European peace treaties of the pre-modern era in data / Europäische Friedensverträge der Vormoderne in Daten (FriVer+)


Konvention über den eventuellen Beitritt Schwedens zur Allianz von Den Haag

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European peace treaties of the pre-modern era in data / Europäische Friedensverträge der Vormoderne in Daten (FriVer+) Konvention über den eventuellen Beitritt Schwedens zur Allianz von Den Haag Digital edition according to TEI P5 TEXT+ Jaap Geraerts The transformation and enrichment of the data is done by Jaap Geraerts (IEG Mainz). The other members of the FriVer+ team are Fabian Cremer, Ines Grund, and Thorsten Wübbena (all IEG Mainz). The original data has been created by the team of scholars who were part of the Europäische Friedensverträge der Vormoderne project. This project was lead by Prof. Dr. Heinz Duchhardt and was based at the Leibniz Institute of European History in Mainz. Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt http://lobid.org/organisation/DE-17 This file is licensed under the terms of the Creative Commons License CC-BY 4.0 (Attribution 4.0 International) Stockholm RA Schwedisches Reichsarchiv, Stockholm: Originaltraktater med främmande makter: Holland No. 11 A. Konvention angående Sveriges eventuella accession till 1668 års förbund mellan England och Holland. 13/23 Januari 1668.
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Latein

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Kommentar

Zur Festigung des Pyrenäenfriedens vereinbarte man 1659 auch die Heirat zwischen Ludwig XIV. und der spanischen Infantin. Zwar wurde gegen Zahlungen aus der spanischen Staatskasse ein Verzicht der Infantin auf alle Erbansprüche vereinbart, doch die Zahlungen blieben aus und Ludwig XIV. beanspruchte nach dem Tod seines Schwiegervaters Philipp IV. unter Berufung auf das brabantische Erbrecht, das die Devolution, d.h. das Erbrecht der Kinder aus erster Ehe (auch Töchter) vor den Kindern aus weiteren Ehen vorsah, das Erbteil für seine Frau. Als Spanien die Forderungen ablehnte, marschierte er 1667 in die Spanischen Niederlande ein, in einem Augenblick als sowohl die Kräfte Spaniens im Krieg gegen Portugal gebunden waren als auch diejenigen der Seemächte im zweiten niederländisch-englischen Seekrieg. Allerdings verständigten sich die Seemächte Ende Juli 1667 im Friedensvertrag von Breda und die Generalstaaten bemühten sich aus Angst vor der französischen Bedrohung auch der eigenen Grenzen um eine anti-französische Allianz. Im geheimen Teilungsvertrag über das spanische Erbe mit Österreich Anfang 1668 konnte Frankreich über die Teilung des spanischen Erbes nach dem erwarteten baldigen Tod Karls II. von Spanien die Verwirklichung seiner Ansprüche vereinbaren, so dass deren militärische Durchsetzung nicht mehr notwendig erschien. Auch bemühte sich die im Januar gebildete Allianz zwischen Großbritannien und den Generalstaaten, der amselben Tag Schweden beitrat, um einen Friedensschluss zwischen Frankreich und Spanien. Schließlich erhöhte Frankreich durch die Einnahme der Freigrafschaft Burgund den Druck auf Spanien und im Mai 1668 konnte der Frieden von Aachen geschlossen werden, in dem der französische König zwar Burgund zurückgab, aber die zuvor eroberten Gebiete und Festungen behalten durfte.

Kontext

1659 Pyrenäenfrieden zwischen Frankreich und Spanien. Zur Festigung des Friedens wird die Heirat zwischen Ludwig XIV. und der spanischen Infantin Maria-Theresia vereinbart. 9.6.1660 Eheschließung 17.9.1665 Philipp IV stirbt, sein Nachfolger wird der körperlich und geistig schwächliche Karl II. 1667 Einmarsch Frankreichs in die Spanischen Niederlande 19.1.1668 Teilungsvertrag des spanischen Erbes zwischen Frankreich und Österreich 23.1.1668 Bildung eines antifranzösischen Bündnisses zwischen den Generalstaaten und Großbritannien; Beitritt Schwedens 2.5.1668 Friedensvertrag von Aachen