Abonnementspreis
Inſerafe
173. Jahrgang
monatl. 50 Pfg., viertelj. 1.50 Mk.,
aus=
werden angenommen in Darmſtadt,
wärts nehmen die Poſtämter u. die Agen=
Rheinſtraße 23, Beſſungerſtraße 27,
verbunden mit „Wohnungs=Anzeiger” und der Sonntags=Beilage:
turen Beſtell. entgegen zu 60 Pfg. monatl.
ſowie von unſeren Agenturen und
u. 1.80 Mk. viertelj. Verantwortlichkeit
den Annoncen=Expeditionen. — Bei
für Aufnahme von Anzeigen an
vorge=
gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs
ſchriebenen Tagenwird nicht übernommen.
Illuſtriertes Unterhaltungsblatt.
kommt jeder Annoncenrabatt in Wegfall,
Organ für die Bekanntmachungen des Großh. Polizeiamts Darmſtadt, der Großh. Bürgermeiſtereien des Kreiſes und der andern Behörden.
Das „Amtsverkündigungsblatt des Großh. Kreisamts Darmſtadt” wird Dienstags, Donnerstags und Samstags nach Bedarf beigefügt.
Die heutige Nummer hat 30 Seiten.
Die wirtſchaftliche Verſtändigung mit Kanada.
*⁎* Wenn auch lange nicht von der Bedeutung wie
das kürzlich abgeſchloſſene Uebereinkommen mit den
Ver=
einigten Staaten, iſt die proviſoriſche Verſtändigung mit
Kanada doch wichtig genug, um mit Befriedigung
aufge=
nommen zu werden, zumal die Vereinbarung eines
defini=
tiven Handelsvertrages in ziemlich ſicherer Ausſicht ſteht.
Damit hat der Zollkrieg, in welchem ſich Deutſchland
ſeit zwölf Jahren mit dem britiſchen Dominium in
Nord=
amerika befindet, ſein Ende erreicht, und unſere
In=
duſtrien werden das freudig begrüßen, denn ihr Export
nach Kanada hat unter dem Drucke der
Handelsbeſchrän=
ung doch mehr oder weniger Einbuße erlitten.
Ueber die Entſtehung des Zollkonfliktes mit Kanada
ei kurz bemerkt, daß Ende Juni 1897 die britiſche
Regie=
ung den aus dem Jahre 1865 ſtammenden deutſchen
Meiſt=
zegünſtigungsvertrag, weil dieſer Deutſchland die
Meiſt=
egünſtigung auch in den engliſchen Kolonien garantierte,
ündigte. Inzwiſchen hatte Kanada den britiſchen Waren
inen Vorzugszoll zugebilligt, der zuerſt 12½, ſpäter 25
ind ſchließlich 33½ Prozent betrug. Infolgedeſſen wurde
kanada von dem Genuſſe der Meiſtbegünſtigung, welche
Deutſchland dem britiſchen Reiche und deſſen Kolonien
eitdem proviſoriſch zugeſtand, ausdrücklich ausgeſchloſſen
nd auf kanadiſche Waren der deutſche Generaltarif zur
lnwendung gebracht. Die Regierung Kanadas belegte
zu=
ächſt die deutſche Einfuhr mit den Maximalzöllen und
ihrte vom 1. Oktober 1903 ab auch noch Zuſchlagszölle für
eutſche Waren ein. Dem Bundesrat war die Befugnis
teilt worden, in gleicher Weiſe an der kanadiſchen
Ein=
ihr Vergeltung zu üben, aber er hat von einer ſolchen
kaßregel abgeſehen, trotzdem durch das Vorgehen
Kana=
as die deutſche Ausfuhr empfindlich getroffen wurde.
etztere hatte im Jahre 1903 einen Wert von 35,8
Mil=
onen gehabt, fiel im Jahre 1904 auf 23,2 Millionen Mark
rd hat auch jetzt ihre frühere Höhe bei weitem nicht
wie=
er erreicht. Sie betrug im Jahre 1907 29,6 Millionen
id ſank unter der allgemeinen Depreſſion des Jahres
08 in dieſem auf 20,3 Millionen Mark. Die Einfuhr
is Kanada hat ſich ſeit 1903 wenig verändert, ſie belief
h damals auf 9,7 Millionen und bewertete ſich im Jahre
07 auf 9,8 Millionen, um in dem anormalen Jahre
08 auf 7,1 Millionen Mark zu ſinken.
Die Verhandlungen der deutſchen
Regie=
ing wegen einer Verſtändigung mit Kanada
tieren ſchon mehrere Jahre zurück. Im März 1906
er=
irte der kanadiſche Miniſterpräſident im Parlament, der
plomatiſche Vertreter Deutſchlands habe Vorſchläge
we=
n Beſeitigung der Handelsbeſchränkungen gemacht, und
* Regierung werde bei der Aufſtellung des neuen
Zoll=
eifs dieſe Vorſchläge in Betracht ziehen. In letzter Zeit
das Thema der deutſch=kanadiſchen Verſtändigung
beſon=
es lebhaft erörtert worden, ſeitdem ſich in Berlin ein
irtſchaftsverein konſtituiert hat, der die Förderung
s Handelsverkehrs zwiſchen beiden Ländern bezweckt.
rſere induſtriellen Kreiſe ſchenken heute dem kanadiſchen
ſatzgebiet, das ungeheuer entwickelungsfähig iſt, große
achtung, aber ſie konnten einen ausſichtsreichen
Konkur=
rzkampf erſt nach dem Fallen der Feſſeln führen, die der
Ukrieg dem Verkehr angelegt hatte. Jetzt endlich iſt die
hn frei, denn der uns gewährte Mitteltarif bedeutet
s äußerſte Zugeſtändnis, das Kanada einem fremden
nde geben kann, weil es die niedrigen Zölle nur den
bri=
hen Waren gegenüber anwendet, die ſomit freilich auch
iter begünſtigt werden. Aber der Vorteil für uns liegt
in, daß wir mit jedem anderen Staate, außer England,
Kanada konkurrieren können, und das wiegt die
be=
änkte Meiſtbegünſtigung, die wir Kanada jetzt
zuge=
en, völlig auf. Hoffen wir, daß ſich alle Hoffnungen,
ſich an die wirtſchaftliche Verſtändigung auch mit dieſem
rde knüpfen, in jeder Beziehung erfüllen!
Eröffnung des Parlaments und die politiſche
Lage in England.
* Sowohl Ober= wie Unterhaus ſind räumlich ſo ſehr
pränkt, daß nur für einen Teil der Mitglieder
Sitz=
genheit vorhanden iſt. Nach dem alten guten Grund=
„Wer zuerſt kommt, mahlt zuerſt”, hatten ſich in
eren Jahren einzelne Mitglieder zur Eröffnung oft
r bereits vor Mitternacht vor dem Parlament
einge=
en, um einen Platz zu belegen. Ein derartiger Eifer
machte ſich diesmal nicht bemerkbar. Das erſte Mitglied,
Colonel Carlile, konſervativer Vertreter für St. Albans,
erſchien erſt um 7.45 morgens. Am Vormittage wurde
dann gemäß alter Sitte die Unterſuchung der Gewölbe
mit all den altertümlichen Formalitäten vorgenommen.
Die Sitte datiert von Guy Fawkes Pulververſchwörung
an, der bei Eröffnung das Parlament in die Luft ſprengen
wollte und große Mengen Pulver in den Gewölben des
Hauſes aufgeſpeichert hatte. Seit dieſer Zeit wird aus
reiner Sentimentalität der Tradition bei jeder Eröffnung
treu und brav nach Pulvertonnen geſucht. Jede Ecke der
weitläufigen Keller des Parlaments wird ſorgfältig
unter=
ſucht und durchſtöbert nach Verſchwörern gegen König und
Konſtitution.
Um 2 Uhr nachmittags verſammelten ſich die
Com=
mons. Der Sergeant=at=Arms ſchritt würdevoll zur Tür,
die er ſicher verſperrte, zu dem einzigen Zwecke, damit der
Gentleman=Uſher des „Black=Rod” dreimal daran klopfen
und Einlaß fordern konnte, der ihm ſofort gewährt wurde.
Er verkündete ſeine Botſchaft und forderte die Commons
auf, im Hauſe der Lords zu erſcheinen, um die Vorleſung
der königlichen Zuſtimmung zur Wahl eines Sprechers
an=
zuhören. Nach Beendigung ſeines Auftrages ſpazierte
Black=Rod ſeierlich wieder ins Oberhaus zurück. Mr.
As=
quith und Mr. Balfour, die Führer der beiden Parteien,
erhoben ſich und, gefolgt von einer Anzahl Mitglieder des
Unterhauſes, begaben ſie ſich nach dem „anderen Platze‟,
denn im parlamentariſchen Dialekt iſt dies im Unterhauſe
die einzige Bezeichnung für die Zweite Kammer, der Name
Unterhaus ſowohl als auch der Lords iſt verpönt. Etwa
10 Minuten ſpäter kehrten ſie zurück und die Wahl des
Sprechers wurde vorgenommen. Das älteſte Mitglied des
Hauſes, Mr. Thomas Burt, erhob ſich und ſchlug in einer
leicht humoriſtiſch gefärbten Rede den alten Sprecher Mr.
J. W. Lowther zur Wiederwahl vor. Nachdem er von
Mr. Chaplin ſekundiert worden war, wurde der Sprecher
einſtimmig erwählt, mit der ihm zukommenden Perücke
und Tracht bekleidet und von Mr. Burt und Chaplin auf
ſeinen Platz geführt. Es war ſelbſtverſtändlich, daß auch
dieſes zweite liberale Unterhaus den unter Balfours
Re=
gierung 1905 zum erſtenmal auf den Stuhl des Sprechers
erhobenen konſervativen Abgeordneten, James William
Lowther, heute wieder einmütig zu ſeinem oberſten
Be=
amte wählte. Mr. Lowther iſt einer der beſten Sprecher,
die das Unterhaus je gehabt hat. Selbſt die heftigſte
Par=
teileidenſchaft macht vor ihm Halt, und man kann ohne
Uebertreibung ſagen, daß ſein Wort im Unterhaus Geſetz
iſt. Er vereinigt mit ſkrupulöſeſter Unparteilichkeit gleich
viel Feſtigkeit wie Takt, und die Vereinigung dieſer drei
Eigenſchaften iſt es, was einen großen Speaker macht. Der
Speaker hat neben einer freien Amtswohnung ein
Jahres=
gehalt von 5000 Pfund Sterling. In ſeinem Wahlkreis
wird nie ein Gegenkandidat aufgeſtellt, und wenn er ſein
Amt niederlegt, erhält er die Pairswürde. In den
letz=
ten hundert Jahren hat das engliſche Unterhaus nur neun
Speakers gehabt. Nach einigen weiteren Reden der
Par=
teiführer Mr. Asquith, Mr. Balfour und Mr. Henderſon,
die gleichfalls den Sprecher bekomplimentierten, wurde
das Haus vertagt. Die Sitzung hatte genau eine
Stunde und vier Minuten gedauert.
Das war die formelle Eröffnung. Die eigentliche
Eröffnung findet jedoch erſt am Montag ſtatt, wenn
die Thronrede des Königs verleſen wird. Die Zeremonie
an dieſem Tage iſt ſo ſchwierig, daß eine Probe am
Diens=
tag morgen vorgenommen wurde. Die Pferde und
Men=
ſchen marſchierten aus den königlichen Ställen heraus bis
zum Buckingham=Palaſt, machten eine Pauſe und ſchritten
dann in feierlicher Prozeſſion nach Weſtminſter. Am
Vik=
toriaturm des Oberhauſes wurde wieder Halt gemacht, da
hier am Montag der König ausſteigen wird. Dann wurde
der ganze Weg in umgekehrter Richtung wiederholt. Im
ganzen waren ſechs Wagen vertreten, darunter als erſter
die Staatskutſche, in der der König und die Königin
fah=
ren werden und die von acht falben Pferden gezogen wird.
Es wird noch eine Generalprobe ſtattfinden, an der auch
die begleitende Kavallerieeskorte teilnimmt.
Der wachſende Peſſimismus, mit dem Politiker die
Lage beurteilen, findet durch die letzten Meldungen neue
Nahrung. Die Situation der Regierung ſcheint
ſchwieriger geworden zu ſein. Miniſterpräſident
As=
quith hat dem König einen Beſuch abgeſtattet, um über
das Ergebnis der Beratungen mit den Mitgliedern des
neuen Kabinetts zu berichten. Hierauf fand ein
Mini=
ſterrat ſtatt. Der Führer der Arbeiterpartei,
Barnes, hat erklärt, Asquith habe von dem König die
er=
wartete Garantie für eine Einſchränkung des Vetorechts
der Lords nicht erlangen können. Für die Arbeiterpartei
ſei es unannehmbar, daß die Verhandlungen des Budgets
denen über das Vetorecht der Lords vorangehen ſollen.
Wenn es ſchon zu einer allgemeinen Trennung der
Par=
teien kommen ſolle, ſo fügte Barnes hinzu, ſo geſchehe es
am zweckmäßigſten ſo bald als möglich. Wie weiter
ge=
meldet wird, wurden die Verhandlungen zwiſchen den
An=
hängern Redmonds und der Regierung am Donnerstag
den ganzen Nachmittag eifrig fortgeſetzt. Nach denſelben
erklärte Redmond, daß mit der Regierung kein
Ueber=
einkommen erzielt worden ſei. Dieſes Ergebnis hat
die durch die Mitteilungen Barnes hervorgerufene
Auf=
regung noch mehr geſteigert.
Der Londoner Korreſpondent von „Freemans
Jour=
nal” erklärt, daß, wenn die Bedingungen der Nationaliſten
und der Arbeiterpartei von der Regierung nicht
angenom=
men werden, dieſe innerhalb zweier Monate die allgemeine
Neuwahl erzwingen würden. Auch John Dillon
äußerte ſich einem Korreſpondenten gegenüber in einem
Briefe dahin, daß die Neuwahl vielleicht in wenigen
Wochen erzwungen werden dürfte.
Arbeitsſchiedsgericht in Dänemark.
* Um den Frieden in der Arbeitswelt beſſer als
bis=
her zu ſchirmen, legte die däniſche Regierung dem
Folkething einen neuen Geſetzesvorſchlag vor,
wel=
cher erſtens ein ſtändiges Arbeitsſchiedsgericht
einführt, auf deſſen Vorſchlag der Miniſter des Innern
für die Dauer von je zwei Jahren einen Einigungsmann
(„Forligsmand”) ernennen ſoll. In Uneinigkeits= oder
Vertragskündigungsfällen zwiſchen Arbeitsleitern und
Ar=
beitern ſoll dieſer neue Amtmann die betreffenden
Ver=
hältniſſe unterſuchen, nötigenfalls durch
Zeugenabhörun=
gen, und danach verſuchen, die Streitfragen auf friedlichem
Wege auszugleichen. Auf jedem Stand ſeines Wirkens
hat er das Recht, ſeine Bemühungen und deren Ergebniſſe
zu veröffentlichen. Bei bereits eingetretenen
Arbeitsein=
ſtellungen kann er ſeine Einigungsvorſchläge einem aus
unparteiiſchen Männern beſtehenden Schiedsgerichte
unter=
breiten. Dieſe neue Inſtitution ſoll zwar die Streitenden
nicht zwingen können, den Frieden zu ſchließen, aber durch
die Veröffentlichung der geführten Verhandlungen und der
daraus hervorgegangenen, von dem unabhängigen
Be=
amten und den unparteiiſchen Mitgliedern des
Schiedsge=
richts anempfohlenen Einigungsvorſchlägen hofft man,
die Volksſtimmung für deren Annahme ſo allgemein zu
ge=
winnen, daß es für jede Partei, wenn auch nicht geradezu
unmöglich, ſo doch ſehr gefährlich werden möchte, ſich ihr
zu widerſetzen. Man rechnet hier alſo mit der Macht der
öffentlichen Meinung. So ganz glatt wird die
Durchfüh=
rung dieſer Geſetzesnovelle jedoch nicht gehen. Die
Ar=
beitgeber wenigſtens finden die Vorlage durchaus nicht
befriedigend.
Deutſches Reich.
— Es beſteht die Abſicht, im Reichstage die zur
zweiten Beratung des Etats des Reichsamtes des Innern
geſtellten Reſolutionen, die ſehr zahlreich ſind, bei der
Be=
ratung dieſes Etats vorläufig zurückzuſtellen, um dieſen
Etat bis zum 26. Februar fertigſtellen zu können. Für den
Reſt der zweiten Etatsberatung ſtehen alsdann noch 11 bis
12 Sitzungen zur Verfügung, in der dritten Märzwoche ſoll
die dritte Etatsleſung zur Erledigung kommen. Die
Oſterferien werden vom 19. März bis 5. April
wäh=
ren. Falls dem Reichstage noch bis Anfang März
Vor=
lagen zugehen, ſollen ſie, abgeſehen von der
Reichsverſiche=
rungsordnung, noch in erſter Leſung beraten und
Kommiſ=
ſionen überwieſen werden. Die Stimmung geht dahin,
die Vertagung möglichſt frühzeitig, vielleicht ſchon vor
Himmelfahrt, eintreten zu laſſen.
— Der Bundesrat hat der Vorlage betreffend die
Verlängerung des deutſch=ſchwediſchen Handelsvertrages
und dem internationalen Abkommen über den Verkehr mit
Kraftfahrzeugen die Zuſtimmung erteilt.
— Das Turiner Blatt „Momento” meldet, der
Be=
ſuch des deutſchen Reichskanzlers in Rom
ſei für den Monat März anberaumt, und zwar vor der
Begegnung des deutſchen Kaiſers mit dem Könige von
Italien in Venedig. Der Reichskanzler werde als Gaſt
des Fürſten Bülow in deſſen römiſcher Villa abſteigen.
Auch werde der Kanzler dem Papſte einen Beſuch abſtatten.
Der Mailänder „Corriere” meint, daß der Beſuch des
deut=
ſchen Reichskanzlers in Rom, obgleich er nur als ein
Höf=
lichkeitsakt bezeichnet werde, für Deutſchland wegen der
Erneuerung des Dreibundes von großer Wichtigkeit ſein
könnte.
— Gegenwärtig tagt im Konferenzſaale des
Haupt=
bahnhofes Frankfurt a. M. eine engliſch=deutſche
Eiſenbahn=Konferenz, die ſich mit der Beratung
über die Beſchleunigung des Verkehrs zwiſchen beiden
Ländern, beſonders der Durchgangszüge, befaßt. An der
Konferenz beteiligen ſich Delegierte von England, Holland,
Preußen und Süddeutſchland.
— Die Wahlrechtskommiſſion des
preu=
ßiſchen Abgeordnetenhauſes lehnte die
Vor=
annahme der Paragraphen 6 und 7 betr. normale Bildung
von Wahlabteilungen und den nationalliberalen Antrag
zu § 6, in den Gemeinden, die mehrere Stimmbezirke
um=
faſſen, eine Drittelung in der Gemeinde vorzunehmen,
ge=
gen die 8 Stimmen der Nationalliberalen und
Freikon=
ſervativen ab. Die Beratung der Paragraphen 8 bis 10
nahm einen negativen Verlauf. Es wurden zunächſt alle
zu dieſen Paragraphen von den Konſervativen, der
natio=
nalliberalen und der freikonſervativen Seite geſtellten
An=
träge regelmäßig gegen die Stimmen lediglich der
Antrag=
ſteller abgelehnt. — Das Zentrum, die Linksliberalen
und die Polen erklärten von vornherein jede geſetzgeberiſche
Löſung des Gedankens, andere Momente als die Beſitz=
und Steuerleiſtung für das Aufrücken in die höheren
Ab=
teilungen heranzuziehen, für unmöglich, daher ſtimmten ſie
mit 11 Stimmen gegen jeden Vorſchlag. Die
Konſerva=
tiven wollten lediglich eine kleine Anzahl ehrenamtlicher
Perſonen in höhere Wahlabteilungen aufrücken laſſen, die
Nationalliberalen die Mitglieder von ſtaatlichen und
kom=
munalen, ſowie beruflichen öffentlich rechtlichen
Vertre=
tungskörpern, ſowie Perſonen, die 12 Jahre ſelbſtändig
ei=
nen Beruf ausgeübt oder ſich in einem öffentlichen oder
Privatdienſt befunden hätten. Die Freikonſervativen
ſtimmten den erſteren nationalliberalen Anträgen mit der
Einſchränkung bei, daß nur Mitglieder höherer
kommuna=
ler Vertretungen einbezogen werden ſollten; ſie
beantrag=
ten außerdem, daß von der dritten in die zweite Klaſſe
aufrücken ſollen Perſonen, die bei einem Einkommen von
1800 Mark und mehr 10 Jahre ſelbſtändig Gewerbe oder
Landwirtſchaft betrieben haben. Die nächſte Sitzung ſoll
Dienstag, 22. Februar, ſein. — Die Berliner
Stadt=
verordnetenverſammlung hat den Antrag
Caſſel einſtimmig angenommen, den Magiſtrat zu erſuchen,
in einer an das Abgeordnetenhaus zu richtenden Petition
für eine entſprechende Aenderung der Wahlrechtsvorlage
einzutreten.
— Die „Freikonſervative Korreſpondenz” ſchreibt zum
„Toleranzantrag” des Zentrums parteioffiziös:
Die Reichspartei hegt den dringenden Wunſch, daß
die Angehörigen aller Religionsgemeinſchaften
miteinan=
der in konfeſſionellem Frieden leben und in gemeinſamer
Arbeit an der Löſung der großen ſozialen Aufgaben
zu=
ſammenwirken. Die Reichspartei lehnt jede Beſchränkung
der religiöſen Freiheit ab, die nicht durch die Rückſicht auf
den konfeſſionellen Frieden und die Wahrung allgemeiner
ſtaatlicher Intereſſen geboten iſt. Da das Zentrum ſelbſt
der Anſicht iſt, daß etwa in einzelnen Bundesſtaaten
be=
ſtehende unberechtigte Beſchränkungen der religiöſen
Frei=
heit nur im Wege der Landesgeſetzgebung aufgehoben
werden können, muß dieſer die Regelung der Angelegenheit
überlaſſen werden, zumal in den letzten Jahren von den
in Frage kommenden Staaten auf dem Wege der
Geſetz=
gebung weſentliche Erleichterungen ſtattgefunden haben.
Die Reichspartei hält es auch für bedenklich, gerade auf
dem religiöſen Gebiete dem Reichskanzler die Initiative
zuzuweiſen. Aus dieſen Gründen ſieht ſich die große
Mehrheit der Reichspartei genötigt, gegen den
Toleranz=
antrag des Zentrums zu ſtimmen.
— Der bayeriſchen Kammer der
Abge=
ordneten iſt als Nachtrag zum außerordentlichen
Bud=
get für das Jahr 1910 und 1911 der Vertrag des Staates
mit dem fürſtlichen Hauſe Thurn und Taxis auf Ablöſung
der Portofreiheit des letzteren zugegangen. Danach
ver=
zichtet Fürſt Albert von Thurn und Taxis für
ſich und ſeine Rechtsnachfolger auf alle ehemaligen
Porto=
freiheiten und erhält dafür als Gegenleiſtung vom
baye=
riſchen Staate eine einmalige Entſchädigung im Betrage
von 400000 Mark.
Ansland.
— Kaiſer Franz Joſef genehmigte die
Verfaſ=
ſungsentwürfe für Bosnien und die Herzegowina,
und zwar das Landesſtatut, die Wahlordnung, die
Ge=
ſchäftsordnung des Landtags, das Vereins= und
Verſamm=
lungsgeſetz und das Geſetz über die Bezirksräte.
— Bei der Beratung des Budgets für die
Kolonial=
armee in der franzöſiſchen Kammer wies der
Berichterſtat=
ter Meſſimy auf die Nachteile der in der Sahara befolgten
Politik hin. Man ſolle fruchtbare Punkte und nicht wüſte
Ländereien in Beſitz nehmen. Zu der Vernichtung
der Kolonne Fiegenſchuh im Wadailande äußerte
ſich Meſſimy, daß es dem Kapitän verboten war, dieſes
Gebiet zu beſetzen und er durch ſein Vorgehen gegen ſeine
Inſtruktion gehandelt habe. Im weiteren Verlaufe der
Sitzung ſprach Meſſimy (Soz.=Rad.) über die Expedition,
die zwar heldenhaft, aber von zweifelhaftem Erfolg und
gegen ein wüſtes Land gerichtet geweſen ſei. Er wies auf
das Beiſpiel der Engländer hin, die nur ſolche Kolonien
zu erringen ſtreben, die ertragreich wären. Etienne (Rep.)
rechtfertigte derartige Züge nach dem Süden mit der
Not=
wendigkeit, die Sicherheit Algeriens zu ſchützen und
for=
derte die Kammer auf, den Verteidigern Senegals und
Algeriens ihre Anerkennung zu zollen. Sie hätten
bewie=
ſen, daß Frankreich innerhalb der letzten 25 Jahre nichts
von ſeiner Kriegstüchtigkeit eingebüßt habe.
Kolonial=
miniſter Trouillot, Etienne und Meſſimy ſtimmen überein
in dem Grundſatz, zwar nicht unnötigerweiſe Vorſtöße
zu unternehmen, aber doch auch nicht zurückzuweichen.
Eben dieſe Politik verfolge auch er mit der Forderung des
Kredits für die Sicherheit des Landes, in deſſen Inneres
man nicht weiter vorrücken werde, als bis nach Abecher.
Die Kammer nahm alsdann die einfache Tagesordnung
an und vertagte ſich.
Am Donnerstag nachmittag fand in Paris die
Kon=
ſtituierung der Marokkogeſellſchaft für
öf=
fentliche Arbeiten mit einem Kapital von 2
Mil=
lionen Franken ſtatt; hiervon entfallen 50 Prozent auf
die Franzoſen, 30 Prozent auf die Deutſchen, 20 Prozent
an andere Nationalitäten, wobei die Engländer und
Spa=
nier ihrer beſonderen Stellung entſprechend berückſichtigt
werden. Der Verwaltungsrat der Geſellſchaft, zu deſſen
Präſident der ehemalige Miniſter und Leiter des Crédit
Foncier Algerie, Lebon, und zu deſſen Vizepräſident Dr.
Lauter von der Frankfurter Firma Philipp Holzmann
u. Co. gewählt wurden, beſteht aus 12 Mitgliedern, ſechs
Franzoſen, 4 Deutſchen, 1 Engländer und 1 Spanier. Die
Firma, die ſich die Prüfung und Ausführung aller
öffent=
lichen Arbeiten in Marokko, insbeſondere Hafen= und Ei=
ſenbahnbauten, zur Aufgabe gemacht hat, iſt als eine rei
private Vereinigung der in Marokko hauptſächlich intere
ſierten Firmen zu betrachten. Die Adjudikationsbeſtimmur
gen der Algecirasakte werden durch die Geſellſchaftsgrür
dung ſelbſtverſtändlich nach keiner Richtung beeinträchtig
— Der ſpaniſche Miniſterrat trat am Donnerstagz
einer Sitzung zuſammen. Er beſchloß, in den nächſte
Tagen ein Dekret zu veröffentlichen, durch welches d
Cortes für aufgelöſt erklärt werden. Die Neuwahlen ſolle
in der zweiten Hälfte des April ſtattfinden.
— Die bulgariſche Regierung brachte in der
So=
branje einen Geſetzentwurf ein, durch den zur
Erinn=
rung an die Unabhängigkeitserklärung Bulgariens de
neue Orden vom heiligen Cyrillus und Methodius geſti
tet wird. Dieſer Orden wird unter den bulgariſchen de
erſten Rang einnehmen, eine einzige Ritterklaſſe beſitze
und fremden chriſtlichen Souveränen und Prinzen, bulge
riſchen und ausländiſchen Staatsmännern, die Bulgarie
große Dienſte erwieſen haben, ſowie Bulgaren und Aus
ländern, die um die Menſchheit ſich verdient gemacht haber
verliehen werden. Die Zahl der Ritter ſoll 15 betragen
— Die griechiſche Kammer wählte den ehemalige
Miniſter und Kammerpräſidenten General Tſamados m
109 von 112 abgegebenen Stimmen zum Präſidenter
Tſamados betonte in ſeinen Dankesworten die Bedeutun
der außerordentlichen Seſſion, die berufen ſei, das Reforn
werk fortzuſetzen, wozu die Mitarbeit Aller erforderlie
ſei.
Die Meldung eines Berliner Blattes über eine an
geblich feindſelige Stimmung der Flotte gegen di
Landarmee wird von der „Agence d’Athenes” aus
drücklich als unrichtig und völlig unbegründet bezeichnen
Es empfehle ſich, ähnlichen alarmierenden ſenſationeller
Gerüchten mit Mißtrauen zu begegnen. Das von andere
Seite ausgeſprengte Gerücht, daß die Flotte daran denke
den Pyräus zu bombardieren, ſei einfach lächerlich.
— Die ſerbiſche Skupſchtina nahm den Geſetzentwur
betreffend einen außerordentlichen Kredit von 300000
Francs für vertrauliche Zwecke des Miniſteriums des
Auswärtigen einſtimmig an.
,
Stadt und Land.
Darmſtadt, 19. Februar.
Ordensverleihung. Se. Königl. Hoheit der
Großherzog haben durch Allerhöchſte Entſchließung
dem Wachtmeiſter Friedrich Kauker im
Großherzog=
lichen Gendarmeriekorps die Krone zum Silbernen
Kreuz des Verdienſtordens Philipps des Großmütigen
verliehen.
L. Die Strafkammer verhandelte geſtern gegen den
37 Jahre alten Fuhrmann Johann Röder von
Frankfurt wegen fahrtäſiger Gefährdung eines
Eiſen=
bahntransports. Der Angeklagte befand ſich am=
13. Dezember v. J. von hier auf dem Heimwege und
paſſierte abends kurz nach 10 Uhr den Uebergang der
Nebenbahn Sprendlingen-Ober=Roden in der Nähe
der Station Sprendlingen. Trotz des hier herrſchenden
lebhaften Verkehrs iſt keine Schranke angebracht, i§
nicht einmal eine Laterne iſt vorhanden, um nachts das
Herannahen eines Zuges anzuzeigen. Der Angeklagte
ſaß auf dem Wagen, der insbeſondere auch durch die
Schellen an dem Pferdegeſchirr ein ſtarkes Getöſe
ver=
urſachte. Da der Fuhrmann außerdem die Ohren gegen
die Kälte verwahrt hatte, überhörte er das Signal der
Dampfglocke des mit 15 Kilometer Geſchwindigkeit die
Stunde heranfahrenden Perſonenzuges. Auch ſah er
die hellbeleuchteten Fenſter desſelben nicht, weil er, aus
„Zu Mantua in Banden . . .
Zum 100. Todestage Andreas Hofers
(20. Februar).
Von Dr. H. Wendt.
Die Tage, in denen wir ſtehen, wecken die
Erinner=
ung an das ſchwermütige, traurige Volkslied: „Zu
Mantua in Banden” das in ſo ſchlichten und
ergrei=
fenden Worten den letzten Akt einer großen Tragödie
ſchildert: am 20. Februar 1810 wurde der
Frei=
heitskämpfer von Tirol, der Sandwirt von Paſſeier
Andreas Hofer, fern von der Heimat auf
italieni=
ſchem Boden erſchoſſen. Das war das düſtere Finale
dieſer nationalen Erhebung, in der ſich das tapfere
Bergvolk durch ſo glänzende Waffentaten ausgezeichnet
hatte, und das blutige Ringen hatte ein Ende.
Das nördliche wie das ſüdliche Tirol waren bereits
unterworfen worden, und in beiden Teilen des Landes
war eine Militärregierung eingeſetzt worden, aber
An=
dreas Hofer wollte noch immer nicht an der guten Sache
verzweifeln. Anſtatt ſein Heil in der Flucht auf
öſter=
reichiſches Gebiet zu ſuchen, ſandte er ſeine Frau mit
den fünf Kindern nach dem Schneeberg und ſtieg ſelbſt
von Prantach aus mit dem Schreiber Sweth und zwei
anderen Genoſſen zur „Pfandler Mahderhütte hinauf.
Das war zu Ende des Jahres 1809.
Im Gegenſatz zu den meiſten franzöſiſchen
Generä=
len, die in dem unterworfenen Lande mit allzu
grau=
ſamer Strenge ihres Amtes walteten, war der
Ober=
befehlshaber im ſüdlichen Tirol, der Graf Baraguay
dHilliers ein milder, ja nachſichtiger Herr, der auch
ſeinen Feinden die Achtung nicht verſagte und gern ein
Auge zudrückte. Aber er ſah wohl ein, daß nicht eher
Ruhe herrſchen würde, bis der Sandwirt aus dem Land
entfernt wäre, und da Hofer ſich auf ſeine Aufforderung
hin nicht ſtellte, ſetzte er einen Preis von 1500 Gulden
auf die Angabe ſeines Verſtecks.
Es war ein furchtbares Leben, das der Flüchtling
in dieſer ſtrengen Winterszeit hoch oben in den Bergen
führte. Die elende Hütte, in der er mit ſeinen
Ge=
fährten Unterſchlupf gefunden hatte, bot kaum den
not=
dürftigſten Schutz gegen alle Unbilden der Witterung.
aus etwas Heu und Stroh beſtand ihre Lagerſtätte, und
ein Viehtrog mußte als Eß= und Schreibtiſch dienen
Nach vier Wochen kam auch Hofers Frau mit ihrem
Sohn Johann; ſie war vor den Franzoſen geflüchtet,
die ſie in ihrem Verſteck hatten aufſuchen wollen, ſie
aber wegen der herabgehenden Schneemaſſen nicht
er=
reichen konnten.
Nun erkannte Hofer allmählich die Gefahr, die ihm
drohte, gab den Mahnungen ſeiner Freunde nach und
traf Vorkehrungen zur Flucht. Aber es war ſchon zu
ſpät. Ein gewiſſer Franz Raffl aus Schenna, der
Beſitzer eines Viertelhofes in Prantach, hatte von
ſei=
mer hößer gelegenen Alpenhütte aus verdächtigen Rauch
kufſteigen ſehen, und ſo den Schlupfwinkel des Geſuch=
ten entdeckt. Trotzdem er dem früheren
Oberkomman=
danten durch Handſchlag Stillſchweigen angelobt hatte,
brach der böſe Burſche, der ſich den Preis von 1500
Gulden verdienen und dadurch ſeine mißlichen
Ver=
hältniſſe aufbeſſern wollte, ſein eidliches Wort und
ver=
riet den Aufenthalt Hofers.
Damit war das Schickſal des Freiheitshelden
be=
ſiegelt. Am 27. Januar wurden 600 Mann unter einem
Kapitän mit Raffl als Wegweiſer ins Paſſeier geſchickt,
um die Flüchtlinge gefangen zu nehmen. Es war an
einem Sonntag. Nur Hofer mit Weib und Kind, und
der Schreiber Sweth befanden ſich in der Pfandler
Hütte. Faſt unbemerkt kamen die Feinde heran — es
war in aller Frühe um 4 Uhr — und beſetzten den
Ausgang. Nachdem man den armen Schreiber, der
zu=
erſt ins Freie getreten war, ſogleich geknebelt hatte,
kam auch Andreas Hofer mit ſeiner Frau hinzu. „Sie
ſind gekommen, mich gefangen zu nehmen,” ſagte er
ruhig und gefaßt; „mit mir tun Sie, was Sie wollen,
denn ich bin ſchuldig; für mein Weib, mein Kind und
dieſen jungen Menſchen (Sweth) bitte ich aber um
Gnade, denn ſie ſind wahrhaft unſchuldig.” Aber man
achtete wenig auf ſeine Worte. Der rohe Haufe fiel in
blinder Wut über ihn her, man band ihm die Hände auf
dem Rücken zuſammen und warf einen Riemen um
ſeinen Hals. Auch ſein Weib und ſein Sohn wurden
gebunden und abgeführt. Unten an der Talſohle wurde
der Zug von einer anderen Abteilung Soldaten
er=
wartet, die die Zwiſchenzeit benutzt hatten, um das
Haus des Sandwirts auszuplündern und zu
ver=
wüſten.
In Bozen wurden die Gefangenen von dem
Ober=
befehlshaber Baraguay d’Hilliers mit aller Schonung
und Rückſicht behandelt; ja, Hofers Frau und Sohn
erhielten ſogar die Freiheit. Aber zu weiteren
Zuge=
ſtändniſſen ließ ſich der General nicht bewegen; er wies
alle Vorſtellungen und Fürbitten mit der Bemerkung
zurück, daß er für die Rettung des Sandwirts ſein
Möglichſtes getan habe. Unter ſtarker Bewachung
wurden Hofer und Sweth in einer Kutſche nach Italien
abgeführt; am 5. Februar kamen ſie in Mantua an und
wurden in einem Kerker gefangen geſetzt.
Und noch einmal winkte dem Freiheitshelden die
Rettung. Die Bewohner von Mantua ſollen ſich bereit
erklärt haben, 5000 Scudi für die Befreiung Hofers zu
zahlen, und der Feſtungskommandant General Biſſon
beſuchte ihn zu wiederholten Malen und wollte ihn zum
Uebertritt in franzöſiſche Dienſte gewinnen. Mit einer
Silbe, mit einem kurzen „Ja” hätte Hofer ſich das
Leben und eine neue Zukunft erkaufen können, aber er
blieb unerſchütterlich. „Ich war, ich bin und bleibe
meinem Hauſe Oeſterreich und Kaiſer Franz I.
treu.‟ Das waren ſeine Worte, von denen er nicht
ab=
ging.
Ahnte er, welches Schickſal ihm bevorſtand? Wenn
er während ſeiner Haft in Mantua ſich ſo ruhig und
entſchloſſen zeigte, ſo mochte er wohl noch nicht alle
Hoffnung auf Freiheit und Erlöſung aufgegeben haben
im feſten Vertrauen auf die Gunſt ſeines
Kaiſer=
hauſes. Doch nach ſeinem zweiten Verhör wurde er
mutlos und äußerte zu ſeinem Mitgefangenen Sweth:
„Cajetan, ich ſehe, daß ich ſehr bald werde ſterben
müſſen.”
In der Tat ſchien Napoleon an der Beſeitigung
Hofers, der der Nerv und die Seele des Tiroler
Auf=
ſtandes geweſen war, ſehr viel gelegen zu ſein, denn
gleich nach der Ankunft der Gefangenen wurde das
Kriegsgericht eingeſetzt, und aus Mailand wurde das
Todesurteil binnen 24 Stunden verkündet, obwohl die
Stimmen des Gerichts geteilt waren und zwei ſich
ſo=
gar für gänzliche Losſprechung erklärt haben ſollen.
Jedenfalls ſteht feſt, daß es, im vorhinein auf eine
Ver=
urteilung abgeſehen und die Abſtimmung nicht frei
war. Das ganze Verfahren iſt nur dadurch zu
erklä=
ren, daß der franzöſiſche Kaiſer in Hofer eben eine
große Gefahr ſah und durch ſchnelle Vollſtreckung des
Urteils jedem Einſpruch von öſterreichiſcher Seite
zu=
vorkommen wollte.
So ging denn Andreas Hofer ſeinen letzten Gang=
„Ade, meine ſchnöde Welt, ſo leicht kommt mir das
Sterben vor, daß mir nicht die Augen naß werden,”
heißt es in dem kurzen Vermächtnis, das er wenige
Stunden vor ſeinem Tode niedergeſchrieben hat. Um
11 Uhr vormittags wurde der Generalmarſch geſchlagen,
und die Führer der Vollſtreckungsabteilung traten in
ſein Gefängnis. In den Kaſematten lagen mehrere
Landsleute, und als ihr Held vorüberſchritt, fielen alle
auf die Knie und weinten laut. Auf einer breiten
Ba=
ſtion machte der Zug Halt, und während die Soldaten
ein offenes Viereck bildeten, mußte Hofer mit 12
Grena=
dieren und ihrem Korporal vortreten. „Er ließ ſich
weder die Augen verbinden, noch kniete er nieder.
Stehend wie im Kampfe wollte er ſterben, und ſelbſt gab
er das Kommando mit den Worten: „Gebt Feuer!‟ Die
Grenadiere trafen ſchlecht, auf die erſten ſechs Schüſſe
ſank er nur in die Knie und auf eine Hand, auch die
ſechs folgenden töteten ihn noch nicht; da trat der
Kor=
poral zu ihm und ſetzte die Mündung ſeines Gewehrs
vor ſeine Stirn, und der dreizehnte Schuß machte dem
teuren Leben ein Ende.” So ſchildert Joſeph Egger,
der Geſchichtsſchreiber Tirols, die letzten Augenblicke
des großen Freiheitskämpfers.
Als ſich die Kunde von dem Tod des Hofer
ver=
breitete, trauerte nicht nur ſein Bergvolk — ganz
Deutſchland trauerte um den Gefallenen. Für
Tau=
ſende und Abertauſende, die unter dem Joch der
Fremd=
herrſchaft ſchmachteten, wurde er der Märtyrer der
Freiheit und Vaterlandsliebe. Und ſo hat ihn die
Ge=
ſchichte bewahrt, und ſo bewahrt ihn das todestraurige
Volkslied: „Zu Mantua in Banden . . ℳ.
Angſt vor den häufig auf der Straße verkehrenden
Autbmobilen, nur geradeaus ſpähte. Er ranute mit
der Lokomotive zuſammen, dabei wurde ihm ein Pferd
im Werte von 2100 Mart getötet; die Lokomotive erlitt
nur geringen Schaden. Das Gericht ſprach ihn ſchuldig
und verurteilte ihn unter Berückſichtigung aller
Um=
ſtände nur zu einer Geldſtrafe von 60 Mark.
Der Schreiner K. von Neu=Iſenburg wurde nachts
um 2 Uhr von dem Kaufmann M. in deſſen Laden
ab=
gefaßt. M. hatte von ſeiner Frau gehört, daß es
abends verſäumt worden war, einen größeren
Geldbe=
trag aus dem Geſchäft in die Privatwohnung
mitzu=
nehmen. Aus Angſt vor Dieben begab er ſich trotz der
ſpäten Stunde in das Geſchäft. Auf Befragen, was er
da zu ſchaffen habe, erklärte K., er habe nicht ſtehlen
wollen; in ſeinen Taſchen fand man ein Päckchen mit
Stearinkerzen, in der Hand hielt er einen Kreiſel;
Nachſchlüſſel und ſonſtiges Werkzeug führte er nicht bei
ſich, nicht einmal Streichhölzer. Er erzählt zur
Erklä=
rung ſeiner Handlungsweiſe eine merkwürdige
Ge=
ſchichte. Eine Frankfurter Firma habe von ihm
Aus=
kunft über die Vermögensverhältniſſe des M. verlangt
und um genaue Angaben gebeten. Um dieſe geben zu
können, habe K. der Einſicht in die Geſchäftsbücher des
M. bedurft. In der kritiſchen Nacht habe ſich ihm die
Gelegenheit geboten, in den Laden zu gelangen, indem
eine Türe, die von der Wohnung ſeines Schwagers
nach dem Laden führte, offen ſtand. Aus den Büchern
habe er nichts erſehen, den Laden aber nicht wieder
ver=
laſſen können, weil die Türe wieder verſchloſſen
wor=
den ſei. Er weigert ſich, die Frankfurter Firma zu
nennen, andererſeits ſteht feſt, daß ein Säckchen mit
270 Mark Silber ſich unverſehrt in der Kaſſe befand.
K. wurde wegen Diebſtahls, ſowie weiter angezeigt, daß
er im Jahre vorher dem M. Holz entwendet habe. Was
letzteres betrifft, behauptet er, wenn er einmal etwas
Holz an ſich genommen habe, ſei dieſes aus ſeiner
Werk=
ſtätte wieder erſetzt worden. Das Gericht ſprach den
Angeklagten wegen Diebſtahls der Stearinkerzen und
des Holzes für ſchuldig und verurteilte ihn zu 4
Mo=
naten Gefängnis.
O In der nichtöffentlichen Sitzung der
Stadtver=
ordneten=Verſammlung am Donnerstag wurden in=
5czug auf eine Reorganiſation der Oktroi
verwaltung, die aus Anlaß der Aufhebung eines
Teiles des Oktrois vom 1. April 1910 ab notwendig
reworden iſt, folgende Maßnahmen der
Bürger=
neiſterei gutgeheißen: 1. Von den 23
Aufſichts=
oſten werden demnächſt nur 9 beſetzt, 14 fallen
peg. 2. Für die 23 Aufſichtspoſten und die zugehöri=
En Dienſtleiſtungen in der Oktroiverwaltung waren
isher als Aufſeher angeſtellt 18 und proviſoriſch
an=
enommen 21, zuſammen 39 Mann. 3. Von letzteren
verden am 1. April d. J. 10 penſioniert, 7 finden
nerhalb der ſtädtiſchen Verwaltung anderweite
Be=
häftigung und 22 ſollen weiter als Oktroiaufſeher
erwendet werden. 4. Für die verbleibenden 9
Auf=
chtspoſten ſind wechſelweiſe 15 Aufſeher erforderlich,
re übrigen 7 ſollen zu verſtärktem Patrouillendienſt
nd zur Aushilfeleiſtung im Aufſichtsdienſt an
Hilfs=
ehebſtellen herangezogen werden. 5. Von 15
Erheb=
ellen ſollen am 1. April d. J. 1 (Bleichſtraße)
ein=
ehen, 7 (Heidelberger=, Beſſunger=, Eliſabethen=,
hein=, Lagerhaus=, Pallaswieſen= und Erbacherſtraße)
eſtehen bleiben und 7 (Eſchollbrücker=,
Frank=
rter=, Kranichſteiner=, Dieburger=, Roßdörfer=,
Nie=
r=Ramſtädter= und Klappacherſtraße) zu Hilfs=
Eine
rhebſtellen herabgeſetzt werden.
ehebſtelle (Beſſungerſtraße) iſt mit Aufſehern beſetzt.
Von 14 Erhebern bleiben 6 als angeſtellte
Er=
ber im Dienſt, 3 werden penſioniert und
zeiden aus, 4 (3 davon im Aufſeherverhältnis)
rden penſioniert und als Hilfserheber
eiter beſchäftigt. 1 Erheber iſt inzwiſchen
das Gaswerk verſetzt worden, ohne Erſatz. Weiter
irden in dieſer Sitzung gutgeheißen die Verſetzung
* Feldſchützen Stier in den Ruheſtand vom 1. April
J. ab und die Beſtellung des Herrn Apothekers
Lud=
g Wernher (Inhabers der Beſſunger Drogerie)
m Stationserheber für die Pfennigſparkaſſe.
In=
ug auf die vorliegenden Geſuche um Erteilung der
laubnis zum Betriebe von Schankwirtſchaften wurde
Bedürfnisfrage für Mathildenplatz 8,
Pankratius=
iße 48 und Viktoriaplatz 12 bejaht.
Von der Süddeutſchen Eiſenbahngeſellſchaft. Die
fechtungsklage der Minoritätsgruppe der Aktionäre
ge=
die Beſchlüſſe der letzten Generalverſammlung wurde.
ern durch Vergleich erledigt.
— Wohltätigkeitskonzert. Das am Freitag,
n 25. Februar, abends 6 Uhr, in der
Jo=
nneskirche ſtattfindende
Wohltätigkeits=
nzert wird ſowohl durch die mitwirkenden
So=
ten wie durch einzelne Teile des Programms von
beſonderem Intereſſe ſein. Herr
Hofkonzert=
meiſter Schmidt hat ſich in der kurzen Zeit ſeiner
hieſigen Wirkſamkeit die hohe Einſchätzung aller
kunſt=
verſtändigen Kreiſe erworben, und nicht minder ſeine
Gattin, die Konzertſängerin Frau Schmidt=
Illing, deren Geſang in einem der jüngſten
Muſik=
vereinskonzerte noch in beſter Erinnerung ſteht. In
dem Konzert werden die Genannten ſowohl einzeln
wie zuſammen mitwirken. Unter anderem wird auch
ein Gedicht unſeres frühverſtorbenen Gottfried
Schwab: „Die Erde rüſtet ihr Sterbekleid”, in einer
erſtmalig zu Gehör kommenden Vertonung
Konzert=
meiſter Schmidts von Frau Schmidt geſungen und von
ihrem Gatten auf der Orgel begleitet werden. Die
Orgelſoloſtücke (von F. Mendelsſohn und M. Reger),
ſowie die Begleitung der Violine auf der Orgel hat
der als trefflicher Organiſt der Stadtkirche bekannte
Herr W. Borngäſſer übernommen. Der etwa 60
Mitglieder ſtarke Kirchenchor der
Johannes=
gemeinde unter Leitung des Herrn Hofmuſikers
Adam wird Stücke von Bortiuansky und Reger
ſingen. Karten ſind im Gemeindehauſe der
Johannes=
gemeinde, in der Thiesſchen Muſikalienhandlung und
im Verkehrsbureau zu haben
— Deutſchvölkiſcher Turnverein „Jahn” in
Darm=
ſtadt (Deutſcher Turnerbund). Man ſchreibt uns: Im
Gartenſale des Schützenhofes hielt der Verein ſeine
erſte Jahresverſammlung ab. Eröffnet wurden die
Beratungen mit einem umfaſſenden Bericht des erſten
Vorſitzenden, Herrn Dr. W. Mahr, über die
Gründ=
ung, den Ausbau und die Tätigkeit des Vereins
wäh=
rend ſeines 14jährigen Beſtehens. Es iſt daraus zu
entnehmen, daß die Entwickelung einen erfreulichen
Fortſchritt genommen hat und daß die neben und mit
der Turnerei beſonders gepflegten deutſchvölkiſchen
Anſchauungen und Ziele dem Verein ein beſonderes
Gepräge verleihen. Die Bemühungen, im Sinne des
Turnvaters und unentwegten Vorkämpfers für
deut=
ſches Volkstum, Friedrich Ludwig Jahn, auch den
Tur=
ner zu einem treuen deutſchen Staatsbürger
heranzu=
bilden, verdienen vollſte Anerkennung und Würdigung.
Alle Schwierigkeiten, in die der Verein durch die
Kün=
digung der Turnhalle ſeitens der Großherzoglich
heſſi=
ſchen Behörde, welche Vereinen und ſonſtigen
Ver=
bindungen die Benutzung der ſtaatlichen Turnhallen
nicht mehr geſtattet, im vergangenen Herbſte geriet
haben durch die mit Unterſtützung des Deutſchen
Tur=
nerbundes und hieſiger deutſchvölkiſcher Kreiſe
ermög=
lichte Anſchaffung eigener Turn geräte
und Verlegung des Turnbetriebes in den großen Saal
des Schützenhofes ein völlig befriedigendes Ende
ge=
funden. Mit echt turneriſchem Friſch, Fromm, Froh,
Frei geht der deutſchvölkiſche Turnverein „Jahn”
nun=
mehr an die Weiterarbeit, eingedenk der goldenen
Worte Jahns, daß dem Deutſchen nur durch den
Deut=
ſchen geholfen werden kann und daß die
Leibes=
übungen ein Mittel ſind zu einer vollkommenen
Volks=
bildung. Aus den Berichten des erſten Turnwarts
Herrn R. Weinert, geht hervor, daß der Verein im
Scheiding (September) 1908 mit 46 Mitgliedern,
da=
von 2 Zöglinge, gegründet worden iſt und am 31.
Jul=
monds (Dezember) vorigen Jahres einen
Mitglieder=
beſtand von 84 erreicht hatte, davon 32 ausübende
Turner und 16 Zöglinge. An 106 Abenden turnten
2748 Turner, alſo durchſchnittlich 26, d. i. 54 vom
Hun=
dert der ausübenden Turner und Zöglinge. Es
wur=
den 21 Tageswanderungen in den Odenwald, Speſſart
und nach Rheinheſſen unternommen. Beſondere
öffent=
liche turneriſche Uebungen und Vorführungen
veran=
ſtaltete der Verein mit einem deutſchen Fünfkamp=
und dem Fackelſchwingen bei dem Sommer=
Sonnen=
wendfeſt der deutſchvölkiſchen Vereine von Darmſtadt
am 19. Brachmonds (Juni) vorigen Jahres auf dem
Roßberg bei Roßdorf. Die am Schluſſe der
Berat=
ungen vorgenommenen Wahlen zum Turnrate
er=
gaben die einſtimmige Wiederwahl der bisherigen
Amtsverwalter.
— Petrusgemeinde. Auf den nächſten Sonntag,
den 20. Februar, ſtattfindenden zweiten Gemeinde
abend der Petrusgemeinde, der zugleich der
letzte dieſes Winters ſein wird, ſei noch einmal
auf=
merkſam gemacht. Herr Pfarrer Werner aus
Frank=
furt a. M., ein hochgeſchätzter Redner, wird über
eigene Erlebniſſe aus ſeiner Reiſe im Morgenlande
berichten — gewiß ein intereſſantes Thema. Wieder
wird der Abend eine reiche Abwechſelung an
muſikali=
ſchen Darbietungen geben. (Näheres ſiehe Anz.)
Uubeſtellbare Poſtſendungen. Wie wir
erfah=
ren, lagern bei der Ober=Poſtdirektion in Darmſtadt
folgende Sendungen, deren Abſender vielleicht zu
un=
ſeren Leſern zählen, als unbeſtellbar: Poſtanweiſung
über 5 Mark vom 9. Juni 1909 aus Offenbach (Main)
an Gallmano in Frankfurt (Main). Poſtanweiſung
über 4,28 Mark vom 5. Juni 1908 aus Offenbach
(Main) nach Brüſſel, Empfänger unbekannt.
Poſt=
anweiſung über 3 Mark vom 31. März 1909 aus
Pfungſtadt nach Hamburg, Empfänger unbekannt.
Poſt=
anweiſung über 30 Mark vom 14. April 1909 aus
Darmſtadt nach Grunewald (Bez. Berlin), Empfänger
unbekannt. Einſchreibbrief vom 2. Juni 1909 aus
Offenbach (Main) an Philipp Rauch in Ginsheim
Einſchreibbrief vom 29. Mai 1909 aus Sprendlinger
(Kreis Offenbach) an Fräulein Eliſabeth Edel, Adr
Georg Groh, ohne Beſtimmungsort. Einſchreibbrief
vom 31. Januar 1909 aus Darmſtadt an L. Peretz in
Petersburg. Einſchreibbrief vom 10. Juli 1909 aus
Darmſtadt an Max Gottſchild in Köben (Bez.
Bres=
lau). Gewöhnlicher Brief, Inhalt 5 Mark, vom 17
Juli 1909, Bahnpoſt Zug 12 Trier=Bullay, an
Fräu=
lein Marie Schwartz in Darmſtadt, poſtlagernd.
Pa=
ket vom 23. Inni 1909 aus Gernsheim an Martin
Häber in Gernsheim, poſtlagernd. Paket vom 5. Mai
1909 aus Hähnlein an Auguſt Merz in Gernsheim
poſtlagernd. Die zur Empfangnahme der Gegenſtände
Berechtigten müſſen ſich binnen 4 Wochen bei der
Ober=Poſtdirektion melden, widrigenfalls die
Poſt=
anweiſungsbeträge und die in den Sendungen
enthal=
tenen oder durch Verſteigerung des Inhalts erlöſten
Geldbeträge der Poſtunterſtützungskaſſe überwieſen,
die Briefe aber vernichtet werden.
— Zur Aufklärung. In Nr. 40 unſeres Blattes
veröffentlichten wir eine Warnung, die gegen einen
mit Bleiſtiften handelnden Schwindler gerichtet war.
Es war klar, daß ſich dieſe Warnung auf einen ein
zelnen, ganz beſtimmten Fall bezog. Trotzdem teilt
uns der „Verein ſelbſtändiger Händler, Schauſteller und
deren Berufsgenoſſen „Freundſchaft” mit, daß
durch den fraglichen Artikel ſich der reelle Händlerſtand
ſchwer geſchädigt ſieht, indem das Publikum,
nach=
dem es dieſen Artikel geleſen, auf lange Zeit jedem
Händler, und wenn er noch ſo reell iſt, die Türe
weiſt. Durch die jeweiligen Kreisausſchuß=
Verhand=
lungen dürfte es überall genügend bekannt ſein, unter
welchen ſchweren Bedingungen der Händler ſeinen
Ge=
werbeſchein erhält, und ſich eines nur guten
Leu=
mundes erfreuen muß, um ſeinen Beruf ausüben zu
können. Der Verein ſelbſt erkenne an und bekämpfe
es mit allen Mitteln, daß unlautere Elemente dem
Publikum ihre Waren zu unverſchämten Preiſen
auf=
ſchwindeln; aber jeder reelle Händler, der heute
mit Abgaben dermaßen überlaſtet iſt, daß er nicht weiß,
wo er alles aufbringen ſoll, könne doch nicht unter
die=
ſen Elementen leiden.
Wenn es in der Erklärung des genannten Vereins
weiter heißt, daß infolge der Warnung das Publikum
kurz entſchloſſen jedem Händler als Schwindler die
Türe weiſe, ſo iſt dies ebenſo unbegreiflich wie
be=
dauerlich, denn die reellen Händler konnten durch
die Warnung vor einem einzelnen Schwindler
un=
möglich betroffen werden.
— Das Feſt der ſilbernen Hochzeit feiern am 22.
Februar Herr Chriſtoph Speer, Hofchorſänger nebſt
Gattin geb. Sauer.
Allgemeiner Verein für deutſchen Gruß,
Wohltätig=
keitsverein zum Beſten der deutſchen Reichswaiſenhäuſer.
Eine neue Ortsgruppe, zum Beſten der ſtädtiſchen
Waiſen=
häuſer, wurde gegründet in Bremen
— Das Meiſingerſche Tanzlehr=Inſtitut hält ſein
dies=
jähriges karnevaliſtiſches Tanzkränzchen in Arheilgen im
Saal „Zum Löwen” am Sonntag, den 20. Februar, ab.
(Siehe Anzeige in heutiger Nummer.)
Orpheum. Das geſamte neue Programm, welches
künſtleriſch noch höher einzuſchätzen iſt als die verfloſſenen
Spielpläne, kommt am morgigen Sonntag in beiden
Vor=
ſtellungen ungekürzt zur Darſtellung. Heute Samstag
fin=
det wieder Familienabend ſtatt, wozu ſich die vornehmen
Darbietungen des neuen Künſtlerenſembles vorzüglich
eignen. (Siehe Anzeige.
— Das Kaiſerpanorama zeigt die hochintereſſante
Serie der Nordſeebäder Helgoland, Wyk auf Föhr
Wittdün, Weſterland=Sylt uſw. nur noch einſchließlich
morgen, Sonntag.
— Vogelsberger Höhen=Klub. Wie aus dem
In=
ſeratenteil erſichtlich, führt eine Wanderung am 20.
Februar auf den Feldberg im Taunus. Für Freunde
des Winterſportes dürfte dieſe Wanderung beſonders
intereſſant ſein.
Ludwigshöhe. Eine ganze Anzahl gehaltvoller
und intereſſanter Werke älterer, neuerer und
moder=
ner Tonmeiſter wird Herr Hauske mit dem
Muſik=
korps des Leibgarde=Regiments den muſikliebenden
Beſuchern des nächſten Sonntagskonzertes darbieten.
Beſonders hervorgehoben ſeien: Mehuls „
Jagdouver=
ture” Fragmente aus Puccinis „Madame
Butter=
fly”, berühmte Szene aus Kreutzers. „Nachtlager in
Granada” für Bariton und begleitendes Violinſplo;
Goeben in Darmſtadt.
Zu dem Aufſatz „Goeben in Spanien” in
Donnerstags=Nummer ſei bemerkt, daß es noch
andere Darſtellung über Goebens Erlebniſſe in
rmſtadt auf ſeinem Rückmarſch in ſeine Heimat
Dieſe findet ſich in dem Werke „General von
ben im Feldzuge 1866 gegen Hannover und die
deutſchen Staaten und meine Erlebniſſe in dieſem
dzuge als Generalſtabsoffizier in der Diviſion
ben” von Eduard von Jena, Generalleutnant z. D.,
lin 1904.
Sie ſei, zumal ſie im übrigen für uns Darmſtädter
reſſant genug iſt, im Zuſammenhang wörtlich
ergegeben.
21. Juli 1866. — Unſer Diviſionsſtab traf gegen
Ir in Darmſtadt ein und nahm im Hotel zur Wein=
* be Quartier. Während des Diners in dem guten
* I fragte der ſehr anſpruchsloſe General von
Ogen, in Veranlaſſung der Klagen ſeiner Umgebung,
* der ſervierte Sekt ſehr warm ſei, den Wirt, warum
* Champagner nicht auf Eis ſtünde? Der Wirt
er=
m rte: Eis ſei in dem Hotel keines vorhanden, nur
* Bürgermeiſter habe einen Eiskeller. „Nun, ſo
lIr Sie Eis kommen,” ſagte Coeben. Kurze Zeit
deuf meldete der Wirt, der Bürgermeiſter weigere
ſif Sis zu liefern. Darauf Goeben: „Sagen Sie dem
Wrermeiſter, ſollte der Mann meiner Forderung
n ſofort entſprechen, ſo würde er ſogleich 100 Mann
Guartierung erhalten.
Benige Minuten ſpäter ſtand der Sekt auf Eis.
eneral von Goeben, von Natur leidenſchaftlich,
velerg durch ſeinen ſtarken Willen ſtets den Ausbruch
dee Zeidenſchaft. Im vorliegenden Falle mochte er
m fühlen, daß er die an und für ſich unbedeutende
Wlegenheit ruhiger hätte erledigen müſſen. Es
vet laßte dies ihn, der nur in vertrauten Kreiſen
mrilſam war, an die Tiſchgeſellſchaft ſich wendend,
zut rchſtehender Mitteilung:
Meine Herren! Sie hörten ſoeben, wie ich mit
* Bürgermeiſter verkehrte. Vor vielen Jahren
hatte ich ſchon einmal Veranlaſſung, mich an einen
hieſigen Bürgermeiſter zu wenden. Es war nach
Beendigung der Karliſtenkriege, an denen ich, wie
bekannt, teilnahm. Ich wurde als Kriegsgefangener
in Barcelona ausgewechſelt, befand mich ohne alle
Mittel, wurde ans Spanien verwieſen, erhielt einen
Zwangspaß durch Frankreich, woſelbſt ich von Etappe
zu Etappe für mein weiteres Fortkommen einige
Sous erhielt. Ich traf krank, elend und abgeriſſen
in Darmſtadt ein und nicht mehr imſtande, mich
weiterzuſchleppen. Den hieſigen Bürgermeiſter bat
ich, mir für die Nacht ein Unterkommen zu
ge=
währen. Im Stadtgefängnis erhielt ich dasſelbe,
traf dort mit einem Bettler, dem ein Arm fehlte,
zu=
ſammen und teilte mit ihm aus derſelben Schüſſel
das Abendeſſen. Sie ſehen, meine Herren, wie
wechſelvoll das menſchliche Leben ſich geſtalten kann.
Wie man ſieht, weichen beide Darſtellungen ſtark
voneinander ab. Welche mag nun die richtige ſein?
Br.
Theater im Saalbau.
Otto Borngräbers erotiſches Myſterium „Die
erſten Menſchen” das mit ſo ſenſationeller Reklame
angekündigt wurde, iſt nun am Donnerstag und Freitag
hier aufgeführt worden. Das ſeltſame Stück errang einen
wenn auch nicht durchſchlagenden, ſo doch immerhin ſtarken
Erfolg, der mehr bedeutete als ein ſog. Achtungserfolg
Aber es war nicht zu verkennen, daß der Beifall in erſter
Linie den Darſtellern galt. An dem Stück ſelbſt, das mit
„Myſterium” übrigens recht treffend bezeichnet wird, feſſelt
die Schönheit der rhythmiſchen Sprache, die tobenden
Lei=
denſchaften, die in ſchwüler Sinnlichkeit entfeſſelt werden
in unſeren Urvorderen, und die Kühnheit, mit der der
Dichter der modernen Menſchheit durch Jahrtauſende alte
Tradition geheiligte Anſchauungen über Recht und Sitte,
über die Grundlagen unſerer Religion über den Haufen
wirft, wie er Blutſchande und Brudermord dichteriſch
ver=
herrlicht. Den Inhalt des Stückes können wir beim größ
ten Teil unſerer Leſer als bekannt vorausſetzen. Es beruht
in der Motivierung des erſten Brudermordes mit eroti=
ſchen Leidenſchaftsausbrüchen, mit Eiferſucht Kajins gegen
Chabel, den die Mutter, das Weib, lieber hatte.
Zweifellos tritt uns in dem Stück eine ſtarke
urwüch=
ſige und leidenſchaftliche Dichternatur entgegen. Die
Schönheit und Wucht der Sprache und der dramatiſche
Auf=
bau in eiſerner Konſequenz der Charakterentwickelung,
die=
ſes hart ans Groteske ſtreifende Fortfluten der
Leiden=
ſchaften, ohne die künſtleriſchen Grenzen zu verletzen, das
alles iſt meiſterhaft. Ein anderes freilich iſt die Frage
ob die Dramatiſierung des genannten Motives in dieſer
Form vom künſtleriſchen Standpunkt gerechtfertigt ſcheint,
ob das den Aufgaben des Theaters als eines der
bedeut=
ſamſten Faktoren zur Erziehung und Veredelung des
Vol=
kes entſpricht, ob die Tendenz des Stückes — es iſt eine
Tendenz — nicht verwirrend und vergiftend wirken kann
auf Herz und Gemüt vieler Tauſend Unreifer, die vom
Theaterbeſuch nicht ferngehalten werden können und ſollen
Das kann füglich nicht verneint werden. Um ſo größer iſt
dieſe Gefahr, wenn die Darſtellung nicht ſo hervorragende
Kräfte findet, wie es hier der Fall war, namentlich in den
ſchwierigſten und gewaltigſten Rollen des Kajin und der
Chawa.
Den Kajin gab Herr Alexander Rottmann,
Kgl. bayeriſcher Hofſchauſpieler, aus Berlin in einer
Weiſe, die ſchlechterdings nicht übertroffen werden kann.
So die Klippen umſchiffen und die Delikateſſe wahren in
einer Rolle, wie dieſe, kann nur wahre, große
Künſtler=
ſchaft. Dazu kommt, daß den Künſtler ſeine Erſcheinung
und ſein Organ geradezu prädeſtiniert für den Kajin. Dic
Chawa der k. k. Hofſchauſpielerin Klara Rabiton
war ebenfalls eine Kabinettsleiſtung feiner
Charakteriſie=
rungskunſt. Sie hatte ihre Rolle auf einen naiven Ton
geſtimmt, wußte aber auch in den Szenen der Leidenſchaft
zu packen und zu feſſeln. Den Adahm gab Herr
Bern=
hard Wenkhaus vom Stadttheater Königsberg und
den Chabel Herr Bernhard Aldor vom Schillertheater
Berlin. Auch ſie wurden ihren Aufgaben gerecht,
wenn auch nicht mit gleicher Vollendung wie ihre Partner.
Außerordentlich ſtörend und die Stimmung
beeinfluſ=
ſend waren die miſerablen techniſchen Verhältniſſe der
Ste
Bühne des Saalbaues.
als Neuheit „Ach könnt’ ich die Welt dir ſchenken”,
ame=
rikaniſches Lied von Haydn=Clarendon, u. a. m. (Siehe
Anz.)
Schützenhof. Morgen Sonntag konzertiert die
Ka=
pelle des Großh. Heſſ. Art.=Regts. Nr. 61 unter Herrn
Webers Leitung im Schützenhof. Das Konzert ſoll den
Charakter eines volkstümlichen Abends tragen, wobei nur
die populärſten Opern= und Operettenmelodien zu Gehör
kommen ſollen. (Siehe Anzeige.)
n. Unermittelte Tat. Zwei junge Mädchen, die
am Abend des 4. Januar d. J. um 6 Uhr gerade an
der Freitreppe der Oberrealſchule in der Kapellſtraße
vorbeigingen, wurden durch einen in nicht großer
Ent=
ſernung abgegebenen Schuß heftig erſchreckt und ein
Schrotkorn verletzte das eine derſelben leicht am
Ring=
finger. In der Aufregung beobachteten ſie nur ſo viel,
daß dieſer Schuß aus der Richtung der Kapelle kam.
Eine Perſon erkannten ſie nicht und auch die bis jetzt
gepflogenen polizeilichen Ermittelungen hatten nach
dieſer Richtung keinen Erfolg. Vielleicht vermögen
ſich noch Zeugen des Auftritts, der zum mindeſten eine
grobe Fahrläſſigkeit darſtellt, im Intereſſe des Schutzes
der Allgemeinheit vor ſolchem Unfug zu melden.
— Goddelau, 17. Febr. 57 Jahre lang in der
Irrenanſtalt zugebracht hat ein in den letzten Tagen
in der Landesirrenanſtalt Philippshoſpital im Alter von
79 Jahren verſtorbener Mann, der als 22jähriger Soldat
im Jahre 1853 als geiſteskrank in die Anſtalt eingeliefert
wurde, um ſie bis zum Tode nicht wieder zu verlaſſen.
Mainz, 18. Febr. Den hieſigen Regimentern wurden
fünf argentiniſche Offiziere überwieſen, und
zwar: Oberleutnant Rodriguez dem 1. Naſſ. Inf.=Regt.
Nr. 87, Oberleutnant Correa dem 2. Naſſ. Inf.=Regt. Nr. 88,
Oberleutnant Gernez dem 1. Naſſ Art.=Regt. Nr. 27 und
die Oberleutnants Peixeto und Ruzo dem 2. Naſſ. Art.=
Regt. Nr. 63. — Weil er Soldat werden wollte
und ſein Vater damit nicht einverſtanden war, überredete
der Taglöhner Alexander Artz in Worms ſeinen Freund,
den Taglöhner Valentin Bickermann, den Namen
ſei=
nes Vaters unter der Einwilligung zu fälſchen, indem er
ihm verſicherte, ſein Vater ſei damit einverſtanden, könne
aber nicht ſchreiben. Wegen Urkundenfälſchung hatten ſich
die beiden zu verantworten. Bickermann wurde
freige=
ſprochen, während Artz einen Tag Gefängnis erhielt.
Mainz, 18. Febr. Vor einigen Tagen kam mittags
ein junger Mann auf dem Hauptpoſtamte an den
Aus=
gabeſchalter und verlangte die Poſtſachen für eine hieſige
Weinhandlung. Unter den ihm abgelieferten Sachen
be=
and ſich auch ein eingeſchriebener Brief und der junge
Mann quittierte mit dem Namen des Weinhändlers. Der
Brief enthält einen Scheck über 200 Mark von einer
baye=
riſchen Volksbank. Damit ging er in eine Wirtſchaft auf
der Großen Bleiche, wo er ein Mittageſſen beſtellte und
ſeine Zeche mit dem Scheck bezahlte. Der Wirt zahlte auch
den Betrag heraus. Erſt als der Wirt den Scheck
weiter=
gab, kam der Schwindel heraus, ohne daß es bis jetzt
gelungen iſt, den Gauner zu ermitteln.
— Nierſtein, 17. Febr. Recht gehäſſige Formen
nimmt in hieſiger Gemeinde der Wahlkampf in der
bevorſtehenden Bürgermeiſterwahl an. Von beiden
Seiten, die ſich an die Kandidaturen der Herren
Bei=
geordneter Ludwig Reinhardt und Weingutsbeſitzer Gg.
Schmitt I. anlehnen, wurden bereits Prozeſſe wegen
grober Beleidigungen der beiden Kandidaten am
Ge=
richt anhängig gemacht, und weitere Prozeſſe ſtehen in
Ausſicht.
Gießen, 18. Febr. Als teilweiſer Erſatz für das am
1. April in Fortfall kommende Oktroi auf Lebensmittel
wurde eine Erhöhung der ſeither 10 Pfg. pro Hektoliter
betragenden örtlichen Bierſteuer auf 65 Pfg. beſchloſſen,
wodurch eine Erhöhung der Bierausſchankpreiſe nicht
ein=
treten wird. Von dem 43000 Mark betragenden Ausfall
werden hierdurch rund 20000 Mark gedeckt. Weiter wird
das Oktroi auf Wildbret und Brennholz aufgehoben, da
hierdurch eine Vereinfachung des Oktroidienſtes möglich
iſt, die das ſeitherige Erträgnis dieſer beiden Poſitionen
weſentlich überſteigt. Aus der Erwägung heraus, daß
er=
fahrungsgemäß die Aufhebung des Fleiſchoktrois doch nicht
zu einem Abſchlag der Fleiſchpreiſe führt, wurde ferner
eine mäßige Erhöhung der Schlachtgebühren ſchon für das
nächſte Rechnungsjahr beſchloſſen. Im nächſten Jahre
müßte die Erhöhung mit Rückſicht auf den
Schlachthof=
erweiterungsbau doch erfolgen und hätte dann ſicher eine
Preiserhöhung im Gefolge.
Alsfeld, 18. Febr. Heute fand im Weinhaus hier die
Ueberlieferung des neugeordneten ſtädtiſchen
Ar=
chivs ſtatt. Bürgermeiſter Dr. Völſing begrüßte die
Erſchienenen, die Mitglieder des Gemeinderats, Kreisrat
Hölzinger, Bezirksurkundenpfleger Oberlehrer Decker und
den Vorſtand des Geſchichtsvereins. Pfarrer Dr. Becker
gab ſodann einen Ueberblick über die Beſtände des Archivs,
wohl eines der größten Stadtarchive in Heſſen. In
fünf=
jähriger Arbeit ſind die Beſtände geſichert, geſichtet,
geord=
net und verzeichnet worden. Das Urkundenarchiv zählt
über 550 Stücke, darunter 112 Stücke des 14. Jahrhunderts
von 1327 an und 215 des 15. Jahrhunderts. Ferner
wer=
den über 2350 Bände gezählt, Rechnungen, Rats= und
Ge=
richtsprotokolle, Währſchaftsbücher uſw. Das Aktenarchiv,
in genauem Anſchluß an die Regiſtraturordnung für die
Bürgermeiſtereien geordnet, enthält die Beſtände bis etwa
1830 und umfaßt in 205 Mappen etwa 60—80 000
Akten=
ſtücke. Bürgermeiſter Dr. Völſing ſprach Dr. Becker den
Dank der Stadt für ſeine Arbeit aus. Sodann wurde eine
Beſichtigung des Archivs begonnen. Beſonderes Intereſſe
erregte eine Ausſtellung wertvoller Archivalien. U. a.
wa=
ren Urkunden ſämtlicher heſſiſchen Landesfürſten von
Landgraf Heinrich I. 1327 bis Großherzog Ludwig II. zu
ſehen, ferner ein Rollenblatt des Alsfelder Paſſionsſpiels,
Erinnerungen an den Alsfelder Reformator Tileman
Schnabel, die älteſte Stadtrechnung von 1384 u. a. (D. Ztg.)
— Aus dem Vogelsberg, 18. Febr. Als erſte
Früh=
lingsboten haben ſich die Stare eingeſtellt. Das iſt
verhaltnismäßig ſpät, da nicht ſelten der Star ſchon im
Januar ſich zeigt. Wenn kürzlich ſchon der Rückſtrich von
Kranichen gemeldet wurde, ſo iſt anzunehmen, daß eine
Verwechſelung zwiſchen Kranichen und Schneegänſen
ſtatt=
gefunden, da im Volksmund beide Bezeichnungen
ver=
tauſcht werden. Ueberhaupt ſtehen die Avantgarden des
Lenzes noch zurück, da wir doch ſchon dem Ende des
Fe=
bruars entgegengehen. Noch ertönt kein „Spitz die Schar”
der Meiſe.
Reich und Ausland.
Aus der Reichshauptſtadt, 17. Febr. Der faſt völlige
Eismangel dieſes Winters wird für das deutſche
Braugewerbe vermutlich verhängnisvolle Folgen
haben, und zwar vor allem für die mittleren und
klei=
nen Brauereien, deren Betrieb keine Eismaſchinen
be=
ſitzt. Dem Mangel muß durch Bezug von ausländiſchem
Eis, namentlich aus Norwegen, abgeholfen werden.
Der Preis ſtellt ſich aber alsdann ſo hoch, daß manche
Brauereien, zumal in dieſer für das Gewerbe ſchon
durch die Steuererhöhungen und den Konſumrückgang
ſo äußerſt kritiſchen Zeit, die Koſten kaum erſchwingen
können. Um dem hierdurch hervorgerufenen Notſtand,
ſo weit eben möglich, abzuhelfen, müßte wenigſtens die
Bahnfracht auf Eis von den Seehäfen ermäßigt
wer=
den. Der Bund der mittleren und kleinen Brauereien
iſt deswegen beim Miniſterium der öffentlichen
Arbei=
en vorſtellig geworden. Er beantragt, daß die Fracht,
die jetzt nach dem Ausnahmetarif V für Wegebauſtoffe
berechnet wird, um ein Drittel ermäßigt werden möge.
— Nach langwierigen Ermittelungen iſt es der Polizei
nunmehr gelungen, die Aufſehen erregende E
in=
bruchsaffäre im Weinhauſe „Rheingold‟
zur Klärung zu bringen. Unter dem dringenden
Ver=
dacht, die 23000 Mark aus dem Geldſchrank entwendet
zu haben, wurde geſtern abend der Geſchäftsführer F.
Krieger verhaftet. — Der drohende Prozeß um die
Millionen des Exſultans Abdul Hamid zwiſchen
der türkiſchen Regierung und der Deutſchen Reichsbank
wird vermieden werden. Die Klage iſt überflüſſig
ge=
worden, da ſich der ominiöſe Stempel gefunden hat.
— Frankfurt, 18. Febr. Der Afrikareiſende
Joſef Menges iſt geſtern nach kurzem
Kranken=
lager in ſeiner Villa in Buchſchlag geſtorben. Joſef
Menges nahm unter den vielen Reiſenden, die für
Hagenbeck tätig waren und von ihm in fremde
Welt=
teile geſchickt wurden, den erſten Platz ein. Menges
verband ſich im Jahre 1876 mit Hagenbeck, nachdem er
bereits eine große erfolgreiche Reiſezeit hinter ſich
hatte. Die junge heſſiſche Villenkolonie Buchſchlag
ver=
liert in dem ſo plötzlich Verſtorbenen ihren begütertſten
Mitbewohner, der ſich für die kommunalen Aufgaben
der neuen Niederlaſſung eifrig intereſſierte, mehrere
Aemter bekleidete und eben im Begriffe ſtand, eine
neue große Villa zu ſeinem Privatzweck zu bauen.
Wiesbaden, 17. Febr. Der langjährige Inſpektor
der ſtädtiſchen Kurverwaltung, Ferdinand Mäurer,
iſt heute nachmittag geſtorben.
Braunſchweig, 17. Febr. Nach einem beim
herzog=
lichen Staatsminiſterium eingegangenen Telegramm
ſind der Herzog=Regent und die Herzogin
Jo=
hann Albrecht, von Bangkok kommend, in Belawan
auf Sumatra eingetroffen. Die Fahrt ging
glück=
lich von ſtatten. Es befindet ſich alles wohl.
Marienberg (Weſterwald), 17. Febr. In dem
Steinbruch der Firma Weſterwaldbruch wurden durch
einſtürzendes Geſtein vier Arbeiter
ver=
ſchüttet und konnten erſt nach zweiſtündiger
Ar=
beit von den Steinmaſſen befreit werden. Zwei von
ihnen ſtarben alsbald nach ihrer Einlieferung ins
Krankenhaus infolge der erlittenen ſchweren
Verletz=
ungen; die beiden anderen kamen mit leichteren
Ver=
letzungen davon.
Neumünſter, 18. Febr. Aus Anlaß der heutigen
Sitzung der Stadt=Kollegien, in der die
ſozialde=
mokratiſche Interpellation wegen der
Stra=
ßenunruhen am Sonntag zur Verhandlung ſteht,
wer=
den, wie die „Kieler N. Nachr.” erfahren, erneut große
Menſchenanſammlungen vor dem Rathauſe befürchtet.
Die Polizei macht bekannt, daß die Exekutivbeamten
mit Armee=Revolvern ausgerüſtet ſind und
warnt die Einwohnerſchaft unter Hinweis auf das
Strafgeſetzbuch vor der Beteiligung an
Straßenan=
ſammlungen. Den Gaſtwirten wurde mitgeteilt, daß
am Sonntag keine Tanzluſtbarkeiten ſtattfinden
dürf=
ten, falls ſich heute abend irgend welche Ruheſtörungen
ereignen ſollten.
Wien, 18. Febr. Eine der wichtigſten Fragen der
Unterſuchung gegen Hofrichter, die der
Giftbeſchaffung, wurde nunmehr, wie offiziell behauptet
wird, vollſtändig geklärt. Angeblich wurde im
Vor=
jahre, als der Konflikt mit Serbien unvermeidlich
ſchien, den Offizieren der in Bosnien und der
Herze=
gowina zuſammengezogenen Regimenter Zyankali mit
der Weiſung des Kriegsminiſteriums zugeſchickt, dieſes
im Falle des Ausbruchs des Konflikts an die ins Feld
ziehenden Offiziere zu verteilen, damit dieſe, falls ſie
in Gefangenſchaft geraten, es im Notfalle zu
Selbſt=
mordzwecken benutzen könnten. So wurde auch an die
13. Gebirgs=Brigade, der Hofrichter zugeteilt war, ein
beſtimmtes Quantum Gift geſandt. Es ſoll ſich jetzt
herausgeſtellt haben, daß Hofrichter, der mit der
Ver=
teilung des Giftes betraut war, nicht das ganze
Quan=
tum verteilt hat, ſondern einen Teil zurückbehielt. Die
bisherige Unterſuchung ſoll weiter ergeben haben, daß
der Gattin Hofrichters indirekt die Schuld an dem
Ver=
brechen zufällt. Nach übereinſtimmenden
Zeugenaus=
ſagen ſoll ſie ſehr ehrgeizig ſein und es nicht
überwin=
den haben können, zeitlebens ſimple Offiziersfrau zu
bleiben. Dies dürfte von ausſchlaggebender
Bedeut=
ung ſein.
New=York, 17. Febr. Miß Agnes Elkins, die
ſchöne Nichte des Senators Stephen Elkins von
Wis=
conſin und die Couſine von Miß Catherine Elkins,
die anläßlich ihrer angeblichen Verlobung mit dem
Herzog der Abruzzen viel von ſich reden machte,
ver=
ſuchte ſich geſtern in einem Hotel in Kingſton J. M.
zu erſchießen. Miß Agnes Elkins ſchoß ſich eine
Kugel in die linke Seite, die das Herz ſtreifte; doch
erklärten die Aerzte, daß trotz der ſchweren
Verwund=
ung Hoffnung auf Wiedergeneſung vorhanden iſt. Auf
dem Toilettentiſch fand man wenige Zeilen: „Ich habe
das Leben ſatt, da ich weder eine Heimat noch Freunde
habe.” Miß Elkins iſt 25 Jahre alt. Ihr Vater ſtarb
vor mehreren Jahren. Als im vorigen Jahre auch
ihre Mutter verſchied, ging Miß Agnes Elkins im
Anguſt in New=York zur Bühne. Hier trat ſie unter
dem Namen Leslie Ceeil auf und errang durch ihre
Schönheit und ihr eindrucksvolles Spiel manchen
Er=
folg. Man prophezeite Miß Elkins allgemein eine
große Zukunft.
New=York, 18. Febr. Ein chileniſcher
Schleppdamp=
fer brachte die Nachricht, daß der Kreuzer „Miniſtro
Centeno” am Dienstag 88 Paſſagiere und Leute der
Beſatzung des geſtrandeten britiſchen
Dampfers „Lim a” in der Huambin=Paſſage der
Magelhaensſtraße gerettet habe. 205 Paſſagiere waren
vorher von dem Dampfer „Hatumet” gerettet worden.
Die Zurückgebliebenen hatte der Dampfer nicht mehr
aufnehmen können. Die zuletzt Geretteten waren 12
Tage bitterſter Kälte ausgeſetzt geweſen und daher auf
den Tod erſchöpft.
Kunſtnotizen.
Ueber Werke, Künſtler und künſtleriſche Veranſtaltungen ꝛc., deren im
Nach=
ſtehenden Erwähnung geſchieht, behält ſich die Redaktion ihr Urteil vor.
—
Gudrun Hildebrandts
Tanzdich=
tungen, die heute und morgen ſtattfinden, bringen
u. a. „Das Mädchen aus der Fömde” mit der
Muſik von Mendelsſohn und zwei ihrer berühmteſten
Nummern „Die Roſen aus dem Süden” und der „Tanz
der Weine” Ueber den Walzer ſchreibt die „Neckar=
Zeitung” „Roſen aus dem Süden”, dieſe Grazie, dieſe
Beweglichkeit und Elaſtizität des ſchönen Körpers, dieſe
Natürlichkeit und Anmut, dieſe Impulſivität und dieſes
froh ſprudelnde und mouſſierende Temperament! Ach,
Ans Kunſt, Wiſſenſchaft und Leben.
* Am Mittwoch nachmittag iſt bei Lepke in Berlin die
Verſteigerung des Nachlaſſes von Adalbert
Matkowsky beendet worden. Die 593 Stücke, die der
Katalog aufführte — darunter Prachtwerke
mittelalter=
licher Holzſchneidekunſt, koſtbare Majoliken und
Gobe=
lins —, ſind alle verkauft. Der Geſamterlös
der Verſteigerung beträgt rund 177000 Mark.
* Hermann Heiberg, der bekannte
ſchleswig=
holſteiniſche Schriftſteller, iſt, wie gemeldet, am 16. ds.
Mts. geſtorben. Er würde am 17. November ds. Js.
ſeinen 70. Geburtstag haben feiern können. 1840 in
Schleswig geboren, zuerſt dort und in Berlin
Verlags=
buchhändler, u. a. geſchäftlich tätig als Leiter der „
Nord=
deutſchen Allgemeinen Zeitung”, ſowie ſpäter als
Direktor der „Spenerſchen Zeitung”, widmeie er ſich
vom Jahre 1880 an, nachdem er inzwiſchen noch
Direk=
tor der Preußiſchen Bankanſtalt geweſen wär,
aus=
ſchließlich der literariſchen Tätigkeit.
Unter der ſehr
großen Anzahl der von ihm veröffentlichten Romane
und Novellen ſind nicht alle gleichwertig geweſen. Denn
wenn er auch auf der einen Seite in ſeiner dichteriſchen
Darſtellung ſich durch eine gewiſſe regliſtiſche Kraft in
Sprache und Kompoſition auszeichnete, ſo wurde für
ihn die Leichtigkeit des Schaffens doch auch zu einer
Gefahr. Unter der Schnelligkeit ſeiner ſchriftſtelleriſchen
Arbeit hat manchmal die künſtleriſche Durchbildung
des Stoffes etwas gelitten. Gleichwohl ſind manche
einer Arbeiten jahrelang eine bevorzugte Lektüre des
deutſchen Leſepublikums geweſen. Wir nennen u. a.,
abgeſehen von ſeinem Erſtlingswerk, den
liebenswür=
digen „Plaudereien mit der Herzogin von Seeland‟,
vor allem die Romane „Die goldene Schlange”, „
Aus=
getobt”, „Apotheker Heinrich” (ſein beſtes Werk!). „Der
Januskopf”, die mit mehreren anderen alle in den
acht=
ziger Jahren veröffentlicht worden ſind. Auch in den
neunziger Jahren erſchien er faſt Jahr um Jahr auf
dem Büchermarkt mit einem Roman ſowie mit
zahl=
reichen Novellen. Seine „Geſammelten Werke”
er=
ſchienen bereits 1894—1896 in achtzehn Bänden.
C.K. 200000 Mark für Pearys
Meteor=
ſteine. Die Meteorſteine, die Peary von ſeiner
letz=
ten Polarfahrt mitgebracht hat, ſind von der Witwe
ſeines Mäcens, von Mrs. Jeſup, angekauft und dem
amerikaniſchen Muſeum für Naturgeſchichte als
Ge=
ſchenk überwieſen worden. Mrs. Jeſup hat für die drei
Steine nicht weniger als 200000 Mark gezahlt. Es ſind
die größten Meteoriten aus Eiſenerz, die je gefunden
wurden. Auf ſeinen Reiſen war Peary überraſcht, bei
den Eskimos eiſerne Geräte und Waffen zu finden,
und er fragte, woher ſeine arktiſchen Freunde dies
Metall erlangt hätten. Die Antwort lautete ſtets „der
Eiſenberg” aber nur die älteſten Männer des Stammes
kannten die Stelle, und ſie waren nicht zu bewegen, das
Geheimnis zu verraten. Als Peary auf ſeinen ſpäteren
Reiſen das Vertrauen der Eskimos erworben hatte,
zeigte man ihm ſchließlich den rätſelhaften „Eiſenberg”
Es waren drei gewaltige Meteoriten, die mehr als
90 Prozent reines Eiſen enthielten. Der größte wurde
von den Eingeborenen die „Zehn” genannt und wog
mehrere Tons. Die beiden anderen hießen „Weib” und
Unter großen Schwierigkeiten gelang es
„Hund”.
Peary ſchließlich, die koſtbaren Meteoriten der Eskimos
heimlich an Bord zu ſchaffen und ſo nach New=York zu
bringen.
Kleines Feuilleton.
* Das erſte Verbot im Luftraum. Dem
Friedensrichter Morris H. Kammelohr in dem
Städt=
chen Cedar Crove (New=Jerſey) gebührt der Ruhm,
die Warnung „Unbefugtes Betreten des Grundſtücks
iſt verboten!” als erſter auf den Luftraum übertragen
zu haben. In Cedar Crove hat, ſo leſen wir in der
„Voſſiſchen Zeitung” ein junger Luftbefahrer einen
Monoplan gebaut und Flugverſuche auf freiem Gelände
in der Nähe des Hauſes des Friedensrichters
angekün=
digt. Dieſer ließ daraufhin an der Spitze der
Fahnen=
ſtange vor ſeinem Hauſe folgendes Verbot in
Rieſen=
lettern anbringen: „Allen Aviatikern hiermit zur
War=
nung: Das Fliegen über dieſem Hauſe iſt bei
Gefäng=
nisſtrafe verboten.” Bei Anbruch der Dunkelheit wird
die Warnungstafel durch Laternen beleuchtet. Man
iſt geſpannt darauf, welche Folgen die Mißachtung der
Warnung haben wird, denn der junge Luſtbef hrer hat
geäußert, es werde ihm ein beſonderes Vergnügen ſein,
das Haus des Friedensrichters zu überfliegen.
* Verſprechen auf der Bühne. Den
„Münch. N. Nachr. wird geſchrieben: Faſt jede Bühne
hat ihren Verſprecher oder ihre Verſprecherin. Die
vortreffliche Tragödin eines ſüddeutſchen Hoftheaters
hatte vielfach unter der Neigung zu leiden, ſich in der
Hitze zu verſprechen. Als ſie einmal das Gretchen im
Fauſt zu ſpielen hatte, tönte zum Entſetzen des
Spiel=
leiters und zum Ergötzen der Kollegenſchaft von ihren
Lippen: „Nach ihm nur geh’ ich zum Fenſter hinaus”,
und als Jungfrau von Orleans wünſchte ſie ſich in der
Szene mit ihren Schweſtern vor der Kathedrale von
Reims ſtatt „und eine Hirtin will ich wieder werden”
„eine Jungfrau will ich wieder werden‟. Ein
Dar=
ſteller der gleichen Hofbühne, der zu ſagen hatte: „Es
iſt nicht meine Taktik . . . bemerkte allen Ernſtes: „Es
iſt nicht meine Tiktak” Von Wilhelm Schneider iſ
ein beſonders komiſcher Fall erinnerlich. Er ſprach in
Wallenſtein ſtatt von des „Heuchlers Tücke” von des
„Tücklers Heuche‟ Im Publikum ſchien man dieſer
lapsus linguae übrigens nicht bemerkt zu haben. E:
iſt dies bezeichnend, und alle Bühnenkünſtler wiſſer
davon zu erzählen, daß Verſprechungen, auch di
komiſchſten, vom Publikum zumeiſt überhört werden
wenn der Sprecher durch ſie ſich nur ſelbſt nicht aus de
Faſſung bringen läßt.
* Ein altbabyloniſches Liebesbrief
chen teilt der berühmte Aſſyriologe Profeſſor Friedrie
Delitzſch von der Berliner Univerſität in ſeiner neueſter
ſoeben bei der Deutſchen Verlagsanſtalt in Stuttgar
erſcheinenden Schrift „Handel und Wandel in Babr
lonien” mit. Der Brief findet ſich auf einem au
Sippar ſtammenden, allerliebſt geſchriebenen Täfelche
und trägt die Adreſſe: „An meine Bibi Gimil=Mardut.
Der Wortlaut dieſes ehrwürdigen Schriftſtückes, da
uns doch ſo jung und lebensfriſch berührt, weil es un
eben vergegenwärtigt, daß die Menſchen vor 300
Jahren ebenſo geliebt haben, wie heute, lautet w
folgt: „Samas und Marduk mögen Dich um meine
willen ewig leben laſſen! Wie geht es Dir? Schreil
mir doch! Ich bin nach Babylon gegangen, habe Di.
aber nicht gefunden. Ich war ſehr enttäuſcht. Benac
richtige mich, daß Du kommſt und ich iich freue. J
Marcheſchwan (etwa November) ſollſt Du komre
Mögeſt Du um meinetwillen ewig leben!‟ Die Fra
die Sprache iſt zu plump und zu arm, um dieſe
Lebens=
freude, dieſes wunderbare Spiel der ſchönen Glieder zu
ſchildern! — Die Muſik wird von der Kapelle des
Leib=
garderegiments unter Leitung ihres Obermuſikmeiſters
Hauske ausgeführt. (Siehe Anzeige.)
Dr. Ludwig Ganghofer wird bei ſeinem
einzigen am 4. März hier im Feſtſaale der Turngemeinde
ſtattfindenden Vortragsabend dies Programm zu Gehör
bringen: Vorwort; „Flori”,Der Michel und ſe n Todfeind‟;
„Taveri”; „Drei Wilddiebe‟. Ganghofer, der ſoeben
ſeine erſte große Vortragsreiſe durch Deutſchland
abſol=
viert, wird allerwärts als ein hervorragender Interpret
ſeiner Dichtungen gerühmt, der mit dem Reiz ſeines
großen klangvollen Organs, mit der Plaſtik ſeiner
ſpar=
ſamen, aber geſchickt gewählten Geſten, ja ſelbſt durch
den Ausdruck ſeines geiſtvollen Blondkopfes den Eindruck
des geſprochenen Wortes außerordentlich zu vertiefen
vermag. Hält man dies mit der wirkungsvollen
Vor=
tragsfolge zuſammen, die u. a. auch einen neuen
Ab=
ſchnitt aus den ſoeben erſcheinenden und ſchon ſo vielfach
nachgedruckten Lebenserinnerungen Ganghofers bringt,
ſo darf man auf einen ſelten genußreichen Abend hoffen.
Die wenigen noch vorhandenen Eintrittskarten werden
im Verkehrsbureau abgegeben.
Parlamentariſches.
*X* Der Finanzausſchuß der Zweiten
Kammer hielt geſtern vormittag gemeinſam mit der
Regierung Beratungen ab, in der die Vorſchläge der
Erſten Kammer recht eingehend erörtert wurden.
— Weiter wurde mitgeteilt, daß der preußiſche
Finanzminiſter ſich bereit erklärt habe, den
Mit=
gliedern der Zweiten Kammer freie Fahrt vom
Wohn=
ort nach Darmſtadt während des ganzen Jahres zu
ge=
währen gegen eine Averſionalſumme von 14000 Mark
Straßenkrawall in Frankfurt a. M.
* Frankfurt, 18. Febr. Die Vorgänge am
letz=
ten Sonntage haben geſtern neue
Straßenkra=
walle nach ſich gezogen, wobei Säbel und Revolver
eiue große Rolle ſpielten und deshalb leider nicht ohne
Brutvergießen verlaufen ſind. Die Veranlaſſung zu
den Menſchenanſammlungen bildeten fünf
ſozial=
demeo kratiſche
Proteſtverſammlungen
gegen das Vorgehen der Polizei am letzten Sonntag,
nach deren Schluß die durch die Reden erregten
Ge=
müter geſchloſſen der Zeil zuſtrömten. Die
Polizei=
verwaltung hatte umfaſſende Maßnahmen zur
Siche=
rung des Polizeipräſidiums getroffen. Auf der ganzen
Zeil waren verſtärkte Poſtenketten aufgeſtellt. Um
Reibereien möglichſt zu vermeiden, war ſeitens der
Polizeileitung der Befehl ergangen, den Zug
unbehin=
dert vom Gewerkſchaftshauſe aus durch die
Aller=
heiligenſtraße und die Zeil nach dem Schillerplatz zu
paſſieren zu laſſen, dagegen jedes Vordringen in der
Richtung des Polizeipräſidiums zu verwehren. Als die
radauluſtige Menge die erſte Poſtenkette der Schutzleute
auf der Zeil erreichte, wandte ſie ſich gegen dieſe,
worauf ein Kriminalſchutzmann den Haupträdelsführer
feſtnahm. In dieſem Augenblick fielen aus der Menge ca
10 bis 12 Revolverſchüſſe; gleichzeitig erhielt
der Kriminalbeamte, der den Siſtierten gefaßt hielt,
einen Wurf Pfeffer ins Geſicht, wodurch ihm auf einem
Auge zeitweiſe die Sehkraft genommen wurde. Im
ſelben Augenblicke ertönte der Ruf eines Kameraden
an ſein Ohr: „Ich bin geſtochen worden!‟ Darauf riß
der Beamte ſeinen Dienſtrevolver hervor und gab zwei
Schüſſe auf die anſtürmende Menge ab, von denen
einer in die Lunge eines Angreifers drang, dieſen
ödlich verletzend. Die zweite Kugel war einem
anderen Tumultuanten in das Bein gedrungen. Erſt
etzt, als die durch die Menge bedrohten Beamten die
Notpfeife ertönen ließen, bekam die vor dem
Polizei=
präſidium aufgeſtellte Schutzmannſchaft Order, mit
der blanken Waffe einzuſchreiten. Es kam
dann zu einem harten Kampfe, wobei acht bis
rehn Zivilperſonen durch Säbelhiebe teilweiſe recht
be=
deutende Verletzungen erlitten und dem Krankenhaue
zugeführt werden mußten. Entſetzt ſtob das die Zeil
zufällig in dieſer Zeit paſſierende Publikum nach allen
Richtungen davon, Damen fielen zu Boden, rafften ſich
vieder auf, um weiter zu flüchten, und wohl ein jeder
var froh, wenn er dem Gemetzel glücklich entrinnen
konnte. Doch nicht allzu leicht ſollte die Polizei der
Situation Herr werden. Immer von neuem zeigten
ich erbitterte Elemente, um ſich gegen die Polizei zu
venden und bis in die Nacht knallten Schüſſe in der
Zeil und den angrenzenden Straßen; Siſtierungen
vurden nur etwa ein Dutzend vorgenommen, da die
Polizei hauptſächlich auf die Abwehr von Uebergriffen
jedacht war.
Von anderer Seite wird den „Frankf. Nachrichten”
roch geſchrieben: Im Gewerkſchaftshaus fanden zwei
Verſammlungen ſtatt, da der Hauptſaal ſchon lange
vor Beginn der Reden beſetzt war. In der einen
Ver=
ſammlung ſprach Redakteur Dr. Quarck und in der
anderen der Buchbinder Eberhardt. Nach Schluß der
Verſammlungen, die polizeilich nicht überwacht waren,
ſtürmten die Teilnehmer durch die Allerheiligenſtraße
und Klingerſtraße der Zeil zu. Vor dem
Polizeipräſi=
dium, wo nur wenige Schutzleute patrouillierten,
ſam=
melte ſich eine immer größer werdende Menſchenmenge
an, unter der ſich viele Rowdies und provokatoriſche
Elemente befanden, die nicht an den Verſammlungen
teilgenommen hatten. Bald ertönten Pfuirufe, und die
Schutzleute wurden Bluthunde genannt. Trotz dieſer
Beleidigungen verhielten ſich die Beamten ſtill, da
aus=
drücklich befohlen worden war, ſich möglichſt reſerviert
zu verhalten. Als die Schmährufe ſich vermehrten und
an der Konſtablerwache plötzlich Schüſſe fielen und eine
Menge ſingend daherzog, ſchritt die Polizei unter dem
Kommando des Polizeiinſpektors v. d. Oſten ein. Die
erſten Schüſſe, die abgegeben wurden, waren von
Perſonen aus der Maſſe abgefeuert worden. Nach
der einen Verſion fielen etwa 20, nach der anderen nur
10 Schüſſe. Der Kriminalſchutzmann Strott, der tätlich
angegriffen wurde, gab in der Not zwei Schüſſe aus
einer Browning=Piſtole auf den Angreifer ab. Dieſer,
ein junger Menſch, hatte den Beamten mit einem
Stock=
degen verfolgt. Strott rief mehrmals, daß er
zurück=
gehen möge, es werde ſonſt etwas paſſieren. Der
Zu=
dringling folgte den Worten nicht. Der
Kriminalſchutz=
mann bekam nun von anderer Seite Pfeffer in die
Augen geſtreut und wäre nun niedergeſchlagen worden,
wenn er nicht zur Piſtole gegriffen und zweimal auf
den Angreifer geſchoſſen hätte, der anſcheinend verletzt
wurde und entkam. Wohl über 2000 Perſonen befanden
ſich inzwiſchen auf dem Wege zur Hauptwache. In der
Nähe der Haſengaſſe führte der Schrei er Michael
Anton Herkert unter Hohnrufen auf die Polizei einen
Trupp an. Er wurde von zwei uniſormierten
Ve=
amten, die zu ihrem Schutz blank gezogen hatten,
ver=
haftet und nach dem Präſidium zu transportiert.
Hin=
ter den Beamten war eine rieſige Menſchenmenge her,
die drohte, tätlich zu werden, um den Verhafteten
zu befreien.
Der Transport war auf der Höhe des Orpheums
angelangt, als der Schutzmann Kaminski den Ausruf
tat: „Entweder bin ich geſchoſſen oder geſtochen!‟ Er
griff nach ſeiner Schulter und konnte ſich nach dem
Präſidium begeben, wo feſtgeſtellt wurde, daß er einen
Stich in die Lunge erhalten hatte. Nachdem das Feuer
aus der Menge ſtärker eingeſetzt hatte, wurde eine
größere Anzahl Schutzleute beordert, die blank zog und
die Menge zu zerſtreuen ſuchte. De Beamten wurden
in ihrem Vorgchen von der Kriminalp lizei und ei er
berittenen Abteilung unterſtützt. Welch einen ſchweren
Standpunkt die Polizei hatte, mag aus der Tatſache
hervorgehen, daß die Menge dem nach dem Präſidium
eilenden Sanitätsperſonal den Zutritt verwehren
wollte.
Die Rettungswachen, die ſofort zur Stelle
waren, ließen neben den verwundeten Beamten noch
mehreren anderen Perſonen ihre Hilfe angedeihen.
Ein von auswärts zugereiſter Mann namens Martin
Scheindel aus Mechelsdorf bei Nürnberg wurde mit
einem ſchweren Lungenſchuß vom Präſidium ins
Heilig=
geiſthoſpital gebracht; ein Paſſant, dem ein Tiefſchuß
aus einem Browning den einen Oberſchenkel und die
Wade des anderen Beines durchbohrt hatte, wurde
zu=
nächſt in eine Wirtſchaft der Börneſtraße getragen, hier
verbunden und dann in ſeine Wohnung im Wollgraben
transportiert; einige Leute, darunter ein aus Hanau
zugereiſter Mann, haten Säbeliebe am Kopf und den
Armen erhalten. Um Mitternacht wurde dann noch
ein krimineller Verwundeter ins Polizeigefängnis
ein=
geliefert. Dieſer, der Packer Johann Bauer aus der
Papageigaſſe, hatte am Droſchkenhalteplatz in der
Aller=
heiligenſtraße zwiſchen zwei Wagen auf einen unifor
mierten Schutzmann einen Revolverſchuß abgegeben,
der aber ſein Ziel verfehlte, war dann in einen Hof
in der Albusgaſſe geflohen, hatte dort abermals auf
die nacheilenden Beamten gefeuert und war ſchließlich,
nach einer Hetzjagd auf dem Boden des Hauſes von
Poliziſten niedergeſchlagen worden.
Noch nach Mitternacht wurde von Demonſtranten
in der Fahrgaſſe ſcharf geſchoſſen. Die Polizei ordnete
an, daß ſämtliche elektriſche Bogenlampen in der
Alt=
ſtadt und auf der Zeil noch brennen ſollten.
H.B. Frankfurt, 18. Febr. Nach dem
Ueber=
blick, den man heute über die blutigen Exzeſſe von
heute nacht gewinnt, wurden von den Rettungswachen
insgeſamt 45 Fälle von Verletzungen ſchwerer und
leichter Art behandelt. Außerdem wurden etwa 20
Schutzleute verletzt. — Die ſozialdemokratiſche Partei
hat heute früh auf dem Polizeipräſidium für Sonntag
nachmittag 3 Uhr die Genehmigung zu einem Demon=
ſtrationszuge nachgeſucht, was aber ſofprt
abge=
lehnt wurde.
Sport.
sr. Bei der Berliner Ringkampfkonkurrenz
im Etabliſſement Buggenhagen wurde am letzten Abend
der Kampf um die Leichtgewichtsmeiſterſchaft von
Deutſch=
land zum Abſchluß gebracht. Den erſten Preis vor
1500 Mark erhielt Hein=Berlin mit 11 Siegen und
0 Niederlagen, nachdem er im Entſcheidungskampfe den
Münchener Saurer nach einer Geſamtzeit von 2 Stunden
47 Minuten geworfen hatte. Dem Münchener fiel mit
7 Siegen und 1 Niederlage der zweite Preis in Höhe
von 1000 Mark zu, während der Franzoſe Gambier mit
9 Siegen und 2 Niederlagen den dritten Preis von
500 Mark zugeſprochen erhielt. Die Ringkämpfe werden
nunmehr mit der Schwergewichtskonkurrenz fortgeſetzt, an
der u. a. die drei Preisträger, ſowie Schneider=Sachſen
und der Neger Illa teilnehmen werden.
sr. Zum internationalen Bennett=Rennen
der Lüfte, das in dieſem Jahre in Amerika
ausge=
tragen wird, ergab der Meldeſchluß bisher zwölf
Unter=
fchriften von fünf verſchiedenen Nationen, und zwar
meldeten Deutſchland, Frankreich und die Vereinigten
Staaten je drei Ballons, die Schweiz zwei Ballons und
Dänemark einen Ballon. Es iſt jedoch möglich, daß
England, Belgien, Spanien, Italien oder eine andere
der dem Internationalen Verbande angehörenden 15
Nationen noch vor Meldeſchluß briefliche Meldungen an
den Amerikaniſchen Aero=Klub geſandt hat, die Gültigkeit
beſitzen, aber erſt in einigen Tagen veröffentlicht werden
können. Das Rennen wird vorausſichtlich am 18.
Ok=
tober zur Zeit des Vollmonds beginnen. Der Startort
iſt noch nicht definitiv feſtgeſetzt, wird aber gegen Ende
des Monats bekannt gegeben werden. Der Bennett=
Pokal für Freiballons iſt bisher viermal umſtritten
worden und zweimal von den Vereinigten Staaten
ſowie je einmal von Deutſchland und der Schweiz
ge=
wonnen worden. Im letzten Jahre ſiegte der Vertreter
Amerikas, das nunmehr den Pokal zu verteidigen und
das Rennen zu organiſieren hat.
Erdbeben.
— Seismiſche Station Darmſtadt=
Jugenheim, 18. Febr. Heute früh wurde ein
mit=
telſtarkes Erdbeben aufgezeichnet. Es begann
6 Uhr 13 Minuten 19 Sekunden und dauerte kaum
20 Minuten. Die Herdentfernung ergibt ſich zu 2000
Kilometer. Die Lage des Herdes von Darmſtadt aus
iſt Süd=Oſt. Eine ſeismiſche Triangulation führt zu
einer Stelle im Mittelmeer, ſüdweſtlich von
Griechen=
land, nördlich der großen Syrte (etwa 35 Grad
nörd=
licher Breite und 20 Grad öſtlich Greenwich). Dort
befindet ſich eine ſtarke Senkung des Meeresbodens mit
einer Tiefe von mehr wie 4000 Meter, die den Ausgang
eines Seebebens wahrſcheinlich macht.
* Straßburg, 18. Febr. Nach den
Aufzeich=
nungen der Apparate der Kaiſerlichen Hauptſtation für
Erdbebenforſchung hat im nördlichen Kleinaſien ein
ziemlich heftiges Erdbeben ſtattgefunden. Die
Regiſtrierungen begannen heute früh 6 Uhr 13 Min.
18 Sek.; die zweiten Vorläufer ſetzten 3½ Minuten
ſpäter ein. Wahrſcheinlich handelt es ſich um ein
epi=
zentrales Erdbeben in einer Entfernung von 1900
Kilo=
metern.
* Heidelberg, 18. Febr. Heute früh 6 Uhr 12
Min. verzeichnete der Seismograph auf dem
Königs=
ſtuhl ein mittelſtarkes Fernbeben, deſſen
Maxi=
mum um 6 Uhr 19 Min. eintrat.
* Hohenheim, 18. Febr. Die Inſtrumente
der Erdbebenwarte zeigten heute früh um 6 Uhr 13
Min. ein mittelſtarkes Fern=Erdbeben an; der
Herd dürfte ungefähr 1800 Kilometer, alſo wohl noch in
Europa, liegen.
— Hamburg, 18. Febr. Die Hauptſtation
für Erdbebenforſchung beobachtete früh 6 Uhr
13 Minuten 46 Sekunden den Beginn der Aufzeichnung
eines mittelſtarken Bebens aus 2300 Kilometer
Entfernung.
— Wien, 18. Febr., vorm. Die
Erdbeben=
warte der k. k. Zentralanſtalt für Meteorologie
be=
obachtete heute früh 6 Uhr 12 Minuten 23 Sekunden
ein ſtarkes Erdbeben. Herdentfernung 1600 Kilometer.
Sturmnachrichten.
* London, 17. Febr. In ganz England herrſchte
heute ſtarker Südweſtſturm, durch welchen
zahl=
reiche Schiffe beſchädigt und mehrere Häuſer abgedeckt
wurden. In Irland wurden eine Maſchine und zwei
Wagen eines Zuges aus dem Gleiſe geworfen.
H. B. London, 18. Febr. Die Stürme der
letz=
ten Nacht haben in England mit ungeheuerer Heftigkeit
es Gimil=Marduk kann, wie Profeſſor Delitzſch
er=
äuternd bemerkt, dieſe in Babylon vergeblich geſuclte
nd dennoch ſo zärtlich behandelte Vibi nicht geweſen
ein — es ſcheint ein anderes Verhältnis zwiſhen den
eiden Liebenden beſtanden zu haben, „deſſen Auh len
ber nicht zu den ſtreng philologiſchen Aufgaben
ehört‟
* Das Orcheſter der Aerzte. Die
franzö=
ſche Hauptſtadt wird ſich binnen kurzem rühmen
önnen, ein ungewöhnliches Orcheſter zu beſitzen, in
m alle Mitwirkenden approbierte Aerzte und
Dok=
oren der Heilwiſſenſchaft ſind. Die Pariſer
Aerzte=
chaft zählt gegen 150 Mediziner, die leidenſchaftliche
Nuſikliebhaber ſind drei der begeiſtertſten dieſer
Ama=
urmuſiker, Prof. Richelot, Dr. Robert=Simon und Dr.
Raoul Blondel, der auch als begabter Komponiſt
be=
annt iſt, haben den Plan gefaßt, ein erſtklaſſiges
Or=
eſter zu organiſieren, an dem nur Aerzte mitwirken
Illen. Der Direktor des Opernorcheſters Buſſer hat
nter den 150 muſikaliſchen Medizinern 70 ausgenäh t,
ie das neue Aerzte=Orcheſter bilden werden. Es wi d
us 24 Violinen beſtehen, 10 Violen, 12 Cellos, 6 Flöten,
inem Baß und einem Kontrabaß, 2 Hoboen, 2
Klari=
etten, einem Horn, einem engliſchen Horn, einer
Keihe weiterer Blechbläſer, Trommeln und Pauken,
urz, aus allen Inſtrumenten, die zu einem
voll=
ommenen Orcheſter gehören. Die Verwaltung des
rcheſters liegt in den Händen eines Komitees, an
eſſen Spitze der erſte Geiger, Prof. Richelot, ſteht und
em außerdem die Doktoren Blondel, Vaucaire, Le
Ireton und Deſtonches angehören. Die muſikaliſche
Leitung führt Kapellmeiſter Buſſer, ger mi: den Proben
ehr zufrieden iſt. Bereits im April ſoll das Aerzte=
Orcheſter in einem großen Konzert zum erſten Male
or die Oeffentlichkeit treten, deſſen Erträgniſſe den
rediziniſchen Wohltätigkeitsanſtalten zufließen ſollen.
* Höhniſches Lachen vor Gericht iſt
ſtraf=
ar! Vor dem Berliner Kaufmannsgericht trat eine Frau
als Zeugin in einem Prozeß gegen ihren Mann auf. Sie
fiel dem Kläger bei ſeinen Ausführungen wiederholt in
die Rede und wurde natürlich verwarnt. Auf dieſe
Ver=
warnung hatte ſie nur ein ironiſches Lächeln. Der Ge
richtshof erblickte hierin eine Ungebühr vor Gericht und
nahm ſie ſogleich in eine Strafe von 10 Mark.
Die neue Orgel der St. Eliſabethenkirche.
— Nachdem am Donnerstag vormittag die
offi=
zielle Abnahme=Prüfung der neuen Orgel in St.
Eliſabeth ſtattgefunden hatte, nahm Herr
Dom=
kapellmeiſter Vogt aus Mainz Gelegenheit, dieſelbe
am Nachmittag von ½4—½6 Uhr einem gewählten
Zu=
hörerkreis in ihrer vollen Klangſchönheit vorzuführen.
Man konnte dabei die Wahrnehmung machen, daß die
techniſchen Verbeſſerungen, welche man in unſerer Zeit
auch im Orgelbau anwendet, dem ausgeſprochen
kirch=
lichen Charakter des Inſtrumentes durchaus nichts
nehmen, denſelben vielmehr noch klarer hervortreten
laſſen; dies zeigte ſich beſonders in der Weiſe, wie die
Melodie „O Haupt voll Blut und Wunden” von der
edel intonierten Zungenſtimme hervorgehoben, vor
einem ſehr milden Baß geſtützt und von weichen,
klagenden Tönen umſpielt wurde, eine weihevolle
An=
dachtsſtimmung bei allen Zuhörern hervorrufend.
Waren es hier die zarten Flötenklänge, welche die
Choralmelodie umrankten, ohne ſie zu verhüllen, ſo
war es die Schlichtheit des Vortrags bei der G-moll=
Fuge und der Doriſchen Toccata von Bach, die den
Werken älterer Tonkunſt überhaupt angemeſſen iſt
und die deshalb eine ſo überwältigende Wirkung
er=
zielen. Die Variationen von Heſſe (in A-dur) gaben
dann Gelegenheit, in beſonderen, wohlabgewogenen
Klangverbindungen die verborgenen Schönheiten,
welche das neue Orgelwerk in ſo reichem Maße in ſich
birgt, kennen zu lernen; dasſelbe iſt von verſchiedenen
modernen, ganz in kirchlicher Stimmung gehaltenen
Kompoſitionen von Guilmant u. a. zu ſagen, bei denen
zartſchwebende Harfenklänge der vox eoelestis, einer
der ſchönſten Stimmen des neuen Werkes, in
lang=
ſamem Anwachſen des gehaltenen Akkordes näher zu
kommen ſcheinen. Aus der Zahl der wohlgelungenen
Soloſtimmen müſſen außer den bereits erwähnten,
ganz beſonders prachtvollen Zungenſtimmen, die dem
vollen Werke einen feſtlichen Glanz verleihen, die
ver=
ſchiedenen Flöten= und gedeckten Stimmen genannt
werden, beſonders die im Schwellkaſten ſtehenden
Re=
giſter des zweiten Manuals, unter dieſen auch die
Waldflöte 2‟, Prineipalflöte, Salicional und das nach
Art der alten Meiſter ohne Strich intonierte, mild und
edel intonierte Prineipal. Von unvergleichlicher
Wirk=
ung infolge der Aufſtellung im Schwellwerk ſind auch
die beiden zarten Pedalregiſter, ſowie Trompete und
die weiche, dem Orcheſterinſtrument ſehr nahe
kom=
mende Klarinette, von edler Klangfarbe. Tuba 8” und
Poſaune 16 geben dem Pedal die nötige Kraft. Unter
den Labialſtimmen des Hauptwerkes ſei noch die mit
der Viola di Gamba, in Verbindung mit anderen
Re=
giſtern dem Engliſchhorn ähnliche, charakteriſtiſche,
ſchöne Klangfarbe hervorgehoben.
Seit im Jahre 1892 die erſte moderne Orgel mit
Röhrenpneumatik und einem ſehr ausgiebig
wirken=
den Schwellwerk in unſerer Stadt Aufſtellung fand,
ſind ihr eine Reihe anderer Neu= oder Umbauten
ge=
folgt, darunter auch eine elektropneumatiſche, von
denen jede ihre beſonderen Vorzüge hat. Die neue,
von der Firma Voit und Söhne in Karlsruhe=
Dur=
lach mit 37 klingenden Stimmen erbaute Orgel der
t. Eliſabethenkirche darf mit ihrer ſehr zweckmäßigen
Anlage des Spieltiſches und geſchickten Dispoſition
einen hervorragenden Platz unter denſelben
beanſpru=
chen, und hat wohl bei allen Muſikverſtändigen Anklang
gefunden.
Möge ſie darum zum Segen der Gemeinde im
Dienſte des Höchſten ihre erhabene und machtvolle
Stimme von nun an erſchallen laſſen!
gewütet. So wehte der Sturm bei Peterborough in
der Grafſchaft Northampton einen mit zwei Pferden
beſpannten Holzfrachtwagen von einer Brücke in den
Fluß. Kutſcher und Pferde ertranken. In der iriſchen
Stadt Londonderry, nordweſtlich von Belfaſt, wurde
eine für die Ackerbau=Ausſtellung beſtimmte Halle von
600 Fuß Länge vollkommen zerſtört. In Irland
wur=
den ferner eine Lokomotive und drei Wagen ins Meer
geſchleudert. Aus verſchiedenen Orten werden tödliche
Verunglückungen infolge des Sturmes gemeldet.
H.B. London, 18. Febr. Die Nachrichten über die
Verheerungen, welche der Sturm in einem Teile
Englands angerichtet hat, lauten immer ernſter. In
vielen Orten ſind Mauern eingeſtürzt, Dächer abgedeckt,
Bäume entwurzelt und ſonſtiger Schaden angerichtet
worden.
H. B. New=York, 18. Febr. Die Mittel= und
Weſtſtaaten Amerikas ſind geſtern von einem
ſchweren Blizzard heimgeſucht worden, der 24
Stun=
den andauerte. Der Sturm begann im Südweſten des
Staates Texas und zog ſich den ganzen Miſſiſſippi
ent=
lang bis zum Staate Ohio.
Deutſcher Reichstag.
* Berlin, 18. Febr. In namentlicher Abſtimmung
wird zunächſt über den ſozialdemokratiſchen
Zu=
ſatzantrag zum
Toleranzantrag des Zentrums
abgeſtimmt. Derſelbe wird mit 233 gegen 89 Stimmen
ab=
gelehnt. Es folgt die Abſtimmung über den
Toleranz=
antrag des Zentrums ſelbſt, deſſen Ablehnung ebenfalls,
und zwar mit 160 gegen 150 Stimmen erfolgt.
Auf der Tagesordnung ſteht die
ſozialdemokratiſche Interpellation
betreffend die vom Reichskanzler am 10. Februar im
Ab=
geordnetenhauſe gemachten Ausführungen, die das
Wahl=
recht herabzuſetzen und zu bedrohen geeignet ſeien.
Staats=
ſekretär Dr. Delbrück teilt mit, daß der Reichskanzler
bereit ſei, die Interpellation morgen zu beantworten.
Es folgt die
zweite Leſung des Etats des Reichsamts
des Innern
und zwar bei dem Titel Gehalt des Staatsſekretärs” und
der zu dieſem Etat geſtellten Reſolutionen, bisher 38
An=
träge. — Abg. Mayer=Kaufbeuren (Zentr.): In dieſem
Jahre ſtehen wirtſchaftspolitiſche Fragen infolge der
Stel=
lung Deutſchlands zum Weltmarkte für uns im
Vorder=
grund. Wir müſſen dahin wirken, daß unſere Export
fähigkeit und das Abſatzgebiet erweitert wird; unſere
In=
duſtrie muß unabhängig gemacht werden vom Auslande.
In Bezug auf Baumwolle, Kaffee, Petroleum und Eiſen
ſind wir immer noch auf das Ausland angewieſen. In
der letzten Zeit iſt der Verkauf von Rohſtoffen und
Halb=
zeug zu Schleuderpreiſen zu beobachten geweſen, wodurch
die inländiſche Produktion erſchwert und verteuert, die
ausländiſche Konkurrenz dagegen geſtärkt wird. Wir
wünſchen zur Beſeitigung dieſes Uebelſtandes die ſtärkere
Heranziehung von Handelsſachverſtändigen. Bei großen
deutſchen Betrieben, wie der Auergeſellſchaft und der
Dresdener Bank, ſind Konkurrenzmanöver mit
Kapitals=
erhöhungen, die an ungeſunde amerikaniſche Verhältniſſe
erinnern, zu bemerken. Wir beantragen deshalb in der
Reſolution die Vorlegung eines Geſetzes zur Errichtung
eines Reichskartellamtes. Erfreulich ſind die Maßnahmen
des Rheiniſch=Weſtfäliſchen Kohlenſyndikats zur
Herab=
ſetzung der Kohlenpreiſe. Wir wünſchen Auskunft über
die Reſultate der Konferenz, die ſtattgefunden hat, um den
reinen Walzwerken die Produktion und den Abſatz ihrer
Waren zu erleichtern. Das Verhalten der Standard Oil
Company erfordert energiſche Maßnahmen. Denkt die
Regierung nicht daran, die kleinen und mittleren Mühler
konkurrenzfähig zu erhalten, wenn auch durch andere
Mit=
tel als durch die Mühlenumſatzſteuer? Der Hanſabund
mag an ſich berechtigt ſein, das Zentrum wird wiſſen,
welche Wirtſchaftspolitik es zu verfolgen hat, gleichgültig
ob mit dem Hanſabund, oder gegen ihn. (Lebhafter
Beifall.)
Staatsſekretär Dr. Delbrück: Auf die angeſchnitte
nen Einzelfragen komme ich im Laufe der Debatte zurück.
Ich werde zunächſt die allgemeinen Aufgaben meines Reſ
forts und die Ziele der Politik beſprechen, die ich zu ver
treten habe. Der Staatsſekretär gibt ſodann einen hiſto
riſchen Rückblick über die Entwickelung unſeres volks= und
wirtſchaftlichen Lebens ſeit der Gründung des Deutſchen
Reiches und ſagt dann weiter: Die Entwickelung
un=
ſerer Induſtrien und die der internationalen und
natio=
nalen Verkehrsverhältniſſe laſſen kein Gebiet unſeres wirt
ſchaftlichen Lebens unberührt. Als erſte Konſequenz
die=
ſer Entwickelung erſchien die Sozialdemokratie; die
Kämpfe zwiſchen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ſind
noch nicht beendet und unſere Aufgaben auf dieſem
Ge=
biete ſind noch nicht gelöſt. Die Induſtriealiſierung
ver=
urſachte zunächſt die Arbeiternot in der Landwirtſchaft
Dieſe Schwierigkeiten vermehrten die Entwickelung des
einheimiſchen und internationalen Eiſenbahnweſens und
die Fortſchritte des internationalen Schiffahrtsverkehrs.
Letztere verſchoben die Preisbildung landwirtſchaftlicher
Produkte derart, daß viele Landwirte an den Rand des
Verderbens kamen. (Sehr richtig! rechts.) Im ſelber
Augenblick wollte man von der Natural= zur
Geldwirt=
ſchaft übergehen und dazu war das kaufmänniſche Rüſtzeug
der Landwirtſchaft noch nicht fertig. So wurde
nament=
lich der ſelbſtändige Mittelſtand betroffen, an deſſen Er
haltung jedem Staat und jedem ernſten Politiker ſehr viel
gelegen ſein muß. (Bravo! rechts.) Deshalb hat die Mit
telſtandspolitik uns bisher ernſthaft beſchäftigt, ſie wird
uns noch manche ſchwierige und ſchwer lösbare Aufgabe
bieten, weil wir hier nichts neues zu entwickeln haben,
ſondern Zuſtände erhalten ſollen, die von allen Seiten
angegriffen werden. Neben dieſen Fragen haben
un=
ſere wachſende Induſtrie und die ſozialpolitiſchen
Bedürf=
niſſe uns beſtimmte Richtlinien für die Sozial= und
Han=
delspolitik gegeben. Obenan ſteht die Sozialpolitik, die
den Idealismus des ganzen Volkes beherrſcht. Ein
ſozia=
liſtiſcher Zug geht durch unſer ganzes Leben. Jeder will
ſeine Ideale hierin konzentrieren und dabei kann niemand
dieſer Politik eine andere Richtung geben, als ſie heute
ſchon hat. Was wir auf dieſem Gebiete haben oder dem
nächſt ſchaffen wollen, geht weit über das hinaus, was
andere Länder zu leiſten imſtande waren. (Lebhaftes Sehr
richtig!) Nur eine große Aufgabe iſt damit nicht gelöſt
worden. Es iſt nicht gelungen, die tiefe Kluft zu über
brücken, die der wirtſchaftliche Kampf geriſſen hat, und die
das deutſche Volk zu ſeinem Schaden in zwei Teile teilt
Wir müſſen uns bei allen neuen ſozialpolitiſchen
Proble=
men bewußt ſein, daß unſere Handlungen und Entſchlüſſe
geleitet werden müſſen von der Tendenz,
zuſammenzufüh=
ren und nicht zu trennen. (Lebhaftes Sehr richtig!) verſöh
nend, nicht erzürnend. (Erneuter Beifall.) Am
ſchwierig=
ſſten zu löſen ſind die Aufgaben für den Mittelſtand; für die
Landwirtſchaft iſt in erſter Linie von den Bundesſtaaten
geſorgt worden. Auch Induſtrie und Handel haben
gewal=
tige Werte geſchaffen und ſich eines gewiſſen Glanzes in
ihrer Entwickelung zu erfreuen. Das Reich muß darüber
wachen, daß dieſe ſtolze Entwickelung keinen Schaden
er=
leidet. Ich werde die Wege meines Amtsvorgängers weiter
wandeln. Ich kann das nur, wenn von allen Seiten
über=
all da die Hilfe mir nicht verſagt wird, wo wir uns zu
Neuerungen entſchloſſen haben. Wir halten dieſe für
not=
wendig, um unſerer innerpolitiſchen Entwickelung die
Ste=
tigkeit zu geben, die uns den Weg zu neuen Taten offen
hält ohne materielle und induſtrielle Werte zu zerſtören
die wir verpflichtet ſind, dem Volke zu erhalten, ſo lange ſie
am Leben zu erhalten ſind. (Lebh. Bravo.) — Abg.
Pauli (konſ.): Die Regierungen werden auch die Wage
finden, um dem Mittelſtand zu helfen. In Bezug auf
die Sozialpolitik dürfen wir auf die erzielten Erfolge ſtolz
ſein. Die Tarifverträge ſind zu begrüßen. Die
Arbeits=
nachweiſe werden nicht paritätiſch gehandhabt. Das
Wohl=
ergehen der Handwerker bedeutet das Wohlergehen des
Mittelſtandes und danach muß man dieſe Frage
behan=
deln. — Abg. Fiſcher (Soz.): Die heutige Rede des
Staatsſekretärs beweiſt, daß er die gleichen Pläne hat,
wie der Reichskanzler. Auf die Wünſche der Arbeiter wird
kein Wert gelegt. Die Gewerkſchaften werden vielfach, trotz
unzweifelhaften Verdienſtes von den Gewerbe=Inſpektoren
gefliſſentlich mißachtet.
Nach weiteren Ausführungen des Abg. Linz (Rp.),
der ſich gegen die Ausführungen des Vorredners wendet,
wird die Weiterberatung auf morgen 11 Uhr vertagt.
Vorher: Sozialdemokratiſche Interpellation betr. die
Rede des Reichskanzlers über das Reichstagswahlrecht.
Schluß 7. Uhr.
* Berlin, 18. Febr. Bei der heute fortgeſetzten
Beratung des Marine=Etats in der
Bud=
getkommiſſion verlas der Regierungsvertreter
das Ergebnis der Unterſuchung anläßlich der von
ſo=
zialdemokratiſcher Seite erhobenen Beſchuldigungen;
es ſeien wertvolle Artilleriematerialien in die
Waſſer=
löcher verſenkt worden, um ſpäter wieder herausgeholt
zu werden und im Intereſſe der Defraudanten
verwer=
tet zu werden. Auf den Vorwurf eines
ſozialdemokra=
tiſchen Redners, daß der Bericht des Danziger
Ober=
werft=Direktors aus einer nervöſen Stimmung
her=
aus geſchrieben worden ſei, betonte der Staatsſekretär
des Reichsmarineamts, Admiral von Schimmelmann
habe die Verpflichtung, ſeine Untergebenen in Schutz
zu nehmen gegen Beſchuldigungen, die ſich als
unbe=
gründet erwieſen hätten. Der Oberwerft=Direktor ſei
nicht nervös, doch ſei es nicht verwunderlich, wenn die
Beamtenſchaft der Marine unruhig würde durch die
beſtändigen Angriffe, die unberechtigt ſeien, da durch
den Werftprozeß nur Unregelmäßigkeiten auf dem
Alt=
eiſenhof in Kiel feſtgeſtellt wurden. Schließlich war
man faſt einſtimmig der Anſicht, daß die Regierung in
der Danziger Angelegenheit tat, was ſie konnte und
damit der Fall erledigt ſein müßte. Die Kommiſſion
vertagte ſich bis Dienstag.
Frankreich und Marokko.
* Paris, 18. Febr. Eine offiziöſe Mitteilung
be=
ſtätigt, daß das Miniſterium des Aeußern angeſichts der
Haltung Muley Hafids eine ganze Reihe von
Maßnahmen ins Auge gefaßt hat, welche
gegebenen=
falls in allmählich fortſchreitender Weiſe ergriffen werden
ſollen. Zunächſt wird Muley Hafid aufgefordert werden,
eine Antwort betreffs des jüngſt von El Mokri
unterzeich=
neten franzöſiſch=marokkaniſchen Abkommens zu erteilen.
Dieſe Aufforderung wird erſt in einigen Tagen nach Fez
gelangen und ſo wird man über die Geſinnung des
Sul=
tans erſt in ungefähr zwei Wochen im Klaren ſein. Wenn
Muley Hafid dann noch Schweigen beobachten oder
er=
klären ſollte, daß er das Abkommen ablehne, würde man
zu gewiſſen Zwangsmaßregeln ſchreiten, u. a., wie ſchon
gemeldet, die Beſchlagnahme der Zollerträgniſſe
vorneh=
men und gleichzeitig die franzöſiſche Kolonie in Fez in
Sicherheit bringen. Selbſtverſtändlich werden die fremden
Mächte von den beſchloſſenen Maßnahmen noch vor deren
Ausführung verſtändigt werden, aber es ſcheint ſehr
mög=
lich, daß die Zuſtimmung Muley Hafids in kurzem erfolgt
und es dann überflüſſig wird, zu Repreſſalien zu greifen.
Vermiſchtes.
O. K. Ueber die Wiederbevölkerung des
Odenwaldes mit Nachtigallen hat Pfarrer
Schuſter in Gonſenheim bei Mainz im vergangenen
Jahre im „Touriſt” bemerkenswerte Vorſchläge gemacht,
die wohl wert ſind, vor Beginn der Brutzeit in den Kreiſen
unſerer Bevölkerung ſo rechtzeitig bekannt gemacht zu
wer=
den, daß ſie von Freunden des Heimatlandes und ihrer
Vogelwelt erfolgreich beachtet werden können. Pfarrer
Schuſter und ſein Bruder haben ſich die Aufgabe geſtellt,
den Odenwald allmählich wieder mit Nachtigallen zu
beſie=
deln. Sie ſind dabei auf einen ganz beſtimmten Plan
ge=
kommen, der ſich mit einiger Zähigkeit im Laufe der Jahre
auch durchführen läßt. Die Sache muß freilich praktiſch
betrieben werden, ſonſt hat ſie keinen Zweck und Wert.
Vögel vom Händler zu beziehen und an Ort und Stelle
freizulaſſen, koſtet zu viel Geld und verſpricht wenig
Er=
folg, da der Vogel nur dort gerne bleibt, wo er
heran=
gewachſen iſt. Die Brüder Schuſter wollen darum
Nach=
tigalleneier von verwandten Vögeln im Odenwald
aus=
brüten laſſen. Die von verwandten Vögeln aufgezogenen
Nachtigallenjungen kommen im nächſten Jahre ſicher dahin
zurück. Die Nachtigalleneier in friſchem, gutem Zuſtande
werden die Brüder im Frühjahre haben. Es müßten nun
etwa von Forſtleuten oder geeigneten Männern des
Oden=
waldklubs im Odenwald ſelbſt Rotkehlchenneſter aufge
ſucht werden; denn die Rotkehlchen kommen von den
Erd=
ſängerarten am erſten in Betracht als Pflegeeltern der
Nachtigallen. Vielleicht dürften ferner auch das Haus= und
Gartenrotſchwänzchen, obwohl dieſe beiden ſchon
Höhen=
brüter ſind, dafür geeignet ſein. Wer ſich alſo in unſerem
Odenwald an dieſem Unternehmen durch Mitarbeit
betei=
ligen will, wer alſo in friſchbelegte Rotkehlchenneſter des
Odenwaldreviers friſche, ihm gelieferte Nachtigalleneier
einſetzen will, der möge ſich an Pfarrer Schuſter in
Gon=
ſenheim bei Mainz rechtzeitig wenden, der dann das
Wei=
tere beſorgen wird. Dieſer Plan verdient entſchieden Be
achtung, denn er iſt ſicher, wenn richtig ausgeführt, von
Er=
folg gekrönt, außerdem auch einfacher und großzügiger als
frühere Anſiedelungsverſuche. Auf dieſe Weiſe kann unſer
ſchönes Berggebiet wieder mit dem edelſten Sänger beſie
delt werden. Der Zentralausſchuß des Odenwaldklubs
gibt ſich der Hoffnung hin, daß die im Lande verbreiteten
Ortsgruppen dieſer Angelegenheit ihre Aufmerkſamkeit
zu=
wenden und gewiß geeignete Männer in ihren Reihen
haben, die im Mai und Juni ſich Nachtigalleneier von den
Brüdern Schuſter in Gonſenheim kommen laſſen und im
Herbſte über den Erfolg berichten. Wie herrlich wäre es
doch, wenn droben auf Lichtenberg, Otzberg, Breuberg, an
der Bergſtraße und im Neckartale wieder die Nachtigallen
ſchlügen!
— Jugendfürſorge. Zu dem ſchon
gemel=
deten Kurſus für Freunde der ſchulentlaſſenen
männ=
lichen Jugend, der vom 17. bis 21. April in Frankfurt
ſtattfinden ſoll, ſind inzwiſchen ſchon viele Meldungen
eingegangen. Der Kursbeitrag iſt auf nur 3 Mark
feſt=
geſetzt. Volle Verpflegung einſchließlich Quartier kann
ſchon von 1,50 Mark für den Tag nachgewieſen
wer=
den. Als Referenten haben neben Profeſſor Dr.
Wur=
ſter in Tübingen und Pfarrer Dr. Buſch in Frankfurt
nunmehr u. a. zugeſagt: Profeſſor Dr. A. Voigt in
Frankfurt („Berufswahl und Jugendwohl”), Sundikus
Engelbach in Darmſtadt („Bedeutung von
Handwerks=
kammern und gewerblichen Organiſationen”), Lic.
Zur=
hellen in Frankfurt, früher Seelſcheid („Begründung
und Einrichtung der ländlichen Jugendpflege‟), Lehrer
Eidmann („Führung durch das Odenwaldmuſeum”),
D. Dr. Diehl, beide in Darmſtadt („Heimatpflege im
Dienſt der Jugendpflege‟). Das endgültige Programm
wird in Kürze veröffentlicht.
— Schützt deutſche Ortsnamen! Man
wird es keinem Deutſchen verargen, wenn er in
fremd=
ſprachlicher Unterhaltung von Capetonn, New Vork,
Milano redet und London und Edinburgh engliſch
aus=
ſpricht; in deutſch geführter Unterhaltung haben wir
aber zum mindeſten das Recht, das fremde
Spracheigen=
tum dem Geiſte unſerer Sprache anzupaſſen; de
reden wir von Neuyork und Kapſtadt, da
huldi=
gen wir mit Mailand dem ſchöpferiſch tätigen
Sprachgeiſte unſerer Vorfahren, da ſprechen wir
Lon=
don und Edinburg ſo aus, als ob es deutſche Worte
wären. Handelt es ſich aber um Orte, in denen unſere
Mutterſprache jahrhundertelang geherrſcht hat, und
denen jetzt Gewalthaber den deutſchen Namen rauben
wollen, ſo iſt es unſere Pflicht, dies wertvolle Stüc
unſerer Mutterſprache zu ſchützen. Jetzt, wo die
Mad=
jaren planmäßig alle deutſchen Ortsnamen Ungarns
unterdrücken wollen, muß jeder Deutſche, dem ſeine
Sprache lieb iſt. dieſe Namen ſchützen. Schriftſteller,
Lehrer, Wanderer und Kaufleute müſſen in Wort und
Schrift die über 600 Jahre alten deutſchen
Ortsbezeich=
nungen bevorzugen, wie zum Beiſpiel:
Hermann=
ſtadt, Klauſenburg, Schäßburg und
Kron=
ſtadt, Preßburg, Oedenburg, Raab und
Gran Leutſchau und Kaſchau, Ofenpeſt
und Stuhlweißenburg. — Oder wollen wir
wirk=
lich durch ſtumpfe Gleichgültigkeit mit dazu beitragen,
daß die vielen deutſchen Ortsnamen Ungarns
unter=
gehen, die ſo beſcheiden und doch ſo anſchaulich von der
größten deutſchen Tat des Mittelalters, der
Beſiedel=
ung des Oſtens, erzählen? Wir wollen uns nicht
ein=
miſchen in die politiſchen Kämpfe dieſes Landes, aber
dieſe Ortsnamen ſind unſer Eigentum, unſer deutſches
Sprachgut, und das wollen wir uns nicht rauben laſſen.
Auch in der Weſtſchweiz gilt es, alten Beſitz zu
ver=
teidigen. Wenn ſchweizeriſche Behörden amtlich öfter
von Iferten reden, wollen auch wir dieſe Stätte der
Wirkſamkeit des großen deutſchen Erziehers Peſtalozzi
deutſch bezeichnen, und Neuenburg, das früher zu
Preußen gehörte, in dem ein Fünftel der Bevölkerung
Deutſche ſind, und das auch in Ableitungen wie
„Neuenburger See‟, „Neuenburgiſche Verfaſſung” ledt,
muß jeder Deutſche dem Neuchätel vorziehen. Unter
allen Umſtänden müſſen wir aber deutſchen Orten
deut=
ſche Namen geben; und ſo gibt es für uns nur Biel
und Murten, nicht aber Bienne und Morat. —
ſich genauer über dieſe Frage unterrichten will, laſſe
ſich von Dr. Lindſtröm in Hannover koſtenlos das
Ver=
zeichnis deutſcher Ortsnamen in Oeſterreich ſenden und
von Th. Schröters Verlag in Leipzig für 40 Pfg. das
deutſche Ortsnamenbüchlein für die Weſtſchweiz.
Sprachecke des Allgemeinen Deutſchen Sprachvereins.
Literariſches.
„Die Wenderoths” Roman von M.
Her=
bert (J. P. Bachem, Verlagsbuchhandlung, Köln a. Rh.;
broſch. 4.50 Mk., geb. 6 Mk.). In der Fülle der modernen
und hypermodernen Literaturerzeugniſſe iſt der Roman
„Die Wenderoths” wie ein Kind einer anderen, ſchönen
Welt, trotzdem er uns ein Stück Heimatleben, echtes,
inniges, warmes und reines Heimatleben gibt. Das
kommt davon, wenn wir mit dem Myſtiſchen und
Ge=
ſuchten der großen Mehrheit der modernen Romane,
vornehmlich ausländiſcher Dichter, überfüttert werden.
Da wird einem das Eigene fremd. Es iſt wie eine
Er=
holung, wieder einmal ein Buch zu leſen, das in
Schlichtheit und Innigkeit der Erzählung an die beſten
Werke unſerer guten Volksſchriftſteller vergangener
Epochen erinnert. Auch die Sprache, wenngleich ſie hier
und dort mehr als notwendig der flüſſigen Schönheit
entbehrt, iſt ſchlicht, einfach und wahr; kernig und
ge=
haltvoll, wie die Charaktere, die uns in dem Buche
ent=
gegentreten: der trefflich gezeichnete Wenderoth,
ein hünenhafter Heſſe von echtem Schrot und Korn, den
nur vorübergehend des Lebens Kümmerniſſe
unterkrie=
gen konnten, der aber in ſeiner alles beſiegenden Liehe
zur heimatlichen Scholle wieder geſundet. Sein
lieh=
liches Töchterlein, eine Heſſenblume, wie ſie ſchöner
und reiner nicht geſchildert werden kann, der arme
Aſſeſſor Dülker, und ſchließlich auch der verknöcherte
Juſtizrat, wie charakteriſtiſch ſind ſie alle gezeichnet in
kleinen prägnanten Strichen. Fürwahr, ein guter
Roman, wie ihn das Volk verſteht, das
Unverdorben=
heit und reine Herzensempfindungen ſich gewahrt hat.
Dabei iſt das Ganze eine charaktervolle ſcharfe
Verur=
teilung menſchlicher Schwächen, ein Loblied auf treue
Pflichterfüllung, auf Heimatliebe und Gaſtfreundſchaft,
auf das herrliche Wort Schillers: „Was du ererbt von
deinen Vätern, erwirb es, um es zu beſitzen‟ Dem Buch
iſt im Heſſenlande eine weite Verbreitung wohl zu
wünſchen.
Die letzten Hefte der Kunſtzeitſchrift „
Mei=
ſter der Farbe” bringen wieder eine Reihe
farbi=
ger Reproduktionen moderner Gemälde von
außer=
ordentlicher Schönheit (monatlich ein Heft mit 6
Bil=
dern zum Abonnementspreiſe von 2 Mark; Verlag
von E. A. Seemann, Leipzig). K. E. Schmidt zeigt
ſich wieder als Meiſter in der Schilderung des Pariſer
Künſtlertums. Eine ganz wundervolle Serie von
Bil=
dern in= und ausländiſcher Künſtler präſentiert ſich
dem Betrachter: blühende Landſchaften, delikate
Bild=
niſſe von Anmut und Charakter, erfreuende
Genre=
ſzenen ſeinſter Kunſt. Die Auswahl iſt ganz
erſicht=
lich mit vornehmſtem Geſchmack getroffen. Unter den
Landſchaften ragen ein farbenprächtiges Worpsweder
Stimmungsbild von Sophie Wencke, ein kraftvolles
Seeſtück von O. H. Engel und eine ſtille Naturſtudie
von Guſtav Kampmann hervor. Das vlämiſche
Inte=
rieur von M. A. Stremel und der Markttag von F. van
Leemputten zeugen von bemerkenswerter
Künſtler=
ſchaft. Einen köſtlichen Schluß bildet die kecke
Impro=
viſation „Die ſieben Schwaben” von Ernſt
Würten=
berger. Damit ſtehen die „Meiſter der Farbe” wieder
am Ende eines Jahrganges, und der Herausgeber darf
abermals auf ein gutes Stück geleiſteter Kulturarbeit
zurückblicken.
Letzte Nachrichten.
(Wolffs telegr. Korreſp.=Bureau.)
* Berlin, 18. Febr. In der geſtrigen Sitzung des
Bundesrates wurden noch angenommen der
Ent=
wurf der Ergänzung des Beſoldungsgeſetzes und die
Vorlagen betr. die Prägung von 40 Millionen
Drei=
mark= und Einmarkſtücken und fünf Millionen
Zehn=
pfennigſtücken, ferner die Vorlage betreffend die
Aen=
derung der Zuckerſteuerausführungsbeſtimmungen.
* Berlin, 18. Febr. Der Magiſtrat beſchloß,
unter Beitritt zu dem geſtern gefaßten Beſchluß der
Stadtverordnetenverſammlung, eine Petition
auszu=
arbeiten, in der vom Standpunkte der Berliner
Ver=
hältniſſe die Abänderung der Wahlrechtsvorlage
beim Landtage beantragt wird.
* Dortmund, 18. Febr. Das Schöffengericht
Hamm verurteilte am 7. Dezember 1909 den
Redak=
teur des „Simpliziſſimus” in München, Franz
Kaſpar Gulbrauſſon, wegen Beleidigung der
Zechenver=
waltung Radbod zu ſechs Monaten Gefängnis.
Gulbranſſon legte dagegen Berufung ein. Das
Land=
gericht Dortmund hob heute das vorinſtanzliche Urteil
auf und erkannte auf 1500 Mark Geldſtrafe.
* Wien, 18. Febr. Der Bürgermeiſter Lueger
hat ſich einer zweiten Operation unterzogen. Nach
ſeinem Erwachen aus der Narkoſe mußten
Morphium=
einſpritzungen und Sauerſtoffinhalationen
vorgenom=
men werden. Der Kranke ſteht unter ſtändiger
ärzt=
licher Bewachung.
* Paris, 17. Febr. Infolge des neuen
Hoch=
waſſers iſt in die Kellerräume, namentlich in der
Rue de Lille, abermals Waſſer eingedrungen. In dem
Kellergeſchoß der deutſchen Botſchaft ſteht das Waſſer
an 20 Zentimeter hoch. Nach Anſicht der zuſtändigen
Behörden dürfte das Hochwaſſer der Seine jetzt ſeinen
Maximalſtand erreichen.
* Paris, 18. Febr. Das Automobil des
Avia=
tikers Lebaudy ſtieß geſtern mit einem
Automobil=
omnibus zuſammen und ſtürzte um. Lebaudy wurde
aus dem Wagen herausgeſchleudert und brach mehrere
Rippen. Sein Begleiter wurde durch Glasſplitter
er=
heblich verletzt.
* London, 18. Febr. Ueber Nacht iſt die Flut in
Glasgow ſo hoch geſtiegen, wie ſeit zehn Jahren
nicht. Der Stand iſt vier Fuß über Normal. An dem
oberen Elude wurde bedeutender Schaden angerichtet.
Die Eiſenbahnen ſtehen an einigen Stellen unter
Waſſer.
* Petersburg, 18. Febr. Die Abordnung
fran=
zöſiſcher Parlamentarier iſt hier
einge=
troffen.
* Konſtantinopel, 18. Febr. Der „Jeni Gazetta”
zufolge wurden die türkiſchen Botſchafter von
Wien, Paris und Petersburg, und der türkiſche
Ge=
ſandte von Sofia hierher berufen.
* Kauea, 18. Febr. Die Blätter beſprechen in
ruhi=
gem Tone die Note der Schutzmächte. Es macht
ſich kein Anzeichen der Erregung bemerkbar.
H.B. Rom, 18. Febr. Wie aus Korfu depeſchiert
wird, erwartet man dort am 24. März den deutſchen
Kaiſer zu einem einwöchentlichen Aufenthalt. Es
verlautet, daß Präſident Rooſevelt den Kaiſer in Korfu
beſuchen werde.
Brieſtaſten.
P. F. in G. In den Städten, die der Städteordnung
vom 13. Juni 1874 unterſtehen, hat nach Artikel 55 der
Bürgermeiſter die Handhabung der Lokalpolizei zu
beſorgen, ſoweit ſie nicht beſonderen Großherzoglichen
Beamten übertragen iſt. Die Uebertragung der
Lokal=
polizei an Großh. Beamte iſt in Darmſtadt, Gießen und
Bad=Nauheim erfolgt. In den übrigen Städten iſt
teilweiſe eine Trennung der Lokalpolizei von dem
Amte des Bürgermeiſters auf Grund Beſchluſſes der
Stadtverordnetenverſammlung geſchehen und die
Poli=
zeiverwaltung einem beſonderen ſtädtiſchen Beamten
übertragen worden, ſo zum Beiſpiel in Mainz und
Worms. — In den Landgemeinden ſteht die
Handhab=
ung der Lokalpolizei grundſätzlich dem Bürgermeiſter
zu. Indes iſt auch die Uebertragung derſelben an einen
beſonderen Großh. Beamten zuläſſig; ſo zum Beiſpiel
im Bezirk Arnsburg. (Landgemeinde=Ordnung vom
15. Juni 1874, Artikel 53.)
J.
Nehmen Sie
(1030a
täglich ein Likörgläschen Dr. Hommel’s
Haematogen unmittelbar vor der
Haupt-
mahlzeit! Ihr Appetit wir reger, Ihr
Ner-
vensystem erstarkt, die Mattigkeit
ver-
schwindet und körperliches Wohlbefinden
stellt sich raschest ein. Warnung Man
ver-
lange ausdrücklich den Namen Dr. Hommel.
jehiechnielter ech
Frankenhausen am Kyffhäu
Ingenieur- und Werkmeister-Abteilun
.
Architektur- und Tief bankurse.
Siaatskommissar.
„Theorie und Bau von Flugzeugen‟.
Me Ze e
Frühstücke im
Kirchstrasse 3.
Hessenbräu.
Rudolf Doll. (1027a
für Spezial-Auskünfte, Er-
Detektiv-Institut mittelungen, Beobachtungen
— u. Vertrauens-Angelegenheiten.
Vobernahme nur einwandtreier Aufträge. Garaate für
gewissenhafte Erledigung. Kiesstr. 34 I. Tel. 1668. (C1028,2
Wasseler
Haler-Kaka0
wird bei
Magen- und Darmleiden
als Kräftigungsmitteltausendfach ärztlich empfohlen.
Nur echt in blauen Kartons für 1 Mk., niemals lose.
Triberg. Austrag der Rodel=
Reiſter=
ſchaft von Baden 1910 am Sonntag, den 20. Febr.;
Ski=Wettläufe und Sprunglauf am 27. Febr.
1910. Programme d. d. Ski= und Rodelklub Triberg.
Die Internationale Winterſport=Ausſtellung iſt verlängert
bis 6. März.
(3855 fI
e keheimisches
Technikum Bingen
Kaschitenten, Hetrelechuit,
Automobilbau. Brückenbau.
Melt.
450 Aasogn
Mianos z „tar moniums
in Kauf, Tausch, Miete, Raten. Stimmen.
Reparatur-Werkstätte. Hauptl.: I. Stock.
Darmstadt, Elisabethenstr. 12. Fernspr. 815.
g. Thies
Nachfolg.
Heflieferant LEopold Schatter
14348a
Jamiliennachrichten.
Statt beſonderer Anzeige.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen,
meine liebe Frau, unſere gute ſorgende Mutter,
Schwiegermutter und Großmutter
(3926
E
Frau Eva Ranzow
geb. Hoffmann
nach langem, mit Geduld ertragenem Leiden
heute früh im 58. Lebensjahre zu ſich zu rufen,
verſehen mit den hl. Sterbeſakramenten.
Die tieſtrauernden Hinterbliebenen:
Auguſt Ranzow
Willy Aug. Ranzow
und
Marie Ranzow, geb. Müller Kind
Emma Ott, geb. Ranzow
Hans Ott
Friedrich Ranzow
Minna Gebhardt, geb. Ranzowl und
Ferdinand Gebhardt
Kind
Ernſt Ranzow
Georg Ranzow
und
Joſefine Ranzow, geb. Sproß ) Kind
Adam Ranzow
Marie Ranzow
Frieda und Auguſte Ranzow.
Darmſtadt, München, Offenbach und
Straß=
burg, den 18. Februar 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Montag, den
21. Februar, nachmittags 3 Uhr, vom
Sterbe=
hauſe, Liebfrauenſtr. 111 aus.
Einſegnung ¼ Stunde vorher.
Kondolenzbeſuche dankend verbeten.
Dankſagung.
Für die überaus vielen Beweiſe herzlicher
Teil=
nahme an dem Verluſt unſerer lieben guten Mutter,
Großmutter, Schwiegermutter und Tante
Frau
Elise Waqner Witwe
geb. Henkel
(3846
ſagen wir innigſten Dank.
Darmſtadt, 17. Februar 1910.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Statt jeder beſonderen Mitteilung.
Verwandten, Freunden und Bekannten die
traurige Nachricht, daß Donnerstag
Nach=
mittag 2½ Uhr meine gute Frau, unſere gute
Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schweſter
und Tante
Katharine Moeser
geb. Hechler
nach langem ſchweren Leiden im 71.
Lebens=
jahre ſanft dem Herrn entſchlafen iſt. (3882
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Moeser, Zugführer i. P.
Darmſtadt, Mainz, Höchſt, Sindlingen,
den 18. Februar 1910.
Die Beerdigung findet ſtatt: Samstag,
Nach=
mittag 3 Uhr, vom Sterbehauſe, Gervinusſtr. 42,
aus.
Amtlicher Wetterbericht.
Oeffentliche Wetterdienſtſtelle Gießen.
Verlauf der Witterung ſeit Donnerstag früh: Das
weſtliche Tiefdruckgebiet hat ſich oſtwärts ausgedehnt
und auf ſeiner Vorderſeite ſehr milde Südwinde nach
Mitteldeutſchland geführt. Die Morgentemperaturen
liegen in den niederen Teilen des Landes bis 6 in
600 m noch bei 1 Wärme, ſodaß auch die Mittelgebirge
Tauwetter haben. — Unter der Herrſchaft des niederen
Druckes dauert die ſüdliche Luftſtrömung an.
Ausſichten in Heſſen für Samstag, den 19. Febr.:
Trüb und regneriſch, ſtarker Süd, ſehr mild, auch im
Gebirge.
Infolge ſtarker Schneeſchmelze tritt in den
kommen=
den Tagen wieder Steigen der Flüſſe ein;
Hochwaſſer=
gefahr.
Tageskalender.
Samstag, 19. Februar.
Vorſtellung um 8 Uhr im Orpheum.
Gaſtſpiel der Tänzerin Gudrun Hildebrandt um 8 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Hauptverſammlung des Bezirksvereins
Mathilden=
höhviertel um 8½ Uhr im „Mathildenhöhſaal”.
Hauptverſammlung des Bezirksvereins
Johannes=
viertel um 8½ Uhr im „Frankfurter Hof”.
Maskenball des Geſangvereins Frohſinn um 8.11 Uhr
im „Schützenhof”
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 5 Uhr im „Kölniſchen Hof”
Konzert um 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Sonntag, 20. Februar.
Großh. Hoftheater, Anfang ½7 Uhr: „Undine‟
Vorſtellung um 4 und 8 Uhr im Orpheum.
Gaſtſpiel der Tänzerin Gudrun Hildebrandt um 8 Uhr
in der Turnhalle am Woogsplatz.
Hauptprobe zum Konzert des Muſikvereins um
10 Uhr im Saalbau.
Aufführung des Schauſpiels „Andreas Hofer” um
4 Uhr im Geſellenhaus (Kathol. Geſellenverein).
Vortrag von Dr. Nöllner um 8 Uhr im „Feierabend”
(Evang. Arbeiter= und Handwerkerverein).
Vortrag von Prediger Dirkſen um 4½ Uhr Neckarſtr. 22.
Gemeindeabend der Petrusgemeinde um 8 Uhr im
Gemeindehaus.
Generalverſammlung des Spar= und
Vorſchuß=
vereins der kathol. Gemeinde um 5 Uhr im Vorſaal
des Katholikenvereins.
Konzert um 4 Uhr auf der Ludwigshöhe.
Konzert um 4 Uhr im Reſtaurant Kratſch.
Konzert um 4 Uhr im „Kölniſchen Hof”
Konzert im Reſtaurant Kilian. — Stadt Nürnberg.
Konzert um 4 und 8 Uhr im Reſtaurant „Metropol”.
Konzert um 8 Uhr im „Schützenhof”.
Ausflug des VogelsbergerHöhenklubs nach Cronberg;
Abfahrt um 7.30 Uhr.
1. Darmſtädter Kinematograph (Ecke Rhein= und
Grafenſtraße): Vorſtellungen von 4½—11 Uhr.
Olympia=Kinematograph Ernſt=Ludwigſtr. 23.
Kaiſerpanorama Luiſenplatz 1 (Nordſeebäder).
Verſteigerungskalender.
Montag, 21. Februar.
Schwellen=Verſteigerung um 9 Uhr auf Bahnhof
Darmſtadt am Uebergang der Pallaswieſenſtraße.
Nutzholz=Verſteigerung um 9 Uhr in der
Turn=
halle am Woogsplatz.
Brennholz=Verſteigerung um 9 Uhr im Rathaus
zu Pfungſtadt.
Stamm= u. Nutzholz=Verſteigerung um 9½ Uhr
im Eberſtädter Gemeindewald; Zuſammenkunft auf
dem Väckerweg am Eingang des Waldes.
König= Muſeum Salbauſtr. 72, Somtags gebfmet
von 11—1 Uhr.
Druck und Verlag: L. C. Wittich’ſche Hofbuchdruckerei.
Verantwortlich für den politiſchen Teil, für Feuilleton,
Reich und Ausland: Dr. Otto Waldacßel; für den übrigen
redaktionellen Teil und Letzte Nachrichten: Max Streeſe;
für den Inſeratenteil: F. Kroſt, ſämtlich in Darmſtadt. —
Für den redaktionellen Teil beſtimmte Mitteilungen ſind
an die „Redaktion des Tagblatts” zu adreſſieren. Etwaige
Honorarforderungen ſind beizufügen; nachträgliche werden
nicht berückſichtigt. Unverlangte Manuſkripte werden nicht
zurückgeſandt.
PilsnernSC
Münchner
ainer Dr
Hell Export
feinste Tafel-Bier e.
614a
Tannäpfel per Hektoliter 65 Pfg.
B3851) bei 10 „ 60 „
Lichtenzapfen per „ 45 „
Heinrich Keller Sohn.
Billig zu verkaufen:
einige Bilder, Kupferſtiche u. Radierungen,
Platen’s Natur=Heilmethode, neue Auflage
mit Abbildungen. Ferner einige Wiener=
Stühle, Seſſel, 1 Kinderbade wanne m.
Ge=
ſtell u. Nickelkrahnen, 1 ovaler Tiſch, 1 2fl.
Gasherd Gutenbergſtraße 38, 2. St. (*4057
Feines Vertiko wegen Platzmangel zu
(*3972
verkaufen Soderſtraße 6½, I.
Frisch eingetroffen:
Große Sendung
feinſte
Valencia-Orangen
Murcia-Orangen
Murcia-Blut-Orangen
(Palästina
Jaffa-ohne Kerne Orangen
10 Stüc 25
10 Stück
10 Stück
10 Stück
10 Stück
10 Stück
10 Stück
10 Stück
10 Stück
30 Pfg.
35 Pfg.
55 Pfg.
65 Pfg.
75 Pfg.
90 Pfg.
110 Pfg.
140 Pfg.
A. Reichard
Kolonialwarenhaus
Ecke Bleich= und Caſinoſtraße.
Telephon 104. (3889
Prompter Versand nach all. Stadtteilen
(3881
P s Schuſwarenſiaus
Speie
Inh. Paul Wildau
Aay Sadwtgstr. 10.
Konfirmanden-Stiefel
für Mädchen
Chevreaux-Schnürstiefel
mit Lackkappen
für Knaben
Boxleder-Schnürstiefel
solide Ausführung
Boxcalf-Schnürstiefel
moderne breite Form
Boxcalf-Schnürstiefel
Ringbesatz, moderne Form
Chevreaux-Schnürstiefel
echt Goodyear Welt
mit Lackkappen
Chevreaux-Schnürstiefel
mit und ohne Lackkappen
Derbyschnitt
Ein Triumph erst. Ranges ist die
Standard
Folding Schreibmaschine
Preis 275 Mark.
Ueberall begeisternd.
Ersparnis geg. bisherige führende
Welt.
Systeme ca.
200 Mark.
Wichtigste
Probleme
gelöst.
Bahnbrech.
Schwer-
fälligkeit
abgetan.
Vierfache Feder-Schreibschnellig.
keit. Beinahe geräuschlos.
Gratis-Prospekt von
CarlE.Lehmann, Frankfurt a. M.
(rund)z. Um=
Ca.200 Lärchen-Pfosten zäunung,
eine Anzahl Fichtenſtangen preisw. abzug.
Lucasweg 9, parterre.
*3891sm)
1t.
Papierabreißmaſch.
Petroleumoſenl, faſt neu, mehr. neue
Lüſter für elek. Beleuchtung werden billig
abgegeb. Näh. Wendelſtadtſtr. 8, I. (*4052
(Rollen=Reſte)
abzugeben
(11953
in der Exped. des Tagblatts.
Gebrauchte Möbel:
1 zweitür. Spiegelſchrank, engl., 1
voll=
ſtändiges Bett, engl., 1 Waſchkommode
mit Spiegel, 1 Diwan, gut erhalten, billig
zu verkaufen Riegerplatz 8, I.
(*4121
ſoy: 3 Silber und
Haſen zu verkauftu. 1 Holländer
mit Stall für 10 Mk.
*4120soi
Heidelbergerſtraße 27 (Schwab).
oha paſſend für Geſchenke,
Blumentische ſtets auf Lager.
Sehreinerei Hohlerweg 5. (*399a
Nal
Eine gut=A
erhaltene Wuſch= und Wringmaſchine
billig abzugeben Wittmannſtr. 6.
(*3996
gehr gut erh. ſchw. Taillenrockanzug
billig zu verkaufen
*4007) Rheinſtraße 28, Mittelbau I.
Sa billig
Pan
Gebraucntes Plüschsola zu
verkaufen Mathildenſtraße 24. (C3877,3
leichte Federrollen billig zu verkaufen
Schwanenſtraße 9.
*4051)
Saison-
Avis!
Meiner werten Kundschaft, sowie den geehrten Damen
Darmstadts und Umgebung zur Nachricht, dass sämtliche
Neuheiten für die
un
hjahrs=Mode
Fr
(*4038
eingetroffen sind.
Zur gefl. Besichtigung einladend, zeichnet
Hochachtungsvoll
Gottfr Pröser
Schneidermeister für Damengarderobe
Telephon 1553. Schulstrasse 8. Telephon 1553.
Konfirmandinnen
bekommen Kleider ſchick und tadellos angefertigt bei (B3899
Wiener Damenschneider
Arnold Krestan, Martinstrasse 95.
Anfertigung sämtlicher Damen=Garderobe.
Bruchleidende
Die größte Erleichterung bei vollſtändiger Sicherheit bietet mein bei Tag und Nacht
tragbares
Bruchband „Extrabequem‟
ohne Feder. Eigenes Fabrikat. Zahlreiche Zeugniſſe. Leibbinden, Geradehalter,
Gummiſtrümpfe, Federbruchbänder von Mk. 3.— an. Beſtellungen nach Muſter
werden entgegengenommen in Darmſtadt, Mittwoch, 23. Februar, 9—4 Uhr Hotel
Kölniſcher Hof. :: Bruchb.=Spez. Friedr. Raſche, Ballenſtedt, Vertr. der Firma
(3858f
L. Bogiſch, Stuttgart, Schwabſtraße 38a. — Gegründet 1894.
zukaufen
Jh
Mnff bill.
Schw. Damenpelz m. Muis zu Gebr. kl. Schreibtisch geſucht.
(*3973 Off. m. Preis unt. N 73 an d. Exped. (*4046so
verk. Heinheimerſtraße 86, I. r.
Weuest. Bebauur
I z. verk. Arch
plan v. Hohlenwegb. preisw.
eber, Rückertſtr. 8. (*4041so
Ottomane u. ſch. Sofaumbau zu ver=
(*4088
kaufen Soderſtraße 6½, I.
Vorkaufstellen von Speiers Schuhwaren:
Frankfurt a. M., Offenbach, Hanau, Langen, Würzburg, München, Nürnberg, Stuttgart, Straßburg, Köln, Hannover, Hamburg, Breslau, Leipzig, Aachen.
Sonderangebot
Win biten unere Aelage
im Lokal auf Extra-Tischen
zu beachten.
In Cehdrzer
Hausschürzen, Trägerschürzen, Reformschürzen
Kimonoschürzen, Miederschürzen, Servierschürzen
Zierschurzen
in weiss, schwarz und farbig.
Skädenen- u. Rhadenschur zZen
Hänger-, Trägerschürzen, Kimonoschürzen u. dergl.
in allen Grössen zu den denkbar billigsten Preisen.
Wir unterlassen es absichtlich, Preise anzuführen
da nur eine Besichtigung dieses Angebots Sie von
:: der Preiswürdigkeit überzeugen kann.
„7
(3871
Jeleſon
7777.
Ludkwigs-
platz 9.
Braubach & Fischer
Grösster Betrieb
Arhangi dieser Brancheim
Fürborer Grossherzogtum
Hessen.
Gegr. Chem. Waschanstalt
1848
12 Penst-Ludwigstrase 17.
15 eigene Läden. (908a
Färberei-Versand-Geschäft
Post- und Bahnsendungen werden nach
der Zentrale in Butzbach erbeten.
12 m lang,
Ein gebr. Treibriemen, 70—80 mm
breit, ſofort gegen Kaſſe zu kaufen geſucht.
Vernickelungsanſtalt Hölgesſtr. 3. (*3929fs
Hausbesitzern hohen Rabatt!
à Rolle von 10 Pfg. an
Taneten Eleg. Goldtapete z. Rolle v. 20 Pfg.an
Echte Lincrusta . à Mtr. v. 35 Pfg. an
Decorirte Lincrusta à „ „ 85 „ „
Ersatz-Lincrusta . 3 „ „ 20 „ „
Versende fro. geg. fro.
Karte 47 v. 10-45 Pfg. Karte 48 v. 48-160 Pfg.
Ringfreie Tapetenindustrie
Frankfurt
M. 47
C. Kupsch. Altegasse 27129.
Für Hausfrauen!
Elektra-Kerzen müssen Sie
probieren, heute Weltmarke.
Billide Kerzen bie billste, boste u. hellte
Kerze. Rinnen nicht, riechen
nicht! Besonders billig, beim Guss leicht beschädigte per Paket grosse Kerzen
6 oder 8 Stück 60 und 40 Pfg. Man verlange überall Elektra-Kerzen
von Franz Kuhn, Nürnberg. Hier: F. B. Grodhaus,
Seifen-
fabrik am weissen Turm.
(K17119,42
Walfees
eigener, rationeller Röſterei
Berliner Mischung p. Pfd. Mk. 1.20
Haushalt-Mischung „ „ „ 1.40
Köiner Mischung „ „ „ 1.60
Wiener Mischung „ „ „ 1.80
Kaiser-Mischung „ „
„ 2.00
Mocca, echt arab. „ „ „ 2.40
fassan-Kaffee, kand. „ von 1.20
Hoflieferant
Breimer
Telefon 76
Telefon 76
NB. Verſand nach allen Stadtteilen und
auswärts.
(1917a
Eine
Far badunterhenmer
Wegen Laden-Umbau p. 1. April 1910 zu verkaufen
1 Schaufenſter=Rolladen, kompl., 6.30X2.48m
desgl.
d. je 4.00X2.48m
2 Tür=Rolläden
d. je 4.00X1.45m
2 Ladentüren mit Blindrahmen u.
Spiegel=
ſcheiben 2.40X1.30 m
3 blanke Meſſingſtangen mit Wandarmen
2.50 m Länge
3 eiſerne Schutzgitter 2.50X0.50 m (1415a
2 Gaslüſter, 3= und 5=armig.
Alles in tadellosem Zustand.
A. Anton, Elisabethenstrasse 1.
Peien 2. Poitentde
werden in und außer dem Hauſe billig und
gut aufgearbeitet.
(6976,2
M. Hoffmann, Tapeziermſtr., Kiesſtr. 40.
ein Pianino wegen
Für 180 Mk. Umzug abzugeben
Sandbergſtraße 62, II. (*3678id
Dr. Gralles
Glyeerin- und Honig-Gelee.
Gegen spröde und aufgesprungene
Haut. Fettfrei!
Ueberall zu haben. (23650
I ej
Harchd Grungen
4 Pfg., 10 Stück 35 Pfg.
16a
0
Blut Orungen
6 Pfg., 10 Stück 55 Pfg.
DPe
Eittere Grungen
per Stück 8 Pfg., 10 Stück 75 Pfg.
Moeeing-Ffhme
Tessina Chronen
4 und 5 Pfg.
(3808fs
10 Stück 35 und 45 Pfg.
Kiſten 300 Stück Mk. 8,50.
Zuſendung frei Haus.
Emanuel Fuld
Kirchſtraße 1.
Telephon 137.
Die Aebelfrau.
Roman von Anny Wothe.
(Nachdruck verboten.)
36)
Dorret ſchmiegte ſich zärtlich an die Freundin.
Du Arme, flüſterte ſie bewegt. Was mußt Du
eiden. Aber ſie wußte wohl nicht, was ſie tat, Deine
Hroßmutter, Undine?
Sie iſt eine Diebin, entgegnete die junge Frau
ſart. Ich ſchaudere, wenn ich denke, es wäre ihr
ge=
ungen, mir den Brief zu entreißen und ihn zu
ver=
richten. Gott ſei Dank, in wenigen Stunden wird
ſer Graf hier ſein, und ich werde dann aus ſeinem
igenen Munde hören, was er auf die fürchterliche
An=
lage zu ſagen hat.
Und wenn ſeine Antwort Dich nicht befriedigt?
Dann werden ſich unſere Wege für immer ſcheiden.
Ein tiefes, beklemmendes Schweigen lag plötzlich
wiſchen den beiden Frauen.
Die gnädige Gräfin Lidwina läßt Fräulein Dorret
itten, zu ihr zu kommen, meldete eine Dienerin.
Einen Augenblick ſahen ſich Undine und Dorret
er=
hreckt in die Augen.
Geh, Liebling, flüſterte Undine, ſie hat Dich immer
keb gehabt. Vielleicht will ſie Abſchied von Dir
ehmen.
Willſt Du nicht mitkommen, Undine?
Finſter ſchüttelte die junge Frau das Haupt.
Nein, ich kann es noch nicht. Nicht in Groll will
H an ihr Lager treten, von dem ſie ſich vielleicht nie
jeder erhebt. Geh, Liebling, und komm’ gut heim=
Sie küßte die Freundin voll ungeſtümer Zärtlichkeit.
Dann ſtand Dorret in dem dämmerigen
Kranken=
zimmer der alten Gräfin und ſtarrte auf das ſeltſam
veränderte Geſicht der alten Frau, die halb aufgerichtet
in ihrem Bett ſaß und ihre lichtloſen Augen auf
Dor=
ret geheftet hielt.
Am Fußende des Bettes ſaß die kleine Lorl und
zog mit Eifer bunte Wollfäden durch Stramin.
Du, Dorret, rief ſie lächelnd, die blonden Locken
ſchüttelnd. Grootmuder ſterbt.
Sei ſtill, Lorl, gebot Dorret erſchreckt, haſtig ihre
Hand auf des Kindes Lippen legend.
Laß doch, wehrte ſich Lorl energiſch. Grootmuder
ſagt es doch ſelber. Sie ſterbt, wie Papa und wird
eingebuddelt.
Ein zitterndes Lächeln irrte über das Geſicht der
Greiſin mit den ſeltſam verzerten Zügen.
Schilt ſie nicht, Dorret. Lorl hat Recht. Ich habe
es ſelbſt geſagt. Geh’ jetzt, Lorl, mein Kind, geh’ zu
Undine.
Lorl nickte Dorret ſchalkhaft lächelnd zu.
Jetzt will ſie gewiß ſterben, flüſterte ſie
geheimnis=
voll. Tut das weh?
Dorret ſchob die kleine Schwätzerin zur Tür hinaus.
Komm’ hierher, Dorret, ganz nahe zu mir.
Gräfin Lidwina, deren Sprache durch den
erlitte=
nen Schlaganfall kaum verſtändlich war, taſtete mit der
einen, nicht gelähmten Hand über Dorrets Blondkopf,
der ſich tief zu ihr herniederbeugte, und fragte mühſam:
Willſt Du Undine einen Dienſt erweiſen?
Ihr wißt, Frau Gräfin, daß ich Undine über alles
liebe.
Könnteſt Du etwas für ſie tun? Ich meine, etwas
Großes?
Wenn es in meiner Macht ſteht, gewiß.
So höre, Dorret. Erſt leg’ mir noch einmal die
Kiſſen zurecht, meine Kraft iſt bald zu Ende. So iſt es
gut. Zuerſt mußt Du verſprechen, über das, was ich
Dir jetzt ſage, zu ſchweigen. Kannſt Du das?
Ich verſpreche es, Frau Gräfin.
Die Züge der Kranken verfinſterten ſich.
Dein Großvater war meines Sohnes Feind — ich
weiß nicht, ob ich Dir trauen kann, aber mir bleibt
keine Wahl, und Du biſt die einzige, der ich vielleicht
vertrauen kann.
Dorret ſenkte den Kopf.
Die ſtolze Frau, die ſie immer gefürchtet, mißachtete
ſie. Was würde ſie wohl ſagen, wenn ſie wüßte, daß
ſie Timms Braut war?
Dorret fröſtelte.
Graf Reimar wird heute zurück erwartet, begann
die Gräfin mit ſchwerer Zunge, ich habe aber durch
einen Zufall, oder beſſer geſagt, durch eine
Unvorſich=
tigkeit von Gräfin Fridruns Dienerin erfahren, daß
auch Gräfin Fridrun noch heute hier eintrifft.
Dorret ſchrie leiſe auf.
Sie kommt mit dem Grafen zurück?
Gräfin Lidwina ſchüttelte ihr graues Haupt.
Nein, er ahnt wohl nichts von ihrer Rückkehr. Sie
kommt auf Umwegen übers Watt, heimlich. Niemand
ſoll ihre Rückkehr ahnen. Nur ihre Lisberte hat
Fri=
druns Befehle, die ich durch ein fürſtliches Geſchenſ
von ihr erforſchte. Lisberte hat heimlich einen Schlitten
in die Stadt beſtellen müſſen, der Fridrun hierher
„Hell” von schönster Bernsteinfarbe
„Dunkel‟ klar, mild u. vollmundig
können sich nicht nur den teueren fremden Bieren ebenbürtig zur Seite stellen, sondern
gelten allgemein als die besten Marken. Jeder Versuch führt zur dauernden Kundschaft.
4.
X,I
Külhr-Kohlen A
Fettſſchrot mit Nuß per Ctr. Mk. 1.20,
Anthr.=Eiformbriketts per Ctr. Mk. 1.35,
Union=Briketts
per Ctr. Mk. 1.10,
Per Kaſſe in Fuhren von 25 Ctr. an.
Sackzentner billigſt.
Sowie alle anderen Sorten Kohlen u. Holz.
Georg Schött,
Teleph. 1503. (B906) Karlſtraße 54.
Wer zahlt den höchsten Preis
für getragene Kleider, Schuhe, Stiefel,
Uniformen, Möbel, Bettwerk ꝛc.?
905a)
C. Strudel, Langegaſſe.
Eingetauſchte
Fahrräder
(ca. 100 Stück)
bekannte Marken, von 20 Mark an
L. Beudt, Nachf.
3209a)
Hölgesſtraße 1
Günſtige Gelegenheit für Wiederverkäufer
Dr. Dralle’s
Glyeerin- und Honig-Gelee.
Gegen Wundwerden der Nasenflügel
und Oberlippe bei Schnupfen.
Ueberall zu haben. (2366D
Carl Herber
Spezialgeschäft für Ledermöbel
Luiſenſtraße 34.
(2703a
Schnellſte Anfertigung von Polſtermöbel
und Matratzen aller Art.
Lieferung von Dekorationen.
Einrichten von Wohnungen.
mit ſämtlichem Zu=
Ladeneinrichtun
ug behör für
Zigarren=
geſchäft zu verkaufen ſowie ein faſt neues
Damenrad. Näh. Karlſtr. 63½, 2. St. (*3664ims
Wegen Räumung
verkaufe ich einen faſt neuen Flaſchenzug
mit Schienen, 1 großer Packtiſch, 1
Steh=
ſchreibpult, für Kontor geeignet
B3432)
Klappacherſtraße 40/42.
Fluss-Stauter-Kit
ist das beste zum Kitten
zerbrochener Gegenstände.
Zu haben in Drogerien, Papier- u.
Glaswaren-Handlungen.
(19636a
beſte Miſchung. Göbels Spezial=
Dogelſann, geschäft, Ernst-Ludwigstr. 11.(2511a
Prof. Giessler's Patent
Modernstes Waschmittel
gibt durch halbstündiges Kochen
blendend weisse Wäsche
Garantiert frei von Chlor und
allen schädlichen Bestandteilen
Ein Versuch überzeugt
Prof Gies
6201if.
3
§* Braunkohlen-Pressteine
der staatlichen Grube Ludwigshoffnung.
Billigſter und vorzüglichſter Brand, gleichwertig jedem Braunkohlenbrikett.
onkesli
F
Grossh. Bergwernsulrehtion, Friedberg
(Hessen).
(919M
Zu beziehen in Darmſtadt von den Kohlenhandlungen:
Philipp Dieh!. Stiftſtraße 27 und A. Castritius, Mühlſtraße 20.
Herwsensche tolimmerst Hanngenehimnerst ſtane-Sairenfeſt
(K22954,28
Hepleiwein.
in
FFlaschen 8c Gebinden
Marfin Jahn
Pallaswiesenstr. 30
Milchkur Carlshof
empfiehlt durch die Wagen
Vollmilch, Rahm, Matte,
Butter und Eier.
Magermilch
ab Haus
Kartoffel
Branntwein
Speisekartoffeln:
Bad. Magnum bonum. Induſtrie und
Mühlhäuſer Salatkartoffeln empfiehlt in
(1708a
gut verleſener Ware
Wilhelm Stumpf, Rundeturmſtraße.
Telephon 694.
Fünf Stück
Tafelklaviere
wegen Platzmangel zu jedem annehmbaren
Preiſe zu verkaufen. Georg Thies Nachf.,
Leopold Schutter, Hoflieferant,
Eliſa=
bethenſtraße 12.
(3306sms
Motorrad
2½ PS. „Puch” zu verkaufen. Zu ſehen
bei Mechaniker Heß, Eberſtadt. (*3919fs
5/
Gebr. 710 Bierglaſer=
100 Stück, auch ohne Henkel, ſofort zu
kaufen geſucht. Offerten mit Preis unter
(680ls
N 50 an die Expd.
ohlen &
Oks
u. alle Brennmaterial, liefert
in allerbeſten Qualit. z.
kon=
kurrenzlos billigen Tagespreiſen. (2489a
Eu
Pr. Schahhegen
dmahnatn 1
Lanugehrotl. 10. Feleion- (c.
führen ſoll. Nun weißt Du ja ſelbſt, daß Undine unter
allen Umſtänden den Grafen ſprechen muß, ehe Fridrun
heimkehrt. Wie ich Fridrun kenne, wird ſie das zu
verhindern wiſſen. Sie wird Undine das wichtige
Do=
kument, das Ebbo Klas Undine anvertraute, und das
er zurückgeben muß, wenn es Fridrun verlangt,
ent=
reißen, und ſie wird, wie ich vermute, nicht eher ruhen,
als bis ſie gegen Undine und ihren Mann den Schlag
geführt hat, zu dem ihre Rachſucht ſie treibt. Daß ſie
heimlich zurückkehrt, iſt mir ein Beweis, daß ſie
Schlim=
mes im Schilde führt. Sie haßt Undine, und nur, um
ſie zu vernichten und ſich an dem Grafen Reimar zu
rächen, iſt ſie heimgekehrt. Ihre Rückkehr für heute
muß um jeden Preis verhindert werden, Dorret.
Wie könnte ich das, gnädigſte Gräfin?
Die Kranke ſtöhnte ſchmerzhaft auf. Das Sprechen
wurde ihr ſo ſchwer, und ihre Kraft verſagte, aber ſie
mußte zu Ende kommen.
Du mußt in die Stadt, Dorret, aber niemand darf
es wiſſen.
Es gibt keinen Weg, Frau Gräfin. Alles iſt
ver=
ſchneit.
Ich weiß, Du biſt eine vortreffliche Skiläuferin.
Willſt Du es wagen?
Was ſoll ich tun, gnädigſte Gräfin?
Zuerſt gehſt Du zu Ebbo Klas, teilſt ihm die
An=
kunft der Gräfin Fridrun mit und bitteſt ihn in meinem
Namen, die Gräfin für alle Fälle in der Stadt bis
morgen früh feſtzuhalten und ſie dann nach hier zu
be=
gleiten.
Und dann?
Dorret ſah geſpannt in das verfallene Geſicht der
Kranken, deren leere Augen ſich feſt in ihr Antlitz
bohrten.
Dann eilſt Du auf Deinen Schneeſchuhen übers
Watt. Wenn Du Dich dazu hälſt, kannſt Du, ehe es
dunkel wird, auf dem Weg ſein und verſuchen, die
Gräfin, die im Schlitten nach der Stadt fährt, zu
treffen. Du teilft ihr mitzhdaß hier der Tud vür der
Tür ſteht, hörſt Du, der Tod! Noch heute Nacht würde
er anklopfen. Fridrun iſt furchtſam — ſie ſieht nicht,
wie ich, in dem Senſenmann einen Freund — ſie wird
aus Furcht zögern, die Reiſe in der Nacht fortzuſetzen,
und Ebbo Klas mag dann das übrige tun, ſie in der
Stadt zu halten. Du kennſt den Weg, den ſie von
Hoyer nehmen muß. Sei gut und klug.
Dorret küßte ſtumm die Hand der alten Fran.
So eile Dich, gebot die Gräfin ungeduldig, zeige,
daß Du wirklich im Stande biſt, für Undine etwas zu
wagen. Ich habe ihr weh getan, ich habe ik den
Glauben an mich genommen, ich weiß es. Es iſt der
letzte Liebesdienſt, den ich ihr erweiſen kann, wenn
unſer Vorhaben gelingt. Geh, Dorret. Wir werden
uns nicht wiederſehen.
Ihr dürft nicht ſterben, Frau Gräfin, bat Dorret
mit zitternder Stimme, jetzt dürft Ihr nicht ſterben.
Der Gevatter Tod fragt mich nach unſeren
Wün=
ſchen, Kind. Mir kommt er recht. Du aber ſollſt
ge=
ſegnet ſein in meiner letzten Stunde.
Die zitternde Hand ſtrich über den blonden
Schei=
tel, dann trat die Pflegerin in das Krankenzimmer.
Einen Augenblick ſtand Dorret noch unſchlüſſig.
Die Greiſin aber hob faſt drohend die Hand und
deu=
tete ſtumm auf die Tür.
Da flog Dorret förmlich hinaus und in fliegender
Haſt die Dorfſtraße entlang, der Wiedingharde zu.
Die Sonne war faſt untergegangen, und graue
Wolken zogen am Himmel auf.
Der Großvater ſchlief noch, und der Ohm war, wie
die alte Tjalda berichtete, übers Watt nach Hoyer
hinüber.
Einen Augenblick ſtutzte Dorret. Wenn er ſie traf,
würde ihre Miſſion ſcheitern. Doch gleich darauf trat
ſie lächelnd zu der alten Dienerin und ſagte:
Ich will dem Oheim entgegen.
Nimm Dich in acht, mahnte Tjalda. Es liegt Schnee
in der Luft, und der Wind geht ſcharf.
Der Weg iſt kurz, ich habe ihn hundertmal
ge=
macht. Leb’ wohl, Tjalda, und grüße den Grootpader.
Sie ſtülpte ihre weiße, gehäkelte Eismütze über das
blonde Haar und ſchlüpfte in die dicke, weiße
Strigk=
jacke mit dem hohen Kragen, den ſie bis über die
klei=
nen, roſigen Ohren zog. Die langen Schneeſchuhe an
den Füßen, flog ſie eine kleine Weile ſpäter dem
Städt=
chen zu.
Dorrets Herz klopfte. Sie dachte an Timm, und
wenn es ihr gelänge, die Gräfin fern zu halten, es
doch vielleicht eine Möglichkeit gäbe, daß Undine noch
glücklich würde. Sie wußte ſelbſt nicht, wie ſie ſich
dieſes Glück denken ſollte. Sie fühlte nur, daß ihr
Groll und Haß gegen den Grafen Reimar immer mehr
ſchwand — er war ihres Timms Bruder — und daß
ſie nichts ſehnlicher und nichts heißer wünſchte, als daß.
Undine ſo glücklich würde, wie ſie ſelbſt. Fridrun aber,
das fühlte ſie, würde Undinés Glück vernichten.
G. 7
(Fortſetzung folgt.)
Bekanntmachung.
Betreffend: Die Erhebung des Stempels für Fahrräder pro 1910.
Unter Hinweis auf die nachſtehend abgedruckten §§ 3, 15—27 der Verordnung
vom 6. Mai 1907, den Radfahrverkehr betreffend, ſowie unter Hinweis auf die
gleich=
falls abgedruckten, im Falle einer Verſäumnis platzgreifenden Strafbeſtimmungen wird
hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Erhebung des Stempels für
Fahr=
räder für das Rechnungsjahr 1910, ſowie das Aufkleben und die vorſchriftsmäßige
Entwertung desſelben
von heute ab bis 31. März 1910 an jedem Wochentage,
vormittags von 9 bis 12 Uhr,
rei Großh. Kreisamt Darmſtadt, Neckarſtraße Nr. 3, im Erdgeſchoß, Zimmer Nr. 9,
ſtattfindet.
Wir fordern daher alle Beſitzer von Fahrrädern, die dieſelben auf öffentlichen
Wegen und Plätzen benutzen, auf, die Stempelabgabe während der obenerwähnten
Zeit zu entrichten oder, ſofern die Vorausſetzungen hierzu vorliegen, während derſelben
Zeit (ſ. § 19 Abſ. 2 der Verordnung) Antrag auf Befreiung von der Abgabe zu ſtellen.
Anſprüche auf Befreiung ſind:
1. für die Stadt Darmſtadt bei dem zuſtändigen Polizei=Revier,
2. für den Landkreis Darmſtadt bei der betreffenden Großherzoglichen
Bürger=
meiſterei
vorzubringen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großherzogliches Kreisamt Darmſtadt.
J. E.: von Starck.
(4534a
Verordnung, den Radfahrverkehr betreffend.
Vom 6. Mai 1907, §§ 3, 15—27 der Verordnung.
C. Der Radfahrer.
a) Ausweis über die Perſon des Radfahrers.
§ 3. Wenn ein Fahrrad auf öffentlichen Wegen und Plätzen benutzt werden ſoll,
hat der Beſitzer hiervon dem für ſeinen Wohnort zuſtändigen Kreisamt ſchriftlich oder
mündlich Anzeige zu erſtatten und die in Nr. 58 des Tarifs zum Urkundenſtempelgeſetz
in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907 vorgeſchriebene
Stempelab=
gabe für die Radfahrkarte zu entrichten.
Das Kreisamt erteilt dem Anmeldenden eine auf den Namen des Radfahrers
lautende Radfahrkarte, die nach anliegendem Muſter ausgeſtellt wird.
Der Radfahrer hat die Radfahrkarte bei ſich zu führen und auf Verlangen dem
zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
Für Perſonen unter 14 Jahren erfolgt die Ausſtellung auf Antrag des Vaters,
Vormundes oder ſonſtigen Gewalthabers.
Die Radfahrkarte gilt für den Umfang des Deutſchen Reichs.
Radfahrer, die ihren gewöhnlichen Aufenthalt außerhalb des Deutſchen Reiches
haben, haben einen anderweiten genügenden Ausweis über ihre Perſon bei ſich zu
führen und auf Verlangen dem zuſtändigen Beamten vorzuzeigen.
E. Vorſchriften über die Stempelabgabe.
§ 15. Die Stempelabgabe für die Jahreskarte (§ 3, Abſ. 1), gültig vom 1. April
bis 31. März des folgenden Jahres, beträgt 5 Mark. Entſteht die Abgabepflicht in
der Zeit zwiſchen 1. Oktober und 31. März des folgenden Jahres, ſo iſt für dieſen
Zeitraum nur die Hälfte dieſes Betrages zu entrichten.
§ 16. Das Kreisamt trägt die Anmeldungen unter fortlaufenden Nummern in
ein Verzeichnis ein, erhebt die in § 15 erwähnte Abgabe und erteilt den Anmeldenden
1. eine Radfahrkarte (§ 3).
2. eine Nummerplatte, die der Nummer des Verzeichniſſes entſpricht.
§ 17. Auf der Rückſeite der Radfahrkarte ſind Stempelmarken im Betrage der
entrichteten Abgabe durch das Kreisamt aufzukleben und zu entwerten.
Bei den von der Stempelabgabe befreiten Perſonen (§ 23) erhalten die
Rad=
fahrkarten auf der Rückſeite den Vermerk „Stempelfrei bis 31. März 19.. .".
§ 18. Die Nummerplatte trägt auf beiden Seiten auf weißem Grund in 6 cm
hoher lateiniſcher Schrift den Anfangsbuchſtaben der Behörde, die die Radfahrkarte
ausgeſtellt hat (für das Kreisamt Dieburg Di) und dahinter in 5 cm hohen Ziffern
die Nummer der Radfahrkarte (§ 16). Die Nummern werden, je nachdem ſie von
einer Behörde der Provinz Starkenburg, Oberheſſen oder Rheinheſſen zugeteilt
worden ſind, in roter, blauer oder grüner Farbe aufgetragen. Bei den für den
Land=
bezirk eines Kreiſes ausgegebenen Nummerplatten iſt der betreffende Buchſtabe in
der Farbe der Nummer, bei den Nummerplatten für den Stadtbezirk eines Kreiſes
dagegen in ſchwarzer Farbe ausgeführt.
Das Fahrrad muß beim Befahren öffentlicher Wege und Plätze mit der
Num=
nerplatte verſehen ſein. Letztere, deren Inſchrift ſtets in lesbarem Zuſtande erhalten
verden muß, iſt in der Richtung der Längsaxe des Fahrrades und nach vorn gerichtet
derart zu befeſtigen, daß die Inſchrift von beiden Seiten gut ſichtbar iſt. Die
Nummer=
slatte wird von der Behörde beſchafft und den Beſitzern von abgabepflichtigen
Fahr=
rädern unentgeltlich geliefert. Wer von der Stempelabgabe befreit iſt, hat die Koſten
per Rummerplatte zu erſetzen.
Beſitzer von ſolchen Fahrrädern, die mit Nummerplatten verſehen ſind, dürfen
ur Kontrollierung der Abgabe nicht angehalten werden.
§ 19. Die Abgabe iſt von einer und derſelben Perſon, auch bei einem Wechſel des
Fahrrads, innerhalb desſelben Jahres (1. April bis 31 März) ſtets nur einmal, und
war erſtmalig bei der Anmeldung des Fahrrads und ſodann alljährlich im Monat
Närz für das darauffolgende Rechnungsjahr unter Vorlage der Radfahrkarte bei dem
kreisamt zu entrichten.
Innerhalb der gleichen Friſten haben die Perſonen, die gemäß § 23 Befreiung
on der Abgabepflicht in Anſpruch nehmen, bei dem Kreisamt entſprechenden
An=
rag zu ſtellen.
§ 20. Wer den Beſitz eines anmeldepflichtigen Fahrrades im Laufe eines Jahres
ufgibt oder verliert, hat dies dem Kreisamt ſeines Wohn= oder Aufenthaltsortes
ängſtens binnen einer Woche unter Vorzeigung der Karte und Rückgabe der
Num=
rerplatte anzuzeigen.
Wer, ohne den Beſitz aufzugeben, das Fahrrad auf öffentlichen Wegen und
slätzen nicht mehr benutzen will, kann ſich durch Abmelden des Rades unter
Rück=
abe der Nummerplatte von der weiteren Abgabepflicht befreien.
Die Abmeldung iſt in das nach § 16 zu führende Verzeichnis einzutragen und
em Abmeldenden auf Verlangen auf der ihm erteilten Karte zu beſcheinigen.
§ 21. Verlegt der Beſitzer eines anmeldepflichtigen Fahrrades ſeinen
Wohn=
der Aufenthaltsort in einen anderen Kreis, ſo iſt das Rad bei dem Kreisamt, das
je Radfahrkarte ausgeſtellt hat, abzumelden und bei dem für den neuen Wohn= oder
ufenthaltsort zuſtändigen Kreisamt unter Vorlage der Radfahrkarte anzumelden;
das letztere erteilt eine neue Nummerplate und zieht die bisher geführte
Rummer=
platte behufs Rückgabe an das zuſtändige Kreisamt ein.
§ 22. Es iſt verboten, Nummerplatten eigenmächtig anzufertigen, die Inſchrift
von Nummerplatten eigenmächtig zu ändern und ſolche Nummerplatten zu führen,
die nicht von der zuſtändigen Behörde erteilt ſind.
Der Beſitzer eines mit Nummerplatte verſehenen Fahrrades darf dieſes an
andere Perſonen zur Benutzung auf öffentlichen Wegen und Plätzen nur vorüber=,
gehend überlaſſen.
F. Ausnahmen.
§ 23. Von der Stempelabgabe ſind befreit:
1. Militärperſonen und ſonſtige Perſonen, die in Dienſten des Reiches oder eines
Bundesſtaates einer Provinz, eines Kreiſes oder einer Gemeinde ſtehen und
Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden
Dienſt=
geſchäfte benutzen;
2. Perſonen, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur
Ar=
beitsſtelle oder zur Ausübung ihres Berufes oder Gewerbes benutzen, ſofern
ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mk. nicht erreicht;
3. Schüler, die das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum
Be=
ſuche der in einer anderen Gemeinde oder mindeſtens 2½ Kilometer von der
Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen;
4. Perſonen, die ſich zum Kurgebrauch oder weniger als 30 Tage lang im
Groß=
herzogtum aufhalten;
5. Perſonen, die ein Fahrrad, für das die Stempelabgabe bereits entrichtet iſt,
vorübergehend benützen (§ 22 Abſ. 2).
§ 24. Wird auf Grund des § 23 eine Befreiung von der Stempelabgabe in
An=
ſpruch genommen, ſo iſt vorzulegen:
1. in den Fällen der Ziffer 1 eine Beſcheinigung der vorgeſetzten Dienſtbehörde
dahingehend, daß das Fahrrad überwiegend zu dienſtlichen Zwecken
ver=
wendet wird;
2,. in den Fällen der Ziffer 2 der letzte Steuerzettel und eine Beſcheinigung der
Bürgermeiſterei oder Polizeibehörde über das Vorliegen der weiteren
Voraus=
ſetzung. Bei Bedienſteten genügt hinſichtlich des letzten Punktes eine
Be=
ſcheinigung des Arbeitgebers, die jedoch durch die Bürgermeiſterei oder
Polizei=
behörde beſtätigt ſein muß;
3. in den Fällen der Ziffer 3 eine Beſcheinigung der Bürgermeiſterei oder der
Polizeibehörde oder des Klaſſenlehrers.
Ueber den Anſpruch entſcheidet, vorbehaltlich der Beſchwerde an das
Miniſte=
rium des Innern, das Kreisamt, bei dem die Stempelabgabe zu entrichten ſein würde.
Die Steuerbehörden ſind verpflichtet, den Kreisämtern auf Verlangen jede zur
Entſcheidung erforderliche Auskunft zu geben.
§ 25. Eine Verpflichtung zum Führen einer Nummerplatte und zum
Mitführen einer Radfahrkarte beſteht nicht für die in § 23 Ziffer 1 genannten
Perſonen, wenn:
1. dieſe bei Benutzung des Rades Uniform, Amtskleidung oder ein Amtsabzeichen
tragen, oder
2. das Rad als zu Dienſtzwecken beſtimmt von der vorgeſetzten Behörde kenntlich
gemacht iſt.
§ 26. Ob und inwieweit Ausnahmen von den in Gemäßheit des § 13 ergangenen
Vorſchriften für den dienſtlichen Radfahrverkehr der Beamten der Poſt= und
Tele=
graphenverwaltung und anderer öffentlicher Verwaltungen, ſowie der Gendarmen
zuzulaſſen ſind, beſtimmt das Miniſterium des Innern.
G. Strafbeſtimmungen.
§ 27. Zuwiderhandlungen gegen die Vorſchriften über die Entrichtung der
Stempelabgabe werden nach dem Geſetz vom 12. Auguſt 1899 über den
Urkunden=
ſtempel in der Faſſung der Bekanntmachung vom 28. März 1907,
Zuwiderhand=
lungen gegen die übrigen Vorſchriften dieſer Verordnung und gegen die darin
vor=
behaltenen allgemeinen oder beſonderen polizeilichen Anordnungen (§ 13) in
Gemäß=
heit des § 366 Nr. 10 des Reichsſtrafgeſetzbuches mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder
mit Haft bis zu 14 Tagen beſtraft.
Urkundenſtempelgeſetz.
Artikel 31, Abſ. 1. Die im Art. 14 Nr. 2 bezeichneten Perſonen haben, wenn ſie
den Vorſchriften bezüglich der Verpflichtung zur Entrichtung des Stempels
zuwider=
handeln, unbeſchadet ihrer Haftpflicht für den fehlenden Stempel (Art 14), eine
Geld=
ſtrafe verwirkt, welche dem vierfachen Betrage des hinterzogenen Stempels gleich=
Jede zuwiderhandelnde Perſon
kommt, mindeſtens aber drei Mark beträgt.
trifft die ganze Strafe. Auf Beamte findet dieſe Vorſchrift keine Anwendung.
Abſ. 3. Die Verhängung der Strafe erfolgt nach Maßgabe der Vorſchriften des
Geſetzes, die Einführung des Verwaltungsſtrafbeſcheids bei Zuwiderhandlungen
gegen die Vorſchriften über die Erhebung öffentlicher Abgaben und Gefälle betreffend,
vom 20. September 1800.
Abſ. 4. Wenn ſich aus den Umſtänden ergibt, daß eine Stempelhinterziehung
nicht hat verübt werden können oder nicht beabſichtigt worden iſt, ſo tritt ſtatt der
vorgedachten Geldſtrafe eine Ordnungsſtrafe bis zu zweihundert Mark ein.
Art. 33. Wer es, den beſtehenden Beſtimmungen zuwider, unterläßt, die nach
den Tarifnummern 10, 34, 40, 47, 48, 51, 58, 86 erforderlichen Erlaubnisſcheine und
Karten zu löſen, verfällt in die im Artikel 31 Abſ. 1 beſtimmte Strafe. Die
Vorſchrif=
ten des Artikel 31 Abſ. 3, 4 finden entſprechende Anwendung.
Die hinterzogene Stempelabgabe iſt von demjenigen nachzuentrichten der im
Falle der Löſung des Erlaubnisſcheines oder der Karte zur Zahlung des Stempels
verpflichtet geweſen wäre. Die Einziehung der Abgabe erfolgt nach Maßgabe der
Vorſchriften des Artikel 26.
Unterſteht die Perſon, die nach Abſ. 2 die Stempelabgabe nachzuentrichten hat,
wegen Minderjährigkeit oder wegen ihres geiſtigen oder körperlichen Zuſtandes der
Beaufſichtigung, ſo haftet für die Entrichtung der Stempelabgabe auch derjenige,
wel=
cher kraft Geſetzes zur Führung der Aufſicht verpflichtet iſt. Die Haftbarkeit, tritt
nicht ein, wenn der Aufſichtspflichtige nachweiſt, daß er ſeiner Pflicht genügt hat oder
daß die Stempelhinterziehung auch bei gehöriger Aufſichtsführung erfolgt ſein würde.
Die Beſtimmung des Abſ. 2 Satz 2 findet Anwendung.
Darmſtadt, 15. Februar 1910.
Betreffend: wie oben.
P4
Das Großherzogliche Kreisamt Darmſtadt
an die Großherzoglichen Bürgermeiſtereien des Kreiſes.
Vorſtehende Bekanntmachung empfehlen wir Ihnen wiederholt in geeignet
erſcheinender Weiſe zur Kenntnis der Intereſſenten Ihrer Gemeinde zu bringen.
J. E.: von Starck.
(3749a
Anliche Nachrihen des Groſherzopichen Poſtgeinie Daraſtadt.
Gefundene und verlorene Sachen.
Gefunden: 1 Wechſel über 522 Mk. 1 goldener Ring mit rot= u.
blauſchimmern=
em Stein. 1 Wechſel über 10 Mk. 1 gelbes Stoffhandtäſchchen mit Inhalt. 2braune
amen=Pelze. 1 Kinder=Leiterwagen. 1 Zehnmarkſtück. 2 Roſenkränze. 1
Zehnmark=
ſick. 1 Portemonnaie mit Inhalt. 1 rotes Portemonnaie mit Inhalt. 1 Regenſchirm
hne Griff. 1 großes Stück altes Gußrohr. 1 franzöſiſches Wörterbuch. 1 Kundenbuch,
17 den Namen Höhr lautend. 1 Paar dunkelgelbe Kinder=Handſchuhe. 1 mittelgroßer
chlüſſel. 1 braunes Portemonnaie mit 33 Pfennigen Inhalt. 1 Taſchenmeſſer mit
erlmuttſtiel. 1 brauner Damen=Pelz mit Kopf und Schwänzchen. 1 größ. Schlüſſel.
einzelner grauwollener Damen=Handſchuh. 1 rotledernes Etui mit Zeichenutenſilien.
Hundehalsband mit Marke und der Nr. 4518. 1 mittelgroßer und 1 größ. Schlüſſel
1 einem Riemchen. 1 ſchwarzſeidener Regenſchirm mit ovalem Griff. 1 kleiner weißer
inder=Handſchuh. 1 ſchwarzer Damen=Gummigürtel. 2 große Schlüſſel. 1 Paar noch
ue Rollſchuhe. 1 weißes Taſchentuch, gez. H. 1 braunes Kinder=Portemonnaie mit
ihe einer Mark Inhalt. 1 Poſtwertzeichen=Katalog. 1 ſilbernes Herzchen mit
Auf=
rift „Neues Palais 3. 2. 10‟. 1 Damen=Schirm mit gelbem Knopf 1 ſchwarzer
kuff mit weißem Taſchentuch. 1 Brille mit Futteral. 1 halbſeidener Damen=Schirm.
Hundemarke mit der Nr. 850.
Verloren: 1 ſilbernes Ketten=Armband mit Anhänger. 1 ſchwarzer Samtgürtel.
große Granatbroſche mit echten Rubinen in Gold gefaßt. 1 grünledernes Porte=
Innaie mit etwa 5 Mk. Inhalt und 2 Schlüſſeln. 1 länglichſchmales braunes
Damen=
örtemonnaie mit etwa 15 Mk. Inhalt. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit etwa
Pfennigen Inhalt. 1 Militärpaß, auf den Namen Franz Burkle lautend. 1
Vorder=
ſtell von einem vierrädigen Handwagen. 1 grünes Portemonnaie mit über 20 Mk.
rhalt. 1 goldene Broſche in Form eines Eichenzweiges. 2 Damen=Schirme mit
xtur= und braunem Griff. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 1,77 Mk. Inhalt. 1 ſilb.
xhänger (länglich=rund), 1 blau= und weißgeſtreifte Reformſchürze. 1 Damen=Regen=
ſchirm (im Gymnaſium abhanden gekommen). 1 gelbes lilageſtreiftes Balltuch. 1 ſeid
Regenſchirm mit ovalem violettblauem Griff. 1 Dienſtbuch, auf den Namen Marie
Weber lautend. 1 ſchwarzes Portemonnaie mit 12 Mk. Inhalt. 1 ſchwarzer Damen=
Gummigürtel. 1 Damen=Goldgürtel.
Paar braunwollene Damen=Handſchuhe.
1 mattgoldenes Ketten=Armband. 8 Schlüſſel an einem Ring. 1 goldene Broſche in
Form einer Schleife. 1 kleines ſchwarzes Portemonnaie mit 40—60 Pfennigen Inhalt.
1 goldene Broſche (3 Kleeblätter darſtellend). 1 Damen=Regenſchirm. 1 Regenſchirm
mit gebogenem braunem Griff. 1 Kinder=Regenſchirm mit braunem Naturſtock. 1 gold.
Zwicker. 1 mattgoldenes Medaillon mit 2 Herren=Photographien. 1 brauner Kinder=
Pelz mit braunem Seidenfutter. 1 großes goldenes viereckiges Medaillon mit 1 Herren=
und Damen=Photographie. 1 goldene Broſche mit Moſaikeinlage. 1 Stück grauer Woll=
und 1 Stück grauer Futterſtoff. 1 Viſitenkartentäſchchen mit Studenten=
Legitimations=
karte, auf den Namen Wetzel lautend. 1 ſilberner Ring mit Hirſchzahn und Eichenlaub=
Verzierung. 1 Portemonnaie mit 1,60 Mk. Inhalt, 1 Schlüſſel und 1 Uhrſchlüſſel.
1 Zehnmarkſtück (Kaiſer Friedrich). 1 ſilberne Broſche mit Türkiſen und Perlen beſetzt.
1 Kuvert mit einem Käſtchen und 65 Mk. Inhalt.
Entlaufen: 1 große ſchwarze Katze (vor 2 Monaten, dem Wiederbringer 20 Mk.
Belohnung). 1 grauer Seidenſpitz. 1 rotbrauner Hahn.
Das Fundbureau Großherzoglichen Polizeiamts
(3868
iſt geöffnet an allen Werktagen von 8—12 Uhr vormittags und 2—6 Uhr nachmittags=
Polizeilich eingefangene und zugelaufene Hunde.
In polizeilicher Verwahrung und Pflege in der Hofreite Schulzengaſſe Nr. 3
be=
finden ſich: 1 Spitzhund, 2 Pinſcher.
Die Hunde können von den Eigentümern bei dem 1. Polizei=Revier ausgelöſt
werden. Die Verſteigerung der nicht ausgelöſten Hunde findet dortſelbſt jeden
Werk=
tag, vormittags um 10 Uhr, ſtatt.
Sonntagsruhe in den Apotheken.
Am Sonntag, den 20. Februar, ſind nachmittags in der Zeit von 1 bis 9 Uhr
abends die beiden nachfolgenden Apotheken geöffnet:
Einhorn=Apotheke, Kirchſtraße, und
Beſſunger Apotheke, Karlſtraße.
Alle übrigen Apotheken ſind von 1 Uhr ab geſchloſſen.
Bekanntmachung.
Indem wir die nachſtehende Polizeiverordnung veröffentlichen, empfehlen
wir allen Grundſtücksbeſitzern, die mit der Erfüllung der in den §§ 1 und 3 dieſer
Polizeiverordnung feſtgeſetzten Verpflichtungen eine andere Perſon beauftragt haben oder
dies zu tun beabſichtigen, die beauftragte Perſon, Geſellſchaft oder Anſtalt alsbald
ge=
mäß § 8 namhaft zu machen. Zur Entgegennahme ſolcher — mündlicher oder
ſchrift=
licher — Erklärungen iſt außer uns auch das zuſtändige Polizeirevier befugt. Im
Intereſſe der Grundbeſitzer liegt es, ſelbſt dafür zu ſorgen, daß möglichſt gleichzeitig mit
dieſen Erklärungen auch die Bereiterklärungen der verantwortlichen Vertreter eingehen
Darmſtadt, den 16. Februar 1910.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Polizeiverordnung,
die Reinigung der Straßen betreffend.
Auf Grund des Artikel 56 Abſ. 2 Ziffer 1 des Geſetzes, die Städteordnung für
das Großherzogtum Heſſen betreffend, vom 13. Juni 1874, wird nach Anhörung der
Stadtverordnetenverſammlung der Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt mit
Geneh=
migung des Großherzoglichen Miniſteriums des Innern vom 9. Dezember 1503 zu
Nr. M. d. J. 20529 die nachſtehende Polizeiverordnung erlaſſen:
Die allgemeine Reinigung der Straßen liegt den Beſitzern (unmittelbaren und
mittelbaren — §§ 854 ff. B. G. B. —) der angrenzenden Grundſtücke ob, ſoweit nicht
die ſtädtiſche Reinigungsanſtalt gemäß den Beſtimmungen des Statuts vom 14.
Sep=
tember 1886 betreffend: „Die Reinigung der Straßen und öffentlichen Plätze in der
Haupt= und Reſidenzſtadt Darmſtadt” die Reinigung übernommen hat. Die Pflicht
zur Reinigung erſtreckt ſich nur auf den Teil der Straße, der an dem Grundſtücke des
Verpflichteten herzieht, und nicht über die Mitte der Straße hinaus. Sind mehrere
Beſitzer vorhanden, ſo trifft jeden die volle Verantwortlichkeit; ein Mieter oder Pächter
iſt jedoch nur dann als Beſitzer im Sinne dieſer Verordnung anzuſehen, wenn er allein
das betreffende Grundſtück benutzt.
Iſt eine Geſellſchaft, Gewerkſchaft, Genoſſenſchaft, Stiftung, ein Verein oder eine
Anſtalt oder eine ſonſtige juriſtiſche Perſon Beſitzer des Grundſtücks, ſo liegt die
Ver=
pflichtung zur Reinigung den Mitgliedern des Vorſtands ob; bei Grundſtücken, die ſich
im Beſitze oder in der Verwaltung einer ſtaatlichen oder kommunalen Behörde befinden,
trifft die Verpflichtung den Vorſtand dieſer Behörde. Der Inhaber einer
Dienſt=
wohnung ſteht einem Mieter gleich.
Auf die Abfuhr des Hauskehrichts finden die Beſtimmungen der Abſ. 1 und 2
entſprechende Anwendung. Die Kehrichtgefäße ſind von den Grundſtücksbeſitzern zur
Abholung des Kehrichts durch die Straßenreinigungsanſtalt bereit zu halten, ſie dürfen
aber nicht auf der Straße aufgeſtellt werden.
§ 2.
Jede Verunreinigung der Straßen, insbeſondere auch durch Fuhrleute beim
Fahren von Bauſchutt, Dung, Sand, Lehm, Erde und anderem loſen Material iſt
verboten.
Jede Zuwiderhandlung bedingt, abgeſehen von der verwirkten Strafe, die
Ver=
pflichtung zur ſofortigen Reinigung der Straße.
§ 3.
Den Grundſtücksbeſitzern liegen außerdem bezüglich der Reinigung der Fußſteige
von Eis und Schnee folgende Verpflichtungen ob:
1. Die Fußſteige, gleichviel ob befeſtigt oder nicht, ſind in ihrer ganzen Breite bis
zum Rande der Fahrbahn, und Fußſteige von größerer Breite auf mindeſtens
3 Meter in der meiſtbegangenen Fläche ſtets von Schnee und Eis freizuhalten.
Der über Nacht gefallene Schnee iſt bis ſpäteſtens 8 Uhr morgens abzuräumen.
Iſt wegen andauernden ſtarken Schneefalls die völlige Freihaltung nicht
möglich, ſo muß die Abräumung in der Zeit von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr
abends mindeſtens alle drei Stunden erfolgen. Der von den Fußſteigen
ab=
geräumte Schnee iſt auf der Fahrbahn tunlichſt nahe dem Rande derſelben zu
lagern, wobei Straßenrinnen, Straßenbahngleiſe, ſowie Hydranten und, falls
anderweit Platz vorhanden iſt, Straßenecken, Straßenausgänge und
Haus=
eingänge freizuhalten ſind.
Das Lagern von Schnee, welcher von Hofreiten abgeräumt wurde, iſt auf
den Straßen und Plätzen unterſagt.
2. Sofern auf den Fußſteigen Glatteis oder infolge andauernden Schneefalls,
Froſteinwirkung oder aus anderen Urſachen eine gefährlich zu begehende
Schnee=
decke oder Schnee= und Eisbuckel ſich gebildet haben, oder die Fußſteige ſonſtwie
ſchwer zu begehen ſind, müſſen dieſe in einer Breite von 1,50 Meter mit Sand,
Kies, Sägeſpänen oder ſonſt geeignetem Streumaterial ausgiebig beſtreut werden.
Das Aufſtreuen iſt zu wiederholen, ſobald auf den Fußſteigen wieder glatte Stellen
entſtanden ſind. Dieſe Verpflichtung erſtreckt ſich auf die Zeit von morgens
7½ Uhr bis abends 8 Uhr.
Das Aufſtreuen von Abfällen oder ſonſt ungeeignetem Streumaterial iſt
verboten.
§ 4.
Beſchädigungen der Straße bei der Reinigung ſind ſorgfältig zu vermeiden,
ins=
beſondere iſt es verboten, bei Reinigung der Fußſteige ſcharfe Gerate, wie Beile, Pickel,
Stoßeiſen und dergleichen zur Entfernung des Schnees oder Eiſes zu verwenden.
5.
Bei Froſtwetter iſt das Ausſchütten von Flüſſigkeiten in die Straßenrinnen
unterſagt.
§ 6
Bei Froſtwetter iſt das Schleifenziehen auf den Fußſteigen verboten.
Das Schneeballwerfen mit naſſem oder verunreinigtem Schnee iſt verboten.
§ 8.
Der Beſitzer eines Grundſtücks kann mit der Erfüllung der in den §§ 1 und 3
feſtgeſetzten Verpflichtungen eine andere Perſon, wie z. B. einen Hausverwalter oder
eine Geſellſchaft oder Anſtalt, die ſich die Reinigung von Straßen zur Aufgabe geſtellt
hat, beauftragen. Die Beauftragten, bei Geſellſchaften oder Anſtalten deren
Vorſtands=
mitglieder, ſind für die Einhaltung der Vorſchriften ausſchließlich verantwortlich, wenn
die beauftragte Perſon, Geſellſchaft oder Anſtalt dem Polizeiamte als verantwortliche
Vertreter durch den Grundſtücksbeſitzer ausdrücklich namhaft gemacht worden ſind, dieſe
zur Uebernahme der Verpflichtung ſich bereit erklärt haben und das Polizeiamt binnen
einer Friſt von 14 Tagen nach erfolgter Namhaftmachung Einſpruch gegen die
Ver=
tretung nicht erhoben hat.
Mehrere Beſitzer eines Grundſtücks können nach Maßgabe der Vorſchriften des
Abſatz 1 die Erfüllung der Verpflichtungen auf einen von ihnen übertragen.
§ 9.
Zuwiderhandlungen gegen dieſe Verordnung werden auf Grund des § 366 Poſ. 10
des Reichsſtrafgeſetzbuchs mit Geldſtrafe bis zu 60 Mark oder mit Haft bis zu
14 Tagen beſtraft.
§ 10.
Dieſe Verordnung tritt mit dem Tag der Veröffentlichung in Kraft.
Mit dem gleichen Tage wird das Polizeireglement vom 8. November 1856
auf=
gehoben.
Darmſtadt, den 9. Januar 1909.
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
(3827so
Dr. Kranzbühler.
Bekanntmachung
die Dauer des Geſindedienſtverhältniſſes betreffend.
Nach den Beſtimmungen der Artikel 6 und 7 des Geſetzes, die Geſindeordnung
betreffend, vom 28. April 1877, in der Faſſung vom 3. Auguſt 1899 und des Ortsſtatuts
für die Stadt Darmſtadt vom 12. Februar 1900 gelten ſämtliche Dienſtbotenverträge,
für welche nicht ausdrücklich eine beſtimmte Dienſtdauer vereinbart oder aus den
Um=
ſtänden zweifellos zu entnehmen iſt, als auf die Dauer eines Kalendervierteljahres
abgeſchloſſen.
Wird ein ſolcher Dienſtvertrag nicht vier Wochen vor dem Ablauf des
Kalendervierteljahres aufgekündigt, ſo iſt er ſtillſchweigend auf ein weiteres
Kalendervierteljahr als erneut anzuſehen.
Es ergibt ſich hieraus, daß in der Stadt Darmſtadt Dienſtbotenverträge nur
auf den 1. Januar, 1. April, 1. Juli und 1. Oktober aufgekündigt werden können,
und daß die Kündigung ſpäteſtens vier Wochen vor dem jeweiligen Termin
er=
folgt ſein muß, es ſei denn, daß ausdrücklich etwas anderes zwiſchen den Parteien
vereinbart oder mit Sicherheit aus den obwaltenden Umſtänden zu entnehmen iſt.
Dies ait auch daun, weun der Lohn nach Monaten bemeſſen iſt, da der
von monatlicher Lohnzahlung handelnde Abſ. 4 des Art. 6 der Geſindeordnung mit
den übrigen Beſtimmungen des Art. 6 durch das erwähnte Ortsſtatut außer Kraft
geſetzt iſt.
Ebenſo macht es keinen Unterſchied, ob ein Dienſtverhältnis am Anfang
oder erſt im Laufe eines Kalendervierteljahres eingegangen worden iſt, da ein
im Laufe des Kalendervierteljahres eingegangenes Dienſtverhältnis zunächſt bis zum
Ende des Kalendervierteljahres und dann in der oben bezeichneten Weiſe von
Viertel=
jahr zu Vierteljahr weiterläuft.
Das Kalendervierteljahr beginnt mit dem erſten Werktag eines Vierteljahres und
endigt mit dem Beginn des folgenden Kalendervierteljahres (Ortsſtatut vom 12. Februar
1900, Abſatz 2).
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
(3817fs
Großherzogliches Polizeiamt Darmſtadt.
Dr. Kranzbühler.
Verkaufspreiſe der Fleiſch= u. Wurſtwaren in der Hanpl= und Reſdenzäadt Darmgadt.
(Nach den Mitteilungen des Vorſtandes der Metzger=Innung.)
Ochſenfleiſch
kg 86 Pfg.
..„ per
Rindfleiſch
.. . . „ ½ „ 80 „
Kalbfleiſch
„ 80 „
,, „,
Hammelfleiſch
„ 90 „
, .
4
Bruſt .
„ 60 „
Schweinefleiſch (Bratenſt.) „ ½ „ 96 „
Bauchläppchen.
½ „ 90 „
Kottelets u. geſalz. Fleiſch „
„100 „
Speck, geräuchert
,7, „ 110 ,
Dörrfleiſch
, per ½ kg 110 Pfg.
Schinken m. Bein . .
„ 110
,
Rollſchinken
½ „ 130 „
Schweineſchmalz roh und
ausgelaſſen .
½ „ 90 „
Schwartenmagen, Fleiſch=
und Bratwurſt
Leber= und Blutwurſt. „ ½ „ 72 „
Brennholz-Verſteigerung.
(Harras.
Freitag, den 25. ds. Mts., morgens 9 Uhr,
werden im Saale des „Darmſtädter Hofs” zu Griesheim aus den Abteilungen 22,
Fürſtenſtück (Nr. 1123 bis 1296), Abt. 28 und 29, Böncheseck (Nr. 866 bis 1122),
verſteigert
Scheiter: 549 rm Eichen, 6 rm Kiefern; Knüppel: 17 rm Buchen, 209 rm
Eichen (darunter 11 rm 2½ m lang); Knüppel=Reiſig: 13 rm Buchen, 205 rm
Eichen; Stöcke: 287 rm Eichen (fein).
(3823
Unter den Eichen=Scheitern iſt Wagnerholz.
Darmſtadt, den 11. Februar 1910.
Großherzogliche Oberförſterei Darmſtadt.
Kullmann.
Die Lieferung von Betriebs= und Werkſtätten=Materialien pro 1910/11 für unſere
Bahnen ſoll auf dem Submiſſionswege vergeben werden. Angebote mit der Aufſchrift
Submiſſion auf Betriebs= und Werkſtätten=Materialien
ſind bis ſpäteſtens am 1. März cr., vormittags 10 Uhr, an die unterzeichnete Stelle
einzureichen, bei welcher auch die Lieferungsbedingungen eingeſehen reſp. gegen porto=
(3512is
freie Einſendung von 80 Pfg. bezogen werden können.
Darmſtadt, im Februar 1910.
Maſchinen=techniſches Bureau der Süddeutſchen Eiſenbahn=Geſellſchaft.
Verdingung von Steinkohlenbriketts.
Am 9. März d. Js., vormittags 9 Uhr, wird im Geſchäftszimmer des
Pro=
viantamts Darmſtadt, Eſchollbrückerſtraße Nr. 25, der Bedarf an Steinkohlenbriketts
von 100 t für die hieſige Garniſonbäckerei für das Rechnungsjahr 1910 verdungen.
Die Lieferungsbedingungen liegen im Geſchäftszimmer aus und können in den
Dienſtſtunden, vormittags von 8 bis nachmittags 6 Uhr, eingeſehen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote ſind im Geſchäftszimmer vor Beginn des
Termins, mit der Aufſchrift „Angebot auf die Lieferung von Steinkohlenbriketts” ver=
(3585ms
ſehen abzugeben.
Großherzogliches Proviantamt Darmſtadt.
Inn Proeber Scinnnar zu Darmstauf
Bildungsanſtalt für Froebel’ſche Erzieherinnen und Kindergärtnerinnen
beginnt am 6. April ein neuer Kurſus, zu dem ſchon jetzt Anmeldungen von
Schüler=
innen im Alter von 15—30 Jahren entgegengenommen werden. Solche haben die beſten
Ausſichten, nach vollendeter Ausbildung baldige lohnende Stellung durch den Heſſiſchen
(3396ss
Froebel=Verein zu finden. — Proſpekte ſtehen jederzeit zur Verfügung.
Th. Schultz-Gora, Bismarckstrasse 18.
Staatl. konzess, und beaufsichtigte
Hessische Handelslehranstalt
Darmstadt
am Ernst-Ludwigsplatz.
Rheinstrasse
I. Einjährige Handelsschule mit vollem Tagesunterricht.
II. Halbjahrskurse zur Vorbereitung für den kaufm. Beruf.
Das Sommersemester beginnt Dienstag den 12. April, 8 Uhr.
(2492a
Anmeldungen werden frühzeitig erbeten.
Prospekte durch Wilh. Siedersleben, staatl. geprüfter Handelslehrer.
Städt. subv. unter
Staats-
aufsicht stehende
Höhere
Handelsschule Landau (Pfalz).
nahnlg für Schüler von 11—20 Jahren.
I. Handelsrealscnule 1908/9-26 Einjährige.
ahnpag zur kaufm. Ausbildung für junge
II. Halhjähr. Handelsnulge Leute von 16—80 Jahren.
Schul- und Pensionatsräume In imposanten Neubauten.
Gewissenhafte Beaufsichtigung; anerkannt gute Verpflegung.
Ausführliche Prospekte versendet Direktor A. Harr.
Hewaufnahme
13. April 1910.
(29077
SchlegerS Bamen Huschhelde Mabtiiu
Luisenstrasse 2, II. St. — Konfektion
Konfektion
Prämiiert mit Ehren=Diplom für ſehr gute Leiſtung. Erſtklaſſige Ausbildung fi
(1492a
Schneiderinnen und privatſchneidernde Damen.
Neue Kurse beginnen jeden Montag.
Verkauf von Schnittmuſtern.
pedition Monnard, Feldbergstrasse. An- und Abholung vo
Gütern und Reise-Effekten etc. Prompte Bedienung. Telephon 556. (915
Suche Euitarre
(darf auch defekt ſein) zu kaufen. Angebote
mit Preis unter M 64 an d. Exp. (3584dfso
Prima Speise-Kartoffel
Induſtrie Zentner 3.25 Mk. (*35
2.90 „ (son
Ella
empfiehlt J. Vetter, Wenckſtraße 60.
Ankauf von Faſelvieh.
Für den ſtädtiſchen Faſelſtall,
Arheilger=
ſtraße Nr. 43, ſoll ein jüngerer Bulle,
Sim=
menthaler Raſſe, angekauft werden. Das
Tier muß gekört und erfolglos mit
Tuber=
kulin geimpft ſein.
Schriftliche Angebote, bei Freilieferung
des Bullen in den Faſelſtall, ſind bis
ein=
ſchließlich Dienstag, den 22. Ifd. Mts.,
bei uns einzureichen.
(3762fs
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Großh. Bürgermeiſterei Darmſtadt.
J. V.: Jaeger.
Schulgeld=Erhebung.
Das Schulgeld für das Großh.
Real=
gymnaſium und deſſen Vorſchule, die
Großh. Ober=Realſchule, die Vorſchule
der Großh. Gymnaſien, die Viktoriaſchule,
das Lehrerinnenſeminar, die höhere
Töch=
terſchule (vormals Reineck) und die
Mittel=
ſchulen für das I. Kalender=Vierteljahr
1910 iſt, bei Vermeidung der Mahnung,
bis Ende ds. Mts. an den Werktagen,
vormittags von8½ bis 12½ Uhr, hierher zu
entrichten.
(3479a
Darmſtadt, den 10. Februar 1910.
Die Stadtkaſſe.
Koch.
Vergebung von Grund= und
Erdarbeiten.
Die im Betriebsjahr 1910 (1. April 1910
bis 31. März 1911) vorkommenden
Rohr=
graben=Arbeiten bei der Neuverlegung und
Auswechslung von Gasleitungen ſollen
verdungen werden.
Angebote ſind bis
Samstag, den 26. Februar cr.,
vormittags 10 Uhr,
bei der unterzeichneten Verwaltung,
Frank=
furterſtraße 29, I, Zimmer 3, verſchloſſen
und mit der Aufſchrift „Angebot auf
Erd=
arbeiten” verſehen, einzureichen, woſelbſt
auch die Verdingungsbedingungen
einge=
ſehen und die Angebotsſcheine in Empfang
genommen werden können.
(3694dsi
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Städtiſche Gaswerksverwaltung.
Betriebeleitung.
Friedrich.
Lieferung von Leder für die
Armenverwaltung.
Wir bedürfen:
50 kg ſchweres Wildkuhſohlleder,
100 „ mittelſchweres
100 „ ſchwere Croupon,
100 „ mittelſchwere Croupon,
30 „ braune Raupen,
15 „ ſchwarzes genarbtes Kalbleder
in beſter, tadelloſer Ware und laden
Liefe=
rungsluſtige ein, ihre mit bezüglicher
Auf=
ſchrift verſehenen Angebote:
Montag, den 28. Ifd. Mts., vormittags
zwiſchen 10—11 Uhr,
in den im unteren linken Hausflur des
Stadthauſes aufgehängten Kaſten für
Ver=
dingungsangebote einzulegen. Proben ſind
bei Herrn Oberverwalter Weidner im
Pfründnerhaus, Frankfurterſtraße 35, ein
zureichen. Derſelbe wird auf Verlangen
jede gewünſchte Auskunft über die Liefe=
(3818sd
rung erteilen.
Darmſtadt, den 15. Februar 1910.
Städtiſches Pflegeamt.
Krapp.
Abhanden gekommene Sparkaſſenbücher.
Die vermißten Einlagenbücher
lauſend auf den Namen
Nr.
1177a) Jäger, Witwe,
6636
Feyd, Magdalene,
Feyd, Suſanne,
19769
Fühler, Friederike,
23344
Luck, Lina,
49356
Meiß, Ludwig,
49468
Siebold, Eliſabethe,
49816
Kröhler, Karoline,
51484
103528 Feyd, Friedrich,
der ſtädtiſchen Sparkaſſe Darmſtadt werden
nach deren Satzungen § 20 für kraftlos
er=
klärt, wenn ſie nicht
innerhalb drei Monaten
bei dieſer Kaſſe vorgezeigt werden.
Darmſtadt, den 18. Februar 1910.
Der Verwaltungsrat der ſtädtiſchen Sparkaſſe.
(3830a
Purgold, Direktor.
Bekanntmachung.
Mittwoch, den 30. März 1910,
vormittags 10 Uhr,
ſollen die den Privatier Jakob Krämer I.
Eheleuten zu Eberſtadt zugeſchriebenen, in
der Gemarkung Beſſungen gelegenen
Lie=
genſchaften:
qm
Nr.
Flur
363¾/10 358 Hofreite
Weinberg=
ſtraße,
I 3638 29 Grabgarten daſelbſt,
in unſerem Geſchäftszimmer,
Wittmann=
ſtraße 1, zwangsweiſe verſteigert werden.
Darmſtadt, den 12. Februar 1910.
Großherzogliches Ortsgericht Darmſtadt II
(Beſſungen).
(L3825,63
Frantz.
Bekanntmachung.
Das 3. und 4. Ziel der israelitiſchen
Kultusumlagen iſt bei Vermeidung der
(3843
Mahnung langſtens bis
Montag, den 28. Februar ds. Js.
zu entrichten.
Darmſtadt, den 18. Februar 1910.
Der Vorſtand
der israelit. Religionsgemeinde.
und gr. Ge=
1 sch. Schreibtisch ſchäftstiſchzu
(*3953fso
verkaufen Soderſtraße 14.
Täglich Eingang vor
Frühjahrs-Neuheiten.
Beachten Sie
bitte meine
Fenster.
Elegante
Herren Anlzuge
Ersatz für Massarbeit.
Grösste Auswahl.
— Passend für jede Figur. —
Knaben-Bekleidung.
Junglings-bekleidung.
Kohrirmanden-Anzuge
in schwarz, blau u. dunkel gestreift
modern gearbeitet
Mk. 10, 12, 19, 10, 22, 24 bis 20.
Meine Fenster zeigen
Auswahl-
sendungen
bereitwilligst.
die neue
Frühjahrs-
Mode.
Besichtigung
ohne
Kaufzwang.
Schwarz-weisse Rabattmarken. —
In einer ſchnell aufblühenden Induſtrie= und Garniſonſtadt, in der Nähe von
Frankfurt a. M., iſt ein im flotten Betrieb befindliches
G
Fuhrgeſchäft
elegantes Luxus=, ſowie Laſtfuhrwerk
das größte am Platze — mit beſt. lebenden und toten Inventar wegen Todesfall
zu verkaufen. Lokalitäten ſtehen miets= und kaufsweiſe zur Verfügung.
Nur leiſtungsfähige Selbſtreflektanten wollen ſich melden unter F. H. V. 1446
(3614M
an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.
(3832a
billig zu verkaufen
(neu 55 Mark)
Alexander=
blwul ſtraße 7, Hinterh. I. I. (3753a
gut erhalten, billig
Pianinog abzugeben (2707a
Arheilgerſtraße 9.
Sicliſe Schulgintint
Luiſenſtraße 20, II.
Sprechſtunden Wochentags.
Morgens von 10—12
Mittags von 2—5.
(1508a
Fierſch=Eervingung.
Am 2. März 1910, vormittags
9 Uhr, wird im Geſchäftszimmer des
Pro=
viantamts, Eſchollbrückerſtraße 25, der
Be=
darf an Fleiſch= und Wurſtwaren für die
Garniſon und den Truppenübungsplatz
Darmſtadt für die Zeit vom 1. April
1910 bis 30. Juni 1910 verdungen.
Lieferungsbedingungen liegen im
Ge=
ſchäftszimmer aus, können auch gegen
Be=
zahlung der Selbſtkoſten bezogen werden.
Schriftliche und verſiegelte Angebote
ſind im Geſchäftszimmer vor Beginn des
Termins mit der Aufſchrift „Angebot auf
die Lieferung von Fleiſch= und Wurſtwaren”
(3324ss
verſehen, abzugeben.
Proviantamt Darmſtadt.
Pianino
Nußbaum, von Grund auf nachgeſehen, für
200 Mk. zu verkaufen
(2144a
Georg Thies Nachf., Leop. Schutter,
Eliſabethenſtraße 12.
Cmzugshalber
Bettſtelle mit neuer Patentmatratze 25 Mk.,
eleg. Trumeauſpiegel, gek. 150 Mk., für
68 Mk. Moquettediwan, gek. 95 Mk., für
65 Mk., kl. Büfett billig, ſowie 1 beſſeres
Salonſopha mit Seſſel ſpottbillig (*4027
Hölgesſtraße 1, 2. Stock rechts.
Sahe
Ich Schahe ule Hochsten Preise
für altes Eiſen, altes Metall,
Neutuch=Abfälle, Papier=Abfälle, Bücher=
Akten, unter Garantie des Einſtampfens.
Beſtellungen werden ſofort abgeholt.
Poſt=
karte genügt.
(*4034
H. Langnas,
Eckhardtſtraße 33.
Telephon 1874.
Ein gut erhaltenes Bett
und ſonſtige Möbel billig zu verkaufen
Kiesſtraße 9, Stb. part.
*4021)
billig zu ver=
2 gut erhaltene Herde kaufen (*4025
Arheilgerſtraße ö4esparterre.
eine
Mass-Anfertieunc
in meiner
Mass-Abteilung
liefere ich ausser guten
deutschen und englischen
Stoffqualitäten nur beste
Verarbeitung und bürge
für gute Passform. :
Anzüge
45, 52, 60 bis 80 Mk.
Paletots
42, 48, 55 bis 70 Mk.
Grosses Stofflager.
:: Beste Zutaten. :
Muster zu Diensten.
(3820
ES
111
Schillerplatz 5
DARMSTADT
Schillerplatz 5
faſt neuer Konfirmanden-
8i
Anzug billig zu verkaufen
*3990so) Schwanenſtraße 7, 2. Stock links.
Gemütl. Heim mit voller Pension
finden jg. Mädchen, die höh. Schulen beſuch.
Gepr. Lehrerin im Hauſe. Auch Damen der
Aliceſchule od. Lehrerin find. Aufnahme daſ.
Offerten unter M 68 an die Exp. (*3729ms
In einer Lehrerfamilie finden 1 oder 2
Schüler oder Schülerinnen höh. Schulen
freundliche Aufnahme. Mitſchüler da. Off.
unt. L. 69 an die Expedition erbeten. (3404a
0
Guten bürgerlichen Mittagstisch
Reſt. z. „Karlsburg”, Steinackerſtr. 2. (3119a
Damen
erhalten guten Mittags= und Abendtiſch
von 60 Pfg. an. Alexanderſtraße 4, I.
Arzt
1
u
ſucht Sprech= u. Wartezimmer (mit oder
ohne Möbel) in geeigneter Lage.
Näheres Expedition. (*4112soi
ſucht per 1. Juli
Kl.
ruhige Beamtenfamilie neuzeitl. 4= bis
5=Zimmerwohnung. Gartenanteil erwünſcht.
Offerten mit Preisangabe unter M 29
(*3690ms
an die Expedition ds. Bl. erb.
Für
Gewerbebetrieb
geeignete helle Räumlichkeiten im
Jo=
hannesviertel, nahe der Bismarck= od.
Land=
wehrſtraße zu mieten geſucht. Gefl. Offert.
unter M 42 an die Exp. ds. Bl. (*3652
Vierzimmerwohnung
mit Manſarde von Beamtenfamilie (Vier
erwachſene Perſonen) per 1. Juli geſucht.
Off. m. Preis u. M 47 an d. Exped. (3835a
Eintammenhaus
in ſchöner Lage mit kleinem
Garten, im Spätſommer
be=
ziehbar, in Darmſtadt oder
Bergſtraße, zu mieten oder
(3829a
zu kaufen geſucht.
Mietspreis bis Mk. 1800,
Kaufpreis entſprechend.
Gefl. Off. erbittet ſich Joseph Trier,
Darmstadt, Wilhelminenstrasse 25.
Zum 1. Juli wird eine
neu=
zeitlich eingerichtete, geräumige
Einfamilien=
Villa
mit Garten
enthaltend im Untergeſchoß Küche
und Nebenräume, im Erd= und
Obergeſchoß mindeſtens je vier
größere Zimmer, im Dachgeſchoß
Fremdenzimmer und Manſarden,
zu mieten geſucht.
Gefl. Offerten mit näheren Angaben u.
M75 an die Expedition ds. Bl. (3639ms
Freundliche Wohnung
von 4 Zimmern oder auch 3 großen nebſt
Zubehör, der Neuzeit entſprechend, in
an=
genehmer Lage Darmſtadts, von kleiner
Familie (2 Perſonen) per 1. April geſucht.
Offerten mit Preisangabe unter Chiffre
F. O. W. 171 an Rudolf Moſſe,
Frank=
furt a. M., erbeten.
(37080
4 per 1. April d. J. mod.
Geſucht 4=Zimmerwohnung Nähe
Realgymn. Off. u. N 83 an die Exped. (*4090
3
zimmer
nebſt Küche, eventl. ein Raum für
Bad, in beſſerem Hauſe, wo Gas,
Waſſerleitung, ſof. zu mieten geſucht.
Offerten unter E. K. 40 Hotel Hess.
ſucht bis 1. Mai ſchöne
Brautpadt Zwei=Zimmerwohnung ev.
Hausverwaltung zu üler ehmen in
der Nahe der Hauptpoſt. Offerten
unter N 38 an die Expedition. (*3997sm
2
2- od. 3-Zimmerwohnung
mit Gas, Gemüſegarten und kl. Platz zur
Hühnerhaltung von kinderloſen Leuten per
1. April oder früher geſucht. Offerten unt.
M40 an die Expedition erbeten. (3893so
Akademischer
(*3576
Fachverein oms
ſucht zwei geräumige, heizbare, unmöblierte
Zimmer mit beſonderem Eingang, für
Bücherei und Verwaltungszwecke. Angebote
mit Preisangabe unt. M 13 an die Exped.
n
ſucht per 1. Juli d.
Einzelne Dame J. 2 unmöblierte
Zimmer in beſſerem Hauſe in der Nähe
der Karl=, Steinacker= oder Martinſtraße.
Bedienung im Hauſe erwünſcht. Offerten
unter M96 an die Exped. ds. Bl. (*3812dsi
Familie (3 Personen)
ſucht 2= oder 3=Zimmerwohnung zum
1. April cr. (Hinterhaus ausgeſchloſſen).
Offerten mit Preis unter M 65 an die
Expedition dieſes Blattes.
(*3727
Gesucht
zum 15. März
2 abgeſchloſſ. möblierte Zimmer in ruhig.
Hauſe. Mathildenhöhe, Lucasweg,
Stift=
ſtraße. Ausführl. Offerten mit Preisangabe,
Zimmergröße, eventl. Penſion, bis 20. ds.
Monats unter N 32 an die Exp. (*3912fso
Möbl. Zimmer geſucht
für beſſ. ſol. Arbeiter im Johannes= oder
Feldbergviertel. Offerten unter N 43 ſo=
(*3918fs
fort an die Expedition ds. Bl.
Tuche in der Nähe des Marktes ein
un=
möbl., heizbares Zimmer. Näh. bei
A. Elwert, Holzſtraße 26, 1. St. (*3686ms
Hane Ubere Khleistr. Sacht
Dr. phil. 1 oder 2
Gr. Zimmer
gut möbl. (ev. leer) ab 15. März in ruhig.,
peinlich ſauberem Haushalt. Bad erwünſcht.
Offerten mit Preis bis 2. März u. N 30
(*3980smo
an die Exp. ds. Bl. erbeten.
Akademiker
(*4022
ſucht zum 1. März gut möbl. ſep. Wohn=u.
Schlafzimm. m. Schreibtiſch i. weſtl. Stadtteil.
Off. m. Preisang. unt. N 66 an die Exp.
Für meinen Sohn (Kaufmannslehrling)
suche ich gute Pension
per 15. März in beſſerem Hauſe.
Familien=
anſchluß erwünſcht. Offerten u. K. 6582
(33878,75
an D. Frenz, Mainz.
Gunger Kaufmann sucht als Ailein-
I mieter gut möbl. Zim. ev. m. Pens.
Offerten unter N 81 Expedition. (*4085
hl Nimme
är
Ir.
igge
u
Geladt
iges, Kar mebl. Zimmer
in der Nähe der Hochſchule od. Herrngarten
zum 1. od. 15. März geſucht, ſep. bevorzugt.
Angeb. unt. N 89 an die Exp. d. Bl. (*4132
Kurſe vom 18. Februar 1910.
Mitgeteilt von Hermann Reichenbach.
3f. Staatspapiere. In Proz.
4 Dſche. Reichsſchatzanw. 100,90
3½ Deutſche Reichsanl. . 83,90
85,05
3
do.
4 Preuß. Schatzanweiſg. 100,90
3½ do. Conſols . . . . 93,90
3.
85,05
do. do.
4 Bad. Staatsanleihe . . 101,75
94,00
do.
3½
87,70
do.
4 Bayr. Eiſenbahnanl. . 101,80
e
93,25
do.
3½
do.
4 Hamburger Staatsanl. 101,70
4 Heſſ. Staatsanleihe . . 101,60
93,05
do.
3½
81,80
do.
3 Sächſiſche Rente .
84,70
4 Württembergerv. 1907 101,70
3½
93,50
do.
5 Bulgaren=Tabak=Anl. —
Griechen v. 1887 . . 47,30
Italiener Rente
3½
4½ Oeſterr. Silberrente 99,15
do. Goldrente . . 100,35
4
do. einheitl. Rente 95,30
3 Portug. unif. Serie I 64,90
do. unif. Ser. III 66,10
Spezial .
do.
5 Rumänier v. 1903 . . 102,20
v. 1890 . . 95,60
14 do.
v. 1905 . . 91,70
do.
4 Ruſſen v. 1880 . . . . 92,00
In Proz.
Zf.
4 Ruſſen v. 1902 . . . . 91,70
½ do., v. 1905 . . . . 100,00
3½ Schweden . . . . . . . 94,60
4 Serbier amort. v. 1895
4 Türk. Admin. v. 1903 88,30
4 do. unifiz. v. 1903 95,00
Ungar. Goldrente . . 95,80
4 do. Staatsrente . 92,70
Argentinier . . . . . . 101,00
91,60
4
do.
4½ Chile Gold=Anleihe . 94,00
5 Chineſ. Staatsanleihe 102,80
do.
100,20
4½
4½ Japaner
97,90
Innere Mexikaner . . 101,75
3
do.
70,40
Gold=Mexikan. v. 1904 96,25
5 Gold=Mexikaner . . . 102,70
Aktien inländiſcher
Transportanſtalten.
Hamb.=Amerika=
Paket=
fahrt . .
. . . 137,70
4 Nordd. Lloyd . . . . 105,50
Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 121,00
Aktien ausländiſcher
Transportanſtalten.
4 Anatol. Eiſenb. 60%
Einz. Mk. 408
4 Baltimore & Ohio . . 114,40
Gotthardbahn . . . .
In Proz.
Zf.
4 Oeſt.=Ungar. Staatsb. 162,00
4 Oeſt. Südbhn. (Lomb.) 22,60
4 Pennſylvania R. R. 133,00
Induſtrie=Aktien.
Mainzer Aktienbrauerei . 194,10
Werger=Brauerei . . . . 82,00
Bad. Anil.= u. Sodafabrik 436,75
Fabrik Griesheim . . . . 267,00
Farbwerk Höchſt . . . . . 450,00
Verein chem. Fabriken
Mannheim . . . . . . . 330,50
Lahmeyer . . . . . . . . . 107,20
schuckert . . . . . . . . . 136,10
5
emens & Halske . . 239,50
Adlerfahrradwerke Kleyer 379,00
Bochumer Bb. u. Guß . . 245,30
Gelſenkirchen . . . . . . . 217,00
Harpener . . . . . . . . . 206,40
Phönix, Vergb. u.
Hütten=
betrieb . . . . . . . . . 219,70
Prioritäts=
Obligationen.
3½ Südd. Eiſenb.=Geſ. . . 90,40
4 Pfälzer Prt. . . . . . 101,20
do.
3½
94,10
4 Eliſabeth., ſteuerpfl. . 99,60
ſteuerfrei . 99,20
do.
5 Oeſterr. Staatsbahn.
do.
99,65
alte
do.
3
5 Oeſterr, Südbahn . . —
do.
26
do.
59,00
3 Raab=Oedenburger . . 74,30
4 Ruſſ. Südweſt. . . . . 89,20
4 Kronpr. Rudolfbahn . 99,55
In Proz.
Zi.
24/10 Livorneſer . . . . . . 76,30
4 Miſſouri=Pacific . . . 82,10
Bagdadbahn Mk. 408 87,15
Anatoliſche Eiſenb. . . 103,00
5 Tehuantepec . . . . . 102,70
Bank=Aktien.
4 Berliner Handelsgeſ. 182,00
4 Darmſtädter Bank . . 137,50
Deutſche Bank . . . . 257,90
4 Deutſche Vereinsbank 129,50
4 Diskonto=Geſellſchaft . 197,20
4 Dresdner Bank . . . . 167,10
Mitteldeut. Kreditbk. 120,70
4 Nationalbk. f. Deutſchl. 129,30
4 Pfälzer Bank . . . . . 101,50
149,75
4 Reichsbank . . . .
4 Rhein. Kredit=Bank 136,90
4 Wiener Bank=Verein 141,40
Pfandbriefe.
4 Frankft. Hypoth.=Bank.
S. 16 und 17 100,50
do. S. 19. . . . . 92,80
3½
4 Frkf. Hyp.=Kreditverein
S. 15—19, 21—26 99,60
4 Hamb.=Hypoth.=Bank 100,00
do.
91,50
31
Heſſ. Land.=Hyp.=Bk. 101,60
do.
92,80
3½
Meining. Hyp.=Bank 99,90
do.
91,60
3½
4 Rhein. Hypoth.=Bank
(unk. 1917) 100,20
do. (unk. 1914) 92,00
3½
Südd. Bd.=Kr.=Bk.=Pf. 100,30
3½
do,
93,60
Zf.
InProz.
Städte=
Obligationen
-
Darmſtadt . . . . .
do.
3½
Frankfurt . . . . . . . 101,30
94,00
3½ do.
4 Gießen . . . . . . . . 101,00
3½ do.
91,90
Heidelberg . . . . . . 100,50
31
do.
92,00
4 Karlsruhe . . . . . . 101,00
21
do.
3½
92,60
4 Magdeburg. . . . . .
.
3
-
Mainz . . . . . . . .
do.
92,20
.Mannheim . . . . . . 101,00
zu
do.
München . . . . . .. 102,00
3½ Nauheim
92,00
Nürnberg . . . . . . . 101,80
do.
93,30
3½
Offenbach . . . . . . . 101,80
3½ do.
92,50
Wiesbaden . . . . . . 101,40
do.
31
Worms . . . . . . . . 100,70
3½
do.
4 Liſſaboner v. 1886 . . 82,75
Verzinsliche
Anlehensloſe.
Badiſche
Tlr. 100 160,00
3½ Cöln=Mindner „ 100 137,60
5 Donau=Reg. fl. 100
3 Holl. Komm. „ 100 108.00
InPro;
Zf.
3
Madrider Fs. 100 78,00
4 Meining. Pr.=
Pfand=
briefe. . . .
.. . 137,50
Oeſterr. 1860er Loſe 174,80
Oldenburger . . . . . 125,80
2½ Raab=Grazer fl. 150
Unverzinsliche
Anlehensloſe.
Augsburger
Braunſchweiger Tlr. 20 216,50
Freiburger
Fs. 15 —
Fs. 45 —
Mailänder
Fs. 10 36,00
do.
Meininger
fl.
Oeſterreicher v. 1864 „ 100. —
do. v. 1858 „ 100 463,00
Ungar. Staats „100371,50
Venediger
Frs. 30
Türkiſche
„ 400 179,20
Gold, Silber und
Banknoten.
Engl. Sovereigns . . . . 20,42
20 Franks=Stücke . . . . 16,28
Oeſterr. 20=Kronen . . . . 17,00
Amerikaniſche Noten . . . 4,25
Engliſche Noten . . . . . 20,45
Franzöſiſche Noten . . . . 81,40
Holländiſche Noten . . . . 168,70
Italieniſche Noten . . . . 89,90
Oeſterr.=Ungariſche Noten 85,00
Ruſſiſche Noten . . . . . .
Schweizer Noten . . . . . 81,20
4%
Reichsbank=Diskonto
Reichsbank=Lombard Zsf. 5%.
Markt 7
Guggenheim & Marx
Markt 7
Billige Kurzwaren!
Druckknöpfe, Koh-I-Noor
Perlmuttknöpfe
Ia. Qual., rostfr., Dtz. 15 Pf.
Harold, Ia. Feder,
rost-
frei . . Dutzend 8 Pf.
Sternseide, gute Qual.
Stern 6 Pf.
Rollenseide, gute Qual.
Rolle 25 Pf.
Ackermann-Nähgarn
Rolle 16 Pf.
Broocks-Nähgarn
Rolle 28 Pf.
Leinen-Zwirn . Stern 6 Pf.
Reihg rn . . . Stern 6 Pf.
Beigarn
Knl, 5 Pf.
Spitzenstoffe
Besätze
Dutzend 10 Pf.
Besenlitze, nur gute
Qualität
. .12 Pf.
Stossborde in jeder
Farbe . . . . . 8 Pf.
Nähnadeln . . Brief 7 Pf.
Stricknadeln . Spiel 5 Pf.
Stecknadeln . Brief 4 Pf.
Wäscheborden von 4 Pf. an
Kragenstützen
Zelluloid . . . . 8 Pf.
Holzformen Dutzend 2 Pf.
Seidenbänder — Samtband
Saperen
Klloleant.
Zur beginnenden Saison empfehle mein völlig neu assortiertes Lager in
Tapeten und Dekorationen in jedem Genre und in jeder Preislage.
(3344a
Alle Arten Goldleisten, Bilderleisten, Lincrustaleisten.
Spannstoffe, Lincrusta-, Tekko- und Kunstseidetapeten.
Fabrikniederlage der Deutschen Linoleum-Werke Hansa,
Linoleum:
Bremer Linoleum-Werke Delmenhorst.
Wachstuchfabrikate.
Alie zum Rein- und Instandhalten der Linoleumböden nötigen Geräte,
Bohneröl und Wachse, nur in besten Qualitäten.
Hoflieferant
ſ
Rillpp Jungmann, Ludwigsplatz6.
Pökeltleisch Nr. I
von inländiſchen Schweinen, geſunde tierärztlich unterſuchte Ware als Eisbein
(Dickbein) Schälrippen, Köpfe ꝛc. empfiehlt von 30 Pfund an, per Pfund 45 Pfg.
Poſtkolli, enthaltend 9 Pfd., Mk. 4.30. la leicht gepökeltes Schweine-
Klein-
fleisch (enthaltend Schnauzen, fleiſchige Pfoten, Ohren, Kopfſtücke ꝛc. in Kübeln
von 30 Pfund an, per Pfund 30 Pfg.
Poſtkolli enthaltend 9 Pfund Mk. 3.—. Eisbein (Dickbein ohne Spitzbein)
per Pfund 55 Pfg. Alles ab hier per Nachnahme. Fehlerhafte Ware retour.
Alb. Carstens, Altona a. E., Nr. 525.
(1982E
Dauerhaftesfe
Metallfadenlampe.
Für alle Stromarten.
20-240 Voff.
in allen gebräuchlichen Lichtstärken.
Hohe Sfromersparnis.
-Überall erhältlich!
Relt und Tam Mnstita
Pensions-Stallung
Hügelstrasse 71.
Telephon 114.
Reitpferde und Unterricht
für Damen und Herren.
Equipagen, ein- u. 2spänn.
e , ,
jeder Art, und zu allen Gelegenheiten.
3391a)
Rudolf Reimann.
A. W. Zimmermann, Marienplatz
Fernsprecher 881. (231 Hochfeines Sofa
mit 2 Seſſel, gekoſtet 300 Mk., für 140 Mk.,
1 Diwan, gek. 120 Mk., für 60 Mk., alles
wie neu Lichtenbergſtraße 25, I. I. (3752a Oel-Fässer
ſowie kleineres Weinfaß zu kaufen geſucht.
Reparaturen in Küferarbeit w. übernom.
(*4017si
Off. u. N 64 an die Exp. [ ← ][ ][ → ]
ſo ſprechen täglich Hunderte, wenn ſie den Annoncenteil einer
Heitung durchfliegen. Und oft mit Recht. Was wird z. B.
nicht alles als „Beſtes” angeboten, um nach kurzer Heit ſpurlos
zu verſchwinden. Gegenüber ſolchen Anpreiſungen ſei
nach=
drücklich darauf hingewieſen, daß ein ſeit 20 Jahren bewährtes,
unſchädliches, wohlſchmeckendes und dabei billiges Frühſtücksgetränk
exiſtiert, es heißt
— Kathreiners Malzkaffee. In letzter Heit
werden viele Nachahmungen angeprieſen (die übrigens keinem
Dergleich mit Nathreiners Malzkaffee ſtandhalten); man achte
darauf, daß Nathreiners Malzkaffee nur in geſchloſſenen Daketen
verkauft wird, mit Bild des Pfarrer Uneipp.
C,
Gute friſche Kuhmilch
iſt das beſte u. geſündeſte
Nahrungs=
mittel für Rinder und Erwachſene.
Dies möge das verehrliche Publikum Darmſtadts beherzigen
und von ihren Milchhändlern verlangen, daß ſie dieſelbe gute, friſche
und einwandfreie Milch liefern wie ſeither.
Die Milchproduzenten in der Nähe von Darmſtadt haben ſich
trotz der hohen Produktionskoſten bereit erklärt, die Milch zu
17 Pfg. per Liter franko Darmſtadt zu liefern, während doch in
anderen Städten bereits ein Preis von 18 Pfg. pro Liter von
den Milchhändlern bezahlt wird.
Die Produzenten wollen keinen Aufſchlag von den
Kon-
sumenten, ſondern ſind der Meinung, daß die beſtehende
Preis=
differenz zwiſchen dem Einkaufspreis des Händlers und dem
Ver=
kaufspreis an die Konſumenten derartig bemeſſen iſt, daß der
Milch=
handel ſehr wohl 1 Pfennig pro Liter entbehren kann.
Die Milchhändler kaufen die Sammelmilch nicht teuerer
wie bereits veröffentlicht zu 14 höchſtens 15 Pfennig pro
Liter einſchließlich aller Unkoſten franko Darmſtadt.
Wo iſt die „längſt gründliche Widerlegung” der
Tat=
ſache, daß die Milchhändler allein in erſter Linie den
Verdienſt haben.
Ganz beſonders empfehlen wir dem Publikum, diejenigen
Milchhändler zu bevorzugen, welche dem Grundſatz huldigen,
der guten Ware auch ein angemeſſener Preis.
Es wäre dringend wünſchenswert, wenn der Vorſitzende des
Darmſtädter Milchhändlervereins die Gründe öffentlich bekannt gebe,
welche ihn dazu veranlaßt haben, am 8. März 1909 an die
Land=
wirte zu ſchreiben, ſie möchten die Stallkontrolle unterlaſſen und
durch Schreiben vom 20. März 1909 verlangt, daß ſogar die
Namen der Milchhändler nicht bekannt gegeben werden ſollen,
welche Milch aus Ställen beziehen, die der Stallkontrolle unterſtellt
werden ſollten.
Viele Wirtſchaften in Rheinheſſen und anderen Teilen
Deutſchlands haben heute ſchon die Milchviehhaltung
aufge=
geben, dies wird in Starkenburg ebenſo der Fall ſein, wenn
dauernd die Prodnktionskoſten unter dem Verkaufspreis bleiben.
3934)
Die Milchproduzenten.
Die nach den Vorſchriften der
Gewerbe=
ordnung in den Betrieben auszuhängenden
Formulare
ſind durch die Expedition des Tagblatt zu beziehen.
Junge Dame
welche die Pariſer Akademie beſucht hat,
nimmt noch Kunden
in und außer dem Hauſe an
(*4077
Elfriede Hecht, Rheinstr. 2, III.
Rolr 235 Pf. aud.
Tapezierarbeiten, unt. Garantie. Off.
znt. N 87 an die Exp. ds. Bl. (*4128sms
Dampfwaſchmaſchine
wie
neu
Kinderſportwagen
Kinderſtuhl
zu verkaufen
(B3929
Näheres durch die Expedition.
Tapezier- u. Polsterarbeiten
bei billigſter Berechnung
(*4129
Georg Dieter, Tapezier. Neue Ireneſtr. 8.
Preiswerte Konfirmationsstiefel
mit und ohne Lackkappen, elegante Ausführung
für Mädchen von Mk. 650 an, für Knaben von Mk. 750 an.
Damen- und Herrenstiefel
in anerkannt vorzüglichen Qualitäten und neuesten Passformen
in den Preislagen
Mk. 750 Mk. 1050
Mk. 1250
Touristenstiefel
für Gebirgswanderungen
Herren-Schnürstiefel aus Ia Boxcalf
mit Doppelsohlen . . . Mk. 14.50, 1250
Kinderstiefel
aus starkem Wichsleder, z. Schnüren u. Knöpfen
Gr. 22—24
25—26 27—30
31—35
Mk. 195 Mk. 245 Mk. 295 Mk. 345
aus feinem Boxleder, zum Schnüren
Gr. 25—26 27—28 29—30 31—33 34—35
Mk. 430 Mk. 460 Mk. 490 Mk. 530 Mk. 570
(3925
je
Cohrau facks
Verkaufshaus
Darmstadt
Schuhfabrik Burg bei Magdeburg.
17 Ludwigstrasse 17.
Sie Hldeh
fortwährend die größte
Auswahl in billigen,
guten gebrauchten
Damenrädern u.
(6
Herrenrädern
ee e.
bei
Benz & Comp.,
Grafenstrasse 35,
(3916a
Reparaturwerkſtätte, Vernickelungs= und
Emaillieranſtalt. — Telefon 1239.
Wegen Wegzug
billig zu verkaufen:
moderne Salon=Garnitur mit Tiſch, dazu
paſſende Tiſchchen mit Palmen,
Paneel=
brett, Bücherregal, Waſchtoilette mit
Mar=
morplatte, Hängelampe, nußbaum. Vertiko
*4127)
Pallaswieſenſtr. 19, II. links.
n4e
Wirisleute
autionsfähig, per ſofort als Zäpfer auf
Hektol. von auswärtiger Großbrauerei
geſucht. Anerb. u. N 61 an die
Ex=
pedition ds. Blattes.
(B3852
Romfahrt
über Oſtern, 18 Tage
durch ganz Italien
Geſamtkoſten: 320 M. in II., 230 M. in
III. Klaſſe
Proſpekte von Prof. Miller,
Stafflen=
berg 54, Stuttgart. (3487oms
Zahn-Atelier
von
A. Brischkofsky, Dentist,
Saalbauſtraße 8.
Sprechstunden täglich
Wochentags: 9—12 Uhr vm., 2—6 Uhr nm.
Sonntag: 9—1 Uhr vm.
(3154a
Teilzahlung gerne geſtattet.
Wäscherei u. Glanzbügele
nimmt noch Kunden an
Soderſtraße 31.
(*4070
Verloren Samstag Liedertafel-
Maskenball braunes
Damenporte=
monnaie mit Inhalt.
*4058
Näheres in der Expedit. dieſes Blattes.
Vertauſcht.
Bei dem Konzert des Richard=Wagner=
Vereins am 15. Februar in der Turnhall
am Woogsplatz wurde an der
Garderob=
ein Herren=Regenſchirm vertauſcht. Mar
bittet, denſelben ſofort Mühlſtraße 43, II.
(*409
umtauſchen zu wollen.
Witwe
Mitte der 40er, ſtattliche Erſcheinung (ev.
o. Kinder mit Vermögen, wünſcht ſich mi.
Beamten in den 50er Jahren in ſichere
Lebensſtellung zu verheiraten. (Witwe
mit Kind nicht ausgeſchloſſen). Offerten 1.
(*403
N70 an die Exp. ds. Bl.
Fräulein
25 Jahre, evangl., ſtattliche Erſcheinung
mit gediegn. Ausſteuer und 6000 Mk. ba:
Vermögen, wünſcht ſoliden Herrn in ſichere
Skellung, zwecks Heirat kennen zu lerner
Militäranw. oder m. Beamte bevorzug
Anonym zwecklos. Offerten unter M 6
an die Expedition dieſes Blattes. (3609msf
Frl., 25 J., verſtändisvo
Heirat! f. Häuslichkeit, tadelloſ
Ruf, muſik., vorurteilsfrei, 170000 M. Ve
mögen, dav. 85000 Mk. Mitgift, ſudk
Lebensgefährten, welcher gute Eigenſchafte
dem Gelde vorzieht. Nichtanonyme O
erb. an: Ideal, Berlin N. W., Poſtamt
(297s
lagernd.
ſae
Heirat!
für Damen und Herren, wenn auch ohr
Vermögen, raſch, ſtreng reell und diskre
Proſpekte ꝛc. nur gegen Einſendung ve
50 Pfennig in Briefm. ſofort unauffäll
durch die I. Bayer. Heiratsvermittlun=
Nürnberg 23, Bleic!
Menges & C0. strasse 26. Tel. 231. (904.
Mrm. Mädchen wünſcht ihr Kind (2 Jah
alter Knabe) an liebev., kinderl. Ehepac
als eigen abzug. Off. u. N62 an d. Exp. (*4001s
Wobhanas=anſelger!
Erſcheint 2 mal wöchentlich in der Auflage des Tagblatts, bietet ſomit die größte Gewähr
für erfolgreichſte Bekanntmachung von Vermietungs=Inſeraten.
Für denſelben beſtimmte Inſerate
erimr
Du vermieten.
Sehr große, geräumige
2
Wohnung
8 Zimmer, mit der ſich ſchöne
Bureau=
räume vereinigen ließen, iſt per ſofort
ſehr preiswert zu verm. Dieſelbe kann
auchsgetrennt werden als 5= u. 3=Zimmer=
Wohnung. — Anfragen ꝛc. zu richten an
Waldſtraße 34, I.
(450ms
Gesossesesseasstatssssseseee
müſſen ſtets tagsvorher bis spätestens 12 Uhr mittags zur Aufgabe gelangen.
uns zugehende Inſerate können nur am Schluſſe des Blattes Aufnahme finden.
Rückertſtraße 20
Haus zum Alleinbewohnen, an ruh.
Familie per 1. April zu verm. Näh.(
Heinrichſtraße 87, part.
(529ms
Seesode mhein. Graſenſtraße,
Ecke 12½, 1. Etage, 12 große eiegante
Zimmer mit allem Komfort und reichlichem
Zubehör alsbald beziehbar. (I, Lautz.)
B2182s) Heerdwegviertel
zum Alleinbewohnen, Zentral=
Villa heizung, elektr. Licht, Gas in allen
Räumen, großen Garten, 16—12 Zimmer,
allem Zubehör, zu vermieten od. zu
ver=
kaufen. Näh. Franz Koch, Heerdweg 103.
Waldſtraße 49
Haus zum Alleinbewohnen
mit 10 Zimmern, Zentralheizung, Remiſe
und Stallung für 3 Pferde, per ſofort zu
vermieten, evtl. auch zu verkaufen. Näheres
Georg Goebel, Maschinenfabrik,
Griesheimerweg 25.
(2919s
Grüner Weg
(Tintenviertel)
Neu erbautes Einfamilienhaus
10 Zimmer mit reichlichem Zubehör,
großem Garten, der Neuzeit entſprech.
eingerichtet, per 1. April 1910 beziehbar,
zu verkaufen, ev. zu vermieten. Näh.
Ohlyſtraße 69, part. (B2935ms
14 gerade, 3 ſchräge=Zimmer, viel
Zubehör, Zentralheizung, Gas,
elektr. Anſchluß, großer Garten,
ſofort zu vermieten, evtl. zu
verkaufen. Näh. Steinackerſtr. 13,
nachm. von 2—5 Uhr. (*3546oms
E
(9f9
Eleganles Elugenhaus
mit je 6 Zimmern, neuzeitlich eingerichtet,
in feinſter Höhenlage, iſt ganz oder geteilt zu
vermieten. Nähere Auskunft erteilt Ludwig
Alter. Abteilung Wohnungsnachweis. (3591a
Benrenshaus
Mathildenhöhe, Alexandraweg 17, mit
ſchönem Garten, ſofort zu günſtigem Preis
zu vermieten. Beſichtigung unter Führung
des Verwalters des Ernſt=Ludwig=Hauſes,
(3862ms
Alexandraweg 26.
Auskunft erteilt Kabinetts=Direktion
(Altes Palais).
Riedeselstrasse 39 III.
ſchöne 7=Zimmerwohnung
vermieten.
billig zu
(1448s
Oene
23
Rhein= u. Grafenſtr.=Ecke 12 14
egante Wohnung, 7 große Zimmer und
ichlichem Zubehör, per April oder früher
(2988ms
ziehbar. H. Lautz.
n
kerstrasse 10
Eschollbrü
Zimmer, hochpart., 4 eleg. Zimmer im
orderhaus, 3 desgl. im anſchl. Seitenbau,
tüche ꝛc., ab 1. April an ruhigen Mieter
vermieten. Anzuſehen 11—1 u. 3—6 Uhr.
(2393ms
iheres daſelbſt 1. Etage.
(
Kneinstrasse 31, I. Stock
Wohnung von 7 Zimmern nebſt Badezimm.
u. ſonſt. Zubehör, beſonders für Arzt oder
Rechtsanwalt geeignet, zu vermieten. Näh.
Rheinſtraße 25. Kontor A.
(307ms
MC
Rheistrasse 29
2. Stock, ſchöne Wohnung von 7 Zimmern
und Zubehör zu vermieten. Näheres
Rhein=
ſtraße 25, Kontor A.
(961ms
B3521ids) Wilhelmſtraße 6,
Parterre=
wohnung, 7 Zimmer, Küche im Souterrain,
Vorgarten, evtl. Stallung für 2 Pferde und
Burſchenzimmer, wegen Verſetzung des
ſeit=
herigen Mieters anderweit zu vermieten
Herrſchafts=Wohnung
Eliſabethenſtraße 70
Beletage, hochelegant, mit elektriſcher
Licht=
anlage, Kochgas, 7 Zimmer, Badezimmer,
geſchloſſener Veranda, Burſchenzimmer, Man.
ſardenräume per 1. April zu vermieten.
Näheres zu erfragen im Bureau im
Seiten=
bau zwiſchen 11—12 u. 2—5 Uhr.
(211is
Bismarckſtraße 39, II.,
Wohnung von 6 Zimmern und
Bade=
zimmer nebſt Zubehör per 1. April zu
ver=
mieten. Näheres parterre.
(67ms
Steinstrasse 5, 2. Stock
6=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
herge=
richtet, mit Gas, Speiſekammer, Bleichplatz
uſw. ſofort oder ſpäter zu verm. (1265ms
1
Herrschaftswehnung
Eliſabethenſtraße 51 nächſt der
Neckarſtraße, Beletage, 6
Zim=
mer, neuzeitlich hergerichtet, nebſt
Stallung für 6 Pferde, Garten u.
allem Zubehör. Zu erfragen
Eliſa=
bethenſtraße 59 im Kontor.
Einzu=
ſehen 12—2 Uhr.
(208ms
ee
Me
Katleristraße 13
iſt der Hochparterreſtock, beſtehend aus vier
großen und 2 kleineren Zimmern nebſt allem
(312ms
Zubehör, per ſofort zu verm.
braneir
Landskrunstr. 29, I. St.,
6 Zimmer, ein weiteres Zimmer im 2. St.
mit beſonderem Eingang nebſt all. Zubehör,
(B316ms
auf 1. April 1910 zu verm.
Heinrichstrasse 11
hochparterre, 6 Zimmer, Bad, elektr. und
Gaslicht, ſehr vornehme Wohnung, mit
reichlichem Zubehör, per 1. April oder
früher. Daſelbſt 2. Etage 6 Zimmer,
1 Fremdenz., 2. Mädchen=u. Bodenz.,
Bad, Balkon u. Veranda, Gartenanteil
u. alles ſonſt. Zubehör, hochelegante
Wohnung mit Elektr.= u. Gaslicht per
1. April. Näheres Schulſtraße 1 bei
J. Stichel.
(13ms
eine völlig neu hergerichtete, modern
aus=
geſtattete Wohnung im 1. Stock, 6 Zimmer
mit reichl. Zubehör per 1. April oder früher
zu verm. Näh. Rheinſtr. 26, Büro. (323ms
Martinſtraße 72
herrſchaftliche Wohnung, beſtehend aus
6 Zimmern, 2 Balkons, Badezimmer mit
Einrichtung, Gas u. elektr. Licht, in der
Manſarde Fremdenzimmer und
Mädchen=
ſtuben, im Hinterbau Stallung für 5 Pferde,
Remiſe, Burſchenzimmer uſw. per ſofort
zu vermieten. Näheres C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B319ms
Heidelbergerstr. 81410
ſchöne herrſchaftliche Wohnung, 1. Stock, mit
6 großen Zimmern, Bad, Küche, großem
Vorplatz u. reichl. Zubehör per 1. April billig
zu vermieten. Einzuſehen von 2 bis 4 Uhr
nachmittags Näh. Wittmannſtr. 43. (B554s
882ms) Waldſtraße 53 iſt der 1. Stock,
eine ſchöne geräumige 6=Zimmerwohnung,
neuzeitlich eingerichtet, mit Balkon, Koch=
und Leuchtgas, elektr. Licht, Bad,
Bleich=
platz und ſonſt. reichlichen Zubehör per
1. April zu vermieten. Näh. daſelbſt part.
Pallaswiesenstrasse 28
1. Stock, 6=Zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten. Näheres daſelbſt.
(637ms
N
bismarckstrasse 23, II.,
große freundliche 6=Zimmerwohnung mit
Bad, Veranda, Speiſekammer, Gas, elektr.
Licht, geräum. Kellern u. Bodenkammern,
per ſofort billig zu vermieten. Zu
er=
fragen Bismarckſtraße 21, part. (887s
B213ime) Mühlſtr. 641 Kapelblat,
2. St., 6= Zimmerwohnung mit Zubehör, freie
Ausſicht. Näh. Franz Koch, Heerdwea 103.
ahmaänag
Landwenrstrasse 14, III.,
große herrſchaftliche 6= Zimmerwohnung,
welche neu hergerichtet wird, mit Bad,
Speiſek., Loggia, Fremden= u.
Mädchen=
zimmer, Trockenboden, Bleichplatz, Keller
und Gartenanteil ꝛc., per ſofort zu verm.
Näheres daſelbſt und bei Friedr. Delp,
Baugeſchäft, Frankfurterſtraße 80. (16522a
arpt
Friedrichſtraße 12, parterre,
6 Zimmer mit reichlichem Zubehör
per ſofort. Näh. parterre im Hofe, im
Comptoir. Preis 900 Mark. (2916ms
Nlchma) Landwehrſtraße 4, nahe dem
Herrengarten, ſchöne 6=Zimmerwohnung mit
allem Zubehör per 1. April ev. früher zu verm.
Heidelbergerſtr. 9½
herrſchaftliche Wohnung, hochparterre,
Zimmer, elektr. und Gaslicht, Loggia u.
Veranda ꝛc. und reichlichem Zubehör, event.
noch 2 bis 3 Zimmer im 3. Stock. Näh.
daſelbſt 3. Stock.
(1126ms
860ms) Hoftheaterplatz 2, II., 6=
Zimmer=
wohnung mit Zentralheizung, elektr. Licht.
10 26
Herrſchaftswohsungen.
Ohlyſtraße 29 (Neubau),
die Parterrewohnung, enth. 6 Zimmer nebſt
Zubehör, Veranda, Vor= u. Hintergarten,
desgl. der 1. Stock, 6 Zimmer mit reichl.
Zubehör, Veranda, Balkon, eventl.
Garten=
anteil, per 1. Juli zu vermieten. Näheres
Roquettenweg 3.
(B2938ms
IHafee
Stisrraße 21
elegante 6=Zimmerwohnungen, neuzeitlich,
zu vermieten. Näheres nür bei Beſitzer
zu erfahren.
(3405ms
B3836ms) Heidelbergerſtraße 89, 1. St.,
ſchöne 6=Zimmerwohnung, Küche,
Bade=
zimmer, Balkon, Heiz= und Leuchtgas und
zwei Manſardenzimmer bis 1. April zu
ver=
mieten. Näheres parterre.
Schitentrage.
1. Stock, ſchöne 5=Zimmerwohnung per
ſofort oder ſpäter.
(29imds
335ms) Stiftſtraße 41, 1. Stock, ſchöne
5=Zimmerwohnung mit Bad, Veranda und
allem Zubehör per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen narterre.
Niederramstädterstr. 14
elegante 5=Zimmerwohnung, der
Neu=
zeit entſprech., 1. Etage, ſof. zu verm.
Näheres bei Lantin, part.
(342ms
2m
Dieburgerstrasse 54,
5=Zimmerwohnung und Schrankzimmer,
gegenüber großer Park, per 1. April zu
verm. Preis 650 Mark.
(509ms
Kan
Parcusstrasse 6
Stock, 5=Zimmerwohnung, Gas,
Manſardenzimmer, Bleichplatz ꝛc. per
1. April 1910. Preis 600 Mk.
Näheres daſelbſt 2 Treppen.
354ms)
G. Hauptmann,
Kiesſtr. 131, 3. Stock
neuzeitlich, mit allen Bequemlichkeiten
her=
gerichtete 5=Zimmer=Wohnung am 1. April
an ruhige Mieter abzugeben. Näheres
ebendaſelbſt nur parterre.
(44ms
Hügelstrasse 7, 1. St.
geräumige 5=Zimmerwohnung, kompl.
Bad u. reichl. Zubehör, per 1. April zu
vermieten. Näheres wegen Beſichtigung
und Auskunft Neckarſtraße 22,
parterre links.
(40ms
Viktoriaſtraße 24
eine elegante 5=Zimmerwohnung (1. St.)
mit Bad, neuzeitlich eingerichtet, per
ſofort zu vermieten. Zu erfragen
Wendelſtadtſtraße 1, I.
(334ms
Ireneſtraße 7
an d. Frankfurterſtr., Wohnung, 5 Zimmer
und Zubebör, alsbald beziehbar. Näheres
daſelbſt.
(336ms
858ms) Alexanderſtraße 5,
1. Stock,
5=Zimmerwohn. Näheres 3. Stock r. (858ms
65
Srenenruße 12
Ecke Viktoriaſtraße (B340ms
iſt die Parterrewohnung, beſtehend aus
5 neuzeitl. einger. Zimmern, Badezimmer,
Balkon, außerdem Fremdenzimmer,
Mäd=
chenkammer und allem Zubehör inkl. großem
Vorgarten nach zwei Straßen per ſofort zu
verm. Näh. nebenan in der
Kolonialwaren=
handlung von C. Grix, Viktoriaſtraße 87
oder Grafenſtraße 23½ im Laden.
e
Nieder-Kamstädterstr. 37
5=Zimmerwohnung, neuzeitlich, mit
Bade=
zimmer, Balkon nebſt Zubehör ſofort
zu vermieten.
(346ms
11ms) Ecke der Frankfurter= u.
Irene=
ſtraße 1, eine hübſche 5=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör alsbald zu vermieten.
itt.
N1
Erdgeſchoß,
Wittmannſtraße 22,
Zimmer
und allem Zubehör per 1. April 1910. (582ms
Ielstrase 20, I.
(22ms
5=Zimmerwohnung mit allem Zubehör
per 1. April zu vermieten. Näh. parterre.
Einauſehen von 10—12 und von 2—4 Uhr.
Aliceſtr. 19, II., wegen
Haushalt=
auflöſung ſehr freundliche 5=Zimmer=
Wohnung per 1. April, event. auch
etwas früher zu vermieten.
Näheres 1. Stock.
(725ms
e een ene e
5=Zimmerwohnung per 1. April zu verm.
Näheres Roßdörferſtraße 10, 1. Stock.
874s) Landgraf=Georgſtraße 12, 1. St.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung mit Zubehör
zum 1. April 1910. Einzuſehen von 10 bis
12 und 2 bis 4 Uhr nachmittags.
m
Hua
A
Friedrichstrasse 16, II.,
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April
zu beziehen.
(875ms
876ms) Bismarckſtraße 47 der erſte
Stock, beſtehend aus 5 geräum. Zimmern
und Bad mit W. C., alles neu hergerichtet
per 1. April zu verm. Näheres parterre.
Alexanderstrasse
9
5=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
her=
gerichtet, Gas u. Badeeinricht. z. v. (1543ms
na
Vig
Pallaswiesenstr asse 39
1. u. 2. Stock, je eineſchöne 5=Zimmerwohnung
mit Küche nebſt Zubehör. Näh. daſelbſt im
2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (959ms
anofn ſſ Gf
Kabgdorſ.
Waldstr. HI, BckeuerGraienstr., 11. bl.,
ſchöne 5=Zimmerwohnung, vollſtändig neu
hergerichtet, per 1. April.
(997ms
Näheres Grafenſtr. 35, II.
aretrge
Ie
Bessungerstrasse etl, part.
5=Zimmerwohnung, Küche, Bad, Veranda,
Gartenanteil, mit Manſardenzimmer bis
April zu verm. Auf Wunſch Stallung,
Remiſe und Burſchenſtube. — Näheres
da=
ſelbſt und Ph. Jacobi IV.,
Beſſunger=
ſtraße 2.
(B1485s
Alexanderſtr. 4, 2. St.,
5=Zimmerwohnung mit Zubehör p. 1. April
zu verm. Näh. Stiftſtraße 6.
(1751ms
5
Heidelbergerstr. 88, I. u. 92, II.
je 5=Z.=W., Gas, Bad, Balkon u. Zub. per
ſofort bezw. 1. April zu vermieten. Näh.
Heidelbergerſtraße 92, 1. St.
(B1766ms
Wilhelminenstrasse 31
(am neuen Palais) moderne 5=
Zimmer=
wohnung im II. Stock per ſofort oder
(2596imds
ſpäter zu vermieten.
2653a) Roßdörferſtr. 1 der 1. Stock ſchöne
von 5 Zimmern, Balkon u.
eteteht
Wohnung zu vermieten. Näh. part.
(
ne a
Wilhelminenstrasse 19, I. Darmsrdufer Hausbesitzerverein Wilhelminenstrasse 19, I.
Zu vermieten:
Haus, Annastrasse 33
Kliestrasse 25
Wilhelmstrasse 40
11 große Wohnräume, nebſt den nötig. Neben=1. oder 2. Etage, 5=Zimmerwohn., Bad,ſelegante Wohnung, 4 Zimmer, Küche, Bad, 2957ms) Schwanenſtr. 29 ſchöne freundl.
räumen, perſehen mit Zentralheizung, Gas, Küche, reichl. Zubehör u. Gartenbenutzung, Vorplatz, Zentralheizung, elektr. Licht, Gas, 2=Zimmerwohnung mit allem Zubehör,
elektr. Licht per ſofort. Näh. L. Wagner, zum 1. April. Näheres 1. Stock. (2969msbeſonders geeignet für Junggeſellen, einzelne Gaxten, Gas, nahe dem Schloßgartenplatz,
Schloßgartenſtraße 69.
(3167ms
Rheinſtraße 14
Auf Wunſch auch Stallung.
(2971msſper 1. April.
Rheinſtraße 5, I1.1. u. 2. Stock, 5=Zimmerwohnung, Balkon, 2962ms) Mühlſtr. 26 ſchöne 4=Zimmer=
7=Zimmerwoh., Bad, Dienertreppe, reichl. Gas und reichl. Zubehör.
(2959ms wohnung, neuzeitlich, Balkon, Badezimmer! 3634ms) Erbacherſtr., im Hinterh., 2 kl.
Zubehör per 1. April. Preis 1500 M. (2986ms
mit Zubehör, ſofort. Näh. Stiftſtr. 59, part. Wohnungen an ruhige Leute. Näheres
Grafenſtraße 23
nee
2968ms) Ludwigſtr. 8 eine hübſche, ge=Beckſtraße 57 I.
Wilhelmstrasse 40
räumige 4=Zimmerwohnung mit Zubehör
1. Etage, neuzeitliche 5=Zimmerwohnung, zum 1. April an ruhige Familie. Näheres 2963ms) Große Kaplaneigaſſe 37 Laden
elegante Wohnung im Erdgeſchoß, 6 Zimm., Balkon, elektr. Licht, Kochgas, Baderaum,im Tapeziergeſchäft.
Vorplatz, Bad, Anrichte, i. Souterrain Küche, reichl. Zubehör, per ſofort.
(2958ms 34083) Wittmannſtraße 14, I., ſchöneſper Monat. Näheres Alexanderſtraße 3.
Speiſekammer und ein Zimmer, mit reichl. 3170ms) Emilſtr. 32, I., 5=Z.=Wohn., Bad, 4=Zimmerwohnung mit Bad und Zubehör. 3636ms) Landwehrſtraße, zunächſt der
Zubehör, großen Vorgarten, Zentralheizung, Veranda, Balkon und reichl. Zubehör.
elektr. Licht, Gas, Aufzug, Warmwaſſerleit., 3891ms) Viktoriaplatz 2 neuzeitl. Fünf=
I
ev. m. Stall. Näh. Wilhelmſtraße 38. (2970ms Zimmer=Wohnung mit all. Zubehör per
Rheinstrasse 47
n
1. April. Näheres 3. Stock.
Seitenbau, 1. u. 2. St., abgeſchl ruh., ſehrl3=Zimmerwohnung, Preis 850 Mk., per
Wendelstadtstr. 28, I. Stock
geräum. 3=Zimmerw., Veranda, Manſardez. 1. April. Näheres Wilhelminenſtr. 19 I.
prachtvolle geräumige 6=Zimmerwohnung,
V
(5 S
62 feg 1g.
u. allem Zubeh., auch als Büro od. ſaubere
Kiesstraße os
Balkon, kompl. Badezim., reichl. Zubehör,
Werkſtätte, 32 bezw. 42 Mk. Daſ. kl. 3=Z.= 3890ms) Grafenſtraße 31 Laden mit
neu hergerichtet, per ſofort. Näheres da=
3172ms) Eliſabethenſtr. 29, Stb., ſchöne
3=Zimmerwohnung. Näheres im Laden.
Dame oder kinderloſes Ehepaar p. 1. April. zunächſt der elektr. Bahn, für 1 oder 2 Damen
ſelbſt II. Stock.
(3633ms
im Banklokal.
5=Zimmerwohn. mit u. ohne Atelier. (3173ms
3100ms) Wilhelminenſtr. 4, 4 Zimmer=
Wilhelminenstr. 14, I. ſwohnung p. 1. April. 650 Mk. pro Jahr.
ſchöne 6=Zimmerwohnung per 1. April. An= 3407s) Riedeſelſtraße 27, I., elegante
zuſehen nachmittags 4—6 Uhr. Näheres4=Zimmerwohnung, Fremdenz., 2 Manſard., Dachſt., Heiz= und Kochgas, per ſofort.
(3168ms Bad, gr. Veranda, elektr. Licht, per 1 Juli. Näheres Hermannſtr. 7 I.
Sin tinner . Setn mn.
Von obigen Wohnungen iſt nähere Auskunft und der Preis uſw. in der Geſchäftsſtelle Wilhelminenstrasse 19, 1. Stock, zu erfragen.
Kelen e
Wohnung, Manſarde, 22 Mk. Näheres im
Vorderhaus, part.
(3169ms
ohe
Sch
Schiesshausstr. 72, part.
lgroße 3=Zimmerwohn., Küche, Kammer im
(3635msms Heuboden.
mit Wohnung und Stallung, Preis 26 Mk.
Frankfurſtraße, großer ſchöner Laden für
Uhrmacher, Schuhmacher, Kurzwaren, nebſt
mit Ladenzimmer.
3174ms) Kiesſtr. 65 große helle
Werk=
ſſtätte mit oder ohne Wohnung.
Heerdweg 90
iſt der 2. Stock, 5 Zimmer, große geſchloſſ.
Veranda, Badevorrichtung, reichlichem
Zubehör, an eine ruhige Familie, ab
1, April zu vermieten.
(B1955ms
Luiſenſtraße 38
1 Treppe, gegenüber dem Palaisgarten,
5=Zimmerwohnung mit zwei noch dazu
gehörigen Zimmern im Seitenbau ſof. z. v.
Näheres Luiſenſtraße 36.
(2398ms
Luiſenſtraße 34
1 Treppe, gegenüber dem Palaisgarten,
freundliche 5=Zimmerwohnung mit großer
Küche und ſonſtigem Zubehör ſof. zu vm.
Schöne 5=Zimmerwohnung
mit allem Zubehör per 1. April zu
ver=
mieten Kiesſtraße 45.
(2931ms
Bleichſtraße 43, 1. St.,
5 ſchöne große Zimmer, Badezim., Balkon,
Trockenboden u. reichl. Zubehör per 1. April
zu verm. Näh. Roßdörferſtr. 1, part. (3156a
5= Zim.=Woh=
Beckstrasse 78 nung mit
Zu=
behör bis 1. April zu verm.
(2690ms
Stiftstrasse 13, 2. Stock
5 Zimmer mit allem Zubehör per 1. April.
Einzuſehen von 11—1 und 3—6 Uhr. (3132ms
400
Fa
Niederramstädterstr. 37
5=Zimmer= und 3=Zimmerwohnung nebſt
Zubehör (neuzeitlich), Balkon und
Bade=
zimmer ꝛc. ſofort zu vermieten.
(3342a
3448ms) Karlſtraße 53 eine 5=
Zimmer=
wohnung im 2. Stock mit Veranda und
allem Zubehör per 1. April.
Zimmer und Saal (der evtl. in 2 Zimmer wie Mitgebrauch der Waſchküche,
Bleich=
gerichtet, per Mitte April. Näh. daſ. 1. St.
a
Schuchardstrasse 9, I.
ſchöne 5=Zimmerwohnung billig zu verm.
Näheres im 2. Stock.
(3602ms
Neckarstrasse 4
im Seitenbau 5=Zimmerwohnung zu
ver=
mieten. S. Mohr.
(3606ms
Hobrechtſtraße 12
Tintenviertel, ſchöne 5=Zimmerwohnung,
parterre mit Gartenbenutzung, gedeckte und
offene Veranda, 2 Manſardenzimmer, Bad,
elektr. Licht per 1. April zu vermiet. (B3837
Landwehrstrasse 6
ſchöne 5=Zimmerwohnung zu verm. (1724s
Zimmer
M 1
Gruner weg 10, I. St.,
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Bad und
Koggia, nebſt Zubehör, großer Garten mit
Gartenhaus und vielen Obſtbäumen kann
mit vermietet werden. Einzuſehen von
10—12 Uhr.
(63ms
B134oms) Untere Weinbergſtraße 49,
2.Obergeſchoß, 4=Zimmerwohnung mit zwei
Bodenkammern, ſofort zu vermieten. Preis
450 Mk. Näheres Heidelbergerſtraße 123.
209ods) Neckarſtraße 11, Hinterhaus,
ſchöne 4=Zim.=Wohn. (ev. 5 Zim.) mit allem
Zubeh. p. 1. April d. J. anderweitig zu verm.
Nur nachmittags einzuſehen. Alles nähere
im Kontor daſelbſt.
AFF
Heidelbergerstr. 100, I. St.
ſchöne große 4=Zimmerwohnung, Balkon,
Küche, 2 Keller, Manſardenzimmer, Gas,
Waſchküche und Bleichplatz, per ſofor!
billig zu vermieten.
(B360ms
Liebigſtraße 27
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem
Zu=
behör auf 1. April zu vermieten. Zu er=
(263ms
fragen parterre.
(364
Hochstrasse 12, I. St. ms
geräumige 4=Zimmerwohnung zu vermiet.
Einzuſehen zwiſchen 2 u. 5 Uhr. Näh. daſelbſt.
Kaupſtraße 32
große 4=Zimmerwohnung mit Gas, Veranda
ꝛc. alsbald zu vermieten. Näheres bei Frau lwohnung ſofort oder ſpäter zu vermieten.
Schad im 1. Stock.
Ahastrasse 24
verm. Zu erfrgn. part.
(B371ms
373ms) Riedeſelſtr. 72, I. St., ſchöne
Zimmer mit allem Zubehör zu vermieten.
Näh. K. Koch, Heidelbergerſtr. 9½.
Vemſeſee
än
Karsstrasse Nr. 115
eine ſchöne Wohnung, 4 Zimmer, Küche,
Bad, Veranda und 2 Kammern zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinsſtraße Nr. 74.
(B380ms
866ms) Heidelbergerſtr. 46, 3. Stock,
4= Zimmerwohnung. Näheres 2. Stock.
Sandbergſtraße 69
Parterre=Wohnung, 4 Zimmer und allem 3=Zimmerwohnung zu vermieten.
Zubehör, wie Bad, Bodenkammer, event.
zu vermieten. Näh. daſelbſt.
(B389ms
Elisabethenstr. 17, I.
668ms) Rhönring 69, I. Etage, ſchöne
4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör zu
vermieten. Näheres daſelbſt parterre.
Famleſpe
Karlstrasse 65
iſt im 3. Stock eine 4=Zimmerwohnung mit1. Stock, 4=Zimmerwohnung mit Zubehör
allem Zubehör bis 1. April zu vermieten.
Näheres parterre.
(B387ms
ran
ngirgosg
Eleblräuchstrasse 29
ſchöne geräumige 4=Zimmerwohnung mit
Küche, Speiſekammer, Veranda, Heiz= und
3367s) Eliſabethenſtr. 52, parterre, 5 Leuchtgas, Manſardenzimmer, 2 Keller,
ſo=
geteilt wird), nebſt Zubehör, alles neu her=platz und der beiden Trockenböden, per
Näheres 1. Stock.
B625ms) Rückertſtraße 27 iſt der 1. Stock
mit 4 großen Zimmern, ev. noch 1 Zimmer
in der Manſarde wegen Wegzug von hier
bis 1. April zu vermieten.
Badezimmer, der Neuzeit entſpr., per 1. April Preis 550 Mk. Anzuſ. zwiſch. 2—5 Uhr. (2950a
zu vermieten. Näh. daſelbſt 2. Stock oder
Kiesſtraße 68, 1. Stock.
(515ms
Aliceſtraße 1½, I.
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Zubehör p.
1. April zu verm. Näh. No, 1, part. (537ms
eingee
Kahlertstrasse 4, 4= Zimmer=
Wohnung per 1. April. Näh. Kahlertſtr. 5½,
2. Stock, bei Herrn Wolf
In
II. St., ſchöne 4 Zimmer=
Kaupſtr. 24, Wohnung per 1. April zu
vermieten. Näheres parterre.
(608ms
ige
ne
Eilsabethenstrasse 1
am Ludwigsplatz, im Hofbau, zwei
4=Zimmerwohnungen mit Zubehör
im 1. Stock p. 1. Mai 1910, ev. früher.
Auch f. Bureau od. Lager geeignet. (826ms
Zee e
877ms) Gutenbergſtraße 24 eine Vier=
Zimmerwohnung im 3. Stock per 1. April.
986ms) Kahlertſtraße 30, 2. Stock,
4= Zimmerwohnung nebſt Zubehör per
1. April zu vermieten. Näheres parterre.
B949ms) Martinſtraße 28, 1. Stock,
4=Zimmerwohnung mit Gartenanteil für
1. April. Einzuſehen 2—4 Uhr nachm.
B1077ms) Moosbergſtraße 97, nächſt
der Heidelbergerſtraße, ſchöne 4=
Zimmer=
wohnung, neuzeitl. eingerichtet, evtl. mit
Stallung, zu vermieten.
10
Inin
n. Kranichſteiner=
Rhonring 125 ſtraße, 3. St., ſchöne
4=Zimmerw. m. a. Zubeh., Badekab., zwei
Verand., p. ſof. z. verm. Näh. part. daſ. (1019ms
3133ms) Rhönring 43, 2. Stock,
Vier=
zimmerwohnung mit Bad, Veranda und
allem Zubehör per 1. April zu vermieten.
Zu erfragen eine Treppe hoch.
1211ms) Riegerblatz 5, 2. Stoe
Vier=
zimmerwohnung per 1. April, 550 Mk.
1248ms) Taunusſtraße 39, 4=Zimmer=
(369ms Näheres 1. Stock.
1728ms) Erbacherſtraße 7 per 1. April
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Zubehör zu
4=Zimmerwohnungen, neuhergerichtet, zu vermieten. Näh. Frankfurterſtr. 53, 1. St.
1753ms) Ecke Gutenberg= und
Lichten=
bergſtraße 18, Privat=Eingang
Dieburger=
ſtraße, ſchöne moderne 4=, event. 5=
Zimmer=
wohnung mit allem Zubehör im 1. Stock,
Balkon und Veranda, per ſofort od. ſpäter
zu vermieten. Näheres parterre.
Zu vermieten:
ſchöne große 4=Zimmerwohnung m. Veranda1
desgl. eine Manſardenwohnung in ſchönſter
Lage Eberſtadts ab 1. April 1910 zu
ver=
mieten. Näheres bei Bauunternehmer
Hch. Dächert II.
(1928s
1980ms) Karlſtraße 27 eine 4= und
Gartenanteil, per 1. April 1910 oder früher Landskronstrasse 37, II.,
ſchöne Vier=Zimmerwohnung, Manſardz.,
Bodenkammer, Küche, Gas, 2 Keller,
Veranda, allem Zubehör, per 1. April,
4=Zimmerwohn. per ſof zu verm. (390ms auch früher zu vermieten. Näheres 1. Stock
daſelbſt.
(B2941ms
2594s) Schöne neuzeitl. eingericht. Vier=
Zimmerwohnung p. 1. April. Pr. 480 Mk.
Näheres Kranichſteinerſtr. 59½0, pt. (2594ids
2673ms) Bismarckſtr. 21, Gartenhaus,
zu vermieten. Auskunft daſ. 1. Stock rechts.
B2658ms) Karlſtraße 97 iſt eine Vier=
Zimmerwohnung am 1. April zu vermieten.
Näheres parterre. Einzuſehen von 3—5 Uhr.
Fürghoie 1 Vorderh. 3. St., ſchöne Klesbergstrasse 58, part.
Kirehstr. ½ 4=Zimmerwohnung mit3 Zimmer, per 1. April 1910 zu vermieten.
allem Zubehör, event. Werkſtätte, p. 1. April. Preis 400 Mk. Näheres daſelbſt.
Näheres im Laden.
(2994a
P
1. April, eventuell früher, zu vermieten. Gutenbergſtraße 19 wohn. auf 1. April auch Eingang Riedeſelſtraße, ſchöne 3= Zim=
(587ms zu vermieten. Einzuſehen 2. Stock. Näh. lmerwohnung sofort zu vermieten. (56ms
Gervinusſtraße 55, part.
(3157ms
Kaupstr. 44, 1. St. für 1. April zu verm. Einzuſeh. v. 11 Uhr an.
ſchöne, moderne 4=Zimmerwohnung mit
Wienersſtraße 47 großem Giebelzimmer, Erker und Veranda, wohnung zu vermieten.
neu hergerichtet, Tapeten können jetzt noch
ſchöne 4=Zimmer=Wohnung mit Veranda, nach Wunſch gewählt werden, zu vermieten. drei Zimmer mit Kochgas ꝛc. ſofort zu verm.
ED
Neckarſtr. 22, part.
4 Zimmer=Wohnung,
5 Zimmer=Wohnung oder
10 Zimmer=Wohnung, neu und altzeitliche große neuzeitl. Dreizimmerwohnung ſofort.
Bequemlichkeiten, Gas und elektriſch.
*7 2. Stock, ſchöne Näheres Tuchladen, Seitenbau.
B3146) Moosbergſtraße 81, 1. Stock,lallem Zubehör per ſofort zu verm. Näher.
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem Zubehör bei Frau Schad, 1. Stock.
(991ms auf 1. April. Näheres 3. Stock.
B3340ms) Heidelbergerſtraße 74, herr=3 ſchöne Zimmer mit allem Zubehör zu
ver=
ſchaftl. Wohnung 4—5 gr. Zimmer, Bad, mieten. Preis Mk. 25 per Monat.
Balkon, Veranda, ſofort z. vermieten. Näh.
Parterre. Zigarrenſaden.
Me
os
Rhonring 141
im 1. und 3. Stock je eine ſchöne
4=Zimmerwohnung mit Bad u. Gas,
ſowie allem Zubehör per 1. April zu
vermieten, ſowie eine ſchöne
Man=
ſardenwohnung. Alles Nähere
Lichtenbergstrasse 80
3 neu hergerichtete 4=Zimmerwohnungen
alsbald zu verm. Näheres bei Bauführer ſchöne 3=Zimmerwohnung im 2. Stock mit
Dauber, Rhönring 111, parterre.
Schöne 4-Zimmerwonnung jährlich.
mit Zubehör u. großer Terraſſe, gegenüber
dem Beſſungerherrngarten, iſt per 1. April merwohnung, 2 Treppen hoch.
auch früher zu vermieten. Daſelbſt iſt auch
eine große helle Werktstatt mit daran= Wohnung zu verm. Näheres parterre.
ſchließendem großen Raume, enth.
Waſſer=
leitung u. Gas, zu vermieten. Zu erfragen merwohn. per 1. April zu vermieten.
Klappacherſtraße 40/42.
(B3431ms
3589a) Obere Rheinſtraße 5, Vorder=höfen, 3=Zimmerwohnung ohne Küche, für
haus, Manſarde, 4 Zimmer und Zubehör Bureau ſehr geeignet, ſofort zu verm. Zu
alsbald zu vermieten.
Karlstrasse 38, 3. Stock
4=Zimmerwohnung ſofort zu verm. (3597ms
Alicestrasse 39, II. Stock
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit Gas per
1. April l. Js. zu verm. Näh. part. (3600ms
3604ms) Mollerſtraße 30, 1. Stock,
ſchöne 4=Zimmerwohnung mit allem Zubeh.
zu vermieten. Näheres 3. Stock.
B3646) In ſüdöſtl. Lage ſind 2 moderne
4=Zimmerwohnungen, parterre u. 1. Stock,
Neubau, m. Gas, Veranda, Bad,
Trocken=
boden uſw., in einem vom Vorderhaus weit
entfernt frei ſtehendem Hinterhaus p. 1. Juli
an ruhige Mieter zu vermieten. Offerten
unter M 74 an die Expedition.
(B3646
Rhönring 41, 1.
4 Zimmer mit Zubeh., neuzeitl. per ſofort.
Näh. Manſ. daſ. u. Wendelſtr. 8, I. (*4049
*4039) Soderſtraße 13, 2. Stock, Ecke
Riedlingerſtraße, 4 Zimmer und Zubehör
per 1. April verſ tzungshalber zu vermieten.
3847a) Müllerſtraße 7, eine 4=Zimm.=
Wohnung per ſofort zu vermiaten.
Wenckstrasse 1
hübſche 4=Zimmerwohnung der
Neu=
zeit entſprechend preiswert per 1. April
zu vermieten. Näheres
Pankratius=
ſtraße 26 im Laden.
(3870ms
E
V
(3ms
Age
9 ſchöne 4=Zimmer=Sandstrasse 42, Mittelbau,
B87ms) Martinſtraße 2, II., eine ſchöne
3=Zimmerwohnung mit gr. Veranda u. Gas
392ms) Neue Ireneſtr. 15 3=Zimmer=
B393s) Schießhausſtraße 55, 2. Stock,
408ms) Neue Ireneſtraße 10 eine
Dreizimmerwohnung mit allem Zubehör zu
vermieten. Näheres Grafenſtr. 17.
(410
ehoilwareir
Arhellgerstr. 69, I., ms
412ms) Kaupſtraße 32, 3. Stock, große
(2953s3= Zimmerwohnung mit Gas, Veranda und
611ms) Pallaswieſenſtr. 30, Manſarde,
Hohe Mannne.
jahfnengnetraccg
Ecke Taunus- u. Lieblraueustrasse 104
ſchöne moderne 3=Zimmerwohnung, ſofort
(501ms
oder ſpäter beziehbar.
B560ms) Neue Niederſtr. 5, im
Hinter=
haus, 1. Stock, 3= Zimmerwohng. bis 1. April
zu vermieten. Preis 300 Mark. Näheres
Vorderhaus part.
Gervinusstrasse 61
3402ms) Rhönring 67 b. Schuchmann. —Manſardewohnung mit 3 Zimmern und
Zubehör für 1. April zu vermieten.
Näheres bei C. Flehinger, Alexander=
(708ms
ſtraße 4, parterre.
B712ms) Beſſungerſtr. 74 eine große,
(3415a Balkon und allem Zubehör bis 1. April
ev. früher zu vermieten. Preis 440 Mark
812s) Schwanenſtraße 8 eine 3=Zim=
857ms) Lichtenbergſtraße 20 3=Zimm.=
1020s) Pankratiusſtr. 48 ſchöne 3= Zim=
1299ids) Kaſinoſtraße 8, nahe den
Bahn=
erfragen auf dem Baubureau daſelbſt.
Deertentr 3 1. . .
ſtehend aus 3 Zimmern, Veranda,
Bade=
zimmer, Speiſekammer, Mädchenzimmer,
Bleichplatz, Waſcheküche, Trockenboden, per
1. April zu beziehen. Zu erfragen im
Laden bei Walther.
1930ms) Aliceſtraße 24 ſchöne geräum.
3= und 4=Zimmerwohnung, neuzeitl., gr.
Balkon mit allem Zubehör per 1. April.
1447ms) Neue Niederſtr. 13 ſchöne mod.
3=Zimmer=Wohnung per ſofort billig
zu verm. Näh. daſelbſt bei Zimmermann.
859ms) Riegerplatz 7, 3. Stock, Drei=
Zimmerwohnung. Näh. 2. St. rechts.
861ms) Wendelſtadtſtr. 30, I. I., II. r.,
3=Z.=Wohn. Anzuſ. zw. 12—3 Uhr. Näh. 2. S
868ms) Ahaſtraße 12, 3. Stock, Drei=
Zimmerwohnung. Näh. 1. Stock.
864ms) Weinbergſtraße 45, Drei=
Zimmerwohnung. Näh. 1. Stock links.
Schiesshausstr. 42
3=Zim.=Wohn. bis 1. April zu verm. (B947ms
A0
afnae
Pallaswiesenstrasse 39
im Hinterhaus, I. Stock, eine 3=
Zimmer=
wohnung mit Küche zu verm. Näh. daſelbſt
im 2. Stock od. Rheinſtr. 25, Kontor A. (960ms
ange
Moosbeigstrasse 52
ſchöne Drei=Zimmerwohnung mit allem
Zubehör, neuzeitlich, Preis 335 Mk. (B1178ms
1184ms) Eliſabethenſtr. 58 3=
Zimmer=
wohnung zu vermieten.
Pallaswiesenstr. 43
ſchöne 3=Zimmerwohnung per 1. April zu
vermieten. Näh. part.
(1191ms
B1250ms) Neue Niederſtraße 3, Seitenb.,
3 Zimmer, Küche, Keller, Bleichpl., per ſof.
B1503ms) Martinſtraße 27, 1. Stock,
3=Zimmerw. p. 1. April zu verm. Preis 380 Mk.
1929a) Röhnring 121 zwei 3=Zimmerw.
ſofort zu vermieten. Preis 360 Mark.
Ne
Orangerie-Allee 7.
1. St., 3 Zimmer, Küche, Manſardez.,
Veranda und all. Zubehör
per
1. April zu vermieten. .
(B1008ms
1511s) Kirchſtraße 1
3. Stock, ſchöne
3=Zimmerwohnung mit Gas per 1. April.
Näheres Hochſtraße 42, I.
2678ms) Kranichſteinerſtr. 8½ 2 kleine
3=Zimmerwohnungen ſofort zu vermieten.
1783ms) Schöne 3=Zimmer=Wohnung
mit Zubehör per 1. April zu vermieten.
Näheres Pallaswieſenſtraße 23 im Laden.
aneirag
Heidelbergerstrasse 59
Manſarden=Wohnung, 3 gerade, 2 ſchräge
Zimmer, Küche und Zubehör per 1. April
zu verm. Erfr. Georgenſtr. 12, I. (1730ms
6.
Roßdorferstr. 46
(Hinterhaus) kleinere 3=Zimmer=Wohnung
an ruhige Leute per 1. März od. 1. April c.
zu vermieten. Näheres im Vorderhaus,
II. Stock rechts.
(2197ms
Wenckſtraße 7
1. und 3. Stock je 3 Zimmer, Küche ꝛc. per
1. April zu vermieten.
(2236ms
e
4 eine ſchöne Drei=
Lauteſchlägerſtraße 11 Zim.=Wohnung
im Seitenbau ſofort zu vermieten. (2391ids
2460ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 36,
Vdh. 3. Stock, 3=Zimmer, Küche, Zubehör.
Näh. Ludwig Koch, Ww., Dieburgerſtraße 5.
B2429) 11 Neue Niederſtraße 11
neu=
zeitliche, freundliche 3=Zimmerwohnung,
2. Stock, m. all. Zubehör. Preis 360 Mk. jährl.
B2659ms) Karlſtraße 56, 2. Stock (
Man=
ſarde) 1 gerade, 2 ſchrg. Zimmer und
Zu=
behör an kleine Familie zu vermieten.
2672ms) Lichtenbergſtraße 25 eine
Drei=
zimmerwohnung ſofort zu vermieten.
Auskunft 1. Stock rechts.
atrae
neue Niederstrasse 15
ſchöne große 3=Zimmer=Wohnungen, neu
hergerichtet, im Preiſe von 320 bis 380 Mk.
(2705a
Näheres daſelbſt im Laden.
Clemensſtraße 15
1. Stock, ſehr große 3=Zimmerwohnung m.
großem Vorplatz, Balkon, 1. April oder
1. Mai an ruh. Leute zu verm. (B2694ms
2777ms) Ahaſtraße 22, Hinterh. 1. St.,
24 Mk. Näh. bei Eisemann, Vdh. 2. St. l.heimerweg 15, Brauerei=Kontor.
2918ms) Mühlſtr. 72, am Kapellplatz, ſehr
ſehr ſchöne freundl. Drei=Zimmerwohnung
mit Manſarde zum 1. April oder ſofort zu
vermieten. Näheres im Laden.
2921ms) Pankratiusſtraße 70 eine Drei=
Zimmerwohnung zu vermieten.
Zubehör per 1. April.
2933ms) Ecke der Roßdörfer= u.
Inſel=
ſtraße 30 im 2. St. eine 3=Zimmerwohnung
mit Zubehör, Anfangs April zu vermieten.
Einzuſehen Nachmittags. Näheres parterre. zimmerwohnung per 1. April zu vermieten.
Roßdörferſtraße 28wohnung per 1. März zu vermieten.
eine neuzeitliche 3=Zimmerwohn. m. Koch= u.
Leuchtgas u. Zubeh., Pr. 320 Mk. (2996ms
319 ms) Eckhardtſtr. 5, 1. Stock, ſchöne
3=Zimmerwohnung per 1. April zu
ver=
mieten. Näh. Landwehrſtraße 1.
*„
Ludwigshoyſtr. 37 wohnung, monat=
(B3235ms
lich 22 Mk., zu vermieten.
3363ms) Pädagogſtr. 2, Hinterbau, eine
Wohnung, 3 Zimmer, Küche zu vermieten.
Näheres im Zigarrenladen.
3364ms) Inſelſtr. 21. Im freiſtehend.
Hinterhaus 2 ſchöne 3=Zimmerwohnungen
mit Küche, Speiſekammer, abgeſchl. Vorpl., I 2=Zimmerwohnung, neuzeitl. einger., m. all.
2 Keller. Mietpreis je 270 Mk. Näheres
bei Hausmeiſter Schäfer daſelbſt
3621a) Schwanenſtraße 61, gegenüber
dem Pfründnerhausgarten, ſchöne geräum.
3=Zimmerwohnung per 1. April zu verm. 1 Dieburgerſtr. 96,
3= evtl. 4=
(B3629ms
Zahme) Kahlertſtraße 32, 1. Stock, eine
ſchöne 3=Zimmerwohnung mit Balkon, Gas
und allem Zubehör ſofort oder per April.
Zu erfragen 1. Stock.
(3343g
Moosbergstrasse 48
3=Zimmerwohn. Mk. 380, pr. Apr. z. verm.
Näh. b. Anton Fiſcher Frankfurterſtr. 12/14.
3368ms) Soderſtr. 40, Manſarde, 3=Zim.
per 1. März. Preis per Monat 22 Mk.
*3706ms) Wienersſtraße 58, kl. Manſ.
3=Zimmer monatlich 18 Mk. zu vermieten.
ſchöne gr.
OaGuAAgNaä 0
Bessungerstr. 90 Zimmer=
Wohnung mit Gas, Bad und Veranda
ſofort billig zu vermieten.
3661ms) Eine ſchöne 3=Zimmerwohnung
per 1. April zu vermieten. Näheres Adam
Wehrum, Kiesſtraße 5.
B3658ms) Beſſungerſtraße 107 Drei=
Zimmerwohnung, Balkon uſw., 350 Mark
ſofort zu beziehen.
B3657ms) Donnersbergring 34, 2. und
3. St., große 3=Zimmerwohnungen p. 1. April
zu beziehen. Geſunde freie Lage, kein
Gegenüber, nächſt Südbahnhof.
3831a) Arheilgerſtraße 27a eine freundl.
Dreizimmerwohnung zu vermieten
3834a) Heidelbergerſtraße 40
Drei=
zimmerwohnung zu vermieten. Näheres
bei Rau daſelbſt.
*4036) Mauerſtr. 23 große 3=
Zimmer=
wohn. der Neuzeit entſprechend p. 1. April
zu vermieten. Näheres parterre.
3886ms) Kranichſteinerſtr. 6, 1. Stock
Seitenbau, große 3= Zimmerwohnung zu
vermieten. Näheres daſelbſt und Baubüro
Pallaswieſenſtraße 26.
*4047) Saalbauſtraße ſchöne Manſarde
3 Zimmer, Gas und Zubehör,
wegzugs=
halber für 320 Mark per 1. April zu
ver=
mieten. — Zu erfragen Bleichſtraße 51,
Seitenbau, 1 Tr. rechts.
*4018so) Ecke Holzſtr. und Brandgaſſe
freundliche kl. 3=Zimmerwohnung zu verm.
3864ms) Moosbergſtraße 76 2 ſchöne
3=Zimmerwohnungen, part. u. 3. Stock, per
1. April oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Sandbergſtraße 61, 3. Stock.
3865ms) Schloßgaſſe 16 3=
Zimmer=
wohnung zu vermieten.
3867s) Holzſtraße 1, nächſt der Krone,
eine 3=Zimmerwohn. m. Zubeh. zu verm.
Freis 23 Mk. Näheres 1 Treppe.
3967) Pallaswieſenſtraße 7, 3=Zimm.=
Wohnung zu verm. Näheres Manſarde.
B420ms) Forſtmeiſterplatz 5 2 Zimmer,
Küche Mk. 13.50. Näh. neuer Mittelb. I. St.
421ms) Kirchſtraße 10, Hinterhaus,
ſchöne 2=Zimmerwohnung zu vermieten.
Näheres daſelbſt bei Frau Urban.
426ms) Soderſtraße 47 eine 2=
Zim=
merwohnung, Manſarde, für 2—3 Perſon.,
ſofort zu vermieten.
427mds) Hochſtraße 43, 2. St., eine
freundliche 2=Zimmerwohnung mit Küche
an ruhige Leute per ſofort. Näh. im 1. St.
oder Stiftſtraße 52, part.
3710dag Kiesſtraße 29 ſt eine 3. Zimmer=
Wohnung mit Küche zu vermieten. Näh.
Kiesſtraße 81, part.
*4048) Schwanenſtraße 9 eine 2=
Zimmer=
wohnung mit Zubehör ſofort zu vermieten.
3860s) Langegaſſe 31 2=Zimmerwohn.
gleich beziehbar. Zu erfragen bei Karl
Frank, Große Ochſengaſſe 13.
3866ms) Mathildenplatz 3 2=
Zimmer=
wohnung im Seitenbau zu vermieten.
*3977) Wienersſtraße 52, Vdh., 1. St.
Gas, 2=Zimmerwohnung bis 1. April.
Fuhrmannstrasse 2,
2 billige 2=Zimmerwohnungen ſofort.
Näheres Eckladen daſelbſt.
(424ms
2=Zimmer=
Beſſungerſtraße 88½ wohnung Ernſt=Lndwigsplatz 4, Manſarde
zu mäßigem Preiſe zu vermieten. Näh. beigeräumige Wohnung zu vermieten. Preis
Hammer, vord Hinterh. rechts.
436ms) Landwehrſtraße 45 ſchöne
Zweizimmerwohnung zu vermieten.
541ms) Fuhrmannſtraße 2 mehrere
billige 2 Zimmerwohnungen pr. Febr.
Näheres daſelbſt Laden.
F
9e
Lindenhofstrasse
Seitenbau, 2=Zimmerwohnung pro Monat
16 Mark ſofort zu vermieten. Näheres Manſardenwohnung, beziehbar 1. April,
Wilhelmſtraße 25.
Dornheimerweg 31
Tlmenger
ſch. 2=Zimmerwohnungen mit Küche und
ſch. große 3=Zimmerwohnung, per Monat Keller billig zu vermieten. Näheres Gries=Darmstädterstrasse 160
(888ms
zwei leerelvor Arheilgen, eine ſchöne 3=Zimmerwohn.
ng
Viktorlastasse 92 Zimmer zu mit Garten, Bleichplatz nebſt allem Zubeh.
(1192sper 1. April auch früher zu verm. (*3711sms
vermieten. Zu erfragen part.
n
M
Gruner Weg 20, part.
ſind 2 ſchöne große Zimmer, mit od. ohne
kl. Sälchen,
2923ms) Kranichſteinerſtr. 44½, part., Küche, an eine einzelne Dame oder einen Karlſtraße 43 auch f. Büro
3=Zimmerwohnung mit Gas und allem) Herrn für ſogleich oder ſpäter zu vermieten.od. Atelier u. zum Aufbewahren von Möbeln
Näh. im Gartenhaus zu erfahren. (B1476ms
(453ms
1443ms) 2=Zimmerwohng. im Hinterb. f.geeignet, anderw. zu verm.
Zirka 1000 qm
17 Mk. zu verm. Näh. Arheilgerſtr. 66, part.
2265a) Wendelſtadtſtraße 39, I., Zwei=
Fabrik=u. Lagerraume
mit Bureau und ſchöner 6—7=Zimmerwoh=
B2742ms) Schießhausſtr. 5 2=
Zimmer=
nung im Fabrikviertel, mit Bahnanſchluß,
2926ms) Marienplatz 7 im Hinterbauelektriſchem Licht und 15=pferd. Dampfkraft,
od. elektr. Kraft ſof unt. günſt. Bedingungen
Zwei=Zimmerwohn. mit Zubehör zu verm.
zu vermieten. Näheres durch B. Baer,
443ms) Liebfrauenſtr. 93 ein leeres
Zimmer für Möbel ꝛc. aufzubewahren. Näh.
Hausverw. Keller.
Wendelstadtstr. 40
Manſarde, 1 Zimmer und Küche.
Roßdörferstr. 12
II. Stock, 1 Zimmer, Manſarde 1 Zimmer
und Küche.
(1729oms
1931s) Wilhelminenſtr 19. ein Zimmer
für Möbel aufzubewahren. Näh. i. Laden.
2677ms) Arheilgerſtr. 9 ein freundl.
un=
möbl. Parterre=Zimmer an eine Perſon.
2987ms) Karlſtraße 94 zwei unmöbl.
Zimmer mit Veranda. (H. Lauiz.)
2989is) Stiftſtraße 71 ein unmöbliertes
Zimmer mit Keller. Preis 7 Mk.
3135ms) Schönes unmöbl.
Manſarden=
zimmer, auch als Atelier oder Lager zum
1. April evtl. früher. Auskunft Hügelſtr. 4 I.
B3129ms) Ludwigshöhſtraße 66 ein gr.
Zimmer u. 3 Kabinette zu verm. Preis 18 Mk.
3028oms) Neue Ireneſtraße 15, part.,
ein ſeparates, unmöbliertes Zimmer zu vm.
*3709ms) Gardiſtenſtraße 29, Zimmer
nebſt Küche zu vermieten.
3605ms) Moosbergſtraße 26, II., ein
ſchönes unmöbl. Zimmer per ſofort zu v.
B3627ms) Forſtmeiſterplatz 5 1-kleines
Zimmer 5 Mk. Näh. neuer Mittelbau 1. St.
*4020) Grafenſtraße 16 iſt zu vermieten:
Im Seitenbau eine heizbare Stube.
als Werkſtätte.
Zimmer u. Kabinett
für 8 Mk. an ruhige Mieter per 1. März
zu vermieten. Magdalenenſtraße 7. (3981sm
Me
Ue Zmer l
Waldſtraße 22
iſt die Manſarden=Wohnung per ſofort zu
vermieten. Näheres 1. Stock.
(448ms
449ms) Bleichſtraße 11, kleine
Woh=
nung an einzelne Perſon zu vermieten.
Luiſenſtraße 30, 3. Stock,
Manſarde, gegenüber d. alten Palaisgarten,
ſchöne freundliche Wohnung mit Zubehör
zu verm. Preis 400 Mk. Zu erfragen bei
Th. Zauſch.
(962s
1435ms) 3 hübſche Wohnungen (neu
hergerichtet) zum Preiſe von 8, 14 u. 16 Mk.
ſofort oder ſpäter zu vermieten. Näheres
Große Ochſengaſſe 12, II. bei Störger.
1752ms Heinheimerſtr. 96 Manſarde
ſofort.
Schloßgasse 34
kleine Wohnung alsbald zu vermieten.
Näh. bei Oberle, Obergaſſe 9. (2196ms
(435ms 300 Mk. Näh. daſelbſt bei Hörbert. (2930ms
1
Lindenhofstrasse 3
2. Stock mit allem Zubehör, Koch= u.
Leucht=
gas, Bleich= und Trockenplatz, per 1. April zu
verm., Garten mit Zutritt. Näh. part. (3140ms
3139ms) Arheilgerſtraße 22½ kleine
Wohnung zu vermieten.
3592a) Luiſenſtraße 8, II., 2 geräumige
unmöblierte Zimmer zu vermieten. Zu
er=
fragen bei Juwelier Lenz.
B3659ms) Gutenbergſtraße 28 eine
(B813s 240 Mark, nur ruhige Leute.
59s) Bleichſtraße 53 iſt das
Oktroi=Lokal nach Umbau ab 1. Mai
1910 als geräumiger Laden
Cellarius.
zu vermieten.
456ms) Karlſtraße 30 ſchöner Laden
mit anſtoßend. 3=Zimmerwohnung zu verm.
Näheres 1. Stock.
In beſt. Lage d. Rheinſtr. a
großer Laden per ſofort zu vermieten.
Näheres bei
(459ms
H. Bodenheimer, Rheinſtr. 26.
Neuer Mittelbau
Forſtmeiſterplatz 5 2 Zimmer,
ſchöne 3=Zimmer=Küche, Balkon, Gas, 24 Mk.
(B3130ms
3385ids) Lauteſchlägerſtraße 20 kleine
Zwei=Zimmerwohnung an einzelne Perſon
ſofort zu vermieten.
3596ms) Heidelbergerſtr. 2, Manſarde,
2 Zimmer mit Zubehör zu vermieten.
ne
I
Ain
Fraukensteinstrasse 36
Zubeh. p. 1. April. Näh. daſ. part. r. (B3628ms
3601ms) Kleine 2=Zimmerwohnung iſt
per ſofort vermietbar.
Näheres bei
Sim=
rock, Heinheimerſtr. 77 und Kontor.
Immobilien= u. Hypothekenvermittlung,
Landwehrſtr. 18. Telephon 1145.
(1747a
2917s) Für Bureau oder Vereinslokal
ſehr geeignet, ſind in Hügelſtraße 35 die
Räumlichkeiten zu gleicher Erde, mit direktem
Eingang von der Straße, alsbald zu
ver=
mieten. Näheres Dieburgerſtraße 89.
7
ſind die Par=
Kasinostrasse 20 terre =Räume,
ſeither Büro, zu vermieten.
(3719ms
Z
chöner, Laden in welchem eine
Ochſen=
netzgerei betrieben wurde, ſofort zu verm.
Näh. Heidelbergerſtr. 123, I.
Merege e Peſtengertrnſte 137
Laden, mit und ohne Wohnung, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
Wilhelminenſtraße 8
Laden
mit Ladenzimmer u. Magazin per 1. April,
event. früher zu vermieten. — Näheres
Heidelbergerſtraße 12.
(464ms
Schulſtraße 1
iſt ein Laden, 28 m lang, 5½ m breit,
nebſt einem Zimmer, 8½ m lang und
3,20 breit, auch eine Wohnung in der erſten
Etage, enthaltend 6 große Zimmer, für
Bureau und Geſchäft ſehr geeignet, auf
1. April 1910, anderweitig zu vermieten.
Nähere Auskunft erteilt C. W. Braun,
Martinſtraße 74.
(B165ms
Fet
Alexanderstrasse 6
iſt ein Laden mit einem großen
Schaufenſter nebſt Einrichtung und
Nebenräumen per ſofort billig zu
ver=
mieten. Näh. Stiftſtr. 6.
(466ms
Läden-
Ecke der Eliſabethen= u. Zimmerſtraße,
gegenüber dem Verkaufshauſe der Alterſchen
Hofmöbelfabrik: Zum 1. April 1910 ſind
Stallung für 2 Pferde. — Vier Räumedie von Herrn Georg Rackur ſeither
inne=
gehabten Geſchäftslokalitäten anderweitig zu
vermieten:
a) Eckladen mit Kontor, 3 große
Schau=
fenſter, ca. 90 qm Bodenfläche,
b) Unterer Laden mit Kontor,
Eliſa=
bethenſtraße, 1 großes Schaufenſter,
ca. 76 qm Bodenfläche.
Auf Wunſch heizb. Lagerkeller mit elektr.
Beleuchtung, Gas, elektr. Licht u.
Zentral=
heizung in den Läden. Hofraum u.
Tor=
einfahrt vorhanden. Jedem Laden kann
eine 3=Zimmerwohnung, auch als
Lager=
raum geeignet, beigegeben werden. Gefl.
Offerten an Wilhelm Schmitt, Eliſabethen=
(467s
ſtraße 36, erbeten.
o m. 3=Zimmerwohn., Nähe
Großer Laden Zentrum d. Stadt, z. vm.
Näh. Roßdörferſtr. 65, 2. St. I.
(1301ms
Laden.
Der von Friſeur Zell innegehabte Laden
nebſt anſtoßendem Zimmer iſt ſofort zu
vermieten. Max Renn, Hügelſtr. 1. (469ms
1441ms) Laden mit 4=Zimmerwohnung
u. Zubehör per 1. April zu vermieten für
1900 Mark jährlich. Näheres Darmstädter
Hausbesitzer-Verein, Wilhelminenſtraße 19, I.
865ms) Heidelbergerſtraße 127 Laden
zu vermieten. Näheres im 1. Stock.
Der kleinere Laden
mit Kontor und eventl. zwei Zimmer im
Seitenbau zu vermieten. — Stemmer,
Eliſabethenſtraße 14, I.
(72ms
Pe
Alexanderstr. 15, Laden,
in dem ſeit 20 Jahren mit beſtem Erfolge
ein Friseurgeschäft betrieben, mit
Wohn=
ung per 1. April zu vermieten.
(546ms
1440ms) Saalbauſtraße 27, ſchöner,
ge=
räumiger Laden in neuem Hauſe per ſof.
zum Preiſe von 500 Mk. zu vermieten.
Ein heller Laden
33
mit zwei kleineren Zimmern, zu vermieten.
Luiſenplatz 7, neben Hotel zur Traube.
816s) Karlſtraße 24, großer Laden,
paſſend für Kolonialw.=, Delikateſſen=,
Süd=
früchten=, Fiſchhandlungen uſw., billig zu
vermieten; auch wird das Anweſen ſehr
preiswert verkauft.
29 Karlstrasse 29
Laden mit anſchließ. Wohnung per ſofort.
Näheres bei Karl Hess, 1. Stock.
(817s
gegenüber einer höh.
Hochstr. 43, Schule, geräumiger
Eckladen mit Wohnung und Magazin,
ganz vorzüglich für Konditorei,
Papierhand=
lung, Metzgerei u. dergl. geignet, preisw. z. v.
Näh. daſelbſt u. Stiftſtr. 52, part. (3047ms
3366ms) Der ſeither von der Firma Wilh.
Keller, Schirmgeſchäft, innegehabte Laden
Schützenſtr. 5 iſt per 1. Juli anderweit zu
vermieten. Ev. kann Geſchäft und Firma
übernommen werden. Auf Wunſch mit
Wohnung.
92 kleiner Laden billig zu
Saalbauſtr. 20 vermieten.
(3825ms
3660ms) Eliſabethenſtraße 22 Laden,
mit oder ohne Wohnung, per 1. April.
mit Zigarrengeſchäft, auch für
Laden jedes andere Geſchäft geeignet,
ſofort oder ſpäter zu vermieten. Offerten
unter N 42 an die Exped. ds. Bl. (*3921fsi
471ms) Grafenſtr. 22 Lagerräume zu vm.
Mee
Gross- Lagerraum od. Werkstäffe
im Zentrum der Stadt per 1. April billig
zu vermieten. Zu erfragen im
Speditions=
geſchäft Paul Wolf & Co., Rheinſtr. 51
oder Mathildenplatz 2 im Laden. (566ms
B2430s) Karlſtraße 60 große Lagerhalle,
auch für Autos geeignet.
* Anerkannt
Garant. Feier Mexlkamscher Bluien-Honlu Marke „Zapaterd . der Beste.
Per Pfund Mk. 1.— lose und in 1 Pfd.-Gläsern per Glas Mk. 1.10 (Glas vergüte mit 10 Pfg.), bei Entnahme von 10 Pfund Mk. —.90 per Pfund. (3213a
Zu haben
Grafenstr. 25
nur bei Il. WFlassen: Telephon 71 u. Ena barmstaut Ellsabethenstr. 17.
Großes Lagerhaus
3 Stockwerke, ſof. od. ſpäter billig z. verm. Näh.
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1438ms
1796ms) Lager, Stallung u. Büroräume
zu vermieten. Näheres Expedition.
B2514ms) Moosbergſtr. 97 Lagerraum
oder Werkſtätte per ſofort zu vermieten.
B
Ole
1
138t) Mathildenplatz 11 Werkſtätte
per ſof. z. verm. Zu erfr. daſelbſt.
475ms) Wienerſtr. 57 Werkſtätte mit
Nebenraum oder auch mit Schuppen.
476ms) Bleichſtr. 11 Werkſtätte, event.
mit Wohnung, zu vermieten.
aho L Werkſtatt zu
ver=
eritt
Lanteſchlägerſtraße O mieten. Näheres
Schloßgaſſe 25.
(477ms
478ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 51,
große Werkſtätte per ſof. zu verm., daſelbſt
im Seitenbau großes unmöbl. Zimmer mit
ſep. Eingang. Näheres Vorderhaus 1. Stok
B819s) Saalbauſtraße 33,
grosse, heile Werkstatt
per ſofort zu verm. Näh. daſ. bei Walter.
Gee
Waldſtraße 30
Werkſtätte, auch als Lagerraum
mit Boden und Souterrain, event. mit
Wohnung p. baldigſt zu vm.
(987s
Werkstätte
Sch. helle Werkſtätte, Lagerraum m.
Waſſer=
leitung, ev. Gas per ſofort zu verm. Auf
Wunſch ſpäter auch m. Wohn. Näh.
Moos=
bergſtr. 93, Stb. I. Einzuſeh. nachm. (B3127
3821a) Nieder=Ramſtädterſtraße 50
Raum geeignet für Werkſtätte oder Lager
zu vermieten.
C3876,3 Kiesſtraße 22 große helle
Werk=
ſtätte mit Nebenräumen, Gas und Keller,
für jedes Geſchäft geeignet, auch als
Lager=
raum ſofort. Näheres 3. Stock, Vorderh.
3838fI
Wegen Aufgabe der Badeanſtalt
ſind ſämtliche Utenſilien, wie:
Badewannen, Waſchtiſche, Waſchgeſtelle,
Spitgek, Srſit 1. denl.
zu jedem annehmbaren Preiſe ſofort zu verkaufen.
Martinstrasse 22.
Familienverhältniſſe zwingen mich dazu
mein im Heerdwegviertel gelegenes
herr=
ſchaftlich ausgeſtattetes 6=Zimmerhaus
zu verkaufen. Die Wohnungen ſind mit
Gas, elektr. Licht u. kompl. Badeeinrichtungen
ausgeſtattet, ebenſo iſt Telephon vorhanden.
Das Haus rentiert ſich zu 5½ Prozent und
iſt mit nur einer Hypothek zu 4 Prozent
(80% des Kaufpreiſes) belaſtet. Angebote
unter M 57 an die Exped. erbeten. (3590a
Heerdwegviertel
ſchönes Herrſchafts=Etagenhaus, 3X5
Zimmer, ſchönem Vor= und Hintergarten,
reichlichen Nebenräumen, elektr. Licht und
Gas, unter den günſtigſten= Bedingungen
direkt von Beſitzer zu verkaufen.
(B2744
Offert. unter J 12 an die Exp. ds. Bl.
ne
Karlstrasse 65
möbl. Zimmer ſofort zu vermieten. Näh.
Vorderhaus, parterre.
(B1739ms
C1977,2) Kiesſtraße 40, parterre, klein
möbliertes freundliches Zimmer.
Emll
m
einfach möbl.
Friedrichstr. 18, I., Zimmer mit
g. Penſion zum 1. Februar zu verm. (2026ms
2462ms). Dieburgerſtr. 32, Hinterhaus
B2708ms) Karlſtraße 54, 1. St., möbl.
Zimmer mit ſeparat. Eingang an anſtänd.
Fräulein zu vermieten.
2770ms) Karlſtr. 31, 1. St., großes gut
möbl. Zimmer mit Kachelofen, 2
Fenſter=
ſofort oder ſpäter billig zu vermieten. Näh. nach der Straße, p. 1. März zu vermieten.
2915ms) Schuchardſtraße 16, 1. Stock,
2924ms) Nieder=Ramſtädterſtr. 31, III.
tof Großer Keller z.
Für Marktleute: Lagern v. Obſt ꝛc. part., einf. möbl. Zim. an Fräul. od. Herrn.
ſofort oder ſpäter billig zu verm. Näheres
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1437ms
654
Großer Weinkeller
Gr. Ochſengaſſe 12, II. bei Störger. (1436ms
Geräumiger Keller möbliertes Zimmer zu vermieten.
unter dem Vorderhaus Ludwigsplatz8 mitſchön möbl. Zimmer event. mit Penſion.
ſchrotmäßigem Eingang, ſeit längeren Jahren
fwang
v. d. Weinhandl. Jakob Wolff als WeinkellerNieder-Ramstädterstrasse 25, I.
benützt, iſt anderweit zu vermieten. Auskunft2 fein möbl. Zimmer (Wohn und
Schlaf=
ert. Ortsgerichtsvorſteher KarlMüller. (3585ms zimmer) zu vermieten.
(2928ms
3134ms) Mauerſtraße 34, 2. Stock
ein=
fach möbliertes Zimmer zu vermieten.
3232a) Eckhardtſtraße 1, 3. Stock rechts,
Stallung
gut möblierte Zimmer im Preiſe zu 12 bis
15 Mark zu vermieten.
für drei Pferde mit Remiſe zu ſofort zu vm.
2346ms) Waldſtraße 30 möbl. Wohn=
Näh. Wilhelminenplatz 17, 1. St. (479ms
und Schlafzimmer zu vermieten. K. Liß.
54ms) Sandſtraße 42, Stallungen
für 2—3 Pferde, Heuboden, Sattelkammern, 3361ms) Waldſtr. 33, III. I., möbl. Zim.
sofort zu vermieten.
Stallung f.
Luchsſtraße 10, 3. Stock, 2—5 Pferde
Remiſe, Heuboden ꝛc.
(62ms
B2515ms) Moosbergſtr. 97, Stallung
für 3 Pferde nebſt Zubehör per ſofort.
g mit Zubehör für zwei Pferde,
Stallung nächſt der Infanterie=Kaſerne,
ſofort zu verm. Näh. i. d. Exped. (3720ms
M4
Elisabethenstrasse 29, I.
2f. mbl. Zim. (Wohn= u. Schlafz.) z. v. (143ods
482ms) Schön möbliertes Wohn= und
Schlafzimmer per ſofort zu vermieten.
Zu erfragen in der Expedition ds. Bl.
484ms) Bismarckſtraße 58 iſt ein neu
hergeſtelltes, großes Zimmer mit ſep.
Ein=
gang, nur an beſſeren Herrn. zu verm.
486ms) Rheinſtraße 8, III. Stock, gut
möbl. Zimmer ſofort.
487ms) Mühlſtraße 20 ein großes,
freundliches Zimmer per ſofort.
Pauſten WBeidig, Moſerſtr. 5,
gut möblierte Zimmer mit Penſion für
In= und Ausländer, auch Familien, ſofort
oder ſpäter zu vermieten.
(B489ms
491ms) Heinrichſtr. 69 einfach möbl.
Zimmer mit guter Penſion ſofort zu verm.
68ms) Karlſtr. 36, I. links, ein möbl.
Zimmer zu vermieten.
585ms) Karlſtraße 36, rechts, ſchön möbl.
Zimmer an einen jüdiſchen Herrn zu verm.
8238) Beckſtraße 83, I., gut möbliertes
Zimmer zu vermieten.
1%
Martinstrasse 25, part.
zwei gut möbl. Zimmer, Wohn= u. Schlafz.
mit Schreibtiſch ſofort zu verm.
(B844s
953ds) Aliceſtr. 23, II. (Loupre) 2 gr.
g. möbl. Zim., auch Wohn= u. Schlafz., mit
Schreibtiſch zu verm. Auf Wunſch Penſion.
1213ms) Ecke der Beck= und
Soder=
ſtraße 85, I., ein gut möbl. Eckzimmer in
ſchöner freier Lage mit od. ohne Penſ. z. v.
1469a) Ireneſtr. 1, 3. St., möbl. Zimmer.
2461ms) Saalbauſtraße 23 möbliertes
Zimmer zu vermieten.
1 ein einfaches
Heinheimerstr. 1 möbl. Zim.
an ein Fräulein zum Preiſe von 12 Mk.
mit Kaffee, ohne Kaffee 10 Mk., ſofort zu
beziehen. D. Borger.
(3403a
3478a) Frankfurterſtr. 32, 1. Stock, gut
möbl. Zimmer mit oder ohne Penſion.
B3522ims) Rückertſtraße 13, 1. Stock,
ſchön möbliertes Wohnzimmer mit
an=
ſchließendem Schlaf=Kabinett zu vermieten.
Bad= und Gartenbenutzung gerne geſtattet
3369a) Eſchollbrückerſtraße 3, II., gut
möbliertes Zimmer, ſeparat.
3424ms) Steinſtraße 8, 1. Stock, zwei
hübſche, kleinere möbl. Wohn= und
Schlaf=
zimmer zu verm. Näheres parterre.
*3689ms) Aliceſtraße 8, 1. St., freundl.
möbl. Zimmer mit od. ohne Penſion z. vm
*3688ms) Heidelbergerſtraße 21, Seit.,
part., freundlich möbliertes, event. zwei
Zimmer billigſt zu vermieten.
*3739ms) Eliſabethenſtr. 61, 1 Treppe
hoch links, ein zweifenſtriges großes helles
möbliertes Zimmer zu vermieten.
*3758mss) Grafenſtr. 21 (bei A. Eppler)
Wohn= und Schlafzimmer mit Penſion an
1 oder 2 Herren zu vermieten.
Elisabethenstr. 4
gut möbl. Wohn= und Schlafzimmer,
Gasbeleuchtung — Badeeinrichtung
per 1. März zu vermieten. (3598ms
3607ms) Neckarſtr. 4, Vorderh., I. St.,
ſchön möbl. Wohn= und Schlafzimmer per
1. März zu vermieten.
*3734ms) Schützenſtr. 20, I. lks., möbl.
Zimmer per ſof. oder ſpäter.
*3641)mdso) Kirchſtr. 19, II., ſchön möbl
Zimm. mit od. ohne Penſ. an 1od. 2 Herren.
*3765mds) Fuchsſtraße 1, Ecke
Bleich=
ſtraße, parterre, möbliertes Wohn= und
Schlafzimmer zu vermieten.
3535a) Heinheimerſtraße 96, 1. Stock,
möbl. Zimm., ſep. Eing., bill. zu vermieten.
*108t) Beſſungerſtr. 74, 3. St. rechts, ein
großes ſchön möbliertes Zimmer mit guter
Bedienung per ſofort zu vermieten.
709t) Eliſabethenſtr. 49, g. gut möbl. Z.
ünge
Heinrichstrasse 70½
gut möbl. Zimmer mit elektr. Licht ſofort
und 1. März zu vermieten.
(2749a
1135ids) Karlſtraße 61, 1. St. ſchön
möbliertes Zimmer ſofort zu vermieten.
3717ms) Wendelſtadtſtraße 33 einfach
möbl. Zimmer event. mit Koſt, zu verm.
3712a) Eliſabethenſtraße 35, Htb., 2. St.
I., bei Paus, gut möbl. Zim. p. 1. März bill.
Schulstrasse 4, II. St.,
zwei ſchöne möblierte Zimmer (Wohn= u.
Schlafzimmer) mit ſeparatem Eingang zu
vermieten. Näh. Konditorei daſ. (3603ms
3599ms) Kiesſtr. 10, I., gut möbliertes
Zimmer zu vermieten.
(2,
Sraleittr. 6) 1.
ſchön möbl. Zimmer per 1. März m. Penſion
und elektriſcher Beleuchtung, zu vermieten.
Daſ. einfach möbl. Zimmer p. ſof. (*3806ms
1273t) Hügelſtraße 71 2 ſchön möblierte
Zimmer, 1. Stock, ganz ſeparat, pro
Mo=
nat 20 Mk. zu vermieten.
*3619mdfs) Pankratiusſtr. 8, part., gut
möbl. Zimmer mit Penſion zu vermieten.
35.
57t) Wilhelminenſtraße 27, III.,
ſchön möbliertes Zimmer zu vermieten.
3786t) Ernſt=Ludwigſtr., 1, III., möbl. Z.
3803a) Marktpl. 7, I., möbl. Zim. z. vm.
*3923fs) Rheinſtr. 47, ſchönes ruh. möbl.
Zimmer a. e. ſolid. Herrn per ſof. od. ſp. zu
verm. Pr.20 Mk. m. Frühſt. b. Hausmeiſter.
Jahi Ccyawan
WV
Wohn- und Schlalzlimmer
(vollſtändig neu möbliert)
in geſunder, freier Lage mit ſchöner
Aus=
ſicht, kein Gegenüber, bei kinderloſem
Ehe=
paar an ſolid. Herrn od. Fräulein per ſof.
od. 1. März zu vermieten, ev. auch geteilt.
*3841sm)
Rhönring 85, III. I.
3859ms) Beckſtraße 78 möbl. Zimmer
ſofort zu vermiet. Es können auch Wohn=
und Schlafzimmer abgegeben werden mit
oder ohne Penſion. (H. Fideler.)
3872t) Eliſabethenſtraße 26 (bei Klein)
einfach möbl. Zimmer an ſolides Fräulein
per 1. März zu vermieten.
3869ids) Frankfurterſtr. 58, II., groß.
gut möbl Zimmer mit Balkon und Gasan der Arheilger Chauſſee zu verkaufen.
zum 1. März zu vermieten.
3861ms) Frankfurterſtraße 58, part., ein
gut möbl. Zimmer nur an ruhigen Herrn.
3863ids) Eliſabethenſtr. 23, I. möbl. Zim.
*4014) Aleranderſtraße 13, Neub. II. r.,
möbliertes Zimmer per 1. März zu verm.
Mhf
Ecke Hugel= und Zimmerſtraße 11
gegenüber Palais=Garten, ſchönes möbliert.
Zimmer per 1. März zu vermieten. Näh.
Kakao-Komp., Tt. Reichardt.
Schützenſtraße 1.
4009sid
*4010) Erbacherſtraße 6, einf. möbl.
Zimmer, Woche 3 Mk., Schmidt.
*4012) Waldſtraße 11, III., ſchön möbl.
Zimmer zu vermieten.
*3985sim) Marktplatz 7, I., gut möbl.
Zimmer mit Penſion au vermieten.
*3984sm) Mühlſtraße 43, II., möbliert.
Zimmer zu vermieten.
Wohnhaus
in der Beckſtraße, 3 Stock, à 6 Zimmer,
Vor= und Hintergarten, iſt zu verkaufen u.
erfahren Reflektanten alles Nähere bei (2646a
W. Girmſcheid
Wendelſtadtſtraße 23.
Telephon 378.
Hausverkauf!
Das 3ſtöck. 5=Zimmerhaus Ireneſtraße?
mit Toreinfahrt, Stallung, Vor= u. Hinter=
B37o1garten, iſt zu verkaufen. Reflektanten
er=
fahren alles weitere bei
(2649a
W. Girmſcheid
Telephon 378.
Wendelſtadtſtr. 23.
B3046)
Einfamilienhaus
am Roquetteweg zu verkaufen od. zu verm.
Enth. 11 gr. Zimmer der Neuzeit entſpr.
eingerichtet. Auskunſt erteilt H. Braun,
Herderſtr. 16. H. Braun, Moosbergſtr. 97.
Erbteilungshalber
kleines Wohnhaus nebſt großem Hof und
Garten zu verkaufen, desgl. ein Acker.
Näheres Beſſungerſtr. 11.
(B3417
Im Sudoſtviertel
schönes Etagenhaus, 3X4 Zimmer,
reichl. Nebenräumen, Balkons u. Veranden,
Vor= und großem Hintergarten, Einfahrt,
elektr. Licht und Gas, unter den günſtigſten=
Bedingungen direkt vom Beſitzer zu verkauf.
Offert. unt. L. 60 an die Expedition. (3390a
Verkauf!
aC
Seltenes Angebot
Bei Darmſtadt iſt ein ſolid
ge=
bautes Landhaus mit Hinterbau
und großem Garten für den billigen
Preis, 7800 M., ſofort verkäuflich.
Alle ſonſtigen Bedingungen ſehr
günſtig. Angebote beliebe man unter
M17 a. d. Exped. einzureichen. (3490a
In nächſter Nähe Darmſtadts (Bahnſt),
J iſt ein ſchönes Haus mit gutgehendem
Kolonialwarengeſchäft, auch als Landſitz
oder zu jedem anderen Geſchäft geeignet,
nebſt ſehr großem Garten, verhältniſſehalber
billig zu verkaufen.
Offerten unter N 49 an die Expedition
dieſes Blattes.
(3799fs
Beſſere Schlafſtellen
zu vermieten.
(223ids
Restaurant „Germania‟ (Roussel)
Eliſahethenſtraße 26.
*4030) Heidelbergerſtraße 29 Koſt und
Logis 40 Mark pro Monat.
Schön. Haus unter Preis
in Eberſtadt, beſte Lage, 7 gr. Zim. u. Zub.,
Garten, Gas, Waſſer ꝛc. zu verk. ev. ruh.
Fam. zu verm. Off. u. N 7 Exp. (1984a
Landhaus
Offert. unt. A 67 an die Exped. (717a
6. g
Für Whlle,
Metzger, Köche.
In Frankfurt a. M., im Fabrikſtadtteil
(3704f
iſt ein
kleines Haus
mit Bier= und Speiſewirtſchaft billig zu
verkaufen. Das Haus bringt außer
Wirt=
ſchaft und Wohnung noch 2164 Mk.
Haus=
miete ein und kann mit kleiner Anzahlung
erworben werden. Off. erb. unt. P. 1739
an Haasenstein & Vogler, A.-G., Frankfurt a. MI,
Schönes Stück Garten
i. Süden mit Zwergobſt and. Anlagen und
Waſſer, abzugeben. Off. u. G 91 Exp. (2491a
Schönes Vereinslokal
mit Klavier, 30—40 Perſ. faſſend, abzugeben
Reſt. z. „Karlsburg”, Steinackerſtr. 2. (3120a
65
Kaufe, Verkaufe u. Teilhaber
aller Branchen beſchaffe ich raſch und
ver=
ſchwiegen unter kulanten Bedingungen
B. Baer,
Agenturgeschäft.
Darmstadt.
(24675a
Telephon 1145.
Darmstädter Vollsbann
eingetragene Genoſſenſchaft mit beſchränkter Haftpflicht.
Wir beehren uns hiermit, unſere Mitglieder zur
ordentlichen General=Versammlung
auf Montag, den 21. Februar 1910, abends 8 Uhr,
in das Restaurant des Herrn Georg Christ,
Grafenstrasse 18/20, „Fürstensaal‟
ergebenſt einzuladen.
Tagesordnung:
1. Rechenſchaftsbericht und Rechnungsablage für 1909.
2. Bericht über die im Oktober 1909 vorgenommene geſetzliche Reviſion,
Er=
klärung des Aufſichtsrats hierzu und Beſchlußfaſſung über den
Reviſions=
bericht.
3. Bericht des Aufſichtsrats über die Prüfung der Jahresrechnung und
Bilanz, ſowie Antrag auf Entlaſtung der Verwaltungsorgane.
4. Antrag wegen Verwendung des Reingewinns, wegen Trennung des
Gewinn= Reſerve= und Delkredere=Fonds in zwei Fonds, und Antrag zur
Genehmigung der Bilanz.
5. Bericht über den allgemeinen Genoſſenſchaftstag in Freiburg i. B.
6. Ergänzungswahl des Aufſichtsrats.
(2813a
Die Jahres=Rechnung liegt zur Einſichtnahme der Mitglieder im
Geſchäfts=
lokale offen.
Darmſtadt, den 31. Januar 1910.
Der Aufſichtsrat:
Der Vorſtand:
Heinrich Kichler, Vorſitzender.
Stein. L. Habicht. Thomas.
Oeffentlicher Vortrag.
Unser Leib als Darstellung der Weltreiche
lt. Daniel 2.
Redner: Pred. H. Dirkſen (Amerika)
im Vortragſaal Neckarſtraße 22 (Hinterhaus)
Sonntag nachmittag 4¼ Uhr präzis.
(*4042
Eintritt frei für jedermann.
.
Gesung-Verem Wleiomalen
Prot. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog.:: Inh. der Medaille für Kunſt u. Wiſſenſchaft.
Auf Wunſch des Krieger=Vereins zum Beſten hilfsbedürftiger
Kriegsveteranen von 1870/71 u. früheren Feldzügen der militäriſchen
Vereine von Darmſtadt
Samstag, den 26. Februar, abends 8 Uhr,
in der Turnhalle am Woogsplatz
D
Luſtſpiel in Darmſtädter Mundart von E. E. Niebergall
Regie: Herr Hofſchauſpieler H. Kniſpel.
Eintrittspreiſe: Sperrſitz, num., Mk. 3.—, Parkett, num., Mk. 2.—, Balkon, num.,
Mk. 1.50, Saal Mk. 1.—, Galerie 50 Pfg. Karten ſind im Vorverkauf zu haben bei
Herrn G. Thies Nachf., ſowie im Verkehrsbureau.
Kaſſenöffnung 7 Uhr.
Kaſſenöffnung 7 Uhr.
(3822sk
Die Damen werden höfl. gebeten, die Hüte abzunehmen.
Kath. Geſellenverem Darmſtadt.
Am Sonntag, den 20. Februar,
der hundertjährigen Wiederkehr des Todestages des großen
Tiroler Freiheitskämpfers, gelangt im
Geſellenhauſe, Friedrichſtraße 30,
das Schauſpiel
dAndreas Hofern
zur Aufführung. Beginn nachmittags 4 Uhr.
Eintrittskarten: 1. Platz 1.50 Mk., 2. Platz 1.00 Mk., 3. Platz 0.50 Mk.
ſind im Vorverkauf beim Hausmeiſter des kath. Geſellenvereins und des
(3643ms
Katholikenvereins zu obengenanntem Preiſe zu haben.
NB. Die verehrl. Damen werden gebeten, die Hüte beim Betreten des
Saales abzunehmen.
Der Vorstand.
Petrusgemeinde.
Sonntag, den 20. Februar, abends 8 Uhr,
Se Gemeindeabendessese
im Gemeindehaus, Hofgartenstrasse 8.
Vortragdes Herrn Pfarrer Werner aus Frankfurt a. M. über:
„Selbſterlebtes aus dem Alorgenland.‟
Muſikaliſche Darbietungen.
Teekarten zu 25 Pfennig in der Buchdruckerei Bender, Beſſungerſtr. 47, und im
(3819
Gemeindehaus.
Eingang
Verelngie Gesehschatt, Rheinstrasse.
Dienstag, den 22. Februar, abends 8½=Uhr,
Vortrag
des Herrn Maler Ernst Ludwig Ostermeyer aus München
über:
Zweck und Ziele der Renten- und Penſions-Anſtalt
für deutſche bildende Künſtler.
Wir laden Künſtler und alle in einer künſtleriſchen Berufsart tätigen Herren
und Damen, Architekten, Bildhauer, Maler und Malerinnen, Graphiker, Lithographen,
Zeichenlehrer uſw. zum Beſuche dieſes Vortrages höflichſt ein.
(3910so
Der Vorſtand des Ortsvereins Darmſtadt.
Beyer.
Kröh.
„O M N18se
MonatsVersammlung
7
Montag, 21. Februar 1910, in der „Stadt Pfungſtadt.”
Tagesordnung: 1. Mitteilungen. 2. Feſtſetzung des
Fic
Voranſchlags für 1910. 3. Vortrag über Holländer Weiß=
2uasd.
S
Sch
ustwie haubenhühner. 4. Vortrag über Kanarienzucht. 5. Ver=
Ght
loſung.
(3898.
Ser
aizenkot
Sonntag, den 20. Februar, abends 8 Uhr
Volkstamliches Konzert.
Kapelle des Grossh. Hess. Artillerie-Regts. Nr. 61
Leitung: M. WEBER.
Im Programm die beliebtesten Opern- und Operettenmelodien. Eintritt 25 Pfg.
28
O
Ladwf
Shohe.
Sonntag, den 20. Februar 1910:
der Kapelle des Leibgarde-Regiments.
(Größerer Teil derſelben.)
(Leitung: Obermuſikmeiſter Hauske.)
Aus dem Programm: J. Mehul, Jagdouverture; G. Puccini, Stück aus „Madame
Butterfly”; C. Kreutzer, Szene aus „Das Nachtlager in Granada” (mit dem berühmten
Violinſolo); Joh. Strauß, „Roſen aus dem Süden”. Zwei Neuheiten: Clarendon,
„Ach könnt ich die Welt dir ſchenken”, amerik. Lied und Dance de Paraguay. Auf
(B3875
Wunſch:, „Eine Reiſe durch Europa” u. a. m.
Eintritt 25 Pfg.
Anfang 4 Uhr.
6.
*
Stadt mürnberg, Übergasse 38.
Samstag, den 19., und Sonntag, den 20. Februar 1910,
Berchtesgadener Singvögel
Oberbaverisches Gesangs- und Tanz-Ensemble
3 Damen und 1 Herr
(*4113
— Direktion Beer.
Es ladet ergebenſt ein
Franz Schmitt.
e 6g
Messtnger sche Janzieneschule Dasmstadt
Heidelbergerſtraße 108½.
Motto: Es werd dauernd geſchwooft!
Sonntag, 20. Februar 1910, nachmittags 4 Uhr,
Grosses närrisches
Tanzkränzchen in Arheilgen (Saal zum Löwen)
an der Straßenbahn dicht gelegen, wozu zu zahlreichem Beſuche einladet
Friedrich Meisinger, Tanzlehrer.
Eintritt frei.
Eine Kopfbedeckung 10 Pfg
(*4055
Landwehrstrasse 26
Konzerthaus Kratſch Konzessioniertes Vartéte.
Sonntag, den 20. Februar, 4 Uhr Anfang. Eintritt frei.
T
Gaſt: Herr Chr. Siefarts
Erstes Humoristen-Konzert. Charakter=und Volkshumoriſt.
Im Ausſchank: „Taunus=Perle” (½ Liter 13 Pfg.) :: Storchenbräu.
Bei Konzert Vieraufſchlag.
(*4104
Hestaurant „pavarla-
21 Grafenstrasse 21
Heute Samstag, den 19. Februar:
Sc
Metzelsuppe
e
wozu freundlichſt einladet
*4003
mit Freikonzert
A. Eppler.
[ ← ][ ][ → ]Nachrichten des Standesamts Darmſtadt I.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 14. Febr.: dem Stadtbauaufſeher
Georg Krumb, Rhönring 31, e. S. Georg Johann. Am
10.: dem Kaufmann Otto Benner, Liebfrauenſtr. 99,
e. T. Erna Martha Gertrude. Am 14.: dem Grundarb.
Franz Heppenheimer, Soderſtr. 7. e. T. Anna Maria.
Dem Finanzaſpiranten Wilh. Wendel, Müllerſtr. 4,e.
T. Margar. Gertrude. Am 11.: dem Bierbrauer Johann
Deckert, Landwehrſtr. 62, e. T. Katharina, Am 13.:
dem Bäckereibeſitzer Otto Noll, Große Ochſengaſſe 32,
e. S. Georg. Am 14.: dem Studenten Alexander
Gawrilow, Seitersweg 8, e. T. Ludmilla. Dem
Lokomotivheizer Phil. Lepper, Pfründnerhausſtr. 17,
e. S. Karl Emil Hans Philipp. Am 11.: dem
Vizefeld=
webel im Leibgarde=Infanterie=Regiment Nr. 115
Hein=
rich Seibel, Marktſtr. 7, 2 T. Eliſabeth Lina Margar.
und Helene Emilie Wilhelmine. Am 16.: dem Kaufm.
Adam Vock, Mühlſtr. 10, e. S. Julius. Am 12.: dem
Metzger und Wirt Heinrich Rapp, Mühlſtr. 37, e. S.
Heinrich Franz Jakob.
Aufgebotene. Am 16. Febr.: Monteur Friedrich
Wilhelm Robert Rathgeber. Kaupſtr. 54, mit Marie
Alice König, Nieder=Ramſtädter Straße 8.
Tag=
löhner Adolf Hermann Paul Schultze mit Anna
Katharina Monſchan, beide Vilbel.
Straßenbahn=
ſchaffner Franz Peter Brühl in Rödelheim mit
Maria Eliſabethe Heim in Groß=Zimmern. Verlags=
Redakteur Guſtav Auguſt Georg Jüde, Nieder=
Ram=
ſtädter Straße 34, mit Johanna Mathilde Margarete
Griesbach in Leipzig=Reudnitz. Wächter Franz Paul
Joſeph Sobzhak, Liebfrauenſtr. 78, mit Hausmädchen
Emma Emilie Körber, Stiftsſtr. 12. Am 17.: Schloſſer
Georg Adam Lenges, Ballonplatz 9, mit Anna
Auguſte Dambmann, Brandgaſſe 14.
Geſtorbene. Am 14. Febr.: Anna Rink, T. d
Schloſſers, 13 J., kath., Urberach. Eliſ. Wagner geb.
Henkel, Witwe d. Monteurs, 76 J., ev., Arheilger
Straße 14. Eliſe Seibert geb. Knörnſchild, Ehefr. d.
Spenglermſtrs., 42 J., ev., Eberſtadt. Am 15.:
Möbel=
transporteur Hch. Bätz, 40 J., ev., Langegaſſe 7. Am
16.: Eliſ. Marg. Hillemann, T. d. Eiſenbahnaſſiſtenten,
1 J., kath., Kaſinoſtr. 12. Johanette Klenk geb. Rahn,
Ehefr. d. Privatiers, 61 J., ev., Hohlerweg 20. Am 15.:
Holzhauer Ldg. Schöffel, 43 J., ev., Harpertshauſen.
Am 16.: Gertrude Kolb, 74 J., ev., Soderſtr. 106. Am
17.: Richard Komp, S. d. Spediteurs, 11 J., ev.,
Ober=
gaſſe 16.
Nachrichten des Standesamts Darmſtadt II.
Geöffnet an Wochentagen von 9—12 Uhr vorm. und
3—5 Uhr nachm. Samstags nachmittags nur für
dringende Fälle und Sterbefallsanzeigen.
Geborene. Am 3. Febr.: dem Lehrer an der
Stadt=
knabenſchule I Theodor Johann Heinrich Ludwig
Hils=
dorf, Herderſtr. 2, eine T. Lina Helene. Am 1.: dem
Mö=
beltransporteur Ernſt Chriſtian Gottlieb Arnold,
Forſt=
meiſterſtr. 5, eine T. Helene. Dem Gärtner Georg Robert
Beck, Weinbergſtr. 4, eine T. Anna Margareta. Am 3.:
eine uneheliche T. Emilie. Am 5.: dem Weißbinder
Wil=
helm Lang, Beſſungerſtr. 55, eine T. Margareta. Am 7.:
dem Zuſchneider Adam Böhm, Schießhausſtr. 51, ein S.
Hermann Wilhelm. Am 10.: dem Metzger Johann Philipp
Jung, Beſſungerſtr. 4, ein S. Adolf Friedrich Ludwig.
Am 8.: dem Weißbindermeiſter Anton Horſt,
Beſſunger=
ſtraße 33, eine T. Hedwig Frida. Am 10.: dem
Stabsvete=
rinar Dr. Theodor Oskar Max Jakob, Moſerſtr. 1, ein
S. Kurt Richard. Am 11.: dem Schuhmacher Johann
Heinrich Bucher, Beſſungerſtr. 79, eine T. Pauline. Am
10.: dem Kriegsgerichtsrat Wilhelm Ferdinand Johann
Reinhard Koch, Heinrichſtr. 150, ein S. Am 15.: Dem
Herdſetzer Ferdinand Roßbach, Beſſungerſtr. 34, eine T.
Toni. Am 18.: dem Prokuriſt Joſeph Nothis,
Martin=
ſtraße 97, eine T. Marianne Louiſe.
Aufgebotene. Am 4. Febr.: Kgl.
Regierungsbaumei=
ſter Alfred Wilhelm Chriſtian Adolf Hermann Pückel
in Hannover mit Hedwig Angelika Frölich,
Hoffmann=
ſtraße 30. Am 9.: Ingenieur Dr. Hans Guſtav Friedrich
Franz Jäger in Stettin mit Mathilde Sophie Emilie
Ella Ludwig, Heerdweg 86. Eiſenbahnaſſiſtent Georg
Heinrich Balthaſar Aßmuth, Neue Niederſtr. 6, mit
Maria Margareta Geyer, Beſſungerſtr. 10.
Kutſcherei=
beſitzer Wilhelm Kögel in Mannheim mit Maria Jung,
Neue Niederſtr. 13. Am 11.: Regierungsaſſeſſor und
Hilfs=
arbeiter im Reichsverſicherungsamt Hans Kurt Albert
Richard Schmidt in Berlin mit Katharina Conſtanze
Becher, Hochſtr. 66. Sergeant im Train=Bataillon Nr. 18
Heinrich Wilhelm Hohmeier mit Eliſabetha Schwalm,
Heinrichſtr. 128. Am 12.: Maſchiniſt Georg Ludwig
Bartſch in Bottighofen (Schweiz) mit Sophie Eliſabetha
Kettler, Beſſungerſtr. 53. Lehramtsaſſeſſor Dr. Georg
Philipp Guſtav Rudolf Wagner zu Offenbach a. M. mit
Alexandrine Wilhelmine Sturmfels, Wittmannſtr. 22.
Eheſchließungen. Am 5. Febr.: Tapezier Friedrich
Ehrhardt, Tannenſtr. 17, mit Karoline Engel,
Heinrich=
ſtraße 162. Sergeant im Großh. Artillerie=Korps Philipp
Bleſſing, Heidelbergerſtr. 47, mit Anna Barbara Bitſch
in Schlierbach, Kreis Bensheim
Geſtorbene. Am 14. Febr.: Sattler und Tapezier
Wil=
helm Baumann, Karlſtr. 54, ein totgeborenes Mädchen.
Kirchliche Anzeigen.
Evangeliſche Gemeinden.
Sonntag Reminiscere, den 20. Februar 1910
Hofkirche: Samstag, den 19. Februar, abends 6 Uhr:
Beichte. — Sonntag, den 20. Februar, vorm. ½10 Uhr:
Beichte und Anmeldung zur heil. Kommunion in der
Sakriſtei. — Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt mit
Feier des hl. Abendmahls. — Mittwoch, den 23. Februar,
abends 6 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Stadtkirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer Vogel.
Vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer Velte.
Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Weißgerber.
Stadtkapelle: Vorm. um ½10 Uhr: Pfarrer
Kle=
berger. — Vorm. 11 Uhr: Kindergottesdienſt. Pfarrer
Kleberger. — Mittwoch, den 23. Februar, abends 6 Uhr:
Paſſionsandacht. Pfarrer Vogel.
Militärgemeinde (Stadtkirche): Vormittags 8½ Uhr:
Militärhilfsgeiſtlicher Lie. Lang. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt in der Oberrealſchule, Kapellſtraße 5.
Johanneskirche: Vorm. 10 Uhr: Pfarrer Dingeldey
Heil. Abendmahl mit Vorbereitung. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kindergottesdienſt. — Abends 6 Uhr: Miſſionar
Ruh=
land. Kollekte für die Baſeler Miſſion.—
Mittwoch,
den 23. Februar, abends 8 Uhr: 3. Paſſionsandacht.
Pfarrer Dingelden.
Martinskirche: Vorm. um 10 Uhr: Pfarrer D. Waitz.
Vorm. um 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt für den
Oſt=Bezirk. Pfarrer Widmann. — Abends um 8 Uhr:
Pfarraſſiſtent Lautenſchläger.
Pfründnerhaus: Vormittags 10 Uhr: Pfarraſſiſtent
Lautenſchläger.
Eliſabethenſtiſt: Vormittags 10 Uhr:
Hauptgottes=
dienſt. Pfarrer Deggau. — Vorm. 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. — Donnerstag, den 24. Februar, nachm.
3 Uhr: 3. Paſſionsandacht. Pfarrer Deggau.
Beſſunger Kirche (Betrusgemeinde): Vorm. 10 Uhr:
Pfarraſſiſtent Bingel. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarrer Walz.
Nachmittags ½6 Uhr:
2. Paſſionsandacht. Pfarrer Walz.
Gemeindehaus, Hofgartenſtr. 8: Sonntag,
den 20. Februar, abends 8 Uhr: Gemeindeabend. —
Mitt=
woch, den 23. Februar, abends 8 Uhr: Bibelſtunde.
Geheimerat D. Walz.
Pauluskirche: Vormittags 10 Uhr: Hauptgottesdienſt.
Pfarraſſiſtent Flöel. — Vormittags 11¼ Uhr:
Kinder=
gottesdienſt. Pfarraſſiſtent Flöel. — Abends 6 Uhr:
2. Paſſionsandacht. Pfarrer Rückert. — Abends 8 Uhr:
Elternabend des Kindergottesdienſtes im Gemeindeſaal.
Lutheriſcher Gottesdienſt. (Selbſtändige evang.=lutheriſche
Kirche.) Am Sonntag Reminiscere, den 20. Februar,
nachmittags 5 Uhr, im „Feierabend”, Stiftſtraße 47.
Predigt und heil. Abendmahl. (Beichte um 4½ Uhr.)
Pfarrer Müller.
Stadtmiſſion (Mühlſtraße 24): Sonntag, den 20. Febr.,
vormittags 11¼ Uhr: Kindergottesdienſt. —
Nachmit=
tags um 4 Uhr: Evangeliſationsverſammlung. Pfarrer
Veller. — Abends 8 Uhr:
Blaukreuzverſamm=
lung. — Donnerstag, den 24. Februar, abends 8½ Uhr:
Bibelſtunde. Herr Birkholz.
Gottesdienſt der Neuapoſtoliſchen Gemeinde (Neue
Nieder=
ſtraße 13): Sonntag, nachmittags 4 Uhr. — Mittwoch,
abends 8½ Uhr.
Baptiſtengemeinde (Nieder=Ramſtädterſtraße 13):
Sonntag, den 20. Februar, vormittags 10 Uhr: Predigt.
Vorm. 11¼ Uhr: Sonntagsſchule. — Nachmittags
4 Uhr: Predigt. Jedermann herzlich willkommen.
Katholiſche Gemeinden
St. Ludwigskirche: Samstag, den 19. Februar,
nach=
mittags um 4 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit
zur hl. Beichte.
2. Faſten=Sonntag, den 20. Februar 1910
Beginn der öſterlichen Zeit
Vorm. von ½ 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 6 Uhr: erſte hl. Meſſe. — Um 7 Uhr: Austeilung
der hl. Kommunion. — Um 8 Uhr: Militärgottesdienſt
mit Predigt. — Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nach=
Um 11 Uhr: Akademiſcher Gottesdienſt
mittags um 3 Uhr: Sakramentaliſche
Bruderſchafts=
andacht mit Predigt. — Mittwoch, abends um 6 Uhr:
Faſtenpredigt. — Freitag, abends um 6 Uhr:
Kreuz=
wegandacht.
Kapelle der Barmherzigen Schweſtern: Sonntag, vorm.
um ½7 Uhr: hl. Meſſe. — Nachmittags um 4 Uhr:
Vortrag und Verſammlung im Mädchenheim. — Um
5 Uhr: Verſammlung des 3. Ordens.
Um 6 Uhr:
Roſenkranzandacht.
Kapelle der Engliſchen Fräulein: Sonntag, vormittags
um 7 Uhr: hl. Meſſe.
St. Eliſabethenkirche: Samstag, den 19. Februar,
nachmittags um 4½ Uhr und abends um 8 Uhr:
Ge=
legenheit zur hl. Beichte.
Sonntag, den 20. Februar 1910
Vorm. von 6 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um ½7 Uhr: Frühmeſſe; Generakommunion der
Jung=
frauen=Sodalität. — Um 8 Uhr: hl. Meſſe mit Predigt.
-
Um ½10 Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nach=
mittags um 2 Uhr: Sakramentaliſche Bruderſchaftsandacht.
— Abends um 8 Uhr: Faſtenpredigt (von Herrn Prof.
Laufer) und Andacht. — Donnerstag, nachmittags um
6 Uhr: Faſtenandacht. — Freitag, den 25. Februar,
abends um ½9 Uhr: Religiös=wiſſenſchaftlicher Vortrag
für Männer und Jünglinge. Thema: „Unſere Kirche‟
St. Martinskapelle zu Beſſungen: Samstag, den
19. Februar, nachmittags um 4 Uhr und abends um
8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
2. Faſten=Sonntag, den 20. Februar 1910
Vormittags um 6 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.
Um 7 Uhr: hl. Meſſe. — Um 9 Uhr: Amt mit
Predigt. — Nachm. um ½3 Uhr: Katechetiſche Predigt
und ſakramentaliſche Bruderſchaftsandacht. — Bibliothek
Heerdweg 28): Dienstag nachmittag von 6—7 Uhr.
Mittwoch, abends um 6 Uhr: Faſtenandacht.
Kapelle zu Eberſtadt: Samstag, den 19. Februar,
nachmittags um 5 Uhr: Beichtgelegenheit.
2. Faſten=Sonntag, den 20. Februar 1910
Vorm. um 6 Uhr: Beichte. — Um ½7 Uhr:
Aus=
teilung der hl. Kommunion. — Um ¼10 Uhr: Hochamt
und Predigt. — Nachmittags um ½2 Uhr: Andacht.
Während der Woche um ¾8 Uhr: hl. Meſſe.
Kapelle zu Pfungſtadt: 2. Faſten=Sonntag, den 20. Febr.,
vormittags um ½8 Uhr: Amt und Predigt. Vorher
Beichtgelegenheit.
The English Church (Hefkirche)
Divine Service
on Sunday, the 20th of February 1910
at 3,15 p. m.
Reverend Dr. Mac Donald Chaplain at Heidelberg.
Getaufte, Getraute und Beerdigte.
Getaufte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 13. Februar: Dem Taglöhner
Philipp Gimbel T. Friedericke, geb. 9. Januar. Dem
Taglöhner Georg Judith S. Willi, geb. 3. Februar.
Dem Bürogehilfen bei Gr. Oberförſterei Daniel Ludwig
Winnewiſſer S. Friedrich Ernſt Ludwig, geb. 25. Jan.
Dem Lehrer und Stadtorganiſten Julius Wilhelm
Borngäſſer T. Eliſabeth Hedwig Mathilde, geb. 12. Dez.
11. Februar: Dem Kaufmann Ernſt Heinrich Schmidt
T. Wilma Dora, geb. 24. März 1909. 12. Februar: Dem
Schloſſer Jakob Tullius T. Katharina Margarete, geb.
4. November 1909.
Johannesgemeinde: 13. Febr.: Dem Schreiner
Ernſt Müller T. Frieda Luiſe, geb. 15. Januar. Dem
Forſtwart Wendel Ahlheim T. Anna Marie, geb. 3. Jan.
Dem Eiſenbahnſchaffner Philipp Wesp S. Georg Philipp,
geb. 13. Dezember. Dem Maſchinentechniker Heinrich
Schuchmann T. Marie Margarethe, geb. 19. Januar.
16. Februar: Dem Kaſſediener Joſeph Ganß T. Elſa,
geb. 17. Januar.
Martinsgemeinde: 10. Febr.: Dem Kellner=
Friedrich Maier S. Ludwig Friedrich, geb. 29. Dezemb.
Dem Zigarrenſortierer Leonhard Gans S. Heinrich
Willi, geb. 11. Januar. 12. Februar: Unehel. S. Joh.,
geb. 1. Januar. 13. Februar: Dem Glaſermeiſter Karl=
Wilhelm Krickſer S. Heinrich, geb. 18. Dezember. Dem
Expedient Leonhard Vogel S. Friedrich Wilhelm, geb.
13. Februar. Dem Schloſſer Johann Franz Wilhelm
Schaffnit T. Johanna Margarethe Chriſtine, geb.
25. Januar. 10. Februar: Dem Poſtboten Ludwig
Philipp Dietz S. Adam Ludwig, geb. 4. Januar.
13. Februar: Dem Kaſſierer Adam Straub T. Marie
Katharine, geb. 16. Januar. Dem Kellner Wilhelm
Dietz S. Heinrich Adam, geb. 21. Januar. Dem Schloſſer
Leonhard Müller S. Otto Auguſt, geb. 22. Januar.
16. Februar: Dem Taglöhner Albert Gröning T. Emma,
geb. 19. Oktober. Dem Schreinermeiſter Auguſt Franz
Hachenberger T. Luzia, geb. 1. November. Unehel. T.
Wilhelmine, geb. 25. Januar.
Petrusgemeinde: 13. Febr. Dem Buchbinder
Johann Heinrich Ernſt Götz S. Friedrich Karl, geb.
30. Dezember. Dem Hilfsarbeiter Georg Karl Chriſtian
Masmann S. Karl, geb. 2. Dezember. Dem Bahnmeiſter
Friedrich Daniel Engel T. Anna Mathilde, geb. 24. Jan.
Unehel. T. Hedwig, geb. 20. Januar.
Paulusgemeinde: 13. Febr.: Dem Briefträger
Martin Schneider T. Ella Eliſe, geb. 31. Januar. Dem
Taglöhner Joſeph Sonderbeck S. Martin Peter Konrad,
geb. 17. Januar.
Getraute bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 12. Febr.: Telegraphen=Aſſiſtent
Karl Wilhelm Henning zu Frankfurt a. M. und Anna
Maria Charlotte Herwede. Verlagsbuchhändler Hans
Robert Federn in Grunewald und Bildhauerin Luiſe
Julie Staudinger.
Martinsgemeinde: 12. Februar: Friedrich
Jean Fleury und Maria Anna Henger.
Beerdigte bei den evangeliſchen Gemeinden.
Stadtgemeinde: 16. Febr.: Philippine Spengler,
geb. Steckenreuter, Ehefrau des Taglöhners Chriſtian
Spengler, 38½ J., ſtarb 13. Februar. 17. Febr.: Monteur
Heinrich Bätz, 40 J., ſtarb 15. Febr. 16. Febr.: Katharine
Sprankel, geb. Unrath, Ehefrau des Zuſchneiders Philipp
Sprankel, 35 J., ſtarb. 13. Februar. 13. Febr.: Wilhelm
Engel, 1 J. 10 Mon., ſtarb 11. Februar.
Johannesgemeinde: 14. Februar: Chriſtine
Göttmann, geb. Heuß, Witwe des Kammermuſikers
Georg Göttmann, 86 J., ſtarb 12. Februar.
Martinsgemeinde: 16. Februar: Barbara
Hornick, geb. Schneider, Witwe des Taglöhners Joſeph
Hornick, 53 J., ſtarb 13. Februar. 11. Februar: Luiſe
Fries, T. des Bahnwärters Ludwig Fries, 5 J., ſtarb
8. Februar.
Petrusgemeinde: 14. Febr.: Eliſabethe Hof,
geb. Jakoby, Ehefrau des Schreiners Karl Hof, 77 J.,
ſtarb 12. Februar.
Getaufte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 6. Februar: Dem
Oberpoſtſchaffner Georg Stappelton T. Anna, geb.
3. November 09. Dem Werkmeiſter Hans Berkenbrink
T. Martha Mina Charlotte, geb. 14. Jan. 1910. 8. Febr.;
Vizefeldwebel Emil Bacher T. Maria Joſepha, geb.
26. Januar 1910. 9. Februar: Dem Metalldreher Joh.!
Jäger S. Joh. Baptiſt, geb. 10. Januar 1910. Dem
Kellner Jakob Baſtian S. Ludwig, geb. 19. Januar 1910.
11. Februar: Dem Schneider Johann Frank T. Ottilie,
geb. 6. Februar 1910. 13. Februar: Dem Kaufmann
Bruno Burghardt S. Alfred, geb. 28. Januar 1910.
16. Februar: Dem Sergenat Karl Wunderle T. Anna
Maria, geb. 3. Februar 1910.
Getraute bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 5. Februar: Sergeant
im Großh. Artillerie=Korps Philipp Bleſſing dahier und
Anna Barbara Bitſch zu Schlierbach.
Beerdigte bei den katholiſchen Gemeinden.
St. Ludwigsgemeinde: 8. Februar:
Hofſtall=
portier i. P. Kuno Nees, 79 J., ſtarb 6. Februar.
11. Febr.: Ferdinand Sauval, 16 J. 2 M., ſtarb 9. Febr.
Ich Unterzeichneter empfehle mich im
Ausbeſſern, Reinigen, ſowie neue Arbeit
(Garantie für gutes Paſſen) von Herren=
und Knaben=Kleidern
(*4011
Karl Kessler,
Herrenſchneidermeiſter,
Rarlſtraße 26, I., früher Roßdörferſtr. 26.
Eingang Kiesſtraße.
nabenanzüge werden angefertigt in
und außer dem Hauſe.
Pankratiusſtraße 48, 1. St. r.
3490a)
Schirmfabrik Schlüter,
Kirchſtraße 27
Reparaturen und Ueberziehen per ſo=
(692a
fort, billig und gut.
3909sms)
habe ich den Nordpol nicht,
aber Uhren u.
Schmuck-
sachen für
Konfirmanden
entdecken Sie in bester
Quali-
tät und zu billigstem Preis bei
Uhrmacher-
Ad-Kolb, meister
Kirchstrasse 17.
Guterhaltene zweiſitzige Schulbank billig
zu verkaufen Kiesſtraße 96. (*3730ms
Neuer Konfirmanden=Anzug billig zu
N verkaufen Holzſtraße 23, II.
(*3971
Vllele
Margarine erfreut ſich in vielen
tauſend Haushaltungen
zum Kochen, Braten und Backen
der größten Beliebtheit.
Ueberzeugen Sie sich durch einen
Versuch. (L3903,71
Kleiderstoffe
schwarz, weiss und farbig
Schwarz Cheviot
reine Wolle . . . . . . . . . Mtr. v.
Schwarz Cheviot
40
gute Qual. . . . . . . . . . . Mtr. v.1 Mk. an
Schwarz Mohair Crépe
Mstr. 7. 1 Mk. an
Schwarz Satintuch
190
schöne Qualität . . . . . . Mtr. v. 1 Mk. an
Weisse Fantasiestoffe . . . Mtr. v. 1 Mk. an
134
Elfenbein-Wollbatist. . . . . Mtr. v. 1 Mk. an
Elfenbein-Cheviot . . . . . . Mtr. v. Mk. an
Elfenbein-Cachemire
Cheviot, reine Wolle
in verschiedenen Farben Mtr. v. Mk. an
Diagonals
25
solide Ware in div. Farben Mtr. v. 1 Mk. an
Einfarbig gemusterte Stoffe
17o
in allen modernen Farben . Mtr. 1 Mk.
Satintuch
190
glanzreiche Qual. . . . . . . Mtr. Mk.
70
Mtr. v. 1 Mk. an
Sämtliche Zutaten wie Besätze, Knöpfe, Spitzen, Einsätze etc.
in grosser Auswahl.
Für die Tochter:
50
Pfg.
Mädchen-Hemden . . . . . . . Stück Mk. . Konfirmanden-Taschentücher von 25 an
145
Mädchen-Beinkleider . . . . . Stück Mk. Weisse Batist-Taschentüch. ½ Dtz. 65pfg.
115
Stickerei-Röcke . . . . . . . Stückv. 1 Mk. an
Linon-Taschentücher . . . ½ Dtz.
Anstands-Röcke
25
.. . Stückv. 1 Mk. an. Halbleinene Taschentücher ½ Dtz.
1ſcr.
90 pfg.
Grosse
Auswahl!
175
Pfg.
.. von 75 an
Kerzenschmuck.
Billige
Preise!
(3892
Anzugstoffe: Grosse Auswahl in
Für den Sohn:
Stehkragen . . . . . . . . von 30 Pfg. an
Vorhemden . . . . . . . . von 30 Pfg. an
Kammgarn, Cheviot u. Buxkin 900
Manschetten . . . . . Paar von 45 Pfg. an
Meter von Mk. & an
Glacé-Handschuhe . . . . Paar 1.40 Mk.
— Schirme etc.—
Cravatten . . . . . . . . . . von 45 Pfg. an
Hosenträger . . . . . . . . von 35 Pfg. an
tothschild
Gebr
2 Markt 2.
Mitglied des Rabatt-Spar-Vereins.
2 Markt 2.
ue ee e e
Nähmaſchinengeſtelle
illigſt abzugeben
Benz & Comp.,
Grafenſtraße 35.
1915)
Weisswein Fl. von 65 Pfg. an,
„ 80
Rotwein
ohne Glas), bei Abnahme von 10 Flaſchen
lilliger, empfiehlt
J. Achenbach,
Weinhandlung u. Kelterei,
Arheilgerstr. 52, 1. Stock.
905a)
Zeuer Herren= u. Damenanzug zu ver=
(B3737
leihen Ludwigshöhſtr. 60.
otüimg (Luſt. Witwe, Zi=
Magtra
Jamen-Maskenkostumt geunerin, Rumän.
Zäuerin, Spanierin, Italienerin ꝛc.) zu
ver=
aufen oder zu verl. Mauerstr. 32III. r. (*3700
Zwei ſchöne Damenmasken
Tarmen u. ſpan. Tänzerin) bill. zu verleihen
Landwehrſtr. 1½, 3. Stock.
2202fs)
47a) Damen-Masken
Woogsplatz 13, part.
u verleihen
Große Auswahl — Billige Preiſe.
Maskenkoſtüme zu verl. „Zigeunerin”,
„Holländerin” und „Chineſen
23792) Frankenſteinſtraße 15, parterre.
Sehr ſchöne Damenmaske (Gimstaler
5 Bäuerin) billig zu verleihen
Beſſungerſtraße 76.
1691)
Dauernde Freude und Genuss
beim Radfahren verschafft nur ein
erstklassiges Fabrikat.
Seit Jahrzehnten sind
. Sohnrenner
Tourenräder
1
Strassenrenner
Geschäftsräder
e
Distancerenner Dreiräder etc.
für Herren, Damen und Kinder
unübertroffen in Qualität und Ausführung
Zahlreiche Erfolge in grossen Strassendauerfahrten.
Adlerwerke vorm. Heinrich Kleyer u.-G., Frankfurt u. N.
Gegründet 1880.
ca. 3000 Arbeiter.
Fabrikation: Fahrräder, Automobile, Kleinautos, Schreibmaschinen.
Kgl. Preuss. Staatsmedaille in Gold für gewerbl. Leistungen. (3933a
Vertreter: Müller & Ober, Karlstrasse 30.
uter Privat=Mittags= und=Abendtiſch
Vogelbiskuit mit Speck. Göbels
GWittmannſtr. Anfr. u. k. V. D. Postamtz. (B903 V Spezialgeſchäft Ernſt=Ludwigſtr. 11. (3027a
i. Zentrum der Stadt, für Bäcker, Schreiner
oder Inſtallateur paſſend, gut rentierend,
an zahlungsfähigen Käufer unter günſtigen
Bedingungen billig zu verkaufen. Offerten
u. N 37 an die Exp. ds. Bl.
(*3982sm
ui watene u un erncht
(ca. 1500 O Meter groß). Gebe gr.
An=
zahlg. Gefl. genaue Offerten unt. N 86
an die Expedition ds. Blattes.
(*4105
zum Neu= oder Umbau als
Kaſſe=
gebäude geeignet,
von Verband zu kaufen geſucht.
Angebote mit Preis und genauer
Be=
zeichnung des Objekts an den beauftragten
Architekten R. Drott, Heinrichſtraße 95,
Tel. 901, erbeten.
(3911a
Pilld oer Schion
in geſunder, ſchöner Lage (auch
paſſend. Bauterrain) v. Eigentümer
geſucht unter Chiffre C. 100 an
Haasenstein & Vogler, Berlin W. S. (3840f
Bei=Trautheim.
Ein außergewöhnlich ſchönes Grundſtück,
Bauplatz nahe am Walde, preisw. zu verk.
Elektr. Licht u. Waſſerleitung. Offert. unt.
(*3983
N 40 an die Expedition ds. Bl.
M.
Bau- u. Hypothekenkapital
wird bis zu 65% der Taxe zu 4% Zinſen
ausgeliehen. Offerten unter M 5 an die
Expedition ds. Blattes erbeten. (*3564oms
Mark 1200
gegen Sicherheit und 6% Zinſen auf ein
Jahr zu leihen geſucht. Offert. unt. A 66
an die Expedition dieſes Blattes. (715a
§ zu l. geſucht gegen gute
700 M:: Sicherheit. Offerten unt.
M 98 an die Expedition ds. Bl. (*3809ds
ſucht 400 Mk. gegen
Geſchäftsmann 50 Mk. Nachlaß und
Zinſen bis 1. Oktober. Offert. unter N 8
an die Expedition ds. Bl.
(*3837ds
3000 Mark
ſind auf II. Hypothek auszuleihen. Offert.
unter N 72 an die Exp. d. Bl. (*4045so
69
Mk. 350 auf kurze
Zeit gegen
gute Zinſen u. Proviſion geſucht. Offerten
unter N 80 an die Exped. ds. Bl. (*4081
18000—20000 Mk.
auf erſtklaſſige Hypothek geſucht zu 5 Zinſ.
vom Selbſtgeber. Subiekt u. Obiekt
hoch=
prima. Off. unt. N 71 an die Exp. (B3888
(
eich. r. Herr hilft j. Renmten in
Staatsſt. m. Darl. gegen Zinſen und
mon. Rückz.? Off. u. N 58 Exp. (*3995
H
„p.=Kap. f. 2. Stelle gebe ſelbſt. Off.
unter M 51 an die Exped. (3566a
3000 Mark
gegen hypothekariſche Sicherheit ſofort von
Selbſtgeber geſucht. Offerten unter N 41
an die Expedition ds. Bl. erb.
(*3974
Anträge auf
Ed
erstklassige Hypotheken
auf gute Objekte werden für eine
erſt=
klaſſige Hypothekenbank zu zeitgemäßen
Be=
dingungen entgegengenommen.
Offerten=
unter N 63 an die Exp. d. Bl. (*4016sm
Teilhaber=Geſuch!
Für ein ſeit 1894 beſtehendes, gut
gehendes Geſchäft mit allerfeinſter, feſter
Kundſchaft ſuche zu möglichſt baldigem
Eintritt einen Teilhaber (Chriſt) mit einer
Einlage von ca. 5000 Mk., welche
voll=
ſtändig ſicher geſtellt wird. Dieſelbe braucht
nicht ſofort und auch nicht ganz
einge=
ſchoſſen zu werden. Bewerber müſſen
kaufmänniſche Bildung beſitzen und in der
Lage ſein, die Buchführung zu übernehmen.
Branchekenntniſſe nicht erforderlich.
Ge=
ſchäftsumſatz nachweislich groß mit ſicherem
Reingewinn von 15%=
Gefl. Offerten unter N 90 an die
Expedition 5a. Blattes erbeten. (3931si
(9155ims
Feines silbernes
Z
Eßbeſteck
(Löffel, Meſſer, Gabel)
in Etui, wie neu, gezeichnet M. L., für Mk. 12
zu verkaufen. Näheres in der Exped. d. Bl.
Schöne rebhuhnfarbige Italien. u. weiße
Wyandottes=Hahnen zu verkaufen
Kranichſteinerſtr. 42.: (3930
Elefantenbräu heil!
Elefantenbräu dunkel!
Feinstes Tafelgetränk.
Garantiert reine
Dürfte auf keinem Tische fehlen!
Vertreter für Darmstadt und Umgebung!
Ph. Heleine, Wienersstrasse 65. Telephon Nr. 1234.
empfiehlt
Flaschenbier, Brauerei-Abfüllung.
(24338a
prima weisse
A
K
i Glälten
gewaschene Nuß II . Mk. 1.33
nachgesiebte Stücke . Mk. 1.33
per Zentner exkl. Oktroi, frei Keller, netto
Kaſſe.
(3176a
Beſtellungen unter K 83 befördert die
Expedition dieſes Blattes.
Grossherzl. Hess.Hoflieferank
PANOSt
P neietde eieige berteleng
Bechstein. Blüthner, Berdux.
Grotrian-Steinweg Nachf.
Steinway z. Sons-Thürmer.
Mannborg-Harmoniums.
Preise von M. 85.- bis N. 3000 bar u. Raten. Keelle Garantie.
Überalf Aneckennung.
jefung. Eintausch Stimmen u. Reparieren
un Preistasten Hosten fos uend frst. —
2 ZimMeRMantn
Schöner maſſiv eichener
Herren-Schreibtisch
mit reicher Bildhauerarbeit preiswert
zu verkaufen. Näh. Expedition. (3815t
Krawattenfabrik
P. H. Preyers jr.
. Tönis-Crefeld 12
Stoffmuſter und Preisliſte koſtenfrei (14840
Dr. Dralle’s
Glycerin- und Honig-Gelee.
In kalter Jahreszeit und auf Gebirgs-
und Seereisen gegen spröde und
auf-
gesprungene Haut. Glänzend bewährt!
(2367D
Fettfrei!
Eine ſehr guterhaltene Bettſtelle
mit Sprungrahmen billig zu verkaufen
Nieder=Ramſtädterſtraße 1.
3689ds)
B
bitte zu leſen.
Wer abgelegte Kleider, Schuhe,
Bettwerk und alte Zahngebisse hat,
Und möchte ſie gern verkaufen,
Der ſchreibe mir eine Reichs=Poſtkart',
Ich komme ſchnell gelaufen.
(3546a
Wegen Maſſenverſand nach dem Ausland
bezahle hohen Preis. Meine Adreſſe:
V. Schatz, Kl. Bachgasse 1, Id.
wenig gebr. moderne Metallbettſtellen
2 und ein Waſchſchränkchen billig zu
verkaufen Beſſungerſtraße 41.
(B3647
Sehr gut erhalt. Saloneinrichtung
(auch geteilt) billig abzugeben. Näheres in
der Expedition ds. Bl.
(3666mds
Empfehle mich im Liefern von
(907a
Grabdenkmälern
aller Arten. Billige Preiſe, reelle Bedienung
Peter Karn,
Telephon 1396.
Friedhof=Allee.
Wohnung: Friedrichſtraße 11.
Biilige Schmme.
(3397a
Um mein großes Lager in
Regen= und Sonnenſchirmen
bald zu räumen, habe die Preiſe nochmals herabgeſetzt. Darunter ein
Poſten Sonnenschirme unter Einkaufspreis.
W. Keller, Schützenstrasse 5.
prima gelbe
Taschenmesser, in allen Preislagen,
Tischbestecke, 6 Paar 2 Mk. u. höher,
je nach Qualität, Küchenmesser,
Alpaka u. versilb. Bestecke,
Rasier-
messer, Rasierapparate, Streich-
6
riemen, Damenscheren,
Zuschneide- und Nagelscheren.
M. Kattler, Rheinstrasse 3.
Donnerstag, den 31. März
Schluss
des AAusverkaufs
(2401a
prima weisse
Schmierseife
Zu und unter Kostenpreis verkaufe, um zu
räumen, sämtliche
Waren mit 40% Nachlass.
Pelzwaren
Hute
Mützen etc.
Seltene Gelegenheit, gute Waren billigzuerhalten.
(1983a
Seckler Wwe.
Ludwigsplatz.
Elisabethenstrasse 1.
Möbeltransport
in der Stadt, ſowie nach auswärts, führe ich, da ich allen
Neben=
ſpeſen enthoben bin,
zu staunenerregend billigen
(2980a
Preiſen aus.
Gutenbergſtraße 1. Albert Vogt Ecke Heinheimerſtraße.
Möbelſpedition.
prima gelbe
Schmierselfe
ſowie alle übrigen
Waschartikel
billigst
empfiehlt
(2999a
Engel-Dregerte
Karlstr. 20. Tel. 1550.
[ ← ][ ][ → ]PNTEN-AEbF1
te
zu und unter Einkaufspreis.
Carl Hochstaetter,
(3921a
Hoflieferant.
Tur Fraübe t, Hienstag, 22. Schruar, abende 8 0fr.
Nur noch 9 Tage!
Chopin-Abend
auard
sier
S Kaute
Samstag, den 19. Februar 1910
Vier Balladen, Prélude Cis-moll, Zwei Mazurkas A-moll C-dur, Valse As-dur,
Impromptu Ges-dur, Scherzo E-dur, Fantasie F-moll.
Familien-Abend.
Karten: Mk. 4.—, 3.—, 2.—, 1.50. Im Vorverkauf Mk. 3.—, 2.—, 1.50, 1.—, bei
Georg Thies Nachf. Leopold Schutter, Elisabethenstrasse 12.
(3329sms
Tel.
389.
Einer frage den Andern
über das sensationelle
II. Februar-Programm!
Beifalls-Jubel!
über die glänzenden Leistungen.
4
Poncherry
Georg
Bauer
Else 2
Wörner
Duo
Paulus
Sovereign
3
Vendaro
Lebende
Riesen-
Photos
Dolesch u.
Zillbauer
(3918
3
Mereaux
Morgen
Sonntag, den 20. Februar:
Grosse
Vorstellungen
nachm. 4 Uhr
Volks-Vorstellung
bei kleinen Preisen
mit ungekürztem Programm
Nür noch 3 Tage!
Mazzen
nur allein täglich friſch (3908so
Bäckerei Mainzer
Telephon 1265.
Bleichſtraße 13.
Heute geſchloſſen bis ¾ 7 Uhr abends.
Kaiſer=8Panorama.
1 LuiſenvlatzLuiſenplatz 1.
Nordsee=Bäder (3854
Westerland-Sylt, Wittdün, Wyk auf Föhr,
Helgoland uſw.
Programm
zu dem am Samstag, den 19. Februar
von 12—1 Uhr vor dem Neuen Palais ſtatt=
Findenden Konzert der Kapelle des Großh.
Heſſ. Leib=Dragoner=Regts. Nr. 24.
1. „Barbaroſſas Erwachen”, Marſch von
2l. Reckling. 2. Ouvertüre zur Op. „Das
Glöckchen des Eremiten” von A. Maillart.
3. „El Turia”, Walzer von D. Granado.
1. Kavallerie=Parademarſch von H.
Leh=
mann. 5. Große Fantaſie aus der Op.
Der Mikado” von A. Sullivan. 6. „Echtes
Wiener Blut”. Marſch von C. Komzak.
* 6
RESTAURANT MEIROPOLE.s
Ab 10. Februar:
5 3
2
2 3
Täglich Konzerte
des beliebten Damen-Orchesters Nobitschek. S
Eintritt frei.
I. V.: Appel. (8
(3927)
2 O
E 3.
Hell und Dunkel, % 15 Pfg., ¾ 12 Pfg. Reichhaltige Abendkarte.
Las Mskenkranzchen
(3934
Kaufm. Vereins für weibl. Angestellte
ſindet Sonntag, den 20. Februar, ſtatt. Anfang ½7 Uhr.
Restaurant Kaiserfiot
Frankfurt a. M.
Goetheplatz 5
*
Die Wiedereröffnung
der auf das eleganteste hergerichteten Lokalitäten mit
Pilsner Kaiserquell
aus der Ersten Pilsner Aktien-Brauerei und
Weihenstephan-Bier
aus der Königl. bayer. Staatsbrauerei Weihenstephan
erfolgt
— Samstag, den 19. Februar 1910
Nachmittags 6 Uhr.
o Feine französische und Wiener Original-Küche. 66..
Georg Schaad.
3841M)
Anstands- u. Ianz-Unterricht
An einem neuen Privatkursus können noch einige Damen und
Herren teilnehmen. Anmeldungen jederzeit Elisabethenstr. 52, part.
H. Volkert, Lehrer der Tanzkunst,
Bundesmitglied deutscher Tanzlehrer.
— Privatstunden jederzeit.
(*3991
Ein
2 5
2
25
§ 8.5₰
S 3 8.
5 5
25
SAUER GRÜNWALD
GRANO HOEl OIAUE
e
Pr
S. 6s
5 2
5s
5
5 S.
(917fI
Norddeutscher Lloyd-Bremen
von Bremen nach
Schnell- und Postdampfer-Verbindungen allen Weltteilen
Baltimore - Galveston
Australien
Amerika Grasilien und La Plat=
Reichspostdampfer-Linien
imal wöche
von
Ene
Hord- u. Süd- deu Vork,
Ost-Asien u.
Southan
n
Nähere Auskunft erteilen Norddeutscher Lloyd in Bremen sowie
dessen Agenturen in Darmstadt: Anton Fischer, Adler-Drogerie,
Frankfurterstrasse 12/14.
in Dieburg: Carl Reh.
(19899a
Eine ſeine Krawattennadel (Matgold)
mit blauem Stein preiswert zu verkauf.
Näheres in der Exped. d. Bl.
(3924
Guterhaltenes komplettes Bett für
Per=
ſonal preiswert abzugeben.
Näheres in der Exped. d. Bl. (3914sm
Dr. Mever
ist bis 26. Februar (*4002
verreist.
O
Hädwigsholer
Jeden Mittwoch und
Samstag Nachmittag
Kur-Konzert
Mittwochs Kapelle des Großh. Heſſ. Artill.=
Regts. Nr. 61, Leitung M. Weber
Samstag Kapelle des Leibgarde=Inf.=Regts
Nr. 115, Leitung H. Hauske (B1023
Eintritt 25 Pfg.
10 Abonnementskarten zu Mk. 1.50
ſind zu haben im Verkehrsbureau und an
der Kaſſe.
Für Nichtkonzertbesucher sind
die oberen Räume reserviert.
V
M
16
Konzermaus Rillan.
Sonntag, d. 20. Februar:
Großes Frei=Konzert
verſtärkter Hauskapelle,
wozu freundlichſt einladet
(*3916fs
Adam Kilian,
Landwehrſtraße 37.
Meſeinſ. Damer u. Sacheitiehder
werden angefertigt zu 6 M., Bluſen 2 M.,
Röcke 3 Mark, bei
(*4053
Frau Lortz, Dieburgerſtraße 5.
Großherzogliches Hoftheater.
Sonntag, den 20. Februar 1910.
121. Abonnements=Vorſtellung.
Abonnement A 30.
Undine.
Romantiſche Zauberoper in vier Akten von
A. Lortzing.
Muſikaliſche Leitung: Kapellmeiſter Kittel.
Szeniſche Leitung: Oberregiſſeur Valdek.
Perſonen:
Bertalda, Tochter Herzog
Heinrichs . .
Fr. Morny
Ritter Hugo v. Ringſtetten Herr H. Hacker
Kühleborn, ein mächtiger
Herr Dramſch
Waſſerfürſt
Tobias, ein alter Fiſcher . Herr Hönel
Marthe, ſein Weib.
. Frl. Howard
Undine, ihre Pflegetochter
Frl. Zeiller
Pater Heilmann, Ordens=
Herr Stephani
geiſtlicher .
Veit, Hugos Schildknappe . Hr. de Leeuwe
Hans, Kellermeiſter . . . Herr Hoff
Reichskanzler . . . . . . Herr Schwarze
Nach dem 2. und 3. Akte findet je eine
längere Pauſe ſtatt.
Preiſe der Plätze:
Proſzeniumsloge 6 Mk., Fremdenloge 6 Mk.,
Balkonloge 5 Mk., 1. Rang 4.50 Mk., 2. Rang
(1. bis 6. Reihe) 2.50 Mk., (7. und 8. Reihe,
2.— Mk., Sperrſitz (1. bis 13. Reihe) 4.— Mk.)
(14. bis 20. Reihe) 3.20 Mk., Parterre (1. bis
(5. Reihe) 2.70 Mk., (6. bis 8. Reihe) 2.20 Mk.,
Galerie 1.20 Mk., 2. Galerie 60 Pfg.
Anfang 6½ Uhr. — Ende 9¾ Uhr.
Kartenverkauf von 11 bis 1 Uhr und von
5½ Uhr an.
Die Hoftheater=Hauptkaſſe iſt für den
Verkehr mit dem Abonnenten=Publikum an
allen Wochentagen, vormittags von 10 bis
12½ Uhr, geöffnet.
Vorverkauf
von 11 bis 1 Uhr für die Vorſtellungen:
Montag, 21. Febr. 122. Ab.=Vorſt. B 31.
Der Pfarrer von Kirchfeld.” Kl.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Dienstag, 22. Febr. 123. Ab.=Vorſt. C 32.
„Die Walküre.” Siegmund . . . Herr
Alfred Goltz vom Königl. Hoftheater in
Stuttgart, als Gaſt. Große Preiſe.
An=
fang 6 Uhr.
Mittwoch, 23. Febr. 124. Ab.=Vorſtell.
D 31. Zum erſten Male: „Wenn der
junge Wein blüht”. Luſtſpiel in drei
Aufzügen von Björnſtjerne Björnſon. Gr.
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Aus dem Spielplan.
Donnerstag, 24. Febr. 125. Ab.=Vorſtell.
A31. „Tantris der Narr.” Große
Preiſe. Anfang 7 Uhr.
Freitag, den 25. Februar 1910.
Außer Abonnement.
Vorſtellung bei ermäßigten Preiſen.
Anfang 7 Uhr.
Der Troubadour.
Oper in 4 Akten nach dem Italieniſchen
des S. Cammerano von Heinrich Proch.
Muſik von G. Verdi.
Preiſe der Plätze.
Proſzeniumsloge 2.— Mk., Fremdenloge
2.—
Mk., Balkonloge 2.— Mk., 1. Rang
2.— Mk., 2. Rang 1.— Mk., Sperrſitz
1.50 Mk., Parterre 1.— Mk., 1. Galerie
40 Pfg., 2. Galerie 30 Pfg.
Der Kartenverkauf zu dieſer
Vor=
ſtellung findet Mittwoch, den 23. Febr.,
a) für die Galerien von 1 bis 1¼ Uhr,
b) für die anderen Plätze von 3½ bis
5 Uhr, ſowie an den darauffolgenden
Tagen, vormittags von 11 bis 1 Uhr, für
die noch vorhandenen Plätze an der
Tages=
kaſſe ſtatt.
Am linken Schalter werden nur Sperrſitz=
Karten abgegeben, am rechten Schalter alle
übrigen Karten.
2470a) Modes=Lehrmädchen geſucht
Lina Adler, Mauerſtraße 20.
Putzlehrmädchen
aus guter Familie geſucht
(3375sss
Seidenhaus Ed. Volz.
von den einfachsten bis zu den hochfeinsten finden Sie
nirgends schöner und preiswerter wie im Spezialgeschäft von
Wilhelm Deuster
2 Marktstr. 2
60
Lehrmädchen — geſucht —
*3820ds
M. Weinz, Konfektion, Saalhauſtr. 36, I.
*3917a) Lehrmädchen ſofort geſucht.
Damenkonfektion, A. Herber,
Luiſenſtraße 34.
geſucht. Zu melden von
Lehrmädchen 2—4 Uhr.
Ernst Köhler, Damenfriſeur,
*4075)
Ernſt=Ludwigſtr. 22, I.
3556a) Aelteres, arbeitſames Mädchen
gegen hohen Lohn geſucht. Näh. Exped.
Schwarz-weisse Rabattmarken
Grosse helle Verkaufsräume im 1. Stock nach dem Marktplatz.
(3913a
M
figa Cohngidkaniy nimmt Kunden in
Tüchtige Schholdolin und außer dem
Hauſe an Karlſtraße 93.
(*3884dsm
*3975) Junge Frau ſucht Laufdienſt
Liebfrauenſtraße 46, Stb., part.
*3718ms) Empfehle mich im Waſchen
Fr. Schmidt, Dieburgerſtraße 36, II.
4119) Tüchtiges Mädchen, welches koch.
kann, ſucht Stellung für ſofort
Friedrichſtraße 36, 3. Stock.
*4100) Fleißiges, unabhängiges Mädchen
ſucht tagsüber Beſchäft. Taunusſtr. 26, III.
*4098) Eine junge Frau hat noch Tage
frei im Wasch. u. Putz. Kranichſteinerſtr. 31.
ee 2
welches koch.
Junges Madchen kann ſucht
Stellung als Alleinmädchen bis 1. April.
Offerten unter N 82 an die Exped. (*4099
AV29
aus gut. Fam.
Jung. geb. Maachen mit beſten
Zeugn. ſucht unter Familienanſchl. Stellung
als Stütze. Selbige iſt in allen Haus= u.
Handarbeiten ſowie im Schneidern gründl.
erfahren. Gefl. Off. unter N 88 an die
Expedition d. Bl. erbeten.
(*4131
4069so) Ein älteres, ſauberes Mädchen
ſucht Laufſtelle
Roßdörferſtraße 26, 3. Stock.
Madchen
ſucht Aushilfsſtelle, mehrere
Oberheſſinnen, eine Lehrerstochter, welche
Kleidermachen und bügeln kann, ſuchen
Stellen
(*4060so
Frau Nessling, Ludwigſtraße 8.
4064) Eine reinl. Frau ſucht Waſchen
und Putzen Woogſtr. 1, Manſarde. (4064
*4117) Junge Waſchfrau ſucht noch
Kunden Heinheimerſtraße 79, 1. Stock.
*4114 Junge ſaubere Frau ſucht abends
Laden oder Bureau zu reinigen.
Näh. Feldbergſtraße 30, Seitenbau I. links.
Kindergärtnerin II. Kl.
Stelle ſuchen . nach ausw., Alleinmädch.
u. bürgerl. Köchin zum 1. März u. 1. April.
Näh. Frau Frank, Schulſtr. 9.
(*4078
4096) Tücht. erfahr. Frau hat noch Tage
im Waſchen frei Grafenſtraße 4, Frau Maul.
mehrere Alleinmädchen,
Stellen ſuchen welche kochen und nicht
kochen für 1. März in Privat= u. Geſchäfts=
(*4116
häuſer Iner Woiogmen
durch Fldu Worsomalllel, Elisabethenstr. 37
*4089) Mädchen mit Empfehlungen aus
erſten Häuſern ſucht Aushilfe. Tag 1 M.
Karlſtraße 46, Hinterhs. M.
*4130) 2 Alleinmädch., die in Hausarb.
tücht., auch gut bürgerl. kochen, ſuchen zum
1. März Stelle. Gute Zeugn. Frau Eliſab.
Frank, Stellenbüro, Saalbauſtraße 33.
Stellenbureau Adolf Dingeldein
Darmſtadt
Schützenſtr. 10½, Telephon 531
empfiehlt den Herren Hoteliers u.
Reſtau=
rateuren hier u. auswärts männliches,
ſowie weibliches Perſonal bei reeller
Be=
dienung. Aushilfsperſonal bitte früh=
*4123
zeitig zu beſtellen.
Büro ſpeziell für Hotel= und Reſtaurant=
Angeſtellte.
weicher ſchon
Junger Mann, lange Jahre in
einem großen Geſchäft als 1. Buchhalter und
Korreſpondent tätig iſt, ſucht Stellung als
Buchhalter oder Kontoriſt bis 1. April oder
1. Mai ds. Js. Gehalt 100—120 Mk. mon.
Off. bitte gefl. u. N 69 an d. Exped. (*3880som
Handlungsgehilfe,
30 Jahre alt, ernſter, gewiſſenh. Arbeiter,
bilanzſicherer Buchhalter und flotter
Korreſpondent, in allen ſonſt. kaufm.
Ar=
beiten bewandert, auch für die Reiſe
geeig=
net, ſucht zum 1. April paſſ. Stellung.
An=
gebot. erb. u. M 38 an die Expd. (*3656ism
50 Mk. Belohnung
Demjenigen, der einem verheirat., ſolid.
und gewiſſenhaften Mann in den 40er
Jahren (Handwerker) eine dauernde
Stel=
lung verſchafft als Kaſſier, Magazinier,
Bürodiener oder dergl. Kaution kann
ge=
ſtellt werden. Gefl. Offert. erb. unter
M 46 a. d. Expedition d. Bl. (*3659ids
Tüchtiger Maschinenschreiber
ſucht Heimarbeit. Gefl. Offert. unt. N 24
an die Expedition ds. Blattes. (*3887sm
fürmeinen Sohn,
Ich suche der Oſtern aus
der Mittelſchule entlaſſen wird, eine
Lehr=
ſtelle auf einem bau=techniſchen Bureau.
Offert. unter N 68 an die Exped. (*4028
*3994si) Geſucht zum 1. März eine
Lehr=
ſtelle für jungen Mann mit Einj.=Freiw.=
Zeugnis in gr. Geſchäft. Offert. unt. N 54
an die Expedition dieſes Blattes.
Verkadfermnc
für Kurzwaren=Abteilung
für Korſett=Abteilung
für Putz=Abteilung
für Spitzen=Abteilung
(3495osm
ſucht ein hieſiges Geſchäft für 1. April.
Offerten unter M 22 an die Exp. ds. Bl.
e
fard
Eine Zuarbelerin
geſucht für Putz
(3090a
Helene Martin, Ernſt=Ludwigſtr. 7.
Für ſofort
M
5 tuchtige Arbeiterlanen
und 1 Lehrmädchen für dauernd geſucht
3765fso) Gervinusſtraße 30, I., Konfektion.
Mädchen
für leichte Handarbeit geſucht
(3504ids
Liebigſtraße 25, Hinterbau.
*4006s0) Arbeiterin und Lehrmädchen
geſucht Konfektion Mertens, Nieder=
Ramſtädterſtraße 89.
Taillenarbeiterin
und Lehrmädchen geſucht
(*4071si
Confection, Roßdörferſtraße 14½.
Tucht. Schneidern
perfekt im Abſtecken, für meine Aenderſtube
zum alsbaldigen Eintritt geſucht. (3879soi
Vorerſt ſchriftliche Bewerbung mit
An=
gabe der ſeitherigen Tätigkeit und der
Gehaltsanſprüche erbeten
Joseph Stade, Ludwigstr. 15.
Schneiderin
für Jahresſtelle ſucht
Hermann Berger,
3516a)
Ernſt=Ludwigſtraße 10.
Mädchen
welche das Maſchinenſticken erlernen wollen,
gegen ſofortige Vergütung geſucht. (*3987soi
Hess. Gardinen- u. Stickerei-Manufaktur
Henri Portune.
Lehrmädchen
für unſere Tapiſſerie=Abteilung geſucht. gutem Lohn zum 1. März geſucht.
Hess. Gardinen- u. Stiekerei-Manufaktur.
*s9sézoi) Henri Portune.
zum Weihnähen
Lehrmädchen geſucht
*3979
Eckhardtſtraße 3, III., links.
Modes!
In ein erſtes feines Salon=Putzgeſchäft
Lehrmädchen geſucht.
Gründliche Ausbildung.
Näheres Expedition ds. Bl.
(3652a
Ein Lehrmädchen
aus achtbarer Familie gegen Vergütung per
1. März geſucht. Zu erfragen im (2952a
SchuhwarenhausHolzſtraße11.
Lehrmädchen
aus anſtändiger Familie gegen ſofortige
Vergütung geſucht
(222ba
A. Anton
Spezial=Geſchäft für Haus= und Küchen=
Einrichtungen, Glas und Porzellan
Darmſtadt, Eliſabethenſtraße 1.
Lehrmädchen geſucht!
Damenkonfektion, Luiſenſtraße 2, II. (3849a
von angenehmem Aeußern und guten
Zeug=
niſſen, welches kochen kann, gegen hohen
Lohn für Haushalt von zwei Perſonen
zum 1. März geſucht. Zu melden
nach=
mittags 2—4 Uhr Heidenreichſtraße 37, II.
3693dis) Geſucht ſofort oder 1. März
Köchin, die in der bürgerlichen Küche
ſelbſtändig iſt und Hausarbeit übernimmt.
Sich melden 10—11 Uhr vormittags und
4—5 nachmittags Rheinſtraße 43, II.
*3962fs) Meine Köchin, die 3½ Jahre bei
mir war, geht Familienverhältniſſe halber
nach Hauſe; ſuche deshalb zum 1. April ein
Mädchen,
das gut kochen kann u. etwas Hausarbeit
mit übernimmt. Vorzuſtellen von 5 Uhr
nachmittags an Hermannſtraße 31.
Madchen
in kleinen Haushalt per 1. März geſucht
3650a)
Saalbauſtraße 12, I.
(*3998sms) Schenkammen können gute
Stellen erhalten gegen hohen Lohn, bei
Frau Haller in Eberſtadt, Heidelbergerſtr. 79.
Gesucht
für 1. März eine Köchin, die Hausarbeit
übernimmt. Nur ſolche mit guten
Zeug=
niſſen wollen ſich melden.
(B3341ids
Näheres Expedition.
*3736mds Jung. Mädchen zur Aushilfe bis
Oſtern für nachmittags zu 2 Kindern geſucht
Taunusſtraße 28.
*3742ms) Bürgerliche Köchin, die Haus.
arbeit und Wäſchebehandlung verſteht, bei
Näheres in der Expedition ds. Bl.
*3692ms) Ein tüchtiges Mädchen
alz=
bald geſucht Altes Gerichtsgebäude
Mathildenplatz 13.
*3693ms) Sauberes nettes
Dienſt=
mädchen zum 1. März geſucht
Dieburgerſtraße 4, parterre.
*4108) Mädchen, d. k. k., z. 2 Leuten ir
ſ. g. St. geſ., auch a. Mädchen in nur
beſſ. Stelle geſ. Röſe, Karlſtr. 53, part.
4093som) Sauberes Dienſtmädchen auf
1. März geſucht O. Wolll, Conditorei,
Mathildenplatz 6.
mehrere Mädchen,
Stiche zu zwei Leuten
und einelner Dame in ſehr gute Stellen
(*4134
Jöckel, Eliſabethenſtraße 32.
für 1. März erfahrene, gewandte
15
A.
öchin.
Vorzuſtellen zw. 10 bis 11 Uhr vorm. bei
Gräfin von Limburg-Stirum,
Annaſtraße 23
Darmſtadt
(*4135so)
ue ſof. geſucht, we
Geſunde Schenkammt Kind 6—10 W
alt iſt. Frau Dingeldein, Schützenſtr. 10½. (*412a
In feinem Geſchäft findet in der Abteil. für
Wäsche und Ausstattungen
auf März oder April
ersie Verkamferi
Stellung. Nur Damen, die in der Branche durchaus erfahren ſind und längere Zeit
in erſten Geſchäften tätig geweſen, finden Berückſichtigung. Die Stellung iſt gut
be=
zahlt, angenehm und von Dauer. Gefl. Bewerbungen mit Bild, Zeugnisabſchr. und
Gehalts=Anſpr. unter H. U. 482 an Rudolf Mosse, Heilbronn a. N.
(36150f
Kaufmann
26 Jahre alt, militärfrei, in allen Arbeiten
firm, Stenograph u. Maſchinenſchr., ſucht
Lebensſtellung per 1. April od. früher. Gefl.
Off. u. M 72 an die Exp. ds. Bl. (3587mss
Junger Architekt
Abſolv. Kgl. Baugewerkſchule, z. Zt.
Hoch=
ſchule, ſucht während den Ferien (Mitte
März bis Ende April) Stellung. Offerten
(*4019
unter N 65 an die Expedition.
Gesucht sofort
an allen Orten arbeitſame Perſonen zur Uebernahme einer
Trikotagen- und Strumpfstrickerei.
Arbeitslieferung nach allen Orten Deutſchlands franko. Anlernung höchſt
ein=
fach und koſtenlos. Verkenntniſſe nicht erforderlich. Adreſſen von im Betrieb
befindlichen von uns gegründeten Strickereien ſtehen gerne zur Verfügung.
(1422H
Proſpekte mit glänzenden Zeugniſſen gratis und franko.
Sche in zroſte Aunſt
für ſofort, 1. März und 1. April Köchinner
in Privat= u. Herrſchaftshäuſer, Hausmäd
chen, welche nähen, bügeln, tücht. Alleinm.
w. koch. u. etw. v. koch. verſt., in gute Privath.
ält. Stütze, Verkäuferin in Schweinemetzg.
mehr. jüng. Mädch., Mädchen in gute Ge
ſchäftshäuſer Stellenbureau Frau Dingeldeir
(*412
Schützenſtr. 10½, Teleph. 531.
Köchinnen, Haus= un
Alleinmädchen, welch
Al(*n
uchC, kochen und nicht koche
ſofort und ſpäter (*411
Frau Weissmantel, Eliſabethenſtr. 37
Mädchen
für dauernd in kleinen, neuen Haushalt 1
15. März geſucht Schützenſtr. 21, pt. (3887
3874) Zuverl. gew. Laufmädchen ſofor
dauernd geſucht. Näheres Expedition.
*4008si) Aelteres, erfahrenes Kindermäk
chen oder Frau zu zwei Kindern von 5 un
Jahre bis 1. März geſncht.
Näheres Zentralstelle für Arbeit- und Wol
Trikotagen- und Strumpfwarenf. Neher & Fohlen, Saarbrücken A. 114. nungsnachweis, Waldſtraße 6.
4
Die Arbeitslehrkolonie „Steinmuhle
bei Homburg v. d. H. nimmt aus Volks= und Mittelſchulen entlaſſene ſchwachbefähigte
Knaben zur Vorbildung für die Lehre auf Gärtnerei, Kleinviehzucht,
Fortbildungs=
unterricht und praktiſche Arbeiten. Mäßige Penſionsſätze. Aerztliche Aufſicht und
pädagogiſche Leitung. Näheres Frankfurt a. M., Stiftstrasse 30, Hofgebäude.
*4065) Ordentl. Laufmädchen geſucht
Rheinſtraße 4, II.
zum 1. März u. 1. Apr
Stelle finden Hausmädchen, beſſere
Kindermädchen, Köchinnen und Alleinmäk
chen in nur gute Häuſer, jüng. Mädche
zu einzel. Dame. Näh. bei Frau Frank
(*4080a
Schulſtraße 9.
Köchinnen, Hausmädchen
Alleinmädchen, Mädchen zu zwei Leuten
mit guten Zeugniſſen ſucht und empfiehlt
Frau Neßling, Ludwigſtr. 8. (*3999so
Helt. tücht. Mädchen
evang., mit gut. Zeugn., das ſelbſt. kochen kann,
für Haushalt von 3 Perſ. ſofort od. ſpäter
geſucht. Näh. in der Expedition. (*4026sd
8853) Jüngeres, wiliges, fleißiges, ſaub.
zum 1. März geſucht
Mädchen Heinrichſtraße 82, part.
28
ge das etwas kochen,
Gebildetes Maochen waſchen u. nähen
kann, ſowie alle Hausarbeit tut, zu einzelner
Dame geſucht. Frau Ch. Fey, Wwe.,
Hoffmannſtraße 5½, 1. Stock.
(3845si
*4122) Geſucht zum 1. April reinliches,
ſolides Mädchen für die Hausarbeit
Friedrichſtraße 34, II.
4. Alleinmädch., Hausmädch. nach
Geſucht. Frankfurt a. M., ält. Köchin
zw. 30 u. 40 J.), Hausmädch. in Reſt., tücht.
Büfettfrl. m. g. Zeugn. u. Mädch. für
Haus=
arbeit u. Servieren Stellenbureau Debus,
Karlſtraße 79. Telefon 1737.
(*4072
2
Reglsfrafor
per 1. April geſucht.
Nur jüngere mit Regiſtratur vertraute,
gewandte Kaufleute finden Berückſichtigung.
Gefl. Offerten mit Angabe der
Gehalts=
anſprüche, Zeugnisabſchriften und
Lebens=
lauf unt. N 10 an die Exped. erb. (3731ds
Vertreter
in Bäckerkreiſen langj. eingeführt, gegen
hohe Proviſion geſucht
(914fI
Paul Wittig, Backſchüſſelfabr., Radebeul-Dresden.
Junger tüchtiger Kaufmann
flotter Stenograph und Maſchinenſchreiber,
als Korrespondent
von einer Maſchinenfabrik per 1. April cr.
für dauernd geſucht. Handſchriftl. Offerten aus guter Familie und mindeſtens
nebſt Zeugnisabſchriften und Angabe der
Gehaltsanſprüche u. N 6 an die Exp. (3680dfs
Me
Federversicherung.
für erſtklaſſige Geſell=
Vertreter ſchaft geſucht.
Offerten unter D. R. 309 an Daube &
Co., Frankfurt a. M.
(3524D
3912a) Für kleine Touren Reiſender
ſofort geſucht. Ausführliche Offerten mit
Gehaltsanſprüchen unter F. M. 15
poſt=
lagernd hier.
Mare
wörſah eines einen guten Ver=
Zum vertien dienſt abwerfenden
Artikels, der in jeder beſſeren Haushaltung
gekauft wird, werden redegewandte
Leutege=
ſucht. Etwas Barmittel erforderlich. Angeb.
unt. M 79 an die Exp. d. Bl. (*3752msi
Tüchtiger
(*4110
Provisionsreisender
für Verkauf landwirtſchaftl. Maſchinen
geſucht. Bei zufried. Leiſtungen Gehalt u.
Speſen. Offerten sub N 84 an die Exped.
Wer
Oler
Stellung Sucht verlange
die
„Deutſche Vakanzenpoſt‟
Eßlingen 143.
(144M
Ungsklavein
an
Eotklasoige Zuckerwarenfabrik
mit Verſand=Lager in Frankfurt
ucht für Darmſtadt
tüchtigen Vertreter.
Gefl. Off: u. H 503 Frankfurt a. M.
*4133
bahnpoſtlagernd erbeten.
2hme e. Käche
ſlohmenn LRoche fie
gaser.
ieh enpfohlenen
ragendes, uine,
el bai
enderAF
Wargane
(2
Taoksoos!s
ſe Mnelc-ene
Mter natre Besänet
Das bewährte Mittel bei
Lungenleiden
katarrhalischen Erkrankungen der-Atmungsorgane
Keuchhusten, Influenza.
Man verlange in den Apotheken ausdrücklich SIROLIN
Original-
packung „Roche” und weise jede Nachahmung Fentschieden szurück, 5.
Sirolinbroschüre Nr. 2 gratis und franko durch
F. Hoffmann-La Roche & Co.
Grenzach (Baden).
(2110D
4040) Zwei tüchtige Maurer ſofort
geſucht Stiftſtraße 67.
Verläßlicher Mann geſucht
gleich welch. Berufs, ob in Dorf od. Stadt,
als Bezirks=Alleinverkäufer unſ. überall
ver=
langt. Artikel. Nur ehrliche, wenn auch
ein=
fache Leute. Wöchentl. Einkommen bis
80 Mark. Leichte und geſunde Tätigkeit
(2—3 Stund. tägl.). Laden unnötig.
Ge=
werbekarte vergüt. Nur 30 Mark Bargeld
(3873
erforderl., danach Kredit.
Cloot & Co. in Caſſel.
Per 1. März einen tüchtigen ſtrebſamen
Stadt-Reisenden
für Konfektion — Manufakturwaren für! Seidenhaus Ed. Volz.
dauernde Stellung geſucht. Nur Angebote
mit genauer Angabe ſeith. Tätigkeit finden
Berückſichtigung. Off. u. N79 Exped. (4066
6—
10 Tk. laglich
ſpiel. leicht. Nebenverdienſt, überall f.
jeder=
mann d. einf. Proſp.=Verteilen ꝛc. Ausf,
Auskunft gratis geg. Rückporto v. P. Gande’s
(3857M
Volks=Haus, Berlin S. 42.
nes in ſchriftlich. Arbeiten,
Mebenverdienst ſowie
Adreſſen=
ſchreiben geſ. Off. unt. N 67 Exped. (*4024
Tapezier,
nur erſtklaſſiger Polſterer für Leder und
(3763fs
Stilmöbel für dauernd geſucht.
Joseph Trier, Darmstadt,
Wilhelminenſtraße 25.
Junger Gärinersehilfe
ffür ſof. geſucht. Näh. Heerdweg 14. (B3900
Invalide od. leichte Kranke an
finden lohnend. Erwerb durch Hauſieren unſ.
Waren bei kl. Anzahl. Gefl. Offert. unt.
F. O. H. 340 an Rudolf Mosse, Frankfurt a. M.
Tuchtiger Hauſierer
geſucht zum Vertriebe eines leichtverkäuf=
lichen Artikels (Hoher Verdienſt). Offerten
unter N 76 an die Expedition.
(*4059 Tapezierlehrling
per Oſtern geſucht H. Leichtweiß, Tape=
ziermeiſter, Beſſungerſtraße 41.
(B2362 Lehrling
mit Einjähr.=Berechtigung ſucht gegen
ſofortige Vergütung
(3379sss
H. L. Schlapp
Hofbuchhandlung u. Ant.
Darmstadt, Schulstrasse 5. Ein ketring gerneht
Chr. Hess, Maler= und Lackierermſtr.
39 Mühlſtraße 39.
(3362a
Lehrline
Mule
ſucht
(2774a
Bernh. Stromberger
Bau= u. Möbelſchreinerei. Lehrline
mit guter Schulbildung ſucht
(3121a
A. Bergstraessers Hofbuchhandlg.
(W. Kleinschmidt). *3705ms) Schloſſerlehrling geſucht
Wienersſtraße 58. Tapezier=Lehrling
zu Oſtern geſucht
2815a
Theodor Schardt, Tapeziermſtr., Hochſtr. 13. 3777fs)
Gesucht
M
rapezier-Lehrling
Sohn, achtbarer Eltern per Oſtern, gegen
ſof. Vergütung.
Gg. Chrhardt & Söhne
Möbelfabrik, Feldbergſtraße 36. Lehrling
gegen ſofortige Vergütung zu Oſtern geſucht.
Alb. Fraatz, Photogr-Atelier.
Wilhelminenplatz 2. (*3970so Schreinerlehrling
3833a)
geſucht
L. Matthes Nachf., Schützenſtraße 17. 1
Letrling
mit guter Schulbildung geſucht. (3824ss *3989ss) Konditorlehrling, Sohn, acht=
barer Eltern kann die Konditorei gründlich
erlernen. Näheres
G. Schwarz, Konditorei
Ludwigsplatz 4. Lehrling
mit guter Schulbildung für eine hieſige
Lederhandlung geſucht. Selbſtgeſchriebene
Off. u. N 78 a. d. Exp. d. Bl. erb. (*4068 aus guter
C
Lehrling
Familie
per ſofort oder ſpäter geſucht
(*4015
Kaffeegeschäft, Elisabethenstr. 12. Reißbinder=, Maler= und Lackierer=
arbeiten. Solide, geſchmackvolle Aus=
führung. Billige Preiſe. Beſtellungen unt.
D 73 an die Expedition ds. Bl. (1603a on (Anzüge jeder Art
Knabenkleider uſw.) werden billig
u. gut angefertigt, ſowie Gebrauchtes mit=
verarbeitet. Liebfrauenstr. 46 II r. (*17857
Stellenvermittlungs=Bureau
des
(3297fms
Kaufmänniſchen Vereins
weiblicher Angeſtellten
iſt nach Ernſt=Ludwigſtraße Nr. 9 —
Schirmgeſchäft — verlegt. Fräulein
Neudecker iſt bereit, den Herren
Prin=
zipalen wie unſeren Mitgliedern koſtenfreie
Auskunft zu geben und die Vermittelung
zu beſorgen.
Der Vorstand.
*4082) Stallung mit Remiſe zu verm-
Näheres Gardiſtenſtraße 27.
bei geringen
Aufwen-
dungen sehr elegant
auszusehen. Siemüssen
nur die vorzüglichen
Favoritschnitte
be-
nutzen. Für die
Haus-
schneidereiganzunent
schneidereiganzunent-
behrlich.
Anleitung durchdas
Grosse Favorit-
Moden-Album
(nur 70 Pf. fr.)
u. dasdugend- ℳ‟
Moden-Album H
(60 Pf. fr.)
von der
Ver-
kaufsstelle der Firma
odertwo-
nicht am Platze, direkt von der
Internationalen
Schnittmanu-
faktur, Dresden-N. 8.
Mathildenplatz 15
neu hergerichtete 7=Zimmerwohnung im
Erdgeſchoß mit Zubehör vom 1. April ab
zu vermieten. Näheres bei Großh. Hochbau=
(3928ms
amt, Paradeplatz Nr. 4b.
4076) Hügelſtr. 65½, gegenüb.
Palais=
garten, 5 Zim., 3. Etage, Bad, Gas, elektr.
Licht, Mädchenzim. Zu erfr. 1. Etage.
3907ms) Nieder=Ramſtädterſtraße 65
kleine abgeſchloſſene 2=Zimmerwohnung im
Hinterhaus. Näh. Baubureau daſelbſt.
*4102) Hochſtraße 10 zwei kl. 2=
Zimmer=
wohnungen zu vermieten.
*4073) Arheilgerſtraße 14 eine 2=Zim.=
Wohnung nebſt Zubehör zu vermieten.
4107) 2 ſchöne leere Balkonzimmer an
beſſeren Herrn zu vermieten, eventuell mit
Bedienung. Näh. in der Exp. ds. Bl.
In der Nähe der Bahnhöfe
ein größeres unmöbliertes Zimmer an
ſolide Dame zu verm. Offert. unter N 77
an die Exped. ds. Bl. erbeten.
(*4067
eine Wohnung zu ver=
Langegaſſe 37 mieten.
(*4103sm
*4101) Karlſtraße 79 eine Manſarde bis
1. März zu vermieten.
*4079) Soderſtraße 4, part., ein möbl
Zimmer an beſſeren Arbeiter zu vermieten.
*4063) Grafenſtraße 20, Seitenb. 3. St.,
ein ſchön möbl. Zimmer an Fräulein.
*4061sm) Waldſtr. 24, Seitenb., 2. Eing.
1. Stock., einfach möbl. Zimmer zu verm.
Mathildenplatz 11
(124a großes helles, gut möbl. Zimmer an einen,
Arthur Sittig, Louisenplatz 4.
auch 2 Herren mit voll. Penſ. z. vm. (3920t
*4111so) Landwehrſtraße 26 gute möbl.
Prima Speise-Kartoffeln Zimmer, 3—5 Mk. per Woche, zu verm.
Induſtrie Zentner 3.25 Mk. (3932
2.99
Ella
empfiehlt J. Vetter, Wenckſtraße 60.
Sommerüberziehen zu verkauf.
Viktoriaſtraße 90, III.
höh. Lehranſt. finden
a 11-2 jüng. Schülen in einer Lehrersfam.
gute Pension. Eign. Sohn in Quinta d.
u. ½=Geige Gymn. Off. u. N 28 an d. Exped. (*3885som
*4043so) Anſtändiges Mädch. findet billig.
(*3819di Heim. Näh. Karlſtraße 65½.
Seiden- und
Spltzenhaus
467)
Eduard Volz
Darmstadt.
Conversation, Grammatik, Literatur,
Korrespondenz, Nachhilfestunden in
Englisch (1582a
Französisch
und allen Weltsprachen
Wilhelminenstr. 19, II., in der
Berlitz School
(Tel. 613).
Von 8 Uhr vorm. bis 10 Uhr abends.
Nur bewährte National-Lehrkräfte,
Stunde (allein) 2 Mk., in Klassen v.
80 Pfg. an. Zahlbar in
Monats-
raten. Probestunde gratis u. ohne
Verbindlichkeit. Prospekt frei.
Baugewerk-Schuſe
Offenbach am Main
Direktor: Prof. Eberhardt
gmatit, durch aladem. gebild. Lehrer=
Mathellaun Sorgfält. ſchnelle Förderung.
Mäß. Honorar. Wittmannſtr. 30, I. (B901
Vornehme
wünſcht
Stun=
junge Engländerin den zu geben.
Näheres Heinrichſtraße 34.
(*4074so
(human. Gymn.) erteilt
Abiturienr Nachhilfe.
Offerten
unter M 63 an die Expedition. (*3728msm
gin allen Fächern und Be=
Nachhille aufſichtigung d. Aufgaben
billigſt durch ſtaatlich geprüfte Lehrerin.
Offerten unter M69 an die Exp. (*3731ms
wünſcht engliſchen
Eine Engländerin Unterricht z. erteilen
3553a) Wilhelminenplatz 10, 1. Stock.
Maahing
Schreibr
uschinen-Unterricht
Underwood, Centinental, Adler.
Kurſus 15 Mk. Für Fortgeſchrittene
Ge=
legenheit z. tägl. Ueben, per Monat 6 Mk
Stenographie=Unterricht.
(Gabelsberger). Anfangs=u.
Fortbildungs=
kurſus. Auch Einzelſtunden. Näh.
Soder=
ſtraße 12, part.
(900a
erteilt Schülern billigſt
Student Nachhilfeunterricht.
Offerten unter N 21 an die Exped. (*3890fs
(Franzöſin) erteilt Unterricht
Junge Dame in d. franzöſiſchen Sprache.
Offerten unter M 59 an die Exp. (*3710ss
Sohne dhgesenen. Eitern
finden in der Landwirtschaft unter
günstigen Bedingungen zeitgemässe
Fach-
ausbildung unter Berücksichtigung von
Garten- u. Kolonialkultur eventl. Berechtigung z.
1jähr.-freiw. Dienstan der bestempfohlenen
Landwirtschaftlich. Lehranstalt
Köstritz, R., Thüring.
Man verlange Prospekt d. Direktion. ((3212a
Masttz
-Unterricht nach neuen den
Fort-
schritt wesentlich erleichternden
Grundsätzen. Eingeführt seit
1901 durch Dir. Otto Bartke.
Unterrichtsfächer: Klavier,
Violine, Theorie, Pädagogik
etc. Ausbildung f. Beruf u. höheren
Dilettantismus.
(*3978
Die Reform-Unterrichts-
Me-
thode ist eingeführt in allen Teilen
Deutschlands und der Schweiz.
Leicht fasslich, nicht ermüdend,
sondern anregend u. lustfördernd,
bietet sie sichere Gewähr für
unbe-
dingt grosse Erfolge nicht nur bei
jugendlichen Schülern, sondern
auch bei Erwachsenen selbst über
30 Jahre, auch wenn dieselben keine
Vorkenntnisse besitzen.
Nur Einzelunterricht::
— Eintritt jederzeit
Prospekt mit ausführl.
Erläuterung unserer Methode
kostenlos erhältlich im
Hoffmannstrasse 51
D. O. Bartke.
I. Darmstädter
A
Leht Bagel-Anstant
Mühlſtraße 5, 2. Etage,
erteilt Unterricht nach leichteſter
Methode, das Neueſte im
Stärken u. Glanzbügeln
Unterricht nur nachmittags.
Honorar mäbig.
*4094)
Hoflieferant
15 Ludwigsstrasse 15.
Restposten
von:
Leibwäsche
Bettwäsche
Tischwäsche
Leinen u. Baumwoll-Waren
Weissen Blusen
Kleidern u. Kleiderröcken
zu besonders billigen Preisen!
(3654a
Confirmanden=Anzüge
vom einfachsten bis feinsten Genre
kaufen Sie bei uns enorm billig.
Confirmandenanzüge
in ſchwarz Cheviot und glatt
Satin
zu M.
Confirmandenanzüge 92
hochf. Kammgarn u. Satin=
22
tuch, Ersatz für Mass, M. 28 u.
Confrmandenanzüge
prima Kammgarn und
Dia=
gonal=Cheviot
M. 18 u.
Confirmandenanzüge
dunkel gemuſterte Stoffe
M. 20, 16, 12,
Confirmanden=Stiefel
finden Sie bei uns in enormer Auswahl und ſind unſere Preiſe für gute
ſolide Qualitäten unerreicht billig.
in gutem Wichslede
M. Confirmanden-Stiefel 800
in la Boxkalf, Chevreaux, m.
u. ohne Lackkappe, M. 10, 9, Gesellige vereinigung:
4
Gebr! Markt 5 Markt 5. Zur Pflege guten geſelligen Verkehrs
(Tanzunterhaltungen, Ausflüge ꝛc in engerem
Kreiſe) iſt die Gründung einer Vereinigung
beabſichtigt, zu der Angehörige akademiſcher
Berufe, Inhaber größerer Firmen und
Herren in ſonſtiger angeſehener Stellung
Zutritt haben ſollen. Familien mit
er=
wachſenen Töchtern und Söhnen beſonders
angenehm. Meldungen unter M 53 an die
(*3702mds
Expedition erbeten.
aus guter Familie, muſikaliſch,
Dame möchte einige Nachmittage der
Woche älterer leidender Dame oder Herrn
Gesellschaft leisten.
Offerten u. N 59 an die Expd. (*3988som
en v. Fußböden, ſowie Re
Ausſpüllen parieren u. Neuanfertigen v.
n übernimmt die Schrei=
Gartenzünnen nerei Hohlerweg 5.
Dampferbewegung.
Mitgeteilt durch Anton Fiſcher,
Darm=
ſtadt, Frankfurterſtraße 12 und 14.
Nordamerika=Linien.
Lloyd=Dampfer „Frankfurt”, 12. Februar
4 Uhr nachmittags von Galveſton.
Lloyd=Dampfer „Main”, 14. Febr. 5 Uhr
vorm. in New=York.
Oſtaſien=Linien.
Lloyd=Dampfer Prinz Eitel Friedrich”,
13. Februar 9 Uhr vormittags in Singa
pore.
Lloyd=Dampfer „York”, 13. Febr. 10 Uhr
vormittags in Kobe.
Lloyd=Dampfer „Lützow‟, 14. Febr. 7 Uhr
nachm. in Shanghai.
Lloyd=Dampfer „Prinzeß Alice‟, 12. Febr.
8 Uhr vorm. in Colombo.
Mn e
2
Nur 3 Tage!
Das neue Programm zeigt u. a.:
Szenen aus Neu-Süd-
Wales.
Herrliche Naturaufnahme
Von der Hütte zum Palast
Großartiges Schlagerdrama
Mißgeschick eines Kurz-
Sichtigen Jägers
Urdrollig
(3897
ſowie das übrige vollſt. neue Programm.
Dienstags u. Samstags Programmwechsel.
Höhen=Elub!
20. Februar:
Cronberg — Feldberg-
Cronberg.
Abfahrt um
7 Uhr 30 Minuten
Hauptbahnhof. (3884
A15
I Ony=Lbäischen
zu verkaufen Stiftſtraße 67.
(*4050
zu verkaufen
(*4118
Gutenbergſtraße 38, part.
Gründlich. Unterricht
im Zuſchneiden u. Schneidern
(*3900sm
erteilt bei mäßigem Honorar
E. Matthes, Mühlſtraße 24, I.
Schiffsbericht.
Mitgeteilt von dem Vertreter Herrn Adolf
Rady, Darmſtadt, Zimmerſtraße 1.
Hamburg=Amerika=Linie.
Dampfer „Preſident Grant”, von New=
York kommend, 16. Februar 10 Uhr
abends in Hamburg.
Dampfer „Chriſtiania”, 15. Februar in St.
Thomas.
Dampfer „Prinz Oskar”, 16. Februar in
Coatzacoalcos.
Chriſtlicher Verein junger Männer
Darmſtadt=Oſt.
Riegerplatz 3.
Sonntag, nachmittags 5 Uhr:
Jugend=
abteilung: Weiß=Kreuz=Verſammlung. —
Abends 8½ Uhr: Evangeliſationsvortrag.
Sold atenheim: von nachmittags 2 Uhr
ab geöffnet.
Montag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Poſaunenchors.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Uebung des
Streichchors. — Unterricht in Engliſch.
Unterhaltungsabend der Jugendabteilung.
Bibelbeſprechſtunde für Soldaten.
Mittwoch, abends 8¼ Uhr: Bibelſtunde für
Frauen. — Abends 8½ Uhr: Bibliſche
Beſprechung der älteren Abteilung.
Donnerstag, abends 8½ Uhr:
Generalver=
ſammlung. — 8¾ Uhr: Bibelſtunde der
Jugendabteilung.
Freitag, abds. 8½ Uhr: Männerchor.
Samstag, abends 9 Uhr:
Gebetsver=
einigung.
Chriſtliche Gemeinſchaft
„Immannel‟. E. B.
Rheinſtraße 2.
Sonntag, vormittags 9 Uhr:
Bibelbe=
beſprechſtunde. — Vormittags 11 Uhr:
Sonntagsſchule. — Nachmittags 4 Uhr:
Jugendbund. — Abends 8¼ Uhr:
Evan=
geliſation.
Dienstag, abends 8½ Uhr: Blaukreuz.
Donnerstag, abends 8½ Uhr: Bibelſtunde.
Freitag, abends 8½ Uhr: Gebetſtunde.
Chriſtl. Verein junger Männer
„Nathanael‟,
Mühlſtraße 24.
Sonntag, abends 8½ Uhr: Vortrag von
Lehrer Oſtheimer. Thema: Die Kometen.
Montag, abends: Freie Vereinigung.
Dienstag, abends: Bibelbeſprechſtunde.
Mittwoch, abends: Freie Vereinigung.
Donnerstag, abends: Bibelſtunde im
Ver=
einshaus.
Freitag, abends: Freie Vereinigung.
Samstag, abends: Gebetsſtunde.
Zu haben in den einschlägigen durch
Plakate kenntlich gemachten Geschäften.
Berliner Stimmungsbilder.
Von Paul Lindenberg.
(Nachdruck verboten.)
Eine offizielle Warnung. — „Ruhe iſt die erſte
Bürger=
pflicht!“ — Der „rote Sonntag‟. — „Die Straße dient
lediglich dem Verkehr!” — Bange machen gilt nicht!
— Im Eispalaſt. — Internationale Sportkämpfe.
Wohltun trägt Zinſen. — Das Cecilienhaus in
Char=
lottenburg. — Beim Staatsſekretär Krätke. — Profeſſor
Dr. Streckers Vortrag über den gegenwärtigen Stand
der drahtloſen Telegraphie. — Aus dem Theaterleben.
Von jeher bilden die Anſchlagſäulen in
ge=
wiſſem Sinne einen Barometer für die Vorgänge
in=
nerhalb unſerer weitgezogenen Stadtgrenzen, das
Queckſilber wird durch Farben vertreten, bei denen
grelles Rot meiſt auf Sturm oder Gefahr deutet. Denn
dieſe Farbe iſt als offizielle unſeren Behörden
vorbe=
halten und übt ſtets ihre Wirkung aus, man ſieht’s an
dem Kreis der Neugierigen, den jene Plakate anlocken:
„Was iſt’n los, wieder mal ’n Mord geſchehen?”
Letzt=
hin, als das Rot von den Säulen weithin leuchtete,
handelte es ſich freilich nicht um eine blutige Tat,
ſon=
dern um eine Warnung, die unſer neuer
Polizei=
präſident Herr v. Jagow an die Berliner
Bür=
gerſchaft erlaſſen und die ſich gegen die aus Anlaß
der Wahlrechtsvorlage angekündigten
ſozial=
demokratiſchen Straßenumzüge mit eventuellen
Aus=
ſchreitungen richtete. In ihrer militäriſchen Kürze, die
ihres Eindrucks nicht verfehlt, erinnerte ſie an jenen
auch bereits auf rotem Papier gedruckten Erlaß, den
der Gouverneur Berlins, Graf Schulenburg, am
Mor=
gen des 18. Oktober 1806 an die Straßenecken unſerer
Stadt hatte ſchlagen laſſen: „Der König hat eine
Ba=
taille verloren. Jetzt iſt Ruhe die erſte Bürgerpflicht.
Ich bitte darum! Schulenburg.”
Die kürzliche Bekanntmachung hatte den gleichen
Kern, nur daß ſie in modernem Sinne gefaßt war:
„Die Straße dient lediglich dem Verkehr!”
Na, na, auch bei größeren höfiſchen Veranſtaltungen,
wie Einzügen, Parole=Ausgaben, Truppen=
Vereidig=
ungen uſw.? — Da wird wohl der Herr
Polizeipräſi=
dent oft genug an ſeine Worte gemahnt werden, wenn
aus jenen Anläſſen beſondere Abſperrungen erfolgen.
Aber ganz gleich, die Warnung mag diesmal gut am
Platze geweſen ſein, es kam bei jenen Demonſtrationen
auch nur zu ganz vereinzelten Zuſammenſtößen mit
der Polizei, und die Zahl der Verhafteten war weit
geringer, als bei ähnlichen früheren Gelegenheiten.
Die Neugierigen — nirgends auf dem Erdball gibt’s
ja von dieſem Artikel mehr wie in einer Weltſtadt —
blieben fern, die Teilnehmer an den Umzügen
vermie=
den jegliche Herausforderung, was nur dem einzelnen
und dem Ganzen geſchadet hätte, und unſere
Einwoh=
nerſchaft ließ ſich nicht im geringſten durch den „roten
Sonntag” beunruhigen. „Bange machen gilt nicht!” —
die Zeiten ſind vorüber, in denen die Ankündigung der
hieſigen erſten Maifeier Tauſende und Abertauſende in
Angſt und Schrecken verſetzt hatte, in denen Viele nach
dem Ausland reiſten, ihren Mammon ſelbſt nicht mehr
in den unterirdiſchen Gewölben der Reichsbank ſicher
glaubten oder ſich auf Tage hinaus verproviantierten,
da ſie fürchteten, nicht die Straße betreten zu können.
Diesmal ließ man ſich nicht im geringſten ſtören
und folgte unbeſorgt ſeinen Pflichten, falls der Sonn=
tag ſolche auferlegte, oder ſeinen Vergnügungen. Wie
luſtig ging’s während jener kritiſchen Stunden
bei=
ſpielsweiſe im Eispalaſt zu, auf deſſen gräuer Fläche
ſich gerad’ Feiertags ein fröhliches, geſellſchaftlich=
groß=
ſtädtiſches Leben entwickelt. Flotte Muſikweiſen ſchallen
herab, ſchlanke Berlinerinnen zeigen, daß auch an ihrer
Wiege die Grazien geſtanden, über die neueſten
Mode=
ſchöpfungen kann man ſich freuen oder ärgern und
ver=
mag mit hellem Entzücken dem Tanze zu folgen, den
einzelne Paare nach lockenden Walzerklängen in der
Mitte der Bahn vollführen — wie weit bleibt dagegen
der Tanz auf dem Parkett zurück und mag er ſelbſt
von Elfenfüßchen getanzt werden! Hier kann man
wirklich von einer Aeſthetik des Eislaufes ſprechen, die
eine derartige vollkommene Anmut der Bewegungen
des menſchlichen Körpers entwickelt, wie man ſie ſonſt
nirgends zu beobachten Gelegenheit hat. Das zeigte
ſich am deutlichſten im Verlauf der
Internatio=
nalen Sportkämpfe, die jüngſt im Eispalaſt
ſtattgefunden, zumal bei der Internationalen
Walzer=
konkurrenz, bei der zwei Münchnerinnen den erſten
Preis gewannen, und bei der Damen=Weltmeiſterſchaft,
bei welcher eine hochgewachſene, blonde Ungarin über
eine zierliche, brünette Berlinerin den Sieg
davon=
trug; aber auch die Beſiegte durfte mit ihrem Triumph
und mit ihren ſonſtigen Erfolgen bei anderen
Wett=
kämpfen auf dem blinkenden Eiſe und den blitzenden
Schlittſchuhen zufrieden ſein, glitzernde Medaillen als
Lohn empfangend.
Die Vergnügungen im Eispalaſt bleiben uns
glücklicherweiſe erhalten, während die anderen
winter=
lichen Feſtlichkeiten langſam abebben. Wie jetzt
be=
kannt wird, haben einzelne von ihnen recht ſtattliche
Sümmchen für wohltätige Beſtrebungen ergeben, ſo das
Kairofeſt des Vereins Berliner Journaliſten 15000,
der Preſſe=Ball über 20000, der am letzten Sonntag im
„Kaiſerhof” zum Beſten der Pariſer Ueberſchwemmten
ſtattgefundene Fünf=Uhr=Tee 12000 und das auch an
dieſer Stelle geſchilderte Blumenfeſt in den Hallen des
Zoologiſchen Gartens, deſſen Ertrag für ein
Säug=
lingsheim beſtimmt war, ſogar 50000 Mark! Auch dem
Vaterländiſchen Frauen=Verein in
Char=
lottenburg floſſen durch vergnügliches Wohltun
oder wohltätiges Vergnügtſein reiche Spenden zu und
ermöglichten ihm, ſein „Cecilienhaus” in
um=
faſſender Weiſe auszugeſtalten, hierdurch abermals eine
Lücke in der ſozialen Mildtätigkeit auf das
erſprieß=
lichſte füllend, in ernſter Befolgung der auf ein
Fah=
nenband des Vereins geſtickten Worte: „Wehre dem
Leide, wirke zum Heile, wahre die Treue!” Als Stätte
hilfsbereiter und opferfreudiger Menſchenliebe, die alle
Betätigungen des Wohltuns, wie ſie die Not des Tages
und der Stunde erfordert, zu einem geſchloſſenen
Gan=
zen einheitlich und erfolgreich nach großen
Geſichts=
punkten zu vereinigen weiß, als ein mächtiges, ſtumm
beredtes Wahrzeichen dafür, daß wir in ſtillem
fried=
lichen Wirken, wenn es Tränen zu trocknen gilt,
eben=
ſo feſt und treu in Reih und Glied ſtehen, wie beim
Tragen von Wehr und Waffen, wenn uns von außen
Gefahr droht, ſchildert Eugen Zabel in einer
warm=
herzig geſchriebenen, künſtleriſch ausgeſtatteten Schrift
dies neue Heim für Kranke, Bedrängte, Ermattete, das
eine ganze Flucht von verſchiedenartigen Gebäuden
einnimmt, die auf Charlottenburger Boden, an der
zum Schloß führenden Hauptſtraße, errichtet wurden.
Hier, ſo betont unſer trefflicher literariſcher Führer,
darf jeder eines liebevollen Empfanges ſicher ſein, der
von der Schule herbeiſtürmende Junge, der nach der
wohlgefüllten, angenehm duftenden Mittagsſchüſſel
ſchielt, wie der am Stabe müde heimwankende Greis,
der mit dem Leben ſchon abgeſchloſſen hat, der Kranke,
der ärztliche Hilfe braucht und Geneſung erhofft, das
ſpielende Kind, das ſich im Kreiſe ſeiner Altersgenoſſen
lachend und lärmend ergeht, während die Mutter im
harten Dienſt der Arbeit ſteht, der Säugling im
Wägel=
chen, für den eine ängſtliche Fürſorge entfaltet wird,
mit einem Wort: jeder Mühſame und Beladene, der ſich
nach Erquickung ſehnt! Neben dieſen muſtergültig
ein=
gerichteten Anſtalten wirken noch als ſelbſtändige, dem
Roten Kreuz nicht angeſchloſſene Einrichtungen, der
Hauspflegeverein und der Eliſabeth=Frauenverein, um
zu tröſten und zu helfen; an jener Stätte flößt der
Ver=
ein für Verarmte den vom Schickſal Gebeugten wieder
neuen Lebensmut ein, in dem Bureau der
Ferien=
kolonie raſcheln emſig die Federn, um unſerer
erſchöpf=
ten ſchulpflichtigen Jugend am Strand oder im Gebirge
Plätze anzuweiſen, wo ihr das Blut friſcher durch die
Adern ſtrömen ſoll; eine öffentliche Schreibſtube ſorgt
für Stellenloſe, eine Rechtsſchutzſtelle für Frauen und
Mädchen. Die Jugendgerichtshilfe, die Fürſorgeſtelle
für Alkoholkranke ſowie die Auskunftei für
Minder=
bemittelte, die einer Sommerfriſche bedürftig ſind,
er=
innern an den weit geſteckten Arbeitsplan, der in dieſen
Räumen zur Erledigung kommt und von Jahr zu
Jahr an die Löſung immer neuer Arfgaben
heran=
treten wird. Im Dienſt der Göttin Caritas gibt es
kein bequemes Verweilen bei dem glücklich Erreichten,
ſondern nur ein fortgeſetztes Höherſtreben zu neuen
Zielen.
Wie das Gleiche bei der Wiſſenſchaft der Fall iſt,
die beim Erforſchen keine Grenzen kennt und ſtets neue
Geheimniſſe enthüllt, unſerem an ſich ſchon ſo
vielge=
ſtalteten Daſein ſtets weitere Bereicherung, Aufklä=
rung, Hilfsmittel gewährend. Zu einem feſſelnden
Vortrage im Lichthofe des Poſtmuſeums hatte für den
letzten. Mittwoch=Abend Herr Staatsſekretär
Krätke eingeladen, und zwar war den Gäſten
ver=
heißen worden, daß Herr Geheimer Ober=Poſtrat
Pro=
feſſor Dr. Strecker über den gegenwärtigen
Stand der drahtloſen Telegraphie ſprechen
würde.
Mehrere Hundert Herren hatten ſich zur
feſtgeſetz=
ten Stunde eingefunden, auf das Liebenswürdigſte vom
Gaſtgeber begrüßt. Neben den Mitgliedern unſerer
Parlamente ſah man verſchiedene hohe Offiziere des
Landheeres und der Marine, wie den General von
Moltke und die Admirale von Müller und
Truppel, einzelne Miniſter und Staatsſekretäre, auch
ſolche a. D., wie Herrn von Podbielski, den
früheren Herrn in dieſem Hauſe, der trotz dem
Zipper=
lein ſeinen Humor und ſeine Friſche nicht verloren,
ferner Gelehrte, wie die Profeſſoren Adolf Harnack
und Erich Schmidt, bedeutende Finanziers und
Techniker, kurz, eine intereſſante Verkörperung des
geiſtigen Berlin. Dem Vortragenden war keine leichte
Aufgabe geſtellt worden, ſeine Zuhörer mit dem
ſchwie=
rigen Thema in einer kurzen Zeitſpanne vertraut zu
machen, aber es gelang ihm, ſoweit dies überhaupt
ge=
lingen kann in einem geſchloſſenen Raum und an der
Hand von Apparaten, die hauptſächlich für dieſen Fall
Verwendung fanden. Den techniſchen Einzelheiten
ſchloſſen ſich allgemein wichtige Ausführungen an, aus
denen man erfuhr, daß man gegenwärtig mit einiger
Sicherheit auf dem Meer in einer Entfernung von 2000
bis 3000 Kilometern ſprechen kann, daß es im ganzen
bereits 1500 Stationen gibt und dieſe drahtloſe
Tele=
graphie vorläufig mehr für Ausnahmen Verwendung
findet, als etwa für den täglichen Gebrauch; daß ſie in
abſehbarer Zeit die Telegraphie mit Draht verdrängen
wird, iſt ganz ausgeſchloſſen. In einer Reihe von
Licht=
bildern wurden die wichtigſten Stationen der
verſchie=
denen Länder und die Verwendung der Funkenſprache
auf dem Meer und im Manöver vorgeführt und neben
einzelnen geſchichtlichen Daten jene Männer rühmend
genannt, ſo Hertz, Marconi, Braun, Poulfen, die ſich
hohe Verdienſte um die Entwicklung dieſes neueſten
Verſtändigungsmittels erworben. — Die Anweſenden
aber verſtändigten ſich nach dem faſt zweiſtündigen
Vor=
trage in direkteſter Weiſe in den anheimelnden Sälen
und Gemächern des Staatsſekretärs, in denen es an
nichts fehlte, was zur Atzung des Leibes nötig iſt, und
in denen man in kleineren und größeren Gruppen bei
anregendem Geſpräch gern bis über Mitternacht hinaus
verweilte, mit herzlichem Dank ſchließlich von dem
Ver=
anſtalter des gedenkvollen Abends Abſchied nehmend.
Die Erwartung, die man in unſeren Theaterkreiſen
auf einen Erfolg der im Deutſchen Theater zur
Erſt=
aufführung gebrachten Komödie Hugo von
Hof=
mannsthals: „Chriſtinas Heimreiſe”
ge=
ſetzt, iſt arg getäuſcht worden. Ein Werk zum Leſen,
mit vielen Feinheiten, mit hellem Klang der Sprache
und treuem Nachempfinden einer leichtlebigen Zeit, in
der ein Caſanova erfolgſicher umherging und die
Boccaccio=Streiche noch nicht ausgeſtorben waren, aber
kein Werk für die Bühne, die ſcharf umriſſene
Perſön=
lichkeiten und ſtraffe Handlung verlangt. Das Stück
ſpielt im 18. Jahrhundert in Venedig und deſſen
Um=
gebung und ſtellt in den Mittelpunkt Chriſtina, die
Nichte eines Pfarrers, für welche letzterer in der
Lagunenſtadt einen Mann ſuchen wollte, daneben den
verführeriſchen Florido, der eine Geliebte, aber keine
Frau will, und einen ergrauten, von der malayiſchen
Küſte eben heimgekehrten Seebären, der eine
Lebens=
gefährtin wünſcht. Und allen Dreien wird geholfen,
am beſten der nach ihrem ländlichen Idyll
zurückreiſen=
den Chriſtina, die einen Geliebten — allerdings wider
Willen — und einen Mann — dieſen mit Willen —
be=
kommt. Flott und verheißungsvoll beginnt die
Komödie, dann aber mattet ſie ab und verliert ſich in
endloſe Weitſchweifigkeiten, immer unruhiger und
un=
geduldiger wurden die Zuſchauer und äußerten
ſchließ=
lich lebhaft ihr Mißfallen.
Ein beſſeres Schickſal war dem Schwank: „Der
Herr Verteidiger” von Franz Molnar im
Neuen Schauſpielhauſe beſchieden, hier kargte
man nicht mit frohem Beifall. Molnar, ein Sohn des
Magyarenlandes, erzielte vor zwei Jahren mit ſeiner
ſatiriſchen Komödie: „Der Teufel” im Leſſing=Theater
einen anhaltenden Erfolg, der ſeinem neuen Werk
gleichfalls zuteil werden wird. Denn wenn hier auch
weniger Wert gelegt ward auf ausgeklügelte
Geiſt=
reichigkeiten, ſo erfreut uns dafür draſtiſcher Witz und
eine packende Bühnentechnik, die wohl Direktor
Alfred Halm mit zu danken iſt, der das Stück ſehr
geſchickt bearbeitet hat. Im Grunde genommen iſt’s
eine raffinierte Verbrecherkomödie, denn die Hauptrolle
ſpielt ein mehrfach beſtrafter „ſchwerer Junge”, aber es
iſt ſoviel gute Laune über das Ganze ausgeſchüttet,
alles Gruſeln iſt vermieden, die Szenen reihen ſich ſo
ſpannend aneinander, daß man gern den Streichen
Timm Boots folgt und ſich freut, wie glänzend er ſeinen
Verteidiger George Parker überliſtet. Die friſche
Dar=
ſtellung und ſorgſame Inſzenierung trugen ihr Teil zu
der glänzenden Aufnahme bei.
Konts Nuehs eme Hauuf
Achtung vor Nachahmungen!
Die dünnste Wassersuppe, jede schwache Bouillon,
ferner Saucen, Gemüse und Salate erhalten
augen-
blicklich feinen, kräftigen Wohlgeschmack durch
Zusatz einiger Tropfen MAGGl-Würze.
Echte Mäadl-Würze hilft sparen.
(K3826,18
MAGäls gute sparsame Küche.s
Aquila,
Sport,
Justitia,
sehr preiswerte 6-Pfg.-Cigarren
(2509a
empfiehlt
Hugo de Waal.
Em Anſtricken ſowie Neuſtricken von
Strümpfen, Socken, Unterhoſen u. dgl.
Orangerie=Allee
empriehlt TI
ſich Frau vahm, Nr. 9. (B3653
iet das einsigartige
Lecithin-Nervennährmittel
empfohlen durch Aerzte u.
Professoren. Belehr.
Bro-
schüre in Apothek. u.
Dro-
rerien, sonst gratis nebst
Geschmacksprobe v.
Neo-
clthin G. m. b. H., Berlin SW. 61.
Man achte aber auf die
blauweissen Packungen
mit dem Nero-Kopf.
100 250 500 g
Preise: 2.80 6.50 12.— M.
Tablett. 1.50 M., Neocithin-
Kolapast. 1 M., Potenzial-Neocitin-Tabletten (15% Lecithin) 3 M.
Hauptdepot: Friedrich Schaefer. L1378,24
Pianos
gebrauchte von 200 Mk.
neue von 450 Mark an
(5 Jahre Garantie) ſtets vorrätig (Teilzahlg.
Cohntig
Mhi
Georg rutes, Nachf. Leopold Schutter
Eliſabethenſtraße 12. (232a
m. 2 Seſſel, 1 Diwan, neu,
1 Sofa hillig zu verkaufen
Gutenbergſtraße 66, part.
3750fsoi)
Heyl &John, Manufakturwaren. (273a
Die kunstvolle
Innendeko-
ration mit dem „Weissen
Turm” bleibt bis Samstag
abend bestehen. O O OO O O
Coupons à 4 bis 4½s Meter Madapolam- u. Cambrie-
95
Serie 1 75 Pfg., Serie 1.
1.25
Pfg. Serie
Mk. Serie IV
(3906
Mk.
Aeusserst günstiger
Gelegenheitskauf!
Auf den Restposten Weiss
Croisé, ja. Qualität, ganz 65 Pfg.
feiner Köper . . per Mtr.
machen besonders aufmerksam.
Mitglied des
Rabatt-Spar-
Vereins.
Stück von 85 Pfg. an
Riesen=Artischoken
Stück 40—45 Pfg.
Neuen engl. Rhabarber, empfiehlt
Bernhard Held, Karlſtr. 27
Telephon 478.
(3896
(Alte Heſſenkunſt) darunter prachtvoll
ein=
gelegte Kleiderſchränke und Truhen, ſowie
Bauerntiſche und Stühle u. a. m.
preis=
wert abzugeben
(*3952fs
E. Jansen, Bleichſtraße 1.
Wreiswert abzugeben: 1 gut erhaltene
Opel=Nähmaſchine, 1 ovaler Tiſch,
1 Bettſtelle Kiesbergſtraße 52, II. (*3896fs
zu verkaufen:
Wegen Amzug Ausziehtiſch 6 Mk.,
1 2fl. Gasherd, kompl., 6 Mk., 1 faſt neue
Strohmatratze 4 Mk., 1 4 fl. Petroleumherd,
1 große Tiſchplatte mit Ständer. Näheres
bet Vogt, Möbeltransport, Ecke Heinheimer=
und Gutenbergſtraße.
(*4083
Kein. Konfirm.-Anz., Herren- und Damen-Clage-
* Handschuhe zu verk. Fuhrmannstr. 8, I. (*4095
großer Küchenſchrank, Bad mit Gasroſt
(3551mdfs
Gasofen, Wormſer Ofen
Darmſtraße 33, parterre.
Blantno (38958is
gebraucht, vorzüglich im Ton, ſpottbillig.
Georg Thies Nachf., Eliſabethenſtr. 12
Leop. Schutter, Hoflieferant.
noch neu, Prachtwerk,
Minb, Ankauf Mk. 900, iſt
Abreiſe zu Mk. 400 zu verkaufen.
(3894si
res in der Expedition.
Ein ſehr gut erhaltener Kinderwagen
mit Gummireifen billig zu verkaufen
*4084) Wienersſtraße 46, parterre rechts.
pate
mit Schraubſt. und
Kl. Werabank
— Ambosſtöckchen
zu verkaufen Heidelbergerſtr. 108½ (*4109
Billig zu kanfen geſucht: türiger
Kleiderſchrank, Kommode, Stehlampe,
Tablett. Off. u. N 85 a. d. Exped. (*4106
OP.
zwei=
Moderne Kücheneinrichtung 68 Mk., eleg.
Schlafzimmereinrichtungen mit Matratzen
275 Mk., Moquette=Diwan, enorm billig,
45 Mk. an, beſſ. Schreibtiſch mit Unterſatz
(*4029
20% billiger. Karlſtraße 30.
Einen 4rädrigen Handwagen, f.
Möbel=
transport, zu verkaufen
*4013soi)
Schwanenſtraße 8, part.
Ein Bett billig zu verkaufen.
Näheres Pallaswieſenſtraße 1, part. (*4032
*4031)
zu
ver=
alte Geige kaufen
Lauteſchlägerſtr. 11, Vdh. II. I.
arth
mit Freilauf
Warwurg=Fahrrad und
Rücktritt=
bremſe zu verk. Viktoriaplatz 12II. (3904a
gut erhalten, für Gas
Zug-Lampe und Petroleum einger.,
billig abzugeb. Mathildenſtr. 42, II. (*3969
Für Sonntag nur prima
ſtbeaf u. Lend
zu 66 Pfg. (abgeholt).
*4092
Wendelstadtstraße 56.
Nur eigene Schlachtung.
Schuh-Haus
Friedrich Sc
Ludwigstrasse 12.
Ludwigstrasse 12.
(3883
Wegen Geschäftereriegung Kommen
(*42
gerahmt und ungerahmt,
Liider kolossal billig zum Verkauf
Jahus Heigt
L
1g-
Papier- und Kunsthandlung
Einrahmungsgeschäft.
Selten günſtiges Angebot.
Sehr rentables Detail=Geſchäft, Allein=Vertrieb eines
Spezial=
artikels, für Darmſtadt und Umgebung zu verk. Kein Ladenge=
Vorzügliche
ſchäft. Prima Kundſchaft. Nur Kaſſaverkauf.
Exiſtenz. Schriftliche Angebote unter N 75 an die Expedition
erbeten.
(3885
Diedlerweg 14, in der Nähe der Station
Roſenhöhe, ſind zirka 5000 gut
er=
haltene Dachziegel abzugeben.
*4086)
Georg Hansel.
Laden-Einrichtung
geeignet für Kolonialwaren, billig zu verk.
*3968so)
Landwehrſtraße 31.
Alte
zu kaufen geſucht. Offerten unter N 60
(B3844
an die Expedition ds. Bl.
(*4054
für Wirte geeignet, zu verkaufen
Rhönring 73, 2. Stock links.
mit Möbelwagen übernimmt unter jeder
Garantie bei bekannt guter Ausführung
und perſönlicher Beaufſichtigung ſchon von
Mk. 10.— an.
(248a
Karl Bauer, Spediteur
Stiftstrasse 67.
werden ſchnellſtens angefertigt.
(3122a
E. Crämer, Ludwigſtraße 7.
im Schneiden
von
nimmt noch einige
Schneiderill Kunden an. Zuer=
(*3691ms
fragen Bleichſtraße 24, part.
von Strümpfen ſowie Beinlängen auf der
Maſchine billig und prompt. Heinheimer=
(2827a
ſtraße 20, 3. Stock.
zum Waſchen und Bülgein
Gardinen nimmt a. Waſch= u. Bügler.
(*4035
Rundeturmſtraße 15, 2. Stock.
mit Braek und Geſchirr, ev. auch allein, zu
verkaufen Magdalenenſtraße 7. (*3976sm
Eine junge trächtige Ziege 29 zu
verkaufen Ludwigshöhſtraße 41. (B3901
1909er Frühbrut, gute Eierleger, liefere franko
unt. Garantie leb. Ank., 12 St. Hühner u. 1
Hahn für 27 Mk. Farbe n. Wunſch. Probe=
(D3312
poſtkorb 3 St. M. 7.50 franko.
D. Pistreich, Breslau II 32.
Zeiſige, Hänflinge, Gimpel, Wellenſittige,
große Ausw. ſeltener Prachtfinken 2993a
Zrenner, Vogelhandlung, Karlſtraße 16.
Kanarien=Weibchen und Hähne abzu=
(*4087
geben Langegaſſe 5, part.
Wrima Kanarienvögel, Stamm Seifert,
*4056
preiswert abzugeben
Neckarſtraße 4, Vorderhaus II. I.
abzugeb.
Junge, 6
deutſche Schäferhunde (*4023so
Wagner, Eberſtadt, Seeheimerſtraße 20.
zu kaufen ge=
Rassehund ſucht. Off. u.
N74 an die Exp. d. Bl. erbeten. (*4044
(*3888si
Schöner Boxer zu verkaufen
Heidelbergerſtraße 87 im Laden.
Betten,
Billig guterh. Möbel Schränke,
Tiſch, gr. u. kl. Kommode, Bilder, Spiegel,
Waſch= und Nachtſchränke, Seſſel und v
antike Möbel Wendelſtadtſtraße 2. (*4060
†b. zu verk. An=
1 gebr. Kinderwagen zuſeh. Sonntag
10—12 Uhr Wienersſtraße 95, Seitenb. (*4004
Werſch. Spengler= und Inſtallations=
Werkzeug und 2 Leitern zu verk.
Zu erfrag. 11—1 Uhr Müllerſtr. 7, part. (*4005
Wegen Umzug 2tür. Kleiderſchrank, kl.
Schreibpult mit Tiſch, f. neue Nähmaſch.
f. Hand= u. Fußbetr., verſch. Stühle, Part. ſaub.
Weinflaſch. ſof. b. zu vk. Roßdörferſtr. 57. (*4062
mittels fahrb. Bandſäge. Ph. Reichel,
Ludwigshöhſtr. 59. Beſtellungen werd. auch
Klappacherſtr. 82 entgegengenommen. (B3902
Massage
empf. ſich bei Rheumatismus, Gicht,
Schwel=
lungen, Blutarmut u. Fettleibigkeit. (1466a
Frau Charlotte Strecker, Maſſeuſe
(Aerztlich geprüft) Hügelſtr. 2, Ecke Karlſtr.
Aerztlich u. staatlich geprüfte Masseuse
empfiehlt ſich den geehrten Damen. Näheres
(3848a
Beckſtraße 73, part.