den Gemeinden des Kreiſes Lauterbach.
5. Dienſtnachrichten.
* Militärdienſtnachrichten. v. Behr
Oberſtleut=
nant, beauftragt mit der Führung des Inf.= Regts.
Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118, zum Oberſt
be=
fördert. Freiherr v. Gregory, Major und
Batail=
lons=Kommandeur im 5. Großh. Heſſ. Inf.=Regt. Nr.
168, zum Oberſtleutnant befördert. v. Bardeleben,
Major z. D., Kommandeur des Landwehr=Bezirks
Er=
bach, der Charakter als Oberſtleutnant verliehen.
v. Henning auf Schönhoff Hauptmann im
Generalſtabe der Großh. Heſſ. (25.) Diviſion, als
Bat=
teriechef in das 2. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment
Nr 61 verſetzt; Caracciola, Hauptmann im Großen
Generalſtabe, in den Generalſtab der Großh. Heſſ. (25.)
Diviſion verſetzt. Trupp Oberleutnant im Inf.=
Leib=Regt. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117,
zum überzähligen Hauptmann befördert. Freiherr
Schäffer von Bernſtein Oberleutnant im
Leib=
garde=Inf.=Regt. (1. Großh. Heſſ.) Nr. 115, in das 5.
Rhein. Inf.=Regt. Nr. 65 verſetzt. v. Ahlefeld
Ritt=
meiſter und Eskadronschef im Leib=Drag.= Regt. (2.
Die arktiſche Nacht.
*⁎* In einem beſonders anziehenden Kapitel
ſeiner Schilderung der Eroberung des Nordpols, die
Peary im „Corriere della Sera” veröffentlicht,
be=
ſchreibt er die Schrecken und die dunkle Schönheit der
arktiſchen Nacht. Keiner, ſo meint der amerikaniſche
Forſcher, der es nicht wirklich im Leben durchgemacht
hat, weiß das zu ermeſſen, was es heißt, vier lange
Monde hindurch von dunklen Nebeln gefangen gehalten
zu werden.
Wer in einem hellen Klaſſenzimmer als fröhlicher
Knabe von der langen Nacht der Polarwelt hört,
ver=
mag ſich dabei nur wenig von dem vorzuſtellen, was ſie
bedeutet. Der im Norden im Dunkel lebt, zählt mit
banger Spannung die Tage, die ihn noch von dem
Zeit=
punkt trennen, wo am Horizont zum erſten Male
wie=
der der erſte Widerſchein des Tagesgeſtirns aufleuchten
wird; hier in der Nacht des Nordens lernt man die
alten Sonnenanbeter begreifen. Ringsum nur Eis
und Schnee, nirgends ein Zeichen von Leben oder Licht,
alles liegt in endloſe Dunkelheit getaucht; nur auf
dem Schiffe, das einige hundert Meter von der Küſte
entfernt im Eiſe zu ſchlummern ſcheint, leuchtet als
einzige Lichtquelle der grell=weiße Scheinwerfer durch
die Nacht. Im Innern des Schiffsraumes aber
glim=
men die rötlichen Petroleumlampen; wenn man
mor=
gens aufſteht, ſo zündet man ſeine Lampe an, und erſt
am Abend, wenn man müde und abgeſpannt die
Lager=
ſtätte aufſucht, kann man ſie wieder löſchen. Draußen
iſt Dunkelheit, wie mit den Händen zu greifen. Nur
manchmal — und das ſind die wenigen Tage, die man
mit einem Gefühl der Erlöſung begrüßt — erſcheint am
Firmament die Mondkugel und badet die Schneewüſte
in einem matten ſilberſchimmernden Glanz. An ſolchen
Tagen ſieht man dann auch die Sterne, die ſtrahlen
weißlich, froſtig und ohne eigentliche Leuchtkraft, als ob
ſie nur blinkten, um das Dunkel ringsum ſtärker
fühl=
bar zu machen. Aber dies ſind doch die einzigen Tage,
an denen man hinaus kann; eine Jagd im fahlen
Mondſchimmer iſt eine willkommene und nötige
Auf=
friſchung des Geiſtes. Meiſt aber tobt draußen der
Schneeſturm, der Wind heult um das Schiff, und wer
einen Augenblick die ſchützende Kajüte verläßt, hat das
Gefühl, als packten ihn die Fangarme dieſes
ſtürmi=
ſchen ſchwarzen Dämons, der die arktiſche Nacht heißt.
Doch manchmal durchbricht eine ſeltſame
Naturerſchein=
ung das öde Einerlei der ewigen Finſternis.
„Am 11. November”, ſo berichtet Peary, „genoſſen
wir einen großartigen Anblick: wir ſahen deutlich
unterſcheidbar zwei Mondhöfe und acht falſche Monde
am ſüdlichen Himmel.‟ Dieſes ſeltſame Phänomen iſt
in den Polargegenden nicht allzu ſelten und entſteht
durch die atmoſphäriſche Feuchtigkeit. Peary hat auch
am Tage mit der Sonne ähnliche Erſcheinungen
be=
obachten können. Einmal erſchienen ihm die falſchen
Sonnen ſo nahe, daß die unterſte faſt auf ihn
herabzu=
fallen ſchien: „ſie war ſo wenig entfernt, daß ich ſie nicht
mehr ſehen konnte, wenn ich den Kopf vorbeugte.”
Trotz der nervenanſpannenden Eintönigkeit des
arktiſchen Winters blieb der Geſundheitszuſtand an
Bord der „Rooſevelt” faſt durchweg gut. Nur einige
Fälle von Influenza wurden verzeichnet, die um ſo
merkwürdiger ſind, als man vielfach der Anſicht
zu=
neigt, daß die kalte Luft im hohen Norden bakterienfrei
iſt. Peary hat bei den Inflüenzaerkrankungen die
in=
tereſſante Feſtſtellung gemächt, daß die Krankheitsfälle
mit den Influenzaepidemien in Amerika und Enropa
zeitlich zuſammenfielen. Faſt immer folgten die
Er=
krankungen vorhergehenden Stürmen, die aus dem
Süden oder Südoſten kamen. Im Jahre 1892
erkrank=
ten bei einer früheren Expedition Pearys alle
Expedi=
tionsteilnehmer, auch einige Eskimos, nach einem
ſöl=
chen Südſturme an Influenza. Peary nimmt an, daß
die Krankheitskeime durch den Sturm aus der
gemäßig=
ten Zone nach Norden geführt worden ſind.
Von einer merkwürdigen Krankheit werden die
Eskimos und zwar nur die erwachſenen, befallen. Es
iſt dies eine Art nervöſer Anfälle, die Piblokto
ge=
nannt wird. Manche Eskimos erleiden täglich oder
aller zwei Tage ſolche Anfälle; es iſt ſchwer, die Urſache
der Krankheit zu ergründen. Wahrſcheinlich ſpielen
deprimierende Gemütsbewegungen, die mit Heimweh,
mit der Trennung von den Verwandten und mit der
Angſt vor der Zukunft verknüpft ſind, eine Rolle. Vor
allem werden die Eskimofrauen von dem ſonderbaren
Leiden heimgeſucht. Beim Anfall beginnt der Kranke
zu ſchreien, ſchlägt ſich auf den Rücken und reißt ſich die
Kleider vom Leibe. Faſt oder völlig unbekleidet irren
dann die Kranken im Freien umher, oft genügt ihnen
das Schiff nicht, ſie eilen auffs Eis und eutfernen ſich
manmal mehrere Kilometey, während das
Thermo=
meter 40 Grad unter Null zeigt. Manchmal dauert der
Anfall nur Minuten, er kamn ſich jedoch bis auf
Stuu=
den ausdehnen, und dann wird es nötig, den Kranken
gewaltſam einzuſperren, daa er ohne Kleidung in der
furchtbaren Kälte in kurzer Zeit erfrieren würde.
Nummer 94.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Seite 3.
Großh. Heſſ. ſtr. 24, ein Batent ſeines Dienigrabdes=
Chef im 2. Großh. Heſſ. Feldartillerie=Regiment Nr. 61,
verſetzt. Heimann, Leutnant der Reſerve des Inf.=
Leib=Regts. Großherzogin (3. Großh. Heſſ.) Nr. 117
1910 ab auf ein Jahr zur Dienſtleiſtung beim Trierer
Feldartillerie=Regiment Nr. 44 kommandiert; während
dieſer Dienſtleiſtung iſt ſein Patent als vom 30. Nov.
1904 datiert anzuſehen. v. Oheimb, Major und
Kom=
mandeur des Großh. Heſſ. Train=Bats. Nr. 18, unter
Stellung zur Dispoſition mit der geſetzlichen Penſion
und der Erlaubnis zum Tragen ſeiner bisherigen
Uni=
frrm zum Pferdevormuſterungs=Kommiſſar in
Darm=
des Großh. Heſſ. Train=Bats. Nr. 18, zum
Komman=
deur dieſes Bataillons ernannt. Frhr. Truchſeß
v. u. zu Wetzhauſen, Rittmeiſter im Großh. Heſſ.
Train=Bataillon Nr. 18, von der Stellung als Komp.=
Chef enthoben und zum Stabe dieſes Bataillons über= 1 Koſten ſowie eine Gebühr von 5 Mark zu zahlen.
getreten. Hetzker, Oberlt. im Großh. Heſſ. Train=
Bat. Nr. 18, unter Beförderung zum Rittmeiſter,
vor=
läufig ohne Patent, zum Kompagnie=Chef
er=
nannt. Müller, Oberfeuerwerker beim
Artillerie=
deprt in Köln, unter Verſetzung zum Artilleriedepot in
Mainz zum Feuerwerksleutnant befördert.
Behr=
mann, Fähnrich im 2. Naſſ. Inf.=Regt. Nr. 88, mit
Patent vom 22. April 1908 unter Verſetzung in das
Inf.=Regt. Prinz Karl (4. Großh. Heſſ.) Nr. 118 zum
Leutnant befördert. Hammermeiſter,
Feuerwerks=
leutnant beim Artilleriedepot in Mainz, mit der
Er=
laubnis zum Tragen ſeiner bisherigen Uniform der
Abſchied mit der geſetzl. Penſion bewilligt. v.
Grae=
ſion bewilligt. — Dr. Weber, Oberſtabs= und
Regi=
ments=Arzt des 3. Thüring. Inf.=Regts. Nr. 71, unter
Beförderung zum General=Oberarzt zum Diviſionsarzt
der 12. Diviſion ernannt.
L. Der Provinzialausſchuß verhandelte geſtern in
öffentlicher Sitzung folgende Sachen: 1. Johann
Philipp Trautmann von Reichelsheim beabſichtigt,
am Südende des Städtchens eine Schankwirtſchaft zu
eröffnen. Obwohl der Gemeinderat die
Bedürfnis=
frage bejaht, hat der Kreisausſchuß das Geſuch
zurück=
gewieſen. Dieſe Entſcheidung focht Rechtsanwalt
Schödler als Vertreter des Geſuchſtellers an, indem
er beantragte, ſeinem Klienten den Betrieb einer
Gaſt=
oder doch wenigſtens einer Schankwirtſchaft zu
geſtat=
ten. Das in Erwartung der Konzeſſionserteilung
er=
haute Haus liege in der Nähe einer Backſteinfabrik
undsinmitten eines ſtetig wachſenden Verkehrs; eine
beſondere Annehmlichkeit biete das Vorhandenſein
eines ſchattigen Gärtchens. Der Bürgermeiſter
Din=
geldein ſprach ſich unter Vorlage des Ortsbauplans in
günſtigem Sinne aus. Die Entſcheidung lautete
da=
hin, daß der Rekurs für begründet zu erachten und die
Erlaubnis zum Betrieb einer Gaſtwirtſchaft unter der
Bedingung zu erteilen ſei, daß den zu erwartenden
Vorſchriften zur Verhütung einer Beeinträchtigung des
Straßenverkehrs durch das Einſtellen von Fuhrwerken
entſprochen werde.
2. Peter Buſalt von Viernheim will in der
Lorſcher Straße eine Gaſtwirtſchaft auftun. Die
Mehrheit des Gemeinderats hat die Bedürfnisfrage
bejaht, wie ſie dies ſtets tut, der Kreisausſchuß das
Geſuch jedoch zurückgewieſen. Rechtsanwalt Dr. Wolff
verfolgte namens des Geſuchſtellers dagegen Rekurs
und trat den Beweis dafür an, daß die
Verkehrsver=
hältniſſe das Eröffnen einer neuen, gut betriebenen
Wirtſchaft rechtfertigen. Viernheim beſitzt bei 10000
Seelen 62 Wirtſchaften. Der Bürgermeiſter Frühwein
vermag zwar ein „poſitives” Bedürfnis nicht
anzuer=
kennen, würde dem Buſalt, der ſich ſchon als Wirt
be=
währt habe, aber gönnen, wenn er Erfolg habe. Der
Vorſitzende, Provinzialdirektor Fey, ſtellte aus dem
vorliegenden Plan feſt, daß ſich in der Lorſcher Straße
bereits 5 Wirtſchaften befinden. Der Rekurs wurde
als unbegründet verworfen; der Geſuchſteller hat die
Koſten, ſowie eine Gebühr von 10 Mk. zu zahlen.
3. Karl Bauer von hier hat um die Erteilung
eines Wandergewerbeſcheines gebeten, war aus
per=
ſönlichen Gründen jedoch abgewieſen worden. Die
da=
gegen verfolgte Beſchwerde wurde nach einigen
Bemerk=
ungen des Vertreters des Polizeiamts,
Regierungs=
aſſeſſors Dr. Linkenheld, verworfen.
4. Bei der letzten Beigeordnetenwahl in
Mühlheim wurde der Portefeuiller Peter
Erk=
rath III. mit erheblicher Mehrheit gewählt. Der
Kreisausſchuß, welchem die Sache vorgelegt wurde,
ver=
ſagte jedoch in nicht öffentlicher und ſpäter auch in
öffentlicher Sitzung die Beſtätigung, indem er ſich
ebenſo wie in früheren Entſcheidungen darauf ſtützte,
daß ein überzeugter Sozialdemokrat in einem ſolchen
Gegenſatz zur bürgerlichen Staatsordnung ſtehe, daß
verliehen. v. Oppermann, Hauptmann und Batt.= ihm das Amt eines Bürgermeiſters oder
Beigeord=
neten nicht übertragen werden könne. Rechtsanwalt
zum Stabe des Oſtfrieſiſchen Feldart.=Regts. Nr. 62 Dr. Fulda verfolgte gegen die Zurückweiſung Rekurs,
indem er nachwies, daß Erkrath bereits einige
Ehren=
ämter inne habe, er ſei Gemeinderat, Mitglied des
(Freiburg), früher in dieſem Regiment, vom 1. Mai Schulvorſtandes und der Immobilienkommiſſion, auch
habe er bei der letzten Bürgermeiſterwahl als
Wahl=
kommiſſär fungiert. Seine Zurückweiſung bedeute
einen Verſtoß gegen das Geſetz, vor dem nach unſerer
Verfaſſung gleiches Recht für alle gelte. Die
Sozial=
demokratie bewege ſich lediglich im Rahmen der
be=
ſtehenden Geſetzgebung, deshalb beſtätige man in
Bayern anſtandslos Sozialdemokraten als
Bürger=
meiſter und Beigeordnete. Das Geſetz werde auch
da=
ſtadt ernannt. Frhr. v. Stetten, Major beim Stabe durch verletzt, daß man gewiſſe Klaſſen der Bevölkerung
der Möglichkeit beraube, Männer ihres Vertrauens zu
wählen und ſie nötige, ſich für politiſche Gegner zu
entſcheiden. Der Rekurs wurde als
unbe=
gründet zurückgewieſen. Erkrath hat die
* Einziehen der direkten Staatsſteuern von
Staats=
beamten uſw. Die „Darmſt. Ztg.” ſchreibt: Im
Haupt=
voranſchlag 1910 iſt die ſeitherige Vorſchrift, wonach die
Gehalte und Penſionen der Staatsbeamten, ſowie die
Dienſtzulagen und Penſionen der Lehrer und Lehrerinnen
in Monatsbeträgen im voraus und zwar früheſtens am
4. Wochentage vor Monatsbeginn bezw. im Dezember vor
Chriſtfeſt zu zahlen waren, dahin abgeändert worden, daß
dieſe Zahlungen nun früheſtens am 25. oder, wenn dieſer
Tag auf einen Sonn= oder Feiertag fällt, am 24. bezw. 23.
des vorhergehenden Monats, im Dezember am 4.
Wochen=
tage vor Chriſtfeſt zu leiſten ſind. Es ſoll hierdurch
er=
renitz, Oberſtlt. z. D. und Pferdevormuſterungs=1 möglicht werden, den Beamten uſw. das Begleichen ihrer
Kommiſſar in Darmſtadt, der Abſchied mit ſeiner Pen= Steuerſchuldigkeiten zu erleichtern, indem dieſe nun an den
Gehalts= uſw. Anſprüchen für den auf den
Steuerhebe=
monat folgenden Monat aufgerechnet werden können;
wei=
ter ſoll hierdurch der Bargeldumlauf vermindert und die
Erhebungsarbeit vereinfacht werden. Zur Ausführung
dieſer Beſtimmung haben die Miniſterien eine
Ausfüh=
rungsanweiſung erlaſſen, der wir noch Folgendes
entneh=
men: Das Aufrechnen kann nur auf von dem Beamten uſw.
bei der gehaltszahlenden Kaſſe ſchriftlich
einzureichenden Antrag hin ſtattfinden und nur
auf ſchriftlichen Antrag hin wieder eingeſtellt werden. In
dem Antrag ſind in Uebereinſtimmung mit dem
Steuer=
zettel der Name des Steuerpflichtigen, die ſteuererhebende
Kaſſe, die Hebregiſternummer und der Zielbetrag
anzu=
geben; ſtatt deſſen kann dem Antrag auch der Steuerzettel
beigelegt werden. Aendert ſich der Zielbetrag im Laufe
des Steuerjahres, ſo hat der Beamte uſw. hiervon und
von dem Zeitpunkt der Aenderung die gehaltszahlende
Kaſſe zur Berückſichtigung beim nächſten Gehaltsabzug zu
benachrichtigen. Hat eine Ermäßigung ſtattgefunden, ſo
bleibt es dem Beamten uſw. überlaſſen, den früher zu viel
bezahlten Betrag bei der Steuerhebſtelle zu erheben.
Aen=
derungen, die durch den Ausſchlag für ein neues
Steuer=
jahr oder durch Wechſel des Wohnſitzes veranlaßt ſind,
wer=
den ohne weiteres durch die beteiligten Kaſſen geregelt. Die
Aufrechnung des einbehaltenen Steuerbetrages iſt jeweils
durch eine unter die Gehaltsquittung zu ſetzende
Anmer=
kung, daß an dem obigen Betrag . . . . . . Mk. . . . Pfg.
direkte Staatsſteuern für das . . . . . Ziel abgezogen,
ſo=
nach nur Mk. . . Pfg. bar ausbezahlt worden
ſeien, zum Ausdruck zu bringen; eine beſondere
Steuer=
quittung wird nicht erteilt. — In gleicher Weiſe wie
vor=
beſchrieben iſt die Zahlung der direkten Staatsſteuern des
ſtändigen Aushilfeperſonals durch Aufrechnen an deſſen
nicht früher als 8 Tage vor Monatsſchluß zahlbaren
Ver=
gütungen für den Steuererhebmonat geſtattet.
— Preisgerichtsentſcheidung. Bei dem öffentlichen
Wettbewerb zur Erlangung von Entwürfen zum
Rat=
hausfür Schkeuditz bei Leipzig wurde der 2. Preis
von 1500 Mark dem Entwurf der Herren Architekt
Haupt=
lehrer Heinrich Stumpf und Bautechniker Karl
Oſter=
rath und Walter Kölbel in Darmſtadt zuerkannt.
Ein=
gegangen waren 277 Entwürfe.
ℳ Die ſtaatlichen Stenerzettel für das neue
Steuer=
jahr 1910 (das Steuerjahr läuft von April des einen
bis April des anderen Jahres) werden, wie wir hören,
von nächſter Woche an in unſerer Stadt zur
Verteil=
ung kommen. Daß eine beträchtliche Steuererhöhung
ſtattgefunden hat, iſt dem Publikum ja längſt bekannt.
Dieſelbe beträgt bei der Einkommenſteuer 15
Prozent der ſeitherigen Steuerbeträge und bei der
Vermögensſteuer eine Erhöhung von 75 auf
95 Pfg. von jeden 1000 Mark ſteuerpflichtigem
Ver=
mögen. Daneben wird noch die allgemeine evangeliſche
und katholiſche Kirchenſteuer (nicht die lokale
Kirchen=
ſteuer, welche mit der Gemeindeſteuer erhoben wird),
mit den ſtaatlichen Steuern erhoben. Dieſe
Kirchen=
ſteuer beträgt von den ſtaatlichen Steuerſätzen 12
Pro=
zent bei der evangeliſchen und 5½ Prozent bei der
katholiſchen Kirche. Die Steuerzettel enthalten über
alle einſchlägigen, für den Steuerpflichtigen
wiſſens=
werten Verhältniſſe eine genaue Belehrung.
— Gartenſtadt=Baugenoſſenſchaft. In einer am
Mitt=
woch abend im Fürſtenſaale unter dem Vorſitze des
Haupt=
manns a. D. Kuſchel abgehaltenen Verſammlung, die
zahlreich beſucht war, iſt die Gartenſtadt=
Bauge=
noſſenſchaft gegründet worden. Nach Beratung und
Annahme der Satzung wurden in den Vorſtand gewählt:
Rechtsanwalt Kalbhenn als Vorſitzender, Miniſteral=
Regi=
ſtrator Keppel als deſſen Stellvertreter,
Miniſterialſekre=
tariatsaſſiſtent Schäfer als Kaſſierer, Poſtſekretär Lippert
als Schriftführer und Lehrer Stepp als deſſen
Stellvertre=
ter. Der Aufſichtsrat beſteht aus 12 Mitgliedern. Es
wurden gewählt: Landeswohnungsinſpektor Gretzſchel
zum Vorſitzenden, Hauptmann Kuſchel zum Stellvertreter,
Kaufmann Kaſtner als Schriftführer,
Obertelegraphen=
ſekretär Herbert als Stellvertreter, ferner zu Beiſitzern:
Fi=
nanzamtmann Bangel, Rechnungsrat Sieger,
Verlagsbuch=
händler Gebhardt, Chemiker Dr. Immel, Oberreviſor Lehr,
praktiſcher Arzt Dr. Rauſch, Architekt Stief und
Poſtſchaff=
ner Haber. In der Satzung iſt die Dividende auf höchſtens
4 Prozent beſchränkt, ferner iſt beſtimmt worden, daß bei
Auflöſung der Genoſſenſchaft die Mitglieder nicht mehr
zurück erhalten als die Summe ihres Geſchäftanteils, und
daß ein alsdann etwa verbleibender Vermögensreſt für
andere gemeinnützige Zwecke zu verwenden iſt. Endlich
enthält die Satzung Beſtimmungen, die auf Ausſchluß der
Spekulation mit den Häuſern und Grundſtücken abzielen.
Die Genoſſenſchaft charakteriſiert ſich infolgedeſſen als ein
gemeinnütziges Unternehmen. Es iſt, wenigſtens vorerſt,
nicht geplant, Miethäuſer zu bauen, ſondern kleine
Einzel=
häuſer und Villen, entſprechend den
Einkommensverhält=
niſſen und Bedürfniſſen derjenigen Bevölkerungskreiſe, die
weder über hohes Einkommen, noch großes Vermögen
verfügen. Zur Ausführung der Bauten werden nur
erſt=
klaſſige Kräfte herangezogen, damit wirklich etwas Gutes
und zugleich Schönes geſchaffen wird.
* Intereſſante Entſcheidung. Einem Spieler der
Preußiſchen Klaſſenlotterie, der ein Viertellos Nr. 243 372
ſpielte, wurde von einem Königlich Preußiſchen Lotterie=
Einnehmer das Los der fünften Klaſſe in einem Kouvert
übergeben. Als das Los 243 372 mit einem großen
Tref=
fer herauskam, merkten Spieler und Kollekteur erſt, daß der
Spieler nicht Nr. 243372, ſondern Nr. 243374 eingehändigt
erhalten hatte. Eine Verwechſelung der Loſe war
dem Einnehmer vorgekommen. Der Spieler verlangte von
dem Lotterie=Einnehmer Schadenerſatz. Es kam zur Klage,
mit der ſich das hieſige Landgericht und Oberlandesgericht
beſchäftigten. Sie ſtützte ſich darauf, daß der beklagte
Lot=
terie=Einnehmer zu dem Kläger in Vertragsbeziehungen
getreten und verpflichtet geweſen, ihm das Los Nr. 243372
zu liefern. Durch eigenes Verſchulden ſei der Einnehmer
nicht in der Lage, ſeine Verpflichtungen zu erfüllen.
Land=
gericht und Oberlandesgericht wieſen die Klage ab.
In der Begründung wurde geſagt, der Kollekteur iſt nach
§ 4 Ziffer 1 ſeiner Dienſtanweiſung einfach
Bevollmächtig=
ter der General=Lotteriedirektion, ohne Staatsbeamter zu
ſein. Er ſteht der Direktion gegenüber als
Bevollmäch=
tigter, der für fremde Rechnung und in fremden Namen die
Lotteriegeſchäfte abſchließt. Die Tatſache, daß durch § 13
Abſatz 3 des Spielplans die Haftung des Staates für
Verſehen und Verſatz des Einnehmers bei verſehentlich
ab=
handen gekommenen Loſen ausdrücklich auszuſchließen für
notwendig erachtet wird ſpricht dafür, daß der
Einneh=
mer nur Vertreter der Direktion iſt, die ohne dieſe
Be=
ſtimmung für ihn haften würde. Eine perſönliche
Be=
ziehung zwiſchen Einnehmer und Spieler lag ſonach nicht
vor, erſterer handelte nur im Namen der Direktion, für
vertragliche Beziehungen zwiſchen den ſtreitenden Teilen iſt
kein Raum.
* Vereinigte Ortskrankenkaſſe Darmſtadt. Der
Mitgliederſtand betrug am 16. April I. J.
männ=
lich 9130, weiblich 5933, zuſ. 15063, in Prozenten 60,62,
39,38; am 9. April I. J. männlich 9307, weiblich 5898,
zuſ. 15 205, in Prozenten 61,22, 38,78. Der
Kranken=
ſtand betrug am 16. April I. J. männlich 420, weiblich
180, in Prozenten 4,60, 3,03; am 9. April I. J.
männ=
lich 420, weiblich 181, in Prozenten 4,51, 3,07. An
Krankengeld wurde gezahlt in der Woche vom
11. April bis 16. April I. J. 4987,05 Mk., in der Woche
vom 2. April bis 9. April I. J. 5007,72. Mk.
An Wöchnerinnen waren vorhanden am 16. April
I. J. — 26, am 9. April I. J. — 23; Sterbefälle
kamen vor in der Woche vom 11. April bis 16. April
I. J. — 3; vom 2. April bis 9. April I. J. — 2.
— Vortrag. Ueber Weltſchöpfung,
Welt=
untergang und der Halleyſche Komet wird
der Redner Auguſt Kahl, Hamburg, bekannt durch ſeinen
erfolgreichen Vortrag vom vorigen Jahre, am Freitag,
den 29. April, im Kaiſerſaal ſprechen, und ſeine
Aus=
führungen durch zahlreiche zum Teil farbige
Licht=
bilder erläutern. Unter den Bildern befinden ſich
Original=Aufnahmen des berühmten Aſtronomen
Pro=
feſſor Wolff, Heidelberg, ſowie ſolche vom neu entdeckten
Großherzogliches Hoftheater.
„Julius Cäſar”.
Donnerstag, den 21. April.
W—1. Anläßlich der Macbeth=Aufführung im Februar
dieſes Jahres haben wir auf die bisherige ſtiefmütterliche
Behandlung der Shakeſpeareſchen Dramen hingewieſen
und dem Wunſche Ausdruck gegeben, daß man außer
„Macbeth” namentlich auch die beiden großen Dramen
„Julius Cäſar” und „Richard III.” mehr berückſichtigen
möge. Wir freuen uns, daß der Wunſch wenigſtens
bezüg=
lich des großen politiſchen Dramas „Julius Cäſar” ſo
bald in Erfüllung gegangen iſt. Wie bei der „Macbeth”=
Vorſtellung kann auch hier feſtgeſtellt werden, daß das
Haus gut beſucht war, alſo ein ſichtliches Intereſſe des
Publikums für die Shakeſpeare=Vorſtellungen vorhanden iſt.
Die Begeiſterung, welche die Vorſtellung erweckte, und
die einen ganz ungewöhnlichen Ausdruck annahm, iſt wohl
nicht allein auf die Initiative der ziemlich zahlreich
er=
ſchienenen reiferen Jugend zurückzuführen, ſondern auf
den überwältigenden Eindruck des gewaltigen Dramas
ſelbſt und ſeine von Begeiſterung getragene Darſtellung
Die berühmte Forumsſzene, das Grandioſeſte, was die
Bühnenliteratur aller Zeiten und Völker aufzuweiſen
hat, entfeſſelte einen ſolchen Sturm des Beifalls, daß der
Vorhang ſieben= bis achtmal wieder aufgehen mußte. So
hatte das Theater auch heute wieder einen großen Tag.
An erſter Stelle möge bei der heutigen Vorſtellung
des Verdienſtes des Herrn Oberregiſſeurs Valdek
ge=
dacht werden, der die Aufführung leitete und die Volks=
und Maſſenſzenen zu beleben und anzufeuern verſtanden
hat, daß ſie wie Wetter in das Land ſchlugen. Szenen,
wie die des dritten Aktes einzuſtudieren, muß allerdings
zu den ſchönſten Aufgaben eines Regiſſeurs gehören.
Shakeſpeare hat ſich die Senatsſitzung auf dem Kapitol,
in der Cäſar ermordet wird, öffentlich gedacht und ſo
dar=
geſtellt, wodurch eine ähnliche geſteigerte Bühnenwirkung
er=
möglicht wird, wie in der Gerichtsſzene des „Kaufmanns
von Venedig” Auch die Schlachtſzenen, die zu
inſzenie=
ren andererſeits eine der ſchwierigſten und undankbarſten
Aufgaben einer modernen Regie bildet, da ſie nie ein
Geſamtbild, ſondern immer nur ein Teilbild geben kann
und ſich vielfach nur andeutend verhalten und dem
Rea=
lismus manches ſchuldig bleiben muß, waren mit vielem
Geſchick arrangiert und kamen der Illuſion ſo gut wie
möglich zur Hilfe.
Im Mittelpunkte der großen politiſchen Tragödie, die
den Kampf der dem Untergang geweihten Republik mit der
neu erſtehenden Monarchie darſtellt, ſteht „der letzte Römer”
Marcus Brutus, der den eigentlichen tragiſchen Helden
des Dramas bildet, der einen inneren Kampf zwiſchen
ſei=
ner politiſchen Ueberzeugung als Republikaner und ſeiner
perſönlichen Empfindung, nämlich ſeiner Liebe zu Cäſar,
alſo einen Kampf zwiſchen Pflicht und Gefühl kämpft und
in dieſem unterliegt, weil er ein politiſcher Phantaſt iſt, der
die — von Shakeſpeare in der Forumsſzene ſo
unvergleich=
lich gezeichnete — Plebs mit den Augen eines weltfremden
Idealiſten anſieht und von ihr ſofort fallen gelaſſen wird.
ſobald ein anderer kommt, der es beſſer verſteht. Wohl
niemals iſt die levis aura popularis ſchöner und wahrer
geſchildert worden! Den tragiſchen Gehalt der Rolle des
Brutus, in deſſen Charakterſchilderung ſich das Genie des
Dichters in ſeiner ganzen Größe offenbart, erſchöpfte der
Darſteller Herr Heinz mit künſtleriſchem Verſtändnis
und tiefem Eindringen in den Geiſt der Rolle. Er war
ein ſehr ſympathiſcher Vertreter des letzten Republikaners
vom alten Schlage, der mit der kraftvollen Männlichkeit
der äußeren Erſcheinung die Ruhe und Reſignation des
mit dem Troſte ſeiner Philoſophie furchtlos und ergeben
freiwillig in den Tod gehenden Stoikers vereinigte. Etwas
zu warm und temperamentvoll ſchien uns die Auffaſſung
des Caſſius durch Herrn Lehrmann. Er iſt nach der
Schilderung des Dichters ſelbſt ein verſchlagener und
miß=
vergnügter älterer Mann, der den Cäſar aus Mißgunſt
tötet und moraliſche Entrüſtung und politiſche Motive nur
orſchieben kann, alſo aus Berechnung handelt. Dieſe Be=
merkung bezieht ſich aber nur auf die Auffaſſung, nicht auf
die Durchführung der Rolle, die durchaus lobenswert war.
Mit hinreißender Leidenſchaft, die aber das
Intellek=
tuelle nicht außer Acht ließ, ſpielte Herr Baumeiſter
die berühmte Rolle des Marcus Antonius. Mit ſeinem
Eingreifen in die Handlung beginnt ſich das Intereſſe vom
Politiſchen ab= und dem Perſönlichen zuzukehren und
wäh=
rend man vorher mit atemloſer Spannung den ſich raſch
abwickelnden Vorgängen auf der Bühne folgt, wird man
von ſeiner Klage an der Leiche Cäſars tief ergriffen. Bei
der berühmten Leichenrede auf dem Forum überwog nicht
das rein Rhetoriſche, ſondern ſie war nach dem Grundſatz
aufgebaut, daß Antonius, wie er ſelbſt ſagte, „die
Stim=
mung des Volkes erforſchen will.‟ Dementſprechend dürfte
er jedesmal nach den Worten über Brutus den Grad des
Beifalls des Volkes, der ſich immer mehr abſchwächt und
ſchließlich in Widerſpruch umſchlägt, und ſteigerte danach
die rhetoriſchen Effekte. Die Art, wie Herr Baumeiſter
dieſe ſeine Aufgabe durchführte, verriet ebenſo ſehr
künſt=
leriſche Intelligenz, wie zündendes Temperament und war
eine glänzende ſchauſpieleriſche Leiſtung. Wenn auch nach
dieſer Szene, nach der Herr Baumeiſter und Herr
Oberregiſſeur Valdek immer wieder hervorgerufen
wur=
den, eine dramatiſche Steigerung nicht mehr möglich iſt,
ſo hinterließ doch die von der Hoheit klaſſiſchen Geiſtes
erfüllte große Szene zwiſchen Brutus und Caſſius im
vierten Akt einen tiefgehenden Eindruck.
Die ſchwierige Rolle des Cäſar ſpielte Herr Hacker
mit feinem künſtleriſchen Takte und wohlgelungener
ein=
heitlicher Charakteriſtik. Er lieferte den Beweis dafür, daß
die Rolle einen erſten Künſtler erfordert und nur durch
einen ſolchen auf das richtige künſtleriſche Niveau gehoben
werden kann. Von den übrigen Rollen erwähnen wir noch
die Portia des Frl. Oſter, die dieſen herrlichen Charakter
glaubwürdig zur Darſtellung brachte, die Calpurnia des
Frl. Heumann, den Casca des Herrn Schwarze und
den Octavius des Herrn Weſtermann. Die übrigen
Rollen ſind inferiorer Art.
Seite 4.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94.
Johzunesburger und vom Hallrſchen Kometen (Stellung f über die neneſen Ereigniſe inſormieren. (Gäheres ( pot eingelegten Papiere, von dem Landgericht abgewie=
ſiehe Anz.)
§ Aus dem Arbeitshaus Dieburg ſind während
des Monats März ſiebzehn Perſonen, die daſelbſt.
korrektionelle Nachhaft verbüßten, entlaſſen worden. Die
längſte Dauer der Nachhaft betrug bei einer Perſon
730 Tage und die kürzeſte Dauer der Nachhaft bei vier
Perſonen 180 Tage. Während des vorhergehenden
Monats Februar ſind daſelbſt zehn Perſonen entlaſſen
worden. Die längſte Dauer der Nachhaft betrug bei
einer Perſon 730 Tage und die kürzeſte Dauer bei zwei
Perſonen 190 Tage.
§ Feſtgenommen. Ein 64 Jahre alter Schloſſer
von hier iſt wegen Sittlichkeitsverbrechen feitgenommen
worden.
§ Diebſtahl. Während der vorverfloſſenen Nacht
wurde in der Ludwigſtraße ein Schaukaſten erbrochen
und daraus verſchiedene Gegenſtände entwendet.
t. Lindenfels, 21. April. Einer unſerer älteſten
Einwohner, Herr Philipp Dehus, wurde heute zu
Grabe getragen. Der Verſtorbene ſtand im 87.
Lebeus=
jahre und hat die Feldzüge in den Revolntionsjahren
1848/49 mitgemacht.
Beerfelden, 21. April. Schon des öfteren war die
Gründung eines Volksbildungsvereins hier
erwogen worden. Den Anſtoß zu deſſen Gründung gab
Herr Volk=Frankfurt a. M., der Geſchäftsführer des
Rhein=Mainiſchen=Verbandes für Volksbildung. Mit
Herrn Lehrer Schwartz lnd er auf Dienstag zu einer
Beſprechung ein, welche die Gründung einer
Volks=
gruppe im Gefolge hatte. Zunächſt traten 12 Herren
der Gründung bei, eine hohe Zahl in anbetracht deſſen,
daß die Einladung erſt gegen Abend erfolgte.
„. Nauheim b. Groß=Gerau, 22. April. Wie bereits
gemeldet werden konnte, hat ſich das Befinden des im
Mainzer Rochushoſpital befindlichen Opfers jenes
meuchleriſchen Angriffs ſo gebeſſert, daß die
drohende Lebensgefahr beſeitigt zu ſein ſcheint. Dieſe
Tat=
ſache iſt für die ſchwebende Unterſuchung von großer
Wich=
ligkeit. Gegen den als verdächtig verhafteten Klein, der
nach wie vor jede Beteiligung beſtreitet, liegen nur
In=
dizien vor, deren Beweiskraft allein oder in Verbindung
mit etwaigen neuen Momenten abzuwarten bleibt. Des
Beſitzes einer zur Tat geeigneten Schußwaffe iſt er noch
immer nicht überführt, wenn auch die in der Abortgrube
ſeines Hauſes gefundenen Patronen nebſt dem
Abzugs=
bügel eines Flobertgewehres für einen ſolchen früheren
Beſitz ſprechen. Es handelt ſich zwar, wie bei der am
Tat=
ort zurückgelaſſenen Patronenhülſe, teilweiſe um
Revol=
verpatronen, doch können ſie auch von einem Flobert
be=
nutzt werden. Eine Spur am äußeren Rahmen des
Ewingerſchen Fenſters läßt mit Sicherheit darauf ſchließen,
daß der Täter ſich eines Floberts bedient und es zum
ſicheren Zielen an einen Fenſterſproſſen angelegt haf.
Mainz, 22. April. Als geſtern vormittag eine in der
Jakobsbergerſtraße wohnende Frau in die Wohnung des
dort wohnenden Fuhrmannes Eder kam, gewahrte die
Frau zu ihrem Schrecken, daß Frau Eder ſich in ihrem
Zimmer erhängt hatte, während das Kind der Frau
im Zimmer ſpielte. Der Fuhrmann Eder hatte ſich am
Morgen auf den Pferdemarkt begeben und bald darauf
hatte ſeine Frau die Tat verübt. — Als geſtern vormittag
der Gefangenenwagen eine Anzahl Verhafteter nach
dem Hauptbahnhofe gebracht hatte, verſuchte dort ein
Sträfling, der an ein Frauenzimmer gefeſſelt war, zu
ent=
fliehen. Aber ſchon nach einigen Schritten ſtellten ſich
ihm handfeſte Leuten entgegen, die ihn feſthielten und dem
herbeigeeilten Beamten übergaben.
Worms, 22. April. Heute früh wurde bei Erfelden
im Altrhein in der Nähe von Schuſterwörth die
Leiche eines der fünften Kompagnie des 118. Inf.=
Regts. zu Worms angehörenden Soldaten geländet. Da
Spuren von Verletzungen nicht feſtgeſtellt wurden,
muß angenommen werden, daß ſich der Betreffende in
ſelbſtmörderiſcher Abſicht in das Waſſer ſtürzte.
Büdesheim (Oberh.), 21. April. Der Witwe des
ver=
ſtorbenen Reichstagsabg. Grafen Oriola iſt u. a. auch ein
herzliches Beileidstelegramm des Kaiſers aus
Hom=
burg v. d. H. zugegangen, das in ehrenden Worten der
Verdienſte des Verſtorbenen um die alten Kriegsveteranen
gedenkt. Auch der Großherzog von Heſſen ſandte ein
Beileidstelegramm.
Büdingen, 22. April. Wie der „Büd. Anz.” mitteilt.
iſt die Klage der Stadt gegen die Aktien=Zuckerfabrik
Büdingen in Liqu., wegen der von Rothſchild in das De=
ſen worden. Die Stadt verliert ſomit 40 000 Mark.
Odenhauſen i. d. Rabenan, 21. April. Am Sonntag
abend nach 6 Uhr verſchwand hier der 2bjährigs
Weißbinder Johs. Pfeiff, nachdem er ſeiner Frau
geſagt hatte, er wolle auf ſeinen in der Nähe des
Dor=
ſes liegenden Acker gehen. Als P. nicht zurückkehrte,
glaubte ſeine Fran, er ſei in ſeinen Heimatort
Rüddingshauſen zu ſeinen Eltern gegangen und würde
ſich die Nacht noch einfinden. Er iſt aber bis jetzt
noch nicht zurückgekehrt. Am Montag morgen wurde
das Feld, wo er zuletzt geſehen worden war, ſowie der
nähere Wald abgeſucht. Die Leute kehrten jedoch
un=
verrichteter Sache zurück. Auf Wunſch der
Angehöri=
gen traf Schutzmann Jaeob aus Wetzlar am Dienstag
vormitag mit ſeinem Spürhund ein. Der Hund
nahm die Spur am Acker des P. auf und verfolgte ſie
durch Feld und Wald bis nach dem ungefähr 20
Mis=
nuten von hier bei dem Hofgut Appenborn gelegenen=
Teich. Hier legte ſich der Hund hin und man nahm
allgemein an, daß der Verſchwundene ſich in den Teich
geſtürzt hätte. Nachdem die Gutsherrſchaft (
Freiherr=
von Nordeck zur Rabenau zu Londorf) die
Genehmig=
ung erteilt hatte, wurde der Teich entleert, die Leichen
fand ſich jedoch nicht. Der Hund wurde nochmals auf
die Spur geſetzt und verfolgte ſie wieder bis auf
die=
nämliche Stelle, worauf heute der in dem Teich
lagernde Schlamm durchſucht wurde, ebenfalls
ergeb=
nislos. P. iſt ſeit drei Jahren hier verheiratet und
betrieb ein gutgehendes Weißbindergeſchäft; er lebte
mit ſeiner Frau recht einig und war auch bei den
Ortsbewohnern ſehr beliebt. Was ihn hier
fort=
getrieben hat, weiß man nicht. Er hatte ſich ein=
Haus gekauft und beabſichtigte, es im Sommer
umzu=
bauen. (6. Anz)
Ulrichſtein, 22. April. Auf dem iſoliert. 20
Mi=
unten von Ulrichſtein entfernt gelegenen
Selgen=
hof iſt eine 16jährige Arbeiterin aus
Ruſ=
ſiſch=Polen ſchwer an Pocken (Variola) erkrankt.
Wie man aus der Berückſichtigung der bei Pocken
er=
fahrungsgemäß zwiſchen Anſteckung und Ausbruch der
Krankheit liegenden Zeit ſchließen kann, hat ſich die
Kranke einige Zeit vor der Ausreiſe aus
Ruß=
land infiziert. Der behandelnde und der beamtete
Arzt und das Kreisamt ſind eifrig auf die
Durchführ=
ung der Maßnahmen bedacht, die zur Verhütung der
Weiterverbreitung der Krankheit dienen und geſetzlich
vorgeſchrieben ſind. Am Mittwoch weilte ein
Ver=
treter des Kreisamts auf dem Selgenhof um mit dem
behandelnden Arzt und dem Kreisarzt über dieſe
Maß=
nahmen und die Ausdehnung und geſetzliche
Zuläſſig=
keit der Abſperrungsmaßregeln nochmals zu beraten.
Die Kranke iſt mit ihrer Pflegerin in einem
abgeſon=
derten Hauſe untergebracht. Die ausländiſchen
Arbei=
ter mit ihren Kindern, die mit der Kranken
zuſammen=
gewohnt hatten, ſind, mit Ausnahme von 2 Perſonen,
welche als Pfleger und Dolmeticher nötig ſind, in das
Iſolierhaus der mediziniſchen Klinik in Gießen zum
Zwecke der Beobachtung übergeführt worden. Die
Kranke konnte leider bis jetzt dorthin nicht verbracht
werden, da ihr Zuſtand nur einen Transport in
einem Krankenautomobil zuläßt und ein ſolches bis
jetzt nicht beſchafft werden konnte Sämtliche Inſaſſen
des Selgenhofes ſind ſofort geimpft worden. Auch
Be=
wohner von Ulrichſtein haben ſich in dem vom
Kreis=
geſundheitsamt in Ulrichſtein abgehaltenen öffentlichen
Impftermin oder von ihrem Hausarzt impfen laſſen.
Man hofft, daß eine Weiterverbreitung der Krankheit
verhütet werden kann.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 21. April. Die
Budget=
kommiſſion der Abgeordneten genehmigte den
Nach=
tragsetat für den Umbau des Bühnenhauſes
im Opernhauſe in Höhe von 854500 Mark. Bei
den Verhandlungen erklärte der Finanzminiſter, daß
die Krone jährlich etwa 1½ Millionen Zuſchuß zu den
Theatern in Berlin leiſte. — Profeſſor Robert Koch,
der vor einigen Tagen einen Anfall von Herzſchwäche
erlitt, befindet ſich auf dem Wege der Beſſerung. — Die
Aten im Verfahren gegen die „Wahrheit”
ſind vom Juſtizminiſterium vor mehreren Wochen zur
Prüfung eingefordert worden und erſt geſtern wieder
in die Hände der Staatsanwaltſchaft zurückgelangt. Es
iſt auch nicht ausgeſchloſſen, daß die Akten zu erneuten
Ermittlungen wieder dem Unterſuchungsrichter zuge=
zu Sonne und Erde im Mai). Der Vortrag wird eine
großzügige Darſtellung der Sonnen= und
Planeten=
entwicklung und der Zukunft unſerer Welt bringen und
die neueſten grundlegenden Anſchauungen, (
Strahlungs=
drucktheorie, Sonnenkolliſionen ꝛc.) gemeinverſtändlich
behandeln. (Näheres Anzeige.)
— Außerordentliches Konzert. Am Schluſſe der
Spielſaiſon veranſtaltet die Großh. Hofmuſik ein
Konzert zum Beſten ihres Hilfsfonds. Zur Aufführung
gelangen die Romen und Julia=Sinfonie von Hektor
Verlivz unter Mitwirkung von Soliſten des
Hof=
theaters, des Muſikvereins und des Sängerchors des
Lehrervereins. Frau Hedwig Kirſch wird das G=dur=
Klavierkonzert von Beethoven ſpielen.
Beſichtigung. Das ſtädtiſche Waſſerwerk
wird, wie bereits mitgeteilt, am Montag nachmittag
durch den Ortsgewerbeverein beſichtigt werden.
Die urſprünglichen Anlagen des maſchinellen
Betrie=
bes ſind verſchwunden und an deren Stelle die
Geſamt=
anlagen entſprechend dem Wachstum der Stadt mit
den neueſten Errungenſchaften der Technik ausgebaut
und erweitert worden, ſo daß der Beſuch lohnend und
lehrreich und demzufolge anempfohlen werden kann.
Der Sport= und Nutzkaninchenzuchtverein
Darmſtadt hält, wie alljährlich, am Sonntag, den 24.
und Montag, den 25. d. Mts. in ſeinem
Ausſtellungs=
lokal bei Herrn Reſtaurateur Ph. Rummel, Bleichſtr. 41,
eine Frühlungsausſtellung ab. Trotzdem der Verein
über kein Heer von Mitgliedern verfügt, kann er ſich doch
zu einem der erſten in der Umgegend zählen, zumal er
eigene, ſelbſt erworbene Ausſtellungskäfige beſitzt. Nur
dem muſtergültigen Zuſammenhalten der einzelnen
Mit=
glieder iſt es zu verdanken, daß es der Verein zu guten
Leiſtungen gebracht hat. Es dürfte für manchen, der
der Kaninchenzucht noch fern ſteht, von Intereſſe ſein,
die Ausſtellung zu beſuchen, zumal der Verein über recht
gutes Zuchtmaterial verfügt.
— Zirkus Sidoli. Wie wir von dem
vorüber=
gehend hier weilenden Geſchäftsführer des Zirkus
er=
fahren, trifft Zirkus Sidoli am 6. Mai, früh 7 Uhr,
mittelſt zweier Sonderzüge hier ein und beginnt am ſelben
Tage abends 8¼ Uhr ſeine Gala=Eröffnungsvorſtellung.
Es wird diesbezüglich auf die in unſerem Blate
er=
ſchienene Anzeige verwieſen.
— Orpheum. Gaſtſpiele des Berliner
Bandeville=Enſembles. Es ſei nochmals auf
die morgigen Aufführungen des franzöſiſchen
vierakti=
gen Schwankes: „Kümmere Dich um Amélie‟
(„Occupe toi d'Amélie”) von Georges Feydeau,
in der Original=Bearbeitung für das Berliner
Reſi=
derztheater von Bolten=Bäckers, im Orpheum
aufmerk=
ſam gemacht. Das überſprudelnd heitere Werk machte
in der diesjährigen Winterſaiſon einen wahren
Sie=
geszug über ſämtliche Bühnen. Es iſt der beſte
fran=
zöſiſche Schwank der letzten Jahre, der aller Orten das
Repertoire auf lange Zeit beherrſchte. Wer einmal
herzlich lachen will, verſäume nicht, dieſen
Vorſtellun=
gen beizuwohnen, Daß die Darſtellung eine gute wird,
ſteht wohl nach den bisherigen glänzenden Erfolgen
des Berliner Vaudeville=Enſembles außer Zweifel,
zu=
mal „Kümmere Dich um Amsliel”über 80
Aufführun=
gen in Frankfurt ſeither erlebte. — Am nächſten
Mon=
tag und Dienstag finden zwei Wiederholungen ſtatt.
— Mittwoch, den 27. April, gelangt der Pariſer
Schwank „Theodor & Cie.” mit ſeinen
draſtiſch=
komiſchen Szenen zur erſtmaligen Darſtellung.
Heute Samstag findet das letzte Gaſtſpiel der
Künſtlervereinigung „Münchener Scharfrichter” und
„Wiener Nachtlicht” ſtatt. (Siehe Anz.)
* Ludwigshöhe. Wie im Anzeigenteil erſichtlich,
konzertiert die Kapelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts.
Nr. 61 unter Webers Leitung morgen Sonntag, auf
der Ludwigshöhe. Herr Muſikmeiſter Weber, der immer
bemüht iſt, bei Aufſtellung des Programms jedem
Ge=
ſchmack Rechnung zu tragen, hat auch für das nächſte
Konzert diverſe Piécen vorgeſehen. Das Konzert findet
bei guter warmer Witterung im Freien, andernfalls
in den Sälen ſtatt.
— Erſter Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein=
und Grafenſtraße). Von heute ab gelangt wöchentlich
außer dem neuen Programm das Neueſte auf dem
Ge=
biete der Kinematographie: „Das Pathé=Journal”,
zur Vorführung. Dies iſt die Wochenrundſchau der
in=
tereſſanteſten aktuellen Ereigniſſe im lebenden Bilde
Dadurch können ſich die Beſucher dieſes Theaters ſofort
Kleines Feuilleton.
* Bismarck über die Frauen. Noch nicht
veröffentlichte Aeußerungen des Fürſten Bismarck
über die Frage, ob und inwieweit die Beteiligung der
deutſchen Frauen an den Kämpfen der Tagespolitik
wünſchenswert ſei, teilte der konſervative Politiker
und Publiziſt Wolfgang Eiſenhart=Naumburg in einem
Vortrage mit. Er berichtete nach dem „Weißenfelſer
Tageblatt” folgendes:
Er verdanke die Ausſprüche Bismarcks der Güte
einer Dame, welche bald nach der Verabſchiedung des
Fürſten mit dieſem in einem deutſchen Kurorte
zuſam=
mentraf. Nach den Aufzeichnungen, die die Dame
da=
mals ſofort nach der Unterredung ſich gemacht hat,
äußerte ſich der Fürſt folgendermaßen: „Was ich
ge=
worden bin, das bin ich durch meine Frau. Ich achte
jebe Fran, die uns Männer hoch emporzieht, die uns
Religion und Sitte lehrt, uns unſere Ideale erhält und
himmliſche Roſen ins irdiſche Leben flicht. — Ich wollte
die gebildeten Frauen zur Politik heranziehen, aber
wir ſind nicht reif genug dazu; wir ſind noch in den
Kinderſchuhen.” . . . „Unſere Königin Luiſe trieb auch
Politik, aber eine Politik mit reinem Herzen: Ihr
Vaterland wollte ſie groß, reich und mächtig machen;
kein irdiſches Weſen habe ich höher geachtet. In ihrem
Salon vereinigten ſich die klugen und edlen Geiſter
aller Nationen. Wenn doch unſere vornehmen und
ge=
bildeten Damen ſolche Politik wieder treiben wollten.
Sie ſollen dem Manne nicht ins Handwerk pfuſchen,
aber ſie ſollen ihn beeinfluſſen, beſänktigen und zum
Guten führen” . . . „Es wird aber ein Tag kommen, wo
die Frauen zur Mitarbeit aufgerufen werden. — Wir
Männer ſind alle täppiſch: beſonders wir Deutſchen
ſind immer die plumpen Bären, auch die Diplomaten.
Außerdem käme viel weniger in die Oeffentlichkeit;
denn ein kluger Frauenmund kann ſchweigen. Er zieht
aber auch dem Gegner im Plauderton manch
Geheim=
nis heraus, das er uns Männern nicht preisgibt. So
anmutig plaudert ein Frauenmund über die
ſchwierig=
ſten Sachen, daß mancher alter Eſel gar nicht merkt,
daß man mehr geſagt hat, als man wollte. Denn alles
Weibliche iſt uns über an Schläue. Die Frau umſchifft
gewandt die Klippen und einigt ohne Austauſch von
Noten, die gefälſcht werden können, zwei Parteien. Sie
erzieht uns zu Männern, und wenn ſie’s recht verſteht,
zr deutſchem Geiſte.—Die Echtheit dieſer höchſt
inter=
eſſalten Aeußerungen iſt allerdings ſchwer
nachzu=
weiſen.
Der größte Haifiſch der Welt. Der
größte Haifiſch, der bisher der Forſchung bekannt
ge=
worden iſt, wurde vor kurzem von zwei griechiſchen
Fiſchersleuten in der San Pedro=Bai in Kalifornien
gefangen. Der gewaltige Hal= der nicht weniger als
14 000 Pfund wiegt, hat eine Länge von 32 Fuß; der
Körperumfang, unmittelbar hinter der großen
Rücken=
floſſe, mißt mehr als 3 Meter. Der furchtbare Rachen
des Ungetüms zeigt eine Breite von etwa ¾4 Meter,
geöffnet eine Spannweite von mehr als einem Meter
Höhe Im „Wide World Magazine”, das die Geſchichte
des Fangs veröffentlicht, wird eine Photographie
die=
ſes Rieſenhais gegeben, auf der man ſieht, wie zwei
Kinder auf dem Unterkiefer des mächtigen Fiſches
eine bequeme Sitzgelegenheit finden, ohne mit den
Köpfen den Gaumen zu berühren. Der Hai hatte ſich
in das große Netzwerk verſtrickt, mit dem die beiden
Fiſcher arbeiteten. Er vermochte ſich nicht mehr
frei=
zumachen. Je mehr das Ungeheuer gegen das
Netz=
werk ankämpfte, und die ſtarken Fäden zerriß und
ſprengte, je mehr verwickelte es ſich in einen Knäuel
von Schnüren. Das Tauwerk verwirrte ſich in den
Floſſen und es gelang, trotz der verzweifelten
An=
ſtrengungen des Fiſches, das Ungeheuer zu halten.
Aber ein langer, furchtbarer Kampf folgte, ehe die
beiden Fiſcher den Hai überwältigten. Mehr als
ein=
mal entkamen ſie nur mit knapper Not dem mächtigen
Rachen des Hais und ſeinen wütenden
Schwanzſchlä=
gen. Er mußte mehrfach harpuniert werden, ehe der
Tod endlich eintrat. Mit großen Schwierigkeiten
wurde das mächtige Tier dann an den Strand
ge=
ſchleift. Bereits vor einigen Jahren wurde unter
ähnlichen Umſtänden bei Los Angeles in Kalifornien
von Fiſchern ein mächtiger Hai gefangen, der bisher
als der größte ſeiner Art galt. Aber jener Hai war
nur 22 Fuß lang, alſo 10 Fuß kürzer als dier jetzt
ge=
fangene. Der ausgeſtopfte mächtige Körper des
da=
mals gefangenen Haifiſches iſt heute in Los Angeles
ausgeſtellt; auch der rieſige Körper des nun
gefange=
nen größten Haifiſches der Welt wird ausgeſtopft und
ſoll von einem großen amerikaniſchen Naturhiſtoriſchen
Muſeum angekauft und aufgeſtellt werden:
C.K. Ein Fehlſchlag der Frauenarbeit.
Die Anhängerinnen der Frauenemanzipation in
Ame=
rika haben eine Niederlage erlitten, deren
Berechtig=
ung ſie freilich auf das entſchiedenſte leugnen: Wie aus
New=Yort berichtet wird, hat die Baltimore= und Ohio=
Eiſenbahngeſellſchaft beſchloſſen, alle weiblichen Ange=
ſtellten durch Männer zu erſetzen, nachdem eine
er=
ſchöpfende Statiſtik feſtgeſtellt hat, daß die männlichen
Angeſtellten in denſelben Stellungen wie die Frauen
um 30 Prozent mehr und beſſere Arbeit verrichten,
Es handelt ſich dabei beſonders um
Maſchinenſchreibe=
rinnen und Telegraphiſtinnen. Nach den
Feſtſtellun=
gen der Geſellſchaft beſitzen die Frauen nicht die
Fähig=
keit zur angeſtrengten Arbeit, nicht die Schnelligkeit
und Sorgfalt der Männer. Sie zeigen geringe
Initia=
tive und ſcheinen unfähig, ihren Geiſt ganz auf das zu
richten, was ſie tun. Sie vermögen in der Regel nichts
aus der Erfahrung zu lernen; erhalten ſie einen Tadel,
ſo ſehen ſie ihre Fehler nicht ein, ſondern halten es
für eine Ranküne der Vorgeſetzten. Frauen machen
immer wieder denſelben Fehler, auch wenn er ihnen
häufig verbeſſert wird; ſie hindern die in demſelben
Bureau arbeitenden männlichen Angeſtellten an der
Aufmerkſamkeit, und es iſt unmöglich, unter ihnen
die=
ſelbe Disziplin aufrecht zu erhalten wie unter
Män=
nern. Die Eiſenbahngeſellſchaft zahlt daher lieber den
Männern höhere Gehälter und glaubt trotzdem durch
die größere geleiſtete Arbeit ein beſſeres Reſultat zu
erzielen. Die Frauen, beſtreiten allerdings die
Wahr=
heit dieſer Statiſtiken auf das entſchiedenſte; ſie
be=
haupten, mindeſtens ebenſo gute und ſchnelle Arbeiter
zu ſein wie die Männer, aber in der Ordnung und
Pünktlichkeit ſie zu übertreffen.
* Schwimmbad an Bord. Der Hapagdampfer
„Moltke‟, ſo erzählt die Touriſtenzeitſchrift „Welt auf
Reiſen” kehrte unlängſt mit 350 Touriſten von einer
vierwöchigen Vergnüungstour nach weſtindiſchen Häfen
wohlbehalten nach New=York zurück. Das Schiff hatts
Havanna, San Juan, Kingſton und Colon angelaufen,
ferner noch La Guayara, Trinidad, St. Pierre und
Bermuda. Die Reiſenden waren durchwegs von
denk=
bar beſtem Wetter begünſtigt worden, und es mag der
tropiſchen Wärme nicht minder als dem rubigen Gang
des Schiffes zuzuſchreiben geweſen ſein, daß man auf
den Gedanken kam, an Deck für die Paſſagiere ein
6 Fuß tiefes und 750 Geviertſuß weites
Schwimm=
baſſin einzurichten. Die Neuerung fand bei allen
Reiſeteilnehmern Beiſall und machte den vielen
Wan=
nen= und Duſchenbädern des Dampfers nicht geringe
Konkurrenz. Ein vergnügteres „Bordleben” ſoll
nie=
mois anf einem Ozeandampfer zu finden geweſen ſeing
Nummer 94.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Seite 5.
ſtellt werden, da ſeitens der Beſchuldigten eine Reihe
neuer Entlaſtungsbeweiſe angeboten worden ſind, die
der Nachprüfung bedürfen. Wann und ob es zur
An=
flage kommen wird, iſt daher gegenwärtig noch nicht
zu ſagen. — Ein 32jähriger gewerbsmäßiger
Hei=
ratsſchwindler wurde geſtern von einem der von
ihm betrogenen Mädchen am A kaniſchen Platz beim
Kragen gefaßt und nicht eher losgelaſſen, bis ihn ein
Schutzmann in Händen hatte. — Der Dompteur
Hen=
rickſen, welcher gegenwärtig mit einer Anzahl wilder
Tiger im Zirkus Buſch auftritt, wäre geſtern faſt
das Opfer ſeines Berufes geworden, als er mit einem
Tiger Uebungen vornahm, der bisher noch keinen
Menſchen in ſeinem Käfig geſehen hatte. Henrickſen
beabſichtigt, bei der Vorführung ſeiner Tiger auch
einen Schimpanſen zu verwenden. Henrickſen befand
ſich mit dem Schimpanſen in dem großen Käfig und
wollte den Tiger bewegen, aus ſeinem Stallkäfig in die
Manege herauszukommen. Bei einer kleinen
Wen=
dung Henrickſens ſprang der Königstiger plötzlich mit
einem mächtigen Satze auf den Rücken ſeines Meiſters.
In demſelben Moment ſtürzte ſich aber der Schimpanſe
furchtlos auf den Tiger, und dieſem Umſtande war es
zu danken, daß der Tiger von ſeinem Opfer losließ
und ſich ſchen zurückzog. Der aus größter Lebensgefahr
befreite Dompteur ergriff blitzſchnell die Kette des
Affen und konnte mit dieſem aus der umgitterten
Manege hinausſpringen. Der Tiger dagegen mußte es
ſich gefallen laſſen, daß er durch Schüſſe und eiſerne
Stangen gezwungen wurde, ſeinen Käfig wieder
auf=
zuſuchen. Der kühne Tierbändiger hat keinerlei
Ver=
wundung davongetragen. — Der heute vormittag in
Spandau als Leiche aus der Havel gezogene 18jährige
Kontorlehrling Gerſchow aus Charlottenburg iſt,
wie aus Potsdam gemeldet wird, heute von
Augen=
zeugen als die Perſönlichkeit rekognosziert worden,
welche am Sonntag, den 3. April, vormittags, vor der
Zerſtörung der Marmorbänke im Parke
von Sansſouci dort beobachtet worden iſt.
* Frankfurt, 22. April. Man ſchreibt uns: Zirkus
Sarraſani, deſſen Gaſtſpiel augenblicklich Frankfurts
Senſation iſt, iſt ein Unternehmen, das alles Raffinement
der Moderne in ſich vereinigt. Es iſt intereſſant, der
Or=
ganiſation eines ſolchen Inſtituts nachzuſpüren, deſſen
Heimat die weite Welt iſt. Mit dem artiſtiſchen Reſſort
allein iſt es nicht getan, und doch wird hier ſchon eine
ganze Kraft verlangt, um immer das Neue und
Uner=
hörte auszuſinnen. Sarraſanis Stolz iſt ſeine
Vielſeitig=
keit. Er hat eine Elefantenherde, die ſechzehn Köpfe zählt,
er hat zwanzig afrikaniſche Löwen, deren ungebrochenes
Naturell der Dompteur Haupt mit der Energie ſeines
Blickes und ſeiner Stimme niederzwingt; er hat die
poſſier=
lichen Seehunde, die Kapitän Bylik, ehedem ein kanadiſcher
Nordlandfahrer, auf Grönland und Spitzbergen einfing; er
hat dazu Dromedare, Trampeltiere und Zebras, die in
dem Pas der hohen Schule einherzuſtolzieren wiſſen; er
hat Hunde und Affen, er hat Zebus und Myſoreochſen, er
hat mehr als 80 edle Pferde, davon mehr als ein Drittel
Vollblüter. Zu ſeinen Artiſten zählen ſich geſchmeidige
Japäner, zierlich ſpielende Chineſen und tollkühn ſpringende
Marokkaner, rechnen ſich Europäer jedweder Raſſe und
Farbe. Eine ſorgſam eingeteilte Verwaltung ſorgt für die
Fortbewegung der Maſſen an totem und lebendem
Mate=
rial. Der Betriebsleiter, über einen Stab von
Reſſort=
vorſtänden gebietend, ſorgt für die maſchinellen Anlagen,
für die mehrere Lokomobilen und drei Siemens= und
Halskeſche Dynamos tätig ſind, ſorgt für eine Arbeiterſchar
von 300 Mann, ſorgt für Zeltbau und die Legion der
tech=
niſchen Bedürfniſſe. Ein Preſſebureau, eine juriſtiſche
Abteilung, ein Sekretariat und eine Rendantur wirken mit
angeſpannter Energie. Kurz, ein Zuſchnitt, den man
ame=
rikaniſch nennen dürfte, wenn er nicht das Gepräge echt
deutſchen Fleißes und echt deutſcher Unternehmungsluſt
wäre, leitet dieſen Zirkus, der uns vergeſſen läßt, daß
einſt=
mals das fahrende Volk ein verſtoßenes Bettelvolk war.
Es iſt dem Zirkus Sarraſani diesmal leider nicht möglich,
ein Gaſtſpiel in Darmſtadt zu geben, aber die gute
Verbindung mit Frankfurt ermöglicht es den
Darm=
ſtädtern, ſich den Genuß des Zirkusbeſuches bequem zu
beſchaffen, zumal die Nachmittagsvorſtellungen des Zirkus
Sarraſani, bei denen übrigens Kinder und Soldaten nur
halbe Preiſe zahlen, ein völlig ungekürztes
Abendpro=
gramm aufweiſen. Am 27. finden unwiderruflich die
bei=
den letzten Vorſtellungen des Zirkus ſtatt.
Heidelberg, 21. April. Der Rheiniſche Verein für
Luftſchiffahrt wird in den nächſten Tagen von
Heidel=
berg und Mannheim aus Nachtfahrten zur
Be=
obachtung des Halleyſchen Kometen
unter=
nehmen. Aſtronomen und Mitglieder der Univerſität
werden die wiſſenſchaftlichen Arbeiten leiten.
Landau (Pfalz), 22. April. Geſtern vormittag
wollte ein Soldat des 5. Feldartillerieregiments auf
der Stadtpoſt für die Kaſſenverwaltung ſeines
Regi=
ments 1070 Mark am Poſtanweiſungsſchalter einzahlen,
er legte das Geld in einem Beutel auf die
Schalter=
brüſtung und begab ſich an den nur wenige Meter
ent=
fernten Markenſchalter, um Briefmarken zu kaufen.
Als er gleich darauf wieder zurückkehrte, war der
Beutel mit ſeinem Inhalt verſchwunden. Von
dem Dieb hat man trotz ſofortiger Recherchen keine
Spur.
Köln, 22. April. Der als ſchuldig ant dem
Eiſen=
bahnunglück bei Mülheim verhaftete
Loko=
motivführer Garbs iſt gegen Stellung einer Kaution
von 20000 Mark aus der Haft entlaſſen worden.
Leipzig, 21. April. Ein in allen Sätteln verſierter
Geſchäftsmann, der trotz ſeiner 29 Jahre ſchon ein recht
abenteuerliches Leben hinter ſich hat, ſtand in der
Per=
ſon des Kaufmanns Ludwig Folkmann vor der
zweiten Strafkammer des hieſigen Landgerichts
unter der Anklage des wiederholten Betruges. Der
Angeklagte ſtammt aus Wien, iſt aber ungariſcher
Staatsbürger. Er erlernte zunächſt das
Kaufmanns=
gewerbe, wurde aber bald Maſſeur. Auch in dieſem
Bernfe gefiel es ihm nicht und er gründete daher eine
Barietétruppe, mit der er umherreiſte. Ueberall, wo
hin er kam, ſuchte er kleine oder große Nebengeſchäfte
zu machen. In Oberammergau mietete er eine Reihe
Fenſterplätze, die er mit Verdienſt weiter abgab. In
Meſſina kaufte er drei Schiffsladungen altes Eiſen
aus den Erdbebentrümmern und verſuchte ſie nach
London abzuſtoßen. Aus dieſem Geſchäft wurde aber
nichts. Als der Angeklagte von den großen
Vorberei=
tungen anläßlich der 500jährigen Jubelfeier der
Univerſität Leipzig las, kam ihm der Gedanke,
daß hier ein Stück Geld zu verdienen ſei. Als die Zeit
des Univerſitätsjubiläums herangekommen war, ging
der Angeklagte auf”ie Univerſität und erkundigte ſich
geuau, durch welche Straßen ſich der Feſtzug bewegen
würde. Er ſuchte dann die Mieter der betreffenden
Straßen auf und mietete ihnen für den Tag des
Feſt=
zuges ihre Fenſter ab, die er dann weiter zu
verpach=
ten gedachte. Der Angeklagte will auf dieſe Weiſe
gegen 1730 Fenſter gemietet und wieder vermietet
haben, wodurch er eine Einnahme von 35000
Mark gehabt habe. Die Anklage behauptet nun, daß
er bei dem Weitervermieten betrügeriſch vorgegangen
ſei, indem er verſchiedene Fenſterplätze zweimal abgab,
auch habe er den Platz für die einzelne Perſon ſo
ge=
ring bemeſſen, daß eine Anzahl von Perſonen
über=
haupt keine Sitzgelegenheit fanden bezw. überhaupt
nichts ſehen konnten. In der Beweisaufnahme
bekun=
dete ein als Zeuge geladener Rechtsanwalt, daß er ein
Fenſter mit 150 Mark bezahlt habe. Als er mit ſeinen
Angehörigen die Plätze einnehmen wollte, waren dieſe
ſchon beſetzt; die Platzinhaber ſeien ebenfalls im Beſitze
von Karten des Angeklagten geweſen. Zwei junge
Mädchen, die ausdrücklich des Feſtzuges wegen nach
Leipzig gekommen waren, hätten ihm unter Tränen
erzählt, daß ſie beſchwindelt worden ſeien. Der
Ange=
klagte wies jede Schuld weit von ſich, er habe durchaus
reell gehandelt. Der Staatsanwalt hielt ihm vor, daß
er nicht 1730, ſondern nur etwa 400 Fenſter gemietet
hatte, ſo daß alſo von einem Reingewinn von 35000
Mark keine Rede ſein könne. Der Angeklagte erhielt
wegen Betruges im Rückfalle in zwei Fällen, bei der
Vermietung der Plätze und bei der Erlangung einer
Darlehens, eine Gefängnisſtrafe von 1 Jahre
und 5 Monaten ſowie fünf Jahre Ehrverluſt.
Hamburg, 20. April. Die Rechtsanwälte Cohn und
Blitz hatten den Vorſitzenden des
Deutſchnatio=
nalen Handlungsgehilfenverbandes,
Döring, wegen Beleidigung verklagt, weil er in einer
Verſammlung in Breslan geſagt hatte, durch die von
dem früheren Reichstagsabgeordneten Schack
ge=
ſchriebenen Triolenbriefe ſeien die betreffenden
Mäd=
chen gar nicht beleidigt geweſen, ſondern die beiden
geraunten Rechtsauwälte hätten ihnen erſt die
Belei=
digung ſuggeriert. Sie hätten überhaupt die Sache
ſehr aufgebauſcht, um dem verhaßten
Deutſchnatio=
nalen Handlungsgehilfenverband etwas am Zeuge zu
flicken. Die heutige Verhandlung vor dem
Hambur=
ger Gericht wurde vertagt, um noch weitere Zeugen
zu vernehmen. Als Zeuge war heute auch Schack
ge=
laden, aber nicht erſchienen. Er hatte dem Gericht
mitgeteilt, daß er in der Nähe des Gerichtsgebäudes
weile und von dort jederzeit geruſen werden könne,
wenn man ihn brauche.
Reims, 22. April. Geſtern abend ſtieß ein
Auto=
mobil, das eine Krankenſchweſter nach der Stadt
bringen ſollte, mit einem Laſtwagen zuſammen. Die
Krankenſchweſter wurde herausgeſchleudert und erlitt
lebensgefährliche Verletzungen. Der Chauffeur wurde
ebenfalls ſchwer verletzt aus den Trümmern
hervorge=
zogen. Das Automobil ging vollſtändig in Trümmer.
Biarritz, 22. April. König Eduard verläßt
Biarritz am Dienstag, den 26. d. M., abends mittels
Spezialzuges und begibt ſich ohne Aufenthalt nach
Lon=
don, wo er am Mittwoch eintreffen wird.
London, 21. April. Wie vor einigen Tagen
gemel=
det, ging am vergangenen Freitag ein japaniſches
Unterſeeboot mit einem Offizier und 11 Mann
Beſatzung in der Nähe des Häfens Kure unter. Alle
Vemühungen, das Unterſeebödt an die
Meeresober=
fläche hinauf zu bringen, erwieſen ſich als erfolglos,
und ſo konnte man den Tod der Beſatzung nicht
ver=
hindern. Erſt jetzt iſt es gelungen, das untergegangene
Schiff zu heben und in den Hafen einzuſchleppen. Als
man in das Innere des Bootes eindrang und die
Lei=
chen herausholte, da entdeckte man, daß der
komman=
dierende Offizier die letzten Stunden der zum
qualvollen Erſtickungstode Verurteilten in
erſchüt=
ternder Weiſe beſchrieben hatte. Der Bericht
ſchildert alle Einzelheiten, die aufglimmende
Hoff=
nung der Matroſen, daß es doch noch gelingen werde,
ihnen Rettung zu bringen, die verzweiflungsvolle
Spannung, mit der ſie die Verſuche zur Hebung des
Bootes begleiteten, und den heroiſchen Todestrotz, als
ſie erkannten, daß alle Hoffnung aufgegeben werden
müſſe. Der Leutnant kann den Mut ſeiner Leute nicht
genug loben und er ſchließt ſeinen Bericht mit der
Bitte an den Kaiſer, für die Familien der um das
Leben gekommenen Seeleute zu ſorgen.
Moskau, 21. April. Prinzeſſin Heinrich
von Preußen iſt hier eingetroffen.
Jagodina (Serbien), 21. April. Durch heftige
Regengüſſe und plötzlich eingetretene
Schnee=
ſchmelze ſind das Morawatal und die Nebenflüſſe ſeit
zwei Tagen völlig überſchwemmt. Der
Bahn=
verkehr in der Nähe von Jagodina iſt völlig
unter=
brochen. In Kragujevae wurden viele Häuſer
wegge=
riſſen. Ueber dreißig Perſonen ſind umgekommen.
Verband für Ingendfürſorge.
St. Darmſtadt, 22. April.
Der Verband für Jugendfürſorge in der Stadt
Darm=
ſtadt hielt heute nachmittag im Rathausſaale eine Sitzung
b, die außergewöhnlich zahlreich, vornehmlich von
Damen, beſucht war. Auch die Herren Provinzialdirektor
Fey, Regierungsrat Dr. Kranzbühler u. a. waren
anweſend. Den Vorſitz führte Herr Oberbürgermeiſter Dr.
Gläſſing, der nach kurzen Begrüßungsworten Herrn
Amtmann Krapp das Wort erteilte zu ſeinem Vortrag
über das Thema „Organiſation der
Waiſen=
fürſorge in Darmſtadt“
Redner verbreitete ſich zunächſt über die Organiſation
des Waiſenfürſorgeweſens im allgemeinen, erwähnte mit
Vorten warmer Anerkennung die ſtaatlicherſeits
einge=
ührte Fürſorge für die Waiſen, die in jeder Beziehung
Anerkennenswertes leiſtet, und erörterte die Funktionen
des Gemeindewaiſenrates. Mit Bedauern müſſe aber
feſt=
geſtellt werden, daß Vormünder, die dieſes Amt freiwillig
übernehmen und mit all der Liebe und Sorge ausüben,
deren die Elternloſen bedürfen, immer ſeltener werden.
Zwar beſtimmt das Geſetz, daß das Amt des Vormundes
übernommen werden muß, doch reicht das nicht aus und
ie Kinder haben ſchwer darunter zu leiden, daß der
Vor=
mund nur mit Widerwillen ſeinen Pflichten nachkommt.
Beſonders haben die unehelichen Kinder unter mangelnder
Vormundſchaft zu leiden, die ſich auch beſonders bei
Gel=
endmachung der Alimentationsrechte bemerkbar macht.
it Recht hat man ſich darum dieſen Kindern beſonders
gewidmet. In Darmſtadt hilft man dem Mangel ab durch
Zerufsvormundſchaft und durch freiwillige ehrenamtliche
Hilfskräfte, die dieſe Funktionen übernehmen. Es ſei
ankenswert anzuerkennen, daß ſich in Darmſtadt eine
roße Anzahl von Damen gefunden hat, die dieſe Pflichten
gerne übernommen haben. In Darmſtadt ſtehen 300
un=
eheliche Kinder unter Berufsvormundſchaft und es ſind
ereits 32000 Mark an Alimentationskapital rechtlich
ein=
getrieben worden. Allerdings iſt damit noch nicht alles
etan, was die Kinder an Fürſorge erfordern. Es gilt,
auch über ihre Erziehung zu wachen und ſie zu nützlichen
liedern der Geſellſchaft heranzuziehen. Da treten die
Damen ſegensreich in Wirkſamkeit. Weiter beſpricht
Red=
ter die Wirkung und Anwendung des
Zwangserziehungs=
ſetzes bei Kindern, die im Elternhauſe ſittlich oder ſonſt
noraliſch gefährdet ſind. Eine weitere Folge war die
Einrichtung der Jugendgerichte, die ebenfalls vom Redner
eingehend erörtert wurden unter beſonderer
Berückſich=
tigung der Einrichtung in Darmſtadt. Des längeren
ver=
breitete ſich der Vortragende über die Pflichten und
Funk=
tionen der öffentlichen Armenpflege, die dann einſetzt,
wenn beide Eltern fehlen oder wenn der elterliche Verdienſt
nicht ausreicht zur Ernährung der Kinder. Die
Armen=
pflege bringt die Kinder vornehmlich in Familien auf dem
Lande unter. Sie wird wirkſam unterſtützt durch die
Ab=
teilung I des Alice=Frauenvereins.
Danach ging Redner auf die Aufgaben und
Funk=
tionen der verſchiedenen Behörden über und kam zu dem
Schluß, daß die geſamte Waiſenfürſorge viel zu
kompli=
ziert iſt, daß zu viel Behörden und behördliche Zweige
zuſtändig ſind und daß eine Vereinfachung und
Zentraliſation dringend zu fordern ſei. Am beſten
geſchehe das durch den Antrag des Landtagsabgeordneten
Dr. Gläſſing in der Zweiten Kammer, den wir
kürz=
lich im Wortlaut mitgeteilt haben. Auch die verſchiedenen
hier beſtehenden Vereine uſw. haben ſich bereits zu einem
Verbande zuſammengeſchloſſen, um die bis dahin
zer=
ſplitterten Kräfte zu einen. Schließlich beſpricht Redner
noch die verſchiedenen hier beſtehenden Stiftungen,
beſon=
ders die Zentrale für Säuglings= und Mutterſchutz.
Herr Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing ſprach dem
Redner wärmſten Dank aus, insbeſondere auch für ſeine
ſegensreiche Tätigkeit als Vorſtand des ſtädtiſchen
Pflege=
amtes. Redner weiſt dann empſehlend auf die vom 2. bis
12. Mai in Frankfurt ſtattfindenden Fortbildungskurſe für
Säuglingsfürſorge hin.
Als zweiter und letzter Punkt ſtand auf der
Tages=
ordnung die Wahl eines Vorſitzenden. Herr
Oberbürgermeiſter Dr. Gläſſing teilte mit, daß es ihm
infolge beruflicher Ueberlaſtung nicht mehr möglich ſei, das
Amt wieder zu übernehmen. Er empſiehlt die Wahl des
Herrn Beigeordneten Mueller, der die Wahl annimmt.
Damit iſt die Tagesordnung erſchöpft.
Landwirtſchaftliches.
Landwirtſchaftliche
Haushalt=
ungsſchulen zu Langen und Lindheim.
Die Landwirtſchaftskammer Darmſtadt eröffnet am 1.
Juli 1910 den zweiten fünfmonatlichen
Haushaltungs=
kurſus für das Jahr 1910 an ihren
Haushaltungs=
ſchulen zu Langen und Lindheim. Der
prak=
tiſche und theoretiſche Haushaltungsunterricht erſtreckt
ſich auf die Anleitung im ſelbſtändigen Kochen mit
Rückſicht auf die Bedürfniſſe des ländlichen und
bür=
gerlichen Tiſches, Zubereitung und Aufbewahrung der
Speiſen, in der Käſebereitung, Federviehpflege,
Gar=
tenwirtſchaft, im Waſchen und Bügeln, Reinhalten
des Hauſes, Buchführung. Da in dieſem Kurſe auch
ein ſehr gründlicher Handarbeitsunterricht, in welchem
das Stricken, Wäſche=Schnittzeichnen,
Wäſchezuſchnei=
den, Hand= und Maſchinennähen, Ausbeſſern erlernt
wird, da ferner auch allgemein bildende Fächer, wie
Aufſatz, Rechnen, Singen, Geſundheitslehre und
Kran=
kenpflege gelehrt werden, iſt die Teilnahme an dem
Unterricht nicht nur Töchtern von Landwirten,
ſon=
dern auch denen des Mittelſtandes ſehr zu empfehlen.
Hinzuweiſen iſt noch auf die gründliche Ausbildung in
den laufenden Arbeiten im Obſt= und Gemüſebau,
ſpe=
ziell auf die Konſervierung, das Einmachen des Obſtes
und der Gemüſe. Ebenſo werden der Ernte und
Win=
teraufbewahrung des Obſtes und der Gemüſe große
Beachtung geſchenkt. Daß zur Erlernung eines ſo
großen Lehrplanes wie des oben angeführten ein
mehrmonatlicher Lehrkurſus notwendig iſt, iſt als
ſelbſtverſtändlich zu betrachten. Wenn auch in letzter
Zeit vielfach kurze Wander=Haushaltungskurſe
errich=
tet wurden, auf denen in wenigen Wochen die
Ein=
führung in einige Obliegenheiten des Haushaltes
be=
zweckt werden ſoll, ſo muß doch jeder Vater, der
ſei=
ner Tochter die gründliche Ausbildung in den
haus=
mütterlichen Pflichten geben laſſen will, ſeinem Kinde
einen längeren Unterricht zukommen laſſen. Die
Landwirtſchaftskammer kommt den Eltern ſehr
ent=
gegen, indem ſie den Unterricht und Penſionspreis
denkbar niedrigſt feſtgeſetzt hat. Für Unterricht und
Logis ſind pro Kurſus für Heſſinnen 25 Mark, von
Nichtheſſinnen 40 Mark zu bezahlen. Die Koſten für
Verpflegung berechnen ſich nach der wirklichen
Auf=
wendung.
Luftſchiffahrt.
Die Fahrt der drei Luftſchiffe von Köln
nach Homburg.
* Köln, 22. April. Das Luftſchiff „P. II” iſt um
10 Uhr 50 Min. aufgeſtiegen; eine Viertelſtunde ſpäter
ſtieg auch „M. I‟ auf. Beide Luftſchiffe kreiſten in
der Nähe der Halle; um 11 Uhr 25 Min. iſt auch „Z. II‟
aufgeſtiegen. Augenblicklich fliegen die drei Schiffe
von der Bickendorfer Halle auf Köln zu.
* Köln, 22. April. 11 Uhr 50 Min. Die
Luft=
ſchiffe haben um 11 Uhr 35 Min. die Fahrt
rhein=
aufwärts angetreten.
* Köln, 22. April. 12 Uhr 25 Min. Die drei
Luftſchiffe paſſierten um 11 Uhr 50 Min. Bonn.
Um 12 Uhr 15 Min. wurde Honnef überflogen, voran
„Z. II‟ und „M. I‟, dann etwa drei Kilometer zurück
„P. III‟
* Neuwied, 22. April. Die drei Luftſchiffe
wurden um 12 Uhr 45 Min. über Andernach
geſich=
tet und paſſierten um 12 Uhr 50 Min. Neuwied.
* Koblenz, 22. April. Die drei Luftſchiffe trafen
um 1 Uhr über Koblenz ein und nahmen ſodann die
Richtung landeinwärts nach Ems zu.
S. Bingen, 22. April. (Privatmeldung.) Um
1 Uhr 45 Min. kam als erſtes Luftſchiff „P. II” in
Sicht, als zweites „Z. II” und dann „M. I‟. Das
Luft=
ſchiff „P. II‟ flog in kaum 150 Meter Höhe, bedeutend
höher kam „Z. II‟, „M. I‟ folgte in etwa 200 Meter
Höhe. „In der kürzeſten Zeit hatten ſich am Rhein
einige’ 1000 Menſchen angeſammelt, welche die
Luft=
ſchiffe ſtürmiſch begrüßten. Die Fahrzeuge nahmen die
Richtung nach Wiesbaden.
* Mainz, 22. April. Um 2 Uhr 15 Min. kamen
die drei Luftſchiffe rheinaufwärts in Sicht und
näherten ſich in flotter Fahrt der Stadt, über der ſie
gegenwärtig — um 2 Uhr 25 Min. — ſchweben.
* Wiesbaden, 22. April. Die Luftſchiffe
wurden um 2 Uhr 20 Min. hier geſichtet. Sie kamen
aus der Richtung Biebrich und überfuhren in mäßiger
Fahrt die Stadt. „Z. II” hatte die Führung.
* Wiesbaden, 22. April. Um 2 Uhr 35 Min.
paſ=
ſierten die drei Luftſchiffe in flotter Fahrt und
nah=
men über das Kurhaus hinweg die Richtung nach
Hom=
burg.
* Kronberg, 22. April. Die drei Luftſchiffe
Seite 6.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94.
* Homburg, 22. April. Die drei Luftſchiffe
wurden von hier um 3 Uhr in weſtlicher Richtung
ge=
ſichtet, „Z. II” voran. Als Landungsplatz für die drei
Luftſchiffe iſt vorgeſehen das weite Feld am ſogenannten
Kirſchbäumchen auf Gonſenheimer Gemarkung der
Frank=
furt=Homburger Bahnlinie.
Homburg, 22. April. Der
Landungs=
platz für die Luftſchiffe iſt auf den freien
Fel=
dern bei dem neuen Bahnhofe vorgeſehen. Zur
Hilfe=
leiſtung bei der Abſperrung trafen das hieſige Bataillon
des Regiments Nr. 80, die hier anweſenden Luftſchiffer,
ferner Gendarmerie und freiwillige Feuerwehr von
Homburg ein. Große Menſchenmengen aus Frankfurt,
Homburg und den umliegenden Ortſchaften ſtrömen
zuſammen. Das Wetter iſt trübe. Um 3 Uhr wurden
die Luftſchiffe am Horizont in der Richtung auf
Ober=
urſel ſichtbar. Der Kaiſer und das Gefolge trafen
vom Königlichen Schloſſe her im Automobil kurz nach
3 Uhr auf dem Landungsfelde ein. Kurz nach Sr.
Majeſtät erſchienen daſelbſt auch die Kaiſerin und die
Prinzeſſin Viktoria Luiſe. Zur Abſperrung waren
inzwiſchen drei Kompagnien des 81. Infanterie=
Regi=
ments aus Frankfurt angekommen. „Z. II‟ und
„P. II‟ langten um 3 Uhr 35 Min. über dem Felde an,
„M. I‟ lag etwas zurück. Um 3 Uhr 45 Min. landete
„P. II‟ glatt. Der Kaiſer und die Kaiſerin begaben
ſich ſofort zur Gondel. „Z. II” machte eine
Schleife über Homburg. Inzwiſchen kam auch
„M. I” heran und ging um 4 Uhr 7 Min. nieder,
ſodann „Z. II” um 4 Uhr 27 Min. Mit den
Luftſchiffen ſind eingetroffen: der Inſpekteur der
Ver=
kehrstruppen, Exzellenz von Lyncker, ferner u. a. Major
Schellenberg und Major Freiherr von Blomberg, beide
vom Generalſtab, und Hauptmann von Jena.
* Homburg, 22. April. „P. II” iſt gegen 3¾ Uhr
gelandet. „Z. II” und „M. I” manövrieren noch über
dem Landungsplatze.
* Paris, 22. April. Die erſte große
Luft=
ſchiffwettfahrt wird am 7. Juni in Anjou
ſtätt=
finden. Die zu durchmeſſende Strecke Anjou=Saumur
iſt 54 Kilometer lang. Die Abfahrten werden in
Zwi=
ſchenräumen von fünf Minuten erfolgen.
* Nizza, 21. April. Den Höhenpreis (10000
Francs) gewann Latham, der bis 656 Meter ſtieg.
Zweiter wurde Chavez mit 644 Metern. Den täglichen
Schnelligkeitspreis errang Effimoff, der 6 Kilometer in
6 Min. 29 Sek. zurücklegte. Den täglichen
Aufflugs=
preis gewann ebenfalls Effimoff mit 47 Metern.
Zweiter wurde Chavez mit 81 Metern. Metrot machte
eine Fahrt nach Nizza. Diviſionsgeneral Lamaze war
der Paſſagier Effimoffs. Ingenieur Grade iſt
wieder=
hergeſtellt; er machte einen kurzen Flug. Effimoff
er=
reichte im ganzen 818 Kilometer. Es herrſcht
pracht=
volles Wetter. Die Zahl der Zuſchauer iſt enorm.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 22. April. Präſident Graf
Schwe=
rin=Löwitz eröffnet die Sitzung um 1 Uhr 20
Mi=
nuten. Erſter Gegenſtand der Tagesordnung iſt die
Interpellation Baſſermann, betreffend
das Eiſenbahnunglück bei Mülheim a. Rh.
„Was gedenkt der Reichskanzler zu tun, um die
Wiederkehr von Unglücksfällen, wie denjenigen bei
Mülheim am Rhein, zu verhüten und die Opfer
des=
ſelben oder ihre Familien zu entſchädigen?”
Abg. Semler (natl.) begründet die
Interpella=
tion. Es ſei Pflicht des Reiches, für die hier
verun=
glückten Soldaten, die nicht freiwillig jene
Eiſenbahn=
fahrt angetreten haben, und für deren Angehörige zu
ſorgen. Wir fragen uns, iſt wirklich alles Notwendige
zur Verhütung des Unglücks geſchehen und wie ſollen
die Opfer entſchädigt werden? In erſter Beziehung
genügen die früheren Erklärungen des preußiſchen
Eiſenbahnminiſters trotz der wohltuenden Worte der
Teilnahme, die er damals ausſprach, nicht. Nach jenen
Ausführungen hat der techniſche und ſonſtige Apparat
richtig funktioniert. Mitteilungen in der Preſſe
wider=
ſprechen ſich allerdings in einigen Punkten. Es fragt
ſich daher, wie konnte das Unglück geſchehen? Kann
ein ſolches für die Zukunft verhindert werden?
Mecha=
niſche Vorkehrungen verſagen zu okt, meinte der
Mi=
niſter, aber auch Menſchen können verſagen. Man
ſollte beide gleichmäßig verwenden. Das wurde ſchon
1904 von autoritativer Seite vorgeſchlagen, aber man
hat dieſe Vorſchläge nicht praktiſch erprobt. Die
Er=
klärungen des Miniſters ſind in dieſer Beziehung
ganz unzureichend. Nach dreieinhalbſtündiger Fahrt
durch die ſchwierigen Bahnhöfe des dortigen
Induſtrie=
bezirks iſt der Lokomotivführer vielleicht nicht mehr
auf der Höhe, die Menſchenkraft muß alſo hier erhöht
und verbeſſert werden, und zwar durch techniſche Hilfe.
Können auf jenen Strecken nicht beſondere Hilfskräfte
für die Schnellzüge angeſtellt werden, zugleich mit
automatiſchen Bremſen und dergleichen? Geld darf in
ſolchen Dingen keine Rolle ſpielen. Man ſollte für
techniſche Verbeſſerungen das nötige tun.
Präſident des Reichseiſenbahnamts
Wacker=
zapp: Namens der verbündeten Regierungen habe
ich zunächſt die wärmſte Anteilnahme auszuſprechen
und ihren Dank für die Hilfe, die bei der Rettung
und Bergung der Opfer Behörden, Aerzte und
Be=
völkerung geleiſtet haben. Das ſchwere Unglück hat
natürlich Anlaß gegeben, zu erwägen, wie man mit
noch größerem Erfolge, wie bisher, derartige Unfälle
vermeiden kann. Das Reichseiſenbahnamt hat ſofort
einen Kommiſſar an Ort und Stelle entſandt, um ſich
ein eigenes Urteil zu bilden, ob die Bahnhofsanlagen
dort genügen, und dann, ob es nicht möglich wäre,
neben den vorhandenen Einrichtungen noch neue
Vor=
kehrungen zur Erhöhung der Betriebsſicherheit zu
ſchaffen. Die Feſtſtellungen des Kommiſſars ſtimmen
mit denen der preußiſchen Verwaltung überein. Der
Bahnhof iſt tatſächlich durch den Neubau erheblich
ver=
beſſert, ſodaß er ſich als eine durchaus glückliche
Löſ=
ung der geſtellten ſchwierigen Aufgabe darſtellt. Bei
dem Umbau iſt nichts geſpart worden. Die
Betriebs=
fähigkeit des Bahnhofs war in keiner Weiſe beſchränkt;
er konnte allen Anforderungen genügen. Das hat
un=
ſer Kommiſſar beſtätigt, daß die Anlagen nach neueſten
Syſtemen aufs beſte angelegt waren und daß er
Män=
gel nicht gefunden habe. Die Zwiſchenzeit der beiden
Züge betrug 10 Minuten. Der Führer des Luxuszuges
überfuhr das Halteſignal; er beſtreitet das und will
freie Fahrt gehabt haben. Seine Ausſagen
wider=
ſprechen aber denen anderer Zeugen, auch der
Mecha=
nismus des Signals, der in Ordnung iſt, würde das
tun. Vor dem Signal befindet ſich keine Krümmung,
ſondern eine ein Kilometer lange, gerade, weit
über=
ſichtliche Strecke. Das Signal ſtand an einer günſtigen
Stelle. Auch die Geleiſe ſind nicht mehr überlaſtet
als andere Linien, umſomehr, als meiſt hier
Per=
ſonenzüge mit feſtſtehenden Zeiten verkehren. Die
Auswahl des richtigen Perſonals gewährleiſtet
haupt=
ſächlich die Betriebsſicherheit. Der Lokomotivführer
war nicht überbürdet. Wenn nun ſeine Schuld
wirk=
lich erwieſen wird, ſo müſſen wir uns weiter fragen,
ob nicht neue Vorkehrungen die Anfmerkſamkeit des
Lrkomotivführers unterſtützen können und dadurch
eine weitere Sicherheit gewährleiſten. In dieſer
Richt=
ung finden ſchon ſeit dem Jahre 1901 fortgeſetzt
Ver=
ſuche ſtatt. Auf Anregung des Reichseiſenbahnamts
iſt eine Kommiſſion eingeſetzt worden und zu dem
Er=
gebnis gekommen, daß akuſtiſche Signale mit Glocken,
Sirenen uſw. nicht zweckmäßig ſind, weil die Zeit zur
Aufnahme der Töne zu kurz und das Geräuſch des
Zuges zu groß iſt. Ferner wurden akuſtiſche Signale
geprüft, die durch dynamiſche und elektriſche Apparate
an die Lokomotive gegeben wurden; erſtere bewährten
ſich überhaupt nicht, während letztere völlig verſagten
anläßlich eines großen Schneefalles. Alle
Verbind=
ungen zwiſchen Lokomotive und Bahnkörper haben
ſchließlich gerade dann, wenn ſie am notwendigſten
ge=
weſen wären, verſagt. Trotzdem werden wir dieſe
Verſuche fortſetzen. Preußen hat bereits eine
Kom=
miſſion eingeſetzt, von der ein vorläufiger Bericht
vor=
liegt, der gegenwärtig von allen Verwaltungen
ge=
prüft wird. Dienſt= und Ruhezeit der Beamten
rich=
tig zu bemeſſen, iſt die unerläßliche Sorge der
Ver=
waltung. Die Betriebsſicherheit auf den deutſchen
Bahnen iſt fortgeſetzt geſtiegen und hält jeden
Ver=
gleich aus. Wir haben alſo das unſerige getan und
werden es auch weiter tun. Die Entſchädigung der
Opfer liegt Preußen ob und dieſes wird ſie nach den
Worten des Geſetzes in vollem Maße leiſten; ſo wird
auch immer verfahren.
Auf Antrag des Abg. Baſſermann (natl.)
fin=
det eine Beſprechung der Interpellation ſtatt.
Abg. Becker=Köln (Ztr.): Die Sachlage iſt im
all=
gemeinen durch die Erklärungen des preußiſchen
Eiſenbahnminiſters geklärt und die Unterſuchung wird
ergeben, wer die Schuld hat. Fürchterlich iſt es, daß
dieſe Eiſenbahnen faſt beſtändig an Furchtbarkeit
zu=
nehmen. Mau ſollte alles tun, um ſolche Unglücke zu
verhindern. Die Entſchädigung, wird natürlich Sache
Preußens ſein und dieſes hat ſich auch dazu bereit
er=
klärt. — Abg. v. Richthofen (konſ.): Die
Inter=
pellation iſt vielleicht unötig. Die Unterſuchung wird
die Schuldfrage regeln. Die Entſchädigung zahlt
Preu=
ßen, aber die Erörterung ſoll dazu dienen, der
ein=
mütigen Sympathie des Reichstages für die Opfer der
Kataſtrophe Ausdruck zu geben. Wir haben das
leb=
hafteſte Mitgefühl mit den unglücklichen Opfern, das
wir ihnen hiermit ausſprechen. (Bravo!) — Abg.
Gickhoff (Fortſchr. Vpt.): Auch wir beklagen das
Unglück und ſeine Opfer aufs tiefſte. Die Mülheimer
Anlagen ſind, wie mir beſtätigt wird, vollkommen
aus=
reichend. Nach allem ſcheint die Schuld des
Lokomotiv=
führers gegeben. Immerhin ſollte man prüfen, ob die
Tührer nicht überlaſtet ſind und an Berufskrankheiten
leiden, ob nicht optiſche Signale neben den akuſtiſchen
eingeführt werden und ob die Lokomotivführer nicht
noch eine Hilfskraft erhalten können. Jedenfalls
ſollte alles geſchehen, um Aehnliches nach Möglichkeit
zu verhindern.
Abg. Hengsbach (Soz.): Die Einbringung der
Interpellation und ihre Begründung deuten
bedenk=
lich auf parteipolitiſche Motive hin. Die Anlagen in
Mülheim ſind keineswegs muſterhaft. Die Krümmung
der Linie iſt vorhanden. Das Rettungswerk der
Ver=
waltung hat vollſtändig verſagt und die aufopfernde
Hilfe der organiſierten Arbeiter des Gaswerks hat
zur rechten Zeit eingegriffen. Für die Beförderung
der Militärurlauber hat man wenig
widerſtands=
fähige Wagen genommen. Auch die Bahnhöfe reichen
bei weitem nicht aus.
Präſident des Reichseiſenbahnamtes Wackerzapp:
Ueber die Verhältniſſe wird der Kommiſſar, der an Ort
und Stelle war, Auskunft geben. Der Verkehr in
Mül=
heim iſt groß, da vier Linien dort zuſammenſtoßen. Die
Wagen des Militärzuges waren nicht alt, ſondern neuerer,
beſſerer Konſtruktion. — Ein Regierungskommiſſar legt die
Verhältniſſe auf dem Mülheimer Bahnhof im
einzel=
nen dar.
Abg. Kölle (Wirtſch. Vgg.): Wir müſſen vor allem
beſtrebt ſein, daß ähnliche Fälle für die Zukunft vermieden
werden. — Abg. Seyda (Pole): Wir ſprechen allen
Opfern des Unglücks unſer tiefſtes Mitgefühl aus, da ſich
auch brave polniſche Jünglinge darunter befanden. Die
Entſchädigungen ſollten ohne jede Verzögerung geleiſtet
werden. — Abg. Werner (Refpt.): Die Lokomotivführer
haben einen ſchweren Beruf; man ſollte ihnen möglichſte
Erleichterung gewähren.
Abg. Paaſche (natl.): Wir weiſen zurück, daß dieſer
Interpellation parteipolitiſche Momente zugrunde liegen.
Abzüge an den Forderungen ſind nötig. Die etwa
erfor=
derlichen Mittel müſſen da ſein.
Nach weiterer unerheblicher Debatte ſchließt die
Be=
ſprechung. Samstag 2 Uhr Reſt der Tagesordnung.
Schluß ¾6 Uhr.
* Berlin, 22. April. In der Budgetkommiſſion
des Reichstages wurde über den Antrag Erzberger
verhandelt, der zu dem Paragraphen des
Geſetzent=
wurfs betreffend die Aufſtandsausgaben für
Südweſtafrika einen dritten Abſchnitt über die
Kriegskoſtenbeiträge anfügt. Hiernach ſoll eine
außer=
ordentliche Vermögensſteuer in Höhe von 81 Millionen
Mark von allen in Südweſtafrika anſäſſigen
Einzel=
perſonen und Geſellſchaften erhoben werden, deren
Vermögen 300000 Mark überſteigt. Die Steuer ſoll in
vier gleichen Jahresquoten erhoben werden; die
Steuerſtaffel ſoll der Bundesrat feſtſetzen. Von
natio=
nalliberaler und fortſchrittlicher Seite wird erklärt,
daß über die Frage der Kriegskontribution zunächſt die
erſte Leſung im Plenum ſtattfinden müßte. Ein
Mit=
glied der Wirtſchaftlichen Vereinigung hält die
Be=
ratung des Antrages für berechtigt, auch ein
Sozial=
demokrat teilt nicht die Bedenken der Fortſchrittlichen
Volkspartei. Dernburg wendet ſich dagegen, daß die
Vorſchläge Erzbergers über die Kriegskoſtenbeiträge
in der Budgetkommiſſion beraten werden. Es handele
ſich um grundſtürzende Veränderungen in der
Ver=
faſſung der Schutzgebiete, die zunächſt im Plenum des
Reichstages beraten werden müßten. Nach dem
Schutz=
gebietsgeſetze ſtehe dem Kaiſer das Beſteuerungsrecht
zu; jetzt ſolle es dem Bundesrat und dem Reichstag
übertragen werden. Es ſollen die Konzeſſionen beſeitigt
werden, die der Kaiſer verliehen habe, und
Geſellſchaf=
ten enteignet werden, die ſich auf Rechtsboden
befin=
den. Durch dieſe Anträge ſei eine koloſſale
Beunruhi=
gung hervorgerufen worden. Derartige grundſtürzende
Anträge müßten zunächſt in voller Oeffentlichkeit im
Plenum des Reichstages verhandelt werden. Die
Regierung ſei hier in die Lage verſetzt, in acht bis zehn
Stunden zu dieſen ſchwerwiegenden Anträgen Stellung
zu nehmen. Der Vorſchlag des Abg. Erzberger ſei der
ſchwerſte Schlag, der gegen die ſich kaum entwickelnde
Kolonialfreudigkeit des deutſchen Volkes und insbe=
ſondere der Kapitalkreiſe bisher geführt worden ſei,
Erzberger betonte, die Regierung habe nichts
darein=
zureden, wenn es ſich um die Geſchäftsordnung des
Reichstages handele. Das Vorgehen des
Staatsſekre=
tärs ſei diktatoriſch. Er, Erzberger, kündigte ſeine
Anträge in der erſten Leſung deutlich an. Dernburg
erklärte, es liege ihm fern, ſich in die Geſchäftsordnung
des Reichstages einzumiſchen. Perſönliche Vorwürſe
erhob er gegen den Antragſteller nicht, ſondern er wies
lediglich darauf hin, daß es ſich um grundſtürzende
An=
träge handele, da das Grundgeſetz für die Schutzgebiete
geändert werden ſolle. Von fortſchrittlicher Seite
wurde beantragt, den Antrag Erzberger, Abſchnitt 3
und 4, dem Plenum zu überweiſen. Der Antrag
wurde abgelehnt und die Kommiſſion trat in die
Be=
ratung ein.
* Berlin, 22. April. Die Kalikommiſſion
des Reichstages beriet über die Preisfrage, § 1 des
Geſetzes, weiter. Nach längerer Debatte wurde die
Preis=
tafel nach dem Antrag Erzberger feſtgeſetzt. Die
beſchloſſe=
nen Preiſe gelten bis zum 31. Dezember 1913 und würden
für die folgende Zeit alle fünf Jahre durch den Bundesrat
neu feſtgeſetzt werden. Die Preiserhöhung bedarf der
Zu=
ſtimmung des Reichstages. § 21a findet in der Faſſung
Annahme, wonach der Bundesrat beſtimmen kann, daß
den Abnehmern größerer Mengen ein entſprechender
Ab=
zug zu gewähren ſei. Nach demſelben Paragraphen
dür=
fen die Preiſe und Abzüge für die Händler nicht
ungün=
ſtiger ſein als für die Landwirte.
Das Kaiſerpaar in Homburg.
* Homburg, 22. April. Der Kaiſer hörte heure
vormittag den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts. Um
11 Uhr unternahmen die Majeſtäten mit der Prinzeſſin
nebſt Gefolge einen Spazierritt.
* Homburg, 21. April. Heute nachmittag machte
das Kaiſerpaar in Begleitung des Landrats und des
Oberbürgermeiſters einen Rundgang durch den Kurpark.
Am Nachmittag gegen 6 Uhr fuhren die Majeſtäten mit
der Prinzeſſin nebſt Gefolge nach Schloß Friedrichshof
und kehrten zu Fuß auf dem Kaiſerin Friedrichs=Weg
zurück. Das Wetter iſt regneriſch.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 21. April. Heute abend 9 Uhr 50 Minuren
fuhr der Güterleerzug 9526 durch irrtümliche
Frei=
gabe auf dem Bahnhofe Frankfurter Allee auf den in
Gleis 4 haltenden Güterzug 8974 auf; hierbei entgleiſten
acht beladene Wagen und der Packwagen, ſie wurden
teil=
weiſe beſchädigt. Ein Zugſchaffner vom Zuge 8974 erlitt
einen Armbruch.
* Köln, 22. April. Die „Kölniſche Zeitung” meldet
aus Berlin: In vielen Blättern iſt behauptet worden,
der Reichskanzler habe gedroht, den Reichstag
nicht zu vertagen, ſondern zu ſchließen, um auf
ſolche Weiſe, da eine Schließung den Verluſt der freien
Eiſenbahnfahrt für die Abgeordneten nach ſich ziehen
würde, einen Druck auf ſchnellere Arbeitsleiſtung
auszu=
üben. Ein ſolcher Plan iſt ſchon aus rein ſachlichen
Grün=
den niemals ins Auge gefaßt worden. Die
Arbeiten für die Reichsverſicherungs= und die Juſtizgeſetze
würden bei einer Schließung vollſtändig hinfällig werden
und die ganze Arbeit müßte aufs neue aufgenommen
wer=
den. Schon aus dieſem Grunde konnte eine Schließung
des Reichstages für die Regierung nicht in Frage kommen.
* Kuxhaven, 22. April. Auf der Nordſee herrſcht ſeit
geſtern ein ſchweres, von Hagelwettern begleitetes
Sturmwetter. Auf der Tegeler Platte iſt ein Schiff
geſtrandet, das mitſamt der Mannſchaft als verloren gilt.
* Wilhelmshaven, 22. April. Bei der
Kohlen=
übernahme auf das Linienſchiff „Zähringen” riß
die Traſſe, ſo daß die ganze von ihr gehaltene Kohlenlaſt
in den Kohlenpram zurückfiel. Durch herabfallende
Koh=
len wurden ſieben Mann, ein Bootmannsmaat, ein
Obermatroſe und fünf Matroſen, getroffen und verletzt,
teils ſchwer. Alle Verletzten wurden ins Lazarett
ge=
bracht.
* Wilhelmshaven, 22. April. Die Namen der bei dem
Unfall der „Zähringen” Verunglückten ſind:
Bootmannsmaat Bergmann, Obermatroſe Gräßler, die
Matroſen Hoffkamp, Burgdorf, Binſchinaak, Stumpf und
Rauch.
* Poſen, 22. April. Amtlich. Bei der geſtrigen
Reichstagserſatzſtichwahl im Wahlkreiſe Stadt Poſen
wurden im ganzen 34309 gültige Stimmen abgegeben;
hiervon entfielen auf Nowicki (Pole) 20059 Stimmen
und auf Oberbürgermeiſter Wilms (natl.) 14250
Stimmen. Nowicki iſt ſomit gewählt.
* Wien, 22. April. Der Gemeinderat wählte den erſten
Vizebürgermeiſter Neumayer mit 129 von 146
Stim=
men zum Bürgermeiſter.
* Konſtantinopel, 22. April. Botſchaftsrat Miquel
wurde in ſeiner Eigenſchaft als kaiſerlicher Geſchäftsträger
geſtern nachmittag vom Thronfolger Juſſuf Izzedin in
längerer Privataudienz empfangen.
* Büdesheim, 22. April. Die Leiche des
verſtorbe=
nen Reichstagsabgeordneten Grafen von Oriola
traf am 20. April hier ein, nachdem zuvor in Berlin
im Palaſthotel eine Leichenfeier ſtattgefunden hatte,
wobei der evangeliſche Pfarrer Bernbeck von Büdesheim
die Trauerrede hielt in Anweſenheit der nächſten
Au=
verwandten des Verſtorbenen, ferner des Miniſters des
Innern, v. Moltke, des Hausminiſters Grafen von
Wedel nebſt Gemahlin, des Legationsrates von
Eich=
horn, des Bruders des kommandierenden Generals
des 18. Armeekorps. Die Leiche wurde hier in die der
Trauerfeier entſprechend dekorierte Dorfkirche
überge=
führt und dort aufgebahrt; unter den zahlreichen
Blumenſpenden befinden ſich ſolche von dem
Land=
grafen von Heſſen auf Schloß Philippsruhe, ferner von
der Erbprinzeſſin Leopold von Anhalt, dem Staatsſekretär
von Tirpitz im Namen des Reichsmarineamts, dem
Deutſchen Landwirtſchaftsrat, der deutſchkonſervativen
Partei, dem Bunde der Landwirte uſw. Zahlreiche
Telegramme ſind bei der Witwe aus allen Teilen des
Reiches eingelaufen, darunter auch ein ſehr warm
ge=
haltenes vom Kaiſer. Die Beiſetzung fand heute
nach=
mittag 3¼ Uhr auf dem Totenhofe des Ortes ſtatt, wo
ſie in einer proviſoriſchen Gruft zur Seite des erſten
Gatten der Witwe beigeſetzt wurde.
* Büdesheim, 22. April. Heute mittag gegen 3 Uhr
begannen die Trauerfeierlichkeiten für den
verſtorbenen Grafen Oriola. Außer den nächſten
Anverwandten waren anweſend der Hausmarſchall des
Kaiſers, v. Lyncker, der kommandierende General des
18. Armeekorps v. Eichhorn, Stadtrat v. Metzler=
Frankfurt a. M., der frühere kommandierende General
des 8. Armeekorps und Flügeladjutant des Kaiſers
v. Deines, der Vertreter des Landgrafen von Heſſen,
der nationallib. Reichstags= und Landtagsabgeordnete
(Statt jeder besonderen Anzeige.)
Heute früh entschlief sanft unser lieber Schwager, Vetter und Onkel
im vollendeten 80. Lebensjahre
Die trauernden Hinterbliebenen
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei=
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſes
für den Inſeratenteil: J. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nichs
zurückgeſandt.
Die Beerdigung findet Sonntag, den 24. April, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause,
Rhein-
strasse 29 aus, statt, die Einsegnung ½ Stunde vorher.
Darmstadt, den 22. April 1910.
Nummer 94.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Seite 7.
Dr. Oſann, verſchiedene Abgeordnete der heſſiſchen
Zweiten Kammer, außerdem Vertreter des Kreiſes
Friedberg, der Provinzialdirektion der Provinz
Oberheſſen, des Kreis= und Provinzialtages, des
Kreis= und Provinzialausſchuſſes, des Bundes der
Landwirte u. a. Die Trauerrede hielt Pfarrer
Bern=
beck. Die Leiche wurde auf dem an die Kirche
angren=
zenden Kirchhof in einer proviſoriſchen Gruft
beige=
ſetzt. Nach der Einſegnung der Leiche legten namens
der nationalliberalen Landtagsfraktion und der
heſſi=
ſchen nationalliberalen Landespartei der Landtags=
und Reichstagsabgeordnete Dr. Oſann, namens des
Bundes der Landwirte Oekonomierat Fritſch
Kränze nieder.
* Berlin, 22. April. Der Berliner Lokalanzeiger”
meldet aus London: In dem Vorort Foreſt Hill
ver=
giftete ſich geſtern ein junger deutſcher
Jour=
naliſt namens Georg Arnemann nach einem heftigen
Streit mit ſeiner Frau. — Dasſelbe Blatt meldet aus
Paſſy bei Paris: In einem Automobil auf der
Landſtraße fand man einen Mann und eine Frau mit
durchſchoſſenen Schläfen auf. Die Frau war
be=
reits tot, der Mann ſtarb bald im Spital. Es handelt
ſich wahrſcheinlich um den Automobilfahrunternehmer
Second, der ſich in ſchwieriger Vermögenslage befindet und
ſeine Familie verlaſſen hat, ſowie um ein junges
Mäd=
chen aus Dieppe, mit dem er zuletzt zuſammen lebte.
B. Karlsruhe, 22. April. In der heutigen Sitzung
der Budgetkommiſſion des badiſchen Landtages wurde
nach heftiger Debatte, in der die Regierung und das
Zentrum für die Einführung der vierten
Klaſſe eintraten, dieſe einſtimmig abgelehnt,
alſo auch mit den Stimmen des Zentrums.
* New=York, 21. April. Mark Twain iſt heute
abend geſtorben.
Der berühmte amerikaniſche Schriftſteller und
Humoriſt hieß mit ſeinem eigentlichen Namen Samuel
Langhorne Clemens und war geboren am 30.
Novem=
ber 1835 in Florida (Miſſouri). Er war urſprünglich
Buchdrucker und ſpäter Lotſe auf dem Miſſiſſippi; in
den Jahren 1862 bis 1865 war er Redakteur der
„Entrepriſe” in Virginia=City, dann Zeitungsreporter
in San Francisco. Später unternahm er weite Reiſen
ins Ausland. Seine ſchriftſtelleriſche Tätigkeit begann
er im Jahre 1867. Berühmt wurde er durch ſeine
„Sketches” (1873). Zuletzt lebte er in New=York.
Nehmen Sie
(1030a
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wir reger, Ihr
Ner-
vensystem erstarkt, die Mattigkeit
ver-
schwindet und körperliches Wohlbefinden
stellt sich raschest ein. Warnung: Man
ver-
lange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
delen die gert gelülige ſeinen aimnt
Wer weiß, was Sie ſich als „Sodener” haben
auf=
hängen laſſen! Die ächten von Fay, in denen
alle wirkſamen Beſtandteile der Sodener Heilquellen
enthalten ſind, laſſen nie einen im Stich, der ſie
gegen Halsſchmerzen, gegen Huſten, Heiſerkeit,
Verſchleimung, Bronchialkartarrh ꝛc. anwendet.
Man muß nur immer auch Fays ächte Sodener
Mineral=Paſtillen fordern, von denen die
Schach=
tel 85 Pfg. koſtet und die in allen einſchlägigen
(77430l
Geſchäften zu haben ſind.
- Unſer heutiges Blatt enthält eine Beilage der
Kur= und Bade=Anſtalt „Marienbad‟ Darmſtadt,
Landgraf Philipp=Anlage 62.
(8826
Pflege deine Stimme.
Nicht nur im strengen Winter, sondern sozusagen
das ganze Jahr hindurch gebrauchen viele Menschen
regelmässig irgendeine Tablette oder Bonbons, um
ihre Stimme zu pflegen, sie vor Katarrh zu schützen.
Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die in der
Schweiz seit 60 Jahren geschätzten Wybert-Tabletten
auch in Deutschland leichten Eingang gefunden haben.
Denn eine einzige Probe davon zeigt sofort deren
einzigartige Wirkung auf die Stimme.
(1366)
Hustenreiz, Heiserkeit, Verschleimung
ver-
schwinden sofort nach deren Gebrauch und soviel
steht fest: Wer einmal die angenehme Eigenschaften
der Wybert-Tabletten erprobt hat, wird dieselben nie
mehr missen wollen. Wybert-Tabletten sind daher für
Sänger, Raucher, Redner, Sportsleute und alle, die ihre
Stimme pflegen wollen, ein unentbehrlicher Begleiter.
In Originalschachteln à Mk. 1— sind dieselben in den
Apotheken erhältlich. Depots in Darmstadt in
sämt-
lichen Apotheken; Germania-Drogerie, Mühlstrasse 78;
Minerva-Drogerie, Ecke Karl- u. Hügelstr.; Medizinal-
Drogerie von Fr. Beckenhaub, Ecke Schul- u. Kirchstr.,
und Drogerie von C. Watzinger, Wilhelminenstr. 11.
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Reparatur-Werkstätte. Hauptl.: I. Stock.
Darmstadt, Elisabethenstr. 12. Fernspr. 815.
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Nachfolg.
Holieferant Leopoln Schufer
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Familiennachrichten.
Statt jeder beſonderen Anzeige.
Heute verſchied nach fünfjährigem Leiden
in Schömberg (Schwarzwald) unſer guter
Bru=
der und Schwager
(B8900
Herr Ludwia Pfeiffer
Großh. Amtsrichter i. P.
im 39. Lebensjahre.
Kelſterbach und Darmſtadt,
den 21. April 1910.
Dr. med. Otto Pfeiffer,
Ministerialsekretär Hermann Pfeiffer,
Agathe Pfeiffer, geb. Schmidt,
Gusti Pfeiffer, geb. Cramolini.
Die Beerdigung findet in der Stille in
Darm=
ſtadt ſtatt.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Statt Karten.
Die Geburt eines Jungen zeigen
hocherfreut an
(10318
Adolf Haas und Frau
Jenny, geb. Strauss.
Darmstadt, Friedrichstrasse 23.
Dankſagung.
Für die vielen Beweiſe herzlicher Teilnahme
bei dem Hinſcheiden unſeres guten Sohnes,
Bru=
ders und Onkels
(8857
ſagen wir Allen unſeren herzlichſten Dank.
Familie Wilhelm Zimmer.
Dür die beim Ableben meines lieben Mannes,
unſeres guten Vaters und Schwiegervaters uns
erwieſene Teilnahme ſagen wir herzlichen Dank.
Olga Krenzien, geb. Kiel,
Günther Krenzien, Reg.-Baumeister,
Walther Krenzien, Amtsrichter,
Else Michel.
Darmſtadt, den 22. April 1910.
(8817
e eterente
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit geſtern früh: Das
nord=
öſtliche Tiefdruckgebiet zieht ſüdoſtwärts und hat geſtern
überall Regenfälle hervorgerufen, die ſich bald
wieder=
holen werden. Da lebhafte Nordweſtwinde herrſchen, iſt
die Temperatur ſtetig im Sinken begriffen. — Da das
weſtliche Hochdruckgebiet noch mehr zurückweicht, bleibt
der Einfluß der öſtlichen Zyklone beſtehen.
Ausſichten in Heſſen am Samstag, den 23. April:
Meiſt wolkig, Regenſchauer, im Gebirge Schnee, ſtarker
bis ſtürmiſcher Nordweſt, kühler.
Tageskalender.
Samstag, 23. April.
Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Die Nibelungen”.
Vorſtell ung um 8 Uhr im Orpheum.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 8 Uhr im Bürgerkeller.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 3—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Sonntag, 24. April.
Großh. Hoftheater, Anfang 7 Uhr: „Der Graf von
Luxemburg”.
Vorſtellung um 4 und 8½ Uhr im Orpheum.
Muſeumsführung um 8½ Uhr (
Naturwiſſenſchaft=
liche Abteilung).
Muſikaliſch=Theatraliſche Aufführung zum
Beſten des Kath. Mädchenſchutzvereins und des
Mädchen=
heims um 5 Uhr im „Konkordiaſaal”.
Schüler=Aufführung der Weyrauchſchen Muſikſchule
um 5 Uhr im „Kaiſerſaal”.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Bürgerkeller”
Konzert um 4 Uhr auf Hugenſchütz Felſenkeller.
Konzert um ½ 8 Uhr im „Schützenhof”.
Ausflug des Odenwald=Klubs nach Neckar=Gerach;
Abfahrt um 5.03 Uhr.
Tanzkränzchen um 4 Uhr in der „Stadt Pfungſtadt”.
Tanzkränzchen des Meiſingerſchen Tanzinſtituts um
4 Uhr im Gaſthaus „Zum Löwen” zu Arheilgen.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinema tograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaninchen=Ausſtellung Bleichſtraße 41.
Verſteigerungskalender.
Montag, 25. April.
Weißzeug= u. Kleidungsſtücke=Verſteigerung
um 2 Uhr im ſtädtiſchen Pfandhaus.
König=Muſeum Saalbauſtr. 79,
von 11—1 Uhr.
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Auf unſern Vorſchlag hin machten ſie eine
amerika=
niſche Hochzeit und ich wurde als Zeremonienmeiſterin
an=
geſtellt. Es war ſehr luſtig, denn wir hatten Brautführer
und Brautjungfern und Blumenmädchen, und Miß Leſſing
ſpielte den Hochzeitsmarſch, als ſie hereinkamen. Die
Vor=
bereitungen waren ein wenig ſchwierig, da es die Japaner
als die größte Ungeſchicklichkeit anſehen, etwas über Braut
oder Hochzeit vorher zu beſprechen. Mich haben ſie aber
entſchuldigt, weil ich Ausländerin bin.
Der kleinen Braut oberſtes Gewand war vom
fein=
ſten ſchwarzen Krepp, aber darunter, Lage über Lage,
waren Streifen aus regenbogenfarbiger Spinnwebſeide,
die bei jeder Bewegung rieſelten und ſichtbar wurden. Und
jeder Zoll ihrer Ausſtattung war von ihren Dienerinnen
geſponnen, und zwar aus Kokons eigener Zucht.
Nachdem die Hochzeitsaufregung nachgelaſſen hatte,
bekamen wir Beſuch von vierzig chineſiſchen Ariſtokraten.
Sie zogen in einer Kavalkade von Kuramas bei uns ein,
prächtig angetan, einen imponierenden Anblick darbietend.
Ich lief nach dem Feuerhaken, denn ich dachte, vielleicht
ſeien ſie gekommen, um „uns Miſſionaren” ein Ende zu
machen. Aber, denk’ nur, ſie hatten von unſerer Schule
und dem Kinderaarten gehört und waren gekommen, um
üir die chutſche Rehlang uſe Sinrichung, unſere
Lehrweiſe kennen zu lernen. Sie machten die Runde durch
die Schule und kamen auch zu den Kleinſten. Dieſe waren
gänzlich überwältigt beim Anblick der ſchwarzäugigen
wildblickenden Herren, aber ſie machten doch ganz ſchön
all ihre Kunſtſtückchen vor. Die Gäſte waren ſo erfreut,
daß ſie den ganzen Morgen blieben und uns ihre
unmaß=
gebende Anerkennung ausſprachen. Als ſie aufbrachen,
fragte ich den Dolmetſcher, ob die Hoheiten meinem
un=
würdigen Ich gnädigſt geſtatten würden, ihre geehrten
Photographien abzunehmen. Iſt es zu glauben! Die
alten Kerle blieſen ſich auf wie Kropftauben und kicherten
und zierten ſich wie Schulmädchen! Sie ſtanden in einer
Reihe und grinſten mich an, während ich den Kodak knipſte.
Wenn das Bild gelingt, ſende ich Dir einen Abzug.
Heute morgen mußte ich den Kindergottesdienſt halten.
Nächſtens werde ich noch öffentlich beten müſſen. Ich ſehe
es kommen! Die Lektion war über den Verlorenen Sohn,
ein Thema, über das ich aus Erfahrung rede. Die
japa=
niſchen Jungen verſtanden vielleicht jedes dritte Wort, aber
ſie folgten mir höchſt aufmerkſam. Als ich mitten im
feierlichſten Erklären war, fiel mir plötzlich ein Bild ein,
das Jack früher hatte. Es ſtellte ein mageres, kleines Kalb
dar, das die Straße hinunterraſt, weil weiter hinten ein
faul ausſehender Bummler daherſchlürft. Darunter ſtand
die Geſchichte: „Boſſy, lauf' davon, dort kommt der
ver=
lorne Sohn!‟ Dieſe Erinnerung machte meiner Predigt
jählings ein Ende, und ſtatt deſſen erzählte ich den Jungen
eine Bärengeſchichte.
Mie gen id heue abend dei dr teihgeilen nuichte
und vor dem Kamin auf der Erde hocken und plaudern!
Ich werde ſchrecklich altmodiſch ſein, wenn ich heimkomme,
aber denk’ nur, wie unterhaltend! Ich habe genug famoſe
Anekdoten geſammelt für den Reſt meines Lebens.
Um des Himmels willen ſchicke mir ein paar
Hut=
nadeln, aber nette lange mit hübſchen Köpfen. Und wenn
Du dieſen Winter nach New=York gehſt, ſo beſorge mir
zwei Flaſchen Fleiſchextrakt. Viel herzliche Grüße euch
allen und tauſend Küſſe den Kindern zu Hauſe. Sorgſt
Du auch, daß ſie mich nicht etwa vergeſſen?
Den 27. November 1901.
Ich ſagte Dirs, daß es ſo kommen würde! Mein
pro=
phetiſcher Geiſt ſah es voraus! Heute früh mußte ich die
Andacht in der Kapelle halten. Und ich ſpiele die Orgel
im Kindergottesdienſt und höre jeden Sonntag zwei
japa=
niſche Predigten.
Ich kann Dir ſagen, Kameradin, dieſer Teil meiner
Arbeit geht mit gegen den Strich. Man ſagt, man
gewöhnt ſich ans Gehängtſein, wenn man nur lang genug
hängt. Na, da wollen wir alſo auch hoffen, daß ich mich
mit der Zeit gewöhne.
Du fragſt mich, warum ich dies alles mittue. Ja, ſiehſt
Du, es iſt hier wie in einer großen Werkſtatt, wo alle
fleißig und fröhlich arbeiten, und doch wartet noch ſo viel
Arbeit, daß man nicht ſteht und fragt: Gefällt ſie mir auch,
oder ſoll ichs lieber laſſen?
Am liebſten möchte ich Dir gar nichts von der
Troſt=
loſigkeit mancher Exiſtenzen hier erzählen. Stelle Dir vor!
Seite 10.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94.
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Frauen, die in den Steinbrüchen, Sandgruben und an den
Eiſenbahnen arbeiten, immer mit kleinen Kindern auf dem
Rücken, und die armen kleinen Dinger verkrüppelt und
ent=
ſtellt durch die eingezwängte Stellung und oft blind von
der blendenden Sonne.
Was ich ſchrecklich gern tun möchte, iſt, eine andere freie
Kleinkinderſchule in einem der ärmſten Stadtteile zu
er=
öffnen. Es würde nur fünfzig Dollar koſten, um ſie ein
ganzes Jahr zu unterhalten, und ich habe vor, es
auszu=
führen, und müßte ich einen meiner Ringe verkaufen. Es
iſt einfach herrlich, zu fühlen, daß man taſächlich jemand
hilft, und wenn auch dieſer Jemand ein kleiner Haufe
ſchmutziger japaniſcher Kinder iſt. Ich bin manchmal ſo
entmutigt und troſtlos, daß ich nicht weiß, was anfangen,
aber wenn dann ſo ein kleines Ding daherkommt und ein
ſehr ſchmutziges Händchen in meine Hand ſchiebt und ſie
ſtreichelt und gegen ſeine Wange legt und an ſein Herz
drückt und ſagt: Sensei, sensei! ſo möchte ich halt alle
miteinander an mein Herz nehmen und ſie liebhaben und
erziehen.
Sie kennen nicht das Wort „Liebe” aber wohl ſeine
Bedeutung. Wenn ich etwa ſtillſtehe und ein Köpfchen
ſtreichle, ſind im Augenblick ein Dutzend Arme um mich
herum, und ich erſticke beinahe in Zärtlichkeiten. Ein
klei=
nes Kerlchen nennt mich immer: Braver Junge! weil ich
ihn einſt ſo genannt habe.
Das Wetter iſt prächtig, kühl drinnen und warm
drau=
ßen. Chryſanthemen und Roſen blühen immer noch, die
Bäume ſind ſchwer mit Frucht beladen. Perſimonen
wer=
den größer als eine Kaffeetaſſe, Apfelſinen dagegen ſind
ſehr klein, doch beide Früchte ganz köſtlich. Kaſtanien ſind
noch einmal ſo groß wie bei uns, und man benutzt ſie als
Bemüſe.
Ihr werdet nun bald alle mitſammen bei Großmuttern
zum Feſte ſein und luſtige Tage haben. Laß ſie auch einen
Teller für mich hinſtellen, Kameradin, und drehe ein Glas
für mich um. Niemand wird mich ſo ſehr vermiſſen als
ich mich ſelber. Was für luſtige Feſte wir ſchon zuſammen
verlebt haben! Familientage mit großem Diner und
The=
ater am Abend! Nicht eigentlich Theater, nicht wahr, Du!
Mehr Varietévorſtellung mit Dir als Schmierendirektor
und mir als Soubrette. Denkſt Du noch an das letztemal
vor meiner Verheiratung? Ich meine damals, als ich
Lady Macbeth gab und einen tollen Tanz dazu, und Du
trugſt famoſe Couplets von der Großen Oper vor. Weißt
Du noch Jacks berühmte Parodie auf: Mein
Vater=
land.
Von dir ſing ich ſo gern,
Truthahn mit Preißelbeern,
Herrliches Tier!
Schenkel und Brüſte dein,
Rücken und Flügelein
Schmecken uns gar ſo fein
Zum Weihnachtsſchmaus!
Unten geht die Glocke, und hier geh ich. Ich verſtehe
die Gefühle einer Dampfmaſchine!
Weihnachtsfeiertag 1901.
Hätte Dir jemand letztes Jahr, als wir den großen
Baum putzten und Vorbereitungen fürs Feſt trafen, geſagt,
daß ich übers Jahr in der Fremde eine Bande kleiner
Heiden lehren würde, hätteſt Du nicht gemeint, bei dem
ſei eine Schraube locker?
Doch, es iſt wahr, ich brauche bloß die Augen
aufzu=
machen, da kann ich mich überzeugen, daß ich im Königreich
der Blumen bin. Die Pflaumenbäume ſind in Blüte, und
die Roſen blühen noch immer, obwohl dicker Reif liegt, der
im Sonnenſchein funkelt. Die Berge haben einen dünnen
blauen Schleier mit Silberrändern vorgezogen, und über
allem wölbt ſich türkisblau der Himmel!
Und das beſte von allem: jedermann iſt glücklich! Es
mag wohl ſein, daß irgend ein kleiner, armer
Herumſtrei=
cher hungrig iſt, weil er nur Reiswaſſer zum Frühſtück
ge=
habt hat, oder daß ein paar traurige Herzen unter den
bun=
ten Kimonos ſchlagen, und es kann auch ſein, Du Liebſte,
daß ein gewiſſer Fremdling in der Ferne die Tränen nicht
zurückhalten kann und ſich mit Herz, Seele und Leib heim
zu ſeinen Lieben ſehnt. Aber laß es Dich nicht kümmern,
niemand weiß es als Du und ich und ein Bambusbaum.
Heute nachmittag ſind die Mamas und Papas zum Tee
eingeladen, und ich werde mein hübſcheſtes Kleid anziehen
und meine gelben Locken ganz reizend für ſie friſieren. Und
tief drinnen will ich all mein Herzeleid und Sehnen feſt
verſchließen und das freundlichſte Geſicht aufſetzen für dieſe
lieben Leutchen, die mir, einer Fremden, ein ſo reiches Maß
der Zuneigung und Freundſchaft entgegenbringen, und
die bei ihrem letzten Dankfeſt, als ſie Gott für alle großen
Segnungen des vergangenen Jahres lobten, die neue
Kleinkinderſchullehrerin an erſter Stelle nannten.
Wunderſt Du Dich nun noch, daß ich glücklich und
elend, zufrieden und voll Heimweh zu gleicher Zeit bin?
Die Kiſte, die ich auf Weihnachten heimſchickte, war
eine erbärmliche Gabe verglichen mit dem, was ich hätte
ſenden mögen, aber alles iſt wenigſtens mit den erſten
ſelbſtverdienten Pfennigen gekauft. Ich habe die Geſchenke
auch ſo feſt in Liebe verpackt, daß ihr ſie kaum
heraus=
bringen werdet.
(Fortſetzung folgt.)
Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt.
3 47.
Sameiag, 23. April.
1910.
An die Heren Birgermeiſter der Ladgemeinden des Areſes,
Wir laden Sie, und im Falle Ihrer Verhinderung die Herren Beigeordneten ein,
ſich zur Beſprechung nachſtehender Angelegenheiten am
Mittwoch, den 27. d. Mts., nachmittags 3½ Uhr,
im Sitzungsſaal des Regierungsgebäudes, Neckarſtraße dahier, einzufinden.
1. Fürſorge für die aus der Schule entlaſſene Jugend.
2. Förderung der Volksbibliotheken. Maßnahmen gegen die Verbreitung von
Schundliteratur.
3. Verhütung und Bekämpfung anſteckender Krankheiten.
4. Sicherheitspolizei in den Landgemeinden, insbeſondere in den Gemeinden und
Gemarkungen der Umgebung der Stadt und Gemarkung Darmſtadt.
Darmſtadt, den 20. April 1910.
(8780
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
Fey.
Bekanntmachung.
Betreffend: Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremdländiſchen Arbeitern.
Wir ſehen uns veranlaßt, die nachſtehende Polizei=Verordnung wiederholt zur
öffentlichen Kenntnis zu bringen und die in Betracht kommenden Arbeitgeber erneut
auf die für ſie maßgebenden Vorſchriften der §§ 1 und 2 eindringlich hinweiſen.
Darmſtadt, den 21. April 1910.
Großherzogliches Kreis amt Darmſtadt.
J. V.: Dr. Reinhart.
Polizei=Verordnung.
Betreffend: Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremdländiſchen Arbeitern.
Auf Grund des Art. 78 der Kreis= und Provinzialordnung wird mit
Geneh=
migung Großherzogl. Miniſteriums des Innern vom 5. Juni d. J. zu Nr. M. d. J. II. 2770
und mit Zuſtimmung des Kreis=Ausſchuſſes des Kreiſes Darmſtadt für den Kreis
Darmſtadt folgendes verordnet:
§ 1. Der Zuzug fremdländiſcher Arbeiter iſt vor ihrer Ankunft von dem
Arbeit=
geber der Ortspolizeibehörde des Beſchäftigungsortes unter Angabe der Namen und
des Heimatsſtaates ſchriftlich anzuzeigen; ſofern dies nicht möglich geweſen iſt, iſt die
Ankunft ſofort, ſpäteſtens aber binnen 24 Stunden nach dem
Ein=
treffen der Arbeiter an ihrem Beſtimmungsort der Ortspolizeibe hörde
anzu=
zeigen. Letztere iſt zur ſofortigen Mitteilung an das Kreisgeſundheitsamt
ver=
pflichtet, bei Krankheitsverdacht eventuell telegraphiſch.
§ 2. Der Arbeitgeber oder deſſen Vertreter hat zu veranlaſſen, daß die
fremd=
ländiſchen Arbeiter nach vorhergegangener Weiſung zur Unterſuchung durch den Großh.
Kreisarzt erſcheinen.
Dieſenigen Arbeiter, die ſich über eine in den leiten zehn Jahren vorausgegangene
erfolgreiche Impfung oder über eine überſtandene Blatternerkrankung nicht ausweiſen
können, werden im Unterſuchungstermin geimpft, welcher in der Regel, wenn nicht
unverhältnismäßig hohe Koſten hierdurch entſtehen, am Arbeitsorte ſtattfinden ſoll.
Die Weigerung, die Impfung vornehmen zu laſſen, hat die ſofortige Ausweiſung aus
dem Großherzogtum zur Folge.
In dem Termin werden die Arbeiter gleichzeitig auf das Vorhandenſein der
ägyptiſchen Augenkrankheit hin unterſucht und die notwendigen Maßnahmen getroffen.
§ 3. Jeder Impfling muß in einem zweiten Termin dem impfenden Arzte zur
Nachſchau vorgeſtellt werden, falls ein ſolcher angeſagt wird.
§ 4. In dem Unterſuchungstermin iſt eine Namensliſte unter Angabe der
Ge=
burtstage oder wenigſtens des ungefähren Alters der vorgeführten Arbeiter von dem
Arbeitgeber oder deſſen Vertreter dem Großh. Kreisarzt vorzulegen.
§ 5. Die Koſten der Unterſuchung und Impfung der Arbeiter werden auf die
Polizeikaſſe übernommen.
§ 6. Die nach Art. 89 des Polizeiſtrafgeſetzes erforderlichen Anmeldungen, ſowie
die nach anderen Beſtimmungen beſtehenden Verpflichtungen zur Anzeige des
Arbeits=
antritts bleiben unberührt.
§ 7. Arbeitgeber oder deren verantwortliche Vertreter, welche die in§ 1—3 dieſer
Verordnung angeordneten Aufſichtsmaßregeln verletzen, werden, ſofern eine Beſtrafung
aus § 327 des R. St. G. B. nicht zu erfolgen hat, mit Geldſtrafe von 1 bis 30 Mari
beſtraft.
§ 8. Die vorſtehenden Vorſchriften treten mit dem Tag ihrer Veröffentlichung
in Wirkſamkeit.
Darmſtadt, den 9. Juni 1908.
(887)
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
von Grancy.
Darmſtadt, den 21. April 1910.
Betreffend: Auftreten von Blatternerkrankungen unter fremdländiſchen Arbeitern.
Dus Greſhepaſiche Krihemt Danſalt
an die Großh. Bürgermeiſtereien der Landgemeinden des Kreiſes.
Wir empfehlen Ihnen, die vorſtehende Polizei=Verordnung wiederholt in Ihrer
Gemeinde durch Anſchlag bekannt zu geben und ſich die Ueberwachung des Befolgs
der Vorſchriften angelegen ſein zu laſſen.
Insbeſondere verweiſen wir Sie auf § 1 letzter Satz. Die dort vorgeſchriebene
Miteilung darf unter keinen Umſtänden verzögert werden.
I. V.: Dr. Reinhart.
Amtliche Nachrichten des Großherzoglichen Polizeiamts Darmſtadt.
* Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 ſilbernes Kinder=Armband (gedrehtes Reiſchen mit 3 Knöpſchen).
1 Double=Zwicker. 1 Netz mit 6 Tennisbällen. 1 goldener Damen=Ring. 1 goldene
Damen=Uhr mit Kette. 1 goldener Ring mit rotem Stein und 1 filberner Ring mit
gelbem Totenkopf 1 Vereinsabzeichen vom Deutſchen Radfahrerbund. 3 kleinere
Schlüſſel und 1 Türdrücker (zuſammengebunden). 1 großer Schlüſſel. 2 Scheine über
Benutzung der Leſehalle. 1 kleines rotes Kinder=Portemonnaie mit einigen Pfennigen
Inhalt. 1 grauer Samtgürtel mit gepreßten Blumen. 1 hellrotes Portemonnaie mit
einigem Inhalt. 1 ſilberne Broſche (10 zuſammengeſetzte Zwanzigpfennigſtückchen).
1 weißes Taſchentuch, gez. J. S. 1 lange Wagenkette. 1 rot= und weißkariertes
Ueber=
decktuch. 1 gelbes Portemonnaie mit einigen Pfennigen Inhalt. 1 ſchwarzer
Damen=
gummigürtel. 1 Päckchen mit 2 Zahnbürſtchen und 1 Päckchen Zahnpulper. 1
mittel=
großer Schlüſſel. 1 Einmarkſtück. 1 weißer wollener und 1 weißer ſeidener Damen=
Gürtel. 1 goldene Broſche mit 4 blauen Steinchen. 1 großer und 1 kleiner Schlüſſel
an Ring und Haken. 2 große Schlüſſel, 1 kl. Hohlſchlüſſel. 1 goldgelber ſeid. Schal.
Verloren: 1 ſchwarze Herren=Weſte. 1 Bund Schlüſſel (mit Kordel
zuſammen=
gebunden). 1. Manſchettenknopf (Kaniol mit ſilberner Ketteſ. 1 weiße Straußenfeder.
1 goldener Damen=Ring mit rotem Stein. 1 lila Ledertaſche mit goldenem Zwicker
und 1 Taſchentuch, gez. M. H. 1. Schlüſſeltäſchchen mit 2 Schlüſſeln. 1 dunkelblaues
Knaben=Capes. 1 Aquamarin=Anhänger mit Perle. 1 goldener Damen=Ring mit rotem
Stein. 1 Spazierſtock, braunes Rohr mit maſſivem Silbergriff, vorne 25. 4. 09
ein=
graviert (Finder gute Belohnung. 1 Brillant (hohe Belohnung dem Finder). 1ſchwarzes
Leder=Handtäſchchen mit Portemonnaie und 250 Mk. Inhalt 1 Taſchentuch u. 1 Paar
goldene Ohrringe. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel mit ſchwarzer Schnalle. 1 gold.
Schlangen=Ring mit Rubin. 1 braunes Damen=Portemonnaie mit 55 Pfennigen und
ſonſtigen Kleinigkeiten. 1 kleine goldene Broſche in Sternform (abgerundet).
Filigran=
arbeit mit kleinen weißen Perlchen und rotem Stein. 1 goldene Broſche in Dreieckform
mit 1 Rubin und 1 Perle als Anhänger 1 weißer Schleier (in Papier eingeſchlagen).
2 ſchwarze Reiherfedern. 1 Wagenrad=Meſſingkapfel. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel.
1 filberne Damen=Uhr mit Goldrand. 1 Nickel=Hutnadel mit länglichrundem Knopf.
1 italieniſches Gebetbuch. 1 filbernes viereckiges Medaillon mit roten Steinchen.
1 ſchwarzes Portemonnaie mit über 2 Mk. Inhalt und 1 Schreibtiſch=Schlüſſel. 1 Paket,
enthaltend 1 grünliches Kinder=Kleidchen und 1 Kinderwagen=Einlage. 1 Zehnmarkſtück.
1 goldener Herren=Ring mit hellblauem Stein (hohe Belohnung dem Finder). 1 filb.
Ketten=Armband. 1 goldene Damen=Uhr (25 Mk. Belohnung dem Finder). 1 goldener
Siegelring mit rotem Stein. 1 ſchwarzer Damen=Schirm mit bunter Borde. 1 gelbes
Portemonnaie mit 1,34 Mk. Inhalt. 1 goldene Broſche ſachterförmig verſchlungen) mit
Anhängſel und 1 Opal 1 einreihige Korallen=Kette. 1 Taſchenmeſſer mit Perlmuttſtiel,
mehreren Klingen, 1 Schere und Korkzieher in grauem Futteral. 1 Double=Damen=Uhr
mit roten Zeigern, auf dem Rückdeckel 3 weiße Perlen. 1 weißes Tuch mit lila Blumen.
1 mattgoldene Broſche in Schlangenform mit rotem Stein. 1 braune Segeltuch=
Wagen=
decke. 1 ſchwarzledernes Portemonnaie mit 65 Pfennigen Inbalt und 1 Trauring, gez.
S. M. 1901. 1 lange filberne Buſennadel mit Emaileinlage. 1 goldene Damen=Uhr
mit verziertem Rückdeckel (Inſtrumente eingraviert). 1 ovales goldenes Medaillon mit
einer Photographie. 1 Ledertaſche mit Legitimationspapieren, auf den Namen Heinrich
Breitwieſer lautend. 1 dunkles Portemonnaie mit 6—7 Mk. Inhalt. 1 grüner Damen=
Schirm. 1ſchwarze Baſtaſche mit Portemonnaie mit 1 Mk. Inhalt und 1 Deſſerimeſſr.
1 graues Knaben=Capes. 1 fertiger und 1 angefangener brauner Strumpf. 1 goldenes
Medaillon, ein kleines Buch darſtellend, mit Familienbildern (hohe Belohnung dem
Finder). 1 goldene Zylinder=Uhr. 1 längliche Granatbroſche, 1 farbiger geſtickter
Damen=Gürtel. 2 ſehr kleine Schlüſſelchen an gelber Schnur. 1 braunes Handtäſchchen
mit Straßenbahn=Fahrkarte Eberſtadt-Darmſtadt und Viſitenkarten, auf den Namen
Eliſabethe Steinhauer lautend.
Entlaufen: 1 ſchwarzer Spitz mit weißer Schnauze. 1 Dobermanpinſcher mit
tr
Marke und der Nr. 851. 1 Foxterrier mit ſchwarzroten Abzeichen.
Entflogen: 1 grünlicher Kanarienvogel.
(8841
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
iſt geöfnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—8 Uhr nachmittags
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Kriegshund.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 24. April ſind ſämtliche Apotheken den ganzen Tag offen.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Haupt= und Reſtdenzkadt Narmſtadt.
Schweinefleiſch (Bratenſt.)
Bauchläppchen.
Kottelets u. geſalz. Fleiſch
Speck, geräuchert
6
90
100
110
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt.
kg 110 Pfg.
„110
„ 130
90
2
ebr. Schreibmaſchine zu leihen oder
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ſchrank Kiesſtraße 31, 2. Stock. (*9966ds
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Billig zu verkaufen mat, 1 Eis=
m wiederholt geäußerten Wünſchen des Publikums entgegen zu kommen, haben
wir mit Wirkung vom Monat April d. Js. die gemeinſame Aufnahme der
Gas:, Waſſer= und Elektrizitätsmeſſer und die gemeinfame Erhebung des
Gas=, Waſſer= und Stromgeldes angeordnet.
Von dem bezeichneten Monat ab werden alle in einem Anweſen angeſchloſſenen
Meſſer durch einen Bedienſteten monatlich aufgenommen; ein Erheber wird die
Ver=
brauchsabgaben — auch das Waſſergeld — monatlich gegen Ueberreichung einer
quit=
tierten Rechnung einziehen.
Die Verbrauchszettel fallen weg. Dagegen werden die Meſſerſtände auf der
Rechnung verzeichnet.
Die Aufnahme=Tätigkeit wird je am 27. eines Monats beginnen und etwa am
8. des folgenden Monats beendet ſein. Die Erhebung des Geldes beginnt einige Tage
nach Aufnahme des Verbrauchs.
Die Berechnung und Erhebung der Verbrauchsabgaben — alſo auch des Gas=
Geldes — iſt der Stadtkaſſe übertragen.
In der Bedienung der Gas=Automaten tritt eine Aenderung nicht ein.
Wir bitten die Gas=, Waſſer= und Stromabnehmer, in der Uebergangszeit
Nach=
ſicht zu üben und die Einrichtung durch Entgegenkommen in jeder Weiſe zu fördern.
Darmſtadt, den 7. April 1910.
(8526msi
Großherzogliche Bürgermeiſterei.
Dr. Gläſſing.
Ausführung von Gasanlagen im Innern
der Gebäude und Grundſtücke.
Die Einrichtung von Gas=Beleuchtungs=, Heiz= und Kraft=Anlagen im
Innern der Gebäude und Grundſtücke, welche an das Rohrnetz des ſtädtiſchen
Gas=
werks angeſchloſſen werden ſollen, ſowie alle Erweiterungen, Veränderungen und
Reparaturen darf nur durch ſolche Inſtallateure erfolgen, die von Großherzoglicher
Bürgermeiſterei eine ſchriftliche Erlaubnis hierzu erhalten und ſich verpflichtet haben,
alle dieſe Einrichtungen unter Zugrundelegung und gewiſſenhafter Beobachtung der
hierfür erlaſſenen Beſtimmungen und Vorſchriften auszuführen.
Dieſe Erlaubnis iſt folgenden Firmen erteilt.
35. Philipp Kraus Nachf. (Inh. Adam
1. Gottfried Beck, Karlſtr. 39.
2. Gebr. Becker Nachf., Grafenſtr. 27.
Bender), Karlſtraße 51.
36. Hugo Kötting, Liebfrauenſtraße 75.
3. Heinrich Becker, Brandgaſſe 2.
37. Wilh. Krätzinger, Ludwigſtr. 11.
4. Karl Bohl, Blumenthalſtr. 107.
5. Lud. Breitwieſer, N.=Ramſtädterſtr. 54. 138. Chriſt. Landzettel, Kaupſtr. 7.
6. Heinr. Brunner, Eliſabethenſtr. 33. 39. Ernſt Lorey, Karlſtr. 56.
7. Karl Darmſtädter, Sandbergſtr. 66. 140. Ludw. Luck, Gutenbergſtr. 27.
8. W. Eberhardt, N.=Ramſtädterſtr. 11. 141. V. Marquardt u. Ph. Wamfer,
Dieburgerſtraße 54.
9. Fr. Ewald (Inh. Fr. Wenz) Soder=
42. Philipp Maul, Eliſabethenſtraße 29.
ſtraße 49 und 54.
10. Theodor Fey, Kranichſteinerſtr. 8a. 43. Müller u. Dilling, Kaſinoſtr. 27.
44. Gg. Neumann, Heidelbergerſtr. 117.
11. Georg Aug. Fink, Rhönring 53.
45. Aug. Neumeyer Wwe., Gr. Ochſen=
12. Ludwig Fiſcher, Langgaſſe 21.
gaſſe 22.
13. Bernhard Gans, Rheinſtr. 47.
146. Heinrich Ningler, Landwehrſtr. 47.
14. Franz Geiger, Karlſtraße 36.
15. Wilh. Gelfius, Fuhrmannſtraße 6. 147. Jakob Nohl, Martinſtr. 24.
148. Heinrich Pauli, Orangerie=Allee 7.
16. Jakob Glock. Langegaſſe 9.
49. Ludwig Pohl, Heinheimerſtr. 15.
17. Guſtav Göckel, Karlſtr. 12.
50. F. W. Preußner, Bleichſtraße 40.
18. Alexander Guntrum, Stiftſtr. 52.
19. Philipp Handſchuch, Schloßgarten= 51. Karl Rockel Nachf. (Inh. Georg
Momberger), Schützenſtr. 4.
ſtraße 37.
20. Ludwig Heppenheimer, Luiſenſtr. 2. 152. G. W. Roth, Moosbergſtr. 97.
21. Wilhelm Heppenheimer, Kiesſtr. 80. 153. J. Rühl, Saalbauſtr. 24.
54. Phil. Schäfer, Landwehrſtr. 29.
22. Kurt Hiſſerich, Bleichſtr. 28.
55. Friedr. Schiller, Tannenſtraße 7.
23. Karl Hoffmann, Wienersſtr. 44.
24. Balthaſar Ittmann, Lauteſchlägerſtr. 42.156. Franz Schulz, Karlſtr. 104½.
57. Heinrich Schwarz, Kiesſtr. 36.
25. Hermann Jung, Bleichſtr. 11.
58. Leonh. Sommer, Roßdörferſtr. 3.
26. Karl Jung, Kaplane gaſſe 17.
59. Wilh. Stauß, Inſelſtraße 21.
27. Philipp Jung, Alexanderſtr. 9.
160. Michael Vollrath, Nieder=Ramſtädter=
28. Karl Kämmerer, Marienplatz 10.
ſtraße 31.
29. Gg. Kaiſer, Inh.: Marg. Haun,
61. Hch. Waldſchmidt, Ludwigshöhſtr. 21.
Rheinſtr. 5.
30. Robert Kaiſer, Landgraf Georgſtr. 8.62. Otto Wamboldt, Heerdweg 2.
63. Joh. Waſſer, Alexanderſtr. 7.
31. Georg Keil, Kirchſtr. 17.
164. Val. Wedel, Beckerſtraße 7.
32. Auguſt Keller, Hohler Weg 11.
33. Adolf Kling Nachf. (Inh. A. u. L.65. Karl Wenz, Wendelſtadtſtraße 39.
(66. Karl Zahrt, Hofſtallſtraße 8.
Kling), Rheinſtr. 17.
34. Klink & Rettberg, Ludwigsplatz 8½.
Darmſtadt, den 12. April 1910.
Städtiſche Gaswerks=Verwaltung. Betriebsleitung.
Friedrich.
(8228sms
Dienstag, den 26. April, 3 Uhr nachmittags, verſteigere ich im Pfandlokal
Ludwigshöhſtraße 4 meiſtbietend gegen gleich bare Zahlung:
zwei eiſerne Viehkrippenformen mit Wulſten, je 1 bezw. 2 Meter lang.
(67171s
Die Verſteigerung findet beſtimmt ſtatt.
Darmſtadt, 21. April 1910.
Nelle, Pfandmeiſter.
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
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mal=Abflußröhren 1903 (D.N.A).
Die Lieferung von ca 1200 lfdm. deutſche
Normal=Abflußröhren und von ca. 800
Form=
ſtücken für die Entwäſſerungsanlage der
Höheren Knaben= und Mädchenſchuie ſoll
verdungen werden.
Bedingungen liegen in dem
Geſchäfts=
zimmer der unterzeichneten Verwaltung,
Waldſtraße 19, während der Dienſtſtunden
zur Einſicht offen, woſelbſt auch die
Ange=
botſcheine gegen Zahlung von 50 Pfg.
ab=
gegeben werden. Eine Abgabe der Angebote
nach auswärts findet nicht ſtatt.
Angebote ſind bis Freitag, den 29. April
1910, vormittags 10 Uhr, bei
unter=
zeichneter Stelle einzureichen.
(8586ms
Darmſtadt, den 19. April 1910.
Städtiſche Waſſerwerks=Verwaltung.
Rudolph.
Bekanntmachung.
Mit Rückſicht auf den Bücherſchluß der
Stadtkaſſe und der ſtädtiſchen Nebenkaſſen
erſuchen wir, alle Rückſtände für das
abgelaufene Rechnungsjahr 1909
nun=
mehr unverzüglich, die Rückſtände an
Gemeindeſteuern für das 5. u. 6. Ziel
bei Vermeidung des
Pfändungsver=
fahrens bis längſtens Ende dieſes
Monats hierher zu entrichten.
Darmſtadt, den 22. April 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
(8870
Bekanntmahung.
Mittwoch, den 1. Jnni l. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Gaſtwirt Franz Kratſch
Ehe=
leuten dahier zugeſchriebenen Immobilien:
Flur Nr.
qm
Alice= u.
991/10
Hofreit=
188
Blumen=
99¾/10
12¾/10 Acker
thal=
ſtraße, jetzt Landwehrſtraße 26
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K62/10
Darmſtadt, den 15. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L8760,67
Müller.
Bekanntmachung.
Montag, den 30. Mai 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Georg Schwab Eheleuten
dahier zugeſchriebenen Liegenſchaften:
c Teil von Werkſtätte
und Maſchinenhaus mit Hofraum, Wein=
bergſtraße, XIII 308/10 385% o Hofreite, Weinberg=
ſtraße,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 22. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II.
(Beſſungen).
Frantz.
(L.8875,61
Bekanntmachung.
Montag, den 2. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Landwirt Ludwig Simon
Eheleuten dahier zugeſchriebene Liegen=
ſchaft:
Flur Nr.
qm
IV 3906/100 747¾/10 Hofreite
Müller=
ſtraße 15,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K182/09
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 4. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
Müller. (L7682,66
Bekanntmachung.
Montag, den 2. Mai I. Js.,
vormittags 10 Uhr,
ſoll die den Hugo Stieſi Eheleuten dahier
zugeſchriebene Liegenſchaft:
Flur Nr. qm
IV 632¾/10 259 Hofreite
Moller=
ſtraße 35,
in unſerem Bureau zwangsweiſe verſteigert
werden.
(K178/09
Falls andere rechtliche Hinderniſſe nicht
entgegenſtehen, kann Genehmigung der
Ver=
ſteigerung auch dann erfolgen, wenn das
eingelegte Meiſtgebot die Schätzung nicht
erreicht.
Darmſtadt, den 5. April 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt I.
(L.7681,66
Müller.
Verkauf von Matratzenſtreu.
Am Mittwoch den 27. d. Mts., von 9 Uhr
30 Min. vormittags ab wird auf dem Hofe
der Kavallerikaſerne an der Holzhofallee die
Matratzenſtreu einer Eskadron verkauft.
Leib=Dragoner=Regiment Nr. 24. (875
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(8843
Bekanntmachung.
Montag, den 25. April 1. J., von nachmittags 2 Uhr ab.
im ſtädtiſchen Pfandhaus, Kirchſtraße 9:
Verſteigerune
von ſilbernen Herren= und Damen=Uhren, ſowie
goldenen Ringen ꝛc.
Städtiſche Pfandhaus=Verwaltung,
Paul.
8882)
Zur Berichtigung.
Bei der am 16. d. Mts. in der Nummer 88 des Darmſtädter Tagblatts bekannt
gegebenen Verſteigerungsanzeige war inſofern ein Irrtum entſtanden, daß als
Ver=
ſteigerungslokal Beſſungerſtraße 4 bezeichnet worden war. Das Verſteigerungslokal
befindet ſich nach wie vor Ludwigshöhſtraße 4, weshalb es ſich in der Anzeige um
einen Irrtum gehandelt hatte. Auch weiſe ich ausdrücklich darauf hin, daß der
Metzgerei=
betrieb des Herrn Philipp Jung, Beſſungerſtraße 4, mit der Sache nichts zu tun hatte.
Wieſer, Pfandmeiſter.
8899)
Verſteigerungs-Anzeige.
Dienstag, den 26. April I. J., vorm. 9 Uhr u. nachm. 3 Uhr
verſteigere ich in der „Ludwigshalle” im Auftrag des
Nachlaß=
verwalters die zum Nachlaß des Privatiers Ludwig Molter
gehörige Möbel= und Haushaltungsgegenſtände als:
1 Sofa mit 4 Seſſeln (hellblau=ſeidenen Ripsbezug), 2 Sofas, 2 Seſſel,
1 Vertiko, 1 Büfett, 1 Spiegelſchrank, 1 pol. Kleiderſchrank (nußb.), Kommode
(nußb. pol.), 1 Schreibtiſch, 1 Sekretär, 1 ovaler Tiſch und 2 viereckige Tiſche,
1 Ausziehtiſch, 1 Nähtiſch und Stühle, 4 Kleiderſchränke, 3 vollſtändige Betten
und Bettwerk, 2 Nachttiſche, 1 Waſchkommode mit Marmorplatte, 1 lackierter
Waſchtiſch, Spiegel, Bilder und Vorhänge. Eine ſehr hübſche, faſt neue
Küchen=
einrichtung, beſtehend aus 1 Küchenſchrank, 1 Anrichte, Küchentiſch, 2 Stühle,
1. Gasherd, 1 Gaskocher und ſämtliches Küchengeſchirr, 1 kleiner Eisſchrank
u. a. m. Sämtliches Weißzeug, Bett=, Tiſch= und Leibwäſche, ſowie Kleider.
16 Bände Meyers Konverſations=Lexikon (ältere Auflage).
Die Verſteigerung findet meiſtbietend gegen bare Zahlung ſtatt.
Darmſtadt, den 23. April 1910.
Ernst Wolff, Amtsgerichtstaxator.
Mühlſtraße 62, am Kapellplatz.
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Seite 16.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
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3 do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,70
94,00
do.
3½
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4 Bayr. Eiſenbahnanl. 102,00
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92,90
3½
do.
3
4 Hamburger Staatsanl. 102,00
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,50
do.
92,20
81,30
do.
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Württembergerv. 1907 101,90
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3½
5 Bulgaren=Tabak=Anl. 101,20
1¾ Griechen v. 1887 49,50
3¾/ Italiener Rente . 105,20
4½ Oeſterr. Silberrente 98,50
do. Goldrente . 100,00
do. einheitl. Rente 94,40
3 Portug. unif. Serie I
do. unif. Ser. III 66,90
3 do. Spezial. 12,80
5 Rumänier v. 1903 . . 102,70
do. v. 1890 . . 94,90
4 do. v. 1905 . . 91,40
4 Ruſſen v. 1880 ₰ ₰. 2. ₰ 91,30
InProz.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,10
100,40
4½ do. v. 1905 .
92,80
3½ Schweden.
4 Serbier amort. v. 1895 86,50
Türk. Admin. v. 1903 88,90
do. unifiz. v. 1903 95,00
4 Ungar. Goldrente 95,50
do. Staatsrente 92,70
5 Argentinier .
.101,30
91,40
do.
4½ Chile Gold=Anleihe 93,10
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,80
99,80
do.
4½
Japaner
5 Innere Mexikaner . . 101,75
3
do.
4 Gold=Mexikan. v. 1904 96,30
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4
3
29
do.
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do.
do.
98,20
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4 Diskonto=Geſellſchaft 187,70
4 Dresdner Bank 158,40
4 Mitteldeut. Kreditbk. 119,20
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 123,10
101,30
4 Pfälzer Bank.
144,75
4 Reichsbank
4 Rhein. Kredit=Bank . 139,10
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Pfandbriefe.
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S. 16 und 17 100,30
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3½ do. S. 19.
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S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,50
91,00
do.
3½
4 Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
92,50
do,
½
4 Meining. Hyp.=Bank 101,00
do.
91,10
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,30
do. (unk. 1914) 91,60
4 Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
93,30
do,
3½.
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. 100,50
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101,40
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Seite 18.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94,
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Präindneihens: Vorm.10 Uhr. Pfaraſiſtent Lauten= 1 Arthur Aboi Ehrler S. Ludwig Will, geb. 19. Mirz,
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Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 13. April: dem verſt. Regiſtrator
Erhard Becker, Heinheimerſtr. 82, e. S. Erhard Willi.
Am 16.: dem Fabrikarb. Johannes Spieß,
Schloß=
gaſſe 29, e. S. Heinrich. Am 15.: dem Bahnſchaffner
Franz Held, Feldbergſtr. 23, e. S. Karl Friedrich.
Am 14.: dem Heizer Karl Biſchoff, Gräfenhäuſer
Weg 201, e. T. Berta. Am 16.: dem Königl. Pr.
Zeug=
hauptmann bei der 4. Artillerie=Depot=Direktion Karl
Rother, Gutenbergſtr. 21, e. S. Hans Jürgen. Am
20.: dem Schreiner Heinrich Sauer, Arheilger
Straße 75, e. T. Anna Helene. Am 14.: dem Händler
Phil. Heckhaus, Obergaſſe 44, e. T. Johanna
Wil=
helmine. Am 15.: dem Kupferſchmied Balthaſar
Hofferberth, Wendelſtadtſtr. 11, e. S. Georg. Am 16.:
dem Schreiner Johann Trumpfheller, Kirſchenallee
20, e. T. Katharina Sophie. Am 15.: dem Dentiſten
Friedrich Göbel, Neue Ireneſtr. 15, e. S. Ludwig
Alexander.
Aufgebotene. Am 18. April: Milchhändler Peter
Philipp Andreas Schüler, Pfründnerhausſtr. 9, mit
Anna Marie Birnbacher, Schuchardſtr. 15.
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pauſer Johann Bechtold, Mollerſtr. 7, mit Friederike
Charlotte Egner, Frankfurter Straße 58. Am 19.:
Buchbinder Ludwig Theodor Schmitt in Offenbach
a. M. mit Chriſtina Pilagia Hoffmann, ebendaſelbſt.
Lackierer Konrad Weygandt, Heinrichſtr. 101, mit
Anna Katharina Lücker, Karlſtr. 11. Lithograph
Auguſt Heinrich Wilhelm, Arheilger Straße 50, mit
Anna Margareta Nauth, Schützenſtr. 17.
Finanz=
aſpirant Wilhelm Adam Spamer, Soderſtr. 62, mit
Wilhelmine Neuſinger, ebendaſelbſt. Am 20.:
Eiſen=
bahn=Werkführer Auguſt Klein, Kahlertſtr. 10, mit
Anna Maria Bernhardine Raeß in Köln=Nippes.
Pfarraſſiſtent Hermann Chriſtian Jakob Ludwig
Hechler in Heppenheim mit Karolina Charlotte
Sophie Lauckhardt, Stiftsſtraße 15. Kaufmann
Johann Georg Krämer, Schloßgartenſtr. 63, mit
Anna Margareta Fey, Kaupſtr. 30. Buchdrucker
Jakob Fey VIII. in Pfungſtadt mit Schneiderin
Eliſe Lindau, Liebfrauenſtr. 27. Am 21.: Schloſſer
Chriſtian Gunkel V. in Pfungſtadt mit Marie
Liebig, ebendaſelbſt.
Geſtorbene. Am 18. April: Eliſ. Riehl geb.
Leichtweiß, Witwe d. Landwirts, 67 J., ev., Pfungſtadt.
Am 17.: Ldg. Baſtian, S. d. Kellners, 2 Mon., kath.,
Luiſenſtr. 40. Am 18.: Lehrer Wilh. Friedrich, 64 J.,
ev., Eich. Wilhelm Zimmer, S. d. Maurers, 13 J.,
ev., Wendelſtadtſtr. 47. Anna Miſchlich, 1 J., ev.,
Ballonplatz 10. Am 19.: Barbara Kunz geb. Sterz,
Witwe des Schuhmachermeiſters, 87 J., ev.,
Kranich=
ſteiner Straße 10. Am 18.: Hilfsweichenſteller Hch.
Henzel, 28 J., ev., Arheilgen. Am 19.:
Oberpoſtkaſſe=
buchhalter i. P. Rechnungsrat Ernſt Krenzien, 67 J.,
ev., Viktoriaſtr. 44. Privatier Chriſtian Diez, 70 J.,
ev., Taunusſtr. 42. Am 20.: Schloſſer Jakob
Bern=
hardt, 39 J., ev., Karlſtr. 53. Marg. Tiemann geb.
Engel, Ehefrau des Kaufmanns, 38 J., ev.,
Parcus=
ſtraße 3. Steinſetzer Karl Martin Treß, 70 J., ev.,
Löffelgaſſe 19. Hofſäckler Konrad Kreter, 75 J., ev.,
Karlſtraße 31.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Cantate, den 24. April 1910
Hofkirche: Samstag, den 23. April, abends 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 24. April, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vorm. 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit Feier
des heil. Abendmahls. Kollekte für evangeliſche
Aus=
landsgemeinden. — Mittwoch, den 27. April, abends
6 Uhr: Andacht.
Stadtkirche: Vormittags um 10 Uhr: Pfarrer
Weiß=
gerber. Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.
Vorm. 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer D. Diehl.
Stadtkapelle: Vormittags um ½10 Uhr: Profeſſor
Trümpert. Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.
— Vorm. um 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kle=
berger. — Nachmittags um 6 Uhr: Pfarrer D. Diehl.
Kollekte für die Evangeliſchen im Ausland.
Gemeindehaus, Kiesſtraße 17: Sonntag, den
24. April, vormittags 8½ Uhr: Chriſtenlehre für den
Oſt bezirk. Pfarrer Vogel. — Vorm. 11 Uhr:
Chriſten=
lehre für die konfirmierte Jugend des Südweſtbezirks.
Pfarrer Velte. — Vorm. 11½ Uhr: Chriſtenlehre für
die konfirmierte Jugend des Schloßbezirks. Pfarrer
Weißgerber.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8 Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Lie. Lang. — Vorm. 10½ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt —
Vormit=
tags 9 Uhr: Chriſtenlehre für den Südbezirk im
Ge=
meindehaus. Pfarrer Dingeldey.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Weſt=
bezirk. Pfarrer D. Waitz.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Knöpp. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 28. April, nachmittags
3 Uhr: Bibelſtunde. Pfarrer Deggau.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vormittags8½ Uhr:
Chriſtenlehre. Pfarrer Walz. — Vormittags 10 Uhr:
Pfarrer Walz. Mitwirkung des Kirchengeſangvereins.
— Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarrer Rückert. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottes=
dienſt. Pfarrer Rückert.
Stadtmiſſton (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 24. April,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 28. April, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Pfarrer Veller.
Altkatholiſche Gemeinde: Sonntag, den 24. April,
nach=
mittags 3 Uhr, in dem Gemeindehaus der evangeliſchen
Johannesgemeinde, Kahlertſtr. 26, Andacht mit Predigt.
Herr Pfarrer Ullmann aus Heßloch.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr.
— Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 24, April, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vormittags 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Herzlich willkommen jedermann.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 24. April,
nachmit=
tags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur
heil. Beichte.
4. Sonntag nach Oſtern, den 24. April 1910
Vorm. von ½6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt. — Nachm. um
3 Uhr: Armenſeelenandacht für die Abgeſtorbenen der
Gemeinde. — Abends um 6 Uhr: Herz Mariä=
Bruder=
ſchaftsandacht mit Predigt. — An allen Werktagen vorm.
um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag,
vormit=
tags um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 2 Uhr:
Roſenkranzandacht. — Um 4 Uhr: Verſammlung im
Mädchenheim; in der Kapelle Vortrag für die
Jugend=
abteilung der Kongregation. — Um ½5 Uhr:
Verſamm=
lung der Jungfrauen=Kongregation.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 23. April,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
Sonntag, den 24. April 1910
Vorm. von ¾6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: Frühmeſſe. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
— Nachmittags um 2 Uhr: Andacht mit Segen. —
Mitt=
woch, nachmittags um 5½ Uhr: Religiöſer Vortrag für
Frauen und Jungfrauen.
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
23. April nachmittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr:
Gelegenheit zur hl. Beichte.
4. Sonntag nach Oſtern, den 24. April 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
— Um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Um ½9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Andacht zum Troſte
der armen Seelen. — Bibliothek (Heerdweg 28):
Diens=
tag, nachm. von 6—7 Uhr.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 23. April, abends
um 5 Uhr: Beichte.
4. Sonntag nach Oſtern, den 24. April 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der heil. Kommunion. — Um 8 Uhr: Hochamt
mit Predigt. — Nachmittags um 3 Uhr: Andacht.
Während der Woche vorm. um ¾7 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 4. Sonntag nach Oſtern, den
24. April vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt.
Vorher Beichtgelegenheit.
The English Church (Hefkirche)
Divine Service
on Sunday, the 24th of April 1910
at 12.00.
Reverend Canon MacLulich, Chaplain at Homburgv. d. H.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 10. April: Unehelicher S. Adam,
geb. 24. Februar. 14. April: Dem Dachdecker Guſtav
Hübner T. Marie, geb. 23. Dezember. Dem Inſtallateur
15. April: Dem Wirt Heinrich Rapp S. Heinrich Franz
Jakob, geb. 12. Febr. 16. April: Dem Architekt Bernhard
Richard Paul, T. Marie Anna Margarete, geb. 20. Febr.
17. April: Dem Schneider Karl Friedrich Wilhelm
Eber=
wein T. Margarete, geb. 4. April.
Johannesgemeinde: 17. April: Dem Maurer
Karl Fuchs T. Eliſabeth Katharine, geb. 13. März. Dem
Bahnarbeiter Robert Mürdter T. Berta, geb. 2. März.
Dem Geometer 1. Klaſſe Georg Heyl S. Heinrich Karl
Ludwig, geb. 21. Februar.
Martinsgemeinde: 17. April: Dem
Buch=
druckereihilfsarbeiter Chriſtoph Klinger S. Hans Heinrich,
geb. 11. Januar. Dem Schloſſer Ludwig Friedrich Flach
T. Anna Marie, geb. 6. März. Dem Schreiner Friedrich
Sepp S. Wilhelm, geb. 17. März. Dem Fabrikarbeiter
Heinrich Büttner T. Georgine Wilhelmine, geb. 19. März.
20. April: Dem Maurermeiſter Karl Konrad Schuchmann
Marie Katharine, geb. 1. April. 16. April: Dem
Finanzaſpirant Johann Wilhelm Wandel T. Margarete
Gertrude, geb. 14. Februar. 17. April: Dem Kaufmann
Georg Ludwig Buß T. Margarete Maria Katharina,
geb. 13. März. Dem Mechaniker Franz Wilhelm Brand
T. Auguſte, geb. 18. Dezember. Dem Bierbrauer Lorenz
Egelſeer T. Eliſabeth, geb. 27. März. Dem
Gefangenen=
aufſeher Emil Jakob Schleppy T. Emilie Magdalene
Sibylla, geb. 28. März. 18. März: Dem Schriftſetzer
Philipp Fridolin Haas S. Fridolin Jakob Hermann,
geb. 8. Januär. Uneheliche T. Madeleine, geb. 4. April.
Petrusgemeinde: 17. April: Dem
Weißbinder=
meiſter Anton Horſt T. Hedwig Frieda, geb. 8. Februar.
Dem Poſtaſſiſtenten Friedrich Wilhelm Schweitzer T.
Berta, geb. 30. März.
Paulusgemeinde: 17. April: Dem Schloſſer
Friedrich Muger S. Kurt Friedrich, geb. 31. März.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 19. April: Metzger Wilhelm
Ludwig Heiß von Beerfelden und Margarete Saal, geb.
Hofferbert.
Johannesgemeinde: 16. April: Tapezier
Jo=
hannes Rohde und Marie Feſel von hier. 17. April:
Schloſſer Georg Schmidt und Helene Lautenſchläger von hier.
Petrusgemeinde: 16. März: Schreiner Georg
Adam Kartſcher und Katharine Wittmann.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 9. April: Privatin Katharine
Binderwald, 84 J., ſtarb 7. April. 11. April: Taglöhner
Karl Dillmann, 78 J., ſtarb 9. April. 16. April: Suſanne
Hübner, geb. Fink, 57 J. 4 M., ſtarb 14. April. 17. April:
Anna Margareta Eymann, 20 J. 1 M., ſtarb 15. April.
Johannesgemeinde: 20. April: Wilhelm Zimmer,
Sohn des MaurersWilhelm Zimmer, 14 J., ſtarb 18. April.
21. April: Rechnungsrat Ernſt Krenzien, 67 J., ſtarb
19. April. 22. April: Margarethe Thiemann, geb. Engel,
Ehefrau des Kaufmann Heinrich Thiemann, 38 J., ſtarb
20. April.
Martinsgemeinde: 17. April:
Oberlandes=
gerichtskanzliſt Heinrich Engelhardt, 61 J., ſtarb 14. April.
18. April: Marie Nungeſſer, Ehefrau des Schloſſers
Karl Nungeſſer, 63 J., ſtarb 16. April. Schriftſetzer
Jakob Rudolf Zimmer, 48 J., ſtarb 16. April. 21. April:
Anna Barbara Kunz, Witwe des Schuhmachermeiſters
Georg Kunz, 87 J., ſtarb 19. April.
Petrusgemeinde: 14. April: Suſanne
Darm=
ſtädter, geb. Schuchmann, Ehefrau des Kaufmanns Ludwig
Konrad Darmſtädter, 26 J., ſtarb 12. April. 17. April:
Eliſabeth Arnold, geb. Rühl, Ehefrau des
Schneider=
meiſters Edward Arnold, 55 J. 10 M., ſtarb 15. April.
Paulusgemeinde: 15. April: Marie Kagels,
Witwe des Panoramabeſitzers Karl Kagels, 65 J., ſtarb
12. April.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Eliſabethengemeinde: 27. März: Dem
Kaufmann Karl Max Otto Kanold S. Daniel Karl, geb.
16. Februar. Dem Fabrikarbeiter Adam Meder S. Franz
Joſeph, geb. 2. März. 28. März: Dem Fuhrunternehmer
Philipp Röder T. Anna Maria, geb. 20. März. Dem
Fuhrmann Michael Reuter T. Auguſte, geb. 1. März.
3. April: Dem Gemüſehändler Heinrich Wilhelm Kenner
S. Hans Heinrich, geb. 18. März. Dem Kaufmann Peter
Ruf T. Jakobine Katharina, geb. 17. Februar. Dem
Bahnſteigſchaffner Franz Fleichmann S. Franz, geb.
12. März. 10. April: Dem Mechaniker Friedrich Philipp
Welz T. Anna Maria Eliſabeth, geb. 22. März. Dem
Brauer Konrad Reinlein T. Anna Maria, geb. 30. März.
17. April: Dem Schloſſer Johann Chriſtian Franz Heinge
T. Alice Frieda Maria, geb. 16. März. Dem Bürogehilfen
Ludwig Berth T. Erna Maria, geb. 27. März.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Eliſabethengemeinde: 28. März: Otto
Schöneberg, S. des Kaufmanns Karl Otto Schöneberg,
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Samstag, den 30. April 1910, abends 9 Uhr:
Hauptversammlung.
Tagesordnung: 1. Berichterſtattung. 2. Anträge. 3. Verſchiedenes.
Anträge müſſen bis zum 27. April bei dem Vorſtande schriftlich
ein=
gereicht ſein.
Der Vorstand.
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Sonntag, den 24. April 1910
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Rückkunft 8.50 Uhr.
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Freitag, den 29. April, abends 8½ Uhr:
Populärwissenschaftlicher
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Weltschöpfung, Weltuntergang
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Eine Darstellung d. kosmischen Prozesse
vom Werden u. Vergehen der Weltkörper.
Redner: August Kahl-Hamburg.
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Eintritt à Perſon 10 Pfg., ſowie reichhaltige Tombola à Los 10 Pfg.
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Wozu freundlichſt einladet
Das Ausſtellungs=Komitee.
Ausstellung des Vereins für Mquarien-u.
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Herrartenkunge . „Hofkonia Darmstaat.
Aufforderung
(7678a
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der Ausſtellungskommiſſion, Herrn Adolf Zachmann, Bleichſtraße 46, zu melden.
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[ ← ][ ][ → ]Nummer 94.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Seite 21.
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Seite 22.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
Nummer 94.
Oberammergau.
(Den Manen Joſeph Mayrs.)
Von E. Heußlein=Darmſtadt.
I.
Die Uhr hatte 12 geſchlagen: Mitternacht. Erregt
klappte ich das Buch zu und legte es beiſeite; nicht ohne
Intereſſe hatte ich den Roman der Wilhelmine von
Hillern begonnen: Am Kreuz. Weiter kam ich nicht.
Was ſollte das heißen, eine Verherrlichung cr
Paſſionsſpiele in Oberammergau mit einer
unwahr=
ſcheinlichen, mindeſtens auffälligen Charakteriſierung
der Hauptperſon, des Chriſtusdarſtellers Joſeph Mayr?
Ein ſtörender Unterton in einem großartigen Akkord.
Ich wußte mir keine Erklärung, wollte ſie aber
durch=
aus haben, und wandte mich noch in derſelben Nacht—
ein kühner Entſchluß — an Joſeph Mayr ſelbſt und
ſuchte auf Umweg zum Ziel zu gelangen: ich lud ihn
als Gaſt zu mir ein und hoffte, alles von ihm ſelbſt zu
erfahren. Es war im Jahre 1891, ich damals in einem
kleinen Landſtädtchen des Odenwaldes als Oberlehrer.
Am anderen Morgen war die Sache verblaßt und faſt
bergeſſen; ich war ruhiger über den Roman und lächelte
ſelbſt über meine Kühnheit, einen ſo weltberühmten
Mann bei mir zu Gaſt ſehen zu wollen. — Da geſchah
das Unerwartete: nach ungefähr acht Tagen brachte mir
der Poſtbote einen Brief, einfache Handſchrift,
Poſt=
ſtempel Oberammergau, Unterſchrift: Joſeph Mayr.
Geſpannt las ich den Inhalt, der mir die Zuſage des
Chriſtusdarſtellers brachte, daß er am 15. Auguſt
bei=
mir als Gaſt eintreffen werde und ſich freue, einige
Tage ganz der Ruhe und Erholung bei mir leben zu
können nach all den körperlichen Anſtrengungen und
ſeeliſchen Erſchütterungen des vorhergehenden Jahres.
Am 14. Auguſt erhielt ich eine Depeſche aus dem
Hotel Stachus in Mlinchen, daß ich folgenden Tages
um 3 Uhr meinen Gaſt begrüßen könne. Als
Er=
kennungszeichen war mir das lange Chriſtushaar, das
Mayr ſtändig trug, angegeben. — Der Zug lief ein
—ich ſtand dem weltberühmten Chriſtusdarſteller
gegen=
über: eine hohe, faſt überſchlanke Geſtalt, ein dunkies,
ſprechendes Auge, langes Haar und Lodenjoppe. Er
verhielt ſich natürlich abwartend und gab mir auf meine
Frage, wie ich ihm gefällig ſein könne, die einfache
Ant=
wort: ihm ſo viel Ruhe zu gönnen, als möglich.
Nach=
dem er mir zum Willkomm noch mitgeteilt hatte, daß
er unter den Hunderten von Einladungen gerade die
meinige wegen ihrer einfachen Herzlichkeit angenommen,
fragte ich nach ſeinen Wünſchen und führte ihn in ſeine
Zimmer. Er bedurfte nach der langen Fahrt der
Er=
holung und war in ſeinen Anſprüchen, trotz alles
Selbſtbewußtſeins, äußerſt beſcheiden: weder im Eſſen
nöch im Trinken konnte ich ihm je eine beſondere
Auf=
merkſamkeit erzeigen, nur für eine Ausfahrt zu Wagen
im Gebirge war er dankbar. Morgens ſahen wir uns
nicht; erſt bei Tiſch trafen wir uns und verbrachten
dann den Tag in gemütlichem Zuſammenſein.
II.
Allmählicher wurden die Beziehungen zwiſchen uns
herzlicher, und Mayr fing an zutraulicher zu werden
und aus ſeinen Erlebniſſen zu erzählen. Daß ein
Mann, der ſolchen Namen beſaß und mit Fürſtlichkeiten
und Perſonen höchſten Ranges in Beziehung trat,
intereſſant erzählen konnte, läßt ſich denken. In ſeiner
Wohnung wurde er u. a. von Kaiſer Friedrich beſucht,
der ihm auf die geäußerte Bitte, ſich ein wenig wegen
der niederen Treppe in ſeinem Hauſe zu bücken, mit
vielſagendem Blick die Antwort gab: „Mayr, bücken
muß man ſich oft im Leben.” Auch von den reichen
Geſchenken erzälte er mir: z. B. vom Papſt beſaß er
einen Roſenkranz aus echten Steinen, vom König von
England ein vergoldetes Hausaltärchen, und noch viele
ſonſtige Koſtbarkeiten. Bei König Ludwig II. von
Bayern war er vier Wochen zu Gaſte in
Hohen=
ſchwangau, der auch für ihn, wie für viele
Gebirgsbe=
wohner, nicht tot war; ſie glaubten felſenfeſt, daß er
eingeſperrt ſei. Wenn das Geſpräch auf dieſes Thema
kam, zitterte ſein Körper vor Erregung, ſprühten ſeine
Augen Feuer, oder er weinte und brach ab. — Eines
Tages, ganz von ungefähr, kamen wir auch auf
Wil=
helmine von Hillern und ihren Roman „Am Kreuß”
zu ſprechen und er erzählte mir freiwillig folgendes:
Sie=
werden verwundert ſein, welche Rolle ich in dem Roman
ſpiele: es iſt lediglich Rache gegen meine Perſon, die
ganz mit Unrecht für etwas verantwortlich gemacht
wurde. Die Sache verhält ſich ſo: Wilhelmine von
Hillern hatte gewünſcht, im Paſſion — ſo ſagen alle
Oberammergauer — eine Rolle zu bekommen. Außer
anderen Gründen ſprach die Beſtimmung der Stiftung
dagegen, wonach alle Mitwirkenden von Geburt
Ober=
ammergauer ſein müſſen, was Wilhelmine von Hillern
nicht war; eine Villa freilich beſitzt ſie daſelbſt. Sie
aber ſchob mir die Schuld der Zurückweiſung zu, und
um mir nun eins anzuhängen, geſtaltete ſie meine
Per=
ſon ſo in ihrem Roman, wie Sie ja geleſen haben.
Ein Sturm der Entrüſtung aber brach los, als das Buch
erſchienen war, man ſuchte das Haus der Schriftſtellerin
zu ſtürmen und man hätte ihr den Aufenthalt in
Ober=
ammergan ſehr verleidet. Da beſann ſie ſich eines
beſſeren: bat mich um Verzeihung, ſchenkte eine Summe
den Armen, und wir ſind wieder gute Freunde.
Von dem Spiele ſelbſt erzählte er mir, daß es 1634
zur Zeit der Peſt gelobt worden ſei und alle 10 Jahre
aufgeführt wurde. Alle Rollen werden nach beſtimmten
Grundſätzen verteilt: die hervorragendſte iſt natürlich
die Chriſtusrolle, die Mayr dreimal, 1870, 1880 und 1890,
verkörperte. Von Aufführung zu Aufführung ſind
neun Jahre lang wöchentlich zwei Prüfungsabende, an
denen jedoch auch patriotiſche Stücke zur Darſtellung
kommen. Als, im Jahre 1870 zum Militär eingezogen,
Mayr in ſeinem langen Haar zum erſten Male vor
dem Feldwebel ſtand, fuhr ihn dieſer hart an und befahl
ihm, ſich dasſelbe ſofort abnehmen zu laſſen. — Als
dies tags daräuf aber nicht geſchehen war, wurde er
noch beſtimmter und dringender. Da griff Mayr in
ſeine Seitentaſche und überreichte dem Feldwebel ruhig
ein Kabinettsſchreiben des Königs, daß er ſofort zu
entlaſſen ſei.
Meinem Intereſſe, Näheres über die
Auf=
führung ſelbſt zu hören, begegnete er iin
weiteſtgehen=
dem Maße und ſagte mir vorweg, daß dieſelbe für
ihn körperlich und ſeeliſch höchſt anſtrengend ſei.
Abgeſehen von dem häufigen Koſtümwechſel, bereite
ihm die Geißelung, die nicht blöß zum Scheine
vorge=
nommen werde, die heftigſten Schmerzen, außerdem ſei
das Hängen am Kreuz 18 Minuten lang nicht
ungefähr=
lich, weshalb auch beſtändig ein Arzt zur Stelle iſt. An
einem Ring ſei er an das Kreuz angehängt, die Nägel
an Händen und Füßen laufen zwiſchen den Fingern
und Zehen durch. Auch Zufälligkeiten ſeien mit in
Be=
tracht zu ziehen. Bei der Kreuzabnahme, dem
groß=
artigſten Bilde, hat Nikodemus die Nägel mit einer
Zange herauszuziehen. Der Träger der Rolle, ein
bejahrter, ſchlecht ſehender Mann, packte einmal die
Maus an der Hand und zwickte aus Leibeskräften.
Aber Mayr regte ſich im Augenblick nicht, wurde aber
nach einiger Zeit ohnmächtig. Als die Tropfen unter
der Dornenkrone noch wirkliches Blut waren,
ſammel=
ten ſich ſoviel Fliegen und Mücken auf der Stirne an,
daß es nicht zu ertragen war ,weshalb man ſpäter rote
Farbe nahm. Auch das Stechen mit der Lanze in die
Seite iſt nicht ohne Gefahr, da es ſehr ſchwer iſt, gerade
die richtige Stelle zu treffen, an der unter dem Trikot
ſich das blutgefüllte Bläschen befindet. Ueber das
Spiel ſelbſt näheres zu ſagen, iſt nicht meine Abſicht,
da es ja genügend bekannt und eingehend beſchrieben iſt.
Ueber den widerlichen Kult mit ſeiner
Per=
ſon äußerte ſich Mayr höchſt ungehalten. Die
Leute ſind verrückt, ſo lauteten ſeine Worte,
und zudringlich zugleich; ſelbſt in ſeiner
An=
kleidezelle werde er behelligt, und nach dem Spiel
ſelbſt regelmäßig von einer Schar Damen umringt und
nach Hauſe begleitet, die ſeine dampfenden Kleider
küßten. Am ſchlimmſten trieben es die
Amerikane=
rinnen. „Ich bin nur ein gewöhnlicher Menſch, laßt
mich doch in Ruhe!” rief er ihnen zu. Etwas anders,
aber doch ähnlich, iſt das Beſtreben engliſcher Damen,
den Eſel, auf dem er reitet, vor Not und Tod zu
be=
wahren. Deshalb halten ſie Verſteigerung über das
Tier, das regelmäßig den zwanzigfachen Preis erzielt.
Dann wird ein Kaſten beſtellt, der Eſel hinein getan
und nach England geſchickt. Dieſe Einnahme iſt ja recht
angenehm und kommt der Allgemeinheit zugute, wie
alles Geld, was eingeht, in den Gemeindeſäckel fließt.
Der einzelne erhält nur ſoviel, als ihm nachweislich
in ſeinem Geſchäft während dem Paſſion an Einnahmen
entgeht.
Allmählich machte er auch Mitteilungen über ſeine
Familie und erzählte mir, daß er einen Sohn Hans
habe, der jetzt das Geſchäft ſeines Vaters beſitzt und 14
Geſellen beſchäftigt, die nur Kruzifixe ſchnitzen, und
drei Töchter, wovon eine an einen Arzt, und zwar
evangeliſchen, verheiratet ſei. So ſchwand ein Tag um
den andern und das Inkognito blieb gewahrt. Aber
einſt bei Tiſch ſpringt plötzlich ein Herr auf, und mit
den Worten: „Sie ſind Mayr aus Oberammergau”,
ſtellte er ſich als Profeſſor aus Leipzig vor und ſagte,
daß er ihn im Spiel geſehen und bewundert habe.
Statt jeder Antwort baten wir dringend, doch ſtill zu
ſein und kein Aufſehen zu machen, was er auch
ver=
ſprach. Aber nun war es mit der Ruhe geſchehen. Mayr,
der nichts ſo ſehr fürchtete, als erkannt oder ſogar
be=
wundert zu werden, teilte mir mit, daß er tags darauf
— nach einer Woche — abreiſe. Da war nichts zu
machen. Um ihm ganz zu Wunſche zu ſein, unterließ
ich auch, ihn irgendwo einzuführen, bloß dem
Ober=
pfarrer des Städtchens vermittelte ich eine
Zuſammen=
kunft bei mir, und Mayr war von dem liebenswürdigen
Herrn ſo entzückt, daß er ihm ſpäter ein größeres
Kruzifix zum Andenken ſchickte. Jetzt unterblieben die
täglichen Depeſchen aus Rom, in denen ſich eine
fürſt=
liche Familie (den Namen will ich nicht nennen) nach
ſeinem Befinden erkundigte; Mayr war nach Hauſe
gereiſt mit dem Verſprechen meinerſeits, ihn 1900 bei
den Feſtſpielen zu beſuchen. Er beſaß geſundes
Empfin=
den und war frei von jeder Frömmelei.
III.
Es war Juli 1900; ich wohnte damals einige Zeit
in München. Jetzt dachte ich, mein Verſprechen
ein=
zulöſen und das Oberammergauer Paſſionsſpiel zu
beſuchen. An einem Samstag=Nachmittag traf, ich
ein, feſtliche Stimmung im Herzen, geſpannt der
Dinge, die da kommen ſollten. Wundervoller,
wolken=
loſer Himmel war über das Dörfchen ausgebreitet,
über dem ſchon von weitem die berühmte
Kreuzigungs=
gruppe, ein Geſchenk König Ludwigs, winkte. Ueberall
nervöſes Treiben, eine ſichtbare Unruhe in allen, denen
man begegnet. — Schon wochenlang flutet ein Stron.
heiliger Erregung, dem man ſich ſelbſt nicht entziehen
kann, durch den ſonſt ſo ſtillen Ort und läßt nicht ein
Gemüt unter der kunſtſinnigen, den Sitten der Väter
getreuen Bevölkerung unberührt. Da ſteigen die
biede=
ren Holzſchnitzer aus ihren engen Stuben auf das
freie, von Bergkuliſſen umrahmte Bühnenreich und
wandeln ſich zu gewaltigen Schanſpielern, die mit
An=
dacht und Leidenſchaft den Geiſt ihrer Rolle in ſich
auf=
nehmen. — In dem Jahre der Aufführung unterbleibt
Karnevalsluſt und Tanzvergnügen. Die Aufführungen
ſind ein Gemiſch von Volksfeſt, Gottesdienſt — vor
jeder Aufführung wird gebetet — und künſtleriſcher
Schauſtellung. Auf den Straßen wogte eine große
Menſchenmenge, aus allen Teilen der Welt ſtrömen
an den Tagen des Spieles die Zuſchauer herbei; das
ſtille Dorf wird zu einem ländlichen Bayreuth, das
von dem lärmenden Treiben des internationalen
Ver=
kehrs widerhallt; in verſchiedenen fremden Sprachen
unterhält man ſich. — Joſeph Mayr, in deſſen Haus
ich nicht wohnte, widmete mir ſeine freie Zeit und
zeigte mir auf einem Rundgang die Bühne und einige
Perſonen der Mitſpielenden, meiſt kenntlich an Augen
und langem Haar. Um ihn noch ausführend bei dem
Spiel zu erhalten, hatte man ſpeziell für ihn die Rolle
eines Chorführers geſchaffen, in Prunkgewänder mit
orientaliſchem Schmuck gekleiſdet und mit ſilbernem
Stabe geſchmückt. Mit Stolz zeigte mir Mayr die
Kleid=
ung, erzählte mir voller Freude, woher die
verſchiede=
nen koſtbaren Stoffe bezogen ſeien und ſchenkte mir
ſeine Photographie in der Rolle als Chorführer.
Am anderen Morgen um 9 Uhr begann das Spiel.
Gebannt folgten die Blicke der vieltauſendköpfigen
Menge den ergreifenden Vorgängen, ſchweigend und mit
klopfendem Herzen lauſchten ſie den Worten und der
begleitenden Muſik beim Spiel. Wie bekannt,
be=
ſteht dasſelbe aus einigen Bildern, die dem alten und
neuen Teſtament abwechſelnd entnommen ſind.
Einige, oder wohl die meiſten, ſind von gewaltiger
Schönheit, ſo z. B. wie Adam im Schweiße ſeines
An=
geſichts das Feld bebaut, oder wie Snlemith ihren
Bräutigam erwartet und Roſen flicht; andere wirken
durch die Maſſenanſammlung von Perſonen überwältie
gend, ſo die Kreuzabnahme, nach Rubens bekanntem
Bild, oder die Himmelfahrt. Anderes iſt
minder=
wertig, ſo z. B. die Auferſtehung. Nach meinem
Em=
pfinden war Text und begleitende Muſik ſehr einfach,
zu einfach und dürftig, geradezu monoton. Aber es
darf am Hergebrachten, Gewohnten nichts geändert
werden, ſelbſt Richard Wagner erfuhr auf ſein
An=
gebot, eine neue, paſſende Muſik zum Sviel zu
ſchrei=
ben, eine glatte Ablehnung. — Die Stunden
ver=
rannen, und es war gegen 5 Uhr, als Schluß des
Spie=
les eintrat. — Was hatte ich geſehen, was hatte ich er
reicht? Das war die Frage, die ich mir ſtellte, und die
Antwort lautete: nicht das, was vielleicht alle anderen
erlebt haben oder bewundern zu müſſen glaubten.
Ich geſtehe ganz offen, daß ich eine innere Erhebung,
geſchweige eine religiöſe Vertiefung, nicht verſpürte,
für mich war es keine Handlung und kein= Zuſtand
der Erbauung, ſo viele Stunden hindurch einem
Vor=
gang zu lauſchen, der mir, ehrwürdig durch ſein Alter
und ernſt in ſeinem Verlauf, doch immerhin als fremd
gegenüberſtand, großzügig zwar, aber nicht bezwingend.
Dieſe Stimmung wurde nicht verbeſſert, als
un=
mittelbar nach der Vorſtellung die Künſtler ſich unter
das Volk miſchten und eifrig ihre Bilder, in und außer
der Rolle, zu recht ſtädtiſchen Preiſen zu verkaufen ſich
bemühten. Es iſt dies mein perſönliches
Empfin=
den. Vielleicht ſtand ich darin allein, denn ich ſah
ernſte, geſetzte Männer, denen helle Begeiſterung aus
den Mienen ſtrahlte, viele andere, deren Augen mit
Tränen der Rührung gefüllt waren. Gehe ein jeder
deshalb hin und ſehe ſelbſt — nicht alle finden das
gleiche.
Der bewährte Chriſtusdarſteller Mayr iſt vor
län=
gerer Zeit geſtorben; dieſes Jahr hat zum zweiten
Male der Töpfer Anton Lang die Rolle zu verkörpern.
Er wird gefeiert, alle ſind entzückt von ſeiner
Dar=
ſtellung, wie man es nicht von Mayr war, deſſen heute
kaum noch Erwähnung geſchieht. Der Lebende ſiegt.
Aber gerade deshalb hielt ich es für meine Pflicht, die
Erinnerung an Mayr beim Beginne des Paſſions
wie=
der aufzufriſchen.
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Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910,
Nummer 94.
Hohenlohe
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Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Das Drama in den Lüften. — Der Lohnkampf im
Baugewerbe. — Die bauliche Entwicklung der
Welt=
ſtädte. — Von der Allgemeinen Städtebau=Ausſtellung.
— Was ſie uns bieten wird. — Der Umbau des
Opern=
hauſes. — Die Sezeſſions=Ausſtellung. — Eine Rede
Max Liebermanns. — Gutes und Schlechtes. — Das
Theater außerhalb des Theaters.
Ein Unglück kommt nicht allein! Die grauenhafte
Ballonkataſtrophe bei Reichenſachſen
be=
ſtätigt das alte Wort von neuem. Dieſe an furchtbaren
Schrecken reiche Todesfahrt erweckt auch hier, wo ja
dem Ballonſport ganz beſonders gehuldigt wird, das
itiefſte Mitgefühl und ſichert ihren Opfern ehrendſtes
Gedenken. Die ſchrankenloſeſte Phantaſie kann ſich nicht
den Schauder vorſtellen, mit dem die Unglücklichen den
verderbenbringenden Sturz in die Todestiefe gemacht,
keinerlei Rettung erhoffend, in jeder Sekunde die
Ver=
nichtung erwartend. Und als Gegenſatz zu dieſer
herz=
zuſammenkrampfenden Tragödie das friedumfloſſene
Dorf, deſſen Bewohner in ruhigem Schlummer lagen,
nichts ahnend von dem vernichtenden Unheil, das ſich
in ihrer nächſten Nähe im ſtillen Weben knoſpender
Frühlingsnacht abgeſpielt! Wahrlich, das Leben
dich=
tet doch die erſchütterndſten Dramen!
Als ein Unglück und zwar ein ſehr weitreichendes
muß auch die Rieſenausſperrung im
Bau=
gewerbe, die plötzlich hunderttauſende fleißiger
Hände lahmlegte, betrachtet werden. Es iſt hier nicht
die Stelle, abzuwägen, wer die Schuld trägt und ob
nicht durch ein beiderſeitiges Entgegenkommen
ſchließ=
lich noch eine Einigung hätte erzielt werden können.
Sicher iſt, daß dieſer ungeheure Lohnkampf, der größte,
den) Deutſchlamd bisher geſehen, unſerem
wirtſchaft=
lichen Leben harte Wunden ſchlägt und hier wie da
Er=
bitterung hervorruft und hinterläßt. Es wäre
drin=
gend zu wünſchen, daß der Friede bald wieder
herge=
ſtellt wird auf einer Grundlage, die ein dauerndes
Einvernehmen verheißt. In Berlin wie in einigen
anderen Städten ſind ja die Verhandlungen noch nicht
abgebrochen und hofft man, daß die Streitaxt begraben
bleibt. Sollte es auch hier zu einem Kampf kommen,
ſo würde der gerade jetzt außerordentlich regſamen
Bautätigkeit beträchtlicher Schaden zugefügt werden,
ein Schaden, den man ſchon nach Millionen ſchätzt.
Einen feſſelnden Einblick in die bauliche
Entwick=
lung der Welt= und Großſtädte wird die
Allge=
meine Städtebau=Ausſtellung, deren
Er=
öffnung am 1. Mai ſtattfindet, gewähren. Sie verdient
die lebhafte Teilnahme aller Kreiſe, da ſie ja
durch=
aus nicht bloß fachmänniſchen Charakters iſt, ſondern,
wie in dem literariſchen Programm betont wird,
Pro=
bleme zur Erörterung ſtellt, die im Intereſſe des
kul=
turellen und phyſiſchen Wohlbefindens des weitaus
größten Teiles der Nation gelöſt werden müſſen.
Ein=
gehend ſollen uns die Verkehrsfragen der Städte
ver=
anſchaulicht werden, dann wird praktiſch das beſonders
wichtige Thema eines Waldgürtels, der Parkanlagen,
Spiel= und Sportplätze und Friedhöfe behandelt und
ferner die Anlegung wie Durchführung der Straßen
und Plätze vom künſtlerkſch=techniſchen Standpunkt
aus. Unſer Geſchmack hat ſich auch hier an Beiſpielen
aus einer ganz anderen Zeit gebildet, und unſer, auf
einheitlich geſchloſſene Straßen= und Platzwirkungen
eingeſtelltes Gefühl weiß ſich nur ſchwer mit den
un=
erhörten Breiten der modernen Verkehrsſtraßen und
ihren zahlreichen Unterabteilungen abzufinden; auch
ſind die alten Straßen und Plätze in ihren
Verhält=
niſſen auf viel niedrigere Häuſerreihen zugeſchnitten,
als ſie im Schutz der heutigen Bauordnungen empor=
geſchoſſen ſind. Die einheitliche Wirkung der Straßen
und Plätze hängt eng zuſammen mit der hiſtoriſchen
Entwicklung der Städte. Ein künſtleriſcher
Geſamt=
eindruck wird oft nur möglich ſein, wenn die einzelnen
Bauten, aus denen ſich das Ganze zuſammenſetzt, nicht
nur aus derſelben künſtleriſchen und Geiſtesrichtung,
ſondern auch aus denſelben wirtſchaftlichen
Verhält=
niſſen erwachſen ſind.
Die Ausſtellung wird außer dem hiſtoriſchen
Ma=
terial von Berlin wirkungsvolle Zuſammenſtellungen
der geſchichtlichen Entwicklung von Paris, Wien,
Dres=
den, Budapeſt, Stockholm und einigen kleineren
Städten bringen. Hier ſoll gezeigt werden, wie ſich
die alten Städte umgeſtalten zur neuzeitlichen
Innen=
ſtadt mit ihren Geſchäftshäuſern, der ſogenannten City,
mit ihren oft ganz beſonders ungünſtigen
Wohnund=
verhältniſſen. An einer ganzen Reihe von Beiſpielen
(Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, London, Kopenhagen,
Lübeck, Philadelphia, Boſton, Livexpool) wird man
darſtellen, wie alte Städte mit ungeheurem
Koſtenauf=
wand ihre alten Quartiere ſaniert und mit neuen
Straßenzügen zugänglich gemacht haben.
Dieſe Städtebau=Ausſtellung iſt bekanntlich aus
dem Wettbewerb für den Bebauungsplan für Groß=
Berlin herausgewachſen. Die Ergebniſſe jenes
Rie=
ſen=Wettbewerbes werden als Kern der Ausſtellung
zum erſten Male öffentlich ausgeſtellt werden. Möchte
die große Teilnahme, die dieſer denkwürdige
Wettbe=
werb wachgerufen hat, ein gutes Vorzeichen für den
Erfolg der Städtebau=Ausſtellung ſein.
Unter den bei dieſer Gelegenheit zur Schau
geſtell=
ten Entwürfen geplanter Berliner Monumentalbauten
befindet ſich hoffentlich auch jener unſeres neuen
Opernhauſes, das vor dem Brandenburger Tor
an Stelle des einſtigen Krollſchen Theaters errichtet
werden ſoll. Vorläufig iſt’s von dieſem Neubau recht
ſtill geworden, dafür wurden dieſer Tage in dem dem
Abgeordnetenhauſe zugegangenen Nachtragsetat 854000
Mark — bei denen es alter Erfahrung nach kaum
bleiben wird — für einen Umbau unſeres alten
Opernhauſes gefordert. Nimmt man zu dieſer
Summe jene, die die vor fünf Jahren ſtattgefundenen
banlichen Veränderungen erfordert, ſo kommt ein recht
ſtattlicher Poſten heraus, der ſchon einen nicht
un=
weſentlichen Beſtandteil der Koſten des Neubaues hätte
bilden können. Daß das alte Haus modernen
An=
ſprüchen nicht mehr genügt, iſt klar, es fragt ſich nur,
ob die projektierten Verbeſſerungen den Zweck erfüllen,
Publikum und Perſonal im Falle der Gefahr auch
wirklich zu retten. Die Bedenken, welche unſere
Bau=
polizei, bei einer kürzlichen genauen Beſichtigung des
geſamten Theaters geäußert, ſind recht ernſter Natur
und geben zu ſchweren Befürchtungen Anlaß. Warum
hat man denn nicht vor fünf Jahren, als der
Theater=
brand in Chicago die Gemüter beängſtigend erregte,
gleich gründlich Ordnung geſchaffen und den „ollen
Kaſten”, wie er häufig genannt wird, ein für alle mal
gehörig aufmöbliert? So ne Stückarbeit iſt meiſt
teurer und unzulänglicher als wie eine durchgreifende
Erneuerung!
Neues und Altes bietet uns die Sezeſſions=
Ausſtellung, die vor wenigen Tagen in der
üb=
lichen Weiſe durch Profeſſor Max Liebermann
eröffnet wurde. In ſeiner hierbei gehaltenen Rede
gedachte der Künſtler der Streitigkeiten im Schoße der
Sezeſſion und ſtieß einen ſehnenden Ruf nach dem
Genie aus, das wir gebrauchen und von deſſen
Reich=
tum Jahrhunderte zehren. Zum Schluß betonte er,
daß unſere Zeit trotz aller ſtaatlichen und privaten
Unterſtützung nicht kunſtförderlich ſei, weil der Gang
der künſtleriſchen Entwicklung heutzutage umgekehrt
erfolgt: der junge Künſtler ſucht da zu beginnen, wo
das Genie aufhört; anſtatt ſich zuerſt in den Beſitz aller
vorhandenen Ausdrucksmittel zu ſetzen, will er von
vornherein neue ſchaffen. Das hat zu einem Verfall
der abſolut notwendigen handwerklichen Grundlagen
geführt. „Das Exiſtenzrecht der Berliner Sezeſſion
er=
hält dadurch eine neue Begründung: wir wollen uns
wieder auf die handwerkliche Grundlage beſinnen, auf
die Grundlage aller Kunſt. Wie Saul, der Sohn Kis‟
auszog, um die Eſelinnen ſeines Vaters zu ſuchen,
und ein Königreich fand, ſo wird der Künſtler, der, ſo
gut als er vermag, ſeinem Handwerk obliegt, zur Kunſt
gelangen — wenn er ein Auserwählter des Herrn iſt.”
Sehr richtig geſagt! Aber warum befolgen die
Jünger nicht die Mahnungen ihres Meiſters, warum
beherzigen dieſelben nicht die älteren
Sezeſſionsmit=
glieder und ſehen bei ihren Schülern und
Schülerin=
nen nicht auf eine beſſere künſtleriſche und techniſche
Ausbildung? Was uns die kürzliche Schüler=Aus=
ſtellung geboten, war ja ſchrecklich geweſen, und welche
Saat da aufgeht, zeigt uns aufs deutlichſte ein Teil der
„Werke” der diesmaligen Sezeſſions=Ausſtellung.
Lächerlich im hohen Grade, aber doch auch traurig
zu=
gleich. Man ſteht immer wieder vor einem= Rätſel,
wenn man dieſe verkrümmten und verſchmierten
Ge=
ſtalten, die menſchlichen Körper, dieſe ſcheinbar
gänz=
lich willkürlichen dunklen oder grellen Farbenkleckſe,
die Landſchaften, dieſe launenhaft hingeſetzten Striche
und Flecke, die irgend eine figürliche Szene ſchildern
ſollen, betrachtet. Und man fragt ſich: biſt Du und
ſind die anderen Beſchauer, welche die gleichen
Emp=
findungen wie Du hegen, ihrer Sinne nicht mächtig,
daß ſie dieſen Blödſinn eben für blödſinnig halten,
oder ſind’s die „Künſtler” die ſolcht Zeugs verbrochen
haben? Und mit welchen Augen betrachten die
Jung=
mitglieder und gewiſſe Bewunderer und
Bewunderin=
nen dieſe Scheußlichkeiten? — Als guten — ob aber
auch beabſichtigten? — Witz darf man es begrüßen, daß
einzelne dieſer grauenhaften Dinger über Türen mit
der Bezeichnung „Notausgang” hängen! Freilich
darf=
man ſich nicht über die künſtleriſchen Bockſprünge der
Jungen wundern, wenn man gewiſſe Erzeugniſſe
ge=
wiſſer Leuchten der Sezeſſion betrachtet. Was mag ſich
nur der vielgerühmte Ferdinand Hodler bei
ſeinem „Genfer See” mit den weiß=grauen Klumpen
und wagerechten Strichen, was Max Slevogt bei
ſeinem „Hörſelberg” mit der Orgie nackter Geſtalten
und der abſonderlichſten Frau Venus im Mittelpunkt
— „komm’n Se ’rein, komm’n Se rein, komm’n Se
rein, komm’n Se krein in die gute Stube!‟ — gedacht
haben? Daß Louis Corinth viel kann, wenn er
will, zeigt er in ſeinem trefflichen „Waffen des Mars”
und auch Martin Brandenburg erfreut durch
zwei gehaltvolle Gemälde mit tiefem landſchaftlichem
Reiz.
Ueberhaupt bietet die diesmalige Ausſtellung viel
Gutes und ſogar Glänzendes. Vor allem der dem
Schweden Anders Zorn eingeräumte Saal, der die
große Mannigfaltigkeit dieſes glänzenden Talentes
zeigt, daneben ein Saal mit Werken Wilhelm
Trübners, von denen die älteren die
jüngſtentſtan=
denen bedeutend überragen; auch Ulrich Hübner,
Hans Thoma, Fritz von Uhde, L. von König,
Joſeph Block, Emil Orlik, L. Stutz und
an=
dere ſind ganz vortrefflich vertreten. Als „Clou” der
Ausſtellung wurde ſchon wochenlang vorher Manets
Hiſtorienbild: „Die Erſchießung Maximilians von
Mexiko” geprieſen. Max Liebermann erhielt das
Ge=
mälde leihweiſe von der Mannheimer Kunſthalle, der
es einige opferfreudige Bürger, die für dieſen Zweck
90000 Mark übrig hatten, geſchenkt. In dem Katalog
wird Manet als der „größte Maler des 19.
Jahrhun=
derts” hingeſtellt und jenes Werk als ſein „epochalſtes”
neben der Olympia geprieſen. Dies zu finden, dazu
gehört eben die götzenhafte Verehrung für den „Großen
der Großen‟ Ein kleiner Trupp Soldaten, die auf
drei nur wenige Schritte von ihnen entfernte,
ſchmäch=
tig und unbedeutend dargeſtellte, mehr ſkizzenhaft
an=
gelegte Männer Feuer geben. Die militäriſche Gruppe
iſt ſcharf erfaßt in ſicherer Beobachtung was aber ſonſt
„epochal” ſein ſoll, muß man ſchon anderen, auf Manet
eingeſchworenen Deutern überlaſſen!
Das Theater erregte diesmal außerhalb des
Theaters Intereſſe. Die Nachtvorſtellung
unſe=
rer Künſtler und Künſtlerinnen im Zirkus Buſch
hat der Penſionsanſtalt der Genoſſenſchaft ein reiches
Erträgnis abgeworfen, denn der Zirkus war bis zum
letzten Plätzchen ausverkauft. Und welch' Jubel und
Trubel bei den im Manegeſand ſich abſpielenden
Ul=
kereien der beſonderen Lieblinge unſeres Publikums.
Aber ich glaube, ſie ſelbſt haben ſich noch
beſſer unterhalten wie die Zuſchauer — „ein
koloſ=
ſaler Fez” ſagt man hier. — Anders der Prozeß des
Polizeipräſidiums gegen Dr. Martin Zickel, den
früheren Direktor des Luſtſpielhauſes, auf
Konzeſſions=
entziehung. Recht unerfreuliche Bilder, aus dem
trü=
geriſchen Reiche des Scheins werden da vor uns
ent=
hüllt, ſie zeigen die große Abhängigkeit der einzelnen,
namentlich weiblichen Mitglieder einer Bühne pon den
Neigungen und Paſchagelüſten des Herrn Direktors.
Ein Fall nur von vielen aus dem Gebiet dieſer
mo=
dernen Sklaverei. Es iſt auf das wärmſte
anzuer=
kennen, daß die Bühnengenoſſenſchaft in dem Streben,
das eigene Haus zu ſäubern und den Beruf zu
reini=
gen, die Anzeige bei der Polizei erſtattet hat — nur
auf dieſe energiſche und rückſichtsloſe Weiſe kann
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zu dem am Samstag, den 23. April,
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais
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findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Artillerie=Korps (Feld=Art.=Regts. Nr. 25).
1. „Im Sturme treu” Marſch von
Mache=
tanz. 2. Fantaſie aus „Fauſt” von Gounod.
3. „Im Zauber der Frühlingsnacht” Walzer
von Jeſſel. 4. Steuermannslied u.
Matroſen=
chor aus „Der fliegende Holländer” von
Wagner. 5. „Jola” Serenade von Johnſon.
z. „Hoch die Kavallerie‟, Marſch von
Machetanz.
Sonntag, den 24. April.
Von 11¼—12¼ Uhr Konzert auf dem
Paradeplatz, ausgeführt von der
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pelle des Groß. Heſſ. Leib=Dragoner=Regts.
Nr. 24.
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Eilen=
berg. 2. Ouvertüre zu Goethes Trauerſpiel
„Egmont” von L. v. Beethoven. 3. Ach
könnt” ich die Welt dir ſchenken”
amerika=
niſches Lied von Haydn und Clarendon.
4. Fantaſie aus der Oper „Tiefland” von
E. d’Albert. 5. „Wiener Praterleben”,
von S. Translateur. 6. „Unter der
Frie=
densflagge‟, Marſch von F. Blon.
Seite 34.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
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verſehen, umgehend an den Vorstand des
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Butterdosen, kompl. . 45, 25, 20 pfg.
Käseglocken . . . 90, 70, 60, 40 Pfg.
Bierbecher mit Goldrand . . . 7 Pfg.
Salzfässer, doppelt . . .
Pfg.
Hyazinthengläser .
8 pfgs.
SIURZFLASCHEN
Flasche mit Glas
12
Pfg.
Schüsseln
Weinlaubmuster, 6 Stück im Satz .
1Mk.
GRossE POSTENBURSTEN
UND BESEN
Scheuerbürsten 35, 30, 23, 18, 15, 10 Pfg.
Schrubber . 50, 45, 35, 25, 20 Pfg.
Nagelbürsten . . . . . 10, 7 Pfg.
Auftragbürsten . . . 12, 8, 5 Pfg.
Wichsbürsten 125, 95, 70, 50, 45, 25 Pfg.
Handfeger 125, 95, 70, 60, 50, 40, 30 Pfg.
Bodenbesen 165, 125, 100, 80, 50 Pfg. GROssE POSTEN
ALUNINNTUM-
BLECH- UND
GEScHIRRE
LACKIERWAREN
Reibeisen .
. 3 Pfg.
BURSTEN,BESEN.
10, 8, 5 Pfg.
Teesiebe . . . .
.. 23 Pfg.
Kaffeeflaschen . .
BLECH- UND
. . 10 Pfg.
Schneeschläger . .
Zwiebelnetzgestelle
. . 10 Pfg.
LACKIERWAREN i Petreleumkannen
. 35 Pfg.
Klosettbürstenbehälter . . . 50 Pfg. Ausklopfer 95, 85, 65, 50, 35, 25, 10 Pfg.
I von 40 Pfg. an
Giesskannen .
ALÜNIINIUM-KOCHGESCHIRRE
nns
HOl-z
95, 65, 45, 32 Pfg.
Aermelbretter
Plättbretter . . 350, 275, 225, 195, 95 Pfg.
3 Pfg.
Kochlöffel . .
Trittleitern per Stufe . . von 45 Pfg. an
Rein Aluminium
Kochtöpfe, mit Deckel . . 14cm 95 Pfg.
22 „ 95 Pfg.
Pfannen mit Stiel . .
Nudelpfannen . . . . . 16 „ 95 Pfg.
Milchkocher . . . . . . 14 „ 95 Pfg.
Kuchenformen . . . . . 20 „ 95 Pfg.
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Eimer . . .
von 50 Pfg. an
Wannen, oval . . . . von 95 Pfg. an
. . . . von 165 Pfg. an
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DARMSTADT
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§ durch 55-jährig. Bestehen bestbekannter
Circus ersten Ranges.
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130 Pferde
Gala
Eröffnungs-Vorstellung
Samstag, den 6. Mai 1910
abends 8¼ Uhr.
Sämtliche Attraktionen u. Massen-Pferdedressuren
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Hugo de Waal, Hoflief., Rheinstrasse 12½.
Samstag.
§ Heute 2z. Apri
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Gertr. Barrison Leonh.
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Vorverkauf wie bekannt.
(Vereinskarten gültig!)
5. Beilage zum Darmſtädter Tagblatt.
N 94.
Samstag, 23. April.
Hoter Rostädfahe
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Vereinigung
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24. April bis 1. Mai
Berliner
Daudevilie-Ensemble
MORGEN 2s
Fonntag
22
Premiere
Vorstellungen
nachmittags 4 Uhr
u. abends 8¼ Uhr.
Tümmere Nich
„
melie!‟
Schwank in 4 Akten v. Georges Feydeau
— Grösster Lacherfolg —
In Paris: In Berlin:
1500 Aufführungen 600
Montag. 25. u. Dienstag, 26. April
„Kämmere Dich um Ameliel‟
Weitere Aufführungen:
„Theodor & Co.‟
„Eine Hochzeits-Nacht‟
Preise der Plätze nicht
er=
höht. Vorverkauf ausschliesslich:
Verkehrsbüro, Ernst-Ludwigsplatz,
sowie bei Herren Hugo de Waal u.
Bd, Gerber, Rheinstrasse.
(Vereinskarten gültig!) (8887
Gastspiele
2.
24. April bis 1. Mai
50
Ludwigshöhe.
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
h abzugeben Kies-
Ziegenmilch straße 35. p. (*3861,6
Großherzogliches Hoftheater.
Samstag, den 23. April 1910.
Außer Abonnement.
Schüler= und Volks=
Vorſtellung bei ermäßigten Preiſen.
Zum Beſten der Wohlfahrtskaſſen des
Deutſchen Bühnenvereins.
Die Nibelungen.
Ein deutſches Trauerſpiel v. Friedr. Hebbel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Erſte Abteilung:
Der gehörnte Siegfried.
Vorſpiel in einem Akt.
Perſonen-
. . Hr. Weſtermann
König Gunther.
.. Hr. Heinz
Hagen Tronje
Dankwart, deſſen Bruder . Hr. Riechmann
Volker, der Spielmann. . Hr. Lehrmann
1910.
Gerenot,
Brüder des Hn. Krochal
Giſelher,
Königs Hr. Schneider
Siegfried
. Hr. Baumeiſter
Ute, die Witwe König
Dankwarts
. Fr. Rudolph.
Kriemhild, ihre Tochter . Frl. Welden,
als Gaſt
Zweite Abteilung:
Siegfrieds Tod.
Trauerſpiel in fünf Akten.
Perſonen:
König Gunther
Hagen Tronie .
Dankwart . .
Volker . . . .
Gerenot
Giſelher
Wolf, 1
Truchs, .
Recken
Siegfried
Ute
Kriemhild.
Brunhild, Königin
Iſenland
Frigga, ihre Amme .
Ein Kaplan
Ein Kämmerer .
Rumolt, der Küchenmeiſter Hr. Schwarze
.Hr. Weſtermann
Hr. Heinz
.Hr. Riechmann
Hr. Lehrmam.
. Hr. Kroczak
. Hr. Schneider
Hr. Knispel.
Hr. Bohne
von
Hr. Baumeiſter
Fr. Rudolph.
. Frl. Welden,
lals Gaſt
Frl. Oſter
Fr. Scherbarth
Hr. Wagner
Hr. Kloßz
Nach dem 2. Akte der 2. Abteilung findet
eine längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
2.— Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2.— Mk., Sperrſitz 1.50 Mk.
Ueber die Plätze im zweiten Rang, Parterre,
in der erſten und zweiten Galerie iſt bereits
zu Gunſten hieſiger Bildungsvereine
ver=
fügt worden.
Anfang 7 Uhr. — Ende nach 10 Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Sonntag, 24. April. 162. Ab.=Vorſtell.
D 41. „Der Graf von Luxemburg.”
Große Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Montag 25. April. 163. Ab.=Vorſtell.
A 41. „Der dunkle Punkt.” Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 26. April. 164. Ab.=Vorſtell.
B 41. „La Traviata.: Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Sonntag, den 24. April 1910.
162. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement D 41.
Der Graf von Luxemburg.
Operette in 3 Akten von Franz Lehär.
Muſikal. Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Renée, Graf von
Luxem=
burg
Hr. Speiſer
Fürſt Baſil Baſilowitſch . Hr. Jordan
Gräfin Staſa Kokozow. . Fr. Rudolph
Armand Briſſard, Maler . Hr. H. Hacker
Angele Didier, Sängerin
von der großen Oper in
Frl. Suchanek
Paris.
Juliette Vermont .
Frl. Grünberg
Sergei Mentſchikof. Notar Hr. Holler
Pawel von Pawlowitſch,
ruſſiſcher Botſchaftsrat . Hr. de Leeuwe
Pélegrin, Munizipal=
. Hr. Hoff
beamter
Hr. Schwarze
Hr. Kroczak
Hr. Ungibauer
Hr. Waigandt
Frl. Haan
Frl. Birkholz
Frl. Daniel
. Hr. Indorf
. Hr. Jachtmann
Anatol Saville
Henri Boulanger
Maler
Charles Lavigne
Robert Marchand
Aurelie
Konſer=
Coralie
Amelie 1 vatoriſtinnen Fr. Stallmann
Sidonie
Marquis Chatauneuf
Baron Sullignge:
.Hr. Geibel
Franeois, Diener :
Der Menager des Grand
. Hr. Klotz
Hotel.
Jules, Oberkellner
. Hr. Jungmann
Frl. Senten
James, Liſtboy .
Nach dem 1. und 2 Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (. und 8. Reihe,
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
1. Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 7 Uhr. — Ende 10 Uhr.
Kartenverkauf von 11—1 Uhr und von
6 Uhr an.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 25. April. 163. Ab.=Vorſtell.
A 41. „Der dunkle Punkt.‟ Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 26. April. 164. Ab.=Vorſtell.
B 41. -La Traviata.: Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Mittwoch, 27. April. 165. Ab.=Vorſtell.
A 42. Neu einſtudiert: „Das
Käth=
chen von Heilbronn.” Kleine Preiſe.
Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 28. April. 166. Ab.=Vorſt.
D 42. „Orpheus und Eurydice‟
(Gluck). Kleine Preiſe. Anfang 7½ Uhr.
Seite 42.
Nummer 94.
Darmſtädter Tagblatt, Samstag, den 23. April 1910.
werke durch die Phauntaſte und Dichung, die in den ,ſchaft ges Freipiellubs Reu 4 Fſendurg im Zuzbal=
Gemälden liegt, in Bann zwingt, dann empfinden wir 1 wettkampf meſſen. Es iſt dies in Darmſtadt das erſte
Zur Einführung in Anton Bruckners
wohl mit dieſem Zauber ein ehrfürchtiges Erſchauern Mal, daß eine Soldatenmannſchaft im Wettkampf gegen
Fünfte Sinfonie.
per der Größe dieſer Kunſt, die ein Stück Gottesgna=einen Verbandsverein ſpielt. Die achte Kompagnie hat
Von Anton Bruckner, dem großen
öſterreichi=
ſchen Tondichter (geb. am 4. September 1824 in
Ans=
felden, geſtorben am 11. Oktober 1895 in Wien) ſind in
Darmſtadt bisher drei Sinfonien zur Aufführung
gelangt: die Dritte (durch die Großherzogl. Hofmuſik),
die Vierte (durch die Hofmuſik und die Meininger
Hof=
kapelle) und die Neunte (durch die Hofmuſik). Am
näch=
ſten Donnerstag wird das Darmſtädter Publikum nun
Gelegenheit haben, auch ſeine Fünfte Sinſonie
erſt=
malig kennen zu lernen, und zwar durch das Orcheſter
des WienerKonzertvereins, das ſich ſeit ſeinem
Beſtehen die Pflege der Brucknerſchen Tonkunſt zur
beſonderen Aufgabe gemacht hat.
Anton Bruckners Fünfte Sinfonie in B-dur
wurde zum überhaupt erſten Male in Graz am 8. April
1894 aufgeführt. Die Entſtehungszeit dieſer Sinfonie
ergibt ſich aus folgender Chronologie der Werke des
Komponiſten: Meſſe in D-moll, entſtanden 1864, Meſſe
in F-moll 1868, Meſſe in F-moll 1868/69, Streichquintett
1879 und Tedeum 1883/84. Sinfonien: 1. C-moll,
ent=
ſtanden 1865/66, 2. C-moll 1871/72, 3. D-moll (Wagner
gewidmet) 1873/77, 4. Es-dur (Romantiſche) 1874/80,
5. B=dur (mit dem Choralſchluß) 1875/78, 6. A-dur
1879/81, 7. E-dur (mit dem Cis=moll=Adagio) 1881/83,
8. C-moll 1885/90 und 9. D-moll (3 Sätze) 1891/94.
Zur Einführung in das Werk dürfte folgende kurze
Analyſe willkommen ſein:
Erſter Satz (Adagio.) Zu dem wichtigen
Be=
gleitungsmotiv der Bäſſe erklingt ein
Einleitungs=
thema. Die erſten Themengruppen des Adagios bilden
ein Uniſonomotiv, ferner ein Hauptthema der Bläſer, das
dann verkürzt und kontrapunktiert wird, bis ſchließlich
zum Tremolo der Geigen das bedeutſame, um B-moll
ſchwankende Hauptthema des Allegro kommt; dies
Hauptthema wird zum Fortiſſimo geſteigert. Nach
motiviſcher Abſchwächung folgt eine Epiſode, „
lang=
ſamer”, eingeführt durch Pizzicatoakkorde der Streicher.
Zu dieſen Akkorden geſellen ſich ein erſtes und ein
zweites Thema der Geſangsgruppe (das dritte
Haupt=
thema des Satzes) in Des=dur, dazu das wichtige
Baß=
motiv, das den Satz organiſch fortleitet. Der
Rhyth=
mus des Baßmotives wird beibehalten; im Fortiſſimo
(Allegro) wird das Motiv kräftig von den anderen
Inſtrumenten aufgegriffen, verbreitert, endlich
umge=
kehrt. Später erfolgt Rückkehr zum Adagio (das
Grund=
motiv und das Uniſono nun von C und kombiniert
mit dem Allegrothema). Zugleich erfolgt
Durchfüh=
rung des Uniſonomotives. In die Durcharbeitung des
thematiſchen Materials wird die ganze erſte
Themen=
gruppe, auch die Geſangsgruppe, mit einbezogen.
Vor=
herrſchend iſt das Allegrothema.
Zweiter Satz in D-moll. (Adagio.)
Charak=
teriſtiſch iſt hier die %=Bewegung der Streicher gegen
die ¼=Bewegung der Bläſer. Wieder erklingt
ein wichtiges Begleitungsmotiv der Streicher
pizzicato, darüber das Thema der Oboe. Von
Bedeu=
tung für den ganzen Satz iſt das Septimenintervall des
dritten Taktes. Es wird bald von den Holzbläſern,
mit Gegenbewegung des Streichorcheſters,
übernom=
men. Es folgt „Sehr breit” ein zweites Thema,
aus=
geſprochen im vierteiligen Takte, und dann Rückkehr
zum Anfange und Durcharbeitung des zweiten
The=
mas. Das Hauptthema wird dann durchgeführt zu
motiviſchen Figurationen der Geigen. Die
Figuratio=
nen, zu denen ſich auch das bedeutſame Motiv der
Sep=
timenintervalle geſellt, werden bis nahe zu dem in
Dur pianissimo verhauchenden Schluß beibehalten.
Dritter Satz in D-moll. (Scherzo.) Das
Be=
gleitungsmotiv des zweiten Satzes wird zum A=Takt
umgebildet und beherrſcht grundlegend das Scherzo.
Ein neues Motiv, „allmählich beſchleunigt”, tritt auf;
die Streicher behalten die Begleitungsfigur bei. Und
wieder gelangen Septimenintervalle zu thematiſcher
Bedeutung. Das Material wird durchgearbeitet, der
Anfang wiederholt. Hierauf von Flöte, Oboe,
Klari=
nette und Horn allein das Trio eingeführt. Dann
folgt Wiederholung des erſten Teiles.
Vierter Satz in B=dur. (Adagio.) Zunächſt
er=
ſcheint der Anfang des erſten Satzes, dann, Allegro
moderato, leiſe Andeutung des kommenden
Haupt=
themas. Dazu das Allegrothema des erſten Satzes,
dann im Forte die Andeutung des Finalthemas und
dazu das Thema des zweiten Satzes. Dann folgt
noch=
malige Andeutung des Finalthemas im Forte, und
Allegro, „ſchwer” wird aus dieſem Thema ein fugierter
Satz geſtaltet. Hierauf kontrapunktiſche Bildungen, die
ſich an eine zweite Themengruppe anſchließen.
Rol=
lende Uniſonofiguren der Streicher im Fortiſſimo
gegen die aus dem Thema geholten Oktavenintervalle
der Bläſer. Die Erregung läßt nach, und aus einem
leiſen Paukenwirbel auf B und in dreifachem Piano
aufſteigender Figur der Bäſſe wächſt das Choralmotiv
der Bläſer „ſehr breit” und feierlich. Das Choralthema
wird zunächſt im fugierten Stil durchgearbeitet Bald
beginnt aber, indem das Finalthema und das
Choral=
thema kombiniert erſcheinen, eine freie grandioſe
Dop=
pelfuge mit zwei Themen ſich zu entwickeln. Als drittes
Thema wird in den fngierten Satz das Allegrothema
des erſten Satzes eingeſchloſſen. Glänzend und
gewal=
tig wird der Schluß mit dem Finalthema, gegen
wel=
ches der Choral von einem Bläſerchor (drei Trompeten,
drei Poſaunen, Kontrabaßtuba und vier Hörner) in
feierlichem Klange geführt wird. (Dieſer Bläſerchor iſt,
wie die Partitur fordert, hinter dem Orcheſter erhöht
aufzuſtellen.) Drei Trompeten des Bläſerchors laſſen
das Allegrothema des erſten Satzes noch in das Finale
ſchallen und bringen das ſchöne Werk zu machtvollem
Abſchluß.
Kunſthalle am Rheintor.
I.
Wenn wir vor den Landſchaftsbildern Max
Klin=
gers, A. Boecklins u. a. bewundernd ſtehen und dem
Zauber uns hingeben, der den Beſchauer dieſer Kunſt=
bentum offenbart, das dem wahren Künſtler
unleug=
bar eigen iſt, unleugbarer als Fürſten und Königen.
Und wenn wir die alten Gemälde der Achenbach
be=
trachten, die mit ihrer Malerei in ſchlichter, ehrlicher
Weiſe erzählen, welche Schönheiten der Natur, der
Landſchaft ſie erſchaut, oder wenn wir die modernen
Worpsweder ſehen, die in ihren eigenartigen
charat=
teriſtiſchen Werken uns die Natur ſchildern wie ſie ſie
ſehen, mit dem farbenfreudigen, Farbentöne ſuchenden
Auge des Malers, oder wenn wir uns Thomas Werke
betrachten, die in ſchlichter Innigkeit uns unſere
deut=
ſchen Landſchaftsbilder vor Augen führen, wie ſie mit
dem Maler auch das Gemüt des Dichters empfunden,
oder aber wenn wir Eugen Brachts ins Große,
Er=
habene gehende Malereien ſehen, mit der Wucht ihrer
Kompoſitionen und großzügigen Darſtellung, die zum
Beiſpiel der Otzberg verrät; wenn wir die Werke
die=
ſer Künſtler ſehen, ſo werden wir ohne weiteres
emp=
finden, daß ſie uns mehr zu ſagen wiſſen, mehr zu
geben haben, als nur Bilder. Jeder in ſeiner Art ſagt
dem Beſchauer etwas, offenbart ihm die innere
Ver=
anlagung, die Triebfedern ſeines künſtleriſchen
Schaf=
fens. Auch in den reinen Naturſchilderungen der
Worpsweder ſehen wir noch Stimmungen, wenn auch
ihre Farbenmalerei vorherrſcht.
All das aber entbehrt der Beſchauer der Bilder
des Münchener Sezeſſioniſten Haus von Hayek,
der in der gegenwärtigen Ausſtellung des Kunſtvereins
herrſchend iſt, ſowohl quantitativ — zwei große Säle
ſind ihm eingeräumt — wie auch qualitativ. Denn er
iſt ohne Zweifel ein großer Künſtler. Ganz abgeſehen
davon, daß er mit Gemälden vertreten iſt in der
Pina=
kothek München, in den modernen Galerien Wien,
Dan=
zig uſw.: die große Mehrzahl ſeiner hier ausgeſtellten
Werke ſind Zeugniſſe eines Talents und eines tüchtigen
Könnens. Aber es fehlt ſeinen Bildern die innere
Wärme; ſie ſind leidenſchaftslos, faſt nüchtern
empfun=
den und können dementſprechend auch auf den
Be=
ſchauer nicht anders wirken. Nicht alle, aber die
Mehr=
zahl. Hans von Hayek iſt ein Moderner, und da die
Zeiten ja längſt vorüber ſind, in denen die moderne
und hypermoderne Richtung mit Erfolg bekämpft
wer=
den konnten, ſoll es auch nicht beanſtandet werden, daß
man bei vielen ſeiner Bilder den Eindruck des
Unfer=
tigen, Skizzenhaften nicht los wird. Von dieſem
ab=
geſehen, ſind ſie alle korrekt, alle einwandfrei, aber wie
geſagt, trotz der modernen, lockeren Technik, trotz der
Weichheit und Schönheit der Farben, fehlt ihnen die
innere Wärme Leben. Er ſieht in der Landſchaft nur
die Farben, das maleriſche Vorbild, das er kopiert, und
läßt dabei außer Acht, daß der Natur ſelbſt noch
unend=
lich viel andere Mittel als die Farben zur Verfügung
ſtehen, um dem Menſchen Beweiſe ihrer erhabenen
Größe zu geben. Die Farbe allein als
Ausdrucksmit=
tel genügt in der Landſchaft nicht. Der Künſtler iſt ja
berufen, mehr zu ſehen wie der gewöhnliche Sterbliche;
er ſoll die Schönheiten der Natur tiefer, inniger
emp=
finden und ſie uns ſo, vertieft empfunden, vermitteln.
Dann erſt erfüllt er ſeine Miſſion. Das gelingt Hans
von Hayek nur in wenigen ſeiner Werke. Jeder
Künſt=
ler muß bis zu einem gewiſſen Grade Phantaſt ſein,
wenn er kein Genie iſt. Seine Bilder haben nichts
Hinreißendes; ſie ſind keine Offenbarung des Göttlichen
in der Kunſt, das uns in der künſtleriſch empfundenen
Natur am beſten zum Bewußtſein gebracht werden
kann. Im beſten Falle ſind dieſe Bilder Zeugniſſe
friedlichen Schaffens und Empfindens und — das ſoll
lobend hervorgehoben ſein — großen Fleißes.
Aus der Fülle des Ausgeſtellten einzelnes kritiſch
zu würdigen, iſt nicht angängig. Im allgemeinen ſind
die Bilder beſſer, die durch ihren Vorwurf von ſelbſt
Schilderungen ſind, wie die Sceſtücke, „Im Hof”, „
Zim=
mermannsplatz”. Auch die „Verblühten Diſteln” und
die beiden Bilder aus dem Hafen von Concarneau
ver=
dienen hervorgehoben zu werden. Und dann die
Bil=
der, in denen der Künſtler mehr Tiermaler als
Land=
ſchaftler iſt. Darunter ſind einige, die ganz meiſterhaft
gemalt ſind. Zeugniſſe guten Könnens, namentlich in
zeichneriſcher Beziehung, ſind die Schwarz=weiß=Blätter,
die den Saal IV füllen. Und merkwürdigerweiſe liegt
in dieſen kleinen Blättern, ſo ſkizzenhaft ſie meiſt
ſcheinen, oft mehr Stimmung, wie in den Gemälden.
Im Saale III hängt ein Frauenbildnis von dem
Darmſtädter Maler W. Bader, das ſchon auf der
Ausſtellung Darmſtadt 1908 auffiel durch die Eigenart
der Technik, die den Eindruck erweckt, als habe man
ein altes Bild von Rubens von ſich. Von dem gleichen
Künſtler hängen im Treppenhaus zwei neuere
Ge=
mälde: „Flora” und „Mädchen=Bildnis”. Man kann
ſich die blumenſtreuende „Flora” zweifellos auch
an=
ders, reizvoller vorſtellen, vor allem inniger mit der
Landſchaft verbunden. In dieſem Bilde iſt die
Land=
ſchaft dem Künſtler nur der Hintergrund, der mit ſeinem
ſaftigen Grün die weichen Fleiſchtöne der entblößten
Schultern und Arme der Flora, auch ihr goldbrokatenes
Gewand, wohl reizvoll hebt, der dem Bilde aber den
Eindruck des Harmoniſchen nimmt. Es ſtört da irgend
etwas und befremdet, trotz der meiſterlichen
Beherrſch=
ung der Technik. Vielleicht wäre die Wirkung beſſer,
wenn der Hintergrund noch luftiger, unbeſtimmter
ge=
halten wäre. Beſſer und harmoniſcher iſt der Eindruck
des Mädchenbildniſſes, weil hier eine innigere
Ver=
bindung von Porträt mit Landſchaft erzielt wurde,
da=
durch, daß das halbnackte kleine Mädchen auf dem
Ra=
ſenabhange ſitzt. Jedenfalls zeugen beide Bilder
da=
von, daß der Künſtler mit gutem Erfolg ſich neuen
reizvollen Problemen widmet. (Die „Flora” hat
übri=
gens ſpäter einen anderen Platz erhalten im Saal II,
der dem Bilde zum Vorteil gereicht.)
M. St.
Sport.
— Fußball. Die Fußballmannſchaft der achten
Kompagnie des Leibgarde=Infanterie=
Re=
giments Nr. 115 wird ſich am kommenden Sonntag
vormittags auf dem Olympia=Sportplatz an
der Heidelbergerſtraße Nr. 126 mit der erſten Mann=
durch eifriges Ueben eine ſehr gute Mannſchaft
aus=
gebildet und verfügt über eine Reihe guter
Einzelſpie=
ler. Wer jedoch den Sieg davontragen wird, kann man
bei der Spielſtärke des Gegners nicht vorausſagen.
Am Sonntag, den 24. ds. Mts., finden auf dem
Sport=
platz „Windmühle” an der Pallaswieſenſtraße folgende
Wettſpiele ſtatt: 2. Mannſchaft Sportklub gegen 1.
Mann=
ſchaft F.=V. Bensheim 1902, 1. Mannſchaft Sportklub gegen
1. Maunſchaft F.=C. 1899 Offenbach a. M., 3. Mannſchaft
Sportklub gegen 2. Mannſchaft Sportverein Sprendlingen.
Morgen ſtehen ſich in Pfungſtadt die 1. Mannſchéft
des F.=C. Germania”=Arheilgen und die 1. Mannſchaft
des F.=C. Darmſtadt im Pokalſpiel des F.=C. „
Aleman=
nia‟=Pfungſtadt gegenüber.
Rg. Bei den Berliner Ringkämpfen im
Palaſt=Theater gab es am letzten Tage wieder
eine Reihe intereſſauter Sämpfe. Zunächſt rangen der
neu in die Konkurreng eingetretene Franzoſe
Ca=
zeaux und der Deutſchamerikaner Waſhington 30
Mi=
nuten unentſchieden. Dann ſiegte Schwarz=München
über Camillotti in 15 Minuten 43 Sekunden und Van
Dem=Belgien über Schill=Berlin in 4 Minuten 32
Se=
kunden. Im Entſcheidungskampfe zwiſchen Otto
Meyer und Hoffmann=Berlin ſiegte der
Ludwigs=
hafener nach einer Geſamtzeit von 51 Minuten 43
Se=
kunden.
Pfr. Rennen in Karlshorſt (Donnerstag)=
Preis von Rudow. 2600 Mark, Diſtanz 3200 Meter:
1. Hrn. F. Weitzners Princeß of Wales (Charvat), 2.
Sardanapal (Weißhaupt), 3. Fylander (Raſtenburger).
Tot. 24:10. Drei liefen. Leicht 4—10 Lg. — Preis von
Zorndorf. 2800 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Leutn.
G. Wiedesheim=Pauls Ward of Court (Beſ.), 2.
Gari=
baldi (Leutn. von Raven), 3. Mindjart (Leutn. A. von
Mitzlaff). Tot. 21:10. Pl. 11, 13:10. Unpl.: Sliker
(gef.). Verhalten 4 Lg. Weile. — Havel=Hürdenrennen.
3500 Mark, Diſtanz 3200 Meter: 1. Hrn. Wencks Oran
(Footith), 2. Elſe I. (Streit), 3. Rothtraut (Charvat).
Tot. 23:10. Pl. 15, 23:10. Unpl.: Föhn (angeh.),
Vigi=
lant (4.). Handgalopp 5—8 Lg. — Wellgunde=Jagd=
Rennen. Ehrenpreis und 4500 Mark, Diſtanz 3500
Meter: 1. Hrn. K. v. Tepper=Laskis Nelke (Dr. Rieſe),
2. Berolina (Leutn. von Keller), 3. Tugela (Leutn. Graf
Schmettow). Tot. 78:10. Pl. 21, 16, 32:10. Unpl.:
Goldwährung (4.), Abendrot (lahm), Fairkax, May,
Ditelinde, Vorwärts II. Leicht 3—4 Lg. — Berliner
Jagd=Rennen. 8000 Mark, Diſtanz 4000 Meter: 1. Hrn,
F. Simons Fresko (Raſtenberger), 2. George (
Char=
vat), 3. Werra (Weißhaupt). Tot. 19110. Pl. 14, 26:10.
Unpl.: Spaßvogel (4.) Angola. Ueberlegen 3—1½—4
Lg. — Maſter Willie=Jagd=Rennen. 3000 Mk. Diſtanz
3000 Meter: 1. Hrn. W. von Kalckreuths Alpha (Torke),
2. Dennoch (Neumann), 3. Kreml (Weißhaupt). Tot.
129110. Pl. 21, 21, 14:10. Unpl.: Magnet, Maikuhle,
Aſchenbrödel III., Cato II., Lindenwirtin. Scharfer!
Kampf, Hals-½Lg. — Preis von Mahlsdorf. 2800.
Mark, Diſtanz 1600 Meter: 1. Hrn. G. Nettes Therefe
(Hr. W. Dodel), 2. Neckar (Leutn. Graf Bethuſy=Huc),
3. Reblaus (Hr. W. Schulz). Tot. 36:10. Pl. 16, 39,
15:10. Unpl.: Goldgräber, Avanti, Amphidrite,
Et=
cetera, Freiſchütz, Fylidin. Sehr ſicher 1½—¾ Lg.
Vermiſchtes.
— Ueber das Grüßen. Die däniſche
Zeitung „Vort Land” (Unſer Land) in Kopenhagen
bringt in Nr. 69 folgenden, von Frauenhand
geſchrie=
benen Artikel über das Grüßen:
„Es iſt eigentlich eine wunderliche Sitte, daß die
Herren, wenn ſie einer mehr oder weniger bekannten
Dame auf der Straße begegnen, dazu verpflichtet ſein
ſollen, ihr Haupt zu entblößen. Einerlei, ob ſie
kahl=
köpfig oder wohlbehaart ſind, jung oder alt, einerlei, ob
es ſtürmt, ſchneit oder regnet, oder die Sonne ſticht,
gleichviel: der Hut ſoll herab zur Ehre der Dame. Ich
möchte wiſſen, wer das erfunden hat. Vielleicht war das
Klima beſſer in verfloſſenen Zeiten, vielleicht war unter
den Herren mehr Ritterlichkeit und unter den Damen
mehr Weiblichkeit zu finden als heutigen Tages, aber,
ehrlich geſagt, ich glaube wirklich, daß es an der Zeit
rſt, hinſichtlich des Grüßens etwas Neues zu erfinden.
Wenn ein Student einem weiblichen Kollegen
begeg=
nete mit der gleichen Kopfbedeckung, die er ſelber trägt,
ſo könnte man das noch zuſammenreimen, daß die
bei=
den Studenten gegenſeitig die Mütze voreinander
ab=
nähmen. Aber würde es nicht ganz in der Ordnung
ſein, wenn wir anderen gewöhnlichen Menſchen etwas
anderes erfänden?
Fürs erſte ſollte die Dame immer zuerſt grüßen,
dadurch würde viel verlorene Mühe erſpart werden.
Warum ſoll ein Herr dem ausgeſetzt ſein, Kopfgicht zu
bekommen oder ſich jeden Monat einen neuen Hut
kaufen zu müſſen, um ſeitens der Damen einen Gruß
zu erhalten, der oft kühl und unfreundlich iſt? Der
Herr iſt vielleicht ein einziges Mal in ſeinem Leben
vor Jahren mit der Dame in Geſellſchaft
zuſammen=
getroffen. Seitdem hat er ſich verpflichtet gefühlt,
jeden Tag den Hut vor ihr abzuziehen, wenn er ihr auf
der Promenade begegnete, ein ſonſtiger Verkehr
be=
ſteht nicht. Oder ein Herr hat eine Dame in ſeiner
früheſten Jugend kennen gelernt, nun iſt er ſchon im
beſten Mannesalter, aber der Hut muß trotzdem immer
noch jedesmal herunter, wenn ſie ſich auf der Straße
begegnen. So etwas hat keinen Sinn. Die Damen,
die mit der Unterzeichneten in dieſem Punkte einig
ſind, mögen zu ihren Herrenbekanntſchaften ſagen:
Wenn ich Sie das nächſte Mal treffe, ſo grüße ich
zu=
erſt, und dann nehmen Sie nichſt den Hut ab, ſondern
beantworten meinen Gruß mit einer Handbewegung
oder mit einem Kopfnicken. Und den Damen rate ich:
Grüßt freundlich und lächelnd; wer das nicht kann,
laſſe es lieber ganz ſein, ein kühler Gruß kühlt ab, ein
freundlicher Gruß macht warm ums Herz. Jüngere
Leute müſſen natürlich ältere höflich und liebenswürdig
grüßen, was ſie allerdings in der Regel nie tun.
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