1
Maiestat und Privilegium
2Des Allerdurchleuchtigi-
3sten Großmechtigisten Fürsten und Herrn
4Herrn , Erwölten Römischen
5Kaysers, auch zu und Khünig, etc.
6uber die von den Dreyen Stenden der Cron uberge-
7bene Behmische Confession (so man die Augspurgische nen-
8net)1 und derselben freyen Exercitij, sambt dem
Consi-
9storio
und Academia, im Jahr
101609.↑
11
[Art. 1] b
12, von Gottes gnaden
b
13Erwöhlter Römischer Kayser,c zu
14allen zeiten Mehrer des ,
15
dzu
d, , ,
16
etc.e Khünig, Ertzhertzog zuf ,
17
gMarggraff zu , Hertzog zu und
18in , Marggraff zu und Graff zu
19
g etc.
20
[Art. 2] iZu Ewiger gedechtnis sey Krafft dieses
21Brieffs menniglichenh
2 khundt gethan:
i Nach dem alle
22drey Stendej unsersk , mso den
23Leib und das Blut des Herrn Jhesu Christi unter bey-
24derley
3 empfangen,
m unsere liebe getreuen, oin gemeinem
o
25Landtag (welcher pvergangen im
p qAin tausent Sechs-
26hundert und Achten
q Jahrsr Montags nach Exaudi
4
27aufmt angegangenu und eben vdasselbe
28Jahr
v Freytag nach Johanniw des Teuffers5 beschlossen
29
worden) bey uns als ihremx aller
30underthenigist und gebürlichenz angehalten und gebet-
31ten, damitaa sie beyab der gemeinenac Behmischen
Confes-
32sion
und Glaubens bekendtnüs (welche von etlichen
33die Augspurgischead genendt wirdt), im Jahr Christi
34
aeTausent Fünfhundert Fünf und Sibentzig
ae auf allge-
35meinem
af Landtag zusamben getragen und agder Kay:[serlichen]
36May:[estät], weilandt , unserm gelieb-
37sten Herrn Vattern löblichster und seeligster gedecht-
38nüs, ubergebenen Confession (die ihnen baldt damals,
39wie wir gewislich berichtet worden und aus den
40schreiben unsers geliebsten Herrn Vattern aigenen
41handt, auch andern bey der Landtaffel verhandenen
42gedechtnüs vornomben, von Ihrer May:[estät] bewilliget
43worden)6 , auch ihrer unterainander aufgerichten und
44in der Vorrede eingebrachter vergleichung, so wol
ag bey
45andern ansuchen und begehren, ihre Religion betref-
46fendt, soah außtrücklich fürgedeutetai, erhalten worden,
47solche ihre Christliche Religion under beyderleyaj frey
48und akvon menniglich
ak ungehindertal uben und fortpflan-
49tzen. Und also in amdiesem allen
am, das die Stendt an
genug-
50samb von Uns
an versichert werden mechten, inmassen
51dieser Artickelao und Ihr begehren in gemeltem
52Landtag, und der Landtägeap in die Landtaffel, inaq das
53Grüenar Buch asder gemeinen Landtägen,
as Anno atim
54
Eintausent Sechshundert und Acht,
at Montag nach
55
Exaudi,7 sub lit:[tera]
au avK 8.
av einverleibt, awdis weitleufftig
aw und
56ausführlichenax in sich begreifft.
57
[Art. 3] Weilnay aber damalsaz Hochwichtigerba geschefft
58halben, welcher wegen bemelter Landtagbb am meisten
59angesteldt und die bcda ainigen
bc auffschub nicht dulden
60mögen,8 diesesbd zubestettigen unmüglich gefallen,be haben
61wir zu weitterer erörtterung solcher sachen genedigistbf
62auffschueb begehrt bis bgauf künfftigen
bg Landtag, wel-
63cher auff den Donnerstag fürbh Martini nechst vol-
64gendts
bi
9 verlegtbj worden. Inmittels auch die Sten-
65de
bk versichert, wofern solches auf allgemeinem Land-
66tag nicht zu ende gebracht würde, das Sie unter des-
67sen ihrer Religion ein frey undbl ungehindertesbm
exer-
68citium
10 bnhaben und
bn halten, auch bis zu entlicher11 hinle-
69gung
12 dieses Articuls zu ainiger erwegung oder ab-
70handtlung
13 andererbo Articul, so wir ihnen in der Land-
71tags
proposition
14 vortragenbp würden, zuschreitten gar
72nicht schuldig oder verbunden15 sein sollen, wie dann sol-
73ches
bq unser gnedigist begehren und versicherung mit
74mehrembr bezeugetbs.
75
[Art. 4] Nach welchem allgemeinen verbleibenbt, alsbu der
76Landtag auffbv gemeldtenbw Termin Donnerstagbx vorby
77Martini16 angesetzt, aus erheblichen ursachen von
78verschoben und caain anderer bzden Dinstag
bz nach
ca Pauli
79
Bekhehrung Anno cbAin tausent Sechshundert und
80Neun
cb
17 angestellet und mit unsern mandatis
cc auff das
81
ausgeschrieben wordencd, haben obbe-
82melte
ce cf
sub utraq;[ue]
cf
18 Stende abermals die vorigecg
Confes-
83sion
, und wie sie sich unterainanderch verglichen,19 uns
84ubergeben undci nicht unterlassen, bey uns als ihremcj
85
nicht allein durch ckuntertheniges
86und demüttiges flehen und bieten
ck, sondern auch durch
87
clfür- und angegebenen
cl intercession
cm
20 und vorbietcn
21 zu
solli-
88citiren
22 und anhalten, das wir geruhetenco, solches der
89
cpStende sub utraq;[ue]
cp, als cqunser lieben
cq getreuen, crbietten
90und ansuchen
cr gnedigistcs zubewilligen.ct
91
[Art. 5] Als nun dis mit Unsern cuObristen23 Landt-
92Officirern
cu und andern Räthen dieses
93 in embsiges erwegencv gezogen, haben wir
94fürcw guet angesehen, auf unterthenigcx demüttigescy biet-
95ten und begehren derencz von Herrn- und Ritterstan-
96des, dader und andern
da abgesandten der Städt,
97alle dreydb dcStendt sub utraq;[ue]
dc dieses
98, so sich zu ddder bemelten
dd
24 Confession bekennende,
99Unsererdf lieben getreuen Unterthanen, allen dreyendg
100Stenden ingemein didesdh
di, ai-
101nen gemeinen Landtag aufmdj Montag nach dem
102Sontag Rogationum in der Creutzwochen diesesdk
103
dlAin tausent Sechshundert und Neunten
dl Jahres25
104
durch dmunsere Khönigliche
dm Mandat auszuschreiben, auf
105das zuverlegen und indn publicirten
106mandatis
do auch mitdp anzuhefftendq,
[Art. 6] das wir bey diesemdr
107Landtage die schlüslicheds Erörtterung des Articuls von
108der Religion in derdt Landtags proposition einbringen.
109Item, wie auchdu alle und jede, so wol unter beyder- als
110ainicherley,dv und die sich zu der uns ubergebenendw
111
Confession bekennen, ihredx Religion ohne allerley
112bedreng-dy und verhindernisdz, es sey vonea Geistlicheneb oder
113Weltlichen Personen, frey uben und fortpflantzenec
114möchten, genugsamb versichern und versehen wollen.
115Wie solches efunsere Mandata
ed , deren datum aufmee
ef
116 Sonnabendtseg nach dem Sontag Iubi-
117late dieses ehAintausent Sechshundert und Neunten
eh
118Jahres26 in bemeltem Articul eiweitters besagen
ei, zu
119welchem ekallgemeinenej von uns
ek ausgeschriebenen Land-
120tage, weil sich alle drey Stendt emgehorsambist und un-
121terthenigist
el haben eingestellet
em und wir auch laut un-
122sers engnedigen vorsprechen an bemelten
en mandat den
123
eoArtickel von
eo der Religion in der Landtags
proposi-
124tion
zuförderistep fürbringeneq lassen, haben offtgemelteer
125drey esStendt sub utraq;[ue]
es einhelliget Ihr voriges bege-
126hren und bietten durch unseu ubergebene Schrifft evwi-
127der vorneuert, umb
ev genugsamew versicherung und bey
128der Landtaffel bestettigung desselben unterthenigistex
129gebetten.
130
[Art. 7] Dieweil dan nichts liebers ist, als das iney un-
131serm unter allen dreyenez Stenden, so wol
132
faainer- als beyderley
fa, allen unsern lieben getreuen fb
Un-
133terthanen, nutz
fb und zu ewigen zeitten standthafftige
134lieb und ainigkeit, fcfriedt und vertröglikheit
fc, zu auf-
135nehmen
fd und erhaltung fegemeinen bestes
fe gepflantzet,
136ain jedes theil bey der Religion, bey welcherff sie ihrer
137Seelenfg Seeligkheit versichertfh zusein festiglich glau-
138ben
fi, frey willig, fkunverhindertfj und unbetrengt
fk neben
139
fldem andern möge verbleiben
fl und gelassen werdenfm, da-
140mit also (wie billich) demfn Anno
fo fpEintausent Sechshun-
141dert und Acht
fp geschehenenfq Landtages beschlüs und
142demfr neulich publicirten Mandat
fs (in welchemft wir die
143vereinigtefu Stendefv, so sich zu gemelterfw Confession be-
144kennen, fürfx die, so sie allezeit gewesen, nemlich fürfy unse-
145re treuefz undga gehorsambe Unterthanen, unter unseren
146gnedigengb schutz allerleygc Ordnungengd, Rechtge, Gerech-
147tigkeiten
gf und Freyheitengg dises gh
erstre-
148cket, erkennet und gehalten,
gh gemes und gehörig, auff
149welche sich unsere Khönigliche Pflicht, Recht und
150Landts Ordnung erstrecket, erkennetgi und gehalten,
151auch gegenwertiggj erkennen und halten) folge und gkeine
152genüge
gk beschehegl, in anseh-gm und betrachtung der obbe-
153rürtengn stattlichengo gr
intercessionen und fürbietten, und
154dangp auch aufgq vielerley embsiges anhalten und bietten
gr
155
gsihrer selbst
gs, der gtStende sub utraq;[ue]
,
gt guneben der
gu treuegv
156und gwnützlichen dienst,
gw so sie uns die gantze zeit gxunsers
157glückseligen Regiment uber sie
gx mit der That erzeiget
158und bewiesen haben.
159
[Art. 8] Aus diesengy allen und gzandern vielen
gz ursachen, mit
160reiffen Rathha bedacht,
hb gutten wiessen27, Khöni-
161glicher Behmischer macht, und mit Rath hcunserer
162Obristen
hc Officirer, Landt Recht beysetzerhd und Rät-
163hen, haben wir den Articul, die Religion betreffendt,
164mit allen dreyenhe Stenden dieses
165 bey gegenwerttigem Landtage, so aufm
166
hf gehalten wirdthg, erörtethh und also entlichhi be-
167schlossen, wiehj die hkStende sub utraq;[ue]
mit folgendem
168unserem Maiestet- oder
hk Khöniglichen Brieffe versi-
169chert haben und versichern:
170
[Art. 9] Vorshl Erste: Wie es hmvor hin
hm hnbey der Landtaffel lit:
[tera]
171A 32.
hn bestettiget ist, was die Religion unter ainer- undho
172beyderley gestalt belangt, das sie ainander nicht be-
173trengen, sondern hpfür ainen
hp Man beyainander stehen,
174als treue freunde, und ain theil diehq ander nicht schmehen
175
hrsolle, das
hr soll hsalso bey diesem Articul gentzlich
hs verblei-
176ben, und sollen hiemit beyde Theil wie jetzo, also auch
177künfftig ainander verbunden sein, bey htderen Peen
ht
178hiervon in derhu Landtsordnung begrieffen isthv.
[Art. 10] Und
179dieweilnhw diehx hzunter ainerleyhy
hz in diesem ih-
180rer Religion ain frey und ungehindertesia exercitium ha-
181ben, icin welchem ihnen die unter beyderleyib ,
ic so sich zu
182der Confession bekennen, keinen eintrag thuen oder
183ordnung geben, das hierinnenid ieaine gleichheit möge
ie
184gehalten werden, derowegen verwilligen und geben
185inen ifRecht und Macht
if darzu, das obgemelteig verei-
186nigte ihStende sub utraq;[ue]
ih, Herrn und vonii Adel, Pra-
187ger, Berg-ij und andereik Städte sambt ihren Untertha-
188nen, in summa: alle, die sich zu der Behemischen Con-
189fession, welche Löblicheril und Seeligerim gedechtnüs
190weilandtin
io, unsermip liebsteniq Herrnir
191undis Vattern, auf allgemeinemit Landtag iu
Anno Ain-
192tausent Fünfhundert Fünff und Sietbentzig, und jetz
iu
193auffs ivneue auch
iv ubergeben worden (bey wel-
194cher wir sie allergenedigist zuschützen versprocheniw) be-
195kendt
ix haben und nachiy bekennen, kainen ausgenom-
196ben, dasiz sie nemlich ihre Christliche Religion ja
sub
197utraq;[ue]
, laut deren
ja Confession jbund unterainander
jb aufge-
198richter
jc verainigungjd und vergleichung, frey und unge-
199hindert
je allerjf orthen uben und vorbringenjg, jhbey ihren
jh
200Glauben und Religion, Priesterschafft und Kirchen-
201ordnung, welche bey ihnen ist oder aufgerichtji werden
202wirdtjj, jlfridlichjk mögen gelassen werden,
jl jmbiß zu gentzli-
203cher Christlichen einhelligen vergleichung wegen
204der Religion im ,
jm und also sollen sie
205
weder jetztjn jonach khünfftige zeit
jo nicht schuldig sein, sichjp
206nach den Compactatis
jq, welche auf allgemeinemjr Land-
207tage Anno
js jtAin tausent Fünfhundert Sieben und
208Sechtzigisten,
jt in den juLandt privilegiis
ju und anderstwo
209ausgelassen, zu reguliren.
210
[Art. 11] jvFerner wollen in folgenden den Stenden sub
211
utraq;[ue]
jv auch diese sondere gnad thuen und allen dreyenjw
212Stenden, so sich zu dieser Confession
jx bekennen, das
213unter28 Consistorium in ihre Macht und
214verwaltung widerumb ainantwortten und verwilli-
215gen gnedigist darzujz, das die verainigtenka kbStende sub
216
utraq;[ue]
kb solch Consistorium mit ihrer Priesterschafft
217nach der Confession und ihrerkc hierinnekd vergleichung
218
reformiren
ke und verneuern, Ihre Predicanten, so wol
219Teutsch undkf Behmisch, alda ordiniren lassen oder wel-
220che allbereithkg ordiniret wordenkh, kivon dannen
ki ohne aini-
221ge
kj verhinderung des kkoder
222aber jemandts andern
kk auf ihre Collaturen nehmen
223und dieselben damit besetzen mögen. Nichts weniger ge-
224ben
kl wir auch kmgnedigist in die gewalt der Stende (wie
225sie jnen dan
km von Alters herokn zugestanden) die Prage-
226risch
ko Academi
kp
29 mit allen zugehörungen, kqdieselb mit
227Tauglichen
kq undkr Gelehrten Männern zubesetzenks, gut-
228te und löbliche Ordnung ktund gebreuche auffzubrin-
229gen
kt und uber beyde, als dasku Consistorium und
Acade-
230mi
, gwiessekv
30 und Tüchtigekw Personen zu Defensorn31 und
231beschützern anzuordnenkx und bestellen mögen.
232
[Art. 12] Unter dessen aberky, und ehe kzdis alles
kz gebürlichenla
233ins werckh gerichtet werdelb, sollen nichtlc weniger alle
234
ldStende sub utraq,[ue]
ld bey obgeschriebenenle, als nemblichlf
235das sie ihrelg Religion ohnelh betrengnisli und verhinder-
236nis möchten fort uben, volkommenlichlj gelassen wer-
237den, llund wievil Personen die verainigten Stende
238
sub utraq,[ue]
ihres mittels zu Defensorn uber gemelt ihr
239
Consistorium und Academia nach ihrer einhelligen ver-
240gleichung aus allen dreyen Stenden in gleicher an-
241zahl verordnen und dieselben uns, als ihrem
242und Herrn, ubergeben werden. Dieselben uns alle
243namhafft gemachte und ubergebene Personen, keinen
244hievon ausgelassen, wollen und sollen wir innerhalb
245zweyer Wachenlk von dato der uns ubergebenen ver-
246zeichnüs darzu zubestetigen und sie für Defensores er-
247kleren, doch uber der Stende ihnen gegebene Pflicht
248und Instruction in keine andere Instruction nach32 pflicht
249sie zuziehen.
ll
[Art. 13] lpDa wir aber anderer verhinderungen
250wegen in obbemelter zeit dieselben nicht bestettigen kün-
251ten oder würden, so sollen sie dachlm aines weges als des
252andern uber beydes Defensores verbleiben, alles das
253thuen und verrichten, als wan sie von uns Confirmi-
254ret und bestettigt wehren, und do auch ainer aus ihnen
255
stierbeln , werden die Stende sub utraq,[ue]
an stadt dessel-
256ben bey nechst darauf folgendem Landtag ainen an-
257dern lozu denen nach ubrigen im leben verbleibenen
lo
258wehlen und zugeben künnen. Welches also in khünfftig
259alzeit abbeschriebener gestaldt wie von uns, unsern Er-
260ben und khünfftigen Khönigen zu , also auch
261von ihnen, den Stenden und den Defensorn, observirt
262und gehalten werden solle.
lp
263
[Art. 14] Wennlq auch jemandtslr aus lsden verainigten allen
264Dreyen Stenden sub utraq,[ue]
ls dieseslt
265ausser denlu Kirchen und Gottesheusern, welche sie lv
je-
266tzundt halten
lv und ihnen vorhin zustendig (bey wel-
267chen Sie auch friedtlich geschützt und erhalten wer-
268den sollen) jrgendt inlw lzStädten, lxStädtlin und
lx Dör-
269ffern oder anders wo lywolten oder solten
ly
lz mehr Kir-
270chen, Gottsheuserma oder Schulen zu unterweiß-mb und
271aufferziehung der Jugendt aufrichten undmc bauen
272lassen, dasselbemd soll, gleich wieme mfden Herrn und Ritter-
273standt
mf also auch denmg Pragernmh 33, Berg-mi und andern
274Städten ingemein und ainenmj jedenmk insonderheit, an
275jetzo und inml khünfftig zuthun mmvon meniglichem unge-
276hindert
mm, frey und offen stehen.
[Art. 15] Wie mndan auch ohn dis
mn
277in viehlen moKhöniglichen und auch der Khöni-
278gin
mo Städten34 diesesmp nichtmq mrwenig sub
279una und sub utraq;[ue]
mr unterainander wohnen. Derent-
280wegen
ms ist dismt unserermu mvsonderer will
mv und befelichmw, das zu
281erhaltung liebmx und ainigkeit myain Parth
my dermz andern in
282ubung ihrerna
nb Religion und Kirchen Ordnung nicht
283aingreiffen oder fürschreibennc. Die begrebnüs nd
Töd-
284ter Leichnamb
nd
35 in Kirchen neund auf
ne Kirchhöffen, wie
285auch das Leutten36, nicht abschlagen undnf verbietten
286
[Art. 16] Und also vonng nhheuttiges tages
nh dato an keinerni, wie
287aus den Herrnnj und freyen Stendtennk also auch dennl
288Städten, Städtlein nmund Baures Volckh
nm, weder
289von ihrer Obrigkheit nachnn von noainem andern
no, Geist-
290lichen
np oder Weltlichennq nrStandes Personen
nr, von seiner
291
Religion abgetrungenns und alsont nxzu ainernu andern, es
292sey durch gewaldt oder nvlistige erdachte findtlein
nv
37 ge-
293zwungen und abgeführet werden sollenw . Und ist also
nx disny
294
nzalles auf
nz nichts anders als zu erhaltung lieb und ei-
295nigkeit treulich gemaindt und angeordnet.
296
[Art. 17] Derowegen versprechen bey oaunsern Khünig-
297lichen wortten
oa, das alle drey vereinigte Stendeob, so
298sich zu deroc Behemischen Confession bekennenod, sambt
299ihren nachkommendenoe, bey allemof obgesetztenog von uns,
300unseren Erben und khünfftigen Khönigen in
301 gantz ohund volkömblich
oh ohne verwirrungoi sol-
302len gelassen, ojerhalten und geschützet
oj werden. Inma-
303sen wir oksie dan
ok in demol omReligions friedt
om des
304 als ein vornembesoo gliedt desselben gen-
305tzlich
op mit einschliessen, soll auch ihnen oqhierinnen in
oq
306khünfftig weder von uns, unsern Erben undor khünffti-
307gen Khönigenos in , nachot von andern Geist-ou
308oder Weltlichen Personen ovzu khünfftigen
ov und ewi-
309gen zeitten ainige verhinderung oder eintrag nicht
310geschehen nachow verstattetox werden.
[Art. 18] oyWieder solchem ob-
311gedachtem aufgerichtem Landtsfried und den Sten-
312den sub utraq;[ue]
oy von widerfahrnenoz versicherung wöl-
313len wir panicht das aintzige befehlich
pa oder etwas der-
314gleichen, welchepb die gewenigstepc verhinderung oder
315ainige verenderung dessen verursachen möchten, von
316
,pd unsern Erben und khünfftigen Khönigenpe in
317 oder jemandtpf anders ausgehenpg oder ange-
318nomben werden sollenph.
319
[Art. 19] Und im fahl pidergleichen etwas ausginge
pi oder von
320jemandenpj angenomben würde, soll es doch unkrefftig
321sein und auf den fahl weder mit recht nachpk one recht
322etwas geurtheilet ploder ausgesprochen
pl werden: Wie
323wir danpm auch derowegen alle andere befehlichepn und
324
Mandata, so povor diesem
po wieder die ppStendt sub utraq;[ue]
pp,
325so sich zu bemelterpq Confession bekennen, von was immerpr
326orthenps pvausgegangenpt sein, in gegenwerttigkeitpu
pv aufhe-
327ben, pxvernichtpw , Todt
px pyund ab erkennen
py und halten, das
328also alles, was die Stende anjetzopz qdund zuvorqa bey
329bestettigung dieses Articuls begehret, sambt allenqb
330
dem, was entzwischenqc vorgelaufen, weder jetzo
qd nachqe inqf
331khünfftig zu qgeinigen nachtheil oder
qg abbruch desqh ehr-
332lichen Leimudtsqi
38 oder qjander beschwerung und ansto-
333sen allen dreyen Stenden
qj ingemein undqk insonderheit
334von , unsern Erben undql khünfftigenqm Khönigen inqn
335
nicht gerechnet oder bemelten Stenden
336ubel qpangetzogen undqo ausgedeuttet
qp werden soll, und
337dis zu khünfftigqq und ewigen zeitten.
338
[Art. 20] Befehlen hiermit allen qrObristen Officiren,
339Landt Rechts beysitzeren
qr und Räthen, auch allen
340Stenden und Inwohnern dieses , so
341an jetzo und khünfftig sein werden, unsern lieben ge-
342treuen, das qsihr gemelten Herrn
qs, Ritterschafft, Prä-
343ger, Berg-qt und quandern Stedten, alle drey
qu Stende
344dieses sambt allen ihren Unterthanen,
345in Summa: alle qvdie sub utraq;[ue]
qv, welche sich zu dieser
346Behmischen Confession bekennen, bey dieser unsererqw
347versicherung und qxMaiestadt, wie dieselbe
qx in allen
348Articuln, Sententzenqy und Clauselnqz lautet, ravertrettet
349und schützet
ra, selbstrb ihnen rchierinnen ainigen
rc aintrag
350nicht thuetrd, viel weniger andern zuthuen nichtre ver-
351stattet
rf, und dis bey vermeidung unsers zorns und un-
352genad
rg. Und riwollen uber dies, da jemand, esrh sey
ri von
353Geistlichenrj oder Weltlichen Personen, dieserk Maie-
354stat
rl zuubertretten sich unterstünderm, so erkhennen wir
355
sichrn schuldig, sambt unsern Erben und zukhünfftigenro
356Khönigen in wie auch denrp Stenden die-
357ses , zu ainem jeden derselbenrq als zu ai-
358nem rrverhinderer und zerstörer des gemeinen fridens
rr
359zugreiffen. Die Stende rshergegen bey dem ihrigen
rs
360schüetzenrt und vertheidigen, wie solches in der rw
Landts-
361ordnung der Articul von beschützungru des rvLandes
362guter Ordnung
rv und Rechten desselben klerlich
rw aus-
363weisset.
364
[Art. 21] Entlich befehlen den grössernrx und mindern
365
Officiren
ry bey der Landtaffel diesesrz
366, das sie zukhünfftigensa gedechtnüs diesen
367Brieff und Maiestatsb in dersc Landtags Relation,
368welche bey diesem Landtage von allen dreyensd Sten-
369den dieses beyse sfder Landtaffel geschehen
sf
370würdtsg, siin die Landtaffel mit einleibensh und hernach
371dies
si Original zu andern Freyheitten undsj Landts
372
Privilegien auffmsk legen und verwahren
373
sllassen. Dessen
sl zu Urkhundt smhaben
sm Unsersn
374Kayserlichso Insigelsp an diesemsq Brieff und Maie-
375stadt
sr anzuhengen befohlen. Gebenss auff Unsermst
376
suam Donnerstag
377nach S.[anct] Procopii, Anno im Ein tausent Sechshun-
378dert und Neunten.39 Unserer Reiche
379
im Vier und Dreyssigisten, des im
380Sieben und Dreyssigisten und des
381auch im Vier und Dreyssigisten.
382
.
su
383
sv
,
384Supremus Burggravius
385
sv
386
sw
Ad mandatum Sacrae Caes:[areae]
387Majestatis proprium.
sw
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Sachliche Anmerkungen